n Zettel durch den s im Absatz 1 vorusübung des Wahlausgefüllt, indem Wähler diese Rubrik ortlaufenden Zettel durch Abgabe eines dürfen keine äußeren oder einen Protest Wahllokales handmit der deutlichen n enthaltenen Perugelassen sind, und Namen verdeckt sind. nen werden. ür eine Vorschlagsigenen Namen als ür eine Vorschlagsänzt, daß die auf Reihenfolge, soweit wiederholt werden. I weniger Namen in Stimmrecht daeinzelnen der von nter ihren Namen de Wahlkörper gelbgabe der Stimme Hand des Wahlsses. n festgesetzten Zeit iden Personen zur chlossen erklärt und hlvorstandes durch der für die Ausiter zur Ausübung urnen eingelegten bweichung von der ebst dem zur Aufkoll zu vermerken. zen Stimmen sester Gewählten nicht bare oder in den rin bezeichnet, so n ungiltig, unbeStimmzettel noch det mit Stimmender Vorsitzende. Wahlprotokoll zu bnisses geschritten. hl der auf jeden danach— durch se Zahl gültiger# listen gefallen ist. lach Maßgabe der nenzahl entscheidet reichung der Liste r Wahlkörper zu dem Verhältnis rd festgestellt, auf zahl(Verteilungs=## Stimmenzahl der der Teilung verist, als die Zahl# Sahlvorschlagsliste ihlt, als die Ver# thalten ist. Die Liste festgestellten zuweisen sein, als Kandidaten vorgewählt. Soweit# spruch genommen zu verteilen. wei oder mehrere gleiches Anrecht ugewiesen, deren leicher Stimmensofort, jedenfalls gung der Wahlsses. richte, alsbald in ste mit dem Hinzegen die Rechtsi einem Monate husse zu Minden der abgegebenen der ersteren auf Anwendung geufung zum Mitgesetzlichen Abenntnis zu setzen, eltend zu machen. E. begerichtsgesetzes dnung in Ver1. August 1883. schusses: a röffentlicht. agistrat. penhorst. Nr. 184. Vierteljährlich #der Geschäftsstelle u. z allen Postanstalten M., bei täglicher Zu#elung in Bielefeld 1.20 M., durch Briefträger 1,42 M. Postzeitungsliste Nr. 5381. Plontg 1n Mittwoch, 8. August 1906 Anzeigengebühr für die einspaltige Petitzeile oder deren Raum 12 Pf., für auswärts 15 Pf., Reklamen 40 Pf. Erscheint sechsmal wöchentlich Geschäftsstelle Ritterstr. 43. Fernsprecher Nr. 15. 8. August: Emilie Flygare Carlén, schwedische Romanschriftstellerin, geb. 1807.— Georg Canning, englischer Staatsmann, gest. 1827.— Beginn der Belagerung von Straßburg, 1870— J. H. Fichte, Philosoph, gest. 1879.— Cavovas del Castillo, spanischer Ministerpräsident ermordet, 1897. von Oheimb, gest 1903. Die neuerliche Verfügungdes Kultusministers „Ueber die Regelung der Lehrerbesoldungsfrage verdient wegen ihrer weittragenden Bedeutung eine ernste Würdigung. Die gesamte liberale und freisinnige Presse, die ja stets in hochtönenden Wo ten als einzige Freurdin der Lehrer, insonderheit der Gloßstadtlehrer, sich aufgespielt hat, ist sich einig in der durch aus alfälligen Beurteilung dieses Erlosses und nennt diese Art und Wiise die Lundflucht der Lihrer zu verhindern, eine Methode à la Dr. Eisenbart. Ein freisinniges Berliner Blatt schreibt in diesem Sinne:„Das läuft darauf also hinaus, daß die Landflucht der Volksschullehrer nicht etwa durch Erhöhung ihres Einkomm ns, sondern durch Herabdrückung der städtischen Lehrer auf das Niveau der ländlichen vermieden werden soll. Den Lindlehrern soll es nicht ebenso gut gehen wie den städtischen, sondern den städtischen soll es ebenso schlecht gehen wie den ländlichen— das ist der sozialreformerische Grundgedanke dieses famosen Erlasses des jüngsten Ritters des Schwarzen Adlerordens.“ Auch wir halten gleich der liberalen Presse diese vom Kulusminister beliebte Methode zur Seßhaftmachung des Lehrerstandes nicht für eine gerade glückliche und nehmen keinen Anstand, zu erklären, daß es nicht angärgig, ji nicht gerecht ist, der Erhöhung der Lihrer gehälter nach oben hin einen Riegel vorzu schieben, da doch über kurz oder lang der Lehrerstand sein Ziel— Gleichstellung mit den Subalternbeamten 1. Klasse— erreichen muß und auch— dank seiner Tatkraft, Rührigkeit und der in ihm verkörperten In telligenz— erreichene wird. Indessen wäre es falsch, dem gen. Erlosse eine den Lehrern absolut ungünstige Tendenz zu unterschieben. Wird derselbe vielmehr von den Bezirksregierungen logisch und richtig unterpretiert, so gereicht er nammtlich den Land= und Kleinstadtlehrern nur zum Vorteile. Denn soll im Sinne des Ministers „auf dem Gebiete des Besoldungswesens eine größere Gleichmäßigkeit und Stetigkeit hergestellt und der Lindflucht der Volksschullehrer entgegengewirkt werden“, so kann das vernünftigerweise doch nur durch ein Höherschrauben der minder besoldeten, nicht aber durch ein Zurückschrauben oder Festnageln der höher besoldeten Lehrer geschehen. Bei uns in Westfalen liegt die Sache nun tat sächlich so: In der Industriegegend zahlt man itzt fast durchgängig den Lehrern 1400 bezw 1500 Mark Grundgehalt und 200 Mark Alterszulagen. Etwa 80—90 Prozent der Lehrer in den übrigen Teilen Westfalens erhalten 1200 Mark Grundgehalt und weniger, Alterszulagen von 120, 140, 160, 180 Mark. Durch Erlangung einer Stelle im Industriegebiet erhält ein Lehrer aus dem Sauerlande, dem Mindener Bezirke oder dem Münsterlande, der etwa 10—15 Dienst jahre hat, sofort 500—700 Mark mehr, und dieses Plus erhöht sich mit den weit ren Dienstjahren noch ganz bedeutend. So er klärt sich ganz einsach die Landflucht aus den mehr ackerbautreibenden Kreisen unserer Provinz in die Industriegegend. Wird diese, schon jetzt zahlreiche und bedenkliche Folgen zeitigende Landflucht der Lehrer etwa auf hören, wenn eine Bezirk=regierung augenblicklich inbezug auf die Lehrerbesoldung das Signal gibt:„Das Ganze halt!“? Wird nicht vielmehr gerade jetz!, da den Jadustrie städten in der Erhöhung der Gebälter nach oben de facto ein Riegel— hoffentlich nur vorübergehend— rorgeschoben und somit ein in gewssem Sinne notwendiger Ruhepunkt gewonnen ist—. den Regierungen auf Grund der Ministerial Verfügung die beste Hand habe und günßigste Gelegenheit geboten, die innerhalb der Provinz noch herrschende Rückständigkeit der Lehrerbesoldung zu beseitigen? In je vol kommener We se diese Rückständigkeit in einem Bezirke beseitigt und somit der wohlverstandenen Intention des Ministerial= Erlasses Rechnung getragen ist, desto leichter wird sich die künftige Revision des Lhrerbesol ungsgesetzes in dem beir Bezirke bewirkstelligen lassen, desto eher wird zum Wohle der Jigerd und des Voikes— in unserm Lehre stande die so notwendige Zu fri denheit, Beruftfreudigkett und— Seß hastigkeit zu si den sein! Zum Falle César. Das Konsistorium in Mänster begründet seine Versagung der Bestätigung der Wahl des Pfarrers César folgendermaßen: Die wesentliche Veraussetzung für die Führung des pastoralen Amtes nach Schrift und Bekenntnie der evangelischen Kirche ist einmal der Glaube an den von Gott ins Fleisch gesandten, gekreuzigten und auferstandenen Gottes= und Mevschensohn, zum anderen die Gewißheit des die Sündenschuld der Menschheit vor Gott tilgenden Heils wertes des Lebens, Leidens und Auferstehers Jesu Christi, welcher(Heilswert) die Grundlage des rechtfertigenden Glaubens ist. Pfarrer Cé'ar lehnt die Auferstehung Christi ab Die B.richte der Evangelien darüber erklärt er für Versuche der Jünger, das Unfaßliche faßlich zu machen Zwar glaubt er einen durch den Tod zum Vater gegangenen, erhöhten Christus festhalten zu können. Er läßt sogar einen geistigen Verkehr zwischen uns und diesem Echöhten bestehen, der es möglich macht, daß wir zu ihm beten können, wenn auch Wunder im eigentlichen Sinne(auch im Rahmen der evangelischen Blichte) abgelehnt werden. Aber andererseits ist für Pfarrer César Chistus geboren wie alle anderen Menschen, von Gott so nderlich erkoren und ausgerüstet, wohl dem Grade, nicht dem Wesen rach von dem Propheten unterschieden. Wenn auch zum beständigen Siege über die Sünde durchgedrungen, ist er nach Pfarrer Cé'ars Meinung doch behaftet mit Erbsünde, das heißt— nach ihm— mit dem schweren Erbteil, welches wir alle tragen und welches unsere ganze Entwickelung mitbestim m. Die Hingabe Jesu an die in Sünde verlorene Welt erkennt Pfarrer César insoweit an, als sein ganzes Leben eine beständige Hingabe gewesen sei, sein Sterben ein frei williges Erlebnis und höchster Liebesbeweis, eine Bewährung seines Vertrauens zu Gott und ein Siegel unter sein Lebenswerk. Aber die die Sündenschuld der Menschheit vor Gott tilgende Heilsbedeutung des L bens, Sterbens und Auferstehens Jesu, wie sie, in den Worten des Hirrn und seines Apostels bezeugt, den Mittelpunkt und das Herz der reformatorischen Bekenntnisse, die Grundlage der Predigt vom rechtfertigenden Glauben bildet, kehnt Pfarrer César ab und damit den Artikel,„voi dem man nichts weichen oder nachgeben kann, es falle Himmel und Erde oder was nicht bleiben will“. Hiernach konnte es nicht zweif lhaft sein, daß Pfarrer César die Grundwahrheiten der Bekenntnisse leugnet, welche gemäß§ 1 der Einleitung der Kirchenordnung in der evangelischen Kirche Westfalens in Geltung stehen, und rechtfertigt sich daher die ge troffine Entscheidung.“ Die Abrüstung! Wie vor einigen Jahrem von all emeinen Welt= oder Vörkerfrieden gesprochen wurde, so tauchen jetzt Vorschläge für eine all gemeine Abrüstung auf. Der Grund hierzu ist natürlich der Druck, der auf allen Nationen lastet, die ein großes Heer und eine große Flotte unterhalten müssen O) gleich ein sehr bekannter englischer Politiker sehr offen gesagt hat, daß Ergland mit der allgemeinen Abrüstung wohl einverstanden wäre, nur sähe er den Grund nicht ein, wa um England gerabe hiermit anfangen selle, gibt es gerade bei uns eine ganze Anzahl von Leuten, die in ihrer„Gut mütigkeit“ sennoch glauben, England werde abrüsten. Der Z itpunkt wird auch schon genannt, das ist oas Jahr 1907. Wir wollen urs hier diesen gläubigen Abrüstungsapost ln arschließen und auch annehmen, daß England von 1907 an keine Kriegeschiff: mehr bauen wird— die im Bau befindlichen werden natütlich fertig gestellt werden. Daß England dann erwartet oder als selbstverständlich annimmt, daß alle anderen Nationen seinem schönen Beispiel pcompt folgen, brauchen wir wohl nicht zu erwähnen. Also mit dem Jahre 1907 wird kein neues Kriegsschiff auf Stapel gelegt, es wird von diesem Zeitpunkt an nur noch der augenblickliche Stand der Kriegsflotten erhalten. Es ist nun von Juteresse zu erfahren, wie dann die Machtverhältnisse zur See sich gestaltet haben werden. Wir wollen im folgenden nur noch die Liaienschiff: I Klasse und die gepanzerten Kreuzer der einzelnen Staaten vergleichen: Man sieht aus dieser Zisamwenstellung klar, daß England bei einer solchen Ab rüstung nicht schlecht fahren würde und wenn man die Kampfkraft der Schiff: in Anschlag bringt, so kann England es auch gegen drei der mächtigsten Staaten zur See aufnehmen. Dem politischen Massenstreik singt die„Genossin" Roland=Holst, die für die deutsche Sozialdemokratie maßgebende Sachverständige in dieser Frage, ein Loblied. Sie untersucht nämlich in der Kautekyschen Nuen Zit“ die Erfahrungen und Erfolge, die mit dem Massenstreik in der russisctzen Rivolution gemacht worden sind, und erklärt, daß die russischen Erfahrungen den Beweis für die Möglichkeit der Durchführbarkeit des politischen Massenstreiks ein für allemal erbracht hätten. Auch von den Erfolgen dieses revolutionären Kampfmittels ist Frau Roland=Holst sehr befriedigt. Am Schluss ihres sehr langen Aufsatzes— unter zehn Seiten tut es die holländische Verfasserin ei mal nicht— heißt es:„Durch die Methode des Streiks, mit heroischer Ansparnung und zäher Beharrlichkeit gehandhabt, hat das Ploleturiat sich selbst und die Verhä tnisse in hohem Maße umgestaltet. Ja dieser Weise kämpfend, hat es sich zu der jetzt erreichten Höhe der Solidarität, der Einsicht, der Disziplin aufgeschwungen. In dieser Weise erwarb es sich die Kräfte, deren es bedarf, um das glorreich angesangene Werk glorreich zu vollerden, das neue, demokratische Rußlan zu begründen, in dem die Arbeiterklasse eine politische Machtstellung einnehmen wird wie in keinem anderen Lande der Welt. Dies wiederum wird mächtig zuräckwirken auf W steuropa; es wird den Anfang einer neuen Aera bezeichnen; die Uebergangszeit der parkamentarischen Herrschaft der Bourgeoisie zur Diktatur des Poletariats, des bürgerlichen Staates zur sozialistischen Ge sellschaft.“— Hier hätte„Genosse“, Heine wieder einen schönen Stoff, um sich noch ei mal über die romantische Dame mit Erfolg lustig machen zu können. Aber er wird es wohl bleiben lassen. Sein erster Versuch ist ihm nicht gut bekommen. Mit der Verkündigung dec Anbruchs einer neuen Aera wird aber der Prophet im Unterrock keinen besseren Erfolg haben, wie der Drechsler der Phrasensammlung, die unter dem Titel „Die Frau“ eine so einträgliche Verbreitung gefunden hat. Polftische Nachrichten. Aus dem Deutschen Reiche. Berlin, 7. August. Der Kaiser exerzierte in Munster heute vormittag zunächst wieder die zu einem Kevallerickorps vereinigten beiden Kavalleriedivisionen. Es folgte ein Gefecht gegen einen markierten Feind. Die Aufgabe hierzu war dem Küser von dem Generalinspekteur Edler v. d. Planitz gestellt worden. Zum Schluß nahm der Kaiser einen Parademarsch sämtlicher Troppenteile ab. Gestern abend führten die Musikko#ps der hier liegenden Regimenter großen Zapfenstreich aus Der Kaiser verlieh eine Reihe von Ocdensauszeichnungen, darunter den Roten Adlerorden 2. Klasse mit Eschenlaub an den Konmandeur der 20. Karallerie Brigade, Generalmajor v. Rauch. Der Kaiser nahm später an dem Frühstück im Lagerkassino teil. Die Ankunft in Urbach, von wo der Kaiser sich nach Wahn begeben wird, ist für morgen frih 9 Uhr 56 Minuten vorgesehe Von dem Auftriten des Prinzen August Wilhelm in Greisswald wird der„Voss. Ztg" noch gemeldet:„Prinz August Wilhelm, eine schlanke, stattliche Erscheinung, der im Profil übrigens mehr als seine älteren Brüder an seinen kaiserlichen Vater erinnert, hat durch sein jugendlich bescheidenes und dabei doch selbstsicheres und unbefangenes Auftreten allseitige Sympathien erweckt. Bei dem Festakt in der Kirche fand er übrigens, wie ihr Berichterstatter beobachten konnte, Gelegenheit, seine Ruhe und Kaltblütigkeit zu zeigen. Von dem langen Stehen und der Hitze überanstrengt, fiel in seiner unmittelbaren Nähe ein studentischer Chargierter in Ohnmacht, wobei das seinen Händen entgleitende Banner dicht hinter dem Prinzen niederstürzte. Dieser hob es auf, um es dem sofort herbeieilenden Ersatzmann einzuhändigen. „Daily News“ versichern nach einer Meldung der„Boss. Zig“ aus London, daß die bevorstehende Begegnung König Eduards mit dem Kaiser allgemeine Bef.iedigung verursache. Sie bedeute das Ende einer persönlichen Entfremdung und drücke das amtliche Siegel den wachsen den freundlichen Beziehungen zwischen Großbritannien und Deutschland auf. Der Vorstand des Deutschen Apotheker= hat Schritte getan, um die Auf merksamkeit der Zollbehörden auf einzelne Geheim= und Schwindelmittel zu lenken, die, obschon sie im Inlande dem freien Verkehr entzogen sind, aus dem Auslande in Briefen unmittelbar an Private im Reiche gesandt werden. Der„L.=A.“ veröffentlicht eine lange Darstellung über die Beziehungen zwischen der Firma Tippelskirch und dem Landwirtschaftsminister v. Podbielski sowie dem verhafteten Major Fischer. Aus der Darstellung ergibi sich, daß Podbielski sich seinerzeit, als er noch inaktiver General war, mit Tippelskirch assoziierte, um die Besteklungen für koloniale Zvecke, die bis dahin durch die Hände des Offiziervereins gegangen waren, zu übernehmen. Tippelskirch war Angestellter des Offiziervereins und als solcher nach Afrika gegangen, um in dessen Auftrage die Verhältnisse dort zu studieren. Aus dieser Zeit stammt die Bekanntschaft zwischen Fischer und Tippelskirch Als General v. Podbielski in den Staatsdienst zurücktrat, übertrug er seinen Geschäftsanteil auf seine Frau. Außer den beiden waren zu dieser Zeit Kommerzienrat Hecht, Wißmann und Kaufmann Reichel als Teilhaber in das Geschäft eingetreten. Wißmann trat hauptsächlich deshalb ein, um die Kolonialverwaltung bezüglich der Ausrüstungs=Angelegenheiten unabhängig vom Ausland zu machen. Im Laufe der Zeit, heißt es wörtlich, hat Major Fischer Heren v. Tippelskirch, mit dem er auch im Familienverkehr stand, angeborgt. Wie weit ein Einfluß auf staatliche Verträge ausgeübt worden ist, entzieht sich der Beurteilung. Weiterhin wird ausgeführt, daß der Minister v. Podbielski in seiner Eigenschaft als Mann der Firmenteilhaberin sehr zurückhaltend war und sich um die Geschäfte der Firma überhaupt nicht gekümmert haben soll. Die Anzeige gegen Major Fischer ist in der Tat von Frau von Tippelskirch ausgegangen. Weiterhin wird auf eine Erklärung der Berliner Handels kammer hingewiesen, nach der die Geschäftsberichte der Firma Tippesskirch für angemessen bezeichnet werden. Im übrigen hat von Podbielski, um wegen der Teilhaber schaft seiner Frau ganz aus dem Spiel zu bleiben, schon vor 6 Jahren mit ihr einen Ehevertrag auf Gütertrennung eintragen lassen. München, 7. Aug. Prinzessin Mathilde von Sachsen Coburg= Gotha ist in der vergangenen Nacht um 11 Uhr in Davos gestorben Hamburg, 7. Aug. Die Hamburg Amerikalinie erklärt die auswärts ver breitete Meldung, die Gesellschaft habe bei der Firma Harland Wolf in Belfast den Bau eines Dampfers in Auftrag gegeben, der in seinen Dimensionen die „Lusitania“ der Cunardlinie übertreffe, für vollständig unbegründet. aufzunehmen. Was die Bahnen und die Post betrifft, so wird versichert, daß für die nächste Zeit kein Streik in Aussicht steht. Vor allem fehlt es nach der Ansicht des Petersburger Berichterstatters des„B den hiesigen Organisationen an einheitlicher Leitung. Einige Revolutionäre glauben, daß ganz Rußland ihrem Worte folgen wird. Das ist natürlich reine Selbsttäuschung. Zur Ausführung so groß angelegter Pläne, wie sie die Revolutionäre hegen, gehören energische und talentvolle Führer, die aber diesmal ebenso wie im letzten Heröst fehlen, und darin liegt die Ursache des Scheiterns des Streiks.— Die Nachricht einer auswärtigen Zeitung über Unruhen, sowie über einen Ausstand der Straßenbahnangestelten in Narwa ist völlig unrichtig. In Narwa gibt es überhaupt keine Straßenbahn.— Das an der Börse verbreitete Gerücht von der bevorstehenden Demission Stolypins entbehrt jeder Begründung.— Das Gerücht von der Demission des Kriegsministers Rödiger entbehrt ebenfalls jeder Begründung Moskau, 7. August. Die städtischen erke, sowie die großen Fabriken stehen in vollem Betriebe. Der Verkehr auf den Eisenbahnen ist der normale. Die Buchdrucker streiken. Infolgedessen sind keine Zeitungen erschienen. Die Oednung wird vollständig aufrechterhalten. Die Börse mißt dem Generalausstande keinerlei Bedeutung bei. Die Rente stieg um ½ Prozent, die letzte Anleihe um ¼ Prozent. Sebastopol, 7. August. Das Kriegsgericht hat vom Marineminister Instruktionen erbeten über das in Anbetracht des Aktendiebstahls in dem Prozeß gegen die Meuterer zu beobachtende Verfahren. Der Militärrichter Wiltschesky, der in Begleitung des Admirals Sktydlow ankam, ist der Meinung, daß eine neue Unterfuchung erforderlich ist.— Bei den Arbeiten zur Hebung eines im Laufe der Novemberunruhen des Jahres 1905 gesunkenen Trausportschiffes sind zwei Taucher ums Leben gekommen. Jelissawetpohl, 7. August. Nach einer amtlichen Meldung haben die Massakres in Schuscha aufgehört. Zwischen Tataren und Armeniern ist der Friede hergestellt. Beide versprachen, miteinander in gute Beziehungen zu treten. Sasebo, 7. August. Das am 12. September 1905 gesunkene japanische Linienschiff„Mikasa“ ist nach wiederholten mißlungenen Hebungsversuchen heute flott gemacht worden. Das erste Thema„Die absolute Offenbatung in Christo und die religionsgeschichtliche Betrachtungsweise" behandelt Sup. Dr. A. Matthes=Kollberg; über das zweite Thema:„Die Tause ist doch das Bad der Wiedergeburt“ spricht Sup. Lic. Gemmel. Gumbinnen. Am Donnerstag Vormittag soll die geschlossene nur für Mitglieder bestimmte Generalversammlung gehalten werden; ihr Beginn ist auf 8 Uhr festgesetzt. Beide Versammlungen finden im großen Saale des Evangelischen Vereinshauses, Oranienstraße 106, statt. Für den Mittwoch Abend ist von der konfessionellen Gruppe Berlin eine öffentliche Versammlung für weitere Kreise geplant. Es sind drei Ansprachen über das Thema: „Jesus Christus unser Herr“ in Aussicht genommen; 1. wahrhaftiger Gott vom Vater in Ewigkeit geboren und auch wahrhaftiger Mensch von der Jungfrau Maria geboren; 2. der mich verlorenen und verdammten Menschen erlöset hat; 3. auf daß ich sein eigen sei! Aus dem Petersburg, 7. Aug Nach übereinstimmenden Meldungen darf man den russischen Generalstreik als gescheitert ansehen, trotzdem gerade in Petersburg die Revolutionäre sich eifrig um seine Durchführung bemüht hatten, indem sie in Proklamationen versichern, daß heute mittag die Bahnen und die Post in den Ausstand treten, und der richtige Generalstreik beginnen werde. Wie zum Hohn haben aber gestern abend die streikenden Arbeiterverbände beschlossen, heute früh die Arbeit wieder Schule und Mission (Evangelisch=lutherische Konferenz.) Die„Evangelisch=lutherische Konferenz innerhalb der preußischen Landeskirche“(August=Konferenz) wird, so Gott will, am Dienstag, den 28., Mittwoch, den 29. und Donnerstag, den 30. August in Berlin tagen. Am Dienstag Abend 7 Uhr wird sie mit einem Gottesdienste in der Matthäikirche eröff et werden. Die Predigt hat Generalsuperintendent D. Holtzheuer übernommen. Nach dem Gottesdienste findet eine gesellige Zusammen kunft statt. Die öffentliche Hauptversammlung beginnt am Mittwoch um 9 Uhr. Nach einer vom Sup. a. D. Brandin=Berlin gehaltenen Morgenandacht eröffnet der Vorsitzende, Geh. Reg.=Rat von Wrochem=Potsdam, die Versammlung. Kolonialpost. (Der Aufstand in Deutsch=Oftafrika.) Nach einer Meldung des Majors Johannes vom 10. Juli sind die in Mzende Geschlagenen und nach Osten aus. gewichenen Aufständischen vor der sie ver folgenden Kompagnie des Hauptmanns von Schönberg auseinandergegangen. Sie sammelten sich darauf wieder am Sassa wara, anscheinend, um über die Grenze zu gehen. Major Johannes entsandte gegen sie den Leutnant von Blumenthal mit einem Zuge der 13 Kompagnie. Major Johannes selbst hatte mit der 13. Kompagnie die Verfolgung Schabrumas übernommen, der nach Süden ausgewichen war. Auf dem Marsch von Mgende nach Kitanda erhielt er die Nachricht, daß Schabruma am Lihonde südöstlich Ssongea sitze und seine Leute und Proviant sammle, um über den Rovuma zu gehen. Johannes entsandte gegen ihn den Leutnant v. Lindeiner und Stabsarzt Engeland mit einem Teil seines Begleitkommandos. Leutnant v Lindeiner griff Schabrumas Lager, das mit etwa 800 Aufständischen besetzt war, am 25. Juni überraschend(Wie schon kurz gemeldet. D. Red) an. Es war das erstemal, daß es gelang, Schabruma selbst zu stellen. Schabruma entkam, wurde aber nach anscheinend sicheren Nachrichten durch einen Schuß in den linken Oberarm verwundet. Der Gegner hatte 16 Tote; 14 Männer und 165 Weiber wurden gefangen genommen. Auf unserer Seite fiel ein Schwarzer. Unter den Gefangenen befanden sich sämtliche Hauptfrauen sowie mehrere Nebenfrauen Schabrumas. Sein ganzes Hausgerät, sein letztes Vieh und über zweihundert Lasten Lebensmittel wurden erbeutet. Die meisten Schabruma=Großen unterwarfen sich. Johannes sieht die Lage des Bezirks Ssongea als günstig an. Aus Upangwa meldete Hauptmann v. Kleist Anzeichen neuer Beunruhigung. Major Johannes hat Kleist verstärkt und ist selbst nach Upangwa ab marschiert. zuges waren verhüllt. Der Perron wurde 5 Minuten vor Einlauf des Zuges geräumt, eine große Enttäuschung für diejenigen, welche geglaubt hatten, für 10 Pfg. mittelst einer Perronsperrkarrte in die erste Reihe zu kommen. Also der Zug fährt ein, der Frühstückskorb wird gereicht und langsam verläßt der Zug wieder die Halle. Tausende kehren heim mit dem Gedanken: schadet nichts, das nächste mal sehen wir den Kaiser aber sicher! rien,) welches Kinderherz schlägt nicht höher! Und nun gar 5 Wochen keine Schulbank drücken, welch erhebendes Gefühl, welches Bewußtsein von Freiheit. In den hiefigen Schulen beginnen heute die Sommerferien und dauern bis 13. September. (Manöverpost.) In wenigen Te werden die Truppenbewegungen für die Manöver beginnen. Es möge deshalb de auf hingewiesen sein, daß die Zuführung der gesamten Post(Briefe, Pakete, Geldsendungen, Zeitungen) vom Garnisonort aus stets auf das schnellste und sorgfältigste geregelt wird, und daß es sich empfiehlt, die Post stets nach dem Garnisonort, nicht etwa nach Marschquartieren, zu richten. Besonderer Wert ist auf eine genaue Abresse zu legen, der Truppenteil muß nach Regiment, Bataillon, Abteilung, Kompagnie resp. Schwadron, Batterie bezeichnet sein. (Standesamtsnachrichten) aus dem Standesamtsbezirk Gadderbaum in der Zeit vom 1. bis 81. Juli ds. Is. Geburten a) Söhne: Bureguarbeiter Wilhelm Kraa, Landwirt Heinrich adolf Flaskämper, Kaufmann Friedrich Wilhelm Lange, Tischler Ernst Wilhelm Konrad Philipp Stegemann; b) Töchter: Arbeiter Josef Janák, lier Heinrich Christoph Großjohann, Maschinist Hermann Heinrich Detert, Krankenplleger Johana Karl Benerle, Fuhrknecht Heinrich Wuhrim Intrup. Sterbefälle: Pflegling Selma Twelker aus Gadderbaum 28 J, Pflgling Klara Schuck aus Ahle 14 J., Spir nereiar beiterin Josefa Peskawa aus Brackwede 16 J, Kind Gust. Linke aus Gadderb. 15 Tage, Pflegl. Karl Weyhe aus Gadderb. 44 J., Pflegl. Adele Mühlhaus aus Gadderbaum 21 J., Kind Adolf Winkelmann 2 Mon., Pensionärin Marie von Bassewitz aus Gadderb. 76 J, Kolon Friedrich Lepper aus Gadderb. 76 J., Pflegl. Elise Wefelmeier aus Saddurb. 49 S. 3 Pslgl. Luse Röttger aus 2, I Pflegl. Elisabet Lauterbach aus Gadderb. 41 J, Pflegl. Wilhelmine Stöcker aus 51 Ir aclesling Marie Voigt aus Pflegling Hermine Leiter aus Gadderb. 58 J., Schneider Dietrich Bökenkamp aus Bielefeld 72 J., Kind Ida Endrigkeit aus Brackwede 7 J., Kind Gustav Fuhrmann aus Hille. gossen 1 J., Kind Gustav Freiwald aus Herford „#### Pflegl Karl Hüffermann aus Gadderbaum . 9 Witwe Matilde Moser aus Essen a. R. 67 J., Witwe Marie Schoeps aus Bromberg 61 J. 60 Vilsendorf, 7. August.(Unglücksfall.) Gestern stürzte der Maurer Fritz Burgstedt von hier in Brake so unglücklich von einem Baugerüst, daß er einen schweren Beinbruch erlitt. Die Ueberführung in das Krankenhaus zu Schildesche mußte sofort erfolgen. 60 Gellershagen, 7. August.(Erhängt.) Heute vormittag gegen 8 Uhr wurde der 29jährige Maurer Gottlieb Feldmann von hier, Nr. 126, auf dem Stallboden seiner Wohnung erhängt aufgefunden. Feldmann ist ein solider fleißiger Arbeiter und soll wegen Schwermut seinem Leben ein Ende gemacht haben. Er hinterläßt Frau und 2 unmündige Kinder. Kampf. Lokales und Bielefeld, 8 August (Der Kaiser kommt) und viele tausend Menschen säumen nicht, einen Blick zu erhaschen oder auch nur den Kaiser von weitem zu sehen. Heute war die Liebesmüh vergebens, alle Fenster des kaiserlichen SonderEine Geschichte aus bewegter Zeit. Von A. v. Liliencron geb. v. Wrangel. 15][Nachdruck verboten.] „Kind, wie meinst du das?“ Inge wandte sich wieder zurück. Beide Ellbogen auf das Fensterbrett gestützt, drückte sie den Kopf in die verschlungenen Hände und antwortete, den Blick in die Ferne gerichtet.„Du weißt, der Vater starb ganz plötzlich im Hotel in München am Herz schlage. Während er einen Brief an mich schrieb, überfiel ihn eine Schwäche, er lehnte sich in den Stuhl zurück— und schloß die Augen. Onkel Wildenfels hatte ihn gerade im Hotel aufgesucht,— er war dabei,— als— als der geliebte Vater heimging.“ Nur mit größter Anstrengung hatte Inge zuletzt gesprochen, jetzt rollten ein paar schwere Tränen über ihre Wangen, doch zugleich wurde sie auch Herr ihrer Bewegung und fügte hastig hinzu:„Der Talisman war nicht mehr an der Uhrkette, als ich nach München kam, auch der Onkel wußte nichtt davon.“ „Merkwürdig! Und du hast nie wieder etwas über den Karneol gehört?“ erkundigte sich Frau Werner. Die junge Gräfin antwortete nicht, sie schüttelte nur den Kopf und schien mit ungeteilter Aufmerksamkeit auf die Schüsse zu achten, die die Fortdauer des Kampfes bezeugten. Nach einer langen Pause wandte sie sich plötzlich um.„Hast du gesehen, Mutter Gertrud, daß der fremde Offizier an der Uhrkette auch solchen Talisman trug?“ fragte sie hastig. „Nein, Töchterchen.“ „Es gab mir einen Stich durchs Herz", fuhr Inge sort,„ich mußte an den Vater denken. Mir wurde so weich zu Sinn, so sehnsuchtsvoll, so weh!"... Sie stand auf, ging einmal im Zimmer hin und her und trat dann an Frau Werner heran. Ihre Brauen waren zusammengezogen, in den dunklen Augen blitzte es zornig auf.„Hernach ist mir noch etwas anderes eingefallen. Wüßte ich nur, ob über dem Karneol, den der Fremde trug, auch die Krone mit den dicken Goldperlen gesessen hat. Ich konnte das nicht sehen, seine Hand verdeckte es.“ „Komteßchen, du denkst, es könnte deines Vaters Talisman sein?“ Frau Werner hatte es sichtlich erschrocken gerufen, und Inge artwortete mit scharfer Betonung:„Das habe ich nicht gesagt,— ich will es auch nicht annehmen, daß jener Fremde...“ Sie brach ab, fuhr mit der Hand über die Stirn und setzte in ruhigem Toue hinzu: „Es gibt ja so viele solcher Karneole, nicht wahr, Mutter Gertrud? Unzählige! Warum sollen nicht auch andere Menschen einen orientalischen Talisman tragen?“ „Gewiß, Kind. Du wirst wohl noch oftmals solchem Karneol begegnen.“ Inge war wieder ans Fenster getreten und spähte hinaus. „Wissen möchte ich aber doch, ob es nicht des Vaters Talisman war“, murmelte sie. „Warum quälst du dich damit, Komteßchen?“ „Weil— je nun, weil der Vater in seinem letzten angefangenen Briefe an mich“... Doch weiter kam sie nicht. Grete öffnete hastig die Tür. „Es werden Verwundete in die Mühle gebracht, Mutter, Ihr helft wohl und gebt guten Rat!“ „Ich helfe auch, Grete“, erklärte die junge Gräfin,„stelle mich nur an. Bis ich nach Kissingen zurück kann, ist meine Zeit frei, und da gehört sie unseren braven Soldaten.“ Viertes Kapitel. Bei der gerit gen Anzahl der verfügbaren Streitkräfte konnte die auf dem rechten Saale Ufer gelegene Vorstadt von Kissingen nicht besetzt werden. Nur ein Halbzug Insanterie hatte sich jenseits in einem unAus den Kreisen Minden und Läbbete Minden, 7. August.(Der heutige Kreistag) verzichtete auf das Vorschlagsrecht zur Besetzung des erledigten Landratsamts, und bittet einstimmig den Regierungs präsidenten, die Ernenrung des kommissarischen Landrats, Dr. Cornelsen, zum Landrat des Kreises Minden zu befürworten. Minden, 6. Aug.(Bei dem hiesigen mittelbar südlich der Brücke gelegenen Hause eingenistet. Das linke Saale=Ufer, die Barrikade auf der steinernen Brücke, dem einzigen, nicht zerstörten Saale Uebergang, und die zum Kurgarten gehörigen Anlagen, waren von den bayerischen Truppen besetzt. In der Hauptstraße, hundert Schritt hinter der Brücke, hatte man zwei Zvölspfünder aufgepflanzt und die rückwärts liegenden Straßen und Quergassen ebenfalls mit In fanterie belegt Auf den Ausläufern des Sinnberges, Front gegen Garitz, war eine Sechspfür derBatterie aufgefahren und die übrigen zwei Geschütze rechts vorwärts postiert zur Bestreichung der Straßen von Garitz und Klaushof. Drei Eskadronen des zweiten Chevaulegers Regiments dienten den Batterien zur Bedeckung. Auf tänzelndem Schimmel hielt Leutnaut von Tettenborn neben seinem Zuge. Er sah noch bleich aus. Doch war dies vielleicht weniger die Folge der kaum geheilten Verwundung, als eine innere Erregung, die hin und wieder ein scharfes Rot über seine Wangen jagte. (Forlsetzung folgt.) Artillerie= Reg wieder eine größer eingezogen Minden, 7. A. beginnen an sämtli Ferien, die bis zum Bad Oeynhau letzten Woche) lich gemeldet, tägliVon den Fremden sir 520 a's Passanten der Bäder war in oder täglich im Gesamtzahl der seit saison gemeldeten 8 " 3. A u g u s t 2 5 2 2 2, w Aufenthalt. Die B 3. August 145111 täglich über 1200, Saison an gerechnet Monaten erreichte der ziffer mit durchschnittl die aber an einzelne# überschritten ist— die Bäderzahl 135 35 Kurgebrauch gemelde mithin weist das von 524 wirklichen Bädern auf. Petershagen, 6 Am morgigen Tage b Lehrerseminar die F Bestehers. Viele fit von nah und fern Feste teilzunehmen ur Jahren seine Kursus einmal wiedersehen. nimmt lebhaften Ante der Festordnung find 10 Uhr vormittags in mittags 2 Uhr schließt essen an und den Schl Uhr ein Kommers, de bei Moorhoff abgeha wünschen von Herzen hebenden Verlauf und Blühen, damit sie in bisher segensreich tätt Heranbildung treuer gelischer Lihrer. o. Niederbecksen, schiedenes.) Am: 12. August, nachmitta Presbyter Dietrich 0 bahnhof Oynhausen e sammlung stattfinden, al tags- und Landtags abg mann und Herr Zige aus Bünde sprechen we ernte beendet ist, ist a zu hoffen.— Innerhalb zwei Männer unserer Maschine Schaden. D der Neubauer Stute, Möbeltischlerei arbeitet Maschine 4 Finger verl der Torfhändler Riche Nachbarn Roggen dres mit einer Hand der Tr Seine Urvorsichtigkeit n luß der Hand büßen m Aus dem 8. Ai passierte heute mor vor 6 Uhr mit Munster nach Essen Herford, 7. Au wurden am Sonnt zwei junge Damen die von einem Sp. Eln anscheinend ang das eine junge M in den Straßengral H lfegeschrei der Das kommende Arbeiter Bursche die Flucht wurde. Die eine Taschenuhr, die jedoc an der Stelle des Uel wurde. Herford, 7. Au Feldmarken berg.) Eine Versam den 10. August, aber Vereinshause statt. Das große Kanalbaup 2. Aufnahme neuer# der Beiträge. 3. E schierenes. Die Bew. Feldmarken sind zu dringend eingeladen. Enger, 4. Aug Herr Amtmann E mihrcre Wochen beurl hat der erste Beig übernommen. Westerenger, 4. Gestern morgen fiel d alte Ehefrau des N Schröder von hier einer kleinen Bodenleit r Perron wurde Zuges geräumt, diejenigen, welche g. mittelst einer erste Reihe zu t ein, der Früh. langsam verläßt Tausende kehren hadet nichts, das aiser aber sicher! rherz schlägt nicht chen keine SchulGefühl, welches In den hiesigen Sommerferien iber. wenigen Tagen ungen für die ge deshalb dardie Zuführung Pakete, Geldbarnisonort aus s schnellste und nd daß es sich dem Garnison hquartieren, zu auf eine genaue nteil muß nach ng, Kompagnie, zeichnet sein. n) aus dem in der Zeit vom rten a) Söhne: Landwirt Heinrich riedrich Wilhelm Konrad Philipp ler Josef Janäk, h Großjohann, Oetert, Krankenihrknecht Heinrich ille: Pflegling 28 J, Pflgling pir nereiat beiterin 6 J, Kind Gust. legl. Karl Weyhe e Mühlhaus aus Winkelmann 2 Bassewitz aus sich Lepper aus Wefelmeier aus e Röttger aus Lauterbach aus ine Stöcker aus irie Voigt aus nine Leiter aus Bökenkamp aus keit aus Bracksann aus Hille. ld aus Herford us Gadderbaum is Essen a. R. Bromberg 61 J. (Unglücks Maurer Fritz so unglücklich einen schweren hrung in das mußte sofort (Erhängt.) r wurde der seldmann von lboden seiner Feldmann ter und soll zu ein Ende Frau und 2 Lübbete er heutige Vorschlagten Landrats= Regierungs mmissarischen um Landrat orten. mhiesigen u! genen Hause arrikade auf nzigen, nicht ind die zum aren von den Schritt hinter Z völspfünder liegenden „Us mit In Sinnberges, sechspfünr derbrigen zwei ert zur BeGaritz und des zweiten en Batterien lt Leutnant uge. Er sah es vielleicht seilten Vering, die hin über seine ig folgt.) Artillerie=Regiment) ist gegenwärtig wieder eine größere Anzahl Reservisten eingezogen Minden, 7. Aug.(Ferien.) Morgen beginnen an sämtlichen Schulen die großen Ferien, die bis zum 13 Sept. dauern. Bad Oeynhausen, 5. Aug.(In der letzten Woche) sind 1189 Fremde amt lich gemeldet, täglich im Durchschnitt 171 Von den Fremden sind 669 zum Kurgebrauch, 520 als Passanten aufgeführt. Die Anzahl der Bäder war in der letzten Woche 9964 oder täglich im Durchschnit 1423. Die Gesamtzahl der seit Beginn der Sommer saison gemeldeten Fremden war bis zum 3. August 25 222, wovon 11 912 für längeren Aufenthalt. Die Bäderzahl war bis zum 3. August 145111 oder im Durchschnitt täglich über 1200, wenn von Beginn der Saison an gerechnet wird. Von den einzelnen Monaten erreichte der Juli die höchste Tazes ziffer mit durchschnittlich täglich 1723 Bädern, die aber an einzelnen Tagen noch erheblich überschritten ist— Am 3. August betrug die Bäderzahl 135 351, die Anzahl der zum Kurgebrauch gemeldeten Fremden 11 388, mithin weist das Jahr 1906 ein Mehr von 524 wirklichen Badegästen und 9760 Bädern auf. Petershagen, 6. Aug.(Jubiläum.) Am morgigen Tage begeht das hiesige königl. Lehrerseminar die Feier seines 75 jährigen Bestehers. Viele frühere Zöglinge kommen von nah und fern nach hier, um an dem Feste teilzunehmen und mancher wird nach Jahren seine Kursus und Seminargenossen einmal wiedersehen. Die Stadt Petershagen nimmt lebhaften Anteil an der Feier. Nach der Festordnung findet die Hauptfeier um 10 Uhr vormittags in der Kirche statt, nachmittags 2 Uhr schließt sich daran das Mittagsessen an und den Schluß bildet abends 7½ Uhr ein Kommers, der ebenso wie das Mahl bei Moorhoff abgehalten wird.— Wir wünschen von Herzen der Feier einen er hebenden Verlauf und der Anstalt weiteres Blühen, damit sie in gleichem Sinne wie bisher segensreich tätig sein kann bei der Heranbildung treuer und tüchtiger evan gelischer Lihrer. o. Niederbecksen, 6. August.(Ver schiedenes.) Am nächsten Sonntag, den 12. August, nachmittags 4½ Uhr, wird bei Presbyter Dietrich Gieselmann am Südbahnhof Oynhausen eine konservative Versammlung stattfinden, auf welcher unser Reichstags- und Landtags abgeordneter Herr Sielermann und Herr Zigarrerfabrikant Krüger aus Bünde sprechen werden. Da die Roggenernte beendet ist, ist auf zahlreichen Besuch zu hoffen.— Innerhalb weniger Tage nahmen zwei Männer unserer Gemeinde an einer Maschine Schaden. Das eine Mal war es der Neubauer Stute, welcher auf einer Möbeltischlerei arbeitet und hier an einer Maschine 4 Finger verlor; das andere Mal der Torfhändler Richardt, der für einen Nachbarn Roggen dreschen ließ und dabei mit einer Hand der Trommel zu nahe kam. Stine Urvorsichtigkeit wird er mit dem Verluß der Hand büßen müssen. von der Unglücksstelle getragen werden mußte. Es wurde sogleich ärztliche Hilfe herbeigeholt, doch ist die Frau bald darauf gestorben. Die Bedauernswerte halte eine klaffende Wunde am Hinterkopfe und Gehirnerschütterung erlitten. Vor einigen Tagen verunglückte ein Egkelkind dieser Frau kurch einen tödlichen Sturz vom Baume. Bünde, 7. August.(Unfall.) Der Geselle des Herrn Schlossermeister Tiemeyer hatte gestern das Unglück, daß ihm ein schweres Stück Eisen auf den Fuß fiel und eine Zehe vollständig zergaetschte. Mitglieder der hiefigen Sanitätskolonne brachten dem Verletzten die erste Hilfe und wurde derselbe, nachdem ihm von Herrn Dr. Kammann ein Verband angelegt war, auf einer Trage zum hiesigen Krankerhause geschafft. Aus dem Kreise Halle. i. W., 7. August.(Wem gehören die Früchte?, In der nun beginnenden Obstzeit taucht die Frage auf, wer wohl der Eigentümer der über den Zaun hängenden Früchte ist. In dieser Hinsicht seien Interessenten auf§ 911 des Bürgerlichen Gesetzbuches hingewiesen, nach welchem die am Baum hängende Frucht dem Besitzer des Baumes gehört. Sobald sie aber abfällt und auf das Grundstück des Nachbarn zu liegen kommt, gehört sie dem letzteren, voraus gesetzt, daß das Nachbar grundstück nicht dem öffentlichen Gebrauch dient. Aus dem Kreise Herford. Herford, 8. August.(Der Kaise:) passierte heute morgen etwa 10 Minuten vor 6 Uhr mit seinem Sonderzug von Munster nach Essen fahrend unsere Station. Herford, 7. August.(Ueberfallen) wurden am Sonntagabend gegen 9 Uhr zwei junge Damen an der Elverdisserstraße, die von einem Spaziergange heimkehrten. Eln anscheinend angetrunkener Mann packte das eine junge Mädchen und warf es in den Straßengraben. Auf das laute Hlftgeschrei der Damen eilten des Weges kommende Arbeiter herbei, worauf der Bursche die Flucht ergriff, aber erkannt wurde. Die eine Dame vermißte ihre Taschenuhr, die jedoch am anderen Morgen an der Stelle des Ueberfalles wiedergefunden wurde. Herford, 7. August.(Verein der Feldmarken Herfords und Stiftberg.) Eine Versammlung findet am Freitag, den 10. August, abends 8 Uhr, im evang. Vereinshause statt. Tagesordnung: 1. Das große Kanalbauprojekt und seine Folgen. 2. Aufnahme neuer Mitglieder und Zahlung der Beiträge. 3. Schulbauten. 4. Ver schiel enes. Die Bewohner aus Stadt und Feldmarken sind zu dieser Versammlung dringend eingeladen. Enger, 4. August.(Beurlaubt.) Herr Amtmann Engelhardt ist auf mehrere Wochen beurlaubt. Die Vertreiung hat der erste Beigeordnete Herr Koch übernommen. Westerenger, 4. Aug.(Todesfall) Gestern morgen siel die schon über 60 Jahre alte Ehefrau des Neubauers Hermann Schröder von hier so unglücklich von einer kleinen Bodenleiter, daß sie bewußtlos Aus den Kreisen Wiedenbrüick und Paderborn. Gütersloh, 7. August.(Kirchliches.) Ii den evangelischen Kirchen wurde am Sonrtag nach dem Gottesdienste folgende die Parochialverhältnisse der evangelischen Einwohner der Bauerschaft Avenwedde re gelnde Einpfarrung surkunde verlesen: Mit Genehmigung des Herrn Ministers der geistlichen Unterrichts= und Medizinal=Angelegenheiten und des Evangelischen Ober Kirchenrates, sowie nach Anhörung der Be teiligten wird von den unterzeichneten Behörden folgendes hierdurch festgesetzt: Die Parochialverhältnisse der Eoangelischen in der Bauerschaft Avenwedde, Kreis Wiedenbrück, werden in der Weise geregelt, daß die Evangelischen des im Süden von dem Köln Mindener Eisenbahndamm, im Osten von der alten Osnabrücker Zollstraße begrenzten Teiles sowie des im Norden von dem Wege Wilmskötter Grochtmann(außer der Hofstätte des Kolonats Lücking) im Osten von dem Wege Grochtmann Schierl, im Süden von dem Dalkebach begrenzten Teiles in die Kirchengemeinde Gütersloh eingepfarrt werden. Wiedenbrück, 4. August.(Eine unter Brüdern stattgesundene rohe Schlägerei) wird dem„Wesif. Vbl.“ von hier gemeldet. Die Ww. Böitcher Humme, bei der ein älterer Sohn im Hause wohnt, hat(wie es heißt, zwecks Regelung von Erbschaftsangelegenheiten) ihren jüngeren Sohn Peter aus Aplerbick zu sich kommen lassen. Die Brüder sind nun gestern derart in Zwist geraten, daß der ältere zu einem von der Militärzeit her aufbewahrten Kavalleriesäbel griff und damit den jüngeren Bruder so zurichtete, daß dessen Ueberführung irs Krankenhaus nötig geworden ist. Werkzeuge, Materialien u. a. unentgeltlich zur Verfügung gestellt. Das Unterrichtsgeld kann erlassen werden. In der Regel erhalten die Teilnehmer reichliche Beihilfen zum Lebensunterhalte. Die Meisterkurse werden in einem neuen Werkstatthause ab gehalten, die schönen Werkstatträume sind mit praktischen und modernen Maschinen aus gestattet. Der Unterricht wird von anerkannt tüchtigen Fachlehrern erteilt. Die bereits abgehaltenen Kurse haben die besten Erfolge aufzuweisen. Meldungen für die an den Leiter der Meisterkurse. Direktor Regling, Dortmund, Schwanenwall 41, zu richten. Die Handwer'skammern sind gern bereit, jede gewünschte Auskunft zu erteilen, die nächstfolgenden Kurse beginnen voraussichtlich am 14. Januar 1907. Zum ersten Male wird, am 22. Oktober d. J. beginnend, ein achtwöchiger Meisterkursus für Dikorations-, Holzund Marmormaler eröffnet, zu dem 20 Teilnehmer zugelassen werden. Die Vor bedingungen für die Aufnahme sind dieselben, wie für die übrigen Meisterkurse. Eperso kann hier Bewilligung von Stipendien erfolgen, resp. Erlaß des Unterrichts geldes. Es sei noch besonders bemerkt, daß außer ordentlich tüchtige und erp obte Lehrer zur Verfügung stehen. Aus den Nachbarprovinzen und Staaten. Wattenscheid, 7. Aug.(Entführt.) Der 26 jährige italienische Bergmann Peter Fossatti entführte die 16 jährige Tochter Maria des Bergmanns Ernst. Die beiden wurden in Aachen, wo sie auf dem Wege nach Belgien übernachtet hatten, festgehalten und Fossatti in Untersuchungshaft genommen. Essen 7 August(Der zum Ober bürgermeister von Essen gewählte Geheime Reg.=Rat Wilhelm Holle.) bisher vortragender Rat im Ministerium für Landwirtschaft, Domänen und Forsten, wurde heute vor den versammelten Beigeordneten und Vertretern der Beamtenschaft 2c vom Regierungspräsidenten Schreiber aus Düsseldorf unter Aushändigung der BestätigungsUrkunde mit Handschlag in sein Amt eingeführt. Barmen, 6. August.(Verhaftet.) Jener Mensch, der wiederholt auf der Barmer Bergbahn die Schienenverschlüsse abschraubte, wodurch namenloses Unglück herbeigeführt worden wäre, wenn man nicht jedesmal rechtzeitig die Untaten entdeckt hätte, wurde nunmehr in der Person eines 20 jähr. Burschen verhaftet. Köln, 6. August.(Falschmünzerbande.) Einem Genbarm, der durch aufsteigenden Rauch aufmerksam gemacht worden war, gelang es, im Walde eine seit langem gesuchte, aus drei Personen bestehende Falschmünzerbande festzunehmen. Die befand sich in einer Höhle. Köln, 6. August.(In der verflossenen Nacht) kam es im Vororte Bickendorf zwischen jugendlichen Burschen und Schutzleuten zu einem Zusammenstoß, wobei einer der Butschen bei dem Versuche, dem Schutzmann den Revolver zu entwinden, erschossen wurde. Mehrere hinzugekommene Schutzleute wurden altackiert und einer von ihren so schwer verletzt, daß er in das Hospital geschafft werden mußte. unter Wasser stand. Schließlich konnte sich die Feuerwehr nur auf den anstoßenden Gebäude beschränken. Keine Iaeter ven, der Brandstätte entferne befindet sich eine Eisenouhnbrücke, die mit Holz überdacht nchtesig. mchrsach Feuer, das aber immer Hering, sloscht, wurde. Die brennenden Peringe verursachten einen furchtbaren Lischmannschesten Mehrere dicht u. zabshgs werden mußten. am Branoplape auf der Oder liegende Sstart she Sie einen sehe bedentenden Wert laut L.A.: simtlich versichert. klärt, zumeist mit lächelnder Miene entrichtet worden w#.### war aber wohl ein süßsaures Lächels. Ei such ein Ungar verhielt, erzählt das B. T.“: „Fraiseg, eine Karte erster Klosse, Pozdaam.“ —„Nain, nix, nix! Kost' sich aine Mark. Hob ich immer so gezahlt!“—„Jo, mein Herr, Sie müssen jetzt einen Zuschlag zahlen!“ Ihnen die Karte vicht geben 94, denn kann ich ab Zuschlagg: uich gg entg.Von wann ?*—„Von heute ab.“—„Von eustlich aussehendes Portemonnate en Beagenrlies geren die„Daischen“ murmast, — Angeklagter:„Was, Berufung— um einen PiGerde sheg 8 ie aur bunbn eu hn Briefkasten. D. K9. War schon in Arbeit! Oeffentlicher Wetterdienst. Dienststelle: Meteorologisches Observato rium Aachen. Voraussichtliche Witterung für die Zeit vom Abend des 8. bis zum Abend des 9. August 1906. Mäßige nöronche Winde, ziemlich trübe, keine erhebliche Niederschläge, etwas kühler. Uebersicht der Witterung. witaete Bielefeld, 8. August 1806. Mugeleitt von Fr. Böckelmann Ww., hier. Niedrigst. Thermometerstand in der Nacht+13½°C Thermometerstand um 10 Uhr vorm.+18 CC. Barometer 75,6 cm. Wind: Nord West. Himmel: bedeckt. Aus den Rez.=Bez. Minster und Arsberz. Münster, 5 August.(Der Verband westfälischer Schneidermeister) ladet zu einer Tagung ein, die am Donnerstag, den 9. August, hier abgehalten wird. Folgende Punkte werden zur Verhandlung kommen: Der Stand des Schneiderhandwerks und die Gesetzgebung, Der deutsche Schneidertag, Genossenschaftswesen, Der westsälische Handwerkertag in Dülmen, Verschiedenes. Bochum, 6. August.(Vom Zuge überfahren.) Als gestern mittag der Güterzug 1554 in den Bahnhof Dahlhausen einfuhr, wollte der Hilfslademeister Julius Klippstein einem auf dem sitzenden Bremser Popiere zureichen. Er kam jedoch zu Fall, wurde überfahren und getötet. ** Dortmund, 7. Aug.(Meisterkurse.) Zum neunten Male finden demnächst Meisterkurse für Schuhmacher und Schneider, zum siebenten Male für Schreiner und zum sechsten Male für Schlosser statt. Die Kurse werden am 8 Oktober 1906 eröffnet. Die Dauer der Kurse beträgt acht Wochen. Die Zahl der Teilnehmer ist für j den Kursus auf 10 festgesetzt. Die Aufzunehmenden sollen in der Regel das 24. Lebensjahr vollendet und das Alter von 45 Jahren nicht überschritten haben. Bewerbungen von Meistern und solchen Gehilsen, die im Begriff stehen, sich selbständig zu machen, werden bevorzugt. Den Kur sisten werden die Unterrichtsmittel, Maschinen, Vermischtes. Berlin, 7. August. Einen Mordversuch gegen seine Schwiegereltern unternahm gestern abend der 40jährige Konfektionsschneider Franz Lusowéky aus der Kantstraße 17, indem er sechs Schüsse aus einem mit Schrot geladenen Revolver auf sie abgab. Die Angegriffenen, der Restaurateur Julius Edel aus der Madaistraße 11 und dessen Ehefrau, wurden nur leicht verletzt. Der Täter, wurde nach fchlgeschlagenem Fluchtversuch verhaftet. Familienzwistigkeiten waren der Grund zu dem Vorgang. Hamburg, 7. Aug. Ein grauenhafter Mord wurde heute nacht an dem 82jährigen Gemeindev orsteher von Moorfleth bei Hamburg verübt. Bier frühere Knechte locklen ihn aus dem Hause, schleppten ihn in den Stall und schnitten ihm den Hals ab. Auch die Ehefrau und ein anderes Familienmitglied suchten die Mörder auf die gleiche Weise umzubringen. Diese beiden leben aber noch. Die Raubmörder sind nit, 12000 Mark Gemeindegeldern luchtig. Kattowitz, 7. Aug. Auf der Charlotten= Srühe E.Sternit sticht seit zwei Tagen der brikte gorverschacht unter Wasser. Die Förderung ruht. ee###., 7. Aug. Bei dem großen Schadenjeuer, das in vergangener Nacht im Speicherviertel gewütet hat, sind insgesamt fünfzehn gefüllte Lagerhäuser, sämtlich der Firma Poll gehörig und von dieser an Heringsgeschäfte vermiettt, in Asche gelegt worden. Bis in die frühen Morgenstunden hatte die Wehr zu tun, um das Feuer auf seinen Herd zu beschränken. Der Brand war gestern gegen 9½ Uhr in einem Lagerinfolge Unvorsichtigkeit dort beschästigter Leute. Der Lagerraum, der völlig mit Stroh angefüllt war, stand sofort in hellen Flammen; bereits fünf Minuten später brannten tere Speicher. Mit etwa zwanzig Leitungen wurde die Berampfung der Flammen aufgenommen; allein der Kampf erwies sich dem durch die Hitze ausgetrockneten Holz gegenüber als fruchtlos, obNeueste Berlin, 8. Aug. Nach einer Meldung aus unterrichteten Kreisen steht ein Wechsel in der Stellung des Chest des Admiral= stabes der Marine in naher Aussicht. Admiral Büchsel wird von seinem Posten zurücktreten. München, 8. August. Der Lustmörder Englisch, der vom Schwurgericht in Augs burg in 2 Fällen zum Tode verurteilt wurde, ist wegen patologischer Veranlagung zu lebenslänglichen Zuchthaus begnadigt worden. Moskau wurde der Ausstand, ebenso wie in Petersburg, erst nach heftiger Debatte bei schwacher legten die Setzer die Arbeit nieder, ihnen schloß sich ein großer Teil der Fabrikarbeiter an, auch die Gas. anstalten und Werkstätten der wichtigsten Eisenbahnen stellten den Betrieb ein. Mehrere große Arbeiterzüge durchzogen mit roten Fahnen die Stadt. In den letzten haben in der Umgegend Moskaus bewaffnete Ueberfälle auf Eisenbahnzüge stattgefunden. Helsingfors, 8. August. Von den Teilnehmern der Meuterei in Sweaborg sind die Finnländer den finnischen Behörden übergeben worden. Sie werden von den finnischem Recht abgeurteilt werden und Gefängnisstrafe erhalten. Den Russen erwartet nach russischem Gesetz die Todesstrafe. 8. August. Der Pariser Korrespondet einer hiesigen Agentur telegraphiert: Ich bin in der Lage, von einer höchsten Autorität zu melden, daß Deutschland die Frage, die zwischen der Türkei und Frankreich über die Oase Djanet entstanden ist, zu seiner internationalen zu machen sucht. Aus Konstantinopel wird vom französischen Botschafter eine Depesche ausgegeben, wonach Deutschland die Pforte dazu drängt, über diese Angelegenheit eine Note an die Mächte zu richten. Chrifl.=patriot. Männerverein. Sonntag, 12. August: Familien-Ausflug nach Grünenwalde bei Brackwede. Sammelplatz städt. Badeanstalt. Abmarsch präzise 3 Uhr. Vorstand. Guttempler=Loge„Berg Zion. Oneher-Abend am Vonnerstag, den 9. August 1906, abends 8 Uhr im Jünglingssaale des Assapheums Bethel. Vortrag des Herrn Paul Schilg:„Die Vorteile völliger Enthaltsamkeit.“ Jedermann ist herzlich eingeladen. Jahresfest der Anstalt Bethel soll, so Gott will, in diesem Jahre am Sonntag, den 12. August 1906 geseiert werden. Festprediger: Vormittags 10 Uhr: Herr Pastor Arndt-Vollmarstein. Nachmittags 3 Uhr: Herr Konsistorialrat Culemann-Münster. Bei günstiger Witterung finden beide Feiern im Anstalswalde statt. Alle Freunde unserer Anstalt werden hierdurch zur Teilnahme herzlich eingeladen. Im Namen des Vorstandes: v. Bodelschwingh sen., Pastor em. Verlag von Velhagen& Klasing, Bielefeld. Soeben erschienen: Christliches Gesangbuch für die evangelischen Gemeinden des Fürstentums Minden und der Grafschaft Ravensberg. Laschen=Ausgabemithoten Preis in Schulband gebunden 2 Mk. Velhagen& Klasing Sortimentsbuchhandlung. Bielefeld Tersrhungshaldrr soll die Herrn Landgerichtsdirektor Rolff gehörige Besitzung Dornbergerstraße Nr. a. 1230 gm großer Garten mit sehr schön eingerichtetem infamilienhause) zum 1. Oktober besonders preiswert erkauft werden. Bielefelder Immobilien= und Hypotheken=Bureau Knehans& Schmeitzer. Bekanntmachung. In der evangelischen Schulgemeinde Weitmar ist eine zu besetzen. Grundgehalt 1600 Mark, Alterszulagen je 200 Mk. Mietsentschädigung für Verheiratete 400 Mk., für Richtverheiratete 200 Mk. Bewerbungen mit Lebenslauf und Zeugnisabschriften sind bis zum 10. September 1906 dem Unterzeichneten einzureichen. Weitmar, Kreis Bochum, den 3. August 1906. Der Amtmann: Roeding. Für Flammeris, Puddings, Milchspeisen Dr. Oetker’s 10 Pfg. 3 Stück 25 Pfg. Puddingpulver! aen Gul, nahe der Provinz Posen, 620 Morgen groß, eigene gute Jags, soll mit sämtlichem lebenden und toten Inventar und voller Ernte verkauft werden. Gebäude versichert zu 70000 Mark. Inventar und Ernte versichert zu 70000 Mark. Kaufpreis 180000 Mk. Anzahlung 50000 Mark. Auskunft erteilt unentgeltlich 5o. Jüngl.= und Männerverein St. Pauli. Vereigslokal Paulusstraße Nr. 26. Die Vereine gedenken am Sonutag, den 12. August ihr diesjähriges gemeinsames Jahresfest zu feiern. Festgottesdienst vormittags 10 Uhr in der Pauluskirche. Festprediger: Herr Pastor Wischmeier=Brackwede. Nachfeler nachmittags 3¼ Uhr im Gemeindehause, Paulusstraße 26(neben der Pauluskirche). Eintritt 50 Pfg. Jedermann ist herzlich willkommen. Der Vorstand Auffallende Schönheit. Jugendfrische, Ent. fernung all. Hautun reinheiten erzielen Lie sofort nur mit Dr. Kuhns Vio alCieme, M 1,30, und Vionalseife, 50 Pfa. Die einzig wirklich empfehlensw. HautEréme Hunderttan # sende von Dosen im Gebrauch Nur echt mit Namen Frz. □ Kuhn, Kronenpar V fümer, Nürnberg, ∆ Hier: H. Upmann, # Droger, Bahnhofstr. Sie ein Piano oder Harmonium kauen, neu oder gebraucht, besichtigen. Sie das Lager Weststraße 21. v. Bergmann& Co., Radeben! ist das beste Haarwasse;, vert hindert Haarausfall, beseitigKopfschuppen, stärkt die Kopfn.rven, erzeugt einen kräftigen Haarwuchs und erhält dem Haar dieursprüngl. Farbe àFl. 1.25 M bei: Fa. Kronenparfüim. Dreseler Mel Pausleinen Mtr. MIk. 0,50 bei Hugo Ziehm Gebr. Kahter, Papierhandlung Obernstrasse 24. Bachpappe hat billig abzugeben. Carl Siebrasse, Alleestraße 3. 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Man will mit lichen Presse und der fe Künste der Demagogi Konsistorium und Prov durchsetzen. Bekanntlich das Konfistorium Sch bestätigung des Gewähl seinen Beschluß vom 2. schaft mit dem Vorsta Provinzialsynode gefaßt, trauen ist, daß er für und den Gemeinden s# Verständnis besitzt als d Daß für diese Instanze des Gewählten ebenso die„Empfehlungen“ au halb seiner kirchlichen 2 lichen Liberalismus## Thüringen, ist wohl zu eine Anzahl positiv glieder berechtigten Auf predigt genommen hatte Bericht von Ohrenzeugen den„Weisen aus dem geschichtlich zweifelhaft hatte die Behörde die zu vergewissern, ob d Pfarrer auf dem Gle welchen die rheinisch: ordnung als für die# und für die Geistlichen v Das war um so mehri agitalorische Tätigkeit d die Gemeinde immer mehr hineintrieb. Wenn desse anderer Meinung sind, sistorium nebst Provi jedenfalls das Recht, ihre den durch die Kirchenord kenntnisstand gegebenen## Daß hierbei der Pfarver in Westfalen immer Kollegiums„über drei S liches Glaubensexamen“ nicht anzunehmen, sinteme Kollegium auch um die fähigung des gewählten au handelt. Wenn aber b auch die heimischen Ka Stellung zum Bekennin der Ordinationsverpflicht dann hat die Behörde ih die direkte Pflicht, das a gebenen Umständen zu t einfach die Rücksicht auf! der Kirche und die gläub verlangen kann, daß n sondern der Glaube auf G Evangeliums von den Hit verkündet wird. Dagegen