tungen * und lenbändchen, kinderschür zeu Betteinlagen, tstorsette , Zahnhalsßerst billig. Sai ehrenbers 15. ibureau Brust. u. Klosterplatz. 610.— 4 eigene Geschäffe. F. Kirchstraß 2, äußerst billig mit iger Garortie: Reonlat ure, Tranringe 301000 Gold. edaillons, 87 und Siller, nez, rspektive. turen und billigst mit sgeführt. geschlosten n 1906. uchhalter Karl 1t Löwer berg, 13, PepurRobert Blase, 10, Gewerk3 Eisend eher Bruns, Witte46, SeitersIschter H inrich Fei deia st. e5, ibtikkontt olleur et Schwerdke, ad Holstmann, rslohe str. 88, Kaurer August , Jöllinbecker23, Schlacher ch Heidimann, 9, Sank former iedrich Meyer, str. 53, Kellaer zelm Rühling, str. 65, Arbeiter Rubbenstroth, Schuhmacher it r Hermann ik, OelmüblenArbeiter Otto Arna Stei kr, 4 und Martha nnereistraße 3 Parl Rasiek, ichner G.rhard sum, Arb.iter Uner, Augeste Mannheimer, iter Friekrch ne, Friele ike wäter Eduard inn, Kaufmann sing u Marie geb. Diekkötter, Bilhelm Steinnher, 1 S.d. node Bö. edir g. ärte: Wilhelm D. Friedrich elmeier, 2 Tg. leteld. Nr. 280. Srchftsehe e. an allen Postanstalten à u., bei täglicher Zu###unz in Bielesel 429 N., durch Briel##iger 1,42 M. S S Zistorischer Ralender. 2 9. November: Kaiser Karl IV., gest. 1378.— Maria Theresia, Kaiserin von Oesterreich, gest. 1780.— Wilhelm Hauff, Dichter, geb. 1802.— Die französische Ammee beendet ihren Uebergang über die Beresina, 1812— Revolution in Warschau, 1830.— Ludwig Anzengruber, Dichter, geb. 1889.— Fürst Radolin wird zum Bot schafter in Paris ernannt, 1900. Der Fall César. César nicht bestätigt.— Die Nachricht hat bei allen, welche das Wohl der evangel. Landeskirche Preußens auf dem Herzen tragen, Freude und Dank wach gerufen. Bei denen, welche die Kirche zu einem Tummelplatz aller möglichen Geister, die Kunzeln zu Rednerpulten für Irrlehrer aller Art, bis hinab zu den Freigeistern machen möchten, hat die Entscheidung Empölung, wenn nicht Ingrimm hervorgerufen. In Dortmund rüstet man sich auf dieser Seite zu großen Aktionen.— Bei uns ist die Freude, der Dank lief gedämpft. Ja, der Oberkirchenrat hat unser tapferes Konsistorium nicht an die Wand gedrückt. Er konnte nicht! Die Rechtsgründe waren so klar, so schlagend, daß es eine Unmöglichkeit war, dem Einspruch der Vertretung der Reinoldi Gemeinde zu Dortmund Folge zu geben. Die Entscheidung mußte gegen denselben, also gegen César ausfallen. Aber sehen wir uns diese Entscheidung näher an. Die„Kreuz Zeitung" schrieb unmittelbar nach Veröffentlichung der Entscheidung des Oberkirchenrats am 23. November:„Wir fürchten, auch diese Entscheidung wird bei den gläubigen Gliedern der Landeskirche viel Trauer erwecken.“ Und so ist es. Aber diese Trauer macht uns nicht stumm, nein, wir müssen klar aussprechen, weshalb wir trauern. Wie gern hätten wir den Herren im obersten Regiment dankbar die Hand gedrückt, wie wir das den Herren im Kon sistorium getan haben und jetzt eist recht tun, indem wir uns ganz und voll auf seine Seite stellen, aber wir können nicht! Denn wenn wir uns den Wortlaut des Erless's ansehen, was sehen wir da? Wir sehen im ersten Teile, wie die Juristen im Oberlirchenrat den Einspiuch der Vertritung der Reinold! Gemeinde Schritt für Schritt zurückweisen, sie wird klipp und klar ins Unrecht gesetzt. Die juristischen Gründe siod unwidersprechlich und so ist auch die Sprache klar und verständlich. Auch kann man vielleicht mit dem Oberkirchenrat das Verfahren des Konsistoriums beanstanden, weil dasselbe auf das Kollequium noch ein sogen. Bestätigungsverfahren folgen ließ, da sich schon in der Prüfung der Anstellungsfähigkeit des Pfarrers César ergeben hatte, daß derselbe wegen seiner Stellung zu den Grundwahrheiten des Christentums ein Pfarramt in der preußischen Landeskirche nicht bekleiden kann. Es ist dies aber eine rein formelle Frage, welche von Juristen entschieden werden mag, deren Urteil in solchen Fragen bekanntlich auch ein verschiedenes sein kann. Die Juristen in unserem Konfistorium denken ohne Zweifel anders. Aber nun kommen die Theologen! Das Konsistorium soll sich nicht„hinreichend“ an Bona 1n Lieleteld Donnerstag, 29. November 1906. 30 Jahrgang Anzeigengebühr für dieeinspaltige Pettozeile oder deren Raum 12 Pf., für auswärts 15 Pf., Reklamen 40 Pl. Erscheint sethimel wächentüch Gechisfastelle Ritterstr. 43. Jemmsprecher Nr. 15. —* den Zweck des Kolloquiums gehalten haben; es soll sich„erheblich" durch den Gedanken haben bestimmen lassen, daß Irrlehren vorhanden seien, die es feststellen mußte; es soll nach Glauben und Bekenntnis gefragt haben in einer Weise, daß eine bestimmte theologische Formulierung dabei heraus kommen mußte; es soll den Anschein erweckt haben, als solle der anzustellende Pfarrer an die in den Bekenntnisschriften überlieserte Form des Glaubensinhalts gebunden werden. Man fragt, wie denkt man sich denn im Oberkirchenrat ein solches Kolloquium? Wir hören die Antwort:„Es ist zu ermitteln, ob der Pfarrer sich zu dem Glauben an Jesus Christus, den eingeborenen Sohn Gottes, als den von Gott uns gegebenen alleinigen Mittler des Heils bekennt und Ihn in Seinem Leben, Sterben, und Auferstehn als den einigen Geund unseres Heils der Gemeinde verkündigt.“ Man faßt sich an die Stirn und fragt: Hat die oberste Kirchenbehörde in Preußen, haben die Theologen im Oberkirchenrat erst festzustellen, was die Pfarrer zu glauben und zu lehren haben, oder steht das nicht vielmehr seit Jahrhunderten fest? We, eine kirchliche Behörde soll nicht das Recht, rein die Pflicht haben, zu unterscheiden, was sich ein Theologe bei den Worten des apostolischen Glaubensbekenntnisses denkt? eine Behörde, die selbst auf die Bekenntnisschriften vertflichtet ist, auch nach unserer rheinisch westfälischen Kirchenordnung! Diese Pflicht soll sie nicht haben gegenüber der Falschmünztrei der modernen Theologie, welche die Worte umdeutet und die großen Heilstatsachen entwertet, ji sie bei Seite schiebt? Wir derken, wenn unser Konsistorium den Pfarter César gefragt hätte, was lehren Sie von der heil. Tause, was vom Sakrament des Altars(vergleiche Pfarrer Jatho in Köln!), es hätte nicht zu viel getan! lands zu bauen? glaubt man damit die römische Kirche befiegen zu können?! Wo es sich darum handelt, dem Konsistorium an die Seite zu treten, um einen Irrlehrer nicht in ein Amt der Landeskirche zu lessen, gerade da wird das Konsistorium getadelt. Das ist unsere Trauer. Wir aber danken unserer westfälischen Kirchenbehörde von ganzem Herzen dafür, daß es ihr gelungen ist, die reine Lehre unserer Kirche festzu halten gegen den Aberwitz der modernen Theologen, und wir haben zu ihr des feste Vertrauen, daß sie sich nicht wird abdrängen lassen von dem Wege, der vor Gott Bestand hat, denn es ist der Weg der heiligen Schrift. r. geben. Es kam eben rur darauf an, ob dieser stärkere Druck von oben oder von unten kam. Aber j denfalls war der verstorbene Erzbischof alles andere eher als eine zuverlässige Stütze der Regierung, wie man dies innerhalb gewisser Grenzen von Kardinal Kopp sagen kann. Die Frage seiner Nachfolge ist gerade in diesem Momeit eine hochpolitische. Zeigt die Regierung diesmal eine glücklichere Hand als im Jahre 1891, so werden die guten Folgen auch gerade in der Frage des gegenwärtigen Schulstreiks zweifelsohne nicht auf sich warten lassen. Wir können uns des Eindrucks nicht erwehren, der Oberkircherrat gibt den Konsistorien für künftige Fälle an die Hand, wie sie sich zu verhalten haben; die Frage der Irrlehre soll über haupt nach Möglichkeit nicht mehr aufgeworfen werden, die Gleichberechtigung aller Richtungen soll p oklomiert werden. Die Entscheidung des Oberkirchenrats gibt die Form des Glaubensbekenntnisses preis, damit aber gibt sie den Glauben an seinen Inhalt mehr oder winiger auch preis. Und das ist die Wetsheit der Theologen!— Wir hatten gehefft bei dieser Gelegenheit endlich einmal ein unumwundenes Zeugnis des Glaubens von dieser hohen Stille zu hören, eine Antwert, die„keine Hörner noch Zähne hat“, wie der Mörch Dr. Luther in Worms sagte, und statt dessen hören wir rein gesetzlich sormale Gründe, die den Oberkirchenrat bestiwmt haben, es bei der Entscheidung des Konsistoriums zu belassen. Wir hatten gehoff, den Oberkirchenrat an der Seite der Väter unseres Glaubens zu ehen, wir vernetmen statt dessen einen, wir müssen sagen, kümmerlichen theologischen Rest unseres heirlichen evangelischen G aubensbekenntnisses, für welches unsere Väter im dreißiejährigen Kriege geblutet haben. Glaubt man damit die evangelische Kirche DeutschEine Wendung im Schulkonflikt. Urter dieser Ueberschrift schreibt die„Ostdeutsche Korrespondenz“: Der polnische Schulstreik flaut ab. Diese erfreuliche Tatsache ergibt sich aus der uns zukommenden Meldung, daß ungefähr 1500 bisher streikende Schulkinder am deutschen Religionsunterricht wieder teilnehmen. Gegenüber der Gesamtsumme von etwa 47000 in der Provinz Posen streikerden Kindern bedeuten jene 1500 „Streikbrecher" noch nicht viel, aber sie be deuten den Anfang einer Wendung zum Bessern, sie bedeuten, daß die von außen künstlich geschürte Bewegung ihren Höhepunkt überschritten hat und nun wieder langsam zurückgehen wird. Wohl verstanden, wir glauben durck aus nicht an ein rasches Abfluten der ausgeregten Gewässer. Wir sind darauf gefaßt, daß bis zum Frühjahr der Rückgang sich jedenfolls noch in sehr mäßigen Grenzen halten wird, aber schon, daß die B wegung zum Stehen gekommen ist und ein weiteres Anschwellen nach Lage der Dinge nicht mehr zu erwarten ist, will etwas bedeuten. Im übrigen— das sei immer wiederholt— sind wir es, die warten können. Auf polnischer Seite wüssen die geistlichen Reg'sseure des Streiks schon jetzt die Beobachtung machen, daß die Massen ihren nicht mehr so willig folgen, wie in den ersten Wochen nach dem Erlaß des erz bischöflichen Hirtenbriefs. Damals waren ihre Siegesheffnungen unbegrenzt, sie erwarteten, daß die Regierung unter dem moralischen Eindruck ihrer ziffernmäßig und täglich wachsenden Erfolge klein beigeben und den Rückzug antreten werde. Ein fouler Friede auf der Grundlage von Zugeständnissen der Behörde auf dem Gebiete des Religionsunterrichtes würde ihnen alsdann als Sprungbrett weiterer Entwürfe gedient haben. Die vollständige Wiedereroberung der Schule durch das Polentum mar ihr Ziel. Hrute haben sie selbst schon so weitgehende Pläne zurückgestellt urd erschöpfin sich in dem Bemühen, die Leidenschaften ihrer Getreuen immer von neuem anzustacheln, um das drohende Abebben des Streikes zu verhindern. Diesem Zw cke dient u. a. die unter der polnischen Bevölkerung künstlich verbreitete Arschauung, es gelte nur noch bis Weihnacht auszuhalten. Habe die Regierung gesehen, daß das polnische Volk bis dahin festbleibe, so werde sie nach geben Im ganzen wird man sagen dürfen, daß der plötzliche Tod des Erzbischofs von Stablewski in diesem Augenblick die Stellung unserer Regierung in dem Schul kon flikt in ungeahnter Weise stärkt. Zwar war Stablewskt durchaus nicht der polntsche Heißsporn, als den ihn ein Teil unserer nationalen Presse hinzustellen sich gewöhnt hatte. Kann auch kein Zweifel sein, daß er im Herzen Pole war und blieb, so hat er doch stets dem stärkeren Drucke nachge Aus dem Deutschen Reiche. Berlin, 28 November. Der Kaiser ist heute nachmittag gegen 5 Uhr in Hammer eingetroffen und auf dem Bahnhof von dem Herzog von Ratibor und dem Landrat des Kreises Ratibor, Wellenkamp, empfangen worden. Der Kaiser bestieg alsbald ein Automobil und fuhr nach Rauden. Während der Rede des Reichskanzlers erschien heute der Kronprinz mit militärischem Gefolge im Reichstage. Die Wahlprüfungskommission des Reichstages erklärte die Wahl des Abg. Raab(Wirtsch. Vereinig, 4 Kassel) süc ungültig, weil es sich herausgestellt habe, daß der sozialdemokratische Gegenkandidat Hugo öffentliche Armenunterstitzung angenommen hat. Die 20 Kommission zur Vorbereitung des Berufsvereinsgesetzes hat sich konstituiert. Vorsitzender ist der Abgeordnete Schickert(kons.), stellvertretender Vorsitzender Dr. Lucas(nationallib) Hofprediger a. D. D. Stöcker ist an einem Herzleiden schwer erkrankt. In den letzten Tagen war eine leichte Besserung festzustellen. Dem Vernehmen nach besteht die Krankheit in Verkalkung der Herzarterien. Ueber die zu gewärtigende Entscheidurg des Herzogs von Cumberland schreibt die„Br. Landeszig“:„Daß sie, wie itzt von verschiedenen Seiten mit anscheinend wohlüberlegter Absicht verbreitet wird, ablehnend ausfallen werde, ist eine willkürliche Behauptung. Denn nach unseren Informationen, die wir für zuverlässig halten müssen, hat der Herzog von Cumberland mit dem Gedanken eines Verzichts auf Hanrover sich im Prinzip innerlich bereits vollständig abgefunden und dies auch ausgesprochen. Es ex'stieren dafür zuverlässige Ohrenzeugen, die es verbürgen zu können erklären und die ferner auch vrsichern, daß der Verzicht aller Beteiligten für die nächste Zeit verheißen worzen sei. Die neuliche Bertiner Nachricht, deren Ursprung nicht in Berlin zu suchen ist, darf daher, troß eines angedlich von Gmunden eingeholten Dementis einer Berlinr Korrespondenz, als der wirklichen Lage durchaus entsprechend angesehen werden. Mehr zu sagen, erscheint uns im Augenblicke nicht ratsam. Das Vorstehende beruht jedoch auf genauer Kenntnis der Dinge." Bei der Danziger Staatsanwaltschaft laufen zahlreiche Anzeigen von hinterlistigen Ueberfällen seitens kassubischer Polen auf deutsche Lehrer ein, vornehmlich in den Kreisen Karthaus und Berent, Ueberfälle, die bis an die Grenze des versuchten Mordes schreiten, und von fanatisierten Eltern und Angehörigen auflässiger polnischer Kinder ausgeführt werden sollen „Der Probst hat uns noch nichts gesagt.“ Die Rolle der Geistlichen beim Schu streik illustriert köstlich folgendes Geschichtchen. In einer Bezirksschule der Stadt Posen, in der der Streik noch nicht eingesetzt hat gibt der Lehrer seiner Verwunderung hierüber Ausdruck. Und prompt und offenherzig erfolgt die Auskunft aus Kindermund: „Der Probst hat uns noch nichts gesagt.“ Ja dann freilich! Historische Novelle von Ilse=Dore Tanner. 81[Nachdruck verboten.] „Nun, daß niemand von des Herrn Starosten Sippe in Bernau wohnt, wiß ihr so gut wie ich. Er kann also nur jemand von dort abgeholt haben, der von auswärts gekommen ist und sich nicht hier in Berlin sehen lossen möchte", setzte er mit starker Beionung hinzu. Heuning schlug mit der Faust auf den Tisch, das die Krüge einen kleinen Luftsprung machten. „Daß dich dieser und jiner——— und ihr meint also wirklich, daß Prinz Jakob—“ Teichert zuckte die Achseln:„Ich habe so meine eigenen Gedanken— aber ihr wißt es ja besser als ich, wie die Sachen stehen.“ Henning nickte grimmig vor sich hin: „Ich weiß, daß unsere gnädige Markgräfin — der Himmel schenke ihr alles Gute— sich einfangen läßt wie ein Bögelchen, das hin= und heifl utert, nicht weiß, wo es hin soll und schließlich dem ins Garn fliegt, der es am geschicklesten ausgespannt hat. Unser iner hört so manches Wortlein, das nicht Aus dem Auslande. Paris, 26 Nov. Jaurés schreibt in der „Humanilé“:„So hat Frankreich nun seine Hand von neuem in dem marokkanischen Räderwerk. Man schickt zuerst unsere Schiffe und zweisellos bald auch unsere Soldaten hin. Wir wollen nunmehr die Regierung und das Parlament besch vören, sich nicht aufs Geratewohl fortreißen zu lassen. Da die Regierung nun einwal den großen Fehler begargen hat, sich in den verwickelten Marokkohandel einzulassen, gibt es nur ein Mittel, um die Gefahr einzudämmen: unsere Politik in Marokko muß wirklich inter: national sein und völlig klar zutage liegen.“ Paris, 28. Nov. Die 3 Kriegsschiffe des Mittelmeergeschwaders, welche die in die französischen Gewässer zurückbeorderten, gegenwärtig vor Tanger liegenden Kreuzer ersetzen sollen, werden 250 Mann Landungstruppen mehr an Bord haben, als ihre eigentliche Besatzungsstärke beträgt. Isle de Seine, 28. Nov. Bei der heutigen Inventaraufnahme kimn es hier zu ernsten Zusammenstößen, wobei 12 Gendarmen verwundet wurden, 3 Personen wurden verhaftet. Wladimir, 28 Nov. Von den 35 Gefangenen, die gestern aus dem hiesizen Gefängnis geflohen siad, wurden 23, unter ihnen mehrere schwere Verbrecher, wieder ergriffen. Theodosia, 28 Nov. Der Uebel täter, der den Anschlag auf den General Dawido ausgeführt hal, ist durch das Kriegsgericht zum Tode durch den Strang verurteilt und hingerichtet worden. Sebastopol, 28 Nov. Heute wurde der Versuch gemacht, wie seinerzeit in der Nacht zum 5. August, aus dem Militärgerichts gebäude Akten über die im Herbst vorigen Jahres in Sebastopol statige habten Unruhen zu entfernen. Der Versuch ist aber infolge der Anwesenheit eines Gerichtssekretärs mißlungen; dieser überraschte die Räuber und verfolgte sie. Madrid, 28. Nov. Das Kabinett hat seine Entlassung eingereicht. Tokio 28. Nov. Ein starkes japanisches Geschwader wird demnächst unter Führung des Prinzen Fuschimi nach England gehen, um den vom Herzog von Connaught mit einem englischen Geschwader Japan abgestatteten Besuch zu erwidern. Schanghai, 27. Novbr. Ein internationales Komitee, bestehend aus führenden Männern ausländischer und chine sischer Kreise, einschließlich der Konsuln, wendet sich an Europa und Amerika mit der Bitte um Hilfe gegen die Hungersnot in Nord=Kiangsu, wo 10 Millionen Menschen vor dem Hungertode stehen, infolge Zerstörung der Ernte durch Ueberschwemmungen im Umkreise von 40000 Qadratmeilen. Washington, 28. Nov. Der Friede auf Kuba ist völlig wiederhergestellt. Es wird amtlich bekannt gegeben, daß eine Kommission, welcher zwei hervorragende anerikanische Juristen angehöcen werden, ernannt werden soll behufs Rev sion aller Gesetze betriffend das Eigentumsrecht. Die zur Prüfung der Ersatzansptüche aus den jüngsten Unruhen eingesetzte Kommission hat die Höhe derselben auf weniger als 200000 Pfd. St. geschätzt. Kolonialpost. (Nächste Postverbindung nach Swakopmund) und Lüderitzbucht für Brissendungen mit englischem Dampfer über Kapstadt, ab Southampton am 1. Dezember, in Kapstadt am 18 Dezember, in Lüderitzbucht cm 28 Dezember, in Swakopm ind am 26. Dezember. Letzte Beförderung am 30. November ab Köln 6,1 Uhr nachmittags. ab Oberhausen 7,54 Uhr nachmittags. Die nächste Post aus Swa kopmurd, Abgang am 7. November, ist zu erwarten am 2. Dezember. den Parlamenten Deutscher Reichstag. 128 Sitzung vom 28. November 1906, 1 Uhr. Bei starkem Besuche von Haus und Tribünen begann am Mittwoch die erste Lesung des Nachtragsetats für Südwestafrika. Die Beratung eröffnete der Reichskanzler Fürst Bülow, der betorte, trotz der großen Opfer, welche uns der Aufstand gekostet habe, werde sich kein Reichstag und kein Reichskanzler finden, der unsere Kolonien aus dem Soll und Haben unseres Volkes ausschalten möchte. Die in der Kolonialverwaltung gemachten Fehler sollen nicht wiederholt, die auf. gedickten Mißstände sollen beseitigt werden. Für diese schwerwiegenden Fragen sei in Herrn Dernburg der richtige Mann gefunden, und es sei jetzt der alte Wunsch des Reichskanzlers erfüllt, unserer Kolonialabteilung auch hervorragend kaufmännische Kräfte untertan zu machen. Bei der Besprechung der Kolonialskandale selen die Mißstände leider häufig übertrieben worden; der deutsche Beamtenstand werde an Gewissenhaftigkeit und Jategrität von keinem anderen Beamtenstae d übertroffen, und er möge sich durch die Angriffe weder entmutigen noch erbittern lassen.(Lebhafter Beifoll rechts.) Darnach hielt der neue Kolonialdirektor Derndurg*) seine Erstlingsrede. Er konnte mitteilen, daß er bereits eirige früher vom Reichstage geäußerte Wünsche erfüllt habe. So seien die langfristigen Handelsverträge, insbesondere der mit der Firma Tipp Iskirch, gelöst, ohne daß das Reich der Fuma eine Entschädigung zahlen müsse. Der ut. Uvertretende Kolonialdirektor erläuterte dann den Inhalt der dem Reichstage unterbreiteten Denkschriften und erwähnte, er werde die Kolonien besuchen, um durch pirsönliche Fühlungnahme ein vertrauensvolles Zusammenarbeiten zwischen Kolonien und Kolonialverwalung zu ermöglichen. Er forderte, in die Kolonien wieder din Impuls zu tragen, den sie nach ihrem wirtschaftlichen Werte verdienen, und hoffte, daß dann die Kolonien zu einem Denkmal deutschen Fleißes und deutscher Kultur sich entwick ln werden.(Lebhafter Beifall.) E ster Redner aus dem Hause war der Abg. Schädler(Ztr.), der mit dem Wunsche begann, es möchte bald möglich sein, unsere Truppen in die Heimat zurückzurusen. Der neue Kolonial= direktor müsse sich als Kaufmann und Staatsmann bewähren. Das Zentrum werde Kolonialpolitik treiben, soweit die Finanzlage des Reiches es zulasse.(Betfall im Zentrum). Abg. Ledebour(Soz.) glaubte, es werde an den kolonialen Angelegenheiten bei uns noch zu wenig kritisiert. Die Denkschrift des neuen Kolonialdirektor sei eine planmäßige Täuschung des Reichs tages, sie sei versaßt nach dem Grundsatz: corriger la fortune.(Bei dieser Aeußerung rief Präsident Graf Ballestrem den Redner zur Ordrung) Abg. Ledebour forderte roch, daß mit der Landko fiskation in Südwestasrika ausgehört und denjenigen Eingeborenen hiareichender Landbesitz zurückgegeben werde, denen bisher ihr Grundeigentum genommen sei. Darauf vertagt sich das Haus auf Donnerstag 1 Uhr. Schluß 6 Uhr. *) Diese Rede werden wir morgen ausführlicher mittellen. F Juefagelag und Rechtsprechung. Bielefeld, 27. Nwember.(Strafkammer) 1. Der Arbeiter J. Sch. von Osnabrück, z. Zt. in Bielefeld in Untersuchungshaft, erhielt wegen Diebstahls im wiederholten Rückfalle 1 Jahr und 3 Monate Gefängnis.— 2. Der 18 Jahre alte für andere Ohren bestimmt war, und stht mehr, als manchem lieb ist. Wenn ich der hochwohledlen Gräfi Kurowska ein Schnippchen schlagen könnte, ich tät es nicht mehr wie gerne; denn das ist ein grausam gescheites Feauenzimmer, und der Böse soll mich hier lich auf der Stelle holen, wenn die nicht die ganze Sache eingesädelt hat." Teichert nickte zustimmend, während Henning fort fuhr:„Nun, der Herr Haustmann Faviole von Seiner Kurfürstlichen Gnaden Schloß= wache charmierte schonl lang; mit der gnädigen Gräsin, trotzdem auf des würdigen Herrn Scharmuzieren gerade nicht sehr viel zu geben ist.“ „Wollt ich meinen,“ lacht: Teichert,„und wenn der gnädige Herr Kurfürst wüßte, daß der Herr Harptmann ebensoviel unverschämtes Glück bei den Demoisellen hat, wie in „Bazette" und„Landskaecht"“), würde er wohl die längste Zeit in Berlin gewesen sein.“ „Esl gestern,“ erzählte Herr Heuning weiter,„als ich aus dem Zimmer Ihrer Gnaden der Frau Kurfürstin kam, wo ich eine Bestellung ausgerichtet hatte, sah ich *) Glücksspiele, die Faviole in Berlin eingeführt hatte, wo er eine richtige Spielhölle unterhielt. Fürsorgezögling W. A. von Hörde erhielt wegen Diebstahls im Rückfalle unter noch einmaliger Zubilligung mildernder Umstände in Anbetracht seiner Jugend 9 Monate Gefängnis. Von der erlittenen Untersuchungshaft wurde ihm 1 Monat auf die Strafe in Anrechnung gebracht.— Lokales und Provinzielles. Vieleseld, 29. November. (Repräsentantenwahl der Altstädter Kirchengemeinde.) Bei der am 28 d. M. im Gemeindehause, Güsen straße 16 stattgefundenen kirchenordnungsmäßigen Umwahl der Repräsentation wurden nachsteherde Herren für die Zeit von 1. Januar 1907 bis 31. Dezember 1910 gewählt: Klon Fiedrich Apenbrink, Schlossermeister August Bartling, Fabrikant Otto Delius Kaufmann Karl Delius, Fabeikant Higo Eim yer, Kolon Heinrich Hagem yer, Kolon Wilhelm Hünerkoff, Kommerzienrat Johannes Klasina, Kaufmann Gottlieb Krögia, Konditor Karl Mattenklodt, Gynn.= Prof ssor O.to Perthes, Weder Karl Pahde, Maurermeister Hermann Spilker, Fabrik. direktor August Tiemann und Appceteur Heinrich Wienhusen. (Auszeichnung.) Dem Hechelmacher Feiedrich Bökenkamp, welcher seit 50 Jahren im Dienste der Spinnerei„Vorwärts" steht, ist von Sr. Majestät dem Könige das Allgemeine Ehrenzeichen verliehen. Die Dekoration ist ihm in Gegenwart seiner Arbeitgeber in feierlicher Weise überreicht worden. (Bielefelder Musikverein.) Die vier Kartaten, die der Musikverein am kommenden Sonntag unter Mitwirkung bewährter Solisten zur Aufführung bringt, sind für Bielefeld neue Zeugen der gewaltigen Schoffenskraft Joh. Seb. Bachs, deren volle Würdigung unserer Zeit vorbehalten geblieben ist. Wenn man diese Werke hört, muß man sich inmer wieder fragen, wie es hat möglich sein können, daß Schöpfungen von so überwältigender Kraft und Schörheit, wie sie der Welt viel leicht nie wieder beschert werden, beinahe zwei Jahrbunderte haben ruhen köanen, und wir müssen es mit besonderer Dankbarkeit anerkennen, daß Herr Lamping uns immer neue Wunderwerke seines Lieblingsmeisters erschließt und ja auch mit einer Hingabe, die ihres gleichen sucht, erreicht hat, Verständnis und Liebe für Bachsche Musik in weite Kreise zu tragen. Es ist hier nicht wöglich, auf die Werke im einzelnen einzugehen. Die bedürfen aber auch keiner besonderen Einführung, man lese unter Würdigung der religiösen Ausdruck: weise der damaligen Zeit die Texte und bringe der Musik offene Ohren und Herzen entgegegen, das Verständnis kommt dann von selbst. Den erschütternden Notschrei aus der Tiefe und die zuversichtliche Hoffnung auf Erbarmen, die flehenden Bitten um Ecrettung aus Krieges Aengsten, den innigen Ausdruck gläubigen Gottvertrauens, alles das und noch viel mehr wird man mit durchleben und zum Schluß nach dem Jubel der Wihnachtskantate die friedvolle Stimmung mit zu empfinden, die in dem Schlußchoral dieser Kantate in ergreifendster Weise zum Ausdruck gebracht wird. Möchten doch viele kommen und hören und dadurch mithelfen, das Andenken des unsterblichen Meisters zu ehren. C. L V.(Immer noch Fleischnot?) Angesichts des in den letzten Wochen eingetretenen ganz außerordentlich starken Rückganges der Schweinepreise und des gleichzeitig einsetzenden allmählichen auf dem dunklen Korridor die gnädige Gräfin Kurowska sehr vertraulich mit Monsieur Faviole parlieren, und der Hauptmann hatte einen Arm um die Korsage der Gräfin gelegt.“ „Was ihr sagl!“ Here Teichert verschlang neugierig jedes Wort Hinnings.„Und daß der Monsieue Faviole Geld aus Polen bekommt, weiß ich,“ meinte er dann sehr bestimmt. „So ist's,“ nickte Henning,„und daß der französische Gesandte die polnische Heirat wünscht, daß wissen wieder wir am Hofe ganz genau; nur die Feau Markgräfin weiß nichts von all den Affären. Doch wir reden hin und her, Herr Friedrich, und vergessen die Hauptsache. Ihr meint also, daß der Prinz Jakob selbst—“ „Ich meine nichts, Herr Henning, was ich nicht weiß; aber ich denke, es wäre gut, und Seine Kurfürstlichen Gnaden würden es euch am Ende darken, wenn ihr den Monsieur Faviole und das superkiuge gräfliche Frauenzimmer etwas observieren würdet. Ich will den Herrn Starosten im Auge behalten und euch von allem, was Interesse für euch haben könnte, avisieren.“ „Ihr seid mein Mann!“ rief Henning, Heren Friedrich Teichert so kräftig auf die Rückganges der Rinder= und Schafpreise noch länger von einer„Biehnot“ oder auch nur einer„Viehteuerung“ in Deutschland zu sprechen, kann auch in der liberalen Presse wohl nicht länger als statt. haft angesehen werden. Wenn auch weiterhin die Klagen über die gewaltige „Fleischteuerung" nicht aufhören sollten. dann kann hierfür wenigstens nicht länger auf die Steigerung auch der Viehpreise hingewiesen werden, dann wird man vielmehr auch in den Kreisen der bisherigen Fleisch. notschreier einsehen müssen, daß für die außerordentliche Steigerung der Fleistpreise nicht die Landwirte, sondern der Zwischenhandel und die falsche Organisation desselben, sowie die mancherlei Belastungen des Fleisakon ums in den Städten verantwortlch gemacht werden mössen. Denn auch wenn die Vielpreise noch so sehr sinken, die Fleischpreise in den Städten bleiben deswegen doch hoch. (Bielefelder Stadttheater.) Wochenspielplan. Sonntag, 2. Dezember. Anfang 7 Uhr. Gastspiel des Frl. Thea v. Cordon: „Madame Sans=Gène. Lustspiel in 4 Akten von Viktorien Sardou.— Montag, 3. Dezemder. Anfang 8 Uhr. Gastspiel des Fräulein Thea v. Gordon:„Dorf und Stadt“ Schauspiel in 5 Akten von Charlotte Birch=Pfeiser. — Dienstag, 4. Dizember. Anfang 7½ Uhr. Unwiderruflich letztes Gastspiel des Frl. Thea v. Gordon:„Die gold'ne Eva“. Lustspiel in 3 Akten von Schönthan und Koppel Ellfeld.(Diese drei Gastspiele des Frl. v. Gordon finden ausnahmsweise ohne Preiserhöhung statt.)— Mittwoch, 5. Dezember. Anfang 7½ Uhr. Henrik Ibsen Gedächtnis=Feier:„Rosmers= holm“. Schauspiel in 4 Akten von Henrik Ibsen. — Donnerstag, 6. Dezember. Anfang 7½ Uhr. Zum ersten Male:„Ichlassedich nicht“. Schauspiel in 3 Akten von Heinz Tevote.— Sonnabend, 8. Dezember. Anfang 7½ Uhr. Klassiker=Verstellung zu kleinen Preisen:„Die Verschwörung des Fiesko zu Genua“. Ein republikanisches Trauerspiel in 5 Akten von Fr. v. Schiller. Brackwede, 27. Nov.(Gemeindeverteterwahl.) Inder dritten Asteilung siegte die sozialdemokratische Pirtei. Ihre drei Kandidaten erhielten je 451, diejenigen der bürgerlichen Pirteien je 156 Stimmen. Aus den Kreisen Minden und Lübbecke. Minden, 29 Nov.(An den letzten drei Sonntagen vor Weihnachten.) also am 9, 16. und 23. Dezember cr., ist die Beschäftigungs= und Verkaufszeit im Handelsgewerbe in der Stadt Minden bis 8 Uhr abends verlängert an den letzten 12 Werktagen vor Weihnachten, also vom 11. Dezemder cr. ab, fiaden die Bestimmungen über Mindestruhezeit in offenen Verkauf stellen hierselbst keine Auwendung und an den letzten 10 Werktagen vor Weihnachten, also vom 13 Dezember cr. ab, dürfen die offenen Verkaufostellen über 8 Uhr abends hinaus bis 10 Uhr geöffget sein Lübbecke, 27. Nov.(Unglücksfall.) Als gestern nachmittag der Chauffeur der hiefigen Motorwagengesellschaft mit dem besetzten, von Lübbecke kommenden Automobiie Station Ahlsen verließ, schlug plötzlich die hochgespannte Glasscheibe vom Bock hermtr und verwundete so unglücklich des Chauffeurs Hand, daß er nicht mehr imstande war, das Automobil weiter zu lenken Obwohl er dies mit den größten Anstrengungen bis zur nächsten Stat on Hüllhorst tat, mußten hier vom Arzte seine Wunden zugenäht und verbunden werden. Ohne das Godziel Löhne erreicht zu haben, mußte das Automobil von einer geeizneten Prson, die von Lübbecke hergerufen war, hierher zurückgebracht werden. Schulter schlagend, daß die dürre Gestalt des würdigen Essigbrauers fast zusammenklappte. Dann erhoben sich die beiden Verschworenen. beglichen ihre Zeche und verabschiedeten sich von einander. Herr Henning ging eilends dem Schloss: zu, während Herr Teichert seinem Hause in der alten Jakobsstraße zuwanderte. Teichert war einer der angesehensten und reichsten Bürger Berlins, und wie er so grovitätisch dahin schritt, auf seinen Stock mit silberner Krück: gestützt, die lange, hagere Gestalt im langkailligen, braunen Tuchrock mit karzen, faltigen Schößen, wie es die damalige Mode verlangte, in zimtfarbeven Strümpfen und schwarzen Schnallenschuhen, ein feines Batisttaschentuch um den dünnen Hals geschlungen, sah man ihm gleich den Mann von Kondition an, und gar mancher ehrerbietige Gen## wurde ihm zuteil. (Fortsitzung folgt.) (Beim Wort genommen.) I möchte Sie um etwas bitten, hoff: bestimmt, daß Sie es für sich behalten!“—„Gern mit dem größten Vergnügen!“—„Leihen Sie mir 50 Mark!“—„Git, die werds ich für mich behalten!“ Aus den derford, 28. 9 Musik=Aufführ tag abend 8 Uhr in der Jakobikirche zur Herstellung dies Herford, 28. Verkaufszeit.) und den drei folgen läden bis abende 7 den Wochentagen ist ab erweiterter Ges und zwar koanen## zu Weihnachten die abends geöffaet sein 8 Herford, 28. versteigerung) anberaumten Zweng Besitzung Alter M der Kaufmann Hei blieb der Zigarrenfa Bürde mit 60000 außerdem 75000 A nehmen sind, so er ansehnlichen Betrag 8 Herford 28. In litz er Zeit stad Grundntückekäufe geAussicht, daß es Baugewerbe wieder flossenen Jahre dört über zu wenig Bau Obernbeck, 27. Infolge der heftige den Sandgruben ein eingeftüczt. Dadurch wieder mehrere Uen meist zertrümmert. außerordentlich viel schade, doß so viele Weise zerbrochen u Museen aufbewahrt 9 Spenge, 28 feuer.) Gestern#e branute der schon Poghaus hierselbst mauern nieder. Auf die freiwilligen Feu die neugebildete der und die von der 9 enger erschienen. 2 Das Haus ist durch bei der Aachen Leipz schaft versichert Di Boden am Schoenf brennbare Stuff: u und Stroh lagern, 4 Spenge, 28. Gestern fand hierselb mehrere Jäger bete regnerischen We ters 43 Fasanen erlegt. Liter M. Rebe, Untere in Leinwand 1. Steinkopf in Unsere Geschichte er die Schicksale einer „unter einem Dach“ Segen kennen, der ruht, auf der Werkt still.n Studierstube, Familie oder draußer erfahlen aber auch de Sonnta sruhe, in der kläfte aufs neue samn M Spörlin, Der i Leinwand 1— Steinkops in6 Der alte Ell ist auch das beste aus seiner It grettettet ins Alter un urd ein fröhliches Got die des alten Eli, seine des wackeren Toni un dem Gedächtnis dauern durch feine Beobachtu Darstillung zum besten geschrieben. J. Haardt, Ich Tante Salo wand 1.— Mk. kopfin Stut Ein wackerer Kam bis in den Tod beg zusommer gebracht, in verzweiflungsvoll zu afrikanischen französise Ihre Erlebnisse sind Schrickenebildern, abschule beten gelernt. junge Leute, die im lassen und in der Glückes bitteres Elen Mentzel und von Lei licher Hilfs= un Jadegang 1907. in Berlin. Preis Der„neue“ Mentz! Bück auf den Titel bel bewährte Freund des „60.“ Male seine über er ist dabei nicht es Dank der Fürsorge lich verstanden, immer modern im besten Sinn scheint, darf als bewäh seine Tabellen werdenj und bearbeitet, wissensa aus jedem neuen Jahrg ser= und Schaf. einer„Viehnol“ ehteuerung“ in kann auch in der st länger als statt. Wenn auch weiterdie gewaltige ht aufhören sollten, stens nicht länger der Viehpreise hinird man vielmehr bisherigen Fleischen, daß für die g d e r F l e i s c p r e i s e , s o n d e r n d e r die falsche Orgadie mancherlei kon ums in den icht werden mössen. ##eise noch so sehr reise in den begen doch hoch. eater.) WochenDezember. Anfang Thea v. Cordon: Lustspiel in 4 Alten Montag, 3. Deistspiel des Fräulein r# und Stadt“. arlotte Birch=Pfeiser. Anfang 7½ Uhr. des Frl. Thea v. 5va“. Lustspiel in oppel Ellfeld.(Diese sordon finden aushöhung statt.)— Anfang 7½ Uhr. er:„Rosmersvon Henrik Ibsen. mber. Anfang 7½ lassedichnicht“. Heinz Tevote.— Anfang 7½ Uhr. n Preisen:„Die ko zu Genua“. el in 5 Akten von (Gemeindedritten Asteilung atische Pirtei. ten je 451, dieFirteien je 156 und Lübbecke. In den letzten Beihnachten.) Dezember cr., ist Verkaufszeit im tadt Minden bis an den letzten ichten, also vom fiaden die Behezeit in effmnen eine Auwendung Werktagen vor 3 Dezember cr. rkaufsstellen über is 10 Uhr geInglücksfall.) r Chauffeur der saft mit dem benden Automobile lug plötzlich die im Bock hermtr h des Chauffeurs stande war, das en Obwohl er engungen bis zur tat, mußten hier zugenäht und e das Eodziel te das Automobil die von Lübdecke ckgebracht werden. e dürre Gestalt fast zusammenn Verschworenen. rabschiedeten sich ng ging eilends Herr Telchert Jakobsstraße zuner der angeser Berlins, und hin schritt, auf Krück: gestützt, im langkailligen, arzen, faltigen lige Mode verStrümpfen und ein feines Batisthals geschlungen, in von Kondition hrerbietige Geuß tsitzung folgt.) umen.) Ih hoff: bestimmt, !“—„Gern !“—„Leihen Git, die werdt Aus den Kreise Herford. Herford, 28. Nov.(Eine geistliche Musik=Aufführung) ftadet am Sonn tag abend 8 Uhr zugleich als Adventsfeier in der Jakobikirche statt. Der Ectrag ist zur Herstellung dieser Kirche bestimmt. Herford, 28. Nevhr.(Erweiterte Verkaufszeit.) Am kommenden Sonntag und den drei folgenden dürfen die Geschäftsläden bis abends 7 Uhr geöffget sein. An den Wochentagen ist erst vom 11. Dezember ab erweiterter Geschäftsverkehr zugelossen, und zwar können von diesem Tage ab bis zu Weihnachten die Geschäfte bis 10 Uhr abends geöffaet sein. 8 Herford, 28. November.(Zwangsversteigerung) In den auf heute morgen anberaumten Zwengsversteigerungstermin der Besitzung Alter Markt Nr. 6, Eigertimer der Kaufmann Hermann Ellerbusch, hier, blieb der Zigarrenfabrikant Karl Dustmaan= Bürde mit 60000 Mk. Bestbietender. Da außerdem 75000 Mk. Hypotheken zu übernehmen sind, so erzielte die Besitzung den ansehnlichen Betrag von 135000 Mk. § Herford 28 Nov.(Besitzwechsel.) In litz er Zeit stad hier verschiedene größere Grundnückekäufe getätigt, und besteht gute Aussicht, daß es im nächsten Jahre im Baugewerbe wieder lebhafter wird. In verflossenen Jahre hörte man recht viel Klogen über zu wenig Bauen. Obernbeck, 27. Nov.(Urnenfunde) Infolge der heftigen Regengüsse waren in den Sandgruben einige Ujer oder Böschungen eingeftüczt. Dadurch sind laut„Biel. G.=A“ wieder mehrere Uenen bloßgelegt, natürlich meist zertrümmert. Die Uenen enthielten außerordentlich viel Knochenreste. Es ist schade, daß so viele wertoolle Ucrea auf diese Weise zerbrochen wirden, die sehr gut in Museen aufbewahrt werden könnten 9 Spenge, 28. Noobr.(Schadenfeuer.) Gestern rachmittag gegen 4¼ Uhr branute der schon alle Kotten des Kolons Poghaus hierselbst bis auf die Umfassungsmauern nieder. Auf der Brandstätte waren die freiwilligen Feuerwehren von Spenge, die neugebildete der Gemeinde Lenzinghausen und die von der Nachbargemeinde Westerenger erschienen. Der Kotten warsbewohnt. Das Haus ist durch Versicherung gedeckt und bei der Aachen Leipziger Versicherugegesellschaft versichert Der Brand soll auf dem Boden am Schoenstein, wo mehrere leicht brennbare Suff: wie trock ines Holz, Heu und Stroh lagern, entstanden sein. 4 Spenge, 28. Nev.(Treibjagd) Gestern fand hierselbst Treibjagd statt, woran mehrere Jäger beteiligt naen. Tretz des regnerischen We ters wurden 54 Hasen und 43 Fasanen erlegt. Literarisches. M. Rebe, Untereinem Dach. Geb. 90 Pfg., in Leinwand 1.— Mk. Verla; von J. F. Steinkopf in Stuttgart. Unsere Geschichte erzählt in ansprechender Weise die Schicksale einer Anzahl Menschenkinder, die „unter einem Dach“ vereint sind. Wir lernen den Segen kennen, der auf tüchtiger, treuer Arbeit ruht, auf der Werktagsarbeit im Hause, in der still.n Studierstube, im Krankenzimmer, in der Familie oder draußen im strengen Beruf. Wir erfahlen aber auch den Wert der herzeiquickenden Sonnta sruhe, in der sich die Leibes und Geisteskläfte aufs neue sammeln für die Wochenarbeit. M Spörlin, Der alte Eli. Geb. 90 Pfg., in Leinwand 1— Mi. Verlag von J. F. Steinkops in Stuttgart. Der alte Ell ist auch einmal jung gewesen, und das beste aus seiner Jugend hat er sich hinüber grettettet ins Alter und Unglück, ein frisches Herz urd ein fröhliches Gottvertrauen. Gestalten wie die des alten Eli, seiner prächtigen Schweizeranne, des wackeren Toni und seiner Fine prägen sich dem Gedächtnis dauernd ein. Das Büchlein zählt durch feine Beobachtung und klare, anmutige Darstillung zum besten, was Margarete Spörlin geschrieben. J. Haardt, Ich hatt einen Kameraden. Tante Salome. Geb. 90 Pfg., in Leinwand 1.— Mk. Verlag von I F. Steinkopf in Stuttgart Ein wackerer Kamerad, der da unsern Helden bis in den Tod begleitet. Das Unglück hatte sie zusommer gebracht, in Not und Elend haben sie verzweiflungsvoll zusammengehalten, die sich der afrikanischen französischen Fremdenlegion verkauften. Ihre Erlebnisse sind eine unterbrochene Kette von Schreckenebildern, aber sie haben in dieser Leidensschule beten gelernt.— Eine ernste Mahnung für junge Leute, die im Uebermut ihre Heimat verlassen und in der Fremde statt des goldenen Glückes bitteres Elend finden. Mentzel und von Leugerkes landwirtschaftlicher Hilfs= und Schreibkalender. 60. Jabrgang 1907. Verlag von Paul Pariy in Berlin. Preis 250 Mt. Der„neue“ Mentzl ist erschienen— urd ein Bück auf den Titel belehrt uns, daß dieser alte bewährte Freund des deutschen Landwirtes zum „60.“ Male seine Jahreswanderung antritt. Aber er ist dabei nicht alt geworden, denn er hat es Dank der Fürsorge seiner Herausgeber meisterlich verstanden, immer jung zu bleiben, immer modern im besten Sinne. Was im„Mentzel“ erscheint, darf als bewährt und zuverlässig gelten, seine Tabellen werden jahraus, jahrein kontrolliert und bearbeitet, wissenschaftlicher Fortschritt spricht aus jedem neuen Jahrgang. Jonas Dahl, Der Zuchtmeister. Eine Erzählung. Geb. 2 80 Mk. Verlag von J. F. Steinkopf in Stuttgart. Es gibt Kinder, die man bei Libzeiten ihrer Eltern Waisen nennen möchte. Eine solche Waise ist die kleine Anne, denn was ihr die Eltern bieten, ist nichts Gutes. Ihr ganzes Liben hat sie an den schlimmen Eindrücken ihrer Kindheitstage zu leiden, und immer wieder zeigt sich die böse Frucht einer falschen Ecziehung, so sehr sie selbst auch dagegen ankämpft Erdlich entsteht ihr der wahre„Zuchtmeister“ ihres Charakters in ihrem eigenen Kinde, dessin Erziehung für sie die nictige Schule wird, sich eist„selbst zu erziehen“. Aus dem Kunstsalon Fischer. Die gegenwärtige Ausstellung der HessenDarmstädter Künstlerg=uppe ist recht geeignet, auch den künstlerisch wenige: Gebildeten die Vorzüge eines Salons von den großen Bilderau st lungen deutlich zu macher. Kahle, frostige Säle, die eigentlich garz anderen Zw cken dienen; die Wände mir Bildern getflisteit, daß das Auge nirgen's einen Ruhepunkt findet; Bilder nebeneinander gehängt, die sich gegenseitig um die Wiekung bringen. Das ist die unkünstlerische Art von Kunstausstellungen, wie sie auch Bieleseld bis voc wenig n Jahren allein gekannt hit. Kein Wunder, daß das Publikum dabei künst lerisches Sehen und künstlerisches Empfiiden nicht lernte oder verlernte. Ein Herum stehen und Herumziehen von Saal zu Saal, ein oberflächliches Besehen und Vielsehen und gar bald infolge des Stehens und der sich hetzenden Eindrücke eine empfindliche Er müdung, ohne daß man nur einen starken, bleibenden Eindruck mit nach Hause brachte — das war das Resultat von seiten des Publikums. Uad nun wollen wir den Kunstsalon besuchen. Ein ziemlich kleiner Ruum mit gutem Licht, nur diesem Zwecke dienend, selbst in Janenarchitektur und Dekoration ein Kunstwerk, mit einer farbig diskreten Wandbepinnung, von der sich Bilder gut abheben. Das Ganze eringert uns an die Wohnräume, in denen wir leben, und bringt uns damit zum Berrußtsein, daß lebendige und gesunde Kunst nicht für Ausstellungen geschaffen wird, sondern für das Leben, für das Leben, und aus dem L ben, mit dem sie aufs innigste zusammenhängt. Wir setzen ugs in einen bequemen Sessel und sehen an den Wänden wenige Bilder, so gehängt, daß jdes in siner Eigenart zur Gellung kommt und perspek tivisch richtig gesehen wird.(Laien machen fast immer den Fhler, daß sie alle Bilder zu hoch hängen.) Da sehen die Bieleselder wohl zum ersten Male ein Bild von Ludwig von Hofmann, einem der führenden Meister der Gegenwart. Dieser„Zuz der Fora“ ist nun ganz anders, als die gewohnte Kunst, als die seit längerem„berühmten" Düsseldorfer oder Münchener oder Berliner, ganz anders als itwa Achenbach oder Defregger oder Anton von Werner. Und gerade darin klegt die Bed utung des Künstlers und seines We kes, denn damit ist gesagt, daß seine Kanst eine eigenartige und selbstständige ist, keine konventionelle, nachge machte oder anempfundene. Einer der besten französtichen Kunßtkeit ker, Burger Thoré hat das so ausgedrückt: Meister sein, heißt an Niemand erinnern(„étre maitre, c’est ne ressembler à personne“). Ein olcher„Meister“ ist L. v. Hofmann, Typen, Farbencccord, Komposttion, Technik— alles ist charakteristisch, ist nur ihm eigentümlich. Hafmann ist ein ausgesprochen koloristisches und dekoratioes Talent, d h. Farbe ist sein erstes Ausdrucksmittel und seine Bilder sind stets als raumschmückende Kunst corcpiert, sie sollen und wollen im Raume auf die Entfernung wirken; deshalb stilisiert(vereinsacht) er so start.(Gar keine raumschmücknde Kunst sind dagegen z. B die H storienbilder von Hildebrandt in der Anla des Gymnasiums, obwohl es hier die Aufgabe verlangte.) Im Gegensatz zur idealistischen Phantasic= kunst Hofmanns steht das realistische Sittenbild Hölschers. Da haben wir das volkstümliche Leben von heute, warm und schlicht, nicht Karnevalzkostüme und gemalte Novillen, wie in der seichten Düsseldorfer Genrenalerei, die den Bielefeldern lange Zeit mit Vorliebe vor Augen gestellt worden ist. Welche Kunst ist gewachsen, die Düsseldorfer alten Schlags oder dieser flötende Junge hier aus dem Heimweg von der Ar beit? Jene riecht nach literarischer„Bildung", diese nach der Scholle. Auch Hölscher ist ein Eigner, mit sicherer Handschrift in Zeichnung und Malerei, im Interieur wie im Freilichtbild. Aa Reinheit der dekorativ zusammen gestimmten Töne ist ihnen Otto H. Engel in *) Entwuif und Ausführung von Architekt Heinrich Essen in Firma Ed. Essen, Mödelfabrik, Blelefeild. dem Bilde„In Erwartung“ noch überlegen. Das ist nicht nur im„Was" deutsch, sondern auch im„Wie“. Und nur dies Beides macht eine charakteristische Kunst aus. Charakteristische Kunst in diesem Sinne ist ja auch endlich wieder unsere moderne Landschaftsmalerei, von der hier einige ausgezeichnete Beispiele zu sehen sind. Motive und Stil werden nicht mehr, wie in armen Zeiten, aus dem Ausland geholt, weder aus Italien noch aus Holland, sondern aus der Eigenart deutschen Landes und deutschen Sehens heraus entwickelt. Karl Küstner, dessen Landschaften auf der Kölner Ausstellung dieses Sommers zu den bestin zählten, hat alle Kennzeichen eines starken Talents: er sieht neu und persönlich und hat die Illusionskraft, den Beschauer zu demselben Sehen zu zwingen. Man empfindet das Gemälde nicht mehr als Bild, als Fläche mit Oelfarben, sondern als Natur selbst. Prachtvoll gibt Küstner klare Teansparenz der Laft in Verbindung mit kräftigen Lokalfarben. Findet sich kein Liebhaber, der eines dieser Meisterwerke in Bielefeld festhält? Ebenso persönlich und ebenso deutsch und und doch ganz verschieden ist die Kunst Schmolls von Eisenwerth. Er ist ein Licht= und Helldunkelmaler, der den Duft der nebeligen Atmosphäre, die Heimlichkeit versch viegenen Dämmers liebt und darstellt. Der Art des malerischen Sehens und der behandelten künstlerischen Probleme entsprechen die Farbensprache: zarte Nürrcen gebrochner Töae und der sehr flüsige Vortrag. Ein anderer ist Kern in der feinen, zugleich tonigen und zugleich kräftigen Moor landschaft; wie der ein anderer Bracht in seinen kläftigen Landschaften mit großen Bäumen in freier Lust und Sonne. Schon die paar Bilder dieser sechs Maler hier beweisen, wie sehr die blinden Gegner der modernen Kunst im Unrecht sind mit der Behauptung, die Modernen gingen alle einseitig nur in einer Richtung. In Gegenteil, gerade die moderne Kunst hat die Jadividualitäten befreit und entwickelt, die Klassizismus und Akademismus erdrückten und töteten. Wer von den Bildern hier auch nur eins wirklich in Ruhe und mit Vertiefung sieht, wied reicher nach Hause kommen als aus einer großen Ausstellung mit fünshundert ober flichlichen Eindrücken Dr. Franz Bock. Schlachtviehpreise nach gewicht auf Grund amtlicher Marktberichte zusammengenent nach einigen telegraphischen Berichten bearbeitet vo de Centralstelle für Viehverwertung der Preußischen Landwirz schaftskammern Berlin W., Köthener Straße 30. Hannov. Dortm Essen Vorstehende Preise verstehen sich für 100 Pf Lebendgewicht, bei Schweinen mit 20% Taro. 20 amtlichen Schlachtgewichtpreise sind mittelst des ar gegebenen Schlachtprozente umgerechnet. Uebersicht der Witterung. Bielefeld, 29. November 1906. Mitgeteilt von Fr. Böckelmann Ww., dier Niedrigst. Thermometerstaub in der Nacht+ 5½ Thermometerstand um 10 Uhr vorm.+10 S. Barometer 75 3 cm Wind: Süd=West. Himmel: bedeckt. Neueste Nachrichten. Eine entsetzliche Katastrophe. Witten, 29. Nov. Eine benachbarte Roburitfabrik ist gestern abend 7½ Uhr in die Luft geflogen. Die Folgen der Explosion waren grauenhaft. Man spricht von weit über 50 Toten und über 100 Verwundeten. Viele Häuser wurden zerstört. Ein ganzer Stadtteil mußte von den Bewohnern geräumt werden, weil weitere Explosionen befürchtet wurden. Die Detonation war so stark, daß dieselbe fast im ganzen Industrie= bezirk gehört wurde. In Annen wurden sämtliche Fensterscheiben zertrümmert, eine große Anzahl Dächer abgedeckt und viele Türen aus den Angeln gehoben. Gegen 9 Uhr erfolgte eine zweite noch stärkere Explosion. Kein einziges Haus blieb unbeschädigt. Die Einwohner flüchteten in furcht barer Panik auf die Annener Berge, da aus dem Kellergeschoß noch eine dritte Explosion bevorsteht, deren Wirkung die beiden ersten übertreffen dürfte. Die der Fabrik nächstgelegenen Straßen wurden polizeilich abgesperrt. Dortmund, 29. Nov. Es ist noch nicht möglich eine genaue Zahl der Toten und Verwundeten anzugeben, doch schätzt man sie auf etwa 300. Die Panik war furchtbar. Die Leute rissen ihre schlafenden Kinder aus den Betten, rafften ihr Hab und Gut zusammen und flohen aus den eingestürzten oder einstürzenden Häusern. Am Bahn: hof Annen warnte ein Polizeikommissar vor dem weitergehen. In der Steinstraße wurden fast alle Häuser vernichtet. Während der Explosion flogen Eisenteile in der Stadt umher. Die 2. Explo sion war so heftig, daß in Dortmund Fensterscheiben eingedrückt wurden. Dortmund, 29. Nov. 1 Uhr nachts. Es werden 2 weitere Ex plosionen erwartet. Die Rettungsmannschaften, darunter auch die vom Kruppschen Gußstahlwerk arbeiten mit großer Bravour. Eine ungeheure Volksmenge umsteht die Unglücksstätte und ist trotz der drohenden Gefahr nicht vom Platze zu bringen. Ein Polizeileutnant wurde, nachdem er eben mühsam die Menge zurückgedrängt, bei einer neuen Explosion von herum fliegenden Eisenteilen schwer getroffen. Die in der Nähe liegenden Fabriken und Häuser sind stark beschädigt. Der Gießerei von Kneppmann ist das Dach abgedeckt, ebenso der Gußstahlfabrik von Krupp, alle Gebäude haben auch durch die Erderschütterung gelitten. Aus allen Orten wird ärztliche Hilfe verlangt, ebenso werden die Privathäuser für die Verwundeten in Anspruch genommen. Annen, 29. Nov., 1 Uhr nachts. Der Ort gleicht einer zerschossenen Stadt, ganze Straßen sind in Trümmern gelegt, die Trümmer wurden teilweise 1 Stunde weit geschleudert, einige Häuser stehen in Flammen. Die Bahnverwaltung legte Extrazüge ein, um die Flüchtlinge fortzuschaffen, fortwährend treffen Züge mit Toten und Verwundeten ein. Infolge der Hast und des vermehrten Verkehrs entstand bei Barup durch falsche Weichenstellung eine Zugentgleisung, wodurch eine neue Panik ausbrach. Die ganze Umgegend ist ein Bild des Jammers. Die Läden sind vernagelt, um Marodeure ab zuhalten. Die Polizei sperrte die Unglücksstätte im Umkreis von 1 Kilometer ab. Bis nachts 2 Uhr wurden amtlich über 100 Tote gezählt, die Zahl der Verwundeten ist einstweilen nicht zu schätzen, da fortwährend Trans. porte mit Toten und Verwundeten ankommen. in bekannt eleganter Ausführung, guter Qualität und billigen Preisen sind wieder eingetroffen Telephon 1040. Obernstrasse 31. in jeder Grösse. Abe Ke Christl.-patriot. Männerverein. Bielefeld. Zu der am Freitag, den 30. November, nachmittags 3½ Uhr stattfindenden Beerdigung unseres Mitgliedes Friedr. Steinsek werden die Vereinsmitglieder hierdurch eingeladen Antreten 3 Uhr im Vereinslokal Der Vorstand. Stadt-Theater. Donnerstag, den 29 November Anfang 7½ Uhr. Zum unwiderruflich letzten Male! Weh dem, der lügt. In Vorbereitung: Thea von Gordon-Gasfspiel. : Hasien“. Wer diesen nicht beachtet, versündigt sich am eigenen Leibe! Kaiser’s BrüstCaramellen seinschmeckendes Malz=Extrakt. Aerztlich erprobt u. empfohlen gegen Husten,# Heiserkeit, Katarrh, Verschleimug. u. Rachenkatarh. 5 120 not. begl. Zeugnisse# 6/1S0 beweisen, daß sie halten, was sie versprechen. Packet 25, Dose 50 Pf in Bielefeld bei: Aug. Alvermann, Drogu. Kolonialw=Handlg. Felix Batitig, G. C. Brinkmann, Rob. Hergeröder, GermDrogerie, Fr. Höner, Drogerie, Ioh. Hesse, Drogerie, Detmolderstr 41, Dr. M. issleib, N. Apoth Bürgerweg 32, Ecke Bismarckstraße. Herm. König, M. Koch, Niedernstr. 43, F. Riemeler, Jahnplatz 3, Gust. Seelhorst, Kaiserund Paulusstr=Ece. W. Schroeder in Rheda, H. Tampe Wtw., Spenge. N. Verens-Konzert. Sonntag, den 2. Dezember 1905, nachmittags 5 Uhr auf dem Johannisberg. Leitung: Herr städtisch. Musikdirektor W. Lamping. Chor: Der gemischte Chor des Vereins verstärkt durch Mitglieder hiesiger Männergesangvereine. Orchester: Das verstärkte städtische Orchester. Solisten: Fräulein Anna Kappel. Fräulein Martha Stapelfeldt. Herr G. A. Walter. Herr Kammersänger Jos. Loritz. Orgel: Herr E. Nacken. Joh. Seb. Bach: Vier Kantaten. 1. Aus der Tiefe ruf ich her zu Dir. 2. Du Friedefürst Herr Jesu Christ. 3. Du wahrer Gott und Davidsohn. 4. Ich freue mich in Dir(Weihnachts Kantate.) Eintrittskarten zu Mk. 4.—, 2.—, 1.— bei Herrn M. Pfeffer, Obernstrasse. General-Probe. Sonnabend, den 1. Dezember, abends 8 Uhr auf dem Johannisberg. Obiges Programm unter mitwirkung sämtlicher Solisten. Eintrittskarten zu Mark 1.— bei Herrn M. Pfeffer. 0ce Of* empfiehlt F. W. Lütkemeyer, Welle 43. Patente. Verbands-Patentbureau Brust Filia'e Bielefeld, Klosterplatz = Telefon 610. Prana Relerenzen. 4 Verschiedene Konstruktionen. Ueberall anzubringen. Bestes und bekanntestes Norddeutsches Fabrikat. Hager& Schweikher, Bielefeld, Obernthorwall 7. Fernsprecher 204. Irstes Tapeten- u. Linoleum-Spezialhaus 12. moderne Kühet Wusstellung OttoFischer, Kunstsalon. Plastiken von R. Maison, Gemälde, Aquarelle etc. von L. von Hofmann, Otto H. Engel, Schmoll v. Eisenwerth, R.Hölscher, Ad. Beyer u. a.:::::: Eintritt 25 Pfg. Jahres-Abonnement 3.— Mk. F-dot am— a Mayemdar im Mareinshause statt Anfang 9 Uhr findet am 5. Dezember im Vereinshause statt. unfang 3 Uhr Inspektor Hausleiter:„Rundschau über die Sorgen und Freuden unserer Mission.“ Missionar J. Warneck:„Kampf des Christentums und Heidentums in Sumatra.“ a. müller. In aparten Formen und reicher Auswahl liefert sehr preiswürdig Fritz Tiekötter Möbelfabrik, Niedernstr. 45. la. 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Die„Brunonia“, das Organ dei gemäßigten Richtung unter den brau isch reigischen Welfen, schreibt:„Uns Brunonen kann es in schmerzlich berühren, wenn unsere nachdarlichen Hannoveraner, denen nach Wort und Schrift das Wohl und Wehe unseres Fürstenhauses nicht minder am Herzen liegt, stets in erster Linie die Wiederherstellung des früheren Königreichs Hannover im Auge haben und dadurch— ein freies, affenes Wort geradezu herausgesagt— die jetzt im Herzoztum akut gewordene Frage der Thronbesteigung durch einen welfischen Prinzen in unheilvoller Weise beeinflussev. Wir halten die Legung des Rechts zurzeit auf des Messers Schreide nicht für günstig, wir können uns ebensowenig für Volksversammlungen mit Schlagwörtern begeistern, wir sehen daß einst von einem preußischen Könige in Königswusterhausen gesprochene„flat justitia et pereat mundus“ mit neuzeitlich konstruierter Brille an. Wir rechnen mit und beugen uns unter unabänderliche Tatsachen, getreu dem Vorbilde unseres in Golt ruhenden alten Herzogs. Uns erscheint es dringend geboten, vierzig vergangene Jahre zu überblicken. Danach ist es— leider!— als eine abso lute Unmöglichkeit anzusehen, daß, so lange ein konstitutionelles Deutsches Reich mit einm Kaiser aus dem Hohenzellernhause besteht, ein selbständiges Königreich Hannover wieder in den deutschen Staatenbund eingefügt wird.“ Fuhrwerk mitten auf dem Gleise stand. Dem Lokomotivführer gelang es nach dem„Hall. Kreisbl.“ durch sofort gegebenen Konterdampf den Zug zum Stehen zu bringen, jedoch war dieser so nahe auf das Gespann gefahren, daß die Wagendeichsel gebrochen war und die Pferde hochaufgebäumt vor der Lokomotive standen Aus den Kreise Halle. Steinhagen, 27. Nov.(Verhütetes Unglück) An der schrankenlosen Ueberfahrt beim hiesigen Bahnhof wäre gestern abend beinahe ein größeres Unglück passiert. Der von Bielefeld nach Holle fahrende sogen Arbeiterzug wollte eben unsere Station verlassen, als ein herrenloses zweispänniges Aus den Keisen Wiedenbeik un Paderioer. Clarholz, 22. Novbr.(Explosion.) Gestern explodierte beim Dreschen die Loko mobile. Das Haus der Witwe St. bot ein schreckliches Bild der Zerstörung. Der schwere Kessel war von der Kraft des Dampfes etwa 30 Meter sortgeschleudert, alles zerstörend, was ihm im Wege stand. Das Wohnhaus war fürchterlich demoliert. Es mußte durch Stützen vor dem Zusammen bruch geschützt werden. Ein Glück war es, daß die Bedienungsmannschaften der Dresch= maschine am Mittagstisch saßen. Aus dem Reg.=Bez. Rünser und Arusberg. Gelsenkirchen, 27 Nov.(Evangel. Krankenhaus.) Die g ößere Gemeindevertretung der evangelischen Kirche beschloß ferner, das hiefige evangelische Krankenhaus der Neuzeit ertsprechend auszubauen. Zu diesem Zvecke wurden zunächst 60000 Mk. bewilligt. Ebenfalls wurden die Kosten für die innere Ausrüstung mit Instrumenten besonders bewilligt. Bochum, 27 Nov(Die Gewerbegerichtswahlen) gingen heute unter starkem Andrang und heißem Kampfe zwischen den Christlichen und Sozialdemokraten zu Ende. Die Liste der christlichen Geweit schaften fiegte über die von den freien(soz.) und Hirsch=Durckerschen Gewerkschaften auf gestellten Kandidaten.(Rh. W 8°g) Aus den Nachbarprovinzen und Staaten. Lage s. L., 27. Novhr.(Flüchtig) Ein 15jähriger junger Butsche, welcher als Schreiberkehrling am Tchnikim hierselbst tätig war, ist am Sonnabend morgen mit der 250 Mark enthaltenden Kasse flüchtigeworden.—chtig Osnabrück, 26. Nov(Erholungsheim.) Die hiesige Ortskrankenkasse hat seit einiger Zeit Schritte gemacht, welche auf die Errichtung eines Wald Erholungsheims(nach dem Muster der von der Landesversicherungsanstalt erbauten Genesungshäuser) hirzielen. Ene ganze Anzahl von öffentlichen und Betriebskranken kassen haben sich dem Projekt, das demrächst in einer gemeinsamen Sitzung noch weiter erörtert werden soll, im allgemeinen durchaus günstig gegenübergestellt. Lehrte, 25. November.(Umbau des Bahnhofs.) Das Ministerium plant laut „Rh. Westf. Ztg.“ einen vollsändigen Umbau des Bahnhofes Lehrte, der den Anforderungen des großen Verkehrs nicht genügt Täzlich passieren dort 224 regelmäßig verkehrende und über 100 Bedarfszüge. Die jüngsten Vorkommnisse auf dem Bahnhofe Lehrte haben die dringende Notwendigkeit der Verä derung ergeben. Der Bahnhof Lehete hat wehl den größten Durchgangsverkehr aller Bahnhöfe in Deutschland. Köln, 27. Nev.(Sieg der Liberalen.) Bei den heute beindeten Stadtratswahlen der zweiten Abteilung, die notwendig geworden waren, weil die vo jährigen Wahlen dieser Klosse wegen unstatthafter Stimmenzählung für ungültig erklärt waren, fiegten die Liberalen mit durchschnittlich etwa 60 Stimmen Mehrheit Die bisher dem Zentrum gehörige Mehrheit im Stadtrat geht damit leider wieder an die Liberalen über. Berlin, 27. Nov. In eine entsetzliche Gefahr ist, wie über London mitgeteilt wird, die Pittsburger Feuerwehr geraten. Im Laboratorium des Mercy=Hospitals brach infolge einer Explosion Feuer aus. Die Feuerwehr drang, trotz aller Versuche, sie zurückzuhalten, ins Gebäude und richtete dort unter den Gläsern und Tuben große Verwüstungen an. Die Tuben enthielten etwa dreizehn verschiedene BazillenIturen, unter ihnen Bazillen der Bubonenpest, des gelben Fiebers, des Tetanus und der Cholera. Man begreift das Entsetzen tes Kommandanten, als ihm endlich klar gemacht wurde, was er angerichtet hatte. Die Leute, Pferde und selbst der Speitzenschlauch wurden desirsiziert. Die Feuerwehrmänner sind in den Isolierraum des Hospitals übergeführt worden, wo sie die Inkubationsfristen abzuwarten haben. „„387is, 26. Nov. Der neue transatlantische 14000 Tons-Dampfer für den Norddeutschen Lloyd, welcher am 3. Dezember auf der Schichauwerst vom Stapel läuft, sollte urspränglich den bereits angebrachten Namen„Hohenlohe“ erhalten. Nach der Mimoiren=Sache soll er jedoch jetzt den Namen „Kleist von Nollendorf“(rhalten. Eire Versammlung von Vertrauensmännern der organisierten Bergarbeiter sämtlicher oberschlesischen Gruben beschlossen, bei der Lohnmehrforderung von 15 Prozent zu behorren und die Siebererkommission zu ersuchen, falls die Forderurg nicht bis Mitte Januar bewilligt ist, den allgemeinen Streik zu proklamierer. London, 26. Nov. In Birminghamer Fabrikantenkreisen wird erzählt, Chamberlain habe einen zweiten Schlaganfall erlitten und sei auf einem Auge blind. Chamberlains Familie stellt eine solche schwere Erkrankung indes in Abjede. Manila, 27. Nov. Unerhört! Von den 24 Gefangenen in Bilibid, die zu Versuchs zwecken mit Choleragift geimpft waren, sind zehn Die Aerzte, die die Versuche angestellt hatten, erklären, der Choleragiftstoff sei durch Bubonenpesistoff infiziert gewesen. Der Generalgoucerneur hat die betrifferden Gelehrten von der Verschuldung freigesprochen und bekanntgegeben, daß er Vorsorge treffen werde, daß die betroffenen Familien vor Not geschützt würden. Das erste Blatt der Bibel. Geschenkausgabe eleg. geb. Mk. 1 50. Verlag von J. F. Steinkopf in Stuttgart. Eine Auslegung der Schöpfungsgeschichte für Christenleute, schlicht und tief, einfältig am Worte Goltes bleibend, und doch reichlich aus mer schlicher Wissenschaft schöpfend. Jurg und alt möchten wir empfehlen, dies kleine Buch zu lesen: Franz Spemann. Jesus im 20. Jahrhundert. Preis Mk. 1.—. Verlag von J. F. Steinkopf in Stuttgart. Der Verfasser des Werkchens„Von der Renaissarce zu Jesus“, ergreift hier nochmals das Wort, um zu zeigen, wie Jesus in unserer Zeit erfaßt werden müsse. Jede Zeile in diesem Buche ist getragen von einem liebeglühenden Herzen und heiliger Begeisterung. Diejenigen Mitglieder, welche ihren Geschäfts-Anteil in diesem Jahre vollzahlen wollen, entweder durch Barzahlung oder durch Ueberschreiben vom SparkassenKonto 2c., werden hierdurch aufgefordert, die Vollzahlung bis spätestens 31. Dezember er. und zwar persönlich zu besorgen. Dabei ist der Geschäftsanteil-Schein und bei etwaiger Umschreibung auch das Sparkassenbuch mitzubringen. Neuaufzunehmende Mitglieder, die ebenfalls in diesem Jahre noch ihren Geschäftsanteil vollzahlen wollen, müssen ihr Aufnahme-Gesuch bis zum 7. Dezember cr. spätestens eingereicht haben. Nach diesem Termine sind für dieses Jahr die Anmeldungen und die Vollzahlungen auf den Geschäftsanteil für neue Mitglieder ausgeschlossen! Aufnahme-Formulare sind während der Kassenstunden, morgens von 8—12 Uhr und nachmittags von 3—6 Uhr an unserer Kasse zu haben. De werbenann zu Sieietein eingetragene Genossenschaft mit beschränkter Haftpflicht. gez.: Lindewirth. Obbelode. Visiten=Karten. A. von der Mühlen, Zielefeld, Fitterstr. 43. Barmer BankVerein Hinsberg, Fischer& Co. Blelefeld BIELEFELD. Fernspr. I19 Reichsbankstr. 15. Kapital: Mk. 60000000. Reserven: Mk. 11 400000. Eröffnung laufender Rechnunger mit und ohne Kredit. Annahme von Geldern zur Gutschrift auf provisionsfreien Scheck- Konti mit günstiger Verzinsung. Verzinsung von Geldern, je nach Kündigungsfrist(DepositenRechnungen). Diskontierung und Einziehung von Wechseln. Ausschreibung von Schecks Wechseln, Kreditbriefen. An- und Verkauf von Wert papieren. Einlösung von Zins- und Dividendenscheinen, verlosten und gekündigten Wertpapieren. Annahme und Verwaltung von Wertpapieren als offene Depôts unter gesetzlicher Haftung. 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Rede des Kolo Dernb (Reichstagssitzung an Kolonialdireklor Der geglaubt, dem Rufe S mich nicht verschließen zu die Aufgabe, ein Land Größe des Reichs wirts gegenzuführen Zunächst Resolution, alle Monox ein Jahr hinausgehen, trag mit Tippelskirch Der Vertrag endet am Firma tritt in Biquidat Verwaltung ist wegen die viel angegriffen worden. an demselben Fehler; lich für kleinere Menge blieben unverändert, ob Mengen bezogen wurd werden genau durchgese etwas für das Reich zur es geschehen.(Beifall) die Rechnungen diesem unterbreitet werden körn müssen streben nach al min wirtschaftlich ausblühende brauchen wir einen leistn läßlichen Beamtensta Kolonien ist der 5 terfesteste Mann ge (Beifall.) Jeder Kolon seiner hohen Verantwo niemand wird seiner ge gehen, aber wer treu sei von uns gegen ungerecht Angriffe geschützt werden. die Verleumder werden stellen. Auf meinen Ant kanzler eine Untersuchu gesetzt worden; ihr E Hause mitgeteilt werden liche Selbständigkeit unse sich gründen auf ihre Private Unternehmungen lichkeit gestützt werden. die Schaffung von Verke Privatkapital nicht oder n können. Ich habe eine I. gegenwärtigen Ko onialan nehmen lassen. Zwei Dei Ihnen bereits unterbrei Denkschrift über den Bal Kolonialköeper in Afrika Ich mußte veraussehen, Optimisten gehalten werde keit.) Es ist ja bekannt, den Kolonien kommt, un# genommen wird. Das meiner Ueberzeugung nachz Pflicht zu tun. In den ist viel in den Kolonien Aussichten für die Zukur gute. Ueber 250 Mill. in den Kolonien rentabel ein kleiner Teil des Kapit angelegt. Ein großer produkte geht jetzt leider ein port nach der Küste unmög Denkschrift befaßt sich strativen Verwaltung Wi der zivilen Verwaitung bei die Soldaten aus dem S Okkupationskosten können in die Gewinn= und# einzelnen Jahres gesetzt w# dem Reich auf die Daue