nde send ensesceebssebtsessssbeteenssger 9te„Schwerter Zeitung“ erschetnt täglich: auher feiertags. Bezu 1.10 M. oboe Postoekäbzt. Anzeigenprctg:: 90 achtgespaltene Roionelzelle oder besahe Raum 25 Pfg.— Jeder Radatt gilt als KassenRadatl und erlischt bei Konkursen, Iwangs=: vergleichen, gerichtlichen Klagen und Nichtbeacten der gewachten Jahlungsbedingungen.; Oerbunden mit: Schwerter Cageblatt und Anzeiger Schwerter Oolkszeitung Schwerter Oolksblatt Erstes und ältestes Cagesorgan des Kreises.— General=Anzeiger für den Kreis Hörde. Haupt-Annoncenblatt. 300 Mark Unfall.: dingungen— * Druck u. Verlag o. Carl Braus, Schwerte(Ruhr) Ferasprecher 62. Telegramm=Adressr: Braus; : Schwerte(Ruhr) Postscheckonto 2852 Rbin.: Nr. 46. Montag, den 24. Sebrnuar 1919. 52. Jahrgang. Der Völkerhandel u. Völkerbund In der Eröffnungssitzung der Konferenz in Paris sagte der Präsident Dotncaree:„Die Seiten sind vorbei, in welchen die Dölker verhandelt wurden, wie ein Möbelstück!" Dies waren die Worte des französischen Staatsoberhauptes, aber die Dolitik Frankreichs und der Entente käuft auf das Gegenteil hinaus, und der erwartete Widerspruch des Rechtsfreundes Wilson bleibt aus. klicht Deutschland allein, die Deutschen sind es, die die Jolgen zu tragen haben, deutsche Familien, denen niemals der Gedanke gekommen ist, sie könnten jemals vom deutschen Dolksstamm losgelöst und unter eine fremdländische, oft direkt deutschfeindliche Gewalt gestellt werden. Die bittere Redewendung, vom verkauften Bruderstamm, soll nun wieder Wahrheit werden. Es handelt sich nicht um einige Causende, sondern um Millionen Deutsche, wohl an—10 Millionen, die die deutsche Abstammung mit fremden Farben vertauschen sollen. Die Elsaß-Lothringer deutschen Blutes, die die große Uehrheit der reichsländischen Bevölkerung ausmachen, haben in Wetmar sich vergeblich bemüht, ihre Forderung nach Selbstbestimmung, nach der Bildung eines neutralen Staates durchzusetzen. Sie müssen die französtsche Regierung über sich ergehen lassen, deren Verschiedenartigkeit von der deutschen sie bereits erkannt haben. Der Kuf:„Wieder deutsch!“ klingt durch die Bevölkerung, und die französtschen Militärkommändanten erklären, daß die heutigen Justände unhaltbar sind. Die Elsaß-Lothringer müssen sich viel gefallen lassen, noch mehr wird den Bewohnern des Saar-Gebietes zugemutot, die immer Deutsche waren, und die ohne jeden Grund, nur weil Frankreich die reichen Bodenschätze verlangt, diesem zugeteilt werden soll. Die Deutschen in Polen haben jetzt schon von der polnischen herrschaft schwer auszuhalten, Plakereien und Ernressungen jagen sich. Es ist ihnen ganz unfaßbar, daß sie vom Polenstaat aus Warschau Dorschriften annehmen und für polnische Interessen wohl gar kämpfen sollen. Wozu ist das Kaiserschloß in der Stadt Dosen erbaut? In Liordschleswig sollen Deutsche an Dänemark kommen. Die deutschen Sachsen in Siedenbürgen sollen zu Rumänien kommen, in Südösterreich spielt sich der neue slavische Staat als herr auf, und in Cirol fordern die Italiener ein gtoßes Gebiet von rein deutschen bezirken. Also überall Gewalt gegen die Deutschen, und auch die Losreißung Deutsch-Oesterreichs zu fremden Staaten schwächt das Deutschtum. Was will unter solchen Umständen Wilsong vielgepriesener Völkerbund besagen, dessen Grundzüge auf dem Dapier— in Daris genehmigt sind. Unsere Gegner wollen künftig über Krieg und Frieden, Wehrmacht und Küstungen wachen, dte Völkerfreundschaft nicht bloß vom krassesten Egoismus, sondern auch vom Dölkerhaß diktiert werden! Franzosen und Slaven sind geborene Deutschseinde, die Engländer, Italiener und Amerikaner sind es durch Aufreizung und Verblendung geworden. Dielleicht ändern sich die letzteren Dölker wieder, die ersteren aber schwerlich, die nicht vergessen werden, was gewesen ist. Otele Deutsche haben sich der Erwartung hingegeben, Frankreich werde mit Uns wieder Arm in Arm gehen, wenn es ElsaßzLotyringen wieder sein nennt. Daß das eine neue Enttäuschung gewesen ist, hat wohl jeder eingesehen. Werden wir uns doch klar, wie sehr sich unsere Lage gegenüber derjenigen vor dem Kriege verschlechtert hat. Damals hatten wir nur zwei Nachbarn, die uns wirklich bedrohen konnten, Frankreich und Rußland. heute, wo die österreichischungarische Monarchte verschwunden, Belgiens Neutralität aufgehoben ist, wimmelte es um uns von Gegnern: Belgien, Frankreich, die Republin der (Ischechen, und jetzt dahinter Südslaven und Kumänn, die Polen, das dolschewistische Rußland. Diele„Söpfe, aber nur der eine gegen Deutschkand gerichtete Linn. Außerdem liegt die Leitung für abs die Deut. Soegner mit Auspehmns pon Rußlan in Paris. Wo soll da ein Dölkerbund voll Frieden und Versöhnung herkommen? Die Annahme der letzten Waffenstillstandsbedingungen, die Räumung von Posen, führt die Polen noch nicht zum Eipfel ihrer Hoffnungen, sie werden auch Oberschlesten verlangen, soweit dort ihre Sprache vorherrscht. In Weimar vertraut die Reichsregierung darauf, daß die jetzige deutsche Konzession nicht endgültig sein wird, sondern durch den Friedensvertrag nur wirklich überwiegend polnische Gebiete uns verloren gehen werden. Wer will es heute noch wagen, diese Erwartung wirklich zuversichtlich zu teilen? Eine Enttäuschung hat die andere gejagt, und Proteste helfen uns nichts, seitdem die Demobilisierung vollzogen ist. Der Dölkerhandel auf Deutschands Kosten ist de —0— Das Drama in München. Ainisterpräs. Kurt Elsner en ame kelhsshasten. Was München, 25. Febr. Das Uinisterium des Zeußern teilt mit: Entgegen umlaufenden Gerüchten, daß in München ein Blutbad angerichtet sei, wind festgestellt: Kurt Eisner wurde von Graf ErcoDalley ermordet, im Landtage ist Auer schwer verwundet worden, Abg. Osel(S.) ist tot, zwei Uinisterialbeamte sind verwundet, Uinister Roßhaupter ist in Sicherheit. alle Gerüchte, daß noch andere Personen tot oder verwundet selen, sind unbegrändet. Minister Auer tot. b5 Weimar, 24. Tehr. Bei der Reichsleitung ist gestern vormittäg nach längerer Unterbrechung die erste telephonische Nachricht aus Bayern eingetroffen. Danach bestätigt es sich, daß Minister Auer tot ist. Die bayrische Räterepublik. WB München, 24. Febr. Die Versammlung der Arbeiter-, Bauern= und Soldatenräte hat die Anträge auf Bewaffnung des Proletariats und auf Verkündigung der bayerischen Räterepublik einstimmig angenommen. Der Vorsitzende erklärte, daß diese von den Arbeitern aller sozialistischen Richtungen auf demokrattscher Grundlage errichtet werde. Die ausführende Gewalt. bb München, 25. Febr. Der iser-Ausschuß hat gestern abend den Beschluß gefaßt, sich durch Juwahl zu einem 5oer-Ausschuß zu ergänzen. Die ausführende Gewalt hat jedoch der i1er Kusschuß, der sich Jentralrat nennt. Das Kumpfministerium hat sich dem Ausschuß zur Verfügung gestellt und wird seine Befehle ausführen. Es ist nicht ausgeschlossen, daß die augenblicklichen politischen Verhältnisse Bayerns von den Agenten der Entente zu einer separistischen Propaganda ausgenutzt werden. Die Reichsregierung wird solchen Versuchen damit begegnen, daß sie mit Jurückhaltung und Referve die Entwicklung der Lage in Bayern betrachtet. Da die bürgerlichen Parteien von der Regierung ausgeschlossen sind, hat der Gedanke eines Streiks der Beamten, die zum großen Ceil diesen Parteien angehören, eine gewisse Verbekraft bekommen. Erzbischof Faulhaber verhaftet? Berlin, 24. Febr. Nach einer Orivatmeldung ven„B. S.“ aus München soll der Erzbischof Dr. van Ikulhaber von den Aufrühreen verhaftet worden selh.—.8. Neue und alte Verfassung. Mancherlei ist in der Form anders, aber das Amt an sich bleibt bestehen. An Stelle des Kaisers, der nicht für seine Person, sondern im llamen des Reiches mit Sustimmung von Bundesrat und Reichstag regierte, waltet jetzt drr Präsident der Republik, auf zehn Jahre gewählt, unter Anhörung von Staatenhaus(früher Bundesrat) und Nationalversammlung(Reichstag). Früher war der einzig verantwortliche Reichsminister der Reichskanzler; heute erhalten wir ein Kabinett von Ministern, von denen jeder einzelne verantwortlich ist. Es hat also größere Betätigungsfreiheit, als früher die Staatssekretäre hatten. Der Vorteil ist, daß der Reichskanzler nicht für jede Uleinungsverschiedenheit zwischen einem Mitglied seiner Regierung und der Nationalversammlung in die Bresche springen muß, sondern den Uinistern die Auseinandersetzung überlassen kann. Der Reichskanzler wird fortan tatsächlich Ministerpräsident sein. Eine bündige Auseinandersetzung zwischen dem Reiche und den Einzel„#nggnänderung guedrüchlich von staaten, deren Grenzenanderung uusdrücklich von ihrer Einwilligung abhängig gemacht wird, in finanzieller und militärischen Fragen ist unvermeidlich. Bayern will jedenfalls nicht auf seine eigene Armee verzichten. Was der Reichspräsident(Ebert aus heidelberg) aus seinem Amt machen wird, steht bei seiner Person. Die ihm verliehenen Machtbefugnisse sind nicht geringer, als sie der Kaiser nach der letzten Verfassung im Oktober besaß, wo die Parlamentartsterung und die Henderung der Kommandogewalt beschlossen worden war. Orden und Citel sind nicht mehr zu verleihen, da sie in Fortfall kommen. —00006— Das Ende des Generalstreiks im Ruhrgebiet. Was Münster, 25. Febr. Das Generalkommando gibt bekannt: Die Bedingungen des Generalkommandos sind in der gestrigen Konferenz von den Vertretern der A.- und S.-Räte, einschließlich Düsseldorf, angenommen worden: 1. Sofortige Räumung von Bottrop und Besetzung von Bottrop, Buer und Gladbeck. Die Gegenseite läßt Geschütze, Uinenwerfer und Feldküchen in Bottrop zurück. Herausgabe sämtlicher beschlagnahmter Gelder und Lebensmittel. 2. Alle Gewalttätigkeiten, Einschränkungen der persönlichen Freiheit sind sofort einzustellen und rückgängig zu machen. Hierzu gehört auch gewalttätige Arbeitsverhinderung. 3. Sofortige Aufhebung der von der Gegenseite angeordneten Bahnkontrolle. Jeder Eingriff in den bahntechnischen und bahnpolizeilichen Betrieb ist sofort aufzuheben und zu unterlassen. 4. Wiederherstellung der Dressefreiheit in allen Gebleten. 5. Alle Militär- und Sivilbehörden, einschl. Düsseldorfer Bezirk, müssen ungehindert im Rahmen der von der Regierung Ebert-Scheidemann erlassenen Verfügungen arbeiten. Das von der Regterung zugestandene Kontrollrecht der K.= und S.-Räte wird dadurch nicht berührt. Cruppenbewegungen der Regierungstruppen sind gestattet bis zu folgender Linie: Uördlich Dinslaken, südlich Hisfeld, nördlich Schmachtendorf, südlich Königsstadt, südlich Bottrop, südlich Gladbeck, füdlich Buer. 6. Sofortige Aufhebung des Generalstreiks. 7. Abgabe sämtlicher Waffen. Die in der Presse verbreitete Nachricht, daß die Regterungstruppen zurückgezogen werden sollen, wird vom Generalkommando des 7. A.-K. für unrichtig erklärt. Erst nach restloser Durchführung der gestellten Bedingungen werden die Regierungstruppen aus dem Industriegebiet zurückgezogen urdeh Neue. Könfereng am 25. Fedruar, bis zu welchem Fermin die Besingungen durchgeführt sein Es soll Ordnung geschaffen werden. t (Mitteilung des Generalkommandos), Die gestrige Sitzung der A.- u. S.-Räte des Industriegebietes hat die Waffenstillstandsbedingungen des Generalkommandos angenommen, dessen wesentliche Punkte sind: Sofortige Einstellung des Generalstreiks, Waffenabgabe, ungehinderte Arbeit der Militär- und Sivilbehörden, sowie Dressefreihett. Es bleibt abzuwarten, inwiewett Spartakus, besonders auch in Düsseldorf, diese Bedingungen erfüllt. Die Regierungstruppen stehen jedenfalls bereit, in das Industriegeblet einzumarschieren, falls die Bedingungen nicht restlos durchgeführt werden. Die Regierung ist fest entschlossen, nicht auf halbem Wege stehen zu bleiben, sondern unter allen Umständen im Industriegebiet auch für die Sukunft Ordnung zu schaffen. Mülheim(Kuhr), 23. Febr. heute abend haben sich hinter den Kulissen der hiesigen Streikleitung und im Rahmen der ihr nahestehenden polttischen Parteien Vorgänge abgespielt, an denen auch die Sicherheitswehr beteiligt ist. Diese hat sich zum großen Veil gemeigert an etmaigen Kämnfen Gen geweiger., an tuuger narne die Regierungstruppen teilzunehmen. Die Streikleitung hat sich aufgelöst. Es erfolgten verschiedentliche Beratungen, über deren Verlauf und Ausgang nichts zu erfahren ist. Nach Meldung des Mülheimer Soldatenrats kann der Generalstreik als beendet angesehen werden. Celegraphen- und Celephonamt sind nicht mehr von Spartakisten besetzt. In den Kbendstunden wurde in der Stadt, namentlich im Kasernenviertel heftig geschossen. Hüsseldorf, 25. Jebr. Die spartakistische Besetzung der bürgerlichen Seitungen ist heute tag aufgehoben. Sie dürfen wieder erscheinen. Der Vollzugsrat erklärt den Generalstreik für beendet, schweigt sich aber über die Frage der Streikunterstützung aus. Ruhe und Ordnung in Mülheim. WaB Essen, 24. Febr. Der K.= und S.-Kat schreibt:„Ruhe und Ordnung in Mülheim?“ Auf die in den letzten Cagen hier herrschenden anarchtstischen Sustände, die durch den Dutsch in der Reichsbank mit der Erpressung von 170000 Mark gekrönt wurden, ist ein schwerer moraltscher Rückschlag eingetreten. Das Generalkommando Münster ersuchte den G.- und S.-Rat Essen um Aufklärung der Mülheimer Justände. Der Geschäftsführer des K.- und S.-Rat Essen, Jaeger, der im Dienste der Regierung arbeitet, fuhr nach Mülheim, wo es demselben gelang, eine Verständigung des K.- und S.-Rates mit den städtischen und staatlichen Behörden herbeizuführen, so daß von morgen ab die Behörden und der K.- und S.-Rat Mülheim gemeinsam für die Ruhe und Ordnung der Stadt Sorge tragen werden, wie es auch in Essen der Sal Bottrop von den Kommunisten geraumt. Die Kommunisten haben nunmehr doch die Stadt geräumt. Gestern nachmittag traf ein Dortrupp der Regierungstruppen in Bottrop ein. Ueber die Besetzung der Stadt durch Regierungstruppen wird noch verhandelt. Die von den Kommunisten bei den Verhandlungen mit dem Generalkommando in Münster zugesagte herausgabe der von ihnen in Bottrop beschlagnahmten Geldbeträge und Lebensmittel ist nicht erfolgt. Im Gegenteil haben die Spartakisten gestern vormittag vor ihrem Abzug noch in großem Umfange weitere Requisitionen, namentlich von Pferden und Wagen, vorgenommen. Der Umfang des von den Kommunisten während ihrer kurzen herrschaft in Bottrop angerichteten Schadens läßt sich noch nicht übersehen. Allein die von ihnen beschlagnahmten Gelder und sonstigen Werte sind sehr beträchtlich. Regierungstruppen in Bottrop. WaS Bottrop, 24. Febr. Gestern vormittag ist das westfälische Freiwilligenkorps Lichtschlag hier eingezogen. Die Stadt ist vollständig in der hand der Regierungstruppen und militärtsch gegen Sterkrade und Oberhausen, die hauptsitze der Spartakisten, gesichert. In Jusammenstößen mit don negterungstruppen ist es bis jetzt noch nicht rtigen Sp Dorta artakisten waren größrenund in der verganger men. Die ausm teils bereits Nacht abger WaB Bottcop, 24. Febr. Im Laufe des gestrigen Cages zog das westfälische Freiwilligenkorps Lichtschl noc weitere Verstärkungen nach Bottrop, darunter viel schwere Arrillerie. Der Kag verlief ruhig. Sämtliche aus Bottrop am vergangenen Mittwoch nach Sterkrade abge und Polizeibeamten wurden ge zten- von dem Rathaus Besitz. 17 Cote und mehr als 30 Verwundete wurden vom Kampfplatz getragen. nen e.„# 2 Gendarmnen ihrten Uriminalern und heute von Spartakisten freigegeben. Der Kommandierende General von Watter weilte hier und versicherte den Dertretern der Erbeiter und Bürgerschaft, daß die Regierung alles daran setzen werde, um Ruhe und Erdnung in Bottrop aufrecht zu erhalten. Ueben dem Freiwilligenkorps Lichtschlag ist heute morgen die Olvision Gerstenberg, von Bremen her bekannt, in Bottrop eingerückt und hat das Gebiet nördlich Bottrop besetzt. Ebenso hat die Dlvision Gerstenberg Dorsten und Umgebung besetzt. Der Oivision Gerstenberg folgt noch das Roedern aus Wilhelmshaven. Es wird gl in Bottrop eintreffen. Der Spartalistenführer Fuldzenneh WEB Bottrop, 24. Jehr. Der Führer der Spartakisten, Juldzennek, wurde von Patrouillen überrascht, als er in entgegengesetztem Sinne der von ihm bereits anerkannten Waffenstillstandsbedingungen auf die Mlenge einzuwirken und Maßnahmen, die dem Waffenstillstand direkt widersprechen, in die Wege zu leiten suchte. Er wurde festgenommen. Crotz der besungenen Waffenabgabe fand man bei ihm noch einen schweren Revolver vor. Als er zur Untersuchung ins Gefängnis abtransportiert werden sollte, wiversetzte er sich dem Posten. Es kam zu einer Schleßerel, wobei Juldzennek sein Leben einbliste. Unter den Coten befinden sich u. a. und 3 Pollzeibeamte. Damit befand sich der ganze Ort in der Gtwalt der Spartahisten. Den Kuftakt zu diesem furchtdaren Blutbad bildete ein Jusammenstoß, mit Spartakisten auf den Prosper-Schächten, wo über 10 Mann getötet wurden, darunter 3 Spariakisten. Dies gab das Zeichen zum Sturm auf Bottrop. Aus der ganzen Umgebung eilten Crupps von bewaffneten Spartakisten herbei und beteiligten sich an der Erstürmung Bottrops. Gestern befand sich der ganze Ort in der Gewalt der Spartakisten, etwa 8000 Mann, die sich zur Derteldigung einrichten. Crupps bewaffneter Spartakisten durchziehen die Straßen. Eine Anzahl von Straßen ist gesperrt, vor allem die Straße nach hervest-Dorsten, von wo die Regierungstruppen im Anmarsch sind. Mit dem Eintreffen der Regierungstruppen werden weitere lämpfe erwartet. Die is besetzt. truppen werden we.. 3.5 das Korps Wirkung der Beschießung ist an einer großen Sahl gleichfalls 1 von Häusern zu ersehen. Am schlimmsten hat das dlitten.i Forsterscheibe ist mehr Was die Spartahisten mit den Landarbeitern planen. Deimar, 24. Febr. In porlamentarischen Kresen verlautet, daß die Spartakisten zu beginn des rühjahrs einen Generalstreik der Landarbeiter planen. Im Oston Oeutschlands Geldmitteln ber 1 grei die Agitation ronnen. eher rgänge in Bottrop am Ulittr den Dor woch ich der lähe der die Bialler agsstunden wurden in Grtsgrenze Ceschütz= und Minenwerfer aufgestellt und das Feuer auf die häuser eröffnet. Bald darauf drangen die Spartakisten in einer Anzahl von mehreren tausend Mann in die Stodt ein. Die Bürgerwehr-Mannschaften waren der Uebermacht gegenüber; vollständig machtlos. Die Spartakisten; eine Reihe öffentlicher Gebäude, * besetzten zunächst darunter dar Dost- und Celegraphenamt, und drangen gegen das Rathaus vor. Die Aufforderung, das Gebäude den Spartakisten zu übergeben, wurde abgelehnt. Als auch ein gestelltes Ultimatum von mehreren Stunden unberücksichtigt blieb, eröffneten gegen 3 Uhr nachmittags die Spartakisten aus zahlreichen Meschinengewehren das Feuer gegen das Rathaus. Die im Rathause befindlichen Verteidigungsmannschaften und Polizei- und GendarmerteMannschaften, sowie Beamte des Rathauses erwiderten das rasende Feuer aus Dutzenden von Die Einwohnerschaft hielt sich Rathaus geltten, keine Prusterschetoe ist mehr ganz. Ueberall sieht man klaffende Löcher und Kisse in den Häusern. Das Gebäude der„Bottroper Dolkszeitung“ erhielt einen Dolltrefser. Die Drucherei ist besetzt. Das Blatt konnte heute nicht erscheinen. Der Donnerstag ist im allgemeinen ruhig verlaufen. Hier und da wurde noch geschossen. Die„Gladbecker Seitung“ schreibt: In einer stattgefundenen Sitzung des KSR., an der auch der Vorsitzende, sowie verschiedene Mitglieder des Bottroper RSR., sowie der Bottroper Sicherheitswehr teilnahmen, wurde über die Dorgänge in Bottrop von dem Dorsitzenden des Bottroper KSR. u. a. folgendes berichtet: Es steht fest, daß die Dolkswehr bei ihrer Uebergabe an die Spartakisten nur etwa zwei Cote und einige Derwundete hatte. Die übrigen Coten sind nach der Kapitulation, nachdem die krei- Gefangenen in Reih und Elied waren, niedergemacht des I worden. Die Gefangenen wurden scheußlich mißhandelt und völlig ausgeraubt; Mäntel, Schuhe, Kleider und selbst die hosen sind ihnen ausgezogen worden, außerdem etwa 4000 Mark in barem Gelde geraubt und untereinander verteilt worden. Mit hochgehobenen Händen und fortwährenden Schlägen wurden die Wehrlosen nach Sterkrade übergeführt. Wer das Glück hatte, im Besitze seines Bargeldes zu sein, hatte nachher Gelegenheit, sich durch Bestechung frei zu machen. Es waren ungemein traurige Bilder, die anständige Menschen mit Abscheu erfüllen müssen. Don den Mitgliedern des KSR. Gladbeck wurde mitgeteilt, daß die Leute auf der Schachtanlage Scholpen in Gladbeck durch Spartakisten in unglaublicher Weise mißhandelt worden sind. 14. bis 1°jährige Burschen waren von ihren Dätern mitgebracht worden und dazu aufgestachelt, die Arbeitswilligen mit Eisenstangen und Unüppeln zu schlagen. —— Rein Eisenbahnerstreik. In Essen versammelten sich 230 Vertrauensmänner der Eisenbahnbetriebs-Beamten und-Arbeiter der Gewerkschaft deutscher Eisenbahner und befreundeter Verbände, um den Bericht der nach Weimar gesandten Kommission entgegen zu nehmen. ende derselben erstattete Bericht. Die Verminister Hoff geführt. Seitens dieser Herren wurde volles Verständnis für die Erbitterung der Eisenbahner über die Eingriffe der nicht auf dem Boden der Regierung stehenden R- und S.-Räte in den Eisenbahnbetrieb und die Bedrohung und Mißhandlung vieler Eisenbahner durch wilde Bahnhofswachen und Spartakusbanden gezeigt. Man kam dann zu den schon mitgeteilten Vereinbarungen. Jur Durchführung der Einzelverhandlung beim Generalkommando in Münster zur Bewaffnung der Eisenbahner wurde ein Vertreter gewählt. Rußerdem soll in den einzelnen Direktionsbezirken der Direktionsbeirat in gemeinsamer Jusammenarbeit mit der Eisenbahndirektion die Durchführung der Bewaffnung in die Wege leiten. Das Streikkomitee bleibt unter dem Dorsitz des Bezirksleiters der Gewerkschaft als Kontrollausschuß bestehen, bis diese Aktion durchgeführt ist. An der Konferenz nahm außer den Vertretern der Direktionen auch ein Vertreter des Generalkommandos in Münster teil. —— Räteregierung in Mannheim. bb Karlsruhe, 25. Fehr. Der gesamte Postund Eisenbahnverkehr mit Mannheim ist seit Sonnabend Nacht unterbrochen, da das dortige Celegraphenamt von Spartakisten besetzt ist. Die Regierung hat seit gestern abend keine Nachrichten mehr aus Mannheim. Bisher ist bekannt, daß gestern vom Valkon der Festhalle aus die badische Räterepublik nach bayerischem Muster ausgerufen wurde. Ein Mehrheitssozialist, ein Unabhängiger und ein Kommunist erklärten ihr Einverständnis mit der Ausrufung der neuen Regierung und forderten die Menge zur Sustimmung auf, die durch heben erfolgte. Nach dieser Kundgebung formierten sich die Ceilnehmer zu einem Jug durch Stadt, zunächst zum Militärgefängnis, wo die verschiedenen Gefangenen befreit wurden. Dann ginz es zum Schloß, wo man ebenfalls die Gefangenen frei ließ. Aus den Gerichtssälen wurden große Ulengen Akten auf die Straße geworfen und verbrannt. Um das Gebäude der mehrheitssozialistischen„Mannheimer Dolksstimme“ kam es zu schweren Kämpfen. Die Spartakisten hatten die„Mannheimer Dolksstimme“ mit Maschinengewehren gestürmt, die Mehrheitssozialisten nahmen aber das Gebäude wieder zurück. Die Kämpfe dauern nach an. Avßerdem sind Verhandlungen zwischen den Mehrheitssozialisten und Unabhänzigen im Sange. —0.— der direkten Wahl findet das Verhältniswabhrstem Anwendung. Die Kreistage sind bis zum 4. Mai ds. Is. neu zu wählen. Die nergewählten Kreistage wählen threrseits die Kreisausschösse und die Kreiskommissionen neu, gleichfalls nach dem Verhältniswahlsystem. Die Verordnung gilt hinsichtlich der Kreistags- und Kreisausschußwahlen nicht in Westpreußen, Posen, Oberschlesien und hohenzollern. Für die Ernennung der Landräte verbleibt es zwar bei dem Dorschlagsrecht der Kreistage, indessen fallen die besonderen Qualifikationsvoraussetzungen für das Amt des Landrates fort.(Amtl.) 1400 Die Franzosen=Herrschaft in Wiesbaden Mlaschinengewehren. Die Einwohnerschaft hielt bch o# perse, in den Häusern Nach fast breistindiger beschlebzung—.. z, miazmax, wurden, mit dem Reichswurde das Rathaus erstürmt. Spartakisten drangen, handlungen in weimar ein und machten die Verteidiger, soweit sie noch am Leben waren, zu Gefangenen. Dann ergriffen sie 17 #iister loske, Kriegsminister Reinhardt, postminister Giesberts und dem Eisenbahn Die neue Kreistags-Ordnung In der letzten Sitzung des Staatsministeriums ist der Erlaß einer Verordnung über die Jusammensetzung der Kreistage und über einige weitere Zenderungen der Kretsordnung beschlossen worden. Der Hauptinhalt der Verordnung ist der Fortfall des Wahlverbandes der Großgrundbesitzer und die Beseitigung der einschränkenden Bestimmungen für die städtischen Stimmen im Kreistage. Die einzigen Wahlverbände sind die der städtischen und der Landgemeinden. Auch auf diese werden die Kreistagsabgeordneten nach dem Verhältnis der städtischen zur ländlichen Bevölkerung verteilt. In den Städten werden die Kreistagsabgeordneten durch die Stadtverordnetenversammlungen, und in denjenigen Landgemeinden, auf die mindestens ein Kreistagsabgeordneter entfällt, durch die Gemeindevertretungen gewählt. In kleineren Landgemeinden und in Gutsbezirken werden die Kreistagsabgeordneten direkt durch die Einwohnerschaft nach Wahlbezirken gewählt. Sowohl bei der indirekten als auch bei Nachstehend geben wir einen kurzen Auszug aus einem Briese wieder, den uns ein Freund unseres Blattes, dessen Schwiegereltern in Diesbaden wohnen, freundlichst zur Verfügung stellt: hoffentlich gelangen diese Zeilen, wenn auch auf Umwegen, in Eure Hände. Seit dem 18. Oezember vorigen Jahres hören wir nichts mehr von Euch. Wir Diesbadener sind vollständig von allem Außenverkehr abgeschlossen. Die Franzosen sind über alles Herr. Jede Familie, die 3 Simmer und mehr bewohnt, muß mindestens ein Simmer den Franzosen überlassen, weil diese alle in BürgerQuartieren liegen. Sie suchen sich das beste Simmer, nach der Straße gelegen, aus, lassen es vollständig ausmöblieren und verlangen obendrein noch volle Bedienung von uns. Die küche wird zu Kochzwecken ebenfalls fast den ganzen Cag über von den Franzosen benutzt; wir Wiesbadener sind kein herr mehr über unsere Orivatsachen. Das Verteilen von Lebensmitteln seitens der Stadt ist fast ganz eingestellt, weil die Dorräte der Stadt bereits verbraucht sind. Und dazu haben die herren Franzosen alles in Hülle und Fülle; das herz tut einem weh, wenn man sieht, wie sie ihre Speisen— für uns sind es Lecherbissen— zubereiten, aber abgeben tun sie davon nichts. Aus Wiesbaden kommt keiner heraus; nur in Ausnahmefällen wird ein erteilt. Leute, die sich Lebensmittel aus dem benachbarten„Blauen Ländchen“ holen wollen, müssen hierzu extra die Genehmigung von den Franzosen einholen. kleine Zeitung, kein Brief darf weder ausgeführt noch eingeführt werden; sollte es trotzdem einer wagen, so trifft ihn, wenn er dabei erwischt wird, eine Geldstrafe bis zu 800 Die Argmenfen kaufen viel; in Crunps Märk.— Dn Ftuthosen Kanfen bis zu zehn Ulann kommen sie in die Geschäfte; besonders gekauft werden Pfeisen(Ulutzen), Cabak, Stgaretten, Albums, Stadtansichten, aber auch viel „Ungekauftes", lassen diese herren verschwinden, wenn der Geschäftsinhaber nicht ein wachsames Auge hat. In den Straßen sind französische Schilder angedracht; die Uhren sind alle auf westfranzösische Seit eingestellt. Auch das alte ehrwürdige Schloß ist von den Franzosen belegt; hier stehen ständig Wachposten. Jeden Uorgen um 10 Uhr ist auf dem Schloßplatz große Parade, sodann ziehen die Franzosen mit Uusik durch die Straßen der Stadt. Die Geschäfte müssen um 4 Uhr nachmittags geschlossen werden; sie haben bald ausverkauft, denn Ware von auswärts kommt keine herein. Wehe dem, der abends nach 9 Uhr ohne Nacht-Daß auf den Straßen noch angetroffen wird. Warum werden wir Diesbadener so überaus streng von den Franzosen, die sich doch sonst als Kavaliere so gern rühmen, behandelt? Geschieht es vielleicht deshalb, weil die Stadtverwaltung vor der feindlichen Besetzung im November 1918 bei der DaffenstillstandsKommission in Spa beantragt hatte; Frankreich Rote Rosen. Koman von h. 50 Courths-Mahler. (Nachtruck verboten.) " Das sagte er, so ruhig er konnte. und sein Herz war so schwer. Gerlinde hatte durch ihte Worte seine eigene Unsicherheit noch verstärkt. Er wußte, daß er nun Josta gegenüber noch viel unsicherer und zurückhaltendere sein würde, als bisher, um sie nur ja nicht zu erschrecken. Wenn sie vor seiner Leidenschaft zurückbeben würde in Angst und Schrecken, das würde er nicht ertragen können. Abwarten mußte er— abwarten, ob sie sich selbst zu ihm sand. Gräsin Gerlinde hatte einen Sieg erfochten, größer. als sie selbst es ahnte. Die Mauer war ein gut Stück gewachsen. Aber sie sah doch düster vor sich hin, und ihr Herz zuckte in tausend Qualen bei dem Geständnis seiner hießen, tiefen Liebe zu Josta. Aufschreien hätte sie mögen im wahnsinnigen Schmerz und mußte doch still und ruhig scheinen.### Auch der Gedanke vermochte sie jert nicht zu trösten, daß sie die quälende Unruhd in Rainers Herz gestreut hatte. Daß dies geschehen war, wußte siel) Sie kannte ihn zu gut und vermochte in seiner Seele zu besen, wie in einem aufgeschlagenen Buche. Graf Rainer war nun die Lust vergangen, mit ihr weiter zu plaudern. Eine Weile zuälte sich die Unterhaltung zwischen ihnen noch weiter. Aber dann verabschiedete sich der Graf und zog sich in den Oftflügel zurück. Und die Gräfin ging noch einmal wie abschiednehmend, burch 1., W, im WBsergen abend würde sie zum ersten Male## konwenoerbannt kam sie sich vor. Und der Han und die Eisersucht gegen Josta erstickten ihr fast das Herz. Wie bald würde sie hier in diesen Räumen ihren Einzug halten als Herrin. Aber glücklich sollte sie hier nicht werden. Gräfin Gerlindes Wünsche füllten alle diese Räume mit wilden Rachegedanken. Nur eines gab es, das Josta vor ihrer Rache schützen konnte— wenn sie freiwillig auf Rainer verzichtete, wenn sie ihr Herz einem andern schenkte. Jostas Hochzeitstag war herangekommen. Sie hatte diesem mit heimlichem Bangen und doch mit scheuer Sehnsucht entgegengesehen. Rainers Bild stand jetzt auf ihrem Schreibtisch, und wenn sie jetzt in ihr Tagebuch schrieb, dann fab sie wieder und wieder in sein Gesicht, und ihr war, als beichte sie ihm alles das, was sie in ihr Tagebuch niederschrieb. „Wenn ich einmal vor ihm sterben sollte, dann soll er dies Tagebuch lesen, dann soll er wissen, wie sehr ich ihn geliebt habe, dann brauche ich mich meiner Liebe nicht zu schämten. P u 6. So schrier sie am Tage vor ihrer Hochzeit in das Buch.„„R. KI. S24s1. Und als nun ihr Koffer für die Hochzeilereise gepackt wurde, da legte sie ihr Tagebuch und Rainers Bild in ein Kästchen und barg es zu letzt in ihrem Koffer. Sie wollte sich auf dieser Reise nicht davon trennen. Am Tage vor der Hochzeit trafen die Hochzeitsgäste von auswärts ein, und mit ihnen auch der Bräutigam. Mit Graf Rainer kam auch Gräfin Gerlinde. Sie war ihm in den letzten Wochen als Freundin und Vertraute fast unentbehrlich geworden, weil sie es verstanden hatte, in sein daß er mit großer Unruhe seiner Vereinigun mit Josia entgegensah. Auch Baron Rittberg mit seiner Gemahlwar unter den Hochzeitsgästen, und Graf Rai ner hatte sie gebeten, im Palais Ramber Wohnung zu nehmen. Das hatten sie ger angenommen. Baron Rittberg sollte als Trau zeuge fungieren. Mgranin gannt, 9. Die lebhafte, muntere Baronin konnte di Zeit nicht erwarte. bis sie Josta kennen lernte Das geschah am Vorabend der Hochzeit. Un die schönheitsdurstige Baronin war sofor Feuer und Flamme für die junge Braut und machte ihrem Entzücken Luft, als sie mit ihren Gatten ins Palais Ramberg zurückgekehr war. „Diett, du hast recht. Graf Rainers Brau ist noch viel schöner, als Gräsin Gerkinde Vielleicht nicht ganz so königlich. Dazu ist sie zu jung und zu bescheiden, bei allem edler Stolz. Aber entzückend ist sie mit ihren lieben, schönen Augen. Sie blickt einem ins Herz damit, daß man ganz warm wird. Und das Haar, Dieti— das Haar! Nein, so eine Pracht! Weißt du. das muß ich mir einmal ansehen, wenn es gelöst ist. So etwas wundervolles gilbt es nicht noch einmal. Wenn sie er in Rambera ist, solle ich mal zur Toilettestunde bei ihr ein und sage es ihr unverbohlen. so etwas Schönes lasse ich mir doch nicht entgehen. Ganz verliebt din ich in dies prachtvolle Geschöpt.“. „Na, was denn, ich bin doch eini ungefährlicher alter Mann und sebe au“, gern was Schönes. Graf Rainer würrc mich sa nicht gleich auf krumme Säbel jordern wenn ich mie das gelöste Haar seiner junden Frau mal betrachte. Oder bist dn eifersüchtig. Lisetichen?“ Die Baronin lechte. näge von einer Besetzung gehmen, damit diese Kurhadt internationele Weh-An Kurverkehr ist schwach; derungen in den schönen Cam ner auch nicht mehr unte auch wir die goldene Frei ich moine Soolenruhe ganz gewiß nicht mehr. Der Kummerspeck, der deine Gestalt so mollig umgibt, genügt mir vollkommen als Isolierschicht zwischen dir und dem weiblichen GeDer Voron lachte schallend auf. hast du prachtvoll gesagt, Lisettchen!“ K 78 Sie hob erschrocken die Hand. „Aber, Dieti, lache doch nicht so laut! Dicht neben unseren Zimmern befinden sich die der Gräfin Gerlinde, und du störst sie vielleicht beim Einschlasen." „Ach richtig, wir sind sa nicht daheim in Rittberg.“ versetzte der Baron mit gedämpfter Stimme.., I. 14 g. Ln Me, Seine Gatt'n legte nch zur den morgigen Tag ihr Festkleid zurecht und nahm aus einem Karton ein Paar wunderkleiner Schuhchen mit hohen Absätzen. Der Baron entdeckte sie, Errungenschaften Die Regierungs-Korrespot gebeitsleistungen in den „Do wäse es nend durch ihre Zimme:,„Worggt worden, well sie es verstanden hatte, in sein vich. Rude acben. Wie ausgestoßen und Hränag LAs ,ug ke. Lia. Machlshln, aun. aomam, renler, schienler Menisch u nun daus zur eit. Alter! Ich ein als vu noch ein warft. Jezt perliere fabriken: von Anfang klovember d rund 42 300 Arbeiter neu der Einstellung dieser vielen hand die Einführung des #enes zweischichtigen Arbeit: tägliche Gesamtarbeitszeit würde. Das Ergebnts die stellungen und der Heranz strie hat nicht den Erwart Leistung ist vielmehr seitdem gegangen. In den Somme in den haupt- und Ueben #schen Bahnen im Durchschni motiven ausgebessert. Die des llovember herunter un der nur noch 790, Ende 1 von sämtlichen Lokome die preußischen Staatseisen im Durchschnitt 176 Loko liefert; im November 126, e3. Besonders ungünstig Berkin. Von der Firma weise im Sommer 1918 n 19 Lokomtiven an die abgeliefert, im November gar keine. Während also die Jahl die Erzeugung. Daß uns Reparaturen unsinnig teu wähnt die Regierungsk nicht. Sie würde sonst### tig blamieren. Ja, ja, d nung und Fortschritt, un kohlen- und Nahrungsm als er noch eine kleine Promenade durch das Zimmer machte, wie er es vor dem Schlafengehen zu tun pilagte. 4 842 uns „Ei der Tausend. Lisettchen, das sind wohl die Festschube für morgen? Die reinen Liliputs! Und natürlich kannst du dazu nur spinnwebseine Strümpse anziehen. Na, wirst du morgen abend bundctotmüde sein und glüeklich ausatmen, wenn du erst heraus bist. Du bist doch unverbesserlich, Lisettchen!“., Maeten K.5au. Aber bei diesen Worten valanzierte der Baron die zierlichen Schuhe seiner Frau ganz andachtsvoll auf seiner breiten Hand und sah sie so strablend an, daß man ihm anmerken konnte, wie stolz er auf die Füße seiner Gattin war. Sie lachte ein wenig verlegen. ## Ach, laß doch. Dietil Eine Schpgzge, bei jedem Menschen locker. Die Stoce#######h“ — das ist ia meine Schraube.“ I.—# m erssetzung feig.) Aus Stadt u *( K b l i e f e r u n g d e r bevölkerung hat sämtlic dazu gehörige Munition die örtlich zuständigen klichtbefolgung dieser# straft. Eine diesbezüg nachung folgt in morg **(Weiterbeschäftig In§ 7 der Verordnun schaftliche Demobilmach ist ausdrücklich hervorg hinterbliebene bei der stellen angemessen zu k Kriegshinterbliebenen witwen. Die Arbeitge die Kriegerwitwen in verhältnis zu belassen keit vorliegt. *(Jur Stadtverot sige Beamtenscha neten-Wahlen selbstänk Liste eingereicht: E Rud. Kreck, 2. Stadt Lehrer Carl Köhnen Rademacher, 5. Bal 6. Res.-Lokomotivfühl nasiallehrer Ernst Be quis, 9. Oberpostscha waltungsgehilfe Hug Franz lüse gen. K Söffing. Mit dieser Liste der handwerke besitzer-Vereins. **(Iu Ehren de den der kath. Arbkath. Gesellenverein am Sonntag, 2. Mär schen Saale veranst *(Kasensport.) hampf auf dem Sch den infolge Fahrin Verspätung einget zur allgemeinen U Schnelligkeit als d# schaft des Schwert nendem Spiel übet wegungsspiele Do1 **(Geradezu: den letzten Wocher dert. Ein 6.Doch 18—20 Mark kost mit 50, 70; auch wird jetzt mit 14 sollte es nicht## noch Hänbler un über das Daker! denz auch in Terkel mitt 90 5 4. Mai Kreisund die em Dernsichtlich nicht in nzollern. es zwar essen falsetzungen *(Jur Stadtverordneten=Wahl.) Die handwerker einer Beischzung Biesbodtene Aoten) und Gewerbetmnbenben heben für die Sichtoererd. szug aus d unseres den wohenn auch n 18. Oemehr von von allem sosen sind mmer und mmer den n Bürgerte Simmer, vollständig noch volle zu Kochüber von sind kein s Verteilen fast ganz ereits verrren Frantut einem isen— für ber abgeben den kommt i wird ein el aus dem en wollen, von den kein Brief rt werden; t ihn, wenn bis. zu 800 in Crupps beschäfte; bezen), Cabak, er auch viel verschwinden, i wachsames ösische Schilauf westfrane ehrwürdige hier stehen n 10 Uhr ist odann ziehen Straßen der Uhr nachmitausverkauft, herein. Wehe acht-Daß auf arum werden on den Franliere so gern eicht deshalb, eindlichen Beffenstillstands; F r a n k r e i c h z nicht mehr. ilt so mollig als Isolier= eiblichen Geauf. sagt, Lifettd. icht so laut! befinden sich störst sie vielht daheim in it gedämpfter den morgigen im aus einem r Schuhchen entdeckte sie, de durch das dem Schlafenen, das sind ? Die reinen du dazu nur ben. Na. da ctotmüde sein zu erst wieder rbesserlich, Linäge von einer Besetzung Widamit diese Kurstadt ihren Charakter als internattonsle Wek-=Kursicdt wahten könne? ### Kurverkehr ist schwach; die so beltebten Wanzen in den schönen Caunus können wir Wiesbadener auch nicht mehr unternehmen. Wann werauch wir die goldene Fretheit wiederbekommen? Errungenschaften der Revolution Die Regierungs-Korrespondenz schreibt über die #rbeit=leistungen in den deutschen LokomottoHon Anfang Novenber bis Ende Dezember uind id 49300 Arbeiter neu eingestellt worden. Mit der Einstellung dieser vielen Arbeiter ging Hand in hand die Einführung des Achtstundentages und ins zweischichtigen Arbeitssystems, durch das die tägliche Gesamtarbeitszeit auf 16 Stunden erhöht würde. Das Ergebnis dieser zahlreichen Neueinund der Heranziehung strie hat nicht den Erwartungen entsprochen. Die Leitung ist vielmehr seitdem ganz bedeutend zurüch. „gegangen. In den Sommermonaten 1918 wur#.. in den Haupt- und Uebenwerkstätten der preußischen Bahnen im Durchschnitt wöchentlich 850 Lokonotiven ausgebessert. Diese Jahl ging im Lauf des llovember herunter und betrug Anfang Oezei ber nur noch 790, Ende Dezember nur noch 680. Don sämtlichen Lokcmotivfabriken wurden für die preußischen Staatseisenbahnen im Sommer 1918 im Durchschnitt 176 Lokomotiven monatlich abgliefert; im llovember 126, im Dezember nur noch 98. Besonders ungünstig sind die Verhältnisse 1 Berlin. Von der Firma Borsig wurden beispielseise im Sommer 1918 monatlich im Durchschnitt an die preußischen Staatsbahnen abgeliefert, im llovember nur 6 und im Dezember gar keine. Während also die Jahl der Arbeiter steigt, sinkt die Erzeugung. Daß uns die paar fertiggestellten Reparaturen unsinnig teuer zu stehen kommen, erwähnt die Regierungskorrespondenz schlauerweise nicht. Sie würde sonst das neue System zu bösartig blamieren. Ja, ja, die Revolution so nung und Fortschritt, und das ganze Dolk geht an kohlen- und Nahrungsmangel zugrunde. —5.— ***— Umgebung, Aus Staot und * Schwerte, den 24. Febr. *(Ablieferung der Schuzwaffen.) Ote Sivilbevölkerung hat sämtliche Schußzwaffen, ebenso die dazu gehörige Munition bis zum 25. Februar an die örtlich zustäindigen Poltzelbehhme, grentiefegn. llichtbefolgung dieser Knordnung wird st###ge bestraft. Eine diesbezügliche ausführliche BekanntBäckerm. C. Westermann, Wirt h. Quisberg, Kaufmann O. Wilkes, Anstreicherm. J. Engelhardt, Schuhmachermeister Fr. Steinschulte, Schlossermeister W. Möller, Anstreichermeister Wilh. hellwig, Klempnermeister herm. Böker, Bäckermeister Tr. kohlhase. Schreinermeister Fr. Griese, Bauunternehmer Wilh. Scherff, Konditor Hug. Köhle.— heute abend 8 Uhr findet eine Sitzung des vorbereitenden Komitees im Restaurant Hahn statt. **(Die Landwirtschaftskammer) für die Prooinz Westfalen genehmigte eine Vereinbarung der Ausschüsse der Arbeitgeber und Arbeitnehmer über Durchschnittsstundenlöhne in der Landwirtschaft, die bei männlichen Krbeitern 0.50 U., bei weiblichen und sogenannten Burschen 0,40 M. und bei jugendlichen Arbeitern 0.30 Ul. die Stunde betragen sollen. Naturalgewährungen sind nach ortsüblichem Preis zu bewerten und auf den Barlohn anzurechnen. Die Landwirte werden dringend gebeten, auf dieser Grundlage um möglichst schnelle Einstellung von Arbeitskräften besorgt zu sein. Die freie Verpflegung mit Unterkunft soll je nach den örtlichen Verhältnissen mit 2 bis 2.50 M. in Ansatz gebracht werden. Der Barlohn wäre nach der Leistungsfähigkeit zu gestalten. *(Der örtsverein der deutschen Dolkspartet und der deutsch-nationalen Dolkspartei) veranstalten am morgigen Dienstag, 25. Februar, abends 8 Uhr im Kaiserhof(Saal im ersten Stockwerk) eine gemeinsame Mitgliederversammlung, in welcher die Verbearbeit für die Stadtverordnetenwahl zur Cagesordnung steht. Die Mitglieder werden mit auf diese Versammlung besonders aufmerksam gemacht; die Dertrauensleute und diejenigen Damen und herren, welche bei den Wahlen im Januar bei der Verteilung der Stimmzettel mitgewirkt haben, sind gleichfalls freundlichst eingeladen. (Siebe Anzeige in heutiger Uummer.) **(Der Verein für Bewegungsspiele) hatte am Samstag abend die Mitglieder und Freunde des Vereins zu einer Begrüßungsfeier für seine heimgekehrten Krieger im Vereinslokal Quadbeck (Westfälischer hof) eingeladen, welche dem Rufe Gesangvorträgen(Fräulein Rüsing-Dortmund und herr Fr. Schäfer) nahm die Feier einen anregenden Verlauf. u— *# Billigst, 24. Jehr.(Gründung einer Frelpilitgen Zeuerpehe.) In einer gestern gattaurtig K e Schraube e Stöckelschuhe gung feigt.) nachung folgt in morgiger Nummer. **(Weiterbeschäftigung von Kriegerwitwen.) In§ 7 der Verordnung des Reichsamts für wirtschaftliche Demobilmachung vom 4. Januar ist ausdrücklich hervorgehoben worden, daß Kriegshinterbliebene bei der Belassung in den Arbeitsstellen angemessen zu berücksichtigen sind. Kriegshinterbliebenen gehören auch die Kriegerwitwen. Die Arbeitgeber werden hiermit ersucht, die Kriegerwitwen in ihrem bisherigen Arbeitsverhältnis zu belassen, da hierzu eine Notwendigkeit vorliegt. *:(Jur Stadtverordneten=Wahl.) Auch die hieoe beantenschaft wil bei den Stadtperond. neten-Wahlen selbständig vorgehen und hat###nde Liste eingereicht: Eisenbahn-Betriebs-Werkmeister Rud. Kreck, 2. Stadtsekretär Lehrer Carl Köhnen, 4. Oberpostschaffner August Rademacher, 5. Bahnhofsvorsteher Julius Hesse, 6 Res=Tokomotivführer Franz körner, nasiallehrer Ernst Banse, 8. Jugführer##### barquis, 9. Oberpostschaffner heinrich Weber, waltungsgehilfe Hugo Obstfeld, 11. Franz Nüse gen. König, 12. Prof. Dr. hei Söffing. Mit dieser Beamtenliste verbunden ist Liste der handwerker und des haus= und Grundbesitzer-Vereins. 2686 *“(It Ehren der heimgekeyrten krieger) wer den der kath. Arbeiterverein St. kath. Gesellenverein und die Jünglingsam Sonntag, 2. März, eine größere Feier im Kösterschen Saale veranstalten. *( K a s e n s p o r t.) B e i m g e s t r i g e n F u ß b a l l w e t t kampf auf dem Schützenhof zeigten sich die Hiesigen den tnfolge Fahrimißgeschicks mit fast Verspätung eingetroffenen Gästen aus Dor zur allgemelnen Ueberraschung vermöge größe Schnelligkeit als durchaus ebenbürtig. Die 1. Mannschaft des Schwerter Sportklubs fiegte nach spar nendem Spiel über die gleiche des Vereins für Bewegungsspiele Dortmund mit 3:1(1:0). *(Geradezu unerhörte Terkelpreise) werden in den letzten Wochen wieder im Alünkterlande, gefor: dert. Ein 6 Pochen altes Kierchen, dgs in 8—20 Mark kostete, und das während des Urnges mit 50, 70; auch schon mit 10 Mark bezahlt wurde, wiad jetzt mit 140 bis 170 Mark verkauft. sollte es nicht für möglich halten, daß as imme: A## we Hragen die hatn. über den Jerbei e hänöler und Jüchter glbt, das Dakerland gegt. 3 Zuch in heutiger Setz, Wzet ##nt mtt 90 bis 70 Mürk gut im Lohale des Wirte Carl Pruchmann u denen Versammlung führte der provisorisa, Vo1 sitzende der Freiw. Feuerwehr der Gemeinde Dilligst, ulänglichkeit inde hin, die urbedingt und dringend der Besse. wpende ung u.4 ubehinet und beigneghe e. rung bedürften. Nach eingehender Ausse####e Sebdanm wirte beschossen, für beidte Binigse eine Freiwillige Feuerwehr zu gründen und wurde Vorstand endgültig gewählt, Herren zusammensetzt: 1. eweste, Vu v zI. Lchaistfächer: Ichrer Baumnam, Vereinsboten wurde Derr Lort Hagregeit ge s. sch die Einwohner, welhe dem Verein Pieiereu v ce wurde, gewinicht daß die Herten Tochhotwendigen Ausbeserungen der Sprite tsw. en, Dienstag nagvorgrnommen werden konnen. Em v.#,### mittag 4½ Uhr findet eine Revision der 24. Febr.(Jur Gemeinderatswahl.) Der Orisverein der deutsch=demokratischen partei hat für die bevorstehenden Gemeinderats Frisler, Vetrschsleter Erst Gerdart, Fabrikarbetter Simon Seidenzahl, Frau Frieda ver Heshen, 24. 3or.(Coemeisbrat) Ir er letzten Sitzung der Gemeinde=Vertretung wurde beschlossen: Hie Jahl der Gemeindeverordneten von auf 12 a ertöhen, der Schdstarz uume Prüsel wird für die nöchte Amteg gtepe cglen. iedergewählt. Mtt Sahkung der Unterstützung nach Maßgabe des Amtsversammlung erklürt Vertretung sich einverscher, in der Lalsenstraße und dem Respnn#e###rdie vorgelegten##n 9ee75 bei der Sparkasse in Schwerte angeliehen mit 4½ Prozent verzinst und mit 1½ Prozent getilgt werden. Doraussetzung für die Uebernahme der Kosten blelbt jedoch, daß die hauseigentümer sich verpflichten, für die Verzinsung und Tilgung der von Gemeinde aufgewendelen Kosten aufzukommen. * Wandhofen, 24. Jedr.(Vertriebene Spitzbuben.) In den späteren Abendstunden des Sams: tags wollte eine Diedesbande von 6 Personen der„Rettelmühle" einen Besuch abstatten. Die Einbrecher, welche mit Schußwassen versehen waren, wurden jedoch von herrn Weißenberg und seinen Söhnen durch eine Anzahl Schüsse vertrieben; selbstredend erwiderten die Einbrecher das Feuer, von dem jedoch glücklicherweise niemand verletzt wurde. Die Schießerei hatte schon Anlaß zu dem Gerücht gegeden, daß Spartakisten einen Angriff auf einen Eisenbahnzug versucht hätten. * Wandhofen, 24. Febr.(Zur Gemeinderatswahl.) Auch in unserem Dörfchen wird sich ein heftiger Wahlkampf entwickeln, da nicht als vier Vorschlagslisten eingereicht sind: Ulehrheitssozialisten, Jentrum, Nat. Dolkspartei und demokratische Dartei. *e Wandhofen, 24. Febr.(Ermittelte Spitzbuben.) Endlich ist einigen Langfingern das Handwerk gelegt worden. Die Kriminal-Dolizei in hörde hat die Diebe festgenommen, die im llovember v. Is. dem Landwirt Middelmann drei Schweine gestohlen hatten. Westhofen, 22. Febr.(Amtsversammlung.) In der letzten Sitzung der Amtsversammlung des Amtes Westhofen wurde folgendes verhandelt und beschlossen: Die von der kommission vorgeprüfte Rechnung der Amtskasse für das Jahr 1917 und das Protokoll der Drüfungskommission wurde der Versammlung zur Kenntnis vorgelegt. Gegen die Richtigkeit fand sich nichts zu erinnern, weshalo beschlossen wurde, dem Rendanten Entlastung zi erteilen. Die Rechnung witd festgestellt in nahme auf 92915,92 U., in Lusgabe auf 146 690,04 Mark, mithin Dorschuß 53 730,12 Mark, Betrag auf das nächste Jahr vorzutragen ist. Die vorgekommenen Ueberschreitungen der Abschnitte werden, soweit nicht bereits geschehen, hiermit nachträglich genehmigt. Der vorliegende und von der Rechnungskommission bereits vorgeprüfte haus haltsvoranschlag für 1919 wurde auf 109 600 Mark festgesetzt. Dersammlung beschließt die Ueberweisung der Sparkassen-Iinsuverschüsse aus dem Jahre 1917 zur Verwendung für gemeinnützige Sweche bei der höheren Behörde zu begitragen. Ferner wurde die Anlage einer zweiten Celephonleitung für das Amt beschlossen. Die Verlegung des Büros des Kmisbaumeisters Dichehage zu. del Peiouthions Bit, Auterheden, aungepeisene, gnsche. für Gestellung des Büros eine angeme)— digung bewilligt. Den Amts- bezw. Auffruc in sollen 20 Prozent Ceuerungszulage gezahlt westhofen, 24. Jehr.(Stadtverorbueteuretl.) Für die Wahl der 12 Stadtväter am 2. Marz drei Listen eingereicht. Die Liste der„Landwirte un Diedhalter“ fängt mit dem Namen Steinbruchbesitzer heinrich Oberste an, in derjenigen der„Industrie und des Mittelstandes, Handwerker, Privatangestellte, Kaufleute, Arbeiter Berufe" steht Fabrikdirektor hermann Schiermener an erster Stelle, während der Wahlvorschlag der „Mehrheitssozialisten“ mit dem hausbesitzer Wilh. schlossen. Das Kufstellen einer geeinten Liste aller dri Groppern, noch den wsic, gaufe., Sge aler. leitung der Mehrheitssozialisten in obgleich die sozialdemokratische Filiale Westhofen Abneigung zum Abschluß solcher nicht zeigte. * Ergste, 24. Febr.“(Gemeinderatswahl.) Bei den gestern v Gatebester Frih Hloding, Ketenschmies Trt Wilhelm Filthaus, Simmermeister heinrich BorneBahnarbeiter Otto Stellpflug, Rettenschmied — Kaltset, 24. Jehr.(3y: be,pizrez 3 tro 40 Klart.1 dem Sitze in Schwerte ein Einigungsamt errichtet, welches die Bezeichnung Nietseinigungsamt für die Stadt Schwerte und das Amt Westhofon führt. Für dieses Einigungsamt gilt folgende Satzung: bte Druck und Verlag: Corl Braus, beide in Schwertden Lechung eute httesee gereg, Lur fell din Betraß von 3000 MI Satzung. Auf Grund der Bekanntmachung des Reichskanzlers vom 13. Dezember 1914, detr. Einigungsämter(RSBI. S. 817 und der Bekanntnachung des Ste.. See 9)4 AEBf. S. 1146 vise die vie Siadt tas det Amt Westhosen iei Lendkreife Börde mit S 1. Aufgabe des Einigungsamtes ist, zwischen Mietern und Vermietern und zwischen Hypothekenschuldner und Hypothekengläubigern zum Zweche eines billigen Ausgleichs der Interessen zu vermittein. S 2. Aufgabe des Einigungsamtes ist ferner: Hst Hunten duend Bisders 2) über die Wirksamkeit einer Kündigung des gekündigten Uietsverhältnisses jeweils bis zur Dauer eines Jahres zu bestimmen, b) ein ohne Ründigung ablaufendes Mietsverhältnis jeweils bis zur Dauer eines Jahres zu verkängern, 143 2. Auf Knrufen eines Vermieters einen mit einem neuen Uieter abgeschlossenen Mietvertrag, dessen Erfüllung von einer Entscheidung gemäß Nr. 1 oder von einem vor dem Einigungsamte geschlossenen Vergleich betroffen wird, mit rückwirkender Kraft aufzuheben. 3. Gutachten gemäß§ 4 der Oerordnung vom 15. Dezember 1914 zu erstatten, 4. gemäß§ 4 der Verordnung vom 25. September 1918 die Erlaubnis des Vermieters zu ersetzen, den Gebrauch der gemteteten Sachen einem Dritten zu überlassen, insbesondere die Sachen weiter zu vermieten. S 3. Das Einigungsamt ist zuständig ohne Rücksicht auf die Höhe des Mietszinses und den Wert des Streitgegenstandes für alle Mietsverhältrisse, die in der Stadt Schwerte und das Amt Westt####en belegene Wohnungen betreffen. S 4. Mitglieder des Einigungsamtes sind: a) Der Dorsitzende, b) dessen Stellvertreter, c) 4 Beisitzer, von denen die hälfte dem Kreise der hauseigentümer, die andere hälfte dem Kreise der Mieter angehört. Die sämtlichen Mitglieder des Einigungsamtes verden von dem Kreisauschußz jeweils Inr. dte Dauer eines Kalenderjahres gewählt, die 2i###### wahl ist zulässig. trifft seine Entscheidungen in Anwesenheit des Dorsitzenden oder dessen Stellvertreters und zwei Besitzern, von denen die hälfte dem Kreise der hauseigentümer, die andere dem Kreise der Mieter angehört. Die Verteilung der Geschäfte zwischen der, vor tenden uio besen Soenverzgrt zer He g e h. und die baren Auslagen für die Fahrt. Diese Knordnung tritt mit lichung in Kraft. hörde, den 13. Januar 1919. Der Kreisausschuß. gez. Luckhaus, gez. Kahmann, Meinberg. Um Nietsstreitigkeiten auf gütlichem Wege beizulegen, ist der Magistrat in Schwerte und das Amt in Westhofen angewiesen, auf Ansuchen der teien eine gütliche Einigung herbeizuführen. Hörde, den 13. Januar 1919. Der Dorsitzende des Kreisausschusses. geg. Dr. Luckhaus. anuar 1918 auf Grund des§ 1 der Beenemechng de Beuenger 1ou. Gesl S 50 Pinshern, Abehenr gi g#. o. S. 289) wider. ronet hat, daß die Vorschriften der für das Einigungs= ant der Stadt Schwerte und des Aimtes Westhofer haber soien. Das Einigungsant zu ue sehenen Entscheidungen erhalten. Das Mietseinigungsamt gilt hiermit Jum Vorstzenden des Einigungsantes ist Here Amtsgerichtsrat Oellmann, Stellvertretender D# wder der Lottgrat Bachouten in Schorte uen Staatskonmissen sür des Unheungenger werden. 14r44. 4n Der Landrat. gez. Dr. Wir verbiecten diermit das Ve. peien der von uns 836g: iten Lawrschen Miese on der Mäctlschen Stade Iupiderdandeinde, bringen wir unnachichtic zur AnAlem Holen Bekanntmachung. In unser Handelsregister Adt. A. Nr. 100 ist heute bei der Firma Eilenkrop u. Co. in Schwerke fölgendes eingetragen: Die Firma ist erloschen. 1301 Schwerke, den 20. Fedruar 1919. Das Amtsgericht. Aus der berühmten Film-Serie des Weltreisenden Karl-Heinz Heiland. ibre Kinder. 1494 der Fächter: Bekanntmachung. ein die Liene des Sennpteure. Ein indisch-europäisches Drama aus dem Zirkusleben in 4 grossen Akten. — Selten spannende Handlung. Die indischen Aufnahmen sind von Karl-Heinz Heiland an Ort und Stelle aufgenommen eier— Aoberling. Ueber die Zulafsung der eingegangenen Wask. vorschläge und ihre Verbindungen zu den Gemeindeverordnetenwaßlen der Gemeinden des Amles Wellinabofen am 2. März d. Js. wird am Montag. dem 24 d Ats., nachm. 4 Nür im Amsdaus Blusen VIstzungssaale in öffentlicher Sitzung von dem WahlausPe# choe schasse enschieden werden. Wellinghofen, den 22. Fedruar 1919. Amtmann als Wahlkommissar. J. R.: Ortmann, Amtsobersekretär. aus Einladung Voile und Wolle Milchkarten=Ausgabe.* in der weiblichen europäischen Haut Die Obrechel bebrüder Stels Schwerte. 8438 Kriminal-Roman in 5 Akten. sther Carena. die rassige Künstlerin in der Mauptrolle. oldenburger Hostn 1½ Jahr alt, zu verkaufen. L. Tönnis, 1419 Bäckermeister, Kreuzschlenke d. Ergste. Weitdofen, Garenfeld und Syburg: am 25. Jedr. 1919, nachm. von 1—2½ Uhr in der Wirtschaft Holzen: an 23. Jodr. 1912, nachm. 3½—4½, Uhr in der Wirtschaft Hosang in Mitteldolzen. Wandhofen: am 26. Febr. 1912, nachm, von 1—2 Uhr in der Wirtschaft Kleß, Villigst: am 26. Febr. 1919, nachm. von 9—2 Uhr in der Wirtschaft Grave, Geisecke und Lichtendorf: am 27. Febr. 19•9, nachw. von 2—5 Uhr in der Wirtschaft Bährensmann. 1300 Prau Kontierzienrat. Kriegs Stiefel mit Tucheinsatz Westhofen, den 22. Fedr. 1919. Der A.= und S.=Ral. Der Amimann: I. A.: Wegener.: Arndt. Kriegsahieme. Glänzendes Lustspiel in 2 Akten. Anna Müller Linke in der Hauptrolle. 1461 Wir kaufen und verkaufen Kriegsan mit Tucheinsatz(leihe, Schatzanweisungen etc. zu den in allen Größen wieder coulantesten Tagespreisen. 1272 D Kautmann&Straus. Ragen I. W. Teistes Fr. Steinschulte. besssbssssssengannens * M. He leute nachmittag: Knder Vorstelung K 111. G elsie ene erhalten solvente Pers jeden Standes zu 6% in best. Sorten empfiehlt 1459 Bergstr. 10. r Rein. Kautabak Zinsen auf monatliche Rückzahlung gegen entspr #:.##st Sissung Hliebratian wi-4 gswehrt durch Sieherbelt. Steauge Diekrstion vird gerchrtdurcd Aug. Hagemann& Sohn, 1508 Hyp.-Kapitallen, Hagen I. 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Zur Zeit noch 5 Mark Tagegelder, Familienunterstützungen und mobile Bezüg- und Bedingungen wie bei allen andern Freikorps. in kurzer Zeit aber die hohen Ostbrzüge. Erforderlich si.d gute Papiere, 3 Jahre Fron dien tzeit für Vizefeldwebel, 2 Jahre für Unterofftziere, 1 Jahr für Mannschaften, für Handwerker. Schreiber und Spezialisten kein Front dienst erforderlich. Es wollen sich nur solche Ka meraden melden, die sich bei Kelegsrucht und Ordnung„# # wohl fühlen. Alle näbere Auskunft, Annahme, Fahrscheine, Weiterleitung und Versorgung bei Nichtannahme gegen guten Preis zu kaufen gesucht. 1468 #V. Brauchmann, Bahnhofstraße 16. 1429 Heu zu kaufen gesucht Westsätische Backwecke Holzen bei Schwerte. 1 Mahagoni= Tafel-Klavier preiswert zu verkaufen. Zu erfragen in der Geschäftsstelle d. Itg. 1497 Werbestelle Münster i. M. s Gastwirtschaft Buhlermann, Hafenstrasse (Adresse ausschneiden.) Hauptmann v. Pfetter. 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Fedr. 1919, nachmittags 5 Uh im Rathaussaale hier. I. Oeffentliche Sitzung: 1. Einführung des neugewählten I. ordneten Fabr.=Direktor Emmerich 2. Festsetzung des Haushaltsplans des städt Realprogymnasiums für das Rechnungs. jahr 1919 3. desgl. der städt. höheren Mädchenschule 4. desgl. der evangl. Schulgemeinde 5. desgl. der kathl. Schulgemeinde 6. desgl. der gewerdlichen Fortbildungsschul 7. desgl. des städt. Gaswerks 8. desgl. des städt. Wasserwerks. 9. desgl. der Forstverwaltung. 10. desgl. der Wirtschaftsgebäude„Aus Freischütz“. 11. desgl. der Elektrizitätsversorgung. 12. desgl. des Feuerlöschwesens. 13. desgl. des ordentlichen Haushaltsplan### des Stadtbauamts. 14. desgl des außerordentlichen Haushaltsplans des Stadtbauamts. 15. deszl des slädt Schlachthauses und Kühl auies 16. desgl des o#denll. Haushaltsplaus d# Stadtgemeinde Schwerte. 17. Erbebung der Gemeindesteuern für#### Rechnungsjahr 1919. 18. Trennung der Quinta beim Realprogymnesium 19. Verteilung der Sparkassen=Ueberschüsse aus dem Jahre 1917. 20. Bewilligung von Mitteln für BaukostenZuschüsse 21. Vertrag he'r Lieferung von elektr. Stron# an den Schlachlhof 22. Anferligung des Entwurfs einer Kläranlage der Eisenbahnhouptwerkstätte 23. Rechnungsabschlüsse des Gas= und Wasserwerks aus dem Rechnugge jahre 1917 24. Niederschlagung einer Geldstrafe in eine Schiedssache 25. Mitteilungen. II. Geheime Sitzung. Schwerto, den 22. Fedruar 1919. 1511 Der Stadtverordutten-Vorsteher: Terbruggen. vorrätig. F. D. Börstinghaus. Blenensimn Schwrte der deutschen Volkspartei Deutsch-nationale Volkspartei Schwerte. Diedrich Speckmanns Erzählungen erschienen in mehr als 450000 Exemplaren! Immmmmmmmmmem Heidiers Heimkehr. 144. Tausend. Geb. M. 4.50 Heidehof Lohe. 105. Tausend. Geb. M. 6.— Das goldene Cor, 57. Tausend. Ged. M. 6.— Herzensheilige. 46. Tausend. Ged. M. 6.— Geschwister Rosenbrock. 34. Tausend. Ged. M. 7.50 Erich Heydenreichs Dorf. 27. Tausend. Geb. M. 7.50 Der Auerbe. 28. 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Tagesordnung: Werdearbeil für die Stadtveron, netenwahlen Die Mitglieder, sowie die Damen und Herren, welche bei den Wahlen im Januar bei der Verteilung der Stimmzettel mitgewirkt haben, werden hierdurch freundlichst eingeladen. Die Vorstände. 3 55 3 ce Shunn Asteur ar : anher seiertags. Bezugspret 1.10#2d. ohne Pokgedähe. An Die achigespaltene Rolonelzeile Naum 25 Pfg.— Jeder Radatg Rabas und erlischt bei Kenkurst vergleichen, gerichtlichen Klagen acdten der gemachten Jahlungs Nr. 47. Der Verfassu In der vom Reichsn Verfassung des Deutschen das Staatenhaus gelangt, gende Kompetenzen vorbe! über: 1. Die Staatsangehörie das Armenwesen, das Daß polizei, sowie die Ein- un 2. das bürgerliche Recht gerichtliche Verfahren, sor von Gerichts- und Verwa 3. das Enteignungsred 4. die Rechtsverhältniss gestellten; Versicherung un 5. den Handel, das 1 das Münzwesen, die AusBanken- und Börsenwesen 6. das Gewerbewesen 7. das Versicherungswe s. das Seeschiffahrtswe 9. das Dresse-, Verei wisen: 10. das Gefundheitswe Nahrungsmitteln; 11. Schutz der Sicherb nung und Pflege der öffe ein Bedürfnis für den schriften vorhanden ist: 12. die Fürsorge für terbliebene; 15. das Wohnungswe 14. die Grundsätze für besondere für die Regelu lung und die Bildung### 15., Regelung der her wirtschaftlichen Süter s0 schaft; 16. Schutz und FördJugend. Ueber die Stellung bestimmt: Kröbelschule— Haushaltungss,— Rochschule Töchlerpensionat v. Frau C. Krohmans. Berlio, Bülowstr. 82. Kurse für Haus u. Bero. eindersträglein I. u. I, a, Stu),, Jungsern. Studer: einderfräulein I. u. U. Kl. Stützen, Jungfern. Srzghn; aäocen. 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Die durch Volksabstimmun sidenten und hat die# Folge. Münhaner 8 In München herr tatur der Klasse. der zu seiner erstei Landtag wird mit S andergiagt, ein me