30. Jahrgang Anzeigengebühr für die einspaltige Petttzeile oder deren Raum 12 Pf., für auswärts 15 Pf., Reklamen 25 Pf. Erscheint sechsmal wöchentlich Geschäftsstelle Ritterstr. 43. Fernsprecher Nr. 15. Historischer Kalender. 25. April: Franz Drake, englischer See fahrer, Entdecker der Kartoffel, geb. 1515.— Torquato Tasso, italienischer Dichter, gest. 1595.— Oliver Cromwell, geb. 1599.— A. Celsius, Astronom, gest. 1744— Herzog Wilhelm von Braunschweig, geb. 1806. — Beglündurg des Johannisstifts in Berlin, 1868.— Müller v. d. Werra, Dichter, gest. 1881.— Einnahme von Larissa durch die Türken, 1897.— B Bautier, Maler, gest. 1897. Streikkravall. a. c. In Breslau ist der sozialdemokratische Metallarbeiterverband nach bekannter Taktik in eine Machtprobe eingetreten. Die Folge davon war ein Eingreisen des Arbeitgeberverbandes, der eine Aussperrung in großem Maßstabe vornahm. Die Machtprobe aussichtslos, da die Betriebe, wenn auch vor der Hand notdürftig, mit Arbeitswilligen in Gang gehalten wurden. Die streikenden und ausgesperrten Organisierten waren durch fortwährende Hetzereien in den Versammlungen und in der sozialdemokratischen Presse in außer ordentliche Wut versetzt worden, sie suchten durch Drohungen und Gewälttätigkeiten die Arbeitswilligen am Weiterarbeiten zu verhindern. Am Donnerstag Abend war ein offenbar verabredeter, besonders hestiger Vorstoß der Streikenden unternommen worden. Tausende von Arbeitern mit Frauen und Kindern rückten vor die größte der bestreikten Fabriken und suchten mit Giwalt auf die, ihre Arbeitssätte verlassenden Arbeitswilligeneinzudringen. Die wenigen Schutzleute, die sich entgegenzustellen bemühten, wurden verhöhnt und angegriffen. Es wurd: telephonisch Verstärkung herbeigerufen, aber auch diese hatte einen äußerst schweren Stand. Die Auf forderung an die Menge, sich zu zerstreuen, hatte nur den Erfolg, daß zuerst Schreien Virlerrto Mittwoch, 25. April 1906 zu geben". Diese Versawmluggen, die nur die Wirkung hälten haben können, neue Gewalttaten zu provozieren, sind verboten worden, und dafür kann die Breslouer Arbeiterschaft der Behörde nur Dank wissen. Nun sucht die Breslauer Sozialkemokratie das„Blutbad“ für die bevorstehenden" MaiDimonstrationen zu verwerten. Es soll als Antwort auf das Vergießen des„Blutes der Wehrlosen“ eine Maiftier veranstaltet werden, „wie sie Breslau noch nicht gesehen hat". So bemüht sich die Sozialdemokratie, in den Arbeitern die„revolutionäre Energie“ zu erwicken, die für den Massenstreik und die damit verbundenen Straßendemonstrationen nötig ist Die Arbeiter sollte aber gerade diese Verhetzung aus sicheren Redaktionszimmern heraus zur Besonnenheit mahnen; sie können daraus deutlich ersehen, daß es sich bei der sozialdewokratischen Bewegung nicht um Förderung der Arbeiterwohlfahrt, sondern um Probeexerzieren für die blutige Revolution handelt. und Johlen die Antwort war, dann aber mit Steinen, Flaschen, Feuerwerkskörpern usw. gegen die Polizeimacht geworfen und acht bis zehn Schutzleute verletzt wurden. Nun erst ging die Polizei mit blanker Waffe vor und war genötigt, auf die sich wie wahnsinnig geberdende Masse der verletzten Arbeiter, die nicht weichen wollte, scharf einzuhauen. Von den Rebellen wurden einige zwanzig zum Teil schwer verletzt. Die Verantwortung für das leider unvermeidlich gewordene Blutvergießen trägt ausschließlich wieder die sozialdemokratische Führerschaft und namentlich die Breslauer „Volkswacht“, die nicht müte war, zu Straßendemon steationen und Gewalttätigkeiten auf zureizen und den Arbeitern die Macht ihrer Organisation als unüberwindlich darzustellen. Nachdem die auf solche Weise Verhetzten sich wieder einmal einen blutigen Denkzeitel geholt, sucht die sozialdemokcatische Presse sich von aller Schuld rein zu waschen und die . verantwortlich zu machen. Dabei wird vie alte revolutionäre Taktik beobachtet, die blutigen Vorgänge zur weiteren Auf hetzung gegen die Staatsgewalt auszunutzen Der„Vorwärts“ beispielsweise schreibt, in lau habe die Polizei eine Straßerschlacht s Anbeweffnete geschlagen, zue höheren des Kapitals sei Arbeiterblut geflossen. Senthelorgan. es seien Spitzel gewesen, die Massen zum Widerstande aufgeDabei steht die Tatsache fest ß die verhafteten Rädelsführer organisierte Arbeiter sind. Aber die Spitzellegende muß für die Sozialdemokratie in solchen Fällen immer herhalten; freilich die eigentlich führenden„Genossen“ waren auch in Breslau ### potsichtig, sich den Unbequemlichkeiten nicht auszusetzen. Die Breslauer„Volkswacht“ sprach in .. Sonntagsnummer von einem„Blutvao und sorderte die Parteigenossen auf, in sechs großen Volksversammlungen in Massen zu erscheinen,„um der Polizei die richte Antwort auf ihr empörendes Vorgehen Spannungen. Der Kampf um die Macht, heißt es in der Wochenübersicht der„Kreuzzig" über die innere Politik, hat zur Zeit in dem inneren Leben der Staaten und in ihren Beziehungen zu einander Spannungen hervorgerufen, die den vulkanischen und tektonischen(aus dem Bau der Erdrinde sich ergebenden) Spannungen in der E.drinde zu vergleichen sind. Die Führer der Parteien und der Staaten werden ein hohes Maß von Vernunft und Willen zum Guten aufwenden müssen, um Katastrophen zu vermeiden, denen gegenüber die Ereiznisse von Neapel und San Francikco unbedeutend erscheinen würden. Und auch jeder Privatmann, der über öffentliche Angelegenheiten mitspricht, muß sich angesichts solcher Gefahren seiner Verant wortung bewußt bleiber, muß Gerechtigkeit und Mäß'gung walten lassen und an die Gewalt nur dann appellieren, wenn die idealen Güter seines Volkes zu verteidigen sind. Wir freuen uns, sagen zu dürfen, daß jetzt gerade in Deutschland— einige Ausnahmen zugegeben— die Fragen der äußeren Politik mit der eines gebildeten Volkes würdigen Zarückhaltung und ruhigen Abwägung erörtert werden. In der inneren Politik erschwert die durch ihre Oeganisationserfolge unerträglich stolz gewordene Revo lutionspartei diese moralische Objektivnät. Ruhe und Festigkeit in der Verteidigung und orgavischen Weiterbildung unserer staat lichen und sozialen Grundlagen wird aber auch hier der Katastrophe mit größerer Sicherheit vorbeugen, als alle Leidenschaftlichkeit, die zur Ueberhaftung und zur Schwäche führt Auf die gegenwärtigen Lohrkämpfe, die Streiks der Arbeiter einerseits und die Aussperrungen durch die Arbeitgeber anderer seits hinweisend, sagt das Blatt weiter: Die fortwährende Beurruhigung unseres Wirtschaftslebens durch alle diese von der Revolutionspartei geförderten und verschärften Korflikte zwischen Arbeitern und Arbeitgebern ist nicht so schädlich, wie die zunehmende soziale Verbitterung auf beiden Seiten. Durch sie entsteht die gefährliche tektonische Spaurung innerhalb des staatlichen Baues, die zu einer Kata strephe führen muß, wenn nicht von allen politisch ein flußreichen Männern(und Frauen!) bewußt und mit Ueberlegung der Sinn für Gerechtigkeit und für die Achtung aller nur die parteipolitische Spannung zu erhöhen, ohne der eigenen Partei zu nützen. Der Reichstag hat om Dienstag wieder seine Tätigkeit begonnen. Der bevorstehende Sessionsabschnitt, in welchem nicht nur der Etat, sondern auch die Reicht finanzresorm erledigt werden muß, wird sich ungewöhnlich arbeits. reich und bedeutsam gestalten. Es wird also erwartet werden müssen, daß der Besuch der Sitzungen durchweg ein guter sein werde. Den Reichstagsabgeordneten ist noch vor ihrem Wiederzusammentritt die angekündigte Diätenvorlage zugegangen, sie wird reimutlich sofort in Angriff gerommen werden, da sie rückwirkende Kraft auch für die laufende Session haben soll. Man wird also in der allernächsten Zeit bereits in der Lage sein, prüsen zu können, ob die Ge währung einer baren Aufwandsentschädigung in der Tat ein gut besetztes Haus sichern werde. Der Inhalt der Vorlage ist im allgemeinen bekannt. Den Mitgliedern des Reichstages soll ein Pauschquartum von 3000 Mk. jährlich bewilligt werden. Für die Tage der Abweserheit von PlenarSitzungen soll ein Abzug von je 30 Mk. erfolgen. Ferner soll den Abgeordneten für die Dauer der Session, sowie acht Tage vor Eröffnung und acht Tage nach Schluß derselben freie Eisenbahnfahrt von ihrem Wohnorte nach Berlin gewährt werden. Die Besitzer von Doppelmandaten erhalten Entschädigung im Reichstage nur, wenn die andere politische Körperschaft nicht gleichzeitig tagt; sie dürfen während dieser Zeit auch von der Freifahrt keinen Gebrauch machen. Für die laufende Session ist das Pauschquantum auf 2500 Mk. bemessen. Zugleich wird durch einen zweiten Gesetzentwurf eine Abänderung der Verfassungsbestimmung angeordnet, in welcher für die Beschlußfähigkeit des Reichstages die Anwesenheit der Hälfte der Mitglieder als erforderlich erklärt ist. Fortan sollen Beschlußfassungen über den Geschäftsgang, soweit sie nicht selbst den Gegenstand der Tagesordnung bilden, von der Anwesenheit einer bestimmten Anzahl von Abgeordneten nicht abhängig sein. Wenn man aus den Aeußerungen der Presse auf die Stimmung in den verschiedenen Parteien schließen darf, so wird die Verabschiedung dieser Gesetzentwürfe ohne Schwierigkeiten richt von statten gehen. diese Vernäze ohne Grund geb echen und euch des Meuchelmordes schuldig gemacht! Auf solche Verbrechen steht der Tod, und jeder Einzelne von euch verdient zum Tode verurteilt zu werden. Wenn der Gerechtigkeit nicht im vollen Umfange freier Lauf gelassen wird, so geschieht dies in der Annahme, daß ihr euch nicht der Tragweite eurer Handlungen völlig bewußt gewesen seid und in der Erwartung, daß ihr durch euer ferneres Verhalten euer Verbrechen zu sühnen versuchen werdet. Kapitäne gibtesselbstversländlich nicht mehr bei euch. Ich habe aber das Vertrauen, daß du, Samuel Isaak, und du, Hans Hendrik, soviel Eirfluß auf eure Volksgenessen habt, um sie an ferneren unvernünftigen Handlungen zu verhindern. Ihr werdet zur Arbeit herangezogen werden; ich rate euch, seid fleißig und folgt den Anweisungen derer, welche in meinem Namen euch dazu anhalten. Wer den Versuch macht, davonzulaufen, ist dem Tode verfallen. In Gibeon ist dies bereits vorgekommen. Einige Witdois sind entflohen und mit der Waffe in der Hand wieder ergriffen worden, sie wurden vom Bezirksamtmann in Gibeon zum Tode verurteilt, ich habe das Urteil bestätigt und sie sind bereits hingerichtet. Laßt euch dies zur Warnung dieren! Wer sich gut beträgt, wird gut behandelt werden. Wenn sich jemand zu beklagen hat, so soll er sich durch den Vormann an den Herrn Major hier(Märcker) wenden; seine Klagen werden williges Gehör finden. Im übrigen aber erwarte ich, daß über euch selbst in keiner Weise zu klagen sein wird. Habt ihr das verstanden und wollt ihr danach handeln?“ Anwort:„Ja!“ — Als Dolmetscher sungierte Samuel Isaak im Beisein des Missionars Wandres. Gouverneur v. Lindequist bei den Witbois. Die neueste Post aus Windhuk erzählt von einem Besuche des Gouverneurs von Lindequist im Lager der kriegsgefangenen Witbois am 13. März. Nachdem die Gefangenen alle um ihn versammelt waren, richtete der Gouverneur an sie folgende Ansprache:„Von allen Eingedorenen, welche die Weffen gegen die deutsche Regierung erhoben haben, sind die Witbois am meisten zu verurteilen. Sie haben seit längeren Jahren vom Deutschen Riche nur Wehltaten empfangen. Der Aufstand kann als ein Krieg nicht bezeichnet werden, sondern es war ein Uederfall ahnungsloser und wehrloser Menschen. Dies nennt man Meuchelmord! Besonders verwerflich ist es, daß ste ihren Woolläter, Hauptmann von Burgsto ff. heimtuck sch hinterrücks ermordet haben. Es mag dahingestellt sein, wer die eige tliche Verantwortung für diese Vorkommnisse trägt. Der Kapitän Hendrik Witboi ist gefallen legitimen Interessen gepflegt wird.— Weitere und kann deswegen nicht mehr zur RechenSpannungen ergaben sich aus den Kämpfen schaft gezogen werden; aber auch alle, die im die Reiche finanzreform, das insolgedessen ihr hier steht, seit mitverantwortlich, denn an den Tgo treiende eer##shaltende Ver.#h hättet dem Besoh'# an den Dag krelende zuraahaltende Dir halten des Kapitals gegen die Enission von neuen Reichsanleihen und durch die Unehrlichkeit der freisinnigen Presse im Kampfe gezen die Landwirtschaft, die geeignet ist, ihr galtel dem Besehl des Kapitans nicht Folge leisten dürfen. Nach den Verträgen mit der deutschen Regierung war euer oberster Herr nicht Hendrik Witboi, sondern der deutsche Kaiser. Ihr habt Aus dem Deutschen Reiche. Berlin, 24 April. Der Kaiser und die Kaiserin besuchten heute mittag vom Homburg aus im Automobil die Saalburg. Der Staatss.kretär v. Tschirschky ist in Homburg eingetroffen und hat im Königlichen Schlosse Wohnung genommen. Die ,B. Z. am Mittag“ läßt sich aus Detmold melden, daß dort in unterrichteten Kreisen verlaute, daß Kaiser Wilhelm anfangs Juli zum Besuche des Fürsten dort eintreffe. Fürst Bülow wird schon am 6. Mai Berlin verlassen. Im Gegensatz zu den in der Presse verbreiteten ungünstig lautenden Meldungen über den Zustand des erkrankten Staatsministers v. Budde wird festgestellt, daß eine Veränderung in seinem B finden nicht eingetreten ist. Zum leitenden Pfarrer des Diakonissenhauses in Kaiserswerth ist als Nachfolger für Pastor Zöllner der Pastor Hochbaum, bisher Leiter des Lazarus Diokonissenhauses in Berlin berufen worden. Der Nachtragsetat für Südwestafrika, der hauptsächlich die Entschädigungen für die durch den Aufstand in Verlust geratenen Farmer auffordert, wird in den rächsten Wochen in Höhe von 10 Millionen Mark dem Rlichstage zugehen. Die Entschädigung der in Betracht kommenden Kreise bewegt sich im Rahmen der vom Reichskanzler am 2. Juni 1904 abgegebenen Erklärung, nach der den Geschädigten ihre unmittelbaren Verluste voll ersetzt werden sollen. Höchst wahrscheinlich wird das Zentrum, wie die„D. Evang. Korr.“ aus guter Otelle erfährt, unmittelbar nach Ostern an einem der ersten Schverinstage seinen sogenannten Toleranzantrag zur zweiten Lesung auf die Tagesordnung bringen und versuchen, eine Detailderatung durchzusetzen. Als Nachfolger des Armee= Musik= Inspizienten, Professor Roßberg, der im Herbst dieses Jahres von seinem Posten zuikicktreten wird, nachdem er vorher sein 50jähriges Dienstjubiläum begangen haben wird, gili der Königliche Musikdirektor Grawert, zurzelt Dirigent des Musiklorp# des Jafanterie=Regimen!s Herwarih von Bittenfeld(1. W sts. Nr. 13) in Münster i. W., der bereits in näckster Zeit mit der Vertretung des Herrn Professor Roßberg betraut werden wird. Von englischen und französischen Bältern wirden den Italienern neuerdings allerlei angebliche deutsche Pläne in bezug auf Tripolis vorgetäuscht. Dazu bemirkt die offiziöse„Süd). Reichskorresp.“:„Die deutsche Politik interessiert sich neuerdings für Tripolis ebensowenig, als dies früher der Fall war, und wenn der Londoner „Evening Standard“, nach einer Mitteilung des Pariser„Matin“, berichtet hat, in den europä schen Kreisen Tripolitaniens wie bei der dortigen türkischen Bevölkerung rufe die Nachricht von der bevorstehenden Ankunft einer wichtigen politischen und wissenschaftlichen Expedition aus Deutschland große Ecregung hervor, so werden die Gemü'er sich wohl rasch wieder beruhigen. Denn die„wichtige politische Expedition aus Deutschland“ wird gar nicht erscheinen. Als heller Unsinn muß das ebenfalls vom „Evening Standard“ angeführte Gerücht bezeichnet werden, wonach der Kaiser die Adsicht habe, Tripolts zu besuchen. Es scheint fast, daß der Ausfall der Mittelmeeifahrt in diesem Jahre von unsern Gegnern in der ausländischen Presse schmerzlich empfunden wird, weil ihnen damit eine gern benutzte Gelegenheit zu Hetzereien und salschen Ausstreuungen entzogen ist.“ Aufstand in Afrika. Das Gelände südlich von Oas und west: lich der Linie Stinkdoorn Duurdrift ist vom Feinde frei. Beim Morgengrauen des 14. April wurde eine Pierdewache der 4 Kompagnie des 2 Regiments bei Nurudas in den Karasbergen von einer etwa 50 Mann ftarken Bande überfallen. Ein Unteroffizier ist tot, vier Reiter schwer und zwei leicht verwundet. Die sofort alarmierte Kon pagnie und die Besatzung von Nurudas nahm die Verfolgung auf, konnte aber nicht verhindern, daß ein Teil der Pferde abgetrieben wurde. Ob Morenga auch bei der Bande sich befand, steht nicht fest. Da der Käpilän der Bondelzwarts Johanues Christian aus dem englischen Gebiete mit 100 Mann auf deutsches Gebiet zurückgekehrt ist, rückte Major Täubler mit der 9. und 11. Kompagnie des 2. Regiments, zwei Gebirgsgeschützen und zwei Maschinengewehren nach Uhabis und soll mit dem bei Hornsdrift mit der 10 und 12. Kompagnie des 2 Regiments, zwei Gebirgsgeschützen und zwei Maschinengewehren stehengen Major F.eihold gegen Christian vorgehen. Oberleutnant Estorff befindet sich in Ukanas, Oberst Dame seit 15. April in Keetmanshoop. Verluste: Am 18. April 1906 im Gefecht bei Holpan verwundet Hauptmann Emil v. Rappard, Reiter Jakoh Wölk. Reiter Richard Wolf im Feldlozarett Lüderitz: bucht an der Ruhr gestorben. Aus dem Auslande. Paris, 24 April. Die Verhaftung von 26 Männern und 4 Frauen in Lens hat die erwünschte Wirkung nicht erzielt. Die Beröckerung ist nur in ihrem äußeren Gebahren etwas vorsichtigerg worden. Aber die Generalität weiß genau, was hinter dieser Ruhe stickt. Frankreich. Ueber die Unruhen im Streikgebiet werden folgende Einzelheiten gemeldet: Die kleine Stadt Denain ist das Zentrum der revolutionären Bewegung in den Norddepattements geworden; die Bergarbeiter zwangen nicht nur die Angestellten der dortigen Kautschuk, Papierund Holzfabriken zur Arbeitsniederlegung, sondern auch Beamte der Eisenbahn, der Banken usw. Gewallsam wurden die Leute zum Mitmarschieren gegen jene Dörfer, in denen noch arbeitswillige Knappen wohnten, veranlaßt. Gegen sechs Uhr früh setzte sich ein wilder Trrpp von 4000 Mann gegen Trith und Thiant in Bewegung. Kavallerie und Infanterie war ihnen glücklicherweise zuvor gekommen und als die Streikenden sämtlich in das Dorf eingedrungen waren, sahen sie sich plötzlich von allen Seiten umzingelt. Der kommandierende Offizier ließ ihnen bekannt geben, daß die Truppen jetzt vom Minister die Autorisation zum Scharfschießen hätten, und forderte zum rugigen Auseinandergehen auf. Gejohle und Steinwürfe waren die Antwort. Sofort gingen die Truppin, etwa tausend Mann, zum Angriff über, die Kavallerie mit blankem Säbel, die Infanterie mit dem Bajonett auf dem Gewehr. Viele Arbeiter warfen sich in ein vorüberfließendes Flüßchen, das sie durchschwammen, andere drangen in die Häuser ein, in denen sie sich verbarrikadierten, wieder andere setzten sih auf der Straße zur Wehr. Ein heftizes Ringen, Körper an Körper, entstand. Die Erbitterung der O,fiziere und Soldaten, die tagelang sich nicht verteidigen konnten, machte sich jetzt bemerklich. Von dem Dache eines Hauses bomhardierten etwa zwanzig Aufrührer die Soldaten mit Steinen; man schlägt die Tür zum Hause ein und holt die Rasenden mit dem Bajonett herunter. Ein Manifestant erhält einen Säbelhieb in den Necken. Die Zihl der Verwundeten ist groß; auch Uabeteiligte werden im Gewühl verletzt. Aus allen Teilen des Lindes werden ähnliche Zusammenstöße g#meldet und es scheint, daß die Ruhe nur um den Pceis weiteren Blutvergießens wiederhergestellt werden kann, so sehr ist die Verbitterung und Verblendung der streikenden Bergarbeiter gewachsen. England. Der Entschluß der Regierung, die britische Besatzung in Aegypten zu verstärken, wurde durch eine Information von der Sinaihalbinsel beschleunigt, in der mitgeteilt wird, daß die Türken 6 Forts bei Akaba sowie Befestigungen an der Grenzlinte Tabay Elarisch anlegen, und daß die dortigen Streitkräfte des Sultans sich auf 12000 Mann belaufen.(Frankf. B'g.) Rom, 24 April. Auf die Interpellation de Martinos im Senat antworiete der Minister des Aeußeren Guiccardini, das Ergebnis der Konferenz in A geciras habe alle Mächie befriedigt, hierzu habe Italien das Seinige im weitesten Maße beigetragen. Die Stellung Italiens in Algeciras war besonders delikat, denn die Konferenz sollte Streitfragen regeln zwischen einer uns verbündeten Macht und einer Micht, mit welcher wir seit einigen Jahren ein Spezialabkommen über die das Mittelmeer berührenden Fragen abgeschlossen haden. Unsere Aktion in Algecras konnte daher nur das Werk der Versöhnung und Vermittlung sein. Dieser wurde völlig erceicht. Keine Macht erlitt eine Verminderung materieller Interessen oder des moralischen Ansehens. Ich wiederhole, was Sonnino am 8 März sagte: In herzlicher Treue zum Dreibunde werden wir die traditionellen innigen Beziehungen zu England und die aufrichtige Freundschaft mt Frankreich auftecht erhalten, indem wir fortfahren, im Konzert der Bölker die Rolle der Eintracht und des Friedens zu spielen. Es gibt keineneue inter: nationale Lage, es gibt keinen Grund, diese Richtung zu ändern. Was besonders Italien beteifft, so ist der Dreibund eine Garantie für unsere Interessen auf dem Balkan, indem er uns gegen jede ohne uns vorgenommene Aendetung in Mazedonien sichert, und was Albanien betrifft, durch ein dem Bünduisvertrage zu gefügtes Sonderabkommen mit Oesterreich Ungarn Scheheit bietet gegen Aenderungen, die das Geschgewicht an der Adria berühren würden. Gu'ccatdini schloß es sei uabegründet, daß Italiens Politik abgeschwächt sei. Der Dreidund bleibt der Grundpfeiler des euro päischen Friedens.(Lebhafter Beifall) Petersburg, 24 Aprll. Der Kaiser hat beschlossen, den Reichsrat und die Duma am 10. Mai persönlich in burg mit großer Feierlichkeit zu eröfften. Durban, 24. April. Die Regierung Transvaals bot der Regierung von Natal die Entsendung und Unterhaltung eines kriegsmäßig ausgerüsteten Hilfskorps von 500 Freiwilligen zur Unterdrückung der Uaruhen an. und Mission. (Evangelische Lehrer=Versamm lung.) In dem Berein evangelischer Lehrer, Lehrerinnen und Schulfreunde für Berlin und die Provinz Brandenburg der am 18 d. M. in Berlin seine diesjährige Generalversam nlung abhielt, ist nach einem mit großm Beifall aufgenommenen Vortrag des Hauptlehrers Grünweller=Mülheim (Ruhr) Saarn eir mütig folgende Resolution gefaßt worden:„Der Verein evangelischer Lihrer, Lehrerinnen und Schulfteunde für Berlin und die Prosinz Beandenburg erklärt sich mit aller Entschiedenheit gegen die von vielen Seiten heutzutage erstrebte sogen. nationale Einheiteschule. Er verlangt eine christlich=nationale Bildung unserer Jugend und hält die Erreichung derselben nur turch die Erhaltung der Konfessiors schuls für gesichert. Außerdem erachtet er es als ein unbestreitbates und unveräußer liches Recht evangelisch= christlicher Eltern, daß ihre Kinder in evangelischen Volls schulen und durch evanzelische Lehrer unterrichtet und erzozen werden. Aus diesen Gründen erk nnt er die konfessionellen B:stimmungen des dem Landtag vorliegenden Schulunterhaltungsgesetzentwurfs im wesent lichen als berechtigt und zwickmäßig an und wünscht das Zistandekonmen des Gesttzes auf dieser Grundlage." (Deutsches Kapital in den Kolonien.) In Jahre 1905 ist der Versuch gemacht worden, eine Uebersicht über das in den deutschen Schutzzebieten in Afrika und der Südsee arbeitende deutsche Kapital zu schaffen. Unberücksichtigt mußten dabei die großen deutschen Schiffahrts Gesellschaften bleiben, deren Schiffe neben anderen Plätzen auch Häfen der Schutzgebiete anlaufen. Insgesamt betragen die Kapitalanlagen der deutschen Gesellschiften 103832875 Mark, von denen 98126 875 Mark auf eingezahltes Gesellschaftskapital und 15700000 Mark auf Anleihen fillen. Das Nominalkapital der Gesellschaften stellt sich auf 123367 500 Mark. Aus den Parlamenten Deutscher Reichstag. 86. Sitzuag vom 24. April 1903.51 Uhr. Der Reichslag nahm am Dienstag seine Arbeiten wieder auf. Die nur schwach besetzte Sitzung eröffnete Präsident Graf Ballestrem mit einer kurzen mit lebhaftim Beifall ausgenommenen Ansprache, in der er Italien und die Vereinigten Staaten wegen des über sie gekommenen Verhängnisses der herzlichen Anteilnahme der deutschen Volksvertretung versicherte. Das Haus trat dann in die Tagesordnung ein und nahm zurächst den Entwurf wegen Entlastung des Invalidenfonds in dritter Lesung ohne Erörterung an, ebenso nach unwesentlicher Dehatte den Eitwarf über den Servistarif und die Klasseneinteilung der Octe. Nachdem noch 10 Petitionen geringerer Bedeutung meist durch Uebergang zur Tagesordnung oder durch Ueberweisung als Material erledigt waren, konnte die kaum zweistündige Sitzung geschlossen werden. Mittwoch 1 Uhr: Rechnurgssachen über Schutzgebiete; erste Beratung der Schutztruppengesetz novelle, des Gesetzes betieffend Haftung des Tierhalters, des Gesetzes beir Haftung bei Automobilunfällen und des Vogelschutzgesetzes. Schluß 4 Uhr. weiblichen Schmerzes: der Maria Magdalena, die neben dem Toten kniet mit verweinten, jetzt iränenlosen Augen und dem Meister noch einmal, zum letzten Mal, in sein friedvolles Angesicht schaut, in dem ihr der Stern ihres Lebens erblichen. Wieder anders Maria Joses, die zu den Füßen des Herrn ihrem stillen Schmerze Raum gibt und die letzte Träne trockact. So das Ganze eia Bild geweihten, geheiligten, Gott ergebenen Schmerzes in tiesem Verständnis der evangelischen Berichte, unter dem auch das Herz des Beschauers Latztzefrieden durchzieht und Osterhoffnung auf. Wir haben dies hervorragende Bild, das allein den Besuch der Ausstellung lohnt, aus führlicher besprochen, um unsere Liser in seinen reichen Inhalt ein wenig einzuführen, woll n aber darüber noch zwei andere Bilder ernsten Inhalts nicht vergessen. Edm. Blume, Müachen,„Vatergun#.(Abt. 6) bietet uns auch ein Bild friuen Friedens, aber im Stüblein der Witwe, die mit der Tochter Abendandacht beim Lampenschein gehalten und nun sinnend, das Haupt gebeugt, die Ausen der jugendlichen Tochter in Andacht hinauf schaut nach oben; ein Bild zartester Tönung und tiefster Innerlichkeit. Und mit demselben Titel noch ein zweites treffliches von B. Grenzmer, Gr. Lichterfelde (Abt o), eine ehrwürdige Alte in stillem Gebet. das in nächster Zeit in der illusteierten Zeitschrift „Ueber Land und Meer“ in farbiger Reproduktion als Kunstbeilage erscheinen wird. Ein erfreuliches so vielfach glaubenslosen Zeit die Maler noch ihre Freude an der Darstellung einster religiöser Motioe haben Bielefelder Kunstverein. Fünfzehnte Gemälde=Ausstellung. Wieder bietet der hiesige Kunstverein seinen Mitgliedern und der gesamten kunstsinnigen Bürgerscheft einen reichen Kunstgenuß in der am vorigen Sonntag eröffneten Gemäldeausstellung, der fünfzehnten seit seinem Bestehen. In ihr mit ihren ci. 340 G mälden und einigen Bronzen sind wieder die Hauptkunftstädte unseres Vaterlandes sowie ihre verschiedenen Hauptrichtungen, ältere und neuere, virtreten. Wieder überwiegt, wie auf allen Ausstellungen, die Landschaft in ihren mannigfachsten Formen und Escheinungen, vom leuchtenden Hochgebirge bis zur sonnigen Heide, lauschiger Wald und bunte Wiesen, tiefe Wasser und einsame Halden; aber daneben sind auch zahlreich: Marinen, wildbewegte See und sonnige Flut, eine ganze Reihe von Sitten= und Figurenbildern, sowie das Porträt in tüchtigen Leistungen ausgestelle. Der Clou— das Hauptbild— der Ausstellung ist aber diesmal ein ergreifendes, religiöses Bild bedeutenden Umfanges, das im zweiten Abteil ganz allein an der Hauptwand eine bevorzugte St llung gesunden hat:„Die Beweinung Christ!“, von dem Mitgliede der Akademie der Künste H. O Engel in Berlin. Zuerst vor einigen Jahren in der Berliner Szzession aus gestellt, erzegte es damals berechtigtes Aufsehen urd sand in allen Kanstzeitschriften hohes Lob. Vertigigt es doch in sich in harmonischer Weise ei en gesunden Realismus urd feinen Idealismus, ebenso tiefes seelisches wie religiöses Empfirden, Klarheit urd Schönheit der Anordnung, wie sattes Kolorit und flotte Mulweise, und trägt geger über den vielen Darstiklungen dieses Gegenstandes in älterer und neuerer Zeit— berühmt ist die Pietta von Fra Baztholomeo in Florenz— einen durchaus persönlichen, eigenartigen Charakter, auch in dem, daß nach den Bericht der Evangelien, gegenüber der kiichlichen Tradition, Maria, die Mutter des Herrn, und Johannes fehlen(Marc. 15, 47).— In blühender Fühlingslandschaft,— in der all.s sinnig Auferstebung kündet, die Frühlingsblumen, Himmelschlüssl und Leberblümchen am Boden, die frisch belaubten Bäume, der lichte Horizont, an dem die Sonne eben gesunken, daß es schon wie Österlicht und Leben durch die Kreotur ahnungsvoll zittert,— ruht im Vordergrund der Leichnam des Herrn, von hängenden Birkenzweigen wie zur Trauer überschattet, stinig, um die Grauen des Todes zu mildern, ctwas in Hellkunkel gehalter, das Angesicht voll tiesen Friedens, wie eines müden Streitirs nach heißem Kempf und siegreichem Uberwinden, daß aus ihm die Hoffnung der Auferstehung ahnend aussteigt. Und so nun auch die vierfache Darstellung des Schmerzes um den geliebten Toten nicht laute Klage, sondern, was viel mehr, stummer tiefer Schmerz, der im stillen Wehmut ausklingt— alls verloren, und ob doch wirklich alles? Ein ganz eigenartiger Zug ist es, wie Nikodemus in tiesem W.h das Haupt des toten Meisters sanst in seinen Händen erhoben hält, er ihn nicht lassen; neben ihm die hohe Greisengestalt Josefs von Arimathia, mit tränenlosem Auge im Schmeiz verloriner Hoff ung auf den Toten niederschaurnd; und hat man so viel gerühmt, wie in Klingers berühmter Pieta Jo hannes seine Hand in die Hand der Mutter Jesu legt hier nicht minder irnig im gemeinsanen Joseph seine Rechte auf die Schulter des„Rikodemus legt; eine Gruppe mit dem Ausdruc mannlichen Scmerzes. Und wie verschieden und ebenso charalteristisch die Schilderung des Bielefeld, 25 April. (Missionsinspektor Spiecker aus Barmen) war auf seiner südzftikanischen Reise wie wir durch einen Peivatbrief erfahren, in Okambahe sehr schwer an der Ruhr erkrankt, ist aber Gottlob wieder genesen. (Der Bau der LokomotivschuppenAnlage) an der Stadtheiderstraß ist jetzt in Argriff gerommen. Der Schuppen ist für 8 Lokomotiostände(ein Stand für zoei kleinere Likomotiven oder eine größere berechnet) vorgesehen. An dem Lotsnotivschuppen wird ein sog. Fabrikschornstein aufgeführt, in den mittels einer Rauchabführungsarlage aller Riuch aus dem Schuppen abgeleitet wird. Durch diese Vorrichtung wird verhütet, daß die Nachbarschaft durch den Rauch der Lokomotiven beläßtigt wird. Die Bauarbeiten des Lokomotivschuppens sind nach der„Westf. Zig.“ dem Maurermeister Ezrich, die Lieferung der dazu gehöeigen Eisenkonstruktion ist der Firma Hoßfeld u. Schmidt in Hamburg, der Schornsteinbau dem Maurermeister Hartmann, Schildesche, der Bau der Lokomotiven=Drehscheibe dem Maurermeister F. Niestrath, hier, und der Bau des Wasserturms dem Maurermeister Liebenberg, hier übertragen. Die Arbeiten sollen bis Ende Juli beendigt werden. (Anmeldekarten zur Abholung von Fracht= und Eilgütern.) Zir Erleichterung des Verkehrs ist auch hier jetzt die Einrichtung getroffen, daß vorgedruckte Anmeldekarten, zur Abholung von Frachtund Eilgüterr, durch die Kaiserliche Post kostenfrei befördert werden. Diese Anmeldekarten, welche bei der Königlichen Güterabfertigung, in der Geschäftsräumen des bahnamtlichen Rollfuhrunternehmers und bei den Rollkutschern desselben unentgeltlich sind, brauchen nur, nachdem sie ausgefüllt, unfrankiert in irgend einen Postäasten des Stadtgebiets geworfen zu werden. Es wird auch noch besonders tarauf hingewiesen, daß von der Eisenbahn= Verwaltung süt das Rollzeld, welches der bahnamtliche Rollfuhrunter: nehmer nachnimmt, eine Nachnahme= Provision nicht erhoben wird. +(Oberrealschule i. E.) Neu aufgenommen wurden gestern in OII 13, UII 2 UIII 2, IV 2, V 6, VI 73 zusammen 98 Schüler; dazu sind 11 hiefige Schüler in OII eingetreten. Die gesamt: Schülerzahl beträgt nun 356 (Stadttheater). Die gestrige Aufführung der Oper„Faust und Margarethe“ von Gounod stand unter einem günstigen Stern Chor und rolisten fühlten sich solidarisch mit dem Orchester. Gounod, der Franzose, hat mit dieser Oper, deren Libretto bekonntlich Goethes Faust entnommen ist, eine Musik geschaffen, welche fast durchweg germanischen Geistes ist. Ein französisches Greichen würde in Deutschland auch wohl nicht so populär geworden sein, wie Gounods„Faust". Die Darstellung der einzelnen Figuren muß man, von kleinen Unebenheiten abgesehen, eine ausgezeichnete ninnen. Sowohl die Damen Frl. Klebe(Margarethe), Frl. v. Radkiewicz(Marthe) als auch die Herren Voß(Faust) und Müller (Mephistofeles) verdienen gleiches Lob. Der Valentin des Herrn Kuhlmann und Herrn Davidsons Brander wurden stofflich und geistig gut herausgebracht. Heir Kapellmeister Adolfi leitete die Oper mit gewohnter Umsicht. m(Verlosung). Dem geschäfts führenden Ausschusse für den Luxg#pferdemarkt in Schneidemühl ist bei Gelegenheit des in diesem Jahre stattfindenden Pferdemarktes die Erlaubnis erteilt, eine öffentliche Verlosung von Wagen, Pferden u. s. w. zu veranstalten und Monarchie zu ver m(Ueberfa gelötet werden. n(Viehmal Viehmarkt waren Stwine, 165 m(Fundsach ein goldener Rin Geldstück und ein 60 Schildesch salten.) Am 1 8 Uhr, wurde der Kpp aus Jölle: Meyer= Dietrich Burschen aufgefor für sie auszugeb weigerte, wurde er mit Fäusten schwe welche als radiate erkannt und dürste entgegensehen. Aus den Kreise Minden, 25. der Geflügelz Provinz Wef umfaßt nach der: 123 Vereine mit 6 sind im Unterverb. 2467 Mitglieder. Vereine im Unt damit im ganzen 2# Drensteinfurt mit mit 327 Mitgli unter all den Verei hausen mit 16 Mi Veltheim, 23. liches.) Im Ges bei der hiesigen durchschnittlich 464 glieder versichert. eingenommen 886. gurgen wurden aus 155 1 # Herford, markt.) Der h besetzt Besonders viehmarkt, gute# 350 bis 475 Mi., 100 Taler. Schla Schlachtgewicht. D. Russen waren zie gingen für 275 bi — Sechswochenferk. Ml., Slangen 30 b bis 150 Mi. N geräumt. Herford, 24 gewerbliche For Die Aufnahme=Prüst den Schüler beginn 26. April, abends Zeichensaale der B## Bei der Mildung zeuznis vorzulegen. sind sämtliche Lehr! Herford 24. A, anstalt) des Ka Die Aufaahmeprü#u Schüler sand gester am Wilhelm platze, 1 Reitor Deeius statt. Herford, 24 A gerordneten sit 27 d. Mis., ue Tegesordnung: 1. A des Magistrats betr. murktes von Monte 3. Desgl. bekr. 9 Vlothoerweges 4. Kanals vom Ende d Ende des Seminar betr. Bewilligung v# R.paratur des Dach: der Hämelingerbrück: willigung von 292 M an der Nordseite der wortung der Ecinn der Kanalbaukasse 19 Oldinghausen, leihung des Al zeichens.) Den 4 meiers Ehmeyer in O. Barmeyer, welche laria Magdalena, die it verweinten, jetzt Meister noch einmal, friedvolles Angesicht in ihres Lebens eria Joses, die zu den len Schmerze Raum act So das Ganze ten, Gott ergebenen nis der evangelischen Herz des Beschauers Ofterhoffaung aufnde Bild, das allein lohnt, aul führlicher in seinen reichen woll n aber darüber nsten Inhalts nicht Rücchen,„Vaterns auch ein Bild lein der Witwe, die beim Lampenschein as Haupt gebeugt, jugendlichen Tochter ich oben; ein Bild Innerlichkeit. Und zweites treffliches Gr. Lichterfelde e in stillem Gebet, usteierten Zeitschrift rbiger Reproduktion d. Ein erfreuliches elfach glaubenslosen ende an der Dar#e haben virzielles. eld, 25 April. Spiecker aus r südefrikanischen : Peivatbrief erschwer an der Gottlob wieder otivschuppen: derstraß: ist jetzt Schuppen ist Stand für zbei eine größere bedem LotonotivFabrikschornstein 3 einer Rauchsuch aus dem Durch diese aß die NichbarLokomotiven beeiten des Lokoach der„Westf. zeich, die LiefeEisenkonßfeld u. Schmidt steinbau dem Schildesche, der Drehscheibe rath, hier, und s dem Maurer= bertragen. Die Juli; beendigt r Abholung ütern.) Zir t auch hier jetzt aß vorgedruckte na von FrachtKaiserliche Post en. Diese Ander Königlichen Geschäftsräumen sternehmers und en unentgeltlich ur. nachdem sie in irgend einen geworfen zu noch besonders der Eisenbahn= geld, welches Ifuhrunter: eine Nachcht erhoben E.) Neu auf0II 13, UII 73 zusammen hiefige Schüler esamt: Schülertrige Aufführung se“ von Gounod tern Chor und iit dem Orchester. dieser Oper, deren aust entnommen se fast durchweg in französisches auch wohl nicht lounods„Faust“. guren muß man, ehen, eine ausie Damen Frl. liewicz(Marthe) ust) und Müller es Lob. Der nd Herrn Davidund geistig gut er Adolfi leitete geschäftt führenpferdemarkt in enheit des in Pferdemarktes ffentliche Veru. s. w. zu veranstalten und die Lose in der garzen Monarchie zu vertreiben. m(Ueberfahren) wurde gestern nachmittag von einem hiefigen Radfahrer ein in Begleitung seiner Herrin befindlicher Hund. " Dim Tiere wurde ein Vorder= und Hinter hein gebrochen und mußte auf der Stelle gelötet werden. n(Viehmarkt). Zu dem gestrigen Viehmarkt waren angetrieben 1347 Stück Stweine, 165 Stück Kühe und ein Pferd. m(Fundsachen.) Eine goldene Brosche, ein goldener Ring mit rotem Steine, ein Geldstück und ein Damenportemonnaie. 60 Schildesche, 25. April.(Uebersalten.) Am 13. d. Mts., abends gegen 8 Uhr, wurde der 67 jährige Kolon Wilhelm Kpp aus Jöllenbeck vor der Wirtschaft Meyer= Dietrich in Theesen von 2 jungen Burschen aufgefordert, Schnaps und Bier für sie auszugeben. Als er sich jedoch weigerte, wurde er zu Boden geworfen und mit Fäusten schwer bearbeitet. Die Täter, welche als radiate Kerle bekannt sind, sind erkannt und dürsten einer strengen Bestrafung entgegensehen. Aus den Kreisen Winden uud Lübbeße. Minden, 25. April.(Der Verband der Geflügelzuchtvereine für die Provinz Westfalen und Lippe) umfaßt nach der neuesten Zusammenstellung 123 Vereine mit 6861 Mitgliedern. Davon sind im Unterverband Minden: 40 Vereine 2467 Mitglieder. Die beiden stätksten Vereine im Unterverband Mänster und damit im ganzen Verbande sind die Vereine Drensteinfurt mit 350 und Ocnis Münster mit 327 Mitgliedern. Der Benjamin unter all den Vereinen ist der zu Borgholzhausen mit 16 Mitgliedern. Veltheim, 23. April.(Geschäftliches.) Im Geschäftsjahre 1905 wurden bei der hiesigen Schweineversicherungskasse durchschnittlich 464 Schweine bei 167 Mitglieder versichert. An Beiträgen wurden eingenommen 886.20 Mk. An Entschädi gungen wurden ausgezahlt 880 Mk. (M. Zta.) An den streise 52cs9#. # Herford, 24. April.(Bieh markt.) Der heutige Mirkt war gut besetzt Besonders lebhaft war der Rindviehmarkt, gute tragende Kühe erzielten 350 bis 475 Mk., tragende Rinder 90 bis 100 Taler. Schlachitiere 58 bis 62 Mk. Schlachtgewicht. Der Pferdemarkt war flitt. Russen waren ziemlich aufgetrieben und gingen für 275 bis 400 Mk. schnell ab. — Sechswochenferkel koslen 18 bis 25 Ml., Stangen 30 bis 50 Mk, Sauen 100 bis 150 Mi. Nar die Ferkel wurden geräumt. Herford, 24 Aptil.(Städtische gewerbliche Fortbildungs Schule.) Die Aufnahme=Prüsung der neu anzumeldenSchüler beginnt am Donnerstag, den 26. April, abends pünktlich 6 Uhr im Zeichensaale der Bürgerschule Wihelmiplatz. der Mildung ist das Schulabgangs vorzulegen. Verpflichtet zum Besuche sind sämtliche Lehrlinge des Stadtbezirks. Herford 24. April.(Handelslehr= anstalt) des Kuufa. Verei.s Herford. Die Aufaahmeprüfung der neuei tretenden Schüler sand gestern in der Bürgerschule am Wilhelm platze, in dem Hause des Hirrn Rektor Deeius statt. Herford, 24 April.(Eine Stodtverordnetensitzung) stabet am Freitag, 27 d. Mis., nachmittags 5 Uhr, statt. Tagesordnung: 1. Mitteilungen. 2. Annaz des Magistrats betr. Verlegung des mirktes von Montag auf den Dienstag. bekr. Regulierung des alten Vlothoerweges 4. Desgl. betr. Bau eines Kanals vom Ende des Steinwegs bis zum Ende des Seminargrundstücks. 5. Desgl. 5etr. Gewilligung von 2 415,13 Mi. zur ### paratur des Daches der alten Schule an der Hämelingerbrücke. 6 Desgl. beir. Bvon 292 Mk. für Borkst irs tzung an der Nordseite der Arndtstraße. 7. BeantEcinnerungen zur Rechnung der Kanalbaukasse 1904. Oldinghausen, 23. Apil.(Verleihung des Allgemeinen EhrenHeuerlingen des Sattelmeiers Ehmeyer in Oldinghausen 1. Kaspar Barmeyer, welcher schon 67 Jahre und 2. Wilhelm Siekmann, welcher 56 Jahre ununterbrochen an dem Hofe des Saktelmeiers Ebmeyer gewohnt haben, sind für ihre langjährigen treuen Dienste an diesem Hofe das Allgemeine Ehrenzeichen und der Witwe Friederike Barmeyer daselbst, welche schon 62 Jahre ununterbrochen und treu an dem Ebmeyer'schen Hofe Heuerlingsdienste verrichtet hat, das goldene Kreuz verliehen. Die Dekorationen wurden laut„Bünd. Tagebl.“ den Beliehenen am 20. d. M. vom Amtmann Engelhardt in Gegenwart aller Heuerlingsfamilien des Saltelmeiers Ehmeyrr in seierlicher Weise überreicht. Aus den Kreisen Wiedenbruck und Paberbors. Gütersloh, 23. April.(Viehmarkt) Auf unserm letzten Viehmarkt gestaltete sich der Handel bei Schweinen lebhaft, dagegen bei Rindvieh nur mittelmäßig. Für sechs Wochen alte Ferkel wurden 22—24 Mk. erzielt. Bei Stangen bewegte sich der Preis zwischen 70—80 Mk. Größere Tiere kosteten 160—200 Mk. Milchkühe wurden zu 300—350 Mk. verkauft. Aus dem Reg.=Bez. Münker und Acasterz Soest, 21. April.(Die Möhnetal= sperre,) die für die fernere Entwickelung unseres Kreises von großer Bideutung sein dürste, wird gebaut, falls die staatliche Genehmigung, woran nicht zu zweifeln ist, erteilt wird. Der Vorstand des Ruhrtalsperrenvereins beschloß nämlich gestern in Essen, das Projekt der Speire im Möhnetal von 110 Millionen Kubikmetern Inhalt zur landespolizeilichen Prüfung einzureichen. Aus den Nachbrrsresiagen##nd Staeter. Bückeburg, 22. Apcil.(Eine neue Städteordnung) liegt dem Landtage vor. Zur Gewinnung des Bücgerrechts ist in Zukunft nicht mehr die schaumburg=lippische Staatsangehörigkeit erforderlich, es genügt die Reichsangehörigkeit. Statt„Bürgervorsteher" heißt es in der Vorlage„Stadt verordneter". Die Dreiteilung der Bürgerschaft nach der Sienerleistung wirb beibehalten. Die Wahl gilt für sechs Jahre, alle zwei Jahre scheidet, wie bisher, ein Deittel aus.— In Stadthagen wurde der Schüler Brandes von einem 16 jährigen Arbeiter Kirchhöfer mit einem Schlachtermisser durch die Lunze gestocher. Bald darauf ist er seinen Verletzungen erlegen. Der Täter ist verhaftet. Detmold, 23 April.(In dem Diesseits=Prozeßverfahren) gegen Unbekinnt wegen Verletzung des Telegrammgeheinn sses war Redakteur Stärcke bekanntlich zweimal zu der höchst zulässigen Geldstrafe von 300 Maik und zweimaliger Zwangshaft verurteilt worden. Die zweite Verurteilung zu 300 Mark Geldstrafe ist bekanntlich von der Strafkimmer des Land gerichts I in Berlin als ungesetzlich aufgehoben worden. Nunmehr hat Fürst Leopold zur Lippe im Gnabeuwege ver fügt, daß Redakteur Stärcke auch die erstmalige Strase von 300 Mark zu erlassen ist. Das Emmittelungsverfahren gegen Uab kannt, des seit 1½ Jahren schwebt und eine große Anzahl von Gerichten in Anspruch genemmen hat, ist runmehr auch eingestellt worden. Detmold, 24. Aptil.(Die heutige Landtagsersatzwahl) im 7. Kreise führte zur Stichwahl zwischen dem konservatioen Kandidaten Döldissen und dem von der freisinnigen Volkepartei wieder ausgesteüten Reichstagsabgeordneten MeyerJobst. Neustadt a. Rög, 23. April.(Eine Lohnvewegung unter den Metallarbeitern) hat jetzt auch die Eisengießerei und Maschinenfabrik von Aug. Schlüter, die einen großen Slamm alter treuer Arbeiter besitzt, in ihren Bereich gezogen. Nach den B stimmungen der Arbeitgeber Orzanisation hui itzt auch diese Firma ihren simtlichen Arbeitern gekündigt. Aus Ostfriesland, 23. April.(Eine interessante Steuer.) Am St. Niklastaze finden sich abends in vielen Oten Osstieslands die Bürger in den Gest virtschaften, Konditoreien und Bäckerläden zum Würfeln, namentlich um Enten oder allerlei Backwerk zusammen. Die städttschen Behörden zu Norden haben nun beschlossen, in Zu kunft diese„Verknobelungen“ zu de steuern, und zwar sollen die Bäcker 10 und die Restaurateure 15 Mk. für den Tag zahlen. Essen, 21. April.(Die Stadtverordneten) ernannten den zum 1 Juli wigen Krankheit zurücktretenden Oberbürgermeister Zweigert zum Ehrenbürger. Die Erdbebenkatastrophe von San Francisco Am Montag abend wurde ein neues heftiges Erdbeben verspürt, das aber keinen Schaden angerichtet hat. Am Morgen desselben Tages fanden zwei heftige Erdstöße in Grandpaß Glendale im Staate Oregon statt, wobei die Häuser ins Wanken gerieten und ihre Bewohner ins Freie flüchteten. In San Francisco betragen die Verluste der Metropoli an Opera nach Mitteilungen des Direktors Conried: an Dekorationsstücken 600000 M., an Kostümen 300000 M., an persönlichem Besitz der Mitglieder 200000 M. Unter den unersetzlichen Verlusten von Kunstschätzen, die die Katastrophe von San Francikco zur Folge gehabt hat, ist ein besonders schwerer die völlige Zerstörung der SutroBibliothek. Unter ihren 225000 Bänden befinden sich Schätze von höchstem historischen und künstlerischen Wert, besonders eine groß: Sammlung von Handschriften aus allemannischen Klöstern und von Dokumerten und Berichten von der kalifornischen Mission, eine vollständige Reihe von Folioausgaben von Shakespeare, eine schöne Reihe von Gutenberg= und Coxton=Drucken, seltene hebräische Schriftrollen, Serien von französischen und englischen Zeitungen aus dem Ende des 18. und dem Beginn des 19. Jahrhunderts usw. New=York, 24. April. Harriman, der gestern in San Francisco eintraf, schickt einen ziemlich pessimistischen Bericht, in dem er erkärt, daß derjenige Teil, welcher vom Feuer berührt worden, vollständig zerstört und daß nicht genügend Zeite und noch nicht das Notwendigste zum Leben vorhanden sei. Die Bevölke rung müsse noch längere Zeit von auswärts unterhalten werden. New York, 24. April. Die Bankiers von Sau Franc'kco haben ein dreißigtägiges Moratorium nachgesecht. NewYorker Banken sind damit beschäftigt, ein Schutzkomitee für die Feuerversicherungsgesellschaften zu bilden zur Vermeidung forcierter Eff ktenverkäufe. Es sellen etwa 40000000 Dollars flüssig gemacht werden.(F. 8) Berlin, 24. April. Nach einer amt lichen Depesche aus Washington ist der deutsche Konsul Bopp in Sau Frarciico nebst seiner Familie unversehrt gebli ben Der Botschafter in Washing ton hat den Auftrag erhalten, baldmöglichst zu melden, was sich über die Lage der Deutschen in San Frarc'sco, die Z#hl der etwaigen deutschen Opfer der Katastrephe und Vorkehrungen für bedürftige Deutsche ermitteln lasse. während eines Sturmes sank Der Kapitän und 33 Mann der Besatzung des Schulschiffes sind ertrunken. Die Ueberlebenden gehen an Bord der„Dunke que" nach Hamburg. Denain, 24. April. Ungefähr 1500 Hüttenarbeiter haben heute morgen die Arbeit wieder ausgenommen und auch in Cail sind ungefähr 500 Arbeiter zur Arbeit zurüsgekehrt. New Yoik, 23. April. Einem Telegramm des„Sun“ zufolge ist die Stadt Fortbrag durch eine Feuersbrunst, welche nach dem Eedbeben erfolgte, größterteils zerstört worden. Auch die Banken und Geschäftshäuser sind vollständig zersind nur wenige umgekommen. (Der Affenprosessor und seine Affenschule. Drenglische Elforscher der„Affensprache“ Professor Garner, hat sich in neuerer Zeit darauf gelegt, den Affea Schulbildung beizubringen. Die Ausbildung dieser Tiergattung ist seiner Ansicht nach zu unrecht arg vernachlässizt worden. Da die Schimpansen, auf die er es in erster Rihe abgesehen hat. nicht zu ihm kommen, um sich unterweisen zu lassen, hat er ihnen eine Schule im Urwald errichtet. Jetzt erzählt er in der„North Americm Review“ ausführlich über die erzielten Ergebmsse. Einen Schimpansen brachte er dazu, das französische Wort für Feuer zu erlernen, d. h. diesen Bezriff mit dem Worte„teu“ zu virbinden. Ein Weidchen lehrte er muviel Mühe die Unterschiede zwischen Kreisen, Viereckin und Dreiecken. Dies gelang ihm dadurch, daß er der Schülerin verschiedere ihrer Lieblirgs=Nahrungsmittel gab, je nachdem sie die verschieden gestalteten Holzstückchen aufhob. Weit schwieriger fand er es, ihr den Unterschied zwischen eirer Raute und den Ubrigen Formen beizubringen. Auch die Kenntnis der Farben Unterschiede eignete sie sich mittels verschiebener Nahrungsmittel an. Ja all diesen Dingen erreichte sie verhältnismäßig bald eine große Meisterschaft. Die allererste Schülerin bekom er im September 1904; als sie jedoch schöne Fortschritte gemacht hatte, lief sie auf Nimmerwiedersehen davon.(Das dumme Vieh!) Er erteilt den Unterricht auf einer Lichtung von etwa 40 Ar, die er im Urwald aushauen ließ, und auf der er sich aus Bambus und Palmen ein leidlich behagliches Wohnhäuschen erbaute. Die Depeschenbriefe sind gestern und heute aus uns unbekannten Gründen nicht rechtzeitig hier eingetroffen. Aus diesem Grunde können wir heute unseren Lesern leider die neuesten Nachrichten nicht mitteilen. Auch das Feuilleton maßte heute wegen Stuffüderhäufung wegbleiden Die Schriftleitung. „Zähuchen kamen schmerzlos.“ Berlin, 21. April. Gestern hat sich ein 12. jähriges Mädchen hier mit Cyankali vergiftet, weil die Muiter es in der Gesellschaft eins jungen Merschen getroffen hatte, dem zu Liebe es vor#etwa 10 Tagen ausgerückt war, und die Mutter dieser„Liebelei“ durch eine drastische Demonstration mit dem Regenschiem ein Ende ge macht hat. Mainz, 23. April. Bei dem Wiesbadener Schnellzug Nr. 192, der um 952 Uhr nech hier abfährt, versagte Sonntag nacht auf Station Kurve die Blemse. Er überfuhr das Signal und stieß dem Rheingauer Schnellzug Nr. 48 in die Flanke. Ein Postsekretär wurde schwer verletzt. Der Rheingauer Zug ist voll stärdig rasiert und bedeutender Materiolschoden anzerichtet. Die Lokomotive des Zuges entgleiste. Duisburg, 23. April. Die Rheinschiffer beschlossen in einer hier abgehaltenen Versammlung die Verhärgung der allgemeinen Schiffssperre. Aachen, 23. April. Bis heute sie d üter 2500 Weber von der Aussperrung benoffen, Von nächster Woche ab erfolgt auch die E nlassurg der Hilfsarbeiter. Meißen, 14. Apill. Gestern abend kam es zu einem Zusammenstoße zwischen ausgesperrten Metallarbeitern von der Maschinenfabrik Wiesold u. Locke. Die Villa des Fadrik besitzers wurde mit Wurfgeschossen überschürtet. Als die Schutzmannschaft eingeiff, wurden zwei Schutzleute, davon einer erheblich, verletzt. Für heute werden neue Ausschreitungen befürchtet Dover, 24. April. Die französische Bark „Dunkergue“, die auf der Höhe von Dover ankam, hatie, wie schon kurz gem.ldet, an Bord die U berleberden eires belgischen Schul schifses, das auf der Höhe von Prawle Point .. Söhuchen des Hern Schutzmann Fol aus Hannover hat ohne irgendwelche Beschwerden echt Zähnchen bekommen, und es dürfte alle Eliern ime#esüieren zu hören, wis ihm dazu verhalf. Das Mittel war Emuision, und Hirr Forkel beschreibt seine Er ahrung wie folg: Hannover, Edenstr. 20b, den 28. Februar 1905 Ich kann Ihnen mitteilen, daß sich Ihre Emut sion bei meinem Kinde Emil vorzüglich bewähr: Gag G von ihm sehr gern genommen wurde. Das nino biiev, obwohl von Geburt ganz kräftig. immer schwich und wollte absolut nicht zunehmen. Als die Zaynper###e begann, war das Kind schon vollständig heruntergekomm n. Ich entschloß mich daher zur Anwendung von Scotts Emussion und erreicht, daß urser Kind jtzt acht Zähne, die vollständig ichmerzlos kamen, hat und daß es, obwehl noch nicht ganz 13 Monate alt, aanz flink durch das Zimmer laufen kann. (gez.) Forkel, Schutzmann. Obrohl dieser Fall außerordentlich erscheinen mag, ist er doch keineswegs außergewöhnlich. Viele sonst gesunde Kinder fangen zur Zahnzeit zu kränkeln an. Scatts Emolsion ist für Kinder die beste Form von Lebertran, sie ist von durchaus angenehmem Geschmack und befördert, entgegen dem gewöhnlichen Lebertran, die Verdauung, anstatt Beschwerden zu verursachen. Die Scottsche ist die erste, ursprüngliche Lebertran Emul= sion; die zahlreichen Nachahmungen kommen ihr an Güte bei weitem nicht gleich, da „Scits“ die einzige ist, die nach dem eigenartigen Scittschen Verfahren hergestellt wird. Scotts Emulsion wird von uns ausschließlich im großer verkauft, und zwar nie lose nach Gewicht oder Mas, nur in verfiegelten Originalflaschen in Karton Schutzmarke(Fischer mit großem Dorsch auf dem Räcker Scorr& Bowne, G. m. b. H., Frankfurt a. M Bestandteile. Feinster Medizinal=Lebertran 150,0 erin Dipcerin 50,0, unterphosphorigsaurer Kalk 4,8, uni#ep###tphorigsaures Natron 2,0, pulv. Tragant 3,0, feinster graß Gummi pulv. 2,0, destill. Wasser 129,6, Alkohol 11,2 eromatische Emuston mit Ziunv;, Na Aatssehe e venitsere Es wird geklopft, srüc, skaubt, geräumt, gekehrt, geklettert, geschrubbt, gebürstet, gehoben geschoben, gerieben, geputzt gefegt, gekratzt, gebehit, geplantscht, gepinselt, gescheuert, gewaschen, gepoltert, gespült,— wie nie im ganzen Jahr: das ist dir rchtige Hausputz, das GroßReinmachen! Nchts hat sich dabet seit Johren besser bewährt, wie Luhns Wesch= Exstalt und Luhns Silm. Tup. Kerrseife, weil man daraus garz vorzügliche billige Wasch. und Abse.f Laugen bereitet, die schnell und schadlos reinigen. Luhns ist jitzt überall zu haben und nur echt mit Rotband. Stadt-Theater. Mittwoch, den 25. April 1906, Zar u. Zimmermann. Komische Oper in 3 Akten von A. Lortzing. Anfang 7½ Uhr. Donnerstag, den 26. April 1903, Die Hugenotten. Oper in 5 Akten v. G. Meyerbeer. Kostümröcke Leinen, Baumwolle Cheviot, Satin Lüstre, Taffet Sportrocke, I. tusstrei Ständiger Eingang Neuheiten. Einladung zur „Nung des Vaterländischen Frauenvereins für den Landkreis Bielefeld auf Honnerstag, den 26. Jpril 1906, nachmittags 4 im Evangelischen Vereinshause, Altstädterkirchplatz, Bielefeld. agesordnung gemäß brieflicher Einladung. Uhr Meine El Saids gat soviel Liebhaber, daß ich u Inae der Garsichsen stzun, eigner sich durch seinen Gehalt an Stickstoff, zuschugt, daß se ohne mie Prserhorsaure und Kalt vorzüglich für Hlenig Panen Pespornzger, Wirsen, Hulmgewächse und Kartoffeln. sange und Preis 1.70 Mk. per Zentner ohne Sachs mdertelenen ab Fabrik. Nr. 97. Utto Fischer's Buchhandlung Carl Steinnoll& Co., URe The-Fabrik, Senne 1. zuserlesenen überseeischen Tabaten zergestellt. Jeder urteilt: keines für wenig Geid. Um Sie von der Wahrheit besagten zu überzeugen, sende ic Ihnen eine Probekiste 100 Stick Sschahen. Mi kaunde un von F. Buddeberg Zum Einlegen der Wasserglas in feinster, heller Qualität. Felix Battig. empfiehlt Bücherfreunden ihre Moderne Leihbibliothek, welche ErBrietpapiere Verpackung wird nicht berechtei Nachnahmegebühren trage ich. J. H. Flee Voerresichrtt. Blette alle neuen literarischen scheinungen enthält und Musikfreunden ihr Musikalien-Leibinstitut. Bielefeld, Gehrenberg 2. 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Von lichen Arbeiterpa werden, da es au solche Partei ger ohne Macht und Centralblatt werkschaften' se lihen Parteien mü Vertreter der chri entstehen. Das u diskutabler Vorsch Partei würde sich beitervertretern in stellen, im Gegentei I sein von Abseordnet# kreisen der Soziald fast keine Arbeiter recht erwünscht liche Gewerkschafts hohem Maße ihre als daß ihr Vorsch bürgerlichen Parteie zunehmen. Das„Cen „Wir müssen in die Parteien hinein, um sicher mit unserem Ge Auf welche Weise de den weiteren Ausfül Organs ersichtlich: „Wenn es uns vun bei zielbewußter Arbeit Anzahl Vertreter als schiedensten Parteien zu weitere wichtige Frage, heitliche Aktion unserer Bewegung, über gebung. Es läßt sich le hängnis voll wäre, wer: gesgrs in obigen Frog anschauungen im Pa # brächten. Eire einheitlich # herbeigeführt werden das eine lose Vereinigu Vereint, Vetlacht komme gurg könnten sich klären und Gegensätze ve nürde jedoch von dim schwierigste Aufgabe no# Aufgabe wäre, nun ins zugehen und die Stellungnahme zu gabe wird wohl nicht imn 25 mmerhin wird ein ##svig zu verzeichnen sein. Das ist, schreibt hi vative Correspon! tümliches Vorhaben, de „gerlichen Partei ird befreunden „losen Vereini schlossenen Arbeitervertr Pateiens Vorsatz in teien" eintreten, un ais beisesens lun darnissen. Die S Geschlossenheit man würde alsdann eine uraus Vermann Tanst, lür den Rehauw und. Iuseraten=Tei Wich, Bahde, Dund und Rer— wrun und vertag von A. von der Mühlen, sämtlich Answeisunge Berlin sind ne rüssische Männer un Studenten" und