s 4. Februar estspieles im Vereinshaus 50 Mitwirkende Hannover.— Strassenbahn0 Mk. in allen michs Buchie Plakate. ibe mich in Bielefeld * I. Zahnarzt: assen und werde die§ emeinsam mit Herrn à Voss ausüben. 2 Bürke: rob. Zahnarzt,* Assistent des Herrn 2 Dr. Michel an der rsität Würzburg. sprechzeit: ttags—12 Uhr.* tags—5½ Uhr. 5 ags 10—11 Uhr. 3 drr W Zielefeld. Lebensmittel. Fernsprecher 970. Ae. Vierteljährlich in der Geschäftsstelle u. an allen Postanstalten 1., bei täglicher Zustellung in Bieleseld 1,20., durch Briefträger 1,42 M. gesucht, bis zum 1. 1906, gegen 5fache unter J. 201 an d. lattes erbeten. " Fegens 00 hat abzugeben n Koring, enzinghausen. arlehne,%, gibt Otto Kleusch, Berlin, Allee 128.(Rückporto). 30. Jahrgang Anzeigengebühr für die emspaltige Petitzeile oder deren Raum 12 Pf., für auswärts 15 Pf., Reklamen 25 Pf. Erscheint sechsmal wöchentlich Geschäftsstelle Ritterstr. 43. Fernsprecher Nr. 15. 2 4. Jonuar: Philipp von Mazedonien wird ermordet, 396 v Chr.— Kaiser Caligula erwordet, 41 nach Chr.— Kaiser Trajan be steigt den Thron, 98— Friedrich der Große, geb. 1712.— Karl VII. wird zum Kaiser gewählt, 1742.— Gustav III., Köig von Schweden, geb. 1746.— Korl v. Hollei, Dichter, geb 1798 Die Ansiedlung Weißer in Deutsch=Ostafrita. Herr Missionsdirekter D. BuchnerHerrnhut schreibt dem„Hann. Cour.“: Es muß auffallen, daß bis jetzt nur in sehr geringem Maße eine Anfiedlung Weißer in Deutsch= Ostafrika stattgesungen hat. Außer einer Anzahl Plantagen an der Kuste und den Missionsstationen an der Küste und im Innern sind keine neunenswerten Versache zur Anfiedlung gemacht worden. Dies ist um so wunderbarer, als nach Urteil aller Kenner kaum eine Kolonie sich so zur Ansiedlung Weißer eignet als gerade diese. Es lohnt sich darum wohl einmal, etwas näher den Gründen nachzugehen, die von einer solchen abhalten. Ja der keimetischen Bescheffnheit des Landes könnin zwingende Abhaltungsgründe nicht gesunden werden; das Land ist nicht ungesunder als manches andere, dem Einwanderer zuströmen. Gewiß herrscht dort Malaria und mancherlei Fieber, aber doch lange nicht in dem Maße wie an der Westküste Afrikas, und unsere Kenntnis der tropischen Krankheiten sowie der gegen sie ist so weit fortgeschritten, daß bei vernünstiger Lebensweise ein Europäer wohl dort leden kann. Was die Bodenbeschaffenheit betrifft, so sind alle Kenner des Landes in dem Urteil einig, daß große Landstrecken — so namentlich die mit dem Gesamtnamen Urhamwesi bezeichnete weite Fläche zwischen iza und Nyassa, das Konde und Uheheland— stillenweise, uenn nicht zum größten Teil vorzüglich für Landwirtschaft und Viehzucht geeigneten Boden haben. Außer für die heimischen Erzeugnisse ist vielfach der Boden zu besonderen Kulturen in Keffie, Kakao, Kautschuk und Baumwolle wie gescheff.n; auch die europätschen Getreide und Gemssearten, wie Kartoffeln, gedeihen stellenweise ausgezeichnet. Dazu kommt, daß die Witterungs verhältnisse durchaus günstig sind. Es scheint in jenen Gegenden die im Süden Afrikas so oft alles rersengende Dürre und Trocknheit fast unbekangt; die Heuschreckenplage ist im Vergleich zu anderen Gegenden Afrikas gering. .eilich die Tsetsefliege und Viehseuchen Viehzucht Schwierigkeiten. Was die nötigen eingedorenen Arbeitskräfte betr ffi, so scheint es noch den bisherigen Erfahrungen, ramentlich der Missionare, als würde es din Anfiediern bei guter Behandlung der Eingekorenen nicht an solchen fehlen. Die eingeborene vö.ker#ung bietet ein völlig anderes Bild dar, als z B. in Südwestafr'ka. Während c. lester Povinz große, in sich geschlossene Siamme uns entgegentraten, die noch kaum mit tegend welcher anderen Nationalität sich berührt hatten, haben wir es in Deutsch Istaftika meist mit kleinen, numerisch schwachen Stämmen zu tun, die vielsach nur Sptttter früherer großerer Stämme bilden eine Folge der Skiaverjagden— und velche, schon vielsach mit den Arabern in reundliche und feindliche Berührung geraten, ich leichter in den Umgang mit uns hineinFinden als jene Herero und Hottentotten. im Augenblick ist durch die Inder, die leider von manchen Seiten als die unatbehrlichen Zwischenhändler zwischen Eurockern und Eingeborenen bezeichnet werden, damentlich in Unyamwesi ein wirtschaftlicher Raubzug begonnen worden, der nicht nur sirtschaftlich das Land schädigt, sondern als üne Folge wohl auch eine tiefe Miß. stimmung in der Bevölkerung hinterlassen wird, die sich schließlich leicht gegen uns kehren könnte. Aber ich glaube, das Verhältnis der weißen Arbeitgeber zu den eingeborenen Arbeitern dürfte sich hier leichter und glücklicher bei gutem Willen gestalten lassen als in mancher anderen Kolonie, zumal man im allgemeinen den Eingeborenen Faulheit in besonderer Weise nicht nachsagen kann. Ein die Besiedelung durch Weiße sehr begünstigender Umstand ist ferner der, daß in Drutsch= Ostaftika keire großen Landkonzessionen an Gesellschaften stattgefunden haben, wie leider in anderen Kolonien, namentlich in Südwestafcika und Kamernn. Dadurch ist es ermöglicht, den Zwischenhandel mit Giund und Boden völlig auszuschließ n, und im eigensten Interiss: des Staates wird der Preis des Kronlandes sich in mäßigen Grenzen halten. Belleicht — und das wäre ein Segen— ließen sich ähnlich wie in Kiautschon die gesunden bodenreformerischen Gedanken veiwirklichen. So liegen die Bedingungen für eine Besiedlung Deuisch Ostafrikas duich Weiße durchaus nicht ungünstig. Tiotzdem wird dieselbe bis heute von amtlicher Seite nicht begünstigt, trotzdem habe auch ich auf alle dahingehenden an mich gerichteten Fragen nur die Antwort geben können, zunächst jedenfolls mit äußerster Vorsicht zu Weite zu gehen, am liebsten ganz von einem Versuche abzusehen, sofern es sich nicht um in der Nähe der Küste gelegene, leicht erreichbare Landstrecken handelt. Und warum dies? Aus einem einfachen Grunde, der aber meiner Meinung nach durchschlagend ist, nämlich wegen des Mangels an Verkehrsweger. Es handelt sich bei der Frage der Anfiedlung doch nicht nur um die Möglichkeit der Produktion geeigneter Erzeugnisse, sondern ebenso, wenn nicht noch mehr, um die Möglichkeit, die Arbeitserzeu nisse in einer die aufgewendete Arbeit lohnenden Weise auf den europäischen Markt zu bringen. Urd letztere Möglichkeit ist eben in einer gewissen Entfernung von der Küste einfach nicht vorhanden, so daß alle aufgewendete Mähe umsonst ist. Belegen wir dies mit einigen Beisp##elen. Von einer am Nyassa belegenen Kaffecplantage wird uns das Pfund K ffie gereinigt zu 10 Pfg. angeboten. Die Untersuchung der Ware ergibt, daß sie etwa dem Guatemalakaffee an Wert gleichkommt, also einen Marktwert en gros sagen wir von einigen neunzig Pfennigen, en détail von einer Mark und etwas hat. Eine Kalkulation ergibt aber, daß an Fracht, Zoll und Spesen für ein Pfund wenigstens 1 Mk. bis hierher zu zahlen sind, daß also trotz billigen Enkanfs das Geschäft zu machen eine Torheit wäre. — Als die Hüttensteuer eingeführt und den Eingeborenen gestattet wurde, dieselbe auch in Waren abzuzahlen, hatte dies die erfreuliche Folge, daß die Engeborenerkulturen, namentlich in Reis sich hoben. Die Regierung bekam massenweise Reis in ihre Niederlagen, der aber, wie berichtet wurde, zum großen Teil einfach versault, weil seine Ausfuhr sich nicht bezahlt machte. Elsenbein und Kautschuk sind die einzigen Gegenstände, deren Ausfuhr sich tetsächlich heutzutage lohnt, und die Tetzache, daß, nachdem diese beiden Handelsartikel im Nyassa in genügender Masse nicht mehr aufgetrieben werden konnten, die dort ansässigen deutschen Firmen sich zurückgezogen haben, zeigen deutlich, wie die Sachen stehen. Trotz aller günstigen Vorbedingungen wird die Anfiedlung nur dann erfolgreich sein, wenn diesem Mangel abgeholfen wird. Man muß es dem Gonverneur und namentlich dem Grafen Götzen zum Ruhme nachsagen, daß alles mögliche getan wird, um im Lande gute Verkehrswege zu schaffen. Mittwoch, 24. Januar 1906, Eine wirkliche und durchgreifende Besserung der Verhältnisse ist aber erst dann zu ererwarten, wenn man erdlich zu einem plan mäßigen Ausbau von Bahnen schreitet. Durch die erglische Mombassa=Muanzabahn wird der Osten unserer Kolonie allmählich erschlossen werben; schade nur, daß wir nicht mit einer Bahn durch deutsches Gebiet den Engländern zuvor gekommen sind, denn der Löwenanteil der von der Erschließung zu erwartenden wirtschaftlichen Erfolge wird natürlich ihnen zusollen. Un so rötiger und urabweisbarer ist es, daß wir wenigstens zum Bau der Südbahn(Kilwa Wiedhafen) ## ehe die Portugiesen die Stricke Ehinvi=schafsa fertigstellen; sonst würde wieder den deutschen Händen der wirtschaftliche Einfluß auf das Nyassaland ent wunden werden. Winn wir nicht aus den Vorgängen in Südwestafrika endlich gelernt haben, daß der Bau von Eisenbahnen die Vorbedingung jeder ergiebigen Kolonialpolitik heutzutage ist— wir hätten es aus der Kolonial= geschichte anderer Bölker schon lernen können — so lernen wir es nie. Das Kolonial= wirtschaftliche Komitee, dessen Verdienste um die landwirtschaftliche Erschließung unserer Kolonien viel zu wenig bekannt sind, hat in ausgiebigster Weise die Notwendigkeit, die Aussichten und die Mözlichkeit der Süd bahn erforschen lessen und ihre Ergebniss: in einer Denkschrift von T. Fichs„Die wirtschaftliche Erkundung einer oftafrikanischen Südbahn" niedergelegt. Ist diese Bahn gebaut, so tun sich dem weißen Anfiedler weite, fruchtbare Strecken auf. Die Besiedlungsfrage bildet eine der wichtigsten Frages unserer Kosonialpolitik. Diese wie jene aber wird erst dann eine gesunde Entwicklung nihmen können, wenn das übel angebrachte Sparsystem, das jtzt herrscht, namentlich in bezug auf den Bau von Eisenbahnen, endlich einmal der Vergangenheit angehöten wird. Auf die im Augenblick durch den Auf stand geschaffenen besonderen Schwierigkeiten sind wir nicht näher eingegangen, weil wir sie als vorübergehende ansehen. Wir glauben nicht, daß in Deutsch=Ostafrika, wie in Südwestafrika, sich dauernd eine planmäßige Besi=dlung hindernde Verhältnsse ergeben. Wohl aber möchten wir zum Schluß darauf hinweisen, daß auch aus dem Aufstand daselbst sich für jeden einsichtigen Kolonialfreund die Notwendigkeit von Bahn beuten von seibst ergibt. Mächten einen Schaberneck spielen, weil er ja eben nichts zu riskieren hat. Schulden werden nicht bezahlt oder man läßt sie so lange anstihen, bis ein kräftiger Druck zum Zahlen nötigt, und so geht das ad infinitum. So glaubte auch diesmal Herr Castro der französischen Regierung mitspielen zu können. Allein diese versteht keinen Spaß. Als man den französischen Vertreter, der sich zum Eapfanze von Depeschen auf ein Schiff begeben halte, verbot, wieder an Land zu gehen, war dem Fasse der Boden ausgeschlagen, und die französische Regierung tat das einzige, was sie in diesem Falle im Interesse ihrer Würde tun konnte, sie stellte dem venezolanischen Gesandten in Paris seine Pässe zu. Der Ministerrat hat weitere Schritte beschlossen, falls Herr Castro nicht eine eklatante Genugtuung gibt, und wenn auch hierüber der.ffentlichkeit noch nichts mitgeteilt worden ist, so darf man doch wohl annehmen, deß ein franösisches Geschwader eine Strafexpedition unternehmen und iventuell Truppen landen wird. Dieser Konflkt behagt aber den Yankees sehr wenig, welche die von ihnen selbst aufgestellte Filtion auflecht erhalten wollen, wonach die enropäischen Mächte in Amerika nichts zu suchen hätten, und meint, daß durch ein gelegentliches Einschreiten derselben die Autocität der Bereinigten Stoaten verletzt werden könnte. Odwohl dieser Stardparkt vö kerrechtlich durch nichts begründet ist, sind aber doch die Europamächte stets so höflich, sich mit der Unioosregierung wegen des großen Interesses der Vereinigten Staaten auf dem Amerikakontingent sich mit Wastzington ins Einvernehmen zu setzen. Allerdings wirb dadurch der Hochmut der Yarkees nur gestärkt und es könne niats schaden, wenn bei aller Wahrung der diplomatischen Courtoifie den Herren einmal zu verftehen gegeben würde, raß Amerika auf eine deractig zarte Behandlung keinerlei Anspruch hat Des Spaßes halber sei noch registriert, Der Venezuela=Konflikt. Herr Castro fühlt wieder einmal das Bedürfnis, von sich reden zu machen, indem er seinem Hasse gegen Frankreich— wie er j: überhaupt von den Ausländern nicht viel wissen will, da sie ihm zu viel auf die Finger gucken— die Zügel schießen ließ und Beleidigung auf Beleidigung gegen den Vertreier Franlreichs häufte. Der ganze Streit dreht sich um die Kabelgesellschef:, welche sich in französischen Händen befindet, was Herrn Cistro sehr unangenehm ist, weil auf diese Weise das Ausland von seinen Taten erfährt, da sich das Kabel nicht in seiner Macht befindet. Deswegen übt er allerlei Chikaven gegen die französische Gesellschaft und sein Verhalten ist schon hr mehrsach der Gegenstand eines seh, scharfen Notenwechsels gewesen. Unverschämt, wie .r Präsident dieses Raubstaates nun einmal ist, kümmert er sich absolut nicht um die Drohungen der Großmächte, wie ja wohl auch das Vorgehen Englands, Deutschlands und der Vereisigten Staalen er innerlich ist, die durch ihre gemeinsame Flottendemonstration erst Herrn Costro zur Raison bringen mußten. Von selbst zeigt der würdige Herr Castro keinerlei Entgegenkommen, er läßt die Dinge auf die Spitze treiben, gleich als wolle er den daß einige Hetzblätter in Newyork, die auch Ableger in Paris haben, ohne j den Beweis die kühne Beharptung aufstellen, Deutschland stehe hinter Castro, da dieser sonst schwerlich so unverschänt gewesen wäre. Man sollte meinen, Deutschland hätte zur Genüge gezeigt, wie man über Herrn Cauro denkt und Deutschland würde sicherlich, wenn es erfoldetlich wäre, das Vorgehen Frankreichs in jeder Weise unterstötzen, denn eine Zückt gung„jenes Präsidenten“ könnte nur im Interesse Europas und des dort ir vestierten Kapitals liegen. Nachrichten. Aus dem Deutschen Reiche. Berlin, 23. Januar. Um 12 Uhr mittags fand heute im Weißen Saale des Schlesses die Vorstellung ver vemnächst zum Uebertritt in die Armee bezw. Marine heranstehenden Kadetten vor dem Kaiser statt. Abends wohnte der Monarch dem Vortrage des Mojors Baerech: über„Die Schlacht bei Liegnitz“ in der Militärischen Gesellschaft bei. Der Polizeipräsisent v. Borries hat vom Kaiser ein Dink- und Anerkennungsschreiben für die Leistungen der Polzei vergangenen Sonntag erhalten. Es laute:: „Ich habe mit Befriedigung erfahren, daß der gestrige Tag ohne Störung der öffentlichen Ordnung und Sicherheit in meiner Haupt= und ResidenzResultat haben die umsichtigen polizeilichen Maßnahmen und das tak. volle und angemessene halten der Schutzmannschaft einen wesentlichen Anteil Ich kann es mir nicht versagen, der braven Schutzranrschaft hiasür meinen Königlichen Dank und meine anerkennung auszusprechen, und beauftrage Sie, der Schutzmannschaft dieses bekanntzugeben. gez. Wilhelm R. Der Herrenmeister der Ballei Brandenburg des Johanniter=Oldens, Prinz Albrecht von Preußen, hielt heute vormittag in seinem hiesigen Palais ein Ordenskapitel ab. König Friedrich August von Sachsen wird am 29. in Berlin anwesend sein, um dem Kaiser die Glückwünsche zum Geburtstaze persönlich darzubringen. Auch die Großherzöge von MecklenburgSchwerin und Mecklenburg Strelitz werden aus dem gleichen Anlaß in Berlin eintreffen. Der Fürst und die Fürstin zur Lippe treffen Freitag abend auf dem Bahnhof Friedrichstraße zum Geburtstage des Kaisers in Berlin ein, und werden im Schloß Wohnung nehmen. Die Krankheit des Großherzogs von Luxemdurg besteht in Gehirnandmie infolge Herzlähmung. Die„Nordd Allg. Ztg.“ schreibt an der Spitze ihres heutigen Blattes:„Die in der Tagespresse auftauchende Behauptung, daß die preußische Regierung sich entschlossen habe, dem Landtage keine Wahlrechtsvorlage zu machen, ist unrichtig. Endgültige Entschließungen sind von der Staatsregierung bisher weder nach der einen noch der anderen Seite gefaßt worden.“ Die preußische Regierung hat, so wird in einem Artikel des Tag“ mitgeteilt, Erhebungen in 12 preußischen Landtagswahlbezirken anstellen lassen und dabei festgestellt, daß unter hundert Urwählern von 25 bis 30 Jahren 54 Prozent sozial demokratisch wählten, bis zum 40 Jahre 29 Prozent, bis zum 60. Jahre 14 Prozent, bis zum 70. Jahre 7 Prozent, mehr als 70 Jahre 6 Prozent. Der Frage der Schaffung einer Medaille für unsere in Südwestafrika kämpfenden Krieger wird nunmehr näher getreten werden. Za den statistischen Aufstellungen, betriffend die Entwickelung der deutschen Seeinteressen im letzten Jahrzehnt wurden im Reichsmarineamt zwei ergänzei de Tabellen zusanmengestellt, eine betreffend die Urbersicht über die Beteiligung der deutschen evangelischen Kirchen und Missionsgesell schaften in den überseeischen Gebieten, die andere beireffend die Uebersicht über die Beteiligung deutscher katholischer Orden und Missionsgesellschaften in den überseeischen Gebieten. Der Aufstand in SüdwestAfrika. Nach Meldung des Obersten Dame aus Sudwestafrika ist Morenga, der in Springpuits vermutet wurde, kort von einer Abtetlung des Hauptmanns Siebert aufgesunden worden. Morenga stand cm 8 Januar noch bei Hartebeestmund am Oranjeflasse. Eine Streisabteilung von 70 Mann unter Leutnant v. Crailsheim, die gegen Cornelius nach dem Tirasgebirge ab cesandt war, griff am 1. Januar die 300 Köpfe starke Werst bei Numtob an Der Gegner floh nordwärts. Conelius, der sich zuvor mit Oclogleuten von der Werft getrennt hatte, überfiel am 13 Januar bei Umub, nördlich von Bethanten, einen Viehposten. Durch sofortige Verfolgung gelang es jedoch, ihm den größeren Teil des Viehes abzunehmen. Verschiedere kleine Truppenabteilungen verfolgen Cornelius. Am 11. Jaruar betrug die Zihl aller Kriegsgefangenen und freiwillig Gekommenen 12190, nämlich 10024 Herero und 2166 Hottentotten, darunter im ganzen 3005 Männer. I folge Regens ist der große Fischfluß abgekommen und da durch der Verkehr der Verpflegungskolonie nach Keetmanshoop unterbrochen. Verluste: Gefreiter Karl Hemm ist am 18. Januar in Kalkfontein an Darmverschluß gestorben. Reiter Karl Otto ist am 15. Januar mit Kopf= und Brustschuß tot aufgefunden worden. Aus dem Auslande. Wien, 28. Jmn. Wie die„N Fr. Pr.“ meldet, dürfte die Ernenrung Dr. von Derschattas und Dr. Pacaks zu Ministern ohne Portefeuille vollzogen sein. Die Publikation des ErnennungsHandschreibens werde voraussichtlich am Freitag erfolgen. Wien, 22. Januar. Bei der Wahlrechtsbewegung der ruthenischen Landberöskerung in Ostgalizien kamen zahlreiche Ausschreitungen vor. Ein in Nadworna abgehaltenes Bauernmeeting wurde durch Jofanterie auseinander getrieben, wobei fünf Bauern, darunter der Gemeindevorsteher, schwer verletzt wurden. Haag, 23. Jan.* In den Abteilungen der Ersten Kammer hat die Mehrzahl der Mitglieber, die sich über das Wahlrecht ausgesprochen haben, sich gegen das allgemeine Stimmrecht und gegen eine Ausdehnung des Wahlrechtes über die.rfassungsmäßigen Grenzen hinaus erklärt. Paris, 22 Jan. Ueber den französisch venezolanischen Konflikt schreibt der„Matin', Frankreich sei fest entschlossen, energisch vorzugehen, falls Castro keine Adbitte leisten sollte. Doch sei es möglich, daß die französische Regierung jede Aktion bis zur Rückkehr des französischen Geschäftsträgers Taigny nach Paris vertage. London, 23. Jan. Bis abends 9 Uhr sind gewählt 289 Liberale, 36 Arbeiterparteiler, 122 Unionisten, 79 Nationalisten. Die Liberalen haben bisher 151, die Arbeiterpartei 29, die Unionisten 9 und die National isten 2 Mandate gewonnen. Petersburg, 22. Im. Bei einer am Sonnabend, 20. dieses Monats abgehaltenen Konferenz in Zarskoje Selo, die der Zar präsidiette, machte die Verteidigungsrede Durnowos bezüglich seiner Unterdrückungsmaßnahmen auf die Anwesenden einen tiefen Eindruck. Durnowo versicherte auch u.., daß die für din 22. ds. Mts. seinerseits getroffenen Maßnahmen nicht provozierend sein, sondern lediglich zur Aufrechterhaltung der Ruhze und Ordnung beitragen sollen. Petersburg, 23. Jan. Der gestrige Tag ist ohne Zwischenfall verlaufen. Die Mehrzahl der Fabriken war im Betriebe. Auch in Moskau, wo ebenfalls keine Kundgebungen veranstaltet wurden, arbeiteten fast alle Fabriken. Nach Meldungen, die sonst aus dem Innern des Reiches eingelaufen sind, ist die Ruhe nirgends gestört worden. Madrid, 22. Jan. Die Verlobung des Königs mit der Prinzessia Ena von Battenberg wird demnächst amtlich bekannt gegeben. Algeciras, 23. Jan. Der vom Redaktionskomitee der Konferenz ausgearbeitete Entwurf des Reglements zur Unterdrückung des Waffenschmuggels bestimmt in seinem letzten Paragraph: In den Gebieten an der algerischen Grenze steht die Anwendung dieses Reglements lediglich Frankreich und Marokko zu, und dieses Recht kann auch von Spanten in Anspruch genommen werden bezüglich der Gegend von Santa Ceuz und Mar Pequena und der südlichsten Grenze des Reiches in Anbetracht der Ausführung des Art. 8 des spanisch marokkanischen Vertrages vom 26. April 1860 und der Entwickelung der Beziehungen zwischen den Grenzen der scherifischen Besitzungen und der spanischen Besitzungen am Rande der Sahara. Brasilien. Die brasilianische Marine hat durch eine furchtbare Seekatastrophe einen schweren Verlust erlitten. Das Linienschiff„Aqudadan“ ist infolge einer Explosion an Bord untergegangen. Es war ein veraltetes 5100 Tons großes Schiff und hatte 390 Mann an Bord. Umgekommen sind bei der Explosion der Marineminister Vizeadmital de Noronha, eine Studienkommission, die Konteradmiräle da Rocha, Calleircs da Graza und Zandido Brasil, ferner der Kapitan des Schiffes, Alvesda Barros, zwei Fregattenkapitäne, ein deutscher Photograph, ein Zeitungs berichterstatter und fast alle Offiziere des„Aquidaban“. Die Zahl der Getöteten beträgt insgesamt 196, die der Verwundeten 36. Es ist öffentliche Trauer angeordnet worden. Die Theater sind geschlossen. Kolonialpost. (Die aufständische Bewegung in Ostafrika) betrachtet man jetzt, obwohl vollständige Rahe vorläufig noch nicht ein treten wird, im allgemeinen als beendet und niedergeschlagen. Bis jtzt hat uns der ostafrikanische Aufstand nach amtlichen Ouellen folgerde Verluste gekostet: Gefallen sind 1 Olfizier(Stabsarzt Wiehe), 3 Unteroffiziere, 1 Matrose, 1 Bur; Farbige: 1 Unteroffizier, 24 Askaris, 86 Hilfskrieger, insgesamt 117 Tote,(divon 6 Weiße). Ermordet wurden 7 Personen(3 Missionare, 2 Schwestern, 1 Kaufmann, 1 An siedler). An Krankheiten starben: 2 weiße Unteroffiziere. Verwundet wurden: 1 Offizier(Hauptmann Seyfried), 3 weiße Unteroffiziere, 26 Askaris, 9 eingeborene Soldaten, 58 Hilfskrieger, 3 Zivilpersonen(1 Handwerkslehrer, 1 Regierungssekretär, 1 Inspektor), insgesamt 120 Verwundete. Jasgesamt betragen die Verluste 246 Mann, davon Tote 126 (15 Weiße), Verwundete 120(7 Weiß=). Kirche, Schule und Mission. (Reformdes Mädchenschulwesens.) Im Kultusministerium trat am 23. d.., wie angekündigt, die Konferenz zur Reform des Mädchenschulwesens unter dem Vorsitze des Herrn Dr. Studt zusammen. Es wird beabsichtigt, künftig öffentliche Mädchen Normalschulen unter dem Namen „Lyzeen, und„Ober=Lyzeen“ einzurichten. Während die Lyzeen weitere Verbreitung finden sollen, will man Ober Lyzeen nur in ganz beschränkter Zahl einrichten. Das Lyzeum soll eine Bildung vermitteln, welche derjenigen der sechsklassigen, höheren Knabenschulen mindestens gleich wertig ist, wenn auch in Berücksichtigung der weiblichen Eigenart eine rein mechanische Uebereinstimmung mit den Knabenschulen naturgemäß ausgeschlossen ist. Das Mindestalter für die Aufnahme in die unterste Klasse soll in der Regel neun Jahre betragen. Für den Eintritt sind diejenigen Kenntnisse zu fordern, welche bei den höheren Knabenschulen für die Sexia verlanzt werden. Das Lyzeum hat sieben Klassen mit je einjährigem Lehrgang. Der Lhrolan wird sich folgendermaßen gestalten: Deutsch— 34 Stunden, Religion— 17, Französisch 34, Englisch— 16, Geschichte und Erdkunde — je 12, Rechnen und Mathematik— 21, Naturwissenschaft— 15, Zeichnen— 14, also in den fieben Klassen zusammen 175 Stunden. Dazu kommen auch für alle Klassen je zvei Stunden Turnen. Eine Schlußprüsung fiodet nicht statt. Die Abgangszeugnisse, in denen der erfolgreiche Besuch der obersten Klasse des Lyseums descheinigt wird, verlangen dieselben Berechtigungen wie das Zeugnis der Reife für die Obersekunda der höheren Knabenschulen. Die Konferenz wurde nach einstündiger Pause heute nachmittag um 3 Uhr unter dem Vorsitz des Ministers fortgeführt, der die gesamten Teilnehmer der Konferenz zu einem Mahl heute abend zu sich geladen hat. (Der Generalsuperintendent D. Holtzheuer) in Magdeburg feiert am 24. Januar seinen 70. Geburtstag. Aus den Parlamenten. Deutscher Reichstag. 26 Sitzung vom 23. Januars 1906, 1 Uhr. Der Reichstag erledigte heute zunächst die Interpellation der Polen über die Beichtsprache. Im Namen des Reichskanzlers erklärte sich der preußische Kriegsminister von Einem bereit, die Interpellation sofort zu beantworten. Abg. Stychel(Pole) führte aus, die Kirchendienstordnung verdiete Feststellungen über die Sprache, in der die Beichte abzunehmen sei und di=se Bestimmung könne durch eine Berfügung des Gineralkommandos nicht geändert werden. In seiner Antwort stellte es Kriegsminister v. Einem als Grundsatz hin, daß j der Soldat in seiner Muttersprache beichten könne. Nur in Garnisonen, wo es der polnischen Sprache mächtige Geistliche nicht gebe, müsse eine Feststellung derjenigen Soldaten stattfinden, die nur in der polnischen Sprache beichten können. Ein Eingriff in das religiöse Leben finde also seitens der Militärverwaltung nirgends statt. Darauf verließ das Haus diesen Gegenstand und setzte die erste Lesung des Entwurfs über den Privatversicherungsvertrag fort. Die Abgg. Dr. Böttger(nl), Dr. Porzig (kors) und Dr. Müller Meiningen(fe. Vp.) stellten sich dem Entwurf feeundlich gegenüber. Nur Abg. Dr. Beumer(nl) bezeichnete die Vorlage als schwer annehmbar. Abg. v. Damm (wirtich. Vag) begrüßte, daß die Krutik am ersten Entwurf in der itzigen Vorlage berücksichtigt sei. Nich weiterer Debatte ging die Vorlage an eine Kommission von 21 Mitgliedern. Das Haus begann dann noch die erste Beraturg der bereits im Vorjahr besprochenen Vorloge einer Maß= und Gewichtsordnung. Mittwoch 1 Uhr: Diäten, Volktvertretung in Elsaß Lothringen. Schluß 6 Uhr. Abgeordnetenhaus. 13. Sitzung vom 23. Januar 1906, 11 Uhr. Am Dierstag begann die zweite Lesung des Etats. Nachdem einige kleinere Etats ohne Erörterung genehmigt waren, setzte die Beratung des landwirtschaftlichen Etats zunächst mit einer allgemeinen Besprechung der„Fleischnot“ ein. Abg. Oeser(frs. Vp.) wiederholte die Forderung, die Staatsregierung möge ihre Stellung in dieser Frage einer Revision unterziehen, das Kontinzent aus Rußland erhöhen und die Futterzölle ermäßigen. Der Fleischkonsum sei erheblich gestiegen, aber dem habe die Fleischproduktion nicht Schritt halten können. Diesen Anschauungen trat Abg. Malkewitz (kons.) mit großem Geschick entgegen. Er bezeichnete die Echöhung des Einfuhrkontiugents als falsches und untaugliches Mittel und verlangte, daß auch die Magistrate, so durch Beseitigung der Schlachtsteuer, zur Milderung der Fleischieuerung beitragen. Der Landwirtschaft könne hier ein berechtigter Vorwurf nicht gemacht werden Aehnlich äußerte sich auch Minister von Podbielski, der mitteilte, daß auch in den letzten drei Wochen die Einfuhr lebenden Viehs aus Rußland die zulässige Höhe nicht erreicht habe, daß aber Deutschland noch im Oktober 6000 Schafe habe ausführen können. Nach weiteren Reden wurde diese Debatte geschlossen und die Weiterberatung auf Mittwoch vertagt. Schluß 4 Uhr. Kameradschaft. Ein Bild aus dem Soldatenleben von Freifrau Adda v. Liliencron, geb. Freiin v. Wrangel. 781(Nachdruck verboten.) Käte sah Köppen nicht an und wandte sogar den Kopf von ihm weg. Doch das winzige Ohr konnte er sehen, und das glühte in Purpur, als Käe sagte:„Sie sind ja in Ulmenhorst und nicht in Tiefensee, da..“ Aber er unterbrach sie:„Und wenn ich nach Tiefensee konne, wenn ich bleibe, weil ich nickt weggehen kann, ohne den kleinen Adjutanten zu fragen, ob er sich entschließen könnte, fürs Leben der gute Kamerad...“ „Aber Mädel, wo in aller Welt steckst du denn?“ platzte sehr zur Unzeit Kätes Vater in die Unterhaltung. Hansel konnte es nun auch einmal an sich erfahren, was es heißt, wenn wir im Augenblick höchsten Gefühls lebens plötzlich eine kalte Dusche auf den Kopf bekommen. Er war völlig verwirrt und aus dem Gleichgewicht geraten. Käte aber hatte schneller Fassung gewonnen. Ganz Lächeln, ganz Glück, wenn auch hocherrötend reichte sie ihm die Hand.„Also auf Wiedersehen morgen in Tiefensee,“ sagte sie mit mözlichster #uhe, aber ihre Stimme konnte das freudige E zutern dabei doch nicht verbergen. Hansel war wie von einem seligen Rausch erfaßt. Er wußte in diesem Augenblick kaum, wie glühend er ihre Hand geküßt, wie er Käte dann in ihren Pelz gewickelt, den Vater um Erlaub nis zu dem morgigen Besuche gebeten und höchst eigenhändig die Schlittendicke zu gekaöpft hatte. E erwachte erst wieder zu ruhigem Denken, als Nordenbick ihm nicknd auf die Schulter schlug.„Hansel, sie sind nun richtig außer Sicht! Du kannst höchstens noch das Gebimmle ihrer Schlittenglocken hören. Das lohnt richt, sich zu erkälten. Koum herein!" Köppen schob seinen Arm in den des Freundes.„Glaubst du, daß dein Vater mich noch ein paar Tage hierbehalten wird? Ich habe Nachurlaub.“ „Mensch!“ Nordenbeck zog den Freund hastig in das Helle.„Ich muß sehen, wie du aussiehst! Hansel!" rief er dann in überströmender Freude,„wahrhaftig, ich glaube— Herzensfreund— du— du hast deine bessere Hälfte gefunden.“ Köppen nickte. Er sah glückselig aus. „Und sie gibt zu, daß zwei Hälften eins ausmachen, und daß ihr diese zwei Hälften seid,“ judelte Nordenbeck und umarmte stürmisch den Freund. „Ich glaube, ja,“ antwortele dieser fiegesfroh.„Morgen erwartet sie mich in Tiefensee. Komm, ich will dir alles erzählen.“ 11. Kapitel. Am folgenden Tage langte Nordenbeck in Berlin an und fahr sofort zu seinen Ver wandten. Der Diener, der ihn schon auf dem Bahrsteige erwartet hatte, meldete, daß die Herrschaften um 5 Uhr, zur Mittagstafel, bereit sein würden, den Herrn Leutnant zu empfangen, und daß der Herr Graf bitten ließe, der Herr Leutnant möchten es sich vorher in seinem Zimmer begiem machen. Als der junge Ofizier in die Fremdenstube des Syburgschen Hauses eintrat, fiel sein erster Blick auf ein Telegramm, das auf dem Tische lag. Er ahnte den Inhalt, erbrach es hastig und las:„Die bewußten Hälften sind ge sonnen, sich zu einem Ganzen zu einen. Käte ist mein. Freue dich mit Deinem glückseligen. Hansel" Fast hätte Nordenbeck ein jubelndes Hurra gerufen, aber in diesem formensteifen Hause, wo Dame Etikette regierte und den geringsten Verstoß am guten Tone unweigerlich strafte, wäre dies nicht angebracht gewesen. Somit begnügte er sich denn, seine Freude in einem leisen fröhlichen Pseisen au Krömen zu lassen, während er eiligst auf telegraphischem und brieflichem Wege Hansel seine ibelnden Glückwünsche zukommen ließ. Jafolge dieser Schreibtreien mußte seine Toilette zu Tisch wieder im.schon dtempo vollführt werden. Aber er war solche Stormeseile bei dergleichen Gelegenheiten ja gewohnt und erschien diesmal auch ohne Hansels Mahnung pünktlich mit dem Gleckenschlage in dem Salon seiner Tante. Der junge Ofizier war sich wohl bewußt, welche bevorzugte Stellung er bei seinen Verwandten einnahm, war sich aber auch ebenso.ar darüber, daß nicht nur der innere Mensch bei dem Gäflichen Ehepaar ihe Ulteil über seine Persönsichkeit bestimmte, sondern vor allen Dingen sprach bei ihnen Stellung, Urteil der Menschen und der äußere Schilff dabei mit. Diese Wahrnedmung legte sich bei dem jungen Nordenbeck erkältend auf sein Verhältnis den Verwandten gegenüber. Er war eine viel zu gerade Natur, zu lebhaft und fröhlich angelegt, um sich nicht auch in diesem formenste fen Hause ganz ungekünstelt zu geden. Aber sein natürlicher Takt und seine ritterliche Form, die weniger Schlff als Herzenserziehung * Lokales und Provinzielles. Bielefeld, 24. Jan.(KaiserSonntag abends,„unktlich um 8 uhr begiggend, tern die hiefigen Evangelischen Junglingsvereine, der Chri, annerverein und die konservative Partei im Ev. Volkssaal gemeinsam den Gebu.tstag er. Majestät des Kaiser: und Königs. Die Fegrede wird Herr Hauptlehrer Weienbrink aus Jöllenbeck halten, das Schlußwort Herr Pastor Weinholtz sprechen. Alle Freunde sind mit ihren Familiengliedern herzlichst eingeladen. Es wird zur Verweidung von Störungen und damit um 10 Uhr geschlossen werden kann, um pünktliches Erscheinen dringend gebeten. (Bielefelder Schützengesellschaft.) der Vorstandsfitzung wurden vorgestern 2 die Fistlichkeiten für das Jahr 1906 festgesetzt Danach findet die Frülingsfeier am 27. Mai, die Generalversammlung am 10 1 Juni, Ziehung der Schießnummern am 15. Juli, Schützensest am 22. und 23. Juli und Nachfeier am 29. Juli statt. e-(Schauturnen.) Am Sonnabend, den 27. Imnuar, zum Geburtstage des Kaisers veranstaltet die Turnerschaft Bielefeld abends 9 Uhr in der Gym#nasial Turnhalle ein öffentliches Schauturnen, bei welchem auch die neu 1 gegründete Damen=Abteilung mitwirken wird. * Nach dem Schauturnen findet auf der Berglust ein gemeinsamer Kommers mit Damen stalt. m(Viehmarkt.) Auf dem gestrigen Viehmarkt waren angetrieden: 96 Stück * Rindvieh, 1225 Schweine auf 117 Wagen und 56 Karten, außerdem waren vorhanden # an Fettvieh: 4 Stück Rindvieh und 18 * S c h w e i n e. E s w u r d e n g e z a h l t: f ü r R i n d # vieh 200—400 Mk; für—10 Wochen # alte Ferkeln 22—38 Mk., für sog Stangen S 40—62 Mk. und für 1 Jahr alte Schweine 90—120 Ml. m(Gesperr!) wird von heute ab bis * Ende Februar die Bleichstraße zwischen der Straß= am Stadtholz und der Hirmann Deliu straße wegen Kanalarbeiten. m(Warnung.) Einem hiesigen Sattler war Anfang Dezember v. Is. von einer Firma in Luxemburg ein Mittel„Mehr 1 Licht“ zur Echöhung der Liuchtkrast der * Petroleumsampen angeboten worden. Er bestellte dann auf ein nochmaliges Drängen 1 der betriffenden Firwa gegen Voreinsendung u eines größeren Betrages ein Quantum, jedoch bis jitzt ist er noch nicht in den Besitz der betriffenden Sachen gelangt und wird er 1 wahrscheinlich einer Schwindelfiema in die 1 Hände gefallen sein. m(Feuer.) Durch unvorsichtiges Han# tieten eines Arbeiters mit einer Petroleum* lampe entstand in der Pluschfabrik der 1 Gebr. Wertheimer, Rohrteich straße, ein Brand, # wodurch ein Webstuhl im Werte von 250 # Maik zeistö t wurde. Der Brand wurde ## durch Arbeiter der Fabrik gelöscht. Fluer## wehr war nicht in Tätigkeit getreten. Es # sind in letzter Zeit viele kleinere Brände vorgekommen, welche sast alle auf unvor s i t t i g e s U m g e h e n m i t L i c h t z u r ü c k z u f ü h r e n # waren. m(Vermißt) wird seit Montag mittag der Schüler Auzust Lohmann aus Brockhagen Kreis Halle i. W. Derselbe ist # 12 Jahre alt, mittlerer Statur, hlonde Haare. Er war b keidet mt Kniehosen und grauem Anzug Als Grund seines Entlausens wird ### angeg ben, deß er von den Eltern für dumme Streiche gestraft wirden sollte In Er# mittelungsfalle wolle wan den Jungen an ## halten und der zuständigen Polizeibehörde 8 zuführen. m.(Eingeliefert) wurde gestern nachmittag der Schuhmacher Hermann Möhlmeyer aus Schild## esche, Gut Suddrak Nr. 170, weil er in biesiger Stadt urter Vorzeigung eines Kankerscheues 1 bettelte. Bei seiner heutigen Vernetmung gestand er, sicht krank zu sein und den Schein nur vorn gezeigt zu haber, um Mitleid zu erzegen. Außerdem wurden zwei Handwerksburschen wegen Bettelns eingeliesert. m(Brotdieb.) Der dem Müssiggang ergebene, z. Zt. obdachlose Schlossr Wilbelm Wem#„ bö er von hier wurte beim Brötchendiebstahl gefaßt und festgenommen. Bei seiner Vernebmung au er mgegeben, in der Kaserftraße, Humarn= war, hatten ihn bisher immer davor bewahrt, irgendwie die leicht gereizte Empfind. lichkeit der alten Herrschaftei zu verletzen. Auf Wursch seines Orkels, der in seiner ugendzeit Husarenofizier gewesen, war ordend ck in dasselde Regiment eing treten, ##ls der Graf ihm erklärt hatte, er würde Für die: ötige Zusage sorgen, auch für ErKöhing verselben, wern der Rff: sich ein standes gemäßes Weibchen ausgesucht „(Fortsetzung folgt.) straße, Fallstraße und Bismarckstraße in vielen Fauen die Brötchenbeutel nebst Inhalt entwendet zu haben. Etwaige Geschädigte werden ersucht, sich zur Feststellung der Diebstähle nach dem Bureau der Keiminalabteilung, Turnerstraße 4, begeben zu wollen. Aus den Kreiser Niuses uus Lubbeks. Minden, 24. Jan.(Vortrag) Dem hiesigen Kreis=Lehrerverein ist es gllungen, den Schriftsteller Otto Ernst, dessen Roman„Almus Sempers Jugendland“ augenblicklich zu den gelesensten Erzeugnissen der zeitgenössischen Literatur gehört, dessen„Flachsmann als Erzieher“ auch hier schon wiederholt zur Aufführung gelangt ist, zu einem Vortrage für Minden zu gewinnen. Dieser wird Sonnabend, den 3. Februar, nachmittags 4 Uhr, im großen Saale des Evmngelischen Vereinshauses stattfinden. Nach vorliegenden Berichten geht Otto Ernst, der nur Abschnitte aus seinen eigenen Werken zum Vortrag bringen wird, der Ruf eines ausgezeichneten, geistvollen Interpreten seiner Dichtungen voraus. Auch Nichtmitglieder des Vereins ist die Teilnahme gern gestattet, und es ist zu diesem Zwecke eine Verkaufsstelle von Eintrittskarten à.50 Mk. in der Buchhandlung des Herrn Mox Volkening eingerichtet worden.(ML Krbl.) i. Frotheim, 22. Jaruar.(Schwerer Unfall) Beim Virsteckenspiel fiel gestern nachmittag der 10 jährige Schüler Meyhaff Nr. 5 Frotheim vom Hausboden des Kolon Schofeld Ne. 2 kopfüber auf die harte Diele, woselbst er wie leblos liegen blieb. ist über Nacht das Bewußtsein etwas wiedergekehrt, aber sein Leben schwebt in großer Gefahr und ist vielleicht nur durch einen operativen Eingriff zu retten. Der Knabe, welcher sich mit mehreren anderen auf dem Boden versteckt halte, hat sich beim Ausspähen nach dem Sucher zu weit über die mit den vorgeschriebenen Schutzmitteln versehene Bodenluke gebeugt und das Gleich gewicht verloren. Vor 5½ Jahren verloren die Eheleute Kolon Meyhoff infolge schwerer Schädelverletzung durch Unfall auf überaus schmerzliche Weise schon den ältesten Sohn. I Oeynhausen, 23. Januar.(Neue Anlagen.) Nach Fertigstellung der neuen Purkanlazen am„Siel“ werden dort Promenadenwege geschaffen, die gewiß von Badegästen viel benutzt werden und zu weiteren Spaziergängen an der Werra entlang bis zur Gohfelder Brücke einladen. Wenn dem Publikum das Betreten der Werradeiche gestattet und in der Nähe der Brücke als Ruhepunkt noch ein kleines Restaurant errichtet würde, dann wird ein Aufflagsoit gescheffen, der mit zu den schönsten unseres Bades zählen dürfte. Der hiesige Verschönerungsverein hat bereits die nötigen Schritte zur Verwirklichung dieses Planes getan. Aus dem Kreist Herfort. Herford, 24 Januar.(Der Musik= Verein) veranstaltet am Freitag abend 8 Uhr im Konzertsaale des Schützenhofes ein Mozart Konzert, wozu als Gäste Frau Therese Müller Reichel aus Berlin(Soprau), sowie Herr Königlicher Musikdirektor Pütz (Klavier) gewonnen sind. Das Orchester wird verstä kt durch Mitglieder der Bückeburger Hofkapelle. Hersord, 23. Januar.(Ein jugendlicher Ausreißer) wurde diese Nacht am Bahnhof festgenommen. Es ist ein 13jähriger Knabe aus dem Amt Halle, welcher seinem Vater eine Summe Geldes gestohlen hatte und diese im Strumpf ausbewah t2. II Löhne, 23 Jan.(Ordensver leihung) Dem seit langen Jahren an biesiger Schule tätigen Herin Hauptlehrer Römermarn wurde der Adler der Johaber des Königlichen Hausordens von Hohenzollern verliehen. I Löhne, 23. Jan.(Diebstahl.) Ein mhie figen Schlachtermeister wurde gestern von einem fremden Mann, der sih einen Augenblick unbeobachtet im Laden befand, der Inhalt der Ladenkasse im Betrage von ca. 15 Mark gestohlen. Als man den Diebstahl bemerkte, war der Linzfinger schon bei schwunden. II Löhne, 23. Jan.(Zur Kaisergeburtstagsfeier) hatten sich am vergangenen Sonntag die dienstfreien Mitglieder des hiefigen Eisenbahnvereins mit ihren Familien im Saale des Herrn Horstkotte eingefunden. Die Feier wurde von dem stellv. Vorsitzenden Herrn Bahnmeister Wedemeier mit einer schönen Rede eingelei et, dann folgten theatralische Aufführungen un Vorträge, die allgemeinen Beifall fanden. Natt her bli ben die Festteilnehmer noch einige Stunden in schönster Harmonie zusammen. An den nächsten beiden Sonn. tagen findet dieselbe Feier statt, um allen Mitgliedern des weit über 300 Mann zählenden Vereins die Teilnahme zu ermöglichen. Bünde, 23. Jan.(Auszeichnungen.) Dem Zigarrenarbeiter Julius Wellmann in Eilshausen, dem Lagermeister Heinrich Wulsmeier in Eanigloh und dem Werkmeister Heinrich Niestrath in Werfen, wurde das All zemeine Ehrenzeichen verliehen. Schwenningdorf, 23. Jan.(Schulerweiterungsbau.) Dem Vernehmen des„Bünd. Tagebl.“ nach sollen in diesem Sommer die Schule und die 1 Lehrerwobnung erweitert bezw. verbessert werden. Ostkilver, 23. Januar.(Schulsache. Die Schul und Gemeinde Vertretungen haben nach dem„Bünd. Tagebl.“ einstimmig beschlessen, daß die Bewilligung von persön lichen Zulagen an die Lehrer aufgehoben und statt dessen das Grundgehalt von 1050 Mark auf 1200 Mark erhöht werden soll. Aus den Kreisen Wiedenbrück und Wiedenbrück, 22. Jan.(Unglücksall.) Der 70 Jahre alte Börtcher Anton Humme von hier hatte sich am Donner##taa voriger Woche zum Holzankauf nach Lintel begeben und war bis zum anderen Morgen noch nicht wieder nach Hause zurückgekehrt. Seine beiden Söhne begaben sich daher auf die Suche und fanden schließlich die Leiche ihres Vaters in einem in der Näh: der Wiedenbrück Rietberger Chaussee.findlichen Teiche. Offenbar ist der alte Mann in der Dunkelheit vom Wege abgewichen und in den Teich geraten, wo er dann seinen un freiwilligen Tod gefunden hat. Berdacht des Selbstmordes oder eines Verbrechens ist nicht vorhanden. dem Reg.=Bez. Muaster uut Münster, 22. Jm.(Unglücksfall.) Am Sonntag Mittag geriet auf dem Bahnhof der Westfälischen Landeisenbahn der 46jährige verheiratete Beemser Theodor Dreyr beim Verbinden der Gasleitung zveier Wagen zwischen die Puffer und erlitt laut„Rh. Westf. Zig“ so schwere Verletzungen, daß er sofort zum Hospital geschafft werken mußte, wo ihn der Tod gestern abend von seinen Schmerzen erlöste. Unna, 21. Jm.(Evang. Arbeitervereine.) Die Tagesordnung der Vorstandssitzung des Gesamtverbandes evangelischer Arbeitervereine von Rheinland und Westsalen am 4. Februar im Gemeinde hause zu Uana lautet: 1. Jahresbericht, 2. Kassenbericht, 3 Bericht über die Sterbekasse, 4. Vortrag und Diskussion über evangelische Arbeitersekretariate, 5. Vortrag und Diskussion über Reform der Arbeiter= Versicherung. Aus den Nachborprovinzer Köln, 20. Im.(Wagenmangel.) Meldungen aus dem Ruhrgebiete zufolge macht sich erneut nach kunzer Unterbreckung ein empfindlicher Wagenmangel bemerkbar, der gerade jetzt den Zechen Unbequemlichkeiten bringt, da diese bestrebt sind, durch mözlichste Steigerung ihrer Förderung der Kohlenknappheit entgegenzutreten..r Kohlenabsetz speziell auf den Zechen des Essener Reviers ist gegenwärtig so bedeutend wie kaum je zuvor. Viele Zchen lassen Ueberschichten einlegen. Verschiedene Kohlensorten sind nicht wehr in dem gewürschten Umfange zu haben. In Koks herrscht vollstäntizer Mangel. Krefeld, 19. Jan.(Kaiserbesuch.) Die„Kref. Ztg“ veräffentlicht solgendes Telegramm aus Essn: Gessern abend hiet hier der General v. Bissing ror.n Kiegervereinen eine Anspeache, in der er u a. bimirkte, daß der Kaiser wahr scheinlich am 31. März perfönlich das Düsselvorfer Husaieniegiment nach Krefeld geleiten werde. E= sorderte die Kriegervereine auf, an i nem Tage ebenfalls nach Krefeld zu kommen Vermischtes. Mannheim, 22. Jan. Drei spielende Knaben wurden am Ufer des Industriehafens in der Nahe des städtischen Fleibades von zwei Schlangen angegriffen. Die Knaben hatten die Geistesgegenwart, auf die Schlangen, von denen sich die eine bereits um den Sohn eines Gärtners gerirgelt hatte, mt Stöcken solange einzuschlagen, bis sie tot zu Boden sanken. Die beiden Reptlle waren Tigerschlangen von zwei urd drei Meter Lange. En Exmplar ist der Volkeschule zu Lehrzuicken zur Versügung eestellt worden. Die beiden Schlangen, die in Vorderindien ihre Heimat haben, dü fter jedenfalls mit einer Holzladung nach Mannheim gekommen sein. Emden, 23. Jmn. Infolge der kolossalen Ueber schwemmungen der Ems werden Deichbrüche befürchtet, weshalb die Regierung die O tsbehöl den beauftragte, die Dammschutzwachen zu verde ppeln.(Hann..) Eisenach, 22. Jan. Wegen Landesverats ist der 52jährige Dreher Richard Weidner aus Potschappel verhaftet worden. Weidner hatte fertige Geschützt ile für Preußen bestellter Geschütze aus der Ehsenacher Fahrzeuzfabrik entwendet und dann mit fremden Staaten wegen Verkaufs dieser entwendelen Stücke unterhandelt.(B.) Altona, 23. Jan. Der Baumaterialienhändler Burmester betrog laut den Hamburger Staat um 65000 Mk., weshalb er verhaftet wurde. Sein Heifershelfer, der Assistent bei der Baudeputation, Rundt machte einen Selbstmordoe#such. (Hann..) Frankurt a. M, 23 Jan. Nach einem Telegramm der„Frkf. Ztg.“ aus Sydney zerstörte die Lava des Vulkans auf Saoil alle Samoanerhäuser und Plantagen Tapaipais. Nur die katholische und die englische Missionskirche blieben un versehrt. Saarbrücken, 23. Jan. Am 22. Januar, 8 Uhr 23 Min. nachmittags, überfuhr der von Neunkirchen nach Saarbrücken fahrende Schnellzug Nr. 146 das auf Halt stehende Einfahrtssignal der Station Friedrichsthal und fuhr dim ausfahrenden Güterzuge Nr 9079 in die Flanke. Von den Reisenden des Schnellzuges sind drei leicht verletzt, desgleichen ein Bremser des Güterzuges. Der Materialschaden ist erheblich. Uebersicht der Witterung. Bielefeld, 24. Januar 1966. Mitgeteilt von Fr. Böckelmann Ww., ki r. Niedrigst. Thermometerstand in der Nacht— 5½*. Thermometerstand um 10 Uhr vorm.— 3½°6 Barometer 76,5 cm. Wind: Süd West. Himmel: teilv. bedeckt. Neueste Nachrichten. Berlin, 24. Januar. deutsch ätiopische Freundschaftsund Handelsvertrag, der gestern dem Reichstage zugegangen ist, soll zunächst für 10 Jahre Geltung haben. Es handelt sich um einen Meistbegünstigungsvertrag, ähnlich dem amerikanischen und englischen; jedoch enthält der deutsche Vertrag gegenüber diesen nicht unwesentliche Verbesserungen. — Wie der„Vorwärts“ berichtet, wurde auch in der„Breslauer Volkswacht“ auf Veranlassung von Berlin eine Haussuchung nach der Broschüre„Gegen Volksverdum: mung, gegen Volksknebelung und gegen Volksausbeutung“ abgehalten. Gegen die Beschlagnahme wird Beschwerde erhoben werden. — Ueber den Unergang des drasilianischen Linienschiff:s„Aquidaban“ entnimmt der L A; einem Telegramm des brafilianischen Din stup äsirenten an die Gesaadtschaft in Berlin roch folgende.nzelheiten: Bei dem Urtagang des„Cgudaban“ im MeeresWuen von Icqucuga nahe Rio de Janeiro kamn im Ganzen 223 Personen um Leben, unter ihnen 3 Kontreadmirale, ein Schiffs= Kapitän, ein KorvettenKapitän, ferner der Kommandant das Schiffes, der zweite Offizier und zwanzig Offiziere der Garniso:. Unter den Geretteten defiiden sich 8 Ofiziere, 26 Untero fiziere, die alle mehr oder weniger schwer verwundet sind. Der„Lgudaban“ war mit den Kriegssch ffin„Barroso" und „Tiradentes" nach der Bey ron Jecquecanga gefihren, wo eige Marinekommission eine passende St lle für ein neues Aesenal und einen neuen Kriegshafen aussuchen wollte. Der Marineminister befiadet sich nicht unter den Toten, aber er hat einen Sotzu urd einen Neffin verlo er. Paris, 24. Jan. Nach einer hierher gelangten Meldung aus Rio de Janeiro ist die Katastrophe auf Kurzschluß der elektrischen Leitung in der Pulverkammer zurückzuführen. Ein Verbrechen ist absolut ausgeschlossen. Die zwei deutschen Photographen, die in der Totenliste figurieren befanden sich im Augenblick der Katastrophe nahe der Kommandobrücke. Rettungswerk wurde vom Kommandanten des Kreuzers„Barroso“, Vizeadmiral und Marineminister Norhana geleitet. Erbarmet Euch der hungernden Vögel. Leer liegt das Feld, Der Wi. d neu kalt, Sie haben kein Futter. Erbarmet Euch der hungernden Vögel. Lasset die armen Tiese nicht zu Grunde gehen. Hänget Futterkasten aus im Galten oder vor Eueren Fennern! Futterkästen sind schaell zusammen: gezimmert. Wnn angängig, binagelt sie mit Baumrinde, mit Fruchtzweigen und Astwer!! Auch sind sernige Futterhäuser in Erfurt billig erhältlich bei der Gärtteier Peterseim. Von dort beziehen Mitglieder der Vogelschutzvereine die Futterhäuser nebst Futter. Der Preis stellt sich auf 98 Pfz. sür das sertige Futterhaus und 95 Pfg. für 3 Pfund Futter; dese Funermerg; bietet für lange Zeit hinreicheno Nahrung Schulen und Behöden 1 dies: Bitte auf das wärmste an das Herz gelegt. — Noch larg ist der Winter. Vom Huiger ge schwäckt wird der kleine gefiederte Sänger##t leicht eine Blute des Raubvoge.s Erbaimet Euch Euter Sir gvözel — Modernes Laboratorium. Prospekt frei. Elektrotechnik Ldeutsche Fachabteilung Maschinenbau für landwirtschaftlichen Maschinenbau Kyitnauser-Technikum Frankenhausen Spezlalkursus für Landwirte. Hoch- und Tietbau. Penia-.-Tiacahanstrutich. Statt jeder besonderen Anzeige. Heute morgen 7¾ Uhr entschlief sanft nach längerem Leiden im fast vollenden 70. Lebensjahre unsere innigstgeliebte Mutter, Schwiegermutter, Grossmutter, Schwester und Nichte Luise Modersohn geb. Veerhoff Inhaberin des Luisenordens. Dieses zeigen tiefbetrübt an mit der Bitte um stille Teilnahme Wilhelm Modersohn Karl Modersohn Emma Modersohn geb. Dieckmeyer Martha Modersohn geb. Kramme 8 Enkel Auguste Weecke geb. Veerhoff Mathilde Veerhoff geb. Veerhoff Emma Ostmann geb. Veerhoff Karoline Westerfeld. Bielefeld, den 24. Januar 1906. Die Beerdigung findet am Freitag, den 26. ds. Mts., nachmittags 4 Uhr vom Trauerbause, Bismarckstrasse 28, aus statt. Vorteier daselbst 3½ Uhr. Barmel Bann=Geren Hinsberg, Fischer& Co. Bielefeld. Aktienkapital Mk. 49400000 Reserven Mk. 8700000 Telegr.-Adr.: Bankverein. Fernsprecher 119 empfiehlt sich zur Vermittlung aller Bankgeschäfte. Eröffnung laufender Rechnungen mit und ohne Kredit. Annahme von Geldern zur Gutschrift auf provisionsfreien Scheckkonti mit günstiger Verzinsung. Verzinsung von Geldern je nach Kündigungsfrist(Depositen-Rechnungen). Diskontierung und Einziehung von Wechseln. Ausschreibung von Schecks, Wechseln, Kreditbriefen, Zirkularkreditbriefen auf älle bedeutenden Plätze der Welt. Auszahlungen im Inn- und Ausland; Kabel-Transfers. An- und Verkauf von Wertpapieren, Devisen und ausländischen Banknoten etc. Beleihung von Wertpapieren und Waren. Einlösung von Zins- und Dividendenscheinen, verlosten und gekündigten Wertpapieren. Annahme und Verwaltung von Wertpapieren als offene Depöts unter gesetzlicher Haftung. Verlosungs-Kontrolle; Versicherung gegen Kursverlust etc. Aufbewahrung geschlossener Depôts. Vermietung stählerner Schrankfücher(Safes) unter Mitverschluss der Mieter in feuer- und diebesscheren Tresoren. Wir sind stets Geber und Nehmer von Devisen, PrimaBank- und Waren-Wechseln zu kulanten Sätzen. Erstklassige Anlagewerte erlassen wir jederzeit spesenfrei zum Tageskurse. Bei Kapital-Anlagen wird jede gewünschte Auskunft bereitwilligst erteilt. Stadt-Theater. Mittwoch, den 24. Januar 1906, Der Opernball. Operette in 3 Akten(nach dem Lustipiele:„Die Rosadominos“) von R. Heuberger. — Anfang 7½ Uhr.— Donnetsteg, den 25. Januar 1906 Ben siz für Heren Karl Platen. Der Vogelhändler. Operette in 8 Akten von C. 8 Ur Fahnen- und Fahnenstoffe F. Buddeberg. Almnadter Junglings- uu Männer=Verein. Lokal: Ev. Vereinshaus. Sonntag, den 28. Januar, abends 8 Uhr, im Ev. Volkssaal, Bahnhofstr.: Kaiser=Geburtstagsfeier. Unsere Mitglieder werden gebeten, sich mit ihren Familien zu beteiligen. Der Vorstand Ev. Manner= u. ZunglingsVerein St. Johannis. Sonntag, dn 28. Jauuar, abends 8 Uhr: Kaiser=Geburtstagsfeier im Ev. Volkesaal, Bahnhofstr. Hierzu ladet ein Der Vorstand. Sonntag vorm. v. 9¼—9¾ Uhr Helferversammlung. Nachm. von—6½ Uhr: Versammlung der Knaben=Abteilung. Nachm. von 3½—7 Uhr: Versammlung der Juzend=Abteilung. Jedermann ist herzl. willkommen. Der Ordner Chriftl. junger Männe Papenmarkt 2 Sonntag, den 28. Januar 1906, nachm. 4½ Uhr: Kaiser=Geburtstagsfeier. Deklamationen, Chorgesänge Musikvorttäge, turnerische Aufführungen, Ansprachen 2c 2c. Jedermann ist herzlich eingeladen. Ausführliche Programme à 20 Pfg. berechtigen z. Eintritt. Der Verstund. Zam 1. Aprtl wi dein jüngnes Hreustmiochen gesu“t. Nä#“ Overnstraße 49. Malerlehrling zu April sucht H. Niedermöller, Obert to wall 19. Kuchen backt man stets mit Dr. Oetker’s Backpulver, weil es das beste ist. 1 St. 10 Pf., 3 St. 25 Pf. Illustrierte Wochenschrift für den deuischen Däger. Vielseitiger, reichhaltiger Inhalt, erste Mitarbeiter und Hünstler. Hufsätze steis aktuell, interessant und vornehm, daher zahlreiche Anerkennungen aus der geHae Samten dentischen Zigenpel. S28 Abonnemenis 1(k. pro Vierteljahr nimmt jede Buchbandlung und Postanstalt entgegen.— Probenummern gratis in jeder### Buchhandlung sowie vom Verlag„Die Jagd“ 6. m. b.., Berlis-Schöneberg, Müblen-Strasse 8. Zum 1. Aprü sar de Präva andenküche des Retungshauses zu Schildesche ein christlich gesinntes Rüchen mädchen, nicht unter 18 Jahren gesucht. Gote Gelegenheit, das Kochen zu lern=n. Mildungen an Frau Paster Sieboldsen., Bettel bei Bieleseld nistsichzer Steindrucker=Lehrling zu Ostern sucht Druckerei Gust. Peiniger, Kreuzstraße 22. 1 Naum, 19 gm, paterre, für Kontor sehr geeignet, zum 1. Februar oder später zu vermieten. Hünerhoff Welle 8. —— —8— ee! den der heutigen Nummer beiliegenden Prospeit bete. StaatsEisenbahnlose aufmerksam. Stadt Sparkuses Bielefeld. Garantieverband: Stadtkreis Bielefeld. Die Einlagen sind als mündelsicher anerkannt. Hypotheken-Ausleihungen. " un Sece werden entgegen genommen: im Geschäftslokal: neues im Erdgeschoß— Eingang durch den Torbogen zum Rathaus, 3. Tür links, An den Wochentagen von 8½—1 Uhr mittags, „„„—6 Uhr nachmittags. An den Sonntagen ven 11½—12½ Uhr mittags. Außerdem jederzeit bei den Annühmesteuen II. 6 Bürgerweg 32 durch Herrn tb.=Besitzer Dr. Ißleib. Herforderstr. 82 durch Herrn Apoth.=Bes. L. Müller. Die Verzinsung der Spareinlagen, die am 1. Kassentage eines Monats eingezahlt werden, beginnt mit dem 1. des Einlegemonats. Die Verwaltung der Stadtsparkasse. Toerner. Die Ausführung von Pflasterarbeiten bezw. Lieferung der Pflastersteine für den Ausbau der Meindersstraße zwischen Wittekind= und Siegfriedstraße soll in 4 Losen vergeben werden und zwar: Los 1 Lieferung der Bordsteine, „ II„„ Packlagesteine, „ III„„ Pflastersteine, „ IV„„ Pflasterarbeiten. Verdingungsunterlagen sind bei unserer Kanzlei II zu 0,25 Mk. für jedes Los zu beziehen, ebendaselbst sind schriftliche verschlossene Angebote mit entsprechender Aufschrift bis zum Eröffnungstermin am Donnerstag, den 1. Februar 1906, vormittags 9 Uhr, einzureichen. Bielefeld, den 22. Januar 1906. Das Stadtbanamt. Volklszählung. Denjenigen Herren, die bei der Volkszählung am 1. Dezember 1905 als Zähler mitgewirkt haben, danken wir hiermit für ihre mühevolle Mitarbeit. Bielefeld, den 22. Januar 1906. Der Magistrat. Dr. Stapenhorst. Brietpapiere Rechnungen Posikarten * Mitteilungen Converts mit und ohne Namenaufdruck. Kontobücher etc. hält in grosser Auswahl vorrätig oder liefert schnell und billig Nag“ Tomaln, Mennigkühen. Ebenso liefere ich alle Familien-Drucksachen wie Visitkarten, Verlobungsbriefe, Hochzeitseinladungen, Glückwunschkarten, Trauerbriefe elegant, schnell und billig. sa. Holsteinisches Schweine-Stückenfleisch garantiert gerund, amtlich untersucht, Backes, Schnauzen, Ohren, dicke, Reischige Proten. Eimer 30 u. 50 Pfund, 32 Pfg. das Pllng anter Nachnahme. Versanddauer.7 Tage. C. J. Micheisen, Kiel, Schlachthef, Postpaket 10 P1d. M..30 franko. Barichen Sie sich geft. auf diess Zeitung Hasenserrr Litis und Steinnärder kauft Otto Wust, Kürschner, am Bismarckdenkmal. Bringe hiermit meine Kur= und Aindermiich resp. Trockenfuttermisch in bekannter Güte in empfehlende Erinnerung. Landwirt A. Hunger, Bürgerweg 110. ( Paus einen Mtr. Mk..50 bei Hugo Ziehm Gebr. Kahter, Papierhandlung Obernstrasse 24. Ein Juwel ist ein zartes. reines Gesicht, rosiges, jugendfrisches Anssehen, weiße, sammetweiche Haut und blendend schöner Teint. Alles dies wird erreicht durch: Steckenpferd=Lilienmilch=Seife o. Bergmann& Co, Radeben! mit Schutzmarke: Steckenpferd. 1 St. 50 Pf. bei: in Bielefeld: L. Schäfer. it Minden: Gebr. Peiri. Karl Menkel, Bielefeld, Obernthorwall 4 d. Anfertigung sämtl. seiner Herren=Garberoben. Lager in Tuchen, Buckskins 2c. Palchode Wochenmarkts vom 23 Jan, vormittags 10 Uhr (Amtlicher Berich:. Hutter Rindfleisch Schweinesleisch„ Spec. Kaldsleisch Hammelfleisch Säniefleisch Eier Hasen„ Spargel Zwiedel Aepfel Tafelbirnen Pflaumen Kirschen Er. Bohnn Vitsdohnen Erdsen Rüben Wurzeln pr. Bund, Fr. 1 Pf2—.10 " 1" 70—75 "1" 80— 90 70. 79 80— 80—80 3 3,75 „ 1„ 1„ " „ " 1„ „ 1„ „ 1„ 1„ 1„ 1„ 1„ 1„ neue alte Kartoffeln p. 1 Pfd., neu8 10—3 Verantwortlich für den redaktionellen Teil Hermann Lange, für den Reklame= und Inseraten=Teil Wild. Bahde, Druck und Verlag von A. von der Mühlen, sämtlich in Bieleseld.