Nr. 142. Vierteljährlich in der Geschäftsstelle n. an allen Postanstalten 1 M., bei täglicher Zustellung in Bielefeld 1.20 M., durch Briefträger 1,42 M. Postzeitungsliste Nr. 5381. 30. Jahrgang Anzeigengebühr für die einspaltige Peritzeile oder deren Raum 12 Pf., für auswärts 15 Pf., Reklamen 40 Pf. Erscheint sechsmal wöchentlich Geschäftsstelle Ritterstr. 43. Fernsprecher Nr. 15. Der Erteltrag kommt jetzt zu Ihnen, um den Abonnementsbetrag für das neue Quartal einzuziehen. Wir bitten um Erneuerung der Bestellung, damit in der Zustellung keine Unterbrechung eintritt. Wir bitten ferner, Ihren Eierfluß bei Ihren Nachbarn und Freunden auszuüben, daß auch diese das Abonnement erneuern. Virlesets Mittwoch, 20. Juni 1906. Sistorischer Kalender. 20. Juni: Stiftung der Universität Halle, 1692.— Richard Owen, engl. Natuforscher, geb. 1804.— Tod Wilhelms IV. von England; Königin Viktoria tritt die Regierung an, 1837.— Kriegserkkärung Iteliens an Oesterreich, 1866.— Akb. Wolff, Bildhauer, gest. 1892.— Ermordung des deutschen Gesandten in Peking, Freiherrn v. Ketteler, 1900. Nach mehrwöchiger Dauer ist am Sonnabend der Hüger=Prozeß beendet. Der Oberst a. D. Hüger, der angeklagt war, militärische Personen und Ehrengerichte der Rechtsbeugung in einer ihn betreffenden Streitsache beschuldigt zu haben, wurde freigesprochen, weil ihm bei Abfassung der Broschüre, welche die Behauptungen enthält, infolge geistiger Erregtheit die freie Willens. bestimmung gefehlt habe. Aus den sich wie eine Seeschlange hinziehenden, herzlich kleinlichen Verhandlungen, gewann man allerdings den Eindruck, als ob der Angeklagte, dem sonst alle möglichen mnenschlichen und militärischen Tugenden nachgesagt werden, am rechthaberischen Querulantenwahn leidet, und man begriff so recht nicht, weshalb ein ganzes Gericht und Dutzende anderer nützlicher Glieder der menschlichen Gesellschaft sich wochenlang mit der schwierigen Frage zu beschäftigen hatte, tob eine Batterie an einem bestimmten Tage richtiger getan hätte, die Pferde im Stalle oder im Freien zu putzen. Offiziere, die au irgend einer„Ecke“ auf dem Wege zum General scheitern, fühlen sich immer„schlecht behandelt" und„nicht verstanden", und sprechen dies je nach Temperament und Nervenzustand auch mehr oder minder offen aus. Od Herr Hüger wirklich schlechter behantelt ist, als die übrigen Obersten, die den Cylinder kaufen müssen, ohne eine Brigade kommandiert zu haben, ist schwer zu sagen, ebense, ob man ihn als„Preußen“ in Württemberg von vornherein scheel angesehen hat, wie er behauptet. Für den unbefangenen Laien scheint aus den Verhandlungen hervorzugehen: Preußen hat mit Württemberg eine Abmachung getroffen, wonach preußische Offiziere nach Württemberg kommandiert werden. Es ist vor einigen Jahren gelungen, die Kommandierung preußischer Offi ziere zu vermehren, und dadurch eine höhere Einheitlichkeit des Dienstes zu gewährletsten. Oberst Hüger wurde als Regimentskommandeur vor Preußen nach Württemberg versetzt. Er scheint etwas reichlich viel in Einzelheiten de: Dienstes sich gemischt zu haben und reichlich schnell alles nach norddeutsch preußischem Muster haben reformieren wollen. Ob er Grund zu solcher„Resorm“ hatte, ob alle seine Anordnungen wirklich Verbesserungen waren, mag unentschieden sein. Er stieß aber auf passiven Widerstand auch bei den Untergebenen, es kam zu Korflikten, zu Beschwerden von ihm und über ihn, oft über kleinliche Einzelheiten, es kam zu ehrengerichtlichen Anklagen, die bis zur Entscheidung an höchster Stelle gingen. Schließlich scheint man in den höheren Kommmdostellen, um den ewigen Konflikten ein Ende zu machen, keinen anderen Auswig gewußt zu haben, als daß man den Obesten Hüger zum Abgange veranlaßte, zumal er anscheinend jeden militärischen Entscheid, der ihm nicht völlig Recht gab, als eine„Rechtsbeugung", als „Ungerechtigkeit", gegen sich auffaßte und zum Anlaß unendlicher weiterer Klagen und Beschwerden nalm. Man weiß wirklich nicht, was anders hätte geschehen können, und jede andere Behörde hätte in ähnlichen Fällen ebenso gehandelt. Andere pflegen sich dann mit ihrer Pension und ehrenvollen Abschiede ruhig zu verhalten oder doch nur im Stillen zu grollen, aber Oberst Hüger beschwerte sich weiter und beschuidigte schließlich in einer Broschüre so ziemlich alle Generale und Offiziere, die je mit seinen Sachen sich besaßt hatten, der Voreingenommenheit und Parteilichkeit zu seinen Kingunsten. Daher die Anklage. Auch vor Gericht trat der Oberst Hüger recht rechthaberisch auf, behandelte das Gericht und die Zeugen recht willkürlich, so daß man oftmals wünschen möchte, auch anderen Angeklagten werde nur ein Teil von dem geslattet, vor Gericht zu machen, was Hüger sich erlaubte. Man wollte anscheinend zeigen, daß er wirklich nicht in seinen Rochten be schränkt werde. Man mußte ja auch fürchten, daß er über das Gerichtsverfahren eine neue Broschüre mit neuen Beleidigungen gegen Richter und Zeugen schreiben würde. Das wird er allerdings trotzdem wehl tun, denn, dei, ihn das Gericht für„geistig nicht zurechnungsfähig" erklärt hat, entspricht auch nicht seinen Wünschen. Er wird auch dieses Urteil für falsch, für eine Ungerechtigkeit halten. Man wird das Urteil mit Befriedigung vernehmen. Ein Mann, der wie der nosse“. Perner auf so feige Art sich der Verantwortung für sein Tun zu entziehen sucht, verdient kein Mitleid; sodann ist aber auch gut, daß einmal gezeigt wird, daß ein Sozialdemokrat, der selbst jeder vaterländischen Gesinnung bar ist, nicht ungestraft die deutschen Kriegervereine mit Schmutz bewerfen darf, die aus Männern bestehen, welche die Liebe und Treue zu Kaiser und Reich im Herzen tragen und aus dieser ihrer Gefinnung keinen Hehl machen. Als bei den ersten Verhandlungen die Freisprechungen erfolgten, da stimmte die ganze sozialdemokratische Presse ein Triumphge schrei an, sprach von dem Prozeß als einem „patriotischen Spektakelstückchen" und erklärte den ganzen Patriotismus der Kriegervereinler für eitel Mache. Der jetzige Ausgang des Prozesses wird der sozialdemokratischen Presse hoffentlich Veranlassung geben, etwas vorsichtiger zu sein in ihren Bemerkungen über die Kriegervereine, die sie natürlich mit ihrem ganzen Haß beehrt, und nicht das in den Staub zu zerren, was anderen heilig ist: die Liebe zum Vaterlande und die Erinnerung an die gewaltigen Taten unseres ruhmreichen Heeres. Der„Siegeslümmel“=Prozeß. Vor dem Landgericht Kottbus wurde am 8. Juni ein Prozeß verhandelt, dessen Ergebnis zweifeklos jeden patriotisch empfindenden Mann und vor allem die Mitglieder der Kriegervereine mit Genugtuung erfüllen wird. Da der Prozeß bereits verschiedene Instarzen durchlaufen hat, dürfte seine Vorges hichte noch manchem in Ecinnerung sein: Die sozialdemokratische„Märk. Volksstimme hatte in einem im Jahre 1904 erschieneuen Artikel diejenigen als„Siegeslümmel“ bezeichnet, die das Sedanfest noch feiern, und hatte davon gesprochen, daß eine solche Feier ein schneidender Hohn auf die Menschlichkeit sei. Diese grode Beleidigung, die sich in erster Linie gegen die Kriegervereine richtete, veranlaßte eine Anzahl von Mitgliedern solcher Vereine, gegen den verantwortlichen Redakteur Strafantrag zu stellen. Dieser Biedermann— Perner ist sein Name—, der wohl den Mut hatte, aus dem Hinterhalt seine vergisteten Pfeile auf ehrenwerte, vaterlandsliebende Leute abzuschießen, dachte aber garnicht daran, nun auch die Verantwortung für seine unerhörte Beschimpfung zu tragen. Er ließ einfach einen„Genossen", den Redakteur Wittrisch, der früher an demselben Blatte angestellt war, die Erklärung abgeben, daß er, Wittrisch, Verfasser des Artikels sei und Perner keine Ahnung von der Aufnahme gehabt habe. Der„Genosse" Wittrisch, der denn auch zur Verantwortung gezogen werden sollte, mußte aber freigesprochen werden, da inzwischen für sein Vergehen Verjährung eingetreten war. Der Staatsanwalt hatte aber das unsaubere Manöver durchschaut, er setzte durch, daß das Verfahren gegen den wirklich Schuldigen eröffnet wurde, und erreichte dann auch, daß die Strafkammer in Kottbus den Redakteur Perner zu 3 Monaten Gesängnis verurteilte. Noch im letzten Augenblicke hatte sich der„Genosse“ in plumper Weise herauszureden gesucht, indem er erklärte, daß er mit Siegeslümmeln nur solche gemeint habe, die sich bei den Sedanfeiern „lümmelhaft" betrügen. Natürlich schenkte das Gericht solchen Mätzchen keinen Glauben und erkannte wie erwähnt. Die landwirtschaftliche Ausstellung steht zur Zeit im Mittelpunkt des öffentlichen Interesses in Berlin. Alles will die Ausstellung sehen. Die Eisenbahn kann die kolossilen Menschenmassen kaum befördern und draußen auf dem weiten Gelände der Ausstellung wogen dieselben in einer Mossenhaftigkeit, wie man sie selbst in der Millionenstadt noch nicht gesehen hat. Seit der 1896 er Gewerbeausstellung ist die Landwittschaftsausstellung zweifellos die volkstümlichste. Tausende von kleinen Leuten zahlten am Sonntag ohne weiteres ihre Mark. Urwiderstehliche Menschenfluten ergossen sich in und Bedeutung ihrer Leistungen, noch keine hat die Landwirtschaft auf solcher Höhe des Fortschritts ihres Betriebes gezeigt. Das Bild, welches sie hier vor den Toren Berlins entfaltet, muß einen imponierenden Eindruck auf die städtische Bevölkerung machen. Wir sehen hier, welchen Schutz Deutschland an seiner Landwirtschaft besitzt und daß sie es wert ist, daß der Staat sie vor der Kon kurrenz des Auslandes schützt, um sie auf der Höhe ihrer Leistungsfähigkeit zu erhalten. Beherzigenswerte Worte hat der präsidierende Bürgermeister von Hamburg Dr. Burchard in seiner Begrüßungsansprache an den deutschen Journalisten= und Schriftstellertag gerichtet. Indem er auf die hohen Aufgaben hinwies, die der deutschen Presse gestellt seien, um das Volk kulturell und sittlich zu heben, betonte er auch den tiefgreifenden Einflaß, den die Religion auf das gesamte Leben der Gegenwart ausübt, und bemerkte dabei treffend:„Was Religion, Christentum und Kirche anlangt, so bedürfen sie freilich der Empfehlung von Schrifttum und Presse nicht; aber unter den für unser gesamtes Volksleben, nicht nur für das Leben der oberen Volksschichten wesentlichsten Kulturfaktoren sollten sie höher als bisher bewertet werden. Es würde, wie ich glaube, einen erfreulichen Fortschritt bedeuten, wenn unter tunlichster Ausscheidung konfessioneller Streitfragen den gewaltigen, die Gegenwart bewegenden kirchlich=religiösen Problemen größere Aufmerksamkeit zugewandt und das Interesse an diesen, für Welt= und Lebensanschauung vielfach entscheidenden Dingen neuerweckt werden möchte.“ Polkiche Nachrichter. Aus dem Deutschen Reiche. Berlin, 19. Juni. 10 Tellerbeklebern, 18„kalten Mamsells“ der Nordlandfahrt des Kaisers wird 8„Annonceuren" tätig. Bis Sonntag diese Begegnung nicht stattfinden. mittag sind in der Ausstellung seit Donners= Der älteste. Sohn des Prinzen Friedrich 1600 Hektoliter Bier verzapst, 14000 Leopold von Preußen, Friedrich SigisPrlund, Kalpzkersen und 1900 Gägse ver mund, der im 15. Lebenzsahre stebt, ist ilet in der Se Und die Landwitschast für die Lusbahn des Marinofiziers in der Dut auch Großartiges in ihrer bestimmt. Ausstellung und zeigt, daß sie auf einer Am 3. Juli trifft der König und Leistungsfähig Sachsen als Gast des Senats zum Staie beöher uu wörhigenut eines großen Kapdampser der Paketals sie lange Jahre fahrt=Gesellschaft in Hamburg ein. er, Posstendskämpse durchzumachen hatte.I Eine vom Handelsministerium einschreibt der„Reichsb.“, berufene Konferenz wurde im Laufe des bepeist, daß. sie rütterlich gelämpst und sich Montags(18. d. M.) unter dem Be Die greshäbischen heisant.. Handeliminstens Dr. Delbrück in Die 9r. enigen Spötter über Abgeordnetenhause abgehalten. An derselben deum wog Se vier de mussen verstummen; nahmen Vertreter des Handelsministeriume, es selen Garnr sehen, sengt von einem die Mitglieder des neugebilbeten Landesastbouen Vorwartsstreben, das auch die gewerbeverbandes usw. teil. Sie beschäfti Fortschritte der Maschinentechnik und der sich mit Fragen des gewerblichen Unes ericet ue dun aigeheahe Vrteichsssen. ices ur hier die Spiritusindustrie mit ihrem Produkt tarifreform ist die Einführung der der Gas= und Elel burgischen Eisenbahnen trizitäts=Indusirie an die Seite stellen. Und 1. Mai n. J. in Aussicht auch ihre anderen Produkte, ihr Getreide, Am Petersenkai fand und Rüben Kultur, ihre Vieh 10 Uhr die Trauerfeier anläßlich der zucht, Pferde, Rinder, Schweine, Schafe, Ankunft der Leiche des Bezirksamtmanns Schönheit vorhanden. Man kommt aus dem Staunen nicht heraus, wenn man die Reihen der prächtigen Pferde, der kolossalen Rinder, Bullen und Kühe, der massigen Schweine und der Riesenschafe durchwandert und hört, daß einzelne Pferde(Beschäler) für 25.000 Mark, Bullen für 3000—5000 Mk. verkauft sein sollen. Wir haben schon manche landwirtschaftliche Ausstellung gesehen, aber die jetzige überragt doch alle weit an Größe und des Bruders desselben statt. Der„Hilfsausschuß für die notleidenden Deutschen Rußlands“ hat eine Liste aufgestellt, aus der hervorgeht, daß während der Revolution in den Ostseeprovinzen nicht weniger als 71 Deutsche ermordet worden sind. Bis zum 31. Mai 1906 waren bei dem Ausschuß 666 755 Mk. und bis zum 2. Juni beim Frauen=Hilfsausschuß 24849 Mk. eingegangen. Aus dem Auslande. Antwerpen, 19. Juni. Aus dem Kongostaate hier eingetroffenen Nachrichten zufolge befieden sich die Eingeborenen im Kwanzodistrikt in hellem Aufruhr. Mehrere Faktoreien sind geplündert, ein Weißer getötet, ein anderer verwundet worden. Zur Unterdrückung des Aufstandes sild Truppen entsandt worden. Paris 19 Juni. Minister Clémenceau antwortete gestern in einer glänzenden Rede auf die Angriffe Jaurés wegen seiner Maß rahmen beim jängsten Bergarbeiterausstand. Er rief Jamrés u. a zu: Es besteht ein großer Irrtuw, über den Sie die Arbeiter aufklären müssen, der Iertum, daß das Recht aus den Streik mit dem Recht auf den Knüppel identisch ist(Stürmischer Beifell.) Er verteidigte die Sicherheits maßregeln, die er für den 1. Mai ergriffen. E: sei nicht seine Schuld, wenn einige Polizisten derb vorzegangen seien.„Wir müssen“, sagt er,„alle erst zur Freiheit erzogen werden(stürmischer Beifall), auch die Polizisten. Ich kann unmöglich hinter jedem Polizeibeamten stehen. Die wahren Feinde des Arbeiters sind diejenigen, die ihn glauben machen, alles, was er tne, sei gut, und die so seine Erziehung aufhalten. Auch Soldaten sind Kinder des Volkes, Söhne der Arbeiterklasse.(Stürm. Beifall) Ihre Pflicht ist es, die Ausschreitungen der Arbeiter zu tadeln; weshalb tun Sie das nicht?(Stürm. Beifall.) Nichts ist möglich ohre Oesnung.) Vergessen Sie nicht, daß die Gegner der Repablik uns stets belauern." Langanhaltender, stürmischer Beisall auf fast allen Bänken und unzählige Beglückwünschungen bewiesen den tiefen Ein druck der Rede. Jaurés erwiderte: Er verlange röllige Aktionsfreiheit für das Proletariat. Die Sozialisten wollten nicht die soziale Heuchelei mitmachen Er erinnere an die 1400 Leichen von Coarrié#es, die ein Opfer des Kapitalismus seien. Die Rede C émenctaus soll össentlich angeschlagen werden. Ein Antrag, auch Jauié: Rede öffentlich anzuschlagen, wurde mit 228 gegen 139 Stimmen abgelehnt. London, 19. Juni. Auch verschiedene Blätter verlangen, deß im Hinblick auf die in Bielostok begangenen Grausamkeiten der Besuch der britischen Flotte in Kronstadt unterbleibe und erklären, es sei unmöglich, daß England mit der gegenwärtigen russischen Regierung eine Verständigung abschließe. London, 18. Juni. Die Unterhäuptlinge Siganandas ergaben ebenfalls, nachdem ihr Oberhäuptling ihnen mit dem Beispiel vorangegangen war. Nich dem Tode Bambatas teilte Oberst Mackenzie den eingeborenen Hilfstruppen mit, daß er sie jetzt entlassen könne. Petersburg, 19 Juni. Der Gouverneur erließ eine Proklamation an die Bevöllerung, in der er feststellte, daß die Inden an der Störung der Pro zession vollständig schuldlos seien. Maorid, 19. Jani. Wie die„Korr. de Sioma meldet, ist nunmehr festgestellt, daß bei dem Bomberanschlage 15 Zivilperonen getötet und 70 verwundet wurden Peltinston, 19. Juni. Zwischen eem P#äsidenten Roosevelt und dem Ersschune des A präsentantenhauses ist in Sather der Fleischbeschauvorlage eine Einigung dahin zustinde gekommen, daf das Gesez eire jährliche Regierungsvor 3 Millionen Dollars für die Kosten der Fleischbeschau vorsieht, während die Versandfirmen nichts zu diesen Kosten beitragen. Kirche, Schule und Mission „ Sudidten Gapchengree, ungn e rengen Hinweise gegeben werden. Parteibewegung, vom Pommernland. (Der Evangelische Bund) tazte am 17. Jani in Heine und nahm eirstimwig die nachfolgende, von Herrn Professor Dr. Haake Hazen begründete Resolution an: „Die am 17. Juni in Herne tagende 19 Provirzialversammlung des westfälischen Hauptvereins des Evangelischen Bundes erklärt einmüttig: Teotz des unausgesetzten Widerspruchs der gesamten evangelischen Kirche von ihren höchsten Vertretungen an bis in die weitesten Kreise ihrer Glieder, trotz der nabezu geschlossenen Adlehnung der nationalen Purteien hat das Zentrum als Vorkämpfer der uneingeschränkten Machtund Herrschaftsstellung des Ultramontanismus in deutschen Reiche dennoch den sogenannten Telktunzentwurf nicht nur aufs neue im Reichstage eingebracht, sondern auch an einem für christliche Interessen entscheidenden Punkte, durch sakultative Gestaltung der Religionkunterrichts in der Schule sich den religiorsseindlichen Forderungen der Sozial demokratie geradezu unterworsen. Wir er kennen in der Tatsache, daß das Zentrum diesen Ertwurf um jeden Preis durchsetzen möchte, aufs neue seine schwerwiegende Bedeutung für die Endziele des Ultramon tanizmus und darum seine hohe Gefährlichkeit für den Staat, den konfessionellen Frieden und die kulturelle Entwickelung der Nation. Wir nehmen mit B=friedigurg Kenntnis von der immer weiter erfolgten Ausbreitung der richtigen Wärdigung dieses Entwurfes im deutschen Volke und von der nahezu einmütigen Ablehrung dieses dem Herrschaftsbestreben der röwischen Kirche in rücksichtslosester Selbstsucht und Juparität dienenden Gesetzes durch die sämtlichen nationalen Parteien des deutschen Reichs tages auf der rechten wie linken Seite. Wir erwarten endlich mit aller Zuversicht, daß der für den Winter in Aussicht gestellten weiteren Beratung das„Toleranz“= Gesetz eine klare und entschlossene Zurück weisung wie seitens der Parteien, so auch seitens der Reichsregierung erfährt.“— Das Schlußwort sprach Herr Pfarrer Alders.(Weiterer Bericht folgt morgen.) (Die 28. deutsche evangelische Kirchenkonferenz) behandelte in ihrer letzten Sitzung nach einem Vortrage über den gegenwärtigen Bestand der Nebengottesdienste in den evangelischen Landeskirchen Deutschlands eingehend die Frage, wie die Nebengottesdienste zu gestalten und zu beleben sind. Den Thesen der Rese renten wurde allseitig zugestimmt Ihnen zufolge erkennt die Kirchenkonferenz den fort dauernden in unserer Zeit in besonderem Sinne erheblichen Wert der Nebengottesdienste in Stadt und Land an. Bei den heute im Leben der Familie, Gemeinde und Schule eingetretenen Veränderungen erscheint aber ihre Belebung noch wichtiger als ibre Vermehrung. Die Vermehrung hat sich nach dem praktischen Bedürfnis und nach den örtlichen Verhältnissen der Gemeinden zu richten, hierbei auch auf die vorhar denen, im Zusammenhang mit der Kirche wirkenden Veranstaltungen geistlicher Vereine zur Er bauung und Gemeinschaftspfleze, namentlich in größeren Gemeinden Rücksicht zu nehmen. Zir Belebung der Nebengottesdienste wird die Beseitigung äußerer Hinderrisse, besonders in Bezug auf Zeit und Ruum, für erforderlich erklärt, feiner die Steigerung (Zur Reichstagswahl in Rinteln) veröffentlicht der„Konseroative Verein für die Grafschaft Schaumdurg“ folgenden Aufruf:„An die Reichstagswähler der Greichaft Schaumburg! Durch den Tod unseres Reichstagsabgeodneten Grafen Riventlow ist unser Kreis in die Notwendigkeit versetzt, einen neuen Vertreter zum Reichstage zu wählen. Die konseroative Partei hat ihre Aufgabe stets darin gesehen, einer Zersplütterung der Stimmen der Rtaatserhaltenden Parteien bei den Wahlen entgegenzuarbeiten und diese lben mözlichst auf einen gemeirsamen Kandidaten zu sammeln. Deshalb hat die Partei auch diesesmal davon abgesehen, einen eigenen Kandidaten aufzustellen, und hat sich entschlossen, für den Kandidaten der Deutsch sozialen Partei Herrn Bürgermeister Herzoa zu Obernkirchen einzutreten. Herr Bürzeimeister Herzoz gehört nicht der konservativen Partei an, wir kernen ihn ober als einen Manz von durchaus aus Bergkirchen, Heepen, Minden, becksen, Werther, die z. T. in ansehnlicher Stärke sich eingefanden hatten. Der Posaunenchor, der auch die Festgesänge recht flott begleitete, leitete den Festakt ein. Ein von Herrn Aschoff ausdrucke voll gesprochener, von einem Herrn des Vereins verfaßter Prolog folgte(siehe gestriger Bericht) Nach der Begrüßungk ansprache des zeitigen Vorsitzinden Herrn W. Bökenkamp, die in ein von der Festversammlung freudig aufgeihn aber als einen Mann von durchaus nationaler und patriotischer Gesinnung wir wissen, bet,er als Sohn eimes Oderkrchener SteinhauerOberkirchener Steinhauer= meiners, als Bürgermeister seiner industriereichen Vaterstadt und auch durch seine vielfachen Be rührungen mi der landwirtschaftlichen Bevölkerung unseres Kreises wertvolle Kenntnisse über die sozialen und wirtschaftlichn Bedürfnisse der Hauptewerbsklassen unserer Verölkerung: der Industrie und der Hanowerks, der Landwittschaft und besonders der Arbeiter gesammelt hat, und sein uns bekanntes, gesundes und richtiges Urteil bürgt uns dafür, daß er seine Kenntrisse im Reichttag in richtiger Weise und stets in streng nationalem Sinne verwerten wird. Deshalb fordern wir alle Parttigenossen auf, em Wehltage keinem anderen ihre Stimme zu geben, als allein dem Herrn Bürgermeister Herzog zu Obernkirchen.“ (Für die Reichstagsnach wahl in Rintel=Hofgeismar) haben die Soz aldemokraten wiederun den Genessen Better lein=Helmershausen aufgestellt. Aus dem Umsturzlager. (Das Berliner Anarchisten Blatt „Der freie Arbeiter“) bemühle sich unmittelbar nach dem Madrider Attentat nachzuweisen, daß die Idee des Anarchismus mit derartigen Attentaten nichts zu schaffen habe. Itz: aber fühlt sich dasselbe Oegan durch das„große Master“ der„Leipziger Volkszeitang“ offenbar veranlaßt, die sozialdemokratischen Gönner der Propagandisten der Tat nach Möglichkeit zu übertrumpfen. Das genannte Anarchistenblatt schreibt u. a. wörtlich: „Es kann garnicht anders sein, als das wir dem Manne der Tat, der bei derselben immer sein Leben eir setzt, unsere Sympathie und Bewunderung nicht versagen können... Ein junger Mersch, welcher, geißtig normal(!!), in seinem ganzem Leben noch nicht einen Wert für die Menschen geschaffen hat und nie Weite schaffen wird, welcher aber ungeheure Wirte verzehrt, so daß ein großer Teil seiner Mitmenschen dem Hunger überliesert sind. Dazu eine Frau, welche nicht aus Not, sodern auchs Gewinn und Titelsucht prostituiert, ihren Körper ohne Liebe hingibt, welche gesinnungslos ihre Ueberzeugung wechselt: eine Prostituierte des Körpers und des Geistes. Auch sie nur wertverzehrend, nicht wert schaffend. Die Opfer des Madrider Anschlages sind also Parasiten am Menschheitskörper ohne jeden Wert und jede Zwickerfüllurg.“ Also: Sozialdemokratie und Anarchisten in der Tat ein Herz und eine Seele. 25jähriges Jubiläum des Bielefeld, 17. Juni. (Schluß.) Um 3 Uhr nachmittags begann im jestlich geschmückten Eoangelischen B##kssaale, der sich im gränen Waldschmuck und Fahnenflor sehr schön päsentierte, die groß: Festversamplung. Von auswärtigen Brudervereinen bemeikten wir u a. die Vereine 44 Rumar von Rate Lubowski. Nachdruck verboten. gu:! Weil ich deine Liebe zu Marianne kenne. Ich habe sie mit euch auf Vevsengn lbeatsähitg werden sehen. Bei e. Niemals habe ich darum ihr stilles Wachsdag Bäunche, 34 hreute wich, wie getieh. Und als es nun greß geworden und die asten Pltten, trieh, da kam ein anderer und Staute fi. ub, alle, alle. Nun liegen sie zm Staube umher. Nicht eine von ihnen dars Marianne aufheben. „Richt darüber reden, Tante Berta, und nihn ihren Namen nennen. Sie darf nicht, fagt an? Das ist falsch. Wie kann man auflesen, was man gar nicht sieht?“ Gie lehrt sich an ihn und zieht seinen ##unben Kers in unendlicher Zärtlichkeit zu c wiield. Das Mutterglück hat ihr das scheigl voragt. Das Schmerzgefühl, das ner ein gelrepten Kinde weint, überläßt es r ggcmestig Jürgen von Gertingen ist Sohn, über dessen Empn die die Häube breitet. „Nicht darüber reden, Herzensjunge, nein, nein. Bloß das eine sagen, daß es in meinen Augen eine Todsünde ist, mit solcher Liebe im Herzen um eine andere zu freien.“ Er läßt den Kopf an ihrer Brust liegen. Es tut so wohl, einen Platz zu haben, an dem das grelle Licht die Augen nicht find.n kann.„Die Sünde werde ich nicht begehen, Tante Berta. Wie kommen die Menschen zu solchem Reden? Veranlassung gab ich ihnen nicht. Trude Pachoweki ist für mich der Jabegriff der Wahrhaftigkeit, mehr nicht. Sie hätte vielleicht mein Herz verstanden. Darum habe ich im stillen ein paar Sekunden gedacht, daß, wenn ihr die ehrliche Freund. schaft genügen würde, mir ihre feste, energische Hand gut zum Stützen taugen könnte. Als ich aber einsah, daß etwas anderes hinter diesem Gedarken stand, schämte ich mich und tat ihn ab. Ich dachte, ich könnte leichter die Ehrenhaftigkeit meinem Bruder gegenüber wahren, wenn ich an ein anderes Weib gefesselt wäre. Es wäre doch der selbe Kampf in mir gewesen, so oder so. Ich komme nicht darüber weg. Ich bin schlecht gewesen Ich habe gewünscht, er möchte sterben, damit ich...“ „Das ist keine Schlechtigkeit, Jürgen. Das ist der Wahnsinn einer Minute. Ich glaube es, es ist niemand unter uns, der ihm nicht einmal im Leben verfällt.“ „Ich würde eher mit mir fertig werden, wenn ich wüßte, daß er ihrer wert wäre. Aber ich zweifle daran, ohne etwas Positives zu wissen. Und wenn ich etwas wüßte, was würde dann? Nichts, was für mich besser wäre. Nur ein Elend für sie.“ etwa folgendes aus: Gerne sei er der Einladung zur festlichen Feier des ihm teuren Vereins gefolgt, mit dem er sich durch eine Fülli errster und froher Erinnerungen verbunden wisse. Redner hatte sich zur gabe gestellt, ein Bild der inneren und äußeren Entwickelung des Geburtstagskirdes zu geben. Die Gründungszeit des Vereins fällt in die Zeit der berühmten sozialen kaiserlichen Botschaft Wilhelms I. Wohl wars ansangs nur eine kleine Schaar, die sich zusammen fand. Was sie statt mochte, war das hobe Ziel, das sie sich gesteckt hatten. Professor Prenzel wies nach, daß alle Beuderliebe ihren letzten Urgrund und ihre Kraftauelle hat in der Gottesfurcht. Mie den Ravensberger Volksschlag tief eingeprägt, mache uns allein fähig, der tiefgehenden Forderung zu genüger: tut Ehre jedermann. Mit dieser sich praktisch betätigten Gottesliebe ist untrennbar verbunden die Liebe zum irdischen Vaterl# und zum angestammten Königshaus. Die Rede klang aus in der Forderung: Am guten Alten, in Treuen halten, am kräftigen Neuen, sich stärken und freuen. Die GesangAbteilung unter Leitung des Herrn Lehrer Schwarz sorgte im Verein mit dem Posaunenchor für die nötige Abweckselung. Nach der Koffeepause, in der das bekannte jugendliche Kuhlequartett die Anweserden durch den allgemein ansprechenden Vortrag einiger Musikstücke erfreute, folgten die Ansprachen der Vertreter der hohen Behörden. Zuerst nahm Herr Regierungspräsident Dr. Kruse aus Minden das Wort: Die christlich=patriotischen Männervereine seien berufen, in unserer Zeit der Verflachung Bannerträger zu sein. Nicht die Merge macht hier den Erfolg, sondern die Treue im Bewahren und Hüten solch hoher Ideale, wie sie im Vereinswahrspruch ausgedrückt seien. Zu wünschen ist's, so schloß Redner, daß nicht nur im lieben Ravensberger Lande, sondern im ganzen deutschen Vaterlande gar oft ein solcher Eichbaum zu finden ist. Auch Herr Generalsuperintendent Zöllner richtete noch einwal beherzigenswerte Worte an die Versammlung. Macht keine Konzessionen, um die Massen zu gewianen. Haltet die alten Ideale hoch, furchtlos und treu, der Segen wird nicht ausbleiben. Das wars, was der neue Oberhirte unserer Provinz in seiner die Herzen packenden Art den Anwesenden in längerer Rede zurief. Herr Oberbürgermeister G.heimer Regierungsrat Bunnemann überbrachte die Glückwünsche der Stadt, und wies in seinen Begrüßungsworten hin auf die hohe Notwendigkeit sozialer Arbeit. Er begrüße es mit Freuden in dem festgebenden Verein gleiche Ziele verfolgt zu finden, wie sie die Stadtverwaltung als erstrebenswert lange erkannt hätte. Denn die Stadt, als wohl die grözte Arbeitgeberin hier, habe von je her für ihre Pflicht gehalten, Not zu lindern, Gegensätze zu mildern, mit einem Worte, In Tante Bertas Augen stehen helle Tränen. Ihr Vater hat einst gesagt:„Die Leute vom Pommernland sind ein eigentämlicher Menschenschlag. Sie verbrennen ihr Herz lieber, als daß sie es andere sehen kassen. Sie sind wie das Eisen, das erst durch die Glut des Feuers weich und gefügig gemacht werden kann, und das auch nur für kurze Augenblicke.“ Und ihr Vater mußte es wissen, denn er hatte sich sein Leben lang mit dem Studium der Leute abgegeben, aus deren Mitte er stammte. Warum haben sich die beiden Kinder nicht ausgesprochen? Wozu ist die Kindheit nur eigentlich dagewesen, die sie doch gelehrt haben mußte, daß sie füreinander bestimmt waren? Warum? Menschenfragen sind die So.di Treppe der Zakanft. Ers der Ausc#ig von der obersten Stufe aus ost die Rätsel auf. „Komm, der Schauer ist vorüder. Wir wollen aufs Feld gehen und den Schaden ansehen. Ich glaube, die frische Lust wird dir gut tun.“ Fräulein von Silkenbrach und Graf Jürgen gehen langsam über den Gutshof. Hier und da knirscht eins der Kügelchen unter den eiligen Tritten der beiden, die die Richtung zum Weizenschlage nehmen— dorthin, wo noch vor zwei Stunden auf starken Hilmen die goldene Verheißung des Merschenfleißes wogte. Sie wogt nicht mehr! Als wenn die schwere Tampfwalze, die den Boden fest macht, damit das Unkraut erstickt, darüber hingegangen wäre, erscheint der Schlag, auf den die Nachbarn mit heimlichem Neide blickten. Jetzt haben sie keine Ursache mehr dazu. Er ist den ihren völlig gleich. Die kantigen Rehren sind breit geschlugen und das starke, aufrechte Rohr mehrmals geknickt. Die beiden sprechen kein Wort miteinander. Tante Berta hat nur einen Wonsch, möglichst schnell weiterzugehen, damit die Zeit des Trostlosen und Vernichteten endlich vorüberist. So furchtbar hat sie sich das nicht gedicht.(Forts. f.) sozial zu arbeiten. Dankes sprach im Herr Pastor Dr. We Ausführungen wies noch einmal auf die Gewiß, Geburtsfestef sie bedeuten auch Mar des Einzelnen wie und mahnen zur prüfe Vergangenheit soll Bür seig. Anknüpfend an Sidere ventu, manu, den Blick gen Himmel mutig und den alten die Anker zu lichten neue Vierteljahrhundert des Vereins überrase Spende eines wunderr Fahnenbandes(ausgef Mahlers hierselbst) n für die Fahnensektion. von der Tochter eines faßt, wurde von derei drucksvoller Weise vorg Mir scheint es kühn, und Doch woll't mir heut' ein Wir Frauen haben trotzde Daß Manneswort nur gilt Ich bin von deutschen Fra Mit ihrer Gabe, diesem F Das möge eure stolze Fah Wenn sie euch wieder wird Zwar nicht zu einem Ke Und dennoch führt sie euch Es gilt, sich felsenfest zusar Sonst geht ihr unter in de Nicht hafte euer Blick im Nur vorwärts schaut aufe Gottlosigkeit und Königsha Die Bruderliebe täglich zu Droh'n auch Gefahren en In Feindes Reihen kämpfe Dagegen wird Gott selber Folgt ihr nur teulich eurer An die knüpft euch ein heil Und Lieb’ und Treue sind Des Sieges, der nach Kam Das Ringen krönt nach hol Doch nicht allein— die F Wenn auch der kühne Mar Sie will auch euer trautes Wo ihr den Mut, die Kre Und wie Germaninnen in So ist die deutsche Fraun Zu kühner Tat die Männ: Und so der Feinde Schare: Sie hegt mit Mutterhänd Fürs Vaterland kraftvolle S Und sich ihm so im stillen Das ist ihr wohl beneidens Doch ihre Pflicht, nicht schö Ist's, sich zu opfern anderer Im Leben für die andern a Und durch ihr Leben Lieb' So laßt uns Frauen de An eurer Freude uns mit Der Lebe Band umschling Ihr möget heute euren Bi Wir wollen folgen unsrer Der alten Fahne mit dem Durch alle Zeiten, leichte — Doch, winkt uns Sieg, da Es folgt nun noch ei des Vorsitzenden des Ver Bohnenkampaus Mird hir wies auf die christli daß Gott der Herr seit durch große M joritäten so stärkere Mivoritäten. dem Wuasch, daß dies Teilnehmer zu einem Be Freudigkeit für unsere S Ein reues Viertelj Arbeit tut sich auf für tischen Männerverein. Joealen, möge er sich Wir rufen ilm ein hei und grüßen ihn mit der aller ahristlichen Patriote König und Vaterland!“ und Bielefeld, 19. Ji Vorsitzender: Herr La Vertreter der Staatsa anwalt Dr. Domme Heimich Kröger von F. bisher unbescholtener keits verbrechets angekla spruches der Geschworen Während der Verhandl ausgeschlosen. Lokales ur (Kohlenpre Rheinich Westsall beschlessn. die diesem Jahre b Kraft zu sitzen Konsumenten zum Bedaass zu verai lehtt daß ein tretender WagerStick u bringt. infolge der lebha stiegen ist, wird kerer Bedarf erm Zentralheizungsko 11. bi. 13. Juni Rinden, Niederin ansehnlicher tten. Der Pofestgesänge recht estakt ein. Ein ##ell gesprochener, reins verfaßter Bericht) Nach zeitigen Vorimp, die in ein freudig aufge58. hielt Herr der ehemalige Redner Herne sei er der des ihm teuren sich durch eine nnerungen versich zur Aufinneren und burtstagskirdes it des Vereins hmten sozialen us I. Wohl leine Schaar, Was sie stalt as sie sich geel wies nach, etzten Urgrund Gottesfurcht. Ravensberger iche uns allein rung zu geMit dieser sich ist untrennbar ischen VaterKönigshaus. rderung: Am am kräftigen Die GesangHerrn Lehrer em Posaunen1g. Nach der te jugendliche durch den alliniger Musikisprachen der Zuerst nahm Kruse aus h=patriotischen unserer Zeit sein. Nicht folg, sondern Hüten solch uswahrspruch en ist’s, so ; i m l i e b e n im ganzen solcher Eichrr General= noch einwal e Versammen, um die die alten der Segen ts, was der ; i n s e i n e r Anwesenden Oberbürger= t Bunne= se der Stadt, zungsworten eit sozialer Freuden in eiche Ziele e Stadtverage erkannt wohl die von je her zu lindern, nem Worte, üder. Wir n Schaden Lust wird hraf Jürgen hof. Hier 1 unter den e Richtung orthin, wo Hilmen schenfleißes walze, die 3 Unkraut erscheint mit heimsie keine ren völlig breit geohr mehrkeinander. möglichst des Trosterist. So (Forts. f.) sozial zu arbeiten. Ein markiges Wort des Dankes sprach im Auftrage des Vereins Herr Pastor Dr. Wessel. In sesselnden Ausführungen wies Herr Dr. Wessel noch einmal auf die Ziele des Vereins hin. Gewiß, Geburtsfeste sind Freudenfeste, aber sie bedeuten auch Marksteine in der Geschichte des Einzelnen wie ganzer Gemeinschaften, und mahnen zur prüfenden Rückschau. Die Vergangenheit soll Bürgschaft für die Zekunft seig. Anknüpfend an die alte Schifferlosung: Sidere ventu, mann, forderte Redner auf, den Blick gen Himmel zu richten, und dann mutig und den alten Idealen treubleibend die Anker zu lichten zur Weiterfahrt ins neue Vierteljahrhundert hinein. Die Frauen des Vereins überraschten durch die sinnige Spende eines wundervoll gestickten seidenen Fahnenbandes(ausgeführt von Frau W. Mahlers hierselbst) nebst neuen Schärpen für die Fahnensektion. Das Begleitgedicht, von der Tochter eines alten Mitgliedes verfaßt, wurde von deren Schwester in aus. drucksvoller Weise vorgetragen. Sie sagte: Mir scheint es kühn, und euch wohl gar vermessen, Doch woll't mir heut' ein freies Wort verzeih'n. Wir Frauen haben trotzdem nicht vergessen, Daß Manneswort nur gilt hier im Verein. Ich bin von deutschen Frauen abgesandt Mit ihrer Gabe, diesem Fahnenband, Das möge eure stolze Fahne zieren, Wenn sie euch wieder wird zu Felde führen. Zwar nicht zu einem Kampf mit Blutvergießen, Und dennoch führt sie euch zu ernstem Strauß. Es gilt, sich felsenfest zusammenschließen, Sonst geht ihr unter in dem Wogenbraus. Nicht hafte euer Blick im Kampfgewühl, Nur vorwärts schaut auf euer hohes Ziel, Gottlosigkeit und Königshaß zu steuern, Die Bruderliebe täglich zu erneuern! Droh'n auch Gefahren euch von allen Seiten— In Feindes Reihen kämpfen Lug und Trug— Dagegen wird Gott selber für euch streiten, Folgt ihr nur tieulich eurer Fahne Flug. An die knüpft euch ein heilig Liebesband: Und Lieb’ und Treue sind das Unterpfand Des Sieges, der nach Kampfesmühn und Qualen Das Ringen krönt nach hohen Idealen. Doch nicht allein— die Frau wird zu euch halten, Wenn auch der kühne Mannesmut ihr fehlt, Sie will auch euer trautes Heim verwalten, Wo ihr den Mut, die Kraft zum Kampfe stählt. Und wie Germaninnen in alter Zeit, So ist die deutsche Frau noch jetzt bereit, Zu kühner Tat die Männer zu begeistern Und so der Feinde Scharen helfen meistern. „Sie Fegt mit Mutterhänden, sorgsam treuen, Furs Vaterland kraftvolle Söhne groß. Und sich ihm so im stillen selbst zu weihen, Das ist ihr wohl beneidenswertes Los. Doch ihre Pflicht, nicht schönes Los allein, Ist'“, sich zu opfern anderer Gedeih'n, Im Teben für die andern aufzugehen Und durch ihr Leben Lieb' und Freud zu säen. So laßt uns Frauen denn beim Jubelfeste An eurer Freude uns mit euch erfreun, Der Lebe Band umschling' uns feste, feste. Ihr möget heute euren Bund erneun: Wir wollen folgen unsrer Fahne Flug, Der alten Fahne mit dem neuen Schmuck, Durch alle Zeiten, leichte und auch schwere; — Doch, winkt uns Sieg, dann Gett allein die Ehre! folgt nun noch ein kurzes Schlußwert des Vorsitzerden des Verbandes Herrn Rektor Bohnen kampaus Mirden, in welchem Redner hir wies auf die christliche Lebenserfahrung, daß Gott der Herr sein Werk treibe nicht durch große M joritäten, sondern durch um so stärkere Mivoritäten. Redner schloß mit dem Wuasch, daß dies Fest für alle seine Teilnehmer zu einem Born neuer Kraft und Freudigkeit für unsere Sache würde. Ein neues Vierteljahrhundert ernster Arbeit tut sich auf für den Christlich=patrio tischen Männerverein. Möge er seinen Joealen, möge er sich selber treu bleiben! Wir rufen ilm ein herzliches Glückauf zu und grüßen ihn mit dem alten Wahlspruch aller christlichen Patrioten:„Mit Gott für König und Vaterland!“ Verbandstag des Zentralverbandes deutscher Kohlenhändler hat u. a. über das Submissionswesen im Kohlenhandel, den siskalischen Kohlenhandel und über den unlauteren Wettbewerb im Kohlenhandel beraten. m(Gestohlen) wurde einem Arbeiter aus der Garderobe der Ravensberger Spinnerei eine NickelRemontoiruhr, desgleichen aus dem unverschlossenen Kellerraum der Kreissparkasse ein Fahrrad Marke Dürkopps Diana Nr. 218167 im Werte von 125 Mark. m(Eingeliefert) wurden drei Personen wegen Trunkenheit und Berübung groben Unfugs. m(Fundsachen.) Eine Herren=Taschenuhr. Ein Wolsspitz, ein schottischer Schäferhund wurden als zugelaufen angemeldet. und Rechtsprechung. Bielefeld, 19. Juni.(Schwurgericht.) Vorsitzender: Herr Landgerichtsdirektor Löher, der Staatsanwaltschaft: Herr StaatsHeinzich##, Dommes. Der Zigarrenarbeiter Heintich Kloger von Fabbenstädt bei Rahden, ein Leigverbrechlig Mann, war eines Sitlichspruches der Gag Verlagt. Auf Grund dies Wahr sprüches der Gischworenen wurde er freigesprochen. ausgeschlossen, Verdandlung van die defentichteit Lokales und Bielefeld, 20. Juni. (Kohlenpreis Erhöhung.) Das Rheinisch Westsaiische Kohlensyndikat hat beschlessn. die höheren Winterpreise in diesem Jahre bereits am 1. August in Kraft zu sitzen. Es beabsichtigt damit, die Konsumenten zum früheren Eindecken ihres Bedaefs zu veranlassen, weil die Erfahrung lehrt daß ein im Herbst gewöhnlich auftretender Wagermangel den Versand ins Stacku bringt. In Koks, dessen Preis infolge der lebhaften Nachfrage bereits gestiegen ist, wird auf den Herbst noch stärkerer Bedarf erwartet, und ein Mangel in Zentralheizungskoks befürchtet. Der vom 11. bi. 13. Juni in Dresden stattgesundene Aus den Kreisen Minden#u# Minden, 20. Juni.(BachsteinProzeß) Im Prozeß gegen den Divisionspfarrer Bachstein ist Termin zur Hauptverhandlung vor dem 2. Senate des Reichsmilitärgerichts in Berlin auf den 30. Juni festgesetzt. Holzhausen I, 18. Juni.(Ertrunken.) Am Montag Nachmittag ist in der hiesigen fiskalischen Kiesgrube ein kroatischer Arbeiter ertrunken. Derselbe war nach dem„G.=A.“ erst heute vormittag mit noch mehreren anderen Arbeitern hier eingetroffen, um bei der Firma Michelsohn u. Co. in Hausberge in Arbeit zu treten. Die Behörde hat sofort die näheren Untersuchungen in die Wege geleitet und werden dieselben Klarheit in die Sache bringen. Petershagen, 16. Juni.(Anläßlich der silbernen Hochzeit) unseres allseitig hochverehrten Herrn Pastors Richter und seiner Frau brachten ihnen nach dem „M.=L. Kreisbl.“ am Donnerstag Vertreter des Presbyteriums und der Stadtverwaltung, ferner der Missionsverein, der Posaunenund der Kirchenchot im 1. Pfarrhause Glück und Segenswünsche zu diesem Ehrentage dar. Lübbecke, 18 Juni.(Mit der Verwaltung des Katasteramts Lübbecke) an Stelle des verstordenen Steuerinspektors Zimmermann hat die königliche Regierung zu Minden den Katasterlandmesser Goeken beauftragt. Dielingen, 18. Juni.(Heimlichenternt.) Am Sonntag Abend hat sich aus dem Hause Diehne Nr. 85 ein 17jähriges Mädchen, Aura Duvbe, in einem Anfall von Schwermut heimlich entfernt. Bei seinem Weggang trug das Mädchen ein schlichtes, dunkelgrünes Sonntagskleid mit fardigem Einsetz und einen schwarzen Florhut Wer über den Verbleiß der Kranken etwas weiß, wird gebeten, umgehend Nachricht an den Vormund des Mädchens, Kolon Karl Obermeier in Drohne, geben zu wollen. (L. Kreisbl.) Herford, 19. Juni.(Der VisionsViehmarkt) war gut beschickt und war der Handel ein flotter. Aufzetrieben waren etwa 200 Pferde, 130 Kühe, 422 Schweine und 1822 Ferkel. Auf dem Pferdemarkt war eine stattliche Anzahl Russin aufgetrieben, die bis 450 Mt. erzieiten. Feine Wagenpferde wurden bis 1200 Mt. gehandelt. Milchkühe standen sehr hoch und wurden bis 420, ja 450 Mk. bezahlt. Sauen kosteten 120—180 Mk. Stangen 40—45 Mk., Ferkel 18—21 Ml. Herford, 19 Juni.(Das Militärehrenzeichen) 2 Klasse wurde dem auf Echolungsurlaud hier befindlichen Gefreiten Sewing verliehen. Herr Sewing hat an verschiedenen Gefechten in Südwestafrika teilgenommen, wobei er auch leicht verwundet wurde. Herford, 19. Juni.(GeflügelAusstellung.) Die„Fauna" beschloß in letzter Generalversammlung, am 10. und 11. Nov mber eine Geflügelausstellung auf dem Schützer hofe zu veranstalten. II Wittel, 19. Juni.(Pfarrhausbau.) Die Eingesessenen des„Wittels" haben sich neuerdings entschlossen, für ihren Geistlichen ein Pfarrhaus nebst Korfirmanden zimmer zu erbauen, weil es hier an passenden Mietewohnungen mangelt. Als Bauplatz wurde ein Grundstäck des Kolons Herrn Reckefuß Nr. 2, der sich auch zur Ausführung des Baues bereit erklärte, ausgewählt. Die opferfreudigen Eingesessenen haben schon einen Bausonds von etwa 6000 gezeichnet, die übrigen Baukosten sollen durch Anleihe aufgebracht und diese durch freiw lige Gaben und zu erbittende kirchliche Beihülfen verzinst und getilgt werden. Mit den Bauarbeiten wird schon in den nächsten Tagen begornen. II Häver, 19 Juni.(Prämie.) Die Direktion der Provinzial= Feuer=Sozietät gewährte der hiesigen freiwilligen Feuerwehr für erfolgreiche Lösckhülfe bei dem letzten Brande in Mennighüffen eine Prämie von 50 Mark. X Laar, 18. Juni.(Kriegerfest.) Gestern feierte auf dem Storkschen Kolonate der hiesige Verein alter Krieger= und Landsein Jahresfest. Die vom herrlichsten Wetter begünstigte Feier begann nachmittags zwischen 3 und 4 Uhr mit einem Gottesdienst im Freien. Pastor Gottschal! aus Herford hielt eine herzerguickende Ansprache über Off. 2, 10:„Sei getreu bis in den Tod“. Nach dem Kaffeetrinken auf der Deele wurde die Feier draußen fortgesetzt. Unser Ehrenmitglied Kamerad Lange sprach hier über Gottes gnädige Führung unsers preußischen und deutschen Volkes im 19. Jahrhundert und schloß mit einem Hoch auf Se. Majestät den Kaiser, worauf Pastor Gottschalk ein Hoch auf die Veteranen folgen ließ. Nach längerer Pause sammelten sich die Krieger und sonstigen zahlreichen Gäste beiderlei Geschlechts und jeden Alters wieder in der geräumigen Deele. Kamerad Lange erzählte hier von Quartieren in Oesterreich und Frankreich und ein Kamerad aus Jöllendeck berichtete in launiger Weise in plattdeutscher Sprache von seinen Kriegserlebnissen. Um 8 Uhr wurde das sehr harmonisch verlaufene schöne Fest mit dem Abenksegen geschlossen. Zu seinem Gelingen hat die in starker Zahl erschienene Schachtfirksche Kapelle aus Herford durch ihre trefflichen Musikvorträge wieder viel beigetragen. Ihr und dem Storkschen Ehepaar, das den Verein freundlich ausgenommen hatte, sei hiermit noch einmal ein warmes Dankeswort gesagt. x. Hiddenhausen, 18. Juni.(Missions fest) Unsere Kirchengemeinde rüstet sich auf ihr Hauptmissionsfest, das am Sonntag, en 24 d. M., an altbewährter Stelle, nämlich auf dem früher Döpeschen jetzt Dedertschen Hofe im Kirchdorfe von 3 Uhr ab gefeiert werden soll. Der Hof ist wegen seines schönen Eichenbestandes, die keinen Sonnenstrahl durchlassen, bekannt. Tausenden von andächtigen Zuhörern sind hier angenehme Sitzplätze geboten. Möge denn das von Herrn Pfarrer Meyer aus Gehlenbick und Herra Missionar Judt aus Afrika verkündete Gotteswort empfängliche Herzen finden und uns dazu auch günstiges Wetter beschieden sein. Blotho, 18. Juni.(Bismarckehrung) Am Sonnenwendtage, 21. Juni, abends mit Eintritt der Dunkelheit, soll unser Bismarckturm sowie die Ruinen auf unserm schönen Amthausberge bengalisch beleuchtet werden. Dagegen findet eine offtzielle Feier, wie auch jetzt wieder in der Porta, hier nach der„Westf. Big.“ diesmal leider nicht statt. Immerhin werden sich aber eine Anzahl Verehrer des Altreichskanzlers am Donnerstag abend auf der Burg zusammen finden, um sich an dem prächtigen Schauspiel zu erfreuen. Aus dem Nez=Vez. Shuse#ud 4243#2#. Arnsberg 17. Juni.(Ueberfahren.) In der Nähe von Freienohl üb rfuhr heute nachmittag der Schue llzug Köln—Kessel ein Fuhrwerk; der Fuhrmann blieb tot, der Besitzer wurde aus dem Wagen geschleudert, blieb jedoch unbeschädigt. Vermischtes „Hamburg, 19. Juzi. Bei einem Neubau in der Eiffestraße brach heute die Betondecke der fünften Etage gleichzeitig an mehreren Stellen zusammen und stärzte auf die nächste Etage. Infolgedessen stürzte der Neubau ein. Bis jetzt sind fünf Tote, vier schwer Verletzte und einige leicht Verletzte geborgen worden. Es sollen noch drei Mann unter den Trümmern begraben sein. Drei Züge Feuerwehr sind an der Baustelle tanig. Prag, 19. Juni. Bei der Hochwasserkatastrophe im Sazawagebiete sind 37 Wohngebäude, eine große Anzahl Wirtschaftsgebäude, mehrere Mühlen zerstört worden. Der Schaden zählt nach Hunderttausenden. 16 Personen, meist Frauen und Kinder, sind ertrunken. Stockholm, 19. Juni. Die mit dem Dampfer „Hertha“ in Stockholm eingetroffenen Teilnehmer an der Sonderfahrt des Deutschen Flottenvereins traten am Sonntag die Rückreise über Wisby nach Saßnitz an. Literarisches. „Bergsegen“, Gedanken und Gedichte aus den Bergen, von Paul Blau, Konsistorialrat und Hosprediger in Wernigerode. Mit Buchschmuck von Albrecht Biedermann. Verlag der Agentur des Rauhen Hauses in ausgestattet kl. 4° mit Goldschnitt oben. Elegant kart. Mk. 3.—, geschmackvoll geb. Mk. 4.—. Der kunstvollen und edlen Aus stattung des Buches entspricht der Inhalt. Der in christlichen Kreisen wohlbekannte und sehr geschötzte Verfosser beobachtet die Natur als ein großes Gleichats für das Himmelreich. Eine Fülle ethischer und religiöser Gedanken ist in Naturschilderungen von hoher Schönheit eingekleidet. Hinfür rur eine Probe: Im Gewitter. Horch, wie der Donner rollt, Blitze zucken wie flammendes Gold— Und wenn für Minuten die Donner schweigen, Zwitschert das Vöglein in den Zweigen Seinen Gesang. Sag', Vöglein, ist dir nicht bang? Horch, wie der Donner rollt! litze zucken wie flammendes Gold— Aber mitten im Wetterkrachen Schlummert das Kind— und friedliches Lachen Umspielt sein Gesihzt.— Sag, Kindlein, graut dir im Wetter nicht? —— O meine See#le, Wärst du dem Vöglein im Gezweig. Wärst du dem schlummernden Kindlein gleich! Betrachtungen in prosaischer und in gebundener Redeform wechseln in dem Buche und beide liest man gern. Ueberall wird der Schöpfer verherrlicht und die Szele zu ihm emporg zogen. Wir erwähnen nur noch die Mondscheingedanken. Paul Blau ist ein echter Dichter, voll tiefer und wahrer Empfindung und ein Meister der Form. Wir empfehlen seinen„Bergsegen“ gerade unserem Lese kreis auf das Wärmste. Wer nach einem wirklich wertvollen, als Geschenk geeignetem Buche ausschaut, der wähle dieses! L. Aus den Kreisen Wiedenbrück un# Gütersloh, 19. Juni.(Missionsfest.) Nachdem bisher in unserer Gemeinde das Missionsfest stets auf einen Mittwoch gefeiert wurde, jedoch viele Gemeindeglieder durch ihren Beruf abgehalten sind, an dem Feste teilnehmen zu können, so hat man sich entschlossen, von jetzt ab das Fest auf einen Sonntag zu verlegen. Am nächsten Sonntag nun soll zum ersten Male in unserer Gemeinde das dies jährige Missionsfest gefeiert werden. Um ½10 Uhr beginnt sodann in beiden Kirchen der Festgottesdienst. Der Nachmittagsgettesdienst wird um 3 Uhr bei schönem Wetter unter den Bäumen des Meierhoses abgehalten, woselbst außer einer Ansprache zugleich aus der Arbeit der Mission berichtet wird. Gütersloh, 19. Juni.(Viehmarkt.) Auf dem heutigen Viehmarkte waren auf getrieben 65 Stück Rindvieh, darunter 4 fette Ohsen, 8 fette Kühe, 7 Zugochsen, 35 tragende und Milchkühe und 11 Stück Jungvieh Fette Ochsen kosteten 72—73 Mk, fette Kühe 65—70 Mk. pro 100 Pfund Schlachtgewicht. Zugöchsen kosteten 350—500 Mk., tragende und Milchkühe 250—450 Mk., Jungvieh 150—210 Mk. das Stück. Aufgefahren waren 63 Wagen mit 568 Ferkeln. Das Paar, 6—8 Wochen alt, kostete 40—50 Mk. An Stangen und größeren Schweiven wurden 45 Stück gezählt. Stangen kosteten 40—90 Mk., größere 100—160 Ml. das Stück. Der Handel war mittelmäßig. Paderborn, 19 Juni.(Der Tunnel.) Amtlich wird ars Kassel telegraphiert:„Die Wiederinbetriebnahme des Altenbekener Tunnels erfolgt am 1. Juli d. Is. Von diesem Tage ab, beginnend mit S2 36(morgens 5 Uhr in Paderborn), werden sämtliche Schnell= und Peronenzüge der Stricke Altenbeken= Holz minden, Altenbeken Herford und Altenbeken Hameln wieder durch den Tunnel geleitet.“ Uebersicht der Witterung. Bielefeld, 20. Juni 1906. Mitgeteilt von Fr. Böckelmann Ww., Niedrigst. Thermometerstand in der Nacht+13½“ Thermometerstand um 10 Uhr vorm.+ 17 0. Barometer 76,2 cm. Wind: Nord. Himmel: bedickt. Berlin, 20. Juni. Die landwirtschaftliche Ausstellung wurde gestern geschlossen; der geschäftliche Erfolg gilt als sehr bedeutend. Wien, 20 Juni. Gegen Saluß der gestrigen Sitzung im Abgeo dnetenheuse beantragte G.af Sternberg, daß das östereich sche Parlament in Angelegerheit der Massakres in B.alistok eine Kundgebung be schließen soll Der den Vorsitz führende zweite Vizep äsicert gibt b.kannt, die Faze werde im Pästeium ewosen werden. aris, 20. Juni. Die aus Petersburg hier eingelaufenen besagen, daß in Peterhof infolge der bedenklichen Nachrichten über Revolten im Inland und über die ungünstige Stimmung im Ausland vollständige Ratlosigkeit heirscht. Geremiky werde heute die Demission des Gesamtkabinetts überreichen. Man denkt an die Rückberufung Wittes, andere beschwuren den Zaren Muromzew zu berufen. Moskau, 20. Juni. Als Vorspiel zu dem bevorstehenden politischen Generalstreik entwickeln sich hier Lohnkämpfe in gewaltigen Dimensionen. In vielen größeren und kleineren Betrieben in Stadt und Land feiern tausende von Arbeitern. Gestern traten die Arbeiter aller Schuhfabriken in den Ausstand; die Buchdrucker werden folgen, ebenso die Zeitungssetzer. Bei hier garnisonierenden Donschen Kosaken nahm die Polizei eine Haussuchung vor. Die Kosaken empört hierüber beschlossen in einer Versammlung einstimmig, sich bei der Unterdrückung der Volksunruhen nicht zu beteiligen. Installations-Fachausstellung moderner Gas- und Wasser-Apparate Fache und Haus FAr vom 28. Juni bis 3. Juli 1906 in Bielefeld, veranstaltet vom „Mestdeutschen Verbande selbständiger Installateure, Klempner und Kupferschmiede“ in den Räumen des Konzerthauses Bielefeld, Ehrenpräsidium: Herr Oberbürgermeister Geh. Regierungsrat Bunnemann. Beachtung und Besuch der Ausstellung wird dem verehrlichen Publikum ergebenst empfohlen. Sämtliche modernstvon den einfachsten bis zu den elegantesten, sind betriebsfertig angeschlossen.“ Am Sonnabend, den 23. Juni 8½ Uhr abends Sitzung des Vorstandes, der Festkommissionen und der Vertrauensmänner. Tages-Ordnung: Rückblick auf das Jubiläumsfest. Rechnungslegung. Entlastung der Kommissionen. Der Vorstand. Am 8. sle nachm. 3 Uhr, gedenken wir das Roher Rabatt t. Wiederverkäuter: 54. Jahresfest zu des Rettungshauses Schildesche auf dem Festplatze in der Anstalt zu feiern. Mangelsdorf, P. brauchen Sie, wenn Sie unsern Wetzstein benutzen: Ein Arbeiter kostet 1/4 Jahr 200 Mk. unser Wetzstein kostet ## Pf. und ist jahrelang verwendber. Preisgekönt in Paris. Preisgekrönt in Chicago. Amachung über die Versorgung der Personen der Unterklassen des Reichsheeres, der Kaiserlichen Marine und der Kaiserlichen truppen nach dem Gesetze vom 31. Mai den die nachtebend bezichneten Inoaliden 3 1906 Diese Woche Grosser Rarandian„Hacke“ Meldungen zu (am Bahnhof Brackwede.) den im Juli beginnenden, im vorigen Jahre mit bestem Erfolge eingeführten Kuren für Scrophulöse und Kinder nimmt der Anstaltsarzt in den Sprechstunden von 8—10 Uhr vormittags und 2—4 Uhr nachmittags entgegen. = A n w e n d u n g v o n S o o l-, L i c h t=, L u f t= u n d S o n n e n b ä d e r n. SommerAusverkauf. In allen Abteilungen grosse Warenposten u. Reste weit unt. Preis F. Buddeberg Der beste Vietzesteln der Welt! Keinen Dengel-4 1. Fantasie-, Luxusmöbel, sowie jede Art Einzelmöbel Apparat chr Keinen Schleifstein mehr Schleitt jede Sichel! Der beste Wetzstein für Fleischermesser Der beste, Wetzstein für gunauben Scheren. Schleift jedes Messer in wenigen Sekunden haarscharf.Vonverblüffender Wirkung Herr Ferdinand Orpfal aus Schmölen bei Würzen schreibt I. Geehrter Herr Peterseim,ichbitte rechtrasch wieder um Wetzsteine. 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Juni 1906, vormittags einzureichen und zwar Nr. 1 bis 9 Uhr, Nr. 2 bis 9½ Uhr, Nr. 3 bis 10 Uhr. Bielefeld, den 16. Juni 1906. Das Stadtbauamt. Kinderheim Lippspringe empfehle ich: Feinste frische Biskuits, Kakes u. Waffeln in reichster Auswahl " Sorgfältig gepflegte Schokoladen, Oesseris und Konfiüfen mit allen modernen Füllungen. Speise-Schokoladen in Packungen und in Tafeln von Lindt, Sprüngli, Koyler, Suchard, Peter(GalaPeter), Cailler, Sarotti, Hildebrand, Felsche, Sprengel, Berger(Charlotte), Hartwig& Vogel(Tell=Schokolade) usw. Gefüllte Bonboniéren. Reisekörbehen und Geschenk-Artikel in großer Auswahl. Erfrischend., feinste san:e Frucht-Bon Russische Marmeladen-Früchte lose und in Kartons. Pfefferminz-Kücheln und-Tabletten (Spezialität: echt englische) usw. Pfefferminz=Bruch ¼ Pfd. 20 Pfg. u. Fondauts usw. des§ 45 des G.f. eine Neufeststellung ihrer I. Militärinvaliden. Die Versorgungsgebührnisse der seit dem 1. April 1905 iul crs tens. antlassen n Personen werden nach den Vorschriften des neuen Gesetzes festgestellt. sorgungsgebührnisse dirjenigen Inoaliden, welche genen deutschen Staaten vor 1871 oder bng picht schon nach dem Kriegsinvalidengesetze vom 8. Pai 1901 höhere Gebührnisse erhalten haben, werden nach den Vorschriften des neuen Gesetzes festg stellt. Die nach dem Kriegsinvalidengesetze vom 31. Mai 1901 Skannten Halbirpeliden.. von 10 Mi. monatich anerhalten die erhöhte 4. Sämtliche als verstämmelt anerkannten Iuvaliden erhalten der b'sherigen Verstümmelungszulage von 18 Mk. gengtlich eine selche von 27 Mi nach den Vorschriften des § 13 des neuen Gesetzes. v. Die. 8 pflagebedürftig anatkannten Invaliden erhalten die gleiche Verstümmelungszulage von 27 Mk. monatlich, daneben jedoch nur die nach den bisherigen Ges tzen für gänzliche Erwerbsunfähigkeit zustehende Pension. Die jenigen Kriegs= und Friedensinvaliden, welche im Reichsoder Staatsdienst angestellt sind und deren Pension ganz oder zum Teile ruht, haben eine Neuregelung idres Pensionsbezugs nur dann zu erwarten, wenn ihre Pension als Fildwebel oder „ Vizefeldw bel den Betrag von 15 Mk. „ Sergeart„„„ 12 „ Unteroffizier„„„ 10 „ Gemeiner„„„ 9 monatlich überschreitet. De im Reichs= und Staatsdienst angestellten ehemaligen Kapitulanten, welche eine Pension auf Grund achtzehnjähriger und längerer Dierstzeit erhalten haben, erfahren eine Nuregelung ihres Pensionsbezugs, sofern ihr Zivilduenstein kommen den Betrag von 2000 Mk. jährlich nicht erreicht Die im Kommunaldienst angestellten Jovaliden beziehen ihre bisher bezogene Pension neben dem Zivildiensteinkommen unverkürzt weiter; unter Nr. 2 bezeichneten Kriegsteilnehmer welche aus dem Zivildienste mit einer Zivilpe sion bereits ausgeschieden sind und rach den Vorschrften des neuen Gesetz's eine Erhöhu g ihrer Gebührnisse erfahren, haben eine Neuregelung ihres Pensionsbezugs zu erwarten, wenn sie in der zuletzt bekleideten Stelle nicht die Höchstpersion Shächen aben oder ihre Zivilpension den Betrag von 2000 Mk. nicht erreicht. unter Nr. 1 bis 4 bezeichneten Invaliden haben ihre Militärre unter genauer Bezeichnung ihres Wohnortes nebst Straße einmreichen, den zuständigen Bezirsfeltwebel ihres Pensionshei. d ds=cmeten Inveliden haben die Neuregelung urd des Milzars.K une Veisügung ihres Pensionsguittungsbucs uusändigen Ju8 durch ihre vorgesetzte Dienstbehörde bei ter zuständigen Pensionsregelungsbehörde zu beantragen. regelaung ihrer P; bezeichneten Ipvaliden brantrazen die Neuihr: Zinisner d derjsenigen Kasse, von welcher sie pension zuletzt bezogen haben; der Antrog ist jedoch durch angemiesen Poh die Zivilpension Die Neuregelurg sämtlicher Versorgungsgebührnisse beginrt mit Wi kung vom 1. Joli 1906. Nachzahlungen für eine vor diesem Heshge niche stad, siaden nach den Vorschrsten des neuen II. Marineinvaliden. nde Bestimmunzen finden auf die Mari. e'nvaliden mit nachfolgenden Maßeaben entsprechende Anwendung. 6. 7. 1. bietet schulpflichtigen lungenkranken Kindern gute Pflege und Aufsicht.(Prosp. fr.) Leit. Arzt: Leiterin: Dr. Brackmann. Frl. K. Schiele. Louis Schokolade und Teehaus Rathausstrasse 14. NB. Eingang 2. Tür. In allerbester Geschäftslage, an Lippstadts ist ein großes der Hauptstraße Hausgrundstück sckhaus) von 16 bees:! 90 Met 10 Settentiiches Verkenl's-Burcauf Zimmerstraße 191. Die Versorgurgsebührnisse derjenigen Invaliden, welcke im Dienst an einem Schiffbruch oder an einer als Feldzug erklärten militärischen Unternehmung auf einer dienstlichen Setreise teilgenommen haben, werden nach den Vorschriften des neuen Gesetzes festgestellt, sofern die Invaliden nicht schof nach dem Kriegsinvalidengesetze vom 31. Moi 1991 neu anerkannt worden sind. Die im Reich:= und Staat' dienste angestellten ehemaligen Kap tulant n der Marine, nelche eine Pension auf Grund einer Denstzeit von mindestens achtzehn Jahren erhalten haben, erfahren außer dem Folle der Ziffer 1, 5 Absatz 2 eine Neuregelung ihres Pinsions bezugs ohne Rücksicht auf die Höhe ihres Zivildiensteinkommens, wenn sie beim Ausschiiden aus dem aktiven Dienste Dienstalter=, Seefahroder Fachzulage bezogen haben. Nr. 143. Vierteljährlich in der Geschäftsstelle u. an allen Postanstalten 1 M., bei täglicher Zupellung in Bielefeld 1.20 M., durch Briefträger 1,42 M. Postzeitungsliste Nr. 5381. Pemrterei nimmt der Briefträge Zeitung für das näc genügt auch eine mü der nächsten Postanst liche Notiz an diese in den Briefkasten ger nächsten Tage der B Bestellung an und er Niemand unserer die Zeitung aufbeste ein Teil der konservo gar zu sehr, daß es pflicht und Klugheit wichtigste Mittel po die Presse, als beste Kampfe, gebrauchsfä Parteizeitung zu unter Nehme man sich der Opferwilligkeit un sozialdemokratischen Parteiblatt und sein Werben auch wir Es geht in einzelnen warum nicht überall? Neue Westf. VolksPost kosten nur 1 M Wir bitten unsere nement sofort zu erne Die Sistorischer 21. Juni: König Pl durch Otto v. Wittelsba# Wolfgang Menzel, Jakob Falke, Kultur1825.— Gefecht be — Die Franzosen dringe Kehl in Baden ein, 1796 Dichter, gest. 1872.— Ph. Literarhistoriker, gest. 1877 des Kaiser Wilhelm=Kanal Das alt Nachdem die Berlin freisinnigen Reihen hin Zeit in Berlin vielden der Deutschen Landwir kündet hatten, konnte gespannt sein, wie sich organ der sozialdemokrat lands, der„Vorwärts', bilde landwirtschaftliche ablässigen technischen F werde. Zum guten Te die sich inzwischen ein gefallen, wie sie nach des Blattes nicht ander Da wird höhnisch dara „alles in Wonne schw schweine“, ein Abglanz keit" und mit unerkiä erzählt, wie„die Mär Sachverständige fühlen disputieren, die alle Ar sein können oder aud oder Böhmisch“. Dami demokralischen Instinkte nung getragen werde, Klagen über die die entsprechend erklät wers nicht dazu hat, gehen. 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