dter Kirche. den 2. März 1906, zends 6 Uhr d Feier des heiligen lbendmahls. or Trautermann. erlehne gibt reeller achmeler, str. 69. Rückporto. ode Minden z. nach n. 3 Uhr im inde(Deutsch=Südwestsion mit besonderer von Land und Volk“. werden zu dieser VerSuperintendent. s Bielefeld. delsicher ngen. # en: Kathaus, durch den Tür links, Uhr mittags, nachmittags. Uhr mittags. n deg 32 durch Herrn r Dr. Ißleib. derstr. 82 durch =Bes. L. Müller. die am 1. Kassenbeginnt mit dem arkasse. iblen. Bielefeld Re. jjeder Art. ecke, Gehrenberg 2. ff's Malzkaffee, n wir wundern Bielefeld. Bierickjährlich Geschäftsstelle n. an allen Postanstalten 1., bei täglicher Zu###ung in Bielefeld .00., durch Briesträger 1,42 M. Postzeitungsliste Nr. 5381. Sonnabend, 3. März 1906 30. Jahrgang Anzeigengebühr für die einspaltige Petitzeile oder deren Raum 12 Pf., für auswärts 15 Pf., Reklamen 25 Pf. Erscheint sechsmal wöchentlich Geschäftsstelle Ritterstr. 43. Fernsprecher Nr. 15. Blatt. 3. März: Kaiser Kor stantin der Große ordnet die allgemeine Feier des Sonntags an, 321.— E Chr. v Kleist, Dicher, geb. 1715 — Friedensschluß zu St. Stefano zwischen Rußland und der Türkei, 1878.— Friede zu Bukarest, zwischen Bulgarien und und Serbien, 1886— Moritz v Blancken: burg Zimmershausen, kor servativer Politiker, gest. 1888.— Kaiser Nikolaus kündigt eine Verfasseng an, 1905. 4. März: Die Versassung der Vereinigten Staaten von Nordamerika tritt in Kraft, Amtsant itt des Präsidenten, 1789.— Begründung der britischen und ausländischen Bibel gesellschaft, 1804.— Oründung einer Marine=Akademie in Kiel, 1872.— Friedrich Ahlfeld, Pasor in Leipztg, gest. .c. Ein Loblied auf den Reichstag. Recht seltsam nimmt es sich gerade heutzutage aus, daß die Köln. Bolkeztg.“ dem Reichstage ein schier begeistertes Loblied ftagt. Es ist, als empfinde das leitende Organ der im Reichstage ausschlag= und richtunggebenden Z utrumepartei den Druck eines nicht ganz guten Gewissens und fühle sich gedrungen, im eigenen Parteiinteresse rosig zu schildern, was bisher allenthalben als„gräulich grau“ angesehen worden ist. Den Anlaß zu dem merkwürdigen Lobliede hat das rheinische Zentrumsorgan der überraschenden Tatsache entnommen, daß der Reichétag vor kurzem zwei Tage lang (bei der Beratung des Handelsprovisoriums mit der Uzion) beschlußfähig gewesen ist. Die„Köln. Volkszig.“ behauptet nun, es sei aus Anlaß des erwähnten Beratungsstaffs nur eine kleine Anzahl Abgeordneter mehr anwesend gewesen als sonst, und fährt dann fort: „Es kann gegenüber den oft tendenziös gefarbten Bemerkungen über den schlechten Besuch des Reichstages nicht oft genug darauf bingewiesen werden, daß der Besuch des Richstages und der Eifer seiner Abgeordneten nicht bemessen werden darf nach der Zahl derjenigen, welche zu Beginn der Sitzung oder während langer Reden anwesend sind. Die jüngst erledigte Etatsposition detr. das Gehalt des Staatssekretärs des Reichsamtes des Innern hat nicht weniger wie acht Stzungen in Anspruch genommen. Während all dieser Zeit kam eine Abstimmung nicht vor. Wie kann man nun erwarten, daß während dieser ganzen Zeit auch nur die sämlichen im Reichstage anwesenden Abzeordneten im Plenumssitzungssaale anwesind seien! Der gewöhnliche Lebenslauf der regelmäßig arbeitenden Abgeordneten spielt sich folgender. maßen ab: von morgens 10 Uhr ist Kommissionssitzung, bis die Glocke zur Plenarsitzung ruft; dann ist von 1 bis 6 Uhr eder noch später P. narsitzung, und von 8 Uhr ab Fraktionssitzung. Will also der Abgeordete eiwi issen oder hat er sonst etwas Wichtiges zu besorgen, so bleikt ihm nichts anderes übrig, als während der Plenarsitzung eine Zeit wahrzunehmen, wo er sich solchen Notwendigkeiten widmen kann. Dazu kommt aber doch auch, daß kein Abgeordneter imstande ist, in den Kommissions und Feaktionssitzungen mitzuarbeiten, wenn er nicht Zeit hat zum Studeren und zu eingehender Vorbereitung. Auch das kann nur geschehen während der Plenarsitzungen, wenn Abstim mangen nicht zu gewärtigen fird. Regelmäß g fiadet man denn auch in der Bibliothek, in den Fraktionszimmern in den zahlreichen Arbeits zimmern Abgeordnete, welche fleißig am Arbeiten sind. So kommt es, daß während der Plenarsitzungen der Saal oft recht wenig gefüllt aussicht. Aber das kann garricht arders sein. In anderen Parlamenten ist es auch nicht anders. Nuc rflegt man bei anderen Parlamenten diese Tusacke fnicht immer besonders hervorzuheben. Bei uns liegt eine gewisse Tendenz bestimmter Partei richtungen darin, diese Konstatierung immer zu wiederbolen, und merkwürdigerweise läßt sich das Publiüm. ohne diese Tendenz zu verken, nur zu leicht dadurch erreführen. Jeder, der nach Berlin kommt, hält sich für berechtigt, den Reichstag zu tadeln, wenn der Sitzungssaal nicht aussieht wie ein mit röwischen Senaloren gefüllter Saal zur Zeit der Schlacht an der Allia, da noch niemand lesen und schreiben konnte und Parlaments akten nicht existierten. Ebenso verwundert ist er aber auch, wenn der Abgeordnete, sobald er selbst einen Wunsch hat, nicht sosort bereit ist, tagelang durch alle möglichen Ministerien zu laufen, um seinen Wunsch zu erfüllen. Beides läßt sich nun einmal nicht recht vereinigen. Die dem Reichslage zugemutete Leistung ist eben so groß, daß sie nur bewältigt werden kann, wenn auch diejenigen Siunden zurate gezogen werden, während welcher der einzelne Abgeordnete im Stzungesaal entbehrlich ist. In keinem Palament der Welt wird so viel und so scharf gearheitet wie im Deutschen Reichstag. Wer's nicht glaubt, der beobachte nur einmal, wie in Frank reich große soziale Gesetze vorankommen, im Vergleich damit, wie sie vom Deutschen Reichstag gefördert worden sind. Vom englischen Parlament erst garricht zu reden. Dem Engländer ist der Parlamentaris mus mehr oder weniger ein Sport, dem Franzosen leider vielfach ein Geschäft, dem Deutschen regelmäßig ein Amt, das er mi: Ernst und Eifer wahrnimmt. Es ist darum eine Gesomeck ofigkeit, den Reichslagsabgcord eten und dem Reichstag selber einen Strick zu drehen, weil nicht fort während mindestens 200 Abgeordnete im Plenarsitzungssoale anwesend sind... So die„Köln. Volkeztg.“, die sich noch bitter darüber beklagt, daß man das Anschen des Rlichstages besonders stark beradsetze. seit das Zentrum darin„eine eit fl ßreiche Stillung gewonnen“ habe, und mit der Mahnung schließt, man dür fe von der Volksvertretung bei einer solchen Geschäftslast nicht verlangen, was einfach nicht möglich sei. Jedenfalls mutet die vorliegende Darstillung eigentümlich an. Wenn der Reichetag nur die ihm übertragenen Aufgaben sachlich und fleißig erledigen wollte, so wäre die Last wahrlich nicht so greß Man sieht ja im preußischen Abgeordnetenhause, wie bei allseitig gutem Willen gearbeitet werden kann. Mit der Frage jedoch, wie viel Unrützes im Reichstage interpelliert, beantragt, debattiert und geschwätzt wird, brauchen wir uns nicht erst aufzuhalten. Darrüber ist in der Peass: aller Parteien genügend Zeugnis abgelegt worden. Nur eine Frage wellen wir an die„Kölr. Volkaztg.“richten: Weshalb fordert sie denn unablässig Diäten für den Reichstag, wenn die Zustände so günstig sind, wie sie sie darstellt und wenn die Abzeordneten ihre parlamentartschen Haupigeschäfte außer halb des Sitzungssaales abmachen müssen? Nachrichten. Aus dem Deutschen Reiche. Berlin, 2. März Im„Reichsanzeiger" wird ein Dankerlaß des Kaisers und der Kaiserin veröffentlicht. Es heißt darin:„Wir haben es als eine besondere Gabe Gottes emz fanden, daß(s Uns am Tage Unseres Ehejabiläums vergönnt war, wiederum einen Sohn an den Traualtar zu geleiten und Unserem Familienkreise eine liebe Tochter zuzuführen. Wenn aber etwas geeignet war, Unsere Festesfreude noch zu erhöhen, so waren es die überaus zahlreichen und mannigsachen Beweise liebevoller Anhäng lichkeit, die uns aus allen Kreisen des ingeren und weiteren Vaterlandes in Form von Adressen, Zuschriften, Telegrammen, Widmungen und Sperdungen zugingen. Auch die Deutschen im Auslande haben es sich nicht nehmen lassen, mit der Heimat darin zu welteifern, Uaseren Ehrentag festlich zu begehen und Uns durch freundliche Glück wür sche zu erfteuen. Millionen von teeuen Menschen, alten und jungen, in Palist und Hütte, Stadt und Lund haben Unser in diesen Tagen gedachl und Uns zu innigstem Darke verpflichtet. Aber damit nicht genug — in wahrhaft hochberziger. Unsere Erwartungen weit übertr ffender Weise sind aus diesem Anlaß von Provinzen, Kreisen, Gemeinden, Vereinen und Korperationen wie von begüterten Privatpersonen wohltätige und gemeignützige Stiftungen errrichtet worden, durch welche Unser Festtag auch zu einem Segenstage für die von Krankheit und Not bedrückten Lindeskinder geworden ist. Gott der Herr lasse alle diese Werke barmherziger Nächstenliebe nohl gelingen zu Nutz und Frommen der Menschheit urd als Wahrzeichen des innigen und festen Bandes, welches das Deutsche Volk und sein Kaiserhaus um schlingt. Mözen Alle, welche Uns in so erbebender Weise beglick: und durch treues Gedenken erfreut haben, Unseres ucimsten und herzlichsten Dar kes versichert sein, den jedem Einzelnen zum Ausdrrck zu bringen leider nicht nö,lich ist.“ De Nachricht von einer bevorstehenden Zusammenkunft des Kaisers mit dem König Eduard bedarf jedensalls noch der B stätigung. Wie die„B. N. N“ meinen, wird die Zusammenkunft Kaiser Wilhelms mit König Eduard nicht stattfinden, so lange die Marokkokonferenz tagt. Vermutlich würde die Begegnung Ende April in Griechenland bei den oympischen Spielen erfolgen. Ueber die dies jährige Mittelmeerfahrt des Kaisers wird dem„Hann..“ aus Cuxhaven noch folgendes gemeldet: Die gesamte Besatzung der„Hohen zollern“ geht an Bord der„Hamburg" über, von deren Bemannung nur der Kapitän und der erste Ingenieur an Bord verbleiben. Die Abfahrt ist für den 21. April vorgesehen und erfolgt wieder wie im vorigen Jahre von dem Anlegeplatze„Niue Liebe“ in Cexhaven aus. Damals erfolgte die Ausreise mit der ständigen Besatzung der „Hambura“, da der Kaiser den Dawpfer nur bis Napel benutzte und dann für die weitere Mittelmeerfahrt dort auf die„Hohenzollern“ überging. Der Dampfer„Hamburg" ist 1889 auf der Bulkanwerft in Stettin gebaut, hat eine Länge von 152,17 Meter, eine Breite von 1834 Meter und einen Tiefgang von 10 57 Meter. Da unser Kaiserpaar den Warsch ausgesprochen hatte, von persönlichen Ge scherken zur silbernen Hochzeit ab zusehen, hat sich in der deutschen Bevölkerung das Berlangen, die Anteilnahme an der herrlichen Feier durch Errichtung von ge meinnützigen Stiftungen zu erkennen zu geben, mächtig geregt. Wenn in einigen Zeitungen schon itzt eine Art von„Ueber schlag", über die Stiflungen zur silbernen Hochzeit des Kaiserpaares gemacht wird, so ist das jedenfalls verfrüht. Bs jtzt läßt sich auch noch nicht annähernd berechnen, welche Summen zu dem erwähnten Zwecke von den Deutschen auf gebracht worden sind. Das geh: schon daraus hervor, daß in den Zeitungen die Angaben zwischen 2½ und 9 Millionen, welche den Gesammtbeirag der Stiftungen ausmachen sollen, schwanken. Das eine jedoch kann man als feststehend ansehen, daß unseres Kaiserpaates hochherzige Ab lehnung persönlicher Angebirde den Anlaß gegeben hat, für die Wohlfahrt der breiten deutschen Volkmissn Aufwendungen zu machen, die weithin Segen ombreiten und das schönste, dauerndste Der kmal für das vielgeliebte, im Silderkranze prangende Herrscherpaar darstellen werden. Prinz August Wilhelm, der vierte Sohn des Kaiserpaares, der zurheit beim 1. Garde Regiment z. F. Dienst tut, wird im Oktober d. Is. nach Bonn übersiedeln, un die dortige Universität zu besuchen. Er soll für den Staatsverwaltungsdienst vorbereitet werden und wird deshalb länger als seine älteren Brüder, der Kronprirz und Prinz Sitel Friedrich, den juristischen und staatswissenschaftlichen Studie obliegen und event. auch später seine Studien an einer anderen Uaiversität vollenden. Das Herrenhaus wird vom 8. März ab einige Pienarsitzungen abhalten. Für die auf nächsten Donnerstag angesetzte Beratung finden sich folgende Gegenstände auf der Tagesordnung: Lotteri#vertrag mit Olderburg, Novelle des Gesetzes betreffend die Gewährung von Wohnungsg ldzuschüssen, Entwurf zu einem Kreis= und ProvinzialAbgaben Gesetze. Diese drei Vorlagen sind im Abgeordnetenhause bereits durchberaten. Hierzu kommen noch der zuerst dem Herrenhause zugegangene Vertrag wegen Regelung der Wasserat flußverhältnisse an der preußischniederländischen Grenze und zwei Petitionen. Die Großherzrgin von Baden besuchte gestern nachmittag den Reichskanzler und die Fürstin von Bülow. Abends stattete die Großherzogin dem KöniginAugusta Garde Grenadier Regiment, dessen Chef sie ist, einen Besuch ab. In der Budgetkommission des Reichstags erklärte der Erbprinz zu Hohenlohe: Der Vorschlag des Gouverneurs, die Strafen von hier aus berabzusetzen und das Urteil mit dieser Maßzabe zu bestätigen, erschien nicht annehmbar, da das vorliegende Material nicht ausreichend ist. Der O ffeatlichkeit gegenüber ever tuell eine unrichtige Entscheidung zu ändern, mußten die Folgen einer Umstoßung eines Urtei:s als das keinere Uebel erscheinen. Das Urteil selbst war wegen der Höhe der Strafen und aus juristischen Gründen nicht haltbar. Die Freilassang der zu brei Monaten Gefängnis Verurteilten konnte nach Aufhebung des Urteils in Uebereinstimmung mit dim Vorschlage des Gouverneurs unbedenklich erfolgen. Dagegen war die Belassung der fünf zu längeren Freiheitsstrafen verurteilten Häuptlinge in der Haft unbedingt ersorderlich, um zu verhüten, daß sie einer nochmaligen richterlichen Untersuchung sich durch die Flucht entzögen. Was nun die Beurteilung der Beschwerden selbst vom Standpunkte der Verwaltung anlangt, so bin ich zurzeit nicht in der Laze, zu den Beschwerden endgültige Stellung nehmen zu können. Das kann nur an Oit und Stelle geschehen. Das Zentrum hat in seiner gestrigen Fraktionssitzung des Reichskolonialamt abgelehnt. Die sozialdemokratische Fraktion hat im Reichstage einen Gesetzentwurf zum Schutze der Heimarbeiter als Jnitativ= antrag eingebracht. Darmstadt, 2. März. In der zweiten Kammer erklärte Ministertalp äsident Braun bezüglich des Hochschullo#flikts, daß eine .ysottierung der konfe ssionellen Verdindungen unvereinbar mit der alademischen Freiheit sei.(Hann..) Der Aufstand in SüdwestAfrika. Aus der gestern mitgeteilten englischen Nachricht, die aus deutschseindlicher Quelle stammt, geht jedenfalls als sicher hervor, daß sich Morenga nur unter schweren Opfern aus der deutschen Umzingelung defreten konnte. Man wird heffintlich von amtlicher Seite bald näheres über diesen bemerkenswerten Vorgang höten. Verluste: An Typhus sind gestorben: Gefreiter Georg Heinemann, Militärkrank=nwärter Johann Roß, Reiter Robert Schmidt, Reiter Adam Göbel und Reiter Georg Stier. Reiter Karl Gerold, von dem gemeldet worden war, daß er am 7. Februar 1906 im Patouillen= gefeckt bei Eendoorn verwundet worden sei, wird jetzt als vermißt gemeldet. Nächste Postverbindung nach Swakopmund und Lüderitzbucht nach Abgang des englischen Dampfers über Kapstadt: 1. für Briefsendungen und für Pikete mit Exteadampfer„Luise" ab Himburg am 5 Mäcz nachmittags, in Swakop mund etwa om 4 April. Schluß in Hamburg am 5 März für Briese 5 Uhr nachmittags, für Prkete 3 Uhr nachmittags; 2 für Beiefsendungen mit englischem Dampfer über Kapstadt, ab Soutbampion am 10 Mäz, in Kapstadt am 27 März, von da weiter mit nächster Gelegenheit. Litzte Be förderung am 9. März ab Köln 6 Uhr 1 Minuie nachmittags, ab Oberhausen 7 Uhr 54 Minuten nachmittags. Die nächsten Posten aus Soakopmund, Abganz am 11. und 13. Frbruar, sind zu erwarten am 4. und 11. März. dem Auslande. Budapest 1. März Die Munizipien des Hajdner Komitats haben in einer heute abgehaltenen Versammlung unter Abänderung eines früheren Beschlusses sich dahin aus. gesprochen, daß sie die freiwillig gezahlten Steuern annehmen und bei der freiwilligen Stellung zum Militärdienst mitwirken. Auch mehrere andere Komitate haben ihre bis herige Resistenz aufgegeben. Paris. 2. März. In den Departements Hante Loire, Lozére und Aréche ist die Auftegung der Bevölkerurg außerordentlich. Die Kirchen sind festungsartig verbarrikadiert. Kirchtüren sollen erforderlichenfalls mit Dynamit gesprengt wechen Rußland. In Fiannland verhaftete die Polizei noch zwei Teilnehmer an dem Raube in der russischen Staatsbank in Hüfi gfors im Augenblick ihres Eintriffeus mit dem Zage. Während des Verhöts entsprangen die Verhasteten, wobei sie mit Revolverschüssen 3 Schutzleute töteten und 9 Personen verwundeten.— In dem zesse gegen den ehemaligen Leutnant Schmidt beantragte der Staatsanwalt die Todesstrafe gegen Schwidt, den Sub offizier Tschasnik und acht Marresen. Madrid 1. März. In dem heute unter Vorsitz.s Königs abgehaltenen Ministerrate sprach der Ministerpräsisent Moret von den Schwieriskeiten, die sich auf der Konferenz in Algeciras aus Anlaß der Bank und der Polizeifrage erhoben hätten, und sprach die Zuversicht aus, daß Deutsch'and und Fronkreich vermöge wechselseitiger Zugeständnisse zu einem Einvernehmen kommen würden. Aus dem Umsturzlager. (Noch ein Hofgänger.) Der sozialdemokratische Abgeordnete Dreesback hat kürz'ich seinen Gratulationsbesuch im Karlsruher Schlosse gemacht. Er hat es, wie vorauszusehen war, dadurch grün lich mit den Gebietigern des Vorwärts“ verschüttet. Ihm wird im heutigen Vorwärte“ pulespolnischer Takt und Paetei disziplin abgesp ochen. Herr Dreesbach hätte doch wohl kunm die gesell chaftlichen und persönlichen Beziehungen zum Zährirger Hause, die einen solchen Besuch zur Pflcht machten. Es sei also ein Huldigungsbesuch gewesen und, so resümiert sich das Zentral orgas:„Wir glauben kaum auf Widerspruch zu stoßen, wenn wir betonen, daß er als Repräsentant der Partei deren Peinzipien und Reputation seinen persönlichen Gefühlen voranzustellen hat.“ Garten= und Landwirtschaft. (Futterbau und Viehzucht.) Mit Recht wird der Viehzucht und infolgedessen auch dem Futterbau jetzt öberall mehr Bedeutung beigelegt. Das werlvollste Futter ist unbedingt der Klee. Derselbe kann aber bekanntlich nur bei reichen Mingen von Kalk und Phosphorsäure gedeihen. Au beiden Stoffen, besonders aber an Phosphorsäure, sind alle unsere Böden, und ist auch der Stallmist sehr arm. Für Sommergetreide, in welches Klee eingesäet werden sell, muß daher jetzt überall ba, wo es noch nicht geschehen ist, kräftig mit Thomasmehl gedüngt werden; Kleemüdigkeit verschwindet dadurch vollständig. den Parlamenten Deutscher Reichstag. 65 Sitzung vom 2. März 1906, 1 Uhr Der Reichstag nahm am Freitag zunächst den Entwurf über die Ueberleitung von Hypotheken des früheren Richts nach kurzen Bemerkungen der Abgg. Dr. Porzig(kons.) und Lukas(nl.) in erster und zweiter Lesung an und sitzte dann die zweite Lesung des Justizetats fort. Aog. Roeten(Ztr.) wondte sich gegen die Dennerktag Rede des Abg. Heine und stellte fest, daß er neulich nicht eine neue lex Heirze, sondern die Bekämpfung des Schmutzes auf Grund der bestehenden Gesetzgebung verlangt habe. Im Interisse des Arsehens der deutschen Sitte sei zu bedauern, daß der Simplizissimus hier das geist reichste Blatt genannt worden sei. Abg. Dr. Wallau(nl.) trat für Gewährung von Diälen an Schöffen und Geschworene ein, sowie für Schaffung von Gerichten für jugendliche Verbrecher. Staattsekretär Dr. Nieberding erwiderte, auch die Frage der Jugendgerichte müsse bis zur gioßen Strafprozeßreform verschoben werden. Asg Böckler(Dtsch. Risormp.) wandte sich mit schweren Anguiffen gegen die Staatsanwälte Wegen der Aeußerung„winn es sich nicht um einen Antisemiten, sondern nur um einen reichen Juden gehandelt bätte, würde der Staatsanwalt in Stargard vorsichti er gewesen sein“ wurde der Redner vom Präsidenten Grasen Ballestrem zur Ordrung gerufen. Abg. Dr. Müller Meiningen(fr. Bp) bemerkte gegenüber dim Abg. Heine, nie lasse sich ein Richter bei der Urteilsfallurg von politischer Leidenschaft leiten. Die beiden Volksparteien halten an den Schwurgerichten fest Nach weiteren Bemerkungen des Abg. Spahn (Zir.) über die Wirkung des Gesetzes zur Entlastung des Reichsgerichts bestritt Abg. Thiele (Soz), daß sein Fiaktionsgenosse Heine sich der Verasgemeinerung einz iner Fälle sa uldig gemacht zu haben. Abg. Lenzmann(sr. Vp.) bekennt sich als Gegner der Schwurgerichte. Nach weiterer Debatte wurde die W iterberatung cuf Sonnabend 1 Uhr verlagt. Schluß nach 6 Uhr. Abzeordnetenbaus. 34. Sitzung vom 2. März 1903, 11 Uhr. Das Abgeordnetenhaus nahm am Freitag zurächst den E twurf über die Erhebung von Abgaben für kichliche Berürfniss: der Diözesen der katholischen Küche in Preußen in dritter Beratung ohne Erörterung an und erledigte dann noch die außerordentlichen und ei maligen Ausgaben des Era#s der Bauverwaltung. Darauf wurde die Emzelberalung des Kultusetats beim Kapitel Elementarschulwesen sortgesetzt. Abg. Cassel(irs Vp) führte Beschwurde über Beigträchtigung der Selbst#etwaltung der Stadt Berlin durch die Schulaufsichis behörde. Ministerial= direkter Dr. Schwartzkopff sagte Untersuchung der einzelnen Falle zu. Abg. Frhr. v. Zedlitz (fkors.) hielt organisatorische Aenderung zur Bekämpfung des Bu##ankratismut in der Schul. verwalturg für notwentig. Abe. Heckenroth(kons.) trat der Behauptung des Abg Kovsch(fts Bp) entgegen, als wirke die geistliche O tsschulir spektion drückend auf die Liher. Zvischen vulen Pfarr- und Schuldäusern bestehen herzlicke Beziebu gen nicht trotz, sondern infolge der geistlichen Ortsschulinspektion. Diesen Bemerkungen traten Abg. Dittrich(Zir.) und Minister Studt bei. Beim Ttel„Höhere Mädchenschulen" be#orte auf eine Anfrage des Abg. De. Krüger(kons.) Kuliusminister Studt bei der jetzt vorbereiteten Reform der höheren Mädchenschulen sei die Berechtigungsfroge und die Zulessung zum Universitäts studirm roch richt entschieden Abg. Dr. Hackenberg(ni) glaubte, die geplarte Resorm werde gerade der Erziehung der Mädchen zu tüchtigen Hausfrauen zugute kommen. Sonnabend 10 Uhr: Fortsetzung. Schluß 5 Uhr. Gericht und Bielefeld, 2. März.(Schwurgericht.) Vorsitzender: Herr Landgerichtsrat Wilhelmy, Vertreter der Staatsanwaltschaft: Herr 9ssessor Förster.— Am Abend dis 16 September v. J. brannte auf dem Siekrischen Kolonate zu Solterwisch(Exter) ein Wagerschuppen. der mehr einer Hütte glich nieder. Der 20 Jahre alte Knecht Heinrich Klöpper et. Linnerkämper von Solterwisch, welcher auf einem Nachdargeköfte von Sieker bedienstet ist, war angeklagt, diesen Schuppen vorsätzlich in Brund gestzt zu haben. Den Geschworenen scheinen die Verdachtsmomente doch nicht hingereicht zu haben, den Angeklegten für schuldig zu finden. Auf Grund des Verdiktes der Geschworenen wurde der Angeklagte feeigesprochen und sofolt aus der Untersuchungshaft entlassen. München, 25 Fehr.(Salvator.) Wegen Vergehens gegen§ 14 des Gesetzs zum Schutze der Warenvezeichnungen, begangen durch Verwendung der Bezeschnung „Salvator“, wurden die Besitzer der Brauerei zum Spaten, die Herren Komnerziertäte Karl und Anton Sedimeyr, von der ersten Strafkammer des kgl. Laid gerichts München I unterm 14 Februar 1905 zur Gelkstrafe von 150., sowie zur Tragung der Kosten verurteilt und der Ver letzten, der Paulanerbrauerei, die Besugnis zugesprochen, das Urteil auf Kosten der beiden Angeklagten in den„Münchener Neuesten Nachrichten“, der„Frankfurter Zig.“ und der„Allgemeinen Brauer und HopfenZeitung“ in Nürnberg öffentlich bekannt zu machen. In den Urteils gründen war ausgeführt worden, der odjektive Tatbestand sei vellständig klargestellt, die Angeklagten wußten, daß das Wolt„Sal vator“ für die Paulanerbrauerei geschützt ist, sie behaupleten zwar, sie hätten das Recht, dasselbe zu gebrauchen, weil es durch ein Warenzeichen für sie geschötzt sei. Das fraglich: Zeichen sei aber ein Bildzeichen(Elikett) und deshalb sei es nicht zulässig, aus dem Zeichen einige Worte herauszunehmen und zu verwenden. Gegen dieses Urteil halten die Angeklagten Revision beim Reichsgericht eingelegt, die sich hauptsächlich darauf stötzte, daß das Wort„Salvator“ eine Bezeichnung für eine gewisse Biersorte sei, und sie auf Geund ihres Warenzeicheas berechtigt seien, diesen Namen zu gebranchen. Der höchste Gerichtshof konnte jedoch in dem angefochtenen Urteil keinen Rechtsirrtum erkennen, erachtete vielmehr die Feststellungen des Vorderrichters für ausreichend und die Schuld der Angklagten einwandsfrei festgestellt. Die Revision wurde deshalb kostenpflichtig verworfen und damit ist das Urteil des kgl Landgerichts München I rechtskräftig geworden. Lokales Bielefeld, 3. (An der italienischen Rivier####bi es sich im dies jährigen Winter jedenfalls angenehmer als in Vorddeutschland, wo die Sonne seit Monaten um sehr selten zu sehen ist und dafür Regen in Ueberfülle vom Himmel sich ergoß. Wei die nachfolgenden brieflichen Mitteilungen eines sich zur Zeit dort aufbaitenden allverehrten Bieleselders hest, bekommt vielleicht Lust, ihn zu besuchen und ein Paac Monate an der Riviera zu bleiben, bis in der Heimat die Sonne wieder die Hereschaft gewinnt. Unser Freund und Landsmann schrei#t nämlich: Schlechthin„mild“ ist es zwar an der Riviera durchaus nicht. Warm ist es nur an windstillen Otten und im vollen Sonnenschein. Man muß aber seine Tagesordnung danach ein richten und nur in den warmen Stunden ausgeben. Im übrigen sitzt man in geheizten Räumen. Nur ganz wenig Tage gingen durch das Witter völlig verloren, zwei durch tauhe Luft, einer durch Regen. Ju acht Wochen halten wir nur einmal kräftigen Regen, und dieser fiel bei Nacht. Dreimal hatten wir dünnes Eis, aber um die Mittagezeit konnte man im Sommerrock spazieren. Die Pflanzen, welche die Landschaft charakterisieren, sind immergrüs, nementlich die Oelbäume deren Frucht gerade jetzt geerntet wird. Die Orangen tragen reise Früchte. Biattlos, also wintetlich anzuschauen, sind nur die Reben, Feigen und Mandeln. Durch Kunst geschieht sehr viel, durch Anpflanzung immergrüner Bäume die Natur zu verschönern und südlicher erscheinen zu lossen, als sie ist. Ueberall si ht man Palmen. Einheimisch ist aber nur die Gattuno Chimaerops, eine Fächerpalme, wahrend die ebenso häufige Dattelpalme wohl ganz staltlich gedeih, aber keine reifen Früchte liefert. Dasselbe gilt von der Banane. Zur besenderen Zierde ger#eichin den Gärten gelbblühende Mimosendäume so mit Biüten bedeckt(itzt, in unserem Winter!), wie unser Goldregen zu Pfingsten. Enen prachtigen Anblick gewähren auch die sehr ansehnlichen Eukalyptus=Bäume, immergrün und gerade im Aufbluhen begriffn. Den ganzen Winter über blühten Rosen, Neiken, Geranien, Vetichen 2c.— San Remo liegt sehr malerisch um eine halbk eisförmige Buckt, welche amphi theatralisch von Bergen umsäumt wird. An einem Hügel, welchen eine sehr ansehnliche Kieche krönt, kled: Alt San Rimo, mit seinen malerischen, ruinenhaften Häusern und—2 Meter breiten Gäschen. Neu=San Remo besteht aus palastartigen Gasthösen und teilweise prachtvollen Villen, am Bergabhang zu terassensötmigen Straßen geordnet, mit der Hauptseite alle dem Meere zugewandt und alle aus Palmen, Eukalypten oder sonstwelchen immergrünen Bäumen hervorlugerd. Der Grundstock der Fremden bestehr aus Engländern. Dann sollen der Zahl nach die Deutschen kommen. Die sogenannten„Russen“ sind fast aus ahmslos neiche Juden aus Warschau oder sonstigen Octen, no sie ihres Libens nicht mehr sicher waren. Frend.inge andirer Art sind die zahlreichen frar zösischen.densleute, welche hierher übergesiedelt sind, um bessere Zeiten abzuwarten. Sie verfügen über viel Geld, kaufen große Hotels und Billen und richten sie zu„Klöstern“ ein. Nach Angabe des hiesigen evangelischen Geistlichen gibt es dahier bereits 30-40 solcher fronzösischen Ordensniederlassungen Diese Leute machten sich sofort durch Perpaganda bemeikbar. Sie errichten billige Schulen, um den Unterricht in die Hand zu bekommen.— Die„Villa Zirio“, der Schauplatz des Leiders weilend Kaiser Friedriche, ist Privatbesitz geblieben und dem Publ kum nicht zugänglich. Das deutsche Klankenhaus und ein Denkmal in der deutschen Kirche erinnern an ihn. -d(Valerländische: FrauenVerein.) In Stinnerung an ihre vor kurzem heimgegangene Mutter, Frau Wuwe Karl Modersohn, die soon in den Kriegsjahren 1866 und 1870/71 sich um die Pflege der Verwundeten in patriotischr Hingedung gemühr, mit dem Luiser####den aus gez ichnet wurde urd banach eite Mitbegrunderin des dieselben Zocke mit verfolgenden hiefigen Zweigvereins des Vater ländischen Frauen Vereins war, haben die Hinterbliebenen diesem in hochherziger Wise eine Siftung von 100) Mark überwiesen. (Familien=Abend) Wie aus dem Jaseratenteil zu ersehen ist, veranstaltet der Altstädter Jünglings= und MännerVerein am Sonntag, den 4 März einen Fimlien= Abend, auf den wir unsere Leser Ziermit aufmerksam machen möchten. (Im Stadttheater) wurde am Freitag gegeben:„Othello, der Mohr von Venedig". Shakespcare, der Meister in der Schilderung mer sahlchen Seelenlebens, ibenso groß in der lebenswahren Da stellung zartester Emrfindungen wie in der Zeichnung dämonisch wilder Charakter, ist auch Meister in der Techrik des Dramas. „Seine Behandlung des Tragischen,“ sagt Gustav Freitag,„seine Disposition der Handlung, Mthode der Charakterbildung, Darstellung der Seilenprozesse bis zum Höhepunkte haben für dise Teile des Dramas die technischen Gesetze, die uns voch jetzt leiten, festgestellt.“ Wie fiaden wir diese Meisterschaft des großen Briten bezüglich der Charakteristik und Technik in seinem„Othello“ bestätigt! Wie schildert er in dim Helden dieser „Teagödie der Eisersucht" das Wachsen der dämo nischen Eigenschaft,„des grüngeaugten Scheusals, das den St ff. der ihm zur Nihrung diert, zeugt aus sich selbst," von den ersten keum merkuchen Regurgen dis zu ihrer alles Maß über schreitenden Gewal:! Wie hoch steht er anfangs da„der edle Mohr, der edle Geist, den Leidenschoft nicht regt“ und am Ende welche Verdlendung und Raserei erfaßt ihn, als er ein Opfer der Leiderschaft geworden! Ihm gegerüber der in seiner Bosheit unveränberliche Schurke und Jatriguant Jazo, der hinter dem herzgewinnenden Ton des jovialen Biedermanns Niedertracht und Tücke verbingt. Daneben die zarte, tugendhofte Desdemona, eine der reinsten Naturen, die der Dichter geschaffn. Die von Herrn Regiss ur Joh. Meißner trefflich inszenierte Aufführurg befriedigte in jeder Beziehung Daß Herr Gairison als Jaoo eine Musterleistung bieten würde, war ja, da für ihn solche Rolle wie geschaffen ist, von vornherein zu erwarten Ebenso wurde die dankbare wie schwierige Rolle des Othillo von Herrn Baumeister gut gespielt(vielleicht war der Ausbruch der Leidenschaft schon im dritten Akte etwas zu staik) Eine sehr anerkennenswerte Leistung war die„Desdimona“ des Frl. Kahlenberg, die sich diese Rolle zu ihrem Benefiz gewählt hatte. Das vollbesetzte Haus würdigte dann auch ihre Leistung in verdienter Weise. Die hohe Wertschätzung dieser Künstlerin sand außerdem in einer großen Anzahl von Kränzen und Blumenspenken ihren Ausdruck. (Stadttheater.) Wochenstielplan vom 3. bis 10. März 1906. Sonnabend, den 3. März Vorstellung zu kleinen Preisen(o Vorstellung im Sudermann Ziklus):„Johannes". Tragödie in einem Trauerspiel und 5 Akten von Hermann Sudermann.— Sonntag, 4 Mä z(mit vollständig neuer Ausstattung):„Die Geisha“ oder„Eine japanische Teehaus Geschichte“. Operette in 3 Akten von Owen Hall Deutsch von C. M. Röhr und Julius Feund Musik von Sidney Jores.— Mortag, d. März:„Die versunkenGlocke“. Ein dautsches Märchendrema in fünf Akten von Gerhart Hauptmann.— Denstag, 6 März:„Frühlingsluft". Overette in drei Akten rach Motiven von Josef Strauß, zusammengestellt von Ernst Reiterer.— Mittwoch, 7. März. Benafiz für Herrn Karl Blöcker:„Der Obersteiger". Operette in 3 Akten von M. Wist und L Held. Musik von Kail Zeller.— Donners1eg, 8. März:„Der Weg zuc Hölle“. Schwank in 3 Akten von Gustav Kadeldurg.— Freitag, 9. März: Keine Vorstellung.— Sonnabend, 10. März. Vorstellung zu kleinen Preisen(6 Vorstellung im Sudermarn Zikius):„Das Glück im Winkel". Schauspiel in diei Akten von zelte m.(Eingeliefert) wurde eine Puson wegen Teunkenheit, drei Personen behufs Unterbringung in ein A beitehaus, darunter eine hiesige Hänslerin, deren Ueberweisung an die Lindespolizeibehörde wegen urvird sserlicher Trunksucht erfolgt ist. Acht mitnllese Wanderer, welche nicht im Bsitze eines Wanderscheines waren, fanden Unterkommen im Polizeiobdach. Aus der Kleizee Wiaers r. Minden, 3. März.(In der Stadtverordnetensitzung) wurde am Mtiwoch u. a dem Verkaufe bezw der Preisfestsitzung für städtische Grundstücke zu 12 bezw. 10 Mark für 1 Quadratmeter zug stimmt. Genehmigt wurde ein Vertrag mit der Eisenbahadizektion Hannover beir. Gaslteferung für Bahnkof Minden auf 5 Johre. Die Bahn bezahlt darnach 13½ Pfg. für 1 cbm. Es folgte dann Abnahme mehrerer Rechnungen für 1904/05. Die Hauptkämmereikossen=Rechnurg wies rach im Ocdinarium Ennahme 1 282 448 Mk, Ausgabe 1274284 Ml., im Extraordinarium Einnahme 3289197 Mk. Ausgabe 3041 566 Mk. An direkten St uern waren eingenommen: Grundsteuer 14531 Mk. G bäudesteuer 99767 Mk., Gewerbesteuer 58798 Mk. und Einkommensteuer 366254 Mk. Für Verzinsung und Tilgung der verschiedenen Anleihen wurden 335582 Mt. ausgegeben, für Schulzwecke 180769 Mk. Die Ausgaben im außerordentlichen Etat bezogen sich u a. auf Niupflisterungen, Grundstucksankäufe, Neuba1 des Krankenhauses, Schulbauten, Bau eines Offizierkaficos.— Der Haushalsplan der Arm nkess: für 1905 ist auf 79.550 Mt. sestgesetzt(Rh. Wentf. Ztg) Minden, 3. Bäcz.(Die Prüfung) der jungen Leute, die ihrer Mili äfflet durch eitjänig freiwilligen Dienst genugen wellen, ihre wissenschoftliche Besäh gung hier zu aber kurch Schulzeugrisse richt nochweisen können, findet am 12. d. Mts. und den folgenden Tagen durch die Pilfungskommission für Einjährig Freiwillige in Minden statt. Minden, 3. März.(Die Weser) ist über die User getreten urd hat die Schlagde überflutet. Porta, 28. F hr.(Unglücksfall.) Heute fuhr das Fabrikfuhrwerk der 8 mentfabrik von F. Bauer gegen einen Prellstein, worauf die Pferde scheuten und der Arbeiter Fe Plaßzmeier aus Lohfeld vom Wagen stürzte und überfahren wurde. Die Räder waren ihm laut„ Brust gegangen. Die Dr. med Cillmeyer wurde mittels Kran! heuse nach Minden u den Hersord, 2 Mä führen heute morgen Wesser flieg plötzlich Pegel an der Han Zentimeter jetzt 2,40 Herford, 2. M seinem Transporten Bahnhofs ein Fürst Er sollte nach der gebrecht werden Herford, 2. März Am Donner#tag Aber Lützen=Berlin einer „Tibet, den Dalai L. mit etwa 100 Lich Mitglied hat das Refrei einzuführen. Für angebörigen sind 30 Herford. 2 27 erträgnisse) im sind vom Magistrat Grundsteuer 6000 M Mark, Gewerbesteuer steuer 1800 Mk, physischen Personen Einkommensleuersoll usw. 20000 Mk., 15000 Mk., zusann Gemeindefehlbetrag k Mark, zu dessen De 210 Pooz. der staatl steuer= 3780 Mk., fteuer= 12600 M bäudesteuer= 102 der Gewerbefteuer= Peoi. Zeschlaz zur 323400 Mk. und 2 Eilshausen, 28. roriger Nackt brannt Hirtergebäude des Mester in Elshausen total nieder Das und Taboklager w Schlesischen Feuec (Hauptvertreier Herr mit 11000 Mark r bei der Norddeutschen wohnende Tischlermei größten Teise Mobilic Feuer soll im Woh eiren Scharnsteinbran Aus dem Hörste, 27. FehTshierwerster I 5 85 85 * K 85 * Gottes Freu morgen einen ger Haus Eckardts Die Verlobi mit dem Anerbe in Lohe b Oeyn 1 Jöllenbe Johal Heinr. Jöllenbeck(Gohfe in vornehmer apar Buchdruckerei A. Rit aben für düse Teile setze, die uns voch fieden wir diese ten bezüglich der selnem„Othello“ dim Helden dieser Wachsen der dämo jeaugten Scheusals, ihrung diert, zeugt en keum merkuichen aß über schreitenden fangs da„der edle mnschoft nicht regt“ idung und Raserei der Leider schaft gein seiner Bosheit und Jatriguant gewinnenden Ton Niedertracht und zerte, tugendhofte Naturen, die der rin Regiss ur Joh. Aufführurg beiß Herr Gairison bieten würde, war geschaffen ist, von 0 wurde die dankOthillo von Herrn vielliicht war der n im dritten Akte anerkennenswerte des Frl. Kahlenihrem Benefiz geius würdigte dann Weise. Die hohe sand außerdem in zen und Blumenspielplan vom 3. nd. den 3. März (o Vorstellung im nes“. Tragödie kten von Hermann i z(mit vollständig sha“ oder„Eine bichte“. Operette eutsch von C. M. kusik von Sidney Die versunken: bendrama in fünf n.— Denstag, Overette in drei strauß, zusammenKittwoch, 7. März. er:„Der Obern von M. West Der.— DonnersHölle“. Schwank surg.— Freitag, g.— Sonnabend, u Preisen(6 Vor:„Das Glück drei Akten von hngefundene) naies, Beillen, wurden gestern rde eine Puson kersonen behufs darunter deren Uebereibehörde wegen nfolgt ist. Acht richt im B sitze fanden UnterT n der Stadtrde am Mttwoch Preisfestsetzung 1 12 bezw. 10 g stimmt. Gemit der Eisen: Gastteferung 5 Jahre. Die Pfg. für 1 cbm. mehrerer RechHauptkämmereiim Ocdinarium sgabe 1274284 ahme 3289197 k. An direkten n: Grundsteuer 99767 Mk., ind Einkommen= Verzinsung und nleihen wurden für Schulzwecke ben im außeru a. auf Neuluse, Neuba1 des „ Bau eines 1shalis plan der uf 79550 Mt. Wetf. Zig) ie Prüfung) Mili äfflet Dienst genugen esäh gung bier zu icht nochweisen Mis. und den Pilfungskomlige in Minden e Weset) ist sat die Schlagde ngläcksfall.) nik der 8 mentinen Prelistein, nd der Arbeiter vom Wagen e. Die Räder waren ihm laut„M. L. Krabl.“ über die Brust gegangen. Der Verletzte, welcher vom Dr. med Cillmiyr die eiste Hülfe erhielt, wurde mittels Krankenkorbes zum Krankenheuse nach Minden gebracht. ### dem Krrise Hersord, 2 März.(Hochwasser) führen heute morgen Werre und Aa. Das Wesser flieg plötzlich um 1½ Meter. Der Pegel an der Hansabrücke zeigte statt 80 Zentimeter jetzt 2,40 Meter Wasserstand. Herford, 2. März.(Entwischt) ist seinem Transpe KI. iü. Wallesaul den Bahnhofs ein Er sollte nach gebrecht werden Herford, 2. März.(Gewerbeverein.) Am Donnerstag Aberd wird Herr Dr. JensLützen=Berlin einen Vortraz halten über „Tibet, den Dalai Lama und die Engländer" mit etwa 100 Lichtbildern halten. Jedes Mitglied hat das Recht, ein Familienmitglied ftei einzuführen. Für j den weileren Familienangebörigen sind 30 Pfg zu zahlen. Hersord. 2 März.(Die Steuererträgnisse) im Rechnungsjahre 1906 sind vom Magistrat wie felgt veranschlagt: Grundsteuer 6000 Mk., Gekändesteuer 49000 Mark, Gewerbesteuer 35000 Mk., Betriebssteuer 1800 Mk., Einkommensteuer der physischen Personen 138 500 Mk, finciertes Einkommenfleuersoll der Aktiengesellschaften usw. 20000 Mk., fingierte Normalsteuer 15000 Mk., zusaumen 173500 Mk. Der Gemeindefehlbetrag beläuft sich auf 544180 Mark, zu dessen Decking erhoben werden: 210 Proz. der staatlich veranlagten Betriebssteuer= 3780 Mk., 210 Proz. der Grundfleuer— 12600 Mk. 210 Proz der Gebäubesteuer— 102900 Mk., 210 Proz. der Gemerbefleuer= 73 500 Mk, 210 Peoi. Zuschlag zur Einkomnensteuer 323400 Mk. und 200 Proz. der fingierten Einkommensteuer= 28000 Mk. Eilshausen, 28. Fehr.(Feuer.) In roriger Nackt brannte das Wohnhaus nebst Hirtergebäude des Fabrikanten Dietrich Mester in'shausen leut„Herf. Kreisbl.“ total nieder Das Mobiliar,'garren und Taboklager waren bei der alten Schlesischen Feuec=Versicherungsgesellschäft (Hauptvertrefer Herr Möller=Hiddenhousen) mit 11000 Mark versichert, die Gebäude bei der Norddeutschen. Der im Hinterhause wohnende Tischlermeister Stock hat zum größten Teise Mobiliar uw. gereitet. Das Feuer soll im Wohnhause des M. durch eiren Scharnsteinbrand entstanden sein. nachmittag einen Unfall. Derselbe gab aus Anlaß der silbernen Hochzeitsfeier unseres Kaiserpaares Freuvenschüsse ab wozu er sich eines alten, auf einer Unterlage.festigten Flintenlaufs bediente. Durch Ueberladung #0 dir Donnerbüchse auseinander und verletzt: nach dem„Hall. Krsbl.“ Bexl schwer am Schienbein, sodaß seine Urberführung in das Krankenhaus zu Steckkämpen ersolgen mußte. Borgholzhausen, 25. Febr.(Der Bund der Landwirte) veranstaltete vorteur im Martesagl dea gestern im Gasthause Arnold Meyer eine Fürsorzezözlirg aus Nachen.: Hall Keepl.= Hofbeßau der Moorburg bei Vacrel.. ret Vesteny.. Grune= Wchring gausen, der Vorsitzende des Vereins für das hiesige Amt, durch Zuruf wieder und Hof Pohlmann=Winkelshütten als dessen Stellvertreter neu gewählt worden war, ergriff Buhl=Unna das Woit zu seinem Vortrage:„Wie dient der Bund der Landwirte dem Handwerker=, Gewerbe= und Arbeiterstand, und welch: Stellung rimmt er in Sachen der Fleischnot ein?“ Ee wies an der Hand zahlreichin statistischen Matetials nach, daß eine Fleischteuerung wohl da sei, aber keine Fleischnot. Die jtzgen hohen Schweimfleischpreise erkläcten sich aus der geringen Aufzucht, im vergandenen Jahre wegen des nicht lohnenden Verdienst's. Daher verfiht der Bund die Forderung konstanter Fleischpreise von 55 Pig pro Pfund, zwischen 52 bis 58 Pig. schwankend. Dann lohne sich die Produktion, und die deutsche Lindwirkschaft sei garz gut imstarde, den Fleischhedarf des Deutschen Reiches binlänglich zu deck n. Ebenso sei es mit den.treidepreisen, wenn dieselben einen ziemlich feststehenden Mittelpreis hätten, der dem Durchschnutspreis der litzten 40 Jahre gleis käce. Aus Hörste, 27. Tspierwesster dem Kreise Halz Fehr.(Unfall.) Der I H Brxel erlitt heute Aus dem Neg.=Ver. Nuake: 333 Aus dem Ruhrkohlengebiet wird dem „Hann. C' gesari bin: Ein praktisches Verfahren haben neuerdings eine Reibe von Z chen eingeschlagen, bei denen sich seit einiger Zeit ein Mangel an Arbeitskräften bemeiklat nacht. Ansatt, wie bither, durch Agenten außerdeutsche Elemente anzawerben, haben sie sich mit dem Verbande westfälischer Arbeitsnachweise zu Dortmund in Verbindung gesetzt, dem es denn auch in korzer Zit gelungen ist, eine größere Anzahl ven Arbeitern ausschließlich aus Süd und Mitteldeutschland zu bescheffen. E. ist das ein nationaler und wirtshiftlicher Fortschritt, dessen Wichtigkeit mrgesichte der Polengefahr im Ruhrkohlenreoier ohne weiteres einleuchtet und von dem man beihalb hoffen durf, daß er sich serian zu einem regelmänigen gestatten möne. Dortmund, 28. Februar.(Verschiedenes.) Die Staatsanwaltschaft hat gegen das freisprechende Utteil in dem Soester Bankprozeß Revision an gemeldet.— Auf der Hermannehütte des Hörder Vereins kam der Schreiner Koch in der elektrischen Verteilungestation einem hochgespannten Draht zu nahe und war auf der Stelle tot. Es dauerte mehrere Minuten, bis die an dem Deahte festhängende Leiche entfernt werden konnte. Rheine, 2 März.(Der Karneval!) Ein g auenvolles Verbrechen verübten, wie dem„Hann Cour.“ aus Düsseldocf gemeldet wird, mehrere als Karnevalsteilnehmer verkleidete maskierte Arbeiter in Rodde. Sie überfielen mehrere des Weges kommende Arbeiter und ertränkten zwei davon gewaltsam im Fluß. Die Lechen sind heute gelandet, die Mörder en flohen. Vermischtes. Hamburg, 2. Mäcz. Außer der bereits gemeldeten Zvei Millionen=Schenkung des Minenbesitzers Beit Londo## sind dem Hamburgischen Staat, der„Neuen Hamb. 'g“ zusolge weitere drei Millionen Mark Zeichnungsbeiträge per mögender Hamburger schenkungsweise zur Errichtung einer Universität gestistet. (Hann. Cour.) Uebersicht der Witterung. Bielefeld, 3. März 1906. Mitgeteilt von Fr. Böckelmann Ww., hier, Niedrigst. Thermometerstand in der Nacht— Thermometerstand um 10 Uhr vorm.— ½° Barometer 76,0 cm. Wind: West. Himmel: teilw. bedeckt. Neueste Nachrichten. Kassel, 3. März. Aus dem Lahntal, Schwelmtal und Edertal laufen Nachrichten ein, wonach verschiedene Ottschaften unter Wasser stehen und vom Verkehr ab geschnitten sind. Der Postverkehr Zimmersrode Jesberg ist unterbrochen; Feldberg und Gensumen sind vom Hochwasser eingeschlossen. Ein Landwirt aus Wichte geriet ins Hochwasser und ertrank. Im Rhöngebirge ist in der vorletzten Nacht mehr Schnee gefallen als bisher im ganzen Winter. Trier, 3. März. Die plötzlich weiter steigende Mosel überschwemmte bei Zeltling den Bahndamm, so daß der Bahnverkehr zwischen Zeltling und Andel ein gestellt werden mußte.— In dem Luxemburgischen Marktflecken Vianden wurde der Polizist Thinnes meuchlings erschossen. Zwei Italiener, die der Tat verdächtig sind, wurden verhaftet. Frankfurt a. M. 3. März. Auch gestern regnete es unaufhaltsam weiter. Der Main und der Nahefliß stiegen seit gestern mittag beträchtlich; auch die Lahngegend ist stack in Mitl=idenschaft gezogen. Bei Marbura fiad drei Personen ertrunken Duisburg, 3. Mäz Iufolge des Rhein= Hochwassers wurden gestern worgen die Hafenschleusen geschlosse:. Der Hafen st mit Sp ffn überfüllt. Etwa 50 Sch ffe kämpfen vor dem Hafen shwer gegen den Steom. Rom, 3. März. Der Direktor des Café Aragno, ein internationales Restaurant, in dessen Räumen ein Hinterzimmer der Sammelplatz der in Rom wohnenden Deutschen bildete, wurde gestern nachmittag von einem Kellner, den er entlassen hatte, durch einen Dolchstich ermordet. Die Tat erregte ungeheuees Aufsehen, da das Etablissement voll besetzt war. Der Direktor Karl Revelli war eine stadtbekannte Persönlichkeit. Moskau, 3. März. Nach einer Meldung aus Helsingfors ist gestern in ganz Finnland der Genetalstreik ausgebrochen und zwar unter dem gesamten Zeitungspersonal. Es handelt sich um eine Bewegung auf wirtschaftlicher Grundlage. Die Streikenden verlangen eine Erhöhung des Lohnes, in einigen Fällen bis um 100 Prozent. —„Selbstverständlich Nathreiners Malzlasste. lautet die Antwort des Arztes auf die Frage der Hausfrau: „Was sollen wir trinken?“ 80 + 5 Gottes Freuudlichkeit schenkte uns heute morgen einen gesunden 1 2 n. Hausvater W. Gehner u. Frau Su Die Verlobung seiner Tochter Johanne mit dem Anerben Herrn Heinrich Oemberg in Lohe b Oeynhausen, beehrt sich anzuzeigen Heinr. Schmidt, Kolon. Jöllenbeck(Gohfeld), No. 34. Johanne Schmidt Heinrich Demberg Verlobte. Jöllenbeck(Gohfeld) Lohe b. Bad Oeynhausen März 1906. vornehmer aparter Ausführung liefert schnel und billig Buchdruckerei A. von der Mühlen, Bielefeld, Ritterstrasse 43. Sonnabend Sonntag Montag Grosse Salson-Bekoration Alle Abteilungen sind nunmehr mit sämtlichen Wrahjahr's Neuheiten in reichhaltigster Auswahl und in allen Preislagen ausgestellt. Mein neuer SpezialGardinen- Teppich- Aussteuer-K ata ist soeben erschienen. Mein Moden-Katalog mit den letzten SaisonNeuheiten gelangt Mitte März gratis und franke zum Versand. ich bitte um Besichtigung meiner Läger. Hirirfriort Der Besuch des Johannisberges sowi der dort stattfindenden Konzerte des Städt Orchesters, ist hiesigen Einwohnern, die nich Mitglied der Schützen-Gesellschaft sind untersagt. Meldungen zur Aufnahme als Mitglied sin schriftlich unter Aufgabe von Referenzen und unte näherer Bezeichnung der Wohnung an den unter zeichneten Verwaltungsrat zu richten. Da in nächster Woche eine Sitzung des Schützen ausschusses zur Erledigung von bereits vorliegender Aufnahmegesuchen stattfindet, so empfiehlt es sich Mitgliedsanmeldungen möglichst sofort einzureichen Nur Mitglieder der Schützengesellschaf können an dem am 11. März dieses Jahre beginnenden neuen Konzert-Abonnemen teilnehmen. Der Verwaltungsrat. SALEN ALEIRUM-EIGAREITEN Zuhaben in den Cigerren-Geschaffen Salem Aleikum Cigarretten 3 456810 3 4 5 6B10 Pfg. An # Bronchialkatarrh Lungenbluten Lungenleiden Magenleiden Erkrankte wollen sich die Zeit nehmen, endstebende Heilungsberichte zu prüfen. Es ist dies nur ein verschwindend kleiner Teil der fortgesetzt eingehenden. Sie werden ohne jeden Kommenter weil man die Ueberzeugung hat, daß das leidende Publikum sehr wohl im Stande ist, sich selbst ein Urteil zu bilden. Die Rriefauszüge sind kleine stilistische Abänderungen abgerechnet. weil man die Ueberzeugung hat, daß das leidende sind alle Ausdrücke der Dankbarkeit, sowie etwaige machen. Behördlicherseits ist diee verei zögen strenge Strafen nach sich.— Um den Laien die Möglichkeit an die Hand zu geben, nicht erst den Ausbruch de rechtzeitig nach Hütfe umzusehen, folgen hier einige der am häufizst n vorkommenden Symptome: J. Husten, vielfach zum Erbrechen reizend.— Auswurf zähen Schleimes.— Stechen auf Brust und Rücken.— veröfientlicht, weggelassen Krankheit abzuwarten, sondern bei Auftreten auch nur eines einzigen Sympionez eidende Publikum sehr woyl im Stände ist, sich selost ein Urtent zu bilden. Die Iriefauszuge sind, kleine stillstische Abanderungen abgerechnet, wortgetrer: twaige Kritiken über vorangegangene erfolgiose Kuren. Die Originalbriefe liegen zur Einsicht aus und wird driugend gebeten, hiervon umsangreichen G. geschehen. Abweichungen von der Wahrheit, gleichviel ob sie in diesen einleitenden Worten oder in den nachfolgenden Heilungsberichten gesunde In der Regel kalte Hände und Füße.— Atemnot.— Das Atmen ist später von hörbarem pfeisenden und schnurrenden Geräusch begleitet.— Biui Est heftiger, unregelmäßiger Herzschlag, verbunden mit starkem Angstgefühl.— Mangelhafter Schlaf.— Schlechte Verdanung 2c. 2c.acken. Zur Kur=Einleitung sind nötig die genaue Leidensbeschreivung, die Angabe der Beschäftigung und ob kalte Füße vorhanden sind. Man adressiere: Kur-Institut„Spiro spero“, Dresden-Niederlössnitz, Hohestrasse Nr. 180 b. Herz-Asthma. von Seit 10 Jahren litt ich an Herzkrankheit, Atemnot, begleitet einem schrecklichen Husten und zäbem, schleimigen Auswurf Hande und Füße waren steis kalt, Schwindel, als wäre ich betranken. Schlaf sehr wenig— oft die ganze Nicht gar keinen. Ic wer immer mude, von einer fast schmerzhaften Müdigkeit überwältigt. Essen konnte ich sehr wenig, am liebsten gar nichts. Mie wurke steis übel. Drücken im Magen. Ansang August 1902 wundte ich mich an Sie; ich sing die Kur an. Da die Krankdeit sehr or altet war, ging die Besserung nur sebe langsam vor sich, dech besserte sich eines nach dem anderen. Der Appitt stellte siv ein; ich verlangte nach Essen. Der Husten ließ nach und der Auswurf wurde wäss tiger. Hände und Füße wurden warm— ich wurde ruhiger. Schlaf stellte sich ein und ich fühlte nich des Morzens wohl und kräftig und so befinde ich mich jetzt sehr nohl. Ich habe guten gesunden Schlaf, sehr guten Appetit, gute Verdauung, Atmen ruhig, befreit von Husten und Auswurf. Durch die Kur bin ich nun wieder gesund geworden, ich kann mich des Lebers nach erfreuen, jetzt im 69. Leb nsjahre, das ich Ihnen verdanke. Dieses zur Emofeblung ähnlich Kranken. Emil Kullmann, Leipziz. Vorstehende Namensunterschrift des Herin G. Th. E. Kullmann aus Leipzig, Reudnitzerstraße Nr 9, wird hermit beglaubigt. Leipzig. Der Gerichtsschreiber beim Agl. Amtsgericht. Seyfarth, Aktuor. Die Richtig Sschscc Durch die Zeitug nun auf Sie aufmeilsam gemacht, ertschloß ich mich, die Kur durchzuführen. Ich betrieb die Kur einige.. Zeit lang und zu meinem Erstaunen ist es von Tag zu Tag immer silenicke. desser geworden, welche'sserung schließlich in vollständige Heilung überging.— Ich fühle mich wieder vollständig gesund und kräb### Ein Beweis dafür: Ich bir om letzten Sonntag 5 Stunden Rio hin= und auch wieder zurückzefahren, welches gewiß eine schöne Tour ist und Aus auer beduf.— Ich kann also wohl mit Recht sagen, deß ich Col und Ihnen durch Ihre wundervolle Kur meine lebent frohen Tage zu verdanken habe. Hochachtungs voll Andreas Schörner, Kühschwitz. Post Oberkotzau, Bayern. Die Echtheit obigr Unterschrift beglaubigt: Deeg, Bürgermeister. esch l, Stellmachermeister, Liedenthal, Kreis Ostpriegritz. gleit vor stchender Untersch ist bescheinigt Der Amtsvorsteher. Weeger. Chronischer Magenkatarrh. Ich litt 8 Jahre an heftigen Magen=, Brust und Rückensch orennende Nurenschmerzen. VufönsAufhören, dazu Schwindel. dazu brennende Nurenichmerzen, Aufäoßen und Sodbrennen Lungenleiden, Lungenbluten. #, Auch eine fest unlösliche Verschleimung war vorhan#en und im Schweiß war ich immer wie gebadet. Hände und Füße für immer kaft Sobald die Schmerzen anfingen, mu mich zu Boden wersen und krämmte mich zusammen wie ein Wurm, bis sich Erbrechen einst llte und dann die Schmerzen en wenig nachließen Das Essn muße ich, ganz zingellen, nur em perie vruteg. Nasen-, Rachen- u. Bronchialkatarrh. Seit ungefähr 6 Jahren litt ich an einem chrogischen Nasen=, Rachen= und Bronchiatkatarih, welcher mir viele schwere Stunden und Kummer verursachte. Ich hatte beständig Kopfreb; im Rochen verspürte ich starkes Hitzegefühl, er war immer trocken und mit klebrigem Schleim bedickt. Unterbalb der Luströhre hatte ich eigen bösartigen Druck. Das Atmen wurde mir manchmal sehr beschwerlich und war ich von Zeit zu Zeit ganz danpsig. Meiner Arbei lonnte Im August des Jahres 1902 ehi lt ich einen surchtbaren Husten mt Auswurf, welcher mit Blut vermischt war, und auch viele Schmerzen in der Brust stellten sich ein, nodurch ich mich in arztite Behanklung begeben u d die Arbeit einstehen mußle. Die Aenzte benannten mein Leiden Lungenkatareh Da ich immer mehr ob. nahm, dachte ich, es würde sich Lungenschwinesucht einst llen, was mir auch de Terzte zu versteben gab n. Am 31. März 1903 sellte sich Lunge=bluten ein, weich s sich sechtmol wiederhelie. Die letzte Blutung reutte mir sast alle Heffnung und sesselte mich as Beit. Durch Zufall auf Sie auswarksom gemacht faßte ich din Entschluß, Ioren meine Leiden zu schild rn, und schon nach kurzern Kur.brauch stellte sich Bfierung ein die sich durch steikteste Befolgung der g: gebenen Verordnungen mit der Zet in meine vollstägdige Gesu dheit vrwandette. Schon set Monaen kinn ich wieder meiner ArbeiSchinlerzen en waßte ich ganz einnelen, nur emn wenig irnken und das blieb nicht im Magen. Trotzdem ich viel medizinierte und in Kliniken gewisen wor, wurden die Schmerzen immer h ftiger, und ich, weil ich nirgends Hilfe fagd, fühlte ich mich nahe dem Tode.— Zufällig erhielt eine Gutsbesitzersfrau ein Büchlein von Jinen Ich machte, natürlch nicht ohne Mißtreun einen Versuch und wandte mich Sie und den gechah ein Wu dr. Nachdem ich nämlich längere Sv. Sie uus Seni. ge man ein, Nu d r. Nechdem ich, nämlich Z it in der Ku war und die Verordrungen strickte besolgt hatte, wurde mein Appetit und mein Au sehen bedeutend besser. Die Schmarzen nahmen allmädlich ab. An Körperzewicht dabe ich zu,enommen, auch kann Stadt-Theater.[Ein= und Verkaufsgenossenschaft Schildesche M eveigewigt vagr sch zugenommen, auch kann ich jetzt alles essn. Hände und Füße sind immer warm. Ich verdarte mein Leden und meine jetzige Gesundheit zur ihnen allein und bin jtt der Wahrheit gemäß mit dem Erfolge außerordentlich zufrieden. Frau A. Reisewitz, Cosnehnen b. Medenau, Bez. Königsberg i. Pr. (L..) Beglaubigt: Der Gemeinde=Vorstand. Poßinke. Sonnabend, den 3. März 1906, Vorstellung zu kleinen Preisen (5. Vorstellung im SudermannZiklus.) Trägödie in einem Vorspiel und 5 Akten von H Sudermann. e. G. m. b. H. estent se Die Geisba. Operette in 3 Akten r. S. Jones. Anfang 7 Uhr. Montag, den 5. März 1906. Dieversunkene Glocke. Ein deutsches Märchendrama in 5 Akten von G Hauptmann. B• Husten, Heiserkeit, Verschleimung, Hals- und Brustschmerzen, Lungenleiden, Keuch- und Stickhusten(blauer Husten bei Kindern) ist der sofortige Gebrauch des seit 40 Jahren rühmlichst bekannten echten Rheinischen Trauben=Brust=Honigs als rein diätisches Haus=, Genuß, Nähr= u. Kraft mittel ersten Ranges dringend anzuempfehlen. à Fl. 1, 1“ und 3 Mk. 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Der geregt, daß er nicht lichen Setz schreiben! ämter in der Arbeiterl bekleideten, in dem Ziflucht suchen. So eine Korrespondenz „Saale Zeitung" lesen, vier Kinder des Gasthe im Ater von neun, Jahren steherd, deren blieben war, wurden durch Hurn P stor Kö man weß doß der b. nisiertes Parte ferner auch Mitglied de Organisation, so auf Weinn man de zieh, daß May von als Kandidat für Wahlen ausgestellt i eignis nicht nur einen sondern ist mit einem hört. Bei din nicht nierten Tauff ierlichken sonen as Tauspiten, Puteid wegung von bis her nicht getade und sogar das Edrenamt mannes in Nietleben ist Privatsache das Pf. ffeutum einen .istesfreiheit des V tiozig als Abwehr Kaapf gegen de Kir hat deri nige, welcher sich und seine Kin Koni! len neuesten For in grösster Auswahl Hein Möbelfabrik Wilh Neumarkt 20a, Perman kompl. Zi Feinste Refere Fabrik: V eignet sich durch Phosphorsäure Wiesen, Halmge Preis.70 ab Fabrik. Carl Ste Enenat Disit A. von der M nbluten lleiden mmentar veröffentlicht, vortgetreu; weggelassen angreichen Gebrauch hten gesunden würden, igen Symptomes — Nachtschweiße.— — Blutspucken. n Krarkheit zu spüren mei in besten Dank. ur aufmrksam machen. Kreis Ostpriegritz. scheinigt orsteher. Weeger. atarrh. und Rückenschmerzen, Sodbrennen war ohne lösliche Verschleimung wie gebadet. Hände en anfingen, mußle ich wie ein Wum, bis sich en wenig nachließen. enig trinken und auch medizinierte und in imer h stiger, und ich, nahe dem Tode.— ein von Iinen Ich riuch und wandte mich z ich nämlich längere e befolgt hatte, wurde Die Schmerzen nahmen ommen, auch kann ich warm. Ich verdarte ihnen allein und bin erordentlich zufrieden. erg i. Pr. rstand. Poßinke. chleimung, 1, Lungensten(blauer sebrauch des seit =Honigs ähr= u. Kraft hlen. à Fl. 1, eisten Apotheken ei Herrn Felix Hergeröder, 25, Adler=Drog. — gen. 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Der Verfasser ist so aufgeregt, daß er nicht einmal einen ordentlichen Setz schreiben kann), weil sie Ehren ämter in der Arbeiterbewegung bekleiden und bekleideten, in dem Schoße der Kirche ihre Zuflucht suchen. So konnte man gestern eine Korrespondenz aus Nietleben in der „Saale Zeitung“ lesen, in der es heißt:„Die vier Kinder des Gasthojsbesitzers Albin May, im Ater von neun, acht, sieben und fünf Jahren steherd, deren Taufe bisher unterblieben war, wurden heute in der Behausung durch Hurn P stor Kästner getauft". Wenn man weß doß der beteeffinde Myorganisiertes Parteimitglied ist und ferner auch Mitglied der deutschen MaurerOrganisation, so hört doch mancherlei auf Wenn man dann noch in Betracht zieh", daß Miy von den Nietleber Genossen als Kandidat für die Gemeindevertreter= Wahlen ausgestellt wurde, so bet das Ereignis nicht nur einen pkanten Beigeschmack, sondern ist mit einem Worte gesagt, uner hört. Bei din nicht ohne Auf band insze nierten Tauff ierlichkeiten funzierten 16 Pirsonen ais Tauspiten, von denen viele in der Puteib wegung von Nietleben und Halle bis her nicht getade unangesehen waren, einer sogar das Ebrenamt des Vertrauensmannes in Nietleben ausübte. Reiigion ist Privatsache Gewiß. Aber wenn das Pf. ffmuium einen Sturmlauf gegen die .istesfreiheit des Voikes inszeniert und tiozig als Abwehr das Prolitariat den Kaapf gegen de Kirche proklamte#t, dann hat deri nige, welcher in solch sowerer Zet sich und seine Kinder der Kirche an den Hals wirft, nicht mehr das Rcht, den Eyrentitel eines Sozialdemokraten, eines Kämpfers für die Freiheit.s Geistes zu führen.“ In dieser Auslassung. die die weiteste Verbreitung verdiert. kommt so deutlich wie nur möglich die christenfeindliche Gesinnung der Sozialdemokratie zum Ausdruck. Wenn hiernach noch„Genossen“ die Stirn haben sollten, beuchlerisch auf den Programmsatz von der Riligion als Privatsache hinze weisen, so wird man ihnen das nur als kodenlose Unverschämtheit anzurechnen haben (Der diesjährige Deutsche Handwerks= und Gewerbekammertag) fi rdet vom 3 bis 5. September in Nürn berg statt Anträge zur Taaesordaung des Kimmertages sind gemäß§ 3 der Ge schäftsordnung des Kammertages dis spätestens den 22. Juli der Handwerkekammer zu Hannover als Vorort des Kammertages zu übermitteln. Gericht und Bielefeld, 28. Februar.(Strafkammer. 1. Wegen fahrlässiger Körperlitzurg wurde der hier beschäftigte Apotbekergehilfe D von hier iner.lostrase von 50 Mark ev. 10 Tagen Gefängnis und zur Zahlung einer Buße in der Höhe von 45 Mark an die Vrletzte. Er hatte Asthmakräuter aus der Hand gegeben, ohne darauf aufmerksam zu machen, daß sie nur äußerlich gebraucht werden dursen.— 2. Der 18 Jahre alte Fabr'k arbeiter C. W. von hier hat am 26. Juni 1905 auf der Heeperstraße den Spinncreiboten L. mit einem Fahrrade in so ungestümer Weise überfahren, daß derselbe schwer verlitzt worden ist. Das Schöffenzericht zu Bielefeld hatte ongenommen, daß L durch seine Unachtsamkeit den Unfall herbeigeführt habe und hatte den W. von der Anklage der fahrlässigen Kö perverletzung freigesprochen. Gegen deses U teil hatte die Staatsanwaltschaft Berufung eingelegt. Die Strafkammer stellie jeeoch fest, daß sich der Angeklagte einer Fahrlässigkeit sculdig gemacht, hob das erste Urteil auf und verurteilte ihn zu einer Geldstrafe von 20 Mark (v 4 Tagen Gesangnis. Allgemeiner Getreide=Wochenbericht der Preisberichtsstelle des Deutschen Landwirtschaftsrats. Vom 20. bis 26. Februar 1906. Die Reichstogsmehrheit hat dem von der Regierung vorgeschlagenen Handels proo#so ium zu. g stimmt, nach welchem Deutschland den Vereinigten Staaten von Noidamerika für die Dauer eines Jahres die Vorteile des Konventior alturifs zugesteht. Damit ist der Getreidemarkt allen Zweifeln enthoben, die an die eventuellen Folgen eines Zollkrieges geklüpft wurden und nord amerikanisches Getreide, die Preisparität vorausgesetzt, in Deutschland konkurrenzfähig. Für die fernere Entwicklung aus dem Weltmarkte ist diese Wendung insofern von Bedeuturg. als die G fahr eines Abhängigkeitsverhältnisses der Exportstaatn von England etwas abgeschwächt erscheint, die durch das zeitwiise Ausscheiden Deutschlands als Käufer ohnehin schon geschaffen ist. Ist doch die auch in der abgelaufenen Woche vorherrschend gewesene Schwäche der internationalen Tendenz zum größten Tiil auf letzteren Umstand zurück zuführen, und die Größe der überseeischen Exportleißtungen hat die Stuation in dieser Richtung noch verschätft. In Indien sollen sich die Ernteaussichten infolge zum Teil ausgiebiger Rgenfälle derart gebessert haben, daß das Vorhandensein eines Exportüberschasses neuerdings in den Bereich der Möglichkeit gezogen wird, was um so bemerkenswerter ist, als noch vor kurzer Zeit größere Posten australischen Weizens für indische Rechrung erworben wurden. In Westeuropa entsprach der Witterungsgang keines wegs den Wünschen der Landwirtschaft, wenn auch im allgemeinen bieher nichte Ungünstiges über den Stand der Wutersaaten verlautet. Ja England ist die Fortdauer trockener Witterung dringend erwürscht, nachdem die Niederschlagsmengen dieses Monats den Durchschnitt früherer Jahre bereits überschritten hiben. In Frankreich hat der Ueberfluß an Feuchtigkeit verschie demlich Veranlessung zu Klagen gegeden. In Deutschland war die Witterung sehr ab wechs lungsreich; während im Süden und Westen ausgiebige Rgen= und Schner fälle vorkamen, sind im Often nur geringe Niederschlagsmengen gemissn worden. Die Tempecatur lag größtenteils in der Nähe des Gefrie panktes und sank im Osten vorübergehend auf— 8° C herab. Im Verhältnis zum Auelande kann die Lige des deutschen Getre dimarkts nährerd der litzten Wochen nicht als invorteilhoft bezeichnet werden. Die Geschäftsstille hält zwar an, und der versor#t= Konsum will in Erwatung eines weiteren Druckes vom Auslunde keine Nuan schoffungen vornehmen, so daß die Preise für B ot getreide in Oft= und Mitteldeutchland j. nach Um fang des Argebots neuerdings 1 bis 2 Mark ein büßten. Am Rhein bietet die Nähe der höheren Zölle den Preisen einen kläftigen Stützpunkt, und da das Angebot dort weniger stark hervortritt, lißen sich sogar höhere Folderu gen durästzn. 1e: Berliner Markt beschäftigte sich wieder mt Dckurgen, die sich gegerüber der schuchten Besch ffnheit des inländischen Produktes zur Erfüllung von späleren Laferungsveapflichtungen als rötig erwes u. Dieser Umstand und die un günstige Beurteiturg der politischen Sitration lessen den Markt ohne wesentliche#esversauchterungen schließen. Der deusche Import rutt gegenwärtig, aber die Verwendbarkeit von nach dem 1. März ausgestellten Zollquittungen für den Export bietet auch dem Impocteur die Möglichkeit, den dafür erzielten Betrag seiner Kalkulation zu Grunde zu legen. Derart ge Zoll. quittungen werden mit 8 bis 10 Mark bewertet, und haben zwischen Hamburg und Königeberg bereits entsprechende Transaktionen stattgefunden. Von Hafer haben sich an der Elbe große Lioer angesammelt. Dis inländische Angebot zeigt sich zurückhaltend; feine Qualitäten ließen sich besser verwerten, mittlere Sorten waren vernachlässigt. Die starken Zufuhren von Mais sind zu mäßig redyzierten Preisen schlank in den Konsum übergega gen. Die Mehlpreise mußten sich den schwierigen Absatzverhältnissen wieder mit kleinen Abschlägen anpassen. (Glückpunsch der Helgoländer Schiffer) Die treuen Stiffer von Helgoland haben ihre Segenswünsche zum Ezejibiläum des Kaiserpaares in herzlicheinnigen Versen zum Ausdruck gebracht. Wie der L..“ meldet, haben sit folgendes Telegramm an den Kaiser und die Kaiserin gesandt: „Grün ist der bräutliche Myrtenkranz, Weiß— sch'mmert er heute im Slberglanz, Rot— wurde von j: die Liebe benannt. Das sind auch die Farben von Helgoland. leuchtet in unseren schlichten Herzen Die Treue noch heller als Hochzeitskerzen Für unser erhabenes Kaiserpea:. Gott schütze und schirme es immerdar, Er wolle mit gütigen Vaterhänden Ihnen allez it Frieden und Segen nur spinden und langes Leben in sonnigim Glöcke, Daß seine Ehe dereinst roch schmückEn Kränzlein in Gold und in Diamant. Dies fleben die Sch ffer vor Helcoland“ Ein gesunder Knochenbau! u oft nur unbedeutender Mangel an Kalkstoffen in Organiemus eines Kindes kann verhindern, daß sich seine Knochen gesund und träftig entwickeln. In solchen Fällen. muß dem Körper in erster Linie Kalk zugeführt werden, für welchen Zweck such Scotts Smulsion besonder: gut eignet. Scotts enthält Kalk im richtigen Verhältnis, die Kinder nehmen sie mit besonderer Vorliebe, rasch regt sie ihren Appetit an und befördert ihre Verdauung. Scotts Emulsion wird von uns ausschließlich im großen verkauft, und zwar nie lose nach Gewicht oder Maß, sondern nur in versiegelten Origenalslaschen in Narton mit unserer Schutzmarke Fischer mit großem Dorsch auf dem Rücken. Scott& Bowne. G. m. b.., Franteurt a. M. Bestandteile: Feinster Medizinal=Lebertran 150.0, prima 50.0, unterphosphorigsaurer Kalt 4,5, uniervhosphorgsautes Natron pulv. Tragam 3,0. seinster grab Gumm ruiv..0, destill. Möbelfabrik u. Dekorationsgeschäft Bielefeld Neumarkt 20a. Telephon 727. Permanente Ausstellung kompl. Zimmer-Einrichtungen. Feinste Referenzen, mehrjährige Garantie. Fabrik: Waldhof 2, Telephon 440. 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Zu zahlreicher Beteiligung ladet freundl. ein Der Vorstand Ev. Manner- u. LunglingsVerein St. Johannis. Corntag, den 4 Wärz 1906, abends 8 Uhr: Familien-Abend aus Anlaß der Eilberhochzeit des Kaiserpaares. — Eintritt 20 Pfg. Herzl. ladet dazu ein Der Vorstand. Isgend=Abteilung. Nachm. 3½—6 Uhr: Spiele, Fortsetzung v. Ben Hur, Andacht. Knaben=Abteilung Nachm.—6 Uhr: Spiele, Aufnahme neuer Mitglieder, Fortsetz. der Geschichte, Andacht. Sonntag, den 4. März, nachm. 4 Uhr, im großen Saale des Evang. Volkssaales Feier der silbernen Hochzeil v. Kulserpaares. Neben Prolog, musikal. Vorträgen finden u. a. zwei der Bedeutung der Feier entsprechende hübsche BühnenAufführungen statt. In der Pause gegen 5 Uhr wird Kaffee(ohne Gebäck) gereicht, wofür 25 Pfg, von Kindern unter 14 Jahren 15 Pig. erhoben werden. Reichhaltiges Programm und eine Fesinummer liegt auf den Tischen aus. Der Vorstand. Kugusti Hinldem Schull! Die Anmeldungen neuer Schülerinnen werden schon jetzt im Schulgebäude entgegengenommen, und zwar: 1. für die höhere Mäschenschule: in der Zeit vom.—14. Mär; täglich vorm. 11—12 Uhr, 2. für das Cehrerinnen=Seminar: Mittwech, den 14. März vorm. 11—12 Uhr, 3. für die Seminarschule: Mittwoch, den 7. März nachm.—4 Uhr, können ca. 15 Kinder für die unterste Klasse angenommen werden; das Schulgeld in der Seminarschule beträgt für die neu Eintretenden in den 3 unteren Altersstufen 30 Mk., in den übrigen Altersstufen 40 Mk. Alle angemeldeten Schülerrinnen sind persönlich vorzustellen; Schulzeugnisse, Impf= und Taufscheine sind vorzulegen. Verein junger Männer, Papenmarkt 2 Sonntag, den 4 März er., rachm. 4½ Uhr: anläßlich der silbernen Hochzeit unse es teuren Kaiservoares. Musik= u. Grsang=Norträge, Ansprachen etc. Die aljährliche Missionsversammlung der Syuode Minden soll, so Gott will, am Mittwoch, den 7. März, nach n. 3 Uhr im evangel. Vereinshause zu Minden stattfinden. Missionar Hegner von Beis ba im Namalande(Deutsch=SüdwestAfrika) wird reden über„die Nama=Mission mit besonderer Berücksichtigung des gegeawärtigen Zustandes von Land und Volk“. Alle Missionsfreunde in Stadt und Land werden zu dieser Versammlung herzlich eingeladen. Prieß Superintendent. Hager& Schweikher Oberntorwall 7. Fernspr. 204. empfehlen als äusserst praktisch und haltbar .hoteum Poppiene in allen Grössen von Mk..50 an. Für bessere Räume Inlaid-Teppiche. Muster durchgehend. Unverwüstlich. A Zur Frühjahrsdüngung ist Thomasschlackenmehl der beste und billigste Phosphorsäuredünger. Hohe Ernten und Hautkrankheites ohne Berufsstörung. Sprechtage: Sonnabends von 9 bis 3 Uhr Sonntags von 9 bis 12 Uhr. Komme auf Wulsch ins Haus Gold wert ist ein zartes, reines Gesicht, rosiger, jugendfrisches Auesehen weiße, sammetweiche Haut und blendend schöner Teint. Alles erzeugt die allein echte Steckenpferd=Lilienmilch=Seise v. Bergmann& Co. 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Zur Abhaltung des diesjährigen Musterungs geschäfts für den Stadtkreis Bielefeld sind folgende Termine angesetzt: 1. auf Sonnabend, den 10. März, zur Musterung der im Jahre 1884 geborenen Militärpflichtigen, deren Familienname mit den Buchstaben A bis einschl. beginnt, sowie der in früheren Jahren geborenen, welche noch keine endgültige Entscheidung über ihr Militärverhältnis erhalten haben, 2. auf Montag. den 12. März, zur Musterung der im Jahre 1884 geborenen Militärpflichtigen, deren Familienname mit den Buchstaben I bis einschließlich S beginnt, 5. auf Dienstag, den 15. März, zur Musterung der im Jahre 1884 geborenen Militärpflichtigen, deren Familienname mit dem Buchstaben T bis einschließlich 2 und ferner der im Jahre 1885 geborenen, deren Familienname mit den Buchstaben A bis einschließlich F beginnt, 4. auf Mittwoch, den j4. März, zur Musterung der im Jahre 1885 geborenen Militärpflichtigen, deren Familienname mit den Buchstaben G bis einschließlich N beginnt, 5. auf Donnerstag, den 15. März, zur Musterung der im Jahre 1885 geborenen Militärpflichtigen, deren Familienname mit den Buchstaben O bis einschließlich V beginnt, 6. auf Freitag, den 16. März, zur Musterung der im Jahre 1885 geborenen Militärpflichtigen, deren Familienname mit den Buchstaben W bis einschließlich 2 und ferner der im Jahre 1886 geborenen, deren Familienname mit den Buchstaben A bis einschließlich O beginnt, 7. auf Sonnabend, den 17. März, zur Musterung der im Jahre 1886 geborenen Militärpflichtigen, deren Familiemame mit den Buchstaben E bis einschließlich J beginnt, 8. auf Montag, den 19. Mäcz, zur Musterung der im Jahre 1886 geborenen Militärpflichtigen, deren Familienname mit den Buchstaben K bis einschließlich O beginnt, 9. auf Dienstag, den 20. März, zur Musterung der im Jahre 1886 geborenen Militärpflichtigen, deren Familienname mit den Buchstaben P bis einschließlich O beginnt, 10. auf Mittwoch den 21. März, zur Musterung der im Jahre 1886 geborenen Militärpflichtigen, deren Familienname mit den Buchstaben V bis einschließlich 2 beginnt und ferner der sämtlichen Militärpflichtigen, welche reklamiert sind. Die Gestellungspflichtigen werden hie mit aufgefordert, zu den angesetzten Terminen sich vormittags 8½ Uhr im Musterungslokale Turnhalle an der Paulusstraße hierselbst einzufinden. Die Losung der Militärpflichtigen des Jahrganges 1886 und derjenigen älterer Jahrgänge, welche bisher ohne ihr Verschulden noch nicht gelost haben, sowie die Entscheidung über die Zurückstellungsanträge der Mannschaften des Beurlaubtenstandes findet am Donnerstag, den 22. März, vorm. 9 Uhr, im neuen Rathaus, Zimmer 30, statt. Das Erscheinen zum Losungstermine bleibt den Berechtigten freigestellt. Jeder M litärpflichtige ist ebenso wie seine Angehörigen berechtigt, Anträge auf Zurückstellung oder Befreiung von der Aushebung zu stellen. Es hat dies jedoch rechtzeitig vor der Musterung, also vor der im Frühjahr stattfindenden ersten Vorstellung beim hiesigen Magistrate, Rathaus, Zimmer Nr. 43, zu geschehen. Berücksichtigt werden derartige Anträge im Aushebungstermine nur dann, wenn die Veranlassung zu demselben, z. B. der Tod des Vaters, erst nach dem Musterungstermine eingetreten ist. Ist ein Militärpflichtiger im Aushebungstermine zur Einstellung in einen Truppenteil bestimmt, so ist ein Gesuch um Zurückstellung oder Befreiung in der Regel ausgeschlossen und nur in dem Falle noch gestattet, wenn die Veranlassung dazu nach dem Aushebungstermine eingetreten ist. Anträge auf Zurückstellung von der Militärpflicht können durch Verheiratung nicht begründet werden. Bielefeld, den 1. März 1906. Der Zivilvorsitzende der Ersatzkommission d. Stadtkreises Bielefeld I. 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Viertckjährlich ##d Geschäftsstelle n. allen Postanstalten 1., bei täglicher Zu##lung in Bielefeld ##20., durch Briefträger.42 M. Postzeitungsliste Nr. 5381. 5. März: Man nieders ebrannt, 1684 von Königswint Mor'tz Carrière, A. Volta, italienise — Laplace, frar Astronom, gest. 182 Maler, geb. 1886. 'storiker, in Leipzig Waldersee, Feldn 1904. Autorität, 1 Die Leidenschaft! Sozialdemotratie der russischen Rego heit verkündet, und suche, uns auch in zu kennen, haben g Volk dazu veranlaf geschichtlichen Aufge seiner Kultur zu von solcher besser deutschland bis in auf einstweilen noc Aber wie unsere von süddeutscher P der strafferen Zucht den Nordens verwi auch in dieser neue Deutschlands das Menschenverstande haben. Im Grun sich dabei immer ne der Gleichmacherei gedanken, die ihrer alle staatlichen Fo begriffe und Bodenm städtischen Zivilisati Kultur, die ihre gefestigten Gemeinw Heimatliebe und B werbslebens hat. Ein Blick auf tretenden Bestrebung techt zu vergrößern Rußland wie in Tendenzen der Soz auslaufen, die an von fern hergelau grundsatzlosen Mas heimatwüchsigen Bü sich da Wahlreform die zwar nicht zersetzend wirkende geschichtlich gestellte bewaßtsein oder Heil ziffer? Der geraddie Urfähigkeit der zu regieren, tritt Parlamenten greifbvom Liede bleibt nach Reform der pa ordnung. Das ist alle diese Parlamen die belgische Verfaf Lutionsprinzip der prattisoten Ausdruc ment aber, das b Muster eines wirk Interessen seines La ist, das englische dem Grundsatz jeder B liebige wäh das Wahlrecht ist st Gemeinden bezw. die Universitäten, e es wählt die übrig Grundsatze ihrer dehnung des englist in dieser Richtung wick llt. Man hat: gelausenes Volk in berechtigt zu mache lag die erziehliche englischen Arbeiterm in dieser Beziehung einem Molkenbuhr M