ensesseseneenreneng an:„Sewerter Zeitung“ aber Beedest. Banserte unend 54., bei. der Dost 1.80 Mh., ohne Bestel##ld. Anzeigenpreis: Die Sgespaltene Kolonel= oder Jeren Raum 30 Pfg., auswärte 40 Plg. 4. Leder Rabatt gis als KassenRadatl und erlischt bei Konkursen, Iwangsvergleichen, gerichtlichen Klagen und Richtde. achten der gemachten Jahlungsbedingungen Sosseesanensunnessssseneenssssarns#### Verdunden mitz Schwerter Cageblatt und Anzeiger Schwerter Dolkszeitung Ichwerter Oolksblatt Westdotener Leneng Aplerbecker Zeitung Langscheder Zeitung Amtliches Kreisblatt für den Kreis Börde. holzwickeder Zeitung Erstes und ältestes Cagesorgan des Kreises.— Generalanzeiger für den Kreis Hörde. Haupt=Annoncenblatt nigt mm eicheummühe uns — 500 Marl Anfak. Druch u. Berlag u. Sani Braus, Schmwerte(Rhudeo Scwin(Rute, Postichecionn##m ean. Nr. 211. Mitwsch, den 10. Septenber 1919. Die Rengste des Senators Knox Es knistert leise im Gebälk der Entente. Nachdem man mit vereinter Uebermacht in viereinhalbjährigem, blutigem Ringen den Sieg über Deutschland erfochten hat, glaubt man die frühere unbedingte Einigkeit nicht mehr nötig zu haben. Solange der Kampf dauerte, war der enge Jusammenschluß; der Verbündeten vorbildlich, und während die Swistigkeiten der angegriffenen Mlittelmächte sich immer nur mit Kühe und klot verbergen ließen, oft sogar in heller Flamme emporschlugen, hat sich das eherne Band zwischen Nordamerika, England, Italien und ihren hilfsvölkern niemals auch nur stundenlang gelockert. Gegensätze während eines Kingens auf Cod und Leben auszutragen, wie wir in Deutschland es zu allem Unglück für dringend nötig hielten, ist den klügeren Widersachern nicht beigefallen. Ihre Uleinungsverschiedenheiten, ihre kleinen und großen Feindseligkeiten beginnen sich erst jetzt geltend zu machen, wo es keine Gefahr mehr hat. Don den vielen Lehren, die uns dieser Krieg gegeben hat, ist diese vielleicht die wichtigste. Nur leider wird das deutsche Dolk bei seiner unseligen Veranlagung auch für die Juhunft kaum Uutzen daraus ziehen. Abgesehen von England, das nunmehr erreicht hat, was es erreichen wollte, und dem die Weltherrschaft niemand mehr streitig machen kann, sind die „Alllierten und Assoziierten“ mit dem Friedensvertrage durchweg nicht zufrieden. Frankreich trauert darum, daß ihm die Rheingrenze nicht unbedingt zugesprochen worden ist und daß Deutschland immer noch einen Schein von Selbständigkeit besitzt. Italien ist über die Schaffung des südslawischen Staates cmpört, von dem ihm in Zukunft mancherlei Unannehmlichkeiten drohen; und auch die kleineren Siaalen, in erster Linie Belgien, verhehlen, ihren ungestillten Eroberungshunger nicht. Besonders mißgestimmt zeigt sich Nordamerika. Im Dollarlande weiß man ganz genau, daß der Waffengang mit dem kriegsbefreundeten Japan unvermeidlich ist, und sträubt sich mit Händen und Füßen gegen die Machtvermehrung des krafvoll aufstrebenden Mikadoreiches. Kommt Schantung wirklich an Japan, so bedeutet das einen militärischen und— handelserfolg der fixen Gelben, den Washington unter keinen Umständen ruhig hinnehmen kann. Besorgt sehen seine Staatsmänner deshalb nach hilfe in der kommenden llot aus. Und so gering sie, gewiß mit Recht, das heutige Deutschland einschätzen, so stark hoffen sie doch im Augenblick der Entscheidung Landsknechtsdienste von uns erlangen zu können. Ihre größte Sorge ist, daß Deutschland eines Tages mit Rußland und Japan zusammengehen könne, u. sie sagen sich, daß durch die mörderischen Versailler Friedensbedingungen dies Jusammengehen für die Sukunft geradezu erzwungen wird. Deshalb ist es in Amerika modern geworden, den Frieden von Versailles hart zu kritisieren. Ein großer Ceil der nicht auf Wilson eingeschworenen denatoren tun so, als dächte er nicht daran, den Frieden endgültig zu unterzeichnen und als strebe er mit aller Macht danach, günstigere Bedingungen für Deutschland zu erzwingen. Alles das ist natürleere Rederei, da sich an den einmal getroffenen vereinbarungen zwischen den Alltierten nichts ändern läßt und da die Führer der amerikanischen Politik solche Renderungen im Grunde auch gar wünschen. Immerhin glaubt man durch schöne vorte Deutschland dafür entschädigen zu können, daß man ihm das Rückgrat gebrochen und die hhre genommen hat. Im Washingtoner Senat hat Senator Knox erlart, die Vereinigten Staaten sollten lieber einen donderfrieden mit Deutschland schließen, statt sich in is Gefolge Englands und Frankreichs zu begeben. “ harten und grausamen Bedingungen des Deutichen g des legen, so führte er aus, den schen Stvafen auf, die die internationalen GeAmertka müsse gegenüber Deutschauf jegliche aus dem Kriege entstandene Entschädigungsansprüche verzichten und den amerikanischen Untertanen deutscher Abstammung die Gewißheit verschaffen, daß sie, die selber in den Kampf für das Sternenbanner gezogen sind und nur Kaiserismus und Militarismus zerstören wollten, nicht in Wahrheit ihr altes Daterland zerstört haben. Knox fährt dann sehr bezeichnend fort: „Deutschland, das unter den fürchterlichen Bedingungen des Friedens schwer leidet, wird ebenso wenig aufhören, einen Olan zu schmieden, durch den es seine frühere hohe Stellung wieder erlangen kann, wie Satan, der in die Ciefe der hölle geschleudert wurde. Die Furcht vor Deutschland, die Frankreich noch immer nahezu sinnlos macht, lebt also eben so stark im amerikanischen Herzen. Wir wissen, daß diese Furcht zum mindesten verfrüht ist, Deutschland zieht unablässig die Schlinge enger zu, in die es seinen hals gesteckt hat, und tut alles, sich für immer aus der Reihe der maßgebenden großen Dölker auszuschalten. Statt die gesamte Kraft zusammen zu ballen, um aus der Höhle des Unglücks herauszukommen, statt durch eisernen Fleiß die zerschmetternde lliederlage, die es erlitten hat, wenigstens einigermaßen wieder gut zu machen, zerstampft es sinnlos und selbstmörderisch die letzten Reste seines Glückes. Deshalb sind auch alle Hoffnungen wesenlos, die manche Daterlandsfreunde auf ein Eingreifen des Dielverbandes, zu ungunsten der anarchistisch-bolschewistischen hetzer setzen. Rettung kann uns nur von einem straffen Aufschwung des nationalen Gedankens und von der Erkenntnis komme, daß wir uns, unsere Kinder und Enkel zu jammervoller Sklaverei verdammen, wenn wir jetzt nicht rastlos ans Arbeitswerk gehen. Wie sich Frankreich aus dem Jammer von 1871 emvorrang, indem es seine Jugend streng vaterländisch erzog, indem es die Hauptsorge auf die Erhaltung eines gesunden, gern und freudig arbeitenden Mittelstandes in Stadt und Land legte, gerade so und in noch höherem Maße müssen wir die sittliche und völkische Erneuerung beginnen. Bevor dies nicht geschieht, braucht sich Senator Knox keine Sorgen um Deutschlands Auferstehung zu machen. —— Czernin über den Weltkrieg. In Berlin sind die ersten Mitteilungen aus den Uemoiren des Grafen Czernin eingetroffen, die in den nächsten Cagen der Oeffentlichkeit übergeben werden. Das Buch enthält zwölf Abschnitte. Graf Czern,n erklärt, daß Frankreich und England im Jahre 1914 den Krieg nicht gewollt hätten. Den deutschen Botschafter am hof in Wien bezeichnet er als den deutschen Iswolski. Rumänien und Italien seien vor vollendete Catsachen gestellt worden. Den deutschen Einmarsch in Belgien bezeichnet er als das größte Unglück. Kaiser Wilhelm sei ein Gefangener seiner Generale gewesen. Dann entwickelt er eine Charakteristik des Erzherzogs Franz Fevdinand, der sich immer mehr zu Kaiser Wilhelm hingezogen fühlte. Er habe ein Oreikaiser-Bündnis zwischen Deutschland, Oesterreich und Rußland geplant als Mauer gegen die Revolution. Franz Ferdinand sei kein Kriegshetzer gewesen, während Kaiser Wilhelm in seinen Kriegszielen dauernd geschwankt hätte. Ueber Rumänien spricht sich Czernin eingehend aus, weil er seit 1913 dort Gesandter war. Die Ermordung Franz Ferdinands hätte tiefe Erschütterung in Bukarest hervorgerufen. Cake Jonescu hätte geweint. Die Seele der Kriegspolitik Rumäniens sei die Königin gewesen. Cisza wollte die Ueutralitätsforderungen Rumäniens, die in Konzessionen in Ungarn bestanden hätten, keinesfalls erfüllen. Czernin habe, wie er erklärt, vor dem rücksichtslosen U-Bootkrieg gewarnt. Bezüglich der Friedensversuche, erklärt Czernin, das der russische Kaiser im Februar 1917 einen Friedensfühler ausgestreckt hätte. Weitere Verhandlungen wurden durch die russische Revolution verhindert. In seinen eigenen Friedensbemühungen erhielt Czernin einen Brief des Reichskanzlers Dr. Michaelis, in welchem dieser Belgien, Kurland, Litauen und Polen in militärischen und wirtschaftlichen Zusammenhang mit Deutschland bringen und ferner Longwy und Briey für Deutschland ausnutzen wollte. Die deutsche Oberste heeresleitung forderte damals militärische Kontrolle über Belgien, ein Schutz- und Crutzbündnis Belgiens mit Deutschland, ferner den Besitz von Lüttich und die flandrische Küste. In einem besonderen Abschnitt behandelt Czernin den amerikanischen Präsidenten Wilson. Ein Verständigungsversuch mit dem Präsidenten sei durch den Rücktritt Czernins seinerzeit unterbrochen worden. Ueber Polen sagt er, daß der Hauptgegner der austropolnischen Lösung Cisza gewesen ist. Während der Friedensverhandlungen von Brest-Litowsk haben die Bulgaren ernste Orohungen ausgesprochen. In Deutschland habe man befürchtet, der Verband könnte auf den allgemeinen Frieden eingehen. Hindenburg sandte wütende Celegramme, Ludendorff telephonierte stündlich, General Hoffmann wollte, daß die Verhandlungen scheiterten, um die Russen noch einmal schlagen zu können. Kaiser Wilhelm hat ein Celegramm abgesandt, worin er Livland und Estland froderte. In der Schlußbetrachtung erwartet Czernin, daß der Frieden von Versailles alsbald eine Korrektur erfahren werde, um die künftige Generation in eine bessere Lage zu bringen. Im letzten Kapitel spricht er sich besonders ernst über die drohende Weltgefahr des Bolschewismus aus. Frankreichs Handelspolitik. Ein aus Paris eingetroffener Berner Großkaufmann erklärte, in Frankreich breche sich immer mehr die Ueberzeugung Bahn, daß man ohne Handelsbeziehungen zu Deutschland, namentlich ohne Ausfuhr aus Deutschland, nicht existieren könne. In der französischen Fabrikation gelte heute der Grundsatz: Ceuer und schlecht. Es sei u. a. in Paris ein großes Unternehmen gegründet worden für die Einfuhr von chirurgischen Instrumenten und Prothesen aus Deutschland. Zweiggeschäfte in Genf werden die Einfuhr durch die Schweiz von Deutschland nach Frankreich leiten. Die Mißstimmung gegen Clemenceaus Durchsichtigkeit und die Diktatur des Obersten Rates wächst namentlich in der Kaufmannschaft von Cag zu Cag. Sobald einmal diese Autokratie beseitigt sei, werde Frankreich zur Besinnung kommen und einsehen, daß es durch Zerschneiden der wirtschaftlichen und kulturellen Bande mit Deutschland sich selbst am meisten schadet. Die Jerschlagung der deutschen Industrie. Die vom englischen Munitionsministerium ernannte Kommission zur Untersuchung der Verhältnisse in den Eisen- und Stahlwerken Lothringens, des besetzten deutschen Gebietes, Belgiens und Frankreichs hat den englischen Blättern zufolge erklärt, daß lothringische Eisen- und Stahlwerke, da sie in der Kohlenversorgung vollständig von Deutschland abhängig seien, sich in einer sehr wenig beneidenswerten Lage befinden. Die Kölnische Abteilung der Kommission ist zu dem Ergebnis gelangt, daß Großbritannien trotz der Vergrößerung seiner Werke während des Krieges nicht im Stande sein würde, mit Deutschland in der Eisenund Stahlindustrie unter gleichen Bedingungen zu konkurrieren, wenn die deutschen Werke in der Lage wären, unter ähnlichen Bedingungen zu erzeugen, wie vor dem Kriege, denn die deutschen Eisen- und Stahlindustrien seien moderner einge, richtet, wie die britischen. Die Kommisson erklärt, sie könne sich über die schließliche Wirkung der durch den Krieg in der wirtschaftlichen Lage Deutschlands hervorgerufenen Verändeung noch kein Urteil bilden, habe aber den Eindruck erhalten, daß der Dorteil, den Deutschland früher hatte, trotz der noch bestehenden technischen Ueberlegenheit beträchtlich abgenommen habe, da die Arbeitslöhne in Deutschland sich denen in England mehr genähert hätten, und auch sonst die Erzeugungskosten gestiegen seien. 4 52. Jahrgang. 50 b Zur Annahme des Friedensvertrages durch Oesterreich. Die Leitartikel der Wiener Blätter spiegeln die Gefühle tiefster Crauer, Demütigung und Ohnmacht wieder, welche die Uationalversammlung bei dem gestrigen, aus dem Zwang der Verhältnisse heraus geschaffenen Beschluß, den Friedensvertrag von St. Germain zu unterzeichnen, beseelten. Uur der Gedanke, daß der Vertrag von St. Germain angenommen werden müsse, weil Deutsch-Oesterreich sonst verhungern würde, und der Gedanke an eine bessere Sukunft, an die Einsicht der Feinde und an das Vorhandensein gemeinsamer geistiger Schätze im deutschen Dolke, sowie die Hoffnung auf das Walten von Gerechtigkeit und Uenschlichkeit hätten die Annahme zu erzwingen vermocht. Die Blätter stellen dabei fest, die Uationalversammlung habe durch den gestrigen Beschluß, durch den Staatskanzlen Renner zur Unterzeichnung des Friedensvertrages ermächtigt wird, ohne tragische Dose, in würdiger Weise einen Strich unter die furchtbare Vergangenheit gemacht und erklärt, nunmehr müsse die österreichische Republik, wiewohl an den Grenzen zertrümmert, politisch tief gedemütigt und finanziell nahezu preisgegeben, ein neues Leben beginnen. 0 Die Lage in Oberschlesien. „Blutiger Protest“ Polens in Oberschlesien. Die die in Sosnowice erscheinende„Iskra“ mitteilt, hat das Oberkommando der polnischen Militärorganisation für Oberschlesien einen Aufruf folgenden Inhaltes verbreitet: „Die polnische Bevölkerung Oberschlesiens hat unter schweren Bedingungen einen bewaffneten Kampf mit dem Grenzschutz aufgenommen, um gegen die preußischen Gewalttaten blutigen Protest einzulegen. Solange die deutschen Truppen das der Abstimmung unterworfene Schlesien nicht verlassen, werden die Aufständischen nicht ruhen und einen rücksichtslosen bewaffneten Kampf führen, da sie nur darin die einzige Garantie für die Freiheit und eine bessere Sukunft erblicken. Wenn die deutschen Cruppen in Oberschlesien nicht aufhören, polnische Sivilbevölkerung zu erschießen, so werden die Aufständischen für jeden Polen und jede Polin drei Deutsche, sowohl Ulänner wie Frauen, erschießen. Diejenigen Bewohner Oberschlesiens, die die Verstecke der aufstänischen Abteilungen verraten, werden erschossen und ihre Häuser niedergebrannt. Die deutsche Sivilbevölkerung wird aufgefordert, neutval und ruhig zu bleiben.“ Wir hoffen, daß die deutsche Regierung alles Uögliche tun wird, um den Verfasser dieses blutrünstigen Aufrufs, der zu offenem Aufruhr und Mord auffordert, habhaft zu werden und ihn der verdienten Strafe zuzuführen. Autonomie für Oberschlesien? CU Berlin, 9. Sept. Don amtlicher Stelle wird der„B. 3.“ mitgeteilt: Die jüngsten Nachrichten aus Oberschlesien lassen erkennen, daß mit einem Wiederaufflammen des Aufstandes zu rechnen ist. Die Absicht des neuen Aufstandes geht allem Anschein nach dahin, eine frühere Besetzung Oberschlesiens als geplant, durchzusetzen. Die Dolen rechnen damtt, daß in diesem Falle die bevorstehende Abstimmung in Oberschlesien zu ihren Gunsten ausfallen werde. Die preußische Regierung wird, um diesem Plan die Spitze abzubrechen, in der bevorstehenden Cagung der preußischen Landesversammlung einen Gesetzentwurf einbringen, der Oberschlesien die provinziale Kutonomie gibt. 11432144 Die Unsicherheit in Oberschlesien. aU Kattowitz, 9. Sept. Unvermutete haussuchungen haben Waffen und Munition zutage gefördert. In Kattowitz werden viele fremde Gestalten beobachtet, die zu einem ganz bestimmten Zwecke nach Oberschlesien gekommen sind. Ein aus Berlin kommender Obermaat namens Brever wurde festgenommen, weil er sich nicht ausweisen konnte. Bei einem Fluchtversuch wurde er erGossen#mi A A Neue Bandenkämpfe. aU Kattowitz, 9. Sept. Ueber neue Bandenkämpfe in Oberschlesien erfährt die„TelegraphenUnion": Bei Stebersdorf im Kreise Dleß wurde eine deutsche kavalleriepatrouille aus dem Hinterhalt von den Dolen erschossen. Dolnische Bandenangriffe auf die Domänen Rudolewitz, Gottschalkowitz und Godow wurden abgewiesen. Polnische Unmenschlichkeiten. Berlin, 9. Sept. Der Abg. des polnischen Landlages, Farbstehn, hat an den polnischen Kriegsminister einen ausführlichen Bericht über die furchtbaren Sustände in dem polnischen Gefangenenlager Stralkowo gerichtet. Die Verhältnisse in diesem Lager sind geradezu unglaublich. Jahllose Frauen, Greise und Kinder befinden sich unter den Gefangenen, die halbnackt dahinleben. Sehr viele sind ganz ohne Wäsche, oder tragen zerrissene, seit Wochen nicht gewaschene Unterkleidung. Sie sind zum größten Ceil barfuß und halb verhungert. Die Verpflegung ist außerordentlich hnapp, das Brot schlecht ausgebacken. Im ganzen Lager gibr es weder Betten noch Matratzen, die Gefangenn müssen auf schmutzigen Strohsäcken oder Oritschen schlafen. Es befinden sich unter ihnen 800 Kranke, davon allein 200, die an Flecktyphus erkrankt sind. Diele der Gefangenen liegen Cag und Nacht regungslos auf dem Bauch, weil sie sich nicht bewegen können infolge der furchtbaren Schläge, die sie mit Drahtpeitschen erhalten haben. Die Drügelstrafe wurde mit 25 mit 30 hieben durchgeführt; selbst schwangere Frauen wurden davon nicht ausgenommen. Der Bericht des polnischen Abgeordneten bezichtigt den jungen Leutnand Manilowski als den Urheber der meisten Mißhandlungen; er sei es auch gewesen, der einen gesangenen Letten durch zwei Schüsse tötele und der es veranlaßte, daß den Gefcargenen alles persönliche Eigentum, selbst die Kleider, fortgenommen wurden. Romiral Reuter und die Matrosen von Scupa Ilow sind noch immer in England festgehalten. In der Note wird deshalb ausgeführt, daß die Fortsetzung der Festhaltung sich nicht rechtfertigen lasse und daß die englische Regierung sich aus Billigkeitsgründen so schnell wie möglich zur Heimsendung bereit erklären möch.e. Admiral Reuter sei der Mleinung gewesen, daß mit dem 21. Juni der Waffenstillstand abgelaufen sei. Er sei in dieser Meinung bestärkt worden, als das deutsche Nachrichtentorpedoboot an diesem Cage ausblieb, weil es von den Engländern angehalten worden war. In der Annahme, daß der Kriegszustand wieder eingetrelen sei, habe er, um die deutsche Florte nicht in die hände der Feinde fallen zu lassen, den Befehl der Versnkung gegeben. Es sei das ein bedauerlicher Irrtum des Rdmirals, der aber eine weitere Festhaltung nicht rechtfertige. SoheZur Heimkehr unserer Kriegsgelangenen. Rückkehr des letzten Leiles der MachensenArmee. In diesen Cagen werden die letzten Mannschaften der heeresarmee Mackensen, die bei dem allgemeinen Rücktransport im Januar und Feoruc zurückgeblieben waren, soweit sie sind, heimkehren. Uunmehr ist auch die Rückkehr des Generalfeldmarschalls von Mackensen zu erwarten, der seinen Entschluß, Ungarn erst nach dem letzten der ihm anvertrauten Soldaten zu verlassen, durchgeführt hat. Von der großen Verehrung und Dankbarkeit der Cruppen gegen den greisen Feldmarschall gibt u. a. ein Schreiben des vormaligen Dorsitzenden des Jentralrates(Soldatenrat) der Südostfront(Armee Mackensen) Seugnis, das an einen Angehörigen des Feldmarschalls ge——e Republik Birkenfeld. richtet ist. ZU koblenz, 10. Sept. Die„Regierung" der Republik Birkenfeld erläßt folgende Proklamation: 1. Die bisherige Provinz Birkenfeld des Freistaates Oldenburg hat sich von Gldenburg losgesagt und als selbständige Republik im Verbande des Deutschen Reiches erklärt. 2. Die Regeirung der Republik Birkenfeld setzt sich folgendermaßen zusammen: Ludwig Joeller als Präsident, Klbert Eifel und Wilh. hauth als Mitglieder der Regierung. 3. Die bisherigen Staatseinrichtungen bleiben bestehen. Die Beamten bleiben im Amte und führen die Geschäfte weiter. 4. Die Gerichte haben Recht zu sprechen namens der Republik Birkenfeld. Kusgewiesen wurden der Bürgermeister Schmidt, Symnasialdirektor Binneboel und verschiedene Oderlehrer, weil sie ihre Entlassungsgesuche nicht zurückziehen wollten. Ueber die Jeitungen wurde die Dorzensur verhängt. —— Aus Stadt und Umgebung. Die Cat von Scapa Flow Zu der havasmeldung, daß Deutschland eine llote an den Verband gerichtet habe, in der es das Verhalten des Romirals Reuter in Scapa Ilow rechtfertigte, erfahren wir im Auswärtigen Amt: *** Schwerte, 10. September. **(Die Sicherstellung landwirtschaftlicher Krbeiten.) Eine Verordnung des preußischen Landwirtschaftsministers bestimmt, daß in Fällen, in denen der Abschluß von Arbeitsverträgen zwischen den Vereinigungen von Arbeitnehmern und Krbeitgebern in der Landwirtschaft von beteiligten Personen verweigert wird, der Demobilmachungskommtssar befugt ist, nach Anhörung von Sachverständigen Arbeirsbedingungen für ein Kreisgebiet festzusetzen und für verbindlich zu erklären. Der Oemobilmachungskommissar soll von dieser Befugnis nur Gebrauch machen, soweit land- und forstwirtschaftliche Spruchkammern noch nicht errichtet sind oder ihre Rnrufung in dringlichen Fällen untunlich ist. Weigert sich der Besitzer eines landwirtschaftlich benutzten Grundstücks, die für verbindlich erklärten Arbeitsbedingungen zu erfüllen und wird infolgedessen die rechtzeitige Ausführung wichtiger landwirtschaftlicher Arbeiten gefährdet, so ist der Demobilmachungskommissar befugt, mit Ermächtigung der Landeszentralbehörde die Derwaltung des Grundstücks einschließlich des Subehörs dem Besitzer ganz oder zum Ceil zu entziehen und dem zuständigen Kreiskommunalverband zu übertragen, der bei der Verwaltung nach den Regeln einer ordnungsmäßigen Wirtschaft zu verfahren hat. *:(Betriebsräte bei der Eisenbahnverwaltung.) Bezüglich der Einführung der Betriebsräte hatte die christliche Geweikschaft der deutschen Eisenbahner(Sitz Elberfeld) eine Aufrage an das Mi nisterium gerichtet, worauf jetzt von Geheimrat Matibel folgende Umwort eingegangen ist:„Bei den Beratungen über den Gesetzentwurf über die Betriebsräte habe ich den Standpunkt eingenommen, daß ich das Zustandekommen des Gesetzes für Beamte und Arbeiter möglichst beschleunigt sehen möchte. Sobald sich auch nur einigermaßen übersehen läßt, welche Gestalt das Gesetz in der Nationalversammlung bekommen wird, werde ich sofort die notwendigen Schritte tun, um die Durchführung von Betriebsräten bei der Eisenbahnverwaltung in die Wege zu leiten.“ **(von unseren kriegsgefangenen Brüdern.) Ein Leser unseres Blattes stellt uns einen Brief seines in französtscher Gefangenschaft weilenden Sohnes zur Verfügung; in dem ziemlich reichen vom 31. Kugust datierten Schreiben heißt Ein Sonntag gibt mir Zeit und Gelegenheit, Euch die Lage zu schildern, in der wir als Gefangene heute noch leben, nachdem bereits jene harten Bedingungen unterzeichnet sind, die nach menschlichem Ermessen auch unser Los verbessern sellten. Doch von alledem merkt man nichts, ist doch das Gegenteil sogar eingetreten. Uit immer neuen Hoffnungen auf eine baldige heimkehr ist das herz eines jeden erfüllt. Jene Männer aber, denen jedes Gefühl von Menschlichkeit abgeht, planen sogar, an Deutschland noch neue Forderungen zu stellen, bevor sie uns freigeben. Deutschland, zu vernichten, seine Untertanen zu erdrücken, das ist heute das Motto in dem Munde der französischen Regierung. Ein Bild im kleinen kann nach den Verhältnissen, die in unsern Lägern herrschen, gegeben werden: Ein junger unerfahrener Oepotführer waltet seines Amtes mit Härte und Strenge. Jedenfalls sind gerade solche Elemente ausgesucht. Ein jeder Cag bringt neue Maßregeln, die den Charakter des Mannes(ein Deutschenfresser durch und durch) so recht zu Cage treten lassen. Gewiß ist es schon hart genug, in den Kerkermauern eines Forts sein Dasein zu fristen. Die freie Uarur, deren Kostgänger wir alle sind, ist für uns verboten; ja man hat uns sogar den kurzen, bisher üblichen Spaziergang von einer Stunde außerhalb der Fortsmauern untersagt mit der Begründung, das Ausreißen zu verhüten. Kuf den gesundheitlichen Standpunkt der Gefangenen nimmt man keine Rücksicht. Gar vielen, deren Atmungsorgane durch die Anstrengungen ihres Frontdienstes schon schwer gelitten hatten, wird hier der keim eines frühen Codes gleichsam eingeimpft. Dazu kommt noch die mangelhafte Ernährung. Rüben(eine Art Möhren) sind hier die Hauptnahrung, 300 Gramm Brot, öfters in kaum genießbarem Zustande, und ein Stück Pferde- oder Eselsfleisch in der Größe eines Fünfmarkstückes, das ist unsere Derpflegung. Wo soll da die Kraft Deutschlands bleiben, sind doch eine große Anzahl junger Männer unter uns, die im Wachstum begriffen sind. Ulögen unsere körperlichen Organe noch so sehr leiden, den Mut verlieren wir nicht, denn der Cag der Vergeltung findet sich. Es soll aber das deutsche Dolk uns nicht vergessen und nicht eher ruhen, bis wir wieder frei sind. Das ist unsere einzige hoffnung. **(Der A.-E.=D.„Liedertafel"-Schwerterheide), Dirigent herr Karl herlinghaus, veranstaltet am Sonntag, 28. September, im„Reiche des Wassers" sein diesjähriges herbstfest durch Konzert, Theater und Ball. Der Besuch des Festes ist nur zu empfehlen, da der Verein mehrere gut einstudierte Chöre und Dolkslieder zum Vortrag bringen wird. liäheres wird noch durch Inzeige bekannt gegeben. *(Wiedereröffnung des Telegrammverkehrs mit Amerika.) Die Jensur in den Vereinigten Staaten ist seit dem 25. Juli aufgehoben. Tele. gramme nach den Vereinigten Staaten können ohne Beschränkung angenommen werden. *(Noch keine Derbesserung des Mehls.) Wie die„D. D. U.“ an zuständiger Stelle hören, bleiben einstweilen die zurzeit bestehenden Anordnungen über die Regelung des Derbrauchs von Brotgerreide und Gerste der Versorgungsberechtigten in Kraft. Insbesondere bleiben vorläufig die höhe der Cg. gesrationen an Mehl und der Ausmahungssatz un. verändert. Eine herabsetzung des letzteren wird erwogen, sobald das Ergebnis der diesjährigen Ernteschätzung vorltegt. **(Der ev. Frauenverein) nimmt morgen(Donnerstag 2½ Uhr) im ev. Gemeindehause seine Kr. beit wieder auf. Die Mitglieder werden um rege Beteiligung gebeten. *:(Neue Reichsbanknoten.) Wie aus Berlin von der Dol. Inf. gemeldet wird, erfolgt die weitere Einziehung von 50 Mark-Scheinen erst dann. wenn neue Banknoten dieses Wertes zur Ausgabe gelangt sind. Die neuen 50 Mark-Scheine, die in nicht ferner Seit von der Reichsbank in den Verkehr gebracht werden sollen, sind in Wien in Auf. trag gegeben. Infolge der zahlreichen Fälschungen werden die neuen Scheine nach einem Muster gefertigt, das eine Nachahmung ausschließt oder zum mindesten sehr erschwert. Nach Ausgabe dieser Scheine dürfte der Aufruf der 50 Mark-Scheine vom 30. klovember 1918 zwecks Einziehung end. gültig erfolgen. Der letzte Aufruf galt den Schei. nen vom 20. Oktober 1918. **(Die Vereidigung der Beamten.) Die Vereidigung der Beamten in den Jentralbehörden ist bereits zum größten Ceil erfolgt. Auch in den nachstehenden Dienststellen hat bereits eine große Auzahl von Beamten den Eid auf die neue Verfassung geleistet. *:(Der 15. Rhein.=Westf. handlungsgehilfentag des Deutsch-Nationalen handlungsgehilfen-Oerbandes findet am Sonntag, den 14. September, in Essen statt.— Die Cagesordnung lautet:„Die Frauenfrage im Handelsgewerbe“,„Nationale oder internationale Gewerkschaft"? Nachmittags findet in demselben Lokal großer Kaufm. Industrieangestelltentag statt. An allen Derhandlungen nimmt das Mitglied der Verwaltung, herr Klbert Simmermann, teil. Lags zuvor findet bereits der 19. ordentliche Gautag des Gaues Niederrhein-est. falen in denselben Räumen statt.— Die deutschnationale handlungsehilfenbewegung hat in den letzten Monaten in Rheinland und Westfalen einen außerordentlichen Kufschwung genommen. Betrug die Mitgliederzahl bei Kriegsausbruch noch nicht einmal 14000, so ist sie jetzt auf über 32.000 gestiegen. Der Gau Nliederrhein-Westfalen steht damtt hinsichtlich der Mitgliederzahl an der Spitze aller Gaue des Deutsch-Nationalen handlungsgehilfenVerbandes. **(Der Bund Deutscher Frauenvereine) wird vom 15. bis 18. September seine Generalversammlung in Hamburg abhalten. Die beiden Hauptthemen, die auf der Cagesordnung stehen, sind:„Die gegenwärtigen Drobleme der Frauenberufsarbeit“ und die Frage:„Die benützen wir die polittsche Gleichberechtigung zur Vertretung und Durchsetzung der Frauenforderung?" In zwei öffentlichen hauptversammlungen werden Dorträge über folgende Chemen gehalten:„Die Mitarbeit der Frauen am geistigen und sittlichen Wiederaufbau unseres Dolkslebens“-Referentin: Marianne Weber) und „Die Einheit der deutschen Nation als Grundlage „ Diederaufstieges"(Ref.: Hertreterinnnen aus de osten und dem Norde *r(Ein neuer Schieber! Schleicher sind uner 10 und Schliche. Irrende Herzen. Koman von Reinhold Ortmann. 57 (Nachdruck verboten.) Sie war aufgestanden, doch Wolfgang nahm ihre Hand und zog sie sanft auf den Sitz zurück. „Die Gesetze der Ehre? Verstehen wir uns denn noch immer so wenig, meine liebe Marie? — Ist di Welt, in der man Ti. so schnöde mitspielen konnte, auch heute noch die Welt Deiner Ideale?— Hat Dich selbst diese harte Schule nicht zu lehren vermocht, wie viel Herzlosigkeit, Feigheit und schnöde Selbstsucht sich auch hinter all dieser blinkenden Rütterlichkeit und hinter demstolzen Gerassel mit fleckenlosen, adligen Wappenschildern zu vergen weiß?“ „Könnte es Dir denn Genugluung bereiten, Wolfgang, wenn es so wäre?" „Genugtnung— nein!— Tazu war der Preis, den Du für diese Erfahrung zu zahlen hatteft, denn doch zr hoch!— Aber daß nur mit Hilfe mancher herben Enttäuschung aus dem uuheilvollen Zwiespalt zu erlösen sein würdest, in welchem ich Dich bei meiner Rückkehr traf, das, meine liebe Marie, war mir allerdings von vornherein nicht zweiselhaft.“ „Ich verstehe Dich nicht mehr, Wolfgang! — Aus einem Zwiespalt, von dem ich selber nicht das Geringste bemerkte?: „Würden wir Menschen denn so oft geradesmeg.s in unser Unglück reunen, wenn wir rechtzeitig bemerkten, ans einer wie verderblichen Bahn wir uns befinden?— Und glaube mir, mein Liebling: Du warst bedenklich nahe daran, Dich in der absichtlich gewählten Einsamleit Deines elenden Stübcheus bei Deinen schlecht vezahlten Malereien in ein tief unglückliches Dasein hinernzuleben. Richt durch Deine Schuld,— In warst eben erzügen worden für eine Gerllschaft, die da meint, über der Menge der Menschen zu beben, und die sicd darum das Recht nimmt. sie Zi veragten, Aüle eine Bedaufen uchd Beteneauschauungen wurzelten in dem Boden dieser Erziehung, und wie wohltätig auch eine augeborene Herzensgüte Deinen aristotratischen Hochmut dämpfen mochte, er war darum doch in nur zu antschiedener Ausprägung vorhanden. Du schüttel“ deen Kopf und siehst mich beleidigt an— Die glaubst mir also nicht! Nun wohl, so gib mir ehrliche Antwort auf einige ehrliche Fragen: Warum machtest Du gerade das geringste und unvollkommenste Deiner Taleute für den Brot erwerb nutzbar, wenn nicht in dem hochmütigen Irrium, daß es Dir nicht anstehe, Tich gleich der ersten besten Bürgerstochter in der abhängigen Stellung einer Erzieherin oder eines Wirtschaftsfränleins durch die Wett zu schlagen?— Warum gabst Du Dir so wenig Mühe, Deine Entrüstung über die von mir getrossene Berufswahl zu verhehlen, und warum lehntest Du es ohne Besinnen ab, meinem Hauswesen vorzustehen? Sieh, ich etinnere Dich gewiß nicht au diese Tinge, um Dir einen Vorwurf daraus zu machen, denn Tu dachtest und handeltest eben nur, wie as Tir von Kindheit auf gelehrt worden war. Aber Du mußt mir glauben, daß es mich aufrichtig schmerzte, in so gefährlicher Verblendung zu wissen. sich völtig unabhängig von den Menschen der mag es ja wagen düron, sie ungestraft zu verachicht. dahintre Dich Wer suchtt. der mag es ja wagen dürion, sie ungestraft jachten. Wer aber mitten im großen Strone treibt, allen Stücmen preisgegeven und stundnie vonrommeu vegreftlch füden,— für den Hor mut des Fräulein von Brenckendorf aber, das mühselig um das tägliche Brot arbeiten sieh würde sie sicherlich nur Hohn und offenkundig Geringschätzung haben.“ „Und warum, wenn Du dies alles erkanntef warum hast Du es mir nicht schon damals ge sogt?“. „Weil Dir meine Worte nicht den geringster Eindruck gemacht haben würden, liebste Marie — Wenn es ein Mittel gab, Dich vor so ver fehltem und verbittertem Dasein zu bewahren, si war es einzig der Versuch, Dir die Welt Deine Träum= und Illusionen einmal im nüchterner Lichte der Wirklichkeit zu zeigen, Dich durch eigen Erfahrung zu überzeugen, daß Lauterkeit des Eharalters und Größe der Gesinnung mit adeligen Abstammung so wenig zu schaffen haben, als Ehrlosigkeit und seige Schwäche mit niedriger ruhmloser Herkunft. Wie die Dinge sich jetzt gestaltet haben, muß ich freilich zugeben, daß es ein gewagtes Experiment war und daß ich vielleicht besser getan hätte, es unversucht zu lassen.“ Verständnislos starrte ihn Marie an; dann aber ergriff sie mit einer heftigen Bewegung seinen Urm. „Ein Experiment, das Du unternommen hest, Du?— Ja um Gotteswillen, was soll denn dar heißen: geuer Kniffe grücht, sie hätten eine stark tanischen Mehlsäcken veru un die einheimischen Papiel ersetzen. sondern um un eackleinwandhülle deutsches Erzeugnis an den Mar zeuisch: Bretgetreide immer gastet wird, kann es sich zur um eine ausgedehnte S darauf ausgeht, ihr ge merdächtiger Verkleidung nischieben. Pflicht der zus s sein, dem handel in am gusprechende Aufmerksamk die Leute genau anzusehen, dases Interesse an diese bekunden. *(Der heutige Woch außerordentlich reich mit grt beschickt; namentlich flengen Birnen zum Derk breisgestaltung ist gegen d gr keine Veränderung ein 60 Pfg. bis 1.20 M. das Of pflaumen 1 bis 1,30 M., 1 ## pfg., Weißkohl 10 Pfg., nelde und Mangold 30 p éndivien Kopf 30 Pfg., Re un 15 Pfg., Kürbis 40 burken Stück 1.20 bis 1 Jsund 1,70 M., Fische 1 bi lich darau angewiesen, nach der Hand eines tieben Nächsten zu hachen, um sich an ihr mit genauer Liot uber Wasser zu haiten, der hüte sich vor der Hofsart als vor der verderblichsten alter Torheiten. Ziher sich don Haß oder den Spott der anderen zuziahl, in jedem Fall wiro der sehr hald ungtücklich und einsam sein. Was die Menge an dein Großen und Mächtigen. e##efürchtig anstannt und benn das heißen: „So ist Dir niemals eine Ahnung gekommen, mem Du die freundliche Einladung des Generals zu danleu hattest? So haft Du nie etwas Aufen. ebrinr bewundert, dis erscheint ihr bei, ihresgleichen nur zu oft vercammenswert oder verächtlich,— und ihresgleichen ist ihr jeder, der mit der gemeinen No##des Lehaus zu rinen hat, wie sie. Ten Hochmut des Fräulein von Breuckendorf, das in einer mannennsimmüdten: Ganibase nahiniaut man Du nie etwas Aufiges in der plötzlich erwachten Teilnahme r lieben Verwandten gefunden?“ Wie von einem furchtbaren Schlage getroffen, ie Marie das Haupt,.n. „Sage mir alles, Wolfgang!“ bat sie mit matter Stimme.„Jetzt darsst Du mir nichts mehr verschweigen!“ Und er berichtete ihr in der Tat getreulich von seinem einzigen Besuche bei dem General und von dem seltsamen Vertrag, welcher damals zwischen ihnen geschlossen worden war. *: Ergste, 10. Sept.( somtag beteiligte sich der dlub an den in Langsche ämpfen. Die erste Man ###en Klasse den 1. Preis un n der zweiten Klasse den in der 400 Meter-Staffette brünger, Wagner, Schmid reitwurf Klex Linde den Albert Brenne den Ehrer #200 Meter-Lauf den 1. D ###uuf den 2. Preis. Dem ein kräftiges Ball Heil! * Aplerbeck, 9. Sept. Am Samstag hatte sich# die Deichsel von zu kohlenwagen gesetzt. D Jahrt heruntergefallen 1 wweiten Wagens geraten. ##lichen war vollständig ei #tach kurzer Zeit eintrat. sich an fahrende Fuhrwe gen, kann man ständig be zieher können die Kindhandlungen nicht genüge Danks „Halten Tu Dich in jenen Kreisen dauernd wohl befunden, meine liebe Marie, so würdest Du aus meinem Munde nie erfahren haben, welche Bewandtnis es mit der liebevollen Fürsorge Seiner Exzellen; für die Tochter des armen Jugendfreundes gehabt. Mein Exempel wäre dann einfach salsch gewesen, und im Anblick Deines Glückes hätte ich die Erkenntnis meines Irrtums wahrlich leicht geuug verschmerzt. Jetzt aber mußt Di freilich zu allem anderen auch noch erjahren, weshalb ich mich meines Adels entäußertc, und halb Engelbert von Brenckendorf es wagen durfte, mich vor seinen Freunden zu verlengnen.“ Er war offenbar einer wohlüberlegten Absicht gefolgt, aber es hatte ganz den Anschein, daß di Wirkung seiner Mitteilung eine wesentlich andere gewesen sei, als er es erwartet. Marie war totenbleich geworden, und als er sich unn aufs neue ihrer Hand bemächtigte, lag dieselbe eisle seinigen. Wolfgang wariele ruhig auf ihre E widerung, obwohl Minnten vergingen, ehe sie, ihre Kraft mühsam zusammenrassend, sagte: „Du hast es gewiß gut mit mir gemeint, ur das Opfer, welches Du mir gebracht hast, ist größer, ats ich es um Dich verdient habe. dause Dir dafur; aber Du siehst nun ein, daß es besfer gewesen wäre, das Experin zu unterlassen. Du hattest eben nicht darang dacht, eine wie unwürdige Rolle ich in den Auget des Generats und seiner Angehörigen spieter nachdem ich insolge solcher Abmachung Haus gekommen war,— Du hattest die mütigungen nicht vorausgesehen, die mir u solchen Umständen früher oder später unsetll beschieden, sein mußten,— und— doch Prcht es könnte den Auschein gewinnen, als ob ich Vorwürfe machen wolkte, und das ist sicht nicht meine Absicht.—. Roch einmal:„Jc, nunz Dir, auch für Deine Offenheit!— un adien,— für heute*„.7 Wolfgang In lebhaftester Ueberraschung hielt Weis#noch immer ihre Hand. (Fortsetzung folgt.) Für die u Hinscheidens un schlafenen ery sprechen wir hie herzlichsten Da Im Namen Adol Das neue Fra Kleid Jonatschrist sa „ kultur. Einzelhe = lich Mk.? Zu beziehen Nuchandl — Wie eiben ungen greide Kraft. r Caß unrd erhrigen 100 10167 Berlin e weidann, usgabe die in n Dern Aufchungen ter geder zum dieser Scheine nig endScheisie Verirden ist in den te große dle Verfilfentag) -Verbanin, Essen Frauener interindet in strieangen nimmt Simmer= der 19. zein-Weste deutsch. in den len einen . Betrug loch nicht 32.000 gekeht damit spitze aller gegebilbenne) wird ilversammm Hauptsind:„Die ufsarbeit“ e polittsche durchsetzung hen hauptr folgende Frauen am u unseres Deber) und Grundlage n dauernd o würdest sen, welche iige Seiner Jugenddann eines Glückes s wahrlich mußt hren, wesund wesgen durfte, .“ ten Absicht in, daß die lich andere war totenaufs neue kalt in der uf ihre Erehe sie, all sagte: emeint, und gast, ist viel habe. Ich wohl selber Experiment daran geden Augen ielen mußte. ug in sein st die D“ mir unter r unfehlbar doch genug, ob ich ist sicherlich ich danle Und nun: lt Wolfgang ng folgt.) wiederaufstieges".(Ref.: Dr. Gertrud. Bäumer pertreterinnnen aus dem Westen, dem Süben, gsten und dem Norden Deutschlands) 0 *(Ein neuer Schieberkniff.) Unsere Schieber Schleicher sind unergründlich im Erfinden Kniffe und Schliche. Ueuerdings geht das gerücht, sie hätten eine starke Nlachfrage nach ame#anischen Mehlsäcken verursacht, aber nicht etwa, die einheimischen Papiersäcke der letzten Jahre ersetzen. sondern um unter der amerikanischen ###achkleinwandhülle deutsches Mehl als amerikanides Erzeugnis an den Mann zu bringen. Da das d#usch: Bretgetreide immer noch öffentlich bewirtshaftet wird, kann es sich bei dem saubern Plau zur um eine ausgedehnte Schwarzmahlerei handeln, zie darauf ausgeht, ihr gesetzwidriges Produkt in werdächtiger Verkleidung zu hohen Preisen zu nischleben. Pflicht der zuständigen Behörden wird 6 sein, dem Handel in amerikanischen Mehlsäcken zutsprechende Aufmerksamkeit zu widmen und sich die Leute genau anzusehen, die plötzlich ein so lebInteresse an diesem überseeischen Artikel bekunden. **(Der heutige Wochenmarkt) war wieder aßerordentlich reich mit Gemüse und Obst aller grt beschickt; namentlich waren überaus größe flengen Birnen zum Verkauf gestellt. In der dreisgestaltung ist gegen die Dorwoche wenig oder ur keine Veränderung eingetreten. Repfel kosteten 60 pfg. bis 1.20 M. das Dfund, Birnen 20—70 Pfg., pflaumen 1 bis 1,30 M., Wirsing 16 Pfg., Rotkohl # pfg., Weißkohl 10 Pfg., Kohlrabi Stück 10 Pfg., nlelde und Mlangold 30 Pfg., Salat Kopf 15 Pfg., endivien Kopf 30 Pfg., Rote Rüben 15 Pfg., Möhun 15 Pfg., Kürbis 40 Pfg., Iwiebeln 40 Ofg., furken Stück 1.20 bis 1,50 UI., Einmachgurken Jund 1,70 M., Fische 1 bis 1,30 M. *e Ergste, 10. Sept.(Kasensport.) Am vorigen somtag beteiligte sich der hiesige Spiel- und Sportdlub an den in Langschede abgehaltenen Wettsampfen. Die erste Mannschaft evrang in der erten Klasse den 1. Preis und die zweite Mannschaft in der zweiten Klasse den Ehrenprets. Es erzielten in der 400 Meter-Staffette die Mannschaft Kirchhoff, brünger, Wagner, Schmidt den 2. Preis, im Ballreitwurf Klex Linde den 2. Preis, im Ballweitstoß Albert Brenne den Ehrenprets, Karl Schmidt im #200 Meter-Lauf den 1. Preis und im 1000 Meterluuf den 2. Preis. Dem Verein und den Siegern ##en kräftiges Ball Heil! * Aplerbeck, 9. Sept.(Ueberfahren und getötet.) in Samstag hatte sich der Schüler heinrich Werth uuf die Deichsel von zwei anetnandergekoppelten kohlenwagen gesetzt. Dabei ist er während der Jahrt heruntergefallen und unter die Räder des weiten Wagens geraten. Die Brust des Unglück#lichen war vollständig eingedrückt, so daß der Cod nach kurzer Seit eintrat. Die Unsitte, daß Kinder sich an fahrende Fuhrwerke und Kraftwagen hän#en, kann man ständig beobachten. Eltern und Erzieher können die Kinder auf die Gefahr solcher handlungen nicht genügend hinweisen. Aus den Provinzen. * hagen, 9. Sept.(Brennspiritus als Crinkbranntwein.) Der hiesige Arbeiterrat hat über 16 Wirtschaften den Boykott verhängt, weil deren Inhaber verdünnten Brennspiritus zu Wucherpreisen als Crinkbranntwein ausgeschänkt hatten. In einer öffentlichen Beisammlung wurde die Behauptung aufgestellt, daß bisher acht Opfer dieser Schnapsfälschung an Spiritusvergiftung gestorben seien. * Dortmund, 9. Sept.(Reiche Diebesbeute.) Der Jockey heinrich Schröder und der Bürogehilse Franz Nazkoviak ließen sich in der vergangenen Nacht mit zwei von Düsseldorf kommenden Händlern in Schiebergeschäfte ein und stahlen ihnen Sigaretten im Werte von 80000 Mark. Nach dem Diebstahl bestiegen die Diebe mit ihrer Beute einen Kraftwagen und jagten davon. Sie wurden jedoch bald festgenommen. * Köln, 9. Sept.(Für 100000 Mark Pelze gestohlen.) Nachdem bereits in der vorgangenen Nacht aus einem Pelzwarengeschäft Pelze im Werte von 40000 Mark gestohlen worden waren, statteten die Diebe in der letzten Nacht demselben Geschäft einen weiteren Besuch ab, überfielen den Wächter, verletzten ihn durch Dolchstiche schwer und stahlen erneut für 100000 Mark Pelzwaren. * Düren, 9. Sept.(Weil sie die Jahnen nicht grüßten.) Das britische Kriegsgericht hat in einer Sitzung 30 Einwohner zu mehreren Monaten Gefängnis verurteilt, weil sie die britische Fahne beim Dorübergehen nicht gegrüßt haben sollen. Danksagung. Für die uns anlässlich des Hinscheidens unserer lieben Entschlafenen erwiesene Teilnahme sprechen wir hiermit allen unseren herzlichsten Dank aus. 6925 Im Namen der Hinterbliebenen: Adolf Heymann. Deutsche Würde. Die Tranzosen ließen zu dem Konzert der Armee Fayolle, das am französischen Nationalfest in Saarbrücken veranstaltet wurde, Einladungen an zahlreiche Bürger der Stadt ergehen. Auch auf den Kontrollabschnitten waren die llamen der Eingeladenen vermerkt, um zu ermitteln, wer der französischen Einladung Folge geleistet hatte. Nur wenige Bürge folgten dieser Einladung. Bei der Wiederholung des Konzerts war kein deutscher Bürger anwesend.(Es tut wohl, auch einmal solches vermerken zu können, nachdem schon so manches Beispiel deutscher Würdelosigkeit gegenüber dem Feinde berichtet werden mußte.) —0— Bunte Chronik. Tollwut durch hundefleisch. Die Sosnowicer „Iskra“ bringt Berichte aus dem Industrieort Sawiercie, wonach dort infolge der Ernährungsnot in großen Ulengen hundefleisch genossen wird, das im Handel 2.50 bis 3 U. kostet. Aus den benachbarten Kreisen werden ganze herden von Hunden nach Sawiercie eingeführt.„Infolge des Genusses von Hundefleisch sind mehrere Fälle von Collmut vorgekommen. ) Ueber den Berliner 20-Millionen-Geldschmuggel, der lebhaft die Geffentlichkeit beschäftigt, ist der Schleier soweit geküftet, daß man weETT·UNTCS!IKammerjäger Fromme Morgen, Donnerstag, den 11. September, Dortmund, Borsigabends 8 Uhr im Lokale des Herin WIlh. Kordek,(platz 6, ist einige Tage Somstrobe:. muns zi Schwerke. Postkarte Große Fuhrmanns-Versammamdt nach Dorimund erbeten wozu sämtliche Fuhrleute von Schwerte und Umgegend; für eilige Au#sträge. herzlichst eingeladen sind. Tagesordnung wird daselg]] Fernruf 7655. 6863 nigstens erfährt, wo die Beamten eigentlich geblieden sind, die die Verfolgung der Millionenschiebungen nach der Schweiz aufgenommen hatten. Sie befinden sich, wie settens des Berliner Polizeipräsidiums mitgeteilt wird, dicht an der Grenze der Schweiz. Ob das Geld in Sicherheit gebracht wurde, sei noch nicht bekannt. Die Beamten würden einige Cage dort bleiben, da sie fest bei der Arbeit seien. Nach den Auskünften ist anzunehmen, daß die Beamten weiteren Schiebungen auf der Spur sind. 3 4 Eingesandt. (Für Artikel umer dieser Rubrik übernimmt die Schriftleitung nur die preßgesetzt. Verantwortung.) Jur heimkehr unserer Kriegsgefangenen. Die Jusammenkunft unseter Vertreter mit den Engländern zur Erledigung der verkehrstechnischen Fragen der Kriegsgesangenenheimsendung in Köln hat stattgefunden, aber leider ohne den erwarteten Erfolg. Die Engländer haben sich bereit erklärt, täglich bis zu 10000 Gefangene zu übergeben, und wir können nur 3400 täglich annehmen. trotzdem diese noch in fremden Jügen bis Köln gebracht werden. Das bedeutet für hundertuausende unserer Brüder eine monatelange Verlängerung ihrer Leiden und Gualen. Das herz krampft sich einem zusammen, wenn man hört, daß unsere Eisenbahn es nicht kann, und man sieht die vielen, vielen unnötigen Vergnügungsfahrten von heute. Sollte es nicht möglich sein, den Personenverkehr so einzuschränken, daß wir wenigstens die Anzahl unserer Brüder in die Heimat führen können, die uns die Engländer angeboten haben. Bei einigem guten Willen und mit Unterstützung der ganzen Bevölkerung muß das möglich sein. Das ist das letzte Liebeswerk an unseren gefangenen Kameraden, und das sollten wir ihnen wahrlich nicht verweigern. w. S. —— (Eigener Oepeschendienst.) Der Streit um die an Deutschland. aU Lugano, 10. Sept. In der gestrigen Sitz. ung des Obersten Rates über die an Deutschland zu erteilende Kutwort hat, wie der„Corriere della Sera“ aus Paris berichtet, Frankreich eine sehr energische Jassung vorgeschlagen, die aber von der amerikanischen Delegation verworfen wurde. Die Amerikaner werden für heute eine neue Jassung vorschlagen. Nach dem„Corriere della Sera“ ist man in amerikanischen Kreisen durchaus nicht der Ansicht der Franzosen, die dem umstrittenen Artikel 61 der deutschen Verfassung eine übertriebene Bedeutung beilegen. Im Gegenteil sind sie überzeugt, daß die Gesellschaft der Nationen sofort nach ihrer Konstituierung die Vereinigung DeutschGesterreichs mit Deutschland werde anerkennen müssen, falls diese von den Gesterreichern aufrichtig gewünscht wird. Dr. Fritzen* aU Berlin, 10. Sept. Der Bischef von Straßburg, Dr. Adolf Fritzen, der das Amt 28 Jahre lang bis zur Suspension durch die französtschen Behörden verwaltet hatte, ist gestorden. Die deutschen Dampfer. Was Kinsterdam, 10. Sept. Laut„Telegraaf“ ist aus dem neuesten Register von Lloyd ersichtlich, daß 16 der großen deutschen Czeandampfer von der amerikanischen Schiffahrtsgesellschaft, 9# vom ameriknischen Marinedepartement, 9 von der britischen Schiffahrtskommission, 6 von Italien, 2 von Brasilien und I von Chile verwaltet werden. die von der amerikanischen Schiffahrtsgesellschaft verwalteten Dampfer haben andere Namen erhalten. was darauf schließen läßt, daß sie als amerikanisches Eigentum angesehen werden. Eine Drohnote des Obersten Rates an Rumänien. aU Lugano, 10. Sept. Der Oberste Rat hat dem„Corriere della Sera" zufolge eine klote an Rumänien gesandt, die unter Drohungen die Unterzeichnung des Friedensvertrages mit Gesterreich verlangt. Die Note bezweckt nicht nur, die Rumänen, sondern auch die Südslawen und Tschechen zur Unterzeichnung zu bewegen. Die energische haltung des Kates ist auf das Eingreifen der amerikanischen Delegation zurückzuführen, die an der von Wilson unterstützten Minderheitsklausel festhalten mußte, um Wilson einen Mißerfolg während seines Reisefeldzuges gegen die Republikaner zu ersparen. Durch eine Mine zerrissen. Lörrach(Baden), 10. Sept. Bei Rosenau im Elsaß fand ein junger Mann eine Mine. Das Geschoß explodierte und zerriß ihn, sowie 4 Kinder im Rlter von 19 bis 14 Jahren. Ein ganzes Dorf eingeäschert. Stettin, 19. Sept. Das Dorf Püzerl im Kreise Saatzig wurde durch ein Großfener eingeäschert. Diel Dieh kam in den Flammen um. Ruch der ganze reiche Erntebestand wurde vernichtet. Briefkasten. C. W. Wir haben schon häufig darauf hingewiesen, daß es für einen entlassenen Soldaten keine Seit der Steuerbefreiung gibt. Er ist nur dann steuerfrei, wenn er kein Einkommen hat; ist dieses aber vorhanden, dann muß er von dem auf die Entlassung folgenden Monatsersten Steuer zahlen. Wer die Cageszeitungen liest, muß endlich wissen, daß kein Soldat nach seiner Entlassung noch ein halbes Jahr oder sogar länger Steuerfreiheit genießt. . 5 Zimmer- Wo bekannt gegeben. Die Einberufer, mehrere Fuhrleute, Eine Näheres i. d. Geschäftsst. 9. Zeitung. 6926 In gutem Hause für eine anständige Dame oder anständigen Herrn Mk. Belobnung JZink=Badewanne Schlugg! Landwirtel Verhält dersenige, der mir zu verhaufen. e rg der mit den oder die Tater namhaft macht, die mir in der Montagnacht mein schwarz=weißes zu Veckäufen. 8910 Zu erfragen i. d. Geschst. Ein 2=flammiger 6917 Rind Größere Posten Ackerwalzen 2 U. 2X0.63 Meter ca. 530 kg schwer: Motorwagen Gebr. Haver Franz Rohlmann, Das neue Frauenblalt der neuen; Zeit ist Kleid u. Heim : Monatsschrift für Modekunst und Heim1: kultur. Einzelheft Mk. 1.10. Vierteljährlich Mk. 2.90 frei ins Haus. Zu beziehen durch die Buchbandlung Carl Braus. Schwerte(Ruhr). Schwerte(Ruhr), Maschinenfabritz, Telef: 17 Landwirt Holzwickede i. Westf. 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Mittwoch bis Freitag Das große Künstlerprogramm: HENNY PORTEN in ihrem neuen Film: Die Naue Tuleine. Drama in 5 Aklen.— Ergreifende Handlung. WANDA TREUHANN in Die Veinzellin v. Moslecsceul. Glänzendes Lustspiel in 3 Akten, Bekanntmachung Nr. F. R. 420/7. 19. K. R. A. Bekanntmachung Bekanntmachung. Nr. F. R. 110/8. 19. K. R. A. Auf Grund der Verordnung des Bundesrats über die wirtschaftliche Demobilmachung vom 7. November 1918(Reichs=Gesetzbl S. 1292), auf Grund des Erlasses des Rates der Volksbeauftragten über die Errichtung des Reichsamts für die wirtschaftliche Demobilmachung vom 12. November 1918(Reichs=Gesetzbl. S. 1304) und auf Grund des Erlasses der Reichsregierung, betreffend Auflösung des Reichsministeriums für wirtschaftliche Demobilmachung vom 26. April 1919(Reichs=Gesetzbl. S. 438) wird folgendes angeordnet: Arlikel I. Die goldene Kugel. Delektiv=Schlager in 4 Akten. In der Uebersichtstafel zu der Bekanntmachung Nr. Ch. I. 1/3. 16. K. R. A., betreffend Bestandserhebung und Beschlagnahme von Chemikalien und ihre Behandlung, vom 1. März 1916 fällt die Klasse a fort. Arlikel II. Diese Bekanntmachung tritt am 1. August 1919 in Kraft. Berlin, den 1. August 1919. Der Reichswehrminister. 6905 Auf Grund der Verordnung des Bundesrats über die wirtschaftliche Demobilmachung vom 7. November 1918(R. G. Bl. S. 1292), auf Grund des Erlasses des Rats der Volksbeauftragten über die Errichtung des Reichs amts für die wirtschaftliche Demobilmachung vom 12. November 1918(R. G. Bl. S. 1304) und auf Grund des Erlasses der Reichsregierung, betreffend Auflösung des Reichsministeriums für wirtschaftliche Demobilmachung vom 26. April 1919(R. G. Bl. S. 438) wird folgendes angeordnet: Arlikel I. Die von den Kriegsministerien und den Militärbefehlshabern erlassenen, den Betroffenen namentlich zugestellten Verfügungen, betreffend Beschlagnahme und Meldepflicht von Rohweinstein, Weinstein(Cremor tartari) oder Weinsäure(letztere auch in Laugenform) werden hiermit aufgehoben. Arlikel II. Diese Bekanntmachung trilt am 9. August 1919 in Kraft. Die Arsgabe der Brotkarten sindet stall; Donnerstag, den 11. d Mts., für Ne. 1—600 vormi und Nr. 601—1200 nachmittags, am Freitag, den## Mis, für Nr. 1201—1800 vorm. und Nr. 1801—# aachmitlags, am Sonnabend, den 18. d. Mts., ih## 2401—3000 vormittags und Nr. 3001 bis Schluß mittags. Die Brotkartenhülle ist mitzubringen." Aa Kinder unter 14 Jahren köngen Karten# verabsolgt werden. Die Karten sind vor dem Ven### des Lokals Zimmer 5 des Rathauses nachzu### Spälere Einwendungen gegen die Richtigkeit###aicht derücksichtigt werden. Schwerte, den 8. September 1919. Der Magistra Bekanntmachung. Der slädlische Arbeitsnachweis Schwerke, H### straße Nr. 35, Zimmer Nr. 4, Teleson Nr. 76 und# dient zur unentgeltlichen Vermittelung von Arbeit zwie# Arbeitgebern und Arbeitnehmern. Allen Arbeilgebern wird empfohlen. bei Bedari## Arbeitskräften den Arbeitsnachweis stets in Anspruch nehmen. Geschäftsstunden werkläglich: vormittags von 8 bis 12½ Uhr. nachmittags von 2½ bis 6 Uhr. Mittwoch nachmittag ist geschlossen. Schwerte, den 9. September 1919. Der Bürgermeister: Rohrmann Prsseensussronteefmneen „Schwerter Zeitung“ u Beedose. Aousgorte bei der Post 1.80 Mh. Anzeigenpreis: Die Sgespa zutl: oder Jeren Raum 80 P 40 Pfg. Seder Radalt gilt und erlischt bei Konkurse vergleichen, gerichtlichen Klagen der gemachten Zahlung I. A.: Hedler. Heute nachmittag: Kinder=Vorstellung. Bekanntmachung Berlin, den 9. August 1919. 6907 Der Reichswehrminister. Bekanntmachung. I. A.: Hedler. Nr. F. R. 10/8. 19. K. R. A. S— Freischütz. jeden Mittwoch abend 8 Uhr: — Konzert. — Eintritt 1.— Mk. Obmeh Auf Grund der Verordnung des Bundesrats über die wirtschaftliche Demobilmachung vom 2. November 1918(Reichs=Gesetzbl. S. 292), auf Grund des Erlasses des Rats der Volksbeauftragten über die Errichtung des Reichsamts für die wirtschaftliche Demobilmachung vom 12. November 1918(Reichs=Gesetzbl. S. 1304) und auf Grund des Erlasses der Reichsregierung, betreffend Auflösung des Reichsministeriums für wirtschaftliche Demobilmachung vom 26. April 1919(Reichs=Gesetzbl. S. 438) wird folgendes angeordnet: Arlikel I. Benanntinachung Nr. W 110/8. 19. Mit Zustimmung der Reichsstelle für Textilwirtschaft wird folgendes bekanntgemacht: Gemäß Erlaß des Ministeriums für Landwirsse hat zwecks Bekämpfung der Pferderäude eine Un suchung sömtlicher Pferdebestände stattzufinden. Pferdebesitzer des Stadtdezirks Schwerke werden au fordert, sämtliche Pferde am Freitag, d. 12. tember d. Is., vorm. 11 Uhr oder nachm. 6 auf dem Platz am Progymnasium vorzustellen oder# derärztlsches Attest den Nachweis zu erbringen,. sämtliche Pferde frei von Räude sind. Ud terlassungen werden nach dem Reichsviehseu## gesetz bestraft. Nr. 21L. Deutschlands: Die Polizei=Verwaltung S Mittelstr. 14 HAGEN Telefon 2244. 555 # Vornehmstes Wein Cabaret Westfalens= Inh.: Siegfried Müller. 6903 5 Die Bekanntmachung Nr. Bst. 1945/2. ·7. K. R. A, betreffeud Bestandserhebung und Lagerbuchführung von Drogen und Erzeugnissen aus Drogen, vom 15. März 1917 tritt außer Kraft. Artikel II. Während der beiden Kirmestage Donnerstag und Freitag: 2 Vorstellungen— Diese Bekanntmachung tritt am 4. August 1919 in Kraft. mit dem vollständigen Programm 2 nachmittags 4 Uhr:—: abends 8 Uhr. a Muniunuhzi Berlin, den 4. Angust 1919. 6905 Der Reichswehrminister. I. A.: Hedler. Schwerler Sporivereinigung 06. Donnerstag, den 11. d. Mts., abends 8½ Uhr im Vereinslokal„Westf. Hof“: de. Monats=Versammlung mit wichtiger Tagesordnung. 6927 Es wird um vollzähliges Erscheinen gebeten. Der Vorstand. Bekanntmachung Nr. F. R. 120/8. 19. K. R. A. Zahnpars an) Friedrich Esser Schwerte Hagenerstraße 141. Telefon 102. Auf Grund der Verordnung des Bundesrats über die wirtschaftliche Demobilmachung vom 7. November 1918(Reichs=Gesetzbl. S. 1292), auf Grund des Erlasses des Rats der Volksbeauftragten über die Errichtung des Reichsamts für die wirtschaftliche Demobilmahung vom 12. November 1918(Reichs=Gesetzbl. S. 1304) und auf Grund des Erlasses der Reichsregierung, betreffend Auflösung des Reichsministeriums für wirtschaftliche Demobilmachung vom 26. April 1919(Reichs=Gesetzbl. S. 438) wird folgendes angeordnet: Artikel I. Artikel I. 1. Die Bekanntmachung Nr. W 10/3. 19 über Beschlagnahme und Bestandserhebung de deutschen Schafschur und des Wollgefälles bei den deutschen Gerbereien vom 1. 3. 19. 2. die Bekanntmachung Nr. W 20/3. 19 betreffend Beschlagnahme von reiner Schafwolle, Kameelhaaren, Mohair, Alpaka, Kaschmir sowie deren Halberzeugnissen und Abgängen vom 1. 3. 19, 3. die Bekanntmachung Nr. W 30/3. 19 über Beschlagnahme von Web=, Trikot=, Wirk=, Strickgarnen vom 1. 3. 19, 4. die Bekanntmachung Nr. W 40/3. 19 über Beschlagnahme und Bestandserbebung von Torffasern(Blattscheiden von Eriophorum) vom 1. 3. 19, 5. die Bekanntmachung Nr. W 50/3. 19 über Beschlagnahme u. Meldepflicht von gesammelten rohen Menschenhaaren vom 1. 3 19, 6. die Bekanntmachung Nr. W 90 5. 19 betreffend die Abänderung der Bekanntmachung Nr. W 10/3. 19 über Beschlagnahme und Bestandserhebung der deutschen Schafschur und des Wollgefälles bei den deutschen Gerbereien vom 19. 5. 19 werden hiermit aufgehoben. e upung möglichst mit Kraftanschluß zu mieten oder zu kaufen gesucht. Ausführliche Offerten unter I. 6872) an die Geschst. d. Geschlechts-Kranke. Rasche Hilfe— Doppelte Hilfe. 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Mannsofortige Hilfe Ueber jedes der 8 Leit ist eine ausfütrl. Broschüre erschienen, mit ärztl. Gutachlen und Hunderten freiw. Dankschreit Beheiller. Jusendung kostenlos gegen 25 Pig. Marken für Porto in verschloss. Doppeldrief odne A# druck durch Spezialarzt Dr. med. Damman. Berlin!! Potsdamerstraße 123 B. Sprechstunden: 9—10, 8—4 U auß. Sonnab. u. Sonnt Genaue Angabe des Leide erforderlich, damil die richt. Broscüre gesandt werd. kan Beratung Diese Bekanntmachung tritt am 11. Aug. 1919 in Kraft. Berlin, den 28. August 1919. Reichswirtschaftsstelle für Wolle. Der Vorsitzende: Avellis. in alln Rechtsangelegenheiten, Steuerberatung, Anfertigung von Gesuchen und Anträgen, Schuldbeitreibungen, Vermögensverwaltungen, Grundbuch- und Erbschaftsregelierungen besorgt sachgemäss und diskret 6058 Auktionator Josel Kölling Schwerte Gr. Marktstr. 6. Fa. A. Kaufhold Wwv. formt und ändert 6828 Damenhüte und Pelze. Spezial-Damenputz. Berlin, den 11. August 1919. Der Reichswehrminister. 6904 Bekanntmachung. I. A.: Hedler. Vertrags- u. Höchstpreise für inländisches Gemuse der Ernie 1919. Kokssparer für ZentralbeizungsK und Warmwasser-Adlagen Etwa 30% Koks. Ersparnis! In kürzester Zeit in den Kessel einzubauen. Eine Anlage kostet etwa 500 M. Bereits 4000 Anlagen in Betrieb. Von der technischen Hochschule Charlottenburg empfohlen. Baugeschäfte für Ausführung ie und Vertreter gesuoht. Die Reichsstelle für Gemüse und Odst hat die nachzenannten Erzeugerpreise festgesetzt: Rote Möhren 3½-Pfg. je Pfund 2½„"„ 1½"„„ 2„„ 4½"„ 5„„ 5„„ 6½„ Damit treten die in der diesseiligen Verordnung vom 13. August 1919 für die genannten Gemösearten estgesetzten Erzeuger=, Groß= und Kleinhandelspreise außer Kraft. 6201 Gelde Möhren Weiße Möhren Weißkohl Wiesing Roskohl Grückohl Zwiebeln Auf Grund des§ S der Verordnung vom 22. Mai 1919 über Pferdefleisch und Ersatzwurst und der Preußischen Ausführungsanweisung hierzu vom 5. Juni 1919 wird im Einvernehmen mit der Provinzialfleischstelle in Münster folgendes verordnet. S 1. Der Preis für die Abgabe von Pferdefleisch und Wurst an die Verdraucher wird für das Psund auf 2 Mark gesetzt. S 2. Zuwiderhandlungen gegen diese Höchstpreisfest. setzung werden gemäß§ 9 der eingangs erwähnter Verordnung mit Gesäggnis bis zu einem Jahre oder mit Geldstrafe dis zu zehntausend Mark oder mit einer dieser Strafen bestraft. § 3. Diese Verordnung tritt mit dem 10. September 1919 in Kraft. Hörde, den 6. September 1919. Der Kreisausschuß. Herford, den 27. August 1919. Westjälische Provinzialstelle für Gemüse und Obst Deutsche Evaporater A-G., Gen.-Agt. P. Ribbert, Hehenlimburg. v. Borries. Nopfnglikaccgn neu und gebraucht Hontrennassen: mit Garantie:: liefert schnell und billig Drucherei E. Braus. 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Eine sol Eiht auszudenken, weil der haltbar wäre. llie wür lolksstamm gefallen lassen, ##is Staatsoberhaupt zu hal änders steht die Frage, 0 ich bereit sein würden,e Rutschland anzuerkennen. ## das ganz bestimmt vor ###lich der Republik Frai bct daran zu zweifeln, we narch Beweise für sein, frühmliches„Wohlverhalte esen mit einer solchen U iten Ermessen niemals 3 ##nso wenig mit einer g ion zu Cunsten einer m in eine ferne Zukunft inntheit behaupten, daß ##blikanische Europa sich dern wird, aber das wird r Unfähigkeit der repuk Bingen. Und noch mel ###ndensein wirklich bed deug haben, die Führ blles in ihre Hände zu ne bedurch ist die Umwäl; #it: Jum großen Ceil d Jum größeren Ceil d hinweis des Präsidente # durch Kenderung seiner Frieden erlangen wer #r dadurch, daß in Deutst überragend geschulte #en war, der die Din zu meistern wußte. 6 je inneren Verhältnisse Ain die Bahnen der Kor ins auch heute noch. Enporstieg der Arbeiter bbterung der Kräfte, w# Fülge schwächt, den wir uchen. lie schwer sich über sagen läßt, lehrt de glaubte niemand, in stics pubik langen surden ja auch #lungen mit den Ulitglied der König leitet, die nur daran veraltete Forderung ## einmal die französ „Schn Jahre später, F##uiger seine Rolle spie neue monarchistische am Mangel eine ich Respekt zu erweck # Viktor Rapoleon, 4% von Orleans wa und so ist Frankr Is wahrer Ueberzer hn dem anderen schland kann nicht Subt ände## Pumve fallen schlie se#5.der Benölke #n c entschieden 60 Die weil es kommen unser Schick