: Salida aber, daß ich nur e Sorte fabriziere. lichkeit ist sie so sie ohne mein anzen Gemeinden en Pastorenzigarre st milde, aromatisch brennend, nur aus rseeischen Tabaken rurteilt: Etwas enig Geld. der Wahrheit des rzeugen, sende ich bekiste 100 Stück Zigarre(Handbeschäften 10 Pfg Kk. franko unter ird nicht berechnet. ren trage ich. Fleer rik, Blotho. efeld, rwall 4 b. ng sämtl. ster irderoben. Buckskins 2c. aber en Gesichts mit schen Aussehen. eicher Haut und Leint gebrauchen llein echte lienmilch=Seife Co., Radebenl : Steckenpferd. Pfg. bei Bielefeld. der, Minden. ein Piano oder monium kauaucht, besichtigen Weststraße 21. UE ungen ehrenberg 15 denden irkeit gern und t, was mir vor ollen Magen. sbeschwerden Lehrerin, b. Frankfurt ähnzlehen ahnersatz imenplatte. etc. etc. erden von mir ndei: Omicn. iukünstler, e 119. gjeid und Hütchen enbändchen, inderschürzen etteinlagen, skorsetts, Zahnhals. erst billig B Nr. 138. Vierteljährlich in der Geschäftsstelle u. an allen Postanstalten 1 M., bei täglicher Zupellung in Bielefeld 1.20 M., durch Briesträger 1,42 M. Postzeitungsliste Nr. 5381. 30. Jahrgang für die einspaltige Petttzeile oder deren Raum 12 Pf., für auswärts 15 Pf., Reklamen 40 Pf. Erscheint sechsmal wöchentlich Geschäftsstelle Ritterstr. 43. Fernsprecher Nr. 15. Sistorischer Kalender. 9 Juli: Schlacht bei Sempach, Winkelrieds Hildentod, 1386.— Schlacht bei Sievershausen, Tod des Kurfürsten Moritz von Sachsen, 1553— Kaiser Ferdinand II zu Sraz geb. 1578.— Philipp V. von Spanien, gest. 1746.— Katharina II. zur Kaiserin von Rußland aus gerufen, Peter III. abgesetzt, 1762. — Friede von Tilsit zwischen Frankreich und Preußen, 1807.— Fürst Alexander besteigt den bulgarischen Thron, 1879. Vielrseib Montag 9. Juli 1906 Kirchlicher Quartalbericht. April=Juni. II. Wie der Liberalismus versucht, sich der Schule zu bemächtigen, um seine Grunk auf die Erziehung der christlichen Jugend anzuwenden, so verschärft sich der Kampf zwischen den Bekennern des alten Glaubens und dem modernen Unglauben innerhalb der Landeskirche selbst. Er ist ja längst da auf den Uaiversitäten, in der theologischen Wissenschaft, er ist herabgestiegen in die Gemeinden bei Gelegerheit der Besetzung von Pfarrstellen. Wir haben gehabt einen Fall Fischer in Berlin, einen Fall Jatho in Köln, einen Fall Römer in Remscheidt, und wir sind gewärtig, noch weitere Fälle zu erleben. Wir möchten unsere Leser dringend bitten, dar auf zu achten! Wir möchten vor allem die Presbyterien bitten, dem Verlaufe dieser Angelegenheiten alle Aufmerksamkeit zu schenken! Die liberale Theologie geht mit allem Bedacht darauf aus, dergleichen „Fälle“ wie die eben genannten zu schaffen! Wo es geht, sucht man Kanddaten als Bewerber von Pfarrstellen aufzustellen, die sich als echte Schüler der neuesten Weisheit bekennen. Man will die„Gleichberechtigung der theologischen Richtungen in der Kiche", wie man sagt, durchsetzen, nicht auf dem Papiere, nicht in kirchenregimentlichen Erlassen, nein, in der Prox's. Das Bekenntnis der Kirche soll nichts gelten, der Wille der Gemeinde, das heißt der jeweiligen Gemeinde Vertretung alles. Das bedeutet z. B. die Wiederwahl des Kandidaten Römer in Remscheidt. Sie ist geschehen, trotzdem das rheinische Konsistorium verfügt hat:„Sollte Römer zum zweitenmal gewählt werden, so würde seine Wahl, auch ohne daß ein Einspruch dagegen erfolgt, für ungültig erklärt werden müssen.“ In kindischem Trotz wählt man in Remscheidt den trotzigen Kandidaten von neuem. Selbst die liberale„Prot. KirchenZeitung“ meint, Römer hätte sich dem Wunsch der Herren Remscheidter ganz energisch widersetzen sollen.„Un der Sache willen" setzt das Blatt hinzu, das heißt: durch solch törichtes Trotzen schaden wir ja nur uns selbst. Man will nicht offene Revolution gegen die kirchliche Obrigkeit, man will den guten Schein bewahren. Inzwischen drohen die Remscheidter mit dem Austritt aus der Landeskirche bei Nichtbestätigung Römers, um den Oberkirchenrat gruseln zu machen. Wir haben schon oft gesagt: wenn doch die Männer, die mit dem Bekenntnis der Kirche völlig zerfallen sind, ihre Theologen an der Spitze, endlich einmal mit ihrer Drohung Ernst machen wollten! Es steht ihnen ja völlig frei, eine neue Kirche zu gründen. Man sollte sagen, wer so überzeugt von der Wahrheit seiner Anschauung ist, wie die Leute um Jatho und Traub vorgeben, der müßte doch auch den Mannesmut haben, den Schritt zu wagen. Der Mut, einen liberalen Kandidaten auf den Predigtstuhl zu heben und der kirchlichen Behörde zu trotzen, die von Gottes= und Rechtswegen das Bekenntnis der Gemeinden schützt, dieser Mannesmut flößt uns herzlich wenig Respekt ein. Er ist der Mut aller Revolutionäre! Uebrigens hat die ganze Angelegenheit noch eine andere und zwar sehr ernste Seite. G## das Kirchenregiment tatsächlich durch Bestaligung solcher Bewerber um ein Parfaerereamt in der preußischen Landeskirche die „Gleichberechtigung aller Richtungen“ prok lamieren, würde tatsächlich anerkannt, daß ein Theologe, der die G undlagen des christlichen Glaubens leugnet, die wunderbare Geburt Jesu, die Wunder, die Auferstehung, kurz die Tatsachen, die wir im 2. Artikel mit der ganzen Christenheit jeden Sonntag am Altar bekennen, wir sagen, würde anerkannt, daß ein solcher Theologe das Amt in der Gemeinde zu führen berechtigt ist, dann würde das nicht weniger bedeuten als den Anfang der Auflösung der preußischen Landeskirche, das kann keinen Augenblick zweifelhaft sein. Und so steht unsere kirch liche Behörde in solchen Fällen immer wieder vor der Frage: entweder Schutz des Bekenntnisses, Schutz der gläubigen Gemeinde gegen den hereinbrechenden Unglauben auf den Kanzeln, oder Ruinierung der Landeskirche. An diesem entweder— oder kommt man nicht vorbei. Warum läßt der höchste Herr der Kirche diese Dinge zu? Warum diese Käwpfe, die so viel Kraft und Zeit fordern? Die Antwort liegt nahe. Es ist eine Prüsung der Gemeinden und es ist eine Prüfung des Kirchenregiments. Die Gemeinden sollen sich auf ihr Bekenntnis, auf ihren Katechismus besinnen und sich fragen, ob sie die biblischen Wahrheiten so hoch halten, daß sie ohne dieselben schlechterdings nicht leben können und wollen. Und das Kirchenregiment soll zeigen, ob es den Mut der Ueberzeugung hat und sich seiner großen Aufgaben vor Gott bewußt ist. Auf beiden Seiten aber muß es heißen: Ohne Kampf kein Sieg.—— gestachelt worden sind, auf die Preisbildung der betreffenden Erzeugnisse einwirken, ist selbstverständlich. Höhere Produktionskosten erfordern höhere Verkaufspreise, das ist so in der Landwirtschaft, wie in allen anderen Gewerben. Lebensmittelverteuerung. Alles wird teurer. Nach der unberechtigten Verteuerung des Fleisches soll nun auch eine Verteuerung des Brotes herbeigeführt werden. Die Berliner Bäckermeister wollen damit den Anfang machen, obwohl sie über niedrige Preise auch jetzt schon wahrlich nicht klogen können. Bezeichnend ist es, daß der„Vorwärts“ sich über die Brotverteuerung aufzuregen beginnt. Zwar kann er seiner früheren Behauptung, daß die Zölle die Lebenk mittel verteuern, nicht direkt widersprechen; aber er meint. gerade deshalb, weil diese den„agrarischen Fleisch= und Brotwucherern“, erwünschte Verteuerungspolitik den Geldbeutel der Konsumenten schon empfindlich geuug treffe, sollten die Bäckermeister sich hüten, nach neuen Gründen zu neuer Verteuerung zu suchen. Die Sache ist nämlich die, daß die Bäckermeister den geplanten Preisaufschlag mit der Gewährung der von ihren Gesellen erzwungenen Zugeständnisse, die allerdings nicht unerheblich ins Gewicht fallen, erklären. Der „Vorwärts“ protestiert dagegen, daß das, „was sich jetzt aus dem Gesellen weniger herausschinden lasse, aus dem Käufer mehr herausgeschunden werden“ solle. Aber dasselbe Blatt hat doch oft genug versichert, daß die Bäcker, Fleischer usw. nicht einmal den kleinen Zollaufschlag, der im Verhältnis lange nicht so hoch ist als die Lohnerhöhungen usw. für die Gesellen, zu tragen vermöchten. Die sozialdemokratische und freihändlerische Presse hat ja unausgesetzt geschrien, die Lebensmittel müßten teurer werden. Nun, da die Fleischer, Bäcker, Brauer usw. sich diese Vorarbeit zu nutze machen und einen „Beutezug auf die Taschen der Konsumenten“ unternehmen wollen, finden die eigentlichen Lebensmittelverteurer— und das sind jene journalistischen Schreihälse— das unverständlich. Die Konsumenten können sich aber bei den Freihändlern und den Sozialdemokraten bedanken, wenn sie jetzt die Lebensmittel teurer bezahlen müssen, als dies ohne das Geschrei über den„Wuchertarif“ usw. geschehen wäre. Daß aber die höheren Lohnsorderungen der Arbeiter, die ja auch durch die Sozialdemokraten aufEin neues Infanterie=Exerzierreglement ist erlassen worden. In Berücksichtigung der Erfahrungen, die in den neuesten Kriegen gemocht worden sind, wird größerer Nachdrick auf die Gefechtsausbildung gelegt. Die Schulung der Truppen beschränkt sich auf die Kompagnie und hält den Drill wegen seines großen Wertes für die innere Festigung der Truppe im Wesentlichen bei. Dagegen fallen die Exerzierüdungen im Bataillon, Regiment und der Brigade weg. Für die Gefechtsausbildung enthält das Reglement vielfach neue Bestimwungen. Neben vielen Aenderungen und Vereinfachungen enhält es auch manche Verdeutschungen der bisherigen Fachausdrücke. Nach einer Zusammenstellung der„Neuen mil.=pol. Korresp.“ ist u. a. aus der früheren „Sektion“, die„Gruppe" geworden. Anstatt:„Bataillon soll chargieren— Geladen!“ heißt es entweder:„Zum— Schuß— Laden!" oder, wenn nicht sofort geschossen werden soll:„Laden und Sichern!“, für„Chargiert— Fertig!“ ist:„Zum— Schuß— Fertig!" getreten. Die„Points“ werden in Zukunft „Richtungs unterof fiziere" und „Richtungsoffiziere" benannt. Die „Pyramide“ ist in„Gewehrgruppe“ die„Teten“ sind in„Anfänge“ virdeutscht. Auch das Ankündigungskommando„Bataillon“ (vor„marsch!“,„halt!" oder„kehrt!") ist durch das Ankündigungswort„Abteilung“ ersetzt, das für einzelne Leute und alle Ab teilungen unter Kompagniestärke gilt, sofern sie nicht bestimmte Teile der Kompagnie darstellen, die dann besonders— z B. mit „2. Gruppe“,„3. Zug,„Ganze Kompagnie“(kehrt usw.)— bezeichnet werden. Die Verdeutschungen sollen auf besonderen Wunsch und Anregung des Kaisers durchgeführt worden sein. am 23 August nach Lübeck, wo es bis zum 25. August Station nimmt. Die„Freis Ztg.“ schreibt:„In dem Strafverfahren gegen die zwei Beamten der Kolonialabteilung, Götz und Schneider, ist jetzt auch der verantwortliche Redakteur der„Freis. Ztg.“ als Zeuge vor dem Untersuchungsrichter vernommen worden. Der Redakteur weigerte sich selbstverständlich, den Namen seines Gewährsmannes zu nennen; er erklärte sich aber bereit, beeidigen zu wollen, daß er sein Material nicht von einem Beamten des Auswärtigen Amtes erhalten habe. Wie wir erfahren, nimmt die Untersuchung einen stetig wachsenden Umfang an. Unter anderem ist bei einem in Oberschlesien wohnenden Privat= manne, der mit den Missionen(katholischen? Die Schriftl) in Verbindung steht, eine Haussuchung abgehalten worden auf Grund eines Briefes, den man bei einem Kolontalbeamten vorfand.“ Kiel, 8. Juli. Die auf Anregung des Prinzen Heinrich hier geschaffene Ausstellung zur Bekämpfung der Volkskrankheiten ist gestern durch den prinzlichen Poteklor auf dem Kasernenhulk„Prinz Adalbert“ eröffget worden. Aus dem Deutschen Reiche. Berlin, 8. Juli. Der Kaiser ist gestern früh an Bord der„Hamburg“ von Bergen nach Drontheim abgefahren. In Bergen herrschte während der Kaisertage prachtvolles Witter. Viele Fremde waren mit ihren Yachten eingetroffen. Das gestern nachmittag über das Be finden der Kronprinzessin und des neugeborenen Prinzen ausgegebene Bulletin lautet:„Das Befinden Ihrer Kaiserlichen und Königlichen Hoheit der Frau Kronprinzessin und des Kindes ist andauernd gut. Bulletins werden nicht mehr ausgegeben.“ Ueber den Zeitpunkt der Taufe des Prinzen ist, wie das„B. T.“ von zuständiger Seite erfährt, noch keine Bestimmung getroffen. Der unter dem Verdacht anarchistischer Umtriebe in Altona verhaftete Maurer August Rosenberg wurde gestern abend gefesselt ins Gefängnis abgeführt Aus Norderney wird dem„Hann. geschrieben:„Dem Vernehmen nach ist es wahrscheinlich, daß der Kaiser nach Ablauf der Nordlandreise dem Reichskanzler Fürsten Bülow hier einen zweiten Besuch abstattet. Auf Befehl des Kaisers wird ein Teil der Fahrrinne am Seegatt vertieft. Offiziös wird ferner erklärt, daß der Besuch des Herzogs von Arenberg beim Reichskanzler rein privater Natur gewesen sei. Nach laut„Hann. C.“ in Königsberg ein gegangener amtlicher Meldung trifft das großeenglische Kanalgeschwader am 19. August vor Pillau ein und begibt sich Aus dem Auslande. Wien, 7. Juli. Zu Ehren der Mitglieder der Deutschen Landwirtschaftsgesellschaft, die sich auf einer Rundreise durch Oesterreich befinden, fand gestern abend im Rathause ein Empfang statt. Die Begrüßungsansprache hielt der Vizebürgermeister Neumayer, der auch bei Tisch des Hoch auf den Deutschen Kaiser und Kaiser Franz Josef ausbrachte. Ministerpräsident Fehr. v. Beck leerte sein Glas auf das Andauern der freundschaftlichen Beziehungen zwischen dem Deutschen Reiche und der österreichisch ungarischen Monarchie, worauf der deutsche Bolschaftsrat Graf Schwerin erwiderte, indem er des innigen Freundschaftsverhältnisses zwischen den Herrscherhäusern Habsburg und Hohenzollern gedachte. Wien, 7. Juli. Das„Amtsblatt" veröffentlicht eine Ministerialverordnung, die im Einvernehmen mit der ungarischen Regierung anordnet, daß bis auf weiteres Einfuhrartikel aus Serbien nach den allgemeinen Zollsätzen des geltenden Z=Utarifs zu behandeln sind und die Vieheinfuhr aus Serbien aus veterinärpolizeilichen Gründen untersagt ist. Haag, 6. Juli. Die Königin Wilhelmina der Niederlande sieht, wie von zuverlässiger Seite berichtet wird, ihrer Niederkunft im September entgegen. Man erwartet eine offizielle Bekanntmachung dieser Tatsache für die nächsten Tage. Genf, 6. Juli. Die Genfer Konvention wurde heute abend unterzeichnet, Ueber Schiedsgerichte gemäß§ 16 der Haager Konvention ist folgender Wunsch formuliert worden:„Die Konferenz äußert den Wunsch, daß, um zu einer möglichst genauen Interpretation und Handhabung der Genfer Konvention zu gelangen, die kontrahierenden Mächte dem ständigen Schiedsgerichte im Haag Differenzen, die zu Friedenszeiten hinsichtlich der Interpretation der Genfer Konvention sich ergeben könnten, unterbreiten.“ Dieser Wunsch wurde von allen Staaten angenommen, ausgenommen Japan, Korea und Großbritannien. Paris, 8. Juli. Dreyfus ließ gestern vor dem Kassationshof durch seine Verteidiger erklären, daß er auf einen Eatschädigungsanspruch verzichte und lediglich die Bekanntgabe seiner Nichtschuld durch einen Maueranschlag wünsche. Die Urteilsverkündigung wird voraussichtlich am 10. oder 11. d. Mis. ergehen. Rom, 7. Juli. Wie verlautet, wurde der Vertrag bezüglich Abbessiniens auf der Grundlage der offenen Tür, Anerkennung der bestehenden Verträge und einer direkten Handelsverbindung nadir. Eritrea abgeschlossen. London, 7. Juli. Die Mitglieder des englischen Kabinetts Sir William Churchill und Lord Gered haben gestern in längeren Reden in den Provinzen die Notwendigkeit einer Abänderung des Oberhauses verkündet.— Lord Grey bezeichnete die Lage in Aegypten tatsächlich als ernst. Die Schuld wird nationalistischen Kreisen in Frankreich zugeschrieben. Rußland. Jetzt wird gemeldet, daß der Zar gar nicht daran denke, jtzt Rußland zeitweilig zu verlassen. Auch die geplante Erholungsreise nach den Schären werde unterbleiben.— Die Finanzlage weist wegen der Höhe der Kriegskosten ein Defizit von etwa 130 Millionen Rubel auf. Die russischen Papiere stehen schon jetzt tiefer als die argentinischen. Gegen den Duma=Abgeordneten Aladjin, den Anführer der Arbeiterpartei, hat die Petersburger Gouvernements= Gendarmerie= Verwaltung eine geheime Untersuchung eingeleitet wegen Beteiligung an der Agitation unter dem 1. Bataillon des PreobraschenskiRegiments. In Ssamara meutert die ganze Garnison. Im Gouvernement Podolin kam es zu blutigen Zusammenstößen zwischen Bauern ohne Grundbesitz mit solchen mit reichem Grundbesitz. Letztere protestierten dagegen in einem Telegramm an die Dumi gegen die Aufteilung des Grundbesitzes. Infolge des bevorstehenden Kabinettswechsels wurde Witte telegraphisch zum Zaren berufen. Washington, 7. Juli. Auf San Domingo ist eine Revolution ausgebrochen. Ein Guerillakrieg hat begonnen. Die amerika nische Regierung sandte dorthin 10 kleinere Kriegsschiffe. Washington, 8. Juli. Nachrichten aus Caracas zufolge hat Präsident Castro vorgestern die Regierung von Venezuela wieder übernommen. Dies Ereignis ist in ganz Venezuela festlich begangen worden. Kirche, Schule und (Zum Brande von San Francisco.) Präsident Roosevelt schrieb an den Christlichen Verein junger Männer von San Francisco:„Ich vernehme mit lebhaftem Bedauern, daß das schöne Gebäude des Vereins in der neulichen Katastrophe in Ihrer Stadt total zerstört wurde. Es gibt kein Werk zugunsten der jungen Männer und Knaben in der ganzen Wilt, das dieselbe Bedeutung habe, wie dasjnige der Christlichen Jünglingsvereine. Ich bin überzeugt, daß ein Aufcuf im Lande Euch die nötigen Mittel zum Wiederaufbau des Gebäudes verschaffen werde, und ich hoffe, daß es eines von den ersten ist, dessen Mavern sich wieder in der Stadt erheben. Zim Schlusse möchte ich Ihnen noch sagen, daß alle Ihre Landsmänner den entschlossenen und unbezähmbaren Mut, den die Bewohner von San Frarciico angesichts des schrecklichen Unglücks an den Tag gelegt haben, bewunderten.“ Parteibewegung. (Wahl in Altena=Iserlohn.) Nach der„Rhein.=Westf. Zig.“ wurde von nationalliberaler Seite ein Wahlprotest eingelegt, der sich bereits im Reichstagsbureau befindet. Die Verstöße gegen die gesetzlichen Vorschriften sollen darin liegen, daß nicht Wahlfähige gewählt haben sollen; dann sollen in einem Wahllokal die amtlichen Kuverts aus 57](Nachdruck verboten.] Es ist wieder Nacht, und Graf Jürgen kann wieder nicht schlafen. Bis gegen 10 Uhr hat er an Tante Bertas Beit gesessen. Die Ohnmacht ist einem erquickenden Schlafe gewichen. Jetzt sitzt er auf seinem Zimmer und hält sich allein das Gericht über sein Herz ab. Trude Pachowski soll sein Weib werden! — Warum eigentlich auch nicht? Er wird Ruhe haben und Geld, und sie, die er lieb hat, braucht nicht zu erfahren, daß der Mann, dem ihr Herz gehört, ein großer Lump ist. Er wird ihr sagen, daß er verunglückt sei, im Neckar ertrunken,— damit ihr die Scham erspart bleibe, die in ihm ist. Darum wird er es tun. Nur darum? Und an die Sünde denkt er garnicht die er damit begeht? Nicht an das Mädchen, das ihm verschachert wird? Sie sind sich nicht so fremd geworden, ie Trude und er. Zwar gebrauchen sie ##n“ aus der Kinderzeit nicht mehr, die gemeinsam verlebten Tage haben gegangen sein, aber trotzdem weiter gewählt worden sein.— Auch der freisinnige Verein hat gleich der Vertrauensmänner Versammlung beschlossen, am 10. Juli für den Kandidaten des Zentrums einzutreten. GrafHoensbroech, der ehemalige Jesuit, empfiehlt, nicht für das Zentrum zu stimmen, da der Ultramontanismus gefährlicher sei als die Sozialdemokratie. Sein Rat findet aber keine Beachtung, weil leicht zu erkennen ist, daß ihm für die praktische Politik der freie Blick und nüchterne Geist doch allzusehr fehlt. Kolonialpost. (Wirtschaftliches aus Südwestafrika.) Zur Frage der Farmgröße als der Grundlage der wirtschaftlichen Erschließung des Südens, enthalten die„Windhuker Nachrichten“ ein Schreiben aus Gibeon, das folgenden Gedankengang hat: Im Süden gibt es nur eine unbestrittene sichere Kapitalsanlage, das ist die Viehzucht, alles andere muß für uns als unsicher ausscheiden. Größere Gartenanlagen haben bisher nur die Annahme bestätigt, daß, weil die Produktionskosten zu hoch sind und die Erzeugnisse keinen Markt finden, nicht einmal die Unkosten gedeckt werden. Gilt das schon vom Gartenbau im Großen, so in noch höherem Maße vom Feldbau, auf welchen uns die beschränkte Größe der Farmen anweisen will. Die natürlichen Bedingungen für seine Renta bilität gibt es im Süden nicht, ihr künst licher Ersatz erheischt viele Menschenalter an Zeit, ein unermeßliches Kapital Erfahrung und Geduld, wie das Beispiel der Kapkolonie erweist. Davon, daß wir für die nächsten, d. h. die unsere Zukunft entscheidenden Jahre gleich von vornherein den richtigen Weg einschlagen, hängt alles ab. Gut hilft uns nur, wer schaell hilft. Das tut die Viehzucht. Zwar hat auch sie mit schweren Niederschlägen zu rechnen, z B. durch Seuchen, aber gerade die Tatsache, daß sich trotz dieser Verluste die Viehzucht immer in aussteigender Linie bewegt hat, daß sie die Anfiedler zu mehr oder weniger wohlhabenden Leuten gemacht hat, wie im B zirk Gibeon, beweist die sichere Rintabilität der Viehzucht. Aber es muß ihr ein solches Maß von Weidefeld gewährt werden, daß es gewissermaßen eine Versicherung gegen Hungersnot ist. Das Vieh muß auch in einer Dürreperiode vor Hunger geschützt werden. In der Kapkolonie arbeiten seit 250 Jahren europäische Kolonisten. Der Kapsche Beden, der nicht besser ist als der unsere, hat die heutige Leistungsfähigkeit durch das Geld, die Arbeit und zunehmende Erfahrung der Generationen von Jahrhunderten erlangt. Wir sind der festen Ueberzeugung, daß unsere Kolozie sicherlich nichts Geringeres leisten wird als die Kapkolonie; und den geraden Weg zum Ziele sehen wir klar vor uns: wir brauchen ausreichend Weide zu quantitativer Viehzucht. Sie soll weder Selbstzweck noch Endzweck sein, ist aber eine sichere Erwerbs quelle, die zunächst schnell die Mittel zum Lebensunterhalt liefert, dann das Geld zu wirtschaftlichen Unternehmungen aller Art schofft. Sie bedingt wirtschaftlichen Fortschritt und bleibt unsere finanzielle Rückendeckung, bis andere Betriebe ihre Lebensfähigkeit erwiesen haben. Wenn wir mit ihr auf rationeller Basis den Wiederaufbau beginnen, dann kommen wir in kürzester Frist in gesundes Wachstum. eine Nummer ausschließlich der Rose gewidmet. Auf einer vorzüglichen Farbentafel sind zwei neue Rosen vorgeführt, dann folgen wertvolle Aufsätze und zahlreiche Bilder auf Rosenpflege und Zucht bezüglich. Vier der erfolgreichsten deutschen Rosenzüchter schildern ihre Erfahrungen, die sie bei Rosenbefruchtungen gemacht haben; an anderer Stelle ist ausführlich die Rede von„alten Rosen", wie sie noch in alten Gärten auf dem Lande, auf Friedhöfen ge funden werden. Die besten der neuen Rosenzüchtungen sind besprochen und ihre Pflege beschrieben. So bietet allen Rosen züchtern die Rosennummer etwas, und es empftehlt sich daher von dem uns für unsere Leser gemachten Anerbieten Gebrauch zu machen und sich die Nummer durch Postkarte vom Geschäftsamt des praktischen Ratgebers in Frankfurt a. Oder als Probe Nummer kostenlos zu erbitten. den Herrenhaus. 25. Sitzung vom 7. Juli 12 Uhr. Am Ministertisch: v. Bethmann=Hollweg, Studt, Frhr. v. Rheinbaben. Der Entwurf über die Zulassung einer Entschuldungsgrenze für landwirtschaftlich genutzte Grundstücke wird in der Fassung der Abgeordnetenhausbeschlüsse mit großer Mehrheit angenommen. Letzter Gegenstand ist die einmalige Schluß. beratung des vom Abgeordnetenhause in abgeändeter Form zurückgelangten Volksschulunterhaltungsgesetzes. Berichterstatter Herr Dr. v. Dziembowski empfiehlt Annahme der Abgeordnetenhausbeschlüsse. Graf v. Wartenslehen: Es wäre bedenklich, könnte man im Lande sagen, das Herrenhaus habe die Vorlage scheitern lassen, weil die Mehrheit seiner Mitglieder neue Lasten übernehmen müsse. Ich bitte Sie, trotz aller Bedenken für den Entwurf zu stimmen.(Beifall.) Pros. Dr. Reinke=Kiel kann die Verantwortung nicht tragen, das Gesetz abzulehnen. Wer weiß, ob im nächsten Jahrzehat wieder ein Finanzminister so reiche Mittel für die Kulturaufgaben der Schule flüssig machen wird. Damit schließt die Generaldiskussion. In der Einzelberatung wird ein Antrag von Klitzing, das Haus bis zum Herbst zu vertagen, abgelehnt. Auf eine Anfrage des Frhrn. v. Durant erwidert Ministerialdircktor Schwartzkopff, die Regierung beabsichtige jüdische Lehrer nur im Rahmen des unbedingt Notwendigen zuzulassen. Bei§ 59 verweist Graf York v. Wartenberg erneut auf die von der Vorlage zu befürchtenden Stärkung der großpolnischen Agitation in Oberschlesien. Er müsse sich deshalb in der Gesamtabstimmung der Stimme enthalten. Beim Abschnitt Lehrer= und Rektorenberufung sind einige bei der früheren Beratung eingebrachte Anträge, so der Antrag von Burgsdoiff, wieder gestellt. Die Anträge werden nach kurzer Erötterung zurückgezogen oder wie der Antrag Burgsdorff, abgelehnt. Frhr. von Manteuffel: Ein großer Teil meiner Freunde wird der Vorlage zustimmen, ob wohl es uns nicht an zahlreichen Bedenken fehlt. Viele von uns müssen Recht aufgeben, ohne etwas anderes dafür zu bekommen. Dazu kommen die vom Grafen York berührten nationalpolitischen Bedenken. Für alle meine Freunde kann ich erklären, daß die finanziellen Bedenken nie für uns von ausschlaggebender Bedeutung waren. Die konfessionelle Volksschule ist eine alte Forderung der konservattven Partei und deshalb begrüßen wir die Vorlage. Möge durch das Gesetz etwas zustande kommen, was den destruktiven Mächten Verderben bringt.(Beifall) Herr Dr. Faber rühmt die konfessionelle Grundlage der Vorlage und bittet wegen dieser Grundlage der Vorlage mit Freudigkeit zuzustimmen. Darauf wird der Entwurf in der Gesamtabstimmung mit überwiegender Mehrheit angenommen.(Der Minister und der Ministerialdirektor Schwartzkopff werden lebhaft beglückwünscht) Die Tagesordnung ist erschöpft. Herzog von Trachenberg dankt dem Präsidenten für die gewandte und unparteiische Leitung.(Beifall.) Präsident Fürst zu Knyphausen: Ich danke Ihnen allen Abgeordnetenhaus. 81. Sitzung vom 7. Juli 1906, 3 Uhr Auf der Tagesordnung steht zunächst ein Bericht der Wahlprüfungskommission. Die Wahl des Abg. Dr. Iderhoff(freik.) beantragt die Kommission für ungültig zu erklären bezw. an die Kommission zurück zuverweisen. Inzwischen ist ein Schreiben des Abg. Dr. Iderhoff eingegangen, nach dem er sein Mandat niederlegt.e“= Nach Erledigung mehrerer Petitionen ist die Tagesordnung erschöpft. Abg. Hobrecht(ntl.) dankt dem Präsidenten für die Treue, Gewissenhaftigkeit und unermüdliche Ausdauer, mit der er die Geschäfte der arbeitsreichen Session geleitet habe.(Das Haus ehrt den Präsidenten durch Erheben von den Plätzen.) Präsident v. Kröcher: Meine Herren, ehe wir unsere Geschäfte beenden, stimmen wir ein in den Ruf, mit dem wir unsere Arbeiten begonnen haben: Seine Majestät der Kaiser, unser allergnädigster König und Herr lebe hoch!(Das Haus stimmt dreimal lebhaft in den Ruf ein) Schluß 1/4 Uhr.) Gemeinsame Schlußsitzung beider Häuser des Landtags. Sonnabend, 7. Juli, 4 Uhr. Kurz nach 4 Uhr erscheint das Staatsministerium im Saale, an seiner Spitze Staatsminister Graf Posadowsky. Präsident des Herrenhauses Fürst zu Knyphausen eröffnet die Sitzung, beruft die Schrift# und erteilt das Wort dem Staatsminister Grasen Posadowsky. Staatsminister Graf Posadowsky verliest die Königliche Verordnung, nach der die Sitzungen beider Häuser des Landtages geschlossen werden. Präsident Fürst Knyphausen: Meine Herren, ich fordere Sie auf, dreimal freudig in den Ruf einzustimmen: Hoch lebe Seine Majestät unser allergnädigster Kaiser, König und Herr! Hoch! (Die Versammelten stimmem dreimal lebhaft in den Ruf ein.) Schluß 4¼ Uhr. doch ihre Zeichen hinterlassen. Er wird ihr niemals die Treue brechen. Er wird sie hochhalten und ehren. Wenn sie damit zufrieden sein will ist’s gut. Betrügen kann er sie nicht. Einmal hat er gelogen— damals, als er den Werber für den, der verloren gegangen ist, machte. Die Strafe war hart genug. Und doch will er wieder die Wahrheit verschleiern, in dem er Marianne sagen wird, daß jener gestorben sei. Das ist doch keine Lüge, das ist Barmherzigkeit. Der alte Name muß auf der Höhe bleiben und Marianne geschont werden. Sie darf sich nicht beschmutzt fühlen, weil sie in den Armen des Elenden gelegen hat. Er, dem niemand Dank wissen wird, bringt ein Opfer. Und wenn Trude Pachowski ihn nach seiner Erklärung abweist? Sie wird es nicht tun. Der Wille ihres Vaters hat andere gezwungen, als ein Weib. Es war eigenartig, daß Graf Jürgen in dieser Nacht nicht an die Pflichten dachte, die er seiner Scholle gegenüber hatte. Nur an die anderen dachte er, die geschädigt und betrogen blieben, wenn er das Anfinnen des alten Pachowski zurückwies. Der alte Witzleben, von dessen Schädigung ihm der krasse Lokales und Provinzielles. Bielefeld, 9. Juli. X(Der Kampfgenossenverein) hielt am Sonnabend eine Feier zum Gedächtnis des Kriegsjahrs 1866 ab. Der Vorsitzende Hauptmann Mantell eröffnete die Feier mu Ausbringung eines dreifachen Hirras auf Se. Majestät den Kaiser und König. Kamerad Redakteur Lange hielt die Festrede und schloß mit einem Hurra auf die Armee des Kaisers und Königs im Waffenrock und im bürgerlichen Kleid. Kam Stadtrat O. Delius toastete auf die Kämpfer von 1866. Für diese antwortete Kam. Vonschott mit warmen Dankesworten und einem Hoch auf den Kampfgenossenverein. Die Kameraden Lohmann, Vonschott, Meyerkamp, Büscher und Lange erzählen im weiteren Verlauf der Feier noch von persönlichen Erlebnissen in den 1866 er Feldzügen. Erst gegen Mitternacht löste sich die Fistgesellschaft nach ebenso f öhlichem wie würdigem Verlauf des Abends allmählich cuf. Mögen viele der lieben Kameraden noch das 50. Gedenkjahr der großen kriegerischen und geschichtlichen Ereignisse von 1866 erleben und das möge deutsche Volk es nie vergessen, wie Großes der gnadenreiche Gott in jenem Jahre an ihm getan hat! (Das Schildescher Rettungshaus) feierte gestern, von herrlichem Wetter begünstigt, unter zahlreicher Beteiligung(Anmerkung der Schriftl: Nur die Stadt Bielefeld hätte stärker vertreten sein können) sein 54. Jahresfest. Die Festpredigt hielt Pastor Düteweyer= Mennighüffen. Auf Grund des Textes 2 Cor. 9, 6 u. f. zeigte er, wie Gott die an Jesum Christum Glaubenden reich machen kann an allerlei Geade zu allerlei guten Werken. Wir können nichts,„Gott aber kann machen.“ Ein Fuchs mit verächtlichem Aus pelen erzählt halt: die kleinen Leute und der Wucherer, die standen hinter den erwähnten Gedanken und rangen die Hände. Sie alle würden unbefriedigt ohne sein Opfer bleiben und die Schmach der Gertingens in die Welt hinaus schreien. Schritt für Sphritt hatte er während seiner Anwesenheit in Heidelberg den Sumpf durchwatet mit unendlicher Mühe und unendlichem Grauen. Jetzt mußte er ihn auch von der Erde tilgen. Sonst blieb er an seinen Händen haften. Am nächsten Morgen besorgte der Bornhagener Reitknecht einen Brief nach Alten Stuhmen mit folgendem Inhalte: „Ich nehme Ihr Anerbieten an und erkläre mich zu der geforderten Gegenleiftung bereit. Ich bitte Sie nur noch, mir vor der Veröffentlichung Gelegenheit zu geben, mit Ihrer Tochter allein zu sprechen. Ich habe ihr manches zu sagen, was keine Zlugen verträgt. Darf ich zu diesem Zwicke nachmittags gegen 5 Uhr bei Innen vorsprechen?“ Pachowski hatte durch den Reitknecht zurück sagen lassen, daß er den Herrn Die stickige Luft in den Zimmern erscheint Jürgen unerträglich. Er muß ins Freie hinaus, die Blicke über die Felder schicken, die sein sind und bleiben werden. Langsam ging er über den Hof. Vor dem Weizenschlage stand er still. Durch die Stumpfheit seines Innern ging es wie ein Schrei. Noch zwei Stunden, und er würde vor Trude Pachoweki stehen. Sie würden miteinander reden wie gute Freunde und später miteinander wandern, als seien die letzten zwölf Jahre ausgelöscht und sie selbst große Kinder mit kleinen bescheidenen Wünschen. „Gu'n Dag ok, Herr Grof. Dit schickt Ehr us Frölein, un nu bruk ik ne mehr upp't Schloß,“ sagte in diesem Augenblick eine geheimnisvolle Stimme an seiner Seite. Als er den Kopf hob, sah er Fiken, die kleine Hühnermutter aus Alten Stumen, deren Gruß ihm auf seinen Ritten über Feld ost genug aus der Mitte ihrer gackernden Schützlinge heraus zu teil geworden war, neben sich stehen. Vergnügt reichte sie ihm einen großen weißen Umschlag entgegen, auf dem seine Adresse zu lesen war.(F. s.) Kapital wird uns Zinsen wir ersta in Dankbarkeit Die zweite Predig dorff schlug unte Erfahrungen bei arbeit in dieselbe: erfüllt für die i göttliche Gnade. D vom Schildescher B auch eingelegte Ge erfreuten sehr, nan getragene zweite Seminaristen mitw Feier folgte die Turnhalle, bei der von Schildesche ern stets mit besonder tief gegraben u (Die hiesige ihre Ansicht über d bahnverkehrsordnung folgt niedergelegt:„ nicht unwesentliche alte Verkehrsordnut des Entwurfs bestel übersichtlicheren Fass Ausdrucksweise und berechtigten Anforde des reisenden Publik. Einzelne Paragraph die Kammer roch fü. (Selbstmord.) Mahne aus Katte der am Freitag w § 219 Str. G. B. genommen war, hat richtsgesängnis erh liches Opfer, ein 1 aw Sonntag im Kra (Bergiftung.) ladenfabrik von Wert Tacke, Mellerstraße mittags unwohl, no frischungstrunk, den wie das seitens der tigten Arbeiter mehr sie nach ihrer Woh mußte. Am nächste nach der„Westf. Zig. funden. Es wird Subst anz, welche sie gemischt hatte, giftig m(Mysteriös.) am Rhein bei Brühl befestigter Zettel vor Mitteilung enthielt: unglücklicher Liebe er Vater zu benachrichtig Bielefeld.“— Die Le welcher mit dem S indentisch sein könnte, gefunden. m(Verkehr mit Auf die Beachtungd ordnung vom 10. Jul Verkehr mit Kraftfahl hingewiesen. Nach di jedes Fahrzeug mit eir zeichen versehen sein, Bezeichnung der kennungsnummer bestel ist auf der Rückseite außen hin an leicht deutlich lesbarer Schi während der Dunkelhei zu beleuchten. Der( verantwortlich, daß d. vorschriftk mäßigem 81 den vorgeschriebenen### ist und von einer g lässigen Person Das Führen von Kre solchen Personen gest maschinellen Einrichtun habung völlig vert durch eine Bescheinigun oder einem b Sachverständigen weisen kann. Die Gese darf bei Dunkelheit schlossener Ortschaften d gestreckt trabenden Pfer der Stunde) nicht üb handlungen gegen die Verordnung werden str K Bethel, 9. Juli. e7.). Die in vorige ebende. besinnen nat Es ist im A Wallück gegen 6 Uhr nach Löhne fährt. Der beginnt in Bückeburg eb früb und endet dort abe Niehorst, 7. Juli. kauft.) Das etwe Kolonat des Herrn Mei nach der„Güt. Big.“9 in Berlin zum Preise 1 angekauft worden. Die den Hof zwecks Aufteilu demnächst wieder veräuße Kapital wird uns von ihm gegeben, dessen Zinsen wir erstatten sollen und zwar in Dankbarkeit und fröhlichen Herzens. Die zweite Predigt von Pistor Mangelsdorff schlug unter dem Gesichtspunkt der Erfahrungen bei der praktischen Rettungs. arbeit in dieselbe Kerbe und war von Dank erfüllt für die in der Arbeit erfahrene göttliche Gnade. Der Gemeindegesang wurde vom Schildescher Bläserchor wacker begleitet, auch eingelegte Gesangvorträge der Kinder erfreuten sehr, namentlich der prächtig vorgetragene zweite G.sang, bei dem die Seminaristen mitwirkten Der öffentlichen Feier folgte die übliche Nachfeier in der Turnhalle, bei der gleichfalls, wie man dies von Schildesche erwartet und es dort auch stets mit besonderer Genugtuung erlebt, tief gegraben wurde. (Die hiesige Handelskammer) hat ihre Ansicht über den Eatwurf einer Eisenbahnverkehrsordnung in einem Gutachten wie folgt niedergelegt:„Der Entwurf stellt eine nicht unwesentliche Verbesserung gegen die alte Verkehrsordnung dar. Die Vorzüge des Entwurfs bestehen in der klaren und übersichtlicheren Fassung, in der knapperen Ausdrucksweise und in dem Bestreben, den berechtigten Anforderungen und Wünschen des reisenden Publikums entgegenzukommen.“ Einzelne Paragraphen des Entwurfes hält die Kammer roch für verbesserungsbedürftig. (Selbstmord.) Der„Homöopath“ Mahne aus Katterstroth bei Gütersloh, der am Freitag wegen Verbrechens nach § 219 Str. G. B. in Untersuchungshaft genommen war, hat sich im hiesigen Gerichtsgesängnis erhängt. Sein unglückliches Opfer, ein 19jähriges Mädchen, ist aw Sonntag im Krankenhause gestorben. (Vergiftung.) Die in der Schokoladenfabrik von Wernscheid beschästigte Frau Tacke, Mellerstraße wohnhaft, wurde nachmittags unwohl, nachdem ssie einen Erfrischungstrunk, den sie selbst gemischt hatte, wie das seitens der in der Fabrik beschäftigten Arbeiter mehrfach geschieht, so daß sie nach ihrer Wohnung gebracht werden mußte. Am nächsten Morgen wurde sie nach der„Westf. Zig.“ tot im Bett aufgefunden. Es wird angenommen, daß die Subst anz, welche sie dem Trinkwasser beigemischt hatte, giftig gewesen ist. m(Mysteriös.) Am Dienstag wurde am Rhein bei Brühl ein an einem Baum befestigter Zettel vorgefunden, der folgende Mitteilung enthielt:„Ich habe mich aus unglücklicher Liebe ertränkt; bitte mein em Vater zu benachrichtigen! Fritz Wiehmann, Bielefeld.“— Die Leiche eines Ertrunkenen, welcher mit dem Schreiber jener Zeilen indentisch sein könnte, ist bisher nicht aufgefunden. m(Verkehr mit Kraftfahrzeugen.) Auf die Beachtung der Oberpeäsidial Verordnung vom 10. Juli 1901 beireffend den Verkehr mit Kraftfahrzeugen, wird hiermit hingewiesen. Nach dieser Verordnung muß jedes Fahrzeug mit eirem polizeilichen Kenn zeichen versehen sein, welches aus einer Bezeichnung der Provinz und einer Er kennungsnummer besteht. Das Kennzeichen ist auf der Rückseite des Fahrzeuges nach außen hin an leicht sichtbarer Stelle in deutlich lesbarer Schrift anzubringen und während der Dunkelheit und starkem Nebel zu belcuchten. Der Eigentümer ist dafür verantwortlich, daß das Fahrzeug sich in vorschriftkmäßigem Zustande befindet, mit den vorgeschriebenen Bezeichnungen versehen ist und von einer geeigneten zuverlässigen Person geführt wird. Das Führen von Kraftfahrzeugen ist nur solchen Personen gestattet, die mit den maschinellen Einrichtungen und deren Hankhabung völlig vertraut sind und sich durch eine Bescheinigung, welche von einer Behörde oder einem behördlich anerkannten Sachverständigen ausgestellt sein muß, ausweisen kann. Die Geschwindigkeit der Fahrt darf bei Dunkelheit und innerhalb geschlossener Ortschaften die Schnelligkeit eines gestreckt trabenden Pferdes(etwa 15 km in „Stunde) nicht übersteigen. Zawiderhaublungen gegen die Bestimmungen dieser Verordnung werden strerge bestraft. „X Bethel, 9. Juli.(GauposannenErse### Die in voriger Nummer genanten venuzuge beginnen natürlich morgens nicht Es ist im Werke, laß von der : gegen 6 Uhr früh ein Anschlußzug nach Löhne fährt. Der Mindener Extrazug beginnt in Bückeburg ebenfalls gegen 6 Uhr früb und endet dort abends gegen 1/8 Niehorst, 7. Juli.(Meisters Hof erkauft.) Das etwa 400 Morgen große Kolonat des Herrn Meister in Niehorst ist nach der„Güt. Zig.“ von der Landesbank in Berlin zum Preise von 161000 Maik angekauft worden. Die Landesbank dürfte den Hof zwecks Aufteilung in Rentengüter demnächst wieder veräußern. Aus der Kreisen Winden und 9 Minden, 9. Juli.(Förderung der Obstbaumzucht.) Der Minister hat der hiefigen Regierung einen Betrag behuss Gewährung von Beihilfen an Volksschullehrer des Bezirks zur Anschaffung passender Obstbäume überwiesen. Die Auszahlung des Geldes erfolgt erst nach Beschaffung und Aupflanzung der Bäume. Zur Anlegung und Unterhaltung von Obstbaumschulen dürfen Beihilfen nicht gewährt werden. Minden, 9. Juli.(Falsche Hundertmarkscheine.) Das Reichsbankdirektorium macht bekannt, daß falsche Hundertmarkscheine im Umlauf sind. Es setzt auf die Ergreifung der Falschmünzer eine Belohnung von 3000 Maik aus. Nicht nur aus der Reichshauptstadt, sondern auch aus anderen Großstädten kommen Nachrichten, daß dort falsches Papiergeld kursiert. Die Falsisikate sind sehe täuschend nachgeahmt; das Papier ist jedoch stärker und bricht beim Falzen. Oeynhausen, 5 Juli.(Bazar.) Der zum besten der innren und äußeren Missioa am 19 v. M. im Kurhaussaale veranstaltete Bazar hat laut„Anzeiger“ den hohen Ertrag von 1404,54 Mark ergeben. Blasheim, 6. Juli.(Belohnung.) Dem Schuhmacher Windmöller hierselbst wurde nach dem,B G.A“ für die As bildung des Taubstummn Heinrich Pottschmidt im Schuhmacherhandwerk auf Grund der Allerböchsten Kadinettsordre vom 16. Juni 1817 vom Regierungspräsidenten eine Belohnung von 150 Mark zuerkannt. Aus den Kreist ( Herford, 7. Juli.(Gerichtsferien.) Die Gerichtsferien beginnen am 15. Juli und endigen mit dem 15 Sept. Während dieser Zeit ist ordentlicher Sprechtag für den ganzen Gerichtsbezirk: a) in Vormundschafts= und Nachlaßsachen nur am Dienstag vormittag; b) in Grundbuchsachen nur am Donnerstag vormittag. O Herford, 7. Juli.(Urlaub.) Der Renmeister Kunze ist in der Zeit vom 6. Juli bis 15. August d. Is. beurlaubt. Von der Königl. Regierung in Minden Abteilung für direkte Steuern, Domänen und Fo sten ist der Regierungssupernumerar Klöckner zum Stellvertreter ernannt worden. C Herford, 7. Juli.(Bismarckturm.) An der Einweihungsfeier beteiligen sich 8 Gesangvereine und der Seminarchor, sodaß ca. 400 Sänger unter Herrn Seminarmusiklehrer Roeder's Dirigentenstab stehen werden. Als erstes Lied steigt„Das deutsche Lied“ von Kall.woda, als zweites eine von Herrn Realschullehrer Döpkemeier verfaßte und von Herrn Roeder in Musik gesetzte „Bismarck Hymne“. a Herford, 7 Juli.(Das Schützenunteroffizierkorps) setzt sich dies Jahr wie folgt zusammen: 1. Kompagnie: Feldwebel: Zimmermann, Bizefeldwedel: Johannpeter, Secgeanten: Bauer, Hense, Bremer, Schene, Unteroffiziere: Wrachtrup, Beier, Ahrweiler, Thomas, Landree. 2 Kompagnie: Feldwebel: A. Krüger, Vizefeldwedel: Fr. Giffy Sergeanten: Fr. Blanke, Jul. Quest, H. Giff y, C. H. Myer, Unteroffiziere: Linders, Fr. Brinkhoff, Schlömer, Tiemeyer. 3. Kompagnie: Feldwebel: Hebrock, Bize feldwebel: Aschoff, Tambourmajor: Griese, Sergeanten: Wöhrmann, Kolwes, Mühlenforth, Unteroffiziere: Kauffmann, Thölle, Gravenhorst, Behrenfeldt. 4 Kompagnie: Feldwebel: Beckmann, Bizefeldwebel: Büter, Sergeanten: Brirknann, Hillert, Seels, Schürmann, Sielemann, Unteroffiziere: Stakelbeck, Heide, Braemer. Werther, 6. Juli.(Schule.) Wie kas„Hall. Kreisbl.“ hö t, soll die mit der hiesigen Volktschule verbundene Selekta am 1. April 1908 eingehen. Beasch ut Beche Münster, 7. Juli.(Orden) Dem Regierungs= und Schulrat, Geh. Regierungsrat Dr. Schulz wurde vom König der Kionenorden 2. Klasse verliehen. Hamm, 5. Juli.(Geflügelzucht.) Der Ausschuß des Verbandes der Geflügelzuchtvereine der Provinz Westfalen hat beschlessen, die angeschlossenen Vereine zu veranlassen, die Ausstillung der Deutschen Landwirtschaftsgesellschaft, die im nächsten Jahre in Düsseldorf stattfindet, zu beschicken, namentlich Darstellungen von Einrichtungen von Geflügelhöfen zu geben. Eine finanzielle Unterstützung wurde in Aussicht gestellt. Hamm, 4. Juli.(Folgender heiterer Vorfall) ereignete sich nach der„Rh.= W.=Ztg.“ in einer Volksschule des Münsterlandes: Während des Schulunterrichts sing ein Mädchen plötzlich an zu weinen. Von der Lehrerin nach der Ursache gefragt, wollte das Mädchen anfänglich nicht mit einer Antwort heraus. Das Kind hatte nämlich Leidschmerzen, auf münsterländisch Platt:„Liefpten“! Es wollte nun jeden faAs der Lehrerin dieses Wort ins Hochdeutsche übersetzen, und da das Mädchen bit her nur plattdeutsch sprach, kam folgende drollige Antwort zutage:„Ich habe Liedespein!" Darob natürlich in der ganzen Schule große Heiterkeit, in die auch die Lehrerin mit einstimmte. Brilon, 6. Juli.(Unglück durch Blitzschlag.) Gestern nachmittag war eine Jagdgesellschaft von vier Personen in die Briloner Berge zum Pürschea aus gezogen. Um vor dem aufzeehenden Gewitter Schutz zu suchen, suchten sie eine nahegelegene Jagdhütte auf. Die Herren Stadtrendant Brüggemann, ein Wirt aus Thülen und Gerichtsrat Chockari betraten die Schutzhütte, Herr Kaufmann Rickert blieb draußen. Kaum hatten die erstgenannten drei Herren die Schutzhütte betreten, als der Blitz in diese schlug. Der Wirt aus Thülen und Herr Brüggemann blieben tot, Herr Chockari ist gelähmt, während Herr Rickert mit dem Schrecken davonkam. Hag Eitens das sit in solcher Menge, baß „abahngleis bedeckte, wodurch am Sonnabend der Nachmittagszug Kassel Köln bei Liedenau stecken blieb. Auch im Lahntal wüteten schwere Semits:,„Proßer Schaden enstond ferner im onigreich Sachsen und in der Oberlausitz dei Görlitz. Die Flüsse, auch die Elbe steigen Bihe erschlagen Zettung" seit Anfang April die Malergesellen und der Kamof mit allen Finessen der modernen Streiktaktik geführt. Ein biederer Maleimeister hatte Sinn für Humor und stellte den vor seinem Hause cuf= und abmarschierenden Streikposten zur gefälligen Benutzung ein blutrot angestrichenes Schilderhaus auf die Straße Die Streik nden folgten der fteundlichen Einladung und säumten dicht lange, oas Wahrzeich n des Militarismus in Benutzung zu nehmen. Die nächste Nummer der Ablösurg marschierte mit blumengeschmückten alten Schießprügeln auf, die um billiges Geld bei einem Trödler erstanden waren, und der Meister erhielt einen Doppelehrenposten. Die Polizei, die ja allerdings von amts wegen keinen Sinn für Humor hat, machte leider dem hübschen Idyll ein Ende Sie Schießgewehre heimzutragen. — Wenn es doch überall bei Streiks so gemütlich hergehen möchte! Aber im Musterländle ist man eben in allen Stücken der übrigen Menschheit voraus, besonders in der harmlosen Auffessung der Klassenkampf Sozis seitens der Bourgeois. Literarisches. Der Kunstwart. Rundschau über Dichtung, Theater, Musik, und bildende Künste. Herausgegeben von F Avenarius. Verlag von (Giertesähzelich 3.50 Maf üuchen. 70 Pig, Preis des Nemkrandheftes 1 Mi) Inhali des Rembrand=Heftes: Rembrand Vom Herausgeber.—„Vorgeschlagen Vom Herausgeber.— Stimmen der Völker in Liedern. Von Richard Batka— Die Dres dner Kunstgewerbeausstellung Von Fritz Schumicher, Lose Blätter: Aus Frederik von Gedens„Kleinem Johanres".— Rundschau, u a.: „Statuen deutscher Kultur“. Neue Erzäklurgen. Neue Dramen Ibsen Nachrufe Deutich! Müncner Theater. Von der Tonkünstlerversammlurg in Ssien 1.„Zur Effentlichen Musikpflege. Dorfmusik. „Stivollen“ bei Schulfesten. Denkmäler. Die veuische Kunstaussellung in London. Die sachsische Kunstaul stellung. Neue Kunstwart=Unternehmungen nach Rembrandt. Neue Bilder und Bücher zum Rembrandtfest. Ardere neue Kunstwart=Unternehmungen. Dürerbund und Goethebund. Bilderbeilagen: Rembrandt, Selbstbildnis, Greisenkopf, Die Tuchmacherzunst, Lesender BürgerPostssieder o. Der niederländische Aus der Nudtarsesen##d Siter. Hameln, 5. Juli.(Infolge eines Unglücksfalles) kam gestern nachmittag der Haussehn Wilhelm Kropp aus Tündern zu Tode. Kcopp hatte Mergel vom Voremberge geholt und mußte auf dem Heimwege die hinten am Wagen befindliche Bremse anziehen Im Begriff zu den Pferden zurück zuehren, wurde er nach dem„Westf. Volkdl.“ von einem Hinterrade des Fuhrwerkes erfaßt. Dieses ging ihm über Brust und Kopf, so daß der Tod sofort eintrat. Der Verunglückte stand im Alter von etwa 28 Jaheen. Bremen, 7. Juli.(Anlage eines Stadtwaldes.) Ein ungenannter Freund des Bürgerparkarkvereins stellte 100 000 Mark zur Anlage eines Stadtwaldes auf dem 265 Morg n großen Weideland nördlich vom Bürgerpark bereit, falls der Senat das dazu erforderliche Gelände unentgeltlich zur Verfügung stille. Der Vorstand des Bücgerparkes beschloß, ein entsprechendes Gesuch an din Senat zu richten.(Hann. C.) Oessentlicher Wetterdienst. Dienststelle: Meteorologisches Observato rium Aachen. Voraussichtliche Witterung für de Zeit vom Abend des 9. bis zum Abend des 10. Juli 1906. Starke nördliche Winde, veränderliche Bewölkung meist trocken, etwas kühler. Uebersicht der Witterung. Bielefeld, 9. Juli 1906. Mitgeteilt von Fr. Böckelmann Ww Niedrigst. Thermometerstand in der Nacht+15 Thermometerstand um 10 Uhr vorm.+ 19 Bara meter 76 0 cm Wind: Sü) W st. Himmel: heiter. hier Aus den Kreise Heie Bockhorst, 6. Juli.(Auszeichnung.) Dim ersten Lehrer, Kantor, Küster und Organist Grupe, hierselbst, geboren am 10. Mai 1858, wurde der Adler des Königlich Preußischen Hausordens von Hohenzollern verliehen. Die Auszeichnung wurde dem Lehrer vom Regierungs und Schulrat Dr. Gregovorius überreicht. B. Vorgholzhausen, 6. Juli.(Blitz schläge.) Gestern nachmittag entlud sich ein schweres Gewitter über Stadt und Um gegend. Ein Blitz schlug vom Kirchturm an dem seit zwei Monaten ein Blitzableiter angelegt ist, auf einen ziemlich entfernten Apfelbaum des Gastwirts Bille über. Ein zweiter Blitz schlug im Dorfe in den Hof des Kolons W. Deppe ein, der vollständig eingeäschert wurde. Das Vieh konnte bis auf mehrere Schweine gerettet werden, ebenso ein Teil des Mobiliars, dagegen gingen 18 Fuder schönen Heus zu Grunde. Ein paar Minuten später schlug ein Blitz in eine Ech: auf dim Hofe des Kolons Strothmann, ging von dort in das Haus und an der Pumpe wieder zum Hause hinaus, ohne zu zünden. Der das Gewitter begleitende reichliche Regen kam den Früchten sehr zu statten. Vermischten 7. Juli. Unter den Trümmern des eingeäscherten Braunschen Warenhauses wurde die verkohlte Leiche des virünglückten Heizers Stellig aufgefunden; drei Züge der Feuerwehr sind bis jitzt unausgesetzt bei den Bergungsarbeiten tätig gewesen. Der Antrag der Bürgerscheft an den Senat, die Michaeliskirche wieder aufzubauen, wurde gegen die sozialdemo kratischen Stimmen angenommen. Tambach(Herzogtum Gotha), 7. Juli. Die hier angelegte Talsperre der Stadt Gotha wurde heute in Gegenwart des Herzogs und der Behörden eingeweiht. Die Talsperre ist die erste Thüringens, ihr Inhalt beträgt 800 000 Kubikmeter. Die Weihrede hielt Oberbürgermeister Liebetrau. Gerwisch b. Magdeburg, 7. Juli. Bei einem Automobilunfall verünglückten hier 4 Personen. Ein Herr eclitt eine Schädelverlitzung, eine Dame einen Schädeldruch. Marseille, 6 Juli. Der Dampser der Ostafrikalnie„Kronpcinz“ mit den nach dem Schutz gebiet reisendin deutschen Reichstagsad geordneten an Bord ist heute hier eingetroffen. London, 7. Juli. Unbeschäftigte ur Kers#. Graz;„Fin, zuzeihel, Manchesters der Rlch: gero ier Dind in Besitz, daß sie zu bebauen beabsichtigen. London, 8. Juli. In Schottland wurde gestern morgen um ½5 Uhr ein ziemlich die: Achlt= Hägelteten. begleichen längs Balencia, 6. Juli. En Hagelwetter hat hier große Berwüstungen angerichtet. Es sind mehr als 50 Personen verletzt worden. Ein Kind von Einwohnern, die sich in die Keller geflüchtet hatten, ist ertrunken. (Durch Gewitter) mit Wolkenbruch und Hagelschlag wurde in Nordkurhessen und den ang renzenden Landesteilen ungeheurer Sthaden Drontheim, 9. Juli. Wilhelms mit dem König Haakon trug einen überaus herzlichen Charakter. Sie umarmten und küßten sich wiederholt. Der Kaiser führte den König in die Kajüte, wo eine längere intime Unterhaltung stattfand, die etwa 40 Minuten dauerte. Danach begab sich der Kaiser an Land. Die Landung des Kaisers wurde vom Volk enthusiastisch begrüßt. Der Kaiser, der die norwegische Admiralsuniform, die den Orden des norwegischen Löwen und das Großkreuz des Olafordens trug, wurde von den Spitzen der Zivil und Militärbehörden begrüßt und inspizierte die EhrenKaiser ging dann plötzlich auf den kommandierenden Kompagniechef Ramm zu und drückte ihm herzlich die Hand und sagte:„Schöne Kompagnie, mein Kompliment.“ Beide Monarchen fuhren sodann nach Stiftsgaarden, überall von überströmenden Jubel der zahlreichen Volksmenge begrüßt. Der Kaiser blieb etwa eine Stunde in Stiftsgaarden und lobte die geschmackvolle Einrichtung. Er kehrte um 5 Uhr an Bord zurück. Um 8½ Uhr fand in Stiftsgarden für das Gefolge des Kaisers eine Galatafel statt, an der die Vertreter der höchsten norwegischen Behörden, etwa 80 Personen teilnahmen. Kufeke“ Kinder mehl. Hervorragend bewährt bei Darmkatarrh, Diarrhoe, Brechdurchfall, etc. C. Karstadt, Herford, Bahnhofstr. 2, Ecke Kreishausstr. empfiehlt sich zur Behandlung * 5 und Hautkrankheiten. 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August dieses Jahres anzubringen. Bielefeld, den 3. Juli 1906. Der Magistrat. 300 6=P-=Zigarren 8 M. 70 PPf. gültig bis 10. Juli Ausnahme=Augebot aus Konkurs. Nur feine große Zigarren in Kisten,(keine Zigarillos,) 600 Stück 15 Mark, 1000 Stück nur 23 Mark. A. Kauffmann, Hamburg I. Nichtgefallendes, Geld zurück. Umsonst, 100 feine Zigaretten, Zugabe. Kinderhein Eippepringe bietet schulpflichtigen lungenkranken Kindern gute Pflege und Aufsicht.(Prosp. fr.) Leit. Arzt: Leiterin: Dr. Brackmann. Frl. K. Schiele. Breschmaschinen=Hesthrr. Empfehle zur bevorstehenden Ernte Treibriemen in Leder und beste Baumwoll-Riemen in jeder Breite.— Sowie Reparaturen —— gebrauchter Riemen billigst.—— F. W. Lütkemeyer, Welle 43. Neuster Verlag von C. Vertelbnonn in Güitersloh. Skovgaard=Petersen, Wegweiser für das praktische Glaubensleben. Deutsch von P. O. Gleiss. 2,40 Mk., geb. 3 Mk. Stosch, P## Lie. G, Die Weisheit als Seelsorgerin. Stosch, Betrachtungen für das innere Leben. 1 Mk., geb. 1,50 Mk. 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Postzeitungsliste Nr. 5381. 10 Juli: Johent in Genf, geb. 1509.— nien, zu Telft meuch Treffen bei Kissinge Kirchlicher Mai ist nicht unsre Versammlungen zu kirchlichen oder theolt beschäftigen, denn ih wir wollen doch ur Ansdruck geben, daß und daß die gläubige daran denken, dem m Feld zu überlassen. gehören die Konferen innen, die im Juni und ein durchaus kir Professoren wie Hau Hoppe Hamburg hielt wurde beschlossen, Lehrerbunde in Beziel kam es nicht mehr zur über das kirchliche dagegen erklärte die: Gemeinschaftsbewegung sich zur Kirche in Wit falls machen die Be druck, daß sich diese K lehrerinnen auf einer befindet. Das ist um durchaus notwendig er liche Geschlecht selbst, Glauben beharrt, den rechtlerinnen entgegen Wahn, die Stellung dieselbe aus ihrem vor kungskreise reißen und arbeiten. Daß sich die Kirch Organen, vor allen d denten, solcher Bestre nur zu wünschen. S Religionsunterricht auf den höheren Schu sie haben die Lehrbüch ist ohne Zweifel zu Prüfung in recht grün Die modernen Theolog an der Arbeit, die s# der modernen Theolog zu bringen und wir sit manchen Gymnasten un in den Händen von S. innen sich befinden, wel bestehen, wenn man si sie mit der bekenntnien Kirche zur heiligen Sa Im Mai fand eine besuchte Versammlung d statt. Das„Kirchlich Rheinland und Westfale Gelegenheit folgendes: „Man kann öfter Warum bedarf es ne westsälischen Vereinigur sreunde" noch einer G tiven Union und Konfessionellen? leicht gegeben: Zwar Unierten und die Kor eigentlichen Grundfrage gekämpft wird, fest zusa daher auch zu dem„La schuß der Bekenntnisfr aber in manchen minde geht jede der genannt eigenen Weg. Dazu Gruppen vorwiegend da Sache des kirchlichen Be Synoden zu vertretei Generalsynode, während vereinigung ihr Arbeitsgel der Gemeinden hat. wir jene kirchenpolitischer nicht entbehren, weil