se Freßlust, kast bewirkt M. Brockkarke B(nur echt mit rg als Schutzmarte el voll davon wird er beigemengt. Tägen ca. 1. Pf. von M. Brockmanns osten 3,50., 121 5 Kilo 11 M. 30 Kile Kilo 39 M. Alles franke. Brockmann Eutritzsch 56a. Ssss 0 este was es gibt, reine Schafwolle weiß= u. kalte Füße, schenes stark Mt..50 „ mittel„.30 wasch. stark„.10 mittel„.90 dunkelgrau, naturgrau, imeliert natur R. iggemann. e Nr. 7 i. W. Kräuchtt. Labak von Crüwil, her, Kisker, Könie Oldenkott urd in größter Auswa mache ich auf meinen geltabak 30 Pfg. p. Pfd. auffürging, enberg 27 Kärz dfs. Is., nachUhr, beabsichtige ich rovinzial=ObstbaumFuße des Stuckenn) auplätze igen Bedingungen in Ort ung Stelle zu tiger Witterung findet bei Gastwirt Steindstücke sind sämtlich issierter Straße beden 9. März 1906. ir Tappe, Feldmark Nr. 33. arstadt, ämelingerstr. 14. zur Behandlung von tkrankheiten berufsstörung. eechtage: von 9 bis 3 Uhr. von 9 bis 12 Uhr. Wunsch ins Haus. Bielefeih. Montag, 19. März 1906. 30. Jahrgang Anzeigengebühr für die einspaltige Petitzelle oder deren Raum 12 Pf., für auswärts 15 Pf., Reklamen 25 Pf. Erscheint sechsmal wöchentlich Geschäftsstelle Ritterstr. 43. Fernsprecher Nr. 15. Klurm durchbraust nicht nur das Land, nein auch im innerpolitischen Leben braust und gährt es, unsichtbare Mächte sind am arbeiten und niemand weiß, wohin es föhrt. Wichtig ist es da, eine Zeitung zu halten, wichtiger noch eine politische, die nicht nach Sensation hascht, sondern prüft und sondiert, die Spreu vom Weizen scheidet. Eine Hauptaufgabe unseres Parteiblattes ist es von jeher ge wesen, in knapper aber klater Form ein Bild der Zeitläufte zu geben. Diese Aufgabe wird sie auch in Zukunft zu erfüllen suchen. Bei den jetzigen unruhigen Zeiten brauchen wir eine stalte Partei als Stütze für Thron und Altar. Diese Stötze ist die konservative Partei immer gewesen! Pflcht der konservativen Männer ist es aber auch, für Nachwuchs und für Stärkurg der Partei zu sorgen! Wie ist das zu erreichen? Indem Sie neue Freunde und Leser für unser Parteiblatt suchen! Die Parteipresse ist die geistige Waffe im Kampfe! Viele Leser, viele Streiter! Viele neue Leser, viele neue Kämpfer für unsere gute und gerechte Sache! Erhaltet nicht nur Euer Parteiblatt, nein stärkt es auch, ihr stärkt dadurch die Partei, Euch selbst und Eure Sache! Wir sind gern bereit, an jede einzelne Adresse Probenummern gratis und frar ko zu schicken, müssen aber unsere Parteifreunde auch bitten, unerwüdlich mündlich werben zu wollen. Die Zeit ist ernst, sie braucht Männer, tue ein jeder sein Teil, daß sie welche findet. Vorwäits! Mit Gott, für König und Vaterland! Die Geschäftsstelle. Wisterischer 19. März: Hermann von Salza, Hochmeister des deutschen Ritterordens, gest. 1639.— Haug, Lieder und Epigrammendichter, zu Niederstolzingen geb. 1761.— Die Elbbrücke bei Dresden wird von den Franzosen gesprengt, 1813.— David Livingstone, Afrikareisender, glb. 1813— Beginn der Revolution in Baden, 1848.— Ferdinand Schmidt, (Dranmor) Dichter, in Bern gest. 1888. Ein Sozialdemokrat als mongolischer Patriot. A. S. K. Das Unerwartete ist ein getreten: ein sozialdemokratisches Biatt ist begeisterter Lobredner des Nationalgesühls und Nationalstolzes geworden. Und noch dazu ist dieses Blatt die„Leipziger Volkszeitung. Nur leider ist es das Nationalgefühl und der Nationalstolz der — Chinesen, dem Herr Mebring Hymnen singt. Ein Leitartikel in Nr. 56 der„Leipziger Volkszeitung“ vom 8. d. M. bespricht das japanisch chinesische Bündnis, das eben geschlossen sein soll, und setzt dabei auseinander: „Der ostasiatische Krieg hat etwas geschaffen, was bis her unerhört war in der Geschichte des Reiches der Mitte: er hat ein chinesisches Nationalgefühl entwickelt. Noch im chtnesisch japanischen Kriege konnten die Flotten führer der jüdchinesischen Küstenprovinzen garnicht begreifen, daß die Japaner sie als Feinde behandelten. Die erklärten, ihre Flotte habe mit dem Kriege garnichts zu tun, der nur Nordchina argehe.... Die fremdenfeindlichen Bewegungen sir d in China seit 1900 nicht abgebrochen, und getade jetzt laufen wieder Nachrichten sehr beun ruhigenden Inhalts ein. Sie sind Anzeichen für das gehobene Nationalgeshl der Mongolen, die die unverschämte Art und We se nicht mehr ertragen woller, mit denen bisher Europa, und speziell Deutschland, ihr China behandelt hat. Aber ein glänzenderes Beispiel für den erwachten Volksstolz der Chinesen dietet der Boykott mit dem die chinesischen Kaufleute die amerikanischen Waren belegt haben, weil die Amerikaner die chinesischen Einwanderer zurück. weisen,“ Herr Franz Mehring aber läß: sich durch seinen mongolischen Patriotismus sogar noch zu weiterer Einsicht bekehren und verleiten, zu der Einsicht nämlich, daß der Nationalstolz— natürlich nur der monzolische— sich nicht nur in der Luft betätigen kann, sondern sich in einer Politik nationaler, natürlich chinesisch nationaler Macht mit Hilfe zureichender militärischer Machmittel zu realisieren hat. Er schreibt nämlich: „Nicht in der auf die Dauer doch unmöglichen Abweisung dir fremden Kultur, sondern gerade in ihrer Aufnahme und Aneignung liegt die Rettung. Europäische Wissenschaft und Technik, durch deren Nachahmung Japan so groß geworden ist, wird wird jitzt auch in China ihren Einzug halten und nicht am wenigsten— europäische Kriegskunst. Schon hat der Vizekönig Yuanschikai die G unblage zu einem nach modernen Grundsätzen bewaffneten und disziplinierten chinesischen Heere gelegt, das in sechs Jahren bereits als ein außerordentlich schwerwiegender Faktor für die ostasiatische Politik Europas ins Gewicht fallen wird.“ Herr Mehring, durch seinen mongolischen Patriotismus verleitet, findet also selbst sogar europäische Kriegskunst sehr annehmbar— wenn sie von China im portiert wird, und er beglückwünscht China zu seiner kriegerischen Importe und rühmt es, daß es sich dadurch— wie es an anderer Stelle des Artikels heißt—„zu einem selbständigen, stetig kräftiger und damit gefährlicher werdenden Gebilde erhebt“ So viel Verständnis für Nationalgesühl, wenn es das der Chinesen ist, und für eine selbst mit kriegerischen Mitteln zu betreibende und zu vollführende nationale Einheitsbewegung, wenn sie der Mongolen ist, entwickelt ein in deutscher Sprache schreibender, in Deutschland geborener und wirkender Sozialdemokrat von der Art des Heern Mehring, dieses deutschen Therfites, der nicht wild und wüst genug zu schmähen und giftig zu geifern weiß, immer dann und immer da, wann und wo es sich um deutsches Nationalgefühl, um deutsche Ehre und selbst um deutsches Dasein handelt. Als Bisma ck, der dem deutschen Volke Achll und Odyss us zugleich gewesen ist, das deutsche Nationalgefühl lebendig und wirklich werden ließ und die deutsche Einheitsbewegung in die Wege leitete, und als die deutschen Männer um des Vat rlandes willen vor dem Feinde ihr Leben ließen, da schalt ein Maix aus dem sicheren Londoner Schlupfwinkel heraus diese Helden„Schurken und Narren“. Und jetzt, da unser Volk in einer immerhin ernsten Lage sich zu behaupten und zu bewähren alle Kräfte daran setzen sollte, da lobt und verherrlicht ein Mehring den Nationalstolz der Chinesen und die mit Kriegsrüstungen verbundene Einheitsbewegung der Mongolen und fällt zu gleicher Zeit dem eigenen Vaterlande in den Rücker. Denn im selben, hier zitierten Artikel und in einem Atem erklärt Herr Mehring des weiteren bezüglich Deutsch lands:„Der Beschluß, den das internationale sozialistische Bureau zu Brüssel am Sonntag faßte, einen Krieg unmöglich zu machen, komme was da wolle, ist die welthistorische Ergänzung des mongolischen Zweibundes und der kapitalistischen'plomatenkonferenz.“ Also für China und die Mongolen eine kriegerische Politik nationaler Macht und Einheit, für das Vaterland aber und die eigenen Landesgenossen eine ehrvergessene Politik des vorzuberettenden Hoch und Landesverrats— das ist die Logik der Sozialdemokratie und ihrer Führer. Und wie Herr Mehring in der„Leipziger Volkszeitung“, so treibt es Herr Stalthagen im „Vorwärts“ und die lleinen Größen in der Pcovinz suchen diese sozialdemokratischen Meister der Legif and des Stils womöglich noch zu übertreffen, in der Weise der Dortmunder„Arbeiterzeitung“z., die den leitenden Staatsmännern unseres Vaterlandes geradezu„gemeingefährlichen Irrsinn" nachsagt. Die guten deutschen Arbeiter aber im Banne der Sozialdemokratie, die in dieser Prisse kein Sterbenswörtchen darüber zu lesen bekommen, warum es sich in der Marokkopolitik wirklich handelt, lesen dergleichen und glauben es— weil es doch gedruckt werden darf— und werden so nach und nach stumpf in ellem Gefühl für nationalen Stolz und deutsche Ehre und begreifen schließlich den Ekel garnicht mehr, der den elementar ergreifen muß, der mit urbefangenem Blick die Therfitesgestalten der Mehring, Stadthagen und Konsorten in ihrer abscheulichen Häßlichkeit einmal geschaut hat. Lob der deutschen Rettungsmannschaften. Der„Rhein.=Westf. Ztg.“ wird aus Paris geschrieben:„Die Rettungsmannschaft hat fast 24 Stunden ununterbrochen unter Tage gearbeitet. Es sind auch aus Paris Feuerwehrleute mit Rauchhelmen angekommen, aber ihre Lüftungsapparate erwiesen sich als unzulänglich und sie konnten nicht einfahren. Die Ingenieure und Bergleute von Lens, welche die Deutschen bei der Arbeit gesehen haben, sagen bewundernd:„Das sind Helden.“ Dieselben Eindrücke finden sich auch in der Presse.„Matin“ schreibt: „Man hat aus Deutschland Retter holer müssen, wir haben keine und doch fehlt es uns nicht an Helden. Wir haben Staatsingenieure, Inspektoren,=Kontrolleure, aber diese ganze mit Orden und Titeln bedeckte Gesellschaft ist unfähig, sich zur Höhe der Deutschen zu erheben. Wir behaupten, daß wir uns um das Volk kümmern, wir geben ihnen aber nur Worte, Hilfe dagegen gibt nur in den Stunden der Betrübnis der deutsche Kaiser. Jaur és gibt dem Eingreifen der deutschen Rettungsmannschaft sogar politische Fassung.„Die deutschen Bergleute," schreibt er,„sind in die brennenden und verpesteten Schächte hinabgestiegen, sie sind in den tödlichen Abgrund eingefahren, sie haben Leichen geborgen, sie haben in Not und Gefahr mit ihren französischen Brüdern sich verbrüdert, sie haben ein neues Band zwischen den Arbeitern Frankreichs und Deutschlands geknüpft.“ Das französische Blatt„Gil Blas“ gibt seinen Empfindungen in einer ergreisenden Skizze Ausdruck. Es schreibt: „Mehr als tausend feanzösische Bergleute sind in den Eingeweiden der Erde begraben. Tötliche Gase, lodernde Flammen durch asen das Bergwerk. An der Oeffnung der Schäckte steht angstvoll gedrängt eine stumme Menge. Die Gewalt der Katastrophe, ihre Plötzsichleit, die Zahl der Opfer, der schreckliche Tod der meisten dieser, der noch surchtbarere Todeskampf aller, die nicht sofort verbrannt oder erstickt wurden, das Elend und der Schmerz der Ueberlebenden, alles vereinigt sich zu einem furchtbaren Drucke auf die Gemüter, denen entsetzliche Bilder vorschweben. Die unbeschreibliche Schwierigklit, den vielleicht noch Ueberlebenden Hilfe zu bringen, macht die Angst noch peinigender. Da sieht man in Courriéres einen Zug Retter eintreffen, die, mit besonderen Apparaten ausgestattet, in die Schächte hinabsteigen können. Diese Retter kommen aus Deutschland. Es sind Bergleute, die ihren französischen Kameraden zu Hilse eilen. Das ist etwas Ergreisendes, Unvergeßliches. Seit einem Jahre spricht man uns nur von Krieg mit Deutschland. Wir müßten viele Deutsche löten und unsererseits müßten viele ihren Tod finden Warum? Man weiß das eigentlich nicht genau. Vielleicht weil der Offizier, der in Cisablarca, einem Orte, von dessen Existenz kaum zehn Franzosen etwas wissen, kommandieren soll, ein Belgier sein wird. Ernste Leute versichern das. Es gibt selbst Wahnwitzige, die das zu wünschen scheinen. Dann stellt man uns den Deutschen als ein Ungeheuer dar, das nach unserem Blute dürstet; und wir selbst gelten in Deuschland als Menschenfresser. Man muß sich schlagen; der Krieg ist notwendig, er ist gut..... Seit einem Jahre schwebt dieses Damoklesschwert über unseren Häuptern. Seit sechs Wochen streitet man sich in Algeciras, herum. Und Hunderte von Malen tönte der Unheilsruf: Das Einvernehmen ist unmöglich. Jetzt scheint man sich in Algeciras zu verständigen. Viel ergreifender und bezeichnender als das Geschwätz der Diplomaten ist das, was die deutschen Bergleute getan haben. Diese Männer haben die Grenze überschritten und sich auf französischem Boden in Uniform gezeigt. Sie hatten keine Waffen in der Hand, sondern Rettungswerkzeuge. Brüder, Bergleute, deren hartes Leben und Leiden sie aus eigener Gefahr kennen, waren im Bergwerk verschüttet worden. Franzosen? Deutsche? Was kommts darauf an? Menschen: Sie haben sich erboten, die zu finden, die noch lebend wären, und die Toten ihren Familien zuzuführen, unter fortwährenden Gefahren für ihr eigenes Leben. Wenn ein einziger von ihnen in dem Bergweike bliebe, so wäre die Bedeutung dieses Opfers gar nicht zu ermessen." Politische Nachrichten. Aus dem Deutschen Reiche. Berlin, 18. März. Der Kaiser ist gestern abend 9½ Uhr von Bremen hier wieder eingetroffen. Während des Frühstücks zu Ehren des Kaisers in den Senatorenräumen des Rattkellers zu Bremen wurden dem Kaiser vom Bürgermeister Dr. Barckhausen im Auftrage des Senats Bronzenachbildungen der beiden Statuen, die den Westeingang des Bremer Rathauses zieren, überreicht. Die Kaiserin hat dem Oberpräsidenten v. Moltke telegraphisch eine Spende von 1000 Mk. zugunsten der in den Kreisen Niederung und Heydekrug von der Ueberschwemmung Betroffenen überwiesen. Aus Anlaß der heutigen Märzseier sind wiederum umsangreiche polizeiliche und militärische Sicherheitsmaßregeln ähnlich denen vom 21. Januar angeordnet worden. Allen Unteroffizieren und Mannschaften ist das Verlassen der Kasernen verboten worden. Die Schutzmänner werden auf den Polizeiwachen konfigniert sein. Der Seniorenkonvent des Reichstages einigte sich dahin, die Österferien am Freitag, den 6. April, beginnen zu lassen und am Donnerstag, den 24. April, die Arbeiten wieder aufzunehmen. Die Heffnung auf rechtzeitige Fertigstellung des Etats ist definitiv aufgegeben und der Reichskanzler, bereits hiervon benachrichtigt, so daß die Vorbereitung eines Notgesetzes schon im Werke sein dürfte. Es soll versucht werden, die zweite Lesung des Etats vor Ostern zu Erde zu führen, was freilich zur Voraussetzung hätte, daß die Generaldebatte über den Militäretat nicht länger als sechs Tage dauert. Auch das Abgordnetenhaus wird wahrscheinlich am 6. April in die Osterferien treten. Wie der„.=.“ mitteilt, ist im Reichsschatzamt ein neuer Borschlag für die Fahrkartensteuer ausgearbeitet worden. Es soll nämlich in der zweiten Lisung der Kommission von neuem der Versuch gemacht werden, einen festen Stempel zur Annahme zu bringen, und zwar in der Form eines nach Zonen abgestuften Stempels. Edenfalls freigelassen sind der Vorortund der Nahverkehr. Der Satz ist so gegriffen, daß auf ein Erträgnis von 24 Millionen Mark gerechnet werden kann. Da aber die Steuerkommission aus der Fahrkartensteuer 50 Millionen Mark gewinnen wollte, so würde sie, wenn sie grundsätzlich mit dem Zonenstempel seinver Kanden ist, den Setz entspeechend erhöhen müssen. Der Direktor des Bureaus des Reichstages, Geh. Reg.=Rat Knack ist gestern abend gestorben. Dem deutschen Botschafter am groß britannischen Hose Grafen Wolff Metternich ist der Charakter als Wirkl. Geh. Rat mit dem Prädikat Exzellenz verliehen. Der zweite Vizepräsident der badischen Kammer, Genosse Geck, ist nicht mit zu Hofe gegangen Nur der Präsident und der eiste Vizepräsident sind vom Hofmarschallamte zum Empfange eingeladen worden. Eine Einladung des Genossen Gick war, der„T..“ zufolge, nicht erfolgt, jedenfalls deshalb, weil er es unterlassen hatte, sich beim Hofmarschallamte einschreiden zu lassen. Karlsruhe, 18 März. In der Zweiten Kammer kam es infolge einer Bemerkung des Ministers Schenkel, daß er es für eine Pflchtwidrigkeit halte, wenn Schutzleute sich mit ihren Beschwerden an die Partei wenden, welche die Autorität der Beamten zu untergraben bemüht sei, zu einem heftigen Zusammenstoß zwischen dem Minister und dem sozialdemokratischen Abgeordneten Geck. Abgeordneter.ck, welcher diese Bemerkung des Ministers als eine Beleidigung seiner Putei erklärte, wurde schließlich zur Ordnung gerufen. Der Aufstand in SüdwestAfrika. Verluste: Auf Patrouille bei Kaimas am 5. März 1906 gefallen Kriegsfreiwilliger Mex Schneider, leicht verwundet bei Umeis am 6. März 1906 Gefreiter Wilhelm Schultze; im Gefecht bei=lladrift am 8. März 1906 Gefreiter Otto Altmann, Gefreiter Maitin Lorenz. Sergeant Paul Nitz am 11. März 1906 im Lazarett Keetmansboop an Ruhr und Bauchsellentzündung gestorben. Aus dem Auslande. Budapest, 18. März. Das Exekutivkomitee der Koalition veröffentlicht eine Erklärung, in welcher die Auflösung als ein gesetzwidriger Gewaltakt bezeichnet wird. Ferner wird darin betont, daß der Ausschiß den Befehl der Regierung nicht berücksichtigen werde und sich durch Vexationen und Drohungen nicht irre machen lassen wirde. Paris, 18 März. Fürst Radolin dürfte sich heute zu Bourgeois begeben, um ihm die vom Rheinisch Westsälischen Geubensyndikat für die Hinterbliebenen von Courrières gespendeten 100000 Mark sowie einige andere aus Deutschland stammende Geldspenden persönlich zu überbringen. Paris, 16. März. Cleménceau hat verfügt, daß diejenigen Pirsonen, welche anläßlich der Inventaraufnahme verhaftet und verurteilt wurden, als politische Gefangene und nicht als gemeine Verorecher behandelt werden sollen. London, 18 März. Die seit langer Zeit angestrebte Entente cordiale zwischen den reisenden Kaufleuten Englands und Deutschlands ist zustande ge kommen. Es wurde ferner auf einem von Vert etern beider Länder beschickten Kongreß die Bildung einer internationalen Liga zur Wahrung der Interessen der reisenden Kaufleute Deutschlands und Englands beschlossen. Rußland In Warschau wurden zwei Po izisten auf der Straße erschiessen. Rosa Luxemburg wurde auf die'tadelle gebracht, sie wird gut behandelt.— Leutnant Schmidt hat gegen das wider ihn ergangene Urteil Kassationsrekurs eingelezt. Aus Moskau wird dem„B..=.“ berichtet: Aus dem infolge Mißernte von der Hungersnot betroffenen Gouvernements kommen trübe Nachrichten. An zahlreichen Orten grassieren Hungertyphus, Skorbut und andere(pidemische Krankheiten. Anstatt Getreidewehl werden ungenießbare Surrogate zur Nahrung benutzt. Mangels Futterkräutern geht das Vieh zugrunde, so daß die Bauern das Vieh mit Strohdächern süttern. Bukarest, 17. März. Die„Agerce Rumaine“ erklärt, daß die Meldung der N. Fr. Pe.“ über einen ungünstigen Gesundheitszustand des Königs unbegründet sei. Der König und die Königin wür den demnächst ins Ausland reisen. Die Marokkotonferenz wird am Dienstag die nächste Sitzung abhalten. Das„Neue Wiener Tagebl.“ meldet aus Paris, daß gegenwärtig ein neuer Vorschlag zur Beseitigung der in der marokkanischen Frage obwaltenden Differenzen den Gegenstand vertraulicher Besprechungen bilde. Danach wären zur Reorganisation der Polizei in acht offenen Häfen zwar ausschließlich französische und spanische Offiziere zu berufen, allein mit der Oberaussicht wird das diplomatische Korps in Tanger zu betrauen, welchem als fachmännischer Beirat ein von einem kleinen Staate zu stellender höherer Offizier attachiert werden soll. Dadurch bliebe einerseits der internationale Charekter der Institution gewahrt andererseits würde der dem Antrage Welsersheimb nach Frarkreichs Meinurg anhaftende Mangel beseitigt, daß der Hifen von Casablarcz einer besonderen Inspektion unterstände. Man hält den Vorschlaz für diskutabel weil er innerhalb des von Deutschland gezorenen Rahmens den Wünschen Frankreichs tunlichst Rechnung trägt.— In Tanger predigt der Großscherif in der großen Moschee gegen die Christen, die Feinde des Islams seien ud sich in Algeciras vereinigt hätten, um den Untergang Marnkkos vorzubereiten, indem sie sich der Rechte des Sultaus bemächtigen. Ein durch die marckkanischen Behörden erlassenes Verbot gegn die Predigten mußten wegen der Ecregung der Berölkerung auf gehoben werden. Tokio, 16 März Das Abgeordnetenhaus hat heute nach lebbaster Debatte die Eisenbahnverstaatlichungs vorlage mit 243 gegen 109 Stimmen unverändert angenommen. Man er wartet, daß auch die Vorlage, betreffend Verstaatlichung der Eisenbahnlinie von Söul nach Fusan(auf Korca) angenommen wird. Die Kosten der Bahnverstaatlichung in Japan sellst, werden auf etwa 500000000 Jen geschätzt. Kolouialpost. (Deutsch=Ostafrika.) Hauptmann Wunderlich meldet über Fortschritte in der Unterwerfung der Bezirke Lynngo. Bis jetzt beträgt die Zahl der Unterworfenen 1200. Der Hal pträdelsführer Ktalik: wurde auf der Flucht erschossen, 2 andere Anführer der Aufstärdischen gefangen genommen. Der Führer der 5 Kompagnie Oderleutnant Wendland meldet, daß in der Umgegend von Kilossa vollständige Ruhe und Sicherheit herrscht; ebenso auf der Straße KilossaNjukova. Aus den Parlamenten. Deutscher Reichstag. 68 Sitzung vom 17. März 1806, 1 Uhr. Der Reichstag hielt am Sonnabend zwei Sitzungen ab. In der ersten führte er die zweite L surg des Etats beim Etat der Schutzgebiete weiter. Beim Etat für Ostafrika bezeichnete Abg. Bebel (Soz.) die vom Abg. Arendt am Freitag zum Fall Peters aufgestellten Behauptungen als unwahr. Hiergegen betonte Abg. Dr Arendt(Rp.), Beibel habe seine Freitagiede offenbar nicht gehört, es habe eine zweimalige Untersuchung gegen Dr. Peiers stattgefunden, und beide Male sei sie zu seinen Gunsten ausgefallen. Der Fall Peters sei genau genommen ein Fall Bebel, noch nie habe jemard falsche Behauptungen im Reichstage mit solcher Entschiedenheit vorgtragen, wie Bebel die mit dem Tuckerbrief. Kolovialdirektor Erbprinz zu Hohenlohe versicherte winn die Notwendigkeit vorgelegen hätte, gegen Dr Peters einzuschreiten, so wäre des seitens des Staatsanwalts auch geschehen. Abg. von Kardorff(Rp) meinte, der Gewährsmann des Abg. Bebel in dieser Angelegenheit müsse ein Lump erster Größe sein. Die Begeisterung, mit der man den Dr. Peters bei seinen Vorträgen begleite, zeige, wie man seine Kenntnisse und Fähigkeiten einschätzt Nunmehr kam es zu einer längeren Debatte über die Frage der Konfessionsschulen in den Kolonien, in deren Verlauf Adg. Dr Bachem (Ztr.) Rückoerweisung der zugehörigen Titel an die Kommission beantragte. Bei der Abstimmung bezweifelte Abg. Singer(Soz) die Bischlußfähigkeit des Hauses, und Bizepräsidert Gras Stolberg mußte dem beistimmen. In der zweiten 4½ Uhr beginnenden Sitzung wurde die Beratung des Etats für Ostafrika fortgesetzt. Zu einer längeren Debatte kam es nur bei der Fage der Errichtung einer besonderen weißen Kompognie. Trotz der lebhaften Befürwortung des Titels durch den Kolonialdirektort Erbprinzen zu Hohenlohe wurde der Titel schließlich einstimmig abgelehnt. Dir Rest des Etats aber bewilligt. Montag, 1 Uhr: Weitere Kolonialetats. Schluß 6½ Uhr. #bgeordnetendaus. 46. Sitzung vom 17. März 1906, 11 Uhr. Das Abgeordnetenhaus führte am Sonnabend die dritte Lesung des Etats zu Ende. Beim Eict des Ministeriums des Innern erwiderte auf Anfragen des Abg. Dr. v. Mizerski(Pole) Minister v. Bethmann=Hollweg, auch er halte es füc unerfteulich, daß Orteramen der Provinz Posen inhaltlose, unhistorische Namen bekomme. Hinsichtlich der Schreibweise weiblicher polnischer Namen könne er eine Ainderung nicht in Aussicht stellen. Beim Kullusetat führte Abg. Rosenow(frs. Vp) noch einmal Klage darüber, daß der Kultusminister in der zweiten Lesung die mittelbare Unterstützung polnischer und sozialdemokratischer Vereine seitens der Berliner Stadtverwaltung durch Gewährurg von Schulräumen als Unfug bezeichnet habe. Kultusminister Studt verwies in seiner Erwiderung auf die mannigfachen aber vergeblichen Versuche, den Berliner Magistrat durch friedliches Zureden zu einer Aenderung des unwürdigen standes zu bestimmen Schließlich habe Zrang angewindet werden müssen. Sokolvereine und sozialdemokratische Turnvereine seien als politische Vereine von Gesichten anerkannt worden und diese kürfen nicht die mittelbare Unterstützung einer Stadtverwaltung finden. Ministerialbiektor Schwarzkopff verwahrte sich gegen den in der zweiten Lesung vom Abg. Cassel erhobenen Vorwurf, die Unterrichtsverwaltung greife in die kommunale Selbstverwaltung ein und befonte gegenüber dem Abg. Dr. Fried berg, die Stadt Minden habe zwar das Vorschlagsrecht bei der Besetzung von Lbrerstellen, aber nicht das Bestätigungsrecht. Schließlich wurde ein Schlußantrag angenommen. Nachdem noch das Etatsgesetz debattelos angenommen war, war die dritte Lesung des Etats beendet. Montag 11 Uhr: Kirchensteuergesetze, Verwaltungsdienstgesetz. Schluß 7 Uhr. Gericht und Rechtsprechung. Bielefeld, 14. März.(Strafkammer.) 1. Gegen den 16 Jahre allen Arbeiter H. K. von hier wurde weg'n Mundraubes auf 3 Tage Haft und wegen versuchten Betruges und Urkundenfälschung auf 10 Tage Gefängnis erkannt. Es wurde beschlossen, den Angeklagten zur Begnadigurg zu empfehlen.— 2. Der Müller H. D. von Senne I war am 20 Januar d. J. vom hiesigen Schöffengericht von der Anklage der Sachbeschädtgung und Bedrohung freigesprochen, aber wegen Mißhandlung seines Heuerlings Hagedorn zu einer Geldstrafe von 20 Mark event. 4 Tagen Gefäggnis verurteilt worden. Es glückte ihm in der Berufungsinstanz, die Unglaubwürdigkeit des Belastungszeugen festzustellen. Es wurde deshalb das erste Urteil aufgehoben und der Angeklagte ganz freigesprochen.— 3. Der bedingten Begnodigung empfohlen wurde der 18 Jahre alte Schulknade G. B. von Gütersloh. Er handelt sich mehr um dumme Jungenstreiche. Der Kaabe erhielt für ausgeführte Diebereien 10 Tage Gesängnis— 4. Der Maurer H. L. von Gütersloh erhielt wegen einsachen und schweren Diebstahls 4 Monate und 1 Woche Gefängnis, worauf ihm 1 Monat und 1 Woche Untersuchungshaft in Anrechnung gebracht wurden.— 5. Der Kaufmann A. v. d. K. von Krefeld wurde wegen Unterschlagung zu 3 Monate Gesängnis verurteilt, wovon 1 Monat durch Aurechnung der Untersuchungshaft verbüßt ist.— 6 Die Kukofenarbeiter O und F. Sch zu Amshausen wurden beide wegen gemeir schaftlicher Körperverletzung bestraft, O. zu 14 Taze und Sch. zu 1 Woche Gefängnis. — 7. Der Maurer H. B. von Gütersloh erhielt wegen Körperverletzung 4 Monate Gefängnis unter Anrechnung von 1 Monat Untersuchungshaft.— 8. Der Kelner Wilhelm und sein Bruder Julius B von hier wurden wegen gemeinschaftlich ausgeführter Diebstähle verurteilt. Wilhelm B. wegen versuchten schweren Diebstahls und qualifizierter Urkundenfälschurg zu 10 Monate und der 17 Jahre alte Bruder wegen versuchten schweren Diebstahls, einsachen Diebstahls und qualifizierter Urkundensälschung zu 5 Monate Gefängnis. Jedem wurden 4 Monate Untersuchungshaft angerechnet. Der jüngere B. wurde der bedingten Begradigurg empfohlen.— 9. Eine Wechselfälschung im großen Maßstabe hat sich der aus der Untersuckungshaft vorgeführte Pferdehändler L. M. von O yahausen schuldig gemacht. Dem Gerichtshofe lagen im ganzen 98 gefälschte Wechsel vor, die er seit dem Jahre 1901 angesertigt hat. Die Gesamisumme der Wechsel betrug 28000 Mark und sind seine Gläubiger um etwa 16 bis 18000 Mark geschädigt worden. Mit ihm argeklagt war seine Ehefrau, mit der er sein Mobiliar, trotzdem sie es schon vertragsweise verpf'ndet hatten, weiter verkauft halte. Der 17 Jahre alte P. M. soll seinem Vater schon seit dem 13. Lebenk jahre treu in der Wechselfabrikation mitgeholfen haben. Der Vater M. erhielt von der Strafkammer wegen Wechselsäischung in 98 Fällen und Unterschlagung 2 Jahre Zuckthaus, die Ehefrau M. wegen Unterschlagung 2 Wochen Gefängnis, und endlich der Sohn, der nur in 8 Fällen einer Tiilnahme an den Wechselfälschungen überführt wurde, 6 Monate Gesängnis. Lokales und Vieleseld, 19 März (Konservative Quartal=Versammlung.) Am Mittwoch dieser Woche, den 21. d. M, findet im Svangelischen Vereinshause zu Herford, um 3 nachmittags beginnend, eine konservative Quartalversammlung statt. Tixt für den ersten Teil: Philipper 2, 12—18. Im zweiten Teil: Aus Zeit und Welt wird Redakteur Lange über das Thema: „Was uns in der gegenwärtigen Zeit nottul“ sprechen. (Der städtische Musikausschuß) hält heute unter Zuziehung des Stadthaurats eine Sitzung ab. Auf der Tagesordnung steht ein Antrag des Musikvereins betreffend den Bau eines großen Konzertsaales im neuen Vereiushause auf der Bahnhofstraße mit städtischer Unterstützung. (Der Rechtsanwal! Amtsgerichtsrat a. D. von Unruh) hierselbst ist ermächtigt, fortan den Titel„Justizrat“ statt des Titels„Amtsgerichtsrat a..“ zu führen. (Der neu begrürdete hiesige Sittlichkeits Verein) wird Sonntag, den 25. d. Mis., im Volkesaal an der Der Sonnenfalter. Eine historische Erzählung von M. von Buch. 10] Nachdruck verboten. Die Herren saßen an runden Tischen; den stattlichen Garde du Corps, den jüngsten in ihrem Kreise, begrüßten sie mit Händeschüttela. „Sieh da! Trenck!“ sagte Pöllnitz im gemütlichen Tove des Lebemannes,„wir haben heute bereits viel von Ihnen gehört. junger Fieund. Was haben Sie angegeben? Das Duell...“ Trenck rurzeite äcgzerlich die Brauen. Aber er bezwang sich und sagte im verbindlichsten Tone:„Ich ditte, darüber nicht weiter zu sprechen. Man hat mr Absolution erteilt. Es ist alles vergeben und vergessen" „Allerhöchsten Ortes und schon so bald?“ fragte Voltaire erstaunt.„Junger Mann, ich will Ihnen wohl und daium erlaube ich wir, Ihnen einen Rat zu erteilen. Der König interessiert sich in nicht gewöhrlichem Maße für Sie, hören Sie, in nicht gewöhn lichem Maße. Ihr Deutschen habt ein Sprichwort, daß, wer im Rohre sitzt, Pfeifen schne den soll. Ein junger Königsgünstling, der sich nicht mit Händen und Füßen rührt um sich warm zu setzen, solange es ihm möglich, ist ein erbärmlicher Tor. Auch Ihner, mein lieber, könnte es wohl begegnen, späterhin verg ssen zu werden.“ „Die Grundsätze, die Sie soeben äußern, drücken Ihre Meinung aus“, sagte Tunck, „Sie halten also die Fürsten—“ „Für Menschen“, vollendete Voltaire,„und Menscheu sind vergeßlich. Geben Sie mir Recht? Fürsten aber, die Helden werden wollen, betrachten die ihrem Willen untergeberen Merschen als— raten Sie, als wos?“ „Auch ale Menschen“, meinte Trerck, und Voltaire lächelte. „Als ihre Bienen“, sagte er dann,„die nur dazu gemacht sind, um den Höheren zu dienen. Wissen Sie“, fuhr er, plötzlich lebhafter werdend, sort,„daß dieses Thema für einen dichterischen Versuch zu verwenden wäre? Wollen Sie Ihre Kraft daran erproben? Wir hälten gerade Trerck neigte das Haupt. „Wie Sie wünschen. Ich könnte es wenigsters versuchen. Sie haben das Thema angeschlagen, und ich gedenke, es in ihrem Sinne auszuarbeiten. Wie lange geben Sie mir Zeit, meine Gedanken zu sammeln?“ „Zehn Minuten“, meinte Voltaire.„Genügt es Ihnen?“ „Jawohl. Wie Sie befehlen.“ Wäh end die Herren von onteren Sachen sprachen, ging Treick tachder klich im Zin mer auf und ab Da sah Voltaire nach der Uhr. „Zehn Pinuen sind verflessen“, sagle er. „Sind die Musen bei Ihren gewesen?“ „Ich bin fertig“, meinte Trenck.„Will man so steundlich sein, den Worten zu lauschen, die mir dirch den Sinn gezogen sink? Herr von Voltaire hatte die mir das Thema zugeben. So sage ich also von den ehrzeizigen Fürsten: Ja ihren Augen sind die Menschen ihre Bienen, Die nur geschoffn sind, dem Fürnen blind zu dienen. Sein Wille ist ihr Recht. Der tapfte Heldenmit, Der nichts als Woffen kennt, gewöhnt zuletzt die Wut. Wer mit der Minschen Recht und ihren Köpfen spielet, Was Wunder, wenn er nichts von ihren Seufzern fühlet? Wer westig Bienen hat, schont, wenn er Honig bricht, Wei viele Körbe raubt, verschont die Bienen nicht.““) „Bravo“, meigte Volkaire,„Sie haben sich Ihrer Aufgabe ganz geschickt entledigt. Ah seh da! Seine Mäjestät.“ König Friediich war in diesem Augenblicke über die Schwelle getreten. „Excusez, messieurs“, bat er, nachdem *) Lebensschicksale Freiherrn von der Trencks. Band I. S. 70. er die Herren mit einem verbir dlichen Neigen des Kopfs Legrüßt,„ich habe Sie warten lessen. Doch ich hoffe, man hat sich die Zeit angenehm vertrieben. Wovon hat man gesprochen, wenn ich fragen darf?“ „Sire“, sazte Voltaire schmunzelnd und trat auf den König zu,„Ihr junger Günstling dat uns mit Versen unterhalten.“ „Hat er?“ fragte Friedrich Treuckzunickend. „Ja, er ist der Matador meiner jungen Leute. Ich weide einmal den Generalen meiner Gegner wirkliche Feidheeren entgegensetzen können, die, durch Wssenschaft gebildet, mihr Freunde ihres Souverains als seine Uatergebenen sind. Also Verse hat er gemacht. Er soll sie mir später wiederholen. Jetzt, messieurs, zu Tisch.“---— Am nächsten Sonntage, nach der Kirche, stand das Regiment Garde du Corps in Paradeaufstellung auf dem Exerzierzierplatze; Seine Mäjestät der König wurde erwartet. Plötzlich Geräusch auf der Straße. Das ist er! Der Monarch, auf einem Schimnel, einem Engländer, nur von einem Adjitanten begleitet, sprengte in leichtem Galopp auf den Platz zu. (Fortsetz ung folgt) * Bahnhofstraße seine erste öffentliche Versammlung abhalten. Herr Oberarzt Dr. Jungklaus aus Bethel wird Vortrag über das Gebiet des sruellen Lebens halten. Jünglinge und Männer werden dazu eingeladen. Hk.(Behufs Förderung der kroatischen Industrie) unternimmt, wie aus der Handelskammer zu Bielefeld geschrieben wird, der„Kroatisch=Slavonische Landes Jadustriellen=Bund“ seit seinem Bestande alle jene Schritte, welche geeignet erscheinen, nicht nur die in Kroatien und Slavonien bereits bestehenden indest iellen Unternehmungen zu stärken, sondern auch die Errichtung niuer Fabriken zu erleichtern und hierzu Unternehmer zu gewinnen. Nähere Einzelheiten über die Bestrebungen des genannten Bundes können auf dem Bureau der Handelskammer eingesehen werden. k(Zweiselhafte Firmen.) Aus der Handelskammer zu Bielefeld wird uns mitgeteilt, daß auf dem Bureau derselben vertrauliche Mitteilungen über zweifelhafte Firmen in Budep st, London, Neapel, Piris, Aix. Rio de Janetro, Bochester und New#ik eingesihen werden können. (Konzerthaus) Ab nächsten Sonntag, 25 Wärz wird im Konzerthaus die bekannte Orizinal=Traumtänzerin Madeleine in Gmeinschaft mit ihrer aus zehn Nummern bestehenden Slite Spezialitäten=Gesellschaft austreten. Das Gastspiel ist auf 4 Abende berechnet. (Aus dem Theaterbureau) wird uns geschrieben: Im Stadttheater beginnt morgen (Dienstag) eine eigenartige und einzig dastehende Künstlerin, Frl. Mia Werber von Beilin, ein auf drei Abende berechnetes Gastspiel. In dieser Künstlerin wird das hiesige Theaterpublikum eine Sängerin mit ganz außergewöhnlichen Stimm mitteln kennen lernen. Frl. Werber wurde nach ihrem ersten Auftreten in Birlin von der dortigen ise die„Luce: der Operitte“ genannt und hat durch ihr ungewöhnlich großes und herrliches Stimmaterial, das zu ihrer kleinen, zierlichen und graziösen Figur in gar keinem Verhältnis zu stehen scheint, dieses Beiwort bis heute bihaften. Dienstag singt die Künstlerin die Mimosa in Jones„Geisha“,(welche Opereite bei dieser Gelegerheit ihre letzte hiesige Aufführung erfährt) eine Partie, die sie nun weit über tausendmal zur Darst llung gebracht hat. Am zweiten Abend(Mittwoch) wird sich die Künstlerin als Lola in der Operette„Das süße Mädel“ dem Publikum vorstellen und am Donnerstag wird sie sich in Audrans„Puppe“ als Alsia von hier verabschieden. (Stadttbeater.) Die 7. Vorstellung im Sudel mann Ziktus brachte unter dem Gesamtnamen „Moocturi“ drei Einakter:„Teja“, Fritzchen" und„Das Ewig=Männliche".— „Teja“, der Führer der letzten Ostgoten, wird von Rarses, dem Feldherrn des oströmischen(griechischen) Kaisers Justinlan belagert, leidet Hunger und Durst und beschließt mit seinen Getreuen, Elend und sichere Gefargenschaft gegen Sieg oder Tod im Verzweiflungskampfe auszutauschen. Das ist geschichtlich Im übrigen kann das Drama nicht befriedigen. Es geht am Schluß ins Sentimentale urd dieses ins Lächerliche über. Teja und seine Gemahlin Balthilde essen in der Nacht zwischen ihrem Hochzeitstage und dem Kampfe trock.ne Brotkrusten und trinken aus einem Topfe soure Milch. Weil Teja davon einen Milchbart bekommen hat, will ihm Balthiide keinen Kuß geben.— Soll das virlleicht Humot seln, der zu einem Gotenbelden paßt!—„Fritzchen“ dient in demselben Regimert, dem auch sein Vater Mejor a D, einst angehörte. Dieser hat moncherlei erlebt, auch mehrere Duelle, darunter zwei schwere, ausgefochten und rät seinem Sohn, eist das Leben kennen zu lernen und dann als gereister Mann den Bund mit der Nichte seiner Mutter zu schließen.— Eines Tages kehrt„Fritzchen“, so nennt ihn die Mutter in zärtliche Liebe, heim und trägt ein garz zerfahrenes Wesen zur Schau. Auf vieles Drängen erfährt der Vater, der im Regiment noch heute der„wilde v Drosse“ heißt, duß Fritzchen der Störer fried einer Ehe gewesen und von dem Gimahl der Dame verp ügelt ist Vater und Sohn bedauern weniger die ehrlose Harklurg, als vielmehr die Tatsache, daß dieser zeine Waffe nicht zur Hand hatte, um seine und seiner Zumilie Ehre zu wahren, und vom Ehrenret viel leicht für satis saktions unfähig erklätt wird. Erst als v. Hallerpfort die Nachricht bringt, daß seinem Freunde Fr. die Qualifikation zum Luchh zuerkannt ist, sind Vater und Sohn beruhigt, weil nun die Ehre des Hauses auf jeden Foll gewahrt bleibt.—„Das Ewig=Männliche“, eine Farc: oder Pesse, hat das Intriguenspiel einer Königin und ihrer Günstlinge, wahrer Schranzen, zum Gegenstadde. Der Maler und des Marschall sich als Männer von dieser Schranzenwirtschaft los wählen Kampf, Sieg und Tod und lassen jine als Vertreter des„Ewig Männ .8 pu,#e.—„Moriturt!“— Wann stav buse und ahnlche Sachen für die Bühne 1o1? Wase zPricßt neues Leben aus Schott urd da#.#.— Die Regie war tadellos, u d auch vas Spiel luß im ganzen nichts zu würschen übrig. Wir beschralkn uns für hute auf ein m(Ein schwere: Diebstahl) wurde in der Nicht vom 25. zum 26. Fedr. d J. in Rhy#t vir#dt. Die Dieve stahlen aus einem Juviliergeschäft außr Stillantbroschen, m.(Die Schweineseuche) unter dem Schweinebestande des Bierverlegers Wilh. Dißmann hier, Schildescherstraße Nr. 27, ist erloschen. m(Eingeliefert) wurde der Schreinerlehrling Heinrich W. aus Arnsberg wegen .trugs und Unterschlagung. W. hatte sich am 17. März von dem Konditor Karl Konsemüller aus Werter ein Fahrwerk mit dem Bemerken erschwindelt, er sei ein Viehhändler mit Namen Heinrich Reuter aus Rimscheid und wollte von Halle Schweine abholen. W. kehrte aber von Halle nicht zurück, sondern verkaufte das Pferd an einen hie sizen Gewüsehändler. Schildesche, 16. März.(Bedauerliches Brandunglück) Gestern in der Mitiazstunde entstand= in der Wohnung des Deehers Gotthard Rixe, Sudbrackstraße 32, auf bis jetzt unaufgeklärte Weise Feuer, wobei Frau Fx=, sowie ihr 6 Monate altes Kind lebensgefährliche Verletzungen davongetragen haben, so daß sofort ärztliche Hilfe in Anspruch genommen werden mußte. Sie waren allein in der Wohnung, während der 6 jährige Walter sich auf dem Hausflur befand. Als die Frau bereits auf dem Kopfe und den Schultern brannte, lief sie schreiend auf den Flur und die herbeigeeilte Frau Ongsiek warf ihr ein großes über den Kopf, so daß das Feuer auf diese Weise erstickt wurde. Die Verletzungen sind jedoch sehr schwer. Der kleine 6jährige Walter hatte sich mitig an die Rettung des kleinen Kindes begeben, dessen Kleidchen ebenfals schon brannte; er brachte es im brennenden Kinderwagen auf den Hausflar, wo Frau Ongsiek ebenfalls das Feuer in derselben Weise erstickte. Dem Walter ist auch das Kopfhaar versengt, doch hat er glücklicher weise keine weiteren Verletzungen daven getragen. Mit Hilfe einer Nachbarsfrau gelang es dann, in der Wohnung des Feuers Herr zu werden. Der Mobiliarschaden beträgt erva 200—300 Mk.(Westf, Zig.) Aus den Kerizes Maser Minden, 19. März(Verhaftungen.) Nachdem seit längerer Zeit namentlich Töchterschülerinnen von einem Manne in unsittlicher Weise belästigt werden, wurden in den litzten Tagen wiederholt des Abends Dienstmädchen von einem anderen Menschen in gleicher Art erheblich belästigt. Als Täter sind nunmehr im ersteren Falle ein Malergehülfe von hier und im letzteren Falle ein Arbeiter aus Bielefeld ermittelt. Beide sind wegen Erregung öffentlichen Aergeinisses dem Gericht zugeführt.— Gestern, zwischen 10 und 11 sind von einem Bodenkammerdieb im Hause Väckerst aße 35, nachdem er die Schlafkammer des Dienstmärchers gewalisam aufgebrochen, eine silberne Damenuyr, eine Hilskette mit Schieber, zwei Broschen und ein 10=Pfennigstück ertwendet. Täter und Verbleib der Sachen sind noch unbekannt. — In der Nacht zum Montag wurden in der Haferstreße säntliche Straßenlaterren von und fagter Hand ausgelöscht. Als Täter siad zwei junge Lue von hier ermittelt. (M. L. Krebl) Minden, 19. März.(General= major v. Dehn Rotselser) wird sich, wenn die„Mind. Zig.“ recht insormiert ist, ins Privatleben zurückziehen und auf seine Besitzungen bei Göttingen gehen. Oppendorf, 14. März.(Große Auswanderung.) Dieser Tage sind nach dem „Lübb Krsbl.“ aus den Orten Oppendoaf und Wehdem 11 Personen, 3 junge Mädchen und 8 junge Burschen, nach Amerika aus. gewandert. Jetzt befindet sich das Schiff, mit dem dieselden fahren, auf dem Ozean. Aus den Kreisen Wiedenbrük und Paderbern. Gütersloh, 17. März.(Lohnbewegung.) Auch die hiesigen Schuhmachergehülfen sind in eine Lohnbewegung einge treten. Nachdem in voriger Woche einigen Meistern ein Lohntarlf übergeben, fordert jetzt die von den Gehülfen gewählte Lohnkommission innerhalb acht Tagen Antwort auf ihren Antrag. Es ist dieserhalb eine Vusammlung sämtlicher Schuhmachermeister auf Montag, den 19. d. Mis., einberufen worden, um die Angelegenheit zu besprechen. Für die Arbeitgeber kommt dieser Antrag um Lohnerhöhung um so ungelegener, als die heutigen hohen Preise aller Ledersorten und sonstigen Rohstoffe ihnen so schon den Verdienst sehr kürzen.(Güt.'g) Aus dem Reg.=Bez. Münster un Dortmund, 17. März.(Neue Soolquelle.) In der Westenfeldmark bei Ahlen wurde eine Soolg telle von 26 Proz. erschlossen An verschiedenen Stellen sind bei den Bohrungen Kohlen gefunden worden. Hagen, 17. März.(Für die Reichstagsersatzwahl) in Hagen=Schwelm stellen die Christlichsozialen den Generalsckeetär Liz. Mumm=Berlin auf, der ber's bei den Wahlen im Jahre 1903 kandidierte. Aus den Nachbarprotiozen und Stailts. Detmold, 15. Mäcz.(Kiebitz=Ansiedelung) In großen Scharen sind in diesem Ichre die Kiditze in unsere Gegend eingefallen. Im der Gegend von Berlebeck und Heiligenkirchen zählte man nach der „Westf. Ztg.“ ungefähr 75 dieser wegen ihrer Eier sehr geschätzten gesiederten Vorboten des Frühlings. Schon in früheren Jahren hielt sis eine Kolonie Klbitze in der Näh: des Toten Esels bei Detmold auf. die dem Pächter eine Anzahl Eier jeder Jahr lieferte. Elberfeld, 17. März.(Selbst gestellt) Mit der Seldstbezichtigung, im Jahre 1903 seine Frau eedrosseltz haben, stellte sich der Buchbindermeister Friedrich Fischer aus Burmen gestern der hiesigen Keiminalpolizei. einer Stunde eingefahren seien, beauftragte der Minister den Direktor, den Mannschaften mit zuteilen, daß er sich gesreut haben würde, sie zu begrüßen. Minister Cléne#####au fahr dann nach Forgié#es#les Lens. Die Arbetten zur Bergung der Toten können nach dem Gutachten der ärztlichen Kommission fortgesetzt werden unter der Bedinzung, daß das System der Lustzufuhr den Borschläzen des Staatsingenieurs gemäß abzeändert wird.— Der Direktor Meyer von der Hibernia reiste wiederum mit dem Reviersteiger Wex nach Courriètes. Die Bergung der Leichen wird drei Wochen beanspruchen. Wegen der Leichenpest ist die deutsche Kolonne mit Gummihandschuhen ausgerüstet. Rio de Jaueiro, 18. März. Hier wütet ein furchtbarer Orkan, welcher mihrere Häuser umgestürzt und etwa 20 Personen getörrt hat. In anderen Orten wurden zahlreiche Häuser durch Uebersch wemmungen zerstört; viele Leute siad umgekommen. Nem=York, 18 März Der bekannte Anarchist Johann Most ist gestorben. (Letzte Hoffnung.) Gattin:„Weißt du auch, daß wir dieses Jahr die silberne Hochzeit feiern können?"— Galte:„Gelt, da kriege ich einen silbernen Hausschlüssel!“ Uebersicht der Witterung. Bielefeld, 19. März 1906. Mitgeteilt von Fr. Böckelmann Ww., hier. Niedrigst. Thermometerstand in der Nacht+ 5 0T. Thermometerstand um 10 Uhr vorm.+ 9°C. Barometer 75,5 cm. Wind: Nord West. Himmel: bedeckt. Die Rechtsberatungsstelle des Hauptarbeits=Nachweises Bielefeld Zimmerstraße 191 ist für Unbemittelte jeden Werktag geöffnet. Sprechstunden: Vormittags 10—1 Uhr, nachmittags—7 Uhr. Auf Fragen in allen Richts= und Verwaltungs. sachen mit Ausnahme solcher, welche das Strafricht und Strafprozeßricht betreffen, wird unentgeitlich Auskunft ertcilt. Für Anfertigung von Schriftsäzen jeder Art wird eine geringe Schreibgebühr erhoben. Beilla#ttingen, Kravatt nnadeln Herren und Dameduhrketten, sowie Armbändern, solg nde g9 dene Remo#toir= Urren: Ne. 26 416, 29 938. 18178, 11 009 Rimont ir Urren, ohne bekannte Nummern, im Werte von 30 bis 90 Mark gestohlen wirder. Da die Vemutung besteht, daß die Diebe die gestohlenen Sochen hier verkausen werden, so wird vor Ankauf gerarnt. 22272, 58 704, 38 101, 47312, 31570, 25948, 62518 und Feiver sied noch 10 goldene Ans den Kreite Herfess. Herford, 16. Mäcz.(Den 88. Geburtstag) feiert laut„Bünd Zig.“ heute Herr Amtmann a. D. Blancke in gesunder Frische inmitten seiner Kinder, Enkel und Urenkel. Herford, 17 März.(Veieranen der Aroeit) Ununterbrochen 25 Jahre im Dienste stehen heute Herr Bureauoorsteher Westerhaus bei Herrn Justezrat.and, sowie Herr Heinrich Lauf bei der Firma Emanuel Weinberg. Hersord, 17 März.(Bismarckturm.) Die Geunksteinleging wird am Bismarcks Geburkktage(1. upril) vorzenommen werden und die Bauarbeiten dann so gesördert, daß am Sedantage die Einweihung erfolgen kann. Ahle, 16. März.(Gerichtstaxator.) Herr Hosbesitzer Wilhelm Riepe Nr. 5 hier selbst ist laut Bünd. Zig.“ ton Königlichen Amtsgiricht in Bünde als Gerichtstaxner, d. h. als Sachverständiger für die Abschätzung von Grundstücken Gebäuden und Mebiliar gegenständen für den Amtsgericht bezirk Bünde eidlich verpflichtet. Namentlich wird den landwirtschaftlichen Kreisen diese Anordnung sehr willkommen sein. Berlin, 17. März. Hennig wird, dem „B T“ zufolg;, vor dem Schwurgericht in Potsdam abgeurleilt werden. Nach Abschluß der Untersuchung wird eine Sondersitzung des Schwurgerichts einberufen werden, da man sich darüber schlüssig geworden ist, alle von Hennig begangenen Ver drechen und Vergehen von einer Stelle aburteilen ze lassen.„.(Hann..) Berlin, 17. März. Eine deutsche Armee:, Marine= und Kolonialausstellung soll in Berlin vom 15 Februar bis zum 15. September 1907 stattfinden. Curhaven, 19. März. Die Fischerflotte ist jetzt vollzählich wieder aus See zurück. Mihrere Fahrzeuge erlitten schwere Sturmschäden. Ein Fahrzeug hat einen Manu verloren. (Hann. Cour) Köln, 17. März. Der Komme ziemat Peter Josef Stollwerck, ältester Chef der Firma Gebrüder Stollwerk ist gestorben. Köln, 18. März. Der Fabrikausseher sowie dessen Sohn, die auf Aussagen der Schwiegertochter des Aussehers hin unter dem Verdacht, vor zehn Jahren einen Raubmord verübt zu haben, verhaftet wurden, sind freigelassen worden, da sich herausgestellt hat, daß es sich um Verleumdungen der Schwiegertochter handelt. Diese ist jetzt verhaftet worden. Frankfurt a.., 18. März. Infolge starker Schnecschmelze sind der Main und seine Neben. flüsse rapid gestiegen. Die Niederungen stehen von reum unter Wasser. Eir zelne Stationen sind bereits vom Bahnverkehr abgeschnitten Eiserach, 18. März. Das Hochwasser der Werra.eigt fortgesetzt. Weite Feilflächen sind überflutet. Graz, 17. März. Im dem Poziß der Erden des Majors von Witzmarn gegen die=sterreichische Ussollv#rsicherungsGesellschaft kum gestern vor dem Lund ericht in Geaz in Seiermark ein Verzleich zustande. Die Gesellschaft zahlte in der U berzeugung daß Witmann durch einen Jagdunfall umekommen ist, 60000 Kronen aus. Paris, 16 März Heute aberd um 6½ Uhr ereignete sich in einer chemischen Faorik in der Ru: Vicille du###ple eine Explosion, bei der erva zehn Personen verletzt wurden, darunter zwei schwer Paris, 16. März. In der Rue Ville du Ten pie kum gestern abend im 5. Stockwerk eines dicht bewohnten Hauses Feuer aus. Das Gebäude brannte rasch in ollen Stockwerken aus. Eire Frau verbrannte, 15 Personen wurden zum Teil schwer verwundit. Leus, 17 Mäcz. Der Minister Clémencean wohnte in Bily=Montigry einer.returg des Pofessors Chantemesse mit den Mitgliedern des Gesundheitsrates bei. Dann begab sich der Minister zum Eingang des Beigwerks und sprach dort den Wunsch aus, die deutschen Rettungsmannschaften zu ihren Leistungen zu beglückwünschen. Als er vom Direktor erfuhr, daß die deutschen Manrschaften seit Berlin, 19. März. Der gestrige Sonnlag mit der sozialdemokratischen Märzfeier verlief außerordentlich ruhig. Das Straßenbild wich nur wenig von dem der anderen Sonntage ab; dagegen ging es auf dem Friedhof der Märzgefallenen im Friedrichshain von früh bis abends sehr lebhaft zu. Den ganzen Tag über kamen Deputierte mit riesigen Kränzen und meist roten Schleifen, um sie auf den Gräbern niederzulegen. In der Mittagsstunde fanden in Berlin und Vororten über 100 Versammlungen statt, ohne daß es irgenowo zu Störungen gekommen ware. Sämtliche Redner referierten über das Thema:„Die bürgerliche Revolution der Jahre 1848/49 und das preußische Dreiklassenwahlsystem“. In allen Versammlungen gelangten gleichlautende Resolutionen zur Annahme, in denen die Einführung des allgemeinen, gleichen, direkten und geheimen Wahlrechts für alle über 20 Jahre alten Staatsangehörigen ohne Unterschied des Geschlechts und unter Zugrundelegung der Verhältniszahl gefordert wird. Bertin, 10 März Ein folgenschweres Bootzungsück ereignete sich gestern nucmittag gegen 6 Un ans vim Tegilersee. 5 junge Leute fielen tuch Katnn eines gemieteten Bootes in den See, con denen 4 ertranken, uä#reid einer durch einen Dampfer gerettei werden konte. Die Leichn konnten bisher nicht gedorden wengen Petersburg, 19. März. Wie aus Sebastopol gemeldet wird, ist das Todesurteil gegen den Leutnant Schmidt mit Abänderung des Vollzuges in den Tod durch Erschießen bestätigt worden. Möglicherweise hat bereits gestern die Vollstreckung des Urteils stattgefunden. Die Schwester Schmidt's, Frau Isbasch, bat vorgestern abend den Zaren telegraphisch um Begnadigung ihres Beuders. Morgen geht’s los! vom Oller bie in den Keller: das Wischen, Abseisen, Fegen, Schrubben, Putzer, Waschen, Scheuern, R inmachen. Vor Ostern soll alles blitzsauber werden. Luhns Salw. Terp. Kerrseife und Luhns Wasch=Extrakt mit rotem Band haben sich hierbei seit Jahren allerbestens bewährt, weil der Anstrich nicht leidet, auch alles durch die milde, sparsame Lauge von Luhns bekannt ich geschont bleitt. Ueberall kauft min deshald stz: Luhns. Stadt-Theater. Montag, den 19. März 1906, M. d. R. (Mitglied des Reichstages. Eine Abgeordneten Kömödie in Atten von H. Gordon. Anfang 8 Uhr. Dienstag, den 20. März 1906, Erstes Gastspiel des Frl. Mia Werber vom Zentraltheater Berlin. Die Geisha oder Eine japan.Theehaus=Geschichte. Operette in 3 Akten v. S. Jones. (Erhöhte Kassenpreise.) Danschartest zwingt mich, gern u. unentgeltlich hals-, Brult-eund Lungenleidenden jeglicher Art mitzuteilen, wie ich durch ein einfaches, billiges und erfolgreiches Rahngroduc von meinem qualvollen e betret worden vin.: Krammel m betzeit worhen Bin. ur Baumgaril pl Areum 9 boi Aussig(Olbe). Banplühr=Verkauf. Am 22. März dss. Is., nachmittags 2 Uhr, beabsichtige ich nahe am Provinzial=ObstbaumGarten(am Fuße des Stuckenberges belegen) 7 Bauplatze unter günstigen Bedingungen meistbietend an Ort ung Stelle zu verkaufen. Bei ungünstiger Witterung findet der Verkauf bei Gastwirt Steinmeyer statt. Die Grundstücke sind sämtlich an gut chaussierter Straße belegen. Herford, den 9. März 1906. Caspar Tappe, Neustädter Feldmark Nr. 33. Harmoniums, umzugshalb. äußerst billig. Wiederverkäufer höchsten Rabatt. Vermittler diskret hohe Provision. Lehrer, Beamte Vorzugspreise. Harmoniums, Eiche, neu, 60 M. Dornbergerstr. 24 part. 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Niemeyer, Niedernstraße 47, Rudolf Fiedler, Alter Markt, Wilhelm Reithäger, Obernstraße 28 sowie am Buffet im Konzerthaus. Alles Nähere die späteren Annoncen, Afsichen und Austragzettel. Standesamts-Nachrichten vom 12. bis inkl. 17. März 1906. (Nachdruck verboten.) Geburten: a) Söhne. Arbeiter Aug. Vokermann. Fabrikant Otto Nordmayr Schneider= Arp lseiter Arbeiter der Ein= und Verkaufsgenossenschaft vom 31. Dezember 1905. e. S. m. b. H. v. Engrt Aktiva. Passiva. Bestand der Genossen Ende 1904. Zugang Abgang Bestand am 31. Dezember 1905. Die Die Haftsumme für welche am Jahresschlusse 1905 alle Genossen aufzukommen haben, betragen 22500 Mk. Dieselben haben sich um 600 Mk. vermindert. Die Geschäftsguthaben haben sich um 6 Mk. vermindert. Verstand. Pühmeyer. Speckmann. H. Jürging. Vertikows, Spiegel und Stühle empfiehlt als besonders gut preiswürdig und Fritz Tiekötter Möbelfabrik, Niedernstr. 45. 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Arbeiter Wilhelm Stolte. Lackierer Cail Bentrup. Arbeiter Auzust Bergbusch. Stukkateur Emil Kornmann. Steinhauer Hei rich Krarz. Tischler Heinrich Wulfm yer. Kürschner Ono Wust. Stellmacher Johann Holtfreter. Schneivermeister Wihelm Lösigg Korkschneider Friedrich Otto Ksselwärter Wilhelm Hütte. Arbeiter May Strümpel. Drechsler Friedrich Trautwein. Ausgeboten: Kurstzleser Wilbelm Kloth, Turr erstr. 39 a u. Karol ne Telzheder, Hamm. Händler Friedrich Meier, Bleichstr 144 und Auguste Binke, Schluckthofstr. 3. Schuhmachermeister Fier Schütter, Kaiserstr. 159 u d Mirie Runde, Körrerstr. 5. Metolldrehr Friedrich Tiemann, Hellershagen u. Adele Moormann, Wertheistr. 107., Bermarn Wild. Schültfort, Eickel und vew Schneidermstr Westwann, Helene geb. Rodenbrügger, Weststr. 41, Tischler Korl Hanemenn, Finkenstr. 82 u. Friederike Virk meier des Arbeiter Rudolf Merters, Teichstr. 30 und Karoline Henseleit, Blumerstr. 21. Arbeiter Einst Tiemann, Heinrichstr. 36 u. Maria Klscheweky, Bleichstr. 46. Schlosser Heinr. Schildmann, Rosenstr. 28 u. Friederike Gedring, Deimolderstr. 163. Tschler Gustao Heldt, Schildescherstr. 29 u. Luise M yer, Kl. Hone 2. Arbeiter Hermann Müller, Heeperstr 118 u Elise Bleimund, Ehlentrupperweg 30. Kutscher Heinrich Kn hans, Engerschestr. 59 und Dorothea Wöhler, Bauirsch. Schilgesche. Schlesser August Schrage, Oststr. 6b u. Emma Bentkan p. Detnolderstr. 122. Arbeiter Herm. Holikemp, Bleichstr. 154 u. Friederike Krüger das Arbeitr August Flottmann, Gellershagen v. Anna Lücht meier, Kurzestr. 22. Lehrer Georg Rieticke, B aidenburgerstr. 20 u. Lydia Poggemeier, Heimw. 23. Schuhmacher Wilh lm Wacker Sadowastr. 6 und Johanre BlasWerther 137. Schnider Karl Schnadt, Waldhof 13 und Martbe Steinkamp, Hersord. Lokomotivheizer Heinzich Z riee thin, Johames straße 11 und Adele Pul=, Detmolderstr. 139 Schreiber August Somorey, Heimweg 8 u. Emma Dodsch.t, Wedere str. 27. Arbeiter Gustao Schäfer, Heepen und Wilhelmine Casteup, Herforderstr. 248. Ku scher Hermann Welland, Brackwede und Emma Dröge, Bülgrweg 110. Oberlehrer Adolf Plathner, Praben=Trerbach u Margarete Buf mann, Dappelstr. 11. Berwalturgs=Assistent Emil Schnuphafe, Golkbach 57 u. Helene Groos, Gödenste. 64. Pflasterer Kail Pollmann, Steinmetzstr. 7 und Karoline Fillies, Senne 2. Schauspieler Oto Härting. Am Damm 2 und Artorie Stöpper, Göttingen. Lehrer Wilhelm Verleger, Weststr. 51 urd Anna Meer, Rohrteichstraß: 66 a. Arbeiter Friedrich Diembeck, Finkenstr. 32 und Luise Rr. Ulmerstr. 4. Arbeiter Hermann Bracksiek, Bleichstr. 149 und Johrnne Oppel Spinnereistr. 30. Schneidermeister Karl Nitschke, Steglitz u. Mathilde Nitschke, Göbenstr. 50. Poliz=i Sergeant Jossph Rehermans, Ehlentrupperweg 91 und verw Kassenbote Nauel, Luse geb. Verleger, Am Bch 14. Kaufmann Heiarich Hoetter, Goldstr. 6 und Klara Franzke, Bürgerweg 68, Tischler Alo's Kliment, Heeperstraße 101 und Emilie Slezak das. Buchb nder Bethold Horstmann, Luisenstr. 21 u. Florentine Arning, Nedernstr 30. Musiker Gustav Lohmann, Gütersloherstr. 5 u. Wilhelmine Kuhlmann, Breitestr. 18. Berehelicht: Fibrikant Walter Schniewindt u. Agathe Bitter. Zimmermstr Hugo Uebing u. Hulda Gundlach. Kaufmann Max Foerster u. Klara Vogel. Arbeiter August Gelumbowiky und Anna Lemke. Arbeiter Ako'f Postehr und Anna Meier. Gärtner Friedrich Begemann und Helene Zander. Glasmacher Ezuard Decker und Amanda Sudhölter. Kutscher Heinrich Rache u. Auguste Westerheide. Sterbefälle: Inval'denrentenempfänger Fried rich Strathmann, 81 J. Ren'ner Friedrich Koch, 79 J. Maurer Heinrich Fürdt, 70 J. Müller Friedr. Brinkmann, 69 J. Gasanstalts.Assistent Heinrich Schlemming, 56 J. Buchbindr Heinrich Rüter, 46 J. Klempner Heinrich Hülstwede, 43 J. Arbeiter Heinrich Pundmann, 42 J. Buchdruckereibefitzer Eerst Siedhoff, 42 J Bäckermuster Hermann Meyerhoff, 36 J. Verwitwete Arbeiter Trunk, Elisabeth ged. Klei, 77 J. Verwitwite Rentner Calow, Emilie geb. Lai dwehr, 72. Vrwitwete Chaisseezu siher Bartsch, Anna geb. Ensfelder, 71 J. Verwitwete Maurer Eul-n Hanne geb. Schliegmann, 70 J. Berw twete Kaufmann Stobbe, Amalie geb. Wiegmann, 65 J. Verw. Arbeiter Möllering, Dorothea geb. Wörmann, 61 J. Verwitwete Maurer Klemme, Friederike geb. Siekmann, 51 J Ehefrau Arbeiter Strothmann, Karoline ged. Friedrich, 27 J. Weberei Arbeiterin Dorothea Bong, 27 J. Kathaeine Kaasmann, 4 J. Withelm Welscher 1 J. Marie Donat, 5 M. Marie Buote, 1 M. Elly Bastian 15 T. Enst Gassel, 16 J. Bautechniler August Pirke 60 J. Verwitwete Tischlermeister Ellermann, Johanne ged. Hogeler, 45 J. 10—9 pr. Bund, neue „„„ alte Kartoffeln p. 1 Pfd., neue „ 1" alte Blumenkohl pr. Stück Kopfsalat„„ Kappus„„ Rotkohl„„ Wirsing„„ Steckrüben„ Kohlrabie Gurken„ Kartoffeln 150 Pjd Roggenstroh 100 Pfd. Haferstroh 100„ Weizenstroh 100„ Heu 100„ Lauter in vielen Stoffarten Laufer per Meter ven Kk..— an. Laufer in Linoleum 0 000 KIUr per Meter von Mk..80 an. Laufer in Cocos u. Manila Ladfer per Meter von Mk..40 an. Speziantar: Treppenläufer! Nagel& Schweikher, Oberntorwall 7. Fernspr. 204. — Geschäftsstelle n allen Postanstalter 3., bei täglicher Zu##lung in Bielesell ##0., durch Bries #äger 1,42 M. Postzeitungsliste Nr. 5381. Probenummern bis En an jide uns Parteifreunde. Risteris. 20. März: Nei und Natuisotscher, Dichter, geb. 1770.— von Preußen, gel von Bayern dank Maximilian II. Meyer, Naturforst marcks Rücktrit Kossuth, ungarisch Kinister von He Gre Vermuortlich für den redaktionellen Teil Hermann Lange, für den Reklames und Inseraten=Teil, Wild. Pahle, Diut und Verliu von A. von des Mühlen, sämtlich iv Bielefeld. Treulich bringt Laub wie neues H vom Menschengesch gilt für den Frei daß bei ihm sich will. Jetzt, da großen Parteiführer Hülle eben geschlof sorgfältigen Beobac von selbst das drängen:„Noch a Hoffnung auf!“ Das„Berliner Eigenarten es get der großen liber Block der Linken, des entschiedenen Fi es für angemessen, Adleben sich die „Was nun?“ D Richter zunächst zu nicht verstanden h bündel zusammen unüberwindbar zu das Seine getan, Liberalismus“ zu die das freisinnige nes entschiedenen L freilich in der T mutigend:„Im I einigte deutsch= frei Reichstagsadgeordne 1884 auf 67, 18 1890 auf 66 zu st. sich in die freisinn freisinnige Vereini Volkspartei bracte 1898 auf 28 Abgeinschließlich eines geordnete. Der ging es nicht besse Mandate, fünf Jah und zählt heute Hospitanten. Das Hospitanten alles in Auch die deutsche Bo selbständig gehalten glieder im Jahre 1898 auf ihren Mitgliedern und gesunken. Die Zahl erhebend. Wie beder der entschiedene Li nicht einmal den zei tages bald gänzlich Was nun? D betrachtet als eirz Frage: Einigung zwi partei und freifinnige fügt es hinzu, der heute so bedeutungs! sei, ob er sich in zi