Os“, Schwudm Zeitung“ erschen auder Frierts=z. Bez. 8omis monalich 4.50 M., dei der Post 4.6) Md., ohne Besteil##eld. Anzeigenpreise: 1 mm hobe. 35 min dreite Jeite 352. Og. Wohnungs= und Stellen esuche 30 Pfg. Bei Wiederholungen entsprechender Nachlaß lk. Tacis. Jeder Radakt vilt als Hassenzubalt und erlischt bei Konkursen, gwergleichen, gerichtlichen##lagen u. Nichtd achten der gemachten Oerbunden mit: Schwerter Cageblatt und Anzeiger Schwerter Oolkszeitung Schwerter Oolksblatt ee Delthofener Zeitung Aplerbecker Zeitung Langscheder Zeitung Holzwickeder Zeitung Die„Schwerter Zettung“ gewührt###n neuten für jeden mit Tod endenden U# all gemüt brn Se. 300 Mark Anfall. Angungen Auhe Amene den Guune Gemntnch. Amtliches Kreisblatt für den Kreis Hörde. Erstes und ältestes Cagesorgan des Kreises.— Generalanzeiger für den Kreis Hörde. Fernsprecher 62. Telagramm= Wrosse: Prova, Ecwerte(Ruhrl. Postscheckkonto 2852 Cöma. Nr. 129. Freitag, den 4. Juni 1920. 55. Jahrgang. gegen Wuchergeist und Schiebertum, aber tür lichkeit und Redlichkeit, alte deutsche Treme in Handel und Wandel ist, der wähle die Liste Unerkennung Sowjetrutzlands. Wenige Stunden. nachdem der Sondergesandte der russischen Sowjetregierung, Krossin, nach London gekommen war, ist er dort von Lloyd George empfangen worden. Die Besprechung fund so rasch statt, daß man nicht einmal die Antwort der französischen Regierung auf die Aufforderung, sich in der Person des französischen Botschafters in London, Cambon, an ihr zu beteiligen, abwartete. In Daris weist man darauf hin, daß auch die italienische Regierung ferngeblieben sei, und man betont deshalb mit besonderem Nachdruck, daß es sich demnach um rein englisch=russische Erörterungen handele. Ulan will damit zum Ausdruck bringen, daß gegebenenfalls auch die französische und italienische Zustimmung ausbleiben könnte, aber man betont damit nur noch mehr, daß man tatsächlich nichts dagegen machen kann, wenn England in der Frage einer sachlichen Auseinandersetzung mit der Sowjetregierung selbständig und allein vorgeht. Dann natürlich hat auch hier der erste Schritt seine Dorteile. Iwar hat Lloyd George seinerzeit sich schärfer als die verantwortlichen Stellen der anderen Ententestaaten dagegen ausgesprochen, daß man jemals mit dem„blutbeflekten Regime Lenins“ paktieren könne, und die Pariser Dresse reibt dem englischen Ministerprästdenten das jetzt auch ganz gehörig unter die Nase. Wahrscheinlich hat aber auch sie dabei nicht die Hoffnung, ihn von den Plänen abzubringen, die man an der Chemse hinsichtlich einer Wiederanbahnung wirtschaftlicher und politischer Beziehungen mit Sowjetrußland hegt. Maßgebend dürfte dafür nicht zuletzt der Umstand sein, daß die SowjetRegierung es in der letzten Seit verstanden hat, ihre außenpolitische Situation wesentlich zu konsolidieren. Sie hat sich mit den zunächst gelegenen Randstaaten mehrfach friedlich=schiedlich zu einigen gewußt, der bereits erwähnte Sondergesandte Krassin hat es ferner verstanden, mit der schwedischen Regierung zu einem nach Lage der Dinge billigen Abkommen zu gelangen, er hat in Kopenhagen dann Fühler nach Deutschland ausgestreckt und das Entgegenkommen, das ihm jetzt nach der Erklärung der französischen Presse Lloyd George in so bemerkenswerter Weise bewies, dürfte man jedenfalls in Roskau in entsprechendem Maße zu würdigen wissen. Die Stellung der Sowjetregierung würde dadurch in geradezu ausschlaggebender Weise gestärkt, und es ist deshalb durchaus zu begreifen, wenn man in Frankreich jetzt behauptet, man beabsichtige an der Chemse nichts geringeres, als die offizielle Anerkennug der Regierung Lenin. Bezeichnend ist, daß Lloyd George Krassin nur die Bedingung der Rücksendung aller englischen Gefangenen und der Abstandnahme von einer bolschewistischen Propaganda im Ausland stellte. Dieser Preis dürfte Lenin sicherlich nicht zu hoch dünken. könnte Deutschland 700 000 Mann aufbieten, gegen Oolen 500000 Ulann. Es wurde angenommen, daß diese Streitkräfte genügen würden, weil man auf die wohlwollende Ueutralität gewisser Mächte rechnen zu dürfen glaubte. Außerdem wurde angenommen, daß man mehrere Jahrgänge Reservei? unter die Waffen rufen könnte. Danach beschloß der geheime Kabinettsrat, keine Kriegserklärung an Frankreich und Dolen abzuschicken, weil man nicht die Ueberzeugung gewinnen konnte, daß mit Sicherheit auf die Ueutralität gewisser Nächte zu rechnen sei.— Der„Intranstgeant“ erklärt, falls Deutschland die Richtigkeit dieser Meldung abzuleugnen wage, würde er alle Beweise liefern und von Seitpunkt dieser geheimen Kabinettsratssitzung, sowie die Ulamen dor anwesenden Minister bekanntgeben. Uan könnte natürlich über diese phantastische Meldung mit einem Achselzucken hinweggehen, wenn nicht anzunehmen wäre, daß morgen die ganze französische Dresse die Besetzung weiteren Städte am Rhein fordern und namentlich England beschwören würde, mit Deutschland keinerlei finanzielle Vereinbarungen zu treffen, weil Deutschland noch immer kriegerische Absichten habe. Es ist zu befürchten, daß die Legende von dem geheimen Berliner Kabinettsrat ebenso weite Kreise ziehen wird, wie die Legende von dem geheimen Dotsdamer Kronrat, auf welchem die ganze französische Dresse während des Krieges herumritt. Bei dieser Sachlage muß die deutsche Regierung, um allen Weiterungen beizeiten die Spitze abzubrechen, schleunigst alles Material der Oeffentlichkeit überGläubigen zu ersuchen, den haß zu vergessen, und er fördert insbesondere die katholische Dresse auf, sich ihrer Gehässigkeit und heftigkeit zu enthalten. Da die gegenseitigen Besuche von Staatsoberhäuptern zur Dölkerverbrüderung beitrügen, wäre der Dapst nicht abgeneigt, in dieser oder jener Form die von seinen Vorgängern aufgestellten Bedingungen zu mildern, die erlassen wären, um die Reise katholischer Fürsten nach Rom in offizieller Form zu verhindern. Auch diese haltung dürfe nicht als stillschweigender Verzicht auf die heiligen Rechte, noch als Seichen dafür angesehen werden, daß der heilige Stuhl mit dem anormalen Sustande zufrieden sei, in dem er sich befindet. Der Dapst erneuert im Gegenteil die von seinen Vorgängern erhobenen Einwände und schließt, indem er die Schaffung eines Dölkerbundes empfiehlt, der auf dem christlichen Gesetz aufgebaut ist. Die Kirche werde sicher nicht ihre Mitwirkung an diesem Bunde verweigern, da sie ein Cypus des vollkommensten Weltbundes darstellt. Die Enzyklika, die vom 23. Mai datiert, schließt mit einem Aufruf an alle Menschen und alle Dölker der Erde, in Gedanken und herzen der katholischen Kirche zuzustimmen und durch diese Christus, dem Erlöser des Aenschengeschlechtes. —00000 England und der Orient des Iwischenfalles von Enzeli eine Annäherung zwischen dem persischen und dem russischen Volke zur Folge haben werde auf der Grundlage der Unabhängigkeit und des freien Selbstbestimmungsrechtes. Diese Antwort Cschitscherins wird nach Mitteilungen der„Cimes" als ein günstiges Dorzeichen der persischen Regierung angesehen, welche sortfährt, über die Bedingungen eineo Rückzuges der bolschewistischen Cruppen aus Enzeli zu verhandeln. Die englandfeindliche Bewegung in Asten. Der„Messagero" erhält aus Konstantinopet einen Bericht über eine Rede, welche der Emir von Afghanistan, Amanullah, khan, am Codestage seines Daters hielt. Der Emir wies auf die tiese Crübsal hin, die das Kalifat durchmache. Große Freude bereite ihm aber, daß die 60 Millionen indischer Moslem so treu zum Kalifat halten und zum heiligen Krieg oder zur Auswanderung greifen wollen, falls England mit der Vergewaltigung des Kalisats fortfahre. Rfhanistan sei bereit, die auswandernden Moslem aufzunehmen. Uebrigens stünden auch die 250 Millionen Brahminen und Buddhisten Indiens auf seiten der Mohammedaner. Der Emir schloß seine Rede, indem er der russischen Regierung dankte, daß sie Buchara und China für unabhängig erklärte und damtt zwei neue mohammedanische Staaten ins Leben rief. England spiele ein gefährliches Spiel. Englands Bedrohung in Persten. Der persische Minister des Aeußern, Prinz Girenz, der sich gegenwärtig in London befindet, forderte den Dölkerbund auf, Persien gegen die AuDer polnisch-russische Krieg. Eine ewige Wahrbeit: Der goldene Mittelweg, der Bestel 3324 Der goldene Mittelweg: Deutsche Demokratie! Ihr Stimmzette: Ziegler, Prentzel, Lappe. Angebliche Kriegsabsichten Deutschlands gegen Frankreich und Polen Dem„Dariser Intransigeant“ wird aus Berlin gemeldet: Dor einigen Wochen fand in Berlin ein geheimer Rabinettsrat statt, welchem mehrere Minister beiwohnten. Im Verlaufe der Beratungen wurde die Frage geprüft, ob ein bewaffneter Konflikt zwischen Deutschland einerseits und Frankreich und Polen andererseits möglich wäre. Der Chef des Generalstabes gab Kufklärung über die militärische Lage Deutschlands. Gegen Frankreich geben, welches zu den maßlosen Uebertreibungen des französischen Blattes etwa den Anlaß gegeben haben könnte. Es wird sich dabei vermutlich um irgendwelche unverbindliche Besprechungen handeln über die Frage, in welchem Maße man den polnischen Rechtsbrüchen in Oberschlesien entgegentreten könnte. Die deutsche Regirung türlich zu solchen Erwägungen nicht nur das Recht, sondern die dringende Pflicht, und es sollte bei geschickter Verteidigung der deutschen Sache nicht schwer fallen, der öffentlichen Uleinung der Welt die Augen über die französisch=polnische Verschwörung zu öffnen, die dem Dorstoß des„Intransigeant“ effenbar zu Grunde liegt. 000000 Der Papst über den Völkerfrieden. DEs Kom, 5. Juni. Der Dapst richtete an das Episkopat der ganzen Welt eine Enzyklika über die christliche Versöhnung und den Frieden, in der alle Kinder der Kirche und alle Uenschen der Welt aufgefordert werden, ihren alten Groll zu vergessen und an dessen Stelle gegenseitige Liebe und Eintracht zu setzen. Die Enzyklika setzt die Gefahren auseinander, die sich für die Welt aus einem latenten Justand der Feindseligkeiten ergeben. heute bedürfe die Menschheit mehr denn je der Ausdehnung der Grenzen aufrichtiger Uenschenliebe, denn die vom Kriege hinterlassenen Ruinen seien ungeheuer. Jur heilung aller Wunden bedürfe es der Hand Jesu. Und diese Aufgabe verlange die Kirche für üch. Der Papst beschwört das Episkopat, die griffe der Bolschewisten zu schützen. Er stützte sich auf den Artikel 1 der Dölkerbundakte, wonach jeder zu Unrecht angegriffene Staat das Recht hat, den Schutz des Völkerbundes zu verlangen. In der gestrigen Sitzung des Dölkerbundes erklärte der englische Unterstaatssekretär für auswärtige Angelegenheiten, daß der persische Minister des Aeußern in ständiger Verbindung mit dem Auswärtigen Amt stehe und daß man zu einem vollständigen Einvernehmen zur Aufrechterhaltung sowohl der persischen wie der englischen Interessen gekommen sei. Er fügte hinzu, daß die persische Regierung an die Sowjetregierung in Moskau einen Protest gegen das Vorrücken der Bolschewisten in Persien gerichtet habe. Andererseits wird aber der„Cimes“ aus Ceheran gemeldet, daß die persische und die russische Regierung Verhandlungen eingeleitet hätten, um Rußland zu bewegen, seine Cruppen aus Enzeli zurückzuziehen. In seiner Antwort auf den Orotest der persischen Regierung gegen das Bombardement von Enzeli erklärte der russische Dolkskommissar Cschitscherin, daß das Vorgehen der bolschewistischen Cruppen nur eine Verteidigungsmaßnahme sei, weil die Flotte Denikins die Sicherheit der handelsschiffahrt auf dem Kaspischen Meere bedrohe. Cschitscherin gibt ausdrücklich die Versicherung, daß die bolschewistischen Cruppen in Persien den Auftrag erhalten hätten, das persische Gebiet zu räumen, wenn die militärische llotwendigkeit dies gestatte, nachdem durch die bolschewistischen Cruppen die Sicherheit geschaffen sei, daß die Schiffahrt auf dem Kaspischen Ueere sich in voller Freiheit vollziehn könne. Er drückte seine Ueberzeugung aus, daß der Abschluß Nach einem Celegramm aus Warschau meldet der polnische Generalstab: Längs der Eisenbahnlinie von Polotski in der Richtung nach Südwesten werden die Angriffe der Bolschewisten schwächer, infolge der erlittenen Verluste und des Uangels an Proviant und Kriegsmaterial. Ein neuer Versuch der Bolschewisten, die Berestna zwischen Borissow und Bobruschk zu überschreiten, ist gescheitert. Iwei Infanteriedivisionen und eine Kavalleriedivision, denen es gelungen war, das Westufer des Flusses zu erreichen, wurden in Jakoszyce umzingelt und vernichtet. Wir machten über 2000 Gefangene. Der Rest der bolschewistischen Cruppen flüchtete in wilder Danik über die Beresina zurück. Am Onistr haben wir mit einem ukratnischen heer alle Angriffe abgeschlagen und einen kräftigen Gegenangriff eingeleitet, webei wir die Städte Sackrzyky und Obodowka einnahmen. Der Kampfwert der Brussilowtruppen. Von unterrichteter militärischer Seite wird über die Lage an der Front und den Kampswert der Sowjettruppen folgendes berichtet:„Das polnische Vorgehen scheiterte an den endlosen russischen Entfernungen, da die Polen ungeheure Etappenlinien zu besetzen hatten. Die alte russische Strategie. feindliche Heere hinter sich her zu locken, hat sich auch dieses Mal wieder als gut erwiesen, gleichzeitig hat sich aber gezeigt, daß die„verrottete“ rote Bande durchaus kampftüchtig ist. Die Siege der Bolschewisten strafen Pilsudski Lügen, der daß die Rote Armee schlecht organisiert sei. Die roten Soldaten kämpften sehr schlecht. Demgegenüber wird von Flüchtlingen, die vom Kriegsschauplatz komen, erzählt, daß die Rote Armee sich von Cag zu Cag durch die Aufstellung sogenannter „wilder Divisionen“ verstärke, die sich aus turkestanischen und kaukasischen Stämmen rekrutieren. Die Kerntruppen der Sowjet=Regierung sollen aber die zahlreichen chinesischen Regimenter sein, die sich in einem wilden Fatalismus„wie die Ceufel schlagen.“ Nach Meldungen aus Kopenhagen vonzentriert sich das Interesse und die hoffnung ganz einem Korrespondenten der„Daily Nlewz“ erktärte, Jäh Wählerin! Tue am Sonntag Deine Pflicht gegenüber dem Vakerlande! Du hast nicht nar ein Wahlrecht, sondern auch eine Wahlpflicht! W Rußzlands auf General Brussilow, der schon heute als der mächtigste Mann in Rußland angesehen werde, und vor dem Lenin und Crotzki vollständig zurücktreten. Sollte es ihm gelingen, die Polen vollständig zu schlagen, so wird als sicher angenommen, daß diese Dopularität und der Rimbus des Siegers fast automatisch zu einer Militärdiktatur Brussilows führen werden. Die Räteregierung soll diese Gefahr erkannt haben und bereits versuchen, andere beliebte Offiziere in den Vordergrund zu schieben. —00000— Der Feind im Lande. Unerhörte Gehälter für die Wiedergutmachungskommission. Wie gemeldet wird, haben die Mitglieder der Wiedergutmachungskommission aus eigener Machtvollkommenheit eine Erhöhung ihres Einkommens, das von Deutschland zu zahlen ist, vorgenommen. Der Dorsitzende der Kommission, ein General, bezog früher 226000 M., heute nach der Neuregelung 392000 M.(ein deutscher General erhält demgegenüber nur 38000 M.), die Dorsitzenden der Unterkommissionen erhalten 252000 M.(früher 168 000 Mark), ein Major 162000 M.(früher 84000 ml.), ein Unteroffizier 69•300 M.(früher 35600 M.), ein einfacher Ententesoldat 42,000 M.(früher 24 000 Mark.). Zu beachten ist dabei, daß die Jahresbezüge der Kommissionsmitglieder lediglich Derpflegungsgelder darstellen, daß die Kommissionsmitglieder außerdem noch Freiquartier haben. Das Guartier im hotel Kaiserhof für General Nollet allein kostet jährlich etwa 144000 M. Lediglich für Hotelunterkünfte der Mitglieder der Kommission in Berlin hat Deutschland jährlich etwa 14¼ onen Mark zu zahlen. Ma Reichowehr gegen Frontbund. 1 Von der Reichswehrbrigade 7 wird geschrieben: Zu den verschiedenen Zeitungsmeldungen über den Frontbund und die Stellungnahme der Reichswehrbrigade 7 zum Frontbund erklärt die Brigade: Die Brigade und die Vertreter der Cruppen der Brigade, Offiziere, Unteroffiziere und Mannschaften haben sich von Anfang an in einen scharfen Gegensatz zu den ungesetzlichen Bestrebungen des Frontbundes gestellt.— Die Berufsvertretung der Brigade 7 ist in ausdrücklichem Gegensatz zu diesen ungesetzlichen Bestrebungen des Frontbundes als eine dienstliche Einrichtung vorläufig und vorbehaltlich der Bestimmungen über die Wehrkammer von der Brigade befohlen. Das Reichswehrministerium ist über den Sweck und die Siele dieser Einrichtung orientiert.— Es ist unwahr, daß der Hauptmann v. Bock oder andere militärische Dienststellen der Brigade Geld für den Frontbund gegeben haben.— Die Meldung über das Büro des Hauptmann v. Bock im Schloß und die Cätigkeit des Generals v. Watter für den Frontbund ist eine glatte Erfindung. Gegen die Urheber dieser Meldung ist Strafantrag gestellt. —00000—= Die Wahlbewegung hat bald ihren höhepunkt erreicht. Gestern haben in unserer Stadt wieder drei größere politische Versammlungen stattgefunden, in der die Wählerschaft nochmals an ihre Pflicht gemahnt wurde. Nachmittags tagte im„Westfäl. hof“ eine Versammlung der deutsch=nationalen Dolkspartei in welcher der Abg. Rippel=Hagen über die „Reichstagswahl und die deutsch=nationale Dolkspartei“ sprach. Seine fost 1½stündigen, von warmer Liebe für die minderbemittelten Dolkskreise getragenen Ausführungen gipfelten in dem Ruf nach einer Regierung, zusammengesetzt aus den befähigsten Männern aller Parteien, die nicht das sich in einem längeren ausgezeichneten und von großer Sachkenntnis zeugenden Dortrage vor allen Dingen an die Frauenwelt, auf die wichtigen Aufgaben hinweisend, die dem neuen Reichstage insbesondere auf kulturellem Gebiete bevorstehen und an deren Lösung gerade die Frauenwelt das größte Interesse habe. Die mit großem Beifall aufgenommenen Ausführungen klangen aus in die Mahnung an die Frauen, sich der großen Verantwortung bewußt zu sein.— Dr. Berger aus hagen, der Geschäftsführer des kath. Dolksvereins, wohl einer der besten Dolksredner der Partei, sprach über Wirtschafts= und Kulturfragen mit besonderer Berücksichtigung der Schulfrage. Er wandte sich in scharfen Worten gegen jegliche Reaktion von rechts oder links und befürwortete einen gerechten Ausgleich auf der Grundlage wahrer Demokratie. Den Gedanken einer Rätediktatur, mit dem die Unabhängigen und Kommunisten spielen, verurteilte er aufs schärfste und wies auf die traurigen Verhältnisse in Räterußland hin. Was dem deut- s gezogen und sehe mit Zuversicht dem 6. Juni, dem *e Westhosen, 3. Juni.(Wahlversammlung.) Die am 1. Juni im Fritzenkötterschen Saale stattgefundene Dolksversammlung brachte der Deutschen bolkspartei einen starken Erfolg. Der llame des von der Partei gewonnenen Referenten Schwenk=Oberhausen einerseits und andererseits die Catsache, daß die D. D. P. in Westhofen mit ihrer ersten Versammlung in den Wahlkampf trat, waren wohl als die hauptursachen für den überaus starken Besuch der Versammlung— der geräumige Saal konnte kaum mehr die Ceilnehmer fassen— anzusehen. In formvollendeter, fesselnder Weise verbreitete sich der Redner über Vergangenheit, Gegenwart und Sukunftsaufgaben des deutschen Dolkes und wies zum Schluß seiner Kusführungen ernst und eindringlich darauf hin, daß die Deutsche Dolkspartei eine Partei des Aufbaues und des Ausgleichs sei und immer sein werde. Und weil sich die Dartei dieses als Ziel gesetzt habe, sei sie mit froher hoffnung in den Wahlkampf Millischen Dolke not tue, sei Ruhe und Ordnung, um in gesicherter Arbeit Deutschland wieder aufzubauen. Die Zuhörer waren dem glänzenden Dortrage mit atemloser Spannung gefolgt und der stürmische Beifall bewies dem Redner, daß er ihnen aus dem herzen gesprochen hatte. Die U. S. p. D. hatte zu einer Versammlung in den Köster'schen Saal eingeladen. Hier sprach Frau Christmann aus Barmen, eine sehr gute Rednerin, gleichfalls über die Bedeutung der Wahl zum Reichstage. Die Rednerin, die im Verlaufe ihrer Darlegungen heftige Angriffe gegen die Regierung, gegen die übrigen Parteien und vor allen Dingen gegen die Reichswehr richtete, und die gesetzgeberische Cätigkeit der Nationalversammlung insbesondere auf dem Gebiete der Frauengesetzgebung und der Sozialisierung einer scharfen Kritik unterzog, forderte die Errichtung einer Räte=Republik, da die Demokratie sich überlebt habe. Mit dem Appell, eigene„Ich“, sondern nur das Wohl des gesamten für die Verwirklichung dieses Sieles zu arbeiten, Die Lage in esien Die Opfer der Beuthener Unruhen. Die Interalliierte Kommission in Oppeln gibt bekannt, daß durch die polenfeindlichen Angriffe der Deutschen auf die polnische Dlebiszitkommission in Beuthen vier Personen tödlich und 13 erheblich verwundet wurden. Die polnischen Gewerkschaften Oberschlesiens haben der Interalliier= ten Kommission die Forderung nach Verstärkung der Besatzungstruppen und nach Uebertragung der Ortspolizei auf die Besatzungsarmee unterbreitet. —00000— Die Auflösung der Freitorps. General von Seeckts Bericht aus dem Sennelager. Der Chef der Heeresleitung, Generalmajor von Seeckt, der bei Gelegenheit der Cruppenbesichtigung auch Daderborn und das Sennelager besucht hat, meldet dem Reichswehrminister aus Oetmold laut„Achtuhrabendblatt“, daß die Auflösung der dritten Marinebrigade und der im Sennelager befindlichen Freikorps ihren Fortgang nehme. Den Verbänden sei kein Sweifel darüber gelassen worden, daß ihre Auflösung in kurzer Seit beendet sein müsse. Taifun. Roman von heinz E'Monts. 811(Nachdruck verboten.) 1* Ein Ausruf der Bewunderung löste sich aus seiner Kehle. In einer Entfernung von etwa drei Seemeilen dehnte sich ein unabsehbares weißes Trümmerfeld, ein Wirrwarr von aufeinander geschobenen und hoch aufgetürmten kolossalen Schollen. Alle Farben des Spektrums sprühten, flimmerten, blitzten und gleißten auf aus dieser Welt von geborstenen und zusammengebrochenen Domen— ein blendendes Licht ging von ihr aus, bohrte sich in die Augen gleich mächtigen Garben spitzer Pfeile— der Widerschein des Sonnenlichtes, den dieser gigantische Reflektor hinauswarf in die Unermeßlichkeit. Selbst die vor wenigen Stunden noch so aufgeregte See schien in andächtiges Staunen zu verfallen. Die Dünung war schlafen gegangen, nur leise noch lullte das stahlblanke Meer, als fürchte es, die erhabene Majestät der Wunderwelt dort im Norden zu stören. „Welch herbe Schönheit, welch trotzige Unberührtheit!“ Eine Welt von Sehnsucht nach Ruhe und Frieden lag in diesen von dem Lord halblaut gemurmelten Worten. Er fühlte sich mit einem Male so frei, so losgelöst von allem Irdischen angesichts der erhabenen Sprache dieser Wunderwelt. Es mußte eine Möglichkeit geben, die dumpfen Ketten zu sprengen, die seine Seele umschnürten, es mußte. Die„Butterfly“ hatte eine halbe Wendung vollführt und dampfte in ungefähr zwei Seemeilen Abstand an der vom Wasser zerfressenen Dolkes im Auge haben. Nur auf diesem Wege könne Deutschland wieder gesunden. Wahre Dolksfreunde trenne nicht Konfession oder Partei, Oflichtgefühl und die christliche Weltanschauung eine sie vielmehr zu gemeinsamer nutzbringender Arbeit zum Wohle des Daterlandes. Der lichtvolle Vortrag löste lebhaften Beifall aus. Im gleichen Lokal hielt die Jentrumspartei gestern abend eine letzte Heerschau über ihre Anhänger ab. Frau Amtsgerichtsrat NeuhausDortmund, Mitglied der preußischen Landesversammlung, die schon seit langen Jahren in der Frauenbewegung an führender Stelle steht, wandte und in diesem Sinne den schloß sie ihren Vortrag. Stimmzettel abzugeben, Für heute abend sind wieder zwei öffentliche Versammlungen vorgesehen und zwar findet um 7½ Uhr im„Westfäl. hof“ eine solche der deutschen Dolkspartei statt, in welcher der Bergmann Winnefeld, Mitglied der Uationalversammlung über„Gegenwart und Sukunft" sprechen wird.— Im„Alten Rathaus"(Jöckel) findet gleichfalls um 7½ Uhr eine von der sozialdemokratischen Partei, einberufene Versammlung statt. hier wird der komm. Landrat Hausmann über die Reichstagswahlen sprechen. Der dass unser früher so blühendes Wirtschaftsleben existenzfähig und vor verderbenbringenden, uns totsicher in den Abgrund stürzenden Experimenten, wie Sozialisierung und Kommunalisierung bewahrt bleibt, so wähle am 6. Juni Deutsche Volkspartei die Liste TMOreid-VO Küste entiang. Deutlich zeigte sich nun eine Anzahl von nach Norden verlaufenden Kanälen, deren tiefblaues Wasser sich seltsam abhob von dem schimmernden Weiß ringsumher. Kropfmöwen und Kragentaucher flatterten in dichten Schwärmen über den scharf aufgerissenen Graten und erfüllten die Luft mit ihrem durchdringenden Geschrei. „Darf ich mir die Frage erlauben, Sir, was Sie hinsichtlich unserer Weiterreise beschlossen haben?“ Lord Holday folgte noch immer den bizarren Linien der Eisküste drüben.“ „Glauben Sie, Mr. Harrison, daß dieser Eisgürtel sich bis nach Franz=Joseph=Land hinauf erstrecken wird?“ Kapitän Harrison verneinte und legte in Kürze die Gründe dar, die zu der Annahme berechtigten, daß weiter nördlich sich wieder offenes Wasser befinde. Die durch den Wind und die Dünung stark gelockerte Eisbarriere zu forcieren, sei nicht schwer. Die Gefahr liege einzig in einem eventuellen Leckspringen des Schiffes oder in dem Verlust der Schraube. Auch sei es sehr leicht möglich, daß bei längerem Aufenthalt auf FranzJoseph=Land für diesen Sommer der Rückweg abgeschnitten werde. Lord Holday überflog noch einmal die vor ihm liegende kristallene Welt. „So versuchen wir unser Glück,“ sagte er dann rasch.„Wenn wir Franz=Joseph=Land erreichen, werde ich an einem geeigneten Punkte die Hütte aufstellen lassen, die Sie in Horsö für mich beschafften. Ein oder zwei Mann der Besatzung lassen sich wohl bereit finden, mit mir zu überwintern. Sie, Kapitän, kehren mit der „Buttersly" nach Norwegen zurück und holen mich im nächsten Sommer wieder ab. Edward Harrison verbeugte sich. „Es vertrüge sich nicht mit meiner Pflicht, Sir, wenn ich Sie allein im hohen Norden. zurückließe. Wollen Sie überwintern, gut, oann nverwintern wir alle. Ich bin überzeugt, kein Mann der Besatzung denkt anders wie ich.“ Holday schüttelte den Kopf. „Habe nie daran gezweiselt, Mr. Harrison. Allein, was ich suche, das finde ich nur in der Einsamkeit.“ Und nach einem warmen Händedruck mit Mr. Harrison stieg er langsam und gedankenvoll wieder die Brücke' hinab zum Promenadendeck. 14. Kapitel. Als Lord Holday von der Brücke der „Butterfly“ aus so lange und sehnsuchtsvoll in die märchenhafte Wunderwelt der Eistrift starrte, hatte sich jäh in seinem Innern ein Gedanke entzündet, an welchem er von da an festhielt, mit der letzten verzweifelten Hoffnung eines in schreckensvoll dunkler Nacht Verirrten, dem plötzlich ein schwacher Sternenschimmer aus zottiger Wolken Decke bricht. Sühnen wollte er, das an dem rechtmäßigen Erben des alten Holday begangene Unrecht zu verwischen suchen. Freimachen wollte er sich, freimachen durch die einzige bestehende Möglichkeit. Die goldene Last von sich werfen und sie seinem Steward und dessen Vater zu Füßen legen. Mochten die zusehen, wie sie des Reichtums schwere Bürde trugen. In Anbetracht des Sohnes würde Kapitän Holday das einst Verschmähte wohl nicht mehr ausschlagen. Und wenn auch— der junge Mensch, der da vorn am Bugsprit stand und die Eiswelt vor ihm maß mit seinem kühnen Bezwingerblick, der hatte starke Schultern, der würde von der goldenen Hochflut sich nicht ersticken lassen. Und wirklich, das dräuende Gespenst, Lord Holdays unzertrennlicher Begleiter in gräßlichen Nächten, begann die Luxuskabine der „Butterfly“ zu meiden. Seine Schreckensgestalt Tage, an dem sich das zukünftige Geschick des Volkes entscheide, entgegen. Die großen und idealen Kufgaben der Partei könnten nur dann zur Lösung kommen, wenn man sich mehr und mehr. wie früher, auf dem nationalen Boden zusammenfinde. Ueberaus warm zu herzen gehende Worte hatte der Referent noch über das gegenseitige Verstehenwollen und alles das, was unser Dolk wieder einen und zusammenführen muß, von der Nächstenkiebe und dem deutschen Pflichtbewußtsein, das dann wieder nahe sein wird, was uns Schiller entgegengerufen hat:„Seid einig!“ der uns ferner zugerufen:„Ans Daterland schließ dich an!“ und ferner:„Hier liegt die Wurzel deiner Kraft!" Wenn wir das alles tun, verstehen wir uns gegenseitig und reichen uns die Brüderhände in der Ueberzeugung, daß wir aus dem Elend der Gegenwart herauskommen und unser unglückliches Daterland einer besseren Jukunft entgegenführen können. Ein bemerkenswertes Bekenntnis. hannover, 5. Juni. Der Präsident der preußischen Landesversammlung, Oberbürgermeister Leinert, erklärte heute vor seinen sozialdemokratischen Wählern in Hannover, die Räterepublik könne in Deutschland nicht eingeführt werden, da die Derhältnisse bei uns ganz anders seien als in Rußland. Ihre Einführung würde das deutsche Dolk vernichten. Die Franzosen würden, um ihre Ansprüche zu sichern, sofort bei der Errichtung der Räterepublik das Ruhrgebiet in Besitz nehmen. Die haffnung auf die Weltrevolution sei trügerisch, wie die haltung der französischen Sozialdemokratie bei den letzten Wahlen gezeigt habe. Als Mitglied der Friedensabordnung habe er seinerzeit in Versailles vergehlich mit den Franzosen in Verbindung zu treten versucht. Die ganz anders würde eine solche Friedensabordnung von den Sozialdemokraten Deutschlands empfangen worden sein. Die die Sozialdemokraten Frankreichs, so seien auch die in England und Italien. Zur Erschießung Ueber die Erschießung des Kapitänleutnants Paasche liegen jetzt zwei Berichte von amtlicher Seite vor. Der eine stammt von dem Regierungspräsidenten von Schneidemühl, der andere von militärischer Seite. Aus dem letzteren geht hervor, daß die aufgebotenen Mannschaften den Befehl hatten, nur dann zu schießen, wenn sie tätlich angegriffen würden oder eine festgenommene Person auf dreimaligem Knruf nicht stehen bleiben würde. dem zerstoß allmahlich und verschmolz mit leichten, grauen Dunst, der gleich wallenden Schleiern durch die stahlglänzende arktische Weite zog. Der Gedanke, den Rest seines Lebens vielleicht in Armut verbringen zu müssen, hatte für den Lord seine Schrecken verloren. Einzig über den Augenblick war er sich noch nicht klar, in welchem er die Nebelkappe von jenem rätselhaften Mordversuch hinwegzog und den vermeintlichen William Orth zum Richter setzte über ihn, Lord Holday of Bukinaught und stolzes Weib. Die„Butterfly“ nayerte sich mnvessen dem Zel ihrer Reise. K 4.3, Garist Die Eistrift hatte sich, wie Kapitan Hulilon und Steuermann Malfing ganz richtig vermuteten, als nur schmal und vor allem nur locker gefügt erwiesen. In sechstägigem langsamen, aber sicherem Vorwärtstasten hatte sich die Jacht durch die zahllosen Kanäle und Risse des Eises hindurchgewunden. Oft verlegte ihr ein scheinbar undurchdringliches Gewirre von Schollen und Blöcken den Weg, baute sich vor ihrem Steven auf gleich einem riesigen Altar der Arktik selbst, auf dem Millionen Funkellichter brannten. Stundenlang sah man sich in solchen Fällen genötigt, auf einer Stelle zu verharren; während rings im Eise die Stimme der Arktik dröhnte und brüllte und die Luft erzitterte unter dem Donner der Eispressung und dem Krechen berstender und sturzender Massen, Nach dem Bericht des Regierungspräsidenten waren die Cruppen angewiesen, das Gehöft zu durchsuchen, die etwa dort vorhandenen Waffen zu beschlagnahmen und in diesem Falle auch die Korrespondenz an sich zu nehmen. Eine Festnahme des Kapitänleutnants Paasche war nicht angeordnet. Paasche sei auch nicht festgenommen worden und habe sich daher auch nicht als festgenommen betrachten können. Daraus folge, daß weder der Gendarm noch die Cruppen von ihrer Waffe hätten Gebrauch machen dürfen. Die Soldaten hätten aber jedenfalls angenommen, daß Daasche durch den Gendarm festgenommen worden war und daß er sich der Festnahme durch die Flucht entziehen wollte. In diesem entschuldbaren Glauben hätten sie gehandelt, als sie auf den flüchtenden Paasche schossen. Nach Meldungen des Grenzpolizeikommissars könne aus dem beschlagnahmten Material geschlossen werden, daß Paasche nicht nur theoretisch für den Räterepublikgedanken eingetreten sei, sondern daß er auch zweifellos ein hauptmitglied der kommunistischen Partei gewesen sei, der er auch Geldmittel zur Verfügung gestellt habe. —00000—= Deutsch- amerikanische Noch nicht genug des Elende? Apch noch Räredfkiatur uns 9 d·lger Untergang? Fkor zine Rertung: Wie von der Schiffahrtsbehörde verlautet, werden sich die Verhandlungen mit den Vertretern der deutschen Schiffahrtsgesellschaften noch längere Seit hinziehen. Das ursprüngliche amerikanische Projekt, wonach die deutschen Gesellschaften mit ihrer gesamten Organisation von dem amerikanischen Konzern übernommen werden sollten, kommt nicht zur Ausführung. Die Deutschen haben andere Vorschläge gemacht, durch welche die Selbständigkeit der deutschen Gesellschaften nicht aufgehoben wird, aber dennoch eine volle Ausnutzung der ganzen Einrichtungen gestattet. Danach treten die deutschen Gesellschaften dem amerikanischen Konzern als gleichberechtigte Partner auf eine Vertragsdauer von jedenfalls 25 Jahren bei. Der Konzern stellt die Schiffe zur Verfügung und läßt neue Schisse bauen, wobei Gebrauch von den deutschen Weiften gemacht werden soll. Während die amerikanischen Interessenten das Gesamtunternehmen mehr als einen Schiffahrtstrust unter amerikanischei Flagge betrachten wollen, erstreben die Deutschen die Erhaltung ihrer Selbständigkeit in einem solchen Maße an, daß sie unter deutscher Flagge weiterbestehen wollen. In diesem Dunkte ist schwer eine Einigung zu erzielen. Die finanziellen Besprechungen sind befriedigend verlaufen. Sichverständige haben von den Verhandlungen den Eindruck gewonnen, daß die Deutschen weitestgebende Rücksicht auf England und die europäischen Ueutralen nehmen wollen, da ihnen der amerikanische Konzern als eine Kampforganisation gegen England erscheint. Catsächlich sind die Führer von dieser Absicht durchdrungen und glauben auch die volle Unterstützung der Regierung dafür zu haben. Die Deutschen halten es für ihre Interessen für angebracht, ihre Freiheit nicht ganz aufzugeben. Wieweit nun die beiden Auffassungen miteinander vereinigt werden können, hängt von den weiteren Beratungen ab. —00000— Der evangelische Schulausschuß unserer Stadt hat gegen die vor einiger Seit erfolgte Ernennung des kath. Rektoratschullehrers Baumeister aus Meschede zum einstweiligen Kreisschulinspektor über die evangel. Schulen des Kreises hörde folgenden Einspruch bei der Regierung in Arnsberg erhoben: Der unterzeichnete Schulausschuß als Vertretung der hiesigen evangelischen Schulgemeinde erhebt hierdurch schärfsten Widerspruch gegen die Ernennung des katholischen Rektoratschullehrers Baumeister aus Meschede zum einstweiligen Kreisschulinspektor der evangelischen Schulen des Stadt- und Landkreises Hörde. ch Diese einstweilige kommissarische Leitung des evangeltschen Schulwesens durch einen nichtevangelischen Schulmann empört uns umsomehr, als den katholischen Mitbürgern niemals ein andersgläudiger Kreisschulinspektor zugemutet worden wäte. Wir geben hiermit unserer flammenden Empörung über die verletzende lichtachtung unserer evangelischen Interessen deutlichen Ausdruck und verbitten uns als Staatsbürger evangelischen Glaubens die kränkende endgültige Ernennung des herrn Baumeister= zum Kreisschulinspektor. Wir würden unseren schärfsten Widerspruch auch dann aufrecht erhalten, wenn der genannte Herr, wie vielsach angenommen wird, Dissident geworden sein solkte. Dann würden wir ihn für noch viel weniger befähigt halten, Kufsichtsbeamter über evangelische Schulen zu sein. als Vertretung des größten Ceils der evangelischen Erziehungsberechtigten in unserer Stadt fordern wir mit allem Nachdruck die baldigste Ersetzung des herrn Baumeister durch einen evangelischen Schulmann, weil nur ein solcher in der Lage ist, den in evangelischen Schulen im evangelischen Geist zu erteilenden erziehlichen Unterricht zu beaussichtigen. zwischen Aerzten und Arankenkassen. Am 31. Mai und 1. Juni fanden im Reichsarbeitsministerium unter dem Dorsitz des Unterstaatssekretärs Dr. Köster unter Mitwirkung der Ministerialräte Dr. Hamel und Dr. Sitzler die Einigungsverhandlungen zwischen den Gerzten und den Krankenkassen statt. Sie führten in der Frage des Kerztesystems zu einer Verständigung der Parteien, die eine weitere Annäherung an die Durchführung der neuen Rerztebezahlung bedeutet. Ebenso wurde ein Einverständnis über die Schaffung von sozialhygienischen Einrichtungen durch die Krankenkassen erzielt. Ueber die Frage der ärztlichen Vergütungen mußte mangels einer Einigung der Parteien ein Schiedsspruch der Unparteiischen gefällt werden. Dieser sieht bei Bezahlung der einzelnen Leistungen eine Verdoppelung der bisherigen Sätze vor, die auch der Bemessung der Dauschalvergütung zugrunde gelegt werden soll. Wegen der Annahme des Schiedsspruches haben sich die Darteien bis zum 15. Juni zu erklären. Stillstand der Lohn- und Preisschraut aU Dresden, 3. Juni. Im sächsischen Steinkohlenbergbau haben die Bergarbeiter bei den Verhandlungen mit dem Bergbaulichen Verein für Zwickau und Lugau=Gelsnitz anerkannt, daß eine Stabilisierung der Marktverhältnisse angestrebt werden müsse. Es wurde eine Verständigung dahin erzielt, daß keine allgemeine Schichtlohnerhöhung eintritt und der Durchschnittsverdienst der Hauer wie bisher auf etwa 48 bis 51 Mark stehen bleibt. Eine Verdoppelung des Kindergeldes wurde dagegen zugesagt. Der Bergbauliche Verein hofft, diese Lasten ohne Preiserhöhungen tragen zu können, wenn sich die Materialpreise und vor allem die Preise für Grubenholz nicht weiter erhöhen und sich die Bergarbeiter bereit erklären, freiwillig, wie im März, eine achte Ueberstunde zu verfahren. Es ist damit ein sehr erfreulicher Anfang gemacht, die ewige Lohn= und Preisschraube zum Stillstand zu bringen; hoffentlich folgt bald eine weitere Senkung aller Lebensmittel= und Bedarfsartikel. —97000 Aus Stadt und kand. ** Schwerte, 4. Juni. **(Der Rosenmonat Juni,) der jetzt allabendlich den Ouft von Rosen, Jasmin und Uelken in reichen Wellen durch die laue Luft wehen läßt, gilt neben dem September als der beständigste und angenehmste Monat im Jahr, wenn er es auch keineswegs immer ist. So z. B. 1918 nicht, wo im Juni tatsächlich viel geheizt wurde. In diesem Jahre scheint es nun wieder Wahrheit werden zu wollen, vorausgesetzt, daß nicht zu häufige Gewitter sich einstellen, denn der Juni ist, wenn er auch nicht so warm ist, wie sein Nachfolger Juli, auch der gewitterreichste Monat im Jahr. Bisher sind er freulicher Weise alle Gewitter ohne großen Schaden für Obst und Feldfrüchte vorbeigezogen. Auch in Pommern war es zu Pfinsten nicht ganz so schlimm gewesen, wie es anfänglich geschienen hatte. Seinen Namen leitet der Juni von der römischen Göttin Juno ab, anderen Dersionen zufolge— die indessen wohl kaum Anspruch auf Richtigkeit haben— soll er als„junius mensis“(der junische Monat), dem römischen Konsul Junius Brutus gewidmet sein. Im ersten Jahrhundert erhielt er sogar zu Ehren der betreffenden herrscher vorübergehend die Citel Germanikus und Retius. Die deutsche Bezeichnung für Juni lautet„Brachmonat“, weil in ihm die Felder gebrochen, d. h. umgepflügt werden. Auch nannte man ihn früher häufig Sommer- oder Rosenmond, während er um 1300 als der„andre Uai“ bekannt war. hoffen wir, daß der„andre Mai“ seinem Vorgänger zu unfer aller Heil in nichts nachstehen wird. (Einziehung von Reichsbanknoten.) Reichsbanknoten zu 50 Mark vom 20. Oktober 1918 haben auf Grund der Verordnung vom 4. August 1919 (R.-=G.=Bl. S. 1366) ihre Eigenschaft als gesetzliches Jahlungsmittel bereits seit 10. September vorigen Jahres verloren; sie werden nur noch bis zum 10. September ds. Is. von der Reichsbank eingelöst, für die mit diesem Seitpunkt jede Einlösungspflicht endet. Die Besitzer solcher loten werden in ihremn eigenen Interesse erneut an deren rechtzeitige Ablieferung erinnert. Um Irrtümer zu vermeiden, wird darauf hingewiesen, daß es sich hierbei nur um die Reichsbanknote vom 20. 10. 1918 mit der dunklen quadratischen Umrandung(sog. Crauerrand) auf der Dorderseite, nicht aber auch um die 50 Marknote vom 30. Lovember 1978 handelt. *(Die Aussichten auf eine frühe und gute neue Ernte) sind auf allen Gebieten so erfreulich, daß ihr Einfluß auf die heutigen Lebensmittelpreise und Angebote deutlich hervortritt. Ueberall gibt es die lange so knapp gewesenen Kartoffeln wieder reichlich. Diese gute Erntehoffnung wirft ein starkes Stück der sonst um diese Zeit üblichen Spekulation über den hausen, aber das schadet nichts, es ist wirklich schon so viel beim Spekulieren gewonnen, daß es nun einmal Schluß heißen kann. Unsere Jahlungsfähigleit und die Kaufkraft des Publikums ist stark im Sinken. Dem Rechnung zu tragen, ist klotsache *(Theater im Westfäl. hof.) Am morgigen Samstag findet wiederum eine Dorstellung für die Gewerkschaften statt. Jur Aufführung gelangt die reizende Operette„Wenn Männer schwindeln". Es ist sehr erfreulich, daß die Direktion diese Dorstellung wieder zum Einheitspreis von 2,50 M. veranstaltet. Die Karten sind in den Dorverkaufsstellen und an der Rbendkasse erhältlich.— Sonntag findet der erste Sudermannabend statt. Es wird das Schauspiel„Glück im Winkel“ gegeben. Bei den guten Leistungen der Künstler dürfte die Dorstellung das größte Interesse verdienen. Es sei noch darauf hingewiesen, daß die Vorstellungen pünktlich um 8 Uhr beginnen. **(Die ordentlichen Gerichte zur Wohnungsverordnung.) Die wiederholt aufgeworfene Frage, ob auf Grund der Wohnungsmangelverordnung die von den Gemeindebehörden ergriffenen Maßnahmen zur Beseitigung des Wohnungsmangels(Wohnungsbeschlagnahme) durch Knrufen der ordentlichen Gerichte angefochten werden können, ist nunmehr von einem Gerichtshof zur Entscheidung der Kompetenzkonflikte durch ein am 29. Mai in Sachen der Dohnungs=Beschlagnahme in Nordheim (hannover) ergangenes Urteil dahin entschieden worden, daß der Rechtsweg für unzulässig erklärt wird. Damit ist auch in dieser Richtung bezüglich der Wohnungsbeschlagnahme Klarheit geschaffen. — Die Riesenschiebungen mit Benzin und Benzol CU Bochum, 3. Juni. Die von der Bochumer Kriminalpolizei aufgedeckten Riesen=Benzin= und Benzolschiebungen wachsen sich, wie der Korrespondent der„Celegraphen=Union" erfährt, zu einem Skandal allergrößten Stiles aus. Die an den Schiebungen beteiligten Personen sitzen, wie bereits berichtet, in verschiedenen Großstädten West=, Mittel= und Uorddeutschlands. Die Manipulationen waren durchaus großzügig organisiert, so daß es sehr schwierig war, die Schieber zu entlarven. Dor allem versuchten Beamte von den Berliner Reichsstellen, insbesondere der Mineralöl=Verwertungsstelle, die an den Schiebungen in hervorragendem Maße beteiligt waren, die behördlichen Nachforschungen in jeder Weise zu erschwren. Auch zahlreiche Eisenbahn= und Sechenbeamte sind an den Machenschaften beteiligt, die in folgender Weise vor sich gingen: Durch das Loch im Desten wurden über die holländische Grenze dauernd große Ulengen Benzin und Benzol in das unbesetzte Gebiet eingeführt, hier von einer wohlorganisierten Kette berüchtigter Schieber in Empfang genommen und zu ungeheuren Ducherpreisen abgesetzt. Der Wert der verschobenen Waren wird auf 60 bis 70 Millionen Mark geschätzt, die Schmier= und Bestechungsgelder auf 8 bis 10 Millionen Mark. Ein früherer Bankbeamter, der an den Schiebungen großen Anteil hatte, besitzt jetzt bei Fürstenwalde ein Gut, das er sich für zwei Millionen gekauft hat. Mit den von der Benzinverkaufsgesellschaft in Berlin erteilten Frachtbriefen, Blanketten und Freigabescheinen wurde ein unerhörter Mlißbrauch getrieben. Einzelne Stücke wurden von den Beamten für 5 bis 10000 Mark an Schieber weiter verkauft. Weitere Verhaftungen in der Angelegenheit stehen unmitteibar bevor. er zu 8 Monaten Gesängnis, wegen Hehlezei Rdolf Go. zu 2 Monaten Gefüngnis verurtoltt. 25# Frau G. erfolgt Freisprechung. —00000 Aus den Provinzen. hörde, 5. Juni.(Der Spartakistenführer Combrock) aus hörde war am 18. Mai bereits in Hannover verhaftet und nach Wesel überführt worden. Dom dortigen Militärarresthaus mußte C. am vergangenen Sonnabend nach dem Lazarett überführt werden, ergriff jedoch mit zwei anderen die Flucht und entkam. Combrock hatte nun als Siel wieder unsere Gegend genommen und sich als neuen Zufluchtsort Dortmund auserwählt, wo er bereits am Sonntag gesehen worden war. Hier hat Combrock sich aber der Freiheit nicht lange erfreut. Die Hörder Polizei wurde vorgestern auf die Aufenthaltsstätte aufmerksam gemacht und sie verhaftete dort den Flüchtling aufs neue. Mit Combrock wurden noch drei helfershelfer von auswärts festgenommen. * Iserlohn, 3. Juni.(Ein Kirchenräuber und zwei Hehler) standen heute vor der hagener Strafkammer, Iwei Cage nach einer Beichte in der hiesigen katholischen Pfarrkirche sah der Kupferschlosser Ernst G. in einer Bank in der Nähe des Beichtstuhles eine Altardecke und zwei Reisedecken liegen. Der Angeklagte stahl die Decken und verhaufte sie für 22 Mark an die Eheleute Go. hier. Rußerdem wurden dem Angeklagten E eine ganze Reihe von Diebstählen„zur Last gelegt. Wegen schweren Diebstahl= und einfacher Diebstähle wurde hamm, 3. Juni.(Den Bruder niedergeschosien.) Der Gastwirt Gskar Köller feuerte gestern nachmittag, anscheinend in der llotwehr, auf seinen Druder, den in Rennkreisen bekannten Kaufmann Leo Köller, mehrere Schüsse ab, von denen vier trafen. Leo Köller soll einen befreundeten Gast seines Bruders mit einem Stock niedergeschlagen und dann auch den herbeieilenden Bruder überfallen haben, so daß dieser von seinem Bevolver Gebrauch machte. Der Cäter wurde bald darauf verhaftet. Der schwerverletzte Röller schwebt in Lebensgefahr. Der tiefere Grund zu der Cat, die in der ganzen Stadt das größte Aufsehen erregt, dürfte in vorausgegangenen Streitigkeiten, bei denen auch Ehezwistigkeiten eine Rolle spielen, zu suchen sein. * Köln, 5. Juni.(Versuchter Ueberfall auf das Pestscheckamt.) In der verflossenen Nacht wurde ein Ueberfall auf das Kölner Postscheckamt geplant um unter Suhilfenahme eines Autos die beim Postscheckamt vermuteten hohen Geldbeträge wegzuschaffen. Die Eingangstür zum Gebäude war von einem erst kürzlich eingestellten Posthelfer gewaltsam geöffnet worden. Der Anschlag kam indessen nicht zur Durchführung.— Ein Kölner Geschäftmann, der auf dem Dostscheckamte 30000 Man abgehoben hatte, wurde auf offener Straße ven einem Uenschen überfallen, der ihm ein Schwämmchen mit einer betäubenden Flüssigkeit unter die Nase zu halten versuchte. Durch das Dazwischontreten einiger Personen wurde der Ueberfall verhütet. Der Straßenräuber entkam. —0— Drahtmeldungen. Eigener Oepeschendienst. Die Wiedergutmachung. CU paris, 4. Juni. Nach einer Meldung des„Journal“ aus London erklärte Bonar Luw im Unterhause, daß der Bericht der englischen französischen Sozialisten über die Wiedergutmuehungen Deutschlands noch nicht fertiggestellt sei. ssei auch nicht bestimmt, ob dieser Bericht veröffentlicht werden würde. Die Beantwortung einer Anfrage, ob England sich verpflichte, an der Besetzung eines neuen Leiles Deutschlands erforderlichenfale teilzunehmen, lehnte der Minister ab. Drohender Generalstreik der pommerschen Landarbeiter. TU Berlin, 4. Juni. Durch die Aufhebung des Kusnahmezustandes ist die Rechtsgrundlage für die Iwangstarife in der pommerschen wirtschaft hinfällig geworden. Der Carif hängt dort gleichsam in der Luft, und es besteht nach maßgebender Berliner Stellen die Gefahr, das die arbeit in Pommern in absehbarer Seit gestört werde. Unter den Landarbeitern machen sich Bestrebungen geltend, für den 8. Juni den General= streik in Pommern zu verkünden. Die Regierung hofft, diese Gefahr dadurch zu beseitigen, daß in den nächsten Tagen Schiedsgerichte in Pommern zusammentreten sollen. Franzssische Justiz. Wav Landau, 4. Juni Jach dem„Kheinpfälzer" waren der Redakteur Drcker und der Geschäftsführer Baum vom„Rheinpfälzer“, ferner der Verleger der„Gegenwart" Kater in Edenkon wegen schwerer Beleidigung der französischeen mer, begangen durch einen Artikel über die forbigen Cruppen Frankreichs im besetzten Gebiet angeklagt. Becker wurde zu einem Jahre Gesänonie und 10000 Mark Geldstrafe und Kater zu 2un0 Mark Geldstrafe verurteilt. Die Aufteilung Deutsch-Ostafrikas. EU haag, 4. Juni. Der Leiter der politischen Abteilung des belgischen Ministeriums des Keußern Bassompierre befindet sich in London, um mit der englischen Regierung endgültige Verabredungen über das frühere deutsche Gebiet Kanda in DeutschEstafrika und die deutsche Eisenbahn Dar=es=Salunen zu treffen. Die Handelsbeziehungen zwischen der Entente und Räterußland. TU amsterdam, 4. Juni. Wie die„Centval News“ von zuständiger Stelle erfahren, gedenkt weder Großbritannien noch die Alliierten mit Kußland neue handelsbeziehungen auf der Grundlage von Soldzahlungen anzuknüpfen. Ein etwaiger handel soll ausschließlich im Warenaustausch erfolgen. Die britische Regierung erwägt die Einsetzung einer altiierten handelskammission, welche die optimistischen Erklärungen Krassins über die enormen Vorräte in Rußland nachprüfen soll. Krassins Absicht, eine Handelsauskunftsstelle in London zu errichten, wird mit Mißtrauen aufgenommen. Bauernaufstand in Ruttland. WaB Paris, 9. Juni. Nach einer havasmeldung aus Washington erfuhr man dort in gutunterrichteten Kreisen, in Sowjetru#land sei ein Bouernaufstand von gewisser Bedeutung brochen, der aber blutig niedergeschlagen wurde. Hunderte von Bauern wurden getötet und viele Dörser zerstört. Verantwortlich für die Schriftleitung: Fried. Bosan. Druchk und Verlag: Caxl Braus, beite in Scho#che 10s Gerichtsal.tear Herr Gustav Osthoff aus Westbofen. Des Versterbenen bebeu wir in amtlicher pstag Samstag sachm. 3" Uhr. zur Teilnehne an der Beerdigung des verstorbenen Kamcraden wie is persönlicher Bezichung bechgeschs u#.#und Sein früher uns tragischer Te) har uns t######g 1# erschüttert: Wir werden dieses ideslgerinnte###l#mte und pfichttreuen Mitarbeiters steis weundlich un d in Ehres gedenken. 3315 Die Beamten des Amtagerichts Schwerte. Samstag. d. 5. Joni abends 3 ½ Uhr im Vereinslodel Slempt Monatsptachatt Tum An zum Teil aussichtzreichen Blätzen kendidieren nes) Persammlung . 5%67 Handlungs gehillen, 7 Gewerkschafts= bezw. Arbeiter= Versammtung. gintenaus 2v.“ sehre dte, 5 Privotdeamte, 8 Elsendahnarheiter, 3 Schlosser, Der Vorstand. 2 Landarbetter und je 1 Bankbeamler, Bärovorsteher, 13323 Werkmeitter. Greveur. Mechenihes, Maurer, Bergmann, He das Verwaltungs-Mitglied des Deutschnationalen Handlungsgehilfen-Verbandes Lambach, Hamburg. Eröffne nit Samstag, den 6. Juni 1920 mei# DANEN-SALON (Eingang Hüsingstrasse 28). Fras Vw. Jakeb Grischy. 8 5 5 Der Vorstand. Ss Ar beitersehreistm, Guisdeautin und Kausangestellte. Schwerter schuemsrshrmaus par Wähl 3319 Schunimmperei Ein Paar lange Stiefel Gr. 43. ein Paar Arbeitsschuhe Gr. 43. und ein Paar Damenstiefel Gr. 39, zu verkaufen. Märkischestr. 23 II. Lisse Hygenberz=Mumm=Nienhausen K K Se Sesgafen Pggreg unen cnes, gul und diug, ab besonders eilige Arseit kann gewartet werden N. Mitzegrad, Schuhmachermeiste: Sennin#sweg 26. „Schwimmverein 96. (Mitgl. d. O. Schwimmersch) Sonntag, den 6. Juni, Matarbeit und vorm. 10 Uhr im VereinsSoinz=Versummtung salt 9329 Referen!: Der Londrat unseres Kreises: Hausmann. Die Soxialdemokr. Pattel. Jur Deckung der Unkosten werden 50 Pig. 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Heute frischer wird auf Grund der§§ 18 fl. des Viehseuchengesetzes 1##ghrfisch vom 26. Juni 1909(R=G.=Bl. S. 519) folgendes por. Pochht P. läufig bestimmt: Das Wegbringen von Klauenvieh aus dem Bezirke der Ortschaft Brünninghausen. Gemeinde Hacheney— und das Durchtreiben von solchem Vieh, sowie das Fahren mit angespannten fremden Wiederkäuern— in verboten. Diese vorläufige Arordnung tritt sofort außer Wirksamkeit, wenn der beamtete Tierarzt feststellt, daß Maulund Klauseuche nicht vorliegt und daß auch der Verdacht dieser Seuche nicht begründet ist. Wellinghofen, den 1. Juni 1920. 3306 Die Polizeiverwaltung: 3306 Dresing. k. Amtmann. Reounmenonnenurannmanmee: Sommerlhealer 3 Schwerte. Dir. Gatschoo= Weillmann. Sonnabend, 5. Juni:! Für die Gewerkschaften. s Wenn Männer: schwindeln. Operette v. Kalman. 3 Einheitspreis 2.50 Mh. s Anfang 8 Uhr. Kassenöffnung 7½ Uhr. Sonntag, 6. Juni: Glück im Winkel. Schausplel von Sadermann. Preise wie bekannt. Teichzeita liefert sehnellstens Druchers 6. 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