e 8 o:„econen Stugr asteim une: außer feiertags. Bezugspreis monatlich: : 1.10 Mr ohne Postgebühr. Anzeigenpreis:; Die achtgespaltene Kolonelzeile oder deren: : Raum 25 Pfg.— Jeder Rabatt gilt als Kassen: Rabatt und erlischt dei Konkursen, Zwangs. vergleichen, gerichtlichen Klagen und Nichtbesechten der gemachten Jahlungsbedingungen. Getdunden witr Schmerter and Anzeiger Schwerter Volkszeitung Schwerter Oelksblatt 8 Westhofener Zeltung Avlerbecker Zeitung Langscheder Zeltung Holzwickeder Zeitung Erstes und ältestes Cagesorgan des Kreises.— General=Anzeiger für den Kreis Hörde. Haupt-Annoncenblatt. 9. eauman Sur ustesem une nenten für jeden mit Tod endenden Unfall gemäß: #; 300 Mark Unfall.: bingungen : D l u c h u. V e r l a g v. C a r l B r a u s, S c h w e r t e( R u d e) : Fernsprecher 62. Telegramm=Adresse: Brauo; : Schwerte(Nuhr) Postscheckkonto 2852 Ablo. :. Bsoonende Nr. 18. Minwoch, den 22. Januar 1919. 52 Jahrgang. roßer Saal Wassers“. retraße 8 Uhr perstreten des Aunte Or chte NachrkünstlersTheater: #iseur, und Worm aus der chrücken, jespräche ritistische t. Rückr Medlen ollendung en eines ärt, Hoche. Heiterkeit. tur g. die Plätze its sind nach 3—. I. Platz in Zigarrenon 569 Unser Weg zum Friedenstisch. Die Dertreter der Entente-Regierungen tagen in Paris, um über die künftige Gestaltung der Erde ihre Entschlüsse zu fassen. Die Vertreter des deutschen Volkes sind nicht in der Versammlung. Uan hat es für gut befunden, über sie zur Cagesordnung hinwegzugehen, denn das deutsche Reich hat, wenigstens nach der Auffassung der europäischen Alltierten, sein Recht verloren, über sein Schicksal mit zu entscheiden. Allerdings, man will ja so gnädig sein, unsere Vertreter zu einem späteren Seitpunkt, vielleicht nach vielen Wochen, einzuladen, persönlich ihr Ja und Amen zu den dann diktatorisch längst gefaßten Beschlüssen der Feinde zu geben. Nur der amerikanische Präsident glaubt an die tiefe Wirkung und Ducht des Willens einer geschlossenen Dolkseinheit, die gleich allen anderen Dölkern der Welt ihr Daseinsrecht einfordern. Die europäischen Alliierten sind in ihrem imperialistischen Wahne immer noch so blind, zu glauben, daß der Friede des Swanges und der Vergewaltigung, wie sie ihn planen, möglich und für die Ulenschheit von Heil ist. Demgegenüber ist es freudig anzuerkennen, daß die deutsche Reichsregierung den Seitpunkt für gekommen erachtet, in feierlicher Weise die Richtlinien festzulegen, die sie schon entschlossen ist, ihren Unterhändlern für den Gang zum Frieonst isch mitzugeben. In amtlicher Weise ist nun suich die Uennung der Stützen unserer Friedensmar 1919, neiner Walhen Hofes, hen= und Jusammen= Wohnggz tritt für den 521 en de sein muß, aufzunehmen erner suchen A.=6. fen, : 245 mittage 2- 5. 84 ie 91. Wreies. Del aation erfolgt. Der Dolksbeauftragte Scheidea hat in seiner Rede in Kassel erklärt, daß ei salbst und der neue Staatssekretär des Heußern, Graf Brockdorff-Rantzau, die Leitung der Friedensbelegation übernehmen werden. Graf Brockdorffkantzau ist einer derjenigen deutschen Oiplomaten, über die die deutsche öffentliche Uleinung so gut nie einheitlich urteilt. llicht nur Leute, die ihn persönlich kennen, sind sich klar darüber, daß es gerade seine Energie und Zielbewußtheit sind, die rir brauchen. Der Staatssekretär hat sich nie gesheut, auch noch als die Seiten anders waren, aus einen Ansichten kein Hehl zu machen. Und was Scheid nann anbetrifft, so müssen selbst seine Gegur zugeben, daß in Inbetracht unserer heutigen lage##e Wahl seiner Person nichts weniger als einen Mißgriff bedeutet. Ein„ScheidemannFrieden“ würde immer noch ein großes Glück bedeuten gegenüber jenem, den wir wahrscheinlich zu erwirten haben. Es kommt ja auch dazu, daß die den beiden Männern mitgegebenen Richtlinien von der Reichsleitung in ihrer Gesamtheit einstimmig beschlossen und festgelegt wurden, so daß sie einen Weg darstellen, der in seinen einzelnen Etappen gar nicht zu versehlen ist. Auf dem Boden des Otlso sch.n Programmes fußend, wird in ihnen Einsp#r##ch zegen die Weiterführung des WirtschaftsKriege: nach Friedensschluß erhoben, wird die Forderung nich Lieferung von Rohstoffen und Lebensmitteln efolgen. Schärfster Protest wird noch einmal gegen die Fortdauer der Einkerkerung unserer Kriegsgesangenen erhoben. Auch die Aufstellung der Jorderung nach dem Kolonialbesitz, den das deutsche Tolk unumgänglich braucht, fehlt nicht Schlieblih wird die elsaß-lothringische Frage berührt, daß deutsche Recht auf Mitentscheidung bei der endgliltigen Festlegung der Grenzfragen in Oesteir.ich, auf dem Balkan und in den bisher türkischen Gebieten in Kleinasten unterstrichen. Selbstverständlich spielt auch die polnische Frage in den deutschen Forderungen die ihr gebührende Rolle. — Dle Arklärung der Reichsregierung stellt fest, daß unsere Gegner in keinem einzelnen Punkte über dieses Programm hinausgehen dürfen, wenn ste mit uns den Frieden der Versöhnung schließen wollen. I'un wird es Sache unserer Feinde sein, sich zu entscheiden: auf der einen Seite steht die Kussicht, daß das deutsche Dolk den Krieg und das, was er durch die Schuld unserer Gegner an Unsagiarem gebracht hat, vergißt, auf der anderen Seit# die Kussicht auf ein zwar durch die rohe Gewatt geknebeltes, aber niemals überwundenes V###k, das die Jeit abzuwarten gezwungen ist, die ihm endlich die Befreiung von dem Joch der Fremden bringen wird und bringen muß. Noch ist nicht zu übersehen, ob Wilsons Bekenntnis zur Menschlichkeit den Sieg über seine Gegenspieler davontragen wird. llicht nur in unserm eigenen Interesse, sondern im Interesse der ganzen Welt und ihres Schicksals müssen wir hoffen, daß er und seine Idee slegt. Die Seit des Grauens würde sonst in Dermanenz erklärt. —— Hoch über die WaffenstillstandsBedingungen. Marschall Foch zeigte einem Berichterstatter des „Matin“ in Crier auf die Frage wegen der Waffenstillstandsverhandlnugen und der zögernden Ablieferung des Materials durch die Deutschen, die ihm von den deutschen Bevollmächtigten übergebenen Schriftstücke und sagte: Sie überschwemmen uns mit Papier. Wir nehmen einen Ceil davon und lassen noch mehr beiseite. Wenn sie um Erbarmen schreien und nach Verpflegung rufen, glaube ich nicht, daß sie übertreiben. Kls der Berichterstatter demgegenüber für die letzten zwei Ulonate in den Rheinprovinzen ein nicht zu schweres Dasein feststellen zu können glaubte, antwortete der Marschall: Ja Sie, weil Sie in den größten hotels abstetgen, die sich zu riesigen Preisen durch den Schleichhandel versorgen. Die Bevölkerung in Dreußen und in Oesterreich ist sicherlich in einem an hungersnot grenzenden Justande. Der Marschall wies auf Deutschlands zerrüttete und aufgelöste Armee hin und sagte: Uun, wir haben gute Bürgschaften. Der Rhein bildet eins der denkbar besten Hindernisse. Wir besitzen außerdem alle wünschenswerten Ausfallpforten gegen Deutschland. Der Marschall glaubt nicht an ein Eindringen des Bolschewismus, der Deutschland jeder Regierung berauben würde. Obwohl er zugibt, nicht mehr darüber zu wissen, als die Presse, meint er, daß Deutschland sich erholen und dieser Gaswolke entgehen werde. Er kümmere sich nicht darum, ob die Regierung EbertScheidemann feststehe. Er kenne nur die deutschen Bevollmächtigten und seine bewunderungswürdigen französischen Soldaten, wenn die Deutschen den Waffenstillstand abbrächen. Der Marschall sagte weiter: Die Deutschen sind mit Eisenbahnwagen und Lokomotiven im Rückstand, doch haben sie in dieser hinsicht mit ernstlichen Schwierigkeiten zu kämpfen. Wir werden bis nach den Friedenspräliminarten im Kriegszustand sein. Die Wahl zur NationalVersammlung. Dorläufiges Gesamtergebnis. aU Berlin, 22 Jan. Nach den bis jetzt vorliegenden Meldungen können 394 Mandate als endgiltig gewählt betrachtet werden. Die Mandate Eine englische Slimme der Vernunft. Nach dem„Allgemeen handelsblad“ schreibt die llberale„Westminster Gazette": Wir lesen in unseren Zeitungen, daß die Alliierten Annexionen, entsetzliche Schadenvergütungen und Besetzung feind. lichen Gebietes bis zur Erfüllung der Bedingungen verlangen werden. Daneben werden noch verschiedene andere Bedingungen empfohlen, die die Welt mindestens für ein Uenschenalter in einem halben Kriegszustand halten würde. Dabei wird versprochen, daß die Dienstpflicht abgeschafft werden sell und daß man entschlossen ist, dem Milttartsmus ein Ende zu machen. Wenn wir aber keinen Ulilitarismus und keine Dienstpflicht haben wollen, so müssen wir zu einer Einigung mit dem Feinde kommen. Uan darf nicht vergessen, daß alle Bedingungen, die über die Grenze des Billigen hinausgehen, nur mit Waffengewalt beigebracht werden können. Wenn der Feind nur durch eine Uebermacht durch die Alltierten für ein Uenschenalter aus der Dölkergemeinschaft ausgeschlossen sein soll, dann wird das neue europälsche System dem alten ganz gleich sein. Wir freuen uns, daß auch solche Stimmen der Dernunft sich in England regen, wir glauben aber, daß sie wie die Stimme des Predigers in der Wüste verhallen werden. Denn hinter ihnen steht nur die schwache Gefolgschaft von Asquith, nicht aber der gewaltige Knhang von Llopd Geor## Ferner haben noch erhalten die Bauern und Landarbeiter, Demokraten in Schleswig-holstein Sitz, der Bayrische Bauernbund je 2 Sitze in Oberbayern und lliederbayern, die Nationalliberale und Ulittelpartei in Ober-, Ulttel- und Unterfranken 1 Sitz und die Bürgerpartei zusammen mit Bauern und Weingärtnerbund in Württembeeg 2 Sitze. Das Arusberger Schlußergebnts. Bochum, 21. Jan. Endgültiges Wahlrchultat im 118. Wahlkreis(Aensberz): Unabhängige 52376 Stimmen= 0 Sitze. Deutsche demokratische Dartei 111 987 Stimmen = Sitz. Deutsche Vdlkspartei 174 018 Stimmen= drei Sitze. Jentrum 327.504 Stimmen= 5 Sitze. Mehrheitssozialisten 474 555 Stimmen— 7 Sitze. Weitere Wahlergebnisse. Münster: Wahlkreis 17(Reg.-Bez. MünsterMinden und beide Lippe). Christliche Dolkspartei 405 871(6 Sitze), Soz. 290 851(4 Sitze), Deutsche demokr. Partei 94186(1 Sitz), Deutsch-natl. Dp. 81389(1 Sitz), D. Op. 62799(1 Sitz). Osnabrück: Dorläufiges amtliches Wahlergebnis Wahlkreis 15(Kurich-Osnabrück-Oldenburg). 7 Abgeordnete. Christliche Dp. 135 097(2 Sitze), D. dem. P. 131 284(1 Sitz), D. Op. 68 710 (1 Sitz), Soz. 149411(3 Sitze). Köln: Endgültiges Wahlergebnis des 20. Wahlkreises(Köln-Rachen). 13 Abgeordnete. Jentrum 604 455(8 Abg.), Soz. 255 665(3 Abg.), D. dem. D. 35 955(1 Kbg.), D.-natl. Op. 32 118(0 Abg.), U. S. 5856(0 Abg.). Die Liste der Deutsch-nationalen, der D. Op. und des Jentrums waren verbunden. 3. Wahlkreis(Berlin). Amtliches Wahlergebnis. Mehrheitssozialisten, Scheidemann, 365 564 Stimmen, 5 Sitze(Scheidemann, Fischer, Pfannkuch, Schmidt, Zeimann). Unabhängige, Eichhorn, 275 915, 4 Sitze(Eichhorn, Haase, Taukant, Luise Sietz). Dertsch-demokratische Dartei, Uaumann, 163 445, 2 Sitze(Kaumann, hartmann). Deutsch-nationale Delkspartei, Laverenz, 92374, 1 Sitz(Laverenz). Deutsche Dolkspartei, Kahl, 54317, 1 Sitz(Kahl). Jentrum, Pseiffer, 51021, 1 Sitz(Pfeiffer). Abgegeben wurden 1002671 Stimmen. Das bayerische Ergebnis. München, 21. Jan. Nach einer vorläufigen Berechnung würden von den 45 Sitzen Bayerns für die Uationalversammlung erhalten: Bayrische Dolkspartei(Zentrum) 18, Sozialdemokraten 16. Dolkspartei 5, Bayrischer Bauernbund 4, Unabhängige 3, Uationalliberale und Mittelpartei 2. Wo lagt die Rationalversammlung? Die Beratungen über den Ort der NationalVersammlung. aU Berlin, 21. Jan. Gestern mittag 1 Uhr trat, wie bereits berichtet, die Reichsregierung und das preußische Ministertum zu einer gemeinsamen Litzung zusammen. Die Beratungen, die sich bie abends hinzogen, galten ausschließlich der Wahl der Ortes der National-Versammlung Crotzdem ein großer Ceil der Mitglieder des preußischen Mintsteriums sich anfangs sehr energisch gegen die Abhaltung der Nationalversammlung in einem mitteldeutschen oder süddeutschen Orte und für die Reichshauptstadt Berlin aussprach, entschied sich die Reichs- und Staatsregierung doch dahin, die llationalversammlung nach einer nichtpreußischen Stadt einzuberufen. Wie der„Berl. Lokalanz.“ von zuverlässiger Seite erfährt, wurde Wetmar auserwählt, so daß also dort die Nationalversammlung zusammentreten wird. Demgegenüber meldet das „Berl. Cagebl.“, daß unter den Ministern noch keine Einigkeit darüber besteht, ob die Nationalversammlung nach Berlin oder einer anderen deutschen Stadt einberufen werden wird. In der gestrigen Sitzung ist diese Frage nur kurz behandelt worden. Die Uationalversammlung in Weimar. Berlin, 21. Jan. Die Reichsregierung hat beschlossen, die Nationalversammlung auf den 6. Februar nach Wetmar einzuberufen. Die Berufung nach Weimar entspricht in der hauptsache einem Wunsche der süddeutschen Staaten. Es ist nicht daran gedacht, auch die Reichsregierung nach Weimar zu verlegen. Eine Berliner Korrespondenz weiß dazu noch zu melden: Weimar als Cagungsort wurde erst nach langen Debatten gewählt. Die preußischen Minister hatten dagegen entschieden Einspruch erhoben und in letzter Stunde Potsdam vorgeschlagen. Doch hat sich schließlich der Rat der Dolksbeauftragten in der gestrigen Nachtsitzung und zwar hauptsächlich auf das Verlangen der süddeutschen Staaten für Weimar entschieden. Eine Rolle hat dabei offenbar die Nachricht gespielt, daß die Spartakisten entschlossen seien, mit allen Mitteln den Zusammentritt der Uationalversammlung zu verhindern. Uan hofft anscheinend, diese Bestrebungen in Weimar leichter durchkreuzen zu können, als in Berlin. Für die technische Durchführung der Arbeiten der Nationalversammlung in Weimar und für die beste Verbindung mit Berlin wird schon jetzt Dorsorge getroffen. Die Celegraphen- und Celephonverbindungen zwischen Berlin und Weimar werden so sehr vermehrt, daß sie allen Anforderungen genügen, die Dostanstalten in Weimar vergrößert und für die Unterbingung von 2000—3000 Personen, die die Uationalversammlung nach Weimar führen wird, wird von Amts wegen gesorgt werden. Endlich werden die Jugverbindungen mit Weimar außerordentlich vermehrt werden. Die Aufgaben und Geschäfto der NationalVersammlung. Berlin, 21. Jan. Wie verlautet, wird die erste handlung der auf den 6. Februar nach Weimar einberufenen Nationalversammlung die Wahl einer provisorischen Regierung seln. hat diese ihr Amt angetreten, dann wird die Uationalversammlung in die Behandlung der Verfastungsurkunde eintreten, die voraussichtlich nicht von der Regierung eingebracht, sondern als ein Dorschlag des Reichsamts des Innern der Versammlung als Grundlage für ihre Arbeiten zugehen wird. Btt der Erledigung des Verfassungsentwurses, für die der Monat Februar in Aussicht genommen ist, ist der erste Abschnitt der Versammlungsarbeit getan. Diese Arbeit wird sich weniger in Dollsitzungen, als in Kommissionsberatungen abspielen. Der zweite Abschnitt dürfte sich mit den Friedensverhandlungen befassen, die kaum vor dem Monat Juni zur Verhandlung kommen werden. Die Finanzfragen werden wohl als Uotgesetz behandelt werden müssen. Es ist in Aussicht genommen, eine gleichzeitige Cagung der Nationalversammlung und der preußischen Landesversammlung zu vermetden und die letzterr erst dann zusammenzuberufen, nachdem der erste Cagungsabschnitt der Nationalversammlung er Der Verfassungsentwurf für das Beatsche Reich. Der Versassungsentwurf für das deutsche Reich, der wahrscheinlich noch im Laufe des Cages zur Veröffentlichung gelangt, sieht keinen Oizepräsidenten vor. Der Präsident soll auf 10 Jahre in direkter Wahl vom Dolke gewählt werden. An der Spitze der Bundesrepubliken, in die Dreußen zerlegt wird, steht die Republik Berlin mit ungefähr 10 Millionen Einwohnern. Daran sollen sich anschließen eine Republik Dreußen, eine Republik Schlesten, eine Republik Brandenburg, Provinz Dommern, die Kltmark und beide Mecklenburg. Dann die Republik lliedersachsen, die Republik Westfalen, die Republik Hessen, die Republik Rheinland, die bayrische Pfalz und das Fürstentum Birkenfeld. Wien soll ebenfalls wie Berlin reichsunmittelbar werden. Kußerdem soll ein Bundesstaat Deutsch-Gesterreich konstruiert werden. — Die Regierung und die Sozialisierung Die wildesten Gerüchte und Meldungen sind im Umlauf über angebliche Sozialisierungsabsichten der Regierung. Bald heißt es, der gesamte Bergbau solle sozialisiert werden, ein ander Mal spricht man nur von einer bevorstehenden Sozialisierung des Kohlen- und Kalibergbaues. Auch die Befürchtung einer bevorstehenden Sozialisierung der Hypothehenbanken wurde unlängst laut. Demgegenüber muß nachdrücklichst darauf hingewiesen werden, daß irgendwelche bestimmte Sozialisierungs-Beschlüsse oder deren festgelegte Absichten der Regierung nicht vorliegen. Man ist sich, wie wir erfahren, an maßgebender Stelle völlig klar darüber, daß eine schrankenlose Sozialisierung viel mehr Schaden als lutzen anrichten kann, und daß äußerste Dorsicht geboten erscheint. Und dies, wie ausdrücklich versichert wird, nicht etwa im Interesse der Unternehmer und der„besitzenden Klassen“— daß man diese nicht schonen will, zeigt das neue radikale Steuerprogramm— sondern zum Wohle der deutschen Wirtschaft, des ganzen Volkes, nicht zuletzt der arbeitenden Klasse. Daß eine Steigerung der Erzeugung die Hauptaufgabe unserer Wirtschaftspolitik bildet, darüber besteht an zuständiger Stelle durch eine Sozialiwird mit Recht bekein Zweifel. Ob dies aber sierung erreicht werden könnte, zweifelt. An zuständiger Stelle denkt man daher auch viel mehr an eine Sozialisierung des Verbrauchs; aber auch hier liegen bestimmte Pläne noch nicht vor. Zu irgendwelchen Befürchtungen vor übereilten Beschlüssen der Sozialisierungskommission ist um so weniger Grund vorhanden, als diese Beschlüsse lediglich vorbereitender Natur sind. Die Dorschläge der Kommission gehen zunächst an das betreffende, vom Reichswirtschaftsamt abgezweigte Amt, Kohlenamt usw. zur Begutachtung. Die letzte Entscheidung wird der Nationalversammlung vorbehalten bleiben. Die Sozialisierung des Veräbaues Was Essen, 21. Jan. In der gestrigen KonfeParteien eingesetzte Ueunerkommission bleibt bestehen. Die von der Regierung eingesetzten Kommissare: 1. ein Reichskommissar und 2. ein Staatskommissar arbetten in Uebereinstimmung mit dieser Kommission. Regierungskommissare und die Neunerkommission bilden den Jentralkörper für die Sozialisierung. Don diesem Jentralkörper sind unverzüglich Unterausschüsse für die Kontrolle der Bergwerke und der Betriebsgeschäfte für Bergprodukte einzusetzen, desgleichen für Regelung der Cariffragen. Die Körperschaft hat das Recht und die Pflicht, nach Bedarf fachmännische Mitarbeiter für die verschiedenen Gebiete heranzuziehen. Als fachmännischer und juristischer Beirat für den einzusetzenden Unterausschuß beim Kohlensyndikat wird Landrichter Ruben(Essen) vorgeschlagen. Das in der Konserenz am 13. Januar 1919 beschlossene Rätesystem blelbt als Grundlage der Sozialisterung bestehen. Die Wahlen sind, soweit sie nicht bereits stattgefunden haben, auf Grund des dort beschlossenen Wahlverfahrens festzusetzen. Sie müssen bis zum 1. Februar abgeschlossen sein. Sämtliche anwesenden K.- und S.-Käte verpflichten sich durch ihre Dertreter namentlich, sich dem Widerstand gegen die Wahlen wie gegen die Sozialisterung überhaupt mit aller Kraft entgegenzustellen. Auf dem Boden des in dieser Resolution aufgestellten Rktionsprogramms glauben alle drei Parteien gemeinsam arbeiten zu können. Die Arbeiter- und Soldatenräte verpflichten sich für unbedingte Aufrechterhaltung der Ruhe, wenn die Sozialisieung durchgeführt und nicht durch Entsendung von Cruppen gestört wird. 00— deutschen Kriegsgefangenen Paris, 21. Jan. Dichon teilte auf eine Anfrage dem Dorsitzenden der Liga für Uenschenrechte mit, die Frage der deutschen Krlegsgefangenen werde erst auf der Friedenskonferenz entschieden werden. Ein Entschluß, die deutschen Kriegsgefangenen zwei Jahre am Wiederaufbau Belgiens und Frankreichs zu beschäftigen, liege von seiten der Verbändler nicht vor. Die Rückbeförderung der Deutschen im Den steten Bemühungen der deutschen Waffenstillstandskommission, zuletzt des Staatssekretärs Erzberger in Crier, den Abtransport von 25 000 in Uikolajewsk zusammengezogenen Soldaten und der deutschen in haidar Pascha befindlichen Nichtmilttärs einschließlich Frauen und Kinder zu erwirken, scheint endlich Erfolg beschieden zu sein. In einer mündlichen Besprechung anläßlich der letzten Cuerer Verhandlungen erklärte sich Marschall Foch grundsätzlich bereit, den Abtransport auf dem Seewege, der allein in Frage kommt, in Angriff zu nehmem Dieses sei bis jetzt nicht möglich gewesen, da alle zum Abtransport zur Verfügung stehenden Schiffe zur Rückkehr der alliierten Cruppen gerenz der Arbeiter- und Soldatenräte des rheinischwestfälischen Industriebezirks, wo die Regierungsvertreter und der Staatssekretär Giesberts, sowle Professor Wilbrand zugegen waren, wurde folgende Resolution angenommen: Die Konferenz hält fest an dem Sozialisierungsbeschluß der Konferenz vom 15. Januar 1919; die von der Konferenz der A.- und S.-Räte des rheinischen und westfälischen Industriebezirks am 13. Januar 1919 auf Vorschlag der drei sozialistischen braucht wurden. Sämtliche alliierte Regierungen mit Ausnahme einer einzigen haben ihre Sustimmung gegeben. — Zur Lage in Posen. Rus Elogau erhalten wir vom Jentralsoldatenrat folgende Suschrift: Nachdem die Polen mit List und Gewalt die Macht in Posen an sich gerissen haben, hat sich der oberste polnische Dolksrat als höchste Behörde in Posen erklärt. In der diesbezüglichen Bekanntmachung wird darauf hingewiesen, daß die K.= und S.-Käte machtlos und auch die Behörden außerstande seien, Ruhe, Ordnung und Sicherheit aufrecht zu erhalten. Demgegenüber muß in aller Entschiedenheit betont werden, daß gerabe die Holen die Autorität der K.- und S.-Räte untergraben und erst durch dieses Vorgehen, insbesondere den lange vorbereiteten Posener Dutsch vom 27. Dezember Ruhe und Sicherheit aufs schwerste gefährdet haben. Seitdem die Dolen die Macht in den Händen haben, ist es fast jeden dag zu Schiegereien, Plünderungen und dergl. gekommen, während vorher in Dosen vollkommene Ruhe herrschte. Geradezu naiv mutet es an, wenn der polnische Dolksrat immer noch in die Welt hinausposaunt, die Lösung der polnischen Frage solle dem Friedenskongreß überlassen bleiben. Durch die gewaltsame Fortnahme der ungeheuren in Posen lagernden Dorräte der deutschen heeresverwaltung und die rechtswidrige Erstürmung deutscher Kasernen auf deutschem Gebiete, wie überhaupt durch die gewaltsame Kneignung deutschen Gebietes haben die Dolen der Entscheidung der Friedenskonferenz in weitestem Maße vorgegriffen. hindenburg übernimmt den Grenzschutz. TU Perlin, 21. Jan. Die Reichsregierung hat sich in den jüngsten Tagen in mehreren= Sitzungen mit der Frage des Grenzschutzes im Osten beschäftigt. Wie die„B. 3.“ hört, steht es fest, daß Generalfeldmarschall v. Hindenburg die Leitung der für den Grenzschutz notwendigen Operationen übernehmen wird. Do er sein hauptquartier aufschlagen wird, ist noch nicht bestimmt. In Dommern, Gstpreußen und Destpreußen sind freiwillige Dolkswehren entstanden, die mit den übrigen im Osten befindlichen Cruppen vereinigt werden sollen. Iwischen Polen und Tschechen. Nachrichten, die in Oberschlesien eingegangen sind, deuten darauf hin, daß sowohl die Polen wie die Entente keinem von den beiden Dölkern irgend welche Jusagen über das künftige Schicksal Oberschlesiens gemacht hat und daß daher beide ein Interesse daran haben, eine vollendete Catsache schaffen, auf die sich ihre Ansprüche bei den Irtedensverhandlungen stützen können. Deshalb aber möchten sie schon die Wahlen zur Nationalversammlung verhindern. Die Uschechen haben auf irgendwelche Stimmabgabe überhaupt nicht zu rechnen, die Polen dagegen fürchten, daß die Beteiligung an den Wahlen zur Nationalversammlung trotz ihrer Parole zur Wahlenthaltung stark genug sein wird, um den Beweis zu erbringen, wie gering tatsächlich der Anhang ist, auf den ste sich in Oberschlesien stützen. Aan fürchtet deshalb, daß schon vor den Wahlen die Polen einen Einbruch in Oberschlesien versuchen werden und ruft dringend die Reichsregtèrung zu Hilfe, schleunigst den Grenzschutz zu verstärken, damit unsere Cruppen stark genug sind, den Einfall der Dolen wie der Cschechen zu verhindern. Die es scheint, hat ja die Regierung jetzt die Absicht, den Schutz der Ostgrenze etwas energischer in die Hand zu nehmen. —0— Aufhebung der Nahrungsmittelblockade? bb haag, 21. Jan.„Hollandsch Nieuws Bureau“ meldet aus Washington: In Sukunft sollen, wie die amerikanischen Korrespondenten melden, die Verhandlungen in Crier nicht, wie bis jetzt, ausschließlich von Foch und seinen Unterhändlern geführt werden, sondern hauptsächlich von Sivilpersonen. Swar bleibt Foch ihr formeller Führer, aber da der Gegenstand der Derhandlungen immer mehr einen wirtschaftlichen und politischen Charakter erhält, hat man sich dahin geeinigt, künftig den zivilen Elementen an den Beratungen einen größeren Anteil zu geben. Die jetzigen Unterhandlungen wurden bereits hauptsächlich unter Führung des amerikanischen Schiffahrtskommissars Hurlyn geführt. Die Friedenskonferenz wird eine Kommissien ernennen, die sämtliche Berichte und Uebersichten sammeln soll, um daraus für die Konferenz eine genaue Aufstellung zu schaffen, welche sie als Leitfaden für die endgültigen Beschlüsse verwenden wird. Das ist das Ergebnis der Unterhandlungen vom 17. Januar in Crier, denn da wurde das Bedürfnis klar, breitere Auffassungen zum Ausdruck kommen zu lassen. Die Blockade ist inbezug auf die Uahrungsmittel rückgängig gemacht worden, aber noch nicht für handelsware. Der dringende Uahrungsmittelbedarf Deutschlands wird gegen Barzahlung durch die Assoziierten Nächte, besonders Amerika, gedeckt werden. Die Schiffe mit Uahrungsmitteln werden sofort und direkt nach deutschen Häfen abziehen und nicht mehr zurückgehalten werden, weil die deutschen Kauffährteischiffe und Passagierdampfer noch nicht der Entente zur Verfügung gestellt sind. Für diese Schiffe wird diekomplette übliche Uiete berechnet werden. Diese wird aber den deutschen Reedereten nicht ausgezahlt, sondern ihrer Anzahlung für die Kosten von der Lieferung der Nahrungsmittel gutgeschrieben werden. caadu Aote Aosen. Roman von h. Courtbs-Mahler. 561(Nachdruck vorboten.) Dieser saßte danach. Und mit einem ruzigen, ernst Blick in das Gesicht des Ministers er aufatmend: :„Wenn ich noch nicht gewußt hätte, daß hisch dies überwunden habe, hätte ich es jetzt ge* nerkt. Früher hätte ich ein Schreiben aus dieser Hand nicht so ruhig in der meinen hal##ien können.“ „Das ferut mich herzlich, Rainer. Der [ Herzog hat seiner Schwester in einem Privat) schreiben von deiner Verlobung Nachricht gegehen. Er gestattete mit gnädigst, das Ant* wortschreiben zu lesen. Die Großherzogin . on sie beue sch von gaunzem Gerzen. daß ou dich endlich entschlossen habest, dich zu vermählen. Sie hoffe und wünsche, daß du so glücklich werden mögest, als sie es selbst geworden sei.“ Gruf Rainer las nun die Briefkarte der * Großberzogin. Sie war an den Minister gerichtet und lautete: *„Eure Erzellenz dürfen versichert sein, ich an dem frohen Ereignis in Ihrer Fa#milie den herzlichsten Anteil nehme. Möge 3 Ihrem Fräulein Tochter ein reiches, volles * Glück beschieden sein. möge es ihr vergönnt Psein, nicht nur glücklich zu sein, sondern auch Lglücklich zu machen. Das ist für uns Frauen # doch das Höchste. Im Glück der Menschen, die #un ae steven finden wir das eigene Glück. tte.=Frützen und beglückwünschen Sie das Branpaar in meinem Namer, Ebenso bea4 eie eaihe uidr Graiant. Ihnen woblaesinnt= Grokberzooin Lächelnd gab Rainer dem Minister die Karte zurück. „Wer mir damals, als ich auf den Besitz dieser Frau verzichten mußte, gesagt hätte, daß ich eines Tages mit Gleichmut solche Worte von ihrer Hand würde lesen können, dem hätte ich nicht geglaubt.“ „Gottlob, daß das so ist, mein lieber Raiten. Ich freue mich darüber deinetwegen und Jostas wegen.“ antwortete der Minister und oarg das Schreiben wieder in seiner Brusttasche. Gleich darauf kam Josta zurück. Graf Rainer sah nach der Uhr. „O— schon so spät! Da kann ich gleich von hier aus nach dem Bahnhof fahren, um neinen Bruder abzuholen“ Du freust dich sehr auf sein nommen t wpahr?“ fragte Josta lächelnd. Er nickte und seine warmen grauen Auger ##chteten auf. „Ja, Josta. Henning ist ein Stück vor mir. Wir hängen aneinander. Er hat mi schon geschrieben, daß du ihm nun auch eir Winkelchen in deinem Herzen einräumer mußt. In Zukunft will er uns oft in Ram berg besuchen. Bisher machte er sich dort rat und hat mich in Ramberg nur ein einzigeMal besucht während er früher in Schellingen jeden Urlaub bei mir verbrachte. Ja konnte mir das gar nicht erklären. Aber nur weiß ich, was ihn fern gehalten hat. Ei schrieb mir. Gerlinde hat sich ihm mit ihrer Trauerkleidern auf die Brust gelegt. Wo er nicht lachen kann. ist ihm nicht wohl. Er is ein Sonnenmensch und sein glückliches Natu reit stieht vor allem Schatten.“ Josta mußte denken, daß sich ihr Gerlindauch ohne Trauerkleider beklemmend auf das Gemüt gelegt hatte. Aber das behielt sie sich. Jedenfalls sympathisierte sie mit idrem Schwager in einem Gefühle der Aversion gegen Gerlinde. —.— Arbeiterbewegung. Der Streik der Ruhrbergleute. EU Essen(Kuhr), 21. Jan. Die Streikbewegung unter den Ruhrbergleuten hat heute wieder einen großen Umfang angenommen. Don der heutigen Schicht waren rund 12000 Bergleute ausständig, so daß die Gesamtzahl der Streikenden bis jetzt auf etwa 20000 Mann sich stellen wird. Auf verschiedenen Sechen wird die neuerliche Arbeitseinstellung mit der Forderung auf Einsetzung von Sozialisierungskommissionen begründet. Ueue Streikbewegung in Hamborn. Die Belegschaften der Jechenanlagen der Gewerkschaft„Deutscher Kaiser" sind wieder voll in den Ausstand getreten als Demonstration gegen die Regierung Ebert-Scheidemann. Auch auf Schacht 3 der Seche Ueumühl wird gefeiert. Die Belegschaften veranstalteten verschiedentlich große Versammlungen, in denen die Wahl der Revierräte angekündigt wurde. Auf den Schächten Lohberg und Wehofen in Dinslaken wird ebenfalls gestreikt. Die Streiklage auf den oberschlesischen Gruben. WaV Beuthen, 22. Jan. Die Streiklage auf den oberschlesischen Gruben war bei der heutigen Frühschicht ungefähr dieselbe wie gestern. Während einzelne Gruben die Arbeit wieder ausgenommen haben, sind einige neue in den Ausstand getreten. Die Sahl der Streikenden beträgt etwa 30 000. Es wird erwartet, daß heute mittag bezw. bei der morgigen Frühschicht die Arbeit laut gestrigem Beschluß überall wieder aufgenommen wird. Der Generalstreik in Braunschweig. Der wegen der angeblichen Ermordung Liebknechts und Rosa Luxemburgs beschlossene Generalstreik ist gestern nachmittag in Braunschweig ausgebrochen. Auf dem Schloßplatz versammelten sich Causende hon Menschen, wo die Dolkskommissare Ebert-Scheidewortlich machin schärfsten Worten die Regierung mann für das Blutbergießen verant Grar Ratner verabschiedete sich nun von Josta und ihrem Vater. Er wollte Josta erst ruhig und gemessen die Hand küssen. aber dann riß ihn sein Gefühl doch fort. Schnell legte er den Arm um sie und küßte sie auf den Mund. Und wieder fühlte er einen leisen, scheuen Widerstand. und ihre Lippen schienen wie leblos. Sie duldete seinen Kuß, ohne ihn zurückzugeben. Das schmerzte ihn. Und auf dem ganden Weg bis zum Bahnhof grübelte er darüber, wie er wohl am klügsten verfahren müsse, um in Josta das zu wecken, was er jetzt so heiß ersehnte. Und wieder kam er zu dem Resultat, daß er sich abwartend verhalten müsse und sie nicht burch ungestünes Werben erschrecken durfte, wenn er nicht altes verderden wollte. Er verlor mehr und mehr seine Herzensruhe, und dies geduldige Zuwarten war ihm nicht leicht, aber er liebte Josta nun schon so sehr, daß ihn der Gedanke, sie durch sein Ungestüm zu erschrecken und sich ihr Herz ganz zu verschließen, unsäglich peinigte. Lieber wollte er jahresang geduldig um ihre Liede werben. als etwas durch seine Ungeduld zu verderben. Josta saß indessen in ihrem Boudoir und suchte für das Uebermaß idres Empfindens Ableitung in idrem Tagebuch. Und zuletzt schrieb sie nieder: „Ich habe nun auch Gräfin Gerlinde kennen geternt. Und ich hatte in dem Moment. da sie mir zuerst entgegentrat, das beklemmend: Empfinden, daß sie mich hafs:. In ehren Angen sad ich einen furchthalen Vin vor dem ich bis ins Herz hinein erichral. Aber es muß wohl Einbildung gewesen sein, ich glaube, ich din in diesen Tagen ein wenta nervös geworden. Warum sollte sie mich hassen? Weil sch ihre Rachsolnerin werde? Sie ist sehr stolz. und stolze Razuten steigen nicht gern von ihrer Döde derav. Aber mich trint voc Jarat kein Verschulden. Jede andere Frau, die Rainer heimgeführt hätte, wäre doch auch Herrin auf Ramberg geworden. Sie ist sehr lun and schön und hat sicher viel besser zur Naderz##herrin auf Remberg gepaßt als ich Aber#as sinte alles törichte Gedanken von mir linde war ja so lieb und freundlich zu mir.### will mir eine Freundin, eine Schwester sein. Und ich bringe ihr dafür eine so undeklärliche Abneigung entaegen Das ist unrecht von mir. Ich will mir Mühe geben, dies Gefühl zu besiegen. Vielleicht serne ich es noch, ihr zuvertrauen und sie lieb zu gewinnen. Ich müchte es schon Rainer zuliebe tun, der nicht merken darf, wie unsympathisch mir Gerlinde jetzt noch ist. Ach— was habe ich nun plötzlich für Geheimnisse vor ihm! Er darf nicht wissen, daß ich ihn liebe, und auch nicht, daß ich Gerlinde nicht vertrauen kann. Könnte ich ihm alles sagen— wie glücklich würde ich dann sein.“ * Gräfin Gerlinde war, nachdem Rainer mit Josta und ihrem Vater fortgefahren war, wie eine gereizte Löwin durch ihr Zimmer geschritten, ruhelos, mit bleichem Gesicht"und unheimlich funkelnden Augen. Zuweilen blieb sie steber star#te geistesabwesend auf irgend eines der alten, kostbaren Model onrn nernös an einem der wertvollen Nippes. Endlich sank sie müde in einen der hocken Lehnstühle. Auch diese zeigten das Wapven der Rambergs, den springenden Eber über drei Rosen, in kunstvollen Schnitzereien. Sie hatte, ehe sie sich niederließ, auch die Wappen angestarrt und flüchtig an den Ursprung derselben behech. (Fortsetzung folgt.) ten. Rach Eintritt der Dunkecheit waren öffentliche Lokale und Cheater geschlossen. Abends nach sieben Uhr durfte sich niemand mehr auf der sen Straße aufhalten, der sich nicht besonders auswei konnte. Der Celegraphen- und Celephonverkehr ist seit gestern nachmittag gestört und teilweise vollständig eingestellt. Der Eisenbahnverkehr wurde bis jetzt aufrecht erhalten. Die preußischen Eisenbahnbeamten protestierten öffentlich gegen den Sympathiestreik für Liebknecht. In Braunschwe##### ist die Landestrauer angeordnet und die rote Jahne auf allen öffentlichen Gebäuden auf halbmast gehißt. Der Straßenbahnbetrieb ist seit gestern mittag vollständig eingestellt. heute steht die ganze Stadt Braunschweig unter dem Eindruck des Streiks, der jetzt auch auf die Unterbeamten destaatlichen und städtischen Betriebe und auf zahlreiche mittlere und höhere Beamte übergegriffen hat. Jum Seichen der Crauer müssen heute nach mittag sämtliche Ladenbesitzer und sämtliche öffentliche Lokale auf einige Stunden schließen. Die Jeitungsgebäude sind militärisch besetzt, um sie weiteren Gewalttätigkeiten zu schützen. heute vormittag durchzogen viele tausende von Ulenschen in geschlossenem Juge alle Stadtteile. Jur Verhinderung von Gewalttätigkeiten sind vom ASR. alle möglichen Vorkehrungen getroffen. —00— Was unsern Arbeitern bevorsteht Die Drohung, daß der weitere Einmarsch der Ententetruppen in deutsches Gebiet für den deutschen Arbeiter den sofortigen Verlust aller sozialpolitischen Errungenschaften der letzten Seit bedeuten würde, ist vielfach als Kinderschreck verlacht worden. Einen aktenmäßigen Beleg, wie ernst die Bedrohung genommen werden muß, bildet folgende Bekanntmachung, die vor wenigen Cagen in Düsseldorfer Blättern erschienen ist: „Gemäß Befehl des Kommandanten der belgischen Besatzungstruppen haben sich die Arbeitgeber den Entscheidungen und Bestimmungen vor Berlin nicht zu unterwerfen. Der Achtstundentag ist für sie nicht verpflichtend. Düsseldorf-Obercassel, 14. Januar 1919. Der Oberbürgermeister. J. D.: Knopp.“ Ebenso wie der Achtstundentag, würden natürlich, wie die Erfahrungen in der Pfalz und im Saargebiet lehren, auch die vielfach nicht ohne schwere Kämpfe erreichten Lohnerhöhungen sofort für ungültig erklärt werden und verloren gehen, wenn die feindlichen Cruppen, von dem spartakistischen Cerror gerufen, weitere Ceile des Reiches in Besitz nehmen würden. Aus Stadt und Umgebung. Jur Umsatzsteuer. Die steuerpflichtigen Gewerbetreibenden werden darauf aufmerksam gemacht, daß nicht, wie bisher, nur die Einnahme für den Verkauf von Waren aller Hrt umsatzsteuerpflichtig ist. Dom 1. 8. 18 ab ist auch die Einnahme für Leistungen jeglicher Hrt umsatzsteuerpflichtig. Kls Beispiel möge dienen, daß Barbiere, Capezierer, Fuhrunternehmer und alle Handwerker ihre gesamte Einnahme für Warenlieferungen und alle Arbeitsleistungen versteuern müssen. Auch Agenten oder sonstige Personen, die den Derkauf von Ware vermitteln, haben ihre Einnahmen, also die Provisionen, zu versteuern. Bei Warenlieferungen ist die volle Einnahme, also die Summe, die der Verkäufer für seine Ware einnimmt, beim handwerker oder Agenten die Summe, die sie für ihre geschäftliche Cätigkeit, also für Warenlieferungen und für ihre Arbeit oder sonstige Cätigkeit erhalten, umsatzsteuerpflichtig. Ein Unterschied zwischen Einnahmen für den M Verkauf von Maren und für Arbeitsleistungen usw. besteht nicht mehr. Von der Einaahme darfen keine Abzüge für Eeschäftsunkosten irgendwelcher Art, auch nicht für Frachten. Dorto usw. gemacht werden. Steuer pflichtig ist jetzt die gesamte Einnahme für die Seit vom 1. August bis 31. Oezember 1918. *(Die Wahl zur preußischen Landesversamm lung) vollzieht sich am kommenden Sonntag i derselben Weise und in denselben Wahllokalen, wie am vorigen Sonntag. Die Ausweiskarte ist von den Wahlberechtigten sorgfältig aufzubewah ren und bei der Wahl wieder vorzuzeigen. *(Abbau der Arbeiten an Heeresaufträgen.) Das Reich für wirtschaftliche Demobilmachung gibt amtlich bekannt, daß als Schlutztag der Arbeiten an Heeresaufträgen(kotarbeiten) der 31. Januar 919 festgesetzt ist. Wenn irgend möglich, sollen diese Arbeiten schon früher eingestellt werden. Eine Verlängerung des Cermins über den 31. Januar ds. Is. hinaus kann nur beim Vorliegen ganz besonderen Umstände ausnahnsweise vom Demobilmachungsamt nach vorheriger eingehender Prüfung zugestanden werden. *(Die hilfsbanknote zu 30 Mark.) Wie das Reichsbankdirektorium mitteilt, mußten bei der Uumerierung bei der neuen Hilfsbanknote zu 50 Mark mehrere voneinander abweichende Uummerntypen verwendet werden. Auch Abkürzungen für das Wort„Uummer“ erscheinen in verschiedenen Jormen Nr., Uo. und No. Die Verschiedenartigkeit der Uummertppen und Abkürzungen ist demnach für die Frage der Echtheit von Banknoten belanglos. Die beiden Uummerntypen unterscheiden sich dadurch, daß bei der ersten llo. unter„O“ nur ein Strich, bei der zweiten unter„O“ zwei Striche stehen. *(Der ländliche Arbeitermangel) Wie gering die kleigung zur Annahme ländlicher Arbeit ist. zeigt folgendes Beispiel: Schlesien hat noch im Jahre 1918 72000 ausländische Arbeiter, von denen etwa 75 Prozent in ihre Heimat zurückgekehrt sind, beschäftigt. Die Aussichten, diesen Ausfall an ausländischen Arbeitern durch einheimische dehken zu können, sind außerordentlich gering und es erweist sich leider als nötig, daß die Arbeitsnachweise in Schlesien nach wie vor brauchbare ausländische Arbeiter, die ihnen zur Verfügung stehen, den ländlichen Arbeitsstellen zuweisen. Rehnliche Verhältnisse bestehen durchgängig im ganzen Osten. * Gelsenbirchen, 21. Jon.(Randmord.) wurde die 70jährige Witwe Bossick erdrosselt in ihrem Bett aufgesunden. Wie die polizeilichen mittelungen ergaben, handelt es sich um einen Naubmord, da ein Sparkassenbuch übrr 1800 Mark, ein größerer Geldbetrag, Ringe, Uhren und Wäsche vermißt werden. * Drisburg, 21. Januar.(Liebestragödis.) In der Wolfsstraße in Dutsburg=Laar erschoß der Schiffer Karl Lang heute seine Geliebte Anna Jcosten und verletzte sich dann selbst durch einen Schuß. Seine Verletzung ist nicht tödlich. Den Grund zur Cat bilden Streitigkeiten zwischen den beiden, da das Mädchen nichts mehr von Lang wisson und einen anderen heiraten wollte. Solingen, 21. Jan.(Don den Engländern verhaftete Arbeiterführer.) Das Parteiorgan der Unabhängigen„Sozialistschen Partei, die„Bergische Arbeiterstimme", ist von den Engländern besetzt und die Genossen Ulerkel und Christmann verhaftet worden. * Kemscheid, 21. Jan.(Spartakistische herrschaft.) Der Dolksrat gibt bekannt:„Am Montag emonstriert die Remscheider Bevölkerung gegei Meuchelmörder-Regierung Ebert-ScheidemannAlle öffentlichen Verkaufsstellen(mit Ausder Lebensmittelgeschäfte), sowie Kinos, und Schulen bleiben am Montag„ge“. D i e S t r a ß e n b a h n s t e l l t i h r e n V e r k e h r vorsttenden, betreffend Süktigkeit. der Kriegsanleihen, erwidern wir, daß alle Nachrichten über eine Ungülrigkeitserblärung der Kriegsanleihen gänzlich unbegründete, wahrheitswidrige Gerüchte darstellen. An der Gültigkeit der Kriegsanleihen besteht nicht der mindeste Zweisel, und es denkt auch niemand in den leitenden Regierungsstellen daren, sie irgendwie anzutasten. Im Gegenteil ist es selbstverständlich, daß das Reich auch künftig allen seinen Verpflichtungen aus diesen Anleihen voll nachkommen wird. Wir stellen dem Verbande anheim, von dieser Mitteilung jeden zur Widerlegung solcher unwahren Kusstreuungen geeigneten Gr. bruuch zu machen. —— Die Veranlwortlichheil des Erkaisers Reuter meldet aus Paris: In einem offiziellen Kommuniquee wird Mitteilung über die Frage der Verantwortlichkeit des Ex-Kaisers von Deutschland gemacht. Diese Mitteilung enthält Schlußfolgerungen, zu denen die beiden französischen Juristen Lernandes und Lapradelle gekommen sind, nämlich daß die lloske. nahme Theater schlossen“ bis Dienstag früh ein.“ Die Unabhängigen und der Spartakus-Bund haben das Erscheinen des „Remscheider General-Anzeigers" für zwei Cage unterdrückt. Große Bündel auswärtiger Seitungen wurden teils verbrannt, teils beschlagnahmt.(Die heißt es doch noch:„Und willst Du nicht mein Bruder sein, dann schlag....“ Schriftl.) Cieve, 21. Jan.(Hohe Strafe.) Unter Leitung eines Lehrers hatten Schulkinder in Goch das Lied „Rein Daterland nuß größer sein“, gesungen. Belgische Soldaten, die vorübergingen, fühlten sich beleidigt und machten Reldung. Der Lehrer wurde vom belgischen Kriegsgericht zu 6 Monaten Gefängnis und 1000 Franks Geldstrafe verurteilt, trotzdem er jede beleidigende Absicht bestritt. der Ex-Kaiser sowohl straf- und zivilrechtlich für den Krieg verantwortlich zu machen sei, und zwar auch für die Verbrechen, die die unter seinem Befehl stehenden Cruppen begangen hatten. Es heißt darüber, man könne dem Ez-Kaiser nicht zubilligen, daß er sich der Verantwortung für seine Caten entztehe. Das des Kaisers Verantwortlichkeit für die Caten der deutschen Armee und Flotte betrifft, weisen die Juristen darauf hin, daß der kaiser als Oberster Kriegsherr unbeschränkte Gewalt über der und Flotte hatte. Die Blätter zitieren einen Brief klaiser Wilhelms, den er zu Beginn des Krieges an Kaiser Franz Josef sandte, und worin er u a. sagte: Ueine Seele ist zerrissen, aber alles muß durch Feuer und Schwert vernichtet werden. Männer und Frauen müssen umgebracht werden, kein Hau. Kuf diese schreckliche Weist Monaten vorüber sein, während er, wenn ich menschliche Erwägungen gelten lasse, Jahre lang dauern würde. is und kein Baum darf stehen bleiben. schreckliche Weise wird der Krieg in zwei 1( Don einem Russen ermordet. In Magdeburg wurde eine Irau Dorothea Engelhausen ermordet aufgefunden. Dringender Verdacht richtet sich gegen den rissisch-polnischen Arbeiter Klexander Mussial, der mit der Frau ein Liebesverhältnis unterhalten hat und anscheinend geflohen ist. —0.— Aus den provinzen. * Dortmund, 21. Jan.(Ein blutiges Liebesdrama) hat sich gestern nachmittag in der Schleswigerstraße abgespielt. Ein etwa 32jähriger Mann namens Adolf Müller hat seine frühere Geliebte, Fräulein Meyer, durch einen Schuß in den Kopf, und ihren Geliebten, den Anstreicher heinrich Finger, durch einen Bauchschuß getötet. Der Cäter hat sich auf der Flucht einen Schuß in die Schläfe beigebracht, der seinen alsbaldigen Cod zur Folge hatte. Die Cat ist anscheinend aus Eifersucht begangen worden, denn Fräulein Meyer wollte heute mit dem Anstreicher Finger ihre standesamtliche Crauung vollziehen. * Iserlohn, 21. Jan.(Unvorsichtigkeit) hat gestern hier einen tragischen Unfall gezeitigt. Der Korbflechter Wilhelm Crappe, Grabenstr. 22, erhielt Besuch aus hagen. Diesem Besuch zeigte der Genannte einen aus dem Felde mitgebrachten Armeerevolver. Die so oft schon in ähnlichen Fällen, so krachte auch hier plötzlich ein Schuß und schwer Will die Kaiserin nach Potsdam übersiedeln? Wie in Potsdam verlautet, hat die Kaiserin den Wunsch geäußert, ihren Lebensabend in Zurückgezogenheit in der lähe ihrer Söhne und Enkel in Dotsdam beschließen zu können. Es soll als Wohnung die Dilla Klexander am Pfingstberg ausersehen sein. Diese umschließt ein schöner Park, der eine herrliche Aussicht über die Havelseen gestattet. —00— 2 neue Rundgebungen zu Gunsten der Sparkassen u. Kriegsanleihen von der Reichskonferenz der Bundesstaaten 1“ Die Hälfie der Moskauer Bevölkerung im 25. kovember 1918 in Berlin einstimmig folgende Entschließung gefaßt worden: Um das wirtschaftliche Leben Deutschlands aufrecht zu erhalten, die ungestörte Versorgung des Landes mit Lebensmitteln und Rohstoffen aus dem Ausland zu sichern und die deutsche Dolksrepublik im In- und Ausland kreditfähig zu erhalten, ist das Fortarbeiten aller Banken, Sparkassen und sonstigen Kreditinstitute auf der bisherigen Grundlage und in der bisherigen Form unbedingt erforderlich. In Uebereinstimmung mit den Vertretern der deutschen Einzelstaaten erklärt daher die ReichsRegierung, daß jeder Eingriff in die geschäftliche Cätigkeit der Kreditanstalten zu unterbleiben hat. Der Giroverband der kommunalen Verbände der Drovinz Brandenburg hat eine Eingabe an den Dorsitzenden des preußischen Ministeriums, Herrn so krachte auch hier plöslich ein Schußz und schwer, miniter gi.... und darauf getroffen sank der in der Nähe stehende 17jährige„ eeinister h#rsch, gerichter, und d Sohn zusammen. Die Kugel hatte von vorn her Bescheid erhalten: den hals durchschlagen und führte durch Verblutung Auf die an herrn Minister hirsch und herrn den alsbaldigen Cod herbei. Ulolkenbuhr gerichteten Schreiben des VerbandsAnordnung In Verfolg des Antrages des Landrats des Landkreises Hörde vom 20. Dezember 1918/2 Januar 1919 1 6631/18 und auf Grund der mir durch Erlaß des Staatskommiss#e mmissars für Wohnung=wesen vom 24. September 1918 St. 4.,432 Absatz 7 erkeilten Ermächtigung ordne ich hiermit gemäß§ 6 der Bekonntmachung zum Schutze der Mieter vom 23. September 19·8(R. G. Bl Nr 128 S. 114]) für den Bezirh der Stadt Schwerle und die Aemfer des Landbreises Hölde an: 1. daß die Vermieter von Wohnräumen ein Mietverhältnis recdtswirksam nur mit vorherige Zustimmung in der Stadt Schweite des Bürgermeisters und in den Aemtern des Amtmanns hündigen können. insbesondere, wenn die Kündigung zum Iwecke der Mietssteigerung erfolgt, und 2 daß ein ohne Kündigung ablausendes Mietverbälinis als auf unbeslimmte Zeit verlängert gitt. wenn nicht vorher die Jastimmung der nach Ilsser 1 zuständigen Behörde zu dem Ableuf bewirkt hal. Ich demerke, daß die nach Jisser 1 zuständigen Be hörden für ihr Justandiateitsgebiet bui der Entscheidung die Fortsetzung oder die Verlängerung des Mietverd. ll. nisses jeweils bis zur Dauer eines Jahres bestimmen können Sodald das für die Stadt Schweile und das Vmi Westhosen, sowie das weitere für den Ubrigen Teil des Landkreises Hörde in Aussicht genommene Einigungsamt errichtel ist, gehen die nach Vorstehzenden dem Bürgermeister der Stodt Schwerte und den Amtmännern eingeräumte: Zuständigkeiten auf diese Einigungsämter#A deren Bezirn über. Darch Hesgloh des Prüsdlems des Landgeriass. Hagen vom 31, 12. 18. sind auf die Dauer non 3 Jahreni Schiedsmänger wiedergewählt und besätigt:. 1. Der Kaufmann Julius Boecker in Schwerse für ven I. und ats Stellvertreter für den II. Stadtbezirk. 2. Der aufmann Augi Siederg zu Schwerte für den IV. und als Stellverkreter für den III. Skadlbezirk## 3. Der Wirk und Landwirt 5 Eckey fr. in Schwe##### für den V und als Stellvertreter für d. IV. Stadtbezirk Schiberte, den 17. Januar 1919. 552 Der Magisk ak: Rohrmann. verhungeri. Die„Cimes“ melden aus Warschau: Flüchtlinge aus Moskau berichten, daß die hälfte der Bevölkerung zu Grunde gegangen ist. In der während des Rbends herrschenden Finsternis stürzt man auf den Straßen herumliegenden Cierkadaver und Menschenleichen, unter denen sich aber auch noch lebende Menschen befinden. Diese sind auf den Straßen verhungert oder krank zusammengebrochen. Die Kinder sterben vor hunger wie die Fliegen; viele erblinden infolge von Hungerausschlag. Die Kirchen wurden geschlossen. Die Geistlichen wirft man meist ins Gefängnis, weil sie gegen Crotzki predigten. Die Leichen werden einfach ohne geistlichen Beistand in die Gruben geworsen. Kls henker dienen Chinesen oder Letten; sie haben täglich hinrichtungen in großer Sahl zu besorgen. Für die Schriftleitung verantwortlich: Fried. Kraas. Druck und Verlag: Cael Braus. belde in Schwerte. S i Aehtung! Landwirte! Achtung!— Geschäftsleute, Hausbesitzer. Für die vielen Beweise herzlicher * Teilnahme anlässlich des Hinscheidens meines unvergesslichen Mannes, en wir hierBekannten. „ 4 unseres guten Vaters, sagen. v## hiermit allen Freunden und brkannten. sowie dem Bahubeantten-verein und# dem Krieger-Verein unsern tiefgefühlten Dank. Sofort erwischt# Zl#ud jeder Einbrecher, der es wagt, dort einzubrechen, wo die elektr. von„ 589 Cl. Eichhoff ausgeführte Sieberheitsanlagen vorhanden sind. Cl Giekhoff, elektr. Geschäft Hagenerstr. 77 Schwerte Hagenerstr. 77. Aensberg, den 10. Januar 1919. Der Regierungs=Präsident: I. V. Unterschrift. 278 Der Entwurf des Amishaushalt=planes für das Rechnungsjahr 1919 liegt vom 21. d. Mis. ob 14 Tage lang im hiesigen Amtshaus zu jedermanns Einsicht offen. Westhosen,. den 17. 1. 19.: 550 Der Amkmann: Arndl. Doppelkorn Rauchtabak Zigarren Bigaretten Kanshaus für Lebensmittel Brückstraße 23. Grat Wwr. Gust. Sohr# Friedrich Esser, Dentist Krau Ww. Gust, Schn Schwerte nebst Kindern.#####lenhon 10 Magenssst- 14 KA Lielkt u. Frart für den Tag Eine Handreichung für die Hausandacht empfichlt Buchhandlung C. Braus. Teiephon 105. Jngenerstr. 12, I. Etg. Telephon 102. Zahnziehen u. Plombleren schmerzlos, Kronen, Brücken, Stittzähne, Zähne reinigen, Kautschuckgebisse(Friedensware).— Ein jeder ist in der Lage, sich ein Gebiß machen zu lassen. Teilzahlungen nach Uebereinkunft. 5242 Sprechstunden: An Wochentagen: Morgens 8 bis 2 Uhr, nachm. 1½—8 Uhr, Sonntags 8—1 Uhr. Krankenscheine werden angenommen. Favorir Hodenatbum 1 DI. Favgrie Jugond-Albam 1 K. Favorit Haudarb.-Alb. 1 M.!! Favorlt Schnittmuster Alleinverkauf für Schwerte: Kaufhaus OTTO MARX — Brückstraße 8.— Künerariote a. Toionzotter Hiefert schnellstens Nuchbruckerei Cart Prabt. * M stieten die K KISSe m Enmt 8 1 BADEE M #., Sdmüiche Karzwüren Enöpfe, Besätze, Festons für Hausbedart und Schneiderei u grosser Auswahl Gebr. Stein Schwerte. Aus der Haltinger Zeitung Nr. 13 vom 16. Junuar 1919. In einer in Köln abgehaltenen Versammlung der Zenkrumspartei keilte Rechnungsrat Wenz noch der Kölnischie Volkszeilung folgendes mit: Die Volksbeauftragten hätten zwar viel versprochen, aber wo man Neigung habe, verbriefte Rechte, wie geschehen, auf dem Wege roher Dikttatur wegzufegen, da seien solche Versprechungen wenig wert. Wie berechtigt dieses Mißtrauen ist, konnte der Redner durch folgende aufsehenerregende Mitleilung Gelegentlich einer Aussprache im Ministerium in Berlin leille ein Beauftragter des Vollzugsrats, namens Strobel(nicht Ströbel) dort erschienenen Beamten mit, daß man der gewerkschaftlichen Zusammenfassung des Beamtentums mit gretzem Mißtranen gegenüver stände. Die unteren Beamten sollten sich lieber den freien Arveiter=Gewerkschaften und die anderen den Organisationen der Bürobeamten anschließen. Auf den Einwand der Beamken=Vertreter, daß der Unterschied der Interessen zwischen den genannten Gruppen und den Beamten zu graß sei, erwiderte Strobel, die Rechte der Seamten auf Ruhegehalt, Hinterbliebenen= Fürsorge u. s. w. wurden bald der Vergangenheit angehsren. Dieser Besprechung wohnten die Herren Ströbel und Hirsch bei, keiner von beiden erhod Einspruch gegen die Erwiderung Strobels“ Deutsch-demekratischer Verein für Schwerte und Umgegend. Kung Donnerstag, den 23. Januar 1919, abends 8½ Une Im Hotel„Zur Post“(Heinr. Quadbeck): HARglieder Versamm mit wiehtigster Tagesorenung. Kein Mitglied darf fehlen!0 Parteifreunde willkemmen! Der Vorstand. Schreibstube Sedanstr. hält sich zum Beischreiben von Geschäftsbüchern und anderen Kaufmänn Arbeiten, sowie zur Aufertigung v. Steuer-Deklarationen und- Reklamationen, Engeben u.Gesuch-n aller Art bestens empfohlen. Unterricht in Buchfuhrung und Stenographie. 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Partei zur verfassunggebenden prerßischen Nationalversammtung: 1. Justizrat Prosessor Dr. Hans Crüger, Chorlotten durg. 2. Fräulein Wartha Dönhof], Crengeldanz bei Witen, Grünnraße 1. 3. Rekter Wilhelm Tittel, Dortmund, Fürstenbergweg 9. 4. Fadr kant Heinrich Wenner, Schwelm. 5. Postmeister Heinrich ulderts, Weroohl. Kuiserstraße 458. 6. Jusli rat Friedrich Kohn, Dortmund, Arndistr. 4 7. Gewe kve. einssekretcht August Braun, Dortmund 8. Hondelsleb#erin Hecwig Heinzerling. Stegen, Kodlenzerstraße 21. 9. Oberdahnassisent Konrad Heinzerling. Schwert10. Landwirt Johann Holfmann, Rasstenbeul b. Jurstraße. Kr. Hagen. 1I. Oberlei###r Dr. Ackermenn, Hagen, Elisabeihstraße 1 12. Handelskammer=Vorsitzender Gen.=Dir. Wilhelm Ashofs. Altena. 13. Schneidermeister Alfred Böse, Werne, Kr. Bochum Ringstraße 19. 14. Frau Sanitätsrat Mosbacher, Bochum. 15 Vollziehungsdeamter Wilhelm Bennemann, Hamm, Kintrozerweg 35. 16. Justitral Siegs#ied Frev. Siegen, Obergraden 5/II! 17. Lehrer Franz Kückenhöner, Bochum, Fried. vofstraße 22. 18. Fahr kichlosser Gustav Flockenhaus, Geoelsberg. 19. Möhl=ndesitzer Adolf Schulz. Unna, Koiserstr. 8. 2 Pokurist Heinrich Kröger. Bochum, Kaiserweg 25. 21. Postschaffner Wilheim Bochmann, Lüdenscheid. 2. Lehrer Mecktes. Kamen. 28. Fobrikant Coaio Bechen, Hagen=Eckesey, Eckesederstraße 166 24. Velszmtschasler Friedrich Becher, Bochum, 0. 570 Deutsche Männer und Frauen! Wählk dies Liste der Partei des goldenen Mittelwegsund werbf tatkräftg Maöchen bewandert in allen vorhom. menden Arbeiten für Haus und Landwitlschaft. sofor gesucht. Von wem, sagt die Geschäftsstelle 548 Männer und Frauen werden un zahlreiches Erscheinen freundlichst gebeten. 8 Mesm Fur meinen kleinen Haus halt sauderes 590 Morgenmädchen gegen guten Loha möglichst zu sofort gesucht. Frau Julius Boecker Schwerte, Hageaerstr. 8. 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