r& Co. eserven Mk. 8700000 Fernsprecher 119 17 inkgeschäfte. und ohne Kredit. it auf provisionsfreien einsung. Tündigungsfrist(DepoWechseln. chseln, Kreditbriefen, bedeutenden Plätze Kabel-Transfers. 2n, Devisen und ausaren. lenscheinen, verlosten ertpapieren als offene ng. gegen Kursverlust etc. (Safes) unter Mitr- und diebesscheren von Devisen, Primakulanten Sätzen. ir jederzeit spesenfrei inschte Auskunft besung. sterarbeiten sowie für die Umpflasterung hrteichstraße soll verterarbeiten, esteinen. unserer Kanzlei II ch, ebendaselbst sind entsprechender ruar 906. Stadtbauamt. Bielefeld. ir Lebensmittel. Fernsprecher 970. enmehl # per Pfd. 11 Pfd. nehl, Blüten seringe, Pfg. Pfd. 30 Pfg. per Pfd. 48 Pfg. pfzucker, Rüböl, ter von 5 Pfg. an. argarine, 9 Pfg. per Pfd. 60 Pfg. te Kaffees, u. per Psd. 100 Pfg. per Pfd. 108 Pfg. und Margarine e Geschenke. in Bieleseld. Nr. 27. Vierteljährlich in der Geschäftsstelle u. an allen Postanstalten 1 M., bei täglicher Zusellung in Bielefeld 1,90 M., durch Briefträger 1,42 M. Postzeitungsliste Nr. 5381. 30. Anzeigengebühr für die ei waltig #2 1 8 Fernspre scee ana Bielefeld Tonnerstag, 1. Februar 1906. 1. Februar: August II., der Starke, Zu fürst von Sachsen und Körig von Polen, gest. 1733.— Schlacht bei La Rothière(Brieane), erßer Sieg der Verkündeten über Napoleon auf sranzösischem Beden, 1814— Harträckge Besechte mit den Arrieeegarden der Bourbakischen Armee bei Puntarlier, 81600 Franzosen Klben uber die Schwitzergrenze. 1871. Die Aenderung des Gesetzes über den Unterstützungswohnsitz. Der Reichstag hat in diesen Tagen die Borlag; beinffid die Aenderung des Gesetzes über den Unterstetz#ngswozasitz beraten; dieselbe ist für die keinen Landgeweinden und namentlich für den Osten des Reiches von sihr großer Bebeutung. Durch das Gesetz vom 12. März 1894 wud: die Alteesgreize für d.n Gewerb und Berlus des Urternützungswohnsitzes vom zurückgelegten 24. Lebensjahre auf das zurückgeleg#te 18 Lebensjade herabgesetzt, wett mit dem vollendeten 18 Lebenzjihr annabernd derj nige Zeitpunkt geteffn werde, wo der Arbeiter zur vollen Unargangigkeit von seiner Familie und zur wirtschaftlichen Selbfändigkeit zu gelangen#flige; weitergehende Anträge, daß der Unterstüzungs wohnsitz bereits durch eine einjährige ununterbrockene Abwesenheit versoren gehen solle, wurden damals bei der Beretung der Vorlage abgelehnt. Es blieb bei der Bestimmung, daß erst nach zweijähriger Abwesenheit der Unterstötzungswohnsitz verlsren geht. Diese Bestimmungen haden für den Osten des Reiches und die kleinen Lindzemeinden zu schwerer Belasturg Anlaß gegeben Die ir dustrielle Eatwickelung het den Beginn der wirtschaftlichen Selbständigkeit für einen Teil der Ardeiter in ein immer früheres L.bensalter verlegt. Die jungen Leute in den Landgemeinden und kleinen Städten nehmen gleich noch der Korfiemation ihre ersten ststellen an; sie bleiden voch 1—2 Jahre in der Heimat, verziehen aber sehr bald nach industriereichen Gegenden und in die Großstadt, wo sie selbständig ihrem Erwerbe rachgthen, oft in Artehnung an Verwandte in der Großstadt Mt 16 Jahren finden da viele ihren Unterhalt; gleichwohl muß die Heimatgemeinde nach den gegenwärtig gellenden Bestimmungen für sie bis zum vollendeten 18. Lebeurjahre haften. Aber auch für ältere Arbeiter haften die kleinen G meinden noch zwei Jahre lang; es kommt nicht zu selten vor, daß ein Arbeiter in der Großstadt 1¾ Jahre lang ein gutes Einkemmen bezieht und Steuern zahlt, dann aber unterstützungsbedürftig wird und seiner Hiima gemeinde zur Last fallt. Urber die Belastung der kleinen Gemeinden und d.s Oftens durch das bisherige Gesetz über den Unterslützungswohnsitz gewähren die Ergebaisse der Volkszählungen ein anschauliches Bild. Stellt nan nach der Bolksählung von 1900 den Zuzug der octsan wesenden Berölterung in Vergleich mit dem so ergibt sich für: Zuzug Prozint Wegzug Prozent der der orlsanwesenden ortsanwisenden Außer dem Winderungsverkehr von Staat zu Staat und Landesteil zu Lardesteil voll ziett sich auch ein Bevölkerungsaustausch zwischen Stadt und Land, und besonders tritt hierbei der Zug nach der Greßsart hervor. Nach der Volkszählung von 1900 mahten die rach den Geoßstädten überhaupt zigeiagenen Peisonen nicht winiger als 55,7 Prez der o#tsanwesenden Berb#kerung aus. Weiter ist von Jnteresse eine Aufstellung über das Verkätms der Acheitsfätigen zu den Nchlarbei###fehigen in Sait urd Land. Geht man von der Annahme aus, baß die Aitersguppe der 18—60jährigen sool für den Unterhalt der Kinder we für den der Greise eirzusehen und auch noch die Altersgrrppen der 14—18jörige zur Hällte zu versorgen het, und leßt man bei der Berechnung die Militärpersonen außer Betracht, so ergibt sich, daß in den Stäcten 100 Arbeitsfähige(18—60jährige) mit 71,69 Neciarbeittsähigen, auf dem Lande bagegen 100 Arbeitesähige mit 96 45 arbeitsfähigen belastet sind, und daß diese Belahung in Berlia mit 50,54 die niedrigste und in Ostprenßen wit 108,79 die höchste ist Diese Zffrn zeigen, daß die Armenla##en auf dem Lande schon an und für sich höher sid als in den S’ädten wegen der Abwanderurg der Keefeigen und des bleibens der Schwacher; es ist daher nur gerecht, daß durch den dem Reichslage vorliegenden Abäaderungsentwurf zem Gesetze über den U terstützung wohnsitz das La#### enslastet wird. Wern im Reichslage der Sozialdemokrat den Vorschlag gimacht hat, die gesamten Armenkasten auf das Reich zu übernihmen, so klingt das sihr radikal; es müßte aber zu bu###eaukratischer Behandlung der Armenfrage führen. Asßerdent würde der Reichsetat so auschwellen, daß jede Uebersicht verloren ginge. Die vo gängig besprochenen beiden Bestimmungen sind die wichtigsten und um strittensten der Aläiderung; für die Unterstützungs bedürftigsten ist ron Wert, daß, wenn bei Fortdauer eines mindestens eine Woche alten Dienst= oder Arbeitsverhältniss's, oder innerhald einer Woche nach Beendigung, der Fall der Hilfebebürstigkeit eintritt, darn d.r Octs armer verband des Dierst- oder Arbeittots 26 Wochen— statt bisher 13— einzutreten hat. Der Ausdruck„Fall der Hilfsbedürstigkeit" ist gewählt, weil damit auch Fille von Schwangerschaft, der vorülbergehenden Eswerbslosigkeit infolge von Ar beitsmangel getroffen werden sollen. (Reichsbote.) Ein Kommentar zur Kanzler= rede. Der Reichskanzler hat bekanntlich im Herrenhause erklärt, daß die Regierurg eine Vermehrung iheer Befugniss:„bis jetzt nicht für nötig" hält und die Entscheidund darüber,„wann der Augenblick gekommen ist“, an die gesetzgebenden Körper schaften zu appillieren, um verstärkte Machtmittel gegenüder revolutionären Umtrieben zu fordern, der verantwortlichen Regierung überlassen bleiben muß. Der Kanzler rechnet also effenbar mit diesem „Augendlick", steht ihn nur eben jetzt no nicht gekommen. Hierzu bemerkt die„Antisozial demo= kratische Korresponden;: „Warum nicht? Ncht darum— meinen wir—, weil er die sozialdemokratische Gefahr noch nicht hoch genug einschätzte, sondern weil er gegenwärtig die G winnung einer Majorttä! im Richstage für unmöglich hält. Wir glauben zu wssen, daß die verbündeten Regierungen bezugsweise der Kanzler ihrerseits schon jetzt mit Mitteln der Gesetzgebung gegen die Sozialdemokratie vorzugehen geneigt sein möchten und daß sogar schon— und zwar etwa um die Weihnachtszeit— diesbezügliche Er wägungen stattgefur den haben. Ihre Aus führung ist aber an dem Widerspruch des Zentrums gescheitert, und wenn wir den Momert des Scheiterns noch näher bezeichnen wellter, so möchten wir aa jnen Zeupunkt erinnern, in dem Herr Dr Spahn telegraphisch von Kiel nach Berlin geladen war.— Von hier aus fällt auch ein bezeichnendes Licht cus den zweiten Teil der Kanzleriede, in dem gegen die bürgerlichen Parreien insbesondere der Vorwurf gerichtet mit der Sczialdemoktatie sogar WahlLündmsse abgeschlossen zu haben. ein V. wurf, der natürlich in erster Linie das Zentrum in seinem bey rischen Bestandteil trifft. Aber darüber durf man sich nicht täuschen, daß das bey rische Zentrum sich durch den Vorwurf und die Mahnung des Fürsten Bulow durchaus richt von seinem Wege wird abbringen lossen. Und sollte Fürz Bülow meinen, daß die bürgerlichen Parteien überhaupt bei einer nächsten Reicks tagswahl als geschlossine Eirheit, gewisser moßen als ein einziges Armeekorps gegen die Sozialdemokcotie kämpfen würden und daß auf solche Weise die sozialtemokratische Macht im Volke zu brechen und im Reichstag zu reduzieren wäre, so würden wir eine solche Meinung für eine Illusion halten, die sich sowohl über die Pyhologie der Voiksmasse, wie der Parteien#äuscht. Alles in allem haben wir aus der R.de des Fürsten Bülow im Herrenhause aufe neue die U.berzeugung gewennen, daß der Karzler vom Ernst und der Größe der sozialdemokratischen G.fahr überzeugt und daß er auch gewillt ist, im richtigen Moment den Entscheidung=kawpf gegen die Sozialdemokratie aufzunehmen. Von seiner Klutheit und taktischen Geschickichkeit erheffen wir, daß es ihm gelingen wird, diesen richtigen Moment herbeizuführen, wobei zu erwalten ist, deß iym nicht nur die vaterländische G.ünnung, sondern auch die Eirsicht der Parteiführer zur Weite slehen möge.“ Politische Nachrichten. Aus dem Deutschen Reiche. Berlin, 31. Jaruar. In Kiel haben das Linienschiff„Preußen“ und der Kreuzer„Ariadne“ Befehl er halten, für die Kaiserreise nach Kopenhagen klar zu machen. Der Kaiser wohnte gestern abend in Begleitung der Prinzen Heinrich und Etel Friedrich beim Miister v. Budde einem Vortrageabende bei. G heimer Oberbaurat Müller sprach über die Entwickelung der Eisenbahn= betriebsmittel in den litzten 25 J-hren. Der Berliner Magistrat wird aus Anlaß des Einzuges der Herzogin Sophie Charlotte vor Oldenburg, der Braut des P.irzen Etel Friedrich, das Brandenburger Tor, den Pariser Platz und die Linden, sowie den Schloßplatz in ähnlicher Weise autschmückn lassen, wie dies beim Einzuge der Krorprinzenbraut im Juni vorigen Jihres geschehen ist. Der Seniorenkonvent hat heute über die Geschäftsverteilung des Reichstages beraten. Graf Ballestrem hat die Absicht, wenn mözlich, die zweite und dritte L sung des Etats vor dem 1. Apcil zu Ende zu führen. Dazu sei ellerdings eine freiwillige Beschränkung in der Redezeit röt g. Der Präsident schlug vor, zu den Beratusgen der einzelnen Etats eine bestimmte Anzahl von Tagen festzusetzer. Aus ihnen sollen z#nächst diejenigen Posten aus geschieden werden, die von der Bewilligung der Steuervorlagen abhängig sind. Die Budgetkommission des Reichs tages genetmigte hue die Forberungen für das Schutzgebiel Kamerun. Auf Veranlassurg des Ministers von Budde fand heute im Ministerium der Effutlichen Arbeiten eige Beratung über die bei den neuen Kunalbauten zu teeffnden Arbeiter wohlfabrtseinrichtungen statt. Eine größere Arzahl von Parlamen= tartern, von Vertretern der Vereine, die sich der Arbeiters# sorge widmen, sowe von Herren, die wssnschöstlich und pecktisch auf dim fraglichen Gebiete gewirkt haben, nahm an den Beratungen teil. Die preußischen Bischöse werden, wie der Rz.=W. Ziz“ witgeteilt wird, in einer besonderer Kundgebung ihre Stellungnahme zur Schulgesetzvorlege darlegen. Der Gouverneur von Kamerun, von Pautkamer, tufft am 1. Fbruar in Hamburg ein, und wird sich sofolt nach Berlin bezeben. Pofestor Dr. Alexander Müller, der Nestor der deuteen Ageikuliurch miter, ist im Alter von 78 Jahren auf seinem Eule in Schweden ghorden. In der Steuerkommission des Reichslages wurde gestern die erste Lesung der Tabaksteuervorlage zu Ende geführt und dann zur Abstimmung geschiitten. Die Regierurgsco##lage§ 1 a- f wird einstimmig abgelehnt, der Zigarrer zoll von 600 Mk. gegen 7 Stimmen. Der Antrag auf einen kombinierten Zigartenzill wird mit 15 gegen 9 Stimmen bei einer Stimmenenthaltung abgelehnt. De Erhöhung des Zolles auf seingeschnittenen Tabak von 180 arf 300 Mk. mit 14 gegen 11 Stimmen angenommen. Die Vorlage in Z ffer 2(Erhöhung der Tabaksteuer) wird einstimmig abgelehnt. Der Antrag Tabokbletter mit 45 Mt. urd Grumpen mit 40 Mk mo Deppelzertner zu verzollen, wird mit Mehrheit angenomnen. Ebenso Antraa Lichtenberger, der die Verniatung von Rippen und anderen Abfällen haben will, wenn sie zu merschlichem Genusse unbrauchbar gemacht werden. Hierauf tritt Vertagung ein. Der„Staatsarz“ veröffentlicht folgenden Erlaß des Ministerium der öffentlichen Arbeiten vom 23 c.:„Nach der Vorschrift unter Bffer 1 des Runderlasses vom 6. Jaruar 1904 sollen Arbeiter, die mindestens 1 Jahr ununterbrochen im Dier ste der Bauverwaltung beschäftigt sind, bei militärischen Uebungen von nicht mehr als 14 Tagen unter gewssen Vorauss tzungen zwei Drittel ihres Arbeitslohnes fortbezahlt erhalten.— Da die Natur der Wasserbauten— abgesehen ron den ständigen Werkstätten usw. Betrieben— regelmäßig wäßrend einer bestimmten Jahreszeit die Einstellung der Arbeiten erfordert, werden die dadurch betraffenen Arbeiter jener Vergürstigung nicht teilhaftig, weil es ihnen an der Voraussitzung der ununterbrochenen einjährigen Beschäftigung gebricht.— Mit Rücksiczt auf das Interesse, das die Bauverwaitung daran hat, sich einen brauchbaren Arbeiterstamm zu erhalten, bestimme ich daher im Einverständnisse mit dem Herrn Finarzminister, daß die Vorschrift unter Bffer 1 des eingangs erwähnten Rurderlasses auch arf die jenigen Saison=(Kampagne)= atbeiter Anwendung finden soll, die in den beiden jeweilig litz ouflessenen Kalender jahren mindestens zwei volle Barperioden hindurch im Bereiche der Bauverwaltung beschäftigt gewesen fi. d. Unerbrechungen der Arbeitszeit, wie sie im Runderlasse vom 12. Jaruar 1897 behandelt sind, schließen die G. währung jener Vergünstigung nicht aus.“ Hamburg 31. Jan. Im Zisammenhang mit den Krawallen auf dem Schopenstehl sind bisher 72 Personen verhaftei worden, gegen die Ankloge wegen Aufruhrs und Raubes, dezw. Diedstahls erhoben wird. Weitere Verhaftungen stehen noch bevor. Posen, 31. Januar. Erzhischof von Stadlewski erklärt: sich gegen den polnischen Ostmarkenverein„Straz“ und ermahrte die Geistlichen, die Vorstands ämter in den Steaz Vereinen niederzulegen. (Hann. C) Aus dem Auslande. Wien, 31. Jan. Die Antwort der ungarischen Koalition auf die Botschaft des Kaisers enthält nichts darüber, ob die Koalition bereit sei, die Regierung zu übernehmen. Die Koalition beantwortet die Bedingungen der Krone punktweise mit dem Hinweise auf ihr Programm. Die Führer der Koalition sind sichtlich durch das Auftreten des radikalen Flügels eingeschüchtert.(Hann. C.) Kopenhagen 31. Jan. Heute vormittag sand im Sterbegemache des Königs ein Trauergottesdienst stalt, en welchem sämtliche hier anwesende Mitglieder der königlichen Familie teilnahmen. Die Feier wurde durch den Hofprediger Stiftspropst Paulli abgehalten.— Der König von Griechenland wird den Bei setzungsfeierlichkeiten beiwohnen. Paris, 31. Jmnuar. Die Deputiertenkammer beriet in ihrer heutigen Vormittagssitzung den Art 8 des Gesetzes über die Arbeiter=Altersversicherung, nach welchem der Staat die Rente, wenn sie weniger als 360 Franks zu betragen hätte, auf diese Höhe ergärzt. Nach unwesentlicher Debatte wurde der Arlikel angenommen und darauf die Sitzung auf morgen vertagt. London, 31. Januar. Der Kriegsminister Haldane hat Generalmajor Sir Frederic Maurice über das am 23. Januar im„Echo de Paris“ erschienene Jnterview zur Rede gestellt, worin es hieß, Mauric sei überzeugt, England würde, falls einmal Frankreich von Deutschland angegriffen würde, eine Armee in Dänemark landen, das sich, von Rußland und England gedrängt, diese Javasion ruhig gefallen lassen müss:. Diese Armee würde dann gegen Schleewig Holstein losmarschieren. Und andererseits würde Japan Truppen nach Eurepa schicken und gegen Deutschland vorgehen. General Mauric hat, wie Reuters Bureau meldet, dem Kriegsminister erklärt, seine Bemerkungen seien von dem Pariser Blatte entstellt wiedergegeben worden. Er habe nicht in einem Sinne gesprochen, der gegen eine kefreundete Macht feindlich gewesen sei London, 29. Jan. Der Marienbader Badearzt Dr. Ernst Olto weilt zurzeit in Windsor, um König Eduard, dessen Behandlung er alljähr lich währerd des Marienbader Kuraufenthaltes leitet, zu untersuchen. Dir König leidet seit einiger Zeit an Kongestionen und Herzbeklimmungen, deren Beseitigung durch eine entsprechend strenge Diät erzielt werden soll. Bereits vor zehn Tagen hat in Windsor eine Konsultation von Spezialisten im Buckirghampalast über ein Halsleiden des Königs stattgefunden. Zugegen war Sir Felx Simon, noch ein Spezialist und Sir Treves; späterhin wurde Dr. Otto aus Marienbad berufen, der vorigen Sonnabend eintraf und ebenfalls den König untersuchte. Dr. Otto riet dem König, das Rauchen aufzugeben. Es verlautet, daß das Asthma des Königs sich stärker bemerkbar gemacht habe, doch wird über das Resultat der Konsultationen Schweigen bewahrt. Nur so viel verlautet, daß der König sich geweigert habe, das Rauchen zu unterlossen. Petersvurg, 30. Januar. Wie die„Nowoje Wremja erfährt, werden die Reichsgrundgesetze folgendermaßen aufgestellt: Ohne Abänderurg des Titels eines Monarchen wird der Begriff der unbeschränkten Gewalt beseitigt. Die Einführung des Eides auf die Konstitution wird nicht beabsichtigt, doch wird das Manifest und die Abänderung des Grundgesetzes, sowie die Beobachtung der Konstitution durch den Thronerben und dessen Nachkommen garantiert. Die gesetzgeberische Gewalt steht dem Monarchen, der Reichsduma und dem Reichsrate zu. Ein von diesem oder jenem verworfene Ertwurf kann in derselben Tagung nicht wieder eingebracht wirden. Wied eine Duma aufgelöst, bevor ihre Tagungsperiode abgelaufen ist, so muß gleichzeitig der Zeitpunkt fü: die Neuwahlen und die Eöffnung der neuen Session bekanntgegeben werden, Dabei haben die Neuwahlen nicht später als vier Monate von dem Tage der Veröffentlichung des Eclasses, die Eröffgung der Tagung nicht später als sechs Monate nach diesem Zeitpunkte statizufinden. Die Bestimmung der bürgerlichen Rechte erfolgt nach dem Muster der westeuropäischen Verfassungen. Ueberhaupt, sagt die„Nowoje Wremja“, sei der Catwurf von liberalem Geiste durchweht. Aber die Erwähnurg, daß speziell Gestze Ausnahmen von den allgemeinen konstitutionellen Rechten schaffin können, schwäche erheblich die Bedeutung der juridischen Normen des Entwurfes. Petersburg, 31. Jan. Aus Homel wird amtlich vom 28. Imnuar gemeldet: Die Brände in hiesiger Stadt, bei denen Ausschreitungen vorgekommen sind, sind gelöscht. In mehreren brennenden Gebäuden fanden Exolosionen statt. Aus den Häusern wurden Bomben geworfen und Schüsse abgeseuert. Die Truppen schossen gleichfalls. Die Zihl der Verwundeten beträgt zehn, eine Person wurde getötet; die Truppen hatten keine Verluste. Der in der Stadt verursachte Schaden wird auf etwa drei Millionen Rubel geschätzt.— In Petersburg ist die Einzahlung in die Sparkassen nach der letzten Panik sehr beträchtlich. Marokko. Die Leute des Bukamara wurden von den Suitanstruppen geschlagen. — Die„Agence Havas' meldet aus Tanger, daß der schwedische Dampfer„Hellenne“. der in Mohammedia Waffen und Schieß bedarf für den Prätendenten gelandet hat, direkt von Antwerpen gekommen ist und Oran niemals angelaufen hat. Kirche, Schule und Mission. Ein Bild aus dem Soldatenleben von Freifrau Adda v. Liliencron, geb. Freiin v. Wrangel. 84)(Nachdruck verboten.) Im stillen wunderte sich Nordenbeck über diese Begrüßung, denn in der Garnson hatten sie sich ziemlich gleichgüttig gegenüber gestanden. Daß er jetzt den Entschluß gefaßt hatte, eingedenk an Lottes Bitte und seines Vaters Mahnung, dem Herrn näher zu treter, konnte dieser ja nicht abnen. Aber vielleicht suchte auch er, beeinflußt durch seine Mutter oder seine Coufine. eine Annäherung. Gleichviel, was die Veranlassung war, Nordenbeck wollte die Gelegenheit nicht vorübergehen lassen, ein freund schaftliches Wort mit ihm zu wechseln. Blitzschnell waren ihm diese Gedanken durch den Kopf gejagt, während er hörte, daß Gerbach sagte:„Für mich ist diese Begegnung eine besondere Freude, denn ich halte noch nicht Gelegenheit, Ihnen meinen warmen Dank auszusprechen für die gütige Hilse, die Sie meinem Onkel bei seinem Unfall angedeihen ließen. Unsere Lotte hat mir davon erzählt!“ Nordenbeck machte eine ungeduldig abwehrende Bewegung.„Unsere Lotte,“ das Barmen, 24. Jan. Der Verein zur Erhaltung der evangel. Volkschule hielt heute nachmittag im Hotel Schützenhaus hierselbst seine gut besuchte 19. Generalversammlung. Der Vorsitzende des Vereins, Herr Geheimer Kommerzienrat Corze von Lungenberg, konnte leider der Versammlung nur schriftlich seinen Gruß entbieten. An seiner Stelle leitete Herr Pastor Lic Weber von M.=Gladbach die Vuhandlungen. Nach dem von dem Generalagenten des Vereins, Herin Pastor a. D. Zillessen von Berlin, erstatteten Geschäftsberichte hat sich die Mitgliederzahl in der letzten Zeit nicht unbeträchtlich vermehrt. Die von dem Vorstande zur Ecleichterung der Geschäftsführung vorgeschlagene Aenderung der Stituten wurde von der Versammlung einstimmig angenommen. Der Hauptgegenstand der Verhandlung war die Frage: „Wie ist von dem Standpunkte des Vereins aus die Schulunterhaltungsgesetzvorlage in Preußen zu beurteilen?" Die Frage wurde in zwei Vorträgen, von Herrn Rektor Limberg von Langenberg und Herrn Pastor ZUssen, behandelt. An die licht: vollen überzeugenden Darlegungen der Vortragenden schloß sich eine sehr lebhafte Besprechung an. Das E gebnis war die einmütige Annahme folgender Resolution: 1. Der Verein begrüßt mit Freude die in Aus sicht genommene einheitliche Regelung der Unterhaltung der öffentlichen Volksschulen, well sie a) manche Härten und Ungerechtigkeiten in der bisherigen Schulunterhaltung beseitigt; b) die Unterhaltungs= Pflicht mancherorts stärkeren Schultern überträgt und damit Hindernisse aus dem Wege räumt, die einer kraftvollen Entwicklung der Schule entgegenstehen; und weil sie c) einer dringend notwendigen Revision des Lehrer Besoldungsgesetzes die Wege ebnet. 2 Der Verein erkennt dankbar die Alsicht des Entwurses an, den konfessionellen Charakter der Volksschule als Regel zu sichern, weil a) die konfessionelle Volktschule den Arforderungen einer gesunden Pädagozit entspricht; b) die pflichtmäßige Rücksicht auf die bestehenden und vom Staate anerkannten Kirchen- bez. Relizionsgemeinschaften die konfessionelle Volktschule erfordert; c) die Verpflichtung zum Besuch der Volksschule sich nur durch Aufeechterhaltung des konfessionellen Charakters derselben als Rezel rechtfertigen läßt; d) der konsessionelle Friede natur= und erfahrungsg=mäß durch Simultanschulen nicht gefördert sondern bedroht und gestört wird. 3. Der Verein hält jedoch dafür, daß die beabsichtigte Sicherung der Konfessionsschule als Regel nicht zur Genüge erfolgt ist, daß vielmehr verschiedene Bestimmungen, so insonderheit§ 20 Abs 4 einer Abänderung bez. präziseren Fassung bedürfen. 4. Der Verein ist weiter der Ansicht, daß die Interessen des elterlichen Hauses und der Kirche in dem Entwurse nicht die genügende Berücksichtigung gefunden haben. Insonderheit hält er es für no wendig, daß für jede einzelne Schule zur Ausübung der Schulpflege ein Schulvorstand gebildet wird, bei dessen Zusammensetzung die verschiedenen Schulinteressenten ausreichend berücksichtigt sied, und dem das Vorschlagsrecht bez. eine Mitwirkung bei der Anstellung von Lehr kräften zuzuerkennen ist. 5. Der Verein freut sich, daß in dem Eatwurf bei Organisation der Schulverwaltung auch das Schulamt berücksichtigt ist, kann aber den Wunsch nicht unterdrücken, daß die Berüksichtigung teils in noch höherem Grade teils in zwickentsprechenderer Weise erfolgen möge. 6. Der Verein beauftragt Vorstand und Referenten unter Hinzuziehung des Beirates, den Inhalt der heute vernommenen Vorträge und die in der Diskussion vorgebrachten Ausstellungen und Wünsche auf's sorgsamste zu eiwägen und alsdann das Resultat ihrer Erwägungen, insonderheit aber den Inhalt von 3—5 der heutigen Resolution, in einem entsprechenden Antroge sowohl dem Herrn Kultusminister wie den beiden Häusern des Landtages je eher je lieber zu unterbreiten. der üblichen Weise und setzte dann die Enzel, beratung des landwirtschaftlichen Etats fort, wo, bei wie immer, minnigfach: Einzelheiten zur 6., Scterung kanen..—4 zu G. Gegenüber dem Abg. v. Klitzing(kons.) er. kannte Minister v Podbielski die Notwendigkeit der Dezentralisation bei den Meliorationz. arbeiten an. Die Ausführungen der Abgg. Giai Moltke(slons) und Mooren(Zir) veranlaßten den Minister zu der Feststellung, Maßnahmen gegen die Verunreinigung der Flüsse kommen in erster Linie den Gemeinden zu. Abg. Lescher(kons.) forderte erhöhte Fürsorge für den Obstbau und Resocm des Weingesetzes. Der Minister empfahl Erwäzungen über eine bessere Obstverwertung und bedauerte die schwindende Rentabilität des Weinbaues. Im welteren Verlaufe der Sitzung veranlaßten die Bemerkuggen des Abg Jänicke(51) Minister zunächst zu einer grundsätzlichen Stellungnahme zur Urbarmachung der Moore und Oedländereien, wobei er namentlich die Notwendis. keit umfangreicher Bewaldung hervothob. Darauf lenkten die Abzg. von Bockelberg v. Klitzing, Graf v. d. Groeben und Kreth (kons.) die Erörterung auf die innere Kolonisation, deren systematische Förderung der Minister auch zwecks Stärkung des Deutschtums im Osten zusagte. Der Rest des Etats wurde bewilligt. Donnerstag 11 Uhr: Gestütsverwaltung. Schluß 5 Uhr.9 Aus den Parlamenten. Deutscher Reichstag. 32 Sitzung vom 31. Januar 1906, 1 Uhr. Der Reichstag hielt heute Schwerinstag ab und widmete ihn der Fortführung der Besprechung des vom Zentrum eingebrachten Toleranzantrages. Abg. Frhr v. Hertling(Zir) bedauerte, daß der Antrag im Hause so wenig Anklang fi#de, das Zentrum wolle nur F eiheit für alle Bekenntnisse.— Abg. Hoffmann(Soz) forderte Trennung von Schule und Kirche, wie vom Staat und Kirche. Abg. Dr. Stöcker(Wirtsch. Vgg) wandte sich mit Schärfe gegen den Vorredner, dessen Rede er betrübend vom Standpunkte der Religion wie der Bildung nannte. Zum Antrage selbst äußerte er sich wie im Vorjahre ablehnend, er erklärte sich aber bereit, an der Beseitigung anerkannter Mißstände mitzuwirken.— Abg. Fürst Radziwill (Pole) bezeichnete Stöcker's Rede in manchen Punkten als eine wahre Erholung und erhoffte von der Kommissionsberatung ein allseits befriedigendes Ergebnis. Abg. v Gerlach(natsoz) stimmte dem Toleranzantrage in belangloser Rede zu. Darauf entspann sich eine mehr persö tliche Auseinandersetzung zwischen den Abgg. Osel(Zir) und Dr Müller=Meiningen(frs. Vp.) Letzterem machte Aba Osel zum Vorwurs, daß er Zwischen: ruse des Zent ums als Grunzen bezeichnet habe und meinte unter Hinweisen auf Dr. Müllers Gedicht über den preußischen Landwirtschaftsminister, Abg. Müller bifl ißige sich der„Schweinerei“. Unter der Heiterkeit des Hauses stellte Präsident Graf Ballestrem fest, daß der parlamentarische Ausdruck für Grunzen laute: unartikulierte Laute aus stoßen. Abg. Henning(kons) legte Wert auf die Feststellung, daß er sich in der vorigen Sitzung namens der über großen Mehrheit seiner Freunde nicht nur gegen Teil 2 sondern auch gegen Teil 1 des Zentrumsantrages ausgesprochen habe. Damit schließt die Erörterurg. Donnerstag 1 Uhr: Zweite Lesung des Etats Schluß 6¼ Uhr. Wort ärgerte ihn Aber er hatte kein Recht, dem Better, der, mit seiner eben erwachsenen Cousine wahrscheinlich ganz geschwisterlich verkehrte, diese Bezeichnung derselben zu verbieten. „Fräulein von Falkenheide hat das Beste bei den Hülfeleistungen getan. Sie war bewunderungewürdig in der Art, wie sie durch diese schweren Stunden hindurchging," sagte er. Gerbach zuckte leicht die Achseln.„Lotte war dazumal sozusagen die nächste dazu, um tatkräftig einzuspringen. Aber Sie, Herr von Nordenbeck, der Sie gar nicht einmal verwandt mit der Familie sind, daß Sie da Ihre Nichtruhe opfern...“ „Ist das Natürlichste von der Welt,“ unterdrach ihn dieser,„Sie vergessen eins, Herr von Gerbach, die Kameradschaft, die gibt Rechte, legt aber auch Pflchten auf. Ganz abgesehen von dem Gebot der Nächstenliebe, das Gleiches fordert, wenn man einen Menschen in einer schwierigen Lage sieht, so ist es Kameraden gegenüder so naturgemäß wie möglich, daß einer für den anderen einspringt" Ein etwas spöttisches Lächeln glitt über die hübschen Züge des I fanterieoffiziers. „Das sind schöne Worte, Herr von Nordenbick, es ist eine klingende Münze, mit der auch viel geklappett wird aber man braucht die Geschichte nicht so ernsthaft zu nehmen. Das können wir getrost einigen jagendlichen Hitzköpfen und Schwätmern überlassen Selbstverständlich ist man„guter Kamerad“, man versichert das oft genug einanter beim Glase W in und besiegelt es wohl auch noch mit einer Beüderschaft, aber Fälle, wo einer für den anderen enspringt, vorzüglich wenn ein Opfer dabei verbunden ist, das sind doch mehr oder minder nur Ausnahmen. Der Glanz unserer Armee bleidt doch bestehen, ehne daß man die Kameradschaft auf eine ideale Höhe hinaufschraubt, die für die Itzt zeit nicht mehr paßt!“ Es wur de Nordendeck schwer, diese Sprache mit anzuhören, ohne sehr energisch dazwischen zu fahren. Aber er bezwang sich und ließ Gurbach ruhig aussprechen, dann aber sagte er sehr ernst:„Gott sei Dank, daß es in unserer Armee noch unzählige solcher Hit köpf: und Sch värmer gibt, wie Sie die Männer bezeichnen, denen die Kameradschaft kein leerer Schall ist, sondern die imstande sind, das Wort in seiner edelsten Bed uung nicht nur zu erfassen, sondern auch im Leben durchzu führen Aber ich glaube dieses Ge spräch eignet sich nicht gerade für die Straße," Lokales und Provinzielles. Bielefeld, 1. Februar. *(Steuererhöhung um 15 Prozent für 1906) Bei der Becatung des Stadthaushalts=Etats für 1906 durch den Magistrat hat es sich herausgestellt, daß troß der allgemeinen günstigen Lage für das Rechnungsjahr 1906 eine Steuererhöhuag nicht zu vermeiden ist. Der Haushaltsplan der Kämmerei für 1906, der der Stadtverordnetenversammlung demnächst zur Genehmigung zugestellt wird, ergibt folgendes Resultat. Aus den Ueberschüssen der Vorjahre können bei der jetzigen Lage nur 120000 Mk. eingestellt werden (im laufenden Jahre 190000 Mk, mithin 65000 Mk. weniger). Für 1902 und 1903 wurde je 80000 Mk. und für 1904 125000 Mk. eingestellt. Die Schulen erforsern einen um 62673 Mk. höheren Zuschuß als für 1905. Die Zirsenaus gaben sind un etwa 50000 Mk. gewachsen, wovon erwa 32000 Mk. auf den Ankauf des Olderdissenschen Gutes entfallen. Während die übrigen Erhöhungen durch die Mehreinnahmen iusbesondere aus dem höheren Steuernveranlagungssoll bestritten werden können, bedingen die obenerwähnten Mehrausgaben eine Echöhung der Einkommensteuer und der Realsteuern um 15 Prozent. Die Einkommensteuer wird badurch auf 195 Prozeat und die Realsteuern auf 210 Prozent steigen. Für 1904 hatten folgende westfälische Städte die nachstehenden Einkommensteuersätze: Herford 210 Pcozent, Dortmund 195 Prozent, Hagen 240 Prozent, Witten 215 Pcozent, Recklinghausen 200 Prozent usw. Ja allen diesen Städten ist inzwischen eine Echöhung für 1905 und 1906 eingetreten. (Wilhelm= Augusta=Stift.) Wie wir erfahren, nehmen die Zeichnungen für die Stiftung auläßlich der silbernen Hochzeit unseres Kaiserpaares einen erfreulichen Fortgang. Rund 30000 Mk. find bereits gezeichnet und ist zu hoffen, daß die ganze Summe von 40000 Mk. noch zusammen kommt. Die Kämmereikasse wird demnächst beginnen, die gezeichneten Beträge einzuziehen. (Die nächste StadtverordnetenSitzung), in welcher der Haushaltsplan der Kämmerei=Rechnung A. beraten wird, findet am Freitag, den 9. Februar statt. Von der sonst üblichen Anberaumung der Stadtverordneten=Sitzung auf Mittwoch ist unterbrach er sich.„Wir können es vielleicht ein anderes Mal in Rahe und eingehend im Z mmer fortsetzen.“ Gerbach verbeugte sich leicht.„Ihr Besuch wird mich immer außerordentlich freuen und eine Unterhaltung mit Ihnen mir lieb sein. Hier in Berlin werde ich wohl nicht mehr das Vergnügen haben, Sie zu sehen, da ich um Mitternacht mit dem Zuge reise. Ich muß notwendig morgen zurück sein. Wir haben Besichtigung. Ihre Empfehlungen an meine Verwandten darf ich wohl einstweilen bestellen, bis Sie selbst sich wieder im Hause zu ückmelden?“ „Ich möchte darum bitten,“ antwortete Norvenbeck„Es geht dem Hauptmann doch den Verhältnissen nach gut? Die Besserung schreitet ständig fort?“ „Ganz so, wie man nur wünschen kann,“ erklärte Gerbach„Lette schrieb mir das heute und truz mir im Namen meiner Mutter noch verschiedene Kommissionen auf. die ich aber schwerlich werde besorgen können. Man ist doch schließlich in Berlin nicht um Besorgungen zu machen, sondern um sich zu amüsieren.“ „Vielleicht ließe sich beides vereinigen.“ (Fortsetzung folgt.) abgesehen, Mogats be Verhandlung X(Die heute ihr Aus diesem gestern aben Fackelzug chiell Heir B Ansprache. zuges sand## Heute morger seinen Arbeit (Lutherf abendlich lock Menge Volks Bethel. Auc Saal bis auf mußten sogar Vor den Zuse aber in ellen L densbild und kerndeut gisseur Halter Auch die übrig an ihrem Tei lingen bei. werden sie in m.(Uebe geriet an der straße ein dre Schlachterwag des kinken Ar Schuld an polizeiliche Un aus diesem Al es strafbar ist Straße in die m.(Wege Staats gewalt zeize gebracht, gestern einen Polizelbeamter m(Eine elektrischen rachmittag Uhr dadurch das Straße fuhrwer!e ei Straße bahn aufrecht erhe m(Best Der auf e: gehilfe Josef ein m hesiKettenarmbar zum Kaufe den Ecwerb schienen, wu richtigt, welt um weitere N des iffenbar anstellen zu m.(Eing berson wegen Vorschiiften, m.(Gest von einem a Automobile 20 Mark Schildesch Tod.) Gest Mangelmeiste Herzschlage b eintrat. Der dem„Gen.=Ar dieses Schlag bewohner dei und als er h den slehend seine Angehi bereits versa bei seiren M beliebt und a und setzte dann die Enzeltschaftlichen Etats fort, igsach: Einzelheiten zur Eebg. v. Klitzing(kons.) ooviels ki die Notwendig. ion bei den Meliorations. zführungen der Abgg. Gras Mooren(Zir) veranlaßten r Feststellung, Maßnahmen jung der Flüsse kommen in inden zu. ) forderte erhöhte Fürsorge Resorm des Weingesetzes. Erwägungen über eine bessere bedauette die schwindende haues. use der Sitzung veranlaßten Abg Jänicke(51) den zu einer grundsätzlichen barmachung der Moore und r namentlich die Notwendizaldung heroothob. Abzg. von Bockelberg d. Groeben und Kreth auf die innere Kolonisation, derung der Minister auch Deutschtums im Osten zutats wurde bewilligt. Gestütsverwaltung. elefeld, 1. Februar. hung um 15 ProBei der Becatung Etats für 1906 durch es sich herausgestellt, meinen günstigen Lage hr 1906 eine Steuervermeiden ist. Der der Kämmerei für verordneten versammlung migung zugestellt wird, iltat. Aus den Ueberkönnen bei der jetzigen Mr. eingestellt werden 190000 Mt, mithin n). Für 1902 und 00 Mk. und für 1904 ##lli. Die Schulen 62673 Mk. höheren 905. Die Zirsenetwa 50000 Mk. ge32000 Mk. auf den inschen Gutes entfallen. Erhöhungen durch die besondere aus dem nlagungssoll bestritten gen die obenerwähnten Echöhung der Einr R e a l s t e u e r n u m 1 5 mensteuer wird badurch d die Realsteuern auf Für 1904 hatten städte die nachstehenden Herford 210 Pcozent, it, Higen 240 Prozent, Recklinghausen 200 en diesen Städten ist hung für 1905 und usta=Stift.) Wie die Zeichnungen für der silbernen Hochzeit einen erfreulichen 000 Mk. find bereits hoffen, daß die ganze Mk. noch zusammen eikasse wird demnächst en Beträge einzuziehen. adtverordnetener der Haushaltsplan n A. beraten wird, en 9. Februar statt. u Anberaumung der ng auf Mittwoch ist K Wir können es viell in Rahe und eintsetzen.“ ich leicht.„Ihr Beaußerordentlich freuen mit Ihnen mir lieb werde ich wohl nicht saben, Sie zu sehen, mit dem Zuge reise. morgen zurück sein. Ihre Empfehlungen darf ich wohl einstsie selbst sich wieder ** bitten,“ antwortete dem Hauptmann doch gut? Die Besserung nur wünschen kann,“ itte schrieb mir das im Namen meiner ie Kommissionen auf. berde besorgen können. in Berlin nicht um , sondern um sich zu beides vereinigen.“ (Fortsetzung folgt.) abgesehen, wezen den am 11. rächsten Mogats beginnenden ProvinziallandtageVerhandlungen. X(Die FirmaW Klarhorst) feiert heute ihr 25 jähriges Gechäftsjubi äum. Aus diesem Anlaß wurde Herrn Klaihorst gestern abend von seinen Arbeitern ein Fackelzug gebracht. Namens der Arbeiter hiell Heir Bansmann an den Jubilar eine Ansprache. Nach Beendigung des Fck#. zuges sand im Konzerthause eine Feier statt. Heute morgen wurde Herrn Klahorst ron seinen Arbeitern ein Ständchen gebracht. (Lutherfestspiele in Bethel.) All abendlich lockt das Lutherfestspiel eine große Menge Volks draußen zum Assapheum auf Bethel. Auch gestern abend war der große Saal bis auf den letzten Platz gefüllt. Es mußten sogar noch Stühle aufgestellt werden. Vor den Zuschauern ertrollte sich ein buntes, aber in ellen Einzelheiten sein durchgeführtes L densbild dieses starken Glaudensheiden und kerndeutschen Mannes, den Herr Re gisseur Ha'ter aufs eindrucksvollste verkö pert. Auch die übrigen handelnden Personen tragen an ihrem Teil alles zu einem guten Ge lingen bei. Durch den starken Zuspruch werden sie in erfreulicher Weise belohnt. m.(Ueberfahren) Gestern vormittag geriet an der Ecke der Sieker= und Kreuz straße ein dreijähriger Kaabe unter einen Schlachterwagen und wurde durch Ueberfahren des kinken Armes schwer verletzt. W.n die Schuld an dem Unfall trifft, wird die polizeiliche Untersuchung ergeben; doch wird aus diesem Anlaß darauf hirgewiesen, daß es strafbar ist, beim Einbiegen aus einer Straße in die andere im Teabe zu fahren. m.(Wegen Widerstandes) gegen die Staats gewalt wurde ein Arbeiter zur Anzeize gebracht, weil er am Juhnsplatz vorgestern einen ihn zur Rube virweisenden Polizeibeamten tätlich angriff m(Eine Betriebsstörung) der elektrischen Straßenbaha wurde gestern rachmittag in der Zeit von 4½ bis 5¼ Uhr dadurch hervofgerufen, daß bei einem das Steaßenbahngeleise passierenden Last fuhrwer!: eine Achse gebrochen war. Der Straßer bahnverkehr konnte durch Umsteigen aufrecht erhalten werden. m(Bestohlene Person gesucht.) Der auf e: Durchreise befindliche Handlungsgehilfe Joief Plazinski aus Posen bot gestern ein m hefigen Althändler ein goldenes Kettenarmband im Werte von 200 Mark zum Kaufe an. Da seine Angaben über den Ecwerb des Schmuckes unglaubhaft erschienen, wurde die Kriminalpolizei benachrichtigt, welche den Pl. vorläufig festnahm, um weitere Nachforschungen über die Heikuift des effenbar gestohlenen Kettenarmbandes ansiellen zu können. m.(Eingeliefert) wurde eine Frauensverson wegen Urbertretung sittenpolizeilicher Vorscheiften, ferner ein Bettler. m.(Gestohlen) wurde vorgestern abend von eigem an der B.inkstraße aufgestellten Automobil eine Hape im Werte von etwa 20 Mark Schildesche, 30. Jan.(Schneller Tod.) Gestern abend wurde der 55jährige Mangelmeister Karl Schrabel hier von einem Herzschlage betroffen, sodaß der Tod sosort eintrat. Der Genannte befand sich, wie dem„Gen.=Anz“ geschrieben wird, zur Zeit dieses Schlaganfells im Keller. Ein Mitbewohner des Hauses bemerkte dort Licht und als er hinzukam, fand er den Sterbenen slehend in eine Ecke gelehnt vor. Als seine Angehörigen herbeikamen, war (11 Lehrer) 3132 Mark, für Gohfeld (15 Lhrei) 3744 Mark, für Mennig hussen(12 Lehrer) 2995 20 Mark, für Enger(7 Lehrer) 1310,40 Mark. Bad Oeynhausen, 30. Jan.(Entwichen) ist laut„B Gen.=Anz.“ aus dem Serichtsgesängnis der Schuhmackergeselle Wilhelm Zuschlag aus Depenbrick welcher in der hiesigen Herberge wegen Skandalierens festgenommen war. Der Ausreißer muß wohl noch mehr auf dem Kerdholz haben, denn man fand bei ihm bei seiner Verhaf ung einen Revolver mit zwölf schaifen Patronen, einen Dolch und ein Dochnesser (sog. Knscker). Es scheint die Furcht vor einer größeren Strafe, als der Vorgang auf der Herberge hätte zur Folge haben können, ihn zur Flucht verarlaßt zu haben. Die sofort angestellten Recherchen sind bislang erfolglos gewesen, nur soviel ist ermittelt, daß er bei seiner Mutter in Depenbrock die Kleidung gewechselt und dann das Weite cesucht hat. er sereits verschieden. Der Verstorbene war bei seiren Mitarbeitern und Nachbarn sehr #eliebt und als fl ißiger Mann bekannt. dus der Kreiser Rinder un 1 Fedr.(Auszeichnung.) Dir Fürst von Schaumburg=Lpp: hat dem Herrn Regierungsp äsidenten Dr. Kruse Ehrenkreuz 2 Klasse des emur##lippischen Hausordens Minden, 1 Febr.(Die AufnahmeRiness Aa des Lehrerinnense: stnvet am 16. und 17 März stalt. Schfsrggen sind an Herrn Direktoer Dr. zmeischen, dier bis zum 1. Mäcz ein 1 Febr.(Alterszulage. e g## Lehrer und Lehrerinnen) #ertenlungsplan des Bedarfs der Altersan sssfasse für die Lehrer und L hrerinnen he##lichen Volksschulen des Regierungs #. Minden für 1906 wird im Amis # ausführlich bekannt gegeben. Danach 5 ffert sich der Bedarf auf rund 752700 Mark für Lehrer und 93000 Maik für Beiträge für Bünde für 13 Lehrer und 1 ##rer, betragen 4114,50 Mark, für die Schule 812 Mark, für Ennigloh Aus dem Kreise Hee#es. # Herford, 30. Januar.(LehrerVerein.) Am Sonntag, nachmittag 4 Uhr, fiidet bei Biermann eine Sitzung statt, in welcher u a. ein Vortrag gehalten wird über das Thema:„Wis bringt uns das neue Schulgesetz". Herford, 31. Jannar.(Steuer=Erhebung.) Die Hebetermine zur Zahlung der pre 4 Vierteljahr des Rechnungsjahres 1905 fälligen Staats, Kreis=, Gemeinde und Kirchenabgaben, sewie Schulgelder fieden vom 1. bis 14 Februar d. Is., vormittags von 8 bis 12½ Uhr statt. C Herford, 31. Im.(Schützen hof Verpachtung.) Der Verwaltungs. rat erwählte Herrn I. Wetsch(Hotel Kaiserhot) zum Schützenwirt und schloß den Pachtvertrag mit ihm ab. Enger, 31. Jmuar.(Eine allge meine Geslügel= und Verbands ausstellung) fiadet am 3., 4. u. 5 März unter dem Protektorat des Herrn Lindrat von Borries, im Schützensaal des Herrn Denker statt. Preisrichter sind die Hirren: Marten=Lehrte, Reklor Hagedorn=Werl, Kaufmann=Herfocd und Meier=Bände, letzterer für Kauartenvözel. Schluß der Anmeldung 20. Februar. Die Anmeldungen rimmt Herr W. Zmmer Erger entgegen. Spenge, 29. Januar.(Diebstahl.) Dem Heuerling und Zigarrerarbeiter Wilh Siekmann zu Häcker und Aschen wurden in der Nacht von Fceitag zum Sonnabend für zirka 50 bis 60 Mark Fleischteile und Würste gestohlen. Den Dieben ist man auf der Spur. Aus dem Kreise Halle, 31 Jiu.(Stiftung) Der Rentner August Graebe zu Bielefeld, früher hierselbst wohnhoft, hat für sich und seinen verstobenen Beuder Ernst der Stadt Halle eine Stiflung von 40000 Mark mit der Bedingung über wiesen, daß die Zinsen derselben als Zuschuß zur Förderung der hiesigen höheren Privatschule verwendet werden sollen. Die Stadt hat diese Stiftung dankbar angenommen.(Hall. Krebl.)= Aus dem Reg.=Bex. Münster und Neeiterz Münster, 30. Imn.(Zwei unverfrorene Diebe) stahlen gestern nachmittag im benachbarten Hav xbeck einen mit zwei Pferden bespannten Kutschwager. Zwei hier von benachrichtigte Kiiminalschutz leute trafen gestern abend hier die Diebe, die in einer Wutschaft versuchten, die Pferde zu verkaufen. Von den Beamten zur Rede gestellt, ergriffen beide die Fluckt. Während man den einen gleich wieder fassen konnte, rettete sich laut„Westf. Volksbl.“ der zweite dadurch, daß er nach altem Trick in einem sort rief:„Haltet den Dieb!" Das machte die Berfolger irre, alle glaubten, nur der erste sei der Dieb und ließen ihn ruhig laufen Bochum, 30 Jan.(Gestorben.) In der vergangenen Nicht ist das zweite Opfer des kürzlich gemeldeten Automobilunfalls, der Czai ffeur Bieserkamp, an den erlittenen schweren Verletzungen gestorben Köln, 31, Jmuar.(Ein guter Fang) Der hiesigen Kriminalpolizei ist es im Verein mit der Eisenbahnbehörde gelungen, den Menschen aus findig zu machen, dei im Wagenabteil der zweiten Klesse der oherrheinischen Eisenbahnzüge während der Fahrt einst'eg und, nachdem er das Gaslicht ausgedreht, die Passagiere überfiel und deren Gepäckstücke sowie Barschaft raubte. In einem Falle üefiel er ein alleinfahrer des Mädchen, des aus dem fahrenden Zuge sprang und schwer verletzt auf dem Bahnkörper liegend päter aufgefunden wurde. Es handelt sich um einen Lokomotivheizer, der wegen im Dierst sich zugezogener Verletzungen dien stuntauglich wurde und in Z vilklidern im Augenblick der Abfahrt von Schnellzügen ein Bremserabteil aussuchte, cuf den Wagen klettette, das Lcht ausdrehte und die im Couré befindlichen einzelnen Passagiere überfiel. Mehrere der letzteren haben den Hizr bereits als jenen Menschen erkannt, der die Ueber: fälle ausg führt hat. Aufruf für die armenischen Waisenhäuser der Deutschen Orient Mission. Unser armenisches Waisenwerk bedarf dringend einer größeren Hilfeleistung. Seit wir vor neun Jahren die deutsche evangelische Chistenheit aufriesen, um die Not des armenischen Volkes zu lindern und seine Wiwen und Wassea zu versorgen, hat die Barmherzigkeit Chiisti in Armenien ein großes Weik getan. Waisenhäuser, Kliniken, Industriestätten sind begründet worden, um ein aus tausend Wunden bluter des Volk vom Tode erretten zu helfen. Wir sind von Herzen dankbar gewesen für die großen Gaben, die uns Jahr aus Jahr ein, ins besondere von den Pfl oeeltern unserer Kinder, zufl ssen. Aber unsere Mittel haben nicht aus. gereicht, um das angefangere Werk so weiter zu führen, wie es die Not und die Liebe gebietet. Im vergangenen Jahr sind unsere Einnahmen hinter unserm Voranschlag um 20000 Mark zurückgeblieben, während unsere Ausgaben infolge andauernder Teuerung und Heuschrick nplaze unsern Voranschlag um 30000 Mark überschritten haben. Wir müssen also mit einem Tafizit von 50000 Mk. richnen welches wir durch laufende Einnahmen nicht decken können. Darum bitten wir alle Freunde des armenischen Hilfswerks uns zur Deckung unseres D.fizits eine einmalige außerordentliche Gabe zukommen zu lassen. Wir bitten dieselbe mit der Bezeichnung„zu: zu senden an die Kasse der Deutschen Orient Mission, Großlichterfelde, Ringstraße 50. Der Vorstand der Deutschen Orient Mission. Graf A. v. Bernstorff, Vorsitzender. Oberkonsistorialrat D. Keßler, Stello, Vorsitzender. Dr. Lepsius, Direktor. Pastor M. Wilde, Inspektor. Professor Meinhof, Schatzmeister. Ties bewegt von der Not der armenischen und perstschen Waisen und ihrer treuen Freunde, welchdie ihnen aufs Gewissen gebundenen armen Kinder während dr duch Mißvachs und Heuschrecken entstandenen Hungersnot doch nicht verhungern lassen konnten, schließt sich der Unt rzeichnete der vorstehenden Bitte an, mit der innigsten Ueberzeugung, deß hier ein ebenso gutes als rotwendiges Liebesweik geschieht und erbietet sich zur Annahme und Besörderung jeder Gabe. Bethel bei Bielefeld. F. v. Bodelschwirgh, Pastor imer. seiner Thronbesteigung eine umfangreiche Amnestie erlassen. Paris, 1. Februar. Anläßlich der Inventuraufnahme kam es in der Kirche St. Roche zu großen Ausschreitungen. Der Beamte wurde mit zerrissenem Rock und zerzaustem Haar auf den Boden geschleppt und dann heruntergestoßen. Der Deputierte Archdehcon und der Gemeinderat Billard wurden als Aufwiegler vor den Polizeikommissar gebracht. In der Hauptkirche des Pattyer Bezirks kam es zu Schlägereien, wobei der Pfarrer, der den Beamten schützen wollte, mehrere Hiebe mit Stöcken und Schirwen erhielt. Die gestrigen Vorfälle sollen in der heutigen Kammersitzung zur Sprache kommen. Odessa, 1. Februar. Die Bevölkerung von Mingrelien, Gurien und Inguschi ist in den Aufstand getreten. Die Regierung entsandte Teuppen; Bergartillerie folgt. Aus Truppenabteilungen verschiedener Militärbezirke soll ein Armeekorps armiert und nach dem Kaukasus geschickt werden.— Der Prozeß gegen den Leutnant Schmidt, den Führer des Marineaufstandes in Sebastopol, wird am 16. Februar in der Festung Otschakow verhandelt werden. Uebes sicht der Witterung. Bielefeld, 1. Februar 1906. Mitgeteilt, von Fr. Böckelmann Ww., hier. Niebrigst. Thermometerstand in der Nacht—1 CC. Thermometerstand um 10 Uhr vorm. 0 C. Barometer 75,8 cm. Wind: Süd=West. Himmel: bedeckt. nach Levendauf Grund amtlicher Marktberichte zusammengenen; und nach einigen telegrapbischen Berichten bearbeitet vor der Centralstelle für Viedverner ung der Preuztschen Kar wirtsaftskammern Berlin W., Köthener Straße* Hannov, Dortm Essen. am 29 /1. Ochsen. a) vollfleischige, ausgemästete höchsten Schlachtwertes, höchstens 6 Jahre am 29./1. 13—4444—1543—45 36—8737—39 Vermischtes Berlin, 81. Jan. Wie Generaldirikto: Ballin mitleilt, ist der Dampfer der Hamburg= AmerikaLinie„Silvia“, welcher mit einem großen Teansport russischer Truppen vorgestern von Wladmostok abgegangen ist, auf eine schwimmende Mine gestoßen und in sinken dem Zustande nach Wlaotwostol zurückgekehit, wo das Schiff auf Strand gesetzt worden ist, um dessen Unergang zu verhindern. Der erste Koch Ottomur Schwaibold hat bei dem Unfall sein Liben verloren. Das Schiff war zu seinem vollen Werte gegen Mineng fahr versichert Leipzig, 29. Jan. Wenn Mehrings Organ, die„Leipziger Volkszeitung“, so fortfährt, bekommt sie einen ganzen Rattenkönig von Prozessen auf den Hals. Zwei solcher saweben bereits: der eine wigen Aufreizurg, begengen durch 15 Artikel über die Wahlrechtskiewalle, der andere Beleidigung des sächsischen Landieges. Nun si. d roch zwei Klagen wegen Majestätsheleidigung hinzugekommen. Die eine gründet sich auf das das säck sische Königshaus aufs ärgste beschimpfende „Albertinische Pofil,“ anläßlich des „roten Soni tags“, die zweite auf den Liartikel der Sonnabends Arsgabe„Borussische Husgerleiderei". In litzterem sollen 22(!) Moj stats beleidigungen enthalten s.in.(Hann. Ceur) Aus den Nachdarprobinzer##d Sttalt. Detmold, 30. Januar.(Ordensverleihungen.) Der Kaiser hat dem Fürsten Leopold den Roten Adlerorden 1. Klasse verliehen. Obeist und F.ügela)jutant v. Malachowski erhielt den Roten Adlerorden 3 Klasse mit Schleife, Hofmarschall Graf v. Rittberg den Roten Adlerorden 3. Klasse. Dem fürstlichen HofS te. orden 4 Klafse, dem Hoflakai Lücke I und dem Jäger Goschin die Medaille zum Kronenorden verliehen. Neueste Nachrichten Berlin, 1 Februar. Professor Rober: Koch hielt gestern abend in der Berlirer Medizimschen Gesellschaft einen wisser scheftlichen Vortrag über die Ergebnsse seiner vo jihrigen Jolschungsreise in Ostaseika, so wie über das in unseren Koronien auftretende Rüchfallfieber Nach Kchs Anschi dü: f.e ganz Ostastika vom Rück allsieber verseucht sein; de Behandlung hat birher kei en Efolg zu verzeichnen gedabt, doch tält Koch es nicht für ausgeschlossen, daß man wie bei der Malaria ein spezifische Wirkungsmittel oder Surm firden wirde Hamburg, 1. Febr. In der gestrigen Sitzung der Bürgerschaft wurde der Senatsantrag auf Abänderung der Verfassung in geheimer Abstimmung in 2. Lesung mit 120 gegen 35 Stimmen bei einer Stimmenthaltung angenommen. Damit ist die geplante Wahlrechtsänderung gesichert Kopenhagen, 1. Febr. König Friedrich VIII. wird aus Anlaß 27—29 11—42s41—42s41—42 34-36/34—96 29—8129—31 38—3939—40 24—35 34— alt(mind. 12 Ctr. Lbg.) b) junge, fleischige, nicht ausgemästete und ältere ausgemästete c) mäßig genährte junge und gut genährte älterel3!—33|82—33 d) gering genährte jeden Alters Bullen. a) vollfleischige, ausgemästete bis zu 5 Jahren d) vollfleischige jüngere c) mäßig genährte jüngere und gut genährte ältere d) gering genährte jüngere und ältere Kalben und Kühe. a) vollfleischige, ausgemästete Kalben höchsten Schlachtwertes d) vollfleischige, ausgemästete Kühe höchsten Schlachtwertes, bis zu 7 Jahren c) ältere ausgemästete Kühe und wenig gut entwickelte jüngere Kühe und Kalden d) mäßig genährte Kühe n. Kalben Kälber. a) Doppellender d) feinste Mast.(Vollmilchmast) und beste Saugkälber e) mittlere Mastkälber und gute Saugkälber.. d) geringere Saugkälber u. älteres, gering genährtes Jungvieh(Fresser) Schafe. a) Mastlämmer u. jüngere Masthammel b) ältere Masthammel. c) mäßig genährte Hammel u. Schafe(Märzschafe Schweine. a) vollfleischige der feineren Rassen und deren Kreuzungen bis zu 1¼ J. b) fleischige.... c) gering entwinelte sowie Sauen 38 30—32 31— 28 40—41 35 30—32•31 24-2 24 28 68—70 39—4 35—36 7—29 78—79 76—77 73—75 52—54|54—55 48—5148-42 12 4 35—36 75 72—74 66 71 De Vorstehende Preise verstehen sich für 10. Lebendgewicht, bei Schweinen mit 20% Tara amtlichen Schlachtgewichtpreise sind mittels d- angeotbenen Schlachtprosente Lebertran leicht verdaulich! Zw fello ist es in Jorei Famila üblch, die Kiacer Leb rtran einnehmen zu lessen um si vor Hosten oder Erkältungen zu schützen oder ihre kö perliche Entwicklurg zu unte stützen. Mit F euden wirden Sie des halb Scoits Enulsion beg üßer, die den L beitran in schmackhofter und leicht verdarlicher Fomm bietet und seine Wiksamkeit dabei noch erhöht Scotte Emu sion ist ein vorzüglich Nähr= und Kräftegung mittel wird von uns ausschließlich im großen verkauft, und zwar nie lose nach Gewicht oder Maß, sondern Schudmarte(Keite, Oriszinalstaschen in Karton wit: guherg Schugmarte(Fischer mit großem Dorsch auf dem Scott& Bowne, G., m. b. H., Frankfurt a. M. „ Bestandtetle. Feinnter Medizinal Bevertrau 130,0, glume Siycerin 50,0, unterphosphorigsaurer Kalk 4.8, unterphos Phorissaures Ratron 20, puld. Tragant 3/0, feinste, grad Wasser 129,6. Alkohol 11,0. HierzHal se. 9 PFrapsen. mn Zund, Mandek, und Genichurch gv. Mauner= u. ZunigtlngsVerein St. Johannis. Conntag, den 4. Februar, abends 8 Uhr: Familien=Abend. (Patriotische Feier.) Jedermann ist herzlich willkommen. Eintritt 20 Pfg. Der Vorstand. Nachm. 3½ Uhr: Versammlung der Jugendund Knabenabteilung. Mitglieder und Freunde werden hiermit zu den Versammlungen herzlich eingeladen. Der Ordner Bielefeld Ritterstr. 43 Fernspr. 15 empfiehlt sich zur Herstellung von ler Art in sauberster Ausführung zu billigen Preisen. Spezialität: Reklamen für alle Berufszweige. Familiendrucksachen: Visites, Verlobungsanzeigen, Einladungen etc. Liefermatiens=Festspiel täglich Aufführung punkt 7½ Uhr, Ende gegen 10 Uhr, im Vereinshaus Assapheum der Unstalt Bethel. Preise der Plätze: 1.50, 1.—, 0.50 Mk. in allen durch Plakate kenntlichen Geschäften. Num. Nr. 28 Vierteilhhri! in der Geschäftss an allen Postan 1 M., bei täglich sellung in B 120 M., durch trüger 1.429 Plätze nur in Helmichs Buchhandlung und handlung der Anstalt Bethel. Näheres sagen die Plakatsäulen. Postzeitungs! Nr. 5381. AAAAAAAMAAAAT Hirirftiort Schühen-Grsritschaft. Die diesjährige Schützenkuchen=Lieferung Ev. Jüngl.= und Männerverein St. Pauli. Vereinslokal Paulusstraße Nr. 26. Sonntag, den 4. Februar, abends 8½ Uhr: ertrag von Herrn Pastor Hackländer über August Hermann Franke und der Pictismus. Die Mitglieder und Freunde des Vereins mit ihren Angehörigen sind freundl. eingeladen. Der Vorstand. Jugend=Abteilung.“ Nachm. 4 Uhr: Jeder junge Mann ist herzlich eingeladen. Der Jugendordner. Gesucht zu April ein ordentliches Mädchen Lohn für einen kleinen Haushalt. nach Uebereinkunft. Frau Meier. Renteistraße 1, im Laden. Ersaches ev. Frauein, wichs die bürzerliche Küche vest h:, such Stellung zur selbstä digen Führung oder als Stütze Offert n unter S. 42 an die Expedition d. Bl. Für ein Erholungshaus in der Nähe ren Bies feld wi d ein Mädchen für die Sommermo ate gegen hohen Lohn gesucht, die der Küche vorstehen kann. Schriftliche Offerten unter Chiff=e M. 3 an die Exp d. d. Biet(s Junger Mann aus guter Familie für April d. J. als Lehrling gesucht. Station im Hause. Eirj Freiwill=Zeugnis und gute Hand schrift bevoz gt. Theodor Brinkhoff, Lemgo in Lippe, Muufaktue= u. Modewaren. Gmshnigt in Pheinlund, Weastian. Hessen-Nassau. Ziehung 7., 8. u. 9. Febr. 1908 #.:„Strassburger Geld loterte 8231 Geld-Gewinne, zus. M. Hauptgewinne: SoSes Lose S 3.30 M., Porto u. Liste 30 Pl. extra ppichlen nach den erlaubten Oebieten Gust. Pfordte, Essen(Ruhr). Carl Heintze, enir zmn. Sarder d.. Berlin W., Unter den Linden 9 gie uls durch Plokste kennticher Langrechuite Wete 146.000 Artikel und Verweisungen. Gegenwärtig erscheint in sechster, neubearbeiteter und vermehrter Auflage: 20 Bäncke in licke LieseHalbleder rungen zu 1 50 Plennig. soll vergeben werden, und sind Offerten hierauf unter Beifügung von Probekuchen bis zum 15. Februar d. Is. dem Unterzeichneten einzureichen. Die Kuchen müssen ausgebacken 350 Gramm wiegen und ist in der Offerte der Preis pro Stück anzugeben. Nähere Lieferungsbedingungen sind im Geschäftszimmer unseres Rechnungsführers, Verwaltungsgebäude, Johannisberg 4, einzusehen. Die Schützenkuchen-Kommission. Sprick, Fußbach 4. Probehefte und Prospekte gratis durch jede Buchhandlung. Verlag des Bibliographischen Instituts in Leipzig a. Wien. = 1400 Bildertafeln und Kartenbellagen. e me Die Ausführung von Pflasterarbeiten sowie Lieferung von Pflastersteinen für die Umpflasterung der kleinen Rosenstraße und der Rohrteichstraße soll vergeben werden und zwar: Los I Ausführung von Pflasterarbeiten, II Lieferung von Packlagesteinen. Verdingungsunterlagen sind bei unserer Kanzlei 11 für 0,25 Mk. für jedes Los käuflich, ebendaselbst sind schriftliche verschlossene Angebote mit entsprechender Aufschrift bis zum Eröffnungstermin am Donnerstag, den 8. Februar 1906, vormittags 9 Uhr, einzureichen. Bielefeld, den 30. Januar 1906. Das Stadtbauamt. Heis Hernauf im Walde bei Hille. Am Mittwoch, den 7. Fe bruar d. J. morgens 9½ Uhr aufangend, werde ich mehrere Hundert Stück Eichen, Kiefern u. Krontannen zu Dielen, Balken und Sparren passend, sowie einen großen Posten Kaisers Geburtstagsfeier im Saale des Herrn Wedding am den 4. Februar er., ½5 Uhr pünktlich. Festredner: Herr Lange. Jedermann ist bestens eingeladen. Philipps. upnsenbelz, tanglich ferner ein großes Quantum Eichen zu rheumatische. Herenschuß, Reißen: beste Einreibung Die Ausführung von Banalisationsarbeiten für die Rolandstraße soll vergeben werden. Verdingungsunterlagen sind bei unserer Kanzlei II für 0,60 Mk. käuflich, ebendaselbst sind schriftliche verschossene Angebote mit der Aufschrift:„Angeboi auf Ausführung von Kanalisationsarbeiten der Rolandstraße“ versehen, bis zum Eröffnungstermin am Donnerstag, den 8. Februar 1906, vormittags 9½ Uhr, einzureichen. Bielefeld, den 31. Januar 1906. Das Stadtbauamt. zum Durchschneiden, zur Einfriedigung, zu Latten= u. Wellerholz, Leiter= und Erstebäumen sich eignend, sowie auch Brennvolz oder passend zu Erbsenbraken öffentlich meistbietend gegen Kredit verkaufen. Sämtliches Holz liegt nahe an der Winkelrieder Chaussee. Sammelplatz beim Holzbusche in der Nähe des Neubauers Wiehe, Nr. 388 Hille. Wirkt nicht wie die spirituösen Einreibungen nur schmerzablenkend durch Hautreiz, sondern Salit vernichtet die Kraukheitsursache. In Apothek. Flaschen z. Mt 1.20 u. 2. Fr. Borgmann in Hille. Journallesezirke! u. Leih biblioihel 2. Februa1 Straßburge rich III zum Kaunitz, öster — Mantua Brehm, Zool Missunde, humoristischer 2 Die so 9 en pfiehlt Der Entwurf des Haushaltsplanes der Stadt Bielefeld für das Rechnungsjahr 1906 ist gemäß§ 66 der StädteOrdnung vom 19. März 1856 acht Tage lang im Rechisterklrchstraße 1. Zimmer Nr. 41, zu jedermanns nungsamt, Rathaus, Einsicht ausgelegt. Bielefeld, den 31. Januar 1906. Der Magistrat. C. Karstadt, Herford, Hämelingerstr. 14. mpfiehlt sich zur Behandlung vor Alschon Dankbarkeit ist jeder Teint mit Hantun reinigkeiten und Hautaus schlägen wie Miresser, Finuen Blürchen, Hautröte Gesichts pickel 2c. 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