erschleimung, zen, Lungenhusten(blauer e Gebrauch des seit ust=Honigs Nähr- u. Kraftnpfehlen. à Fl. 1, n meisten Apotheken 1 bei Herrn Felix hert Hergeröder, Koch, Adler=Drog. 30. Anzeigengebühr für die einwaltige Petttzeile oder deren Raum 12 Pf., für auswärts 15 Pf., Reklamen 25 Pf. Erscheint sechsmal wöchentlich Geschäftsstelle Ritterstr. 43. Fernsprecher Nr. 15. u. Couverts geschmackvell Bielefeld brichten. .) Berlin, 14. März. —.— Mk. frei Mühle, richer nit stalkem Besatz ab Bahn, mecklenburger —.— Mk., amerikanischer in und ab Boden— Mi. ie im laufenden Monat 79.75—180,25—180 Mk. Mirderwert. do. 184 00 Kt Mehr= oder Mindermber mit 2 Mt. Mehrher gutr 156,— Mk. ab srei Mü#le, pommerscher Närz—.— Mt, do. auf ger—.— Mi. russischer rk mit Auswuchs bebeftet Berlin. Normalgewicht Monat mit 150 Mk. .— Mr, do. 168 75 mit 1,50 Mk. MehrAbnahme im Juli mit 161,75—161,50 Mt. Aboder Minderwert. gärkischer, mecklenburger, — Mk., russiicher sein ecklenburger, preußischer, sischer mittel—.—., zischer, posener schlesischer wicht 450 g—.— Mk. Mehr= oder Minderwert, Mehr= oder Minderwert, Mehr= oder Minderwert, mber mit 2 Mk. Mehr., runder—— M. frei Wagen. Abfallende Mk. Türkischer Mixed — Mi. Abnahme im im Mai, do.—.— Mt. einschl. Sack Nr. 00 nste Marken über Notiz nschl. Sack Nr. 0 und 1 Mai Freitag, 16. März 1906. Bielefeld. ür Lebensmittel. Fernsprecher 970. 47 u. 56 Pfg. per Pfd. 78„ „„ 68„ „„„ „„ 14„ ., Dutz. 68„ sd. 12—24„ 22 u. 28„ per Pfd. 18„ stück von 15„ fd. 12 u. 14„ er Stück 12„ „„ 1 7„ troleum, i9. h in Bielefeld. Temiel bis Berkart nimmt der Briefträger die Bestellung der Zeitung für das nächste Quartal an. Es genügt auch eine mündliche Bestellung bei der nächsten Postanstalt oder eine schriftliche Notiz an diese Anstalt unfrankiert in den Briefkasten geworfen, so kommt am nächsten Tage der Briefträger, nimmt die Bestellung an und erhebt den Betrag. Niemand unserer bisherigen Leser darf die Zeitung aufbestellen. Leider vergißt ein Teil der konservativen Parteikreise oft gar zu sehr, daß es eine politische Ehrenpflicht und Klugheit ist, das erste und wichtigste Mittel politischer Wirksamkeit, die Presse, als beste Waffe im politischen Kampfe, gebrauchsfähig zu halten, die Parteizeitung zu unterstützen und zu fördern. Nehme man sich doch ein Beispiel an der Opferwilligkeit und Werbetätigkeit eines sozialdemokratischen Arbeiters für sein Parteiblatt und seine Parteiorganisation. Werben auch wir für unsere Zeitung. Es geht in einzelnen Gemeinden vorwärts, warum nicht überall? Neue Westf. Volks=Zeitung und Mindener Post kosten nur 1 Mark pro Vierteljahr. Wir bitten unsere Leser, das Abonnement sofort zu erneuern. Geschäftsstelle. Rairnder. 16. März: Mordanfall Ankarströms auf König Gustav III von Schweden, 1792— Friedrich Wilhelm III. erklärt Napoleon den Krieg, 1813.— Begründung der Bremischen Bibelgesellschaft, 1815.— Freiherr v. Zedlitz, Dichter, gest. 1872.— Die Kriegsschiffe„Adler" und„Ebei" durch einen Sturm bei Apia(Samoa) vernichtet, 1889. — E. A. Freeman, erglischer Historiker, gest. 1892.— Anrahme des deutsch=russischen Handelsvertrags, 1894— Beisetzung der Leiche des Fürsten Bismarck in.iedrichsruh, 1899. Inneres und Aeußeres. In den ersten Tagen dieser Woche hat die Erde sich über den sterblichen Ueberresten eines Mannes geschlossen, der Jahrzehnte lang im politischen Leben des deutschen Volkes eine heivorragende Rolle spielte. Am 10. März starb der Reichstagsabzeordnete Eugen Richter. Will man den Verstorbenen recht einschätzen, so muß man ihn neben Bismarck stellen, seinen größten Gegner. Auf der einen Seite das politische Talent, auf der andern das staatsmännische Genie. Beide im fortwährenden leidenschaftlichen Kampfe, der erst im Wandel der Zeiten verstummte. Man ist heute leicht geneigt, Bedeutung zu überschätzen. Gewiß, auch seine Gegner fangen bei seinem Tode gerichter Würdigung„Er war ein Mann, nehnt alles nur in allem!“ Und doch, positive.folge weist Richters Tätigkeit nicht auf. Die Einseitigkeiten seines Ctaralters und seiner Bezabung haben dies verhindert. Er war die Personifikation dartr äckiger und grundsätzlicher parlamentarischer Opposition. Er hat vieles verAnbert, manches Gute, wohl auch manches Unerträgliche. Das Aufrechte, Steifnackige, ihm eigen war, möchte man dem schiecht der Epigonen von heute wünschen, sich ja unseren Pulamenten breit macht, und in das er hineinragte wie eine sagenhaste Gestalt aus größerer Zeit. Als der Hamdte, schlagfert ge und temperamentvolle Geballer, der hervorragerde Kenner der und F nanzverhältnisse wird er fortliben im.dächtais derer, die mit ihm zucumen in der parlamentarischen Arbeit sanden. Aber man wird sich auch der Erkenninis nicht verschließen lönnen, daß er eint mehr negat.ve, als positive Größe war. Aus der Tätigkeit des Reichstages vermag zur Zeit nur die hinter den Kulissen arbe tende Steuerkommission tieseres Inter. esse zu erregen. Fast hat sie ihr mühevolles Werk fertig. Doch fragt mich nur nicht wie? Ueberall hagelt es Proteste. Die Steuermablzeit, die dem deutschen Volkserriert wird, ist wenig verlecknd und axpittsich. Die Reichserbschaftesteuer, die vor allem die Millionenerbschaften treffen soll, wird dadurch zu 75 Prozent illusorisch, daß die Kinder, auch wenn sie Dutzende von Millionen erben, vollständig frei bleiben. Aus dem mit großer Findigkeit zusommengestellten Steuerbouquet ist zu nennen: der Stempel für ganze Wagen= und Schifft. ladungen, die Autowobilsteuer, die als Luxussteuer gerechter Weise allgemeinste Billigung fand, und die Zigarettensteuer. Die Tabaksteuer wurde, sicherlich zur großen Freude aller qualmenden Deutschen, abgelehnt. Eine schrickliche Mißgeburt aber ist die geplante Fahrkartet stiuer, die eine Verteuerung der Fahrkarten in der 3. Klasse um einen viertel, in der 2. um einen halben, in der 1. um einen ganzen Pfennig pro Kilometer vorsieht. Ja, ja, man merkt's, wir leben in einem Zeitalter des Verkehrten, pardon, des Verkehrs. Aber die höchste Steffel auf der Ruhmesleiter hat die Steuerkommission durch den Beschluß erreicht, das Porto für Postkarten und Drucksachen im Ortsverkehr zu erhöhen und für die Ansichtskarten einen Fabrikatstem pel vorzuschlagen. Wenn man bedenkt, daß diese Herabsetzung des Ortsportos seiner Zeit als Aquivalent für die Aufhebung der Privatposten eingeführt wurde, und daß man mit dem andern Stempel einen Indust eiezweig empfindlich triffen wird, dessen Erzeugnisse trotz aller übertriebenen Auswüchse eine erfreuliche Erscheinung unserer Zeit bedeuten, weil sie in billigster Form des Volk mit Kunst und Landschaften bekannt machen, so wundert man sich höchlichst über einen solchen Beschluß, in noch höherem Maße aber wohl darüber, daß man an der so sehr reformbedürftigen Schnapssteuer vorüberging. Deu starken Schultern der großen Brennereibesitzer und der Mllionenerben möge man zunächst erst einmal die Steuerlast auflegen, und das Reich wäre des größten Teiles aller Finanzuöte ledig. Im Landtag stand der Etat der Eisenbahnverwaltung zur Beratung. Uneingeschränk tes und allgemeines Lob ward dem Eisenbahnminister ob der Disziplin seines gewaktigen Beamtenheeres und seiner steten Fürsorge, die er allen Beamtenkategorien seines Ressorts angedeihen läßt. Auch das eifrigste Bestreben der Verwaltung, die Betriebssicherheit nach Möglichkeit noch immermehr zu erhöhen, fand auf allen Seiten des Hohen Heuses dankbarste Würdigung. Aber in einem Punkte der von einschneizendster Bedeutung für die Jnteressen des reisenden Publikums ist, wurde in gleichem Maße auch eine allgemeine ab lehnende Kritik laut. Die geplante Eisen: bahntarisreform erfreut sich der denkbar größten Unbeliebtheit. So sehr man die Abschaffung der Rückfahrkarten und die Herabsetzung des Fahrpreises auf die Hälfte des Rückjahrkartenpreises mit Freuden degrüßen wird, so sehr wird man eine Verteuerung des Reisens durch die Aufhebung des Freigepäcks und Einführung von Schnellzugszuschlägen bekämpfen müssen. Was man mit der einen Hand gibt, nimmt man so schleunigzst mit der anderen wieder. Nein, das reisende Publikum wird sich allerbestens für solche Reformen bedanken, die eine Verschlechterung der Reise= und Verkehrsverhältnisse bedeuten würde. Es ist einfach unverständlich, woher man tretz der in unerwartet hohem Maße siets wachsenden und unvorhergesehenen Ueberschüsse aus unseren Eisenbahnen den Mut nimmt, mit solchen Verschlechterungs= und Verteuerungsvorschlägen an die preußische Volksvertretung heranzutreten, die hoffentlich für solch rückscheittliche Rformen niemals zu haben sein wird. Wie wir an dieser Stelle niemals mit dem Liser Verstecken spielen wollen, so können wir, was das Gesamtbild unserer äußeren Politik angeht, auch diesmal nur imner wieder den Ernst der Lage betonen. Die schönen Tage von Algeciras sind bald vorüber. Was haben sie gebracht, was werden sie uns bringen? In beiden Fällen in Summa nicht viel Gutes! Das eine steht fest, daß sie uns einige beherzigenswerte Lehren erleilt haben. Die erste schmerzliche Erfahrung ist die: der Dreibund kann, wenn wir uns keiner Selbsttäuschung hingeben wollen, hin fort für uns nur noch den zweifelhaften Wirt einer schönen Erinnerung haben. Italien hat uns schmählich im Stich gelassen. In den entscheidenden Fragen haben wir nur Oesterreich hinter uns. Der Russe hat uns die Freundschaft, die die deutsche Regierung ihm in den letzten für ihn so bitterernsten Jahren in so reichem Maße entgegenbrachte, schlecht gelohnt und Frankreich in allen Stücken die Stange gehalten. Unser bisheriges politisches System hat nur das eine vermocht, uns dafür die Augen zu öffen:„Der Starke sei sich selbst genug!“ Nun geits der grauen Wirklichkeit mannhaft ins Auge zu sehen. Unsere aus wärtigen Beziehungen und unser allzuliebenswürdiger internationaler Verkehrston ist äußerst revisionsbedürftig. In Algeciras schallt's ganz, ganz anders aus dem Wald, als wir hineinriesen. Frostiger denn je stehen Frankreich und England uns gegenüber. Wer das nicht einsehen will, dem ist einfach nicht zu helfen. Man muß es Eduard VII. lassen, er ist ein Mann von unerwarteter Energie und englischer Zähigkeit. Die alte frühere Leichtfertigkeit hat einem anderen Streben Platz gemacht: die Weltherrschaft für England mit Deutschland als Fußschemel und Frankreich als Armlehne. Der englische König hat hochpolitische Zwick: mit seinem Besuch in Paris im Auge gehabt. Die Besprechung des englischen Herrschers mit dem gestürzten Minister Descaffé, der Seele aller deutschfeindlichen offenen und versteckten Pläne, beleuchtet aufs neue grell die für den König von England charakteristische Abneigung gegen Deutschland. Und doch traut man auch an der Seine dem neuen Verbündeten nicht ganz. Das geht daraus heivor, daß ein aus der Feder des Revanchepolitikers Ernest Indet stammender Begrüßungsartikel des englischen Königsgastes die Ueberschrift trägt: Der Versucher komm!! Vielleicht will King Edward im Auftrag seiner Firma die neubegründete G. m. v. H. Frankreich England neu sundieren und kräftigen. Darum mag man bei uns endlich einmal aufhören von einem Gefinnungswechsel des Britenherrschers gegen Deutschland und seinen Kaiser zu sprechen. Co eilig wie es der König hat, mit dem neuen französischen Präsidenten und dem neuen französischen Ministerium nach Rouviers Sturz. und jitzt in Biarritz mit dem jungen Spanierkönig zusammen zutreffen, so wenig ist das der Fall, soweit sein kaiserlicher Neffe in Frage kou mt. Es wäre dem Ansehen des deutschen Volkes weit mehr gedient, wenn die Presse sich reservierter verhielte und nicht gleich vor lauter Freude außer sich geriete, wenn in irgend einer Korrespondenz irgendwo außerhalb eine Monarchenzusammenkunft gemutmaßt wird. Bergessen wir nicht, daß König Eduard noch immer mit seinem Antrittsbesuch am deutschen Kaiserhof im Räckstande ist. Ihm nachzu: laufen haben wir wahrhaftig nicht nötig. Ja all dies wenig erfreuliche Wirrsal klingen mit duwpfem Klang die Totenglocken von Courières und rufen der Welt das alte Soldatenlied ins Gedächtnis: Heute rot, morgen tot! Ein entsetzliches Gruberunglück hat dort wohl an die 1400 Menschenleben mit einem Schlage vernichtet und unsägliches Leid und unnennbares Web in Tausende von Menschenherzen gebracht. Der Mensch= heit ganzer Jammer faßt uns an!“ Idem. Aus dem Deutschen Reiche. Berlin, 15 März. Der Kaiser ist an Bord des Linienschffes„Kaiser Wilhelm II.“ um 5 Uhr heute nachmittag, begleitet von dem Kreuzer „Medisa“ und einem Torpedoboot auf der Reede von Bremerhaven eingetroffen, ro das Schff ankert. Die vorzeitige Ankunft des Kaisers, wo man ihn eist morgen abend erwartete, ist darauf zurückzuführen, daß wegen des stürwischen Wetters eine Landung auf Helgoland und eine Besichtigung der Düne unmöglich war. Der Besuch des Kaisers in Vremen und seire Rückkehr nach Berlin werden jedoch programmäßig erst Sonnabend stalfirden, da der Kaiser bis Sonnabend früh in Bremerhaven weilen wird Nach einer Meldung der„Dail Mail“ soll Kaiser Wilhelm der Kaiserin sowohl, wie dem Prinzen Eitel Friedrich anläßlich der kürzlichen Familienfestlichkeiten je ein von ihm selbst gemaltes symbolisches Bild geschenkt haben. Prinz und Prinzessin Eitel Friedrich besuchten gestern von Hubertusstock aus den Fürsten zu Eulenburg und Hertenfeld auf Schloß Liedenberg. Wie verlautet, ist die verwitwete Frau Herzogin Wilhelm zu Mecklenburg Alexandrine, Prinzessin von Preußen, seit einigen Tagen im Schlosse Marley bei Potsdam an doppelseitigem Lungenkatarrh erkrankt. Obwohl die örtlichen Erscheinungen günstig verlaufen, treten Schwächezustände des Herzens auf, die zu ernster Besorgnis Arlaß geben. Der Hofstaaisdame der Kaiserin Clara v. Gersdor ffist das Prädikat„Exzellenz“ verliehen worden. Die Budgetkommission des Reichstages bischäftigte sich heute mit einer Forderung für die Errichtung einer Reitschule in Paderborn. Nach längerer Debatte, in der vom Krieg'minister auf die Notwendigkeit einer besseren Ausbildung im Reiten für die jungen Offiziere hingewiesen wurde, wurde die Beschlußfassung ausgesetz“, damit die Parteien sich noch weiter beraten könnten. In der heutigen Sitzung der Schulkommission des Abgeordnetenhauses wurde in die Beratung des§§ 30 und 31 eingetreten, die von den Schul: vorständen in Lindgemeinden und Gutsbezirken handeln. Hlerzu war seitens der Konservativen ein größerer Antrag gestellt, der eine vollständig neue Fassang der§§ 30 bis 39 vorschlägt. Der§ 30 wurde schließlich entsprechend dem konservativen Antrage angenommen. Beim§ 31 wurde die Abstimmung über Abs. 1 und 2 ausgesetzt. Die anderen Absätze wurden im wesentlichen nach den konservativen Vorschlägen angenommen mit einer Reihe von dem Abg. Frhrn. v. Zedlig (freikons) beantragten Abänderungen. U. a. sollen große Landgemeinden über 10000 Enwohner Schul=Deputationen bekommen lbenen nach ihrem freiem Entschluß, und endlich sollen auch für Getsbezirke, die sich im Vollbesitz des einzelnen befinden, Schulvorstände mit beschränkter Kompttenz eingerichtet werden können. Die Witwe Eugen Richters veröffentlicht in der„Freien Deutschen Presse“ eine Danksagung für die vielen herzlichen Beweise von Liebe und Verehrung, die ihr anläßlich des Todes ihres Gatten zugegangen sind. Gusow(Kreis Ledus), 12. März.(Ge dächtnisseier.) Am 10. d. M. sand hler die Feier des 300. Geburtstages Derf lingers stalt, dessen Gedächtnis mit unserem Otte so fest verwachsen ist. Am Aberd zuvor war das Fest eingeläutet worden. Am Fest. vormittage wurden in der hiesigen und in der Platkower Schule Feiern veranstaltet, wobei den Kindern ein Charakterbild des alten Feldmarschalls gegeben wurde. Zum Festgottesdienste war von den Nachkommen Derfflingers Prinz Ulrich v. Schönburg=Waldenburg erschienen. Der Kaiser hatte seinen Flügelatjutanten, Major v. Neumann Cosel, zu seiner Vertretung entsandt. Die Armee war durch eine Deputation, bestehend aus dem stellvertretenden Kommandeur, einem Rittmeister und einem Leutnant des Regiments Grenadiere zu Pferde Frhr. von Deufflinger in Bromberg vortreten Nach Schluß der eindrucksvollen Festpredigt flieg die hiesige Gräfin Frieda v Schönburg=Glauchau mit dem Vertreter des Kaisers und der Militärdeputation in die Sruft hinab, um am Sarge Deifflingers Krärze niederzulegen. Der Kaiser hatte einen kostbaren Palmenzweig geschickt. Vom Gotteshause begab sich der festliche Zug in den Park, wo drei Eichen — die drei Jahrhunderte seit Derfflingers Geburt versinnbildlichend— gepflanzt wurden. Die Echin hatte s. Z. Neuhosen in Ober=Oesterreich, der Geburtsort Derfflingers, gesandt Sie sind dort von einem Grundstück genommen, daß einem Derfflinger in Neuhofen gehört, wo die Derfflingersche Familie jetzt noch zahlreich vertreten ist. Ein gewaltiger Stein, der auf dem Platze aufgestellt worden war, wo hier die Gedächtniseichen gepflinzt wurden, trägt die Inschrift:„Deifflinger. 10. März 1606—1906.“ Gesangliche Darbietungen der Gesangvereine von Gusow und Platkow verschönten die Feier im Parke. Die Rede, die hierauf Pastor Winkelmann hielt, seierte Derfflinger als deutschen Mann, als märkischen Helden und als Gusower Herrn. An der Pflanzung nahmen der Vertreter des Kaisers, die Militärdeputation, Prinz Ulrich v. Schönburg=Waldenburg als Nachkomme Derfflirgers, der Landrat des Kreises Lebus, die Patronin von Gusow, Ihre Erlaucht Gräfig Frida v. Schönburg: Glauchau, der Ortsgeistliche und der Gemeindevorsteher teil. Prinz v. Schönburg= Waldenburg brachte das Kaiserhoch aus. Hierauf fand im Schlosse ein Festdiner statt. An den Kaiser war im Laufe des Tages folgendes Huldigungk telegramm abgegangen: „Sr. Moj stät dem Kaiser und König— Berlin. Die an Deifflingers 300 Geburtstag zu festlicher Frier in Gusow vereinigten Märker grüßen Ew. Maj stät, ihren gnädigen Markgrafen und Herrn, in tiefster Ehrsurcht und unwandelbarer Treue. Auch die Gemeinde Neuhofen in Ober=Oesterreich wurde telegraphisch begrüßt. Auf das Huldigungs telegramm erhielt Pastor Wirkelmann aus dem Zivilkabinett des Kaisers nachstehende Antwort: „Seine Moj stät der Kaiser und König lassen für den Huldizungsgruß der anläßlich des 300. Geburtstages Duffliogers dort vereinigt gewesenen Festveis#mmlung bestens danken. Auf Allerhöchsten Befehl. Der Geheime Kabinettsrat. v. Lucanus.“ Franksurt a.., 15. März. Die Sozial demokraten berufen zum Sonntag in allen Stadtteilen 18 große Protest Versammlungen als Forsetzung der Wahlkampfversammlungen vom 21. Junuar ein. Der Aufstand in SüdwestAfrika. Der Kaiser hat an den Hauptmann Volkmann in der Schutztruppe für Südwestafrika folgendes Telegramm gerichtet: „Ich spreche Ihnen wie den bei der Niederwersung des Cornelius beteiligten Truppen meine waime Anerkennung aus und verleihe Ihnen den Kronenorden 3 Klasse mit Schweitern.“ Die Verluste der Ansiedler im Schutz zebiet sind jetzt festgestellt worden, sie betragen 13 bis 14 Millionen Mark. Wie verlautet, wird dem Reichstage in Kuczem eine neue Vorloge zugehen. Verluste: Gestorben: Gefreiter Joh. König im Gefecht bei Pelladrift am 8. März verpundet, Reiter Johann Vogt am 12. März 1906 im Feldiczarelt Lüderitzbucht an Nierenentzündung. Nächste Post verbin dung nach Swakopmund für Briessendungen mit Nachversard für Reich postdampfer„Kögig" über Boulogne fur=mer. Letzte Besörderung am 21. März ab Köln 10 45 abends: ferner nach Lüderitzbucht und Swakopmund für Briessendungen mit englischem Dampfer über Kapstadt, ab Southampton am 24. März, in Lüderitzbucht am 15. April, in Swakopmund am 18. April. Letzte Beförderung am 23. März ab Köln.1 nachmittags, ab Oberhausen .54 nachmittags. Die nächsten Posten aus Swakopmund, Abgang am 19. Februar und 4. März, sind zu erwarten am 18. und 28. März. Aus dem Auslande. Budapest, 15. März. Ein Regierungskommuniqué erklärt, die Regierung werde die Ausschreibung der Wahlen bei der Krone nur in dem Falle und zu einem Zeitpunkt beantragen, in dem sie in einiger gründlichen Besserung der Verhältnisse die politischen Garantien erblicke, daß die Einberufung des Reichstages nicht den völligen Umsturz der öffentlichen Oednung und des staatlichen Ansehens bedeuten würde. Budapest 15 März. Franz Kossuth ist ernstlich erkrankt. Ja der vergangenen Nacht hatte er mehrere Oznmachtsanfälle. Rußland. Der Ministerrat beauftragte den Minister des Innern, seine besondere Aufmerksamkeit den Umständen zuzuwenden, welche auf die Möglichkeit antisemitischer Unruhen hindeuten, damit solchen rechtzeitig entgegengetreten werden könne. In Tschita wurden 7 Personen zum Tode verurteilt. Generalleutaant Rennen kampf hängte auf allen Bahnhöfen und Personenwagen der ostsibirischen Eisenbahn eine Bekanntmachung aus, daß im Falle eins Anschlages aus politischen Gründen auf Personen seines Korps, Gendarmen oder Bahnbeamte, alle bei den Teuppenteilen in Gefängnissen als Geiseln festgehaltenen Verhafteten niedergeschossen würden. Maroktokonferenz. Aus Algeciras wird vom 15. d. Mts. gemeldet: Die Lage ist unverändert Man weiß noch nicht, wann die nächste Vollsitzung der Konsererz wird stattfinden lönnen. In der gestrigen Kommissionssitzung wurde ein französischer Redaktionsentwurf über die Polizei vorgelegt, der in Aussicht nimmt, daß die Polizei von französischen und spanischen Offizieren organisiert werden soll, und überläßt alle genaueren Bestimmungen der künfeigen Vereinbarung diesen und den marokkanischen Ministern. Das Inspektorat, das von den französischen Delegierten im Prinz'p anerkannt und eingehend diskutiert worden war, wird in dem Entwurfe über haupt nicht erwähnt. Aus Berlin wird dim„Hann..“ telegraphiert:„An maß gebender Stelle wird Regnaults Polizeiplan mit erfreulichster Entschiedenheit für unannehmbar erklärt.“ Nordamerika„Daily Telegraph' meldet aus Washington: Der Senat hat, veranlaßt durch die Nachsicht, daß während des Gefechtes, das kürzlich in der Nähe der Bucht von Tolo auf den Philippinen zwischen Aufständischen und amerikanischen Truppen statt zefunden hat, auch Weiber und Kinder getötet worden seien, eine Resolution angenommen, in der genaue Einzelheiten über diese Vorgänge gefordert werden. Es wird neuerdings erkärt, daß die Moros ihre Kinder als Schutzschilde gebraucht, aber fanatisch weitergekämpft hätten, so daß es unmöglich gewesen sei, die Kinder zu scheumn. Parteibewegung. (Wahlkampf in Hagen) In Eugen Richters erledigtem Wahlkreis Hagen haben die Nationalliberalen der Freisinnigen Volkspartei für die Neuwahl eine Vereinbarung auf der Grundlage angeboten, daß gemeinsam ein nationalliberaler Kandidat für das Abgeordnetenhaus und ein freisinniger für den Reichstag aufgestellt wird. (Die freisinnige Volkspartei) des Reichstags und des Landtags haben am Mittwoch einstimmig beschlossen:„Die Fraktion der freiännigen Volkspartei bekundet den festen Entschluß, im Geiste des Dahingegangenen, getreu den Grundsätzen der Partei, einmütig und entschlossen weiter zu wirken zum Ausbau der politischen Freiheit und zur Hebung der Wohlfahrt des gesamten deutschen Volkes.“ den Parlamenten. Deutscher Reichstag. 66 Sitzung vom 15. März 1906, 1 Uhr. Der Reichstag setzte am Donnerstag die zweite Lesung des Nachtragsetats für Deutsch Ostafrika fort. Gehelmrat Rose nahm den Hauptmann Brandeis gegen die Angriffe des Abg. Erzberger in Schutz, Ab. Dr. Arendt(Rp.) begrüßte die Verwaltungsgrundsätze des neuen Kolonialdirektors insbesondire die Ankündigung, daß die Kolonialverwaltung ein System in der Vertuschung nicht gut heiße. Dem deutschin Volke seien endlich die Augen über die Bedeutung der Kolonien aufgegangen. Abg. Dr. Spahn(Ztr.) forderte, daß auch die Kolonien Träger des Christentums werden. Stellvertretender Kolonialdirektor Hobenlohe versicherte, die Verwaltung sei bemüht, sich immer die besten Beamten zu verschaffen. Nichts liege der Verwaltung so fern, als eine Stärkung des Islams. Abg. Fihr. v. Richthofen(kons.) betonte, wir befinden uns jitzt im allgemeinen auf dem rechten Wege, wir sollten uns aber vor sogenanntem Assorismus hüten. Abg. Lattmann (wirtsch. Bag) forderte, daß die wirtschaftlich kulturellen und cheistlichen Mohamedaner bei der Aufschließung der Kolonien in gleicher Weise berücksichtigt werden Abg. Dr. Semler(nl.) erklärte sich mit dem Programm des stellvertretenden Kolonialdirektors einverstanden. Planmäßige Erschließung der Kolonien mache neue Nackenschläge unmöglich. Abz. Ledebour(Soz.) verwarf das heutige Kolonialsystem weil es zur Bestialität führe. Nach weiterer Debatte vertagte sich das Haus auf Freitag 1 Uhr. Schluß nach 6 Uhr. Abgeordnetenhaus. 44. Sitzung vom 15. März 1906, 11 Uhr. Das Abgeordnetenhaus begann am Donnerstag die dritte Lesung des Etats. Die Generaldiskussion führte zu lebhaften Erörterungen, in deren Vorder grund zunächst die Reichsfinanzreform stand. Abg. Freiherr v. Zedlitz(fkons.) bezeichnete die geplante Fahrkartensteuer als einen unzulässigen Eingriff in die Tariffreiheit der Einzelstaaten. Finanzminister Freiherr v. Rheinbaben trat diesen Bedenken bei, hielt aber den vom Bundesrat vorgeschlagenen Fixstempel auf Fahrkarten. für weniger bedenklich. Die Reichsfinanz= resorm sei durchführbar nur bei allseitigem Entgegenkommen. An eine Erhöhung der Matrikularbeiträge sei angesichts der wachsenden Staatsaufgaben nicht zu denken. Die Abag. Dr. Wiemer (frs. Vp.) und Broemel(frs. Ba) wandten sich mit Schärfe gegen die neuen Steuervorschläge Abg. v. Pappenheim(kons.) bat, sich den Kopf wegen der Reichssteuerkommission nicht zu zerbrechen, und widmete zugleich den beim Bergwerksunglück in Courrières tätigen deutschen Bergleuten unter lebhaftem Beifall herzliche Anerkennung. Nachdem die Abgg. Rosenow und Goldschmidt(ses. Bp) unter dem Widerspruch des Kultusministers Dr. Studt noch einmal gegen das Aushängen von Plakaten des Flottenvereins in Schulzimmern protestiert hatten, schloß die Generaldiskussion. In der Einzelberatung wurden darauf eine Reihe kleinerer Etats nach längerer Debatte bewilligt. Freitag 10 Uhr: Fortsetzung. Schluß 5¾ Uhr. Lokales und Provinzielles. Bielefeld, 16. März. (Konservative Quartal=Versammlung.) Am Mittwoch nächster Woche den 21. d.., findet im Evangelischen Vereinshause zu Herford, um 3 Uhr nachmittags beginnend, eine konservative Quartalversammlung statt. Text für den ersten Teil: Philipper 2, 12—13. Im zweiten Teil: Aus Zeit und Weit wird Redakteur Lange über das Thema: „Was urs in der gegenwärtigen Zeit nottut“ sprechen. (Herr Buchdruckereibesitzer Siedhoff,) der frühere langjährige Verleger der„Neuen Westfälischen Volks Zeitung, ist gestern nachmittag nach mehrwöchentlicher Krankhlit entschlafen. (Die nächste monatliche Stunde) findet am Mittwoch, den 4. April, bein Kolon Behring in Eickum statt. Text Kolosser 1, 15. Anfang nachmittags 3 Uhr. &m Postanweisungs= Dienst mit Costa Rica.) Hinsort sind im Verkehre mit Costa Rica(zunächst jedoch nur mit der Hauptstadt San José) Postanweisungen bis zu 400 Mark zulässig. Bei der Einzahlung in Deutschland sind die Beträze auf den Pokanweisungen in der Markwährung anzugeben. Die Auszahlung in Costa Ricz erfolgt in der Landeswährung nach dem Tegeskarse. Die Gebühr wird bei Beträgen bis 80 Mk. mit 20 Pfg. für je 20 Ml. und bei überschießenden Beträgen mit 20 Pfg. für je 40 Mk. berechnet. Telegrapdische Postanweisungen sind im Verkehre mit Costa Rei nicht zutässig. (Vortrag im Johannis= Gemeindehause.) Am Sonntag, den 18 März, 8¼ Uhr abends, wird Pastor Mund im großen Saal des Johannis Gemeindehauses einen öffentlichen Vortrag halten über das Thema: Himmel und Hölle.— Was sollen wir darunter verstehen? Jedermann ist freundlich dazu eingeladen; der Eintritt ist frei. (Amrum.) Die Hospize auf der Insel Amrum, von Herrn Pastor D von Bodelschwingh ins Leben gerufen, erfreuen sich nun schon seit Jahren einer überaus starken Frequenz. Auch von Bielefeld und Umgegend wandert jedes Jahr eine stattliche Zahl hinüber um auf dem kleinen Eiland vom Meer umgeben, neue Kräfte für den Kampf ums Dasein zu sammeln. Von Säd und Nord, von West und Ost stellen sich immer wieder die Gäste in großer Zahl ein, gemeinsam die kostbare Zeit der Ferien in frischer Luft aber auch in Gemeinschaft um Gottes Wort zu verleben. Und wahrlich, wem es nach Müh und Arbeit mal vergönnt war, einige Wochen auf dem meerumschlungenen Eiland zu weilen, der blickt gewiß mit dankbarem Herzen stets gern auf diese Zeit zurück. Die frische Luft, angenehme und gute Verpflegung. Fußvanderungen und Segelpartieen und manches von dem, was lieblich und wohl lautet, klingt## noch lange in der Erinnerung nach, nachdem längst der Boden des Festlandes wieder betreten und die Aufgaben des Lebens die Kräfte in Anspruch nehmen. Solche Erinnerungen sind es denn auch, die Freunde und Besucher der Insel bestimmten, einen sogen unten„Amrum=Abend" zu veranstalten, der gewiß von vielen mit Freuden begrüßt wird. Verschiedene Gäste der Insel Sonnenfalter. Eine historische Erzählung von M. von Buch. 9] Nachdruck verboten. Der König nickte.„Und Er, unbedacht wie Er ist, ist mit beiden Füßen hinein gesprungen. Das kann ich mir denken, denn ich kenne Ihn. Sein Temperament hat Ihm schon manch bösen Streich gespielt. Darun will ich Ihn warnen. Ich will Ihm wohl, das weiß Er. Die Natur hat Ihm schöne Gaben verliehen. Er ist klug, tapser und unerschrocken. Ich brauche solche Llute zu dem großen Kriege der mir bevorsteht. Aber nech einmal sei es Ihm gesagt; nehme Ec sich in acht, und sehe er wohl zu, daß Ihn sein undändiger Stolz nicht in schlimme Dinge verwickelt. Meine Geduld ist nicht unerschöpflich. Im übrigen bleibe ich Sein wohlaffektionierter König. Heute abend aso auf Wiedersehen! Er ist, wie immer, zu meinen kleinen Soupers geladen.“ Trenck verneigte sich tief und zog sich zurück In Vorzimmer machte er einen Augenblick Halt und überlegte. Se. Mojestät hatte von dem Duell, in dem Herr von Köttritz eine unbedeutende Wunde am Arm erhalten hatte, gehört und hatte ihn— Trerck— rufen lassen, um ihm Vorwürse zu machen. Die Vorwürfe waren zwar gnädig abgelaufen, aber aus der ganzen Unterhaltung mit dem Könige glauble er herausgehört zu haben, daß man gegen intriguiert hatte. Und wer hatte den hohen Herrn gegen ihn aufgehetzt? Seine Feinde... Prinzeß Amalie war also völlig im Recht, wenn sie behauptete, daß er Neider besäße... Sie war es ja auch gewesen, die ihn neulich beim Maskenballe in Monbijon gewarnt hatte. Nichdenklich ging Treuck nach seinem Quartier. Als er dort anlangte, vertiefte er sich von neuem in die unterbrochene Lektüre. Die wundervolle Sprache des griechischen Trauer spiels machte einen tiefen Eindruck auf sein ewpfängliches Gemüt. Plötzlich fiel ihm ein, daß er dem Könige das Buch überreicht hatte, und daß dieser die Stellen, die er angemerkt, ihm zur Beachtung empfohlen hatte. Aufmerksam durchblätterte Trenck die einzelnen Seiten. Er fand die Anmerkung des Herrschers am Schluß der Tragödie Dort hieß es: Am ersprießlichsten ist, um glücklich zu sein, Der besonnene Sinn. Und ferner: Der Vermessene büßt das vermessene Wort Mit schwerem Gericht... Dann aber las Treuck die herrlichen Worte, die der Chor spricht: O, Eros, Allsieger im Kampf! Und weiter in dieser Strophe klingt es, halb jauchzend, halb klagend: Und kein ewiger Gott kann dir ent rinnen, Kein sterblicher Mensch! Trenck ließ das Buch sinken, Purpurglat auf den Wangen. Wenn der Liebe kein ewiger Gott entrinnen konnte, wie sollte es ihm gelingen, ihm, einem armen, sterblichen Merschen? Er barg das Hmupt in beide Hände. Laut und vernehmlich sprach er die herrlichen Worte, die ihm fast klangen, als enthielten sie eine Verheißung:„O Eros! Allfieger im Kampf!“ Wir das wirklich wahr, was da geschrieben stand, war Etos Allfieger im Kampf! Würde er auch ihm helfen, Schranken beseitigen, Vorurteile besiegen? Würde er? Die Gedanken des erregten Mannes verwirrten sich, sie stoben auseinander. Tausend phantastische Pläne kreuzten sein Hirn. Seine erhitzte Einbildungskraft gaukelte ihm Luftschlösser vor. Ihm war, als befände er sich nicht mehr auf der Erde, er verkannte die Wirklichkeit... Wie schnell vergessen war, was da in dem Buche stand, ang merkt von des Königs eigener Hand: Am ersprießlichsten ist, um glücklich zu sein, Dir besonnene Sinn! Am Abend erschien Trerck in der kleinen Gesellschaft, die sich täglich oder, will sagen, allabendlich in den Privatgemächern des Königs zusammenfand. Friedrich II. hatte sich eine eine Kompagnie Gelehrter gebildet, wie er Grenadier urd Garde du CorpsKompagnien schuf. Voltaire, der vor kurzem nach Berlin gekommen war, Maupertins, Jordan, la Mettrin und Baron v. Pöllnitz bildeten eine kleine Peivatakademie, zu der seit einem Jahre auch Treuck gehörte. Als der junge Mann eintrat, waren die Herren bereits versammelt nur der König fehlte. Es waren Nachrichten aus Schlesiin eirgelaufen, und es gab Depeschenreiter abzufertigen. (Fortsetzung folgt.) haben ihre Mitwirkung für diesen Abend bereits mit zugesagt, so daß schon jetzt ein reichhaltiges Programm vor uns liegt. Ganz besonders werden es auch viele mit Dank begrüßen, daß auch Herr Pastor D. von Bodelschwingh sein Erscheinen für diesen Abend zugesazt hat. Das Programm is auf Sonntas, den 18 d., 8 Uhr abends, angesetzt. Ausführliche Peogramme sind am Eingang Volkshalle, Papenwarkt 2, zu haben. Siebe Inseratenteil. O)(Zollabfertigung.) Wir machen unsere Leser darauf aufmerksam, daß mit dem Inkrafttreten des neuen Zolltarifs ersorderlich geworden ist, daß der Verfügungsberechtigte, falls der niebrigste Vertragssatz in Anspruch genommen werden soll, bei der Antragstellung in dem Abfertigungspopier schriftlich zu erklären hat, in welchem Lande die Ware hergestellt ist. Die betr. Firwen misin deshalb ihre Angestellten mit den erforderlichen Anweisungen versehen, damit die Zollabfertigung ohne Verzögerung vorgenommen werdin kann. ??(Die hiesigen freiwilligen Feuerwehren) treten morgen abend 8¼ Uhr zum Festmarsch auf dem Schillerplatz an und bewegt sich der Zug durch folgende Straßen: Ulmenstraße, Kreuzstraße, Breite. straße, Gehrenberg, Rathausstraße, Schiller= plaz, Niederwall, Niedernstraße, Obernstraße, Oberntorwell Konzerthaus. "(Verein für wissenschaftliche Vorträge.) Wir weisen nochmals hier auf den heute abend 8 Uhr in der Eintracht stat fiidenden Vortrag des Herrn Geheimrat Poressor Wald yer Berlin. Das Thema laut t:„Das Alter des einzelnen Menschen und das des Menschengeschlechts.“ (Stadttheater.) Was Frl. Margreiter dem Theaterpublikum geworden ist, das zeigte sich gestern abend an ihrem Benefiz. Ein ausverkauftes Haus, ein mehr als beifallsfreudiges Publikum und am Schluß des ersten Aktes ein Blumenregen, wie ihn das Bieleselder Stadttheater noch nicht sah, miterhoch war die Bühne bedeckt mit Kränzen, Blumer körben und Sträußen sowie mancherlei anderen auch leckeren Angebinden Gegeben wurde„Schützenlies!“, Operette in 3 Akten von Stein und Lindau, Musik von Ed. Eyßler. Schützenliell(Frl. Margreiter) liebt trotz zweier Militärjaare ihren Blosi(Herr Platen), welcher mit gleicher Liebe an ihr hängt. Aber das Schicksal spielt oft merkwürdig, Blasi soll von seinem Onkel 100000 Mark bekommen, wenn er seine Cousine heiratet, die in diesem Falle auch noch 100000 Mark bekommt. Aber Wilhelmine(Frl. Wilhelma) liebt auch einen anderen als den ihr vom Onkel bestimmten Gemahl. Was tun ohne die zweimal 100000 Mark einzubüßen. Man beschließt zu heiraten und nach Auszahlung des Geldes sich sofort scheiden zu lassen und dann der Stmme des Herzens zu folgen. Der Schluß ist denn auch der gewünschte, zwei, beinahe drei Brautpaare zieren im Schlußakt die Bühne. Fräulein Margretter war ganz in ihrem Element und waren Herr Platen und Hier Sandhage tüchtige Partner. Ganz vorzüglich war Frau Wolf als Blasis Mutter, Frl. Wilhelma und Herr Bloecker waren gleich gut im Spiel und Gesang. Die Musik ist ansprechend und reich an schönen Melodien. Die R gie des Herrn Meißner trug wie immer wesentlich mit zum Erfolg bei. m(Unfalt) Gestern abend um 11 Uhr wurde ein Polizeibeamter nach dem Hause Raversbergerstraße Nr. 38 zur Hilfe cerufen, wo ein Mann beim Baden durch Gase stark betäubt worden war m(Hund zugelaufen.) In der Ungebung des Johannisberges trieb sich seit Wochen ein wertvoller großer Bernhardiner herrenlos umher. Der Hund hat sich darauf deim Wirt des Johannisberges eingefunden, worauf ihn dieser als Fundsache polizeilich angemeldet hat. m.(Diebstahl) In Hagen wurde vor einigen Tagen ein großer Di.bstahl aus. gefuhrt. Bei dieser Gelegenheit fielen den D..u u. a. mehrere goldene Damer uhren nebst langen Ktien in die Finger. Da mit der Möglichkeit zu rechnen ist, daß versucht wird, die gestohlenen Sachen hier zu verkaufen, wird vor Ankauf gewarnt. Nähere Beschreibung der Sachen kann bei der Polizeibehöede eingesehen werden. Au den Kreisen Mauser 19. Minden, 16. März.(Der nächste Kreistag) findet am 28. März im biesigen Rathaussaale statt. Auf der Tazesordnung stehen: Wahlen, Abrahwe der Rechnung der Kreiskemmunalkasse für 1904 und der Rechnung der Kleinbahnbaukasse Minden Eickhorst für 1903. Feßtstellung des KreishaushaltsVoranschlags für 1906, der Voranschläge für die Kleinbahnen für 1906, Genehmigung vor Chausseebau Beihilfen, Zusammenlegungsverfahren und Bau eines Kreishauses Minden, 15 März.(Geflügelzucht) In einem Rundschreiben des Herrn Regierungspräsidenten wird hervorgehoben, daß die verschiedenen Anregungen auf dem Gediete der Geflügelzucht und.flügelhaltung auf einen fruchtbaren Boden gefallen sind. Es wird in demselben ersucht, der Angelegenheit fortgesetzt die notwendige Aufmerksamkeit zu widmen. Minden, 16. März.(Kanalamt.) 81 der Etatslesung des Abgeordnetenhauses deantragt Landrat Abg. Bosse, die Kanal. vaudirektion des Rhein Weser Kanals von Hannover nach Minden zu verlegen. n! Aus dem Kreise k Herford, 15 Märk.(Der Lehrer,[Verein) feiert am Sonnabend Abend 8½ * 1 Uhr im Vereinslokal ein gemütliches Beisamnensein als Abschiebsfeier für scheidende Kollegen. K! Herford, 15. März.(PräparandenAnstalt.) Die Aufnahmeprüsungen wurden gestern beendet. Die Prüflinge bestanden eI mit nur wenigen Ausnahmen, sodaß Parallel= klassen eingerichtet werden. Herford, 15. März.(FriedhofsOrdnung.) Die Besitzer von Erbbegräbnis * stellen auf dem städtischen Friedhofe werden aufgefordert, ihre Stellen bis zum 1. Juni n d. Is. ordnungsmäßig zu reinigen und in st Stand setzen zu lassen. Klein=Aschen 15. März.(Versammlung des Ziegenzucht vereins.) Der Ziegenzuchtverein Groß= und Klein=Aschen hält am Sonntag, den 18. d. Mts., nach mittags 4 Uhr, eine Versammlung bei Gastwirt Rathen ab. Es soll bei dieser Gelegenheit gleichzeitig die Einrichtung einer Ziegenversicherungskasse besprochen werden. Da sich auch Kilver angeschlossen hat, ist der Verein gezwungen worden, einen zweiten Vereinsbock mmuschaffen.(B. Tagebl.) Aus dem Kreise Halle. Halle, 14. März.(Der hiesige Kreis) hat laut„Hall. Kesbl.“ für das Rechnungsjahr 1905 bei einem Staatssteuersoll von 160303,21 Mk. einen Beitrag von 17·066,41 Mk. zu den Provinzialabgaben zu leisten. Eggeberg 10. März.(Der Schweineversicherungs Verein) hat die Annahme der von der Landwirtschaftskammer für die Provinz Westfalen ausgearbeiteten Mustersatzungen für Schweineversicherungs=Vereine auf Gegenseitigkeit abgelehnt.(H. Krebl.) Aus den Kreisen Wiedenbrück und Gütersloh, 15 März.(Gymnasium.) In der gestrigen Sitzuug des Kuratoriums unseres Gymnasiums wurde an Stelle des verstorbenen Herrn Kommerzienrats Bartels Herr Steuerinsp.ktor a. D. Karl Josten als Kurator gewählt.(Güt Ztg.) Aus dem Rez.=Bez. Rünster und Arusserz Münster, 12. März.(Ankauf.) Das im Nordwesten der Stadt gelegene Gut Spital wurde vom Militärfiekus für 350000 Mark angekauft. Der Hauptexerzterplatz soll von der Loodenheide dorthin verlegt werden. Bochum, 14. März.(Amtsniederlegung.) Durch ein Schreiben anden Vorstand des allgemeinen Knappschaftsvereins hat der eiste Vorsitzende Bergrat Ludwig sein Amt als erster Vorsitzender und zugleich auch als Vertreter des allgemeinen Knapp; schaftsvereins in dem deutschen Knappschaftsbund niedergelegt. Jn der Knappschafts vorstandssitzung trurde zum Vertreter in den deutschen Knoppschaftsbund an Stelle Ludwigs Bergwerksdirektor Bir gel gewählt. Die Wihl eines ersten Vorsitzenden des Knappschafts vereins ist zu einer außero: dentlichen Sitzung vertagt worden. Aus den Nachbarpcennzen uus St3ite Detmold, 15. März.(Landtag.) Der Finanzausschuß hat dem Landtage vorzeschlagen, zu beschließen, daß die Regierung versuck sweise in einem Bezieke für alle Steuerstufen die Selbsteinschätzung durchführe. In Lippe sind auch die Einkommen stusen von 300 bis 600 Mark steuerpflichtig. Die Einkommensteuer ist mit einem Ertrage von 650000 Mark die has ptsächliche Einnahmestelle des lippischen Staats; sie immer ertrogreicher zu gestalten, ist das eifrige Bestreben der lippischen Lundboten.(H. Elberfeld, 14 Mäz(Selbstmord eines Knaden.) Aus Farcht vo: Strafe erhängte sich der 13jährize Volksschüler Karl Witte. Er hatte mit mehreren gleichalterigen Knaben in den letzten Tagen Diebstähle ausgeführt.(Rh. W Ztg.) Köln, 14 März.(Des Mordes verdächtig.) Vor 10 Jahren wurde auf dem Gleis der Frechener Esenbahn ein Mann ermordet aufgefunden. Die Staats anwaltschaft setzte 500 Mark Belohnung auf die Ermittelung des Täters aus. Es fanden auch mehrere Verhaftungen statt, aber die Verdächtigten mußten immer wieder auf freien Fuß gesetzt werden. Nunmehr wurde laut„Rh.=W. Zig.“ der Fabrikaufseher Peter Braun verhaftet, dessen Sohn seiner Braut erzählt hatte, wie er als 11 jähriger Knabe der Mordtat beigewohrt habe. Die Braut hat das Geheimnis anderen Leuten verraten. Der Sohn, der augenblicklich seiner Militärpflicht nachkommt, wurde ebenfalls verhaftet Altona, 15. März. Der Regierungspräsident von Schleswig setzte 500 Mark Belohnung für die Ergreifung des Mörders des Dienstmädchens Burmeister aus. Stettin, 15. März. Die Vernehmung des Naubmörders Hennig sand heute vormittag statt Hennig bestreitet, den Kellner Giernoth ermordet zu haben, gibt aber zu, der Spiritus rector bei der Eimordung gewesen zu sein. Den Mord selbst hätte ein Mitschuldiger ausgeführt. An dem Ueberfall aus den Kammer: war Hennig, wie durch die Untersuchung festgestellt ist, nicht beteiligt, er gibt jedoch an, den Täter zu kennen. Es wäre sein Komplize Franz, den er übrigens sonst nicht kenne, der aber mit ihm von Berlin nach Stettin gefahren sei. Er gibt an, als er in Berlin ver folgt wurde, in seinen Filzpantoffeln ruhig bis zum Bahnhof Alexanderplatz gegangen zu sein. Auf dem Alexanderplatz sei er mit einem früheren Komplizen zusammengetroffen und habe sich Stiefel und eine Jacke, die er heute noch trage, sowie einen braunen Schlapphut gekauft. Dann sei er mit seinem Genossen ruhig nach dem Stettiner Bahnhof gegangen und mit ihm zusammen nach Stettin gefahren. Hier sei er unbehelligt angekommen und ausgestiegen, habe sich dann auf verschiedenen Böden versteckt gehalten und darauf Wohnung gesucht. Er gibt zu, in Steitin von Fahrraddiebstählen gelebt zu haben. Er habe fünf Fahrräder gestohlen, die er teils auf der St aße, teils in Wirtschaften veräußert habe. Die ihm zur Last gelegten Einbruchsdiebstähle bestreitet er. Die von den Diebstädlen Bitroffenen erklären jedoch, daß Hennig der Täter sei. Heute abend wurde Henniz in das Gefängnis des Potsdamer Landgerichts ein geliefert. Er ist stark gefesselt und wird streng bewacht. (Seeunglücksfälle.) Viele englische Fischerboote sind beim Sturm am Dienstag untergegangen. Der Verlust an Menschenleben wird auf viele hunderte geschätzt. Infolge des Durchbruchs kamen bei Antwerpen 81 Personen um. Beim Schiffbruch des britischen Dampfers„Britisch King“ auf dem atlantischen Ozean sollen 28 Personen umgekommen sein. Die norwegische Bark„Rigi“ ist ohne Mannschaft in der Nordsee treibend schwer leck aufgefunden und hier eingeschleppt worden. Ueber den Verbleib der Mannschaft ist nichts bekannt. Die schwedische Bark„Famalane“ wurde in sinkendem Zustande in der Nordsee angetroffen. Die Mannschaft der Balk wurde vom Borkumer Lotsenschoner gerettet. Bei Wangeroog ist ein undekanntes Schiff gesunken, dessen Masten aus dem Wasser ragen. Der norwegische Schooner„Island“ ist in der Nordsee untergegangen. 4 Personen der Besatzung wurden durch einen Heringsdampfer gerettet und nach Geistemünde gebracht. (Das Grubenunglück in Conrières.) In einer Tiefe von 340 Met: ist ein neuer Brand ausgebrochen. Di Reitungsmannschaften sind sämtlich Sicherheit. Das Eindringen von Luft wir durch Sperrvorrichtungen verhindert werden Die unterbrochenen Ret ungsarbeiten werde bald wieder aufgenommen werden. In der Nacht wurden 18 Leichen aus Schackt geborgen. Die Kommission teilt ferner mit daß die Gesamtzahl der Opfer des Ungsück: von Cour#e im höchsten Falle 1095 be trage. Man ist der Ansicht, daß sich in der Grube kein lebender Arbeite mehr befinden könne. Die Sammlung der Pariser Presse ergab in den ersten beiden Lagen 348118 Franks, die Deutsche Bank sandte 10000 Franks und dir Norddeutsche Loyd die gleiche Summe 4000 Arbeiter streiken im G ubengebiet und fordern 30 bis 40 Pozent Lohnerhöhung. Man fürchtet ein weiteres Unsichgreifen des Streiks. Der Borsitzende der Parlamentsgruppe für inter nationale Schiedsgerichte hat den Führer der deutschen Rettungsmann schaften in Coun dces folgendes Tele gramm gerichtet: Die französische Parlamentsgruppe für Schiedsgerichtsverträge spricht den ihren Brüdern in Frankreich zu Hif gelten deutschen Bergarheitern innigsten Dank aus und beglückwünscht sie dazu, daß sie durch diese eindrucke voll: Kundgebung in diesen Tagen der Trauer die zunehmende Solidarität, die die Bölker einande rähert, besängt baben. gez. Esteu nelles, e Constans.— In der sächsischen 2 Kammer wurden 1500 Mark als Grund stock zu einer Ehrengabe für die deutschen Bergarbeiter, die in Czurr à es Hilfe leisten, gesammelt. (Originelles Wort) Wat, im S spräch mit einem neun Gast, dem er eben eine Flasche Wein stroiert hat:„Ja, bei mir vrkehren fast lautr Künstler, ramentlich Maler!"— Gast: „Na, der Wein da— das ist schon gleich so ein Aquarellwein! Uebersicht der Witterung. Bielefeld, 16. März 1906. Mitgeteilt von Fr. Böckelmann Ww., hie Niedrigst. Thermometerstand in der Nacht+ 6%0 Thermometerstand um 10 Uhr vorm.+ 7 Barometer 75,2 cm. Wind: West. Himmel: bedeckt Reueste Nachrichten Essen(Ruhr), 16. März. In der gestrigen Zechenbesitzerversamm lung des Kohlensyndikats wies der Vorsitzende Geheimrat Kirdorf auf das erschütternde Ereignis, daß die Compagniedes Mines de Courrieres erlitten habe und gedachte in warmen Worten des namenlosen Unglücks, das über die Belegschaft und deren Angehörigen herein gebrochen sei. Der Antrag, durch den deutschen Botschafter in Paris 100000 Mk. zur Verfügung zu stellen, fand ohne Erörterung einstimmige Annahme. Königsberg, den 16. März. Gestern vormittag fand in Heydekrug eine Konferenz statt, an der außer den Kreisbehörden der Ge heime Oberbaurat Anderson aus Berlin, ein Vertreter des Ministers, sowie der Oberpräsident v. Moltke und der Regierungspräsident Stock mann teilnahmen. Ein von Königsberg entsandtes Pionierkommando versuchte erfolglos, nach Schakuhnellen vorzudringen. Bei Jode= krandt ist gestern die Verbindung wieder hergestellt worden; dort drang das Wasser fast bis an das Dach, wohin die Bewohner geflüchtet waren. Billy Montigny, 16. März. Der Führer der deutschen Mannschaft dementiert die Nachricht von der Erkrankung einiger seiner Leute. Die Bergungsarbeiten werden immer schwieriger, da die Zerstörung in den Gruben immer weiter fortschreitet. Der Versuch, auf eine höhere Sohle vorzudringen, mußte wegen der ausströmenden giftigen Gase aufgegeben werden. Die Erregung unter der Arbeiter: schaft ist groß. Das Arbeiter syndikat hielt gestern eine Sitzung ab, zur Beratung wegen eines Streiks in der ganzen Gegend. 38—39 33—84 23—30 ausge höchsten bis zu Schlachtwertes d) vollfleischige, mästete Kühe Schlachtwertes, 7 Jahren.... e) ältere ausgemästete Kühund wenig gut entwickelte jüngere Kühe und Kalben d) mäßig genährte Kühe u. Kalben Kälber. a) Doppellender d) feinste Mast=(Vollmilchmast) und beste Sangkälber c) mittlere Mastkälber und gute Saugkälber 4) geringere Saugkälber u. älteres, gering genährtes Jungvieh(Fresser) Schafe. a) Mastlämmer u. füngere Masthammel d) ältere Masthammel. c) mäßig genährte Hammel u. Schafe(Märzschafe) Schweine. a) vollfleischige der seineren Rassen und deren Kreuzungen bis zu 1½ J. b) fleischige c) gering entwickelte sowie Sauen Schlachtviehpreise nach Lebendgewicht auf Grund amtlicher Marktberichte zusammengestelt nach einigen telegraphischen Berichten bearbeitet von der Centralstelle für Viehverwertung der Preußtschen schaftskammern Berlin., Köthener Straß 39 Hennov, Dortm Essen. Ochsen. am am a) vollfleischige, ausge= 12 /3. 12./3. mästete höchsten Schlachtwertes, höchstens 6 Jahre alt(mind. 12 Ctr. Lbg.)45—46) 45 d) junge, fleischige, nicht ausgemästete und ältere ausgemästete.38—39 c) mäßig genährte junge und gut genährte ätteres82- 34 d) gering genährte jeden Alters Bullen. a) vollfleischige, ausgemästete bis zu 5 Jahren/42—43/42—43/41—42 d) vollfleischige jüngere 36—37/36—67s56—27 e) mäßig genährte jüngere und gut genährte ältere 30—82|11—32|30—31 d) gering genährte jüngere und ältere Kalben und Kühe. a) vollfleischige, ausgemästete Kalben höchsten 39—40 34—36 39—40 35—86 10-39 am 12./3 44 38—89 41 4 16 31—33|30—31 25—27/25 26 — 168—70 50—52|—54 46—49|47 50 10- 45 0-45 39—40 35—36 27—29 78—79 75—77 72—75 37—40 77 76—76 70—74 40—41 79 76 6 33 75 Vorstehende Preise verstehen sic für 100 Pfd. Lebendgewicht, bei Schweinen mit 20% Tara Dte amtlichen Schlachtgewichtpreise sind mittelßt der angegebenen Schlachtprozente umgerechnet Es wird geklopft, gerück, gestaubt, ** geseist, gewischt, gesdumt, gekehit, getlettert, geschrubdt, gebürstet, gehoben geschoben, gerieden, geputzt gefegt, gekratzt, gebehit, geplantsckt, g pmselt, gescheuert, gewaschen, gepoltert gespült,— wie nie im ganzen Jahr: das ist dr rchige.utputz, das GroßReinmachen! Nchts dat sich davei seit Jahren besser bewährt, wie Luhns Wesch Ex ratt und Luhns Solm. Taep Keri seise, weil man daraus garz vorzügliche billige Wasch und Abse Laugen bereitet, die schnell und schadlos reinigen. Luhns ist i tt überall zu haben und rur echt mit Rotband. 1 0 SAN pm Chrifl.=patr. MännerGymnasium und K verein Zu der am Sonntag, den den 18. März, nachm. 2½ Uhr stattfindenden Beerdigung unseres Mitgliedes Ernst Siedhoff werden die Vereinsmitglieder hierdurch eingeladen. Antreten 2 Uhr im Vereinslokal. IImnast zu Bielefeld. Die Aufnahmeprüfung für Sexta findet Freitag, den 6. April, morgens 9 Uhr, die für die übrigen Klassen Donnerstag, den 25. April, morgens 19 Uhr statt. Anmeldungen, bei denen 1) die Geburtsbescheinigung des Standesamts, 2) der Impf= bezw. Iuceinen kud uurt. 3) das lette Schulzeugnis beizüdringen sind, werden bis zum 24. März vormittags zwischen 11 und 12 Uhr entgegengenommen. Am Sonntag, den 18. März cr., abends 8½ Uhr im großen Saale des Evang. Volkssaales Die Lichtbilder Vorführung: nite Krichsstadt Knenerig Der Vorstand. „Marokko“ Bilderserie leider Dr. Herwig. Altstädter Kirche. Freitag, den 16. März 1906, abends 6 Uhr Volksfamilienabend Passions gottesdienst. Beichte und Feier des heiligen Abendmahls. Pastor Trautermann. Staut-Theater! Freitag: Keine Vorstellung Sonnabend, den 16. März er., Vorstellung zu kleinen Preisen. (7. Vorstellung im SudermannZiklus.) (Amrum-Abend) veranstaltet vom Christl. Verein junger Männer und von Freunden und Besuchern der Jusel Sonntag, den 18. März 1906, abends 8 Ohr in der Volkshalle, Papenmarkt 2. Deklamationen, Musik= und C. sangvorträge uc. Unsprache von Herrn Pastor D. von Bodelschwingh. Jedermann ist freundlichst eingeladen. Ausführliche Programme sind am Eingang zu haben. Eintritt 20 Pfennig. Altstädter Kirche. Vorm. 10 Uhr P. Lappe Beichte und Feier des heil. Abendm. Nachm. 2 Uhr Kindergottesdienst. Nachm. 4½ Uhr Jungsrauenv. Aberds 8 u. P. Trautermann. Diensteg. 8¼ Uhr Bibelstunde im Westhrim. Abends 9 Uhr Bibilstunde im Männer= und Jünglir gsverein.— Donnerstog. Nachm. 3 Uhr Frauenverein.— Freitag. Abends 6 Uer Passions-Gottesdienst nu Abendmahlsseier. P. Lei Neustädter Kirche. Vorm. 10 Uhr P. Waubke. Beicht: urd.i Aberdmahl.— Nachm. 1¾ Uhr Kindergottesdienst. Nachm. 4 Uhr Jungfrauer verein i. Kor fi. mandenscal und 11. Bürgerschue Abirde 6 Uhr P. Joiden.— Mort Abenks 8½ Uhr Biberstunke i: Der#eugalg,P kuhlo— Lientug, eignet sich durch seinen Gehalt an Stickstoff, der Kleinkindersch. an der Göbenstr. Phosphorsäure und Kalk vorzüglich im Luthersift.— Abends 9 Uhr Bibelbesprechstunde im Chr Verein mit begleitendem Vortrag. (Der bereits angekündigte Vortrag über kann nicht stattfinden, da die bet vergriffen ist.) Eintritt 20 Pfg., Kinder unter 14 Jahren 10 Pfg. Der Vorstand. Kirchlicher Anzeiger Bielefeld. Sonntag, 18. März 1906. Okali. Koll. kte für die Blödenarstalt Wittekindehef Wiesen, Halmgewächse und Kartoffeln. ai. Seh. per Zentner ohne Hacht Mastz Kührhashanzgontstet Carl-Steinnolf& Co., Unr-The-4 abrik, Beichte und heil. Abendmahl. P. Drei Einakter von H. Sudermann. 1. Teja, Drama in 1 Akt. 2. Fritzchen, Drama in 1 Akt 3. Das Ewig Männliche. Spiel in 1 Akt. Senne I. 5 Fahrräder, vond Fabrik an Frivate u. Händler v. Mk. 65 an. Zubehörteile, Luftschläuche von Mk..80 an Reparaturen Fabrikat prompt und billigst. Wer sich auf diese Zeitung bezieht und einen Auftrag von mindestens Mk. 10 erte llt, erhält eine döchst praktische Gratis=Zugabe. Katalog gratis und franko. „Schwalbe“ Akt.-Ges. Quisburg-Wanheimerort. Gegründet 1886. Verwaltungsbericht 1905. Paurechnung. Erbtntliche Generntversammtung Montag; den 26. März 1906, nachmittags 28 im Evangel. Vereinshause zu Herford. Tagesordnung. 1. 3. 5. Etat. Verschiedenes. Die Anteilscheine sind mitzubringen(§ 10 der Statuten). Um pünktliches und zahlreiches Erscheinen bittet die Mitglieder auf das dringendste Herford, den 6. März 1906. Der Vorstand des Ev. Vereins für die Stadtund Landgemeinden des Kreises I..: Niemann, Pfr., Vorsitzender. e 2. Jahresrechnung 1905. 4. Festsetzung der Zinsen. 6. Umwahl des Vorstandes. Suche zum 1. Mai eine Steue als Stutzt.„ 200 ie eidhe ante Tädseunh!: Ss0ue, Kein. Sehalt„vinm. Taschenglig, dafür liebevoue Behandlung und Familienanschluß. Im Kochen, Nähen, Handarbeiten nicht unerfahren. Offerten unter J. T. 100 an die Exped. d. Bl. erbeten. Gesuhzt f. e. 18jähr. Pastorentochter Stellung als Hülse f. d. Hausfrau i. christl. Hause d. Ravensberg. 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Verdingungsunterlagen sind bei unserer Kanzlei II zu 0,25 Mk zu beziehen; Ebendaselbst sind schriftliche verschlossene Angebote mit der Aufschrift:„Lieferung von Muschelkalksteinen für das Rechnunngsjahr 1906" bis zum Eröffnungstermin am Freitag, den 23. März 1906, vormittags 10 Uhr. einzureichen. Bielefeld, den 15. März. Stadtbauamt. Künstliche Zähne, Zahnoperationen, Plomben jeder Art. Caroline Böhmecke, Gehrenberg 2. Dentistin. Gehrenberg 2. Baie Joidan.— Freitag. Aber ds 8½ Uhr Bibelstunde im BlaukrenzVerein im alten Lutterstift.— Pauins Kirche. Vorm. 10 Uhr P. Dr Wessel. Beichte u. Feier des heil. Abentmahls. Nachm. 2 Uhr Kindergottesdienst. Nachm. 3 Uhr Prüfung der Kensilmanden der Petrigemeinde. P. Kortmann.— Nochm. 4 Uhr Jungfrauer verein. Nochm. 4 Uhr Jugendabteilung des Jüngliagso. Der Abendgortesdienst fällt aus. Abends 8½ Uhr Jünglings u. Märner Verein.— Dienstag. Abends ½9 Uhr Blaukrevzverein.— Mittwoch Abends 8 Uhr Passions=Gettesdienst mit Abendsmadlsfeier. P Hackländer. Abends 9 Uhr.beist. im Jüngl.= und Männerverein.— Donnerstag. Nachm. 3 Uhr Paulus=Fraueno. Aents ½9 Uhr Bibelsturde in der 4. Bürgerschule an der Heeperstraße. P. Hacklander.— Abends ½9 Uhr Bibelstunde in der Kleinkinderschule an der Feldstraße. P. Kortmann. Johannis=Kirche. Vorm 10 Uhr P. Knolle. Nachm. 2 Uhr Kindergottesdienst. Nachm. 3½ Uhr Jusent= urd Knabenabt.ilung. Nachm 4 Uhr Prüjung der Konfirmanden. P. Köhne.— Abends 6 Uhr P. Köhne. Brichte und Feier dis heil. Abendmahls. Abends 8 Uhr: Männer= und Jünglings=Verein.(Vortraz.)— Montag. Abends 8 Uhr Nähverein in der Kinderschule in der Friedrichstr.— Mittwoch. Nachm. 3½—6 U Johannis=Frauenverein im Gemeindehause.— Donnerstag. Abends 8½ Uhr Passionsgoitesdienst. P. Knolle. Beichte u. Feier 's heil Abendmohls.— Freitag. Abends 8½ Uhr Versammlung des Blaukreuzvereins. Abends 9 Uhr Bibelsunde im Männer= u. Jungingsverein.— Sonnobend. Abends 9 Uhr Bibelbesprechung u Gebetsstunde im.meindehause(1 Tr.). Martini=Kirche. Vorm. 10 Uhr P. Usener Nachm. 3 Uhr Kindergottesdienst— Nachm. ½5 Uhr Jungfrauenverein. Abends 8 Uhr Männer= und Jünglirglverein.— Dienstag. Abends ½9 Uhr Blaukreuz Verein.— Mittwoch. Nachm. 2¼ Uhr Frauer verein's Blaukrenz=Vereins Abends ½9 U. Passtonsgotiesdienst. Beichte und Feier des heil Abendmahle. P. Usener. Reformierte Kirche. Borm. 10 Uhr P. Boister. Borm. 11½ Uhr Kindergottesdierst.— Abende 6 Uhr Abendgottesdienst mit Abendmahlsfeier. P. Mund— Mittwoch. Abends 8¼ Uhr Passions gottesdienst. P. Vorster. Bielefelder Schreibstube. Evang-Intherische(altlut) 1 Gemeinde Bielefeld. Anla der böheren Töchterschule, Viktoriastraße.) Soontag. Vorm. 10 Uhr LeseGottesdienst. Bekanntmachung. Die Lieferung. von Handtüchern im Rechnungsjahr 1906 soll vergeben werden. Verdingungsunterlagen sind bei unserer Kanzlei 1I für 0,25 Mark käuflich ebendaselbst sind schriftliche verschlossene Angebote mit der Aufschrift:„Angebot auf Lieferung von Handtüchern" bis zum Eröffnungstermin am Freitag, den 23. März dieses Jahres, vormittags 9½ Uhr einzureichen. Bielefeld, den 15. März 1906.: Das Stadtbauamt. Zimmerstraße 19.— Fernsprecher 292. Anfertigung von schriftl Arbeiten aller Art mittels Hand und Schreibmaschine. Adressen, Abschriften, Vervielfättigungen. Um Anfträge wird freundlichst gebeten. Verantwortlich für den Höchsten Wohlgeschmack erhalten Kuchen, Milchspeisen, Puddings, Schokolade durch Dr. Oetker' Banillin=Sucker! 1 St. 10 Pfg. 3 St. 25 25 Pfg. Altkatholische Gemeinde. Bielefeld. Sonntag, den 18. März 1906: Gottesdienst fällt aus, dasüe in Herford Gottesdienst. R. Kundt, Pfarrverw. Methodisten=Kirche, Hermannstraße 24. Sonntag, vorm. 10 Uhr Predigt. Borm. 11½ Uhr Sonrtagssckule Abends 6 Uhr Gesanggottes dienst. Dienstag. Abends 8½ Uhr Gebetstunde Jedermann ist freundlich eingeladen. J. Jakob, Prediger. Nr. 65. de BGeichtlsäste un allen Postanst S., bei täglicher #etung in Bie ###0., durch? träger.42 M 915 17. März: 180.— Karl geb. 1806.— 1811.— Halé gest. 1862.— Staatt mann, ge 18. März: 1793.— Err Preußen, 1813. 1848.— Aufs in Paris, 16 Geschichtssorscher Freiligrath, Roquette, de Ne quid Unter „Reichsbot der allmäh Ueberverh Richter nicht vor Genugtuui unserer i1 Ausdruck des Im„ReiWochensa zu Richte ergänzt u Endlich welches lose Be Charak wie sie in wie bei worden legt. 2 „Wie al doch un Richter wird, w liche Bel ist es ni Aussprüc „Die B darach, habe.“ Posttive der Re und fi# allein wesen streben, trat ei und U. und 9chn eines veran der hande keine niem: Korfl nur jeden mocht Gebiwar entbe Sein nahm