Oerbunden mit: Schwertn D1.. Westholener Zeltung Cageblatt und Anzeige Avlerbecher Zeitung Schwerter Volkszeiung Langscheder Zeltung Schwerter Oolksblatt holzwickeder Zeitung Amtliches Kreisblatt-für den Kreis Hörde Grltes und Klieltes Cagesorgan des Krelles m Geueral-Auzeiger für den Kreis Börde m Haupt-Aunoncenblas au, bric, uns ictalpelgelichn Brch. gungen für den Kreis. Hörde erlangen gemüb Bedanntmachung der Röniglichen Regierung durch Veröffentlichung in der„Schwerter Zeitung“. rechtsverdindliche Kroft.— Die „Schwerter Zeitung“ gewährt ihren Abonnenin für jeden mil Tod endenden Unfes Soingunge 300 Mk. Unfall. Druch u. Verlag v. Coari Braus, Schwerte=Ruhr. Femasp. 62. Telegr.=Adr. Braus. Schwerte=Ruße. uid ecderde Zsiumf ult dael. Unaneis Dratisdeilage erscheint lägne wen sebentage, Bezugspreis M. 2.40 vlectes ##ch, bes der Pos iüe Bestellgeld 42 P#sg. inehe SerLengrts: Dir Redzagrspaltene Peläkzelle eder deus Norn 20. Pig., Retlamezeih 29 Jeder Redau gilt als Kassen## erscht dei Ronkursen, Zwangsergkeichen gurichtbichen Klagen und Nichtto. euns ür gaatten Seitssehsteren 50. Jahrgang Deutsche Heeresberichte. Der 1. Mai ist in ganz Deutschland in Ruhe und Ordnung verlaufen, die Arbeit nirgends in einem beimerkenswerten Umfang niedergelegt worden und besonders in den Rüstungs= und Munitionsfabriken ist mit großer Emsigkeit gearbeitet worden. Die Heffnungen unserer Feinde und die Wünsche einiger verwirrter oder auch verbrecherischer Eingänger im eigenen Lande sind elend zu schanden geworden; das ganze deutsche Volk kann mit Recht die größte Genugtuung empfinden. Mit dieser Genugtzung verbindet sich ein Gefühl des aufrichtigen Dankes an alle diejenigen, die oben und unten zu diesem erfreulichen Ergebnis durch ihre Arbeit und Mahnung, durch ihre kluge Belehrung und ernste Warnung beigetragen haben. Wir gedenken in dieser Hinsicht des ernsten Briefes des Reichskanzlers an die Bundesretierungen, wir gedenken der Briefe Hindenburgs und Groeners und wir gedenken nicht weniger der Mahnruse der Gewerkschaften= und AngestelltenVerbände aller Parteirichtungen und des warnenden Aufruses der sozialdemokratischen Partei. An erster Stelle aber gedenken wir des gesunden Sinnes der überwältigenden Mehrzahl unserer Arbeiter und Arbeiterinnen selbst, die sich nach kleinen Irnungen and Wirrungen so bald und so gründlich wieder zurechtgefunden haben und den politischen oder feindlichen Agitatoren am 1. Mai so gründlich den Sruhl vor die Tür gesetzt haben. Die große nationale Arbeitseinheit des deutschen Volkes hat sich aufs neue in einem besonderen Beispiel bewährt, uund alle Schwarzseher haben eine glänzende Abfuhr erlitten. Diese letztere Tatsache ist um so erfreulicher, als es nicht wenige unter diesen Schwarzsehern gab, die aus den üblen Vorgängen Mitte April und aus den kindlichen Drohungen für den 1. Mai ein besonderes politisches Geschäft machen wollten und sich sogar nicht entblödeten, daraus einen strammen Feldzug gegen die Reichsregierung zu aranzieren. Sie warfen auch bei dieser Gelegenheit, weil das nun einmal ihre Methode ist und ihre fixe Idee, der Reichsleitung Schwäche und Liebäugeln mit der Sozialdemokratie vor und konstruierten im Handumdrehen eine naue Gefahr für Krone und Reich. Mit dem glänzenden Erfolg, den die ruhige und sichere Taktik der Reichsbehörden und der anderen in Frage kommenden amtlichen Stellen davon getragen hat, sind auch diese alle mehr oder weniger offenen Angriffe und Verdächtigungen zusammengefallen, und jene Herrschaften, die nun einmal nicht zu belehren sind, werden sie schon nach einer anderen Gelegenheit umsehen müssen, um im Trüben zu fischen. Das deutsche Volk aber in seiner großen Gesamtheit wird aus dem ruhigen Verlauf des 1. Mai erneut den Beweis nehmen, wie sehr eine ausgleichende, sachliche, abwägende und gerechte Politik der Reichsleitung gerade in so kritischen Zeiten wie der Gegenwart das einzig richt'ze ist, und wie gefährlich es gewesen wäre, den Teufel mit Belzebub auszutreiben. Die Genug'nung über den Verlauf des 1. Mai kann deshalb zu einer über den Tag hinaus roschenden Lehre werden, und wenn auch nur das Selbstverständliche— die Sicherheit und Ordnung im Deutschen Neich— hier Ereignis geworden ist, so kann es doch wieder Freund und Feind im Innern wie im Auslande belehren, auf wie festen und sicheren Fundamenten unser Vaterland ruht und wie sehr es weder von innen noch von außen ein Spielball der Feinde werden kann. westlich von Braye sowie am Winterberg und westlich von Eraonne brachen mehrere französische Angriffe im Feuer verlustreich zusammen. Frou; des Generalsel dmarschalls Herzog Albrecht von Württemberg Keine besonderen Ereignisse. Bei günstiger Witterung herrschte auf dem westlichen Kriegsschauplatze rege Fliegertätigkeit. Batteriestellungen, Bahnanlagen, Lager, Munitionsdepots bei Arras und an der Aisne wurden durch unsere Flieger erfolgreich mit Bomben belegt. Der Feind verlor 10 Flugzeuge. Oestlicher Kriegsschauplatz. In den Karpathen griffen 3 russische Bataillone ohne Erfolg unsere Stellungen südlich der Susita=Tales an. Mazedonische Frout. Zwischen Prespa=See und der Cerna, beiderseits des Wardar und an der Struma lebte der Artilleriekampf zeitweilig auf. Der Erste Generalquartiermeister: Ludendorff. WV Sroßes Hauptquartier, 4. Mai. Westlicher Kriegsschauplatz. Frout des Kronprinzen Rupprecht von Bayern. An der Arrassront ist zwischen Acheville und Queant auf 30 Klm. Breite ein englischer Durchbruchsversuch von 16—17 Divisionen nach starker artilleristischer Kraftenfaltung gescheitert. Von Tagesgrauen bis in die späte Nacht brachen die wiederholt geführten Angriffe der Engländer vor unseren Linien und in unseren Gegenstößen zusammen. Nur in Fresnoy ist der Feind eingedrungen. Bei Bullecourt sind ihm kleine Teile unseres vordersten Grabens verblieben. Der Kampf ging heute früh weiter. Die Haltung unserer Truppen ist wieder unübertreffbar. Außer schweren blutigen Verlusten büßte der Gegner über 1000 Gesangene ein. Die Bereitstellung starker englischer Kavallerie südöstlich von Arras zeigt, welche Hoffnungen die Engländer auf diesen Angriff gesetzt hatten. Frout des deutschen Kronpeinzen. Nördlich der Linie Soissons=Reims ist die Artillerieschlacht in vollem Gange. Zur besonderen Heftigkeit steigerte sie sich zwischen der Aisne und Brimont, wo unsere Bataillone die hier angefüllten Gräben unter Vernichtungsfeuer nahmen. Laon wurde erneut beschossen. Bei und Oesterreichischer Heeresbericht. WTB Wien, 4. Mai. Amtlich wird ver. 1 Südöstlicher Kriegsschauplatz. lautbert: Richts Neues. Östlichee Kriegsschauplatz. 1 Der Stellvertreier des Chefs des Generalstabes: Front deo Geneealobersten] v. Hoefer, Feldmarschall=Leutnant. Frieden braucht. Nur ein Frieden mit Entschädigung, mit Machtzuwachs und Landenwerb kann unserem Volke sein nationales Dasein, seine Stellung in der Welt und seine wirtschastliche Entwicklungsfreiheit dauernd sicherstellen. Den Weg zu diesem deutschen Frieden— so heißt es am Schluß— öffnet uns allein der dautsche Sieg. Der Kaiser und die Führer von Heer und Flotte verheißen ihn und verbürgen ihn uns. Es gilt, ihnen zu vertrauen uund durchzuhalten, bis der Sieg den deutschen Frieden bringt. Ereignisse zur See. Am 3. Mai belegten unsere Seeflugzeuge das Pumpwerk vor Codigoro im Gebiete der Po=Mündung mit Bomben und kehrten ohne Verluste zurück. Am selben Abend wiederholten unsere Seeflugzeuggeschwader die Angrisse auf militärische Anlagen von Ville i Enitina und Valona mit beobachtetem Erfolge. In Valona entstand hierdurch ein riesiger Brand, der von heftigen Explosionen begleitet und auf mehr als 150 Seemeilen zu sehen war. Trotz heftigen Gewehrfeuers kehrten alle Flugzeuge unversehrt zurück. Bombenwürfe feindlicher Flieger im Raume von Triest verurdie Kämpfe im Westen. Die Riesenverluste der Engländer. WTB Berlin, 5. Mai. Mit dem Aufwande eines gewaltigen Heeres von 300000 Mann versuchten die Engländer abermals vergeblich, in verzweifelten Riesenschlachten den entscheidenden Durche bruch zu erzwingen. Geschwader von Panzerwagen, starke englische Kavalleriemassen und Reserven an Infanterie waren bereitgestellt, um in dem Augenblicke nachzustoßen, da die deutsche Verteidigungsmauer durchbrochen wäre. Mit ungeheuren, blutigen Verlusten, mehr als 1000 Gefangenen, einer großen Anzahl vernichteter Panzerwagen und zerschossener Batterien bezahlte der Feind den völlig ergebnislosen Angriff. Die gesamte deutsche Front wurde behauptet, nur in dem Nordflügel vermochten die Engländer östlich Arleux einige hundert Meter auf Fresnoy vorzudringen. Vormittag: Mit Tausenden von Geschützen schweren und schwersten Kalibers und einem Hagel von Minen hatten die Engländer versucht, die wieder und wieder vergeblich berannte deutsche Stellung sturmreif zu trommeln. Um 5½ Uhr vormittags brachen die ersten massierten feindlichen Sturmhaufen, geführt von Tankgeschwadern, auf einer Breite von rund 30 Kilometern von Acheville bis Queant beiderseits der Scarpe gegen unsere Stellungen vor. Die ersten Angriffsmassen erlitten in dem rasenden deutschen Feuevwirbel ganz unerhörte Verluste, die der Engländer surch rasch gtschließen. Es gilt den Ertrag, der durch die vielen blutigen Opfer erreicht ist, einzuheimsen. Darum wez mit allen Miesmachern! Weg mit denen, die durch Streiks und Säen von Zwietracht uns um unseren Erfolg bringen wollen. Das Gebot der Stunde heischt hohe Aufgaben von uns. Versagen wir nicht, verzagen wir nicht, der Sieg muß uns bleiben. Wir alle haben Schweres durchgemacht. Das ist sicher. Und weitere Opfer noch zu bringen, wird von uns gefordert. Wir dürfen bald kommen. Das fühlen wir alle. Unseren Kämpfern im Westen wird es wirklich nicht leicht gemacht. Alles, was die Welt aufbieten konnte an Kriehs= und auch an Menschenmaterial, steht ihnen entgegen. Aber sie bestehen herrlich ihre Probe. Die heldenhafte Tapferkeit aller und die überlegene Feldherrnkunst unseres Hindenburg und Ludendorff führen zum Siege. Von Osten her ist keine Gefahr mehr vorhanden. Die nussische Front zerbröckelt allmählich. Inzwischen nimmt der UBootkrieg immer deutlicher seinen siegreichen Fortgang. Unsere gewaltigsten Feinde, die Engländer, sehen mit steigender Angst die gruße Gefahr, die immer näher auf sie zukommt. Schon winkt uns der baldige Sieg und der siegreiche Friede. Sollen wir da in letzter Stunde hinter der Front erlahmen? Sollen wir unwürdig sein unserer Feldgrauen? Sollen wir, die wir in so herrlicher Weise schon monate= und jahrelang ausgeharrt haben, in letzter Stunde versagen und anseren Kämpfern in den Rücken fallen? Nimmermehr! Ein Hundsfott, der es tuctk. Es gilt sich zusammennen wir nichts, verlieren wir alles. Wir sind es unseren Kindern und Kindeskindern schuldig, daß wir jetzt aushalten und ihnen eine sichere Zukunft erkämpfen. Wir sind es unseren Kämpfern schuldig, daß wir ihnen nicht nachstehen. Wir sind es unseren Führern, unserm Kaiser und unserm Hindenburg schuldig, daß wir uns treu bewähren. „Sei getreu bis in den Tod, so will ich dir die Krone des Lebens geben“, das gilt auch für die ernste und schwere Zeit, die uns noch bevorsteht, Das Gebot der Stunde! Der gewaltige, schwere Kampf, in dem wir jetzt gegen eine Welt von Feinden stehen, hat seinen Höhepunkt erreicht. Mit ungehourer Spannung und angehaltenem Alem verfolgen wir die furchtbaren Kämpfe im Westen. Die Entscheidung muß Herangeführte Divisionen wieder aufzufüllen veruchte. Im ersten wütenden Anprall gelang es den Gegnern, sich in Fresnoy und Rocur festzusetzen, während er an anderen Stellen, wo er vorüberchend in unsere vordersten Gräben eindrang, im Gegenstoße sofort wieder geworfen wurde. An einczelnen Frontabschnitten wurden die Angreifer mit Handgranaten zurückgetrieben. Um die Stellung dicht nördlich der Chaussee Arras—Cambrai bis westlich Cherisy hinunter tobte am Vormittage ein erbitterter Kampf. 4#uch weiter südlich waren am Vormittage die Kämpfe um die ersten Linien noch im Gange. Wieder und wieder zogen die Engländer abgetämpfte und zusammengeschossene Divisionen zurück und warfen neue in die Schlacht, während die deutsche Infanterie in erbitterten Anstürmen aus eigener Kraft ohne herangeführte Unterstützung sund Neserven trotzte. Schon am Vormittage blieden mehrere Hundert Gefangene in unserer Hand. Mittag: Die Schlacht tobt noch an der ganzen Front mit größter Heftigkeit. Abends: Der neue große Durchbruchsversuch der Engländer ist abermals gescheitert. Die englischen Verluste übersteigen jedes schätzbare Maß. In Fresnoy wurde noch bis spät in die Nacht gerungen; wo in einzelnen schmalen Stücken der vordersten Linie sich noch Enzländernester befanden, wurden erfolgreiche Gegenangriffe unternomnen. Vor dem Anbruch der Nacht setzte der Gegner zum fünften großen Angriffe auf das Dorf Oppy an. Er erlitt dort abermals eine neue blutige Niederlage. Um Mitternacht berannten die Engländer nochmals das Dorf Cherisy, zum Teil eingedrungen, wurden sie im nächtlichen Handgranatenkampf unter schweren blutigen Verlusten wieder hinausgeworfen. Die heißumkämpften Dörfer Oppy, Noeut und Cherisy sind in orserer Hand. Auch weiter südlich blieben nächtliche Teilangrisfe erfolglos. Um 4½ Uhr vormittags entbrannten bei der Säuberung eines Engländernestes in der Gegend von Bullescourt nach heftigem Trommelfeuer dort abermals neue Kämpfe, die noch nicht abgeschlossen sind. Der neue gewaltige Schlachttag ist ein voller Sieg der deutschen Waffen, insbesondere der Infanterie. 370 0oo weiße Engländer bis zum 1. Februar gefallen. Der Präsident der englischen Versicherungsgesellschaft„Pruidencia“, Sir Thomas Dewey, hat in der kürzlich abgehaltenen Jahresversammlung dieser Gesellschaft mitgeteilt, daß bis zum 1. Fedruar mehr als 370000 Engländer— koloniale und sarbige Truppen nicht mit eingerechnet— im Kriegs gefallen sind. Hiervon waren allein bei des„Prudencia“ 90000 versichert. Der Erund der Reise Lloyd Seorges. TU Amsterdam, 5. Mai. Aus London wird gemeldet, die plötzliche Reise Lloyd Georges nach Frankreich wurde infolge dringender Vorlagen des Generals Haigh, die in England nicht durchführbar waren, unternommen. Die von Haigh verlangten Ersatztruppen sind nicht vorhanden. Die Transportverhältnisse verursachen Nahrungsmangel im englischen Heere. Frankreich ist überfüllt mit Verwundeten, weil der Transport nach England schwierig ist. Die beabsichtigte Reform in der Admiralität steht mit dem Oberkommando der Verbündeten im Zusammenhang. Alle diese Fragen wird Lloyd George in Frankreich erörtern. Die Franzosen wieder glatt abgeschlagen. WTB Berlin, 5. Mai. Im Raume von Reims erfolgten Kampfhandlungen, während die Artillerieschlacht mit größter Heftigkeit anhielt. Auf dem Aisne=Flügel griffen die Franzosen um 19 Uhr abends nach heftigster Artillerievorbereitung mit stärkeren Kräften bei und westlich Braye in etwa drei Kilometer Breite an. Der scheiterte vollkommen in unserem Spert= und Maschinengewehrfeuer. Der an einer Stelle eingedrungene Gegner wurde im Gegenstoß wieder gewörfen, wobei eine Anzahl Gefangener in unserer Hand blieb. Auch die übrigen französischen Angriffe auf dem Aisne=Flügel westlich Craonne, östlich Berry=au=Bac und bei Courcy wurden blutig abgewiesen. Im Champagneabschnitt erfolgte um 9 Uhr abends nach stärkerer Feuervorbereitung ein größerer feindlicher Angriff nördlich Prosnes, der wie alle französischen Angriffe der letzten Tage glatt abgeschlagen wurde. Feindliche ansammlungen in den Gräben wurden auch hier Aurch unser Feuer niedergehalten und mehrere Angriffe schon im Keime erstickt. Unsere Patrouillen erfüllten tagsüber ihre Aufklärungsaufträze und kehrten mit einer Anzahl von Gefangenen zurück. Der deutsche Widerstand. TU Basel, 5. Mai. Das„Petit Journal“ bringt eine Schilderung eines verwundeten Franzosen, der erzählte, schon die erste Sturmlinie sei auf unerhörten Widerstand gestoßen. Ein Eranatenregen lichtete die französischen folgenden Tage war der Erzähler selber bei der ersten Sturmlinie. Die Dautschen hötten wie eine Mauer gestanden; ihre unsichtbaren Maschinengewehre mähten die französtschen Reihen nieder. Der Rest der Schilderung ist von der Zensur geEin bedeutungsvolles Eingeständnis macht General Verraux im„L'Oeuore: Trotz der unserer Heeresberichte fängt man an, die Gründe zu verstehen, die bis jetzt die Offensive upferer Truppen zwischen Soissons uund Auberive während der verflossenen Woche eingeschränkt haben. Die Deutschen waren bgrauf gefaßt, an dieser Stelle angegriffen zu werden und hatten dort die gesamte Artillerie zusammengezogen, die durch den vorangigangenen Rückzug nördlich und südlich der Somme verfügbar geworden war und hatten nußerdem neue Divisionen herangeführt. Schließlich hatten sie ihre berühmte Siegfried=Stellung in neuorientierter Weise ausgebaut; daher standen unsere Mannschaften am Tage des Angriffes nicht mehr vor einer Reihe hintereinanderliegender Linien, sondern vor einem befestigten Geländegürtel von unzeahnter Tiefe. Dies gestattete den Grabenbesatzungen des Feindes, sich auf geschützten Wogen zurückzuziehen, nachdem die vordersten Linien durch Granaten eingeebnet waren. Die dutsche Taktik bestand also darin, in den vordersten Linien nur einen Schleier zu belassen und den Angreiser soweit hinter diese zurückweichende Schleier zu locken, daß er die Unterstützung seiner Artillerie in dem Maße einbüßte, als er in den Bereich der geguerischen Artillerie geriet. Der elastische Widerstand des Feindes in Verbindung mit der natürlichen Stärke seiner Verteidigungsstellung verhinderte, daß unser Vordringen so schnell und so wuchtig geschah, wie die öffentliche Meinung es erwartete. Der Augenblick, weit auszuholen, ist noch nicht gekommen. Das ist bedeuerlich, aber es ist so! Wir haben also nur die ersten deutschen Linien erreicht, hinter ihnen liegen andere unberührt. Gewaltige Einbußen der schwarzen Franzosen. Die schwarzen Franzosen, die bei der AisneOffensive die Hauptblutarbeit leisten sollten, hatten durch die kalte Witterung der letzten Zeit erheblich gelitten und an Kampfwert eingebüßt. Gefangene des 2. Kolonialkorps sagen aus, daß die sonst so berühmte Stoßkraft der Senegalesen nicht zur vollen Entfaltung gekommen sei, obwohl sie sehr schneidig eingegriffen hätten. Die SenezalesenBataillone sind zwar erst kurz vor dem Angriff aus Südfrankreich an die Front übergeführt worden, trotzdem hatte eine einzige Kompagnie einen Abgang von 30 Mann wegen erfrorener Füße Auch Gefangene des 1. Kolonialkorps bestätigen, daß die Senegalesen schwere Einbußen infolge erfrorener Füße und Erkältungskrankheiten hatten. Gefangene vom 22. Kolonialregiment an der AisneSchlacht bestätigen die schon mehrfach verbreitete Tatsache, daß die eingeborenen Araber sich mit Waffengewalt der Einstellung in das französische Heer widersetzten. Einer der Gefangenen, ein Weißer aus Alzier, der im Januar auf Urlaub in Algier war, erzählt, daß die Mohammedaner während seines Aufenthalts in Konstantine und Putna einen regelrechten Schützengrabenkrieg geführt hätten und sich mit Handgranaten und Gewehren dagegen wehrten, in die französische Armee eingestellt zu werden. Der Gefangene sah auf beiden Seiten zahlreiche Tote. Die feindlichen Fliegerverluste an der Westfront. Die„Baseler Nachrichten“ melden aus London: Wie die„Times“ berichten, wurden auf der Westfront im Monat April 147 englische und 201 französische und belgische Flugzeuge vernichtet. Diese Zahl übersteigt in hohem Maße die Verluste, welche die Luftflotte der Alliierten während der Schlacht an der Somme zu verzeichnen hatte. Eine Entschuldigung der französischen Flieger. WTB Berlin, 4. Mai. Die Unzufriedenheit der französischen Infanterie mit den Leistungen der französischen Flieger geht aus einem aufgefundenen französischen Operationsbefehl der 2. Armee, Nr. 378 vom 10. April hervor, aus dem folgende Stellen aufgeführt seien: Gerade am Vorabend der Schlacht ist es der ungünstigste Augenblick, an dem moralischen Zusammenwirken aller Waffengattungen zu zweifeln und das gegenseitige Vertrauen zu vermindern. Der kommandierende General der Armee erhält häufig Klagen über das Flugwesen. Es wäre sehr bedauerlich, wenn diese Klagen bei den Truppen Widerhall fänden. Außerdem zeigen diese Klagen oft eine ungenügende Kenntnis der Möglichkeit des Flugwesens und Unwissenheit über seine wirkliche Tätigkeit. Sie sind sehr häufig gungerechtfertigt. Das Flugzeug, Führer wie Motor, können nicht ganze Tage in der Luft sein. Das französische Flugwesen hat nicht die Anmaßung und man kann es auch nicht von ihm verlangen, das deutsche Flugpesen zu vernichten. Dos# wird mehr als andere Waffengattungen ich Wilterungsverhältnisse und außerordentliche Unmöglichkeiten beschränkt, was die Flieger, die darauf brennen, selbst an der Schlacht teilzunehmen, sehr bedauren. Der See=Krieg 00O00 Der Kieg mit Italien. Italienische Besorgnis. Basel, 4. Mai. Ein englisches Blatt hatte gemeldet, der Verband wolle nichts dagegen einwenden, daß Oesterreich=Ungarn mit Rußland einen Sonderfrieden abschließe. Die zweifellos unrichtige Mitteilung hat in Italien eine lebhafte Beunruhigung hervorgerufen, weil man dort befürchtet, daß eine solche Verständigung auf Kosten Italiens gehe Italien vor„großen Ereignissen“ Die rämische Tribuna verzeichnet das Gerücht, daß das Parlament demnächst einberufen werden solle und wiederspricht dem gleichzeitig.„W stehen“, sagt das Blatt,„am Vorabend großer Ereignisse. Jeder Abgeordnete begreift das und wartet. Die Kammer soll, das wissen wir alle, noch vor ruhmpollen, vollendeten Tatsachen stehen. Sie wird eine geklärte Lage vorfinden, wenn sie nleir piommmtht? Neue Unterseebootserfolge, WXB Berlin, 5. Mai.(Amtlich.) 18 Handelsschiffe mit insgesamt 56 000 Registertonnen; davon wurden acht mit 24 500 Bruttoregistertonnen im englischen Kanal versenkt. Schon wieder! TU Amsterdam, 4. März. Aus London wird berichtet: Der englische Transportdampfer „Arcedian“, 8938 Tonnen, der Truppentransporte führte, ist am 15. April im östlichen Teil des Mittelländischen Meeres torpediert worden. Das Schiff sank innerhalb 5 Minuten. 279 Mann werden vermißt; man nimmt an, daß sie ertrunken sind. Gegen die Tauchboote kein Kraut gewachsen. WTB Bern, 4. Mai. Der Erörterung der eine wahrhaft erschreckende Prespektive eröffnenden neuerlichen Schiffsversenkungen und der gegen die Tauchbootsgefahr ergriffenen Maßregeln, führt ein Leitartikel im Manchester Guardian vom 27. April aus. Die Lebensmittelbeschränkung sei eine nützliche und notwendige Maßnahme, wiewohl das stärkere Anzichen des Leibriemens für eine die Meere beherrschende Macht eine nicht eben heroische Attitude sei. Die Unterbindung des auswärtigen Handels sei nur durch Schmälerung der Einkünfte Englands und Aufgabe seiner imperalistischen Stellung möglich. Beide Maßregeln aber seien lediglich Palliativmittel zur Beschwichtigung der Krankheitssymptome und nicht eine Heilung der Krankheit selbst. Die Radikalkur bestehe lediglich in der Vernichtung der Tauchboote und der Erbauung von mehr Schiffen, als die Tauchboote versenken könnten. Es sei möglich, daß gegen den Tauchbootkrieg kein Kraut gewachsen sei und daß die anerkannten orthodoxen Grundsätze über Seemacht nachgeprüft werden müßten. Dann müsse man sich mit aller Macht auf Neubauten werfen. Die Zeit als Englands Feind. Das Liverpooler„Journal of Commerce“ vom 26. April schreibt unter anderem: Wir sind noch nicht Herren über die deutsche Seeräuberei geworden und müssen offenbar vorbereitet darauf sein, daß der jetzige Grad der Vernichtung unserer Schifffahrt andauert; selbst vorausgesetzt, daß wir durch die Bewaffnung unserer Handelsschiffe verhindern können, daß die Vernichtungsziffer immer höher steigt, kann man nicht sagen, wie lange es uns noch möglich sein wird, unsere Ueberseeverbindungen in dem Maße aufrechtzuerhalten, das erforderlich ist, um den Sieg über Deutschland zu sichern. Dir Zeit, welche in früheren Kriegsabschnitten unser Verbündeter und später ein unsicherer Neutialer war, ist jetzt endgültig in die Reihe unserer Feinde eingetreten. Können wir im Rennen gegen die Zeit gewinnen? Das ist die Frage der Stunde. Es kann kein Zweifel darüber bestehen, daß wir auf dem Höchstpunkt der Krisis angelangt sind. Im jetzigen Augenblick und mehr als jemals seit Beginn des Krieges ruht das Schicksal des britischen Reiches in den Händen der Admiralität. Was Hindenburg erreicht hat. Das Parlamentsmitglied Kapitänleutnant Bellairs schreibt in der„Sunday Times“: Warum das englische Kriegsministerium, das jahrhundertelang die am schlechtesten verwaltete Abteilung war, jetzt die beste, während die Admiralität, die historisch eine der besten war, jetzt die schlechteste geworden ist? Es besteht ein strategisches Gehirn, das die Vernichtung der großen Bedrohung unseres Transportwesens plant. Hindenburz hat erreicht, England der Möglichkeit zu berauben, an jeden beliebigen Punkt ein Expeditionskorps zu senden. Die Wiedererlangung dieses Vorteils unsererseits müßte mehr die Frucht einer Offensivstrategie sein als die einer Defensive, bei der die Verbandsmächte und die Neutralen vor der nächsten Ernte beträchtlich über drei Millionen Tonnen verlieren können. In diesem Wettrennen mit dem Tode muß England die einzige Waffe der Blockade gegen die kleinen skandinavischen Nationen und gegen Holland benutzen. England muß fasten. WTB Stockholm, 4. Mai. Nach zuverlässigen Meldungen wird die Einschränkung der Lebensmittel, in England sungemein hart empfunden. Die Nachrichten häufen sich, nach denen in einzelnen Fällen Familien Hunszer leiden. Besonders die Verpflegung der Kinder scheint schwierig sein. Tatsache ist, daß es selbst in vornehmen Klube nur zweimal in der Woche Kartoffeln gibt. Englische Einsicht? Im englischen Oberhaus fand eine Verhandlung über die Luftangriffe auf Freiburg i. Br. statt, die von den Lords Curzon und Milner verteidigt wurden, wogegen alle andern Nedner, sogar Lord Beresford, ferner Lord Selborne, der Erzbischof von Canterbury und der Bischof von Winchester sie verurteilten. Die Daily News äußert sich, die letztgenannten Redner gäben die allgzemeine Volksaaiffassung wieder. Die Behauptung, die Beschießung Freiburgs würde dem Auftreten Deutschlands auf See ein Ende bereiten, sei eine reine Vermalung, und man könne mit mehr Berechtigung annehmen, daß eher das Gegenteil eintreten werde. Vernichtung von Getreideladungen auf See. Im Rheintal und in den durch Fluzzeuge erreichbaren deutschen Distrikten seien weite Streken mit Getreide bebaut, welche ohne Abgrenzungen aneinandorstießen. Außerdem sei es in diesen Gegenden andauernd windig. Eleiche Verhältnisse beständen in Ostpreußen und Angarn an der russischen Grenze. Geeignet konstruierte Bomben könnten Tausende von Morgen zeistören, da das Getreide in Deutschland viel trodener wird als in England. Die geeignete Zeit wäre kurz vor der Ernte. Die Gefahr für die Einwohner sei nicht sehr groß, da Anwesen und Gebäude selten in Feldern ständen. Die Konstuuktion der Bombe sei zu beschleunigen, damit noch Versuche gemacht werden könnten, ehe die Ernte, die in Deutschland früh reif sei, herannahe. Durch verschleppende Behandlung solcher wichtigen Dinge hätte sich Enttland schon die Gelegenheit, zwei Ernten zu zerstören, entgehen lassen. Vernichtung der deutschen Ernte durch Brandluftbomben. TU London, 5. Mai. In der„Morning Post“ regt ein Mr. Calthope die Vernichtung der deutschen Ernte tuurch Brandbomben an, welche durch Flugzeuge abgeworfen werden sollen. Ein solcheo Die Stimmung in Brasilien. „Temps“ bringt eine Mitteilung der brasilianischen Gesandtschaft in Paris, in der lianische Regierung die Nachrichten über die R#fstände in Südbrasilien als übertrieben bezeichnet. Es seien dort bedeutend weniger Deutsche, als das Ausland gleube. In Wirklichkeit seien nach senkung der„Parlama“ in ganz Brasilien patriotische Kundgebrmgen erfolgt. In Sao Paolo griffen Brasilianer und Ententefreunde einige deutsche Besitzungen an. Die Gewalttätigkeiten wurden sofort unterdrückt. In Porto Alegro wurde bei Kundgebungen zugunsten der Regierung an deutschen Pension Schmidt geschossen. stehende Brasilianer wurden getroffen. Dieser all gemein bedauerte Wahnsinnsakt zeitigte heftig Rückwirkungen. In Porto Alegro und Prelotas wurden einige deutsche Unternehmungen von der Menge angegriffen und schwerer Sachschade gerichtet. Auch hier wurde der Volkswut persönliches Eingreifen des Provinzialpräsii Einhalt geboten. Die brasilianische Bundesregierung setzte sich zur Vermeidung ähnlicher Vorkommnisse mit den beiden Provinzialregierungen ins Einvernehmen. Die Lage auf dem Balkan Eine Rechtfertigung König Konstantins. TU Zürich, 5. Mai. Die griechische Regierung läßt dem Briefe König Konstantins an die Entente=Diplomatie eine Note folgen, in der gesagt wird, daß der König niemals ein Interview bewilligt habe, in dem ententefeindliche Bemerkungen gefallen seien. Es sei nicht wahr, daß auf dem Athener Königspalast eine geheime TelegraphenStation arbeite. Dag mißliebige Griechenland. Rotterdam, 4. Mai. Die Times befürworten in einem Artikel die möglichst schnelle Beseitigung des Königs Konfantin und seiner deutschfreundlichen Ratgeber, damit die miltäri'sern.### tionen auf dem Balkan ungehindert„#. Frr gang nehmen könnten. WTB Athen, 4. Mai.(Agence Havas.) Zaimis übernimmt das Ministerium des Aeußern. Er wird am Freitag den Eid leisten. übernimmt das Finanzministerium. Die übrigen Minister werden noch ernannt werden. Aus Stackt und Umgebung. Rückblicke aus den Weltkrieg. 5. Mai 1916. Kämpfe im Westen; französische Fesselballons genommen.— Vom Seekrieg.— Die Dienstpflicht in England. Bei Armentieres wurden Ersollze erzielt und Gefangene und einige Beute gemacht; bei venchy wurde ein englischer, bei Vienne le Chauteau in den Argonnen ein französischer Angriff glatr abgeschlagen. Bei Haucourt auf dem linken Maasufer herrschten nach wie vor Artillerie= und Infanteriekämpfe. Eine große Anzahl französischer Fesselballons riß sich bei plötzlichem Sturm los und trieb über die deutschen Linien, so daß fünfzehn Ballons geborgen werden konnten.— Das englische U=Boot„E 31“ wurde zum Sinken gebracht; das deutsche Luftschiff„L. 7“ kehrte von einer Aufklärungsfahrt nicht zurück und soll durch englische Seestreitkräfte vernichtet sein.— Zum Jahrestage der großen Durchbruchsschlacht bei Gorlice—Tarnow wurden zwischen dem österreichischen Feldmarschall Erzherzog Friedrich und dem deutschen Kaiser herzliche, auf den denkwürdigen Tag bezügliche Telegramme gewechselt.— Das englisch Unterhaus nahm das neue Dienstpflichtgesetz zwciter Lesung mit 328 gegen 36 Stimmen an. Zn# selben Zeit wurde eine Anzahl irischer Revolutionsführer erschossen, andere wurden zu schweren Freiheitsstrafen verurteilt. **(Schonet die Felder!) Mehr noch wie in den Vorjahren ist es in diesem dritten Kriegsjahre unbedingt notwendig, daß der des Fleckchen Erde dienstbar gemacht wird. Pflich eines jeden ist es aber auch, darauf zu achten, daß die mit vielen Mühen und Kosten bestelten, Felder, Wiesen und Gärten auch wirklich den erwanschern Erfolg bringen und nicht unter dem Uebermut und der Zerstörungssucht der Jugend und soggr auch Enwachsener bei Spaziergängen, Ausflüpen usn. nurch unachtsames Betreten der Felder und Wiesen und endlich auch durch, das freie Umherlaufen von Hühnern, Hunden usw. leiden. Besonders auf das * S S3SpER naasgs? S 80 2 S 71 S# 01 E goETG 9 * heit gelangt ist, und dem wir außer anderen schönen Gedichten das„Lied vom braven Dorfschulmeisterlein“ und das bekannte Kartoffellied:„Herbei, herbei zu meinem Sang, Hans, Jörgel, Michel, Stoffel usw.“ verdanken, hat uns auch ein hübsches„Lied im Zwetschgenherbst“ beschert, das folgendermaßen anhes„Herunter, ihr Zwetschgen, Herunter vom Baum, Die Buben und Mädchen Erwarten es kaum, Ihr habt nun schon lange Die Zweige beschwert, Klipp klapp mit der Stange Die Aeste geleert!“ Im weiteren Verlauf seines Gedichtes begis: der gute Biedermeier Sauter auf das ethymolog Gebiet. Er singt: „Was wie ein Magnet wirkt, Das nennt man magnet'sch Was leicht sich entzwei macht, Ist Zweitsch oder Zwetsch. Von Zwei entsteht Zwilling, Zwirn, Zwiesel und Zwist, Wahrscheinlich, daß Zwetschge Ein Schwesterwort ist...“ Die Ethymologie war nicht die stärkste Seite unseres guten Tichters; er befand sich bezüglich der Erklärung des Wortes„Zwetschge" vollkommen auf dem Holzwege. Zu seiner Zeit war allerdings noch nicht die richtige Erklärung des Wortes bekannt, die unseren Sprachforschern erst in neuester Zeit gelungen ist. Manchem wird es freilich nicht recht einleuchten, daß das Wort„Zwetschge“ oder„Zwetsche“ von damascenum (zu ergänzen ist prunum-Damaszener Pflaume) abzuleiten ist. Nach den Forschungen von Kluge und Weigand entstand aus Damaskus(diese Bezeichnung war um 1600 bei uns üblich) Dmaskin, daraus Dwaskin und schließlich Zwaskin. Uebrigens neunen auch die Engländer eine bestimmte Pflaumensorte damase plum oder damson. Dem Worte Pflaume(althochdeutsch pfrüma) liegt das lateinische Wort prunum zugrunde; bei Plinius ist von einem prunum damascenum die Rede; diese Benennung weist also die beiden Grundworte der norddeutschen Bezeichnung„Pflaume“ oder der süddeutschen Benennung„Zwetschge" auf. Der Norddeutsche spricht von Pflaumenkuchen, der Süddeutsche von Zwetschgenkuchen oder Zwetschenkuchen. Unsere Pomologen sind bemüht, die länglichen Pflaumensorten als Zwetschgen von den runden als Pflaumen zu unterscheiden, und diese Unterscheidung bürgert sich bei uns mmer mehr ein. Im Elsaß sagt man für Zwetschge gewöhnlich Quetsche; dieselbe Bezeichnung fuhrt dort ein Stück Kautabak, das im übrigen Deutschland Priem vder Prieme genannt wird. Das Wort„Priem“ ist ebenso wie die Sitte des Tabakkauens niederländischen Ursprungs; pruim heißt im Holländischen die Pflaume(nach dem lateinischen prunum); mit derselben Bezeihnung belegten aber auch die Holländer die Stückchen Kautabak; die zum Kauen in den Mund genommen werden, weil sie kleinen getrockneten Pflaumen ähnlich sehen. Als die Sitte des Tabakkauens von den Holländern zu uns gelangte, entstanden so unsere Worte„Priem“ und priemen“. Wer würde es diesen ohne weiteres ansehen, daß sie mit der Pflaume etwas zu tun haben und also auf deren niederländische Bezeichnung pruim zurückzuführen sind? Nur so aber kann man es sich auch erklären, wie das Wort„Quetsche“ im Elsässischen sowohl die Pfaume als auch ein Stück Kau= und Priemtabak bedeuten kann. 23 sunst Die Ueberlegenheit der Deutschschrift. Der Streit über die größeren lesetechnischen Vorzüge der deutschen dder lateinischen Schrift ist immer noch nicht abgeschlossen, immer noch wird ein heftiges Für und Wider ins Feld geführt. Es ist aber jetzt, da unser Verhältnis zum Ausland eine grundlegende Umwandlung erfahren hat, für uns von besonderem Interesse, daß die Ergebnisse neuerer wissenschaftlicher Untersuchungen, über die Prof. Fritz Kern in der„Umschau“ berichtet, sich entschieden zugunsten der Deutschschrift aussprechen. Schon Schackwitz hatte bei erwachsenen Versuchspersonen festgestellt, daß die Deutschschrift die Kraft der Augenmuskeln um rund 25 Prozent schont. Diese Erfahrung ist nun durch eine Reihe von exakten Versuchen, die M. Lobsien bei Knaben anstellte, bestätigt worden. Es ergab sich auch hier, daß, um eine Zeile zu lesen, bei Deutschschrift im Durchschnitt 8,17, bei Lateinschrift 10,11 Augenbewegungen erforderlich waren. Die schärfere Charakteristik der deutschen Buchstaben ermöglicht es, einen größeren Abschnitt der Zeile auf einmal zu erfassen. Lobsien kam zu ganz neuen Ergebnissen, indem er nicht nur die Zahl der Augenbewegungen, sondern auch die Lesezeit für die Zeile maß. Während das Lesen der Deutschschrift 18,06 Zeiteinheiten erfordert, braucht man für die Lateinschrift nur 15,78; eine Zeile in Lateinschrift wird also um 12,6 Prozent. rascher gelesen als eine Zeile in Deutschschrift. Trotzdem kann der Leser ein in Lateinschrift gedrucktes Stück nicht schneller bewältigen, als wenn es in deutscher Schrift gedruckt ist. Wenn er auch die einzelne Zeile rascher liest, so muß er dafür im ganzen mehr Zeilen lesen, weil die deutsche Druckschrift regelmäßig mindestens 10 Prozent mehr Schriftsatz auf einer Zeile enthält als die lateinische. Damit wird der Unterschied der beiden Schriftarten für die Schnelligkeit des Lesens völlig aufgehoben. Nun kommt es aber nicht nur auf das mechanische Zeitmaß des Lesens allein an, sondern dieses hat sich dem psychologischen Zeitmaß, das die geistige Aufnahme. und Verarbeitung des Gelesenen fordert, und dem physiologischen Gebot, das Auge möglichst wenig zu ermüden, anzupassen. Bei der deutschen Schrift hat das Auge um 25 Prozent weniger Bewegungen zu machen, es strengt sich also um ein Viertel weniger an, Da ferner die Schnelligkeit des Lesens sich der geistigen Aufnahme anpaßt und der Leser eines Antiquatextes sich den Inhalt eines Lesestückes ebenso rasch anzueignen bestrebt ist wie beim Frakturdruck, so führt in der gleichen Zeit das Auge beim Lesen der Lateinschrift, bei der es mehr Zeilen zu bewältigen hat, um ein Viertel mehr Bewegungen aus, und die Ruhelagen des Auges müssen entsprechend verkürzt werden. Während das Auge hundert Frakturzeilen liest, also 817 Augenrucke vollzieht, muß es 112 Antiguazeilen, also 1132 Augenrucke, bewältigen. Der Blick geht beim Frakturlesen gleichsam mit langausholenden festen Schritten, bei der Antiqua hastig und trippelud die Zeile entlang. Die vielen raschen und kleinen Bewegungen ermüden aber das Auge ganz besonders, die größeren schweisenden Blicke mit längeren Ruhelagen, welche die Fraktur erlaubt, sind dem Auge erheblich zuträglicher. So bestätigt jede neue Versuchsreihe die bessere Lesbarkeit und besonders die größere Zuträglichkeit für die Augen, die die Deutschschrift der Lateinschrift gegenüber hat. ## 3 Amtliches Kreisblatt st echen Pehal! für den Kreis börde S Jahrgang O Griles und inleltes Cagesorgan des Kreies O haupt-Annoncenblaß Anterhaltungs=Beilage zu Nr. 105. Samstag, den 5 Mai 1917. SGBS SE S PSnEßP G|g. S B W S E GP“ SSETEE Sür * 00 E S 12 STU S 8 SSS-S LGZMSEGSEBURS ezurigsPrsenges as 8·8 ign 8:— Bggabepui: S- S SFSTVAESERH." EDFME MPATSSEG AW GUUTAAATUTUR auTNS URTFGG 67 E 5 E 9„ 5 FED•S B8803 EgE 8 5 + „Nee, ich danke bestens für solch Wiedersehen, das einem blaue Flecke einträgt! Ist das eine Art, Bester? Erst verschwinden Sie von der Bildfläche, daß man denken konnte, Sie wären gestorben, und nun, da man Sie glücklich wieder hat, erdrosseln Sie einen fast.“ Er schob dann seinen Arm in den Wolfgangs, zog ihn mit sich und fuhr fort:„Nun reden Sie mal ein bißchen vernünztig! Aus Ihrer Frage wird ja kein Nensch kug:.. J, gemözrch, Ton in h. Der leicht swerzenve, gemütliche Toa, in dem Erselius sprach, verletzte Wolfgang in seiner Gemütsstimmung förmlich. Aber er bezwang sich und sagte ruhiger: „Sie können mich auch nicht verstehen, Herr Doktor, und ich bitte um Verzeihung! Aber versetzen Ste sich in meine Lage und in mein Denken: Als ich damals von Ihnen ging, wußte ich, daß ich Ihre Pflegetochter liebe...“ „Ei! Sieh da! Das ist ja ganz was Neues!" entfuhr es Erselius nach diesem offenen Bekenntnis. Man wußte nicht recht, was aus seiner Stimme sprach. Es schien halb nicht unangenehme Ueberraschung, halb schalkhaftes Drohen. Wolfgang sann derüber nicht nach, sondern fuhr nach dem Einwurf mit etwas mehr Hast als am Anfang fort: „Ja, ich liebe Rottraut! In all meinem Ringen ist mir dieses Bewußtsein Kraft und Stärke gewesen. Nun. da ich auf gutem Wege bin, etwas zu werden, glaubte ich, kommen zu dürfen, um zu berichten von dem, was ich erreichte, um eine Hoffnung mit hinwegnehmen zu dürfen als neuen Antrieb zum unermüdlichen Streben. Können Sie sich denken, wie ich auf dieses Wiedersehen gehungert? Wie ich es herbeigesehnt? Wie ich mich darauf gefreut? Und vermögen Sie meine Enttäuschung zu erfassen, als ich heute nach Betzdorf kam und niemand daheim fand?“ „Wie, Sie waren in Betzdorf? Heute?“ Erselius war stehengeblieben und sah Wolfgang bedauernd an.„Oh, das tut mir sehr leid“, fuhr er dann mit einer Stimme fort, der man eine warme Aufrichtigkeit anmerkte. Es hätte der Wiederholung:„Das tut mir wirklich unendlich leid', gar nicht bedurft, um Wolfgang davon zu überzeugen. Der warme Ton drang ihm zum Herzen. Er nahm ihm viel von aller Bitterkeit, machte ihn hoffnungssroher und ruhiger. Ein dankbares Aufleuchten seiner Augen, das sekundenlang alles Fragende, Flackernde und Unstete aus ihnen hinweglöschte, ging zu seinem väterlichen Freunde. Aber dann kam das alte wieder mit seiner ganzen Heft'gkeit. „Ja, ich habe es auch tief schmerzlich empfunden, daß meine Freude so kurz ver den Toren zu ihrer Erfüllung elend sterben mußte,“ entgegnete er traurig. „Aber ich hätte diese Enttönschung noch ertragen und wäre zu gelegener Zeit wirdergekommen, Das, was mich viel härter packt, mich zu Boden werfen will, ist ein banges, schmerzliches Befürchten. Sehen Sie, man hat mir in Ihrem Hause ein Wort gesagt, das dieses Befürchten erweckt hat: Rottraut sei ganz toll vor Freude gewesen! Das hat mich gepeinigt, mich zurückgejagt, um Gewißheit zu haben auf jeden Fall. Durch Eleonore Reimarus erfuhr ich von Ihrem Vorhaben, heute die Oper besuchen zu wollen; die Güte der Sängerin verhalf mir zu dem noch freien Platz in der Loge, und nun bin ich hier. Ich kam absichtlich später, um durch mein plötzliches unerwartetes Erscheinen das in den Augen Rottrauts auszulösen, was ich bei ihr zu finden hoffe. Und nun hat sie mich nicht einmal bemerkt, weil dieser Maler sie daran verhinderte. Seine Gefühle für Rottraut kenne ich, aber wie sie zu ihm steht, weiß ich nicht. Ein banges Ahnen sagt mir, daß ich zu spät komme. Sie hat ihr Herz wohl schon verschenkt. Verstehen Sie mich jetzt, Herr Doktor? O, gewiß! Und nun sagen Sie mir srank und frei die Wahrheit! Ich muß sie wissen!“ Doktor Erselius war mit gesenktem Kapf neben Wolfgang im Foyer auf= und abgeschritten. Nun blieb er stehen und legte seine Hand auf die Schulter des zum Schlusse seines Sprechens wieder in die alte Erregung Geratenen. „Ruhe, Ruhe, Wolfgang!“ mahnte er.„Ich habe nie in meinem Leben vor solchen Fragen gestanden, wie Sie jetzt. Ich weiß daher auch nicht, ob es nötig ist, sich um die Entscheidung der Frage:„Liebt sie mich?“ so furchtbar aufzuregen. Es muß wohl aber so sein. Aber ob's dadurch anders wird? Also nochmals Ruhe, Ruhe! Und dann fragen Sie Rottraut selbst. Ich weiß nichts. Sie hat nie zu mir von Reimarus gesprochen. Und ich habe auch heute nichts bemerkt, was darauf schließen läßt, daß ihr Herz ihm gehört. Kinder, was macht ihr für Geschichten! Ich war so froh, ein Töchterchen zu haben, und nun sind gleich zwei Feuer und Flamme für das Mädel und wollen es mir rauben. Kinder, überlegt's euch mit dem Heiraten! Ich bin auch so fertig geworden... Na, ich kann's euch nicht wehren, und ich habe auch mit der ganzen Geschichte nichts zu tun. Das müßt ihr unter euch abmachen. Wolfgang mußte trotz aller Angst und Unruhe leise lächeln. „Mit dem Heiraten müßte es noch lange gute Weile haben, Herr Doktor. Ich bin noch nichts. Aber für wen Rottrauts Herz entscheidet, das muß ich heute wissen.“ „Aber die Sache ist doch so furchtbar einfach"“, entgegnete der in dergleichen Herzensangelegenheiten vollständig unerfahrene Doktor halb ärgerlich. Wie konnte man einer Liebesgeschichte wegen solche langen Redereien machen, sich vor Aufregung halb umbringen und mit den Augen funkeln, als wolle man einen mit den bloßen Blicken totstechen! „Fragen Sie Rottraut, und dann ist die Sache erledigt“, meinte er zuletzt kurz. Und als er bei Wolfgang, der die ganze Art und Weise des Doktors, die ihn in seinem Fühlen und Denken beeinflussende Angelegenheit abzutun, nicht verstand, der mehr von Entgegenkommen, Wärme erhofft hatte, eine tiefe Verstimmung zu bemerken glaubte, schob er wieder seinen Arm ein und sagte jovial:„Kinder, seid gemütlich und verderbt mir mit eurer Liebe nicht den ganzen Abend! Kommen Sie, nun gehen wir wieder hinein, damit uns Rottraut und der Maler nicht schließlich auch noch nachgelaufen kommen! Und wenn der Musikzimt hier vorbei ist, gehen wir zu Dressel oder sonstwohin, wo's einen guten Tropfen und einen schönen Happen gibt, und amüsieren uns wie Remhagen, wenn er seine Alte ärgern kann. Sie müssen mir dann viel erzählen von der langen Zeit, in der wir uns nicht gesehen haben. Topp, Wolfgang?“ Der Gefragte entgegnete kein Wort, sondern biß sich auf die Lippen. Er empfand den Ton, in dem der Doktor zu ihm sprach, den Vorschlag, nach der Oper irgendwo gut zu soupieren, wie eine persönliche Kränkung. Verstand man ihn denn nicht? Konnte man sich nicht denken, wie alles in ihm bebte und zitterte? Er war in heißer Angst und Qual hierher geeilt, hatte während des ganzen Tages noch nicht an Essen und Trinken gedacht, sondern war mit seinem Sinnen nur immer wieder bei dem einen gewesen: Liebt sie mich oder den anderen? Und nun die gemütliche, von einem genußfrohen Lächeln begleitete Ankündigung:„Nachher gehen wir zu Dressel"! (Fortsetzung folgt.) (Gmp— 8 + Denkspruck. Rus den Ciefen des Herzens. Dem Wechlel des Schicklais, Der Leiden Erinnerung Wächlt das Mitleid. And es verbindet Meuschen mit Menschen. Masichen mit Göttlichem. Frieda Port. „ U. S. 56. § amoresie nach wahrer Begebenheit von R. G. Gebhardt. (Nachdruck verboten.) ##, Kraufe, was gibt's?“— „herr Otrektoe, ick# te Sie für morgen früh u Arlaub gebeten habe „Urlaud? Jetzt! Mensch, no denken Sie hin! Wer soll denn die Maschine heizen!“ Herr Direktor, das kann ja denn woll der Willen tun. E is man bloß, ick muß zur Musterung!“ „Zur Musterung? Ja so, das geht denn freilich nicht anders. Wie alt sind Sie denn?“ „42.'uen richt'gen 42er.“ „Is eine gute Nummer jetzt bei uns. Na, Sie werden uns woyl erhalten bleiben.“— Dabei sah der Direktor lächelnd auf Krauses gebückte Gestalt und die Form der Beine, die geeignet waren, ein Geschoß der„diaen Berta“ ohne Anprall durch die O=förmige Beugung hindunchzulassen. „Na, denn adje, Herr Direktor!“ „Guten Tag Krause!“ Cehr erstaunt war der Herr Direktor aber, als sich Krause gegen Abend des nächsten Tages in sichtlicher Aufregung wieder in seinem Geschäftszimmer einfand. „Na, wie steht's?“ „Se haben mir uffieschrieben. Ick muß uff'n Unterseeboot. Hier steht's: U. S. 36.“ Der Direktor las die Notiz. Freilich, so stand's da, wenn auch etwas unleserlich, doch ziemlich deutlich: U. S. 36. Komisch, solche Kerle wie den Krause zu nehmen, und dann zur Marine!— Aber immerhin, als Heizer verstand er seine Sache. Möglich also, daß man ihn in seinem Fach auch auf einem U=Boot brauchen konnte. „Na, Krause, dann lernen Sie man den Willem ordentlich an, daß er Sie in der Zeit vertritt! Ihre Stelle bleibt Ihnen offen. Noch ist ausgehoben ja nicht einberufen.“ Damit wollte er Krause wohl trösten, aber er kam schlecht an. „Herr Direktor! Ick wollte, se holten mir morjen schon. Ick freue mir so, dat ick mit soll, un nu gar uff eens von unsern Unterseern! Dat macht mir stolz.“ Und in merklich geraderer Haltung verließ er den Direktor, gehoben von innerem Stolze. Aber als er abends in seine Junggesellenbude kam, hatte er doch wieder eine bedenklich schiefe Haltung— nicht aus Angst— sondern weil er seine Brauchbarkeit mit seinen ihn weidlich bewundernden Kameraden tüchtig begossen hatte. Jeder, der es in den nächsten Tagen hören odei auch nicht hören wollte, erfuhr, daß Krause auf U mit in den Krieg gegen die verdammten Eugländer odr wohl gar gegen die verräterischen Italiener ziehe würde. Doch als Tag um Tag verging, die anderen Ausgehobenen fast alle auch einberufen waren, da wurden die Fragen der Kameraden, ob man ihn denn noch nicht brauche, bald spöttischer und brachten ihn allmählich in Wut und Aerger. Da schoß es ihm in den Sinn:„Am Ende muß ich mich selber melden, und die Mariner wundern sich, wo ich bleibe. Will doch mal nach Kiel fahren, um zu fragen.“ Um Urlaub zu bitten war ihm genierlich. Se stellte er denn eines Tages den Willem an seinen Platz, kaufte sich eine Fahrkarte vierter Güte und unternahm die weite Reise von der brandenburgisch=schlesischen Grenze bis nach Kiel. Endlich, er glaubte fast nicht, daß er noch hinkäme, langte er auf dem Kieler Bahnhof an. Hier fragte er den wachthabenden Soldaten, wo er sich für die Marine zu melden habe. Der sogte ihm Bescheid, wunderte sich aber doch über das Vorhaben des krummen Menschen. Nach„mancherlei Irrwegen gelangte Krause nun zu den Geschäftsräumen des Marineamts. Auch hier wurde er von einem Raum zum anderen gewiesen. Nach langem Warten fragte einer der Schreiber ihn zuletzt nach seinem Begehr. 1: Krause trug in etwas verzwicktem Hochdeutsch seinen Wunsch vor und zeigte ihm den Schein, den er bei der Aushebung erhalten hatte. Der Schreiber schaute ihn an, dann den Schein, schüttelte den Kopf und ging in ein Nebenzimmer zu einem höheren Beamten. Schließlich kam er wieder und rief Krause in das Nebenzimmer. Der Heizer machte vor dem Herrn mit der poldenen Brille seinen Kratzfuß und wollte eben wieder seinen W sunsch vortragen, als dieser ihn unterbrach. „Ja, mein lieber Mann, es tut mir leid, und Ihr guter Wille ehrt Sie sehr, aber das mit U. S. 36 ist ein Irrtum. Die Eintragung ist ja allerdings schlecht geschrieben, sie soll aber heißen: C. 2. 36. d. h. Gruppe C.— dienstuntauglich nach elbsatz 2, Leiden 36.— Mit dem Unterseeboot ist es also nichts. Damit Sie aber Ihre Reise nicht ganz umsonst gemacht haben, will ich Ihnen einen Erlaubnisschein ausstellen, und Sie können sich so'n Dings mal in der Nähe ansehen. Wer weiß, ob man Sie nicht doch noch später gebraucht. Für das nächste Jahr sollen mal erst die Jüngeren daran, wir haben ja noch Mannschaften genug.“ So besah sich denn Krause mit behördlicher Erlaubnis den Hafen und die Schiffe, allerdings nur von weitem, denn Zivilisten durften doch nicht bis nahe heran. Dann vertrank er seinen Aerger, so daß er die weite Rückfahrt im Halbschlaf zurücklegte, und meldete sich nach einer halben Woche wieder beim Direktor. „Na, Krause, wo haben Sie denn gesteckt? Ich dachte schon, Sie hätten mit Ihrem U. 36 ein englisches Kriegsschiff heimlich versenkt.". „In Kiel war ich, Herr Direktor, und gleich, sagten sie, brauchten sie mich noch nich. Aber später vielleicht, kann sein, sagten se.“ „Na also, dann bleiben Sie uns doch noch erhalten, der Wilhelm muß nämlich nächste Woche fort. Er ist auch zur Marine ausgehoben. Vielleicht kommt der derweile auf Ihren Platz, in U. 36.“ „Der Willem, der junge Beugel!“ Und Neid packte den Alten. Na, kann sein, er kam guch noch zu seinem Recht trotz C. 2. 36. Pflaume und Zwetsch Der wackere schwäbische Vorksschl. Samuel Friedrich Samier, der als Biedermeiertums in Deutschland zu besonderer verüymt1 und 2# Ais ir###ld 1 Abkürzen der Wege durch das Laufen über umgegrabene Crundstücke und Wiesen bringt dem Eigentümer und dem ganzen Lande Schaden. Es können Geschäfte strafbar. Auch der augenblicklich herrschende Mangel an Kleingeld wird vielfach für besondere Zwecke ausgenutzt. So wurde der Preisdeshalb sorohl Kinder wie Erwachsene nicht drin=k prüfungsstelle mitgeteilt, daß vielfach Käufer, angend genug vor jeder Beschädigung der Feld= und j geblich, weil der Geschäftsmann auf großes Geld Gartenfrüchte und namentlich vor Diebstählen ge= nicht herausgeben kann, gehalten werden, für die überschießenden Beträge weitere Waren zu entAuch dieses Verfahren ist nicht zulässig, warnt werden. Strenge Bestrafung hat jeoer zu erwarten, der entweder selbst gegen diese seine Pflichten verstößt oder seine Kinder, Pflegebefohlenen und Haustiere nicht von Beschädigungen und Diobstählen abhält. Die Feld= uind Forstsicherheitsbeamten haben strenge Anweisung, jeden, auch den kleinsten Uebertretungsfall, zur Anzeige zu bringen. *(Schonzeiten.) Der Bezirksausschuß in Arnsberg hat den Schluß der Schonzeit für Rehböcke auf den 15. Mai, den Beginn der Schonzeit für Birk=, Hasel= und Fasanenhähne auf den 1. Juni festgesctz. 9 *(Keine Beschlagnahme des biesjährigen Honigertrages.) Die Reichszuckerstelle hat den Kommunalverbänden mitgeteilt, daß weitgehende Eingriffe in die Honigerzeugung nicht beabsichtigt sind. Bei den angeordneten Maßnahmen zur Ablieferung des Honigs kann es sich nur darum handeln, erforderlichenfalls die Menge zu ersassen, zu deren Veräußenung der Imker bereit ist. Auch dies wird nur soweit in Erwägung zu ziehen sein, als es erforderlich ist, zu verhüten, daß der Honig Genenstand; der Spekulation und Preistreiberei wird. Die Imker können auch, soweit sie zur gabe des Honigs angehalten werden sollten, damit rechnen, daß sie einen angemessenen Preis erhalten. **(Zivilanzüge durch die Reichsbekleidungssteile.) Die Reichsbekleidungsstelle läßt 125000 Zivilanzüge von den deutschen Herrenkleiderfabrikanten anfertigen, um solche der weniger bemittelten Bevölkerung zu billigen Preisen zur Verfügung zu stellen. Stoffe und Futter hierzu liefert die Reichsbekleidungsstelle. Die Berechnung der Anzüge wird von der Behärde genau vorgehrieben.„„„ 1 **(Höhere Milchpreise.) In der gestrigen Sitzung der Preisprüfungsstelle erklärte sich die Mehrheit der Mitglieder nach langer Aussprache mit einer Erhöhring des Preises für Vollmilch von 30 auf 32 Pfg. einverstanden. Man hofft, deerch diese Maßnahme eine bessere Versorgung der Stadt mit Milch herbeiführen zu können; für Magermilch b'## es bei dem bisherigen Höchstpreise von 20 Pig. Dann wurde in der Sitzung von dem gleichgeitigen Kauf anderer Artikel Gb,# an but. S. en hesons Gechn: F 13. sebes Hehabgen A vpitaltbott euno wochen schdte! Sprat. nehmen. Auch dieses Verfahren ist nicht zu wenn auch nicht verkannt werden soll, daß sich die Geschäftsleute recht oft bezügl. des Wechselgeldes in einer sehr üblen Lage befinden. Sie können aber einen Ausweg finden, wenn sie ihren Kunden für etwa überschießende kleine Beträge Gutscheine ausstellen, die diese beim nächsten Einkeirf dann als bares Geld in Zahlung geben. Wenn nun auch noch das kaufende Publihim etwas Verständnis für die zuweilen recht schwierige Lage des Ceschäftsmannes zeigt, wird sich in den weitaus meisten Fällen immer ein befriedigender Ausgleich finden lassen. **(Evangel. Bund.) Am Sonntag, den 13 Mai, nachm. 5 Uhr, wird im evangel. Gemeindehause eine Versammlung des evangel. Bundes stattfinden, in der eine Missionarin, Lisa Beyer, die 5 Jahre unter Türken, Kurden und Armeniern gearbeitet hat, einen Lichtbildervortrag über„Land und Leute der asiatischen Türkei in Erlebnissen“ halten wird; auch allerlei interessante Dinge bringt sie mit und läßt zur Veranschaulichunst türkische Gewänder anlegen. Nach den vorliegenden Zeitungsberichten verspricht der Vortrag sehr interessant zu werden und ist wohl geeignet, uns das häusliche, religiöse, wirtschaftliche und staatliche Leben und Treiben unserer jetzigen Bundesgenossen näher zu bringen. **(Stenographisches.) Am Sonntag, den 6. Mai veranstaltet der Stenggraphenverein Stolze Schrey im Hotel„Kaiserhof“ für die Teilnehmer des am 5. Mai beendeten Stenographiehirsus ein Preiswettschreiben, verbunden mit der ersten Monatsvorsammlung. Freunde und Gönner der Kurzschrift sind herzlichst eingeladen. Nach dem Wettschreiben findet die Aufnahme der neuen Mitglieder statt. Ferner können sich Damen und Herren für den am Donnerstag, den 10. Mai, abends 8½ Uhr beginnenden nauen Stenographiekursus eintragen.(Siehe Anzeige). **(Postanweisungen für unsere Kriegsgefangenen in Rußland) können nicht unmittelbar an die Empfänger ausgefertigt werden, sondern sind an )berpostkontrolle in Bern oder auf besonerlangen der Absender an das schwedische in Malmö zu richten. Der mit dem Gelde Gefangene, sein Unterbringungsort usw. ser Rückseite des Postanweisungsabschniteben. Diese Angaben sind in deutscher ber mit lateinischen Buchtaben zu ma.1 Viebseuchenpolizeliche Anordnung betreffend die Maut= und Klauenseuche. Mit Rücksicht auf die in letzter Jeit wiederholt von außerilb erfolote Einschleppung der Maul= und Klauenseuche in chen. Vermerke in russischer oder einer anderen slavischen Sprache oder in russischer Schrift sind unzulässig und die Pestanstalten werden in Zulunst Pestanweisunzen für Kriegsgefangene nach Rußland, auf deren Abschnitt solche Vermerke stehen, von der Annahme zurückweisen. *(Zur Behebung der Milchnot) hat die Stadt Vollmilch=Pulver beschafft, welches in den hiesigen Drogerien gegen Vorlage der Lebensmittelkarte abgegeben wird. Der Preis stellt sich auf 1,25 für das halbe Pfund. **(Wie wird die Obstversorgung?) In der Sitzung des Verbandes deutscher Obst=, Gemüseund Südfrüchtegroßhändler in Berlin teilte der Vorsitzende der Reichsstelle, Oberregierungsrat von Tilly, mit, daß bei der kommenden Obsternte mit großen Einschränkungen gerechnet werden müßte, denn die Reichsstelle hätte zuerst dafür zu sorgen, daß die Versorgung von Heer und Marine sowie Zivil=Bevölkerung mit Marmelade usw. sichergestellt werde. Er habe das Ziel im Auge, soweit zu kommen, daß monatlich 2 Pfund Marmelade auf den Kopf der Bevölkerung verteilt werden kann.(Vor allen Dingen ist hierzu wohl eine gute Ernte nötig, der unsere Sorge zunächst gelten sollte. Schriftl.) *(Glücklich angekommen!) Wie uns Herr Rektor Lecking soeben telegraphisch mitteilt, sind sämtliche 74 Schwerter Kinder heute früh fröhlich in Insterburg angekommen. §8(Schöfsengericht.) In der gestrigen Schösfensitzung, welche Herr Amtsgerichtsrat Dellmann leitete, kamen u. a. folgende Sachen zur Verhandlung: Der Scherenschleifer G. und der Fuhrmann L. standen wegen Tierquälerei unter Anklage. G. hatte einen ihm zugelaufenen Hund, der nicht freiwillig mitgehen wollte, an einer Leine geschleift und L. hatte den Hund geschlagen und getreten. Beide wurden jedoch freigesprochen.— Die Ehefrem P. in Holzen hatte wegen Mundraub einen Strafbefehl erhalten und dagegen Einspruch erhoben. Sie sollte eine Ente, welche auf ihrem Grundstück war, gefangen und geschlachtet haben. Nach langer, umfangreicher Beweisaufnahme mußte wegen Mangel an Beweisen Freisprechung erfolgen.— Gleichfalls Freisprechung erzielte der Landwirt B. aus Geisecke, der einen Strafbefehl über 10 Mark erhalten hatte, weil er einen angeblich bissigen Hund ohne Maulkorb hatte frei laufen lassen und gegen diese Strafverfügung Einspruch erhoben hatte.— Der Schuhmachor Gr. hatte bei seinem Meister Eichenauer einige Leder=Sohlen entwendet. Der Diebstahl wurde gleich entdeckt und G. bezahlte die Sohlen mit 18 Mk. Wegen Diebstahls erhielt er eine Woche Gesängnis, die durch die Untersuchungshaft als verbüßt erachtet wurde.— Der jugendliche Rottenarbeiter F. stand wegen Diebstahls unter Anklage. Er hatte eine der Stadt Schwerte gehörige Kiste Büllinge entwendet. Das Gericht nahm zu seinen Gunsten nur Mundreub an und kam er mit einer Geldstrafe von 5 Mark davon.— Wegen Schuirersäummis seiner Kinder war der Arbeiter Kl. in eine Polizeistrafe genommen worden und hatte er hiergegen Einspruch erhoben. In anbetracht der Umstände— hunger, Kälte und Mangel an Schuhen eli.— ließ das Gericht Milde walten und erzielte Kl. Freisprechung.— Mehrere Sachen wurden vertagt. ** Landweg bei Holzwickede, 5. Mai.(Diebstähle.) In den letzten Nächten wurden hier wieder mehrere schwere Einbruchsdiebstähle verübt und zwar stahlen die Spitzbuben bei dem Landwirt und Bäckermeister Wortmann eine große Anzahl Brotmarken, Mchl und Brot.— Bei dem Milchhändler Witte entwendeten die Diebe u. a. mehrere Kaninchen und Hühner. Leider fehlt von den Dieben, die mit großem Geschick und Dreistigkeit ihre„Ardeit“ verrichten, noch jede Spur. Wetterberichte für mehrere Tage im Voraus. 6. Mai: Wärmer, strichweise Gewitter und 7. Mai: Wolkig, manchenorts Rezen, normalTemperatur. 8. Mai: Warm, meist schön. 9. Wenig verändert, strichweise Regen. 10. Mai: Kaum verändert. Gottesdienst=Ordnung für Sonntasi, 6. Mai. Große Kirche. 8 Uhr: Pastor Wischlach. Beichte. 11 Uhr: Röseler. Wischnath. 9 Uhr 9½ Uhr: Pastor Ohlig, hl. Abendmahl. Kindergottesdienst. Kleine Kirche. 9½ Uhr: Pastor Terberger. Westhosen. 9½ Uhr: Pastor Klinker. Kath. Pfarrkirche. 6,15 Uhr: Stille hl. Messe. Kapl. Prodist, Pater Zens. 10 uh, Pharer g grurhug. mit Prozession und Kollekte. Lichtendorf=Sölderholz. 7,30 Uhr: Frühmesse mit Predigt. Hl. natskommunion dor Frauen und des MarienVereins. Gem. hl. Osterkommunion der Jungfrauen=Kongregation. 10 Predist. Nachm. 2 Uhr: Maiandacht. für die Redaktion: Friedrich Kraas. Druck und Verlah: Carl Braus, beide in Schwerte. Bekanntmachung. Jur Verhütung von Waldbränden bringen wir die Bestimmungen der S8,508, 3656, 36010 des Reich-Ttagftgheset Im Kampfe für König und Vaterland starb am 23. Aprll, unser langjähriger technischer Mitarbeiter mit Rücksiot auf die in lehter. Jeit, wiederhest von auber. Hugevugzus die§8 32, 44 ois 45 des Feld= und Porigeizen, P#### gg,#et auuue un tneuce vom I. April 1820 im Zusammenhange mit den§o. 28 und 81 n Regierungsoezirk Arnsberg sowie auf die Gesahr ührer der Regierungs=Polizei=Verordnung vom 20. April 1832 und erbreitung unter den heimischen Diehbeständen, inshesendere der Regierungs=Polzeiverordrung vom 7. April 1911 in rch den Handelsverkehr mit Klauenvieb, ordne ich auf Grund kr: Lieptrin... s§ 17 des Viehseuchengesetzes vom 26. Juni 1908(Reichs1585 Unteroffizler im Infanterie-Reg. 190. Sein Pflichteifer, vereinigt mit edlem Charakter, haben ihm für immer ein ehrendes Andenken bei uns gesichert. Stelbrink& Frage. esetzblatt Seite 519) mik Ermächtigung des Herrn Ministers Landwirtschaft, Domänen und Forsten hiermit folgendes an; 1. Wer Wiederkäuer Rinder, Schafe. Ziegen oder Schweine ttels der Eisenbahn, Wagen oder Fußtransports auf den dlischen Magerviehhof in Dortmund brit gen oder verbringen sen will hat sich vor der Entladung oder dem Aufbringen den elben dem Beamten der Veterinärpolizei gegenüber der ckunft der Tiere durch ein Ursprungszeugnis auszuweisen. s diesem Jeugnis muß ferner ersichtlich sein, daß die Hernftsgemeinde von Maul= und Klauenseuche frei ist. 2. Das Ursprungszeugnis muß nach folgendem Muster seleriat sein. Muster n iltig für die Dauer von§§ 16 und 19 der viehTagen vom Tage der seuchenpolizeilichen Anordusstellung an gerechnet. nung des Ministers für Landwittschaft. Domänen u Forsten vom 1. Mai 1912. Ursprungszeugnis. Hiernach ist das Rauchen in den Waldungen außerhalb der cuf beiden Seiten mit Gräben versehenen Wege untersagt. Wer eigene Torfmoore, Heidekraut oder Blülen im Frelen in Brand setzen. das Brennen einer Waldfläche vornehmen liegende oder zusammengebrachte Bodendecken abdrennen ode Rothecken absengen will, hat zeitig genug vorher die Erlaubnis der Oilspolizeibehörde dazu nachzusochen. Mit Geldstrafe dis zu 30.f oder mit Hast bis zu 14 Tagen wird deltraft, wer bei Waldbränden von der Polizeibedem Ortsvorsteher, oder dessen Stellvertreter orer Forstdesitzer oder Forstdeamten zur Hilfe aufgefordert keine Folge leistet, obgleich er der Aufforderung ohne erhebliche eigene Nachteile genügen konnte. Unsere Forstschutz= und Polizeideamten sind angewiesen. jede Juwiderhandlung gegen obige Bestimmungen zur Anzeige s° bingen.., Mai 1917 1306 Schwerte, den 2. zuc. 1911. 1 Die Polizeiverwaltung: Rohrmann. Geschäftsverlegung. Habe mein Geschäft von Markt 3 ü Mittelstrasse 6 0 verlegt und mich bei Bedarf bestens empfohlen. Jos. Falke, Bürstenmachermeister. nach halte 1594 Höchstpreise für Mehl. In Abänderung der Verordnung des Kreisausschusses über Höchstpreise für Brot und Mehl für den Landkreis Hörde vom 5. Oktober 1915 wird hiermit folgendes be1. Der Höchstpreis für Weizenmehl beträgt 22 Pfg. für das Pfund, für Roggenmehl 20 Pfg. für das Pfund. 2. Diese Anvidnung tritt sofort in Kraft. Hörde, den 3. Mai 1917. 1597 Der Kreisausschuß des Landkreises Hörde: gez. Dr. Luckhaus. Bekanntmachung Voraussichtlich kommen nächste Woche keine Karloffelg zur Verleilung Anslall der Karkoffeln gidt es Megl oder Kartoffelersatzkarten. Termine werden noch denanntgegeben. Westhofen, den 5. 6i 1917. 1601 Der Amtmann. Daß vorstehend bezeichnetes Vieh aus dem in Spalte 5 angegebenen Ursprungsort und aus dem Bestande des in Spalte 6 bezeichneten Besitzers stammt, wird hierdurch bescheinigt. aus dem Bestand ensfernt werden. Der Ursprungsort ist Unlerschrift 3. Die Ursprungszeugnisse welche nicht den Erwerbern nach erfolgtem Verkause zwecks Legitimation ausgehändigt werden, sind zu sammeln und für die Dauer eines Jahres im Bureau der Veterinärpolizei des Viehhofes in Dortmund auf4. Zuwiderhandlungen gegen diese Anordnung werden nach §§ 74 und 75 des Viehseuchengesetzes vom 26. Juni 1909 be5. Diese Anordnung krilt mit dem Tage ihrer Veröffentlichung im Amtsbealte in Kraft. Aufhedung wird erfolgen, sodald die zurzeit besehende Seuchengefahr beseitigt ist. Arnsberg, 17. 4. 1917. Der Regierungspräsidenk. *) Pferde und Rinder ausgenommen Kälder bis zu 3 Monalen, sind einzeln auszuführen: Kälder. Schweine, Schafe, Ziegen und Geslügel sind in einzelnen Possen anzugeben Für Rinder üder 3 Monate ist die Eintragung in einzeinen Posten gestattet, wenn sie mit haltbaren Kennzeichen versehen sind. es) Diese Spalie ist bei Kälte n. Schweinen, Schafen. Ziegen und Geflügel nur dann auszufüllen, wenn sich Angaben ohne Schwierigkeiten machen lassen und zur Sicherung, der Erkenndarheit zwechkdienlich erscheinen. Auskünfte u. Geschäfts- urd Vermögensverbältnisse a.allen Plätzen des In- u. Aus landes. Beitreibung v. Forderungen. Kontroll-Berichte. 4179 „Auskunfte-Schütz“ Bin.-Wilmersdorf, Babelsbergerstr. 7. „rlust-Zuckünfte über Ruf, Charakter, Vergangenheit. Vertreter ges. ser Ve Griglaul Eogaus, Rum und Krrak empfiehlt Gasthof zur — Telefon 251.— Alle Kurzwaren für Schneiderei und Hausbedarf mit Reisenersatz erlaubt! Faßt auf Guunzend beutteilt: Die Bereifungen sind sehr befriedigen, ausgefallen. S. St. i. H. den Reisen din ich sehr zufrieden L. W i D. usw Preis 1 Paar Mk. 10,— u. Porto, Verp„Nachn. 1 Mk. Verkr. ges. Prosp. grat. Heros G. m. b. H. Berlin 352 Friedrichstraße 181. and Harmonium= und=Reparateur Sstervolt, früher langjähriger Konzertneister, hält sich bestens empsohlen. Meldungen Hotel Sternberg. 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Steropraphenverein Stelze-Schrey Schwerte. In den Geschäften des hiefigen Stadtbezirks weiden am 7., 8. und 9. ds. Mts. auf Grund der Kundenliste und gegen Vorzeigung der Lebensmittelkarte Teigwaren und Weizengtiel verkauft. Auf den Kopf der Bevölknung entfallen 100 Gramm Teigwaren und 65 Gramm Weizengries. Der Verkaufspreis für 1 Pfd. Teigwaren beträgt 72 Pfg., fir 1 Pfd. Weizen ries 28 Pfg. Schwerte, den 4. Mai 1917. 1599 Der Magistrat. O g'langen in der städtischen Verkaufsstelle an der Hörderstraße zum Verkauf. 1592 Magistrat. Für Kinder unter 4 Jahren werden am 7. d. Mts.(Lebensmittelkarte 1—1000), am 8. d. Mis.(Lebnsmittelkarte 1000—2000“, am 9 d. Mts.(Lebensmittelkarte 2000—Schluß) in der städtischen Verkaufsstelle Hörderstraße Nr. 8 Haferslochen oder Grühe an hlesige Eingesessene urd zwar für jedes Kind 1 Pfand gegen Bezahlurg verabfolgt. Lebensmittelkarte urd. Familienstammbuh sind mitzubringen. Schwerte, den 4. Mai 1917. 1587 Zigaretten direkt von der Fabrik zu der Originalpreisen: 00 Zigaretten, Kleinv. 1,8 Pf. mit Hohlmundstück Mk. 1.65 100 Zig. Golders. Kleinv. 3 Pf. Mk. 2,50 100 Zig. Golders. Kleinv. 4, 2 Pf. Mk. 3.20 Golders, Kleinv. 6, 2 Pf. Mk. 4,50 Versand nur geg. Nachnahme von 300 Stück an. Unter 300 St. wird nicht abgegeben. Goldenes Haus, Zigarettenfabrik, G. m. b. H. Köln, Ehrenstrasse 34. (Shealer und Honzerhauss=#Erkältungen) Brückstraße 12.— Inh. August Müller. Fernruf 111.— Angenehmer Familienaufenthalt.###.0 ver willerungswecnsel un der Lagesorunung.## getiatug, vrnt G. Mlut. 5/ 9as 19: zu zum..## Tuhnel zu verkaufen. Zu erfragen in der Gechäftsst. o Ztg. 1602 Da der hentige EgrosEinkaufspreis Mark 4,50 pro Fasche, sowohl bei Bordcaux= als auch bei Rhein= und Moselweinen beträgt und unter diesem Preis kein Wein zu erhalten ist, verkaufe ich trotzdem noch ab heute: Bordeaux=Landwein zu Mk. 4.— und Moselwein zu Mk. 4.50 Carl Raffin Gasthof zur Helle. — Telefon 251.— Habe eine gebrauchte, gut erhalt. Nahmaschine diuig zu verhaufen. 15°9 Wo saat d. Geschäftsst. d. 3tg, Für Sonntag 2 Spülfrauen gesucht. 1595 Freischütz. vorrälig. Mandiemmtpapiet Echwerier Seitung. gegen Vergütung per sofort gesucht. 1593 Schuhhaus 9. Herz Nachs. Fonntag, den 6. Mai: Gastspfel der fldelen Seelen. Direkt. Willl Wolf. Parole: Alles muss lachen. Anfang 4 Uhr. 1591 Anfang 4 Uhr. u „Reichskrone““ Programm für den 5. und 6. Mai. Das wandernde Licht Nach einer Novelle von Ernst von Wildenbruch. # In der Hauptrolle die beliebte Künstlerin Henny Porten. 4 Akte. 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