das Musterungsis. gen, die roch keine erhalten haben oder lich entbunden sind, leren un d im B sitze haben sich ekensalls illen, wenn sie einen aus desem G unde mit zu: Stelle das Jahr 1906. in Windheim, llitärpflichtigen aus Heimsen, Ilse, derhorst, Rosen9 Uhr vormittags 1½ Uhr vormittags e Schlüsselburg und älter, 1885 des Beurlaubtenvormittags. ilitärrflichtigen aus ukersen, Frille, Lietersheim und ältere, t Minden, deren n. und zwar: ätere, 1883 Militärpflichtigen Buchtaben E bis itärpflichtigen aus uchstad.n N b.s 2 ältere, sämtlichen Mili ärir vo mittags Rehme und zwar t und Volmeritä pflichtigen aus Niederbecksen, ästre, Mili ärpflichtigen ältere, itärp flichtigen aus ältere, Militärpflichtigen en Gemeinden ), Holzhausen, ältere, stärpflichtigen aus emeinden Lohkeesen, Uffeln, ältere, Militärpflichtigen ältere, r vorm Losung. muschaften des Beommission. Uxweine iturrein, Import e von 90 Pfg. an Kürmann. straße 10. In-Kase zroden) aus den Marschen(die lst. Käse) ohne all 10 Pfo. k. 6,20 franko on milde, dutterL. Ramm, ister i. H. Nr. 55. ##der Geschäftsstelle n. on allen Postanstalten M., bei täglicher ZuLsgns in Bielesel. M., durch Briefwüger 1,42 M. Postzeitungsliste Nr. 5381. 1 30. Jahrgang Anzeigengebühr für die einspaltige Petitzeile oder deren Raum 12 Pf., für auswärts 15 Pf., Reklamen 25 Pf. Erscheint sechsmal wöchentlich Geschäftsstelle Ritterstr. 43. Fernsprecher Nr. 15. Bielefeld 6. März 1906. V 4 5 6 März: Michel Angelo, geb. 1475.— Kaiser Ferdinand II. erläßt das Restitutionsedikt, 1629— Fraunbofer, Optiker, geb. 1787.— König Karl I von Württemberg, geb. 1823.— Pastor 1). von Bodelschwingh, geb. 1831.— Peter v Cornelius, Maler, gest. 1867.— Ludwig Hoser, Bildhauer, in Stuttgart gest. 1887.— Abdankung Körig Milans von Serbten, 1889. Die internationale Konstellation. So langweilig auf die Dauer auch die Besichte über den Verluuf der Marokkokonferenz dem Leser werden wögen, so spielt sich doch unzweiselhaft in jenem kleinen spanis hen Fückn ein wichtiges Stück Weitgeschichte ab, dessen Folgen für die meitere Gestalturg der Geschicke der Großmächte, sich noch gar nicht übersehen lassen. Es sehlt darum auch nicht an interessanten Momenten auf der Konferenz und vor allern kann dieselbe einen wichtigen Prüfstein bilben, für die Beziehungen der Mächte unteinander und ihre Gruppierung. Deutschland und Frark reich stehen sich als Gegner gegenüber, die diplomatischen Waffen sind zu diesem Duell geschärft und die Hauptaufgabe der übrigen Mächte besteht eigentlich darin, als Sekundanten zu fungieren, welche es geschickt zu verhindern verstehen, daß ein Duellant dem andern allzu blutige Hiebe beibringt und damit der Gang„ausgepark!“ wird. so geeignet sein wie das Appeninenreich. von Orsterreichs Interventionsversuchen spricht man, obwohl dieselben in diesem Falle nur geringe Bedeutung haben können. Mögen sich auch in Algeciras und damit viel leicht auch für die Folge zwei Mächtegruppen gegenüberstehen, so find doch genug freundschaftliche Berührurg punkte zwischen beiden vorhanden, welche es verhindern würden, daß es zu einem folgenschweren Korflikt kommt. selbst wenn ein resultatloser Ausgang der Maroktokonserenz zurückbleiben sollte. Selbst dann scheint sogar, wie aus englischer Quelle verlautet, Neigung vorhanden zu sein, barauf hinzuwirken, daß zwischen Deutsch= land und Frankreich ohne die übrigen neutralen Mächte ein besonderes Akkommen über Marokko zustande kommt. Die internationale Lage träzt also keineswegs ein so trübes Gesicht, wie man nach dem äußeren Anschein anr ehmen könnte. Ja seinem Kummer ist das„Beeliner Tage blatt" arch so gütig, den Hamber##rn zu verraten, wie dem bedauerlichen Unsich greisen des nutionalen Gedarkens am schnillsten entgegengewirkt werden könne, es empfirhlt rämlich beshalb die Beseitigung des Wehlprivilegs der Gea deigentümer. Erfolg wird es kamit nicht hoben, vielmehr wird sicherlich auch ein großer Teil der Hamburger Liberalen sich die Frage vorlegen, wohin sie gehören: zu der alten Hansastadt Hamburg oder zu der Sozieldemokratie und ihren Schrittmachern im„Beiliner Taceblatt“. Es dämmert. Die Annahme der Hamburger Wahlrechtsreform durch die Bürgerschaft der alten Hansastadt ist der Sozialdemokratie natürlich arg auf die Nerven gefallen. Der„Vorwärts“ schimpft wie ein Kohrspatz über politische Vergewaltigung dir Hamburger Arbeiterschaft Man kann es ihm ja nachsühlen, daß der Beifall, den der Senator v. Melle fand, als er sich in der Bürger 9„ausgeparkt“ wird. Dem schaftssitzung gegen die Virunglimpfangen Dreibund steht ein anderer Dreibund gegen- Humvurgs durch den Abg. Bebel wondte über, Frankreich, Spanien, England, inoissen und Herrn Dr. Klügmann für sein mann überlassen die den Gruppen angehörengen; haftes Austreten im Reichstage zugunsten Stoaten die Führung den beiden interessierten Großnächten. Bemerkenswert ist, daß England trotz seiner großen Interessen in Marolko sich fast gänzlich im Hintergrunde hält, wenn gleich es infolge seines Vertrages mit Frank reich durch Dick und Dünn geht; aber die jetzige englische Regierung will sich nicht gar zu sehr engagieren, um nicht in einen Konflikt verwickelt zu werden. Mehrfach ist schon hervorgehoben worden, daß englische Blätter sich nur zu Gunsten Deutschlands ausgesprochen haben, und es verdient hervorgehoben zu werden, daß auch jetzt im kriti schen Moment es wiederum englische Blätter sind, welche das Hetzen französischen Bättern überlassen und für ihren Teil dringend zu einer Verständigung raten und den Argenblick für eine Vermittlung für gekommen erachten. Daß soviel gehetzt wird, hat seinen guten Grund; indessen liegen weniger polttische Motive vor alt Interessen großer französischer Firmen, in deren mehr oder minder ver stecktem Solde ste einen Teil italienischer Bläter, die von Deutschland überhaupt keine Ahnung haben, mit sich zu reißen verstanden haben. Dies erklärt auch die ungeröhnlich scharfSprache, welche die eigentliche Absicht verdicken soll und die im Gegensatz zu der ruhigen Haltung der Regierung steht. Unter den Lügennachrichten, die von diesen Inter eisenten ausgestreut worden, gehört auch die Meldung, die Petersburger Regierung habe in Berlin wissen lossen, daß sie, falls es zu einem Konflikt in Marokko zwischen Frank reich und Deutschland käme, den Bündnisfall für gekommen erachte und unter Hinweis hierauf dringend zu einem Entgegenkommen gegenüber den französischen Wünschen rate. Bei der augenblicklichen Ohnmacht Rußlands liegt der Wirt dieser Meldung klar auf der Hand, indessen wird die deutsche Regierung durchaus nicht geeignete Vermittlungs versuche zurückweisen, wie sie bereits erfolgt sind Gerade in diesem Fall zeigt es sich, wie taktisch richtig es war, wenn den Dreibundstaaten die möglichste Bewegungsfreiheit gelassen und sie nicht darin verhindert wurden, sich für ihre Person auch mit anderen Mächten auf einen freurdschaftlichen Fuß zu stellen. Die Annäherung Ikaliens an Frank reich kommt uns jetzt unzweifelhaft zu gute, denn keine Macht dürfte für eine Vermittlung Homburgs dankte, der Sozialbemokratie ebensowenig gefallen als die verrichtende Kritik, die in der gesamten Bürgerschoft an der Verhimmelung des Majoritätspopanzes geübt wurde. Am meisten freilich hat es Regiments dem„Vorwärts“ mißsallen, daß sich die1 Prinz Albrecht von Preußen wird Hamburger nicht von Bayern, Württemberg,s sich am Mttwoch zu vierwöchentlichem KurHifsen und Baden und nicht einmal von gebrauch nach dem Seebad Ner 1I. Spen Politische Nachrichten. Aus dem Deutschen Reiche. Berlin, 5. März. Die„Nordd. Allg. B'g.“ bezeichnet die Nachricht, der Kaiser werde am 21. April die Mittelmeerreise antreten, als leere Vermutung, bisher stehe darüber nichts fest. Am Sonntag wohnte das Kaiserpaar einer von 2000 Schulkindern veranstalteten Gesangaufführung im bei. Am 12. März tufft der Kaiser zur Rekrutenvereidigung in Wilhelmshaben ein. Se M jestät der Kaiser hat am 27. Februar an den Mejor Langer, Führer des am 28 Februar von Hamburg aus. gereisten Transportes„Z 6“, folgendes Telegremm gerichtet: Im heutigen Taze gederke Ich donkbar Meiner braven Truppen in Südwestafrika, wünsche dem morgen ausreisenden Ergänzungstransport glückiiche Fahrt und beauftrage Sie, der Ueberbringer Meines Kaiserlichens Grußes an die vor dem Feinde stehenden Otfiziere und sein. Wilhelm I R Der Kronprinz rahm heute an der Jubelfeter des Pasewaiker Kürassierteil. folgender Foem der Beschädigurg eine Sache steht das Verschulden desjenigen, weicher die tatsächliche Gewalt über die Sachr aus übt, dem Verschulden des Verletzten gleich.“ Dim Entwurf ist eine ausführliche Begründung beigegeben. Danach soll für Automobilschäden künftighin nicht mehr bloß nach den allgemein auf dem Verschuldungsprinzip berrhenden Grundsötzen des Bürgerlichen Gesetzbuches die Haftung aufgestellt werden, sondern sie soll erhedlich verschä ft werden im Interesse der Sicherheit des Verkahrs, und zwar nach dem Vorbilde der Vorschriften des Gesetzes, betreffend die Verbindlichkeit zum Schadenersetz für die beim Betriebe von Esenbahnen. Bergwerken usw. herbeigeführten Tö ungen oder Körperverlitzungen. Die Steuerkommission des Reichstags hat den§ 12 des Erbschaftssteuer gesetzes in gerommen: § 12. Die Erbschaftssteuer betrögt: " I. 4 Prozent. 1. für leibliche Eitern, 2. für voll und halbbürtige Geschwister sowie für Abkönmlinge ersten Grades von Geschwisterr; " I I. 6 P r o z e n t. 1. f ü r G r o ß e t t e r n u n d e n t ferntere Voreitern, 2. für Schwieger= und Stiefeltern, 3. für Schwieger= und Stieskinder, 4. für Abkömmlinge zweiten Grades von Geschwistern, 5. für unehtliche von dem Vater anerkannte Kinder und deren Abkömmlirge, 6. für an Kindesstatt angenommene Kinder und deren Ablömmlinge, soweit sich auf diese die Wirkungen der Arnahme an Kindesstalt erstrecken; III 8 Prozent. 1. für Geschwister der Eltern, 2 für Vutschwägerte im zweiten Grade der Seitenlinie; IV. 10 Prozent in den übrigen Fällen, soweit es sich nicht um einen Erwerb der im§ 14 genannten Art handelt.(Relig'öse, mitetätige, gemeinrützige Suftungen usw.) Ueberst igt der Wert des Erwerbes den Betrag von 20000 Mk., so wurd das 1 1/10 foche der Soldaten zu 150000 M. var L#1ofache, 200000 Mr. Rußland und dem österreichischen Mimur. präsidenten v. Gautsch imponieren liß sondern die unerhörte Kühnheit hatten, ihr Wahlrecht in Einklang zu bringen mit ihren alten Grunbbegriffen von germanischer Ge meindefreiheit und dem Werdegange der hamburgischen Geschichte. Dieser Einsicht nahme haben sich höbstbezeichnenderweise auch sehr weit linksstehende, hamburgische Bürger richt entzogen zum tiefen Kummer freilich des„Vorwärts, und des ihm ge finnungsverwandten„Berliner Tageblatts“. Der Führer der Linken, Hausmakler Rhode, stimmte in der Zurückweisung Bebelscher Aeußerungen und Verungliwpfungen Hamburgs durchaus wit Herrn Dr. Rudolf Mörckeberg überein, und muß sich dafür natürlich von der revolutionären Presse schwere Vorwürfe gefallen lassen. Wenn es für den ernfthaft denkenden Teil der deutschen Linksliberalen noch einer Aufklärung in dieser Fraze bedurft hätte, so wären sicherlich gerae diese Schimpfereien der sozialgemokratischen und einer gewissen freifinnigen Presse hierzu angetan gewesen. Auf dem letzten Parteitage der Freisianigen Vereinigung hat auch der hamburgiche Rechtsanwalt Dr. Goldfeld wegen seiner Verteidigung der Hamburger Wahlreform sehr heftige Angriffe erfahren. Das„Ber liner Tageblatt“ meint tiefb kümmert, gerade weil es sich in Herrn Dr. Goldfeld um einen langjährigen, früher erfolgreichen Vorkämpfer für die liberale Sache handele, werde sein jetziges Wirken für die Wahl rechtsreform„als ein Verstoß gegen die elementarsten Geundsätze der liberalen Partei betrachtet, der ihm nicht verziehen werden kann und seinen Anschluß an den Hamburger Reichssagswahlverein beweist. Von diesem Verein und dessen Tendenzen haben sich die Hamburger entschiedenen Liberalen bisher ängstlich(1 fern gehalten und so wird das auch in Zukunft bleiben.“ San dastian in Spunien begeben. Oberhosprediger D. Diyander ist vom Kaiser anlüßlich des Doppelfestes zum Domherrn von Brandenburg ernannt worden. Heute mittag wurde das Museum für Meereskunde an der Berliner Universttät in Gegenwart des Kaisers feierlich eriffnet Nach den bis jetzt vorliegenden Nach richten aus Sachsen sind die soztaldemokratischen Demonstrationsversaumlungen gegen das Dreiklassenwahlrechts, welche überall aus Anlaß des zehnjährigen Bestehens dieses vielbekämpfte. Wahl'y kems verar staltet wurden, völlig ruhig verlaufen. Es wurden Resolutionen angenammen, nach welchen der Kompf gegen das bestehende Wahlrecht und füe das Rechstagswahlrecht mit ungeschwächter Kraft fortgesetzt warden soll. Die Ansiedlungskommission hat in in diesen Tagen wirderum sünf Güter von Polen und Deutschen angekauft. Der größte Teil der Güter ist bereits besiedelt. Da in letzter Zeit auch im Kreise Witkowo einige polvische Güter erworben wurden, kürfte der Wahlkreis Gnese=Witkowo, der ron den Polen mit knapper Mehrheit behauptet wurde, bei der nächsten Laid'agswahl für diese stark gefährdet sein. In dem dem Reichttaze zugegangenen Gesetzentwurf üher die Haftpflicht für den beim Betriebe von Kraftfahrzeugen entstehenden Schaden lautet der grundlegende 1. „Wied beim Betziebe eines Kraftfohrzeuges ein Mensch getötet oder körperlich verletzt oder eine Sache beschädigt, so ist der Betriebrunternehmer verpflichtet, dem Verletzten den daraus entstehenden Scharen zu ersetzen. Als Kraftfahrzeuze im Sinne dieses Gesetzes gelten Wagen oder Fahrräder, welche durch elementare Triebkraft bewegt werden, ohne an Weggleise gebunden zu sein. Die Ersatzpflicht ist ausgeschlossen, wern der Unfall durch höhere Gewalt oder durch eigenes Verschulden des Verletzten vollzogen worden ist. Im Falle 1sche der im Aksatz 1 bestimmten Sätze erhoben. Uebersteigt er den Betrag von 30000 Mk., so wird das 1 3/10 fache, 50000 Mk. das 1 3/10 fache, 75000 Mk. das 1“10fache, 100000 Mk. das 1 3/10facke, 9 M# das 1°10fache, 200000 Mr. das jache erhoben, und so fort bei jeden ferneren 100000 Mt. mehr ein Jehntelfaches mihr, bei einer Million also das 2 3/10 fache Uebersteig: der Wert des Erwerbes eine der im Absetz 2 bezeichneten Wertgrenzen, so wird der Unterschiedt betrag zwischen dem nach Absatz 2 anzuwendenden höhrren Satze und demjenigen der vorangehenden Wertklasse nur ir soweit erhoben, als er aus der Hälfte dis die Wertgrenze übersteigenden Betrags des Erwerbs gedeckt wirden kann.“ Der Aufstand in SüdwestOberst Dahme bestätigt durch Telegramm aus Romannsdrift vom 3. d. Mis. die Unterwerfung des Cornelius, der sich am 2. März in Heikons, 60 Kilometer südwestlich von Bethanien, mit 75 Männern und 36 Frauen und Kindern gestellt und 54 Gewehre, darunter 47 moderne Hinterlader, abgegeben hat. Wie Oberst Dahme hervorhebt, ist der Erfelg der energischen Verfolgung durch die Abteilung des Hauptmanns Volkmann, sowie der unausgesetzten Hetzjagd zu verbanken, die alle Abteilungen in den letzten Monaten unter schwersten Anstrengungen in dem schluchtenreichen Felegelände veranstaltet haben. Verluste: Reiter Louis Neuhaus, geb. zu Holthausen, an Typhus gestorben. Feldwebel Kail Bolze deim Fahren durch Umkippen des Wagens einen Schädelbruch zugezogen und ist sofort gestorben. Reiter Josef Kosiol, mit einem Kopfschuß tot aufgefunden. Gefreiter Paul Feit durch Hufschlag am Kopf schwer verwundet. Aus dem Auslande. Budapest, 5 März. Baron Banssy hat in einem an Kessuth gerichteten Schreiben seinen Austritt aus der Koalition und aus dem leitenden Komitee erktärt. Pest, 2. März. Baron Desider Baussy richtele heute ein offenes Schreiben an seine Wähler, worin er der Koalition die Einstellung des aussichtslosen Kampfes unter Ausschaltung der Militärfragen empfiehlt, die derzeit nicht lösbar und nur geeignet sei, den Frieden zwischen der Krone und dem Volke zu verhindern. hielefeld. Christiania, 3. März. Die Regierung hat dem Storthing eine Vorlage gemacht, in der 5884000 Krsnen für das Heer und 1739000 Kronen für die Marine zur Deckung der Ausgaben für die vorjährigen außerordentlichen Verstärkungsmaßnahmen gefordert werden. Ferner 1076 000 Kronen zur Deckung der Ausgaben für die Wiederaufstellung der von der neutralen Zone entfernten Geschütze. Bern, 4 März. In der heutigen bernischen Volksabstimmung wurde das von 20000 Bürgern gestellte Begehren um Wahl der Regierung durch das Volk(statt durch den Großen Rat) mit 37 968 gegen 10995 Stimmen angenommen. Zum erstermal wird die Wahl der Regierung durch das Volk im Mai dieses Jahres finden. Petersburg, 5. März. Durch kaiserlichen Ukas wurden die Wahlen zur Reichsduma in 28 Gouvernements des inneren Landes auf den 8 Aptil, für 17 andere Gouvernements im Innern und im Dongebiet auf den 27. Aptil und für zwei andere Gouvernements auf den 2. Mai fest gesetzt. Dem außerordentlichen Kongreß der Semstwos in Moskau ist verboten worden, über Verbesserung der bestehenden Staatsordnung in Rußland Reden zu halten. Solche Wänsche und Vorschläge dürfen nur dem russischen Ministerrat unterbreitet werden. Algeciras, 5. März. Die Konferenz verhandette heute als Komitee. Von russischer Seite wurd: ein Pcojekt entwickelt, das die Uebert ragung der Polizei an Frankreich urd Spanien vorsieht. Sodann wurde die Stzung vertagt, und zwar soll über die Polizeifrage am Donnerstag, über die Bankfrage am Mittwoch weiter beraten werden. Durban, 5. März. Eine englische Truppenabteilung hat den Kraal Häuptlirgs Obizenbe, bei Inpumubo eingeschlossen, den Häuptling ge sangen genommen und, nachdem die Bewohner daraus verjagt, den Kraal durch Artilleriefener zerstört. Japan beabsichtigt die Verstaatlichung der in Privatbesitz befindlichen Eisenbahnen. Die Kosten, die durch die Durchführung des Gesetzentwurfs entstehen, sind auf 40000000 Pfd. St. veranschlagt. Der Minister des Auswärtigen ist vom Amte zurückgetreten, da er bezüglich der vorgeschlagenen Maßnahmen mit dem übrigen Ministerium nicht übereinstimme. Wie„Daily Telegraph“ meldet, ist der Präsident des Geh. Rats Marschall Jamagata aus strategischen Gründen der Hauptförderer der Verstaatlichung der japanischen Esenbahnen. Tokio, 3. März. Der Premierminister Marquis Saionyi übernimmt interimistisch an Stelle des zurückzetretenen Ministers Kato des Portefeuille des Auswärtigen. New=York, 5. März Laut einer„Herald“. Meldung sand in Uruguay ein Gefecht mit Aufständischen statt. Die Regierung trifft Kriegsmaßnahwen. Kolonialpost. (Aufstand in Ostafrika. Gouverneur Graf Götzen tel graphiert aus Dar es Salam: Die allgemeine Lage bessert sich andauernd. Mojor Johannes meldet unter dem 16 Februar aus Songea, daß die Bergländer Uganzwa und Ubena noch unruhig seien. Die dortigen Missionen sind durch acht Kompagnien gesichert. Die Kosonnen Freiherrn v. Wangenheim, Grawert und Nigmann operieren auf Mohenge, das jetzt außer Gefahr ist. Die Abteilung des Sergeanten Pielsch von der Kolonne Nigmann zersprengte am 6. Febr. 700 Rebillen. Die Kolonne Oberleutnant Graf Sydoltstoiff mit 75 Soldaten ging am 23. Februar von Kilwa ab, um Maheuge auch mit Kilwa zu verbinden. Die 13. Kompagnie unterwirft, von Hilfsvölkern unterstützt, Nord-Ungoni. Das Bezirkkamt Langenberg meldet, daß dort die Ruhe ungestört sei. Aus den Parlamenten. Deutscher Reichstag. 5: Sitzung vom 5. März 1906, 1 Uhr. Der Reichstag nahm am Montag zunächst den Entwurf betr. die Ueberleitung von Hypotheken des früheren Rechts in dritter Lisung debattelos an und erledigte dann die Interpellation der Abeg Gothein(sis. Vgg.), Dr. Semmler(nl.), Dr. Müller=Sagan(sis. Bp) und Gen. über die zollamtliche Abfertigung deutscher Ausfuhrgüter an russischen Grenzstationen. Nachdem sich Staatssekretäe Graf Posadowsky bereit erklärtzshatte, die Interpellation ramens des Reichskanzlirs sosort zu beantworten, verwies Abg. Gothein (frs Vag.) auf die Tatsache, daß schon seit Anfang Februar über die Langsamkeit der russischen Zollabfertigung geklogt werde Die Schuld treffe lediglich die russische Regierung, die schon seit sechs Monaten den Verkehr nicht habe bewältigen können. Für bestimmte Güter seien nun die erhöhten Zollsätze des neuen Tarifs zu zahlen und diesen unseren Exporteuren entstehenden Schaden habe die russische Rezierung zu tragen. Staatssek etär Graf Posadowsky erwiderte, der Reichskanzler habe bereits Schritte unternommen, um zu erreichen, daß für alle Güter die bis Mitternacht vom 28. Fedruar zum 1. März die russische Grerz: passiert haben, die Zollsätze des alten Tarifs maßgebend seien und die Mehrbeträge der Zollsätze des neuen Tarifs rückvergütet werden. Der Reichskanzler setzte diese Bemühungen fort und hoffe mit Rußland zu einer Verständigung zu kommen. Nach kurzen Bemerkungen des Abg. Banner (nl.) war die Interpellation erledigt und das Haus begann die zweite Lisung des Postetats. Auf mannigfache Wünsche des Abg. Gröber(Zir.) auf Besserstellung der Postbeamten erwiderte Staatssekretär Kraetke, man solle bedenken, daß es sich um ein Heer von ¼ Million Beamte handele und daß.haltserhöhungen große fisanzielle Tragweite und erhebliche Konsequenzen für andere Beamtenkategorien besitze. Abg. Singer(Soz.) forderte gleiche Arbeitszeit für alle Beamten und Beseitigung der Portofreiheit der Fürsten. Nach einer weiteren Rede des Abg. Kopsch(srs. Vv.) wurde die Weiterberatung auf Dienstag 1 Uhr vertagt. Schluß nach 6 Uhr. Abgeordnetenhaus. 36. Sitzung vom 5. März 1906, 11 Uhr. Das Abgeordnetenhaus nahm am Montag zunächst den Gesitztntwurf über die Erweiterung des Stadtkreises Aachen in erster Lesung an. Die Vorlage wurde zunächst einem Antrage des Abg. Frhr. v. Plettenberg(kons.) an die um 7 Mitglieder verstärkte Gemeindekommission verwiesen. Darauf setzte das Haus die zweite Lesung des Kultuletats fort. Das Kap. Technisches Unterrichts wesen wurde nach längerer Eröcterung bewilligt. Beim Kap Medizinalwesen erkannte in Erwiderung der Ausführungen des Abg. Schmedding(Zentr) Geheimrot Dr. Naumann als eine leider unbestreitbare Tatsache an, daß bei uns die Sterblichkeit der Kinder unter 1 Jahr höher sei als in den meisten enropäischen Staaten. Neuerdings aber habe sich eine erfteuliche Reaktion geltend gemacht. Neben der theoretischen Aufklärung seien mannigsache praktische Maßnahmen, wie Säuglingheime und Kinderasyle getroffen. Mit der Belehrung über die Säuglingspfl ge habe die Provinz vorauszugehen. Auf eine Anfrage des Abg. Heisig(Zentr.) antwortete Mir isterialdirektor Dr Förster, über den Verkehr mit Milch sei der Entwu.f einer neuen Verordnung fertig gestellt und dieser dem Oberpräsidenten zur Begutachtung unterbreitet. Abg. Marx(Zentr) forderte ein heitliche Nahrungsmittelkontrolle für das ganze Reich. Geheimrat Naumann und Abg. Rosener(frs Bp) stimmten dieser Forderung zu. Abg Korfanty (Pole) wollte das Auftreten der Genickstarre in Oberschlisien der dortigen Industrie zur Last legen. Dem traten die Abeg Franken und Dr. Voltz(nl) mit dem Bemirken entzegen, die Genickstarre sei aus Galizien zu uns gekommen. Die Weiterberatung wurde auf abends 8½ Uhr vertagt. Schluß 4 Uhr. Lokales und Provinzielles. Bielefeld, 6. März (Herr Pastor D v. Bodelschwingh) vollendet heute das 75. Lebensjahr. Der treue Gott hat dem alten Herrn bisher die leibliche Rüstigkeit und geistige Frische zum Wirken erhalten. Mit dem Danke dafür verbinden wir die Bitte, daß es uns durch Seine Güte vergönnt sein möze, uns noch recht lange Zeit unsers Bodelschwingh wie bisher dankbaren Herzens freuen zu können. Er lasse Seinen Segen cuhn auf ihm seiner Familie und auf Allem, was Er durch ihn gewirkt hat! (Realgymnasium.) Unter dem Vorsitz des Herrn Direktors Dr. Herwig fand am Sonnabend die Abgangsprüfung am Realgymnasium statt. Herbert Delius wurde von der mündlichen Prüfung dis. penfiert. Es bestanden ferner die Oberprimaner Brinkmann, Colsmann, Hans Kisker, Karl Kisker, Menke und Reipschläger. n(Kaiserfeier des Christlichpatriotischen Männervereins.) Am vergangenen Sonntag Nachmittag veranstaltete der Christlich patriotische Männer= verein Bielefeld eine erhebende Festfeier— der Liebe und Treue Feiertag— zu Ehren unseres Kaiserpaares. Gemeinsame Gesänge wechselten mit Gesangs und Posaunenvorträgen der Chöre und passenden Festdekla mationen in bunter Reihenfolge ab und gaben den äußeren Rahmen zu der Festrede des Herrn Dr. Wessel und einem schwungvoll und packenden Festspiel. Dr. Wessel wies in von patriotischer Begeisterung getragenen formvollendeten Wirten auf die Bedeutung der Feier hin, die unter dem Zeichen des Silberkranzes und der grünenden Myethe stände. Redner rief auf zur gemeinsamen christlich=patriotischen Tat, denn es gelte zu stützen die drei Pfeiler deutscher Größe: Frömmigkeit, Sittlichkeit, Einigkeit. Diese Ideale zu pflegen, sei das Streben der christlich patrionischen Vereine. Denn alle Baterlandstreue und Vaterlandsliebe könne nur ihren Urgrund haben in echter Frömmigkeit und Sittlichkeit dann verdiene allein das deutsche Land den Ehrennawen:„Du Land der Frei'n und Fcommen.“ Dahin zu streben, daß dies Wahrheit würde in der Familie, im Berufsleben, sei der beste Dank, den des deutschen Volkes Söhne und Töchter, Männer und Frauen dem Kaiserpaare im Silberkcanze darbringen könnten. Die begeesternden Ausführungen des Redners weckten bei allen Festteilnehmern freudiges Echo und jubelnd durchbrauste der Gruß der Ravensberger Männer und Frauen den Saal: Dem Kaiser Heil! Gar lieblich war ein der Bedeutung des Tages angepaßtes Fest spiel der Kinder, die in ihren kindlichen Tönen den Weg zum Herzen der Großen fanden. Das von den Damen Geschvister Just und Fräulein Meinert zur Daist llung gebrachte schwungvolle Festspel, in dem Borussia um Oldenburgs Fürstenmaid wirbt, und das anfäggliche Zögern der Oldenburgia befiegt wird durch das Dazwischentreten der Germania, die den Blick auf das gesamte Vaterland richtet, fand allgemeinsten und freudigsten Beifall. Die Darstellerinnen rurden ihrer Aufgabe in schönster und erSonnenfalter. Eine historische Erzählung von M. von Buch. 11 Nachdruck verboten. Man befand sich in der lustigen Karnevalszeit des Jahres 1745 König Friedrich II. von Preußen hatte im Herbst des vergangenen Jahres seinen zweiten gloriosen Krieg gegen Kaiserin Maria Theresia be gonnen. Der Winter hatte jedoch den Feindseligkeiten ein Ende bereitet, und Friedrichs Truppen hatten die Winterquntiere in Schlesien bezogen. Der König aber, seine Brüder und viele Offiziere der Garde waren vom Kriegsschauplatze aus Böhmen nach Berlin zurückgeeilt, um sich nach den Strapazen des Krieges, der sich so glücklich für die preußischen Waffen angelassen hatte, zu erholen und um für die kommende Kampagne, die, wie jedermadn wußte, unvermeidlich war, neue Kräfte zu sammeln. Berlin, der Hof, die Gesellschaft hatten die glücklichen Steger mit Jahel willkommen geheißen und suchten sie auf alle nur uögliche Weise zu feiern. Und Friedrichs heldenmütige Offiziere waten es wohl zufrieden, gefeiert zu werden. Es war, als berauschten sie sich selbst an ihrem jungen Ruhme. Im Sch oße zu Monbijou in dem die Königin Mutter, Sophie Dorothea, residierte, war Maskenball angesagt. Der graue, trübe Januartag neigte sich kaum seinem Ende zu, als es in den Fenstern des Schlosses zu Monbijou h U wurde. Und diese Helligkeit nahm in dem Maße zu, wie die Dämmerung, in die sich die Erde zu hüllen begann, bis, als der Abend völlig hereingebrochen war, sich Monbijou in ein wahres Lichtmeer verwandelt hatte. Die Schloßdienerschaft unter der Leitung der Haushofmeister eilte gehetzt treppab, um die letzten Festvorbereitungen zu triffen. Es war auch Zeit. Auf den Straßen, die zum Schlesse führter, ward es lebendig Die mit Einladung beehrten Gäste, lauter Träger berühmter Namen, erschienen. Alles, was in Potsddam und Berlin bei Hofe vorgestellt war, alles, was reich, vornehm und angesehen war, war geladen. Und was geladen war kam... Vor dem großen Mittesportale hielten Sänften und Portechaisen. Aeltere Damen, unter deren Gewicht die Träzer gestöhnt batten, entstiegen ihnen schwerfällig, nachdem sie sorgsam die kostbaren Brokat= und Atlasgewänder zusammengerafft hatten. Junge Mädchen in knisternden Seidenroben habendster Weise gerecht. Nach einem Schlußwort des Vorsitzenden Herrn Bökenkamp schloß die zahlreich besuchte den großen Volkssaal füllende Festfeier mit dem Gebetswunsch: Vater kröne du mit Segen, unsern König und sein Haus! *(Lesehalle u. Volksbibliothek.) Der Herr Regierungspräsident De. Kruse aus Minden besichtigte gestern in Begleitung des Herrn Ober=Regierungsrat von Wehrs eingehend die Les.halle und Volksdiblio het im alten Rathause und sprachen sich über die Einrichtungen sehr anerkennend aus. Die Bibliothek hat mit dem geringen Bücherbestande von 3027 Bände Auß rordentliches geleistet Im Monat Februar cr. wurden 3601 Bände auszegeben; mehr als 2/3 des Bestandes(höchste Zahl 2124 Bände) befindet sich stets in den Händen der Leser, sodaß es der besonderen Gewandtheit der Bibliothekarin zu danken ist, daß die Leser, passenden Lesestoff erhalten konnten Es wäre dringend erwünscht, daß dem L sehallenverein mehr Interesse entgegengebracht würde, neue Mitglieder sich aufnehmen ließen und Freurde des Vereins durch Zuwendungen vo1 Büchern und Barmitteln die Bestrebungen unterstötzten. Die Zahl der Leser beträgt zirka 700. '(Vollversammlung der Handwerkskammer am 26. Februar.) Der Vorsitzende eröffget die Versammlung und bringt unter Hinweis auf die Feier der silbernen Hochzeit des Kaiserpaares und die Vermählung des Prinzen Eitel ein Hoch auf den Kaiser und König und das Königl. Haus aus. Darauf erstattet Herr.kretär Sackmann den Bericht über die Geschäfte der Kammer seit April v. Is. Die Kammer hal sich darnach an den Handwerkslagen in Köln und Berlin beteiligt und eine Anzahl Vorlagen entweder selbständig oder im Verein mit anderen Kammern gemacht, z. B. Eingabe gegen die Besteuerung der Qtttungen und Frachturkunden, über die Fleischnot und das Fleischerhandwerk, Abänderung der Gewerbeordnung und über Bestellung gewerblicher Sachverständiger. Ferner sind Gatachten über Verhältnisse im Uhrenhandel, im Buchdruckergewerbe, Arbeiterschutz im Baugewerbe usw., sowie eine Eingabe betr. Unterrichtszeit in den gewerblichen Fortbildungsschulen abgegangen und eine Anzahl Streitfälle über Zugehöigkeit von Betrieben zu den Fabriken oder Handwerk zur Entscheitung gebracht. Den Auswüchsen im Sudmissiorswesen ist besondere Beachtung geschenkt, und in mehreren Fällen konnten Unregelmäßigkeiten abgeändert werden. An Lehrlingen wurden eingeschrieben durch Janungen 953, außer Innungen 1220; die Zahl der Geprüften steht noch nicht fest. Die Meisterprufung haben seit 1. April v. Is. 34 Prüflinge abgelegt; 26 find in Vorbereitung. In der Organisation sind gute Fortschritte gemacht; es bestehen z. Zt. 114 Innungen und 24 Vereine für Handwerker. Eine besondere Ausmerksemkeit wird der Organisation der Schmiede gewidtnet, um im Vereine mit den landwirtschaftlichen Vereinigungen eine bessere Pflege der Pferdehufe dem Lande zu erzielen. Eine rege Tätigkeit ist durch Abhaltung von Wanderkursen entfaltet. Außer zahlreichen Buchführungskursen sind 5 Zuschneidekurse für Schneider, 2 Kurse für Holz und Marmormalen und 1 Kursus im Holzbeizen eingerichtet, die bei den Teilnehmern ungeteilte Anerkennung gefunden haben. Darauf wurde der Haushaltsplan für 1906/07 auf 18 500 Mark in Einnatme und Ausgabe festgestellt. sprangen ihren gewichtigen Müttern leichtfüßig nach. Ueber Treppen und Korridore drängte sich die geputzte Menge. Ueberall hörte man Kichern und Flüstern, hörte das leise Klirren der Galanteriedegen und das Ranschen von Fächern...“ Und über dem allen sowwebte ein seiner Daft von Puder und Palfüm, jener zarte Duft, der nur über dem Jahrhundert des Rokoko lagerte und von diesem auszing wie ein ganz eigener Zauber... Zvei Kavaliere, die zu Fuß gekommen waren, und die die langen Mäntel, die ihre kostbären Dominos vor dem Straßenschmutze geschützt im Bestidül ihren Dienern über geben hatten, sprangen die mit rotem Tuche belegten Treppenstufen hinauf. Sie ver folgten mit großer Aufmerksamkeit eine junge Dame, die das kleicsame Kostüm einer Schäferin trug. Es bestand aus einem Unterkleide aus rosa Allas, dar über sih ein Ueberwurf aus kostbaren gelblichen Spten legte, der hier und da mit roten Rosen ge rafft war. Auf dem hochtoupierten, dick mit Pider überstäubtem Haare seiner zier lichen Trägerin schwebte ein Hüichen, das mit einer Brillantagraffe geziert war, und von dem rosa Bänder herabflatterten. In der Hand hielt die Schäferin einen Hirtenstab. „Diable, ist das nicht die schöne Kalkstein?" flüsterte der eine Karalier seinem Gefährten zu. „An der Haltung des Kopfes habe ich sie erkannt,— das ist nicht die Hosdame, das ist die P inzeß—“ war die Antwort. „Die Peinzeß— Torheit,“ sagte der erste und wollte der jungen Dame nach eilen. Und wieder hielt ihn der Freund zurück. „Ich versichere dir, das ist sie,— das ist Prinz ß Amalie als Schäserin! Nach der Demaskierung wirst du einsehen, daß ich recht tat, dich zu warnev. Hast du nicht gesehen, wie es an ihrem Kostüm von Brillanten funkelte? In den Rosen, mit denen das Kleid gerafft war, hingen sie als Tauperlen, sie glitzerten auf dem Hute, und von den Blumen, mit denen der Hirtenstad umwunden war, schoß ihr Glanz in wahren Strahlenbündeln herab. Fällt dir nachträglich nicht die Fülle der kostdaren Steine auf? Ii? Weil ich dich darauf aufmerksam gemach? Bon mon cher! Du wirst einsehen, daß ich recht hatte. Iy bitte dich, wer von hiefigen ju gen Damen, außer Fürstinnen, verfügt über derartige Schätze!“(Forts..) Es wirden von den## träge wie im Vorj: der Einheitssätze, die für jeden Gesellen und für jeden Lehrli: Eine besonders lebha die zu Gewerbeförder Beträge mit über 40 für die Wanderfachkur pathie zum Ausdruck an solchen Kursen a. teilnehmen können, in stehenden Kursen nur wözlich ist. Es wir Wirkung der großen Versammlung beschli der Feier der silbern Paares, eus den E Jahre 5000 Mk. a „Wühelm Auguste V zu stellen. Diese Su zinslich angelegt wer ert ägen sollen unvers selbständige Handwer Ausbildung strebsame werden. U ber da referierten der Sekret Pot Gütersloh. Dikennt an, daß der sammenschluß geeign wirtschaftlich zu er erneut allen Innungden nichtkorporierten dürfnis nach wirtscha eingehend zu prüfen. Auregungen bezl. de sollen auch in Zukun den Gelegenheit vorg Schluß genehmigte die Meisterprüfungsordnu (Der Vorsitzen kammer zu Biel Zivilkabinett des Kai des Dankschreiben erh 1906. Ihre Maje König und die Kaise die freundlichen Gl werkekammer zu Bie höchstihrer silbernen gegengenommen und der eingereichten Adr diesem Anlaß eine stützung unverschuldet zur Ausbildung ur Handwerker begründe höchstdieselben wollen die Stiftung den Nu Viktoria=Stiftung" bei für das freundliche G Der Geheime Kab liche Geheime R (Die Direkt theaters) ersucht u doß in dem am letz lichten Spielplan di angegeben worden if den 9. d. M keine Es findet jedoch ar Passepartout Abonnen führung der melodi Zigeunerbaron“ und haben dazu die bereits ausgegebenen (Stadttbeater.) als 5. Vorstellung im die biblisch=historische Der Autor gibt ein B. mungen und Ereignisse des’ufeis und Jesu. im Drama, auch sird Herodes, Herodias un nicht übel gezichnet; Jobannes der Täufer, zu dürftig behandelt 2 doch mehr als ein Zel setzes wegen ereiferte un wollte da ji auch das mantel gebrauche. S Gezensatz einfach konstr zu kommen. Nicht dur Widerstreit gleichberecht Johannes: der Buhlerin Hoß fällt er zum Op solchen Stoff überhaup landläufizen Sinne. allen Küaßlerinnen u Anerkennung vorab He vorzügliche Regie, sodo die schwere Rolle de führte. Fräusein Win lein Kahlenberg( vortriffliche Leistungen Garrison, der mit Herodes gab. m.(Auflauf) 2 hier, Piggenstraße, h derart betrunken, de trunkenem Zistandei liegend ausgefunden beamter brachte sie m anderer Personen in eigerartige Transpor von ctwa 500 Perso m(Ein beite! bursch:) wurde in genemmen. Eingelie steckbrieflich verfolgte wegen dringenden B ich einem Schluß1 Bökenkamp en großen Volksn Gebetswunsch: , unsern König sbibliothek.) nt De. Kruse in in Bealeitung it von Wehrs Volksbiblio hei achen sich über verkennend aus. geringen Bücherkuß rordentliches uar cr. wurden rehr als 2/8 des 24 Bände) benden der Leser, Gewandtheit der daß die Leser, konnten Es z dem L sehallenneebracht würde, nen ließen und 5 Zuwendungen die Bestrebungen r Leser beträgt g der Handebruar.) Der rsammlung und die Feier der rpaares und die Eitel ein Hoch ind das Königl. st Herr.kretär r die Geschäfte s. Die Kammer erkslagen in Köln ne Anzahl Voroder im Verein icht, z. B. Einder Q tttungen ie Fleischnot und iderung der Gestellung gewerbrner sind Gatm Uhrenhandel, Arbeiterschutz im ie Eingabe betr. verblichen Fortund eine Anzahl it von Betrieben ndwerk zur EntAuswüchsen im ndere Beachtung Fällen konnten irt werden. An schrieben durch ingen 1220; die noch nicht fest. seit 1. April v. t; 26 sind in rganisation sind bestehen z. Zt. reine für Handmerksemkeit wird miede gewidtnet, indwirtschaftlichen flege der Pferdelen. Eine rege ng von Wanderahlreichen Buchschneidekurse für ; und MarmorHolzbeizen einehmern ungeteilte I. Darauf wurde 6/07 auf 18 500 te gabe festgestellt. Schäferin einen die schöne KalkKaralier seinem opfes habe ich sie die Hosdame, das die Antwort. heit,“ sagte der gen Dame nach ihn der Freund s ist sie,— das Schäserin! Nach u einsehen, daß v. Hast du nicht em Kostüm von den Rosen, mit ir, hingen sie als if dem Hute, und en der Hirtenstab Glanz in wahren Fällt dir nachkostdaren Steine arauf aufmerksam Du wirst einsehen, bitte dich, wer außer Fürstinnen, de!“(Forts..) Es wirden von den Gemeinden dieselben Beiträge wie im Vorjihre erhoben(60 Proz. der Einheitssätze, die für jeden Betrieb 1 Mk., für jeden Gesellen und Arbeiter 50 Pfg. und für jeden Lehrling 25 Pfg. betragen.) Eine besonders lebhafte Aussprache führten die zu Gewerbeförderungsz vecke eingestellten Beträge mit über 4000 Mk. herbei, wobei für die Wanderfachkurse eine besondere Sym pathie zum Ausdruck gebracht wurde, weil an solchen Kursen auch selbständige Meister teilnehmen können, was bei den großen feststehenden Kursen nur in geringem Unfange wözlich ist. Es wird aber auch die gute Wirkung der großen Kurse anerkannt. Die Versammlung beschließt dann aus Anlaß der Feier der silbernen Hochzeit des Kaiserpaares, cus den Ersparnissen der letzten Jahre 5000 Mk. als Grundstock zu einer „Wilhelm Auguste Vikloria Stiftung" bereit zu stellen. Diese Summe soll wachsend verzinslich angelegt werden. Aus den Zinsert äzen sollen unverschuldet in Not geratene selbständige Handwerker unterstützt und die Ausbildung strebsamer Handwerker gefördert werden. U ber das Genossenschaftswesen referierten der Sekretär Sackmann und Herr t Gütersloh. Die Vollversammlung erkennt an, daß der genossenschaftliche Zusammenschluß geeignet ist, daß Handwerk wirtschaftlich zu erstarken und empfiehlt erneut allen Innungen und Vereinen, sowie den nichtkorporierten Handwerkern das Bedürfnis nach wirtschaftlichen Genossenschaften eingehend zu prüfen. Die Belehrungen über Auregungen bezl. des Genossenschaftswesens sollen auch in Zukunft bei jeder sich bietenden Gelegenheit vorgenommen werden. Zum Schluß genehmigte die Versammlung noch eine Meisterprüfungsordnung für Wagenbauer. (Der Vorsitzende der Handwerkskammer zu Bielefeld) hat aus dem Zivilkabinett des Kaisers und Königs folgendes Dankschreiben erhalten: Berlin, 3. März 1906. Ihre Majestäten der Kaiser und König und die Kaiserin und Königin haben die freundlichen Glückwünsche der Handwerkekammer zu Bielefeld zur Feier Allerhöchstihrer silbernen Hochzeit huldvollst entgegengenommen und mit Befriedigung aus der eingereichten Adresse ersehen, daß aus diesem Anlaß eine Stiftung zur Unterstützung unverschuldet in Not geralener und zur Ausbildung unbemittelter strebsamer Handwerker begründet worden ist. Allerhöchstdieselben wollen gern genehmigen, daß die Stiftung den Namen„Wilhelm Auguste Viktoria=Stftung" beigelegt werde und lassen für das freundliche Gedenken bestens danken. Der Geheime Kabinetts=Rat, Wirkliche Geheime Rat Lucanus. (Die Direktion des Stadttheaters) ersucht uns darauf hinzuweisen, doß in dem am letzten Sonntag veröffentlichten Spielplan dieser Woche irrtümlich angegeben worden ist, daß am Freitag, den 9. d. M keine Vorstellung stattfindet. Es findet jedoch an diesem Abend— im Passepartout Abonnement— die letzte Aufführung der melodiösen Operette„Der Zigeunerbaron“ von Joh. Strauß statt und haben dazu die für den 16. d. M. bereits ausgegebenen Billets Gültigkeit. (Stadttbeater.) Der Sonnabend brachte als 5. Vorstellung im Sudermann= Ziklus die biblisch=historische Tragödie„Johannes“. Der Autor gibt ein Bild jener gewaltigen Strö mungen und Ereignisse aus der Zeit Johannes des’ufeis und Jesu. Geschichtlich ist ji manches im Drama, auch sird einzelre Personen, z B. Herodes, Herodias und deren Tochter Salome, nicht übel gezichnet; aber die Hauptperson, Johannes der Täufer, ist nach unserer Ansicht zu dürftig behandelt. Dieser große Charakter war doch mehr als ein Zelot, der sich nur des Gesetzes wegen ereiferte und von Liebe nichts wissen wollte da ji auch das Lister die Liebe nls Deck mantel gevrauche. Sudermann hat diesen Gezensatz einfach konstruiert, um zur„Tragödie“ zu kommen. Nicht durch eigene Schuld, nicht im Widerstreit gleichberechtigter Pflchten unterliegt Johannes: der Buhlerinnen(Hetodias und Salome) fällt er zum Opfer.— Wir halten einen solchen Steff überhaup; nicht für bühnenfähig im landläufizen Sinne. Im übrigen zollen wir allen Küaßlerinnen und Kügstlern unsere volle Anerkennung vorab Herrn Meißner für seine vorzüzliche Regie, sodonn Herrn Baumeister, dei die schwere Rolle des Johannes bestens durch führte. Fräulein Winter(Herodias) und Fläu lein Kahlenberg(Salome) boten gleichfalls vortriffliche Leistungen, nicht minder Herr Garrison, der mit sehr starker Realistik den Herodes gab. m.(Auflauf) Die Ehesrau Elise Fr. von hier, Piggenstraße, hatte sich gestern abend derart betrunken, daß sie in finnlos betrunkenem Zistande in der Jöllenbeckerstraße liegerd ausgefunden wurde. Ein Polizeibeamter brachte sie mit Unterstützung zweier anderer Personen in ihre Wohnung. Der eigerartige Transport hatte einen Auflauf von ctwa 500 Personen verursacht. m(Ein bettelnder Handwerksdurschi) wurde in der Breitenstraße fest genemmen. Eingeliefert wurde ferner eine steckbrieflich verfolgte Person und ein Mann wegen dringenden Verdachts eines Sittlichkeitsverbrechens. Ein Arbeiter, der in leicht angetrunkenem Zustande auf der Obernstraß: mutwillig vorübergehende Personen anrempelte. wurde ebenfalls eingeliefert. (Der Knecht Wilh. L) von hier bedrohte gestern abend in der Bismarckstr. orübergehende Personen mit der Peitsche; such hatte er sich derart betrunken, daß er nicht imstande war, sein Fuhrwerk zu leiten. Dem einschreitenden Polizeibeamten widersetzte er sich. Er wurde zur Verhütung weiterer Exzesse eingesperrt. = Ober=Jöllenbeck 5. März(Feuer.) Am Sonutag nachmittag brannte ein Wohnhaus auf dem Obstgut Niedermühlen, dem Pastor Niedermöller gehörig, bis auf den Grund nieder. Der Mieter konnte fast nichts retten, denn die Vorräte, unter anderem für fast 1000 Mk. Speck und Wurst im Rauche häugend, boten bestes Brennmaterial. Die Ursache des Brandes ist nicht bekannt. Der Pächter Walkenhorst mußte in einem Nichbarhause Unterkunft suchen. Aus den Kreisen Minden zuf Lüddett. Minden, 6 März.(Zum Fall Bachstein) berichtet das„Westf. Volksbl.“: Im„Falle Bachstein" hat das Reichsmilitärgericht, wie gemeldet, am Sonnabend zum zweitenmal das freisprechende Urteil des Oberkriegsgerichts in Münster aufgehoben und den Prozeß zur anderweitigen Verhandlung und nochmaligen Prüfung an die Vorinstanz zurückverwiesen. Der Senatspräsident Dr. Herz, welcher das Urteil um 12 Uhr verkündete, kam nach mehr als halbstündigen Auseinandersetzungen zu dem Schluß, daß das Urteil des Oberkriegsgerichts vom 14. November 1905 im wesentlichen unklar und unvollständig und in sich selbst wider spruchsvoll ist. Das Oberkriegsgericht sei unzweifelhaft von nur unzutreffenden rechtlichen Auffassungen ausgegangen. — Da sonst die tatsächlichen Feststellungen den Voraussetzungen des§ 166 entsprechen, war der Senat genötigt, das freisprechende Urteil des Oberkriegsgerichts zum zweitenmal aufzuheben. Minden, 6. März.(Postpersonalien.) Der bei der hiesigen Kaiserlichen OberPostdirektion beschäftigte Herr Oder=Post praktikant Fleischhauer wird vom 1. April ab zum Kaiserlichen Postinspektor ernannt und nach Köln versetzt, um bei der Kaiserlichen Ober Postdirektion daselbst ein Hilfsreferat zu übernehmen. Herr Telegraphengehilfe Eberhard hierselbst hat die Telegraphenassistentenprüfung bestanden und ist darauf zum Telegraphenassistenten ernannt worden. Minden, 6. März.(Konzert.) Im Rosental wird morgen die SchaumburgLippische Hofkapelle das 3. und letzte Konzert des diesjährigen Zyklus veranstalten. Minden, 6. März.(Großfeuer) Gestern nachmittag 3 Uhr brach, wie der Westf.'.“ aus Bielefeld geschrieben wird, in Nordhemmern Großfeuer aus. Zwei Gehöfte sind vollständig niedergebrannt. Drei andere fiagen bei dem starken Süd wind Feuer. Der übrige Teil des Dorfes ist in Gefahr. a- Veltheim, 4. März.(Kriegervereinsfeier.) Am Sonnlag, den 4. März wurde dem hiefigen Kriegerverein das von Sr. Maj stät dem Kaiser verliehene Fahnenband überreicht Zu dieser Feierlichkeit, an der auch die Kriegervereine aus der Nachbarschaft Eisbergen und Möllbergen teilnahmen, hatten sich die Krieger in militätischer Ordnung bei der festlich geschmückten Friederseiche eingefunden. Nachdem Herr Amtmann Coesfeld aus Hausberge nach kurzer, markiger Ansprache dem Veltheimer Keiegervireine den Fahnenschmuck überreicht hatte und ein begeisterndes Hoch auf Se. Majestät den Kaiser ausgek ungen war, richtete Herr Landratsamtsverweser Cornelsen einige te ffinde Worte an die Vereine. Der Vorfitz nde des Kreisfriegerverbandes Mit den schenkte dem Veltheimer Kriegerverein im Namen des Vrlandes zum Fihnenschmuck einen Fahnennagel. Nach Beendigung der Feier rückten die Vereine zum Festlokal Buschmann ab. Vor dem Einrücken in den Festsaal fand ein Parademarsch statt. Demselben schloß sich ein gemütliches Kaffeetrinken an, wobei auch noch manches wohlgemeinte Wort geredet und wanch Hoch ausgebracht wurde Der hiesize Männergesangverein, auch andere Sanges lustige, sowie Musikvorträge, trazen viel zur Gemütlichkeit der schönen Feier bei. Aus dem Kreise Herford, 5. März.(Der Stadtverordneten= Ausschuß) wird für Mittwoch nachmittag 5½ Uhr zu einer Sitzung einberufen. Herford, 5 März.(Auf dem Wochenmarkte) kosteten Montag das Pfund Butter 100—115 Pfg., Eier 60 Pfz, Rosen kohl 15—20 Pfg., Schwarzwurzeln 20 bis 25 Pfg., Wurzeln—5 Pfg., weiße Rüben 3 Pfg., Zwiebeln—8 Pfg., Aepfel 15—30 Pig., Kartoffeln—4 Pfg., roie Beeten —7 Stück 10 Pfg, Weißkohl 10—20 Psg., Wirsing 10—20 Pfg., Rotkohl 15—25 Pfg., 1 Kopf Blumenkohl 25—60 Pfg., Braunkohl—6 Kopf 10 Pfg., Steckrüben 1 Stück —10 Pfg., Sellerie 1 Stück—10 Pfg., spinat 20—25 Pfg., Endivien 10—20 Pfg. Vlotho, 4. März.(Das Hochwasser der Weser) hatte währeno der letzten Nacht mit einem Pegelstande von 3,88 m über Normalpunkt den höchsten Sland erreicht. Seitdem fällt der Strom. Die Schfffahrt ist aber noch nicht wieder eröffhet. Aus den Kreisen Wiedenbrück und Paverdorz. Gütersloh, 5 März.(Wissenschaftlicher Vortrag.) Der durch seine Schrift „Aus dem Leben eines Unbekehrten“ bekannt gewordene Pfarrer Brandt wird am 6 März abends 7 Uhr in der Aula des Gymnasiums den letzten wissenschaftlichen Vortrag dieses Jahres halten über das Thema:„König Saul, eine’yhologische Studie.“(Westf. Ztg.) Gütersloh, 6 Apcil.(Für Leyrerwitwen) ist folgende Zeitungsmeldung von besonderem Interesse: Der Vusitzende des Rheinischen Provinzial=Lehrervereins, Rektor Backes Köln, macht darauf aufmerksam, daß alle Lehrerwitwen, deren Männer vor dem 1 April 1900 gestorben sind, Aussicht auf eine fortlaufende Unterstützung haben, wenn sie ein diesbezügliches Gesuch durch die Kreitschulinspektion an die königl. Regierung unter Hnweis auf die jetzigen Teuerungsverhältnisse einreichen. Es ist dabei anzu geben Vor= und Zuname des Ehemannes, Ort und Keeis der letzten Wirksamkeit, Todesjahr, Dienstalter. In den Kultusetat sind für diesen Zweck 100000 Mk. ein gesetzt worden. Aus dem Reg.=Bez. Muoner und Prestere Münster, 4 März.(General= leutnant v Winterfeld,) der Kom mandeur der 13 Division in Münster, ist am 1. d. M. auf sein Abschiedsgesuch mit Peusion und dem Charakter als General der Kavallerie zur Disposition gestellt worder. Soest, 3. März.(Ein Einbruchsdiebstahl) wurde in der Neukampschen Essigsabrik ausgeführt. Dort waren Einbrecher, nachdem sie eine Türsüllung aus gesägt hatten, in die Geschäftsräume der Faerik eingedrungen, haben dort ein Pust aufgebrochen und etwa 90 Mk. und einige Flaschen Kognak mitgehen heißen. Arch den eisernen Geldschrank haben die Diebe angebohrt. Dieser hat aber den scharfen Werkzeugen den rötigen Widerstand gebotes. Dortmund, 3 März.(Vom Zuge erfaßt.) An dem Esenbabnübergang in Dorstfeld wurde ein mit Geldschränken be ladenes Fuhrwerk vom Eisenbahnzuge erfaßt und der Fuhrmann schwer verletzt. Dortmund, 5 März(Mord.) In dem etwa ¾4 Stunden von hier entfernten Dorfe Eoing wurde der Bergarbeiter Freder, der verdächtig erscheint, seine Ehefrau durch Erdrosseiung getötet zu haben, verhaftet. Die Frau wurde morgens tet vor ihrem Bette gefunden.(Hann..) Aus der Nochberbrosinten and Sist Mühlheim,(R hr) 3. März(Austritt aus der Landeskirche) Im Laufe des virigen Monats erklärten beim Amtsgericht 57 Personen beid rlei Geschlechts den Austritt aus der Landesürche. Krefeld, 5. März(Kaiserbesuch) Nach einer hier eingegangenen antlichen Mitteilung wird der Kaiser am 2. Aptil das Westfälische Husaren Reg meit Nr. 11 persönlich in Krefeld einführen. Dies geht auch aus einem gestern in Dössi=ldorf erlassinen Garsisond f ole hervor. Berlin, 4. März. In den hiesigen Dekaturanstalten ist man großen Veruntreuungen auf die Spur gekommen. Eine Durchsuckung mehrerer Resterhandlungen führte zur Eatbeckug ganzer Warenlager, die beschlagnahmt wurden. Die gestohlenen Stoffe wurden von Arbeitern der Dekaturar stalten an diese Handlungen verkauft. Es wurde festgestellt, daß zwischen den Händlern und den Arbeitern schon seit Jahren ein sehr reger Verkehr kestand. Dortmund, 2. März. In Bölnig sprang im Wahnsiansaufille eine Baynwärter feau mit ihren 4 Wochen und 18 Monate alten Kindern aus dem dritten Stockwerke. Alle drei wurden in beffnungklosem Zustande ins Kranken haus geschafft. Trier, 2 März. Im lugenburzischen Marktfleckn Vienden wu de ein Polizist meuchlings erschossen. Zwei Italiener wurden als Täter verbaftet. Köln, 5. März. Die Schiffahrt ist wegen des Hochwassers nahezu eingestellt. Bei Siegburg ist ein unte srülles Haus eingestürzt. Die Düsseldorfer Rheinweist ist überschw.mmt und der Verladebetrieb eingestellt Kom, 5. März. Blättermeldungen aus Girgenti zufolge ist die Schwefelgrube Quattro bei Grotte am 1. d. M. eingestürzt. Sechs Arbeiter sind dabei in der Geube abgeschlossen worden. Man fürchtet, daß sie umgekommen sind, macht jedoch Annrengungen, sie zu rett u. Fucecchio(Provinz Florenz), 5. März. Heute früh brach in einem Hause, in welchem ein Ball abgehalten wurde, Feuer aus, das rasch um sich geiff. Ausgekommen war das Feuer in dem Stall. der sich unter dem Tanzsaal besand. Der Saal ftürzte bald zusammen, so daß nur winige sich retten konnten. Mann spricht von 16 Toten; mehrere Personen, die sich zu retten versuchten, indem sie aus den Fenstern sprangen, sollen schwer verlatzt sein. Uebersicht der Witterung. Bielefeld, 6. März 1906. Mitgeteilt von Fr. Böckelmann Ww., hier. Niedrigst. Thermometerstand in der Nacht+- 6 CC. Thermometerstand um 10 Uhr vorm.+ 6°C. Barometer 76,1 cm. Wind: Süd West. Himmel: heiter. Berlin, 6. März. Der Studert Robert Stoß, der in Berlin vielen Märchen die Zöpfe abschnitt, wurde gestern vom hiesizen Schöffengericht auf Gruno der Gutachten der medizinischen Sichverständigen freigesprohen, da er für die Taten nicht verantwo-tlich zu machen sei. Düsseldorf, 6. März. Wegen Verbreitung anarchistischer Flugschriften am 21. Januar verurteilte die hiesige Strafkammer den Schlosser Franz Junker zu acht Monaten Gefängnis. Mailand, 6. März. Die Katastrophe von Tavernola wiederholte sich gestern. Der größte Teil des Dorfes darunter eine große Seidenspinnerei, ist in den See versunken. Die Bevölkerung ist rechtzeitig geflüchtet. Nur ein alter Mann ist ertrunken. Petersburg, 6. März. Verdächtige Persönlichkeiten, die unter dem Militär revolutionäre Ideen verbreitet haben, sind in den letzten Tagen ausgewiesen worden.— Aus Wladiwostok wird gemeldet, daß die Japaner dortselbst Magazine eröffnen. In dem von ihnen besetzten Teil Sachalins geht die Kolonisierung rüstig vorwärts. Auf der Rhede von Wladiwostok kommen täglich durchschnittlich 40 Schiffe an. Es herrscht eine noch nie dagewesene Rührigkeit. Algeciras, 6. März. Bei der Besprechung der Polizeifrage in der gestrigen Komitcesitzung entwickelte der 2. russische Delegierte Bacharach die Ansicht, daß die Polizei nach Lage der Dinge nur von Frank reich und Spanien organisiert werden könne. Dieser Ansicht traten auch bei die Vertreter von Frankreich, England, Spanien und Portugal. Radowitz erklärte, alle Vorschläge in Erwägung zu ziehen, die mit den Grundprinzipien der Konferenz vereinbar seien. „Ein rechter kleiner Wildfang“ ist das drei Jahre alte Töchterchen von F au E. Drevin, die der Keinen diese Lezeichnung, die unwillkürlich an blübende Gesundhrit und Uebermut erinnert, sellst zugelegt hat. Hamburg, Pepenstr. 121, den 2. Februar 1905. Ihr ausgezeichnetes Präparat Scotts Emulsion hat meinim jtzt dreijährigen Töchterchen Martha vorzügliche Dienste geleistt. Die Kleine, die während der ersten sechs Monate ein recht kräftiges Kind war, erkrarke an Keuchhusten, an den sich Lungen=Katerih anschloß. Als sie nach langen bargen Tagen endlich davon befreit wurde, war sie so matt und schwach und sah so blaß und bleich aus, daß es jdermann auffiel Nachdem ich verschiedene andere Mittel ohne Erfolg gebraucht hatte, versuchte ich es mit Ihrer Emulsior. In sehr kurzer Zeit fing denn auch unser Töchterchen an sich zu kräftigen urd hat bei regelmäßigem Gebrauch ständig zugenommen; ein Ansatz zu Englischer Krankheit hit sich gä zlch gehober: Jitzt ist das Knd ein rechter kleiner Wildfang geworden, munter und rotbackig und dabei ungemein groß und kräftig entw ckelt, so daß man sie allgimein für 4 Jahre hält. Se nahm das Präparot so gern, daß sie am liebsten immer die doppelte Por tion davon haben wollte und entw ckelie jedesmal nach dem Einn hme einen großartigen Oppttit. Hochachtungsooll(gez) Frau E Drevin. Scats Emu sion ist vorzüglich dazu geeignet, die klei# en Wisen zu kräftigen, neues Frisch und Muskein zu bilven und die Etwckung g sunde: keäftiger Knochen zu defö dern. Aur Scitts Enu sion wick auch neuen Axpetit und wenn di Keinen einmal wi der gesunden Hunger bez ug n dann ist (s nit Köprsaware bald zu EndScotts Emulsion wird von uns ausschließlich im großer verkauft, und zwa nie lose nach Gewicht oder Maß, sondenz nur in versiegelten Originalflaschen in Karton mit unterSchutzmarke(Fischer mit großem Dorsch auf dem Rücken. Scott& Bowne, G. m. b.., Frankfurt a. M. Bestandteile Feinster Medizinal=Bevertran 130,0, peime Glycerin 50,0, unterphosphorigsaurer Kalk 4,3, unterp####s phorigsaures Natron.0, pulv. Tragant 3,0, feinster aund Gummi pulv..0, destill. Wasser 123,0, Alkodol 11.8. Jtue aromatische Emulsion mit Zimt=, Mandel= und Gaulid Oel je 9 Tropien Dieustag, den 6. März 1906, Frühlingsluft. Operette in 3 Akten nach Motiven des Jos. Strauß, zusammengestellt von E. Reiterer. Anfang 7½ Uhr. Mittwoch, den 7. März 1906. Benefiz für Herrn Karl Blöcker, Der Obersteiger. Operette in 3 Akten von E. Zeller. Freitag, den 9. März 1906: (Im Passe=partout=Abonnement.) Zum letzten Male: Der Zigennerbaron. Für diese Vorstellung gelten die den Passepartout=Abonnenten gelieferten Billetts mit dem Datum der 16. März, an welchem Tage keine Vorstellung stattfindet. Iv. Mönner= v. ZngiingrVerein St. Tohannis. Sonntag, den 11. März cr., abends 8½ Uhr: Aufnahme neuer Mitglieder. Gemütliches Zeisammensein Hierzu ladet herzlich ein Der Vorstand. Jugend= u. Knaben=Abteilung. nachm. 3½—6½ Uhr: Freie Unterhaltung und Spiele. von Herrn Mehner über: Erlebnisse in der Fremden legion. Gemeinsame Andacht. Jedermann herzl. willkommen. Der Ordner Christlich=patriotischer Männer=Verein Bielefeld. Dienstag, den 6. März, abends 8½ Uhr: Der Vorstand. MI StadtSparkusss Kutferin=Auguste Icklerm=Schulk: Bielefeld. Garantieverband: Stadtkreis Bielefeld. Die Einlagen sind als mündelsicher anerkannt. Hypotheken-Ausleihungen. Die Anmeldungen neuer Schülerinnen werden schon jetzt im Schulgebäude entgegengenommen, und zwar: 1. für die höhere Mädchenschule: in der Zeit vom.—14. März täglich vorm. 11—12 Uhr, 2. für das Lehrerinnen=Seminar: Mittwoch, den 14. März vorm. 11—12 Uhr, 3. für die Seminarschule: Mittwoch, den 7. März nachm.—4 Uhr, können ca. 15 Kinder für die unterste Klasse angenommen werden; das Schulgeld in der Seminarschule beträgt für die neu Eintretenden in den 3 unteren Altersstufen 30 Mk., in den übrigen Altersstufen 40 Mk. Alle angemeldeten Schülerrinnen sind persönlich vorzustellen; Schulzeugnisse, Impf= und Taufscheine sind vorzulegen. Spareinlagen Panluskirche. Mittwoch, den 7. März 1906, abends 8 Uhr: Passions-Gottesdienst mit Abendmahlsfeier. Sup. Simon. und Lehrerinnen=Seminar. Der Unterricht im neuen Schuljahr beginnt den 25. vormittags um 9 Uhr. Anmeldungen werden bis zum 15. März, täglich zwischen 11 und 1 Uhr mittags, entgegengenommen. Frieda Langelütke, Schulvorsteherin. Martinikirche. Höchsten Wohlgeschmack erhalten Kuchen, Milchspeisen, Puddings, Schokolade durch Mittwoch, den 7. März 1906, abends ½9 Uhr: Passions-Gottesdienst im Vereinshaus(Gütersloherstr.) Postor Usener. Reformierte Gemeinde. Mittwoch, den 7. März 1906, abends 8¼ Uhr: Passions-Gottesdienst Pastor Vorster. Dr. Oetker’s werden entgegen genommen: . hastslokdl: neues Rathaus, im Erdgeschoß— Eingang durch den Torbogen zum Rathaus, 3. Tür links, An den Wochentagen von 8½—1 Uhr mittags, „„„—6 Uhr nachmittags. An den Sonntagen von 11½—12½ Uhr mittags. Außerdem jederzeit bei den I. Bürgerweg 32 durch Herrn Avoth.=Besitzer Dr. Ißleib. II. Herforderstr. 82 durch Herrn Apoth.=Bes. L. Müller. Die Verzinsung der Spareinlagen, die am 1. Kassentage eines Monats eingezahlt werden, beginnt mit dem 1. des Einlegemonats. Die Verwaltung der Stadtsparkasse. Toerner. (e Fahrräder, von d. 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