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Jahrgang Anzeigengebühr für die einwaltige Petitzeile oder deren Raum 12 Pf., für auswärts 15 Pf., Reklamen 25 Pf. sechsmal wöchentlich Geschäftsstelle Ritterstr. 43. Fernsprecher Nr. 15. Eerstes Blatt. 20. Januar: Schlacht bei Tilsit, Sieg der Brandenburger über die Schweden, 16 9.— Kaiser Karl VII., gest 1745— Erzherzog Johann, Reich verweser, geb. 1782.— Andreas = Hoser, von den Franzosen gefangen, 1810— C. M. Wieland, Dichter, gest. 1813.— Die * Deutichen erobern des Do·s Pérouse bei Bel #fort, 1871.— Hoffmann von FallersPleben, Dichter, gen. 1874— Franz Lachner, Komponist, gest. 1890. 21. Januar: Ludwig XVI. von Frankreich bingerichtst, 1793.— Motiz von Schwind, Maler, geb. 1804.— Roderich Bendix, Lustsoieldichter, geb 1811.— Matih. Claudiue, Dichter, gest. 1815.— Döle wird von den Deutschen besetzt, 1871.— Die Bayerische Kammer nimmt die Versailler Verträge an 1871. — Franz Grillparzer, dramatischer Dichter, gest. 1872. Lielefeld Sonnabend, 20. Januar 1906. 70—75 80—90 90 70 9 80. 45 90 60—80 3 3,75 8 10—4 —4 25 14 10—15 15—15 —. Bie lefeld. Ein Massenaustritt der Genossen aus der Kirche sell nah einer durch die Presse gehenden Nachricht am nächsten Sonntag organisiert werden. Ob es wirklich dazu kommt, muß man abwarten. Der Vater dieses Planes scheint diesmal„.nesse“ Goehre zu sein. In der„Neuen Gesellschaft legt er benigstens in langatmigen Ausführungen die ko we digkeit und Nätzlichkeit eines solchen Mossinaustrittes dar. Er ist der Meinung, daß dadurch nicht nur der Erlaß des ihm sehr unbequemen Volksschulunterhaltungsgesetzes verhindert werden könnte, sondern, daß es auch möglich wäre, dadurch eine perßsche Wahlrechtsreform zu eizwingen. Freiiich, meirt er, dürften alsdann die #Massin, welche der Landeskirche den Rücken Bihren, nicht nach Tausenden und Zehnausenden, sondern nach Hunderttausenoen zählen. Die Kirchen brauchten, so #akollert Goehre, das neue Schulgesetz wie as liebe Brot, um die Massen der Zukunst ##ieder garz in ihre Macht zu zwingen; aber nürden es doch nicht erstreben durfen um en Peis, daß die Massen in der Gegen#wart ihnen völlig und definitiv den Rücken ehren Goehre behauptet, ihm, der selbst m Dienste von einer dieser Kirchen gestanden abe, sei es ganz klar, daß die Kirche lieber Das neue Schulgesetz als Hunderttausende hegenwärtiger Kirchenglieder, noch dazu steuerzahler, fahren lassen würken. Aber such auf die politischen Parteien der preusischen Junker werde eine solche Aktion eine eilsame Wirkung ausüben. Eins ihrer äiksten Motwe zur Durchdrückurg des schulzesitzes sei die Hofftung, durch den zieherischen Einfluß der Kirchen auf die schu jugend dem Umsturz dauernd das Wasser Pz4graden. Entziehe aber dieser millionen sosize Unsturz seive Jugend diesem Ein sse, wurde dadurch ein vieltausendköpfiges r von Di sidenterkindern geschaffn, so ürde das iinterliche Interess: an dem Gesetz saam richruupfen, und selbst die Regie dust in ihrer ohnehin ncht festen esit on wick lig wirden. Dazu gehöre aber, ## der Masseraustritt schon in der Woche, ### der die zweite L sung des Sculunter#ltungs gesetzes stattfinden solle, vorgenommen ###rde. Am besten also könne die Agitation Ofür am 21. Januar in den Massenverimlungen, wo„so wie so alles auf den inen und in Erregung ist“, beginnen. #rdings verhehlt sich Grehre die Schwi rig##ten nicht die dieser Agitation im Wege und schon bisher im Wege gestanden Früher habe es sich um Frazen welianschauung gehandelt, diesmal sei nicht eine Preisgabe der religiösen vernuzung, sondern eher eine Befreiung „Vertiefung derselben der Anlaß. Es e üie de Relgzon. wuig grenz=Zig.“ bemerkt hierzu:„So #r Brehre, der unter die Sozialdemokraten gegangen war, um ihnen Religion beizubringen, und dem seinerzeit der Mund verboten wurde. Diesmal dürfte er auch im radikalen Lager Beifall ernten; denn er nennt schließlich den Messenaustritt aus den Kirchen eine revslutionäre Tat. Und das wäre er auch in Wirklichkeit. Wenn aber Goehre diesen Mass naustritt schon als eine Tatsache feiert, wenn er meint, der Sturm, der die Kirche erschüttern würde, würde auch am Dreiklessenwahlrecht nicht spurlos vorübergeher, so wird er doch recht bald wahrnihmen kögnen, deß Kirche und Stoat viel zu gut fundiert sind, als daß sie durch Sptzfndigkeiten eines abtrünnigen Theolozen erschüttert werden könnten.“ Hilfe, auf die er sctwerlich gerechnet hatte, erhält Herr Goehre durch Berliner Studenten der philesophischen Fakultät, denen die Lektüre der Netzsche'schen Schriften den Kopf verdreht hat. Sie haben ein von ver Komilitonen unterzeichnetes Flugblatt erlassen, aus dem wir folgende Sätze wiedergeben: Darum bitten wir die Professoren der nichttheologischen Fakultäten, in corpore aus den verschiedenen Kirchen, zu denen sie— nur äußerlich— noch gehöen, auszutreten und bei der Regierung dahin vorstellig zu werden, daß die theologische Fakultät als dem akademischen Geiste widersprechend aufgehoben werde. Und die gleiche Aufforderung bitten wir die Leipziger Prof ssorenschaft an die Lehrkörper der anderen deutschen Universitäten zu richten...... Nur ein allgemeiner Austritt der Akademiker aus der Kirche kann uns von dem konfessionellen Zwange befreien, den ungerecht und unbe rusen die staatliche Gewalt uns auferlegt. Den Ausschuß der Studentenschaft ersuchen wir, eine allgemeine Studentenversammlung einzuberufen, die diesen wahren Begriff der akademischen Freiheit proklamiert!“ Aus den am Schlisse mitgeteilten Thesen teilen wir folgende Sätze mit:„Die Universität wirkt mit an der Befreiung der durch flaatlichen Zwang unterdrückten sittlichen Energie. Die Universität bekämpft offen und mit tiefer Leidenschaft das kultur= und lebensfeindliche Christentum. Die Universität ist die Trägerin einer lebenskräftigen Diesseitsreligion der schöpferischen Tat, einer Religion der geadelten Sinnenfreude, der Heiligsprechung aller naturgegebenen Triebe und plastischen Kräfte im Meuschen.“ Die Bäume der jungen Herren, die besser täten, mit Ernst dem wissenschaftlichen Studium obzuliegen, haben ja keine Aussicht, in den Himmel zu wachsen, immerbin aber verdient der Aufruf als charakteiistisch für unsere Z it verzeichnet zu werder. Der Aufruhr in Hamburg. Ene größere Abteilurg von Arbeitern zog am Mittwoch abend vor das Haus des Bürgermeisters De. Burckhardt und brachte Hochruse auf ihn aus. Nach einer Antwoc. des Bürgermeisters, die in ein Hoch aus Hamburg auslief, zerstreute sich die Menge gaz ruhig. Die Nachricht, daß ein verwundeter Schutzmann gestorben sei, erweist sich als untichtig. Die„Hamb. Nachr. berichten: Der Kampf am Fischmarkt ist unbeschreidlich ge wesen, die Szenen waren in Wrkichkeit noch viel furchtbarer, als man zuerst anr ahm. Der Pöbel hat mit seiner ganzen Beutolität und Roheit gegen die verhaßten Schutzleute gewütet. Die alte Feindschaft ist in jiner Nacht einmal vom Pöbel bis auss Messer ausgekämpft worder, und das Schlimme war, daß die Tunu tanten soroll in der Ueberzahl, als auch sozusagen besser bewaff jet waren als die Schutzmannschaft, da sie die unzähligen Bierflaschen und Mauersteine's gefährliche Wursgeschosse und die Litten und Stargen als Lanzen gegen die nur mit ihrem Sähel bewaffneten Beamten benntzen konnten. Man konnte aber doch wieder einmal deutlich sehen, wie wenig im Grunde ein auch noch so großer Vosksheuse gegen das Vorgehen einer disziplinierten Mact vermag. Auch aus den Fenstern der Häuser am Fschmarkt und dem Schopenstehl sind die Sautzleute mit Steinen und Bie flischen bombardiert worder Wie am Schoper stehl und Fischmarkt gewütet worden ist, das zeigte nach der Schlacht der Wihlplatz; er war bedeckt mit Glasscherben und Steinen. In Schopenstehl ging man auf Glas, so viele Scherben des dcken Sriegel glases von den herausgeschlagenen Schau fenstern lagen am Boden, und mit diesen schweren Glasscherben wirden die anreitenden Schutzleute so beworsen, daß man glauben konnte, es ginge ein Hagelschauer nieder. Der Barrikadenbau am Schoper stehl und den anderen Straßen scheint übriger s durchaus plar wäßig betrieben worden zu sein. Man wollte die Straßen verbarrikadieren, um in Ruhe plündern zu lönnen. Mit diesen Szenen endete also der in einer der sozialdemokratischen Versamm lungen empfohlene„Spaziergang um die Alster.“ Ein Berichterstatter des„Hann. Courier schreibt: Die Polizei hat zwei der Hauptädelsführer des Tumuts em Muttwoch abend in ihren Händen. Es sind dies der 25 Jahre alle Scheuermann Heinrich Rudolph und der 21 Jahre alt: Gpfer geselle Emil Stange. R km als An üher ei. es Trupps von über 100 Pirsonen über den Fschmarkt und schrie:„Haut itzt von hinten auf die Haurken!" Liutes Halleh der tobend.n Menge folgte tiesen Worten, worauf R. einen Ziegelstein eu einen Schutzmarn warf. Als dieser den R packie, wurde er von R. bei der Kehle gefeßt, gewürgt und von seinen Genossen zu Boden gerissen. In dies mAugenblick ritten die Schitz eute Ait ck. und reiteten so den Kellegen rom Tode. R. wurde durch einen Sätelhieb medig stteckt und zur Wache geschafft. St kam als Arführer eines großen Tapps unter lautem Gebrüll und Toven vom Kattrepel her. Er beschimpfte den Senat und rief sortgesetzt:„Hoch lebe die Anarchie, Kollegen, drauf los, runter mit den Pckelhauben". Dann waifen seine Anhänger mt Kni ppeln, Steinen und anderen Eegenständen nach den Schutzleuten. Stange erschten dann mit einem zweiten Trupp Tumul= tuanten vom Pferdemarkt her Bei der Carien= straße hinter dem Johanneum kam es zu einem erbitterten Kampfe. St. schlug mit ein m harten Gegenstande die Ladenscheibe eines Fettwarengeschäfts ein. In diesem Augenblick warsen sich von allen Seiten Schutz leute auf den Trupp und es gelang, St. zu verhaften. Der Schaden, den eine ganze Reihe von Geschäftsleuten durch die Br. störungswut der Masse erlitten haben, wird euf 120000 Mark beziffut. Die Hamburger Polizeibehörde hat öffentliche Versammlungen für den 21. und 22 d Mis und für die Tage, an denen die Bürgerschaft über die Wahlrechts vorlage verhandelt, ausnahmslos verboten und wird sonstige öffentliche Versammlungen in nächster Zeit nur ausnahmsweise gestatten. Umzüge wirden bis auf weiteres überhaupt nicht zugelessn werden. Politische Nachrichten. Aus dem Deutschen Reiche. Berlin, 19. Jaruar. Zu der kürzlich erfolgten Einweihungsfeier der evangelischen Pauls= kirche in Moskau, die unter den g: gebenen Verhältnissen ganz geräuschios stattsand, hat Kaiser Wilhelm an den Oberpastor v. Dieckhoff folgendes Telegramm gesandt:„Ich habe mich über die Meldung von der glücklichen Einweihurg Ihrer PetriPaul=Kirche sehr gefreut und wünsche von Herzen, daß das neu: Gotteshaus unter dem Schutze des Höchsten der dertigen Gemeinde sich stets als eine Stätte der Erbauung und des Trostes in jtzider ernster Ziit wie in künftigen ernsten Tagen erweisen möge. Wilhelm.“ Der Kronprinz ist mit der Vertretung des Kaisers bei der Trauerseier für den Staatesekretär Freiherrn v. Richthosen beaustragt worden. Der König von England ließ durch den Botschafter Sir Frank Lu#cilles der Schwester des Verstordenen den Ausdruck tiefsten Beileids übermitteln. Wie nach der„Koln. Zig." bestimmt verlautet, wird der Oberpräsident von Sachsen, Staatsminister v. Bötticher, demrächst auf seinen Wunsch aus dem Staatsdienst ausscheiden. Der wit Oldenburg abgeschlossene Letterievertrag wird dem Lundtage in allernächster Z it zugehen. Den Bundesregierungen ging rom Bandesrate der Entwurf eines Automobil= gesetzes zu, welches sich nicht auf eine Zwangsgenossenschaft gründet, die Preußen a gelehnt hat. Wie die„Hamb. Nachr.“ mitteiler, sind die militärischen Anordnungen in Berlin für nächsten Sonntag dem Ger eralfeldmarschall v. Haanke in dessen Eigenschaft als Oberbesehlt haber in den Marken und als Gouverneur con Berlin getriffen wo d n. Im Polizeipräsidium hefft man angeblich, daß der Tag ohne größere Störungen verlaufen werde. Der„Hann. Cour.“ berichtet: Eine Versammlung deutschuationaler Handlungsgehilfen und Studenten in der„Andreasburg" beschloß gest ru abend,jden Umzug der Sozialdemekaaten durch antisozialdemokratische Kandgebungen mit patriotischen Abzeichen auf der Straße zu beantworten.— Das ist gut gemeint, aber nicht unbedenklich. Auf Antrag des Frhrn. v. Mantei ffelKrissn hatte in der vorigen Sessio des Hertenhauses argeregt, daß den Mannschoften der Lan#armee und der Marine das Militärgesangbuch als Eigenium zu übergeben sei. Daraufain hat die Heeresverwaltung dem aus dem aktiven Dienst ausscheidenden Mannschaften das Militär= gesangbuch für den mäßigen Preis von 9 Pig angeboten, und es ist von dem Anerbieten in reichem Maße Gebrauch gemacht worden. Die Köln. Zig. erhält von zuständiger Seite die Mitteilung, daß die Nachricht der „Germ, wonach der Oerlandesgerichtspräsident in Hamm am vergangenen Sonnabend eine Konferenz der Staatsanwälte des Oberlandesgerichtsbezirks einberufen haben soll, völlig aus der Luft gegriffen ist. Eine Versamnlung von Staatsanwälten, zu deren Einbernfung übrigens der Oberlander gerichtspräsident nicht zustindig gewesen sein würde, hat überhaust in Hamm nicht stattgefungen. Die Einführurg der 4. Wagenklasse im Reichslande ist nach dem„Journal de Colmar beschlossene Sache. Der Aufstand in SüdwestEfrika. An 18 d. M. gingen mit Postdampser „Erna Wörmann“ 36 Offiziere und 2600 Unteroffiztere und Mannschaften von Hamburg nach Swakepmund ab. Die Reichskommission zur Prüsung der Rechte und Pflichten und der bis herigen Tätigkeit der in Südwestafriia tätigen Land= und Bergwerksgesellschaften wird ihre konstituterende Sitzung innerhalb der nächsten 14 Tage abhalten. Vorsitzender ist der Echpeinz zu HohenloheLangenburg. Verluste: Serzeant Piul Heyden ist am 13. d. M. insolge eines Schlangen bisses gestorben. Reiter Josef Preuß ist am 13. d. M. an Typhus gestorben. Reiter Bernhard Kretz ist beim .verfall eines Viehpostens bei Umub leicht ver wundet worden. dem Auslande. Paris, 18. Jan. Der venezeolanische Geschäftsträger Manbougnet hat heute abend Paris verlassen. Bis zur belgischen Grenze begleitete ihn ein Polizei beamter. Paris, 18 Jan. In Albi sand unter Vorsitz: des Erzbischofs Migrot eine eine Versammlung von Erzbischöfen und Bischöfen Südfrankreichs statt, deren Zoick die Vorbereitung eines Konzils des gesamten französischin Episkepats sein sell, das über die dem Trennungsgesetze gegenüber zu beobachtende Haltung Beschluß fessen soll. London, 19 Jan. Bis heute mittag sind gewählt: 209 Liberale, 33 Mitclieder der Arbeiterpartei, 61 Natioaalisten, 86 Unionisten.— Lord Stanley, Geueralpostmeister im Kadinett Baifour, ist bei der Wahl unterlegen.— Bisher gewannen die Liberalen 111, die Arbeiter= partei 28 und die Unionisten 3 Mardate. Der Umschwung der politischen Stimmungin London ist außerordentlich überraschend. Die liberalen Erfolge haben dort die Liberalen selbst in Staunen versetzt. Aus der Wihl des Jahres 1900 ginz die Metropole mt 51 Konservativen und 8 Liberalen hervor. Heute, wo nur noch ein Sitz zu entscheiden ist, zählt London 40 .berale und 18 konservative Vertreter. Dieser gewaltige Umschwung erklärt sich daraus, daß die Arbeiter, wie die ganze Wadl bewiesen hat, zum ersten Male in der englischen Wahlgeschichte staik organisiert und zielgewuß in den Wihlkampf eintraten. Rußland Das Schlüsselburger Staatsgesängnis wurde aufgehoben. Ueber die Gebiele Akmollinek, Semiyalatinzk und den Kreis Tscheljabinsk des Gouvernements Orenbueg ist der Kriegszustand verhängt worden. In Warschau wurden aberwals 4 Rerelutionäte kriegsrecht: lich erschossen. Eine Meldung aus Riga zufolge telegraphierte General Schiff aus Wenden, daß gestern Abordnungen von 46 Gemeinden ihre völlige Unterwerfung einreichten. Die Beruhigung der Provinzen Estland und Livland schreitet schnell vorwärts; lanzsamer die der P. ooinz Kurland, wo.doch in der letzten Woche gute Erzebnisse erzielt worden sind. Ueber die erfolgreiche Offensive des deutschen Selbstschutzee in den Ostseeprooinzen teilt die Ostpreuß Zig." nach einem livländischen Brief folgendes mit: „Der vordlivländische Selbstschutz hat sich in dieser bösen Zeit recht bewährt. Es ist ihm gelungen estlandische Nordbrennerbanden, die nach Livland einbrechen wollten, bei Cabbel und Kaima in die Flucht zu schlagen. Pollenhof hat Herr v. Stryk mit seinen Freunden eine Letterrotte, welche ins Fellinsche eindringen wollte, zusemmengeschossen. Der Selbstschutz wartete nicht in dummer Lammsgeduld ab, bis die einzel nen Güter abgebrannt wurden, sondern zog den Banditen entgegen und kämpfte auf offenem Felde. So haben sie die Verbrecher teils abgeschossen, teils gefangen genommen, teils gründlich eingeärgstigt Als die estlandischen Mordbrenner, die im Dorpater Kreise wüten wollten, vernahmen, daß sie bei Kardis von etwa 40 Herren vom Slbstschrtz erwartet würden, zogen sie es vor, in Estland zu bleiben, so daß es hier leider nicht zu einem Gefecht gekommen ist. Alle Achtung vor unseren Selbstschutzmännern. Bei Kaima stand Herr v. Pilar mit drei anderen Herren und besiegte dreißig Kerle. Bei Catbal war das Ver hölivis 10 bis 50, bei Pollenhof 8 zu 30. Die effensive Tapferkeit dieser Männer ist nicht hoch genug zu rühmen. Wenn der Selbstschutz in Südlivland nicht ähnliches geleistet, so ist daran der Gouverneur schuld. Zu einer Zeit, wo die Rebellion in den Anfängen war und der Silbstschutz sie noch bewältigen konnte, wurde er von ihm mit den ärgsten Drohungen verfolgt. So waren die Herren zur Defersive verurteitt, urd als sie die Hände frei bekamen, da war es zu spät. Hausen von Tausenden konnten sie nicht schlagen, und die erzwungene Defensive hatte viele demoralisiert.“ Belgrad, 18. Jan. Der Ministerrat nahm die Forderung der österreichisch= ungarischen Regierung an. Algeciras, 19 Januar. Die gestrige Besprechung der Konferenzdelegierten vollzog sich unter allseitigem Entgegenkommen. Die Frage der Organisierung einer Ueberwachung zur Unterdrückung des Waffenschmuggels wurde bis nach Regelurg der Fmanzfrage zurückgestellt. Eine Debatte entwickelte sich über eine Reitze seitens Spaniens vorgelegter Fragen, in denen Feststellung darüber beantragt wurde, was man unter Konterbande zu verstehen habe, und ob die Regelung der Angelegenheit sich nur auf die Marokkaner#er auf die fremden Staatsangehörigen beziehe. Der belgische Delegierte sprach die Frage einer 1 Ausnahmebehandlung von Jagdwaffen aus. — Die marokkanischen Delegierten erklarten, sie würden sich wegen der Jagdweffen mit ihrer Regierung ins Benehmen setzen. Parlamenten. Deutscher Reichstag. 24. Sitzung vom 19. Januar 1906, 1 Uhr. Der Reichstag vereinbarte heute zunächst, die 14 Mitglieder, die er in die parlamentarische Untersuchungskommission über die Konzessionsgesellschaften in Südwestafrika zu entsenden hat, auf die einzelren Fraktionen in der gleichen Weis: zu be teilen wie bei sonstigen Kommissionen. Darauf führte das Haus die erste Lesung der Vorlage über die Kamerunbahn zu Eade. Aus der Beratung verdient noch hervorgehoben zu werden, daß der stellvertretende Kolonialdirektor, Erbprinz von Hohenlohe=Langenburg feststellte er habe gestein nicht von einem ia Kamerun drohenden Aufstand sprechen, sondern nur konstatieren wollen, daß die mögliche Rückwirkung der in Südwestafrika und Deutsch Ostaseika ausgebrochenen Ugruhen auf andere Teile Aftikas nicht außer Acht gelassen worden sei. Im übrigen bestand die Beratung lediglich in einer sachlich wenig belangreichen Polemik zwischen den Abgg. Erzberge:(Zir), Semmler(nl.). Ledebour(Soz), Laitmann(wirtsch. Bag.), Dr. Arendt(Rp.), Nacken(Ztr.) u. a. Darauf erledigte das Haus zunächst die eiste Lesung der beiden Militärpensionsgesetze. Pleuß. Kriegsminister v. Einem beschränkte sich auf die Bitte um baloige Verabschiedung der beiden Vorlagen Eine eigentümliche Stellung nahm das Zentrum ein. Es ließ durch den Abg. Grafen Hompesch erklären, daß es sich an der ersten Lesung nicht beteiligen werde; die Gründe für diese Haltung zu suchen, überlasse es der Reichsregierung. An der Diskussion bet. iligten sich weiter die Abgg. Grof Oriola(al.), Lescher(soz), v. Massow (kons), Liebermann v. Sonnenberg(wisch. Bag.) u. a. Die Erörtirung drehee sich vorwegend um die Fraze, ob die Vorlage an die Budgetkommission oder an eine besondere Kommission von 21 Mitgliedern verwiesen werden sollte. Reichsschatzsekretär Fihr. v Stengel bezeichnete den Wunsch, dem Gisetzentwurf allgemein rückwirkende Kraft zu geber, als unerfüllbar. Der Entwurf nurde schließlich der Budgetkommission überwiesen. Schließlich wurde noch der Gestz entwurf wegen Asänderung des Gesetzes über die Statistik des Warenverkehrs des deutschen Zollgebietes mit dem Auslande in erster.sung nach unerheblicher Debatte angenommen. Am Schlusse der Sitzung teilte Präsident Graf Ballestrem mit, daß dem Hause eine offizielle Mitteilung von dem Ableben des Staatssekretärs Frhrn. v. Richthofen nicht zugezangen sei. Gleichwohl werde sich das Haus an der Leichenfeier beteiligen und deshalb wird die nächste Sitzung erst Montag stattfinden. Schluß 1:6 Uhr. Lokales und Provinzielles. Bielefeld, 20. Jan.(Die Gründung einer Herberge für obdachlose Frauen und Mädchen) wird geplant. Man schreibt uns darüber: In der Frauenwet Bielefelds ist der dringende Wunsch lau: gewerden, auch von Seiten der Frauen einen Denkstein zu setzen zur Feier der sibernen Hochzeit unseres geliebten Kaiserpaares. Stit langen Jahren ist der Mangel einer Herberge für obdachlose Frauen und Mädchen fühldar gewesen, aber bei der starken Vergrößerung der Stadt mit der gießen Zihl weiblicher Arbeiterinnen hat sich dieser Mangel zu einem dringenden Bekürfris gesteigert. Um diesem abzuhelfen, wird ein Aufruf geplant an alle Frauen und Jungfrauen Bie##felds mit der Bitte, nach Kräten beizusteuern fur dieses edle Werk. Ik.(Die Handelskammer zu Btelefeld) tritt am Dienstag, den 23. Januar 1906 zu einer Gesamtsittzu#g zusammer. Tagesordnung: 1. Einführung der neu gewähiten Muglieder. 2. Genehmizung des Sitzungsprotokolles der letzten Sitzung 3. Wahl des ersten und zweiten Vorsizenden. 4 Wahl der Kommissionen 5. Lesung des zweiten Teiles des Jahresberichts für 1905.(Allgemeine Uebersicht und Geschäftslage der einzelren Erwerbszweige von Handel und Industrie.) 6 Reicht finanzreform.(Abänderung des Reichsstempelgesetzes und Besteuerung der Erbschaften.) 7. Ergänzung und Abänderung der Bestimmungen der Gewerbeordnung über den Dienstvertrag der technischen An gest üten. 8. Polizeiverordnung deir. den Vikihr mit Essig. 9 Bericht über die in Köln am 14. Januar 1906 erfolgte Effentliche Kundgebung zur Förderung des guten Einvernehmens zwischen Deutschland und England. 10. Bericht über die Sitzung der Vorkommission des deutschen Handelslages. 11. Bericht über die letzte Sitzung des Bezirks=Eisenbahnrats Hannover=Münster. 12. Bericht über die Tätigkeit der Kammer seit der letzten Sitzung. 13. Verschiedenes (Stadttheater.) Wochenspielplan vom 20 bis 27 Januar 1906. Sonnabend, 20. Januar: (Vorstellung zu kleinen Preisen, außerdem für jeden Erwachsenen das Recht, ein Kind bis zu 7 Jahren frei mitzunihmen, zum letzten Male): „Schneewittchen“. Romantisches Weihnachtsmärchen mit Gesang und Tanz in 5 Akten von Oskar Will. Musik von Otto Findeisen.— Sonntag, 21. Januar(zum letzten Mase):„Die Reise um die Erde in 80 Tagen“, Groß s Aut stattungssück mit Gesang Tanz, Eoolutionen und Aufzügen in 15 Bildern von A.'Eane#y# und Jules Berne. Musik von Fe v. Suppee.— Montag den 22 Januar. Benesiz für Fil. Ida Wilhelma:„Die Fledermaus". Ope ette in 3 Akten von Johannes Strauß.— Dienstag, den 28. Januar(zum letzten Male):„Im bunten Rock". Lustspiel in 3 Akten von Franz von Schönthan und Freiherr von Schlicht.— Mittwoch, den 21 Januar:„Der Opernball“. Optrette in 3 Akten(nach dem Lustspiele:„Die Rosa Dominok“) von.ktor Léon und Hugo von Waldberg. Musik von Rich. Heuberger.— Donneustag, den 25. Januar. Benafiz für Herrn Karl Platen:„Der Vogelhändler“. Operette in 3 Akten von M. West und L. Held. Musik von Karl Z ller.— Freitag, 26. Januar: Keine Vorstellung.— Sonnabend, den 20. Januar. Festvorstellung zur Feier des Geburtstages Sr. Mojestät des Kaisers: Prolog. Darauf:„Der neue Herr". Schauspiel in 7 Vorgängen von Ernst v. Wildenbruch. m.(Gegen die Trunksucht.) Herr Bürgermeister Dr. Stapenhorst hatte gestern nachmittag 4 Uhr diejenigen Mitglieder der hiesigen Frauengruppe des Vereins gegen den Mißbrauch geistiger Getränke nach dem Saale des alten Rathauses eingeladen, welche in richtiger Erkennung der durch den Alkcholmißbrauch heivorgerufenen Schäden der Polizeiverwaltung ihre Hilfe zur Bekämpfung des Alkoholmißbrauchs angeboten halten. 22 Damen, von denen j de in einem Polizeirevier wirken wird, waren der Einladung gefolgt. Außerdem war die Vorsitzende der genannten Frauengruppe, Freu Professor De. Tümpel, die Vorsitzende des Vaterländischen Frauervereins, Frau Geheimrat Bunnemann, und die Vorsitzende der Wusenpflegerinnen, Frl. Cramer, an wesend. Von dem Bilaukrenzverein und den Guttemplerlogen bekundeten deren Vorsitzerde, die Herren Pistor Kuhlo, Dr. med. Witten und Missionar Ostermeier durch ihre Anwesenheit ihr Interesse an der Sache. Herr Bürgermeister Dr. Stapenhorst führte aus, daß Trunksüchtige und noch mehr deren Familien sich in einer bedauernswerten Lage befänden und daß es deshalb angebracht sei, durch eine gut organisiert:„Trinkerfürsorge“ dem Uebel Abbruch zu tun. Er erläuterte hierauf eingehend das von der Polizei verwaltung in Vorschlag gebrachte Arbeitsytem zur Bekämpfung der Teunksucht, welches ungeteilt: Anerkennung fand. Hierauf bektästigten 22 Danen ihre gute Absicht, als Helferinnen in der Teinkerfürsoige zu wirken, durch Handschlag; auch die Vorsitzenden des Blaukreuzvereins und der Guttemplerlogen sagten ihre Mitwirkung gerne zo. Besonders im Interesse der vielen durch das Teinkerelend heimgesuchten Fimilien kann man der beabsichtigten Trinkerfürsorge nur den besten Erfolg wünschen und dies umsomehr, als die Arbeit keine leichte sein wird. Bethel, 20. Jan.(Augeschobener Vortrag) Der für den 21. Januar angekündigte Vortrag vin Pastor Jäger in Bethel über das Thema:„Kann der moderne Mensch an einen unsichtbaren Gott glauben?" muß wegen Erkrankung des Referenten verschoben werden. Brackwede 18 Jan.(Attentat auf einen Personenzug.) Heute abend gegen 6 Uhr wurde laut„Gen=Anz.“ auf der Sricke Isselhorst Brackwede in der Gegend von Ummeln auf den Personer zug geschossen. Aus den Kreisen Viazes zud Lüdberf Minden, 20. Jmn.(Ein Stadtverordnetensitzung) fand hier am Donnerstag statt. Ja ihr wurde nach einem kurzen Bericht des„.=L. Krsbl.“ zunächst der Vorstand gewählt. Herr G. Hattenhauer wurde zum Vorsitzenden, Herr M. Schütte zum Stelloertreter, Herr Siadtrevisor Horstmann zum Schriftführer, Herr Schmidtmann zum Stellvertreter gewählt.— Die Lieferung von Gas an tie Eisenbahrverwaltung für die hiesige Station soll für 13½ Pfg. für 1 Komtr. erfolgen, wenn die Verwaliung den Vertrag auf 10 Jahre abschließen will.— Für probeweise Anlage eines Windschutzgitters vor einem Teil der Weserbrücke werden 240 Mk. bewilligt.— Für Anlage eines Kanals von der Dampfwaschanstalt „Brillant" bis zur Heidestraße werden 6384 Mark unter der Bedingung bewilligt, daß Herr Hub. Vo eler schriftliche Bürgschaft für 6 proz. Verzinsung übernimmt.— Herrn Stockmeyer wird ein gewünschtes Terrain an der Karlstraße(23 Mir Front) frei händig zu 3 Mk für 1 Quadratatr. angeboten. Der Frma Eggerding und Breyer wird ein daueben gelegenes Grundstück von 2 Morgen freihändig zu 3 Mk. das Quadratmtr. verkauft.— Genehmigt wurde folgende Schulgeld=Erhöhung: für auswärtige Schüler der Velksschulen von 16 auf 40 Mt, der Mittelschule für einheimische von 40 auf 50 Mk., für auswärtige von 50 auf 70 Mk., der höheren Mädchenschule von 60, 80 bezw. 100 Mk. auf 80, 100 bezw. 120 Mk., für auswärtige mit einem Zuschlage von 30 Mk. — Zir Errichtung einer Fürsorgestelle für Lungenkranke werden 15000 Mk. bereitgestellt anläßlich der bevorstehenden silbernen Hochzeit des Kaiserpaares. Minden, 20. Jan.(Schießen mit scharser Munition) In der Zeit vom 24. Januar bis 28. Februar d. J. ftidet an jedem Mittwoch und Freitag in dem Gelände zwischen Barkhausen, Bölkocst und Häverstädt Schießen mit scharfer Munition mit Schußrichtung gegen den Nordabhang des Wiehengebirges statt. Das Schießen beginnt vormittags um 9 Uhr und daustt 's 1 Uhr naymittags. Eine rot: Flagge auf der Mühle von Bölhorft wird eine Stunde vor Beginn des Schießens gebßt und bei Beendigung wieder entfernt. Die durch das gefährdete Gelände führenden Wege werden gesperrt.(M..) Lübbecke, 19. Jan.(Einbeklagenswerter Unfall) ereignete sich gestern Wagner jr. hierselbst ngestellten mit einem Gidbrief mit 19000 einem sorben hier eig der Berliner Firma if eingetreff n, indessen geireue Boie ist flücht Soest, 18. Janna Unfal!) trug sich ge Enkesen zu. Ein Lundwirts Lüsse an d schäftigtes 16 Juzle“4 M Buk aus Ampen dem Getriebe zu nabe aeimsten der richte A ##trennt. Die so schr diesigen städtischen Kr abend nahe der Station Holzhausen. Herr Missionar Finkenstein, welcher bisher in Czina tätig war und in diesem Sommer auch dahin zurückzukehren gedenkt, kan mit seiner Gattin von Gütersloh mit dem Zige in Holzhausen an, und während der Missionar das Gepäck nach der Wittlager Kreizbahn beförderte, auf welcher sie nach Pr. Oldendorf und dann zu Wagen nach Levern zum Besuch der nahe verwandten Pastorenfamilie fahren wollten, gewahrte Frau Finkenstein, wie sich der Zug nach Lübbecke in Bewegurg setzt, sie hält ihn für den richtigen und steigt schnell ein; doch bald wird es ihr gewiß, daß es ein verkehrter Zig ist und rasch entschlossen, speingt sie aus demselben und schlägt mit dem Kopfe auf die Schienen, wo sie bestanungslos liegen bleibt. Als sich schon zwei Leute mit der Verunglückten teilnehmend abmühen, kommt ihr Mann der Bahn entlang und steht, was inzwischen geschehen. Die anscheinend nicht lebensgefähtlich Verletzt: wurde nach Lübbicke ins Kreiskeankenhaus befördert, wo ihr über Nicht das Bewaßtsein wiedergekehrt ist und wo sie mit Gottes Hilfe hoffentlich auch bald zur Gmesung gelangt.(Köeibl.) Von der Westfälise Sarepta“ erhalten u Erschüttern dem Kreie Herfol§ Herford, 19. Jan.(ObstbauVerein.) Wir machen nochmals auf den morgen, Sonnabend adend 8 Uhr, im Evz. Vereins haus stattfindenden Vortrag des Herrn Stiller:„Frühjahrsarbeiten im Liebhabergarten“ aufmerksam. Melbergen, 19. Januar.(Neue Ziegelei.) Der Ziegeleibesitzer Fr. Friedrichsmyer zu Melbergen Ne 6 deabsichtigt eine Ziegelei mit Sauggas Motorbetrieb zu errichten. Kirchlengern, 19. Jan.(Telegraphenleitung.) Der Plan über den Bau einer oberirdischen Telegraphenlinie in Stist Ozernheim liegt bei dem Postamt in Kirchlengern von heute ab vier Wocken aus. erklingen aus den balt :ehmisch auch aus de der Barmherzigkeit, di des Baitenlandes und stalt Thabow bei MitAufruhrbewegung ab enegische Vorgehen### in den litzten Tagen. neuer furchtbarer Fein und Bejonette machtlo Hunzer, der wie ein blei unaufhaltsam über die binzieht. Und mehr Anstalten darunter, weil Hunderte von Elenden und Verwundeten obl und Stationen sind ab deten, nebeneinander Soldaten und friedlich rmsetz ichen Straßenka schessmn getroffn wurd mt der gleichen Au Schwestern verpflegt. Epfleotischen, die Blöd verwaisten und verwa schon in friedlichen Zei dach sinden konnten a Aoer nun sind die Mit canz zu Eide. Die k find in voller Auflösur Sommer, also Kirchenk. meor für die Anstalten Aus dem Kreise Halle, 18. Jan.(Zu deu heutehier adgehaltenen Monatsviehmarkte) waren angetrieben 6 Kühe, angefahren 32 Wagen und 1 Karre mt Fersein. Das Paar 6 Wochen alte Ferkel wurde mit 42 bis 45 Mf. bezahlt. Kühe mit 300—330 Mark. Der Hindel war recht lebhaft. Halle, 18. Jar.(Einwohnerzabl.) Nich der letzten Volkezählung waren(laut „Westf. Ztg.“) in unserer Stadt 1842 ortsS Mittwc Preise der Plätze: a Um zahlreic anwesende Personen, darunter 902 männliche und 940 weibliche. Vor 5 Jahren betiun die Einwohnerzahl 1803, 883 männlichen und 920 weiblichen Geschlechts. Die Bevölkerung ist mithin um 39 Personen gewachsen. Werther, 17 Januar.(Gründung einer Hilfspredigerstelle.) Gestein nachmittag fand im Konfirmandenstale des Vereinshauses eine Versammlung der ge##### samten Kirchenvertretung stalt, wortk die dritte Pfarrstelle nochmals besprochen wurde und wozu auch Generalsuperintender! D. Zöllner aus Münster erschienen war. Die Versammlung einigte sich leut„Hall. Krebl“ dahin, einer Hilfsprediger auzs stellen, da für die Besetzung einer dritten Pfarrstelle ein wirkliches Bedürfnis zur Beu nicht vorliege. Für die Hilfspredigerstellt hat die Gemeinde 450 Mark beizusteuett, während die übrigen Unkosten von der Staatskasse getragen werden. Künsebeck, 17. Jan.(Feuer) Heut morgen brannte der Kotten des Ko### Sander Nr. 86 total nieder. Der Schadts ist durch Versicherung gedeckt. Ueber bi Entstehungsursache ist laut„Hall. Kreisbl. nichts bekannt, es wird jedoch Brandstistun vermutet und zwar umsomehr, als der Kolles in letzter Zeit vagabondierenden Persone als Unterschlupf gedient haben soll. Staut-Thsate Sonnabend, den 20. J Vorstellung zu klein (Jeder Erwachsene he bis zu 7 Jahren Zum letzten Schneewit Asung Weihnachtsn # G r s u n g u n d T a n z i n Will. Musik ve Anfang 7½ Sonntag, den 21. J (zum letzten### Die Reise um d 80 Tage Ausstattungsstück.6 Svoiutionen und Ar A.’Ennery und Anfang 7 U Montag, den 22. Benesiz für Fräul Wilhelm Fleder Operette in 3 Akten v em Reg.=Bez. Münster und ttenberg, 18. Jan.(Mit drief entflohen) Die Firma## " Der he wein Lotter KLAw bei, auf m auimertsan der bevorstehenden Kaiserpaares. (Schießen mit ) J u d e r Z e i t v o m sebruar d. J. ftidet nd Freitag in dem sausen, Bölkorst und it scharfer Munition en den Nordabhang att. Das 9 Uhr und daust Eine tot: Flagge Bölhorst wird eine s Schießens gebßt jeder entfernt. Die Gelände führenden (M..) (Einbeklagensreignete sich gestern Holzhausen. Hurr n, welcher bisher in diesem Sommer n gedenkt, kan mit rsloh mit dem Zige während der Misder Wittlager Kreizelcher sie nach Pr. Wagen nach Levern erwandten Pastoren1, gewahrte Frau Zug nach Lübbecke hält ihn für den ell ein; doch bald ; e s e i n v e r k e h r t e r schlossen, speingt sie äzt mit dem Kopfe sie besianungslos schon zwei Leute eilnehmend abmühmn, Bahn entlang und geschehen. Die ansgefährlich Verletzt: us Kreiskeankenhaus Nacht das.waßtid wo sie mit Gottes bald zur Gmesung 8eisbl.) e Herfolz Jan.(Obstbauin nochmals auf den end 8 Uhr, im Evz. nden Vortrag des bisarbeiten im Liebn. Imuar.(Neut Ziegeleibisitzer Fr. Albergen Ne 6 demit Sauggas Motoran.(Telegraphen= über den Bau einer henlinie in Stist im Postamt in Kirchdier Wochen aus. eite Hall. u dem heute hier natsviehmarkte) kühe, angefahren 32 mt Fersein. Das erkel wurde mit 42 Kühe mit 300—330 ar recht lebhaft. Einwohnerzabl.) zählung waren(laat er Stadt 1842 ortsrunter 902 männliche or 5 Jahren beting 03, 883 männlichen beschlechts. Die Beim 39 Personen genuar.(Gründung erstelle.) konfirmandenszale des ersammlung der getretung stalt, woria nochmals besprochen Generalsuperintendert nster erschienen war. igte sich leut„Hall. Hilfsprediger auzu esetzung einer dritten s Bedürfnis zur## die Hilfspredigerstelle 0 Mark beizusteueen,# Unkosten von de# berden. m.(Feuer) Heuti Kotten des nieder. Der Schadts gedeckt. Ueber die laut„Hall. Kreisbl. jedoch Brandstistung omehr, als der Kollen ondierenden Persone# st haben soll. künser uns Amster Jan.(Mit sen) Die Firma Wezner jr. hierselbst schickte einen ihrer ngestellten mit einem nach Berlin bestimmten Gidbrief mit 19000 Mark zur Post. Nach einem soeben hier eigetroffenen Telegramm der Berliner Firma ist der Brief zwac hier eingetreff n, indessen ohne Geld. Der ungeireue Boie ist flüchtig. Soest, 18. Janvar.(Ein schwerer Unfall) trug sich gestern gegen mittag in Enkesen zu. Ein auf dem Hofe des Lundwirts Lüsse an der Häckselmaschine beschäftigtes 16 Jrzre aites Märchen Namens M. Buk aus Ampen kam beim Eirligen dem Getriebe zu nabe, und so wurde der aeimsten der richte Arm glatt vom Kö per estrennt. Die so schwer Verletzte fand im hiefigen städtischen Krankenhause Aufnahme. Von der Westfälischen Diakonissenanstalt „Sarepta“ erhalten wir folgenden Aufcuf: Erschütternde Notrufe erklingen aus den baltischen Provinzen, vor:ehmisch auch aus den dortigen Anstalten der Barmherzigkeit, den Diakonissenhäusern des Bastenlandes und der Epileptischen Anstalt Thabow bei Mitau. Zwar scheint die Aufruhrbewegung abzuflauen durch das enegische Vorgehen der Regierungstruxpen in den litzten Tagen. Nun aber droht ein neuer furchtbarer Feind, gegen den Kmonen und Bejonette machtlos sind, das ist der Hunzer, der wie ein bleiches Gespenst drohend, unaufhaltsam über die verwüsteten Provinzen binzieht. Und mehr als andere leiden die Anstalten darunter, weil ihnen die Sorge für Hunderte von Elenden und Armen, Kranken und Verwundeten obliegt. Die Anstalten und Stationen sind überfüllt mit Verwun deten, nebeneinander liegen Aufrührer und Soldaten und friedlich: Bürger, die bei den rnisetz ichen Straßerkämpfen von den Geschessmn getroffn wurden, und alle werden mt der gleichen Aufopferung von den Schwestern verpflegt. Und daneben die Epfleptischen, die Blöden, die Kranken, die verwaisten und verwahrlosten Kinder, die schon in friedlichen Zeiten kein anderes Obdach sinden konnten als in den Anstalten. Aber nun sind die Mittel sie zu verpflegen canz zu Erde. Die kirchsichen Gemeinden sind in voller Auflösung seit dem vorigen Sommer, also Kirchenkell kien gab es nicht mehr für die Anstalten. Die Gemeindeverwaltungen sind abgesetzt von den Revolutionären, die Pflegezelder für die von ihnen in den Anstalten untergebrachten Kranken sind also seit Monaten ausgeblieben. Die Ritterschaft, die sonst in munifizentester Weise mit großen Summen die Anstalten unterstützten, haben seltst keine Einnahmen mehr. Wohlhabende Leute sino von Haus und Hof vertrieben und geflohen, andere haben nichts als das nackte Leben gerettet, Geld ist im Linde nicht mehr aufzutreiben. Schon im Sommer hatten Land und Stadtarbeiter die Arbeit eingestellt, so gab es keine Ernte, das Korn versaulte auf dem Halm, die Kartoffeln in der Erde. Was etwa eingebracht worden ist, haben die Flammen vernichtet. Es ist ein lauter Notruf, der aus diesen Anstalten erklingt: Woher nehmen wir Brot hier in der Wüste? Und es sind Stammtsbrüder, es sins Glaubensgenessen, die Hunger erleiden. Können wir es mit ansehen, daß Deutsche, daß evangelische Christen Hungers sterben, daß die Anstalten, die jahrzehntelang im reichen Segen gewirkt, ihre Türen schließen, die Eenden entlassen müssen, wodurch die Not der Armen nur noch größer wird. Allenthalben werden Hilfsaktionen betrieben, die deutschen Diakonissenhäuser haben sich zur Hülfe zusamrtengeschlossen, aber sie können allein längst nicht genug tun. Darum wenden wir uns an unsere Freunde, nein an Alle, die ein deutsches, ein christliches Herz haben, mit der dringendsten und herzlichsten Bitte, mitzuhefen, daß dem größten Elend gewahrt werde. Die Gaben, die uns gereicht werden, kommen ja nicht den Diakonissenhäusern allein zu gute, sondern durch sie den Hunzernden allen, die auf sie angewiesen sind. Aber schnell muß geholfen werden. Es ist der König der Baimherzigkett, der seine Jünger nach ihrer Baimherzizkeit fragt, und die Sache des Königs hat Eile! Wr bitten, die Gaben der Liebe an die Verwaltung des Westfälischen Diakonissenhauses Sarepta in Bethel bei Bielefeld, oder an das tächste Diskonissenhaus ei#nden zu wollen, von wo aus sie an die baltischen Diakon ssenhäuser weitergesandt werden. Wenn irgendwo, dann gilt hier das apostolische Wort: Lasset uns aber Gutes tun und nicht müde werden! und das andere: Lasset uns Gutes tun an Jedermann, allermeist aber an des Glaubensgenossen! Vermischtes. Berlin, 19. Jan. Heute früh warf der Sturm das auf dem Dach: der Michaeliskirche in Berlia aufgestellte vier Meter hohe Zinkdenkmal herunter, das im Herabfallen eine andere neben dem Eingange stehende Zemenifigur zerträmmerte. Personen wurden nicht verletzt Berlin, 19. Jan. Der Sturm, der heute in Berlin und auch sonst im Reiche gewütet hat, hat außerordentlichen Schaden angerichtet. Dächer sind mssehaft abgedickt und Wagen umgewoisen worden. Auf dem Müggelsee kenterten verschiedene Boote, die Menschen konnten sich aber noch durch Schwimmen retten. Vielfach mußte die Feuerwehr hlsen. Leider sind auch Menschen schwer verunglückt Auf einem Bau schleuderte der Sturm einen Arbeiter iom Dache berunter, dir mit schweren Verletzungen nach einem Krankenheuse gebracht wurde. Auf einem anderen Neu bau drückte der Orkan eine Wand ein. Die Ziegel fügten dem Bauunternehmer einen deppelten Unterschenkelbruch zu, in Arbeiter erlitt einen schweren Schädelbruch, ein zweiter leichtere Vailtzingen. Berlin, 19. Januar. Graf Pückier Kl.= Tschirne hat gestern, wie aus Danzig gemeldet wird, in Weichselmünde seine sechsmonatige Festungshaft angetreten. Harburg, 19. Jan. Iifolge Sturmes stürzte heute vormittag in der Schüttstraße ein Haus ein Hierbei wurde ein Kind getötet und eine Frau lebensgefährlich verletzt. Cuxhaven, 19 Jan. Es herrscht schwerer Nordweststurm in der Nordsee und der Eld mündung. Der hier eingetroffere Amerikadampfer „Graf Waldersee“ konnte hier wegen.s hohen Seeganges nicht landen und fuhr weiter elbauf, wo er die Lundung versuchen will Der Flutstand ist ein sehr hoher. Arf dem Geoßvogelsand vor der Elbmündung ist in gefährlicher Lige ein Dreimastschooner gestrandet. Eisenach, 19. Jan. Wegen Teilnahme an den Reichstagskrawallen vrurt ite das Lindgrricht den Arbeiter Heß zu drei Monaten Gefängnis und die Ebefrau Heß zu zwei Monaten Gefängnis urd zwei Wochen Haft.(Hann..) London, 18. Jan.„Dailh Telegraph" bringt eine amtliche Meldung aus Tokio, nach der der Hafen von Wladiwostok den garzen Wioter mit Hilfe von Eisbrechern offen gehalten wird und es Rußsand somit gelungen ist, sich einen das garz: Jahr über zugänzlichen Hasen im seinen Ostlu zu sichern. (Bestrafte Unhöflichkeit) Kurzsichtiger Herr(im Zoologischen Garten):„Sie entschuldigen, können Sie mir nicht sagen, wo das Rhinozeros ist?“— Aufseher(grob):„Sie stehen ja beinahe mit der Nase davor!“— Herr:„Nein ich meine das wirkliche Rhir ozeros!“ Uebersicht der Witterung. Bielefeld, 20. Januar 1966 Mitgeteilt von Fr. Böckelmann Ww., zin Niedrigst. Thermometerstand in der Nacht+ 1%6 Thermometerstand um 10 Uhr vorm.+ 2 Barometer 76,0 cm. Wind: Noid=West. Himmel: bedeckt Berlin, 20. Jan. Der Kaiser(mesig geßtern den apostolischen Präsckten von Südwestasrika Pater Augustin Nachtwey — Die Beisetzung der Leiche des Freiherrn von Richthofen fiidet in Baden Baden am kächsten Mootag nachmittag statt. — Der Berliner Polizeiptäädert warnt mit Rücksicht en die morgen stallfi###enden Protestversammlungen gegen das preußische Dreiklassenwahlrecht die Bevölkerung bor Straßenkundgebungen, da gegen derartige Aufschreitungen mit vollem Nachd uck und rötigenfalls mit den äußersten, nach dem Gesetz zulässizen Mittel eingeschritten werden würde. Hamburg, 20. Januar. Die Altonaer Polizei untersagte den Inhabern der Anschlagsäulen die Plakatierung der Aufrufe zum der Demonstationsversammlungen am 21. Januar. Bei den Unruhen am Mittwoch wurden Wertsachen gestohlen, auch Brandstiftungen versucht. Algeciras, 20. Januar. In der gestrigen Kommissionssitzung wurde der Entwurf, der zur Verhinderung des Waffenschmuggels und zur Regelung der Waffeneinfuhr nötig erscheinenden Maßregeln so weit fertig gestellt, daß er mit einigen Ergänzungen noch in der heute stattfindenden Sitzung hinzugefügt werden soll und voraussichtlich am Montag dem Plenum der Konferenz voll vorgelegt werden kann. Seine Tendenz geht dahin, bei der Bekämpfung des Schmuggels die Schiffahrtsinteressen möglichst zu schonen. Die nächste Sitzung der Konferenz dürste am Montag stattfinden. 920 95 1 .•. gut bedient soin wil. enue es se et! lause sich unsere Proben kommen. E: litte Seidenstosse Meter Mk..10 bis.50 bs muierte Seidenst. Meter Mk..80 513 15.—. □ oben portosrei. Genaue Bezeichnung erb. Ssttschlands grösst. Spez.-Seldengsschalt Seidenhaus Michels&a Ci,### # LIN SV.19, Leipziger Strasse 434899 Hischan. Seldensioll-Hoberol in Kroield#0 Anstalt Bethel im Vereinshaus„Assapheumé grosse öffentliche Aufführungen des eeispiels-Büther von Hans Herrig, mit Musik und mehrstimmigem Gesang. Stwa 150 Mitwirkende unter Leitung und Einstudierung des Regisseurs Herrn M. Halter aus Hannover. Prachtvolle historische Kostüme und Dekorationen. Tage der Aufführungen: Sonntag, den 28. Januar(allgemeine Eröffnungs-Aufführung), Montag, den 29. Januar, Dienstag, den 30. Januar(Aufführung nur für die Anstalt Bethel), Mittwoch, den 31. Januar, Donnerstag, den 1. Februar, Freitag, den 2. Februar, Sonnabend, den 3. Februar(Vorletzte allgemeine Aufführung), Sonntag, den 4. Februar(Letzte allgemeine Aufführung). Mittwech, den S1. Januer und Sonnabend, den 3. Februsr, nachmittags 3½ Uhr: Auführung für Schüler und Kinder. W= Preise der Plätze: a. Numerierter Platz Mk..50, I. Platz Mk..—, II. Platz Mk. 0,50. b. Für Schüler- u Kinder-Aufführungen I. Platz Um zahlreichen Besuch bittet Das Festspiel-Komitee Staut-Theater! Sonnabend, den 20. Januar 1905. Vorstellung zu kleinen Preisen (Jeder Erwachsene hat ein Kind zu 7 Jahren frei.) Zum letzten Male Schneewittchen #or. Weihnachtsmärchen mit sang und Tanz in 5 Akten von O. Will. Musik von Findeisen. Anfang 7½ Uhr. Sonntag, den 21. Januar 1906, (zum letzten Male): Die Keise um die Erde in 80 Tagen. #ussattungsstück m. Gesang, Tanz, eogutionen und Aufzügen von S A.'Ennery und I. Verne. Anfang 7 Uhr. Montag, den 22. Jonuar 1906 Benesiz für Fräulein Ida n Wilhelma. vie Fledermans. Oberete in 3 Akten v. J. Strauß. esece VrnZotterie Prospekt d. Firma ##ndw. Müller& Co. Klel oineu welchen wir unsere Leser uuerksam machen. Lanbwirtschäftlicher Kreisverein Herford. Venerarovesanenteung am den 31. Januar 1906, nachmittags 3 Uhr, im Saale des Hotels Horstkotte zu Löhne i. W. Tages-Ordnung: 1. Verlesung des Protokolls über die letzte Generalversammlung. 2. Dreinagen. 3. Vortrag des Herrn Direktor Hchultz=Soest über:„Die Bekämpfung der Unkräuter unter besonderer Berück sichtigung der mit der Hederichspritze gemachten Erfahrungen.“ 4. Bericht und Vorschläge der Kommission zur Förderung der Rindviehzucht, erstattet vom Herrn Ehrenamtmann Meier. 5. Mitteilungen des Herrn Dr. Blameyer=Haus Beck über neuere Erfahrungen, betreffend beim Erfrieren des Getreides. 6. Abhaltung der Generalversammlung in Löhne usw. 7. Besprechung der Polizeiverordnung vom 14. August 1904, betreffend Dungstätten auf dem Lande. 8. Verschiedenes. Herford, den 13. Januar 1906. Der Vorsitzende. v. Borries. Bekanntmachung betreffend die Betriebsänderung der landwirtschaftlichen Unternehmer. Den Mitgliedern der westfälischen landwirtschaftlichen Berufsgenossenschaft bringen wir nachstehende Bestimmungen des Statuts der Berufsgenossenschaft zur gefl. Beachtung in Erinnerung. 1. Die Genossenschaftsmitglieder sind verpflichtet, Aenderungen ihrer Betriebe einschl. der mitversicherten Nebenbetriebe, welche für die Zugehörigkeit zu der Genossenschaft oder für die Umlegung der Beiträge von Bedeutung sind, dem Sektionsvorstande binnen zwei Wochen nach Eintcitt der Aenderung schriftlich anzuzeigen. 2. Jeder Wechsel in der Person desjenigen, für dessen Rechnung der Betrieb erfolgt, ist von dem neuen Unternehmer oder seinem gesetzlichen Vertreter binnen zwei Wochen dem Sektionsvorstande schriftlich anzuzeigen. 3. Ist der Betrieb eingestellt worden, oder als Nebenbetrieb eines gewerblichen Betriebes aus der landwirtschaftlichen Berufsgenossenschaft ausgeschieden, so ist hiervon durch den Unternehmer binnen zwei Wochen dem Sektionsvorstande schriftlich Nachricht zu geben. Bielefeld, den 18. Januar 1906. Sektionsvorstand der westfälischen landwirtschaftlichen Berufsgenossenschaft Bielefeld Stadt. I. gez. Toerner. Hol Herkauf. Am Donnerstag, den 25. ds. Mts., nachmittags 2 Uhr, läßt der Kolon H. Wüllner in Gadderbaum: 50 Haufen starkes Buchen=Brennholz freiwillig, meistbietend gegen Kredit verkaufen. Brackwede, 19. Jan. 1905. K Schmerzl. Zahnziehen 1 Mark. aslidsr Sehuertlt Plombiereen etc. etc. billigst. Kassenmitglieder werden von mie auch behandelt. S. Klarowicx, praktisch Zahnkänstler, Kaiserstraße 119. * Fabrik sucht Käuser für Reste von Herren= u. DamenStoffen. Offerten unter R. 5 an die Exp. ds. Blattes erbeten. Ich suche zum 1. April für Küche und Wäsche ein tüchtiges Mädchen. Frau Doktor Feldmann, Eekardtsheim, Bez. Minden. Zum 1. April sucht ein Birustmäschen Eimon, Frau Tuperintendent Bielefeld. Für mein Manufaktur= und Kolonialwaren=Geschäft suche zum 1. April einen Lehrling unter günstigen Bedingungen. Offerten unter S. 171 an die Exped. d. Blattes. Schriftsetzer=Lehrling, Steindrucker=Lehrlung zu Ostern sucht Druckerei Gust. Peiniger, Kreuzstraße 22. PKaum, leihen gesucht, Oezember 1906, Sicherheit. 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Laßt en on gem und von welcher Per ielt die Gelüste der idr jede Straßendemonst dei Versammlungsauf ösunge Der Versommlung den getr# Poige leistet. 1 Die Herren haben ge Sierung sehr ernste Locbe ##t um Straßenkundgebhrd ziehen nun die aufäl #u dgeburgen zurück Mi #e geschieht, beweist Weipziger Volkszei ur Besonnenheit und Ru ffudert. Sie schreibt: „Das lackierte Gräschen, o das jetzt den Reichskanzlers# iine Horde Kripperreiter bri der Strafgesetztuchparagrapt Diederzukt üppeln und nied #er wollüstig zuckenden Fr üstet man sich zum Blutverg aus allen Städten Preu üstet, das glorreiche Beispi Die russische Soldateika uthunden aller Länder gal üiche Viesse empört über de Im Gegenteil, sie ha haß es am Sonrgag nicht z Bintgenuß, zu diese Pesper des Kapitalit mu Die Bourg=oisie will den utbad!“ Und der Refrain ## g, mein Kind!! Die Sache spricht fi #uf eigentlich eines ##e man stelle neben ###rziger Blattes das N ###er Oldenburger 5000 Der An= u. Verka von Ridtischeum u. ländlich Grundbesitz ###ird von mir zu festen #bühren übernommen. Gebühr kommt aber nur Erhebung, wenn wirklich Abschluß zu Stande kom Meine langjährige fahrung namentlich bei P ##ellierungen und Bildungv Rentengütern kommt meit geschätzten Auftraggebern v #und ganz zu gute. C. H. Tödtman B i e l e f e l d H e r f o r d Niederwall 16. Elverdisserstr sscoe Kendr Ausstattungen als Hemdchen. Jäckchen, ickelbänder Zickeltücher, * Kirdertücher auftleidchen, wollene Kattun= und BarchendKleidchen, ##Tragröcke,# Steckissen, aufhäubchenSäychen, Taille ersettchen, Ki asserdichte Be #sssundbeitel agendecken, ##rtten 2c. äuße aby. Verantwortlich für den redaktionellen Teil Hermann Lange, für den Reklame= und Inseraten=Teil Wild. Pahde, Druck und Verlag von A. von der Mühlen, sämtlich in Bielefeld. .4 M. S #lefeld, 156 aus der Garnfabrik poflieferant Georg in Erfort. N. 57 nan die nicht eine Blitzrickwolle pfe,=Socken und=Uner staunend billig , K a t o l o g u m s o n s t franko. =Arbeitsnachweis Bieleseld. imerstr. Nr. 19. precher Nr. 292. nliche Abteilung. werden gesucht: nechte, 1 z. 1.., 4 ig. A bei oburscher, 4 Bauselbstä d. Dachdecker, 1 3 Feilenhauer, 1 HausFäckerei, 1 lu dwi#sch. nilie, 3 Lei spink eldreb## er. 4 Mauter, 1 Su lee rer, 1 jung. Schne nacher, 1 Schweizer; Stellmacher, 3 Tischler MöbI 1.rkzeugTeschter auf Beu= und Weikzeugdreher, 1 WerkLehrlinge: Bilthauer. Tachkecke=, Kunstgloset, Male, Schnider, Schrei er, r, Schlosser, St indrucker, Tschlei, Zimmerer luchen Stellung: ite, Boten, Eirkassier er, iter, Maler. Porlier liche Abteilung. werden gesucht: Peisen für Landbei ür Per sienot, 2 Hausür Pensio at. 1 Ködin ral Gü#ert loh, 1 Zoe: ür Pfarter, 1 Zreitr Herrschaft, 70 Toler, idchen nach Udbe isi ei stmädchen für.siw, inge Dienstmäschen, d Küchenmädoen ckardieteim, 2 kistte n meh ere H. us- urd chen zu soso 1, mehrer: ninen, 1 Haus. und den n Sdöltmari L, tochen für Lundert, 1 chen urd kiss Hausfür Offizier=Haushalt, beiteti nen s. Wererei, i, Butdruck.i. suchen Stellung: ind, 1 älteie F au für 1 Putzarbe#terin oder , 1 M msll z. 1., für Haus halt u Laden, chen nach Berlin, mebr. tirden u Wischfrauen. Der Verwalter. Schiebeck. Monker, Bielefeld, ruthorwall 4 d. itigung sämtl. feiner -Garderoben. en Buckskins 2c K b. Ratenrückzahlung geber. Coulante BeViele Dankschreiben. vort, Berlin C. 54, raße 11—12.(Rüdv) darlehne,%, Otto Kleusch, Berlin, Allee 128.(Rückporto hne an Reelldenkende geber. Schneeweiss, ivalidenstr. 38 Rückp. rte, weiße Haut, 8 Aussehen u. Sommersprossen in haben, daher sie nur: enmilch=Seife Co., Radeben! Steckenpferd. sg. bei: L. Schäfer. ebr. Petri. Keue Westsurtsche Nr. 17. Bielefeld, Sonnabend, den 20. Januar 1906. Zu der Pahlrechts=Demonstration der Sozialdemokratie, ie nächsten Sonntag stattfinden soll, verfieutlicht der Partei=Vorstand im„Vorwärts“ olgenden Ukas: Sonntag, den 21. d. Mts., sinden, wie bekannt, ie Protestversammlungen gegen das Dreiklassenzabtrecht in Preußen statt. Der Protest muß uch Massenbesuch der Versammlungen ein wuchtiger verden Die Ankündigung der Protestversammlungen at die Scharfmacher in Wut versetzt Sie höchchten die Gelegenheit benutzen, In der Sozialdemokratie ihr Mütchen u kühlen. Pa teigerossen! Laßt euch nicht provozieren, on gem und von welcher Seite es auch sei. Ve##elt die Gelüste der Scharfmacher dadurch, aß idr jede Straßendemonstration unterlaßt und bei Versammlungsauf ösungen oder nach Schluß er Versommlung den getroffenen Anordnungen Folge leistet. Der Parteivorstand. Die Herren haben gekört, daß die Reierung sehr ernste Vorbereitungen getroffen sat um Straßenkundgebungen zu begegnen ind ziehen nun die anfänglich beabsichtigten Kunbgeburgen zurück Mit welchem Ingrimm sas geschieht, beweist ein Artikel der Leipziger Volkszeitung“, in dem sie ur Besonnenheit und Ruhe am 21. Januar findert. Sie schreibt: „Das lackierte Gräfchin, oder vielmihr Fürstchen, has jetzt den Reichskanzlersessel schmück.",„Wie eine Horde Kripperreiter bricht es aus dim Dickicht der Strafgesetztuchparagraphen hervor, um alles Ziederzukt üppeln und niederzutrampeln",„Mit er wollüstig zuckenden Freude des Raubtieres üstet man sich zum Blutvergießen.“„Wir hörers z aus allen Städten Preußers, wie man sich #üstet, das glorreiche Beispiel nachzuahmen, das die russische Soldateika vor einem Jahr den Bluthunden aller Länder gab".„Ist die bürger. sche Presse empört über den geplanten Mossen###ord? Im Gegenteil, sie hat nur die eine Sorge, haß is am Sonrgag nicht zu dem erhofften Blutgenuß, zu dieser sizilianischen Pesper des Kapitalitmus kommen könnte". Die Bourgeoisie will den Massenmord, will das Blubad!“ Und der Resrain? Sei ruhig, bleibe uh g, mein Kind!! Die Sache spricht für sich silbst und #ed#rf eigentlich eines Kommentars nicht. Aber man stelle neben die Auslassung des Peipziger Blattes das Neujahrsgedicht iner Oldenburger Kollegin. Der „Reichsbote“ zitiert aus diesem Gedicht solgende Stelle: „.. Das neue Jahr stiht vor der Tür, Das Jahr der Weltenrebellion, Seht ihr der Fackel Feuerbrand In rotem Rauch zum Himmel lohn? Wollt bei der Sklavenketten Klirrn Verkümmern ihr um Hungerlohn, Wollt rechtlos ihr ein Leben lang Nur Knechte sein in Mammons Fron, So schut als feile Büttel euch Dicht um Altar und Fürstenthion! Wenn richt, dann folgt als Heldenschar Dem Ruf der Weltenrebellion! Aufwacht das abgehärmte Weib Und hebt zum Schwur die dürre Hand. Aufwacht der müde Mann und reißt schweren Hammer von der Wand Und schwingt ihn juhelrd himmelwärts Und drohend gen Altar und Thron. Und zum Silvesterglockenklang Schröt'n Treue sie der Rebellion.“ In das etwa ein süßes Liebeslied? Wir meinen, es ist eine direkte Aufforderung zur Revolution, zur wordenden, senzenden und brennenden Rebillion, und wir wundern uns nur, daß wir bisher aus Oldenburg nichts von einer Konfiskation der Zeitungsnummer und einem Strafantrag gelesen haben. In den Augen der„Genossen“ aber siad diese Hitzer zur Weltrebellion zahme Lämmer und die Anstalten zum Schutz ihrer Untertaven gegen diese Horde treffende Bebörden blutgierige Raubtiere. Armes, bedauernswertes Volk, das sich so belügen und betrügen läßt! Allgemeiner Getreide=Wochenbericht der Preisberichtsstelle des Deutschen Landwirtschaftsrats. Vom 9. bis 15. Januar 1906. Die Gleichen Gründe, die für die günstige Beuleilung dr internationalen Marktlage in der vorigen Woche ausschlaggebend waren, haben auch i der abgelaufenen Berichtsperiode ihre befestigende Wirkung nicht verloren: einerseits die ardauernd starken Ansprüche Westeurepas unter besonderer Berücksichtigung der deutschen Importbestrebungen, auf der anderen Seite die mit verminderter Exporttätigkeit der überseeischen Bezugsguellen zusammenhängende Abnahme der nach Westeuropa schwimmenden.treibemengen. Die Bedeutung der Leisungsfähigkeit Argentiniens für die weitere Entwickelung der gesamten Marktlage läßt das Interesse begreiflich erscheinen, dem die von dort eingegangenen Meldungen, besonders an den nordamerikanischen Börsen, be gegneten. Nach den vorliegenden Berichten ist das Einernten von Weizen so gut wie beendet, aber die Drescharbeiten sind infolge schlechter Witterung etwas im Rückstande. Die Qualitäten sollen in den südlichen Provinzen der jenigen des letzten Jahres entsprechen, in den nördlichen Distritten jedoch besser als im Vorjahre ausgefallens in. Im übrigen trugen die in den meisten westeuropäischen Produk ionsgebieten hirrichenden ungewöhnlichen Witterungsverhältnisse zu der festeren Auffissung der Gesamtlage gleichfalls bei. Es handelt sich dabei weniger um den bisherigen Stand der Wintersaaten, als um die Möglichteit einer ernsten Gefährdung der ungeschützen jungen Pflanzen im Falle eines plötzlichen und zu dieser Jahreszeit immer zu gewärtigenden Wiedereintritts scha fen Frostes. In Deutschland entsprach der Witterungs. verlauf keines wegs den Wünschen der Landwirtschaft. Das Angebot aus erster Hand hat infolgeressen auch keine den gegenwärtigen Bedarfsverhältnissen entsprechende Zunahme erfahren Andererseits klagen die Mühlen über unbefriedigenden Mehlabsatz, der im Zusammenhang mit der schwierigen Bescheffurg des Rohprodukts velfach Anlaß zu Betriebseinschränkung gab. Trotzdem fanden die mäßigen Zufuhren von Brotgetreide an den meisten Mäckten zu—4 Mark höheren Preisen willige Aufnahme, nur für abfallende Qualitäten sind die Absatzoerhältnisse andauernd schwierig. Geringe Ansprütze stellt der Bedarf an den Gerstenmarkt, auf dem nur für gute Beauware je nach Beschaffenheit entsprechend bessere Preise erzielt wurden Auch guter Hafer ist nur zu besseren Preisen käuflch gewesen. Der Ber liner Markt war für Brotgetreide ziemlich fest veranlagt. Die vorsichtige Verkaufspolitik der ersten Hand, sowie die hohen Forderungen des Auslandes ließen den Verkehr über mäßige Grenzen richt hinauskommen, besonders in späteren Sichten hemmt die Unsicherheit hirsichtlich der Wirkung der geänderten Zollverhältniss: eine lebhaftere Ert faltung des Geschäfts. Das durch die Prisse ver breitete Gerücht über die Möglichkeit eines deutsch amerikanischen Zollkrieges gab dem Weizenmarkt zum Schluß ein festes Gepräge. Der Roggen bedarf konnte durch inländische Zifuhren und angekommene Donauware zu—3 Mark höheren Preisen befriedigt werden Hafer hatte ruhigen Berkehr, die Forderungen blieben fest Mais wurde im Einklang mit ermäßigten Auslands forderungen billiger erlassen. Das unb. deutende Geschält in Weizenmehl wickelte sich zu unveränderten Preisen ab, Roggenmehl wurde um 20 Pfg. höher bewertet. Aus demi Reval, 18. Jaz. Die Vertreter der baltischen Ritterschaft teilen mit, daß diese trotz des ungeheuren Schadens, dee durch Niederbrennen ihrer Gelöfte und Still legung des Witschaftsbetriedes entstanden in, nicht beabsichtigen, von den Geldmittel des Hilfsaussch sses Zawendungen ia Anpuch zu nehmen, sich und ihre vielmehr durch Kreditnahme aus eigenen Mittela zu helfen versuchen. Es sollen die bereitgestellten Mittel vielmehr an nicht zur Ritterschaft gehörige, vollkommen ohne Röckhalt dastehende Personen, insbesondere vertriebene Pastoren, Ledrern, Förstern, Müllern, Haadwerkern und Dienstleuten aller Art zugewendet weiden. Industrie, Handel und Verkehr. (Deutschlands Handel mit Indien.) Das Auswärtige Amt in London hat einen bedeutsamen Bericht über den deutschen Handel mit Indien veröffentlicht, der von dem beitischen Gezeralkonsul Ward in Hamburg zusammengestellt ist. Es wird darin erklärt, daß der Hindel zwischea Deutschland und Isdien während des letzten Dezenniums eine merkbare Steigerung erjahren hibe, indem der Gesamtwert des Ichceslmpocts von Jadien nach Deutschland während dieses Zuitraumts um etwa 50 Prozent, der Gesantwert des Exports um erwa 100 Prozent zugenommen habe. (Kamerun) Ein Telegramm aus Bura n Kamerun meldet: Leutnaat Wuldemar Lenz, gebvien zu Meintugen, fruher im Irfenteri==Regimen: Nr 83 ist om 5. Janzer i! Besao an den Folgen einer Lebererkrankung gestorden. Zur Kräftigung der Kinder? Was soll eine Mutter ihren Kindern geben, die eines Nährmittels bedürfen, das den jungen Körper in seiner Entwicklung unterstützt?— So zuwider wie Kindern Lebertran ist, so gern nehmen sie ihn in Form von Scotts Emulsion. die nicht nur angenehm schmeckt, sondern auch äußerst leicht. verdaulich ist und außerdem rascher und sicherer wirkt, alsder altmodische Lebertrau. 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Die Lage des Grundstücks am Treffpunkt von drei Straßen, in der Nähe des Hauptbahnhofes und an der elektrischen Straßenbahn, eignet sich vorzüglich zur Errichtung eines Geschäftshauses oder Hotels. Bielefeld, den 20. Dezember 1905. Der Magistrat. Toerner. liefert in sauberster Ausführung, modern und preiswer Buchdruckerei A. von der Mühlea Bieleteld Meine El Sallda hat soviel Liebhaber, daß ich nur noch diese einzige Sorte fabriziere. Unter der Geistlichkeit ist sie ss eingeführt, daß sie ohne mein Zuthun in ganzen Gemeinden unter dem Namen Pastorenzigarre bekannt ist. Sie ist milde, aromatisch lange und leicht brennend, nur aus iuserlesenen überseeischen Tabaken zergestellt. Jeder urteilt: Etwaß keines für wenig Geld. Um Sie von der Wahrheit des Besagten zu überzeugen, sende ich Ihnen eine Probekiste 100 Stück dieser hochnoblen Zigarre(Handarbeit), die in Geschäften 10 Pfg. osten, für 6 Mk. franko unter Tachnahme. Verpackung wird nicht berechnet. Zachnahmegebühren trage ich. J. H. 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Gemeinschaftliches Lied. Eintrittskarten à 20 Pfg. sind bei Herrn IIch. Kipp, Altst. Kirchstraße und abends an der Kasse zu haben. Um zahlreichen Besuch bittet Der Vorkand. ## Sonntag, den 21. Jannar, abends 8½ Uhr im Evang. Volkssaal: Vorführung 60 Lichtbilder mit begleitendem Vortrag. Eintrittsgeld 20 Pfg.; Kinder unter 14 Jahren 10 Pfg. Der Vorstand. i Vorschuss-Verein zu Bielefeld Turnerstr. 33 mit beschz äufter Haftussicht Turnerstr. 33 eingetragene Genossenschaft mit beschrantter Hastpflicht Telephon 281. Reichsbank=Giro=Konto. Wir halten für unsere Mitglieder folgende Geschäfts=Zweige eingerichtet, die wir hiermit zur gefl. Benutzung bestens empfehlen: * Eröffnung von„Laufenden Rechnungen“. * Gewährung von Krediten gegen„Vorschuß“ A Wechsel“. Wechseln auf das InSv. Jüngl.= und Männerverein St. Pauli. Vereinslokal Paulusstraße Nr. 26. Conntag, den 21. Januar, abends 8½ Uhr: Familienabend (Teeabend). Zu zahlreichem Besuch ladet freundl. ein Der Vorstand. Wechsel“ Diskontierung von und Ausland. Annahme von Spargeldern in jeder beliebigen Höhe.—(Dieselben werden vom Tage der Einzahlung bis zum Tage der Auszahlung voll verzinst.) Ev. Manner- u. ZüngungsVerein St. Johannis. Sonntag, den 21. Januar, nachm.—6½ Uh: Versammlung der KnabenAbleilung. Nachm. 3½—7 Uhr: Versammlung der JugendAbleilung. Der Ordner. Abends 8½2 Uhr: Vertrag von Herrn Pastor Köhne. Thema: „Gibt es einen Gott!“ Hierzu wird die Gemeinde, Männer und Frauen, heizlich eingeladen. Der Vorstand Scheck=Verkehr bei täglich freier Verfügung! (Unsere Schecks werden auch außer an unserer Kasse noch bei den„Genossenschafts=Abteilungen der Dresdener Bank in Berlin, Hamburg, Nürnberg und Frankfurt a. M. gratis und franko eingelöst.) Vermietung von eisernen Schranksächern(sog. safes) in drei verschiedenen Größen. 2 Stellung von Kautionen für Mitglieder bei Behörden 2c. gegen geringe Gebühr. * Inkasso von Coupons, Dividendenscheinen und verlosten Effekten, Besorgung neuer Zinsbogen. Unentgeltliche Kontrolle verlosbarer Effekten 1 auf Grund einzureichender Verzeichnisse. 4 Versicherung gegen Kursverlust an Wert( Ginlsfung ue der Auslolung, Einfung von domizilierten Wechseln. „ Auszahlungen, Anweisungen, Schecks und 2 Kreditbriefe auf alle europäischen, über4— seeischen, insbesondere amerikan. Plätze. 3 An= u. Verkauf v. Wertpapieren jeder Art.“ 2% Divid ( JSohren.de seit mehr als 30 Nr. 18 Vierteljährlich in der Geschäftsstelle u. an allen Postanstalten 1., bei täglicher Zustellung in Bieleseld .20., durch Briefträger 1,42 M. Postzeitungsliste Nr. 5381. zur Errichtung einer Stiftung anläßlich der Silbernen Hochzeit des Kaiserpaares. 22. Januar: Baco Licher Wh'osoph, zu Lond E. Lessing, Dichter, ge Byron, etb. 1788— 8 sorscher, gest. 1810.— komponist, gest. 1893— von England, gest 1 auf ruhr in Petersbu I etcht Lrct, iungr Päaner, 2 Kreis=Sparkasse, Bielefeld Spiegelstrasse 1. Papenmarkt 2 Sonntag, den 21. Jannar. abends 8½ Uhr: Generalversammlung 83 3 88 2 Tagesordnung: Kassenbericht. Umwahl des Vorstandes. Anträge. Der Vorstand. 3a Gemeinsame Spar= und Darlehnskasse für# ## den Stadtkreis und den Landkreis Bielefeld. &am Einlagenbestand 42 Millionen Mark. r 8935 8 a Geöffnet: Magenleidenden(# Hnnahme von Spar- Einlagen. amp; * Ausleihung von Dariehen.# An den Wochentagen vormittags von 9 bis 1 Uhr, nachmittags von 3 bis# 6 Uhr, sowie au jedem ersten und letzten Sonntag im Monat vormittags von 11 ½2# bis 12 Uhr. 86 Unterempfangsstellen 89 keile ich aus Dankbarkeit gern un unentgeltlich mit, was mir vo fahrelangen, qualvollen Magen #id Verdauungsbeschwerde: geholfen hat. A. Hoeck, Lehrerin, Sachsenhausen b. Frankfur a. M. ENT # in Bielefeld Bürgerweg 44u und Herforderstraße 130(Pottenau), Brackwede, Dornberg, Gadderbaum, Heepen, Isselhorst, Schildesche, K# 5 Jelaubet. 8 88 Das Kuratorinn der Kreis=eparkasse.# u K Das aus Anlaß der goldenen Hochzeitsfeier des hochseligen Raiserpaares gegründete Wilhelm=Augusta=Stift befindet sich zur Zeit in schwieriger Lage. Das Stift(Lützowstraße 18), welches den Zweck hat, ehrbaren, erwerbsunfähigen, sowie alleinstehenden alten Männern ein Heim zu bieten, entspricht nicht mehr den sanitären Anforderungen. Das Mauerwerk ist feucht, das Gebäude ist nicht unterkellert. Die Lage im Innern der Stadt ist wegen des großen Verkehrs und der Nähe der Eisenbahn für eine derartige Versorgungsanstalt nicht geeignet. Der Königliche Regierungs=Präsident fordert als Aussichtsbehörde seit Jahren einen vollständigen Umbau oder einen Neubau in gesunderer Lage. In dem Stift sind zur Zeit 15 Insassen. Weitere Anträge auf Aufnahme konnten nicht berücksichtigt werden, da eine stärkere Belegung des Stifts nicht angängig ist. Der Vorstand hat sich seit dem Jahre 1896 unausgesetzt bemüht, den Forderungen der Königlichen Regierung nachzukommen. Es war dies bisher unmöglich, da dem Stift die Mittel fehlten. Die Stadtgemeinde, die seit Bestehen der Stiftung erhebliche Zuschüsse zu den Verpflegungskosten gewährt hat, will uns auch weiterhin die Wege dadurch ebnen, daß sie das Grundstück des Stifts, das trotz vieler Bemühungen zu. einem angemessenen Preise nicht verkauft werden konnte, für den Preis von 60000 Mk. übernehmen will. Die Armenverwaltung will uns ein geeignetes Grundstück an der Detmolderstraße zum Selbstkostenpreise zur Verfügung stellen. Dadurch ist das Stiftseinem Ziele, einen den heutigen Anforderungen entsprechenden Neubau in gesunder Lage errichten, wesentlich näher gekommen. Der Neubau, zunächst für 25 Insassen berechnet, wird in guter Ausführung— einschließlich Erwerb eines etwa 10000 gm großen Grundstückes und der inneren Einrichtung— etwa 100000 Mk. kosten, so daß uns an Baumitteln rund 40000 Mk. fehlen. Nun ist allerdings noch ein Stiftungskapital von etwa 42000 Mk. vorhanden. Dies kann jedoch nicht zum Neubau verbraucht werden, da seine Zinsen kaum ausreichen, die Kosten der Unterhaltung des neuen Gebäudes und des Gartens, sowie den erforderlichen Zuschuß zu den Pflegekosten zu decken. Am 27. Februar 1906 seiert unser geliebtes Herrscherpaar seine silberne Hochzeit. Wir glauben, daß es unserer Bürgerschaft eine Freude sein wird, diesen Tag dadurch zu ehren, daß die Wohltätigkeitsanstalt, welche aus Anlaß der goldenen Hochzeitsfeier Kaiser Wilhelm I und der Kaiserin Augusta gegründet wurde, durch Stiftung der erforderlichen Geldmittel in Höhe von 40000 Mk. baldmöglichst in den Stand gesetzt wird, sich ein würdiges Heim zu bereiten, zur Ehre unserer lieben Stadt Bielefeld und zum Wohl treuer Invaliden der Arbeit. Wir glauben auch, daß eine derartige Veranstaltung ganz im Sinne unseres Herrscherpaares liegt, umsomehr, als Se Majestät den Wunsch ausgesprochen hat, daß die Teilnahme seines Volkes an der bevorstehenden Feier in der Stiftuug wohltätiger Anstalten ihren Ausdruck finden möge. Wir werden uns gestatten, demnächst Listen mit der Bitte um Zeichnung von Beiträgen zu versenden. Zeichnungslisten liegen im Rathaus, Zimmer 29, und in der Geschäftsstelle des Vorschuß=Vereins aus. Bielefeld, den 4. Januar 1906. Der Vorstand des Wilhelm-Augusta-Stifts. Toerner, Vorsitzender. Fritz Berteismann. Gante. Jordan, Pfr. Meyerkamp. F. W. Wüllner Der Ausschuß der Stiftung. Dr. Minzpeter, Wirkl. Geheimer Rot. Oberbürgermeister Bunnomann, Geheimer Regierungs Rat, Ehren=Vorsitzende. August Bank, Fabrikant Barre, Königlicher Landgerichtspräsident. Berteismann, Handelskammer= Präsident. Blankmeister, Kaiserl. Bankdirektor. Reinhard Crüwell, Rentner. Albrecht Delus, Geheimer Kommerzienrat. Otto Delius, Fabrikant. Oetring, Kaufmann. Karl Oickertmann, Fabrikant. von Oitfurth, Königl. Landrat, Geheimer Regierungsrat. Wilhelm Gössling, Rentner. Dr. Holtmeier, Arzt. Kaselowsky, Rentner. Moritz Katzenstein, Kaufmann. W. Kiskof, Fabrikant. Klasing, Kommerzienrat. Kuhlo, Rektor. Lindewirth, Rendant. Heinrich Lippote, Webermeister. Lohmeyer, Stadtverordnetenvorsteher. Friedrich Meyer, Malermeister. Karl von der Nahmer, Obermeister. Walter Nagel, Fabrikant. Niemeyer, Königl. Oberst und BeziktKommandeur. Louis Niestrath, Kaufmann. Dr. Oetker, Fabrikbesitzer. Karl Ottrogge, Kaufmann. H. Osthoff, Bank-Direktor. Recker, Fabrik=Direktor. Tümpel, Professor. W. Velhagen, Komm.=Rat. Viering, Kommerzienrat. J. Voss, Zahnart. Emil Wessel, Direktor. antwortich fütr den ndattouelen Tel Hermann Lunge, sütr den Rellus und Jseraten=Ten Wilh, Pahde, Deuck md Verlag von A von der Mählen, Amtich in Belsecd. Der sogenannte„ro is in Beilin so rugig# andere gesöhnliche So# welcher Aufregung war und Polizei sowie Mili nichts zu iun. Berei nötigenfalls jeden Putso sickn. Uniformierte# hatten sich von worge möglich von den Steaf Nur in der Nähe der waren Abteilungen zu in den Neberstraßen ant Wachen" waren in a gerichtet berittene Schi ganze Stadt vrteilt. # Ponzeipräsisiums hielten wagen der Feuerwehr, Reserven der Schutzma schnellsten Wege dorthinz ihrer zur Verstärkung amten waren alle mit ReSämtliche Truppen des legen in Alarmbereitsche Feldwebel hatten ihre halten. Kavallerie und von worgens an marsch Vorkehrungen waren fl Schloß getroffen. Auf ein Bataillon der„Franze ausgerüstet. In der Al eine Schnadron Garded ssattelten Pferden, in eine lagen Gardeulanen Um eine zusammergestellte B Barde Feldartillerie=Rerehe wit Saniäh tman gahr ebenfalls auf den ###eschütz hute 31 Schra RRettungswachen und die Un Vorkehrungen getroffen. iche Wetter trug vin ie Straßen nicht sehr be onders fiel die Adwesent muf, was darauf zurückz ie Kutscher an den Wahlre ilnahmen. So ruhig verliefen, verließe e Säle ohne Lärm und Die Polizei lenkte aß er nicht dem Zentru ber dabei richt streng, Bunsch die Leute auh #chtung turch. Das M Peentigung der Frterlich d. zogen, die Bereitiche ###b besehen. Bis 4 ##en Zaichenfälle nicht ###r den Abend waren geg bschungen, die der Janbag Ne Maßnahmen acterff n. erließ der Kaiser m eine Automobilfe kiergarten zu unte ehrte eine Stunde rausenden Hod ihlreichen Publ Schlosse 2 ge zurück. st liegen nich folgend Berlin, 21. Jau. 1 ugsbesucher zählten 9 fihrer Schätzung etwa! 10000 mbgen um umzekehrt sein. Au gen in den Kreisen Telt sowie in den Nach endurg, Schbneberg und