Nr. 175. Vierteilchrich in der Geschäftsstelle n. an allen Postanstalten 1 M., bei täglicher Zupellung in Bielefeld 1.20 M., durch Briefträger 1,42 M. Postzeitungsliste Nr. 5381. Jahrgang Anzeigengebühr für die einspaltige Petitzeile oder deren Raum 12 Pf., für auswärts 15 Pf., Reklamen 40 Pf. Erscheint sechsmal wöchentlich Geschäftsstelle Ritterstr. 43. Fernsprecher Nr. 15. estes Slatt. Kieleseto Sonnabend, 28. Juli 1906. Listorischer Kalender. 28 Juli: Joh. Seb. Bach zu Leipzig gestorben, 1750.— Robespierre hingerichtet, 1794.— L. Feuerbach, Philosoph, zu Landshut geb. 1804.— Pater Secchi, Astronom, zu Reggio geb. 1818.— K. S Casus, Arzt und Schriftstiller, gest. 1869.— Dr. Ch. Peters, Astronom, gest. 1890. 29. Juli: Sieg der Pariser über die Königl. Truppen, 1880.— Rob. Schumann, Tondichter, gest. 1856.— Vorpostengefecht bei Saarbrücken.— Napoleon üb ernimmt den Oberbefehl der Armee, 1870.— König Humbert von Italien ermordet, 1900. Das Vermögen in Preußen. Im vergangenen Jahre hat in Preußen eine Neuveranlagung zur Ergänzungssteuer für die Steuerjahre 1905/07 stattgefunden. Die Ergänzungssteuer ist bekanntlich eine Vermögenssteuer, welche die Vermögen von 6000 Mk. und mehr bei einem Einkommen von wenigstens 900 Mk. oder bei einem geringeren Einkommen Vermögen von mindestens 20000 Ml. trifft. Die kürzlich dem Abgeordnetenhause zugegangene vergleichende Uebersicht der Ergebnisse der Ergänzungs steuer Veranlagung für 1902/04 und 1905/07 gestattet interessante Einblicke in die G staltung der Vermögensverhältnisse in Preußen. Die Gesamtzahl der ErgänzungssteuerZeufiten beträgt nach der neuen Veranlagung 1379221 oder 3.8 v. H. der Gesamtbevölkerung, gegen 1297485 oder 376 v. H. im Jahre 1902. Davon kommen 666283 oder 41 v. H auf die Städte, 374 669 oder 3,8 v. H. auf d.e Stadtkreise und 712938 oder 3,56 v. H. auf das Land. Vergleicht man die Gesamtzahl der Zensiten mit der des Jahres 1905, in welchem das Ergänzungssteuergesetz in Kraft trat und die erstmalige Veranlagung erfolgte, so ergibt sich, daß die Zinsitenzahl seitdem um rund 1/5, deren Vermögens und Steuersumme sogar schon um rund 3/10 sich vergrößert hat. Das auf den Kopf der Bevölkerung entfallende steuer bare Vermögen stieg von 2072 Mk. im Jahre 1895 auf 2190 Mk. im Jahre 1902 und 2272 Mt. im Jahre 1905. Die„veranlagte Bevölkerung", d. h. die Zahl der Ergänzungsst.uer Zensiten mit Einschluß der Angehörigen, bezifferte sich im Johe 1905 auf 4,99 Millionen gegen 4,77 Millionen im Jahre 1902, ist also um 4,7 v H. in die Höhe gegangen, hingegen im Verhält nisse der Gesamtbevölkerung, von welcher sie 1905 wie 1902 13 8 Hundertteile aus machte, unverändert geblieben. In den Städten war die Zahl der Zen siten im Jahre 1905 gegen 1902 um 8 v. H., auf dem Lande nur um 4.8 v. H. gestiegen; dagegen haben sich von 1902 auf 1905 die Steuerpflichtigen auf dem Lande etwas schneller, in den Städten nur ebenso schnell wie die Bevölkerung vermehrt Während absolut in den Landbezirken mehr Ergänzungssteuerpflichtige als im Stadtgebiete vorhanden sind, sind sie in diesem im Verhältnisse zur Bevölkerung zahlreicher als in jenen, machen aber gleichwohl mit ihren Angehörigen zusammen auf dem Lande einen größeren Bruchteil der Gesamtbevölkerung aus, nämlich 14,5 v. H. im Jahre 1902 und 14.7 v. H. im Jahre 1905, in den Städten 13,0 v. H. im Jahre 1902 und 12,7 v. H. im Jahre 1905. Dieses Zurückbleiben der Städte findet zum Teil seine Erklärung darin, daß dort viel häufizer als auf dem platten Lande Haushaltungsangehörige ohne eigenes steuerbares Vermögen nach Erlangung eines der Verfügung des Haushaltungsvorstandes nicht unterliegenden selbständigen Einkommens fleuerlich aus der elterlichen usw. Haushaltung ausscheiden. Die Höhe der städtischen Durchschnittsbeträge weist darauf hin, daß im Stadtgebiete die großen Einzelvermögen weit häufiger als in den Landbezieken sind; es wurden 1905 in ersterem 5510, in letzteren dagegen tur 1899 Personen mit einem Vermögen von über eine Million Mark veranlagt. Das gesamte steuerpflichtige Vermögen der Zensiten betrug rund 82½ Milliarden Mark und ist gegen 1902 um 6¾ Milliarden gestiegen. Davon kommen auf die Städte etwas über 52 Milliarden oder 4½ Milli arden mehr, auf das Land 30 ¼ Milliarden oder nicht ganz 2¼ Milliarden mehr. Am häufigsten war ein Vermögen von 6000 bis 20000 Mark, das von 48,89 v. H. der Gesamtzahl versteuert wurde. Ein Vermögen von mehr als 500000 Mark besaßen nur 1,35 v. H. aller Zensiten. Personen, die 1 bis 2 Millionen Mark versteuerten, gab es in Preußen im Jahre 1905 4742, mehr als 2 Millionen Mark besaßen 2667 Zensiten, 50 bis 100 Millionen wurden von 5, 100 bis 204 Millionen von nur 3 Zensiten versteuert. Von 1895 auf 1905 hat sich die Zahl der Millionäre um mehr als die Hälfte vermehrt. Diese Zunahme hat in allen Vermögens gruppen stittgefunden, relativ besonders stark ist sie bei den Personen mit 30 bis 50 Millionen Mark, die sich verdreifacht haben. Einen Milliardär, d. h. einen Glücklichen, der 1000 Millionen sein eigen nennt, gibt es in Prauctzen nicht. Die neue Veranlagung zeigt überall sowohl im Vergleich zu der erstmaligen des Jahres 1895 wie zu der letztverhergegan genen ein recht günstiges Ergebnis. Ostmarken. Polen und Ruthenen. Aus Posen wird geschrieben: Die mit großem Geschick gehandhabte Versorgung der deutschen und ausländischen Presse mit Artikeln und Nachrichten von polnischer Seite hat weiten, auch gut deutschen Kreisen die Gewohnheit natürlich gemacht die Verhältnisse des östlichen Europas durch eine polnische Brille zu betrachten. Die Polenpresse, natürlich nur die galizische, die keinen Staatsanwalt zu fürchten hat, redet viel von der„Wiederaufrichtung des polnischen Nationalstaates". Es gibt immer noch Schwärmer, die diese Forderung berechtigt finden, die es für unnatürlich halten, daß so und so viele Millionen Polen in drei Ländern„geknechtet" sind. Aber die Folge einer solchen Umwälzung wäre doch nur eine Vertauschung der Rollen in dieser Völkertragödie. Einen eigentlichen polnischen Nationalstaat hat es nie gegeben. Im alten polnischen Königreiche bildeten die deutschen Bauern und Bürger, die Littauer, Rathenen und Juden ein den Polen an Kopfzahl überlegenes Element und in dem Zukunftsreiche der polnischen Träume würde es genau ebenso sein. Vor allem die Ruthenen würden einem solchen Reiche widerstreben. Sie verlangen selber nach nationaler Selbstständigkeit und mit mehr Berechtigung wie die Polen. Es leben in Rußland 23—32 Millionen Ruthenen. Rechnet man dazu die ca. 4 Millionen Ruthenen in Galizien und Ungarn, so ergibt sich eine kompakte Masse von 27—36 Millionen Ruthenen, wogegen die Polen nur 15 Millionen Köpfe zählen. Die ruthenischen Abgeordneten der russischen Duma verlangen für ihre Landesteile sehr energisch Autonomie, wobei sie vorläufig noch nicht mit den Polen kollidieren, die dasselbe für das Weichselgebiet fordern. In Galizien jedoch tobt ein stiller, ingrimmiger Kampf zwischen Polen und Ruthenen. Die Ruthenen sind in Wahrheit den Polen an Zahl überlegen, aber die Polen sind die Herren und sie wenden ihr Herrenrecht rücksichtslos gegen ihre Blutsverwandten an. Diese entbehrten bisher der Führer im nationalen Kampfe, da der ruthenische Adel schon vor Jahrhunderten im Polentum aufgegangen ist. Neuerdings aber ist eine national geschulte Intelligenz an der Arbeit ihr Volk zu stärken und zu einen. Die galizischen Ruthenen fordern die Autonomie des ruthenischen östlichen Teiles von Galizien. Dabei sind sie der deutschen Sprache und Kaltur sehr freundlich gesinnt, aber nur als einem Mittel ihr Volk zu heben und zu bilden. In Wien erscheint in deutscher Sprache eine Wochenschrift, die„Ukrainische Rundschau", um die Welt für die Ruthenen zu interessierer. Die Bukowina ist das einzige Land, wo die Ruthenen Gleichberechtigung und freie Entwicklung kennen, dort kämpfen sie gegen die Rumänen und sind auch den deutschen Siedelungen schädlich. Abgesehen von diesem Einzelfalle betrachten die Ruthenen aber uns Deutsche und speziell uns Reichsdeutsche als ihre natürlichen Verbündeten in ihrem Kampfe gegen die Polen. Deutsche und Ruthenen können sich in der Tat wertvolle Hilfe leisten: wir geben den Ruthenen Geld zu verdienen und damit die Möglichkeit sich gegen die Polen zu organisieren, die Ruthenen geben uns für unsere östlichen Provinzen Arbeitskraft: Sommerarbeiter. So stärken wir uns gegenseitig im Kawpfe gegen das Polentum. Die Vaterlandslosigkeit der Sozialdemokratie. Die Hamburger Bürgerschaft hatte vor kurzem über den Wiederaufbau der abgebrannten Michaeliskirche in alter Form und an alter Stelle zu beraten. Der Antrag wurde einstimmig angenommen mit Ausnahme der Stimmen der Sozialdemokraten. Die Michaeliskirche ist mehr als eine Kirche, sie ist ein Wahrzeichen der freien Stadt Hamburg, jedem Hamburger lieb und teuer, mit Ausnahme der Sozialdemokraten, die hier wieder einmal ihr vaterlandsloses Wesen in Lichte gezeigt haben. Die Liebe zur Scholle, zur Heimat ist ihnen fremd, also auch die Liebe zu den alten Wahrzeichen, welche die Väter schufen und zfligten. Die Scholle ist ihnen nur Sitz des Erwerbes; aus ihr muß herausgepreßt werden, was man herauspressen kann. Aber, wie kamen solche Leute unter die Bürgerschaft? Wer eine Stadt nicht liebt, ihre Wahrzeichen kalt in Trümmer sirken sieht, der ist ein Bürgerfeind, er darf das Bürgerrecht nicht erhalten, dem dürfen die echten Bürger, die ihre Stadt lieben, es nicht geben. Ein solcher Mensch wird der Stadt und der Bürgerschaft nichts Gutes, sondern Böses wünschen und ist kein Vertreter der Bürgerschaft, sondern einer Masse von Existenzen, denen das Gefühl von Heim und Vaterstadt fehlt, denen man aber leider das Stimmrecht gegeben hat, das sie nicht zum Heil, sondern zum Unheil aller Kultur ausüben, wenn sie nur Vorteile davon haben. Es hat der Vorfall gezeigt, daß es ein Unding ist, einen Sozialdemokraten zum Vertreter der Bürgerschaft zu machen, deren ganzes Wesen ihm fremd und feindlich bleiben muß Eine deutsche Ansiedelung auf der Insel Chiloe. Ein Konsortium Berliner Finanzleute hat den größten Teil der chilenischen Insel Chiloe zur Urbarmachung und Ausbeutung auf 50 Jahre gepachtet und zu diesem Zweck auch von der Reederei Diederichsen in Kiel deren Dampfer„Thimo“ käuflich erworben. Dieser, auf den Namen„Chiloe" umgetauft, ist gegenwärtig im Hamburger Hafen mit den Vorbereitungen für die Ueberführung von Handwerkern sowie des für die Niederlassung nötigen Inventars nach dort beschäftigt. Der unter Führung des Kapitäns Krützfeld stehende Dampfer, dessen auf dem chilenischen Konsulat angemusterte Mannschaften sich auf zwei Jahre verpflichten müssen, ladet alles für die erste Ansiedelung nötige: transportable Häuser, landwirtschaftliche Maschinen, Proviant 2c, Die deutschen Handwerker, die neben Landleuten an der Gründung der neuen deu schen Anfiedelung sich beteiligen werden und sich gleichfalls kontraktlich zu zweijährigem Ausenthalt auf der Insel verpflichtet haben, sitzen sich aus Maschinenbauern, Schmieden, Schlossern, Zimmmerern rc. zusammen. Sobald die Ladung vollständig und der Dampfer dann im Dock einer nochmaligen Ueberholung unterzogen sein wird, soll die Ausreise angetreten werden. Die bisher nur an der Ostseite kultivierte und hier vortriffliche kleine Häfen darbietende Insel im südlichen Teile Chiles ist fast ganz mit undurchdringlichen Urwäldern, meist aus immergrünen Bäumen und baumartigen Grasarten bestehend, bedeckt. Das in den kultivierten Teilen Chiloes, an das der milderen Landstriche Englands erinnernde Klima ist gleichörmig und gesund; namentlich sind eptdemische Krankheiten dort so gut wie unbekannt. Dagegen gehört die Insel zu den regenreichsten Gegenden der Erde; an einzelnen Stellen beträgt die jährliche Niederschlagsmenge fast 3½ Meter. Politische Nachrichten. Aus dem Deutschen Reiche. Berlin, 27. Juli. Der Kronprinz begibt sich heute Nacht auf einige Tage zum Pürschaufenthalt nach seinem Jagdhaus Klein Ellguth bei Oels in Schlesien. Peinz August Wilhelm von Preußen wird als Vertreter des Kaisers der 400Johrfeier der Greifswalder Universität beiwohnen. Ueber das Befinden des Reichskanzlers waren in den letzten Tagen in auswärtigen Blättern mancherlei ungünstige Nachrichten zu lesen. Demgegenüber hören wir von zuständiger Seite: Der Gesundheitszustand des Fürsten sei vortrefflich, der Kanzler mache täglich weite Spaziergänge, reite, empfange Besuche und habe sich ausgezeichnet erholt.— Daß er sich wohl fühlen müsse, konnte man übrigens auch schon aus den überaus zahlreichen Briefen und Drahtgrüßen entnehmen, die der Fürst in der letzten Zeit versandt hat: sie atmen wieder die garze Verbalität Bülowschen Geistes. Wie weit die Erholung den Anstrengungen seiner Arbeit standhält, kann sich natürlich — wir deuteten dies schon vor einiger Zeit hier an— eist im Herbst zeigen. Dem Staatssekretär Frhrn. v. Stengel ist vom Prinzen Albrecht von Preußen, Regenten von Braunschweig, daß Großkreuz des Braunschweigischen Hausordens Heinrichs des Löwen verliehen worden. Gleichzeitig mit dem Gouverneur von Kiautschau, Admiral Truppel, reisen die Reichstags=Abgeordneten zu ihrer Studienfahrt nach Ostasien am 1. August auf dem„Prinz Heinrich“ von Genua ab. Hamburg, 27. Juli. Ein hiesiges Blatt will aus Amsterdam erfahren haben, daß der Großherzog von Sachsen=Weimar für Mitte August im Haag zu einem mehrwöchigen Besuch erwartet werde. Da eine Bestätigung der Nachricht bisher nicht vorliegt, sind politische Kombinationen verfrüht. Wilhelmshaven, 26. Juli. Infolge der Ausführung der Hafenerweiterungsbauten ist das Hafenbau=Ressort der kaiserlichen Werft stark mit Arbeiten überlastet. Es soll daher eine neue Betriebsdirektion mit der Bezeichnung„Strombau=Abteilung“ errichtet werden. Hagen, 27. Juli. Nach dem amtlichen Endresultaten erhielten bei der heutigen Stichwahl im Reichstagswahlkreise Hagen=Schwelm Bürgermeister Cuno(freis. Volksp.) 21593 und König(Soz.) 18717 Stimmen. Bürgermeister Cuno ist somit gewählt. Bei der Stichwahl 1903 erhielt der Freisinn 20 987, die Sozialdemokratie 15 018 Stimmen. Königsberg i. Pr., 26. Juli. Station Grajewo meldet, daß Güter nach Motkau bis auf weiteres nicht übernommen werden. Aus dem Auslande. Wien, 27. Juli. Die„Pol. Korr.“ meldet aus Petersburg, der Kaiser habe das Domänenressort beauftragt, eine Vorlage behufs Feststellung der Kronländereien auszuarbeiten, die zur Verteilung anlandarme Bauern geeignet seien. Mit dieser Verfügung habe der Kaiser die Bahn für praktische Hilfe in der Agrarfrage eröffaet. Für die nächste Zeit seien Aktionen der Regierung zu erwarten, welche von gleichem Geiste erfüllt seien. Gmunden, 27. Juli. Kaiser Franz Josef trifft hier am nächsten Sonntag, nachittags 4 Uhr 27 Min., zum Besuch der Königin Marie von Hannover, der herzoglich Camberlandschen Familie, der Großherzogin Alexandra von Schwerin und des Herzogspaares Philipp von Württemberg hier ein und reist 6 Uhr 30 Minuten nach Ischl zurück. Rotterdam, 27. Juli. Das Befinden der Königin Wilhelmina war gestern ziemlich günstig. Nach der Ansicht der holländischen Aerzte sei es übrigens keineswegs für alle Zukunft ausgeschlossen, daß die Königin dem Lande einen Erbeu schenke, falls sie sich von einem kundigen Frauenarzt behandeln lasse und dessen Rat genau befolge. Die zwei Hosärzte im Haag und Apeldoorn sind praktische Aerzte und keine Spezialisten, Es sei aber leider kein Geheimnis, daß die Königin selbst den größten Widerwillen zeigt, sich der Behandlung eines anderen fremden Arztes arzuvertrauen. Paris, 27. Juli. Major Dreysus ist gestern nach der Schweiz abgereist. Marseille, 27. Juli. Taillandier ist heute vormittag von Tanger hier eingetroffen und reist abends nach Paris weiter London, 27. Juli. Die türkisch ägyptischen Kommissare zur Feststellung der Grenze stehen noch bei Rafah. Die türkischen Delegierten wollen nichts davon wissen, daß die Pforte früher in die Festsetzung einer getaden Grenzlinie von El Akaba nach El Arisch als Basis der Grenzberichtigung einwilligte, und wünschen die Grenze, wie sie nach dem Zeugnis der Beduinen überliefert ist, festzustellen. Petersburg, 26 Jui. Bei einer in Neu=Peterhof stattgehabren Konferenz, der der Zar präsidierte, erstattete Ministerpräsident Stolypin einen überaus zu friedenstellenden Bericht über die Lage. Die selbe gestalte sich insofern weiter zugunsten d.r Regierung, als man bei der in Moskau wie in Petersburg erfolgten Verhaftung der Sozialisten wertvolles Material in die Hände bekommen habe. Man betrachtet danach am Zarenhofe die Lage für durchaus günstig, so daß eine Seefahrt des Zaren wiederum in Erwägung gezogen wird, aus welchem Grunde die Kaiserjacht„Standard“ seeklar gehalten wird.— Die meisten der bisherigen Reichsduma=Mitglieder befinden sich momentan in einer überaus prekären Lage. Gegen eine Agitation der Extremen soll bekanntlich unnachsichtlich vorgegangen werden; die Gemäßigten aber erklären es jetzt in der Erntezeit, wo das Interesse der Landbevölkerung so sehr auf das Land konzentriert ist, für kaum möglich, irgendwie beruhigend einzuwirken, und die durch die Auflisung der Reichsduma, wie das Hinausschieben der Lösung der Agrarfrage hervorgerufenen Volksleidenschaften niederzuhalten. In einigen Fällen haben sich Reichsduma-Mitglieder sogar mit der Bitte an den Ministerpräsidenten Stolypin gewandt, ihnen in der Heimat den Schutz der Behörde angedeihen zu lassen, da sie tätliche Angriffe auf ihr Hab und Gut seitens ihrer Wähler befürchten, die ihnen noch kürzlich durch Sendboten wiederholen ließen, daß sie nicht ohne Land und Frei heit in den Heiwatsort zurückkehren dürfen. Die bisherigen Dumaabgeordneten Gutschkow Moskau und die Fürsten LwoffTula und Lweff Saratow, welch letztere beide dem rechten Flügel der Kadetten angehörten, sind zum Eintritt in das Kabinett Stolypin geneigt.„Rietsch“ zufolge soll Gutschkow Handel, Fürst LwoffTula Justiz oder Reichskontrolle, LwoffSaratow Ackerbau übernehmen. Es heißt, die genannten Persönlichkeiten machten ihren Eintritt in das Kabinett von der Bedingung abhängig, daß die Hälfte der Porteseuilles Nichtbureaukraten anvertraut werde. Japan. General Kodama j. Der am Montag in Tokio plötzlich gestorbene Czef des Generalstabes der japanischen Armee, General V'comte Gentaro Kodama, der sogen. Organisator des Sieges, galt als Schöpser des japanischen Feldzugsplanes gegen Rußland; er war 1852 in Takuyama auf der Insel Sikok geboren, stand also im 55. Lebensjahre. Als Generalstabschef des greisen Marschalls Oyama nahm Kodama so hervorragenden Anteil an dem Entwurf und der Ausführung der Operationen von 1904 und 1905, daß er allgemein als die Seele derselben galt und die Dispositionen für die großen Schlachten von Liaujang, am Schaho und bei Mukden ihm speziell zugeschrieben wurden. Er erklärte steis voll Stolz, ein Schüler des vor kurzem ihm im Tode vorausgegangenen preußischen Generals Meckel, des„Instruktors der japanischen Armee“, zu sein, und nach dem ersten japanischen Siege am Jalu war es Kodama, der die freudige Nachricht sofort Meckel mitteilte. Industrie, Handel und Verkehr (Die große belgische Tabakausstellung,) welche alles übertreffen sell, was bisher in dieser Weise geleistet worden, findet die lebhafte Unterstützung der Regierung und das Entgegenkommen des Finanz= ministers, so daß für das Unterkommen der fremden Teilnehmer aufs beste gesorgt werden wird. Der Plan für das Uaternehmen wurde bereits im vorigen Dezember entworfen. Seitdem sind die größten Anstrengungen gemacht worden, um den Erfolg zu sichern, und ist es dem Komitee gelungen, jetzt 4000 Quadratmeter auszufüllen und 217 belgische und fremde Aussteller zu friedlichem Wettbewerb zu vereinigen. Aber damit ist die Zahl der Teilnehmer, besonders der ausländischen, nicht erschöpft, zahlreiche Unterhandlungen sind noch im Gange und wichtige Beitrittserklärungen angekündigt. Die Teilnahme mehrerer Regien ist gesichert und ebenso der Besuch von Abordnungen, welche beauftragt sind, die Fortschritte des Gewerbes zu studieren. Jeder wird die Belohnung erhalten, welche ihm zukommt und diejenigen, welche ihre Erzeugnisse der Prämitrung nicht unterwerfen, löanen ausstellen, ohne in den Wittbewerb einzutreten. Nur noch ein Monat trennt uns von der Eröffnung der Ausstellung. Anmeldungen nimmt das Internationale AusstellungsBureau Berlin W., Bülowstraße 66, noch entgegen und bewirkt dasselbe selbst ständig die sachgemäße Gesamt Vertretung des Ausstellers einschließlich Installation der Obiekte zu einem Pauschalpreise. Garten= und Landwirtschaft. (Raupen.) Die zweite Generation der Raupen auf Stachelbeer= und Johannisbeer sträuchern stellt sich jetzt ein. Wer seine Sträucher und 1907 eine gute Ernte reiten will, gebe sofort beim ersten Austreten den Raupen den Abschied. Thomasmehl über Sträucher oder Boden streuen, hilft meist sofort. Dabei ist Thomasmehl den Pflanzen und Früchten nicht schädlich, es ist— vom ersten Regen abgewaschen— zugleich guter Phosphatdünger. Sollte indes Thomasmehl die Raupen nicht sofort vertreiben, so wiederhole man das Bestreuen. Ebensogut— ja vielleicht noch etwas sicherer— wirkt Kalkstaub, nur fieht er nicht gut aus auf den Sträuchern. Man nehme Aetzkalk, so wie er in Stücken an Bauten angefahren wird, setze ihn in Hausen mit Erde überdeckt, bebrause mit Wasser, doch so, daß der Kalk nicht breiig wird. Bald ist der Kalk zu Staub zerfallen und kann auf Sträscher und Boden gestreut werden, so verschwinden die Raupen. Lokales und Provinzielle Bielefeld, 27. Juli (Das Bier wird teurer.) Die vereinigten Norddeutschen Brauereien erhöhen die Preise am 1. August um 1 Mark pro Hektoliter. (Promenaden= Konzert) findet am Sonntag, den 29. Juli von 11½ Uhr an auf dem Alten Markt mit nachstehendem Programm statt. 1. Herkules Marsch v. Fusik. 2 Ouverture z. Op.„Raymond“ v. Thomas. 3. Wotans Abschied und Feuerzauber aus„Die Walküre“ v. Rich. Wagner. 4. Rosenlieder v. Philipp zu Eulenburg aus„Monatsrose" b.„Wilderose.“ 5.„Amerikan Patrol“ v. Meacham. (Schutz gegen Fahrraddiebstähle.) Der stud. ing. Theodor Janssen in Hannover hat eine Vorrichtung ersonnen, die einen Fahrraddiebstahl unmöglich macht. Dieser Apparat, der unter dem Namen„Alarmsignal“ zu geringem Preise käuflich ist, wurde heute vormittag den Vertretern der Presse im königlichen Polizeipräsidium vorgeführt. Bisher hat man versucht, durch Anbringen von Ketten und Sicherheitsschlössern eine Sicherung zustande zu bringen, doch war dies wertlos, weil es dem gewerbsmäßigen Fahrraddieb ein leichtes ist, diese Ketten zu durchschneiden. Herr Janssen hat nun seinen Apparat so konstruiert, daß bei der geringsten Drehung des Rades eine Platzpatrone zur Explosion gebracht wird, wodurch selbstverständlich die Passanten auf den Dieb aufmerksam gemacht werden, bevor er das Rad bestiegen hat. Damit nun nicht durch zu fälliges Anstoßen an das Rad die Sicherung in Tätigkeit tritt, ist noch ein kleiner Bügel vorhanden, der eine Drehung hindert und von dem Dieb erst durchschnitten werden muß. Besonders hervorzuheben ist, daß der Alarm auch erkönt, sowie ein Unberufener versucht, die Sicherung vom Rade zu entfernen. Diese bleibt dauernd am Rade, kann also nicht verloren gehen und man kann sie auch nie vergessen. - Gudbrak, 28. Juli.(Missionsfest.) Am kommenden Sonntag, 29. Juli, feiert die Gemeinde Sudbrak ihr Missionsfest im Gehölz des Gutes Sudbrak. Das Fest, wozu jedermann herzlich eingeladen ist, beginnt nachmittags 3 Uhr. Es predigen Pastor Bellingrodt Dönberg und Pastor Vogelsang=Herford. 69 Gellershagen 26. Juli.(Der Alkohol.) Der Müllergehilfe Richard M. von hier, welcher auf dem Schützenfeste zu Bielefeld des Guten zu viel genossen hatte, fi#l in einer hiefigen Wirtschaft so unglück: lich von einem Stuhl, daß er einen schweren Beinbruch erlitt. Merkwürdigerweise weigert sich der der Verunglückte, sich in ärztliche Behandlung zu begeben. 69 Jöllenbeck, 26. Juli.(Kirmes.) Die Diesjährige Kirmes findet am 14. August statt. Der Betrieb dürfte in diesem Jahre nicht ein so lebhafter werden, wie in den früheren Jahren, weil bekanntlich die Lustbarkeitssteuer in den Gemeinden Ober= und Niederjöllenbeck ganz erheblich erhöht ist. den Kreisen Minden und Lübbecke Minden, 26. Juli.(Die Einführung des Achtuhr=Ladenschlusses) für Minden ist zum 1. August genehmigt. Ausgeschossen sind, Konditoren, Bäcker und Feiseure. Minden, 26. Juli.(Personalie.) Dem Herrn Freiherrn v. HammersteinLoxten hierselbst, Hauptmann der GardeLa#dwehr 1. Aufgebots des 5. Garderegiments z. F, ist mit der Erlaubnis zum Tragen der Landwehd Armee= Uniform der Abschied bewilligt. Minden, 26. Juli.(Die Maurer= arbeiten) zum Thater sind von der Bauund Theaterkommission einstimmig dem Maurermeister Halstenberg zugeschlagen. Minden, 26. Juli.(Die heutige Stadtverordneren= Versammlung) geneh nigte die Ausführung eines neuen Theater= und Foyer=Gebäudes nach den vorliegenden Plänen. Die Kostenanschläge belaufen sich auf 190000 Mark. Eine neue, erweiterte Lustbarkeitssteuerordnung fand gegen wenige Stimmen Annahme. Die bis herigen Versuche der Enteisenung des Leitungswassers sollen nach dem System Bellmann fortgesetzt werden. Aus dem Kreise Herford. Herford, 27. Juli.(Schützenfest.) Aus Anlaß des dies jährigen Schützenfestes siad die städt. Bureaus, einschl. Kämmereikasse, am Montag, 30. Juli cr., geschlessen. Herford, 27. Juli(Fackelzug.) Nach dem Fackelzug haben die einzelnen Kompagnien wie folgt ihr Lager aufzuschlagen: 1. Kompagnie bei Bracksieck, Birgerthor; 2. Kompagrie bei Görges; 3. Kompagnie bei Heeim yer, Alter Mark; 4. Kowpagnie bei Hillert, Bünderstraße. Herford, 27. Juli.(RadfahrerUnfall.) Auf dem neuen Markte fuhr gestern abend ein Radfahrer aus Unvorsichtigkeit eine alte Frau an, die zur Erde siel und von vorübergehenden Passanten aufgehoben und in ein benachbartes Haus geführt wurde. Glücklicherweise ist die Frau nur mit dem Schrecken davongekommen, leicht aber hätte der Unfall größere Folgen haben können. Der Radfahrer fuhr nicht, wie man sonst beobachten kann, daron, sondern half ebenfalls der alten Frau mit. Herford, 27. Juli.(Wer ist der Absender?) Als unanbringlich lagert bei der Oberpostdirektion in Minden ein gewöhnlicher Brief aus Herford vom 20. März 1906 nach Hannover, der einen Geldbetrag enthält. Der unbekannte Absender wird ausgefordert, sich innerhalb vier Wochen zu melden, andernfalls wird der Inhalt der Sendung zum Besten der Posturterstützungskasse verwertet werden. C Herford, 27. Juli.(Der Vieh markt) war nur mäßig beschickt. Tragende Kühe kosteten 300—400 Mi, tragende Rinder 250—350 Mk., tragende Sauen 100 bis 175 Ml., Stangen 30—50 Ml., Ferkel 20—24 Ml Bünde, 27. Juli.(Wer ist der Absender?) Als unanbringlich lagert bei der Oberpostdirektion in Minden ein Einschreibebrief aus Bünde(Wests.) vom 21. Februar 1906 nach Beooklyn. Der unbekannte absunder wird aufgefordert, sich innerhalb vier Wochen zu melden, andernfalls wird der Inhalt der Sendung zum Besten der Postunterstützungskasse verwertet werden. Aus den Kreisen Wiedenbrück und Paderborn. Paderborn, 27. Juli.(Einquar= tierung.) Gestern morgen gegen 10 Uhr rückte das 14. Husaren= Regiment (Kassel) mit Trompetenklang in unsere Stadt ein, um in der Senne Uebungen vorzunehmen. Da das Husarenregiment Nr. 8(Nikolaus II.) zur Zeit in Munster sich befindet, so bezieht das Kasseler Regiment dessen Kasernen hier und in Neuhaus. Aus dem Reg.=Bez. Münster und Arusberg. Münster, 26. Juli.(Teilung des Regierungsbezirkes Arnsberg.) Der Oberpräsident der Provinz Westfalen, zellenz von der Recke, teilt mit, daß b zügl. der Frage der Teilung des Regierungsbezirkes Arnsberg in Berlin keinerlei Konferenzen mit dem Herrn Minister des Innern stattgefunden haben. L Münster, 27. Juli.(Die Züchtervereinigung Westfälisches Pferdestammbuch, e. B, zu Münster) veranstaltet am Sonnabend, 15. und Sonntag, 16. September d. Is. auf dem Uebungsplatze des Königl. Landgestüts zu Warendorf Leistungsprüfurgen für Pferde, verbunden mit einer Fohlenschau Am Sonnabend, 15. Septewb r, beginnen die Prüfungen um 2 Uhr nachmittags und zwar: 1. Arbeiten mit Kultivatoren, zweispännig; 2. Ausstellung und Präntierung einjähriger Hengste, 2= und 3 jähriger Stuten, weiche in der Provinz gezogen sind; 3. schwerer Zug im Sande, zweispännig Am Sonntag, 16. September, b.gianen die Prüfungen um 2½ Uhr und zwar: 1. Trabfahren für warmhlütige Hengste und Stuten des Wests. Pferdestammbuches, einspännig, 3000 Meter; 2. Trabfahren für kaltblütige Hengste und Stuten des Westf. Pferdestammbuches, einspännig, 3000 Meter; 3 Trabfahren für 3jähr. warmblütige Hengste des Königl. Landgestüts Warendorf, einspännig, 3000 Meter; 4. Trabfahren für 3 jährige kaltblütige Hengste des Königl. Landgestüts Warendorf, einspännig, 2000 Meter; 5. Trebjahren für warmblütige Hengste und Stuten und deren Nachzucht des Westf. Pierdestammbuches, zveispännig, 4000 Meter, Zusammensp runen zweier Pferde verschiedener Bestzer gestattet; 6 Galoppprüfung für Halbbruthengste und Sturen des des Perdestammbuches, ausgeschlossen sind Pferde, die 1906 in öffentlichen Rennen gelaufen sind, 3000 Meter; 7. Schnelltrabfahren für Hengste und Stuten des Westf. Pferdestammbuches, einspännig, 3000 Meter. Die Armeldungen zu den Püfungen haben bei der Geschäftsstelle des Westfäl. Pferdestammbuchs zu Münster, Schorlemerstr. 6, zu erfolgen und sind auch von dort ausführliche Pogramme und Anmeldebogen kostenfrei zu bezieben. Neunungsschluß ist der 15. August d. Is. Dortmund, 27. Juli.(Um nötigenfalls eine weitere Fürsorge für die schulentlassenen Taubstummen) eintreten zu lassen, soll auf Veranlassung des Landeshauptmanns der Provinz Westfalen eine Erhebung über die Verhältnisse der betreffenden Personen staltfiaden. Es wird als wünschenswert bezeichget, daß die Bildung eines Provinzialverbandes zur Unterstützung hilfsbedürstiger Taubstummer und die Errichtung eines Asyls für alte und erwerbsunfähige Taubstumme in die Wege geleitet werde. Aus den Nachbarprovinzen und Staaten. Detmold, 26. Juli.(Ein recht bedauerlicher Unglücksfall) ereignete sich hier gestern morgen. Ein 13jähriger Knabe fiel in die Werre und ertrank. Trotz lavgem Suchen gelang es nicht, die Leiche aus dem Fluß zu fischen. Der Verunglückte ist ein aus Hannover hier zu Besuch weilender Knabe, ein Enkel des früheren Haushose meisters K. Brakel, 26. Juli.(Die Näherin Maria Löneke in Hembsen,) eine arme Waise, bat vor einigen Wochen in bedrängter Lage Ihre Majestät die Kaiserin um eine Beihilfe zur Beschaffung einer Nähmaschine. Vor einigen Tagen erhielt sie direkt von Berlin auf allerhöchsten Befehl eine Nähmaschine zuzesandt, welche alle ihre Wünsche und Erwartungen übertraf. Pyrmont, 25. Juli.(Neues Inhalatorium.) Heute wurde hier ein neues Ipbelatorium fgei Klosterallee) eröffn zst hier der sogene Essen, 27. Jul Bruchhausen schütt troleum ins Hud Explosion, bei der wurde. Drei Ki helfen wollten, wurt Köln, 27. Juli und Selbstmor aus Begental kam nach Hause. Erd der Tochter seines auf diese eine: Hand verletzte. 2 dem Fenster und u Allgemeiner Ge der Preisbericht Landwit Vom 17. bi Die unverkennbare Optimikmus hinsichtlich zum Teil schon been stehenden Ernten der in der abgelaufenen Bei amtlicher und privater hindeuten, daß die Er täuscht, in vielen F# werden versprechen. Nordamerika, un dortigen Börsen an B Hilfe von Rostmeldung Höhe zu bringen, auch den Ausführungen de Price Current" rasch u lation und damit neue deutende Preisverschlech rumänischen Ernte, zufolge zu den besten z seit langem gehabt### raschen, als wiederholte Regenfälle zu mindest eine Zeit lang sehr in In Oesterreich darf Ackerbauministeriums a rechren, während die gegen 42,87 Millionen Weizenernte Ungarn Hu sicht kaum zu wünsa russischen Eenteaus Bild auch nicht zu: nachdem dort Hitze und bieten übermäßige Nied veru sacht haben, so Witterungsberichten wä doch einen ziemlich wei den immer noch beste äußerungs bestrebungen olleidings wirksom begre Dir Preußische S wonach Weizen seinen Roggen seine Note soga mit der in Handelskreise Auf die noch nicht allgeme für deren Ausfall die ar Proben keinen sicheren A. die wichselnde Witterung gürst a eingewirkt zu h die Mühlen den Preit Roggen äußerst vorsichti Die Ausführung vi 1. Dachdeckerarbe bau der II. 81 2. Zimmerarbeite Wilhelm=Augu Verdingungsunterla für Nr. 1 zu 0.30 Mk. ziehen, ebendaselbst sind entsprechender Aufs Freitag, den 3. und zwar für Nr. 1 bis einzureichen. Bielefeld, den 2 Bielefelder Aufert: Zimmerstraße Fftengung von schri und Adressen, Abschrif um Aufträge i Inhalatorium(neben dem Kurhause in der Klosterallee) eröffnet.— Nächsten Sonntag zst hier der sogenannte„Goldene Sonntag“. Essen, 27. Juli.(Unglucksfall.) In Bruchhausen schüttete eine Arbeiterfrau troleum ins Hudfeuer. Es erfolgte eine Explosion, bei der die Frau tötlich verbrannt wurde. Drei Kinder, welche der Mutter helfen wollten, wurden lebensgefährlich verletzt. Köln, 27. Juli.(Versuchter Mord und Selbstmord.) Ein Schustergeselle aus Begental kam heute morgen beirunken nach Hause. Er drang in das Schlafzimmer der Tochter seines Prinzipals ein und gab auf diese einen Schuß ab, der ihre Hand verletzte. Darauf stärzte er sich aus dem Fenster und war sogleich tot. Allgemeiner Getreide=Wochenbericht der Preisberichtsstelle des Deutschen Landwirtschaftsrats. Vom 17. bis 23. Juli 1906. Die unverkennbare Neigung zu weitgehendem Optimikmus hinsichtlich der im Zuge befindlichen, zum Teil schon beendetem oder noch zu Felde stehenden Ernten der nördlichen Welthälfte wurde in der abgelaufenen Berichtswoche durch eine Reihe amtlicher und privater Berichte bestärkt, die darauf hindeuten, daß die Erwartungen keineswegs enttäuscht, in vielen Fällen sogar übertroffen zu werden versprechen. Dies gilt besonders für Nordamerika, und wenn man es an den dortigen Börsen an Bestrebungen, die Preise mit Hilfe von Rostmeldungen wieder ein wenig in die Höhe zu bringen, auch nicht fehlen ließ, so folgten den Ausführungen des Fachblattes„Circinnati Price Current" rasch wieder Abgaben der Speku lation und damit neuerliche, wenn auch nicht bedeutende Preisverschlechterungen. Der Erfolg der rumänischen Ernte, die einem Konsulatsbericht zufolge zu den besten zählen soll, die dieses Land seit langem gehabt hat, muß umsomehr überraschen, als wiederholte stark und lang andauernde Regenfälle zu mindest den qualitativen Ausfall eine Zeit lang sehr in Frage zu stellen schienen. In Oesterreich dauf man nach dem Bericht des Ackerbauministeriums auf eine gute Mittelernte rechren, während die amtlicherseits auf 46.48 gegen 42,87 Millionen Doppel= Zentner geschätzte Weizenernte Ungarns auch in qualitativer Hir sicht kaum zu wünschen übrig läßt. Wenn die russischen Eenteaussichten dieses freundliche Bild auch nicht zu vervollständigen vermögen, nachdem dort Hitze und Trockenheit, in weiten Gebieten übermäßige Niederschläge großen Schaden veru sacht haben, so ließ man den besseren Witterungsberichten während der letzten Woche doch einen ziemlich weiten Spielraum, der durch den immer noch bestehenden Mangel an Etäußerung bestrebungen der russischen Exporteure olleidings wirksom begrenzt wu. de. Dir Preußische Saatenstandsbericht, wonach Weizen seinen guten Stand behauptet, Roggen seine Note sogar gebessert hat, deckt sich mit der in Handelskreisen bestehenden Auffassung. Auf die noch nicht allgemein vollendete Roggenernte, für deren Ausfall die an die Märkte kommenden Proben keinen sicheren Anhaltspunkt bieter, scheint die wichselnde Witterung der letzten Woche kaum gürst a eingewirkt zu haben. Dennoch begegnen die Mühlen den Preisforderungen für neuen Roggen äußerst vorsichtig, so daß die auf Grund von Bemusterungen eingeleiteten Verhandlungen den Verkäufern nur in vereinzelten Fällen die gewünschten Preise brachten. Daß die Warenbesitzer aus dem Mangel an alten Vorräten keinen Vorteil ziehen können, ist für die an die Ernte geknüpften Erwartungen ebenso bezeichnend wie für die bestehenden Bedurfsverhältnisse, die einem lebhafteren schäftsverkehr andauernd entgegenwirken. Unter diesen Verhältnissen vollzieht sich die Verwertung des nur noch selten an die Märkte kommenden Weizenangebots nicht ohne Schwierigkeit, während das meist aus minderwertigen Qualitäten be stehende Roggenmaterial nur bei weitgehindem Entgegenkommen Unterkunft finden kann. Die anfängliche Adschwächung auf dem Berliner Lieferungsmarkt war die Folge vermehrten Inlandsangebots und unveränderter Forderungen für schwimmenden Rufsenroggen. Als aber das Wetter und schließlich die durch die Auflösung der Duma in Rußland geschaffene Lage Bedenken erweckte, konnten Herbsttermine den vorwöchentlichen Preisstand wieder erreichen. Am lebhaftesten gestaltete sich auch in dieser Woche der Handel in Futterartikeln. Für Hafer veranlaßt der empfindliche Mangel an guten Mittelsorten, bei Futtergerste die festere Haltung Rußland den Bedarf zur Bewilligung der wefentlich erhöhten Preisforderungen. Auch im Mais geschäft sichert die lebhafte Bedarf:frage den knappen Zufuhren bereitwillige Aufnahme. Auf dem Weltmark haben sich in der abgelaufenen Berichtsperiode folgende Preisschwankungen vollzogen: Diff. in 1906 1906 Mt kg Weizen. 16.7. 28. 7. 1000per Paris per Juli Fes.— 23 65— Berlin, per Juli Mk. 183.— 182.25—0.75 Berlin loko Ml. 182.— 182—— Mannheim loko Mk. 190.50 191.50+1.00 Roggen. Berlin, per Juli Mk. 188.25 156.——2.25 Berlin, loko Mk. 155.— 155.—— Mannheim, loko Mr. 163.50 16450+1.00 Hafer. Berlin, loko Mk. 183.— 186.—+3.00 Mannheim, loko Mk. 167.— 167.— Bugnzte Teutschen Odastika= Linie uehing stweig. 25. Juli. Kavallerte. „Se. Majestht der Kaiser trifft Wunstertein und dem Truppentbungsplotz bei: am 7. Auguah wodut den Kavalerte nebungen eisenach, 26. Juli. Bürgermeister Bachmann von Gospenrode wurde zu 3 Monaten Gejangnis verurteilt, weil er eine Anzeige Sechmet hastemen unterStraßburg, 26. Juli. Vor 36 Jahi die Lust gesn dlte Eisenbahnbräce in Fiauren das a# gengt, Die mit den beiben Figuren der Fcheias und der Kinzig geschmückt „Die. Figur, in der der Rhein versinnbiltlicht JJu.,# An wieder zum Verschein gekommen, dagegen wurde die Figur der Kinzig wieder aufgefunden. Sie ist jetzt als Hauptschmuck bei dem . unseger Nachbarstadt kürzlich erichteten KriegerLenrmut verwendet worden, das gestern enthüllt Grsa:., gust dm Taze, da seinerzait die Lraal in dn Last gesprengt wurde. Das ganze Denkmal ist einfach, aber hübsch; es ist von Professor Rieger in Karlsruhe entworsen und vom Bildhauer Siefert in Lahr ausgeführt. Oeffentlicher Wetterdienst. Dienststelle: ensene Bache urit!!! Witterung für die Zeit vom Abend des 28. bis zum Abend des 29. Juli 1906. Nördliche westliche Winde, teilweise heiter, steller weise Gewitter, etwas kühler. Uebersicht der Witterung. Bielefeld, 28. Juli 1906. Mitgeteilt von Fr. Böckelmann Ww., hier. Niedrigst. Thermometerstand in der Nacht+-15 CC. Thermometerstand um 10 Uhr vorm.+19½ CC. Barometer 75,2 cm. : Ost. Himmel: heiter. „Berlin 26. Juli. Mit dem lenkbiren Tuftschiff unternahm Major von Parsesal gestern vom Tegeler Schießplatz aus erneut eine Auffahrt, bei der er infolge Havarie an der Steuerung zur Landung an einer unbeabsichtigten Stelle gezwungen # Der Mojor und Begleiter blieben unverletzt. Das rustschiff ist etwas beschädigt worden. Berlin, 27. Juli. Ueber den neuen sozialdemokratischen allgemeinen deutschen Metallarbeiterverband ist die Sperre verhängt worden. Die sozialdemokratische Preß kommission hat bestimmt, daß keinerlei Bekanntmachungen dieses Vereins, der aus dem Streit unter den Mitallarbeitern hervorgegangen ist, im „Vorwärts ausgenommen werden dürsen. Magdeburg, 27 Juli. Unter dem Verdacht, Erbschaftssteuer unterschlagen zu haben, wurde ein hi siger Provinzial steuersekretär verhaftet. Es handelt sich um sehr beträchtliche Summen. Hamburg, 27. Juli. Einer Einladung des Deutschen Flottenvereins folgend, trafen gestern 286 Lehrer aus allen Teilen Deutsch lands hier ein. Sie wurden von dem Vorsitzenden des Vereinspräsidiums, sowie von dem Hamburger Landesausschusse begrüßt und nahmen für den Abend und die Nacht auf Dampfern der WoerNeueste Nachrichten. Berlin, 28. Juli. Wie aus # von Puttkamer nahestehen den Kreisen verlautet, hat die gegen ihn angestrengte Diszipliar Untersuchung bisher ein für ihn außerordentlich günstiges Ergebnis gehabt. Von den gegen ihn bisher erhobenen Vorwürfen sei so wenig übrig geblieben, daß die Rückkehr des Herrn v. Puttkamer auf seinen Posten in Kamerun nicht ganz aus. geschlossen sei. — In dem Reichstagswahlkreise Döbeln beabsichtigen die Anti semiten dem„Vorwärts“ zufolge, einen eigenen Kandidaten aufzu stellen und zwar soll sich der Abg. Zimmermann erboten haben, diese Kandidatur auzunehmen. Hamburg, 28. Juli. Eisenbahnzug Bremen Harburg versuchte gestern während der Zug mit über 90 Kilometer Geschwindig keit in voller Fahrt sich befand in der Gegend von Lauenburg ein K Mann vom Trittbrett in ein AbF#l.3 Klasse zu dringen. In dem Nonn satzen 2 Herren, die beim Anblick des Mannes sofort die Tür zuschlugen und die Notbremse in Tätigkeit setzten. Beim Ab wurde nichts nscheste n gefunden, dagegen entbeitte mun später in einem leeren Kupee des betreffenden Zuges eine herrenlose Handtasche und einen Sommerpaletot. Ob ein Raubanfall beabsichtigt gewesen ist, hat noch nicht ermittelt werden können. wahl im m.: 28. Juli. Die Stich. Wahl im Reichstagswahlkreise Rinteln Hofgeismar ist auf den 4. August festgesetzt. 28. Juli. Die „Schles. Ztg.“ berichtet aus Sosno wice: Im russisch=polnischen Bezirk wurden in den letzten Tagen Flugblätter verteilt, in denen zum Generalstreik, beginnend mit dem heutigen Sonnabend um 4 Uhr früh aufgefordert wird. Alle Ar beiten in den Bezirken sollen um diese Zeit eingestellt werden. Auch der Eisenbahnverkehr soll ruhen und unterwegs befindliche Züge sollen angehalten werden. Petersburg, 28. Juli. Der Marine= minister hat infolge der Unruhen in stadt angeordnet, daß keine russi chen Kriegsschiffe mhr diesen Hasen anlaufen dürfen. Stoypin hat die Pcovinzgouverneure argewiesen, gegen die Umstürzler scharf mit Ausweisangen, Berbuftnagen und Verbannungen vorzugehen. Die Verfolgungen sind hauptsächlch gegen die Sozialrevolutioräte gerichtet, von denen über 600 Die Donerfarde Iudurin und ihre Werwendung. Das Indurin wird als trock nes Pulver von der Firma R. Avenarius& Co, Hamburg, Stuttgart, Berlin C. und Köln in den Handel gebracht und es genügt ein Wasserzustz nach den Vorschriften der Geb aucht anweisurg, um die weiße Farbe strichfertig zu bekommen. Während Oelfarbaoßtriche bei Neubauten eist nach Jahresfrist möglich sild, kann Indurin auf lasttrockenen Putz sofort cufgetragen werden und ist beim Gebrauch billiger als Oelfarbe. Nach kurzer Zeit verbindet sich das Indurin durch Verlieselung mit dim Putz ienig und wird steinhatt. matte, aber weißleuchiende IndurinAnst ich macht dessen Veewendung bei Fessaden und in Innentäumn kesondees vorteilhaft urd ist in hyzienischer B ziehung besonders wichtig, weil er das Ausdursten des M uerweits gestattet. Indurn ist gerochlos und gftseei, wischt nicht, auch sonn g##ß. Vo züge vor Liim und Kallferben. Z.bleige Gutach en worden den Inter sserten durch die Vrkaufsstelle auf Wunsch sni zug stell. In b siger Gegend ist Jaburin zu haben de J. H Richter, Farber, Bielefeid, Carl Platzmann, Draseur, Brackwede. Gute Reise! Du kannst auf Reisen für Dein Geld Fast alles wie zu Hause kaufen; Vermeide drum, die schöne Welt Mit schwerem Rucksack zu durchschnaufen. Man giebt Dir Beefsteak überall Und meistens auch ein warmes Betta; Doch nimm Dir mit auf jeden Fall Die Lieblings-Cigarette Salem Aleikum Salem Rleikum-Cigaretten guf Gas###e K.,,„kuschaft. Lekanntmachung. Die Ausführung von: 1. Dachdeckerarbeiten für den Erweiterungsbau der II. Bürgerschule, 2. Zimmerarbeiten für den Neubau des Wilhelm=Augusta=Stifts soll vergeben werden. Verdingungsunterlagen sind bei unserer Kanzlei II für Nr. 1 zu 0,30 Mk., für Nr. 2 zu 1.00 Mk. zu beziehen, ebendaselbst sind schriftliche verschlossene Angebote mit entsprechender Aufschrift bis zum Eröffnungstermin, sreitag, den 3. August 1906, vormittags und zwar für Nr. 1 bis 9 Uhr, für Nr. 2 bis 9½ Uhr einzureichen. Bielefeld, den 27. Juli 1906. Das Stadtbauamt. Steleteider Schrelbstabe. Vase: Zimmerstraße 19.— Fernsprecher 202. Fastriigung von schriftl. Arbeiten aller Art mittels Hand und Schreibmaschine. .— Abschriften, Pervielfältigungen. um Aufträge wird freundlichs gebeten. Eho Sie ein Piano oder 90 Harmonium kaufen, neu oder gebraucht, besichtigen Sie das Lager Weststraße 21. ile ich aus Dankbarkeit gern un icentgeltlich mit, was mir voahrelangen, qualvollen Magen ind Verdauungsbeschwerde: zeholfen hat. A. Hoeck, Lehrerin, Sachsenhausen b. Frankfurt a. M. Am Sonntag, den 29. Juli findet die Nachfrier des Tubitseses statt, zu welcher wir hierdurch ergebenst einladen. dieselbe alle Bestimmungen und Anordnungen. welche für das Schützenfest erlassen sind. Der Zutritt zum Johannisberg ist an diesem Nachmittag nur denjenigen gestattet, welche die Abzeichen des diesjährigen Schützenfestes sichtvar tragen und dazu nach den Hebelisten berechtigt sind. Eintrittsgeld für Fremde; 1. Herren Mk. 3.— 2. Damen Mk. 2.— Beginn des Scheiben=Schießens 3 Uhr. 3½ Uhr. des Feuerwerks gegen 10 Uhr. Bei günstiger Witterung von 11½ bis 12½ Uhr mittags: Parade=Musikauf dem Alten Marktplatz. Der Vorstand der Schützengesellschaft. v. Bergmann& Co., Radebenl ist das beste Haarwasse“, vert hindert Haarausfall, beseitigKopfschuppen, stärkt die Kopfu.rven, erzeugt einen kräftigen Haarwuchs und erhält dem Haar dieursprüngl. Farbe à Fl. 1.25 M. bei: Fa. Kronenparfüm. Dreseler. Institut Boltz, Ilmenau i Th. Schnell. sich. Vorber. i. Einj=, Fähnr.= und Prim.= Examen. Progr. frei! März 1906 bestanden sämtliche Prüflinge. . Svortwagen, # Lupvenwagen, Bady= u. Reisekörde beziehtman dlt., größt, sachl. Kinderwogenfabr. enorm billig. Sage b. Katalogverlang. ob einkauf mit 10% Rabatt od. bequeme Teilzahlung Dir lieber iins neaiher Stinne ans! Prrschmaschinen=Besitzer. Empfehle zur bevorstehenden Ernte „Treibriemen in Leder und beste Baumwoll-Riemen in jeder Breite.— Sowie Reparaturen —— gebrauchter Riemen billigst.—— F. W. Lütkemeyer, Welle 43. empfehle in frischer keimfähiger Ware Inkarnatklee Luzerne Lupinen Wicken Peluschken Winterwicken Seuf Spörgel Oelrettig Winterrübsen Herbst oder Stoppelrübsamen Buchweizen sowie sämtliche Gras- u. Kleesaaten, Spinat, Wirsing. Rotkohl, Radies, Feldsalat Kopfsalat etc. .. Romeler, Jahnplatz 8. 2 Infolge der Erhöhung der Brausteuer von 4 Mark bis auf 10 Mark des Gerstenzolles von 2 Mark auf 4 Mark des Malzzolles von 3.60 auf 5.75 Mark des Hopfenzolles von 14 Mark auf 20 Mark des Haferzolles von 2.80 Mark auf 5 Mark des Pferdezolles von 20 Mark auf 90 resp. 180 Mark sowie Erhöhung der Preise für Kohle um 30 bis 75% für Transportfässer um 40 bis 60% für Lagerfässer um 100% für Flaschen, Gummi, Metallwaren etc. um 30 bis 75% sehen wir uns im Einverständnis mit den benachbarten Brauereivereinigungen in Hannover, Hamburg, Bremen, Braunschweig, Kassel, Dortmund, sowie der übrigen Brauereien des Rheinisch-Westfälischen Brauereiverbandes zu unserem Bedauern in die dringende Notwendigkeit versetzt, vom 1. August d. Js. ab den Bierpreis um mindestens 1 Mark zu erhöhen pro 100 Liter Faßbier für Wirte und Wiederverkäufer unter Wegfall der Nebenleistungen. Um der Ausstreuung irriger Gerüchte entgegenzutreten, geben wir hiermit bekannt, daß der Beschluß, die Bierpreise zu erhöhen, keineswegs auf das Betreiben einer einzelnen VerbandsBrauerei, sondern von sämtlichen Brauereien der unterzeichneten Vereinigung einstimmig gefaßt worden ist. Die Norddeutsche Brauerei-Vereinigung. 800 Gu Sudbrak. Aisstonssest Taden nrost Wöhnung im Hause Arndtstrasse No. 8 vom am 29. Juli, nachm. 3 Uhr 11. Oktober 1906 ab zu vermieten. Auskunft im Rathaus, Zimmer 29. Gehölz d. Gutes Sudbrak. P. Bellingrodt=Dönberg. P. Vogelsang=Herford. Von der Reise zurück Nachdem die Umbauten in unserer MalzbierBrauerei beendet sind, bringen wir unsere anerkannt vortreffliche, alkoholschwache Karl Menkel, Marzkreie Bielefeld, Obernthorwall 4 b. gesetzlich geschützt Unfertigung sämtl. feiner Herren=Garderoben in Tuchen, Buckskins in empfehlende Erinnerung. Dieses Produkt gilt wegen seines relativ hohen Extraktgehaltes als nahrhaftes Erfrischungsgetränk. Für prompte und tadellose Lieferung übernehmen wir volle Garantie. Golb Lindener Aktien-Brauerei, vormals Brande& Meyer. wert ist ein zartes, reines Gesicht, rosiger, jugendfrisches Aussehen weiße, sammetweiche Haut und blendend schöner Teint. Alles erzeugt die alle in echte Steckenpferd=Lilienmilch=Seife v. Bergmann& Co, R. debeu! mit Schutzmarke: Steckenpferd. à St. 50 Pfg. bei L. Schäfer, Bielefeld. Petri Gebrüder, Minden. Linden vor Hannover. Prima phosphorsaurer Patterkan Waeschl Marke A. und B. in jedem Quantum zu billigsten Preisen. Maximilian Koch, K Niedernstrasse 43. BankVerein Hinsberg, Fischer& Co. Blelefeld BIELEFELD. Fernspr. II9 Reichsbankstr. 15. Kapital: Mk. 60000000. Reserven: Mk. 11 400000. Eröffnung laufender Rechnungen mit und ohne Kredit. Annahme von Geldern zur Gutschrift auf provisionsfreien Scheck- Konti mit günstiger Verzinsung. Verzinsung von Geldern, je nach Kündigungstrist(DepositenRechnungen). Diskontierung und Einziehung von Wechseln. Ausschreibung von Schecks Wechseln, Kreditbriefen. Anund Verkauf von Wertpapieren Einlösung von Zins- und Dividendenscheinen, verlosten und gekündigten Wertpapieren. Annahme und Verwaltung von Wertpapieren als offene Depôts unter gesetzlicher Haftung. Verlosung-Kontrolle, Versicherung gegen Kursverlust Aufbewahrung geschlossener Depôts. Vermietung stählerner Schrankfächer(Safes) in feuer- und diebessicheren Tresoren. Geld Darlehne, 5%, gibi rell Leuten Otto Kleusch, Berlia Schönhauser Allee 128. Rückporto. Ueffentliches Verkehrs-Bureau Zimmerstraße 191. Unentgeltliche Auskunft in allen Verhehrsangelegenheiten Einsichtnahme von Karten, Führern usw. Annahme von Beitrittserklärungen zum Verschönerungs=Verein. Knaben=Institut Spielwigge bei Lüdenscheid. Gegründet 1858. Gesunde Lage in ländlicher Stille. Schnelle und sichere Vorbereitung für die oberen Klassen höherer Schulen; gewissenhafte Beaussichtigung; beste körperliche Pflege: Pensionspreis gering. Prosekt kostenfrei. Dr. Rentrop. 6. Kongreß Gewerkschaft Ja der weiteren Meiallarbeiter W Streikrecht der Arb dorf sagt, es ist wenn man für vierten Standes ein schaften haben eine erfüllen. Schmid sezialgesinnten Part in die Purlamente M. Gladdach wende katholischen Fachvere ein für die parlame den Kreisen der christ und für die eingeher in der Lindarbeiter bezeichnet als Haut zum selbständigen D Sozialdemokratie, zu Sozialdemokraten 15# inszenieren, da sie mit bewegung rechnen mi bildung müssen wir nicht als Gewerksa Kampf, sondern als die sich einer belieb Effert=Essen, der verwahrt sich gegen dem internationalen London gegen ihn seiner Stellungnahme bewegung. Den ru er seine Sympathien er auch die angewen beißen konnte. Berg fiehlt den Beitritt Korporationen, die E haben, wie z. B. die vereine und hält es in die Redaktionen zu verschaffev. Am Nachmittag spi Düsseldorf über die Agitation unter! In Dautschland sind lichen Dienstboten 5 26 erwerbstätig, darunter und diesen gleichgestel Er. Jüngl.= und Männe St. Pauli. Vereinslokal Paulusstraße Sonntag, den 29. Jul nachm. 1½ Uhr: Familien-Aus nach Kolon NiewöhnerAntreten beim Verein: Um zahlreiche Beteiligun Der Vorst Ev. Männer= u. Jünglingi „St. Johannis“ zu Bie Sonntag, den 29. Ausflug des nach Gellers! Dortselbst Preiswetts Abmarsch punkt meindehaus. Mitglieder und Fi eingeladen. Der B as ber e Sonntag, den 29. Jul nachmittags 4½ Uhr Fämiliärer=Aus nach unserm Waldspie Jugend=Abteil: Nachmittag 3½ Uhr Autreten im Vereinsg Jeder herzlich willkomme Der Vorst Verontwortich für den mdcktonelen Leil Hermaun Lange, füle den Relans und Inseraten=Tel R. Trautmann, Deuck und Vrlag von A. von der Mühlen, sämlich in Bielsch. Keue Pestsaltschr Volns Bettung. 175.„„ 9 6. Kongreß der christlichen Gewerkschaften Breslau, 24. Juli. Ja der weiteren Diskussion verteidigt Meiallarbeiter Wieber= Duisburg das Streikrecht der Arbeiter. Röhling=Düsseldorf sagt, es ist noch kein Klossenkampf, wenn man für Besserung der Lage des vierten Standes eintritt. Die cheistl. Gewerk schaften haben eine wichtige Kulturarbeit zu erfüllen. Schmidt=Bochum fordert alle sezialgesinnten Parteien auf, mehr Arbeiter in die Prrlamente zu senden Becker M. Gladdach wendet sich nochmals gegen die katholischen Fachvereine. Redner tritt ferner ein für die parlamentarische Vertretung aus den Kreisen der christlich organssierten Arbeiter und für die eingehende praktische Betätigung in der Lindarbeiterfrage. Behrens=Essin bezeichnet als Hauptaufgabe die Erziehung zum selbständigen Denken, nicht wie in der Sozialdemokratie, zum Herdenmenschen. Die Sozialdemokraten könnten keinen Massenstreit inszenieren, da sie mit der christ. Gewerkschaftsbewegung rechnen müssen. Die eigene Partei bildung müssen wir ablehnen; wir treten nicht als Gewerkschaft in den politischen Kampf, sondern als freie deutsche Männer, die sich einer beliebigen Partei anschließen. Effert=Essen, der Führer im Ruhrstreik verwahrt sich gegen die Vorwürfe, die auf dem internationalen Bergarbeiterkongresse in London gegen ihn erhoben wurden, wegen seiner Stellungnahme zur russischen Arbeiter bewegung. Deu russischen Arbeitern habe er seine Sympathien entgegenzebracht, wenn er auch die angewendeten Mittel nicht gutheißen konnte. Bergmann München emp fiehlt den Beitritt zu den verschiedenen Korporationen, die Einfluß auf die Arbeiter haben, wie z. B. die konfessionellen Arbeiter. vereine und hält es für nützlich, Arbeitern in die Redaktionen großer Blätter Eingang zu verschaffen. Am Nachmittag sprach Wilh. RöhlingDüsseldorf über die gewerkschaftliche Agitation unter den Arbeiterinnen. In Dautschland sind neben 1313957 weiblichen Dienstboten 5 264 393 weibl. Personen erwerbstätig, darunter 998107 in Fabriken und diesen gleichgestellten Betrieben. In den freien Gewerkschaften sind zur Zeit erst 60 bis 70000, in den christlichen 12000 und in den Hirsch=Dunkerschen Gewerkschaften 10 000 Arbeiterinnen organisiert. Zu dem Vortraze liegt folgende Ertschließung vor:„Un eine intensioe und planmäßige Agitation unter den Arbeiterinnen zu ermög lichen, ist die Heranbildung und Schulung weiblicher Agitationskräfte, sowie die An stellung von Beamtinnen nach Möglichkeit zu sördern. Mehr noch als für die männlichen Arbeiter hält der Kongreß ein harmonisches Zesammenwirken zwischen den konfessionellen Arbeiterinnen Vereinen und den christlichen Gewerkschaften für geboten, damit den Arbeiterinnen in der konfessionellen Vereinigung der relig ö2 sittliche Halt und in der Gewerkschaft der tötig: wirtschaftliche Schutz zuteil werde. Von allen christlich organisierten männlichen Arbeitern erwartet d.r Kongreß daß sie es als ihre ernste und wichtige Aufgabe betrachten, ihre erwerbstätigen weiblichen Famil enangehörigen den christlichen Gewerkschaften zuzuführen.“ Ein hierzu gestellter Antlag ersuckt den Aus schuß die Herausgabe eines christl. Gewerkschafts#lattes für Arbeiterinnen unter einer wenn möglich weiblichen Redaktionsführung in errsthafte E wägung zu zi hmn. Et wurde dann we ter eine Entschließung angenommen, die für die Frauen das Vereinsund Versammlungsrecht fordert und zu diesem Zweck= ein reichsgesetzliches Eir greifen verlangt. Ein Antrag auf Ausbildung von Agitatorinnen für die Frauenbewegung und Anstellung vom Gesamtverbande wurde ab gelihnt. Der Kongreß erledigte dann noch weitere Anträge, unter diesen einen, der die Bekämpsung des Mißbrauchs alkoholischer Getränke verlangt, des weiteren einen, der verlangt, daß die Gewerbeinspektionsberichte den Arbeitern zu billigeren Preisen zugänglich gemacht werden sollen, ferner ein Antrag, der den Geweibe Jusp kioren das Recht zugestehen will, bei Loyrkämpfen, da, wo kein Gewerbegericht x stiert, die streikenden Parteien vorzuladen. Dann wurde der Kungr.5 mit einem Schlißvorte des Vorsitzenden Wiedeberg geschussen Am Mittwoch Morgen ist die Gen ral Versammlung des Verbandes. Breslau, 25. Juli. In der weiteren Virhandlung wurde die Eatschließung zu dem Vortrag Kloft über die christlichen Ortskartelle mit Er. Jüngl.= und Männerverein St. Pauli. Vereinslokal Paulusstraße Nr. 26. einigen Aenderungen angenommen. Danach wurde erstens eingefügt, daß die Kartelle sehr wichtige Institutionen für die gemeinsam zu erstrebenden Juter ssen der christlich organisierten Arbeiter und Arbeiterinnen seien, und zweitens wurd: im Schlußteil folgender Passus eingestellt:„Auch dürfen die Kartelle als solche sich nicht an den kommunalen Wahlen aktiv beteiligen, müssen sich vielmehr von allen parteipolitischen Aktionen streng fervhalten Von den Ortskartellen wird erwartet, deß dieselben bei der Durchführung ihrer Aufgaben und in der Zisammensetzung seitens der einzelnen Berufegruppen in loyalster Weise verfahren. Es ist namentlich darauf zu achten, daß nicht so sehr Majoritätsbeschlüsse herbeigeführt werden, sondern der Weg der Ver ständigung gewählt wird. In allen strittigen Fällen sind die Kartille gehalten, eine Dirikt ve des Vorstandes des Gesamiverbandes einzuholen. Der Kongreß wurde hierauf von Wiede berg= Berlin geschlossen. In Anschluß an den christlichen Gewerk schaftskongreß fand heute vormittag die Generalversammlung des Gesamtverbandes statt. Generalsekretär Stegerwald Köln berichtet zunächst über die durch den Ausschuß des Gesantverbandes betriebene Agitation. Es sei ein BeamtenUnterstützungsfonds geschaffen und die Gewerkschaftsbeamten sollen gehalten sein, diesem beizutreten. Der Kassenbericht für das Jahr 1905 schließt ab mit einer Einnahme von 62508 Mark und einer Ausgabe von 41 650 Maik, so daß ein Ueberschuß von 20 858 Mark zu verzeichnen ist. Beschlossen wurde, künftig die Obliegenheiten der Generalversammlung den Kongressen zu übertragen. Die Jahresbeiträge zim Gesamtausschuß wurden für männliche Mitglieder auf 20 Pfennige, für weibliche Mitglieder auf 10 Pfennige festgesetzt.(Früher 10 bezw. 5 Pfg.) Hasse=Posen begründet den Antrag der Schlesischen Azitations= Hrosähiten sie dst, velisen Sprachgebieie. Die Zihl der po nischen Mitglieder betrage, abgesehen von den Birg leuten, etwa 4000, daraus ergebe sich die Notwendigkeit, auch für polnische gewerkschaft liche Literatur zu sorgen. Der Antrag rief eine lebhafte D.botte hervor. Steger: wald Köln ist der Ansicht, diß die Ausgaben hierfür von den interessierten Ber bänden übernommen werden müßten. Der Gesamtausschuß wende ohnedies für das östliche Gebiet ollein den fünften Teil des Jehresetats, etwa 7500 Mark, auf. Der Antrag wirde schließlich dem Gesamtvorstande zur Erwägung und wöglichst schnellen Erledigung überwiesen. Eine Reihe weiterer Anträge bezogen sich auf die Anstellung von Gewerkschaftssekretäre: für einzelne Bezirke. Wieber= Duisburg und Stegerwald Köln nahmen Stellung dagegen, daß von den Kollegen die Anfict vertreten wird, ohne Beamte nicht mehr arbeiten zu können. Die einzelnen Anträge wurden schließlich dem Gesamtvorstand überwiesen. Ja der Schlußrede hob SchifferDüsseldorf noch, um irrtümlichen Auffassungen zu begegnen, hervor, daß die christlichen Gewerkschaften keineswegs die Absichten haben, die konfessionellen Arbeitervereine auszuschalten. Die christlichen Gewerkschaften wären dirchaus nicht Gegner der konfessionellen Arbeitervereine. In Herkst dieses Jahres plane man sogar schreibt die„Rh=Wesf. Ztg“ eine gemei.same Aktion mit den konfessionellen Vereiner. In den Vorstand des Gesamtausschusses wurden gewählt Schiffer Düsseldorf als Vorsitzender, Behrens Köln als zweiter Vorsitzender und Stegerwald=Köln als Generalsekretär. Sonntag, den 29. Juli 1906, nachm. 1½ Uhr: Familien-Ausflug nach Kolon Niewöhner-Quelle. Antreten beim Vereinslokal. Um zahlreiche Beteiligung bittet Der Vorstand. Ev. Männer= u. Jünglingsverein „St. Johannis“ zu Bielefeld. Sonntag, den 29. Juli 1906, Ausflug des Vereins nach Gellershagen. Dortselbst Preiswettspziele. Abmarsch punkt 3 vom Gemeindehaus. Mitglieder und Freunde sind herzlich eingeladen. Der Vorstand. Sercis unger Blin Bielefeld, Papenmarkt 2. Sonntag, den 29. Juli 1906, nachmittags 4½ Uhr: Fämiliärer=Ausflug nach unserm Waldspielplatz. Jugend=Abteilung. Nachmittag 3½ Uhr: Autreten im Vereinsgarten. Jeder herzlich willkommen. Der Vorstand. AMhädter Zinglings und Männer=Verein. Lokal: Ev. Vereinshaus. Sonntag, den 29. Juli: Familien nach Quellental. Abmarsch 2 Uhr Kriegerdenkmal Wir bitten um zahlreiches Erscheinen unserer Mitglieder. Freunde sind herzl. willkommen. Der Vorstand. Suulwiinen, sowie sämtl. Getreidesorten, Futterartikel, Salz, Torfstreu und Düngemittel kaufen Sie in bester Qualität zu billigsten Tagespreisen bei Julius Lorentz, Telefon Nr. 54. Gütersloherstr. 7. Darlehn auf Möbel, Wirtschaft usw. gibt Selbstgeber ohne unnötige Vorauszahlung. Unger, Berli a, Gubenerstr. 16. Rückporto 3 M wecks unübertroffene Einmach-s gläser zu Fabrikpreisen. : F. Consbruch, 8 Porzellan Glas etc. 3 Bielsteld, Obernstr. 9. Ger In meinem Verlag erschien: Enger, die Wittekindsstadt in Wort und Bild von W. Neuhaus. Preis 60 Pfg. Das elegant ausgestattete, mit zahlreichen Illustrationen geschmückte Werkchen ist ein in fesselnder, frischer Weise geschriebener Führer durch die Geschichte und Sehenswürdigkeiten der alten Wittekindsstadt. „ Heinrich Kuhlmann, Buchhandlung 71) Enger i. W. se AR Kirche, Schule und Mission (Eine Hochschule für Eingeborene in der Kapkolonie) wird geplant, entweder in Maseru oder in Lovedale. Die Eingeborenen haben durch ihre Vertriter auf einer Konserenz in Lovedale nicht rur eine begeistirte Resolution gefaßt, sondern zwei Millionen Mark zur Fundierung der Anstalt gezeichnet. Und daß die Vertreter ihre Volksgenossen nicht überschätzt haben, zeigen die Tatsachen. Von allen Seiten Leumm Li. W.:.2g.:# Ei.g errnUpirzton an der Grenze unserer Kolocie Südwestasrika sundten 230 Ml., die Eingeborenen von Sierkstroom 783 Mk. Furf Männ=rversammlungen in Maclear zeichneten 710 Mk., andere in Iduty va 1000 M!. Dis sind Zahlen, die beweisen, welckes Jnteresse die Eingeborenen an der Förderung ihrer eigenen Bildung nehmen. 70 Lh 15 571 157 65 51 TI 10 123 Valsuslei Verschiedene Konstruktionen Überall anzubringen Bestes und bekanntestes Norddeutsches Fabrikat. Nr 17 rDreschmaschinen-Besitzern empfehle ich: Ia. Kernleder-Treibriemen Baumwolltuch- u. Kamelhaar-Treibriemen Nähriemen und Verbinder Packungen:: Spiral-Schläuche Ta. Maschinen-Oele bewährte Zylinder-Dele Maschinen-Fette und alle übrigen technischen Bedartsartikel. M. S. Peill irgggeleielelu Inh.: Ingenieur Wilh. Vehring. Technisches Geschäft Oel-Import Reichspoststr. 8. Wilhelmstrasse 9. — Fernsprecher 141.— Neuheit. Krumeichs Konserven-Krug aus salzglasiertem Steinzeug. #CE Hager& Schweikher, Bielefeld gägre, Oberitherval 7. Fernsprecher 204. pagzat, gstug Seriticherig Erstes Tapeten- u. Linoleum-Spezialhaus Wiln. Ottrogge, Blelefeld. wegen vorgerückter Saison Sousutende Wreiserinuserguna aufO 5 Sommerkleidersroste Kielderkattune Masselne usw. asd. AIs anssergewräbnligteP 111. Kleiderkattun zu 20, 25, 38, 45 Pfg. Als aussergewonnlien billig empfehle: Musseline, reine Wolle zu 70, 80, 90, 100 Pfg. Musseline 45 Pfg. zu 26, 33, 38, 55 Pfg. zu 70, 80, 90, 100 Pfg. Kleidersiamosen schggge,, gr Kleid 6 Meter zu 3.00, 3.60, 3.90 Anterroike Ainderkteiechen in Barchend, Kattun und Wolle zu 65 Pfg., 100.135, 170 u. höher. Bett=Kattune und Satins Samenhembrn 100, 1.25. 1.50 mit Herzpasse und Schulterschluß zu 1.50 1.50, 1.60, 1.75, 1.90. M. in Kattun, Lüster und Satin zu 1.40, 1.75,2.30, 2.70 u. höher. das Meter zu 20 Jc, JU, W, 40 Sämtliche Aussteuerartikel zu enorm billigen Preisen. Bielefeld, Obernstr. 35. Feteiieertrss Gegenüber der kath. Kirche. S 82 9 8 * Kreis-Sparkasse, Vielest##### Spiegelstrasse 1. I Gemeinsame Spar= und Darlehnskasse für e den Stadtreis und den Landkreis Bielefeld. ia Einlagebestand 44½ Millionen Mark. .. de von opar-Einlagen. * Ausleihung von Darlehen. S S §p Geoffnet: An den Wochentagen vormittags i von 9 bis 1 Uhr, nachmittags von 3 bis 6 Uhr, sowie an jedem ersten und letzten Sonntag im Monat vormittags von 11½) bis 12 Uhr. 88 Unterempfangsstellen # in Bielefeld Bürgerweg 44a und Herforder##straße 130(Pottenau), Brackwede, Dornberg, Gadderbaum, Heepen, Isselhorst, Schildesche, L. Jöllenbeck, Ubbedissen. Das Kuratoriun der Kreis=Sparkaßse. 8 85 9 KCl Mötelfabrik u. Dekorationsgeschäft Wilh. Barkey Schillerplatz 20a Fabrik Waldhof 2. Wohnungs-Einrichtungen in allen Preislagen. Grosse Auswahl in einzelnen Holz- und Polstermöbeln, Dekorationen, Teppichen etc. Fessne, Holster- und Dekorations-Werkstätten. Feinste Referenzen.— Mehrjährige Garantie. Heinr. Kipp, Altstädter Kirchstraße empfiehlt äußerst billig mi mehrjähriger Garantie Taschenuhren, Wanduhren, Tranringe u 585 und 560/1000 Go!: Prochen, Medaillons, Ketten in Gold, Doublé und Silber, krillen, Pincenez, Perspektive. Reparaturen berden sorgfältig und billigst mi Garantie ausgeführt. NB. Sonntags geschlossen Tabakraucher Empfehle Tabak von Crüwen Prüggemeyer, Kisker, König Zormann, Oldenkott un zöninger in größter Auswah Besonders mache ich auf meine u 25 und 80 Pfg. p. Pfd. en kerksam. H. Jürging, Gehrenberg 27 Meine El Salida zat soviel Liebhaber, daß ich un zoch diese einzige Sorte fabrizier Inter der Geistlichkeit ist sie eingeführt, daß sie ohne Zurhun in ganzen Gemeinde: zuter dem Namen Pastorenzigarr bekannt ist. Sie ist milde, aromattic lange und leicht brennend, nur au uuserlesenen überseeischen Tabak: zergestellt. Jeder urteilt: Etwgseines für wenig Geld. Um Sie von der Wahrheit deBesagten zu überzeugen, sende ic Ihnen eine Probekiste 100 Stür dieser hochnoblen Zigarre(Hand arbeit), die in Geschäften 10 osten, für 6 Mi. franko unte Nachnahme. Verpackung wird nicht berechne. Nachnahmegebühren trage ich. Loeben erschienen: Jubiläumsausgabe 1980-1005 Andrees Hilgemeiner Unschias in 139 Haupt- und 161 Nebenkarten nebs, vollständigem alphabetischen Namenverzeichnis. Fünfte, völlig neubearbeitete und vermehrte Auflage Herausgegeben von fl. SCOBEL Verlag von Delhagen& Klasing in Bielefeld und Leipzig Andrees Handatlas erscheint, fünfundzwanzig jahre nach der ersten Veröffentsichung, heute in fünfter, völlig neubearbeiteter Riesenauflage. Nndrees Handatlas ist in diesem Vierteljahrhundert stets an der Spitze aller Konkurrenz- Unternehmungen geblieben. rororerre Andrees Handatlas der weitverbreitetste und beliebteste, weil vielseitigste praktischste, übersichtlichste, preiswerteste aller Rtlanten. Andrees Handatlas erscheint soeben in s6 wöchentlichen Lieferungen zu nur Pf., um allen Kreisen die Anschaffung zu ermöglichen. Die erste Lieferung wird von jeder Buchhandlung bereitwilligst zur Rnsicht vorgelegt. Arnder Ausstattungen als Hemdchen. Jäckchen, Wickelbänder Wickeltücher, Kindertücher, kaufkleidchen, wollene Kattun= und BarchendKleidchen, Tragröcke, Steckkissen, Taufhäubchen= und Lätzchen. Taillenbändchen, Korsettchen, Kinderschürzen Wasserdichte Betteinlagen, Gesundheitskorsetts, Wagendecken, Zahnha# ketten 2e. äußerst billig Baby-Bazar Herm. Sauerland, Bielefeld, 15 Gehrenberg 15. J. H. Fleer Zioarensbrit, Bioto. für den redaktionellen Teil Hermann Lauge, für den Reklame= und Inseraten=Teil bische, Schraibsessel, sowie deutsche und amerikanische Roll-Pulte zu besonders billigen Preisen. Fritz Tiekötter Möbelfabrik, Niedernstr. 45. Schmerzl. Zahnziehen 1 Mark. uasdl icher Schuerit Plombieren etc. etc. billigst. Kassenmitglieder werden von mit auch behandelt. S. Klarowicz, praktisch Zahnkünstler, Kaiserstraße 119. Suche für meine Herrschaft, bei der ich 2½ Jahr in Stellung war, zum 1. Oktover ein tüchtiges Mädchen für Küche und Haus. Zweitmädchen vorhanden. Angenehme Stelle. Hoher Lohn. L. Kirmöller bei Frau Direkt. Brüggemann, Elektrizitätswerk Bielefeld. N. Trautmann, Druck und Verlag von A. von der Mählen, sämtlich in Bieleseld