Nr. 267. Sstelle u. Postanstalten ur Ge. durch Bries8 95 tiger 1.42 M. K*4 S SE S## Nr. 15. PolnsBielefeld Dienstag, 13 November 1906. Sistorischer Kalender. 13. November: Philipp, Landgraf von Hessen, geb. 1504.— Moritz von Nassau, Prinz von Oranien, geb. 1567.— Esaias Tegnér, schwedischer Dichter, geb. 1782.— Ludwig Uhland Dichter, gest. 1862.— General von Göben, gest. 1880.— Sottfried Kinkel, Dichter, gest. 1882.— A. Brehm, Zoologe, gest. 1884. Wiederbeginn der Reichstagsverhandlungen. Heute Dienstag, nachmittag um 2 Uhr, wird der Reichstag seine am 28. Mai abgebrochenen Verhandlungen wieder aufnihmen. Interessant dürfte sich diese eiste Sitzung kaum gestalten, die Tagesordnung weist nur Petitionsberichte— allerdings über vierzig an der Zahl— auf Wie vor der Vertagung von dem Präsidenten, Grafen von Ballestrem erklärt worden war, soll die Tätigkeit des Reichstages vor allem darauf gerichtet sein, die Restbestände des letzten Sessionsabschnittes aufzuarbeiten. Diese Be stände sind, abgesehen von den Unmassen der Resolutionen und Initiativanträge, noch immer zahlreich. Sie setzen sich aus folgenden Vorlagen zusammen: Versicherungsvertrag, Urheberschutz, Maß= und Gewichtsordnung, Hilfskassengesetz, Befähigungsnachweis im Baugewerbe. Sollte dieser Steff tatsächlich in Argriff genommen werden, bevor an neue Aufgaben herangetreten wird, sollte dezu noch die Erledigung der über hundert Initiativanträge und Resolutionen kommen, so würde vor Weihnachten nichts weiter vorgenommen werden können. Es wird aber wohl in der Absicht des Reichstages, sich in erster Linie mit„ollen Kamellen" zu beschäftigen, Zweisel zu setzen sein. Der Seniorenkonvent, der heute einen Arbeitsplan aufstellen wird, dürfte doch Wert darauf legen, auch neue Gegenstände zur Verhandlung zu bringen. Andernfells ist zu erwarten, daß das Haus trotz der„Entschädigungsgelder“, die den flißigen Abgeordneten winken, leer bleiben wird. Außerdem haben verschiedene Parteien be sondere Schmerzen, die sie so rasch wie möglich los werden möchten. Die Sozialdewokraten wollen ja auch mit ihrer Fleischnot=Interpellation den Anfang machen. Ob sie dem Befehle des Brüsseler internationalen Ex kutivkomitees Folge leisten und auch die beorderte RussenInterpellation einbringen werden, wird sich bald zeigen wüssen. I.denfalls aber wird es gleich am Anfang der Tazung an Interpillationen nicht sehlen. Dem Zeitrum liegt eine beschleunigte Kolonialdebatte am Herzen. Od der Abgeordnete Erzberger dabei wieder die maßgebende Persönlichkeit spielen und die ganze Parteiführerschaft in den Schatten stellen wird? Darauf kann man einigermaßen gespannt sein. Was die National liberalen anlangt, so scheinen sie von großem Taten= oder besser Oppositionsdrang erfaßt zu sein. Sie werden also wohl ebenfalls Gelegenheit suchen, möglichst bald ihrer un ruhigen Jugend zu zeigen, daß sie imstande sino— wie diese wörtlich verlangt hat— zum Finster hinaus oppositionelle Reden zu halten, um auf diese Weise die verloren gegangene Fühlung mit der liberalen Wählerschaft wieder herzustellen. Um die nötigen Grundlagen für diese Aktionen zu haben, wird die erste Lesung des Reichshaushaltsetats möglichst bald abgehalten werden müssen. Diesmal aus. nahmsweise wird dessen Vorlage nicht sofort nach dem Wiederbeginn der Tagung erfolgen; aber lange wird sie nicht auf sich warten lossen. Ueber die Einbringung anderer Gesetzentwürfe ist bereits mancherlei mitgeteilt worden; doch wird man solchen Nachrichten gegenüber vorsichtig sein müssen. Im vorigen Jahre hat die Regierung den allseitigen Wunsch, das ganze Arbeitsmaterial bald nach Zusammentritt des Parlaments übersehen zu können, um dar ach den Arbeitsplan für die Tagung festzustellen, mit großem Entgegenkommen erfüllt und fast alle Vorlagen rechtzeitig eingebracht. Das war aber dem Reichstage wieder nicht recht. Es wurde über den„wahren Platzregen von Arbeitsstoff“ gescholten, der das Studium der eirzelnen Gegenstände erschwere. Auf die Gestaltung des Arbeitsplans und— auf die Arbeitslust der Abgeordneten hat dies Entgegenkommen der Regierung also keinerlei Eir fluß gehabt. Es bleibt eben beim alten. Ob ein„Platzregen“ sich über den Reichstag ergießt, oder ob die Vorlagen, wie fröher bemängelt wurde, tropfenweise herniederplätschern, fertig mit dem Sioff wird der Reichstag nicht. Man wird also annehmen können, daß die Regierung diesmal wieder zu ihrem alten System der allmählichen Vorlage ihrer Entwürfe zurückkehren werde; doch wird man immerhin erwarten müssen, daß gegen das Ende der Session nur höchst dringende Vorlagen gemacht werden. Bis jtzt werden von neuen Vorlagen, die dem Reichstage teils vor, teils nach Wiihnachten zugehen sollen, folgende genannt: Deutsch spanischer Handelsvertrag, Entwurf über die Rechtefähigkeit der Berufsvereine, Novelle zum Keankenversiche. rungsgesetz(Erweiterung der Kralkenver sicherungspflicht), Entwurf über die reichs gesetzsiche Regelung des Apothekerwesens, Entwurf über Aenderung der Maischraum steuer, Gewerbeordnungsnovelle, Novelle über die Bikämpfung des unlauteren Wettbewerbs, Viehseuchengesetz, Entwurf über die Regelung des Geheimmittelwesers, Entwurf über die Erleichterung des Wechselprotestes, Novelle zum Z vlpes sionsgesetze(Regelung der Pensionsverhältnisse für verabschiedete Reichsbeamte), Unsellfürsorgegesetz für Polizei beamte. Das ist, wie man zugeben wird, ein recht reichliches Arbeitspensum, das zusimmen mit den vorliegenden Resten und den niemal## fehlenden neuen„Anregungen“ aus dem Hause kaum Aussicht hat, vollständig erledigt zu werden, da ja die Etatsberatungen ungefähr zwei Drittel der Tagung all in in Anspeuch zu nehmen Pflegen. Gelänge es nach dem Vorschlage des Reichstagspräsiderten, eine Kontingentierung des Beratungsstiff s, ähnlich wie im Preußischen Abgeordneten hause, herbeizuführen, dann würde es aller diugs nicht schwer sein, endlich einmal einen Sessiontschluß zu erzielen, der keine, oder wenigstens keine wesentlichen Restbestände hinte läßt. Aber man wird daran zweifeln dürfen ob sich die Reichstagelinke zu der Notwendigkeit eines solchen Vorgehens aufschwingen werde Von manchen Seiten wird ja allerdings große Heffaung auf die Wirkung der Ent schädigungsgelder gesetzt Wir würden uns freuen, wenn sich diese Hoffnung verwirk lichen würde. Aber vor der Hand sind wir in dieser Hinsicht sehr skeptisch. Auch wenn der nationalliberale Plan durchg hen sollte, nur an vier Tagen in der Woche Sitzungen abzuhalten und so den Abgeordneten Gelegenheit zum permanenten Hin= und Her fahren zwischen Heimatsort und Reichshauptstadt zu geben, würde kaum ein stets wohlgefülltes oder auch nur beschlußfähiges Haus zusammen kommen. Doch warten wir ab, wie sich die Sache entwickeln und was der Reichstag in seiner neuen Tagung uns bescheren wird. Wert der Volksstimme. Nachdem sich in der nationalliberalen Presse starke Neigung zum Frondieren gezeigt hat, kann es natürlich auch die Zentrumspresse nicht unterlassen, die Zähne zu zeigen. Auch sie legt wie jene das Schwergewicht auf das agitatorische Moment. Die„Köln. Volkkz'g.“ erklärt, das Zentrum werde eine„volkstümliche Politik“ weiter betreiben, und die„Germania“, schreibt,„das Volk fordert volle Klatheit und sordert Bestrafung der Schuldigen in der Kolonialverwaltung.“ Diese Wendungen:„volkstümsiche Politik“ und„das Volk fordert...“ geben der „Kreuz Zeitung“ Anlaß, der Z ntrumspresse ein Kollegium Privatissimum zu lesen. Sollte wirklich, schreibt das leitende konser vative Organ treffend, die Volksstimme für die Regierung eines Staates maßgebend sein, dann rehe diesem Staate! Es gibt nichts Unsteteres, nichts Schwankenderes, als die Stimmung im Voike. Wie diese Stimmung beschoffen ist, das hängt in gar vielen Fällen davon ab, wie man das Volk bearbeitet Die Volkt stimme ist alse häusig genug das Weik unverantwortlicher D. mogogen. Wie war die Volksstimmung beispielsweise— Dark der Fortschrittshitze — in der Konfliktszeit. Hätte man damals die„Ansprüche des Lokes“ aner kannt wo wären wir dann heute mit unse rer Reichsherrlichkeit? Aber ein anderes Beispiel von dem schwankenden Charakter der Volksstimme liegt noch näher. Das war bei dem bekaunten Prozeß gegen die Stiftsoberin Elise v. Heusler. Vor drei Jahren, als gegen diese Dame auf Grund des Zeugnisses der Minna Wagner Anklage erhoben wurde,„forderte das Volk Bestrafung der Schuldigen.“ Die„Volks stimme“ hatte die Angekagte ohne weiteres veruteilt. Schon der Umstaid, daß die Angeklagte als fcomm und streng bezeichnet wurde und daß sie adlig ist, kam bei dem„Volk,“ das j: in solch m Sinne fortgesetzt durch die Demokratie bearbeitet wird, als schweres Verdachtsmoment in Betracht. Dagegen war die Tusache, daß die Wagner ein Dierstmädchn, ein„Knd aus dem Volk." war, egeeignet, dieser Person die lebyaft stn Eynpattieen weiter Krese zu verschaffen— ebenfalls wieder eine Ferct demokrauscher Agitationen. Also unter vollem Beisell der„öffntlichen Meiruz“ wurde die Stistsoberin zu schweter Freibeitsstrafe verurteilt. Und drei Jahre später? Da erfolgte die Entlarrung des Mädchens aus dem Volke. Da wurde klar, daß das Fräulein v. Heuzler zu unricht verurteilt worden war, und„das Volk forderte“— dielmal mit Recht— die Freisprechung und klatschte dem neuen Richterspruche ebenso leidenschaftlich Beifall, wie es vor drei Jahren Beifall geklatscht halte. Das ist diejenige„Volkestimme,“ nach der die Zentrumspartei und die Nationalliberalen ihre Politik richten wollen— der blinde Hödur, vor dem schon Bismarck so eindringlich genarnt hatte. Auf einen so wandelbaren Fokor kann unseres E achtens keine zielbewußte Partei, noch weniger aber die Regierung eines Staatewesens ihre Politik begründen. Das Volk kann nicht leiten, sondern muß geleitet werden, und wo es mißlettet, wo es in die Hände unverantwortlicher Demagogen geraten ist, da baben die großen Parteien die Aufgabe, Wandel zu schaffen. Da dürfen sie nicht sich der allgemeinen Strömung widerstandslos überlessen, sondern da müssen sie sich dudurch zu bewähren suchen, daß sie auch einmal gegen den Strom schwimmen, ohne davor zu zittern, daß sie„unpopulär“ werden und einige Parlamentsmandate verlieren könnten. Nicht, wie die„Köln. Volksztg.“ meint, volkstümliche, sondern nationale, gemeinnützige Politik zu treiben, ist die Aufgabe der großen, weitblickenden Parteien. Das ist ganz trifflich gesagt; aber wird es nützen? Bei allen Parteien, mit alleiniger Ausnahme einer einzigen, ist schließlich doch die Agitation das ausschlaggebende Me mert. Und die einzige Partei, die hier eine Ausnahme bildet, ist die konservative, die freikonservative vielleicht mit eingerechnet. Darum hat auch sie allein eine Autsicht arf unabsehbare Dauer und dies trotz ihrer recht oft nur zu mangelhaften Agitation. Wenn ihre Grundsätze nicht so überaus wahr und trefflich wären und ihre sich auf diese Grundsätze gründende Politik zugleich weitsichtig, dann wäre sie längst untergegangen. Politische Nachrichten. Aus dem Deutschen Reiche Berlin, 12 November. Der Kaiser und die Kaiserin trafen heute vermittag mit dem Staatssekretär v. Tschirschky, auf dem Bahnhofe vom Prinzregenten empfangen, in Mürchen ein und nahmen an der Feier der Grunssteinlegung zu einem deutschen Museum teil. Bei der Fahrt vom Bahnhofe zur Residenz warden ihnen und dem Prinzregenten vom Publikum stürmische Huldigungen dargebracht. Zum Herrenmeister des Johanniterordens ist der Sohn des verewigten Pinzen Albrecht von Preußen, Prinz Friedrich Heinrich, genählt worden. Mit der einstweiligen Wahrnehmung der Gschäfte des Landwirtschaftsministers ist nach dem„Hann. C.“ der Minister des Inneru, v. Bethmann= Hollweg, beauftragt worden. Der Gouvetneur von Südwestafrika, Herr v. Lindegaist, ist in Ber'in eingetroffen. Er ist bekanntlich, dem Wunsche d.r Ansiedler entsprechend, hierher berusen worden, um die Interessen der Kolonie im Reichstage zu vertreten. Mit dem Postdawpser„Prinzessin“ sind gestern 12 Offziere und 300 Unteroffiziere und Mannschaften aus Südwestafrika in Hemburg eingetriffen. Die Ansiedelungskommission hielt in Posen Sitzungen ab; an ihnen nahm auch der Untersiaatssekretär im Ministerium des Innern v Bischofsheusen teil. I: den Ansiedlungsprovirzen Posen und Westpreußen liegen gegenwärtig 1300 Anfiedleistillen verschiedener Flächergrößen aus. Da u kommen demrächst weitere 600 Stellen, so daß dann 1900 Anfiedlerstellen mit 120000 Mor en zur Besiedelung ausliegen werden. Der Andrang Anfiedelungslustiger ist in diesem Iihre stärker als im vergangenen. Für die Generalve#sammlung des Evangelischen Bundes im Jahre 1907 ist jitzt Worms als O.t bestimmt worden. Posen, 12 Nov. Die Polen der ganzen Pcovinz baben beschlossen, eine Petition an den Kaiser in Sachen des Reltgionsunterrichts zu richter. Die Bittschrift, für die viele Geistliche agitieren, zirkuliett in vielen Tausenden von Ex mplaren. Nich Mitteilungen von Mitgliedern des Domkapitels an polnische Reda'teure bereitet Ezbischof Stadlewski eine neue und einschneiden de oberhirtliche Kundgebung in Sachen des Schulstreits vor. (Hann. Cour) Stuttgart 12 Nov. Der Fürst und die Fürstin von Lippe=Detmold stad heute nachmittag zum Besuche des Königs und der Königin hier eingetroffen und am Bahnhof von dem König und der Kö igin sowie den Mitgliedern des lönigl. Hauses empfangen worden. Der Aufstand in SüdwestAfrika. Verluste: Ein Telegramm aus Windhuk meldet: Am 1. November d. J. bei Uchanaris gefallen: Gefreiter Friedrich HauselReiter Wilhelm Schubert, Reiter Karl Peisert, Reiter Peul Sauermann, Reiter August Schmidtke. Verwundet: Gefreiter Alfred Bedürftig, Reiter Wilhelm Ullrich, Reiter Heinrich Winkler. Der Riter Albert Thorwardt ist in Uhabis an Typhus gestorden. Die bei Uchanaris gefallenen und verletzten Soldaten 8 hatten jeder 4 bis 8 Schüsse erhalten. Das zeugt von der Heftigkeit des Kampfes und der andauernden Tapferkeit der Krieger. Aus dem Auslande. Gmunden, 12. Nov. Der Deutsche Kronprinz ist heute nachmittag 3 Uhr 57 Min. in Grünau eingetroffen und hat sich von hier nach dem Jagdschloß Hetzau begeben, von wo aus er etwa 6 Tage lang der Gemejagd obliegen wird. Paris, 11. Nov. Die Kammerkonmission erhöhte den Kredit für Marokko um 290000 Frank:. London, 12. Nov. Der König und die Königin von Norwegen siad heute nachmittag in Windsor eingetroffen. Moskau 12. Nov Heute vormittag wurde auf der Twerskaja eine Bombe geworsen. Das Attentat war gegen den Stadthauptmann Reinbot gerichtet, der aber unverletzt geblieben ist. Ein Scutzmann erschoß den Täter. Tanger, 12. Nov. Der Maghzen beschuldigt Frankreich, den Anstoß zu den Unruhen in Südmarokko gegeben zu haben. Er habe Kenntnis von den Verhandlungen, die Frankreich mit den Grenzstämmen geführt habe, denen es die Wohl zwischen Ergebung oder Verlust ihres Gebietes ließ. Die den Kabysenstämmen gegebene Bedenkzeit werde, wie man höre, vielfach zu Verteidigungsvorbereitungen benutzt. Kirche, Schule und Mission. (Falsche Anklagen.) Ein westfälischer Schulmann schreibt der Volksztg. für West deutschland“: We leicht mai mit falschen Anklagen bei der Hand ist, wenn es gilt, bedeutende Männer, die fest auf dem Boden unseres kirchlichen Bekenntnisses stehen, herabzusetzen, das beweist ein vom„Evangelischen Gemeideblatt“ aus der„Schulzeitung für Rheinland, Westfalen usw“ entnommener Artikel, in dem es vom Herrn Generalsuperintendenten Zöllner u. a. heißt:„So hat Herr Zöllner unlängst mehreren Seminarlehrern als Mithode für den Religions unterricht empfohlen oder vielwehr vorgeschrieben: Die Fragen und Themata sind so zu fassen, daß die Seminarzöglinge in der Antwort oder Behandlung nur zu sagen haben, was in der Bibel steht und was die Kirche lehrt, daß sie aber nicht zur Bildung und Aeußerung einer eigenen Meinung angeregt werden.“ In der Voraussetzung nun, daß solche wunderlichen Aeußerungen unmöglich aus dem Munde des Generalsuperintendenten stammen könnten, wandte ich mich um Auf klärung an denselben. Jnfolgedessen erhielt ich zuerst eine ausführliche, pädagogisch nach jeder Seite hin gerechtfertigte Darlegung seines Standpunktes und dann noch folgenden Brief:„Auf Ihre gefällige Anfrage ermächtige ich Sie zu der Erklärung, daß ich die zuerst im„Dortmunder Tageblatt“, danach in der„Bossischen Zeitung", darauf im „Schulblatt“ und jetzt im„Ev. Gemeindebl.“ abgedrucke„Empfehlung“ einer Methode des Religionkunterrichts in dem dort aus geführten Sinne nicht gegeben habe. Sie widerspricht völlig der seit Jahren von mir vertretenen Anschauung. Es muß hier ein M ßve ständnis vorliegen.“ Gericht und Rechtsprechung. Bielefeld, 10 Nov.(Strafkammer.) 1. Der Gariner I St von hier wurde wegen Unterschlagung in 2 Fällen und Betruges zu 2 Jahren und 6 Monaten Gefängnis und wegen Die gnädige Frau. Erzählung von A. Burg. 301(Nachdruck verboten.) Angelika nahm den Ring und freifte ihn zu dem ihrigen— er gehörte ihr mit Recht. Dinn küßte sie die Kapsel, wie er sie geküßt hatte— so nahm sie den dritten— den letzten Abschied von dem Gatten. Ee war leichter als die beiden ersten. Es wischte sich keine Bitterkeit hinein, wie damals, wo das Leben ihn ihr zweimal genommen— als er durch den Tod des Bruders zur Erbfolge berufen und— als sie seine Ber lobeng mit Gräfin Mathilde erfahren. O — damals wußte sie— er litt— litt wie sie— und heute legte sich die Gwißheit, oaß er run für immer ausgelitten, daß es keinen Zwiespalt mehr gab für ihn — friedlich auf ine Trauer um den Mann den sie so heiß gelieb: und so heiß beweirt hatte Es zog sie mit unwiderstihlicher Gewalt hinüber zu Hins Egon. Sie verschloß das Zimmer wieder und wandte sich, über den Korridor schreitend — zu den Zimmern, die Hans Egon be wohnte. Er saß an seinem Sofatisch, der sehr groß und über und über mit bunten Dreiecken und Bierecken verschiedener Größe Anfertigung falscher Legitimationspapiere zu 14 Tg. Haft verurteilt, diese Haststrafe ist durch Anrechnung der Untersuchungshaft verbüßt. Von der Anklage, zu Blotho am 5. Mai d. Is. dem Händler Ebsen Ringe und Bleisedern unterschlagen zu haben, wurde er wegen Mangeln an Beweis freigesprochen. Schon während der Verhandlung zeigte sich der Angeklagte so rabiat, daß der Gerichtshof ihn wegen Ungebührs in eine Haftstrafe von 3 Tagen nahm. Bei der Abführung gedärdete er sich wie ein Wlder und es hatten mehrere Personen vollauf zu tun, den rasenden Burschen zu überwältigen und ins Gerichtsgefängnis abzuführen.— 2. Der 17 Jahre alte Arbeiter C. B. aus dem Kanten siek bei Bielefeld war vom Schöffengericht wegen vorsätzlicher Körperverletzung, Beleieigung und Wrfens mit Steinen zu 6 Wochen Gesängnis und 1 Woche Haft verurteilt worden. Die von dem Angeklagten eingelegte Berufung wurdt verworsen.— 3. Der Arbeiter W E. von dier erhielt wegin einfachen Diebstahls 5 Tage Gefängnis.— 4. Der 27 Jahre alte Zimmermann W Sch. von Eckardtsheim in Seine II erhielt wegen Sittlichkeitverbrechens 6 Monate Gefängnis. Zum Bau eines neuen Landgerichtsgebäudes. Der zwischen der Stadt und dem Jastizfilkus abgeschlessene Vertrag zur unentgeltlichen Adtretung des Grundstückes Detmolderstraße 1 zur Errichtung eines Gerichtsgebäudes lautit: Verhandelt. Bielefeld, den 9. Novimber 1906. Vor dem unterzeichneten, durch Versügung der Herren Vorstandsbeamten des Königlichen Ober: landesgerichts zu Hamm vom 21. Septdr. 1906 852 resp. III/11397 zur Aufnahme dieses Vertrages als Urkundeperson bestellten Landgerichtspräsidenten erschienen: 1. Der Erste Staatkanwalt, Herr Geh. Justizrat von Hagen, als durch die ginannte Berfügung bestellter Vertreter des Justizsiskus, 2. a) als Vertreter der Stadtgemeinde Bielefeld der Oderbürgermeister der Stadt Bielefeld, Herr Geheimer Regierungsrat Bunnemann, b) der Beigeordnete, Herr Toerner, sämtlich von hier. Die Erschlenenen schlossen folgenden Vertrag: S 1. Die Stadtgemeinde Bielefeld überträgt dem Preuß. Justizfi kus das städtische Grundstück Detmolderstraße Ne. 1, Flur 19 N: 16 der Steuergemeinde Stadt Bielefeld zum Eigentum ohne pekuniäre Gegenleistung zum Bau eines Gerichtsgebäudes. Die Vertreter der Stadt Bielefeld sprechen hierbei den Wunsch aus, daß das vom Justizfilkus auszuführende Gebäude eine seiner Lage und der Bedeutung des Baues entspeechende Gestaltung erhält. Ebenso sprechen sie die Bitte aus, die Baupläne vor der Inangriffnahme des Baues der Stadtverwaltung zur Kenntnisnahme vorzulegen. § 2. Das städtische Grundstück wird bis zur Straßenfluchtlinie nach Maßgabe des anliegenden, von dir Stadt aufgestellten Plaues abgetreten, aus welchem Plane sich auch die Baufluchtlinie ergibt. Sollten sich vor den Liebenberg und Klasingschen Grundstücken, welche jetzt vom Justizsiskut erworben werden, kleine Absplisse befinden, welche vor der Straßenfluchtlinie liegen, so tritt der Justizfiskus dieselben als Gegenleiftung gegen das von der Stadt unentgeltlich herzugebende Schulgrundstück unentgeltlich an die Stadtgemeinde Bielefeld ab. S 3. Den Abbruch der auf dem städtischen SchulGrundstück befindlichen Baulichkeiten besorgt die Stadt und zwar bis einem Meter unter dem Terrain, dagegen behält die Stadt Bielefeld dafür das Material der G.bäude. § 4. Die Stadtgemeinde verzichtet auf die Umsatzsteuer hinsichtlich aller vom Justizfiskus für den Gerichts bau anzukaufenden Grundstücke Die Stadt übernimmt den Stempel des mit ihr abgeschlossenen Vertrages, soweit er zur Hebung kommt. 8 5. Der Justizfiskus kann die Uebereignung des Grurdstick bis zun 15. Mai des jenigen Jahres verlangen, in welchem mit dem Bau begonnen wird, aber nicht vor dem 15. Mai 1908. Die Justizverwaltung hat die Verpflichtung, 3 Monate vor der Inanspruchnahme des Terrains der Stadt den Termin anzuzeigen. § 6. Die Stadtverweltung knüpft die unentgeltliche Ueberlassung ihres Grundstücks an die Bidingung, daß vom Justizfilkus nicht nur das Liebenbergsche, sondern auch beide Klasiogschen Grundstücke zum Bau des Gerichts herangezogen werden. u d Farde von Elfenbein bedeckt war. Der Jürgling fand Freude daran, die bunten Foimen zusammenzuschieben, wieder auseinanderzuretfen— ziellos— planlos— wie stets sein Tun war, beschäftigte er sich oft stundenlang damit. Die alte Luise saß strickend am Fenster. Sie stand auf, als Angelika hereintrat, diese winkte ihr zu:„Geh' ein wenig ins Freie — Luise— ich werde bei Hans Egon bleiden" Die Frau ging, nicht ohne mitleldsvoll die schmerzbewegten Züge der Herrin beobachtet zu haben. Angelika setzte sich auf das Sofa, ihrem Sohn g genüber, der aber kaum aussah und sich in seinem Spiele nicht flören ließ. Sie stützte ihren Kopf in die Hand und schaute ihn an, unentwegt, mit heißem, liefem Symerz, wie sie seit jenem Tage, da thr die surchtbare Gewißheit geworden, schon so ost— so oft getan. Sie gab sich Mühe, in dem schwalen, zarten, feingeschnittenen Gesicht einen Zug einen einzigen Zug nur zu entd cken, der sie an Gregor krinnerte. Vergebens— nur das reiche, dichte blonde Haar halte er vom Vater geerbt. Angelikas Augen füllten sich wit brennenden Tränen, den ersten, die sie weinen konnte, seit der Die Vertragschließenden sind an diesen Vertrag nicht mehr gebunden, wenn die Mittel zum Neubau des Gerichtsgebäudes bezw. zum Erwerb der dazu erforderlichen Grundstücke durch den Preußischen Stat pio 1907 nicht bewilligt werden. § 8 Herr Geheimer Justizrat von Hagen nimmt die Uebertragung unter den angegehenen Bedingungen namens des Justizfiskus an. Vorgelesen, genehmigt, unterschrieben: gez.: von Hagen, Bunneman u, Toerner, Barre. Lokales und Provinzielles. Vieleseld, 13. November. r.(Das Kirchenkonzert) am Sonntag war ziemlich gut besucht. Bei dem geringen Eintrittsgelde für so viel gute Musik hätte allerdings die schöne Neustädter Kirch: bis auf den letzten Platz gefüllt sein müssen, was um so mehr zu wünschen gewesen wäre, da der Ueberschuß für eine segenbringende Anstalt unserer Stadt, das Lutherstift, bestimmt war. Die mitwirkenden Kräfte haben ihre Aufgabe im ganzen gut, zum Teil sehr gut gelöst. An erster und letzter Stelle stand mit gutem Recht die Königin der Instrumente, die Oegel. In dieser Kirche ist dieselbe besonders wirkungsvoll. Unter den Händen des Königlichen Masikdirektors Gastrv Beckgann aus Essen traten ihre charakteristischen Vorzüge recht hervor, so daß das Publikum wohl Geund hatte, dieses Meisterwerk des Orgelbauers Klaßmeier neben der sachgemäßen Behandlung und großen Fertigkeit des Künstlers zu bewundern.— Inbezug auf das Programm sei bemerkt, daß man darauf den unübertroffenen Bach für Orgel ganz vermißte. Mit dieser Tatsache wurde man einizermaßen dadurch ausgesöhnt, haß Bachs Name unter den Werken für Streichinstrumente zweimal zu finden war. Die vornehme und seelenvolle Ausführung der Streichmusik, sowie die zarte, korrekte Orgeldegleitung haben wohl allgemeinen Beifall gefunden — Ueber die schönsten Instrumente geht aber eine schöne Stimme F äulein Wiemann aus Barmen hatte als Sängerin die Vokalmusik des Programms zu erledigen. Wir können den Kritiken, die die herrliche, in hohen und mittleren Lagen gleich klangvolle Stimme, sowie die klare, deutliche Aussprache rühmen aus voller Ueberzeugung zustimmen. Dis Oegan reichte für die große Kirche vollständig aus. Wir hälten an einzelnen Stellen sogar eineg ößere Mäßigkeit gewünscht. Vielleicht hätte man dann nicht den Eindruck gehabt, daß die Sänzerin in dem Bemühen, die große Kirche mit ihrer Stimme zu füllen, das seelenvolle Versenken in das Kunstweik etwas außr acht ließ (Die Vereidigung der Rekruten) des hiefigen Bataillons fand gestern vormittag nach voraufgegangenem Gottesdienste in der Neustädter und in der katholischen Kirche auf dem Kaseruenhofe statt. (1. Kammermusik=Abend des Ravensberger Streich= Quartetts.) Novembersürme sind es nicht, die uns heuer umbrausen, gelinde und sachte setzt der Winter ein. So tritt auch unser Ravensberger Streich=Ozartett, bekanntlich eine Vereinigung der Herren Konzertmeister Barkhausen, Harbaum, Schulz und Padel, wieder auf der Plan, umgeben von seiner treuen Gemeinde. Was uns die bieten wollen ist weit entfrot von allem Glarz und Glast, es ist die intimste aller intimen Künste, die sogenannte Kammer musik. Der Eintrachtsaal ist eigentlich viel zu groß dafür, es fährt da alles zu leicht auseinander So kam es auch wohl daß Nachricht von des Fürsten Tod. Schwer semmelten sich die blinkenden Tropfen in ihren schwermütigen Augen. Hans Egon sah auf; er war es wohl gewohnt, die bekannte Gestalt vor sich zu sehen— heute aber blickte er immer und immer wieder hin. Endlich wurde er un ruhig er schod die bunten Steine und Figuren mit rasch'm Griff auf einen Haufen, gann stand er auf, griff suchend in seine Tasche und brachte ein seines Batisttuch zum Vorschein. Lächelnd besah er es— ging nun um den Tisch herum, sitzte sich nebeAngelika, schlang seinen linken Arm um ihren Hals, zog ihren Kopf an seine Schulter und versuchte in seiner unbeholfenen Art, wit seinem Tache die Trägen aus Angelikas Augen zu wischen. Und Angelika lag still — ganz still in ihres schwachsinnigen Sohnes Arm, ein nonennbares Gefühl des Dankes und des Glückes durchzog ihre Seele; Hins Egon, das geistberanbte Kind Gregors, hatte eine Ahnung von ihrem Schmerz und machte den Versuch, sie zu trösten.— ** * Winter war's, tiefer, eisiger Winter Jage weilte schon lange wieder in Hellwiese, nachdem sie zwei Monate in Sommerick Spieler und Hörer bei dem ersten O tarteit, dem von Haydn(op. 76 Nr. 5), nicht recht warm wurden. Schwungvoller und in rhytmischem Zusammenspiel kam das wunderbare Schumannsche Quartett op 41, das in A-dur, heraus. Beethovers Quartett in C-moll(op. 18 Nr. 4) beschloß den Abend. Es liegt in diesem Q tartett eine solche Fülle musikalischer Schönheit, mehr aber verborgen in Imitationen und herben Gedanken, daß sie nur in den seltensten Fällen ganz restlos im Vortrag aufgeht. Dessenungeachtet können wir mit größter Freude den kommenden weiteren Kammermusikabenden entgegensehen. All: Musikfreunde michen wir auch an dieser Stelle gera auf diese OiartettAbende aufmerksam. *(Aus der Magistratssitzung.) Der Kandldat Herrmann am hiesigen Gymnasium und Realgynnasium ist zum Overlehrer an der Oberrealschule gewählt. — Dem Gasinspektor Fehling, der über 35 Jihre in städtischen Dier stin steht, ist aus Anlaß des 50jährigen Bestehens der Garanstalt die große silberne städtische Gedenkmünze verliehen worden.— Um dem Ueberhandnehmen von Beerdigungen an den Sonntagen tunlichst einzuschränken, ist bestimmt worden, daß die Leichen von Personen, die bis einschließlich Mitt voch gestorben sind, am Sonnabend beerdigt werden müssen. *(Kein Metallarbeiter-Streik.) In der gestern abend in der Zentralhalle stattgehabten Versammlung der Mitglieder des Metallarbeiter=Verbandes hat die Majorität nach langen Verhandlungen beschlessen, mit den Zigeständnissen der Fabrikanten zufrieden zu sein. (Bieleselder Krieger=Verein.) Die letzte gut besuchte Generalversammlung, welche am Soznabend abend im Vereinslokal bei Remke gehalten wurde, beschloß nach Aufnahme einer Reihe neuer Kameraden, Kaisers Geburtstag wie im letzten Jahre auf dem Johannisberg im Verein mit den anderen hiesizen Militäevereinen zu feiera. Dieser letzte Beschluß ist im Interisse der allgemeinen Kameradschaft sehr zu begrüßen. Kamerad Oderlehrer Dr. Schrader hielt sodann seinen Schlußvortrag über„Jena und Auerstädt" und erntete dafür auch diesmal wieder den lebhaften Dank der zuhörenden Kameraden. Die ganze Rede war ein Guß, schilderte meisterhaft den Gang der Geschichte, klar verständlich für den einfachsten Mann, aber auch fesselnd für den Geschichtskundlgeren. (Aus dem Theaterbureau) wird uns geschrieben: Grillparzers„Weh dem, der lügt“ als Erstaufführung am Bielefelder Stadttheater. Grillparzer gebö t als Dramatiker zu den Meistern der deutschen Dichturg.„Die Ahnsrau",„Sappho“, „Das goldene Bließ"(von dessen 3 Abteilungen besonders die„Medea“ sich auf der Bühne erhält und vor allem des Dichters heitlichstes Werk„Des Meires und der Liebe Wellen“(Hero und Leander) dürften unseren Theateisteunden mehr oder minder bekannt sein, daß unsere Direktion unserem kunftliebenden Publikum die Bekanntschaft mit des Dichters geistsprühendem Lustspiel„Weh dem, der lügt“ und zwar unter Mitwirkung eines bedeutenden Gastes vermittelt, ist höchst anerkennenswert Wie die Figur des„Falstaff“, Shakespeares„Heinrich den Vierten" trägt, so wäre die Rolle des Küchenjungen Lon Grillparzer unter die ersten humoristschen Dramatiker Deutschlands zu zählen. Unser Gast, Herr Rud. Christiaes, bringt für diese Hauptrolle viel natürliche Drollerie und agile Behendigkeit in Rede und Geste mit und erzielt überall eine unvergeßliche Wirkung. Möge ein aus verkaustes Haus die Bemühungen unserer Direktion, uns das Beste zu bieten, lohnen. m(Gestohlen) warde ein Fahrrad „W stfalenrad“, Nr. 29348, im Werte von 70 Mark. verlebt hatte. Dr Aufenthalt m Saden bekam ihrem Vater so gut, daß er, um vollständige Genesung zu erzielen, bis zum Sommer verlängert worden war. Nach wie vor war sie wohl Gast in Hellwiese, aber sie hatte jetzt auf ihre Bitten auch ihre regelmäß gen Pflichten zu erfüllen. So— auf diese Weise heffte sie am besten die Trennung. den Bruch mit Henrik zu überwinden. Sie hatte auch Konrad ihren Entschluß mitgeteilt, kurz nur bemerkend, daß sie zur Einsicht gekommen sei, wie hoffgungslos ihre Verlob ing wäre, und daß sie schweren Herzens ein Endeg macht habe. Sie dachte, Konrad, der zuerst eine ernste Wirnung ausgesprochen und doch so freundlich und siper ihre Briefe besorgt hatte, diese Erklärung schuldig zu sein. Und Konrad war sehr zufrieden damit, denn der arme Dorgerlow hatte sich ihm anvertraut, witterte in ihm einen begünstigten Nebenburler und bat ihn um offene Auskunft. Diese soante jetzt unter diesen veränderten Verhältnissen dahin lauten, daß er sehr freundschaftlich mit seiner Coufine stünde, sie aber keine weiteren Bande fesselten, außerdem— wie er sicher wüßte— Inge überhaupt frei sei. (Fortsetzung folgt.) m.(Gesperrt) zwischen Frieden= un Ausbesserung der Fahr! 12. bis einschließlich 1 m.(Feuer.) Ge 4½ Uhr entstand in Nr. 1 ein kleines Feu Feuerwache gelöscht wi m(Gesunde:) u und ein Knäuel SpitzBrackwede, 10. A zahl.) Nach dem der Volkszählung vom zählt das Amt Brack ve und zwar 9870 männl lichen Geschlechts. N bekenntnis sind 1757 katholisch, 180 gader Inder, Auf die einz Amtes verteilt sich die wie folgt: Brack vede: Senne I: 2212 Senn 1622, Isselhorst: 14! Hollen: 364, Niehorst 144. Aus den Kreisen Mi Minden, 13. Nov verband) Das„M.11. d. Mis.: In de lung der Vertreter de kriegerverbandes wurd Dr. Cornelsen eir zum Vorsitzenden d Minden, 13. Nov. Gemeindeabend.) ufer wird am Sonnta auf der„Grille“ wiel Gemeindeabend in der 5 Art stulfiaden. Einer Pistor Niemann zugese wird am Saaleingang Lübbecke, 10 No auszeichnung.) B „M.=L. Krsbl.“ dem Oheimb zu Hudenbebisherigen Kommandeur Infanterie=Regiments 9 orden 3. Klasse mit d Lübbecke 8 Nov.( Nach dem endgültigen Bolke zählung hatte der 50 824 Einwohner: 25107, weibliche 25 reichsangehörige aktiv: Heeres und der Ma Wohrhäuser sird gezäh Wohnhäuser 99, sonsti keiten 9; im ganzen Gewöhnliche Hauthaltu mehr Prionen sind 96 je- Rehme, 12. einwethung) Gestei und Gemeinde- Saali Schon lange hatten sie Jungfrauen= Verein ei Nun ist es durch Got Bemühungen des Her gelungen, einen solchen hinfort unserer Verei Das Programm für die aus gea beitet. Nach der wurde das„L ben Jesu“ W selbst verfaßten Ge dar gestellt. Ansprachen Gesang wechselten mit ei erfreute die Zuhö##er ei Harmoniumbegleitung, Lehrer Kohlbaum und wurde. Die ganze Fei Lob und Dankton gege Herrn und Heiland Je der Saal nun recht: zum Segen werden, mn Verein einen Ansporn canzem Herzen den We zu suchen und zu fiader leute heißt es nun, fl es den jingen Liuten gemacht, damit sie gern lich sei auch allen a herzlicher Dank gesagt beigetragen haben, daß feitig dasteht. Aus dem Krei Herford, 12. Nov netenwayl.) In t wurden wiedergewählt Hülsenbeck. I Weinbe Neugewählt wurden die Beckmans sen., Dr. u mann Retschauer, Fa Lespord Busse. 9 Herford, 12. N ferer im Eoangel. einen ganz hervorrager Der Saal war bis a besetz. 6 Herford 12 9 nahmen der Klein! m.(Gesperrt) wird die Schulstraße zwischen Frieden= und Arndtstraße wegen Ausbesserung der Fahrbahn in der Zeit vom 12. bis einschließlich 16. d. Mis. m.(Feuer.) Gestern nachmittag um 4½ Uhr entstand im Hause Klosterstraße Nr. 1 ein kleines Feuer, welches durch die Feuerwache gelöscht wurde. m(Gesunder) wurde ein weißer Pelz und ein Knäuel Spitze. Brackwede, 10. Noo.(Einwohner= zahl.) Nach dem endgültigen Ergebnisse der Volkszählung vom 1. Dezember v Is. zählt das Amt Brackvede 19341 Einwohner und zwar 9870 männlichen und 9471 weib lichen Geschlechts. Nach ihrem Religionsbekenntnis sind 17578 evangelisch, 1552 katholisch, 180 aadere Christen und 31 Inder, Auf die einzelnen Gemeinden des Amtes verteilt sich die Zahl der Einwohner wie folgt: Brack vede: 9634, Quelle: 1744, Senne I: 2212 Senne II: 1462, Ummeln: 1622, Isselhorst: 1432, Holtkamp: 210, Hollen: 364, Niehorst: 517 und Ebbesloh: 144.(Westf. Ztg.) Aus den Kreisen Minden und Lübbecke. Minden, 13. Nov.(Kreiskriegerverband) Das„M.=L Kesbl.“ meldet vom 11. d. Mis.: In der heutigen Versamm lung der Vertreter der Vereine des Kreis kriegerverbandes wurde Herr Landrat Dr. Cornelsen einstimmig auf 6 Jahre zum Vorsitzenden des Verbandes gewählt. Minden, 13 Nov.(Evangelischer Gemeindeabend.) Für das rechte Weserufer wird am Sonntag, den 18 November, auf der„Grille" wieder ein evangelischer Gemeindeabend in der bekannten und beliebten Art stulfiaden. Einen Vortrag hat Herr Pistor Niemann zugesagt. Das Programm wird am Saaleingang ausgegeben. Lübbecke, 10 November.(Ordensauszeichnung.) Vom Könige ist laut „M.=L. Krsbl.“ dem Obersten a. D. von Oheimb zu Hudenbeck im Kreise Lübbecke, bisherigen Kommandeur des 2. Thüringischen Infanterie=Regiments Nr. 32 der Rote Adler= orden 3 Klasse mit der Schleife verliehen. Lübbecke 8 Nov.(Einwohnerzahl.) Nach dem endgültigen Ergebnis der letzten Bolke zählung hatte der Kreis Lübbecke 50 824 Einwohner: männliche Personen 25107, weibliche 25717, Darunter sind reichsangehörige aktive Militärpersonen des Heeres und der Marine 10. Bewohnte Wohrhäuser sird gezählt 8798, unbewohnte Wohnhäuser 99, sonstige bewohnte Baulich keiten 9; im ganzen 8906 Wohnstätten. Gewöhnliche Hauthaltungen von zwei und mehr Prionen sind 9675 vorhanden. ie- Rehme, 12. November.(Saaleinwethung) Gestern wurde der Vereins und Gemeinde= Saal in Rehme eingeweiht. Schon lange hatten sich der Jünglings und Jungfrauen= Verein einen Saal gewünscht. Nun ist es durch Gottes Güte den eifrigen Bemühungen des Herrn Pastors Biering gelungen, einen solchen fertig zu stellen, der hinfort unserer Vereinsarbeit dienen soll. Das Programm für die Fier war sehr schön aus gea beitet. Nach dem Kirchenjahr geordret wurde das„L ben Jesu“ in von Herro Pastor B selbst verfaßten Gedichten und Liedern dar gestellt. Ansprachen, Deklamationen und Gesang wechselten mit einander ab. B.sonders erfreute die Zuhö#er ein Fiügelhorrsolo mit Harmoniumbegleitung, da: von den Herren Lehrer Kohlbaum und Scharf ausgeführt wurde. Die ganze Feier klang aus in den Lob und Dankton gegen Gott und unsern Herrn und Heiland Jesus Christus. Möge der Saal nun recht vielen jungen Leuten zum Segen werden, möge noch mancher im Verein einen Ansporn bekommen, doch von canzem Herzen den Weg zum ewigen Leben zu suchen und zu fiaden. Für un Vereinsleute heißt es nun, fleißin gearbeitet, und es den jingen Luuten möglichst angerehm gemacht, damit sie gern bei uns sind. Schließ lich sei auch allen an dieser Selle noch herzlicher Dark gesagt, welche mit dazu beigetragen haben, daß der schöne Saal nun feitig dasteht. Aus dem Kreise Herford. Herford, 12. Nov(Stadtverordnetenwatzl.) In der ersten Abteilung wurden wiedergewählt die Herren: Lück n, Hülsenbeck. I Weinberg und P Weihe. Neugewählt wurden die Herren: Fabrikant Beckmans sen, Dr. med. Krengei, Kauf mann Retschauer, Fabeikant Kuhlo und Les pord Busse. 9 Herford, 12. Noo(Die Luther= ferer im Egangel. Vereinthaus nahm einen ganz hervorragend schönen Verlauf. Der Saal war bis auf den letzten Platz besetz“. 6) Herford 12 Nov.(Die Einnahmen der Kleinbahnen) sollen dem Vernehmen nach in diesem Jahre einen erfreulichen Aufschwung genommen haben, in dem jeder einzelne Monat die Einnahmen des Vorjahres um mehrere Tausend Mark überstieg. § Herford, 12. Noz.(Unter die Rangiermaschine) geriet heute morgen auf dem Staatsbahnhof der Arbeiter Blanke. Ag Kopf, Brust und Armen schwer verletzt, wurde er nach dem Kreitkeankenhause überführt. Herford, 12 Novbr.(Auf dem Wochenmarkte) kosteten Montag das Pfund Butter 120—130 Pfg., Eier 80—85 Pfg., Spinat 10—13 Pfg., Resenkohl 25—80 Pf, Schwarz= wurzeln 30 Pfg., Wurzeln 4—5 Pfg., Z viebeln 8—10 Pfg., Aepsel 5—10 Pfg., Birnen 5—10 Pfg., Trauben 40 Pfg., Kastanten 20—25 Pig., 1 Kopf Blumenkohl 20—60 Pfg., Rotkohl 15—20 Pfg., Weißkohl 6—10 Pfg., Wirsing 5—10 Pfg., Salat 4—5 Pig., Braunkohl 5—6 Pfg, 1 Bund weiße Rüben 10 Pfg., rote Beete, Kohlrabt 10 Pig, Rttige, Radieschen 5 Pfg, Sellerie 25 Pfg., Porree 10 Pfg., 1 Stück Stick rüben 5—8 Pfg., Meerrettig 20—25 Pfg., 1 Zentner Aepfel 6—10 Mk., Kartoffeln 3 25 bis 3,50 Mark, 1 Shock Weißkohl 8,00—3 50 Mark. Herford, 12. Nov.(Lehrerverein.) Die nächste Sitzung findet Mittwoch, den 14 Nooember, nachmittags 4 Uhr, in Biermanns Restaurant statt. Tagesordnung: Vortrag: Das kranke Schulkind, bes. hin sichtlich der Wechselbeziehungen zwischen Körper und Geist. Uebersicht über die letzten wissenschoftlichen Vorträge. Geschäftliches. Herford. 12. Nov.(Land=Fleischund Trichinenschauer.) Als Fleisch Und Trichinenschauer sind folgende Personen bestellt: 1. der Z immermann Heinrich Specht in Wallenbrück für den Beschaubezirk Wallen brück an Stelle des Herm. Holz gen Wifel; 2. der Maurer Herm Pansoke in Lenzinghausen für den Beschaubezirk Lenzing= hausen an Stelle des Heinrich Möller; 3. der Maurerpolier August Bahrson in Südlengern für den Beschaubezirkt SüdlengernSteinlake an Stelle des Gustav Pohlmann; 4 der Maurer Herm. Bollmann in Pöding= hausen für den Beschaubezirk Pödinghausen mit Ringsthof und Baringhof an Stelle des Aug. Bitter. Enger, 10. Nov.(Stadtverord= netenwahl.) Am Donnerstag, den 15. d. M. fi#den die dies jährigen Stadtverordnetenwahlen statt. Es scheiden aus in der 1. Abteilung: Herr Dr. Müller, 2. Ab teilung: Herr Ackerbürger Bruning, 3 Abteilung: Herr Rntner Heinrich Klostermann. I Obernbeck, 12. Nov.(Verlegung der Wallückebahn.) Beim Bau der Wallückekleinbahn vor 10 Jahren hat man die Geleise in unserer Gemeinde zum größten Teil auf oder unmittelbar neben die Ver kehrswege gelegt, wodurch der öffentliche Verkehr vielsah gehemmt wurde und sich im Laufe der Zeit auch mancherlei sonstige Unzuträglichketten erhoben haben. Totz gelegentlich der Verkoppelung hat der GrorgsMarten Bergwerks= und Hütterverein nun beschlossen, die Bahnstrecke durch freief Feld nach Süden hin zu verlegen. Der Eatwuif für die V rlegung liegt bis einschl. 14 d. Mis im Amtsbureau zur Einsicht offen und können Eiawendungen gegen derseiden bis duhin eboben werden II Löhne, 12 Noo.(Unfall) Ein Automovil überfuhr hier einen von einem Knaben gezogenen Handwagen in welchem ein dreijähriges Kind soß Während das Kind durch einen gleckrchen Zifall aus dem Wigen geschleudert wurde und ohne Ber letzung davon kam, wurde der Handwagen zertrümmert. Die anwesenden Passanken waren über den rücksichtslosen Aut#odil fahrer sehr entrüstet Aus den Rez.=Bez. Münter und Arusberg. Iserlohn 11. Noo.(Raubansall.) Gestern nachmittag wurde auf der belebren Wasserstraße die über 80 Jahre alte W w. Keßler, die ein Aitteödiergeschäft führt vo einem 40 Jahre alten Heizer aus Holland namens de Mater in ihrem Laden überfallen und mittelst einer ihr um den Hals geworfenen Schnur stranguliert, raß die F au ohnmächtig zu Boden fiel. Diesen Augenblick benutzte laut„Ry=Wfls. Zig“ der Mensch, einen Anzug sowi einen Geldbetrag von 12 Mk an sich zu nehmen und damit zu verschwinden. Den Anzug verkaufte er in demselben Augenblicke wieder in einem benachbatten Geschäfte für 7.50 Mark. Einer kurze Zeit nachher in den Laden tretenden Potzf au gelang es, die Uederfallene wieder zu sich zu bringen Der Täter wurde noch im Laufe des Abends verhaftet. Bochum 10. Nov.(Zum Günnigfelder Mord.) Wie die„Westf Volkzig.“ meldet, sandte die Kölner Kriminalpolizei an die hiesize Behörde die Pholographien von drei mit sch veren Freiheitsstrafen belegten Verbrecherr, die dringend verdächtig sind, den anfangs Dezember vorigen Jahres an dem Gutsbesitzer Reick in Günnigfeld verübten Mord begangen zu haben. Die drei Personen haben in der Nähe von Köln einen Einbruch verübt, der mit der Günnigfelder Effäre eine ganz auf follende Aehnlichkeit hat. Sie drangen maskiert in ein Zimmer ein und wollten den Hauseigentümer zur Herausgabe der Geldschrankschlussel zwingen Es liegen Anzeichen dafür vor, daß sich die Bertrecher in der Mordnacht in Günnigfeld aufgehalten haben. Aus den Nachdarrwinzen und Staaten. Essen 11. Nov.(Die Entscheidung in der Lohnbewegung der Ruhr bergleute) ist weiter hinausgeschoben worden, denn nachdem die Grubenverwaltungen eine Lohnerhöhung um 15 von Hundert im allgemeinen abgelehnt und auf die all nähliche Weiterstei ung der Löhne hingewiesen haben, sollen sich die Revier konferenzen am 21. November schlüssig machen. Vermischten Berlin, 10. Nov. Der Prozeß des falschen „Hauptmanns von Köpenick“ wird voraussichtlich noch die dies jährige Schwurgerichtsperiode beschäftigen. Die Voruntersuchung gegen Voigt nähert sich ihrem Eade und wird vor Ablauf der nächsten Woche bereits abgeschle ssen sein Zur Haup virhandlung wird ein gewaltiges Ziugenmaterial aufgeboten werden, so daß der Prozeß mehrere Tage in Anspruch nehmen wird. Voigt ist jitzt von seiner Krankheit gänzlich wiederhergestellt. Alz besonders bemerkenswert stellt der Anz.“ fest, daß Voigt in seinen Schriftsätzen ein gutes, orthographisch richtiges Deutsch schreibt und sogar über einen guten Stil verfügt. Berlin, 12. Nov. Gegen den Hauptmann von Köpenick wird die Anklage des Staatsanwalts nicht auf Verbrechen des Raubes, sondern nur auf Betrug lauten. Köln, 11. Nov. Die Kölner Polizei verhaftete eine weitverzweigte Diebes= und Hehlerbande, zu der Fuhrleute und Kolonialwaten= händler gehörten, die aus dem Hafen viele Stück. güter von beträchtlichem Weete auf Wagen weg schafften und dann verschwiaden ließen.— Einim von Trier kommenden Reisenden wurde im Abort des Bahnhofs ein betäubendes Pulver ins Gesicht geworfen und dann seine Gepäckstücke und das Gelo geraubt. Posen, 10. Nov. Am 28. November beginnt vor der hiesigen Strafkammer der bekannte große Prozeß wegen Waffen= und Munitions. diebstuhl. Angeklagt sind Behrend aus Posen, Loll aus Gründerg sowie elf andere Personen aus Beeslau, Görtitz, Beilin, Spandau, München, Mannheim und Karlsruhe. 270 Zeugen sind geladen. Vorautsichtlich beträgt die Dauer der Buhandlungen drei Wochen Aix=les Bains, 11. Nov. Der heute vormittag 11 Uhr von der Ausstillung in Mai and aufgestiegene Ballon„Milano“ ist um 2 Uhr nachmittag hier gelandet, nachdem er den Montblank überflogen und eine Höhe von sechs tausend Metern erreicht hat. Valparaiso, 12 Nov. Der nach Nordwesten bestimmte Personenzug ist unweit der hiesigen Sat on mit dem von Wordsville kommenden Güterzuge zusammengestoßen. Bei dem durch den Zusammerstoß verursachten Brande sind sechs Wagen durch Feuer zerstött worden. Von 167 Auswanderern sind nach Argabe der Eisenbahnverwaltung 40 getötet und 55 verletzt worden. (Zum Raubmord im Eisenbahnzuge Altonu=Blankenese) wird nech folgends berichtet: Der Ermordese hatte, als man ihn in Blankenese in einem Abteil II. Klasse blurüberströmt auffund roch soviel Kraft, kunze Mit teilungen über die Tat und über den Mö dir zu machen. Nach seinen Angaben war ein 20—21 Jahre alter Meisch kurz vor Groß Flottbek O.h ma schen in sein Coupé#edrungen, in dem er ganz allein saß, hattt sich ohse ein Wort zu sazen auf ihn gestü zi und ihn mit einem stumpfen Justrument, vermutlich einem Schlagting, fünf: bis sechimal mit furchtbarer Wucht auf den Kopf geschlagen, wodurch die Schädeldecke zertrümmert wurde und Cl bewußtlos zusammenbrach, sodaß er eußerstande war, die Notl ie zu ziehen. Der Mörder hat dann seinem Opfer die goldene Uhr nebst K tie sow'e das Portemonnaie geraubt, dann in Klein Flottdek, als der Zug langsam in die Haltest Ueinfuhr, des Coupé verlassen und die Tür hieter sich zugeschlogen. Der Bahnsteigbramte hat den Menschen gesehen und ihn darauf aufmerksam gemacht, daß er Blut an der rechten Hard habe, worauf der Mörder erklärte, er habe hestiges Nasenbluten gehabt. So ist er durch die Bahn st igsperre gekommen und konnte bisher noch richt eimitt lt werden, die geraubte Uhr ist eine Savonsttuhr mit der Nummer 112496 nebst Ankerkette. Der Eisenvahnmininer hat einen Kommissar nach Altona entsendt und auf die Ergreifurg des Tät-ro eine Belohnung von 1000 Mark ausgesetzz. Literarisches. D. Paul Kaiser, Pfr in Leipzig: Die Bergpredigt des Herrn, ausgelegt in Pridigten. Dritter Teil: Das Vaterunser Leipzig 1907, 8 Deichert 2 Aufl 1 60 Mk. Auf diese Predigten des beka nter Leipziger Kanzelredners möchten wir nachdrücklichst aufmirksam machen. Bei der Fülle von Lteratur über diesen Gegerstand will es itwas bereuten, wern diese Predigten in zweiter Auflate erschenen si.d Kaiser bahnt sich erst durch alle Mißverständnisse und hurduch durch die verschiedensten Auslegurgen einen Weg und dann lärt fer den Strom der eigenen Auslegung daherrar schen, diblisch, kraftvoll, in edler Sprache unsre Zeit beleuchtend und befruchtend. Wir danken ihm für diese schöne Gabe und wünschen ihm viele Leser. J. Aug. Gardelaus, Superintendent in Uslar, Pastoraltheologie, Gedanken und Erwägungen aus dem Amt für das Amt. Leipzig. A. Deichert. 1907; 488 S. 7 Mark. Mit hirzlichem Dank bringen wir dieses Weit zur Anzeige Ein im Dienst ergrauter Seelsorger hat uns hier ein Buch geschenkt, das jedem jüngeren Geistlichen eine Fülle von Belehrung und Agregung bietet, jedem älteren Pfarrer zur eigenen Kritik und Korrektur sowohl, als cuch zur Erfrischung und Ermunterung willkommen sein wird. Ein Blick in das Buch soll es urs etwas näher bringen. Nach einer einleitinden Uebersicht über die ver schiedenen, in das Gebiet der Pistoroltheologie einschlagenden Werke redet der Verfasser über„den Erzhirten",„das apostolische Vorbild",„Persönliche Erlebnisse“,„die wissenschaftliche Fortbildung", „das geistlicht Dekorum",„die Predigttätigket", „sonstige Wortverkündigung",„Katechetischs“, „Liturgisches",„Hymnologisches",„Seelsorge und Verwandtes",„Kirchenrech liches". Ein kurzes Schlußwort und ein sehr wertvolles Sachregister beschließen das Weik Der Verfasser redet eine einsache aber edle Sprache. Die liebevolle Begeisterung für das köstliche Amt wird gezügelt durch eine wohltuende Nüchternheit. Mag er über moderne Predigtprobleme oder über Baumgartens katechetische Ideale reden, überall begegnet uns ein klarer, offener Blick und eine Ruhe des Urt=ils, die einen abgeklärten Verfasser voraussetzt. Von einem so tüchtig theologisch und gleichzeitig klassisch fein gebildeten Manne, der aus der frischen Luft der Praxis herau=schreibt, läßt man sich gern etwas sagin und folgt ihm gern. Ein prachtvolles Weihnechtsgescherk für jeden Theologen! Wir empfehlen es herzlichst. J. Briefkasten. Den Poeten zur freundlichen Beachtung: Die sich häufi; wiede holende Mitteilung von Danksa ungen fürstlicher Periönlichkeiten für ihnen zugesandte Gedichte bezw poetische Geburtstagsgrüße kann diesen keine Feude und auf das Publikum nur einen üblen Endruck machen Die betreffenden Poeten sollten sich an dem Bewußis.in g-nügen lassn, den hohen Herrschaften mit ihren Einsendungen eine Freude bereitet zu haben. Ganz unzulässig sind aber derartige Ensendurgen an ausländische Fürsten, sie verletzen das nattonale und patriotische Empfinden Wir begreifen, daß König Eduard VII von England für eine derartige Einsendung durch Lord Knolly; dem deutschen Porten sch=iftlich seinen Dank hat aussprechen lassen; was aber würde dieser Monach der, wie bekannt, bis in die neueste Zeit hinein best ebt gewesen ist, der deutschen Politik Schwierigkeiten zu bereiten, denken, wenn ihm bekannt würde, eine deutsche Zeitung habe von der Sache Notiz genommen und sich für seine Antwort interessiert. Es ist gänzlich auszeschlossen, daß eine deutsche konservative Zeitung ausländischen Hr. schern Anlaß zu eigenartigen Betrachtungen über die deutsche Art gibt. Die Schriftl. Oeffentlicher Wettersieust. Dienststelle: Meteorologisches Observato rium Aachen. Voraussichtliche Witterung für die Zeu von Abend des 13 Nov. bis z. Abend des 14. Nov. 1900 Veränderliche Winde, tell; heiter, tails nebelich, trocken, auf den Höhen leichter Nachtfrost Uebersich der Wittrrnng Bielefeld, 13 November 1906 Mitgeteilt von Fr. Böckelmann Ww., hie. Niedrigst Thermometerstand in der Nacht+ 4 Thermometerstand um 10 Uhr vorm 4 6 40 Barometer 76 1 cm Wind Wst Himmes bedeckt Neueste Nachrichten. Berlin, 13 Nov. Das Wein. parlament ist am Sonnabend geschlossen worden. Es besteht eine staite Strömung für eine Abände. rung des Weingesetzes. Sie fordert u. a. Lagerbuchzwang. Alle Sach. verständigen erklärten sich für eine einheitliche Kontrolle. Für eine Weinsteuer zur Verschärsung der Kontrolle sprachen nur einige Vertreter aus Bayern. Berlin, 13. Nov. Nach der Freis. Ztg.“ bestand der Plan, den Geheimen Legationsrat Dr. Rose von der Kolonialabteilung zum Generalkonsul in Apia avanzieren zu lassen, doch hat man diesen Plan wieder ausgegeben. Posen, 13. Nov. In der vergangenen Nacht drang ein falscher Offizier in die Kantine des 14. Regiments in Bromberg ein und stahl 80 Mark und Eßwaren. Braunschweig, 13. Nov. Die Landesrechtspartei im H.rzogtum Braunschweig bereitet eine Massen agitation zu Gunsten des Herzogs von Cumberland vor. London, 13. Nov. Aus Kap stadt wird telegraphiert: Der von Ferreiras Truppe bei dem Ueberfall bei Abiam verwundete Soldat Bellew ist gestorben. Inspektor Whites Truppe war gestern abend 8 Kilometer von den Freibeutern entfernt. Er verfolgte sie durch den Süden der furchtbaren Kala. hari nach Westgrigualand zu. Nach einer Meldung soll Ferreira sich der heliographischen Station der Kappolizei bemächtigt haben. Staut-Theater! Dienstag, den 13. November er., Anfang 7½ Uhr. Nur einmalige Aufführung! Auf diese Vorstellung wird ganz besonders hingewiesen. Mittwoch, den 14. November er. Anfang 7½ Uhr. — Zum letzten Male:— Haus Kosenhagen. Freitag, den 16. November 1906 Anfang 7 Uhr. Letzte Aufführung: Wilhelm Tell. Sonnabend, den 17. November, Rudeif Christians. dem, der lügt!“ Ev. Ränner= u. Zänglingsverein „St. Johannis“ zu Bielefeld. Johanniskirchplatz 3. Sonntag, 13. November er, Feier des VI. Jahresfestes. Fest Ordnung. Morgens 9—9¾ Uhr: Gebetsgemeinschaft. Morgens 10 Uhr: Festgottesdienst. Festprediger: Herr Pastor Siebold Gütersloh. Nachm. 3 Uhr: Nachfeier im Gemeindehaus. Festredner: Herr Past. v. d. Bunk-Barmen. Eintrittskarten à 50 Pfg., dafür Kaffee und Kuchen. Abends 8½ Uhr: Zwangloses Beisammensein Der Vorstand. Shrill. Perein junger Männer, Bielefeld, Papenmarkt 2. Conntag, den 18. Novbr., nachm. pünktlich 4 Uhr: Jugend=Fest veranstaltet von der Jugend=Abteilung des Christl. Vereins jung. Männer. Chorgesänge Musikvorträge Deklamat onen. Turnerische Aufführungen Festansprache: Herr Past F. v. Bode'schwingh. Kaffee u. Kuchen à Person 50 Pfg. Jedermann ist herzlich eingeladen Der Vorstand. KAAM Männer-Gesangverein„Harmonie“ Bielefeld PROGRAMM zum 5 T. Sllftungsteste am is. November 1s Ob. I. Teil. J. Schwartz F. Mendelssohn-Bartholdy Anton Dvordk a. Von der Spielmannsfahrt b. Wasserfahrt....... Quartett op. 96 F dur I. Allegro ma non troppo.— II. Lento.— III. Molto vivace. — IV. Vivace ma non troppo. Hymne an die Musik. a. Arie aus„Hans Heiling.. b. Der junge Invalide (Liederbruder Brückner) Variationen a. d. Quartett Nr. 5 L. v. Beethoven V. Lachner H. Marschner J. Masberg II. Teil. 6. weky a. Sonntags Fr. Abt b. Die Nacht Fr. Abt a. Romanze a d Streichquartett E. Grieg b. Andante cantabile P. Tschaiko Volkslieder: a. Früh, wenn die Hähne kräh’n Speidel b. Vogel, flieg’ weiter.... Satz v. A. v. Othegraven a Spärenmusik. A. Rubinstein b Scherzo........ F. Mendelssohn-Bartholdy 10. Pilcherchor a d.„Tannhäuser“: „Zu dir wall' ich, Herr Jesu Christ“ R. Wagner. 9. W Sonntag, 18. November, abends 8½ Uhr im ev. Volkssaal(Bahnhofstr.) Aornd. unter Beteiligung der Gesang= und Posannen=Abteilung. Die Mitglieder des Vereins und Freunde unserer sache werden zu zahlreicher Theilnahme freundlichst eingeladen. Der Vorstand. F. Buddeberg Gergande Bielefeld Erstes Modewarenhaus am PPatse Grossartige Auswahl in Damen-Konfektion Mädchen-Konfektion Herren-Gar derobe Knaben-Garderobe Stets letzte Neuheiten in allen Ausführongen, Stoffen und Grössen. Billigste Preise. — Katalog und Auswahlsendungen franko. Kanarien weibchen, Stamm Seifert habe noch einige billig abzugeben. v. Schildmann, Hallerweg 103. (Anhören der Hähne gern gestattet. Geld-Darlehen v. 200 Mi aufw. erh Personen jeden Stand (a. Damen) z 4½% u. monatl 4 Mk. Rückz prompt u. diskret durch Siegm. Neubauer, internat. Eskompte=Bureau, Budapest VII, Barcsaygasse 6, Zagenleidenden keie ich aus Dankbarkeit gern von unentgeitlich mit, was mi und jahrelangen, qualvollen Magen: u. d Verdauungsbeschwerden geholfen hat. A. Hoeck, Lehrerin, Caosenhausen b. Fraukse KüchenZur geneigten Kenntnisnahme für Cigarettenraucher! Für die infolge des Cigarettensteuergesetzes erheb. lich verteuerten Importierten Cigaretten finden Sie vellwertigen Ersatz in Salem- Aleikum-Uigaretten. LAliasenlu Gen Cgerengeschäen Dieselben sind nach orintallschem System mittels Handarbeit, unter Verwendung der gleichen Rohmaterialien, wie die Im Ausland erzeugten Cigaretten hergestellt, und genügen den höchsten Ansprüchen. Preise der Salem Aleikum-Cigaretten: No. 3 10 das Stück 8¼ 10 Pf. Keine Ausstattung, nur Qualität! Jede echte Salem Aleikum-Cigarette trägt den Aufdruck unserer vollen Firma: Orientalische Tabak- und Gigaretten-Fabrik„Tenidze“ Inhaber: Hugo Zietz, Dresden. Ueber 1000 Arbeiter! Grösste deutsche Fabrik für Handarbeit- Cigaretten. * 9 das zuverlässigste Gift gegen Ratten und Mäuse, weil für Menschen, Haustiere und überall anwendbar, Geflügel unschädlich. 50 Pfg. und 1 Mk. Zu haben bei Im Paket und Schachtel à 10, 30, Friedr. Riemeier, Jahnplatz 3. Gü: Einrichtunge 1 liefert sehr preiswürdig Fritz Tiekötter Möbelfabrik, Niedernstr. 45. StautSpafkasre Bielefeld. Stadtkreis Bielefeld Die Einlagen sind als mündelsicher anerkannt. Hypotheken-Ausleihungen. werden entgegen genommen: im Geschäftslokal: neues Rathaus, im Erdgeschoß— Eingang durch den Torbogen zum Rathaus, 3. Tür links, An den Wochentagen von 8½—1 Uhr mittags, „„„ 8—6 Uhr nachmittags. An den Sonntagen von 11½—12½ Uhr mittags. Außerdem jederzeit bei den I. Bürgerweg 32 durch Herrn Apoth.=Besitzer Dr. Ißleib. II. Herforderstr. 82 durch Herrn Apoth.=Bes. L. Müller Die Verzinsung der Spareinlagen, die am 1. Kassen tage eines Monats eingezahlt werden, beginnt mit dem 1. des Einlegemonats. Die Verwaltung der Stadtsparkasse. Toerner. Standesamts-Nachrichten vom 5. bis inkl. 10. November 1906. (Nachdruck verboten.) Geburten: a) Söhne. A beiter Wilkelm Woff, E gerschest aße 59, Kaufmann Friedrich ürte. Bik oriastr 10. Splesser Otto Ellermanr, Mühlenstr 30, Arbeter Wly lm Tw lkr, Schildescherstr. 41. Telegrephenessistent Xarl Fischer, Rosandstr. 3, Sattler Michael Mümmler, De molder straße 57, Mau e poler Heinrch Gehring, Wit ekindstr. 12a, Arbeite. Hugo Boremten, Eduard Wird horststr. 16, Schul machermeister H inrich Bogstedt, Nordstr. 15, Messerschui d Wilh im West rmonr, Rath#nstr 12, Schaeideimeister Wilhelm Stolle, Gr. Kurfürstenstr 85, Mauterpolier August Lenger, Bürgerweg 70, Ledier Gustav Froumann Ravensbergerstr. 33,(Zaillince) M tallarbe ter Jodann Hammer, Weßst, 41, Schlchter Heinich Hönr Ehlentrupperweg 17, San fermer Augus Nieceyer, Hinichst:, 13, Zwillinge(si he Löchter), Arbeiter Wichelm Mirtea, Hinrichstr. 8. Werkme ster Gustav Fischer, Sti mtzstr 7, Oberlehrer Johannes Beindt, „ero dist:. 81, Arb it r Karl Wißbrock, Ostste. 26. d) Tochter. Arbeit r Rudelf Wehmyy, O: ingbaus rstr. 20, Schneidermeister F iedrich Heidemanr, Kleine Kessestraße 11 Farrikpoitier Rudel Ourmann, Wertterstr. 56, Scmider Ecnst D iste, Rente str. 24 sendreher Friedrich Eml Wesellneie: Detmolderstr. 1183, Arbeite Hein ich Kessiag Heimwg 28, Tchnkr Hinrich Saröder, Heeper graße 150 Prediger Wiihelm Edl rs. Se u.straße 12, Lehiec p# nrich Steube Secher marsastr. 4, Sch ossr Wiier Quinto-, Zie##elstraß. 73. Arbeiter Wihlm Buß, O nabruck istr. 20, Dachdeckr Wilhilm Wo s, Ostst aß: 13, Arbeiter Rober. Wüllner, Heimwg 8, Selierswasserfabrikont Wiehelm Uckrmann, Dermolderstr. 57, Satiler Kar! Harbaum, Detmolkerstr. 55, Steinmetz Ruko f Ott, Stadthe derstr 7, Eä tier Heinrich S##l, Güte kloherstr. 37 Sandformr Aug. Niemeyer, peinrichst, 13. Wer: Augest Heybrock, Spydelstr 68, Buckhalter Bo#il b Barrichter, Wesistr 50 a, Bauarbetr Gustav Rosenterg, Kais rstr. 142. Aufgeboten: Bäck.r und Londitor Heinrich K sfeld, Gr. Kurfürstenstr. 21 u. verw. Bäcke rmeister May rhoff, Elisebeth geb. Truche das, Arbeiter Friek rich Abramowski Ahlen i. W. und verw. Arbeiter Autschun, Elisabzih ged. Hirsch, Webereistr 18, Eisendreher Adolf Oberichelp. Segfriekstr. 19 und Marie Toies, Teichst. 26, Malr Eanst Ortmann, Siek rwall 5 und Auguste Bettmann, Hohenzoll rustr. 10, Schohmachermeister Enil Ruhaus Hak=nort 2 und Emma Höck, Sleichstr. 38, Schlesser Wilhelm Horstkott, Kurzestr. 15 u. Joharne Briakmarn, das, Maurer Wilhilm Sekmann, Detmolderstr. 218 u. Anna Finke, Uebbed ss#n, Kaufmann Wihllm Dröse Wittekindste. 29 und Morie Kohaus, Teichstr 61, Zahnt chniker Georg Lchte, Bahhofstr. 38 und Alguste Gänther, Si gfiedstr. 29, Schmied Fitz Wancke, Kesselstr. 10 urd virw. Arbeiter Führing, Karolite geb. M inert, das. Berehelicht: Aug narzt. Dok or der M.dzin Max Peter und Else Deiring G.richtsass ssir Otto Plücker und Frieka Deteirg, Vizef ldwebel Heinrich Bökenk öger und Margarete Schmidt, Kufmann Julius ter und Jen:y Hoffmann Weichensteller I. Klafs, Fri drich Hefmann und Keronce Bicker, Uhrmacher Karl Zerende g und Eiisabet5 Zierenberg, A beiter Kaul Rcksiek und Anna Köder, Arbe iter Adolf Zollmeg und Anna S: lemarn, Tischler Wiihelm Nigg brüge und Maie Wedey, A beiter Heiorch Schäfer und Karoline Schröder, D ko attur Aubert Ezel und Joha ne Oberh eus, Metallschleifer Karl Wintelmann und Jozanze Böte kamp, Kaufmann Siegf.i:d S linzer und Ella Schiff, Salissr Wilhelm Li mmann ur d Martha Elleisi k Tischlr Karl Ponkow und Agnes Pümer, Archit kt Karl M yer und Hecwg Ahrens, Arbeitr G.stav Fgge und Luise Romberg, Arbeter karl Erbel und Helene Bioszeit, Eisend.eher Kail Ho stkotte und Johanne Austwaan, Klempner und I. stallattur Wilzelm Kühnemund u d Luise Wonh, 8 garrensortierer Wiicelm Miczels und Adolfinz Piete. 8. Sterbefälle: Klara Menk.l, 1 J; Fabrikart August Dicke tmann, 67 J.; Kleit händle: Albert Kayl, 87 J; Alte.s nter emrfä ger Kaspa. Zahle, 74 J; Walter Donsch, 2 Mi; Reindold Meir, 6 Mi.; Arbe terin Johanne Stenke, 22 J.; verw. Zegartenmacher Siitig geb. Koch, 66 J; Karl Ki! 4 Mt; Elsri de St unk, 1 9; Darlehne“ Berlin, Schönhauser Allee 128.(Rückp.) Unkosten werd. v. Darl. abgezogen. Keine Vorauszahlungen. Zur Verwaltung meines Wohnhauses nebst Garten in Höxter suche ich auf sofort alleinstehende, zuverlässige Persönliehkeit gegen fr. Wohnung, Gartenanteil event. auch Entschädigung. Gef. Offerten an G. Henriel, Pfarrer, Schadwalde p. Marienburg Westpr. ert Kerteh, Bielefeld, Bielefeld, Obernthorwall 4 d. sämtl. Anfertigung feiner in Tuchen Buckskins 2c. Pausleinen Mtr. IIIk. 0,50 bei Hugo Ziehm Bebr. Kahter, Papierhandlung Ubernstrasse 24. Meine EI Salida hat soviel Liebhaber, daß ich un noch diese einzige Sorte fabriziere. Unter der Geistlichkeit ist sie o eingeführt, daß sie ohne mein Zuthun in ganzen Gemeindu unter dem Namen Pastorenzigare bekannt ist. Sie ist milde, aromalich lange und leicht brennend, nur a s auserlesenen überseeischen Taba'n hergestellt. Jeder urteilt: Ewas Feines für wenig Geld. Um Sie von der Wahrheit des G sagten zu überzeugen, sende ich Ignen eine Probekiste 100 Stick dieser hochnoblen Zigarre(Haurarbeit), die in Geschäften 10 Pio kosten, für 6 Mk. franko un er Nachnahme. Verpackung wird nicht berech net. Nachnahmegebühren trage ich Mari Wilhelm Hardt, 15 Tge.; Schuhm.cheimeister Franz Metzner, 67 J.; hef au Tischl r B.kermann Arguste ged. Ho st, 46 J; Elly Far. 1 Mi.; Mädchen Wehmyer, ½ Std.; Ha delemann Heurch cömmelt, 40 J; Paula Schling, 7 J.; Sch eiter Otto Vendrick, 25 J.; verw. Arbeiter Gößung, Marie geb Stipp, 80 J.; Arbeiter Karl Neut r, 44 J. J. H. Fleer Zigarrenfabrik, Blotho. Flechten= oder kranke, auch solche, die nirgends Heilung fanden, verlangen Prospekte und beglaubigte Atteste gratis. C. W. Rolle, AltonaBahrenfeld(Elbe). Maturkuhbutter 10 Pfd. Colli ie Mk. 6,60, Blumenhonig 10 Pid.=Dose Mk. 4,30. Tisterkäse vollfett 10 Pfd.=Kiste Mt. 4,10. Zur Probe ein Colli 10 Pfd. ½ Butter und ½ Honig oder ½ Butter und ½ Käse Mk. 5,40. Frau Rosa Nagler(Versandhaus) Tluste 130, Sseine I Verantwortlich für den redektionellen Teil Hermann Lauge, für den Reklame= und Inseraten=Teil R. Trautmann, Druck und Verlag von A. von des Mühlen, sämtlich in Bieleseld. Nr. 268. e Sechlosscher. 1 allen Postanstalten 3 2., bei täglicher Zu###tung in Bieleten 1#20 M., durch Bries1.42 M. Nr. 5381. 1 4. November: Ke Große, gest. 565.— Lei Staatsmann, gest. 1716.— Werra, Tichter, geb. 18 Friedrich Richter,# Hegel, Philosoph, gest. Kow ponist, gest. 1868— Serbiens an Bulgarten. 18 Unsere Wie aus Schlesi werden gegen den Fi polnische Demonstr Es sellen die polnischen Teile des ehemoligen stellung an den Vatikan dinweisen, daß eine dere Bischofs, der der Oder polnischen Volk.s, in Lockerung der Bande her das polnische Volk an im Interesse der katho der Popst dem Fürstbisch Veto zurufen. Eine z1 gegen den Kardinal wi der Mark Brandenburg rade an dem Tage der? Bischoft jabiläums des staltet werden. Jo öffen soll dem Fürstbischof Sünden gegen die werden. Wir halten den Paz um auf die Wünsche de sporne einzugeten. Die anderersetts braucht aber nicht zu fürchten und eb sie des Papstes; sie ist genug. In der Provinz Pos bitter, daß die Schul! in den Stunden des aber in den anderen Lehrpersonen geschla handelt würden. Zu merkt das Breslauer die„Schlesische Vi „Die Richtiskeit dieser können wir unser Befrei unterdrücken, daß man natürliche Folge des So will. Er muß vaturg Nachdem die Schulkinder im Rligionsunterricht und undotmäßig zu seig, anberen Unterrichtssturd Engel sein; sie werden ihren Trotz und ihre 1 in ihznen fortsetzen un werden. Kann das a man sich da über wunder den Posenern, sich noch fahrungen gefaßt zu ma die Lehrer die Kinder, trotzg und ungehorsam die Eltern die prügeln müssen, im Hause unartig unbotmäßig sind— Jahren werden die herat ihre Eltern prügeln, die Jahren zur Nichtachtung zur Unbotmäßigkeit angeh ein vernünftiger Mensch es so kommen wird? herauwachsenden besser, wenn die Schläg unreisen Kindern zuleil die Eltern und d wessen Standes s fielen. Das wäre ein die Zukunft der menschlich gefährdende Strafe!" Darin sind wir u Zentrumsorgan ganz e Aus Arnsberg mel Courier“: „Infolge der in letzter