lichst gebeten, diesem Gaben zu Hülfe zu von 13 683,29 Mark gen. Wir sind nicht tzen, wenn die Liebe ch die letzte Visitation erfreulichster Blüte, diese beiden Missionsund unsere GangesGötzendienstes muß Eine besonders große en) mit ihren großen die Schulen tun und mmeinden, wenn nicht es mangelt uns an ers Mission verlassen s Gottes und Herrn Heiland, erheben wir eidenmission von ihm fällig sind. der Goßnerschen 19/20.“ isgesellschaft fistorialrat. 22. sorsitzender. Brennecke, or, Buch, Bez. Potsdam. licher Oberkonsistorialrat, zie,., Nettelbeckstr. 24. Nitichte, RechnungsLandsberg, Bez. Halle. tor, Friedenau b. Berlin. r. Friedenau b. Berlin. tenraucher! uergesetzes erheben finden Sie vollAgar otton. stem mittels Handen Rohmaterialien, en hergestellt, und 6 10 10 Pf. r vollen Firma: „Venidze“ er 800 Arbeiter! steinisches Stückenfleisch amtlich untersucht, en, Ohren, dicke fleisch. 30 u. 50 Pfd., 38 Pfg. anko unt. Nachnahme. laner—9 Tage. heisen, Kiel. Pfd. A.60 franko erzl. licher Zahnerfat ch allen Methoden. mbieren 2c. Klarowicz, Zahnkünstler. en= u. Augustaftr=Ecke, der früheren Wohnu g. ungen FArg =Dose zu Mk..60, 5 u. 1 Mk.; Schnittel per 1 Kilo=Lose Mk. k.—.90 und Mk. eren i. Zucker Mk..— elbeeren i. bo. Wj. Kirschen i. do. Mr. 1 Kilo=Dose versendet Ia. Qual. franko, inkl. ng. ter Hotopp, nschweig, Heinrichstr. Nr. 244. odr Geschäftsstelle u. an allen Postanstalten 1., bei täglicher Zu#llung in Bielefeld .#00., durch Briestuäger 1,42 M. K 30. Jahrgang Anzeigengebühr für die einspaltige Pettrzelle oder deren Raum 12 Pf., für auswärts 15 Pf., Reklamen 40 Pf. Erscheint sechsmal wöchentlich Geschäftsstelle Rttterstr. 43. Ferusprecher Nr. 15. Bielefeld Mittwoch, 17. Oktober 1906. Zisterischer Kalender. 17. Oktober: Ludwia XIV. zieht in Straßburg ein und läßt sich huldigen, 1681. — Réaumur, französischer Naturforscher, Erfinder des bekannten Thermometers, gest. 1757.— Friede zu Campo=Formio, 1797.— Georg Büchner, Dichter. geb. 1812.— Marschall Mac Mahon, gest. 1893.— Charles Gonnod, Opernkomponist, gest. 1893.— Graf(später Fürst) v. Büloo wid zum Reichskanzler ernannt, 1900. Automobil=Unfug. c. c. Als ein typisches Beispiel, mit welcher Mißachtung eller behördlichen Vorschriften ein großr Teil der Automobilfahrer seinem Sport huldigt, kann ein Vorfall angesehen werden, der jängst in Süddeutschlund viel köses'ut gemacht hat. Am 29 und 30. September unternahm der Frankfurter Automobilklub mit zehn Wagen„unter dem Kommando seines Vorsitzenden Ed. Eogler“ eine Besuchsfahrt durch Süddeutschland. Nach dem Berichte der „Frankfurter Zeitung" war man zum Frühstück beim Rheinischen Automobilklub in Mannheim, zum Mittagessen beim Badischen Klub in Karlseruhe und zrm Abendbrot bei den Eisössern in Straßburg. Am andern Tage fuhr man über die Höhen des Schwarz walds nach'uttgart, wo der württembergische Klub einen Empfang gerüstet hatte. Auf dieser Fahrt passierten die Automobile den Amtsbezirk Kehl, wo sie nach dem Berichte der„Frankfurter Zeitung" trotz friedlichen, rücksichtsvollen Verhaltens auf das rücksichtkloseste an der„legitimen“ Ausübung ihres Sports verhindert und beschränkt worden sein sollen. Diesem Vorwurfe gegenüber schreibt der Oberamtmann zu Kehl an das genannte Frarksurter Blatt unter anderem folgendes: „Speziell in dem Orte Bodersweier(Amts Kehl) benahm sich eine große Arzahl der Fahrtteilnehmer derart, wie man es von gesitteten Minschen nicht hätte erwarten sollen. Als einige Keaftwagen wegen das erlaubte Maß weit übersteigenden zu schnellen Fahrens(in der fortwährend sich windenden Ortsstraße) gestellt wurden, umringten die Automobilisten die doch lediglich ihre Pflicht und Schuldigkeit tuenden Gendarmen lärmend, schreiend und brüllend, so daß ein großer Menscher auslauf entstand. Einer der Fahrtteil nehmer spielte sich als Generalstabsoffizier auf. Ein anderer schrie— wie die„Freisinnige Zeitung“ früher gesagt haben würde im Mauschelton— den Gendarm Kubs an:„Sie sind der meineidige Krebs, der die Automobilfahrer so schikaniert; ich werde Ihre Pensionierurg beantragen; nein, entlassen werden Sie ohne Pension! Morgen stehen Sie nicht mehr auf Ihrem Posten.!“ Brauubeck Berlin rief:„Da seht den Krebs, der schon die vielen Meineide geleistet hat! Wo sind die Apparate? Photographiert ihn!“ Später rief Braunbeck noch:„Wir sind extra hierher gekommen, um diese Falle aufzuheben und dieser Sache ein Ende zu bereiten. Prinz Heinrich wird in acht Tagen selbst hier durchfahren und sich die Falle ansehen.“ Die Bewohner von Bodersweier wurden beschimpft und mit Ausdrücken bedacht wie„Saubauern, Dreckbauern“ usw. Bei der Weiterfahrt erhob sich in einem Ausomobil eine Dame, hob den Schleier hoch, spie nach einem friedlich dastthenden Bauernmädchen und rief dabei:„Saubauern, Dreckbauern!" Nur durch das umsichtige Verhalten der Gendarmen wurde den Automobilisten eine tüchtige Prügelsuppe seitens der hochgradig erbitterten Boders weier erspart. Am andern Tag verursachte der Frankfurter Automodilklub in Bodersweier wieter einen Auflauf. Auf die Aufsorderung des stellvertretenden Bürgermeisters, die Herren möchten sich doch ruhig verhalten und den Sottesdienst in der Nähe(es war Sonntag vormittag!) nicht stören, wurde erst recht gelärmt und der erwähnte Gemeindebsamte verhöhnt. Die erfolgten schweren Beleidigungen des Gendarmen Krebs wirden, wie wir hören, ein gerichtliches Nachspiel haben, bei dem die Fahrtteilnehmer recht schlecht abschneiden kürsten. Wir möchten bei ki ser Gelegenheit aber doch die Frage auswerfen: Wie können die Autler eigentlich verlangen, daß sie anders behar delt werden als andere Menschen? Gelten die Gesetze und Verordnungen nicht für hoch und niedrig? Wenn ein Bauer im Galopp durch eine Ortsstraße fährt, wird er bestraft, und kein Mersch regt sich darüber auf. Wenn aber Herr Kommerzienrat 2. mit seinem Auto mit Schnellzugsgeschwindigkeit dieselbe Ortsstraße entlang fährt, dann soll er Kraflos ausgehen?" Das„gerichtliche Nichspiel“ wird ja ergeben, ob dieser Bericht zutreffend ist und was für Herren und Damen es gewesen sind, die in solcher Weise ihrer Erregung Luft gemacht haben. Insonderheit würde es im höchsten Maße befremdlich sein, wenn einer der Autler tatsächlich den Namen Sr. Königlichen Hoheit des Prinzen Heinrich in so unerhörter Weise mißbraucht hätte. Man kann nur wünschen, daß auch andere Ortsbehörden mit gleicher Energie gegen die zahlreichen Ausschreitungen des Automobil= sports vorgehen möchten. Die amtlichen Vorschriften dürfen nicht bloß auf dem Papier stehen bleiben. Durch den Erwerb eines Automobils erlangt niemand das Recht, über den Gesetzen zu stehen. Die„Heldinnen“. der russischen Revolution, die von der deutschen Sozialdemokratie bewundert werden, und denen nicht bloß Rosa Luxemburg, sondern die ganze Schar der roten Dauen enthusiastische Anerkennung zollt, werden in den„Leipziger Neuesten Nachrichten“ folgendermaßen geschildert: die wildesten der Wilden sind die Studentinnen der akademischen Frauenkurse, die sich gleichfalls zu dem sozialrevolutionären Programm brkannten und in ihren Reden eine zähe Tatkraft, einen Fanatismus der Vernichtung effenbarten, der den ihrer männ lichen Genossen weit übertrifft. Die Studentinnen, die man sich burchaus nicht als durch gängig unholde Geschöpfe im Stile der Rosa Luremburg oder der Luise Michel zu denken braucht, spielen in der russischen Revolution nicht die Rolle von Mitgängerinnen, sondern find entschieden die treibende Kraft und die Vollstrecker der gefährlichsten„Hinrichtungen“. Sie opfern alles: Zukunft, Freiheit, Leben und dat, was über allem steht, ihre weibliche Ehre. Die Studentinnen sind furchtbar als Verführerinnen der unreifen Jugend, die sie durch Liebesraserei sich gefügig zu machen und zu verzweifelten Dingen anzuspornen wissen. Neunzehntel der grünen Bengel aus den Eymnasten und Realschulen, die dem Revolutionsteufel verfallen sind, befinden sich in den Klauen der Studentinnen, die sie mit Wollust und Blutdurst durchtränken und ihnen im nötigen Augenblick Dolch oder Bombe in die Hand drick n. Und wie sie sich selbst opfern, so opfern sie die kleinen unreifen Mädchen in den Schulen, die sie an die studentischen Führer im Namen der „Freiheit" verkuppeln und sie zu gefügigen Wrkzeugen des Terrors machen. Die„freie Liebe,“ die in Hörsälen gepredigt und von Schulbuben und Becksischen verlangt wird, ist daher nicht als sexuelle Zügeklosigkeit aufzufassen, sonbern als eines der„politischen“ Hilfsmittel, die unsere skrupellose Zeit ersann. Von dieser„freien Liebe“ als Werbemittel, der Wollust als Mittel zum Zwick sprachen die russischen Studentinnen und unter vielen Hunderten fand sich keine, die opponiert hätte, die den Mut ihres Weibtums gehabt hätte. Beistimmendes Scharren folgte den Worten der Hauptrednerinnen, die sich mit ekler Geschwätzigkeit über die„Taktik" verbreiteten.“ Sosieht die„holde Weiblichkei!“ aus, die in Rußland waitet und die den .utschen Frauen als Muster vorzustellen, die Sozialdemokraten und deren weiblicher Avhang die Freckheit haben. Mit solchen Mitteln arbeitet die Revolution, deren „völkerbeglückendes“, Herübergreifen nach dem Westen, insbesondere nach Deutschland, die deutschen Sozialdemokraten ersehnen. Ein Buch von General Leutwein. Noch immer ersordert der Aufstand in Südwistufrika die schmerzlichsten Opfer. Doch rege Kräfte rüsten sich, den Wiederaufbau der zerstörten Kosonie mit ungebrochenem Mute wieder aufzunehmen. Daß alle diese ungeheuren Opfer erspart oder wenigstens auf ein erträgliches Maß hätten zurück geführt werden können, wenn von vornherein unsere Kolonialpolitik mit großzügigen Mitteln und zielbewußter Konsequenz unternommen wäre, steht nach einem rückwärts gewendeten Blick= auf die Eatwickelung Deutsch= Süwestafrikas außer allem Zweifel. Ein für die Kolonialgeschichte epochemachendes Werk ist soeben erschienen:„Elf Jahre Gouverneur in Deutsch= Südwestafrika“ (Verlag von Ernst Siegfried Mitiler und Sohn, Berlin). Sein Verfasser ist der ehemalige Gouverneur General Theodor Leutwein. In dem Vorworte dieses umfangreichen, künstlerisch ausgestatteten Werkes sagt Leutwein u..:„Es soll meinen Mitbürgern einen Einblick in elf Jahre deutscher Kolonialpolitik geben, vielfach von Erfolgen gekrönt, aber auch von Rückschlägen begleitet, sowie mit Fehlern und Irrlümern durchsetzt. Mögen wir aus beiden lernen, in erster Linie, daß, unbeschadet der höheren Stellurg der kolonisierenden Rasse, das Ziel einer großzügigen Kolonialpolitik die Argliederung der in erworbenen Ländern vorgesundenen Urbevölkerung sein muß und nicht deren gewaltsame Unterdrückung oder gar deren Vernichtung. Diese Lehre wird um so mehr einleuchten, wenn der Nachweis gelingt, daß eine solche Politik nicht dloß im Sinne der Humanität und des Christentums gelegen ist, sondern vor allem im eigensten Juteresse der kolonisierenden Macht."— Zar E: hättung dieses Grundgesankens der Leutweirschen Kolonialpolitik wird(Seite 543) auf das britische Kolonialreich hingewiesen und festgestellt, daß von den rund 400 Millionen Untertanen des Königs von England nur 54 Millionen Weiße oder 13½ Prozent sind, und die Frage aufgeworfen, wie es diese 54 Millionen Weiße anfangen, die 350 Millionen Eingeborene ihrer Kolonien zu beherrschen. Die Aatwort Luusweins lautet: die Engländer verstehen es besser als wir, die Engeborenen für ihre Sache zu gewinnen und ihr dienstbar zu machen.— Den weitaus größten Teil des Leutweinschen Werkes nimmt erklärlicherweise die Darstellung der Kämpfe mit den Eingeborenen ein. Die wirtschaftlichen Fragen kommen dabei aber nicht zu kurz. Die E kenntnis der unbedingten Notwendigkeit von Eisenbahnbauten zur Erschließung von Kolonien prägt Lutwein in dem kurzen, lopidaren Satz:„Ja unseren Koonien dürfen wir mit dem Bahnbau nicht warten, bis das wirt schaftliche Liben einen solchen verlangt, vielmehr muß umgekehrt der erstere dem letzteren vorausgehen."(Hann..) Ein Zugeständnis. Der sozialdemokratische Reichstagsabgeordnete Edmund Fischer schreibt in einem Artikel der„Neuen Gesellschaft": „Zweifellos ist in allen Berufen der Lohn wesentlich gestiegen und die Arbeitszeit all gemein verkürzt worden, sodaß nur noch eine kleine Zahl von gewerblichen Arbeitern mehr als 10 Stunden, sehr viele aber schon rur 9 und 8 Stunden arbeiten. Gewiß es sind auch die Wohnungsmieten gestiegen. Aber der Arbeiter wohnt dafür heute auch besser, als früher. Auch die Lebenkmittel sind teurer geworden, dafür aber alle Industrie=Produkte wesentlich billiger! Selbst die Kleidung und das Schuhwerk! Und z. B. eine Taschenuhr, die früher 30 Mi kostete, kauft man heute für 10 Mark Die Gebrauchsgegenstände für den Haushalt sind heute ganz besonders billig. Kurzum: eine Lebenshaltung haben sich die Arbeiter mit ihren Oeganisationen erkämpft, die trotz der gefleigerten Lebensmittelpreise und höheren Wohnungsmieten eine bessere ist als sie früher war.“ dem Deutschen Reiche. Berlin, 16. Oktober. In Bonn fand heute mittag in Gegenwart des Kaisers, des Kaltusministers Studt und der Spitzen der Behörden die Enthüllung des Kaiser Wilhelm=Denkmals statt. Auf Telegramme von 3000 Teilnehmern an der Gedächtnisseier bei Vierzehrheiligen auf dem Schlachtfeld von Jena gingen folgende Antworten ein: Se. Majestät der Kaiser und König haben mit größter Befriedigung von der auf dem Schlachtfelde von Jena in Gegenwart deutscher Fürsten abgehaltenen heutigen Gedächtnisfeier zum ehrenden Andenken an die tapferen gefallenen Krieger Kenntnis genommen und lassen Eure Exzellenz ersuchen, den Beteiligten für die patriotische Kundgeburg und die Versicherung treuer Anhänglichkeit allerhöchst ihren besten Dank zum Ausdruck zu bringen. Auf allerhöchsten Befehl: von Eisenhart= Rothe, Geh. Reg. Rat. Die Antwort des Königs von Sachsen laut te:„Ich danke Iznen allen für die freundliche Begrüßung" Der Kronprinz gedenkt, der„Post zufolge, von Tegernsee aus einen Jagdausflug nach Gmunden zu unternehmen. Er hat ein größeres Jazdrevier auf zwei Jahre gepachtet und will die ersten Pirschgänge auf Rotwild in den nächsten Tagen machen. Das Revier besteht fast nur aus Hochwald und grenzt unmittelbar an die Jagdreviere des Herzogs von Cumverland. Auffallend ist es, daß die Söhne des Herzogs, die Prinzen Grorg Wilhelm und Ernst Augus, zur Jagd nach dem Almsee abgefahren sind. Dieses Revier ist das dem Kronptinzen benachbarte. König Friedrich August von Sachsen traf heute vormittag in E xhasen ein urd reiste an Bord des seinen Namen tragenden Dampfers der Hamburg=AmerikaLinie nach Helgoland weiter, wo er nachmittags 3½ Uhr eintraf und die Festungswerke und sonft'gen Anlagen der Jasel besichtigte. Reichskanzler Fürst von Bülow und Gemahlin sind heute abend um 7¼ Uhr von Homburg nach Berlin abgereist. Der Woermanndampfer„Lulu Bohlen“ ist heute nachmittag 4½ Uhr mit 13 Offizieren und 463 Unterosfizieren und Mannschaften aus Deutsch= Südwestafrika in.xhaven eingetroffen. Nach der„Köln. Volkszeitung“ hat der Handelsminister das Oberbergamt Dortmund mit schleunigster Untersuchung der Arbeiterverhältnisse auf den Kohlenzechen beauftragt und Bericht eingesordert über die Höhe der Löhne, sowie über etwaige Arbeiteraussperrungen seitens der Betriebsleiter. Urber die Ergebnisse der Erhebungen, die bereits im Gange sind, läßt sich bis jetzt noch nichts Genaueres sagen, jedoch ist bereits festgestellt worden, daß auf mehreren Zechen eine Arbeitersperre seitens der Betriebsführer geübt wird. Die Bergbehörde wird hiergegen einschreiten. Zur Braunschweiger Regentschaftswahl erfährt die„Deutsche Warte“ von wohlunterrichteter politischer Seite, daß, solange der Regentschaftsrat tätig ist, eine Verfassungsänderung nicht vorgenommen werden kann. Sollte man also ein Landesgesetz, das etwa die Wahl eines neuen Herzogs vorsieht, einbringen, so müßte zuvor ein Regent gewählt sein. Im übrigen betrachtet man es als ausgeschlossen, das im vorliegenden Falle etwas derartiges beabsichtigt ist Das braunschweigische Staattministerium erkennt jetzt ebenso wie früher den Herzog von Cumber= land und sein Haus als„behindert“ an, ohne daß die Behinderung als dauernd angesehen werden kann. Die Möglichkeit eines Fortfalles der Behinderung ist nicht ausgeschlossen, sobald die lich in Bielefeld. Anschauung des C imberländers bezw. seines Hauses sich ärdert. Würde man in Braunschweig wirklich durch Lundesgesetz die Regentschaft beseitigen und einen Herzog an die Spitze des Laudes berufen, so würde man sich jedenfalls dem aussetzen, daß die nächstberechtigten Thronerben hiergegen Prozesse anstrengen und daß die innere politische Situation des Herzogtums immer verworrener wird, während gerade die Ruhe dem Lande möglichst bald wiedergegeben werden soll. Bergmeister Engel, der frühere Geschäftsführer des Bergbaulichen Vereins in Essen, wurde als Hilfsarbeiter in das preuß. Handelsministerium berufen. Das „Reich' meint, diese Ernennung werde die Erregung im Ruhrgebiet steigern und direkt provokatorisch wirken. Die polnische Widersetzlichkeit nimmt immerschärfere Formen an. In Ostrowo wurde, wie von dort gemeldet wird, eine von dem katholischen Pfarrer Zborowski geleitete, von 700 Polen, darunter Reichstagsabgeordneter Fürst Ferd. Radziwill und dissen Beuder Peinz Karl Radziwill, besuchte Versammlung von der Polizei aufgelöst, als ein Redner zum Kampfe gegen den deutschen Religionsunterricht auf forderte und betonte, das polnische Volk müsse sich auflehnen, auch wenn Blut fließen sollte. Unter Heulen, Johlen und Protestrufen verließen die Anwesenden erst nach mehrmaliger Aufforderung den Saal. Aus dem Auslande. Frankreich. Der Minister des Janern Clemenceau hält Reden über das Trennungsgesetz. In Cocolin sagte er, „Das Trennungsgesetz wird vom Tige seines Inkrafttretens an, doch nicht im Geiste der Gewalt und der Verfolgung, sondern im Geiste der Gerechtigkeit und der Freiheit angewendet werden.“ In St. Maximin erklärte er, es sei falsch, daß er gegen die geistliche Gewalt ankämpfe. Die Regierung kämpfe gegen die Herrschaft Roms und verweigere der Kirche das Geld derer, die nicht gläubig seien. Der 11. Dezember werde der letzte Tag sein, an dem Frankreich unter dem Regime des Konkordats stehe. Am 12. Dezemder werde Frankreich unter den Sonnenstrahlen der Freiheit erwachen. Frankreich. Minister Clemenceau hielt gestern in Draguinan eine Rede, in der er seine Aufforderung zum Zusammenarbeiten aller Parteien der Linken wiederholte unter Vorbehalt des Ausschlusses der Sozialisten mit ihren übertriebenen Forderungen, über die man sich aber keineswegs zu beunruhigen brauche. Er schloß seine Ausführungen, indem er für die Franzosen das Richt in Anspruch nahm, sich selbst zu regieren, trotz der gegenteiligen Bemühungen der„Beamten der internationalen Theokratie“, der gegenüber der Friede der Republik unerbit lich behauptet werden müßte. Paris, 15. Okt. Heute mittag begab sich der Lordmayor mit der Abordnung von London unter dem Beifall der Menge nach dem Elysée, wo Päsident Fallières, umgeben von den Ministern, die Abordnung begrüßte und der Zuneigung Frankreichs für England Ausdruck verlieh. Bei dem hiernach aufgetragenen Frühstücke toastete Fall ères auf den Souverän Groß britanniens, die englische Nation, den Lord meyor und die Stadt London, der britische Botschafter auf den Präsidenten und die französische Regierung. Paris, 15. Okt. Aus Sidi bel Abbes wird berichtet: Infolge der unter den Stämmen im südlichen Marokko herr schenden Gärung ist der Handel an der algerisch=marolkanischen Gtenze vollständig gelähmt. London, 16 Okt. Wegen der Angelegenheit betriffend die Lieferungen im Burenkriege ist laut Mitteilung des Kriegsministeriums kein Grund vorhinden, gegen irgend einen General vorzugehen. 12 Offiziere sind gemaßregelt, außerdem sind 10 Unterolfiziere entlassen worden. Fast alle diese Malitärs gehören dem Teain an. Die 10 Unteroffiziere wurden unter Velust ihrer Ehrenzeichen in förmlichster Weise degradiert. Rußland. Nach den bisher vorliegenden Nachrichten tolzieht sich die Rekrutenaushebung in allen Teilen des Reiches, selbst in den Ostseeprovinzen und anderen Herden der Revolution, in vollster Ordnung. Aus Simferopel wird gemeldet: Wegen verschiedener Attentate gegen Offiziere drohen diese, sämtliche Kadettenführer auszurotten. Dazegen erklärten die Matrosen, sie würden diese Führer schützen. In der Stadt werden Missenverhaftungen vorgenommen, Waffin und Bomben wurden gefunden. Wegen der herrschenden Gärung wurden die Militärprozesse aufgeschoben.— Urber zahlreiche Städte in Turkestan ist der Zustand des außerordentlichen Schutzes verhängt worden. I Lodz sind abermals 17000 Arbeiter von 77 Fabriken in den Ausstand getreten. In Rostow wurden 3 Juden und 3 Christen wegen Ueberfall eines Kontoes standrechtlich erschossen. In Bialystok ist eine neue Gesellschaft „Erras Nischodim“ gebildet worden, die sich zur Aufgabe gestellt hat, Juden, die auswandern wollen, mit Rit und Geld zu unterstützen. Nach den letzten Feststellungen betrug die Mitgliederzahl der jüoischen Bereinigung 83890, davon 25000 in Polen. Schule und (Uebertritte.) Im Jahre 1905 sind in Deutschland von der katholischen zur evangelischen Kirche übergetreten 7798 Personen, während nur 809 Evangelische zur katholischen Kirche übergetreten sind. In den letzten 15 Jahren(seit 1890) hat die katholische Kirche in Deutschland 47690 Seelen an die evangelische, die evangelische Kirche 4132 Seelen an die katholische Kirche verloren. (Simultanschule.) Die Volksschulkommission der württembergischen Abgeordnetenkammer beriet eine Petition des württembergischen Volksschullehrer vereins: Es soll den Gemeinden von gemischtreligiösem Bekenntnis gestattet werden, allen Bekenntnissen gemeinsame Volksschulen— fakultative Simultanschulen— einzurichten. Kultusminister v. Fleischhauer erklärte, die Regierung halte an ihrem bisherigen Standpunkt fest und lehne auch die akultative Zulassung der Simultan schulen ab. Diese Frage könne überhaupt rur mit einer grundlegenden Aenderung des Volksschulgesetzes geregelt werden. Der Antrag des Berichterstatters auf Uebergang zur Tagesordnung wurde mit 6 gegen 3 Stimmen bei 2 Stimmenthaltungen angenommen. strecke neben Militärverkehr auch Privitvnrkehr eingerichtet worden ist. Die für Personen= und Güterbeförderung zur Anwendung kommenden Tarife sind bis au weiteres die gleichen wie bei der Regierungsbahn Swakopmund=Windhuk. An der Landungsbrücke in Swakopmund ist ein Erweiterungsdau in Angriff genommen, der die Legung eines dritten Schienengleises ermöglicht. D G. K(Zugvieh=Versteigerung.) Elne Ende August in Windhuk veranstaltete Zugv'eh Versteigerung ergab gute Preise, insgesamt für Kleinvleh. Das letztere spricht dafür, daß eine starke Nachfrage vorhanden sein muß, die leicht erklätlich ist, wenn man berücksichtigt, daß Kleinvieh schnelle Eirnahmen bringt. In den Kreisen der Jateressenten hofft man, daß die Regierung bald wieder aus den Kaplolonien Vieh einführt. Außer Farmen des Bz'rks Windhuk waren bei der erwähnten Versteigerung auch Farmen aus den Distrikten Onaruru, Okabandyz, Burbanis und Rehoboth zugelessen. D. G. K.(Zur Entschädigungs frage.) In einem der„Deutschen Kolonial= zeitung“ zur Verfügung gestellten Brief eines südwestafrikanischen Anfiedlers heißt es: „Fällt die Entscheidung nicht so aus, daß wir annähernd volle Entschädigung erhalten, so ist mir die Fähigkeit genommen, mir einen Farmbetrieb wieder einzurichten. Ueberhaupt ist dann meine Existenz drüben vernichtet.“ Ein Kommentar zu diesem Satze erscheint uns überflüssig. D G. K(Schulgemeinde Swakop= mund.) In Spakopmund wurde in Anwesenheit des Bezirksamtmannes und nach einem Vortrage von ihm die Gründung einer Schulgemeinde beschlossen. Gleichzeitig wurde ein Schulvorstand bestimmt, der die Satzungen der Schulgemeinde vorberaten und weiter vorberatende Schritte tun soll. Der Bezirkshauptmann ist Vorsitzender des Schulvorstandes. Von 27, Anwesenden wurde Verpflichtung zu einer Jahresleistung von zusammen 640 Mark für die Schulgemeinde gezeichnet. Kolonialpost. (Die Leistungsfähigkeit auf der Bahn Lüderitzbucht= Kubub) ist derart, daß auf der im September eröffneten Teil Aus dem Umsturzlager. Die gnädige Frau. (Zum Kapitel: Sozialdemokraten als Arbeitgeber) wird aus Kottbus berichtet, daß das Gehalt der Lagerhalterinnen des sozialdemokratischen Konsumvereins von 75 auf 60 Mk. und das Gebalt für die Lehrmädchen von 25 auf 15 Mk. für den Monat herabgesetzt wurde,„weil der Verein sonst nicht bestehen könne". Der„Niederlausitzer General Arzeiger macht dazu folgende charakteristische Bemerkung:„Derartige Lohnverkümmerungen betreiben„Gevossen“, die für sich in Krarkenkassen einen Monatslohn von 300 Mr. in Anspruch nehmen.“— In der„Königsberger Hartungschen Zeitung“ veröffentlichte vor einiger Zeit ein gewaßregelter Genosse Enthüllungen über das Gebaren der sozialdemokratischen Arbeitgeber in der dortigen.tskrankenkasse. Diese Enthüllungen waren den Genossen sehr unan genehm, und der Verfasser wurde deshalb von ihnen stark angegriffen. Daraufhin ver öff ntlichte er nunmehr Berichte über die Zusammenkünfte von sozialdemokratischen Arbeitgebern und Arbeitnehmern. In einem dieser Berichte heißt es u. a:„So wurden in einer solchen Zisammenkunft tüchtige und gewissenhafte Beamte wohl an die dreißigmal„Stänker“ genannt;„Lausekerle" und „Schufte" und ähnliche Lieblichkeiten folgten in fröhlicher Reihenfolge. Gegen einen Beamten wurde sogar der Vorwurf des„Diebstabls“ erhoben! Die Folge war, daß der so Beschimpfte sich selbst beim Gericht denunzierte, damit ihm seine volle Unschuld rom Gericht bestätigt würde. Und dieser Selbstdenunziant ist einer der tüchtigsten Parteigenossen.“ Garten- und Landwirtschaft (Die neue Rose Otto von Bismarck.) Der Pceis von 3000 Mark, den der praktische Ratgeber im O st und Gartenbau in Frankfurt a. Oder, für die beste Rose deutscher Züchtung ausgesitzt hatte, ist durch das Preisgericht in Karlsruhe dem Obergärtaer Kiese in Erfurt endgültigst zugesprochen worden. Eine farbige Abbildung der niuen Rose soll im praktischen Ratgeber erscheinen. Gericht und Rechrsprechung. Bielefeld, 16. Okt.(Das Schwurgericht) verhandelte heute gegen die 24 Jahre alte Näherin Amalie Wiegmann von hier, zurzeit in Unter. suchungshaft, wegen Kindesmord. Sie war angeklagt, zu Bielefeld am 19. Juni d. I das von ihr unehelich geborene Kind gleich nach der Geburt gelöttt zu haben. Die Geschworenen nahmen entgegen der Anklage fahrlässige Tötung an. Gerichtshof verurteilte die Angeklagte zu 4 Monaten Gefängnis und brachte der Anzeklagten 3 Monate von der erlittenen Untersuchungshaft auf die Strafe in Anrechnung, so daß dieselbe nur noch 1 Monat zu verbüßen hat. Während der Verhandlung war die Lo stentlichkeit ausgeschlossen, du seublugg nur: 111 Erzählung von A. Burg. [Nachdruck verboten.] „Schlage ein, Inge— auf treue Freundschaft und Hilfsbereitschaft.“ Sie sah ihn zweifelnd an. „Und Verschwiegenheit", wiederlolte er ernst. „Siehst du, Konrad— ich bin verlobt—“ „Sapperlot!“ entfuhr es dem jungen Manne— denn so am Biel hatte er Inge nicht geglaubt.„Aber Coufinchen, seit wann denn?" „Ach lange schon, seit vorigem Winter, seit dem großen Ball beim Finanzminister, — und da— Konrad, kannst du dir doch denken, daß wir uns gern schreiben wollen, nicht wahr?“ Konrad nickte sehr einverstanden.„Selbstverständlich, Inge, Brautleute, auch heimliche, schreiben sich immer.“ „Na also, und ich habe hier keine GelegenBriese an Henrik zu befördern, willst du mir dabei helfen?“ Inge sah so flehend zu dem stattlichen auf, daß er sich gezwungen ss iom audh schie usgen. Was ung nug schließlich an, wenn Jage von Fahlbusch sich verlodt halte, er war weder ihr Vater noch ihr Beuder.„Gewiß, Inge — ich.sorge dir deine Briefe sicher— ganz sicher— auf mein Ehrenwort.“ Sie sah ihn glänzenden Auges an und atmete auf, wie von einer Last befreit. Dann griff sie in ihre Tasche und brachte den Brief zum Vorschein Er warf einen kurzen Blick auf die Adresse.„Seiner Durch laucht dem Erbprinzen Henrik von Sckönau Wettersbach auf Schloß Schönau" las er befremdet. „Das ist dein Verlobter, Jnge— der Garde Ulan Wettersbach?“ „Kennst du ihn, Konrad?“ sagte Irge, seiner Frage ausweichend. „Nein“, sagte Konräd langsam,„aber ich wundere mich darüber—“ „Was ist da zu wundern, Konrad— winn wir uns gu sind und heiraten wollen — ach— ich weiß, die Hindernisse, die sich da in den Weg stellen werden— ja fiehst du, die habe ich Henrik selbst vorgestellt— aber er hat mich ausgelacht— er wird sie alle überwinden.“ Konrad war sehr ernst geworden.„Inge“, sagte er eindringlich,„ich kann dir ja in dieser Sache nicht raten, ich tue, um was du mich batest— treu, unerschütterlich und Lokoles und Provinzselles. Bielefeld, 17 Oktober. I(Die Fragen der Gottes= und Weltanschauung,) die unsere Zeit wieder mächtig bewegen, sollen von dem bekannten Nutursorscher Dr. Dennert=Godesberg, (Herausgeber der Zeitschrift:„G auben und Wissen") an den drei Abenden des 20. bis 22. Oktober, Sonnabend, Sonntag, Montag, um 8½ Uhr vor Männern und Frauen in gemeinverständlicher Weise erörtert werden. Die Vorträge finden, da ein starker Zudrang zu erwarten steht, im großen Volkssaal an der Bahnhofsstraße statt. Sie sind eine Veranstaltung der„Kirchlich sozialen Konferenz“, welche das Pogramm hat, ohne Parteipolitik die evangelische Kirche im guten Sinn des Wortes wieder pepulär zu machen und den unvergänglichen Wahrheitsgehalt des Christentums in unser öffentliches Leden hineinzuwirken. Dem weitgespannten Rahmen dieser Konferenz entspricht es, daß in denselben Tagen, Sonntag nachmittag 4 Uhr, noch eine Versammlung mit dem Thema: „Christlich nationale Arbeiter=Bewegung!“ abgehalten werden soll. Zu allen Vorträgen wird herzlich eingeladen. (Jubiläum) Herr Karl Heidbreder hier kann heute auf eine vollendete 25 jährige Tätigkeit in der Firma Velhagen u. Klasing zurückblicken. (Besitzwechsel.) Herr Julius Meyer zu Hartlage in Sieker hat nach dem „Gen. Anz.“ den größten Teil seiner Restgrundstück;, bis auf den eigentlichen Hof, für den Peeis von 400000 Mark an einen Herrn in Braunschweig verkauft. (Die Kaiser=Manöver für das Jahr 1907) werden, wie, einer Meldung der„Nuen milit polit. Korresponz“ zufolge, vorbehaltlich der Bestätigung durch den Kriegsherrn jetzt seßtsthi, in der Hauptsache das 7(westfättsche) und 10.(hannoversche) Korps betreff.n. Zur Komplettierung der gegeneinander übenden Truppeneinheiten sollen vorautsichtlich Teile des 4(sächsischen) und 11.(hessisch=thüringischen) Armeekorps, der Kavallerie= Division des Gard.ko#ps, viele Reserveformationen usw. herangezogen verschwiegen. Alles andere ist deine Sache. Ich möchte dich nicht daran erinnern, daß Juge von Fahlbusch niemals einen Schritt tut, dir sie je gereuen könnte. Die Verantwortung trägst du— du ganz allein.“ „Dem Herzen läßt sich nicht gebieten— e.. ich— weiß ja nicht, o5 du verloor oin, aber nicht wahr, wenn man jemand gut ist, da fragt man doch nicht, ob das auch ein Fürst ist—“ Konrad schüttelte den Kopf.„Mit den Füsten, Inge, das ist immer solch eigene Sache, und sieh, ich denke doch, eine Ing: von Fahlbusch wird nicht die morganatische Gemahlin eines Fürsten sein wollen, mit anderem Namen— nicht wahr? Und mit der rechtmäßigen Gemahlin eines Eckpeinzen das kannst du doch, vom sogenannten niedrigen Adel stammend, nicht glauben—“ „Ach, Konrad— das alles habe ich ihm schon und mir allein tausendmal gesagt, aber soll ich nicht Vertrauen zu ihm haben, wenn er verspricht, alle Hindernisse zu überwinder?“ „O Frauenlogik!“ dachte er, laut aber sagte er:„Nun gut, Inge, ich besorge dir, was ich versprach,— alles übrige wird ja die Zeit bringen.“ „Ich danke dir, Konrad“, sagte Inge swrecht. 80 Ju Als letzte traten sie in das hellbeleuchtete Familienzimmer ein. Jage sah merkwürdig blaß aus, sie tat Konrad leid. Arme, kleine Inge— wenn du dir nur nicht die Flügel versengst— III. Herr von Dorgerlow war gar nicht wiederzuerkennen. Sonst still, oft sogar wortkarg, wenn es sich nicht um seinen geliebten Beruf hardelte, wurde er in der letzten Zeit lebhafter, gesprächiger, aufmerksamer. Wie oft schon hette der Forstmeister es gesagt: „Schade um den Dorgerlow, ein Mensch, so hübsch, gescheit, tüchtig im Beruf und wohlhabend obendrein, braucht zum Heiraten nicht mal auf Anstellung zu warten, und dabei solch Griesgram, so wenig jugendlich, wenn er ges llig sein soll. Das triffliche Geizenspiel neben dem Fo stsach, sein zweites Steckenpferd, kann's allein doch nicht machen.“ Urd nun ging es mit einem Male. Dorgerlow schien sich sast zum Schwerenöter auszubilden. (Fortsetzung folgt.) werden. Beide Jafanterie Divi ständigen Kavall (:)(Unter schönen Verlauf Johanniskircher haltungsabend. ziehung geschma gramm brachte geistlichen Inh gestimmten Jostr weihevoller We greisende Passi vom Chor vo E. Schrö#er v Vortrag eines Uebergang zur licher Gedanke" wan dem glaub mein Erlöser Beethovens-u Mancher Musikt Programmnumm guter Ausführur stannt gewesen der majestätische strumenten(Ge wiede rzegeben wi Kieser und H erkennung, jede vollkommene Beh und Vortrag rorzüglich.— Getöe gebrachte Anklang, ebenso sohn(von einer Nevjahrsliede a Wahre Lachsalt Beinkmann mits Alles in allem: dessen Wiederho sein dürste. (Stadtthea stattfindende Erst Novität von Heri unter Stein besonders aufme daß die unwider „Frau Benu und zwar zu er m.(Rotla Schweinebestande des Fabrikarbeite Arbeiters Wilh. Bauerschaft Sch arbeiters Herm. ist die Rotlausser laufseuche unter Bieglers Fritz Ril Nr. 167, des S Oberjöllenbick Nr Herm. Esser, Bu ist erloschen. D regeln sind aufge m.(Eingeli wegen Obdachlost m(Rotlau Schweinebestande Hiselhorst, des Vollmer und d# Schildesche, des Witwe Schi öder, des Arbeiters Walkenhorst, des des Arbeiters Sch hagen wohnhaft, loschen. Unter Zimmermanns Ka steaße 60a wohn! ausgebrochen.— des Wirts Kasp straße 242, sind gebrochen. Aus den Kreise Bad Oeynh# Apotheke.) Gütersloh ist di einer 2 Apothel Lübbecke, 15 des Vereins für Minden=Rave hier feierten, brat Festp edigt und vaulichen und An Herr Pastor M 1. Korinier 3 1 Gunde,'su: dauen wissn, soll.“— Als zahlreiche Anteiln Krchengemeinde A zu ihrem früher waren, sein er#st Nachversammlung Kronen“ war rec Eingangsgebete d erklärte der Vor Janere Mission, rom Wittekindsho jährige Fest nach Vorwucf des„DiebFolge war, daß der beim Gericht denunvolle Unschuld rom Und dieser Selbstr tüchtigsten Parteiindwirtschaft. tto von Bismarck.) ark, den der praktische Gartenkau in Fraakbeste Rose deutscher ist durch dis Preisn Obergärtaer Kiese ugesprochen worden. der niuen Rose soll erscheinen. as Schwurgericht) 24 Jahre alte Näherin ler, zurzeit in Unter. zmord. Sie war anJuni d. J das von gleich nach der Geburt zworenen nahmen entge Tötung an. Der Scklazte zu 4 Monaten unzenlagren 3 Monate ingshaft auf die Strafe be nur noch 1 Monat der Verhandlung war ovinzielles. d, 17 Oktober. er Gottes= und e unsere Zeit wieder von dem bekannten inert: Godesberg, ist:„G auben und benden des 20. bis Sonntag, Montag, ern und Frauen in e erörtert werden. ein starker Zudrang roßen Volkssaal an Sie sind eine blich sozialen Kongramm hat, ohne che Kirche im guten pepulär zu machen Bahrheitsgehalt des öffentliches Leden gespannten Rahmen t es, daß in dennachmittag 4 Uhr, mit dem Thema: heiter= Bewegung!“ Zu allen Vorträgen arl Heidbreder sollendete 25 jährige #lhagen u. Klasing err Julius Meyer er hat nach dem Teil seiner Resteigentlichen Hof, 10 Mark an einen g verkauft. över für das sie, einer Meldung korresponz“ zufolge, igung durch den in der Hauptsache 10.(hannoversche) omplettierung der Truppeneinheiten e des 4(sächsischen) schen) Armeekorps, des Gard.ko#ps, usw. herangezogen das hellbeleuchtete je sah merkwürdig eid. Arme, kleine r nicht die Flügel r gar nicht wiederst sogar wortkarg, en geliebten Beruf r letzten Zeit lebksamer. Wie oft ister es gesagt: low, ein Mensch, im Beruf und ucht zum Heiraten zu warten, und wenig jugendlich, U. Das triffliche tsach, sein zweites doch nicht machen.“ it einem Male. zum Schwerenöter rtsetzung folgt.) werden. Beide Armeekorps dürften auf 3 Jafanterie Divisionen mit j: einer selbst ständigen Kavallerie=Division gebracht werden. (:)(Unterhaltungsabend.) Einen schönen Verlauf nahm der em Sonntag vom Johanniskirchenchor veranstaltete Unterhaltungsabend. Das in musikalischer Beziehung geschmackooll zusammengestellte Programm brachte im 1. Teile Chöre(a capella) geistlichen Inhalts im Wichsel mit gleichgestimmten Jostrumentalvorträgen, Prlästrinas weihevoller Weihnachtsgesang, sowie die ergreisende Passionsmotette Lützels wurden vom Chor vorzüglich vorgetragen. Herr E. Schrö#er vermittelte durch seelenvollen Vortrag eines Händelschen Ariosot den Uebergang zur Osterstimmung.— Als„glück licher Gedanke“ ist es zu bezeichnen, daß wan dem glaubensfreudigen„Ich weiß, daß mein Erlöser lebet", das Andante aus Beethovens-moll-Syuphonie folgen ließ. Mancher Musikverständige, der wohl dieser Programmnummer mit einigem Zweifel an guter Ausführung entgegengesehen, wird erstannt gewesen sein, mit welcher Klangfülle der majestätische Satz von den drei Instrumenten(Geige, Klavier, Harmonium) wiede rzegeben wurde. Den Herren Schrolder, Kieser und Hogrebe übrigens alle Anerkennung, jeder der Herren zeigte eine vollkommene Beherrschung seines Instruments, und Vortrag und Zisammerspiel waren rorzüglich.— Die im zveiten Teile zu Getör gebrachten Volksweisen fanden viel Anklang, ebenso wurden die beiden Mendelssohn(von einer kleinen Tonschwankung im Nevjahrsliede abgesehen) gut vorgetragen. Wahre Lachsalven erzielte Herr Lehrer Beinkmann mit seinem plattdeutschen Vortrag. Alles in allem: Ein wohlgelungener Abend, dessen Wiederholung manchem willkommen sein dürfte. (Stadttheater.) Auf die Donnerstag stattfindende Erstaufführung der Schauspiel Novität von Hermann Sudermann:„Stein unter Steinen“, sei hiermit nochmals besonders aufmerksam gemacht; desgleichen, daß die unwiderruflich letzte Aufführung von „Frau Benus“ am Freitag stattfindet und zwar zu ermäßigten Preisen. m.(Rotlaufseuche.) Unter dem Schweinebestande des Arbeiters G. Schelp, des Fabrikarbeiters August Husemann, des Arbeiters Wilh. Wittenbreder, sämtlich in Bauerschaft Schildesche, sowie des Bahnarbeiters Herm. Heißmeyer, Brake Nr. 163, ist die Rotlaufseuche ausgebrochen. Die Rotlaufseuche unter dem Schweinebestande des Beglers Fritz Ritder, Bauerschaft Schildische Nr. 167, des Schuhmachers Friedrich Pott, Oberjöllenbeck Nr. 96 und des Fabrikarbeiters Herm. Esser, Bauerschaft Schildesche Nr. 172, ist erloschen. Die angeordneten Schutzmaß. regeln sind aufgehoben. m.(Eingeliefer!) wurden 2 Personen wegen Obdachlosigkeit. m(Rotlaufseuche.) Unter dem Schweinebestande des Zimmermanns Karl Hiselhorst, des Fabrikarbeiters Heinrich Vollmer und des Maurers Sievert zu Schildesche, des Maurers Potthoff, der Witwe Schi öder, des Fabrikarbeiters Heuners, des Arbeiters Bokermann, des Arbeiters Walkenhorst, des Tischlers Holtmann und des Arbeiters Schröder, sämtlich zu Gellershagen wohnhaft, ist die Rotlaufseuche erloschen. Unter dem Schweinebestande des Zimmermanns Karl Lohmann, hier, Müzlen steaße 60a wohnhaft, ist die Schweineseuche ausgebrochen.— Unter dem Schweinebestande des Wirts Kaspac Apenbrink, Herforderstraße 242, sind die Backsteinblattern aus gebrochen. dieser Kreis von dem zu bauenden Kanal durchschnitten werde und es darum not tue, sich darauf vorzubereiten, damit unsere Gegend möglichst vor Schaden und Verseuchung bewahrt bleibe und der fremden Arbeiterschaft auch in leiblicher und sittlicher Beziehung gedient werden könne. Herr Pastor Dr. Küßner aus Mölle, welchem schon seit Jahren die Pastorierung der bei großen Kanalbauten und Flußregulier uigen zusammenströmenden Arbeiterscharen obliegt, erhielt nun das Wort zu seinem hochinterissinten Vortrage, in welchem er an die Gleichniss: vom verlorenen Schaf und verlorenen Groschen anknüpfte und schilderte was für Leute bei solchen Unternehmungen sich einfinden. Man solle die Leute freundlich aufnehmen, wie es auch der Wunsch des Herrn Pastor von Bodelschwingh sei. Nich dem Vortrage fand eine Diskussion statt. Lübbecke, 15. Okt.(Anläßlich des Geschäfts=Jubiläums des Herrn F. W. Meyer) bemerkt das hiesige„Kreisblatt":„Neben seinem Geschäfte hat Herr Meyer seine Kräfte aber auch in hervorragendem Maße den öffentlichen städtischen und kirchlichen Interessen als Beigeordneter und als Kirchmeister gewidmet. Ihm sei deshalb auch an dieser Stelle ein herzlicher Glück wunsch dargebracht für einen weiteren gesegneten Lebenspfad bei erwünschtem Wohlsein.“ Wir schließen uns diesem Segenswunsche von ganzem Herzen an. Zur Zeit erfreut sich Herr Meyer einer seltenen, leiblichen urd geistigen Frische. Möge sie ihm der Herr noch lange erhalten. Aus den Kreisen Minden und Lübbete Bad Oeynhausen 13. Okt.(Zweite Apotheke.) Dem Apotheker Lorenz in Gütersloh ist die Erlaubnis zur Eerichtung einer 2 Apothek: hieselbst erteilt worden. Lübbecke, 15. Okt.(Das Jahresfest des Vereins für Innere Mission für Minden=Ravensberg, welches wir gestern hier feierten, brachte in seinen beiden Teilen, Festp edigt und Nachfeier, gar viel des Er vaulichen und Anregenden. Die erstere hielt Herr Pastor Möller aus Gütersloh über 1. Korinier 3 11—15„Von dem rechten Grunde, Isus Cuistus, auf welchem wir bauen wiss n, wenn unser Weik gelingen soll.“— Als erfreulich erwies sich die zahlreiche Anteilnahme der Gesucher aus der Krchengemeinde Altwede, die in treuer Liebe zu ihrem früheren Seelsorger herbeigeeilt waren, sein ernstes Wort zu hören. Die Nachversammlung im Saale von„Drei Kronen“ war recht gut besucht. Nach einem Eingangsgebete des Herrn Pastor Güse erklärte der Vorsitzende des Vereins für Janere Mission, Herr Pastor Stieghorst rom Wittekindshofe, man habe das dies jährige Fest nach Lübbecke verlegt, weil Aus dem Kreise Herford. Herford, 16. Okt.(In die Häckselmaschine) geriet ein Knabe mit der Hand und verlor dabei vier Finger. Es kann immer und immer wieder nicht dringend davor gewarnt werden, Kinder an Maschinen spielen zu lassen. Herford, 16. Okt.(Oeffentliche Lesehalle) im Nebengebäude der neuen Bürgerschule. Die Eröffnung fiadet statt am Sonntag, den 21. Ottober 1906. Von da ab alle Sonn= und Festtage geöffnet von 3 bis 8 Uhr. Der Eintritt ist für jedermann srei! II Mennighüffen, 25 Oklober.(Die hiesige Gemeindevertretung) hat beschlossen, den Gemeindeweg über die Gemeinheit Ellerbrock in Halstern als öffentlichen Weg einzuziehen und für einen Interessentenweg zu erklären. Einsp üche gegen dieses Vorhaden sind binnen 4 Wochen bei der Wege Polizeibehörde geltend zu machen. I Mennighüffen, 15. Olt.(Arbeiterewegung.) Hier wurde eine Octsgruppe des christlichen Tabakarbeiterverbandes gegrürdet, welcher sogleich eine größere Anzahl Arbeiter beitrat. II Löhne, 16. Okt.(Feuer) entstand heute vormittag in dem Wohnhause des Handelsmanns August Markmann hierselbst, welches das Gebäude bis auf die Umfassungswände in Asche legte.„Auf der Brandstätte war die hiesige und die Obern becker freiwillige Feuerwehr eischtenen, die tatkräftig eingriffen, so daß der Brand auf seinen Herd beschränkt blieb und auch das Mobiliar größtenteils gerettet werden konnte. Ueber die Entstehungsursache ist nichts bekanzt ∆ Enger, 16't.(Diebstahl) Dem Herrn Bachdruckereibesitzr Karl Titgemeyer hierselbst, Kassierer der freiwilligen Fuerwehr, wurde am Sonntag mittag in seiner Abwesenheit, aus seinem Pulte, die Kesse der Fuerwehr von einem seiner Arbeiter, gestohlen der dann des Weite suchte. Glücklicherweise war nicht viel darin A Enger, 16“t.(Der Amtskassenvorschlag) für die Zit vom 1 April 1907 bis 31. Mäcz 1910 liegt 14 Tage auf dem Amtsburcau zur Einsicht der Amtseingesessenen offen. Aus den Kreisen Wiedenbrück und Paderborn. Gütersloh 16 Ot.(Eine Aus stellung von Winterobst) ftidet am Freitag dieser Woche im Billingschen Lokale statt. die Zeche„Mont Cenis" durch öffentlichen Anschlag bekannt gibt, daß vom 1. November ab jeder Schichtlöhner über und unter Tage 20 Pfg. pro Schicht mehr als bisher haben soll, sordert die„Westdeutsche Arbeiter zeitung, das Organ des Verbandes katho lischer Arbeitervereine Westdeutschlands, heute die Bergarbeiter auf, nicht mit den sozialistischen Agitaloren in der Lohnfrage zusammenzugehen, die nur Reizmittel für eine neue Agitation gebrauchten und dem Gewerkverein Fellen stellen wollten. Seinen hinterlistigen Plan würden die christlichen Bergleute zuschanden machen. Aus den Nachbarprovinzen und Staaten. Essen, 15. Oktober.(Stiftung.) Aus Anlaß der Vermählung von Fräul. Bertha Kerpp mit Herrn Gustav von Bohlen und Halbach hat Feau Krupp eine Stiftung von 1000000 Mk. beschlossen, welche vor allem der Wohnungsfürsorge für die minder bemittelten Klassen dienen soll. Außerdem stillte Frau Krupp der Stiftung ein Bau gelände im Werte ron mehreren Millionen Mark zur Verflgung. Essen, 15. Okt.(Zur Lohnbewegung der Bergarbeiter.) Die angekündigte Vorstandssitzung des Bergbauvereins hat heute stattgefunden. Das E gebnis wird geheim gehalten. Eine neue Sitzung wurde auf den 22. d. Mts. einberusen, in welcher die Antwort der Zechenbesitzer an die Siebenerkommission erfolgen soll. Barmen, 14. Okt.(Eine geradezu verblüffende Submissionsblüte) ergab die Ausschreibung der Ausführung von Erdarbeiten für den Vorbahnhof bei Barmen= Ritershausen. Von 13 eingelausenen Angeboten stellte sich nach der„Rh. W. Zig.“ das niedrigste der Firma Jos. Mai Elberfeld auf 69467 Mt., das höchste der Fuma Nied ermeyrr u. Götze= Stettin auf 296012 Mt. Düsseldorf, 15 Okt.(Mißhandlung von Rekruten.) Zu der Verurteilung mehrerer„alten Leute" wegen Mißhandlung berichtet die„Rh. W Zig.“ folgendes: Während der diesjährigen Uebungen in der Senne hatten sich die Ulanen Paul Göbel, Martin Grütewey und Heinrich Becker vom hiefigen Ulanen Reg ment Ne. 5(sogen.„alte Leute" cm 12. Aug. brutale Mißhandlungen junger Rekruten zu Schulden kommen lassen. Ohne die geringste Veranlassung und nur rauf lustigen Instinkten fröhnend, hatten die An geklagten die Rekruten aus den Betten gejagt, zu allerlei B rrichtungen gezwungen und dann auf sie in rohester Weise losgeschlagen, wobei sich Göbel eines B senstiels bediente. Ein Haup'mann, dem einer der verletzten Rekruten auf der Flucht begegnete, fand die übrigen Mißhandelten blutend und halb befinnungs los auf den Betten liegen. Gegen die exzedenten wurde heute vor dem hiesigen Kriegsgerichte verhandelt und Göbel zu 9 Monaten 1 Woche, Geänewcy zu 2 Monaten 1 Woche und Becker zu 2 Monaten Gefängnis #eurteilt. Vermischtes Aus dem Reg.=Bez. Münster und Arusberg. Dortmund, 15. Okt.(Die wirt schaftliche Vereinigung der Lehre:) des rheinisch= westfälischen Industriebezirks nahm einstimmig einen Einspruch gegen den Maierlaß des Kultusministers an; sie forderte die schulfreundlichen Parteien auf, auf seine Beseitigung hinzuwirken. An der Gleich stellung mit den staatlichen und kommunalen Subalternbeamten erster Klasse hielt die Vereinigung fest. Dortmund, 14, Olt.(Zur Lohnbewegung der Bergarbeiter.) Während Berlin, 16. Oktober. In den SiemensSchuckert Werken war eine neue Arbeits erdnung mit dem Arbeiterautschusse verabredet worden. Demungeachtet ist in ihnen ein Streit wegen dieser Arbeitsordnung ausgebrochen. Berlin, 16 Okt. Der Ballonwettfahrt wohnten hutderttausende von Zuschauern bei. Es läßt sich schon jetzt mit ziemlicher Bestimmtheit voraussagen, daß der kleinste aller aufgestiegeren Ballons, der nur 680 Kubikmeter fassende, ron Dr..öckelmann geführte Ballon„Ernst“, der bei Brieg gelandet ist und mithin etwa 840 Ki o. meter zurückgelegt hat, den Sieg davontragen wird. Hannover, 16. Okt. Die heute aberd im Saale der Köigsworth stattgehabte zihlreich be sucht: Buchdruckerversammlurg sahm den vom 1. Januar 1907 ab gültigen neuen Buchdruckertaris sowie den.ganisctionsvertrag nach sihr erregter.batte mit großer Mehrheit an. Köpenick bei Berlin, 16 Olt. Heuse nach mittag kam eine Abteilung des 4 Garteregiments, best hend aus einem Gefritten und elf Mann unter Führung eines in die Unisorm eines Haup manns gekleideten Manies hier an, begab sich auf das Rathaus und verhaftete den Bürgermeister und den Kassenrendanten. Nach dem sich der angebliche Hauptmann die 4000 Mk. ertha tende Kesse hatte aus händigen lossen, erteilte er den Befehl, den Bürgeimeister und den Rendanten unter militäri cher Begleitung nach der reuen Woche in Beilin zu schaff n, und befohl den Mani schaften weiter, das Rathaus noch eine halbe Stunde lang besetzt zu halten. Dann entfernte er sich in der Richtung nach Berlin. Die Mannschaften, die von dem Schießplatz in Tegel kamen, hatte der Hauptmann in Beilin angehalten, und indem er eine gesälschte Kabinettsorder vor zeigte, nach Köpenick geführt. Sie lieferten die Ge fangenen ab und tückten dann nach der Kaserne in Berlin. Auf der neuen Wache wurden der Bürgermeister und der Rendart alsbald freigelassen.— Die russische Raubbande macht, wie man siht, Schule. Hamburg, 16. Oktober. Hier und in Lübeck streiken sämtlche Binnenschiffahrtsleute. London, 15 Olt. Eine furchtbate Ex plosion fard in der Wingate=Grube(Grafschaft Durham) statt 300 Mann erbeiteten gerade in der Grube. Bither gelang es, 80 Lebende und eine erhibliche Anzahl Liichen zu bergen. (Klassifizierung.)„Aber, Lieschen, euer Zimmerherr bekommt doch immer eine Masse Briefe. Wenn die elle von Diwen siad...“—„Ahne'n, der ist ein sehr ordentlicher Mensch— das sit d lauter unbezahlte Rechrungen!“ Literarisches. Velhagen und Klasings Monatshefte. Monatlich 1 Heft zum Preise von 1,50 M. Zu beziehen durch alle Buchhandlungen und Postanstalten. Inhalt des Oktoberheftes: Dachau, Von Paul Grabein. Mit elf Aquarellen von Curt Agthe in Foksimiledruck— Sonnensplitter. Ron an von Otto v Leitzeb.— Die ritterlichen Turniere. Von Pros. Dr. Ed. Heyck. Mit eif Abbildungen, zum Teil in Buntdruck.— Das Haus der husdert Sorgen. Novellette von Otto v. Gottberg.— Elconore Duse. Von Eugen Zabel Mit vier Abbildungen.— Vier Sprüche. Von Frida Schanz.— Der preußische Alcibiades. Von De. Albert Pfister, Gentralmajor z D.— Vom Schreibtisch und aus dem Atelier. Zwischen zwei Spielzeiten— Madonna della Neve. Skizze von Frida Schanz— Wie Wien ißt und trinkt. Von Julius von Ludassy— Zum Streitüber Laiengerichte. Von Landgeeichtsdirektor H. Rosenthal Danzig.— Gedichte.— Neues vom Büchertisch Von De. Carl Busse.— Illustrierte Rundschau— Zwei Kunstbeilagen.— Acht Einschaltdilder. Oeffentlicher Wetterdienst. Dienststelle: Meteorologisches Observato rium Aachen. Voraussichtliche Witterung für die Zeit vom Abend des 17. bis zum Abend des 18 Oktober 1906. Staike westliche Wiede, verärderl. Bewölkung, nur stellenweise leicht: Niederschl'ge, Temperatur nicht erheblich geändert. Uebersicht der Witterung. Bielefeld, 17. Oktober 1906. Mitgeteilt von Fr. Böckelmann Ww., hier. Niedrigst. Thermometerstand in der Nacht+ 7½ C. Thermometerstand um 10 Uhr vorm.+ 13 C. Barometer 75,2 cm. Wind: Eüd. Himmel: bedickt. Neueste Nachrichten. Berlin, 17. Okt. Wie das Berl. Tabl.“ meldet, sieht Prinz Alexander zu Hohenlohe jetzt selbst ein, daß die Veröffentlichung der Denkwürdigkeiten seines Vaters in der Form, in der sie erfolgte, unangemessen war und er hat sein Bedauern darüber an geeigneter Stelle Ausdruck gegeben. Berlin, 17. Okt. Der Gauner, dei gestern den frechen Raub in Köpenik verübt hat(siehe Vermischtes!) soll noch nachts 2 Uhr in Berlin gesehen worden sein, seine Verhaftung ist aber bisher nicht gelungen. Braunschweig, 17. Oktober. Auf einstimmigen Beschluß des Regentschaftsrates beantragt das Staatsministerium bei der heute zusammentretenden Landes Versammlung, die Wahl eines Regenten vorzunehmen. Posen, 17. Okt. Unter den Polen aller drei Reiche macht sich eine Bewegung geltend, welche eine Aenderung der jetzt in den Grenzen des ehemaligen Königreiches Polen bestehenden katholischen Einrichtungen erstrebt und zwar will man eine Zentralkirchenbehörde schaffen, welche den gesamten polnischen katholischen Volkegeist in Deutschland, Oesterreich und Rußland von einer Stelle aus leiten soll, welche als Oberhaupt den Papst anerkennt. Die Sache soll in allen Bietümern in den ehemaligen königlich polnischen Landesteilen unterstützt werden, Ein großer Teil der Geistlichkeit soll für diesen Plan agitieren. Man will zunächst den Erzbischof von Stablewsky im Sinne der neuen Bewegung bitten, beim Papst vorstellig zu werden und man hofft auf dessen Unterstützung. Essen, 17. Okt. Das Ergebnis der gestrigen Vorstandssitzung des bergbaulichen Vereins besteht darin, daß die Forderung einer l5prozentigen Lohnerhöhung abgelehnt wird mit der Begründung, daß sich bereits eine Aufbesserung der Löhne vollzogen habe. Dieser Standpunkt soll durch statistische Darlegungen begründet werden. Dagegen erkennt der bergbauliche Verein die Verteuerung der Lebensmittel an, meint aber, daß hier die Schuld die Regierung trage, welche durch Umänderung der Zollpolitik(Vieheinfuhr) Remedur schaffen müsse. Tanger, 17. Okt. Bei Mo gador wurde eine große Karawane mit Waren einer deutschen Firma ausgeplündert. 4 Gott dem Allmächtigen hat es gefallen, am Montag nachmittag plötzlich und unerwartet unsern guten Vater, Grossvater und Onkel Heinrich Wallbaum im 77. Lebensjahre zu sich in sein Himmelreich zu rufen. Mit der Bitte um stille Teilnahme zeigt dies im Namen der trauernden Hinterbliebenen an. Wilhelm Wallbaum. Bethel, den 16. Oktober 1906. Die Beerdigung findet statt, Freitag nachmittag 2½ Uhr von der Leichenhalle der Anstalt Bethel aus. 1 Kusche, kei. Auf vielseitigen Wunsch habe ich jetzt Kurse zur gründlichen Erlernung des Plättens für Personen aller Stände eingeführt und sind Anmeldungen von Damen und Herren, welche an einem mehrwöchigen Kursus teilnehmen wollen, an den Unterzeichneten erbeten. Gründlichste Ausbildung wird zugesichert. Beste Referenzen stehen zu Diensten. H. Hempel, Dampfwaschanstalt. Gr. Kurfürstenstr. 62. Höchsten Wohlgeschmack erhalten Kuchen, Milchspeisen, Puddings, Schokolade durch Dr. Oetker’s Bauillin=Zucker! 1 St. 10 Pfg. 3 St. 25 Pfg. bertentiiches Verkenls-Bursau 191. Unentgeltliche Auskunft in allen Verkehrsangelegenheiten Einsichtnahme von Karten, Führern usw. Anuahme von Veitrittserlirungen zun Verschönerungs=Verein. Bekanntmachung. Stadt-Theater. den 17. Oktober 1906, Anfang 7½ Uhr, Was ihr wollt Lustspiel in 4 Akt. v. Shakespeare. Donnerstag, den 18. Oktober cr., Anfang 7½ Uhr. Passepartout=Abonnement 20. Donnerstag- Abonnement 4. Zum ersten Male! Stein unter Steinen. Schauspiel in 4 Akten von H. Sudermann. Freitag, den 19. Oktober 1906, Anfang 7½ Uhr. Bei ermäßigten Preisen. Unwiderruflich letzte Aufführung von Frau Denus. Nur 1 Mark das Los! der 1VV. Straseburger-Lotterie## Ziehung sicher 10. November Günstige Gewinnaussichten Gesamtbetrag I. W. v. 39000 Mark Hauptgewinne 112500 Mark 1198 Gewinne zus. 26500 Mark Loss à 1 M.)23 5S, atfce empfiehlt das General-Debit I. Stürmer, Nangstr. 807. In Bieleteld bei: A. Schweppe. W. Knehen= Nacht. Zur Durchführung der mit dem 1. Oktober 1906 in Kraft getretenen Provinzial=Polizei=Verordnung vom 7. September 1906 betreffend den Verkehr mit Kraftfahrzeugen werden für den Stadtkreis Bielefeld folgende Zusatzbestimmungen erlassen: 1. Die Besitzer und Führer von Kraftfahrzeugen— Kraftwagen und Krafträder— haben ihre Kraftfahrzeuge schleunigst mit den in§§ 7 und 10 a. a. O. bestimmten Kennzeichen zu versehen. Das Kennzeichen für den Verwaltungebezirk Westfalen ist: I X. Die von der Polizeiverwaltung auf Grund der früheren Bestimmungen zugewiesenen Erkennungsnummern sind beizubehalten. Es ist alsbald zu beantragen, daß die neuen Kennzeichen mit dem Stempel der Polizeiverwaltung versehen werden. Den Kraftfahrzeugbesitzern wird anheimgestellt, vorschriftsmäßige Kennzeichen mit eingebranntem Stempel bei der Polizeiverwaltung gegen Erstattung der Selbstkosten zu beantragen. 2. Die bisherigen Fahrscheine für Führer sind weiter beizubehalten. Dagegen haben die Kraftfahrzeugbesitzer alsbald in der nach Anlage A der Ausführungsbestimmungen bezeichneten Form bei der Polizeiverwaltung die Ausfertigung der nach Muster 2 der Polizeiverordnung vorgeschriebenen Bescheinigung zu beantragen 8. Nach dem 15. November 1006 müssen bei Benutzung der Kraftfahrzeuge auf öffentlichen Wegen und Plätzen sämtliche Führer mit der neuen Bescheinigung (Ziff. 2) und die Fahrzeuge mit den vorgeschriebenen Kennzeichen sowie mit den in§ 2 letzter Absatz der PolizeiVerordnung bezeichneten Schilde versehen sein. 4. Der Verkehr mit Kraftfahrzeugen auf folgenden Straßen ist verboten: Piggenstraße, Bachstraße, Arndstratze(von Schulstraße bis einschließlich Bahnunterführung), Goldstraße, Kesseluraße, Kleine Kesselstraße, Burgstraße, Brinkstraße, Notpfortenstraße, Postgang, Hochstraße, Spiegelstraße, Löbellstraße, Kastanienstraße, Göbenstraße(von der Rohrteichstraße bis Detmolderstraße) und Dornbergerstraße(auf letzterer nur die Auffahrt) Im Stadtbezirk Bielefeld darf nur mit einer Höchstgeschwindigkeit von 15 km in der Stunde gefahren werden. In belebten Straßen ist die Geschwindigkeit auf 11 km und in der Obern= oder Niedernstraße auf 9 km die Stunde herabzusetzen. Bielefeld, den 15. Oktober 1906. Die Polizeiverwaltung. Dr. Stapenhorst. Heinr. Kipp, Altstädter Kirchstraße empfiehlt äußerst billig mi F3•4 mehrjähriger Garantie Taschenuhren. F Regulatenze, Wandahren, Trauringe u 585 und 5601000 Gost Prochen, Medaillons, Zetten in Gold, Doublé und Silber, Brillen, Pincenez, Perspektive. Reparaturen serden sorgfältig und billigst miit Garantie ausgeführt. NB. Sonntags geschlossen. PTanos, Harmonlums, neu und gebraucht, Raten, Miete, kein Laden, daher äußerst billig Weststrasse 21. A. RAUSCHENBUSCH AMERIC. DENTIST VORMALS AN DER ZAHNÄRZTLICHEN UNNVERSITAT IN PHILADELPHIA NIEDERWALL 9. Flechten= oder kranke, auch solche, die nirgends Heilung fanden, verlangen Prospekte und beglaubigte Atteste gratis. C. W. Rolle, AltonaBahrenfeld(Elbe). Gerstmann-München Kollectiv-Ausstellung. Eintritt 25 Pig. Jahresabonnement 3 Mk. ercemrntchtcrhch Erhotungshaus Waldesruh etwa ½ Stunde von Bielefeld, am Teutoburger Walde gelegen, das schon vielen werten Gästen und Reconvaleszenten seiner ausgezeichneten Lage und schönen Aussicht wegen, einen stillen wohltuenden Aufenthalt geboten hat, ist nebst Wirtschaftsgebäude, etwa 6 Morgen Ackerland und Gartenland, anderweitig zum 1. April 1907 zu verpachten. Auf Wunsch kann auch das Inventar übernommen werden. Auskunft erteilt F. Engelmann, Bethel bei Bielefeld. Teppiche, Gardinen, Stoffe für Zugrouleaux sowie Blenden liefert billigst Fritz Tiekötter Möbelfabrik, Niedernstr. 45. Bekanntmachung. Die Ausführung der Anschlägerarbeiten für den Erweiterungsbau der II. Bürgerschule soll in 3 Losen vergeben werden. Verdingungsunterlagen sind bei unserer Kanzlei II für 0,75 Mk. zu beziehen, ebendaselbst sind schriftliche verschlossene Angebote mit der Aufschrift:„Angebot auf Ausführung der Anschlägerarbeiten für den Erweiterungsbau der II. Bürgerschule" bis zum Eröffnungstermin am Dienstag, den 23. Oktober 1906, vormittags 9 Uhr einzureichen. Bielefeld, den 15. Oktober 1906. Stadtbauamt. Standesamts=Nachrichten vom 8. bis inkl. 13. Oktober 1906. (Nachdruck verboten.) Geburten: a) Söhne. Schlosser Kail Kronsbage, Nordstr. 36, Briesträger Hermann Niehaus, Sudbrackstr. 6, Maler Gottfried Gewick;, Welle 18, Arbeiter Wi helm Hülsmann, Oststr. 15 Nähereinesitzer August Stahlberg, (gent. Siekmann), Teuteburgerstr. 47, Arbeiter Wiihelm Linne, Luis nstr 42 a. Schlossee Philipp Krins, Bielsteitstr 20, Dochdecker Rudolf Branding, Oelmühlenstr 91, Maurer Heinrich Vollmer, Werth rstr. 122, Korkschreider Wilhelm Lang;, Jöllinbeckerstr. 34, Klempnermeißter He marn Heuermann, Mühlenstr. 8, Buchdrycker Karl Wiedimeyer. Etlentrupperweg 9, Tischler Heimich Nebel. Saulstraße 16, Arbeiter Gustev Meyer zu Huckr(gent. Homann), Heinrichstr. 7, Molermeister Augus König, Niederwall 14, Schuhm. Wi h. Onken,'st. 26, Fabeknecht Heinrich Myer, Siegf.iedstr. 27, Schlosser Paulus Reß, Alle.st.### b) Töchter. Gemüsehändler Karl Kröger, Jöllenbeckerstr. 90, Schriftsetzer Wilhelm Zinn, Friedrichstr 19, Eiserhobler Heinr'ch Delker Stadthude str. 2s Schlosser Friedlich Blaue, Biesteinstr. 30, Schlosser August Dahlmeier, Millerstraße 34, Hausdiener August Dröge, Friedrichkr. 27. Arbeter Karl Friedrich, Rolandstr. 25, Kaufmann A nold Farnick, Detmoldesstr. 123, Bei fträgr Friedrich Drake, Alleestr. 10, Bauarbeiter Wilbelm Sprick, Ziegelstr. 41, Arbeiter Julius Schneider, Stadtheiderstr. 56, Schlosser Gottlieb Rubbe, Schildescherstr. 92, Schutzmann Friedrich Klöxping, Paulusstr. 82, Schlosser Frierrch Hagema n, Albrechtstr. 16, Architekt Hermann rbrase, Ellerstc. 26 Bauingenitur Johannes Beuchelt, Guessenaustr. 7, Schlosser Emil Ruderer, Rohrteichstr. 72. Aufgeboten: Modelltischler Heinrich Köhler, Wittekindstr. 49 und Elisabeth Heise“, Ollmüdlenstr. 94, Kaufmarn Louis Olver, Altstädterkichstr. 6 und Frieda Büscher, Ravensbergerstr. 60, Kaufmann Kail Büscher, Gütersloherstr. 4 und Luise Nölkenhöner, Güterbahnkof 19, Schlesser He nrich Pöhl, Teichstr. 6 und Anna Diekmann, Jöllenbeck rstr. 59, Postbote Heinrich Bredenkeck, Dortmund und Luise Greve(gent. Ooerb ck). Kusrstr. 135, Metallarbeiter Emil Klemme Stadtheider= straße 30 und Martdo Klemme, Sieker, Gärtner Michael Wolf, Upmannstr. 30 und Wlhelmine Levermann, das, Maschinist Mich.l Teugeszat, Nordstr. 27 un d verw. Schne derme ster Lüdke:, Friederike geb. Spreckelmann, das., Pflastermist er Evald Ritgsko f, Ka seiste. 65, verw. Pflasterme ster Ringsdorf, Johanie geb. B ahe, Brandenburgerstraß: 27, Arbeiter Wilhelm Schulz, Blumenstr. 17 und Idu vollmnn, das., A beiter Karl Erbel, Webereistr 24 und Helene Broszeit, das 24 a, Eisendreher Karl Sentker, Rolandstr. 48 und Amanda Büscher, Siegsr ebstr 65, Uh macher Kaul Zierenberg, Bünde und Elisabeth Zierenberg, Bürgerweg 45, Eisendr der Hirmann Siekmann, Wit kirdstr. 86 und Johanne Sielemann, Gellershages, Schneider Wi helm Tebbe, Nordstr 80 und Anna Oberschelp, Theesen, Arbeiter Dietrich Siek.r. Engerschestr. 10 und Klaia Fleer, Schildesche, Akeiter Panl Klose. Oststr. 5 und Berta Volkmarn, daselbst, Arbeiter Gustao Pillkahn, Blumer str. 8 und Marie Walier, das., Schlesser Wilhelm Btinkmann, Teichstr. 15 und Ama Fastabend, Weststr. 50 a, Maler R bert Niederce Wittekindstr. 4a und Martha Hartmarn, Si chenmarschstr. 35, Glasputzer Wilhelm Stuckenb. öcker, Friedrichstr. 9 und Ida Punta ann das., Lehrer Paul Müller, Artenkamp und Johonne Sto.k, Hermannstr. 40, Bäcker Johannes Cassel, Oststr. 15 a und Maria Euscher, Sieker 66, Straßenbahnschaffner Gustav Kustien, Webere str. 1 und Auguste Ridder, Steinhagen, Schmied Heinrich Tubbesing, Gr. Kurfürstenstr. 69 und Berta Sewing, Stadtheiderstr. 30 a, Schlosser Walter Gläsel, Stadtheiderstr. 80a und Amelie Gruel, Frldstr. 58, Sattlr Wilh lm Hartge, Konenstr. 1 und Dorette Schötz, das. Berebelicht: Grenzaufseher Rudolf Sagewka und Gertrud Franzke, Glasmacher Rudof Rusche und Therese Michalski, Bauarbeiter Hei rich Briakmarn und Adelheide Jokodi Schuhmacher Heinrich Bergmeim und Mathilde Echerhoff, Tapezieier und Dekorateur Friedrich Stedingk und Luise Nagel, Kaufmann Karl Hilgnr Kramme, Schriftsetzer Paul Sieweke und Auguste Kickert, Mitallarbe ter Gustav Brinker und Pauline Düning, Schlosser Wilhem Mühlenweg und Anna Puls, Zuschneidr Gottlieb Löschnr und Johanne Esser, Kupferschmied Gustev Wittler und Berta Landwhr, Juhrkrecht Gustav Golk stein und Anna Drexdage, Tischler Gustav Peiting und Eailie Lehnhard, Kufmann Alfr.d Wähdel und Doht, Magazinverwaler Albert Greweling und Einestine Greil, Schneider Ludwig Buddenberg und Anna Hornberg, Arbeiter Heinrch W ym#ier und Anna Huxohl, Tischler Heinrich Inacker und Emma H Umann, Landbriefttäger Karl Westphal und Martha Zurheit#e, Arbeiter Heinrich Kramme und Anna Welp, Arbeiter Gostav Dicke und Luise Klußmann. Arbeter Karl Klemme und Berta Begt, Klempner Paul Wind und Jokanne Bentcup, Schlosser Hermann Hornberg und Ottilie Austmeyr, Maler Theodor Ramarkers und ka olire Hofemann, Schmied Withelm Breitsp.echer und Mariha Niewald, Bierbrauer Albert Bauß und Auguste Strunk, Maarer Anton Eileit und Anna Meiter Lokomotioh izer Jos ph Körner und Maria Sarrozin, Bab meister Diätar Auguste Aulaup und Marie Berkenkamp, Werkmeister Paul Kuha und Elise Pöppe, Lehrer Fronemann und Frieda Heitkamp, Arbeit r Gustav Brünger und Pauline Rothekamp, Eisendieher Theodor Julius Kobusch u. Paula Petzold, Spinnerei Arbeiter Friedrich Aufderheide und Luise Henschen, Schlosser Mox Grimm und Anna Lisch.witz. Sterbefälle: Elfriede Recksiek, 5 Mt.; Kaufmann Wilhelm Knepper, 51.; Kaufman Heinrich Heermana, 34.; Dachdeckr Heinrich Flachmann, 6. J; Invalidenrinierempfänge: August Rabeneik, 89.; Margarita Eckhelz, 1 Mt.; Tischler Ferdinand Kästner, 49.; Alfied Ridder, 1 J; Wilhelm Peperkorn, 9.; Ehefrau Zigarrenmacher A nold, Justine geb. Böger, 19.; verw. Maurer Lemk meyk, Karoline geb. Blanke, 57 J; Ehefrau Schneider Eickholz, Margarete geb. Homeier, 33 J; Eise Kübre, 7 J; Rentner Heirrich Brahe, 84 J; Hekwig Fißz ne bert, 1 Mi; Elisabeth Weiser, 6 Mt.; Gar ar Castien, 17 J. Rechnungsfermulare liefert billigst A. von der Mühlen, Bieleseld Baantwortlich für den upaktiouelen Tel Hermann Lange, füe den Rellaus und Iuserateu=Teil R. Trauimaun, Trus und Verlag von A. von der Mählen, Nmtlich in Bieleseld. Nr. 245. Vierreishhe odr Geschäfts en allen Postar 1., bei täglich ##lung in B# .20., durch triger.42 Siste 18. Oktob — Schlackt 5 Seibel, Dicht deutscher Kaiser, — Hermann Unna geb 1834 kischer Staatsm Wilhelm vo — Enthüllung mals und Ein Museums in Im In den De Hohenlohe steh noliert: „Gestern Muschelsaal. den Kaiser we Das gfiel ihn mir. Erst v dann von Frai wicklung unter Verbesserungen, nutzung der Leitungen und kleinen Gewerb Dabei machte und die Stadt erwähnte die so die Stadtveror man werde 6s daß die Soziald würden. Dan plündern; ihm Schießscharten und zusehen, n würden ihn die flehen.“ Die„Freisin zistische Sprach freifinns möcht Stadtverordnete einzelnen freilie fälle" des Kaise es sich um demokratie hank immer bereit, Allheilmittel e programme zu hauptstadt aber freisinnige Wir Sozialdemokrati kann. Um ab Verhältnisse gle unbedenklich hin sinnige Zeitung Zuständen im „Was nun st Berliner Komn Anwachsens de Stadtverordnete: zählte nach den wahlen im Jahr verordnetenkolleg Mit zliedern 11 nahezu 9 Prozer unter 144 Mitg sind 24 Prozent. von 1890, den Kaiser Wilhelm demokraten, das den Reichstagswi demokcaten, das wählt Währen ordnetenversamm Berlin, mit ih zählenden Arbeit Regierung Kaise: demokratie b eher stiegen ist, hat er wesentlicher Fak Hohenlohes noch erkennen ist,„so Sozialdemokratte der doch das ge Greßslädte, sond