R, durch Briestrüger 1,42 M. cktötele S PE Sechostele Ritterstr. 43. i* Gahtn k. 15 ag an Julius ist mit Tausend inkauf mit 10% leses Inserat aus so schön; Weiss 1; Maisgelb mit eder uni Drap, ual uns Loltere I. Oktober GEEDI l. Gew. mit Gesamiwert 000 20000 I. 10000 I. 5000 I. 45000 Lose 10 M. Porto iste 30 Pf extra d. General-Debit rassburg i. E. Langstr. 107. haben bei Viktoriastr 1. ebeiten illig angefertigt, bgeschnittenes Haar. Gebhardt, seur ), Steinstraße. 1966 bis Anfang se. ramtz, iniker, ktoriastraße 11. 9090 stzirkel blidihel hlt e sce. ngen ind Hütchen tbändchen, iderschürzen tteinlagen, orsetts, rst billig. SSA erland, renberg 15. seld. hek per sofort Nur von gebote unter die Expedition Sistorischer Kalender. 28. August: Schlacht bei Tagliacozzo, Niederlage Konradins, 1268.— Ludwig XVI., König von Frankreich, geb. 1754.— Cuvier, franzöfischer Natursorscher, geb. 1769.— Schlachi bei Großbeeren, 1818.— Kapitulation Benedigs, 1849— Julius Hammer, Dichter, gest. 1862.— Unterzeichnung der Genfer Konvention, 1864.— Prager Friede zwischen Preußen und Oesterreich, 1866.— Besuch des Präsidenten Faure am russischen Hose, 1897. Bielefeld Donnerstag, 23. August 1906. — Exzellenz von Podbielski. In diesem Zeitalter der Streusandseelen ist unser preußischer Herr Lindwirtschaftsminister mit seiner prächtigen Jovialität und seinem unverwüstlichen Humor eine wahrhaft herzer quickende Erscheinung. Wie er unter den Ministern der einzige ist, der gleich dem Fürsten Bismarck im eigenen Grund besitze mit allen seinen Anschauungen wurzelt, so ist er auch gleich Bismarck von einer gesunden Unempfindlichkeit gegen höhere und tiefere Luftströmungen, die das Laub der Espen zum zittern bringen. Es lag etwas von Bismarcks„Dor lach ik öwer“ in dem Worte, das Herr v. Podbielski vor anderthalb Jahren sprach:„Nach der Heuerute verdufte ich!“ Das in diesem Scheize zum Ausdruck kommende Bewußtsein seiner erfüllten Pflicht, und die oft erquickend frische Derbheit seiner Ausdrucksweise, eine gewisse gönnerhafte Gutmütigkeit, und die, namentlich den Berlinern ungemein sympathische Abneigung gegen allzu verschlungene Pfade der Grammatik, zu alledem die prächtige, untersetzte Husarenerscheinung im leuchtenden Atilla, alles das machte aus ihm jenes prächtige Original, das in der volkstümlichen Abkürzung seines Namens„Pod“ so bezeichnenden Ausdruck gefunden hat; seine Volkstümlichkeit bei Freund und Feind ist unbestreitbar. Immerhin gab es eine Zeit, wo er von der Sonne demokratischer Gunst wärmer als heute beschienen ward. Damals, als er die Einrichtungen eines neuen Renn. platzes dem fernliegenden Verständnisse der Herren Vertreter Berliner Zeitungen mit guter Laune näher zu bringen suchte; damals, als er vom Podbielski zum Post bielski avanzierte, und durch den Humor seiner Reichstagsreden die Verhandlungen über den Postetat ebenso zu würzen als abzukürzen verstand. Aber diese Beliebtheit gewann einen leicht saueren Stich, als im Mai 1901 aus dem Postbielski ein Kompostbielski wurde. Der preußische Landwirtschaftsminister mag heißen wie er will: der vom Agrarierkoller besessenen Linken ist und bleibt er die Verkörperung aller todeswürdigen Rückständigkeit! Ein Mann vollends, der mit redlichem Willen der wirtschaftspolitisch schwer geschädigten Landwirtschaft aufzuhelfen, einen für die Gegner so unbequem schlagfertigen Witz verband, wie Herr v. Podbielski, mußte von Stund an zur Zielscheibe des Hasses unserer demokratischen Händlerpresse werden. Und er ist es geworden! Es war von nun an nicht mehr ein harmloses Scherzwort, daß er der Stadt Berlin die Errichtung einer Mastanstalt empfahl und sich erbot, Herrn Singer die nötigen Ferkel zu liefern; das spaßhafte, sachlich übrigens gar nicht verbürgte Wort vom„Lausekanal" wurde nun nicht mehr als Ausdruck erfrischend gesunder Jovialität bezeichnet, sondern an empfindlicher Stelle denunziert. Und als der Landwirtschafts minister in die Hamburger Schlachthofanlagen mit den Worten eintrat:„Nun wollen wir uns einmal die Fleischnot besehen!“, wurde dies nicht mehr ein guter Scherz, sondern eine empörende Frivolität und ein Hohn auf die Notlage des verhungernden deutschen Volkes genannt. Nun muß man es bei aller ihrer Oberflächlichkeit und Fahrigkeit unserer demokratischen Presse lassen, daß sie eins gründlich versteht: zu hassen! Und diesen Landwirtschaftsminister haßte sie um so leidenschaftlicher, je weniger sie ihm anhaben konnte. Hatte doch noch in diesem Frühjahr die glänzende Ausstellung der Deutschen Landwirtschaftsgesellschaft ihm Gelegenheit geboten, mit berechtigtem Stolze seinem Kaiser und den für Tatsachen immerhin empfänglichen Berlinern zu zeigen, auf welcher Höhe der Leistungsfähigkeit das landwirtschaftliche Gewerbe sich befindet, und wie sehr in Wahrheit die deutsche Tier zucht zur Ernährung unseres Volkes hin reicht. Da kam die Tippelskirch=Angelegenheit. Kein anständiger Mensch wird behaupten wollen, daß der Landwirtschaftsminister bei Begründung dieser Firma inkorrekt gehandelt habe, und daß er, der der Geschäftsführung vollkommen fern steht, irgendwie für etwaige Fehler der Leiter verantwortlich gemacht werden könne. Aber die demokratische Presse behauptet trotzdem, ohne den Schatten eines Beweises zu erbringen, frischweg darauf los, daß den Landwirtschaftsminister in dieser Beziehung schwere Vorwürfe treffen. Da dies Schakalgebell auf den Minister nicht den geringsten Eindruck machte, versuchte sie es wieder mit der Verdächtigung an allerhöchster Stelle. In einer Unterredung, die Herr von Podbielski einem Ausfrager des Berliner Lokalanzeigers“ bewilligte, hatte er erklärt, deß er über seine Beziehungen zu der Firma von Tippelskirch vor Uebernahme des Reichspostämtes der allein zuständigen Stille Mitteilung gemacht habe. Diese rein objektive Mitteilung einer übrigens ganz selbstver ständlichen Tatsache versuchen sämtliche demokratische Blätter jetzt dahin zu entstellen, daß Herr von Podbielski sich„mit der Person des Kaisers habe decken wollen". Obwohl Kaiser Wilhelm diese Gesellschaft schwerlich zu seinen Vertrauten machen dürfte, sind sie selbstverständlich über die innersten Gedanken des Kaisers auf das genaueste unterrichtet, und einer dieser Biedermänner versicherte am Mittwoch voriger Woche, daß nach Ansicht des Kaisers ein Mann, und seier auch persönlich der reizendste Gesellschafter, der sich einen solchen faux pas zu Schulden kommen lasse, nicht den nötigen Takt zum Minister besitze. Pünktlich erklärten denn auch am Donnerstage die Blätter der Berliner Straßenverkäufer, der Kaiser habe Herrn von Podbielski auffordern lassen, sein Eatlassungsgesuch einzureichen. Auch die„Staatsbürgerzeitung“ war so naiv, an dieser Entenzucht sich zu beteiligen. Einiges Nachdenken hätte sie doch darüber belehren sollen, daß der Kaiser, selbst wenn er sich von Herrn von Podbielski trennen wollte, doch schwerlich diese Form gewählt haben würde, die einer Entlassung mit Schimpf und Schande gleichkäme. Was inzwischen geschehen ist, ist unsern Lesern bekannt. Zu Beginn der TippelskirchAffäre hatte Herr v. Podbielski an Schluffe eines Schreibens an den Fürsten Bülow, bemerkt, er sei zu alt, sich mit Schmutz bewersen zu lassen; lieber würde er es vorziehen, aus den Staatsdienst zu scheiden. Diese Worte wollte er aber nicht als ein Abschiedsgesuch verstanden wissen, denn für ein solches würde er den vorgeschriebenen Weg der Immediateingabe an den Kaiser gewählt haben. In Wilhelmshöhe hat nun Fürst Bülow Sr. Majestät über diesen Gegenstand einen eingehenden Vortrag gehalten, und der Kaiser hat in Uebereinstimmung mit dem Artrage des Fürsten Bülow erklärt, daß er auf Grund der Ausführungen des Ministers vom 13. August zur Zeit nicht in der Lage sei, über die Entlassung des Herrn von Podbielski aus dem Staatsdienst eine definitive Entschließung zu fassen. Das Schreiben des Herrn von Poddielski an den Fürsten Bülow scheint danach jüngeren Datums zu sein, als man ursprünglich annehmen durfte, oder handelte es sich um ein anderes Schreiben? Auch sorst bestehen noch einige Unklarheiten, deren Lösung man abwarten muß. Die deutsche Landwirtschaft wird dem tatkräftigen, um sie hochverdienten Minister, die Sache nehme ein Ende wie sie wolle, den schuldigen warmen Dank nicht vorenthalten. Es darf auch mit Sicherheit angenommen werden, daß, wenn Herr von Podbieleki scheiden sellte, sein Nachfolger dieselben politschen Wege wie er gehen wird. Deutschtum in Südbrastlien. hört man bei uns im Reiche wenig und auch das Interesse etwas davon zu hören ist ein flaues. Gewiß drücken uns größere Sorgen wie die um das Ergehen der deutschen Kolonien in Südamerika, aber wer sich einmal mit dem Bewußtsein durchdrungen hat, daß das Deutschtum im Auslande ein wichtiger Zweig am weitästizen Baume unserer Kultur ist und speziell auch die Grundlage für unser wirtschaftliches Ausgreifen auf der Erde bildet, der wird auch Herz und Interesse für unsere deutschen Volksgenossen da drüben unter einer heißeren Sonne haben. Vor uns liegen„Mitteilungen des deutschen Schulvereins für St. Catharina“ aus den ersten vier Monaten dieses Jahres und ein Rechenschaftsbericht über die Verwaltung des Municipiums Blumenau im Jahre 1905, erstattet vom Superintendenten Schrader. Aus diesem, der eine für das Schulwesen in Blumenau wertvolle Statistik enthält, ist die erfreuliche Tatsache zu entnehmen, daß im D strikt Blumenau und zwei henachbarten 112 Schu en bestehen, in denen 3972 Kinder (2158 Knaben und 1814 Mädchen) unterrichtet werden. Davon find 4 Regierungsschulen mit portugiesischer Unterrichtssprache, 17 Schulen mit italienischer Unterrichtssprache(5 portugiesisch und deutsch, 4 polnisch und deutsch(!), 1 italienisch und deutsch), in allen übeigen Schulen— 81 an der Zahl— ist Deutsch die alleinige Unterrichtssprache. Gewiß ein schöner Bewe's dafür, was die deutsche Privatinitiative in Blumenau auf dem Gebiete des Schulwesens schon geleistet hat. Mit Freude dürfen wir sagen: auch hier blüht deutsches Leben! scheinlich nicht die einzige sein, welche in die eigentliche Urlaubszeit der Minister fällt. Man erwartet nach dem Hann..“ u. a. auch eine endgültige Stellungnahme der preußischen Staatsregierung zu verschiedenen Gesetzentwürfen auf dem Gebiete der Reichsverwaltung. Wie der„Voss. Ztg.“ aus Warschau geschrieben wird, ist der deutsche Vizekonsul Baron von Lerchenfeld nach Lodz abgereist, um die deutschen Staatsbürger, die bei der Schießerei am Mittwoch geschädigt worden sind, zu vernehmen. Er begab sich sofort zu dem Deutschen Karl Kühn, dessen Wohnung die Soldaten während einer Durchsuchung gänzlich vernichtet und ausgeraubt haben, und traf dort mit dem Obersten des Tomsker Regiments, der die Untersuchung leiten soll, zusammen. Baron von Lerchenfeld soll mit allen deutschen Staatsbürgern, die geschädigt wurden, Protokolle aufnehmen, damit späler eine Gesamtforderung um Entschädigung auf diplomatischem Wege eingereicht werden kann.— Der englische Staatsbürger Hermann Roche in Lodz, dem eine Soldatenkugel ein Bein zerschmettert hat, ist gestorben. Seine Familie tritt mit einer Entschädigungsklage um 75000 Rubel gegen die russische Regierung auf. Die Untersuchung gegen die Akwaleute ist nach der„T. R“ noch immer nicht abgeschlossen. Es mußten noch einige Zeugenverrehmungen in Deutschland stattfinden, und der Oberrichter Hetzel, in dessen Händen das Verfahren ruhte, ist inzwischen in Kamerun gestorben, so daß ein neuer Richter ernannt werden mußte. Unter diesen Umständen ist der Abschluß der Angelegenheit nicht vor Ende Oktober zu erwarten. Aus dem Deutschen Reiche. Berlin, 21. August. Aus Wilhelmshöhe wird von heute gemeldet: Die Herzogin Friedrich Ferdinand zu Schleswig=Holst ein=Sonder= burg Glückeburg ist abgereist, ebenso Oberhofmarschall Graf zu Eulenburg. Hofmarschall Graf v. Zedlitz Trützschler ist hier eingetroffen. Der Kronprinz von Griechenland ist heute von Homburg nach Venedig abgereist. Eine Vereinigung hervorragender Bürger in St. Louis beschloß, den Kaiser Wilhelm einzuladen, Amerika zu besuchen. Erkptinz Bernhard von SachsenMeiningen wird am 31. d. Mts. in Dresden eintreffen, um in Vertretung des Herzogs dem Könige von Sachsen einen offiziellen Gegenbesuch abzustatten. In den ersten Septembertagen wird der Besuch des Großherzogs von Hissen am sächsischen Hofe erwartet. Die schwere Erkrankung der Prinzessin Pauline zur Lippe läßt bei dem hohen Alter der Prinzessin— sie steht im 73. Lebensjahre— einen ernsten Ausgang befürchten. Mit der Prinzessin Pauline würde die ehemals im Fürstentum Lippe regierende ältere Linie des Lippeschen Hauses ganz erlöschen, nachdem sie mit den beiden letzten Fürsten Woldemar und Alexander bereits im Mannesstamme ausgestorben ist. Die für die nächste Woche in Aussicht genommene Ministersitzung wird wahrAus dem Auslande. Bern, 22. Aug. Bei der endgültigen Redaktion des französisch= schweizerischen Handelsvertrages, die Ende letzter Woche vollendet sein sollte, haben sich offenbar noch besondere Schwierigkeiten eingestellt. Zwei fcanzösische Unterhändler mußten nach Paris reisen, um neue Instruktionen einzuholen. Norwegen. Die Storthings=Neuwahlen fanden bisher in 56 Kreisen statt. In 27 Kreisen sind Stichwahlen nötig. Von den bisher gewählten 29 Republikanern stehen, wie man annimmt, 15 auf seiten der Regierung, während 14, darunter drei Sozialisten, nicht für das Regierungsprogramm eintreten.— Das System der Stichwahlen kommt zum ersten Male in Anwendung. Rußland. Auf Befehl des Zaren wird die Angelegenbeit Stössels von dem neu eingerichteten Oberkriegsgericht in die Hand genommen.— Seit Sonnabend verzeichnen die Zeitungen in Livland und Kurland 25 schvere bewaffnete Raubanfälle. Der Ausstand der Rigaer Straßenbahner dauert bereits sechs Tage.— Nach offizieller Bekanntmachung wurden in der letzten Woche in Rußland 72 politische Morde an Amtspersonen begangen, 42 Beamte wurden schwer verwundet. Ferner wurden 120 Bomben gefunden, 12 Geheimdruckereien entdeckt, 13 Kronschnapsbuden und 18 Staatskassen beraubt, wobei 22 Angestellte getötet und verwundet wurden. Aus politischen Gründen wurden 276 Personen verhaftet.— In Moskau wurden in den letzten Tagen an hundert Sozialdemokraten verhaftet, denen umfangreiche Vorbereitungen zu einer bewaffgeten Erhebung gegen das bestehende Regime nachgewiesen werden konnte. Die ganze Organisation bestand nur aus Arbeitern und war ohne gebildete Führer. Bulgarien und Türkei Der Wiener „Pol. Korresp.“ wird aus Sofia gemeldet: Die Pforte hat an die bulgarische Regierung eine Note gerichtet, in der sie ihr Mißfallen über die griechenfeindliche Bewegung in Bulgarien ausdrückt. Die bulgarische Regierung hat hierauf geantwortet, sie betrachte die türkische Note als nicht eingegangen, da der Pforte nicht das Recht zustehe, in innere Angelegenheiten des Fürstentums einzugreifen. Im übrigen betont die bulgarische Antwort, daß die Verfolgungen, denen die griechischen Elemente in Bulgarien ausgesetzt seien, nur die Rückwirkung der Greueltaten darstellten, die in Mazedonien an Bulgaren verübt wurden. Die Pforte solle daher vor allem in der Türkei selbst geordnete Zustände herstellen. Das ökumanische Patriarchat in Konstantinopel klagt die bulgarische Regierung der Mitschuld an den Verfolgungen der Griechen an. Spanien. Die Streikbewegung im Bergwerksgebiete von Bilbao nimmt rasch zu. Die Zahl der Ausständigen beträgt bereits 30000. Peking, 21. Aug. Die KaiserinWitwe beabsichtigt, eine Konferenz von hohen Würdenträgern, darunter einige Vizekönige einzuberufen, um über die Annahme einer Verfassung zu beraten. Havanna, 22. Aug. General José Gomez ist gestern auf seiner Farm in der Provinz Santa Clara festgenommen worden. In Havanna sind im Laufe von drei Tagen 610 Personen wegen Verdachts der Teilnahme an einer Verschwörung verhaftet worden. Schule und Mission. (Der Vorstand des Protestantenvereins)(der frühere Eisenbahndirektor Schrader) hat einen Aufruf erlassen, in welchem er auffordert, bei den nächsten kirchlichen Wahlen lauter entschieden liberale Männer in die kirchlichen Gemeindekörperschaften zu wählen. Er knüpft dabei an die Fälle Römer und César an:„Das Kirchenregiment verlangt die fortdauernde Verbindlichkeit der reformatorischen Bekennt. nisse— der Glaube an die Gottheit Christi und an seine Auferstehung; aber die Gemeindeglieder, welche über religiöse Dinge nachdenken, wollen von einer Bindung an jene alten Formeln nichts mehr wissen. Sie wollen eine dem inneren Wesen des evangelischen Christentums entsprechende, dem heutigen Leben eng verbundene Religion, sie verlangen mit vollstem Rechte, daß ihnen nichts aufgezwungen wird, was sie nicht glauben können. Aber sie sollen sich fügen, weil vor so und soviel hundert Jahren solches Bekenntnis der Ausdruck der Ueberzeugung der evangelischen Kirche war. Die heutige, auf viel tieferer wissenschaftlicher und philosophischer Erkenntnis beruhende Ueberzeugung soll gar nicht in Betracht kommer. Und das in der evangelischen Kirche, die verfassungsmäßig eine Gemeinde kirche ist, und über ihre Einrichtungen, auch überihrreligiöses Bekenntnis selbst entscheidet!!“ Der„Reichsbote“ bemerkt hierzu treffend: „Die Herren tun gerade so, als hätten die Reformatoren die Bekenntnisse selbst erfunden und hätten darum jetzt die Gemeinden oder die Kirche das gleiche Recht, andere Bekenntnisse zu erfinden, weil sie die alten nicht mehr glauben könnten. Jedes Schul kind weiß, daß die Reformatoren sich den Menschensatzungen Roms gegenüber auf die Bibel gründeten und die Heilstatsachen des Evangeliums als ihr Bekenntnis darstellten Auf diesen Heilstatsachen beruht aber jetzt, wie damals und allezeit das Christentum; ein anderes Christentum gibt es nicht; und die Leugnung dieser Heilstatsachen kann selbstverständlich nicht als Christentum angesehen werden."....„Tatsächlich glauben die, welche nicht mehr an Christum glauben, auch nicht mehr an Gott und an göttliche Offenbarung, sie reden freilich noch von Gott, denken dabei aber nur an die geschichtlichen Gottesbegriffe oder an einen pantheistischen sogenannten Weltgeist, der wie Luft das All durchdringt, aber erst im Menschen zu sich selbst kommt. Das ist dann natürlich kein Christentum mehr und eine solche Gemeinschaft keine christliche Kirche. Sie kann sich ja sonst nennen wie sie will; aber dagegen muß im Interesse der Wahrheit und Ehrlichkeit protestiert werden, daß man die evangelischen Bekenntnisse und damit das Christentum verwirft und sich doch für berechtigt hält, solchen subjektivistischen Unglauben auf die Kanzeln zu stellen und für ihn das Herrschaftsrecht in der Kirche zu beanspruchen, während man dem christlichen Glauben als einem veralteten, überlebten Standpunkt das Recht in der Kirche abspricht. Was glaubt denn der Protestantenverein noch und woher nimmt er das moralische Recht, die evangelischen Kirchenwahlen zu beeinflussen?“ (Dietheologische Woche in Bethel bei Bielefeld) wird in diesem Jahre wieder stattfinden und zwar vom 23. bis 28. September. Es werden reden: Die Herren Professor D. Kähler=Halle über: „Versöhnung und Neuschöpfung", Professor D. Schlatter=Tübingen über:„Jesu Kampf mit dem Judentum nach den Synoptikern", Professor D. RiggenbachBasel über:„Das Hohepriestertum Jesu nach dem Hebräerbrief", Pastor JägerBethel über:„Abraham", Pastor KählerBethel über:„Die Bedeutung der Auferstehung Jesu nach dem Neuen Testament", Pastor Simsa=Barmen über:„Die Erweckung in Wales". Gleichzeitig findet die General=Versammlung der Freunde des kirchlichen Bekenntnisses statt. Am Nachmittag und Abend des 24 September wird Herr Professor Ihmels sprechen über:„Bibel und Bekenntnis". Anmeldungen zur Teilnahme und Anfragen wegen Quartier sind zu richten an Pastor von Bodelschwingh in Bethel bei Bielefeld. Lokales und Provinzielles. Bielefeld, 23. August. (Sedaufeier.) Am 2. Sept. abends 8 Uhr wird im großen Saale des Evangel. Vereinshauses eine gemeinsame Sedanfeier der christlichen Vereine stat finden. (Die Fahrkartenverkäuferinnen) auf den Eisenbahnstationen sollen nach einem neuen Erlaß des Eisenbahnministers nach und nach aus dem Schalterdienst wieder zurückgezogen und durch männliche Personen ersetzt werden. Die zurück gezogenen Gehilfinnen sollen im Telegraphen, Telephon oder Bureaudienst Verwendung finden. (Bahnverbindung zwischen Minden und Rinteln.) Dem„Hann..“ wird von hier geschrieben: Zur Kürzung des sehr erheblichen Umweges zwischen Minden und Rinteln über Löhne schweben zurzeit auf Anregung des Regierungs= Präsidenten zu Minden Verhandlungen zwischen den maßgebenden Behörden, den Ausbau einer Bahnverbindung von Minden nach Rinteln über Kleinbremen, oder Herstillung einer Verbindung der von Minden und von Rinteln nach Löhne führenden Bahnen durch den Bau einer Kurve zwischen Holzhausen und Veltheim oder endlich Herstellung einer direkten Verbindung zwischen Bennebeck und Babenhausen südlich der Weserbrücke. Käme zu dem Bau einer dieser Linien noch der Bau einer Bahn von Minden nach Nienburg, so wäre eine auf dem rechten Ufer verlaufende Weserkalbahn Bremen= Hameln geschaffen. (Rekruteneinstellungen.) Laut Verfügung des Generalkommandos des 7. Armeekorps erfolgt die Einstellung der Rekruten 1906: 1. Bezirkskommandos, Oekonomiehandwerker und Militärkrankenwärter am 2. Oktober; 2. Kavallerie, reitende Feldartillerie, Bespannungs=Abteilung der Fuß: artillerie und Train am 5. Oktober: 3. Infanterie, Jäger, fahrende Artillerie, Fußartillerie und Pioniere am 9 Oktober. (Rangerhöhung der Gendarmen.) Durch Allerhöchsten Erlaß ist bestimmt worden, die Gendarmen hinsichtlich ihres Dienstranges zwischen die Subalternbeamten zweiter Klasse der Lokalbehörden und die Unterbeamten einzustellen. Gleichzeitig ist den zum Tragen des Portepees berechtigten Gendarmen der Titel„Wachtmeister" verliehen, und den Fußzendarmen mit Offizierportepee gestattet worden, außer Dienst(beim Kirchgang und ähnlichen Gelegenheiten) den Offiziersdegen zu tragen. (Keine Erdstöße.) Die Blättermeldung, daß am Sonnabend im oberen Wesergebiet mehrere von Osten nach Westen verlaufende leichte Erdstöße wahrgenommen worden seien, bewahrheitet sich nach eingezogenen Erkundigungen der„Deister= u. Weser Ztg.“ nicht. (Besitzwechsel.) Die Besitzung des Herrn Landrat v. Ditfurth, Kaiserstraße, ist nach der„Westf. Zig.“ von Herrn Kaufmann Otto Wortmann käuflich erworben worden. (Die Rebhuhnjagd) hat begonnen und unsere Hausfrauen werden also demnächst Gelegenheit haben, den leckeren Vogel für die Küche zu kaufen. Dabei kommt es nun darauf an, daß das Huhn zartfleischig und deshalb jung ist. Ein küchenkundiger Dichter, dessen Name der Nachwelt nicht erhalten geblieben ist, hat sich über das Rebhuhn und seinen Wert u. a. einmal folgendermaßen geäußert: Ist gelb das Bein des Huhns, gleich der Zitrone, So stammts aus diesem Jahre zweifelsohne, Doch rechne davon zwei auf einen Kopf, Sie werden dir gar sehr gering im Topf. Das Huhn mit Beinen, gelb wie Apfelsine, Vor allem dir zum saftgen Braten diene. Bei hellen grauen Beinen laß dir raten, Ein halbes Stündchen länger es zu braten. Ist dunkel schon des Hühnerbeines Grau, So kocht's vorm Braten erst die kluge Frau. Schulordnung besagt im§ 2 ausdrücklich folgendes: „Sogenannte dringende Arbeit befreit nicht ohne weiteres von der Verpflichtung zum Schulbesuch. Nur auswärtige dringende Arbeit. d. h. solche, welche nicht an der Arbeitsstelle, sondern in anderen Orten geschieht, kann als Entschuldigungsgrund gelten. Der selbständige hat möglichst vorher, spätestens aber den Tag nach der Versäumnis dem Lehrer Mitteilung davon wachen. 45on 1 Eine Geschichte aus bewegter Zeit. Von A. v. Liliencron geb. v. Wrangel. 27][Nachdruck verboten.] Inge griff nach der Hand des Ermatteten und tastete nach dem Puls. „Verstehen Sie sich darauf? Hat der arme Kerl Fieber?“ erkundigte sich der Freiherr. „Ich glaube ja,“ antwortete sie leise. Wie konnte sie doch nur in diesem Augenblick ein Gedanke durchzucken, der nichts zu tun hatte mit dem Kranken, dem sie doch ihre ganze Aufmerksamkeit widmete! Sie war unwillig über sich selbst, und doch vermochte sie nicht zu widerstehen.„Wollen Sie mir Ihre Uhr erlauben, um den Puls zu zählen?“ bat sie und wagte dabei aufzusehen. „Ich werde gleich einen Leiterwagen heranrufen, daß wir den armen Kerl da aufladen können und er nach Kissingen gefahren wird,“ erklärte Werbach.„Hier, gnädigste Gräfin, ist meine Uhr.“ Nun hielt sie den Karneol in der Hand, nun konnten ihre Augen sich daran satt sehen. Keine Krone mit Goldperlen zierte ihn, aber die Runenzeichen schienen dieselben sein wie in dem Talisman ihres geliebten ters. Inge hätte aufjubeln mögen. War es ihr doch, als hielte sie einen sichtbaren Gruß des Verewigten in ihrer Hand, und sagte sie sich doch nun beruhigt, dies war nicht das Zeichen gebrochener Ehre, das Vater und Sohn für sie kennzeichnete. Es hätte ihr weher getan, als sie sich eingestehen mochte, diesen Offizier mit solchen Gedanken verbinden zu müssen. „Nun, wie steht es?“ fragte Werbach, der den Wagen bestellt hatte und eben zurückkehrte. Beschämt senkte Inge den Kopf und begann nun, halblaut den fliegenden Puls zu zählen. Dann ließ sie ihre Hand finken. „Wir wollen dem Patienten ein weiches Lager auf dem Wagen machen,“ sagte sie. „Ich meine, er ist recht krank.“ Das taten die beiden denn auch auf das sorgfältigste, und von den Kameraden emporgehoben, war der Soldat balo in bequemer Lage auf das Strohpolster gebettet, um nach Kissingen übergeführt zu werden. „Darf ich Ihnen nun auch einen Trunk zur Stärkung anbieten?“ fragte jetzt Inge und hielt dem Freiherrn den gefüllten Becher hin. Sie war ganz Bitte, ganz Freundlichkeit, und diese Weichheit, zusammen mit einer gewissen mädchenhaften Befangenheit, machte sie geradezu unwiderstehlich. Werbach empfand diesen Zauber, und mit Schildesche, 22. Aug.(Der Kontroll= beamte.) Der zurzeit im Amtsbezirke die Quittungskarten revidierende Kontrollbeamte ist bereit, am Sonnabend, den 25. d. Mts., zwischen 8½ und 2 Uhr im hiesigen Amtsgebäude(Sitzungszimmer) Auskunft in Invalidenversicherungsangelegenheiten zu erteilen. 68 Schildesche, 22. Aug.(Rotlaufseuche.) Unter dem Schweinebestande der Witwe Brindöpke hier, Bielefelderstraße Nr. 190, ist die Rotlaufseuche ausgebrochen. Die Gehöftssperre ist polizeilich angeordnet.0 68 Schildesche, 22. August.(Gewerbliche dungsschule.) Vielfach herrscht unter den hiesigen Lehrmeistern noch Unklarheit dar über, wann sie berechtigt sind, ihre Lehrlinge bei Arbeiten vom Besuche der Fortbildangsschule als genügend entschuldigt zurückzuhalten. Die unterm 5. Oktober 1905 erlassene Aus den Kreisen Minden und Lübbecke Minden, 23. Aug.(Militärischez.) Das hiefige Feldartillerie Regiment Nr. 58 rückt, nachdem bereits die Infanterie die Garnison verlassen hat, in den nächsten Tagen zu den Herbstübungen aus: die 2. Abteilung am 24. August, die 1. Abteilung am 25. August. Vom 28. August bis 8. September finden die Regiments= und Brigade=Uebungen in den Kreisen Paderborn und Büren statt; im Anschluß hieran nimmt das Regiment am Manöver der verstärkten 25. Infanteriebrigade teil. Minden, 23. August.(Tödlicher Unfall.) Ein schwerer Unfall mit tödlichem Ausgange ereignete sich Dienstag abend auf der Stiftsstraße hinter Hölterhoff! Fabrik. Der Knecht Wüstenfeld von Friedewalde, bedienstet bei dem Händler Böhme daselbst, fuhr um diese Zeit mit seinem mit Mehl beladenen Fuhrwerk nach Hause. Er saß auf dem Wagen, von dem er plötzlich herabrutschte und unter die Räder fiel. Diese gingen ihm über die Brust und verursachten schwere Verletzungen. Die erste Hilfe leistete das Mitglied der Sanitälskolonne, Maurermeister Riechmann, der den ersten Notverband anlegte. Der Verunglückte wurde mittels Tragbahre nach dem Krankenhause transportiert, wo er noch im Laufe der Nacht starb. Wüstenfeld ist unverheiratet. (Mind. Zig) Fiestel, 20. Aug.(Schweinehaltung und Ausfuhr.) In der hier am 15. d. M. abgehaltenen Versammlung des landwirtschaftlichen Lokalvereins Alswede teilte der Vorsitzende Amtmann Heuvemann laut „Lübb. Kreisbl.“ einige statistische Angaben über den Umfang der Schweinehaltung und der Schweineausfuhr in Minden= Ravensberg mit. Im Kreise Lübbecke befinden sich auf 7529 Gehöften 25495 Rinder und 37596 Schweine, bei einer Einwohnerzahl von 49103 auf 56328 ha. Es kommen Schweine auf 100 Einwohner 76, auf 100 ha. 66; Rinder auf 100 Einwohner 52, auf 100 ha 45. Auf 1 Gehöft kommen 5,0 Schweine und 3,4 Rinder. Es kommen Einwohner auf 100 Hektar 87,2. Interessant sind auch die Ergebnisse des Empfangs und des Versands von Zucht und Mastserkeln. Auf den Stationen Gestringen, Holzhausen, Lübbecke, Rahden wurden im Jahre 1903 520 Schweine und 5329 Ferkeln empfangen, während 3402 Schweine und 67757 Ferkeln zum Versand kamen. Im Jahre 1904 wurden 344 Schweine und 2087 Ferkeln empfangen; versandt wurden im selben Jahre 3253 Schweine und 65680 Ferkeln. Bei den nicht geringen Anstrengungen der deutschen Landwittschaft, den von Jahr zu Jahr sich steigernden Ansprüchen der Bevölkerung an die Fleischnahrung gerecht zu werden, hat der Kreis Lübbecke das Seine bis zur Geenze der Möglichkeiten getan. rascherem Herzschlage fragte er:„So haben Sie doch noch etwas übrig für den Mann, den Sie Feind nennen?“ „Wir haben ja eine Heimat, Deutschland,“ antwortete sie leise. Er nickte.„Nicht nur auf unser gemeinsames Vaterland, sondern auf alles Gemeinsame, das uns verbindet, will ich den Becher leeren,“ sagte er.„So kurz unsere Bekanntschaft auch ist, ich habe dennoch durchgefühlt, daß mehr als eine verwandte Saite in unseren Herzen klingt.“ Inge gab keine Antwort. Was sollte sie sagen? Sie hätte nur ja und tausendmal ja sagen können, und das wollte sie nicht! Der Freiherr schien auch keine Erwiderung erwartet zu haben. Er leerte den Becher und meinte dann lächelnd:„Ich wüßte nicht, daß mich je eine Gabe so beglückt und erquickt hätte, als dieser Trunk, den Sie mir so freundlich reichten.“ Mit einer gewissen Hast nahm die junge Gräfin den Becher aus Werbachs Hand und versenkte ihn wieder in ihren Korb.„Ich muß jetzt zu den anderen zurück. Sie werden mich vermissen," erklärte sie unruhig und schlug eilig den Rückweg ein. Werbach blieb an ihrer Seite, doch sie wechselten kein Wort mehr. Inges Blicke wurzelten am Boden, die Augen des Freiherrn aber hingen in unverholenem Entzücken an seiner schweigenden Gefährtin, deren Augen heute mehrmals eine so wunderbar beredte Sprache geführt hatten. Als Werbach, wie er mit Jage aus dem Wäldchen heraustrat, der englischen Familie ansichtig wurde, bei der Wrangel auch wieder eingetroffen war, blieb er stehen.„Die Herrschaften, in deren Begleitung Sie kamen, sind dort drüben,“ sagte er.„Darf ich mich Ihnen hier empfehlen?“ Hatte er denn ihren Wunsch erraten? Oder stimmte der seine so ganz mit dem ihren zusammen? fragte sich Jage und streifte ihren Begleiter mit einem raschen, fragenden Blicke. Ihr war der Gedanke unerträglich gewesen, vor einer lachenden, plaudernden Gesillschaft Abschied auf Nimmerwiedersehen von einem Manne nehmen zu müssen, der einen gleichen Talisman trug wie ihr Vater, und mit dem sie eben über so ernste Dinge gesprochen hatte. Sie reichte ihm die Hand. „Gott behüte Sie,“ sagte sie sehr leise, dann setzte sie zögernd, aber mit einem bestrickenden Lächeln hinzu:„Denken Sie daran, daß Ihr König brave Offiziere notwendig braucht, und gehen Sie nicht leichtsinnig mit Ihrem Leben um."(Fortsetzung folgt.) geschlachtet, zusammen im gleichen Monat de standet wurde 7 ga Organe von 209 1029,60 Mk., 119,1 Juli 1905. 4203 verkauft; 1220 mehr y Aus dem Krei (Die Imker) der 1 und Bünde haben ihr Gegend von Ströhen, der vielen Regentage: sein soll. Vielerseits Zurückholen der Völke zuges zu bedienen. Fahrt in Lübbecke werden. Mögen da Kasten voll sein. I Kirchlengern,2 Von dem Hausflur ei wurden zwei Fahrräder den Diebstahl ausgef zwei auswärtige Perso Rädern zu schaffen ma II Löhne, 22. 2 Bahnhofsrestaur herigen Inhaber der B Rheda, Herrn Rust, u übernimmt dieselbe am den Kreisen Wiede Gütersloh, 21. A Auf dem heutigen Vi getrieben 63 Stück 9 fette Ochsen, 8 fette 26 tragende und Mile Jungvieh. Fette Ochst Mk, fette Kühe 70 Pfund Schlachtgewicht. 350 bis 500 Mk., tre 250 bis 400 Mk., I. Mark das Stück Au Wagen mit 473 Ferk Paar, 6 bis 8 Wochen An Stangen und größer 58 Stück gezählt. Sta 50 Mk., größere Schw 120 Mk. das Stück. Viehsorten war lebhaft. Aus dem Reg.=Bez. M Haltern, 21. Au würdiger Fund) Tagen in der Nähe d bei Haltern gemacht. Regengüsse während Woche niedergegangener einem mit Holz bestan blinkender Gegenstand welcher die Aufmerksan gehenden erregte. Als vollständig aus der Er mit einem silbervergold abgeschlagenem Fuß zu verziert mit einer Kro: ebenfalls gefunden wurk wie man vermutet, mit ausgeführten Kirchendie dorf in Verbindung Staatsanwaltschaft ber die Untersuchung ergebe Aus den Nachbarprot Bückeburg, 21. A. Wie die„Landeszig.“ Kanalbauamt errichtet der Staatsvertrag bezi schon so weit vorbereit Oktober dem Landta kann. Nienburg 22. A. unterschlagen.) Di hierselbst ist wegen DeHöhe von ¼ Millic Sämtliche Geschäftsbür Osnabrück, 21. A Die Polizei verhaf aktiven Dienst steh führer namens., Reihe Einbruchsdiebst Weitere Einbrüche n gelegt. Man fard bei von Einbruchswerkzeu schwerer Automo sich am Harderberg. einen Schädelbruch, seit los; außerdem wu verletzt. Bad Pyrmont, Vorarbeiten für d Denkstein) sind rach so weit gediehen, daß selben am Sonntag, 2 kann. Die für den Bronzetasel ist hier gestellt. Die Platte bergischen Metallware gegosson. Das auf Relief der Königin i nossen derselben, dem 1798 mod Uiert. Es geschlachtet, zusammen 76 Tiere mehr als im gleichen Monat des Vorjahres. Beanstandet wurde 7 ganze Tiere und 287 Oegane von 209 Tieren Einnahme: 1029,60 Mk., 119,10 Mk. mehr als im Juli 1905. 4203 Stangen Eis wurden verkauft; 1220 mehr als im Juli 1905. Aus dem Kreise Herford, 22. Aug. (Die Imker) der Umgegend von Herford und Bünde haben ihre Bienen meist in der Gegend von Ströhen, wo die Tracht trotz der vielen Regentage noch nicht so ungünstig sein soll. Vielerseits beabsichtig man beim Zurückholen der Völker sich eines Sonderzuges zu bedienen. Es braucht denn die Fahrt in Lübbecke nicht unterbrochen zu werden. Mögen dann alle Körbe und Kasten voll sein. I Kirchlengern, 22. Aug.(Die bstahl.) Von dem Hausflur einer hiefigen Wirtschaft wurden zwei Fahrräder gestohlen. Verdächtig, den Diebstahl ausgeführt zu haben, fiad zwei auswärtige Personen, die sich mit den Rädern zu schaffen machten. II Löhne, 22. Aug.(Die hiesige Bahnhofsrestauration) wurde dem bisherigen Inhaber der Bahnhofsrestauration in Rheda, Herrn Rust, übertragen. Genannter übernimmt dieselbe am 1. Oktober d. J. Aus den Kreisen Wiedenbrück und Paderborn. Gütersloh, 21. Aug.(Viehmarkt.) Auf dem heutigen Viehmarkt waren aufgetrieben 63 Stück Rindvieh, darunter 5 fette Ochsen, 8 fette Kühe, 10 Zugochsen, 26 tragende und Milchkühe und 14 Stück Jungvieh. Fette Ochsen kosteten 75 bis 78 Mk, fette Kühe 70 bis 74 Mk. pro 100 Pfund Schlachtgewicht. Zugochsen kosteten 350 bis 500 Mk., tragende und Milchkühe 250 bis 400 Mk., Jungvieh 120 bis 210 Mark das Stück Aufgefahren waren 61 Wagen mit 473 Ferkeln und kostete das Paar, 6 bis 8 Wochen alt, 28 bis 36 Mk. An Stangen und größeren Schweinen wurden 58 Stück gezählt. Stangen kosteten 35 bis 50 Mk., größere Schweine(Sauen) 70 bis 120 Mk. das Stück. Der Handel in allen Viehsorten war lebhaft. Aus dem Reg.=Bez. Münster und Arnsberg. Haltern, 21. August.(Ein merkwürdiger Fund) wurde vor einigen Tagen in der Nähe des Schlosses Sythen bei Haltern gemacht. Durch die heftigen Regengüsse während der in der letzten Woche niedergegangenen Gewitter war auf einem mit Holz bestandenen Grundstück ein blinkender Gegenstand teilweise bloßgelgt, welcher die Aufmerksamkeit eines Vorübergehenden erregte. Als man den Gegenstand vollständig aus der Erde hob, hatte man es mit einem silbervergoldeten Speisekelch mit abgeschlagenem Fuß zu tun, dessen Deckel, verziert mit einer Krone und einem Kreuz, ebenfalls gefunden wurde. Ob dieser Fund, wie man vermutet, mit dem vor 13 Jahren ausgeführten Kirchendiebstahle in Lipprams dorf in Verbindung steht, muß, da die Staatsanwaltschaft bereits benachrichtigt ist, die Untersuchung ergeben. Aus den Nachbarprovinzen und Staaten. Bückeburg, 21. Aug.(Vom Kanal.) Wie die„Landesztg.“ hört, soll hier ein Kanalbauamt errichtet werden. Auch soll der Staatsvertrag bezüglich des Kanalbaus schon so weit vorbereitet sein, daß er im Oktober dem Landtag vorgelegt werden kann. Nienburg 22. Aug.(225000 Mk. unterschlagen.) Der Banker Valentin hierselosr ist wegen Depotunterschlagungen in Höhe von ¼ Millionen Mark verhaftet. Sämtliche Geschäftsbücher sind beschlagnahmt. Osnabrück, 21. Aug.(Verschiedenes.) Die Polizei verhaftete gestern einen im aktiven Dienst stehenden Lokomotiv= führer namens., der eingestand, eine Reihe Einbruchsdiebstähle verübt zu haben. Weitere Einbrüche werden ihm zur Last gelegt. Man fard bei ihm ein ganzes Lager von Einbruchswerkzeugen u. a. m.— Ein schwerer Automobilunfall ereignete sich am Harderberg. Der Chauffeur erlitt einen Schädelbruch, sein Zustand ist hoffnungs los; außerdem wurden zwei Personen verletzt. Bad Pyrmont, 19. August.(Die Vorarbeiten für den Königin LuiseDenkstein) sind rach dem„Westf. Volksbl.“ so weit gediehen, daß die Enthüllung desselben am Sonntag, 26. August, stattfinden kann. Die für den Denkstein bestimmte Bronzetasel ist hier eingetroffen und ausgestellt. Die Platte ist von der Württembergischen Metallwarenfabrik in Geislingen gegosson. Das auf der Patte befindliche Relief der Königin ist von einem Zeitgenossen derselben, dem Bildhauer Bettkober, 1798 mod lliert. Es stellt die Königin in ihrer jugendlichen Anmut dar, wie die Pyrmonter die Königin bei ihrem kurzen Aufenthalte zu Ende des 18. Jahrhunderts hier gesehen haben. Das Original, ein MarmorRelief, befindet sich im Königlichen Schlosse Monbijou zu Berlin und war dem Komitee zum Zwick: eines Abgusses zur Verfügung gestellt. Holzminden, 20. August.(Wesergebirgsverein.) Am Sonnabend und Sonntag hielt hier der Wesergebirgsverein seine diesjährige Hauptversammlung ab. Von den Beschlüssen ist erwähnenswert ein solcher, der sich auf die weitere Unter stützung und Förderung des Wesertalbahnprojektes(staatsseitiger Ausbau) bezieht. Die beteiligten Stellen sollen aufgefordert werden, unverzüglich mit der Sammlung des nötigen Unterlagematerials für eine neue Petition an den Eisenbahnminister zu beginnen. Ferner soll der Minister persönlich interpelliert werden. Beschlossen wurde dann noch die Einrichtung einer Wegezeichnung durch das ganze Vereinsgebiet und zwar in der Pinselstrichmanier. Zugleich bewilligte man die Kosten für diese Wegezeichnung, zu der Oberlehrer Dr. DieckhoffHannover die Unterlagen gegeben hat und der die Ausführung auch leiten wird. Der Wesergebirgsverein umfaßt das Gebiet von Minden bis Münden und es gehören ihm fast sämtliche Städte, zahlreiche Verkehrs und Touristenvereine, sowie Korporationen an. Nach einem Beschlusse des Vereins soll Anschluß an den Bund deutscher Verkehrsvereine gesucht werden.(=L. Kreisbl.) Essen, 22. Aug.(53. Katholikentag.) Der heutigen dritten öffentlichen Versammlung wohnten die Kardinäle Vanutelli und Fischer bei, die bei ihrem Erscheinen stürmisch begrüßt wurden. Graf Galen sprach dann über die charitativen Bestrebungen der Katholiken, besonders des Bonisatius Vereins, Tährend de Witt die Betätigung des katholischen Teiles des Volkes im öffentlichen Leben beleuchtete und Jesuitenpater Seiler aus Feldkirch die soziale Frage besprach. Dann richtete Kardinal Vanutelli im Namen des Papstes Worte der Anerkennung über die Katholiken Deutschlands an die Versammlung, und erteilte den Segen. Am Nachmittag tagte der katholische Missions=Kongreß und der Albertus Magnus=Verein. Heute findet ein Gartenfest statt. Während der Versammlung erschien Kardinal Vincenzo Vanutelli in Begleitung des Kardinals Fischer, von der Versammlung mit minutenlangem Jubel begrüßt. Vizepräsident Freiherr v. Twickel begrüßte den Gast, indem er hervorhob, daß es zum ersten Male sei, daß ein Mitglied des Kardinalkollegiums im direkten Auftrage des Papstes erscheine. Der Kardinal spendete dann im Auftrage des Pepstes den Segen. Die Erdbeben=Katastrophe in Das Berliner Haus Hardt u. Co. erhielt von seinem Valparaisoer Haus E. u. W. Hardt folgendes Telegramm: Dreiviertel von Valparaiso und Umgegend sind verschüttet. Unsere Stores in Santiago und Corcepcion sind intakt. Eisenbahn, Post und Telegraph unterbrochen. Den Deutschen Salpeterwerken Fölsch u. Martin Nachfolger, Aktiengesellschaft in Hamburg, wurde heute von ihrem Hause in Iquique folgende Nachricht aus Valparaiso gekabelt: Erdbeben und Feuersbrünste haben aufgehört. Die Behörden beherrschen die Lage vollkommen. Lebensmittel sind in genügender Menge vorhanden. Alles kommt jetzt in Ordnung. Die Geschäfte kommen langsam in Gang. Keiner unserer Freunde ist gelötet worden. New=York, 22. August. Nach einem Telegramm des„New York Herald“ aus Lima ist die Stadt Qutllota, 50 Kilometer von Valparaiso, versunken, so daß nichts mehr von ihr zu sehea ist. Der Stoß, der sie wegsegte, wurde in Valparaiso während 4½ Minuten verspürt. Von 10000 Einwohnern sind weniger als 100 entkommen. Hamburg, 22. Aug. Die Hamburg= Amerika Linie empfing von Kapitän Blaß, dem Führer ihres gegenwärtig im Hafen von Valparaiso befindlichen Dampfers„Thuringia", folgende Depesche: Ein großer Teil Valparaisos durch Erdbeben und Feuer zerstört. Erdstöße dauern an. Schiff hat keinen Schaden erlitten. Die Not ist aufs höchste gestiegen. Ich gewähre, soweit möglich, Hilfe; habe 300 Obdachlose an Bord. Berlin, 21. August. Bei Berliner Anarchisten haben in der letzten Zeit wiederholt Haussuchungen stattgefunden. Beschlagnahmt wurden zwei Beilagen des„Freien Arbeiters",„Freiliteratur" und„Antimilitarismus“ wegen Vergehens gegen§ 184 Reichsstrafgesetzbuch, der den Vertrieb unzüchtiger Schriften unter Strafe stellt. Berlin, 22. August. Wie verschiedenen Blättern aus Zaborze gemeldet wird, wurden dort heute ziemlich starke Erderschütterungen wahrgenommen. Man hörte ein donnerähnliches Rollen, Fensterscheiben sprangen entzwei, Stubentüren und Schränke wurden ausgerissen und wieder geschlossen, und Bilder und Spiegel fielen von den Wänden herunter. Die Bewohner gerieten in Furcht und Schrecken. Sie eilten auf die Straße, in der Meinung, alles müßte einstürzen. Eine Arzahl Häuser und Stallungen erhielten Risse und Senkungen. Die Erscheinungen sind auf Grubenabbau zurückzuführen. Berlin, 22. August. Der Plan der Umwandlung des Grunewalds in einen sogenannten „Volkspark“ ist als aufgegeben zu erachten. Sein Urheber war der verstorbene Tiergartendirektor Geitner. Die Forstverwaltung stand dem Volkspark Gedanken wegen dir erheblichen Kosten, die die Anlage von Wegen, Spielplätzen u. s. w. verursacht hätte, von Anfang an ablehnend gegenüber. Köln, 22. August. Die Erhebungen der Weinbauvereine ergaben, daß stellenweise die Weinernte infolge Auftretens der Peronospora ganz ausfällt. Im besten Falle wird auf einen Viertel Herbst gerechnet. Köln, 22. August. Amtlich. Heute vormittag 11 Uhr entgleisten auf der Strecke Köln=Aachen zwischen Horrem und Buir die Lokomotive und der Postwagen des von Horrem abgelassenen Sondergüterzuges an einer im Umbau befindlichen Gleisstelle. Personen sind dabei nicht zu Schaden gekommen. Die zeitweilig gesperrten Hauptgleise sind wieder fahrbar. Der D. Zug erlitt eine einstündige Verspätung. Hannover, 18. August. Ein schrecklicher Unfall, der leicht noch schwere Folgen hätte nach sich ziehen können, ereignete sich gestern abend an der Haltestelle der Straßenbahn bei Siebentrappen. Die drei unteren Klassen einer Lindener Bürgerschule, etwa 200 Mädchen, hatten in Begleitung ihrer Lehrerinnen einen Ausflug nach dem Benther Berge gemacht und waren eben im Begriff, um Teinhalb Uhr von der Haltestelle Siebentrappen aus die Heimfahrt anzutreten. Plötzlich ein allgemeiner Schrei des Entsetzens! Das spann einer in der Nähe arbeitenden Mähmaschine, das aus irgend einem Grunde scheu geworden, und sich los gerissen hatte, stürmte in rasendem Galopp die Straße entlarg auf die Straßenbahnwagen zu. Kinder und Lehrerinnen stoben entsetzt aus. einander, konnten jedoch nicht alle schnell genug zur Seite springen. Eine Anzahl der Mädchen wurde von den rasenden Tieren überrannt und niedergetreten, andere fielen die Straßenböschung hinab oder wurden vor Schreck ohnmächtig. Nach vielen vergedlichen Bemühungen gelang es endlich mehreren Straßenbahnbeamten, die Durchgänger zu stellen und dadurch weiterem Unglück Einhalt zu tun. Von den Kindern sind mehrere verletzt worden; zwei von ihnen trugen so schwere Verwundungen davon, daß sie sofort ärztlicher Behandlung übergeben werden mußten. Als ein Glück im Unglück ist es anzusehen, daß die Gäule sich vorher von der Mähmaschine losgerissen hatten; denn hätten sie diese bei ihrer wilden Jagd nachgeschleift, so hätten die Folgen unabsehbar sein können. Dresden, 22. August. Ueber die Zigarretten= Produktivgenossenschaft, die der Tabakarbeiterverband nach dem vorjährigen croßen Streik gründete, wurde heute der Konkurs eröffnet.(Hann C) Straßburg, 21. August. Der frühere Reichstagsabgeordnete Bueb wird außer wegen Unterschlagung auch wegen Sittlichkeitsverbrechens steckbrieflich verfolgt. Bueb soll sich bereits in Amerika befinden. Paris, 22 August. Der jüngst verstorbene Graf Bertora, der unter Napolcon III. kaiserlicher Zeremonenmister gewesn war, hat dem Vatikan 6 Millionen Franken hinterlassen. Monte Leone(Kalabrien) 22. August. In vergangener Nacht wurden zwei Erderschülterungen verspürt. (Trost in Tränen) Meister Schulze ist von seiner Reise, die er sich aus„Standeslücksichten“ leisten mußte, zurückgekehrt, macht es sich auf dim Sofa bequem und harrt der ersten kühlen Blonden, die ihm die Gattin spenden soll. Da kommt sein Jüngster, Maxe, in die Stube und schreit:„Vater, Mutter hat mir schon wieder mit det olle Hol: jehaun!"—„Na,“ sagt Vater Schulze tröstend, „beruhige Dir man, Maxe, von morgen an verhaue ick Dir wieder.“ (Erkundigung.) Treiber zu einem Sonntagsjäger, von dem er schon viel Schmerzensgeld erhalten:„Euer Gnaden haben mich heut net naufg'schoss n, bin i bei Euer Gnaden vielleicht in Ungnade'fallen?" (Mildernd.)„He, Meier, Sie schlafen schon wieder, statt zu arbeiten!“—„„Eatschuldigen Sie, Herr Prinzipal,— ich— ich hab' wohl geschlafen, aber ich hab' vom Geschäft geträumt!“ (Ahnungsvoll.) Hausknecht:„Herr Doktor, Sie möchten rasch mit Verbandszeug zum„goldenen Hirsch kommen!“— Arzt:„Was ist denn da passiert?“— Hausknecht:„Noch nichts; aber sie fangen schon an zu schimpfen!“ (Neues Sprichwort.) Schmierendirektor (zu mihreren Schauspielern):„Ihr müßt mehr Courage beim Spiel entwickeln!“— Schauspieler: „Herr Direktor: Wie die Gage, so die Courage!“ (Begreiflich.)„Mein Bräutigam findet alles an mir entzückend: meine Sprache, meine Haltung, meine Augen, meine Hände!“—„Und was fin. dest du an ihm entzückend?"—„Seinen guten Gischmack (Romanphrafe.) Eduard begleitet seine Angebetete zuerst öfters nach Hause, dann einigemale auf dem Klavier und zuletzt durchs Leben. Der Kunstwart. Herausgeber Ferdinand Avenarius. Verlag von Georg D. W. Callwey in München.(Vierteljährlich 3,50 Mark, das einzelne Heft 70 Pfg.) Die„Franksurter Neuesten Nachrichten“ schrieben: In den weitesten Kreisen wird es anerkannt, daß der Kunstwart eine der zuverlässigsten deutschen Kunstschriften ist. Hat man sich näher mit ihm vertraut gemacht, so erkennt man, wie vortrifflich er seine Aufgabe löst, Geschmacksverirrungen zu brandmarken und seine Leser auf ein richtiges Sehen, Fühlen und Empfinden, auf ichtes Kunstverständnis einzustellen. Wer die Kunstwartunternehmungen kennt, der wird angesichts dieser Tatsache sich der Hoffnung hingeben können, daß die Zeit naht, wo echte deutsche Kunstbezeisterung und wahres Kunstempfinden auch in den breitsten Schichten unseres Volkes wieder heimisch wird. Das wird nicht zum geringsten Teil das Verdienst des Kunstwarts sein. Die Rechtsberatungsstelle des Hauptarbeits=Nachweises Bielefeld Zimmerstraße 191 ist für Unbemittelte jeden Werktag geöffnet. Sprechstunden: Vormittags 10—1 Uhr, nachmittags—7 Uhr. Auf Fragen in allen Rechts= und Verwaltungssachen mit Ausnahme solcher, welche das Strafrecht und Strafprozeßrecht betreffen, wird unentgeltlich Auskunft erteilt. Für Anfertigung von Schriftsätzen jeder Art wird eine geringe Schreibgebühr erhoben. Oeffentlicher Wetterdienst. Dienststelle: Meteorologisches Observatorium Aachen. Voraussichtliche Witterung für die Zeit vom Abend des 23. bis zum Abend des 24. August 1906. Veränderliche Winde, zunihmende Bewölkung, stellenweise Gewitter, etwas wärmir. Uebersicht der Witterung. Bielefeld, 23. August 1906. Mitgeteilt von Fr. Böckelmann Ww., hier. Niedrigst. Thermometerstandin der Nacht+17½C Thermometerstand um 10 Uhr vorm.+21 CC. Barometer 75,1 cm. Wind: Süd West. Himmel: heiter. Neueste Nachrichten. Berlin, 23. Aug. Der Kaiser von Rußland wird sich bei den Tauffeierlichkeiten im Kronprinzenhause durch den Großfürsten Wladimir vertreten lassen. Breslau, 23. Aug. Der„Schles. Zeitung zufolgewurde im Industriebezirk Russisch=Polen von gestern an ein verschärfter Kriegszustand verhängt. Petersburg, 23. Aug. Die Gerichtsverhandlungen in Kronstadt wurden für ein paar Tage abgebrochen, da die Voruntersuchung noch nicht abgeschlossen ist. Aus Moskau wird gemeldet, der frühere Abgeordnete Sawelijew, Mitglied der Arbeitergruppe, sei seit zwei Wochen verschollen. Man vermutet, daß er durch ein gefälschtes Telegramm nach Petersburg geladen und dort ermordet worden sei. New=York, 23. August. Der argentinische Senat hat für die chilenischen Notleidenden ¼ Millionen Pesos bewilligt. Unter den in Valparaiso Getöleten war Samuel Silva, der Führer der Liberalen. Seit dem ersten Taze wurden in Chile's her 500 Eiderschütterungen verz ichnet. 300 Füchtlinge von Vaparaiso sind in St. Jigo eingetroffen. Die chilenischen Versicherung=gesellschasten fird schwer betroffen, weil die ausländischen Gsellshaften durch kürzlich ang nommene Gesetz: vertrieben wurden. Die Au dehnung des Ecdbebens wird auf 6000 Kilometer geschätzt. Unter den Deutsch=Amerikanern der Union wird eine Bewegung inszeniert, um einen Besuch des deutschen Kaisers in den Vereinigten Staaten zu veranlassen. St. Louiser Bürger bildeten ein Komitee, daß dem Kaiser persönlich eine Einladung der amerikanischen Deutschen übersenden soll. Wahrscheinlich werden andere Städte auch Delegationen entsenden, um diesem Vorgehen größeren Nachdrrck zu verleihe:. Der Botschafter Spck von Sternburg erklärte, daß in diesem Jahre kein Mtglied der kaiserlichen Familie nach Amerika kommen würde. A * Eo. Männer= u. Jünglingsverein „St. Johannis“ zu Bielefeld. den 26. August 1906, Aeltere Abteilung. Abends 8½ Uhr: Aufnahme neuer Mitglieder. Jugend=Abteilung. Nachm. 3½ Uhr: Unterhaltung.— Fortsetzung Geschichte.— Andacht. Knabenabteilung. Nachm. 4 Uhr: Spielen.— Geschichte.— Dolf der Burenheld.— Andacht. Der Vorstand. der a Ttuacdmr Zingiunge Männer=Verein. Lokal: Ev. Vereinshaus. Jugend=Abteilung. Sonntag, den 26. August 1906, Kriegsspiel. (Brackwede=Senne.) Abmarsch 1¾ Uhr vom Kriegerdenkmal. Aeltere Mitglieder sind herzlich willkommen. Um zahlreiches Erscheinen bittet Der Vorstand. Zur Eröffnung der Rumherjagd empfehle Jagdanzüge Lodenjoppen Drelljoppen Casinetjoppen Schilfleinenjoppen Jagdröcke Jagdmäntel Jagdhüte Jagdgamaschen Rucksäcke in grosser Auswahl und in allen Grössen und Pre'slagen. Siebe Schaufenster. F. Buddeberg. Ich bin bis Anfang September Die Vertrauensmänner soll II Die Gräl. Baudsoun Bekanntmachung. Die Ausführung von Cischlerarbeiten für werden gebeten, die in den Neubau des Wilhelm=Augusta=Stifts ihren Händen befindlichenver geben werden. Verdingungsunterlagen sind bei unserer Kanzlei Listen bald abzuliefern.]für 0,75 Mk. käuflich, ebendaselbst sind schriftliche verschlossene Angebote mit der Aufschrift, Angebot auf führung von Tischlerarbeiten für das Wilhelm=AugustaStift bis zum Eröffnungstermin am Montag, den 27. Jugust 1906, vormittags 9 Uhr einzureichen. Bielefeld, den 21. August 1906. Das Stadtbauamt. Die Vertauensmännerabteilung von der Mühlen. Pueld Nierstein a. Rh. 401 bringt zum Versand hier hervorragend preiswerte Marke 9ol- Wiersteiner Dontial im Fass von 30 Liter an bezogen per Liter Mk..— ab Nierstein. Probekiste v. 12 Fl. Mk. 15.— Frachtfrei jeder deutschen Eisenbahn-Station SKäller Emnrichtt gegen Nachnahme oder Voreinsendung des Betrages. in grosser Auswahl Leist. Alb. Gramtz, Zahntechniker, Bielefeld, Viktoriastraße 000ee 11. Schwerhörige und Taube können in kurzer Zeit von ihrem Leiden durch unsere neue Behandlungsweise befreit werden. Jeder kann sich mit geringen Kosten selbst behandeln. Ohrensausen sofort beseitigt. Wir haben schon viele Patienten geheilt, selbst solche, die von Kindheit an taub waren.— Taubstumme jedoch ausgeschlossen. Senden Sie uns eine genaue Beschreibung Ihres Leidens und wir werden Ihnen kostenfrei mitteilen, auf welche Weise Sie geheilt werden können. 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Jöllenbeckerstraße, des Stadtholz zwischen Bleichstraße und dem Straßenzug Nr. 487 sowie der Weststraße zwischen Bürgerweg und Wertherstratze soll in 10 Losen vergeben werden und zwar: Los I Lieferung der Kleinpflastersteine für am Stadtholz Los II Lieferung der Pflastersteine für am Stadtholz Los III Lieferung der Bordsteine für am Stadtholz Los IV Lieferung der Packlagesteine für am Stadtholz Los V Ausführung der Pflasterarbeiten für am Stadtholz Los VI Lieferung der Pflastersteine für den Straßenzug 299 Los VII Lieferung der Bordsteine für den Straßenzug 299 Los VIII Lieferung der Packlagesteine für den Straßenzug 299 IX Ausführung der Pflasterarbeiten für den Straßenzug 299 Los X Ausführung der Pflasterarbeiten für die Weststraße. Verdingungsunterlagen sind zu je.25 Mk. bei unserer Kanzlei II zu beziehen, ebendaselbst sind schriftliche verschlossene Angebote mit entsprechender Aufschrift bis zum Eröffnungstermin am dienstag, den 28. August 1906, vormittags 9 Uhr einzureichen. Bielefeld, den 21. August 1906. Das Stadtbauamt. Fritz Tiekötter Möbelfabrik, Niedernstr. 45. Bekanntmachung. Am Montag, 24. September 1906, vormittags 10 Uhr, soll im Rathaus, Zimmer Nr. 31, der Rest der Fettlochwiese zwischen Schlachthofstr. und verlängerter Wiesenstraße(Weg zum Margarinewerk) 2654 am groß, im Ganzen oder in einzelnen(8) Bauplätzen öffentlich versteigert werden. Kauflustige werden ergebenst eingeladen. Die Bedingungen und der Lageplan werden im Termin bekannt gegeben und können vorher im Rathaus, Zimmer Nr. 29, eingesehen werden. Bielefeld, den 9. August 1906. Der Magistrat. Toerner. Grosse Jubiläums-Lotterie Ziehung 6. Oktober Baar GELD Gen. mit e 90% 3918 Gew. Gesamiwert 80000 1. Maar: M. 20000 M. 10000 3. Masr M. 5000 M. 45000 —— HauptGew. HauptGew. Gew. zusam Lose à 1 Mk.) 1 Lose 10 M. Porto :( u. Liste 30 Pf extra engrosenpächle d General bebit J. Stürmer. Strassbur: L a n g s t r. rg i. E. Langser 107. en destal un haben bei A. Schweppe. W. Knehane. 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Verantwortlich für den redaktionellen Teil Hermann Lauge, für den Reklame= und Inseraten=Teil R. Trantmann, Druck und Verlag von A. von der Mühlen, sämtlich in Bielefeld. Anverheirateter Kurscher gesucht zum baldigen Eintritt. Guter Fahrer, gewesener Kavallerist bevorzugt. W. Siveke, Herford, Bügelhof. — — Nr. 198. Vierteljährlich #der Geschäftsstelle u. m allen Postanstalten ., bei täglicher Zu#ellung in Bieleseld .20., durch Briesträger.42 M. Postzeitungsliste 24. August: Ar Herkulanum und Pon Kaiser Heinrich VI. Bartholomäusnac Coligny ermordet, 1572. Dichter, gest. 1759— Posen gest. 1831.—6 Synode in Nordame# Birch= Pfeiffer, gest Chalons sur Mar 1870.— Graf Cham 1883.— Ernst Krause( wissenschaftlicher Schriftst Erklä Gegenüber den Bei der Reinholdigemeine# des Vorstandes der„ Freiheit in Rheinla### Glauben an die Grun des Cheistertums m geschichtlichen theologis# eine Stufe zu stellen, zeichneten: 1 Wir bekengen Luthers in den Scht „Hier ist der erste Jesus Christus, unser umunserer Sündund um unserer Ger auferwecket— daß uns gerecht mache.— kann man nicht weiche falle Himmel und Ei bleiben will.“ 2 Wer wie der Pfa daß Jesus Chrisius sei, d) um unse gestorben und um un willen auferwecket (durch den hl. Geist rechtfertige, und statt an einen vergotteten „das gute Werk“ erk.ä von dem Grundbekenntr Kirche wie der Christer 3. Die Bestrebungen in Dortmund und seir Anschauungen wie dener Geichberechtigung in de zu schaffen und im des Friedens auf so stehende Prediger in bringen, zerftöcen die die reformatorischen Beke den Provinzialkirche, di Kirche des Herrn allein Verkündigung des alter Evangeliums leben 4. Darum sprechen wir zu Münster unsern dafür, daß es die Be des Pfarrers César and in Dortmund entschieden vertrauen, daß der eva kirchenrat, sich rüchk Seite stellen wird, deme in der Sache Fischer erk Forderung,„einer Christi verwersen! grund der Gleichb Richtungen in der Kirche volle freie Predigt und Unter: nach dem Gemei Christenheit und d unserer Kirche kei gegeben werden kar 5 Endlich können wir wie der Wahrheit# sinn, oben gezeichneten Ansch Theologen für sich besond nehmen lieben, es ihnen möglich macht, sich um eir das von ihnen die Berp apostolische und resorma fordert.