— 1 herzlicher dens unseres 1858 ann dem ergl. r- und LandF- und LandmeradschaftlVerein„GerSport-Club und deren ster Schulze. Imann enden und beim Hinstorbenen ers Herrn ostreichen erzlichsten 1357 mann nfeld. ser rpflegung, istigen übei unserem satz außer∆ SIA Westbolener Zeitung Aplerbecker Zeitung Langscheder Zeltung Bolzwickeder Zeitung Loue soss bocecdeeses Die„Schwerter Zeitung“ erschetnt täglich: anter feiertags. Bezugspreis monatlich: 1.10 M. ohne Postgedühr. Anzeigenpreis:: Die achtgespaltene Rolonelzeile oder deren: Raum 25 Pfg.— Jeder Rabatt gilt als Kassen: Radatt und erlischt bei Konkursen, Zwangs=: s vergleichen, gerichtlichen Klagen und Richtbe=; achten der gemachten Jahlungsbedingungen. S 90008805 8000 90m 200m 80r Orbonden wit Aürnter Cageblatt und Bbuute Achieh 9eeh esen sone e ces dube usen sese esssssss Erstes und ältestes Cagesorgan des Kreises.— General=Anzeiger für den Kreis Hörde. Haupt-Annoncenblatt. Euch, ihlig. und innehmen wird nicht gelden 601n und üben uppe und mit allen versehen. übertreten dnis seiner wer nur hr zahlen, 1:: die Vaterland ind meldet bastwirk1728 ist gegenipzig geerung der öglich. BrGS tr. 8—5. Müares Mer Bension, an Rähe vom nier S 194 tsstelle d. Big. 6. 491. Nr 56. — Bolschewistische Irrungen, deutsche Wirrungen Das deutsche Dolk durchlebt erneut Cage entscheidungsschwerer diplomatischer Hochspannung. Die Blätter der Unabhängigen und Kommunisten sprechen bereits von der zweiten Revolution. Diese hoffnung auf die zweite Revolution erweckt Erinnerungsvorstellungen an die Uovembertage 1917, die den Sturz Kerenskis zur Folge hatten und die Lenin und Crotzki als die Führer der Bolschewikt in den Besitz der Regierungsgewalt brachten. In den herzen der Fanatiker lebt die Hoffnung auf die Weltrevolution, auf den Weltbolschewismus. Sollen wir wirklich heute, da in Weimar die rechtmäßig gewählten Dertreter des deutschen Dolkes sitzen, den gleichen Leidensweg des russischen Dolkes durchwandern, sollen wir heute, da wir eine Regierung haben, die unsere Gegner als verhandlungsfähig anerkennen und die uus in absehbarer Seit den Frieden bringen wird, einen Umsturz erleben, der den Bau der deutschen Republik egneut zerstört? Nicht mit schrelenden Plakaten kann man das deutsche Volk überzeugen, sondern dieses Dolk, das das freieste Wahlrecht der Welt besitzt, wird sich nur durch die Catsachen zur besseren Erkenntnis bringen lassen. Bei der Fortdauer der heutigen Justände werben, darüber kann gar kein Sweifel sein, Hungersnot und vollkommene Arbeitslosigkeit allgemetn sein. Erst bei diesem chaotischen Sustand dürfte der Boden für die bolschewistische Saat reif sein; denn der Kampf aller gegen alle, das ist allein das Ziel des Bolschewismus, der die Beseitigung des Kapitalismus auf seine Fahnen schreibt. Aber die despotische Handhabung der Regierungsgewalt, das Hinwegdekretieren des Orivateigentums an Grund und Boden, und an den Droduktionsmitteln, die Beschlagnahme der Banken, die Verfolgung des handels, die nur noch in den Mordbrennereien der kurdischen llomaden ihresgleichen findet, die Ausplünderung der besitzenden Klassen, das lliederknallen aller mißliebigen Bourgeoisie, die rücksichtslose Unterbrückung jeder Opposition, das alles hat den Kapitalismus in Rußland nicht beseitigt, sondern ihn nur auf seine primitiven Formen des Raubes und des Wuchers zurückgeführt. Die Bauernmasse ist während dieser Seit des bolschewistischen Sozialismus in einer Weise proletarisiert worden, wie nach nie, während der Großbauer unter der hand das Land der Gutsherren und des verelenbeten Bauerntums an sich bringt. Die Banken in den Händen der Regierung haben ihr regelrechtes Bankgeschäft überhaupt eingestellt, und dienen nur noch als Dermittler für den Verkehr der Banknoten, die die Regierung druckt. Auf der Banknotenpresse beruht überhaupt die ganze Finanzwirtschaft der Golschewiki. Der Geldwucher und der Warenwucher treiben, weil das regelrechte Handels- und Kreditgeschäft aufgehört hat, ihre schkimmsten Orgien und keine Exekutionen, keine Verbote helfen dagegen. Die willkürlichen Eingriffe der Regierung, die Unsicherheit des Orivateigentums zerstören die rechtlichen Grundlagen des kaufmännischen Geschäfts und eröffnen die Wege dem halsabschneider “ und dem Günstling, der jeweiligen Machthaber. die verstaatlichte Industrie hat aufgehört zu exiieren. Es gibt keine Kohstoffe, keine Aufträge und auch keine Arbeiter mehr. Während der SoKalismus den Wohlstand der Massen heben, die Kultur fördern will, macht der Bolschewismus die Entbehrung der Massen zur Doraussetzung seiner Existenz. Der einzige Erfolg des Bolschewismus ist, daß er sich an der Macht hält. Er gab vor, die Regierungsgewalt auszunützen, um die Interessen des Proletariats wahrzunehmen. In Wirklichkett nützte er das Droletariat aus, um die Regierungsgewalt zu behalten. Der Bolschewismus kennt ketnen Justand wie etwa den in Australten, wo die Arbeiter einen maßgebenden Einfluß auf den Gang der Regierungsgeschäfte haben, er kennt keine vioe Schmrerter Leiltung“ gewäherl ühren Won.; ; nenten für jeden mit Todendenden Unfall gemäd: bren Lr. 300 Mark Unfall, Aingungen : Orua u. Verlag v. Carl Braus. Schwerte(Ruhr); Fernsprecher 62. Telegramm=Adressr: Braus; Schworte(Ruhr) Postscheckkonto 2852 Abin.; 52. Jahrgang. Ueberzeugung in starrer unmöglicher Grundsätzlichkeit die soziale Revolution und nichts als die soziale Revolution. In normalen Seiten hätte deBolschewismus in Westeuropa ebenso wenig auf kommen können wie der Anarchismus, dafür bürgen die Arbeiterorganisationen und die politische Schulung der Arbeiter. Allein der Krieg und die Umwälzung haben die Tage verändert. Durch die Kriegsgewinnler ist der Gegensatz von Reich und Arm gesteigert und verschärft worden. Die Blokkade schafft hungersnot und Arbeitslosigkeit. Hunderttausende hat der Krieg um die seelische Fassung gebracht, so daß sie sich weder dem sozialen Milien, noch der Familie, noch dem Erwerbsleben an schließen können. Kranke, verzweifelte Existenzen zu allem fähig und zu nichts mehr zu gebrauchen. Aber trotzdem, die deutschen Arbeiter wollen keinen Bolschewismus, der einen Rückfall ins politische Barbarentum darstellt. Verzwetflung, Rache, Blutdurst sind nicht der moralische Jement, mit dem die neue Gesellschaft zusammengekittet werden kann Die deutschen Arbetter haben etwas zu verlieren, sie können nicht sinnlos alles abbrechen, was bis dahin an Arbeiterpolitik erreicht worden ist. Sie wollen weiter arbeiten auf dem Wege, der ihnen bisher Erfolge gebracht hat. Sie wollen keinen Bolschewismus, sondern was ste auch immer trennen mag, was auch immer Spannungen jetzt im Augenblick schafft, letzten Endes sind sie doch alle beseelt von Hoffnungsfreudigkeit und voll Mut, die neue Sett und das neue Daterland zu gestalten. angenommen und der Nationalverse Beschlußfassung unterbreitet worden. Weitere Sozialisierungsmaßnahmen werden unter Suziehung von Sachverständigen und der Arbeiterräte sofort in Angriff genommen. 4. Militärisches. alle nach dem allgemeinen Strafrecht strafbaren handlungen werden auch bei Militärpersonen dem bürgerlichen Gericht zugewiesen. Ein dementsprechender Gesetzentwurf ist von der Reichsleitung bereits vor einer Woche in der Nationalversammlung angekündigt worden und wird mit Beschleunigung fertiggestellt werden. S. Lebensmittelversorgung. Die Regierung hat bereits verordnet, daß die Lebensmittel unter Ausschaltung jedes Iwischenhandels durch Dermittlung der Gemeinden an die Konsumenten verteilt werden. An der Verbesserung der Lebensmittelerfassung wird dauernd gearbeitet. Dieses Abkommen ist in der Berliner Fraktion der mehrheitssozialistischen Arbeiterschaft mit Jufriedenheit zur Renntnts genommen worden. Ein endgültiger Beschluß soll jedoch erst gefaßt werden, wenn die gemischte Kommission aus den mehrhettssozialtstischen und den anderen Arbetterräten GroßBerlins, die zu neuen Verhandlungen nach Weimar gefahren ist, zurückgekommen ist. — Die Ledensmittelverhandlungen Ein Sozialisterungsabkommen. Swischen der Abordnung der Ulehrheitssozialisten aus der Berliner Arbeiterschaft und den Vertretern der liegierung in Weimar ist ein Abkommen zustandegekommen. Das Schriftstück stellt in der Einleitung noch einmal die sogenannten Errungenschaften der Revolution zusammen und geht dann dazu über, die gesetzgeberischen Absichten der Regierung, die für die nächste Seit Geltung haben, auseinanderzusetzen. Dort heißt es folgenderoben...„ S.Heitgrüte uirden vi. 1. Arbeiterräte. a) Dle Arbeiterräte werden als wirtschaftliche Interessenvertretungen grundsätzlich anerkannt und in der Verfassung verankert. Ihre Abgrenzung, Wahl und Aufgaben werden durch ein sofort zu veranlassendes besonderes Gesetz geregelt. b) Für die einzelnen Betriebe sind Betriebs-, Arbeits- und Angestelltenräte zu wählen, die bei der Regelung der allgemeinen Arbeitsverhältnisse gleichberechtigt mitzuwirken haben. c) Sur Kontrolle der Regelung der Produktion und Warenverteilung werden für alle Industrien und Gewerbezweige Arbeitsgemeinschaften gewählt, in denen die Unternehmer und Betriebsleiter, Arbeiter und Angestellten, und die Arbeitgeber- und Arbeitnehmerorganisationen mitwirken. 0) Für bestimmte territoriale Bezirke werden Arbeitsräte(Arbeitskammern) und für das ganze Reich ein Sentralarbeiterrat gebildet. In dem Bezirks- und Sentralarbeiterrat sollen alle Geldarbeit Leistenden, auch die freien Berufe usw. vertreten sein. Diese Käte haben bei den Sozialisierungsmaßnahmen mitzuwirken und sind zur Kontrolle sozialisterter Betriebe und Gewerbezweige heranzuziehen. Sie haben weiter alle wirtschaftlichen und sozialpolitischen Gesetze zu begutachten und das Recht, selbst soziale Gesetze zu beantragen. Die Reichsregierung wird den Sentralrat vor der Einbringung wirtschafts- und soxialpolitischer Gesetze hören. 2. Arbeitsrecht. Ein Gesetz über ein einhettliches demokrattsches Arbeitsrecht mit dem Jiele der Schaffung demokratisch-konstitutioneller Verhältnisse in den Betrieben ist sofort der Nationalversammlung vorzulegen. 3. Sozialisierung. a) Der Bericht und die Vorschläge der Sozialisierungskommission werden sofort veröffentlicht. 9) Die Seruhermnv, Prlstre u. ve. denz### Berlln, 6. März. Die Verhandlungen der Waffenstillstandskommission in Spaa sind plötzlich abgebrochen worden Die Vertreter der Entente verlangten bedingungslose Auslieferung der gesamten deutschen handelsflotte, ohne die Garantie dafür zu übernehmen, daß Deutschland, wie vertraglich festgelegt, bis zur nächsten Ernte mit Lebensmitteln versorgt werden dürfte. Während wir bis zur neuen Ernte 2½ Millionen Connen benötigen, erklärt sich die Entente zur Tieferung von etwa 275000 Connen bereit. Diese Menge ist so gering, daß auf den Kopf der Bevölkerung ungefähr 5 Pfund Mehl und 2 Pfund Fett entfallen würden. Kußerdem wurde von den Entente-Vertretern mitgeteilt, daß dem obersten Kriegsrat die Entscheidung über Alenge, Bedingungen und Lieferung der Lebensmittel vorbehalten bleiben müsse. Angesichts der Unmöglichkeit einer Annahme solcher Bedingungen hat die deutsche Kommission die Verhandlungen abgebrochen und ist von Spaa abgereist. WaB Berlin, 6. März. Nach einer Mitteilung der Daffenstillstandskommission hatte die Reichsregierung die Unterhändler in Spaa angewiesen, die deutsche Handelsflotte nur zur Verfügung zu stellen, sobald durch bindende Verträge die Lebensmittelversorgung Deutschlands bis zur neuen Ernte sichergestellt sei. In der letzten Sitzung über die Lebensmittelversorgung Deutschlands in Spaa führte der deutsche Vertreter aus, die Belieferung Deutschlands sei einer der Gründe für die Annahme der harten Daffenstillstandsbedingungen gewesen. Deutschland könne aber nicht die handelsflotte abliesern, ohne daß die Susicherung der Alliierten vorliege, daß die Lebensmitteleinfuhr auch tatsächlich erfolge. Bisher habe Deutschland noch keine einzige Conne Lebensmittel von den älltierten erhalten. Deshalb sei der deutsche Standpunkt, die handelsflotte zur Verfügung zu stellen, sobald durch bindende Erklärungen die Deutschlands bis zur nächsten Ernte sichergestellt sei. Deutschland schlage aber vor, um weitere Verhandlungen zu ermöglichen, eine teilweise Jurverfügungstellung der handelsflotte vorzunehmen und bei Dorhandensein eines definitiven Versorgungsplanes den Rest der Flotte auszuliesern. Der englische Vertreter erklärte, die Alliierten hätten die Absicht, die Versorgung Deutschlands von Monat zu Monat zu erweitern, vorbehaltlich der Entscheidung des obersten Kriegsrates, wenn Deutschland sofort die gesamte Flotto abliefere. In osder Aide werbe eir Sanjuhe genehmigt. Die Frage weiterer Lieferungen werde dem obersten Kriegsrat zur Entscheidung vorgelegt. Unterstaatssekretär von Braun entgegnete auf diese Erklärung, es werde dadurch die weitere Dersorgung Deutschlands von drei unsicheren Jaktoren abhängig gemacht und der Entscheidung des obersten Kriegsrates vorbehalten, mit dem Deutschland keine Verhandlungsmöglichkeiten habe. Er betonte nochmals, daß die Frage der Lebensmittelversorgung eine Frage auf Leben und Cod für Deutschlands Bevölkerung sei, von der schon jetzt täglich 800 Menschen an hunger stürben. Keine Regierung könne es verantworten, sich ohne die Sicherheit, daß die Alliierten helfen, der letzten Mittel zu berauben, um sich selbst zu helfen. Hierauf erklärte Admiral hope, daß die allkterten Vertreter keine Dollmachten hätten, weiter zu gehen. Wenn die deutschen Vertreter keine wetteren Instruktionen hätten, schlage er vor, die Verhandlungen abzubrechen. Unterstaatssekretär von Braun bemerkte, er halte es für wenig wahrscheinlich, daß die deutsche Regierung in dieser Lebensfrage nachgeben könne. Da weitere Verhandlungen zweckslos erschienen, wurden die Verhandlungen abgebrochen. Die belderseitigen Kommissionen reisten von Spaa ab. Fortsetzung der Hauptverhandlungen. Berlin, 7. März. Die Erledigung der laufenden Verhandlungen der Waffenstillstandskommission in Spaa wurde durch den Abbruch der Verhandlungen in den drei Unterkommissionen nicht berührt, sondern geht nach wie vor weiter. Im Anschluß an den Abbruch der Verhandlungen der drei Unter“ kommissionen wurde deutscherseits in der Dollsitzung der mit den laufenden Verhandlungen betrauten Waffenstillstandskommission am Dormittag des 6. März in Spaa eine Note übergeben, in der der Gesamtstandpunkt der deutschen Regierung dargelegt wird. — Ernste Worte an unsere Feinde. Die„Deutsche Allg. Stg.“ schreibt in ihrer Uummer vom 5. März: Die deutsche Reichsregierung kennt den Ernst der gegenwärtigen Lage. aber sie verkennt auch die Gründe nicht, die diese Lage herbeigeführt haben und sie fortdauernd verschärfen. Das deutsche Dolk ist von Natur aus nicht zu wilden Streiks und Unruhen veranlagt, aber ein Dolk, das jahrelang hindurch kämpfend Unendliches erduldet und geopfert hat und trotz aller Leistungen sich geschlagen steht, ein Dolk, das den Frieden gesucht hat und trotz des Waffenstillstandes sich mit einer wachsenden hungerblockade und immer neuen entehrenden Bedingungen bekämpft sieht, ein solches Dolk wird im Innern krank. Die gegenwärtigen Unruhen, der Cerror und die alltäglichen Verbrechen sind Krankheiten des sozialen Körpers, denen er nicht zu widerstehen vermochte, weil er durch die Entbehrungen und blutigen Verluste geschwächt war. Das deutsche Dolk wird nur genesen, wenn man ihm Rohstoffe gibt, damit es arbeiten, und Nahrungsmittel, damit es leben kann. Beides verweigern uns die Jeinde. Der tiefste Grund für die gegenwärtige Krise und die verbrecherischen Handlungen, die in ihr geschehen, liegt in ihrem Verhalten. Sie sollten angesichts dieser Ereignisse bedenken, daß es gegen das Dölkerrecht und die„Menschlichkeit ist, den gefallenen Gegner hilflos am Boden liegen zu lassen. Ste sollten aber auch bedenken, daß, je schwächer Deutschland wird, je mehr seine Widerstandskraft gegen den Bolschewismus geschwächt ist, je schärfer sie im Westen die Schrauben anziehen, desto offener wird der Osten für das Eindrigen der bolschewistischen Ideen. Kommt aber der Bolschewismus, so macht er nicht an Grenzen halt. Der Bolschewismus ist eine Krankheit, aber eine ansteckende Krankheit. Es ist gefährlich, Nachbar eines hauses zu sein, in dem die Dest herrscht. Dies geben wir unseren Feinden zu bedenken, bevor sie über don neuen Waffenstillstand 10 Entsetzliche Bedingungen. Aus Paris eingelaufene Berichte über die Krbeiten der Friedenskonferenz bestärken den Eindruck, daß die Entente beabsichtigt, der deutschen Regierung möglichst rasch ihre Friedensbedingungen zur Annahme oder Ablehnung zu unterbreiten, in der Hoffnung, daß die deutsche Regierung unbedingt durch die zunehmende Unordnung im Reiche alles unterzeichnen werde, um dem deutschen Dolke Frieden, Brot und Arbeit zu verschaffen. Eine Berliner Persönlichkeit in diplomatischer Stellung äußerte dieser Cage, die Bedingungen würden zweifellos entsetzlich sein. Die Ansprüche Frankreichs übersteigen alle Grenzen. Der englische Schriftsteller Gardiner, der herausgeber der Seitung„Daily News“, sagt in einem bemerkenswerten Aitikel: Man will Präsident Wilson nach seiner Rückkrhr vor eine fertige Catsache stellen, vor eine Lage, die den ganzen Dölkerbundsgedanken zu einem Witz machen würde. Es ist die Aufgabe der Industriellen-Kommission, dahin zu wirken, daß die Kultur von England gerettet wird. Sie muß gerettet werden durch unsere Vertreter in Paris. Die Ansprüche von Frankreich übersteigen alle Grenzen. Seine Forderungen gehen zu weit. Wenn die„Morningpost“ recht hat, dann werden die Alliierten Deutschland mit einer Armee 50 Jahre lang besetzt halten müssen, damit auf diese Weise Deutschland nach Möglichkeit ausgepreßt werde. Ernster Widerstand gegen Jochs KnebelungsKbsichten. XU Genf, 6. März. Die gesamte französische Regierungspresse gab gestern mit allen Ausdrücken des Bedauerns zu, daß die von Marschall Foch ausgearbeiteten Crohmächte verspruch ge Die Not der Stunde. Unabhängig von der Konferonz der Vertreter der Kommunalverbände hatte vor einigen Cagen der Sentralrat der Arbeiter- und Soldatenräte des Regierungsbezirks Arnsberg eine Konferenz der vom Jentralrat zu den höheren Verwaltungsbehörden(Landratsämter und Regierungen) delegierten Kontrolleure einberufen, die sich gleichfalls mit dem System der Lebensmittelversorgung im allgemeinen und mit der Erörterung neuer Mittel und Wege zur Abwendung des Allerschlimmsten für unser Industriegebiet im besonderen eingehend befaßte. Durchweg wurde anerkannt, daß es außer der Aufhebung der Blockade kein anderes Radikalmittel zur Beseitigung der Lebensmittelnot gebe. Das Spstem der Kriegswirtschaft bezüglich des Ernährungswesens sei auf eine Grundlage gestellt gewesen, die den ganzen Bau schließlich ins Wanken bringen mußte. Weder mit Güte, noch mit Gewalt ist eine Ueuorganisation; der Inlandsversorgung durchzudrücken. Die moralische Jersetzung hat sich tief in den ganzen Dolkskörper eingefressen. Gesenseitiges Sichnichtverstehenkönnen zwischen Stadt- und Landbevölkerung richtet ganz unermeßlichen Schaden an. Von die Angehörigen der Freiwilligenhorps, die dazu befähigt sind, zu den stillgelegten Elektrizitätswerken kommandiert werden und dort den Betrieb wieder in Gang bringen. Dom Eisenbahnpersonal ist ein erheblicher Ceil der Eisenbahnarbeiter in den Ausstand getreten, aber auch der Eisenbahnverkehr wird dadurch in keiner Weise lahmgelegt. Die Regierung ist vollständig herr der Lage. klicht nur das Dolizeipräsidium ist von den Regierungstruppen wieder vollständig besetzt, sondern auch der Klexanderplatz geräumt, ebenso die angrenzenden Straßen. Die Verluste der Spartakisten und der Dolksmarinedvision an Coten und Verwundeten sind nach den bisherigen Feststellungen sehr beträchtlich, während die der Regierungstruppen ungleich geringer sind. Die Latze in Berlin. ten die De dingungen nacht vom mitgeteilte Aussprache überhaupt enerolsekretär llote gibt je##### an, Goneralse edoch die Dorschläge S nicht begonnen Friedenskonferenz daß die sachliche noch am Montag it und wahrSchwere lämpfe um das Polizeipräsidium. Berlin, 6. März. Seit Mitternacht spielten sich schwere Kämpfe um das Dolizeipräsidium ab. Die Spartakisten feuerten mit Maschinengewehren und Artillerie, so daß das Gebäude stark beschädigt wurde. Die Verbindung mit dem Polizeipräsidium ist unmöglich, da alle Jugangsstraßen von den Spartakisten besetzt und die Celephonleitungen zerschnitten sind. Kußer der Dolksmarinedivision und einem Ceil der republikanischen Soldatenwehr gingen auch Ceile zweier Regimenter zu den Aufrül .. Die Streiklage in Leipziz. au Leipzig, 6. März. Die Streiklage ist auch heute unverändert. Mannschaften der auswärts gebildeten Dolkswehr durchziehen die Straßen. Die Lebensmittelgeschäfte sind fast alle ohne Ausnahme geöffnet, doch schrumpsen die Warenvorräte immer mehr zusammen. Der Beamtenstreik macht die Auszahlung der Krheitslosenunterstützung auch weiterhin unmöglich. Die Leipziger Bewohner dürfen die Stadt nicht mehr verlassen. Die KSR., sowie die Streikleitung der Arbeiter haben beschlossen, daß keine Ausweise nach auswärts mehr ausgestellt werden sollen. Kußerdem dürfen Autos und andere Beförderungsmittel die Stadt nicht mehr lassen. Die sächsische Regierung hat dem KSR. Verhandlungen zur Wiederherstellung des Wirtschaftslebens in Leipzig angeboten. Der KSR. ist, wie man der„Leipz. Oztg.“ zufolge versichert, hierzu bereit, jedoch nur, wenn die Verhandlungen auf der Grundlage geführt werden, daß die sächfische gierung sich verpflichtet, für die Sozialisierung des Wirtschaftslebens und die lierstellung der Soziali. g“„#„ 8.# 3 Tat und sterung als Gemeinwesen einzutreten. Die Vershrern uder. Die Kämpfe seonen visger 8 Core un handlungen, zu dener das jächtsche Ministerium den erterliche Gnichl verwunkter gehostet haben. Polksbeaustragten Schwarg entfenden vik, selen scheinlich auch nicht vor Montag nächster Woche, also dem 10. März, beginnen kann. Kus den weiteren Anbeutungen der Seitungen geht hervor, daß die Dorschläge des Marschalls Foch am Montag zunächst zu einer Art Generaldiskussion führten, in deren Verlauf besonders zwei Bedenken geltend gemacht wurden, erstens, daß es nicht angebracht sei, in Abwesenheit Wilsons Beschlüsse zu fassen über Dorschläge, die über die Erfordernisse des Daffenstillstandes hinausgehen und bereits die Formulierung det Friedensverhandlungen festlege mulierung det Friedensverhandlungen festlegen würden und zweitens, daß die Vorschläge des Mar-s scheinend zu schalls Foch sich nicht an die von den Sonderkommissionen der Friedenskonferenz aufgestellten Richtlinien halten. Damit ist allem Auschein nach Einspruch erhoben worden gegen die Absicht des Marschalls Foch, Deutschland zur Annahme seiner Bebingungen zu zwingen, bevor die Entente irgendwelche Zufuhren von Nahrungsmitteln gestattet, was von den zuständigen Kommissionen als notwendig zweifellos der Codesstoß versetzt. erklärt worden ist. Es bleibt nunmehr abzuwarten, ob Joch bis Ende dieser Woche seinen neuen Plan;######eit Erlntrizi ausgearbeitet haben wird, oder ob er sich nicht lie-s Groß-Berlin nur zum geringsten Ceil befolgt wird. ber überhaupt zurückzieht. Der Ausgang wird von Clemenceau abhängen, der seinerseits auf den Einfluß Lloyd Georges zählt. Entspannung der Tage in Berlin. bb Berlin, 6. Uärz. Die Verschärfung der Streiklage durch die Ausrufung des Ausstandes der Elektrizitäts-, Gas- und Wasserwerke hat, was die Unabhängigen und Spartakisten, die die Ausrufung des Streiks erzwungen haben, kaum gehofft haben dürften, eine Entspannung und Erleichterung der Lage mit sich gebracht. Die Mehrheitssozialisten haben es abgelehnt, sich an diesem verbrecherischen Ausstand zu beteiligen, sie wollen sich nicht länge. von den Unabhängigen terrorisieren lassen haben folgenden Beschluß gefaßt: Sie werden die Rückkehr des gemischten Ausschusses abwarten, den sie nach Weimar gesandt haben, und der nach mehrfachen Swischenfällen dort eingetroffen ist. Die Verhandlungen mit der Regierung dort haben ansehr günstigen Ergebnissen geführt. Sie werden auf Grund der Vereinbarung zwischen der Regierung und diesem Ausschuß am Freitag wahrscheinlich die Erklärung abgeben, daß sie aus dem allgemeinen Ausstand austreten und sich nicht mehr an ihm beteiligen. Ihre Anhänger werden sie auffordern, die Arbeit wieder aufzunehmen. Dadurch wird dem allgemeinen Ausstand in Berlin heute in Leipzig beginnen. —00009— neue Der neue heeresaufbau ist in folgender Weise gedacht: Deutschland wird in eine Reihe von Wehrbezirken eingeteilt, etwa so, daß Baden und Württemberg einen Bezirk, Sachsen 2, Bayern 3 und vaer] Dreußen die entsprechende größere Anzahl von und] Wehrbezirken erhalten. Für jeden Bezirk bestellt der Reichspräsident den kommandierenden General auf Dorschlag der betreffenden Landesregierung. Dieser kommandiernde General ernennt aus seinen Landsleuten die nötigen Offiziere bis zum Hauptmann hinunter. Dadurch wird der gesamte Aufbau der deutschen Wehrmacht einheitlich in die Hände des Reichspräsidenten gelegt, während andererseits die landsmannschaftliche Eigenart zu ihren Rechten kommt. Auch die Gebiete der heereslieferungen sollen in gleicher Weise einheitlich und unter Erhaltung des Einflusses der landsmannschaftlichen Verbände geregelt werden. Die Korpsäntendantur soll selbständig die Beschaffung der Bezeichnend für heeresgeräte in die Hand nehmen, während die die Lage ist heute schon, daß der ausgerufene Aus- notwendige Jentralbeschaffung von Waffen, Munistand der Elektrizitäts-, Gas- und Wasserwerke in Im tion usw. von der Sentralstelle in Berlin besorgt wird. Dieser Jentralstelle, an deren Spitze der übrigen wird auch dieser teilweise Ausstand Reichswehrminister steht, wird ein Beirat beigeElektrizitätswerke dadurch zunichte, daß durch geben werden und Vertreter Dreußens, Bayerns, ###sche Abteilung der Garde-Kavallerie-Divi- Sachsens, Württembergs und Badens. Ueben der Verehnheittichung des heereswesens ist bt. in Staatenausschuß erzielte Einigung über das Ver. kehrswesen besonders bedeutsam. Die Dreußisch. bessische Eisenbahnverwaltung geht ebenso wie die badische und württembergische vertragsmäßig in die Reichsverwaltung über. Die genannten Staaten werden durch einmalige Jahlung für die Hergabe ihrer Verkehrsmittel abgefunden. Wenn auf diese Weise heeresverwaltung und Derkehrsverwaltung In die Hand des Reichspräsidenten gelegt werden. erhält er jene Macht, die dem Reiche die Dorherr. schaft über die Einzelstaten sichert. Soldatenräte bei der künftigen Reichswehr. In einer Unterredung mit einem Dertreter ei Berliner Korrespondenz betonte der Kriegsminister, nach der„Frankf. Itg.“, auf die Frage nach der voraussichtlichen Entwickelung der Soldatenrats. frage, daß bei dem in der Abrüstung begriffenen Friedensheer die ganzen Verordnungen der provisorischen Regierung vom 19. Januar für die Wirk. samkett der Soldatenräte maßgebend bleiben dürf. ten. Auch bei den künftigen Reichswehrtruppen werden zweifellos die Mannschaften eine selbstge. wählte Vertretung bei ihren Dorgesetzten haben. Der Minister fuhr fort: Ebenso wie ich bestimmt hoffe und auch aus vielen mir zugehenden Meldungen ersehe, daß bei allseitigem guten Willen auf dem Boden der Januar-Verordnung das alte Friedens. heer die ihm bis zu seiner Auflösung nach obliegenden Aufgaben lösen wird, so glaube ich auch, daß aus den reichen Erfahrungen der letzten vier Monate heraus sich für die Reichswehr befriedigende Vertrauensverhältnisse innerhalb der Truppen schaffen lassen. Die Soldatenräte des 7. Armeekorps für das Rätesystem. XU Münster i. W., 6. März. Eine Aufklärungsversammlung der Garnison Münster, an der weit über 1000 Räte aller Cruppenteile teilnahmen, beschäftigte sich mit den in letzter Seit hier vorgekommenen ungerechtfertigten Derhaftungen von Soldatenratsmitgliedern verschiedener Orte. Nahezu einstimmtg gelangte folgende Resolution zur Annahme: „Wegen der in letzter Seit in erschreckendem Maße und in empörender Weise vorgekommenen Verhaftungen und Ausweisungen von Soldatenratsmitgliedern— Militär- und anderen Personen deren Verhaftung sich als gänzlich grundlos erwies und im Miderspruch mit den von der Reichsregierung vorgesehenen Gesetzen steht, sprechen die am 6. März 1919 auf dem Domplatz in Münster zahlreich versammelten Heeresangehörigen aller Waffen der Sarnison Münster dem kommandierenden General des 7. Armeekorps Freiherrn von Watter, als dem allein Verantwortlichen für alle mißlichen Dorfälle in Münster und anderen Orten. im Bereiche des 7. K.-K. ihr Mißtrauen aus und beantragen die anderweitige Verwendung des kommandierenden Generals." Oesertenr=Beis.n „Vor einer Dersammlung von Oeserteuren sprach gestern Liebknecht...“ So las man staunend um die Uitte des November in allen Seitungen. Ein andermal hieß, es:„Im Friedrichshain fand eine stark besuchte Versammlung von Oeserteuren statt.“ Crotz aller Revolutionswirren faßte man sich an die Stirn und fragte sich:„Sird denn auch alle moralischen Begriffe auf den Kopf gestell — Wieder einige Cage spüter las man:„In einer versammlung von Beserisuren bitdel U#rteurrat“, der dann die„Forderun serteure" beim Jentratrat der A.- un hrachte. Ja, auch ein„Oeserteurbal perliner Revolutionsrummel nicht Iin Dortmund durfte ein Plakat, #oldaten, Oeserteure zu einer Der unbeanstandet bleiben. Es ist men, daß Verbrecher, die in allen St enokratischten, nach den Gesetzen s##icht verfallen sind, die für das sch gehen, das Daterland in seiner gre n die Codestrase verwiekt habe - 70 pekund zpgomuerzieliezen Höneg. treten, sich dreist und frech als# dürsen. hat man je gehört, daß d etwas unternommen habe, um schreienden Volksempfinden legen mung zu vorschaffen? In dieser ue u. nn nicht um Partelanschauungen der äußersten Rechten bis zur: müssen ja alle darüber einig se verbrechen Amnestie nicht in Fragunsere tapferen Coten, unsere Milli trüppeln und Invaliden haben ein diese Verbrecher ihrer wohlv zugeführt werden. Das die Revolutionsregierung unabsichtlich, versümt hat, das er das deutsche Dolk als befreiende C Reichsregierung. Crifft diese abe Anstalten, die Deserteur-Frage dem empfinden entsprechend anzupacken der llationalversammlung, ihr 1 dringlichst das Gewissen zu schärf 00 Unsere Ostaftil — 4183E45 8 gen. e h n- cäce Rote Rosen. Koman von h). 2 1. 55 Courths-Mayl (Nachdruck verboteit. na sprang auf.„Ich glaube, den anderen zurückkehrend Ger:. Tas Fest nimmt ja ungestört seinen Tars ich dich hinüberführen? Wir wellen noch recht lustig sein.“ sagte er nervös, sich zur Heiterkeit zwingend. Sie leg: ihre Hand auf seinen Arm Schweigend schritten sie in den Festsaal hinsiber, wo sie eine sehr fröhliche Gesellschaft trasen. Einige Stunden mußten sie beide noch bei dem Feste aushalten, und sie fügten sich diesem Mitß mit gezwungener Heiterkeit. Aber endlus waren sic erlöst. Sie fuhren zusammen nach Pulais Ramberg zurück, ohne ein Wort zu sprechen, mit blassen, abgespannten GeGraf Ramberg verabschiedete sich sogleich von der Gräfin, da er am nächsten Morgen nach Berlin zurückkehren wollte. „Leb wohl, Vetter, und vergessen wir beide, was wir beide heute für schwerblütige Gespräche geführt haben. Wir waren recht töricht. Das Leben ist viel zu lustig, als daß es gut wäre, sich mit schweren Gedanken zu plagen. Wenn du nach dem großen Manöver deinen Urlaub in Ramberg verbringst, dann wollen wir recht froh und vergnügt sein. Und wir lachen dann hoffentlich über unsere Sorgen um das Glück des jungen Paares,“ sagte die. Gräsin.„„ G err## 1 Henning küßte ihr zum übschied die Hand. a, ja— wir werden lachen!— lachen! Auf Wiedersehen. Gerlinde!" it drehte er sich hastig um und begab sich in sein Zinmer. — Als er allein war. endlich allein, da riker seine Untform auf und vog haftig das friue, duftende Spitentuch hervor, wark sich mit einem Stöhner auf den Divan und verzrus sein zuckendes Gesscht in dem Tuche. Schlal Sche!“„ drg Haur e. Wie ein unterdrückter Ansschrei nang disser Name. Und sein junges, heißes Blut durchstürmte seine Adern, und das Herz klopfte laut und hart in schmerzhafter Sehnsucht nach der Geliebten. An seinen Bruder Rainer konnte er jetzt nicht denken, nicht daran, daß seine Liebe Sünde sei. Nichts empfand er, als die Qual, von Josta getrennt zu sein. Gräfin Gerlinde wanderte aber noch lange rubelos durch ihre Zimmer, und ihre Gedanken arbeiteten siieberhaft erregt. Auch sie litt Höllengt alen bei dem Gedanken, daß Rainer und Josta jetzt vereint waren. Wenn sie sich, nun doch noch in Liebe fanden? Sie fühlte, daß sie dann zu jedem Verbrechen fähig sein würde. Graf Rainer und seine junge Frau büteten aber ängstlich das Geheimnis ihrer Herzen voreinander. Sie zeigten sich beide ruhig und leidenschaftslos, ganz als seien sie mit der gegenseitiegn Hochachtung und Sympathie völlig zufrieden. Josta war ihrem Gatten gegenüber noch etwas kühler und zurückhaltender geworden. und er umgab sie wohl mit der zartesten, rücksichtsvollsten Sorge, wagte aber nicht, sie durch seine leidenschaftlich werbende Liebe zu erschrecken, weil er fürchtete, sie dann ganz zu verlieren. Jo leisieten sie beide Heldenhaftes in der Beherrschung ihrer Gefühle und Emptindunger. Seine garte Fürsorge gab wenfastens äußerlich ihre Rube wieder, und so fand sie sick mit dem Gedanken ab, die ineeliebte Frau eines Mannes zu sein, der jedom astes tal. was in seiner Kraft stand, um ib: das Leber leicht und angenehm zu machen. Aus der Reise fanden sie gute Gesellschaft, der sie sich viel mehr anschlossen, als es sonst Hochzeitsreisende tun. Es nab viel Schönes, und Neues zu seven, und an wohllanger uolenkung von schmorzlichen Gedanken sehlte nicht. Schnell verzinegu so die wenigen Wochen. und sle traten die Himreise an, ohne sich viel näher eckommen zu sein als zuvor. Am 12. Auens: sokte Josta ihren feierlichen Einzug in Schloß Ramberg halten. Graf Rainer katte alles schon vor seiner Abreise mit Heilmann besprochen. Und dieser hatte aus eigenem Antrieb noch mancherlei getan, um der Einzug der neuen Herrin recht feierlich zu gestalten. So war nicht nur Schloß Ramberg innen und außen festlich geschmückt, sondrn auch der ganze Weg durch den Parl nach dem Schlosse. Schon am Parktor war eine große Chrenssorte gebaut worden. Schulkinder aus dem Dorse, die Bauern selbst und alle Untergebenen des Majeratsheren bildeten auf dem Platze vor dem Schlosse Spalt; in ikrem besten Sonntagsputz.— die Lakaten in den besten Livreen. Die Stund; des Einzuges war herangekommen. Dben an der Freitrevve, untr dem PorIkus. zwisek# den mi: Girlanden umwundenen Skulen stans Heilmann mit den ersten Beaniten zu! de:: Haushofmeister Voß. Vor Heilmann trippekte etwas ängstlich und ausgeregt sein hübsches flachshaariges Töchterchen, das kaum dem Backsischalter entwachsen war. E# treng, ein weißes Kleid mit blauer Schärpe und einen Blumenkranz auf dem blonden Haupt. Di. Hande umklammerten einen gtoden Blumenstrans. Der sollte der jungen Herzin mit einem gereimten Willkommengruß Aberreicht werden Unaufbörlich verctierte das junge Mädchen das Gedicht und jeuitte ab und zu del omme auf werans der Vater jedesmal Re Hand euf die Schulter seinre Gue in dr serg„„„„ „Pur ruhig zluk, Gretl, es geot schön!“ Ued nun erschien im offenen Portal ein stolz keniglich. Erscheinung in einer lang verabfauenden weißen Seivenrobe, ohne jeden Schmuck— Gräfin Gerlinde. Auch sie trug Blumen in der Hand köstliche Rosen in allen Farben gemischt. Sie war während der Abwesenheit Raines täglich im Schloe aus und ein gegangen, hatte sich in der Bibliothet viel haufgehalten und sogar, wie bisher, die Mahlzeiten im Schloß eingenommen, außer drm Frühstück, das sie sich im Witwenhaus servieren ließ. Auch heute war sie nun herübergekommen, um das junge Paar zu begrüßen. Wenige Minuten nach ihrem Erscheinen fuhr der mit vier Pferden bespannte Wagen die Einfahrtsrampe herauf, der das junge Paar eingeholt hatte. Heller, strahlender Sonnenschein beleuchtete den Einzug der jungen Herrin, und von allen Seiten jubelten ihr die Leute entgegen.— Gräfin Gerlinde preßte die Lippen zusammen— so hatte man ihr vor laum acht Jahren auch entgegengejubelt. Die erste Person, die Josta auf der Schwelle ihres neuen Heimes erblickte, war Gräfin Gerlinde. Und wie bei ihrem ersten Zusammentreffen zuckte Gräfin Josta auch zeute zusammen Wie geschlissener Stahl. eindlich und foischend, blitzten die Angen Gerlindes einen Moment in die ihren. Aber sogleich slog dann auch das sanste. siebenemürdige Lächeln über das Gesicht der Bräfin Gerlinde, und sie winkte grüßeno mit den L'uumen ihre: Nachfolgerin zu. Erst trat ann die Tochtei dee Nouinistrators an den Wagerschlag verau und sagte ohne Stocken, mit deher. Nare# Stimme, ihr Sprüchlein auf. welchee zum Schiug alle Anwisenden autiordeute#en Hoch auf der Gisirn Josia Rambera und i###en Gemadl auszubringen. General v. LEltow- Vorb#c# Ueber unsere tapferen E#st lich ehrenvoll begrüßt in Berl richtet, daß ihr ruhmreicher Lettow-Dorbeck sehr frisch und sieht; man steht ihm von nicht viel an. Die Offiziere Reise zufrieden aus und he sonderen Beschwerden zu leide sie der Waffenstillstand sehri gerade bei sehr erfolgreichen Die Kriegführung habe alle krieges angenommen, wobe des Geländes viele Schwie Mit Munition sei die Crup gewesen, da es gelungen w einige Male das notwend schaffen. Wenn die Munit wesen sei, hätte ein neuer nommen werden müssen, u sei, Waffen und Munition erbeuten. Die Engländer h Iwvilbevölkerung rücksichtsl sich zunächst an die Klavi im Geme Aus der Ve 1. Vortrag von Frl. Li Die Aufgaben der der (Fortsotzung fölgt.) 2. Bunse Scenen ans d lebendes Bildern und Reie gliedern des Studienkreise Karlen zum Preise bei Ftau Pastor Rell un is 8te in über das Ver. Die Dreußisch. ebenso wie die etragsmäßig in annten Staaten ür die Hergabe Wenn auf diese kehrsverwaltung gelegt werden. che die Dorherr. Reichswehr. Vertreter einer Kriegsminister, Frage nach der er Soldatenratz. tung begriffenen ingen der proviar für die Wirk. nd bleiben dürf. eichswehrtruppen en eine selbstge. setzten haben. Der ch bestimmt hoffe inden Meldungen Willen auf dem is alte Friedens. ng nach obliegen. ibe ich auch, daß letzten vier Moehr befriedigende der Truppen meALOEN Stich gelassen zu haben, die schwersten Strafen, haben sich ch zu einem Aufklärungs= r. an der weit teilnahmen, behier vorgekomngen von SolOrte. Nahezu ution zur Anerschreckendem vorgekommenen von Soldatennderen Dersonen nzlich grundlos von der Reichseht, sprechen die latz in Münster gehörigen aller kommandierenFreiherrn von ortlichen für alle anderen Orten. trauen aus und indung des komingen erteuren sprach staunend um Zeitungen. Ein ain fand eine Oeserteuren en faßte man #ind denn auch Kopf gestellt?" ian:„In einer ohne jeden uch sie trug osen in allen end der AbSchloe aus er Bibliothet bisher, die umen, außer Witwenhaus sie nun herPaar zu ben Erscheinen innte Wagen das junge strahlender zug der junjubelten ihr rlinde preßte man ihr vor gejubelt. rsammlung von Besertzuren bitdete sich ein„Deenes beim Jenkairst der A.- und S.=Adte wor nachte. Ja, auch ein„Deserteurball“ hat in dem perliner Revolutionsrummel nicht gefehlt. Selbst Iin Dortmund durfte ein Plakat, das Matrosen, ###ldaten, Oeserteure zu einer Versammlung einEs ist dahin gekomnen, daß Verbrecher, die in allen Staaten, auch den atischten, nach den Gesetzen dem Kriegsge####ct verfallen sind, die für das schimpflichste VerTachen, das Daterland in seiner größten klot seige in Stich gelast o, telsgnsterzsefsezen hömen, Sstentich auf. Uireten, sich dreist und frech als helden gebärden usen. Dot won'e Sehort, huf Hiefen zunguse sertenden Volisempfirher lisgendweihe, tung zu verschaffen sich nicht um Darteianschauungen ha der äußersten Recsten bis zur Sozialdemokrotie müsson ja alle darüber einig sein, daß für bises verbrechen Emnestie nicht in Frage kommen kann. unsers tapferen Coten, unsere Miklonen vor Kriedz. krüppeln und Invaliden haben ein Anrecht varauf, daß diese Verbrecher ihter wohlverdienten Strafe aksichtlich, versümt hat, das erwartet nunmehr sende Cat von der neuen ves bung grist dese aber nicht balbigst astalten, die Desetteu=Trage den gesunden Volksder llationalversammlung, ihr diesbezüglich eindringlichst das Cewissen zu schärfen. —000— Geld eder Wertsachen in den Gärton nachgegraben. 1 Die Sivilpersonen sind außerordentlich zu bedauern, da sie nichts von ihrem hab und Gut haben rovten können, und nun völlig mittellos nach Le##tschland zurückkehren. —091200 Aus Stadt und Amgebung. Unsere zukünftige Fettversorgung. Ueber die Gestaltung der Versorgung mit Butter und Speisefett für die nächste Iukunft machte Beigeordneter hertzog in der letzten Sitzung der Kachener Stadtverordnetenversammlung Angaben, die über den Rahmen der lokalen Verhältnisse hinausgehen und darum weitere Beochtung verdienen. aus dem Joide zuröckgehehrten Rollegon im hotel Kaiserhof veranstalten. *(Das Kriegewirtscheftsamt) hielt nachmittag unter dem Vorsitz des herrn Bürgermeisters Kohrmann eine Sitzung ab. Junächst wurde über einen Antrag der Krbeiter der Firma Menknecht verhandelt, die kürzlich vom ASR. bei dem Fabrikanten Ueyknecht beschlagnahmten Lebensmittel ihnen zu überweisen. Man einigte sich dahin, Idie im Schlachthaus befindlichen, dem Verderben etwa ausgesetzten Sachen— ca. 90 Pjd. sog.„Wurstbrot“— dem Arbetterausschuß der Firma zur Derteilung an die Arbetterschaft zu überweisen; die übkigen Jiekscaren sollen Frage kann es zu handeln. Von Der dunkelste Punkt der Versorgung, so führt er hat. I aus, liegt auf dem Gebiete der Butter und des sonstigen Speisefettes. Die Versorgung, die schon in der letzten Seit auf ein Minimum von 5 Gramm täglich herunter gegangen ist, wird demnächst, wenn nicht bald hilfe von auswärks kommt, ihr natürliches Ende finden, weil weitere Dorräte nicht mehr vorhanden sind und es Wochen dauern wird, bis infolge des Dorrückens der Jahreszeit die Mischund Buttererzeugung soweit vorgeschritten ist, daß verteilt werden die übtigen viersawaten sollen im Schlachtgaft, gangenbe verbleiben, bis der Staatsanwalt darüber ve.zu9:1 Jungfraue #at Der Ausschuß genehmigte sodann den Knnennenswerte Ulengen per Der Aussofuß genehmigte sodann den Knkauf von 5000 Pfund-Dosen Sülze zum Preise von 3,60 Mark für das Pfund, der Verkaufspreis dürfte sich auf etwa 3.75 Mark stellen. Sur Behebung der immer drückender werdenden Kartoffelnot sollen weitere hülsenfrüchte beschafft werden und zwar sind zunächst 200 Jenter ganz vorzügliche graue Erbsen bestellt. Die Kartoffelversorgung will sich 8— eSSAhg ag MM RACR wieder nennenzwerte Nlengen Wrttrge#11. können. Auf diesem Gebiete kann uns das rechte Rheinufer nicht helfen, denn schon vor der Besetzung hat das linksrheinische Gebiet einen Ceil seiner Produktion an das rechte Gebiet abgeben müssen. Man habe darum in Spaa den Autrag gestellt, der Ausfuhr von fettem Speck aus lsolland die Genehmigung zu erteilen, auch habe man Sonderlieferungen in Berlin beantragt. Der erschreckende Rückstand in der Fettversorgung habe der Dolksgesundheit die schwersten Wunden geschlagen und ihre Fortdauer oder verschärfung werde noch weitere unabsehbare Schäden oringen. Denn der zur Verteilung kommenden Aenge von I'5 Gramm täglich stehe nach dem Urteil der medizinischen Fachleute ein Mindestbedarf von wenigstens 100 Gramm gegenüber. Don anderer Seite wurde darauf aufmerksam gemacht, daß die Lohnbewegungen in Rachen nicht hervorgerufen seien durch die geringen Löhne, sondern durch die Unmöglichkeit, mit den größten Löhnen eine auch nur erträgliche Lebenshaltung zu erringen. Die llot, in## wir leben, sei der Boden, auf dem die Miasmen des Bolschewismus wüchsen und gediehen. (Ghne Kohlen kein Brot.) Der Regierungspräsident von Arnsberg sagt in einer Kundgebung: !„Bei der großen Kohlennot in Ost- und Westpreußen droht die Bevölkerung in diesen Provinzen, mit der Lebensmittelabgabe zurückzuhalten, wenn die Bergleute im Ruhrrevier durch unberechtigte Genera1 v Ueber unsere tapferen Estafrikaner, die kürzlich ehrenvoll begrüßt in Berlin einzogen, wird bedaß ihr ruhmreicher Führer Ceneral von Lettow-Dorbeck sehr frisch und wettergebräunt aussieht; Ausstände die Kohlenversorgung des Ostens unmöglich machen sollten. In diesen Prövinzen die Bevölkerung nicht nur aufs schwerste unter dem Ulangel an Hausbrandkohle, sondern der Eisenbahnverkehr, der Verkehr in den Städten und ganz besonders die Erzeugung der Uahrungsmittel leidet wirtschaftlich unerträgliche Einschränkungen. Dieses gilt vielfach von Mühlen, Bäckereien, Molkereien u. a., ganz besonders vom Oreschen des Getreides in den landwirtschaftlichen Betrieben. Es liegt auf der hand, daß mit der verminderten Uöglichkeit des Dreschens gleichzeitig die Abneigung zur Rblieferung von Lebensmitteln an die arbeitsunlustige Bevölkerung der streikenden Reviere wächst. Der Wunsch, die Lebensmitteleinfuhr nach diesen Gebieten zu sperren, ist kürzlich auf einer man steht ihm von den großen Strapazen nicht viel an. Die Offiziere sprechen sich über die Reise zufrieden aus und hatten nicht unter immer noch nicht besser gestalten. Gegenwärtig befinden sich zwei Vertreter des Landkreises auf der „Kartoffeljagd". Es soll versucht werden, aus dem Kreise Soldau Kartoffeln zu erhalten. Die hiesigen Landwirte haben, wie in der gestrigen Sitzung nochmals festgestellt wurde, bezüglich der Ablieferungspflicht der Kartoffeln vollständig versagt, wenigstens die größeren, während die kleineren ihrer Verpflichtung größtenteils nachgekommen sind. Wi mit den liartoffeln, so ist es mit dem Getreide; auch hier ist wenig oder gar nichts abgeliefert worden, aber auch fast nichts mehr vorhanden, trotzdem im Stadtbezirk 196 Doppelzentner. Weizen und 751 Doppelzentner Roggen zur Ablieferung zu bringen waren. Selbstredend wird gegen die 1 Oflichtvergessenen, die sich derart schwer gegen die Allgemeinheit vergangen haben, mit allen Mitteln vorgegangen werben und wiro sich eventl. noch der Strafrichter mit ihnen zu beschäftigen haben. er(Der M.=6.=D. Flügelrnd), dessen Festlichkeiten sich einer überaus großen Beliebtheit erfreuen, veranstaltet am kommenden Sonntag zu Ehren seiner aus dem Felde heimgekehrten Mitglieder eine größere Feier, Ulusik-= und Gesangsvorträge, theatral. Aufführungen und Canz. Die Feier 1 findet diesmal im„Reiche des Wassers" statt und wird kläheres noch durch Anzeige mitgeteilt. *(Furchtbarer Rückgang in der Kohlen- und Eisenindustrie.) Die Kohlengewinnung aus dem Jahre 1913 ist jetzt ungefähr auf die Hälfte herab gegangen. Die Roheisenerzeugung von 1,1 Millionen Connen auf etwa 400000 Connen. Danach ist die Lage unserer Großindustrie eine so verzweifelte) geworden, daß man nur mit Carsetzen in die Sackurst zu bichen vernag. *=(Postverkehr mit den Gefangenen in Belgien.) An Gefangene in Belgien können die sonst auch mit anderen feindlichen Ländern im Gefangenenverkehr zugelassenen Sendungen abgesandt werden. Uur die Annahme von Daketen an diese wefangenen ist vorläufig eingestellt. Verhandlungen Wiederzulassung der Oakete sind im Gange. Postanweisungen sind zur Umschreibung an das niederländische Pestamt im Haag zu richten. *e(Die Ablieferung von D-Wagen und ihre Folgen.) Don der Ententekommission, der die zur Ablieferung bestimmten Eisenbahnwagen vorzu“#hnen sind werden die sog. D-Wagen besonders beviten und Seige) und heren Paui hausen-Westhofen(Klavier). Der eventl. Uebe schuß der Veranstaltung soll zu wohltätigen Swetzken verwandt werden. Ein Besuch des Konzerte eine Seltenheit für unser Städtchen, ist nur warm zu ur westoser, 7. März.(Unterhaltungsabend) Am Sonntag nachmittag 5 Uhr wird im Fritzerkötter'schen Saale ein Unterhaltungsabend für die Mitglieder der Kirchengemeinde geboten. herr Rektor Gverbeck wird einen Dortrag halten über: Ludwig Richter und seine Kunst. Dem Dortrag folgt eine Lichtbildervorführung. Herr Pastor Klin! wird etwas aus der kirchengeschichtlichen Verheit der Gemeinde Westhofen erzählen. Der Jungfrauenverein hat Lieder und Oeklamationen eingeübt. Kinder unter 14 Jahren können nicht zugelassen werden. * R e c k l i n g h a u s e n, 7. M ä r z.( S c h w e r e r E i s e n buhnunfall.) Gestern abend kurz vor 9½ Uhr entgleiste auf dem Bahnhof Sinsen der ger D-Jug 97. Die Ursache war eine schadhafte Weiche, die sich während der Fahrt umlegte und den D-Hug in zwei Ceile trennte. Ein auf dem Uebengleis in gleicher Richtung fahrender Güterzug fuhr auf die mittleren D-Jugwagen. Swei Wagen des D-Suges stürzten um und wurden zertrümmert. Don den Inlassen des D-Juges wurden zehn schwer verletzt, von denen einer, ein entlassener Soldat aus Chüringen, gleich starb. Der Eüterzug wurde ebenfalls schwer beschädigt. Etwa 8 bis 10 Wagen liegen zertrümmert auf dem Bahndamm. * Düsseldorf, 6. März.(Steuer-Sünder.) In seinen Steuererklärungen für die Jahre 1917 und 1918 hatte der Kaufmann Rugust Bode von hier über sein steuerpflichtiges Einkommen, sein Dermögen und über die höhe seiner Kriegsabgabe unrichtige Angaben gemacht, die teilweise eine Verkürzung der Steuer herbeiführten. So hatte Bode in den Steuererklärungen für die beiden Jahre Einkommen von 18536 und 21394 Mark deklariert, während sich in Wirklichkeit die Einkommen auf 48878 und 7582) Mark beliefen. Sein Dermögen hatte er mit 24000 Mark geschätzt, während es über 90000 Mark betrug. Im Sinne der erlassenen Steuerverordnungen verurteilte die hiesige Strafkammer den Angeklagten zu 43 216 U. Geldstrafe. Mit aller Schärfe müsse, so führte die Urteilsbegründung aus, in der gegenwärtigen Seit gegen solche Botrügereien eingeschritten werden. —0— eiesen Seitn zu Vverven, Vr bürz/,. ug, zungen gung, Gerden die son,. D. agen besonders h. Cagung der Arbeiter. und Solbdatenrag vr. bo, gehri. Es haben bereits viele Hundert derartige vinz Bestpreußen offen ausgesprochen worden.“ (Abe unter dieser Rubrik besprochenen Bücher sind in der Buchhandlung von Carl Braus zu haben.) Diedrich Spechmann, Die Heidehlause. Eine Erzählung. Martin Warneck, Berlin. Geb. M. 5,50. Nach längerer Dause ein neues Buch dieses beliebten Schriftstellers anzeigen zu können, ist uns eine besondere Freude. So recht aus der Seit für die Seit geschrieben, mit all den Vorzügen seines sonnigen Humors. Jür Vorgeschichte des Welthrieges. Erinnerungen aus den Jahren 1897—1906 von Otto Hamman. Verlag von Reimar hobbing, Berlin SW 61. Preis 4.50 Mark. Otto Hammann, Wirkl. Geh. Rat, langjähriger Pressechef des Auswärtigen Amtes, schildert die Seit des Uebergangs zur Einkreisungspolitik gegen Deutschland. Das Buch enthält eine Reihe neuer Aufschlüsse über wichtige Begebenheiten, wie Yangtsevertrag, *e(Studienkreis.) Wir machen nochmals auf! ####den Gästeabend des Studienkreises aufmerksam, der c v„morgen abend 8 Uhr im Gemeindehaus stattftndet. mieren Beschwerden zu leiden, Sie erzählen, do)„rI. Tejenne= Eisenach, die mitten in der Stadiender Wasfentinstund sehr überrischt habe, da ve Hreiz. und Neulardbewegung steht, wird einen Voreride bei sehr ersolgrichen Operationer woren, halien über das Ehema:„Die Aufgabe der habe ale Famen des Gyeriho, 1to, e, Not der Stunde“ Im unterhaltenden wobei besondes die Größe Jugend in der#i##r.-...un achsige Wagen, die einen ungleich größeren Wert] wilson. Das Schicksalsbuch Deutschlands und Kriegfül: wierigkeiten verursachte. krieges angenommen des Geländes viele Schw.erigl Mit Munition sei die Cruppe stets reich gewesen, da es gelungen wäre, von außen her einige Male das notwendige Material herbeizu schaffen. Wenn die Munition aufgebraucht#ge wesen sei, hätte ein neuer Eroberungszug unternommen werden müssen, wobei es s, Wassen und Munition von den Erztömiezr# erbeuten. Die Engländer hätten in obret. 81 Iwilbevölkerung rücksichtslos beraubt. Sie hätten zunächst an die Klaviere gemacht und nach Ceil folgt eine Aufführung von Mitgliedern *' einzalnen Dhasen des versorgt 1 Studienkreises, in der die einzelnen Phasen des menschlichen Lebens dargestellt werden in bunten Bildern mit Liedern und Deklamationen.(Siehe Anzeige.) 22 beützen, als Eüterwagen oder gewöhnliche Pergen. Wie wir hören, ist bereits jetzt ein sonenwagen. Wie wir hören, ist. empfindlicher Mangel an O-Wagen eingetreten. und es kann sich möglicherweise die Norwendigkeit ergeben, im Schnellzugsverkehr auch gewöhnliche Dersonenwagen laufen zu lasse sen. *e Westhosen, 7. März.(Ronzert.) Ein Kunstgenuß steht unserer musikliebenden Bürgerschaft bevor. Im Saose des heren Schulte, findet der Welt. Von Dr. Wilhelm, Dresden. Verlag von Rder und Barel, Gesellschaft mit beschr. haftung, Dresden i. 9 Bog. Umfang. Mit dreifarbigem wirkungsvollem Umschlag. Ladenpreis 3 Mark. Dies Buch ist kein Buch im gewöhnlichen Sinne, sondern eine Cat.. Denn es will dem in dumpfer Angst vor den kommenden Dingen sich im Bruderkampf zerfleischenden deutschen Dolke wieder den rettenden Blick ins Freie schaffen. Es läßt auf das kleinliche Parteigezänk die Schatten der ungeheuren Dinge fallen, um die es wirklich geht: Weltneuordnung nach Wilsons Ideen oder Weltkatastrophe nach dem Willen Lenins. sich an 6 Uhr ein Solisten=Konzer. G. a v) estem but: vie Boesg, Gvv, gmits Die reähalige und sehtr giheltoste Voreur uer e a u ie,, agage uis Aaden un Dus Maitis— en bend e eu uer Berhae, pleelege Soran, Zit. Sits.( Frie saststung ennnunge, stah Kuns Rend ue unu u ae a eeee eege ans in Pader un Kaens Hans u.sae. ber Vu Gersihum Grge Beuteg-Cgmng en de orianuwe ein Beanistunsteier I. Chrn br. am Eleiger 19900 enhreises EinspannerKastenwagen Samstag, den 8. Märg, abends 8 Uhr“ v sgörg### im Gemeindehause. Aus der Vortrag von Frl. Lina Beseune=Eisenach: 1680 Ein junger, wachsamer Ehne Wty Ueberzieher, Oelmantel, end en ue der Aoleea- ege der Jngenuo m dei Auust Baor Guszglgrte, der Iuge.. 1 uut us ese, u, 34 der „Wachsen und Werdeu“. 1 Paar Gummicuhe 1 Paax neue Sttelel 47, zu verkausen bei Danschewitz, Allos, Zuhrbrüsce. 18. zu verkaofen(Forterrier) Diedr. Hemke 18 18 Ditzergerstr. 83. 1 Posten neue Rillen ca 130 Sl. 18==332=155 cm 6a 30., St. 45 G 56 Brellstärk= Nähmaschine reparaturbedürftig, billig zu verkaufen 32. Ein Paar 193 Kuiesttefel 6a 30 St. He, S# Brellstärke 20==25 mm. 1o:röße 43—44, zu berkausen. fort preiemert zu verkausen. gl.., in d. Gesch. d. Sig. 3897, Stelupeg. S 2116.8.— Gehilfinnen gesucht. Mährstr. 2, II. Eig. Tählgee 1 8 Bimmer oder 6 Zimmer u. 2 Büroräume, evtl. für den 1. Juli oder früher von Dauermieler zu mielen gesucht. Angeb. u. 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SiS BeiguerPrabgmahatersze findet in diesem jahre statt vom Anmeldungen von Ausstellern und Einkäufern sind zu richten an das Messamt für die Muster. messen in Leipzig. Die diesjährige Leipzlger Oster. Gegiimt um 4. Miar Tois. Heute pacht 13½ Uhr erlöste nach langem, schwerem Leiden ein sanfter Tod li-ben Mann, undern guten, trensorgen den Vater, Schviegervater, Grossvater. Bruder, Schwager und Onkel Prie Sehmersech im 64. Lebensjahre. Um stille Teilnahme bitten: Lichtspiele „Zum alten Rathaus“ Bekanntmachung. Beranntmachung. Ees wird wiederholt daBrückstraße 12. Die Träuernden Kinierblebenen. Schwerte, den 6. März 1919. Die Beerdigung Andet Sonntag rachm. 3 Uhr vem Sterbehause, Beckestr. 37, aus statt.— Hausandacht ¼ Stunde verher. Sollte jemand aus Versehen keine besondere Nacbricht erhalten haben, so diene dlese als solche. Sonntag d. 9. März. abends 8 2hr im Vereinslokal Gark Klempt, Mährstraße: Heute bis Sonntag Das erstklassige Programm: Der große Wild-West-Schlager Der Cowboy. Es wird wiederholt darauf hingewiesen, daß die Bü-ordume des hiesigen Ames für den Verkehr mit dem Publikum nur an den Vormittagen geöffnet sind. Nur in besonders dringlichen Fällen kann eine Abertigung während des Nachmittags erfolgen. Westhosen. d. 3. März 1919. Der Arbeiter=Rat: Die Ausbauarbeiten(Shausierungl General= Versammlung Westfälisch. Freikorps Pfesser 8.—Mark Tageszulage Die aus dem Heeresdienst entlassenen Kameraden werden besonders dringend zum Besuch der Versammlung eingeladen. Kriegsteilnehmer sind bei jetzt erfolgender Aufnahme von Jahlung eines Eintrittgeldes defreit. 1885 Der Vorkkand. M ## Selten spannendes Wild-West Schauspie.1n 4 Akten. —H Wegener. Der Amtcann: 1838 Arndt. des Senningsweges zwischen Postgebäude un Poststraße sollen in einem Lose vergeden werden Angebotsformulare und Bedingungen lie.# gen im neuen Rathause Zimmer Nr. 24 zu Einsicht offen und können von da zum Preis von 1,00 Ak pro Stück bezogen werden. Berschlossene und mit entsprechender Ausschrift versehene Angebole sind bis Montag. den 10. Wärz d. J., vormittag 10 Uhr eben□ ∆ 935 aus außer mobiler Löhnung, Verpflegung, * Familienunkerstützung und sonstigen üb* lichen Vorteilen zahlen wir bei unserem kurz bevorstehenden Kampfeinsatz außerhald Wesisalens für Tolles Lustspiel in S Akten. Else Eckersberg in der Hauptrolle. Seide alle modern. Farben sowie aus sollden daselbst einzureichen. Schwerte, den 4. März 1918. 137 Der Arb.= u Sold.=Rat. Der MagistratI. A: Jöcke! Bierbach. Wollstener Gebr. Stein C Vom 15 März d. Is. abd verneget Persz 620 Vetwig ab 51o Hazen(W.) an dU navn os zu 67 Miu. jrüher. Bestwig ab:2° Hagen(W., an eis nachm. Elderfeld, im März 1919. 1397 Eisenbahndirektion. Ein schönes Drama aus der 4 Akten. Alpenwelt in ensenenesnesanessosens: Sonnabend nachmittag: In dem Schutzbezirk Höchsten, Abt. Witlbräuke und Bittermark sollen am 10. März 1 nachstehende Hölzer meistbielend, gegen bar an Ort und Stelle verkauft werden: Wests. Ar.=G.=Schügen Freiwillige Feuerweßr Schwerte. Kinder-Vorstellung. i iiie. auch l. M.=G.=Schützen. Beeilt Euch, weil wir schon fertig und vollzählig, und nur noch eine beschränkte Zahl annehmen können. Die hohe Zu lage wird nicht umsonst gezahlt, im Gefecht gehen wir Pran, in der Ruhe exerzieren und üben wir, denn wir sind eine Elitetruppe und # müssen es bleiben. Wir sind mit allen Waffen und Hilfsmitteln wohl versehen. Wer von andern Freikorps übertreten ## will, muß schriftliches Einverständnis seiner #leitenden Offiziere beibringen; wer nur deshalb übertrilt, weil wir mehr zahlen, wird nicht angenommen Seht in die Zeitungen, wie dringend unser Vaterland zuverlässige Truppen braucht und meldet Euch. Au Sonntag. d. 9. März vormitlags 10½ Udr im Vereinslokal(Witwe Quaddeck): Generalversammlung. Westhofen. Tagesordrung: I. Genedmigung eines Vorstandsbeschlnsses. 2. Mabl des Hornistenführers. 4. Verschiegenes. Das Erscheinen sämtlichen Sa meroden ist oringend orwünscht. 1883 Samstag, den 8. März abends 8 Uhr im Schulte'schen Saale: 1919. 5 91 Schisien-Konzert. Neue und gebrauchte Pianos Flügel 852, Harmonlums sind noch in großer Auswahl vorrätig. Freie Lieferung zu bequemen Bedingungen# Roth& Junins Plano- u.Flügelfabrik Hagen I. W., Bahnhofstr.29. 2. Fahrik, Barin S 42 Goldene Ausstellungspreise. Staatsmedaille. Werbestelle Münster i. W., Gast schaft Bullermann, Hafenstraße Adresse aufschreiben. 1728 Hauptmann v. Hamstagabends im Vereinslokal: Welche Köhlen und Revenpirdante Geacdle Versammlung für das städtische Gaswerk soll für die Zeit vom 1. A.iil 1919 bis 31. März 1920 vergeben werden. Bedingungen liegen auf dem Gaswerksbüro gur Elnsicht offen und es können von dort Angeboksformulare zum Preise von 0.25 Mark bezogen werden. Angebote mit entsprechender Aufschrift sind bis zum 12. Mä z, vocmittags 11 Uhr auf dem Gas= und Wasserwerksbüro, dier, Liethsraße 36 einzureichen. 1886 Verwallung des Gas= u. Wasserwerks Reparatur-Jund Aufbügel-Anstalt Schwerte, W. Niebaum, Poststr. 6. Omänderungen und Wenden getragener Herrenand Damen-Garderoben. Saubere Arbeit.— B##nellste Bedienung. Auch bei mir nicht geSaufte Stoffe werden bereitwilligst verarbeitet Am wunsch werden die Sachen abgeholt und „ gugestellt 1190 ebbr Goser deing Platse! 8 Turnverein. Tagesordnung: 1. Jahresbericht. 2. Vorstands=Ergänzungswahl. 3. Verschiedenes. Um zahlreiches Erscheinen bitiek 1876 Der Rertand. — Mitwirkends:— M-My Ihlefeld, Westhofen,(Sopran) 3 33 3 5 9 33 25 33 2: Frau Mally * Fräulein Elisabeth Hundhausen, GummersBach.(49 3 Herr Oberrealschullehrer Ernst Brüging. Gummersbach,(Bariton und Violine) 3 Herr Paul Hundhausen, Westhofen,(Klavier) s nert rauftanssnssss s Eintrittskarten(nummerierter Platz 2.— 2s ## Mk., nicht nummnerierter Platz 1.— Mk.) sind## 5s im Vorverkauf in der Wirtschaft Schulte in: s: Westhofen zu haben. Für Klingelanlagen! Schellen Sstalche Trochenelemenle und sonstige Judehörteile. Elekteische Lampes in großer Auswahl. C. Brühmann ca. 60 Rottannen 20 Eichenadschnitke mächerhol 1300 Kiefernstangen 123 Eichen a. d. Stamm(Pfähle) „ 2000 Bohnenstangen 133 60 rm. Buchen= und 187 Hausen Kiefernund Eichenbrennholz. Zusammenkunft an der Reichsmark. Anfang 9 Uhr vormittags. Freiberrlich von Romberg'sche 1784 83 Das Klavier wird von der Fabriks Roth& Junius, Hagen, gestellt. 3 Der Ueberschuß wird zu Wohl- I: tätigkeit-Zwecken verwendet. I: summmmmm msmsssmme 1. Für die Konfirmation Ausennssennenennnes enonennnnang? Sassassangnsp sanhön ssansssnssssbe Aühr duer dete. 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Diese 0 in einem anderen Licht diese Sowjet-Regierung nossen vorher beraubte beschlagnahmen ließ, di# Ein Mitglied der deu Kriegsgefangenen-Fürst ehemaliger Angehörig nären Arbeiter- und gaben über die augen land, sowie im besor Radeks, dem die: zugedacht hatten, manchem Mitläufer u land die Augen über öffnen. Radek, der bi all gefürchtet und ül treibende Kraft in de zur Bekämpfung der richtung, die man an quisitation vergleich willigung ist hauptsé Nassenterrors zurückzuführen. Rat nicht vergessen— b tischen Beziehungen land im Jahre 191 Soneralkonsulates 1 Krlegsgefangene bef samten vom deutsche Oepots an sich geno macht einverleibt he gesamte Warenlage lates und der deut kau im Werte von derrechtlich unter 1 lutionären Arbeite kau