30. Jahrgang Anzeigengebühr für die einspaltige Peitrzelle oder deren Raum 12 Pf., für auswärts 15 Pf., Reklamen 25 Pf. Erscheint sechsmal wöchentlich Geschästsstelle Ritterstr. 43. Fernsprecher Nr. 15. Bulrnder. 24. März: Königin Elisabeth von England, gest. 1603.— Ruyter, holländischer Admiral, geb. 1607.— Robert Hamerling, Dichter, geb 1830.— Thorwaldsen, Bildhauer, zu Kopenhagen gest. 1844.— Eröffnung des norddeutschen Reichstags, 1867.— Uebergabe der Festung Bitsch, 1871.— Fr. Hecker, badischer Revolutionsmann, in Amerika gest. 1881.— Sonfellow, Dichter, gest. 1882. 25. März: Konradin von Schwaben, geb. 1252.— Ferdinand Cortez schlägt bei Tabasko mit 400 Spaniern mehr als 60000 Mexikaner, 1519.— Novalis(v. Hardenberg), Dichter zu Weißenfels gest. 1801.— Aufhebung des Jesuitenordens in Rußland und Polen, 1870.— Graf Leopold von Sedlinitzky, ehemaliger Fürstbischos von Beeslau, Begründer des evangelischen Paulinums in Berlin, gest. 1871. Vor hundert Jahren. Nicht nur die Zufälligkeit der hundertjährigen Wiederkehr von Preußens schwersten Schicksalstagen, sondern eine unverkennbare innere Aehnlichkeit in der Zeitrichtung von damals und heute bringt es mit sich, daß die Erinnerung an den Tag von Jena wie eine düstere und schwere Wolke über unserm Vaterlande hängt. Es hätte nicht der Schwierigkeiten von Algeciras und der fortgesetzten französischen Versuche bedurft, Deutschland als Kneifer hinzustellen und ein französisches Uebergewicht in Europa herzu stellen; auch ein Blick in unsere innerpolitische Entwickelung und auf die Verweichlichung unserer deutschen Gesellschaft legt immer wieder die Frage nach den Ursachen des großen Zusammenbruches von Jena nahe. Auch der kommandierende General des ersten Armeekorps, Frhr. von der Goltz, hat bei dem Festmahl des Lar dwehr Offizier Koips, das dies am 17. März in Königsberg zur Feier des Stiftungstages der preußischen Landwehr veranstaltet haite; eine Rede gehalten, in der er sich wit den Zuständen im preußischen Heere beschäftigte. Er erblickt die wahren Ursachen der großen Katastrephe in der falsch geleiteten Erziehung und Vorbereitung für den Krieg, die einerseits das Heer in einen aller Individualität entbehrenden Mechauis mus, eine lebendige Maschine verwandelt hatte, andererseits aber auch den Zug nach Ruhe und Genuß und die seichte Humanität jener Zeit den kriegerischen Geist verweichlicht hatte. In diesen beiden Beziehungen tot unser Vaterland vor hundert Jahren den genauen Gegensatz zu Frankreich, wo durch die Revolution der Individualismus gereitzt und durch den Korsen der kriegerische Geist zur höchsten Vollkommenheit gebracht war. Dieser Beweglichkeit und Selbständigkeit erlag das altpreußische Heer auf den Feldern von Jena und Auerstedt. Allein es ist nicht wahr, daß es auch seine alten Tugenden der Treue, des Gehorsams und der Tepferkeit verleugnet habe. Das beweisen die Opser welche es dort und später für die Befreiung Deutschlands dargebracht hat. Nicht weniger als 18 Generale und etwa 700 Offiziere sind am 14. Oktober 1806 an einem einzigen Tage tot oder verwundet auf dem Schlachtfelde geblieben. Ehre ihrem Andenken! Es bedarf keines anderen Bedaß die alte preußische Pflichttreue in ihren Herzen noch lebendig war. Ja, sie überlebte die Unglückszeit und stählte sich in derselben— sonst wäre es nicht möglich gewesen, daß mehr als die Hälfte 's alten O fizierkorpe, nämlich von 7000 Offizieren 4000 wieder als fiegreiche Führer in dem Heere der Freiheitskriege gestanden hätten. General von der Goltz zieht aus diesen sehr richtig gekennzeichneten geschichtlichen Taisachen für die Zukunft die folgende „Uaser Streben geht aus Entwickelung der Individualitäten hir aus. Nicht nur den Offizier, sovdern alch den einfachen Soldaten in Reih und Glied wollen wir zum denkenden, selbständigen Kämpfer erziehen, damit er in sich selbst den vollen kriegerischen Manneswert entwickele. Nur damit besteht man die heutigen Schlachten als Sieger. Und dennoch können wir von der alten Zeit, von dem Beispiel der gefallenen Helden von Jena und Auerfiedt lernen. Die Grundlage der neuen Soldatenerziehung bleiben die alten preußischen Tugenden:„Treue, Gehorsam und Tapferkeit“— sie überdauern auch das Unglück. Hüten und pflegen Sie diese Tugenden in sich selbst und in Ihrer Ein wirkung auf unsere Soldaten!“ Die Rede des Freiherrn v. d. Goltz entspricht in ihrem ehrenden Zeugnisse für den tapferen Geist unseres Offizierskorps allerdings sehr wenig der liberalen Geschichtslegende, daß im Jahre 1806 das verrottete Junkertum eine geschichtliche Niederlage erlitten habe, während dann 1813 das deutsche Bürgertum den Staat wieder gerettet habe. In Wirklichkeit haben bei der großen Gehebung von 1813./14. im wesentlichen die selben Junker unsere Heere geführt, wie denn auch bereits in dem Beschluß des Generals von Klausewitz, der 1812 gemeinsam mit seinen Kameraden den heimischen Dienst verließ, um in den Reihen eines fremden Heeres gegen den Eebfeind seines Vaterlandes zu käupfen, der Geist des 17. März von 1813 sich ankünbigte, dem Yerk, dieser echte steifnackige preußische Junker, in seiner gegen den Willen des Königs ge schlossenen Konvention von Tauroggen granitnen Ausdruck verliehen hat. Selbst verständlich soll darüber niemals vergessen werden, daß neben diesen entschlossenen Edelleuten der gesunde Kern des deutschen Bürgertuns gestanden hat, dessen Geist in dem Andenken eines Nitteldeck unsterblich sortlebt. Aber geradezu lächerlich ist der immer wiederkehrende Versuch, die ver weichlichten Kreise der großstädtischen Reichen als die eigentlichen Reformato#en und Reorganisatoren Preußens bezeichnen zu wollen. sei so gut wie sicher, daß in Frark eich der siegreiche General, der Wiederbringer des Elsaß, die„Kommerphilosophen“ verdrängen und die Herischer an sich reißen werde: „In der Monarchie gewinnt ein siegreiches Heer meist nichts als rascheres Avarcement infolge der durch den Krieg gerissenen Lücken, in der militarist schen Republik mit cäsar sti schen Erinnerungen hat es nach oben keine Schranke mehr, ist Herr und Gott selber. Die günstigste Folge eines französichen Sieges wäre die Zurückdrängung aller demo kratischen Elemente ionerhalb der mütsam aufrecht erhaltenen Republik, in Deutschland aber der Massenabfall von der Sozialdemokratie, der man alle Schuld an der Niederlage aufbürden würde. Eine allgemeine Verwust ung elso.“ Wir sind mit Herrn Leuthners Kennzeichnung der Vaterlandsverrat bedeutenden„Weltpolitik“ der deutschen Sozialdemokcatie und auch mit seinen sonstigen Ausführungen ganz enverstanden; dagegen wird Leuthner im Lager der deutschen Sozialdemokratie, namentlich bei Bebel, Kautsky, Mehring und Konsorten, keinen Beifall finden. Wir fürchten vielmehr, er werde den Weg— Schippels gehen und widerrufen müssen, wenn er auch den Vorzug hat. nicht beganisierter reichs deutscher„Genesse" zu sein. das ganz: Schiff Die Besatzung wird einschließlic Otfiziere auf 800 Mann berechnet. Siebenund zwanzig Hochschulprofessoren haben eine Erklärung gegen das Schullastengesetz veröffentlicht, an dessen die konfessionellen Verhältnisse betreffenden Bestimmungen sie Anftoß nehmen. Die Erklärung soll an alle Prosessoren der Univursitäten, Technischen Hochschulen urd Akabemien, auch an hervorrogende Künstler und Gelehrte gehen und sell dann mit allen Unterschiiften als Kundgedung der deutschen Intelligenz an das Abgeordnetenhaus gesandt werden.— Wir wundern uns nur darüber, deß sich die Herren mit ihrer professoralen Meinung erst so spät hervorwagen. Brauchten sie etwa soviel Zeit, um das seit langer Zeit bekannte Gesetz zu verstehen? Diese„Intelligenz“ imponiert uns, sobald es sich um Dinge handelt, die mit ihrer Fachwissenschaft nichts zu tun haben, siets sehr wenig. Die Zahl der Ehescheidungen in Deutschland hat im Jahre 1904 eine abermalige erhebliche Zunahme erfabren. Sie belief sich auf 10 882 gegen 9932 im Jahre 1903 und 9074 im Jahre 1902, sodaß im Jahre 1904 eine Erköhung um 950 oder.6 v. H. stlattgesunden hat. Die und rote Internationale Deutschland. Der Sozialdemokrat Stampfer hatte neulich in der„Neuen Gesellschaft“ einen Artikel veröffentlicht, in welchem er vorschlug, daß im Kriegsfalle der revolutionäre Dreibund des englisch=französisch deutschen Proletariats gegen die Macht mobil machen solle, die im Unrecht sei. Gegen diese Ausführungen Stampf rs= wendet sich in demselben Blatte der österreichische Geuesse Karl Leuthner. Er schreidt, Stampsers Vorschlag besage in der Tat und in Wahrheit nichts als die Mobilmachung der Sozialdemokratie schließlich in Deutschland. Der Mann sucht in seinen weiteren Ausführungen nachzuweisen, daß die Sozialdemokratie schließlich in Deutschland wie in Frankreich den größten Schaden von einem Kriege haben würde. Der Krieg würde am Rhein, wo die stärkste Industrie und also die reichste Quelle des Arbeiterwohlstardes ist, zerstörend wirken:„Hier im pulsierenden Herzpurkt der europäischen Industrie, am Octe der stärksten Verdichtung proletarischer Interessen hoben Proletariat und Kultur wohl fünfmal mehr zu verlieren, als auf dem Wege von Belfort nach Pariz. Auch wenn es für uns als deutsche Sozialdemokraten nicht verdammte Pflcht und Schuldigkeit wäre, zuerst und wieder und noch einmal für den deutschen Arbeiter und sein Wohl zu sorgen: sogar vom allgemeinen proletarischen Stankpunkte aus ist kein größeres Unheil denkbar, als eine Niederlage und wirtschaftliche Zerrüttung Deutschlands— des Landes der zahlreichsten Arbeiterschaft.“... Aus dem Deutschen Reiche. Berlin, 23. März. Zur gestrigen Abendtafel beim Kaiserpaar waren die Damen und Herren der Umgebungen Weilard Kaiser Wuhelms des Großen und der Kaiserin Augusta geladen. Heute morgen unternahmen die Majestäten einen Spaziergarg im Tiergarten. Der Kaiser hatte eine Unterredung mit dem Reichskanzler. Ueber die Reisepläne des Kaisers steht nur so viel fest, daß der Kaiser im Hichsommer die zwischen ihm und dem König von Norwegen bereits besprochene Nordlandsreise unternehmen wird. Ulle anderen Reised'spositionen beschrärken sich auf das Inland. Die Nachricht von einem Besuche des Königs von England beim Prinzen Albrecht von Preußen in Fuenterrabia wird in Biarritz als unrichtig bezeichnet. In Bundesratskreisen wird der Arfang April stattfindenden Konferenz über Fragen der Eisenbahntarifreform mit einiger Spannung entgegen gesehen. Es scheint mit der Möglichkeit gerechnet zu werden, daß die in betracht kommenden Einzelstaaten geneigt sind, auf dem Wege der Eisenbahngemeinschaft einander ein sehr wesentliches Stück entgegen zu kommen. Veröffentlicht wird ein Köriglicher Erlaß vom 12 März beir. anderweite Abgrenzung der Verwaltungsbezirke der Eisenbahndirektionen in Bromberg, Posen, Erfurt, Hannover, Kassel, Frankfurt a.., Münster i.., Elberfeld und Köln. Der neue Panzerkreuzer„Scharnhorft“ hat eine Wasserverdrängung von 11 600 Tonnen. Der Kreuzer unter Dawpf legt bei mittlerer Schnelligkeit eine Strecke von mindestens 5000 Seemeilen zurück. Zwei Gefechtsmasten erhalten die für graße Krevzer übliche Takelage, und vier Schorn steine sind vorhanden Die Beweff ung beRiht aus acht 21 Zentimeter-, sechs 15 Zentimeter= und zwanzig 8,8 Zentimeter. Schneklfeuergeschützen, vier 3,7 ZentimeterMaschinenkanoren, vier 8 Mill meter=Maschineugewehren. und vier 45 Zentimeter Unter. wasser=Toepedorohren, je einen am Bug am Hick, am Sieuerbord und am Backbocd. Das Sch ff wird färker g panzert sein, als die großen Kreuzer„York“,„Friedrich Kail“ usw. Ein Gürtelpanzer erstreckt sich über dem Auslaude. London 21. März. Das englische Komitee für die Befestigung der Freundschaft zwischen England und Deutschland hielt heute aberd unter dem Vorsitz des Lords Avedury und in Anwesen heit einer deutschen, von Herrn de Neusville aus Frankfu t a. M. geführten Deputation eine Versammlung ab. De Neufville berichtete über die Tätigkeit des ähnliche Ziele verfolgenden Komitees in Deutschland und schilt erte, wie die Bewegung in Deutsch= laud von den verschiedensten Seiten mit Sympathie aufgenommen wird. Redner überreichte dann eine von vielen deutschen Parlamentariern, Gelehrten, Handelskawmer= präsidenten, Bürgermeistern, kirchl. Würdenträgern u. a. unterzeichnete Adresse. Lord Avebmy dankte der beutschen Deputation namens des englischen Komitees und sagte, die Zivilisation in jeder Gestalt verdanke Deutschland viel, und diejenigen, welche für ein engeres Freundschaftsverhältnis zwischen den beiden großen Nationen arbeiten, täten dies auch zum Wohle der ganzen Menschheit. London, 22. März. Wie dem„Daily Telegraph“ aus Tokio gemeldet wird, ist dem japanischen Landtage ein Gesetzentwurf zugegangen, in welchem die Höhe des Schutzzolles festgesetzt wird, der auf Stahl, Leder, Jawelierwaren, Uhren, Automobtie, Fahrräder und Nahrungsmittel erhoben werden soll. Eine Klausel des Gesetzes, betreffend die Einfuhr derjenigen Waren. die staatliche Vergünstigung genießen, ermächtigt die Regierung, den Zoll denjenigen Ländern gegenüber zu erhöhen, die japanische Schiffe oder Waren differenzieren. Rußland. Die Vorwahlen zur Reichsduma sind in Ruhe und Ordnung verlaufen. Aber wie jetzt die Dinge in Rußland stehen, ist zu befürchten, daß in der Hauptsache die Opposition in die Duma einziehen wird, nicht um zu reformieren, sondern um zu opponieren und zu kritifieren. Insbesondere macht sich gegen alle die jenigen, die geholfen haben, die Revolution niederzuwerfen, ein starker Haß bemerkbar, und gewiß ist der Geimm gegen den Grafen Witte nicht geringer. Gelingt es der Duma, ihren Willen du chzusetzen, so werden all diese Männer ihren Platz räumen und vor Gericht Rede und Antwort stehen müssen, aber es würde sich dann auch zeigen, daß man niemanden hat, den man an ihre Stelle setzen könnte. Es ist daher sehr wohl möglich, daß, wie behaup'et wird, die Regierung der Duma, wenn sie am 10. Mai zusammentritt, nur die Mitteilung macht, daß sie konstituiert sei, und sie dann bis zum Sepi mber entläßt, wohl in der Heffnung, dann eine ruhigere Stimmung vorzufinden und die Oronung im Reiche etwas fester gesichert zu haben.— Das Gesetzblatt veröffentlicht einen kaiserlichen Ukas, durch den die gesetzliche Regelung der Prüfung des Budgets des Reiches bestätigt wird. Das Budget soll am 14. Oktober dem Reichsrat und der Duma zur Prüfung vorgelegt werden und am 14 Dezember für das verflossene Jahr beendet sein. Sollte eine Einigung beider Körperschaften nicht herbeigeführt werden, so ist das Budget des verflossenen Jahres in Gestalt von Kredit=Zwölfteln als rechtsgültig zu erachten.— In Lodz entließ die größte Aktiengesellscheft, Scheibler u. Pomnanzky, ihre sämtlichen 16000 Arbeiter. Uesache dieses Schritts und der Schließung der Fabriken sind unersüllbare Forderungen der Arbeiter. Algeciras, 22. März. Ein neues österreichisches Projekt wird in Gestalt eines Amendements vorgelegt werden und, wie man hofft, eine für die Lösung günstige Grusdlage bilden. Die hauptsächlichsten Purkte des österreichischen Entwurfs bestehen darin, daß die Ausscheidung von Casadlanca auf gegeben wird, Fearkreich dagegen die Iuspektion der Polizei in der Form an nimmt, daß das diplomatische Korps in Tanger die Oberaussicht über die franzö sisch= spanische Polizei vermittels eines Inspekteurs übernehnen soll. In der Bankfrage soll Frankreich ent weder nur zwei Anteile für den Racklauf seines vertragsmäßigen Borzuzerechtes annehmen ober, wenn es drei Bunkanteile für diesen Rücklauf erhält, in die Hinzufügung eines Supplements zugunsten Deutschlands einwilligen. Die Ber tellung der Häfen für die Polizeiorgarisation wird durch die Konferenz selbst vor genommen werden. Der österreichisch= Ectwurf macht keinerlei Anspielung hinsichtlich des Plaues einer gemischten Polizei in jelem Hafen, der amerikanischen Ursprungs ist. Aber dieser Plon könnte wieder aufleben, wenn der österreichische Entwurf, den die österreichischen Delegierten .doch nur einbringen, wenn sie der Annahme gewiß sind, nicht angenommen werden sollte. Die rächste Sitzung soll am Mo#tag staltfinden. dem Umsturzlager. (Kochrezepte für Proletarier.) Das soziuldemokratische„Volksblatt' ie Gotya bringt in seinen Spalten Kochrezepte für die„hungernden“ Proletarier. So war, wie wir der„Neuen Corr.“ entnehmen, dieser Tage z B. zu lesen:„Kalbs ohren in Keebssauc.",„Lachs mit Rotwein und Krebsbutter" und„Spinatpuddin Verrutlich sind das die Saeisen für die reiche: Führer der„Gevossen“, und die angeblich„hungernden" Proletarier sollen sich daran satt— lesen. Aus den Parlamenten. Deutscher Reiezers 73. Sitzung vom 23. März 1906, 1 Uhr. Im Reichstage teilte am Freitag zunächst Präsident Graf Ballestrem mit, daß Se. Majestät ein Gruppenbild der kaiserlichen Familie und ein Gedenkblatt an die silberne Hochzeit des Kaiserpaares übersandt habe. Darauf wurde die zweite Lesurg des Staatshaushalteentwurfs beim Eiat für Togo fortzesitzt. Auf die Anftage, ob die Landgesellschaften nicht einen Teil ihres Landes den Negern zur ückzugeben sei, erwiderte der Leiter des Kolonichsamts Erbprinz zu Hobenlohe, die Untersuchung dieser Frage.i noch nicht abgeschlossen. Abg Dr. Paasche(nl.) wünschte, es möchten sich alle Landgeslschaften zu einem gerechten Ausgleich in der Landfrage geneigt erklären Nach weiteren Anriguggen der Abgg. Dr. Arendt(Rp.) und Böhlendorff=Holpin (kons) nu de der Etat bewilligt. Beim Erat für Deussch= Südwestafrika forderte Abg. Lattmann(Wirtsch. Bgg.) eine Denkschrift über die wirtschaftlichen Aussichten der Kolonie und befürwortete Ausbau der Virkehrsstraßen wie intensive Förderung des Genossenschaftswesent Dann würden nach Niederwerfurg des Aufstandes viele unserer Soldaten in der Kolonie bleiben. Erbprinz zu Hohenlohe kam zunächst auf das Burenkomplort zurück und kennzeichnete es als Roubversuch ohne jeden politischen Chorakter. Witer sagte er Uaterstützung des Genssnchaftswesens zu und bat um Be willigung der Bahn Windhuk Rehobot. Abg. Erzberger(Zir) verlangte Lösung des Verrags mit der Fuma Tippelslich Geheimrat Seitz erwiserte, beim Virtragsabschluß gab es nur die eine Firma, die einen brauchbaten Kak: stoff lieferte Obendrein habe die Firma die Ver. pflchtung übernemmen, die Lagerurg und Verwaltung der Kriegsbestände zu besolgen. Unter den heutigen Verhälinissen werde ein solcher Ver trag natürlich nicht abgeschlossen, seine Absnderung werde erwogen. Die Weitarberaturg wurde auf Sonnabend 1 Uhr vertagt. Schluß 6 Uhr. Abgeordneteuhaus. 50. Sitzung vom 23. März 1906, 11 Uhr Das Abgeordnete haus erledigte am Freitag die erste Lesung der Wablrechtsvorlagen. Die Beratung eröffnete Minister des Innern v. Bethmann Hollweg mit einer glänzenden Rede, in der er zunächst als Aufgabe der E twür'e hinstellle, das Zustandekommen gesetzmäßiger Wahlen auch in den großen Wahlbezirken zu sichern. Wer jetzt das Reichstagswahlrecht auch für das Abgeordnetenhaus sordere, vergesse, wie sehr das Parlament von den Strömungen der Masse abhängig geworden sei. Zum Glück seien noch Kräfte im Volke vorhanden, die sich von den Auswüchsen der sozialdemokratischen Bewegung mit Unwillen ab venden. Jedes Wahirecht der Zukunft könne sich nur stützen auf diejenigen Elemente, die von der Verödung des politischen Lebens durch die Sozialdemokratie nichts wissen wollen.(Anhaltender, lauter Beifall rechts, zischen lirks, erneuter Beifall rechts) Abg Fischbeck(ses. Bp.) betrachtete die Vorlage als eine Konservierung des bie herigen Wahl urrechts, erklärte sich aber mit den Aenderungen des Wahlverfahrers einverstanden. Die Abgz. Irmer(kons.) und Fehr. v. Zedlitz(fkons.) stimmten den Vorlagen und Ausführungen des Ministers zu. Abg. Krause(ns.) bat, no wendige Reformen nicht im Hinblck auf die Sozialdemokratie zu verschieben; von der Einführung des Reichstagswahlrichts wollen auch seine Frernde nichts wissen. Abg. Broemel(frs. Baz.) stellte das Dreiklassenwahlrecht als ein Konglomerat von Unsinn und Ungerechtigkeit hin. Ablehnend äußerte sich auch Abg. Dr. v. Dziembowski(Pole). Abg Dr. Porsch(Zte.) erkannte die Vorlagen als Verbesserungen gegenüber den jetzigen Zuständen an, meinte aber, der schroff: Unterschied zwischen Reichstags= und Landtagswahlrecht könne nicht fortb=stehen. Beide Vorlagen wurden einer Kommission von 21 Mitgliedern überwiesen. Sonnabend 11 Uhr: Kleinere Vorlagen und Devkschriften. Schluß 3 Uhr. Gericht und Bielefeld, 21. Mirz.(Strafkammer. 1. Wegen fahrlässiger Gefährdung eines Eisenbahn= tronsportes hatte sich der Fuhrmann F. D. von Ubbedissen vor der Strafkammer zu verantworten. Er erhielt eine Geldstrafe von 50 Mark ev 10 Tage Gejängats.— 2 Der Steirmitz F. O. B. von Vlotho, wurde wegen Majestätsbeleidigung zu 3 Monaten G füngnis verurteilt, worauf ihm 2 Monate von der Untersuchungshaft angerechnet wurden.— 3. Der Schlosser G. K. von Herford, wurde wigen M ßhandlung, Bedrohung und öffentlicher Beleidigung zu 10 Monaten Gefängnis und wegen Angeiffs mit einem Messer zu 1 Woche Haft verurteilt.— 4. Ein trauriges Familenbild entrollte die Verhandlung gegen den Handlanger G B. von Herford, welcher sich wegen Miß handlung seiner Kinder zu verantworten hatte. Der Argeklagte, der als ein fleißiger Arbeiter geschildert wird, hat seine drei Kinder, seine elfjährige Tochter Frieda, seine dreijährige Tochter Jozanne und seinen 13 Jahre alten Sohn Hugo, die als verstockt und lügenhaft bezeichnet werden, im Nodember v Is. in geradezu bestialischer Weise mißhandelt, sodaß der Arzt. dem die Kinder zu geführt wurden, den Zustand der Kinder, die auf dem ganzen Körper Spuren unmenschlicher Züchtigurgen aufwiesen, als einen geradezu jamm rvollen bezeichnete. Er war vom Schöffengericht zu Hersord wegen dieser Rohheit mit 2 Monalen Gefängnis bedacht worden, wogegen der Angeklagte wegen seiner Bestrafung und die Staatsanwaltschaft wegen zu niebrigen Strafmaßes Berufung eingelegt hatten. Auf Grund der heutigen Beweisaufnahme wurden jedoch beider Berusungen von der Strafkammer als unbegründet verworfen. Bielefeld, 24. X(Heinrich Husendiek in Brake.) der bekaurte christlich=soziale Führer, ist in der vorigen Woche wegen eingetcetener Geisterk ankheit nach Liugerich überführt rorden. Hoffentlich erweist sich die Krankheit richt als uaheilbar. Auch in unserm Leserkreise wird man der Unglücklichen die Teilrabme nicht versagen. Wie wir äußirt sich die Krarkheit zunächst in Tobsucht. (Die Sparenburg wurde vorgestern den Mitglie#ern des Bauaus gusses besihtigt. Sie nahmen nach der„West fähischen Zeitung.“ zunächst von den Mußnahmen Kinntnis, die für die tunliche Erhaitung des Burggemäuers er sordetlich sind. Jnsbesondere erschten eine sor fättige Ableitung der Tageswässer, welche zurzeit im Mauerweit der Burg versickern und dann bei eintretendem Frost zu sortgesetzten Zerstörungen Anlaß geben, dringend rö ig. Eine hiesbezügliche Borlage wird bemnächst der Stadtverordnetenversammlung (Für Taubstumme.) Am Sonntag, den 8 April fidt mittags 12 Uhr in der Panuküirce Feugeltet dienst für Laubstumme statt. Nachn ittags 3 Uhr hätt der Verein im Evang. Bereinthause Taubstimmen Versammlung ab. Besprechung über die in Mai zu Soei, statfindunde Feier des 75 jährigen Bestehens der Peovinzial Taubstummen= Er start. Um Fahrpreisermäßigung zu erlangen, hat mansich unter genauer Angabe seiner Adresse an Herrn Hermann Bü#cher, Ro andstraße 22 zu wenden. (Vortrag) Auf den morgen abend im Volkssaal stattfindenden Vortrag von Dr. Jungklaus über„Moderne U berschätzung des Geschlechtslebens" wird nochmals hingewiesen. Jünglinge von 17 Jahren und Männer haben freien Zutrutt *(Miisterkurse.) Zum achten Male fi##en demnächst Meisterkurse für Sauh macher und Schneider, zum sechsten Male für Schreiter und zum fünften Male für Schlosser statt. Die Kurse werden am 11. Juni 1906 eröft##et. Die Dauer der Kurse beträgt 8 Wochen. Die Zihl der Teil nehmer ist für jeden Karsus auf 10 fest. gesetzt. Die Aufzunehmenden sollen in der Regel das 24 Lebensj ihr vollendet und das Alter von 45 Jahren nicht überschritten haben. Bewerbungen von Meistern nod solchen Gehülfen, die im Begriff stehen, sich selbst ständig zu machen, werden bevorzugt. Den Kursisten werden die Unterrichts=Mittel Mischinen, Wirkzeuge, Miterialen u. a. unentgeltlich zur Verfügung gestellt. Das Uaterrichtsgeld kann erlassen werden. In der Regel erhalten die Teilnehmer reichliche Beihilfen zum Lebensunterhalte. Die Meisterkurse werden in einem neuen Werkstatthause abgehalten, die schönen Wer'statträume sind mit praktischen und modernen Maschinen ausgestattet. Der Ulterricht wird von auerkannt tüchtigen Fachlehrern erteilt. Die bereits abgehaltenen Kurse haben die besten Erfolge aufzu weisen. Meldungen für die Meisterkarse sind umgehend an den Leiter der Meisterkurse, Direkter Ryyling=Dortmund, Schwanenwall 41, zu richten. Die Hand werkskammern find gern bereit, jede gewünschte Auskunft zu erteilen. Die nächstfolgenden Kurse beginnen voraussihtlich am 8. Oktober. Im folgenden Wiater fieden voraus sihtlich auch Meisterkurse für Maler statt. Anmeldungen hierzu sind schon jetzt erwünscht. (Aus dem Theaterbureau) wird uns geschrieben:„Elga“, Gerhart Hauptmann's neues, nach einer Grillparzerschen Novelle bearbeitetes Werk gelangt am Montag zum ersten Male im Stadttheater zur Darstellung. Das seit Monaten das R pertoir des Lessingtheakers in Berlin beherischende Stück— ein ganz eigenartiges Werk — wurde bei seiner Uraufführung mit vollem durchschlagenden Erfolg gek önt. Das Werk, welches auch hier— wie in Berlin— ohne Pruse durchgespielt wird, ist, von Herrn Oberregisseur Meißner inszeniert, in den Hauptrollen mit den Demen Alberta, Crusius, Mühlhan und Stolle, sowie den Herren Baumeister, Garrison, Geissel, Gronert, Häcting und Rumann besetzt. (Stadttheater.) Wochenspielplan vom 24. bis 31 März 1906, Sonnabend, den 31. März Vorstellung zu kleinen Preisen(8 Vorstellung im Sudermann=Ziklus):„Jobannisfeuer“. Schauspiel in vier Akten von Hermann Sudermann.— Sonntag, 25. März. Einmalige Extra-Doppelvorstellung bei gewöhnlichen Preisen:„Der eingebildete Kranke". Lustspiel in 3 Akten von Molière. Darauf(zum letzten Mile):„Der Weg zur Hölle“. Schwank in 3 Akten von Gustav Kadelburg.— Montag, 26. März(zum ersten Male):„Elga“. Nokturnus in 7 Bildern(nach einer Novelle Grillparzers) von Gerhart Hauptmann. Vorher:„Wann wir altern“. Eine dramatische Plauderei in einem Akt von Oskar Blumenthal.— Dienstag, 27. März. Benesiz für Herrn Max Sandhage:„Der Bettelstudent". Operette in 8 Akten von F. Zell und Richard Gené:. Musik von Karl Millöcker.— Mittwoch, 28. März:„Die Schützenliesel“ Operette in 3 Akten von Leo Stein und Karl Lindau. Musik von Edmund Eysler.— Donnerstag, 29. März:„Frühlingsluft". Operette in 3 Akten von Karl Lindau und Jalius Wilhelmi. Musik nach Motiven des Josef Strauß, zusammengestellt von Einst Reiterer.— Freitag, 30. März. Benefiz für Herrn Robert Garrison:„König Richard III. Trauerspiel in fünf Akten von William Shakespeare. Für die deutsche Bühne bearbeitet von Franz Dingelstedt.— Sonnabend, 81. März. Vorstellung zu kleinen Preisen(9. und letzte Vorstellung im Sudermann Ziklus): lebe das Leben“. Drama in funf Akten von Hermann Sudermann. m(Gestohlen) wurden gestern abend von einem Z amerplatze an der Feilenstraße 15—20 Meter Bleirohr. Vor Ankauf wird gewant. m.(Beim Hundefang) wurden gestern fünf Hunde mutgenommen. Zwei derselben, die roch nicht eingelbt sind, ein schwarz branner Putscher und ein gelder Teckel, befinen sich auf dem Schlachthose, wo sie gegen.staisung des Fanggeldes und der Fulterkosten innerhalb einer Woche abgeholt werden ibanen. m.(Einbruchsdiebstahl.) Beim Uhrmacher Ulrich in der Bahnhofstraße gegenüber der alten Post ist heute morgen zwischen 5 und 6 Uhr die Schaufensterscheibe mit einem Zieg stein eingeschlagen worden. Hierauf hat der Täler einige der ausgelegten Uhren, sowie mehrere Zoei, Fünf und Zehnmarkstücke mit dem Bildnis Kaiser Frienrichs ergriffen und das WBeite gesucht. m.(Ein Gardinenbrans) gestern aberd in einem kleinen Schausenster an der Ournstraße beim Anzünden der Schaufensterbeleuchtung. m.(Die Kastantenstraße) wird vom 27. bis einschl. 29. März wegen Arleiten am Straßenkörper für Fuhrwerk gesperet. m.(Fundsachen.) Ein Paket Damenwäcke, ein Boa, ein Hanswagen, ein Stück blauer Sofaüberzug(Rückwandstoff), Staff zu Hose und Weste(zugeschnitten).— Ein Terrier ist als zugelausen angemeldet. Ans der Kreier Miusen## Minden, 24 März(Die am Donnerstag abgehaltene Stadtvnoroneten=Versammlung) hat den vom Magistrat vorgelegten Haushaltsvoranschlag der Kämmereikasse für 1906/07 ohne Aenderung einstimmig genehmigt. Die direkten Steuern wurden wie folgt festgisetzt: 188 Prozent zur Gewerbesteuer(70560 Mt.), 68 Prozent Betriebssteuer(2000 Mk.). 167 Prozent Einkommensteuer(117.500 Mk.), 2,6 Promille Gemeindegrundsteuer(130310 Mt). Gemeindeab gaben der Offiziere 7000 Mk. Mit den Ausführungen des Ersten Bürgermeisters Dr. Johansen über die Finanzlage der Stadt erklärten sich die Anwesenden einverstanden. Das Vermögen der Stadt beträgt 9306 656 Mk., bestehend in 1153000 Mk. Kapital Vermörn, 3899000 Mk. Wert des unbebauten Geundbesitzes, 2610000 Mt. Wert der ertragbringenden Gebäute(darunter 193000 Mk. für die niederzulegenden Häuser in der Hohn= und Scharnstraße), 1646000 Mk. Wirt der Gebäude ohne E trag: demzegenüber sind die Schulden angegeben mit 7712579 Mr. Nach eingehender Beratung wurde mit 16 gegen 4 Stimmen nach der Magistratsvorlage beschlossen, mit der Feldschlößchen=Brauerei=G. als.sitzerin der„Tonballe“ einen Vertrag abzuschließen, wonach sie den für eine Straße vom Markt zum Klausenwall notwendigen Tiil abtritt, wozegen die Stadt an der Ostseite des durch Ankauf eines Teil des Domschulgartens wieder vergrößerten Tonhallengartens ein Theater neubaut, das.5000 Mk. kosten soll. Nach 12 Jahrea muß sich die Stadt entscheiden, od sie das ganze Tonhallengrundstück für 300000 Mk. oder das Straßen= und Theaterterrain für 130000 Mk. erwerben will.(M L. Krsbl.) Oeynhausen, 23. März.(Fernsprechbau.) Der Pian über den Bau einer unterirdischen Fernsp echlinie in Bad Oythausen und Umgebung liegt bei dem Postant in Bas Oyuhausen zur Einsicht aus. Eisbergen, 22. Mirz.(Begräbnis.) Exz=llenz Feau v. d. Goltz, die Witwe des bekannten Führers der 26 Brigade in dem deutsch französischen Kriege, ist im Alter von 80 Juhrea ihrem Gemahl in die Ewigkeit nach zefolgt und hert: nachmittag hier auf dem Dorsfciedhofe an der Seite ihres Gemahls beigesetzt worden. Petershagen, 22. März.(Prüfung.) Bei der gestrigen Aufnahmeprüfung an der P’äparandenschule des hiesig n Leyrerseminars bestanden nach der„Mino. Zig.“ von 28 Pruflingen 27. Aus dem Kreise Hersers. Hersord, 21. März.(Tvangelisches Vereinshaus.) Wir machen hiermit nochmals darauf aufmerksam, daß am Montag, 26. März, nachmittags 2¾ Uhr, die diesjährige ordentliche Generalversammlung des Erangelischen Vereins für die Stadt= und Landgemeinden des Kreises Herford stattfindet, leider gleichzeitig mit der Versamm: lung des landwirtschaftlichen Kreisvereins(in Enger); eine Verlegung war absolut unmöglich. Wegen der Wichtigkeit der Tagesordnung bittet der Eoangeltsche Berein dringend um zahlreiche Beteiligung der Mitglieder. X Herford, 24. März.(JahnGedenkstein) Wir weisen nochmals auf das morgen nachmittag 4 Uhr auf dem Schützenhofe stattfindende Schauturnen der hiefigen Turnvereine hin. Das Peogramm ist sehr reichhaltig und der Ertrag zur Errichtung eines Jahn=Gedenksteins bestimmt. Hersord, 23. März.(Neustädter Kirche.) Wegen der schwankenden Witteruag mußte der für die letzte Woche bereits in Aussicht genommene Abbruch des Turmes verschoben werden, da bei dem jetzt herrschenden scharfen Nordostwind die Arbeit nicht geleistet werden kann. Die im Innern der Kirche rüstig vorwärte schreiterden Unterfangungsarbetten der Pfeiler erregen das Jateresse sächtlicher Fachleute, so daß scon mehrfach die Kirche von Bausachverstän igen besucht wurde. So wellten hier om Montag etva 25—30 Heiren, unter denen sich der Direktor der Höxte schen Bauschule, sowie das Lehrerkollegium dieser Anstalt, ferner eine Anzahl Regierungsbamäte usw. befanden, die unter Führung des Herrn Regierungs= und Baurats Horn aus Minden die Arbeiten in Augenschein nahmen. Auch der Technische Verein aus Bielefeld besichtigte am Sonntag die Kleche. Die abgestützten Pfeiler werden laut„Herf. Kreisbl.“ auf T Träzer geschoben, welche auf eisernen Senkbäumen ruhen. Bis jetzt sind auf diese Weise drei Pfeiler unterfangen. Die Arheiten erfoigen unter der Leitung des Königl. Baurats Bächling und werden ausgeführt von der Firma Althoff u. Lak#meier. Bünde 23 März.(Auto=Rummern.) Der Polizeivervaltung in Bünde sind die Nammern 2061 bis einschließlich 2070 als Eckenrungsnucmern für Kraftfahrzeuge überwiesen. Bünde, 23. März.(Schulbau) Die Schlußkonkuerenz ist nach der„Bünder Zeitung" roch erheblich gestiegen, es sind im ganzen 208 Pläne eingegangen, die in ihrer Ausführung zwischen 80 000 bis 240000 Mt. schwankten. Die meisten derselben bewegen sich im Mittel von 150000 Mark. Diese Mittelstraße dürfte auch wohl die Zustimmung des Mogistrats finden. Kommen dazu die etwa 30000 Mk. betragenden Kosten su dürfte damit die Su erreicht sein, die si des Inventars au dürfte. I Stift Que (Der Verein und Tierschutz) nächsten Herbst eine verbunden mit ein anstalten und hat: gung bereits nachgest I Kirchlengern rung.) Die hiest den Entschluß der K die Dorfstraße zu Freuden begrüßen. Sommer nur die von der Elsebrücke und nicht wie bisl bis zu dem nach ausgeführt werden I Löhne, 22. mehreren Jahre Wachtmeister zum 1. April cr. aus und tritt in d wurde dem Kaiser! überwiesen. II Mennighüffe entstand heute nacha des Maurermeisters Flammen verbreitste bald stand das ga Gebäude in hillen herrschinden starken auf das Nachbarha und dessen Nebeng ebenfalls eingeäscher Freiwillige.uerw.! und griff tatkräftig Nachbarwehren. T gungen der 5 herbe zu ganken, deß sich weiter ausdehnte. Das teils gerettet werden. ursache ist nichts bei Ans dem Res.=Be. Münster, 22. M. Zun Kommandeur als Nachfolger des v. Winte rf.ld: Generbieher I spekteur der errannt. Soest 23 Mü Städtetag.) Als# sin) bis jetzt in Ausf setzentwurf betr. Aend den Unterstütz uungs woh 3. Behanblung des unter Ausmahl ei90 ∆ 5 6 Die glückli zeigen hocherfre Cöln-Lin Pa F Soantag, den 25. März IV. Kamn Ravensberg der Herren Barkhau Mitwirkend: Herr Hofmu Im Progr.: Streich u. Cello: I. Haydn Op. delssohn-Bartholdy Karten-Vorver Landwirtscl 7 Das Schuljahr 19 8 Uhr mit der Aufnahn □ zeugnisse der Landwir## zösich) und der Realschu #f zum Enbalterndienst Auskunft der Direktor D1 Warum tragen Sie Federbruchband? Mein hält auch die schwersten erkenungsschreiben. Leib- und Vor Gu Mein langjähriger er anwesend in Bielefeld Kirchhofs Hotel zur K Bandagist L. B Briefe tragenden Kosten für den Grunderwerb, so dürfte damit die Summe von 200000 Mk. erreicht sein, die sich mit der Beschaffung des Inventars auf ¼ Mllion erheben dürfte. Stift Quernheim, 22. März. (Der Verein für Geflügelzucht und Tierschutz) hierselbst beabsichtigt im nächsten Herbst eine Geflügel Ausstellung, verbunden mit einer Verlosung, zu veranstalten und hat die behörbliche Genehmigung bereits nachgesucht. Kirchlengern, 22 März(Pflaste rung.) Die hiesigen Einwohner werden den Entschluß der Kreisschaussee=Verwaltung, die Dorfstraße zu pflastern, gewiß mit Freuden begrüßen. Leider kann in diesem Sommer nur die Pflesterung der Strecke von der Elsebrücke bis zum Bahnübergange und nicht wie bislang beabsichtigt wurde, bis zu dem nach Obrock abgehenden Wege ausgeführt werden II Löhne, 22. März.(Der seit mehreren Jahren hier stationierte Wachtmeister Bredemeyer) scheidet zum 1. April cr. aus der Gendarmerie aus und tritt in den Postdienst über. Er wurde dem Kaiserlichen Postamte Lüchow überwiesen. II Mennighüffen, 23. März.(Feuer) entstand heute nachmittag in dem Wohnhause des Maurermeisters Knieker hierselbst. Die Flammen verbreiteten sich sehr schnell und bald stand das ganze mit Strob gedeckte Gebäude in hillen Flammen. Tuch den herrschinden starken Wind wurde das Feuer auf das Nachbarhaus des Kolons Detert und dessen Nebengebäude übertragen die ebenfalls eingesschert wurden. Die biesige Freiwillige Fuerwihr war bald zur Stelle und geiff tatkräftig ein, desgleichen die Nachbarwehren. Deu vereinten Austrengungen der 5 herbeigrellten Wehren ist es zu ganken, deß sich der B and nicht noch weiter ausdehnte. Das Mobiliar konnte größtenteils gerettet werden. Ueber die Enstehungsursache ist nichts bekannt. Aus dem Res.=Ve.. Münzer vei Sesters Münster, 22. März.(Militärisches) Zu#a Kommandeur der 13 Diossion wurde als Nachfolger des Herin Generalleutnauts v. Winte rfeld! Generallentnaut v. Natzmer, bisher I spekteur der 3. Kavallerie Inspektion errannt. Soest 23 März(Westfälischer Städtetag.) Als Verhaatlungsgegenstände sin) bis jetzt in Aussicht genommen: 1. Gesetzentwurf betr. Aenderung des Gesetzes über den Untersttttz uugswohnsitz, 2 Trinkerfürsorge, 3. Behanblung des Bufluchtliniergesetzes unter Ausmahl eiiger Materien nament zur Orientierung für kleinere Städte, 4. Stäktische Plätze und Gartenanlagen, 5. Anstellung eines gemeinsamen Revisors für mittlere und kleinere Städte. Gelsenkirchen, 22. März.(Die Bahnen der Gelsenkirchener Straßenbahngesellschaft) wurden von Thyssen und und Stinnes zum Preise von 7½ Mll Mark angekauft. Die Uebernahme erfolgt seiters Th. u. St. am 1. Aptil.(Rh.=W. Big.) Stettin, 22. Mürz. Bei einem des schweren Einbruchs verdächtigen Arbeiter Walther sollte eine Haussuchung vorgenommen werden. Auf die drei Kriminalbeamten hieden Walter und seine Ehlfrau mit dem Beile ein. Sie wurden nach läggerem Kampfe entwaffnet. Walther ergriff itzt einen Genicksänger und verletzte den Kriminalschutzmann Holze schwer. Ein anderer Kriminalschutzmann wurde an Kopf und Brust durch Resserstiche verlitzt. Die Beamten machten von den Revolvern keinen Gebrauch, weil die Kinder des Walther sich zwischen die Beamtes und die Angreifer drängten. Walther gelang es so zu entfliehen, er wurde aber nach wilder Jagd in einem Hausflur in der Rosenstraße festgenommen. Florenz, 22. März. Die bekannte Prinzessin Elvira Bourbon, de mit dem Maler Folchi verheiratete Tochter von Don Carlos, war heut: die Heldin eines häßlichen Standals. Die Peinzessin wurde in einem Ladengeschäft mit der Verkäuferin nicht handelseinig Beide Damen geristen sich in die Haare, und die Prinzessin verletzte bei der Prügelei die Verkäuferin dermaßen, daß sie ins Spital gebracht werden mußte. Die Peinzessin wurde verhaftet, nach dim Verhür aber wieder freigelassen. Lens, 23. März. Trotz aller Bemühungen machen die deutschen und die französischen Mannschasten keine Fortschritte in ihrem Kampfe gegen die Fruersbrunst, und die Schwierigkeiten sind noch immer so groß wie zuvor. Sobald das Feuer auf eine Strecke von einigen Metern gelöscht ist bricht es immer wieder von neuem aus, noch bevor man an die Ecneuerung der Holzvelschalung der Schächte gehen kann; und der Kampf muß wiedir aufgenommen werden. Miist teilt der Wiederausbruch des Fuers ein, währerd man die Mauern der Gänge abkühlen läßt, um die Verscholung rorzamhmen. Dabei ist aber das Verschalen unumgänglich notwendig, denn das durch das Feuer in morschen Koks umgewandelte Gewölbe würde zusemmenstürzen, winn nicht große Vorsichtsmaßnahmen getroffen würden. Auch heute nacht gelang es den Feuerwehrleuten nicht, einen Fortschritt zu erzielen Man geht jetzt daran, das Feuer von zwei Seiten anzugreisen und zu umgeyen. Man erhofft davon Erfolg und wird den Kampf gegen das Fruer energisch fortsetzen.“ (Faiale Zurechtweisung) Junges Herrchen(m 8:):„Ich will mir eine B guie anst an; es geniert Sie doch nich?“ — Allere Taoe:„Neir; aber ich denke, du geei#nst dich!“ hat für die Kolonie„Hoffnungstal“ des Abgeordneten v. Bodelschwingh aus dem Dispositions. fonds die Summe von 10000 Mk. bewilligt zur Erbauung eines Ver sammlungs-Saales, der zugleich gottesdienstlichen Zwecken dienen soll. In diesem Raume sollen auch Geselligkeiten stattfinden, Vorträge aller Art sollen die Leute belehren und unterhalten und Veranstaltungen aller Art sie erheitern. Essen a. Ruhr, 24. März. In Buer bei Essen drangen 3 Hand. werksburschen in den Laden des Händlers Küpper und gaben drei Revolverschüsse auf den Händler ab, die diesen tödlich verletzten. Die Täter sind entkommen. Braunschweig, 24. März. Di: Re zierung gestattet nicht die feierliche Beisetzung von Aschenuenen auf den evangelischen Friedhöfen des Herzoztums. Dar=es=Salaam, 24. März. Bezirksamtmann von Rode melbet aus Kilwa, daß sich der Hauptanführer Amerindeg= mit viee: Aufständischen in Lukoliro dem Uneroffizier Keßler freiwillig gestellt hat. Durch die besädigen Fortschritte durch freiwillige Urterwersungen in den Bezirken Mocogoro und Klosse ist tort die 5 Konpag ie unter 'm Haupimann von Hirsch zu anderweitiger Verwendung freigeworden und wird dim hächst im Iring Bezirk operieren. Die 15. Kowpagnie behält die Sicherung des Bezirke 1 M o r o z o r o u n d K i l a s s a u n d h ä l t d e n R u a h a bhang bis Kirate besetz. Die Konpagnie stelle zugleich die ständige Besatzung von Njukwa. aromatische Emulsion mit Zimt=, Mandel= und Caulthert#Oel je 2 Tropfen Eine alte Bekannte in biesem Frühjahr wieder in die meisten Häuser und hilft tüchtig beim Hausputz und Reinmachen: sie heißt Luhns Salmiak=Tespentin Kerrseise. Wei diese flinke Mitarheitetin kennen gelernt hat, läßt sie sich immer wiedet holen. Bessere sparsamere Abwaschlauge und mildere, wie die von Luhns Salmiak Terpentin=Kernseife bereitete, gibt es nicht; des halb auch kann man heute Luhns in allen bisseren Geschäften haden. Bitte versuchen. Uebersicht der Witterung. Bielefeld, 24. März 1906. Mitgeteilt von Fr. Böckelmann Ww., bier Niedrigst. Thermometerstand in der Nacht— 2 CC. Thermometerstand um 10 Uhr vorm. 0% Barometer 74,0 cm. Wind: Nord West. Himmel: bedeckt Berlin, 24. März. Der Kaiser Ist es klug gehandelt, die Kinder zu zwingen, den widerlichen gewöhnlichen Lidetran einzunehmen, der zur Zeit unstrer Großeltern Mede wer? Sicherlich nicht, dern Scotts Euulsio=, ein Produkt der modernen Phar mazie u dein E gebnie wissenschaftlicher Fo scung, ist von vem widerlichen Gesuch und Gschweck des Lebnt ans seei und gleichzeitig durchaus leich. verdaulsch. Scotts Emvlsion regt den Appttit an, ein wohl zu würdigender Vorteil Scotts Emulsion wird von uns ausschließlich im große verkauft, und zwar nie lose nach Gewicht oder Maß, sone in versiegelten Originalflaschen in Karton mit umerunmarke(Fischer mit großem Dorsch auf dem Rüco & Vowne, G. m. b.., Frankfurt a. M. estandteile. Feinster Mediginal=Zebertrun 150,0, 50,0, unterphosphorigsaurer Kalk 4,3, unte####. aures Natron.0, puld. Tragent 3,0, teinter pulv. 2,0, destill. Wasser 199,6, Alkobol Schuom### Scott& Vo Bborigsauret Gummi pulv Das ist ein Palel „Kathreiners“! 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Dabei hat war, ihr trauriges 6 sie eigentlich nach Ri nicht ganz klar. Der es habe sie in seine stube nicht mehr gelit unterlassen können, bei ihrem Freiheitska zur Seite zu steher wan aber bedenken, k kampf in Russisch= Pol einem Ichre gekämp Rosa bis vor kurze Deutschland gelitten kaum der Grund sein suchen in der Auffor zu gehen, die beran bürgerliche Blätter, so keatische Versammlun Oder will Rosa am die deutschen mit den r# eng verbinden, noch Oder hat sie vill ich sich noch interissant „Vorwärts" beklagt si liche Presse für das armen Rosa nur S Er muß aber als mil lassen, daß die Persor nicht gerabe geeignet Syrputhie zu der Meinung, daß hältnismäßig bedeutun aufge bausct werden Volle muß das Schidk des sie sich selbst zum gültig sein Wer si braucht sich. nach d nicht zu wundern, we Zi bedauern ist led Ein Trostwort kran Es gibt wohl kaum Strafe für bewußt ode Sünden(Fehler in der Nervenschäche(Neuras elend einmal erfaßt hat, fest. Weder in der Arb findet er Befriedigung; krankhafte Reizbarkeit und Furcht und Angst zustände Verzweiflung bis zum ist unfähig, seinen Geist (Lesen, Denken usw.) geistige und körperliche kleinste, hat bei ihn eine selbst körperliche Schmer kleine: Unannehmlichkeiter welche der Gesunde kaum und sonstige nichtige Ur rastheniker zur Heftigkeit stimmung dieser Kranke mistischer Lebensauffassun Große schnelle Mast bewirkt M manus Marke B(nur dem Zwerg als Schut Ein Löffel voll dav dem Futter beigemeng liche Kosten nur ca. 1. # 5 Kllo von M. 81 Marte 1 kosten 3,50., au, S ale 20., 100 Kilo 39 M. All M. Brockmann Leipzig-Eutritzsch 51 Darlehne, b. Ratenruckza vom Selbstgeber. Coulant dingungen. Viele Dankschr Schlevost, Berlin C. Rosentalerstraße 11—12.(3 k. abak von Cräwei, Sben größter Auswad mache ich auf zeltabak 0 Pfg. p. Pfd. au M 2 8 enberg 27 iderkattungen als Bielefeld, Sonnabend, den 24. 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Dabei hat sie, wie vorauszuisehen war, ihr trauriges Schicksal ereilt. Warum sie eigentlich nach Rußland gegangen ist, ist nicht ganz klar. Der Vorwärts“ sagt zwar, es habe sie in seiner dumpfen Redaktions. stube nicht mehr gelitten, und sie habe nicht unterlassen können, ihren Stammesgenossen bei ihrem Freiheitskampfe mit Rat und Tat zur Seite zu stehen. Demgegenüber muß wan aber bedenken, daß der sogen. Freiheits kampf in Russisch Polen schon seit mindestens einem Ithre gekämpft wird und es Frau Rost bis vor kurzem noch ganz ruhig in Deutschland gelitten hat. Das kann also kaum der Grund sein. Ist er vielleicht zu suchen in der Arfforderung, nach Rußland zu gehen, die bekanntlich nicht nur sogen. bürgerliche Blätter, sondern auch sozialdemo keatische Versammlungen an sie richteten? Oder will Rosa am Ende die Bande, welche die deutschen mit den russischen Revolutionäcen eng verbinden, noch inniger verkgüpsen? Oder hat sie vüll icht nur das Bedürsnis, sich noch interessanter zu machen? Der „Vorwärts“ beklagt sich nun, daß die bürgerliche Presse für das trautige Shicksal der armen Rosa nur Spott und Hohn habe. Er muß aber als mildernden Umstand gelten lass en, daß die Person der Frau Luxemburg nicht gerade geeignet gevesen ist, allgemeine Eyrputhie zu ervicken. Wi stad übrigens der Meinung, daß die ganze Sache verhältnismäßig bedeutungslos ist und nicht so aufgebausct werden sollte. Dem deusschen Volse muß das Schicksal Resa Luxmburgs, des sie sich selbst zumuschreiben hat, gleichgültig sein Wei sich ie Gefahr bezibt, braucht sich. nach dem alten Spichwort, nicht zu wundern, wenn er darin umsonmt. Zi bedauern ist lediglich der„Vorwärts“, K Ein Trostwort für NervenKranke. der lsich nun eine Zeit lang ohne Rosa behelfen muß. Nachrichten. Aus dem deutschen Reiche. Berlin, 24. März. Die Kommission des Reichstages zur Vorberatung des Gesetzentworfes über die Aenderung der Gewerbeordnung (Befähigungsnachweis für das Baugewerbe) nahm zunächst den zweiten Teil des Satzes 1 im Antrage Trimboxn und Genossen(Aahörung von Sachverstundigen vor Untersagung des Betriebes als Bauunternehmer und Bauleiter) einstimmig an.§ 35 a der Regierungsvorlage wurde mit einem Antrage Malkewitz und Verossen(konf.) angenommen, nach welchem vas Prufungs= und Reifezeugnis einer Baugewerkschule nur neben dem Zeugnis über die bestandene Gesellenprüfung im Maurer=, Zimmer= und Steinmitz zewerbe die Wirkung hat, daß nicht Manael an technischer Vorbildung im Sinne des§ 35 a. Abs. 1, der Regierungsvorlage geltend gemacht werden kann. Nach dem selden Antrage wird die Wirkung des Gesitzes außer auf das Maurer und Zimmerer= gewerbe auch auf das Steinmetzzewerbe ausgedehnt. Artikel 3 der Rezierungsvorlage(einen neuen§ 53a einzuschieben, welcher die unteren Verwaitungsbehörden ermächtigt, im Einzelfalle die Ausführung oder Lettung des Baus durch bestimmte Personen zu untersagen, wenn diese unzuverlässig oder ungeeignet sind) wurde mit einem Zusatzartikel Teimborn und Genossen angenommen, welcher den Einspruch gegen die Untersagurg des Gewerbebetriebes in folgender Weise rezelt:„Gegen die Untersagung findet der Emspruch bei der unteren Vetwaltungsbehörde statt, dessen Erhebung keine aufschiedende Wirkung hat. Die Erleilung des Bescheides auf den Ein spruch, welcher die Antörung von Sach verständigen genäß§ 35a vorangehen muß, spätest us innerhalb drei Wohen nach der Erbedung des Einspeuckes erfolgen" Artkel 4 soll dem§ 54 folgenden zweiten ussatz hinzusügen:„Der Bescheid, der die Untersogung der Ausführung oder Leitung Es gibt wohl kaum eine härtere, grausamere Strafe für bewußt oder unbewußt begangene Sünden(Fehler in der Lebensweise) als die Nervenschäche(Neurasthenie). Wen das Nervenelend einmal erfaßt hat, den hält es unerbittlich fest. Weder in der Arbeit noch im Vergnügen findet er Befriedigung; überallhin folgen ihm krankhafte Reizbarkeit und Verstimmung, krankhafte Furcht und Angstzustände, Hoffnungslosigkeit und Verzweiflung bis zum Selbstmordgedanken. Er ist unfähig, seinen Geist auf irgend eine Aufgabe (Lesen, Denken usw.) zu konzentrieren. Jede geistige und körperliche Anstrengung, auch die kleinste, hat bei ihm eine peinvolle Ermüdung und selbst körperliche Schmerzen im Gefolge. Die kleine: Unannehmlichkeiten des täglichen Lebens, welche der Gesunde kaum beachtet, geringe Geräusche und sonstige nichtige Ursachen reizen den Neurastheniker zur Heftigkeit und Zorn. Die Gemütsstimmung dieser Kranken ist eine düstere, pessimistischer Lebensauffassung zuneigende, ja mitunter völlig mut= und hoffnungslose(Melancholie). Eine unüberwindliche Willensschwäche zeitigt in ihnen die immerwährende Angst, was wohl das Leben noch bringen werde. Wirklich organische Leiden sind beim Nervenkranken selten, und trotzdem fühlt er sich krank und elend. Nicht selten plagen ihn Magenverstimmungen und Verdauungsstörungen, Platzangst, Menschenfurcht: der Kopf ist eingenommen, die Glieder schwach und kraftlos. Sein Schlaf ist unruhig und ohne Erquickung: abgespannt und müde verläßt er am Morgen sein Lager. die Qualen dieser armen Kranken sind kaum zu beschreiben, und sie werden geradezu unerträglich dadurch, daß sie von ihrer Umgebung, von ihren eigenen Angehörigen und besten Freunden — nicht verstanden, als eingebildete Kranke, ja sogar als arbeitsscheue Menschen behandelt werden. Aus dieser knappen Schilderung ergibt sich die beklagenswerte Folgerung, daß der Nervenkranke für den Lebenslauf untauglich ist. Er kann in dem rastlosen Wettbewerb, der heutzutage auf allen Gebieten herrscht, nicht Schritt halten, er kann den gesteigerten Ansprüchen an physische und geistige Energie nicht genügen. Und wo Arbeits raft und Widerstandsfähigkeit verGroße schnelle Mast bewirkt M. Brockmanns Marke B(nur echt mit dem Zwerg als Schutzmarke). Ein Löffel voll davon wird dem Futter beigemengt. Tägliche Kosten nur ca. 1. Pf. 5 Kilo von M. Brockmanns Marke B kosten 3,50., 12½ Kilo .50., 25 Kilo 11 M. 50 Kilo 20., 100 Kilo 39 M. Alles franko. M. Brockmann Leipzig-Eutritzsch 56a. Lauter in vielen Stoffarten Gaufer per Meter von Mk..— an. Hauten in Linoleum S000 Häufer per Meter von Mk..80 an. Hänter in Cocos u. manila haufer per Meter von Hk..40 an. ät eines Baues ausspricht(§ 53', kinn, soweit nicht durch die Landes esetz zebung ein besonderes polizeiliches Verfahren hier für vorgesehen ist. im Wege des Rekurses, im Wege der§§ 20, 21 angesochten werden. Die Landesregierung kann bestimmen, daß die Anfechtung im Verwaltungs streitverfahren zu erfolgen hat. Die Einlegung von Rechtsmitteln hat keine aufschiedende Wiekung.“ Der Actikel wurde unter Ablehnung eine Antrages Trimborn und Genossea unverändert genehmigt. Damit war die erste Lesung des Gesitzentwurfes beendet. Allgemeiner Getreide=Wochenbericht der Preisberichtsstelle des Deutschen Landwirtschaftsrats. Vom 13. bis 19. März 1906. Während bis zur Vorwoche eine konstante Rückwärtebewegung der Preise im Auslande zu beobachten war, ist seither nicht nur ein Stillstand, ja sogar eine Wendung zum Bssern eingetreten. wenn es auch fraglich erscheint, ob sich die Besserung als nachhalti erweist, so ist es immerhin bemerkinswert, daß es keiner besonderen Arregung bedurfte,„um diesen Umschwung herbeizuführen. Diese Erkenutais kürfte die Unsicherheit, welche den gesamten Getreideverkehr schon geraume Zeit kennzeichnet, nur noch vergrößern, zumal in einer Z it, da die Tendenz der Launen der Witterung besonders unterworfen ist. Daß es vorerst bloß Stimmungsmomente waren, denen die Besserung zu zeschriebrn werden muß, kann nicht in Abrede gestellt werden. Weder dürfte auf Grund klei ern Wochenverschiffungen Argenein Shluß auf zeiingere Listungen dieses Lindes ernstlich gezogen werden, noch können die zum Teil ungünstigen Witterurgsberichte die Aussichten der Ente wesentlich beeinflußt haben. Eenstere Beachtung verdienen dagegen die abnehmenden Veischiffangszahlen Rußlands; abgesehen oovon, daß die dortigen Verkehrsverhält nisse einer Ergänzung der sehr zusammengeschmolzenen Hafenvorräte hinderlich sind, zahlen die russischen Mühlen gegenwärtig—2 Kop. höhere Preise als der Exporteur auf Grund jener Preise bewilligen kann, die er im Auslande erzielt. Auf den nordamerikauischen Börsen bot das Zusammentr ffen geringerer Exportleiftungen und weniger günstiger Saatenstands beiichte als bieher willkommene Gel genheit den Preisen eine kleine Erholung zu gönnen, und die übrigen Börsen des Auslandes schienen sich den Argumerten der Amri kager nicht vrscließen zu wollen, zumal die Vitterung in der litzten Weche den Wügschen der Lancwiitschaft keineswegs gerecht wurde: Im all gemeinen gibt der Saatenstand wohl kaum irgerd wo zu ernsteren Klagen Veranlassung aber für die Frührizhtsarbeiten bedeuten wintetlche Rückschläge, wie sorche is der Vorwoche zu verzeichnen waren, mitunter schwer wieder gut zu machende Vu zögerungen. Tatsächlich hat sich die Unterbrechung der Feldarbeiten in großen Gebieten West europas als notwindig#erwiesen. Tagegen scheinen sich der Süden Rußlands und Rumänien in der beneidenswerten Lage zu befinden, die Feldarbeiten unter ungeröhnlich vorteilhaften Verhaltnissen rasch sortschreiten zu sehen, nachdem die Herbstsaaten dort gut durch den Winter gekommen sind. Aber auch aus Nordamerika liegen neben dem ungünstigen Urteil des Ciremnati Peice Current Berichte aus Kalifornien und Kanada vor, die zu überaus freundlichen Ernteaus sichten berechtigen. Auf den deutschen Märkten ist das Geschäft andauernd sehr schwierig, aber die festere Stimmung #.„ Auslande und die immerhin unzeitgemäße Wuterurg ist auch auf die Haltung der Abgeber nicht ohne Einfloß geblieben. Er ist bemerkenswert, daß sich 1. veränderter Forderungen für ausländischen Wen wieder einiges Kaufinteresse zeigte, was den Eignern von verzolltem Auslandsweizen die Möglichkeit bot, ihre Lager, wenn auch nicht zu lohnenden Preisen, zu entlasten und damit neuen Anschaffungen den Weg zu ebnen, zumal die guten Preise, die für Z A. quittungen bezahlt werden, den erhöhlen Zollschuß um ungefähr 10 Mark reduzieren. Da auch dus Jaland bei seinen Forderungen wenig Entgegenkommen zeigte, so lassen sich schließlich auf den meisten Mäckten Wertbesserungen von—2 Maik feststellen. Das Roggengeschäft leidet unter der minderwertigen Beschaffenheit der Zufuhren, und da alle Vusuche, den Mehlabsatz durch Preisnachlässe in Fruß zu bringen, ziemlich erfolgtos bleiben, so bietet das Unterkommen des unfangreichen Angedots keine geringn Schwierigkeiten. Auf dem Berliner Lieferungsmarkt haben die Weizenpreise seit der letzten Woche Kursbesseruggen von—3 Mark aufzuweisen während Roggen rur für Juli Lieferurg mit ungefähr 2 Mark folgte; der Maitermin konnte gleichzeitig nur um 50 Pfg. Peihzin, Hafer bit andarend riges Konsum. doch sind nue seine Qualitäten zu letzten Peeisen plazierbar gewesen. Mttelsorten sind vernachlässigt, weil vom Auflande rentable Offerten cuf Abladung vorllegen. Mixed Mais war bei reichlichen Zufuhren kaum billi#er zu kaufen. Kgl. Preuss. Stastsmel. 824. Astolter 246 gut bedient sein wist. lasso sich unsere Proben kon Glatie Seidenttosse Meter Mt..10 bis##. Gemusterte Seidenst. Meter Mk..80 bis 15.— en portofrei. Genaue Bezeichnung autschlands grösst. Spez.-Seidengesche „Seidenhaus Michels& C„ nERLIN SW. 19, Leipziger Strasse 43 S Müc chan. Seldenstolt-Moberei in Kretel. sagen, pflegt sich nicht selten der finanzielle Ruin einzustellen. Die Frage, wie solchen Kranken zu helfen sei, hat man bisher hauptsächlich mit hygienischen Maßnahmen zu lösen versucht. Man empfahl längere Ruhepausen mit Ortsveränderung, Aufenthalt an der See, im Gebirge oder den Besuch von Nervenheilanstalten, womit ohne Zweifel manche gute Erfolge erzielt wurden, wenn der Kranke genügend Zeit und Geld besaß, um diese ebenso zeitraubenden wie kostspieligen Kuren bis zum Ende durchzuführen. Da jedoch die meisten Nervenkranken durch ihren Beruf oder die Unzulänglichkeit ihrer Mittel an die Scholle gefesselt sind, so dürfte es angezeigt sein, auf eine neue Nerven The apie hinzuweisen, welche, auf einfachen Prinzipien beruhend, von jedermann ohne Zeitverlust und mit geringen Kosten zu Hause angewendet werden kann. Die Kur richtet ihr Hauptaugenmerk auf die Beseitigung der Grundursache, auf die Befreiung des Körpers von den abgelagerten Selbstgiften durch gesteigerte, intrazellulare Oxydation und durch bessere Ernährung, d. h. leichtere, vollkommenere Verdauung der ausgenommenen Leiden Sie dann verlangen Sie lofort Leiden Sio: durch Jos Kösel'sche Buchh. München II 111 franko illustrierte Gratisbroschure über weltberühmte Heilmethode. in echten und gestrichenen Hölzern empfiehlt billigst Fritz Tiekötter Möbelfabrik, Niedernstr. 45. Nahrung. Die unmittelbare Folge davon ist eine Entlastung des Nervensystems einerseits sowie eine bessere Ernährung(Kräftigung) derselben anderseits. Diesen Zweck erreicht man durch Zufuhr von aktivem Sauerstiff in Pulverform(Magnesiumuperozrd.. Ag..). Zahreiche praktische Ersoige bestatigen die Richtigkeit des leitenden Grundprinzips, daß der aktive Sauerstoff kräftig oxydierend wirkt und auf diese Weise den gesauten Stoffwechsel des Organismus aufs wohllänigste beeinflussen muß Zwei Beispiele für viele: Herr cand. phil. N. zu Anfang der Kur schwer nervenkrank, schreibt: „Ich bin hier auf der Durchreise nach K. und möchte mich gern für ev. Fälle mit den so herrlichen Präparaten versorgen; sie haben mir großartige Dienste getan, wofür ich ergebenst danke.“ Dr. med. Sch. berichtet, daß er mit der Wirkung des Mg 0, außerordentlich zufrieden sei. Näheren Aufschluß über das neue Verfahren und Heilberichte enthält ein Prospekt, welchen das geleitete Institut für Sauerstoff=Heilverfahren, Berlin SW. 11, Schöneberger Straße 26, gratis und franko versendet. eines zarten, reinen Gesichts mit rosigem zugendfrischen Aussehen, weißer, sanmetweicher Haut und blendend schönem Teint gebrauchen nur die allein echte Steckenpferd=Lilienmilch=Seife v. 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Volkssaal, Bahnhofstr.: des Herra Oberarzt Dr. med. Jungklaus-Bethel: Moderne Ueberschätzung des Geschlechtslebens. Alle Mitglieder über 17 Jahre beteiligen sich daran. Die jüngeren versammeln sich im Vereinslokal. Der Vorstand. Jugend=Abteilung. Vorm. 9¼—9¾ Uhr: Gebetsversammlung der Helfer. Nachm. 3½—5 Uhr: Zwanglose Unterhaltung. —6 Uhr: Forts. von Ben Hur. —619 Uhr: Andacht. Aeltere Abteilung. Nachm. von—6 Uhr: a. Unterhalung durch Spiele. d. Fortsetzung der Geschichte. c. Andacht. Der Ordner I..-Achung mit u. in Vervindung mit dem aus 10 erstklassigen Nummern bestehenden Elite-Familien-Spezialitäten-Ensemble. Kauuder Bunger eignet sich durch seinen Gehalt an Stickstoff, Phosphorsäure und Kalk vorzüglich für Wiesen, Halmgewächse und Kartoffeln. Preis.70 Mk. per Zentner ohne Sack ab Fabrik. Carl-Steindell& Co., Chemische-Fabrik, Senne I. Preise der Plätze: Sperrsitz M. 250. Parkett M..50. Saalplatz M.—. Balkon 60 Pfg. Vorverkauf in den Zigarrenhandlungen der Herren M. Niemeyer, Niedernstraße 47, Rudolf Fiedler, Alter Markt, Wilhelm Reithäger, Obernstraße 28 sowie am Buffet im Konzerthaus Christlich=patriotischer Männer=Verein Bielefeld. Sonntag, den 25. März 1906, abends 8½ Uhr im Evang. Volkssaal, Bahnhofstraße: Vortrag des Herrn Oberarzt Dr. med. Jungklaus=Bethel, zu welchem die Mitglieder sreundlichst eingeladen werden. Der Vorstand. I. Ziugl= und Miaurnerta St. Pauli. 8 reinslokal Paulusstraße Nr. 26. Conntag, den 25 März er., abends 8½ Uhr im Ev Volkssaal, Bah hofstr: ertrag des Herrn O erarzt Dr. med. Jungalaus-Beih I. XUl. M. gleder über 17 Jahre werden gebe er, sich daran zu beteiligen. Der Vorstand. Die Abfuhr des Schlammes aus Straßensinkkästen und Kanälen für das Rechnungsjahr 1906 soll vergeben werden. Verdingungsunterlagen sind bei unserer Kanzlei II für 0,25 Mk. käuflich, ebendaselbst sind schriftliche verschlossene Angebote mit der Ausschrift:„Angebot über Schlammabfuhr" bis zum Eröffnungstermin am Freitag, den 30. März 1906, vormittags 10 Uhr einzureichen. Bielefeld, den 22. März 1906. Das Stadtbauamt. n Frein junger Mannet, Papenwarkt 2 Sonntag, den 25. März er., aberds 8½ Uhr: Vertrag im Eornz. Volkssaal, Bahnhofftr, von Heern Oberaszt Dr. med. Jungklaus Bettel, über Moderne Ueberschätzung des Geschlechtslebens. Nachmittags 4½ Uhr: Mitglieder=Versammlung u Aufnahme nener Mitglieder. Per Verstand %, Musten, Heiserkeit, Verschleimung, Hals- und Brustschmerzen, Lungenleiden, Keuch- und Stickhusten(blauer Husten bei Kindern) ist der sofortige Gebrauch des seit 40 Jahren rühmlichst bekannten echten Rheinischen Trauben=Brust=Honigs als rein diätisches Haus=, Genuß, Nähr= u. Kraftmittel ersten Ranges dringend anzuempfehlen. à Fl. 1, 1½ und 3 Mk. Probefl..60 in den meisten Apotheken und Drogenhandlungen in Bielefeld bei Herrn Felix Battig, Markt=Drogerie, Herrn Robert Hergeröder, Germagia=Drogerie und Herrn Maxim. Koch, Adler=Drog. Magenleidenden zile ich aus Dankbarkeit gern un zneutgeltlich mit, was niir vo ahrelangen, qualvollen Magen ind Verdauungsbeschwerd.: zeholfen hat. A. Hoeck, Lehrerin, Sachsenhausen b. Frankkurs a. M. Knsforderung! mit dem 31. März das Rechnungsjahr unserer Anstalten zu Ende geht, so bitten wir dringend, alle bis zu diesem Tage etwa unbezahlten Forderungen sowohl an die Anstalten als an einzelne Geschäfts= und Pflegehäuser derselben, spätestens bis zum 5. April er. bei uns einzureichen. Die Auszahlung später einlaufender Rechnungen würde durch die Abschlußarbeit wesentlich verzögert und erschwert werden. Bethel, den 10. März 1906. Zentral-Rechnungs-Stelle. Grizswer 1ch für dn rachlonkes Tel Bermaus Faast, für den Reline und Inlerchs-Tell mauls. Baste Krad und Brlag von u. den der Mählen, Nmntich in Bieletech Nr. 72. Wierdchährtich Geschäftsstelle u. # allen Postanstalten 3., bei täglicher Zu##lung in Bielefeld ., durch Brieswlger.42 M. Postzeitungsliste Nr. 5381. 26. März: Luth Karl V das Einladun tag nach Worms, 15 von Carolsfeld,# beben von Carace — Beethoven, Tor — Rumänien wird 1881. Die Wahlr für deren irste Vera setzt weren, wurde: am ersten Tage an 21 Mitgliedern öber: gleich konstitulerte. Debatte daif man nehmen, daß die B einigen Abänderungen mission als später finden werden. Bedeutend und Au stellenwelse etwas phill mit der der Minister mann=Hollweg 5 Hause ewpfahl. Wi Inhalt dieser Rede n führlicher wieder: Aufgabe der beide der Minister, soll es kommen der gesetzmäf den großen Wahlbezir die Aenderungen des belangt, so liegt die gegenwärtigen Zustand keit, sowohl bei den I den Abgeordnetenwahl und örtlich massiert zu genannten Teiminswah deshalb die Möglichkei Verhältnissen die Wähl sei es örtlich, zu ir geht dann auf die Ei eventuell von der L köngten. Dem Abg möchte er feststellen, des Reichstagswa ganz unannehmba rechts.) Ferner sei es die bestehende Drittelu durch eine Zwölftelung hat mir vorgeworfen, das Volk mit Notge Regierung sei zu geistes formuliet ein solches neues W leicht zu finden. Man Deutschlands größte 8 größten Staatsmann## waren die verschieder Schlachtfeldern geeint: ein Gefühl der Unlust lichen Leben.(Sehr: nicht daher, weil wir allgemeine, gleiche un haben, sondern weil wir der Masse abhängig ge Zustimmung recht heil, daß große sozialp in politischem Interesse (Erneute Zustimm meine, das sollten auch die so ungestüm nach? rufen und sich in erster der modernen Entw ckel man freilich auf die St in der Oeffentlichkeit h man vielleicht besorgen, zu einer Nivellierung was wir an geistigen ganze Entwickelung, d Landwirtschaft und— klingen— auch der geArbeiterschaft, sie sind: Zeichen dafür, daß Tr Volke arbeiten, welch welche höher hinaus Glück, daß in unserem? nicht erstorben sind, di