VEFVUT R *— 4 Es Se ahunen Sühuer ul bel. iuc Orstichelegr vichett üafs - Sserert. Bexpgspreis JR. 2.40 vlechcb #ed. Beiber Pol für Sehrägnn 82 Dir. use Sesempuie: Die Zudragespalbrne Petltzehet Nur dinm Gaum 20. Pig. 39 Bin m Jeder Badalt gill eis Raße Rodes und erlischt dei Ronkursen, Zwan venjeiben gerichtihen Alogen und Bics een in gesten Seitesshlieer Verdunden mit: Schwertn# e wi. ter Volkszeltung ettes Velksblahs Welthofener Zeitung Avlerbecken Zeltung Langscheder Zeltung Holzwickedes Zeihme Amtliches Kreisblatt für den Kreis Börds # Cagesorgan des Trelles a Gen und Eieftes—— sfal-Buzeigen Eür den Kreis Börde a Hamst- Kamehies elle kreis- und Johalpolizeilichen sungen für den Kreis Hörde erlangen gemüd Bedoantmachung der Königlichen, Regierung durch Veröfsentlichung in der„Schwerter Zeilungs gechtsverdindliche Kraft.— Die „Schwerter Zeilung“ gewährt ihren Absanen. für jebes alf Tod endenben Unfas Seingusgen 300 MA.“ Unfall. Sruck u. Verlag d. Cari Braus, Schwerte=Nohr Verasp. 62. Telegr.=Adr. Braus. Schwerte=Rep. Nr. 154. Mittwoch, den 4. Juli 1917. 50. Jahrgang. Oesterreich und Serbien. Am 28. Juni waren drei Jahre verflossen seit 4 der scheußlichen Mordtat von Serajewo, die den furchtbaren Kriegsbrand entfesselt hat. In einem dieser Tatsache gewidmeten Erinnerungsartikel bringt es der sozialdemokratische„Vorwärts“ fertig, gewissermaßen die moralische Schuld an dem Verbrechen, das er zwar als verabscheuenswerte Wahnsinnstat hinstellt, der österreichischen Politik aufzubürden, indem er schreibt:„Aber wird darum die Politik, durch die Oesterreich die serbische Intelligenz in eine Stimmung der Verzweiflung hineintrieb, gerechtfertigt?“ Solche geschichtlichen Unwahrheiten sind geeignet, über die Schuldfrage des Kriages ein völlig falsches Licht zu verbreiten, und können dadurch Volksurteil und Volksstimmung ungünstig beeinflussen. Sie dürfen deshalb nicht unwiderlegt bleiben. Nicht Oesterreich=Ungarn hat der serbischen Inselligenz Anlaß zur Mißstimmung oder gar Verzweiflung gegeben, sondern umgekehrt: die serbische Intelligenz hat unter dem Einflusse größenwahnsinniger nationaler Aspirationen und des russischen Rubels alles getan, um Volk und Regierung der Donaumonarchie bis aufs Blut zu reizen, und Oesterreich hat diesen fortgesetzten Herausforderungen gegenüber lange Jahre hindurch eine wahre Engelsgeduld an den Tag gelegt. Die geschichtlichen Dokumente hierfür sind in solcher Fülle vorhanden, daß es fast schwer fällt, eine Auswahl aus ihnen zu treffen, und daß man es sich kaum zu erklären vermag, wie derartige Beweise selbst einem sozialdemorkatischen Artikelschreiber entgehen konnten. Seit jener grauenvollen Mordnacht des 11. Juni 1904, die Peter Karageorgewitsch, dem Kandidaten Rußlands, über die Leichen König Alexanders und der Draga Maschin hinweg den Weg zu dem blutbefleckten Throne Serbiens öffnete, bildete die Befreiung der„unbefreiten Serben“ in Oesterreich= Ungarn das Hauptziel der serbischen Politik. Treffend kennzeichnet Leopold Mandl in seiner auf gründlichster Kenntnis der Verhältnisse beruhenden Schrift„Oesterreich=Ungarn und Serbien“ dieses Treiben mit den Worten:„Die Regierung war geradezu im Interesse eines geregelten Ganges in der Politik und um die unerfüllbaren Forderungen der sozialen Freiheitsideale des serbischen Radikalismus zu beschwichtigen, genötigt, die nationale Befreiung der„unbefreiten“ Serben als politisches Narkotikum zu verwenden.“ Gleich nach dem Regierungsantritte König Peters im Juli 1904 ließ das serbische Ministerium des Auswärtigen durch den damaligen Chef seiner Propaganda=Abteilung, Svreta Smitsch, eine Denkschrift verfassen, in der das Zukunftsprogramm Serbiens enthüllt wurde. Dieses Programm umfaßte unter anderm folgende das Lebensinteresse Oesterreich=Ungarns bedrohende Forderungen: wirtschaftliche Emanzipation von den österreichisch=ungarischen Märkten, sowie zielbewußte Förderung der handelspolitischen Interessen Rußlands, und der Westmächte, Unterstützung der ungarischen Unabhängigkeitspartei in ihrem Kampfe gegen die habsburgische Krone und den Dualismus, Agitation in Bosnien behufs Anschluß an Serbien und Diskreditierung der dortigen österreichisch=ungarischen Verwaltung durch systematische publizistische Propaganda und Nährung der Unzufriedenheit der orthodoxen und mohammedanischen Bevölkerung Bosniens und Herzegowinas. Das ist doch wohl deutlich genug. Man ersieht hieraus insbesondere, daß auch die Störung der handelspolitischen Beziehungen zwischen Oesterreich und Serbien nicht von österreichischer, sondern von serbischer Seite ausgegangen ist. Es kam das Jahr 1908. Oesterreich verwandelte den faktischen Besitz von Bosnien und der Herzegowina, wo es drei Jahrzehnte hindurch nach dem Urteile des gesamten Auslandes, dem sich noch 1914 der Engländer R. W. Seton Walson in seinem Buche„Krieg und Demokratie“ vollinhaltlich an*„„* Deutsche Heeresberichte. WTB Großes Hauptquartier, 3. Juli.(Amtl.) Westlicher Kriegsschauplatz. Erst gegen Abend lebte allgemein die Feuertätigkeit auf. Sie erreichte im Ypern=Abschnitt erhebliche Stärke. Bei der Heeresgruppe Kronprinz Rupprecht von Bayern hatten einige Vorstöße in die englischen Linien nördlich des Kanals von La Bassee, westlich von Lens und bei Bullecourt gute Erkundungsergebnisse. Auch in einem Postengesecht bei Hargicourt, nordwestlich von St. Quentin, wurden von uns Gefangene gemacht und Kriegs. gerät geborgen. An der Front der Heeresgruppe Deutscher Kronprinz suchten wiederum die Franzosen die verlorenen Gräben an der Hochfläche von La Bovelle und auf dem linken Maasufer zurückzugewinnen. Südöstlich von Cerny brachen zwei Angriffe in unserer Abwehrwirkung verlustreich zusammen. Im Walde von Avocourt und an der Höhe 304 verhinderte unser Vernichtungsfeuer die zum Angriff bereitgestellten feindlichen Sturmtruppen, die Gräben nach vorwärts zu verlassen. Am Poehlberg in der Champagne gelang ein eigenes Unternehmen wie beabsichtigt; die Erkunder brachten Gefangene und Beute zurück. 6 feindliche Flugzeuge wurden abgeschossen, eins davon durch Rittmeister Freiherrn von Richthofen. Oestlichen Kriegsschauplatz. Front des Generalfeldmarschalls Prinz Leopold von Bayeon: Während zwischen der Ostsee und dem Pripjet die Gefechtstätigkeit nur bei Riga und Smorgon sich steigerte, war der Feuerkampf stark am Mittellauf des Stochod, wo russische Teilangriffe an der Bahn Kowel— Luck verlustreich scheiterten und südwärts bis an die Zlota Lipa. Dort hat die Schlacht in Ostgalizien ihren Fortgang genommen. Ueber die Höhen des westlichen Strypa=Ufers vorbrechend, gelang es russischen Massenangriffen, die Einbruchsstelle des Vortages nordwärts zu verbreitern. Das Eingreisen unserer Reserve gebot dem Feinde Halt. Bei Koniuchy sind vor= und nachmittags starke Angriffe der Russen vor den neuen Stellungen unter schweren Verlusten zusam. mengebrochen. Weiter südlich fand der Feind bisher nicht die Kraft, seine Angriffe gegen die Höhenstellungen bei Brzezany zu erneuern. In den Karpathen, in Rumänien und an der Mazedonischen Front ist die Lage unverändert. Der Erste Ceneralquartiermeister: Ludendorff Abendbericht. Berlin, 3. Juli.(Amtlich.) Im Westen nichts Besonderes. Im Osten lebhafte Feuerkämpfe vom Stochod bis zur Narajowka. Neue starke Angrife der Russen nur bei Brzezany. Sie scheiterten verlustreich. Oesterreichischer Heeresbericht. WTB Wien, 3. Juli. Amtlich wird verlautbart: Oestlicher Kriegsschauplatz. Am Stochod wurden schwächere Angrifse abgewiesen. Südwestlich von Zborow' gelang es dem Feinde durch Masseneinsatz weit überlegener Kräfte, einen begrenzten Teil unserer Front in eine vorbereitete Rückhaltsstellung zurückzudrücken. In schweren, opfervollen Kämpfen haben hier österreichisch=ungarische Truppen, dem Drucke der Uebermacht nur schrittweise weichend, das Eingreifen von Reserven zur Herstellung der Lage und des Kraftverhältnisses ermöglicht. Weitere AnKur griffe sind hier nicht erfolgt. Bei Koniuchy sind mehrere starke Vorstöße blutig abgewiesen worden. Im Raume bei Brzezany sind die Russen durch die bisherigen Mißerfolge und sehr starken Verluste zu einer Kampfpause gezwungen. Italienischer Kriegsschauplatz. Abteilungen der Honved=Regimenter Nr. 20 und Nr. 31 haben bei Costanjevitza eine feindliche Vorstellung genommen und 2 Offiziere, 270 Mann und 2 Maschinengewehre eingebracht. Südöstlicher Kriegsschauplatz. Keine Ereignisse. Der Chef des Generalstabes. Gerecbte Vergeltung. Grausame Behandlung deutscher Frauen und Kinder. Die belgische Regierung hat nach der Besetzung von Tabora in Ostafrika eine größere Anzahl deutscher Frauen und Kinder, sowie nicht wehrpflichtiger männlicher Zivilpersonen, statt sie über die afrikanische Ostküste aus dem ungesunden Klima nach Hause zu bringen, nach und nach auf denweiten, beschwerlichen und mit den größten gesundheitlichen Gefahren verbundenen Weg über den Kongo, ohne jede Rücksicht auf Alter oder Gesundheit abbefördert; selbst kleine Kinder bis zum zartesten Alter, sowie Frauen, die unmittelbar vor ihrer Niederkunft standen, mußten bei schlechtester Behandlung die über zehn Wochen dauernde Neise durch die Sumpfniederungen des Kongos zurücklegen. Viele von ihnen haben von diesen Strapazen dauernden Schaden davongetragen und leiden jetzt noch an tropischen chronischen Krankheiten. Ihre schnellste Ueberführung in die Heimat oder wenigstens in ein neutrales Land wäre daher eine selbstverständliche Pflicht der Menschlichkeit ge wesen. Dieser Pflicht ist aber die belgische Regie rung trotz wiederholter, von der deutschen Regierung an sie gerichteter Aufforderung nicht nachge kommen; sie hat vielmehr die Gefangenen, von denen ein Teil zunächst in England gelandet worden war, in verschiedenen Internierungslagern in Frankreich unterbringen lassen. Unter diesen Umständen hat sich die deutsche Regierung gezwungen gesehen, der belgischen Ne gierung unter Stellung einer angemessenen Frist die Festnahme von zunächst etwa 20 Belgiern aus angesehenen Kolonialkreisen für den Fall der Nichterfüllung des deutschen Verlangens anzudrohen, und, da die belgische Regierung hierauf eine völlig unbefriedigende Antwort erteilt hat, diese Vergeltungsmaßregel nunmehr auszuführen. Es ist zu hoffen, daß auch, wie in so vielen andern Fällen, die Leidensgeschichte der Deutschen aus Tabora durch die herausgeforderte Anwendung rücksichtsloser Vergeltungsmaßnahmen gegen Belgier— ein streng völkerrechtliches Mittel— sich zum Bessern wenden wird. Der See-Krieg schloß, wahrhaft vorbildliche Kulturleistungen vollbracht hatte, unter Aufmunterung Rußlands und Zustimmung der Signaturmächte des Berliner Vertrages in einen rechtlichen. Serbiens Interessen wurden dadurch nicht im mindesten beeinträchtigt, aber trotzdem schäumte die serbische Intelligenz von Entrüstung über. In der Skupschtina erdreistete sich einer der führenden Parlamentarier Serbiens, Stojan Protitsch, der österreichisch=ungarischen Monarchie folgende Herausforderung ins Gesicht zu schleudern:„Zwischen uns und Oesterreich=Ungärn kann es nur dann einen Frieden und eine gute Nachbarschaft geben, wenn Oesterreich=Ungarn darauf verzichtet, eine Großmacht zu sein, wenn es sich entschließt, die Rolle einer östlichen Schweiz anzunehmen.“ Eine nicht minder unpassende Sprache gestattete sich auch der damalige serbische Minister des Aeußern, Milanowitsch, indem er erklärte: „Den Balkanländern droht nur von Oesterreich= Ungarn Gefahr, und das Gleichgewicht muß gegen Oestereich=Ungarn verteidigt werden. Oesterreich= Ungarn muß aufhören, ein Balkanstaat zu sein.“ Wenn schon verantwortliche Männer Serbiens sich solche Ausfälle leisteten, so kann man danach abschätzen, welche Tonart erst in der serbischen Presse gegen Oesterreich=Ungarn herrschend war und blieb. Auf derartiz beackertem Boden ist die Bluttat von Serajewo herangereift. Die Verantwortung für diese und den daraus entstandenen Weltbrand tragen die Kreise, die sich in Belgrad um den serbischen Kronprinzen scharten und in der„Narodna obrana“ ihre mit Verschwörung und Meuchelmord arbeitende Organisation besaßen, und sie teilen diese Verantwortung nur noch mit Rußland. Im Jahre 1911 schrieb der frühere russische Kriegsminister General Kuropatkin in seinem Werke„Aufgaben der russischen Armee“ die prophetischen Worte:„Wenn Rußland der Einmischung in eine für es fremde und zu gleicher Zeit für Oesterreich ein nahes Lebensinteresse bildende Sache nicht ein Ende setzt, so kann man im 20. Jahrhundert der serbischen Frage wegen das Ausbrechen eines Krieges zwischen Rußland und Oesterreich erwarten.“ Kuropatkins Prophezeiung hat sich erfüllt. Wer nach solchen offenkundigen Zeugnissen der Geschichte, wenn auch nur andeutungsweise und in verschleierter Form, von einer Schuld Oesterreich=Ungarns an dem namenlosen Elend dieses Weltkrieges wegen seines angeblich aggressiven Auftretens gegen Serbien zu reden wagt, der fälscht den historischen Tatsachenbestand und macht sich einer unberechtigten Verunglimpfung unserer erprobten österreichisch=ungarischen Waffengefährten schuldig. 26 700 Brutto=Register=Tonnen versenkt, TU Berlin, 3. Juli.(Amtlich.) Neue U=BootsErfolge auf dem nördlichen Kriegsschauplatz: 26 700 Brutto=Register=Tonnen. Unter den versenkten Schiffen befand sich ein unter Sicherung fahrender bewaffneter englischer Dampfer von etwa 5000 Br.Register=Tonnen mit Kohlenladung, ein sehr großer gesicherter bewafsneter englischer Dampfer, dessen Kapitän gefangen genommen wurde und ein gesicherter bewaffneter englischer Dampfer vom Aussehen„Dover Castle“ von 8200 Brutto=RegisterTonnen. Zwei versenkte Segler hatten Fische und Stückgut geladen. Der Chef des Admiralstabes der Marine. Staatssekretär von Capelle über den U=Bootskrieg. WXB Berlin, 3. Juli. In einer weiteren Aussprache über die allgemeine politische Lage im Hauptausschusse des Reichstages machte anschließend an die Ausführungen des Staatssekretärs Zimmermann der Staatssekretär des Reichsmarineamts vertrauliche Ausführungen über den Fortgang des U=Bootskrieges, stellte dabei die höchst erfreulichen Ergebnisse in der Vergangenheit und Gegenwart fest und erklärte, daß die Marine mit vollster Zuversicht dem weiteren günstigen entscheidenden Fortgang des U=Bootskrieges entgegensieht. Die immer größeren Anstrengungen der Gegner, der U=Bootsgefahr durch jedes Mittel Herr zu werden, werden erheblich mehr als ausgeglichen durch die immer größer werdende Zahl der gegen unsere Feinde eingesetzten U=Boote. Die Verluste an letzteren halten sich nach wie non i### seht mäßigen Grenzen. Alte lautenden Angaben in der feindlichen und neutralen Presse sind unwahr. Alles in allem lieg nicht die geringste Veranlassung vor, den Erfo### des U=Bootskrieges in Zweifel zu Britischer Torpedobootszerstörer gesunken. WTB Paris, 4. Juli. Der britische TorpedoLootszerstörer„Doka“ ging am 28. Juni mit einem stanzösischen Stabe und französischer Besatzung nach einer doppelten Explosion im Mittelmeer unter. Er desand sich hundert Meter von einem Handelsschiff, das er geleitete. Es werden 29 Mann, darunter alle Offiziere, vermißt. Der Krieg mit Rußland. Die neuen Russenstürme. WXB Berlin, 4. Juli. An der Oftfront lag der stärkste Druck in der Cegend von Zborow. Rücksichtelos immer von neuem eingesetzte Massen erzielten hier ein Nachgeben der Linie der Verbündeten. Reserven mit frisch eingesetzten Trupp jingen jedoch den Stoß in der zweiten Stellung auf. Eine ungarische Abteilung, die in der ersten Stellung tapfer aushielt, wurde von beiden Seiten gangen und gefangen genommen.— kamen die Russen nicht weiter. Sämtliche heftige Engriffe, die die Rusen aus den Trüngest. Dorses heraus vorzutragen versuchten,ler an dem unerschütterlichen Widerstande der ihnen gegenüber eingesetzten deutschen Truppen.— Von Brzezany bis zum Dujester ist die gesamte vordere Linie bis auf ein kleines Stück wieder in der Hand der deutschen und osmanischen Truppen. Alle Angeiffe am Vormittage des 2. Juli südlich von Brze zany blieden im Gewehrfeuer der Verbündeten 8.ees Nur eine Demonstrations=Ossenstre. Berlin, 4. Juli. Das Achtuhrabendblatt der bessenu), atenelet voen Zuni hringt eine MelSozialdemokraten“ vom 22.. eine Meldung, nach der der Arbeiter= und Soldatenkangreß in einer Geheimsitzung beschlossen habe, die sive mit den verfügbaren Mitteln aufzunehmen, da die militärischen Autoritäten der ein weiteres Verschieben der Angriffstätigkeit an der rusischen Front für die gesamte Ertzate schwerwiegenden Folgen sein könne.„Sozialoemo kraten“ hält daran fest, daß es sich nur um Demonstrations=Offensive ohne besondere strategische Ziele handeln könne. Es handele sich nur darum, deutsche Kräfte von der Westfront wieder abRutland und die nere Osternfnenge, gie bb Stockholm, 4. Juli. Von hier melde: die Poss. Ztg.“: Die neue Offenstve an der galizischen Front erregt unter der russischen Bevölkerung, die greuel angesehen werden, ist ständig im Wachsen. Nerenski wird offen als Volksverräter bezeichnet und von der ärmeren Bevölkerung verflucht. In Moskau, wo Kosaken herangezogen wurden, um die erregte Bevölkerung in Schach zu halten, k stände sind auf die Dauer unhaltbar. Wie Slowo“ berichtet, ist seit einigen Tagen der Kriegszustand in Petersburg verschärft worden. raßenansammlungen sind verboten, ebenso ist es verkoten, nach 12 Uhr nachts auf der Straße zu ein Politische Sitzungen und Betsammnlung dürfen ohne vorherige Genehmigung nicht##ge halten werden. Seit einer Woche finden unter den extremen Sozialisten zahlreiche Verhaftungen statt. Es verlautet, daß die Führer der Petersburg verlassen mußten, um sich in das Innere Rußlands zu begeben. Wie die Offensire erzwungen wurde. bb Stockholm, 4. Juli. Von gut unterrichteter Seite verlautet, daß die Verbündeten dreimal im Juni von Rußland den Beginn der Offensive ver langten. Als alle drei Fristen verstrichen waren, ohne daß die Offensive einsetzte, wurde der letzte Zeitpunkt auf den 1. Juli festgesetzt, wobei man nicht unterließ, dieser Forderung durch Drohungen den nötigen Nachdruck zu geben. Worin die Drohungen im einzelnen bestanden, ist nicht weiter vekannt. Nur so viel steht fest, daß man in Stock holmer Ententekreisen im Falle des Ausble der Offensive die Abreise der Vertreter der Verbündeten aus Petersburg erwartete. Obgleich man sich in diesen Kreisen von der rusischen sichtbaren Ergebnisse verspricht, P., doch, daß es gelingen werde, größere Trupp.. an die Ostfront zu fesseln. Die sinkende Kriegslust, Wie Meldungen aus Petersburg besagen, sind die letzten Anstrengungen der russischen Heere der Ostfront von den Anhängern Lenins für ihre Friedensbemühungen ausgenutzt worden. Schlagwvorte wie„Wieder eim Blutmer giscgef. für eine von vornherein verlorene Sau, Wer hat unsere Losung,„kein russischer Sotdat mehr als Dünger für fremde Interessen", umge soßenz“ wirkten elektrisserend auf die Beoölterung. Dabei werde oft der Name Kerenski laut. Eine bereits eingeschlummerte Neugierde nach den Berichten aus der Front sei wach geworden, und ängstlich harrten die Angehörigen auf Nachrichten, di Rußland so spät oder gar nicht einträfen. Trotz der blutigen Niederlage überall verbreitet und in nzelnen Kasernen den Beschluß reifen lassen, an der Front nur das Vaterland zu verteidigen, nicht aber sich vortreiben zu lassen. Die regierungsfeindlichen Demonstrationen in Petersburg. Die von der Petersburger Telegraphen=Agentur geschilderten regierungsfeindlichen Demonstratiowerden durch Privatmeldungen als äußerst Die I#####er verlangten unsanzreich Teilnegmer verlangten de die zahlreichen Demonstranten zu zer bee. Handgemenge, wobei sprengen, kam es zu einem Landgen. gang von der Wache auch Handgranaten und Tian bomben angewendet wurden. Der Petersburger Aufruhr. leber die Petersburger Anruher, ganan i, g. sven de venoue Pund die auswärtige Politik vanz voh Hahschligt, den ae den der e e Sto den ale Adwechrmaßnahnen. Tagen werden neue, stärkere.. Regierung erwartet. Die Leniuschen Kundgebungen in Petersburg. Ueber die letzten Petersburger Kundgebungen läßzt sich„Daily Exprez“ noch melden: Die große Demozstration, organissert vom Kongre) urz beiter= und Soldatenrates, ist. ehne g Zwischenfälle ab gelausen, obschon auf dem Keur.. Prospekt und auf dem Marsfelde kleine Paniken ausbrachen. Der erste Zug kam um 9,45 Uhr auf dem Marsfelde an. Drei Stunden immer Demonstranten ein. Man schätzt diese auf eine halbe Million Menschen. Unter ihnen besanden sich Frauenkatgilene, Die gatzenrrtzg Vataillone des Todes. Die Frauen die Haare kurz abgeschoren, trugen lange Stiefel und Soldatenuniformen. Sie erregten großes Auf sehen. Trotzdem die Demonstration vom Kongreß des Arbeiter= und Soldatenrates organisiert war, und zumal sie von Führern des Kongrelses, uxte anderen von Tscheidse geführt wurde, le es sich um vollkommen maximalistische oder Leninist sche Demonstrationen. Komplott zum Sturz der provisorischen Regierung. Es werden jetzt Einzelheiten über ein von den Maximalisten organisiertes Komplott zum Sturze der provisorischen Regierung bekannt. Die provisorische Regierung hätte durch ein anarchistisches Ministerium ersetzt werden sollen, das die Truppen von der Front abberufen und den Krieg sofort beendigen sollte. Das Komplott war in Petersburg worden. Bewaffnete Banden hätten sich der Minister, die Angehörige des Arbeiter= und Soldatenrates sind, bemächtigen sollen, sollten. Die Verschwörung wurde in dem Augen blick entdeckt, als die ersten anarchistischen Landen ten vesone, Vgenten besaden. Dia Gesache int Solde stehende Agenn i Kamps der verschiedenen Parteirichtungen. Wie aus Petersburg gemeldet wird, beabsichtigt der allrussische Kongreß der Soldatenräte eine große Kundgebung, zu der alle Parteien und Nationalitäten erscheinen sollen, bven Veso, Ba, Palt ,„Pranda“ berichtet über eine große Arbeiter! Nieder mit der Offenstopolitikl Die Arbeitsfähigkeit des allrussischen Kongresses der Arbeiter= und Soldatenräte sei nun vollständig gelähmt. Der Kongreß bilde jetzt den biterter Bümpie ,pihen, pust beschiungten. lungen, die sich gegenseitig Neutrale Urteile über die russische Offensire, Die Militärkritiker der schweizerischen E##kter legen der neuen russischen Offensive wenig, kein .. dende Bedeutung bei. Sie stellen ue ode enp„it bescheünten Heresteilen perden Hune und eines eigentlichen Zieles überhaupt entbehre. Sie Bisteimiche veht vor Oszrog, ueguzsesen, übrigen aber könne man die russische Offensive Es ist bekannt, daß die Franzosen die einst so tingente wahrend der Fruhjahr######nstoe am Brimont einsach als Kanonenfutter verwendet haben, daß es deshalb bei den, russischen Truppen Meutereien gekommen ist und daß die französische Heercsleitung mit brakonischer Strenge dagegen eingrschritten ist. Aber man hat in Frankreich die lieden östlichen Bundesgenossen nich: nur an den gefährlichsten Stellen hingeopfert, man hat sic auch schlecht behandelt und noch ter ernährt. Die Pelersburger Zeitung„Sold. Prawda“ vom 21. Mai veröffentlicht einen unter den russischen Soldaten in Frankreich verbreiteten Aufruf, der ein elgentümliches Licht auf die franzüsische Gastfreundschaft wirft. Es heißt darin unter anderem: Wir russische Soldaten sind hier viele tausend Werst von unserem lieben Vaterlande entfernt. Wir leben hier unter den schwersten Verhältnissen. Wir stehen an derselben Stelle, wo schwarze Truppen stehen. Wir bleiben an der Front dreimal so lange als die französischen Truppen. Wir kommen in die gefährlichsten Stellungen, in das erste Feuer und wir haben die schwersten Verluste. Man läßt uns nicht zu Atem kommen, und wir müssen auch bemerken, daß wir schlechter als die französischen Truppen verpflegt werden... Ebenso wie an der Front, werden wir in den Spitälern behandelt. 3. B. im Spital Grande Ville, von wo die russischen Soldaten ungeheilt wieder an die Front müssen. Wir werden ärger als Gefangene behandelt. Aus Südfrankreich kommen Meldungen, nach denen die russischen Soldaten dort ärger als Schweine behandelt werden. Die Franzosen glauben, daß, wenn russische Soldaten in Rußland geschwiegen haben, sie auch hier schweigen werden. Wir sagen aber: Nicht umsonst ist die Revolution gekommen! Wir kennen jetzt unsere Rechte. Wi müssen auch hier unsere Stimme erheben. Organisiert euch also, folget dem Beispiele eurer Brüder vom Spital Michel in Vanceux(bei Paris) und denen von der 3. Brigade. Bildet Komitees, stellt Forderungen und verteidigt siel“ Dieser Aufruf dürfte in Rußland die fre schaftlichen Cefühle für das edle Frankreich, für dessen elsaß=lothringische Annexionsgelüste Rußland weiterkämpfen soll, kaum verstärkt haben. 000 Der Kiseg mit Frankreich. Die Kampflage im Westen. WTB Berlin, 4. Juli. Bei der weiteren artilleristischen Bekämpfung der englischen Anlagen in Flandern wurden die Eisenbahnbrücken und die Eisenbahnanlagen am Westrande von, Overn, beschossen und schwere Beschädigungen erkannt Weiwurden mit der Ballon= und Fliegerheghaßtung mit gutem Erfolge Batterienester, Tahnan. Die Jchl der am 2. Juli vthragten Beigier er. Strate dens Lieniy un izigen kernzeichnete sich von Aubert vier Portugiesen, südlich von Neuve Quentin, wurde vormittags Postierung in der Boulogne Ferme verdrängt. Be183 Zur Sonne empor! Roman von Anna Bechler. *( N a c h d r u c k v e r b o t e n.) weißt es, ich habe es immer lieber mit Lebenden, gehalen auzu piel Teilnahme ∆ 135 :„Eva Christina, Tochter des Herzogs Georg, starb am Tage ihrgg. Hochzeit, ie bopgug dem e der meines kümmen Gegenäber. der mir so dienstertig gebolfen, Flammende meinen, ich sah in ein bleiches, kluges Gesicht, dos mit wohl. gesse, gHhigfal sg Jung schon Ein trauriges Schiasat, st fung. imn in perklärtem Blick in die Höhe schauend, wie im Selbstgespräch: gefunden, das meiner Phantasie .4 meiner Phantasie zu Hilfe „Sie sind also ein Künstlers“ fragie ich, das Haupt neigte, fuhr ich kecker fort:,., „Und wenn ich so neugierig sein was gedenken Sie aus der armen steinernen Er sah mich ruhig an und sagte:„Nun „O— es ist herrlich,“ rief ich begeistert, den Segen eines Künstlergeistes empfangen denen er vielleicht. eenrn er vielleicht in enge Berührung g müssen einen Dichter und sagte nur:„Sie haben Recht. Nun wußte er doch nichts Genaues und zu wollen. Wahrscheinlich dachte er Kircheingang stand der weißhaarige Küster mit seinem Schlüsselbund. Er sah mich neugierig an und verbeuzgzendete, Geldftück zu wageren Binger. bos ve jhöne Klrche, nicht wahr, junger Herr? Es kommen auch immer viele Fremde. Morgen muß ich einen g# großherzog führen, der mit seinen. Mehr konnte ich nicht hören. welche den erhöhten Kirchplatz umarenzt, und e sein wirbe; dann wolle ich mich für die Führung des Unbekannten be„Artiger junger Herr—“ hörte ich den Küster sagen—„scheint aus dachte mir gleich— von Fremden ist jetzt gerade niemand hier als der Erbgroßherzog, und der ist auf morgen früh mit Herrn Entringer angemeldet— das, man se eine beve, ohsong zeine Freude, als Bungfer Echag da ist.— die alte Muter wird Hochzeit geben, Herr Alexis? Wäre der Frau als den neuen Verwegrhau, von der Unterzu. Mich schien er ganz vgzggen ein helles Bild aus altersschwarzem Rahmen rat jetzt aus der schmalen Gasse ein Mädchen, in einfacher, grauer Gewandung, aber von der einer hungen Vürhirge ae gien i er der Näherkommenden ausauch zeigte ihr ernstes Gesicht nicht die Freude einer unverhofften Begegnung— wie Trotz blitzte es aus den blauen Augen. Und mich durchfuhr's wie eine Das mußte die Schwester meines Andreas die ich bis jetzt noch nicht zu sehen bekommen hatte, und die er mir morgen beim Gang durch die Georgikirche vorstellen wollte. Ich mußte lachen über seine poetische mir die schöne Regina zuerst in dieser Umgebung zeigen zu wollen, als sei sie dann geseit gegen Begeisterungsausbrüche meiner8. Sie gleicht in jedem Zuggpeinggergen Porträt der historischen, treuen rin, deren Bild mich vor einigen Tagen in jener kleinen Kapelle so gefesselt hatte. Stolz und herb stand sie neben dem jungen Künstler. Er aber umsaßte mit feurigem Auge ihre herrliche Gestalt. Dann nahm er sie beim „Wie lieb von dir, daß du mich abholst Wußtest du denn, wo ich war?" fragtee Sie wandte das blonde Haupt gegen ihn der Mutter hat sich wieder plötz. bei...„ wieder plötzlich verEr sagte etwas, was ich nicht verstand. Ich war ven eenten gt in unter ihrem unbewutzten S“ war den beiden unwillkürlich gef der Voraussetzung,ichten. Geleite den rechten Heimweg nicht fehlen zu können. Jetzt hörte ich die Plor= menschenlere Mädchens wieder durch die menschenter Gasse schallen, nicht laut. aber eindringlich: Was muß Andreas von dir denken von Bruder nicht, der morgen oder übermorgen „Er kann mich nicht leiden,“ klang es un„Davon hat er dir noch leinen schlichen Beweis gegeben, Nur verlebt Ik er. Hung mich zum Geheimhalten unseres Bun. swonge“„gortsetzung folgt.) ** ag gSägsgn * GgGxSBgSnS5S Sas à 8 SGySS2S GSS SJT2S:* ·•51• S WLERA ATTSER TSNS " 2 9.* GGETT. S pB—SEE ." 8 8 5 S S.„ R SSST,SS FLSSSSRES und da er schon früher sich viel mit kunstgeschichtlichen Studien abgegeben hat, so fing er an, an der Hand des Werkes die darin erwähnten Kunstdenkmäler an Ort und Stelle zu besichtigen und zu studieren. Er entdeckte bald, daß Fleury zwar sehr schön über die Sache zu sprechen wußte, aber die eigentlichen Grundlagen wissenschaftlicher Erkenntnis, wie sie ein Denkmalinventar nach deutschen Begriffen verlangt, ausgelassen hatte. Fleury spricht über die Kirchen, hat aber Grundrißzeichnungen und sonstige Pläne nicht beigegeben. Auch die zahlreichen Taussteine des Departements aus romanischer und gotischer Zeit hat er nicht berücksichtigt. So machte sich der Verfasser an die Arbeit, all die Lücken auszufüllen, und er hat während der Zeit seiner Ruhestellung nicht weniger als 321 Kirchen untersucht; außerdem 90 vorgeschichtliche Wohnplätze, 11 vorgeschichtliche Besestigungen, 3 römische Befestigungen, 61 mittelalterliche Burgen und Schlösser. Von den meisten Kirchen, Schlössern und Befestigungen sind Grundrisse ausgenommen. Desgleichen sind über 100 Taufsteine in seinsten Zeichnungen dem Werke beigefügt. Für die vorgeschichtlichen Wohnplätze bot sich Gelegenheit, bei Anlage der deutschen Bejestigungsstellungen Querschnitte anzufertigen. Ebenso hatte der Verfasser ein offenes Auge für die Römerstraßen, die das Departement durchziehen, und hat sie sorgfältig in Karten größten Maßstabes eingetragen. Gleichzeitig hat der Verfasser selbst und durch seine Mitarbeiter Photographien der Tenkmäler angefertigt und diese in einem umfangreichen Bande seinem Werke beigegeben.“ leik und Ze##### richten. Auf diese Weise ist das Problem des kritischen Dienstbotenmangels am besten und bequemsten aus der Welt geschafft...“ So schön und verlockend dieser mechanischwirtschaftliche Traum den Ohren der bekümmerten englischen Hausfrauen auch klingen mag, so unausführbar erscheint er gerade unter den gegenwärtig in England obwaltenden Umständen. Denn erstens haben die englischen Arbeiter mit der Herstellung der notdürftigsten Munition und dringendst gebrauchten Waffen übergenug zu tun, um sich nicht noch mit der Erzeugung von mehr oder weniger komplizierten Koch= und Reinigungsapparaten zu beschäftigen; und zweitens wird man sich in England, wo man aus sehr triftigen Gründen jedes kleinste Quäntchen elektrischen Stromes zu sparen sucht, wohlweislich davor hüten, durch einen so gesteigerten Stromverbrauch die ohnedies schon hohen Elektrizitätskosten noch zu vermehren. Darum läßt auch dieses so wohlgemeinte Traumbild des Londoner Blattes die Dienstbotenfrage ungelöst und die Engländerinnen in ihren häuslichen Sorgen ungetröstet. * Die mechanischen Dienstboten— ein englischer Traum. Der Mangel an dienstbaren Geistern in England, der in ununterbrochener Zunahme nunmehr bereits alles Dagewesene überschritten hat, veranlaßt die Briten, und namentlich die Hausfrauen, zu sehnsüchtigen Betrachtungen über eine neue Methode, die diesem unhaltbaren Zustand abzuhelfen vermöchte. Auch die Frauen, die früher dank ihrer sinanziellen Stellung über die alltäglichen Sorgen des Haushaltes erhaben waren, werden heute von dem Alp dieses Gespenstes bedrückt. Nun sucht die„Daily Mail“ die hoffnungslose Trauer der männlichen und weiblichen Gemüter zu erhellen, indem sie auf den sogenannten mechanischen Haushalt, wie er in Amerika üblich ist, hinweist und ihn zur Nachahmung empfiehlt. Zu diesem Zwecke wird das Bild eines modernen Haushaltes auf der anderen Seite des Ozeans entworfen. Alles wird hier auf mechanischem Wege getan, die Arbeit des Kochens und Reinigens besorgt die Elektrizität. Der elektrische Strom bereitet die Speisen, hält die Milch der Kinder warm, heizt die Stuben und reinigt das Haus vom Boden bis zum Keller. Schon das Frühstück am Morgen wird ohne Bemühung einer Köchin durch einen elektrischen Heizapparat zubereitet. Ein eigener Eierkocher steht auf dem Tisch, zu dem eine Anzahl elektrischer Leitungsdrähte führt. Mittag und Abendbrot werden auf die gleiche Weise hergerichtet. Ebenso gibt es elektrische Apparate, die das Teppichreinigen und Staubwischen auf das gründlichste besorgen.„Auf diese Weise“, rust die phantasiereiche„Daity Mail“ voll Begeisterung aus,„vermag man Mühe, Sorgen und auch Geld zu sparen. Was aber„drüben“ möglich ist, muß auch in England durchführbar sein. Darum tue jeder schleunigst das seine, um den Haushalt mechanisch einzuWie Shakespeare über seine eignen Landsleute dachte. Man sagt bekanntlich, Tichter seien Propheten. Und in der Tat hat ja z. B. die 100jährige Wiederkehr des Geburtstages E. Geibels(17. Oktober 1215) zur Genüge dargetan, wie dieser Dichter u. a. Deutschlands Weltberuf und selbst den jetzigen Weltkrieg klar voraussah. Unter den englischen Tichtern hat wohl keiner so tief und wahr seines Volkes„Eigenart erkannt und durchschaut wie Shalespeare, dessen 300 jähriger Todestag auf den 23. April dieses Jahres fällt. Aber was noch mehr besagen will: keiner hat wohl je so offen und unverblümt seinem Volke die bittersten Wahrheiten gesägt wie dieser größte Tichter der Briten, und es gewährt heute, wo aller Welt die Augen über den wahren Charakter John Bulls geöffnet werden, einen eigenen Reiz, einige der treffendsten Aussprüche Shakespeares über seine Landsleute zusammenzustellen: Fülle deinen Beutel mit Geld.(Jago.) So wissen wir, wie gewitzigt helles Volk, Mit Krümmungen und listigem Probieren Turch einen Umweg auf den Weg zu kommen.(Polonius.) Woll'n wir mit Gründen der Vernunft hier reden, So schließt die Tor’ und schlaft!(Troilus und Cressida.) Auf Euer Haupt, Komm' nur der Waisen Schrei, der Witwen Tränen, Der Toten Blut, verlass'ner Mädchen Klagen Um Gatten, Väter und nur Anverlobte.(Heinrich V.) Nie färbte nackte, faule Politik Das, was sie schaffte, mit so herben Wunden.(Heinrich IV.) Die armen Englischen, Wie Opfer sitzen sie beim wachen Feuer, Erwägend still die morgende Gefahr.(Heinrich V.) Ja, England, eingefaßt vom stolzen Meer, Des Felsgestade jeden Wellensturm Des neidischen Neptuns wirft zurück, Ist nun in Schmach gefaßt.(Richard II.) Deu Schluß mache folgender Ausspruch aus„Nichard II.“, der wie ein Epilog zu Englands Anteil am Welttriege gemahnt: „Du hast vollbracht Ein Werk der Schande mit verruchter Hand!"„ SeESgrggg S SSynSS S2EE G7 S# S S 5 * Welnt Amtliches Kreist für den Kreis börde Rlne and ällckes Crgrsergmn des Sreien 9 Unterhaltungs=Beilage zu Nr. 154 Mittwoch, den 4. Juli C 90 Reichtums am Ende ie adligen Ossiziere und maten, deren Bekanntschaft Lydias Pflegetochter durch die Vermittelung der Gräfin Rechberg machen würde, hatten es sicherlich nicht so eilig, sich in das bürgerliche Mädchen zu verlieben, besonders, wenn es gelang, sie in Unkenntnis ihres zu erhalten. Nach dieser Richtung hin wäre jeder andere Verkehr gefährlicher gewesen als gerade dieser; besonders, wenn sie darauf bedacht blieb, jeden etwaigen Bewerber um Ediths Gunst in ihren Augen rechtzeitig als einen berechnenden Mitgiftjäger hinzustellen. Als die Stunde für den Antrittsbesuch bei der Gräfin gekommen war, hatte Edith merkwürdigerweise mit einem Male alle ihre bisherige Besangenheit abgestreift. „Oh, sie wird mich nicht beißen“, erklärte sie lachend, als Frau Lydia sie unterwegs fragte, ob sie sich denn gar nicht fürchte.„Schließlich kann ich doch nichts dafür, wenn ich der Vorstellung nicht entspreche, die sie sich nach meiner Photographie von mir gemacht hat.“ Die Gräfin Rechberg aber war wirklich sehr weit davon entfernt, ihre Besucherin zu beißen. Edith fand auf den ersten Blick, daß sie die prächtigste und liebenswerteste alte Dame sei, die ihr jemals zu Gesicht gekommen war. Und bei der natürlichen Offenheit ihres Wesens, der jede Kunst der Verstellung und Heuchelei fremd war, gab sie der Verehrung für die schöne, gütige Matrone auf eine so herzgewinnende und zugleich unaufdringliche Weise Ausdruck, daß der seelische Rapport zwischen den beiden weiblichen Wesen sehr rasch hergestellt war. Frau Lydia sah nicht ohne einige Regungen des Neides und des Mißvergnügens, daß die Gräfin diesem jungen, unerfahrenen Geschöpf gegenüber einen ganz anderen Ton anschlug, als sie ihn auch heute wieder für sie hatte. Da war nichts von Hochmut oder von gnädiger Herablassung zu spüren. Sie plauderte mit diesem halben Kinde herzlich und ungezwungen wie mit ihresgleichen. Sie ging mit bewunderungswürdigem Feingefühl auf alle die tausend kleinen Dinge ein, von denen sie mit Recht annahm, daß sie ihren Schützling auf der Schwelle des neuen Lebens am meisten interessieren müßten. Und als sich die Besucherinnen nach Verlauf einer rasch verflogenen Stunde verabschiedeten, war es nicht anders, als hätten längst die innigsten Beziehungen zwischen der alten Gräfin und ihrer jungen Bekannten bestanden. tiger als Koman von A. Withe. (25. Fortsetzung.) jungen DiploEdith strahlte vor Entzücken. vater über den Verlauf des Besaues berich nun mit einemmal sah sie die ihr aufgezwungene Veränderung in einem ganz anderen Lichte. Die Gräfin hatte alle ihre Bedenklichkeiten mit dem überlegenen Lächeln der weltklugen Frau zu zerstreuen gewußt. Sie hatte ihr gesagt, daß sie das Leben der vornehmen Gesellschaft nicht nach dem beurteilen dürfe, was sie etwa in schlechten Romanen davon gelesen oder was man ihr im Pensionat davon erzählt hatte. „Sie werden da dieselben Menschen finden wie in anderen Kreisen— gute und weniger gute, kluge und einfältige, aber Sie werden nicht in Gefahr sein, von der Schlechtigkeit oder der Dummheit peinlich verletzt zu werden. Denn eine durch Tradition und gute Erziehung erworbene strenge Selbstzucht hindert alle diese Leute, sich ihren Instinkten gemäß zu geben. Nur der kann über den Wert der äußerlichen Formen geringschätzig lächeln, der noch nicht Gelegenheit gehabt hat, ihn aus eigener Erfahrung schätzen zu lernen. Sie werden in den Kreisen, denen Sie durch mich geführt werden sollen, stets die Empfindung haben, sich inmitten der besten, gescheitesten und liebenswürdigsten Menschen zu bewegen. Und wenn das auch ganz gewiß zum guten Teil Täuschung ist, so wird es doch genügen, um Ihnen die nächsten Monate und Jahre zu einer unerschöpflichen Quelle reinsten Vergnügens zu machen. Wenn Sie dann erfahren genug sind, um hinter der angenehmen Maske hier und da das minder angenehme wahre Gesicht zu erspähen, so werden Sie auch duldsam genug geworden sein, sich damit ohne sonderliche Aufregung und schmerzliche Enttäuschung abzufinden. Vorderhand braucht die Möglichkeit, daß nicht jeder ist, was er zu sein scheint, Ihre köstliche jugendliche Unbefangenheit nicht zu beeinträchtigen. Wo etwa in einem besonderen Fall dennoch eine Warnung am Platze sein sollte, da dürfen Sie mit einiger Sicherheit darauf rechnen, sie von mir zu erhalten. Und ich hosse, daß Sie dann auch Vertrauen genug zu mir haben werden, sie zu beherzigen.“ Der Justizrat machte ein nachdenkliches Gesicht, als Edith ihm diese und andere Worte der Gräfin wiederholte. Er schätzte die in einem langen und vielbewegten Leben gewonnene Weisheit und Menschenkenntnis der würdigen Matrone sehr hoch, aber er konnte sich doch der geheimen Befürchtung nicht erwehren, daß Weisheit und Menschenkennims möglicherweise gerade da versagen könnten, wo es galt, seinen (Nahdruck verboten.) als sie ihrem Pflegesuches berichtete, und *ogr *•855 9„„.— 558 S80Sn O GE5SS E##5 S#E P21.23 •## 5.S S— 9 — —*— * * S E 2 5 *— S 1 E. S S S 2.— 190 S SL .2 :8—* teuren Schützling vor ernster Gefahr zu bewahren. Und die Emphndungen, mit denen er den Ereignissen des kommenden Winters entgegensah, waren durchaus nicht die der heiteren Zuversicht und der seisenfesten Gewißheit eines glücklichen Ausgangs. 14. Kapitel. Eine unge Fürstentochter hätte für ihre erste Gesellschaftstampagne kaum reicher ausgestattet werden können, als das verwaiste Kind des Diamantenkönigs. Am Tage nach Ediths erstem Besuch bei der Gräfin Rechberg war dem Justizrat bei einem Berliner Bankhause eine weitere Summe von hunderttausend Mark angewiesen worden, die lediglich dazu dienen sollte, die Ausgaben für Ediths Ausstattung und die um ihretwillen gebotenen gesellschaftlichen Veranstaltungen zu bestreiten. Die Möglichkeit, daß Frau Lydias Blief an den Rechtsanwalt Krüger die Veranlassung dazu gegeben haben könnte, war vollständig ausgeschlossen; denn dieser Brief konnte sich noch gar nicht in seinen Handen befunden haben. Und auch die letzten Besorgnisse nach dieser Richtung hin mußten überdies aus dem Herzen des Justizrats schwinden, als er nach Verlauf einiger Wochen das Schreiben seiner Frau mit einigen höflichen Begleitworten uneröffnet zurückerhielt. Auch er erbrach den Umschlag nicht, sondern überlie erte den Brief so, wie er war, den Flammen. Denn er wollte nicht dadurch, daß er ihn seiner Frau zurückgab, die Gespenster jener schrecklichen Tage heraufbeschworen — jener Tage, von denen er sich immer wieder einzureden suchte, daß er sie über kurz oder lang vergessen werde, und deren Erinnerung sich doch immer wieder zwischen ihn und Lydia stellte, sooft er auch versuchte, sich ihr mit der alten Freundlichkeit zu Allerdings gab es zu solchen Versuchen jetzt immer I weniger Anlaß und Gelegenheit. Denn die Justizrätin I war durch die Sorge um Edith fast über ihre Kraft in Anspruch genommen, und sie widmete sich dieser Sorge mit einem nahe an Selbstaufopserung grenzenden Eifer. Wie vor ihrer Wiederverheiratung, verbrachte sie ganze Tage in den Werkstätten der Damenschneider und der Putzmacherinnen. Sie setzte eine beleidigte Miene auf, sobald die Gräfin ihr dies oder jenes abnehmen wollte, und sie hatte endlich die Genugtuung, eine Ausrüstung zusammengebracht zu haben, die nach der lächelnd geäußerten Ansicht der alten Dame nicht nur für einen Berliner Gesellschaftswinter, sondern für deren fünf vollkommen ausgereicht hätte. Die Wohnung war zwar in der Haupksache mit gemieleten und aus der Villa herbeigeschafsten Möbeln ausgestattet worden, da der Justizrat auf das bestimmteste erklärt hatte, daß er sie nach Erfüllung der ihm auferlegten Verpflichtungen keinesfalls beibehalten werde. Aber es bedurfte für die notwendigen Ergänzungen wie für die künstlerische Ausschmuckung der Räume doch immerhin so vieler Anschaffungen, daß damit der Rest von Frau Lydias verfügbarer Zeit vollkommen ausgefüllt wurde, und daß ihr für die Zwiesprache mit dem Gatten weniger Muße blieb denn je zuvor. Sicherlich empfand sie das als eine Wohltat, seitdem sie sich mehr und mehr zu der Erkenntnis hatte bequemen müssen, daß auf eine Wiederherstellung I des alten herzlichen und innigen Verhältnisses nicht mehr zu hoffen sei. Sie bedurste deshalb der betäubenden Zerstreuung, und sie bedurste ihrer auch noch deshalb, weil in jeder ruhigen Minute die Angst und die Sorge um ihren fernen Sohn aufs neue in ihrem Herzen erwachte. Rolf hatte ihr bald nach seiner Antunft in Neuyork einen langen Brief geschrieben, der wohl voller Bitterkeiten gegen seinen Stiefvater gewesen war, aber doch nicht eigentlich mutlos und verzweiselt ausgesehen hatte. Nur sein Schluß halte Frau Lydia lebhaft bei sobald„sie junge Ver „Seld schein gebe lieben Man der ersten keineswegs eine Zeitlon Aber ich werd der Ueber: der dritten reizenden W sogleich in und von den die größten auf dem Kun über den Ozean nommen hat, U: aber es ändert seiner Vorzüge. Umständen viel sie die uß shlu nir ang Kleine u :. Daß er noch immer, da hatte der usig den Anten deines fahrungen iß es eine Komödie nchzuführen. lat ich auf verjahrt in nes wirklich en ich mich ossen, habe, chste Zukunft irgend was erspreche. Daß er 9. zu haben scheint und die Fahrt 1 auch nicht ganz freiwillig unterterliegt für mich keinem Zweifel; nichts an meiner Wertschätzung Solche Leute können einem unter nützlicher werden als die Tugendbolde, die bei jeder Gefälligkeit, die sie einem erweisen sollen, so viele Bedentlichkeiten haben, daß schließlich gar nichts berauskommt. Wir haben schon allerlei Pläne ausgeheat, und du wirst vielleicht eines Tages eine graße Ueberraschung erleben. Daß du mir den Reichtum meiner kleinen Pflegeschwester so lieblos verschwiegen hast, kann ich dir noch immer nicht recht verzeihen, liebste Mama! Aber wenn du nur des Versprechens eingedenk bleibst, das du mir vor meiner Abreise gegeben, so kann noch alles gut werden. Ich kann dir schon heute verraten, daß Edith bei meinen Zukunftsplänen die Hauptrolle spielt. Aber es wäre voreilig, schon heute etwas Weiteres darüber zu sagen. Wenn du mal ein paar hundert Mark übrig hast, die du mir schicken kannst, so darfst du versichert sein, daß sie immer zur rechten Zeit kommen. Ich lebe keineswegs im Ueberfluß, und es ist hier ein verdammt teures Pflaster. Was mir die Großmut Deines Herrn Gemahls bewilligt, reicht kaum für die Fristung des nackten Lebens; von dem Vergnügen gar nicht zu reden. lnd ganz ohne ein bißchen Vergnügen kann ein Mensch in meinen Jahren und von meinem Temperament doch schließlich nicht auskommen. Ich denke, das wirst du selbst einsehen. Und eine Kleinigleit sollte von dem verschwenderischen Luxus, in dem ihr dahinlebt, doch auch für den armen Verbannten abWie gerne hätte Frau Lydia seinen Wunsch erfüllt! Aber sie besaß buchstäblich nicht mehr als ein kleines Taschengeld, da alle Rechnungen durch die Hände ihres Mannes gingen. Und nach ihren schrecklichen Erfahrungen fehlte ihr der Mut, ihn aufs neue durch irgendein schwindelyaftes Manöver zu hintergehen. Sie fühlte, daß zwischen ihr und ihm jetzt alles auf des Messers Schneide stand, und daß er ihr einen nochmaligen Betrug gewiß nicht verzeihen würde. Darum hatte sie ihrem Sohne mit einer wahrheitsgetreuen Schilderung ihrer beengten Lage geantwortet und hatte ihn mit den beweglichsten Worten angefleht, sich brav zu halten und keine neuen Torheiten zu begehen. Auch vor dem Freunde, von dem er ihr geschrieben, hatte sie ihn gewarnt, obwohl sie wenig Zuversicht hegte, daß er solchen Warnungen jetzt mehr Gehör schenken würde, als er es früher getan. Was seine Anspielungen auf Edith betraf, so hatte sie es allerdings nicht über sich gewonnen, ihm jede Hoffnung zu nehmen. Lebten diese törichten Hoffnungen doch auch noch in ihrem eigenen Herzen fort, sowenig sie auch imstande war, sich eine Vorstellung von der Möglichkeit ihrer Erfüllung zu machen. (Fortsetzung folgt.) Fung. ggg S a gn #s. SEnR e # EESEEBREEEE S 8s S 8 S.ggg S G6 5 S 8 S 2 5 E 2 S e 9 1 S SRSS S 5S Ess S S 893E5 Bs ging, gewann bereits wieder Macht übet##e i Da vernaym sie Hufschlag hinter sich, und gleich darauf wurde sie von Baron Pomme begrüßt, mit welchem sie bisher nur selten ein paar Worte gewechselt. Scheibewege. H. Lindeman (Schluß.)(Nachdr. verboten.) ihr das Glück, welches sie an seiner lte, so wunderbar verlockend ausgeie Prinzessin sollte sie leben als seine ##rlichleiten der Großstadt in vollen Zügen it allem, was reizend und kostbar, sich lch, der Zauber, welcher von dem Fremden ausgewann bereits wieder Macht über sie. sie bisher nur selten ein paar Worte gewechse Er sprang vom Pferde und gesellte sich zu ihr. Ernst und forschend betrachtete er das schöne Mädchen. Tann sagte er, seiner Stimme einen möglichst harmlosen Klang gebend: „Ich suche meinen Freund, der seit einigen Wochen bei mir auf Besuch ist. Sie sind ihm vielleicht zuweilen begegnet, Fräulein Edith, er liebt weite, einsame Spaziergänge und kam zu seiner Erholung hierher. Er ist ein berühmter Künstler, verwöhnt, und leider muß ich sagen, launisch und leichtsinnig. Seine Frau weiß ein Lied von seinen losen Streichen zu singen. Einstweilen wird ihm freilich die Lust dazu vergehen, denn er muß zu seinem Regiment an die Front. Mag der Himmel ihn behüten, denn ein großes schönes Talent würde mit ihm zugrunde gehen, und ein kleiner Sohn ihm nachtrauern!“ Der Baron machte eine Pause. Er wagte es nicht, Edith anzusehen, deren glühendes Gesicht jäh erbleicht war. Ihre Blicke folgten unwillkürlich denen des Barons, die sich auf das Gehölz vor ihnen lentten. Zwischen den kahlen Stämmen am Waldessaum bewegte sich die stolze Gestalt des Künstlers. „Ach, dort sehe ich meinen Freund!“ rief der Baron, „denken Sie nur, Fräulein Edith, allen Ernstes geht der Don Juan mit dem Gedanken um, sich von seiner Frau scheiden zu lassen. Ihre Nachfolgerin wäre im voraus zu beklagen, denn Treue und Beständigkeit sind unserem Künstler fremde Begriffe. Hoffentlich kommt er durch die ernste Botschaft, daß er hinaus muß, ur Besinnung und erinnert sich seiner Pflichten gegen Weib und Kind.— Auf Wiedersehen, Frauiem Sdith, grüßen Sie Ihren lieben Vater, und danken Sie Gott, daß Sie wohlgeborgen in der Heide leben, bis wohin der Jammer und das vielfältige Elend der MenschDer Baron nickte Edith zu und bestieg sein Tier. Sie aber hätte vor Scham in die Erde sinken mögen. Ihrem naiven Sinn erschien es ungeheuerlich, daß ein verheirateter Mann ihr von Liebe gesprochen. Darum also hatte der Künstler betont, daß große Hindernisse zu beseitigen seien, bevor er beim Vater um sie anhalten dürfe.„.„; einer Wraß, Sie war gelaufen, als gelte es, einer großen Gefahr zu entfliehen. Nun stand sie still. Der Rausch war verflogen.„. 44, fi, mahf tiate Zu jeder anderen Zeir hätte sie wohr tiefer unter dem Vorkommnis gelitten, aber das Ungewöhnliche der auf sie eindringenden Ereignisse ließ es dazu nicht kommen. Alls sie später bei Tisch Jochen gegenübersaß und aus dem Rotwerden nicht herauskam, nahm er, als sei dies selbstverständlich, ihre Hand und fragte, ob sie nun zum Prediger gehen und sich kriegstrauen lassen wollten. Sie sühlte, daß all ihr Haß gegen Jochen dahin war. Aber die Furcht, daß sie sich ein großes Glück verscherzt haben tönne, erpreßte ihr heiße Tränen. Sie beichtete. Sehr ernst, und doch leisen Schalk in den blauen Augen, hörte Jochen zu. „Wirst du mir glauben, daß ich füo uld Zeli kuriert bin und gar kein Verlangen mehr falschen Freuden der Welt draußen keunenzulernen, Jochen? Ich danke Gott, daß die Warnung noch rechten Zeit kam. Vergib mir, was ich in der Dummheit an dir gesündigt!“ „Mein Lieb" Jochen strich ihr das krause Haar aus der heißen Stirn und sprach feierlich,„gotttob, daß die dummen Phantastereien ein Ende haben!, Nun weiß ich doch das Erbe meiner Väter in guten Händen, auch wenn ich nicht wiederkehre.“ Die Ahnung kommender Trauer zog durch Edity= Herz, als sie Jochens Verlobungskuß zurückgab. Unter heißen Selbstvorwürfen gestand sie sich ein, daß sie durch ihre Unverständigkeit sich um Stunden des reinsten Glückes gebracht, die unwiederbringlich verloren waren. 8 um Nur wenige Tage durste ste mit Jochen veretut bleiben, dann mußte er Abschied nehmen, und für sie begannen die ernsten Pflichten, die mit der Bewirtschaftung eines großen Besitzes verknüpft#nd, Pflichten, mit denen Edith, das gelobte sie sich, in eins verwachsen wollte, damit ihr ganzes Sein dier in der Heide wurzelte und kein Gedanke sie m hinauszog in die höse, verderbte lockende Welk Denkspruch. Wir zagen nichts nach Ruhm und Glang. Die ind gar bald verdorhen; Uns hat die Det des Uneslands, Die harte Not geworben. Für Weid und Rind, Für Haus und Herd, Da zücken wir das scharfe Schwert Zum Siegen oder Steiben. 1 Geibel. Die Denkmalsinventarisation des Aisne=Departements durch einen deutschen Offizier. Die Kulturarbeit unserer Truppen in den besetzten Gebieten hat auch zu einer kunstgeschichtlichen Leistung geführt, die einen hervorragenden Platz in der mitten im Kriege in Feindesland geleisteten Friedensarbeit beanspruchen darf. Wie der Nachfolger Lamprechts in Leipzig, Prof. Walter Goetz in einer inhaltsreichen, bei Fr. A. Perthes in Gotha erschienenen Schrift„Deutschlands geistiges Leben im Weltkrieg“ auf Grund von Mitteilungen der Straßburger Universitäts=Bibliothek berichtet, hat ein höherer deutscher Offizier in der Zeit vom Oktober 1914 bis Ende Dezember 1915 die reichen Kunstschätze des Aisne=Departements nach modernen kunstwissenschaftlichen Grundsätzen ausgenommen und zusammengestellt. Sein Werk hat er der Straßburger Univerlitäts=Bibliothek übergeben, in deren Kriegssammlung es den ersten Platz einnimmt. Das Aktenstück, in dem diese Tatsache festgehalten ist, verdient weitere Verbreitung als ein vollgültiges Zeugnis jener großartigen Kulimarbeit, die die deutschen„Barbaren“ überall in den von ihnen besetzten Gebieten vollbracht haben.„Der Verfasser,“ so wird hier berichtet,„fand in seinem Quartier das vierbändige Werk von Edouard Fleury: Antiquités et monuments du département de l’Aisne, am Abenb bes gleichen Tazez wurde durch sche Stoßtrupps die Fermebesetzung aufgehoben der überlebende Teil der Besatzung gefangen shracht.— An der Aisnefront wurde am #elle=Plateau ein französischer Angriffsversuch die verlorene Stellung in der Entwicklung nieehalten. Nach Abweisung von zwei späteren zösischen Angriffen setzte am 3. Juli 5 Uhr Minuten vormittags ein starkes französisches er wieder hier ein. Spanien vor wichtigen Entschließungen. Vie Pariser Blätter aus Madrid melden, de am Sonntag ein sehr wichtiger Ministerrat halten, in dem neben der inneren auch die re Politik besprochen wurde. Nach der Sitzung der Ministerpräsident mit dem König eine rredung. Die Vorgänge in Spanien werden der Ententepresse mit größter Spannung verDem„Perseveranza“ wird aus Paris gemeldet, aus Spanien eintreffenden Berichte ließen auf äußerst schwieröge Lage schließen, man müsse nauf sensationelle Wendungen, die jeden AugenKeintreten könnten, gefaßt machen. —OOODer Krieg mit Italien Von der Tiroler Front. der„Köln. Ztg.“ wird von der Tiroler Front #ldet: Drei feindliche Stützpunkte westlich des Hasees und nördlich des Ledrotals sind heute en von einer kleinen Abteilung von uns nach kurzer Artillerievorbereitung angegriffer en. Die kleine Abteilung bestand aus alten türmern. In den drei Stützpunkten saßen i. Aus zwei Stützpunkten machten die Alsich in dem Augenblick davon, wo die Bajoder Landstürmer über den Gräben erschienen. Alpini des dritten Stützpunktes ließen es auf Nahkampf ankommen; der größte Teil der ita sschen Besatzung wurde niedergemacht, der Rest gen und der Stützpunkt genommen. Unsere Landstürmer sind also der italienischen Elitese überlegen. Wie empfindlich der Schlag, des Italiener auf der Ortigara empfingen, war, aus der jetzt feststehenden Endziffer der Beute Cefanzenenzahl hervor. Die Zahl der Gede beträgt 18, der Maschinengewehre 82, der ingenen Mannschaften 2700, der Offiziere 87. ner sind dem Gegner noch 5 Minenwerfer und Sengrohrenwerfer abgenommen worden. Der italienische Hexenkessel. Nach Meldungen, die der„Köln. Volksztg. namhafter politischer Seite Süditaliens zun. brodelt es im römischen Hexenkessel wie nie Die bewegten Geheimsitzungen haben die meine Krisis trotz der offiziellen Vertrauenskeineswegs erleichtert. Einstweilen hat der Esche Umsturz bezonnen. Wenn die Zeichen trüben, wird er vielleicht bald genug großen ng annehmen. O mittag burchzogen Tausenbe, hauptsächlich Fräueß, die Hauptstraßen. Die Menge begab sich zum Gemüsemarkt; der von berittener Gendarmerie und Polizisten abgesperrt war. Der Andrang der Menge war so stark, daß die Polizei den Platz räumen mußte. Sie wurde von einem Steinhagel überschütet. Mehrere Lagerhäuser wurden geplündert. 1800 Fässer und Kisten mit eingemachtem Gemüse und Kartoffeln wurden herausgeholt. Als die Menge diese Waren fortschleppen wollte, kam es zu heftigen Auftritten. Die Polizei feuerte. Im Hasen wurden Lebensmittelschiffe geplündert, eine große Menge Gemüse und Kartoffeln wurden weggenommen. Gestern abend zwischen 10 und 11 Uhr wurden sämtliche mit Lebensmitteln beladene Wagen im Hafen und 22 Waggons Kartoffeln, die für England fertig standen, auf der Insel Kattenburg gei plündert. Die Polizei war nicht imstande, die Menge zurückzuhalten. Um 12 Uhr rückten Truppen heran, die die Menge zurückdrängten. Als die Masse aber gegen Mitternacht wieder Herr der Insel war, feuerten die Truppen. Mehrere Personen wurden verwundet, eine Person getötet. Wiederholt versuchten die Leiter des Umzuges, der nicht aus revolutionären und sozialistischen Elementen bestand, sondern aus plötzlich zusammengeströmten Gruppen, die gegen die Lebensmittelnet protestieren wollten, die Leute zu bewegen, nach Hause zu gehen, da man nicht gekommen sei, um zu stehlen, sondern nur den Behörden zu beweisen, daß die Lage unhaltbar geworden sei. Die Ermahnungen waren aber fruchtlos. Man befürchtet, daß sich die Unruhen heute wiederholen werden. 0OO er Krieg mit Entland weiterung des englischen Sperrgebietes. as holländische Korrespondenzbüro meldet lich: Das Ministerium des Aeußern teilt mit, die britische Regierung folgendes bekanntge# hat:„Die gefährliche Zone in der Nordsce vom 4. Juli an alle Gewässer mit Ausnahme niederländischen und dänischen Territorialger umfassen, welche südlich und östlich der Linie n, die drei Meilen von der Küste von Jütland V Grad 8 Min. nördlicher Breite beginnt und die Punkte 57 Grad 8 Min. nördlicher Breite, krad östlicher Länge und 53 Grad nördlicher #e, 4 Grad östlicher Länge längs des 53. Breitades nach einem Punkte geht, der drei Meilen der niederländischen Küste entfernt ist und dor der Grenze der niederländischen Territorial= #sser nach Norden und Osten verläuft.“ Da ie dieser Maßregel die sichere Fahrstraße in befährliche Zone fällt und damit die Schiffahrt die Nordküste von England ganz unmöglich werwürde, hat die niederländische Regierung die Esche Regierung auf die höchst bedenklichen Foldieser Maßregel aufmerksam gemacht und die hertung ausgesprochen, daß sie abgeändert wer 4wird.(WTB.) Die englische Aushungerung Hollands. Die erneute Ausdehnung der Gefahrzone in der Dee durch England, welche die ganze hollänKüste und den größten Teil der ands sperrt, nimmt den Holländern fortan ungefährdeten Zugang ins freie Meer, so4 für die eigenen Schiffe, wie für die der belden Relief Commision. Ebenso I. dem,gerähg, den Fischern durch diese rücksichtslose glands der Weg in das für ihren Erwerb v Eschen Admiralstab freigegebene Stück Meer Kst. Es ist die Frage, ob der Protest der ho dischen Regierung Erfolg haben wir Pläßt anscheinend die letzte Maske falle gt vor keinem, auch noch so völkerrechtswid unmenschlichen Mittel gegenüber den #en mehr zurück. Lebenomittel=Unruhen in Holland. Die Nahrungsmittelschwierigkeiten in en in Ensterdam zu ernsten Unruhen geführt. D# vorgestern ebend wurden verschiedene Emittelgeschäfte in der Stadt geplündert. S Antag wurde in der Hauptstadt Polizei Provinzen zusammengezogen. Gestern nach Die Lage auf dem Balkau Venizelos will den Krieg erklären. TU Genf, 4. Juli. Der französische Oberkommissar Jonnart hatte eine längere Beratung mit Venizelos und dem König Alexander. Der„Temps“ berichtet, Venizelos habe im Laufe dieser Unterredung zu Jonnart gesagt: Wir müssen so rasch wie möglich den Krieg erklären. Alle Armcekommandanten und Divisionsgenerale der in Peloponnes konzentrierten griechischen Truppen sind auf Sonnabend morgen 10 Uhr zu einer Konferenz mit Venizelos berufen worden.—„Petit Journal“ meldet aus Athen: Ein Regierungsdekret ordnet die Einberufung des Rekrutenjahrganges 1917 an. Die Einberufung von Reservejahrgängen wird erwartet. Befürchtung einer deutschen Offensive gegen Griechenland. TU Amsterdam, 4. Juli. Wie der Londoner Gewährsmann der„Voss. Ztg.“ berichtet, befürchtet man in Regierungskreisen, daß Deutschland gegen Griechenland die Offensive ergreisen werde, weshalb Frankreich und Italien auf Truppensendungen nach dem Balkan drängen. Die VenizelosArmee kommt von der Front nach Altgriechenland zurück, um die Nevolution zu unterdrücken. Der militärische Wert der griechischen Armee. TU Wien, 4. Juli. In hiesigen diplomatischen Kreisen nimmt man an, daß die in zwei Lager gespaltene griechische Armee, die in ihrer Mehrzahl dem König Konstantin untertan ist, auf dem Balkan keinerlei den Zentralmächten nachteilige militärische Entwicklung herbeiführen kann, schon weil der U-Bootkrieg die dortigen militärischen Aktionen auf ein Mindestmaß herabgedrückt hat und die thessalische Ernte allein ausreichen muß, das griechische Volk und das Heer der Entente zu ernähren. Griechenlands Eingreifen ändert nichts an der tatsächlichen Lage. Sofia, 4. Juli. Der Abbruch der diplomatischen Beziehungen durch Griechenland läßt auch die hiesigen urteilsfähigen Kreise kühl. Ein Staatsmann aus den Reihen der Opposition meint dazu, die venizelistische Regierung ändere wenig an der tatsächlichen Lage, da ja griechische Truppen bereits seit dem Vorjahr gegen die Verbündeten an der mazedonischen Front kämpfen. Daß Griechenland hierüber hinaus größere Truppenmassen auf die Beine bringen könne, ist wenig wahrscheinlich, abgesehen davon, daß seine 15 Divisionen nur auf dem Papier vorhanden sind. Außerdem ist das griechische Heer weder mit schwerer Artillerie noch miMaschinengewehren genügend ausgerüstet. I ganzen glaubt der Vertreter der„K. V.=Ztg., daß das griechische Heer nicht einmal die Machtentfaltung ersetzen werde, welche die zur Wiederherstellung Griechenlands werden auf sich nehmen müssen. Zurückziehung des Entente=Expeditionskorps von der Saloniki=Front. Die italienische Presse beschäftigt sich eingehend mit der Möglichkeit, daß der Vierverband sein Expeditionskorps aus Mazedonien zurückziehen, die vorgeschobenen Stellungen allmählich abbauen und die Verteidigung der Saloniki=Front den griechischen Truppen allein überlassen könnte. In Entente=Presse wird angesichts der Lage auf dem östlichen Kriegsschauplatze immer nachdrückliche. die Nutzlosigkeit weiterer militärischer Operationen auf dem mazedonischen Kriegsschauplatze betont. Tribuna befürchtet, Venizelos seien im Zusammen hang mit diesen Plänen Zugeständnisse gemacht wor den, die mit den italienischen Interessen nicht vereinbar seien und richtet eine ernste Warnung an die westlichen Verbündeten Italiens. Der Krieg mit Amerika. Der Druck Amerikas auf die Neutralen. TU Amsterdam, 3. Juli. Der Washingtoner Vertreter der„Newyork Times“ teilt über die amerikanischen Pläne zur Beschränkung der Aus fuhr folgendes mit: 1. Die Ausfuhr von Lebens mitteln nach Holland, Skandinavien und der Schweiz soll auf das allernotwendigste beschränkt werden, was diese Länder zum eigenen Ultter halt unbedingt brauchen. 2. Schwefel und andere Artikel, die von den genannten Ländern nach Deutschland geliefert wurden, sollen nicht mehr ausgeführt werden. 3. Die Vorrechte, die die Alliierten bisher dem Handel neutraler Länder gewährt haben, sollen beschränkt werden bis zu dem Augenblick, wo die Neutralen alles, was sie nötig haben, von den Alliierten kaufen und den Einwand fallen lassen, daß der Austausch von Lebensmitteln mit Deutschland notwendig sei, um Steinkohlen und andere Artikel zu erhalten. Argentiniens Neutralität. Buenos Aires, 4. Juli.(Havasmeldung.) Der Präsident richtete an den Kongreß eine Botschaft, welche besagt, trotz des europäischen Krieges halte Arzentinien freundschaftliche Beziehungen mit allen Ländern aufrecht. Die Negierung sei entschlossen, sie in vollkommener Herzlichkeit aufrechtzuerhalten. Der Präsident erklärt, die Völker Amerikas dürfen nicht getrennt von einander bleiben, sondern müßten sich vereinigen, um zu einer gemeinsamen Auffassung zu gelangen. Dieser Gedanke, fügt der Präsident hinzu, fand eine günstige Aufnahme; 15 Nationen haben ihn bereits angenommen. Die Regierung beabsichtigt weiter, Schiedsgerichtsverträge abzuschließen. —9000 Aus Stadt und Umgebung. mücblicke aus den Weltkrieg. 4. Juli 1916. Die Schlachten an der Somme, an der Ostfront und am Isonzo. Von der Küste bis zum Ancrebach herrschte lebhafte Artillerie= und Minentätigkeit. Schwere Kämpfe auf beiden Seiten der Somme blieben im Gange, ohne daß der Feind irgend welche Vorteile erringen konnte. Auf dem rechten Maasufer versuchten die Franzosen erneut mit starken Kräften aber vergeblich gegen die deutschen Stellungen bei Thiaumont vorzukommen.— Im Osten stürmten die Russen weiter auf der Front von Zirin bis Baranowitschi vor, wurden aber überall geworfen. Bei der Heeresgruppe Linsingen gab es schwere Kämpfe bei Czartorysk, Kolki und Luck; alle mit starken Kräften unternommenen Versuche, die deutschen Stellungen zu durchbrechen, scheiterten. Bei Kolomea schlugen die Oesterreicher eine russische Angriffsbrigade in die Flucht, bei Buczacz drangen die Russen vorübergehend in österreichische Stellungen ein, wurden aber rasch wieder hinausgeworfen.— Die Italiener ließen an den meist bereits bekannten Punkten in ihren hartnäckigen, aber vergeblichen Anstürmen nicht nach. *(Das Eiserne Kreuz.) Ueber die Verleihung des Eisernen Kreuzes erfahren wir von zuständiger Stelle:„Bisher sind an Eisernen Kreuzen verliehen worden 49 600 1. Kl. und 2200 500 2. Kl., serner 1445 Eiserne Kreuze 2. Kl. am weiß=schwarzen Bande. Das heißt mit anderen Worten: auf rund 500 Eiserne Kreuze, die im Felde verliehen wurden, kommt 1 Eisernes Kreuz für Heimatverdienst. Ein Vergleich der Verleihung in der Front und in der Etappe zeigt, daß das Verhältnis hier 0,8 Prozent beträgt, d. h. auf 125 Eiserne Kreuze in der Front kommt eins in der Etappe.“ Diesen klaren Zahlen gegenüber dürften sich die Behauptungen, daß Etappe und Heimat im Vergleich zur Front bei Verleihung des Eisernen Kreuzes zu weitgehend berücksichtigt würden, wohl nicht aufrechterhalten lassen. *(Eine notwendige Anweisung.) Es ist festgestellt, daß Reisende vielsach einen ihrer Fahrkarte nicht entsprechenden Platz in einer höheren Wagenklasse einnehmen, in der Annahme, daß sie, besonders bei Zugüberfüllungen, ein Recht dazu hätten. Die Eisenbahnverwaltung sieht sich genötigt, gegen dieses Verfahren, das zu großen Unzuträglichkeiten führt, entschieden einzuschreiten. Häufig müssen Reisende beim Reiseantritt zurückbleiben oder in den Zügen stehen, weil Reisende mit Fahrkarten für eine niedrigere Wagenklass ihnen unberechtigterweise die Plätze fortnehmen. Durch ein solches Verhalten werden die Rechte der Reisenden mit Fahrkarten für eine höhere Wagenklasse in unzulässiger Weise beeinträchtigt. Es ist daher Anweisung gegeben, daß Reisende, die ohne Genehmigung des Fahrdienstleiters oder des Zugbegleitpersonals sich eigenmächtig in eine höhere Wazenklasse setzen, als Reisende ohne gültige Fahrkarte behandelt werden. *e(Die Teuerung im Zeitungsgewerbe.) Heute klagt gewiß jeder Stand und Beruf über die große Teuerung; jedes Gewerbe kann für sich geltend machen, daß seine Gestehungskesten eine nie geerreicht haben. An der Spitze marschiert in der Beziehung aber zweifellos das Zeitungs= und Buchdruck=Gewerbe. Wie sehr sich die Herstellungskosten und Materialien beitslöhne 25—40 Prozent, Papier 100—300 ProKraft und Licht 130—200 Prozent, Metalle für Maschinensatz, Schriftgießerei, Stereotypie und Galvanoplastik über 300 Prozent, Druckto#szen über 200 Prozent, Drudfarben 100 250 Prozent, Druckfirnis-Ersatzstoffe 500 Prozent, Schmieröle 400 bis 500 Prozent, Puplappen 100—150 Prozent, Klebstoffe 30 bis 500 Prozent, Heftzwirn, Draht usw. 200-300 Prozent, Patmaterial 200—500 Prozent. Zu diesen inneren Schwierigkeiten tritt nün für die Zeitungen noch die äußere, den Papierverbrarch erheblich einzuschränken. Unsere Leser werden aus dem Vorstehenden ersehen, mit welchen Schwierigkeiten die Zeitungen kämpfen und es gewiß in den Kauf nehmen, wenn wir unter solchen Verhältnissen zu Maßnahmen und Einschräntungen greisen müssen, die uns selbs am unangenehmsten sind. **(Die neuen Tele##ammgebühren.) Die Telegrammgebühren wurden am 1. Juli dahin geändert, daß ein durch 5 nicht teilbarer Pfennigbetrag bis zu einem solchen aufwärts nicht abgerundet wird. Die neuen Sätze dafur und für die Reichsalgabe, sowie die zugehörigen Bestimmungen sind jetzt vom Reichs=Postimt zusammengestellt worden. Bei Berechnung der Reichsabgabe sich ergebende, die Mindestgebühr von 10 Pfg. übersteigende Beträge sind, wenn sie auf 2 und 6 endigen, nach unten, wenn sie auf 4 und 8 endigen, nach oben auf die nächste durch 5 teilbare Zahl abzurunden. Ein gewöhnliches Telegramm mit 13 Worten kostet dann z. B. 1 Mark. **(Die unsinnigsten Gerüchte) über angebliche Vorkommnisse im städtischen Verkaufsladen an der Hörderstraße und am Schlachthofe durchschwirren seit einigen Tagen unsere Stadt und beunruhigen die Bürgerschaft. Wie wir von unterrichteter Seite erfahren, entbehren diese Gerüchte, soweit sie den Verkaufsladen an der Hörderstraße und angebliche Unterschlagung von großen Geldbeträgen und Wurstwaren am Schlachthof betreffen, jeder tat sächlichen Unterlage und sind völlig aus der Lust gegriffen. Ueber eine andere Angelegenheit, die am Schlachthof vorgekommen sein soll, schwebt eine gerichtliche Untersuchung und wird man gut tun, das Ergebnis derselben abzuwarten. **(Die Fleisch= und Brotration.) Im badischen Ministerium des Innern teilte, wie dem„L.=A.“ aus Karlsruhe berichtet wird, Geheimer Oberregierungsrat Schneider gelegentlich einer Presseberatung mit, daß trotz der Gewährung von Sonderzulagen im Reich die Viehzählung vom 1. Juni entgegen den Erwartungen eine nur sehr geringe Abnahme des Rindviehs ergeben habe. Die Gewährung von Sonderzulagen an Fleisch könne vorerst noch aufrecht erhalten werden. Ihre Einstellung ist auf den 15. August vorgesehen, an welchem Termin aber die Kürzung der Brotration voraussichtlich aufgehoben werden wird. **(Lebensmittel=Verteilung.) In dieser Woche werden u. a. ausgegeben: Suppenwürfel, sowie 100 Gramm Graupen und 50 Gramm weiße Bohnen pro Kopf der Bevölkerung. Nach Belieben können auch getrocknete und gesalzene Fische und getrocknete Steckrüben entnommen werden. **(Eine totale Mondfinsternis) wird heute abend stattsinden. Sie wird in Deutschland bei günstigem Wetter während ihres ganzen Verlaufs zu beobachten sein. Sie beginnt 9 Uhr 52 Min. abends und endet 1 Uhr 25 Min. nachts. Die Totalität dauert von 10 Uhr 51 Min. bis 12 Uhr 27 Min. — Am 19. Juli tritt auch eine partielle Sonnenfinsternis ein, sie ist aber nur im südlichen Eismeer und im Indischen Ozean sichtbar. *(Leichtathletik.) Am vergangenen Sonntag wurden auf dem Städtischen Sportplatze in Hagen die diesjährigen Leichtathletikmeisterschaften des Bezirks Sauerland“ im Westdeutschen Spielverbande ausgetragen. Der Schwerter Sport=Klub beteiligte sich daran und errang wiederum, wie in den letzten Jahren, die meisten Siege. Rudi Sieberg überragte in sämtlichen 4 von ihm bestrittenen Wettkämpfen(Sperwerfen, Weitsprung, Hochsprung und Dreikampf, bestehend in Handgranatenzielwurf, Weitsprung und Laufen nach der WehrTurnordnung) alle Mitbewerber und Ernst Lewe konnte im 800 Meter=Lauf und im 1500 MeterLauf jedesmal als 2. Sieger das Ziel erreichen. Den jugendlichen Wettkämpfern besten Glückwunsch zu den schönen Erfolgen. Marktbericht. Der heutige Wochenmarkt war wieder sehr reich beschickt und schon lange vor Beginn desselben herrschte ein lebhafter Verkehr zwischen den Verkaufsständen. Die Preise haben gegen die Vorwoche keine Aenderung erfahren. Daß für Waldbeeren sage und schreibe 1 Mk. das Pfund verlangt werden konnten, ist zum großen Teil auch der eigenen Schuld des kaufenden Publikums zuzuschreiben, welches bei derartigen Wucherpreisen eben vom Kaufe Abstand nehmen sollte. Wenn aber den Händlern, wie es heute morgen geschehen, von kaufwütigen Frauen die Körbe mit den Waren fast mit Gewalt vom Wagen gerissen werden, ist es kein Wunder, wenn die Preise auf eine fast schwingliche Höhe klettern. Wer überwacht übrigens die Einbaltung der festgesetzten Höchstpreise? Gurken kosteten pro Stück 60 Pfg., Kirschen Pfd. 90 Pig., Stielmus Pack 29 Pfg., Wurzeln Paa 50 Pfz., Zitronen Stück 15 Pfg., Zwiebeln Pfd. 40 Pig., Blumenkohl Kopf 1.20 Mk., Salat 3 25 Pfg., Erbsen 50 Pig., Runkelpflanzen Pack 20 Pig., Steckrübenpflanzen Pack 38 Pfg. Redaktion: Druck und Verlag: Carl Braus, beide in 1 Auf unserm Werk werden noch eingestellt: Schlosser, Dreher, Presser, Sofort tächtige 7 Aussorderung zur Meldung der Hilfsdienst= Stanzer chligen der önerreich=ungarischen Monaichie. Stabzer, Metaureiniger, Arbeiter 1 aue in der Jelt noc dem 80. Juni 123 rg,. gäzien Walzer, Adjustierer, Saltotbunöter, sowie Frauen u. Mädchen für dauernde Beschäftigung E(Ruhr). 1. Januar 1865 geborenen, nicht mehr landsturmpflichtigen mänvlichen Angehörigen der österreichisch=ungarischen Monarchte. die im Amtsbezirk Westhofen wohnen, haben sich, sowen sie nicht unter die in Ziffer S vorgesehenen Ausnahmedehimmungen sallen, im Amtshause zu Westdosen bis spätestens am 10 2“ Die Meldung kann mündlich und schiftlich ersolgen. Bei mündlicher Anmeldung wird deren Inhalt von der Meidestelle in die vorgeschriedene Meldekarte ausgenommen. Die schiiftliche Meldung erfolgt durch Ausfüllung der Meldekarte und Justellung derselben an die Meldestelle. Die Meldekarten mit Umschlägen sind im Stadthause erhältlich. Die Zustellung der ausgesüllten Karten an die Meldestelle kann durch Vermittlung des Arbeitgeders, aber auch durch den einzelnen Hilfsdienstpflichtigen erfolgen, indem er die ausgefüllle Meldekarte bei der Meldestelle abgidt oder der Post zur Besö derung an die Ollspollzeidehörde übergibt. In D# litzten Falle weiden die Karlen der Hilfsdienstpflichtigen portorei belördert, sosern der Briefumschlag den Vermerk„Heers- Feinzieher, Teahr=Wa sache, Hilfsdi nstpflichtigen=Meldung" trägt und offen zur Abgade gesucht. 3288 Meldungen bei Schochtmeister Mork, Eisen1886 Industrie zu Menden und schwerte in Schwerte. Inleßigente DAMEN mit gulen Umoangsformen für Schweite und untgg#nd gesucht. chwerte und Uzigegend Wir stellen in für dauernde Beschäftigung: Bürger, Barmen=R, Rittersh. Stahlwerksarbeiter,! Pahntoftr. 7 Gasstocher, Schrottbündler, Oreye zu verkaufen. 8293 Wiesemann, Hörderstraße 74 Montag, den 9. Juli 1917 beginnt in Dortmund ein Lehrgang zur Einführung die Aufgaben der Fabrikpfleg 8 Weahen thenratische 1 Warhe praltische Ausbildung 3 Wochen tneoretische, 1 wocne praktische Auscheund Einschreibegebühr für Teilnehmerinnen 20 Mk., für Gastborg ionen Tageskarte 1 Mk., Wochenkarte 5 Mk., Kursuskarte 15 M Anmeldungen nehmen entgegen die Frauenarbeitsneb stells und die Fürsorgevermittlungsstelle Dortmund# Kriegsamtstelle Münster, Kapellenstrasse 12, die Fürsor vermittlungsstelle Hörde, Rathaus. 32 Bekanntmachung. Alle Meldenden erhalten die Bestätigung ihrer Meldung gleichgültig. ob sie mündlich oder schriftlich efolgt ist, durch Dushändigung des zu stempelnden Abreißstreifens der Meldekarte Hilfsdienstpflichtige, welche sich in der Meldezeit auswärts aushalt n. haben sich sofern sie im Amtsbezirke wohnen, dennoch dis zum letzten Meld.tag bei der Amtestelle zu melden 3 Rlicht meldepflchtig sind die Personen, die mindellens se't dem 1. März 1917 selbständig oder unselbständig im Hauptberute lätia sind. 4im 1. in Reichs=, Staat=, Gemeinde= oder Kirchenotenst, 2. in der öffentlichen Arbeiler= oder Angestelltenversicherung 3. als Aerzte, Jahnärzte, Tierärzte oder Apotheker, 4. in der Land= oder Forstwirtschaft. 5. in der See= oder Binnen=Fischerei, 6. in der See= oder Binnen=Schiffahrt. 8 7. im Eisenbahnbetried einschl. des Betriedes der Kleinund Straßenbahn, 9. in der Pulver=, Sprengstoff=, Munitions= und Waffenfabrikhation. M 6 19. Außerdem in folgenden kriegswichtigen Betrieben: in ösfentlichen oder privaten Krankenhäusern, in Mühlen, in Lagereibetrieben. in Zeitungsdruckereien, in Brauereien, die Kriegslieferungen auszuführen haben, soweil diese seitens des Kriegsamtes von der Melde pflicht ausdrücklich befreit sind. 4. Gidt nach dem letzten Meldetage ein bisher nach Zisser s von der Meldepflicht Befreiter die dort bezeichnele aus, oder weckselt er seine Beschäftigungsstelle, so hat er sich spalesters am dritten darauf folgenden Werktage beim Einberutungsausschuß in Dortmund, Südwall 2, Erdgeschoß. Zimmer 277. persönlich zu melden und die für die Ausfüllung der Bele#arte ersorderlichen Angaben zu machen. Bei einem Mechsel des Wohnortes hat die Meldung bei der Meldestelle des neuen Orles zu erfolgen. Sie kann auch schriftlich unte# er dauegsmäßiger Ausfüllung der vorgeschriebenen Karte inner teicd von d Tagen erfolgen.. penn in Giste: nack Gisfer Außerdem hal der Arbe tgeoer, Denn ein bisher nach Ziffei 3 von der Meldepflicht Befretter die dort bezeichnete Tätigkeit bei ihm aufgibt, diese bis zum dritten darauf folgenden Werktage dem zuständigen Einberufungsausschuß mitzuteilen. Der Einderufungsausschuß für den Stadt= und Landkreis Dortmund und den Stadt= und Landkreis Hörde befindet sich in Dortmund, Südwall?, Erdgeschoß. Zimmer 277. Gidt ein bereits gemeldeter Hilfsdienstpflichtiger seine bis. herige Tätigkeit auf, oder wechselt er seine Beschäftigungsstelle oder seine Wohnung, so hat er dieses spätestens am dritten darauf folgenden Werktage dem zuständigen Einberufungsausschuß für Dortmuno, Südwall 2, mitzuteilen. Dabei ist die neue Tätiakeit, Beschäftigungsstelle oder Wohnung anzugeben. Draht-Binder und=Wäscher, Electriker, Kranführer, Schlosser, Dreher, Ablader, Hülfsarbeiter, Frauen, Mädchen und jugendliche Arbeiter. Im Hause Mährstraße 7 ist eine abgeschlossene 8257 4=Zimmer=Wohnung mit eotl. 1 oder 2 MansardenZimmern und eine 3—4=Zimmer=Wohnung zum 1. Oktober zu vermieten. Carl Klempt. 3021 2 junge Eisenbahnbeamte, welche in ihrer freien Zeit landw. oder andere Arbeiten zu verrichten bereit sind, suchen— 3291 Cssen=H. K, Echweinisand st alte 9 Sich O.., eisen bei einen Candwit um deosten der einem Lanswirt Zu ersr. i. d. Gesch d. Ikg. 3287 Von heute ab bleiben unsere Geschäftsräume mittags von ##l—2½ Uhr und abends von 7 Uhr ab geschlossen. Sonntags von 11—1 Uhr geöffnet. Auf Grund des§ 9b des Gesetzes über den lagerungszustand vom 4 Juni 1851 in Verbindu# mit dem Gesetz vom 11. Dezember 1915 betreffe Abänderung des Belagerungszustancsgesetzes wird folg des zur allgemeinen Kenntnis gebracht. S 1. Schuhmacher dürfen Leder, das ihnen von Priv personen zur Verarbeitung übergeben wied und sein Beschaffenheit nach von Tretbriemen herrühren ka nur dann zur Verarbeitung annehmen, wenn die Per ihnen bekannt ist oder sich durch Wohnungsmeldesch oder sonstige behördliche Swriftstücke ausweist In jedem Falle ist Namen und Wohnort Person genau aufzuscwreiben und binnen 24 Stung bei der Polizeibehörde in deren Bezirk die Schuhmach werkstatt liegt schriftlich anzuzeigen. s Zuwiderhandlungen gegen diese Anordnung werden, soweit allgemeine Strafgesetze keine höber Strafen bestimmen, mit Gefängnis bis zu einem Ja bestraft. Bei Vorliegen mildernder Umstände##### auf Geldstrafe bis zu 1500 Mark erkannt werden. § 3. Diese Bekanntmachung tritt mit ihrer Veröffe lichung in Kraft. Münster, den 20. Juni 1917. 3 Eine Wobnung Siellverkr. Generalkommando VlI Armeekor zum 1. August oder später zu veimieten. Sedanstraße 13. 5. Mit Gesängnis bis zu 3 Monaten oder mit Geldstrafe bis zu 600 Mark wird bestraft, der bei der Meldung wissent. lich unwahre Angaben macht.,,... Heslrat, Lar Bi, Mit Geldstrafe bis zu 1°0 marn wiro bestraft, der die vorgeschriebenen Meldungen oder Mitteilungen schuldhaft unter. lätzt. 327 F. Kiesler F. Meyer A. Ruhkamp A. Kohlmann Frau Weber J. Rosenberger E. Pass A. Peiffer Frau Seite C. Seuthe G. Nierhoff E. Tengelmann. 2=ZimmerWohnung 1. Eig., zum 1. Oktober zu verm. m. Stall u. Bleichpl Der kommandierende General: Frhr. von Gayl. General der Infanterie. Abt. IcR Nr. 33851. Rosen, Schulstraße 6, Eingang im Hof. 3295 Konigl. Peroilassen Trneit Mir ist der Verkauf von Original=Losen Übertragen. 3297 Bwagi 9- Iimmer= Wohnungen Holzener Weg Nr. 10, mit Stallung und Gartenland auf sofort oder später zu vermieten. 8275 Näheres Haselackstr. 1. Hch, Winkelmann, Iigarrenhandl, Hüsingstr. 3216 Für die Woche vom 5. bis 12. Juli 1 wird gegen Abgabe einer jeden in dieser Woche#### gen Butterkarte 30 Gramm Westhosen, den 2. Juli 1917. Die Ortspolizeibehörde: Arndt. Verordnung. mit Gas, Wasserleitung und und gegen Vorzeigung der Lebensmittelkarte Die Zunahme der Viehdiebstähle in Verbindung mit dem * stlachten von Rindoieh auf den Weiden lassen strenge Uebermierung des Treidens und Fahrens von Rindvich geboten ersnneinen. Ic ordne deshalb im Interesse der öffentlichen Sicherheit für die Provinz Westfalen, soweit sie in meinem Koepsbezirk liegt, auf Grund des§ 9b des Gesetzes über den Tela,e ungszustand vom 4. Juni 1851 folgendes an: Das Treiben einzelner Stücke Rindvieh und die Beförderung von Rinooieh auf Wagen in der Zelt von 9 Uhr obends bis 5 Uhr morcens ohne Mitführung eines von der Ortspolizei= oder Gemeindebehörde ausgestellten Ausweises wird verboten. Mit Gefängnis bis zu einem Jahre wird bestraft, wer die vorstehenden Anordnungen übertritt oder zur Uebertretung aussordert oder anreizt; beim Vorllegen mildernder Umstände kann auf Haft oder Geldstrafe dis zu fünfzehnhundert Mark erkannt werden. Unsere verehrten Inserenten bitten wir, Anzeigen gleich bei der Aufgabe zu bezahlen.= Die Geschäftsstelle der„Schw. Zig.“ Befreiung sofort. Alter und Geschlecht angeben. Auskunft umsonst„ 32s8 „Sanis Versand“ Klosett sofort oder später zu vermieten. 3217 Oslenstraße 18. München A, Landwehrstr. 44 3272 Münster, den 28 Juni 1917. Stellverik. GeneralkommandoVll. Acmeekorps Der kommandierende General: von Gayl. Abt. 14 Nr. 4193. Radfahren mit Reisenersatz „Geros“ erlaubt! as .Dusere Spezlaliäl Aussteuerartikel Betten Barchend u.Jeden erhalten sie preiswert im Kaufbaus 1462 nur erprobte Qualitäten Bekanntmachung Raßt auf jedes Glänzend beurteilt: Die BeLui Grund des§ 4 Abs. 4 der Behanntmachung Herin Reschskommissars für die Kohlenveiteilung rom 17 Juni d. Is. wird hiermit zur Kennlnis gebracht, daß für den Gemeirdedezirk Schwerte eine Ortskohlenstelle gegründet ist. Ais Leiter ist der Stadtbaumeister Bierbach bestellt. reifungen sind sehr defriedigend ausgefallen. Preis 1 Paar Elk.-O,- u. Porto, Verp„Nachn 1 Mk. Vertr. ges. Pcosp. gral Heros G. m. b. 5, Berlin 1019 E Friedrichstraße 181 3120 Schwerle, den 29. Juni 1917. 3292 Der Magistral: Rohrmann. Bekanntmachung. Aus Grund der Verordnung des Herrn Regierungs=Präsidenten zu Ainsberg vom 25. Juni d. Is. Amtsdlatt Stück 26 Nr. 469 wird das Sammeln von Waldbeeren(Heidelbeeren) und Preiselbeeren im Laidkreise Hörde vom heutigen Tage ad gestattet. Hörde den 3. Juli 1917. Der Landral: gez. Dr. Luckhaus. Zahn-Praxis Friedrich Esser Dentist, Hagenerstr. 14, 1. Et. Schmerzlose Zahnoperationen künstl. Zähne 1659 und ganze Gebisse Erankenkassenscheine werden angenommen. Gebrüder Stein 4.08 Schwerte. Schwerie, Ostenstr. 21 30 Gramm Schmal; in den hiesigen Geschäften von Donnerstag mittag gegen Bezahlung verabfolgt. Für Militärurlauber wird die Butter bei Niel### Brückstraße ausgegeben. Schwerte, den 4. Juli 1917. Der Bürgermeister: Rohrmann Diejenigen Geschäfte des hiesigen Stadtbes#h welche iche.„ Steckrübensauerkraut in Fäßern zum Verkauf zu beziehen wünschen, kön# dieses am Donnerstag, den 5. Juli 1917, ne mittags von 4—6 Uhr, am Irle'schen La### Haselackstraße, in Empfang nehmen. 33 Magistrat. Jacausennannanuaanaeaanaa. Bekanntmachung. Diejenigen Geschäfte, welche Rosinen Warnaug. In den dem Marien= hespital gehörenden Gärten an der Haselack= u Göthestraße, sowie am Kirchhos sind Fußangeln und Selbstschüsse Zigaretten lirekt von der Fabrik zu iur Originalpreisen: 00 Zigaretten, Kleinv. 1,8 Pf Mk. 1.80 100 Ziga etten, Kleinv 3 Pf. Mk. 2.30 Belde Sort. m. Hohlmundstck. 100 Zig,. ohme A. Kleing, 3 6 /6 tag, den 5. Juli, vormiliag: 100 Zig. Golders. Kleinv. 3 Pr(Keller des neuen Rathauses Nk. 2.60 Bezugsscheine sind vorher vom Stadtbauamt, Zim# 1002ig. Golders. Ple giz: 35g Nr. 24, abzuholen 33 100 Zig. Gold Kleinv. 6,2 Pf bei der Stadt bestelle haben, können diese am Donne lag, den 5. Juli, vormillags von 9—12 Uhr, Mk. 4.50 Versand nur geg. Nachnahme von 300 Stück an. Goldenes Haus, Zigarettenfabrik. G. m. b. H. Köln, Ehrenstrasse 34. Magsshaat. Vor Betrelen dieser Wohnungen witd 00-##rmisten Curk.. empfiehlt Grandgume warnt. v vermieten Sie schnell durch ein 3208 Inseral in d.„Schwerter Zig. Büchhiinelung Carl Bram 7 P 1 2 Tes at un 22200 Eriertesse #n 6e secn er e venihr en n tn Nir. 15 Die Man ent sierung Engle Petersburg a desrat Hohme der Friede v England abe Enzland das Friedens ist, aber wir hab U=Boote wie front geben die englische Deutschlands kämpfen. Ir Ministerpräsi Reden die a kräftigt, und nen Zweifel Reden des H aufzufassen si letzte Ursache kann bei kei zweifelhaft ausforderung nur durch e und mariti kann, und da daraus die Denn über linweg ist darin vollko der sozialde daß wir un rade gegen müssen. Es helfen, daß nichtung De süßen möcht Demokratisic den mit En längst, was scher Bestrel wissen, wie Agitation f wir wollen land sich de Länder kün Länder ihn scheint. Dihat sich dock fteundschaft stellen geni stären Reg es angeblich will. 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