TXT 9. Fäten ktober 1906. 196. 36, Briesträger Hermann wick;, Welle 18, Arbeiter sitzer August Stahlberg, irbeiter Wilhelm Linne, #lstein str 20, Dochdecker fürer Heinrich Vollmer, ung:, Jöllinbeckerstr. 34, ühlenste. 8, Buchdrucker Heimich Nebel, ickr(gent. Homann), Niederwall 14, Schuhm. Mayer, Siegf.iedstr. 27, seckerstr. 90, Schriftsetzer Heinrich Delker StadtBielsteinstr. 30, Schlosser usdiener August Dröge, kolandstr. 25, Kaufmann strägr Friedrich Drake, Ziegelstr. 41, Arbeiter schlosser Gottlieb Rubbe, klöxping, Paulusstr. 82, 16, Architekt Hermann is Beuchelt, Guessenaustr. indstr. 49 und Elisabeth l ver, Altstädterkirchstr. 6 Kaufmann Kail Büscher, üterbahnkof 19, Schlesser nann, Jöllenbeck rstr. 39, und Luise Greve(gent. il Klemme Stadtheider= Gärtner Michael Wolf, , d a s, M a s c h i n i s t M i c h.! me ster Lüdke:, Friederike d Rit gsto f, Kaseiste. 65, b. B ahe, Brandenburgerenstr. 17 und Idi voll24 und Helene Broszeit, andstr. 48 und Amanda Zierenberg, Bünde und der Hirmann Sielmann, Gellershages, Schneider richelp, Theesen, Arbeiter Fleer, Schildesche, A leiter daselbst, Arbeiter Gustao das., Schlessr Wilhelm nd. Weststr. 50 a, Maler #tha Hartmarn, Si chenöcker, Friedrichstr. 9 und Artenkamp und Johonne Cassel, Oststr. 15 a und chaffaer Gustav Kustien, hagen, Schmied Heinrich Sewing, Stadtheiderstr. erstr. 80a und Amelie rige, Konenstr. 1 und Vertrud Franzke, Glaski, Bauarbeiter Hei rich cher Heinrich Bergmaim d Dekorateur Friedrich arl Hilgnr und Marie Auguste Kickert, Metallzing, Schlosser Wilhem Gottlieb Löschner und er und Berta Landw hr, rerhage, Tischler Gustav lfr.d Wähdel und Anna und Einestine Greil, irnberg, Arbeiter Heinrch rich Inacker und Emma und Martha Zurheite, v, Arbeiter Gostav Dicke emme und Berta Begt, cuv, Schlosser Hermann Theodor Ramarkers und eitsp.echer und Mariha uguste Strunk, Manker izer Jos ph Körner und uste Aulanp und Marie d Elise Pöppe, Lehter ir Gustav Brünger und Julius Kobusch u. Paula heide und Luise Henschen, Vilhelm Knepper, 51.; deckr Heinrich Flachmann, abeneik, 89.; MargaKästner, 49.; Alfied Ehefrau Zigarrenmacher v. Maurer Lemk mey k, eider Eickholz, Margareta Rentner Heinrich Brahe, h Weiser, 6 Mt.; Gaf al Mühlen, Bieleseld lich in Bielefeld. Nr. 245. Vierteljährtich o Geschäftsstelle n. an allen Postanstalten 1., bei täglicher Zuin Bielefeld durch Bries95 träger 1,42 M. VER:S* 14 30. Jahrgang Anzeigengebühr für die einspaltige Pettzelle oder deren Raum 12 Pf., für auswärts 15 Pf., Reklamen 40 Pf. Erscheint lechsmal wöchentlich Geschäftsstelle Ritterstr. 43. Fernsprecher Nr. 15. Bielefeld Donnerstag, 18. Oktober 1906. TTiern 18. Oktober: Prinz Eugen, geb. 1663. — Schlackt bei Leipzig, 1819.— Emanuel Seibel, Dichter, geb. 1815.— Friedrich III., deutscher Kaiser, König von Preußen, geb. 1831. — Hermann Cremer, Prosessor D theol, Unna geb 1834.— Lord Palmerston, englischer Staatsmann, gest. 1865.— Herzog Wilhelm von Braunschweig, gest. 1884. — Enthüllung des Kaise: Friedrich=Denkmals und Einweihung des Kaiser Friedrich= Museums in Berlin, 1904. Im Schutze des Dreilasenwahlrechts. In den Denkwürdigkeiten des Fürsten zu Hohenlohe steht unter dem 12. Dezbr. 1889 noliert: „Gestern war musikalische Soiree Muschelsaal. Am Büfett beglückwünschte ich den Kaiser wegen seiner Frankfurter Rede. Das gfiel ihm und er sprach lange mit mir. Erst von der improv sierten Rede, dann von Frankfurt und dessen großer Entwicklung unter Miquels Leitung, von allen Verbesserungen, die er mache, von der nutzung der Wasserkraft durch elektrische Leitungen und dem Nutzen, den dies den kleinen Gewerbetreibenden bringe und anderem. Dabei machte er Ausfälle auf den Magistat und die Stadtverordneten von Berlin. Er erwähnte die sozialdemokratischen Wahlen für die Stadtverordneter vrsammlung und sazte, man werde es in Berlin noch soweit bringen, daß die Sozialdemokraten die Mehrheit haben würden. Dann würden diese die Bürger plündern; ihm sei dies gleichgültig, er werde Schießscharten in das Schloß machen lassen und zusehen, wie geplündert werde. Dann würden ihn die Bürger schon um Hilfe anflehen.“ Die„Freisinvige Zeitung" als des publi zistische Sprachrohr des Berliner Kommunal= freifinns möchte den Magistrat und die Stadtverordneten von Beilin gegen die im einzelnen freilich garnicht mitgeteilten„Ausfälle" des Kaisers in Schutz nehmen. Wean es sich um die Bekämpfung der Sozialdemokratie handelt, sind ja die Freisinnigen immer bereit, als das allein vorhandene Sllheilmittel eins der freisirnigen Parteiprogramme zu empfehlen. In der Reickshauptstadt aber zeigt sich, daß gerade eine freisinnige Wirtschaft das Vordringen der Sozialdemokratie am wenigsten vuhindern kann. Um aber die reichshal ptstädtischen Verhältnisse gleichwohl als vurhältnismäßig unbedenklich hinzustellen, leistet sich die„Freisinnige Zeitung“ einen Vergleich mit den Zuständen im gesamten Reiche: „Was nun speziell die„Ausfälle“ auf die Berliner Kommunalverwaltung wegen des Anwachsens der Sozialdemokratie in der Stadtverordneten=Versammlurg betrifft, so zählte nach den Stadtverordnetenergänzungswahlen im Jahre 1889 das Berliner Stadtverordnetenkollegium unter insgesamt 186 Mitzliedern 11 Sozialdemokcaten, das fi#d nahezu 9 Prozent, Anfang des Jahres 1906 unter 144 Mitgliedern 35 Sozialisten, das sind 24 Prozent. Bei den Reichk tags wahlen von 1890, den ersten unter der Regierung Kaiser Wilhilms II, wurden 35 Sozial demokraten, das sind etwa 9 Prozent, bei den Reichstagswahlen von 1903, 81 Sozialdemokcaten, das sind rund 20 Prozent, gewählt Während also in der Stadtverordnetenversammlung einer Großstadt, wie Berlin, mit ihrer nach Hunderttausenden zählenden Arbeiterbevölkerung während der Regierung Kaiser Wilhelms II. die Sozialdemokratie b sher um etwa 15 Prozent gestiegen ist, hat es die Reichkregierung, deren wesentlicher Faktor aus den Memorien Hohenlohes noch deutlicher als bisher zu erkennen ist,„so weit gebracht,“ daß die Sozialdemokratte im Deutschen Reichstage, der doch das gesamte Reich, also nicht nur Graßslädte, sondern vor allem auch das sozialistenfeindliche platte Land vertritt, ebenfalls um 11 Prozent angewachsen ist.“ Der Vergleich hinkt. Auch der„Freisinnigen Zeitung" wird bekannt sein, daß die Wahlen zum Reichstage nach dem allgemeinen, direkten geheimen Wahlrechte, die Wahlen zur Berliner Stadtverordnetenversammlung aber nach dem Dreiklassenwahlrechte erfolgen. Nur im Schutze des Dreiklassenwahlrechtes konnte der Berliner Freisinn also verhindern, daß die Sozialdemokratie während der Regierungszeit unseres jetzigen Kaisers in noch größerer Zahl in das„Rote Haus“ eindrang. Wie die Berliner Stadtverordneter versammlung aussehen würde, wenn auch für sie das Reichstagswahlrecht gälte, das haben doch die Reichstagswahlen im Jahre 1903 deutlich gezeigt, bei deven von den Berliner Wahlkreisen vom Freisinn nur roch einer Da.k selbstloser Hitfe der Konservativen behauptet werden konnte. Ehrlicher also wäre es gewesen, wenn die Freisinnige Zeitung" dem Kaiser erwidert hätte: Solange wir Freisinnigen in Berlin uns noch weiter dem Schutze des Dreiklassnwahlrechtes erfreuen, ist eine sozialdemekeatische Mehrheit in der Stadtverordneter versammlung nicht zu befürchten.— Diese ehrliche:kämpfung der erstmaligen kaiserlichen Aeußerung würde freilich zur Folge haben wüssen, deß die Freifinnigen den Kampf gegen den Fort bestand des Dreiklessenwahlrechtes auch in Penßen alsbald einstillen. und die soziale Fürsorge. Eine bemerkenswerte Rede hat wir schon kurz berichtet, der Staatssekretär Graf Posadowsky anläßlich der Einweihung eines vom Berlirer Beamten=Bauverein er bauten„Posadowsly Haus" berannten g oßen Wohnhauses im Vorort Pankow gehalten. Die Rede verdiert, im Worklaut(wir zitieren sie nach dem Bericht der„Nordd. Allg Big.“) wiedergegeben zu werden:„Sie haben meinen Namen mit diesem gewaltigen Hause verbunden. Ich möchte diese symbolische Ehrung nur in dem Sinne verstanden wissen, daß, je höher jemand vom Schicksal auf der sozialen Leiter gestellt ist, desto einster und dringender ihm die Pflicht ob liegt, nach der christlichen Sittenlehre und nach den weltlichen Gesetzen für das leibliche und geistige Wohl derer zu sorgen, die seiner Obhut anvertraut sind. Totz aller großartigen technischen Fortschritte der äußeren Lebenskultur sind mit dem Zusammenströmen gewaltiger Volksmassen an den Brenrpunkt unseres Geschäfts- und Wirtschaftk verkehrs doch sittliche und körper liche Gefahren verburden, die wir, so weit uns möglich ist, durch Gesetzzebung und Verwaltung bekämpfen müssen. Bei unserer schnell wachsenden Bevölkerung, dem immer verwickelter sich gestaltenden Erweibsleben entstehen sittliche und körperliche Gefahren für unsere Bevölkerung, die immer höhere Ansprüche an die Tätigkeit aller derer st.llen, die berufen find, diese Gefahren zu bekämpfen. Und wenn wir unser Volk arbeits= und wehrfähig erhalten wollen, dann müssen wir mit aller Kraft arbeiten, um die Gefahren, mit denen uns das moderne Leben bedroht, zu bekämpfen. Die größte Gefahr und die größte Not liegt in der Wohnungsfrage! Die Wohnung bildet die Grundlage der Familie. Sie ist entscheidend für das sittliche und geistige Wohl. Die Wohnungs frage bildet heute die wichtigste Frage, wenn wir nicht die Kraft der lebenden Generation preiszeben wollen zum Schaden kommender Geschlechter. Deshalb ist es eine hocherfreuliche Erscheinung, daß die beteiligten Kreise selbst die Hand angelegt haben, um den bestehenden Mißfländen zu steuern, den kyzienischen Anforderungen entsprechende Wohntäume herzustellen urd dabei— was besonders ins Gewicht fällt — der privaten Erwerbstätigkeit ebenfalls neue heilsame Ansporne zu geben. Und wenn wir heute nach verhä tnis mäßig kurzer Zeit, nachdem wir gemeinsam den Grundstein gelegt haben, dieses gewaltige Gebäude vor uns sehen, so verdanken wir das der Ausopferung, dem Sachverständnis, der selbstlesen Hingabe des Aufsichtsrates und Vorstandes des Vaterländischen Bauvereins, dem dafür höchste Anerkennung und Ehre gebührt. Ich habe kürzlich eine Denkschrift gelesen, in der ausgeführt wird, daß Berlin im Jahre 1950 vierzehn Millionen Einwohner zählen würde. Ich bin außerordentlich glücklich, daß nach den unerbittlichen Gesetzen der Natur und den statistischen Wahrscheinlichkeitsberechnungen ich nicht genötigt sein werde, der.ier dieses Tages selbst beizuwohnen.(Heiterkeit.) Aber es liegt in dieser Berechnung, wenn sie auch nur annähernd richtig sein sollte, ein Fingerzeig dafür, welch ungeheuer gewaltige soziale Aufgaben noch dem Staate und allen, die es mit urserem Volke gut meinen, in Zukunft gestellt sind, und welche noch zu lösen sind vor allem auf dem Ge diete der Wohnungsfürsorge. Es kann meines Erachtens nur kurzsichtige Selbstsucht, wirtschaftlicher Unverstand sein, wenn man hier und da das Wort hört, es sei nun mit der sozialen Fürsorge genug geschehen, und man müßte sie nunmehr einschränken. Gegenüber den gewaltigen Aufgaben, die einem Volke gestellt sind, das sich in dieser Weise entwickelt, wie das deutsche, hat j der einzelne nach seinen Kräften zu sorgen für die, die schwächer sind, als er selbst. Ich heffe, daß auch der Vaterländische Bauver ein an dieser Entwicklung der Zukunft fortgesetzt einen ehrenhaften und wirksamen Anteil nehmen, und daß an seiner Sptze immer Männer stehen werden, die nach dem Beispiel des jetzigen Aussichtsrates und Vorstandes ihre eigene Kraft opfervoll hingeben, um ihren Mitmenschen ein trauliches,### sundes Heim zu bereiten. Wenn der Verein in diesem Sinne fortarbeitet, werden mit Recht kommende Geschlechter ihn stets in ehrender Dankbarkeit nennen!“ des tatsächlichen Bedürfnisses leistet, das der Schienenweg mit Leichtigkeit geleistet häte!“ Der Herausgeber der Zeitschrift bemerkt zu diesem Artikel:„Unter den in die Kapkolonie geflossenen Geldern befinden sich auch die Schmiergelder für die englischen Offiziere, die die Grenze bewachen und nichts durchzulossen hatten. Die Schutztruppe mußte sich dieses Mittels bedienen, um überhaupt das zu ihrer Existenz Notwendige zu erlangen, das dann vielfach minderwertig war und doch mit hohen Pceisen bezahlt werden mußte 2c.“ Welchen Schwabenstreich der Reichstag mit der Ablehnung des Bahnbaus in Südwestafrika gemacht hat, zeigt solgende Berechnung des Dr. Handtke in der Zeitschrift„Der Deutsche“: „Statt der Eisenbahn auf der Strecke Lüderitzbucht Kubub, die 7¾ Millionen Mark g kostet und jährl cheinen Aufwand von 1200000 Mark für Betrieb, Verzinsung und Amortisation ersordert hätte, wurde für 7700000 Mark ein Fuhrpark bescheff, dessen Unterhaltung monatlich eine Million jährlich also 12 Millionen Mark kostete, aber ohne Verzinsung und Amortisation, wie die amtliche Denkschrift aus drücklich betont.... Was an Bedarf fehlt:, wurde aus dem britischen Gebiet ausgeführt oder von den Rippmn gehungert. Welche Summen infolge dieses eigenartigen Spar systems ins Ausland geflossen sind, ist schwer zu sagen. Die Denkschrift für die Bahn von Kubub nach Keetmansheop, die das Dalum des 19. Mai 1906 trägt, schätzt sie bis dahin auf rund 100 Miltionen Mark. Bis der Reichstag sich wieder mit der Fraze zu besassen haben wird, dürfte sie auf 150 Millionen Mark angelaufen sein. Das Ergebnis dieser wunderbaren Politik ist also, daß es verfassungswidrig ist, wenn der Heeresleitung in Südafrika erlaubt wird, für 7¾ Millionen Mark einen Schienenweg als Etepperstcaße zu erbauen, daß aber keinerlei Bedenken vorliegen, wenn sie für dieselbe Summe einen Fuhrpark beschafft und für dessen Unterhaltung und Ergänzung jährlich das Dreifache ausgibt, wobei noch zu berücksichtigen ist, daß er nech nicht ein Drittel Nachrichten. Aus dem Deutschen Reiche. Berlin, 17. Oktober. Der Kaiser besuchte heute mit Automobil von Bonn cus Burg Elz a. d. Mosel, Münstermaifeld und Maria Laach. Um 8 Uhr begab sich der Kaiser in der Couleur der Boaner Borussen in effenem Automobil zu der Kneipe des Koips, wo ein Essen staltfand, an dem außer.m Kaiser Prirz August Wilhelm von Prrußen, der Ecbprinz und.inz Adolf zu Schaumburg Lippe, sowie Graf Dönhof F iedrichstein und die Aktiven und Inaktiven des Korps teilnahmen. Die Immatrikulation des Prinzen August Wilhelm von Preußen in Born, für die in der Universität für den gestrigen Tag des Kaiserbesuches Vorbereitungen getieffn werden waren, ist auf später verschoben worden. Nach einer Mitteilung des L.“ficht die Großherzogin von Hessen birnen kurzim einem sreudigen Ereignis entgegen. Aus diesem Anlaß ist gestern der Hof wieder nach dem Darmstädter Neuen Pilais übergesiedelt. Nach sechsmonatiger Abwesenheit ist Reichskanzler Fürst Bülow heute vormittag 10 Uhr 46 Min. wieder in Berlin eingetuuffen. Der Fürst sah bei seiner Arkunft ausgezeichnet aus. Mit ilm trafen aus dem Potsd mer Bahnhof ein die Gemahlin des Fürsten, ihre Mutter und Gesandter v. Belop. Der Gouverneur von Samoa, Dr. Solf, ist gestra abend von einem längeren Urlaub nach Berlin zurückgekehrt und wird, wie die„Nat Zg“ erfährt, Anfang rächsten Monats die Ausreise in das Schutzzebiet antreten. Am polnischen Schulstreik nehmen jtzt auch die Schüler der Oberklassen teil. In Adelnau und Gransdorf streiken sämtliche polnische Kinder, wie sie sagen auf Befehl der Geistlichen. In Gnesen beteten die Kinder polnisch, während der Lehrer deutsch betete. Vor der Schule waren 4 Polizisten aufgest Ut. Polnische Protestversammlungen wurden behördlich verboten. Die Beomberger„Okkd. Rundschau" emfiehlt die Eführung eines staatlichen Vorkaufsrechts für alle Güter in der Ostmark Die heute hier versammelten Vertreter der deutschen Bergbaubezirke waren einmütig darüber, daß mit den Arbeiterorganisationen, welche den bekannten Lohnerhöhungsantrag eingereicht haben, nicht hierüber zu verhandeln sei, da sie als zuständige Vertreter der Grubenbelegschaften nicht anzusehen seien. Ferner wurde allseitig festgestellt, daß schon jetzt die Bergarbeiterlöhne, namentlich auch infolge der im litzten Jahre seitens der Werkverwaltung überall vorgenommenen erheblichen Lohnerhöhungen hohe sind, daß sie gegenüber den gesteigerten Lebensmittelpreisen durchaus ausreichend sind. Bei den neuen Militärforderungen handelt es sich u.., wie der„.=., von parlamentarischer Seite erfährt, auch um eine Vermehrung der Maschinengewehre und um die allgemeine Einführung der Rohrrücklauf geschütze bezw. um die Umarbeitung des vorhandenen Geschützmaterials zu Rohrricklausgeschützen mit Schutzschilden. Für den Reichs tag enthalten diese Forderungen nichts neues, da sie in der Budgetkommission wiederholt erörtert worden sind. Mit Rücksicht auf die verfügbaren Mittel sollen die Kosten auf mehrere Jahre verteilt werden. Bremen, 17. Oktob. Die Bürgerschaft lehnte heute gegen 12 Stimmen den sozialdemokratischen Antrag auf Einführung des allgemeinen gleichen direkten Stimmrechts für die Bürgerschaftswahlen ab.(Hann..) Braunschweig 17. Okt.=Den Landtagsabgeordneten ist soeben eine Regierungsvorlage, betr. die künftige Gestal tung der Regierungsverhältnisse im Herzogtum, zugegangen. Nach Darlegurg der Verhältnisse, denen zufolge die Wahl eines Regenten nach Maßgabe des Gesetzes vom 16 Fbruar 1879 notwendig geworden ist, da der Großherzog von Cumberland den Verzicht auf preußische Landes teile nicht geleistet hat, wird auf einstimmigen Beschluß des Regentschaftsrats die Landesversammlung ersucht, ihr Einverständnis damit zu erklären, daß nunmehr die Wahl eines Regenten in die Wege geleitet K575 Der Aufstand in SüdwestAfrika. Am 12. Okt. warde an der Westgrenze zwischen Holpan und Sandpuets südlich Hasuur eine staike Hottentottenbande von der dritten Kompagnie des 2 Feldregiments angegriffen. Der Feind floh nach zweistündigem Gefecht, größtenteils in südwestlicher Richtung, und wurde von der dritten Kompagnie, sowie der halben achten Balterie unter Führung von Major Siebert verfolgt Unsererseits sind zwei Reiter gefallen, zvei leicht verwundet. Ein kleinerer Teil der Bande floh über die englische Grenze. Nach übereinstimmenden Nichrichten hatte der bei Holpan geschlagene Gegner voiher auf englischem Gebiete geschossen und mit einem Waffenschmuggler verhandelt. Der englische Magistrat in Rietsontein S. O bestätigte diese Nachricht und drückte am 10. Oktober sein Bedauern aus, daß er nicht in der Lage gewesen sei, die Leute zu entwoffnen und festzunehmen. Aus dem Auslande. Wien, 15. Okt. Der Lutherverein zur Erhaltung der deutschen evingelischen Schulen Oest=rreichs beschloß, zum Gedächtnis an die Erlassung des Toleranzedikts Kaiser Josefs II(13. Oktober 1781) ein evangelisches Toleranz=Waisenhaus in Staber(bei Auscha', der ältesten evangelischen Gemeinde No:dböhmens, zu errichten. Wien, 16. Okt. Die hier tagende PlenarVirsammlung der österreichischen Bischöfe richten zu Händen des Kardinals Richard ein Schreiben an den Episkopat Frankreichs, in welchem dem lebhaften Be dauern wegen der über die Kirche Frankreichs hereinbrechenden traurigen Ereignisse Ausdruck gegeben und den Bischösen Frankreichs Glück punsch und Verehrung aus. gesprochen swird für ihre bewundernswerte Eintracht und unerschütterliche Anhänglichkeit an den heiligen Stuhl. Das Schreiben schließt mit der Versicherung daß die österreichischen Bischöse beten würden, daß der Plan der Feinde zu nichte werde. Paris, 17. Oktober. Der russische Minister des Auswärtigen, Iswolski, ist hier eingetriffen. Rußland. In Warschau ertdeckle die Geheim=Polizei eine ganze Banditen organisation. Bisher wurden 49 Mann verhaftet.— Der Marineminister verlangte einen außeretatmäßigen Kredit von 18 Millionen Rubel für Schiffs bauten, den Kolowzew verweigerte. Insolgedessen wandte sich der Marineminister direkt an den Zaren und erhielt den Kredit. Die B. stellungen werden aussch ließlichrussischen Wersten und Fabriken übertragen werden. Kirche, Schule und Mission. (Zum Fall Römer.) Die Ablehnung des Einspruchs des Remscheider Peskyterium: durch den Evangelischen Ober= kirchenrat wurde nach der„Köln. Ztg.“ wie folgt begründet: „Nachdem durch diese Entscheidung(des Oberkirchenrats über die erste Wahl) der Einspruch endgültig als begründet erklätt war, schied Römer, da es sich nicht etwa um Mängel dis Wahlverfahrens, sondern um ein in seiner Person liegendes Hindernis für die Bestätigung seiner Wahl handelte, aus der Zihl der für die Wiederholung der Wahl in Beiracht kommenden Bewerber mit der Wirkung aus, daß die Bestätigung seiner Wiederwahl von vornherein ausgeschlossen war. Diese Folgerung ist an und für sich selbstverständlich, und es ist nicht ersichtlich, irwiefern es für sie einer näheren Begründurg. die das Presbyterium in seiner Beschwerde vermißt, bedarf. Hiermit erledigen sich auch die Ausführungen über die dem Königlichen Konsistorium bei Ausübung des Bestätigungsrechts gezogenen Schranken. Wenn das Köigliche Konsistorium seine Entscheidung schon vor völliger Durchführung des an die Wahlverhandlung sich anschließenden weiteren Verfahrens, sowie es in seinem Beschlusse vom 5. Juli geschehen ist, auf Grund des ihm von dem Superintendenten zugegangenen Berichte: über din Ausgang der Wahl getroffen hat, so kann dieser Umsta d bei der völlig klaren Sach und Rchtslage keinen ausreichenden Anleß dieten, die sachlich auf Versagung der Bistätigung hinauslaufende, nach Vorstehe dem durchaus begründete Entscheidung aus formellen Glünden aufzuheben und damit lediglich eine weitere Verzögerung in der.ledigung der Angelegenheit herbeizuführen" Zum Verständnis dieses Schreibens sei daran erinnert, daß das Remscheider Preskyverium in seiner Eingabe an den Oberkirchmnrat gesagt hatte, das Konsisorium habe verkannt, daß die Wahl Römers nicht wegen seiner theologischen Denkweise überhaupt, sondern lediglich wegen seiner eisten Wahlp edigt bestätigt worden, Römer also keineswezs vom Pfarramte aus geschlossen sei. Ferner hatte das Preiby'erium geschrieben, für die Aberkennung der Wahlfäh gkeit nur für eine Gemeinde oder für die Annahme, daß der trotz einmal kassierter Wahl wahlfähig gebliebene Kandidat aus der Zahl der Bewerber für die betriffnde Stelle ausscheide, fehle es an jeder gesetzlichen Grundlage. Gericht und Rechtsprechung. Bielefeld, 16. Okt.(Strafkammer.) Das hiesige Schöffengericht hatte 8 Former der Tweeischen Fabrik von der Anklage der Nötigung freigesprochen, wigegen die Staatsanwaltschaft Berufung eingelegt hatte. Die Strafkammer hob das erste Urteil auf und verurteilte alle drei wegen versuchter Nötigung, den B. und H. zu einer Geldstrafe von 15 Mk. und den O zu einer solchen von 20 Mk. ev. 3 bizw. 4 Tagen Gefängnis.— 2. Der etwa 16 Jahre alte H. A. von Winkelshütten erhielt wegen eines Sittlichkeitsverbrechens 3 Morate Gefängnis.— 3. Der Zimmermann G. und der Arbeite: O. von hier wurden wegen gefährlicher Körperverletzung zu einer Geldstrafe von je 50 Mk. ev. 10 Tagen Gesängnis verurteilt.— 4. Der Schuhmackergesille E. T von hier erhielt wegen einfachen Diebstahl 2 Wochen Gesängnis, wllche durch Anrechnung der Untersuchungshaft verbüßt sind.— 5. Der 18 Jahre alte Arbeiter W. St. von Schildesche erhielt wegen schwerer Körperverletzung(mit dem Messer) im Wiederholungsfalle die ex#mplarische Strafe von 1 Jahr und 6 Monaten Gefängnis. Außerdim wurde er verurtellt, an den Verletzten eine Buße von 86 Mk. zu zahlen. Bielefeld, 17. Oktober.(Schwurgericht.) Dir angebliche Tischlergeselle Christian Funke aus Lage, ein vielfach vorbestrafter Stromer, hat am 80. Juni 1906 auf seinem Wanderzuge durch das Rhedaer Gebirt am lichten Mttage eine junge Frau in unmittelbarer Nähe eines Bienenstandes unsittlich angesallen. Nur dem Geschrei der Frau und den Bienenstichen ist es zu verdanken, daß der Wästling von seinem Opfer abgelassen und weiter gezogen ist. Doch schon am Nachmittag wurde er von beherzten Männern ergeiffen und der Polizei zugeführt, wo er sich über eine zuteil gewordene Tracht Prügel Protest erhob. Das Schwurgericht erkannte gegen den Verbrecher wegen versuchter Notzucht auf 1 Jahr und 3 Monate Stlänonis.. Lokales und Provinzielles. Bielefeld, 18 Oktober. (Hoher Besuch.) Gestern vormittag traf im Automobil, von Minden komnend, der Minister des Imern Herr v. Bethmann=Hollweg zur Besichtigung des Ruhauses und des Sparenbergs hier ein. Der Oberpräsident Frhr. v. d. Recke v. d. Horst und der Regierungs=Präsident De. Kruse begleiteten den Minister. Im Rathause hatten sich die Migistrats=Mitglieder, der stellvertretende Stadtverordnetenvorsteher Justiz Rit Bock und Geh. Reg=Rat v Ditfurth eingesunden. Herr Geheimer Rezierungsrat Bunnemann begrüßte die Gäste. Die Herren besichtigten das Rathaus und Stadttheater und fuhren dann im Automobil nach dim mit Flaggen geschmückten Sparenberg. Nich der Rückkehr von hier fand im Amtszimmer des Herrn Beigeordneten Törner eine Frühstückstafel von 16 Gedecken statt. Wir wir hören, haben sich die hohen Gäste sehr befriedigt über alles Geschere ausgesprochen. (Für Mitglieder der KriegerVereine) Nich der„Neuen polit. Korr.“ ist den an den m lärischen Kontrollversammlungen teilnehmenden Mitgliedern von KriegerVereinen für die Folge das Anlegen von Kriegervereins= Abzeichen bei den Kontroll= versanmlungen gestattet. (Zu den Vorträgen von Dr. Dennert; ist zu bemerken, daß die Dreizahl derselben einen gewissen Zusammenhang hat sodaß den größten Gewinn naturgemäß du jenige haben wird, der sie alle drei genießen kann. Indes ist auch jeder einzelne Vortrag für sich verständlich und bildet eine geschlossene Einheit. ch(Jahresfest des Blaukreuz= vereins.) Am nähsten Sonntag feiert der Bielefelder Blautreuzverein sein Jahresfest. Die F spredigt hält Herr Pastor Köhne in der Neustädter Kirche. Die Nachfeier fiidet in der Vokshalle, Pepenmarkt 2, in der gewohnten Wise statt. Sie beginnt 3¼ Uzr.— Eewähnt sei bei dieser Gelegerheit folgendes: Der Blaukreuzverein hat eine neue Arbeit in Ange ff genommen, durch die seine ständigen Ausgaben bis auf weiteres bedeutend vermehrt worden sind. Derum hat der Vorstand in seiner letzten Stzung beschlossen, sich bittend an die Freunde der Blaukreuzarbeit zu wenden, welche sich nicht zur völligen Enthaltsamkeit entschließen können. Wer sich zur Zahlung eines jährlichen Beitrages von 3 Mark oder mehr verpflichtet, wird dadurch„Uaterststz##des Mitglied“ des Blaukrenzv reins. (Wandergewerbeschein für das nächste Jahr.) Di= jenigen Pirsonen, welche für das Jahr 1907 einen Wandergewerbe schein wünschen und rechtzeitig in den Besitz desselben gelangen wollen, haben einen diesbezüglichen Antrag unverzüglich im Rathause, Zimmer 11(Eingang Viktoriastraße), zu stellen. **(Meisterkurse für die Provinz Westfalen) Am 29. Oklober 1906 be. ginnt ein achtwöchiger Meisterkursus für Dekorations, Holz und Marmor Miler im Handwerksschulgebäude in Doctmund, Schwanenwall Nr. 41., Aufzenommen werden Maler= und Anstreichermeister, sowie solche Gesellen, die sich in Kürze selbständig machen wollen. Anmeldungen sind bis spätestens 20 Oktober 1906 unter Beifügung eines selbstgeschriebenen Libenslaufes, eines amtlichen Führungszeugnisses und der Ausweise über die Lihrlings=, Gesellen=, Milit ke= und eptl. Meisterverhätnisse an den mitunterzeichneten Leiter des Kursas einzureichen. Das Unterrichtsgeld beträgt 20 Mk. für den Kursut. In der Regel erhalten die Teilnehmer reichliche Beihilfen zum Lebensunterhalte, Geschäftszimmer des Leiters: Dortmund, Schwanenwall 41. Die westsälischen Hindwerkskammern sind zu witerer Auskunftserteilung bereit. *(Hausbriefkasten.) Für die Wahrnehmung des Postbestelldienstes ist es von wesentlichem Vorteil, wenn die Korrespondenten an den Eingängen zu ihren Wohn ungen Biefkastin anbringen. In solche Kasten dürfen von den bestellenden Beten gewöhnliche frankierte Briessendungen gelegt werden, soweit die Beschefferheit der Kasten es gestattet und andere Veradredungen nicht bestehen. Je größer die Zahl der Wohnungsdriefkasten ist, desto schneller geht naturgemäß die Bestellung von statten. Es liegt daher im allg meinen Interesse, daß möglichst jeder Wohnungsinhaber einn Hausbriefkasten anbringt. In Bielefeld wird von den Kasten noch nicht in dem wünschenswerten Umfange Gebrauch gemacht. Es empfiehlt sich, genügend große und starke Kasten zu wählen und sie mit dem Namen dis Besitzers zu versehen. Bei Neubauten werden zwecknäßig von vornherein in den Eingangstüren zu den einzelnen Wohnungen Einwursspalten und an der Innenseite der Türen Brieftisten vorgesehen; dabei sind den Einwurfsspalten tunlichst solche Ausdehnungen zu geben, daß von den Beiefträzern auch stärkere Briese und Drucksachen usw. eingesteckt werden können. Hk(Wie uns aus der Handelskammer mitgeteilt wird,) soll das bisher in Indien üblich: schiedsgerichtliche Verfahren bei Streitigkeiten betr. Warenlieferungen nach Britisch=Indien einer Neuregelung unterzogen werden. Dicjinigen Firmen, welche an dieser Neuregelung ein Interesse haben, werden ersucht, sich mit der Handelskammer zu Bielefeld in Verbindung zu setzen. (Bielefelder Stadttheater.) Wochenspielplan. Sonntag, 21. Oktober. Anfang 7 Uhr. Der Abt von St Bernhard. Schauspiel in 5 Akten von Anton Ohorn.— Montag, 22. Oktober. Anfang 8 Uhr: Der Abt von St. Bernharo.— Dieustag, 23. Oktober. Anfang 7½ Uhr: Zum letzten Male:„Was ihr wollt". Lustspiel in vier Akten von William Shakespeare. Mittwoch, 24. Oktober. Anfang 7½ Uhr. Zum dritten Male: Letzte Aufführung von„Klein Dorrit".— Donnerstag 25. Oktober. Anfang 7½ Uhr. Zum ersten Male:„Der Meister von Palmyra“. Dramatische Dichtung in 5 Aufzügen von Adolf Wübrandt.— Sonnabend, 27. Oktober. Anfang 7½ Uhr Klassiker=Vorstellung zu kleinen Preisen:„Hamlet. Prinz von Däuemark“. Trauerspiel in 5 Aufzügen von W Shakespeare. Der Billetverkauf für die Vorstillunzen des, neuen Spielplans beginnt Freitag, 10. Oktober. m(Diebstähle.) Aus einem Keller eines Hauses am Niederwall sind in den litzten 3 Monaten nach und nach zirka 20 bis 30 Flaschen Wein entwendet. Von den Tätern fehlt bis jetzt jede Spur.— Am 14 d. M. Die gnädige Frau. Erzählung von A. Burg. 121[Nachdruck verboten.] Sollte Inge, die kleine Inge, diese Verwandlung bewirkt haben? Er suchte jetzt oft geflissentlich ihre Unterhaltung, bot sich zum Begleiter an, wenn sie mit Sophie Duette sang, wußte es so einzurichten, daß er mit ihr ging wenn ein gemeinsamer Spazier gang untervommen wurde, suchte Erinnerungen a- seinen kurzen Brliner Aufenthalt zusammen, um mit dem darin günftiger gestellten Hoppe gleichen Schritt zu halten, und— was sich allerdings der Kenntnis der anderen entzog— er dichtete teuerdings. In diesen lyrischen Ergüssen, die später stets sorgfältig zerrissen und verbrannt wurden, spielte das deutsche, blonde Mädchen mit dem rordischen Namen eine große Rolle Der Forstmeister bemeikte die Beränderung des Affessors, und er lächelte freundlich dazu. Torgerlows Berufsaussichten waren gut, er selbst, schon seit seiner Knabenzeit elternlos und ohne Gesch vister, sehr rohlhabend, solche Partie konnte Schwester Marietta v. Fahldusch für ihre Einzige wohl gesallen. Deraitige ernste Freier liefen nicht zu Dutzenden umher. Und darum freute er sich, daß die Toxe den Assessor noch mehrere Monate in Dergental festhalten würde. In übrigen war er fonst kein Freund von den„verlebten Assessoren". Er meinte, daß die meist fernen B äute und der Briefwechsel mit ihnen sie zu sehr von ihren Beruferflchten ablenkten. Aber bei diesen dreien wollte seine Voreiagenommenheit nich standhalten. Spechthausen war mit einer Rheinländerin seit mehreren Jahren schon versprochen, und diese Brautschaft war während der langen Zeit in solch ebenes Fahrwasser ceraten, ihre Briese kamen mit so rührender Regelmäßigkeit des Sonntags an, wie seine des Sonntags abgingen, daß dieser Gewohnheitsbräutigam die Berufspflichten nie darüber vernachlässigen konnte. Hopp: war seiner Sophie Erwählter, das war ein ander Ding in seinen Augen, und Dorgerlow als Mann der Nichte war ihm nicht unwillkommen. .lbstverständlich mußte er als Mann von Welt und Verstand hier die Sache gehen lassen, wie sie ging. Verschung spielen zu wollen, fiel ihm gar nicht ein und der Forstmeisterin, die eine abgesazte Feindin elltr „gemachten Partien“ war— erst recht nicht. Dorgerlow saß in seinem Zimmer drüben im Jäzerhaus und starrte nachdenklich vor sich hin. Wo er stand und ging, sahen ihn die leuchtenden Augen Inges an, wie sie ihm bei jeder Mahlzeit gegenüber am Tische saß Wie freundlich sie stets bei der Unterhaltung war. Gar nicht empfindlich, wenn der Forstmeister sie einmal wegen ihrer großen Un kenntnis ländlicher und weidmännischer Gepflogenheiten recht gründlich neckte. Und so gar nicht emanzipiert. Vor emanzipierten Frauen fürchtete sich Dorgerlow, seit er einmal ein Fräulein Doktor zur Tischdame gehabt halte, die in ihrem gelehrten Feuereifer ihn nur mit den gelehrtesten Dingen unterhielt. Ee hielt richts vom Facksimpeln, wenn es gesellige Unterhaltung galt, und sand es dann schon in Herrengesellschaft ziemlich öde. Aber bei Damen— schrecklich! Er dachte dann immer an das Urbild aller liebreizenden Weiblichkeit, das ihm vorschwebte, seine Mutter, trotzdem er noch so jung ge wesen, als sie starb und ihn, da er seinen Vater kaum gekannt hatte, als Weise einsam zuräckließ. Mit giter, aber liebeleerer Pension bei Fremden hatte er die wohlige, warme Atmosphär: des mütterlichen Heims vertauschen müssen, und wenn er sich schließlich auch daran gewöhnt— an das Leben auf der Schule mit dem Streben fürs Berufsleben, es gab eine Stelle in seinem Herzen, wo die Wunde der Sehnsucht nach jenem Paradiese der.imat noch immer brannte. Nin war Inge in seinen Lebenskreis getreten, er hatte sie zunächt nicht mehr b achtet als jede andere fremde junge Dame, der er bisher begegnet war. Leise, ganz leise, zunächst ihm selbst fast unbewußt, fühlte er, daß ihm hier vielleicht die Erfüllung seiner Sehnsucht beschieden sei. Ir, er erkappte sich dabei, was er bisher nie getan, wie er sich sein Heim ausmalte: ein freundliches, behagliches Oberförsterhaus, das er so traut einrichten wollte mit den schönen, alten, kost daren Möbeln seines reichen Eiternhauses— ein gemütliches, wohliges Heim, darin als Hausfrau die liebliche Inge waltete. Urd dann weckte ihn wieder das Zigen und Zveifeln aus diesem Traum, ob Inge wohl einwilligen würde, die Seine zu werden? Od sie vielleicht gar schon gebunden war? Wie ein kalter Schauer kroch dieser Zweisel durch sein erregt's Hirn. Drüben vom Vorgarten der Forstweisterei klang das Lachen und Plaudern fröhlicher Stimmen über die schmale, stille Dorsstraße herauf zu ihm. Verstohlen späte er hinaus, er hatte Juges Stimme erkannt und— Konrads. (Fortsetzung folgt.) wurden von der Hammerschmidtstr Werte von etwa zum 16. d. M. weg 16 gehörigen sächlich Damenw# Werte von etw Die Täter kon werden. m.(Die Rol Schweinebestande Ellermans zu S. ausgebrochen. D regeln sind getro 69 Schildesch In der Nacht vo wurden dem Tis Ziegelsttaße, von Wilhelmstraße 28 welchen Detering wendet. Die Tä gestiegen und he Wieser straße zu Aus den Kreise Minden, 18. des neuen 9 trafen am Dien v. Bethmann=Holl Oberpräsidert Fr direktor Hinckeldet u. a. Oberbürger mann, Landräte, Milglieder des Bez Zunächst fand nat Hmuptsitzungssaale rungskollegiume st zeichnungen bekan Kconenorden 3. und Baurat Horn, Regierungs=Baur nehmer Schütte un als Geheimer Ba meier, das AllZimmerpolier He Karzleirat der Reg Im Anschluß an Begrüßung und B Minister, des Ober auswärtigen Herre meister Dr. Johai Regierungspräsider lissung gab, die gute Einvernehmer und Regierung hei sich die B sichtig Bauseiter, Herr Re hat sich mit dem selbst ein Denkma die, die an dem und nicht zum Geschäftsleute, kön sein.— Ein 8 an dem nur ge schloß die Feier. Minden, 18. 25. d. M. wird Herr Provinzial=O einen Vortrag hal der Schädlinge im ist auch Richtmitg O Lübbecke Jahresfeste fl zählte em Sonnt aus Möllen, wie aus Gefängnissen: Zveifelhafte oder wüste Leute unter schieht dies meist wo sie zu Hunder von Kantinen ver aber auch, daßsi stelle in den in de suchten und dort Scheunen, auch mehreren lagertei monatlich 10 M ließen und jährlich einheimsten. Es neites Berhältnis Wirts und den A und daß man sie nächste Kirche## Stellen wurde dur durch die Ortspfu sorgung der Arbei erzählte, daß der mit einer Reihe auch Pfarrer Küß wie der Branntwe sammengehäusten# ständen gesteuert w sein Nachfolger M den gefaßten Besch Zukunf eine beden stände zu erhoffen für die Leute als nach Kräften zu sor horst dankte den führungen und v# der Sache erfahren ir die Oklober 1906 b2. Meisterkursus für d Marmor Miler e in Doctmund, tszenommen werden eister, sowie solche selbständig machen ind bis spälestens Beifügung eines laufer, eines amtund der Ausweise len=, Milit ke= und an den mitunteruisas einzureichen. gt 20 Mk. für den erhalten die Teilen zum Lebensmer des Leiters: nwall 41. Die immern stad zu ig bereit. .) Für die Wahrienstes ist es von die Korrespondenihren Wohn ungen In solche Kasten en Beten gewöhngen gelegt werden, der Kasten es geredungen nicht beihl der Wohnungsteller geht naturstatten. Es liegt teresse, daß mögiber einen Hius1 Bielefeld wird in dem wünschensich gemacht. Es große und starke mit dem Namen Bei Neubauten vornherein in den zelnen Wohnungen der Innenseite der sehen; dabei sind lichst solche Ausz von den Beiefse und Drucksachen anen. der Handelswird,) soll das : schiedsgerichtliche ten betr. WarenIndien einer Neuden. Dicjenigen Neuregelung ein rsucht, sich mit der eld in Verbindung seater.) Wochenober. Anfang 7 Uhr. ard. Schauspiel in — Montag, 22. Der Abt von St. 23. Oktober. AnMale:„Was ihr Akten von William 24. Oktober. AnMale: Letzte Auf1t“.— Donners= ½ Uhr. Zum ersten von Palmyra“. Aufzügen von Adolf 27. Oktober. Anrstellung zu kleinen von Däuemark“. von W Shakespeare. stellungen des, neuen 10. Oktober. einem Keller eines d in den litzten 3 zirka 20 bis 30 Von den Tätern — Am 14. d. M. ach jenem Paradiese rannte. seinen Lebenskreis mäch? nicht mehr temde junge Dame, war. Leise, ganz fast unbewußt, vielleicht die Ereschieden sei. Ir, 13 er bisher nie im ausmalte: ein verför sterhaus, das te mit den schönen, nes reichen Elternwohliges Heim, liche Inge waltete. wieder das Zigen Traum, ob Inge Seine zu werden? on gebunden war? roch dieser Zveisel Drüben vom Vorklang das Lachen Stimmen über die herauf zu ihm. , er hatte Juges Konrads. ortsetzung folgt.) wurden von dem Hausboden des Hauses Hammerschmidtstraße 6 Kleidungsstücke im Werte von etwa 25 Mk. und in der Nacht zum 16. d. M. aus dem zum Hause Bürger weg 16 gehörigen Guten Wäschestücke, haup“sächlich Damenwäsche und Taschentücher, im Werte von etwa 25—30 Mi. gestohlen. Die Täter konnten bisher nicht ermittelt werden. m.(Die Rotlaufseuche) ist unter dem Schweinebestande des Landwirts Friedrich Ellermans zu Schildesche, Schillerstraße 22, ausgebrochen. Die erforderlichen Schutzmaßregeln sind getroffen worden. 69 Schildesche, 17. Okt.(Diebstahl.) In der Nacht von Sonnabend auf Sonntag wurden dem Tischlermeister Detering hier, Ziegelsttaße, von dem Boden des Hauses Wilhelmstraße 28 etwa 3 Zentner Roggen, welchen Detering dort aufbewahrt hatte, ertwendet. Die Täter sind mittels Leiter eingestiegen und haben den Weg nach der Wieser straße zu genommen. Aus den Kreisen Minden und Lübbece Minden, 18 Okt.(Zur Einweihung des neuen Regierungsgebäudes) trafen am Dienstag die Heren Minister v. Bethmann=Hollweg, Fehr. v. Rheinbaben, Oberpräsidert Frhr. v. d. Recke, Oberbaudirektor Hinckeldey, Geheimrat Bosse, ferner u. a. Oberbürgermeister Geheimrat Bunnemann, Landräte, Bürgermeister, ernannte Mitglieder des Bezirksausschusses zahlreich ein. Zunächst fand nachmittags in dem prächtigen Hauptsitzungssaale eine Festsitzung des Regierungskollegiums statt, in der folgende Auszeichnungen bekannt gegeben wurden: den Kronenorden 3. Klasse erhielt Regierungsund Baurat Horn, den Kconenorden 4 Kesse Regierungs=Baumeister Kanold, Bauanternehmer Schütte und Niermann; den Charakter als Geheimer Baurat der Baurat Engelmeier, das Allgemeine Ehcenzeichen der Zimmerpolier Hoton, den Czarakter als Karzleirat der Regierungssekretär v. Ge ssom. In Anschluß an die Festsitzung fand die Begrüßung und Bewillko cmnung der Herren Minister, des Oberpräsidenten und der übrigen auswärtigen Herren durch den ersten Bürgermeister Dr. Johansen statt, was dem Herrn Regierungspräsidenten Dr. Kruse Verarlissung gab, die Opferwilligkeit und das gute Einvernehmen zwischen Stadtverwaltung und Regierung hervorzuheben. Hieran schloß sich die B sichtigung des Gebäudes. Der Bauseiter, Herr Regierungsbaumeister Kanold, hat sich mit dem neuen Regierungsgebäude selbst ein Denkmal gestzt. Aber auch alle die, die an dem Bau mitgearbeitet habeo, und nicht zum wenigsten die Mindener Geschäftsleute, können stolz auf ihre L istungen sein.— Ein Festmahl in der Ressource, an dem nur geladene Gäste teilnahmen, schloß die Feier. Minden, 18. Okt.(Vortrag) Am 25. d. M. wird im Gartenbauverein der Herr Provinzial=Obstbau Insp kior Hagemann einen Vortrag halten„Ueber die Vertilgung der Schädlinge im Obstbau". Die Beleiligung ist auch Richtmitgliedern gestattet. O Lübbecke 17. Oktober.(Auf dem Jahresfeste für innere Mission) erzählte em Sonntag Pestor Dr. Küßner aus Möllen, wie neben ordentlichen Leuten aus Gefängnissen und Bechthäusern kommende Zveifelhafte oder dem Trunke ergebene, wüste Leute untergebracht wurden. Es geschieht dies meistens in großen Baracken, wo sie zu Hunderten zusammen hausen und von Kantinen verlorgt werden. Es geschah aber auch, daß sich die Lute eine Schlafstelle in den in der Nähe liegenden Häusern suchten und dort in armseligen Ställen und Scheunen, auch in Kammern zu 10 und mehreren lagerten, wofür sich die Wirte monatlich 10 Mark pro Mann bezahlen ließen und jährlich ein hübsches Sümmchen einheimsten. Es zeigte sich oft, daß ein nettes Berhältnis zwischen der Familie des Wirts und den Arbeitern sich herausbildete und daß man sie zusammen Sonntags in die nächste Kirche pilgern sah. An manchen Stellen wurde durch Reiseprediger oder auch durch die Ortspfarrer für die geistliche Versorgung der Arbeiter Rat geschafft. Redner erzählte, daß der verstorbene Minister Budde mit einer Reihe von Männern, zu denen auch Pfarrer Küßner gehörte, beraten habe, wie der Branntweinplage unter solchen zu sammengehäuften Arbeitern und andern Uebelständen gesteuert werden könne, und daß auch sein Nachfolger Minister Breitenbach sich zu den gefaßten Beschlüssen bekenne, so daß in Zukunf eine bedeutende Besserung der Uebelstände zu erhoffen sei. Es gelte, in Treue für die Leute als Brüder und Mitchristen nach Kräften zu sorgen. Herr Pastor Stieghorst dankte dem Redner für seine Ausführungen und verlas einen Brief des in der Sache erfahrenen und vorbildlichen Pastor von Bodelschwivgh sen., der leider durch Krankheit verhindert war, einen von ihm erbetenen Vortrag zu halten. Er riet in seinem Schreiben zur Anlage ähnlicher Barecken wie in dem von ihm bei Beilin in Friedenstal eingerichteten, die sich gut bewährten. Mancherlei aus der Versammlung gestellte Fragen beantwortete noch Herr Pfarrer Küßner, wobei sich u. a. auch herausst Ute, daß es kaum angehen dürfte, den bereits überlasteten Ortspfarren die Versorgung der Arbeiter aufzubürden, weshalb wohl durch Berufung von besonderen Geistlichen Rat geschefft werden müss.— Das Gehörte in einem errsten Schlußworte zusammerfassnd, gab Herr Pisto: Voß aus Alswede Mahnungen und Hoffaungen für das bevorstehende Werk den Heimkehrenden mit auf den Weg und ein Gesangvers beendete die ansprechende Feier. Aus dem Kreise Herford. 9 Hersord, 17. Okt.(Entsprungen) sind vorgestern nacht aus der Strafanstalt 2 Gefangene; über die Miuer wig erreichten sie mittelst einiger Stricke die Freiheit, die ihnen allerdings nicht lange blühen dürfte. Gestern nachmittag wurden die Ausreißer, welche Göllmer und Bohlen heißen, bei der Loose bettelnd beobachtet. C Herford, 17. Okt.(Die Stadtverordnetenwahlen) stehen vor der Tür und die Pirteien rüsten zum Kampf. Gestern abend traten Vutreter des christlichvaterläudischen und katholischen Männer Vereins, die Feldmärker und der vereinigten Beamtenschaft zusammen und beschlossen das alte Kirtell aufrecht zu erhalten und gemeinsam den Kampf gegen die Sozialdewokratie aufzunehmen. Herr Oderpostassistent Niedenführ wurde als Kandidat aufgestellt. Belke=Steinbeck, 16 Olt.(Unfall.) Der Neubauer Hermann Wilke aus Belke-Steinbeck Nr. 33 war am 12. d. M mit Apfelalflicken beschättigt. Hierbei floz ein Zweig in sein rechtes Auge und verletzte dusselbe. Er mußte laut ,B.'.“ in das Krankenhaus zu Herford gebracht werden. Enger, 16. Okt.(Markt.) Am 25. d. Mts. fiadet hier Kram= und Viehmarkt statt. Aus den Kreisen Wiedenbrück und Paderborn. Gütersloh, 16.t.(Auf dem heutigen Viehmarkt) kosteten Zucochsen 350—450 Mk., tragende und Mischkühe 350—400 Ml., Jungvieh 120—250 Mark das Stück. Das Paar Firkel 6 bis 8 Wochen alt, 20—27 Mk. Stangen kosteten 45—70 Mt, größere Schweine 120—170 Mk. das Stück. Der Hindel war lebhaft. Gütersloh, 16 Okt.(Feuer.) Im benachbarten Marienfeld brannte am Sonntag das Kolonat Rolf nieder. Die Erntevortäte wurden ein Raub dr Flammen. Paderborn, 16. Okt.(In Südwestafrika gestorben.) Am 8. d. M. stard in Omaruru(Deutsch= Südwestafrika) am Typhus, der Leutnand a D. Dr. phi'. Osuald Freiherr von Brackel, ältester Sohn des her im Ruhestande lebenden Geheimen Regierungsrates und früheren Landrates von Paderborn, Feiherr Huzo ro: Breckel. Sennelager, 16 Okt. Der Truppenübungsplatz) wird mit elektrischer Beleuchtung vus hen. Es ist eine Ausnützung der Wssrkraft des Thuiebaches beabsichtigt. Aus dem Reg.=Bez. Münster und Arusberg. Münster 15. Olt(Universiiät.) Heute mittag sand die feierliche Rektorat: Uebergade an dr hiefigen Köriglichen Universität an den für das Studierjohr 1906/07 gewählten Rekto:, Professor der Theosogie Dr. Pleper, statt Münster, 16.'t.(Prüsungsstationen.) Wie der„Rh Westf Big.“ mitgeteilt wird, errichtet die P üfangsstat on für landwirkschaftliche Maschinen und Ge räte zu Münster i.., vieifichen Wünschen entsprechend, am 1. Januar 1907 eine zweite Fliale, und zwar in Hagen i. W Ein passendes Lokal, eine ehemalige größer Fabrikanlage in der Nähe des Bahnho#es. ist bereits überrommen und wird dem Zoecke entsprechend geändert werden. Die Filiale sell ähnlich wie in Münster und Hersord, den Landwirten eine Uebersicht der von der Maschmenp#üsungs station empsohlenen Maschinen und Geräte zeigen. Münster, 17. Oktober.(Landesökonomterat Winkelmann,) der Präsident des Westsälischen Bauernvereins, ist in Berlin, wo er augenblicklich weilt, an den Folgen einer Operation bedenklich erkrankt, weshalb seine Familie telegraphisch nach Berlin berufen wurde.(Hann..) Dortmund, 17. Okt.(Die Ausgrabungen) in Oberaden sind in dieser Woche für dieses Jahr eingestellt Wanne, 16 Okober.(Die Eingemeindung) der Gemeinde Krange in Wanne hat die Genehmigung des Königs gesunden. Aus den Nachbarprovinzen und Staaten. Wunstorf 17. Ot.(Unfall) Auf dem Bahnt ole Wunstorf löste sich der am Stationsgebäude angel rachte Briefkasten, als heute nachmittag die achtjährige Tochter eines Maschinenmeisters einen Brief hineinstecken wollte Der schwere Kasten stürzte auf das Kind, das soschwer, namentlich am Kepfe, verletzt wurde, daß an der Erhaltung des Lebens gezweifelt wrd.(Hann. C) Der Köp=nicker Gannerstreich. Berlin, 17. Okt. Ueber den bereits gemeldeten unerhörten Gaunerstreich kommt folgende ausführlichere Darstellung: Mit dim Vorortzug 2 Uhr 46 Min. trafen von Beilin in Köpenick (Stadt mit 29000 Einwohnern) 10 Mann Soldaten vom Gardefüstlierregiment und Gardeinfanterieregiment unter Fühung eines Hauptmannes dort ein und besetzten als bald das Rithaus. Vor dem Haup'pertal stellte sich ein Doppelpesten mit aufgepflanzten Bajonett auf, während die anderen Zugänge von eir fachen Posten besetzt wurden. Das Rathaus wurde von j dem Verkehr mit der Außenwelt abgeschnitten, selbst die Beamten dursten ihre Bureaus nicht verlassen, ebenso die im Rathauskeller besi dlichen Gäste. Den Mitzliedern der dr städtischen Behörden wurde der Zutritt zum Rathause mit der Motivierung virweigert, daß auf Besehl seiner Majestät das Rathaus besetzt wirde. Bürgermeister Dr. Langerhans mußie unter militärischer Bedeckung einen Wagen besteigen. Auch der Hauptkessenrendant von Wiltberg(bis vor kurz'm Stadtsekretär in Bielefeld. Die Schriftleitung) wurde unter militärischer Bewachung rach dem Bahnhof gebracht. Da der die Soldaten führende Harptmann vorher auf dem Postamt den Befehl erteilt hat e, daß jede telephonische urd telegraphische Bubindung eine Stunde lang zu unterbl iben habe, so war eine Anfrage an die vorgesitzte Behörde nach außerhalb unmöglich. Die beiden Arrestanten wurden auf der neuen Wape in Berlin eingeliefert, wo man sie alsbald entließ, da man von der ganzen Angelegenheit hier nichts wußte. Inzwischen hatte der angebliche Hauptmann die städtische Kasse einer.vision ur terworfen und sich 40.0 Mark angeeignet. Er ließ das Heuroch bis ½6 Uhr bewachen und fuhr selbst in der Richtung nach Beilin davon, nachdem er vergeblich versucht hatte, auch den Sparkassenrendarten in seine Gewalt zu bekommen. Gegen 2 Uhr nachts soll der Gauner noch in Berlin gesehen worden sein, doch ist es bisher noch nicht gelungen, seirer habhaft zu werden. Weiter wird gemeldet: Man glaubt, daß der Täter ein ehrmaliger Untcroffizier des vierten Garderegimerts zu Fuß ist. Er trug die OffizierUoisorm des ersten Garderegiments. Zunächst #g uirlerte er eine abgelöste Wache am Plötzensee mit dem Bemerken, er habe auf allerhöchste Anordnung des Kaisers eine Verhaftung vorzunehmen. Später requirierte er noch eine gleichfalls abgelöste Wache des 4 Garderegiments. Beide Kommandos zählten je 4 Marn und je 1 Gefreiten. Der vermeintliche Offizier ließ das Seitengewehr cuspflanzen, marschieite dann nach dem Bahnhofe bei der Puttlitzstraße und fuhr mit den Soldaten nach Köpenick. Hie entnahm er der Kesse 3559,12 Mk gegen Quttung Mehr zu nehmen, vermied er wohl, um sich nicht verdöchtig zu machen, g ittiert hat er über 4000,70 Mark. Gegen 7 Uhr trafen die Landauer mit den beiden G fangenen auf der Neuen Wache in Beilin ein. Auf Alormieiueg durch den wachthabender O fizier erschienen Gen.ral'euinant Graf von Moltke und Prinz Joochim Friedrich, die die Verhafteten unter vielen Eotschu digungen in Freiheit setzten. Die Mannschaften der beien Kommindes wurden vernommen, ihr Ber halten mußte als den Umständen gemäß korrekt anerkannt werden. Es wurde ermittelt, daß dr Verbrecher etwa 50 Jahre alt ist und einen langen grauen Schnurrbart trägt. Auf dem Rxdo#fer Kleinbahrhof hat er sich im Klosett umg kleidet, seinen Säbel stehen lassen und sich dann in Zolkleidern entfert. Sein. Spur führte weiter duch zumlch kurkie Straßen nach der F anksu=ter Allte zu, wo ein Schlächterwagen ihn entführte. Der Beiliner Polizespräsident hat auf seine E mittelung eine B lohnung von 2000 Mork und der Magistrat von Köpfnick eine solche von 500 Maik ausg setzt. Ter Kaiser hat sofort selegraphischen Bericht eingesordert Jn Brin ist natürlich der„kühne" Streich à la Hernig das Hauptunterhaltungstheme. Berlin, 17. Okt. Dem L..“ zufolge ergriff die in dem Berliner städtischen Viebhofe ausgebrochene Maul= und Klauenseuche 417 Schweine, 74 Riader und inländisches Vieh, das vom Soanabend überständig geblieben war. Die Tüere wurden nach dim Seuchenhof übergesührt und heute nacht geschlachtet. Alle Maßnahmen wurden getreffen, ein weiteres Umsichgreifen der Seuche zu verhüten. Magdeburg, 17 Okt. Die Elbschiffahrts gesellschaften werden die Mani schaften, die ihre Arbeit verlassen hab. n, wegen Kontraktbruchs gesetzlich belangen. Hier streiken ca. 300 Mann. (Auch.) Lehrer:„Paulchen, weßt da mir zu sagep, wie die Hauptstadt von Spanien heist?“— Pml:„Nein, Herr Lhrer, ich waiß es auch nicht.“ Literarisches. D. theol. H. G Voigt. Die ältesten Berichte über die Auferstehung Jesu Christi 10½ Bogen Mk..—. Verlag von J. F. Steinkops in Stuttgart, Marienstraß: 11. Die strerg wissenschaftlich gehaltene und doch auch einem größeren Publikum leicht verständliche Schrift behandelt die seit Lessings Zeit auf der Tag=sordnung stehende Frage nach dem Verhältnis der ältesten Berichte über die Auserstehung Jisu Christi. Sie geht von der Voraussetzurg aus, daß mit Hilfe einer richtigen historischen Kritik wie in den meisten Fällen das Verhältnis dir Quellen sich noch feststellen lassen müsse, und auch die hinter den Quellen stehenden Ereignisse sich der Ecmtlung nicht würden entziehen können. P. Brathe. Theorie des evangelischen Kirchengebäudes 14½ Bogen. Geh Mk.20, geb. Mk..—. Brlaz von J. F. Steinkopf in Stuttgart. Marienstr. 11. Das Buch gibt zueist eine Uebersicht der gesamten eir schlägigen Literatur von der Reformation an. Dann weiden Arfgaben und Prinzipien der Theorie klargestellt und die Grundlagen zur Darstellung gebracht. Endlich werden sämtliche Einzilfragen eingehend eröttert. Oessentlicher Wettervienst. Dienststelle: Meteorologisches Observato rium Aachen. Voraussichtliche Witterung für die Zeit vom Abend des 18. bis zum Abend des 19. Oktober 1906. Schwache südliche Winde, teils heiter, trocken, nachts kalt bis zum Frost am Boden. der Witterung. Bielefeld, 18. Oktober 1906. Mitgeteilt von Fr. Böckelmann Ww., hier. Niedrigst. Thermometerstand in der Nacht+ 7½ Thermometerstand um 10 Uhr vorm.+ 14 C. Barometer 75,5 cm. Wind: Süd. Himmel: bedickt. lachtviehpreise nach Lebendchaftskammera Berlin., Köthenee Straße 59. Hannov, Dortm Essen am am 15./10.15 /10. 12—43 37—38 29—32 57—59 52-56 10—41 34 36 c) mittlere Mastkälber und gute Saugkälber.. d) geringere Saugkälder v. älteres, gering genährte Jungvieh(Fresser) Schafe. a) Mastlämmer n. jünger Masthammel d) ältere Masthammel e) mäßig genährte Hammel u. Schase(Marzschafe) Schweine. a) vollfleischige der seinere Rassen und deren Kreuzungen bis zu 1¼ J d) fleischige c) gering entwiskelte somi Sauen Vorstehende Preise vernetzen Lebendgewicht, bei Schweinen mit 20% Tara amtlichen Schlacht gewichtpreise sind mittels begegebenen Schlachtvrozente umgerechnet 60—62 13 49—50 42—43 36—38 31—33 43—44 36—37 31—33 44—45 39—40 49 43—44 39 45 39—40 32—35 46 40—41 35—37 29—81 28—29 76 78 32—66 58 60 50 55 42 —38 39 31 75 7 sich 74 .73 2 73 3 ü: 100 70 # Berlin, 18. Oktbr. Der Urheber des raffinierten Handstreiches auf die Köpenicker Stadtkasse ist trotz der eifrigsten Nachsorschungen noch nicht ermittelt worden. Außer dem Degen hat man am gestrigen Abend in der Emserstraße am Tewpelhofer Felde die Mütze und die Hose des angeblichen Hauptmanns gefunden. Posen, 18. Okt. Polnische Protest=Versammlungen sind für Sonntag in Schrimm und Koschnin anberaumt; die letztere ist indessen bereits verboten. In Miernein wurde der Landwirt Johannes Budny seines Amtes als Mitglied des Schulvorstandes enthoben, weil er seinen Kindern verboten hatte, am schulplanmäßigen Religions. unterricht in deutscher Sprache teilzunehmen. Ev. Jüngl.= u. Männer=Verein Bielefeld Altstadt. I. Familien-Abend — unter gütiger Mitwirkung eines Münner-Quartetts am Sonntag, 21. Oktober, abends 8 Uhr im großen Saale des Ev. Vereinshauses. Eintritt 20 Pfx. Prosramm an der Kasse. Dr. Sohner. Sedesberg im Volkssaal Bahnhofstrasse. „Die Kernfragen der Weltanschauung“ 1. Vortrag: Sonnabend, 20. Oktober, abends 8½ Uhr: Gott— Dürfen wir noch an ihn Glauben? 2. Vortrag: Sonntag, den 21. Oktober, abends 8½ Uhr: Die Welt— Wie ist sie entstanden? 3. Vortrag: Montag, den 22. Oktober, abends 8½ Uhr: Der Mensch— Woher? Wohin? —— Eintritt für den einzelnen Vortrag 30 Pfg.—— Eintrittskarten im Vorverkauf in der Buchhandlung Bethel, Buchhandlung Otto Fischer und im Gemeindehaus an der Johanniskirche. Oeffentl. Versammlung Sonntag, den 21. Oktober, nachmittags 4 Uhr im Volkssaal. „Rechte und Pflichten der christl.=national. Arbeiterbewegung. Referenten Jaworski=Frankfurt und Behle Elberfeld. Eintritt 10 Pfg. Eintritt 10 Pfg. General-Versammlung Montag, den 22. Oktober, nachmittags 4 Uhr im Volkssaal. Es ladet ergebenst ein Die Westfälische Gruppe der freien kirchlich=sozial. Konferenz und das Bielefelder Ortskomitee. Professor Dr. Waltemath-Gütersloh, Vors. der Westf. Gruppe, Pfarrer Wauble, Vors. des Ortskomitees, Fabrikant Bargholz, Rektor Beckmann, Pfarrer em. D. v. Bodelschwingh, Rektor Brandt, Buchhändler Fischer, Justizrat Huchzermeier, Sani tätsrat Dr. Huchzermeier=Bethel, Pfarrer Jordan, Pfarrer Knolle, Pfarrer Kuhlo=Bethel, Pfarrer Lappe, Gymnasialdirektor a. D. Dr. Lüttgert, Pfarrer Mörchen=Bethel, Rektor Obermeier, Professor Perthes, Professor Petri, Buchbindermeister SchulzeBethel, Superintendent Simon, Lehrer L. Strangmeier, Sekretär Wallbaum, Pfarrer Richter=Herford, Hosprediger SchneiderKoesfeld, Pfarrer Wischmeyer=Brackwede, Profess Zander Gütersloh. Eur=Tempter Togen„Tirg Iion und„Mir nach“. Am Vonnerstag, den 18. Oktober, abends 8¼ Uhr im Jünglingssaale des Assapheum zu Bethel. Offener Abend. Vortrag des Missionar Östermeyer: Stimmt die Ordensarbeit mit der heiligen Schrift überein? Jedermann ist herzlich hierzu eingeladen. F" Seiserammhfel in echten und gestrichenen Hölzern empfiehlt billigst Fritz Tiekötter Möbelfabrik, Niedernstr. 45. Infolge günstigen Einkaufs verkaufe heute rohe und gebrannte —Kalee.— zu bedeutend ermäßigten Preisen. Ich empfehle gebrannte Raffee's, ganz vorzüglich im Geschmack, das Pfund zu Mk. 0.80 bis 1.20, ferner hochfein schmeckende rohe Raffee's, das Pfund zu Mk. 0.80 bis 1.30, feinste Brot= und gemahlene Nafinade, das Pfund zu 22 Pfg. H. Gerdsmeyer, Bad Oeynhausen. Enthaarungs. e! sofort und schmerzlos, giftfrei mit Namen Dr Kuhn. Frz Kuhn, Kronenparf., Nürnberg. Hier: frisch 10 Pd. Con. M’. 6 36. BienenLonig(reit) 10 Pid. n.. 4.26. Tister; Kase vollfett 10 Pfo. Mi 3.25; zur Probe 5 Pfurd Buttee ued 5 Pfd. Honig oder 5 Psd. Butter und 5 Pfund Käse Mk. 5,16. Josefa Nagler, Orerberg in Schlesien.) 5v. Männer= u. Jünglingsverein „St. Johannio“ zu Bielefeld. Johanniekirchplatz 3. Sonntag, den 21. Oktober, Aeltere Abteilung Nachm. 4 Uhr: Beteiligung an der im Gemeindehause stattfindenden„Monatlichen Stunde". Abends 8½ Uhr: Gemütliches Beisammensein. Die Aufnahme fällt wegen des im Volkssaal stattfindenden Vortrages aus. Inzend=Abteilung. Nachm. 4 Uhr: Beteiligung an der„Monatlichen Stunde". Der für diesen Sonntag angesetzte Vortrag findet am 28. d. Mts. statt. Knabenabteilung. Nachm. 4 Uhr: Antreten zum Abmarsch nach dem neuen Spielplatz. Stadt-Theater. Donnerstag, den 18. Oktober er., Anfang 7½ Uhr. Zum ersten Male! Stein unter Steinen. Schauspiel in 4 Akten von H. Sudermann. Freitag, den 19. Oktober 1906, Anfang 7½ Uhr. — Außer Abonnement— Bei ermäßigten Preisen Zum unwiderruflich letzten Male. Frau Denus. Monatliche Stunde Sonntag, 21. Oktober 1906, nachm. 4 Uhr im Gemeindehause der Johannisgemeinde zu Bielefeld, Johanniskirchplatz 3—4, Thema: Was fördert zu einem gewissen Glauben zu kommen? Referent: Herr Past. Seippel, Gütersloh. Alle Mitglieder und Freunde der monatlichen Stunden MindenRavensbergs sind dazu herzlichst eingeladen. Nur 1 Mark das Los! der XV. Strassburger-Lotterle Ziehung siche: 10. 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Mit Rücksicht euf die Hausschlachtzeit bringen wir nachstehend die wichtigeren Bestimmungen des Schlachtvieh= und Fleischbeschau gesetzes vom 3. Juni 1900 und die Bezirkseinteilung für die Fleischbeschau und die Trichinenschau zur Kenntnis der Beteiligten. 1. Das Gesetz schreibt eine amtliche Untersuchung des zum Genusse für Menschen bestimmten Fleisches vor und nach der Schlachtung vor. 2, Nur bei Schlachtvieren, deren Fleisch ausschließlich im eigenen Haushalt des Besitzers verwendet werden soll, darf, sofern sie keine Merkmale einer die Genußtauglichkeit des Fleisches ausschließenden Erkrankung z igen, die Untersuchung vor der Schlachtung und sofern sich solche Merkmale auch bei der Schlachtung nicht ergeben, auch die Untersuchung nach der echachtung unterbleiben. Das Fleisch darf aber dann nicht verkauft werden. 3. Steht aber schon bei der Schlachtung fest, daß Fleisch vom Schlachttiere an Personen abgegeben werden soll, die nicht zu dem Haushalte des Tierbesitzers gehören, so muß die Untersuchung vorgenommen werden, auch wenn an und für sich eine gewerbsmäßige Abgabe von Fleisch nicht beabsichtigt ist. 4. Eine Untersuchung vor und nach der Schlachtung hat stets stattzufinden, wenn das Feisch in Kasernen, Krankenhäusern, Erziehungsanstalten, Speiseanstalten, Gefangenenarstalten, Ammenhäusern und ähnlichen Anstalten, bei Schlächtern, Fleischhändlern, Gast, schauk und Speisewirten, verwendet werden soll. Bei dem Fleischer, dem Wirt, dem Fleischhändler usw ist es also gleichgültig, ob er nur für seinen eigenen Haushalt schlachtet, sie müssen auf jeden Fall eine amtliche Untersuchung des Schlachttieres herbeiführen. Im Stadtbezirk Bielefeld sind folgende 2 Fleischbeschaubezirke gebildet: Zielefeld I“(I. und IV. PolizeiBezirk) Fleischbeschauer August Osthus, Siegfriedstraße 55. „Stadt Bielefeld II“(II. und III. PolizeiBezirk) Fleischbeschauer Heinrich Eggert, Stadtheiderstraße Die belden Fleischbeschauer vertreten sich gegenseitig. Die Trichinenschau bei Schweinen ist allgemein(also auch bei Hausschlachtungen) durch Reg.=Pol.=Verordn. vorgeschriebenen. Die Schaubezirke sind folgende: I. Bezirk. Friseur Wilhelm Lein, Kaiserstraße 100. Alsenstraß=, Altstädter Kirchplatz, Altstädter Kirchstraße, Angerstraße, Am Bach, Bachstraße, Am Bahnhos, Bahnhofstraße, Kleine Bahnhofstraße, Bielsteinstraße, Breitestraße, Brinkstraße, Brüderstraße, Burgstraße, Detmolderstraße(bis Teutoburgerstraße), Düppelstraße, Feilenstraße, Friedenstraße, Gartenstraße, Gehrenberg, Gerichtsgraße, An der Gewerveschule, Göbenstraße, Goldstraße, Güsenstraße, Hagenbruchstraße, Herforderstraße(bis Kaiserstraße), Jahnplatz, Johannesstraße, Karlstraße, Kastanienstraße, Kesselstraße, Kleine Kesselstraße, Klosterplatz, Klosterstraße, Klusstraße, Löbellstraße, Luisenstraße, Lützowstraße, Markt, Missundestraße, Mittelstraße, Neumarkt, Niedernstraße, Niederwall, Notpfortenstraße, Kleine Notpfortenstraße, Obernstraße, Oberntorwall, Oberwallstraße, Piggenstraße, Postgang, Rathausstraße, Ravensbergerstraße, Reichsbankstraße, Renteistraße straße, Süsterplatz, Ulmenstraße, Welle, Wilhelmstraße, Zimmerstraße, Am Zwinger. II. Bezirk. Kleinhändler August Osthus, Siegfriedstraße 55. Johanniskirchplatz, Kriemhildstraße, Roonstraße, Siegfriedstraße, Waldstraße, Weststraße, Wertherstraße(von Dornbergerstraße bis Ende). III. Bezirk. Pol.=Serg. a. D. Karl Wieczorek, Teichstraße 58. Arndtstraße, Bergstraße, Kleine Bergstraße, Bismarckstraße, Bürgerweg, Dorotheenstraße, Ellerstraße, Fehrbellinerstraße, Friedrich= straße, Goldbach, Grünstraße, Gr. Kurfürstenstraße Meindersstraße, Rolandstraße, Siechenmarschstraße, Teichstraße, Turmstraße, Wittekindstraße, Gutenbecgstraße, Jöllenbeckerstraße, Neuenkirchenerstraße, Siegfriedplatz.% IV. Bezirk. Kle'nhändler Heinrich Eggert, Stadtheiderstraße 74. Engerschestraße, Herforderstraße(von der Kaiserstraße bis zur Feldstraße), Schildescherstraße, Sudbrackstraße, Stadtheiderstraße Am Güterbahnhof, Kamphof, Kampstraße, Kurzestraße, Mellerstraße. Bünderstraße, Nordstraße, Osnabrückerstraße, Schmiedestraße, Spengerstraße. V. Bezirk. Kaufmann Hermann Wagner, Kaiserstraße 125. Albrechtstraße, Alleestraße, Augustastraße, Blumenstraße, Brüderpfad, Brunnenstraße, Kavalleriestraße, Falkstraße, Gasanstaltstraße, Heeperstraße, Heinrickstraße, Hermannstraße, Herm. Deliusstraße, Holländischestraße, Josefstraße, Kaiserstraße, Kaiser Wilhelmplatz, Körnerstraße, Am Kreishaus, Kronenstraße, Marktstraße, Metzerstraße Moltkestraße, Mühlenstraße, Niedermühlenkamp, Oststraße(bis Spindelstraße), Paulusstraße, Sadowastraße, Schlachthofstraße, Schlosserstraße, Spindelstraße, Spinvereistraße, Turnerstraße, Viktoriastraße, Waldeckstraße, Waldemarstraße, Webereistraße, Wiesenstraße, Bleichstraße(bis zum Bahndamm Bielefeld=Lage), Flachsstraße, Wörthstraße. VI. Bezirk. Kolon Wilhelm Hünerhoff, Finkenstraße 77. Herforderstraße(von Feldstraße bis Ende), Feldstraße, Finkenstraße, Ziegelstraße, Walkenweg, Petristraße, Am Stadth lz, Hakenort, Bleichstraße(vom Bahndamm Bielefeld=Lage bis Ende). VII. Bezirk. Weber Gottl. Holtgrewe, Luisenstraße 52 b. Detmolderstraße(von Teutoburgerstraße bis Ende), Ed. Windhorststraße, Ehlentrupperweg, Heimweg, Große Howe, Kleine Howe, Lippeschestraße, Oelmühlenstraße, Oerlinghauserstraße, Oststraße(von Spindelstraße bis Ende), Teutoburgerstraße. VIII. Bezirk. Uhrmacher Louis Bermpoh', Gütersloherstraße 12. Arbeiterheim, Bergweg, Centralfeld, Koblenzerstraße, Am Damm, Dammstraße, Dornbergerstraße, Friedhofstraße, Fußbach, Gütersloherstraße, Hallerweg, Hochstraße, Hohenzollernstraße, Johannisberg, Johannistal, Kantensiek, Kasernenstraße, Kreuzstraße, Langenhagen, Lutterstraße, Lutterweg, Nebelswall, Nordfeld, Papenmarkt, Am Sparenberg, Steinmetzstraße, Upmannstraße, Waldhof, Am Waldhof, Wertherstraße(von 1—.19), Zastrowstraße. Die Trichinenschauer dürfen die Untersuchungen nur in den ihnen zugewiesenen Bezirken ausüben Die im öffentlichen Schlachthofe hierselbst stattfindende und besonders geordnete Trichinenschau wird durch vorstehende Bezirkseinteilung nicht berührt. Bieleseld, den 15. Oktober 1906. Die Polizei-Verwaltung. Dr. Stapenhorst. Bielefeld. Warenhaus für Lebensmittel. Bahnhofstrasse 19a. Fernsprecher 970 Holländ. Angelschellfisch Holländ. Dorsch Holländ. Seelachs Holländ. Schellfisch per Pfd. 9 Pfg. per Pfo. 22 Pfg. per Pfr. 14 Pg. per Pid. 28 Pfg. Geräucherte Geräuch. Stelachs in Stücken Geräuch. Schellfische Geräuch. Bücklinge Geräuch. Fluß achs per Pfd. 38 Pig. 3 Stück 25 Pfg. Stück 5 Pfg. in Stücken 110 Pfg. Kunstspeisesett, schne weiß Westsäl Mettwurst Gar. reines Schmalz Rinderfett in Karlen per Pfd. 54 P'g. per Psd. 88 Pfg. per Pfg. 58 Pfg. per Pfo. 55 Pfg. Niue Maronen Neue Wallnüsse St. Michael Ananas Alter Samos vom Faß per Pfd. 26 Pfg. per Pfd. 28 Pfg. per Pfd 95 Pfg. pr Lit r 74 Pfg. Beachten Sie bitte unsere Schaufenster. Verlag von A. von der Mühlen, sämtlich in Bielefeld.