Klassen IX—I und den 25. April, nerstag Uhr. 95. uns ellen Postanstalten 3 N., bei täglicher Zu###uug in Bieleseld 1#8 M., durch Bries3% chulleitung. Andlung erfreunden ihre liothek, weiche erarischen ErMält und MusikInsikalien-Leihnberg 2. idelsicher Rathaus, durch den links, Uhr mittags, nachmittags. Uhr mittags. eg 32 durch Herrn r Dr. Ißleib. derstr. 82 durch =Bes. L. Müller. an Stickstoff, rzüglich für rtoffeln. er ohne Sach & Co. rik, der 1838 gegr. herungs-Anstalt ungsanstalt. tersversorgung, tudium, Militärime ohne ärztJung g ohne LebensDirektion en. Strengste stenfrei bei: ernstrasse 52. * 9• n gute Pflege Leiterin: K. Schiele. wiger 1,42 M. Anzeigengebühr für die einspaltige Petttzeile oder deren Raum 12 Pf., für auswärts 15 Pf., Reklamen 25 Pf. Erscheint lechsmal wöchentlich Geschäftsstelle Ritterstr. 43. Fernsprecher Nr. 15. Prs Historischer Kalender. Virlesrto Dienstag, 24. April 1906. 24. April: Schlacht bei Mühlberg, 1547.— Desoe, Verfasser des Robinson, gest. 1131.— K. Immermann, Dichter, geb 1796. — Leopold, Großherzog von Baden, gest.; Friedrich wird Regent, 1852.— Kriegserklärung Rußlands an die Türkei, 1877.— Feldmarschall Graf Moltke, gest. 1891. eichesd. „Made in Germany.“ Der deutsche Borschafter in Washingion. Freiherr Speck von Sternberg hat dieser Tage bei einem Festmal in Pittsburg, zu dem er als Ehrengast geladen war, eine Rede gehalten, die so großes Aufsehen erregt, daß wir sie rachstehend nach ihrem wesentlichen Inhalt wiedergeben. Er wies ein leitend aus die wunderbaren Fortschritte hin, welche Piltsburg, dieses wächtige Industriezentrum, seit seinem letzten Besuch im Jahre 1885 gemacht habe. Er stellte diese außergewöhnliche Entwicklung von Handel und Industrie in den Vereinigten Staaten und den außerordentlichen Aufschwung des modernen Deutschland in Parallele und beleuchtete die Ursachen dieser Erscheinungen. Beide Länder, führte der Botschafter aus, gingen durch das Fegfeuer eines großen Krieges, der der Nation die Einigung brachte; bei beiden erwies sich dieses wichtige politische Ereignis als der mächtigste Förderer des industriellen Fortschritts. Vor 35 Jahren haben Fabrik. und E. findungswesen der Vereinigten Staaten und Deutschlands weit hinter denen Englands und Frankreichs zurückgestanden. Deutsch land verfügte über weit geringere natürliche Hilfsmittes als andere Länder, und seine geographische Lige ist eine solche, daß sie seine Nachbarn oft veranlaßte, durch verderbliche Kriege die Früchte seines Gewerbefleißes zu vernichten und seine Gefilde zu ihrem Kampsplatz zu wählen. Dadurch war Deutschland bis auf den heutigen Tag gezwungen, eine große Armee zu unterhalten, eine starke Flotte auszubauen und einen großen Teil seiner besten Bevölkerung durch Auswanderung abzugeben. Die Haupttrieb seder von Deutschlands außerordentlicher in dustrieller Entwickelung ist der starke nationale Geist, das Ergebnis der Einigung Deutsch lands; der mächtigste Faktor neben diesem war der Geist der wissenschaftlichen Forschung und die Anwendung ihrer Ergebnisse auf die praktischen industriellen Aufgaben, während früher die Gelehrten Geist und Kraft fast nur der Lösung theoretischer Probleme zuwandten. Eine wesentliche Aenderung trat ein, als Kaiser Wilhelm der Große und sein eiserner Kanzler den Grundstein des neuen Deutschlands gelegt hatten; es entstand ein allgemeines Streben, das geeinte Deutschland stark zu machen nicht durch Eroberungen der Waffen, sondern durch die friedlichen und weit mächtigeren Mittel der wissenschaftlichen Forschung. Die neue Aera richtete das seit Jahrhunderten in den berühmten Bildungstätten Deutschlands aufgebaute System der wissenschaftlichen Forschung auf die unmittelbare Lösung der industriellen Probleme der Nation. Es bedurfte nur des Kommar dowortes an die vorhandene wssen schastliche Armee zur Aenderung ihrer Taktik, zur Inangriffnahme der praktischen Aufgaben; so wurde der Professor und kundige Forscher zum tatsächlichen Begründer der großen In dusttien des modernen Deutschlands. Die deutsche Regierung, so betonte der Botschafter weiter, ermutigte diese Bewegung sehr durch Förderung der Eerichtung der sogenannten Versuchsar stalten, in denen Fachmänner sich der Lösung praktischer Fragen widmeten und durch die der Industrie viel unnütze Arbeits vergendung erspart wurde. Die Entwickelung zing nun rasch vorwärts, besonders unter weitdlickenden Geiste des jetzigen Kaisers Wilhelm II, der bekanntlich einer der her vorragendsten technischen Fachmänner und Meister auf dem Felde der Mechanik in Deutschland ist Unter seiner Oberleitung erfolgte die Verlegung der alten Charlotten burger Versuchsanstalt nach Groß Lichterfelde und ihre Erweiterung zu der großartigen Schopfung des neuen königl. Material= prüfungsamtes. Aufschwung und Wachstum dieser einzigartigen Anstalt spiegeln deutlich den industriellen Fortschritt Deutschlands wider. Redner warf sodann einen Rückblick auf die Geschichte dieser aus kleinen Anfängen erwachsenen Anstalt, erläuterte an Beispielen Wesen und Wert ihrer sich nach Umfang und Bedeutung stets steigernden Wirksamkeit, vermöge deren sie als der Grundstein der außerordentlichen industriellen und kommerziellen Entwicklung Deutschlands betrachtet werden dürfe. Der außerordentlich rasche Fortschritt Deutschlands in Handel und Industrie wurde von dem überlegenen Geiste Kaiser Wilhelms und durch seine Politik des Friedens gefördert. Auf seine Veranlassung erfolgte die Schaffung der glänzenden Anstalt in Charlottenburg, nachdem der Kaiser die Pläne des neuen Laboratoriums gründlich geprüft, geändert und gutgeheißen hatte in welchem er die Wissenschaft in den Dienst der Industrie zu spannen gedachte. Der Botschaster schloß seine Ausführungen mit den Worten: Was unsere beiden Länder brauchen und was sie jedes Jahr mehr und mehr brauchen werden, wenn wir das Werk, das wir aufgebaut haben, nicht schädigen wollen— das sind auswärtige Märkte. Diese werden wir leicht fiaden, wenn wir den großen Worten des viel betrauerten Präsibenten Mec Kinley folgen,„daß kein Volk ein Verkäufer sein kann, wenn es nicht ein Käufer ist". Interesse guter Wohlen sich bei der Streiken den und ihren allgewaltigen Hinterleuten beliebt machen soll? Jazwischen scheint nun die Regierung sich zum Ernstmachen ent chlossen zu haben, denn gestern wurde die Entsendung eines starken Truppenaufgebots nach Leus gemeldet. Das Weitere bleibt abzuwarten. Im nordfranzösischen Streikgebiet herrscht völlige Anarchie. Der arme Minister Cémerceau, heißt es in einer Pariser Korrespondenz der„Kreuz=Zeitung“, der heroischen Eifer zu beweisen hoffee, als er zum zweiten Male die Fahrt nach dem Norden antrat, findet wenig Dank für seine Bemühungen und wird von allen Seiten erbärmlich schlecht behandelt. Die Streikenden lassen ihn gar nicht zur Ruhe kommen, man johlt und schreit bei seinem Andlick. Leute, die durch die Plünderungen und Verwüstungen der letzten Tage geschädigt sind, umdrängen ihn mit Entschädigungsa- sprüchen. In der Opposition fragt man spottend, was der Herr Minister denn eigentlich da oben zu suchen habe. Wird er von den einen als unfähiger Wichtigtuer betrachtet, wird er von den anderen als Hort eines Knuten regiments beschimpft. Der ehemalige Abgott der äußersten Linken wird heute in der Humanité“ folgende maßen abgesanzelt:„Hat es je ein reaktioräreres Ministerium ge geben, in des Wortes verwegenster Bedeutung, als dies, wo die feinste Blüte des Radikalismus, die Sarrien und Clémerceau, eingetreten sind, begleitet sogar von einem Sozialisten von gestern in der Person des Herrn Briand? Hat es je ein Ministerium gegeben, das der arbeitenden Klasse feind. seliger war? Ja. einzig und allein aus Feinbschaft gegen die Sozialisen und gegen die Arbeiter hat man einen C.emceau gleichzeitig mit einem Barthou im Ministerium berufen.“ Man könnte nun nach der alten Redensart vielleicht sagen, daß C.émerceau wohl auf dem rechten Wege sein müsse, da er von Rechts und Links gleic mäßig an gegriffen wird. In Wahrhett ist aber der Miniser weder auf dem guten noch auf dim schlechten Wege, aus dem einfachen Grunde weil er anscheinend überhaupt den Kopf verloren hat und ratios hin und herschwankt, ob er von den in seine Han Staatsmachtmitteln Gebrauch wachen oder den Dingen ihren Lauf lassen solle, ob er seine Pflcht als für die innete Ord verantwortlicher Minister tun oder im Hendrik In der Abteilung Windhuk der Deutschen Kolontalgesellschaft hielt vor kurzem Missionar Wandres einen Vortrag über Hendrik Witboi, der in folgende Sätze ausklang: „Zehn Jahre lang hat er Freundschaft geheuchelt und Hilfsbereitschaft bewiesen. Zu letzterer war er ja vertragsmäßig verpflichtet. Aber er war auch schon aus dem Grunde hierzu willig, weil er das Kriegsleben über alles liebgewonnen hatte. Wo ein Aas ist, da sammeln sich die Geier, und wo es was zu futtern gibt, da sind die Hottentokten immer dabei. Auch lernte er unsere Kriegsführung kennen. Er hat als treuer Bundes genosse unsere Stärke studiert, aber uns auch unsere Schwächen abgeluxt. Wir haben in Vertraueneseligkeit ein Schlange an unserem Busen genährt. Das ist leider bittere Wahrheit. Ich sagte eben, Hendrik Witboi habe Freundschaft geheuchelt. Er tat dies so geschickt, daß jeder glaubte, Hendrik würde treu bieiben. Es wurden zwar immer wieder Stimmen laut, die seine Treue in Zweifel zogen, aber schließlich haben sie doch, mangels gründlicher Beweise, dem ollen ehrlichen Hendrik giglaubt. Er war, wie jeder Hottentotte, Herr seiner Gesichtsmuskeln. Beisseinem Giase Sekt, im Kreise ihn bewundernder Herren, denen er Ansichtspostkarten unterschreiben mußte, war er ein alter, freundlicher Hottentottenherr. Kam ihm einer quer, dann konnte sich seine ohnehin faltenreiche Stirne sehr unwillig runzeln. Als ich im Jahre 1899 Witbot zum erstenmal sah. verwunderte ich mich über das gutmütige Gesicht des alten Haudegen. Als wir uns nach seinem Ergehen erkundigten, antwortete er mit herbem Gesichtsausdruck:„Wie soll es mir gehen, mein Volk ist arm, denn wir sind ja wie eine Herde Vieh nach Gibeon angejagt worden!“ Henbrik hatte also Naukluft noch nicht vergessen. Früher war er ein durchaus nüchterner und energischer Mann, der seine Kriegsleute, wenn sie sich betranken, nüchtern prügeln ließ In den letzten zehn Jahren wurde Hendrik ein Söffel Dies hat jedenfalle seinen Charokter nicht verbessert. Schate ist es, daß solch ein Mann, wie Hendrik Witboi, der sein Volk in geistiger Beziehung weit überragte, auf solch abschüssige Bahn geraten ist. Er hat durch sein Tun sich und sein Volk ins Verderben gebracht. Man hat ihn durchaus nicht ungerecht behandelt, im Gegenteil, man hat ihn mit Handschuhen ang faßt. Das war unsere Schuld und sein Verderben.“ den grögten Teil des Tages außer Bett zubringe. Mit einer Beteiligung des Fürsten an den parlamentarischen Geschäften in dieser Session darf man nicht mehr rechnen. Fürst Bülow wird nach den bisherixen Bestimmungen etwa Ende Mai Berlin verlassen und dann schwerlich vor Ablauf der Session wiederkehren. Unter diesen Um ständen dürfte marche parlamentarische Arbeit auf der Strecke bleiben. Die„Post“ kündigt den bevor stebenden Rücktritt des italienischen Botschafters Grafen Lanza und seine Ersetzung durch den Marchese di San Giulians an. Die Abberufung des Grafen hinge aber, wie dem Blatt versichert wird, keineswegs mit der Marokkokonferenz zusammen. Geneial v. Trotha ist von seiner Erholungsreise an die Riviera zurückzekehrt und weilt zurzeit wieder in Bertin. Der lanzjährige Direktor des Werftdepartements im Reichsmarineamt, Vizeadmiral v. Ahlefeld, scheidet, wie das hört, mit der Beendigung der diesjährigen großen Flottenmanöver aus der Marinezentralbehörde, um im Froutdienste die Führung eines Geschwaders zu übernehmen. Die Schulkommission des Abgeordnetenhauses tritt am Donnerstag Nachmittag 1 Uhr wieder zusammen. Auf Befehl des Kaisers wird das neue Linieuschiff„Deutschland" mit Unterkunststäumen zum persönlichen ebrauch des Kaisers versehen werden. Auch soll die„Deutschland“ später im Flottenverbande den Dienst als Flottenflaggschiff versehen. Die Ratifikationsurkunden zu dem von Preußen und Oldenburg zur Regelung der Lotterieverhältnisse am 9. Dezember 1905 abgeschlossenen Staatsvertrage nebst Schlußprotokoll sind am 21. April ds. Is. hier ausgetauscht worden. Aus dem Deutschen Reiche. Berlin, 23. April. Das Kaiserpaar machte nach einer Meldung aus Homburg gestern nachmittag einen einßündigen Spaziergang im Haardt walde. Zar Abendtafel war Geh. Baurat Schwechten, E.bauer der hiesigen Erlöser krche, gelaben. Heute vo mittag hörte der Kaser din Vortrag des Chefs des Zivilkabinetts und besichtigte später mit dem Geh Baurat Schwechten neue Modelle für tere Ausschnückung der Erlöserkirche. Prof ssor v. Renvers hat dem Kaiser geweldet, daß er mit dem Zustande des Fürsten Bulow zufrieden sei und daß Dr Genesungsprozeß täglich fortschreite. Tolffs Büreau meldet, daß Fürst Bülow Aus dem Auslande. Leus, 23. April. Das Mitglied der Federation syndical der Bergarbeiter, Nouatte, und der Delegierte des Bergarbeitersyndikats von Avion Meinier, sind heute nachmittag unter der Arklage der revolutionären Agitation verhaftet worden. Außerdem wurden nachts 80 Personen verhaftet und in einem bereitgehaltenen Eisenbahnzuge in das Gefängnis von Behune überführt. Diese 30 Verhafteten haben an den Unruhen, der Plünderung, der Zerstörung von Denkmälern und gemeinnützigen Einrichtungen teilgenommen. Rom, 22. April. Von gut unterrichteter Seite verlautet, daß die Reise Giolittis nach Rom von Sonnino erbeten war. Dieser wollte sich genau informieren über die Verhandlungen wegen Marokko mit Deutschland zurzeit des Ministeriuns Giolitti. Sontino wurde nach den Unter redungen mit Giolitti im Entschlusse bestärkt, alles auszubieten, um die deutschen Sympathien zurückzugewinnen. Ein Symptom dasür ist, daß die Ordensverleihung, die Vieconti Venosta zugedacht war, suspendiert wurde. Petersburg, 21. April. Die Regierung hat beschlossen, die Duma in folgenden drei Fällen aufzulösen: falls die völlige Aushebung der Verfassung vom 5. März und ihr Ersatz durch eine von der Duma beantragte Konstiiution, vom Zaren die Eidesleistung auf die Verfassung verlangt werden, und drittens die Duma auf dem Rücktritt des gesamten Ministeriums bestehen sollte.— Die„Petersb. Telegraphen=Agent.“ hat eine Auskunft erhalten, wonach jede Möglichkeit von Agrarunruhen ausgeschlossen sei. Sosia, 22. April. Wie verlautet, wird am 10. Mai Herzog Ernst Günther von Schleswig=Holstein mit Gemahlin hier zum Besuche eintreffen. In Sofia werden die Gäste drei Tage verweilen. Durbau, 22. April. In der Nähe von Harding in Natal hat ein heftiger Parteikampf stattgefunden, bei dem zwei Stäume hart aneinander gerieten. In dem Handgemenge, bei dem von den Assagais Gebrauch gemacht wurde, sind fünf Leute getötet, zwei tödlich und 14 schwer verwundet worden. Beide Stämme gehören nicht zu den Aufständischen. Schanghai, 23. Apeil. Der revidierte englisch tibetianische Vertrag ist in Peking unterzeichnet worden. New York 22. April. Im Schenley Hotel zu Pittsburg veranstaltete gestern die germanische Gesellschaft einen Empfang zu Ehren des Botschafters Speck von Sternburg und dessen Gemahlin. Der Botschafter erhielt das Diplom eines Ehrenmitgliedes der germanischen Gesellschaft. In der Ansprache sagte der Botschafter, die friedliebende, klarsehende Politik Kaiser Wilhelms besitze das feste Vertrauen des Präsidenten Roosevelt und des amerikanischen Volkes. Die Tagung galt zunächst der Einführung des Bundespräsidiums, in dessen Namen der neue Direktor und geschäftsführende Versitzende, L'z. Everling, dem um die gemeir same große Sache des Deutsch= Piotestanlismus hochverdienten Ehrenvorsitzenden, dem Grafen Wintzingerode, für seine warmherzigen Wünsche bankte. Die eigent lichen Verhandlungen betrafen zumeist Fragen der Organisation, der Verwaltung, sowie der Auswirkung der Bundesgrundsätze im öffentlichen Leben. Die Versammlung ließ auch dem verdienten Schriftführer D. Witte ein Zeichen der Wertschätzung seiner Wirsamkeit zuteil werden. Gericht und Kolonialpost. (Beruhigung in Deutsch=Oftafrika) Der„L.=A.“ meldet aus Dar=esSalaam: Hauptmann Wunderlich hat am 12. Apcil mit 3 Europäern und 40 Askaris bei Kidatu den Rucha überschritten, um die Verbindung mit Mahenge herzustellen. Hauptmann Nigmann meidet vom 10. April, daß noch Nachrichten, die Händler überbrachten, der aufständige Mkiho sich freiwillig der Station Mahenge gestellt habe. Der Rebellenführer Nzwira soll von seinen eigenen Leuten ermordet worden sein. Mitte April zingen 2 Abteilungen von Iringa zur Grenze von Usagara bezw. Ubunga ab, da die Aufständigen in großer Zahl sich unterwerfen woller: Der Führer des Etappenpostens Mpergere meldet, daß die Leute in der dortigen Gegend jetzt durchaus friedlich gesinnt sind. Nur die Jumden sollen den Widerstand fortsetzen. Europäer und Eingeborene sind ziemlich einig in Fragen der Bielefeld, 21. April.(Strafkammer.) 1. Der 16 Jahre alte Ardeiter C. Sch. von Bieleseld Gadderbaum wurde wegen versuchten Diebstahls zu 2 Monaten Gefängnis verurteilt. Das Gericht beschloß ferner den Burschen der bedingten Begnadigung zu empfehlen.— 2. Der Schuhmacher H. B. von Verl, schon einigemal vorbestraft, war am 15. Februar d Is vom Schöffengericht zu Gütersloh wegen Beleidigung mit 10 Mark bezw. 2 Tagen Gefängnis und wigen öffentlicher Beleidigung zu 14 Tagen Gefängnis verurteilt worden und hatte Berufung eingelegt. Diese wurde als unbegrürdet verworfen.— 3. Wegen Vergehens wegen§ 152 und 153 der Reichs gewerbeordnung hatten sich die Bügler W. P und T. Z. von Herford zu verantworten. P. war zu Anfang dieses Jahres vom Schöffengericht zu Herford wegen dieses Vergehens zu 1 Woche Gefängnis verurteilt worden, während Z freigesprochen war. Gegen dieses Urteil hatte P. wegen seiner Verurteilung und die Staatsanwaltschaft wegen der Freisprechung des Z. Berufung eingelegt. Doch die Beweisaufnahme hatte den Erfolg, daß die Strafe gegen P. auf 1 Tag Gefängnis herabgesetzt wurde. Die Berufung der Staatsanwaltschaft wurde verworfen— 4. Der Ackersmann H H. von Hüffen war wegen Bedrohung vom Schöffengericht zu Bünde zu einer Geldstrafe von 10 Mk. ev. 2 Tagen Gefängnis verurteilt, wogegen er Berufung eingelegt hatte, die aber keinen weiteren Erfolg hatte, als daß der Angeklazte sich noch eine erhevliche Kostenlast dazu holte. Bieleseld, 24. April. Neubesetzung des Gouverneurpostens und wünschen Freiherrn von Rechenberg, welcher infolge seiner Tätigkeit hier und als General= konsul in Sansibar allgemein Vertrauen und Sympathie besitzt. (Samoa.) Der nun schon seit August v J. tätige Vulkan auf der Insel Sawati will immer noch nicht zur Ruhe kommen und hat sogar in den letzten Wochen nach der„Köln. Ztg." wieder mehr Tätigkeit gezeigt. Bei Toapäpä erreichte der Lavastrom, wie schon feüher berichtet, das Meer. Die Lava hat bisher vier Ortschaften und ihre Pflanzungen gänzlich zerstört. Verluste an Menschenleben sind nicht zu beklagen, aber das Gouvernement wird nicht umhin können, eine Hilfeleiftung in größerm Stile vorzunehmen, vor allem eine größere Summe zur Verfügung zu stellen, um für die Obdachlosen Raum zum Hüttenbau und zur Anlegung neuer Pflanzungen durch Landanlauf zu beschaffen. Kirche, Schule und (Evangelischer Bund.) In der Osterwoche ist der Gesamtvorstand des Evan gelischen Bundes in Gotha zu einer Stifturg zusammengetreten, zu der die Mit glieder des Zentralvorstandes und die Vetreter der Hauptvereine aus allen Teilen des Reiches fast vollzählig erschienen waren S (Ueber das Viergeleise=Projekt zwischen Bielefeld und Brackwede) ist, wie der„Gen.=Anz.“ mitteilt, jetzt die Entscheibung gefallen. Die Königl. Eisenbahnbehörde hat sich für das Projekt des Herrn Ingenieurs Heinrich Landwehr hier erklärt, welches nach den Vorschlägen des Magistrats umgearbeitet worden ist Danach wird keine Ueberführung (Projekt I) und keine Schleife(Pro jekt II) angelegt, sondern die Durchführung der Odernstraß: vor Potthoff und Voß vorbei unter der Eisenbahn her durch das Schreibersche Grundstück zum Anschluß an die Kleine Bergstraße bei einer Steigung von 1: 25.— An der Unterführung beim Bürgerweg fällt die Rampe vor dem ehemals Merfeldschen Grundstück weg, weil die Bergstcaße zwischen Drück= und Krüger eine bequeme Fahrverbindung mit der verlängerten Obernstraße bekommt. Die Unterführung wird gegen die frühere Absicht erweitert, falls vielleicht später ein Anschluß der Bergstraße zur Unterführung aach in Ausführung kommen sollte. Jetzt gird die Bergstraß; durch eine Treppe für Passunten mit der Unterführung verbunden. — Ausführung und Kosten liegen bei der Eisenbahnverwaltung, soweit nicht die Stadt bezüglich der Unterführung zum Bürgerweg durch Verträge bereits gebunden ist. (Ein Dachstuhlbrand) fand in der Nacht zum Montag im Hause der Frau Sanitätsrat Dr. Beckhaus in der Oststraße statt. Ker Leute vom Pommernland. 61 Roman von Käte Lubowski. Nachdruck verboten.] W. 8. August. Mittelose Ossizierstöchter müßten während einer kurzen Spanre Zeit einem Gesetzes Paragraphen der Sparianer unterstellt sein, der die Tötung der neugeborenen Mädchen für einige Monde befahl, um der Ueberfühle zu wehren.— Ja, wenn wir arbeiten und verdienen dürften! Aber wir dürfen es nicht.— Wir dürfen höchstens Staub abwischen mit Handschuhen an den Händen, damit unsere Nägel nicht verdorben werden, und Gavotte tanzen und Menuett. Ich beneide die Frauen, die hochgeschürzt, den Schweiß geruch der Arbeit um sich verbreitend, abends rom Fede heimkommen. Welch ein Glück besitzen sie, Staud bedeckt sie selbst. Mait gearbei et ihre Männer. Sie dürfen gem in am mit ihnen schaffen. Hand in Hand, für die Erha tung ihres Glückes. Ich muß die Hände in den Schoß legen und zusehen, wie das, was der Inbegriff meines Glück.s Seligkeit ist, eine andere— Oi chichere## glücklich, weil sie reich ist — an sich bringen wird.— Ich schürze ruhig meine Filelkanten weiter, die niemand verwenden kann, weil meine Tränen das Garn feucht machen und zu Knoten werden lassen. (Bielefelder in San Francisco.) Auch zwei Bielefelder Familien haben in San Franciscy zur Zeit ihre Söhne. Herr Rektor Göcker und Herr Lehrer Printz. Herr Rektor Göcker erhielt nach der„Westf. Ztg.“ von seinem Sohne ein Telegramm aus Orkland, worin ihm kurz gemeldet wurde:„Alles wohl!“ Da Herr Kaufmann Karl Göcker mit seiner Familie bisher in San Frarcisco wohnte, so nimmt man wohl mit Recht an, daß er nach Orkland geflüchtet ist; auch konnte in San Francisco kein Telegramm aufgegeben werden, da die Telegraphenleitungen zerstört sind. Herr Lehrer Peintz hat bis jetzt über das Schicksal seines Sohnes noch gar keine Nachricht. (Schulanfang.) In diesen Tagen treten die neuen ABC Schützen den ersten Gang zur Schule an. An der Hand des Vaters oder der Mutter trippeln sie nach dem großen Hause mit den vielen Fenstern, daß ihnen schon lange als Schulgebäude bekannt ist. Welch: Empfindungen mögen da in den kindlichen Gemütern wach werden. Halb scheu, halb freudige Ecwartung, ein Wechsel der Gefühle, welche die kleinen Herzen schier zu sprengen drohen. Ja, es ist ein wichtiger, ernster Schritt, den sie mit dem ersten Schulgange tun, die bisher sorgsam behüteten Lieblinge. Der erste Schritt hinaus ins Leben, das sie bis zu dieser Stunde nur von der heiteren, sorgenlosen Seite kennen gelernt hatten. Nun beginnt der Ernst des Daseins, denn die Schule verlangt von ihnen so manches, an das sie sich erst mühsam gewöhnen müssen, sie verlangt vor allem, daß an die Stelle froher Ungebundenheit Zucht und Ordnung, an die Stelle des kindlichen Spiels ernste Arbeit treten. Am ersten Tage ist davon freilich noch nichts zu merken, da erscheint der Unterricht fast ein anginehmer Zeitvertreib zu sein. Der Herr Lehrer weiß so freundlich mit jedem zu plaubern, daß selbst die Schüchternsten Zutrauen zu ihm fassn. Möge allen, die freudig und voll Zuversicht den ersten Schulgang antreten, ihr Vertrauen gelohnt werden, möge die Schulzeit ihnen eine Zeit des Segens für Körper und Geist sein, daß sie dereinst, wenn sie hinaustreten zum Kampfe ums tägliche Bret, wohl gerüstet destehen. Auch in den höheren Schulen beginnt das Sommersemester. Das ist ein Vorgang, der selbst in den unteren Klassen keine große Aufregung mehr hervorruft, denn teils aus eigener Erfahrung, teils aus sicherer Ueber lieferung wissen die Schüler, daß der Eöffnungstag des Semesters fast ein voller Feiertag ist, der nur den Nachteil hat, daß man nach den süßen Feiertagen, wo man so hübsch ausschlafen konnte, zum erstenmal im Semester den Gang in die Klasse antreten muß, sei es nun in die neue Klasse, zu der man bei der Osterversetzung in glattem Vorwärt kommen oder mit Häggen und Würgen hinaufgekommen ist, sei es in die alte, die von all denen wieder aufgesucht wird, die, am alten hängend, auch im wissenschaftlichen Streben dem Grundsatze huldigen:„Doppelt hält besser" und nun hoffen, das nächste Mal mit Glanz in die neue Klasse aufzurücken. Möge ihnen dies durch Fleiß und Aufmerksamkeit gelingen. Einmal„hängen geblieben“ ist auch schon mancher gute Schüler, aber zweimal häugen bleiben, ist schon recht bedenklich. der Magistratssitzung.) Von dem Galnyschen Grundstück sollen die zur Straße im Johannistal ent fallenden G=undflächen enteignet werden. — Zum Vorsitzenden des Innungs 1 Jahr später. Ich bin seine Braut! Ich— ich, du großer allmächtiger Gott, laß mich des Glückes würdig werden, laß mich ihm das sein und bleiben, was ich will, damit ich die Namen verdiene, die seine Liebe für mich hat, sein Frieden— sein Teuerstes! „ haben wir uns verlobt. Banz stia uno heimlich. Nicht mal Wein hat es gegeben; und wir waren doch berauscht. Mein Vater weiß natürlich darum, er soll noch kange— lange— der einzige bleihen, so lange, bis er mich heimführt als sein eigen. Das wird sein, sobald er Haupt mann geworden ist, vielleicht in sieben bis acht Jahren. wurden für die nächste 6 jährige Amtsdauer Herr Bürgermeister Dr. Stapenhorst und als Stellvertreter Herr Magistratsassessor Dr Schrimpf gewählt. — Der alte Zwinger(Turmreste der alten Befestigung) neben dim Konservatorium soll möglichst in den alten Zustand wiederhergestellt und darin Räume für eine Polizeistation gescheffen werden. (Experimental=Vortrag.) abend hielt Herr Dr. phil. B. Schapire im Saal der Gesellschaft„Eintracht" vor einem sehr zahlreichen Audttorium angekündigten Experimentalvortrag. Zierst behandelte er die drahtlose Telegraphie. i einen kurzen physikalischen Vortrag folgte eine Reihe uberraschender, das Verständnis der Sache erschließender Experimente mit gut funktionierenden Apparaten. Ziletzt Aetherschwingungen eine kleine Kanone abgefeuert. Das Publikum folgte dem Portrag in größter Spannung. Die darauf bigenden Experimente mit flüssiger Luft, denen gleichfalls ein einleitender kurzer Vortrag voraufging, waren recht unterhaltend und versetzten das Auditorium in eine angenehm heitere Stimmung. Da wurden mit flüssiger Lust Quecksilber und Spiritus absolutus zum Gefrieren gebracht, Cième in Speiseeis verwandelt, Eau de Cologne und Aumonial geruchlos gemacht, Blumen, eine Weintraube und ein Gummiball auf kurze Zeit rersteinett usw. Das Publikum dagkte Herrn Dr Schapre für seine ebenso lehrreichen als unterhaltenden Vorträge mit haftem Beifall. (Der Rheinisch=Westfälische Frauenverband) hielt hier in der„Erholung“ am Sonntag und Montag seine 5 General Virsammlung ab. Den Vorsitz führte Frau Krukenverg= Kreuznach, die die D legierten willkommen hieß. Frl. v. Laer Bieltfeld hieß die Gäste willkommen. Herr Bürgerceister Dr. Stapenhorst sprach den Dank der Stadt für die Mitarbeit der Frauen in der Waisenpflege, der Bekämpfung der Trunksucht usw aus. Frau Geheimrat Bunnemann, die Vorsitzende des DeutschEvangel. Frauenvereins urd Frl. Waldeck, die Vertreterin des kath. Frauenbundes begrüßten namens ihrer Vereine die Versammlung. Im weiteren Verlauf der Versammlung wurde eir stimmig felgende Resolution beschlossen:„Der RheinischWestsälische Frauenverband begrüßt mit Dank und Freude die von der Regierung angebahnt: Reform des höheren Mädchenschulwesens. Obwohl eine Herabsetzung der Schulzeit ihm dringend erwünscht scheint, verschließt er sich nicht den Vorzügen des von der Regierung ausgearbeiteten Entwurfs, der in so hohem Grade den Wünschen der Frauen für umfassende, gründliche Bildung entspricht.“ Auf Antrag der Ortspruppe Hamm wurde eine Kommission eingesetzt. Als Verbandsthema für 1906 wurde Alkoholismus und unsittlichkeit gewählt. Um 2½ Uhr nachmittags schloß die Vorsitzende die Versammlung e Damen begaben sich zum gemeinsamen Mittagessen. Am Nachmittag hielt Frau Wirninghaus aus Köln in einer Versammlung für junge Mädchen einen Vortrag über das Thema: „Gesundheit ist Schönheit," wobei sie von den Schäden ausging, die unzweckmäßige Kleidung auf den Körper der Frau ausübt. Frau Krukenberg sprach über das Thema:„Reichtum verpflichtet." Auch der winig Bemittelte lebt nicht von Brot allein, an unsere Mädchen tritt die Forderung heran, sich praktisch, geistig oder künstlerisch zu gebenden Menschen heranzuschulen. avenos sprachen Frl. Felicitas BuchnerMünchen und Frl. Dr. jur. Frida Duensing= Berlin über die Resorm des Strafrechtes. Gestern besuchten die Vereine die Anstalten in Bethel, sowie einige Fabriken. Am Nachmittag Fahrt in die Senne stattfinden, um die Arbeiterkolonien und Trinkerasyle zu besichtigen. (Stadttheater.) Albert Lortzings romantische Zauberoper in 4 Aufzügen, die am gestrigen Abend im Stadttheater gegeben wurde, gehört mit in die Reibe der bekanntesten und beliebtesten Arbeiten des Komponisten. Anfangs ohne begonderen Erfolg aufgeführt, hat sie sich mit der Zeu oie Gunst des Publikums mehr und mehr erobert. Märchenstimmung und Romantik, durch wibt von gesundem Humor, der Loitzings eigentAber was sind sieben bis acht Jahre, wenn man sich so liebt, wie wir? Ein Kinderspiel— eine große, endlose Glücksstunde— kein Quäten, wie der Viter meint. Bus, werde ich also doch eine Ofiziersfrau. Vieneicht habe ich auch einmal Töchter; darum ist es doch gut, daß wir nicht unter dem Gesetze der Spartaner stehen. 6. September. Er dichtet! Mein guter, geliebter Riese macht Berse, richtige Verse auf steifem Popier mit eigenhändig gesammeltem Glücksklee herumzeklebt. Er ist nämlich im Manöver. Wenn er heimkommt, hat er einen Stern auf den Achselstücken, und ich mache eine Reverenz vor ihm und sage: „Meinen Glückwunsch, Herr Premier!"— Nun aber ganz schnell das Gevicht, ich muß es niederschreiben für späler, wenn ich ein mal so alt geworden bin, daß mir das Nachdenken Kopfschmerzen macht. Solange ich nämlich jung bleide und mein Gedächtnis frisch, werde ich es nicht vergessen. Im stillen Stübchen Ein trautes Eckchen. Da sitzen wir beide, Weltfern vom Leide, Du und ich! Wir sprachen nicht, Wir schauten nur Mit liesem Blick Ein künft'ges Glück Du und ich! O el'ge Stunden, Wie lieb' ich euch, Wo weltvergessen Beisammen gesessen Du und ich! Nun folgen Seiten, die die zitternde Hand, der man nicht zutraut, daß sie Krischan Wilkens erfrorenen Ohren so empfindlich weh tat, überschlägt. Blumen, Gedichtchen und Jubelrufe, die nicht Platz in dem übervollen Herzen fanden. Jetzt liest sie wieder. 1. März. Er ist Hauptmann geworden, und im Oktober ist unsere Hochzeit! Sobald die Frühjahrsbesichtigung vor dem Kommandierenden vorüber ist, veröffentlichen wir unsere Verlobung. Unser heimliches Glück ist so wundervoll, so still und leise, daß wir uns ordentlich vor den fremden Augen und den fremden Händen, die glauben, es anfassen und streicheln zu müssen, fürchten. Nur einer weiß jitzt noch außer dem Vater davon, das ist der Premierleutnant Hans von Merwitz meines Liedsten Better und bester Freund nach mir. Es war eine richtige Weihnachtsfreude, daß er im Dezember in meines Liebsten Regiment kam. (Fortsitzung folgt.) liches Feld ist, b# in der melodien entsprechenden A als eine durchweg die Solisten, die der Chor, welcher baren Sätze einer auch die von H arrangierten präch reicher Schönheit trugen zum Gelin Walz ersang sie verdienten Erfolg; stetten des Herrn Schönleistungen a etwas reichlich re geist Kühleborn früheren Rollen, n Qualitäten. Für Diener, der e stellte und de Leknappe. In den des Fischers Tobia Heilmann leisteten Fil. v. Radkiew kennenswertes. Di Herr Kapellmeister gewohnter Sicherhe m.(Eine gestern nachmitta straße statt. Im der italienische## seinen Arbeitskoll mit einem Messe hiesigen Kranken mußte. Der 2 gefährlicher Körpe m.(Eingeli brieflich Verfolgte Bettelns. m.(Straßen heiderstraße von escherstraße wird wegen Kanalisatio 8 Schildesche licher Spitzb Emma T. aus T Jugend einen neu zu haben. Nachd des Ladenkassendie mißglückter Versuc in Bielefeld überf sie dasselbe auch je straße in verschie indem sie dort grö stellte um die Gel Waren herbeiholte kasse zu plündern. ausführen konnte, Beumten, welcher zur Rede stellte,e Bestillungen nur um Gelegenheit zu Hrffentlich wird de Unterbringung in Ende gemacht. der Minden stein.) Zweigverein In den H folgendes S Zust mmung „Hochverehl dreimaligem gerichte zu M § 166 des E uns, Ihnen Aus druck zu Ihren seinerze von Glauben tragenen Vor das, was ihm befreiende W sprechen durch Wir sind nach auch da, wo Ullramontanis von lauterster sich leiten lief beschimpfen, s# beiligem Einf gelischen Kirch unseres Vater erhoffen mit I sreten Meinun grapber des S neupgen der auch wort ach wrden, sammlung Sastrecht Anzeige lischen R. lung arm fü: volle in der Ge Pr. 2 gehält vertretun Odderdo: Börming ihrer L.h# Mark er 180 M Lehterinn auf 1000 au 120 urden für die nächste rr Bürgermeister Dr. Stellvertreter Herr gewählt. er(Turmreste der dim Konservatorium ten Zastand wiederime für eine PolizeiVortrag.) Gestern phil. B. Schapire ist„Eintracht" vor Audttorium seinen ntalvortrag. Zierst sse Telegraphie. ischen Vortrag folgte r, das Verständnis r Experimente mit lpparaten. Ziletzt singungen eine kleine Publikum folgte dem inung. Die darauf flüssiger Luft, denen kurzer Vortrag vorterhaltend und verne angenehm heitere mit flüssiger Lust Is absolutus zum e in Speiseeis verne und Ammonial men, eine Weinall auf kurze Zeit Publikum dackte seine ebenso lehren Vorträge mit älische Frauender„Erholung“ am 5 General Virsamm= ste Frau Krukenlegierten willkommen feld hieß die Gäste ister Dr. StapenStadt für die MitZaisenpflege, der Beaus. Frau Geheimsitzende des DeutschFrl. Waldeck, die enbundes begrüßten nmlung. Im weiteren wurde eir stimmig n:„Der Rheinisch= grüßt mit Dank und ingebahnt: Reform chulwesens. Obzulzeit ihm dringend sich nicht den Voring ausgearbeiteten Brade den Wünschen gründliche Bildung Ortspruppe Hamm itzt. Als Verbandsoholismus und Im 2½ Uhr nachdie Versammlung zum gemeinsamen hielt Frau WirVersammlung für über das Thema: vobei sie von den jäßige Kleidung auf Frau Kruken= a:„Reichtum veremittelte lebt nicht Mädchen tritt die geistig oder künsten heranzuschulen. itas Buchnerida Duensing= Strafrechtes. die Anstalten in 1. Am Nachmittag stattfinden, um die le zu besichtigen. Lortzings romann, die am gestrigen wurde, gehört mit n und beliebtesten Infangs ohne best sie sich mit der mehr und mehr Romantik, durch er Loitzings eigente zitternde Hand, sie Krischan so empfindlich nen, Gedichtchen itz in dem überliest sie wieder. 1. März. orden, und im ! Sobald die dem Kommanöffentlichen wir heimliches Glück und leise, daß fremden Augen die glauben, es üssen, fürchten. ißer dem Vater rleutnant Hans en Better und Es war eine aß er im DeRegiment kam. itzung folgt.) liches Feld ist, beherrschen das Libretto und finden in der melodienreichen, unaufdringlichen Musik entsprechenden Ausdruck. Die Aufführung darf als eine durchweg gute bezeichnet werden. Sowohl die Solisten, die ihr bestes Können einsetzten und der Chor, welcher infolge der harmonischen, sangharen Sätze einen glücklichen Abend hatte, als auch die von Herrn Regisseur Fritz Diener arrangierten prächtigen Bühnenbilder nebst farben. reicher Schönheit in der wechselvollen Szenerie, trugen zum Gelingen gleicherweise bei. Fräulein Walz ersang sich in der Titeltolle schönen und verdienten Erfolg; der Ritter Hugo von Ring= stetten des Herrn Seibt wies gesanglich manche Schönleistungen auf. hielt sich darstellend aber etwas reichlich reserviert Als mächtiger Wassergeist Kühleborn zeigte Herr Schenk, wie in früheren Rollen, wiederum vorzügliche gesangliche Qualitäten. Für den Humor sorgten die Herren Diener, der einen respektablen Kellermeister stellte und de Leeuve als jugendfroher Schildknappe. In den kleineren Partien der Beitalda, des Fischers Tobias, der Marte und des Paters Heilmann leisteten Frl. Korth, Herr Davidson, Fil. v. Radkiewitz und Herr Müller anerkennenswertes. Die musikalische Leitung besorgte Herr Kapellmeister Karl Adolfi mit Ruhe und gewohnter Sicherheit. m.(Eine Messerstecherei) fand gestern nachmittag auf der Gr. Kurfürstenstraße statt. Im Verlauf derselben verletzte der italienische Arbeiter Angelo P. von hier seinen Arbeitskollegen Antonio B. von hier mit einem Messer derartig, daß dieser dem hiesigen Krankenhause zugeführt werden mußte. Der Messerstecher wurde wegen gefährlicher Körperverletzung eingesperrt. m.(Eingeliefert) wurden zwei steck brieflich Verfolgte und eine Pirson wegen Bettelns. (Straßensperrung.) Die Stadtheiderstraße von Hersorderstrare bis Schildescherstraße wird bis zum 28. April cr. wegen Kanalisationsarbeiten gesperrt. Schildesche, 24. Apcil.(Jugendlicher Spitzbube.) Die 13 jährige Emma T. aus Theesen scheint trotz ihrer Jugend einen neuen Spitzbubentrick erfunden zu haben. Nachdem sie vor einigen Wochen des Ladenkassendiebstahls und mehrerer solcher mißglückter Versuche in der Schildescherstraße in Bielefeld überführt worden ist, versuchte sie dasselbe auch jetzt hier an der Bielefelderstraße in verschiedenen Geschäften wieder, indem sie dort größere Quanten Waren bestellte um die Gelegenheit, wo die Leute die Waren herbeiholten, zu benutzen, die Laden kasse zu plündern. Odwohl sie dieses nicht ausführen konnte, so hat sie doch einem Beumten, welcher sie über ihre Handlungen zur Rede stellte, eingestanden, daß sie die Bestillungen nur aus dem Grunde machte, um Gelegenheit zu Diebstähler zu gewinnen. Hrffentlich wird dem Treiben der T durch Unterbringung in einer Arstalt bald ein Ende gemacht. sab en euit und bed auten Aur: ecletzt worden sind. Die Verletzten befinden ich zurzeit im Krankenhause in Bückeburg, woselbst sie hoff nungslos darniederliegen. Die Zechenverwaltung hat bereits die Königliche Berginspektion zu Hamm benachrichtigt und soll der Berginspektor in Kleinbremen schon anwesend sein. Hausberge, 21. April.(Eisenstein.) Eine interessante Entdeckung wurde nach der „Mind. Zig.“ von einem hiesigen Bürger gemacht. Dieser stieß beim Graben eines Brunnens auf seinem Grundstücke auf eine zirka 3 Meter dicke Eisensteinschicht. Allem Anschein nach ist dieser Stein in dem Grundstück in großer Menge vorhanden. Der Besitzer soll bereits Proben zur Prüfung des Eisen gehaltes abgeschickt haben. Heffentlich wird der Grundeigentümer die Sache weiter verfolgen. Lübbecke, 21. Aptil.(Erbmarschall Freiherr von der Recke zu Obernfelde) ist von dem Kreistage des Kreises Lübbecke zum Kreisdeputierten wiedergewählt und in dieser Eigenschaft von dem Herrn Oberpräsidenten auf die gesetzliche sechsjährige Amtsdauer bestätigt worden. X Niederbecksen, 22. April.(Christl. patriotischer Männerverein Niederbecksen.) Die erste Generalversamm lung in diesem Jahre findet am Sonntag, den 29. Apcil, nachmittags 4 Uhr in der Schule zu Bruch statt. Auf der Tagesordnung stehen: 1. Jahresbericht. 2. Rech nungslaze, 3. Wahl der Revisoren zur Püfung der Richnungen und Entlastung des Kassierers, 4. Aufnahme neuer Mit glieder, 5. Jahresfest und Verbandsfest betreffind, 6 Verschiedenes. Alle christlich gesinnte lönigstreue Männer sind dem Verein als Mitglieder herzlich willkommen. Um zahlreiches Erscheinen der Mitglieder wird freundlichst gebeten. e fer fr umr eader üer festor für klassische Philologie an die hiesige Aniversität angenommen; er wird also Nachfolger des Geheimrats Stahl. Aus den Nachearzereinees und Stuter Düsseldorf, 23. Aprtl.(Eisenbahn= Unglück.) Amtliche Meldung. Bei der Einfahrt des Schnellzuges Nr. 2 Hannover Köln in den Hauptbahnhof entgleisten nachmittags 6,06 Uhr aus noch nicht aufgeklärten Ursachen die letzten 4 Wagen, von denen zwei sich auf die Seite legten. Infolge der erlittenen Verletzungen verstarb im Barackenkrankenhause der Kaufmann Eduard Heyse aus Lindau am Harz. Leicht verletzt wurden 13 Reisende. Vom Zugpersonal wurde niemand verletzt. Beide Hauptgleise sind gesperrt. Der Betrieb wird durch die Gütergleise aufrecht erhalten. oder Fabrikarbeiter. Jeder muß zur Hacke und Schaufel greisen oder zum Wassereimer oder anderen Utenstlien, sobald der wachhabende Offizier dies befiehlt oder die Reibe an ihn kommt. Geld kann absolut dort nichts kaufen. den Kreisen Wnder, das Tu##c Minden, 24 April.(Zum Fall Bach: sein.) Der Vorstand des Oknabricker Zwligvereins des Evangelischen Bundes hat on den Herrn Divisionspfatrer Bachstein folgendes Schreiben gerichtet, das vielsache Zust mmung finden wird: „Hochverehrter Herr Divisionspfarrer! Das nach dreimaligem Freispruch über Sie vom Oberkriegs153 hr. Sir. 6. 8. ushente Urtel vralaht uns, Funen unser unvermindertes Vertrauen zum Ausdruck zu bringen. Einmütig würdigen wir von Glaubenskraft und Ueberzeugungstreue ge tasine Votrag als die Tat eines Manres, der bektelende a ch schweren inneren Kämpfen als ien dur cha dr beit aufgegangen war, auszu Wie fad nach wie Sewisen sich verzsicht soh. 1ch da, wo Sie in Ste ulceamarteanlsmos i. dusen Vorten din Geit bei von lauterster G.stanuueis müssen dlaubien, sch letten lecßen, nict um den S guar ursereg Pasezlanse graphen des Siratges— uicht mihr durch Barader auch de Geagner frei gesindat wird, in wort achten und sich ez Mannsw rden, um undekns;“ su zu vornehm hallen somalungen einzubetngen und be selts u Gsticht zu misrauchea(Bete eenet Anzeige gegin B ausgegangen die lischen R.dalkteur, der unbesagt in uu e lung arwesend war.) Wir werden is volle Gaubent=;, Gewis n der Gimshel: Du eie uens und Bedteiten! Oldendorf. 2. Vektitungen von B. Schuls= und Gemeidt: Oderdotf, Gerzolz. Oothausn, Be. Schröttigghausen und serer geteusen haben vir Grundgehätter Rtat abog.n 1. Apeil 1907 auf 1200 180 Mot sehgeseg. au Lchreringen dier v. Dat Grundgehalt der alf 1000 Mak erhößt wurte Wihrscheinlich hat in dem zwerk ein Bergrutsch stattgefunden, wobei Aus den Kreise Herse# C Herford, 23. April.(Ein Raufbolo schlimmster Sorte) wurde gestern auf der Sulzuflerstraße festzenommen. Ohne irgend eine Veranlassang wurf er einem Manne einen Backstein ins Kreuz. Als man auf ihn zu wollte, zog er das Messer und stach wie ein Berserkec um sich. Er wurde aber gebändigt und dem Amtsgericht eingeliefert. Herford, 23. April.(Auf dem Wochenmarkte) kosteten Montag das Pfund Butter 110—120 Pfg, Eier 45—50 Pfg, Spinat 20—25 Pfg., Sprossenkohl 10—15 Pfg., Wurzeln 4—5 Pfg., Zwiebeln 5—8 Pfg., Schwarzwurzeln 15— 20 Pfg., 1 Bündchen Radieschen 10 Pfg., 1 Kopf Blumenkohl ohr 90 P Wie. 0-. 50 Po, Weißz # 10—25 Cg., Salat 10—15 Pfg. 10 Pfg., Steckrüben 1 Stück 10 Pfg., Sellerie 5—10 Pfg., Rhabarber 20 Pfg., Pflücksalat und=kressen handvoll 10 Pfg., 1 Zentner Kartoffeln 3,60—4,00 Mk. Um dem den Wochenmarkt besuchenden Publikum ein Nachwiegen der Waren zu ermöglichen, hat der Magistrat mit dim Pächter der Markthallen Restauration vertraglich vereinbart, das dieser eine Dezimalund eine Tafelwage, zur allgemeinen Benutzung aufzustellen hat. Die Benutzungsgebühr beträgt bis zu einem Gewicht von 5 Kllogr. 2 Pfg., bis zu 20 Kilogr. 5 Pfg., bis zu 50 Kilogr. 10 Pfg. und für jede weitere 50 Kilogr. 5 Pfg. mehr. Bünde, 23 Apcil.(Baupläne.) Die Baupläne des Realzymnasiums, 208 an der Zihl, harrten bisher noch der Erledigung. Die Pämiierung und Bekanntgabe des Resultates dürfte in den nächsten Tagen zu erwarten sein. Und dann kann der weitere Instanzenweg verfolgt werden. Gegen Weihnachten dürften diese Formalitäten erledigt sein, so daß am 2. Jaauar der est: Spatenstich erfolgen wird. Nichts übereile, ein gut Ding winl Weile!(B. Z) Schwenningdorf, 21. Aprtt.(Schule.) An Stelle des am 1. April d. Is. in den Ruhestand versetzten Lehrers Lachtrup ist von Königl. Regierung zum 1 Oktober d. I dem Lehrer Heinrich Kossiek aus Linne in Hannover, gebürtig aus Ozkilver, die 1. Lehrerstelle an der hiesigen Schule übeiDünne, 21. April.(Vorsichtsmaßregeln) Bei starkem Gefälle einiger Chausseen können leicht Unfälle vorkommen, wenn nicht eine außergewöhnliche Vorsicht angewandt wird. Es ist daher, meint die „Bünd. Ztz.“ als nur gerechtfertigt zu be trachten, wenn die Chausseen von Dünne zur Mühle in der Nähe des Kiechhofes für ganz schweres Fuhrwerk gesperrt und auch das Zusammenkoppeln mehrerer Wagen verboten wird. dem Neg.=Bez. Muuses## Münster, 21. April.(P Dr. phil. Wilhelm Krol!) in GreifsDie Erdbebenkatastrophe von San Francisco. 25 Quadratmeilen(englische sind gemeint) sollen in Trümmern liegen. Bemerkenswert ist, daß die Stahlbauten fast alle den Erschütterungen widerstinden haben. Beim Wiederausbau San Francikcos wird man sich deshalb besonders des Stahls bedienen, und da die Pittsburger Stahlwerke nicht imstande sind, das nötige Material zu liefern, sich nach England und Deutschland wenden mässen. Ein amtlicher Bericht des Generals Funsion schätzt nun mehr die Zahl der Toten auf 10000. Am 23. d. M. um Mitternacht brach das Feuer nördlich vom„Bierhause" von neuem aus und gewann in der Richtung auf die Werstanlagen eine gefährliche Ausdehnung. Die Kohlenbunker breanen heftig und gefährden die Docks und das große Fährhaus. Die Gesamtzahl der bis Sonntag abend geborgenen Leichen beträgt gegen fünfhundert; ein genauer Ueberblick über die Verluste an Menschen leben ist noch immer nicht möglich. Der Sachschaden wird jtzt von VersicherungsFachleuten auf 300 Millionen Dollars(1200 Millionen Mark, angegeben, wovon die Versicherungsgesellschaften etwa 175 Millionen zu tragen haben dürften. Elf Postbeamte wurden lebend aus den Ruuen des Postamtes her. vorgeholt, wo sie seit Mittwoch unter Balken eingeklemmt, gelegen waren. Alle waren befinnungslos und man glaubte sie tot; indessen konnten sie zum Leben zurück gebracht werden. Die Polizei öffnete sämtliche Wirtschaften und ließ alle geistigen Getränke in den Rinnstein lausen. Tausend neue Polizisten wurden angest ll: und mit Gewehren versehen, da Gesindel von außerhalb sich allenthalben ansammelt und in den Rainen nach Wielgegenständen sucht. An geblich wurden viele Personen, die sich den polizeilichen Anordnungen nicht fügten, gehängt. Ein Ausländer, der, weil er richt englisch verstand, dem Befehl eines Soldaten, beim Baumzällen zu heifen, nicht Folge le stite, wurde von dem Soldaten durch einen Schuß schwer verletzt. Nach einer Meidung der„Daily Mai!“ aus New Yirk hat Pläsident Roosevelt eine vier Millionen Mark betragende Spende aus Kanada mit Dank zurückgesandt. Der deutsche Be.schalter Frei herr Speck von Sternberg nurde an die Spitze eines Komitees von Drutsch= Amelikanern zur Errichtung eines Hilfsfonds für San Fraictsco gestellt. Präsivent Roosevelt wird sich demnächst in Begleitung säm licher Minister nach San F ancisco c geben. Die Zustände der zerstürten Stadt werden von dem Korrespondenten der„New Y'n Gele#helenzermaßen geschlbeit: Im Golden Pari grüßten während der Nacht 20000 Lagerfeuer, und zum ersten Maie sett dem bebes kornten die Unglücklichen sich hinsetzen und Mahl genießen. Eigentümlich brrührt jedes Fehlen von Pessimismus. Man war sogar in manchen Stellen zum Lachen und Scherzen aufgelegt und manches Lied klang in die Nacht hinaus. Es schien sast, als ob die obrach= und sudsistenzlosen Menschen das Fürchterliche des Un. Das Militär regiert mit eiserner Hand. Ich sah, wie ein Laden geöffnet wurde, damit sich geitaee Bdansnmitel für tatsächlich so — Bidaif entnehmen könne. Beiloten war indessen, irgendwelche geistigen Getränke zu nehmen. Sue, Schar von Männern aber stürzie sich auf die wylr#yflaschen und brachten dies: armvoll auf die Straße. Als sie auf die Aufforderung tpresze Somurng eiz, Flascgen nicht in den Rinnstein wirsen, kommandinie er: Feuer! und nach der gegetenen Salve sah man fürf Leute Vermischtes. Berlin, 23. April. Der bekannte Berliner Verlagsbuchhändler Kommerziental Dr. Hermann Paetel ist in Nervi, wenig mehr als 70 Jahre alt, einer Lungenemzündung erlegen. Berlin, 23. April. Der Verband der Baugeschäfte Berlins hat beschlossen, den 1. Mai nicht freizugeben. An diesem Tage seiernde Arbeiter sollen entlassen und am 1. und 2. Mai Gesellen in keinem Betriebe eingestellt werden. (Hann. Cour.) Dresden, 23. April. Heute vormittag fand auf dem Schloßplatze die feierliche Enthüllung des König Albert=Denkmals statt. Leipzig, 23. April. Der am Sonnabend verstorbene Mitinhaber der buchhändlerischen Weltfirma J. I. Weber, Johann Weber, ist das Opfer eines Ugglücksfalles geworden. Bei Zeigen seiner Waffensammlung entlud sich ein Revolver; die Kugel drang ihm in den Unterleib. Hamburg, 23. April. Die Hamburg= Amerika Linie macht die Mitteilung, sie werde demnächst eine Erweiterung ihrer Berbindungen vornehmen durch Gründung einer Dampferlinie von Hamburg über verschiedene andere kontinentale Häfen nach den Hafeoplätzen des Persischen Golfes. Cuxhaven, 23. April. Der Schoner„Johanne“ ist mit der ganzen Besatzung in der Ostsee untergegangen. Bremen, 23. April. Professor Dr. Franz Buchenau, bekannter Botaniker und Verfasser der Flora Bremens, Nordwestdeutschlands sowie der Nordseeinseln ist heute im 76. Lebensjahre gestorben(Hann. C.) Bremen, 23. April. Heute vormittag brannten am Stephanitorbollwerk zwei Packhäuser der Firma H Bischof u. Co. mit 3060 Ballen Baumwoll: nieder. Neapel, 22. April. Professor Mattencci meldet, daß der Besuv immer ruhiger werde und die Instrumente des Observateriums sehr ruhig seien. Winn nicht unvorhergesehene Hindernisse sich einstellten habe er die Absicht, morgen vormittag einen Weg zur Ersteigung des Bergkegels zu suchen. Die Besuobahn ist bis zum Observatonum wieder eröffnet. Lens, 22. April. Das Feuer in den Gruben von Courrières ist in dem Josephinen Schacht II vollständig gelöscht, doch ist die Koole noch sehr warm Die Bergung der Leichen wird fortgesetzt. Bis jtzt sind 424 Leichen g borgen worden; die Ingenizure beklagen sich über Margl an Hiifsmannschaften. („Erdbeben hin und wieder“) Am Freitag wurde in Fiume ein Ecdbeben wahrgenommen. Am Sonntag vormittag spürte man in Innsbruck einen kurzen Ecdstoß. Am Sonnabend abend wurde in Lecce eine starke, stoßweise Erderschüttirung wahrgenommer. Der erste Schulgang. Ja, ja, mein Junge, das hilft nun nicht, Schnür immer nur deinen Ranzen— Jetzt geht es zur Schule, mein kleiner Wicht, Ulo nicht zum Spielen und Tanzen! Pack hurtig nur Tafel u.d Fibel ein. Dem Mütterchen noch ein paar Küsse; Zum Brötchen hir nimm noch dies Aepfeltin. Daß es dir das Lirnen versüße! Nun leg dein Händchen in meine Hand, Und laß zur Schule uns wandern, Will's Got, geht morgen mein kleiner Fant Schon tapfer rohln mit den andern. Zwar blickst du noch etwas zagend drein, Gar ängstlich und beklommen, Scheu zözernd nur folgt mir dein Füßchen k.ein, J. näher der Schule wir kommen. Doch fasse nur Mut, mein kleiner Held, Es wurd die tort schon gefallen; Und bald ist mein kleiner Springinsfeld D.r eiftigste Schüler von allen! dann sich in ihrem Blute wälzen. Jedu Befehl, bleiben, muß sofolt befolgt wirden. der Wiedetholung wud das Gewhr eth ben und agach Augendlick krackt der Schuß. Die Weich im Leidin Gote Park untirgebrachten Aenschen vertroten auf der gleichen Siufe, ganz gleich, ob Professoren oder Tagelöhner, Bankters Uebersicht der Witterung. Bielefeld, 24. April 1906. Mitgeteilt von Fr. Böckelmann Ww., hi r. Niedrigst. Thermometerstand in der Nacht+ 1 0#. Thermometerstand um 10 Uhr vorm.+ 6% Barometer 75,2 cm. Wind: Wißt. Himme: teilweise bedect. Keueste Nachrichten. New=York, 24. April. Zwei neue Erderschütterungen, die die Gebäude wanken machten, wurden verspürt. Auf den Präsidenten Loubet soll vor einiger Zeit ein Altentat versucht worden sein, indem man eine Bombe im Treppenhaus niederlegte, welche aber rechtzeitig gefunden und unschädlich gemacht wurde. Der Vorfall wurde verschwiegen und dringt erst jetzt in die Oeff ntlichkeit. Athen, 24 spuin In Gruppenturnen siegten die Nerweger und Däsen, Deutschland und Itaten erhresten zweite Preise. Im Forcttsechtea war Crsoi.=Berlin bester Fechter, g#gen den###mind aufkommen konnte. Die besten Klngen Jialiens und Frintreichs wurden von ihm abgetan. Zreite Peeise erhielten Eckrald und Sob. Sie ist wieder da diesem Frü= jahr in jdm Hause tüchtig beim Hauspetz, b im großen Reinemachen. Nur wenige knnen si noch richt und diesen sagen wir's: sie heißt Luhns Salm, Te#p= Kernseife und ist un icht e tem Ktenzband. Bissere, sparsamere, nnischere, bequemere Seife wie diese Luhns kann man sich wrkuch nickt####nkn; deshald auch Grgug sie bei jeoeis einsichtizen Kaufmann heute Luyn haden. Luhr.s ist nur echt mit Rotband. Danksagung. Für die vielen Beweise herzlicher Teilnahme, bei dem herben Verlust, der uns betroffen, sagen wir hiermit unsern innigsten Dank. Namens der Hinterbliebenen: Elise Lübke. Bielefeld, den 23. April 1906. Die Fluchtlinien der Schillerstraße werden, nachdem die Pläne ordnungsmäßig offen gelegen haben und Einwendungen gegen sie nicht erhoben sind, hiermit förmlich festgestellt. Die Pläne sind zu Jedermanns Einsicht auf dem Stadtbauamt im Rathause offen gelegt. Bielefeld, den 20. April 1906. Der Magistrat. Bauschult und Janirot jeder kann auf dem Amtswege über die Rußheide in Sieker nahe bei Hartlage abgeladen werden. Abladestelle sehr bequem, da die Wagen den chaussierten Weg nicht zu verlassen brauchen. Dienstag, den 24. April 1906, Faust und Margarete. Oper in 5 Akten von Ch. Gounod. Anfang 7½ Uhr. Mittwoch, den 25. April 1906, Jar u. Zimmermann. Komische Oper in 3 Akten von A. Lortzing. Blusen Waschblusen Musselinblusen Wollblusen Flanellblusen Seidenblusen Grossartige Blusen-Ausstellung in der I. Etage. P. Baducherg *"* 105 Bielefeld. Garantieverband: Stadtkreis Bielefeld. Die Einlagen sind als mündelsicher M Ooerzeugen Sie sich den mene esescenschrne) B Zübercärteie 12 Ober sC000 Deutschland-Räder zur Ve grössten Zufriedenheit. Gebrauch eichste die grösste der Branche, underechret upertofte August Stukenbrok Einbeck # Erstes Fahrrachaus Deutschlangs C. 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Sonntag, den 29 April er., abends 8½ Uhr: a) Auf ahme neuer Mitglieder, b) Besp echung des Sommer progsamms. Der Vorstand. über: Johannes=Evangelium Männer und Frauen sind fteundlichst eingeladen Einfritt frei. Fugend=Abteilung. Nachmittags 2½ Uhr, bei günstiger Witterung Wald=Spielplatz bei ungünstigem Wetter im Saal. Aeltere Abteilung Jeden Mttwoch u. Sonnabend nachmittag von 4—7 Uhr Zusammenkunft. Spiel: im Freien, Erzählungen belehrend und unterhaltend, Ansprachen u. a. Zu allen Bersammlungen ladet ein Der Vorstand. Jugend=Abteilung. Nachm ttags 3½—5 Uhr: Spiele im Freien. Nachminsags 5—6 Uhr: Fortsitzurg der Geschichte. Nachmittazs 6 6½ Uhr: Gemeinsame Andacht. Knabenabteilung. Nachmittags 4 5 Uhr: Spielz im eien. Nachmittags 5— 6 Uhr: Fortsetzung der Geschichte. Nachmutegs 6—6½ Uhr: Gemeinsame Andacht. Der Jugendordner. Mittwoch, abends 9—10 Uhr: Bibelstunde. Freitag, abenks 9—10 Uhr: Gesangktunde. alte Kartoffeln p. 1 Pfd., neu: 1„ alte Blumenkohl pr. Stück Kopfsalat„„ Kappus Rotkohl Wirsing„„ Steckrüben„„ Kohlrabie„„ Gurken„„ Kartoffeln 150 Pfd Roggenstroh 100 Pfd. Haferstroh 100„ Weizenstroh 100„ Heu 100„ 4 40—50 10—12 15—20 25—30 25—3 5—10 35—45 6.— Ritterstrasse 43 empfiehlt sich zur schnellen und sauberen * Herstellung von Drucksachen jeder Art. — Beunt Verlangen Sie Muster und Preise. Für den Privatgebrauch: Visitenkarten Verlobungskarten Hochzeitseinladungen Hochzeitslieden Kladderadatsche Danksagungskarten Geburtsanzeig. Trauerbriefe ul. s. W. K Sprechender Graupapagei jung und sehr gelehrig, fortzugshalber zu verkaufen. Adr. in der Expedition d. Bl. zu erfragen. welcher Lust hat die landwirtschaftlichen Verhältnisse in der Provinz Posen kennen zu lernen, findet Stellung in einer deutschen Bauernwirtschaft in der Provinz Posen. Anfragen sind zu richten an die Erped, dieser Zeitung. Wasche mit n wäschtam besten ein Prospekt des Prämien= Se ienlos-Vereins Brusonia bei. Da bei diesem Unternehmen jedes Mitglied gewinnen muß, so dürfte die Beteiligung wieder eine recht rege werden. Bestellungen sind au das Bank= und Lotteriegeschäft von Arthur Heiber in Braunschweig, Bohlweg 27 zu richtentt nesten Teil Kremzarn Lauge, für den mekian= und Iuseraten=Teil Wild. Bahde, Druck und Verlag von A. von der Müdlen, sämtlich in Bielefeld. * Nr. 96. #r Seschäftsstel ## elm Postanst #., bei täglicher Biel durch B wiger 1,42 M. Pestzeitungslist Nr. 5381. Histor 25. April: F fahrer, Entdicker Torquato Ta 1595.— Oliver A. Celsius, Aft Wilhelm von — Begründurg de 1868.— Mülle 1881.— Einna Türken, 1897.— Sti o. c. In Br Metallarbeiter: in eine Macht davon war ein verbandes, der Maßstabe vorn aussichtslos, d## der Hand notd Gang gehalter und ausgesperrt fortwährende H. und in der sozial ordentliche Wut Drohungen und willigen am W Am Donnersta verabredeter, b# Streikenden unt von Arbeitern rückten vor die und suchten mit stätte verlassender Die wenigen S zustellen bemühl angegriffen. E stärkung herbeige einen äußerst forderung an di hatte nur den und Johlen die mit Steinen, usw. gegen die acht bis zehn Nun eist ging d vor und war g wahnsinnig gebe Arbeiter, die nich zuhauen. Von zwanzig zum Te Die Verantwo vermeidlich gewo ausschließlich wi Führerschaft und demon steatione zureizen und Organisation Nachdem die wieder einmal holt, sucht die von aller Sch Polizei verant wird die alte die blutigen hetzung gegen „Vorwärt Breslau habe gegen Unbewa Ehre des Kapi Dann behau; Zentralorgan, welche die Ma reizt hätten die verhaft Arbeiter sind. für die Sozial immer herhal führenden„Gen so vorsichtig, nicht auszusetzer Die Breslat ihrer Sonntags bad“ und sord Jechs groß Massen zu erse richte Antwort