Nr. 296. #n elen Postanstalten S2., bei täglicher Zu###unz in Bieleseld ½9 N., durch BriekNägrr 1.42 M. Bielefeld Dienstag, 18 Dezember 1906. Anzeigengebühr für die ein spaltige Pettrzelle oder deren Raum 12 Pf., für auswärts Reklamen 40 P. Erscheint lethhmngl wichentlich Geschäftsstelle Ritterstr. 43. Jamsprecher Nr. 16. Erstes Blatt. Zum täglichen Brot sagt Luther, gehören gute Freunde und getreue Nachbarn. Auf solche kann man sich verlassen. Die sind aber immer seltener geworden, die auch in schwerer Zeit, wenn einmal Not an Mann geht, mit ihrer Hilfe bereit stehen. Dutzendfreunde, in fröhlichen Stunden stets zur Hand, wie viele drängen sich heran, leichte Ware, von denen das Sprichwort stammt: Freunde in der Not, gehen 50 auf ein Lot. Es ist deine Sache, dir deine Freunde zu wählen, wahre Freunde, die nicht allein in guten Tagen mit dir lachen, sondern die sich auch in Kreuz und Leid bewähren, ja, die dann erst recht zu dir stehen und für dich sich in die Bresche stellen Nicht jeder, der sich dir freundlich naht, ist dir ein guter Freurd. Nur wenn er sich einmal bei dir oder bei andern in schweren Zeiten treu erwiesen hat, wo andere sich zurückziehen, und wenn er mit dir gleicher Gefinnung ist, und dich nicht leichtsinnig auf Abwege zu führen versucht, dann halte ihn fest und danke Gott für den seltenen Fund, denn so viel ist ein guter Freund wert Siehe den vielen Eindringlingen, die sich dir als gute Freunde täglich antragen, recht scharf in die Augen, und wenn es dir dann scheint, als witr den sie dein Haus und die Herzen deiner Angehörigen nicht rein halten, so sich dich um nach dm Loch, das der Z mmermann beim Hausbau gelassen hat. Du darsst wahrlich nicht zu allem Ja und Amen sagen, was heutzutage alles in deine F. milie hinein will, und wenn es noch so kurzweilig und sensationell wäre. Hast du nun aber einen Freund, der schon lange sich bewährt hat, so muß es bei dir heißen: Treue um Treue. Ein langbewährter Freund der seit nun fast 30 Jahren sich stets um dein Wohl und Wehe gekümmert, der auch manchen Strauß für dich ausgefochten, dir marche ftohe und traurige Nachlicht gebracht und der deine Sache mit zu der seinigen gemacht hat, klopft heute an deine Tür und rust: Laß mich ein. Wie dieser alte Heuefteund deiner Familie täglich gute gesu de Kost reichte, wie er dir in deinen Kämpfen auf religtösem, polittichem und wirtschaftlichem Gebiet mit wuchtigem Arm geholfen hat, so nußt zu jtt auch ihm die Treue halten, dern: Freundschaft verpflichtet. In otesen Tagen komat un der Postbote und begebit Erlaß für deinen Freund. Laß ihn ein. Aber das nicht allein. So wie er überall für dich und deine Wünche eintritt so ewpfi hl du ihn auch deinen Nachbarn Ber sch ffe ihm weithin Einlaß, soge deinen Be kannten, dein alter Feund sei kein Schwötz r, kein purer Neuigkei skräcer, er käme nicht um müßige Stunden au zufüllen sondern er wolle fluißig helfen beim E ziehen und Ber edein des Volkes, er wolle wie bi her ein treten für König und Vaierland Kirche und christliche Schule und für das deutsche Haus. Und jetzttut vor allem ein starter Freund not, der auf des Kaisers Ruf in dem bevorstehen dem Reichstagswahlkampf Führer im Streit sein kann und sein witt. Allen vaterlandslosen Abgeordneten, die ihre Partei über das Vaterland bestellt haben, müssen reichstreue deutsche Männer entgegengestellt werden. Diesen zum Siege zu verhelfen, ist Sache deines Freundes, welcher sich mit seinem Wahlspruch: Mit Gott für Kaiser und Reich empfiehlt. In alter Treue: Neue Westfälische Volks=Zeitung, Mindener Post. Historischer Kalender. 18. Dezember: Kaiserin Elisabeth von Rußland, geb. 1709— Friedrich der Große zieht in Dresden ein, 1745.— Der polnische Reichstag in Warschau kündigt Rußland den Gehorsam, 1830.— Siegreiches Gesecht des XIV. deutschen Armeekorps gegen die Franzosen bei Nuits, 1870.— Wilibald Alexis, Schriftst=ller, gest 1871.— Richard Owen, englischer Naturforscher, gest 1892. Für die konservative Partei, schreibt die„Kreuz= Zeitung" zur gegen wärtigen Lage,„ist die St llungnahme in diesem Streite nicht leicht. Wir haben mit der Zentrumspartei in wirtschaft lichen, militärischen und Schular gelegenheiten oft genug gemeinsam gegen den Liberalismus gekämpft und das Odium auf uns gerou men, das für eine wesentlich protestantische Partei in dem Zusammengehen mit einer tatsächlich nur aus Katholiken bestehenden Partei liegt Aber wir haben auch nie verkannt, daß ein greßer Teil des Zentrums, namentlich der Reichstags fraktion, politisch viel mehr Berührungspunkte mit dem Liberalismus, j: mit der Dewokratie hat, as mit u. s. In neu ster Zeit ist dies weder offen zu tage getreten, da das Zeit um sich geneigt zeigte, sich der Agitation für die Demokratisterung des preußischen Wahlrechts anzuschließen. Wir haben auch nicht verkannt, daß in rein kulturellen Fragen das Z ntrum velfach versagt und z. B im Kmpfe gegen die Un sittlichkeit in Literatur und Kurst Nbenzwecke verfolgt, die uns ganz fer liegen. Darum haben wir sters unsere U abhär gig keit gerahrt, strenger und konsgierter, ale es die Regierung in der letzten Zeit vermocht hat. Auch in der Abwehr des Kulturkampfes, der ebenso der evaggelischen wie der katholischen Kirche gast, haben wir dem Paritäteprinziv keine größeren Opfer gebracht. als das Interess; der evangelischen Kirchverlangte. So st hen wir d.m nun ent braunten Kaapfe in volle Freiheit der Entschließung gegenüber. Wie werden nicht vrrgessen, daß das Z utrum marchen konser vat vn Jufg ben seine eiftige und erfolg reiche Mta beit gewidmet dat und sie auch in Zukanft leißten wird. Aber der itzt in der Reichetagsfraktion des Ze trume zu Herrschaft gelangte demokrati che Gist wird auf uns re entschlossene G gnerschaft stoßen. Wir werden niemals zugestehen, daß oas Budgetrecht des Reichstages über greift in die Kommandogewalt des obersten Kriegsherrn, daß unserer Heeresleitung die Mittel ver weigert werden dürfen, einen Krieg durchzuführen, bei dem die militärische Ehre des Reiches, sein Besitzstand und seine wirtschaftlichen Jateressen gefährdet sind. Nemals auch we den wir billigen, daß ein Parlament der Seaatsgewalt in den Arm fällt, wenn sie einer r#volutionären B=wegung im Innern des Saaes gegenüb-ist ht, man dabei auch das vermeintliche Rcht und das vorgedliche Jateresse der römisch kathorischen Kiche in Gefahr geraten, was nie der Fall sein kann, wenn sie mit dem Worte„Geber dm Kaiser, was des Kaisers in“ und„I ermann sei untertan der Obrigkeit“. Erny macht Der Versuch der Zentrumeblätter, den Stieit auf das konfesitonelle Gediet hinüber zu spielen, kann nicht scharf genug zurückgewiesen werden. Gewiß gibt es unter den Liberalen und Freifinnigen, auch unter den Freikonser vativen, kurzsichtige Politiker, die den Zeitpurkt für günstig halten, um einen neuen Kulturkampf anzufachen. Die Regierung aber ist in allen bisherigen Kundgebungen auf diesen Ton nicht eingegangen; Kolonial direktor Dernburg hat sich mit Nachdruck als einen Freund der Missionen in den Schutzgebieten erklärt, und seine Beamten haben das gute Einvernehmen mit der Mission in Togo wiederhergestellt; der Reichskanzler Fürst v. Bülow hat in seigen letzten Reden nur die staatsrechtliche Befugnis des obersten Kriegsherrn gegen die Uebergriffe der Reichs tagsmehrheit in Schutz genommen und sich jeder Andeutung enthalten, als ob er einen Kampf gegen den Ultramontanismus beab sichtige; auch die ersten Aeußerungen der offiziösen Presse sprechen nur von der in den Kolonien engazierten Ehre des Deutschen Reiches, die von der Staatsgewalt unter allen Umständen zu wahren ist. Wir finden auch in der früher kulturkämpferischen nationalliberalen Presse, z. B. der„Köln. Ztg“ und der„National=Zeitung“, volles Verständnis für die Situation. Und die Konservativen denken vollends nicht daran, ji den Fehler zu begehen, den sie zur Zeit des Kulturkampfes unter viel größeren Versuchungen vermieden haben, den Fehler, die katbolischen Deutschen in einen Gewissenskor flikt zu verwickeln, wenn sie dem Staate und zugleich der Kirche treu sein wollen.“ Unsre Leser werden bemerkt haben, daß dies von A bis B auch unser Standpunkt ist. Insbesondere legen wir aber heute den Finger roch auf den letzten Punkt. Es handelt sich für uns, was wir u. a. dem katholischen„Wistf. Volksblatt“ in Paderborn gegerüber scharf betonen. um keinen beabsichtigten Ku turkampf, sondern allein um die deutsche Ehre und das zu iorer Wihrnihmung Noiwendige. Wenn die kon servative Partei jetzt überall die Woffen mit dem Zentrum kreuzen muß, so geschieht das nicht, weil das Zentrum katholisch ist, sondern weil die deutsche Ehre und die deutsche Wehrkraft unier dem überwiegenden Einfluß des Zentrums im Reichstage nicht den not wendigen Schutz gefunden hat. Wr fordern alle echten deutschen Männer in allen Parteien und Konfessionen auf, in dem Kawpf für die deutsche Ehre Schulter an Schulter zu stehn Jeder Eiozelne, jide Partei die sich deser Vapflchtung entzieht, fällt unter das G richt des Wortes: Mene tekel upharsin Gewogen und zu leicht erfunden. Der„Hann. Cour.“ hat aus Braunschweig folgendes Telegramm erhalten: Der Herzog Ernst August von Cumberland hat unterm 15. d. Mts. ein Mavifest an das Herzogl Staatsministerium gerichtet, worin er der Landesversammlung das Recht bestreitet, ihm und seinem Hause eine Verzichtbedingung zu stillen. Der Herzog hält seinen Anspruch auf Hannover mit der rückhaltlosen Anerkennung der Reichsverfassung für durchaus vereinbar und will für sich und seinen ältesten Sohn und dessen Deszendenz zu Gunsten seines jüngsten Sohnes auf die Regierung des Herzogtums verzichten. Sein jüngster Sohn sei bereit, wenn es von ihm verlangt werde, für sich und seine Deszendenz auf die eventuellen Ansprüche auf Hann over zu verzichten. Er hat auch die feste Zuversicht, daß die Hannoveraner alles unterlassen werden, was geeignet sei, die Stellung seines Sohnes in Braunschweig zu erschweren. Schließlich beantragt der Herzog, die Entscheidung dem Reichsgericht als Schiedsgericht zu übertragen. Die in einem Londoner und auch in Wiener Blättern sich fianende Geschichte, der Kaiser habe vor der Arflösung des Reichstags an den Fürsten Bülow telegraphiert: „Ich jage die ganze Bande zum Teufel“ wird von der„Nordd. Allg Big.“ als„selbstverständlich eine plumpe Erfindung" bezeichnet.„Dem Reichskanzler ist ein Telegramm des Kaisers, das die angeführte oder eine ähnliche Wendung enthielt, nicht zugegangen. Während der letzten Reichstagssitzung traf beim Reichskanzler überhaupt keine Kaiserliche Drahtmitteilung ein.“ München, 17 Dez. Die Prinzessin Rupprecht st, 10 Tage nach ihrer Entbindung an einem heftigen Fieber erkrankt. Abends 6 Uhr erreichte das Feber 40½ Grad. Die Ernädrung und die Kräfte sind vermindert; der Zustand ist sehr ernst. Der Regent erhält stündlich Bericht. Stuttgart 17 Dez. Zu den Hohenlohe Enthüllungen der Nationalztg.“ ist das Neue Tagebl.“(Geschenkforderung Los XIII) zu der Erklärung ermächtigt, daß sowool Prinz Alexander Hohenlohe, als auch P.äsident Dr. Cartius und die Deutsche Verlogsanstalt Stuttgart der Veröffentlichung vollständig fern stehen und darum jede Aeußerung über die Authentizität ablehnen.— Der„Corriere d'Italia“ in Rom erklärt die Nachricht von der Gschenksorderung des Papstes Leo XIII. für unwahr. Aus dem Auslaude. Aus dem Deutschen Reiche. Berlin, 17 Dezember Aus Potsdam wird vom 16 d. Mts gemeldet: Der Kaiser und die Kaiserin sowie der König von Norwegen, P inzessin Viktoria Lu se, die K oop inzessin und P inze sin Eitel Fiedrich trafen um 10 Uhr in der Garnsorkirche ein, und nahmen am Gotesdienst teil. Die Pedigt hielt der Hof und Garnisorpfarter Keßler über Matth. 11, 3. Danach begad sich der Kaiser mit dem König zu Fuß nach dem Regimertshaus des 1. Garde Regimente. Abends 9 50 Uhr reiste das norwegtsche Königspaar, vom Kaiser und der Katierin nach dem Bahnhof geleitet, nach Kopenhagen ab. Der Kaiser und die Kaiserin wohnten heute in Kiel dem Stapellauf des Laien soiffes A. bei, dem Herzog Enst Günther von Schlesoig Holstein nach einer von ihm g haltenen Rie, die mit einem dreifachen Hurra auf d n Kuser schloß, den Namen„Schleswig Hofstein“ gab. Es war prächtiges Wiunterwetter. Wien 17. Sept. Das Herrenhaus wird am 20 Dezember über die Wahlreform vrba deln. Wien 17 Dez Das Esenbahn= mininerium beschloß, vom 20. Dez mber ob auf den stactlichen Huptbahnlinien eine Rehe von Notstandsvergünftigungen zur Milderung der Fleischteurung einzuführen, darunter eine für fzigprozentige Erwäßigung der Texen der normalen Lokaltauise für d.n Tran= port von zur Schlachtung bestimmten Bieh. Auch sind Maßnahmen zur Erleichterung des direkten Feischbezuges in geringen Mengen bis zu 40 Kilogramm auf den Linien der österreichischen Bahnen geniff wo den. Paris, 17 Dezember. Heute zog der Karomat E zotschof Richard aus seinem Puais aus Etwa hundert Prsonen, darunter Piester, Deputierte. Senatoren und Munizipalräte, hielten sich während des barzen Vor mittags im Hofe und vor dem Ponal dee Puais auf und sangen Krchenlieder Der Kardinal verließ in Begleitung seines Koakj tor: M.r. Awette und der G nera vikne durch eine zahlreiche Menge, die niederkniete, das Palais. Mehrere 12 junge Katholiken spannten die Pferde aus und zogen den Wagen langsam durch die Straßen zum Hause des Deputierten Denys Cochin, der den Kardinal selbst empfing. Die den Zig begleitende Volksmenge war auf dem Wege auf etwa 3000 Köpfe angewacsen. Nachmittags fand aus Anlaß des Auszuges in der Kirche St. Francois Zwier ein feierlicher Gottesdienst statt, bei dem Mgr. Amette eine Ansprache hielt Rußland. Zwei der Mordbuben, die in Odessa Bomben gegen den Admiral Dubassow schleuderten und mit Revolvern nach ihm schossen, wurden verhaftet. Es sind das junge Leute von 20 Johren. Der Adwiral wurde rur leicht am Fuß verletzt. — Ia Warschau gelang es der Poiizet, das Arbeitskomitee der polnischen Sozialisten Partei festzusehmen. De Zahl der Berhafteten bet änt 67. Marotko. Bei den Verhandlungen mit den Vutretern des Sultans von Marokko verlangt Raisuli eine hohe Abstandssumme für den Verzicht auf die Herrschaft über den engeren Bezirk von Tanger. Außerdem will Raisuli in einer noch näher zu bestimmenden höflichen Form von den europäischen Mächten als willkommener Mithelfer bei der Reorganisation der Polizei anerkannt sein. Endlich möchte er, daß künftighin in den parlamentarischen Körperschaften Europas, namentlich in der französischen Kammer, in höflicheren Ausdrücken von ihm gesprochen werde. Teheran, 17. Dez. Die Kräfte des Schahs nehmen ab. Der Kronprinz ist aus Täbris eingetroffen. Parteibewegung. (Das Zentrum) hat einen Wahlaufruf erlassen, in dem es seine Haltung zu den Kolonialforderungen zu rechtfertigen sucht: „Die Auflösung des Reichstazes ist nach unserer Ueberzeugung ein Angriff auf dessen Stellung als selbständigen, in eigener Verantwortung handelnden gleichberechtigten Faktors der Gesetzzebung Nicht die Kommandogewalt des Kaisers, sondern das Budgetrecht des Reichstages bildet den Gegenstand des Streites. Jeder von uns hat die Pflicht, für die versassungsmäßigen Rechte der Volkvertretung einzustehen; seien wir des am Tage der Wahl eingedenk!“ (Kandidaturen.) Die Sozialdemokraten stlln in Bielefelo den Stadtverordnelen Severing und in HalleHerford den Redakteur Hoffmann auf. In Bochum=Gelsenkirchen kandidiert für die Nationalliberalen Oberbürgermeister Dr. Haarmann= Witten. Die ChristlichSozialen des Wahlkreises LennepRemscheid=Mettmann beschlossen, einen eigenen Kandidaten aufzustellen. Lokales und Provinzielles. Bielefeld, 18. Dezember. (Die monatliche Stunde) kann nicht, wie beabsichtigt war, am 2. Weihnachtsf iertag staltfinden und ist deshalb auf den Tag nach Neujahr, den 2. Jannar, verlegt worden. Sie wird bei Kolon Kappelmann in Wallenbrück nachmittags 3 Uhr stattfinden. Tixt: Col. 3, 1—17. (Zur politischen Lage) schreibt uns ein alter Patriot: Der Staat, er muß siegen. Zwei tödliche Feinde bedrohen ihn mit ihren Umschlingungen. Er muß diese mit dem scharfen Schvert eines guten G. wissens durchhauen. Gelingt es ihm nicht zum ersten Mal, so muß er es zum zweiten, zum dritten Mal versuchen. Ec darf vor keinem Rechtsmittel zurückschrecken, um seinen Zueck zu erreichen. Die Feinde dürsen nicht triumphieren, der Staat muß diesmal den Sieg davon tragen, es koste, was es wolle. Das ist die Sitaation, das kennzeichnet den ganzen Ernst der Lage. Wer hat ihn erkannt? Das Volk im großen und ganzen kaum, die Parteien— schwitlich. Aber die Erkenntnis muß und sie wird kommen, je gewaltiger der Streit wird, welcher nun anhebt. Als Napoleon III 1870 Pleußen den Keieg erkläcte, da war mit einem Mal die Naton einig, mt dem alten Heldenkönig zu flegen oder unter zu gehen. Heute ist die Gefahr weit größer, weil die wenigsten dieselbe in ihrer Größe und Teagweite erkennen. Es hindelt sich nicht blos um äußeren Anschluß der verschiedenen Parteien, es haudelt sich um die klare Erkenntnis. Wir opfern unsere teuersten Ueberzeugungen für jetzt dem großen Maß, lassen alle Differenzen willig fahren, hamtt wir fiegen können. De tut äußersie Odiktivität not, je nach der örtlichen Sachlage. Die kleineren Parteischattierungen können nur da einen Sitz beanspruchen, wo sie bis jetzt ein Mandat innegehabt hatten; andernfalls müssen si: sich willig der nächststehenden Partei und deren Beschlüssen angliedern. (Zur Bewältigung des Weib nachtsverkehrs) sind auf der Streck Berlin Köln und umzekehrt auch in diesem Jahre wieder Sonderzüge eingelegt, die in d.r Zeit vom 20 Dezember bis 5. Januar als Vorzüge zu den fahrplanmäßigen Zügen fahren und in Bezug auf Fahrkarten genau wie diese behandelt werden. Die Reisenden werden ersucht, möglichst die Vorzüge zu benutzen und darauf aufmerksam gemacht, daß diese Züge die Anschlüss: auf den Abzweigstationen sicherer erreichen, als die nachfolgenden Hauptzüge. Einzelheiten sind aus den auf den Stationen aushängenden Fahrplänen ersichtlich. (Militärisches.) Gestern morgen um 9 55 Uhr traf der Kommandeur des Infanterie Regiments Ne. 55, Herr Oberst von Winterberger in Begleitung dis R gimentsadjutanten hier ein, um laut „Westf. Zig.“ die hiefige 7. Kompagnie auf dem Ohsenberge in der Ausbildung im Gelände zu besichtigen. *(Reisterkurse für die Provinz Westfalen.) Zum 10. Male finden demnächst in Dortmu 10 Meisterkurse für Schneider, zum 9 Male für Schuhmacher, zum 8. Male für Schreiner, zum 7. Male für Schlosser und zum 1. Male für Dekorations= Holz und Marmormaler statt. Die Karse werden am 14 Januar 1907 eröffnet und dauern 8 Wochen. Die Kosten tragen der Staat, die Provinz Westfalen, die Stadt Dortmund und die wentfälischen Haadwerkskammern. Die Kursisten haben nur 20 Mark Beitrag zu leisten, auch dies kann erlessen werden. Außerdem werden in der Regel ausreichende Bihilfen zum Lebensunterhalt gewährt. Die Unterrichtsmittel, Maschinen, Werkzeuge, Materialien u. a. werden unentgeltlich zur Verfügung gestellt. Die Meisterkurse werden in eigenen Werkstatträumen, versehen mit praktischen modernen Maschinen und Werkzeugen, abgehalten. Der Unterricht wird von anerkannt tüchtigen Fachlehrern erteilt Die bereits abgebaltenen Karse, Stizze von Else Krafft. 11(Nachdruck verboten.) Der Onkel war sichtlich gerüht. Er blinzelte mit den klaren Aeuglein über das hübsche Mannerartlitz, über das kecke, junge Gesichichon unter dem weißen Schleier hin und schlurrte dann auf einen alten, sch narzen Schrark zu. Er kramte eine Weile umständlich zwischen Büchsen, Schachteln änd Papier herum und Lielt dann mit einm freudigen„Aha, da is se“ eine gesüllte Rotweinflasche in der Hand. „Nun paßt aber mal auf, Kinder," meinte er geheimnisvoll, indem er den roten Trank prüfend gegen das Licht hilet. „Das hat nämlich mit diesem Wine'ae ganz besondere Bewandnis. Ee gleicht gem Talismann, Kinder! Wnn ich'n nun eurer Obhut vertraue, gebe ich das Kostbarste weg, was ich überhaupt habe. Hütet die Flasche gut und öffret sie beileibe nich vor eurem silbernem Hochzeitstage Dann aber werdet ihr eure Ingend wieder daraus entstehen sehen, und aue Lebe wi d sein wie jetzt, wenn ihr den Wein trinkt B's dahin aber merkt eins, Kinder! Bleist auch treu und macht keene Dammheiten! Ja jener Stunde nämlich, wo Hans oder Sie, meine verehrte Frau Nichte die Tieue brechen, verwandelt sich der Wein zu Wasser und...“ Er hielt inne, da Haus mit vorgehaltenen Hand vergebens gegen ein prustendes Lachen arkämpfte, das sich jetzt gewaltsam Bahn brach. Der Alte tat sehr beleidigt.„Na hör mol, du! Anständig ist das aber nich von dir!“ Der junge Ehemann erhob sich und griff nach der Wunderflasche.„Verzeih, Onkel! Ich habe nicht über dich gelacht! Wie werd' ich denn? Nur über meine Putte — sieh mal, wie bange die is.“ Er war zu seiner jungen Frau getreten und hielt ihr den roten Trank hin.„Der wird bei uis nie zu Wasser werden, was, Meze? Ezer gäb's im ganzen Deutschen Reiche keinen Tropfen Wein mehr! Gib mir mal einen Kuß— du! Dem Oak l wollen wir's schon beweisen, wie gut sein Wundertrank bei uns aufgehoben ist— was, Putte? Sie sah mit großen furchtsamen Augen von der Fasche auf ihren Hans und von ihm auf den alten gespensterhaften alten Mann.„Ist— Ist doch— blaß Spaß,“ stommelte ste. an denen bisher 224 Hirren teilnahmen, haben die besten Gefolge aufzuweisen. An meldungen sird umgehend an den Direktor Rigling, Doelmund, Schwanenwall 41, zu richten. Die Handwerkskammern sind gern bereit, jede gewünschte Auskunft zu erteilen. Die nächsfolgenden Kurse beginnen voraussihtlich am 3. Jmi 1907. (Stadttheater.) Auf die heutige letzte Aufführung von Ibsens großartigem Schauspiele „Rosmersholm" wird hierdurch nochmals besonders aufmerksam gemacht. Mittwoch komm das so beifällig„ausgenommene Schauspiel„Die Hilfer“ zur zweiten Aufführung. Donnerstag wird der köstkiche Schwang„Ein toller Einfall“ wiederholt. Diese ganze Woche und namentlich die beiden theaterfreien Taze Feitag und Sonnabend sind ganz den Vorbereitungen zu den Vorstelluggen am Soantag und an den Festtagen gewidmet. Zim Weihnachtsmärchen„Die Reise ins Schlaraffenland“ ist der Vorverkauf bereits eröffnet. Stadttheater)„Ein toller Einsall“ Schwank in 4 Aufzügen von C. Luufs. Der Student Lüders soll während der Abwesenheit seines Onkels dessen Haus hüten. Ee gedenkt diese Gelegenheit zu lustigem Leben w.idlich auszunutzen. Da er aber Geld gebraucht, kommt das Faktotum des Corps Hassis, das ihm zur Seite steht, auf den„tollen Emnfall“, daß man die herrschaftliche Wohnung der Hauptstadt an„möbiliefte Herren und Damen“ vrmietet Sistt aber eine reiche Einnahmequelle zu verschaffen, bereitet der Einfall dem bedauernswerten Hausherra=Stellvertreter allerlei Ungelegenheiten und verhilft ihm schließlich sogar zu einer Frau wider Willen. Die üblichen Verwechslungen, komischen Zufälle, Eifersüchteleien und die Verulkung der kleinen menschlichen Schwächen füllen die Akte aus und setzen die Lachmuskeln in Bewegurg Gespielt wurde ganz flott und angemessen. Besonders Herr Heberling, als Bender und Herr Ado'f Seinmann als Musikdirettor Krönlein, wlikten im Spiel und Maske recht erheiternd. Benders Gattin war bei Frau Beistl aufs Beste aufgehoben und Herr Mantius zeigte sich dem vielgeplazten Lüders in allen Lagen gewachsen. Herr Felden gab dn Bienstil flott und ullig, während die beiden heiratsfähigen Töchter Enmy Steinkopf und Eva Bender von Frl. Klara Wilte und Fri. E. Grundner gut und frisch dargestellt wurden Auch die zahlreichen übrigen Rollen waren gut besetzt. 69 Schildesche, 17 Dez(Der Amtssekretär Flöter) hierselbst ist mit Rück. wiekung vom 1. Juli 1905 ab bei der hiesizen Amtsverwaltung endgültig angestellt worden. h- Jöllenbeck, 17. Dez.(Berichtigung.) Die unterm 13. d. Mts. von hier gemichte Mitteilung über den Unfall der Kinder Kuhlmann und Schage ist dahin zu berichtigen, daß die Kinder sich nicht an die Baunstämme gehängt haben, sondern ruhig ihres Weges gingen, als hinter ihnen her ein mit Eichen beladener Wagen kam, der, als er gerade neben den Kindern war, infolge des Schnees urplötzlich zur Seite rutschte und die Kinder bedrängte, wobei die Kuhlmann mit einem Fuß unters Rad kam und einen Beinbruch erlitt. Hillegossen 17. Dez.(Der Obstbauverein Bielefeld) hielt am Soanabend im Siekmannschen Gasthofe eine gutbesuchte Bezirksversammlung ab, welche durch Herrn Kantor Plenge Ubbedissen eröffnet wurde. Aus der Prox's, für die Praxis, so gab Herr Lehrer Löhrs aus Bielefelo aus seinen reichen Erfahrungen heraus Anleitung zur Erkennung und Bekämpfung der hauptsächlichsten tierischen und pflanzlichen Obsbaumschädlinge. An der Hand von selbstgefertigten Zeichnungen sowie vielen Raupen und Schmetterlingen wurden die Schädlinge leichtverständlich gekennzeichnet. Nur einige der schlimmsten köanen wir nennen: die Obstmade, der Frostspanner, der Baumweißling, die Gespinnstmotte, der Apselblütenstecher, die Blutlaus, Blattlaus, der Krebs und das Fificladium. Herr Löhrs gab nur Selbsterfahrenes, darum war der Vortrag leicht verständlich und belehrend. Redner hob besonders hervor, daß zur Obst daumpflege unbedingte Schonung des Biumes, der Aeste und des Laubes(des Baumes Lungen) geköre, daß Wanden an Stamm und Aesten die Ansatzstellen für alle tirischen und pflinzlichen Shädlinge bildeten, daß ferner ein Baum um so widerstandsfähiger gegen alle Feinde sei, je besser er gepflegt und ernährt würde. Ueber das jetzt im Winter übliche Kälken der Stämme und dicken Aest: bemerkt Redner, daß es ein großer Fehler sei, wenn alte Bäume mit schuppiger Rinde ohne weiteres mit Kall bestrichen würden, weil dadurch die nater der rauhen Rinde befindlichen Schmarotzer gehegt und gepflegt würden. Es müßten zuvor die losen Rindenstücke mit einem stumpfen Gegenstande abgekeatzt(und verbrannt) werden, nur nicht so gründlich, wie dies in Bielefeld gesehen werden könne, daß man die grüne ledende Rinde bloslege, denn das schwäche jiden Baum. Ferner müsse man die Freuade des Obstbaumes besser schonen: die Singvözel, die sich von den Schädlingen nähren; die Fledermäuse, die die Nachtschmetterlinge abfangen; die Ealen, die die besten Feldmäusefänger seien. Leider können wir den lehrreichen interessanten Vortrag nur kurz skizzieren, es empfi hlt sich, die Wiederholung desselben im Januar und Februar in Dornberg und Beack vede sich nicht entgehen zu lassen. Die anschließende Diskussion setzte lebhaft ein, sie mußte leider bald abgebrochen werden, weil die Bielefelder Herren abfahren mußten.-m— Aus den Kreisen Minden und Lübbecke Minden, 18. Dez.(Leschefeiern im Haufe nicht mehr geduldet.) Während der Polizeiverwaltung nach Inbenutzungnahme die Leichenhalle und Kapelle auf dem neuen städtischen Kirchhof eine Polizeiverordnung erläßt, die die Ueberführung Verstorbener innerhalb 24 Stunden nach Eintritt des Todes in die Leichen alle anordnet, sofern die Unterbringung in einem Raume erfolgen müßte, welcher gleichzeitig zu Wohn=, Schlaf= oder Wirtschaftszwecken benutzt wird, machen laut„Westf. Zig.“ der Magistrat und die Presbyterien der St. Marien=, Martini=, Petri= und SimeonsGemeinden bekannt, daß genannte Kollegien nach gemeinsamen, eingehenden Beratungen beschlossen haben, daß bei allen Beerdigungen auf d.m neuen Friedhofe die Trauerfeiern nicht mehr in den Häusern, sondern stets in der Friedhofskapelle Ruttfinden und die Leichenzüge sich nur von der Kapelle zum Grabe bewegen sollen. Dieser Beschluß wird bereits heute bei Erscheinen der Bekanntmachung lebhaft erörtert, da anscheinend eine Anzahl der Einwohner hiermit nicht einverstanden ist. Minden, 18. Dez.(Totgefahren.) Im Bahnhof Hamm i. W. wurde in der Nacht zum Soantag der in Meißen wohnhafte Hilfsbremser Wömpner vom Zuge überfählen und getötet. Der Verunglückte hinterläßt nach der„Mind. Zig.“ Frau und zwei Kinder. Aus den Kreise Herford. Herford, 17. Dez.(Durch Feuer zerstört) wurde in der Nicht zum Sonntag ein Mödelwagen des Spediteurs S. an der Holtzstraße, der Wagen war mit Papier beladen und wird Beandstiftung vermutet. Herford, 17. Dezbr.(Auf dem Wochenmarkte) kosteten Montag das Pfund Butter 125—130 Pfg., Eier 80—85 Pfg., Arpfel „Aber denke nicht dran," lachte Haus vergnügt.„W s, Oulel? Taisache das mit der Verwandlung?“ Der Alte nickte. Er strekte die k. öcherne Hand aus und fuhr damit über das bange Gesichtchen.„Und wenn schon, kleine Frau! Bi euch bleibt der Wein doch sicherlich Wein.“—— Daheim gab es zuerst einen kleinen Kampf zvischen dem jungen Paar. Mieze wollte die Flasche nicht im Büfett stehen haben und meinte, es wäre alles Unstan mit dem Wunder. Der Oakel sei verrückt. Hans protestierte.„Es ist ein Hochzeit:geschenk, Mieze. Daz muß in Ehren ge halten werden. Und dann, auf diese Art und Weise kannst du ja leicht erfahren, ob ich dir immer treu bin, Putte. Kannst alle Abend ruhig schlafen, wenn du nach dem Wein gesehen hast“ Sie kämpfte lachend mit den Tränen.„So ein Bödsino! Da wär' mir ein Korb von den dicken, roten Aepfeln, die da im Kohlenkasten lagen, auch lieber gewesen als so'n Mumpitz. Ich glaub' nicht dran! Du— und untreu, Hans!“ Sie hielt ihn krampfhaft feß. „Auch gut,“ neckte er.„Zertöppern wir also Onkels Zauderpulle.'s wär doch gräßlich, wenn ich mal in so'ne unschnidige Versuchung käme, und schwupp würd' der schöne Wein zu Wasser— brr!“ Sie hielt seine Hand fest, die den Flaschenhals umspannte.„N—ein,— dann laß sie schon stihen, Haus besser ist besser!“ Sie merkte nicht, wie diebisch er bei ihrem schnell erweckten Mißtrauen lachte. Ee hielt sein Gesicht an ihres gedrückt und küßte sie.„Also bis zur fi.bernen Hochzeit, Putte!“— Ja nächster Zeit ging die junge Frau immer mit einem kleinen Umweg um das Büfett herum, darin die verhängnik volle Fasche stand. Sie sprach aber niemals davon und untersuchte den roten Trank auch nicht. Sie hatte eine Heidenangst vor diesem ominösen Hochzeitsgeschenk des Onkels, der ein Weiser sein sollte. Schließlich vergaß sie aber die ganze Sache. Noch dazu, da ihr wilder Hans immer lieber und zärtlicher gegen sie wurde und nur einen Bierabend in der Woche hatte, an dem er sein Frauchen allein lassen mußte. (Fortsetzung folgt.) 8—15 Pfg., Nüsstrauben 80 Pfg., K kohl 20—25 Pig wurzeln 25—30 Pfg, 8 viebeln 8— kohl 10—25 Pfg. Weißkohl 5—15 P Pfg., Endivien 10 Stück 10 Pfg., 1 rote Beete 10 Pig. Rödinghausen standsaufnahm Versogenstands=Auf folgendes R sultat hausen 208 män Kinder, zusammen 6 männl., 414 weibl. 1281; Ostkilver 327 Kinder, zusamt mäanl, 254 weibl 781; Schwennin weibl, 456 Knder, 1444 manul, 157 zusammen 4824 I Mennighüff fall) Nach kur gestern der Kau Schäffer hierselbs langen Jahren als als-Sparkass nrenda Krast stets gern in und der G meinde zeichnete sich durch wiss nhaftigkeit und Sinn aus. Aus den Rez.=Ver. Dortmund 14 stände der Pole Heute en meine liebe Giell in Giessen, 1 Bielefel Sir wei Höhenpunk □ leben. Der andere ist da und ihre sehl den Mensch mit Euren# laßt unsre lieben Kinder, vergeblich hoffen. Helft Herz füllen. Geben ist lieber, Freude bereiten Kleidungsstücken, Spielse mit herzlichem Dank ent Wittekindshof Holländ. Schellfisch Seelachs o. Kopf Cablian v. Kopf Rittelgroße Schollen Kurrnhahn Goldbarsch o. Kopf Sprotten Bücklinge Kiste Ger. Lachsheringe Ger. Spickaal Ger. Schellsische Seelachs in Stücken Rotsleisch. Flußlachs Frucht= und srend. Redner zur Obstdaumdes Biumes, (des Baumes den an Stamm für alle tirischen bildeten, daß derstandsfähiger sser er gepfligt r das jetzt im Stämme und r, daß es ein te Bäume mit eres mit Kall urch die nater en Schmarotzer n. Es müßten ke mit einem ratzt(und vergründlich, wie den könne, daß bloslege, denn Ferner müsse baumes besser sich von den ledermäuse, die zen; die Ealen, seien. Leider eressanten Voripfichlt sich, die Ianuar und Beack vede sich le anschließende e mußte leider die Bielefelder und Lühtete. Leschefeiern geduldet.) ung nach Irille und Kapelle Kirchhof eine ie die Ueberlb 24 Stunden die Leichen alls igung in einem cher gleichzeitig irtschaftszwecken Bestf. Zig.“ der erien der St. und Simeonsannte Kollegien sen Beratungen in Beerdigungen ie Trauerfeiern sondern stets in den und die er Kapelle zum dieser Beschluß Erscheinen der betert, da anwohner hiermit otgefahren.) . wurde in der Meißen wohnr vom Zuge er Verunglückte Z4g.“ Frau und erford. durch Feuer ht zum Sonntag zurs S. an der mit Papier beg vermutet. dem Wochen1s Pfund Butter 35 Pfg., Aepfel wär doch gräßne unschnidige upp würd' der bre!“ fest, die den „N—ein,— Haas besser ist sch er bei ihrem lachte. Ge hielt jückt und käßte ernen Hochzeit, 8—15 Pfg., Nüsse 30—40 Pfg., Weintrauben 80 Pfg., Kastanien 25 Pfg., Rosen kohl 20—25 Pig, Spinat 10 Pfg., Schwarz= wurzeln 25—30 Pfg., Karotten 4—5 Pfg, Z viebeln 8—10 Pfz., 1 Kopf Rotkohl 10—25 Pfg., Wirsing 5—10 Pfg., Weißkohl 5—15 Pfg, Blumenkohl 20—50 Pfg., Endivien 10 Pfg., Braunkohl 5—6 Stück 10 Pfg., 1 Bund Wurzeln 10 Pfg., rote Beete 10 Pfg., weiße Rüben 10 Pig. Rödinghausen, 17. Dez(Personen standsaufnahme.) Bei der diesjährigen Verso zenstands=Aufnahwe pro 1907 ist folgendes R sultat festgestellt: Röding= hausen 208 männliche, 228 weibliche, 235 Kinder, zusammen 671; Westkilver 365 männl., 414 weibl., 502 Kinder, zusammen 1281; Ostkilver 275 mäanl., 280 weibl., 327 Kinder, zusammen 882; Bieren 238 mäanl, 254 weibl, 289 Kinder, zusammen 781; Schwenningdorf 358 männl., 395 weibl, 456 Knder, zusammen 1209. Summa 1444 manul, 1571 weibl., 1809 Kinder, zusammen 4824 I Mennighüffen, 17. Dez.(Todesfall) Nach kurzem Krankenlager starb gestern der Kaufmann Herr Gustav Schäffer hierselbst. Genannter war seit langen Jahren als Amtsbeizeordneter und als-Sparkass nrendant tätig und hat seine Krast stets gern in den Dienst des Amtes und der G meinde gestellt. Der Entschlafene zeichnete sich durch große Pflchttreue, Gewiss nhaftigkeit und einen biederen, geraden Sinn aus. Aus den Rez.=Vez. Mäuster und Arusberg. Dortmund 14 Dezbr.(Die Vorstände der Polenvereine des Ruhrgebiets) werden am 23. Dezember in Bochum zusammentreten, um die Stellung der Polen des Westens zu den Reichstags wahlen zu erörtern. Die Konferenz ist des halb von Bedeutung, weil das Polenorgan des Ruhegebiets in den letzten Wochen angesichts der Haltung des Zenteums im polnischen Schulstreik aufs bestimmteste die Neuträlität der polnischen Stimmen bei der kommenden Reichstagswahl sordert Dortmund, 15. Dez.(Zum Fall César.) Zu der Besetzung der 8 Pfarrerstelle an der St. Reinoldi Gemeinde soll dem Beschluß der grögeren Gemeindevertretung zusolge eine Neuwahl und zwar Anfang nächsten Jahres vorgenommen werden. Von einer Wiederwahl Césars wurde Abstand genommen. Dortmund, 17. Dezbr.(Die Westfälischen Drahtwerke) haben angesichts der anhallenden Teuerung durch Beschluß vom Sonnabend und mit rückwirkender Kraft vom 1. November alle Lohnsätze der Arbeiterschaft freiwillig um 10 bis 15 Prozent dauernd erhöht. Berlin, 17. Dez. Für das Elisabeth= haus in Windhuk sind nur mehr 100000 Mk. zusammengekommen. Eine Sammlung der Abteilung Hamburg der Deutschen Kolonialgesellschaft brachte 60 0 Mk. Ein Unbekannter gab hiervon allein 5000 Mk. Berlin, 17. Dez In der letzten Nacht ist die letzte Barre des Teltow=Kanals bei Groß Lichterfelde durckstlochen worden. Heute morgen durchfuhr Geh Baurat Havestadt die Durchstich stelle zum erstenmal. Heute mittag unterrahm Landrat v Stuberrauch mit den Herren der Bauverwaitung eine Fahrt. Berlin, 17. Dez. Die Morgenblätter melden aus Warschau: An einem Fenster der Schule zu Pieplowitz(Preußisch= oder Russisch=Polen?) wurde nachts eine mit Gassplittern und Nigeln gefüllte Bombe zur Explosion gebracht. Das Fenster wurde zertrümmert und die Lehrerwohnung beschädigt. Aachen, 17. Dez. Der Assistenzarzt des städtischen Elisabethhospitals Dr. Hartmann starb unter großen Qualen infolge einer Blutvergiftung, die er sich bei der Sektion einer Leiche zugezogen hatte. Leipzig 17. Dez Heute vormittag 9 Uhr wurde der 34jährige Geldbriefträger Hübner in einem die N kolai und Reichsstraße verbindenden Hausdurchgange zu Boden geschlagen und so schwer verletzt, so daß er ins Krankenhaus gebracht werden mußte. Der Räuber ist mit der 8000 Mk enthaltenden Geldtasche entkommen. Budapest, 16. Dez. Der Generaldirektor des „Norddeutschen Lioyd“, Dr. Wiegand und Direktor Pilis sind hier eingetroffen, um namens der kontinentalen Schifahrtsgesellschaften einen Teil der Vereinbarungen mit der ungarischen Regierung hinsichtlich der Etablierung einer Ungarn=Amerika Lirie in Form einer ungarischen Seeschiffahrtsgesellschaft zu einem vorläufigen Abschluß zu bringen. London, 17. Dez. Nach einer Lloyddepesche aus Dover hatte der auf der Fahrt nach Hamburg befindliche Dampfer„Arlington“ heute früh im Kanal einen Zusammenstoß mit einem belgischen Dampfer. Letzterer ist mit 12 Mann Besatzung gesunken. Der„Arlington“ ist am Bug beschädigt. Berichtigung.) Im Titel eines gestern besprochenen Buches b#findet sich ein Druck fehler. Statt„Die Werbung. Diamatische Dichtung in drei Teilen von Friedrich Lienhard, Stuttgart. Verlag von Greiner und Pfeiffer“ muß es, wie die Liser wohl schon meist selbst bemerkt haben werden, heißen: „Die Wartburg" usw. Wir benutzn dies Versiher, das pechtige Buch den Lesern noch einmal auf das Wärmste zu empfehlen Uebersicht der Witterung. Bielefeld, 18. Dezember 1906. Mitgeteilt von Fr. Böckelmann Ww, bien. Niedrigst. Thermometerstand in der Nacht—4 Thermometerstand um 10 Uhr vorm.++ 2½26. Barometer 76/0 cm. Wind Ox. Himwol: heiter. Neueste Nachrichten Berlin, 18. Dezbr. Die Arbeiten im preußischen Staatshaushaltsetatsentwurf für 1907 sind so gefördert, daß seine Fertigstellung demnächst erwartet werden darf. Die Drucklegung wird noch einige in Anspruch nehmen. Man wird damit rechnen können, daß wenn der neue preußische Landtag zu der neuen Tagung sich versammelt, er auch den Etatsentwurf vorfinden wird. Breslau, 18. Dezember. Die schlesische Zentrumspartei erklärte, daß im ersten Wahlgang eine Stimmabgabe ihrer Wähler für irgend eine andere Partei ausgeschlossen sei. Lübeck 18. Dez. Die Lübecker Bürgerschaft hal mut größter Mhrheit den Antrag der Freifinnigen auf eine Gewährung von Diäten an Abzeo dnete abgelehnt. Gnesen, 18. Dez. Der verweigert die Aufnahme von Berichtigungen der Regierung in Sachen des Schulstreites in deutscher Sprache. Die Aufnahme soll nur in polnischer Sprache erfolgen.— Eine Frauenversammlung, in der Propst Tietrowick eine Rede hielt, wurde durch den Polizeikommissar aus Posen aufgelöst. Heute entschlief nach kurzem Leiden meine liebe Schwester, Fräulein Giara Sillien in Giessen, im 78. Lebensjahr. Bielefeld, den 17. Dezember 1906. Simon, Superintendent. wei Höhenpunkte füir unsere 542 Pfleglinge hal das Anstaltsleben. Der eine ist die Fahrt nach Porta im Sommer, der andere ist das Weihnachtsfest. Wie groß ist die Freude und ihre sehnsuchtsvolle Erwartung schon jetzt! Die Ihr den Mensch gewordenen Gottessohn lieb habt und Euch mit Euren Kindern freut auf das liebe Weihnachtsfest, laßt unsre lieben Kinder, die auch im Alter noch Kinder bleiben, nicht vergeblich hoffen. Helft uns ihnen die Hand, das Auge und das Herz füllen. Geben ist seliger denn nehmen; darum sei es uns lieber, Freude bereiten, als Freude erleben. Gaben an Geld, Kleidungsstücken. Spielsachen, Aepfeln, Nüssen und Gebäck nimmt mit herzlichem Dank entgegen. Wittekindshof b. Oeynhausen, Advent 1906. Stieghorst, Pastor. Anstaltsvorsteher. 5 S. PetroleumGlühlicht Alau kompl. Brenner mit Giüchstrungf und Zylinder 5.00 Mk. 1 Liter Petroleum 4 brennt ca. 15 Stund. Leuchtkraft ca. 80 Normalkerzen. PthI 5 Cechnächtsgeschenn! Als Weihnachtsgeschenk empfehle meine bestbekannten Bordeaur=Weine Mosel=Weine Süd=Weine Aepfel-Weine Rhein=Weine Frucht=Welne sämtliche Sorten Kognak, Arrak, Rum u. Liköre von den billigsten bis zu den feinsten Marken = Punsche= in den verschiedensten Sorten und Preislagen. F. Begemann, Waldhof l. Telephon Nr. 210. 81 Donnerstag, den 3. Januar 1907, vormittags 10 Uhr soll im Rathaus, Zimmer 31, ein etwa 276 gm großer Bauplatz an der Ecke der Roland= und Weststraße— am Siegfriedplatz— öffentlich zum Verkauf ausgesetzt werden. Kauflustige werden hierzu eingeladen. Die Verkaufsbedingungen werden im Termin bekannt gegeben und können vorher im Rathaus, Zimmer 29, eingesehen werden. Bielefeld, den 30. November 1906. Der Magistrat. Gebrader Woifrs Weinnachts Eipfehrun, Schellfisch Seelachs o. Kopf Cablian v. Kopf Mittelgroße Schollen Kurrnhahn Goldbarsch o. Kopf Sprotten per Pfd. 14 Pf. per Pfd. 18„ per Pfd. 24„ per Pfd. 26„ per Pfd. 26„ per Pfd. 22„ Kiste 138, 88„ Ger. Lachsheringe Ger. Spickaal Ger. Schellsische Seelachs in Stücken Rotsleisch. Flußlachs Kiste 144, 3 Stück 20 Stück 18„ per Pfl. 130„ Stück 9„ per Pft. 48„ per Pft. 110 Würfelzucker per Pfd. 21 Pf. Puder=Cacao per Pfd. 120, 100, 80„ Blockschokolade per Pfd. 72„ Spekulatins per Pfd. 88, 58, 52, 42„ Baumkakes per Pfd. 76, 66, 56, 46, 36„ Walnüsse per Pfd. 48, 32, 28„ Apfelsinen 10 Stück 58, 48. 38, 28„ Haselnüsse per Pfd. 58, 45, 33„ Datteln Karton 88 Pf., per Pfd. 33„ Zeigen Kistchen 58 Pf., per Pfd. 32 u. 26„ Christbaumkugeln Karton von 12„ Chokoladenfiguren Stück 5 u. 1„ Baumlichte Karton 44, 38, 33 u. 27„ Weizenmehl 000 per Pfd. 12 Pf. Kaisermehl per Pfd. 14„ Blütenmehl per Pfd. 16„ Rosinen per Pfd. 55, 44, 33„ Krystall=Stampfzucker per Pfd. 19„ Zitronen 3 Stück 10 Pf., Stück 5„ Banille Glas 3 Stangen 28, 24, 18 u. 12„ Korinthen per Pfd. 44 u. 32„ Backeier 9 Stück= 1 Pfd. 68„ Kunstspeisefett schneeweiß per Pfd 54„ Kunsthonig per Pfd. 27„ Bacpulver 3 Pakete 14„ Citronenessenz Flasche 10, 8 u. 6 Gebrannte Kaffees v. Pfd. 120, 100, 80 Pf. Margarine per Pfd. 80, 70, 60, 50, 42„ Preißelbeeren, ausgewogen, per Pfd. 28„ Blanker Reis per Pfd. 20, 18, 16, 14, 12„ Kochgraupen per Pfd. 18, 16, 14, 12„ holländ. Vollheringe Dutz. 58, 52„ Delikateß=Sauerkraut per Pfd. 6„ Pökelsleisch per Pfd. 58„ Mettwurst per Pfr. 98, 88, 68„ Rollnöpse 10 Stück 55„ Wesf. Spek per Pfd. 78„ Holländer Kise per Pfd. 68, 58„ Linburger Kise per Pfd. 46„ setzung folgt.) Stadt-Theater. Dienstag, 18. Dezember 1906, Anfang 7½ Uhr. — Zum letzten Male:— Mittwoch, den 19. Dezembes er., —— Zum 2. Male:—— Schauspiel in 4 Akten von Felix Philppi. Lr. Rinner= 1. 31 „St. Johannis“ zu Bielefeld. Johanniskirchplatz 3. Sonntag, d. 23. Dezember abends 8 Uhr: GTarcserd) Mitglieder und deren Angehörige sino dazu herzlich eingeladen. Jugend=Abteilung. Nachm. 3½ Uhr: Unterhaltung; Geschichte; Indacht. Knaben=Abteilung Nachm. 4 Uhr: Freies Beisammensein. Verein junger Männer. Bielefeld, Papenmarkt 2. Dienstag, 25. Dezember er, (1. Weihnachtstag) nachmittags 4 Uhr: Weihnachts- Feier für alleinstehende junge Männer. Ieder junge Mann ist freundl. eingeladen. Eintritt frei! Mittwoch, den 26. Dezembr. (2. Weihnachtstag) nachmittags 5 Uhr: Familiäre Weihnachtsfeier für unsere Mitglieder und ihre Angehörigen. Hierzu ladet freundlichst ein Der Vorstand. Am Sonnabend, den 22. Dezember 1906, vormittags 10 Uhr beginnend, werden in dem Diedrichsburger Forstorte Adolfswald, Distrikt 10, zum Verkauf kommen: 400 Lärchen mit 134 fm.(Balken, Sparren, Einfriedigungsholz). Sammelplatz: Fünflinden Das Holz liegt in der Nähe eines chaussierten Weges. Ostenwalde, 15. Dezember 1906 Wenke. Pausleinen Mtr. M k. 0,50 bei Hugo Ziehm Bebr. Kahter, Papierhandlung Ubernstrasse 24. Vogelkäfige in großer Auswahl per Stück von 1 Mark an und höher. Friedr. Riemeier Jannp aiz 0 Wiederholt werden in hiesigen Zeitungen Schuhwaren angeboten, die, um der Ware den Geschmack beizubringen, einen Beinamen führen. Wir halten es deshalb im Interesse unserer Arbeiter und im eigenen Geschäfts=Interesse für unsere Pflicht, zu erklären, daß unsere Pasrikatten Gur de. hent der dert-Iy. In der ganzen Welt gibt es keine bessere Fabrikations-Methode wie die unsrige. Jüngst wurden uns 1 Paar Herren=Stiefel, die mit großem Tam=Tam angezeigt werden, überbracht, und mußten wir konstatieren, daß die Stiefel zum Teil aus altem Löder, Fappe und Fapiel hergestellt waren. Um das große Publikum vor derartigen Schäden zu bewahren, haben wir uns entschlossen, unser Fabrikat unter dem Namen Westland-Garande-Stieler (gesetzlich geschützt) zu führen und leisten wir für jedes Paar Westfalia=Stiefel, egal wo sie gekauft sind, volle Garantie. Westfalia-Garantie-Stiefel sind in vielen Schuhgeschäften Bielefelds und Umgegend zu haben, wo nicht, wende man sich an uns um Aufgabe der nächsten Adresse. „ kranke, auch solche, die nirgende Heilung fanden, verlangen Prospekte und beglaubigte Attest gratis. C. W. Rolle, Altona. Bahrenfeld(Elbe). Ar.ger g De., Vielereia, Herforderstrasse 99/1Ol. Flechten= oder Akhue Fabrikate in diesem Jahre preisgekrönt auf der Fachausstellung in Cassel. Die ordentliche Generalversammlung des Vereins zu gemeinschaftlicher Tragung von Brandschäden us#. in Nordhemmern findet statt am Samstag. den 29. Dezember d. Is, vormittags 11 Uhr, im Hause der Wirts Rohlling in Nordhemmern. Tages=Ordnung: 1. Verwaltungsbericht. 2. Geschäftliches. W. von Behren, Vereins=Direktor. ? Hasten“. * Wer diesen nicht beachtet, versündigt sich am eigenen Leibe! Kaiser’s Krust Caramellen seinschmeckendes Malz=Extrakt. Aerztlich erprobt u. empfohlen gegen Husten, Heiserkeit, Katarrh, Verschleimug. u. Rachenkatarh. 0 not. begl. Zeugnisse## 0 120 beweisen, daß sie halten, was sie versprechen. Packet 25, Dose 50 in Bielefeld bei: Aug. Alvermann, Drog.= u. Kolonialw=Handlg. Felix Batttig. G. C. Brinkmann, Rob. Hergeröder, GermDrogerie, Fr. Höner, Drogerie, Ioh. Hesse, Drogerie, Detmolderstr. 41, Dr. M. issleib, N. Apoth, Bürgerweg 32, Ecke Bismarckstraße. Herm. König, S M. Koch, Niedernstr. 43, F F. Riemeler, Jahnplatz 3, Gust. Seelhorst, Kaiserund Paulusstr= W. Schroeder in Rheda, H. Tampe Wtw., Spenge. Barmer BankVerein Hinsberg, Fischer& Co. Bleiefele BIELEFELD. Fernspr. I19 Reichsbankstr. 15. Kapital: Mk. 60000000. Reserven: Mk. 11 400000. Eröffnung laufender Rechnunger mit und ohne Kredit. Annahme von Geldern zur Gutschrift auf provisionsfreien Scheck- Konti mit günstiger Verzinsung. Verzinsung von Geldern, je nach Kündigungstrist(DepositenRechnungen). Oiskontierung und Einziehung von Wechseln. Ausschreibung von Schecke Wechseln, Kreditbriefen. An- und Verkauf von Wertpapieren. Einlösung von Zins- und Dividendenscheinen, verlosten und gekündigten Wertpapieren. Annahme und Verwaltung von Wertpapieren als offene Depôto unter gesetzlicher Haftung. Verlosung-Kontrolle, Versicherung gegen Kursverlunt usw. Aulbewahrung geschlossener Depôts. Vermietung stählerner Schrank(ächer(Safes) in feuerdiebessicheren Tresoren. Varichue Verin, Shinkauet Allee 128. Unkosten werd. v. Darl. abgezogen. Keine Vorauszahlung. senattsonelle Teil Saaue, fur pen Beheug. und J##eraße Ven mn Teanamden mud uns Gerien en □# von sen nnin u mndche Nr. 296. Zweit Ohne K Betrachtungen ul Kaum jema's Preußens hat sich flotte so fühlbarg schnitt des Flezu mit dem Vormarsch 1806 gegen die nahm. Was hätte fast im Rücken des ein G wicht gehabt, Kriegsschiffen unte ganz anders noch gestaltet, wenn Gee Kriegsschiffe und sich preußischen Seestäd Was im bis zu sortel Not gewad Geschütz, Musitio: auch an brauchbai ihm leicht und sch Von Danzig ab Sicherheit behaupte zösischen Bisitz ge Verteidiger, Gref! Kriegsschiffe das er mit der Zeit ausge Seine Verteidigung unter einem vielg haben, hätten pre den Weg bis zu Neufahrwasser und Franzosen Macht hatte sich nur## hriten drauchen, Napolcons wäre 4 Buie des Frieders So ist Danzigs F wenigstens bis zu: Entscheidung des F Da Nopoleon se flotte mehr halte. hätte befobren lör preußische Seeküste, schützt, außerhalb liegen, was nicht Eu flesse auf den wesen wäre, weil! zösischen Aimee de lehnung und des: En ganzer Strich badurch ertzogen u verbunden Die Mitglieder reicher Beteiligung h NB. Auf Grun Geschenke für die Kind Eintrittskarten auszu Nr. 296. Bielefeld, Dienstag den 18 Dezember 1906. Nr. 296. Zweites Blatt. Ohne Kriegsmarine. Betrachtungen über das Jahr 1803-(7. Kaum jema's in der Kriegsgeschichte Preußens hat sich ker Mangel einer Kiegflotte so fühlbar gemacht, we in dem Abschnitt des Flezuges von 1806/07, der mit dem Vormarsche Napolcons im Nevimber 1806 gegen die Weichsel seinen Arfarg nahm. Was hätte Colberg, bei seiner Lage fast im Rücken des französischen Heeres, für ein Gewicht gehabt, wäre es von preußischen Kriegsschiffen unterstützt worden, und wie ganz anders noch hätte sio seine Belagerung gestaltet, wenn G eisenau mittelst preußischer Kriegsschiffe und sicher über die Hilf= quellen der preußischen Seestädte hätte gebieten können! Was im bis zum Erde der Belagerung sortel Not gemacht hat, der Mangel an Geschütz, Munition, sorstigem Kriegsgerät auch an brauchbaren Tioppen, das wäre ihm leicht und schnell zuzuführen gewesen. Von Darzig aber kant man wohl mit Sicherheit behaupten, daß es nie in frau zösischen Bisitz gelangt wäre, hätte sein Verteidiger, Gref Kalckreuth, durch preußische Kriegsschiffe das ersetzt bekommen, was ihm mit der Zeit ausgegangen war: das Pulver. Seine Vuteidigung würde von Anfang an unter einem viel gürstigeren Stern gestanden haben, hätten preußische Krieasschiffe ihm den Weg bis zur See, die Weichsel bis Neufahrwasser und Weichselwütde, von der Franzosen Macht frei gehalten. Danzig hatte sich nur wenige Wochen länger zu hriten brauchen, und dem Siegeslaufe Napolcons wäre auf preuß'schem Lunde die Bule des Frieders von Tusit nie zugefallen So ist Danzigs Fall em 26. Mai 1807 wenigstens bis zu einem gewissen Grade zu Entscheidung des Flzuges ausgeschlagen Da Nopoleon selbst dawals keine Kriegsflotte mihr hatte, mit der er die Ostser hätte befobren sönnen, miße die ganze prerßische Seeküste, von Kitegschffn be schützt, außerhalb des Brreiches seiner Macht liegen, was nicht minder von bebeutendem Eu flasse auf den Gang des Fildzuges gewisen wäre, well die linke Flanke der französischen Armee dadurch der sicheren An lehnung und des rötigen Schrtzes erthehrte. En ganzer Ssrich des Landes wäre ihr badurch ertzogen worden. Es ist auf preuß scher Seite im Lause des weiteren Feldzug's vom N vember 1806 an so unendlich vel geleisttt worden, besonders wenn die Ungunst der Verhä.trasse mit berechnet wird, daß die Urterstützung des Ludheeres durch Kriegsschiffe dieses zu noch ganz anderer Tätigkeit angeregt, vor ellem aber dem Könige und seinen G neralen zu vielem freie Hand gewährt hätte, wis sie durchenführen urterlassen mißten, weil auch die Secköste im Besitz: der Franzesen war In diesen Tatsachen liegt eine ernste Mayrung an die Gegerwart. Was vor hundert Jahren übersehen und unterlossen war, haden Staat und Volk mit vielen blutenden Wunden büßen wussen, und large Jahrzehnte haben dazu gehört, den Schaden auszubeilen, der durch den Mangel einer Kriegeflotte entstanden war. Es ist keineswegs ausgeschlossen, daß eine ähnliche Lage wieler kommt. Sorgen wir daher bei Zeiten dafür, deß uns eine starke, mächtige Kriegk flotte für den Notfell zur Versügung (Deutsch Südwestafrika.) Ein Tele gramm cus Windhuk meldet: An Krark heiten sind gestorben: Riter Max Dittrich em 9. Dezewber in der Kranken sammelstille Ubadis an Typzus; Retter Karl Selig om 11. Dezember im Lazar##t Kert menshorp an Milzarszeß; Reiter Heinrich Wendhaus am 12 Dezember in Warm keck es an Nierenentzündung. Parteibewegung. (Ankündigung.) Der stenogrephische Bericht über die Verhandlungen des Dele ziertentages der Deutschen Konservativen Partei zu Berlin am 30. November komnt in den rächster Tagen als Boscüe zur Versendung. Der Preis für den Besscht beträgt für das einzelne Exemplar 0 75 M“., für 20 Exemplare und meh. à 0,60 für melr als 50 Exesplare à050 Mt einschließlich der Portokosten. Außerdem werder die Reserate der Herren Graf von Kanitz Podangen und Freihen von Richthofen Mertschütz als Flug blätter, in Broschürensorm gehestet, herausgegeben. Es wird diingend ersucht, sich die Fassenverbreiturg bieser für die Agnato äußist wir vollen Kundgebungen in je#er Weise engelegen sein zu tossen. Der Preis Vor Weihnachten auch in Schachteln von 50 Stück, für Geschenkzwecke geeignet, erhältlich! für j des Flueblatt bewägt für 500 Stück 12 Mk, 1000 Stück 18 Mi,(größere Partien billiger), einschließlich der Poriokosten. Die Uebersendung sowohl der stenographischen Berichte als auch der Fugblätter erfolgt portofrei. Den Betrag wolle man der Bestellung beifügen. Andernsalls erfolgt die Zaserdung mit Poslnachnahm. Be st=llurgen bitten wir ausschließlich zi richten an kal Bureau des Hauptvereins der Deutschen Konservalinen, Berlin W. 9, Köthenerstraße 3. Aus dem Umsturzlager. (Der sozialdemokratische Parteivorstand) erläßt einen Wahlaufruf, in dem es heißt: Wähler Deutschlands! Wir wissen, daß olles, was wir heute erreichen können, nur Stückwerk ist gegenüber dm was erreicht werden müßte Wir wissen, daß eine Refom von Grund aus eine durchgreifende Umwandlurg unserer ökono mischen und politischen Zustände erfordert, daß volle Freiheit und Gleichheit der Menschen in Staat und Gsellschaft die volle Anteil nahme an den Eerungenschaften der Kultur auch für den letzten unter uns nur das Werk des festen Wellens und der klaren Ensicht der Nation sein kann. Aber wir wissen auch, daß die Zustände, die heute herrschen und sich immer mehr zuspitzen werden, dank der Ensichtslosigkeit der herrschenden Klessen die Revolutionierurg der Köpfe herbeiführen, d. h. die Ensicht und den Wllen zur Um gestaitung der Gesellschaft auf sozialistischer Grund age schoffen. Die Not der Zeit lehrt die Minschen denken. Im Vertrauen auf diese revolutionierenden Wirkungen der Tai sachen ziehen wir guten Mutes in den Wahl kampf Unsere und Eure Wehlparole sei: „Nieder mit ellem was uns hudelt und duttelt, was sich dem Fortschritt der Menschheit zur vollen Sonnenhöhe der Kaltur ent gegeist mmt! Hoch die Sozialdewokratie! und Rechtibrechung Bielefeld, 15 Dezember.(Strafkammer.) 1. D u 56 Jahre alte Schmied F. M aus Oblau erhleit von der Strefkammer megen intellek ueller U kundenfälschurg 3 Wochen G fängnis, wegen Beuel. 3 Wochen Haft und wegen Führung faischer Legitima ior popiere 2 Wochen Haft.— 2. Umer Aueschluß der O ffentlichkeit wurde gegen die Eh frau des Poßschaff ert I K aus Soinen berg in Bötmen, zuletzt in perford woh haft, weger Vernechens gegen das keimende Leben und wegen den Werkführer R Sch. von Straßburg gegen Beihilfe zu diesem Babrechen ver der S rafkammer verhat delt. Der Gerichts hof erkannte gegen beide auf 2 Monate G.färgnis. Beiden wurde die Untersuchungshaft in Anrichrung gebracht. Aus dem Kreise Halle. Halle 17. D.z mo r.(Viehzählung) Am 1. Dezember d. J. worden im Kreise Halle im Garzei gerähl:: Perde 2456 (gegen 2457 vor 2 Jahren), Rinder 18426(geg.n 16350), Schafe 1258(gegen 1919), Schweine 46185(gegen 35561). Das Miich und Schlacholeh hat mithin b.deutend zugenommen. Hörste, 17. Dezemher. Christliche Vereine. Am 1. Adventssonmage ist ein Jungfrauen verein gegründet worden. Derselbe versommelt sich sonntäglich von 4—6 Uhr im Marienstift.— Die Familien= abende des evang Männer= und Jünglingsvereins ersreuen sich der regsten Teilnehme der evang. G meirdemitzlieder. Trotz des unfreundlichen Weiters und der an diesem Tage statfinzenden Auffülrung zum Besten der Armen, war der Familtenabend am vergangenen Sonntag richt gut besucht. In Lied und D klagationen wurde der Advenisz it gebührend gedecht. Das Haupkinteriss: bot der Vortrag des Superintendenten Klinzender=Paderborn über die Einrichtung eines Soldatenheims in dir Senne, zu welchem bereits der Barp'atz gekauft ist. Der Superiutendent, welcher vor 25 Johren hier ordiniert und als Hilfsprediger tätig gewesenist, hat seit Einrichtung des Truppenüburg plotz s im Ichre 1892 die ehematigen Mitglieder der Jünglingsvereige auf iem stillen Sandhügel, den ein Mitglied„Bundesköhe" taufte, zu besprechungen usw gesan milte. Dr Reduer schilderte dann das Soidatenheim in Munsiagen, welches vom süddeutichen Bunde eingerichtet ist und unterhalten wird Aehnlich soll auch das zu er aurde in der Senne wirden. Das im Saale cufgestellte herrliche Bild ist bereits für das So daterheim geschenkt, für welches auch eine Smmung abgehalten wurde. Mit dem g'meinschoftlichen Gesange: „Ach bleib wit beiner Gnade wurde der scöne Abend gesch ossen Rotenhagen 15 Dez. Am 23. d. M. feiern leut Hall. Kresbl. die Chrleute Heuerling Johann Pier Brünger und Hinriette Friederike geb. Greppe ihre diamantene Hochzeit vornehme aparte Muster sehr preiswert Buchdruckerei A. von der Mühlen Fernsprecher 15. Bielefeld, Ritterstrasse 43. Santg, den 2i. Lcgander Iuh nachmittags präzise 3 Uhr im evangel. Volkssaal: WeihnachtsFeirr verbunden mit Kinderbescherung. Die Mitglieder mit ihren Familien werden zu zahlreicher Beteiligung herzlich eingeladen Bekanntmachung. Nachdem der Reichstag am 13. d. Mts. aufgelöst und durch Kaiserliche Verordnung vom 14. d. Mts angeordnet worden ist, daß die Neuwahlen am 25. Januar 1907 vorzunehmen sind, bestimme ich hierdurch auf Grund des§ 8 des Wahlgesetzes vom 31. Mai 1869 und des§ 2 des Wahlreglements vom 28 Npril 1903, daß die Auslegung der Wählerlistel im Bereich des Preußischen Staates am Freitag, den 28. Dezember 1906 zu beginnen hat. NB. Auf Grund früherer Erfahrungen ist beschlossen, Geschenke für die Kinder nur gegen Rückgabe der erhaltenen Eintrittskarten auszugeben. Der Vorstand. Berlin, den 14. Dezember 1906. Der Minister des Innern. von Bethmann=Hollweg. Bielefelder Schreibstube. Zimmerstraße 19. Fernsprecher 292. Infertigung von schriftl Arbeiten aller Art mittels Hand und Schreibmaschine. Adressen, Abschriften, Vervielfältigungen. Um Aufträge wird freundlicht gebeten 6b Predrteh Wen Bielefeld, Altstädterkirchstraße 2. Gummischane u. Pirlschune bestes Fabrikat in großer Auswahl.= Empfehle zu Weihnachten äußerst billig mit mehrjähriger Garantie gute geldene und silberne iun den neuesten, geschmacbolst Fassons mit mehrjähriger Garantie. — Ca14o in Gold, doutlé, Silber,— — Kerten Talmi, Nickel u Hoarketten— Trauringe in 560/000 und 585/1000 Gold, Freundschaftsringe, Medaillons, Ohrringe Broschen, Brillen, Kneiser, Operngläser, Barometer usw. 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