Nr. 132. Vierteljährlich in der Geschäftsstelle u. an allen Postanstalten 1., bei täglicher Zustellung in Bielefeld .20., durch Briefträger 1,42 M. Postzeitungsliste Nr. 5381. 36. Jahrgang Anzeigengebühr für die einspaltige Petitzeile oder deren Raum 12 Pf., für auswärts 15 Pf., Reklamen 40 Pf. Erscheint sechsmal wöchentlich Geschäftsstelle Ritterstr. 43. Fernsprecher Nr. 15. Freitag, 8. Juni 1006. Kalender. 8. Juni: Mohammed, zu Medina gest. 632.— Eduard, der schwarze Prinz, gest 1876.— A. H. Francke, Stifter des Waisenhauses zu Halle, gest. 1727.— G. A. Bürger, in Göttingen gest. 1794.— Unterzeichnung der deutschen Bundesakte auf dem Wiener Kongreß, 1815.— Konstitulerung des Mecklenburgischen Landesausschusses für Innere Mission, 1885.— Jules Simon, französischer Philoseph und Staatsmann, gest. 1896. Zum neuen öffentlichen Wetterdienst. Im Monat Juni gelangt im Auftrage des Herrn Ministers für Landwirtschaft, Domänen und Forsten ein öffentlicher Weiterdienst zur Einführung. Mit der Ausgabe der öffentlichen Wettervorhersagen wird am 15. Juni, mit dem Versand von Wetterkarten am 1. Juli begonnen. In erster Linie soll diese neue Einrichtung der Landwirtschaft dienen. Das Gebiet Norddeutschlands ist zu diesem Zwecke in neun Bezirke geteilt worden. Alle Orte eines Bezirkes erhalten von einem Platze, der Wetterdienststelle, täglich eine Vorhersage des zu erwartenden Wetters. Die Wetterdienststellen Norddeutschlands sind: Aachen, Berlin, Breslau, Bromberg, Hamburg, Ilmenau, Königsberg, Magdeburg und Weilburg. Für das westdeutsche Binnenland ist als Wetterdienststelle das Meteorologische Observatorium in Aachen bestimmt worden. Dieses hat bekanntlich in den letzten Jahren, zunächst für den Reg. Bezirk Aachen, später für die mittlere und nördliche Rheinprovinz bis nach Westfalen hinein, telegraphische Wettervorhersagen verbreitet, die für die beteiligten Gemeinden am Postamte zum öffentlichen Anschlage gebracht wurden. Der Bezirk der Wetterdienststelle Aachen wird im Norden von dem Gebiete der Wetterdienststelle zu Hamburg, der deutschen Seewarte, im Osten und Südosten von den Gebieten der Wetterdienststellen zu Magdeburg und Weilburg begrenzt. Zu Aachen gehören die Provinzen Rheinland, Westfalen, der südlichste Teil von Hannover, sowie die Fürstentümer Birkenfeld, Pyrmont und Lippe Detmold. Da die klimatologischen Verhältnisse eines so umfangreichen Gedietes bei gleicher Wetterlage jedoch verschiedenartigen Witterungscharakter für die verschiedenen Lagen bedingen können, so ist der Bezirk der Wetterdienststelle Aachen in zehn Unterabteilungen eingeteilt, von denen jede je nach der Wetterlage eine besondere Wettervorhersage erhalten kann. Moßgebend für die Abgrenzung war in erster Linie die klimatologische Aufschließung, vor allem die der Regen= und Temperaturverhältnisse. mußte jedoch auch Rücksicht auf die durch die einzelnen Prognosengebiete führenden Telegraphenlinien genommen werden. Die einzelnen Prognosen= gebiete sind wie folgt eingeteilt: 1. die höheren Lagen des Venns, 2 das Vorland des Venns, die Nordeifel und das Aachener Hügelland, 3. die südliche Eifel, 4. die niederrheinische Tiefebene, 5. das Rheirund Moseltal, 6. der Hunsrück, 7. der Mittellauf der Lippe, 8. das bergische Land, das Rothaargebirge und der Teutoburger Wald, 9. das Münsterland und der Siegkreis und 10. der Nord= und Ostabhang des Teutoburger Waldes. Da die heutige Wettervorhersage sich auf die Wetterlage eines größeren Gebietes, besonders auf die Luftdruckoerteilung stützt, so sind neben den örtlichen Beobachtungen auch Mitteilungen von anderen meteorologischen Stationen notwendig. Zu diesem Zwicke erhält das Meteorologische Observatorium Aachen jeden Morgen von ca. 80 über ganz Europa verteilten meteorologischen Sationen telegraphische Angaben über den Luftdruck, die Windrichtung und Stärke, die Bewölkung. Temperatur, den Niederschlag von morgens 8 Uhr sowie über den Witterungsverlauf der letzten 24 Stunden. Diese Angaben laufen in Form von mehreren ch ffrierten Sammeldepeschen gegen 9½ Uhr an den Telegraphenapparat der Aachener Wetterdienststelle ein. Wie die gewählte Chiffre Zeit und Kesten erspart, zeigt folgendes Beispiel, enthalten im Telegramm vom 29. Mai 1906, 8 Uhr morgens: „61522 33172 01810“ d. h. zu Berlin betrug der Barometerstand reduziert auf 0 Grad Meeresniveau und Schwere in 45 Gead Breite 761,5 Milimeter, es herrschte WSW Wind von der Stärke 3(schwach), der Himmel war dreiviertel bedeckt(wolkig), die Temperatur betrug 17,2%, der Nieder= schlag in den letzten 24 Stunden war 1 Millimeter und der Witterungsverlauf in den letzten 24 Stunden zeigte Niederschläge in Schauern. Außer diesen über ganz Europa verteilten Stationen teilen folgende meteorologische Stationen aus dem Bezirk der Wetterdienststelle selbst ihre Beobach tungen von 2 Uhr nachmittags und 9 Uhr abends des Vortages und 7 Uhr morgens telegraphisch dem Observatorium mit: Cleve, Monte Rigi im hohen Venn, Neuwied, Trier, Birkenfeld, Münster, Herford, Lüdenscheid und Arnsberg. Mit der Post laufen täglich frühmorgens von 20 weiteren Stationen entsprechende Beobachtungen ein, sowie ca. 110 Berichte zu Zwecken der Prognosenprüfung. Diese Beobachtungsberichte liefern ein sehr reichhaltiges Material, wenn man bedenkt, daß täglich cr. 90 Stationen telegraphisch und 130 brieflich berichten. Dazu kommt noch, daß die Regenstationen angewiesen sind, der Wetterdienststelle Meldungen über stärkere Regenfälle, Wolkenbrüche, Hagel, Gewitter und sonstige außergewöhnliche Witterungsvorgänge umgehend Bericht zu erstatten. Außer diesen zugesandten Berichten gestatten nun die örtlichen Beobachtungen am Observatorium selbst den Witterungszustand genau festzust len. Vor allem sind es die selbsttätig registrietenden Instrumente, welche schätzenswerte Dierste leisten. Von solchen selbsttätig registrierenden Instrumenten sei erwähnt das selbstregistrierende Barometer, Thermometer und Hygrometer, der selbstregistrierende Regen= und Sonnenscheinmesser sowie der Windapparat, welcher Richtung und Geschwindigkeit des Windes für jeden Zeitpunkt ebenfalls aufzeichnet. Die Meldungen über das Wetter anderwärts sowie die Beobachtungen des Observatoriums werden nun in einem Kartenbild übersichtlich eingetragen und dann die sogenannte Wetterkarte, welche die Wetterlage über Europa veranschaulicht, entworsen. Hierbei werden noch Hülftkarten der Lust druck= und Temperaturänderung sowie des gefallenen Niederschlages angefertigt. Die Originalwetterkarte ist ungefähr 11 Uhr fertig gestellt, wird dann vervielfältigt und kommt zum Versand. Dabei wird angestrebt, daß dieselbe noch am Tage selbst in die Hände der Interessenten gelant. Da die Wetterkarte ungemein das Verständnis für die Witterungsvorgänge fördert, so wäre sehr wünschenswert, wenn sie an allen-Telegraphenanstalten, Amtshäusern, Schulen usw. öffentlich ausgehängt würde. Ferner sei erwähnt, daß die Wetterkarte eine kurze sächliche Schilderung der Witter ungsverteilung sowie eine allgemein gehaltene Wettervorhersage enthält. Als erstrebenswertes Ziel ist dabei ins Auge gefaßt, daß jedermann an Hand der Wetterkarte lernen soll, selbst sich ein Urteil über den augenblicklichen Witterungszustand, sowie auch dessen Aenderungen zu bilden. Was die Wettervorhersage anbelangt, so wird diese, wie bereits erwähnt, sowohl an Hand der Wetterkarte, welche die Wetterlage darstellt, als auch auf Grund der örtlichen Beobachtungen ausgestellt. Um 11 Uhr wird dieselbe von dem Telegraphenapparate des Observatoriums in einer chiff.irten Form dem Telegraphenamt Aachen und von dort allen Telegraphenämtern des gesamten Bezirkes der Wetterdierststelle übermittelt. Auf diesen Aemtern wird die telegraphische Wettervorhersage dann entziffert und zwischen 11—12 Uhr am Postgebäude zum öffentlichen Anschlage gebracht. Bezüglich der telegraphischen Uebermittelung der Vorher sage sei bemerkt, daß jede Vorhersage durch zwei Worte ausgedrückt wird, so drückt z. B.„Billard Hefe“ die Buchstaben gebh aus,=schwache östliche Winde,=teilweise heiter,-meist trocken und—nachts kühler, tags wärmer als am Vortage. Um ein Urteil über die aufgestellten Prognosen zu gewinnen, sind für je einen politischen Kreis des Bezirkes der Wetterdienststelle ein bis zwei Personen bestimmt, welche die wirkliche Witterung auf besonderen Meldekarten aufzeichnen und fortlaufend an das Aachener Meteorologische Observatorium berichten, an welchem dann die weitere Verarbeitung stattfindet. Ein kräftiges Wort en die sozialdemokra“ schen Preßpöbeleien ge, hat kürzlich im Preußischen Abgeo#####en hause Herr Freiherr von Erffa gesprochen. Es handelte sich dort um den Antrag auf Strafverfolgung eines sozialdemokratischen Redakteurs wegen pöbrlhafter Beleidigung des Abgeordnetenhauses. Nach alter Ge flogenheit ist die Erlaubnis zur Strafverfolgung nicht erteilt worden. Herr Freiherr von Erffa aber sprach sich hierüber unter lebhaftem Beifall der rechten Seite des Hauses in folgenden bedeutsamen Worten aus: Ich möchte die Frage aufwerfen, ob das Prinzip, unter allen Umständen die Ermächtigung zu einer strafrechtlichen Verfolgung nicht zu geben, auf die Dauer in der heutigen Zeit gegenüber der Pöbelhaftigkeit der sozialbemokratischen Presse aufrecht zu erhalten ist. Zu meiner Freude hat ja auch in der Kommission der eine und der andere von den Herren diese Frage aufgeworfen, und ich glaube, man müßte doch einmal überlegen, ob nicht durch dieses bisher aufrecht erhaltene Prinzip geradezu eine Prämie auf die Beleidigung des Landtages gesetzt wird. Ich bin durchaus nicht der Meirung und ebenso meine politischen Freunde, daß man die strafrechtliche Verfolgung zulassen soll, wenn irgend ein dummer Junge in einem Artikel das Abgeordnetenhaus beleidigt. Aber wir werden uns ja vornutsichtlich nach dem Wiederzusammentritt auch mit einem gemeinen Artikel der sozialdemokratischen„Tribüne“ gegen dieses Haus zu beschäftigen haben, in dem von dem„Hause der Schande und Schmach“ gesprochen wird. Ich hatte in der Sitzung am 13. Januar den Justizminister gebeten, die Staats anwaltschaften auf eine strengere Anwendung der Gesetze gegenüber den sozialdemokratischen Ausschreitungen anzuweisen, und der Justizminister hat ja damals erklärt, daß ein derartiger Erlaß unterwegs sei. Die Gemeinheiten von der sozialdemokratischen Presse haben ja nach Zahl und Qualität ganz erheblich zugenommen und wenn man jetzt von einem wissenschaftlichen Bildungsgang der Sozialdemokcatie spricht— sie hat ja eine Anzahl Gelehrte, Schiftsteller, Rechtsanwälte in ihren Reihen— so kann man doch nicht sagen, daß mit dem wissenschaftlichen Bildungsgang auch der moralische Bildungsgang Fortschritte gemacht hat. Es ist im Gegenteil eine außerordentliche Verrohung in den sozialdemokratischen Blättern eingetreten. Wir sind der Meinung, daß das Prinzip der Richterteilung der Ermächtigung zur strafrechtlichen Verfolgung auf die Dauer nicht aufrecht zu erhalten ist. Gleichsam, um auf diese wahrheitsgetreue Darstellung einen bestätigenden Trumpf zu setzen, schreibt die Breslauer„Volkswacht“, eines der rüdesten Sozialistenblätter:„Wer das Klassenparlament somit künftig beim richtigen Namen nennt, der muß eingesperrt werden, der Junker Erffa hat ja den Justizminister bereits scharf gemacht.“ Es ist eine Dreistigkeit ohnegleichen, die Bezeichnung als„Haus der Schande und Schmach" als den richtigen Namen des Abgeordnetenhauses hinzustellen und für solche gemeine Schimpfereien Straffeeiheit zu verlangen. Wenn es auch len sozialdemokratischen Journal sten schwer fallen mag, eine Tonart anzuschlagen, die bei anständigen Leuten üblich ist, so sollen sie doch wenigstens nicht sich in dem Wahn wiegen, ihre ruppige Ausdrucksweise und ihr pöbelhaftes Benehmen müsse von j dermann ertragen werden. Wenn das Breslauer Blatt gar noch entrüstet tut, daß Herr von E ffa die sozialdemokratische Presse „unter dem Schutze der parlamentarischen Immunitäl“ beleidigt und daher nicht den gleichen Mut gezeigt habe, wie ein sozialdemokratischer Redakteur, so ist das eine so grenzenlose Albernheit, daß sie selbst in einem minderwertigen sozialdemokratischen Blatte überraschen muß. Aus dem Deutschen Reiche. Berlin, 7. Juni. Aus Wien wird von heute gemeldet: Kaiser Wilhelm und Kaiser Franz Josef haben gestern an den König von Italien ein in französischer Speache abgefaßtes Telegramm gerichtet, das in deutscher Uebersetzung lautet:„Zu zweien vereinigt senden wir unserem dritten treuen Verbündeten den Ausdruck unserer unveränderlichen Freundschaft. Wilhelm. Franz Josef.“ Die ebenfalls in französischer Sprache abg Antwortdepesche des Königs von Italien, die an Kaiser Franz Josef gerichtet war, hat folgenden Wortlaut:„Ich teile die Befriedigung Eurer Majestät und Sr. Majestät des Deutschen Kaisers über Ihr Zusammensein und bitte meine beiden Verbündeten, mit meinem Danke für ihre liebenswürdige Diptsche die Versicherung meiner treuen und unverbrüchlichen Freundschaft entgegen zu nehmen. Viktor Emanuel.“ Die Ausführungsbestimmungen für die Erhebung der Fahrkartensteuer sollen, wie das„B..“ hört, in einigen Tagen veröffentlicht werden. Wie die„Kreuzztg.“ mitteilt, ist das Rittergut Neuhütte mit Vorwerk Althütte im Kreise Bütow in Größe von 1200 Morgen als erstes größeres Gut in Pommern in Polenhände übergegangen. Das Argebot der polnischen Bank überstieg weit den wirklichen Wert des Gutes. In Königsberg i. Pr. tagt seit gestern die Hauptversammlung der deutschen Kolonialgesellschaft. Vom Allg. deutschen Schulverein wurden in Breslau an Jubiläumsgaben verteilt: 22000 Mk. für eine Schulgründung in Böhmen, 18000 Mk. für eine Schulgrürdung in Mähren, 5000 Ml. für einen ungenannten Zweck München, 6. Juni. Der Allg. deutsche Lehrertag verhandelte heute über die Frage der Simultanschule. Der Referent Oberlehrer Gärtner München trat für sie, der Korreferent Lehrer Lütgemeier=Heiden(Lippe) für die Konfessiorelle Schule ein. Die Diskussion war zum Teil stürmisch. Lehrer Langemann förderte die Nationalschule im Sinne und Geiste Fichtes, Steins und Pestalozzis. In ihr soll die Konfession Sache des Einzelnen sein. Gegen die extremen Forderungen der Bremer und Hamburger erklärte sich die große Mehrheit. Univirsitätsprofessor Ziegler=Straßburg will die Simultanschule als Sturmdock gegen den Konfessionalis mus, gegen„Rom und Wittenberg". Die Thesen des Referenten wurden schließlich gegen 12 Stimmen angenommen. Der zweite Vorsitzende Schuder: sprach das Schlußwor!: Bei einem Ueberblick über die zweitägigen Verhandlungen zeige sich, daß sich bei der Lehrerinnenfrage eine Dis harmonie ergeben habe. Wer das Referat Laube aber vorurteilsfrei geprüft habe, müsse zugestehen, daß die Damen an dieser Disharmonie die Schuld tragen. Den Hamburger und Bremer Lehrern hätte ich gewünscht, daß sie sich 14 Tage in Bayern aufgehalten und die Verhar dlungen des Landtages gelesen hätten. Wir hofften, daß uns diese Verhandlungen in unserem Kampfe unterstützen würden. Wenn wir aber solche Dinge hören, die noch nicht ausgereist sind,(Lärm) wird damit der Sache(Minutenlanger Lärm, Unterbrechungen und Zurufe: Wirgehen hinaus, wenner weiterredet!) Sie werden doch ein freies Wort vertragen. Abg. Schubert kann nur mit Mühe zu Ende reden. Dann ging die Versammlung in großer Erregung auseinander. — Noch kein Lehrertag hat in so deutlicher Weise die letzten Ziele der Bewegung enthüllt wie der diesjährige. Der Aufstand in SüdwestAfrika. Verluste: Am 24. Mai bei Tsamab gefallen: Leutnant Karl Furbringer, Unteroffizier Wilhelm Schwarz, Unter offizier Wilhelm Thelen, Gefreiter Ernst Schnalle, Reiter Julius Heder, Reiter Okkar Krause, Retter Fritz Prochnow. Am 23. Mai im Gefecht westlich Springpütz gefallen: Reiter Clemens Senfert. Verwundet: Gefreiter Wilhelm Jaax Nächste Postverbindungen nach Swakopmund und Lüderitzbucht: 1) für Briefsendungen mit engl. Dampfer über Kapstatt, ab Southampton am 9. Juni, in Kapstadt am 26 Juni, von da weiter am 29. Juni, in Lüderitzbucht am 30. Juni, in Swakopmund etwa am 1. Juli. 2) für Pakete mit Reichspostdampfer„Herzog“, ab Hamburg am 9. Juni nachmittags, in Swakopmund am 3 Juli, in Lüderitzbucht am 6 Juli. Schluß in Hamburg am 9. Juni, 11 Uhr vormittags; 3) für Briefsendungen mit Nachversand für Reichs postdampfer„Herzog“ über Antwerven. Letzte Beförderung am 12. Juni ab Köln 10,45 Uhr abends. Aus dem Wien, 7. Juni. Kaiser Wilhelm verlieh dem Erzherzog Karl Franz Josef den Schwarzen Adlerorden und den beiden Ministerpräsidenten Weckerle und Frh. v. Beck den Verdienstorden der preußischen Krone. Heute vormittag 10½ Uhr begab sich Kaiser Wilhelm mit Gefolge von der Station Hitzing aus nach Schloß Kreuzenstein zum Besuche des Krafen Wilczek. Abends 9½ Uhr trat Kaiser Wilhelm nach herzlicher Verabschiedung vom Kaiser Franz Josef die Rückreise nach Berlin an. Wien, 7. Juni. Der Verlauf der Kaiserbegegnung hat hier sehr befriedigt. Auch die auf Anregung Kaiser Wilhelins abgesanbte Depesche an den König von.alien entspricht durchaus der hier herrschenden Stimmung. Sämtliche Budapester Blätter ohne Unterschied der Partei bespe chen in Ausdrücken der höchsten Genugtuu.gdie Auszlichnung, die der ungarische Ministerpräsidert Dr. Weckerle durch din Besuch des Deutschen Kaisers erfahren habe. Wien, 7 Juni. Der neue Premier= minister Irh. v. Beck entwickelte heute im Abgeordnetenhause in sehr glücklicher Weise das Regierungsprogramm. Die Regierung erstrebe eine Konzentration von Kräften der Arbeit. Paris, 7. Juni. Aus Rom wird gemeldet, daß entgegen der in Frankreich vertretenen Anschauung der Papst jtzt keineswegs geneigt sei, das Trennungsgesetz hinzunehmen. Man wolle das Gesetz ignorieren und vorgehen, als wenn es nicht vorhanden wäre. Italien. Das Königspaar beschloß, tretz der Entdeckung der Bomben den Besuch in Ancona nicht zu unterlassen. London, 6. Juni. Der Internationale Bergarbeiterkrongreß nahm im weiteren Verlaufe seiner heutigen Sitzung einen Antrag der deutschen Delegierten an, wonach die Beschäftigung von Kindern unter vierzehn Jahren im Bergwerksbetriebe gesetzlich verboten werden soll. Die englischen und französischen Delegierten enthielten sich der Abstimmung, da sie von ihren Verbänden keinen Auftrag hatten. Petersburg. 6. Juni. Das Gerücht, daß der Realisierung der letzten zwei Drittel der jüngsten Anleihe Schwierigkeiten entgegentreten, findet Bestätigung in ihren Kursfall unter Emissionskurs. Wo alle Zeichner der Anleihe ge bli ben sind, ist völlig rätselhaft.— Innerhalb der Kadettenpartei erweitert sich die Spaltung. Ihr rechter Flügel steht mit Graf Heyden, Stachowitsch und KasminKarawajew sowie andern gemäßigten Fortschrittlern in Unterhandlung wegen Schaffung einer gemäßigten Parlamentsfraktion. Die Gruppe dürfte, wenn sie zustande kommt, gegen 100 Mitglieder erhalten. Madrid, 7. Juni. Der repablikanische Journalist Nakens hat dem Mörder Morales Beistand geleistet und wurde verhaftet, desgleichen ein Schuhmacher Dazas. In der Nähe seiner Wohnung wurden Kleider des Morales gesunden. Kirche, Schule und Mission. (Liberaler Angriff gegen die Jünglingsvereine.) Das liberale„Evangelische Gemeindeblatt für Rheinland und Westfalen“, das von dem Pfarrer Liz Traub in Dortmund herausgegeben wird, ist, wie wir dem„Reichsb.“ entnehmen, sehr unzufrieden damit, daß der Westdeutsche Jünglingsbund den Pastor Stuhrmann aus Berlin zu seinem Generalsekretär berufen hat. Das Blatt schreibt:„Bei der prononziert agitatorischen Art Stuhrmanns dürfte es sich fragen, ob manche Gemeinden die Arbeit an den Jüng lingsvereinen weiterhin finanziell unterstützen sollen.“ Der Jünglingsverein soll also boykottiert und durch Entziehung der Beiträge gezwungen werden, sich den Liberalen zu fügen. Das ist wieder echt liberal! Pastor Stuhrmann antwortet ihm in der von ihm herausgegebenen Zeitschrift Leuchtturm'. Er fragt erstens, was der Notizschreiber unter Stuhrmanns„prononziert agitatorischer Art" verstehe, ob etwa das, daß Stuhrmann auf und unter der Kanzel in Berlin in Wort und Schrift energisch für das Glaubensbekenntnis unserer evangelisch#ung seirche, als seine innerste Ueherzeugr.#ngetreten ist. In dieser Agitation werde er sich nicht vom Liberalismus darein reden lassen. Wenn wir pofitive Christen Agitatoren sind— fragt Stuhrmann weiter — was sind denn eigentlich die liberalen Theologen und Laien für Leute, die öffentlich für ihre Sache innerhalb der Kirche in Wort und Schrift die marktschreierischste Propa ganda machen, in Dortmund und sonst irgendwo? Oder, fragt Stuhrmann weiter, spricht aus jener giftigen Notiz vielleicht der bittere Groll darüber, daß der Vorstand des Westdeutschen Jünglingsbundes keinen„liberalen" Pastor zum Leiter berufen hat? Jeden falls wäre es erwünscht, wenn der Notizschreiber sich näher darüber ausließe, in welcher Weise das„Höherhängen des Brot korbes" für die Jünglingsvereinssache in „manchen Gemeinden"— natürlich den „liberalen“— vor sich gehen soll. Will er etwa Pastor Stuhrmann die Kanzel für die Jünglingsvereinssache verweigern oder den Jünglingsvereinen die Kirchenkollekte an ihren Jahresfesten verbieten? Und wie hoch mag sich wohl die„finanzielle Unterstützung“ der Jünglingsvereinssache in solchen„manchen Gemeinden" bis heute belaufen? Eine Statistik des Notizschreibers darüber wäre sehr erwünscht. Jedenfalls ersieht man auch wieder aus dieser kurzen Notiz, wie etwa in den Kipfen des kirchlichen Liberalismus der „Kampf mit geistigen Waffen“, den er zu führen immer vorgibt, in Wirklichkeit aussieht. (Der neue reformierte General= superintendent in Hessen.) Nachdem der durch die Ausbildung vieler Geistlichen so verdiente und allgemein hoch geachtete Studiendirektor am Prediger Seminar Hof geismar, D. Klingender die Berufung in das Amt des reformierten Generalsuperintendenten aus Gesundheitsrücksichten abgelehnt hatte, ist von den inbetracht kommenden Instanzen der Pfarrer Heinrich Möller an der Martinskirche zu Kassel vorgeschlagen worden. Dieser Vorschlag hat nunmehr die königliche Bestätigung erhalten. Wir sind in der Lage, näheres über den bisherigen Lebensgang des neuen Generalsuperintendenten zu bringen. Am 9. Mai 1864 zu Neukirchen a. d. Schwalm als Sohn des dortigen Lehrers geboren, besuchte Möller das Gymnasium zu Marburg an der Lahn und studierte sodann am selben Ort und in Eclangen Theologie. Am 1. Oktober 1887 trat er als Einjähriger bei den Jägern in Marburg ein; vom Oktober 1888—1889 war er Erzieher in dem hochgebildeten und kunstfinnigen Haus des deutschen Generalkonsuls Schneegans in Genua. Nach seiner Rückkehr in die Heimat wurde er Pfarrgehilfe in Wettesingen, Pfarrverweser in Holzhausen und wieder Pfarrgehilfe in Breitenbach, um dann sein erstes, selbständiges Pfarramt in Schmalkalden zu übernehmen. Nachdem er von dort am 1. Januar 1897 in die dritte Pfarrstelle an der St. Martinzkirche in Kassel berufen war, tritt er nun, von dem Vertrauen seiner Be bö den dazu berufen, in verhältnismäßig jungen Jahren in dieses verantwortungsvolle, hohe Amt. Möge er es lange Jahre zum Segen der hessischen Kirche verwalten dürfen. Kolonialpost. (Ein Realgymnasium für Windbu!) Der Schulvorstand der Schulgemeinde Windhuk beschloß in seiner Sitzung am 20 April, an der auch Gouverneur v. Linde quist teilnahm, die Windhuker Schule zu einem Realgymnasium auszubauen, und zwar in der Weise, daß im nächsten Jahre eine Sexia errichtet werden soll. Im Zusammen hang damit hat der Vorstand beim Gouvernement den Antrag gestellt, im nächsten Etat die Mittel zur Erweiterung des Schulgebäudes und Vermehrung der Lehrkräfte einzustellen. Es sollen, nach den„Windhuker Nachrichten“, nun gefordert werden: ein aka demisch gebildeter Rektor und eine semina ristisch gebildete Lehrerin, so daß sich die Zahl der Lehrkräfte auf vier erhöhen wird. Den Riktor denkt man sich gleichzeitig als Reorganisator und Referenten für das ganze Schulwesen der Kolonie. Neben den Gymnasialklassen sollen die Volksschulklassen bestehen bleiben, so daß für die Schüler die Verpflichtung. sämtliche Unterrichtsfächer der Gynnasialklassen zu besuchen, nicht besteht. — Ferner wurde beschlossen, für Windhuk, Klein Windhuk und Avis den Schulzwang einzuführen..i Darlegung des Stard punktes, den das Gouvernement in der Konfessionsfrage einnimmt, betonte der Gouverneur, die zwischen Evangelischen und Katholiken in den deutschen Schulen Südafrikas herrschende Harmonie mässe ebenso vor bildlich sein, wie die Höhe auf der die dortigen Schulen stehen. Soziales. (Eine neue sozialdemokratische Frauenorganisation) ist unter dem Namen„Freie Vereinigung erwerbstätiger Frauen und Mädchen" begründet worden. Sie ist hervorgegaggen aus dem gewerkschaftlichen Frauenverein in Beilin, der vornehmlich Auswärterinnen, Dierstboten und Handarbeiterinnen unfaßt. Das Peogramm dieser Frauenorganisation ist identisch mit dem Programm der sozialdemokratischen, radikalen Gewerkschaften. Der gewerschaftliche Frauenverein war auch dem Kartell der lokalistischen Gewerkschaften angeschlossen. Auf dem 7 Kongreß der freien Vereinigung deutscher Gewerkschaften war der Frauenverein durch eine Delegation vertreten. Es sollen jetzt in allen Städten Filialen errichtet werden. und Bielefeld, 8. Juni. X(Evangelischer Lehrerverein für Minden=Ravensberg) Den ersten Vortrag am Familienabend, Mittwoch abend, hielt Lehrer Goldstein= Gütersloh über das Thema „Unsere Kinder und die Erziehung zum Gehorsam.“ Der Vortragende, dem wir wegen der Unruhe im Saals leider nicht vollständig zu folgen vermochten, zeigte zunächst, daß sich das neue Liben der Christen im Gehorsam gegen Gott beweist und die Kinder zu diesem Gehorsam zu erziehen sind. Freudiger Gehorsam gegen Gott und Menschen ist das Erziehungsziel. Die Erziehung des Kindes liegt vornehmlich in der Hand der Mutter. Frau Gert ud(in Pestalozzis Buch: „Lienhard und Gertrud") lehrt ihre Kinder diesen Gehorsam in richtiger Wertung der Kindesart, umsichtig, freundlich und ohne zu drohen als Pflicht. Sie belohnt ihre Kinder nicht des bewiesenen Gehorsams, sondern der guten Leistung wegen; sie handelt in der Erziehung konsequent und im Einklang mit dem Vater. Der Eigensinn wird dadurch bekämpft, daß unberechtigte Wünsche keine Erfüllung finlen. Strafen finden nur in zweckentsprechenter Weise als Erziehungsmittel Anwendung. Gott schenke unerem Volke rechte Mütter! Es folgte der Vortrag des Hauptlehrers Wellenbrink=Jöllenbeck über„Unsere Kinder und die Erziehung zur Wahrhaftigkeit und Gottesfurcht". Auch die Kindesseele ist nicht rein, sondern vom Gift der Sünde angefressen. In dem Plaudern des Kindes, seinen Fantasien und seinem Gedankenspiel darf man keine Lüge suchen. Sobald aber ein bewußtes Reden der Unwahrheit eintritt, muß sogleich die Erziehung einsetzen. Ihr Ziel ist die Gewöhnung des Kindes an Wahrhaftigkeit. Jede Unwahrheit muß verhindert, gerügt, und, wenn nötig, bestraft werden. Später muß Belehrung und Ermahnung und, wenn diese Erziehungsmittel nicht ausreichen, Bestrafung eintreten. Körperliche Strafen sind, soweit es möglich ist, zu vermeiden; sehr wirksam ist aber eine zeitweilige Entziehung des Vertrauens. Die Erziehung hat auch ihre positive Seite. Da ist zunächst das Vorbild von Vater und Mutter zu nennen. Die Kinder sind schaife Beobachter Deshalb gilt es für die Eltern, zu wandeln in dem, der sagen kann: „Ich bin die Wahrheit und das Leben". Die Eltern müssen ihre Kinder dem Heiland zuführen. Im Kindesherzen wohnt neben dem Bösen das Sehnen des Herzens nach etwas besserem. Sehr wichtig ist es, daß die Mutter ihre Kinder das Beien lehrt, das erhält diesen in allen Stürmen des Libens den Blick nach oben. Auch der Vater muß für seine Kinder Zeit übrig haden. Herrlich ist das Ziel der christlichen Erziehung, aber die Aufgabe ist schwer und der Weg mühsam. Deshalb sind nur solche Eltern rechte Eczieher, die auf die Frage des Herrn:„Hast du mich lieb?“ antworten können:„Ja Herr, du weißt, daß ich dich lieb habe“. Die dritte Ansprache hielt Konsistoriatrat Culemann=Münster über: Unsere Kinder und die Macht des Vorbildes in der Erziehung: Wir ziehen unsere Kinder wie von selbst in unsere Bahnen hinein. Ueberall in unserem Leben hinterlassen wir Spuren unseres Wandels. Deshalb ist das Beispiel, das wir geben, von so croßer Bedeutung. Doppelt und dreifach gilt dies aber in Bezug auf die Kinderstube. In den Kindern wohnt ein Nachahmungstrieb. Sie richten sich nach uns, und alles, was wir Alten tun, gilt ihnen als das Rechte und Wahre. Wir sind also in gewissem Sinne das Gewissen unserer Leute vom Pommernland. Roman von Käte Lubowski. 361[Nachdruck verboten.] Marianne zittert. Sie muß sich an der Lehne des Armstuhles festhalten, um nicht umzufinken. „Gib mir die Waffe“, bittet sie endlich. Er ist seltsam ruhig geworden. Seine Finger zittern nicht mehr. Seine Stimme klingt nur scharf. „Das war das rechte Zwangsmittel, glaube ich. Jetzt wirst du dich wohl anders besonnen haben. Ich will mein Glück. Selbst mit der Lüge, von der du vorher gesagt hast, erscheint es mir noch köstlich. Sie ist ja zudem durch die Erklärung aus deinem Munde, daß du mich nicht wieder liebst, zur Wahrheit geworden. Du wirst mir die bindende Erklärung abgeben, daß du nun doch meine Frau werden kannst. Jetzt, auf der Stelle. Tust du es nicht, bin ich morgen ein toter Mann. Darauf gebe ich dir mein Eh....“ Er zuckt zusammen, ohne zu vollenden. Er besitzt ja längst keine Ehre mehr. Was soll die neue Lüge? Es ist gleichgültig. Sie wird ihm auch so glauben. Ihre starren, verzweifelten Augen verraten es. In ihrer Seele entspinnt sich nach seinen letzten Worten ein surchtbarer Kampf. Wenn sie auch jetzt noch auf ihrer Weigerung beharrt, wird sie zur Mörderin an ihm.— Das darf nicht sein. Er muß leben. Was aber soll sie tun, ohne sich selbst untreu zu werden? Da wird es plötzlich klar und licht in ihr. Hans Heinrich ist in dieser Stunde ein Irrer, dem man den Willen tun muß, ein Unzurechnungsfähiger, den die Leidenschaft meistert. Und es ist nichts als ein Gaadenmittel, das sie ihm reicht,— das ausgewirkt und zurückgegeben wird, sobald er wieder gesund ist. Das muß sie tun. Ein Unterlassen wäre unmenschlich und grausam. Und wenn sie es nicht um ihn, der leidet, täte, so wäre ein anderer da, der sie dazu zwänge. Einer, der diesen Sinnlosen über alles lieb hat, Jürgen! Es ist keine Sünde dabei und keine Lüge. Kein Verlieren ihres Selbst und ihrer Reinheit. Nur Barm herzigkeit und Menschengüte. Sie weiß, daß er sie frei geben wird, freigeben muß, mit dem Augenblicke, wo ihm die Besinnung kommt, wenn er kein Schuft ist. Und dafür meint sie ihn denn doch zu genau zu kennen. Sie neigt sich, von tiefim, warmherzigem Mitleid bezwungen, zu ihm herab und streichelt sein Haupt, das er auf den gelegt hat, mit leichter Hand. „Hans Heinrich“, sagt sie dicht an seinem Ohr,„ich habe mich besonnen. Ich will dir angehören, bis du mich freigibst.“ Er springt emper. Er will sie an sich reißen. Wie ein wildes Tier ist er in diesem Augenblicke.— Da trifft sein Blick ihr in sicherer Zuveisicht leuchtendes Gesicht, das den Ausdruck einer Heiligen hat. Und er weiß, daß sie Komödie mit ihm spielt. Er kann sie nicht küssen, bevor nicht er alles festgestellt und aufgedeckt hat, damit dem augenblicklichen Genusse nicht der dauernde Verlust folge.„Marianne, vergiß nicht, was ich dir gesagt habe. In dem Augenblicke, wo du dein Wort von mir zurückforderst, geschieht das, an dem du mich verhindert hast. Nicht nur ein Leben hast du dann zerstört, sondern zwei. Oder meinst du, daß Jürgen mein Tod nicht in seiner besten Arbeitskraft zerbrechen würde?“ Er beobachtet sie scharf. Er will sehen, welche Wirkung der Name des Bruders auf sie ausübt. Es gibt aber nichts zu sehen. Sie nickt, als wolle sie sagen:„Ich weiß das ja alles schon.“ Da fährt er fort:„Ich kann nicht ohne dich leben, Marianne. Verderben und verkommen würde ich, wenn ich.in Leben weiterschleppen wollte— ohne dich. Mildert das nicht deine Verachtung und den Widerwillen gegen den angewandten Zwang? Sieh mich an, Marianne, und schwöre mir, daß du zu mir hältst, solange ich es will.“ „Ich schwöre es, Hans Heinrich.“ Wie ruhig und sicher ist sie. Daran merkt er deutlich, was für ein Lump er geworden sein muß, daß er sich sogar nicht mehr von diesem unerschütterlichen Glauben an seine Ehrenhaftigkeit röhren läßt. Mag er es sein. Auch ein Lump kann wieder ehrlich werden. Freilich anders, als sie es in diesem Augenblicke erhofft. Sie redet weich und heimlich zu ihm, wie man zu einem Kinde spricht, das sich sehr, sehr weh getan hat. „Und nun geh nach Hause, Hans Heinrich. Die Waffe läßt du mir da. Und wenn du kannst, geh über die Wiese und lege dich in ihr Gras, dort hinein, wo die meisten Blumen stehen. Da lagst du auch früher allemal. Und denke an unsere Kindheit, an das Reine und Gläubige, das in uns war, und suche, bis du es wieder findest. Und morgen, Haus Heinrich, oder übermorgen, kommst du wieder zu mir und zeigst es. Und wir wollen gemeinsam dem Gott unserer Kindheit danken, Kind auch tun zu dürfen. D Sache für uns. Wie der EphAch die Kinder an uns nach sie aber keinen Baum finden, an der Erde. Darum kommt: heit unseres Libens an. Di Vorbildes können wir durch ersetzen. Unsere Ermahnung Vorbild stimmen. Dieses läßt Schzusammennehmen in Geg ersetzen Kinder sind hellhörig das Vorbild fehlt, durch En Heuchlern erzogen. Winn wi erinnern, daß die Kinder in triten, dann wnden diese un rechtem Borbild verwaudelt si in innere Beeinflussung. Die ziehen mit gerät das älteste g einen Ecziehungsfaktor mehr. gilt es in der Auswahl der Freunde. Siehe Luthers Erk Bitte! Wenn die Kinder auf de hören, dann spült wohl mei das Unreine hinweg, ja die K nicht. Man lasse auch nur re Bücher in das Haus! Es gilt den Einfluß des höchsten Vorbi zu bringen und wenn die Elter wird der Segen nicht ausbleibe den Unterschied wahrnehmen zu Vorbild. Deshald müssen das Wort sich verbinden. Rektor Müller=Bielefeld sch Dankesworten für die zahlreid der Bitte, den Luthervere der sich die Linderung der Sch lischen in Oesterreich zur Auf Der Besuch der Versammlung 1000 Personen geschätzt. Di 72 Mk, so daß der Abend einen Ueberschuß zu Gunsten des geworsen hat. (Die zweite diesjäh gerichtsperiode) begini und soll recht umfangreich: (Der Landesverein technischer Lehrerinn Pfingstwoche hier getagt. solgende R solution anger Teilnehmerinnen der 6 Gen des Landesvereins preuß Lehrerinnen in Bielefeld st die weibliche Fachaussicht d unterrichts aus, dean sie fin dieselbe diesem Unterricht nur und dur chaus notwendig ist. sie mit allen Kräften dahin weibliche Fachaussicht immer geführt wird.“ Aus dim ergibt sich, daß die im gründete Adteilung jetzt 206 gegen 82 im Jahre 1904. (Der Verdand evan beitervereine von Rh Westfalen) hatte im Jok Einna'm von 210660 82 Ausgase von 157118 Marl der Bestand 53542,47 Mark sterbekasse erzielte in dem er 1906 eine Einnahme von 181 eine Ausgabe von 1 528,89 bleibende Gewinn betrug alst (Den deutschen Frau achtung.) Bemerkenswert englische Generalleutnant H die japanische Frau sa nich: Frau ist der Frau übetlegen; denn die jap: noch nicht emanzipiert ganz Weib. Die asiatischen F noch das Geheimnis, das di Westers anfängt, verloren z Männer des Westens sind gewesen, aber eine surchtbare jetzt der Zivilisation von der amerikanischen Frau Nachahmerinnen in Eu bei geht Hamilton auf die Zust ein, wo die„Gesellschaftsdai für ihre Kinder hat, während nische Mutter ihnen vö in seinen Worten liegende ist durchass zeitgemäß. m(Festgenommen) wul jenige Prson, welche seit e hier mehrere Fahrräder entw m(Schwer mißhan gestern abend von den Arbe Arbeiter H. von hier, so von der F uerwehr einen No legt wrden mußte. m(Eingeliefer!) nu.d wegen T unkenheit. m.(Warnung) Da mit der würmeren Jahreszeit die dr ellzemeinen Eerährung spielen deginnen, wird darau daß goch anerkannt genießbar. iche So###u geeignet sein kan lich Gesunchet zzi schädigen, daß er es dich sehen ließ. mch Ihr schönes Gesitzt ist nahr spürt en Duft des jungen kann siy nicht länger zügeln. #2# sime Arme und küßt sie eußt ign gewähren. (Fortsetz Kinder. Was Vater und Mutter tun, glaubt das Kind auch tun zu dürfen. Das ist eine tiefernste Sache für uns. Wie der Epheu am Baum ranken Ach die Kinder an uns nach oben empor; wenn sie aber keinen Baum finden, dann kriechen sie an der Erde. Darum kommt es auf die Beschaffenheit unseres Libens an. Den Einfluß unseres Vorbildes können wir durch unsere Worte nicht ersetzen. Unsere Ermahnung muß mit unserem Vorbild stimmen. Dieses läßt sich auch nicht durch Schzusammennehmen in Gegenwart der Kinder ersetzen Kinder sind hellhörig und werden, wenn das Vorbild fehlt, durch Esmahnungen nur zu Heuchlern erzogen. Winn wir uns dessen stets erinnern, daß die Kinder in unsere Fußlapfen triten, dann wuden diese unsere Erzieher. Bei rechtem Borbild verwandelt sich unsere Autorität in innere Beeinflussung. Die älteren Kinder erziehen mit gerät das älteste gut, dann haben wir einen Ecziehungsfaktor mehr. Sorgfältig zu sein gilt es in der Auswahl der Dienstboten und Freunde. Siehe Luthers Erklärung zur vierten Bitte! Wenn die Kinder auf der Straße Schlechtes hören, dann spült wohl meist das reine Haus das Unreine hinweg, ja die Kinder hören darauf nicht. Man lasse auch nur reine Zeitungen und Bücher in das Haus! Es gilt, die Kinder unter den Einfluß des höchsten Vorbildes Jesus Christus zu bringen und wenn die Eltern dies tun, dann wird der Segen nicht ausbleiben Das Kind muß den Unterschied wahrnehmen zwischen sich und dem Vorbild. Deshald müssen das Vorbild und das Wort sich verbinden. Rektor Müller=Bielefeld schloß die Feier mit Dankesworten für die zahlreiche Teilnahme und der Bitte, den Lutherverein zu unterstützen, der sich die Linderung der Schulnot der Evangelischen in Oesterreich zur Aufgabe gemacht hat. Der Besuch der Versammlung wird auf 900 bis 1000 Personen geschätzt. Die Kollekte betrug 72 Mk, so daß der Abend einen nicht unerheblichen Ueberschuß zu Gunsten des Luthervereins abgeworsen hat. (Die zweite diesjährige Schwurgerichtsperiode) beginnt am 11. Juni und soll recht umfangreich werden. (Der Landesverein preußischer technischer Lehrerinnen) hat in der Pfingstwoche hier getazt. Es wurde u. a. solgende R solution angenommen:„Die Teilnehmerinnen der 6 Generalversammlung des Landesvereins preußischer technischer Lehrerinnen in Belefeld sprechen sich für die weibliche Fachaussicht des Handarbeitsunterrichts aus, dean sie sind überzeugt, daß dieselbe diesem Unterricht nur Nutzen gewährt und durchaus notwendig ist. Deshalb werden sie mit allen Kräften dahin streben, daß die weibliche Fachaussicht immer allzemeiner eingeführt wird." Aus dim Geschäftsbericht ergibt sich, daß die im Jahre 1902 gegründete Adteilung jitzt 206 Mitglieder hat gegen 82 im Jahre 1904. (Der Verdand evangelischer Arbeitervereine von Rheinland und Westfalen) batte im Johre 1905 eine Einna'm vor 210660 82 Maik und eine Ausgase von 157118 Mark Somit war der Bestand 53542,47 Mark Die Verdandssterbekass: erzielte in dem ersten Bierteljahre 1906 eine Einnahme von 1817·31 Mark und eine Ausgabe von 1 528,89 Mark, der verbleibende Gewinn betrug also 288 42 Mark (Den deutschen Frauen zur Beachtung.) Bemerkenswert ist, was der englische Generalleutnant Hamilton über die japanische Frau sagt:„Die japanich: Frau ist der Frau des Westens überlegen; denn die japanische Frau ist noch nicht emanzipiert. Sie ist noch ganz Weib. Die asiatischen Frauen bewahren noch das Geheimnis, das den Frauen des Westers anfängt, verloren zu gehen. Die Männer des Westens sind immer selbstisch gewesen, aber eine surchtbare Gefahr droht jetzt der Zivilisation von der selbstischen amerikanischen Frau und ihren Nachahmerinnen in Europa.“ Hierbei geht Hamilton auf die Zustände im Westen ein, wo die„Gesellschaftsdame“ keine Zeit für ihre Kinder hat, während sich die japanische Mutter ihnen völlig widmet. Die in se.nen Worten liegende ernste Mahnung ist durchass zeitgemäß. , m(Festgenommen) wurde gestern diejenige Prson, welche seit etwa 10 Tagen hier mehrere Fahrräder entwendet hat. m(Schwer mißhandelt) wurde gestern abend von den Arbeitern L. u. N. der Frbeiter H. von hier, so daß demselden von der F uerwehr einen Notverband angelegt wrden mußte. m(Eingeliefer!) rude eine Person wegen T unkenheit. m.(Warnung) Da mit dem Eintritt wärmeren Jahreszeit die Pilze wiederum dr ellzemeinen Errährung eine Rolle zu #elen deginnen, wird darauf hingewiesen, #lche# enerkannt genießbare und belömmiche Sorten geeignet sein können, die mensch lich Gesuncheit zi schädigen, sobald sie eine teilweise Zersetzung erlitten haben. Es ist daher beim Einkauf und beim Sammeln von Pilzen darauf zu achten, daß nur jange, durchaus gesunde Exemplare als Nahrungsmittel Verwendung finden dürfen, während die alten ausgewachsenen, sehr wässerigen oder in Zersetzung befindlichen Pilze zu verwerfen sind. Ein sicheres Merkmal, giftige Pilze von unschädlichen zu unterscheiden, gibt es außer der genauen Kenntnis der einzelnen Sorten nicht. Die hier für empfohlenen Mittel, Eintauchen eines silbernen Löffels, Mitkachen einer Zviebel oder ähnliche, sind nur geeignet, Irrtümer herbeizuführen und daher zu verwerfen. Es muß deshalb davor gewarnt werden, unbekannte Sorten von Pilzen zu genießen. Aus den Preisen Binsen zud Lllich Minden, 8. Juvi.(Eine Neuerung an Eisenbahnsignalen) ist kürzlich versuchsweise zur Einführung gelangt. Bekanntlich befinden sich vor den Einfahrtssignalen zu den Bahnhöfen und Blockstationen noch sog Vorsignale. Diese sind in einem Abstande von 400 bis 600 Metern vor den Hauptfignalen aufgestellt, stehen mit den letzteren automatisch in Verbindung und zeigen dem Lokomotivführer schon frühzeitig an, ob er am Einfahrtsfignale zu halten hat oder nicht. Da run die Erkennbarkeit dieser grüngestrichenen Vorsignale häufig zu wünschen übrig läßt, so ist nach dem„.= L. Kreisbl.“ jetzt versuchsweise am Fuße besselben noch je eine quadralmetergroße Scheibe angebracht worden, welche vorläufig verschiedenen Anstrich(schrät, senkrecht oder wagerecht schwar; und weiß gestreift) erhalten haben, um auf diese Weise dem Lokomotiv= führr das Vorsignal leichter kenntlich zu michen und so das Ueberfahren des Hauptsignales mit Sicherbeit zu verhüten.— Sollte sich diese Anordnung bewähren, so dürfte dieselbe im Bereich der Königlich preußischen und Großherzoglich hessischen Staatseisenbahnverwalung allgemein zur Einführung gelangen. Minden, 8 Juni.(Schwindler.) Vor einigen Wochen hat hier ein Schwindler sein Uewesen getrieben, er telephonisch auf den Namen einer bekannten Familie in verschiedenen Geschäften meist wertvolle Waren bestellte und auch zu erhalten wußte. Diesen Gauner hat man nach der„Westf. Zig.“ jetzt in Peine bei gleicher Tat verhaftet; es ist der Sch osser Mallin aus Hannover. Petershagen 6 Juni.(Dashiesige Leorerseminar gedenkt am 7 August d. J. sein sünfundsiebenzigjähriges Jubiläum zu feiern. Die Feier soll nach dem„.=L. Kre'sbl“ besonders ein Fest für die früheren Zöglinge der Anstalt werden. Damit an diese Ein. ladungen ergehen können, werden alle diejenigen früheren Zöglinge, denen diese Zeilen zu Gesicht kommen, gebeten, möglichst genaue Adressen(Familien und Vornamen, Irhr der Abgangsprüfung, jetziger Wohnort, event. unter Hinzufügung's Kreises, der Straße und Hausnummer) bis zum 20. Imi an die Seminardirektion einzuschicken und zwar nicht nur für die eigene Person, sondern auch, soweit möglich, für alle Klassenbrüder er es dich sehen ließ. Du verstehst Ihr schönes Gesitzt ist nahe bei ihm. Er spürt en Duft des jungen Körpers. Er kann siy nicht länger zügeln. Er reißt sie in semne Arme und küßt sie,— und sie laßt ion gewähren. (Fortsetzung folgt) An den Areie Frrun Herford, 7. Juni.(GeneralMusterung.) Das diesjährige OberErsatzgeschäft im Kreise Herford findet am 22., 23, 25., 26., 27, 28 und 30. Juni d. J. in der Turnhalle des Wirtes Aecker zu Herford statt. Beginn des Geschäftes zu jedem Tage vormittags 7 Uhr. Zu erscheinen haben sämtliche Militärpflichtige, welche bei der diesjährigen Musterung als dauernd untauglich erklärt, zum Landsturm bezw. Ersatzreserve geschrieben oder als tauglich befunden sind, sowie diejenigen zum einjährig freiwilligen Dienst Berechtigten, die von einem Truppenteil als untauglich abgewiesen sind oder wegen häuslicher Verhältnisse ihre Befreiung vom Militärdienst beantragen Herford, 7. Juni.(Gewerbe=Verein.) Am Sonntag, den 10. d. M. findet ein Ausflug mit Damen über Bielefeld nach Oerlinghausen und von da zu Fuß zurück durch die Siekersche Schweiz nach Bielefeld statt. Aofahrt 107 Uhr mittags. -ie- Enger, 8. Imi.(Das Jahresfest des Gustav Adolf=Kreisvereins Herford) findet hier diesmal am Mittwoch, den 13. Juni, statt, und zwar nachmittags 2½ Uhr iy der Kirche. Als Festprediger siad gewonnen worden die Herren Pastor Dütem yer=Mennighüffen und Pastor Niemann aus Hörstel bei Ibbenbüren, welch letzterer aus der dortigen Diaspora berichten wird. Nach Schluß des Festgotiesdienstes ist die Nachversammlung im Konfirmandensaal neden der Kirche. Zu dem Feste werden alle Evangelischen in Stadt und Land herzlichst eingeladen. II Kirchlengern, 7. Jmi.(Streik.) Seit einigen Tagen streiken hier 30 organisierte Zigarrenarbeiter der Fabrikstiiale der Firma Hagens und Schmidt Bremen, während die übrigen nichtorganisierten Arbeiter der Firma zu den bisherigen Bedingungen weiter arbeiten. II Löhne, 7 Jani.(Tötlicher Unglücksfall.) Heute rachmittag gingen die Pferde eines Mühlenwagens der Firma Karl Koch=Mellbergen durch und rasten im Trabe die Dorfstraße entlang. Dem Wagenführer war es nicht möglich die Pferde zu halten. Diese liefen vielmehr auf einen am Wege stehenden Handwagen los, in welchem zwei Kinder saßen. Der kleine Handwagen wurde von dem auprallenden schweren Mühlenwagen zertrümmert und die Kinder aus demselben herausgeschleudert Während das kleinste dreijährige Kind ohne Ver letzungen davonkam, wurde das fünsjährige Söhnchen des Neubauers H Osterhage überfahren und derartig verletzt, daß es schon nach einigen Minuten seinen Geist aufgab. Bünde, 7. Juni.(Direkter D= Zugverkehr Berlin. Blissingen=London über Osnabrück=Münster). Wegen der Ueberlastung der Eisenbahnstrecke Köln=Hannover beabsichtigt die Eisenbahn=Verwaltung vom 1. Mai 1907 ab mehrere Schnellzüge in der Richtung nach oder von Berlin anstatt über Löhne HammDoctmund über Löhne=Osnabrück Münster=Wanne verkehren zu lassen. In erster Linie sind nach hiesigen Blättern die=Züge 15 und 16 BlissingenBerlin oder umgekehrt, die den Verkehr nach Ee gland über Holland vermitteln, aus ersehen, über Münster Osnabrück geleitet zu werden. Die erforderlichen direkten Gleiseverbindungen der Bahnkönper Löhne=Rheine oder Münster=Hamburg bei Otnabrück werden durch den Bau einer sogen. Schleife hergestellt werden. Infolge der Tunnel sperrung bei Altenbeken ist eine derartige Schleife Gleise Guten Kr., Wuburg) zur Verbindung der Sleise Altenotten Kassel und Schersede Holzminden erbaut worden. Die Entfernung zwischen BerlinLondon über Hannover= Dortmuno=OberhausenBoxtel Vlissinzen= Quensborough beträgt 1067.5 Kilometer, die Fahrzeit 20 Stunden.(D. Zug 16 ab Berlin 11,24 vorm., an London St Paul's .48 vormittags), über Löhne Osnabrück Münster. Oberhausen wird die Entfernung 1084 Kilometer betragen. Die Strecke über Löhne Osnabrück Münster ist also nur 17,3 Kilometer länger als die über Löhne=Dortmund. Aus den Rez.=Be Mosses Münster, 6. Juni.(Ertrunkev.). In einem Düker des Dortmund Emskanals in der Nähe von Gelmer ertrank vor den Auzen seiner beiden Brüder ein 11jähriger Knabe, der bei dem Versuche, einen wertlosen Gegenstand von der Wasserfläche zu sichen, in den Schacht stürzte und von dem Strudel in die Tiese gezogen wurde. Die Liche wurde nach der Rh. W'a“ sofert vo: dem Abflußrost gefunden. Wiederbelebungsversuche dlieben erfolglos. Bentheim, 6..ni.(Ausdem fahrenden Zuge) sprang gestern abend kurz vor der hiefigen Station ein holländischer Reisender, der die Fahrt ohne Billet angetreten hatte und einer Nachlösung aus dem Wege gehen wollte. Er sprang so unglücklich gegen einen Signalmast, daß er tot liegen blieb. auf den Betrag, um den die Steuer erböht ist, beschränken. Je noch Lage der Verbältnisse in den einzelnen Bezirken wird die Erhöhung eine verschiedene####a müssen; aber ohne eine die Stei#rung aller Ausgaben berücksichtigende Echödurg wird es nirgends gehen. Mit dieser Tatsache werden die Wute und das Publikum wohl oder übel sich abfiaden nüssen, und es ist auch richtiger, daß sie sich damnt abfinden, als daß sie durch einen ganz unberechtigten Widerstand die.auereien möglicherweise dazu verleiten, die erhöhte Steuer und die Ehigen Mehrausgaben auf einem anderen Lorgr, känlich dem der Berschlechterung des Produkts, abzuwälzen.“ Düsseldorf, 6. Juni.(Die dies jährige Ausstellung des Kunstvereins) für die Rheinlande und West: falen wurde, wie üblich, am ersten Pfingstfeiertage in der städtischen Kunßthalle eröffnet. Sie weist die ausnahmsweise hohe Zahl von 220 Kunstwerken auf, in der Hauptsache Oelgemälde; doch ist auch die Plastik vertreten. Aus Anlaß des 25 jähr. Bestehens der Kunsthalle wird die Ausstellung länger als sonst üblich geöffnet sein(vom 3. Juni bis 14. Juli).— Aus gleichem Anlasse findet im Herbst eine Ausstellung von Kunnwerken statt, die sich im Privatbesitz Düsseldorfer Bürger befiaden, und im November eine große Jubiläumsausstellung der vereinigten Düsseldorfer Künstlerschaft. Berlin, 7. Juni. Gegen den Diener Wilhelm Glase, der die Silberdiebstahlaffäre der Fürstin Wrede in Fluß gebracht hat, ist Anklage wegen versuchter Erpressung jtzt formell erhoben worden. Kattowitz, 6. Juni. Von russischen Kosaken wurde Mittwoch früh auf preußischem Gebiet bei Eicher au ein Schmuggler erschossen. Die Kugel traf den Mann mitten ins Herz. Es ist eine Untersuchung eingeleitet Hamburg, 7. Juni. Die Direktion der Hamburg=Amerikalinie erklärt die inbezug auf den Dampfer„Prinz Eitel Friedrich" umlaufenden Gerüchte für gänzlich unbegründet. Der Dampfer liege im Hafen von New York und werde von dort seine fahrplanmäßige Reise nach Westindien antreten. Celle, 7. Juni. Auf der Strecke Celle Lehrte kollidierten zwei Züge. Der Materialschaden ist unbedeutend Verletzt wurde niemand. Wien, 7 Juni. Der Bürgermeister beabsichtigt in der Angelegenheit der Generalaussper= rung der Arbeiter des Baugewerbes für die Arbeitswilligen Verhandlungen anzubahnen. Mit den Hilfsarbeitern dürften rund 48000 in der Baubranche beschäftigte Arbeiter ausgesperrt sein. Uebersicht der Witterung. Bielefeld, 8. Juni 1906. Mitgeteilt von Fr. Böckelmann Ww., hier Niedrigst. Thermometerstand in der Nacht+-10 0s Thermometerstand um 10 Uhr vorm.+ 16 Barometer 75,9 cm Wind: Nord. Himmel: teilw. bedeckt. Auf den Nachterereviahen## Detmold, 6. Juni.(Von der Landesynode) ist der Beschluß über den Fall Thelemann nachzuholen. Nachdem Generalsuperintendent Wessel sich scharf gegen die Eingäbe aus Wüsten ausgesprochen hatte, wurde folgender Kommissionsantrag angenommen:„1 Die Landessynode weist die in der Eingabe des Liberalen Octsvereins Wüsten vom 13. Mai gegen die kirchlichen Behörden und Beamte erhobenen Beschuldigungensmit Eatrüstung zurück und erkläst sich mit den von seiten des Fürstlichen Konsistoriums zur Beseitigung des kirchlichen Notstandes in der Gemeinde Wüsten getroffenen Maßregeln einver standen. 2. Die Landessy rode überweist beide Eingaben aus Wüsten dem Fürstlichen Konsistorium als Material und ersucht das Konfistorium, zu erwägen, ob nicht wegen der in der Eingabe des Liberalen Octevereins enthaltenen Verunglimpfungen Strafantrag zu stellen sei. 3. Die Landessysode sieht davon ab, an das Fürstliche Konfistorium das Ersuchen zu richten, auf baldmögliche Beseitigung der Hilfspredigerstelle in der Gemeinde Wüsten Bedacht zu nehmen, nachdem von dem landesherrlichen Kommissar die E klärung abgegeben worden ist, daß die Erwägungen im Fürstlichen Konsistorium darüber, ob gegen den Pastor Thelemann auf Grund des Gesetzes, die Dienstvergehen der evangelischen Geistlichen betr. vom 5. März 1906, ein Dieziplinarverfahren einzuleiten sei, noch nicht zum Adschlusse gekommen sind.“ Detmold, 7. Juni.(Die Norddeutsche Brauerei=Vereinigung.) e. V, mit dem Sitz in Detmold, erläßt eine Erklärung zur Frage der Erhöhung der Bierpreise, in der es heißt:„Eine Erhöhung der Bierpreise ist durchaus gerechtfertigt. Diese Erhöhung kann sich durchaus nicht nur leste Nachrichten. Berlin, 8 Juni. Der„Vorwärts“ läßt sich aus Riga melden: Die balti chen, deu syen Großgrundbesitzer beabsichtigen im Falle einer Expropriation ihrer Güter insgesamt nach Preußen au zuwandern und sich der An siedelungskommission in den Ostmarken zur Verfügung zu stellen. Wien, 8. Juni. Herr von Tschirschky erklärte einem Vertreter der„N. Fr. Pr., es sei falsch, daß die Reise Kaiser Wilhelms eine Spitze gegen England habe, man sei im Gegenteil in Deutschland froh, daß die österreichischen und deutschen Beziehungen zu England zur Zeit so gute sind. Was Italien betreffe, so zeige der Depeschenwechsel zwischen den drei Monarchen, wie herzlich das Ein vernehmen zwischen den drei Staaten sei. Seine Anwesenheit motivierte Tschirschky damit, daß er nach altem Brauch als neuer Staatssekretär dem Kaiser Franz Josef und dem Grafen sich vorstellen wollte. Zu besonderen Abmachungen liege kein Grund vor, zumal das Bündnis für neue Abmachungen gar kein Platz ließe. Paris, 8. Juni. Nach privaten Meldungen aus Rom übertrug der Papst das Referat über die frauzösische Bischofskonferenz dem Kardinal Rampolla, der im Gegensatz zum Staatssekretär Merry del val zu einem modus vivendi geneigt ist. Madrid, 8. Juni. Der König hat die nachgesuchte Entlassung des Kabinetts Morets nicht angenommen, läßt vielmehr Moret für eine Reorganisation des Ministeriums freie Hand. Da der Herzog von Almadovar wegen Krankheit unbedingt ausscheiden will, dürfte das Ministerium des Aeußern Poretz Caballero angeboten werden. Es hat Gott gefallen, unsere liebe treue Mutter, Schwiegermutter und Grossmutter Frau Helene Winzer geb. Stallforth im Alter von 71 Jahren zu sich in die Ewigkeit zu nehmen. Wiesbaden, den 6. Juni 1906. Die trauernden Hinterbliebenen. Chemnitz, Metz, Bremen, Käselow bei Güstrow i.., Gross. Görnow. bei Blankenberg i. M. Die Beerdigung findet statt in Bielefeld am Sonnabend, den 9. Juni, vormittags 11 Uhr von der Kapelle des Johannisfriedhofes aus. Es hat Gott dem Herrn gefallen, nach langer, schwerer Krankheit unsere liebe Cousine und Tante Frau Ww. Dina Corswandt geb. Kostedt heute nachmittag 4 Uhr im Alter von 57 Jahren zu sich zu nehmen. Bethel(Sarepta), den 7. Juni 1906. Namens der Hinterbliebenen: Auguste Meyer. Die Beerdigung wird am Montag, den 11. Juni, nachmittags 2 Uhr von der Zionskirche aus stattfinden. Chrisk.=parrivr. Munnervereik, Vieleseld Aeltester Verein des Landesverbandes u. d. Deutschen Gesamtverbandes. 1881—1906. TubilaumoTriet. Sonntag, den 17. Juni. Vormittags 10 Uhr: Festgottesdienst in der Altst. Kirche. Festprediger: Herr General=Euperintendent Zöllner=Münster. Antritt zum Festgottesdienst um 9½ Uhr. Nach dem Gottesdienste Zusammenkuuft im Ev. Vereinshause neben der Altst. Kirche. Für die Gäste sind nach dem Mittagessen unter ortskundiger Führung Spaziergänge geplant. Nachmittags 3 Uhr: Festversammlung im Ev. Volkssaal, Reichhaltiges Programm. Festredner: Herr Prosessor Prenzel Wetzlar. Kirchlicher Anzeiger Zielefeld. Trinitatis. Sonntag, den 10. Juni 1906. Kollekte für die Ansta't Bethel Altstädter Kirche. Sonntag. Vorm. 8 Uhr Sy odalvicar Dr. Wessel— Vorm. 10 Uhr P. Trautermann— 11½ Uhr Kindergottesdienst.— Nachm. 4½ Uhr Jungfrauenverein.— Dienstag. Abends 9 Uhr Bibelstunde im Altst. Jünglingsverein. — Dornerktag. nachm. 3 Uhr: Altstädter Frauenverein— Der Katechumenenterricht für die Knaben begint Dienstag, den 12 Juni, für die Mädchen Freita, den 15 Juni. Der Konfirmardenunterricht für die Knaoen beginnt Dienstag, den 12. Juni, für die Mädchen, Freitag, den 15. Juni.— Neustädter Kirche. Vorm. 8 Uhr P. Kuhlo.— Vorm. 10 Uhr P. Waubke.— Beichte und heil. Abendmahl.— Nachm. Uhr Kindergottesdierst— Nachm. 4 Uhr Jungfrauesvereine — Montag 8½ Uhr Bibelstunde in der Volkshalle P. Kuhlo. Mittroch. Nachm 3 Uhr Neust. Frauenverein bei Löllmanns. Abends 9 Uhr Bibelbesprechstunde im Christl. Verein junger Männer. — Freitag. 8½ Uhr Bibelstunde im Blaukreuzverein im alten Lutherstift.— Paulus=Kirche. Vorm 8 Uhr Sup. Simon.— Vorm. 10 Uhr P. Hackländer.— Nachm. 2 Uhr Kindergottesdienst. — Nachm. 4 Uhr Jungfrauenverein. Dienstag Abends ½9 Uhr Blaukreuz=Versammlung.— Mitt woch. Adends 9 Uhr Bibelstunde im Jünzlings- und Männerverein. — Doni erstag. Nachm. 3 Uhr Paulus Frauenverein i. Gemeindehause.— Donnestag, den 14. Juni abends ½9 Uhr Bibelstunde in der 4. Bürgerschule an der Heeperstr. P. Hockländer.— Donnerstag, d. 14. Juni abends ½9 Uhr Bibelstunde in der Kleintinderschale an der Feldstraße P. Kortmann.— Vorm. 8 Uhr: P. Köhne.— Vorm 10 uhr P. Dr. Wessel.— Nachm. 2 Uhr Kindergottesdienst.— Nachmittags 3½ Uhr Jungflauenverein— Mortag, abends 8 Uhr Nähverein in der Kinderschule an der Friedrich= straße.— Mittwoch, abends 8 U Bibelstunde im Männer= u Jünglingsverein.— Donnerstag. nachm. 3½ 6 Uhr Johar nis, Fauenverein im Gemeindehause.— Freitag, abends 8½ Uh. Blaukreuzverein.— Sonnabend, abends 9 Uhr Bibelbesprechung und Gebets stunde.— Mariini Kirche. Vorm. 10 Uhr Kandidat Jäger.— Vorm. 11½ Uhr Kinder gottes denst.— Nachm. 4½ Uhr Jungfrouenverein.— Auend. 8 Uhr Manner= und Jünglingev##en— Dieustag, abend ½9 Uhr Elzu Kreuzverein.— Mittwoch, abends 9 Uhr Bivelstunde im Männerund Jüngl-sverein. Reformierte Kirche. Morgens 10 Uhr P. Vorstr— 1.½ Uhr Kindergotesdier st. Si kerder Schu, Trrruschaft. Missionsfest in c 0 am Mittwoch nach Trinit. 13. Juni, I morgens ½10 Uhr, nachmittags 3 Uhr anfangend. Es predigen: Missionsinspektor Kriele=Barmen, Pastor Pape=Stift Quernheim, Pastor Grewe=Löhne. Sonntag, den 10. Juni, nachm. 4 Uhr, auf dem Johannisberge. Tages-Ordnung: Ergänzungswahl von 10 Mitgliedern des SchützenAusschusses(§§ 23 und 24 der Satzungen) für die bereits ausgeschiedenen bezw. ausscheidenden Herren: Carl Boecker. Herm. Breden, Herm. Cremer, Robert Gartemann, Gust. Koppenbrink, Emil Löllmann, Louis Niestrath, Hch. Pelzer, Chr. Stein, Gottfried Thumel. Bielefeld, den 5. Juni 1906. Fahrräder erstklassig, direkt Hahlkabel, von d. Fabrik gugtenbet, von d. Fabrik an Private u. Händler v. Mk. 65 an. Baschörteile, Luftschläuche von Der Verwaltungsrat. Auf den Wahlzetteln Wählenden anzugeben. ist Name und Stand des prima Mäntel, von ca. Mk. 4, Mk..80 an. auch an fremdem Fabrikat prompt und billigst. Wer sich auf diese Zeitung bezieht und einen Auftrag von mindestens Mk. 10 ertellt, erhält eine zöchst praktische Gratis=Zugabe. Latalog gratis und franko. „Schwalbe“ Akt.-Ges. 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Jaugs Mädchen zur Erlernung der Küche in gutem Hotel=Restaurant gesucht, am liebsten Wirtstochter. Frau Fr. Nies, Lippstadt. Wir laden die Mitglieder unseres Vereins mit ihren Angehörigen und die befreundeten Vereine zu unserer Jubelfeier freundlichst ein. Des Raumes wegen sind Kinder unter 14 Jahren ausgeschlossen. Festschrift und Programme an den Thüren. Riste blischnsche. Hermannstraße 24. Der Vorstand. Sonntag, vorm. 10 Uhr Predigt Borm. 11½ Uhr Sonntagsschule. Abends 6 Uhr Gesanggottesdienst. — Dienstag. Abends 8½ Uhr Geb tstu: de. Bekann Zur Versteigerung des Grases einiger Pazellen der fr. Siekermann'schen Wiese sowie der fr. Waldecker', Niederröhrmann' und Hagemeyer'schen Wiesen, östlich u. westlich des neuen Güterbahnhofs, haben wir einen neuen Termin auf Montag, din 11. Juni 1906, nachmittags 4 Uhr, an Ort und Stelle anberaumt, zu welchem Kauflustige eingeladen werden. Sammelplatz am Stadtholz 57. Bielefeld, den 7. Juni 1906. Der Magistrat. Bekanntmachung. In Gemäßheit des§ 65 des Kommunalabgabengesetzes wird hierdurch bekannt gemacht, daß für das Rechnungsjahr 1906 an direkten Gemeindesteuern hierselbst auf Grund der genehmigten Beschlüsse des Magistrats und der Stadtverordneten=Versammlung erhoben werden: 100% der fingierten Normalsteuersätze von 2 Mk. 40 Pfg. 125%„„„„„ 4 Mk. 190% Zuschläge zur staatlichen Einkommensteuer, 205 00 der vom Staate veranlagten Grund= u. Gebäudesteuer, 205%„„„„ Gewerbe= u. Betriebssteuer. Bielefeld, den 6. Juni 1906. Der Magistrat. A. von der Mühlen, Bielefeld, Ritterstr 43. Jedermann ist freundlich einzeladen. Prediger Hurol=Ftarksut. Evang.-lutherische(altluth.) Gemeinde Bielefeld. (Lula der höheren Töchterschule, Viktoriastraße.) Sonnag vorm. 10 Uhr Getteseienst. Pastor Görg. Altkatholische Gemeinde. Bielefeld. Sonnlag, den 10 Juni 1906. Got esdienst fällt aus wegen Erkrankung des Pfarrverwesers. Am nächsten Sonntage, den 10. d Mts. nachmittags 3 Uhr, feiern die Vereine der alten Krieger und Landwehrleute Sommerfrischen! Jeber's Ill. Wegweiser durch Kurorte und Sommerfrischen enthalten alles für den Kurgast Wissenswerte: Reisewege, Heilanzeigen, Höhenlagen, Einwohnerzahl, kirchliche, kurörtliche und gesellsch. Verhältnisse jeden Ortes. I. Bd. Niederrhein Eifel, Westerwald und Taunus) II. Bd. Oberrhein(Pfälzerwald, Vogesen Odenwald, Schwarzwald.) III. Bd. Seebäder der Nord= und Ostsee, von Ostende bis Zoppot.) Breis à Bd. geb. Ak. 150. Porto à 10 Pfg. Zu beziehen durch j de Buchhandlung und direkt von Pet. Weber, Verlag, Baden Baden. Tabakraucher. Empfehle Tabak von Crüwen Brüggemeher, Kisker, Rinig Kotmann, Oldenkott und Löninger in größter Auswar Besonders mache ich auf meine: zu 25 und 30 Pfg. p. Pid au verksam H. 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Juni: Kaiser Leo — Peter I, der Große, ge Stephenson, Begründer geb. 1781.— Charles schriftsteller, gest. 1876.— Romanschriftsteller, gest. 189. Kultur= und Kunsthistoriker, 10. Juni: Friedrich 1190.—#. M. Ampére, gest. 1836.— Einzug d Mexico, 1863.— Micha Fürst von Serbien, wird im ermordet, 1868.— F.# rühmter Professor der Theo 1877. Der liberale Herr der Der in der Pfingstwoch gehaltene Lehrertag at kirchlichen und antic wie keiner seiner Vorgänge trat dies in der Rede Universitätsprofessors 8 ihrer Aufnahme durch di schaft an den Tag. Ziegler Privatsache d soll aber trotzdem Unter sand in der Schul Lehrer darf mit seinem 1 Konfession, keine Religion: gebunden sein, sondern u seine Individualität gestell naturwissenschaftlichen Anssie in sich aufgenommen die Religion, mitteilen, sei richt in der Geschichte, in in der Mathematik, oder je nachdem es ihm am be dies Ziel des Unterrichts legung der demokratischen den Kindern sein, auf Vereinigung vom demokrat und liberalen Individualis wird. Ziegler bezeichnete Jammer des zu Ende ger hunderts, daß diese be soziale Demokratie und li alismus, sich nicht vereinige Vereinigung herbeizuführe Aufgabe der Volksschule sie sollen deshalb die Ju daß die künftigen Generatic des Konfessionalis und eine Generation bilde lichem Fühlen und Den Diesen Befähigungsnachweis Lihrerschaft erbringen. dann werden die Befiegten Sieger von morgen sein, Kampf, nicht verzagen, da des heutigen Tages!„# sagt Ziegler,„denn jah Kindern unseres Volkes von land gesagt und gegeben v sprüchen und lauter O Schönschreiben? Nichts,: Unendlich viel mehr wert Geschichte und Volkskunde, und Bürgerkunde, deutsche geschichte, deutsche Sprach Dialekt, deutsches Lied und de Und diesen Ausführung Bebel oder Singer alle Ehr zollten 7000 deut dröhnenden Beifall. denken, denn es zeigt deut der Geist der liberalen deut sich zu einer Gefahr für Kultur, für Staat und Gesel die nicht geringer ist als die d tischen Ierlehre. Die Bren langten die Entfernung d# unterrichts aus der mit dem sich die Kirche, wit