118 s Aeater! z, den 9. Februar 1906. Rittwoch=Abonnement. ühlingsluft. in 3 Akten nach Motiven Strauß von Reiterer. lnfang 7½ Uhr. d. den 10. Februar er. g zu kleinen Preisen. lung im Suderm.=Ziklus) metterlingsschlacht. die in 4 Akten von g. Sudermann. urst! alamiwurst, ervelatwurst fest, schöne Farke, Pfd. 1 Mt. Mettwurst u. sche Wurst, Schweinsdarm) sd. 55 Pfg. per Nachnahme dauernder Kundschaft. van Husen ik mit elektr. Betrieb. C. 94, Postfach 9, ienstraße 214. Wenkel, Bielefeld, rutborwall 4 d. tigung sämtl. seiner -Gerderoben. en, Buckskins 2c junges Mädchen wid il d. J. oder später ellung ng des Haushalts und gesucht. Familienaningung Vergütung inkunft. unter M. K. 61 Hausberge. besucht jungen Haushalt(ein abrenes, zuverlassiges lochen eiratung des jetzigen unter Beisügung von riften urd Argabe von n erbeten an enieur Rückel, ##. Fürstenwell 6. elefeider markts preise vormittags 10 Uhr cher Berich: pr. 1 Psd 1—1,10 Nr. 35. Vierteljährlich eder Geschäftsstelle n. un allen Postanstalten 1 M., bei täglicher ZuHellung in Bielefeld 1.80 M., durch Briefträger 1,42 M. 30. Jahrgang Anzeigengebühr für die einwaltige Petitzeile oder deren Raum 12 Pf., für auswärts 15 Pf., Reklamen 25 Pf. Erscheint sechsmal wöchentlich Geschäftsstelle Ritterstr. 43. Fernsprecher Nr. 15. 10. Februar: Ferdinand Cortez schifft sich von Kuba nach Mexiko ein. 1519.— Montekquieu, fran öst'cher Philoseph, gest. 1755. — Friede zu Versailles zwischen Frankreich und Ergland, 1763.— Geora Weher, schichtsschreiber geb. 1808.— Tieffen bei Champ Aubert, 1814.— Dr. Max v Pettenkofer, Hyzieniker, gest. 1901 11. Februar: Descartes, Philosoph, Mathematiker und Physiker, gest. 1650.— Rapoleon fiegt über die Russen unter General Sacken bei Montmirail, 1814.— Paris bezahlt die Kriegskontribution, 1871.— König Amadeus von Spanien dankt ab, 1873.— Karl v. Holtei, Dichter, zu Breslau gest 1880. — König Milan von Serbien, gest. 1901. 1 „ 1 " 1 *! ** " 1 * 1 " 1 " 1 „ 4 " 1 * 1 „ 1„ „ 1„ „ 1„ 1 „*„ „ 1„ " 1„ Bund, neue alt 1 Pfk., neue " 4ln2 pr. Stück 70— 821.— —75 —30 90 70— 75 85.—55 90 80—.5 3 3,75 8 10—20 1 100 Psb. 100„ 00„ 100„ Bielefeld 10—14 15—15 5—4 4#0 Die christlichen Gewerkschaften. II 4 Wir erkennen an, daß die christ lichen Gewerkschaften das gute Ziel verfolgen, die wie sie sagen christlichen, sie meinen aber alle für Staats= und Königstreue noch nicht verlorenen Arbeiter zu sammeln, ihnen eine Vertretung ihrer berechtigten Interessen und einen wirtschaftlichen Halt und materielle Hilfe zu bieten, wenn sie in Streiks und Aus sperrungen hineingezogen werden. Das sind bügte Ziele und wir versagen ihnen deshalb unsere Sympathien nicht, sofern sie in der Proxis gemäß den unter 3 gesteckten Richtlinien handeln. Wir sind keineswegs ihre Gegner, wie vielfach geglaubt wird, wünschen ihnen vielmehr alles Gute. 5 Aber wir haben an ihnen auszusetzen, daß sie sich christliche Gewerkschaften nennen. Man sage nicht: Auf den Namen kommt's nicht an; der Name ist durchaus keine gleichgültige Sache. Er sagt, was man sein will; man darf aber nur sein wollen, was man sein kann, und Gewirkschaften können als solche niemals chrißlich sein. Wollten sie es dennoch sein, dann dürften sie nur soiche Arbeiter unter ihrer Fahne sammeln, die ein christliches, auf geistliche, jenseitige Dinge gerichtetes Streben an den Tag legen, und müßten st sich die Pflege solchen Strebens in erster Linie und die gewerkschaftlichen Ziele as Nedenzweck zur Aufgabe machen. „Teachtek zuerst nach dem Reich Gottes und seiner Gerechtigkeit, so wird euch solches alles zufallen(wörtlich: dazu gegeben schen G.m. 6; 33. Wenn aber die christlichen Gewerkschaften nach dieser Regel Herrn Jesus Christus, nach dem sie sich nennen, verfahren wollten, dann würden sie niemals die Massen für sich gewinnen, und die Massen müssen sie haden, andernsalls können sie der Sozialdemoktatie keine durchschlagende Macht entzgenstellen, auch die nötigen materiellen Hilfen wegen mangelnder Mittel nicht gewähren. Geme Aufgaben lassen sich also in eiger bunden 6z: gar nicht mittinander ver.:““ sind verschieden geartet, die Jedich, aus Ewige, die andere aufs sordert g die Ereichung dieser erMice, das Streben nach weltlicher # und vollen Kassen, die für jene mur gangbar sind. chae enn auch die in christlichen GeweikZa st., organisierten Arbeiter ohne allen # durch den Numen„christlich“ die das genug zu lobende Aksicht ausfprechen, feindlichen Sozialdemokratie Christen l##den wollen, so begründet diese Absicht Hiestügen Hrigt Zvicken gebildete Einrichtung ••peich zu nennen, andernfalls könnte wen guch von christlichen Kassen, christlichen ##ven usw. sprechen. Daß aber die Gul der cheistlichen Gewerkschaften rein diesseitig sind, fällt dem Beobachter uderall in die Augen. Dafür zeugt u. a. das im Eingesandt in Nr. 28 in einer Fußnote angezogene neuste Vorgehen des „Gewerkvereins ch istl. Bergarbeiter Deutsch Behrenad hatir„(Verteter Arbeiterskteidte Sehrensf, vosul- zeugt der gemeinsame Kampf der christlichen Gewerkschaften mit den„sreien“ (sozialdemokratischen) bei großen Streiks in ihroster Zeit, sogar bei dem Streil in der Berliner El.kirizitäts= Industrie, das Zusammentagen in geweinsamen Ausschüssen usw. Am deuslichsten wird die Diesseingkeit des christlichen Gewerkschaftsstrebens vielleicht in einer uns zugegangenen Mitteilung gekenn. zeichnet, wonach sich einer der Großleute in den christl. Gewerkschaften jüngst in Kön solgendermaßen hat vernehmen lassen: „Zur Einordnung in die bestehende Gesellschaft wird sich die neuzeitliche sozialistische nichtsozialistische Arbeiterbewegung sich nur bereit finden, wenn ihr die erstrebte höhere Anteilnahme an den Kultugütern ermöglicht wird auf dem Boden der wirtschaftlichen, politischen und gehisschaftlicheg Rechtsgleichheit mit den üutigen Ständen, insbesondere mit den Unternehmern. Die klassenbewußten Arbetter wollen aynuch wie die Landwirte, Gewerbetreibenden usw. tigten Interessen gegerüder den übrigen Mitgliedern der wesellschaft selbst vertreten, nicht aber deren Regelung dem einseitigen Ermessen anderer überlassen. Sie wollen als vollmü diger Sisilsende i Angehörige als vertrag## Partner bei Regelung ihrer Interisin uis aullproduzenten, als vollwertige Mitbürger im Staat und Gesellschaftsleben richtliche und praktische Anerkennung finden. Wird die Ge schscheit, isserz, Prundgedagken dis„Emanzipanonstampfer der Arbeiterbewegung nicht gerecht, so wird auch eine weit gehende Fürsorge des Staates, der Arbeitgeber usw. nicht verdaß die aufwärtestreberden Arbeiter in Kampfesnei#ung bleiben und der Einordnung in eine solche Gesellschaft widerstreben.“ Hierin liegt zwar manches Berechtigte, auch wir verlangen, daß der Arbeiterstand als gleichberechtigt anerkannt werde; aber wir fragen, was hat das alles mit dem Christentum zu tun? und emp fehlen den rechten Christen im Arbeiterstand dagegen die ernste Beherzigung der Schriftstellen: Matd. 6, 38; 1. Theff. 4, 11; 2. Thefs. 3, 12; 1. Tim. 6, 6—12; Math. 6, 25. 26 und Phil. 2 4.„Mensch, wer hat mich zum Richter oder Erbschichter über euch gesetzt“, sagt der Herr Christus, nach dem sich die christl Gewerk. schaiten nennen. Zu welchen j des christliche Empfinden aufs tiesste verletzenden Wortverbindungen führt doch die mißbräuchliche Anwendung des Namens Christ!! wir nennen nur die täglich in den Blättern zu lesende B zeichnung„christlich organisier!". 7. Die mißbräuchliche Anwendung des Namens Christi gefährdet auch die christliche Gemeinschaft, denn 1. entleert sie den Begriff„christlich“ seines Ewigkeitsinhalts und bereitet sie damit einer flachen Anschauungsweise den Weg, die rechte Christen mit dem größten Ernst bekämpfen müssen, führt sie also die Leute von dem ewigen Quell des lebendigen Wasser hinweg in die Wüste, und 2. ist sie geeignet, die Christen zu entzweien, während sie doch nach des Herrn letztem Gebet alleeins sein und nach Röm. 15, 6. „einmütig und mit einem Munde Gott und den Baler unseres Herrn Jesu Christi loben“ sollen. Die Verteidiger des Namens„christlich“ in Verbindung mit einer Gewerkschaft wollen sich einmal folgende Möglichkeit vorstellen: Der Bund der Landwirte und die Mittelstandsbewegung, oder auch irgend eine Arbeitgeberverbindung, die gleichfalls rein diesseitige Ziele haben, beschlössen dr— wir sagen es gerade heraus— schlechten Mode zu folgen und lezteu sich auch den Namen„christlich“ zu. Sir könnten es genau mit dem gleichen Recht wie die Arbeiter, wenn ihre Mitglieder damit ausprechen, daß sie Czeisten bleiben wollen. („Gleiches Recht für Alle!“) Welches unerfreuliche Bild würde sich aber dann ergeben, wenn diese Verbindungen in einen wirtschaftlichen Kampf mi einander gerieten, wie würde dann der erhabene Name „christlich“ in den Staub gezogen werden! Es wäre, meinen wir, christlicher, wenn die christlichen Gewerkschaften sich nicht chrißtlich, sondern stalt dessen etwa: statts= und königstreu, oder patriotisch, oder vaterländisch rennen und um so ernster bemüht sein würden, christlich zu handeln. ist ek, worauf es ankommt und den ernsten Christen böte dann die Gewerkschaft einen Boden, sich zur Ehre des Herrn zu betätigen. In unserm Ravensberger Land könnten sie sich vielleicht ravensbergisch nennen, damit wäre gesagt, daß sie ihren eigenen Weg nach altravensbergischer chiistlicher, königstreuer und besonnener Art gehen wollen Gras Posadowsky erwähnte dieser Tage im Reichstage, daß es Arbeitgeber gibt. die ungern christliche Gewerkschaftler annehmen Im Haß gegen das Christentum kann das seinen Grund nicht haben, denn allezeit galten bieher die christlichen Arbeiter für die trenesten und zuverlässigsten. Sollte es etwa vorgekommen sein, daß christliche Gewerkschaftler sich in hoffährtiger, anmaßender Weise auf ihr Christentum zur Eclangung irdischer Vorteile verufen haben? Das wäre tief zu bediuern, aber leider zu verstehen. 8 ltem: Man mache es durch Aufgeben des irrefährenden Namens, dafür aber durch echt staats- und königstreues und christ liches, ein friedliches Verhältnis zu den Arbeitgebern anstrebendes Verhalten allen Christen möglich die heute sich christlich nennenden Geweikschaften auf das Wärmste zu sördern. Wenn wir uns davon auch keinen durchschlagenden Erfolg versprichen und die jüngst in einem Einder„Werlf. Ztg.“ angedeuteten fahren nicht verkennen, so geben wir doch willig zu, daß solche Gewerkschaften einst weilen den sozialdemokratischen Wind aus den Segeln nehmen und nützlich wirken würden. Einem rechten Kampf gegen das Böse müßle, meinen wir, jeder Christ und Patriot seine volle Sympathie und seine Hilfe, so weit er es nur immer kann, zuwenden ohne Rücksicht auf den Erfolg. Wenn der Eine oder Andere etwa denken sollte: Aber Ihr nennt Euch doch in Muden Ravensberg: christlich= konservativ, warum beansprucht Ihr für Euch, was Ihr uns verbietet? so antworten wir: Wenn zwei dasselbe tun, so ist es deshalb nicht dasselbe. Wir Kenservativen erachten die Kirche des lauteren Evangeliums für den Pfeiler, der Alles trägt, mit dem Staat und Gesellschaft zusamwenbrechen, und er kennen es als Partei als unsere erste und wichtigste Aufgabe, für die unverletzte Erhaltung dieses Pfeilers zu streiten. Alles andere steht uns in zweiter Linie, deshalb dürfen wir uns wohl„christlich=konservaliv“ nennen. Leber freilich wäre es persönlich der Redakion, wenn auch unsere Partei, um Mißverständnissen vorzubeugen, sich einfach konservativ nennen, dafür aber um so eifriger von ihren christlichen Grundsätzen sich würde leiten lassen. Das war auch die Meinung des alten Strosser. Wir haben unsere Meinung ganz aufrichtig ausgesprochen; wenn wir dabei zu scharf gewesen sein sollten, so wolle man darin nicht eine Verletzung der christlichen Liebe, sondern nur die Aesiczt erkennen, durch die Schärfe des Ausdruck; die Sache in ein möglichst klares und helles Licht zu stellen. 9. und sicherer Quelle, daß die Sozialdemokratie für dn 18. März eine Wiederbolung der Demonstrationsversammlungen, wie sie am 21. Januar stattgefunden haben, plant. Die Antisozialdemokratische Korrespondenz“ vermag weiter zu melden, daß auf Antrieb Bebels für Berlin Massenversammlungen nach Hamburger Muster, an einem Alltag nachmittags— also unter widerrechtlicher Niederlegung der Arbeit und unter Kontraktbruch— in Aussicht genommen find, in deren Stellung gegen die Behandlung der Wahlrechtsfrage in den Parlamenten genommen werden soll. Die„A.=S. K.“ bemerkt dazu u. a.: Formell hätten wir ja damit den politischen Massenstreik, wenn auch nur für wenige Stunden. Da treten nun zwei Fragen auf: Will und kann die Regierung gegenüber den dann kontraktbrüchigen Arbeitern in ihrer Passivität verharren und die damit verbundene Einbuße an eigener Autorität und an Rechtsgefühl im Volke ruhig in den Kauf nehmen? Verhält sich die Regierung passio, werden dann die Arbeitgeber den völlig grundlosen und zu rein politischen Zvccken vollzogenen Kontraktbruch sich ruhig gefallen lessen, oder mit Abwehrmafregeln und Aussperrungen antworten? Tun sie das, so haben wir den totalen politischen Massenstreik und die Regierung muß dann doch sich zu irgend einem Eingreifen entschließen. Möchten Fürst Bülow und Graf Posadowsky sich doch bei Zeiten darüber klar werden, daß sie schließlich doch kämpfend sich mit der Sozialdemokratie auseinandersetzen müssen. Jetzt hat die Regierung noch die Freiheit, das Kampffeld und die Kampfart bestimmen zu können. Diese Freiheit kann gar bald verloren sein. H. Sozialdemokratische Pläne. Die„Antisozialdemokratische Korrespondenz“ erfährt aus bestimmter Politische Nachrichten. Aus dem Deutschen Reiche. Berlin, 9. Februur. Der Großherzog von Baden hat sich von seiner schweren Erkranlung, die ihn mehrere Wochen an das Bett fesselte, völlig erholt und seine körperliche und geistige Rästigkeit, die von allen, die im letzten ie mit dem 79 jährigen greisen Fürsten zu verkehren Gelegenheit hatten, bewundert wurde, wieder erlangt. Die Steuerkommission des Reichstages lehnte die neuen Verkehrssteuern ab und nahm einen Antrag Müller=Fulda(Zentr.) an. Dieser Antrag bezwickt die uenderung der Stempelsteuer für Aktien, Kexen, Renten und Schuldverschreibungen, eine anderweitige Befteuerung der Frachturkunden und Quittunger, und schließlich eine Besteuerung der Ansichtskarten. Dann werden die§§ 82 bis 38 unter Berücksichtigung der durch den Antrag Müller Fulda notwendig gewordenen Aenderungen nach der Vorlage genehmigt. Die nächste Sitzung findet Dienstag statt. Zur Beratung wird die Fahrkartenstempelsteuer gelangen. Die Budgetkommission des Reichstags bewilligte von den verlangten 17 Sekretären die für die neuen Bezirksämter Tabora, Moschi, Mpopaa und Muania in Ostafrika, ebenso die Forderungen für Forstdeamte. Das Kapitel„Lokalverwaltung“ wird darauf genehmigt. In der Kommission des Abzeordnetenhauses für das Volksschulunterhaltungsgesetz wurde die Frage beroten, in welchem Umfange der preußiiche Fiskus verpflichtet werden solle, zur Ausfuhrung 95 hie der Finanzminster den Vorschlag, den Fiskus zu vertflichten, den jenigen Schulverbänden mit nicht mihr als 4 Scholstellen, reiche„im Lause eines Jahres mehr als 500 Mark für notwindige Bauten aus gegeben haben, ein Drittel der diesen Betrag übersteigenden Summe zu erstatten; der staatliche Baubeitrag soll fortfallen, wenn der Bau in der Hauptsache dadurch notwendig geworden ist, daß der Schulverband die bei der Unterhaltung gebotene Sorgfalt gröblich verletzt hat. Bei notwendigen Bauten, die über 2000 Mark kosten, müssen vorher Baupläne eingereicht werden. Die Belastung des Fiskus aus diesen Baubeiträgen wird sich auf 2000000 belaufen. Der Vorschlag des Finarz= ministers wurde von der Subkommission einstimmig angenommen. Der Landrat des Kreises Sprottau weist in einem Erlaß an die Kreisbevölkerung auf die auch in Niederschleften zu nehmende Polengefahr hin. Er erklärt, daß jeder, der seinen Besitz an Polen veräußere, Verrat übe an Kaiser und Vaterland, und fordert sämtliche Gemeindevorsteher auf, ihm schleunigst mitzuteilen, wenn in den Ortschaften des Kreises polnische Kauf agenten auftreten. dem Auslande. Wien, 9. Febr. Der„N. Fr. Pr. zufolge wird die Auflösung der ungarischen Reichstages noch im Lause des Monats Februar erfolgen, eine Verfügung, welche die ernsten Gefahren der absolutistischen Verwaltung in Ungarn heraufbeschwört. Der Zeilpunkt für die Neuwahlen wird im Auflösungsreiktipt vermutlich vicht bekannt gegeben werden. Ungarn wird somit keinen Reichstag heben, und seit der Wiederher stellung seiner alten Institutionen vor mehr als vier Jahrzehnten zum erstermal wieder ohne Volksrertretung sein. Das ist das böse Ende der extremen Politik und der separatistischen Uebertreibung. Paris, 8. Februar. In Versailles wurde der Inventarausnahme in der St. Symphorionkirche erbitterter Widerstandertgegengesetzt. Als der Präfekt Poirson und der Finanzdeamte die Kirche betraten, wurden sie von den aus dem Chore postierten Manifestanten mit Stühlen und Steinen beworsen. Der Präfekt wurde erheblich deutschen Vertreter diesem Vorschlag zustimmen werden. Garten= und Landwirtschaft. (Handels verträge und Landwirtschaft). Vor dem Inkrafttreten der neuen Handelsverträge macht sich eine ganz bedeutende Steigerung des Warenverkehrs geltend, um noch möglichst große Mengen zu den billigeren Zollstzen, in den rächsten Wochen ein= bizw. auszuUmfassende Vorkehrungen sind zwar von den Eisenbahnverwaltungen Deutschlands und der Nachbarlärder getroffen, um diesen Ansturm prompt bewältigen zu können, trotzdem ist aber mit Sicherheit anzunehmen, daß sich vielfach ein äußerst fühlbarer Wagermangel bemerkbar machen wird, wie sonst nur in den Herbstnonaten. Namentlich wird der Wagenmangel auch solche Massengüter triffen, die nicht die Grenze zu passieren brauchen; er wird sich z. B. beim Thomas mehlbezug für denjenigen unan enehm fühlbar machen, der sich nicht rechtzeitig damit versieht, umsomehr als ja alles Thomasmehl aus dem deutschen Westen, also vielfach auf weite Entfernungen heranrollen muß.— Das alte Vorurteil, daß Thomasmehl nur im Hecest Anwindung fiaden dürfte, ist ja in vielen Gegenden schon ganz über Bord geworfen, in den übrigen Gegenden ist es im Verschwinden, sodaß die Verwindung im Frühjahr sich immer mehr eingebürgert hat. Wäh end aber im Hirbst ein Zuspätkommen des Thomasmehles keine große Verlegenheit bereitet, da es dann einfoch nachträglich als Kopfdünger obenaufgestreut wird, ist bei allen Düngemitteln eine Verspätung im Früljahr unangenehmer, weil in diesem Falle die volle Wirkung immerhin von der Gunst oder Ungunst der Witterung mehr mit abhängt; das Thomazmehl muß auf alle Fälle hinausgevrecht werden, solange noch hinreichend Bodenfeuchtigkeit im Acker vorhanden ist, von der wir ja allerdings in diesem Jahre übergenug baben: wird dann die Six.), d.### am Kopfe verletzt. Gendarmen und Truppen drangen in die Kirche ein und verhafteten eine Anzahl junger Leute, darunter einen gewissen de Vezin, der den Präfekten vermundet hatte. London, 9. Febr.„Daily Chronicée“ meldet aus Melbourne unter dim 3. Februar: Im Gepäck zweier Japaner, welche sich als Kaufleute ausgasen, wurde eine vollständige Kopie der geheimen Pläne der Befestigungen von Sydney ent deckt. Der Landesverteidigungsminister hat eine Untersuchung des Falles veranlaßt. Die Behörben äußern sich sehr zurückhaltend, aber der Minister betrachtet die Angelegen heit als sehr ernst. Wenn die Untersuchung ergeben sollte, daß die beiden Männer Spione sind, so fürchtet er, daß die unter den Austratiern herrschende Abneigung gegen Japan noch verschärft werde. Petersburg, 8 Febr. Der Aufruhr im Kaukasus gewinnt an Ausdehnung. Im Kreise Sangesur ermordeten Tataren 200 Kinder und Frauen und zündelen viele Häuser an. Die Armenier rückten ihnen entgegen, wobei ein blutiger Zusammenstoß stattfand. Die Tataren ergriffen die Flucht und hinterließen zehn Tote. Konstantinopel, 9 Febr. Die Meldung auswärtiger Blätter von einer Niederlage der Jemen=Armee und Verwundung Feizi Paschas, sowie die Gerüchte über eine neuerliche Beschießung von Sanan bestätigen sich nicht. Die letzte Depesche Feizi Paschas meldet, daß trotz der Hinderrisse und Schwierigkeiten die Operationen ungestört planmäßig fortschreiten. Madrid, 8. Febr. Es wurde heute beschlossen, die Absicht des Königs, sich mit der Prinzessin Ena von Battenberg vermählen, amtlich bekannt zu geben. Die auswärtigen Regierungen werden am 20. Februar benachrichtigt. Die Hochzeit ist wahrscheinlich am 2. Juni. Algeciras, 9 Febr. Die französische Bertretung erhob unerwartet das Verlangen, vor allem weiteren die Polizeifrage geregelt zu sehen. Die vertrauliche Fühlung in der Polizeifrage aber führte alsbald zur Herausbildung des Gegensotzes, daß Deutschland an der internationalen Regelung festhät, Frankreich aber auch außerhalb der algerischen Grenzbezirke Ein richtungen wünscht, die ihm ein absolute## Uebergewicht für die Ausübung von Polizei befugnissen in ganz Marokko auch in dem Falle sichern würden, daß es, um den An schein des faktischen Protek orats zu vermeiden, in einigen Bezirken die Wahrnehmung tlicher Befugnisse durch Spanien dulden will. Es ist nicht anzunehmen, daß die huben, wiro bann die Statte der Dungung im Bergleich zur Herbstdüngung noch um eine Kleinigkeit erhöht,— was ja bei dem großen Preisunterschied gegenüber Superphosphat wohl angänzig ist— so sind alle Bedingungen gegeben, um einen durchschlagenden Efolg der Frühjahrsdüngung mit Thomasmehl zu gewährleisten. Aus den Parlamenten. Deutscher Reichsrag 59 Sizung von 9 Februar 1906, 1 Uhr. stisch: Graf von PosaDer Reichstag nahm heute bei schwachem Besuche zunachst die Novlle zum Gesetze, das die Angelegenheiten der freiwilligen Gerichtsbarkeit betrifft, in erster und zweiter Lesung ohne Eörterung an, zweite Lisung des Etats des chkamts des Innern bei der allgemeinen Besprechung forr Abg. Giesbert(Zent.) meinte, es sei in den Egten Jahren auf sozialpoluischem Gebiete wenig seschehen, und forderte Regelung des Max malarbenslages sewie reichsgesetzliche Behandlurg der Verzartgzierverzältpsse. ung Prinz Schönaich Carolath(nl.) lenkte desrau Seteruns auf das Aulomobllunwesen, zn Gs#mpfung er inheitliche landesgesitzliche Demmmmungen verlangte. Staatssekretär Graf Posadowsky erkannte die schweren Mitstände im Automobilverkehr an und teilte mit, daß in den rächsten 14 Togen sich Bundesrat über eine einheitliche Polizeiverordnung schlüssig machen weide. Er warnte jedoch gleichzeitig davor, diese Materie in einer an sich begre flichen E. bitterung gegen den Automobilis mus zu behandeln. Auf die gestrige Anftage des Abg. Barkmann erwiderte der Staat sekretär, die Novelle zum Vogelschutzgesetz sei fertig gestellt und werde ern, Hause zugehen, sobald es die Geschästslage Abg. v Bieberstein(kons) wies die gestern vom Abg. v. Gerlach erhobenen Beschuldigungen gegen die ländlichen Arbeitgeber zurück und legte Süra 25 lsich die sändlichen Arbeiter nach mancher Linsicht besser stehen als die in der Sadt. Abg. Rören(Zir.) verlangte Moßnahmen gegen das Ausverkaufsunwesen, während Abg. Fräßdors(Soz) bemüht war, die sozia'demo ## u# Krankerkassen gegerüber den Angriffen dir dog. Mugdan rein zu waschen. Abg. Frhr v. Heyl(nl.) befürwortete die ba'dige Einbrirgung eines Gesetzes zum Schutze der Heimokseltr. 8846 v Oldenburg(kors) bemängelte, daß Graf Posadowiky große ländliche Armenverbände bilden woll: und bedauerte, daß die Sozialdemo kratie wegen ihres Verraltens am 21. Jaruar von der„Norddeutschen Allgemeinen Zeitung" belobt worden sei; Ruhe und Ordnurg zu wahren, sei ganz selbstverständlich. Staatesekretär Gras Posadowsky er viderte, er habe zur„Norddeutschen Allgemeinen Z itung“ amtliche Beziehung, im übrigen bestehe ihn und dem Reschskanzler nach jeder Rchtung#. voues Einverständnis. Sonnabend 1 Uhr: Irterpellation über das Borussia Unglück, Fortsetzung. Schluß 6¼ Uhr. Lotales und 10 Febr.(Die Stadtverord5: Bunda. bieltgestern eine Sitzung ab. Hunachft wurde der in der letzten Ergänzungs Elan vezüchen..“ und Miteilungen des wudn die Artäge J. G miche Magifh att wir folgt er In# maßhin des Ges tzes betreffend die Bekampfung übertragbarer Krankheiten wurden zur Absckätzung der zu vernichtenden und zu dezir fizieren den Gegenstände auf Vorschlag des Magistras die Hrien Diekmann, Gassel und die beiden Schneideimeister Steffens und Dockhorn als Sachverständige gewählt. Der sosen 52; Gesteiets rest die Uchernahme der Kosten der Derinsettion durch die Allgeneinheit an und bittet die Desinsektion auch bei Tuberrre s anzuordren: Der Ober: erwidert, daß die stadtische Ber welung bei nachgewisener Mittellosigkeit schon bir her#gesprungen sei und dies auch in Zukunft tun werde. Die Aerzte möchten scharf vorgehn Halemeier wird als vu Harbenen Gern des virstordenen Perrn W. Bertelsmann wird Kaufmann Otto Lorenz zum Stadtrat gewählt.— Ein mit dem Kaufmann E. Buddeberg sen. abgeschlossiner Vertrag über den Ankauf eines Giundstücks an der Körnerstraße in Größe von 1200 Quadratmeter für den Preis von 45 Mark für den Quadratmeier wird genehmigt und der Kaufpreis nebst Kosten aus An leihemitteln bewilligt. Auf dem erstandenen Grundstück soll ein Schulbau für die höhere Mädchen schule errichtet werden.— Desgleichen wird ein mit dem Schlesser Bökenkamp abgeschlessener Bertrag über den Verkaus eines an der Turmstraße gelegenen Bauplatzes genehmigt. — Für Anschaffungen für die städtische Bib. liothek werden 339,90 Mk. nachbewilligt.— Der Haushaltsplan der Friedhöfe für 1906 wird mit 19500 Mk. in Einnahme und Ausgabe und der Haushaltsplan für die kaufmännische Fortbildungsschule für 1908 in Einnahme und Ausgabe auf 22510 Mk. fest. gesetzt. Damit werden zugleich zwei neue Lehrerstellen in den Etat eingestellt und wird eine Lenderune, in Schulstatut geaehmgt. Die Sthule entwiclen sich, wie der Overdü germeister mitteilt, in solcher Weise, daß die Lehrerstellen nicht mehr im Nebenamt verwaltet werden können. In nicht langer Zeit wird auch die Raumfrage gelöst werden müssen.— Der Versetzung des Polizeisergeanten Küppers in den Ruhestand zum 1. April mit der gesetzlichen Pension von 1500 wird zugestimmt.— Der Wohnungs. 855831schuß dezjenigen Beamten, die bis sttt wer. und weniger beziehen, wied vom 1. April 1906 ab auf 270 Mk. erhöht.— Das Gehalt des Straßenreinigungs= Aufsehers Altner wuro dem Gehalt der Polizeiwachtmeister gleichgestellt und auf 1700 Ml., bis 2330 Mk. steigend, nebst freier Wohnung fistgesetzt.— Zu einer längeren Diskussion führt ein Antrag des Magistrats, zum 1. Apeil 1906 einen Magistrats asseisor gegen eine Jahresvergülung von 3600 Mark anzustellen. Wie der Oberbürgermeister aufführt, haben die besoldeten Stadtder Bürgermeister Dr. Stapenhorst irsholge der Gertgpscge oi deren Arbeitlaß in(bige der Entwillelurg der Stadt übergroß geworden ist, eine Hülfe dringend nötig, die besonders einzutreten hat, wenn einer der beiden Hirren deurlaubt ist. Einen neuen besoldeten Stadtrat zu bemuteagen, konnte sich der Magistrat nicht entschließen, weil dann auch noch ein unbesoldeter Stadtrat hir zutreten und sich dadurch die Zahl der Magistratsmitglieder auf eine zu hohe auf 13, erhöhen würde. Indem der Magistrat einen höheren Beamten zur Eatg der besor#eten Magistratsmitglieder befolgt er dem Vorbild andeeer Stätte. Stadtv. Justizrat Dr. Frankenstein: Meine Freunde haben erhebliche Bedenken. Wir sind der Meinung, daß die unbesoldeten Stadträte etwas mehr herangezogen werden können und wir glauben auch, daß die Herren sich dazu willig finden lossen werden. Stadto. Direktor Tiemann: Wir haben uns in der Finanzdeputation ü erzeugt, daß der Magistratsantrag angebracht ist. Die unorsolderen Stadträte werden nicht hinreichend gchlsen Löanen; denn si: sind anderweitg statk sade.: Stadto. C. W. Bock meint, die unde. #eren„„#adträte würden meist erst in den Magistralrsitzungen über die Vorlagen insormiert und hätten mehr repräsentative Obliegenheiten, sie könnten wohl mehr zur Mitarbeit herangezogen „Hers Bock beantragt die Ablehnung des Maginumantrages. Der Oberbürgermeister Magishrag Se zistrutsaffessor Ovliegenheiten, übernehmen jous, die eine solche Verantwortung in sich schließen, wie sie ein unbesoldeter Stadtrat, der außerdem sein eignes Geschäft zu besorgen hat, garnicht auf sich nehmen kann Dieser könnte nicht stetig im Rathause sein, das aber sei nötig, denn er müsse die Beamten kontrollieren und für sie und das Publikum stets zugängig sein Es liegt in der Natur der Sache, daß wir nue urgern ctwas von unserm Dezeinat abgeben, und wir tun dies nur dann, winn es im Interesse der Stadt liegt. Stadtv. Dr. Esau tritt für den Magistratsantrag ein. Stadtv. Severing(Soz) erkätt daß seine Freunde für den Magist atsartrog si mmen wurven. Auf eine Anfrage des Stadtv Justizrat Dr. Klasing, in welcher Wise die Amtsführung des Mogistratsassessors gedacht sei, erwidert der . V Polzelangele, dieser wülde viele Sahen des Magsteats seide veien und bergl. ramens ###tständig in die Hind nehmen und gloßlle Sachen bis zur Unterzeichnung vorgereiten. Stadtv. Justizrat Bock: Ich bin Gegner des Aatrages aus Peinzip; in der Städteordnung ist ein solcher Bamtec richt vorgesehen Fisch nicht Flisch, ein in die Verwaltung eingeflickter Subalternbeamter. Wir kommen mit ihm zu dem französischen Adjunk tensyslem, zu dem Afsessorismus, an dim die Steozuergelturg, übnall krankt. Außerdem ist der Maginticran ssor nur das Embiyo eines wit pielleicht arneh aiu eschen konntin toil vienticht urnhmen, wenn er nicht entbehrt eiden, kann, aber in dieser Form ist der Artag u. u., nicht akzeptabel. Der Magistratsa trag wi d y#rauf mit großer Mehrh it angenommen; für ihn stimmen die Rechte und die Sozialdemo Wasig ag. üiberale Linke.— Da der mit dem Betriebsvermögen P Ssctese Pesen..— wird u G# busem witere 110000 Mi aus den u verschussen aus Vorjahren zuzuführen.— de. Fehsssung 5#e#enstand der Tagesoldrung eld für das Rechnung jibr 1906 segnusces Bzild hietet Hea gr ein im garden er ftruliches Bilo oniel. Doch ist an eine Mehre nnahme aus den städtischer Anlagen und Betrieben in den rächst n Jahren nicht zu denk n, hsoshere, deng dr.=senders die R1 sel des Hern „ der### Oberbürganmeisters werden wir nausten Rummer ausfährlich #vergehzen, Deggllichen das darauf folgende S agans Exposee dn##rrn Beigeordriten Törner. Shr,#ppit aus: Ran habe schon im vorigen ########ne erh bliche Steuererhöhung für das folgende Juhr als notwendig erkanrt Die großen Auswendurgen für die Schulen, der Ankauf der Besizung dis Mey rs zu Oll.rdiss n. E höhung der P ovinzialabgaden, Zinsen und Tilgung der Anleihen usw. erforverten erhebliche Ausgaben, während mit größeren Einnahmen aus unseren Betrieben nicht zu rechnen sei. Die Schulen forderten 125 Prozent der Einkommensteuer. Herr Törner schließt mit der Bitte, den vorgelegter Haushaltungs plan anzunehmen Stadtv. Moder sohn: Die Finanzkommission hat geglaust. # iog 19%, einen Ueberschuß von 100000 Mi. avermals einen solchen von 100000 Mark haven werden, ansteue des Ueberschusses von 125000 Mi. einen solchein von 182000 Mk. ig ven Erat einsteuen und eine Steuererhöhung von 10 Prozent anstelle der vom Magistrat verlangten 15 Prozent beantrogen zu sollen. Redner bittet den Magistrat, auf vermeidbare Luxusausgaben in Zukunft zu verzichten. Bei der hierauf folgenden Prüsung der Ausgaben kommt es noch zu sehr bemerkinswerten Auseinandersetzungen, auf die wir in unserer näusten Nummer zurückkommen werden. Einnahmen werden en bloc angenommen vom Steadtn de a dauthaluagsplan mit der Moder sohn beantragten Aenderung, wonach also eine Steuererhöhung von nur 10 anz ver g uchel wird. Schlut der Stzunz (Beruf=jubiläum.) 25 Jahre sind es her, daß Herr Feitz Theißmann zum ersten Male auf dem Johannisberge als Lohnkellner fungierte. Ec ist dem Joharns. berg und seiner Beschäftigung ununterbrochen treu geblieben, mög###er weiter rüstig seines Amtes walten. (Vorschuß=Verein.) In der gestrigen, gemeinschaftlichen Sitzung des Vorstands urd Aufsichtsrats des„Vorschuß=Verein Bielefeld, e. G. m. b. H.“ ist ein stimmig beschlossen worden, der GeneralVersammlung bei reichlichen Zu= und Abschreibungen die Verteilung einer Dividende von 6 Prozent wie im Verjchre vorzuschlagen. Nach dem Geschäfteberichte beträgt der Gesamt=Umsetz pro 1905 Mi. 61907403— gegen Mk. 48832362 — in 1904 und der Reingewinn Mark 63 858 80 gegen Mk. 60556,— im Jahle 1904. Die General=Versammlung der Mitglieder fiadet stitt am Freitag, den 23 c:, abends 8½ Uhr in Remkes Theatersaal. i(Im städtischen Krankenhause) betrug der Bestand am 31. Dezember 1905 114 Kranke. Der Zugang im Monat Imuar 114 Als geheilt wurden entiassen 88, als gebessert oder anderen Gründen 13, es starben 9. Die Todesursache der letzteren war: zweimal Lungenschwindsucht, Gehirnschlag, je einmal Lungenerweiterung. Lungenentzündung, Balbärparalyse, Lebensschwäche und Unterleiostyphus. In Bestande verbliebe 1 am 31. Januar 1906: 118 Kranke. Tagesdurchschnittsbestand: 118 (Stadttheater.) Wochenspielplan vom 10. bis 17. Februar 1906. Sonnabend, 10 Fedruar: Vorstellung zu kleinen Preisen(2. Vorstellung im Sudermann=Z.klus):„Die SchmetterlingsKomödie in 4 Akten von Hermann Sudermann.— Sonntag, 11. Februar:„Frühlingsluft". Operette in drei Akten von Karl Lindau und Jalius Wilhelmi. Musik nach Motiven von Josef Strauß, zusammengestellt von — Mortag, 12 Februar(zum letzten Male):„Der Opernball". Operette in 3 Akten(nach dim Lustspiele„Die RosaDominos“) von Viktor Léon und Hugo v. Waldberg, Musik von Richard Heuberger.— Diens tag, den 13 Februar. Benefiz für Herrn Josef Geißel:„König Heinrich“. Tragöd.e in einem Vorspiel„Kind Heinrich" und 4 Akten von Ernst von Wildenbruch.— Mittwoch, 14. Febiuar: „Das Schwalbennest". Operette in 3 Akten von Mau ic. Ordonneau. Deusch von M. Rappapert. Musik von Henri Herblay.— Donnerstag, 15 Fedruar(zum ersten Male):„Die Geisha" oder„Eine japanische TeehausGeschichte". Operette in 3 Akten von Oven Hall Deutsch von C. M. Röhr und Julius Feig),„Musik von Eidney Jo.es.— Freitag, 10 Febinar: Keine Vorstellung. Sonnabind, den 17. Februar. Vorstellung zu kleinen Preisen(3 Vorstellung im Sudermann Zillus): „Sodoms Ende“. Trauerspiel in 5 Akten von Heimann Sudermann. m.(Fundsachen.) Eine goldene Beille, mehrere Miter Leinen, ein Plzboa. m(Eingeliefert) wurde eine steckdrieflich verfolgte Pirson und eine zur Verbüßung einer Nachhaft im ProvirzialArbeitshause in Benninghausen. m.(Sachbeschädigung) Die an der Ecke der Bleich und Schlachthofstraße stehende Laterne wurde vor gestern abend von einem auvorsichtigen Fuhrmann um gefahren. m(Unsall.) Am letzten Sonntag wurde der Kaufmann Karl H. von hier an der Derubergerstraße auf dem Fahrdamm von den dort mit Schlitten fahrenden Kindern umgeworsen und trug hierbei eine erhebliche B rietz ung des linken Kaies davon. m(Gesperrt) wird die St aße am Guterdah hof zwischen der Schildescherstraße und C H C amer wegen Herstelugg eines Auschlußgeleises auf die Dauer von 4 Wochen, beginnend am Montag, den 12. d. Mis. m.(Gewarnt) wird vor einer Beteiligung an sogen. Losgesellschaften in den Niederlanden, welche durch Pospekte in Deuschland zum Beitritt alffordern Für das Rathaus Stad tverorbnetensitzu ervilligt. Minden, 9. Feb Neuerung) hat #ingefährt. Das 5 ahren bei F heiunte Ueben einer gumm Räckseite der Fahrka: Unterbrechungen we tempels vorgenomm Hanthabung, welche #öglicht, bedeutet di eichterung für das #uch für den das Beamten. Minden, 8. Feb achtung.) Die 3 Stadt Minden soll a 6 Jahre verpach Lübbecke, 9. Fsächst: Woche steht ##teressinter und lehr icht Herr H. Hittlich im Donnerstag im Kronen“ einen Exp das dochwchtige Ger zu halten. Aeß den Herford, 9. F. Verein.) Am So fiadet im Vereinshe #att, in welcher u a #ber die Ereignisse ihre Ursachen sprech ####menn über Ster Herford, 9 Febr. Dem Vernehmen nach #israt in Gemeinse chönerungsverein das zahrsosten Zulande #wischen der Promen der Keetsstraße Sandlung zu unterzieh ##nd besseren Bäume aber überall perden.— Der inem Beschluß des von Montag auf Die #wos im Interesse u Freuden zu begrüßen m A. Bünde, 9. Srattverordnet at gestern beschloss lbergen Hochzeit un er Bürzerschaft ein nsialten, deren Er angelischen Kranken! #ol; die Stadt selbst ie Liste der Geber chluß ist ein so er Kra#kenhaus zu den weintlichen Zuschusse ih iche Sammlungen . Jahr zu Jahr in mun certen— beschafft schen, wern ein na e Ennigloh. 8 Fe ###rtbildungsschu fahre sind in allen 2 Küns Zahnoperatior Carolin Gehrenberg 2. ### msel 11 K che verschlo u Ausführr raße" verseh izureichen. Bielef auf Leibrenten und Kapifalien Preu in B 0 Einkt Kapi diene PO Aus der Kreisen Aucher uus Minden, 9 Fedr.(Zar Silberhochzeii des Kisserpauces) ist eine größere Illumination der Stadt geplant. Näher otch Einnahmen aus unseren nen sei. Die Schulen r Bitte, den vorgelegten sehmen Stadtv. Modermmission hat geglauft, erschuß von 100000 Mi. nen solchen von 100000 telle des Ueberschusses von sen von 182000 Mk. in eine Steuererhöhung telle der vom Magistrat beantrogen zu sollen. gistrat, auf vermeidbare st zu verzichten. Bei der ung der Ausgaben bemerkinswerten Auseine wir in unserer rückkommen werden. en en bloc angenommen aus hallungsplan mit der n beantragten Aenderung, erhöhung von nur 10 d. Schluß der Sitzung m.) 25 Jahre sind seitz Theißmann zum Johannisberge als Ec ist dem Joharns. tigung ununterbrochen r weiter rüstig seines n.) In der gestrigen, ng des Vorstands und schuß= Verein zu n. b. H.“ ist ein forden, der General= chlichen Zu= und ie Verteilung einer ozent wie im VerNach dem Geschäfteamt=Umsetz pro 1905 egen Mk. 48832362 Reingewinn Mark 60556,— im Jahre rsammlung der Mitm Freitag, den Uhr in Remkes Krankenhause) 31. Dezember 1905 Zugang im Monat eilt wurden entiassen nderen Gründen 13, sursache der letzteren hwindsucht, erweiterung. Lungenllyse, Lebensschwäche In Bestande ver1906: 118 Rranke. : 118 ochenspielplan vom 10. mnabend, 10 Februar: sen(2. Vorstellung im SchmetterlingsAkten von Hermann 1. Februar:„Frühdrei Akten von Karl helmt. Musik nach zusammengestellt von 12 Februar(zum ernbal!" Operette kustspiele„Die Rosa1 und Hugo v. Waldüberger.— Diens tag, für Herrn Josef rich". Tragöd.e in ich" und 4 Akten von Kittwoch, 14. Februar: Operette in 3 Akten Deu'sch von M. RapHerblay.— Donnersisten Male):„Die anische Teehaus3 Akten von Oven Röhr und Julius Jo.es.— Freitag, teilung. Sonns##rstellung zu kleinen Sudermann Zillus): rspiel in 5 Akten von Eine goldene Beille, in Plzboa. wurde eine steckund eine zur Verim Proviozial= sausen. sung) Die an Schlachthofstraße rhestern abend von mann um gefahren. letzten. Sonntag el H. von hier an dem Fahrdamm chlitten fahrenden trug hierbei eine inken Kaies davon. die St aße am Schildescherstraße Herstellugg eines uer von 4 Wochen, n 12. d. Mis. einer Beteiligung in den Niederspekte in Deuschrn Für das Rathaus wurden in der gestrigen ländliche Fortbildungsschule Stadtverorbneterfitzung dereits die Mittel Interisse war so lebhaftes, daß ein aus Fustet. (Zur Silberauces) ist eine Stadt geplant. Ten ver sich meldenden Schüler auf einen in verwiesen werden mußte. Diese Schulen tragen nicht den vollen Chezokier der landwirschaftlichen Fortbilbungs.. Ein großer Teil der jungen Leute gut in der Peoxis des Lebens sich nur mit Landwirkschaft zu befassen. Von vornherein haben derartige Schulen mit besonderen Schwierigkeiten zu kämpfen. „ es scheint dennoch ein solch guter Grund geirg=, daß der Bestand als gesichert betrachtet werden kann. ergt. Minden, 9. Febr.(Eine praktische Neuerung) hat die Eisenbahnverwaltung #ingefährt. Das bisher umständliche VerBahren bei F hetunterbrechungen durch AufUeben einer gummierten Micke auf der Räckseite der Fahrkarte ist fortgefallen. Die Unterbrechungen werden mittele TrockenKempels vorgenommen. Durch die schnelle Hanthabung, welche diese Einrichtung er#ö#licht, bedeutet diese Neuerung eine ErBeichterung für das reisende Piblikum, wie nuch für den das Publikum abfertigenden Beomten. Minden, 8. Febr.(Fischerei=Verachrung.) Die Fischerei=Gerechtsame der Minden soll am 13. d. M. anderweit ui 6 Jahre verpachtet werden. Lübbecke, 9. Febr.(Vortrag.) Für sächst: Woche steht hier ein jedenfalls seh: ##teressinter und lehrreicher Aberd in AusHerr H. Hittlich aus Odnabrück gedenkt am Donnerstag im Saale des Hotels„Drei Kronen“ einen Exp rimental Vortrag über das dochwichtige Geriet der Elektrizität zu halten. ##s den Kreise Hers##t. Herford, 9. Febr.(Chr. vaterl. Verein.) Am Sonntag Nachmittag 6 Uhr det im Vereinshaus eine Versammlung att, in welcher u a. Herr Lehrer Wiegand] Annen 9. Februar.(Unglücksfall) ber die Ereignisse des Jahres 1806 und Auf der abschüssigen Provirzialstraße ereignete Ursachen sprechen wrd, ferner Herr sich gestern ein bedauerlicher Ungsücktfall „ genpeiten, de. 18jährige Dreherlehrling W Mumme. Aus dem Kreise Halle. a Perther, 7. Föhr.(Lehrerkonferenz.) fand hierselbst eine Konferenz der Lehrpersonen der Kreisschulinspektion Borg solshausen stat. Nachdem der Vorsitzende Kreinschulinspektor Pfarrer Münter=Weriher die Konferenz durch eine Ansprache erkffiet hatte, hielt Lehrer Uffmann Bleeke mit Schülern der hiesigen Schule eine Lektion über die Hiysche Fabel von Möpschen und Spitchen,„welche an ein Kehe Pfeifersches B##o angeschlossen wurde. Der letzte Punk d#r Tagezordnung war laut„H Ki.: ein Voltrug des Lehrers Pohlmann=Bleeke über die innere Mission in der Schule Aus dem Reg.=Fez. Münster und Arusbeig Annen 9. Februar.(Unglücksfall) sachen sprechen wrd, ferner Herr #ö##tmann über Sterbekassenangelesenheiten. Herford, 9 Febr.[Verschiedenes.) Dem Vernehmen nach beabsichtigt der Ma istrat in Gemeinschaft mit dem Ver sönerungsverein das in einem etwas vergahrsosten Zukande b fiadliche Terrain der Promenade zum Schützenhose und der Kretsstraße Vlotho einer Umsandlung zu unlerziehen; wobei de stärkeren ##nd besseren Bäume stehen bleiben, vor llen aber überall Rasenböden erzeugt perden.— Ter Wochenmarkt soll nach inem Beschluß des Mazistrats nun doch on Montag auf Dienslag verlegt werden, wos im Interesse unserer Frauenwelt mit Freuden zu begrüßen ist. Bünde, 9. Febr.(Die hiesige Srattverordneten Versammlung) gestern beschlossen, als Spende zur birgex Hochzeit unsers Kalsespaacs unter Burzerschaft eine Sammlung zu verinsialten, deren Ertrag unserm hiefigen vangelischen Krankenhause zu Gute kommen bl; die Stadt selbst will mit 3000 Mark die Liste der Geber eröfften. Dieser BeSchuß ist ein so erfreulicher, als unser Krankenhaus zu den Kurkosten roch eines vesntlichen Zuschusses bedarf, der durch äh liche Sammlungen— die sich aber leider vvon Jahr zu Jahr in ihrem Ergeduts ver# derten— beschafft wurde. Es wäre zu ###rschen, wenn ein namhafter Betrag erzielt e Ennigloh. 8 Februar.(Ländliche Fertbildungsschulen.) Seit einem Jahre sind in allen Teilen unseres Amtes hohl fuhr mit seinem Schlitten gegen einen Baum und erlitt derartig schwere innere Virl tzungen, daß er auf dem Transport in seine etterliche Wohnung verstarb. Dortmund, 9. Fehruar.(Für die Rektoren und Lehrer) hat die Stadtverwaltung Tugegelder für die Reisen in Höhe von 12 bezw. 8 Mk. festges Dauert die Reise nur einen Tag, so er mäßigt sich der Betrag auf 9 bezw. 6 Mk Für Fahrsarten wird 2 Klasse vergütet, für Zu= und Abgang sind 2 Mk. in Ansatz zu bringen. Bisher erhielten die Rektoren und Lehrer keine bestimmte Entschädigung, sondern die Barauslagen der Reise vergütet. Dortmund, 9. Fedr.(Ein schwerer Unfall) ereignete sich gestern auf der Zeche Holstein, wobei zmii Bergleute, Vater und Sohn, tödlich verunglückten. Während der Sohn seinen Verletzungen kurz nach dem Unsall erlag, befindet sich der Vater noch lebend im Krankenhause. Hofftung auf Erhaltung des Libens ist j duch nicht vorhanden. Vermi Berlin, 9 Febr. StadtverordnetenVorsteher Dr. Langerhans hat heute folgendes Telegramm aus Paris erhalten: „Die zu Parie vereinigten Stadtverordneten von London und Paris senden den Kollegen der dritten europäischen Kulturstadt den Ausdruck ihrer freundschaftlichen Hochachtung Brousse. Cornwall.“— Dr. Lisgerbans hat das in deutscher Spaache abgefaßte Telegramm sofort französisch wie folgt be antwortet:„Mr. Brousse, Président du consell de Paris, Hotel de ville. Ich habe Ihre freunbschaftlichen Grüße mit großer und herzlicher Freude empfangen. Die Stadtverordneten von Berlin werden über diese Grüße sehr erfreut sein. Hinkon(Westvirginien), 8. Fihr. In den Perellkohlergruben bei Oathill in der Grasschaft Fahette ereignete sich eine Explosion, durch die gegen 40 Menschen umgekommen sind. Montreal, 9. Febr. Wie der„Frankf. Ztg.“ gemeldet wird, wurden 10 Walfischfänger mit 446 Männern und 2 Frauen an Bord bei Point Barrow (Nordspitze von Alasko) von Eisbergen eingeschlossen. Der Hungertod sämtlicher 448 Personen ist wahrscheinlich, da Hilfe unmöglich Johannesburg, 9 Februar. Ein schweres Unglück hat sich heute morgen auf der Mine South= Rosedeep zugetragen, ind im durch schwere Regengüsse die Geuben unter Wasser gesetzt wurden, wobei 55 Eingeborene ertranken. (Ein Mörder Namens Hennig) ist der Berliner Polizei nach seiner Verhaftung auf überaus listige und kühne Weise ent sprungen, indem er in ein Hius lief und sich dort verbarg. Obgleich ein ganzer Häuserblick von der Polizei streng bewacht wird, ist es bis jetzt nicht gelungen, den Heunig wieder zu ergreifen. Literarisches. Das Lottospiel in Neapel ist der Gegerstand eines sehr i t##essanten illustrierten Artikels, und Meer“(Stuttgart, Deutsche Verlagsanstalt) in ihrem soeben erschienenen 8. Hef: bringt. Wenn die italtenische Schriftstellerin Matilde Serao in ihrem berühmt gewordenen Roman„Paese di Cuccagna"(deutsch unter dem Titel„Schlaraffen laut" erschienen) das Lo tospiel in Neapel geradezu für eine Borkeseuche ectlärt, die sort und fort Tar sende u d Abertausende dem Wahnsiin und dem Tode überliefert, so hat sie sich dabei nur an tatsächliche Vrhlktaisse gehalten. Nach einem der offiztellen Berichte wie sie in den letzten Jahren dem italierischen Finanzministerium von der Verwaltung des Spiels erstattet worden sind, haben die verschiedenen italienischen Lottobarken zusammen eine jährliche Durchschnittseinnahme von 70 Millionen Lire gehabt; von dieser Summe gingen 40 Millionen für Sp sen und Gewinne ab. so daß dem Staat eine jährliche Reiseinnahme von 30 Millionen verblieb Man hat sich bisher vergebens bemüht, das U bel auszurotten, und es sind sogar alle Versuche gescheitert, die dirauf ausgiegen, es einzuschränken. — Der Mörder Hennig ist tritz der großen Anstrengungen der Polizei noch nicht gefurden. Vorläufige Festnahmen, kei denen man den Verbrecher erwischt zu haben glaubte. fander arstern wieder mehrfoch stat. Essen(Ruhr), 10. Febr. Auf der Zeche„Humboldt“ bei Fulerum wurde der Heuer Schulz von plötzlich hereinbrechenden Wassermassen erfaßt und in die Tiefe gerissen. Er war sofort tot. Essen, 10. Febr. Die hiesige Strafkammer verurteilte einen Veigwann, der einen Bekannten fälschlicherweise wegen Majestätsbeleidigung denunziert hatte, wegen fälschlicher Anschuldigung zu acht Monaten Gefängnis und drei Jahren Ehrverlust. Der Staatsanwalt hatte vier Monate beantragt. Hamburg, 10. Februar. Der Hamburger Bürgerverein von 1871 forderte den durch ihn gewählten Bürgerschafts. Vertreter Tischler= meister Denzien zur Niederlegung des Mandats auf, weil er gegen die Abrede für die Wahlrechtsänderung gestimmt hatte. Der gesamte Vorstand mußte sein Amt niederlegen. Es herrscht überhaupt ein großer Zwiespalt in den Bürgervereinen. Rotterdam, 10. Febr. ganzen Lande fiel eine Unmasse Schnee. Der Verkehr stockt viel fach. Die direkte Verbindung zwischen Rotterdam und Amsterdam ist gestört. Bei einem Gewitter in der Provinz Zeeland wurden vier Menschen vom Blitz erschlagen. 4 gm tu.- Prane Sesluned. Aitz gut bedient sein will.# S gur vouient voin wist,„ zus Seuient-SoiWinl. lause sich unsere Proben kommen.—### Glatte Seidenstoffe Meter Mk. 1.10 bis 8.50 Gemusterte Seidenst. Meter Mk. 1.80 bis 15.—.# ∆ Proben portofrei. Genaue Bezeichnung erb. E# #. Deutschlands grösst. Spez.-Seidengeschäft 9 Seidenhaus Michels& Cie# 7“ BERLIN SW. 19, Leipziger Strasse Sd bischan. Soldenstoft.-Woberei in Kreielo Uebersicht der Witterung. Bielefeld, 10 Februar 1906. Mitgeteilt von Fr. Böckelmann Ww., hier, Niedrigst. Thermometerstand in der Nacht—2 CC Thermometerstand um 10 Uhr vorm.—1 e6 Barometer 74,6 cm. Wind: Süd=West. Himmel: bedeckt. Berlin, 10. Februar. Am Sonntag wich auf Befehl des Kaisers die ftierliche Investitur des Reichskanzlers Fürsten Bülow mit dem spanischen O den vom Goldenen Bließ im hiesigen königlichen Schlosse statt finden. Der Kronprinz wird als Pate bei der Frier jungteren. Ist es klug gehandelt, die Kinder Künstliche Zähne, Zahnoperationen, Plomben jeder Art. " Caroline Böhmecke, ehans. penteate. achachen: Die Jamphate sührung der Ranalisationsarbeiten für „ ephofstcaße soll vergeben werden. anzsei r Für dag gigesen mit Zeichnung sind bei unserer Uche verschlaste 9.— kaufuch, ebendaselbst sind schrift, Eif Jusit ene Angebote mit der Aufschrift:„Angebot saset versehen von Kanalisationsarbeiten der Kamphofverschen bis zum Eröffnungstermin am 16. Februar 1906, vormittags 9½ Uhr, zureichen. Bielefeld, den 9. Februar 1906. Das Stadtbauamt. P VAE ReRotter Möbel-Fabrik und Ausstattungs-Geschaft. Vorteilhafteste und billigste Bezugsquelle für.".• Möbel und komplette Ernmheronrfontungen. 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W., 1 Hausmädchen fr Landgut Nähe Bielefe d,i Kindermädchen oder einf. Fräulein, 1 Kinderbonne, 1 Haus= u. Küchenmädchen n Wiedenbrück, mehrere Haus, Küchen= u. Zweitmädchen f herrschaftl Häuser mehrere Dienstmädchen f. Wietsch., bess. Mädchen zu einem Kinde, 1 bess. Hausmädchen, 1 jg. Arbeit. für Buchbinderei, mehrere Arbeit. Hielefelder Wochenmarkts vom 9 Febr., vormittogs 10 Uhr. 70—75 80—90 90 70 75 80 85 90 80—85 3 3,75 6 10—20 3—4 25 15 Mäaer Perin. Lokal: Ev. Vereinshaus. Sonntag, 11. Februar 1906 abends 8½ Uhr Außerordentliche General=Tersammtung. Tagesordnung: Wahl des 2. Ordners. Der Vorstand 1— S## 20 Am Tonntag, den 11. Februar er., abends 8½ Uhr. wird Herr Pastor Dr. Morgenstern aus Hombruch im Evang. Volkssaal, Bahnhofstraße, einen Vortrag Wier Kamse Halten: Persönliche Erlebnisse aus der ErweckungsCo. Männer= u. ZünglingsVerein 5t. Johannis. Conntag, d. 11. Febr. 1906, abends 8½ Uhr, bewegung in Wales. Die Mitglieder mit Familie und Freunde sind eingeladen. 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Ohne diese Gleichmacher ziehen kann als bisherigen Gesellst entgeger gewirkt organische Glieder der geschichtlichen Daher auf der ei für Lindflucht ur anderen für die völkerung; auf der auf der anderen geschlossenen Wit einen Seite die se des von allen Rück auf der anderen dem aus zwei Jah erworbenen sittlich Das Eingeständ sich mehr oder mit im Liberalismus sam: Scheidung Gewiß sucht ein liberalen noch imn liberalen Forderun vereinigen. Aber dabei hervortreten! immer notwendige Partei die Ansor Elementen zu defri ihrer interna lehre naturgemä nationalen Auffass Pflichten kommen lich nicht überrasch des Internationall: treiben, von dem sa Beispiele gibt. D 8. Februar blies wie belustigende B 9: Der Abg. E Volkspartei ab und