Anzeigengebühr für die einspaltige Petitzeile oder deren Raum 12 Pf., für auswärts 15 Pf., Reklamen 25 Pf. Erscheint lechsmal wöchentlich Geschäftsstelle Ritterstr. 43. Fernsprecher Nr. 15. Historischer Kalender. 19. April: Protestation der esangelischen Reichsstände zu Speyer, daher der Name „Protestanten“, 1529— Johann Buggenhagen, gest. 1558.— Philipp Melanchthon, gest. 1560.— Aug. W. Iffland, Schauspieler und Dichter, geb. 1759— Kaiser Ferdinand I. von.sterreich, geb. 1793.— Franz v. Gaudy, Dichter, in Frankfurt a O. geb. 1800. — Lord Byron, englischer Dichter, gest. 1824. — Otto Roquette, deutscher Dichter, geb. 1824.— Lord Beaconsfield(Disraelé), gest. 1881.— Charles Darwin, berühmter Naturforscher, gest. 1882. Erfreuliche Wirkung. Man hatte sich seit dem Ausscheiden des Altreichskanzlers Fürsten Bismarck; daran gewöhrt, Deutschland in der großen Vökerfamilie die Rolle einer durch Erweisung von Freundlichkeiten und Hülfsleistangen um das Wohlwollen der anderen Mächte werbenden Macht spielen zu sehen, und das hatte unser Ansehen in der Welt nicht ge stärkt. Seit Algeciras aber hat sich dies, wenigsters vorläufig geäatert. Was Rußland und Italien dort dem stets entgegenkommenden und liebenswürdigen deutschen Freund beziehungsweise Verbündeten geboten haben, war doch allzu stark. Unsere Diplomatie brobachtet demnech zur Zeit jenen Mächten gegenüber eine vorneymkähle Haltung, und was ist die Wirkung? Nach dem wir sie nicht mehr suchen, suchen sie uns. Der russischen Geldanleihe verschloß sich der deutsche Markt und in Petersburg macht man nicht etwa ein bitterböses Gesicht dazu, sondern vielmehr gute Miene zum bösen Spiel. Ja, die „Nowoje Wremja', ein bisher keineswegs deutschfreundliches Blatt, nimmt für Deutschland gegen die eigene Regierung Putei. Sie schreibt, Deutschland habe allen Grund, über die Mißgriffe des unglückseligen russischen Auswärtigen Amts zu schmollen. Und gegenüber der in englischen Blättern auftauchenden Heffnung, Deutschland entfremde sich durch sein Verhalten Rußland und treibe es in Eaglands Arme, meint das Blatt, es liege kein Gennd vor, zu glauden, daß die deutsche Diplomatie, welche eben erst den Algeciras=Knoten gelöst habe, ihre Beziehungen zu Rußland in einen ebensolchen Knoten verwickeln wolle. Auch Italien gegenüber hat sich die reue Methode bewährt. Der von unserm Kaiser dem Grafen von Goluchowski in Wien öffentlich abgestattete Dank für die in Algeciras Deutschland erwiesenen Freundesdienste hat jenseies der Alpen gemischte Gefühle hervorgerusen. Die kaiserliche Depesche klingt wie ein Afftont gegen den Dritten im Dreibunde, aber dieser Dritte kann sich darüber nicht beklagen, denn er hatte seinen Verbündeten, Deutschland, in Algec'ras schmählich im Stiche gelassen; ihm einen Dank abzustatten, war unmöglich, und er hatte sich dies selbst zuzuschreiben. Und weiter: Beim großen Erdbeben in Calabrien stand Deutschland an der Spitze der Hilfeleistenden, jetzt bei der Besurkatastrophe aber vermißt man in Italien die Wärme der Enxpfindung, an die man sich bei Deutsch land gewöhnt hatte, man klagt über das Deutschland“ Und über dem Allen sängt man an zu erkennen, was man an dem Deutschen Freunde bieher besessen hatte; man bekommt Angst vor einem Zerbrechen des Dreibundes und muß sich gleichzeitig sagen, daß man sich auch dies selbst zuzuschreiben hätte. Item man sieht sich genbtitzt, uns zu suchen. Osiziös wird # Grrüchten von einer unfreundlichen Gesinnung Deutschlands entgegengetreten. „Gewisse Zeitungen“, schreibt z. B. die Italie“; hatten das Telegramm des Kaisers so gedeutet, daß es Vorwürfe gegen Italien enthalte; es sei die Fortsetzung der Kamdie bezwicke, Mißtrauen zwischen Deutschland und Italien zu säen. Man Donnerstag, 19. April 1906. Smsu2. kennt hier zu gut die Gesinnungen des Kaisers gegenüber Italien, um von der Nutzlosigkeit der Bemühungen derjenigen, die eine Erkaltung der Beziehungen beider Länder herbeiführen wollen, überzeugt zu sein.“ Ein anderes Blatt, die„Capitale“, hegt die schwersten Besorgnisse wegen des in Deutschland vom Kaiser bis zur Diplomatie und zur Presse herab täglich zu nehmenden Aergers über Italien, um schließlich die italienische Regierung dringend zu bitten, ja schleunigst Vorkehrungen zu treffen, falls das Ende des Dreibundes unvermeidlich sei. Die Lage sei viel gefährlicher, als man denke. Es bedurfte also nur einer gewissen kühlen Reserre Deutschlands, um seine„Freunde" erkennen zu lassen, daß lustigen Extratouren, wie sie zu Algeciras getanzt wurden, sehr leicht Bitternis folgen kann. Es unterliegt keinem Zweifel, daß die deutsche Diplomatie die Lihren von Algeciras verstanden hat. Unsere Polen. Wie polnische Landverkäufe an Deutsche von den Polen beurteilt werden, kann nach einer Rede ermessen werden, die jüngst in einer Versammlung des polnischen Ostmarkenvereins gehalten wurde. Nach der„Ostd. Rundschau in Bromberg sagte der Vortragende:„Ein Verkäufer ist zuerst ein entartetes Kind, welches sich nicht nur von seiner Mutter, der Erde, lossagt, sondern sie verkauft. Er ist zweitens ein Verräter seiner Beü#er und Schwestern, der mehr den„Fremden" als seinen Verwandten wohl will. Zum dritten ist er ein Auswurf seines eigenen Volkes, ein Verräter, ein Bösewicht, der sich um Geld von dem lossagt, um das andere mit ihrem Blute kömpfen. Zum vierten ein Judas, welcher für Geld sein Gewissen, seine Ehre verkauft, welcher sich herabwürdigt und darach nichtswürdig wird, wie Judas es wurde. Der Verkäuser ist mit einem Worte ein Schandflick der Jetztzeit, ein Geschöpf, welches zu allen schlechtesten Taten sähig ist. Judas, der Verräter des Herrn Jesus, wurde zum Verräter, weil ihm das Geld lieber war als Jesus, sein Wohltäter; dem Verkäuser geht es nur ums Geld, weil ihm das Geld lieber ist, als das Land, unsere Mutter und Errährerin. Judas war ein Lump, der die Sammelbüchse der Armen bestahl, der Verkäufer ist ein Lump, welcher das arme Arbeitervolk der Nahrung beraust. Judas wollte durch das Geld ein großer Herr werden, und die Verkäufer kranken an der Sucht, mit ihrem Geide sich aufzuspielen. Judas verachten die, welche ihm das Geld gaben; die Verkäufer werden auch verachtet von denen, welche ihnen das Land abkaufen. Judas warfen zum Hause die hinaus, welche ihn bestochen hatten, die Verkäufer werden verstoßen von denen, welche sie zum Verrat überredet haben. Judas hatte nach dem Verkauf des Herrn Jesus nirgends einen Winkel, wo er ruhen konnte, die Verkäufer finden keinen Fcieden auf der ganzen Welt. Indas ging zuletzt elend unter, er erhängte sich, und sein Name erfüllt uns heute noch mit Abscheu; die Verkäufer verkommen, es führt sie da zu Schande, Verachtung, Vorwurf des Gewissens. Den Verkäufern rufe ich„zum Teufel" zu; mögen sie untergehen, mögen sie verkommen, mögen ihre Taschen leer werden, nöge auf ihrem Grabe nicht einmal Gras wachsen!“" Und die Deutschen?—— Aus dem Deutschen Reiche. Berlin, 18. April. Der Kaiser traf nach dem Besuch dir Wartdurg heut: nachmittag 5 Uhr in Schlitz, wie von dort telegraphiert wird, ein, und wurde am Bahnhof vom Grasen Görz=Schlitz empfangen. Bis zum Schloßpark bildeten Vereine und Schulen Spalier. Die Stadt ist reich geschmückt. Die kaiserliche Familie wird nach den bisherigen Best mmungen am 12. Mai auf ihrer lothringischen Besitzung Urville eintreffen uad dort einen sechstägigen Aufent halt nehmen. Erbprinz zu Hohenlohe Langenburg ist gestern abend hierher zurückgekehrt; er hat heute die Geschäfte des Kolonialamts wieder übernommen. In Metz ist der Konmandierende Gentral Stötzer gestorben. Der Kaiser richtete an die hinterbliebene Gattin eine teilnahmsvolle Depesche. Das Abschiedsgesuch des Wirklichen Geheimen Rats v. Holstein wurde vom Kaiser gen hmigt. Wie der Information aus Kieler Marine. kreisen berichtet wird, gilt als Nachfolger des Peinzen Heinrich in der Stellung des Chefs der Marinestation der Ost see der Admiral v. Arnim, der in den letzten Jahren an der Spitze des Bildungswesens der Marine stand. Professor Schumacher aus Bonn wird im Laufe des Monats eine Reihe von Vor trägen über nationalökonomische Fragen vor dem Kronprinzenpaar halten. Das Gesetz zur Aenderung des Gesetzes über den Schutz von Bögeln, vom 22 März 1888, und zur Einführung des Bogelschutzgesetzes in Helgoland ist vom Bundesrat dem Reichstage zugegangen. Aus Trier wird gemeldet: Unter Führung des Berghauptmanns v. Vilsen wird eine Kommission des Oberbergamts sosort eine Generalrevision sämtlicher Saarkohlengruben vornehmen. Die Maß nahme ist auf das Unglück von Courr é es zuröckzuführen. Eine Adteilung für Tropenhygiene soll bei dem kyzienischen Institut der Tierärztlichen Hochschule in Berlin eingerichtet werden. Sie bezmeickt in erster Linie die Ausbildung von Tierärzten für unsere Kolonien. Die Märzeinnahme ist im Bereich der Preußisch Hessischen Eisenbahngemeinschaft wieder eine ganz außergen öhnliche gewesen. Sie beträgt rund 15 Millionen Mark mehr als im März des Vorjihres. Damit liegt jetzt auch das Einnahmeergebnis für das ganze Rechnungs jahr 1. April 1905 bis 31. März 1906 vor. Nicht weniger als rund 105 Millionen Mark beträgt die Mehreinnahme des Etatsjahres 1905 gegen den Eiatsvoranschlag und rund 123 Millionen Mark gegen das Vorjahr 1904. Ins Herrenhaus berufen wurde der königliche Kammeiherr Major a. D. Wulff von Borke zu Klemzow, Kreis Schievelbein, durch Allerhöchsten Erlaß vom 3. d. Mts. auf Präsentation der Fawilie v. Borcke an Stille des am 28 November v. Is. verstorbenen Rittergutsbesitzers und Landschaftsrates v. Borck.=Grabow dem Rom 18. April. Wie ein hiesiges Blatt schreibt, soll der Botschafter in Berlin Graf Lanza den Ministeip äsidenten Sonnino über die Stimmung in Berlin informieren. In einem lebhaften Notenaustausch mit Berlin habe Gu cciardini betont, daß das gegenwärtige Mit isterium nicht verantwortlich sei für die Haltung Italiens in Aig ciras, aber diese Erklärungen hälten weder Bülow noch der Kaiser befriedigt. Daher ergebe sich die Not wendigkeit, mit Lanza zu konferieren. Unter den Anklagen, die Deutschland erhebe, sei die weitestgehende die, daß man gegen Deutschland schon vor der Konferenz in Algeciras eine wirkliche Koalition geschlossen labe. Itzt wolle sich Deutschland dadurch rächen, daß es Oesterreich in Albanien schalten lasse. Die Lage sei gespannt, und die Dinge auf den Status quo zu bringen, werde Sennino viel Kopfzerbrechen bereiten, er verzweifl: aber nicht am Gelingen seiner Absicht. Der Senator Demartino interpellierte die Regierung, um zu erfahren, ob der Dreibund nicht nur nach dim Buchstaben des Vertrages weiter bestehe, sondern auch tatsächlich der internationalen Politik als Grundlage und Richtung für die Maßnahmen der Regierung Italiens dient. Die Capitale“ daß der deutsche Kasser sein Beileid nicht persönlich telegraphiert habe, wie er es früher zu tun Pflegle, sondern sich der Betschaft bedient habe. Daraus gehe hervor, daß die Bezielungen zwischen Deutschland und Italien nicht mehr so heezlich seien wie früher. Rußland. Dir russische Minisierrat beorderte nach Deutschlaud, Orster reich und England besondere Beamte zum Stuhium der Mittel, deren sich die ausländischen Regierungen zur Bekämpfung der Parlamentsopposition bedienen Seinerseits gedenkt das Ptersburger Kabinett, die Redezeit der Abgeordneten urter allen Umständen auf ein Mindestmaß zu beschränken sowie Dumasitzungen nicht einmal oder gar zweimal täglich, sondern nur alle zwei Tage zu veranstalten, so daß die Reichsduma vom Tage ihres Zusammentritts am 10. Mai bis zum 15. Juni, wo sie in die Ferien geschickt werden wird, nur etwa 12 Geschäftssitzungen wird abhalten können.— Zu Mit gliedern des Reichsrats sind ernanzt worden: der Generalcirektor der eigenen Kanzlei de Kaisers, Tanejew, Senator v. Kaufmann, der Päsident des Roten Kreuzes Fürst Wassiltschikom und der Geschäftsführer des Min sterkomitees Baron Nolde. Der bisherige Gehilse des Chefe der Ober= verwaltung für lokale watschaftliche Angelegenheiten Kryschanooski ist anstelle des zum Senalo; ernannten Vatazzi zum Gehilfen des Ministers des Jnnern ernannt worden.— Die große russische Anleihe ist nun endlich perfekt geworden; die Höhe des Darlehens b trägt 2250 Million.n Franken nominell. Da aber der Kurs auf 88 festgesetzt ist, so bekommt natürlich die Pitersdurger Finanzverwaltugg nur den entsprechenden Bruchteil. Die zeichnenden Kapitalisten werden von ihrem Geide 5⅝ Prozent bekommen. Die große Masse hat Frankreich übernommen, einige hundert Millionen mußte ihm England abnehmen, 500 Mill onen hat Rußland selbst übernommen. Deutschland ist ofiziell gaiz unbeteiligt. Petersburg, 18. Aptil. In der hiesizen haltischen Schiffsbauanstalt ist von der Polizei eine Bombennitderlage entdeckt worden. Konstantinopel, 18 Lptil. Die Polizei ertdeckte in einem Brunnen des dem verbannten Kurden Divisionsgeneral Schamy'=Pascha gehörigen Kora's mehrere Leichen. Außer dem Präjetten sollte von den Verschwörern auch der Großwefic, sowie der in der Umgebung des Sultans besind liche eir flußreiche Scheik Obu Hudda ermordet werden. Natal. Der aufständische und flüchtige Häuptling Bambaata hat ein Verstick in der Nähe von Ketschwayos Grab aufgesucht. Auf seinen Kopf hat die Regierung von Natal einen Preis von 10000 Mark gesetzt, und für seine Begleiter sind je 400 M. ausgeschrieben. Man erinnert sich der eng lischen Entrüstung, als General von Trotha in Deutsch=Südwestafrika ein gleiches tat, indessen was jetzt England tut, „ja, Bauer, das ist ganz was anders!“ In Durban greist infolge Fehlens jeglicher 4 Nachricht aus dem Zululande eine pessimistische Stimmung Platz. Die Mobilmachung der gesamten Miliz erscheint unvermeidlich. Man rechnet darauf, etwa 1000 Mann irreguläre Truppen zusammenzubringen. Schanghai, 17. April. Nachdem, wie berichtet, Hutingkao, der Gouverneur von Kianesi, wegen Nachlässigkeit bei der Verhütung der M tzelei von Nautschang abgesetzt worden, ist Wu, bisher Telegraphendirektor in Schanghai, zu seinem Nachfolzer ernannt worden. Wi gilt für einen Fremdenfreund. New Yort, 17. April. Die„New York Sun', die sich oft deutschfeindlich erwies, bespricht Roosevelts Ansprache an die deutschen Beteranen und führt dabei aus:„Es besteht kein Zveifel darüber, daß Roosevelts herzliche lobende Worte die Stimmung eines großen Teils seiner Mit bürger wiedergeben, die eine große Aenderung ihrer Ansichten dorchgemacht haben, seitdem die Ereigrisse gezeigt haben, daß kein Grund vorhanden ist, dim deutschen Souverän aggressive Ecoberungspläne zuzuschreiben.“ Schule und Bielefeld, 19. Apcil. Am Sonntag, den 22. Spril, abends 8 Uhr wird im Reinoldushof zu Dortmund eine Protestversammlung gegen die moderne religiöse Bewegung stattfinden. Das Haup referat über oas Thema: Die radikale Theologie — der Ruin der Kirche hat Professor D. Lemme=Heidelberg übernemmen. Aus dem Umsturzlager. (Sozialdemokratische Begriffsverwirrung.) Durch die sozialdemokratische Presse mact folgeude Notiz die Runde: „Die Fehme. Urserem Königsberger Parteiblatt ist folgendes Schreiben auf den Redaktions= tisch geflogen: Verband Ostpreuß. Restaurateure und Destillateure E V. zu Königslerg i. Pr. Streng vertraulich! Nur für die Mitglieder zur Kenntnis. Auszug aus der schwarzen Liste am 1. April 1906 derjwnigen Angestellten, die ihre Arbeitgeber 1......, Faktor, Diebstahl. ... Kellnerin, mit Kasse durchgebrannt. 3......, Dienstmädchen, frech und ungehorsam. 4......, Laufbursche, Diebstahl 5....... Faßkellnerin, Trunkenheit und frech. .., Kellnerin, denunzieren. 7......, Kommis, frech und drohen. 8......, Unterschlagung. 9......, Kommis, frech und Trunkenheit. 10......, Killnerin, Bierpantschen. 11....., Kellnerin, mit Kasse durchgebrannt. 12....... Faßkellner, besonders frech. 13.., Killner, Betrug. Näheres über vorgenannte Personen ist aus der schwarzen Liste, welche beim Vorsitzinden, Herrn 6 Wenk, Lindenstr. 16/17, und in jeder Monatsversammlung ausliegt, zu ersehen. So machen die Arbeitgeber die Angestellten brotlos, unter dem Schutze des§ 163 der Gewerbeordnung!“ Die vorstehend mitgeteilte Liste zeigt deutlich genug, daß die Abeitgeder sich in der Hauptsache gegen unehrliche Leute zu schützen suchen. Die sozialdemokratischen Blätter scheinen zu verlangen, daß die Arbeitgeber sich und ihr Eigentum widerstandslos Betrügern und Spitzbuben preisgeben sollen, sosern diese nur„Genossen" sind. Wenn die Arbeitgeber jene Arbeiter, statt sie vertraulich zu kennzeichnen, der Anklagebehörde überliesert hätten, so wärden sie vermutlich alsdann die sozialdemskratischen Märtyrerlisten als Opfer unserer„Klassenjastiz“ geziert haben. Garten= und Landwirtschaft. (Der Arbeitermangel der Landwietschaft) teitt zu keiner Zeit des Jahres mit so erxfirdlicher Schärfe auf wie in den ersten drei Monaten. Die Tatsache, daß die Kalamität gerade zu dieser Zeit ihren Höhrpankt erlanzt, wo doch erst die Arbeiten wieder anzenommen werden, erklärt sich daraus, daß die Lundwirte, um nicht Erntezeit ohne genügende Hilfskräfte zu sein oder aber uaftnnige Bermittelungsgebähren bezahlen zu müssen, sich schon bei Zeiten mit Arbeitern zu versorgen suchen und die Nachfraze schon sehr stark hinaustreiben, während das Arbeiterangebot erst nach dem 1. Apcil in größerem Umfange bezinnt. Die Dfferenz zwischen Nichsraze und Angebot ist nach der„Arbeitsmarkl=Kocresp.“ auch in diesem Jahre wieder ganz abnorm Kaum ein Drittel des Bedarfs wirde in den bisher verflessenen Monaten befriedigt. So ging an den öffintlichen Arbeitsnach weisen das Angebot von landwirtschaftlichen Arbeitern auf 100 offene Stellen von 72.44 im Dezember 1905 auf 39 09 im Jnnuar 1906 zurück. Dabei ist der Arbeitermangel in Wieklichkeit noch größer als er nach den Zahlen der Arbeitsnachveise erscheint, da die Mehrzahl der Ardeitgeber noch die private Vermittelungstätigkeit in Anspruch nehmen. Gericht und Rechtsprechung Bielefeld, 18. Apzil.(Strafkammer.) 1. Ju der Nacht zum 27. August v. Is. wurde der sich auf dem Nachhausewege befi ndlicht Dreher Friedrich Br. von hier von mehreren junzen Burschen verfolgt und so hart bedrängt, daß er sich gerötizt soh, in eine Wirtschaft an der Aindtstraß: einzukehren. 4ls er jedoch nach eiw: 2 Stunden den Heimweg weiter antrat, wurde er von einen derselben, dem Handlanger L. Bl. von hier attacktiert und mit einem Stocke über den Kopf geschlagen. Dann fiel er mit dem Maurer W. K. von hier über den Begleiter des Be., der die beiden Burschen zum Frieden ermahnte, her und bearbeitete denselben mit einem Messer. Der Gnichtshof erkannte gegen den Unternehmer des ganzen Streits und den Messerhelden Bl. auf 8 Monate Gefängnis und gegen K. der beide Virlitzten mit dem Stocke geschlagen hat, auf 3 Morate Gefärgnis. Bl. wurde sofort in's Gefängnis abgeführt.— 2. Der SchneidergesellI. W. von hier erhielt wegen Unterschlagung, und zwar eirschli ßlich der noch zu verbüßenden Strafe, eine Gesamtstcafe von 8 Monaten und 2 Wochen Gefängnis.— 3. Der Landarbeiter H. K. aus Niukirch bei Tilsit, wurde wegen Diebstahls im wiederholten Rückfalle zu 4 Monaten Gesängnis verurteilt, worauf ihm 1 Monat von der erlittenen Untersuchungshaft in Aorechnung gebracht wurde. Lokales uns Provinzieles. Bielefeld, 19 April. (Bäckermeister Fritz Lübke j Gestern nachmittaz ½3 Uhr ist der Preskyter und Stadtveroconete Herr Bäckermeistr Fritz Lübke, der an einer Lungenentzündung erkrankt war, 71 Jahre alt, am Herzschlage gestorben. Die Beerdigung soll am Sonnabend, nachmittags 4 Uhr, stattfiaden. Der Verewigte hat sich in seinem Berufskreise und in der Kirchenund Stadtgemeinde betätigt und namentlich um das Handwerk hervorrazende Verdienste erworben. Dieserhalb und wegen seines biederen, ehrenhaften Charasters erfreute er sich der Achtung, des Vertrauens und der Liebe seiner Mitbürger. Auch die konservative Partei verliert ja ihm ein geschätztes Mitglied. Gott schenke dem Entschlafenen nach einem arbeitsreichen Erdenleben die ewige Ruhe! (Ueber die Entwickelung der preußischen gewerblichen Fortbildungsschulen) bringt die rom Deutschen Verein für Fotbildungsschulwesen herausgegebene Fortbildungsschul=Korresspondenz einen interessanten Urberblick, dem die folgenden Angaben entnommen sind. Am 1. Apeil v. J. wiren es 21 Jahre, daß die preußischen geverblichen Fortbildungsschulen dem Ministerium für Handel und Gewerde unterstellt siad. Der von Jahr zu Jahr enger werdende Anschluß der Fort bildungsschulen an das praktisch: Leben hatte die Teennung dieser Anstalten vom Kiltuswinisteriun und dessen Vereinigung mit dem Minister'um für Handel und werbe als notwendig erscheinen lassen. Nach den Bestimmungen des Kaltusministeriums von 1874 sollten die jingen Leute wöchentlich 16 Stunzen Unterricht erhalten. Durch die Bestimmungen von 1884 wurden die Ansoederungen an sechs Wochenstunden ermäßigt. Unter den Ministerium für Handel und Gewerbe nahm das Fortbildungsschulwelen eine glänzende Entwickelung. Dieses stellte sich fest auf den Boden der realen Verhältnisse und verb sserte von diesem Standtpunkt aus in überaus glücklicher Weise das überkommene Schulwesen. Es gelang ihm, bedeutende Mittel für seine Zvicke flüssiz zu machen; es war unermüd lich tätig in der Neubegrügdung von Schulen, es organisierte deren überaus wichtige Iipektien und schuf in den Bestimmungen von 1897 die sicheren Grundlagen für eine der Zeit entsprechende Eatwicklung der Anstalten. Die bedeutenden Erfolge die das Ministerium erzielte, beingen an besten die nachstehenden Zihlen zum Ausdruck: die Staatsaufwendungen für die gewerblichen und kaufmännischen Fortbildungsschulen stiegen von 182000 Mt. im Jihre 1884 auf 2480000 Ml im Jahre 1905. In den 644 gewerblichen und kaufmännischen Fortbildungsschulen des Jahres 1884 soßen 58 361 Schüler. Dagegen wacen in den 1580 Schulen des Jahres 1904 nicht weniger denn 203386 Schülec unterzubringen.— Das sind höhst erfreuliche Ergebnisse, wenn man bedenkt, daß die glänzerd orgausierten Fachschulen und besonderen Zvecken dienenden geverbüichen Schulen verschiedenster Art hierb i nicht mitgezählt sind. (Besitzwechsel.) Die Besitzung des Herrn A. Bracksiek, Gartenstraße Nr. 2, (ci. 830 gm) wurde durch Vermittlung des Bielefelder Immobilien und HypothekenBureau Knehans und Schmeitzer an Herrn Wilhelm Hülsmann, Teilhaber der Firma Friedr. Withelm Krönig& Söhne, verkauft. (Besitzwechsel.) Das alte Synagogengebäude am Klosterplatz wurde im heute abgehaltenen neuen Versteigerungstermin an Herrn K. Lipschütz hier für 33200 Mark verkauft. (Aus dem Theaterbureau) wird geschrieben: In Stadttheater gelangt morgen(Freitaz) eine der erfolgreichsten und musikalisch wertvollsten Opern Novitäten der letzten zehn Jahre zur ersten Aufführung: Kienzl's„Evangelimanz", ein Werk von hoher charakteristischer Eigenart, das eine der beliedtesten Repertotropern aller ersten Stadt und Hoftheater bildet und das überall mit gleich großem künstlerischen und pekuniären Erfolge zur Darstillung gelangt ist. Nich nur das(nach einer wahren Begebenheit gedichtete) Libretto, sondern vor allem auch die Masik üben eine ungemeine starke Wirkung aus und dürften sicherlich auch hier auf ungeteilten Beifall zu richnen haben. Das überaus schwierige Werk wird hier musikalisch von Herrn Kap llmeister Möricke, der für den Sommer nach Bayreuth verpflchtet ist und szenisch von Heern Diener, dem langjahrigen Opernregisseur der Essen Dortmunder Statttheater geleitet werden und ist in seinen Hauptpartien mit den ersten Kräften des jetzigen Ensembles besetzt. (Die Bevölkerung der Provinz Westfalen) ist nach dem vorläufizen Ergebnis der Volkszählung vom 1. Dezember 1905 auf 3618198 Einwohner gestiegen. Die Zunahme seit 1900 beträgt 430421, das sind 13,5 Peoz. Die Bevölkerung in den wistfälischen Stähten stieg von 1 358145 auf 1 550242 Personen. Die Zunahme beträgt in den Städte insgesamt 192092 gegen 14 1 Poz. Die Provinz Westfalen zählt an Großstidten(mit mehr als 100000 Eiswohnern) Dortmund mit 175 575, Gelsenkirchen 147037, Bochum 118454 Einwohner, an wit leren Städten(50 bis 100000 Einwohner) Münster 81439, Hagen 77498, Bielefeld 71797 Einwohner. m(Gesindedienst) Es wird darauf hingewiesen, daß Personen, welche Gefindedienst übernehmen, sich mit einem Gefindedienstduche versehen müssen. Unterlassungen sind strafbar, desgl. macht sich das Gefinde strafbar, welches ohne gesetzwäßige Ursache den Dienst versagt; auch kann die Dienstherrschaft die polizeiliche Ziführung vertragsbrüchigen Gefindes beantragen. m(Eingeliefert) wurde gestern ein Bettler. Vier obdachlose Wanderer, welche nicht im.sitze eines Winderscheins waren, fanden Unterkommen im Polizei=Obdach. m(Verkaufszeit.) Es wird in Erinnerung gebracht, daß diejenigen offenen Verkaufsstellen, für welche der 8 UhrLadenschluß festgesetzt ist, nicht vor 7 Uhr morgens göffget seig dürfen. Ans der Kreisen We##ulee Minden, 19. April.(Verhütetes Unglück) Am 1. Otertage geriet eine auf dem Königswege den Wittekindsberg besteigende hiefize Fom lie in große Gefahr, da plötzlich ein wohl zentnerschweier Stein den Bergabhaug auf sie zu herunterrollte. In letzten Augendlick konnten die Gefährdeten auf gut Glück zur Seite springen; es ist glücklicherweise kein Unfall vorgekommen. Dis„.=L. Kreisblatt“ bittet, indem es den Vorfall mitteilt, die Bergbesucher wiederholt dringend, besonders auf den oderen Wegen die größte Vorsicht walten zu lassen; dies gilt auch den vielen an den Bergabhäagen Blumen suchenden Kindern! Leider ist es ja schon vorgekommen, daß Steine mit Absicht losgebrochen und den Berg hinuntergeworfen sind. Solche bodenlose Dummheit und Leichtfertigkeit könnte doch einmal recht bittere Folgen haben. Eltern und Lehrer bitten wir in aller Interesse, die Kinder zur rechten Vorsicht zu ermähnen. Minden, 19. April.(Ernennung.) Zum Sekretär bei dem hiefizen Amtsgericht wurde der Aktuar Hilker in Hamm ernannt. Minden, 19. April.(Divisionspfarrer Bachstein nun doch verurteilt!) Aus Münster wird von gestern gemeldet: In dritter Verhaidlung verurteilte heute das Oberkriegsgericht den Divisionspjarrer Bachkein wegen Beschimpfung der katholischen Kirche in einer öffeatlichen Versammlung in einem Falle zu der zulässigsten Mindest trafe von 1 Tag Gefängnis. Als beschimpfend hat das Gericht die Worte:„Klingeklang Firlefanz usw.“ bez ichnet. Pr. Oldendorf, 17. April.(Die Grundsteinlegung zum neuen Amtshause) wurde heute vollzogen, Herr Major Besch verlas die.kunde und vollLeute vom Pommernland. Roman von Käte Lubowski. 31(Nachdruck verboten.] Sie lügen ja alle. Nur der hier wird ihm die Wahrheit sogen. Er ist nicht nur von seinem Fleische, sondern er ist auch von seinem Charakter. Ehrlicher und treuer, als der andere, um dessentwillen ihm das Sterben am schwersten wird.— Er muß es endlich wissen, woran er ist. Jürgen soll es ihm sagen. Er hat gräßliche Angst vor der Frage und stellt sie dennoch.„Muß — ich— sterben?“ Der Knabe zittert. Er schweigt, weil er nicht lügen kann. Er weiß, daß es eine Barmberzigkeit wäre, wenn er es täte. Aber trotzdem tut er es nicht. In seinem hilflosen Blicke liegt das zuckende Herz des Kindes. Da röchelt die Stimme schon wieder das nämliche„Muß— ich sterben?“ Das Suchende und Geängstigte ist aus den Augen des Knaben verschwunden. Das Leuchten der Wahrhaftigkeit steht darin. „Ja, Valer, sie sagen es.“ „——e— lan—ge kann es noch— dauern— sagen sie das auch?“ „Viekleicht— Wochen, vielleicht Tage—“ Der Kranke stögt einen sonderdaren Schrei aus. Man könnte ihn mit dem.üllen der gepeitschten Kreatur vergleichen, weng es die Gottähnlichkeit im Menschen nicht ver letzen würde. Jürgen senkt das Haupt. Nan hat er es verraten, was sie ihm so meisterhaft zu verhüllen verstanden. Zvei lange Tage und zw i längere Nächte hindurch. Wenn die Pflegerin, die sich eine Stunde Schlafes könnt, wiederkommt, weiß auch sie, daß er ein Grausamer ist, weil ihn diese Stunde nicht lügen lehrte. Einige Augenblicke ist es still in dem Krankenzimmer. Jürgen murmelt das Valerunser. Irgend etwas zwinzt ihn dazu. Die Kindessehnsucht und die Kindesangst. „... Dein Reich komme—“ Der Krarke haßt seinen Sohn in dieser Minute. „Dein Wille geschehe—“ Durch das Gurgeln der eirgezwängten Kraft rost ein zerrissenes Lichen. Jürgen betet weiter:„Sondern erlöse uns von dem Uebel; denn dein ist das Reich und die Kraft und die Herrlichkeit in Ewigkeit. Amen.“ Als er geendet hat, sieht er, daß der Vater weint. Vielleicht weiß er das gar nicht eirmal, vielleicht ist es nur die mechavische Auflösung des starren Schmerzes, was sich da in hellen Topfen losrings. Wie still es ist! Nur Licht und Dunkel! Aber vielleicht ist das ewige Dunkel gar dis ewige Licht. Und die Menschen sind nur blind darum sehen sie nichts. Da endlich ringt sich wieder ein Ton von Graf Hassos Lippen.“ Die Worte sind zusammenhängender und verständlicher als vordem. Es ist, als ob sein starker Wille ein letztes Mal den Sieg davontrage. „Geh und wicke Hans Heinrich.“ Ja Jürgens Seele wächst etwas bei dem Befehl empor, gegen das er schon so#lt gerungen hat. E: liebt seinen Beuder, der so schmal und hilfebedürftig gegen ihn erscheint. Ja, er vergöttert ihn sogar. Nur, daß der Vater jenen mehr liebt als ihn— das kann er schlecht ertragen. Aber es ist so. Er weiß es. Wenn Graf Hesso diesen Sohn züchtigt, leidet er Qualen. Durch die rauhesten Scheltworte zittert ein Ton wie Abbitte. Graf Hasso weiß das selbst am besten. Aber er kann nicht dagegen an. Das„Warum“ ist für ihn eins der vielen ungelösten Rätsel geblieben, die die Ewigkeit aufklären muß. Und doch ist die Lösung überaus einfach. Es ist die Kraft und Micht des Starken, die das Hilflose, in der stolzen Siegerfreude der zwingenden Persönlichkeit, zu sich emporhebt. Jürgen war Art von seiner Art. Wenn den das Leben anpackte, würde er sich schon zu wehren verstehen. Hans Heinrich mußte es erst lernen. Und damit sollte jetzt der Anfang gemacht werden. Der Kampf um das Leben, abgespielt und verspielt vor seinen Augen, tangte dazu. Er würde seiner Haltlosizkeit gut tun. Heinrich ist ein schlanker, feiner Kaabe. Die Leute sagen, daß er das getreue Abbild seiner schönen, früh verstorbenen Mutter sei, die so leicht und zierlich gewesen, daß ihr Schreiten über die Erde mehr einem Gleiten 'ich. Hans Heinrich hat ein schmales, längliches Gesicht und seltsam verträumte Augen. Jürgen ist die verkörperte Kraft, er die Schönheit. Wie sie jetzt Schulter an Schulter an dem Lager des Vakers stehen, geht durch den zarten Körper des Jüngeren ein nervöses Zucken. Er fürchtet sich unsagbar bei dem Anblick des entstellten, verzerrten Gesichts und hat doch nicht den Mut, an einen Ort zu gehen, wo er es nicht mehr zu sehen nötig hat. (gortzetzung folgt.) sen Kräften des jetzizen ng der Provinz dem vorläufizen Ervom 1. Dezember Einwohner gestiegen. 0 beträgt 430 421, Die Bevölkerung in stieg von 1 358145 m. Die Zunahme insgesamt 192092 Prozinz Westfalen eit mehr als 100000 mit 175575, Gelsenhum 118454 EinStädten(50 bis Münster 81439, seld 71797 Ein) E s w i r d d a r a u f nen, welche Gefindemit einem Gefindessen. Unterlassungen acht sich das Gefinde gesetzwäßige Ursache ich kann die DienstZtführung vertragsntragen. wurde gestern ein ose Wanderer, welche Winderscheins waren, n Polizei=Obdach. .) Es wird in Erß diejenigen offenen welch: der 8 Uhr.# st, nicht vor 7 Uhr a dürfen. Wir 8 436. 4 I.(Verhütetes Ostertage geriet eine en Wittekindsberg bein große Gefahr, ninerschweier Stein ufsie zu herunterlagendlick konnten die Glück zur Seite icherweise kein Unfall .=L. Kreisblatt Vorfall mitteilt, die t dringend, besonders die größte Vor1; dies gilt auch den kagen Blumen suchen: der ist es ja schon teine mit Absicht Berg hinuntergeworfen sose Dummheit und doch einmal recht Eltern und Lehrer Interesse, die Kinder i ermähnen. ril.(Ernennung.) n hiesigen Amtsgericht ilker in Hamm erFril.(Divisions; n u n d o c h v e r Künster wird von dritter Verhaidlung das Oberkriegsgericht Bachkein wegen Beitholischen Kirche Versammlung in einem sten Mindest trase von s. Als beschimpfend Worte:„Kling=klang hnet. 17. April.(Die 0 zum neuen heute vollzogen, Herr die.kunde und vollMicht des Starken, der stolzen Siegerfreude nlichkeit, zu sich emporArt von seiner Art. n anpackte, würde er verstehen. ste es erst lernen. Und Anfang gemacht werden. Leben, abgespielt und ugen, tangte dazu. Er izkeit gut tun. Haus ler, feiner Knabe. Die 13 getreue Abbild seiner benen Mutter sei, die ich gewesen, daß ihr ede mehr einem Gleiten ich hat ein schmales, nd seltsam verträumte die verkörperte Kraft, ulter an Schulter an ers stehen, geht durch Jüngeren ein nervöses sich unsagbar bei dem en, verzerrten Gesichts en Mut, an einen Ort s nicht mehr zu sehen (Fortsetzung folgt.) zog die ersten Hammerschläge. Die Urkunde wurde nebst allerhand Münzen usw. in eine Kapsel eingelötet und dem Grundsteine einverleibt. Herford, 18. April.(Herforder Schweine=Versicherungs Gesellschaft) Im vergangenen Jahre wurden an Beiträgen und Eintrittsgeldern 3390,— Mk. erhoben, der Fleischerlös brachte 2425,68 Mk. An Entschädigungen wurden 4357 92 Mk. gezahlt. Herford, 18 April.(Dem Steuer: amt I) in Herford ist von der Provinzialsteuerdirektion in Münster die Befugnis zur Erledigung von Zollbegleitscheinen I über Baumwollensamenöl, das für die Seifen fabrik Steffen eingeht, erteilt worden. Dünne, 18. April.(Wegeverordnung.) Die Kommunalchaussee in Dünne, von der Dampf mähle bis zur Linde, darf mit über 2500 Kilogramm schweren Lasten nicht befahren werden; das Gewicht des Wagens soll hierbei nicht eingerechnet werden. Ferner wird angeordnet, daß diese Chaussee ihrer geringen Breite und ihrer Steigungsverhältnisse wegen, zur Vermeidung von Gefahren mit zwei hintereinander gebundenen beladenen Wagen nicht befahren werden darf. Aus dem Kreise Halle. Berghausen, 14. Aptil.(Schule.) Die königliche Regierung hat die durch die Versetzung des Lehrers Bockermann zur Er ledigung gekommene Lehrerstelle bei der hiesigen Volksschule dem Lihrer Heinrich Hagedorn aus Deppendorf vom 16. d. Mis. ab einst veilig übertragen. (Haller Kreisbl) Aus dem Reg.=Bez. Münses und Arnsberz Münster, 17 April.(Für den Neubau des Provinzial=Steuerdirek tionsgebäudes) ist laut„Ry.=W. Zig.“ der Steuerbehörde jetzt, nachdem sich die Verhandlungen über den Ankauf der ehrmaligen Rosentaler Kürassier=Kaserne zerschlagen haben, vom Militärfiskus die eine Hälste des Grundstücks der früheren Münzkaserne, an der Promenade beim Budden turm angeboten worden. Die andere Hälfte des Grundstücks ist als Platz für die Garnisonkirche ausersehen. Bochum, 17. Aptil.(Einbruchsdieb stähle.) Am ersten Oderfeiertag wurde hier am hellen Nachmittag in sieben Ladenlokale eingebrochen und schweie Diebstähle verübt. Herdecke 17. April.(Bei demletzten Gewitter) traf der Blitz auf der„Schanze“ eine Frau und steickte sie nieder. Die Urglückliche wurde auf der einen Seite vollstägdig gelähmt. Ein Kind, das die Getroffene auf dem Arme trug, blieb völlig unverletzt. Wetter ging noch ein kalter Schlag nieder, der k inen Schaden anrichtete. Durch den niedergegangenen wolknbruch artigen Regen schwoll der Herdecker Bach so an, daß er über die Ufer trat und viele Häuser unter Wasser sitzte.(W. Volksbl.) Herne, 17 April.(Die westfälische Provinzial versammlung des evangelischen Bundes) wird bier am 17. und 18. Juni abgehalten. Nben zwei Festzottesdierst u in der Kirche zu Herne und Baukau ist eine große öffentliche Fest vrsammlung im Funkeschen Saale vorgesehen. Für diese sind zwei volketümliche Ansprachen bestimmt. Am Montag sollen die geschäftlichen Angelegenheiten erledigt werden. Aus den Naoberereninzen d Ss Detmold, 17 April.(Waldbrand.) Auf dem Hiddeser Bent entstand gestern abend ein Heidebrand, der sich über eine 'ößere Fläche erstreckte und auch einig: Bäume in Mitleidenschaft zog. Mehrere Förster, sovie Bewohner von Hiddesen und Detmold beteiligten sich an dem Löschen des Beandes. Salzusten, 17. April.(Vom Bade.) Das Furstliche Kurhaus hat seinen Betrieb eröffnet; der neue Pächter ist Herr Heisrich Becklein. Norderney, 17. April.(Verkehrsverbesserungen.) Die vereinigten Dampsich ffreedereien Norden und Norderncy führen diesen Sommer mehrere wichtige Verkehrsverbesserungen ein. Auf der Dau pferlinie Norddeich Norderney sollen vom 1. Mai bis 14 Juni täglich 3, vom 15. bis 30. Juni täglich 5 und vom 1. Juli bis 31. August täglich 9 und nach Stöffnung der Vollbahnstrecke Emden=Norden sogar 10 Fahrten hin und zurück ausgeführt werden. Auf der Dampferlinie Norddeich Juist sind im Juni und August 103 (i. V. 83), auf der Linie NorderneyJuist vom 15. Juni bis 16. September 131 Hin= und Rückjahrten(i. B 83) in Aussicht genomnen worden und auf der Linie Norderney Langeoog soll für die Zeit vom 20. Juni bis 15. September ein täglicher Verkehr eingeführt werden. Erdbebenkatastrophe in Kalifornien. Groß=, die Menschenherzen erschreckende Katastrophen hätfen sich in solcher Weise, daß man des Unglücksjahres 1906 lange gedenken wird und daß wohl alle Bibelleser an die Weissagung Jesu Christi von den Schrecknissen und Erdbeben hin und wieder erinnert werden, die den Anbruch der Ge richtszeit über die sündenbefleckte Erde und der Erlösungszeit für die Kinder Geties verkündigen. Noch steht die Welt unter dem erschütternden Eindruck der Ereignisse von Courrières und Nagold, noch hat der Vesuv nach einem fürchterlichen, verheerenden Aus bruch die letzten Aschenreste nicht ausgeworfen— und schon hat sich eine neue entsetzliche Katastrophe in Nordamerika ereignet. Wir stellen kurz die wichtigsten Nachrichten darüber zusammen: New=York, 18. April. Kurz nach 5 Uhr morgens wurde San Francisco von einem drei Minuten andauernden Erdbeben heimgesucht. Tausende von Gebäuden sind zerstört oder beschädigt. Brände sind ausgebrochen. — Die Postbehörden in Kansas City erhielten aus Los Angeles die Nachricht, die Zahl der Toten betrage beinahe 1000. New=York, 18. Aptil, 11 Uhr vor mittags. Aus San Frarcicco werden große Verluste an Menschenleben gemeldet. Durch das Erdbeben wurden die Rohre der Wasser= und Gasleitungen zerbrochen. Das Feuer nimmt seinen Weg die Marketstraße entlang. Das Rathaus liegt in Trümmern. Die Furcht und die Aufregung, die in Sau Frarc'sco herrschen, sind unbeschreiblich. Aus vielen Häusern stürzen die Bewohner in leichter Nacht kleidung auf die Straße. Viele Gebäude gerieten pötzlich ins Wanken und stürzten krachend ein, die Bewohner unter den Trümmern begrabend. In den Hotels im Innern der Stadt entstand eine fürchterliche Aufregung. Am weisten sind die Gebäude südlich von der Ma ketstraße beschädigt. An vielen Stellen brachen Brände aus. Die Lage wird dadurch verschlimmert, daß alle Beleuchtungsanlagen, Gas wie Elek. trizität, vernichtet sind. Da es an Wesser fehlt, wurden Häuser in die Luft gesprergt, um den Fammen Einhalt zu tun. Ganze Straßenzüge sind durch die Trümmer hausen versperrt. Kurz nach 8 Uhr vormittags ereignete sich ein zweites Erdbeben, das die Panik erhöhte. Die Einwohner flüchteten auf die Straße. Des Eidbeben warj doch nur von kurzer Dauer. 12 Uhr mittags. Ein Telegramm aus Sacramento meldet, daß eine deei Meilen lange Stricke der Eisenbahn zvischen der Stadt Sulfua und Bentcia versunken ist. Durch das E dbeben sird acht Häuserblocks des Fabrikviertels, das den nordwestlichen Teil San Francitcos bildet, zerstört worden. 2½ Uhr nachmiltags. Der ganze vom Meere aus sichtbare Teil von San Frarc#ico steht in Flammen. Das Feuer greift rasch um sich; und wenn kein Westwind einsetzt, droht de Gefahr, daß die ganze Stadt niederbreunt. Ein fünsstöckiges Hotel stürzte ein; dab ii wurden 70 Pirsonen unter den Trümmern begraben; diese gingen in Flemmen auf In gleicher Wise fiel ein großes Wohrhaus, wobei etwa 80 Personen ums Leven kamen. Das Palec hotel steht in Flemmen. Im Süden der Marketstraße flog ein großer Gasbehälter auf, nodurch eige neue große Feuersbrunst veranlaßt wurde. Die Barken sind ge schlossen. In den Straßen patreuillieren Tauppen, die Besehl haben, j den, der beim Diebstahle betreffen wird, niederzuschießen. Dir Cheigoer Pesibehörde ging eine Mitseilung zu, wonach in San Frarcitco Tausende umgekommen sird London, 19. April. Nach telegraphischen Meldungen aus San Francisco versanken drei Meilen Bahngleise zwischen Saisun und Benicia an der Bucht von San Francisco. Die Union= Pacific= Bahn meldet, daß alle ihre Telegraphendrähte westlich von Ogden zerstört wurden. Das Erdbeben scheint sich über mehrere Hundert Quadratmeilen erstreckt zu haben. Es wurde auch durch ganz Neveda heftig verspürt. Aus Beroeley (Kalisornien), wo die Staatsuniversität ist, wird eine schwere Feuersbrunst gemeldet. In Fresnacity wurde das schwerste dort je erlebte Erdbeben verspürt. ew. York, 19. April. Die Zahl der Opfer der Erdbebenkatastrophe wird auf 5000 geschätzt. Das Armenviertel San Franciscos ist besonders schwer heimgesucht. Der Zusammensturz des Waisenhauses kostete 200 Waisenkindern das Leben. Ueber San Francisco ist der Belagerungszustand verhängt und ist der Befehl gegeben, jeden Plünderer ohne weiteres zu erschießen. Sacramento und San Francisco stehen in hellen Flammen. Außerdem wird befürchtet, daß das amerikanische Geschwader des Stillen Ozeans schwer mitgenom men, wenn nicht ganz vernichtet ist. „New York, 19. April. Die Stadt Sakramento ist von der Erdbebenkatastrophe ebenso heimgesucht wie die Stadt San Francisco. San Francisco ist oder war bis gestern eine prachtvolle am Stillen Ozean in paradiesischer Gegend gelegene Stadt mit über 300000 Emwohnern, die reiche und stolze Metropole des amerikanischen Westens. Berlin, 18. Apeil. Ein Telegramm aus Dudweiler besagt jedoch demgegenüber: Die Inspektion der Gruoe Dudweiler teilt mit, daß es sich nur um einen unbedeutenden Brand handelle, der sofort gelöscht wurde. Menschen seien dabei überhaupt nicht in Gefahr gekommen. Lübeck, 18. April. Dr Schriftsteller Johannes Dose wurde von der hiesigen Strafkammer wegen Beleidigung des Rechtsanwalts Ritter Tonder durch die Figur des Asmus Berg in dem Doseschen Roman„Muttersohn" zu 200 Mk. Geldstrafe verurteilt. Ferner wurde auf Einziehung des genannten Romans erkannt.(Hann.) Straßburg i. E, 18. Ap.il. Auf der Grube „Sterkcade“ bei Oettingen wurden vier Grubenarbeiter verschüttet; drei sind tot, der vierte schwer virletzt. Neapel, 18 April. Aschenregen wird rur aus Somma Besuviana gemeldet. Nachgelassen bezw. aufgehört hat er in San Anastesia, Ottejano und Cercola. Ueberhaupt ist eine ständige Abnahme der Eruptionserscheinungen zu verzeichnen. Die Freiküchen arbeiten überall zur Zufriedenheit. Die Aufkäumungsarbeiten schreiten#üstig vorwärts. Paris, 18. April. Etwa 4000 Setzer bischlessen heute vormittag, den Streik bis zum Arußersten. (Die Zustände im nordfranzösischen Kohlenrevier) gestalten sich immer bedenklicher. Die Ausständischen plündern und leisten den anrückinden Truppen hartnäckigen Widerstand. Unfern Lens besetzten sie eine Eisenbahr stricke. Die Truxp n vermögen der Autständigen nicht Heir zu werden. Der Präsikt verlangt sämtliche verfügbaren Truppen, um sie auf alle Punkte des Beckens zu virt ilen. Zwischen aus ständigen und arbeitswilligen Bergleuten haben blutige Raufereien stattgefuden. Gendaimerie und Teuppen seien nicht imstande gewesen, die abeitswilligen Bergleute und Ingenizure zu schützen. Mehrere von diesen wurden arg mißhandelt. 12000 Arbeiter sind, wie es heißt, in den Baulichkeiten der Bergwerksgesellschaften eingeschlossen, die von den Ausstänkigen regelrecht belagert werden. Der Minister des Innern Clemenceau ist in Lens eingetroffen. (Gestörte Illusion)„Nan siehst du'was, Alter?—„„O ja. Wunderschön! Winn du nicht da wärst könnte man glauben, man wäre im Himm!““ Literarisches. „Reisemit Woerl“ ist das neueste Imperativ, mit dem man sich scherzend von V rwandten, Freunden und Bekannten auf dem Bahnhof verabschiedet. Allen aber, die einen wirklichen Gewinn und Geruß vom Reisen haben wollen, ist ein Begleiter nötig, der sie an die Stelln leitet, wo etwas zu sehen ist, der Zit und Geld spart. Ein solcher bietet sich in den bekannten kleinen Woerl'schen Führern Vor uns liegt der Führer: Osnabrück Teutoburger Wald, Preis 50 Pfg. der sich, mit Plan und Kartenbeilagen, sowie Illustrationen reich ausgestattet, jedem Benutzer als unentbeh licher Begleiter erweisen kürfte. Vollständige Verzeichnisse der Woert'schen Führer sendet der Verlag in Leipzig an jedermann geatis und franko. Der Kunstwart. Rundschau über Dichtung, Theater, Musik, bildende und angewandte Künste. Herausgegeben von F Avenarius. Verlegt von Georg D. W. Callwey in München. Preis vierteljährlich 3,50 Mark, das einz lie Hift 70 Pfg.) Wohl silten hat sich eine Zeitschrift so allseit'ge Anerkenrurg verschafft, als die se Haldmonatsschrift, geschw ige denn eine Kunstschrift; wie geschätzt der Kunstwart ist, beweisen nicht nur das einstimmige Urteil der Press-, sondern auch die oußerordentliche Zehl der Abornenten. Eine Revue, wie der Kurstwert, ist aber auch ein unabweisbares Bedürfnie für die moderne Entwidlurg der Kurst, nicht nur der notwendigen Kiit k, sor dern auch der positiven Mitarbeit wigen. Das Wichtigste bleibt aber doch der kunste zie herische Wert, den eine so sorgfältig geleitete Ru dschau für jeden Leser hat, der sich mehr als nur vorübergehend durch das Gebotene einläßt und sich an der Hand der sachkundigsten Führung in Kunstfragen unterrichten und einweihen läßt Es liegt in der Natur der Sache, daß eine so errst gehaltene Z itschrift ebenso wie das, wovon sie handelt, nicht sogleich vollständig ausgeschöpft werdin und in jener Wiise genessen werden kann, wie oberflächliche Unterhalurgtlektüre, aber umso größer in der Nutzen und die dauund erhebende Wirkung, wenn man sich t äher mit dem Gegenstand, dem sie gewidmet ist, beschäftigt. Aus dem vorliegenden ersten Aprilheft heben wir hervor die Reproduktionen nach Werken von Albert Welti und die informierende Abhandlung über diesen Künstler vom Herausgeber. ferner„Wissen und Schauen“, ein für den Kunstwart charakteristischer Aussatz von Karl Schultze, sowie die sehr beachtenswerten musikalischen und musikkritischen Beiträge. Uebersicht der Witterung. Bielefeld, 19. April 1906. Mitgeteilt von Fr. Böckelmann Ww., hier. Niedrigst. Thermometerstand in der Nacht+10 er. Thermometerstand um 10 Uhr vorm.+18%5 Barometer 73,8 cm. Wind: Ost. Himmel: bedeckt. Berlin, 19. April. Mit der Vertretung des Kaisers bei den Madrider Hochzeitsfeierlichkeiten ist Prinz Albrecht von Preußen beauftragt. Rom, 19. April. Die Nachricht, daß Italien in London ein Bündnis anstrebe, wird offiziell dementiert. Riga, 19. April. Im kaiserlichen Garten wurde eine Bombe mit brennender Schnur gefunden. Wen, 19 April. Die Laivacher Erdbebenwarte weldet telegrophisch: Gestern nachmittag 2 Uhr 25 bis 2 Uhr 59 fanden hier Aufzeichnusgen eines starken Erdbebens statt, daß sich viel stätker bemerkbar machte als jenes von Formosa. Peking, 19 April. Gelegentlich der gestrigen Abschiedsaudienz bei der Kaiserin Mutter und dem Kaiser beionte Baron Mumm die beständige Zunahme der gegenseitigen guten Beziehuggen zwischen China und dem Deutschen Reich Die Zurück ziehung der heutschen Besatzungstruppen sei die Folge des vollen Zutrauens des deutschen Kaisers in die Politik der Kaiserin Mutter. Die Kaiserin Mutter erwiderte, daß das Vertrauen der beiden Länder zueirander sichttake Fortschritte gemaht habe dank den Bestrebzrgen des deutschen Vertreters. am 17./4. 45—46 am 17./4. 44 Schlachtviehpreise nach Lebendauf Grund emtlicher Marktberichte zusammengestellt und nach einigen telegraphischen Berichten bearbeifet von der Centralstelle für Viehverwertung der Preußtschen Landwirt= schaftskammern Berlin., Köthener Straße 29. Hannod. Dortm Essen. Ochsen. am a) vollfleischige, ausge 17./4. mästete höchsten Schlachtwertes, höchstens 6 Jahre alt(mind. 12 Ctr. Lbg.)46-47 b) junge, fleischige, nicht ausgemästete und ältere ausgemästete e) mäßig genährte junge und gut genährte ältere d) gering genährte jeden Alters Bullen. a) vollfleischige, ausgemästete bis zu 5 Jahren b) vollfleischige jungere c) mäßig genährte jüngere und gut genährte ältere d) gering genährte jüngere und ältere 39—40|38—3939—40 34—35 43—44 36—37 31—82 33—85 28—30 42—43 36—37 31—32 33 35 42 37—18 31—32 40—41 36—87 32—3 24—28 41 37—38 54—55 50—53 33—34 25—27 70—71 55—56 52—54 45-49/44—48 40—42 73 65 69 40—41 75 72—74 68—70 Vorstehende Preise verstehen sich für 100 Pfd. Lebendgewicht, bei Schweinen mit 20% Tara Die amtlichen Schlachtgewichtpreise sind mittelst der angegebenen Schlachtprozente umgerechnet. Eine alte Bekannte in biesem Frühjahr wieder in die miisten Häuser und hilft tüchtig beim Hausputz und Reinmachen: sie heißt Luhns Salmiak Terpentin Kerr seife. Wer diese flinke Mutarbeiterin kennen gelernt hat, läßt sie sich immer wieder holen. 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Von 3½, Uhr ab Versammlung. 925 SD T Ph Am Sonntag, den 22. abends 8½ Uhr Opril, GeneralG Rintung. Tages-Ordnung: 1. Jahresbericht. 2. Rechnungslage und Entlastung des Kassierers. 3. Wahl zweier Rechnungsrevisoren. 4. Vorstandswahl. 5. Jubiläumsfeier am 17. Juni. 6. Festspielfonds aus 1894. 7. Verschiedenes. Von den Vertrauensmännern ½ Stunde vorher Ablieferung der Mitgliederbeiträge an den Kassierer. Der Vorstand. Plüsch-Garnituren und Sofas In enormer Auswahl zu billigen Preisen. Fritz Tiekötter Möbelfabrik, Niedernstr. 45. Die Ausführung von: 1. Zimmerarbeiten, 2. Dachdeckerarbeiten für den Neubau der Turnhalle mit Mädchen=Abort für die 12. Bürgerschule soll vergeben werden. Verdingungsunterlagen sind bei unserer Kanzlei II für Nr. 1 zu 0,75 Mk., für Nr. 2 zu 0,25 Mk. käuflich, ebendaselbst sind schriftliche verschlossene Angebote mit entsprechender Aufschrift bis zu den Eröffnungsterminen am Mittwoch, den 25. April 1906, vormittags einzureichen und zwar Nr. 1 bis 9 Uhr, Nr. 2 bis 9½ Uhr. Bielefeld, den 18. April 1906. Das Stadtbauamt. Ev Männer=u ZunglingsVerein St. Johannis. Sonntag, den 22. April 1906, abends 8 Uhr: Vertrag von Herrn Pastor Köhne. Thema: Christi Auferstehung und Unsere. Männer und Frauen werden herzlich dazu eingeladen. Der Nachmittags 31—5 Uhr: Eintührung neuer Spiele im Freien. —6 Uhr: Fortsetzung von Harald der Zigennerkönig. Gemeinsame Andacht. Knabenabteilung. Nachmittags 4 Uhr: a. Gruppeneinteilung, b. Aufnahme neuer Mitglieder, c. Fortsetzung der Geschichte und gemeinsame Andacht Jederm ann ist herzl. willkommen. Der Jugendordner. Heinr. Ecklar ut, Bielefeld Gehrenberg 16 empfiehlt aller Art, Scheibenbüchsen, Büchsstinten, Drillinge usw. usw. Einlegen von Büchsflintenrohren. Reparaturen werden nach Wunsch ausgeführt zu billigen Preisen. Gewehrfabr. Preiskurante gratis. Eintrachtsaal. Montag, den 23. April, abends 8 Uhr: Einmaliger Experimental-Vortrag von Dr. phil. B. Schapire ## Dozent a. d. Lessinghochschule in Berlin über Flüssige Luft und drahtlose Telegraphie. —— *"— : Karten: Sperreitz 2 Mk., Saal 1 Mk., Gallerie 75 Pfg., Schüler 50 Pfg. in der Buch- u. Musikalienhandlung M. Pfeffer, Obernstr. An der Saalkasse Mk..50, 1 25,.—,.50. S Pausleinen Mtr. Mk. 0,50 bei hugo Ziehm Gebr. Kahter, Papierhandlung Obernstrasse 24. G. Bussieck, Ambulatorium für Herz-, Nervenund Hautkrankheiten. Spezialbehandlung f. Hautkrebs, fressende Flechten 2c. Salon-Einrichtungen In aparten Formen und reicher Auswahl liefert sehr preiswürdig Fritz Tiekötter Möbelfabrik, Niedernstr. 45. Perein junger Männer, Papenmarkt 2 Sonntag, den 22. April er. Aeltere Abends 9 Uhr: Mitglieder=Versammlung und Aufnahme neuer Mitglieder, Besprichung betreff. Jahresfest. Vorm. 7 uher bei girtige Witterung: Nachm. 4 Uhr: Mitgliederversammlung und Aufnahme neuer Mitglieder. Kaaben-Abteilung Jeden Mittwoch und jeden Sonnabend nachmittags 4½ 7 Uhr Zusammenkunft. Der Vorstand. wird niemals der Erfolg beim Gebrauch von Steckenpferd Teer schwefel Seise von Bergmann & Co., Radebeul mit Schutzmarke Steckenpferd. Es ist die beste Seife gegen alle Arten Haut unreinigkeiten und Hautausschläge, wie Mitesser, Finnen, Pusteln, Blütchen, rote Flecke, Flechten 2c. à St. 50 Pfg. bei L. Schaefer, Bielefeld und Petri Gebrüder, Minden. Leibrenten und „Overzeugen Sie sch dumess Weutschland-Fahrräder 8 S.-8. 8-9„Zibehortele Ober 100000 eseegen e eend=Räder zur eg i PPreisiste de grossig ue, Branche, underechget uportofre As##rkenbgok Einbeck Erstes Fahrragnaus Deutschlands Hemeindebauses ichen Kteinmehurbeiten Die zur Erbauung eines Gemeindehauses für die Oetri= Gemeinde erforderlich. Erd= Maurer= und sollen vergeben werden. 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