Die„eustmn Seiut anben uund giher sovertags. Bezagoprets monaslich —— 95 Pg. ohne Postgedähr.—— DI. siedengelpoldone Pefstzelle aun dm Nas, B Pa. Ue dange. 5) Pig Aiver Nehaft git als KossenRudoll und er#h### dei Reutursen, Iwangs. vergleicht:, genett##en Sligen vod 1###5e= ae dr.#.#e, ee tere Oerbunden mit: Schwertei Cageblatt und Anzeiger Schwerter Oolkszeitung Schwerter Velksblatt Westhofener Zeitung Apierbecker Zeitung Langscheder Zeitung Holzwickeder Zeitung sblatt Amtliches Kreisblatt„ür den Kreis hörde Grites und älteltes Caaesorgan des Kreiles o General-Anzeiger für den Kreis Hörde o Haupt-Annoncenbl: nungen süte dm Auis Horte rdngn gud Bekgantmachung der Röniglichen Reglerung durch Verössentlichung in der„Schwerter Jolturg“. rrchtsverdindliche 2=3.— Die „Schoerter Jollung“ gewährt ihren Abounen. im für jeben mit Tod Sehingumngn 300 Mk.“ Unfall. Druch u. Vertag v. Cori Braus, Schwerte=Ruhe. Fernsp. 62. Telegr.=Adr. Braus. Schwerte=Rude. Samstag, den 2. März 51. Jahrgang. Die„böse“ deutsche Tugend. Was man selbst in geringem Maße oder auch gar nicht besitzt, das pflegt bei Anderen doppelt anerkennens- und begehrenswert zu erscheinen. Auch die so selbstbewußten Engländer müssen von Zeit zu Seit eingestehen, daß sie noch manches von uns Deutschen lernen könnten. So waren kürzlich in einem Leitartikel des„Observer“ die bezichnenden Worte zu lesen:„Die Deutschen machen uns weniger zu schaffen durch ihre Laster, als durch ihre Cugenden, ihre ausdauernde Geschicklichkeit, Findigkeit, Gründlichkeit, Entschlossenheit und Festigkeit!“ Dieses Eingeständnis aus englischem Ulunde ist geeignet, uns Deutsche nachdenklich zu machen. Also nicht unsere Laster, unter denen nach englischem Sprachgebrauch wohl unsere glänzenden milttärtschen Einrichtungen und Fähigkeiten zu verstehen sind, mißfallen den Jeinden, sondern vor allem unsere„bürgerlichen Cugenden“, unsere Ausdauer, Festigkeit und Opferfeudigkeit sind es, die den Engländern bis her und in Jukunft als höchst unbequem erscheinen müssen!„Die Oemokratien“, meint der Verfasser weiterhin,„haben jetzt halb soviel von der Bürgertugend der Ausdauer zu beweisen, als der Feind gezeigt hat.“ Dieser Appell an die Dölker der Entente beweist, daß der Verfasser davon durchdrungen ist, die moralischen Kräfte seien für den Endsieg ausschlaggebend, und widerstrebend muß er anerkennen, daß bisher das deutsche Dolk eine so gewaltige sittliche Kraft im Durchhalten gezeigt hat, daß seine Gegner schon zufrieden wären, wenn sie selbst nur die Hälfte davon aufbringen könnten. An uns Deutschen wird es nun sein, im letzten, entscheidenden Stadium des Urteges dafür zu sorgen, daß bei uns die wertvollen Eigenschaften, die uns den erfolgreichen Widerstand gegen die ganze Welt ermöglicht haben, nicht in Verfall geraten. Werden wir uns nachsagen lassen müssen, daß uns der Beurteiler jenseits des Kanals zu hoch eingeschätzt hat, daß wir die uns angedichteten Laster zwar nicht besessen haben, die uns zugeschriebenen Gugenden aber ebensowenig?! In dreteinhalb Kriegsjahren hat das deutsche Dolk Ungeheuerliches, Größtes geleistet und getragen. Ule sah die Weltgeschichte solches heldentum im Streiten und im Dulden. Die moralischen Kräfte, an denen wir unsere Jeinde Sisher hoch überragten, waren unsere vornehmsten Wassen, die tausendmal wirksamer sind, als solche von Stahl und Eisen. Sie sind es auch heute noch und für alle Jekten, und sie wollen wir bis zuietzt scharf und schneidig erhalten. Nur sie können uns den endgültigen Sieg über die gegen uns stehende Uebermacht erfechten. So heißt es aushalten und durchhalten, um jenen guten Frieden zu erzwingen, den wir brauchen, und der nicht ausbleiben wird, wenn wir uns nur selbst treu bleiben. Das Gemeinsame. Bei der bisherigen Oebatte über den Etat hat es zwar nicht an Unstimmigkeiten gefehlt; im Großen und Ganzen scheint sich aber doch eine allgemeine Verständigung anzubahnen, ja, man darf vielleicht sagen, daß sich schon heute zeigt, wie sich die Parteien, ohne auf ihre Eigenart zu verzichten, mit der Reichsregierung in bestimmten, über das Gedeihen Deutschlands entscheidenden Fragen zusammenfinden. Wenn auch die Sozialdemokratte durch herrn Scheidemann erklären ließ, daß die Polttlk des russischen Friedens nicht 51 ihre sei, so hat sie doch darauf verzichtet, gegen biesen Frledenschluß zu Protertigen„stoget i ziemnlich gleichgütig ist, daß sie. gründung tat, es sei unzweckmäßig, sich gegenüber vellendeten Catsachen in den Schmollwinkel zu verfügen. klicht ganz unähnlich war die Caktik, mit der die mehr oder weniger auf Eroberungen einge stellten Parieien sich den Anschauungen des Kanzlers über Belgien und besonders dessen Absichten, ein Friedensgespräch im kleineren Kreise herbeizuführen, wenn auch nicht ohne weiteres anschlossen, wentastens mit den entsprechenden Reserin der Autuine. Was Sroßes hauptquartier, 1. März.(Amtl.) Westlicher Ariegsschaupla Heeresgruppe kronprin; Kupprech: Uördlich von Doelcapelle schetterten nüchtliche nach starker Feuerwirkung unternommene Dorstöße englischer Infanterie. An der üdrigen Front lebte die Artillerietätigkeit in Verbindung mit kleineren Erkundungsgefechten auf. Westlich von La Fere brachte eine Abteilung von einem Vorstoß über den Kanal einige Gefangene zurüch. Ein feindlicher Luftangriff auf Kortryk verursachte erhebliche Verluste unter der belgischen Bevölkerung. Heeresgruppe Deutscher Kronprinz Bei Savignon drangen Sturmtrupps in die feind. lichen Gräben ein und nahmen 10 Amerikaner und einige Franzosen gefangen. In den frühen Morgenstunden lebte die Gefechtstätigkeit in einzelnen Abschnitten der Champagne auf. Gestlicher ürtegsschauplatz. Längs der uhrainischen Nordgrenze im Vordringen nach Osten haben unsere Cruppen den Onjepr erreicht. Bei Rietschniza stießen sie einen stark ausgebauten und vom Feinde verteidigten Brückenkopf. Stadt und Bahuhof wurden im Sturm genommen und einige hundert Gefangene gemacht In Mosyr haben wir die Pripjet-Flotille, 6 Panzerboote, 35 Motorboote, 6 Lazarettboote erbeutet. Bei Jastow und Kasatin wurde die BahnUni: Kiem—Schnerinka erreicht. Den füdlich von Sterekonstantinow im Kampfe gegen seindliche Uebermacht stehenden polnischen Legionen eilten deutsche Cruppen zu Hilfe. Gemeinsam wurde der Jeind geschlagen. Don der ukrainischen Regierung und der Bevölkerung zum Schutz gegen feindliche Banden gerufen, sind österreichisch=ungarische Truppen in breiten Abschnitt nördlich vom Druth in die Ukraine eingerückt Italienische Front. Zu beiden Seiten der Bronta war die Kampftätigkett Cagsüber gesteigert. Von der Mazedonischen Front nichts Ueues. Der Erste Generalquartiermetster: Ludendorff. Abendbericht. Was Berlin, 1. März.(Amtlich.) In der Champagne, sowie zwischen Maas und Mesel führten wir kleine Erkundungen mit Erfolg Von den anderen Kriegsschauplätzen nichts Neues. 10000 Russen haben die Wassen gestrecht. Thotin—Kameniec—Podolski erre WaR Wien, 1. März. Kmtlich wird verlautbart: Westlich der Brenta scheiterte ein Vorstoß der Itoliener. Von Regierung und Bewohnern immer wieder und in den jüngsten Cagen besanders eindringlich aufgerufen, sind gestern Cruppen des Jeldmarschalls Boehm-Ermolli zur friedlichen Intervention in Podolien eingerückt und haben die Linie Wowosievaten nicht entgegentraten. Auch über die Art, wie herrn Wilsons letzte Botschaft behandelt werden soll, herrschte im Großen und Ganzen Uebereinstimmung; das eine war jedenfalls allgemeine Auffassung, daß herr Wilson nun dafür sorgen solle, daß auch die übrige Entente sich zunächst einmal seinen auch die übrige Entente sich zunächst einmal seinen Absichten und Vorschlägen anschließen möge, und daß ferner die etwalgen Einzelforderungen sich wenigstens in eine gewisse Uebereinstimmung mit den moralischen Dogmen des amerikanischen Präsi denten bringen lassen müßten. Auch in den Fragen der inneren Dolitik fanden sich die Parteien auf einer, zwar nicht deutlich markierten, aber doch immerhin durch die nun einmal nicht aus der zu schaffenden Gegensätze hindurch erkennbaren mittleren Linie. hatten am ersten Cage die Konservativen Herrn von Daper ihren ganzen Unwillen zu spüren gegeben, so zeigten sie doch bereits durch die Rede des herrn von herdedrand eine gewisse Mäßigung, auch ließen sie sich die versöhnenden und uchenden Worte des Reichskanzlers halbwegs, gefallen. Unbedingte Uebereinstimmung herrschte in der Auffassung, daß die Methoden der Bolschewikt für Deutschland durchaus unangemessen sind und ier hat die Catsache, daß gerade herr Scheidemann zwischen den russischen Maximalisten und der deutschen Sozialdemokratte einen dicken Strich zog, sehr eerteblich zur Herausarbeitung des Gemeinsamen Das über die Ursachen des Streiks kein einheitliches Urteil herrschte, ist selbstverständlich. üiber ebenso erfreulich war es, daß bis zu Herrn Scheidemann hin jedermann die Wiederkehr einer Streikbewegung für unzweckmäßig erklärte. Dor vornherein war es klar, daß das Eintreten des Dizekanzlers für das preußische Wahlrecht, unbekümmert darum, daß es ohne jede Verletzung der preußischen Sonderrechte geschah, heftigen wiverLica—Tholin-Rumenier-perrtrue ekreicht. Die an den Bahnen und wirtigen Straßen vordringenden Abteilungen haben den Iuftrag, in dem durchschrittenen Gebiet Ruhe und Grenung wieder herzustellen und die für die Einfuhr nötigen handelswege zu sichern. Bisher haben nahezu 10 000 Russen die Waffen gestreckt. Beträchtliche Rengen an Munition, Juhrwerke und rollendes Material wurden gebergen. Der Chef des Generalstabes. spruch bei allen denen, die bis dahin dem Reichstag jede Kompetenz abgesprochen haben, in Fragen der Bundesstaaten mitzusprechen, hervorrufen mußte. Gerade darum aber ist es bemerkenswert, daß, wenn nicht alles täuscht, diese Auteilnahme des Reichstags an dem Schicksal der preußischen Wahlrechtsvorlage das Justandekommen der Reform immerhin gefördert hat. Der Widerstand der preuzischen Nationalliberalen wird unter allen Umständen durch Stresemanns Bekenntnis zur Wahlrechtsvorlage der preußischen Regierung eine starke herabminderung erfahren haben. Das Wirtschafts=Ultimatum an Rußland. In dem kurzbefristeten Ultimatum in Rußland sind wirtschaftliche Bedingungen von weitgreifender Bedeutung enthalten. Diese Bedingungen sind sichtlich den Bestimmungen des Friedensvertrages mit der Ukraine angelehnt. So soll der deutsch-russische Handelsvertrag von 1904 unter Wegfall der besonderen Vergünstigungen für asiatische Länder wieder in Kraft treten. Ulan wird sich erinnern, daß die russische Delegation in Brest-Litowsk seinerzeit scharf gegen diesen handelsvertrag kämpfte. Die Behauptung, daß der Vertrag eine Knebelung der russischen Wirtschaft darstelle, wurde jedoch von den deutschen Friedensdelegierten schlagkräftig zurückgewiesen. Inzwischen ist auch in der deutschen Dresse an hand der Statistik nachgewiesen worden, daß die Russen sich bei diesem Vertrage mindestens ebensogut gestanden haben, wie Deutschland. Von ganz besonderer Bedeutung ist die Forderung nach Sicherung der Ausfuhrfreihett und Ausfuhrzollfreihett fl Erze. Die Erxausfuhr aus Rußland bezw. aus der Ukratne durch Groß-Rußzland wurde von der zartschen Regierung zu ungunsten der deutschen oberschlesischen Industrie sehr erschwert, zeltwelse sogar unmöglich gemacht. Die oberschlesische Hütten-Industrie, die seinerzeit auf den Bezug dieser Erze angewiesen war, hal vor dem Kriege alles mögliche versucht, um die zussischen Chikanen abzuweisen. Es war ihr jedoch nicht gelungen, einen einigermaßen sicheren Erzverkehr mit Rußland durchzusetzen. Das soll nunmehr anders werden und wir werden wohl bald aus Oberschlesien hören, daß man dert mit ganz besonderer Genugtuung diese Bedingungen aufgenommen hat. Ferner soll möglichst bald ein neuer Handelsvertrag abgeschlossen werden. Dieser handelsvertrag soll unter der herrschaft der Meistbegünstigung bis mindestens Ende 1925 steben. Die Reistbegünstigung scheint die Maxime der deutschen Regierung bei der Wederanknüpfung der weltwirtschaftlichen Beziehungen werden zu sollen. Es ist das vielleicht auch der günstigste und gerechteste Justand und man kann nur wünschen, daß es gelingt, ihn möglichst allgemein einzuführen. Daß die Handelsschiffahrt im Schwarzen Ueere und in der Ostsee wieder ausgenommen swird, ist selbstverständlich. Wenn wirtschaftliche Bezikhunger ron neuem angeknüpft werden, so erstrecken s## sich naturgemäß auch auf die handelsschiffahrt.(Was das Schwarze Meer angeht, so kommt für dn## Gebiet hauptsächlich die Schiffahrt im Anschluß an die Wirtschaft der Ukraine in Betracht. Sie dürfte sich schon bald recht lebhaft entfalten. Aber auch in der Ostsee dürfte die handelsschiffahrt in absehbarer Sett wieder wesentlich reger werden als bisher. Wirtschaftlich genommen ist der Friede mit Groß-Rußland im Hugenblick nicht so bedeutungsvoll wie mit der Ukraine. Groß-Rußland ist selbst auf die Zufuhr von Lebensmitteln und Rohstoffen dringend angewiesen. Es kommt also für uns vor der hand als Kusfuhrland nur wenig in Betracht. Inwieweit es sich demnächst schon zum Absatzmarkt für deutsche Erzeugnisse entwickeln wird, läßt sich jetzt noch nicht sagen. Don nicht zu unterschätzender Bebeutung ist jedoch die Durchfuhrfreiheit, die mit der Annahme der Friedensbedingungen erzleit würde. Sie wird insbesondere auch den Verkehr mit der Ukraine wesentlich erleichtern. Im übrigen soll man sich hüten, jetzt schon den Wirtschaftspropheten für den deutsch-russischen Verkehr zu spielen. Graf Pasodowsky über die Neuen Steuern. In der gestrigen Sitzung des Reichstages führte Abg. Graf Posadowsky-Wehner, der frühere langjährige Staatssekretär, u. a. aus: Ich hoffe, daß wir Staatsmänner bekommen, die das Staatsschiff zu führen wissen, derart, daß es nicht wieder vorkommt, daß Jahrzehnte hindurch Einzelne und Gemeinden mit Lasten belegt werden. die den Kontributionen aus napoleonischer Zeit gleichkommen. Deutschland muß die Möglichkeit haben, sein Wirtschaftsleben bald wieder zur Blüte zu bringen. Während des Krieges sind zu hohe und zu schnelle Gewinne erzielt worden. Preise sind bewilligt worden, über die die Empfänger selbst erstaunt waren. Dabei ist das Anwachsen der hohen Jensiten in der Steuerliste äußerst gering. Man wird zu Monopolen greifen müssen, vor aller Dingen aber wird die Steuerveranlagung technisch auch in den Einzelstaaten verbessert werden. Man zeigt mit Fingern auf die Kriegsgewinnler; die Steuerbehörde mag nur zugreifen. Wir sind land gegenüber Sieger, da müssen die Rechte der deutschen Staatsbürger gewahrt werden. Der wie tigste Faktor in der Reichsregierung ist der Reichsschatzsekretär; seine Aufgabe ist es, mit äußerster Sparsamkeit die Reichseinnahmen und Reichsausgaben zu verwalten. Es kommt eine Stunde der Abrechnung, und da wird bei den Steuerzahlern Heulen und Jähneklappern sein. keine Summe ist klein genug, um nicht sparsam mit ihr umzugehen. Es braucht nicht jede Behörde einen Palast wie den Kaiserhof zu erhalten. Deutschland ist durch Spar samkeit groß geworden, kehren wir zu ihr zurück. Damit überwinden wir nicht nur die wirtschaftlichen, sondern auch die sittlichen Schäden dieses fürchterlichen Krieges und gewinnen unserem Daterlande die alte wirtschaftliche und politische Stellung wieder. Vor dem Frieden mit Rußland. Beginn der Friedensverhandlungen in Best-Litowsk. Waß Brest=Litowsk, 1. März. In einer Vorbesprechung der Dorsitzenden der Delegationen des Vierbundes mit dem Vorsitzenden dir russischeu Belegation Sokolnikow wurde vereinbart, daß die Friedensverhandlungen mit einer auf heute vormittag 11 Uhr angesetzten Plenarsitzung beginnen. Rußland nach der Annahme der FriedensBedingungen. TU Lugano, 1. März. Die Sozialrevolutionäre in Detersburg veröffentlichen einen Aufruf für die Jortsetzung des Wiberstandes und die Einberufung der Konstituante außerhalb von Oetersburg. Die Maximalisten machen große Anstrengungen, den Rusbruch von allgemeinen Unruhen und Plünderungen zu verhindern. Die Maximalisten haben den kopf verloren. Die Lage ist äußerst ernst. TU Lugano, 1. März. Wie der„Corriere della Sera“ meldet, haben einige Abteilungen des Preobraschenski-Regiments, die von Petersburg abfahren sollten, auf elnem Detersburger Bahnhof eine Versammlung abgehalten und festgestellt, daß sich das halb verhungerte heer gar nicht mehr schlagen könne. Man beschloß, nicht abzuxetsen, sondern zur Garnison zurückzukehren. Die Panik in Petersburg. bö Lugano, 1. März. Uach einer Petersburger Oepesche des„Corriere della Sera" herrscht in der Stadt eine allgemeine Dauih, der auch die Regierung unterliegt. Es heißt dert:„Die Arbeiterschaft ist enttäuscht, von Erregung ersaßt und die Soldaten wollen nicht mehr den Besehlen der Regierungskreise gehorchen. Sie verlassen in Massen die Stadt: Sie stürmen die Eisenbahnzüge und treten die Fahrgäste einfach zur Erde. Gegen die Plünderer versucht man nuhhmehr aufs Strengste vorzugehen. Am Suwarowskiprospekt und am Katharinenkanal wurde eine Zeim Plündern abgefaßte Räuberbande erschossen. Die deutschen Dorposten stehen nur noch 100 Kilomter vor Detersburg, ein Umstand, der die Parik ins Unermeßliche stelgert. Sunchygende Erbitterung gegen die Bolschewlki. Deie„Köln. Stg.“ zufolge geben die über Finnland, kommenden Meldungen aus Rußland von den dort herrschenden Juständen ein Bild, das die trübven vortehungen, pafanten un.— dur Kagsord. schießung harmloser pussanttn i# un der Tagesordnung. Die Leichen werden kurzerhand in die Newa oder in die Kanäle geworfen. Die Erbitterung gegen die Bolschewikl sei wegen der täglich steigenden Hungersnot so groß, daß ihre herrschaft auf Aallerschwächsten Füßen stehe. Die Bürgerviertel bilden Inseln für sich, in denen sich keln Mensch Die Toge giebeutichg Kriegsgefangenen sei erträglich, da oiese sich#0 eng zusammengeschlossen haben, daß ein wirksamer Widerstand möglich sei. Die prompte Wirkung des deutschen Vormarsches. Als die Bolschewikt sich nach dem Abbruch der Friedensverhandlungen soweit in der Macht fühlten, daß sie den deutschen Cruppen energischen Widerstand zu leisten hofften, wurde ein von den Sowjets unterzeichnetes Dekret erlassen, alle Alliierten und Grundbesitzer Livlands und Kurlands— die Männer vom 16., die Frauen vom 20. Lebensjahre an zu verhaften und nach dem Innern Rußlands zu schicken. Nach dem siegreichen Dormarsch der Deutschen haben sich die Bolschewisten anders besonnen und ordnen jetzt an, daß alle Verschleppten unverzüglik wieder frelgelassen werden. Die aus Dorpat, Reval und anderen Städten verschleppten Deutschen werden jetzt von Rußland aus zurückbefördert und dürsten in den nächsten Cagen sich wieder in ihrem Familienkreise befinden. Teneralmebilisierung zur Verteidigung Petersburgs. bb Bern,!. März. Nach einer Oetersburger Oepesche setzte der Rat der Dolkskommissare ein Direktorium ein, dem außerordentliche Vollmachten verliehen wurden. Das Direktorium, dem Lenin und Crotzki angehören, beschloß die Generalmobili sierung zur Verteidigung von Petersburg. Durchsuchung der Petersburger englischen Botschaf!. bb Petersburg, 2. März. Die Smolny-Regierung hat sich eine schwere Verletzung der Exterritorialität gegenüber der englischen Botschaft zu Schulden kommen lassen. Kurz darauf, nachdem dem diplomattschen Personal der Botschaft die vom Dolkskommissar des Keußeren gewährten Pässe zugestellt waren, erschienen drei russtsche Offiziere in Begleitung eines größeren Truppenaufgebotes im Botschaftsgebäude und erklärten, daß sie den Auftrag von der Räte-Regierung erhalten hätten, die zur Verschickung nach England bereitstehenden Gehelmahten einer Prüfung zu unterzjehen. In den Dokumenten sollen sich angeblich wichtige Angaben über die geplante Gegenrevolution befinden. Crotz des heftigen Einspruches des Botschaftsbeamten wurden alle Akten gründlich durchsucht, ein Teil verbrannt, der Rest zurückgegeben. Der englische Geschäftsträger hat beim Volkskommissartat gegen diese Verletzung des Dölnerrechtes Einspruch erhoben. Im Auftrage Crotzhis erklärte der Sekretär Radek, daß die Untersuchung und Vernichtung der Botschaftsakten ohne Wissen der Sowjet-Regierung erfolgt sei, so daß diese nicht dafür verantwortlich gemacht werden könnte. Gesterreich und der Einmarsch in die Uhraine. Wien, 1. März. In der heutigen Sitzung des Herrenhauses antwortete Ministerpräsident Seidler auf die gestern eingebrachte Interpellation Weißkirchners. Er sagte, daß allerdings der Einmarsch österreichisch-ungarischer Cruppen in die Ukraine zunächst nicht in Aussicht genommen gewesen sei, daß aber alle Dorkehrungen getroffen wären, um die Lebensmittelzufuhr so rasch wie möglich in Gang zu bringen. Die Aktion solle gemeinsam mit dem Deutschen Reich vor sich gehen und alle Kräfte gleichgerichtet demselben Ziele dienen. Mittlerweile hätten sich in der Ukraine aber Vorgänge zugetragen, die für das Deutsche Reich Unlaß zu besonderen Sicherungsmaßnahmen gegeben hätten. Mit Rücksicht auf diese Vorgänge sei die ukrainische Regierung auch an die österreichisch-ungarische Re gierung mit der wiederholten, nachdrücklichen Bitte um Unterstützung herangetreten. Unter diesen Umständen hätte Oesterreich-Ungarn seine Hilfe nicht ablehnen können, da es sich gegebenenfalls zuzuschreiben gehabt hätte, wenn die Ukraine nicht in der Lage gewesen wäre, ihre den Mittelmächten gegenüber gegebenen Verpflichtungen zu erfüllen. Die jetzige Aktion stelle keine kriegerische handlung dar und trage keinen polltischen Charakter, sondern sei nur eine im eigensten Interesse gewährte Rechtsund Verwaltungshilfe. Finnlands Not. Hilferuf Finnlands an Deutschland. Waß Berlin, 1. März. Wie wir hören, haben die hiesigen Bevollmächtigten der finnischen Rezierung ein offizielles Gesuch der finnischen Regierung um hilfe an die deutsche Regierung übermittelt. bb Berlin, 2. März. Jum erneuten Hilferuf der finnischen an die deutsche Regierung bemerkt der „Berl. Lok.-Ruz.“: Es scheint, daß inzwischen die llot aufs höchste gestlegen ist, da Schweden für ein tatkräftiges Eingreifen bei seiner jetzigen liberalseztaltstischen Parlamentsmehrheit nicht zu haben ist. Kein anderer Staat als das deutsche Reich kommt in Betracht. Die das Gesuch der finnischen Regierung hier in Berlin ausgenommen werden wird, steht noch nicht fest. Man darf aber wohl voraussetzen, daß die Entscheidung nicht lange auf sich warten lassen wird. Scheitern der Bukarester handlungen? aU Berlin, 1. März. Die Verhandlungen mit Rumänten gestalten sich vorläufig schwierig; wenn sie scheitern sollten, so liegt dies, wie das Berliner Cageblatt erfährt, in erster Linie an den territorialen Forderungen der bulgarischen Verbündeten, die die ganze Dobrudscha sich zu sichern wünschen, mit dieser Forderung aber auf den leidenschaftlichen wlderstand Numäniens zu stoßen scheinen. Inzwischen hat sich die Tage an der rumänischen Front derart gestaltet, daß sie unmöglich wie bisher fortdauern kann. Es Ist daher anzunehmen, daß nach Ablauf der den Rumänen gestellten Irist die militärtschen Gperationen an dieser Front wieder aufgenommen werden. bb Berlin, 1. März. Wie die„Doss. Itg.“ erfährt, kann man die Friedensverhandlungen von Bukarest als gescheitert betrachten. Es scheint, daß die Antwort König Jerdinands auf die Vorschläge des Dierbundes undefriebigend ausgefallen ist. Jedenfalls sind Staatssekretär von Kühlmann und Graf Czernin nach Brest-Litowsk abgereist. bb Berlin, 1. März. Der rumänische Ministerpräsident General Kverescu hat sich wieder nach Jassy begeben, um dort mit König Jerdinand und den übrigen Mitgliedern des Kabinetts über die Fragen, in denen bisher keine Annäherung erzielt werden konnte, zu beraten. Die Friedensverhandlungen in Bukarest sollen nach Rückkehr Kühlmanns und Czernins wieder ausgenommen werden. Die Aussichten auf eine gütige Verständigung sind indes recht gering. Eine Rundgebung der rumänischen Regierung. haag, 2. März. Nach einer Meldung aus Jassy hat die rumänische Regierung folgende amtliche Kundgebung erlassen: Die rumänische Regierung erkennt an, daß der Instand, der durch die eingetretenen Ereignisse an der Estfront geschaffen wurde, die Möglichkeit der Eröffnung von Friedensverhandlungen nicht ausschließt. Die Rezierung wird aber diese Verhandlungen nicht beginnen, bever sie die Sicherheit erhält, daß diese Verhandlungen sich auf annehmbare Beeingungen gründen. Die Gerüchte über einen Friedensschluß unter jeder Bedingung sind unbegründet. Japan zum deutsch=russischen Frieden. Bei Beantwortung der Interpeliation in der japanischen Kammer erklärte Dikomte Montana, es sei schwer, sich eine scharf umgrenzte Dorstellung über die Cragweite des russisch-deutschen Friedens zu machen. Redner fügte hinzu, sobald der Friede wirklich geschlossen sei, werde Japan sehr durchgreifende Maßnahmen ergreifen, um zu der Tage Stellung zu nehmen. Die Abreise des Uinomte Uchida aus Petersburg sei durch die geführliche Lage veranlaßt worden, die dort herrsche. über die Abreise bedeute keinen Bruch mit Rußland. Mit England, Amerika und den anderen Alliierten bestehe völliges Einvernehmen über die Fragen des russischen Sonderfriedens. Wie Japan sein Vorgehen zu bemänteln weiß. Dem Reuterschen Büro wird folgende Erklärung einflußreicher japanischer Kreise zur Deröffentlichung übergeben: Obschon noch nichts bekannt ist über eine bevorstehende Intervention Japans im Osten ist doch festzustellen, daß die jüngsten Ereignisse in Rußland in erhöhtem Maße die Aufmerksumkeit der japanischen Regierung aus sich gelenkt haben. Der deutsche Dormarsch in Rußland hat eine völlig neue Lage für alle Verbündeten, die im Esten interessiert sind, geschafsen. Die jüngste Entwicklung der Lage in Rußland, die eine Ausbreitung Deutschlands bis nach Esien hinein möglich macht, bedeutet eine sehr ernste Gefahr für Japan. Die Regierung in Cokio sowohl wie auch breite japanische Dolkskreise sind sich dieser Gefahr bewußt und werden ihr gebührend Rechnung tragen. Man begreift, daß die Besetzung Petersburgs die Möglichkeit schaffen würde, daß ein halbes Jahr später die Deutschen ihren Einfluß bis nach Sibirten ausdehnen würden, wodurch ihnen reiche Nahrungsmittel und andere Dorräte auf den sibirischen Eisenbahnen in die Hände fallen würden. Diese Kusblicke beweisen, daß die Entwicklung der Dinge für Japan von großer Bedeutung ist. Nach einer Reuter-Oepesche aus Cokio hat Burggraf Motolo im japanischen Abgeordnetenhaus in bezug auf die deutschen Unternehmungen in Rußland erklärt, es sei selbstverständlich, daß Japan entschiedene zwechmäßige Schritte tun werde in Uebereinstimmung mit den Verbündeten. Bezüglich der Frage des Sonderfriedens sagte er, wenn ein solcher Friede wirklich geschlossen würde, so bestehe in diesem Falle zwischen Japan, England, Franb, reich und Amerika vollkommene Uebereinstimmung. Das edelmütige Japan will natürlich nur die Interessen der Entente gegenüber Deutschland. wahren. Es hat keine egoistischen Absichten. Die japanischen Olplomaten sind bei England in die Schule gegangen. Ein baldiges Vorgehen Japans zu erwarten. WaB London, 2. März.(Reuter.)„Daily Mail“ erfährt aus Cientsin: Es bestehen wichtige Gründe, ein baldiges Vorgehen Japans infolge der wachsenden Bedrohung durch die Anwesenheit zahlreicher. Rau von Nettelhorst. Roman von Maria Lenzen di Sebregendi. (Nuchdruck verboren.) „Ich würde sie Ihnen unverzüglich mit teilen," versetzte der Freiherr mit höhniArtigkeit,„weil ich mich am besten sichert fühlen werde, wenn ich sie in der Armen ihrer zärtlichen Großmutter geborgen weiß. Aber verlassen Sie sich darauf: ich werde nie in die Lage kommen, Ihnen eine derartige Nachricht zu geben. „Wir wollen es der Zukunft anheimstellen. Herr Baron," erwiderte Tengnagel, sich zum Abschied verneigend. Im nächsten Augenblick besand er sich draußen im Vorsaal unter der Obhut des mürrischen Vlogmann, der ihn nicht aus den Augen ließ, bis er das Brückentor geräuschvoll hinter ihm verriegelte. 3. Wenn man den Berg übersteigt, von dessen Höhe zur Zeit der Ankunft des Herrn Tengnagel de Raad ein junger Mann in das Tal von Gravenweiler hinabschaute, bietet sich dem Auge, sobald man auf eine kleine Lichtung jenseits des Gipfels hinaustritt, ein überraschend schöner Anblick. Ein weites, von waldgekrönten Höhen umgebenes Tal dehnt sich von Süden nach Norden aus, und wo es sich öffnet, um einem schnellen Flüßchen den Ausgang zu gestatten, bleibt neben dem Flußbette kaum genügender Raum für eine Fahrstraße. Inmitten des Tales steigt ein fast kreisförmiger Hügel sanft bis zur halben Höhe der umgebenden Berge empor, und während bei diesen aus den Eichen= und Buchenwalgng gen der nackte Schieferfelsen stellen## bedeutender Ausdehnung zutage tritt, ist b0 jenem alles Wilde und Rauhe durch den Einfluß einer sorgfältiken Kultur verwischt. Der Rücken dieses Hügels trägt ein schönes Schloß, welches, obgleich nur von mäßigem Umfange, seinen alten Flügel im schmacke der Feudalzeit, seinen gewaltigen Vergfried, und einen neuen Bau im bunten Stil der Rokokozeit auszuweisen hat. Die Seiten und Hänge des Schloßberges sind bis zur Talsohle hinab, wo der kleine Fluß ihm den Fuß küßt, mit Gartenanlagen bealles fieht vornehm und heiter aus infolge der sorglichen Pflege, die sich sichtlich bis auf das Kleinste erstreckt. Folgt man dem Laufe des Flüßchens durch die schmale Ausgangsschlucht, so betritt man ein zweites, tiefer liegendes und engeres Tal, wo dem Walde grüßere Rechte gelassen und nur einige geringe Bodenstrecken zum Feld= und Gartenbau benutzt sind. Auch hier wird das Auge durch ein anmutiges Landschaftsbild gefesselt, welches in seiner einfachen Lieblichkeit vielleicht mehr noch zum Herzen spricht als die Aussicht von der Gravenweiler Höhe auf das Schloß Bladeneck. Wo das klare Flüßchen aus dem Walde tritt, durchschneidet, es einen üppigen Wiesengrund. Im ostiichen Winkel des Waldes, zwischen zwei eng an einander rückenden Waldbergen, liegt, wie in eine grüne Bucht gebettet, ein altes Haus. Ein schöner, mit Obstbäumen bepslanzter Rasenfleck dehnt sich vor demselben aus. Das Haus ist ein alter Bau aus Bruchsteinen mit breiter, nur wenige Stufen über dem Boden erhöhter Tür, unregelmäßigen Fenstern und einem hohen, steilen Schieferdach. Es hat an seiner einen Querseite einen zackigen Giebel; mit der entgegengesetzten lehnt es an einem viereckigen Turm von ziemlichem Umfange, aber geringer Höhe, unter dessen stumpfer Svitze zahlreiche Taubenpaare nisten, während die große, rostige Wetterfahne von schwatzenden Tohlen besetzt ist. So unschön die Verhältnisse des grauen Turmes. für sich betrachtet, immerhin sein mögen, an seiner Stelle neben dem alten Hause verleiht er demselben doch etwas Stattliches, Ehrensestes; auch ist es sein nicht geringes Verdienst, daß die niedrigen, unansehnlichen Wirtschaftsgebäude sich hinter ihm verbergen. Etwa zehn Schritte vom Hause entfernt sitzt auf einer steinernen Bank eine alte Frau in sauberer ländlicher Kleidung, mit einer häuslichen Arbeit beschäftigt. Ueber ihr wölbt sich die Krone eines mächtigen Nußbaumes und bewegt die würzigen Blätter im frischen Abendwinde. Aus einem benachbarten Baume tönt lustiger Finkenschlag, und vom Saume des nahen Waldes lockt der weiche Ruf der Amsel. Zu den Füßen der alten Frau liegt ein großer, brauner Hühnerhund, halb schlafend, und nur zuweilen Ohren und Schweif, wie im Traume, leise regend." g gastat, Auf dieses friedliche Bilo hefiere ein Mann den Blick, der, von Bladeneck herabkommend, an der Waldecke stehen geblieben war, um das Tal zu seinen Füßen zu überschauen. Ein Ausdruck trüben Ernstes hatte auf seinem hübschen Gesichte gelegen. Aber je länger sein Auge auf der alten Frau und ihrer Umgebung ruhte, um so mehr erhellte es sich, und endlich teilte ein Lächeln die feinen Lippen. Tief und wie erleichtert holte er Atem und schritt mit fröhlicher Eile den Abhang hinunter. P„eus u. Er kam der alten Frau, oqne von ihr bemerkt zu werden, so nahe, daß er sie mit der Hand erreichen konnte; ihr leicht auf die Schulter klopfend, fragte er freund„BE“. e- von sa in deine st eineinen Gruß für einen alten Freund hast?“ Sie fuhr freudig erschrocken auf und rief:„Herr Jesus, es ist Albert! Die Freude. nein. die Kreude!“ anf Sie Schut.„ ee fer lich scherzend:„Gist ou denn so in Arbeit verlieft, Henrika, daß du nicht mal einen Gruß für einen alten Fr Er bot ihr lächeind die Hand, in die sie herzhaft die ihre legte, und sagte:„Daist einmal ein warmer Empfang! Ich danke dir herzlich dafür, Rika.“ „Ach ja, seien Sie willkommen, tansendmal willkommen in der Heimat, gnädiger Herr, und verzeihen Sie mr.“ „Was denn? Daß du mich mit alter Liebe begrüßtest? Du weißt nicht, wie wohl du mir damit tust du treue Seele.“ Er atmele tief auf, und ein Schatten flog über sein Gesicht; doch äußerte er sich nicht über den Wechsel in seiner Stimmung, sondern fragte beinahe hastig:„Wie aber geht es dir denn, alte Rika? Gut? Ich hoffe es; denn du siehst wohl aus. Diese drei Jahre sind spurlos an dir vorübergegangen.“ „Ja, ich bin zufrieden und wohlauf. Und Ihnen, Graf Albert, geht es auch gut?“ „Ganz gut, ja, ich bin gesund.“ Aber es war keine rechte Freudigkeit bei der Versicherung, und wie zerstreut fuhr er sich mit der Hand über die Stirn. Sie beobachtete ihn prüfend, während er sich auf der Bank an ihrer Seite niederließ und fragte:„Und in Bladeneck fanden Sie auch alle wohl „O ja,“ versetzte er in demselben halb zögernden, halb abweisenden Tone. Er schien in Gedanken zu versinken, welche den Ausdruck trüben Ernstes, mit welchem er das Tal betreten hatte, wieder auf seine Züge zeichneten. Sie schwieg, zweifelhaft darüber, wie sie das Gespräch wieder anknüpfen solle: endlich ermukigte sie sich zu der Bemerkung:„Die Komtesse, welche Sie noch als halbes Kind verließen, ist nun auch völlig erwachsen, gnädiger Herr.“ „Ja, und wunderschön ist sie geworden!“ sagte er warn (Fortsetzung folgt.) Ald beutscher und österreichischer Kriegsgefangenen In Cientsin zu erwarten. Ein Celegramm aus Wladiwostok berichtet, daß eine internationale Gruppe wegen der zunehmenden Jügellosigkeit die Bewachung der Stadt und den Schutz des ausländischen Eigentums übernimmt. Gemeinsames Vorgehen Japans und der Entente in Sibirien. EU Amsterdam, 2. März. Nach einer Meldung der„Kssociated Preß" aus Washington hat sich Japan an die Vereinigten Staaten und an die Verbandsmächte mit dem Dorschlage gewandt, gemeinsam in Sibirien militärische Vorbereitungen zu treffen. Es handelt sich vor allem darum, die großen Vorräte aller Art, die längs der sibirischen Bahn lagern, in Sicherheit zu bringen. Die Rezierung### Vereinigten Staaten sei mit dem japanischen Dorschlag nicht ganz einverstanden, werde aber im D laufe der Verhandlungen vielleicht doch noch zustimmen. Reuter berichtet, gleichzeitig habe eine Besprechung Balfours mit dem japanischen Botschafter stattgesunden. Nach einem Oekinger Celegramm der„Times“ handelt es sich bei dem Eingreisen Japans zunächst um die Sicherung d## Stbirien lagernden 500000 Connen Munition. Japan mobilisiert! Amsterdam, 2. März. Nach einer Meldung japanischer Blätter aus Shanghai hat Japan mobilisiert, um in Sibirien einzurücken. China werde sich mit vier Divisionen an der Expedition beeeen.„ Der See=Krieg. Wieder 23000 Connen! Berlin, 2. März. Neue UI-Boots-Erfolge auf dem nördlichen Kriegsschauplatz: 23 000 B.-R.-C. Die Erfolge wurden hauptsächlich in der Irischen See und im Kermel-Kanal erzielt. Unter den versenkten Schiffen befanden sich wertvolle Dampfer von 8000 und 4000 B.-R.-T. Vernichtendes Urteil über Englands Flotte. Stockholm, 1. März. Die Wochenschrift„Midi schreibt: In England sieht es immer noch traurig aus. Rein Wunder! In einem einzigen Jahre hat Deutschland 9 500000 Connen versenkt. Ein englisches Kriegsschiff nach dem anderen hat es weggeblasen und einen starken Geleitzug nach dem anderen vernichtet. Englands stolze Flotte hat nicht: anderes ausrichten können, als Ueutrale an den Rand des Hungertodes zu bringen. Gegen unbewaffnete neutrale handelsschiffe haben Großbritanheldenmütige Aomtrale unvergängliche Siege errungen, aber an die Kanonen und Corpedorohre des Feindes haben sie sich nicht herangewagt. Aus Stadt und Umgebung Rüchblick auf den Weltkrieg. 2. März 1917. Rümpfe im Westen.— Deutsche Erfolge im Gsten.— Eine Pression auf Starke englische Erkundungsabtellungen griffen im Desten an mehreren Stellen an, wurden aber und kehrten nach Serstörungen mit diue bberbun zu, Aulenonise Slanderns escte be,.zu Ghina machten die Gesendten Jugeständnisse, wenn China die Beziehungen zu Und drängen die Uebel noch so dicht * Sich vor den Blich der Sonne, Sie wecket doch mit ihrem Licht Einmal die Welt zur Wonne!“ Mär:] Der Lenzmond! Wie ihn unsere rfahren nannten. Mag sich dieser Monat auch Vortagen vonzten.—. und unlichenswärüig d on vo gahrer Lenzdauch umweht doch das Wort März, das uns der Kalender zeigt. Wir denken bei an Schneeglöckchen und Deilchen, an Sonne und Frühling, an bunte Wiesen und lustige Bächlein. Wir atmen unwillkürlich auf, denn des * ist nun doch bald zu Ende, die winters Herrsche), uud mit jehnen uns Hinaus lage werden länger und wir 1.g ins Freie, das Verjüngen der Natur zu schauen. Unbekümmert um die Ereignisse in der Welt schreltet die Zeit vorwärts, gleichmäßig. unaufhaltsam. Dem einen bringt sie Freude und Glück, den andern vernichtet sie, Menschen vergehen und gedeihen, wie es nach den ewigen Naturgesetzen bestimmt ist. Dieder will uns der Frühling sein Cor bald öffnen, damit wir seinen Garten schauen, wo inmitten dufGrüns Blumen blühen und Dögel singen. Und wieder wie alle Jahre nehmen wir dies Gottesgeschenk dankbar hin, diesmal aber mit dem heißen Wunsche, daß es der letzte Kriegsfrühling sei. (Haushaltsplan.) Wir machen die Bürgerschaft darauf aufmerksam, daß der haushaltsplan für 1918 * Tage lang im Steuerbüro des rer ausüben zu können. kragen sene Personen zu wellen Post- oder Bahndienstkleidung ober eine Dienstmütze. Wenn unsere Urlauber sich vor den bewahren wollen, dürfer sie niemals Pakete an Unbekannte, auch wenn sie Beamtendienstuleidung oder Peamtenabzeichen tragen, zur Besorgung aushän gen, sondern müssen die Sendungen immer selbst bei den amtlichen Annahme- oder rungsstellen abgeben. * Geiseche, 2. März.(Industrielles.) Die Firma Ellentron u. Co. zu Schwerte hat von dem Land wirt August Gockel hierselbst ein in der Näldes vom Uiontag ab acht Rathauses ausgelegt ist. **(Die Jugendwoche) der beiden evangelischen Gemeinden beginnt heute= abend 81 Uhr im Gemeindehaus mit einem Dortrag für die Dresbyter und Repräsentanten, Lehrer und Lehrerinnen der evangelischen Gemeinden von Herrn Pastor Büchsel. Der Redner arbeitet in der Erziehungsanstalt Schweicheln seit langem an unserer Jugend. Gerade in diesen Knstalten weiß man etwas von der Rot unserer Jugend; man hat sie dort täglich vor Rugen, spürt ihren tiefsten Ursachen nach und sucht sie zu heilen und zu heben. So werden wir zu Beginn der Jugendwoche von berufener Seite etwas hören über die Jugendnot, ihre Ursachen und ihre Beseitigung. Am Sonntag findet dann in der großen kirche ein Eröffnungsgottesdienst statt, in dem herr Pastor Schüßlerhagen reden wird. Auf die Dorträge für die männliche und weibliche Jugend kommen wir noch zurück; es sei hier nur bemerkt, daß die Dorträge nicht etwa nur für die evangelischen Vereine gehalten werden, sondern daß sie für unsere gesamte Jugend sind. Und nicht nur die jüngste Jugend wird von ihnen etwas haben, sondern alle, die sich zur Jugend rechnen. s( K r i e g s s t e u e r.) D i e J a h l u n g s p f l i c h t i g e n w e r den darauf aufmerksam gemacht, daß mit dem 1. März 1918 das letzte Orittel der Kriegssteuer fällig war. Die Einzahlung hat bei der Stadtkasse (Rathaus Simmer Nr. 1) zu erfolgen. In Mits. beginnt das Mahnverfahren. **(Theaterabend.) Der Hirsch-Duncher#sche Gewerkverein veranstaltet am morgigen Sonntag einen Cheaterabend zum Besten seiner im Felde stehenden Mitglieder. Sur Kufführung gelangen mehrere humoristische Einakter.(Siehe auch Anz.) *e(An den Pranger!) Don seiten des stellvertretenden Generalkommandos des 7. Armeekorps geht uns folgendes zu: Wegen verbotenen Verkehrs mit Kriegsgefangenen ist bestraft worden: Schöfsengericht in Bochum am 12. 1. 18 die Nähe. rin Else Schäser in Bochum mit 1 Jahr Gesängnis. Wegen Ueberschreitung der Höchstpreise sind ferner bestraft worden: In Kltenbochum: der Schuhmacher karl holle; in Bochum: die rhefrau Katharina Wasmuth und die Ehefrau Marta Guncher, sowie der Kellner Emil Curt, letzterer mit 5000 Mark Geldstrafe; in Brackel: der Landwirt Fritz Meierling, der Landwirt Gustav Budde und wirt Dietrich Ernst; in Vortmund: die Geschäftsinhaberin Lydia Klein, die Ehefrau des Händiers Otto Hennebeul geb. Jaus, die Ehefrau uunm Grabowski geb. Ludwig, die Ehefrau des Händlers Ruguste Gerdes geb. Wellhausen; In Grevel: der Landwirt und Gemeindevorsteher Gustav in Günnigfeld: die Ehefrau Cheodora Remy; in hamm: die Ehefrau Dorothea Ulitsch geb. Witten, die wwe. Cheresia Reißmann geb. Hiegezt. e Haspe: der Wirt Johann Husemann; in Hurrc. Chefrau Hntonie Steinau; in Lünern der Londwirt Karl Platte und die Ehefrau Landwirt WilWellmann; in Lütgendortmund: der Händler Johann Jakubzik; in Oberbergstraße: der Landwirt heinrich Stemann mit 1000 Mark Geldstrafe; in Overde: der Landwirt Wilhelm Ephing; in Ueltzen: die Witwe Wilhelmine Kltberg geb. Sichtermann; in Unna: der Landwirt heinrich Hechmann und der Landwirt Gustav Schultz; in Wambel: der Londwirt Ludwig Petersmann. **(Jur Warnung für Urlauber.) In letzter, Seit ist mehrsach beobachtet worden, daß sich auf den größeren Bahnhöfen Personen herumtrelben, die sich an die aus dem Felde kommenden Urlauber heranörängen, um sich ihnen zur Besorgung von Daketen anzubieten, um diese, meist Lebensmittel enthaltenden Sendungen dann zu unterschlagen und zu ihrem Nutzen zu verwenden. Um bei den Soldaten ihrem Nutzen zu ver. Vertrauen zu erwecken und um das Greihen sich Bahnhofs belegenes Grundstück in Größe von fünf Ulorgen erworben, um dort ein größeres inn es Unternehmen(Stanz- und Hammerwerk) errichten. Mit den Bauarbeiten wird bereits 3 diesen Cagen begannen. Auf dem neuen Werk sollen etwa 200 Arbeiter Beschäftigung finden Aus den Provinzen. * Dortmund, 1. März.(Auf der Flucht erschossen.) Ein von zwei Soldaten begleiteter Mann ergriff gestern morgen in der Lübeckerstraße die Flucht. Da er mehrmaliger Aufforderung nicht Folge leistete, schossen die Begleitmannschaften. Der Ulann brach tot zusammen. * Ihlen, 1. März.(Ein bebauerlicet unglüchsfall) creignete sich hier gestern nachmittag auf der Ueberführung unter der Oststraße. Mehrere mit Gleisarbeiten beschäftigte Arbeiter wichen einem aus Hamm kommenden Güterzuge in das Uebengleis aus, ro im selben Augenblicke der D-Sug Berlin Köln heranbrauste. Leider wurden zwei Arbeiter von der Lokomotive erfaßt und getötet; alle übrigen konnten sich rechtzeitig retten. * Bochum, 1. März.(Schwindel.) Eine## lehrerin D. Hederich aus Berlin hat hier stark. besuchte Dorträge über Glanzplätten gehalten, in denen sie ein neu ersundenes Stürkemittel zenleim) vorzeigte und an zwei Kragen erprobte, die auch genügend stelf und glänzend wurden. Mitglieder der Preisprüfungsstelle beschlagnahmten die beiden Kragen. Die Untersuchung ergab, daß das „Neue Stärkemittel“ Pslanzenleim Kartoffelstärkekleister ist und daß die beiden fertig gebügelten Kragen ganz erhebliche Mengen Reisstärke und erhebliche Mengen Borax enthielten haften Vorträge werden noch ein gerichiiches Nach : Herne, I. März(Sruben=Unglüick.) Kuf der Seche„Friedrich der Große" hat sich am Donnerstag morgen eine Explosion schlagender Wetter ereignet. An den eifrig aufgenommenen Rettungsarbeiten beteiligte sich insbesondere die mit vorzüglichen Apparaten ausgerüstete Rettungsmannschaft der Jeche„Shamrock“ in Herne, die bekanntlich seiner Seit bei der großen Schlagwetterka#tastrophe in Courrieères(Noröfrankreich) eingegrissen hatte. Es war auf der Seche„Friedrich der Große" ungemein schwer, den durch Jubruchgehen der Strecke abgeschnittenen Kameraden zu hilfe zu kommen, da neben der gewaltigen hitzeentwicklung besonders die starken Rauchgase daran hinderten. Um 4 Uh mittags konnte man alle abgeschntttenen Knappen bergen. Teider sind der Explosion 25 brave Knap pen zum Opfer gesallen, die nur tot zutage gefördert werden konnten. * Ohligs, 1. März.(heiratsschwindler.) einem Dorfe bei Königsberg sollte dieser Cage eine hochzeit stattfinden; der Standesbeamte lehnte die Crauung aber ab, weil die Papiere des Bräutigoms (eines angeblichen Fabrikanten aus Solingen) nicht in Ordnung waren. Als der Bräutigam das Feh lende beibrachte, entdeckte der Beamte, daß Dapieren verschiedene Rasuren vorgenommen waren und bei weiterer Nachsorschung entpunpte sich der vernägende Fabrikant“ dle uin uug zul ger. renschleifer aus öhligs, der * D ü s s e l d o r f, s. M ä r z.( J u g e n d v o n h e u t e.) I n der Rbend-Ausgabe einer hiesigen gende heiratsanzeige zweier halbwückssiger Burschen Soei bessere, vermögende sunge Herren, 18 Jahre alt, deren Eltern=großes Geschäft haben, suchen die Bekanntschaft zweier besserer junger Damen, 17 bis 18 Jahre alt, zwecks— heirat. Es mögen sich nur diejenigen melden, welche in besseren Gesellschaftskreisen auftreten können. Angebote mit Blld unter N. 4624 an die Hauptgeschäftsstelle. Strengste Verschwiegenheit wird zugesichert. 2— Hossentlich stellt sich anstatt der Antworkschreiben die nötige Cracht Prügel ein. Lüsselderf, 1. Mürz.(Sur Bekämpfung der Spatzenrlage) wird die Stadtver##haltung für jeden abgelieferten Spatzenkopf eine En.#####igung von 10 Pfg. zahlen. Ole Bekämpfung der sch Ciere soll beschleundzt durchgeführt werhen, damit sie bei der Rüchhehr der Singvögel beendet ist. Das Gold vor der Front. Von Peter Resegger. (Nachdruck verboten) einem Winkel der essernen Kasse lehnte der Goldbarrensund schluchte Oede und dunhel im Belaß Aeuse Schantz, Lasgaesiähe in, gwondenr du in P1 trote doen Gtonaten. hast die Menschen verführt und bee. Die verführl und verdorben sein wollen. „Heuchler! Und wie geringschätig bast Zu Gare un, ei dien eien ier ulhe hier gefangen en:„Du wus letsten? Da wäre ich; doch neu5 emir Essen, bist du ein edles Metall!“ So laß mich frei. Du wirst sehen, Den Krämerbuden Ju2 Du ins Feld? Wodl gar um den das Geschäft nicht verWie wollle ich deinen Spott Nun wurde das Eisen na hdenki eichen um deine Befreiung. will ich bei Seiner Maj gächlten Taze war's, da erklang der und Trußen huf in. Somniud ehlicher Kraft enlbrannke der„##mpf und der Feind Das troigre Gold ist dann ausgzelchnet worden— 2e1 dem Eisenen Sreuz. Gottesdienst-Erdnung für Sonntag, den 5. März. Große Kirche. 9½ Uhr: Jestpredigt Paster Schüßlerhagen. 71 Uhr: Kindergottesdienst. 2 Uhr: Konfirmation.(Pastor Chlig). Kleine Kirche. 10 Uhr: Pastor Terberger. Der Gottesdienst um 5 Uhr fällt aus. Weßthosen. 10 Uhr: Pastor Klinker. Der Kindergottesdienst fällt aus. Rathalische Kirche. 6#4 Uhr: Stille hl. Messe. Pfr. Schnurbus. 7½ Uhr: Frühmesse mit Predigt. Uionatskommunion des Männerapostolats. 8 ¾4 Uhr: Schulmesse mit Predigt. Kaplan Köseler. 10 Uhr: Bochamt mit Predigt. 2½ Uhr: Kosenkranzbruderschaft mit Prozession und Kollekte. ¼ vor 6 Uhr: Kreuzwegandacht. Lichtendorf-Sälderholz. 7½ Uhr: Frühmesse mit Prebigt. Hl. Monatskommunion der Frauen und Jungfrauen. 10 Uhr: Hochamt mit Predigt. Nachm. 2 Uhr: Fastenandacht. Wetter-Aussichten für mehrere Tage im Doraus. 3. Ulärz: Angenehm, teils heiter, nachts kalt. 4. März: Kaum verändert. 8 wiärz vielfach heiter, mildbs. Besseres Mädchen, u. Haushalt erfahr. für 1. April in hl. Haushalt(2 Pers.) ges. Waschfrau wird gehalten. 782 Zeugnisabschriften u. Allersangabe erbeten an Frau Elderseld, Forsthof 11. Gebrauchte 15— 16 jähr. Arochtn für bess. Haushalt(3 Personen) pernl. April gesucht. 729 Frau Kortmann, Villigst. und Auf einen Hof bei Schwerte wird für einige Wochen eine 916e 70 1 KP TTT Pfarrhaus Berchumd Halden (Lenne) Weslfalen, sucht ein besseres Maochen oder eine einfache Stöße für Haus= und Garlenarbeit. Zweitmädchen vorhanden. 79 Su Au., Hihereg ch * Heust####im Alter vose 44—16=Jahren! Gasthof##r# Näheres zu eiftragen 791 — Telefon 251.— Bahah=ger. 27 I. e Gebildetes junges Alädchent nicht unter 19 Jahren als Helferin gesuchl. Neue Apotheke Schwerte. ISM BoiE ee Schwerter Zeitung. #m., Abltur. 17 hat abzugeben Schwerter Zeitung. A Für die Schriftleitung verantwortlich: Jried. Kraas. Druck und Verlag: Carl Braus, beide in Schwerte. Grouen! werden Gro Sofortige Meldung an Stablwerk Kabel, C. Poapiter jt. kkabel bei Hagen i. W.“ ZamnisemnaerP. Sanmiliher Hüsingstrasse 30(Schuhhaus Böhmer) Künstl. Zähne— Piomben— Zahnziehen. Mitglieder der Beamtenkasse werden behandelt. KEE Auskunft über die Raufmanngechillg der Handelekammer Rauilisahlisschufd zu Hagen(Westt.) und ihre verschiedenen Abtellungen: Höhere und Mittlere Handelsschule, Handelsschule für Volksschüler und Volksschülerinnen wird schriftlich und mündlich erteilt. Sprechstunden an Werktagen Jederzeit, an Sonntagen v. 11—12 Uhr Im Schulgebäude. Hochstr. 80. Schulbeginn 18. April. 381 Dörner, Direktor. Programm für den 2. und 3. März. Gold. Spannendes Drama in 4 Akken. Der schwere Gang. 3 Atte. Geschichte aus dem Leden. 3 Akte Walzernacht 2 Lustspiel iy 3 Aklen. 864 Gott dem Allmächtigen hat es gefallen, gestern nachmittag 2¾ Uhr meinen geliebten Mann, den treusorgenden Vater meiner beiden Kinder. unseren lieben Sohn, Schwiegersohn, Bruder, Schwager und Onkel Kart Martänder nach langem, schwerem Leiden im Alter von 31# Jahren und 7 Monaten zu sich in die Ewigkeit zu nehmen. Um stille Teilnahme bitten Die trauernden Kinterbliebenen: #.# Frau Karl Malländer, Marta geb. Bonn Pauls und Herbert Halländer Famille Schüller Famille Boon. Schwerte, Höscheld, Selingen, Frankreich, Russland und Belglen, den 2. März 1918. Die Beerdigung ündet Montag nachm. vom Trauerhauss, Wallstrasse 7, aus statt. 3 Uhr Warnung. dis eine Beleidigung im Bezug auf den Tod meiner Frau aussprechen, werke ich gerichtlich behangen. 792 Wilhelm Korte Lichtendorf4 Eichholzstr. 29. Kum und Arrak empfiehlt e Raffin asthof zur Helle. Teleon 251. Kenchrh PIhES hat in grösseren Mengen auf Lager die! Buch- und Schreibwarenhandlung C. Braus. In meinem Hause, Jägerstr. 11, ist eine schöne 760 Mohnung von 3 Ziamern, Keller eic. mit elektr. Licht, Wasserleitung, zum I. April o. späler zu vermieten Emil Duhme. Jägerstr. 18. Redlantmahang Der Entwurf des Haushaltsplans über die ordenllichen Einnaymen und Ausgaben der Stadtgemeinde Schwerte! für das Rechnungsjahr 1918 liegt in Gemäßheit des§ 66 der Städleordnung für die Prooinz Westfalen vorn 4. ds. Mis. at 8 Tage lang umn neuen Rathause(Steuerbüro Zimmer 16) zui Einsicht der Einwohner der Stadt Schwerte ossen. 796 Schwerte, den 2. März 1918. Der Magistrat. Herr sucht sofort ein schönes, elegant mödliertes Ummme. wenn möglich mit voller Kost oder Abendessen erwünscht. Näde des Bahnhofs. Angeb unter H. G, 783 an die Geschst. d. Schwerker Zeitung. Suche zum 1 Aprt oder früher schöne Offerten under B. 788 an d. Geschsl. d. 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Der liebe Gott nahm heute mittag 12½ Uhr meine liebe, teure, unvergessliche Frau, unsere liebe, gute, in vorbildlicher Weise sorgende, unvergessliche Mutter Prad-austat-Hoistope Henriette geb. Andree aus ihrem zwar vieljährigen schweren Leiden, aber dennoch ganz unerwartet im eben vollendeten 50. Lebensjahre zu sich in die Ewigkeit. Dies zeigen in tiefem Schmerze an mit der Bitte um stille Teilnahme Gustav Holsiepe, Wirt und Kinder. Schwerte, den 28. Februar 1913. Die Beerdigung findet am kommenden Sonntag, dem 3. Mürz, nachmittags 4 Uhr vom Sterbehause, Schützenstr. 84, aus statt. Trauerfeier ½ Stunde verher. 789 Sarge hält stets auf Lager Rich. Rogelheide, Liethgasse 7. 301 Wo gehen wir Sonntag, den 3. März 1918 bin 32 3 Zum Gasthof Brinkmann, Ergste! Dort gibt das bellebte Original Kölner-HänneschenTheater— 2 Vorstellungen, 4 und 7½ Ur Alles Nähere durch Plakate. Es ladet ergebenst ein 786 Famile Horz. Braune Vrieftasche Der Gewerkverein der deutschen Maschinenbau-u. Melaliarbeller (f1.=D) Schwerte veranstaltet am Sonntag, den 3. März, im Lokale Wu. Köster. Wilhelmstraße 3, einen * Theaterabend bestehend aus: # Konzert und Theater. Zur Aufführeng gelangt: Der damme Joseph. Greßer Lacherfolg. Lustspiel in 4 Akten. Großer Lacherfolg. Der Leutnant in Nöten eder der dämliche Offlziersbursche. 1 Akt. Lorle od. der Berliner im Schwarzwald. Liederspiel in 1 Akt. Aufang 5 Uhr. Kassenöffnung 4 Uhr. Eintrittskarten im Vorverkauf 40 Pf., an der Kasse 50 Pf., sind zu haben bei den Mitgliedern u. im Vereinslokal Köster. Einen genußreichen Abend versprechend. ladet freundl. ein 779— Dor Vorstand. per- Der Reinertrag ist zur Unterstützung der im Felde steheuden Flitglieder bestimmt. Mitglieder-Versammlung fndet am selbigen Tage morgens 11 Uhr im Vereiuslokal statt. mit Inhalt(Landsturmschein, Ausweisk. v. d. Eisendahn usw.) gestern kurz vor 6 Uhr im Postgebäude verloren. Der ehrliche Finder wird gebeten, dieselbe gegen gute Belohnung im Westf. Hof(Ww. Luadbeck) abzugeben. 794 Klavierand Hormonium=Stimmer =Reparatemr Osterhold rüher langjähriger Konzertmeister, hält sich destens empfohlen. 3026 Meldungen Hotel Sternberg erbeten. Fernruf 46. Rleimer 765 Gaszimmerofen zu verkaufen. Otto marx. Danksagung. Für die vielen Beweise herzlicher. Teilnahme beim Hinscheiden unseres heissgelichten, unvergesslichen Töchterchens sagen wir allen Verwandten, Freunden und Bekannten unsern tiefgefühlten Dank aus. 787 Friedrich Stein und Frau. Geisecke Im März 1918. Für die Beweise herzlicher Anteilnahme beim Hinscheiden unserer geliebten Verstorbenen sagen wir tiefgefühlten Dank. Familie Korflür. Schwerte, 2. März 1918. 790 Für Lebensmitlelgeschälte Mnsn Kondiloreien, Bächereien u. 8. w. Weisses Seidenpapier zum Einschlagen von Waren empfiehlt preiswert Carl Braus Schwerte(Ruhr), Grosse Marktstrasse 3—5. 99 Burstlein’s lustige Bühne Der Vames 17 gibt am Mittwoch, den 6. März, im Saale des Herrn August Müller„Zum alten Rathaus“ 2 grösse Vorstellungen 2 „„„„ Abende 7½ Uhr Hauptverstellung! „Die braube Liese“ eder„Das verwechselte Rennpferd“ und„Der Tünnes im Himmelbelt“. Lachen ehne Ende!5 Lachen ohne Ende! Die Zwischenpausen werden ausgefüllt durch Humoristen und Sängerinnen der Gesellschaft. Preise der Plätze: An der Kasse: Sperrsitz 1.25 Mk., 1. Platz 1.— Mk., 2. Platz 0.75. Im Vorverkauf: Sperrsitz 1.— Mk., 1. Platz 0.80 Mk., 2. Platz 0.60 Mk. Karten im Vorverkauf sind zu haben im Zigarrengeschäft Winkelmann und im Theaterlokal. Nachmittage 3½ Uhr Kinder= und Familien-Vorstellang:„Der Tünnnes als Sperrsitz 50 Pfg, 1. Platz 40 Pig, 2 Platz 30 Pfg., Erwachsene zahlen nachmitlags 80 Pfg. #####i#t kich, sin. Buer lieber Tünnes. 8 e brauchbaren Methode von Wichtigkeit; weiterhin mußte nicht nur der ganze spezielle Heilprozeß in den Lungen, sondern die Folgen für das Allgemeinbefinden und die Tauer der Heilwirkung in Betracht gezogen werden. Eine Behandlung in Sanatorien erwies sich daher als durchaus notwendig. Allen diesen Forderungen konnten die suchrugen der beiden Aerzte nachkommen. Für den Erfolg und der Cchanalter der. alb mashgrkercd. u. merbare Teubeng zur weiteren Aisbreitug aufwies, sud der Krankheit wurden alle fieberhaften, noch immer in Verschlechterung besindlichen Krankheitsgrabe angesehen; guch hier liegt ein zahlenmäßig ähnlich günstiges Rejunne####c, das schon vollständige Heilung oder bedeutende Besserung aufweist. Bei einer letzten Gruppe von Patienten, deren Lungengewebe schon vollkommen zerfressen und vereitert war, so daß ganze Hohlräume sich gebildet hatten, versagte die Methode dagegen. Diese Erfahrungen stimmen mit der ende Energie bermag den Tuberkelboziezruiche, Sehzicgen. men, sondern die kranken, tuberkulösen, körnchenahn Gebilbe der Lungengewebe werden zerstört und ährlich wie bei natürlichen Heilungen, nur ungleich Heilmittel für alle Formen der Tuberkulose darstellen. Die Vorversuchen und darauffolgenden Erfahrungen bei den bese, pr. und Nachsehandlung mit der„ürstbusch gesonete bot, purhe, Die letztere bereitet die Lungen durch besondere Wirkungen, das esicden bur h Sthtug, die Bözutgenhesrahlungen einen o. der zerzörten tuberkalssen Gewpebe ergist sich, be... 9. nstige Biderstandstraft und vor“ nd. ale. alug Ars. und d. gschsige d orbere bpse burchgefüihrten AlgemenSache der Sanatorien und Güche err Sanatorien und Heilstätten sein. R Allerier Pfarrherr einen Platz über dem mächtigen Kachelofen seiner hatte. Man kann es nun verstehen, den Pochen Pbpeg, zu lagen meiß Bi.: andere zu dessen Ruhme zu jügen Kri wir! „Seit daß ich hier bin, dünket mir Die Winterszeit die schönste hier," und: „Dieweil der Ofen ein guter Hort Für Kind und Kegel und alle Leit', Zu plaudern, wann es wind't und schneit.“ Venn der alte Turnhahn vom„heovwagt zesgr in den so tut er es nicht etwa deswegen, weir eictr in Studierzimmer eines vielmehr hier das Wort„fromin“ in bnos von, n biod u Herzschen Mandarten und besanders noch in verschiebenen..... Der gachel. in dem Zeitwvort„Frommen“ erhalten hot.. gegenteunhen osen ist eine deutsche Erfindung, di. einen v. beitzungsanlage uuit beldrohen, die zie, wie der gliechsche, wven eauds Grichenland stamnt.„ ersetsich Pone Veriot, un.-., and, n zaliens genugte bort milderen Vintern Grichentau., und Ju, Hizsge, zelgz en gebracht, sie erwies Vintemn oegenüber uls Liepist„.. serle ZestracheizungsMittlalter schuf man keiatuge Verserhet. 2 gu uicg auer e berteh aungn benpet gie ig der gauesen Jeit uchn andere, und die Konkurrenz, die die verschiedenen Konstrukeure von Ventrulhehugen eingesgeno die gei richige ch, wenn auch der Heizeffekt der Zentralheizung den des Kachelofens übertrifft, enior bes do igerhaupt alle Pose absprechen. Dder Ofen und Zentralheizung. „Du meine Güt', da sobt man sich So'n frommen Ofen dankbarlich! Er wärmelt halt die Nacht so hin, Es ist ein wahrer Segen drin.“ Volle 117 Jahre hat der alte Turmhahn, besenz Geschichte uns Mörike in einem seiner schönsten der Idylle„Der alte Turmhahn", erzählt, bei Wino und Retter, bei Schnee und Eis auf dem Kirchturm eines schwäübischen Dorfes Wache gestanden, bis ihm schließ. be# Humor. Das schwerere Wagnis.„Wie glücklich müssen Sie gewesen sein, als Sie erfuhren, daß Ihr e ersovon eio grsgeu, aber nicht erstaunt; dern er hat es gewagt, sogar einmal gegen mich aufzutreten! * Einst und Jetzt. In früherer Zeit bestand die Hauptaufgabe des Soldaten darin, zu wissen, was er im Feuer zu tun hat. Heute muß er wissen, was er in der Luft, Wasser und unter der Erde zu tun hat. S Amtliches Kreisblatt für den kreis börde * Jabrgang O Grites und älteltes Cagesorgan des Kreiles. O Haupt-Annoncenblatt Unterhaltungs=Beilage zu Nr. 52. Samstag, den 2. März 1918. 90 Von W. D (18. Ferl ber ich heye in meinem deutschen Herzen die freudige und unerschütterliche Zuversicht, daß sich ihre Rechnung auch dann noch als eine grundsalsche erweisen wird. Von dem, was man schon vor alten Zeiten den„Furor " t e u t o n i c u s“ n a n n t e, h a b e n d i e s e K a u f mannsseelen ja keine blasse Ahnung. bei einem Kriege gegen Deutschland diesen Faktor nicht in seine Rechnung einstellt, wird immer etwas ganz anderes herauskommen sehen, als er sich auskalkuliert hat. Auf die Größe der Zissern kommt nicht so viel an. Es wäre nicht das erstemal, daß unsere Vaterlandsliebe und unser heiliger Todesmut plötzlich eine Multiplikation der Kräfte bewirkt hätten, von der sich unsere Gegner nichts hatten träumen lassen. Eine so schöne, felsenfeste Gewißheit sprach aus den Worten des jungen Offiziers, daß Vernhard sich's nicht versagen konnte, ihm seine Hand entgegenzustrecken. „Ja, mein lieber Maltitz, so soll es und so wird es sein. Auch die französischen Schreihälse und die russischen Sklavenhorden werden ihnen nicht helfen, uns niederzuringen. Und die Unbesiegbarkeit ihrer stolgen Flotte—.—.,... fst m86 Maltitz unterbrach inn mit einer fas ungebuwdigen Bs.„ hben unch Gehen die mir doch damit! Sie hartn meyr Schisfe als wir— meinetwegen dreimal so viel. Aber sie haben nicht ein Drittel von den Männern, auf die es in einem künftigen Kriege zu allererst ankommen wird— von den Männern, die die begeisterte Liebe für ihre herrliche Waffe in unserer jungen Marine großgezogen hat! Ich sage Ihnen. Breckhausen: die Welt wird an diesen Männern ihr blaues Wunder erleben. Ich habe das Glück, eine hübsche Anzahl von ihnen zu kennen, und dafür, daß jeder von ihnen nicht nur ein Held, sondern auch ein kluger und tüchtiger Seemann ist, dafür dürfte ich geton meine Hand ins Feuer legen. Lassen Sie es nur erst einmal hart auf hart kommen; dann wollen wir weiter über die vermeintliche Unüberwindlichkeit der englischen Seemacht reden.“ Ich freue mich, duß uns das Schicksal zusammengeführt hat, Herr von Maititz! Es ist nun schon das zweitemal, daß ich Ihnen eine gute Viertelstunde zu dauten habe!“. ami O.## Innten oeren, sowen es amt muh ankommt,# mehr haben. mern bener Brockhausen! Auch uennn nicht Verwandte wären, würde es mir (Nachdrua verboten.) gen sein, Ihre Freundschaft zu sind ja unzugänglich wie eine ahlberg. lsetzung.) ein besonderes gewinnen. Aer Pernhard reränderte die Farbe und sah eine kleine Weile verlegen geradeaus, bevor er zögernd erwiderte: Sie müssen die Lage in Betracht ziehen, in der ich mich befinde. Wenn man sozusagen mit einem Brandmal auf der Stirne herumläuft—.—“ Aummn Unsinn!“ wehrte der andere ab.„Sie keunen gar nichts Verkehrteres und Unheilvolleres tun, als sich derartigen törichten, durch nichts gerechtfertigten Einbildungen hinzugeben. Wegen Ihres Unglückg, de keiner geringer, von Ihnen— darauf durgen##.## heilig verlassen: Und soweit es sich um mich — nun, ich wäre auf der ganzen der allerletzte, der es wagte, einen Stein beklagenswerten Vater zu werfen. Trage ich doch selber ein gut Teil von der unseligen Brockhausenschen Familtenerbschaft in meinem Blute.#### Bernhard machte große Augen. „Verstehe ich Sie recht? Sie wissen——! „Ich weiß, daß keiner aus unserer Sippe vor dem höchsten Richter verantwortlich gemacht werden wit für eine Tat, an der weder sein Charakter noch seine Seele irgendwelchen Anteil haben. Meine Mutter war eine geborne Brockhausen, und sie kannte die düstere Chronik der Familie gut genug— so gut, daßs meinetwegen eigentlich nie eine ruhige Stunde gehabt Ich gen eigentlich nie eine ruhige.. have vur ais weibliche Schwachhen belächelt, bis——“ Er brach plötzlich ab und starrte mit zusammengezogenen Brauen in die lichte Unendlichkeit der sonnenüberglänzten See hinaus. Obwohl ihm das Herz vor Erwartung und Spannung in ungestümen Schlägen klopfte, wagte Bernhard doch keine Frage an ihn zu richten. Und er wartete geduldig, bis der Oberleutnant sich ihm wieder zuwandte. Verzeihen Sie, lieber Vetter, wenn ich Ihnen in diesem Augenblick noch nicht die ganze Geschichte meines bisherigen Lebens erzahlen kann! Es sind daran andere beteiligt, über die ich nicht sprechen darf. Und meine Wunden sind zum guten Teil auch noch allzu frisch. Das aber kann ich Ihnen sagen, daß Ihres Vaters Stelle vermutlich genau dasselbe passiert wäre. Mir und Ihnen! Wir Brockhausen sind nun mal wehrlos gegen das Geschick, das eine unerforschliche höhere Macht uns auferlegt hat.“. W. Iunn rict „Wenn es wirklich so wäre, taten wir bann nuhl besser, freiwillig einem Leben zu entfliehen, von dem —„ SBBgEg *BEES **" E*5 " 10 EDE S SPHSEES 2 Sussgggn SEESS„S#er#g G E GrSEEHS *— PMTE 9** S 5 9 S SS SESE ESEEE B. 5 W•S" „Eg“eeen SS SESESER e 5 55 S•= 00 E 2 0 S5SE S Sn ECHT wir wissen, daß es uns etwas so unentrinnbar Fürchterliches ausgespart hat?“ Da aber schüttelte der Schutztruppen=Offizier mit beinahe zorniger Entschiedenheit den schönen, charaktervollen Kopf. „Rein! Jeiglinge und armselige Narren wären wir, wenn wir es täten. Auch wenn ich von vornherein weiß, daß ein Gegner stärker ist als ich, den Kampf mit ihm lasse ich mir darum doch nicht nehmen! Es gibt kein Verhängnis, gegen das ein rechtschaffener Kerl sich nicht wenigstens energisch zur Wehr setzen kann, auch wenn er keine Hoffnung hat, es zu besiegen. Außerdem: sind wir nicht beide jung genug, um noch manches Nützliche zu leisten, ehe auch an uns die Reihe gekommen ist, der fatalen Familientradition unsern Tribut zu zahlen?“ Bernhard fühlte sich beschämt. Dieser Mann, der von der Unabwendbarkeit seines Schiasals im Grunde viel fester überzeugt schien, als er selbst, trug die Last mit einer trotzigen, stählernen Energie, an der er sich fürwahr ein Beispiel nehmen durfte. Jetzt war er allerdings entschlossen, die Freundschaft dieses Mannes zu suchen, mit dem er sich durch die Gemeinsamkeit ihres Loses bereits innig verknüpft fühlte. „Ja, das sind wir“, sagte er im Tone ehrlichster Zustimmung.„Und wenn der Himmel gnädig ist, nimmt er uns mitten in treuer Pflichtersüllung hinweg, ehe der Fluch unseres Geschlechts sich an uns ersüllen konnte.“ Maltitz legte ihm die Hand auf die Schulter, und ein halb gutmütiges, halb sarkastisches Lächeln huschte um seine Lippen. „Die Aussichten dafür sind nicht schlecht", erwiderte er.„Da, wohin wir beide gehen, ist nichts so leicht zu haben, als ein rascher oder langsamer Tod. Es kommt nur darauf an, sein Leben wenigstens nicht gar zu billig hinzugeben und von jeder Stunde, die einem geschenkt ist, den vernünftigsten Gebrauch zu machen. Lassen Sie diesen Gedanken fortan die Richtschnur für all Ihr Tun und Lassen sein, lieber Vetter Brockhausen! Wenn wir alle so denken, werden wir selber schließlich ebenso gut dabei fahren wie unsere Kolonien und wie das deutsche Vaterland, dem doch am Ende jeder Schlag unseres Herzens gehört, gleichviel, ob uns beschieden ist. es wiederzusehen oder nicht.“ 8. Kapitel. Auf dem schwarzen Erdteil. Wenn Vernhard nicht schon während der Seefuhit von seinen Reisegenossen darüber ausgeklärt worden wäre, eine wie große Vergünstigung es gewesen war, daß man ihn ohne besondere vorherige Ausbildung für den Kolonialdienst nach Afrika entsandt hatte, so würde ihm nach der Landung seine erste Unterredung mit dem Gouverneur die Bedeutung dieser außergewöhnlichen Bevorzugung voll zum Bewußtsein gebracht haben. Denn der höchste Beamte der Kolonie, ein älterer, ernst blickender Herr, dem der lange Tropendienst tiefe Leidenslinien in das Antlitz gezeichnet hatte, machte ihm kein Hehl daraus, daß er über die Entsendung eines noch völlig unerfahrenen jungen Beamten einigermaßen erstaunt gewesen sei. Als er aber sah, eine wie niederdrückende Wirkung seine Worte auf Bernhard hervorbrachten, wußte er in liebenswürdigster Herzlichkeit diesen Eindruck sogleich wieder zu verscheuchen. „Sie müssen mich nicht mißverstehen, mein werter junger Freund! Das Erstaunen, von dem ich Ihnen sprach, rechtfertigt sich zur Genüge aus den mancherlei unerfreulichen Erjahrungen, die wir in den Kindertagen unserer Kolonialpolitik mit ungeschultem Beamtenpersonal machen mußten. Wir sind seitdem in dieser Hinsicht sehr behutsam und vorsichtig geworden. Und der Vorsichtigste ist wohl gerade der ausgezeichnete Mann, dessen warmer Empfehlung Sie Ihre Aufnahme in den Dienst unserer Kalonie verdanken. Es wäre Wahnwitz, daran zu zweifeln, daß ihm das Interesse des Staates unter allen Umständen mehr gilt als irgendeine persönliche Rücksicht. Und wenn er glaubte, Ihnen die übliche Vorbereitung in der Heimat ersparen zu dürfen, so ist mir das nur ein Beweis dafür, wie hoch er Ihre Fähigkeiten einschätzt, und wieriel Vertrauen er zu Ihnen hat. Seien Sie versichert, daß auch ich Ihnen das gleiche Vertrauen entgegenbringe! Gerade für den Posten, auf den Sie zmnächst gestellt werden müssen, bedarf es vor allem andern eines gestählten, unbedingt zuverlässigen Charakters. Sie werden ziemlich weit in das Innere kommen, von europäischer Kultur und von den gewohnten Bequemlichkeiten werden Sie dort so gut wie nichts vorfinden, und Sie werden sich überdies daran gewöhnen müssen, mit einer Eingeborenenbevölkerung umzugehen, die wegen ihres unruhigen, unzugerläsigen Charakters bei uns nicht eben im besten Ruse sl.;, Der Bezirksamtmann, den Sie voraussichtlich für die Dauer eines Jahres vertreten müssen, geht erst in etwa zwei Monaten auf den längst verdienten Heimaturlaub, und diese zwei Monate müssen Sie eben dazu benützen, sich in die neuen Be hältnisse einzuleben, sich mit den Sitten, dem Charakter und, soweit es eben möglich ist, auch mit der Sprache der Eingeborenen vertraut zu machen. Daß Sie daber unablässig bemüht sein müssen, sich in strenger Selbsizuckt zu üben, sage ich Ihnen nicht aus irgendeinem Mißtrauen heraus, sondern weil ich es ganz begreiflich finde, wenn Leute Ihres glücklichen Alters geneigt sind, diese Notwendigkeit zu unterschätzen. Wenn man frisch aus Europa herüberkommt, ist man in großer Gefahr, sich hier lediglich als den Herrn und Gebieter zu fühlen, und die Schwarzen mit ihrer zur Schau getragenen, sklavischen Unterwürfigleit und Ergebenheit tragen rechtschafsen das ihrige dazu bei, unsere jungen Kolonialbeamten in solchem Herrenbewußtsein zu bestärken. Das ist ja auch soweit ganz gut und schön; denn ohne die Wahrung einer unantastbaren Autorität würden wir kaum mit ihnen fertig werden. Niemals aber dürfen wir die hohe Verantwortlichkeit vergessen, die jedem von uns auferlegt ist, auf welchem Posten immer er stehen mag. Sie dürfen streng, selbst hart sein, wo die Umstände es erfordern; jede Ihrer Maßnahmen und Handlungen aber muß ersüllt sein vom Geiste unbestechlichster Gerechtigkeit und wahrer Humanität. Ein Weißer, der sich auch nur ein einziges Mal gehen läßt, den auch nur ein einziges Mal der Jähzorn zu einer übereilten oder ungerechten Handlung hinreißt, ist in den Augen dieser Naturkinder sofort so tief gesunken, daß dadurch die Früchte jahrelanger unermüdlicher, zielbewußter Arbeit mit einem Schlage zerstört sein können. Außerdem müssen Sie eingedenk bleiben, daß wir hier von keineswegs wohlwollenden Nachbarn umgeben sind, daß die Herren in den englischen Kolonien durch ihre Späher und Zuträger bis ins kleinste. über alles unterrichtet sind, was bei uns geschieht, und daß sie jeden bei uns begangenen Fehler sogleich mit den üblichen Entstellungen und auch Uebertreibungen in die Welt hinauszuposaunen pflegen. Der Bezirksamtmann Ihrer Station wird Ihnen einige erbauliche Beispiele davon zu erzählen wissen. Das höchste Gesetz für Sie muß darum das Gesetz der Selbstbeherrschung sein. Jeder andere Mißgriff würde Ihnen leichter verziehen werden, als eine Versündigung gegen dies wichtigste Gebot.“ (Fortsetzung folgt.) ESPER 5 85 8 5 5 E 5 S#e 8. S„ 1 2 E S- 2g1 SSPERS S 5 2 S 5 1.— S g # g-EES S„ SaS S. 55 Sg STPSSSEBSSSnSE BE; HHOESSuS UERE 5 5 8 90 E S 55 * 9 EE ** E 8 S#ss k. : S 8%z ThEEEE So SS—E gSOSSEE 5 a&a S SSS#a 8 am S e E** B 30 0 Wenn ur Screchtigkeit und Edeimut Die Mensch e wärben, wie sie zaltles werben Um Macht end Geltbefütr, sie hätten längst Das schöne Puadies zurückgewonnen. Fr. W. Weder Hubertustag. Friedrich v. Teutschenthal. (Nachdruck verboten.) ist schon drei Uhr, Herr Oberförster“, sagte 1•7:# Schlafeim an feines## weckend der Jagdgehilfe, ins Schlafzimmer seines Herrn eintrelend. „Sooo?“ antwortete gedehnt der andere und sprang dann schnell mit beiden Beinen aus dem Bett.„Sorgen Sie schnell für Kaffee; in einer halben Stunde brechen wir auf! Halt, noch eins! Wißt Ihr etwas vom roten Klaus drüben aus dem Drambachtale?“ „Ja und nein, Herr Oberförster; gestern ist er mit seinem großen Schweißhunde in der Holzhäuser Mühle gesehen worden.“ „So, so; na, in einer halben Stunde.“ Der Kafsee mundete den beiden vortrefflich, und Oberförster v. Hausen, der erst seit wenigen Monden in diese Stellung gekommen war, hatte damit auch eines der besten Thüringer Hirschreviere übernommen. Es war kein leicht zu beaufsichtigendes Revier, das man dem jungen Oberförster da übertragen hatte; aber ihn reizte gerade das Romantische der Thüringer Berge mit den vielfach zerklüftelen Bergeshängen im stundenweiten Forst, und so war er eifrig tätig, das Revier vor ungebetenen Gästen, die weder Jagdschein noch ein Revier zur Pacht hatten, sondern nur Schneid, Mut und einen guten, zerlegbaren Stutzen besaßen, zu schützen. Wohl hörten der junge Beamte und seine Förster oft einen Schuß knallen, aber kamen sie ins Jagen, von wo der Schuß herübergetönt hatte, dann fanden sie meist nichts, was ihnen eine feste Handhabe gab, den Täter — denn es konnte in dem herzoglichen Revier nur ein Wilddieb gewesen sein— zu fassen. Diese Kerle waren meist die gerissensten, aber auch passioniertesten Schießer, die es gab; denn um des Verdienstes willen pirschten diese verwegenen Burschen nicht halbe und ganze Tage im grünen Forst herum, und in Schlingen sing sich wohl ein Reh oder ein Hase, aber kein König der Wälder, ein geweihter Hirsch! Der rote Klaus war nun einer der verwegensten seiner Zunft, und wenn ihm die Förster auch schon so manches Mal ausgelauert hatien und glaubten, ihn gefaßt zu haben, er wandte sich immer wieder aus der Schlinge heraus. Einen besseren Kugelschützen gab es weit und breit nicht, und es gab keine Gefahr, der der Rote nicht mutig ins Antlitz schaute. Aber auch eines wußten die Grünröcke: der rote Klaus schoß jeden, der sich ihm entgegenstellte, mit größter Kaltblütigleit nieder, ihm galt dann sein Leben mehr als das des anderen. Als er neulich im Wirtshaus an der Straße ins Drambachtal saß, war einer der Forstläuser eingetreten ich, am Nebentisch sitzend, ein Glas Bier geben lassen. Bald hatte jener eine kleine Korona um sich versammelt und erzählte manche Schnurre aus dem Jägerleben im grünen Tann und auf der Ebene. Auch vom St. Hubertus sprach er, und da fragte einer der Leute, ob sie in diesem Jahre, wie sonst üblich, auch hier in dieser Gegend jagten; er biete sich als Treiber an. „Nein, drüben im Wilhelmstalschen ist dieses Mal die große Jagd“, antwortete der Forstmann ziemlich laut, und ihm war es nicht darum zu tun, nun die bedauernden Worte des anderen zu hören, der sich also kein Treibergeld verdienen konnte, sondern er sandte einen vorsichtigen, aber lauernden Blick zum roten Klaus hinüber, der ein freudiges Aufzucken in seinem verwitterten Gesicht nicht halte unterdrütken können. Mit einem„Guten Abend och!“ verließ er gur die in dicken Qualm gehülste Wirtsstube und lachte sich heimlich eins ins Fäustchen, daß ihm der dumme Grünrock da etwas verraten hatte, an dem er sonst noch lange hätte doktern müssen, es herauszubekommen. Und so war denn der Rote, trotz Abmahnens seines Weibes nur mit dem Trost, es sei sein letzter Witddiebsgang, wenn er den Kapitalen hätte, dann sei's genug, dann wolle er ein ehrlicher Jäger werden,— mitten in der Nacht aufgebrochen, und ihn begleitete nur sein guter Schweißhund, der Wolan. Langsam und feuchend stieg Klaus den steilen Hang hinau; denn den öffentlichen Weg mußte er meiden, wenn er auch heute weniger unruhig zu sein brauchte; die Grünröcke waren ja weit weg vom Schuß. Als er der Sicherheit halber kurz nach zwei Uhr am Forsthause vorbeigeschlichen war, lag da alles in tiefstem Dunkel. Der rote Klaus zog ein hämisch lachendes Gesicht und knurrte etwas von„grüne Einfaltspiusel“ in seinen Bart. Daß hinter der Gardine der Jäger stand und ihn eräugt hatte, und der andere, der da neulich im Wirtshause so schwatzhaft gewesen war, ihm bereits auf den Fersen war, ahnte der Rotbärtige nicht. Der Wind stand ihm ja auch entgegen, und so hatte Wotan noch keine Witterung von dem anderen belommen. (Schluß folgt.) 3 kunst ce Hillen Nöntgenkuren bei Lungentuberkulose. Nachdem schon vor einiger Zeit Quarzlichtbestrahlungen augewendet wurden, deren Einwirkung den Behandlungsmethoden mit Sonnenlicht in Höhenkurorten gleichkam, und die deshalb als„künstliche Höhensonne" bezeichnet wurden, hat man jetzt auch versucht, die Röntgenstrahlen, besonders mit den heutigen stusenreichen und anpassungsfähigen Methoden, der Heilung der Lungentuberkulose dienstbar zu machen. Bevor man sich an die klinische Strahlenbehandlung von Patienten machte, wurden, wie Versuchsleiter Priv.=Doz. Dr. Küpferle und Priv.=Toz. Dr. Bacmeister in der„Deutschen Medizinischen Wochenschrift“ selbst mitteilen, durch ausgedehnte Tierversuche die experimentellen Unterlagen geschaffen, welche von voruherein die ganz besondere Wirkung dieser Methode in ihren günstigen und schädlichen Einflüssen klarstellen. freilich die Schlüsse von Tierversuchen auf Menschenbehandlung einen immer noch schwankenden Boden der Erkenntnis darstellen, zeigt z. B. die Tatsache, daß mit Quarzlicht behandelte Tiertuberkulosen keinen Unterschied im Verlaufe der Krankheit aufwiesen, während beim Menschen an einem großen Versuchsmatecial der gute Einfluß solcher Allgemeinbestrahlungen des Körpers einwandfrei festgestellt ist. Es war daher trotz der günstigen Resultate der Röntgenbestrahlung bei den Versuchstieren ein Erfolg beim Meuschen noch nicht unmittelbar auf das Konto der Strahleneinwirkung zu setzen, da ja in allen hierher gehörenden Kliniken immer eine Allgemeinbehandlung mit Ruhekuren, genau abgemessener Bewegung, mit dem Aufenthalt in reiner, reizloser Luft und einer möglichst kräftigenden und entsprechenden Ernährung nebeuhergeht. Auch hier war deshalb eine genaue statistische Bearbeitung der vorhandenen Fälle und ihrer Abweichungen für den vollständigen Ausbau einer —