Nr. 148. Vierteljährlich in der Geschäftsstelle u. an allen Postanstalten 1 M., bei täglicher Zupellung in Bielefeld 1,20 M., durch Briesträger 1,42 M. 30 Jahrgang Anzeigengebühr für die einspaltige Petitzeile oder deren Raum 12 Pf., für auswärts 15 Pf., Reklamen 40 Pf. Erscheint sechsmal wöchentlich Geschäftsstelle Ritterstr. 43. Fernsprecher Nr. 15. Sistorischer Kalender. 27. Juni: Disputation Luthers mit Dr. Eck in Leipzig, 1517.— König Karl XII. von Schweden, geb. 1682.— Friedrich Silcher, Liederkomponist, geb. 1789.— Fürst von Kaunitz, österreichischer Staatsmann, gest. 1794. — Marschall Canrobert, geb. 1809.— Luise v. Francois, Schriftstellerin, geb. 181“.— H. Zschokke, Schriftsteller, gest. 1848.— Treffen bei Langensalza, am überrächsten Tage Kapitulation des Hannoverschen Heeres, 1866.— Schlacht bei Nachod, 1866.— Casimir Perier zum Präsidenten der französischen Republik erwählt, 1894.— Niederlage der Engländer im Somalilande, 1903. Bielefeld Mittwoch, 27. Juni 1906. Beruf und Militartauglichkeit. Neuerdings hat Prof. Brentano in der Barthschen„Nation“ sich wieder einwal über die„Untauglichkeit der Tauglichkeitsziffer“. aus gelassen. Wie er sich im Jahre 1897 zu der irrigen Ansicht bekannte, die Mehrzahl der deutschen Rekruten entstamme nicht mehr der Landwirtschaft— Prof. Sering mußte ihm damals eine Messung mit dreifach falschen Maßstäben vorwerfen, die zum Gegenteil desjenigen Ergebnisses führe, das er bei Anwendung der richtigen Maßstäbe hätte finden müssen— kommt er jetzt bei seiner mangelhaften Beherrschung des Stoffes zu dem nicht minder irrigen Schlusse, daß auch bei Berücksichtigung der direkten Erhebungen über die Eltern der Gestellungspflichtigen nur ungefähr ein Drittel der im Heer und Marine Eingestellten der Landwirtschaft zuzurechnen sei. Ernstere Beachtung verdienen die Betrachtungen, die Dr. med. C. Röse im neuesten Heft der„Politisch Anthropolegischen Revue“ über Beruf und Militärtauglichkeit unter gewissenhafter Verwendung der amtlichen Stattstik wie unmittelbar aus seinen reichen beruflichen Erfahrungen heraus veröffentlicht. Dr. Röse kommt zu folgendem Ergebnis: Die Freiluftgewerbe(Elbschiffer, Landwirtschaft und Baugewerbe) sind am tauglichsten, die Stubenluftgewerbe(Kopfarbeiter, feineres Handwerk, Kellner) am untauglichsten. Das gröbere Handwerk das in der Regel in größeren, luftigen Werkstätten betrieben wird und vielseitige körperliche Tätigkeit erfordert, steht den Fceiluftgewerben sehr nahe. Zutreffend sind auch Dr. Röses Bemerkungen über die Notwendigkeit der stetigen Erneuerung der großstädtischen Bevölkerung durch Zufluß frischen Blutes vom platten Lande: „Kinderarmut, Stubenluft, Alkohol und kalk arme Nahrung, das sind die 4 Haupttotengräber der großstädtischen Bevölkerung. Unzählige Millionen haben die deutschen Stadtverwaltungen schon ausgegeben, und sie werden in Zukunft noch weitere Unsummen opfern müssen, um die hygienischen Verhältnisse so günstig wie nur irgend möglich zu gestalten. Und wenn man es erreichen kann, daß die durchschnittliche Lebensdauer der großstädtischen Familien auch nur um ein halbes Menschenalter verlängert wird, dann wären diese ungeheuren Summen nicht umsonst geopfert worden. Mehr aber können wir nicht erreichen. Je größer die Städte werden, um so mehr sind sie auf den immerwährenden Zustrom frischer, unverbrauchter Kräfte vom Lande angewiesen.... Hat man auch neuerdings vielfach von der Dezentralisation der Industrie gesprochen, so wird doch trotz aller entgegengesetzten Bestrebungen das Hauptgewicht der deutschen Industrie auch in Zukunft in den Städten liegen. Und darum ist die Erhaltung eines gesunden kräftigen Bauernstandes geradezu eine Lebensbedingung der deutschen Industrie.“ Als Hilfsmittel zur Erhaltung einer gesunden Landwirtschaft empfiehlt Dr. Röse die Einführung eines besonderen Erbrechts für den landwirtschaftlichen Besitz. Er verweist auf das altgermanische Recht, das die Preußens, mit seiner Verdrängung von der Stellung des führenden deutschen Staates, mit der W.ederauflösung des Reiches. Uad darum bedeuten allerdings die Bestrebungen der Wilfenpartei den nationalen Umsturz, wie die der Sozialdemokraten den sozialen. Röcksicht auf die Erhaltung der Familie als Ganzes höher stellt als das Wohlergehen des einzelnen Familienmitgliedes und deshalb den Landbesitz immer nur einem Anerben, meist dem älteren Sohne, überträgt, und fordert Wiederbeseitigung des in weiten Gebieten geltenden römischen Rechis mit seiner allgemeinen gleichen Erbteilung Kann man diese Forderung ohne weiteres unter= Aus dem Deutschen Reiche. schreiben, so kann man sich andrerseits seiner Berlin 26. zweiten Forderung, Zerschlagung jedweden Der Kaiser Großgrundbesitzes in Mittel= und Westdeutsch deg Wpeten 2 ia gerz mittag an Vord land, durchaus nicht anschließen. Wenn er Ebendecesörde ein. dabei auf den Bedarf an polnischen Arbeitern Sagler guehm er an einem Herrenabend der verweist, scheint er doch zu übersehen, daß eset in Bordg, teil. der Hauptverbrauch an polnischen Arbeitern Außer dem Deinister des Innern werden nicht sowohl durch die Form des Besitzes minster Ansang Jall im als durch die Art des landwirtschaftlichen westsälisch= Indußt Betriebes, Zuckerfabrikation usw. bedingt wird.n Inbunriegebiet einIm ganzen aber verdienen Dr. Röses Be, triffen. Minister von Podbielski wird die trachtungen auch an maßgebender Stelle Schlachthöfe einer Besichtigung unterziehen. ernsteste Beachtung, damit man mit ihm nene P“““; ob der bisherige Gouver: sprechen kann: Deutschland ist gerüstet!1 den Kapitan auschoun durch vn nuitän z. S. van Semmern ersetzt Langensalza. verden wird, ist defintiv erledigt; Kaplän Heute fad 40 Jah=, seit dom a.— s vmn Semmern ertät das Kommande bes ie„, 40 Juhre(zu bem Treffen neuen Linienschiffes„Lothringen", und bei Langensulza vergangen. Die Hannoversche Konteradmiral Truppel bleibt, der„Nat= Armee erfocht dort als ihre letzte Waff n. Zig.“ zufolge, mindestens noch zwei Jahre tat einen vollständigen Sieg. Sie war über Gouverneur von Kiautschou. stark und wurde von der! Die„Nationallib Korresp“ schreibt: Die 8000 Mann starken preußischen Brigade Blättermeldung, nach der Ministerialdirektor Flies angegriffen, um ihren Abmarsch nach Althoff in Kissingen schwer krank darzu verhindern. Die Preußen sochten nieder liegen soll, beruht auf einem Iertum. mit ihrer altbewährten Tapfer keit, vermochten Direklor Althoff ist frisch und gesund zurückaber den ebenso tapferen und gutgeführten gekehrt und waltet kraftvoll seines Amtes. Hannoveranern nicht zu widerstehen, als Zu einer Abschiedsfeier für Generaldiese mit ihrer gewaltigen Uebermacht aus leutnant von Trotha, den früheren ihrer Verteidigungsstellung bei Merxleben Befehlshaber in Deutsch= Südwestafrika, zur Offensioe übergingen. Wurden so die hatten sich annähernd 100 ehemalige und S##### scHhlagen, so war jetzige Offiziere der Schutztruppe im Kaiserdoch das Tressen dei Langensalza für sie keller zu Berlin vereinigt Erbprinz von ein strategischer Sieg, denn es hielt Hohenlohe Langenburg brachte das Kaiserhoch die Hannoveraner bei Langensalza fest und aus und das Hoch auf General von Tcotha. ermöglichte ihre Einschließung durch 40000 Die„Nordd. Allg. Btg.“ fügt ihren Preußen in der folgenden Nacht. Am 29. Juni i Mitteilungen vom Freitag über angebliche mußte dann die tapfere siegreiche Hannoversche Meutereien in der Schutztruppe für Armee kapitulieren. Ein Eceignis voll tiefer Südwestafrika auf Grund neuer tele Tragik für sie! graphischer Meldungen des Kommandos der Der blinde König von Hannover hatte, Schutztruppe folgende Angaben hinzu: 1. Es übel beraten, vorher alle preußischen Ver- ist unwahr, daß ein Portepee= Unteroffizier suche, ihn zu einer neutralen Haltung im zu einem Hoch auf die Sozialdemokratie preußisch österreichischen Konflikt und später gezwungen worden sei. 2. Bei dem für zu einem Bündnis zu veranlassen, stolz ab den Süden(südlich der Linie Windhukgelehnt und auch nicht den ihm in der Gobabis) zuständigen Gericht sind seit Juni Kapitulation gegebenen Rat, sich einen Auf 1904 dem Zeitpunkt der ersten Entsendung enthaltsort in Preußen zu wählen oder nach von Verstärkungen nach dem Süden, keine Pyrmont zu begeben, befolgt. Noch jetzt Fälle von Meuterei oder tätlichen Angriffen war es ihm mözlich, sich mit Preußen zu gegen Offiziere vorgekommen. verständigen; statt dessen reiste er nach] Zum Kolonialamtsskandal lassen Wien zu dem damaligen Feind Preußens. sich die„Hamb. Nachr.“ noch schreiben:„Es Diese hartnäckige und überaus unkluge Hal= bestand übrigens seit einiger Zeit kein tung des menschlich edlen Monarchen hatte Zveifel mehr, daß irgend eine Persönlichzur Folge, daß er nach der Schlacht bei keit aus den subalternen Sphären, im Dienst Königgrätz seinen Thron verlor und daß leicht zu erratender Hintermänner, bemüht Hannover nach, man kann sagen, 1000 war, Material zur Diskreditierung der jährigem selbständigen Bestehen eine preuß. eigenen Behörde zusammenzubringen. Aus „ diesem Anlaß schwebten längst polizeiliche Auch der„Hann. Cour. schreiot heute: Ermittelungen, als durch die Veröffent„Preußen, das gelernt hat, verständnis und lichung des Geheimberichts sofortiges Einpietätvoll zu ehren, was an unseren alten schreiten notwendig wurde." Das Motiv Ueberlieferungen groß und ruhmvoll war, zu dem Vertrauensbruche in der Kolonialtrifft für die Annex'on des Jahres 1866 abteilung finden die„Hamb. Nachr.“ in rein keinerlei Vorwurf; fern hatte es seinem äußerlichen Gründen: Titeln und Orden. Herrscherhause, fern seinen Leitern gelegen, Nach dem genannten Blatte bestand unter Hannovers staatliche Existenz brechen zu den Subalternbeamten der Kolonialabteilung wollen; keine feindselige Geschichtsklitterung gegen den Plan einer Loslösung vom Auskann behaupten, daß man von Berlin aus wärtigen Amt aus rein bureaukratischen vor 1866 jemals begehrlich auf den in Gründen eine starke Abneigung. Die Zupreußisches Gebiet eingebetteten Mittelstaat gehörigkeit zum auswärtigen Amte bringe geblickt hätte. Nur durch sich selbst, nur nämlich beim Besuche auswärtiger Fürstlichdurch die Verständnislosigkeit seiner Regierenden keiten die Aussicht auf auswärtige Oeden ist das Königreich Hannover zugrunde ge= mit sich, die nach dem Dienstalter verliehen gangen; sein eigener Wille hat es werden. Ferner bedinge diese Zugehörigkeit aus der Zahl der selbständigen Staaten ge die Aussicht auf den Hofratstitel an Stelle steichen. Und nun freilich ist es eine Un= des Kanzlei= und Rechnungsrates. An möglichkeit, das Geschehene rückgängig zu diesem Pankte hätten die Versucher einge machen; eine Wiederaufrichtung Hannovers setzt, um sich Kenntnis von den geheim u wäre gleichbedeutend mit der Zertrümmerung Akten und Berichten zu verschaffen. Daß deutsche Beamtenkategorien sich von so niedrigen Beweggründen hätten leiten lassen können, bemerkt dazu die„Kreuzzeitung“, möchten wir doch nicht glauben; mit Recht gilt unsere Bu##eaubeamtenschaft bisher als ein Elitekorps, auf das der Staat stolz sein durfte. Norderney, 26. Juni. Der Fürst von Schaumburg=Lippe ist hier ein(Hann. C.) Hamburg, 26. Juni. Mit dem Dampfer „Gertrud Woermann" trafen abends von der Schutztruppe für Südwestafrika ein, 9 Offiziere und höhere Militärbeamte, 255 Unteroffiziere und Mannschaften, darunter 24 Genesende und 3 Verwundete. Leutnant Cleve ist unterwegs am Typhus gestorben. Aus dem Auslande. Wien, 26. Juni. Ein Aufsehen erregendes Urteil hat hier ein aus Reserveoffizieren gebildeter Ehrenrat gefällt. Das Ehrengericht erkannte, daß Mitglieder der Antiduellliga, die ein Duell verweigern, dazu das Recht und die Pflicht haben. Es heißt in dem Urteil, diese Ablehnung der Genugtuung mit den Waffen begründet keinen Vorwurf unehrenhaften Verhaltens. Drontheim, 26. Juni. Prinz Heinrich von Preußen ist an Bord des Kreuzers„Prinz Adaldert“ von hier abgefahren. Paris, 25. Juni. Das französische Regierungsblatt der„Temps“, beurteilt die Lage in Rußland wie folgt:„Rußland ist lahmgelegt. Jede Bewegung ist ihm unmöglich, weil die Glieder dem Nervenzentrum nicht mehr gehorchen. Alles was die Hofkreise an nutzloser Tätigkeit gegen die Duma vergeuden, sollten sie gegen die eigene Partei, ihre Beamten und Agenten verwenden. Denn die erste Bedingung für eine Regierung, um den oft maßlosen Forderungrn einer Volksvertretung zu widerstehen, ist, daß sie ihrer Beamten sicher ist, und daß Mißbräuche nicht ihr zur Last gelegt werden können. Ist niemand da, der den Zaren dies Grundgesetz der Politik verstehen lehrt, ihm zeigt, daß jede Macht, die sich ihm nicht unterwirft, zum Selbstmord schreitet, und ihn daran zu erinnern, daß man, was man der Reform gibt, der Revolution nimmt?“ Paris, 26. Juni. In dem Budget für 1907 werden zur Bestreitung von 750 Millionen dauernder Mehrausgaben folgende Maßnahmen vorgeschlagen: 1. Eine 80prozentige Erhöhung der Erbschaftssteuer auf Nachlässe von mehr als 10000 Frarcs. 2. Ein Steuerzuschlag auf Absynth und Liqueurwein, sowie Erhebung einer Abgabe von Mineralwässern. 3. Eine 10prozentige Erhöhung der Besitzwechselabgaben von auf den Inhaber lautenden beweglichen Werten. 4. Vergehen gegen Unterschleife im Verkehre mit Branntwein. Paris, 26. Juni. Der General= staatsanwalt erklärte, er sei wie der Berichterstatter von der Unschuld des Hauptmann Dreysus überzeugt. Von der ganzen Anklage gegen Dreysus bleibe nichts übrig als die gegen Dreyfus begangenen Fälschungen. Das Gutachten des von dem Kassationshofe beauftragten Sachverständigen enthüllte überaus schwerwiegende, entscheidende neue Tatsachen zugunsten von Dreysus und sei berufen, eine der wesentlichsten Grundlagen für den Entscheid des Kassationshofes zu bilden. London, 26. Juni. Der„Daily Mail“ wird aus Johannetburg von glaubwürdiger Seite gemeldet, daß die Lage in Natal viel ernster sei, als von amtlicher Seite zugegeben werde. Die neuen Unruhen seien der Maßnahme der Regierung zuzuschreiben, daß sie Vieh von treugebliebenen Eingeborenen mit Beschlag belegt habe.— Dem „Standard“ zufolge verlautet, daß die Regierung endgültig beschlossen habe, von dem Bau eines zweiten Schiffes der „Dreadnoughl"=Klasse Abstand zu nehmen. Moskau, 25. Juni. In letzter Zeit erhalten zahlreiche Duma=Abgeordnete Drohbriefe, die meisten Aladjin und der Priester Afanaßjew, denen sogar der Tod angedroht wird. In einer Versammlung der Monarchisten wurde jüngst die Resolution gefaßt, die Verhängung des großen Bannfluches über die genannten Deputierten so vie Anikin und Sedelnikow zu veranlassen. Außerdem soll an den Heiligen Synod ein Kollektivgesuch eingereicht werden, den Priester Afnaßjew seiner Würde zu entkleiden. Belgrad, 25 Juni. Nach einer amtlichen Bekanntgabe fielen von 160 Mandaten für die Skupschtina den Altradikalen 84, den Jungradikalen 49, den Nationalisten 14, den Fortschrittlern 3 und den Sozialisten 1 Mandat zu. 9 Neuwahlen sind erforderlich. Ostasien. In Tokio verlautet, daß der Vizekönig von Tschili, Juanschikai, zum chinesischen Generalgouverneur der Mandschurei ernannt werden solle. Das lasse darauf schließen, daß China eine neue entschiedene Politik in der Mandschurei einzuschlagen beabsichtige. Juanschikai werde seinen Posten antreten, sobald die japanische Militärverwaltung zurückgezogen sei. Kirche, Schule und (Deutscher Evangelischer Kirchenausschuß.) Mit dem Schluß der jüngsten Tagung der deutschen evangelischen Kirchenkonfereoz in Eisenach vom 14 bis 19 Juni lief satzungsmäßig die Wahlperiode der bisherigen Mitglieder des Deutschen Evangelischen Kirchenausschusses ab. Er besteht nun nach seiner Neukonstituierung bis zum Schluß der 1908 tagenden Kirchenkonferenz aus folgenden Mitgliedern: 1. Präsident des Ev. Oberkirchenrates, Exz llenz VoigtsBerlin, 2. Vizepräsident des Ev. Oder kirchenrates, Exzellenz D Freiherr von der Goltz Berlin, 3. Wirkl. Oberkonfistorialrat Moeller=Berlin, 4 Präsident des Königl. Landeskonfistoriums D. Dr. Chalybaeus=Hannover, 5. Generalsuperintendent D. Kaftan=Kiel, 6. Oberkonfistorialrat D. von Kelber=München, 7. Vizepräsident des ev=luth. Landes konsistoriums D Dr. Ackermann=Dresden, 8. Präsident des Cvn gelschen Konfistoriums D. von SandbergerStuttgart, 9. Präsi ent des Ev. Oberkirgenrats, Exzellenz D Helbing= Karlsruhe, 10. Vorstand des Gloßherzogl. ev.=luth. Oberkirchenrates, Geh. Ministerialrat von Finckh Oldenburg, 11. Abt, Konsistorial= rat Moldenhauer=Wolfenbüttel, 12. Staatsminister Exzellenz PetersenSondershausen, 13. Generalsuperintendent D. Lohoff. Altenburg, 14 Konsistorialrat Weiß=Vasbeck bei Kanstein(Waldeck), 15. Senior D. Behrmann=Hamburg. (Der Prediger im Harzstädtchen Stolberg) habe, so wurde in zahlreichen Blättern kürzlich berichtet, in seiner Pfingstpredigt u. a. gesagt:„Weil die junge Königin von Spanien vom evangelischen zum katholischen Glauben übergetreten ist, hat Gott ihr die Bombe vor die Füße geworfen.“— Wie vorauszusehen war, ist diese Nachricht unwahr. Nach den von der„Deutschen Evangelischen Korrespondenz“ eingezogenen Informationen hat der betreffende evangelische Pfarrer die ihm zugeschobene Aeußerung weder dem Wortlaut noch dem Sinne nach getan. (Die Frage„Pflichtfortbildungsschule oder Fachschule?“) wird gegenwärtig auf Konferenzen verhandelt, die zwischen den Fortbildungsschuldirektoren und den Innungsausschüssen stattfinden. Die Anregung zu diesen Erörterungen hat die in den Kreisen der Handwerksmeister herrschende Besorgnis gegeben, daß die bestehenden Fach schulen durch die in Entwicklung begriffenen Pflichtfortbildungsschulen geschädigt würden und daß dadurch die Ausbildung der jungen Handwerker stark beeinträchtigt werde. Die Meister betonen, daß es um den Handwerkernachwuchs ohnehin schlecht genug stehe und daß alles geschehen müsse, um ihn in die Höhe zu bringen: es müsse demnach alles vermi den werd.n, was die Aufgaben der Fachschulen erschwere und ihre Tätigkeit vermindere. Es ist, da man sich der Berechtigung dieser Klagen nicht verschließen kann, der Köln. Z'g. zufolge geplant, eine Anährung zwischen beiden Gruppen von Schulen in der Weise herbeizuführen, daß die Pflichtsortbildungsschule nach Berufen gegliedert und entsprechend ausgestaltet wird. Gleichzeitig soll darauf gehalten werden, daß Schüler gleichen Bildungsgrades in den einzelnen Klassen vereinigt werden. Die Fachschulen werden dadurch entlastet und können ihre unteren Slufen ganz aufgeben, während die Fortbildungschulen eine reichere Gliederung erhalten und den heranwachsenden Hand werkern weit mehr zu bieten vermögen als bisher. Aus dem Umsturzlager. (Badische Hanswürste.) Aus dem badischen Musterländle, in dem der berühmte liberale Block so herrliche Stichwahllorbeeren erworben hat, wird wieder einmal ein wundersadues Stücklein beric et. Die sozialdemok#atische Mannheimer Voksstimme, in der öslichen Absicht, das Lipziger Koakurrenz= klatt an„R ppigkeit“, noo zu übertr umpfen, hat kurzlich der Reichstagt mehrheit folgendes zu kören gegeben: „Hier sehen wir eine Verbrecherbande, die Schandtaten ohne Maß verübt hat, in Brot und Stellung, Amt und Ehren, von keinem Staatsanwalt angeklagt, von keinem Richter verurteilt, von den Regierungen gedeckt, von bürgerlichen Parlamentsmehrheiten geschützt. Es sind ja auch keine„gewöhnlichen" Verbrecher, die ihre Taten aus Not ums Brot oder unterm Zwang ihrer sittlichen Weltauffassung begangen haben, sondern diese Erptesser, Anstifter, Urkundenfälscher sind Verbrecher von hoher Rangklasse„königlich preußische Staatsschurken“!“ Und die Hanswürste, die vermutlich glauben, hier wunder was für eine mutige Leistung verübt zu haben, sind die Bundesbrüder der badischen Liberalen! Wenn die Hanswürste der badischen Sozialdemokratie etwa die Absicht gehalt haben, die ihnen nicht mit Unrecht verhaßten„Preußen" zu erzürnen, so würden sie fehlgegangen sein. Ueber solches Gechwät lacht man höcstens. Unterbau ist bis Kilometer 546, 20 Kilo meter vor dem Bergwerk Tsumeb, im Angeiff und bis Kilom. 526 fertig. Nach diesem Stande darf man erwarten, daß schon Ende August, drei Jahre nach Beginn der Arbeiten und ungeachtet des Aufstandes, das Gleis Tsumab erreichen wird.— Dasselbe Blatt meldet aus Lüderitzbucht: Die neue Entwicklung des Platzes schreitet ständig vor. Immer mehr neue Häuser werden gebaut. Die Eisenbahn hatte am 20. Mai mit dem Unterbau der Dünen(Kilometer 20) erreicht und auch die Dünenstricke ist schon vorgearbeitet. Der Oberbau ist bis Kilometer 9 fertig. Auf dieser Strecke fahren die Maschinen. Zu einem neuen Kondensor sind die Kessel eingetroffen und es wird nicht mehr lange dauern, so braucht man das Wasser nicht mehr seewärts zu beziehen, sondern es wird zu einem verhältnismäßig bescheidenen Preise durch den Kondensor beschafft.— Gouverneur von Lindequist hat am 21. Mai eine Reise nach dem Norden der Kolonie angetreten. Vorher veröffentlichte er folgende Bekannt. machung:„Herr Landrat von Uslar wird in der nächsten Zeit eine Rundreise durch das Land antreten, um mit der Wünschelrute das Vorhandensein von Quellwasser sestzustellen. Alle die jenigen welche Aufsuchungen von Quellen wünschen, insbesondere die Farmer des Landes, werden daher aufgefordert, ihre dahingehenden Wünsche baldmöglichst dem Bezirks oder Distriktsamt desjenigen Orts anzuzeigen, an dem sie Wasser festgestellt haben möchten. Die Reise des Herrn von Uklar wird im Norden des Landes beginnen.“ Lindrat von Uslar st.llie mit seiner Wünschelrute, die nach seiner Versicherung nur auf fließende unterirdische Wässer reagiert, nach einer Mitteilung der„Windhuker Nachrichten“ in Brakwater, Otjihavera und bei Kilometer 328 auf durchschnittlich 20 Meter Tiefe je eine Quelle fest. Die Stellen wurden sofort vermarkt. Bielefeld, 27. Juni. träge, sondern namentlich durch die persönlichen Pflichten, wie Anmeldung, Beitragseinziehung, Verwaltung usw., die zu der bereits bestehenden Belastung hinzukommen werde. Ohne Debatte darauf folgende Leitsätze angenommen:„Der VI. Sandgerkskammertag karn wendigket und Zweckmäßigkeit einer staatl Versicherung gegen die Folgen der Arbeitslosigkeit für die im Handwerk beschäftigten Gesellen(Gehilfen) und Arbeiter nicht anerkennen, hält vielmehr die eigene Vorsorge und eigene Selbsthülf sowie private Sparbestrebungen und die Tätigkeit der Berufsvereine auf dem Gebiete der losen Versicherung für ausreichend. Der VI. Westsälische Handwerkskammertog ist auch der Ueberzeugung,Jdaß das Handwerk durch die Beitragsleistungen zu den sozialpolitischen Versicherungsgesetzen und Mitwirkung bei deren Durchführung schon jitzt außerordentlich stark belastet ist, sodaß demselben eine weitere Inanspruchnahme nicht zugemutet werden kann.“ Tiotz der eingetretenen Störung durch das inzwischen im Freien begonnene Konzert entschloß sich die Versammlung, die Tagesordnung zu erledigen, was durch eine etwas längere Pause im Konzersprogramm erleichtert wurde. Nach Münster, Herr Dr. Scheller, wurde zu Gunsten eines weiteren Aut baues der Innungskrankenkassen und Krankenversicherung selbständiger Meister eine sowie ein Zusatzantrag des Herrn Möller=Dortmund angenommen. Herr HandwerksKahlen= Arnsberg sprach über Wohlfahrseinrichtungen im Handwerk und brachte eine Resolution ein, die sich für eine Pflege dieser Einrichtungen, namentlich des Kreditwesens, aussprach. Diese Resolution sowie ein Zusatz des Herrn Bommel=Siegen, welcher eine Verbilligung des Kredits bei der Zentralgenossenschaftskasse verlangte, wurden argenommen. Damit war die Tagesordrung erschöpft. Die Teilnehmer besichtigten teils die Sparenburg, teils fanden sie sich im Ratskeller bezw. im Hof des Rathauses zu einem gemüt: lichen Zusammensein ein. Der Herr RegierungsPräsident Dr. Kruse aus Minden wohnte mit sichtlichem Interesse mehrere Stunden den Beratungen bei und richtete an di: Versammlung einige anerkennende Worte für die Handwerkskammern, die seiner Ueberzeugung nach ihre Aufgaben richtig durchführten. Einfach, schlicht aber tüchtig, daß seien die Grundsätze der Kammern, dem entspreche auch die Tagesordnung. Es seien manche Fragen, wie die Arbeitslosenversicherung, bei denen das Herz dafür spreche, dagegen aus Vernunftsgründen eine Verwirklichung zur Zeit nicht möglich sei. Besonders erwähnte der Herr Regierungspräsident denn noch die Pflege der Ausbildung im Handwerke und wünschte den Verhandlungen guten Verlauf. Die Otavibahn geht ihrer Vollendung entgegen. Nach der„Deutsch=Südwestafcika= nischen Zitung“ vom 30 Mai war sie bis Kilometer 460, etwa 36 Kilometer von Ctavi, mit Gleisen fertiggestellt. Der (VI. Westfälischer Handwerkskammertag.)(Schluß.] Zu dem 4. Punkt der Tagesordnung bringt der Sekretär der Handweikskammer Bielefeld, Herr Sackmann, einen Antrag der MalerInnurg Bielefeld betr. die neuen Unfallverhütungsvorschriften über Leitergerüste ein und begründet derselben. Es wird darauf folgende Resolution angenommen:„Der 4. Westf. Handwerkskammertag hält die im§ 6 der Unfallverhütungs vorschriften der Hann Baugew.=Berufsgenossenschaft enthaltenen Bestimmungen über Leitergerüste für verfehlt, weil dadurch der Schutz der Arbeiter nicht erhöht, vielmehr erheblich v.rriogert wird. Bei einer so weitgehenden und einschneidenden Vorschrift, wie die geänderten Vorschriften über Leitergerüste, wird eine eingehende, praktische Erprobung und vorherige Anhörung der beteiligten Handwerkskreise, sowie die Festsetzung einer genügend langen Uebergargefrist für erforderlich erachtet“ Ueber Arbeitslosen Versicherung referiert Herr Handwerkskammer= Sekretär Sackmann Bielefeld. Die Arbeitslosen Versicherung sei ein ungelöstes Problem, welches bei seiner Verwirklichung außerordentlichen Schwierigkeiten begegnen würde. Besonders schwierig sei es, die Begriffe der anspruchsberechtigten Arbeitslosigkeit und Annahmpflicht von Arbeit sestzulegen und zu umschreiben. An Hand von Beispielen weist Reserent nach, daß die Versicherung die Rechte und Bewegungsfreiheit der Arbeitreymer wesentlich beschränken werke und deshalb für diese auch nicht begehrenswert erscheine. Biele Arbeiter in Berufen, die sich srei von einer Arbeitslosengefahr wüßten, würden zu Beiträgen herangezogen werden müssen, wodurch die Unzufriedenheit genährt werden würde. Besonders belastend sei die Versicherung für den Arbeitgeber, nicht allein wegen der Bes(Militärisches.) Die Leutnants Sartorius v. Bach im Jafanteriereziment N. 55, Lange und Heine im Infanterieregiment Ne. 53, sowie die Oberleutnanis Neumann und Hosse im Ponierbataillon Nr. 10 sind laut„Westf. Zig.“ zum 1. Oktober d. J. zur Kriegsakademie einberufen. (Tragbetten zur Krankenbeförderung.) Auf den preußisch=hessischen Staatsbahnen ist eine Eintichtung getroffen, die dazu bestimmt ist, krar ken Personen das Reisen auf der Eisenbahn zu erleichtern. Einer Anzahl Stationen— im Direktlons= bezirke Hannover den Stationen Bremen, Hannover und Stendal— sind Trogbetten überwiesen, welche zur Besöderung von Kranken von allen und nach allen Stationen und Haltestellen der preußisch hessischen Staatsbahnen in einem abgeschlossenen Abteil 3. Klasse mit jedem die 3. Wagenklasse führer den Fernzuge angefordett werden können. Die Beförderung in Wagen mit innerem Durchgang und in D Zugwagen ist ausgeschlossen. Die Kranken können in dem Bett von der Wohnung oder Unfallstelle abgeholt, ohne Umbettung in das Abteil gebracht und auf der Zielstation wieder vom Bahnhof bis zum Klankenhause, zur Klinik oder Wohnung getragen werden. Die Gestellung des erforderlichen Personals ist Sache des Kranken; die Eisenbahnb diensteten r Sahe bei Kantenzdte Sierbschut ien Haben Sie Schon das Abönnement erneuert! Lieber Hans Heinrich! Wir sind uns in den letzten Jahrn frem) geworden. So fremd, daß ich eine ganze lange Nacht dazu brauchte, um gewiß zu sein, ob ich dir sagen durste, was kommen wird. Aber schließlich habe ich gemerkt, daß ich es nicht nur tun darf, sondern sogar muß, wenn ich, was ich zwei Toten versprach, weiter halten will. Du verstehst mich doch. Ich habe bei dem traurigen Spiel Eurer Verlobung als stummer Schutz mitgewirkt. Indem ich schwieg, gab ich der Lüge das Recht zu immer erneuten Versuchen. Heute aber habe ich die Kraft, aus Eurer großen Lüge die Wahrheit zu fordern. Hans Heirrich, ich habe so oft vor einem und einem halben Jahrzehnt an Deinem Kinderbettchen gestanden und für Dich gebetet. Du warst ein sehr zartes empfindliches Kind. Und jedesmal habe ich am nächsten Tage zu Deinem Brader gesagt:„Paß mir gut auf den Hans Heinrich auf, Jürgen, daß ihm nichts geschieht, und geh fein nachsichtig und behutsam mit ihm um Das hat er sich nur zu gut gemirkt. Er ist auch behutsam, aus Angst dir wehzutun, mit Deinem Herzen umgegangen, als Du ein Mädchen an Dich gerissen hast, dessen Empfindungen ihm allein, ohne daß er es ahnt, ge hören. Ja, Hans Heinrich, das ist die Wahrheit. Deinen Bruder liebt sie ihn ganz allein. Sie lügt, wenn sie Deine Küsse erwidern sollte, oder sie denkt, daß es Jürgen ist, den sie im Arme hält. Hier an dieser Stelle, wo ich Dir schreibe, hat sie gesessen und geweint Weißt Du, um was? Darum, daß sie nicht zu Deinem Bruder gehen und sagen durfte: „hier bin ich, nimm mich hin“. Und da willst du wiederkommen und sie küssen? Es gibt eine Sünde am Heiligsten, Hans Heit rich. Die ist in Dr. Nach diesem wirst Du wissen, wie du sie aus Deinem Herzen scheffst. Schreibe auch an Jürgen Deinen Entschluß. Er bedarf einer Auf richtung. Ein furchtbarer Hagelschaden hat nämlich die Ernte dieses Jahres zerstört. Nicht einmal genügend Spreu für die Ställe wird zu retten sein. Bornhagen aber ist sehr hoch versichert, wie mir Jurgen sagte, sonst wurde ir wohl einer der Elendesten sein Und nun eine Bitte, zürne mir nicht über das Weh, das ich Dir zufügen mußte. Du wirst Dein Liebstes hingeben, um Dich wieder zu. finden. Das muß ein stolzes, schöner G.fühl sein, denn, Hans Heinrich, laß es Dir sagen: ich habe mich während der Zeit Deines Schweigens für Dich geschämt. Aber das Mitleid siegte doch immer wieder über mein Wollen! Das Mitleid mit Deimm virwachten Gesicht und Deinen verzweifelten Augen, die mir erschienen, als sei die Gertingsche Reinheit aus ihnen gewichen. Nun gute Nacht, Hans Heinrich! Und noch einmal, Du wirst jetzt wissen, was Du zu tun hast. In dieser Heffnung bin ich Deine treue Pflegemutter Berka von Sillenbach. Am nächsten Morgen ging dieser Brief mit dem andern ab, den Jürgen von Gertingen, ebenfalls in den Stunden der Schlaflosigkeit, virjaßt hatte. Er enthielt die Anzeige des gehabten Schadens an die Versicherungs gesellschaft„Harmonia“ in Koblenz, bei der er seire Scholle gegen Hagel versichert zu haben glaubte. Zwei andere Schreiben, in derselben Angeleger heit, ließ er krei Tage späer durch einen reitenden Boten besergen. Der erste sprach die Bitte an den einen der ihm persönlich bekannten Toxatoren aus, die Herbeiführurg einer möglichst schnellen Erledigung der Abschätzung zu bewirken. Der andere ist an den Lehrr emeritus und Agenten Polenz in Porzin gerichtet, in dessen Händen sich immer noch das Duplikat des durch Hans Heinrich besorgten Erneuerungsver rages befindet. Der alte Polenz soll lange Zeit durch die Gicht an das Bett gesesselt gewesen sein, darum regt sich Jürgen über diese kleine vermeintliche Vernachlässigung nicht auf. Er weiß trotzdem auf Grund langjähriger Erfahrungen, daß der einstig: Lehrer ein Mann ist, auf dessen Treue und Zuverlässigkeit er sich verlassen kann. Es sind kaum zwei Stunden vergangen, seitdem der Bote mit dem Briefe vom Hofe ritt, als ein kleiner einspänniger Wagen mit zwei Männern vor der Hintertür des Bornhagener Schlosses anhält. Das ist der alte Lehrer Polenz mit seinem Sohne, der unter des Alten Aufsicht auf den Lehrer hinstudiert. (Fortsetzung folgt.) haben jedoch bei Bed namentlich beim Hinund beim Wiederhe leisten. Zu jedem Matratze eine um di decke und eine Sch nebst Bettbezügder Kranke selb Krankenbetten mässe Abgangstation be Beförderung eines Tragbettes„sind a. preuzisch=hessischen e karten 3. Klasse für Fahrkarte 3. Klassef lösen.(Es finden in neben dem Krankenbe Platz.) Weitere Geb Rücksendung und 2 bettes werden nicht das Bett zur Beförde und vom Bahnhofe Soweit jedoch zur bettes zwischen Wohn und Station verfügba (Gepäckträger 2c) in werden ist deren T päckträgertarife zu v förderung von Pe geschlossen. An? Fleckfieber, Gel Genickstarre, Mi Erkrankte werden nu Wagen nach dem hie deren Tarife beförder Auskunft erteile vorsteher. m(Eingeliefert) u dringenden Verdachts d stiftung am Hause Bahnh Hof.) m(Fahrraddiebsta schaft am Kaiser Wilhelm abend ein Fahrrad gesto Bezeichnung„Anker" und m(Die Schweinese auf dem Grundstücke Götl Grundstücke des Wirtes T m(Wegen Diebsta wurden zwei auf Wander zur Haft gebracht. Die 5 der Umgegend schon seit und obdachlos umhergetri 69 Vilsendorf, schwindelter Urla B. aus Vilsendorf, wel sucht nach seiner Heima Tage nach seiner# Telegramm, wonach s# sein sollte. B. erhielt betenen Urlaub, jedoch streugen Herrn Vorgese und sie hielten telegra die Angelegenheit, wor daß das Telegramm welcher sich hier seine sollte auf telegrephischen wozu er sich aber schle G stern ist er nun fest zwei Kameraden abge Strafe für den schönen nicht ausbleiben. 60 Gellershagen, liche Ausreißer.) bei dem Landwirt Vo hagen Nr. 2 zwei Kn etwa 10 Jahren aufg scheinend einer Anstalt Angaben derselben sind ihre Herkunft nicht festze Minden, 27. glückte Pionie! bauübungen ein Bal ist gestorden. Minden, 27. Ju als Ministerresi Ztg" hört, ist jährigen Etat errich lichen Ministerresider negro) dem bisherige wärtigen Amt, Lege Baltazzi, einem Sohl Regierungspräsidenter Porta 25. J1 Beserschwimmf Anateur=Schw guten Verlauf „Westf. Ztg.“ bei de einer kleinen Arsp Herrn Röner, sp ar in die fühle Fut das B.gletisch ff. u auch die unterwegs nachbringen sollte. Kilometer hielten all ordnit, gut aus, bie die Fihrt abbrechen die anfungs große den 21 Teilnehmer hielten 9 Mann d Strecke von Rehme Stunden ununterbro 5 die persönlichen gseinziehung, Vers bestehenden Bene Debatte wurden mmin:„Der VI. g kann die Noteiner staatlichen er Arbeitslosigkeit „„ Gesellen(Gekennen, hält vieligene Selbsthülse, und die Tätigkeit iete der Arbeitsd. Der VI. Westauch der Ulberirch die Beitragsm Versichtrungsen Durchführung elastet ist, sodaß hnahme nicht zuder eingetretenen Freien begonnene nlung, die Tagesne twas längere stert wurde. Nach andwerkskammer rde zu Gunsten ungskrankenkassen iger Meister eine rag des Herrn Herr Handwerksserg sprach über werk und brachte ine Pflege dieser zeditwesens, ausein Zusatz des eine Verbilligung nschaftskasse verit war die Tagesmer besichtigten sie sich im Ratszu einem gemüt: err Regierungsen wohnte mit unden den Bei: Versammlung die Handwerksnach ihre Aufch, schlicht aber der Kammern, nung. Es seien osenversicherung, se, dagegen aus chung zur Zeit ähnte der Herr die Pflege der inschte den Verutnants Sarnterieregiment m InfanterieOberleutnanis onierbataillon ztg. zum 1. nie einberufen. nkenbeförzisch=hessischen ung getroffen, Personen das u erleichtern. n Direktlons= nen Bremen, d Trogbetten derung von len Stationen isch hessischen hlossenen AbWagenklasse deit werden Wagen mit Zugwagen ist nnen in dem nfallstelle abdas Abteil wieder vom , z u r K l i n i k 1. Die Ge#ersonals ist iub diensteten erselben Anspäer durch " Der erste en der ihm aus, die schnellen Erzirken. Der leritus und serichtet, in ##3 Duplikat sorgten ErDer alte bicht an das im regt sich ntliche Versiß trotzdem ungen, daß auf dessen ch verlassen vergangen, e vom Hofe ger Wagen ntertür des Das ist der Sohne, der den Lehrer ug folgt.) haben jedoch bei Bedienung der Tragbetten, namentlich beim Hineinheben in die Wagen und beim Wiederherausnehmen Hülfe zu leisten. Zu jedem Tragbett gehört eine Matratze eine um diese zu legende Gummtdecke und eine Schutzdecke. Bettstücke nebst Bettbezügen und Decken hat der Kranke selbst her zugeben. Die Krankenbetten müssen rechtzeitig bei der Abgangstation bestellt werden. Bei der Besörderung eines Kranken mittels des Tragbettes sind auf den Strecken der preuzisch=hessischen Staatsbahnen 2 Fahrkarten 3. Klasse für den Kranken und eine Fahrkarte 3. Klasse für jeden Begleiter zu lösen.(Es finden in dem Abteil 3. Klasse neben dem Krankenbett noch zwei Begleiter Platz.) Weitere Gebühren(für Benutzung, Rücksendung und Desinfektion des Trag bettes werden nicht erhoben. Auch wird das Bett zur Beförderung der Kranken nach und vom Bahnhofe kostenlos gestellt. Soweit jedoch zur Beförderung des Tragbettes zwischen Wohnung oder Krankenhaus und Station verfügbare Eisenbahnbedienstete (Gepäckträger 2c) in Anspruch genommen werden ist deren Tätigkeit nach dem Gepäckträgertarife zu vergüten. Die Beförderung von Pestkranken ist ausgeschlossen. An Aussatz, Cholera, Fleckfieber, Gelbfieber, Pocken, Genickstarre, Milzbrand und Rotz Erkrankte werden nur in besonderen Wagen nach dem hierfür geltenden besonderen Tarife befördert. Jede nähere Auskunft erteilen die Bahnhofsvorsteher. m(Eingeliefert) wurde eine Person wegen dringenden Verdachts der vorsätzlichen Brandstiftung am Hause Bahnhofstraße 32(Westsälischer Hof.) m(Fahrraddiebstahl.) Aus einer Wirtschaft am Kaiser Wilhelmsplatze wurde vorgestern abend ein Fahrrad gestohlen. Dasselbe trug die Bezeichnung„Anker“ und die Fabriknummer 30635. m(Die Schweineseuche) ist in Schildesche auf dem Grundstücke Göthestraße 34 und auf dem Grundstücke des Wirtes Twellenkamp ausgebrochen. m(Wegen Diebstahls und Betrugs) wurden zwei auf Wanderschaft befindliche Arbeiter zur Haft gebracht. Die beiden hatten sich hier in der Umgegend schon seit längerer Zeit arbeitsund obdachlos umhergetrieben. 69 Vilsendorf, 26. Juni.(Erschwindelter Urlaub.) Der Grenadier B. aus Vilsendorf, welcher allzugroße Sehnsucht nach seiner Heimat hatte, erhielt dieser Tage nach seiner Garnison Berlin ein Telegramm, wonach sein Bruder gestorben sein sollte. B. erhielt hierauf auch den erbetenen Urlaub, jedoch kam es seinen gestreugen Herrn Vorgesetzten verdächtig vor, und sie hielten telegraphische Anfrage über die Angelegenheit, worauf sich herausstellte, daß das Telegramm fingiert war. B., welcher sich hier seines Das eins erfreute, sollte auf telegrephischen Befehl zurückkehren, wozu er sich aber schlecht begiemen konnte. G stern ist er nun festgenommen und durch zwei Kameraden abgeholt worden. Die Strafe für den schönen Urlaub dürfte wohl nicht ausbleiben. 69 Gellershagen, 26. Juni.(Jugendliche Ausreißer.) Gestern abend wurden bei dem Landwirt Voltmann zu Gellershagen Nr. 2 zwei Knaben im Alter von etwa 10 Jahren aufgegriffen, welche an scheinend einer Anstalt entlaufen sind. Die Angaben derselben sind so zweifelhaft, daß ihre Herkunft nicht festzustellen ist. ihnen setzten noch ihr Schwimmen weiter fort bis Minden und legten somit eine Strecke von 16 Kilometern(Rehme Minden) in 2¼ Stunden zurück. Mittags fand gemeinsame Tafel im Hotel Nolting statt, wo die Klubmitglieder auch mit ihren am Mittag nachgefolgten Damen in gemätlichem Beisammensein bis zum Abend verweilten. Eisbergen, 25. Juni.(Unglücksfall.) Ein Unglücksfall teug sich gestern unweit der hiesigen Station zu. Ein beim Nachsehen der Schrauben beschäftigter Streckenwärter hatte einen heranbrausenden Zug nicht früh genug bemerkt und wurde von diesem zur Seite geschleudert. Der Beamte trug nach dem„Gen. Anz. erhebliche Verletzungen am Kopf davon, sodaß seine Ueberführung in ein Krankenhaus erfolgen mußte. Aus den Krreisen Wissch,## S##e Minden, 27. Juni.(Der verunglückte Pionier,) dem bei den Brücker: bauübungen ein Balken auf den Kopf fiel, ist gestorden. Minden, 27. Juni.(Ein Mindener als Ministerresident.) Wie die„Nordd. Allg. Ztg“ hört, ist der durch den diesjährigen Etat errichtete Posten eines kaiserlichen Ministerresidenten in Cetinje(Montenegro) dem bisherigen Hülfsarbeiter im Auswärtigen Amt, Legationsrat von Pilgrim Baltazzi, einem Sohne des früheren hiesigen Regierungspräsidenten, übertragen worden 25. Juni.(Die gestrige .... schwimmfahrt) des Bielefelder Amateur=Schwimmklubs nahm einen guten Verlauf. Die Fahrt begann laut „Westf. Ztg. bei der Rehmer Fähre Nach einer kleinen Arsprache des Vorsitzenden, Herrn Röner, sp angen die 21 Schwimmer in die fühle Fut gleichzeitig folgte auch das B.gletisch ff. weiches die Kleider, wie auch die unterwegs ermüdenden Schwimmer nachbringen sollte. Während der ersten Kilometer hielten alle, in einer Gruppe gegut aus, bis der eine oder andere die Fihrt abbrechen mußte, ebenso einige, dir ansungs große Strecken vorholten. Von den 21 Teilnehmern dieser Schwimmfahrt Pereg, 9 Mann die 11 Klometer lange #r.# von Rehme bis Porta in 1¼ Seanden ununterbrochen aus. Drei von Aus den Kreise Herfoch. Herford, 26. Juni.(Schützenbataillon.) Die Herren Offiziere verteilen sich auf die einzelnen Kompagnien wie folgt: 1. Kompagnie(Neustadt): Hauptmann Poggenpohl, Oberleutnant Opitz, Leutnant Meyer I, Lakemeyer, Deppe, Adzutant Ernst m yer. 2. Kompagnie(Radewig): Haupt mann Reckendorf, Oberleutnant Detering, Leutnant Schmidt, Lübking, Adjutant Flachmann. 3 Kompagnie(Altstadt): Hauptmann Bock, Oberleutnant Quentin, Leutnant Meyrr II, Landmann, Hentschel. 4. Kompagnie(Brüderstraße) Hauptmann Streuber, Oberleutnant Weingarten, Leutuant Tiemann, Stuke, Schmalhorst. An den kommenden Festzügen marschieren die Kompagnien in folgender Reihenfolge: 1. bei der Exerzierübung: 1., 2, 3, 4.; 2. während des Fackelzuges: 2., 3., 4., 1.; 3. am Schützenfest Sonntag: 3, 4, 1., 2.; 4. am Schützenfest Montag: 4., 1., 2., 3. § Herford 26. Juri.(Großes Konzert.) Am Donnerstag Abend 8½ Uhr wird das Trompsterkorps des Mindener Artillerie Regim nts in Verbindung mit dem Städtischen Orchester ein großes DoppelKonzert veranstalten. C Herford, 26. Juni.(MobiliarUnterstützungsverein) Der Rechnungsabschluß, der der letzten Generalversamm lung vorgelegt wurde, ist ein sehr erfreulicher. Das Vereinsvermögen stieg um 4810.17 Mark und beträgt jtzt 103869 76 Mi., wovon 10378101 Mk. bei der Kreissparkasse belegt sind. Die Mitgliederzahl beträgt 1978, welche für 6478271 Mt versichert haben. Für 1906 werden infolge des günstigen Abschlusses B.iträge nicht erhoben. Dünne, 26. Juni.(Telegraph.) Am 30. d. M. wird in Dünne(Kr. Her ford) eine Telegraphenanstalt nebst öffent licher Sprechstelle eröffget und gleichzeitig der Urfallmeldedienst nach Bünde(Westf.) eingerichtet werden. Spenge, 25. Juni.(Schule.) Die durch das Ausscheiven des Herrn Freyberg freigewordene R ktorstelle wurde dem Lehrer Wilhelm Böckmann aus Hamm provisorisch übertragen. ∆ Enger, 25 Juni.(Unfall.) Heute nachmittag gegen 7½ Uhr passierte ein Automobil die hiesige Opferfelderstr. Der Schuhmachermeister H. Edmeier von hier, welcher mit einem Rade voran fuhr, wellte drehen, in diesem Augenblick kam das Automobil vorbei, er kam zu Falle und 2 Räder des Automobils gingen ihm über die Beine, das rechte Bein ist gebrochen. Den Automobilführer trifft keine Schuld. Der herbeigerufene Arzt Herr Dr. Müller legte einen Verband an. X Baldorf, 26. Juni.(Posthilfstelle.) Nich Mitteilung der Kaiserlichen Oder Postdirektion zu Minden wird bei der Winterberger Schule zum 1. Juli eine Post hilfstelle eröffnet. Neben der eben vollendeten Chaussee wird auch diese Einrichtung von den dortigen Bewohnern mit Freuden begrüßt. Sehr erwünscht wäre auch die Einrichtung einer„Telegraphenhilfstelle". 1368 Mk. ergab, 405 Mk. mehr wie im vorigen Ihhre. Außerdem brachte die Kollekte in der Aula des Gymnasiums 68 diejenige des Kindergottesdienstes 31 Mk. 23 Pfg., so daß im ganzen der B.trag von 1467 Mk. 23 Pfg. an die Mission abgesandt werden kann Paderborn, 25. Juni.(Ueber eine „Zigeunerschlacht bei Delbrück“) wird der„Rh. Westsäl. Ztg. von hier noch gemeldet. Zu dem stattfindenden Viehmarkte hatte sich, wie immer, umherziehendes Wagenvolk eingefunden. Beim Handel konnte es sich untereinander nicht verstehen und geriet in der Oststraße in Wortwechsel, der bald zu Tätlichkeiten ausartete. Von 2 Burschen wurden während der Schlägerei Revolverschüsse auf die feindliche Partei abgegeben. Dem Pferdehändler Schlicht aus Soest drang eine Kugel unter dem Herzen ein und durch schlug den Magen. Er liegt hoffnungslos darnieder. Eine andere Kugel streifte einem anderen jungen Burschen den Oberarm. Ein dritter Verletzter hatte fünf Kugeln in Arme und Beine bekommen, sprang aber auf seinen Wazen und machte sich aus dem Staube. Die Täter sind zwei Brüder, rohe Gesellen, die nach kurzem Verhör per Wagen nach Paderborn transportiert wurden. Der Gendarm mußte die Täter, an denen Delbrücker Bürger Lyachjustiz ausüben wollten, schützen. Paderborn, 25.Juni.(Ueberfahren.) Von dem 7 Uhr 21 Min. hier eintreffenden Zuge Brilon=Paderborn wurde zwischen Wewer und hier auf der Chaussee nahe der Almebrücke heute früh ein Radfahrer überfahren und schwer verletzt. Er geriet in die Verkuppelung und ihm wurde die rechte Hand und der rechte Fuß abgequetscht, auch erlitt er Verletzungen im Gesicht. Sennelager, 25. Juni.(Unglücksfall.) Im Sennetager stürzte während der Besichtigung durch den komm. General Frhr. v. Bissing am Sonnabend vom 7. Art.=Regt.(Wesel) ein Kanonier, über diesen ein Offizier und über beide ein Unteroffizier. Die beiden Erstgenannten vermochten bald aufzustehen, dem Unteroffizier, der in dem letzten Dienstjahre stand, ging das Rad eines Geschützes über die Beine, schwer verletzt wurde er dem Lazarett zugeführt. Geheimnisse verhaftet. Dir Verhaftete hat von zahlreichen geheimen Mobilmachungsakten Abschriften angefertigt, um dieselben einer auswärtigen Macht zu verkaufen. Magdeourg, 26 Juni. Gestern abend 9 Uhr stieß ein mit 450 Schulkindern besetzter Vergnügungsdampfer an der Strombrücke mit einem Kettendampfer zusammen. Ein hierbei entstandenes Leck ließ zwar schnell Wasser ein, doch konnte die Landungsstelle erreicht und alle Kinder, wenn auch zum größten Teile stark durchnäßt, ans Ufer gebracht werden.(Hann. C.) „Sieh' mal, der Mensch da hat schon in frühester Jugend unter Polizeiaussicht gestanden!“—„Du scherzest!“—„Durchaus nicht, sein Vater war ein Schutzmann!" (Splitter.) Es gibt auch eine Jugend in grauen Haaren, aber keine in gefärbten. n der Sommerfrische) Geht es ihnen nicht aug so, liebes Fräulein Laura? Wenn ich so am frühen Morgen die frischbelebten Werke der Schöpfurg betrachte, empfinde ich es stets mit stolzem Gefühl, daß wir Frauen deren Krone sind. Briefkasten. „B. M. Das Bürgerliche Gesetzbuch schreibt in #em.§ 1793: Dex Vormund hat das Recht und die Pflicht, für die person und das Vermögen des Mündels zu sorgen, irsbesondere den Mündel zu vertreten.§ 1796 sagt: Das Vormundsschaftsgericht kann dem Vormunde die Vertretung für einzelne Angelegenheiten oder für einen bestimmten Kreis vor Argelegenheiten entziehen. Die Entziehung soll nur erfolgen, wenn das Interesse des Mündels zu dem Interesse des Vormundes oder eines von diesem vertretenen Dritten oder einer der im§ 17951(Ehegatten oder Verwandte in gerader Linie) bezeichnete Personen im erheblichen Gegersatze steht. Oeffentlicher Wetterdienst. Dienststelle: Meteorologisches Observato rium Aachen. Voraussichtliche Witterung für die Zeit vom 27. bis zum Abend des 28. Juni 1906. Mäßige südliche Winde, vorwiegend heiter, stellenweise Gewitter, Temperatur nicht erheblich geändert. Uebersicht der Witterung. Bielefeld, 27. Juni 1906. Mitgeteilt von Fr. Böckelmann Ww., hirr. Niedrigst. Thermometerstand in der Nacht+14½% Thermometerstand um 10 Uhr vorm.+ 23 6s Barometer 75 5 cm. Wind: Süd=West. Himmel: heiter. Aus dem Rez.=Bez. Muuser nus Weue Münster, 25. Juni.(Der Westfäl. Verein zur Förderung des Kleinwohnungswesens) veranstaltet in der Zeit vom 28. Juni bis 11. Juli einschlief lich in Münster(Westf.) im Verwaltungsgebäude der Landesversicherungsanstalt Westfalen, Bispinghof 3, 1 Stock eine Ausstellung mustergütiger Bauentwürfe für Arbeiter und einsache Bürgerhäuser. Es gelangen nach der„Rh.=Westf. Zig““ zur Ausstellung die preisgekrönten Eatwürfe des hessischen Ernst Ludwigs Vereins, sowie Bauentwürfe aus dem Preisausschreiben des Herrn Regierungs= Präsidenten zu Minden. Die Ausstellung steht zur unentgeltlichen Be sichtigung offen Nach Schluß der Ausstellung in Münster wird dieselbe Sammlurg in der Zeit vom 15. bis 28 Juli in Dortmund, Reinoldushof, aus gestellt werden Münster, 25. Juni.(Universität.) Der Prosektor bei Prosessor Ballowitz am anatomischen Institut, Dr. med Johannes Brodersen(aus Itzehoe in Schleswig), hat sich mit einer Antrittsvorlesung über die physiognomischen Methoden Lavaters als Privatdozent für Anatomie eingeführt. Er ist der eiste Privatdozent der Medizin an der Münsterschen Hochschule. Soest, 25 Juni.(Beim Baden er trunken.) Gestern abend ertrark in der hiesigen Badeanstalt ein Angestellter der Firma I Tomby'. Wahrscheinlich hat ein Lungenschlag dem 15 jährigen jungen Manne, der aus Werl stimmte, ein jähes Ende bereitet Die ärztlicherseits angestellten Wieder belebungsversuche waren leider erfolglos. Aus den Kreise Hale. Hesselteich, 25. Juni.(Unglücksfall) Der Knecht Ruschhaupt, welcher bei dem Herrn Kolon Obermowwe in Dierst stand, verletzte sich beim Heuaufladen so unglücklich, daß er in das Krankenhaus geschafft werden mußte. Leider ist er nach der„Westf. Ztg.“ an den Verletzungen gesterben. Aus der Kreisen Wiedenbrück und Paderdorn. Gütersloh, 25. Juni.(Das Missionsfest) wurde in diesem Jahre zum ersten Male Sonntags gefeiert. Die Feier am Nachmittag unter den Bäumen des Meierhofes war sehr stark besucht. Dem entsp ach auch die Kollikte, die in beiden Kirchen und auf d.m Meierhof einen Reinertrag von 26. Juni. Unter dem Vorsitze des Reichstags abgeordneten Schrader tagte gestern in Berlin eine vornehmlich von freisinniger Seite beschickte große öffentliche Volksversammlung, um gegen die kürzlich verübten Greueltaten in Bjelostok zu protestieren. Unter den Rednern befanden sich u. a. Prof v. Liszt, Pfarrer Naumann und Abg. Träzer. Einstimmig wurde eine Resolution angenommen, worin die Versammlung ihr tiefes Mitgefühl für die Opfer in Rußland ausspricht, sowie das Vertrauen auf die Duma, daß die Schuldigen zur Rechenschaft gezegen werden. Die Versammlung ist von dem Wunsch= beseelt, daß es den Mächten gelingen möge, dem Nachbarreiche den Verfassungsstaat zu bringen als Bürgschaft friedlicher und freundschaftlicher Beziehungen zum Deutschen Reiche. Es wurde beschlossen, die Resolution dem Dumapräsidenten telegraphisch zu übermitteln. Koblenz, 24. Juni. Heute nachmittag hat ein schweres Gewitter mit wolkenbruchartigem Regen und Hagel großen Schaden an gerichtet. Unterhalb Ehrenbreitstein wurde infolge Bergrutsches der Straßenbahnbetrieb durch Verschüttung unterbrochen. Wiesbaden, 26. Juni. Ein im Sekretariat der Königlichen Regierung beschäftigter Diätar namens Ullrich wurde wegen Verrats miliNachrichten Halle a. S., 27. Juni. Ein Großfeuer brach im Lehrerseminar zu Barby gestern vormittag aus. Der Brand entstand auf dem Kofferboden und verbreitete sich mit riesiger Schnelligkeit auf die angrenzenden Räume. Ein ganzer Flugel des Gebäudes wurde veren er be t6 r r no ederbetten befanden. Einem mnaristen fiel aus bedeutender Hohe ein Stein auf den Kopf und zertrümmerte ihm den Schädel, so daß er hoffnungslos darnieder liegt. Wien 27 Juni. In der österreichischen Deiegation beschwerte sich dr Alldeutsche Stein über d.s Bzeichnung„Bismarckplatz“ in Gabonz bei der A wssenheit des Kaisers und sprach von dem Aaschluß O sterreichs an Dutschland Er sagte wörtlich: Der Arschluß an Deu schland ist ein Hoffuungstraum verschiedener Wechsel auf lange Sicht. Aber die Hffung bleibt uns, d.ß die kom nende Genration den Freudentag erleben nird, wo wir Deutsche geeint sein wrden urter dim Szepler des glerreichen Hohe zollern, des herrlicken Kaiser Wilhelme II o er mindestens sein s Nachfolge:s im Sinne des Gelödn sses, mit dem er seine Rezierung angetreten hat, ein Mehrer des Riches zu sein. Moskau, 27. Juni. Trotz offizieller Dementis erhält sich das Gerücht von der bevorstehenden Auflösung oder Schließung der Duma. Auch verlautet bestimmt, man sei in Peterhof entschlossen, die Duma Mitte Juli für drei Monat in die Ferien zu schicken. Da aber die Schließung der Session unter der Amtsführung des gegenwärtigen Kabinetts eine gewaltige Erregung hervorrufen würde, sei es nötig, ein neues Kabinett zu bilden, welches sich aus Mitgliedern der Zentrumspartei, des Reichsrats und der Rechten der Duma zusammensetzen soll. Als Minister Kandidaten werden genannt: vom Reichsrat Exminister Jermolow und Timiriasew, Fürst Trubetzkoi, Professor Taganzew, von der Duma Graf Heyden und Stachowicz. Newyork, 27. Juni. Die Sanitätsinspektoren in Chicago unterdie unabhängigen Fleischetablissements und sanden sie ebenso schmutzig und gesetzwidrig als die des Fleischtrustes vor dem Skandal. Installations-Fachausstellung moderner Gas- und Wasser-Apparate für Küchs und Haus Nr. 149. Beachtung und Besuch der Ausstellung wird dem verehrlichen Publikum ergebenst empfohlen. Sämtliche modernsten Apparate. ven den einsachten bie zu den elegantesten, snd betriebstertig angeschleßsen.“ Bielefelder Schühen=Geseuschaft. Budenbesitzer etc., welche zum Schützenfeste auf Bethlehem auf Plätze reflektieren, wollen sich baldigst beim Vorsitzenden der Bethlehem-Kommission, Herrn Adolf Strunk, melden. Der Vorstand. Bielefelder chützen- G Das diesjährige Schützenfest Sonntag u. Montag, d. 22. u. 23. Juli, die Nachfeier Sonntag, den 29. Juli auf dem Johannisberge in gewohmer Weise gefeiert. Indem wir auf et 1. 2, 4, 11 und 12 unserer Satzungen Bezug nehmen, ersuchen wir ergebenst, um Aufnahme in die Geelschaft, unter Angabe des Standes, Alters und der Sohnung baldmöglichst an den Vorsitzenden des Verwaltungsrates einzusenden. Der Vorfund der Schützengeselschaft. § 1. Die Schutzen=Gesellschaft ist ene geschlossene Gesellschaft von Personen aller Stände des Verwaltungsbezirks der Stadt Bielefeld und des Autes Gadderbaum. Einem Jeden, der nicht Mitglied der Gesellschaft, bleibt der Zutritt bei allen Gelegenheiten untersagt. Fremde aber und hiesige Damen, in deren Haushalt sich kein Mann befindet, welcher nach seinen Jahren und Verhältnissen die Aufnahme in die Gesellschaft, oder den Zutritt zum Schützenfeste erlangen kann, können durch Mitglieder eingeführt werden. § 11. Mitglied der Schützen=Gesellschaft kann jeder männliche Einwohner der Stadt Bielefeld und des Amtes Gadderbaum werden, welcher unbescholten und das zwanzigste Lebensjahr vollendet hat. § 12. Per. in, die Gesellschaft aufgenommen zu werden wünscht, hat sich s#gritlich beim Vorsitzenden des Verwaltungsrates zu melden. Die Meldung muß, falls der seine Aufnahme Beantragende an dem Schützenieste des betreffenden Jahres teilnehmen will, mindestens 2 Wochen vor dem Feste erfelgen. Anmerkung zu§ 4. Auch die Benutzung des Johannisberges zu Spaziergängen ist keinem Bielefelder oder Gadderbaumer, der nicht Mitglied der Gesellschaft ist, gestattet. Am Dienstag, den 3. Juli d. J, nachmittags 2 Uhr läßt Hofbesitzer Poggemöller Nr. 11 Schnathorst seinen schön gelegenen Hof bestehend aus: 1 Wohnhaus, 1 Wassermühle mit 2 Gängen, 1 Heuerlingshaus, 1 Oehlmühle, 1 Scheune, mit ca. 70 Morgen Ackerland, Wiesen und Bergteilen im Einzelnen oder Ganzen meistbietend verkaufen. Der Zuschlag kann sofort erteilt werden. Ackerland u. Wiesen liegen sämtlich beim Hofe. Käufer wollen sich bei Poggemöller einfinden. Auskunft erteilt der Unterzeichnete. Pr. Oldendorf, den 20. Juni 1906. Kleffmann. Kriegerverband des Stadtund Landkreises Bielefeld. Das Ko. Otlltungereet findet statt am Sonntag, den 1. Juli 1906 in Ummeln. Festordnung: Um 11½ Uhr: Sitzung der Abgeordneten bei Wirt Gröppel=Ummeln; gleichzeitig Parademusik. Um 1 Uhr: Festessen in den Zelten. Um 3½ Uhr: Parade=Aufstellung der Vereine. Festmarsch. —— Um 4· Uhr: Konzert; anschließend Festball. Der Festplatz lie,t an der Gütersloherstraße, 1 Stunde enrfernt von der elektr. Straßenbahn(Glashötte Teutoburg) die von 1 2 Uhr Mittags an verstärkten Betrieb einrichtet. Die Musik wird ausgeführt von der Kapelle des ArtillerieRegiments Nr. 58 Minden. Auf dem Festplatze befinden sich Karussel, Schieß=, Kuchen=, cr =Buden. Eintrittsgeld: Konzertkarten Mk. 050: Karten für das ganze Fest: für Herren Mk. 1 50, für Damen 0.50. Un zahreichen Besuch wird gebeten. Der Vorstand. Bekanntmachung. Die zum 1. Juli dieses Jahres frei werdenden Stände Nr. 36, 59, 81, 106, 107, 132, 133, 151, 152, 153, 169, 170 und 171 der städtischen Markthallen sollen am Sonnabend, den 30. dieses Monats, mittags 1 Uhr an Ort und Stelle öffentlich versteigert werden. Sammelpunkt vor dem Stande Nr. 36. Bielefeld, den 25. Juni 1906. Der Magistrat. Kongletse Schlatzimner in echten und gestrichenen Hölzern empfichlt billigst Fritz Tiekötter Möbelfabrik, Niedernstr. 45. Verdingung. Die zur Erbauung eines Gemeindehauses für die Oetrei=Gemeinde erforderlichen Zimmer=, DachdeckerKlempner= u. Installations=, Tischler=, Schlosser=, Glaser= u. Maler=Arbeiten sollen vergeben werden. Kostenanschläge, Zeichnungen und Bedingungen liegen in der Baustube des Unterzeichneten aus und können daselbst mit Ausnahme der Zeichnungen gegen Erstattung der Selbstkosten für Schreibgebühren bezogen werden. Angebote nimmt bis zum 2 Juli 5: J., vormittags 11 Uhr entgen. Bielefeld, den 23. Juni 1906. Der Bauleiter: Trappen, Wertherstraße 62. Gertentiiches Verkehrs-Bureau Zimmerstraße 19 1. Unentgeltliche Auskunft in allen Verkehrsangelegenheiten Einsichtnahme von Karten, Führern usw. Annahme von Beitrittserklirungen zum Verschönerungs=Verein. Für Flammeris, Puddings, Milchspeisen Dr. Oetker’s 10 Pig 3 Stück 25 Pfg. Pusdingpulver! Fahrräder, vond Fobrik ar Private u. Händler v. Mt. 65 an seschshe n Lutischläuche von Mi. 2.80 an Reparaturen Fabriat promm und billigst. Wer sich auf diese Zeitung bezieht und einen Auftrag von mindestens Mt. 10 erteilt, erhält eine höchst praktische Gratis=Zugabe. gratis und franko „Schwalbe“ Akt.-Ges Duisburg-Wenheimerort. Gegründet 1886. 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Juli 1906 in Bielefeld, veranstaltet vom „Westdeutschen Verbande selbständiger Installateure, Klempner und Kupferschmiede“ in den Räumen des Konzerthauses Gielefeld, Obernterwan. Ehrenpräsidium: Herr Oberbürgermeister Geh. Regierungsrat Bunnemann. Postzeitungsliste Nr. 5381. Sistorische 28. Juni: Heinri land, geb. 1491.— K 1519— J. S. Rol G. Mazzini, italieni Genua geb. 1805.— S General, gest. 1813.— Komponist, geb. 1815 bei Raab, 1849.— gräß und Skalitz, des Vertrages über die Dreibundes, 1902. Das kommen Ia. Kandiskunsthonig Ravensb. Gelee Feinst. Frischobstmarmelade, Ia. Rübenkraut per Täglich frisch gebrannte Kaffee's zu den äußerst billigen Preisen. Verantwotlicfüie den ndektonelen Leil Hermann Lange, sür den Relans und Irseratu=Tei G Teautmann. Dauck und Verlos von Rl von der Mühien Nhmtlich in Mieleiseh. Inseraten=Ten N. Trautmann, Druck und Verlag von A. von der Mrühlen, Jsamtlich in Vieleseld. Aus Berlin wir! Ueberblickt man die al nalen Getreideverkehr Ländern vorliegenden und privaten Saater gibt sich, daß in de letzte Zeit eine Verschl standes gebracht hat. gegen ist nur in einer festzustellen, und hier Teil Länder, die als Bedeutung haben. Für Weizen komme in der ersten Hälfte nehmlich in Betracht: staaten und Nordame heute vorliegenden B## dürften diese Staaten gute mittlere Ernte ein die anfänglich so gl rumänischen Ernteinfolge anhaltender Reg so daß die Schätzungen niedriger als vor ein Rußland wird aller nur eine recht mittler Da inzwischen dann mehreren Erntejahren ziemlich erschöpft sein di in der kommenden Se stark exportieren als in ganz gewiß aber nich amerikas Weizene: „Deutsche Agrar Korresp ringer als im Vorja Export also unter Berü standes, daß es vom hei so viel zur Auffüllung als aus den vorhergehe Größe des diesmaligene Ueberflutung des Weltm werden wir also nicht und in den sogenannten nirgends übergroße Best Für Roggen kommen ne Ungarn, das sich selbst die Donaustaaten und tracht. Die russische Ro wahrscheinlich zwar besser vorjährige recht schlechte, wird darum nicht größ laufenden Jahreszeit, w## gegenwärtigen Ausfuhr ist durch das Zurückgr Jahre hindurch angesa Diese sind aber nun star mäniens Roggenausfuh schlaggebende Relle, und Deutschland hoffen, daß Erntejahr von zu starkem verschont bleiben wird. ein solches auch nicht, wiErntejahres 1904/05 klar Für den Preis der Futter gemeinen der Ausfall der bestimmend. Angeblich ha in den letzten Wochen d bessert. Daß die Sache sicher ist, zeigt die Zurückha Verkäufer. Selbst gegen 7 Mark per Tonne höhe keine ernsthaften Angebote aus.— Auch in Hafer keine allgemein sehr groß können. Nordamerika weniger als im Vorjahree