mobellacke Siccatit, te. irz 1906. kordmeyr Schneider= App lseiter Arbeiter Mauer Kart r Hirmann Teschwig. ondermann. Maur: : I n g e n i e u r H a u s Kl mere Löhringer. zert Mi ka. Malir I Bentrup. Arbeiter Steinhauer Heil rich r O1o Wust. Stellihelm Lösi7g KorkHütte. Arbeiter Mor u. Karolne Telzheder, und Auguste Binke, chütter, Kaiserstr. 159 Friedtich Titmann, 07. Bermarn Wild. estmann, Helene geb. emenn, Finkenstr. 82 Merters, Teichstr. 30 iter Einst Tiemann, 46. Schlosser Heinr. g, Deumolderstr. 163 M yer, Kl. Hone 2. ise Bleimund, EhlenEngerschestr. 59 und sser August Schrage, 122 Arbeiter Herm. 11 Arbeitr Augus Kurzestr. 22. Lehrer ggemeier, Helmw. 23. und Johanre Blas hof 13 und Martbe rier thin, Johamer Schre ber August ere str. 27. Arbeiter p. Herforderstr. 248. ima Dröge. Bürgr. rerbach u Margarete it Emil Schnuphafe, Pflasterer Kail Pollinne 2. Schauspieler Stöpper, Göttingen. a Meer, Rohrteichenstr. 32 und Luise Bleichstr. 149 und eister Karl Nitschke, izei Sergeant Josph ssenbote Nauel, Lu#se Hoetter, Goldstr. 6 's Kliment, HeeperBeihold Horstmann, 30. Musiker Gustav mann, Breitestr. 18. Bitter. Zimmermstr x Foerster u. Klara na Lemke. Arbeiter drich Begemann und Amanda Sudhölter. ann, 81 J. Reniner J. Müller Friedr. Schlemming, 56 J. Heinrich Hülsewede, Buchdruckereibefitzer Meyerhoff, 36 J. 77 J. Verwitwite rwitwete ChalsseeVerwitwete Maurer e Kaufmann Stobbe, Möllering, Dorothea ime, Friederike geb. ann, Karoline ged. song, 27 J. KathaMarie Donat, 5 M. Gassel, 16 J. Bauermeister Ellermann, 30. Jahrgang Anzeigengebühr für die einspaltige Petitzelle oder deren Raum 12 Pf., für auswärts 15 Pf., Reklamen 25 Pf. Erscheint sechsmal wöchentlie Geschäfts stelle Ritterstr. 43. Fernsprecher Nr. 15. 20. März 1906. Probenummern versenden wir von jetzt bis Ende des Monats an jede uns aufgegebene Adresse. Parteifreunde, werbet für Euer Blatt. Die Geschäftsstelle. Bielefeld. Aisterischer Kalrnder. 20. März: Newton englischer Mathematiker und Natuisotscher, gest. 1727.— Hölderlin, Dichter, geb. 1770.— Prinz Friedrich Karl von Preußen, geb. 1828.— König Ludwig von Bayern dankt zu Gunsten seines Sohnes Maximilian II. ab, 1848.— Robert Meyer, Naturforscher: gest. 1878.— Bismarcks Rücktritt, 1890.— Ludwig Kossuth, ungarischer Diktator, gest. 1894.— Minister von Hammerstein, gest. 1906 Grabe Richters. Treulich bringt ein jedes Jahr neues Laub wie neues Hoffen! Was der Dichter vom Menschengeschlecht im allgemeinen sagt, gilt für den Freisinn im besonderen, nur daß bei ihm sich keine Heffaung erfüllen will. Jetzt, da sich das Grab über des großen Parteiführers Eugen Richter irdischer Hülle eben geschlossen hat, muß sich bei der sorgfältigen Beobachtung des Freisinns allen von selbst das zweite Dichterwort aufdrängen:„Noch am Grabe pflanzt er die Hoffnung auf!“ Das„Berliner Tageblatt“, zu dessen Eigenarten es gehört, alle 14 Tage von der großen liberalen Putei, oder vom Block der Linken, oder vom Zusammenschluß des entschie denen Freisinns zu träumen, hält es für angemessen, ausgehend von Richters Ableben sich die bange Feage vo zulegen: „Was nun?" Das Mossesche Blatt macht Richter zunächst zum Vorwurfe, daß er es nicht verstanden habe, das liberale Pseilhündel zusammen zu halten und dadurch unüberwindbar zu machen, er hobe selbst das Seine getan, um den„entschiedenen Liberalismus" zu zerreißen. Die Bilanz, die das freifinnige Blatt über die Ohnmacht nes entschiedenen Liberalismus aufmacht, ist freilich in der Tat nicht sonderlich ermutigend:„Im Jahre 1882 hatte die geeinigte deutsch= freisinnige Pirtei über 100 Reichstagsadgeordnete. Diese Zihl sank 1884 auf 67, 1887 auf 32, um dann 1890 auf 66 zu steigen. Dann spaltete sie sich in die freifinnige Volkspartei und die freisinnige Vereinigung. Die freifinnige Volkspartei brachte es 1893 auf 24 und 1898 auf 28 Abgeordnete; heute zählt sie einschließlich eines Hospitanten 22 Abgeordnete. Der freisianigen Vereinigung ging es nicht besser; sie erhielt 1893 13 Mandate, fünf Jahre später 12 Mandate und zählt heute 8 Mitglieder und 2 Hospitanten. Das sind einschließlich 3 Hospitanten alles in allem 32 Abgeordnete. Auch die deutsche Volkspartei, die sich immer selbständig gehalten hat, ist von 11 Mitglieder im Jahre 1893 und 8 im Jahre 1898 auf ihren heutigen Stand von 5 Mitgliedern und 1 Hospitanten herabgesunken. Die Zahlen sind wahrlich nicht erhebend. Wie bedeuten alles in allem, daß der entschiedene Liberalismus heute noch nicht einmal den zehnten Teil des Reichstages bald gänzlich verschwunden sein.“ Was nun? Das„Berliner Tageblatt“ betrachtet als eirzige Antwort auf diese Frage: Einigung zwischen freifinniger Volkspartei und freifinniger Vereinigung. Ehrlich fügt es hinzu, der Liberalis mus sei freilich heute so bedeutungslos, daß es gleichgültig sei, ob er sich in zwei oder in ein halbes Dutzend von Grüppchen spalte. Aber er verdient überhaupt, von der polttischen Bilk fläche weggeblasen zu werden, wenn er nicht mehr die Kraft habe, als sein Ziel die Eroberung der politischen Macht bizustellen Niemand aber wird daran zweiseln, daß eine Verschmelzung von Volkspartei und Vereinigung nicht zu den wahrscheinlichsten Ereignissen der nächsten Zukunft gehöct. Hat doch die Vereinigung noch nicht einmal die Kraft bewiesen, z. B. in ihrer Stellung zur Sozialdemokratie zur Kiarheit und Einheit zu gelangen. Und die Gegensätze in der Bewertung von Heeres= und Flotten, von Kolonialfragen usw. werden auch nicht im Handumdrehen so aus der Welt zu scheffen sein. Daneben darf nicht vergessen werden, daß der sogenannte entschiedene Freisinn, von dem das„Berliner Tageblatt so gern spricht, nur zu viel Aussicht hat, von der Sozialdemokratie verdrängt und verschlungen zu werden. Will also der entschiedene Freisinn die Zeitgenossen noch durch die Tat der Verschmelzung mit einer benachbarten Gruppe erfreuen, so beeile er sich, seine Uhr dürfte bald abgelaufen sein. Falsche und wahre Naturwissenschaft. t Wahrhaftig kläglich ist es anzusehen, wie heutzutage so manche, die auf Bildung Anspruch machen und sich den Anschein geben, auf der Höhe der Zeit zu stehen, unter anderm solchen sklavisch nachlaufen und nachplappern, welche als Vertreter der Naturwissenschaften geltend, die von ihnen verleugneten und bekämpften biblischen Lehren über Weltschöpfung und Welterhaltung durch ihre armseligen Fündlein ersetzen wollen. Letztere betriffend, so brauchen wir bloß an Häckel und die um ihn zu erinnern. Ach, jene Aermsten wissen nicht, wie sehr gerade die am höchsten stehenden Forscher, viele, viele außer den bekannten Kopernikus, Kepler, Newton, Liebig erst recht treue Vertreter des Wortes Gottes sind. Das ist wohl kaum herrlicher nachgewiesen, als in dem Buche des erst vor etwa 5 Wochen verstorbenen Greifswalder Prosessors Otto Zöckler, welches man passend eine „Geschichte der Naturwissenschaft in bio graphischer Form“ nennen könnte und das den Titel führt„Gottes Zeugen im Reiche der Natur“, ganz neuerdings wieder bei C. Bertelsmann in Gütersloh herausgekommen. Aus den zahllosen dort beigebrachten be lehrenden und geradezu erbaulichen Kundgebungen von Astronomen, Phyäkern, Chemikern, Botanikern 2c. greifen wir nur zwei heraus, von dem unter uns heute ziemlich unbekannten Jean Andié Deluc, geb. 1727 in Genf, gestorben 1817 in Windsor, wo er in hohen Ehren stand, als .olog und Metcorolog ein Forscher ersten Ranges. Abgesehen von vielen anderen Schriften(worunter„Neue Ideen zur teorologie" und„Physikalisch moralische Briefe über die.schichte der Erde und des Menschen“, 6 Bände) veröffintlichte er auch eine Schrift„Grundsätze der Theolozie, Theod#e und Moral“, in welcher er den bekannten Berliner Rationalisten Teller in seinen Verdrehungen und Berwaschungen des einfachen Bibelinhalts energisch zurück. weist. Wir lesen dort u..: „Was tun Sie nun aber?“,„Sie entstellen das erste Dokument unster Religion. Sieisolleren es von den Traditionen jener Völker, die Ihnen in demselben itwas Ursprüngliches zeigen würden, das von Merschen nicht kommen konnte! Sie betrachten es als das Produkt der Einbildungskraft eines Chaldäers oder Persers. Und so zerreißen Sie den ganzen Zusammerharg unsrer Religion, den ganzen Plan der göttlichen Vorsehung, der unter den Menschen aus geführt werden soll, an denen Gott sich niemals unbezeugt gelassen hat. Mit einem Worte: Sie sotzen uns in Wahrheit tief unter die Heiden herad!“ „.... Die Schrift lehrt, daß der von Gott gut erschaffine Mensch ein Uebertreter geworden ist, daß aber der Tod, den er durch seinen Unge borsam verdient hatte, weggerommen werden, daß ihm ein ewiges Leben verschefft werden sollte—, daß zu dem Ende der Sohn Gottes, der Fürst des Lebens(Apg. 3, 14), habe merschliche Natur annehmen müssen und einen sterblichen Leib, wie wir ihn haben; daß er in diesem Leibe für unsere Sünden habe leiden und sterben, und und daß er um unserer Gerichtigkeit willen habe auserstehen müssen. Sehr viele Menschen sagen nun freilich, daß ihnen dies unbegreiflich ist! Ich wundere mich nicht über dieses Bekenntnie; denn auch ich mache mir keine Hoffnung, es in diesem Leben zu begreifen. Aber ich glaube fest, daß jenes Wahrheit ist, weil— die heilige Schrift mich so lehrt! Und so sage ich mit Paulo, welcher ausdrücklich die Religion ein Geheimnis nannte:„O welch eine Tiefe des Reichtums der Weisheit und Erkenntnis Gottes! Wie unbegreiflich sind seine Gerichte, wie unerkorschlich seine Wige!“(Röm. 11, 33). Aus dem Deutschen Reiche. Berlin, 19 März. Prinz und Prinzessin Eitel Friedrich werden morgen mittag 12 Uhr 55 Min. in Potsdam eintreffen und vom Bahnhof ihren Einzug in die festich geschmückte Havelresiderz halten. Nach Bestimnung der Kaiserin soll die Delegiertenversommlung des Vaterländischen Frauenvereins am 19. Aptil die Mitglieder=Versammlung am 20. April stattfinden. Dem Adgeordnetenhause ist der Gesetzentwutf betr. Vermehrung der Mitglieder des Abgeordnetenhauses und Abänderung der Landtagswahlbezirke und Wahlorte heute zugegangen. Er bestimmt, daß die Zahl der Abgeordneten von bisher 433 auf 443 erhöht wird. Die Aenderungen erstrecken sich auf die Wahlkreise Berlin, Potsdam 9(Teltow Beesko o. Storkw), Oppeln 5(Tarnowitz= Beuthen Stadt und LandKönigshülte=Zabrze= Kattowitz Stadtund Land), Arnsberg 5(Hattingen=Gelsenkirchen Stadt und Land Bochum Stadt und Land WittenDortmund Stadt und Land= Hörde) und Düsseldorf 5(Essen=Mülheim(Ruhr)= Duisburg Oberhausen-Ruhrort). Für die Vermehrung der Mandate ist die Dichtigkeit der Bevölkerung maßgebend. Berlin, das bisher in 4 Wahlkreise geteilt war und neun Abgeordnete hatte, erhält jetzt 12 Wahlkreise mit je einem Abgeordneten. Potedem 9, der bisher größte Wahlkreis, soll in 3 Wahlkreise mit 4 Abgeordneten(bisher 2 Abgeordnete) geteilt werden. Dabei komnen auch auf Teltow=Beeskow und Storkow 2 Abgeordnete, Charlottenburg erhält einen Abgeordneten und Schöneberg und'xdorf gemeinsam einen Abgeordneten. Oppeln 5 wird statt bisher in einen in drei Wahlkreise geteilt, nämlich als 1. Tarnowitz= Beuthen, 2. Königshütte= Zabrze, 3. Katto witz, mit zusammen 3 Abgeoreneten. Arnsberg 5, bisher drei Abgeordnete, erhält 6 Abgeordnete in 6 Wahlkreisen, und zwar 1) Stadt Dortmund, 2) Kreis Dortmund, 3) Kreis Hörde, 4) Bochum Stadt und Land, 5 Gelsenkirchen Stadt und Land, 6) Kreis Hattingen und Stadt Witten. Düsseldorf 5, bisher 3 Abgeordnete, erhält jetzt 4 Abgeord nete in 4 Wahlkreisen, und zwar 1) Stadt Duisburg Stadt Overhausen, 2) Stadt=Essen, 3) Kreis Essen, 4) Mütheim Stadt und Landkreis Ruhrort. Mit diesem Gesetzentwurf im Zusammenhang siid noch Vorschriften betr. Abänderung des Wahlreglements vorgesehen. Der Vorstand der Freisinnigen Volkspartei für den Wahlkreis HagenSchwelm lehnte das von der nationalliberalen Partei zu den Ersatzwahlen vorgeschlagene Kompromiß ab, da die Landtagskandidatur Crügers nicht mehr rückgängig gemacht werden könne. Ueber den Zeilpunkt, an dem die Erledidung des Schulgesetzes zu erwarten sein wird, läßt sich, wie die„Kreuzzeitung“ schreibt, heute etmas Bestimmtes noch nicht sagen. Die Hiffaung, daß die Kommission noch vor Ostern ihre Arbeiten wird beenden können, muß wohl aufgegeben werden, da die Tätigkeit der Mitglieder durch die Penarsitzungen in nächster Zeit stark in Auspruch genommen sein wird. Die zweite Lesung des Gesetzentwurss wird daher kaum vor Mitte Mai beginnen können; eire: Fertis stellung des Gesetzes noch in dieser Session stehe nichts im Wege. Die Volkszählung vem 1. Dezember 1905 ergab für das gesamte Reich eine Bevölkerung von 60605183 Personen. Davon sind 29 868 096 männliche, 30 737087 weibliche. An der Reichszahl ist Preußen mit 37,3 Beyern mit.5 Sachsen mit 4 5, Württemberg mit.8 Millionen beteiligt, so daß auf die vier Königreiche 83 48 vom Hundert der Reichsbevölkerung triffen. Mit seinen Vororten umfaßt Berlin fast 3 Millionen; Gemeinden von 20000 Einwohnern und mehr sind 249 vorhanden, 27 biervon(in Preußen find nicht städtischen Charakters. Lübeck, 19. März Der Lübecker Synode ist ein Gesetzentwurf zugegangen, wonach Geistliche, die von der reinen Lehre abweichen, wegen Amtsvergehens bezw. Amtsverbrechens bestraft werden sollen.(Hann. Cour.) Der Aufstand in SüdwestAfrika. Amtlich wird gemeldet, daß Major Täubler am 11. März bei Pelladrift Morengas Horde umstellt und angegriffen hat. Nach längerem Widerstande entfloh der Feind nach Nordosten. Morenga soll diese Bande persönlich geführt haben. Auf deutscher Seite ist ein Reiter gefallen, ein Reiter schwer verwundet. Major v. Estoiff ordnete sogleich die Besitzung der Wasserstellen von Arus, Velloor und Nantsis und die Verfolgung des Gegners durch die vereinigten Abteilungen Siebert und Beyer den Oranie aufwärts an. Die Abteilungen der Hauptleute von Erckert und von Hornhardt, die am 12. Mäz den Gegner bei Haitebeestmund geschlagen hatten, setzten noch am Abend desselben Tages den Vormarsch in Richtung Pelladrift sort. Am 13 März morgens wurde endlich eine frischverlassene Werft erreicht, aus der rur noch vereinzelte Schüsse fielen. Die mit Decken und Hausgerät gefüllten Pontoks, zurückzelassene Gewehre und Sättel ließen die Eile erkennen, mit der der Feind geflüchtet war. Ec setzte sich auf dicht mit Buschwerk bewachsenen englischen Inseln im Oranjestrom fest. Nach Mitteilung des Gouverneurs an den Oderst Dame hat der Kolonialsekretär in Kapstadt die Entweffgung und Internierung der Flüchtlinge bercitwilligst zugesagt. Wie Oberst Dame hervorhebt, bedeuten die in den Tagen vom 8. bis 13. März geführten Kämpfe in materieller und moralischer Hinsicht einen wicktigen Erfolg unserer.ffen, indem sie den Gegner von den Wesserstellen am Orarje vertrieben und ihn von der dort besonders günstigen Zufuhr abgeschnttten haben. Der Erfolg sei in erster Linie der umsichtigen und energischen Leitung der Operationen durch den Major v. Erstorff und der zähen Ausdauer unserer Truppen und ihrer Offiz'ere zu danken. Oberst Dame ging mit seinem Stabe am 14 nach Warm bad zurück woselbst am 15. März auch Major v Estorff wieder eingetroffen ist. Verluste: Reiter Ewald Rötschle am 13. März d. J. im Lazarett Karibib an Ruhr gestorben. Reiter Heinrich Johann Trommer am 11 März d. J. bei Pella drist schwer verwundet. Gefreiter Ernst Jacobi, am 14. März d. J. im Lazarett Windhuk an Typhus gestorben. Aus dem Auslande. Budapest, 18. März. Ministerpräsident Fejervary erklärte einer Deputation, Neuwahlen könnten erst ausgeschrieben werden, wenn ein Umschwung in der öffentlichen Stimmung eingetreten sei. Rußland. Das auf Tod durch den Strang lautende Urteil gegen Leutnant Schmidt ist in. Tod durch Erschießen umgewandelt worden. Dem Kommandanten des„Peuth“, an dessen Bord sich Schmidt und andere Verurteilte befinden, ist entsprechende Weisung zugegangen. Seit Januar wurden mehr als 300 Todesurteile vollstrickt. General Kuropactkin erhielt auf seinem Rückwege nach Rußland ein Telegramm des Zaren, daß er vorläufig die Reise nach Petersburg unterbrechen möze. Zur Marokkokonferenz bringt die „Nordd. Allg. Ztg.“ heute an der Spitze des Blattes ein Expo'é, das in vernehmlicher Schärfe auf die Eventualität des Scheiterns hinweist. Deutschland, heißt es darin, würde die Verantwortung dafür nicht tragen und die Folgen würden für uns nicht empfindlicher sein, als für die andern. Auch in Frankreich selbst machen sich von neuem Stimmen vernehmlich, die zum Einlenken raten. So spricht die „Europe Coloniale“ freimütig und unerschrecken ihre Ansicht dahin aus, daß Réooil in Algeciras die vaterländische Ehre Frankreichs nicht mit dem Interesse einiger Gesellschaften und Syndikate oder einiger Einzelpeisonen verwechseln dürfte, und stellt dann als weitschauende Perspek ioe ein Zusammenzehen Frankreichs und Deutschlands in der Kolonialpolitik hin. Indianopolis, 18. März. Die Führer der vereinigten Bergarbeiter haben an den Vorsizenden der Anthrazitgrubenbesitzer das schriftliche Ersuchen gerichtet, eine neue Konferenz vor dem 1 April d J. anzuberaumen und noch einen Versuch zur Beilegung der Dfferenzen zwischen den Bergwerksbesitzern und Grubenarbeitern zu machen. Parteibewegung. (Der„konfessionelle Turm“.) Die „Germania“ lehnt den von Dr. Bachem dem Zentrum gemachten Vorschlag, aus dem korfessiorellen Turm heraus zutreten und Nichtkatholiken in seinen Verband aufzu nehmen ab. Sie sucht nachzuweisen, daß wir nur konfessionelle Parteien haben indem sie sact: „Alle Parteien nehmen konfessionell Stellung, die eine so, die andere so, und sind demnach in dem Sinne wie das Zentium ebensalls konfessionelle Parteien. Die Korservativeu kann man eine orthodox protestantische Partei nennen, denn sie zählen in ihren Reihen so gut wie ausschließlich protestantische Mitglieder, die in kirchenpolitischen und kirchlichen Fragen geschlossen auf der Seite des positiven Protestanttsmus stehen. Die Freikonservativen halten es mit der kirchlichen Mittelpartei und suchen zwischen Otthodxie und Liberalikmus hindurch zu lavieren, die Nationalliberalen sind die Partei des Protestantenvereins; die Freisinnigen stehen auf der Seite des äußersten theologischen und kirchlichen Liberalismus, und so oft sich Gelegenheit bietet, treten alle diese Parteien als konfessionelle Parteien auf, die in ihrem Sinne Staat und Kirche zu beeinflussen suchen" Wenn alle Parteien ihren Grundsätzen gemäß zu den kirchlichen Fragen Stellung nehmen, so sitzen sie deshalb doch noch nicht wie das Zentrum in einem„konsessionellen Turm". Den konservativen Pirteien haben oft auch Kathol ken angehört und die Nationalliberalen zählen auch einzelne positio gesinnte Leute in ihren Reihen. Ihr Führer im Abgeordvetenhause, Dr. Hackenberg, rechnet sich unsers Wissens zur kirchlichen Mittelpartei, aber nicht zum Protestantenverein. Kolonialpost. (Zur südwestafrikanischen Entschädigungsfrage) schreiben die Mittei lungen der„D. Kol. Ges.“:„Von der zureichenden Lösung der Frage hängt nichts mehr und nichts weniger's die Zukunft des Schutzgebietes Südwestafrika eb. Freilich sorgen wir uns nicht, daß es dem Lande an Siedlungklustigen fehlen wird. Alle Schmähungen der Kolonialgegner zum Totz: übt Deutsch=Südwestafrika auf viele unserer Landsleute einen nicht unbegre flichen Reiz aus und lockt sie, sich als Ansiedler zu betätigen, und zwar nicht nur die Schutz teuppen=Angehörigen, die zurzeit in Deutsch= Südwestoftika weilen. Aber so sehr man diesen Ztwachs an Ansiedlern begrüßen wird, muß man verlangen, daß der alle Ssamm der Farmer dem Schutzgebiet erhalten bleibt. Ohne deren zehnjährige Erfahrungen würde man gewissermaßen die ganze koloniale Arbeit von neuem beginnen, winn man es bei der Zweisiebentel=Entschädigung beließe. Dem Eiat wirden die jetzigen Ausgaben später in Gestalt von Einnahmen wieder zugute kommen. Wie stehen darum nicht an, zu behaupten, daß die rund zehn Millionen, die heute von der Entschädigungskommission als Aufstandsschaden anerkaort worden sind, in weniger als einem Jahrzehnt in Gestalt verminderter Reichszuschüsse wieder austreten werden, und legen dem Reichslaze aus rein geschäftimäßigen Grürden die end liche Bewilligung der Schadlo#shaltung ans 9trs. Aus den Parlamenten. Deutscher Reichstag. 70 Sitzung vom 19. März 1806, 1 Uhr Im Reichstag widmete am Montage vor Eirtritt in die Tagekordnung Präsident Graf Ballestrem dem am Sonnaberd verstorbenen Bureaudirektor Geheimrat Knack einen warmempfundenen Nocheuf, in dem er Charakter und Kenntnsse des Verstord nen feierte. Danach erledigte das Haus die dritte Lisung des vierten Nachtragsetats für die Niederwerfung des Aufstandes in Südwestafrika. Abg. Ledebour(Soz) bat um Auskunft über die jetzige kriegerische Lage in Südwestaftika. Dem ertsprach in ausführlicher Rede der preußische Oberst Deimling Er bezeichnete den Aufstand der Hereros als niedergeworsen, warnte aber vor eine Schwächung der Besatzurg gegen die Hereros, da dies das Wiederauflodern des Aufstandes zur Folge habe. Auch im nördlichen Telle des Hotteutontenlandes sei der Aufstand nieder geworsen, im südlichen Teile aber stehe er noch in hillen Flammen. An eine Beendigung des Aufstandes sei vor der Hand nicht zu denken. Die Kämpfe in Südwestafrika haben gezeigt, daß die Armee auch heute noch zum Tode für Kaiser und Reich bereit sei, und vielleicht verdanken wir diesem Eindrucke auf das Ausland mehr als wir ahnen. Das Haus möge an den Grundsätzen festhalten: Für unsere Südwestafrikaner alles! Treue um Treue! Ueber das sogenanrte Burenkomplott bemerkte der Leiter des Kolonialamtes Erdprinz zu Hohenlohe, is scheine sich nur um den Plan weniger Buren auf Ueberfall einer Proviantkolonne gehandelt zu hoben. Der Etat wurde bewilligt und das Haus wandte sich zur zweiten Lesung des Etats für Kamerun. Abg. Erzberger(Zentr.) empfahl eine Reselution auf größere Mitwirkung der Reichsgesetz gebung und Einsch änkung des Verordnungsrechts. Erbprinz zu Hohenlohe sagte eine Erwägung zu Abg Kopsch(frs. Vg) erging sich in harten Angeiffen gegen den Gouverneur v Putkammer und widerriet dessen Rücksendung nach Kamerun. Erbprinz zu Hohenlohe erkannte das Urteil gegen die Akwaleute als hart an, bezeichnete dieses Urteil abrr nur als Anlaß der Berusung Putkammers nach Berlin. Nur die zu längerer Freiheitsstrafe verurteilten Häuptlinge seien in Hast behalten. In der Angelegenheit der„von Eckartstein“, habe der Gourerneur den Fehler gemacht, sie in sein Haus aufzunehmen. Habe er ihr auf diesen Namen einen Paß ausgestellt und gewußt, daß sie einen andern Namen führe. so werde das Vergehen nicht ungestraft bleiben. Nach weiterer Debatte vertagte sich des Haus auf Dienstag 1 Uhr. Schluß 6½ Uhr. Abgeordnetenhaus. 47. Sitzung vom 19. März 1906, 11 Uhr. Das Abgeordnetenhaus erledigte am Montag zurächst zwei kleinere Kirchensteuer Entwürse, fewie die Vorlage der Errickturg von Landgerichten in Crefeld und München Gladbach in erster und zweiter Lesung und wandte sich dann zum Hauptgegenstand der Tagesordnung, der ersten Lesung des vom Herrenhaus im wesentlichen in der Gestalt der Regierungsvorlage angenommenen Entwurfs über die Befähigung zum höheren Verwaltungsdienste. Minister v. Bethmann=Hollweg widmete der Borlnge eine eingehende Begründung, in der er die Notwendigkeit einer besseren Ausbildung der Regierungs#eferendare betonte. Aufgabe des Vorbereitungsdienstes müsse es sein, erhöhte Kenntnis des praktischen Lebens zu vermitteln In der Besprechung fand der Entwurf im all. gemeinen eire freundliche Aufrahme. Die Abag. v. Bockelberg und Pallaske(kons), Vorster und Dr. Lotz(fkons.) und Lintz(Ztr.) waren mit der Vorlage im wesentlichen einverstanden. Hingegen baten die Abgeordneten der Linken, vertreten durch die Abga Luvensky und Dr. Friedbera(ul), Peltasohn(frs. Vag) urd Kernth(sis Vv.), wie im Jahre 1903 die Annahme der Referendare nicht den Regierungs. präsidenten sondern der Zentralinstanz zu übertragen, da dann einheitliche Grundsätze gewährleistet seien und sich eine Kontrolle durch die öffentliche Meinung leichter ermögliche. Die Vorlage ain; an eire Kommission von 21 Mtgliedern. Di nstaa 11 Uhr: Kleinere Entwürfe, Sparkassengesetz. Schluß 4 Uhr. Gericht und Rechtsprechung. Bielefeld, 17. März.(Strafkammer.) 1. Der 21 Jahre alte Fabrikarbeiter L Sch. von bier erhielt wegen einer Messerstecherei 5 Monate Gefärgnis. 2 Der Schlesser W. W von hier wurde wigen Diebstabls im wiederholten Rücksolle zu 4 Monaten Gesänonis verurteilt, worauf ihm 1 Monat von der erlittenen Untersuchungsbaft in Anrechtung gebracht wurde— 3 Der Arbeiter H H von Brackwede erhielt wegen gemeinsch ft licher Körperverletzurg und Diebstahls 1 Jahr Gesängnis, unter Anrechnung von 1 Monat Untersuchungshoft. Der mitang=klagte Steindrucker B. H. wurde wegen aemtinschoftlicher Körperverletzung zu 1 Monat Gesängnis verurteilt.— 4. Der Schirmflicker N W von Winden erhielt wegen Verletzung des Briefgeheimnisses und qualifizierter Urkundenfälschung mit Beirug 14 Tage Gefängnis, welche Strefe durch Aurechnung der erlitteren Untersuchungs haft verbüßt ist.— 5 Die beiden Schlosserlehrlinge H W und M. R von Minden wurden wegen schweren Diebstahls zu je 3 Wochen Gefängnis veurteilt Die Strafe ist durch Anrechnung der Untersuchungshaft verbüßt. Lokales und Provinzielles. 20 (Konservative Quartal=Versammlung.) Am Mittwoch dieser Woche, den 21. d. M, findet im Evangelischen Vereinshause zu Herford, um 3 Uhr nachmittags beginnend, eine konservative Quartalversammlung statt. Text für den ersten Teil: Philipper 2, 12—18 Im zweiten Teil: Aus Zeit und Welt wird Redakteur Lange über das Thema: „Was urs in der gegenwärtigen Zeit nottut“ sprechen. (Im Prozeß Ehrich gegen die Stadt Bielefeld) haben die Parteien in dem am Sonnabend stattgefundenen Sühnetermin einen Vergleich abgeschlessen. Darnach erkennt, wie der„Gen. Anz.“ mitteilt, Kläger an, daß die Klageangelegenheit einem Schiedsgericht unterbreitet wird, das aus den Herren Maurermeister Lütkemeyer für Kläger und Regierungs= und Baurat Kanolt für Beklagte besteht. Können diese sich nicht einigen, so wird als Obmann der Landesbaurat Zimmermann zu Münster bestellt. Falls dieser nicht annimmt, wählt die Zivilkammer II des hiesigen Lindgerichts den Obmann aus und zvar mözlichst aus der Zahl der Landesbauräte für Hochdau. Die Stadt bestand zunst darauf, daß der Regierungspräsident zu Minden den Ohmann bestellen solle. Der Vergleich wird rechtskräftig, wenn seitens der Parteien innerhalb 14 Tagen kein Widerruf erfolgt. (Zur Lohnbewegung der Transport- und Verkehrsarbeiter.) Die Spediteure Bieleselds haben den Forderungen der Rollfuhrleute gegenüber ein Egtgegenkommen gezeigt, ir dem sie eine Erhöhung des Wochenlohnes auf 20 Mk und Vercütung der Ueberstunden bewilligt haben. Die Teansport= und Verkehrsarbeiter haben beschlossen, sich mit dieser Bewilligung einverstanden zu erkären. Der Frühjahrswohnungsumzug kann demnach ungestört von stalten gehen.(Westf. Zig) (Die Kaiserprämie) erhielt nach der „Westf. Ztg.“ beim Abiturientenexamen im Eynnasium der Abiturient Reinhold Myer für besonders gute Leistung. (Die Ravensberger Spinnerei) hat ihren Bericht an die 51 Gereralversammlung der Aktionäre ausgegeben. Die am Schlusse des letztjährigen Berichtes vom Vorstand ausgespeochene Hoffgung, daß zwischen den Preisen des Rohmaierials und der Flachs gespiunste endlich wieder ein den Fortdetrieb der Spinnereien ermöglichendes Verhältnis sich herstellen werde, hat sich im Jahre 1905 erstllt. Die reiche russische Flachsernte von 1904 hat die Flach preise recht wesentlich heruntergedrückt; die Garnpreise haben sih allersings auch nicht auf ihrer durch die vorangegangene Flachstuerung bedingten, bei dieser aber noch unlohsenden Höse halten können, aber dark dem zum Durchbruch gekommenen allgemeinen wirtschaftlichen Wiederaufschwung und der gesteigerten Nachfrage nach Geweben hat ihr Rückgang nicht Schrilt gehalten mit demjenigen der Preise des Rohmaterials. So ist es möglich geworden, nach vier unlohnenden Jahren einen erfreulichen Abschluß der Jahresrechnung zu erzielen. Die Produktion der Wolfenbütteler Spinnerei hat eine Einbuße erlitten durch vorübergehend wegen ungenügender Nachfrage notwendig gewordene Einschränkung der Herstellung von trocken gesponnenen Flachsgarnen. Am Schluß des Berichtsjahrs wurde der Betrieb der Bielefelder Bleiche eingestellt und es wird nunmehr alles zu bleichende Garn in Ummeln bearbeitet. Da in allen Betrieben der Texlilindustrie in Bieleseld und Umgegend eine wöchentliche Arbeitszeit von nicht über 60 Stunden eingeführt ist, so hat die Ravensberger Spinnerei mit dem 1. Januar 1906 in ihren hiesigen Betrieben die bisherige Arbeitszeit von 63½ Stunden auf 60 Stunden in der Woche verkürzt. Die außergewöhnliche, noch immer andauernde Beiebtheit des Garnmarktes hat eine erfreuliche Erhöhung der G spinnstpreise bewirkt. Der Verstand sieht mit gewisser Beruhigung dem diesjährigen weiteren Geschäftsgange entgegen, sofern keine unvorhergesehenen Betriebsstörungen eidtreten. Der Aufsichtsrat beklagt den schmerzlichen Verlust seives langjährigen im Dezember gestorbenen MitDer Sonnenfalter. Eine historische Erzählung von M. von Buch. 11] Nachdruck verboten. Seite blauen Augen flogen mit einem schnellen Blicke über die Reihen. Das Regiment war nicht vollständig, einige seiner stattlichen Reiter fehlte. „Wo ist Trerck?“ fragte Friedrich. In diesem Augenblicke kam der Vermißte auf schaumbedecktem Pferde argesprengt. Er mußte rasend geritten sein. Das Roß war in Schweiß gebadet, Trercks Brust kruchte. Mit einem schnellen Blicke hatte er die Sitvation erfaßt. Höhe und Teufel! Zu spät? Und er war geritten, als gälte es sein L ben! U d dernoch kam er eine Minute zu spät! E. war bereits vermißt worden! Der König empfiag ihn sehr unzwädig. „Wo ist Er gewesen? Weiß Er nicht, daß ich im Dienst keinen Spaß verstehe? Ein Spazierritt—. Er hat keine Allotria zu treiben! Heir! Der Donner und das Wetter wird ihm ause Haupt fahren! Nihm Er sich in echt! In Arrest mit ihm!“ In Trercks Ohren begann es zu brausen, ihm war, als hörte er hinter sich ein schaden frodes Geflüster. Wor das Irschinsky, der hinter ihm sprach? oder war es sein erregtes Blut, das ihn Dinge vernehmen ließ, die nicht existierten? Er schwieg, seine Augen sanken schuldbewußt zu Boden.— Nach der Parade wurde er in Arrest nach Potsdam geführt. III. Es war spät am Abend in Schloß Monbijou. Königin Sophie Dorothea befand sich in ihrem Arkleidezin mei; sie hatte die Kammerfrau, die ihr das steife.okat= Gewand abgenommen und sie in einen weichen, mit Pelz gefütterten Schlaftock gehüllt hatte, zu Bett geschickt. So war sie allein. Im Kamin war von neuem ein Feuer entzündet worden, die Winternacht war bitter kalt, und die Könizin ftöstelte. Auf dem Spiegellische standen zwei vierarmige Leuchter, aber das Licht, das sie verbreiteten, genügte kaum, um den großen Raum noidürftig zu erhellen. Ja den Ecken lagerten Schatten. Die hohe Frau erhob sich und ging im Zimmer auf und ab. Man sah, deß sie erregt war. Einige Sekunden blied sie nachdenklich stehen. „Ob sie noch wach ist?“ murmelte sie. „Ich möchte sie rufen lassen; eine Aussprache mit ihr würde das beste sein." Da kom es der Fürstin zum Bewußtsein, daß sie die Kammerfrau zur Ruhe geschickt hatte, und während sie überlegte, ob sie dieser schellen und sie zu sich bescheiden sollte, wurde plötz'ich an die Türe gepocht. „Entrez!“ P inzeß Anna Amalie erschien im leichten Nachtkleise, über den schönen, bsonden, des Puders beraubten Haaren, ein weißes Spitzentuch geschlungen, daß das reizende, heute ein wenig blasse Gesicht wirkungsvoll umrahmte. Die großen blauen Augen merten in feuchtem Glanze. „Meine königliche Mutter roch aus?“ fragte sie mit leiser Stimme.„Das trifft sich gut; ich fürchtete, Sie hätten bereits Ihr Lager aufgesucht, und ich käme zu spät.“ „Wie du fiehst, bin ich noch wach“, sagte Sophie Dorothea.„Es ist mir lieb, daß du kommst, ich stand nämlich im Begriff, dich rufen zu lassen, da ich mit dir ein Wort im Bertrauen zu sprechen habe. Komm, setz: dich hier an meine Stelle und dicht an das Feuer. Ich bemerke, daß du fröstelst“, fuhr sie nach einer kleinen Pause fort, in der die Prinzeß von einem leichten Schmer geschüttelt wurde,„oder bist du krank?“ Anna Amalie schüttelte stimm den Kopf und setzte sich auf den von ihrer Mutter bezeichten Platz. Die Königiu betrachtete sie schweigend eine Weile.„Hast du geweint?“ fragte sie plötzlich. Das junge Mädchen zuckte zusammen; alles Blut stieg ihr ins Gesicht, sie wurde glühend rot.„Meine Mutter", flehte sie, „Erbarmen, ich, ich....“ sie stockte und brach plötzlich in Tränen aus.„Wie unglücklich ich bin“, stammelte sie,„wie unglücklich!“ Die Königin vernahm das konvulsivische Schluckzen ihres jüngsten Kindes, aber sie machte keine Miene, es zu trösten. Sie warlete, bis sich die Arme ein wenig gesaßt hatte. Dann, als die Tränen allmählich verfiegten, ergriff die Königin das Wort. Fast hart erklang die Stimme, da sie sagte: „Seit dem Maskenballe ahnte ich dein Geheimnis, seit heute weiß ich darum. Beim Souper, als wir erfuhren, daß Trenck vom Könige in Arrest geschickt worden war, hast du mir beine Gefühle verraten;— ich hoffe, daß sie wenigstens unserer Umgebung verborgen geblieben sind. Törichtes Kind! was, töricht? mehr als das, verblendet..... Mon dien, wie sollich nur die Worte wählen, glieder Oberbürgermeister a. D. Huber. Für ihn ist eine Ersatzwahl und für die in der regelmäßigen Reihenfolge ausscheidenden Herren Geh. Kommerzienrat Emil v. Rath, Arnold G. Berteien ann und Karl Bertelswann sind Nurahlen vorzunehmen. Der Aussichtsrat emzfiehlt die Genehmigung der von der Plüsungskommission vorgeschlagenen Gewinnverteilung, nach der die Auszahlung einer Dividerde von 9 Prozent oder 54 Muk auf die Aktie erfolgen wird und zwar vom 1. Apil 1906 an gegen Dividendenschein 9 der fünften Serie bei den bish rigen Zahlstellen den Herren Delbrück, Leo u. Cle., Berlin, Gebr. Schickler, Berlin, J. H. Stein, Köln, dem A. Schaaffbausenschen Bankverein, Köln und Berlin, der RheinischWestfälischen Dirconto=Gesellschaft Bielefeld,.=., hier und an der Gesellschaftskasse, hier. □)(Amrumabend) Der kleinen Jusel Amtum in der Nordsee gelegen, galt der gestrige Abend, der vom Christlichen Verein junger Männer und von Freunden und Besuchern der Insel veranstaltet war. Die Säle der Volkshalle waren bis auf den litzten Platz dicht besetzt, von denen gewiß eine große Zihl herbeigeeilt war, den lieben und verehrten Pastor von Bodelschwingh, der sein E scheinen für diesen Abend zugesagt hatte, zu hören. Herr Sekretär Niehaus eröffnete zunächst den Abend mit einem passenden Schriftwort und Gebet. Exakt wurden sodann einige treffende Deklamationen, auf das Meer sich beziehend, vorgetragen Ebenso wurden auch einige Musik und Gesangvorträge mit lebhaftem und dankbarem Interesse von der überaus zahlreichen Versammlung aufgenommen. Im zweiten Teil des Programmes hatten Freunde und Besucher der Insel Amrum es übernommen, Altes und Neues von Amium zu erzöhlen. Hirr Forstrat Deckert, der schon seit 10 Jahren an der Verwaltung und Leitung der Hosp'z: auf Amrum mit hilft, eröffnete den zweiten Teil durch ein sinniges.dickt, das den Zuhörern besonders das Leben und Treiden der Halligbemohner und die Anhänglichkeit, mit der diese an ihrem kleinen Fleckchen Erde hängen vera schaulichte. In Arschluß wies er ferner auf den idialin Zw ck hin, den sich die Hospz: als Ziel ihrer Tatigkeit gewählt haben— Sammlung fü: Seele und Leib. nicht Zerstreuung— und wußte den Segen solcher Sammlung hervorzuheben. Leider reichte die Zeit nicht mehr, so daß wir auf weitere E zählungen diesmal verzichten mußten. Herr König truf als Besucher der Irsel noch eine ile essante Widmung für Hospiz III vor, die den erschienenen Gasten viel Freude machte. Hieran knüpfte sodann Herr Pastor v. Bodelschwingh an, indem er in seiner so lieben und väterlichen Art einiges über die Enstehung des j tzigen Nordseedabes Amum erzählte. Wie schon so viele Weike innerer und äußerer Mission: so verdonkt auch das Nordserbad Amrum dem lieben Pastor von Bobeischwingh sein Entstehen. Freilich in seiner bescheidenen Art, weist er den Namen „Gründer“ ganz von sich ab ken er vielmehr dem derzeitigen Iaselpfater Tamsen zuschreibt. Pfarrer Tamsen war es denn auch, der sich zueist an Pastor von Bodelschwingh wandte mit der Bitte: „Rette unser Amrum!“ Wie schon so manche Nordseeinsel, so hatte man auch Amrum bereits für ein Bad in Aussicht gmommer; aber, wiewohl die Insulaner pekuniäe durch den Zuzug der Badegässe im Sommer mancherlei Vorteile hatten, Gottesfurcht und wahres Glück haben viele dafür preisgeben müssen und diese.fahr von seinen lieden Insu lanern fern zu halten, wankte sich Pfarrer Tamsen an Pastor von Bovilschnirgh, der auch hier weder der auch hier wieder dir Rtter werden sollte. Es würde zu weir führen, wollten wir den gauzen Hergang der E stehung der einzelnen Hospize schildern, nur sootel sei ersagt, Amrum bietet mit einen vortzeff ichen Hosptzeimichtungen im wahren Sinne des wortes einen Ort der Sammlung und Erhofung in guter Luft und gesegneter.meinschaft em Worte Goites. Imme: wieder wißte Herr Pastor von Bedelschwingh auf das Wort Gottes hiazuweisen: Gottes B. ünnlein hat Wessers die Fülle, sowohl im Blick auf das große Meer, das im Berglich zu vielen anderen Brünnlein gewiß richt versiegt, wie im Siyne der unendlichen Gute.d Freu. dlichkeit Gottes die auch auf Amrum nicht aufhören wird. Mit freundlichen Worten der Einladurg, Herrn Kehrer, den eigent lichen Liter der Hospize auf Amrum, mal zu besuchen, möglickst für in der Saison, schloß Herr Pastor von Bodelschwingh den mit Gesang und G bei so freundi'ch vrlaufenen Aberd der gewiß vielen in lieder Ecinnerung bleiden wird. 5(Generalversammlung des Ra vensberger Rennvereius.) Die Generalversammlung wurde vom Präsidenten, Herin Kommerziencal Bilhagen, am 17. d. M. um 7½ a# gröffget. Dee vom Präsidenten und dem Gechafteführe Herrn Gerh v Möller erstattete über die Tätigkeit des Vereins ergab ein außerordentlich günstiges Bild. Der Besuch durckweg ein guter und derjenige des Frepecnens ein geradezu glänzender. Bei den Munstaubesitzern Rheialand und W stfalens erfreut sich der Verein großer Beliebtheit, was seinen ick in der zahlreichen Beschickung durch Rennpfeide fand. Von den 16 Verbandsplätzen 93., Rgeinisch Westsälischen Verbandes weist unser e##ft dem sühresden Verein Do tmund die punnigsten Durchschnittszahlen auf, sowohl was Renn gen wie auch gelaufene Pferde pro Rennen anbit: ste Auch wurde mit großer Befriedigung Berzt. Kenntnis genommen, daß der Unto klub .00 gelich im eisten Jahre zur Unterftütung Wi gab und diese auch für das Jahr 1906 berets zugesagt hat. Außerdem wurke folgenden üür 18#von Geld und Ehrespteisen im Vereins1900 der Dank ausgesprochen und zwar: der um dir meine Meinung zu sazen?“ Und sie rang verzweifelt die Hälde. „Mutter“, schluchzte die Prinzeß,„haben Sie gicht Mitleid, keine Eatschuldigung füe Ic bin jung, mein Blut ist warm, mein Herz ist weich.“ (Futtsetzug folgt.) Der Eriestrager bittet dringend, ihm das Abonnement umgehend erneuern zu wollen, damit in der Zustellung keine Unterbrechung eintritt! Stadt Bielefeld, dem Lundwirtschaftlichen Kreizverein, Herren Kommerzienrat Velhagen, Ostheff, Dr. Oetker, Kommerzienrat Klasing, F und B. Elmendorf, L. und W Hoffmann, Salzuflen. Der weist einen Ueberschuß von rund 20000 Mk. auf, die zu Abschreibungen verwandt werden sollen, sodaß die Anlage, die von Kennern auf ca. 60000 Mk. geschätzt worden ist, heute dem Verein nur roch mit 20000 Mk. zu Buche steht. Zu Punkt 3 der Tagesordnung wurde dem Rechrungsführer einstimmig Entlastung erteilt. Für die aus dem Ausschuß ausscheidenden Heiren wurden in den Ausschuß wieder= bezw. neugewählt die Herren Kommerzienrat Velhagen, Osthoff, Justizrat Dr. Klasiug und Upmeyer zu Belzen. Für das laufende Jahr 1906 sind drei Renntage geplant und zwar am 20. Mai, 12. Aug. und 7. Olt. An Preisen sollen er. 23000 Mk. wie im Vorjahre gegeben werden. Mit Dank wurde von zahlreichen Stiftungen für das Jahr 1906 Kenntnis genommen. An landwirtschaftlichen Rennen sollen statt einem Rennen im vorigen Jahr dieses Jahr zwei Ruien eingelegt werden. Der Verein zählt momentan cr. 600 Mitglieder. Um.15 Uhr wurde die Generalversammlung geschlossen und wurde dem libhaften Wunsche Ausornck cegeben, daß auch im lausenden Jahre die Mitgliederzahl weiterhin zunehmen möge, um das im Großen angelegte Unternehmen zur weiteren Ausdehnung zu unterstützen. Mit besonderer Befriedigung wurde der Beschluß des Ausschusses aufgenommen, nach welchen auch den außerordent lichen Mitgliedern der Zutritt zur ersten Teibüne für die Folge gestattet werden soll. *(Der Mustkausschuß) hat gestern beschlossen, einen Antrag des Musik= vereins zur Beschiffung eines großen zu den Aufführungen des Musikvereins und Konzerten des städtischen Orchesters geeigueten Saales im neuen Eving. Vereinshause die Uebernahme der Garantie eines eventuellen jährlichen Zuschusses von 2000 Mi.(1000 Mi. trägt der Musikverein) dem Mazistrat und der Stadtverordnetenversemmlung zur Genehmizung vorzuschlagen. *(Personalien.) Dem Stadtbaumeister Hübner ist die Amsbezeichrung Stadtbauinspektor vom Mazistrat beigelegt. Dem Verwaltungs=Sekretär Eckernkamp sind bis auf weiteres die Geschäfte des Vor der Geschästsstelle für Arbeiterversicherung übertragen. Der Verwaitungs= Assistent Fischer ist zum VerwaltungsSekretär ernanot. Die Diäare Möhlnann, Herzog und Wendenburg sind zum 1. April zu Essistenten ervannt. *(Die Wahl) des Koufmanns Lorenz als Stadtrat ist vom Herrn RezierungsPäsidenten genehmigt. (Stadttheater.)„M. d..“(Mitglied dis Reichttages), eine Abgeordneten=Kon#ie von Heinz Gordon, erlebte ihre erste Aufführung auf unserer Bühre am gestrigen Abend. Das Stück ist eine politische Teudenzarbeit, die für die Ehrlichkeit und Erhabenheit der Gesinnung unserer Sozialdemokraten eine Lanze bricht. Daß dabei auch eine antisemitische Seite staik gesteichen wird, macht das Ganze nicht schm ckzaster. Der springende Punkt der Handlung ist ein aus diametral entgegengesetzten politischen Anschauungen hei vorgegangenet Zuwür fnis zwischen Vater und Sohn, der während seiner Studierzeit die Frückte der elletlichen Erziehung abgeworsen, sich der Sozialdemekratie zugewandt hat und schon in seinen jungen Jahren ein„M. d..“ als Vertreter der äußersten Linrken wird, in dem auch der Vater einen Sitz auf der gegenüberliegenden Seite hat. Eine von Vater und Mutier gewünschte Heirat ihres Sohnes mit der in ihrem Hause lebenden Nichte zerschlägt sich, weil jiner schon eine Herzensneigung zu der Tochter seines politischen Freundes und Lihrmeisters August Behleit gefaßt hat. Der geschürzte Knoten löst sich schließlich in der Weise, daß der Vater den schon fast verstoßenen Sohn weder annimmt und ihm die freie Entfaltung seiner Ueberzeugung gewährt.— Politisch unreise Köpfe werden an dieser Komödie die meiste Freude haben; im Leben gereifte Leute erkennen in den vom Verfasser auf die Bühne gestellten mänrlichen Persönlichkeiten unschwer tendenziöse Karrikaturen. Aus der Reihe der Mitwirkenden möge zurächst der den Platz im Scuffleurkasten innehabende Peison, die sich um diesAufführung sehr verdiert machte, Herr Mannstädt(Friedrich Körner) genannt sein. Heir Geissel spielte den Sohn mit gleich gutem Ersoig; schade nur, daß er in den lebhaft bewigten Szenen das theatralische Moment zu sehr in den Vordergrund drängt. August Behlert sard in Herrn Platen, der in wohlgelungener Bebel=Marke sich zeigte, einen prächtigen Darstiller. Fräulein Kahlerberg, die Herren Majeweky, Härting, Rüzer und Sandhage toten das Uebrige zum guten Gelingen. Herr Geissel hatte das Stück bestens i szeniert. Jöllenbeck, 16. März.(Margarine fabrik) Der Kolon August Töpke, hier, Nr. 3 wohnhaft, beabsichtigt, auf seiner Besitzung eie Margarinefabrik zu bauen und wird in nächster Ziit mit dem Bau beginnen. Aus den Kreises Nirzen des Löbtice Minden, 20. März.(Militärisches) Sonntag nachmittag 5 Uhr traf Se. Exzillenz der Herr Kommandierende General des 7. Armeekoips, Freiherr von Bissing, aus Münfter in Begleitung des Hauptmanns im Generalstabe, Herrn Bronsart von Schellendorff, hier ein. Gestern erfolgten dann militärische Besichtigungen. Minden, 20. März.(Urlaub.) Die Regterung hat dem Vernehmen der„M. Zig.“ nach die Befugnisse der Kreisschulinspektoren des Bezirks dahin erweitert, daß sie den ihnen unterstellten Lehrpersonen statt bisher 8, künftighin einen 14 täzigen Urlaub erteilen dürfen. Minden, 20. März(Mitder Theater= baufrage) wird sich eine auf Donnerstag einberufene Stadtverordnetensitzung beschäf tigen. Die Sache muß nach der„M. Big.“ noch vor dem 1 April zum Austrag gebracht werden, da sich die Stadt bis dahin über eine Grundstücksabtretung seitens der Domgemeinde schlüssig machen muß. Minden, 20. März.(Hochwasser.) Isfolge des vielen Regens ist die Weser wieder aus ihren Ufern getreten. Der Pegel zeigte Sonntag gegen abend eine Höhe von 8 20 Meter an. Minden, 20. März.(Einjährig freiwillige Prüfung) Am Sonnabend bestanden vor der Könizlichon PeüfangsKommission von 25 jungen Liuten 11(darunter aus Bielefeld: Georg Dorhaus, Ferd. Meyrr und Fritz Wiechen). Minden, 20. März.(Unglücksfall.) Beim Rangieren einer Zugableilung wurde von der zuflegenden Tür eines Pickwageas dem Hülfsbeemser Sörig aus Hannover der Kopf eingedrück:. Der Verunglückte starb sofort. X Lübbecke, 20. März.(KreisSparkasse) Für die mit dem 1. April d. J. beginnende 3 jährige Periode sind auf dem Kreistage am 3. d. M. die bisherigen Mitglieder des Kuratoriums der Kreis Spac= und Darlehns Kasse des Kreises Lubdecke, rämlich: Rechtsenwast Bahre hier als Direklo:, Kaufmann X. Upmeyer hier als erster Beisitzer und Stellvertreter des Ditektors, Kaufmann C. P Müller hier 's zweiter Bufitzer, und alz Stellvertreter: Rechnungsrat Wellsann hier, Buchdruck rei besitzer Verneburg hier, Kaufmann Feitz H iake hier wiedergemählt worden s den sreite He###n Herford, 19 März.(Geflügelzuchtverein Fauna) Von den 30 Staatspräcien, die der Har Landwirtschaftsminister für hervorrazende Geflügelzuchtleist mnzen in der Provinz Westfalen vergibt, sild 5 an obigen V rein gefallen, vämlich: Herr Weinhärdter Wilh. Kauffmann und Herr F. Myer zur Capellen erhiekten das dronzene Wandmedailion auf Gold Wymdottes bezw. schwarze Italiener, Herr Lihrer W. Lindenstromberg erhielt die silberne Staatamedaille auf westf. Tokleger Herr H. Liedike je. und Herr J. Behmyr erhielten die silberne Slaatsmedaille auf rebhuhnfarb. Italiener bezw. Gold Wymbottel. Eine glänzende Auerkenrung des Vereins. Herford, 19. März.(Auf dem Wochenmarkte) kosteten Montag das Pfund Butter 105—110 Pfg., Eier 50—55 Pfg., Rosen= kohl 20—25 Pfg., Schwarzwurzeln 20 bis 25 Pfg., Wurzein—5 Pfg., weiße Rüben 3 Pfg., Zwiebeln—8 Pfg., Aepfel 15—25 Pig.. Kartoffeln—4 Pfg., reie Beeten —7 Stück 10 Pfg, Weißkogl 10—25 Psz., Wirsing 15—25 Pfg., Rotkohl 10—30 Pfg., 1 Kopf Blumenkohl 20—50 Pfg., Braunkohl—6 Kopf 10 Pfg., Steckrüben 1 Stück —10 Pfg., Sellerie 1 Stück—10 Psg, Spinat 25—28 Pfg., Endivien 10—20 Pfa Sorte trägt, oder eine Sorte, die für den Platz nicht paßt, so ist es ein leichtes, binnen 3 oder 4 Jahren die edelsten Früchte davon zu ernten, indem man den Baum un pfoopft. Der praktische Ratgeber im Obstund Gartenbau bringt in seiner neuesten Nummer eine Reihe von Aufsätzen über die Aufführung des Umpfropfens. Wie das Umpfropfen in Tirol, in der Schweiz und in Württemberg gehandhabt wird, wie die Reiser zu schneiden sind, ob die Rinde oder in den Spalt gepfropft werden soll, über Erfolge des Unpfrepiens, das Umpfropfen der Kirschbäume. Wie die umg pfropften Bäume weiter zu behandeln sind usw. Obstund Gartenfreunde können diese Umpfropfnummer kostenfcei erhalten. Paris, 18 März. Dem„Figaro zufolge luden Pariser Studenten die in Courrières weilenden deutschen Bergleute ein, nach Paris zu kommen. Lens, 19. März. Ausständige haben das Gitter am Eingarg von Schacht 6 in BillyMontigny zerstött und die Arbeitswilligen verhir dert, zur Arbeit zu gehen. Die Bergarbeiter haben die von den Grubenbesitzern zugestandenen Konzessionen abgelehnt. Die Zihl der Ausständigen betägt zur Zeit 46000, die der Arbeitenden 7000 Tokio, 18. März. In Kagi auf Formosa wurden mehrere hundert Gebäude durch ein schweres Erdbeben zerstört. Viele hundert Menschen wurden getötet und eine große Anzahl verwundet. Rio de Janeiro, 17. März. Heftiges Unwetter verursachte gestern hier und heute in Petropolis Bergstürze und Ueberschwemmungen, wobei viele Personen getötet und verwundet wurden. Uebersicht der Witterung. Bielefeld, 20. März 1906. Mitgeteilt von Fr. Böckelmann Ww., hier Niedrigst. Thermometerstand in der Nacht— 2% Thermometerstand um 10 Uhr vorm.+ 2 05 Barometer 75,2 cm. * Wind: Nord. Himmel: teilw. bedeckt. Neurste Ba#richten Berlin, 20. März. In der gestrigen Sitzung der Finanzkommission des Herrenhauses wurde auch die Agitation zu Gunsten der Aenderung des Wahlrechts gestreift. Finanzminister v. Rheinbaben erklärte, daß die Regierung an dem bestehenden Wahlrecht in Preußen eine prinzipielle Aenderung niemals zugelassen werde. Perlin, 20 März. Der Rauhmörder Heunig wälde gestern äbend in das Moabiter Uatersuchungs.fäsguis überführt Sin erfogte Transport von P tedam nach Berlin Garten= und Landwirtschaft. (Die, Kunst des Baumschnittes) zum Gemeingut oller Gart ufreunde zu machen, haite der prakt'sche Ratgeber zwei Peise von 200 Mark und 100 Mark aus gesetzt für die einfochste, kürzeste und anschaulichste Erklärung des Bschneidens der Formorst säume. Urter 47 Bewerkungen wurde die Arbeit des G oßherzoglichen Obergäciners Peicker in Heilwigswalde mit dem eistn Preis aufgezeichnet, und wird diese Preisarbeit mit zahlreichen Abbildungen jetzt im praktischen Raigeber veröffentlicht. Gartenfreunde können die Arbeit umforst eihalten, wenn sie sich an den praktischen Ratgeber im Obst= und Gartenbau in Frankfurt a. Oder wenden. Eber so wird vom Geschäftsamt die Nummer des Praktischen mit dem folgenden Artikel kostenfrei versandt: Das Umpfropfen der Obstbäume spielt heute im praktischen Obstbau eine große Rolle.— Wenn ein Baum eine geringe venso wie seine Anfuaft ia in aller Sille Berlig. Dre Hauptv:fahren des Verbrecher### soll nach den bisherigen Dsposttionen vor dem Lmdgericht zu Potscam, das wegen des Tatortes für die aburteilung zustäneig ist, eingeleitet wirden. Bis zur Elöffnung des Hauptonfahrens bleibt Hennig im Moaditer Untersachungsgefängnis in durch besord re M ßaazmen stak gesicheitem Genabesam. Essen a. Rihr, 20 März. Durch ausströmendes Gis kamen in vorletzter Nicht in Werden die beiden Dienstaäochen eines hiesigen M tzzermeisters, die im Alter von 15—22 Jadren Kanden, um Leben. Rom, 20. März. Graf Tatten= bach äußerte sich gegenüber dem Korrespondenten der„Tribuna“, die Konferenz werde voraussichtlich im Laufe der Woche erledigt werden. London, 20. März. Es ist nicht unwahrscheinlich, daß der Konflikt über den Generalinspektor der marokkanischen Polizei dadurch beendet wird, daß er in Tanger residiert, eine Lösung, die vermutlich den deutschen Wünschen entsprechen und auch von englischer Seite unterstützt werden wird. Swakopmund, 20. März. Im leiter schwer, 2 Offiziere 11 Reiter leicht verwundet. Algeeiras, 20. März. Heute vormittag 10 Uhr findet eine Kommissionssitzung statt, von deren Verlauf es abhängen wird, ob die offizielle Konferenzsitzung für heute nachmittag 3 Uhr wird einberufen werden können. in Holter die Polter ben meisten Haushaltungen! Nichis steht mehr auf seinem richtigen alles ist weggerückt, damit tüchtig mit Luhns Wasch Extakt geputzt wirden kann. Viel schneller wie früher ist der Hausputz das Reinmachen fertig, die Wohrung duftet sauber, wie neu: das macht der ichte Luhns Wasch Extrakt mit Rotband. Heute nachmittag 3½ Uhr entschlief nach langem, schweren Leiden, gottergeben und im festen Vertrauen auf seinen Erlöser, mein heissgeliebter Mann, unser lieber, treuer Bruder, Schwager und Onkel Wirherm Grunger Allgemeiner Deutscher versicherungs-verein in Stuttgart. Auf Gegenseitigkeit. 92- Gegründet 1875. Unter Garantie der Stuttgarter Mit- und Rückversicherungs- Aktiengesellschaft. Kapitalanlage über 42 Millionen Mark. Haftpflicht-, Untall- u. Lebens-Versicherung. Prospekte, Versicherungsbedingungen, Antragsformulare, sowie jede weitere Auskunft bereitwilligst und kostentrei durch W. Wiehe, Landwirt in Windheim; H. Hoppe, Landwirt in Schlüsselburg; W. Krülle, Kautmann in Petershagen. Mitarbeiter aus allen Ständen überall gesucht. Gesemtversicherungestand über 6 50000 Versicherungen Monatlcher Zugeng in Socch uttg uu Hauptmann der Landwehr a. D. im 56. Lebensjahre. Staut-Fheater! Elberfeld, Jöllenbeck, Bielefeld, Greifswald, San Bernadino(Paraguay), Bromberg, Oeynhausen, den 18. März 1906. Im Namen der trauernden Hinterbliebenen Frau Wilhelm Brüng Auguste geb. Wolf. ger, Die Beerdigung findet Donnerstag, 1½ Uhr in Jöllenbeck vom Elternhause aus statt. Nachdem die Fluchtlinien der Schillerstraße vom Magistrat im Einverständnis der Stadtverordneten=Versammlung festgesetzt sind, werden die Pläne zu Jedermanns Einsicht im Rathause— Zimmer 24— offengelegt. Einwendungen gegen dieselben sind bei uns bis zum 19. April öss. Is. anzubringen. Bielefeld, den 16. März 1906. Der Magistrat. Dienstag, den 20. März 1906, Erstes Gastspiel des Frl. Mia Werber vom Zentraltheater in Berlin. Die Geisha oder Eine japan. Theehaus=Geschichte. Operette in 3 Akten v. S. Jones. Anfang 7½ Uhr. Mittwoch, den 21. März 1906: Zweites Gastspiel des Fräulein Mia Werber. Das süße Mädel. Operette in 3 Akt. v. H. Reinhardt. Im 3. Akt Einlage: A Walzer von Strauß, gesungen von Frl. Mia Werber. (Erhöhte Kassenpreise.) Sonntag, den 8. April 1906: Letzte Vorstellung. KKERReT Stil im modernen empfiehlt billigst. Fritz Tiekötter Möbelfabrik, Niedernstr. 45. Ev. Mänuer= u. FüngungsVerein St. Johannis. Sonntag, den 25. März er., abends 8½ Uhr, im Ev. Volkssaal, Bahnhofstr.: auf den Lebenstall bei der 1838 gegr. PreussischenRenten-Versicherungs-Anstalt T.„„ in Berlin. Leibrenten ettentliche Versicherungsanstalt. Elinkommenserhöhung, Altersversorgung, Kapitalversicherung für Studium, Militärdienst, Aussteuer. Aufnahme ohne Arztliche Untersuchung Portofreier Rentenbezug onne Lebenszeugnis unter den von der Direktion zu erfahrenden Bedingungen. Strengste Verschwiegenbeit. 8e und Kapifalien * PPeIkdssc Bielefeld. Garantieverband: Stadtkreis Bielefeld. 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März 1906, abends 8 Uhr: Passions-Gottesdienst mit Abendmahlsfeier. Spnod=Vikar Dr. Wessel. VerlobungsHochzeits- und Geburtsanzeigen Einladungskarten Visites Menus Hochzeits-Lieder Martinikirche. I. Bürgerweg 32 durch Herrn Apoth.=Besitzer Dr. Ißleib. II. Herforderstr. 82 durch Herrn Apoth.=Bes. L. Müller. Die Verzinsung der Spareinlagen, die am 1. Kassentage eines Monats eingezahlt werden, beginnt mit dem 1. des Einlegemonats. Die Verwaltung der Stadtsparkasse. Toerner. 1— Mittwoch, den 21. März 1906, abends ½9 Uhr: Passions-Gottesdienst Beichte und Abendmahlsfeier. Pastor Usener. liefert in eleganter Ausführung schnell, sauber und preiswert Buchdruckerei Reform. Kirche. Mittwoch, den 21. März 1906, abends 8¼ Uhr: Passions-Gottesdienst Pastor Vorster. R. v. d. Mühlen Bielefeld Ritterstr. 43. Fernspr. 15. 8 3 Maudfer Bunge. eignet sich durch seinen Gehalt an Stickstoff, Phosphorsäure und Kalk vorzüglich für Wiesen, Halmgewächse und Kartoffeln. 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