Wesse Beues Dre Hweter Se 9#. Scmerter adser Feiertag., Bensgaute mmmith d. 2h., bei der Post 6.—, Mt., ohne Bo. teilgeld. Anzeigenpreise: 1 mmm dode. 26 mmn deeite Jeile 35 Pfg. Wohnungs= und Steilengesuche 10 Pig. Bei Wiederheiungen entsprechender Nachlaß U. Taris. Jeder Radat ailt uis Kassenrudatt und erlischt dei Konkursen, Zwangsvergleichen, gerichtüichen Klagen beachten der gemachten Zahlungsbedingungen. Oerbunden mit: Schwerter Cageblatt und Anzeiger Schwerter Voissentang Westhofener Zeitung Aplerdecker Zeitung Langscheder Zeitung stostien Bchuchen V Guschon dunn Schwerter Volksblatt Amtliches Kreisblatt für den Kreis Börde. Erstes und ältestes Tagesorgan des Kreises.— Generalanzeiger für den Kreis Hörde. nmsden für jeden e b. 300 Wark Anfall. Gu cer Samstag, den 24. Juli 1920. 55. Jahrgang. Dom Tastentragen. Schwer ist die Last, die auf unseren Schultern flegt, die Last des gesamten Dolkes, die alle gleichmäßig niederdrückt, und die Einzellast, die jeder noch für sich zu tragen hat. Die Cage von Spa sind uns Beweis dafür, daß diese läufig nicht leichter, sondern eher noch schwerer wird. Müssen wir dann schließlich doch unterliegen, weil sie uns unerträglich wird? Es ist möglich daß noch manch einer zusammenbricht, wie schon hunderte und Causende von Volksmassen zusammengebrochen sind. Aber mit diesem Derharren in Verzweiflung und stumpfer Gleichgültigkeit kommen wir nicht weiter. Wir müssen nach neuen Kräften suchen, durch die unsere Seele und unser körper gestärkt werden, sodaß wir schließlich doch die schwere Last tragen können. Die Last ist deshalb niederdrückend für uns, weil Millionen anseres Dolkes sie nicht mit tragen. Sie lachen eder taumeln oder tanzen und wollen von der angeblichen Last nichts wissen. So müssen wir auch noch die Last für solche leichtfertigen Menschen mittragen. Um nun nicht doch zu erliegen, müssen wir uns nach Uännern umsehen, die auch Schweres während ihres Lebens trugen und doch nicht zusammenbrachen. Wir haben eine große Jahl von Kreuzträgern, die uns leuchtendes Dorbild und Quelle der Kraft sein können. Der Schulmann F. I. Dörpfeld hat einmal gesagt:„An nichts kann der Ulensch sich besser bilden als an charaktervollen Lebensbildern.“ Ich will nur einen hier nennen: Den Propheten Jeremias, der es wirklich nicht leicht gehabt hat, der ähnliche Schicksale hatte wie wir, der ebenso den Untergang seines Dolkes miterlebte wie wir, der mit heißer Liebe sein Dolk umspannte, wie wir es umspannen. Er wurde wohl niedergebeugt, er konnte wohl nachdenklich und grüblerisch dasitzen, aber er richtete sich dann wieder auf und trug nicht nur seine Last, sondern auch die Last anderer und machte ihnen dadurch Schultern und Herz frei. Wir kennen alle das Bild von Michel Angelo, wie er so traurig da sitzt, aber wir spüren es, in diesen Schultern und in diesen Aluskeln steckt gewaltige Kraft, die alles tragen kann. Und was war für ihn die Quelle der Kraft? In jungen Jahren schon war der herr zu ihm gekommen und hatte ihm gesagt:„Fürchte dich nicht, denn ich bin bei dir!“ Und so wurde er, der doch so viel Schweres zu tragen hatte, für andere zur „festen Stadt“, zur„ehernen Mauer“, und wenn er auch schon rings umgeben war von Leichtsinn und Verfolgung und Verzweiflung, er blieb Crost und Stütze seinen trauernden Dolksgenossen! Solch starker Kreuzträger mußt du, muß ich sein. Dann wird es besser. Gott muß unsere Stärke und Kraft sein. Spaa im Reichswirtschaftsrat Der Bericht des Reichowirtschaftsministers Dr. Scholz. Gestern trat der Reichswirtschaftsrat zusammen, um den Bericht über Spa entgegenzunehmen. Diese katsache hat die Eifersucht mancher Reichstagsmitglieder hervorgerufen. Es ist aber doch schließlich gerade bei den heutigen schwierigen Seiten ganz gleichgültig, ob der Reichswirtschaftsrat den Bericht über Spa einige Cage früher hört, als das— obendrein augenblicklich vertagte— Olenum des Reichstages. Uns deucht, daß unsere Reichsboten jetzt doch wirklich Wichtigeres zu tun hätten, als sich in solche kleinliche: Eifersüchteleten einzulassen. Die Entscheidung über Katifizierung usw. der Abmachungen trifft ja doch der Reichstag und niemand anders. Die Bedeutung des Reichswirtschaftsrats kiegt in seiner gutachtlichen Cätigkeit. Dieses betonte auch der Dorsitzende Edler v. Braun in seinen einleitenden Worten, in denen er auf diese seiner Ansicht nach unbegründete Eifersucht parlamentarischer Kreise zu sprechen kam. Jetzt hätte der Reichswirtschaftsrat, so fuhr er fort, die Mittel und Wege zu finden, die und in Spa auferlegten harten Bedingungen zu erfüllen und trotzdem den Gang unseres Wirtschaftslebens aufrecht zu erhalten. hier handele es sich nur um wirtschaftliche Fragen, er bitte daher, jedes rein politische Moment aus der Diskussion auszuschalten. Dasselbe betonte auch der Reichswirtschaftsminister Dr. Scholz in seinen einleitenden Worten. Er sprach dann im allgemeinen über die Verhandlungen in Spa, wobei er die für uns günstige Wirkung hervorhob, die das Auftreten der beiden deutschen Sachverständigen vor der Konferenz hatte. Die Verhandlungen von Spa könnten vielleicht eine gewisse Etappe für eine künftige Verständigung sein, ein Optimismus, den er nicht teile. Er „Ich persönlich halte das Spa=Abkommen für eine vielleicht unerträgliche Belastung des deutschen Wirtschaftslebens. Die immer man das Abkommen auffaßt, so bedeutet es einerseits eine unerhörte Belastung der deutschen Bergarbeiterschaft, auf der anderen Seite wird es sich nicht vermeiden lassen, der deutschen Industrie Beschränkungen aufzuerlegen, die schon heute die ihr ouferlegten Beschränkungen kaum erträgt. Der Vertrag von Spa kann nur erfüllt werden durch eine außerordentliche Steigerung der Kohlenproduktion auf Grund der uns durch die Spaer Vereinbarungen gewährten Mittel, auf der anderen Seite wird es sich leider wohl auch nicht umgehen lassen, daß kohle der deutschen Dolkswirtschaft bis zu einem gewissen Grade noch weiter entzogen wird als bisher. Die Ulehrförderung von Kohle kann nur geleistet werden, wenn die deutsche Arbeiterschaft die Leistung vollbringen wird. Die Steigerung der Kohlenproduktion ist daher in erster Linie eine Arbeiterfrage.“ Jum Schluß richtete der Minister an die wesenden folgenden Appell: „Es ist bekannt geworden, daß ich persönlich diesem Kohlenabkommen in seiner letzten Jassung widersprochen habe, weil ich der Ansicht bin, daß es für die deutsche Industrie fast unerträgliche Lasten schafft. Crotzdem bin ich entschlossen, alles zu tun, damit dieses Abkommen erfüllt werde. Das ist das Gebot der Stunde: Das Abkommen ist getroffen, es muß gehalten werden. Ich bitte Sie alle. Ihre Kräfte der Reichsregierung zu leihen, damit wir in die Lage versetzt werden, dieses Abkommen zu erfüllen. Deutschland hat eine Verpflichtung übernommen, Deutschland muß alles daran setzen, diese Derpflichtung zu erfüllen.“ Reichsarbeitsminister Brauns sprach dann über seine Bemühungen, die Hilfe der Bergarbeiter zu gewinnen, und über die Doraussetzungen, die dazu nötig sind. Das Ahkommen von Spa sei nichts anderes als ein Stück Fortsetzung des Krieges. Reichsernährungsminister Dr. Hermes erklärte, daß die Maßnahmen zur besseren Ernährung der Bergarbeiterschaft sofort in Angriff genommen würden. Er appelliere an die Landwirtschaft, mit allen Kräften an der Lösung dieser Aufgaben mitzuarbeiten. Er sprach dann über die Verwendung der uns gewährten Lebensmittel= und Rohstoffvorschüsse und teilte mit, daß er in Spa eine Konferenz aller Ernährungsminister Deutschlands und der Entente vorgeschlagen habe, ein Dorschlag, der hoffentlich auf guten Boden falle und gute Früchte trage. Der Reichswirtschaftsrat vertagte dann die Aussprache auf Sonnabend. mit Margarine Butter gefordert. Anstelle des Gefrierfleisches und der Konserven soll sobald wie möglich frisches Fleisch treten. Auch müsse für eine ausreichende Versorgung mit Kartoffeln gesorgt werden. Diesen Forderungen schlossen sich die Vertreter des oberschlesischen und des mitteldeutschen Kohlenreviers an. Die gefaßten Beschlüsse bezwecken gemeinsame Beratungen innerhalb der einzelnen Bergreviere. Das Ueberschichtenabkommen soll nicht gekündigt und die Cransportverhältnisse sollen auf den Bezug von Braunkohlen eingestellt werden. (U Berlin, 24. Juli. In Durchführung der Beschlüsse von Spaa fanden gestern im Reichsministerium des Innern unter Dorsitz des Ministers Koch Besprechungen mit den Vertretern aller Länder statt, welche die Entwaffnung der Sivilbevölkerung zum Gegenstand der Verhandlungen hatten. Wie die„Cel.=Union“ hierzu meldet, wurde gleichzeitig in diesbezüglicher Gesetzentwurf ausgearbeitet, welcher in allernächster Seit dem Kabinett zugehen und den Reichstag beschästiger wird. Die Steigerung der Kohlenförderung. aU Berlin, 24. Juli. In der Konferenz, die gestern im Reichsenährungsministerium bezüglich der Kohlenfrage stattfand, forderten die Vertreter der Kuhrbergleute eine Mehrbelieferung von Brot und Mehl. Es wurde auch der Wunsch geäußert, verschiedene Sorten Mehl zu erhalten, um erkrankten Bergarbeitern weißes Brot liefern zu können. Weiterhin wurde statt der ständigen Belieferung Braunkohle als Ersatz für Steinkohle. Der wirtschaftliche Mitarbeiter der Cel.=U. teilt mit: Der Uinister des Heußern Dr. Simons hat in seinem Bericht über Spaa Ausführungen zur Kohlenfrage gemacht, denen der an den Verhandlungen beteiligte Sachverständige Tüdsen in einem Telegramm an den Minister entgegentritt. Zu der Ansicht des Ministers über die Möglichkeit, die Kohlenversorgung und Kohlenverteilung zu bessern, sagt Lüdsen in diesem Celegramm:„Die Möglichkeit einer stärkeren Heranziehung der Braunkohle ist keine neue Entdeckung, sondern wurde von den Sachverständigen als notwendig bezeichnet. Sie kann sich aber erst nach einigen Monaten nennenswert fühlbar machen, nachdem entweder neue Brikettfabriken oder die Industrie ihre Feuerungseinrichtungen auf Kohbraunkohle ausgebaut hat. Auch dann kann die Braunkohle die Ulehrlieferung an die Entente nur zum kleinsten Leile ausgleichen. Daß kleine Ulengen von Kohlen verschoben werden. wird kein Sachverständiger bestreiten. Daran wird aber auch die idealste Kohlenverteilung leider nichts ändern, was die Swangswirtschaft der letzten Jahre auf allen Gebieten in weit höherem Maße als in der Kohlenwirtschaft bewiesen hat. Jeder Sachverständige weiß aber, daß es sich nur um geringe, im Verhältnis zu unserer Kohlenförderung und zu den Lieferungen an die Entente gar nicht ins Gewicht fallende Ulengen handelt. Polens Verzweiflungskampf. Bialystok bedroht. Nach den letzten Meldungen, die in Paris eintrafen, steht die bolschewistische Armee vor Bialystok. Die Stadt, 180 Kilometer von Warschau gelegen, befindet sich innerhalb jener Grenzen, die Polen von den Alliierten zugestanden wurden. Wenn die Nachricht von der Einnahme Bialystoks sich bestätigt, ist für die Alliierten der casus föderis gegeben und sie müßten nunmehr den Polen ihre ganze Unterstützung zukommen lassen. Räumung Warschaus. aU Kopenhagen, 23. Juli. Die Räumung Warschaus durch die Sivilbevölkerung hat begonnen. Wie aus Warschau gemeldet wird, flüchten die Einwohner zu Causenden. Das polnische Waffenstillstandsgesuch. EU London, 23. Juli. Die„Cimes“ melden aus Warschau: Der polnische nationale Verteidigungsrat hat an die Moskauer Regierung eine klote gerichtet, in der er um den Abschluß eines sofortigen Waffenstillstandes auf Grund der von Cloyd George vorgeschlagenen Bedingungen ersucht. Die Lage ist nach Reußerungen maßgebender politischer Kreise unsicher. Ein ganzer Cag ging durch die Verhandlungen über die Susammenstellung des neuen Ministeriums vertoren. Wahrscheinlich wird Witos Ministerpräsident werden. Er befindet sich jedoch zurzeit nicht in Warschau. Der heutige erste Minister Grabski wird im neuen Ministertum einen nur untergeordneten Dosten einnehmen. Als Minister des Heußern tritt Doskinsky, ein begeisterter Sozialist, in das neue Ministerium ein, da er für die Verhandlungen mit der russischen Käteregierung geeigneter erscheint, als der bisherige Uinister des Keußern Prinz Sapicka. CU Amsterman, 23. Juli. Presse offirtale meldet, daß Polen ein offizielles Waffenstillstandsangebot an Sowjet=Rußland gemacht hat. Grodno ist als Verhandlungsort vorgesehen. kopp über Rußlands Jiele. Der Berliner Vertreter der Sowjetregierung Wigdor Kopp erklärte einem Vertreter der Baseler Nachrichten über den Dormarsch der Sowjettruppen: Wir wollen uns nur die Möglichkeit des wirtschaftlichen Anschlusses an das übrige Europa sichern. Ich möchte der vielfach verbreiteten irrigen Ansicht entgegentreten, daß wir in Deutschland oder nur in Gstpreußen einzurücken beabsichtigen. Dies würde den Krieg mit einem Lande bedeuten. mit dem wir in Frieden leben und mit dem in enge wirtschaftliche Beziehungen zu gelangen wir dringend wünschen. Unser Einfall in Ostpreußen würde sofort in Deutschland die schärfste nationale Reaktion hervorrufen, an der uns gar nichts liegt. Uebrigens würden wir Litauen, den nächsten Weg nach Ostpreußen, geräumt haben, wenn wir einen Einfall planten? Unsere ganze Politik den Randstaaten gegenüber ist darauf gerichtet, uns den freien Verkehr mit Deutschland zu sichern. Wir haben leider aus bitterer Erfahrung lernen müssen, daß bolschewistische Versprechungen sehr leicht wiegen; die Cätigkeit Joffes in Berlin ist uns noch in zu guter Erinnerung, als daß wir an den Verzicht Rußlands auf Einmischung in Deutschlands innere Sustände glauben könnten. Der Bolschewismus wird an Deutschlands Coren nur Halt machen, um neue Kräfte zu sammeln, und sie aufbrechen, sobald er sich stark genug fühlt. *— Das Ende der Sozialisierung in Rußland. Juverlässigen Nachrichten aus Warschau zufolge hat die Sowjetregierung auf Englands Dorstellung darin zugestimmt, daß das Prinzip der Sozialisierung der Fabriken in Rußland teilweise aufgegeben oder abgeändert wird, wodurch es den früheren Fabrikbesitzern möglich wird, ihre Fabriken in Rußland wieder zu übernehmen und in Betrieb zu setzen. Sie müssen nur die Löhne für die Arbeiter für eine gewisse Seit voraus der Regierung hinterlegen, damit diese die Löhne an die Arbeiter auszahlt. Die Fabriken werden den früheren Inhabern vom Staat in Dacht überlassen. Aber auch diese neue Methode betrachtet man als einen Uebergang zum alten System, das die Sowjetregierung nur nicht wieder direkt einzuführen gedenkt, weil sie dadurch die Rutorität der Massen verlicren würde. Es wird jetzt in Rußzland eine Untersuchung vorgenommen, welche Fabriken für den Orivatbetrieb in Betracht kommen und wieviel Arbeiter darin beschäftigt werden können. Die Banken in Rußzland sind en der Untersuchung sogar in erheblichem Maße beteiligt, da sie die Interessen der fremden Besitzer wahrzunehmen haben, wozu die Regierung ihnen alle Dollmachten erteilt hat. —voMißbrauch eines Kriegsgefan genentranspertes. Von zuständiger Stelle wird mitgeteilt: Die österreichische Regierung steht mit Sowjetrußland in Verhandlungen über den Austausch der beidersettigen Kriegsgefangenen. Sie hat daher vor kurzem die Reichsregierung ersucht, die noch in Oesterreich internierten kriegsgefangenen Russen durch Deutschland nach Rutzland zurückbefördern zu dürfen. Die deutsche Regieung hat ihre Justimmung dozu gv keilt. Iunmehr ist ein Cransport von sos Männern und 8 Frauen über Bodenbach nach Stettin geführt worden. Dort machte der österreichische Offizier, der den Cransport führte, die Mittetlung, daß sich hochpolitische Persönlichkeiten bei dem Cransport befänden. Schon vorher war durch das österreichische Korrespondenzbureau verbreitet worden, daß Bela Ihun mit mehreren Begkeitern: nach Deutschland abgeschoben worden sei. Da die deutsche Regierung auf eine gelegentliche Anfrage des österreichischen Gesandten in Berlin ausdrücklich erklärt hatte, daß ihre Justimmung sich nur auf den Durchtransport von Ktiegsgefangenen bezöge, und wir es grundsätzlich nicht gestatten könnten, daß andere Personen, insbesondere politisch Wandre froh dahin auf leichten Sohlen, Deine Ruhe brauchst du und nichts weiter In der heißen Hundstagszeit Ernst Heiter. 40 Aus Stadt und Land. ** Schwerte, 24. Juli. **(Bessere Sucherversorgung in Sicht.) Dem Verein der deutschen Suckerindustrie liegen Nachrichten vor, nach denen dieses Jahr die Rübenernte sehr gut auszufallen verspricht, so daß eine mittel beschäftigten Angestellten verringert merden müsse. Herr Sürig erklärte sich daraufhin bereit, zum 1. September von seiner Stellung zurückzutreten. Dann konnte die erfreuliche Mitteilung gemacht werden, daß die Stadt bei den Verkäufen von Reis und haferflocken wohl mit einem blauen Kuge davon kommen wird. Mit der bebessere Suckerversorgung möglich sein könnte. Der Verein hat bei der Regierung die Aufhebung der Reichszuckerstelle beantragt. Die vollständige AufVerfolgte, wie Bela Uhun, dem Cransport ange= hebung der Swangswirtschaft in der Suckerversorschlossen würden, mußte der Cransport in Stettin gung ist aber nach Ensicht der Regierung noch nicht angehalten werden. Nach den Regeln des Völker= möglich, immerhin soll der Suckerindustrie einige rechts war der unter österreichischer Leitung und Erleichterung gewährt werden. So wird davon geBewaffnung stehende Cransport, als exterritorial sprochen, daß die Juckerindustrie die Bewirtschafder ganze Cransport, weil er gegen die Vereinbarung zusammengestellt war, nach Oesterreich zurückgeleitet werden. Die Rückführung des Cransports ist bereits im Gange. —4— In der Hundstagszeit. Strahlt die Sonne heiß vom Himmelsbogen, Fühlen viele sich hinausgezogen, Um durch Ruh und Rast zu neuen Werken Den erschlafften Uervenstrang zu stärken; Schulen, Reichstag, Landtag, Ministerten Machen Schluß und gehen in die Ferien, Und kein Parlament fühlt Wohlbehagen, Soll es in den heißen Cagen tagen. Glücklich, wer jetzt ledig alles Plagen Sich kann seitwärts in die Büsche schlagen, Wer sich kann in wald'gen Bergen bergen, Wo er träumt von Enomen und von Zwergen; Wo er nichts mehr hört von all den Wirren, : Die ihn jetzt verärgern und beirren, Wo Amtssorgen und Geschäfts=Interessen, Sinken in ein seliges Vergessen! Drum schlüpft mancher in die Wanderschuhe, In der Ferne sucht er seine Ruhe, Doch ein andrer kann das nicht begreifen, Warum soll er in die Ferne schweifen? In der llähe liegt sehr oft das Gute, Da bedarf es keiner Reiseroute, Lerne hier das Gute nur ergreifen, Und Du brauchst die Welt nicht zu durchstreifen. Ehedem konnt' man das Land durchreisen Billig auf dem Schienenstrang von Eisen, Anders aber liegt die Sache heute Und vorsichtig prüfen erst die Leute Eh' sie sich in einen Wagen wagen: Rann die Kasse auch den Riß vertragen? keiner wird die hohen Preise preisen, Wer nicht muß, verzichtet auf das Reisen! werden. *( J u r b e s c h l e u n i g t e n P r o z e ß e r l e d i g u n g.) I n den Schreibstuben der Gerichte hat die Abschaffung des Stücklohnes eine Verminderung der Leistungen zur Folge gehabt. Es mehren sich deshalb die Klagen, daß die Parteien bei vielen Justizbehörden übermäßig lange auf die Erledigung ihrer Anträge, insbesondere Urteile, Hypothekenbriefe usw. warten müssen. Der Justizminister hat deshalb die Landgerichtspräsidenten und Oberstaatsanwälte ermächtigt, bei den unterstellten Behörden Hilfsschreibkräfte zur Aufarbeitung der angesammelten Reste auf bestimmte Seit einzustellen. Dann soll der ordnungsmäßige Geschäftsgang wiederhergestellt werden, sodaß Stockungen nicht mehr vorkommen. **(Ernteaussichten fürs Bienenjahr.) Die Ernteaussichten für das Bienenjahr 1920 sind nicht so gut, wie man oft annimmt. Diele Oflanzen blühen sehr rasch ab und die warmen Cage, die der llichtimker als ganz besonders gute Crachttage ansieht, leiden sehr unter kalten, alles schnell auftrocknenden Gstwinden, so daß die Bienen an solch anscheinend günstigen Cagen fast gar nichts bekommen. Ende Mai, wo dies hier niedergeschrieben wurde, hatten in vielen Gegenden die Bienen so wenig Honig, daß die Schwärme und Bedrohung wurde der Elektrotechniker Rdolf C. von hier freigesprochen. Es handelte sich um einen Streit mit einer Mieterin.— Der Schlosser Klbört W. zu Westhofen war mit noch mehreren anderen Angeklagten wegen Motordiebstahl bei der Firma Borggräfe angeklagt. Da er trotz ordnungsmäßiger Ladung nicht zum Cermin erschienen war, reits getätigten Bestellung von etwa 6000 Jentner s wurde ein haftbefehl erlassen. Saatkartoffeln für das kommende Wirt=— schaftsjahr erklärte sich das Kriegswirtschaftsamt* Billigst, 24. Juli.(Uebung der Freiw. Feuereinverstanden. Bezüglich der Kartoffelversorgung wehr.) Morgen, Sonntag, 8 Uhr früh, müssen alle wurde mitgeteilt, daß höchstwahrscheinlich imlaufe Mitglieder(auch Wachmannschaften) pünktlich am der kommenden Woche die ersten Frühkar= Gerätehause antreten zur Uebung. herr Kreistoffeln, und zwar aus Dommern, hier eintref= brandmeister Osthoff wird eine Besichtigung unsen werden. Mit Rücksicht darauf, daß in anderen ferer Wehr und der Feuerlöschgeräte Bezirken eine größere Menge Einmachzucker zur Verteilung gelangt, sollen dieserhalb beim Kreise Vorstellungen erhoben werden. (Kmerikanische Kinderhilfe.) Die Speisung der Schulkinder, hoffenden Frauen und stillenden vornehmen und ist es daher Pflicht jedes Feuerwehrmannes, pünktlich zur Stelle zu sein. Herr Amtmann Arndt, sowie der stellv. Dorsteher der Gemeinde werden bei der Besichtigung, welche gegen 9 Uhr stattfindet, ebenfalls zugegen sein.— Nach der Uebung findet beim Kameraden Wilh. Dieper außerordentliche General=Versammlung statt, wozu auch die Mütter wird am Montag, 26. Juli in der Sedanschule wieder aufgenommen. Es kann jedoch nur an diejenigen Kinder und Frauen das Essen verabfolgt werden, welche bereits im Besitze von Speisekarten sind. die Postverwaltung hat für diesenigen Fernsprech= Friedrich hiddemann, Wilhelm Reppmann, Triedteilnehmer, die den Anleihebetrag nicht in bar einzahlen können, einen Ausweg vorgesehen. Nach den vertraglichen Vereinbarungen zwischen der Post und der deutschen Dolksversicherung, A.=G., kann passiven Mitglieder eingeladen werden.(Siehe Anzeige in heutiger Uummer.) *s Ergste. 21 Juli(Die Maul= und Klauenseuche) ist weiter im hiesigen Bezirk auf folgenden der Fernsprechteilnehmer von der Einzahlung des Sriebrich Fierrma, hei Aeppmann, Prieorich Gvelgönner, Ww. Brunnenberg, alle in Ergste; hermann Grennigloh, Friedrich Steinschulte. Wilh. halstenberg, Bürenbruch; heinrich Lamm, heinrich Basse, Wilh. haake, Fritz Kordt, heinr. Schmidt, Gustav Werth, Drüpplingsen; Carl Knostmann, Friedrich Wiedenbruch, Heinr. Schulte-Osthennen, yerm. Sichtermann, August Kunterding, Hennen, Heinrich Becker, horst bei Hennen, Dietrich Gerling, Wanne, Gemeinde Ergste, Wilh. Grüber, Leckingsen, Dietrich Ueuhaus, Leckingsen. Betrages von 1000 Mark für jeden hauptanschluß pisligt. mic und von 200 Mark für jeden Rebenanschluß ent. 4 g. marguig, Sieinberg, bunden werden, wenn er die deutsche Dolksver= sicherung mit der Einzahlung beauftragt und vierteljährlich 8,75 Mark und einmalig eine Einschreibegebühr von 20 Mark für 1000 Mark zahlen will. Sahlt der Fernsprechteilnehmer den Betrag in bar ein, so erhält er diesen Betrag bei Berücksichztigung der Kapitalertragssteuer zwar mit 36 Prezent verzinst, zugleich aber geht dieser Betrag von 1000 Mark auf die Dauer seines Fernsprechanschlusses seinem Geschäft verloren, während sich das verfahren über die deutsche Volksversicherung.. Exmittelungen sind die infalg spharn Dost besanders gerigen Exmitlelungen sund die Diebe mit einem infolge der Vereinvalungen mit der Post vesonders#ichten Fuhrwerk gue der Richtung von Schwerte ** Geisecke, 24. Juli.(Pferd und Wagen gestohlen.) Die Frechheit der Spitzbuben wird in letzter Seit immer größer. In der vorvergangenen Nacht wurde dem Landwirt Fritz Krümmer ein wertvolles Pferd und ein Kutschwagen aus dem Stall bezw. vom hofe gestohlen. Nach den biseinfach gestaltet. Die Fernsprechvermittlungsstelle wird den Auftrag von dem einzelnen Fernsprechteilnehmer etwa in der zweiten hälfte des August„ formularmäßig entgegennehmen, das weitere wegen schwächeren Völker Rot leiden und gefüttert werden der Einzahlung durch die deutsche Volksversicherung mussen. berankassen und die obigen Vergütungen für die **(Die Verkehrslage im Ruhrrevier) hat sich gegen die Dorwoche kaum verändert. In der Kohlenförderung ist kein nennenswerter Umschwung zur Besserung eingetreten. Die Wagengestellung war normal. Es wurden 18270 Wagen gegenüber 18607 in der vergangenen Woche angefordert und gestellt. Die haldenbestände verminderten sich weiter auf 167 166 Connen. Umschlag und Versandt aus den Quisburg=Ruhrorter Häfen leidet fortgesetzt unter dem zunehmendem Mangel an Schleppkraft nach dem Oberrhein. Im Susammenhang damit ist die Kipperleistung zurückgegangen auf 24866 Connen werktäglich. Dagegen machte sich sowohl im Rhein= wie im Kanalgebiet ein ausAngebot von Ceerkähnen veran! genannte erheben. Bei fristgemäßer Aufgabe des Fernsprechanschlusses erlischt das Vertragsverhält= straße gemacht. Beim Ausfegen fand man nis des Fernsprechteilnehmers mit der deutschen eine Kindesleiche, der der kopf fehlte. Di# Dolksversicherung von selbst. **(Gartendiebe.) Es mehren sich die Klagen über Diebstähle in Gärten und Feldern. Das lichtscheue Gesindel hat sich zum Ceil sogar an unreifer Frucht vergriffen und solche zerstört. Energische Maßnahmen gegen die Verabscheuungswürdigsten der menschlichen Gesellschaft, die da ernten wollen, wo sie nicht gesät haben, wären dringend zu wünschen. leichten Buhrwelt aus der Richtung von Schwerte vorgefahren und haben sich mit ihrer Beute nach hengsen zu entfernt. —00000— Aus den Provinzen. * hagen, 25. Juli.(Ein grausiger Jund) wurde auf dem hofe eines hauses an der Kampdort Die verständigte Polizei ermittelte die Mutter, die vor wenigen Cagen in dem hause in Stellung gegangen war. Das Mädchen wurde zunächst einem Krankenhause zugeführt. * Dortmund, 25. Juli.(Meuchelmord an einem Mädchen.) In Lüdinghausen wurde nachts die von einer Festlichkeit heimkehrende 20jährige Elisabeth Doß aus dem hinterhalt erschossen. Kls Cäter kommt ein junger Ulann aus Bork in Betracht, nehmend starkes u.ngeder von Veerkühnen von Spricht zum Mann die Gattin lieb und teuer: Tag zu Cag mehr geltend. Der Brennstoffumschlag Welches Bad besuchen wir denn heuer? in den Kanalzechenhäfen hielt sich in der gleichen Gibt ihr Antwort schon die Stirn, die krause: 1 höhe wie in der vorwoche. *(Säuglingszucker.) In der kommenden Woche wird auf die Suckerkarte für Säuglinge 200 Gr. Sucker ausgegeben. *(Kriegswirtschaftsamt.) Die gestrige Sitzung §s(Schöffengericht.) In der gestrigen Schöffen= der ebenfalls an der Festlichkeit teilgenommen gerichtssitzung, welche herr Amtsgerichtsrat Dr. hatte. Liebes Weibchen, bade man zu Hause! Unserm Ansehn wird's durchaus nicht schaden, Kannst du nicht in Baden=Baden baden, Wirst du nicht in Swindemünde münden, Such daheim die Bäder zu ergründen! arr In der Heimat gibt es auch Gewässer, Heute heißt's: Je billiger, je besser! Schau dich um im Osten oder Westen: In der Hetmat ist es doch am besten! Sie auch bietet Raum, dich zu erholen, des Kriegswirtschaftsamtes, die unter dem Dorsitz des Beigeordneten Herrn Rechtsanwalts Choholte stattfand, dem allmählichen beschäftigte Abbau der sich u. a. auch mit Swangswirtschaft. Alffers leitete, kamen folgende Sachen zur Verhandlung: Der Händler Heinrich B. und der Bäckermeister Ernst D. von hier hatten gegen ihre Strafbefehle auf 1000 Mark bezw. 1500 Mark Geldstrafe wegen Geheimschlachtung Einspruch erhoben. Beiden wurde der Strafbefehl ermäßigt und zwar bei B. auf 200 und D. auf 300 Geldstrafe, außerdem wurde die Beschlagnahmung des Fleisches verfügt.— Wegen Forstdiebstahl wurde der Fabrikarbeiter S. in eine Geldstrafe von 220 Mark— der zehnfache Betrag des gestohlenen holzes— genommen.— Der Händler Wilh. K. von hier hatte gegen einen 1 Kllgemein war man der Ansicht, daß den verän= Strafbefehl von 50 Mark wegen Höchstpreisüberschreitung bei Jündhölzern Einspruch erhoben; er erzielte Freisprechung.— Von der Anklage der derten Verhältnissen Rechnung tragend, die Jahl der städtischerseits bei der Ausgabe der Lebensbemserduntt: * Menden, 23. Juli.(Tödlicher Unfall.) Der 12 jährige Gymnasialschüler Wetter fiel mit dem Kopf auf den Bordstein des Bürgersteiges, wodurch er sich so schwere Verletzungen zuzog, daß er nach kurzer Seit gestorben ist. * Lippstadt, 25. Juli.(Einen Ueberschuß) von 425 556 U. erzielte die Stadtkasse im Rechnungsjahre 1918 gegenüber dem Doranschlage, die auf Mehreinnahmen aus Steuern zurückzuführen sind. Es ergibt sich hieraus, daß die Städte in ländlicher Gegend doch finanziell erheblich günstiger gestellt sind, als die Städte des Industriegebiets. * Wulfen, 23. Juli.(Das Ende der Namenstagsfeier.) Mehrere jugendliche Bergarbeiter feierten hier den Namenstag heinrich, wobei dem Nusbernserg naur: Ein Wiedersehen! Dor T. Wenn man so als gewöhnlicher Drolet den ganzen Cag dazu verdonert ist, in der Bude zu sitzen und für sich und die Seinen den Lebensunterhalt zu verdienen, dann lobt man doch die Zeit des Achtstundentages, wodurch man nun Gelegendest hat, einmal abends eine kurze Wanderung durch die Straßen der Stadt machen zu können, denn, wenn auch gerade„Pannhauken=Swiäerte“ sicht allzuviel Neuigkeiten bringt, so ist doch manches zu beobachten, was interessant und schön ist. Diesmal sollte mich nun mein Weg nicht durch die hüsingstraße bis zum Bahnhof führen, denn da helpert und stolpert man doch über Liebes- und Leidenspärchen. Da steht der schwarzgelockte, schlanke Jüngling mit der aufgekrempelten hose und dem Stehumlegkragen aus modernem Gummi uns seiner Künstleikravalle, die Handschuhe in der Hand und das Stäckchen drehend, harrend bis der langersehnte Zugenplick kommt, ro die Geliebte in dem jetzt so modernen Dirnd'lkleid erscheint, um mit ihr dann 50—100 mal die Straße auf und ab zu stolzieren; da steht ein Häuflein, das auch zum größten Teil in dem üblen Geruch steht, Schieber zu sein, die da lernten, was jetzt der gangbarste Artikel ist. Doch genug davon, also heute soll er einmal in ruhigere Gassen gehen, denn immer dasselbe Bild interessiert doch nicht mehr. So schlendere ich vor mich hin, bis mein Blick auf zwei derbe alte Schwerter Bürger haften bleibt, die mir von früher her schon als gute Freunde bekannt waren. Ich sehe, wie sie sich kräftig die hand schütteln, daß man annehmen konnte, es lägen etwa 20 Jahre dazwischen, seitdem sich diese beiden zuletzt gesehen. Uun hatte auch ich die Stelle dieses feierlichen Wiedersehens erreicht. Hier ohne Grund stehen zu bleiben, wäre auffallend gewesen, ich suchte und fand hierzu Gelegenheit. Ein kleines Schuhwarenschaufenster, vor das ich mich postierte, denn ich suchte ja auch in der Cat ein paar billige Sonntagsnachmittagsausgehschuhe ohne holzsohle. hinnerich segg, wo kömmst du nu eigentlich hiär? Mensch, ich dachte, du wös längst do ouaum bi Ciemesmann. Du hies wat de küen, lautete prompt die Antwort. Eck was krank van all dem Ersatz, dän man nu schon fief Johr schlucken maut. Jetzt wät doch te dull; man hiet keine Erapel mä un dat Braud es so schlecht, dat et de Dies nit mo müget. Un hör ower doch op, meinte Kaal, was soll ich denn seggen. et es iäm sau ne trurige Cid un du maus met düse Cid liäm. Bi us op de graute hütte, do hett: feste malochen, dat mi de Swiät hütte, do hett: feste molochen, dat mi de Swiät vam Puckel runner läupet un du als selbständiger Mester, du stätst od, wann de Lust hieß, liäe langsam gohn, wann de keine Lust hieß; so, it sind beneidenswerte Lü. Junge, bat es dat doch van Dage en lumpiges Handwerk, keiner lät mä wat maken, wann hä net unbedinkt maut und dann froget dä Dölker ümmer noch jäs no’n Pries. Wann se dänn dann hört, dann hett: Kaal, du büst ver... Leiwer woll ick met mien henkelmann no de Seche gohn, at wie saun truriges un kümmerliches Krauterliäm wider feuen. Uu mak ower doch en Dunkt, Heinrich, bi us es et doch noch vill schlimmer, wann vi fief Dennige pro Stunne mehr redeint, dann schlot alle Gebrucksgigenstänne twintig Pennige op. Sau kannt nit widdergohn; me soll de Brocken henschmiet'n un loten sick auck de Sunne in den hals schienen wie dät Schiewer und Genossen, un düse Gauner liäwet prima, mindestens dusend Drozent biätter at vie. Un lot dä do stoh'n; ek meine, gearbäit mot wern, wohen soll dat führn, wenn sick alle op dat Fullenzen leggen woll'n un dä Brocken kaputt haugen wonn, stiäln, schuwen un wie all de scheunen hannwerke heit'n mög'n. Jo, jo, ek segg di, du kanns gut küern. Wann äinige Kauplü, Händlers un so widder mol en Dag vüäm hitzigen Uaum stohn möggen, sau at vie, un dann vüä de Wahl gestellt wörn, de Ware billiger te vekaupen, dann könnst du siecker sinn, im Un höng in jedem Schaufenster en graut gedruckt Plakat: Großer Preisabschlag! Ower dat liggeste mank zi nock jämr leggen, met dim Priesawschlag giet sicker wat, denn dä Betriebs=Röete vann alle Arbätsstien wet tau Selbsthilfe griepen und bestellen sich alles Uüglicke sewwer, wann de Kauplüe in ussem Pankauken=Swiäete nit bolle alle Waren runner sett im Driese. De Schoauwaren und och enige Unnerwäsche es doch schon ätwas runner gohn. Ua, nu sin stille, ek sei, met di es van Dage nin op de stellen. Segg, bo wört, wann vie nu auch jede Wiäcke mindestens twämol wie am Stammtisch tesammen käm; do triäpet vie sicker noch olle Bekannte. Jo, jo, miene Olle es so frau, dat de Schnapps un dat Bäer dünner worn es. Et wät jo noch viell gedrünken, owwer et wiät keine rechte Wirkung und mien Lina triumphiert, dat man dadurch Pantoffelheld worn es. llo jo, ek schlo tau, düse Wiäke owwer nit män. Die wet't op Dunnerstag Owend faste setten un miene annern Kumpels segg ek dann auk Beschät, dat de ganze Klicke tesammen kömmt. Et freit mi doch wirklich, dat ik di widerseihn hewwe, un nu wewe seggen bis nächsten Dunnerstag Owend. Du maus owwer ock ganz sicker kommen. Ein kräftiger Händedruck, daß die Nachbarschaft unter dem Druck wackelte und die beiden alten Freunde schieden von einander; hoffentlich erfahre ich ihren Stammtischwinkel, um diesen Spießbürgern in großer Runde einmal lauschen zu Hausloirtschaft.. Gartenbau.. Tallbloirtschaft Gratis-Beilage zur„Schwerter Seitung“. Schwerte, dn 24. Jul 192. Nr. 172. Die Frischhaltung cesp. Kouservierung von Genuse. (Nachdruck verboten.) Der umfangreiche Gemüseanbau wird keuer große Mengen der verschiedensten Gemüse dem Markt zuführen. da diese nun nicht sofort konsumiert werden können, muß fir die Frischerhaltung gesorgt werden; dies um so mehr, els das Gemüse in erster Linie als Ersatz des fast märchenhatt gewordenen Fleisches auch im kommenden Winter wird herhalten müssen. Die Sorge der Hausfrau ist es nun, das Gemüse mögsichst lange in frischem, genußfähigem Zustand zu erhalten. Bei vielen Gemüsearten ist es ohne Anwendung von Hilfsmitteln durchführbar. Aber viele der besten, zartesten und gesundheitsdienlichsten Arten vergehen rasch. Diesem Verderbungsprozeß vorzubeugen, ist gut möglich, indem man die leicht verderblichen Gemüsefrüchte, wie Erbsen, Bohnen, Spargel, Tomaten, Gurken, Melonen, Kürbisse usw., durch Konservierung in Gläsern frisch erhelten kann. Das Frischerhalten oder Konservieren des Cemüses ist eine einfache Sache, doch ist selbes noch nicht genug bekannt und verbreitet, und deshalb dürfte eine Besprechung des Konservierens der verschiedenen Gemüse nachstehend am Platz sein. Das Prinzip des Gemissekonservierens ist: Abtöten der Bakterien und Spaltpilze an dem Gemüse im Glas und lustdichter Abschluß des Glases durch Hitze im Wasserbad oder Dunst. Hierzu taugen am besten luftdicht verschließbare Patentgläser. Wer mit knapperen Mitteln zu rechnen hat und sich solche nicht leisten kann, nehme einfache Einsiedegläser mit Watteverschluß und Schweinsblase oder Peraamentpapier. Das Verderben ist bei diesen einfachen Einsiedegläsern, besondets bei Spargel und bei Erbsen, allerdings möglich, wenn der Verschluß nicht ganz dicht ist. Das Gemüse wird nach der übsichen Reinigung entweder roh, oder noch besser, in einem Dämpfer zehn Minuten vorgebrüht, in die Gläser gefüllt und mit einer schwachen Saizlösung(1 Liter Wasser 20—25 Gramm Salz) au gefüllt. Die gefültten Gläser kommen dann in den Kochtipf zmischen Holzwolle oder Heu oder auf Geste en in so viel jaltes oder lauwarmes Wasser zu stehen, daß es bis über die Hälfte der Gläser hinaufreicht. Vom Kachen des Wassers, a'so bei 100 Grad Celsius, an gerechnet, dauert das Sieden zumeist 60 Minuten lang. Um sicher zu geben, ist es gut und auch anzuraten, die Gemüsegläser nach drei Tagen nochmals eine ½ Stunde lang einer Kochung zu umerziehen. Auf diese Art gelingt das Konservieren des Gemüses immer und hält sich, kühl und pilzfrei ausbewahrt jahrelang frisch. Im nachfolgenden seien einige Gemüsekonservierungen, wie sie jede Hausfrau gut, schnell und billig vornehmen tann, angegeben. Spargel= Konserven. Nachdem die Stangen in Salzwasser gewaschen sind, werden sie geschält. Dani kommt der geschälte Spargel gleich in frisches Wasser, damit er nicht gelb wird; dann wird er vorgebrüht, ohne aber die Stangen zu brechen, und kommt in kochendes Wasser, in welchem er höchstens fünf Minuten verbleibt Der so vorgebrühte Spargel kommt sofort in kaltes Wasser. wodurch er blendend weiß wird. In die Konservengläser legt man den Spargel mit den Köpsen nach oben und füllt eine schwache Salzlösung— 20 bis 25 Gramm Salz in einem Liter Wasser— welche vorher gekocht und aboekühlt wurde, randvoll auf. Die Gläser werden dann in enen Kochtopf mit kaltem Wasser ausgesetzt und au em Jerd zum Kochen, gebracht. Die Erfährung har gedaß Spargel erstmalig ½ Stunde kochen soll, und nach zirka drei Tagen soll man nochmals die SpargelSzaier ctwa ½ Stunde kochen lassen. Erbien=Louserven. Nachdem die Erb'en enthüllt sind, mer# en sie gut gewaschen und gelesen, sodann in einem Genüsedämpfer etwa sünf Minuten vorgebrüht und dann sofort abgerühlt und in die Olaser gezüllt. Dir Gemüse#ier soll an den Seitenwänden sowie am Boden siebdurchlocht sein, damit die aus dem Kochwasser aufsteiginden Lämnse von allen Seiten den Inhalt des durchlöcherten Damosers umspielen können und dadurch die am Gemise haftenden Bakterien und Vernichtungssporen schnell und sicher abgetätet werden. Zu den Eebsen wird sodann eine Zucker=Salzlösung, 20 Cramm Salz und 20 Gramm Ju#er auf ein Liter Wasser glasvoll geg und die Gläser anderthalb Stunden bei 100 Grad Celüus sterilisiert. Karsiol=Konserven. Die Karfialrosen werden in möglichst graße Stücke zerlegt, so baß sie noch beaisem in die Glüser geben, und von den dicken Stielen, den Hüllblättchen uad der dieen Haut befreit. Die Rosen werden dann sunf Minuten in einem Wasser, pro Liter zehn Gramm Saiz und ½/ Gramm Zitronemäure blanchiert; das Wasser darf nicht kechen, sondern muß kurz vor dem Kochen abgekühlt und so in die Güser geschüttet werden, daß die Rosen nach auewärts zu liegen kommen und keine Stiele. sich bar sind. Mit einem gekochten Wasser, dem 0.3 Gramm Zitronensäure(oder ähnliches Ersauzmittel), aber kein segegchen wurde, wird übergassen und die Gläser Stunde lang bei 100 Grad Celsius ster##isiert. Bohnen=Konserren. Die Schnittbohnen werden von ihren Fähen von beiden Seiten sauber berreit und dann mit einem Weßer schräg, nicht gar zu lang und auch nicht zu dier geschni m. Das Zevchneiden muß möglichst schnell vonstatten geben, damit die Schnitlftächen nicht braun werten. De Polnen werden dann 15 Minuten vorgebrüht, schnest abgesdient und in die Gläser mit der Saizlusung, 20 Etaum Selz pro 1 Liter Wasser, gesüllt und 50 Minnten bei 100 Crad sterilisiert. Behnen in Csig uerden wie folgt bereitet: Junge, zarte Bohnen weiben an den Stielenden und Spitzen glatt abgeschnitten, denn fürf Minuten vorgebrüht und schnell abgelühlt. Vorher wird eine Zuckeressiglosung, besiehend aus 750 Eramm Jucker auf je 1 Liter Weinessig, einas Zimt und Nelten, welch letztere in ein Säckchen unden warden, gekcht. Alzekühlt wird diese Lösung über die in Gäser gefüllten Bohnen gegossen und sie bei 100 Grad 1 Stunde lang perissiert. Spinat=Konserven. Der Spinat wird gut verlesen, dann im lechenden Salzwasser etwa drei Minuten kochen gelassen, schließlich sein zerhackt, in Gläser gefüllt und bei 100 Grad Celsius zum erstenmal eine Stunde lang, in zwei oder drei Tagen darauf noch ½ Stunde lang bei Höchstem=Siedepunkt sterilisiert. Alle erforderlichen Zutaten kommen erst beim eigentlichen Anrichten hin zu. #elonen= und Kürb's=Konserven. Nachdem die Frucht geschält ist, wird das Mark und Kernhaus mit einem Holzlössel entfernt und das Fleisch in z'rka fünf Zentimeter lange und zwei Zentimeter breite Stückchen geschnitten. Diese legt man über Nacht in Essigwasser und trocknet sie danach mit einem Tuch ab. Währenddessen macht man sich eine Zuckeressiglösung, bestehend aus einem Liter Essig, einem halben Kilagramm Zucker, etwas Zimt, leiken und Ingwer, gibt die Kürbis= oder Melonenstückchen hinein und läßt sie sünf Minuten kochen. Tags varauf werden die Konservengläser damit gefüllt und bei 100 Grad eine Viertelstunde sterilisiert. Tomaten=Konserven. Die roten Früchte werden von ihrem Kelch befreit, mit einem Tuch sauber abgerieben, mit einem dünnen Hölzchen mehrmals durchstochen und in die vorbereiteten Konservengläser gefüllt. Darüber wird eine Salzlösung, bestehend aus 40 Gramm Saiz und einem Liter Wasser, gegossen und die Gläser recht langsam(40 Minuten bei 80 Grad Celsius) im Wasserbad: sterilisiert. Zeller=Konserven. Die Knollen werden gut gewaschen und dann so lange im Dampfkoyhtopf gekocht, bis sie sich bequem schälen lassen. Nach dem Schälen werden sie in Scheiben geschnitten, in heißem Wasser(ein Liter Wasser, ein Gramm Zitronensäure) auf drei bis vier Minuten blanchiert, abgekühlt, im Sieb abtrop'en lassen, in Gläser: gefüllt, diese mit Wasser aufgefüllt(ein Liter Wasser, 10 Gramm Salz oder ½/ Liter Wasser. ½/ Liter guter Weinessig und eine Prise Salz) und verschlossen eine halte Stunde bei 100 Grad Celsius sterilisiert. Alfred Ruscher. Viehzucht. Eignen sich Zwillingskälber zur Zucht? Daß Kühe Zwillinge gebären, kommt nicht zu selten vor. Von 100 Geburten pflegen 5 Zwillingsgeburten zu sein, und von diesen sollen nach Wilsdorf und Strebel ein Viertel gleichgeschlechtliche Kuhkälber, etwas mehr als ein Viertel gleichgeschlechtliche Vullkälber und ein knappes Halb Kälber ungleichen Geschleckttes sein. Die gleichgeschlechtlichen Kälber haben sich fost immer als zuchttauglich, d. h. fruchtbar erwiesen. Waren die Zwillinge verschiedenen Geschlechtes, so zeigten sich nur die männlichen fort#slanzungsfähig, dagegen die weiblichen nur ganz ausnahmsweise. Es ist also nicht ratsam, die weiblichen Kälber aus Zwillingsgeburten aufzuziehen, wenn auch vie gesagt, einige Ausnahmen vorgekommnen sind, wo doch noch eine Zuchtnutzung möglich war. Die Fähigkeit, Zwillingsgeburten hervorzubringen, soll sich nach den genannten Autoren von den Bulen und von den Kühen sehr oft vererben. Da nun die Zwillingskälber leicht an Gewicht, sehr oft auch etwas lebensschwach sind und auch die Kühe bei und nach der Geburt mancherlei Störungen im Befinden zeigen, wird es fur den Züchter ratsam sein, solche Erzeuger von Zwillingen abzuschaffen. Geflügelzuchl. Zur Pflege der heranwachsenden kücken. Sür Pfiete uee.(Nachdruck verboten.) Der Anfänger in der Zucht tut leicht des Guten zu v#el, und vor übergroßer Sorge gehen schließlich die Kücken ein. Gerade der Anfänger macht oft den Fehler, auf jeden Rat zu hören und ihn zu befolgen. Der eine empfiehlt dieses, der andere jenes, und nur zu oft sind unter den Ratenden solche, deren Erjahrung gleich Null ist. Aber auch der entgegengesetzte Fehler kommt vor: Der Anfänger läßt seinen Kücken zu wenig Sorge angedeihen. Es gibt nämlich auch Leute, die sich nicht raten lassen, und da es ihnen an Erfahrungen fehlt, machen sie Fehler über Fehler, bis sie schließlich durch Schaden klug werden, d. h. wenn sie nicht die Geflügelzucht vorzeitig, als„höchst unrentabel“ natürlich, aufgeben.— Nanfoigend einige Ratschläge, wie sich die Pflege der heranwachsenden Tierchen zu gestalten hat.— Zunächst ist große Sauberkeit zu beachten. Ungezieser darf nicht auskommen. Häusige Erneuerung der Emstreu und wiederholtes Tünchen der Stallungen mit Kaltmilch und Kreolin ist unerläßlich, Vielfach vermißt man auch das Staubbad. Das ist nieh allein für erwachsene Hühner ein Bedürfnis, auch fun Kücken. Kücken sollten niemals mit erwachsenen Tiere: den Stall teilen. Sitzstangen sind im Külenstall zu vermeiden. Am zweckmößigsten ist es, die Kücken in einem sogenannten Sommerstall aufzuziehen, einem leichtgebauten Stall, dessen eine Front durch Driht#eslecht geschlossen ist. Frische Lust ist ein hochwichtiger Faltor bei der Aufzucht, und wenn die Tierchen mal nicht so recht wollen, dann stelle der Züchter sich erstens die Frage: Haben deine Kücken in ihrem Schlafstall auch frische Lust? Man merke auch, je unreiner der Stall, je schlechter die Luft. Haben die Kücken Läuse, dann bestreiche man die Stellen mit Lausol und berudere sie mit Jucksia. Auch der Fußpflege soll man Beachtung schenken und darauf achten, daß keine Kaltbeine sich einstellen. Bemerkt man den geringsten Ansatz, dann bestreiche man die Beine mit etwas Petroleum.— Bei der Fütterung achte man darauf, daß so gesüttert wird, daß die Kücken steis alles mit gutem Hunger verliemals sollen Kücken überf seilhaft ist es, mehrmals am Tage zu füttern und dann die Futterzeiten stels recht genau innezuhalten. Auch bringe man Abwechslung in die Fütterung. Sind die Kücken auf enge Raume angewiesen, dann bringe man bald den Scharraum in Anwendung. Für Erünjutter ist besondere Sorge zu fragen. Man reiche Salat, kleingschnittenes Gras usw., soviel die Tierchen nur fressen wollen. Das Trinkwasser sei stets frisch Gartenbau. Die Obsternte. Es wird häufig mit Recht darüber Klage geführt, daß gute Obstsorten im Aussehen und Geschmack zu wünschen übrig lassen. Die Schuld liegt wohl meist an den Gartenbesitzern, die leider noch nicht den richtigen Zeitvunkt der Ernte feststellen können und die Früchte zu früh abnehmen. Namentlich das Winter= oder Hauerobst wird riel zu früh geerniet aus übertriebener Aengstlich keit, daß einige Früchte gestohlen oder durch den Wind abgeworfen werden könnten. Welcher Schaden den Bäumen selbst zugefügt wird durch Abbrechen des Fruchtholzes, wird ganz außer acht gelassen. Auch für die Früchte selbst ist die zu frühe Ernte zum Nachteil, denn einmal fehlt ihnen der Zucker und dann schrumpsen sie sehr schnell auf dem Lager und verlieren an Gewicht. Insolge ihrer noch ungenügenden AusNiemals sonen Kücken überfutiert werden. Vorbildung lassen sie selbstelständlich auch in Wöhlgeschmas zu wünschen übrig. Bestimmie Merkmale zur Feststeuung der Baumreise gibt es nicht; wohl änbert sich bei einzeinen Sorten der Grundten ihrer Farde, bei anberen löst s.h der Fruchtstiel leicht usw. In alen Fällen snd jedoch## Sorteneigentümlichteiten zu beachter Solange die Witterung Anfang bis Muite Oltober#nnstig ist, konnen die späten Apfel= und Birnensorten am Baume verbleiben. Selbst ein Frost von 2 bis 3 Grad schadet den Früchten nichts, nur dürfen sie nicht berührt werden, solange der Frost nicht ausgezogen ist. Gemeinnütziges. Vernichtet die Fliegen! Die Vernichtung der Fliegen behandelt ein vom L### der Stadt Leipzig herausgegebenes Merkolgtt, drn kur die nachstehenden beachtenswerten Ausführungen entnehmen, da sie für jedermann von größtem Rugen si. d. Die Fliegen sind nicht die harmlosen Tiere, für die sie oft gehalten werden, sondern sie sind gefährlich Ihre Gefährlichkeit besteht darin, daß sie die Erreger von Krankheiten aller Art wie Cholera, Typous. Ruhr, Tuberknlose, Diphtherie, Maul= und Klauenseuche. Keime der Fleischvergifter usw. auf andere Gegenstande, und zwar besonders auf unsere Nahrungsmittel übertragen und dadurch schwere Krankheiten verbreiten fünnen. Darum gilt es vor allem, die Fliegen zu vernichten, wo man sie trifft, und zwar nicht nur besonders in: mittelgeschäften, Krankenstuben, Stälien usw., sondern vor allem auch in den Wohnungen. Für die Vertilgung der Fliegen gibt es zahlreiche. zweckdienliche Mittel, wie Flie###enllatschen, glaser Fllegentüten usw. Ein geeignetes Mittel, das sich jeder leicht selber herstellen kann in eine verdünnte Mischung von Formol und Müch Formol 15 v. H., Milch 20 v. H, Wasser 65 v. H.); die Mischung ist in breiten, flachen Gefäßen aufzustellen. Es kann damn auch in geeigneren Räumen der Futzboden besprengt werden: für großere Stallungen empfiehlt sich neven gründlicher Lunung das Bespritzen der Wande mt Kreonnesung und estttes Weißen mit Kaltsalve. Die günstigste Zeit zur Vernichtung ist das Frühjahr. Die Brutstätten der Fliegen sind die Aborte, Achengrugen und Düngerstätten; dichte Abdeckung und öftere Raumung sind die hier in Frage kommenden wirtsamsten Maßnahmen. Zu raten ist auch die Behandlung der Aborte ohne Wasserspülung mit Formalin oder Saprol, um die Fliegen überhaupt von den Aborten fernzuhalten. Man nehme aber auch den Fliegen die Möglichkeit. Krankheitskeime überhaupt auszunehmen, indem man die menschlichen Entleerungen, Küchenabfälle und einen guten Nährboden bildende Stoffe so schnell wie möglich aus den Wohnungen entfernt. Schließlich schütze man die Nahrungs= und Genußmittel gegen die Fliegen; dichte Fliegengitter vor den Speisekammerfenstern, Fliegenschränke, Fliegendrahtglogen sind— namentlich für die warme Jahreszeit— sehr zu empfehlen. Besonders dienlich ist— wenn es dem einzelnen möglich ist—, die Nahrungs= und Genußmittel kühl zu verwahren(Kühlkeller, Eisschrank). Kühle Aufbewahrung hält nicht nur die Fliegen ab, sondern hinders auch die Vermehrung der Keime. Unbedingt erforderlich aber ist es, alle Nahrungsmittel, die ungekocht genosen werden— Früchte, Salar#a##cb. — vor deren Genusse gründlich zu reinigen. Der Kampf gegen die Wespen. Der Kampf gegen die Obst= und Früchteschädlinge ist während der Kriegszeit mit besonderem Eiser ausgenommen worden, um eine möglichst große Fruchternte zu sichern. Von einer neuen Abart dieses Kampfes weiß ein Einsender in den„Bremer Nachrichten“ zu erzählen. nämlich von der überaus notwendigen Vertilgung der Wespen. Im Mai dieses Jahres hatte danach der Vienenchluß gesaßt, für jede im Monat Mai, abgelieferte We pen= oder Hornissenkonigin eine Pramie von 2 Pig. das Stück zu zahlen. In der kurzen Zeit von 17 Tagen wurden zusammen 3006 Stück gesangen. Nimmt man an, daß durchschnittlich am Schlusse des Sommers aus jedem Neste nur 100 Weidchen überwintern. jo ergibt sich für den kommenden Frühling die ungeheure Zahl von 300000 Restern, da jedes überwinterte Weidchen eine neue Lolonie gründet. Durch das Toten dieser Weibchen sind mithin über 3000 Nester vernichtet, die im Laufe des Sommers unter den Bienen alierhand Schaden ingerichtet hitten. In zweiter Linie ist dadure aber gleichzeitig der Obsternte ein großer Vorteil ermachen, denn bekanntlich nagen die Wespen Birnen und Pslaümen an. und das wird sich in diesem Jähre, da es wenig Birnen gibt, bei den Pflaumen noch recht deutlich zeigen.— Die Schuljugend hat diese Vernichtung allein bewerkstelligt, einige Kinder haben in dem Fangen eine solche Geschicklichkeit gezeigt, daß sie nach Aussage der Lehrer über 100 Stück gefangen haben. Im Interesse der ausgiebigen Obsi= und Beerenernte, die uns allen während der Kriegszeit für den Brotaufstrich dringend erforderlich ist, wird daher die Vitte ausgesprochen, durch Aushängen von enghalsigen Flaschen, welche mit alter Marmelade oder mit abgestandenem Vier bis zu ¼ gefüllt sind, die Vernichtung der Wespen fortzusetzen. In den bütteren Mandeln befindet sich ein Amygdalin genanntes Pflanzengift. Darselbe ist auch in Kirschen= und Pflaumenkernen, die davon etwa 1 v. H. aufweisen, enthalten. Ebenso finde: man dieses Gist in den Kernen der Aepfel, Birnen und Pfirsiche, jedoch in grringer Menge. Der Genuß aller dieser Kerne ist dater in größeren Mengen nicht ralsant. Die Verwendung von Spargelabfällen, die beim Einkochen entstehen. Abgeschnittene Spargelenden werden ebenso wie Stangenspargel eingekocht. Sie lassen sich später gut zur Suppe, Gemüse oder Salat verwenden. Auch frisch lassen sich diese Abfälle zu gleichen, Iwecken nicht minder gut gebrauchen. Spargelschalen geben gewocknet ein vorzügliches Fleischbrühe= und Suppengewürz. ihre Aufbewahrung erfolgt am besten in einen Beutel. Ebenso läßt sich das abgegossene Spargelwasser zu ein## schmackhaften Suppe verwerden. Wie kann ich am leichtesten, bequemsten, ohn. das Wachswerk umstmeiden zu müssen, alte Bienen-Strohkörbe kassieren? *(Nachdruck verboten.) Die Sache gestaktet sich höchst ein'ach. Ein von oben zu behandelnder Kasten— ein sog. Zmeietager— wird bereitgestellt. Er wird gut gereinigt und mit Rähnichen, in denen sich möglichst ganze künstliche Mittelwände oder schon völlig ausgebaute Waden befinden, ausgestattet. Die Decke und die Deckbreitchen werden abgenommen. In die so entstandene Oeffnung wird ein gleich großes Breit eingelassen, das in seiner Mitte oder noch besser etwas nach vorn, dem Flugloche des Kastens zu. eine quadratische oder runde Oeffnung von 10 Zentimeter Seitenlänge oder ebensolchem Durchmesser besitzt. Das so eingelassene Brett muß mit den Rändern des Kastens völlig gleichmäßig verlaufen, so daß es möglich ist, den Kord ohne besondere Lücken oder Zwischenräume aus Einsazbrett und Kastenränder zu stellen. Nun nimmt man, wenn möglichst alle Vienen zu Hause sind, den in Betracht kommenden Korb vom Stande — samt Bodenbrett— und verbringt an die freigewordene Stelle den leeren Kasten. Etwa am Flugloche sitzende Bienen werden mit wenig Rauch in die Beute getrieben, und dann wird die Flugössnung verstopft. Nun hebi man mit großer Vorsicht den Korb in die Höhe, nachdem man dessen untersten Strohwulst zuerst sorgiam vom Unterbrette gelöst hat, und stellt ihn gleich so auf den Kasten, daß das Flugloch nach rückwärts, der Tür des Kastens zu, sieht. Letzteres bleibt jetzt ständig geschlossen. Die Vorderseite soll, wenn irgendem alter Strohkorb zur Vei fügung steht, mit der Hälfte desselben maskiert werden, damit sich die Vienen sicherer an die neue Veute ge wöhnen. Nun gestaltet sich das Leben der Vienen in der Doppelbente solgendermaßen: Alle auf Tracht ausfliegenden Arbeiter müssen ihren Weg vom Korde durch die Verbindungsöffnung in den Kasten und von da ins Freie nehmen. So gewöhnen sie sich allmählich an die neue Situation. Vorerst bleibt dei Korb nach ihr Arbeitsfeld. Dort stapeln sie zunachst den eingetragenen Honig ab. Der Korb wird so zum Honigraume. Die Brut muß dabei mehr und mehr nach abmärts dem Kasten zu gedrängt werden. So steigt dann in anten Trachtjahren die Stockmutter allmählich nach unten in den Kasten und verlegt dorthin ihre Legetatigkeit. Wenn aber in manchen Jahren die Trachtverhältnisse nicht gut sind, dann müssen wir Volk und Königin mit Gewalt in den Kasten zwingen. Das besorgen wir durch das bekannte Abtrommeln des Korbvolkes. Man trommelt die Bienen mit ihrer Mutter in einen leeren Korb ab, nimmt das Einsatzbrett heraus und wirft die Bienen mittelst ein paar seitlich an den Korb gerichteter Schläge mit flachen Händen in den Kasten, etwa herausquellende Bienen mit dem Flederwisch und wenig Rauch zurücktreibend. Nun nageln wir rasch— eigentlich sollte dies schon während des Abtrammelns geschehen sein— ein Königinabsperrgitter über die Oeffnung des Brettes und setzen dieses wieder vorsichtig ein, damit keine Bienen zerdrückt werden. Die Königin befindet sich jetzt mit der Mehrzahl des Volkes im Kasten. Sie wird dort ihre Legetätigkeit for: setzen. Die Pfiege der Brut zwingt auch die Ammenbienen dorthin, so daß jetzt der Korb direkt nur als Honigraum gilt. Die dort sich besindliche Brut läuft allmählich aus. Dabei ist insosern Vorsicht geboten, daß nicht ausgekommene Drohnen, die ins Freie wollen, das Abspeergitter mit ihren dicken Köpfen verstopfen und so Ersticungsgefahr heraufbeschwören. Da öffnen wir nun von Zeit zu Zeit das nach vorwärts gelegene Flugloch an warmen Flugtagen. Die Drohnen werden wie Nach etwa zehn wild daraus hervorstürzen. Minuten schließt man die Flagäffnung wieder and verdeckt die Stelle mit einem Tache. So finden die Drohnen sich nicht mehr in den Stock zurück, suchen sich bei den Nachbarvblkein einznetteln, oder gehen im Freien zu Grunde. Das ist eben ihr Las. Nach 24 Tagen vom Abtrommeln aus gerechnet ist im Korbe jede Brut ausgelaufen. Dauert die Tracht noch an, so belassen wir ihn noch etwa 8—10 Tage, bis die freigewordenen Zellen mit Honig vollgetragen wurden. Es ist dann eine wirkliche Lust, den schweren Korb zur Schleuder schleppen zu können. Der Kasten erhält seine früheren Deckvrettchen und den Deckel wieder. Die etwa sehlende Nahrung wird eingefüttert.,,„.,„„ 94/6—. In gleicher Weise konnen Vonter in den berannten Krainer Bauernkästen umlogiert werden. Die primitiven Rästen, in denen lein Volk bei unseren tlimatischen Verhältnissen gut wintert, ethalten am Unterbrett den gleichen Ausschnitt, wie er im Deckbretichen das Kastens angebracht ist. Sonst ist das Verfahren das gleiche. Befindet sich nach dem Schleudern das Wayswerk des Krainer Kastens noch in gutem Zustande, so lann es mit viel Vorteil in die auf dem Stande gebrauchlichen Halbrähmchen umgeschnitten werken. Weigert, Kreisbienenmeister. Die verschiedenen Wickenarten werden viellach als Gründüngungs= oder Futterpflanzen angebaut. Die auf guten Wiesen, an Hecken und Gebüschen sehr häufig wild vorkommende Zaunwicke wird vielfach auf Dauerweiden angepflanzt. Sie ist lange ausdauernd und wächst den ganzen Sommer hindurch bis zu einer Höhe von 60 bis 80 Zentimetern. Die Farbe der von April bis Juli erscheinenden Blüten ist ein schmutziges Lila. Die auch als Saat= oder Feldwicke bekannte Futterwicke erreicht eine Höhe von 30 bis 100 Zentimetern. Sie besitzt einen schlängelnden Stengel und gehört den Schmetterlingsblühern an. Vom Mai bis Juli erscheinen die mit lila Fahnen, purpurroten Flügeln und weißlichen Schisschen ausgestatteten Blüten. Diese Wicke wird in verschiedenen Spielarten als Futterund Gründüngungspflanze angebaut. Infolge ihres bitteren Beigeschmacks und da sie auch die Milchergiebigkeit ungünstig beeinflussen würde, wird sie nur mit anderen Futterpflanzen in grünem oder trockenem Zustande gereicht. Als Futterpflanze und auch als Pflanze zur Gründüngung findet die Sand= oder Zottelwicke eine immer größer werdende Beachlung. Am häufigsten ist sie im Gemenge mit Sommerroggen anzutreffen. Selbst der leichteste Sandboden sagt ihr noch zu. Infolge der sehr tief in den Boden dringenden Pfahlwurzel wird dieser sehr gut aufgeschlossen. Der 80 bis 100 Zentimeter hoch werdende, kletternde Stengel ist zottig behaart. Eine rötlich=braune Farbe haben die in den Monaten Juni und Juli erscheinenden Blütentrauben. Häufig kommt diese Wickenart auch als Unkraut in Norddeutschland und Ungarn wildwachsend vor, dagegen findet man sie seltener in Süddeutschland. Wie die vorgenannte, so ist auch die Vogelwicke eine sehr anspruchslose, auf Sand= und Tonböden wachsende Pflanze. Sie kommt selbst auf trockenem Boden oder feuchtem Sande fort. Für eine Kalkgabe ist die selbst noch im Schatten gedeihende Pflanze, die als gutes Futter angebaut und auch als Einsaat auf Dauerwiesen verwandt wird, sehr dankbar. Ihre Blütezeit ist vom Juni bis August. Die Blüten habe eine violette oder lila Farbe. Viehzucht. Die Reinigung der Milch hat unmittelbar nach dem Melken zu erfolgen, da die Möglichkeit besteht, daß beim Melken Haare, Kuhmist, Streureste, Staub usw. in die Milch hineingefallen sind. Wenn auch die Substanz der Milch durch diese Dinge nicht eine Beeinträchtigung erfährt, so leidet doch ihre Haltbarkeit infolge der Mikroorganismen, die sich an diesen Dingen befinden. Diese Mikroorganismen lassen sich nur aus der Milch entfernen zusammen mit den Verunreinigungen, an und in denen sie sitzen. Wird die Milch nicht sofort nach dem Melken gereinigt, so löst sich der Schmutz auf und die in ihm enthaltenen Millionen von Fäulniskeimen gelangen in die Milch und können durch die gebräuchlichen Reinigungsgeräte nicht mehr daraus entfernt werden. Die besten Einrichtungen zum Reinigen der Milch sind die Seihtücher. Diese lassen sich bequem reinigen, zudem tritt noch ihre Billigkeit hinzu. Kostspieliger sind die Mischsiebe mit Wattescheiben, diese reinigen die Milch sehr gut. Die Wattescheiben müssen noch jedesmaligem Gebrauch beseitigt werden, wogegen die Seihtücher nach vorgenommener jedesmaliger Reinigung und Trocknung immer wieder benutzt werden können. Bei der Verfütterung von Kartoffelschlempe achte man darauf, daß sie gut und frisch und nicht essigsauer ist und daß ein geeignetes Rauhjutter beigegeben wird. Den Masttieren kann man auf den Tag und 500 Kilogramm Lebendgewicht 20 bis 35 Kilogramm süße, warme Schlempe verabreichen. Arbeitsochsen können 17,5 bis 22,5 Kilogramm auf 500 Kilogramm Lebendgewicht erhalten, dagegen soll man Milchkühen nicht mehr als 17,5 Kilogramm auf 500 Kilogramm Levendgewicht täglich verabreichen. Der Milchertrag wird hierdurch gesteigert und die Güte der Milch bleibt unverändert. Da Schlempe aschearm und reich an freier Milchsäure ist, so dürfen hochtragende und säugende Kühe nur 10 Kilogramm auf 500 Kilogramm Lebendgewicht erhalten. Bis zum Alter von 1½ Jahren gebe man dem Jungvieh nach Möglichkeit keine Schlempe. Mastvieh, das viel Schlempe erhält, weist ein weniger wohlschmeckendes Fleisch auf, ebenso ist das Fett nicht ausgiebig und weich. Wird viel Schlempe gegeben, so muß man aber meistens ein Kraftiuttermittel beigeben, denn in diesem Falle wirkt sie erschlassend auf die Verdauungswerkzeuge und manchmal auch in anderer Weise gesundheitsschädlich. Dumpfiger Hafer für Insterzwecke. Dumpfiger hafer ist der Gesundheit der Tiere schädlich und es is oaher zweckmäßig, die Dumpfigkeit durch Beigabe vonHolzkohlenpulver zu mindern. Die Beigabe in einer Höhe von 4 bis 5 v. H. wird dem Haser beigemischt, worauf er etwa 2 bis 3 Wochen liegen muß. Nach erfolgter Lagerung muß das Holzkohlenpulver herausgeputzt werden. Der so behandelte Hafer muß vorsichtig verfüttert werden, und man gebe daher den Tieren anfangs zur kleine Mengen. Gartenbau. Ankrauibekämpfung. Die Unkräuter vertilgt man am besten durch das Hacken, dem öfteren Rühren des Bodens. So kann man z. B. selbst die lästigsten Unkräuter, als Quecken, kriechenden Hahnenfut, ausdauernde Gänsedistel, am besten ausrotten, wenn man die oberirdischen Teile, als Stengel und Blätter dieser Pflanzen, sowie sie sich zeigen, immer wieder entfernt. Durch das Hacken wird auch das keimende Untraut, als Melde=, Kreuztraut, Taubnessel usw., gleich beim Aufgehen gestört. Um oft und bald dem Untraut beizukommen, und da das Hacken auch sonst das Pflanzenwachstum außerordentlich fördert, sollten zum mindesten die Aussaaten im freien Land von Mohrrüben, Karotten, Zwiebeln, Schwarzwurzel in Reihen und nicht breitwürfig vorgenommen werden. In den Reihen ist das Unkraut alsdann leicht ausgezogen, wobei gleichzeitig zu dicht stehende Aussaaten verzogen, ausgedunnt werden konnen. Wenn dann die Pflanzen durch Hacten, Düngen usw. herangewachsen sind, dann beschatten sie den Boden und das Unkraut kann nicht wachsen. Deshalb ist auch ein guter Stand der Kulturer das beste Mittel, den Boden von Unkraut freizuhalten. Ferner muß man darauf achten, daß nicht von veruntragteten Londerelen, Wegen und Zäunen frischer Unkrautsanten zufliett Alle langsam und spärlich wachsenden Gemüst werden hart und strunkig. Flottes Wachstum wird außer durch Hacken, Bewässern und Unkrautvertilgen bejonders noch durch das Nachbüngen mahrend der Wachstumszeit erzielt. Die vor der Bestellung in den Boden gebrachten Dungermengen reichen bri einigen anspruchsvollen Gemisearten nicht aus. Es sind dies Koylrabi, Kopfkohl, Roten= und Blumenkohl, Gurken, Kürbis, Sellerie und unter Umständen auch Kopssalat. Hierzu verwendet man flüssigen Dünger. Man warte aber nicht damit, bis sich die Mumen beim Blumentohl bereits zeigen, die Kohlrabi Knollen ansetzen, der Salat sich schließt, sondern man setzt in möglichn jugendlichem Zustand der Pflanzen damit ein, dann, menn sie genügend jestgemachsen sind und etwa 4 Wochen an Ort und Stelle gestanden haben. Weinbau. Kräuselkrankheit des Nebslocks. (Nachdruck verboten.) In manchen Weingärten kann mit Beginn des Sommers ein Zwergwuchs der Reosthcke, eine Verkümmerung der Triebe und eine Kräuselung der Blätter wahrgenommen werden. Gründliche Erhebungen haben ergeben, daß diese Verlümmerungen der Rebtriebe von einem minzig kleinen Tierchen, einer Milbe, herrühren, die vor dem Austreiben der Reben in der Knospenwolle lebt. Zur Bekämpfung dieses Schädtings wurde Schwefelkalkbrühe versucht, und diese hat sich auch bestens bewährt. Die Vekämpfung besteht darin, daß man die in üblicher Weise beschnittenen Rebstöcke— am besten vor Aus; trieb der Knospen— mit Schwelelkalkbrühe, die mit Wasser verdünnt wurde, bepinselt.(1 Liter Schwefelkalkbrühe und 4 Liter Wasser.) Das Bepinseln der Rebstöcke geschieht am besten kurz vor dem Austriebe der Knospen, veil zu dieser Zeit die Milben am empfindlichsten sind. Zu einer früheren Zeit wäre die Prozedur auf die nach n der Winterstarre befindlichen Milben ohne Wirkung. Die Flüssigkeit schädigt meder die Knospen noch das Tragvolz, aber die grünen Triebe müssen geschont werden. Bei längerem Stehen an der Lust vertiort sie an Wirksamkeit. Am einfachsten wird die Bepinselung durchgeführt derart, daß man mit einem steifvorstigen Pinsel die Rebstöcke, someit sie aus dem Baden hervorragen, tüchtig, vollständig und gründlich bestreicht. Werden hachgezogene; alte Stöcke behandelt, so muß man sie vum Tragholz an mindestens eine Spanne tief nach abwärts benetzen. Die Augen sind in allen Fällen sorgfälig zu berinseln. Auch die Köpfe der zu pflanzenden Veredelungen tanche man Gemeinnütziges. Ziegenfleisch. (Nachdruck verboten.) Von wesentlich geringerer Bedeutung als die Milcherzeugung ist die Fleischgewinnung aus der Ziegenhaltung. Seither wurden durchschnittlich in Deutschland 1¼ Million Ziegen und Lämmer in Prioat= und Gewerbebetrieben geschlachtet, ungerechnet die vielen Jungtiere, die bald nach der Geburt schon zum persönlichen Gebrauch geschlachtet oder für geringen Preis verschleudert wurden. Wie viele Werte gingen seither hierdurch verloren! Wäre es nicht besser und vorteilhafter, die Jungtiere bis zum Herbst durchzufüttern? Die männlichen Jungtiere müßten allerdings bald verschnitten werden. Grünfutter ist in den Sommermonaten ja in Hülle und Fülle vorhanden, und von dem, was von den alten Ziegen oft unter die Füße getreten wird, könnten sich noch ein paar Jungtiere sattfressen, also mit anderen Worten, sie würden sich bis zum Herbst durchfressen, ohne uns auch nur irgendwelche Ausgaben zu verursachen. Betrachten wir nun mal die Vorteile, die uns ein derartiges Vorgehen in jetziger Kriegszeit bringen würde! — Die einigermaßen schlachtbaren Schweine sind zur Ersparung der vorhandenen Kartosselvorräte geschlachtet undin Dauerware verwandelt. Der verbleibende Bestand anSchweinen wird nun selbst bei Wiedereintritt normaler; Verhältnisse keine derartigen Mengen an Fleisch liefern können, daß ein Preisabschlag zu erwarten wäre. Dieser Aussall an frischem und geräuchertem Fleisch= könnte nun zum Teil durch die während der Sommerund Herbstmonate großgezogenen Ziegenlämmer ausgeglichen werden. Ziegensleisch als frische Ware wie auchgesalzen und geräuchert ist sehr schmackhaft, und mancher, der vielleicht noch eine Abneigung gegen Ziegenfleisch hegt, wird es sicher schon als prima Hammelsleisch im Laden gekauft und auch als solches gegessen haben. Auch gibt Ziegenfleisch unter Beigabe von eungen Pfund Speck eine wohlschmeckende Wurg. Ziegensert un etwas Schweinesett vermischt wird sehr geschaß: Das. Fell wird auch einen mindestens dreintal hoheren Erirag. rzielen als das von einem 14 Tage alten Lamnchen. Darum müssen wir es uns zum Grundsatz machen, die Lämmer besonders in jetziger#### und auch spaternin nicht mehr zu verschleudern, sie versorgen uns zum Winter auf lange Zeit mit Fleisch und Feit. C. F. Pökel= oder Suizsteisch, das in der jetzigen Zeit besonders mit viel Salz behandelt worden ist, weil Salpeter knapp ist, muß in taltem Wasser gewässert werden. Dieses Einweichwasser kann zu Suppen usw. gebraucht werden. Oder das Fleisch wird mit kaltem Wasser aufgesetzt, langsam bis vor das Kochen gebracht, dann aus dem Wasser herausgenommen und gleich in frischem kochenden Wasser weitergekocht. Das erste Wasser kann ebenfalls für Suppen oder Gemüse verwandt werden. Salz= oder Pötelfleisch eignet sich besonders gut für zusammengekochte Gerichte, Eintopfgerichte mit Gemüsen oder Backobst oder frischen Birnen. Achlei auf die kleinste Verwundung! Es ist schon häufiger vorgekommen, daß durch Nichtbeachtung kleiner Wunden infolge Hineingeratens giftiger Stoffe ernste Blutvergiftungen entstanden sind. Man sollte die kleinste Wunde sorgfältig verbinden, nachdem man sie zuvor gut gereinigt hat. Bei tieferen Schnittwunden. empfiehlt es sich, etwas Karbolwatte auf die wunde Stelle zu legen. Um im Notfalle sofort Hilfe leisten zu können, sollte in jeder Haushaltung ein Kästchen mit reiner, Leinwand, etwas Verbandswatte und Heftpflaster in schaft stehen, gleichfalls eine Flasche mit Brandsalbe,, aus einer Mischung von Leinöl und Kalkwasser bestehend, di tian von jeder Avotheke beziehen kann. Hausdoktor. #Se gas PSSS Sg5SS E SSSSESSSBRS 2BSSSasgs S S 5SbS 8#* S S#t#ESSg G S" 8 • 8 ## 8 a S S 95 S S 23 E 8 „Sg 9S5SSSUT 8 S# C: 5 0 S. E. S 5 5:8 sS 83 SGEES ... S 8 * S 9 S S9. 9 2 2 : F. 10— 5 5 = P a .# S 2. a# 8 5 2 5 G5 * 92 n 9 S 2 S 5 5 5. A 2 * 8. 5 S959“ ## 8 S So SISEEE S*5 S##g Fgesgs2 S93.9313 8 e ### 5 20 2 3 1— S Und draußen erst atmete ich auf. Wie befreit kam ich mir vor. Ich wanderte durch die mondhelle Nacht, mutterseelenallein, weiter und weiter, und je mehr ich mich von der Wohnung meines armen Freundes entfernte, desto wohliger atmete ich auf. Kraft, Freude, Leben, Gesundheit, Liebe und Genuß, all das empfand ich, all das machte mir die Pulse schneller schlagen— ich lebte! Ich hatte noch ein Recht auf das Glück, das jener Arme nun für immer verloren hatte. ** * Seitdem sind wir beide noch oft zusammengekommen, aber nie wurde jener Nacht Erwähnung getan. Und nie habe ich ihn wieder besucht, wenn VollAlls dann das Semester zu Ende war, nahmen wir Abschied.„Vielleicht auf immer“, sagte er. Er hat recht gehabt. Nach einigen Jahren erfuhr ich, daß er im Irrenhause gestorben sei. 1n s Alleriel A Von den Krebsen. Im Mai nimmt der Krebsfang seinen Anfang, und man nennt daher die wohlschmeckenden Kruster, die in diesem Monat auf den Markt kommen, Maikrebse. Da infolge des Krieges die Zufuhr von Krebsenl aus Rußland, unseres größten Krebslieferanten, ganz aufgehört hat und auch die aus Galizien eine sehr bedeutende Einschränkung erfuhr, so sind natürlich die Preise für die Krebse sehr hoch, so daß sich nur wenige heute an einem Krebsgericht erfreuen können. Auch die Franzosen müssen sich seit dem Ausbruch des Krieges den Genuß der bei ihnen sehr beliebten écrevisses de Berlin versagen; die deutsche Reichshauptstadt war seit jeher der Hauptmittelpunkt des europäischen Krebshandels. Die Franzosen hatten selbstverständlich keine Ahnung davon, daß die bei ihnen so beliebten„Berliner Krebse“ fast ausnahmslos aus dem ihnen so befreundeten Rußland stammten. Das Krebsfleisch gilt aber auch durchaus nicht immer als Leckerbissen, denn schon die alten Römer waren der Ansicht, daß die Krebse Wasserleichen benagen, und aus diesem Grunde haben sie die entsetzliche Krankheit, die eine wahre Geißel der Menschheit ist, nach dem Krebs benannt. Diese Bezeichnung ist dann bekanntlich auch bei uns erhalten geblieben. Wir wenden ferner den Ausdruck„krebsen“ in einer ganz allgemeinen Bedeutung an, ursprünglich aber brachte man den übertragenen Sinn dieses Wortes stets mit einer Leiche in Zusammenhang. Schon Hans Sachs hat die Geschichte von dem zärtlichen Bäuerlein bearbeitet, das mit der Leiche seiner lieben Ehehälfte Krebse sing. Im Jahre 1839 schrieb Clemens Brentano an Freiligrath:„Mir ist dieser Bauer immer eine Parabel gewesen für jene Dichter, welche ihre Liebesmysterien für Geld preisgeben und mit einem Köder krebsen, dem mehr Ehre gebührte.“ Brentano spielt hier offenbar auf Heine an und dessen Verse:„Aus meinen großen Schmerzen mach' ich die kleinen Lieder.“ Nach Rahels Tode mußte sich Varnhagen gegen den vielleicht nicht ganz grundlosen Vorwurf verteidigen, er„krebse mit seiner toten Frau“. Im Jahre 1884 hat Fürst Bismarck den Liberalen, als diese den toten Lasker feierten, zugerufen:„Sie wollen mit Laskers Leichnam krebsen“, und er hat dabei zur Erläuterung die Geschichte von dem zärtlichen Bauersmann erzählt. Ein weidgerechter Krebsjäger wird aber niemals mit Kadavern krebsen, da er dann niemals auf seine Kosten kommen würde; er verwendet vielmehr ganz frisches Fleisch als Köder, seien es kleine Fische, Froschschenkel oder Fleischstücke. Nur in der alleräußersten Norlage mag wohl der Krebs mit verwesendem Fleisch vorliebnehmen, es ist aber eine Legende, daß er dieses vor aller anderen Nahrung bevorzugen soll. Ebenso steht es mit der berühmten Rückwärtsbewegung der Krebse, dem sog. Krebsgang, von dem noch heute in unserer Sprache so oft die Rede ist. Tatsache ist, daß der Krebs, wenn er plötzlich erschrickt oder angegriffen wird, mit seinem kräftigen Schwanz nach vorn auf das Wasser schlägt, so daß er pfeilschnell nach rückwärts fliegt und so dem Verfolger entkommt. Dieses kluge Verhalten hat zur Entstehung des Märchens vom Rückwärtsgang des Krebses Veranlassung gegeben: mit demselben Recht könnte man aber viele andere Tiere, die auf eine ähnliche Weise der Verfolgung zu entgehen suchen, als Rückschrittler bezeichnen. Der Krebs ist bekanntlich ein eifriger und gefräßiger Räuber; da er die Augen vorn und nicht am Schwanze trägt, muß er sich natürlich auch bei der Verfolgung seiner Beute nach vorwärts bewegen. Würde er sich bei der Jagd rückwärts und nicht vorwärts bewegen, so würde sein Geschäft gar bald den„Krebsgang“ gehen. e unst ine Hillen. F— Die Nahrung des Armenschen. Mit einer eigenartigen Betrachtung über die vermutliche Nahrung des Urmenschen haben sich die Forscher M. W. Lyon und Gregory beschäftigt. Wie einem diesbezüglichen Bericht der„Umschau" zu entnehmen ist, spricht nach diesen Forschungen vieles für die Annahme, daß bereits den Urmenschen das Fleisch von drei oder wenigstens zwei Tierarten als Nahrung diente. Und zwar geht man hierbei von der völligen Anpassung des Bandwurms an den Menschen und an seine Zwischenwirte— d. h. die Tiere, die der Mensch verzehrt — aus. Bei den beiden hauptsächlich in Betracht kommenden Bandwürmern, Coenia saginata und Coenia solium, kommt als Zwischenwirt das Rind und das Schwein in Betracht. Demnach müßte das Fleisch von Rindern und Schweinen oder ihren Vorfahren schon seit so langer Zeit den Menschen zur Nahrung gedient haben, als die genannten Bandwürmer benötigten, um die ihnen heute eigentümlichen Merkmale auszubilden. Da nicht anzunehmen ist, daß die Entwicklung der Parasiten rascher fortschreitet als die des Menschen, wäre dies als ein Beweis für die eingangs aufgestellte Behauptung zu betrachten. Als einen ähnlichen Beweis wollte man auch das Vorkommen von Trichinen sowohl beim Schwein wie beim Menschen heranziehen; da die Trichinen aber ebenso leicht bei jedem Säugetier gedeihen, ist diese Schlußfolgerung nicht einwandfrei. E Humor. Eigenartige Zumutung. Auf den Vergnügungsdampfern einer Flußreederei findet man folgende Notiz ausgehängt:„Die Klappstühle sind für die Damen bestimmt; die Herren werden höflichst ersucht, sich erst dann darauf zu setzen, wenn die Damen Platz genommen haben!“— Nun, wenigstens finden die Herren dann einen weichen Sitz. uns uu elen. 3 u gun inch 2 on. as n c # S S Sg 95 9 35= S StPSTPTTESDSTASS BDrSTETTTZOSTGS.n SSTLTTNPDSEETRRAET 85 — 1— K— * Erstes und ältestes Cagesorgan des Kreises. General=Anzeiger für den Kreis Haupt=Annoncenblatt. Unterhaltungs-Beilage zu Nr. 172. Samsstag, den 24. Juli 1920. Die Graten von Aeruten. (77. Fortsetzung.) zn diesem Schreibtisch“, las der Rat weiter,„lag in einem Geheimfach, zu dem ich den Schlüssel von Ernst hatte, Geld aus dem Nachlaß seiner Mutter. Dieses Geld wollte ich für Hilda in Anspruch nehmen; da kam der alte D Grof.„ Igt und am u. Bei Gott, ich habe ihm aues gesagt und ihm die beglaubigten Abschriften von unserem Trauschein und Hildas Taufschein gezeigt, habe mich hingekniet und ihn gebeten, daß er mir verzeiht und Ernst im Tode vergibt, und daß er unsere Schuld nicht rächt an unserem Kinde. Nur er konnte helfen! Hugo nicht, denn Hugo hat Ernst einst in den Tod treiben wollen, er ist unser erbittertster Feind! Der alte Graf war starr über das, was er hörte; er sprach kein Wort. Als ich aber sagte, daß auch Lucie noch lebt, da stürzte er plötzlich zusammen in dem Lehnstuhl— Bei Gott— ich tat ihm nichts.—. Senser### Aber es sprang jemand durch ein Fenster. Ich weiß es nicht, wer es war— Ich stürzte fort— nur fort! Ich hatte eine wahnsinnige Angst vor Hugo— Ich lief nach dem Arbeitszimmer. Ich wußte, wo Hilda wohnt; es war dereinst mein eigenes Zimmerchen. Durch den Gang, der neben dem alten Kamin mündet — man muß nur ein wenig an der Spiegelleiste drücken — durch den lief ich, und so kam ich hin. Aber Hilda war nicht da! Ich habe alles in ihre Schreibtischlade gelegt: das Geld von Ernst. Er hat es sauer verdient— und den Schlüssel zum Geheimfach seines Schreibtisches— und meinen Ehering—,„ 6; Eins riß ich an mich: ihr Bild! Das Bild meines Kindes! Und dann zurück durch den Gang und durch das Fenster der Bibliothek fort. Ich habe beim Schein des Mondes eine Gestalt am Boden liegen sehen neben dem alten Grafen— ich glaube, es war der junge Mann, den ich neben Hilda sah. Aber ich mußte fort! Nur fort!“ ** * Rat Stegmann legte die Blätter nieder, sein Antlitz war ganz fahl. Er stand langsam auf und streckte Georg die Hand hin. Aber der, welcher an der Brust seines Vaters lag, sab über diese Hans hinweg, als wäre sie Luft. Dann sagte er: Roman von A. Ostland. (Nachdruck verboten.) „Herr Rat— ich habe ja ausgehalten. Aber die eine, welche Sie in den Tod gejagt haben— die ist zerbrochen unter Ihrer Härte. Und das verzeihe Hoktor Gerlach hatte die Blätter an sich genommen. „Da steht noch mehr“, sagte er energisch.„Gorg — Günther— jetzt ist keine Zeit, zu richten! Stunde bringt uns Klarheit. Hier— die Oberin scheint genau jedes Wort der Sterbenden nachgeschrieben zu haben— bitte, Herr Gerichtsrat— jetzt Und mit leicht zitternder Stimme fuhr er fort: „Ich weiß nichts mehr, nicht, wie ich durch den Park kam, nicht, wie ich plötzlich auf der hohen Brücge, Farzy, Ich dachte immer nur eins: waß jeg alles becloren sei; denn daß der alte Graf tot war, das glaubte ich Aber da— auf der Brücke— da standen zwei: eine Frau war es, in einem weißen Seidenkleid— und ein hoher, stattlicher Mann. Ich sah nur seinen dunklen Bart, und daß er schwere Jagdstiefel anhatte. Die Frau sprach leise und dringend, sie sahen mich nicht; aber der Mann antwortete laut und heftig: „Ich kann nicht, Julie— ich kann das Geld nicht nehmen— nie, denn es kommt von dem Manne, der Ich wollte nicht, daß sie mich seben, auch schwindelte mir so furchtbar, und vor den Augen tanzten mir große rote Flecken. Ich bin ja krank, seit langem kranfu, so duckte ich mich ins Gebüsch. Aber ich hörte jeyalles. Ich hörte, wie die Frau den Mann beschrugr, das Geld doch zu nehmen, wie er es nochmais zurüc wies, und wie er dann sagte: gusie" Meshalb „Weshalb, um Gottes willen, Julie— weshalb hast du mir das getan? Weshald bist du Hugos Da brach es von ihren Lipen wie ein Schrei: „Weil ich es nicht aushielt, weil zwischen dir mir der Schwur stand, welchen du einst geleistet hast auf ihrem Sterbebette, und weil ich dich liebhatte, mehr als alles auf Erden, und sah, daß deine werden! Ich wollte dir helfen können, Geld haben, reich sein. Für dich, Max— alles für dich Doktor Gerlach sah erschüttert auf von den gelben Eine Selunde lang ruhten seine Augen auf Max Bünther. Aber der stille Mann hatte sich schwer auf * .*** * S 9 * S# 20 S SSSSEEM * 8 a 3 " S 29. S S SU G— 8 S S 8 5 S 3 10 22 122 :* B □ S 33 * = 9 7 2 5 0 35 — 5** S 2 00 S* 7 3 ** = B 5„ 9 *** * 0: mn S. G F. L. 0* 9•— ZURTSS S S 8 ** S st „OUL. einen Stuhl am Tische niedergelassen und hatte beide Hände vor das Gesicht geschlagen. Niemand sollte es sehen, was in diesen Minuten in ihm vorging. Gerlach nickte verstehend. Dann las er weiter: „Ich weiß es nicht, wenn ich den Schatten zuerst sah, der jetzt quer über die Straße siel. Aber ich wußte es sofort: Der da heranpirschte, wie ein Jäger an das Wild, das war Hugo. Ich erkannte ihn an der Kopfhaltung, und in mir stieg die Ueberzeugung auf: die Frau dort, das ist Hugos Braut, das ist Julie von Kirchbach! Aber ich konnte nicht nachdenken; denn da sprang Hugo schon hervor aus dem Dunkel mit einem Riesensatze und warf sich gegen die Frau. Ich habe meine Angst vor ihm— alles— alles vergessen und warf mich dazwischen, denn ich sah es wohl: dieser Mann würde einen Mord begehen. Aber es war zu spät. Die Frau taumelte gegen das Geländer, sie hatte mit der Hand nach mir gegriffen— eine meiner losgegangenen Flechten blieb eine Sekunde lang zwischen ihren Fingern, aber sie ließ sie fahren; rücklings stürzte sie herunter. „Für dich, Max!“ hat sie noch einmal gerufen. Dann war’s ganz still. Im nächsten Augenblick war ich die Böschung hinabgerannt— die Männer mir nach. Da lag sie— nur ein paar Schritte von uns entfernt— wir haben sie emporgerissen— Aber sie war schon tot! Da habe ich mich gegen Hugo geworfen und geschrien: „Mörder! Mörder!“ Aber da ist das Blut gekommen. Ich meinte, ich müsse ersticken. Es stieg mir so heiß auf in der Kehle — ich fühlte seine Hände an meinem Hals, und er sagte heiser: „Wenn du mich verrätst, dann büßt du es!“ Da bin ich mit letzter Kraft fortgelaufen, und hier — hier bin ich zusammengebrochen— Ich kann nicht mehr— ich kann nicht mehr— ich sterbe— grüßt mir mein Kind, mein liebes Kind!“ Doktor Gerlach faltete den Bogen zusammen. „Soweit hat die Oberin das Bekenntnis jener Grete Wentheim wörtlich niedergeschrieben,“ sprach er, sich zur Ruhe zwingend:„aber hier liegt noch ein Blättchen, und da steht: „Meine Schwester Margarete, Gräfin von Freydeck, geborene Wentheim, hat mich um Himmels willen gebeten, einstweilen zu schweigen über alles, was sie sprach. Ich glaube, sie hat es fast bereut, daß sie mir das obige in die Feder diktierte. Und sie beschwor mich, niemand zu sagen, wer sie sei; denn sie hatte eine surchtbare Angst, Hugo würde sich an Hilda rächen, ihrer Tochter wegen sollte alles verborgen bleiben. Und das Haar mußte ich ihr abschneiden und ihre Kleider verstecken, denn sie wollte nicht erkannt sein. Ich habe Schwester Adolfa geweckt und sie nach dem alten französischen Priester geschickt, der am selben Tage hier ankam, um mich und eine Schwester morgen nach dem Mutterhause in Frankreich zu geleiten. Er ist gekommen, und ich weiß natürlich nicht, was Margarete mit ihm sprach. Aber er hat ihr alle ihre Sünden vergeben und gebot mir, Schwester Adolfa, die die letzten Weihen noch nicht hat, an Hilda Wentheims Zimmersenster zu senden. Dort sollte sie ein Zeitelchen hinlegen, darauf stand nochmals die Bitte: „Schweige!“ Der Pater hat zur Beruhigung der Sterbenden das Zettelchen selbst geschrieben. Aber Schwester Adolfa hat es verloren bei dem raschen Weg in der Nacht und schrieb dann die Worte auf ein Stückchen frisch abgelöster Baumrinde und legte sie auf das Fensterbrett des Zimmers, das man ihr bezeichnete. Gegen Morgen ist meine Schwester gestorben. Ich durfte keinen Arzt holen— sie wollte es nicht! Ich weiß nicht, ob es recht war, aber ich habe ihre letzten Wünsche erfüllt und ihr die langen Zöpfe abgeschnitten und andere Kleider angezogen; die ihrigen liegen in der alten, geschnitzten Truhe, die im Klostergange steht. Ich werde schweigen, wie ich es versprochen. Der Herr gebe ihr die Ruhe, die das Leben ihr nicht gegeben!“ Doltor Gerlach schwieg. Eine Weile war es ganz still in dem sonnendurchfluteten Zimmer. Dann trat Käthe zu Max Günther: „In Gottes Namen!“ sagte.„Nun sagen Sie noch das letzte: Weshalb haben Sie geschwiegen alle die Jahre hindurch? Weshalb sagten Sie nicht: Hugo von Freydeck ist Julies Mörder?" Max Günther ließ die Hände sinken und stand auf. „Warum?“ fragte er und sah von einem zum anderen; ja, warum? Weil ich doch schuld war trotz alledem! Weil ich einmal— ein einziges Mal schwach war! Weil ich Julies Aufforderung, zu kommen, folgte, trotzdem ich es ja wußte, daß dies ein Unrecht war. Aber ich liebte sie! Ich habe nie einen Menschen so geliebt! Und einmal, ein letztes Mal wollte ich sie sehen, ihre Stimme hören, Abschied von ihr nehmen! Daß es so kommen würde, wer konnte es wissen? Aber eins war mir vollkommen klar: Hugo von Freydeck ist zum Mörder geworden— durch mich. Doch nur— durch mich! Er war damals sinnlos; er war bestimmt schon damals wahnsinnig. Er fürchtete sich grenzenlos vor einer Entdeckung, und diese Furcht überwog sogar seinen Schmerz um Julie, überwog seinen Haß gegen mich. Auf den Knien hat er vor mir gelegen und hat mich gebeten, beschworen, ihn nie, nie zu verraten. Ich habe kaum gewußt, was ich tat. Aber eins wußte ich doch: Julies Name war befleckt, ihr Letztes, Heiligstes preisgegeben, wenn ich sprach. Wer würde mir jemals glauben? Würde nicht jeder sie verurteilen? Und so habe ich das Manneswort gehalten, das ich Hugo damals gab; das Wort, das für mich zum Stein wurde, der mich in die Tiefe zog. Ich konnte ihn nicht verraten, der mein einziger, bester Freund einst gewesen, ich konnte nicht! Denn ich hatte an ihm gesündigt, und durch mich war er so weit gekommen, durch meine Schwäche und meine Schuld! So habe ich geschwiegen und habe mein Schicksal auf mich genommen, als eine Sühne. Ob ich recht handelte, das stelle ich einem höheren Richter anheim, zu entscheiden!“ Max Günther schwieg wie erschöpft. Er stand da, ganz überwältigt von der Macht dieses Augenblickes, der ihm seine Ehre, seinen guten Namen wiedergab, und doch demütig in dem unabweisbaren Bewußtsein: „Ich bin schuldig. Ich habe mich hinreißen lassen und habe selbst das Schicksal heraufbeschworen!“ Die übrigen fanden im ersten Augenblick keine Worte. All das, was die letzten Stunden ihnen gebracht hatten, schien zu eigenartig, zu seltsam. Man konnte es nicht sofort begreisen, verstehen. Erich faßte sich zuerst. „Vater,“ sagte er warm und legte seinen Arm fest um die Schulter des bebenden Mannes,„gottloh, nun wird alles noch gut!“ Max Günther sah still vor sich hin. „Nein,“ sprach er fest,„es kann nicht mehr alles gut werden! Julie ist tot, sie war so stark, so tapfer. Glaubt es mir, wir beide, Julie und ich, wir haben Jahre hindurch einen verzweiselten Kampf geführt gegen uns selbst! Wir haben es schon lange gewußt, daß wir uns liebten, daß wir füreinander geschaffen waren, wie noch selten zwei Menschen. (Fortsetzung folgt.) Sr S 3BEES S9„Sös *.S0— Denkspruch. Wenn die Auswanderer alles verlieren, die Liebe zu ihrem Uaterlande, selbst den geläutigen Ausdruck ihrer Muttersprache, die Mlelodien der Heimat jeben unter ihnen länger als alles andere. Freytag. Eine Mondnacht. Novellette von Paul Bliß. (Schluß.)(Nachdr. verdoten.) Endlich wurde das Geschäft geschlossen. Sie kam heraus, begleitet von einem nobel gekleideten Herrn, der mir einige Jahre älter zu sein schien, als ich es „Ja, sie war tot,“ sprach er endlich langsam weiter, „und ich habe sie in den Tod getrieben.... Nachher erst erfuhr ich ja alles. Jener noble Herr war der Prokurist gewesen, dessen Wohlwollen sie sich erhalten mußte. Sie hatte sich um einen besser dotierten Posten beworben, und über Besetzung jener Stelle disponierte der Prokurist. Darum der Ausgang mit ihm, um den er sie schon lange gebeten hatte.— Sie hatte sich geschämt, mir einzugestehen, daß es ihrer alten Mutter so ärmlich ging, weil sie fürchtete, daß ich ihr Geld anbieten würde. Darum die eigensinnige Heimlichtuerei. — Dann, nachdem sie mich acht Tage nicht gesehen, hatte sie mir einen Brief geschickt, und da dieser zurückkam, war sie selbst in meiner Wohnung gewesen, wo sie von der alten Wirtin erfuhr, daß ich abgereist sei. — Alles das erfuhr ich von ihrer alten Mutter. Und war. Sie nahm seinen Arm, plauderte lustig und dann der letzte Brief, den sie mir dagelassen hatte lachend. Ich drückte mich tiefer in meine Ecke, um nicht gesehen zu werden, aber meine Sorge war umsonst, sie sah gar nicht erst um sich, sondern ging mit ihrem noblen Herrn ab. Ich fand noch keine Erklärung für alles das; mir war entsetzlich zumute, traurig zum Weinen, dann wieder wildauflodernder Haß.— Da sah ich die beiden in einem Hause verschwinden. Die Plakate am Eingange zeigten mir, daß irgendein Verein hier sein Stiftungssest feierte, erst war Liebhabertheater, dann sollte getanzt werden.— Nun wußte ich genug. Ich rannte nach Hause, schloß mich ein, warf mich aufs Bett und heulte wie ein dummer Junge. Wut, Aerger, Scham, verletzte Eitelkeit— alles das trieb mir das Blut in Wallung. Es war meine erste große Enttäuschung gewesen.— Am nächsten Abend suchte ich sie auf und stellte sie zur Rede.— Empört sah sie mich an.„Du hast mir nachspioniert? Du traust mir nicht?“ Sie weinte. Pfui, für so klein hätte ich dich nicht gehalten!“— Ich aber, halb schon bereuend, zwang mich zur Härte und verlangte genaue Rechtfertigung von ihr, Zornxgt sah sie mich an und rief: schüchtern ein.„ „Kein, nicht ein Wort! Wenn du mir dies zutrauen größere Schuld?“ konntest, dann ist alles aus! Adieu!“— Damit verließ„Nein,“ fuhr er auf,„ich allein bin der sie mich. Ich ging nach Hause und wußte nicht, was dige! Ich hätte an sie glauben müssen! Ich ich davon denken sollte. War das Verstellung oder ver“..0“ Tr-### 55 sie klagte mir, daß der Prokurist jetzt, nachdem ich sie verlassen, ihre qualvolle Notlage ausbeuten wolle, und ehe sie dies letzte Widerwärtige tue, eher— eher würde sie sterben.“ Er schwieg und sank zurück, schlaff und bleich: ich hörte, wie er röchelnd atmete. „Sehen Sie,“ begann er matt,„dieser Vorwurf, dies quälende Schuldbewußtsein, das hat mich zum Sonderling gemacht. Ich schleiche umher, überallhin verfolgt mich ihr Schatten. Ich bin ihr Mörder! Ich allein! Es ist zum Wahnsinnigwerden!— O, ich habe alles versucht, dagegen anzukämpfen. Ich habe fieberhaft gearbeitet, habe jeder Freude, jedem Genusse entsagt, um zu sühnen, was ich an ihr verschuldet habe. — Sie hat mich mit keinem Worte angeklagt, dazu war sie zu edel, zu gut, aber darum gerade trifft mich der Vorwurf doppelt hart, ich selbst klage mich an, das Bessere in mir, das richtet mich. Ich habe an ihr gehandelt wie ein Lump.“ „Aber sind Sie allein der Schuldige?“ warf ich schuchtern ein.„Trifft nicht jenen anderen eine viel letzte Unschuld? Ich konnte keine Erklärung finden; aber wie es nun auch war, ich hatte ein Recht, zu fordern, daß sie mir alles sagte, und solange sie das also nicht tat, so lange würde sie mich nicht wiedersehen; das schrieb ich ihr, aber sie antwortete nicht darauf. Dann ging ich noch einmal zu ihr abends vors Geschäft und wiederholte meine Frage, aber auch da nur dasselbe, wie zuerst.„Also bist du nicht nur leichtfertig, sondern auch noch eigensinnig!“ rief ich in höchster Entrüstung. Doch da sah sie mich mit einem Blick an, den ich nie vergessen werde, dann ließ sie mich stehen und lief fort; auch ich ging. sie nicht abbitten kann, soll sie büßen; damit gab ich mir recht.— Am nächsten Tage reiste ich nach Hause. Das Semester war ohnehin bald zu Ende, also versäumte ich nichts mehr. Ich gab meiner Wirtin keine. Adresse, damit kein Brief mir nachgeschickt werden konnte. Der Roman war aus.— So dachte ich. Ich fing daheim an zu arbeiten, emsiger denn je, um alles zu vergessen; ich stürzte mich in einen Taumel irdischer Genüsse, nur um zu vergessen; ich knüpfte viele neue Liebesbande an— alles nur, um zu vergessen. Aber es war alles umsonst. Ich vergaß sie nicht. Und als drei Wochen vergangen waren, sah ich ein, daß ich der Eigensinnige gewesen war. Ich konnte nicht anders, setzte mich auf die Bahn und fuhr zurück, mein Lieb aufzusuchen.“ Wieder schwieg er und holte tief Atem## „Und als ich wiederkam, fand ich einen Gravyugel. Mein Lieb war tot.“ 854 Eine Pause entstand, fürchterlug und drückend schwer. Schulhätte es wissen müssen, oaß sie rein und gut ist, wennschon der Schein gegen sie war. Aber das ist ja eben das Jammervolle bei uns modernen Männern: wir prahlen mit unseren Weltanschauungen, wir haben die besten Vorsätze, den Armen und Elenden Hilfe zu bringen, Mensch mit Menschen zu sein, und wenn es dann gilt, zu zeigen, was wir wollen, dann stecken wir bis an den Hals in uralten Vorurteilen, und von jenen Parias der Menschheit trennt uns eine Welt. So auch bei mir. Wäre mein Lieb ein Mädchen aus unseren Kreisen gewesen, dann hätte ich in diesem Falle nicht einen Augenblick an ihr gezweifelt; dann hätte sie so viel Erziehung gehabt, daß ich nicht das ringste befürchtet hätte; bei jenen armen Geschöpfen aber, die gezwungen sind, sich ihr Brot allein zu verdienen, da ist uns kein Vorwurf zu unmöglich, kein Verdacht zu ekelhaft, dort sind wir stets auf alles gefaßt. So haben schon unsere Väter gedacht, und so denken als gute Söhne auch wir noch. In diesem verdammten Vorurteile sind wir groß geworden, und ich bin das Opfer eben dieses Vorurteils.“ Wieder entstand eine lange Pause. Er lag auf dem Sofa. Das Mondlicht fiel grell aufs Gesicht. Ich sah, daß er weinte. Draußen begann ein Hund zu heulen, in langgezogenen, wimmernden Tönen. Schaurig anzuhören. Mir war die daß ich hätte aufschreien mögen. Etwas Schweres, Erdrückendes lastete auf mir. Ich mußte fort. Als ich ihm Lebewohl sagte, ließ er mich gehen, dankte mir, daß ich ihm zugehört hatte, und nahm dann seine Stellung auf dem Sofa wieder ein, immer unausgesetzt in den Mond starrend. Ich ging. eee Brannkwein sehr gehuldigt wurde. Abends fuhren sie mit der Bahn nach Lembeck und trieben auch während der Bahnfahrt mit der gefüllten Schnapsflasche allerlei Unfug. In Lembeck gingen sie nach der Molkerei, drangen mit Knüppeln bewaffnet auf den Hofraum und verlangten Branntwein. Der alte Dater des Besitzers Gladen trat den Burschen entgegen, erhielt aber von dem hauptschreier Heinrich Roeßzmann mit einer Jaunlatte einen heftigen Schlag über den Kopf, der eine schwere Verletzung hervorrief. Jetzt kam der Besitzer Gladen seinem Dater zur Hilfe, wurde aber gleichfalls bedroht. In der llotwehr holte er sein Jagdgewehr und gab einen Schuß auf Roeßmann ab, der tödlich getroffen niedersank. —00000 Turnen und Sport. Jußzball. Am morgigen Sonntag wird die Sahl der Fußball=Wettkämpfe in Schwerte und gebung erheblich tieiner grin, wir an den vorSonntagen, aber an nicht geringer, denn hier auf dem Schützenhof das mit Spannung erwartete erneute„Lokal=Oerby“, Schwerter SportVereinigung von 1906 I: Spiel= und Sportklub Union-Schwerte I. Sportvgg. muß Ersatz für einige seiner lesten Kräfte einstellen; wird infolgedessen spielen je die 1. und 2. Mannschaft gegen einander. Gegen die eifrige 2. Mannschaft von Ergste muß sich hennen 2. Elf anstrengen, um zu gewinnen; die 1. dürften es infolge besserer Erfahrung leichter gegen den Verbandsneuling haben.— Sonstige Treffen von Bedeutung sind uns bis jetzt nicht bekannt geworden. Ergebnis des vorgestrigen Abendspiels: Mar. Jünglingssodalität Sodal. Hombruch-Barop 6:2. Die technisch bessere und durschlagskräftigere hiesige Elf gewann verdientermaßen. —00000— Letzte Drahtmeldungen. Eisener Depeschendient Aein Einmarsch der Bolschewiften in Deutschland. TU Berlin, 24. Juli. Bei der Berliner Vertretung der Moskauer Regierung ist, wie das Pog be 9„Berliner Tageblatt“ ersährt, heute früh ein Celeagerer uu eingetroffen, in dem die Sowietregierung gramm erngetlossen, in dem die Sowjetregierung kleiner sein, nie an den vo:: erneut versichert, nicht einen Soll deutschen Bodens sportlicher Gesamtbedentung betreten zu wollen. Es sei das eifrigste Bestreben er bringt uns u. a. um 32. uh: Ruglands, mit Deutschland Frieden und die besten Beziehungen zu haben. Note über Truppenverstärkungen in Ostpreutzen. TII Basel, 24. Juli. Der„Cemps" vom Union Sieger werden? Auf jeden Fall dürfte ein Freitag abend meldet, daß Deutschland in einer heißer kampf entbrennen, der auf beiden Seiten note vom 21. Juli um die Ermächtigung ersucht in echtem Spertgeiste, zähe und ritterlich, geführt habe, die Truppen in Gstpreußen durch Freiwillige werden soll. Das Spiel steht unter der Leitung des zu verstärken, und die Gebiete von Marienwerder Liga Schiedsrichters Seuthe=dortmund. Vorher— und Allenstein zu besetzen. Die Uote wurde sofort um 3 Uhr— spielen die Kleinsten aus der Jugend= dem Botschafterrat übergeben, der sie gegenwärtag Abteilung der Sportvereinigung gegen die Klein=; prüft. sten des hörder Sportklubs. Es wird sich zeigen, daß die zukünftigen Sportgrößen schon jetzt an Eifer den gegenwärtigen Repräsentativen keineswegs nachstcren. 5¼ Uhr werden die„Alten Herren“ der Sportvereinigung die„Alten Herren" des Die Erschwerung der ostpreußischen Abwehrmaßnahmen. aU Königsberg i. Pr., 24. Juli. vom Oberpräsidium wird mitgeteilt: Erschwert werden ren“ der Sportvereinigung die„Alten Herren" des Oberpräsidium Dortmunder Liga=Vereins„Verein f. Bewegungs=; die ostpreußischen Abwehrmaßnahmen dadurch, daß soiele“ empfangen. Auch diesem Spiele sieht man über das Abstimmungsgebiet die interalliierte Komin weiten Kreisen mit Spannung entgegen.— In mission das Recht der Staatshoheit ansübt bis zu Ergste mißt nachmittags Spiel= und Sportklub Genehmigung zum Einmarsch deutscher Cruppen in Ergste seine Kräfte gegen Sportklub Hennen. Es das Abstimmungsgebiet. Da sie über einige berittene Hundertschaften verfügt, ist sie imstande, den ersten netwendigen Schutz zu gewähren, falls Uebergriffe erfolgen. Die Reichswehr ist bereit und wird in: Lugenblick so vorlegt, daß sie in der Uähe der Sefehrstellen konzentviert bleibt und bei Grenzverletzungen sofort vorgeworfen werden hann. Weitere Maßrahmen sind im Gange. der deutschen Neutralität Borlin, 24. Juli. In der„Freiheit" veröffentlicht die U. S. P. D. einen Kusruf an die Arbeiterschaft zum Schutze der Ueutralität Deutschlands den Durchmarsch französischer Cruppen und die Abgabe der etwa noch vorhandenen Waffen an Polen nicht zuzulassen. Ausnahmezustand über Ostpreutzen Berlin, 24. Juli. Mit Rücksicht auf die an der ostpreußischen Grenze bevorstehenden russischpolnischen Kämpfe hat der Reichspräsident über die Provinz Gstpreuzen don Ausnahmezustand verhängt. Der Friede swischen Deutschland und Lettland. CU Riga, 24. Juli. Wie die„Cel.=U.“ erfährt, ist am 29. Juli die lettische Friedensdelegation aus Berlin zurückgekehrt. Der am 15. Juli unterzeichnete Friedensvertrag mit Deutschland bedarf noch der Natifikation durch den deutschen Reichstag und die lettische Nationalversammlung. Die Friedensverhandlungen mit Rußzland werden in Kiga fortgesetzt. Rumänisches Ultimatium an die Sowjetreglerung XU Basel, 24. Juli. Nach einer Meldung der„Agence Havas“, aus Bukarest hat dort ein Kronrat stattgefunden, dem der König und die Minister beiwohnten und in dem Maßnahmen gegen den Einmarsch der Sowjettruppen besprochen wurden. die rumänische Regierung richtete nach Moskau einen Protest wegen des Einmarsches der roten Truppen. Jugleich wurde auch beim obersten Rat der billiierten Einspruch erhoben. Die rumänische Regierung wird diesem Protest nach Moskau ein Ultimatum folgen lassen, in dem die sofortige Jurückziehung der Sowjettruppen verlangt wird. Die fprische Bevölkerung verlangt den Arieg. EU London, 24. Juli. Nach hierher gelangten Nachrichten aus Syrien verlangt die dortige Bevölkerung begeistert den Krieg gegen Frankreich. Göwchl der Emir den Wunsch haben soll, den Konflikt auf friedlichem Wege beizulegen, glaubt man nicht, daß sich Jeindseligkeiten vermeiden lassen werden. Etwa 50000 gut bewaffnete Kraber stehen bei Damaskus. Gottesbienst= Ordnung für Sonntag, den 25. Juli. Große Kirche. 9 Uhr: Beichte. 9½ Uhr: Pastor Wischnath, hl. Abendmahl. 11 Uhr: Kindergettesdienst. Kleine kirche. 8 Uhr und 10 Uhr: Pastor Uell. Westhofen. 9½ Uhr: Pastor Klinker. kath. Kirche: 6 Uhr: Stille hl. Ulesse. Dater Dincenti. 7½ Uhr: Frühmesse mit Predigt. Generalkommunion der Jungfrauen und der schulpflichtigen Kommunikantinnen. 8¾ Uhr: Schulmesse mit Predigt. Kaplan Hesse. 10 Uhr: Leviten=Hochamt mit Predigt und Segen. Ofr. Schnurbus. lollekte für den Dom in Paderborn. 2½ Uhr: Schluß der Jungfrauen-Exerzitten. Muttergottesfeier. Lichtendorf. 7 Uhr: Frühmesse mit Dredigt. Hl. Monatskommunion der Jünglinge. 10 Uhr: hochamt mit Dredigt. Nachm. 2½ Uhr: SegensNüsec. Briefkasten. Kriegerwitwe 3. Sofern Ihr Einkommen 1590 Mark pro Jahr übersteigt, werden Sie wohl oder übel von dem Mehreinkommen Steuern zahlen müssen. S Wetterbericht für mehrere Cage im voraus. 25. Juli: Wolkig, Sonne, warm, vielfach Regen. Windig. 26. Juli: heiter, Wolken, warm, strichweise Regen, schwül. 4·48 Elara Schumacher Ernst Krämer Verlobte. Villigst bei Schwerte, 25. Juli 1920. Sse emame deh ainae- er aunser#% Statt besonderer Anzeige. Seae Verantwortlich für die Schriftlettung: Fried. Krags. Druck und Verlag: Carl Braus beide in Schwerte. Psseremeregee b Elfriede Neveling Fritz Landskröner 4269 Verlobte Westhofen, den 25. Juli 1920. Dounerstag abend 9 Uhr entschlief sanft nach längerem, schweren Leiden meine innigstgeliebte Frau, unsere gute Mutter, Schwester, Schwägerin und Tante, die Ehefrau akob Bösader Clara geb. Stederoth 4246 im Alter von 38 Jahren. Um stille Teilnahme bitten: Die trauernden Kinlerbliebenen. Schwerte, den 23. Juli 1920. Die Beerdigung findet Senntag nachm. 3½ Uhr vom Marienhospital aus statt. Andtonaug. Zum Schutze gegen die Maul= und Klauenseuche wird auf Grund des§ 18 ff. des Viehseuchengesetzes vom 26. Juni 1909, Reichsgesetzblatt Seite 1519, mit Ermächtigung des Herrn Regierungspräsidenten folgendes bestimmt: Die Maul= und Klauenseuche herrscht z. Zt. unter den Klauenviehbeständen des Bergmanns Louis Hemke u. des Maschinisten Karl Woyak zu Lichtendorf, Schulstr. 58. Als Sperrbezirk wird bestimmt: Die verseuchten Gehöfte. Auf diesem Bezirk finden die Bestimmungen unter I meiner viehseuchenpolizeilichen Anordnung vom 16. Juni 1920 Anwendung, die im amtlichen Kreisblatt(Schwerter Zeitung) vom 21. Juni 1920 enthalten ist.... 16 it T.häet Ein Beobachtungsgebiet wird nicht gebildet. Die Abschnitte III—VII einschließlich der genannten Anordnung bleiben mit der Maßgabe bestehen, daß der erste Satz des§ 6 Ziffer 1 wie folgt geändert wird. „In der Gemeinde Lichtendorf wird verboten“. Hörde, den 20. Juli 1920. 4235 Der komm. Landrat: gez. Hansmann. Bekanntmachung. Zur Erleichterung der Winterkartosselversorgangwerden schon jetzt Kartoffel=Sparmarken im Werte von je 10 Mark herausgegeben, welche in entsprechende Sparkarten eingeklebt werden. Beim Bezuge der Einkellerungskartoffeln wird diese Karte, nach Maßgabe der eingeklebten Sparmarken, vom Kartoffe. händler in Zahlung genommen. Die Sparkarten werden im Rathaus auf Zimmer 20 kostenlos verausgabt, während die Sparmarken, das Stück zu 10 Mark, auf der Stadtkasse bezogen werden können. Werksangehörigen, denen Vorschüsse seitens der Werke zum Bezuge von Winterkartoffeln gewährt werden, wird es empfohlen, sich jetzt schon von ihren Lohnzahlungen kleinere Beträge auf die gewährten Vorschüsse in Abzug bringen zu lassen welche seitens der Werke an die Stadtkasse abgeführt werden. Selbsterzeuger und Werksangeyorige sind vom Bezuge der Sparmarken ansgeschlossen. Schwerte, den 21. Juli 1920. 4275 Töpfen, Zu verkaufen: 1 kompl. Küche (Herd, Büffetschrank, Anrichte mit 1 Tisch, 2 Stühle u. s. w.) 1 Schlatzimmer bestehend aus 2 kompl. Betten,(3 teilig), 1 Kleiderschrank mit Spiegel, 1 Waschkommode mit Spiegel und Marmor, 1 Handtuchhalter, 2 Nachtkonsolen mit Marmor, 2 Rohrstühle usw. Die Sachen sind wenig gebraucht, Friedensware. Besichtigung Sonntag, den 25. Juli von 11 bis 1 Uhr. Heiur. Böcker, Versteigerer, Schwerke, Liethstr. 3. Freiwilliger Verkauf. Sterbefallshalber werde ich in Wosthofen am Montag, den 26. Juli. nachmittags 5 Uhr anfangend, im Lokale des Herrn WIlh. Fritzenkötter folgende Sachen gegen bar versteigern: Schuhmacher-Nähmaschine(Dürkop) mit sämtlichem Zubehör, 1 Partie Leisten sowie Leistenbank und Handwerkszeug, ferner1 Küchensohrank 1 Tiech, 6 Stühle und sonstiges Hausgerät. Die Sachen sind gebraucht und können 1 Stunde vorher besichtigt werden. 4276 Schwerte. Heinrich Böcker, Versteigerer. S Bekanntmachung. Durch die Verordnung über Frühdrusch vom 30. Juni 1920(R.=G.=Bl. S. 1353) sind inzwischen besondere Frühdruschprämien für das neue Erntejahr festgesetzt worden. Sie betragen für Brotgetreide(Roggen, Weizen, Spelz=Dinkel, Fesen=Emer und Einkorn) und Gerste auf die Tonne 200 Mk. für alle bis einschließlich 31. Juli 1920 u. 150 Mk. für alle bis einschließlich 15. September 1920 an einen Kommissionär eines selbstliefernden Koumunalverbandes oder der Reichsgetreidestelle abgelieferten Mengen. 4234 Hörde, den 19. Juli 1920. Der Kreisansschuß des Landkreises Hörde. Beranntmachung. Die Anstreicherarbeiten an dem Lehrerwohnhaus in Wandhofen sollen vergeben werden. Angebotsunterlagen sind auf dem Baubüro Eickhoffstraße 2 hierselbst zu haden. Angedote sind mir bis zum 10. August 1920 verschlossen mit der Aufschrift„Lehrerwohnhaus Wandhosen“ einzureichen. IAAAe! Fabrikanwesen „ für mittlere Maschinenfabrik geeignei ci. 1000 bis 1500 qm Arbeitsfläche zu kaufen gesucht. Angebote orbeten unter G 4290 a. d. Geschst. 84 Biehsenwrnponzeniche Auetendeen. Zum Schutze gegen die Manl= und Klauenseuche wird auf Grund der§§ 18 ff. des Viehseuchengesetzes vom 26. Juni 1909(R.=G.=Bl. S. 519) folgendes vorläufig bestimmt: Das Wegbringen von Klauenvieh aus dem Bezirke der Ortschaft Höchsten, Gemeinde Hacheney — und das Durchtreiben von solchem Vieh das Fahren mit angespannten fremden Wiederkäuern— ist verboten. Diese vorläufige Anordnung tritt sofort außer Wirksamkeit, wenn der beamtete Tierarzt feststellt, daß Maul= und Klauenseuche nicht vorliegt und daß auch der Verdacht dieser Seuche nicht begründet ist. 4236 Wellinghofen, den 21. Juli 1920. Die Polizeiverwaltung: Dresing, komm. Amtmann. Westhosen, den 20. Juli 1920. 4287 Der Amtmann. Bekanntmachung Nach dee Feststellung des beamteten Tierarztes ist anter dem Rindviehbestande des Hauers Diedrich Schöning zu Niederhofen 1 die Maul= und Klauenseuche ausgebrochen, was vierdurch mit dem Bemerken zur öffentlichen Kennlais gebracht wird, daß über des gegannte Gehöft die Sperre angeordnet worden ist. Wellinghofen, den 20. Joli 1934. 4287 Die Polizei=Beewaltung: Dreitug, komm. Amimann. 4198 Der Magistrat: Rohrmann. „„„ Dr. Stratenberg Frauenarzt 4008 (Pelvatfrauenklinik) Dortmund ½ Südwall 11.# 0 Mehrere schöne Kabtachen (junge u. alte Tiere) dillig zu verkaufen. W. Haumann Haus Villigst Hofeingang links. K 1 Poor sost neue Damenschuhe Gr. 37, zu verkaufen. Zu erfr. in der Geschäftsstelle d. Itg. 4285 Aktentaschen a Brieftaschen Damentaschen a Geldscheintaschen, Portemonnaies, Tornister o Frühstückstaschen Musiktaschen d Büchertaschen Schüleretuis in echt Rind-, Saffian-, Wildleder. Billiguie Pheise! Beste Sattlerarbeit! Carl Braus, Schwerte(Ruhr). 1gutes zu verhausen, 4243 Zu erfragen in der Geschäftsstelle dieser Jeitung. P Scucge mit Matratze zu kaufen gesucht. Angebole unter G. 4241 an die Geschäftsstelle d. Itg. Kase jedon Posten Kartoffelschalen und zohle für 10 Psd. 25 Pig. 4279 Gute. Legelgans zu verhaufen. 4282 Hörderstraße 41. Einzeine Hams uchl zum 1. Oktober 2 bis 3 Zimmer mit Nochgelegenpeit. Offerlen unser G. 4274 an die Geschältsst. d Itg. 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Juli: KONZERT des Maise'schen Orchesters, Hörde.# Gelgensoll von Frl. Maise. 4277 Eintrit trei. Aulang 4 Uhr Sstehunanungngaununnnuneniehenunbn umne ohngh... Suouuuuggu is aßer Greigabschlag! Neye Presse: s. * Groger Preisadschlaß! Voranzeige. # Deutscher Gewerkverein#: Große Kaufabschlüsse mit Tuch=Webereien ermöglichen es mir, vom & Ccundenen W#et#g 1. August d. Zhad meiner Kundschast mit wirklich guter Friedens. ware zu dienen. Ich bin daher in der Lage, vom obengenannten Tage an Maß=Anzüge von 800 Mk. an liefern zu können. Sämtliche Neuanfertigungen verstehen sich in einer erstkl. Anfertigung und werden mit la. Friedenszutaten verarbeitet. 4238 : Heinrich Ufer, Tuch= und Schneidergeschäft s 5. Hagenertraße 28 Wch 8 28 (H. D.) Sonntag, den 25. Jali 1920: 6 Orisserbands-Teef am Jo sihr. verbunden mit unter Mitwirkung des Theatervereins„Humor“. Fest-Ordnung: P 1 Uhr: Empfang der kremden Vereine 26 1/ 2½ Uhr: Festzug zum Preischütz. 3½ Uhr: Konzert in den Anlagen des Freischütz. K 5½ Uhr: Festrededes Gewerkvereinsekretärs Panl Ziegler-Siegen, M.d. R.#0 #p; r uur: Großer Festball. /88 228 Die Musik wird ausgeführt von dem Schwester# Nusik-Orchester u. Leitung des Herrn C. Mus„6 Wahrend des Konzerts finden Kinderbelustigungen und Wettspiele statt. Festharten im Vorverkauf 1.50 Mk, an dert) Kasse 2.00 Mk. sind bei allen Mitgliedern und s im Vereinslokal Ww. Köster, Wilhelmstr. 3•4 zu haben. 42687) K 8 Der Festausschuss. Der Vorstand des Ortsverbandes. Zentral-Hotel Sternberg. Sonntag, den 25. Juli: KONZERT. n e E r s t k l a s s i g e M u s i k. 4 2 4 5 Eintritt frei. Anfang 5 Uhr. C. Jungesblut Neine korperische anter zachung! Homöspathisches. elektr.-palvanisches Hellvertauren! Giftfreic operatlonslose Kranken- Behandlung Spezialität: Gallensteine, Magen- u. Darmerkrankungen, Würmer, geheime Frauenleiden aller Art etc. Augen- und Gesichts-Diagnose Terabehendtung Sprechstunden: jeden Mittwoch in Schwerte Restaurant„Zum Schwan“, Hüsingstr. 23, von 8—3 Uhr. 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