stadt lhaus. zahlreichen en ist ein sschriebener d Sehensisstadt. andlung tter AIN Mden KUn Ken? Ringel * O. 7. treich mmen r. verke rsönlicher Leitung IA Telephon 726. ag, den 23. d. chießplatzes auf Gefahr, durch usgeschlossen ist. dem Sonntage, der Festplatz ehr mit Fuhrwaltung. Bielefeld Vierteljährlich in der Geschäftsstelle n. an allen Postanstalten 1 M., bei täglicher Zupellung in Bielefeld 1.20 M., durch Briesträger 1,42 M. 30. Jahrgang Anzeigengebühr für die einspaltige Petitzeile oder deren Raum 12 Pf., für auswärts 15 Pf., Reklamen 40 Pf. Erscheint sechsmal wöchentlich Geschäftsstelle Ritterstr. 43. Fernsprecher Nr. 15. Sistorischer Kalender. 23. Juli: Nürnberger Religionsfriede, 1532.— Götz von Berlichingen, gest 1562.— Schleswig kommt an Dänemark, 1720— Friedrich der Große schließt den deutschen Fürstenbund gegen Oesterreich, 1785.— Pros. Dr. Kuno Fischer an der Heidelberger Universität, geb. 1824.— Kapitulation von Rastatt, 1849.— General Grant, gest. 1885.— Untergang des „Iltis“, 1896— Begegnung Kaiser Wilhelms mit dem Zaren im finnischen Meerbusen in der Nacht zum 24. Juli 1905. Wichtige Entscheidungen in Rußland. Am Sonnabend wurde aus Peterhof gemeldet, der Zar betrachte die von der Duma vorgeschlagene Manifestation als eine Hand lung offener Empörung und habe sich auch mit scharfem Tadel gegen die mildere Fassung gewandt, in der das Manifest inzwischen angenommen worden ist. Eine vollständige Sinnesänderung bei Hofe habe sich vollzogen und zu dem Entschluß geführt, auch vor den entschiedensten Mitteln nicht zureckzuschrecken. Diesem Entschluß ist die Tat auf dem Fuße nachgefolgt. Gestern trafen folgende Depeschen ein: Petersburg, 22. Juli. Ein kaiserlicher Ukas verfügt die Auflösung der Duma und die Einberusung einer neuen Duma für den 5. März 1907. Die Bedingungen, unter denen die Neuwahlen stattfinden sollen, werden erst später veröffentlicht werden. Petersburg, 22. Juli. Ein zweiter kaiserlicher Ukas verfügt die Enthebung dis Ministerpräsiderten Goremykin. Seinen Posten übernimmt der bisherige Minister des Innern, Stolypin, welcher zugleich das Innere beibehält. Stadt und Gouvernement Petersburg sind in den Zustand des außerordentlichen Schutzes versetzt. Ueber das Gouvernement Kiew, ausgenommen den Bezirk Kiew, ist er Kriegszust and proklamiert. Weiter wird aus Petersburg von gestern gemeldet: Den Botschaften und Gesandtschaften wird ein militärischer Schutz von je 25 Mann gegeben. Ein in Petersburg tagender konstituierender Kongreß der russischen Sektion der internationalchristlich=sozialen Partei wurde auf gelöst. In der Redaktion des„Mysl“ wurde das gesamte zentrale Revolutionskomitee, das eben eine Sitzung abhalten wollte, als die Polizei erschien, von dieser verhaftet. Alle sozialdemokratischen Blätter sollen unterdrückt werden. Mit allen Eisenbahnzügen treffen fortwährend Truppenverstärkungen in Petersburg ein, auch zahlreiche Artillerie. 200 Geheimpolizisten sind angeblich zur Ueberwachung einiger politischer Persönlichkeiten ins Ausland abgereist. 75 Geheimpolizisten wurden zur Verstärkung nach Peterhof gesandt. General Trepow wird von 25 Detektivs bewacht. Kurland wird von bewaffneten Banden von 20 bis 60 Mann durchzogen. Viele Mordtaten werden gemeldet. Mehrere große Fabriken wurden geschlossen und die Arbeiter entlassen. Für Montag wird ein allgemeiner Setzerausstand angemeldet, der 2 bis 3 Wochen andauern soll. Nach Kronstadt wurden Dragoner- und Husarenabteilungen entsandt, weil es unter den Matrosen gährt. In Sewastopol stellten 2500 Matrosen ein Programm ihrer Forderungen auf. Sie drohen mit einer Meuterei aller Mannschaften der Schwarzen Meerflotte, wenn diese Forderungen nicht erfüllt werden sollten. Tirlesetb Montag, 23 Juli 1906. Polnische Wuhlarbeit. Ein Kongreß der Sokols, der polnischen Turner, hat in Verbindung mit einem großen öffentlichen Sokolfest kürzlich auf der Radrenndahn in Treptow bei Berlin stattgefunden unter Teilnahme von über 250 Sokolmitgliedern. Es handelt sich um eine Veranstaltung des 5. westlichen Gaues des Verbandes der Sokolvereine Deutschlands. Vertreten sollten außer dem Berliner Sokolverein auch die Vereine von Rixdorf, Charlottenburg, Hamburg, Delmenhorst usw. sein. Wie im polnischen Lager wiederholt zugegeben wurde, stellt sich das polnische Sokoltum die Aufgabe, mit allen ihm zu Gebote stehenden Mitteln— in erster Linie kommt dabei die Arbeit für Verbreitung des Schreibund Leseunterrichts in polnischer Sprache in Betracht— die allpolnischen Bestrebungen zu fördern und den Maßnahmen der preußischen Staatsregierung zur Erhaltung der deutschen Sprache und Kultur entgegenzuarbeiten. Die Veranstaltung in Treptow ist also kaum so harmlos wie es auf den ersten Blick scheinen möchte, und danach ist auch die weitere Tatsache zu bewerten, daß dieser Kongreß die erste in einer Reihe polnischnationaler Veranstaltungen war, die im Laufe des Sommers in Berlin geplant sind. Ihm folgte bereits ein Kongreß polnischer Sangesbrüder. Man kann auf jeden Fall daraus schließen, in welchem Umfange das polnische Sokoltum in der Hauptstadt des Deutschen Reiches Fuß gefaßt hat. Uebrigens gehen die polnischen Aspirationen noch viel weiter nach dem Westen. In den Augen der polnischen„Patrioten“ gilt der rheinisch=westfälische Industriebezirk bereits als polnisches Land. Man macht es Polen, die in Westfalen leben, öffentlich zum Vorwurf, wenn sie etwas bei Deutschen kaufen. Lehrreich sind einige Meldungen aus der Posener„Pokraka“. Unter Bruckhausen(Rheinland) ist dort zu lesen: Die Lotteriegesellschaft Zgoda(Eintracht) lieh sich zur Theatervorstellung Kostüme von einem Deutschen. Warum nicht aus Posen? Aus Warne wird dem Blatte berichtet: Ein gewisser Bierhändler, Herr M., ein Pole, der hauptsächlich polnische Abnehmer hat, kauft bei Fremden(d. h. Deutschen). Frau Fen. bestellte sich einen Hut bei einer Polin, hat ihn aber später nicht abgenommen, kaufte vielmehr bei einem Fremden. Herr M. W. bezieht Kolonialwaren von Fremden, er inserierte auch in„Cajtungi“(das heißt deutschen Blättern), daß er Kartoffeln auf Lager hat; die Landsleute, die keine„blotow“ (d. h. deutsche Blätter) lesen, wissen also nichts davon.— Am ersten Pfingstfeiertage besuchten das deutsche(Schützen.?) Fest nach stehende Herren und Damen: Vertreter der polnischen Zigarettenfabrik Herr W. Slycz, St. Riewyspary, der polnische Dentist Dr. Mafil, Schneider Peter mit Frau, Fräulein Mariechen mit Lorbeeren gekrönt, und die Frau Händlerin, die sich noch unlängst in der„Pokraka“ so aufgeblasen hat. Zwei unserer Schneider— der eine knarrt auf der Trommel, der andere quietscht auf dem Schuhmacher Klavier— kaufen fast ihren ganzen Bedarf: Wäsche, Krawatten, Zigarren usw. bei Fremden, von denen sie gar nichts haben, als wären hier keine polnischen Kaufleute vorhanden. Die Mutter des Herrn Bronis(laus) kaufte Fleisch bei einem Fremden. Viele Eigentümer polnischer Geschäfte und ihre Familien kaufen Fleisch waren bei Fremden, obgleich wir hier einige polnische Fleischer haben— und die Leute wollen dann behaupten, daß es polnische Bratwürste seien, schöne„polnische!“ Die offene Sprache, die die„Pokraka“ hier führt, hat auch ihr Gutes. Die Deutschen im Westen erfahren wenigstens, welche Leute unter ihnen wohnen, und welche Gesinnung man auch in Westfalen gegen die Deutschen auf polnischer Seite hegt. Sie haben daher alle Ursache, die Augen offen zu halten. c. L. v Notwendigkeit einer schärferen Fleischbeschau. An amerikanische Zustände erinnert eine Nachricht aus Duisburg, wonach bei einem dortigen Fleischer eine Sendung Därme aus Rußland beschlagnahmt worden ist, die unter einer Schicht Därme das Fleisch von unreisen Kälbern enthielt. Wie es heißt, ist es dem Hauptsteueramt in Duisburg schon „seit langer Zeit" aufgefallen, daß große Sendungen von Därmen aus Rußland über Tilfit nach Duisburg gekommen sind. Dieser unglaubliche und ekelerregende Schwindel mit unreifen Kälbern scheint daher schon recht lange betrieben worden zu sein. Es zeigt dieser Vorgang wieder, daß die Bestimmungen unseres Fleischbeschaugesetzes noch mancherlei Lücken, besonders soweit es sich um die Kontrolle des aus dem Auslande eingeführten Fleisches handelt, aufzuweisen haben. Das Fleischbeschaugesetz schreibt zwar auch für Därme eine Untersuchung bei der Einfuhr vor und zwar rechnen Därme zum „zubereiteten Fleisch“ und die Untersuchung ist darauf auszudehnen, ob„krankhafte Veränderungen, insbesondere Blutungen, Knoten, Geschwüre, vorhanden sind". Diese Untersuchung ist aber auf Stichproben beschränkt und zwar ist vorgeschrieben, daß bei Eingang von 1 oder 2 Packstücken jedes Packstück zu untersuchen ist, bei Eingang von 3 bis 10 Packstücken sind aus mindestens zwei Proben zu entnehmen, bei Eirgang größerer Sendungen aus mindestens dem zehnten Teil der Packstücke. Diese Untersuchung genügt, wie der vorliegende Fall nachweist, in keiner Weise, da die zur Stichprobe herangezogenen Packstücke, meist Kisten oder Fässer, nicht vollständig ausgepackt werden. Wir hoffen daher, daß dieser Vorgang eine sofortige Abänderung der Untersuchungs=Vorschriften durch den Bundesrat herbeiführen wird. Mit Rücksicht auf die vorgekammenen Fälle, die eine schwere Gefährdung der gesundheitlichen Beschaffenheit unserer Fleischernährung bedeuten, wird es nicht zu umgehen sein, von der Untersuchung von Stichproben abzusehen, es werden sämtliche Packstücke revidiert und zwar bis auf den Grund umgepackt werden müssen. Die jetzige Vorschrift, daß nur ein Zehntel des Packstücks untersucht werden braucht, genügt offenbar nicht, da es in das Belieben des Untersuchungsamtes gestellt ist, ob es dieses Zehntel aus dem ganzen Packstück entnimmt und dadurch eine vollständige Durchsuchung desselben vornimmt, oder auf den oberen Teil beschränkt, der wie in dem vorliegenden Falle offenbar auch tatsächlich aus Därmen bestanden hat. Das Untersuchungsamt in Tilsit hat diese Betrügereien bei der Einfuhr nicht entdeckt, sie sind vielmehr erst in Duisburg durch das Zollamt entdeckt worden. Auch die Fleischer in Tilfit beklagten sich kürzlich darüber, daß größere Sendungen russischen Fleisches als Pöckelfleisch zugelassen worden sind, die nur oberflächlich gesalzen waren und die vorgeschriebene Durchröckelung nicht besaßen. Von Nahrungsmittel=Chemikern nachträglich untersuchte Proben dieses russischen Fleisches hatten ergeben, daß das angebliche Pöckelfleisch so schwach gesalzen war, daß es nur ganz kurze Zeit in Pöckel gelegen haben konnte, bezw. nur mit wenig Salz eingerieben war, so daß es also unschwer durch Auswässern wieder in frisches Fleisch zurückverwandelt werden konnte. Diese Vorkommnisse dürfen nur erneut ein Beweis für die Notwendigkeit sein, daß wie die Vorstände der preußischen Landwirtschaftskammern erst kürzlich wiederum beschlossen haben, die auswärtigen Untersuchungsämter mit Reichsbeamten besetzt werden müssen, oder doch wenigstens eine scharfe Kontrolle und einheitliche Leitung dieser Aemter durch Reichsbeamte erfolgen muß. Blinder Lärm. In einem„Offizielle Gesetzesfälschung" betitelten Artikel, der von der demokratischen Presse unbesehen nachgedruckt wurde, wird ein Wehklagen darüber erhoben, daß in der amtlichen endgültigen Fassung des§ 3a des Brausteuergesetzes„gegen alles Verfassungsrecht“ einige Worte eingeschaltet seien. Nach der vom Reichstage beschlossenen Fassung hieß der Paragraph:„Die Steuer beträgt für jeden Doppelzentner des Gesamtgewichts der in einem Jahre steuerpflichtig gewordenen Braustoffe so und soviel.“ Im Reichsgesetzblatt steht folgender Wortlaut:„Die Steuer beträgt für jeden Doppelzentner des Gesamtgewichts der in einem Brauereibetrieb innerhalb eines Rechnungsjahres steuerpflichtig gewordenen Braustoffe so und soviel.“ Durch Artikel III des Gesetzes wird der Reichskanzler zur endgültigen Redaktion des Gesetzes ermächtigt. Jeder Unbefangene wird vun auf den ersten Blick erkennen, daß es sich bei der hier bemängelten Fassung lediglich um eine redaktionelle Aenderung handelt, die sachlich ganz belanglos ist. Außerdem sind die eingefügten Worte früher nur infolge eines Druckoersehens weggeblieben. Für die Ausführung des Gesetzes ist es absolut gleichgültig, ob die eingefügten Worte im Gesetz stehen oder nicht, sie machen den Sinn nur klarer. Aus solcher Mücke einen verfassungswidrigen Elefanten zu machen, zeigt, daß wir uns schon bedenklich der Hochsaison der sauern Gurken nähern. Politische Nachrichten. Aus dem Deutschen Reiche. Berlin, 22. Juli. Der Kaiser hat Sonnabend vormittag an Bord der„Hamburg" Drontheim verlassen. Die Ankunft des Kaisers in Homburg v. d. H. zur Teilnahme an der Einweihung des dort errichteten sogen. Landgrafen Denkmals ist auf den 20. Aug. festgesetzt worden. Wie verlautet, wird die Kaiserin den Kaiser begleiten. Das Kronprinzenpaar beabsichtigt, dem„Lok. Anz.“ zufolge, nach den Tauffeierlichkeiten Ende August oder Anfang September einige Zeit auf Schloß Oels Wohnung zu nehmen. Die Ausführungsbestimmungen zum neuen Reichs stempelgesetz sind jetzt erlassen worden. Sie umfassen, nach der„T. über 70 eng bedruckte Seiten. Von besonderem Interesse sind die Bestimmungen über die Besteuerung der Personenfahrkarten. Sogenannte Rundreisehefte werden bekanntlich nach der höchsten Klasse, auf die die Scheine des Heftes lauten, besteuert. Betreffen aber die zur Fahrt in höheren Wagenklassen berechtigenden Scheine nur ausländische Strecken, so findet ledig lich der Steuersatz der niedrigeren Wagenklasse Anwendung. Auf die PersonenTarifreform wird ausdrücklich Bezug genommen und gesagt, daß bis dahin, 30. Juni 1907, Zuschlagskarten nach Vorschrift der Eisenbahn=Tarise ausgegeben werden können. Stempelfreie Fahrkarten 4. Klasse sind insoweit unzulässig, als stempelpflichtige Karten in der gleichen Preislage verausgabt werden können. Zuschlagskarten, die neben den Eisenbahnfahrkarten benutzt werden, um statt die Eisenbahn, die Dampfschiffe zu benutzen, sind nicht als stempelfreie Zuschlagkarten zu den Hauptkarten anzusehen und nach dem Tarissatze für dasjenige Beförderungsmittel stempelpflichtig, zu dessen Benutzung sie berechtigen. In gleicher Weise gelten als Hauptkarten auch Umwegkarten. Steuerfrei sind Freikarten und Freifahrscheine sowie Platzkarten und Bettkarten. Der Gouverneur von Kiautschau, Konteradmiral Truppel, der sich zurzeit in Wernigerode a. H. bei Verwandten aufhält wird am 1. August von Genua aus die Ausreise nach Ostasten antreten, um die Diestgeschäfte wieder zu übernehmen. Im Reichstagswahlkreise Rinteln=Hofzeismar erhielten nach dem jetzt vorliegenden Gesamtresultat erhielten Herzog(deutsch=sozial) 5902, Betterlein(Soz.) 3864, Dr. Rocke(nationallib.) 1186, Helmerich (Antis.) 1707, Röhrig(freisinnig) 1007 Stimmen. Die„N. P. C.“ schreibt: Als vortragende Räte und Wirkl. Geh. Legationsräte sind in die Kolonialabteilung des Auswärtigen Amts berufen worden: 1. Geh. Regierungsrat Ebermaier. Er ging hervor aus der preußischen Richterkarriere, ist seit 1899 im Kolonialamt, und zwar zuerst als Oberrichter in Ostafrika und später als erster Referent beim Gouvernement Kamerun. Seit 1½ Jahren arbeitet er in der Kolonialabteilung. 2. Regierungsrat Dr. v. d. Goeben. Er wurde aus der Allgemeinen Verwaltung übernommen, war Landrat in Allenstein, dann kommissarischer Polizeipräsident in Rixdorf und zuletzt bei der Regierung in Potsdam. 3. Dr. Schnee. Dieser befindet sich seit 8 Jahren im Kologialdienst, war früher in Deutsch Neu= Guenea Referent des Gouvernements, sodann in Samoa und zuletzt kolonialer Beirat bei der Botschaft in London. 4. Dr. v. Jacobs, bisher im Dienst des Auswärtigen Amts. Er war früher Generalkonsul in Sofia und Konstantinopel und hat zuletzt zwei Jahre kommissarisch das Generalkonsulat in Kapstadt verwaltet. In dieser Stellung ist er mit den südwestafrikanischen Verhältnissen(Verproviantierung unserer Truppen usw.) in Berührung gekommen. Der Aufstand in SüdwestAfrika. Auf einen von der Hauptversammlung der Deutschen Kolonialgesellschaft zu Königsberg unseren in Deutsch=Südwestafrika und Deutsch Ostafrika kämpfenden Landsleuten gesandten telegraphischen Gruß ist dem Präsidenten Herzog Johann Albrecht von dem Kommando der Schutztruppe unter dem 15. Juni aus Keetmanshoop nachstehendes Schreiben zugegangen:„Eurer Hoheit beehre ich mich, im Namen der in Südwestafrika kämpfenden Truppen untertänigsten Dank auszusprechen, für das ehrende und anerkennende Telegramm vom 8. d. M. aus Königsberg i. Pr. und bitte, diesen Dank den Teilnehmern an der Hauptversammlung der Deutschen Kolonialgesell schaft gnädigst übermitteln zu wollen. Das ehrende Gedenken in der Heimat wird den Truppen ein Ansporn sein, zum Wohle der Kolonie und zur Ehre des deutschen Namens auch fernerhin ihre Schuldigkeit zu tun. Der Kommandeur: I. B.: Dame, Oberst.“ Verluste: Ein Telegramm aus Windhuk meldet: Reiter Paul Böhm ist am 15. Juli in der Krankensammelstelle Wasserfall an Typhus gestorden. Reiter Va lentin Salusch ist am 16. Juli in der Krankensammelstelle Kubub an Herzschwäche und Typhus gestorben. Aus dem Auslande. Wien, 21 Juli. In der Nachmittagssitzung wurde ein Kompromißvorschlag auch bezüglich Mährens, Galiziens, Tirols und Steiermarks angenommen. Hiermit ist die Mandatzahl und die Wahlkreiseinteilung für sämtliche Kronländer erledigt, mit Ausnahme der Wahlkreiseinteilung von Böhmen und Mähren, deren Erledigung für die Zeit nach den Sommerserien vorbehalten ist. Paris, 21. Juli. Amtlich wird gemeldet, daß der Eskadionschef Targe zum Offizier der Ehrenlegion befördert und Major Dreysus zum Ritter dieses Ordens ernannt worden ist. New=York, 21. Juli. Unter den Mexikanern besteht eine Gärung gegen die Ausländer, weil angeblich die besseren Posten auf den Eisenbahnen und bei Bergwerken angeblich durch Ausländer besetzt werden, deren Austreibung für Mitte September angekündigt wird. Der Staat Sonora bildet den Mittelpunkt der Bewegung. Die Arbeiter sind gut organisiert und der Gouverneur von Reyes soll insgeheim Leiter der Bewegung sein. Die amerikanischen Bahnbeamten ersuchten die Bundesregierung um Schutzmaßregeln. Washington, 21. Juli. Die Friedensunterhändler haben dem Staatsdepartement davon Mitteilung gemacht, daß in den von Handuras, San Salvador und Guatemala unterzeichneten Friedensartikeln die Zurückführung der Truppen innerhalb von drei Tagen und die Abrüstung innerhalb von acht Tagen vorgesehen ist. New York, 22. Juli. Ein Telegramm aus San Salvador berichtet, daß die Truppen Guatemalas nicht alle von ihnen gemachten Gefangenen zurücksandten, da viele derselben erschossen worden seien. Kirche, Schule und Mission. (Ein Erlaßdes Kultusministers.) Auf Veranlassung der Provinzialregierung von Schleswig= Holstein hat der preußische Kultusminister von Studt über die Erteilung von Turnunterricht durch Sozialdemokraten an jugendliche Personen eine bemerkenswerte Verfügung erlassen. Danach bedarf es zur Erteilung des Turnunterrichts an jugendliche Personen in jedem Falle der Erlaubnis der Ortsschulbehörde. Diese Erlaubnis könne aber nur dann erteilt werden, wenn der Bewerber seine sittliche Tüchtigkeit für Unterricht und Erziehung genügend nachweist. Das Vorhandensein der sittlichen Tüchtigkeit für Unterricht und Erziehung ei bei allen Mitgliedern der sozialdemokratischen Parteizu verneinen, da die Ziele und Bestrebungen dieser Pirtei im geraden Gegensatz stehen zu den Grundlagen des Staatswesens und zu den Aufgaben des Schulunterrichts, die Kinder zur Ach ung und Ehrfurcht vor den bestehenden Gesetzen, zur Gottesfurcht, Vaterlandsliebe und Königstreue zu erziehen. Es sei daher keinem Mitgliede der sozialdemokratischen Partei die Eclaubnis zur Erteilung von Turnunterricht an jugendliche Personen zu gewähren, vielmehr sei ihnen die Abhaltung solchen Unterrichts wegen mangelnder Tüchtigkeit für Unterricht und Erziehung überall zu versagen. Aus dem Umsturzlager. (Wie die Rechtspflege im „Zukunftstaate“ ausschauen wird), plaudert Mehings„Leipziger Volkszeitung“ in einem leichtfertigen Augenblicke unbedacht aus. In einem Liitartikel heißt es da: „Es ist eine unanfechtbare, längst zum trivialen Gemeinplatze gewordene Wahrheit, daß ein Klassenstaat nur Klasserjustiz üben kann. Seine Rechtsprechung ist nicht dazu da, um der ewigen Gerechtigkeit zum Siege zu helfen, sondern um die Grundlagen zu sichern, auf denen sich der Klassenstaat erhebt. Dafür ist schon sein Strafgesetzbuch eingerichtet und ebenso die Verfassung seiner Gerichte. Für diese Klassenjustiz sind nicht der einzelne oder die einzelnen verantwortlich, sondern sie liegt im Wesen des Klassenstaates selbst, der sich nicht aus eigener Machtvollkommenheit beseitigen kann und will, aber sich beseitigen müßte, wenn die Klassenjustiz mit Stumpf und Stiel ausgerottet werden sollte.“ Selbstverständlich meint der geist reiche Verfasser des Artikels mit dem „Klassenstaat" und der„Klassenjustiz" den gegenwärtig bestehenden Staat und seine Rechtspflege. Da nun aber der von der Sozialdemokratie ersehnte Zukunfsstaat mindestens zehnmal mehr Klassenstaat sein wird als der gegenwärtige Staat, so kann man sich ungefähr ein Bild machen von der „Rechtspflege“, welche die„Obergenossen" einzurichten gedenken. Amüsante kleine Beispiele— man denke nur an das Vorgehen der Partei gegen die sechs„Vorwärts“Redakteure— haben sie ja jetzt schon von ihrer„Gerechtigkeitsliebe“ geliefert. Handwerk. (Der Deutsche Handwerks= und Gewerbekammertag) hat sich in einem Gutachten an den dreußischen Minister für Handel und Gewerbe für die Aufhebung des§ 270 des preuß. Strafgesetzbuchs vom 14. April 1851 ausgesprochen. Dieser bedroht die zur Erlangung günstigerer Preise getroffenen Verabredungen der Käufer und Submittenten bei Bersteigerungen und Verdingungen, die von öffentlichen Behörden oder Beamten vorgenommen werden, mit Geldstrafen bis zu 300 Taler oder bis zu 6 Monaten Gefäggnis, dadurch treffe er, wie das Gutachten ausführt, das Handwerk im Gegensatz zur Industrie besonders schwer, da er deren langfristigen Preisfestsetzungen durch Kartelle und Syndikate nicht erfasse. Er verhindere auch, daß mehrere Handwerker zur Erlangung größerer Aufträge gemeinsam submittieren und so mit dem Generalunternehmertum wirksam konkurrieren können. Wie den Arbeitnehmern Vereinbarungen zur Erlangung günstiger Lohn und Arbeitsbedingungen ausdrücklich gestattet wären, müßte auch in jedem Falle den Arbeitgebern erlaubt sein, zur Erlangung günstiger Absatzbedingungen für ihre Produkte zusammenzutreten. Dies würde an sich noch keine Benachteiligung des öffentlichen Ver mögens sein, da bei den heutigen wirtschaft lichen Verhältnissen den Behörden genügend Mittel zu Gebote ständen, einer Ausbeutung durch die Submittenten vorzubengen. Endlich weist das Gutachten noch auf den Widerspruch zwischen dem genannten§ 270 und der bekannten Entscheidung des Reichsgerichts hin, die Preisverabredungen bei Submissionen als mit den guten Sitten in Einklang stehend bezeichnet. Der§ 270 enthalte somit eine heute veraltete Bestimmung, deren Aufhebung eine Verbesserung des öffentlichen Submissionswesens bedeuten würde. (Schlosserarbeiten.) In letzter Zeit sind verschiedentlich Inhaber von Schlosereien, die sich mit der Herstellung von eisernen Baukonstruktionen(Gitter trägern, eisernen Treppen usw.) beschäftigten, bestraft bezw. zur Aufgabe dieses Geschäftszweiges gezwungen worden, weil sie die für die Errichtung einer Anlage zur Herstellung eiserner Baukonstruktionen nach§ 16 der Gewerbeordnung erforderliche besondere Genehmigung in der Annahme, daß diese nur für Fabriken, nicht aber auch für Handwerksbetriebe notwendig sei, nicht eingeholt hatten. Es kann daher allen Gewerbetreibenden, die nicht nur ausnahms weise und in vollständig geschlossenen Räumen decartige Arbeiten ausführen wollen. geraten werden, bei der zuständigen Behörde die nach§ 16 erforderliche besondere Genehmi gung event. nachträglich nachzusuchen. Eine Eine Geschichte aus bewegter Zeit. Von A. v. Liliencron geb. v. Wrangel. 4)[Nachdruck verboten.] Frau Werner sah ihn erfreut an.„Nun, das will ich meinen! Der junge Herr hat immer einen besonderen Stein bei mir im Brett gehabt. Als Bübele war er so fröhlich und so lieb, daß man ihm gut sein mußte, und ich meine, das hat der Leutnant auch noch so an sich behalten“ Die Braunaugen des Offiziers flogen zu Inge hinüber. „Wenn ich wüßte, daß auch andere Leute dächten wie Mutter Gertrud, dann wollte ich ein Jubellied anstimmen, so schallend, daß ihnen alle Hören und Sehen vergehen sollte.“ Er lachte frohgemut und begrüßte die Coufinen.„Ihr seid Ausreißer und leichtfinniges Blut, daß ihr bei so drohendem Wetter euch auf den Weg machtet. Ich sorgte mich um euch,“ fügte er etwas zögernd hinzu,„und mußte mich überzeugen kommen, daß ihr keinen Schaden genommen hattet.“ Elsy war gleich heran getreten, als sie die Simme des Vetters vernommen hatte. „Nun bist du uns zuliebe ganz naß geworden, armer Haus," bedauerte sie ihn. „Ich tat es gern— für euch.“ Wieder hatten seine Braunaugen das kühle, weiße Mädchenantlitz gestreift, das in seiner eigentümlichen Blässe und dem feinen Schnitt der Züge an ein klassisches Marmorbild erinnern konnte. Inge verließ ihren Platz am Fenster nicht, aber sie wandte ihren Kopf dem Vetter zu.„Du hättest bei dem Wetter nicht herausgesollt und noch dazu reiten,“ sagte sie.„Wer sich schonen muß, darf so etwas nicht tun.“ Ihre Worte waren sanft und freundlich gesprochen, ein mahnender, fast mütterlicher Ton klang daraus. Er hörte nur ihre Sorge um ihn aus dem Vorwurfe, und das trieb ihm das Blut rascher darch die Adern. „Ich wußte, welchen Weg ihr genommen hattet— das Gewitter konnte euch überrascht haben, ehe ihr in der Lindesmühle wart. Der Gedanke ließ mir keine Ruhe — möglicherweise konnte ich euch von Nutzen sein!“ Das junge Mädchen war aufgestanden. Sie hatte den Arm um die blonde Kleine gelegt.„Sei unbesorgt! Ich passe auf, daß Elsy nichts geschieht.“ Ueber sein Gesicht zuckte die Ungeduld. „Aber dir selbst, Inge, konnte in solchem Augenblicke vielleicht ein Schutz und eine Hülfe lieb sein.“ „Ich brauche niemand, ich komme allein durch! Der Ritterdienst war unnötig.“ Das war sehr stolz, sehr abwehrend ge sprochen, und die schlanke Gestalt reckte sich dabei höher. Sanfter fügte sie hinzu: „Vorwürfe kann ich dir nicht ersparen, denn du darfst deine Gesundheit jetzt nicht auf das Spiel setzen ohne triftigen Grund.“ Rasch besänftigt, versicherte er eifrig, daß ihm solch ein Ritt durchaus nichts schade, er auch außerdem nicht gewohnt sei, gar so änstlich mit seiner werten Person umzugehen. „Wenn die Armee im Felde steht, ist jeder Offizier verantwortlich für seine Gesundheit. Er darf sie dann nicht leichtsinnig aufs Spiel setzen,“ ereiferte sich Inge. Auch Tettenborn wurde immer lebhafter. „Ich weiß, wie viel ich mir zumuten und was ich verantworten kann. Glücklicherweise bin ich genügend hergestellt und brauche mich nicht mehr in Watte einpacken zu lassen.“ Inge warf den Kopf in den Nacken. „Dann würde mein erstes gewesen sein, mich sofort zur Armee zu begeben. Bayern braucht seine Söhne! Wie kannst du da noch hier sein?“ Sseue Auu, anch un e Gegensatz zu den nicht genehmigungspflichtigen Salagen den Vorteil, daß Nachbarn ihr gegenüber wegen etwa von ihr ausgehender denachteiligender Einwirkungen, z B. des mit dem Nieten oder dem Abschlagen der Träger verbundenen Geräusches, niemals auf Einstellung des Gewerbebetriebes, sondern nur auf Herstellung von Einrichtungen, welche die benachteiligende Wirkung ausschließen bezw. auf Schadloshaltung klagen Lokales und Bielefeld, 23. Juli. elfest der SchützenSete besaf verlis, vom Wetter begänstigt, Schmuck der emmüßig. Die Straßen gewähren in Schmac der Flaggen und Guirlanden und durchwogt von einer zahlreichen Minschenmenze, ein jebendiges, freundliches Bild. Am Vorabend, dem Sonnabend, bewegte sich, begleitet von einer großen Volksmenge, eine starke Schützenabteilung zum Zapfenstreich durch die Straßen. Gestern vormittag fand vor dem neuen Rathaus ein Promenadenkonzert statt. Die Hauptfeier begann nachmittags vor dem alten Rathause, wo sich das Schützenbataillon mit seinen Fahnen, die Gewehre mit Eichenlaub geschmückt, in zwei Treffen aufgestellt hatte. Die erste Sektion des ersten Treffens wurde von den ältesten Jahrgängen gebildet, die mit Frack, weißen Beinkleidern und Zylinderhut erschienen waren. Im zweiten Treffen stand eine aus den zweitältesten Leuten, die grüne Blusen trugen, gebildete Sektion. Der Herr Regierungspräsident Dr. Kruse nahm, von einem großen Gefolge begleitet, die Parade ab. Dann folgte eine Ansprache des Obersten des Schützenbataillons, Herrn Karl Delius, die in ein Hoch auf Se. Majestät den Kaiser auslief. Hieran schloß sich die Ueberreichung einer von den ehemaligen Königinnen gestifteten Jubiläumsfahne durch die gegenwärtige Königin Frau Ernst Buddeberg Der Oberst nahm die Fahne mit Worten des Dankes an die Stifterinnen in Empfang und übergab sie dem Bataillon. Die Feier endete an dieser Stelle mit einem Vorbeimarsch des Bataillons in Sektionen. Eine unübersehbare Menschenmenge wohnte dem schönen Schauspiel bei Der Verkehr der Straßenbahn war während dieser Zeit unterbrochen. Während nunmehr das Bataillon im Festzug unter Vorantritt der 15er Kapelle und des stäotischen Orchesters, dem zwei Sektionen Schützen in den alten Uniformen folgten, durch die Stadt marschierte, ließ sich der Herr Regierungspräsident im alten Rathause die ehemaligen Königinnen und die Herren der Verwaltung vorstellen. Aus Herford war eine zahlreiche Deputation von dortigen Schützenoffizieren eingetroffen. Inzwischen sammelten sich auf dem Johannisberge die Fest: genossen. Die dortigen Säle präsentierten sich gestern zum ersten Male im Schmuck der neuen farbigen Fenster, in denen Szenen aus dem. Schützenleben dargestellt sind. Gegen 5 Uhr fuhren der Hofstaat und die Ehrengäste an und Viertelnunde später rückte das Bataillon, von Böllerschüssen begrüßt, mit klirgendem Spiel in die Tonhalle ein. Nach vollendeter Aufstellung richtete Herr Geh. Regierungsrat Oberbürgermeister Bunnemann eine Ansprache an die Festversammlung. Zunächst begrüßte er die Schützengesellschaft namens der städtischen Behörden. Sie sind, so etwa fuhr er fort, mit dem Gemeinwesen Bielefelds auf das engste verwachsen und wir beglückwünschen Sie zu demjenigen, was die Schützengesellschaft in 75 Jahren erreicht hat. Sie hat den Johannisberg erworben, etweitert und geschmückt. Als sie gegründet wurde, zählte Bielefeld nur 7000 Einwohner, in den inzwischen abgelaufenen 75 Jahren hat es sich so entwickelt, daß es heute über 70000 Einwohner zählt. Die Gesellschaft hat den Bürgern viele Freuden bereitet und des heutigen Festes freuen sich alle Generationen. Alle preisen die freundschaftliche Gesinnung die hier geherrscht hat, und die persönlichen Verbindungen, die sich hier angeknüft haben. Die Schützengesellschaft will die verschiederen Stände v#rbinden und den Lokalpatriotismus pflegen. Und das ist ein gutes Ziel auch für die Zukunft, denn aus dem Lokalpatriotismus erwächst die Vaterlandsliebe und die Treue zu Kaiser und Reich. Beides hat die Schützengesellschaft gepflegt. Wir sagen allen denen Dank, die dazu beigetragen haben, Dank auch den Damen. Wir wünschen, daß unsere Gesellschaft sich immer mehr entwickeln und das Schützenfest auch ferner dazu beitragen Mit einem Ruck hatte Elsy ihren Arm aus dem der Coufine gezogen.„Schäme dich, Inge, dem Vetter so etwas zu sagen,“ schallt sie mit zuckerden Lippen.„Der wird schon genau wissen, was er zu tun hat, und allemal das Rechte triffen.“ Tettenborn war um einen Schein blasser geworden, das frohe Leuchten seiner Züge schien umdüstert.„Ich danke dir, Elfy, daß du meine Partei nimmst,“ sagte er. „Du kleiner guter Kerl bist immer mitleidig, wenn es einem anderen an den Kragen gehen soll.“ Ein freudiges Erröten breitete sich über die kindlich weichen Züge der Kleinen, und sie murmelte ein paar unverständliche Worte. Der junge Offizier hatte aber nicht weiter acht auf sie, er trat zu Inge.„Deine Person pflege ich stets der meinigen voranzustellen, und deine Sicherheit, dein Wohlbefinden geht meinen Angelegenheiten voran,“ sagte er halblaut und doch im Tone tiesster Erregung.„Du ließest mir eben nicht Zeit, über meine persönlichen Entschlüsse zu sprechen, sondern schleudertest mir von vornherein deinen ungerechten Vorwurf in das Gesicht.“ (Fortsetzung folgt.) möge, daß die hierh zu guten Bielefeldern auch, daß wie bisher möge mit den städtische Schützengesellschaft, sie auf leibliche Erquickun und der Schützen an Konzert des Fünfzei städtischen Orchesters. das Bataillon wieder morgen sand das Köni Entscheidung sehr früh, Uhr fiel. Herr Ber lowski schoß zuerst de Bademeister Bergma Wirt Wilh. Remke de A. Farwick wurde Ki Johannisberg ein Feue der Stadt der Sparen werden. +(Die Stand einem Eclaß des M gewiesen worden, i# Beruf tätige Person, über als Kaufmann Bezeichnung in die E tragen und von dem zialbezeichnung forta 8 Schildesche, der Ziegler.) 9 der Ziegeleien Klarl Bracksiek sind wegen Ausstand getreten, der übrigen Ziegeleien niederlegung drohen. welche die Arbeitswi abzuhalten suchten, wi eingeleitet. Aus den Kreisen Minden, 23. Bachstein) schreibt Korrespondenz“:„I. Bachstein= Proze daß ungeladene ultre den Anfang des famo der Bundesversammlu redete, auf Veranlas lischen Geistliche Minden fertiggestell darauf aufmerksam ge druck nicht ganz gena h. unwidersprochen Anfrage an Reda ist vor dem Oberkrieg 1906, daß„ein! licher, der aber woynt“, den Anfar und auch darau Dr. Fromm sich in die Da wir den in Rede ,D=E. K.“ mitgeteilt wir von der obigen I Minden, 23. Juli schluß.) Wie die„D vom 1. August ab h schluß eingeführt werd der Regierung zur G einige Geschäftszweig konnten wir nicht erfa Minden, 23. Jul um Zulassung zu der i Prüfung für den Militärvienst müssen der Prüfungskommissio Dankrsen, 20. J In letzter Zeit treiber scheues Gewerbe. Be auf die Hühnerhöfe al rach dem„M.=L. Kr. dem Dampfmühlenbesitz gestohlen, nachdem er anderer Diebstahl bei Wehdem, 21 Juli tendantur) des K dem Bielef. Gen.=Ar Herr Pfarrer Volkenin schäfte ni dergelegt Herrn Pfarrer Lauf Aus den 8 Herford, ereignet: sich gest: indem einem Ma rechte Oberschenkel wurse ∆ Herford, 2 Zum Postsekretär postassistent Schaa Bünde, 21. J für hesige Verda stehend: Jigd sp gestern Ateed in de vor dem Schierho mehrköpfize Iltissa zu passieren, un zwischen Fünfhaus neues Raubrevier des Weees komme erhohen sie ein lau sit wu entbrant g sich nur mit Mül erwehren konnten. fauchenden Tiere le zenießt auch im igungspflichtigen Nachbarn ihr ausgehender sen, z B. des Abschlagen der tsches, niemals striebes, sondern Sinrichtungen, wirkung ausshaltung klagen laztellen. 9, 23. Juli. st der Schützenbetter begünstigt, ißen gewähren im anden und durchinschenmenge, ein m Vorabend, dem von einer großen abteilung zum Gestern vorhaus ein Prome. zier begann nachsuse, wo sich das ten, die Gewehre wei Treffen auftion des ersten Jahrgängen geBeinkleidern und n zweiten Treffen Lauten, die grüne on. Der Herr nahm, von einem rade ab. Dann en des Schützenu9, die in ein auslief. Hieran er von den eheJubiläumsfahne Frau Ernst n die Fahne mit sterinnen in EmBataillon. Die it einem Vorbeizektionen. Eine jate dem schönen er Straßenbahn ochen. Während ug unter Voranstädtischen Oren in den alten tadt marschierte, gspräsident Königinnen und vorstellen. Aus Deputation von ffen. Inzwischen sberge die Fest: cäsentierten sich muck der neuen enen aus dem. Gegen 5 Uhr tengäste an und das Bataillon, lingendem Spiel deter Aufstellung verbürgermeister an die Fester die SchützenBehörden. Sie em Gemeinwesen sen und wir bedas die Schützenhat. Sie hat veitert und gezählte Bielefeld inzwischen abentwickelt, daß t. Die Gesellschaft sereitet und des e Generationen. Gesinnung die usönlichen Verist haben. Die siederen Stände ismus pflegen. für die Zukunft, erwächst die zu Kaiser und ellschaft gepflegt. dazu beigetragen Wir wünschen, mehr entwickeln dazu beitragen y ihren Arm n.„Schäme as zu sagen, ppen.„Der 1s er zu tun uffm.“ Schein blasser seiner Züge ke dir, Elfy, 1,“ sagte er. imer mitleidig, den Kragen tete sich über Kleinen, und inverständliche r nicht weiter nge.„Deine inigen vorandein Wohlseiten voran,“ Tone tiesster den nicht Zeit, sse zu sprechen, nherein deinen besicht.“ zung folgt.) möge, daß die hierher ziehenden Fremden sich zu guten Bielefeldern eingewöhnen. Wir wünschen auch, daß wie bisher stets die Eintracht walten möge mit den städtischen Behörden. Die Bieleselder Schützengesellschaft, sie lebe hoch! Es folgte hierauf leibliche Erquickung der Gäste, des Hofstaats und der Schützen an langen gedeckten Tafeln und Konzert des Fünfzehner=Musikkorps und des städtischen Orchesters. Abinds 10½ Uhr rückte das Vataillon wieder in die Stadt ein. Heute morgen sand das Königsschießen statt, wobei die Entscheidung sehr früh, schon zwischen 9 und 10 Uhr fiel. Herr Verwaltungs=Sekretär Sobolowski schoß zuerst den Reichsapfel, darauf Herr Bademeister Bergmann die Krone und Herr Wirt Wilh. Remke das Szepter. Herr Kaufmann A. Farwick wurde König. Abends wird auf dem Johannisberg ein Feuerwerk angebrannt und von der Stadt der Sparenberg bengalisch beleuchtet werden. +(Die Standesbeamten) find in einem Eclaß des Ministers des Innern augewiesen worden, jede im kaufmännischen Beruf tätige Person, welche sich ihnen gegenüber als Kaufmann bezeichnet, unter dieser Bezeichnung in die Standes Register einzutragen und von dem Verlangen einer Spezialbezeichnung fortan abzusehen. 8 Schildesche, 21. Juli.(Streik der Ziegler.) Mehrere Ziegelarbeiter der Ziegeleien Klarhorst, Westerhoff und Bracksiek sind wegen Lohndifferenzen in den Ausstand getreten, während die Arbeiter der übrigen Ziegeleien ebenfalls mit Arbeitsniederlegung drohen. Gegen einige Arbeiter, welche die Arbeitswilligen von der Arbeit abzuhalten suchten, wird das Strafverfahren eingeleitet. herbei, denen es gelang, 2 junge Iltisse zu erlegen, der Rest der kampfmutigen Räuber entkam.(B. Tagebl.) Aus den Kreise Halle. Halle, 19. Juli.(Viehmarkt.) Zu dem heute hier abgehaltenen Monatsvlehmarkte waren angetrieben 2 Kühe, angefahren 64 Wagen und 4 Karren mit Ferkeln. Das Paar 6 Wochen alte Ferkel wurde mit 30—36 Mk. bezahlt. Kühe mit 300 bis 330 Mk. Aus den Kreisen Minden und Lübbecke Minden, 23. Juli.(Zum Fall Bachstein) schreibt die„Deutsch= Eoangel. Korrespondenz":„In dem Artikel über den Bachstein=Prozeß hatten wir gesagt, daß ungeladene ultramontane Preßvertreter den Anfang des famosen Berichtes schon vor der Bundesversammlung, in der Bachstein redete, auf Veranlassung eines kathowins in# ichen aus der Nähe von Winoen fertiggestellt hatte. Wir werden darauf aufmerksam gemacht, daß der Ausdruck nicht ganz genau ist. Festgestellt, d. h. unwidersprochen geblieben auf direkte Anfrage an Redakteur Dr. Fromm ist vor dem Oberkriegsgerscht am 18. April 1906, daß„ein katholischer Geistlicher, der aber nicht in Osnabrück woynt“, den Anfang jenes Berichts verfaß und auch darauf gedrungen hat, daß Fromm sich in die Versanmlung begebe.“ Da wir den in Rede stehenden Artikel des ,D=E. K.“ mitgeteilt hatten, nehmen auch wir von der obigen Feststellung Notiz. Minden, 23. Juli.(Achtuhrladenschluß.) Wie die„M Ztg.“ vernimmt, soll vom 1. August ab hier der Achtuhrladenschluß eingeführt werden. Der Antrag liegt der Regierung zur Genthmigung vor. Ob einige Geschäftszweige ausgeschlossen sind, konnten wir nicht erfahren. Minden, 23. Juli.(Die Gesuche) um Zulassung zu der im Herbst stattfindenden Prüfung für den cinjährig= freiwilligen Militärvienst müssen bis zum 1. August bei der Pcüfungskommission eingereicht werden. Dankrsen, 20. Juli.(Diebstähle.) In letzter Zeit treiben hier Diebe ihr licht scheues Gewerbe. Besonders haben sie es auf die Hühnerhöfe abgesehen; u a. sind rach dem„M.=L. Krsdl.“ in letzter Nacht dem Dampfmühlenbesitzer Stahlhut 32 Küken gestohlen, nachdem erst vor 8 Tagen ein anderer Diebstahl bei ihm erfolgt ist. Wehdem, 21 Juli.(Die Superintendantur) des Kreises Lübbecke wird dem Bielef. Gen=Anz.“ zufolge, nachdem Herr Pfarrer Volkening Holzhausen die Geschäfte ni dergelegt hat, einstweilen von Herrn Pfarrer Lauffher hier verwaltet. Aus dem Kreise Herford. 8 Herford, 21. Juli.(Ein Unfall) ereignete sich gestern in der Gießerei Flesch, indem einem Manne vom Eisenhobler der rechte, Oberschenkel gegietscht und zerbrochen „L.Herford, 21. Juli.(Personalie.) Zum Postsekretär ernannt wurde Herr Oberpostassistent Schaal. Bünde, 21. Juli.(Iltisjagd) Eine eg# size Verdaltnuse sicher einzig dagend: Jngd spielte sich gegen 10 Uhr bestern ate d in der oberen Fünshausenstraße vor dem Schierholz'schen Garten ab. Eine mehrköpfize Iltissamilie versuchte die Straß: zu pissteren, un jedenfalls in den Gärten zwischen Fünfhausen= und Poststraße ein neues Raubrevier anzulegen. Von zufällig des Wiees kommenden Personen gescheucht, erhohen sie ein lautes Geschrei und wandten sich wusentbrant gegen dieselben, sodaß diese sich nur mit Mühe der aufgeregten Tiere erwehren konnten. Das Angriffsgeschrei der fauchenden Tiere lockse eine Anzahl Nachbarn Aus den Kreisen Wiedenbrück und Paderborn. Gütersloh, 21. Juli.(Aus dem Zuge gefallen.) Gestern morgen ist aus dem von Bielefeld, gegen 10½ Uhr hier eintreffenden Personenzuge, in der Nähe des Theismannschen Kolonats in Nordhorn, ein etwa 9jähriger Knabe, welcher in Begleitung seiner Mutter reiste, aus dem in voller Fahrt befindlichen Zuge gefallen. Das Fehlen des Kindes, welches sich wohl auf der Plattform aufgehalten haben muß. bemerkte die Mutter erst auf hiesiger Station und sofort wurde Suche danach gehalten. Man fand den bedauernswerten Knaben in der Nähe des bezeichneten Kolo nats mit schweren Verletzungen an der Schäheldeck; und einigen Haulabschüefungen auf, so vaß der sofort herbeigerufene Arzt, Sanitätsrat Dr. Stohlmann, die Ueberführung in das hiesize Krankenhaus anordnete. Die Verletzungen sollen nicht lebensgefährlich sein. Trotz des Unfall: kang man noch von Glück im Unglück sagen, denn das Kind war so glücklich zwischen die Schienen des zweiten Gleises gefallen, daß der um diese Zeit fällige Schnellzug darüder hinweggesanst ist ohne es zu zerwaimer.(Güt. Btg.) Aus dem Reg.=Bez. Münster und Arnsberg. Münster, 19 Juli.(Ein Dampfer Gestern moegen traf nach dem„Westf. Volksbl.“ das erste direkt von Berlin hiecher gekommene Dampfschiff im hiefigen Hasen ein. Es ist ein kleiner Dampfer von 160 H. P., der einen Schleppzug herbrachte. Die Fayrt ging von Berlin die „. Havel und Elbe hinab, zur See nach Emden und dann Ems= bezw. Kanalaufwärts. Gestern abend war er bereits wieder auf der Heinfahrt. Wattenscheid, 20. Juli.(Ururgroß; mutter) zu sein, dessen können sich gewiß viele Fcauen rühmen. Dieses äußerst seltene Vorkommns hat sich in Wattenscheid in der Funilie des Bergmanns Beermann ereignet. Demselben wurte in diesen Tagen ein Sohn geboren. Die Ururgroßmutter desselben ist 98 Jahre alt und noch sehr rüstig. Unna 20. Jali.(Besoldung der Volksschullehre:) Die gestrige Stadtverordneten Versammlung nahm eine neue Besoldungsordnung der Volkeschullehrer an, die mit dim 1. Aptil n J. in Kraft Danach beträgt der„Ry.=W. Zig.“ zufolge d## Enkommen der Lihrer: Anfangsgehalt 1200 Mt, Grundgehal. 1500 Mt.(bieher 1400 Mk.) Alterszulagen 200 Mk.(180 Maik), Wohnungsgeld für Verheiratete 450 Mart(18a wpo).) für U. veheiratete 225 „. 00 Mi.#;## Lihrerinnen: Anfangsund Grundgehalt 1200 Mk.(1100 Mt.), Wohnungsgeld 225 Mi.(di##ang be dieses nur die älteren Lehrerinnen, die jüngeren hatten 180 Mk.). Die Alterszulagen der Lehrerinnen von 140 Mi. blieben bestehen. D.n Hauptlehrern und Rektoren gewährte man ein um 100 Mi. erhöhtes Grundgehalt. Dortmund, 21. Juli.(Ausstellung.) Der Westfalische Verein zur Förderung des Kleinwohnungswesens verar staltet vom 18. bis 28 Juli im Reinoldushof eine Ausstellung von Bauent= würfen für Arbeiter= und einfache Bürgerhäuser. Vermischtes. Juli. In dem benachbarten Eischleben ist ein Landwirt in einer Kiesgrube auf vorgeschichtliche Gräber gestoßen. Nach der Lage der darin vorgesundenen verhältnismäßig gut erhaltenen Skelette handelt es sich um sogenannte Hockergräber. Außerdem sind noch Urnen und viele Bronzeschmuckgegenstände an den Tag gefördert worden. Cuxhafen, 20. Juli. Für das hier auf Station liegende große Hebefahrzeug„Oberelbe“ des Nordischen Bergungsvereins wird bald eine besondere Ausrüstung vorbereitet. Die„Oberelbe“, welche in Gemeinschaft mit dem anderen großen Hebefahrzeug„Unterelbe“ die erfolgreiche Bergung des Torpedobootes„S. 126“ ausführte, soll mit dieser demnächst hier an Bord zu nehmenden Ausrüstung im August nach Kiel bezw, nach der Ostsee abgehen. Es werden dann dort mit Unterseeboten umfangreiche Uebungen ausgeführt werden. Während dieser Uebungen wird das für diese Zwecke besonders hergerichtete Hebefahrzeug stets unter Dampf zum sofortigen Eingreifen bereit liegen um bei etwaigen Störungen bei den Unterwasser=Uebungsfahrten das betreffende Unterseeboot die Oberfläche befördern zu können. Für diese, Kutzrseeboot=lebungen ist eine längere Zeit in wursicht genommen worden. „Furhefen, 21. Juli. In der Nordse und #. stomüadung herrscht seit früh morgens ein schweres Sturmwetter. Zahlreiche Schiffe, einzelne mit Sturmhavarien, liefen Schutz suchend, hier ein. Mittags trat Hochflut ein. Die Außendeiche und der Badestrand hier sowie in Duhnen und Altenbruch sind Ueberflutet. chlug#####nese, 20. Juli. Gestern nachmittag schlug der Blitz bei Rotkolmar in ein Segelboot. Die beiden Insassen ertranken. Badhepes, bei dee Juli. In nächter Rüähe von breißig B##, Station Rakot, überfielen Kauver einen Zug, banden das Personal, nahmen die Plomben von den Waggons ab und luden aus, was ihnen paßte. Sie fuhren 2 Ente g. e. eegwagen sott, tieben das Bieh ab und flühlen auch die Lieferscheine, so daß bis### nicht, ermittelt werden konnte, wieviel sie nuyten. Nach Abzug der veimummten Räuber durfte der Zug die Reise fortsetzen. 21. Juli. In seinem gestern verSHeptluchten, Tekarent vermachte der verstorbene Mulmiulionar Seit seiner Vaterstadt Hamburg seinen dortigen Grundbesitz, dessen Wert auf 1½ Millionen Pfund Sterling geschätzt wird. Die in Berlin erhält ein Bild Reynolds betitelt„Ms. woone und Tochter", und eine 190050 Anieite Verkuls, serner vermachte Beit von Songng mfan Werte von 1 200000 Pfund zur Förderung des Baues von Eisenbahnen und Telegraphen in Britisch, Portugiesisch und Deutsch=Afrikanischem Gebiet und solche Länder, die von der geplanten Kap= KairoBuyn berührt werden. Hongkong, 20. Juli. Von den chinesischen Piraten, vie den Dampfer„Saiaam“ angegriffen haben, sind bereits fünfzehn festn worden; man hofft, daß auch der Rest durch var Kanonenboot, welches den Fluß üverwacht, festgenommen wird. New York, 21. Juli. Im Hafen stießen die Dampfer„Perseus" und„Thomas #### im Nebel zusammen. Die Gewalt des Stoßes war so stark, daß die beiden Dampfer ineinander stecken blieben, was ein Untersinken des„Perseus“, der ein 15 Fuß breites Loch bekam, verhinderte, so daß den Passagieren trotz der furchtbaren Panik sich Gelegenheit bot, auf den anderen Dampfer zu klettern. Es kam niemand um. (Ein Whiskylager in Flammen.) Ja Dundee(Schottland) gingen die Whisky lager der Firma Watson u. Co., Limited, am Donneretag Abend in Flammen auf. Iu wenigen Stunden war bereits ein Schaden von 250000 Pfd. St. angerichtet. Es verbrannten mehr als eine Million Gallonen Whisky. Brennende Ströme flossen aus den Gebäuden durch die Straßen. Zwei gewaltige Fässer, von denen jedes 7000 Gallonen enthielt, exglodierten. Ein Feuerwehrmann wurde dabei schwer verletzt. Man befürchtet, baß die Gebäude, die das größte Wh'skyager in Schottland enthalten, vollstän dig viederbrennen wirden. (Das Vermögen des Mr. Beit.) C tyjreutde des Verstorbenen Mr. Alfred Beit schätzen das von desem hinterlassene Virnözen auf 25—30 Mllionen Pfd St., gleich 500 bis 600 Mllionen Ma k. Man glaabt, daß der Verstorbene den öffentlichen Anstalten große Summen vrmaht hat. Der Staatsschotz wird eine groß Einnalme zu verzeichnen haben, da Vermögen von 1 Millioa Pfd. St. und da über im Falle des Todes des B sitzers 8 Proz an den Staattschotz abzugeben haben. ein echter deutscher Mann) hat sich der T#uy#enbesitzer Krüger in Schlowitz bei Gnesen erwiesen. Er verkaufte sein MühlenSarc trotzdem ihm von polnischer Seite 120000 Mark giboten wurden, für 110000 Mark an einen deutschen Besitzer und hat sich in seinm Vertrage gleichzeitig ausbedungen daß das Gut auch in Zukunft nie an einen Polen verkauft werden darf. Nur zu oft ist es leider vorgekommen, deß deutsche Besitzer in dr Ostnark ihre Cüler an Polen verkauft haben. Da ist es doppelt erfreulich und verdient, besonders hervorzehoben zu werden, wenn ein Deutscher trotz pekuniären Nachteils dim Polentum entgegentrit. Hoffentlich nichmen sich ardere deutsche Besitzer dieses rühm uiche Beispul zum Muster. (Zur Erleichterung der Einbürge: rung deutscher Ortsnamen) in gemischtsprachigen Gegenden hat der Kultusminister eine Verfügurg erlassen. Es war vielfach vorgekommen, daß sich einzelne Behö den noch längere Zeit der alten polnischen Benennungen bedienten und daß besont ers in Landorten die Guts und Gemeinde. vorstände sowie die Pfarrämter Siegel mit den alten Namen weiter benutzten. Solche Umstände tragen vielfach dazu bei, daß die Landbewohner über die richtige Schreibweise der Ortsnamen in Zweifel geraten, und daß in vorwiegend polnischen Landesteilen die Bevölkerung die Anwendung der alten polnischen Begennungen mit Bher lichkeit fortsetzt. Der Elaß des Kultusministers ersucht daher die Vorsteher der Diözesen, dafür Sorge zu tragsg daß sämtliche Behörden mit der anderweit sengesetzren Schreibweise gleichzeitig beginnen, und daß auch die Pfarrämter sich nur noch der neuen Octsbezeichnungen bedienen. Wenn natürlich auch die katholischen Kirchenvo stände polnischer Zungden Gebrauch der deutschen Octsnamen auf den amtlichen Verkehr beschr’nken werden— eine Vervoln schen Bischofs von Kulm macht ausdrücklich diesen Vorbehalt—, so ist doch zu erwarten, daß der Zwick, den deutschen Bezeichnungen nach und nach auch im geschäftlichen und p.ivaten Verkehr Eingang zu verschaffen, besser als bisher erreicht wird. (Ein neues Verbrechen der Camorra) wurde in Lecco, am Comersee, begangen. Ein junger Mann Namens Navazzo, der früher in Neapel wohnte, war in jugendlichen Jahren der Camorra beigetreten. Als er vor einigen Monaten heiratele, reichte er seine Entlassung ein. Die Gesellschaft antwortete ihm, er wisse zu viel und sei ein zu nützliches Mitglied, um entlassen zu werden. Alle Btiten des jungen Mannes blieben vergeblich. als er vor einigen Tagen einen geheimen Auftrag von der Gesellschaft erhielt, flüchtete er heimlich mit seiner jungen Frau von Neapel nach Licco. Hier erwachte eines Morgens seine junge Frau und sah mit Entsetzen ihren Mann tot neben sich Geisß das Waerd ag Herzen, in dessen ## Tor:„Camoura“ eingeschnitzt war. Als die Polize erfuhr, daß der Mord von der„Camorra" begangen worden sei, weigerte sie sich, in dieser Angelegenheit irgendwelche Schritte zu tun. (Das Bessere.) A.:„Ich fragte Sie doch, ob Sie mir 50 Mark borgen wollen, warum erhalte ich keine Antwort?“— B.: „Es ist besser, ich bleibe Ihnen die Antwort schuldig, als Sie mir später die fünfzig Literarisches. Illustriertes Jahrbuch der Weltgeschichte von Albin Geyer. 6. Jahrgang, das Jahr 1905. Verlag von Karl Prochaska in Teschen. Preis, kart. 1.50 Mk. Ein 150 Folioseiten starkes, reich illustriertes Jahrhuch. Es beginnt mit einer Kennzeichnung der Weinluge im Jahre 1905, dann werden die einzelnen Länder durchgegangen. Voransteht wieder eine Uebersicht der allgemeinen Lage, darauf folgen in einzelnen Kapiteln: Parlamentarisches, ParteiGestznesoniales Verbältnis zu anderen Staten, ###er schaftliches, Todesfälle usw., für DeutschSe###. B. auf 40 Foliosetten 17 Kapitel. Das Jahrouch zeigt ein gefälliges Aeußere und ist zur Orientierung recht geeignet. Armand Cherpillod, Champion der Welt im Ringen, Handbuch des Dschiu=Dschitsu. Die gebräuchlisten Kunstgriffe bearbeitet für geiters Kreise. Leinwandband in Oktavformat, vo Juustrationen nach der Natur, 2 Mark. Verlag Gebrüder Attinger, Neuenbu## (Schweiz). H. S. Wellmann, Leipzig. Es wird kaum nötig sein, unsere Leser über diesen japanischen Ringkampf, der seit einem Jahre in allen Kreisen unserer Bevölkerung eifrige AnPepr gis cleng unterhalten. Jedermann kennt Hörensagen. Das DschinDschitsu ist nach Cherpillod berufen, im Uebungsprogramm unserer Turnvereine einen ersten Platz einzunehmen. Ebenso ist er von dessen großem Nutzen für die Armee fest überzeugt. Erinnerungen an ##eutsch= französischen Feldzuig 1610/11 mit Berücksichtigung geschichtlich9535.3 Wa, gah, pvztenischer Vuhältwvisse. 4 Mt Verlag von Strecker & Schröder in Stuttgart. „Klar und eingehend sind in diesem Buche die munärischen Erlebnisse geschildert, die wichtigsten hygienischen Verhältnisse, Ernährung. Bekleidung, Soaner Gefahrn ienschaft“ und dem gegenwättigen Stand lichen und künstlerischen Beobachtungen ist neben den naturwissenschaft ichen eineffenes Auze gewahrt. Das Samariterbüchlein. Ein schneller Ratgeber bei Hilfeleiftung in Unglückssällen. Von Dr. med. Alfred Baur. Mit 33 AbStuttgart, Muh'sche Verlagsae Gesiee Prie 40 Bsg. der Ta des Pam. Buchlein verdient in der Tul den Numin eines„schnellen“ Ratgebers. Es eignit sich nicht bloß für Mitglieder von Samaritervereiten und Sauitätskolonnen, sondern ist für jedermann, der es mit sich führt, ein nützlicher Berater und Begleiter. Die ärztlichen sind kurz und klat, die beigegebenen 33 Illustrationen sehr anschaulich. der Bielefeld, 23. Juli 1906. Pitzszil von Fr. Böckelmann Vw, bier. Kiebtigst. Thermometerstand in der Nacht+14½ CC. Thermometerstand um 10 Uhr vorm.+ 2.½C. Barometer 75.5 cm. Wind: Süd Wist. Himmel: bedick:. Dienststelle: Meteorologisches Observatorium Aachen. Voraussichtliche Witterung für de Zeit vom Abend des 23. bis zum Abend des 24. Juli 1906. Schwache westliche Winde, nebelig, um Mittag heiter, vielen O.ts Gewitter, wärmer. Rechtsberatungsstelle „ des Hauptarbeits=Nachweises Bielefeld se tar uu-5.. Zimmerstraße 19“ ist fur Unbemittelte jeden Werktag geöffnet. Sprechstunden: Vormittags 10—1 Uhr, nachmittags 5—7 Uhr. Auf Fragen in allen Rechts= und Verwaltungssachen mit Ausnahme solcher, welche das StrafSehi gund Strafprozeßrecht betreffen, wird unent„elich Auskunft erteilt. Für Anfertigung von Schriftsatzen jeder Art wird eine geringe Schreibgebühr erhoben. Reklamadonen über unpünktliche Zustellung unsers erbitten wir stets direkt an unsere Adresse! Nur dadurch ist es uns möglich, Abhilfe zu schaffen. Die Geschäftsstelle Bielefeld, Ritterstr. 43. HEE Bergäggteste Nahrung für #ml“magengrreahsenke ifder Kimn Soeben erschien: Die Elsenschafe ein Märchenschwank in 1 Akt. Aufgeführt anlässlich der Feier des 50jährigen Bestehens der stiftischen Höheren Töchterschule (Cecilienschule) zu Bielefeld am 31. Mai 1906. Preis 50 Pfg. Buchdruckerei A. von der Mühlen, Bielefeld, Ritterstrasse 43. + 59. Jüngl.= und Rännerverein St. Pauli. Vereinslokal Paulusstraße Nr. 26 Mittwoch, den 25. Juli 1906. abends 8½2 Uhr: Gant Soeiandien. Tages=Ordnung: 1. Kassenbericht. 2. Vorstandergänzungswahl. 3. Wahl eines Deputierten zum Bundesfest. 4. Verschiedenes. Um zahlreiche Beteiligung bittet Der Vorstand. Einige gute Milchkühe Bestellungen auf Johannisbeeren und Himbeeren= erbittet die Obstplantage Pomona nach Ritterstr. 43, parterre An Händler können grosse Posten abgegeben werden. Am Tage gepflücktes Obst kommt anderntags zur Ablieferung. Die Herren Mitglieder des Heilstätten Vereins für den Regierungsbezirk Minden,„Auguste Viktoria Stift“, e. V., werden hiermit zu einer am Donnerstag, den 26. Juli d. Js., nachmittags 3 Uhr im Sitzungssaale des Kreishauses zu Herford stattfindenden zu kaufen gesucht. Angebote befördert unter Nr. T. 21706 diese Ztg. * Generalversammlung Bruchbänder, Leibbinden 2c. fertige billig an, ebenso werden Reparaturen schnell besorgt. Frau Wwe. Weiß, Belle 25.——6 zaimmer-Eiurie ergebenst eingeladen. Korporationen, Vereine usw. haben ihre Vertreter bei Generalversammlung mit schriftlicher Vollmacht zu versehen(§ 4 der Satzungen). Abs. der 12 C. 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Eine unsere Erwartun auf dem Gebiete de entfernten sich di aus dem Bereich beschäftigten sich die Handlungen d eingesetzten Lokalt Unvollkommenheite nur durch unseren geändert werden nahmen die Vertre ungesetzliche Handl an das Volk se Bauern, die durch keiten beunruhigt gesetzliche Besserung gingen in einer 9 offenen Plünderun den Eigentums und das Gesetz und Behörden über. müssen sich erinne des Loses des V unter der Bedingur Ruhe. Wir werl und ungesetzlichen und mit allen Mo werden wir unsere den Ungehorsamen a alle gutgesinnten einigen, um die gese stützen und den§ Landes wieder her Ruhe im russischen werden und möge wichtigste unserer A des Loses der# lichen. Unser Wil ist unerschütterlich, Arbeiter wird, ohr anzutasten, da, wo sitzungen zu klein sir rechtschaffenes Mittel Landbesitz zu erweite anderen Klassen wer forderung alle ihr wenden, um diese gr. der zukünftigen Dum der Gesetzgebung gel verwirklichen. Indem lösen, bestätigen wir Absicht, diese Institut Uebereinstimmung mi wir durch einen an der gerichteten Ukas die neuen Reichsduma au festgesetzt.