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Staatsmann, zu Paris gest. 1688— Moses Mendelssohn, Philoseph, geb. 1729.— Lafayette, französischer General und Staatsmann, geb. 1757. — Sieg der Preußen über die Franzosen bei Dennewitz, 1813— Levin Schucking, Schriftsteller, geb. 1814.— Ausfall der Franzosen aus Metz wird zurückgeschlagen, 1870.— Beginn der Beschießung von Schlettstadt, 1870.— Attentat auf den Präsidenten Mac Kinley in Buffalo, 1901. — Donnerstag, 6 September 1906. Graf von Hoensbroech und der Evangelische Bund. Das Präsidiumdes Evangelischen Bundes erläßt im Namen des Zentralvor standes folgende Erklätung: Graf von Hoensbroech hat in der Septembernummer seiner Zeitschrift„Deutsch= land“ eine Kritik des Evangelischen Bundes veröffentlicht, die uns zu einigen Worten der Abwehr nötigt, nicht weil diese Auslassungen eines Einzelnen an sich uns besonders bedeutungsvoll erscheinen, sondern weil über das Verhältnis des Grafen Hoensbroech zum Evangelischen Bunde in der O ffentlichkeit und vielleicht auch noch unter urseren Mitgliedern unrichtige Auffassungen verbreitet sind und unser Schweigen mißdeutet werden könnte. Den führenden Männern in unseren Reihen ist die grundsätzliche Stellungnahme des Grafen Hoensbroech zum Eoangelischen Bunde schon länger bekannt. In den letzten Generalversammlungen in Dresden und Hamburg hat steldlesche seld Graf Hoensbroech versucht, durch Anträge unsere Organisation auf einen Weg zu drängen, auf dem er aus einem Evangelischen Bund zur Wahrung deutschprotestantischer Interessen zu einem antiultramontanen Kulturbund zur politischen Bekämpfung des Ultramontanismus geworden wäre. Nachdem dieser Vorstoß von den Abge ordneten aller Hauptvereine in einer zahlreich besuchten Gesamtvor standssitzung in Hamburg einstimmig abgelehnt worden ist, hat nun Graf von Hoensbroech in seiner öffentlichen Kritik die Satzungen, Arbeitsweise und Wirkungen des Bundes an dem für diesen Zueck vollständig unzulänglichen Maß stab seines Kulturbundideals gemessen. Graf von Hoensbroech hat sich damit— wie wir'auben, nicht zum Schaden unserer Sacke— außerhalb unserer Organisation gest Ut, zumal seine Ausführungen durch ihren absprechenden Ton rücksich'slos dem gemeinsamen Gegner Waffen liefern und die Grenze einer gerechten Kritik überschreiten. Graf von Hoensbroech geht in seiner Beurteilung des Evangelischen Bundes von mancherlei irrigen Voraussetzungen aus und kommt deshalb zu falschen Folgerungen. So übt er ein befangenes Gericht über die 20jährige Arbeit des Bundes, statt die zahllosen äußeren und inneren Schwierigkeiten dieser Arbeit geschichtlich zu würdigen, so verkennt er die unleugbaren Erfolge unserer Wirksamkeit auf den verschiedensten Gebieten und scheut auch vor bedauerlichen Uebertreibungen und unrichtigen Verallgemeinerungen nicht zurück. In der ein seitigen Handhabung seiner antiultramontanen Theorie verliett er das Verständnis für die Notwendigkeit der Anwendung verschieden. artiger Mittel gegenüber der mannigfachen Fülle der Lebenewirklichkeiten. Was an den kritischen Ausführungen des Grafen von Hoensbroech berechtigt ist, hat man im Bunde selbst längst erkannt und in erfreulicher Einmütigkeit die praktischen Folgerungen daraus gezogen. Uter allen Umständen wird unser stetig wachsender Bund ein Evangelischer Bund bleiben und die Segenskräfte der Reformation in ihrem vollen Umsange unserem Volke zu erhalten bestrebt sein. Vom Kolonialamt. Die Ernennung des Darmstädter Bankdirektors Dernburg zum Kolonialdirektor hat ziemlich allgemein überrascht. Ec ist ein unbeschriebenes Blatt, wird aber als in kaufmännischen Dingen sehr unterrichtet, geschickt und höchst tatkräftig geschildert. Er soll jüdischer Abstammung sein, doch hebt ein Blatt hervor, seine Mutter sei eine evargelische hessische Pfarrerstochter gewesen. Wie die Köln. Zig. mitteilt, war es schon lange die Absicht der Regierung, für diesen Posten einen Kaufmann zu gewinnen, es habe sich aber keine passende Persönlichkeit gesunden; nach dem Rücktritt Stübels habe man an Direkor Wiegand in Bremen gedacht, allein derselbe habe aus Rücksicht auf den Bremer Lloyd abgelehnt. Erst dann sei man auf den Prinzen Hohenlohe verfallen. Da sich aber jetzt die dringende Notwendigkeit ergeben habe, um den Kolonialwirren ein Ende zu machen, daß eine kaufmännische Kraft in das Kolonialamt kommen müsse, ist der Prinz zurück getreten, um die Möglichkeit zu schaffen, gleich einen Kaufmann an die Spitze zu stellen, statt ihm bloß eine Stellung als Beirat im Kolonialamte zu geben. Und so sei man denn auf Dernburg gekommen. Die„Kreuz=Ztg. hält es„für eine völlige Gedankenlosigkeit, wenn ein Teil der liberalen und Zentrumspresse die Mängel unserer Kolonialverwaltung auf den Mangel an„kaufmännischer Befähigung“ zurückführen will. Was haben denn die viel berufenen Tippeltkirch'schen Verträge mit besonderer kaufmännischer Befähigung zu tun? Sind sie für das Reich unvorteilhaft gewesen, was wir noch nicht wissen, so würde das nur beweisen, daß es im Kolonialamt und an seiner Spitze an tüchtigen Verwaltungsbeumten gefehlt hat.“ Weiter heißt es dann:„Mit der Ableh ung einer Ueberschätzung des kaufmärnischen Momentes soll natürlich nicht bestritten werden, daß ein hervorragender Vertreter des Handelsftandes das Zeug in sich haben kann, auch auf weiteren Gebieten sich als Leiter und Oeganisator zu bewähren. In einem Punkte wird sogar, wie wir hoffen, die seitherige Stellung des Herrn Dernburg ihm weser tlich zu gute konmen, nämlich in der Aufgabe, den zum Teil übermäßigen Einfluß der Großfinanz in dem Kolonialwesen zu brechen. Gerade weil er in diesen Dingen durchaus sachverständig ist, wird er hoffentlich diesen großen Finanzgesellschaften nicht mit dem Respekt und der schonenden Rücksicht begegnen, wie es leicht bei dem dureaukratisch geschulten Beamten der Fall ist, der vor dem Eingriff in fremde InDie Verantwortlichkeit zur Erhaltung unserer Truppen, die im Kriege mit einem bösen Feinde stehen, wiegt unseres Erachtens schwerer, als der Respkt vor einem mit geringer Mejorität gefaßten Reichstagsbeschluß. Den Reichstag möchten wir seben, der später die Indemnität für diesen Bahnbau zur Rettung unserer Truppen verweigert hätte. Eine Regierung muß den Mut haben, das im Augenblick nötige auf ihre Verantwortung hin zu tun, sonst hört sie auf, Regierung zu sein und wird zum Kommissar des Parlaments.“### Prinzipiell teilen wir durchaus den Standpunkt des Reichsboten'. Es erscheint uns aber doch möglich, wenn nicht wahrscheinlich, daß in diesem Falle in der Sache selbst liegende Erwägungen die Regierung zu ihrer Entschließung bestimmt haben. Vor der Fertigstellung der Strecke LüberitzkuchtKubub kann nämlich an den Bau einer Feldbahn gar nicht gedacht werden; alsdann aber wird der Reichstag bereits versammelt sein. In diesem kann die Regierung dann den Weiterbau der Normalbahn nach Keetmanshoop energisch betreiben und, wie wir meinen, bei entschiedenem Ernst jetzt auch durchsetzen. Deimlinge Verlangen, vorläufig eine Feldbahn zu bauen, würde dann gewiß die gebührende Berücksichtigung finden. Zu bedauern ist nur, daß es nach der Entserließung der Regierung nicht möglich ist, schon jetzt Baumaterial nach Lüderitzbucht zu transportieren, wodurch der Bau um ein paar Monate beschleunigt werden könnte. teressen zurückschreckt und dem die Millionen imponieren.“ Die Verweigerung der Feld bahn Kubub= Keetmannshoop gibt dem„Richeb.“ zu folgender Betrachturg Anlaß: „Nun wird ja die aufgeregte liberale Presse sich mit Genugtuung beruhigen; die Autorität des Reichstages ist gewahrt— was aus unseren braven Soldaten dort unten in dem wüsten Lande wird, ob sie durch Hunger und Durst zugrunde gehen — was kümmert es diese liberalen Herren, wenn nur die Autorität des Parlamentes hoch gehalten wird.... Die Regierung hätte angesichts der Gefahr für die tapfere Truppe die Verantwortung auf sich uehmen und sofort dem Obersten das Material zum Bahnbau schicken sollen. Wenn König Wilhelm und Fürst Bismaick im Jahre 1866 einen großen Krieg gegen Oesterreich unternahmen, weil er ihnen notwendig erschien, obgleich ihnen der Landtag das Geld dazu verweigert hatte, so hätte unsere Regierung auch die Verantwortung für eine zur Erhaltung unserer Truppen nötige Feldbahn in Südwestafrika auf sich nehmen können. Der Erklärung der lutherischen Konferenz in Sachen César schließen sich ferner an: P. Pape, Stift Quernheim. P. Stratemeier, Fürstenbeig(Wests.). Lehrer D. Waltking, Gütersloh. P. Meyersiek, Ubbedissen. Wilh. Richter, Generalagent, Dortmund. Rektor em Goecker und Pfarrer Kuhlo in Bielefeld. Heinrich Landwehr, Brockhagen. Kolon Friedrich Bauth, Eisbergen. Rektor Neumann, Petershagen. Professor Th. Beyer, Neustettin. W. P. Richter, Mitglied des Presbyteriums der St Mariengemeinde in Dortmund. Pfarrer Jürgensmeyer, Kirchmeister Malsch und die Presbyler Schröder, Grüber und Herbers der obersten Stadtgemeinde Iserlohn. Gemeindevorsteher Jürging, die Landwirte Bock. schatz, Maaß, Koring und Böndel, sämtlich in Westerenger. Pfarter Cremer, Unna. Pfarrer Neinhaus, Husen=Courl.(?) Pfarrer Geibel, Kamen. Pfarrer Dickel, Hamm. Pfarter Jürgensmeier, Rickede. Pfarrer Seidenstücker, Sölde. Pfarrer SchulzeNeuhoff, Lüren. Synodalvikar Clemen, Unna. P. Lammert, Berghofen=Hörde. P. Behrmann, Aplerbeck. P. Gast, Bergkamen. Superintendent Sybrecht, Frömern. P. Strath= mann, Opherdicke. Das Presbyterium von Bergkuchen bei Minden. Das Presbyterium Isenstedt(einstimmig mit besonderer Genugtuung). Vlotho, 5. Sept. Die heute hier versammelte Kreissynode Vlotho hat auf Antrag des Prestyleriums zu Hausberge einstimmig beschlossen, dem Königlichen Konfistorium und dem Vorstande der Provir zialsynode Dank auszusprechen dafür, daß dieselben durch ihren gemeinschaftlichen Beschluß den von der Reinoldigemeinde zu Toctmund zum Pfarrer gewählten Pastor César, weil derselbe Grundwahrheiten der christlichen Heilslehre leugnet, vom Pfarramte unserer Provinzialkirche ferngehalten haben. Um weitere Zustimmungen, besonders auch von Presbyterien wird dringend ersucht. Politische Nachrichten. dem Deutschen Reiche. Berlin, 5. September. Bei dem Vortrage des Ministers v. Podbielski beim Kaifer hat es sich am Dienstag nicht bloß um die Döberitzer Heerstraße gehandelt. Wie die„Tägliche Rundsch.“ erfährt, hatte Herr v. Podbiel#ki bei dem Vortrage auch Gelegenheit gefunden, seine Beziehungen zu der Firma Tippelskirch aufzuklären und dem Kaiser zu melden, daß die Beteiligung seiner Frau an jener Firma aufgehört hat. Der Kaiser hätte die Mitteilungen des Ministers mit großer Befriedigung entgegengenommen, so daß das Abschiedsgesuch des Ministers als nicht mehr existierend betrachtet werden könne. Nichtsdestoweniger sei es als sicher anzunehmen, daß der Minister nach der gleich nach den Mar övern zu erwartenden Erledigung des Falles Fischer sein Abschiedsgesuch erneuern(?) werde, und daß ihm dann die erbetene Entlassung unter Verleihung des Schwarzen Adlerordens gewährt werden würde. Der Abbruch der Beziehungen des Ministers zu der Firma Tippelskirch sei auf einen dienstlichen Befehl des Kaisers an Herrn v. Podbielski erfolgt. Erbprinz von Hohenlohe=Langenburg, der bisherige Leiter des Kolonial= amtes, wurde gestern nachmittag um 5 Uhr vom Kaiser im Neuen Palais zu Potsdam empfangen. In Anwesenheit des Staatssekretärs des Auswärtigen von TschirschkyBögendouff unterhielt sich der Monarch eingehend mit dem aus seinem Amt sch idenden Prinzen. Gegen Abend fuhr der Kaiser in Begleitung des Prinzen und des Staatssekretärs nach der Pfaueninsel, wo ein gemeinschaftliches Abendessen eingenommen wurde. Erst am späten Abend verabschiedete der Kaiser den Erdprinzen, wie der„L..“ schreibt:„in sehr grädiger Weise“. Der Kronprinz hat seine Abreise nach Breslau auf Donnerstag früh verschoben und trifft am 20. ds. Mts. mit der Kronprinzessin bei den Jubiläumsfeierlichkeiten in Karlsruhe wieder zusammen. Wie die„N. G..“ von zuverlässiger Seite erfährt, steht in der Familie des Prinzen Eitel Friedrich von Preußen, des zweiten Sohnes des Kaisers, ein freudiges Familienereignis bevor, dessen Eintritt für den Monat Dezember erwartet wird. Der Herzog von Connaught tritt heute die Reise von London nach Deutsch= land an, um dort den Manövern beizuwohnen. In seiner Begleitung befinden sich Brigadegeneral Maxwill, der Chef des Generalstabes und sein Adjutant Major Murrcy. Aus Kiel wird gemeldet, daß Großidmiral Köster zwar das Kommando der Schlachtflotte an den Prinzen Heinrich abgibt, jedoch Generalinspekteur der Marine bleibt In der gestrigen Aufsichtsratssitzung der Darmstädter Bank wurde dem Direktor Dernburg unter dem Ausdruck des wärmsten Dankes für seine Tätigkeit vom Aufsichterat die erbetene Emlassung erteilt. Direktor Derr burg teilte mit, daß er sämtliche Aufsichtsratsstellen, die er bisher innegehabt, niedergelegt habe. Die in Fulda abgehaltene deutsche Bischofskonferenz hat, wie jetzt bekannt wird, eingehend über Mittel gegen den zunehmenden sozialistischen Atheismus in Kirche und Staat beraten. Die Bischoftkonferenz war darin einig, daß der Papst um den Eclaß eines deutschen Hirtenbriefes zur Bekämpfung der sozialdemokratischen Gefahr ersucht werden soll. Mit der Polenfrage hat sich entgegen anderen Meldungen der diesjährige Bischofstag nicht befaßt. Auch sind Beschlüsse nicht gefaßt worden. Dem„Lokalanz. wird mitgeteilt, daß der Plan Hamburg Bremischer Firmen zur Gründung einer niuen Reederei für estafrika nunmehr aktuelles Interesse gewinnen wird, weil man von Direktor Dernburg eine aktive Förderung des Unternehmens erwartet. Kiel, 5. Sept. Die russischen Panzerchiffe„Zessarewitsch" und„Slawa“ sowie der Kreuzer„Bogatyr“ sind heute vormittag unter dem üblichen Salut in den hiesigen Hafen eingelaufen. Die Schiffe verbleiben einige Tage hier, um Proviant und Kohlen einzunehmen. Prinz Heinrich empfing den Admiral und die Kommandanten und erwiderte deren Besuch an Bord der Schiffe. Ottweiler, 5. Sept. Bei der heute hier stattgehabten Landtagsersatzwahl für den Wahlkceis Oltweiler=Saarbrücken St. Wendel wurde der zum Landgerichtsdirektor ernannte frühere nationalliberale Abg. Dr. Röchling wiedergewählt. Ein Gegenkandidat war nicht aufgestellt. Aus dem Auslande. Paris, 5. Sept. Nachdem bereits heute vormittag eine Sitzung stattgefunden hatte, wurde am Nachmittag die 4. Vollversamm lung der französischen Bischöfe abgehalten. Auch über diese ist der Presse keinerlei Mitteilung zugegangen. Freitag nachmittag wird die Versammlung ihre Arbeiten mit einem feierlichen Gottesdienste in Notre Dame beschließen. Kardinal Richard erhielt heute ein Telegramm des Kardinal=Staatssekretärs Merry del Val, das besagt, die Adresse der Bischöse habe dem Papste eine angenehme Genugtuung bereitet, denn er habe darin einen neuen Beweis vollkommener Anhänglichkeit des französischen Episkopats an den heil. Stuhl gesehen, der gern auf diese Anhänglichkeit die Hoffnung gründe, daß durch die mühungen der Bischöfe das Ziel erreicht werde, das durch das Heil der Kirche Frankreich die wahre Wohlfahrt sichere. Petersburg, 4. Sept. Der Ministerrat hat in seiner heutigen Sitzung beschlossen, ein Regierungskommunique zu erlassen, durch welches die Gerüchte, nach welchen die Regierung beabsichtige, das den Kosakenheeren gehörige Landeigentum zu konfiszieren und unter die Bauern zu verteilen, als Erfindungen böswilliger Elemente bezeichnet werden. Bei Durchführung der Agrarreform werde die Regierung an der Grundlage der Unantastbarkeit des Privatlandbesitzes festhalten. Endlich erkannte der Ministerrat den Juden das Recht zu, niedere und Mittelschulen auf allgemeiner Grundlage zu eröffnen.— In die Armee sollen Geheimpolizisten eingestellt werden. Petersburg, 5. Sept. Ein kaiserlicher Ukas überweist die Strafsachen wegen staatsgefährlicher Propaganda unter Angehörigen der Armee an die Kriegsgerichte, bei gleichzeitiger Erhöhung des bisherigen Strafmaßes.— Nach Meldungen aus Warschau haben Meuterer 56 Mitgllieder des verhafteten Revolutionskomitees aus dem Gefängnis befreit und sind mit ihnen geflüchtet. Konstantinopel, 5. Sept. Alle Großmächte, an die die Pforte wegen der Haltung Bulgariens ein Rundschreiben gerichtet hat, haben in bezug auf Bulgarien beruhigende Antworten gegeben. Die türkischen Handelsagenten in Bulgarien melden noch immer die Fortdauer der griechenfeindlichen Bewegung, die sich an geblich auf Türken und Armenier ausdehnen sol. Kirche, Schule und Mission (Der deutscheevangelische Kirchengesangverein) beschloß die nächstjährige Versammlung im Sepiember in Stuttgart abzuhalten. Dem Vereine gehören 22 Provinzial= und Landesvereine, sowie 6 Einzelvereine an, mit zusammen 1600 Kirchen= und 400 Schülerchören. (Reliktenversorgung der Volksschullehrer.) In letzterer Zeit sind zwei Fälle zur Kenntnis des Kultusministers gelangt, in denen die Hinterbliebenen verstorbener Volksschullehrer deshalb keinen Rechtsanspruch auf die Gewährung der in dem§ 23 des Gesetzes voem 3. März 1897, sowie in dem Gesetz: vom 4. Dezember 1899 vorgesehenen Bezüge erheben konnten, weil die Lehrer infolge ihrer Wahl in ein Schulamt eines anderen Bezirkes aus ihrem bisherigen Amte entlassen worden waren, bevor ihre neue Austellung endgültig zustande gekommen war. Damit sich solche Fälle nicht wiederholen, hat der Kultusminister die Regierungen und Provinzialschulkollegien veranlaßt, fernerhin die Entlassung von Volksschullehrern und Volksschullehrerinnen aus der alten Stelle erst dann auszusprechen, wenn die Bestätigung für die neue Stelle erfolgt und dem Lehrer zugestellt worden ist. Aus dem Umsturzlager. (Die sozialdemokratische Lehre: „Religion ist Privatsache“) wird durch folgendes Vorkommnis trefflich beleuchtet. Weil er an einer Kircheneinweihung teilgenommen hatte, wurde der Vorsitzende des sozialdemokratischen Wahlvereins in Trebbin, Zimmermann Nöthe, von den Vereins nitgliedern aufs schärsste angegriffen und zur Niederlegung seines Amtes gezwungen. Er erklärte daraufhin seinen Austritt aus dem Wahlverein. (Eine bezeichnende Geschäftsverbindung) besteht zwischen den NationalSozialen und den Sozialdemokraten. Der Verlag der national=sozialen Wochenschrift „Die Hilfe“, die bekanntlich vom Pfarrer a. D. D. Naumann herausgegeben wird, macht bekannt, daß er die Anzeigen Annahme für die sozialdemokratische Wochenschrift: „Die Neue Gesellschaft" übernommen habe. Die sozialdemokratische„Leipziger Volksztg.“ ist so unhöflich, an diese Mitteilung die Bemerkung zu fügen:„Es ist immer ein rührender Anblick, für Menschen wie für Götter, wenn Blinde und Lahme sich gegen seitig auf diesem holperigen Erdenwege sortzubewegen suchen.“ So ganz unzutreffend ist die Kennzeichnung nicht. Handwerk. (Der 7. deutsche Handwerker= und Gewerbekammertag) in Nürnbeig hat einstimmig eine Resolution angenommen, die zur wirtschaftlichen Förderung des selbständigen Handwerks in erster Linie die Vermittelung von Maschinen, Motoren, Werkzeugen, Ersatzteilen, außerdem die Prüfung und Beschaffung von Be triebsmaterialien für Werkstätten, die Einrichtung von Bauplänen und Rentabilitätsberechnungen fordert. Je nach dem hervortretenden Bedürfnis empfiehlt es sich, die Vermittelungsstellen den Ausstellungen von Musterwerkstätten und Vorführung von Moschinen anzugliedern.— Der Handwerkertag empfiehlt den einzelnen Kammern die Förderung des Anschlusses an die Innungsverbände und beauftragt den Ausschuß, im Einvernehmen mit den einzelnen Kammern und mit geeigneten Verbänden gesetzlich einwandfreie und inhaltlich mözlichst enheitliche Formulare für Lehrverträge, Lehrbriefe und Meisterbriefe der Verbände herbeizuführen und alsdann auf allgemeine Anerkennung dieser durch die deutschen Kammern hinzuwirken. Ueber das Ergebnis soll der Ausschuß dem nächsten Kammertage Bericht erstatten.— Ein Berliner Antrag, der den Innungsverbänden das Recht geben will, Verbandspapiere auszustellen, wird angenommen. — Von 36 gegen 25 Handwerks= und Gewerbekammern wird eine Resolution angenommen, daß die Berechtigung zur Führung der Titel „Baumeister" und„Baugewerksmeister“, die in den meisten deutschen Bundesstaaten jedermann freigestellt ist, als geeignet erscheint, den Wert des in einem Bauhandwerk auf Grund des § 133 der Gewerbeordnung erworbenen Meistertitels zu beeinträchtigen. Die Berechtigung zur Führung der Titel Baumeister und Baugewerks meister soll verboten werden, sofern sie nicht durch besondere landesgesetzliche Vorschriften gestattet ist. — Ein Antrag betr.„Verwandte Gewerde“ wird den einzelnen Handwerkskammern zur Stellungnahme empfohlen. Obstbauverein des Land= und Stadtkreises Bielefeld. (Schluß) Ein dringendes Bedürfais ist schon seit längerer Zeit die Einrichtung eines Fragekastens für die Mitglieder. Der Vorstand des Vereins hat daher diese Einrichtung beschlossen und will etwalge geringe Kosten für Porto usw. auf die Vereinslasse übernehmen. Herr A. von der Mühlen hat sich dankenswerter Weise zur Entgegennahme und Vermittlung aller den Obstbau betreffenden Fragen bereit erklärt. Unsere Mitglieder werden bei— hoffentlich recht häufiger— Benutzung gebeten, allen Anfragen möglichst das Rückporto beizufügen. Des weiteren wurde angeregt, Fragen von allgemeinem Interesse in den hiesigen Tageszeitungen zur Beantwortung zu bringen. Da der Verein sich bisher stets der entgegenkommendsten Unterstützung durch die hiesige Presse zu erfteuen gehabt hat, so hofft die Generalversammlung auch in diesem Falle darauf. Eine eingehende Aussprache erbrachte sodann der Meinungsaustausch über den Besuch von Wilhelmsdorf im Frühling dieses Jahres. Die beiden Berichterstatter, die Herren von der Mühlen und Kantor Plenge fanden bei aller Anerkennung der dort geleisteten Arbeit doch auch Gelegenheit, an einzelnen Erscheinungen und an manchem, was nicht mustergültig war, Kritik zu üben. So ist u. a. der starke Raupenfraß und Insektenschaden wohl nicht allein auf mangelnde Arbeitskraft zurückzuführen. Ebenso erscheinen die Formobstanlagen mit den empfi idlichen, flach wurzelnden O uttenveredelungen in dem kargen und dürren Sandboden von Gute Hiffnung als sehr gewagtes Experiment. Einige Ausstellungen hatten die Berichterstatter auch an den Wilhelmsdorfer Baumschulen. Namentlich beobochtete man in einzelnen R vieren der Hochstammschule ein unzweckmäßiges und bedenkliches Schnittverfahren. Als eine zwingende Notwendigkeit für eine rationelle Obstdaumpflege und zur sachgemäßen Bekämpfung der Obstbaumschädlinge erweist sich immer mehr und mehr die Ausbildung und Aus üstung von Obstbaumwärtern für Privatgärten. Alle öffentlichen und staatlichen Maßnahmen zur Bekämpfung von Obstbaum Schädlingen er reichen ihren Zweck nicht, solange in den Privatgärten diese Tätigkeit unterlassen und versäumt wird. Unerfahrenheit, Mangel an Verständnis, an Zeit und an geeiggeten Mitteln und Werkzeugen sind die Ursachen dieser Unterlassung. Diesen Mißständen sollen die für jeden Bezirk ausgebildeten Obstbaumwärter abhelfen. Der Verein wird versuchen, die in Betracht kommenden Aemter und Gemeind.n für diesen Punkt, und zwar hauptsächlich für eine zuverlässige Auswahl und Nachweisung der dafür geeigneten Personen, zu interessieren. Für die Aus bildungskosten dürften neben den Vereinszuschüssen wohl auch kommunale und staatliche Beihilfen zu erheffen sein. Die Herbst=Generalversammlung wird auf Mittwoch, den 14. November, anberaumt. Eine erfreuliche Ueberraschung bereitete Herr Provinzial Obstbauinspektor Hagemann dem Verein, indem er dem Vorstande auch für dieses Jahr wieder einen vom Staate bewilligten Zuschuß von 250 Mk. zur Förderung des Obstbaues aushändigen konnte. Der Dank für die so ausgiebige staatliche Unter stützung unseres jungen Vereins gebührt in erster Linie Herrn Hagemann und seiner Fürsprache. Eine neue Auszeichnung für den Verein sowohl, als für seinen verdienstvollen stellvertretenden Vorsitzenden persönlich, bildete auch die Verleihung des großen Ehrendiploms des Obstbauverbandes für Westfalen und Lippe an Herrn A. von der Mühlen. Der unermüdlichen und selbstlosen Arbeit von der Mühlens verdankt der Verein in erster Linie seine Entstehung. Möge ihm dies äußere Zeichen, das außer ihm nur noch achtmal verliehen worden ist, und das in hiesiger Gegend noch die Herren Plenge und Buschmann in Ubbedissen besitzen, eine Anerkennung und eine Freude seiner vielseitigen Arbeit für die Sache des Obstbaus sein, für dessen Hebung er durch Wort und Schrift, in der Praxis und in der Theorie und mit seltener Opferwilligkeit und Beharrlichkeit seit langer Zeit seine beste Kraft eingesetzt hat. Mag der Obstbau gleich ihm noch viele Freunde unter den Männern und Frauen Ravensbergs finden, um die wir auch an dieser Stelle werben. Der Obstanbau ist eine gute Tat, der der Lohn auf dem Fuße folgt.„Gesegnet sei er alle Zeit— von der Wurzel bis zum Gipfel!“ Lokales und Provinzielles. Bielefeld, 6. September. (Zur Bewältigung des Schulferien Rückverkehrs) nach Rheinland und Westfalen wird vom 6. bis einschließlich 12. September täglich ein Vorzug zum Schnellzug 2 von Hannover bis Köln gefahren. Hannover ab 1237, Köln an 635 nachmittags. Der Vorzug hält auf denselben Stationen auf denen der Schnellzug 2 hält und wird in Bezug auf Fahrkarten genau wie der letztere behandelt. Die Reisenden werden dringend ersucht, den Vorzug zu benutzen und darauf aufwerksam gemacht, daß derselbe die Anschlüsse auf den Abzweigstationen sicherer erreicht, als der nachfolgende Schnellzug 2. (Bei dem Unfall an der Kastanien= straße) sind die Pferde des Wagens doch zu schaden gekommen. Eins ist inzwischen eingegangen. 60(Straßenraub) In der Nacht zum Mittwoch wurde der Kaufmann David Nathan aus Aurich gegen 12¾ Uhr, als er sich nach Schildesche begeben wollte, auf der Engerschenstraße von zwei jungen Burschen angehalten und von ihm Geld für Nachtlogis gefordert. Nathan gab den Unbekannten je 20 Pfg Als er sein Portemonnaie wieder in die Tasche stecken wollte, guff der eine nach demselben und entriß es ihm. Gleichzeitig griff auch der andere nach der Uhr des N, erhielt aber von Nathan einen derartigen derben Schlag auf die Nase, daß er das Weite suchte, und von der Unkette, welche er bereits fest in der Hand hielt, abließ. Die Täter liefen nach Bielefeld und später über die Felder nach der Stadtheider= straße zu. Es ist daher anzunehmen, daß sie in dieser Gegend ansässig sind. Der Inhalt des geraubten Portemonnaies betrug etwa 26 Mark, 8 10 Pfg.=Briefmarken und eine Eisenbahnfahrkarte. Bisher konnten die Täter nicht ermittelt werden, die NachKampf. Eine Geschichte aus bewegter Zeit. Von A. v. Liliencron geb. v. Wrangel. 371[Nachdruck verboten.] Inzwischen griffen auch die bei Wendelstein aufgestellten Truppen in den Kampf ein, und auf dem rechten Flügel gelang es einzelnen Infanterie=Abteilungen, sich der hessischen Batterie so zu nähern, daß diese durch ihr Feuer zum Abfahren genötigt wurde. Oberst von der Goltz machte nun, unterstützt durch eine preußische Batterie, mit den Truppen des rechten Flügels einen energischen Offenfivstoß, der den Rückzug des Feindes bis über Eisenhammer und Weiberhöfe hinaus vollends entschied. Die einbrechende Nacht urd die Uebermüdung der Truppen ließ Wrangel von einer Verfolgung des Feindes über den Eisenhammer hinaus abstehen. Die Vorposten wurden von neuem ausgesetzt und die zuerst beabsichtigten Biwaks bei Lausach wieder bezogen. Der Verlust der Preußen an dem Tage war verhältnismäßig gering. Sie hatten sich mit Ausnahme des letzten Gefechtsmoments, in gedeckter Defensivstellung geschlagen. Die Hefsen dahingegen waren ##piederholt über ganz freies Feld im wirksamen Kreuzfeuer vorgegangen und hatten dabei schwere Verluste erlitten. Jetzt füllten sich die Häuser von Fron hofen und Laufach mit Verwundeten. Hessen und Preußen lagen Seite an Seite und betrachteten einander ohne Groll und Bitterkeit. Sie fühlten sich nicht nur vebunden als deutsche Brüder, sor dern auch als Soldaten, die in gleicher Weise auf dem Kampfplatz ihre Schuldigkeit getan hatten. Siebentes Kapitel. Inge hatte diese Stunden mit blassen Wangen und pochendem Herzen in ihres Onkels Zimmer gesessen und bange auf das anhaltende Schießen gelauscht. Es war, als ob ihre ganze Seele bei den Kämpfenden wäre, denn sie achtete kaum noch darauf, was sonst um sie her vorging. Zwelmal hatte sie schon die Anrede des alten Herrn überhört, und als dies jetzt zum dritten Male geschah, polterte der Oberst ärgerlich:„Mädel, was ist dir denn in die Krone gefahren! So höre doch, wenn ich mit dir rede! Du bist wahrhaftig wie aus getauscht!“ Jage stand auf und trat an das Ruhebett, auf dem der Onkel lag.„Verzeih! Ich glaube selbst, daß ich wie vertauscht bin,“ murmelte sie und strich mechanisch über die Hand des alten Herrn, die dieser ihr entgegenstreckte. „Na, kleines Frauenzimmer, die Weibernatur macht sich auch bei dir mal geltend,“ meinte er sreundlich.„Schließlich kann man es euch Mädels nicht übelnehmen, wenn ihr bei dem ewigen Geschieße auch einmal den Kopf verliert. Ich habe nur gedacht, daß du den ebensowenig verlieren könntest, wie dein Herz.“ Das Mädchen wandte sich zur Seite. „Ja, Onkelchen, das habe ich auch gedacht, aber es kommt eben oft ganz anders, und nachher kann man gar nicht einmal so recht sagen, wie es geschah.“ „Na, wirst schon wiederfinden, was du verloren hast," tröstete der Oberst,„deinen Kopf und die abhanden gekommene Courage.“ Stimmen und Männertritte schallten vom Vorplatze herauf. Inge trat ans Fenster. „Sie dringen Verwundete,“ sagte sie gepreßt. „Ich will hinuntergehen und unseren gütigen Wirt fragen, ob ich ihm beim Unterbringen der Leute behilflich sein kann.“ Sie wartete kaum die Zustimmung des Onkels ab, sondern eilte flüchtigen Fußer nach unten. Ihre Hilfe wurde bereitwillig angenommen, denn es gab viel zu tun. Immer mehr Verwundete wurden gebracht, bis schließlich das ganze Haus voll besetzt war, und nur die Stube des Generals von Wrangel noch frei klieb. Es dunkelte schon stark, als wieder zwei Träger eine Bahre die Freitreppe herauftrugen. Der Hausherr stand in der Tür. „Es ist absolut kein Platz mehr," erklärte er.„Sie müssen den Verwundeten wo anders unterbringen.“ „Fronhofen ist mit Hessen überfüllt, und hier in Laufach ist auch alles belegt,“ antwortele einer der Lazarettwärter nachdenklich. „Vielleicht schließen der Herr eine Scheune auf, dann können wir ihn dahin bringen und noch andere dazu.“ „Das kann gemacht werden! Also, Leute, bringt den Verwundeten wieder hinaus und nach drüben.“ Inge kam in diesem Augenblicke vorbei. Sie hatte die letzten Worte gehört und warf einen Blick auf die Bahre. Da fühlte sie, wie ihre Kniee wankten und alles Blut nach dem Herzen drängte. „Nur jetzt keine Schwäche, nur jetzt nicht!“ flehte sie im Stoßgebet. (Fortsetzung folgt.) sorschungen werden standen im Alter waren mittlerer Größ zügen und weichem 8(Flüchtig gen händler Hermann Obersa wegen Betrugs verhafte welcher sich bereits in Unte vor einigen Wochen geg freigelossen und hat si Schloßhofe aufgehalten, schwunden ist. 68 Schildesche, 4. liches.) In der Zeit gelangten beim hiesigen dung: 30 Geburten und lebendgeborenen Kindern 8 weiblichen Geschlechts waren 7 weiblichen und 5 Aufgebotsanträge wu schließungen fanden statt 69 Schildesche, 5 unfall.) Gestern Uhr wurde die Ehes aus Heepen Nr. 12 straße hierselbst durch fahren und ganz er Ueberfahrene trug ei Fußes, eine schwere Fußes, sowie des re eine Kopfverletzung d kommen wird gezwei von Augenzeugen soll sitzer des Automobils D. aus Bielefeld, w Signal gegeben habe dem traurigen Ungl Verunglückte ist Mut und wurde, nachdem Brandis in Bielefeld zuteil geworden war, schaff: Die Verletzut daß ihre Ueberführun erforderlich werden Polizeibeomter stellte so Aus den Kreisen#9# Minden, 6. Sept. postdirektion) Verwaltungsgebäude d Oberpostdirektion an und Bisselstraße wirk bezogen, sodaß sowohl postdirektion als auch kasse von heute ab ih Minden, 6. Sep liche Ballonauf nationale Komnission Luftschiffahrt teilt mit, in den Morgenstunde wissenschaftliche stattfinden Es steige oder unbemannte Bal Hauptnädten Europa eines jeden undemar eine Belohnung, wenr beigegebenen Instrukt und die I steumerte an die anzegebene Adr Nachricht sendet. Minden, 6 Sept. Versetzt sind: Lehrer kamp II nich Brackwede amtsbew Rinne von 2 wede II zum 1. Oktober gestellt sind zum 1. A Pohlmann zu Rödingk horst, Haarmann zu zu Levern, Krämer z zu Gohfeld, Balldorf zu Schwarzenmoor, Ap Gieseking zu Hüllhe Barl, Vornholz zu 9 Septemder: Lehrer Hu Lihrerin Fricke zu G schule). Mit der einst einer Lehrerstelle amtsbewerher Osterma 1. August 1906, nach Destel, Degelm Gronemeyer nach 2 Kl. Bremen, Schmuckn nach Holtrup, Hilke Ilskensmeier nach berg nach Holzhausen I lassen nach Köslin: zu Blotho(höh. Stadtsch L Veltheim 5 S Heute morgen gegen 1 Kahnsähre von Strot eines jungen, kräftige Weser gezogen. Die in Verwesung über schwachen, rötlichen Se leichten, gestreiften S# 4 Hemd, Schullrstiefel u das Zeichen R. N. 1,60—1 65 m, Papie gefunden. Alswede, 4. Se unglück.) Als de Schmidt Nr. 52 Ve mt seinem Gespann g Stockhauser Busch## Automodil herankomme vom Wagen. wohl ul wie sich selbst vor Unso da war auch schon d ob durch das Automob seinen Weg sortsetzte, sorschungen werden fortgesetzt. Die Täter standen im Alter von 19—20 Jahren, waren mittlerer Größe und mit dunklen Anzügen und weichem schwarzen Hut gekleidet. 88(Flüchtig geworden) ist der Pferdehändler Hermann Oberschelp von hier, als er gestern wegen Betrugs verhaftet werden sollte. Oberschelp, welcher sich bereits in Untersuchungshaft befand, wurde vor einigen Wochen gegen Stellung einer Kaution freigelossen und hat sich seit der Zeit auf dem Schloßhofe aufgehalten, von wo er spurlos verschwunden ist. 68 Schildesche, 4. Septbr.(Standesamt= liches.) In der Zeit vom 15. bis 31. August gelangten beim hiesigen Standesamte zur Anmeldung: 30 Geburten und 10 Sterbefälle. Von den lebendgeborenen Kindern waren 22 männlichen und 8 weiblichen Geschlechts. Von den Sterbefällen waren 7 weiblichen und 3 männlichen Geschlechts. 5 Ausgebotsanträge wurden gestellt und 2 Eheschließungen fanden statt. 69 Schildesche, 5. Sept.(Automobil unfall.) Gestern nachmittag gegen 6½ Uhr wurde die Ehefrau Anna Kralemann aus Heepen Nr. 124 auf der Hersorderstraße hierselbst durch ein Automobil überfahren und ganz erheblich verletzt. Die Ueberfahrene trug einen Bruch des linken Fußes, eine schwere Verletzung des rechten Fußes, sowie des rechten Ellenbogens und eine Kopfverletzung davon. An ihrem Aufkommen wird gezweifelt. Nach Aussagen von Augenzeugen soll der Führer und Besitzer des Automobils, Herr Fabrikant N. D. aus Bielefeld, welcher kein WarnungsSignal gegeben haben soll, die Schuld an dem traurigen Unglücksfall treffen. Die Verunglückte ist Mutter von fünf Kindern und wurde, nachdem ihr durch Herrn Dr. Brandis in Bielefeld die erste ärztliche Hlse zuteil geworden war, in ihre Wohnung geschaff:. Die Verletzungen sind jedoch derart, daß ihre Ueberführung in ein Krankenhaus erjorderlich werden dürfte. Ein hiesiger Polizeibeomter stellte sofort den Tatbestand fest. Aus den Kreisen Minden und Lübbecke Minden, 6. Sept.(Die neue Oderpostdirektion) Das neue reichseigene Verwaltungsgebäude der hiefigen Kaiserlichen Oberpostoirektion an der Heide=, Paulinen= und Besselstraße wird nach der„M. Zig.“ bezogen, sodaß sowohl die Kaiserliche Oderpostdirektion als auch die Kaiserliche Post kasse von heute ab ihren Sitz hier haben. Minden, 6. Sept.(Wissenschaftliche Ballonaufstiege.) Die Internationale Kommission für wissenschaftliche Luftschiffahrt teilt mit, daß am 6. September in den Morgenstunden internationale wissenschaftliche Ballonaufstiege staltfinden Es steigen Drachen, bemannte oder unbemannte Ballons in den meisten Hauptnädten Europas auf. Der Finder eines jeden undemannten Ballons erhält eine Belohnung, wenn er der jedem Ballon beigegebenen Instruktion gemäß den Ballon und die I steumerte sorgfältig birgt und an die anzegebene Adresse sofort telegrapzisch Nachricht sendet. Minden, 6 Sept.(Schulpersonalien.) Versetzt sind: Lehrer Blattgerste von Espelkamp II nich Brackwede zum 1. Okt. 1906. Schulamtsbew Rinne von Westerenger I nach Brackwede II zum 1. Oktober 1906 Endgültig angestellt sind zum 1. August 1906: Die Lehrer Pohlmann zu Rödinghausen, Vöpel zu Habig. horst, Haarmann zu Schwennirgdoif, Kipp zu Levern, Krämer zu Wehdem, Stockamp zu Gohfeld, Valldors zu Mahren, Rehling zu Schwarzenmoor, Apenbrink zu Hope Eickel, Gieseking zu Hüllhorst, Rüggemeier zu Barl, Vornholz zu Brockhagen, und zum 1. Septemder: Lehrer Huly zu Brackwede und Lihrerin Fricke zu Gütersloh(höh Mädchenschule). Mit der einstweilen Verwaltung einer Lehrerstelle beauftragt sind: Schulamisbewerher Ostermann nach Daseburg zum 1. August 1906, ferner Brüggemann nach Destel, Degelmann nach Eisbergen, Gronemeyer nach Deppendorf, Pabst nach Kl. Bremen, Schmuck nach Eidinghausen, Tölle nach Holtrup, Hilker nach Oldinghausen, Ilskensmeier nach Kirchlengern, Winterberg nach Holzhausen I zum 16 August. Entlassen nach Köslin: Lehrer Sauerländer zu Blotho(höh. Stadtsch.) zum 1. Okt. 1906. L Veltheim 5 Sept.(Leichenfund.) Heute morgen gegen 11 Uhr wurde an der Kahnfähre von Stromarbeitern die Leiche eines jungen, kräftigen Mannes aus der Weser gezogen. Die Leiche ist schon stuk in Verwesung übergegangen, hat einen schwachen, rötlichen Schnuerbart, trägt einen leichten, gestreiften Sommeranzug, weißes Hemd, Schnlltstiefel und in den Strümpfen das Zeichen R N. Größe der Person 1,60—1 65 m, Papiere wurden nicht vor gefunden. Alswede, 4. Sept.(Automobil= unglück.) Als der 72jährige Kolon Schmidt Nr. 52 Vehlage am Sonnabend m't seinem Gespann gleich nach mittag den Stockhauser Busch passierte, sah er ein Automodil herankommen; deshalb sprang er vom Wagen. wohl um Pferd und Wagen wie sich selbst vor Unfall zu wahren. Doch, da war auch schon das Unglück geschehen, ob durch das Automobil, das ohne weiteres seinen Weg sortsetzte, oder durch Schmidts eigenes Gespann, ist noch nicht entschieden: der alte Mann war überfahren, man fand ihn, hob ihn auf seinen Wagen und führte ihn heim, ihn unterwegs noch mit einem Trunk labend; er ist an den Verletzungen gestorben. Die Königliche Staatsanwaltschaft leitete bereits die Untersuchung ein Lübb. Kreisbl.) Aus dem Kreise Herford. Herford 5. Sept.(Urlaub) Dem Katasterkontrolleur Steuerinspektor Wulff in Herford ist ein Urlaub vom 8 September bis einschließlich 5. Oktober d. I bewilligt. Mit seiner Vertretung ist Katasterlandmesser Busse beauftragt. 8 Herford, 5. Septbr.(Münstergemeinde.) Die Wahl eines Hilfsgeistlichen für unsere Münstergemeinde, welcher seinen Wohnsitz in Laar nehmen wird, wurde heute morgen vollzogen. Herr Superintendent Höp'er, welcher die Wahl leitete, führte, nachd m einige Stcophen des Liedes„O heilger Gest, kehr bei uns ein" gesungen waren, an die Ep stel des vergangenen Sonntags anknüpfend in erhebender Weise aus, wie schön es sei ein neues Gotteshaus schmücken zu sehen. Da seien es unter anderm auch Luuchter die zur Ausschmückung der Kirche dienen und so habe die Münster kirche 4 Leuchter mit 4 Kerzen, der 5. Leuchter mit einer hellscheinenden Kerze solle heute der Münstergemeinde als Geschenk werden. Mit dem Wunsche und einem Gebete, daß diese hell leuchten und in alle Herzen und alle Hässer der Münstergemeinde scheinen möge, fand der erste Teil seinen Abschluß. Hierauf wurde zu der eigentlichen Wahl geschritten.— Von den 74 Vertretern waren 56 erschienen, darunter zwei mit Vollracht, sodaß 58 Stimmen zur Abgabe kamen; sämtliche Stimmen fielen auf den Pistor Herrn Karl Gottschalk(jetzt in Wehden Kreis Lübdecke), bekanntlich ein Sohn unseres allgemein beliebten ersten Pfarrers Herrn Gottschalk. Das Risultat der Wahl wird in der Mü stergemeinde und darüber hinaus mit Freuten vernommen werden. + Enger, 5. Sept.(Auszeichnung.) Dem Pairer Niemöller hierselbst ist in An erkennung seiner langjährigen und erfolg reichen Führung der Kreisschulinspektion von Sr. Majestät der Rote Adlerorden 4. Klasse verliehen worden. Im Auftrag der Königlichen Regierung überreichte heute der Herr Regierungs= und Schulrat Greco= rov us in Gegenwart der Ortsschulinspektoren, der Lehrer und der Mitglieder des Schulvorstandes dem Dekorierten unter höchst an erkennenden Worten die wohlv rdiente Aus zeichnung. Aus den Kreisen Wiedenbrück und Paderborn. Paderborn, 4. Sept.(Neues Leben blüht aus den Ruinen.) Das vor Jahresfrist durch eine große Feuersbrunst größtenteils eingeäscherte Stättchen P.ckeltheim(Kr. Warburg) ist bereits wieder neu erstanden. Bis jetzt sind schon ziek 100 Wohnhäuser nebst Stallungen und Scheunen fertiggest Ut; bis zum Winter wird alles aufgebaut sein. Elne derartige Brand k###tastrophe dürfte in Zukurft wohl ausge ch ossen sein, da alle neuaufgeführten Gebäude massiv sind. Die abgebrannten Häuser bestanden größtenteils aus Fachwerk. Aus dem Reg.=Bez. Münster und Arusberg. Münster 4. Sept(Die älteste Einwohnerin Münsters,) Frau Wütwe Lundrat Elisabeth Cormann, ist heute morgen im Alter von beirahe 104 Jahren gesio ben. Münster, 5. Sept.(Universität) Der außero dentliche Prosessor De. Ludwig Rademacher zu Greifswald ist in gleicher Eigenschaft in die philosophische und natur wissenschaftliche Fakultät der hiesigen Uni versität versetzt worden. Hamm, 3 September.(Eine hübsche Illustration) zur Neutralität der freien Gewerkschaften liefert ein Fragebogen, den das hiefige Kartell der freien Gewerkschaften seinen Mitgliedern vorlegte und von dem durch Zufall ein christlicher Gewerkschaftler Kenntnis erhielt. In dem Diucktück wird gefragt: Welchen Vereinen gehören Sie an(Turnverein, Ge sangverein, Kriegerverein)? Sind Sie politisch organisiert, in welcher Partei eventuell? Welche anderen literarischen Erzeugnisse (Bücher Zeitungen 2c.) lesen Sie? Welcher Gewerkschaft gehören Sie an? (Went, Boltzbl) Aus den Nachbarprovinzen und Staaten. Osnabrück, 2. Sept.(Theaterbau.) Es hat sich herausgestellt, daß nach dem vorliegenden Theaterbauplane die Gesamtkosten sich auf etwa 1 Millionen Mark beleufen würden und die Stadt jährlich etwa 60000 Mark für Theaterzwecke verausgaben müßte. Die städtischen Kollegien haben aber nur mit etwa 24000 Mark und einer Summe von 570000 Mark gerechnet. Dadurch ist eine Sttuationenstaaden, die nur durch die Ausarbeitung eines neuen wesentlich einfacheren Planes beseitigt werden kann. Oeffentlicher Wetterdienst. Dienststelle: Meteorologisches Observatorium Aachen. Voraussichtliche Witterung für die Zeit vom Abend des 6. bis zum Abend des 7. Sept. 1906. Starke westliche Winde, veränderliche Bewölkung, nur stellenweise leichte Niederschläge, Temperatur nicht erheblich geändert. Vermischtes. Berlin, 5. Sept. Die Begleitmannschaft der Arbeitswilligen vom Kohlenbahnhof Wedding wurde gestern aus mehreren Häusern mit Steinen beworfen. Bei der Sistierung eines Mannes vereinigten sich gegen 150 Personen, um den Angehaltenen zu befreien und die Wache zu stürmen. Die Menge mußte mit Gewalt aus. einander getrieben werden. Kiel, 5. Sept. Heute nachmittag stärzte in der Kaiserstraße ein im Bau befindliches zweistöckiges Fabrikgebäude in sich zusammen. 10 bis 12 Arbeiter wurden verschüttet, von denen gegen 7 Uhr abends einer schwer verletzt, aber noch lebend geborgen wurde. Die Feuerwehr, die eiftig mit den Rettungsarbeiten beschäftigt ist, konnte nach dreistündiger unausgesetzter Rettungsarbeit zwei Tote und einen Schwerverletzten aus den Trümmern bergen. Außerdem sind 4 Mann leicht verletzt. Veimißt wird noch ein Maurerpolier. München, 5. Sept. Prinz Rupprecht von Bayern erlitt gestern nachmittag, als er von Mühldorf kam, nahe dem historischen Schlachtfelde von Ampfing einen Automobilunfall. Das Automobil fuhr an einen Pfeiler und stürtzte um. Die Insassen wurden aus dem Automobil geschleudert, erlitten indes keine Verletzungen. Frankfurt a M, 5. Septbr. Gestern abend fanden in der Altstadt große Ausschreitungen statt. Die Schutzleute waren gegenüber der immer mehr wachsenden und lärmenden Menge machtlos, weshalb schließlich über 100 Schutzleute auf geboten wirden mußten, die mit blanker Waffe die Schnurgasse und die angrenzenden Gassen säuberten und absperrten. Madrid, 5. Septbr. Jufolge heftiger Regengüsse sind die Neberflüsse des Tajo über ihre Ufer getreten und haben statke Ueberschwemmungen in der Umgebung der Hauptstadt hervorgerufen, durch die an den Kulturen beträchtlicher Schaden angerichtet worden ist. In Kastilien und Andalusien herrschen heftige Stürme. New York, 5. Sept. Auf Hawai erfolgte heute ein Erdbeben Santiago de Chile, 5. Sept. Auf Antrag des Päsidenten Riesco hat der Staatsrat über die Provinz Balparaiso auf einen Monat den Belagerungszustand vrhängt. In der Begrü dung des Antrages heißt es, daß mehr als 7000 Menschen noch immer in den Straßen kampieren. (In der Menagerie.) Tierbändiger erklärend):„Dies ist die große Rieser schlange, genannt boa constrictor, welche gewöhnlich zum Morgenimbiß ein ganzes Schaf verzehrt Bitte nicht so nahe heranzugehen, mein Herr.“ (Zum Beweise.) Richter:„Sie wollen sich wegen der mangelhaften Kochfertigkeit Ihrer Frau scheiden lassen? Das ist doch kein Grund!"— Ehemann:„Herr Amtsrichter, darf ich Sie mal zum Mittagessen einladen?“ Eingesandt. Für die Veröffentlichungen unter dieser Rubrik übernimmt die Redaktion dem Publikum gegenüber keine Verantwortung. Achtung! Arbeiter! Kaum haben wir unsere Kandidaten für die am 26., 27. und 28 S piember stattfindende Gewerbegerichts wahl bekannt gegeben, so beginnt man schon auf sozialdemokratischer Seite in sehr übler Weise gegen dieselben zu agitieren. So hat man gestern und vorgestern versucht, unseren Kandidaten Rische mit dem mehr als 13 mal vorbestraften, von den Sozialdemokraten 1903 ols Beisitzer aufgestellten und gewählt n Arbeiter Pries auf gleiche Stufe zu st. llen, als wenn Rische(angeb lich von seiner Militärzeit her), Drc bar viel auf dem Kerbbolz hätte. Und was ist wahr an der Gschichte? Rische hat während siner ganzen Militärzeit keine einzige Stunde Arrest gehabt, hat in seinem ganzen Liben keine einzige Stunde Haft oder gar Gefängnis gehabt. Die einzige Strafe seines Lebens ist eine Geldstrafe von 10 Mark, die er sich vor zirka 15 Jahren zugezogen hat. Und dazu kann auch der friedlichste Mensch leicht kommen. Im Jateresse unserer Kandidaten sei dies mitgeteilt. Rische ist nur als durchaus redlicher, ehrlicher Mann bekannt. Und nun si d wir gezwungen, uns das Gegenstück Pries etwar näher anzusehen. Hört und staunt! Am 1 Oktober 1900 schrieb die Volkswacht Nr. 229 über eine Schöffengerichtssitzung vom 29. Sept. 1900 folgendes:„Am 3 Juni d I wurden auf der Sparrenberg=Promenade Spaziergänger von einer Anzahl angetrunkener Personen beläftigt, mit Steinen beworfen und mißhandelt. Einer der Burschen, der 18 mal vord strafte Arbeiter Heinrich Pries von hier, welcher sich zur Zeit in Strafhaft in Münster befindet, erhält heute wegen gefährlicher Körperverletzung eine Zusatzstrafe von zwei Monaten Gefangnis“ Arbeiter! Diesen Mann, den das sozialdemokratische Partei organ einen„Burschen“ nennt, diesen Mann, der 14 mal wegen Bettelei, Diebstahls und Körperverlitzung vorbestraft war, ein„Rowdy"(Westf. Zig Nr. 231 v. 1. Okt. 1900), der friedliche Lute mit Steinen bewirft urd mißhandelt, diesen selben Mann haben die Sozialdemokraten bei der letzten Wahl auch als Beisitzer vorgeschlagen, der aure wichtigsten Interessen vertreten sollte, dem ihr euer Vertrauen schenken solltet! Welchem Arbeiter gehen da nicht endlich die Augen auf! Und diesen Mann suchen jetzt die Gerossen mit unseren Kandidaten Rische zu vergleichen, der vor 15 Jahren mal 10 Mk. Geldstrafe bekommen hat! Kollegen! gebt die Antwoit auf solch wide wärtiges Be ginnen, indem ihr am 26., 27. und 28. September Mann für Mann eintretet für Rische und die übrigen Kandidaten der vereinigten christlichen, evangelischen und katholischen, Arbeiter. Unsere Kandidaten sind: 1. Heinrich Brandt, 2. Heinrich Rische, 3 Heinrich Brodhage, 4 Carl Sarunsky, 5 Ferdinand Heinemann. Wir bürgen dafür, daß unsere Kandidaten euere Interessen würdig vertreten. Der Wahlausschuß der christlich=nationalen Arbeiter. Uebersicht der Witterung. Bielefeld, 6. Septemb. 1906. Mitgeteilt von Fr. Böckelmann Ww., hier. Niedrigst. Thermometerstandin der Nacht+ 14 C. Thermometerstand um 10 Uhr vorm.+19 CC. Barometer 75,0 cm. Wind: West. Himmel: bedeckt. Schlachtviehpreise nach Lebent auf Grund amtlicher Marktberichte zusammengestillt und nach einigen telegraphischen Berichten bearbeite Berichten bearbeitet von der Centralstelle für Viehverwertung der Preußischen Landwirt. schaftskammern Berlin W., Köthener Straß: 59 Haunov, Dortm Essen Vorstehende Preise verstehen sich für 100 Psd Lebendgewicht, bei Schweinen mit 20% Tara# amtlichen Schlachtgewichtpreise sind mittelst der angegebenen Schlachtprozente umgerechnet. Neueste Nachrichten. Berlin, 6 Sept. Die nächs jälrige Nordlundreise des Kaisers soll wieder an Bord der Kaiseryicht„Hohenzollera“ unterrommen werden, deren Ausdau bis Imi seitiggestellt sein sell, damit sie für Juli dienstbereit ist. Dagegen sol fer die Mittelm erreise dem Bruhmen nach die „Himurg“ in Frage kommen München, 6. Sept. Geheim. rat von Spielhagen aus dem Reichsamt des Innern teilte gestern auf dem 7. deutschen Handwerks. und Gewerbekammertage in Nürnberg mit, daß dem Reichstage alsbald eine Vorlage zugehen werde, die einen Befähigungsnachweis nicht allein für das Baugewerbe sondern auch für andere Gewerbe fordern werde. Petersburg, 6. September. Am heutigen Donnerstag wird im Reichsanzeiger ein kaiserlicher Ukas bezüglich der Ausnahmegesetze für Anarchisten und Revolutionäre erscheinen. Danach soll ein Feldgericht eingeführt werden, daß die Hinrichtung der Schuldigen innerhalb 24 Stunden nach dem entdeckten Verbrechen vorschreibt. Odessa, 6. September. Große argrarische Unruhen entstanden auf dem Landgute des Fürsten Obolenski im Chersongouvernement. Das Gutshaus des Fürsten wurde angezündet. Herbeigeeilte Dragoner mußten zur Wiederherstellung der Ruhe schießen. 2 Bauern wurden getötet, viele audere verwundet. Heute morgen um 7 Uhr, nahm Gott der Herr unsere liebe Tochter und Schwester 1 Ev. Männer= u. Jünglingsverein „St. Johannis“ zu Bielefeld. Johanniskirchplatz 3. Alm Reschuahl 1906, nach schwerem Krankenlager im Alter von fast 6 Jahren zu sich in den Himmel. Die tiefbetrübten Eltern und Geschwister. Schröttinghausen b. Werther, 5. Sept. 1906. Die Beerdigung findet am 8. d. Mts. statt. feier im Trauerhause mittags 12 Uhr. VorSonntag, den 9. Septemb. abends 8½ Uhr Freie Zusammenkunft. Schlußandacht. Jugend=Abteilung. Nachm. 3½ Uhr Versammlung im Saal. Vortrag. Andacht. Knabenabteilung. Nachm. 3½ Uhr Vereinsversammlung. Geschichte Andacht. a27 Am Freitag, den 7. September Cr., verkaufe ich einen Transport Oldenburger und Hannoversche Fohlen u. Pferde. Empfehle diese unter Zusicherung guter Ware bei soliden Preisen. 1 iandter JünglingsMänner=Verein. Lokal: Ev. Vereinshaus. Sonntag, den 9. Septemb 1906, Herbst=Ausflug mit Familie nach Oerlinghausen. Abmarsch 2 Uhr vom Kriegerdenkmal. Rückkehr von Oerlinghausen mit der Eisenbahn. Um zahlreiche Beteiligung bittet Der Vorstand. Heinr. Traue, Friedewalde. Neuheit. Krumeichs Konserven-Krug aus salzglasiertem Steinzeug. . Beschreibung und Preise kostenlos. Fabrik=Niederlage Wilh. Oltrogge, Bielefeld Bekanntmachung. Die Ausführung sämtlicher Tischlerarbeiten für den Erweiterungsbau der II. Bürgerschule soll in 6 Losen vergeben werden. Verdingungsunterlagen sind bei unserer Kanzlei II für 1.— Mark zu beziehen, ebendaselbst sind schriftliche verschlossene Angebote mit der Aufschrift:„Angebot auf Ausführung von Tischlerarbeiten für den Erweiterungsbau der II. Bürgerschule" bis zum Eröffnungstermin, am Mittwoch, den 12. September 1906, vormittags 9 Uhr einzureichen. Bielefeld, den 4. September 1906. Das Stadtbauamt. esls heee egenen Nierstein a. Rh. 401 . bringt zum Versand Ihre hervorragend preiswerte Morke i8 28. Sr r 8 OOl-Wiersteiner Donthal im Fass von 30 Liter an bezogen per Liter Mk. 1.— ab Nierstein. Probekiste v. 12 Fl. 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Ich fordere hierdurch alle Handwerker, welch im Bezirk des Kreises Lübbecke das Schmiedehandwerk betreiben, zur Abgabe ihrer Aeußerung mit dem Bemerken auf, daß nur solche Erklärungen, welche erkennen lassen, ob der klärende der Errichtung der Zwangsinnung zustimmt, oder nicht, gültig sind und daß nach Ablauf des obigen Zeitpunktes eingehende Aeußerungen unberücksichtigt bleiben. Lübbecke, 22. August 1906. Der Kommissar. Irhr. v. Ledebur, Landrat Tapiziergehulst gesucht. Hermann Ellerbrock. Gnige Whandortes Küken oder 1jährig werden zu kaufen gesucht. Adressen bitte in der Expedition niederzulegen. 5 Wassersteine (2 große und 1 kleiner) gut erhalten, sowie eine Partie gebrauchte Pflastersteine billig abzugeben Carl Barha, Wilhelmstr. 8. Termißzr wird niemals der Erfolg beim Gebrauch von Steckenpferd Teerschwefel Seife von Bergmann & Co., Radebeul mit Schutzmarke Steckenpferd. 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Tilly bei Breiten Bogatzky, geistlicher Schatzkästleins, geb. 1 forscher, geb. 1767.— krieg, durch den bat — Ueberfall des Moys, 1757.— Fi zollern, geb. 1811. dino an der Moskw in Braunschweig, — Die Russen bon 1831.— Unterzeichnur kolls in Peking, Erkl Das Konsistoriun hat in Gemeinschaft Provinzialsynode du dem zum Pfarter d Gemeinde erwählte Wiesenthal(Sachsen an Uebereinstimmun der Kirche die Beste Da hiergegen vor westfälischen Verban gelischer Freiheit". Protest eingelegt w einem großen Teil der tischen Presse jene heftig befehdet wird, haftes Fragen nach lage in den Gemeind ist, so fieht der Unt „Rheinisch= w einigung der F lichen Bekenntn als 10000 evangel Mitgliedern zählt, folgendes zu erklärer 1. Da gerade ne ärgerliche Vorgänge ist, daß hinsichtlich von Pastoren die M evangelischen Landes gleichen sind, so sin Konsistorium dankbar durch das Kirchengese erteilte Recht deziehn jenes Gesetz auferleg bewerber aus ande ihre Anstellungsfähigk in diesem Falle ernst geübt hat. 2. Wenn der„T sreunde“, die Selbf gemeinde dahin über der protestantischen Ge selbst in allen ihrer wortliche Recht der 0 stcht diese Auffassun unserer Rheinisch=westf welche dem Kirchenre Bestätigung oder Nie der Gemeinde getätig 3. Natürlich konnte Reinoldi Gemeinde a. Césars, welche sie hatte, ein deutliches Stillung nicht gewi mehrstündigen Kollcc Konsistorium und der sich unzweidentig erge den grundlegenden Wa Bekenntnisses— gelit gebrochenes Verhältni hierfür auf das von 6 und mitunterzeichnete auf die vom Konfistor begründung verweisen, Hauptpunkte heraus: Verantwortlich für den redaktionellen Teil Hermann Lange, für den Reklame= und Inseraten=Teil R. Trautmann, Druck und Verlag von A. von der Mühlen, sämtlich in Bielefeld. *) Kirchengesetz betuaff keit und Vorbildung der 1898,§ 12, Absatz 8: im geistlichen Amte einer kirche angestellten Geistlic durch ein Kolloquium sest Dienst in der Landeskit nicht hierüber anderweitig