30. Jahrgang Anzeigengebühr für die einwpaltige Peittzeile oder deren Raum 12 Pf., für auswärts 15 Pf., Retlamen 25 Erscheint sechsmal wöchentlich Geschäftsstelle Ritterstr. 43. Fernsprecher Nr. 15. s Siserischor Ruleud##.##n esstelt. Baden v. März: Sizilianische Vesper, 128.. Kuen tüchligen Sch Adam Riese, Rechenmeister, gest. 1559—]„Aber auch in Preußofessar Thalus geb 1799— Schlachttagen„... Lirtefrto Freitag, 30. März 1906. 30. — Adam Kiese, Prosesfol=Tholuc, glo 17ob.— Schlacht am Montmartre bei Paris; Blücher und Schwarzenberg siegen über die französischen Mar. schälle Marmont und Mortier, 1814.— Friede zu Paris, Ende des Krimkrieges, 1856.— Johannes Goßner, in Berlin gest. 1858— Prinz Wilhelm von Dänemark, als Georg I. zum König von Griechenland gewählt, 1863. Kirchlicher Liberalismus und Kirchenregiment. Der liberale Pfarrer Graue an der Kaiser Wilhelm=Gedächtniskirche in Berlin ist als Hosprediger nach Meiningen berufen worden. Das liebliche Berl. Tageblatt“ läßt sich aus Anlaß dieser Versetzung„von theologischer Seite“ einen Artikel schreiten, in dem der Verlust, den Berlin durch sie erleidet, in einer so widerlichen Weise beschrieben wird, daß Pforrer Graue selbst Veranlassung genemmen hat, sich dagegen zu verwahren. Doch um dies festzustellen, wollen wir uns mit dem Artikel des„Berl. Tagebl.“ nicht beschäftigen, sondern wegen der weiteren Betrach: tungen, die das Blatt an die Norsetzung des genannten Pfarrers knüpft. Es schreibt nämlich: „Auch in dem Großherzogtum Baden erringt sich der kirchliche Liberalismus die ihm zur Erfüllung seines Dienstes an den Zeitgenossen rotwendige legitime Gleichberechtigung mit den anderen kirchlichen Richtungen. Ein neuer Erlaß des badischen Oberkirchenrates hat der Orthodoxie im Süden und im Norden endgültig den Star gestochen, als seien sie die allein zu Recht bestehende Gruppe innerhalb der Kirche der Reformation. Der unduldsame„Reichsbote“ weint denn auch blutige Tränen; er weint sie in den Worten:„Die radikale Theologie kann jauchzen. Die Kirche verhüllt ihr Haupt! Und ihr gläubigen Glieder der Kirche— an die Arbeit wider den Greuel an heiliger Stätte!“ Das ist, wie wenn ein Schwärmer mit seinem Spazierstock einen heransausenden Eisenbahnzug aufhalten will. In höchst verständigen Anweisungen wird in diesem Erlaß der Geistliche ermuntert, die ewigen Wahrheiten des Evangeliums auch eußer halb der Bibeloffenbarungen aufzusuchen und sich anzueignen. Neben der alten Bibelweisheit sollen nun auch die Naturwissenschaft und Philosophie, Sozialwissenschaft, Literatur, Kunst und andere Gebiete von den Pfarrern durchgearbeitet und für ihre Gemeinden fruchtbar gemacht werden.„Es gilt, zu zeigen, daß die besten Kräfte zur Lösung sittlicher Fragen und Aufgaben auch heute und allezeit aus dem Quell einer innigen und warmen christlichen Frömmigkeit fließen.“ Dabei sollen sie aber die Gegenwart nicht aus dem Auge verlieren, deren Bestrebungen und Ziele das Gepräge der Diesseitigkeit in hervorragendem Maße an sich tragen. Und sie sollen ihre Gemeinden, die zum Teil noch„weltflüchtig und welt schmerzlich“ sich nach dem Jenseits sehnen, mit dem frommen Enthusiasmus der Urchristen, zum Verständnis dieser ihrer Gest Preußen um hritt voraus. Preußen beginnt es, zu tagen. Das hat die Entscheidung des Ober= kirchenrates in Sachen des Berliner Pfarrers D Fischer von St. Markus sch agenb erwiesen. Denn über allen Auslegungskünsten an dem vielberufenen Erlaß des preußischen Oberkirchenrates stebt die unzweifelhafte Tatsache, daß dieser Hauptvertreter der sogenannten„grundstürzenden“ Theologie unangefochten bis heute im Amt isi, und daß er tatsächlich gegen die Entscheidung des Konfistoriums recht bekommen hat. Das Konsistorium halte ihn erblick:? Es hieße doch den Kopf wie der Vogel Strauß in den Busch stecken, wenn man verkernen wollte, daß in der Kirche das Machtbewußtsein des für das Recht des Unglaubens eintretenden destruktiven Liberalismus in demselben Maße wächst wie im Staate das Macktbewußtsein der Sozialdemokratie. Das alles kann nur zur Folge haben, daß das Interesse der christgläubigen Glieder der Landeskirche an ihrer Kirche mehr und mehr erblaß: und daß man sich allerbanb nebenkirchlichen Strö: mungen zuwindet. Im Kirchenreciment sollte man sich doch dessen bewußt sein, daß mit der Aufgabe des prinziviellen Stand der Oberkirchenrat hat seine Ehre punktes in der Praxis die Kirche vielleicht rehabilitier:. Fischer hält nach wie langsam aber doch sicher zerbröckelt. Hoben vor seine„radikalen“ Predigtenwir denn an den kirchenregimentlichen genwärt erziehen. Das zur rechten Zeit! Die## christen und die Diesseitochristen werden in diesem Erlaß des badischen Ober= strchenrates als die beiden anerkannten Gruppen in der evangelischen Kirche koordimiert und ermahnt, als Brüder einträchtig beieinander zu wohnen. Damit sind auch die Pfarrer der beiden Richtungen in ihrem gegenseitigen Wert anerkannt. Nichts anderes als diese unbedingte Auerkennung der kirchliche Liberalismus von Anfang und seine ebenso radikalen Vorträge. Man hat weder ihn belangt, noch die fünfzig freifinnigen Berliner Geistlichen, die sich in jener Erklärung auf seine Seite geschlagen haben. Das ist die tatsächliche Anerkennung des kirch lichen Liberalismus auch in Preußen. Darüber kann sich auch auf der Seite der Gegner niemand mehr täuschen. Diese Anerkennung wäre noch vor dreißig Jahren unter Kögel und Hegel in Berlin unmöglich gewesen. Sie ist jitzt Seirigemteihess ente S.. Seihsl. die Dr...4, den sie wünschte, durch dipio Stellen keine Märner, die, wie der alte Vogatzky so schön sagt, fost auf Zions Mauern stehn und unverzagt dem Feind ertgegengehn?— keine Führer der Kirche? Welch freudiger Geist würde alle christlichgefinnten Kirchenkreise ergreifen, wenn sie von solcher Führerschaft des Kirchenregiments überzeugt sein könnten! Und was hat man denn zu fürchten, wenn man das unsichtbare und doch allmächtige Kirchen haupt für sich hat? Urd selbst wenn man zu fürchten hätte, was lehrt uns das Kreuz auf Golgatha? Die einfachen Laien Heyn, den sie wünschte, durch dipio nscht#un Vergestschenrcgimentliche Prex's matische Kniffe versagt wurde, hat einen kirche irre. Sind sie etwa eine Quantité durch und durch liberalen Pfarrer an seiner negligeable? Videant consules etc. eine] Wir geben uns der Hoffaung hin, daß irgend eine dazu berufene Stelle aus den Stelle erhalten. Man wünscht kecne Lehrprozesse, weil man die Schlacht verloren gibt. Ja, im Oberkircherat selbst si d liberale Einflüsse in sich verstärkendem Maße wirksam. „Aber der Fall Römer!“ höre ich rufen. Die Entscheidung des Oderkirchenrates ist noch nicht publiziert. Doch auch wenn dieser Geistliche für die Pfarrstelle in Remscheid wegen seiner auch für liberales Urteil ziemlich verunglückten Gastpredigt nicht bestätigt werden sollte, so bedeutet das keine Schwächung des Liberalismus. Im Gegenteil: achtzig freisinnige Pfarrer in Rheinland und Westsalen haben sich zu den ktrchlichen Anschauungen Römers offen bekannt. Macht man ihnen nicht den Lehrprozeß, den man nicht einmal dem Pfarrer Römer zu machen den Mut haben wird, so ist auch für diese Provinzen der kirchliche Liberalismus als gleichberechtigt proklamiert. Und das ist der springende Pankt. Alles andere sind Modalitäten. „Im Blick aus Pfarrer Römer aber, der ein begabter und überzeugungstreuer Mann ist, machen wir zum Schluß den Vorschlag: Die Liberalen Berlins mögen sich zusammenraffen und den Pfarrer Römer, falls er für Remscheid nicht bestätigt wird, an Graues Stelle an die Kaiser WilhelmGedächtnis= Kirche nach Berlin wählen. Damit wäre allen Teilen geholfen.“ Soweit das„Berliner Tagebl.“. Seine Ausföhrungen werfen, obgleich hinter Auslassungen des Berliner liberalen Blattes Anlaß nehmen wird, die gegenwärtige unerträgliche lirchliche Laze mit der pflichtschuldigen Ehrerbietung gegen die kirchliche Obrigkeit schärfer und gründlicher zu beleuchten, als wir es vermögen. Delcassé. Der Pariser Korrespondent der„Morning Post“ meldet, daß Herr Delcassé fast täglich auf dem Auswätigen Amte am Quat 'Orsay erscheine,„wo seine Erfahrung in manchen Detailfragen unschätzbar“ sei. Sicher hatte Herr Delcassé auch bei der ertstellt im Temps“ veröffentlichten Depesche des Grafen Lambsdorff an Cassini die Hand im Spiele. Bielleicht steht er in irgend einer Weise auch hinter einer Origina korrespondenz des Petersburger„Ruß“ aus Paris vom 17. die in wörtlicher Uebersetzung folgendermaßen lautet:„Aus zuverlassiger Quelle erfahre ich, daß während seines Aufenthaltes in Paris König Eduard den Wansch ausgesprochen hat, daß eine Kriegskonvention zwischen England und Frankreich ab. geschlossen werde. Es heißt, daß man hier seinen Wunsch sympathisch auf zevommen hat, und wahrscheinlich steht die Reise Etiennes nach London mit der Ausführung dieses Planes in Zosammenhang. Es geht das Gerücht, daß der König auch andere fran zöstsche Minister nach London geladen habe, ihn mit Heern Leubet zu sich zum Frühstück zu laden, erschöpft sich die Wißbegierde der Pablizisten in Kombinationen über die damals geführten Gesptäche. Offeubar hat man, um das Rätsel zu lösen auf das durch „Gaulois“,„Matin“ usw. bekantte Programm Delcaffé zurückgegrffeu, und so einen neuen Feldzugsplan konstruiert, der, wie man wohl erwarten darf, recht nachdrücklich desavouiert werken wird. Denn gegen wen sollte jene„Kriegskonvention“ ihre Spitze richten, wenn nicht gegen diejenigen, die Hirr Delcassé, nach eigenem Bekrnntnis, zu triffen dachte, als er seine Maroktoaktien begann? Und welchen Zweck sollte die aus Paris lanzierte Nachricht haber, wenn nicht den, den Bluff fortzusetzen, durch den man bemübt ist, uns in Algeciras zu imponieren? Dieses unwürdige Treiben täuscht niemanden mehr und wird gewiß nicht dazu beitragen, die Lösung der in Algeciras noch schwebenden Schwierigkeiten zu erleichtern. Auch ist bisher weder von einer Reise des Kriegsministers Etiinne nach London, noch von einer Einladung König Eduards an frarzösische Minister das mindeste bekonnt geworden.“ Inzwischen scheint nun ja eine Lösung der marolkanischen Schwierigkeiten auf dem Papier erfolgt zu sein. Was sich bei der Ausführung der Beschlüsse in Marokko warten. Algeciras. obgleich hinter was eine bisher unerhörte Tatsache wäre manches darin ein Fcagezeichen zu setzen ist, Die Wahl Clénerctans ist dem liberalen doch ein grelles Schlaglicht auf dieenglischen Kabinett genehm, ste wird die derzeitize Lage der evangelischen Kirche. Die Provinzialsynoden in Preußen haben zwar einmütig den Anspruch des kirchlichen Liberalismus auf Gleichberechtigung mit dem dieser ihrer Ge Liberalismus auf Gleichberechtigung mit de ist ein rechtes bekenntnisgemäßen Glauben zurückge die Jenseits=zwiesen und die kirchenregimentlichen Kom*.*isen missare haben sich prinztpiell zu dem nämlichen Standpunkt bekannt; aber hat das„Berliner Tageblatt“ nicht Recht, wenn es darauf hinweist, daß dies alles englisch=französische Annäherung noch weiter fördern. Seine englischen Symzathien sind ja bekannt. Die entente cordiale strahlt so immer heller. Das hat übrigens auch Sir Edward Grey jüngst seinen Killegen erk ärt“ Die dritte Sensation dietet ein Artikel der R vue“(die russische Zeitung, der wir die Nochricht ertnehmen, gibt nickt on, wesche Revue“), der levhaft für den Abschluß eines wenn es darauf hinweist, daß dies alles französi chen Bändnisses mit Japan einitt. keine praktischen wolgen gehabt hat,I Hierzu bemerkt Pos ssor Theodo: und wenn es darin eine Kapitulation Schiemann in seiner jüngsten Woche schau der auf Goltes Wort und dem Bekenntnis 1 der„Kreuz=Zeitung:„Den einigenden Mittel gegründeten Kirche vor dem völlig un punkt all dieser Nachrichten bildet efferbar berechtigten Anspruch des kirchlichen Libe die Person Herrn Delcas és. Seit ralismus auf Gleichberechtigung in der Kirche König Eduerd ihm die Ehre angetan hat, Als am Mittwoch in einer Kommissionssitzung über die mit der marolkanischen Staatsbank zu verbindende Sonderkasse verhandelt wurde, der die Erträge der von der Konferenz beschlessinen Zollerhöhungen zufließen sollen, um den öffentlichen Arbeiten dienstbar gemacht zu werden, sträubte sich das marokkanische Kommissionsmitglied El Mokhri mit aller Gewalt gegen die Ecrichtung dieser Sonderkasse. Sie bedeuse einen unerlaubten Eingeiff in die Souverenität des Sultans und über sie dürfte die marokkanische Delegation nicht einmal an ihre Regierung berichten. Die übrigen Mitglieder der Kommission, namentlich auch der französtsche Delegierte Reznault, gaben sich die erdenklichste Mühe, die Obstruktion der Marokkaner durch sachliche Gegengrünge zu brechen; doch war alles vergeblich, und um 1 Uhr erhob sich El Mokhri mit einem Blick auf die Uhr und verließ mit der Bemerkung, jetzt sei es Zeit zu Tisch zu gehen, das Beratungszimmer.— Aus diesem Vorgang läßt sich erkennen, daß in Marokko der Himmel keineswegs voller Geigen für die Frarzosen und Spauier hängt. Am Nachmittag sitzten die Marokkaner die Obstruktion sort. Während dieser Sitzurg des Komitees versammelten sich die ersten Delegierten der Mächte beim Herzog v. Almodovar und schritten zur Prüfung der noch iu vollbringenden Arbeiten; sie drückten den Wursch aus, daß diese Arbeiten, wenn wözlich am nächsten Sonnabend beendet sein möchten, so daß im Laufe der rächsten Woche das Protokoll zur Schlußunterzeich nung vorbereitet werden könnte, die in diesem Falle gegen den 8. Aptil erfolgen nürde. Algeciras, 29. März. In Bezug auf die Angelegenheit der Spezialkasse, der die Zollzuschläge zufließen sollen, ist eine Einigung erzielt worden, die von der Korferenz in der heutigen Nachmittagsitzung zu Protokoll genommen werden wird. Ir der Sitzung des Redaktionskomitees von heute morgen hat der ngtische Vertreter Ricolson zu Artikel 20 des Zollr glements, der bie zur heutigen Vormittag sitzung zurückgestellt war, ein Projekt vorgelegt für die Schaffang einer Kommission von Zolltaxatoren und eines Komitees, das mit der Ueberwachung des Zollverwaltung beauftragt wird. Wegen verspäteten Eintreffens der Berliner Post, wie es heißt, wegen eines Eisenbahnunfalls bei Hannover, können heute die politischen Nachrichten nur unvollkommen gebracht werden. Politische Nachrichten. Aus dem Deutschen Reiche. Berlin, 29. März. Der Kaiser besichtigte im Neuen Königlichen Operntheatern in Gegenwart des Chefs des Zivilkadinetts und des Geh. Oberbaurats v. Ihne die Entwürfe für ein neues Opernhaus in Berlin. Der Kaiser hat sich beim Fürsten Max Egon Fürstenberg zur Auerhahr jagd für Ende April in Donaueschingen argesagt, ein neuer Beweis dasür, daß die Mittelmeerfahrt aufgegeben ist. Das Befinden der Prinzessin Eitel Friedrich läßt noch immer zu wünschen übrig. Die Patientin, die sich am Einholungstage stark erkältet hat, darf auf ärztliche Anordnung das Bett noch nicht verlassen. Von irgendwelcher Gefahr ist nicht die Rede. Minister v. Budde leidet nach der„B. Z. am Montag“ an einer schweren Darmerkrankung. Die gefirige Reichstagssitzung, in der Fürst Bülow für die Wiederhersteklung der Regierungsvorlage betreffend das selbst ständige Kolonialamt mit Wärme eintrat, hatte das erfreuliche Ergebnis, daß nunmehr die Annahme als gesichert betrachtet werden kann. Für die Forderung stimmen 114, dagegen 77 Abgeoronete; 7 enthielten sich der Stimme. Es waren mithin nur 198 Mitglieder anwesend, das Haus war also beschlußunfähig, weil ein Abgeordneter fehlte. Aus Bonn wird gemeldet: Der Oberkirchenrat hat die Berusung gegen die vom rheinischen Korsistorium beschlossene Nichtbestätigung der Wahl des Lizentiaten Römer in Godesberg zum Pfarrer in Remscheid zurückgewiesen und die Nichtbestätigung aufrechterhalten. In der Schulkowmission wurde zu Rist bbed erttrwutses nanter tchung erlidigt. Zu§ 40 wurden betriffs der Lehrer und der Hauptlehrer folgende konservative Anträge angenommen: Den Absatz 2 folgendermaßen zu fassen:„In Städten und solchen Landgemeinden, die Schuldeputationen haben, hat die Gemeindebehörde das Recht, der Schulaussichtsbehörde innerhalb einer von dieser zu bestimmenden Frist eine oder mehrere Personen in Vorschlag zu bringen, nach dem sie die Schuldeputation und die etwa verhendene Schulkommission gehört hat. In Landgemeinden, Gutsbezirken und Gesamtschulverbänden übt der Schulvorstand das Vorschlagsrecht aus, in solchen Gutsbezirken und GesamtSchulverbänden auf welche die Bestimmungen des§ 9 Abs. 1 und§ 33 Abs. 6 zutreffen, der Gutsvorsteher mit Zustimmung des Schulvorstands.“ Ferner, den Abs. 5 folgendermaßen zu fassen:„Ueber die Besetzung von Stellen, deren Inhabern Leitungsbefugnisse zustehen(Rektoren, Hauptlehrern usw), werden die in Abs. 2 bezeichneten Behörden von der Schulaufsichtsbebörde angehört.“ Alle übrigen An Der Sonnenfalter. Eine historische Erzählung von M. von Buch. 19] Nachdruck verboten. Nach der glorreichen Schlacht von Hohenfriedberg hatte sich der österreichische Heer führer Prioz Karl von Lothringen nach Böhmen zurückgezogen, um dort neue Kräfte zu sammeln. König Friedrich rückte ihm nach, ginz jedoch nicht tiefer nach Böhmen hinein. Die Festung Kosel wurde zurückerobert und Oderschlisien von den letzten Oester reichern gesäubert. Die letzte große Ent scheidung aber blieb dem Grücke vorbehalten. Kaiserin Maria Theresia hatte es durch gesetzt, daß ihr Gemahl Prinz Franz von Loihriagen zum Kaiser gekröst worden war; in ihren Augen war und blieb Körig Friedrich, da er die Waffen gegen sie erhod, ein rebellischer Untertan, den man züchtigen müsse, koste es, was da wolle. Der Kursü st von Sachsen und König von Polen Friedrich August stand ganz auf seiten der Kuserin. Ihe mutiges Vorgehen hauchte auch ihm Mut ein und ließ ihn heffia, daß es den verbündeten Mächten gelingen werde, den Gegner zu wersen. Fiedlich Zugust ting sich mit dem Gedaiken, die polnische Königskrone in seiner träge, sowohl der lieberale wie freikonser vative, wurden von Zentrum und Konser vativen abgelehnt. Der polnische Ostmarken= Verein betreibt jetzt, nach Posener Meldungen, die Organisation Oberschlesiens. Der Verein zählt bereits gegen 14000 Mitglieder, nach einem Bestehen von einigen Monaten, während der bald 12 Jahre alte deutsche Ostmarken=Verein in ganz Deutschland nur etwa 40000 Mitglieder hat. Hoffentlich schärft die Nachricht den Deutschen aller Octen das nationale Gewissen. Ein deutsches Konsortium beabsichtigt, wie die„Deutsche Fleischerztg.“ erfährt, in Sosnowic:, möglichst nahe der Grenze, eine große Schweinemarkthalle zu errichten. Der Antrag auf Genehmigung durch den Gouverneur in Petrikau ist schon gestellt, und auch der Regierungspräsident in Oppeln ist um Förderung des Projektes angegangen worden. Der Aufstand in SüdwestAfrika. Verluste: Am 21. März 1906 beim Ueberfall auf die Pferdewache der Station Jerusalem gefallen Unteroffizier Alfred Prugel, Reiter Eenst Albrecht, Reiter Paul Müller, Reiter Richard Steinert. Leicht verwundet Reiter Bonnet. Gestorden Reiter Kleen an Typhus. richtung.— In Odessa drangen bewaffgete Anarchisten in das Kontor eines hiesigen Geschäftshauses und sorderten 2000 Rubel. Als ihnen diese verweigert wurden, versuchten sie die Kasse zu plündern, ergriffen aber, nachdem ein Angestellter einen Schuß abgefeuert hatte, die Flucht. Die Polizei nahm drei von ihnen auf der Straße fest. Zum Schutze der für den Geldverkehr bestimmten Abteilung der Postverwaltung sind außerordentliche Vorkehrungen getroffen worden.— Die in Riga neuerdings vor gekommenen Verhaftungen haben zur Entdeckung einer weitverzweigten revolutionären Organisation geführt. Es sind dabei viele Waffen, wichtige Korre'vondenzen und Proklamationen aufrührerischen Inhalts gefunden worden. Japan. Wie„Daily Telegraph“ aus Tokio meldet, vollzog sich im Abgeordnetenhause die endgültige Annahme des Gesetzes, betreffend die Verstaatlichung der Eisenbahnen, am 28. März unter großer Unordnung. Es kam zu einer Prügelei zwischen den Parlamentsmit gliedern, so daß die Polizei gerufen wurde, um die Ordnung wiederherzustellen. Aus dem Umsturzlager. Aus dem Auslande. London, 29. März. In Unterhause fragt Bowles(konservativ an, ob die Regierung beabsichtige, zur Herbeiführung eines freundschaftlichen Einvernehmens mit Rußland in Ver handlungen einzutreten, um die territoriale Integrität Persiens zu sichern und die industriellen Hilfsgiellen des Landes zu erschließen. Der Staatssekretär des Aeußern, Sir Edward Grey, antwortet, daß er nichts weiter sagen könne, als daß in diesem, wie in jedem andern Falle, wo britische Interessen neben denen irgend einer anderen Macht in Frage kämen, England stets zu einer freundschaftlichen Verständigung bereit sei. London, 27. Mäcz. Baron de Neufville aus Frankfurt a. M. überreichte dem Lordmayor die kürzlich aus gearbeitete Deukschrift des deutschen Komitees zwischen Esigland und Deutschland. Der Locdmayor versicherte Herrn de Neufville, daß die herzlichen Gefüble, die in der Denkscheist zum Ausdruck kämen, ebenso herzlich in England erwidert würden, wo der Wunsch, in sehr freundschaftlichen Beziehungen mit Deutschland zu stehen und zu wirken, allgemein gehegt werde. Rußland. Ia Petersburg trug die konstitutionell=demokratische Partei einen vollständigen Sieg bei den Wahlen der städtischen Wähler des Distrikts Petersburg davon. Die Liste der Partei ging in ihrem ganzen Umfang durch. In Warschau ist von 144 wahlberechtigten Fabriken Warschaus nur in acht die Wahlmännerwahl vollzogen worden, in allen übrigen Fabriken haben sich die Arbeiter der Wahl enthalten. In den Landgemeinden des Kreises Warschau ist die Wahlmännerwahl unter geringer Beteiligung der Wähler vollzogen worden. In Moskau hatten die Dumawahlen ersten Grades folgendes Ergebnis. Gewählt find 63 Wahlwänner zweiten Geades von der Rechten, 35 von der Linken und 8 unbestimmter Partei(Die Ruchlosigkeit der russischen Sozialisten) überschreitet alle Grenzen. So find kürzlich in der Kindlerschen Spiynerei zu Pabionic=, bei Lodz, 34 Mädchen, welche sich geweigert hatten, zu streiken, durch Ausstreuen von Gift pulver auf die Dielen von den„Genossen“ vergiftet worden. Einige sind bereits gestorben, die anderen Arbeiterinnen liegen schwer krank darnieder! Wir denken, es ist die höhste Zeit, daß unsere Sozialdemokratie sich von diesen Genossen lossagt. Unter allen Umständen aber scheint es uns angezeigt, die schärfste Aussicht über die aus Rußland und Polen nach Deutschland fliehenden Sozialisten, namentlich so weit sie zum„Bund“ gehören, auszuüben. (Eine über das ganze Reich sich erstreckende Dienstmädchen Organisation) will die Sozialdemokratie gründen. Der Anfanz ist in Nürnberz gemacht worden. Der dortigen Oeganisation sellen bereits über 100 Dienstmädchen beigetreten sein; auch Waschfrauen und Aufkurzuen zurzum das ganze weibliche Dienstpersonal organisieren. Von Näraberg will sich dann die Organisatorin Fräulein Helene Grünberg auf Reisen begeben, um für die neue Gründung in ganz Deutschland Stimmung zu machen. (Die„Leipziger Volkszeitung“) kündigt dem Grafen von Hohenthal, dem neuen königlichen sächsischen Minister des Innern, aufgrund seiner programmatischen Andeutungen, daß er keineswegs für Sachsen das allgemeine gleiche Wahlrecht zu gestehen wird, den Krieg an. Sie schreibt: Der Kampf um das allgemeine gleiche Wahlrecht wird auch unter dem Grafen von Hohenthal seinen Fortgang nehmen. Aber nicht nur das, er wird eine Schärfe annehmen, wie sie die bisherige Bewegung nicht gekannt hat. Die Arbeiterklasse wird auch ihm zum Tanze aufspielen. Schließlich prophezeit das Organ Mehrings dem Minister, daß er ebenso wie seine Vorgänger an der Klippe der Wahlreform scheitern werde. Hoffentlich wird Graf von Hohenthal dem Machtdünkel der Sozi einen kräftigen Dämpfer zu teil werden lassen. Aus den Parlamenten. Deutscher Reichstag. 78. Sitzung vom 29 März 1906, 1 Uhr Das Haus erledigte am Donnerktag zunächst die erste Lesung des Etatsgesetzes. Nach kurzer Begründung durch den Staatssekretär Freiherrn von Stengel wurde die Vorlage gemäß einem Antrage des Abg. Freiberen von Richthofen(kor.) an die Budgetkommission überwiesen. Darauf wurde die zweite Lesung des Marineetats ohne wesentliche Cö.terung zu Erde gesührt. 93 Es folgte die zweite Beratung des Etats zwecks Errichtung eines Reichskolonialamts. Während die Kommission die Foiderung für den Staatssekretär abgelehnt und nur einen Unterflaatssekretär für das Kolonialamt bewilligt hatte, beantragte Abg. Bassermann(ni) Wiederherstellung der Regierungsvorlage. Die Vorlage fand eine energische und ausführliche Befürwortung durch den Reichskanzler Fürsten Bülow persöglich. Der Kanzler betonte die Unzulänglichkeit der bisherigen Organisotion. Ein vom Auswärtigen Amt getrenntes Kolonialamt erscheine ihm als die einzige zweckmäßig: Lösung. Der verstorbene Staatssekretär Freiherr von Richthosen habe das Kolorialamt den Nagel zu seinem Sarge genannt. Abg. Bassermann(nl.) begründete seinen Antrag, während Abg. Bebel(Soz. meinte, es kenne weniger auf die Trennung des Kolonialamts vom Auswärtigen Amt als auf die Ernennung der richtigen Männer zur Leitung unserer Kolonialpolitik an. Abg. Freiherr von Richthofen(tons.) trat für den Antrag Basser mann ein. Ebenso sprach Abg. Dr. MüllerSagan(fes. Bg.) für seine Person für die Vorlage aus. Auch Abg Lathmann(Wirtsch. Vag.) befürwortete den Autrog Bassermann. Es erfolgte namentliche Abstimmung. An ihr beteiligten sich 196 Abgeordnete, von denen 114 für und 77 gegen den Antrag Bassermann stimmten. Das war also nicht beschlußfahig, wenn auch an der Beschlußfähigkeit nur ein Abgeordneter fehlte. Die Beratung mußte abgebrochen werden. Freitag 1 Uhr: Fortsetzung. Schluß 5 Uhr. Herrenhaus. 12. Sitzung vom 29. März. Am Ministertisch: Frhr. v. Rheinbaben, Dr. Delbrück. Das Herienhaus sitzte am Donnerstag die Etatsberatung fort. Der Etat des Finanzministeriums wurde ohne wesentliche Erörterung bewilligt. Beim Etat der direkten Steuern klagte Graf Mirbach über die zu hobe steuerliche Belastung des Grundbesitzes im Osten, namentlich durch die sozialpolitische Gesetztebung. Finanzminister Frhr. von Rheinbaben erkannte an, daß der Osten staatlicher Fürsorge besonders bekü.fe, erinnerte aber auch an die dem Osten durch die Miquel'sche Steuerreform gebrachten Vorteile. Die Klagen über die steuerliche Belaftung des Ostens fanden Unterstützung bei Herrn v. Sperder und Frhr. von Durand, während Oderbürgermeister Struckmann=Hildesbeim der Schilderung der Verhältnisse des Ostens mi der Begrundung Zweifel entgegensetzte, wenn die Dinge so schlimm seien, würde es im Osten überhaupt keine Minschen mehr geben. Herr von Busch bekämpfte erneut die vom Bundesrat vorgeschlagene Reichserbschaftssteuer; die immer stärkere Heranziehung der Wohlhabenden führe zur Vermögens kor fiskation. Frhr. v. Rheinbaden bezeichnete die Reichsertschaftssteuer in der vom Bundesrat vorgeschlagenen Gestalt als verhältnismäßig unschädlich; aus Rücksicht auf das Zustandekommen der Reichsfinanzrefom habe jeder der Beteiligten Zugeständnisse machen müssen. Oberbürgermeister Becker=Köln bezeichnete die Reichtfinanzreform gleichfalls als dringend notwendig, damit im Reiche die Pumpwirtschaft ein Ende nehme. Graf v. Mirbach meinte, die Reichsfinanz= reform, wie sie heute versucht werde, widerspreche der allerhöchsten Botschaft von 1881. Dieser auffassung trat Finanzminister Frhr. v. Rheinbaben mit großer Bestimmtheit entgegen. Beim Etat der Bauverwaltung lenkte Fürst Knyphausen die Aufmerksamkeit der Regierung auf die Kuastrophe in Ost Friesland am 13 März. Ein Regierungskemmissar erwiderte, der Oberpräsidert sei sosort angewiesen worden, für die Beseitigung der Schäden Sorge zu tragen. Weitere Hilfe habe der Minister des Innern zugesagt. Die weitere Beratung wurde auf Freitag 1 Uhr vertagt. Schluß 5 Uhr. Familie erblich zu machen. Um diesen Plan zu verwirklichen, mußte er daran denken, einen Verbindungsweg zwischen Sachsen und Polen zu schaffen. Am besten und einfachsten konnte dies auf Kosten Preußens geschehen. So hatte er das lebhafteste Interesse daran, diesen Markgrasen von Brandenburg gedemütigt zu sehen, auf daß er steigen könne. Oesterreich Heer war durch sächsische Truppen vermehrt worden, das preußische war auf sich allein angewiesen. König Friedrich hatte außerdem verschiedene Korps als Deckung nach Sachsein und Schlesien gesandt. So bestand seine Armee nur aus 8000 Mann. Prinz Karl von Lothringen wußte das sehr wohl. Er, der die Stärke eines Heeres nur nach der numerischen Stärke beurteilte, beschloß Friedrichs Truppen zu umzingeln und aufzureiben. Der König von Preußen befand sich gerade bei Trautenau, als er von diesem Plaue Kenntvis erhielt. In aller Stille traf er seine Vorbereitungen, um dem Feinde zuvorzukommen. Es war ein schwüler, heißer Tag gewesen, obwohl man sich tief im Sptember befand. In der Nacht darauf kühlte es sich ein wenig ab, in der Ferne hörte man das dumpfe Grollen des Donners. Im Lager der Preußen waren die Feuer im Erlöschen, da ward es bereits im Zelte des Königs lebendig. Bald nach Mitternacht erhob sich der Herrscher, ließ den Rettknecht das Pferd satteln und ritt, nur von Trenck begleitet, durchs Lager, um alles für den erwarteten Angriff des Feindes vorzubereiten. Gegen 4 Uhr waren die Truppen kampfbereit; die Pferde, gesattelt, standen zum Aussitzen bereit, die Mannschaften befanden sich in den Zelten. Die Vorposten, die man gegen das Gebirge aufgestellt hatte, waren zurückzezogen worden, um den Feind in seiner Vermutung, daß man des Königs Heer im Schlafe überrumpeln würde, zu bestärken. Auf einer Anhöhe, auf jener Seite, von der man den ersten Angriff des Feindes erwartete, hatte Friedrich acht Kanonen auffahren lassen, deren Feuerschlünde den Oesterreichern den ersten Gruß der Preußen bestellen sollten. Mit Sehnsucht erwartete man den Tag, der noch immer nicht dämmern wollte Silbergraue Schatten wallten von der Erde auf und schwanden in der Luft. In der Richtung, in der man die Oesterreicher vermutete, blieb alles still.— Ein erwartungsvolles Schweigen hielt die Welt umfangen. K König Friedrich, der bereits mehrere Stunden an der Arbeit war, zügelte jetzt sein Roß und ließ sich einen kleinen Imbiß reichen. An der Seite des Königs hielt Treuck. Ec sah, wie die Sterne erblaßten, und eine eigertümliche Stimmung ergiiff ihn. Er dachle daran, was sie, die ihm teurer war denn sein Leben, erzählt hatte. Peinzeß Lmalie hatte einst um sein— Trercks— Schusal die Sterne befragt, allein diese hatten ein geheimuit volles Stillschweigen bewahrt. Was würde ihm die Zukunft bringen? Unwillkürlich mußte er an die Worte denken, die die Prinzeß beim Abschiede im Schloßgarten zu Monbijou gesprochen hatte. Hatte sie recht gehabt mit ihrer düsteren Ahnung? Wieder sah Treick gen Himmel, an dem allmählich die Sterne erblaßten, und seufzte leise. Kühler wehte der Wind, ein Frösteln überkam ihn. Da war es, als ob im Osten ein fahler Streif dämmerte. Er wurde heller und heller. In Lager wieherten freudig die Rosse, sie ahrten das Nahen des Tagesgestirns.— Plötzlich fuhr Trerck auf, er hörte die Stimme des Königs. (Fortsetzung folgt.) Abgeordn 53. Sitzung vom 29. Das Abgeordnetenhaus den vom Herrenhaus zurückgekommenen Entw Provinzialabgabengesetzes an die Kommission zurü Beratung der Denkschrif des Anfiedlungsgesetzes u Die Abgg. Wallenb (frl. Vgg.) und Arons aus, ihre politischen Fr Bedenken gegen kie gar Hingegen erklärten sich di (fkons.), v. Kessel(k. Martini(kons.) mit Regierung grundsätzlich e ihre weitere Unterstützung Minister v. Podbi Leistungen der Arsiedelu ehrliche Arbeit, beionte Aussorftung von Oedlär nochmals die Unentbehrli Schutzes des Deutschtums ablehnende Kritik der O Dr. v. Skarpynski wurde durch Kenntnisnah# Freitag 10 Uhr: Krei abgabengesetz. Schluß 47. Uhr. und R Bielefeld, 28. März. 1. Der Knecht A H. von schweren und einsachen 2 Falle 1 Jahr und 6 Mo Wegen wissentlich falscher getrennt lebende Ehefrau 1 Monat Gefängnis verurt A. F. von Minden war a 18 Dezember v Is. in de Stuke ein Tuch im Werte zu haben. Das Schöffeng klagte wegen Mangel an Hiergegen war von Seiten Berufung eingelegt. Die Argeklagte für überführt u Aufhebung des eisten Urteil — 4. Der Kalkofenarbeiter wurde wegen gefährlicher Ri Geldstrafe von 40 Mark viruiteilt. (Pensionsemp April diesmal auf machen wir die Pen aufmerksam, daß die 31. März bei allen Auszahlung gelangen Unfall, Alters Renten erfolgen ab den 2. April. Die R wir noch besonders d Quittungen siets schreiben laben unzulässig und auch st Unterschiift durch ein (Landwirtschaft Dienstag sand unter dReo Rat Landrat v. 2 Seale die 2 dies jährig husizen landwirtschaf Der Besuch war nur m Sorigen Versammlurg nehmigt und ti. He Spiegelsberg und Orko als mue Mitglieder an Herr Amtmann Bullrich vorläufig ins Auge g geplante Exkursion mit vorlä figen Festutzunge Donnerslag, den 5. J zu Heexen anfangen un der Eezüglichen Arm dann auch die Angab zubringenden Pierde wurden verschietent ein und besprochen Ein wirschafte schule in Herf Aistalt recht waim zu für den Rindviehzucht Hockemack Brak= und W Nach den Muteilungen über die Verhan Rennve ein in Auesic gewann man die Ueber wuitschaft sich nur an — im Mai und Juli reiten beteiligen könne. Ssis Pemper zu Belz heran wurde bese Stutenschau abzusehen, pta des des Prorinzial solche Schau für Mai Dir Haus haltsplan für und nach dem Entwurfe ändert angenommen. H Herfo.d der Lindwirtschaft nützlich sich anlehrer d an ein Zu kemmer, weiches dieser dringe: d empfahl. Redni. ogelvelt und zeigt amentlich die de vomgen. i den Indu., eden. Uisach anditu des Klimas un durch die Kuliu;, Entsot barn die Merschen sel Italiener, die Bewohner a. kuch Massenfang der under aenbaren Schaden der Eögel in de lssnde Ketzen Züchse, zer gab dann ugu der Vozelo# u Gegenmaßregeln #Pd.##slarzen von G. Schug fu: die Vögel, Se Ringelegenheiten, Vertilg: Abgeordneteubaus. 53. Sitzung vom 29. März 1906, 1 Uhr Das Abgeordnetenhaus verwies am Donnerstag den vom Herrenhaus in veränderter Fassung zurückgekommenen Entwurf eines Kreis= und Provinzialabgabengesetzes rach kurzer Erötterung an die Kommission zurück, und führte dann die Beratung der Denkschrift über die Ausführung des Anfiedlungsgesetzes zu Ende. Die Abgg. Wallenborn(Zir.), Peltasohn (frs. Vgg.) und Aronsohn(sis. Bp) führten aus, ihre politischen Freunde hielten an ihren Bedenken gegen die ganze Ostmarkenpolitik fest. Hingegen erklärten sich die Abgg. Frhr v. Zedlitz (skons.), v. Kessel(kons), Sieg(nl.) und Martini(kons.) mit der Ostmarkenpolitik der Regierung grundsätzlich einverstanden, und stellten ihre weitere Unterstützung in Aussicht. Minister v. Podbielski bezeichnete die Leistungen der Arsiedelungskommission als gute ehrliche Arbeit, beionte die Notwendigkeit der Aussorftung von Oedländereien und begründete nochmals die Unentbehrlichkeit eines nachhaltigen Schutzes des Deutschtums im Osten. Eine scharfe, ablehnende Kritik der Ostmarkenpolitik bot Abg. Dr. v. Skarpynski(Pole). Die Denkschrift wurde durch Kenntnisnahme für erledigt erklärt. Freitag 10 Uhr: Kreis= und Provinzialabgabengesetz. Schluß 4¾ Uhr. Gericht und Rechtsprechung. Bielefeld, 28. März.(Strafkammer.) 1. Der Knecht A H. von Vielefeld erhielt wegen schweren und einsachen Diebstabls in je einem Falle 1 Jahr und 6 Monat Zuchthaus.— 2. Wegen wissentlich falscher Denunziation wurde die getrennt lebende Ehefrau W. M. von Hersord zu 1 Monat Gefängnis verurteilt.— 8. Die Ehefrau A. F. von Minden war angeklage, zu Minden am 18 Dezember v Is. in dem Laden des Kaufmanns Stuke ein Tuch im Werte von 4 Mark entwendet zu haben. Das Schöffengericht hatte die Angeklagte wegen Mangel an Beweis freigesprochen. Hiergegen war von Seiten der Staatsanwaltschaft Berufung eingelegt. Die Strafkammer hielt die Argeklagte für überführt und verurteilte sie unter Aufhebung des eisten Urteils zu 1 Woche Gesängnis. — 4. Der Kalkofenarbeiter H. R. von Brackwede, wurde wegen gefährlicher Körperverlitzung zu einer Geldstrafe von 40 Mark ev. 8 Tagen Gefängnis viruiteilt. Lokales und Bielefeld, 30. März. (Pensionsempfänger.) Da der 1. April diesmal auf einen Sonntag fällt, machen wir die Pensions=Empfänger darauf aufmerksam, daß die Pensionen schon am 31. März bei allen öffentlichen Kassen zur Auszahlung gelangen. Die Zihlungen der Unfall., Alters= und Invaliden= Renten erfolgen eber eist am Mentag, den 2. April. Die Rentenempsänger weisen wir noch besonders darauf bin, daß sie ihre Quittungen stets selbst zu unterlaben und daß er durchaus unzulässig und auch strafbar ist, wern diese Unterschiift durch eine andere Pirion erfolgt. (Minden L. Krsbi.) (Landwirtschaftliches.) Am vergangenen Dienstag sand unter dem Vorsitze des Herrn Geh. Reo Rat Landiat v. Ditfurth im Medersohnschen Seale die 2 dies jährige General Versammlung des husizen landwirtschaflichen Kreis Vereins statt. Der Besuch war nur mäßig. Das Protokoll der sorigen Versammlurg wurde verlesen und genehmigt und kie Heren Verwalter RabenteSpiegelsberg und Ockonom Schürmarn=Vilsendorf als mue Mitglieder angemeldet und ausgenommen. Herr Amtmann Bullrich Heepen teilte hierauf das vorläufig ins Auge gefaßte Programm für die geplante Exkursion mit Nach den wie gesagt, vorlär sigen Festutzungen soll die Rundfahrt om Donnerslag, din 5. Juli stattfinden, bei Meyer zu Herren anfangen und in Hillegossen enden. In der erzugischen Arweldung zur Teilrahme soll dann auch die Angabe der Anzahl der nutz zubringenden Pierde mit erfolgen Sodarn wurden verschieten: eingegangene Sachen mitarteilt und besprochen Ein Rundschreiben der LandSitlchefteschule in Herfond gad Gelegenheit, diese recht waim zu empfehlen. Als Beisitzer Rindviehzucht Verband wurden die Herten Nach den Muteilungen des Herrn Upmeyer zu Sehzn. über die Verhandlangen bezäglich der rom in in Autsicht genomminen Rnnen Ser igge ac, daß die Land kntschaft sich nur an der beiden ersten Rennen ai und Juli— und zwar mit TradHeren zzengis. könne. Anmeldungen sind bei Hfp; per zu Belzen zu erfolgen. Im Anwurde beschlossen, von der geplanten Sa des deg weil seitens des Vorsosche Schan1 Bserdezucht Venirs eine r Hausbe für Mai oder Juni vorgsehen ist. urd wac. an für 1906/07 wurde vorgelesen ändert an des Vorstandes unverschrer SLenommen. Hierauf hielt Harr Ober. der Lindwutichaft sich orsekrged au ziu. u schäüdlichen Tiere, kemmer, ggesagz Ztkular der Liundwittschafts lichen Vögel und namentlich Belehrung der Jugend in den Schulen und bei allen sonst passenden Gelegenheiten. Vorsitzender sprach Herrn Oberlihter den Dank der Versammlung für den eingehenden Vortrag aus und eröffnete sodann die Debatte über das Gehörte, bei welcher Gelegenheit noch viel des Interessanten zu Tage gefördert purde. Dann wurden die Verhanklungen durch den Vorsitzenden geschlossen. *(Die Bielefelder Bau=Gesellschaft) hat eine Geundfläche von 34000 Quadratmeter zwischen der Wertherstraße und der Verlängerung des Bürgerwegs, in der Nähe der Wirtschaft Brakensiek, für den Preis von 3 Mark po Quadratmeter von den Herren H. Wilkenhöner und W. Becker gekauft. Dadurch wird ein neues Wohnviertel an der Verlängerung des Bürgerwegs zum Anbau aufgeschlossen. h-(Brockensammlung Bethel.) Bei dem zum 1 April bevorstehenden Umzuge wird in vielen Haushaltungen mancher Gegenstand ans Licht kommen, für den im neuen Heim keine rechte Verwendung ist, und die Hausfrauen werden oft in Verlegenheit sein, wie sie den überflüssigen Ballast loswerden können. Die Brocken: sammlung der Anstalt Bethel ist gern bereit, auf eine kurze Nachricht hin solche Sachen aus den Häusern abholen zu lassen. In ihren mannigfachen Werkstätten werden durch di Epileptischen die zeibrochenen Gegerstände nach Möglichkeit repariert und im Interesse der Anstalt verwendet. Wenn der materielle Wert auch oft sehr gering ist, die Freude und Befriedigung, die solche Arbeit bringt, ist um so wertvoller. (Stadttheater.) Der gestrige Abend brachte uns zugleich als Benefiz für Herrn Garrison, Shakespeares gewaltige Tragödie:„König Richard III.“ Das fast ausverkaufte Haus erteilte dem beliebten Künstler Generalquittung indem es ihn mit Beifall, Kränzen und anderen schönen Angebinden förmlich überschüttete. Der Inhalt des Stückes ist wohl allgemein bekannt, sodaß wir uns auf das Spiel selbst, das fast das gesamte Personal in Anspruch nimmt, beschränken können. Herr Garrison verkörperte in der Titeltolle alle die listige Verschlagenheit, Tücke, Hinterlist und Scheinheiligkeit, die den Herzog von Gloster auszeichnete. Rauschender Beifall ward dem Künstler für seine Leistung zu teil. Eine sihr schöne Elisabelh bot Frl. Hickmann, welche darin zum ersten Male in einer größeren Schau spielrolle auftrat. Frl. Mühlhan, Frl. Winter, Frl Kahlenberg, Frl. Crusius, Frl. Albeita boten gleich gute Leistungen, denen die der Herren Härting, Baumeister, Geissel und Mannstädt nicht nachstar den. Doch würde es zu weit führen, alle Namen aufzuzähler, denn alle taten ihre Schuldigkeit und halfen mit, das Garze zum guten Ende zu bringen. Dornberg, 27. Mirz.(Feuer) brach heiue im Pferdestalle des Kolons Lohmann aus. Dabei wurde ein wertvolles Pierd so schwer von den Femmen verletzt, daß es getötet werden muße. deinged gitsez Thema zur Besprechung die Bogelgest und in pizt vorzugemeise oen 2. S tsoögt in den lepten Tezemien abe Indziung goden. Uisache sei Zurächst die Verzurch o des Klimas und Charakters der Gegend darn die Werschen seing“; Lutwössirung usw Jtalienen##: oß, die wie z. B. die .# vie Bewohner einiger Balkanptaaten u. woder aenbggig der wanderrden Zuzoözel Flaoe der Tr.,schadin antichten; serner die wilseunde s###er Tietwelt, vornehmich im„„Leten Fucse, Marder, Tazrenkobzel roner gab dann eine Uebersicht über die iu sfenden Seager,=seloilt getroffenen ul d Ju u Eegenmaßregeln als dafird: Aussorsten Schus ihl nie g chen, internationaler Ringelegenbeit, govel, Schaffung von geeigneten „##.ugrnn, Vertilgung der Zeinde der nütz Aus der Retchen An#te#0 Minden 30. März.(Der Kreistag) genehmigte vorgestern den Haushaltsvoranschlaz in Einnahme und Ausgabe mit 507300 Mark. Er bewilligte für den Kreishausbau 370000 Mt. Die Ausführung wurde dem Regierungs. Barmeister Kanold übertragen. Als Taxatoren für die Schätzung von Liegen schaften und Gebäusen behufs Verleihung durch die Kreissperkasse cuf unbestimmte Zeit wurden gewählt die Herren Architekt Kistenmacher und Maurermeister Homann hier selbst. Minden, 30. März.(Schiedsgericht für Arbeiter=Versichetung, Reg.= Bezirk Minden.) Für das Jahr 1906 sind als Schiedsgerichtgutachter gewählt, für die Stzungen in Minden: Pr. Arzt Dr. Wolbrecht in Mit den, pr. Arzt Dr. Schlüter in Minden, für die Sitzurgen in Paderborn: Kieisarzt Medizinalrat Dr. Bent haus in Paderdorn,#irigierenden Arzt des St. Vi cenzkrarkenhauses Dr Mühlhaus in Paderborn, für die Sitzungen in Biele feld: Kreisarzt Metizinaliat Dr. Nünnirg= b ff in Bielefeld, dirigierender Arzt der von Bodelschwingh'schen Asstalten Sanitätezat Huchzermeier in Bethel. Minden, 30. März.(Der Bismarckbund) hält am Sonntag, den 1. April eine Hauptversar=mlung im Hotel„Kaiser Fniedrich“ ab. Abends 8½ Uhr wird auf der Bismarckssäule auf dem Jakobsberge ein Höhenfeuer angezündet. Schweicheln, 29. März.(Die Irrenanstalt,) die am 1. Juli 29 Jahre als Privatanstalt bestanden hat, wird bis auf einen kleinen Bestand von 16 Kranken aufgelöst werden. Die übrigen 64 Jasassen kommen im April nach Warstein in die Provinzial=Irrenanstalt. Die Gründe für Uebersiedelung dürften wohl in dem Alter des Besitzers zu suchen sein, der die Last der Verwaltung vermindert zu sehen wünscht. Enger, 29. März.(Mustergeflügelzuchtanstalt Nordhof bei Enger.) Die Bewegungen in der Geflügelzucht sind im Kreise Herford auf den denkbar günstigsten Boden gefallen. Die von dem landwirtschaftlichen Kreisverein eingerichteten Zuchtstationen erfreuen sich guten Rufes und geben zur jetzigen Brutsaison fleißig Bruteier ab. Nun hat auch Herr Sattelmeier Wilh. Nordmeyer in Enger seine Geflügelzucht auf dem Nordhofe in den Dienst unseres Kreises gestellt, indem er Bruteier seiner geradezu musterhaften Stämme zum Preise von 15 Pfg. das Stück an Mitglieder der landwirtschaftlichen und Geflügelzuchtvereine abgibt, wobei aber die Abnehmer entweder die Eier selbst holen oder das Porto tragen müssen. Seine Anlagen hat Herr Nordmeyer den neusten Erfahrungen auf dem Gebiete der Geflügelzucht unter steter Berücksichtigung ländlicher Verhältnisse. Sie bestehen aus Nachtraum, Scharr=, Brut= und Legeraum und zwar für jede Rasse getrennt. Die Legekontrolle geschieht bei einer Rasse durch Fallennester, in den anderen Stallungen sind verschiedene praktische Legekästen angebracht. Die Ausläufe sind sehr groß, jedem Stamm stehen ". und Wald reichlich zur Verfügung. Durch die Anlage fließt ein kleiner Bach, das eigentliche Trinkwasser wird aber durch Selbsttränker den Tieren zugeführt. Die Stämme sind sämtlich blutsfremd zusammengesetzt. es sind.30 Mechelner KuckocksSperber, 2,38 rebhuhnfahrdige Italiener, .27 westsälische Totleger und 1,4 indische Laufenten vorhanden. Besonders anerkannt muß werden, daß Herr Nordmeyer die Mechelner aus Belgien, ihrem Heimat= und Zuchtlande unter Aufwendung bedeutender Kosten in der Absicht importiert hat, dem Kreise Herford etwas wirklich Gutes zur Verfügung stellen zu können. Wie bekannt, ist das Mechelner Hahn als guter Winter leger und ausgezeichnetes Masthuhn im Kreise Hersord eingeführt und durch die Lindwirtschaftekammer der Prooinz Westfalen bestätigt. Die G samtanlage auf dem Nordhofe macht einen überaus vornehmen und gediegenen Eindruck, aus ihr kann jeder, der Geflügelzucht treibt, das Seinige intnehmen. Die Besichtigung ist jedermann bei vorheriger Anmeldung beim Besitzer oder bei dem Eiflügelnärter gern gestattet. Mülhausen, 29. März. Der TextilWontag bee. i# beigelegt norden. Am Ronlug beginnt die Arbeit wieder.(Hann..) Schreiberhau, 28. März Ein Gärtner gas auf einen ihn verhaftenden Gendarmen zwei 5 Figzens tres ein beiter Scuß den Siktur Passau, 29 März. Heute nachmittag sank, Die Baiscsgute meidet, auf der Denau unweit Gescei### Heining ein mit neun Arbetter besetzter kahn. Sechs Arbeiter konnten sich retten; drei sind ertrunken. Lens, 29. März. Im Kongreß der Bergarbeiter stimmten 32520 Arbeiter für die Fortsetzung des Streiks, 18074 dagegen. Nahezu 20000 enthielten sich der Abstimmung. Da die Mehrzahl von diesen bereits die Arbeit wieder aufgenommen hat, erscheint die Fortsetzung des Streiks unmöglich. Wien, 28. März. Wie der„N. Fr. Pr.“ aus wird, ist das Thurner Anwesen in Eries, durch einen Bergsturz zerstört worden, wovei 27 Personen verschüttet worden sind. Von diesen wurden 24 lebend ausgegraben, eine Frau und 2 Kinder sind tot. Tokio, 29. März. In dem Kohlenberg= werke von Takaschima, nahe bei Nagasaki, ereignete sich eine Explosion, wodurch 250 Personen das Leben einbüßten. (Ferienkursus.) An der Universität Greifswald findet auch in diesem Jahre vom 9. bis 28. Juli ein Ferienkursus XIII. Jahrgang) statt. Die Fächer sind folzende: Phonetik Prof. Heuckenkamp), Deutiche Sprache und Literatur(Professor Dr. Heller), Iranzösisch(M. Plessis), Englisch(Mr. Caapbell), Religion(Konfistorial= rat Prof. Haußletter), Philosophie(Prof. Rehmke), Geschichte(Prof. Seeck und Bernheim), Volkskunde, Folklore(Prof. Radermacher), Kunstgeschichte(Prof. Seeck), Geologie (Prof. Deecke), Chemie(Privatdozent Dr. Strecke:), Pysik(Pros. Mie), Zoologie (Privatdozent Dr. Stempell), Botanik(Prof. Schült), Hyziene(Geheimrat Prof. Löffler). Den Vorlesungen zur Seite gehen botanische, phyikalische Uebungen bizw. Exlarfiogen, pytholosisches Semmar, feanzösische, englische, deutsche Speachübungen. Ausführliche Pogramme sind gratts unter der Adresse„Ferienkurse Greifswald“ zu erhalten. Uebersicht der Witterung. Bielefeld, 30. März 1906. Mitgeteilt von Fr. Böckelmann Ww., hier. Niedrigst. Thermometerstand in der Nacht— 3 0C. Thermometerstand um 10 Uhr vorm.+ Barometer 75,3 cm. Wind: Nord West. Himmel: bedeckt. Au dem Kreist Herford, 29. März.(Eine Ladendietin wurde von einem hiesigen Schlachtermeister auf feischer Tat ertappt rachdem er lange Zeit schon vergebens nach seinem nicht zahlenden Aonehmer gesorscht hatte. X Herford, 29. Maiz(Schul: anmeldungen.) Die Anmeidungen der Schüler müssen jetzt erlolgen urd zwar die Land wirtschafts und Reaischule nimmt An meldungen bis 6 April täglich von 11 bis 12 Uhr im Amtezimmer entgegen; die Bürgerschule an der Unlandstraße morgen, Sonnabend von 1 bis 8 Uhr. Aus dem Kreise Helle, Halle 29 März(Schulpersonalien.) Schulamtsbewerber Karl Banze wurde mit der einstweiligen Verwaltung einer Lehrerstelle in Langenheide beauftragt. Dem Lehrer Wilhelm Keil aus Hille wurde eine Lehrer stelle in Vennort übertragen. Aus dem Rez.=Bez. Müncer und Srai##e Münster, 29 März.(Der Westsälische Verein zur Förderung des Kleinwohnungswesen:) wird in der Zeit vom 3 bis 17. Mii d. J in Mänster eine Ausstellung mustergültiger Bauentwürfe und Modelle für Arbeiter und einsache Bürgerhäuser veranstalten. Aus der Auoverberstestt au Melle, 28. März.(Viehmarkt) Der Antrieb zu dem gestrigen Viehmarkt war nur äußerst schwach. Tragende Kühe kosteten 250—350 Mk., tragende Rinder 225—800 Mark, güste Rinder 120—140 Mk. Auf sollend war der Preisrückgang für Sckw ine. Die Preise für 6 Wochen alte Feikel sind von 30—32 auf 20—24 Mi. zurückgegangen. Detmold, 28 März(Kurbad.) Hier hat sich eine Gesellschaft zur Errichtung eines Kurbades in Det nold gebildet. Sie hat bereits das Schürfrecht auf Thermagtellen für Detmold und Umgebung angemeldet und belegt. Dr. Dennert, Naturgesetz— Zufall— Vorsehung. Verlag des„Rauen Hauses“ in Hamturg. Mk. 1,00. Der bekannte Verfasser macht in dieser seiner neuesten Schrift energisch Front gegen die gedankmose Vergönerung der Naturgesetze. Nicht das Dasein Gottes zu beweisen ist der Zweck des Luches. Pool aber sührt Dennert.n Beweis, baß der Glaube an Gott und seine Borsehung vor Vernunft und Wssrschaft wohl bestehen kann. Denn Vufasser dleiot sich auch oissen wohl bewußt, daß die Tatssschlikeit des Daseine Gottes im letzten Grunde eine Sache innerster Herzenzerfohrung ist. Oberkirchentat D. Haak hat ein Buch herausgegeben, das die weireste Verbreitung verdient. „Die Kirche und ihr gottesdienstliches Leven" betttelt, führt dasselbe in klarer und interessanter Weise ein in das Verständnis der kirchlichen Kultur. Der Leser wird bekannt gemacht mit der Bedeutung der Liturgie, lernt den Sinn der Einrichtung der Gottesdienste. Ursere Räume kennen u. s. f. Bei der mancherlei Unklarheit und Unkennins, die sich über kirchliche Bings, sgptt in das Buch freudig zu begzüßen. e): Bahn, Schwerin i. M. Preis Ueber Höhen und Tiesen des Menschenlebens führt ein flott geschliebener Roman von Kurt Hoheneck„Ein Junizopfer“, erschienen in ###zig bei Richa#d, Sattler. Ladenpiels 2,00 Mr. Orwohl sio die tendenztöse Fälbung nicht verleugnet, wrd man das Buch in machsender Spannung bis zu Ende lesen. Allen Freunden sselnder moderner Lektüre sei der Reman empfohlen. „Mäßigkeits Blätter.“ Mitteilungen des Dimschin Bireins gegen den Mißbrauch geistiger Getrarke(E.). Schriftleitei: J. Gonser, Beili W 15.— Geschäftsstelle: Berlin W 15 Fasarenstraße 59. Inhalt: Alkohol und Wehrkraft— Sautz der nanuarbeiter vor der Altoholgefahr— Das Woblsebitsamt im Preußischen Abgeorduttenhaus— Unfallverhütung und###koholgenuß— Der Abstinerz Vogel— Aus urserem Verein— Sonstige Mitteilungen— Literatur. Koblenz, 28 März. Die Regierungs kommission besichtigte der Bergrutsch, den sich immer weiter ausdehrt. Nach eingehender Besichtigung des Dorfes Mülheim wurde vom Landrate ein Hilfskomitee gegründet. Bisher sind 150 Hauser beschägigt und 500 Personen obdachlos. Leipzig,.. März. Beim Abbrechen eines Hauses in Leipzig Gohlis wurden heute morgen durch Unstürzen einer Mauer vier Arbeiter verschürtet, dabei einer getötet, zwei schwer und einer leicht verletzt. Meuselwitz, 29. März Heute streiken im hiesiegen Revier 2000 Arbeiter, sämtlich Uebertagarbeiter. Der Depeschenbrief mit den neusten Nachrichten ist wegen Zugverspätung ausgeblieben. Die Schriftleitung. Rot ist die Liebe! das Kreuzband, an welchem die Packung der echten Luhns Salm.=Tap Kernseise erkannt wird. Die Seife hat sich seit 10 Jahren allerbest ne beim Hausputz, beim Reinemachen bewährt, weil der Anstrich nicht leidet. Versuchen auch Sie daldigst die echte Luhns Salm.=Terp.=Kirnseise, sie wird Idnen Freude machen! Nachahmungen weise man zurück. Seine Veichte. wiz. Srat. = brosch..50, geb. 3 M. Begegnungen.— Sein ganzes Glück.— Seine Last.— Gütersloh.— München.— Elisabeih.— Das Lezte. 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Wiederherstellung des Straßenpflaster: sowie der Bürgersteigdefestigung über den Rohrgräben der neuen Wasserleitung soll in 2 Losen vergeben werden zwar: 31. März: Phil Hessen, gest. 1567.— Philosoph, geb. 1596. geb. 1782.— Erdbeb K. W. Bunsen, ausg 1811.— Kapitulat Einzug der Ber Reichskanzler Für lingsfürst, geb. 1818 bot des Sklavenha Abt, Komponift, gest. 1 Wilhelms in Tang 1. April: Hanno mit Nopoleon von Pr D. G. Kramer, lat Francke'schen Stiftungen Vermählung Napo Luise, 1810.— Der s die Absetzung Napol Vismarck, geb. 1815. Volksschriftsteller, geb. 1 fälische Volkszeitung Jackett-Anzü und Los I Wiederherstellung der Pflasterarbeiten, „ II„„ Bürgersteige mittels Zementbeton und Zemenwlatten. Verdingungsunterlagen sind zu je 0,25 Mk. bei unserer Kanzlei II zu beziehen, ebendaselbst sind schriftliche verschlossene Angebote mit entsprechender Ausschrift bis zum Eröffnungstermin am Donnerstag, den 5. April 1906, vormittags einzureichen, und zwar Nr. 1 bis 912 Uhr, Nr. 2 bis 9 Uhr. Bielefeld, den 29. März 1906. Das Stadtbauamt. helle und dunkle Farben 1, 18, 15, 14, 13,50, 12 bis und gestreift, Jackett-Anzüge, feine Karos und Streifen rneueste Modesachen karriert 30, 28.50, 27, 24, 21, 18 Bekanntmachung. Für die bei der Versteigerung der Markthallenstände am 22. dss. Mts. abgegebenen Meistgebote ist der Zuschlag erteilt mit Ausnahme des Meistgebots für den Stand No. 36. Dieser Stand, sowie die bei der letzten Versteigerung noch unvermietet gebliebenen sollen erneut am Sonnabend, den 31. d.., nachmittags 1 Uhr an Ort und Stelle öffentlich versteigert werden. Sammelpunkt vor dem Stande Nr. 36. Bielefeld, den 27. März 1906. Der Magistrat. Toerner. (Zum 1. Lange Jahre war nationaler Festtag: ga den Geburtstag seines heiße Segens wünsche Herzen zum Himmel den elles zurückführt, Herrliches dem deut letzten Drittel des verg widerfahren ist. Heu Tag stillen und wel seitdew der eiserne Kan seines Parkes in Fried Schlummer gebettet ist. Gewiß, der Volkam getrossen, wenn er di den„eisernen Kanzler war Fürst Bismarck Märker voller Mark, a Eisen, ein Herz und Hä man auch die Blätter durchsorscht, so wird m Charakter darin finden gezeichnete Mission unt ständen begonnen und: haftigkeit durchgeführt waltige Staatsmann, de als den Begründer u mächtigen Bauwerks pre einigte Deutsche Reich se über das deutsche Volk Das war Bismarcks welches zwar die jüng etwas Gegebenes hinni: Unfang aber erst die wissen, deren Jugend n deutschen Zerrissenheit sällt. Was auch in ahnung eines deutschen den Herzen der Edelsten lag doch tief verborgen eines eifersüchtigen und eines entnervenden Scxert des großen 5 .# de Kreoz der Freit fan mylhische Dinge gem der damalige Prinz Wilhe Königsthron, da berief er ##., seine Seite, da wn Ebeimann Oto von Bisn und die Morgenröte eine beglänzten Tages brach Schlag, Sieg auf Sieg fo Unerhörte, wie ein Wund eignis vollzog, daß an der so oft der Hird des die vexpücenden Feueis gewe Schlosse von Versailles, Teutschlands Schmach u widergehallt hatten, Kö ig mit der deutschen Kasse Nun gab es wieder ein e allerfeinste Cheviots, Kammgarn- und Streichgarn-Stoffe 32, 29.50, 28, 24, 21, 18, 15, 12 bis Die Herero. Ein Beitrag zur Landes=, Volks= und Missionskunde von Miss. J. Irle. Mit 56 Illustrat. und 1 Karte. 5., geb. 6 M.— Von demselben Verfasser erschien: Was soll aus den Herero werden? 1. Aufl. 50 (10 Expl. 4.) Die Einwurzelung des Christentums in der Heidenwelt. Untersuchungen über schwebende Missionsprobli me von verschiedenen Verfassern. Zu D R. Grundemanns 70. Geburtstage herausg. v. P. Jul. Richter. 3., geb. 3,75 M. in allen Modestoffen Kammgarn, Drappées, Cheviot und Streichgarne sowie deutsche und amerikanische Fantasiewesten zu besonders billigen Preisen. Fritz Tiekötter Möbelfabrik, Niedernstr. 45. enorm billig und in Riesen-Auswahl. Freitag, den 30. März 1906: Vorstellung zu kleinen Preisen 9. und letzte Vorstellung im Sudermann=Ziklus.) lebe das Leben. Drama in 5 Akten v. Sudermann. Anfang 7½ Uhr. Die für Freitag gültigen Billets tragen das Datum: Tonnabend, 31. März 1906 Sonnabend, den 31. März 1906. Im Passepartout= u. DonnertagAbonnement.) Frühlingsluft. Operette in 3 Akten v. J. Strauß. Die für Sonnabend gültigen Billets — tragen das Datum: Don erstag, 29. März 1906. Papenmarkt 2 Lonntag, den 1. April 1906 Aeltere Abseilung. Abends 8½ Uhr Freie Vereinigung. Nachm. 4 Uhr: Ausflug. Jedermann ist herzlich willkommen. Der Vorstatt). 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