Vierteljährlich #n der Geschäftsstelle u. #n allen Postanstalten 1 M., bei täglicher Zupellung in Bielefeld 1.20 M., durch Briefträger 1,42 M. z. Jahrgang für die einspaltige Petttzeile oder deren Raum 12 Pf., für auswänts 15 Pf., Reklamen 40 Pf. Erscheint sechsmal wöchentlich Geschäftsstelle Ritterstr. 43. Fernsprecher Nr. 15. Vieleselo Sonnabend, 14. Juli 1906 Sistorischer Kalender. 14. Juli: Kardinal Mazarin, geb. 1602. — Erstürmung der Bastille in Paris, 1789.— Laudon, österreichischer Feldmarschall, gest. 790.— Feldzeugmeister Benedek, geb. 1804" Attentat Beckers auf König Wlhelm in Baden Baden, 1861.— Trefsen bei Aschaffenburg, 1866.— Die Legung des französisch=amerikanischen Kabels wird vollendet, 1869.— Der schweizerische General Dufour gest. 1875.— Dr. Nachtigall hißt in Kamerun die deutsche Flagge, 1884.— Prinz Adalbert von Preußen, geb. 1884. — Einsturz des Glockenturms der Markuskirche in Venedie, 1902.— Präsident Krüger von Transvaal, gest. 1904. 13. Juli: Erstürmung Jerusalems durch die Kreuzfahrer 1099— Kaiser Rudolfl., zu Germersheim gest. 1291— Schlacht bei Tannenberg, 1410.— Napoleon I. überliefert sich im Hafen von Rochefort den Eng ländern, 1815.— Aufhebung der Inquisition in Spanien, 1884.— Attentat gegen Stambulow, 1895. Bezüglich der konfessionellen Verhaltnisse bestimmt das Volksschul unterhaltungsgesetz folgendes: § 33. Die öffentlichen Volksschulen sind in der Regel so einzurichten, daß der Unter nicht evangelischen Kindern durch evangelische Lehrkräfte, katholischen Kindern durch katholische Lehrkräfte erteilt wird...... § 34. Lediglich wegen des Religionsbekenntnisses darf keinem Kinde die Aufnahme in die öffentliche Volksschule seines Wohnortes versagt werden. § 35 An Volksschulen, die mit einer Lehrkraft besetzt sind, ist stets eine evangelische oder eine katholische Lehrkraft anzustllen, je nachdem die angestellte Lehrkraft oder die zuletzt angestellt gewesene Lehrkcaft evangelisch oder katholisch war. Statt der evangelischen Lehrkraft soll bei Erledigung der Stelle in der Regel eine katholische angestellt werden, wenn fünf Jahre nacheinander mindestens zwei Drittel der die Schule besuchenden einheimischen Kinder, ausschließlich der Gast schulkinder, katholisch gewesen sind, und während dieser Zeit die Zahl der evangelischen Kinder weniger als zwanzig betragen hat. Unter den ent sprechenden Voraussetzungen soll in der Regel statt einer katholischen Lehrkraft eine evangelische angestellt werden. Die Veränderung bedarf der Zustimmung des UnterrichtsMinisters. § 36. An einer Volksschule, an der nach ihrer besonderen Verfassung bisher gleich zeitig evangelische und katholische Lehrkräfte anzustellen waren(Simultan= schulen), behält es dabei auch in Zukunft sein Bewenden; in einem Schulverbande, in dem lediglich Volksschulen der vorbezeichneten Art bestehen, können neue Volksschulen nur auf der selben Grundlage errichtet werden. Eine Aenderung kann aus besonderen Gründen durch Beschluß des Schul verbandes mit Genehmigung der Schulaussichtsbehörde herbeigeführt werden. Bestehen in einem Schulverbande neben Schulen der im Absatz 1 bezeichneten Art solche, an denen nur evangelische oder katholische Lehrkräfte gpzustellen sind, so soll bei Errichtung neuer Schulen darauf geachtet werden, daß das bisherige Verhältnis der Beschulung der Kinder in Schulen der einen oder anderen Art möglichst beibehalten wird. Die vorsteherden Vorschriften finden keine Anwendung auf die Schulen, bei welchen die Verschiedenheit in dem Bekenntnis der Lehrkräfte lediglich dadurch herbeigeführt i8, daß für die Schulkinder des einen Bekenntnisses die Erteilung des Relizionsunterrichts ermöglicht werden sollte(§ 37, Abs. 3). Schulen der in Abs. 1 bezeichneten Art können aus besonderen Gründen auch von anderen Schul verbänden mit Genehmigung der Schul aufsichtsbehörde errichtet werden. Der Be schluß des Schulverbandes ist nebst der Genehmigungs Erklärung der Schulaussichts Behörde in ortsüblicher Weise bekannt zu machen. Binnen vier Wochen vom Tage der Bekanntwachung ab kann von Beteiligten das Vorhandensein besonderer Gründe durch Einspruch beim Kreis= Ausschusse, sofern eine Stadt beteiligt ist, beim Bezirks Ausschusse bestritten werden. Gegen die Beschliss des Kreisautschusses oder des Bezirksausschusses ist die Beschwerde an den Provinzialrat zulässig. Versagt die Schulaufsichtsbehörde die Genehmigung, weil sie besondere Gründe nicht als vor liegend erachtet, so steht den Schulverbänden die Beschwerde an den Provinzialrat zu Gegen den Beschluß des Provinzialrats findet die Klage im Verwaltungsstreitverfahren bei dem Oberverwaltungsgericht innerhalb vier Wochen statt. § 37. Beträgt in einer öffentlichen Voiksschule die nur mit katholischen oder nur mit evangelischen Lehrkräften besetzt ist, die Zahl der einheimischen evargelischen oder katholischen Schulkinder dauernd mindestens zwölf, so ist tunlichst für diese ein besonderer Religionsunterricht ein. zurichten..... Wo eine anderweite Beschaffung dieses Unterrichts mit erheblichen Schwierigkeiten und Kosten verbunden ist, darf zum Zwecke seirer Erteilung eine evangelische oder katholische Lehrkraft angestellt werden, welche auch mit der Erteilung anderweiten Unterrichts zu betrauen ist. § 38. Im übrigen sind an öffentlichen Volksschulen, welche mit mehreren Lehrkräften besetzt sind, nur evangelische oder nur katholische Lehrkräfte anzustellen. Bei der Anstellung weiterer Lehrkräfte an den bisher nur mit einer Lehrkraft besetzten Schulen(§ 35) sind evangelische oder katholische Lehrkräfte anzustellen, je nachdem die bisherige einzige Lihrkraft evangelisch oder katholisch war. Statt der Besetzung der Schulstellen mit evangelischen Lehrkräften soll bei mehrklassigen Volksschulen in der Regel eine Besetzung mit katholischen Lehrkräften herbeigeführt werden, wenn fünf Jahre nacheinander mindestens zwei Drittel der die Schule besuchenden einheimischen Schulkinder, ausschließlich der Gastschulkinder, katholisch gewesen sind, urd während dieser Zeit die Zahl der evangelischen Kinder weniger als vierzig betragen hat. Unter den entsprechenden Voraussetzungen sollen in der Regel statt katholischer Lehrkräfte evangelische angestellt werden. Die Veränderung bedarf der Zustimmung des Unterrichtsministers. § 39. Beträgt in einem Schulverbande, welcher lediglich mit katholischen Lhrkräften besetzte öffentliche Volksschulen enthält, die Zahl der einheimischen schulpflichtigen evangelischen Kinder, mit Ausschluß der Gastschulkinder, während fünf aufeinanderfolgender Jahre über 60, in den Städten, sowie in Landgemeinden von mehr als 5000 Einwohnern über 120, so ist, insofern seitens der gesetzlichen Vertreter von mehr als 60 bezw. 120 schulpflichtigen Kindern der genannten Art der Antrag bei der Schulaufsichtsbehörde gestellt wird, für diese eine Beschulung in Schulen mit lediglich evangelischen Lehrkräften einzurichten. Bei dem nach Maßgabe des Abs. 1 aufgrund des Gesetzes vom 26. Mai 1887(Gesetzsamml. S. 175) zu stellenden Anforderungen darf von den Beschlußbehörden die Notwendigkeit der Beschulung in Schulen mit lediglich evangelischen Lehrkräften mit Rücksicht auf das Bedürfnis der Schule oder auf die Leistungsfähigkeit der Verpflichteten nicht verneint in deren scharfe Beobachtung, Menschenwerden. Die Vorschriften der Abs. 1 und kenntnis, Kenntnis der wirtschaftlichen Notbezsiglich der Beschnlung der katho mendial2 finden bezüglich der Beschulung der lache lischen Kinder sinngemäß Anwendung, wenn in einem Schulverbande lediglich mit evangelischen Lehrkräften besetzte öffentliche Volks schulen vorhanden sind...... Bleibt die Zahl der Kinder einer konsessionellen Minder heit unter der im Abs. 1 festgesetzten Mindestzahl, so darf für diese eine Beschulung in Schulen mit Lehrkräften ihrer Konfession von der Schulaussichtsbehörde nur aus besonderen Gründen ange ordnet werden. wenoigreiten und nüchternes kons quentes Derken ausschlaggebend sind. Sie würden deshalb unsere Sympathie mehr gewinnen, wenn sie sich wie ein jüngst in Kiel kon stituierter Arbeiterverband einfach „Nationaler Arbeiterverband“ nennen würden.(Siehe heutige Nummer nnter Deutsches Reich) Endlich Nr. 4. Das Material, für die Bildung unseres U teils gewinzen wir ohne literarische Hilfsmittel aus der Bewegung selbst. Für unser Urteil bestimmend aber sind die beiden Gesichtspurk.e: 1. daß etwas, was sich christlich nennt, sich mit den Forderungen des göttlichen, untrüglichen Wortes in Einklang befinden muß, und 2., daß etwas, dos dem Staate und der Gesellschaft helfen will, unbedingt sich auch in Praxi staatstreu zeigen muß, daß also Gewerkschaften, die auf diesem Standpunkt stehen wollen, nicht mit der sozialdemokratischen Partei gemeinsame Sache machen(Londoner Gewerkschafts kongreß) und nicht den russischen Rivolutionären Unsere Stellung zur christlichen Gewertschaftsbewegung. Wir erhielten von befreundeter Stelle eine Zuschrift, auf die öffentlich zu antworten uns aus verschiedenen Gründen angezeigt erscheint. Ihr wesentlicher Inhalt ist: 1. Der Schreiber nimmt, wie auch viele andere Leute, an, daß wir die christliche Gewerkschaftsbewegung als solche bekämpften, und beschwert sich darüber, 2 nimmt er an, wir seien nur der(wie Hie, soviel wir wissen bisher ohne Sprecher unsererkonser vativen Freunde, Widerspruch, behauptet) ihre Anerlennung aus die in Gefahr seien, rückständig zu spiechen dürfen. werden.: I Unsere Haltung ist uns von dem Evan3. wird gesagt, wir hätten von unserm selium, in dessen Auffassung wir allerdings christlichen Standpunkt aus alle von manchen Gewerkschaftsfreunden stark abUrsache, uns der neuen Bewegung zu freuen. weichen, und von den unvergänglichen kon4. werden wir gesragt, woher wir unser servativen Fundamentalwaht Material zur Beurteilung der Bewegungs deiten steitte vorgeschrieben. Wir nehmen. Objektivismus sei notwendig. sieuen uns von ganzem Herzen über die Die gewissenlose Tendenz, die christlichen chscuehmung, daß die chriflichen GewerkGewerkschaften bei der Regierung zu ver asten in Minden= Ravensberg bieher dächtigen, sei die gewöhnliche Triebfeder der christlichen Ernst und unbedingte Staatstreue Redakteure, und dies zu erkennen, sei unsere an den Tag gelegt haben, und sprechen das Pflicht. gern aus; wir schweigen aber anderesseits Da Form und Inhalt der Zuschrift im auch nicht, wenn wir sehen mössen, daß in diesen übrigen erkenren lassen, daß sie in bester Vewerkschaften in solchen wegenden, wo an Absicht geschrieben ist, so artworten wir gern und erklären dem Schreiber und zugleich allen denen, die uns mündlich dringend gebeten haben, die christlichen Gewerkschaften zu schonen, zunächst generell: daß wir von allen, die sich mit unserer Zeitung auseinandersetzen wollen, fordern müssen, daß sie alles, was wir über die in Frage stehende Sache schreiben, auch wirklich lesen, daß sie es ohne Voreingenommenheit lesen und daß sie die Fähigkeit besitzen, eine Sache objektiv zu betrachten und zu beurteilen Wir sind allerdings der Meinung, daß diese Merkmale in der erhaltenen Zuschrift nicht genügend zu erkennen sind, andernsolls könnte der Schreiber nicht 1. behaupten, wir bekämpften die christliche Arbeiterbewegung, denn das tun wir geflissentlich bis jetzt nicht. Wir verweisen auf unsere Artikel über die Christlichen Gewerkschaften in Nr. 34 und 35 vom 9 und 10 Februar d. Is., in denen wir unsere Stellung zu den Christlichen Gewerkschaften darlegen und sihr eingehend begründen. Unsere damaligen Autführungen und die aufgestellten Richtlinien, denen unsere Haltung in der Ge werkschaftsfrage vollkommen entspricht, muß der Verfasser der Zuschrift widerlegen, wenn er mit uns rechten will. Zu Punkt 2 bemerken wir, daß die leitenden konservativen Kreise wissen, daß diese Meinung nicht zutrifft. Wir haben unsere selbständig gewonnene Ueberzeugung, wie sie in Nr. 34 und 35 dargestellt und begründet wird, geltend gemacht und gegen Widerspruch nachdrücklich vertreten, bevor die konservative Partei zu der Frage der christlichen Gewerkschaften irgendwie Stellung genommen hatte. Was in Nr. 3 gesagt wird, bestreiten wir ganz entschieden. Siehe die Art. in Nr. 34 und 35! Trotz ihres Namens handelt es sich bei den Zielen der christlichen Gewerkschaften um diesseitige Dinge, haften in solchen Gegenden, wo an Stelle des evangelischen Geistes der katholische Geist die Oberhand hat, die Staatstreue nicht gesichert erscheint Ueber diese Wahrnehmungen zu schweigen, entspräche den Forderungen der Objektivität nicht, wäre auch eine Versündigung gegen die christlichen Gewerkschaften selbst und sittlich und politisch sehr anfechtbar. Dies schreiben wir sine ira et studio. H. L. Politische Nachrichten. Aus dem Deutschen Reiche. Berlin, 13. Juli. Der Kaiser hat heute an Bord des Dampfers„Hamburg“ von Hammerfest die Fahrt nach dem Nordkap fortgesetzt. Die„Nordd. Allg. Ztg.“ veröffentlicht ein Schreiben, worin der Kaiser dem Finanz= minister v. Rheinbaben anläßlich der Verabschiedung der Steuerresormzesetze im Reiche und in Preußen seinen wärmsten Dank ausspricht und ihm den Stern der Komthure des Königlichen Hausordens von Hohenzollern verleiht. Aus London wird gemeldet: Der König von England wird sich bei den Tauffeierlichkeiten des Sohnes des deutschen Kronprinzen entweder durch den Prinzen von Wales oder den Herzog von Connaught vertreten lassen. Prinz Christian und sein Sohn, Prinz Albert von Schleswig= Holstein, werden ebenfalls der Zeremonie beiwohnen. In das Herrenhaus wurde berufen: Major a. D. und Landrat Werner von der Schulenburg zu Probstey= Salzwedel durch kaiserlichen Erlaß vom 28. Juni auf Präsentation der Familie von der Schulenburg. Der nationalliberale Abgeordnete Dr. Karl Sattler ist heute nach längerem schweren Leiden, 56 Jahre alt, gestorden. In Kiel ist auf Anregung des Reichtverbandes zur Bekämpfung der Sozialdemokratie ein nationaler Arbeiter O verband gegründet worden. Es sind dadurch die kleineren nichtsozialdemokratischen Oeganisationen, wie sie auf der Reichswerst und den Howaldtswerken bestehen, zu einem mächtigeren Ganzen zusammengefügt. 600 Mitglieder zählt bereits der neue Verband, der eine Pflegstätte nationaler Gesinnung sein und den Mitgliedern Sicherung gegen Lohnausfall und Rechtsschutz durch ein Arbeitersekretariat gewähren wird. Es ist gleichzeitig beabsichtigt, einen Bürgerausschuß zu bilden, um das Bürgertum für den Kampf gegen die Sozialdemokratie bei den Wahlen 1908 zusammenzufassen. Es soll eine geeignete Organisation und ein geschultes Personal für den Wahlkampf geschaffen werden. Bei den Besprechungen der Verabschiedung des Schulgesetzes und der Auszeichnung des Kultusministers von Studt wird daran erinnert, daß im Abgeordnetenhause nach Beendigung der dritten Lesung des Schul unterhaltungsgesetzes der konservative Fraktionsführer Dr. v. Heydebrand sagte:„Meine Herren, lassen Sie mich hier, ehe ich von diesem Platze gehe, noch ein kurzes Wort persönlicher Anerkennung für einen Mann aussprechen, dessen Verdienste um das Zustandekommen dieses Gesetzes nicht unterschätzt werden dürfen. Ich denke, der Heir Minister wird es nicht mißverstehen, wenn ich hervorhebe, daß es die eminente Sachkenntnis und der unermüd liche Eifer seines Mitarbeiters, des Herrn Ministerialdirektors Schwartzkopff, gewesen ist(Beuvo rechts), der uns allein in den Stand gesetzt hat, in dieser unglaublich schwierigen Materie vorwärts zu kommen. Wir würden es niemals— das ist meine persönliche Meinung— fertig gebracht haben, wenn dieser Mann nicht mit dieser Treue und dieser Sachkenntnis— das wird auch von seiten seiner Gegner anerkannt werden müssen— an dieser Sache mitgearbeitet hätte, und deshalb habe ich es für meine Pflicht gehalten, das hier auszusprechen.“ Aus dem Auslande. Paris, 13. Juli. In der hekkrigen Vormittagssitzung der Kammer brachte der Kriegsminister Stienne unter dem Beifall des Hauses die beiden Gesetzentwürfe ein, wonach Dreysus und Picquart wieder ins Heer eingesetzt werden sollen, und zwar Dreysus als Major und Pcquart als General, und wonach beide Ofiziere in die Liste der Anwärter auf den Orden der Ehrenlegion eingetragen werden sollen. Die Gesetze wurden angenommen und zwar das über Dreyfus mit 473 gegen 42 und das über Picquart mit 477 gegen 27 Stimmen. Die Sitzung war sehr erregt. Der Unterstaatssekretär Sarrant ohrfeigte den Nationalisten Pugliesi Conti. Die Sitzung mußte deshalb unterbrochen werden. Nach ihrer Wiederaufnahme brachte Pressensé eine Tagesordnung ein, in der die Regierung aufgefordert wird, die an den Fälsch= ungen beteiligten Offiziere aus dem Heere auszuschließen und ihnen die Ehrenzeichen zu nehmen. Kriegsminister Etienne versichert, die Regierung sei entschlossen, jede berechtigte Genugtuung zu gewähren, die Untersuchung sei aber noch nicht abgeschlossen. Einige Offiziere seien nur auf Abwege geraten, die anderen aber wirkliche Schuldige. Auch der Senat nahm die Vorlagen an, für Dreysus mit 183 gegen 30, für Picquart mit 185 gegen 26 Stimmen. Im englischen Oberhause veranlaßte Locd Roberts eine längere Debatte über militärische Angelegenheiten, indem er darlegte, die Nation sei für einen Krieg nicht rorbereitet, und die militärische Erziehung der Nation müsse soweit verstärkt werden, daß jeder Bürger an der Verteidigung des Lindes Anteil nehmen könne. Lord Milner befürwortete die allgemeine Wehrpflicht und führte insbesondere aus, daß das deutsche Volk seine Größe und seine Fortschritte auf dem Gebiete des Handels und der Industrie seinem Heerwesen verdanke, und daß die Völker, welche die Mühen des allgemeinen Diensies bereitw llig auf sich nähmen, diejenigen, die vor der allgemeinen Wehrpflicht zurückschrecken, nicht bloß im Krieg, sondern auch im friedlichen Wettbewerb überflügeln würden. Rußland. Ueberall in den westlichen urd südlichen Gouvernements, wo ausgesprengten Gerüchten zufolge gestern, als an dem Peter= und Paulstage, Judenheyen stattfinden sollten, verlief nach den vorliegenden Drahtmeldungen der gestrige Tag ruhig.— Einer Privatmeldung der „N. H. Zig.“ zufolge wurden im sinnischen haff zwei unter fremder Flagge segelnde ####pfer von russischen Kreuzern ge stellt und gekapert. Die Dampfer hatten vor wenigen Tagen einen deutschen Hafen mit 80000 Patronen und Dynamit verlassen.— Auf den Panzerschiffen „Rzessma“ und„Panteleimon“ haben während des Kreuzens des SchwarzmeerGeschwaders vor Kertsch große Unruhen stattgefunden. In Sebastopol ist die Stimmung sehr erregt.— Der Gouverneur von Wilna benachrichtigte das Ministerium des Innern, daß unter der in Wilna stationierten Brigade in der letzten Zeit eine heftige Gärung bemerkdar ist. Man war bereits genötigt, ein Regiment aus Warschau heranzuziehen, jedoch wird noch eine weitere Verstärkung der Garnison durch loyale Truppen erforderlich sein.— In der Irrenanstalt der Charkower Semstwo„Villa Saburow“, in der 1000 Geisteskranke verpflegt werden, streikt das gesamte Pflegepersonal, etwa 500 Mann. Südafrika. Vom Steinkopf sind tausend Hottentotten, alte Männer, Feauen und Kinder, südlich nach Springfontein gebracht worden. Kirche, Schule und Mission. (Vereinigung der Bekenntnisfreunde.) Wie schon am Schluß des letzten„Kirchlichen Quartalberichts“ mitgeteilt ist, wird demnächst in Bielefeld die Jahresversammlung der„Rheinisch= westfälischen Vereinigung der Freunde des Kirchlichen Bekenntnisses" stattfirden, einen Vortrag daselbst Professor Ihmels= Leipzig halten. Wir wiederholen diese Mitteilung mit dem Bemerken, daß nicht der 17., sondern der 24. September und als Ort das Assapheum=Bethel dafür in Aussicht genommen ist. Die Leser unseres Blattes brauchen wir wohl nicht erst darauf hinzu weisen, von wie großer Wichtigkeit die Förderung der von jener„Vereinigung" vertretenen Sache in dieser Zeit ist, wo die Römer, Jatho, Fischer, Traub, Mauritz, Kalthoff ihr Unkraut auf den Ackr der Kirche säen, ihr zersetzender Same eifrig be arheiteten Boden findet, brauchen die Mit glieder der„Vereinigung" nicht über die breits vorliegenden Frichte der Arbeit der seiben u terichten. Von ihnen werden auch, worauf wir schon heute aufmelksam michen, in kurzem die jährlichen(von ihnen selbst bestimmten) Beiträge eingesammelt werden. In unserer Stadt wird hinfort Herr Pastor Jäger=Bethel die Sache dieses Vereins übernehmen. L. Kolonialpost. (Gold in Togo.) Der Bezirksgeologe Dr. Koert hat im Auftrage des Gouverneurs Grafen Zech im Gebirge nahe der Ortschaft Kpandu eine Reihe von Gesteinsproben gesammelt, die, wie die„Köln. Zig.“ mitteilt, in der Geologischen Landesanstalt in Berlin kürzlich auf Gold geprüft wurden. In all diesen Gesteinsproben ließ sich Gold feststellen, allerdings nicht in einer Menge, die den Abbau lohnen würde. Aber jedenfalls ist nun das Vorkommen von Gold bei Kpandu wissenschaftlich festgestellt. und es ist auch aus wissenschaftlichen Gründen anzunehmen, daß das goldführende Ge stein in der Kolonie eine weite Verbreitung hat. Da die Möglichkeit vorliegt, daß an einzelnen Stellen die Goldhaltigkeit stärker ist, als man sie bei den jetzigen Untersuchungen fand, so ist hier für geologische Unternehmungslust ein neues Arbeitsfeld gegeben. Wie wir erfahren, ist der zurzeit in Berlin in der Kolontalabteitung tätige Gouverneur Graf Zech eifrigst bemüht, kapitalkräftige kolonialsreundliche Kreise zu veranlassen, auf Gold in Togo zu prospek tieren. Es mag darauf hingewiesen sein, daß die Arbeit der Pospektoren nach Fertigstellung der zurzeit im Bau begiffenen Bahn Lome Palime wesentlich leichter sein wird. Gericht und Rechtsprechung. Bielefeld, 11. Juli.(Strafkammer.) 1. Drei jener Burschen, die die Landstraßen unsicher machen, hatten sich heute vor der Strafkammer zu verantworten. Am Abend des 22. Nov. v. Is. wurde auf der Landstraße in Sieker der Arbeiter H. H. von Stieghorft übersallen und mißhandelt. Als Täter wurden die Fabrikarbeiter und Gebrüder G. und F. P. von Sieker ermittelt und unter Anklage gestellt. Der zweite Punkt der Aaklage behandelt eine Tat, die der G. P. am 11. Februar dieses Jahres in Gemeinschoft mit dem Fabrikarbeiter A. M. von Sieker in dem Garten des Wirts Kriemelmann zu Stieghorst ausgeführt hat. Hier haben die beiden ohne allen Grund den als friedlich bekannten H. mit Schraubenschlüssel oder anderen gefährlichen Werkzeugen übel zugerichtet Der Gerichtshof erkannte gegen G. P. wegen gefährlicher Körperverletzung in 2 Fällen auf 6 Wochen, gegen F. P. wegen gefährlicher Körperverletzung in einem Falle auf 8 Wochen und gegen A. M. wegen desselben Vergehens auf 4 Wochen Gefängnis. Außerdem wurden G. P. und A. M. verurteilt, an den Verletzten H. H. eine Buße von 88,50 Mk. zu zahlen.— 2. Der Arbeiter G. S. von hier erhielt wegen einfachen Diebstahls 6 Wochen Gesängnis.— 8. Der Arbeiter W. R. von hier wurde wegen gefährlicher Körperverletzung in 2 Fällen, Hausfriedensbruchs und Beleidigung zu 1 Jahre Gefängnis verurteilt. — 4. Der 19 Jahre alte Kellner C. J. von hier wurde im Berufungsverfahren von der Anklage der schweren Körperverletzung freigesprochen, da der Gerichtshof Notwehr annahm.— 5. Der Arbeiter W. H von Niederdornberg erhielt wegen gefährlicher Körperverletzung 8 Monate Gesängnis und wurde außerdem verurteilt, an den Verletzten eine Buße von 405 Mk. zu zahlen. Von der Mißhandlung in einem anderen Falle wurde er freigesprochen.— 6. Der 21 Jahre alle Schmied F. Sch. von Wolfenbüttel, erhielt wegen Diebstahls im wiederholten Rückfalle 4 Monate Gesängnis, und zwar unter Anrechnung von 1 Monat Untersuchungshaft.— 7. Der Zigarrenarbeiter H. H. von Kirchlengern war vom Schöffengericht zu Bünde wegen Körperverletzung zu 2 Monaten und 2 Wochen Gefängnis verurteilt worden. Seine Berufung wurde verwoisen.— 8. Der Knecht I. W. von Blomberg erhielt wegen Diebstahls 6 Monate Gefängnis, worauf ihm 1 Monat Untersuchungs haft in Anrechnung gebracht wurde.— 9. Der Arbeiter F. M. von Ostkilver wurde wegen Vergehens gegen das Invalidengesetz zu einer Geldstrafe von 10 Mark ev. 2 Tagen Gefängnis verurtellt.— 10. Der Hausierer H. D., ein geborener Dortmunder, erhielt wegen schweren Diebstahls im wiederholten Rückfalle 1 Jahr Gefängnis und zwar unter Anrechnung von 1 Monat Untersuchungshaft.— 11. Die Gelegenheitsarbeiter P. B. und H. M. von Minden wurden wegen Diebstahls bestraft. Der vielfach wegen Diebstahls vorbestrafte M. erhielt 4 Monate Gefängnis, worauf ihm 1 Monat Untersuchungshaft angerechnet wurde. P. B. erhielt 8 Wochen Gefärgnis.— 12. Der Kellner A. G. aus Neuenburg in Westpreußen erhietl wegen Betruges im wiederholten Rückfalle 1 Jahr Gefängnis und wegen Landstreicherei 4 Wochen Haft unter Ueberweisung an die Landespolizeibehörde Sein Komplice Th. F. erhielt wegen Begünstigung zum Betruge 2 Monate Gefängnis und wegen Landstreicherei 4 Wochen Haft. Beiden wurden die Haftstrafen durch Anrechnung der Untersuchungshaft erlassen. Lokales und Bielefeld, 14. Juli. (Rembrandt=Feier.) Am 15. Juli 1606 wurde Rembrandt geboren. Vor 300 Jahren. Nicht nur Holland feiert den Gedenktag, sondern die ganze Welt, nicht nur die Malerschaft, sondern die ganze Menschheit. Rembrandts Stern steht heute hell leuchtend über uns. Sein Ruhm war nie besser befestigt. Der Geschmack hat viele Wandlungen durchgemacht seit der Zeit, da der Meister tätig war, und nie war er so wohl vorbereitet, Rembrandt zu begrüßen und zu verstehen, wie jetzt. Darum erscheint es uns als eine würdige Huldigung, daß am Montag Abend, den 16. Juli, in Remkes Theatersaal, Herr Kunsthistoriker Dr. Bock. Marburg, ein alter Bieleselder, einen Lichtbilder= Vortrag über Rembrandt und seine Kunst halten wird. Zur Zeilnahme werden alle R mbrandt= und Kunstfreunde eingeladen. Eintrittskarten sind beim Veranstalter Kunst händler Otto Fischer und an der Kasse zu 1 Mk. zu haben. (Unter dem Zeichen des Autowobils.) Gestern und vorgestern hatte Bielefeld recht unruhige Tage. Die west deutsche Tourenpreisfahrt hatte zahlreiche Automobile herbeigeführt, die besonders die Niedernstraße und die Umgebung des Kaiser Wilhelmplatzes unsicher machten. Wer diese Steatzen zu prssieren hatte, mußte die Augen gut offen halten. Am Donnerstag nachmittag sammelten sich die fremden Gäste auf dem Kaiser Wilhelmplatze. Nachmittags fand ein Konzert des städtischen Orchesters und abends ein Festmahl in der „Eintracht" statt An diesem nahmen als Ehrengäste Exzellenz v. Möller und Geh. Reg=Rat Bunnemann teil. Für die Nacht waren die Wagen in der Zentralhalle urtergebracht. Gestern in aller F ühe ging zunächst eine Schnelligkeitsfahrt in der Richtung nach Gütersloh vor sich, dann erfolgte von 8 bis 9 Uhr morgens die Abfahrt der Wagen vom Kaiser Wilhelmplatz. In Zwischenräumen von je 1 Minute gingen etwa 70 Wagen in der Richtung nach Hersorg ab. (Postsendungen in Militärangelegenheiten.) Aus Dortmund wird gemeldet: Der Staatssekretär des Reichsp. stamtes hat die Postanstalten angewiesen, bei denjenigen Sendungen in Militärangelegenheiten, die anstatt des Vermerks militaria den Vermerk Militärsache oder Heeressache tragen, portofrei zu befördern, sofern die sonstigen Voraussetzungen des Portofreiheitsregulativs erfüllt sind. (Das 75jährige Jubiläum der Bielefelder Schützen= Gesellschaft) soll ein glärzendes Fest werden. Die Jubelfeier wird am Vorabend durch einen Zapfenstreich, geführt von Herrn Oberleutnant Goltfried Thumel, eingeleitet, dazu wird auf dem Alten Mark angetreten. Am Sonntag=Morgen ist Reveille mit den Schützenspielleuten, worauf die vereinten Musikkorps einen Choral auf dem Alten Markt spielen. Alsdann beginnen die Ehrungen beim Oberbürgermeister, bei König und Königin, Oberst und Major. In diesem Jahre sollen auch die älteste Königin, Frau Krönig(Welle), der älteste König, Herr Fritz Lohmann(Detmolderstr.), der älteste Oberst, Herr Fritz Kobusch(Schiller= platz) und der älteste Major, Herr Emil Wessel (Kreuzstraße) Ehrenbezeugungen erhalten. Um 10½ Uhr folgt Frühstück im Hotel„Drei Kronen“. Von 11½ bis 12¼ Uhr mittags wird vor dem neuen Rathaus auf dem Schillerplatz Parademusik vom vereinigten Musikkorps ausgeführt. Während dessen erfolgt durch den Vorstand im Magistratssaal des reuen Rathauses die Berteilung der Zinsen aus den Berkenkamp Wittgenstein'schen Stiftunzen für den Armen, wobei die Mitglieder des Magistrats und der Armenverwaltung zugegen sein werden. 2 Uhr nachmittags tritt die Fahnenkompagnie auf dem Klosterplatz zum Abholen der Fahnen an, voran das vereinigte Musikkorps. Das Schützenbataillon tritt um 2½ Uhr auf dem Klosterplatz an, maschiert unter Führung des Herrn Major Dickertmann zum Alten Markt und nimmt Paradeausstellung, worauf Herr Oberst Karl Delius und die ehemaligen Obersten die Front abschreiten und Oberst Delius das Hoch auf den Kaiser ausbringt. Inzwischen haben sich der Oberbürgermeister, Herr Geh. Reg.=Rat Bunnemann, das Königspaar, die Throndamen und die ehemaligen Königinnen im Saal des alten Rathauses versammelt. Nach dem Kaiserhoch überreicht die derzeitige Königin Frau Ernst Buddeberg jun. auf der Treppe vor dem Rathaus die von den Königinnen gestiftete neue Delius, worauf derselbe die Fahne dem Bataillon übergibt. Auf diesen Festakt folgt Parademarsch und der Festzug durch die Stadt unter Führung des Herrn Major Dickertmann; unterwegs erhalten die mitmaschierenden Schützen eine Jubiläums. Erinnerungs= medaille. Nach dem Festmarsch nimmt das Bataillon Paradeausstellung auf dem Alten Markt, der Thron, der Oberbürgermeister, die ehemaligen Königinnen und Obersten fahren die Front ab, worauf der Zug zum Johannisberg geht. In der Tor halle nimmt das Bataillon und die Fistgesellschaft sofort Aufstellung, um eine Ansprache des Oberbürgermeisters zu hören. Hierauf werden die Fahnen mit einem Musikkorps nach der Wohnung des Obersten gebracht. Gegen 101 Uhr geht der Zug zur Stadt. Abends wird auf Kosten der Stadt der Sparenbeig bengalisch beleuchtet. Am Montag 6½ Uhr Parade auf dem Alten Markt, dann Adlerschießen usw. m(Warnung.) Vor Kollektanten, die nicht die Genehmigung des Herrn Oberpräsidenten besitzen und die Kollekte nicht polizeilich anzemeldet haben, wird hiermit gewarnt. m.(Gestohlen) wurde einer hiesigen Firma aus einem ihrer Magazine ein Motorzweirad. Marke Tafner, Nr. 8272. m(Als Zugelausen) wurde ein brauner Hund gemeldet. Aus den Kreisen Minden und Lübbecke Minden, 14. Juli.(Eine Stadtverordnetensitzung) wurde am Donnerstag abgehalten. Der Vorsitzende verlas ein Schreiben des Oberpräsidenten, worin mitgeteilt wird, daß die von den städtischen Kollegien festgesetzten Steuersätze für 1906/07 noch einmal ausnahmsweise in der vorgeschlagenen Höhe genehmigt seien, daß aber in Zukunft die Entlastung der Einkommensteuer gefordert werde. Jetzt werden gehoben: 172 Prozent der staatlich veranlagten Grund= und Gebäudesteuer, 168 Prozent der staatlich veranlagten Gewerbesteuer, 68 Prozent Zuschlag zu der Betriebssteuer und 167 Prozent Zuschlag zur Staatseinkommensteuer.— Nach dem Kostenanschlage des Stadtbauamts genehmigte die Versammlung 280000 Mk. zur Abschrägung des südlichen Flügels des von der Stadt erworbenen bisherigen Regierungsgebäudes, um die enge Passage zwischen dem Gebäude und dem Dom erheblich zu verbreitern. Für Anlegung eines Kanals in der neuen Tonhallenstraße wurden 3700 Mk. bewilligt. Obgleich 21 Punkte auf der Tagesordnung standen, währte die Sitzung doch nur 1½ Stunde. Minden, 14 Juli.(Vom Kanal.) Ueber die Organisation der Kana baubehörden schreibt der„H C.“, daß sie jtzt im wesentlichen festgesetzt und auch in ihren Hauptbestandteilen als vollendet anzusehen sei. Die Kanalbaudirektion für die östliche Kanalstrecke hat ihren S'itz in Hannover erhalten. Dieser Behörde ist das ehemalige Polizeigebäude „am Brande" als Amts= und Geschäftsstätte überwiesen worden. Das große Gebäude wird vollständig von der neuen Behörde in Anspruch genommen, die etwa 50 Beamte zählen wird. Ein Teil der Kanalbaubeamten wird etatsmäßig angestellt, die übrigen treten in ein vertragsmäßiges Verhältnis zu der Behörde. Unter der Kanalbaudirektion stehen 5 Kanalbauämter mit dem Sitz in Hannover, Bückeburg, Minden, Lübbecke und Osnabrück; für diese sind in gleicher Reihenfolge als Bauamtsvorsteher ernannt: Baurat Sandmann, Wasserbauinspektor Kühn, Baurat Flebbe, Baurat Atzpodien und Baurat Schräder. Die beiden litzten befinden sich bereits in ihren Dienstorten(Lübbecke und Osnabtück), die übrigen noch in Hannover, da die Verhandlungen über die B.schaffung geeigneter Geschäftsräume in Hannover, Bückeburg und Minden noch schweben. Jedes Kanalbauamt wird 10—15 Beamte umfassen. Diesen Behörden liegen zunächst nur die ersten Vorbereitungsarbeiten ob, insbesondere die Verhandlungen mit den Behörden und Interessenten usw. über die Führung der Kanallinie, diesim einzelnen noch nicht feststeht. Das Bauamt wird nach der„M. Z.“ im Katastergebäude der alten Regierung untergebracht. Porta, 12. Jul Weicher steller Wilhe ist nach dem„M L bewilligt worden, w Unsicht die Ermit Eisenbahrgut gelang der Diede erfolgen Aus den 9 Herford, 1 kaufsgenossense den 15. Juli, na Herr L ndenstromber haltea über den We Verkaufes von Eiern statt beim Gastwirt O Herford, 1 Hecken.) Auf 6 Polizei=Verordnung lebender, an einer Wallpromenaden steh diese bis zum 25. mäßig zurückzuschnei strafung erfolgen wir Bünde, 12. Juli vorgestrigen Biehmar kühe 280—300 M M., sechs bis sieb 16—22 Mk., kleine größere Stangen 45 bis 160 Mk, trage M. Fettes Schla getrieben. Der Han = Bünde, 13. Heute nachmittag fan Steinmeister u. Welle Feier statt, indem Leim'ach(jetzt in Lindrat der Kronen reicht wurde. Der in wohldurchdachter und außergeschäftlich Freundes und ford Personal zur Nachfol Herr Karl Steinmeis gesprochen und Herr gedankt hatte, schloß Leimbach war ein Geschät der genannt II Löhne, 12. Juli gerverein) beabsichtig 5. August in einem zu feiern. 6 Löhne(Ort), 12. verfolgt) wird der 2 Königlichen Staatsanw Meineidsverdochtes. II Stift Quernhei prüfung.) Am 14. d Schule die Schlußprüft am Lehrgange der Krei statt. II Gohfeld, 12. Jul Königliche Eisenbahndire schranke des Bahnüberge der Strecke Hannover Ha während der Dunkelheit dieselbe mit einem zu: führenden Glockenzuge au gegen dieses Vorhaben hiefigen Amte anzuzeige Aus dem Reg.=Bez. Hoetmar(Bez. (Ein schwerer U des Kötes A. RuW 5 Von der Du, Schersc was zu ral Geh. bring mi Eigareil.“ Jaja.-wann wieder vor Bringi Eir a LalemA Die Flucht 1. der Stra des Plane 2. der Ziegel werden, nachder haben Einwendt förmlich festgest Einsicht auf den Bielefe Bechnangefermal: Porta, 12. Juli.(Belohnung.) Dem Weicher steller Wilhelm Hillmer hierselbst ist nach dem„M L Krsbl eine Belohnung bewilligt worden, weil durd seine besondere Unsicht die Ermittelung von Dieben an Eisenbahrgut gelang, so diß die Bestrafung der Diede erfolgen konnte. Aus dem Kreise Herford. 9 Hersord, 13. Juli.(Eierverkaufsgenossenschaft.) Am Sonntag, den 15. Juli, nachmittags 5 Uhr, wird Herr L ndenstromberg aber mals einen Vortrag haltea über den Wert des genossenschaftlichen Verkaufes von Eiern 2c. Der Vortrag findet statt beim Gastwirt Aug Höner in Hollinde. O Herford, 13. Juli.(Lebende Hecken.) Auf Grund der Regierungs Polizei=Verordnung werden die Besitzer lebender, an einer Straße und den hiefigen Wallpromenaden stehender Hecken aufgefordert, diese bis zum 25. Juli d. Js. ordnungsmäßig zurückzuschneiden, widrigenfalls Bestrafung erfolgen wird. Bünde, 12. Juli.(Markt.) Auf dem vorgestrigen Viehmarkte kosteten gute Milchkühe 280—300 Ml., Rinder 200—220 Mt., sechs bis sieben Wohen alte Ferkel 16—22 Mk., kleine Stangen 36—45 Ml., größere Stangen 45—60 Kk., Sauen 80 bis 160 Mk, tragende Sauen 100—120 Mi. Fettes Schlachtvieh war nicht angetrieben Der Handel ging gut. = Bünde, 13. Juli.(Dekorierung.) Heute nachmittag fand im Kontor der Firma Steinmeister u. Wellensiek eine schöne, seltene Feier statt, indem unserm alten Freunde Leim'ach(jetzt in Herford) vom Herrn Lindrat der Kronenorden 4. Klasse überreicht wurde. Der Herr Lardrat würdigte in wohldurchdachter Rede die geschäftliche und außergeschäftliche Wirksamkeit unseres Freundes und forderte das versammelte Personal zur Nachfolge auf. Nachdem noch Herr Karl Steinmeister aner kennende Worte gesprochen und Herr Leimbach für die Ehre gedankt hatte, schloß die schöne Feier. Herr Leimbach war ein drittel Jahrhundert im Geschät der genannten Firna tätig. II Löhne, 12. Juli.(Der hiesige Krie gerverein) beabsichtigt sein 13 Stiftungsfest am 5. August in einem Zilte beim Witt Meyer zu feiern. 5 Löhne(Ort), 12. Juli.(Steckbrieflich verfolgt) wird der Wirt S. hierselbst von der Königlichen Staatsanwaltschaft Bielefeld wegen Meineidsverdochtes. II Stift Quernheim, 12. Juli.(Schlußprüfung.) Am 14. ds. Mis. findet in hiesiger Schule die Schlußprüfung der Teilnehmerinnen am Lehrgange der Kreiswanderhaushaltungsschule statt. II Gohfeld, 12. Juli.(Zugschranke) Die Königliche Eiserbahndirektion beabsichtigt die Zugschranke des Bahnüberganges in Kilometer 81,385 der Strecke Hannover Hamm in biesiger Gemarkung während der Dunkelheit geschlossen zu halten und dieselbe mit einem zum nächsten Wärterstande führenden Glockenzuge auszurichten. Einwendungen gegen dieses Vorhaben sind binnen 8 Tagen beim hiefigen Amte anzuzeigen. Aus dem Reg.=Bez. Münster und Arnsberg. Hoetmar(Bez. Märster), 12. Juli. (Ein schwerer Unfall) traf die Frau des Kötes A. Ruthmann. Beim fahren führte der Weg durch eine Rinderweide, ein Bulle sprang zwischen das Kuhgesponn, das von der Frau geführt wurde, stieß diese zu Boden und bearbeitete sie mit den Hörnern. Ein Hocn drang ties in den Leib. Die Verletzungen sind lebensgefährlich. Siegen 12 Juli.(Der Verband christlich: Bauhandwerker und Hilfsarbeiter) beschloß nach der Rh. W. Zg. gestern abend, wegen Lohndifferenzen in einen Streik einzutreten, wenn die Arbeitgeber die Forderungen ablehnen sollten. Aus den Nachbarprovinzen und Staaten. Detmold, 12. Juli.(Inder hiesigen Badeanstalt) rettete Unteroffizier Evers von der 11 Kompagnie einen Musketier der 9 Kompagnie. Dem Retter gelang es nach großen Auftrengungen, den fast Bewußtlosen ans Land zu bringen.(B. G. A.) Hameln a. W, 13 Jili.(Unglücks fälle.) Gestern abend ertrank in der Nähe der Pfortmühle der 8jährize Knabe Schütte beim Fischen, und bei der Militär badeanstalt fand der Murketter Tier der 7. Kompaznie des Infanterie=Reeiments 164 beim Baden den Tod in der Wiser. Allgemeiner Getreide=Wochenbericht der Preisberichtsstelle des Deutschen Landwirtschaftsrats. Vom 3. bis 9. Juli 1906. Der Umstand, daß sich die Saatenstand= und Ernteberichte nach und nach zu zuverlässigeren Unterlagen für die Beurteilung der zu erwartenden Erträge zu verdichten beginnen, findet bei der Preisbildung auf dem Weltmarkte immer ernstere Berücksichtigung. Es wäre indes verfrüht, die der allgemein wahrnehmbaren Zurückhaltung zu Grunde liegenden Ernteheffnungen, von deren Verwirklichung uns noch geraume Zeit trennt, als berechtigt anzuerkennen. Der schweifällige Verkehr, welcher der gesamten Lage des Weltmarktes das Gepräge gibt, hat während der litzten Woche nahezu überall merkliche Spuren hinterlassen. Besonders die nordamerikanischen Börsen scheinen für die Aufgabe ihrer Hochinteressen mehr oder minder zuverlässige Anhaltspunkte zu besitzen, und zman beeilt sich drüben an Hand vereinzelt vorliegender Schätzungszahlen die wahrscheinliche Wirkung des demnächst fälligen Regierungsberichtes möglichst vorzeitig auszunützen. Die westeuropäischen Märkte konnten sich der Rückoirkung der überseeischen Vorgänge um so weniger entziehen, als die heranreifenden Ernten auch hier Veranlassung zu zuversichtlicher Beurteilung bieten. England äußert sich über den Einfluß der Witterung sehr zufriedenstellend und hefft auf günstige Erträge sofern das Wetter in gleicher Weise ar hält. In Frankreich bleiben die Ernteaussichten mit Ausnahme der südlichen Distrikte andauernd befriedigend, zumal die reich lchen Erträge im Norden dieses Landes den Ausfall im Süden vollständig zu decken versp echen. Das ungarische Acker auminesterium glaubt seine Einteschätzung von 45,15 gegen 46,10 am 15 Juni d. I und 42,87 Mill. D. Z im Vorjahre angesichts der zur Zeit der Berichterstattung noch nicht fstgestellten Rostschäden nur mit Vorbehalt geben zu können. Ebenso wie in Ungarn scheinen die noch heirschenden Zweifel in Rumänien weniger das quantitat ive Ergebnis als den Quali tätsausfall zu treffen. Recht undurchsichtig bleiben dagegen immer noch die russischen Proruktions verhältnisse. Der Umstard, daß die russischen Exporteure es auch weiterhin ablehnen mit einiger maßen nennenswertem Angebot auf spätere Liefe. rung herauszukommen scheint doch die Ansicht zu rechtferticen, daß man dort weder in die Ernte, noch in die momentane Berohigung der politischen Lage allzugroßes Vertrauen zu setzen gewillt ist In Deutschland folgten dem für das Reifen überaus günstigen warmen Wetter Mitte der Woche heftige Gewitter und Niederschläge, die hauptsächlich im westlichen Binnenland manchen Schaden angerichtet haben dürften. Die östlichen Gebiete blieben von schädigenden Witterungseinflüssen ziemlich verschont; auf leichteren Böden waren die Nieder= schläge nicht unwillkommen, doch bleibt die Fort dauer der inzwischen eingetretenen sonnigen Witte. rung für einen befriedigenden Ernteverlauf sehr erwünscht. Die deutschen Märkte verharren bei unveränderten Ernteaussichten in zuwartender Hal tung, aber das beschränkte Warenangebot verhinderte eine wesentliche Vertiefung der Weizenpreise, die sich mit werigen Ausnahmen gut behaupten, veteinzelt sogar befestigen konnten. Die durch Gewitter und Niederschläge Mitte der Woche hervorgerufenen Eentebesorgnisse haben die Kauflust, namentlich für Roggen, etwas belebt und auch einige Umsätze in russischer Ware zustande kommen lassen; besonders die süddeutschen Märkte sahen sich bei völliger Erschöpfung des inlän dischen Angebois zu Rückgriffen auf ausländische Sorten veranlaßt. Den Berliner Lieferungspreisen boten die Witteruegsverhältnisse sowie die bessere Aufnahmefähigkeit der Mühlen für sofort greifbate Ware, die zu 1—2 Mk. höheren Preisen Verwertung fand, einige Stütze. Hafer wird in besseren Qualitäten wenig angeboten und zu letzten, in dringenderem Bedarfsfalle sogar zu höheren Preisen aus dem Markte genommen, während geringe Soiten eher vernachlässigt sind. Die schwierige Beschaffung von Mixed Mais läßt den Bedarf hierin auf die billigere und qualitativ befriedigende La Plata Ware zurückgreisen. Diff in 1906 Mk. kg 9. 7. 1000 per 2445—080 181.75 181—+100 190.50— 155.25+—0 25 155.—+2.00 163.—— 1.00 182.50+0.50 167.—— Wermischien Potsdam, 13. Juli. Der verhaftele mutmaßliche Mörder des Matrosen Stubbmann ist der Schlosser Kall Hiller aus Wannsee, der mit einem Break heimfuhr. Der Verhafteie gibt zu mit Stubbmann einen Wortwechsel gehabt zu haben, da dieser ihn auf dem Kutscherbock belästigt hätte. Den Revolverschuß will er nur ebgefeuert haben, um den Matrosen abzuschrecken. Jede Absicht, Stubbmann zu verletzen, habe ihm ferngelegen. Demgegenüber bleibt aber die Tatseche bestehen. daß die Leiche Stubsmanns die tötliche Schuß wunde am Hinterkopfe aufwies. H. wird in Hast behalten. München, 13. Juli. Die„Münch Neuesten Nachr.“ melden, daß heute nacht bei der Station Kaufering der von Lindau kommende Schneil zug 79 aus einen Güterzug stieß. Die Maschine und 5 Wagen entgleisten. Amtlich wird zu dem Eisenbahnunfall gemeldet daß der Loko motivführer des Schrellzuges und zw.i Schaffger leicht verletzt wurden. Ein Zurführer ist schmer vrletzt, ein Bremser tot. Resrde sind nicht zu Schaden gekommen. Augsburg, 13 Juli. Auf dem hiesizen Militä übungsgeä de explodierten gestern nachmittag vor Beginn der Uebung des 4. Feld. atillerie Regiments 40 auf enem Haufen zusammenliegn de Kanonenschläge auf unaufgeklätte Weise. 3 Untcroffiziere und 4 Artill=rister wurden schwer verletzt, am garzn Körper mit B andwunden bedickt, in das Garnisonlozarett gebracht. Amsterdam, 13. Juli. Die Feier des 300 jährigen Geburtstages Rembrandts nahm mit einem Festakt in der hiesign Universität ihren Anfarg. Mehreren Gelehiten, darunter Dr. Wilhelm Bode aus Berlin, dem Gereraldirektor der Königlichen Museen, wurde die Würde eines Dr honoris causa verliehen. Der Rektor der Universität de Bussy und Professor Six würdigten die Verdienste der neuen Doktoren um die Rembrandtforschung. Uebersicht der Winnerz Bielefeld, 14. Jul 1906 Mitgeteilt von Fr. Böckelmann Vn Niedrigst. Thermometerstand in der Nacht+10 Thermometerstand um 10 Uhr vorm.+ 16 Barometer 75 6 cm Wind: Süd West. Himmel heiter. Oeffentlicher Wetterdienst. Dienststelle: Meteorologisches Observatorium Aachen Voraussichtliche Witterung für de Zeit vom Abend des 14. bis zum Abend des 15. Juli 1906. Mäßige westliche Winde, veränderliche Bewölkung, vorübergehend Niederschläge, etwas kühler. Neueste Nachrichten 14. Juli. Auf der Eisenbahnstrecke Lethmathe Nachrodt der Linie Hagen=Siegen wurde ein neuer Eisenbahn Ueberfall verübt. Zwei unbekannte Männer drangen in ein Abteil und raubten einem Passagier die Börse mit Inhalt. Die Männer sprangen hierauf aus dem fahrenden Zuge. Köln, 14. Juli. Zur Verhütung von Raub Anfällen in Eisenbahn= zügen hat nach der Köln. Ztg.“ das Ministerium eine scharfe Ueberwachung nicht nur durch das Zug=, sondern auch durch das gesamte Bahnhofspersonal angeordnet. Alle Wagen erhalten Durchgänge. Ferner sollen Geheimpolizisten zur Ueberwachung der Züge angestellt werden. Augsburg, 14. Juli. Ueber die Katastrophe beim 4. Artillerieregiment werden folgende Einzelheiten gemeldet: Die drei ersten Batterien des 4. Feldartillerie regiments hatten sich auf dem Militärübungsplatz bei der Infanteriekaserne zur Vornahme von Zielübungen eingesunden, als plötzlich auf bisher unausgeklärte Weise, ehe die Uebung noch begonnen hatte, 45 Kanonenschläge, die auf einem Hausen beisammen lagen, explodierten und 7 Mann, 3 Unter offiziere und 4 Artilleristen Boden geschleudert wurden. Alle sind schwer verletzt und am ganzen Körper mit Brandwunden bedeckt. London, 14 Jui. Naheimer Devsche cus Dover koll diere der Hambnrgr Taupfer„Dutsch'ard“ der Hausug ka Linie g st#n d### Aussahren aus dem Hifen mit dem„Pr.c#f Wies Pier" und erlitt eine e#hebiiche Beschäbigng über und uner#er Wssrlinie. Die„D utsch and“####rde voi Sch verständigen onserutzt u mit## de fest, daß sie die Farri nech. R.y k###cht fortsetzen[öine P hagtere und##### werden d. her in kovi; gel nder und##### So#thampion weiter leid tert#n den Späler werden sie mit einem Dia#o#f-r der Hamburg Anertk.=Laie, ktea mi bit „Pretoria“ oder mit einem anberen pfer von Englaed nach Neuhork we#terbefördert werden Heinr. W.pp, Altstädter Kirchstrafe # empfiehlt äußerstbillig n mehrjähriger Garantie Taschenuhren, Regulateur Wanduhren, Trauringe a 585 und 560/1000 Goll Prochen, Medaillons, Betten in Gold, Doublé und Silber, Brillen, Pincenez, Perspektive. Reparaturen verden sorgfältig und billigst in Garantie ausgeführt. NB. Sonntags geschlossen. Veranntmachung. Die Fluchtlinien 1. der Straße am Güterbahnhof für Strecke A. B. des Planes, 2. der Ziegelstraße zwischen Bleichstraße u. Stadtgrenze werden, nachdem die Pläne ordnungsmäßig offengelegen haben Einwendungen gegen sie nicht erhoben sind, hiermit förmlich festgestellt. Die Pläne liegen zu Jedermanns Einsicht auf dem Stadtbauamt im Rathause aus. Bielefeld, den 11. Juli 1906. Magistrat. Rechnungsiermulare liefert billigst A. von der Mühlen, Dielefeld. Empfehle Tabak von Crüwes Brüggemeher, Kisker, König Kotmann, Oldenkott un Böninger in größter Auswah Besonders mache ich auf meine: zu 25 und 80 Pfg. v. Pfd. an nerksam. H. Jürging, Gehrenberg 27. Soeben erschien: Die Ellenschule ein Märchenschwank in 1 Akt. Aufgeführt anlässlich der Feier des 50jährigen Bestehens der stiftischen Höheren Tächterschule (Cecllienschule) zu Bielefeld am 31. Mai 1906. Preis 50 Pfg. Buchdruckerei A. von der Munlen, Bielefeld, Ritterstrasse 43. Tekanntmachung. ### Die Urlisten der im Stadtbezirk wohnhaften Personen, welche im Laufe des Jahres 1907 zu dem Amte eines Schöffen oder Geschworenen berufen werden können, liegt vom 17. bis einschließlich 24. Juli dieses Jahres während der Dienststunden im Rathaus, Zimmer 46, zur Einsicht offen. Einwendungen gegen die Liste sind während der Auslagefrist schriftlich oder zu ProtokollIsbei uns anzubringen. Bielefeld, den 13. Juli 1906. Der Magistrat. enleidenden eile ich aus Dankbarkeit gern unmentgeltlich mit, was mir voahrelangen, qualvollen Magen nd Verdauungsbeschwerder zeholfen hat. A. Hoeck, Lehrerin, Sachsenhausen v. Franti— a. M Darlehn auf Möbel, Wirtschaft usw. gibt Selbstgeber ohne unnötige Vorauszahlung. Unger, Berli a. Gubenerstr 16 Rückporto. Sie ein Piano oder ENNE Harmonium kaufen, neu oder gebraucht, besichtigen Sie das Lager Weststraße 21. TSNE Rheumatisu. Giebtkranken teilt umsonst mit, was ihrer Mutter von jahrelangem: schweren Gichtleiden geholfen hat. Marie Grünaner, München, Pilgersheimerstr. 2/1. Bestellungen auf Johannisbeeren und = Himbeeren= erbittet die Obstplantage Pomona nach Ritterstr. 43, parterre An Händler können grosse Posten abgegeben werden. Am Tage gepflücktes Obst kommt anderntags zur Ablieferung. Tagesorbuung für die am Mittwoch, den 18. Juli 1906, nachmittags 5 Uhr stattfindende Hul Nachsaal Stadtverordneten=Sitzung. empfehle in frischer keimfähiger Ware Anträge und Mitteilungen des Magistrats 6. 10. 12. 1. Wahl von 4 Vertrauensmännern für die Herstellung der Jahresliste der Schöffen und Geschworenen für 1907. 2. Wahl eines Mitgliedes in die Friedhofskommission an Stelle des verstorbenen Stadtverordneten Lübke. 3. Zustimmung dazu, daß an der Oberrealschule zu Ostern 1907 zwei Oberlehrerstellen und eine Hülfslehrerstelle neu gegründet werden.. A. Gaszafraft für bin aa4. Bewilligung von 800 Mark für eine Hülfskraft für die ständige Aussicht im Museum, Instandhaltung der Gegenstände, Reinigung des Hauses usko. sowie von 200 Mark für die Anschaffung von Handwerkszeug und Stoffen. 5. Genehmigung der neuen Satzungen für das Gewerbegericht. Aufhebung der Fluchtlinien der Angerstraße zwischen der verlängerten Frieden= und Arndtstraße 7. Anderweite Festsetzung der Fluchtlinien für den Ellerweg neben der Gütersloherstraße. 8. Desgleichen für die geplanten Straßen 575, 576 und 577 zwischen Kurze= und Osnabrückerstraße..— 9. Abänderung der Fluchtlinien der geplanten Straßen 209 und 325 zwischen der Fröbelstraße und der geplanten Straße 210 nördlich der Detmolderstraße. Wwise mstraf. Festsetzung der Fluchtlinien für den Straßenzug Wilhelmstraße— Kaiser Wilhelm=Platz—Wiesenstraße zum neuen Güterbahnhof. 11. Bewilligung von 300) Mark zur Befestigung der Lutt.rbachsohle unterhalb Büschers Mühle, aus Kanalanleihemitteln. Zustimmung zu der Aufnahme der verlängerten Reichpoststraße in die städtische Reinigung. Genehm'gung eines mit der Firma E. Gundlach A=G. abzeschlossenen Vertrages über unentgeldliche Abtretung einer Grundsiäche von 6 qm an der Gerichtstraße zwischen Ravensberger= u. Rohrteichstraße an die genannte Firma. Desgleichen eines mit den Eheleuten Wibbing abgeschlossenen Vertrages über den Ankaus des Hausgrundstücks Burgstraße 10 und Bewilligung des Kauforeises von 10000 Mark nebst Kosten aus Mitteln des Armen= und Stiftungsvermögens. Bericht der Komnission über den Ankauf des Lutterkolkes und Beschlußfassung über den Magistra santrag auf Genehmigung des Kaufvertrages. 16. Genehmigung des mit Meyer zu Selhausen gen. Meyer zu Olderdissen abgeschlossenen Vertrages über den Ankauf des Kolonats Quelle Nr. 1 und Bewilligung des Kaufpreises von 755000 Mk. nebst Kosten aus Anleihemitteln. 17. Desgleichen eines Vertrages mit dem Beamtenwohnungsverein und mehreren Einzelbeteiligten über Grundstücksaustausch, Eingemeindung von Grundstücken und Sraßenausbau. Genehmigung eines Vertrages mit der Firma E. F. Bank betr. Austausch von Grundflächen an der Friedhofstraße. Mitteilung, daß der Polizeisergeant Volz vom 1. Juli 1906 ab als Polizeisergeant auf Lebenszeit angestellt werden soll. Interpellation der Stadtverordneten Hoffmann und Genossen: Wann gedenkt der Magistrat den unleidlichen Zuständen der Straßen Hakenort und am Stadtholz durch Befestigung und Beleuchtung ein Ende zu machen. Bielefeld, den 12. Juli 1906. der Vorsitzende der Stadtverordneten=Versammlung. Inkarnatklee Luzerne Lupinen Wicken Peluschken Winterwicken Seuf Spörgel Oelrettig Winterrübsen Herbst oder Stoppelrübsamen Buchweizen sowie sämtliche Gras- u. Kleesaaten, Spinat, Wirsing, Rotkohl, Radies, Feldsalat Kopfsalat etc. Friedr. Riemeier, 13. Jahnplatz 3. 14. Weck’s 15. unübertroffene Einmachs gläser zu Fabrikpreisen. : F. Consbruch,; # Porzellan Glas etc. e Bielefeld, Obernstr. 9. 5 995 18. 19. Meine El Salida 20. Lohmeyer. Brietpapiere Rechnungen Postkarten Mitteilungen Couverts mit und ohne Namenaufdruck. Kontobücher etc. hält in grosser Auswahl vorrätig oder liefert schnell und billig Nag. Tomann, Mennighuhen. 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Juli bis 10. August und vom 25. Auguft bis 14. September ds. Is. wird die unterbrochene technische Revision der Maße u. Gewichte zu Ende geführt werden. Während dieser Zeit ist das hiesige Eichamt zur Einlieferung und Abholung von Gegenständen nur in der Zeit von 4 bis 7 Uhr nachmittags geöffnet. Bielefeld, den 12. Juli 1906. Der Magistrat. Stapenhorst. K Mötelfabrik u. Dekorationsgeschäft Wilh. Barkey Schillerplatz 20 a Fabrik Waldhof 2. Wohnungs-Einrichtungen in allen Preislagen Grosse Auswahl in einzelnen Holz- und Polstermöbeln, Dekorationen, Teppichen etc. Eigene Polster- und Dekorations-Werkstätten. Feinste Referenzen.— Mehrjährige Garantie Neueste Kinderwagen in 6fach verschiedenen einstellbaren Sportsitzliegern sowie einfache Sportwagen kauft direkt von der : Kinderwagenfabrik Julius Tretbar. Grimma 393. v. 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Trautmann, Druck und Verlag von A. von der Mühlen, samtlich in Beleseld Laden und 2 Wohnungen Nr. 163. Zweit Ueber d der Lehrer! hat Kultusminister folgende Verfügung erlassen:„Durch für das laufende Kapitel 121 Tite laufenden widerrufl leistungsschwache 6 Zwicke bereitgestellt Erhöhung des Mind und alleinstehenden der übrigen Lehrer Lehrerinnen auf 80 satzes der Alterszula auf 120 Mk. und d Mt. herbeizuführen. derauf ab, auf dem wesens der Volsschu eine größere Gleicht herzustellen und d Volksschullehre Daraus folgt, daß die und die ihnen unte Besoldungsfrage keir dürfen, die dieses könnten. Wenn de ir S#esondere Sta weitere Erhöh gehalts und der Volksschullehrer und sollten, so ist von de vor der Bestätigung d sorgfältig zu prüfen, der Staatsregierung fährdet werden Königliche Regierung das der Beschluß ir heblichen Bedenken Fall mir vorzutrage in der Verfügung: lichen Beihilfen darf SUT Somm Arr z 20, Kieit Kind in Barch Neue Pestsaltsch? Holns Herln Nr. 163. Zweites Blatt. Bielefeld, Sonnabend, den 14. Juli 1906. Ueber die Regelung der Lehrerbesoldungsfrage hat Kultuswinister Dr. von Studt folgende Verfügung an die Bezirksregierungen erlassen:„Durch den Staatshaushaltsetat für das laufende Etatsjahr sind unter Kapitel 121 Titel 34 neue Mittel zu laufenden widerruflichen Staatsbeihilfen für leistungsschwache Schulverbände zu dem Zwicke bereitgestellt worden, tunlichst eine Erhöhung des Mindestgrundgehalts der ersten und alleinstehenden Lehrer auf 1100 Mk., der übrigen Lehrer auf 1000 Mk., der Lehrerinnen auf 800 Mk. und des Mindest satzes der Alterszulagen für sämtliche Lehrer auf 120 Mk. und der Lehrerinnen auf 100 Mi. herbeizuführen. Die Maßnahme zielt derauf ab, auf dem Gebiete des Besoldungs wesens der Vo leschullehrer und Lehrerinnen eine größere Gleichmäßigkeit und Stetigkeit herzustellen und der Landflucht der Volksschullehrer entgegenzuwirken. Daraus folgt, daß die Königlichen Regierungen und die ihnen unterstellten Organe in der Besoldungsfrage keine Schritte unternehmn dürfer, die dieses Ziel in Frage st.llen könnten. Wenn demaächst Schulverbände, ir s#esondere Stadtgemeinden eine weitere Erhöhung des Grundgehalts und der Alterszulagen ihrer Volksschullehrer und=Lehrerinnen beschließen sollten, so ist von der Königlichen Regierung vor der Bestätigung des Erhöhungsbeschlusses sorgfältig zu prüfen, ob dadurch das von der Staatsregierung verfolgte Ziel gefährdet werden würde. Gelangt die Königliche Regierung zu der Ueberzeugung, daß der Beschluß in dieser Beziehong er heblichen Bedenken unterliege, so ist der Fall mir vorzutragen.“ Weiter heißt es in der Verfügung:„Die Zahlung der staat lichen Beihilfen darf erst erfolgen, wenn der Schulverband die Uebernahme des gesamten mit der Erhöhung verbundenen Mehraufwandes bedingungslos und unabhängig von der in Aussicht gestellten staatlichen Beihilfe beschlossen hat oder eine dahingehende rechtskräftige Feststellung im Beschluß verfahren getroffen worden ist. Im übrigen sind bei der beabsichtigten Aufbesserung des Grundgehalts auch die Lehrerstellen zu berücksichtigen, mit denen ein Kirchenamt dauernd verbunden ist, insofern und insoweit das reine Lehrergrundgehalt hinter den oben gedachten Mindestsätzen zurückbleibt. Es erscheint indes eine Berücksichtigung dieser Stellen dann nicht erforderlich, wenn diese bereits mit einem auskönmlichen grundgehalt der vereinigten Stelle derartig hoch ist, daß nach Abrechnung einer reichlich bemessenen durchschnittlichen Grundgehaltserhöhung für die kirchliche Mühewaltung von 400 Ml. mindsteus die Sätze des Lehrergrundgehalts von 1100 Mk. bezw. 1000 Mk. verbleiben.“ Nr. 163 Die polnischen Sokols Einer der Leiter des Verbandes der Sokolvereine in Deutschland, der bekannte allpolnische Agitator von Rzepecki Posen, der Vorsitzender der Organisationskommission des Strazvereins war, hat in einer Volksversammlung zu Obornik bemerkenswerte Mitteilungen zur Geschichte der Sokolvereine gemacht. Es ist bekannt daß der erste Sokolverein vor etwa 40 Juhren in Prag gegründet wurde. Er war ein aus gesprochener Kampfpetein gegen die Deutschen. Hrute sind die tschechischen Sokolvereine— etwa 600 mik 70000 männlichen und 20000 weiblichen Mitgliedern— die Stützen des radikalen Tsch chentums. Vater der Sokolbewegung war ein tschechischer Deutscher, namens Fügener. Die tschechischen Soko's bedeuten auch eine politische Macht. Als in Lemberg das erste„Nest“ d. h. der erste polnische Sokolverein gegrü det wurde, gedöete zu den Führern ebenfalls ein seirem Volkstum abtrünnig gewordener Deutscher, der„Urpole“ Fiszer(lies: Fischer)! In 190 Vereinen sollen in Galizien 18000 Sokols, 15000 Lehrlinge und mehrere tausend Frauen organisiert sein. Amerika zählt 54 Sokolvereine, Deutschland 144 mit etwa 6000 Mitgliedern. Rzepecki, der offen erklätt hatte, daß in Sokolvereinen die besten (polnischen) Patrioten herangebildet werden, beklagte, daß die polnischen Turner„die schönen grauen Unisormen" in Deutschland nicht mehr tragen dürfen. Für deutsche Leser mag ergänzend hinzugefügt werden, daß jene Uniform— Schnütrock, Schaftstiefeln und weite Pumphosen— ein Turnen geradezu unmöglich machte. Im Weichselgebiet sollen übrigens auch schon 80 Sokolvereine bestehen; dort, wie überall ist man der Arsicht, daß das polnische Sokoltum die polnische Wiedergeburt bedeutet. Damit wird auch von polnischer Seite der nationale Charakter der Sokolbewegung zugestanden, was früher immer bestritten wurde. Allerdings beschäftigen sich seit mehr als Jahres feist die Sokolvereine auch in Deutschland mit natioral=polrischer Propaganda; sie erteilen polnischen Sprach= und Leseunterricht, veranstalten Vorlesungen aus der polnischen Geschichte, wobei in der bekannten„Okjektivität" die Vorgänge der letzten 100 Jahre geschildert werden, ku zum, die Vereine befleißigen sich, ihrem Rufe, Vorkämpfer der allpolnischen Bestrebungen zu sein, nach Kräften gerecht zu werden. Deehalb gilt es, auch hier die Auzen offin zu halten Airche, Schule und Disen. (Die Anstalt Wittekindshof) bei O'ynhausen feiert ihr Jahresfest am Sonntag, 29 Juli nachmittags 3 Uhr in der Anstalt=kirche. Festpredigt Herr Generalsuperinter dent Zoellner Münster; Besprechung mit den Jünglingen und Bericht: Anstaltsvorsteher Pastor Stieghorst. Alle Freunde der Anstalt sind herzlich dazu eingeladen! Industrie, Handel und Verkehr. Rähste Abfahrten der Schnell= und Postdampfer des Norddeutschen Lloyd von Bremen.) Von Bremen nach NewYork: D. Kronprinz Wilhelm 17. Juli. D. Friedrich der Große 21. Juli. D. Kaiser Wilhelm der Große 24. Juli. D. Großer Kursürst 28. Juli. D. Barbarossa 4 August. D. Kaiser Wilhelm II. is Arszust, D. Bremen 11. Auzust. D. Main D. Friedrich Zer 7gg eih Wühelm 21. August. D. Frieorich der Große 25. August. D. Kaiser Wilhelm der Große 28. August. D. Großer Kur1. September. D. Kaiser Wilhelm II. 4. September. D. Barbarossa 8. September.— Von Bremen nach Baltimore: D. Rhein 3°. Juliz Z. Jeckar 26. Juli. D. Ehemit Gi,U3u1 So. 9. Auzuß. D. Brandenburg 16. August. D. Hannover 23. August. D. Rhein 30. August. D. Cassel 6. September— S o g##e men nach Galbeston: D. Ehemaitz D. Brandenburg 16. August. D. Köln 13. September. D. Hannover 4. Oktober. Von Bremen nach Brasilien: Nach Verranhues, Rio und Santoz: D. Vom 91. Luli. D. Erlangen 18. August. Nach Bahia, Rio und Santos: D. Crefeld 4. August. D. nieich Want, Sipen.— Von Bremen „##.montevideo und Buenos Aires: D. Roland 28. Juli.— Von Bremen=Hamburg nach Ostasien: D. Prinz Heinrich 19. Juli(von Hamburg). D. Gneisenau 1. August (von Bremen). D. Prinz Ludwig 16. August (von Hamburg). D. Prinzeß Alice 29. August (von Bremen). D. Preußen 13. September(von Hamburg. D. Roon 26. September(von Bremen) — Von Bremen nach Australien: D. Gera 8. August. D. Seydlitz 5. September. D. Großer Kurfürst 3. Oktober. (38000 Kilometer im Automobil.) Herr Oscar von Schönfeld fährt für die Kartographische Anstolt Carl FlemA.= G., Glogau, ganz Deutschland im Automobil ab, um ein im Auftrage des Kaiserlichen Automobil=Club erscheinendes Automobil: Kartenwerk zu bear eiten. Die kolossale Strecke von 38(00 km legt Herr von Schönseld dank seines 40 HP. Benz und der KontinertalPgeumatif in 5 Monaten zu ück, trotzdem er durch die für die Karten nötigen Aufzeichnungen(Ein tragung von Kurven, Wasserrinnen, Bahnübergängen, Steigungen usw.) vielfach Aufenthalt nehmen muß. Wegen vorgerückter Saison Sommerkleiderstörte Wleiderkattune Massenne usw. asw. Kteiberkattun z 20, 25, 38, 45 Pfg. Als aussergewöhnlich billig empfehle: Musseline z 26, 33, 38, 55 Pfg. Kleidersiamosen schwere Qualitäten Kleid 6 Meter oppelte Breite Musseline, reine Wolle u 70, 80, 90, 100 Pfe. Aindeenteiachen in Barchend, Kattun und Wolle zu 65 Pfg., 100. 135, 170 u. höher. M. 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Kollekte für die bedürft Theologie Studierenden in Bonn Nachmittags 1¾ Uhr Kindergottesdienst.— Nachm. 4 Uhr Jungfrauenvereine.— Abends 6 U. Gemeinschaftl. Gottesdienst in der Altst. Kiche.— Montag 8½ Uhr Bibelstunde in der Volkshalle P. Kuhlo.— Mittwoch, 3 Uhr Nachm. 3 Uhr Neust. Frauenverein bei Löllmanns.— Freitag 8½ Uhr Bibelstunde im Blaukreuzverein im alten Lutherstift.— Panlus. Kirche. Vormittags 8 Uhr P. Hackländer.— Vorm. 10 Uhr P. Kortmann.— Nachm 2 Uhr Kindergottesdienst.— Nachm. 3 U. Gaufeßt der Jünglings= u. Jungfrauenverein in der Anstalt Bethel. Nachm. 6 Uhr Gemeinsch. Gottesdienst in der Alsstädter Kirche.— Dienstag Abends 8½ Uhr Blaukreuzversammlung.— Mittwoch. Abends 9 U. Bibelstunde im Jüngl. u. Männerverein.— Donnerstag. Nachm. 3 Uhr Paulus=Frauenverein.— Donnerstag Abends 8½ Uhr Bibelstunde in der 4. Bürgerschule an der Heeperstraße P. Hackländer.— Donneistag, abends 8½ Uhr Bibelstunde in der Kleinkinderschule in der Feldste. P. Kortmann.— Johannis Kirche. Vorm 8 Uhr P. Knolle.— Vorm 10 Uhr. P. P. Köhne.— Nachm. 2 Uhr Kindergottesdienst. Nachm. 4 Uhr Knabenabteilung Nachm. 2 Uhr Die Jugendabteilung beteiligt sich am Gaufest in Bethel.(Bers mmlungsplatz Vereinslokal).— Nachm. 2 Uhr Jungfrauenverein geht gemeinsam zum Fest nach Bethel. — Abends 6 Uhr G. meinsamer Gottesdienst in der Altstädter Kirche— Abends 8½ Uhr Männer= und Jügglingsverein Generalversamm lung.— Montag. Nähverein in der Kin d.rschule in der Friedrichstraße.— Mittwoch, abends 9 Uhr Bibelstunde im Männer= u Jünglingsverein.— Donnerstag. Nachm. 3½—6 Uhr Johannes= Frauenverein im Gemeindehause.— Freitag, abends 8½ Uhr Versammlung d. BlauKreuz=Verein.— Sonnabend, abends 9 Uhr B.belbesprechung v. Gebetsst. im Gemeindehause.— Martini Kirche. Vormittags 10 U. P. Usener.— Vorm. 11½ U Kindergottesdienst.— Der Jüngl. u. Jungfrauenverein beteil gen sich an dem Fest in Bethel.— Abends 8 Uhr Manner= und Jünglings verein(Generalversammlung.— Dienstag, abend ½9 Uhr BlauKreuzverein.— Mittwoch, abenes 9 Uhr Bivelstunde im Männer und Jüngl ngsverein.— Reformierte Kirche Morgens 10 Uhr P. Mund.— 11½ Uhr Kindergottesdienst.— Nachm 2½ Uhr Ausflug der Kinder, die am Kindergottesdienst teilnehmen. 300— 300 Rembrandt-Feier anlässlich seines 300. Geburtstages. Grosser Lichtbilder-Vortrag: Rembrandt und seine Kunst von Kunsthistoriker Dr. Franz Bock-Marburg. Montag, 16. Juli, abends 8 Uhr in Renkes Theatersaal. = Eintritt Mk. 1.—= 300 300 KüchenEinrichtungen liefert sehr preiswürdig Fritz Tiekötter Möbelfabrik, Niedernstr. 45. des Motor-Omnibusses Lübbecke-Löhne. (Gültig bis auf Widerruf.) Morg. 5,00 5,15 5.21 5.27 5,34 5,40 5.49 556 6.01 6.08 6/14 6/20 1275 25 1.01 10 1.14 120 120 1.36 1.1 1.5 1.54 ∆ 40 Ab Lübbecke #4 Horsts=Höhe 6 Ahlsen Hüllhorst Kümmerdingsen Schnathorst Tengern Halstern Westscheid #4 Mennighüffen U Haus=Beii. an Löhne An ab 70 Korg 8.00 7.45 7.38 7,39 7.26 720 7 790 6.59 6•52 6.40 640 Wachm. X.50 3.35 3.29 3.23 316 3.10 3.01 2,54 2.49 2.2 2 86 2,30 Anschluß nach=Oeynhausen, Vlotho, Hannover, Hildesheim, Goslar, Braunschweig, Berlin 6,“6 Vorm. „„ Hamm, Herford 6,41 Vorm „„ Hannover 6,28 Vorm. „„ Hannover=Berlin 2.07 Nachm. „„ Herford Hamm 2,23 Nachm. Anschluß von: Herford 6.22 Vorm. „„ Hannover=Minden 6,36 Vorm. „„ Berlin=Hannover 2,18 Nachm. „„ Köln 2.05 Nachm. Ladbecke=Ledern. Evang.-Intherische(altluth.) bemeinde Biel Gemeinde Bielefeld. Aula der höheren Töchterschule, Viktoriastraße.) Sonntag vorm. 10 Uhr LeseGattesdienst. Sscht. Achanstelcge, Hermannstraße 24. Sonntag, vorm. 10 Uhr Predigt Vorm. 11½2 Uhr Sonntagsschul. Abends 6 Uhr Predigt. — Dienstag. Abends 8½ Uhr Gebetstunde. Jedermann ist freundlich eirgeladen. F. Jakob, Prediger Altkatholische Gemeinde. Bielefeld. Sonntag, den 15 Juli 1906. 1.12 Uhr Gottesdienst in der Kapelle der Neustädter Kirche a) geralten durch Herrn Pfarrer J. Moog, Dortmund. R Kundt, Pfarrverw. Herzl. Einladung zum Honntag, 15. d. M., nachm. 4 Uhr. (Nachmittags.) □ 4,10 420 4.580 40 5.00 Ad Lühbede ## Stockhausen 8# Alswede Fiestel Lashorst=Tannenschmidt Destel an Levern(Post) An ab 5 6.28 6/13 6.04 5.52 5 5,30 5 Minuten vor Abfahrt von Hotel Rühe hält der Omnibus am Marktplatze bei Herrn C. Pötting in Lübbecke Dreschmaschinen-Besitzern empfehle ich: Ia. Kernleder-Treibriemen Baumwolltuch- u. Kamelhaar-Treibriemen Nähriemen und Verbinder Packungen:: Spiral-Schläuche Ia. Maschinen-Oele bewährte Zylinder-Oele Maschinen-Pette und alle übrigen technischen Bedartsartikel. s Bielefeld Inh.: Ingenieur Wilh. Vehring. Technisches Geschäft Oel-Import Reichspoststr. 8. Wilhelmstrasse 9. — Fernsprecher 141.— Ev. Männer= u. Jünglingsverein „St. Johannis“ zu Bielefel). Sonntag, den 15. Juli 1906. Aeltere Abteilung Nachm. 2½ Uhr: Beteiligung am Gaufest in Bethel (Programm im Sekretariat.) Abends 8½ Uhr: General=Versammlung. Tages=Ordnung. a) Kassenbericht. b) Deputiertenwahl zum Bundesfest in Barmen. c) Verschiedenes. =Abteilung. Nachm. 2½ Uhr: Beteiligung am Gaufest in Bethel Sammelplaß: Vereinslokal 2 Uhr nachmittags. Knabenabteilung. Nachm. 4 Uhr: Vereinsversammlung. Der Vorstand. Chrifl. Verein junger Mauner Bielefeld, Papenmarkt 2 Sonntag, den 15. Juli 1906. Aeltere-Abteilung. Abends 8½ Uhr: Freie Zusammenkunft im Garten. Jugend-Abteilung. Vorm. 7 Uhr: Waldspielplatz. Nachmitttags: Freie Zusammenkunft im Garten. Sonntag, den 22. Juli 1906, Fauiiärcs=Gartensehk. Zu allen Veranstaltungen wird freundlichst eingeladen. Der Vorstand. Barmer BankVerein Hinsberg, Fischer& Co. Blelefeld BIELEFELD. eangreie Rachehatenr Kapital: Mk. 60000000. Reserven: Mk. 11 400000. Eröffnung laufender Rechnungen mit und ohne Kredit. Annahme von Geldern zur Gutschrift auf provisionsfreien Scheck- Konti mit günstiger Verzinsung. Verzinsung von Geldern, je nach Kündigungsfrist(DepositenRechnungen). Diskontierung und Einziehung von Wechseln. Ausschreibung von Schecks Wechseln, Kreditbriefen. An- und Verkauf von Wertpapieren. Einlösung von Zins- und Dividendenscheinen, verlosten und gekündigten Wertpapieren. Annahme und Verwaltung vor Wertpapieren als offene Depôts unter gesetzlicher Haftung. Verlosung-Kontrolle, Versicherung gegen Kursverlust usw. Aufbewahrung geschlossener Depôts. Vermietung stählerner Schrankfächer(Safes) in feuer- und diebessicheren Tresoren. Waeschi A Neuheit. Krumeichs Konserven-Krug aus salzglasiertem Steinzeug. 100 Beschreibung und Preise kostenlos. Fabrik=Niederlage Wilh. Oltrogge, Bielefeld. Schunwaren elegant und solide, für Herren, Damen u. Kinder, große Auswahl aller Arten. Maßarbeit fein u. sauber. 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Zveifel eine äußerst müdlich für andere tätige, lichkeit. Er verdient die Verehrung, welche Seiten entgegengebracht von ihm als Menschen von ihm als Politiker Ideologe und Schwär Politiker zu sein, wie land sein politisches A grenztes ist und er fi. großen politischen Fra Volkes fast sters auf se befunden hat. Es erscheint wünschens als Politiker einen Bli die„Genossin“ Braun, dazu dienen müssen, si machen, voll Stolz in de so betriebsamen Ehepaare „Neuen Gesellschaft“ einen gebracht hat, den Mr. 6 um sie zur Teilnahme an und zum Frühstücke be zu bewegen. Dieser Brief, der m Mr. Stead veröffentlich deutsche Leser recht eigen legt ein beredtes Zeugr wenig man in Englan Sozialdemokratie in Deut Hang zum Gemeinen, ihr mangelnde Wahrheitslieb lose Schmähsucht. Andern einen solchen Brief niema Es klingt fast so, als h des ganzen Werkes, das der deutschen Redakteure wurde, davon ab, ob die mit nach Windsor käme frühstückte oder nicht. M „Genossin" fast um E England noch einen Kör die Einladung nach Wind druck der Gastfreundschaft und könne nun einmal Verfassung nicht anders g in dieser Form. Um de Besuch möglichst schmackhaft er den König das„of unserer gekrönten R Mr. Stead, der für vbl „#ichstellung der Manne eintritt, stempelt „Genossin“, welche sich in den Prinzipien ihrer Par fahrt anschloß, an dem Bund an dem vom Könige stück zu einer großen polit wohl vor dem Besuch aus worden ist, das Ganze soll schaftliche Veranstaltungs die Gegenwart der Brau stückstafel würde eine en kennung zweier großer der Souveränität de