K. ares. eligen Raiser eit in schwieriger erwerbsunfähigen, nicht mehr den nicht unterkellert. id der Nähe der r Königliche Relständigen Umbau ge auf Aufnahme nicht angängig ist. den Forderungen möglich, da dem Stiftung erhebliche eiterhin die Wege Bemühungen zu von 60000 Mt. frundstück an der rch ist das Stift in gesunder Lage er Ausführung— der inneren Ein0000 Mk. fehlen. 0 Mk. vorhanden. i kaum ausreichen, owie den erforderherpaar seine Freude sein wird, aus Anlaß der gegründet wurde, k. baldmöglichst in re unserer lieben im Sinne unseres esprochen hat, daß iftung wohltätiger im Zeichnung von Geschäftsstelle des s. mp. F. W. Wüllner imer Regierungs=Rat, ann, Handelskammer= Albrecht Delius, Karl Dickertmann, Gössling, Rentner. mann. W. Kisker, Heinrich Lippold, ermeister. Karl von Oberst und BezirksOltrogge, Katfmann. slhagen, Komm.=Rat. direktor. K Menker, Bielefeld, uthorwall 4 d. tigung sämtl. seiner -Garderoben. lager en, Buckskins 1c. enkarten jefert billigst der Mühlen kitterstr. 43. in Bielefeld. 30. für die einspaltige Petitzeile oder deren Raum Rellamen Erst sechsmal wöchentlich Geschäftestelle Ritterstr. 43. Fernsprecher Nr. 15. Hielefelb Mitlwoch, 17. Januar 1906 Sillerischer Kalender. 17. Januar: Erwin von Steinbach, Erbauer des Straßburger Münstces, gest 1318 1— Friedrich der Weise, Kursürst v Sachsen, geb 1463.— Benjamin Franklin, geb. 1706— König, Eisinder der Schnellprisse, gest. 1833.— Horace Vernet, französischer Maler, gest. 1863.— George Bancroft, nordamerikanischer Geschichtsschreiber, gest. 1891. Felix Fauie, zum Präsidenten von Franlreich erwählt, 1895. c. c. Der 21. Jaruar. Die sozialdemokratische Parteileiturg. sowie auch der„Vorwärts“ beteuern mit verdächtigem Eifer, daß für den 21. Januar Straßenkundgebungen garnicht beabsichtigt gewesen seien. Das kann jitzt leicht der hauptet werden; aber glauben wird diese Behauptung niemad. Warum het die Sozialdemokratie 150 Ordner, die auch auf den Straßen fungieren sellen, bestellt? Warum hat sie noch nicht mit einem Wort e Straßenkur dgebungen zu unterlessen? Man merkt die Hinterhaltigkeit der parteioffiziellen Erklärung und richtet sich danach. Wenn jtzt gesagt wird, es sei nicht beabsichtigt, die Versammlungsteilnehmer„auf die Straße" zu kommandieren, so geschieht das, um formell von den sozialdemokratischen Führern die Verantwortung abzuwälzen, wenn die Massen„spontan“„auf die Straße" ziehen. In Dresden wurde bekanntlich dieselbe Takiik geübt. Die Ver sammlungsteilnehmer wurden von den Rednern gewarnt, auf der Straße zu demon strieren, als es jedoch schien, als es jedoch schien, als wollten die Versammelten diese Warrung respektieren, wurde ihnen ihr „Recht auf die Straße, die ihnen gehöre", klar gemacht, sodaß dann der„sponkane“ Zug auf die Straße erfolgte. Der„Vorwärts“ leistet sich wieder angesichts der Vorkehrungen, die gegen etwaige Rutesörungen und Straßenslandale seitens ##der Staatsgewalt getroffen sind, einen Schwindel. Er schreivt, das alles sei zum Schutze des Ordensfestes geWschehen. Und weiter:„Unter Proklamierung des staatserhaltenden Grundsetzes, daß jede vermeintliche Störung des Ordensfestes mit allen Mitteln zu verhindern Asei, diolt man, jeden Versuch einer Straßen demonstration mit dem hauenden Säbel und der schießenden Flinte unterdrücken zu wollen.“„Nachdem jedoch polizei icherseits ###versichert worden, daß man eher Ströme Bürgerblutes vergießen als das Ordensfest fören lassen wolle, ##nußte sich auch dieser Aberglaube(daß die #reußische Regierung dem Volke„denn doch egani anders gegenüberstehe", als die russische) ####eiflichten.“ Dieser„Vorwärts" Schwindel Hezweckt nur, das„.oletariat“ immer gegen die Krone aufzuhetzen. Nicht ###n einen Schutz vor Stötung des OrdensFestes handelt es sich, wie man in der SoBiatdemol#atie ganz genau weiß, sondern um Schutz dr öffentlichen Oednung vor revo utionären Vergewaltigungen, um das Vorsehen der Staatsgewalt gegen freche und ###nd planmäßige Verletzung zu recht be###ehender Vorschriften, die für alle StaatsReger ohne Ausrahme gelten. Die„Leipziger Vo kszeitung“ schreibt gar, sie Regierung rüste sich kalten Blutes, kiedlich demonstrierende Arbeiter zu Hunerten und Tausenden niederzeschießen,„wie sohe Hurschaften auf der Jazd Rebhühner ind Fisanen zu erlegen pflegen". Man unn sich denken, wie solche feeche Lügen sus die Stimmung der ohnedies ausgehetzten Genessen“ wirken müssen. Proklamation des Gouverneurs v. Lindiquist om 1. Dezember an die Eingeborenen des chutzgebtetes wird im Berl. Lok.=Anz.“ veröffentlicht. Der Gouverneur weist zunächst auf seine frühere Tätigkeit in Südwestafrika hin und fährt dann wörtlich fort:„Es ist jetzt mein Wunsch, daß der Aufstand, den kure Häuptlinge und Geoßleute und die Kinder, die ihnen gefolgt sind, frevelhafterweise begonnen haben, und der das Land verwüstet hat, nunmehr sein Ende erreicht, auf daß wieder Ruhe und Oednung herrscht. Ich rufe daher alle Herero, die sich j noch im Felde unb in den Bergen h rumtreiben und sich von ärmlicher Feldkost und Diebstählen ernähren: Kommt und legt die Waffen nieder. Herero! Tausende eurer Stammesgenossen haben sich bereits ergeben und werden von der Regieturg errährt und gekleidet. Er ist jede Vor sorge von mir getreff.n, daß sie gerecht behandelt wirden. Dasselbe sichere ich auch euch zu. Es ist ferner angeordnet worden, daß vom 20 Dezember ab, also drei Wochen nach dem heutigen Tage, im Damaralande keine Hererowersten aufgesucht und aufgehoben werden sollen, da ich euch Zeit geben will, selbst in Feieden zu mir zu kommen und euch zu unterwersen. Kommt nach Oaburo und Ojheinena! Dort werden eure Missionare von mir hingeschckt werden. Sie werden auch Proviant mitnehmen, damit ihr euren ersten und großen Hunger stillen könnt. Es soll euch auch etwos Kleinv'eh für die Unterhaltung eurer Weiber und Kinder zur vor läufigen Benutzung gelassen werden, sofern ihr noch solches habt. Diejenigen, welche kräftig find und arbeiten können, sollen, wenn sie besonders tüchtig arbeiten, eine kleine Belohnung erhalten. Es werden in Omburo und Ogheinena keine weißen Soldaten stationiert wirden, damit ihr nicht Angst habt und denkt, es soll noch weiter geschossen werden. Is schneller ihr kommt und die Woffen niederlegt, desto eher kann daran gedackt werden, turen Stammesgenossen, die jtzt gefangen sind, Erleichte rungen in ihrer jtzigen Loge zu gewähren und ihnen später die Freibeit wiederzugeben. Wim von euch Omburo oder Otj beinena zu weit ist, der kann seine Waffen auch bei irgend einer Militätstation abgeben und sich dort stellen. Auch die Soldaten, die auf diesen Stationen sind, werden nicht schießen. Ebenso siad die Soldaten, welche Wagentransporte begleiten und deshalb im Lande herumziehen, angewiesen, nicht auf euch zu schießen, so lange ihr nichts Feindliches gegen sie unternehmt. Fürchtei euch also nicht, wenn ihr sie seht. So kommt denn schnell, Herero, ehe es zu spät ist! Auch im Namalande wird es bald wieder ruhig sein, denn Hendrik Witboi ist durch eine deutsche Kugel getötet worden, und sein Unterkapitän Samuel Isaak hat sich ergeben und ist in unseren Händen.“ Politische Nachrichten. Aus dem Deutschen Reiche. Berlin, 16. Jaruar. Prinz Eitel Friedrich von Preußen weilte gestern zum Besuche des Großherzoglichen Hofes bezw seiner Beaut, der Her zogin Sophie Charlotte, in Oldendurg; am Abend trat er die Rick eise noch Potsdom an. Prinz Heinrich von Preußen wird morgen in Berlin eintraffn zur Teilnahme an dem Kapitel des hohen Ordens vom Schwarzen Aoler und dem Krönungs= und O denssest. Gegen den 25 d. M. gedenken sodann Prinz und Prinzessin Heinrich von Preußen zu den Hoffestlichkeiten auf einige Wochen in Berlin anwesend zu sein. Von gut unterrichteter Seite erfährt die „Boss. Ztg., daß der Rücktritt des Chefs des Zivilkabinetts v. Lucanus binnen kürzester Zeit bevorsteht. Als sein Nach folger sei der frühere Polizeipräsident von Berlin, jetzige Oberpräsident in Kassel, von Windheim, in Aussicht genommen.— Herr v. Lrcanus hat die Siebzig überschritten. Rücktrittsabsichten sind ihm freilich schon häufiger nachgesagt worden, ohne daß sie sich bewahrheiteten, man darf daher auch wohl hinter die neue Meldung ein Frage zeichen setzen. Graf Hohenthal, der neue sächsische Minister des Innern und Aeußern, ist 1853 in Berlin geboren, wo sein Vater von 1852 bis 1866 sächsischer Gesandter war Nach Absolvierung des jaristischen Studiums und einer im Jahre 1881 unternommenen längeren Reise in Nord und Mittelamerita trat Graf Hohenthal als Legationssekretär in das Ministerium des Aeußern ein und ist dann von 1885 an sächsischer Gesandter in Berlin sowie stimmfürrender Bevollmächtigter Sachsens im Bundesrat gewesen. Der„Deutschen Tageszeitung“ zufo'ge reichte der sächsische Kultusminißter von Seydewitz sein Abschiedsgesuch ein. Zu seinem Nackfolger wurde der Kreis hauptmann v. Schlieben bestimmt. An dessen Stelle tritt der Amtshauptmann von Craushaar in Dresden. Sächsischer Gesandter in Berlin wird Amtshaupt mann Graf Otto von Bitzthum=Eckstädt, bisher in Annaberg. An der französischen Grenze herrscht solche Angst vor einem demnächst zu erwartenden Krieg zwischen Deutschland und Frankreich, daß in Metz ein Sparkassensturm staltfindet. Der Puiser„Temes teilt deshalb aus„sicherer Quell:“ mit, daß General Stötzer, der Kommandeur des 16. Korps, Freitag alle höheren Offiziere der Garnison versammelt habe, in ihrem Bekannterkreise die friedlichsten Versicherungen abzugeben. Der französische Ministerp.äsident Rouvier erklä te, daß er sehr große Zuversicht auf einen friedlichen Ausgang der Konferenz in Algeziras hege. In Berlin hat eine Konserenz der preußischen Handwerkskammern stattgefunden. Hasptgegenstand der Tagesordnung war die Sicherung der Bauforderungen. Aggenommen wurde ein Antrag des Abg. Maikewiz:" Der preußische Handwerkskammertag lehnt den Geseßentwurf in seiner jetzigen Fassung ab und ersacht die Reichsregierung, baldigst eine entsprechende neue Vorlage einzubringen, die den von den Rücksichten auf das öffentliche Woh! geleiteten Wünschen des deutschen Baugewerbes Rechnung trägt. Der preußische Städtetag hat das Schulunterhaltungsgesetz wegen der Einschrärkung der Selbstverwaltung.r Städte verworfen. Gegen den Vrfasser des Berliner Flugblattes:„An das preußische Volk“ ist, wie die„T. R' hört, Anklage wegen Verächtlichmachung von Staats inrichtungen erhoben worden. Verfasser ist der Schriftsteller Preczang in Rahnsdorf bei Berlin. Ja Essen verbot der Eisenbahn= direktienspräsident Kieschle den ihm unterstellten Eisenbahnbeamten und Arbeitern bei Strafe sofortiger Eatlassung die Beteiligung an der sozialdemokeatischen Kundgebung gegen das Dreiklassenwahlrecht. Der neue Justizminister Dr. Beseler hat angeordnet, daß sämtliche Bureaus der Justizdehörden am 27. d. M. geschlossen sein sollen. Für deingende Sachen bleibt dagegen die Einrichtung des sogenannten Sonntagsdienstes bestehen. Der„Hann. Ceur.“ findet, daß gerade jetzt die Rechte im Abgeordnetenhause ein gar wichtiger Faktor ist, und auch sonst in Preußer wie im Reiche Konservative und Regierung mit einander sehr vertraut geworden seien. Wundern könnte sich hierüber doch wohl nur ein liberales Blatt; wir finden es durchaus selbstverständlich Der Aufstand in SüdwestAfrika. Nach Meldung des Oberst Dame soll in dem Gesechte der Abteilung des Hauptmanns Lettow=Vorbeck bei Duurdrift am 5. Januar Morenga persönlich die Hottentotten geführt haben Unsere Patrouillen stellen jedenfalls am 8 Jaruar bei Heirachabis eine stärkere Hottentottenbande fest. Morenga soll jetzt mit 300—400 Kriegern bei Springpuits stehen. Es ist nicht ausgeschlossen, daß Morenga wieder, wie im Mai v. J. nach dem englischen Geenzgebiete unweit von Rietsontein auszuweichen beabsichtigt. Daher hat Major v. Estorff eine neue Truppenabteilung befohlen. Auch bei Warmbad fanden Truppenverschiekungen statt, da man noch immer mit der Anwesenheit starker feindlicher Kräfte am Orangeflusse rechnen muß. Gelegentlich einer solchen Truppenverschiebung gerist die Spitze der für Rooitsontein, 15 Kilometer südlich von Warmbad, bestimmten 2. Kompagnie des Feldregiments Ne. 1 am 9. Januar abend unweit dieser Wasserstelle in einen Hinterhalt. Er sielen Leutnant v Ditfurth, früher im Kaiser Franz Garde Grenadier=Reg. Nr. 2 und zwei Reiter. Ein Reiter wurde verwundet. Aus dem Auslande. Wien, 15. Jan. Der König hat in der letzten Audienz Feiervary erklärt, daß er die Ksalition noch 14 Tage, bis zum 26. Januar, Zeit lasse, die Geschäfte zu übernetmen. Läuft ciese Frist ab, so werden schärfere Maßregeln unverzüglich angeordnet werden. London, 16 Jaruar. Bither wurden gewählt: 93 Liberale, 21 Mitgli der der Arbeiterpartei, 19 Nationalisten, 27 Unionisten, 3 freihändlerische Unionisten. Die miaisterielle Mehrheit beträgt bisher 103. London, 15. Januar. Prinzessin Ena von Battenberg, die Braut des Königs von Spanien, hat nach einer Meldung des„Hann. Cour.“ in einem versönlichen Schreiben dem Papste ihren Winsch mitgeteilt, in die röm sch=katholische Kirche ausgenommen zu werden. Sie bat um den apostolischen Segen bei ihrer bevorstehenden Vermätlung mit König Alfons. Die Prinzessin spricht in dem Briese außerdem den Wunsch aus, nich vor ihrer Verheirmung und unmittelbar nach ihrem Uebertritt Rom zu besuchen. Sehr traurig!! Petersburg, 16. Jan. In der vergangenen Nacht ist der Arbeiterdelegiertenrat, insgesamt 22 Personen, verhaftet worden; seine Dokumente und Briefschaften wurden mit Beschlag belegt. Es ist erwiesen, daß der Arbeiterdelegiertentag aus Revolutionären bestand, die der Arbeiterklasse nicht angehören und sich ausschließlich damit beschäftigen, die Arbeiter zu terrorisieren, um Ziele zu erreichen, die mit der Arbeiterfrage nichts gemein haben. In belö dlichen Kreisen glaubt man, daß die Ausdehnung der revolutionären Oeganisationen infolge der Verbaftung des Arbeiterdeleziertenrates und der Beschlagnahme seiner Dokumente sehr erschwert worden sei. Tiflis, 16. Januar. Das Anwachsen der revolutionären Bewegung in den Kreisen Gori und Duset, Gonv ruement Tflis, veranlaßte die Verhängung des Kriegszustandes. Die Bahnstation in Gori ist mit Truppen besetzt. Einige Stationen sind von den Bauern zerstöet worden. Algeciras, 16. Jan. An der heutigen Sitzung haben alle Delegierten teilgenommen. Bei der Eröffnung schlug der Bot schafter v. Radowitz, der Delezierte Deutschlands, die Wahl des Herzozs ven Almodovar zum Präsidenten der Konferenz vor Der Herzog sprach darauf für das ihm ausgesprochene Vertrauen seinen Dank aus. Zu Sekretären wurden gewählt der französische Botschafter in Madrid, Pierre de Margerie und der spagische Legationkrat Pina. Unter den Dpsomaten sind die Ansichten über die voraussichtliche Dauer der Konserenz geteilt. Vorwiegens ist die Meinung, daß mindestens 4 Wochen ersorderlich sein werden. Kirche, Schule und Mission. (Aufrus.) Die Notlage unserer evangelischen Lindeskirche hat die Notwendigkeit der Sammlung ihrer gläubigen Glieder erwiesen. Die Landetkirchliche Versammlung im Mai des Jahres 1905 hat mit ihrem Zeugais wider die grundstürzende Theolozie einen lebhaften Widerhall in allen pofitiven Kreisen gefunden. Als ihr Beaustragter hat der Landerkirchliche Autschuß der Bikerninisfteunde alle positiven Glieder unserer Landeskirche, Geistliche und Laien, aufgefordert, arbeitsfreudig in eine der beiden pofitiven Gii###en einzutreten. Uasere Grrppe, die konfessionelle, hat seit ihrem Bestehen, getreu den Ueberlieferungen unsrer Väter in den lutherischen Bereinen und in der Augustkonferenz, für das Recht des lutherische Bekenntmies gekämpft. Ihr ist es zu banken, daß unsere evangelische Landeskirche sich als eine konsöderative Union darstellt, in welcher Lehrordnung, Kirchenverfassung und Gottesdienstordrung das lutherische Bekeurtnis gewährleisten. Den Kampf gegen den Unglauben und den Neuglauben wollen wir in treuer.meinschaft mit unsern Freunden von der positiven Union führen. Bei dem gemeinsamen Kaupfe werden wir aber unsere Selbstständigkeit wahren und unser lutherisches Bekenntnis hochhalten. Dazu müssen auch wir Lutheraner uns fester organisieren und enger zusammenschließen. Die konfessionelle Gruppe steht auf dem Grunde der Heiligen Schrift Alten und Num Testaments und der Bekenntnisschriften unserer evangelisch= lutherischen Kuche. Sie will auf allen Gebielen des kirchlichen Lebens das lutherische Bekenntnis zur Geltung bringen. Wir bitten nun alle Glieder unserer Landeslirche, die sich zu'su Christo, wahrhaftigem Gott vom Vater in Ewigkeit geboren und auch wahrhaftigem Minschen von der Jurgfrau Maria gedoren, als ihrem einigen Herrn bekennen und gew llt sind, in tückhaltloser Treue für das Bekenntnis urserer evangelisch=lutherischen Kirche einzutreten, sich unster Gruppe anzu schließen, sich an ihrer Arbeit unter treuer Firbitt; zu beteiligen und für die Gesinnungs genessen zu werben. Anmeldungen nehmen entgegen: für Berlin und Vororte: Pfarrer Waßmund, Berlin., Seestraße 60; für die Provinz Brandenburg: Pastor Gensichen in Buckow(Mark), Villa Immenbeim; für Ostpreußen: Superintendent Bourwig in Pr.=Cy'au; für Pommern: Superintendent Wetzel in Neumark(Pom.); für Posen: Superintendent Böttcher in Neutomischel; für Sachsen: Pfarrer Müller in Altenhausen bei Neuhaldensleben; für Schlesien: Suverintendent Meißner in Tschöplowitz; für Westfalen:.stor Möller in Gülersloh; für Westpreußen: Superintendent Karmann in Schwetz(Weichsel) sowie der.dakttur der Evangelischen Kirchenzeitung Pfarrer Wolff in Friedersdorf bei Seelow. v. Wrochem,.h. Regierungsrat, Vorsitzender der Augusikon ferenz. Ferner mit zahlreichen Namen unter zeichnet, darunter: D. Braun, Wirklicher Oberkonsistorialrat, Generalsuperinterdent in Berlin. Freiberr von Durant, Major a.., Landesaltester, Baranowiß. Eggerling, Superintendent, Bersmold. D Gensichen, Missions#irektor, Berlin. Hark, Rektor, Gütersloh. Haußleiter, Konsistorialrat u. Professor, Greifswald. Höpker, Srr Kirchlenzern. D. Holybeuer, Generalsoperinterdent, Magleburg. Jordan, Pastor Bielefeld. Klingender, Sup., Paderdorn. Kuhlo, Paster, Hüllholst Lange, Redakteur der Neuen Wests. Volkszeitung, Bielefeld. Fehr. von Manieuffel. Wirkl. Geh. Rat, Landesdircktor, Berlin, Dr. Frhr. von MalßahnGült, Oberpräsident, Steitin. Mayer, Red. an der Kreuz=Zeitung, Beilin. Meyer, Rechtsarwelt und Notar, Tüfit. Möller, Pastor, Guterslob von der Mühlen, Verleger der Neuen Westf. Volkkzeitung. Bieleseld. v. Buttkammer, Regierungspräsident a.., Wirkl. Geh. Oder Regierurgsrat, Beilin=Charlottenburg. Graf Roon, Geveralleutn. z.., Mitglied d. Herrenhauses, Krobnitz. Graf Rothkirch und Trach, Kzl. Kammerberr, Mejor a.., Majoralshert, Partberau. Graf v. d. Schulenburg=Beetzendorf, Major a. D, Landrat. Geaf v. d. Schulenburg=Wolfsburg. Simon, Sup. Bielefeld. D. Stange, Professor der Theologie, Greifswald. Liz. Stosch, Pastor, Berlin. Tießel, Pastor, Bad Opnbansen. Volkening, Pastor, Jöllenbeck. Weinbolz, Kreissyrodal Bikar, Bielefeld. Wolff, Pastor, Friedersdotf. v. Zevelin, Generalmajer a. D, Ebers walde. D. Dr Zöckler, Konsistorialrat und Professor der Theologie, Greisswald. Kolonialpost. sechten vom 6. bis 8. Jmuar erstiegen wurden. Der Gegner verlor 73 Tote. Diesseits wurden vier Farbige verwundet. Die Bevölkerung zeict, im Gegensatz zu den Häuptlingen, den Wunsch zur Unterwerfung. (Aerzte als Verwaltungsbeamte in den Kolonien) Die„Nordd. Allz. Zig.“ schreibt offiziös:„Bereits mehrfach wirken Aerzte als Stationsleiter in den Kolonien mit besonderem.folg. Von Reichttagfabgeordneten, die vor einigen Monaten unsere westafrikanischen Besitzungen besuchten ist auf die ausgezeichnete Verwaltung einzelner Bezirke in Kamerun und Tozo durch Aerzte hingewiesen worden. Ein Arzt genießt meist von vornherein das Vertrauen der Eingeborenen, er ist in der Lage, auf die Assanierung des Landes nach den bewährten neueren Methoden, sowie auf eine den Tropen angemessene Lebensfährung der Weißen hinzuwirken. Seine naturwissenschaftlichen und botanischen Vorkerntnisse befähige ihn, sich in wichtige Aufgaben kultureller Art bald einzuarbeiten. Gelegenheit zur Ergänzung seiner Kenrtaisse auf diesem Felde,, sowie auf dem Gebiete der Tropenhy ziene wird ihm auf dem Orientalischen Seminar in Berlin, sowie am Tropenlygienischen Institut in Hamburg gebeten. wäre zu wünschen, daß sich beim Kolonialamt mehr wie bisher jüngere Aerzte melden, die Beruf und Neigung für eine Verwaltungstäligkeit in den Kolonien fühlen. (Deutsch=Ostafrika.) Der Gouverneur Graf Götzen telegraphiert aus DareesSalaam: Harptmann von Hassel hatte am 18. November ein siegreiches Gefecht am Ruc pa gegen 2000 Isakaraleute, wobei er 26 Hilfskeieger verlor. Die gegnerischen Verluste waren groß. Aufständische aus dem Songeabezirk, vermutlich vor den Operationen des Majors weichend, fielen Ende Dezember in Lupembe ein. Gegen si: errang der Ubena Posten unter Sergeant Bach einen schönen Erfolg in erbitterten Höhlerkämpfen. Sergeant Bach wurde unerheblich verwundet. Der Bezirk Iringe ist gesichert. Major Freiherr von Schleinitz schlug am 31. Dezember v. Is. bei Mgoda, südwestlich von Mlozoro, 400 mit Gewehren bewaffiete Rebellen. Der Gegner ging nach den Lijunge Bergen am Rucha, die in vier Kolonnen in Ge Soziales. (Auf„nationaler“ Grundlage.) Im Rahrrevier ist die Gründung eines Bergarbeiterverbaudes auf nationaler Grundlage erfolgt. Er will alle Maßnahmen einer kraftvollen Sozialpolitik auf dem Boden der heutigen Gesellschaft unterstützen und nationale Gesinnung ür Kaiser und Reich pflegen, sowie den Frieden zwischen Unternehmern und Arbeitern sör der n. Das ist eine Gründung, über die man sich von ganzem Herzen freuen kann. Sie hat— auf das unpessende Wort Schristlich“ verzichtend— eine gute prinzivielle Grundlage und ein klares vortreffliches Ziel. Möge nun aber auch die Prexis der Theorie entsprechen. den Parlamenten. Deutscher Reichstag. 21. Sitzung vom 16. Januar 1906, 1 Uhr. Der Reichstag erledigte heute zunächst die eiste Lesung des Entwurfs über Aenderung des Servistarifs und die Klesseneinteilung der Octe und verband damit die erste Lesurg des Entwurfs, betriffs Aenderung des Gesetzes über die Bewilligung von Wohnungsgeldzuschüssen. Abg Itschert(Cir.) befürwortete erneut die Trennung des Wohnungsgeldzuschusses von Personal= servis und forderte Festlegung des Servistarifs vur bis 1903, während die Vorlage bis 1913 in Vorschlag bringt. Abg. Eickhoff(sis. Vp.) erkannte den im Ent wurf liegenden Fortschritt an, ohne ihn als endgiltige Lösung der Frage zu betrachten, und forderte gleichfolls Neutintiilung der Octe schon im Jahre 19e8 Abg. von Elern(kons.) begrüßte die Vorloge, well sie gerade den Beamten der kleineren Städte Vorteile bringt. Nach weiterer Debatte wurden beide Entwürse der Budgetkommission überwiesen. Es folgte die erste Lesung des Entwurfs über die Entlastung des Reichsivaligensonds und Beschrärkung des Fords auf diejenigen Ausgaben, welche dem Reich durch die gesetzmäßigen Ansprüche der Kriegsteilnehmer von 1870 71 erwechsen. Auch diese Vorlage wurde nach kurzer Debatte der Budgetkommission überwiesen. Larker beschäftigte das Haus die erst: Lesung des Nachtragsetats für Deutschostafrika. Der stellvertretende Kolonialdirektor Erbprinz zu Hohenlohe teilte zunächst mit, daß die Hauptkraft des Aufstandes als gebrochen betrachtet werden dürfe. Abg. Erzberger(Ctr.) tadelte die neue Verletzung des Budzetsrechtes des Reichstages und bemängelte die zwangsweise Heranziehung der Eirgiborenen zur Arbeit, wie die Bevorzugung der mohammedanischen vor den christlichen Eingeborenen. Legationsrat Seitz erwiderte, dem Reichskanzler liege eine Verletzung der verfassungsmäßigen Rechte des Reichttags sein. Abg. Dr. Paasche(nl.) erkannte das Kolonisations prinzip in Odafrika als gut an und richtete seine Vornürfe lediglich gegen die Ausführung des Systems durch die unteren Polizeiorgane. Nach weiterer Debatte ging die Vorlage an die Budgetkommission. Schluß nach 5 Uhr. Abgeordnetenhaus. 11. Sitzung vom 16. Januar 1906, 11 Uhr. Das Abgeordnetenhaus führte heute zunächst die erste Lesurg des Eiats zu Ende. Die Beratung wurde gekennzeichnet durch lebhafte, zum Teil erregte Auseinandersetzungen zwischen den Abgg. Broemel(frs. Bag.) und Frhr. von Zedlitz(fkons). Abg. Broemel verwahrte sich gegen den Vorwurf, er habe din Monarchen in der Wahlrechtsfrage zum Staatsstreich bestimmen wollen. Demgegenüber stellte Frhr. v. Zedlitz fest, daß Abg. Broemels Worte am Sonnabend garricht arders haben gedeutet werden können; er polemisierte zugleich mit großer Schlagfertigkeit gegen den Freisinn, den er auch in der Wadlrechts. bewegung als Vorfrucht der Sozialdemokratie hinstellte. Als Abg. Broemel in einer neuen Verteidigungsrede gegenüber dem freisonservativen Führer sich zu Worten wie Verleumdung verstieg, erhielt er zunächst eine Rüge, dann noch einen Ordrungsruf durch den Vizepräsidenten Dr. Krause. Fivanzminister Frhr. v. Rheinbaben dat abermals, die Peison des Monarchen nicht in die Debatte zu zuhen. Abg. v. Arnim(tons) lenkte die Besprechung auf den Elat zurück und bat die Regerung, die aus Roßland flüchtenden Deutschen in unserer Ostmark anzusiedeln Minister v. Bethmann=Hollweg erwiderte. daß nach dieser Richtung bereits die einleitenden Schritte getan wären Nach weiterer unwesentlicher Debatte wurden die üblichen Etatsteile der Butgetkommission überwiesen. Darauf wurde noch der Gesetzentwurf über die Erhöhung des Wohnungsgeldzuschusses der Unterbeamten in erster Lesung anzenommen, und die Denkschrift über die Ausführurg des west. fälischen Anerbengesetzes in einmaliger Beratung durch Kenntnisrahme für erledigt erklärt. Um den großen Kommissionen einige volle Arbeitstage zu gewähren, findet in dieser Woche eine Plenarsitzung nicht mehr statt. Montaa 11 Uhr: Interpellation Roeren über die Kontrolle der katholischen Geistlichen durch lokale Verwaltungsbehörden, Knappschaftsgesetz. Schluß 3 Uhr. Gericht und Rechtsprechung. Bielefeld, 13. Januar.(Strafkammer.) 1. der Arbeiter W. B. von Heepen erhielt wegen Körperverletzung in der Berufungsinstanz eine Geldstcafe von 120 Mark ev. 24 Taze Gefängnis und hat an den verletzten Arbetter Schwabedissen eine Buße von 71.50 Mark zu zahlen.— 2. Das hiesige Schöffengericht hatte am 2. Dezbr. v. Ik. den Heizer M. wegen Beleidigung und versuchter Rötigung zu 2 Wochen Gefängnis verurteilt, den Arbeiter F. aber freigesprochen. Gegen dieses Urteil war von Seiten des M. wegen seiner Verurteilung und von Seiten der Staatsanwaltschaft und des Nebenklägers Müller Berufung eingelegt wegen der Freisprechung des F. Nach wiederholter Beweisaufnahme wurde die Berufung des M. verwoisen, bezüglich des F. aber das erste Urteil aufgehoben und der Angeklagte zu 3 Tagen Gefängnis verurteilt.— 3 Der Bäckergeselle F. wurde wegen einfachen fortgesetzten Diebstahls im wiederholten Rückfalle zu 1 Jahr Gefängnis verurteilt, worauf ihm 2 Monate von der erlittenen Untersuchungshoft in Anrechnung gebracht wurden. 4. Der Gemüsehändler F. L. erhielt wegen Hehlerei 4 Monate Gefängnis. Lokales und Provinzielles. Bielefeld, 17. Januar.(Silberbochzeit oder Silberne mit Uarecht wird über das Schwinden des Sprachgefühls und die zunehmende Sprachverderdnis geklagt. Wir glauben nun zwar beobachtet zu haben, daß die Kaufleute, deren saloppen Briefstil man in erster Linie die Schuld an dem Uebel zuschrieb, ehrlich bemüht sind, sich zu bessern und ein gutes Deutsch zu schreiben; aber verdient die Tagespresse das gleiche Lob? Ach, wir fürchten, daß viele es ihr vorenthalten und sie vielmehr deschuldigen werden, sich mehr und mehr zum Sprachverderber zu entwickeln, wenigstens einen Teil Presse. Sie können dabei auf einen borrenden Schnitzer hinweisen, über den sie sich in diesen Wochen Tag für Tag ärgern müssen. Da schreiben rämlich die Zeitungen, und besonders ist es uns bei den in MindenRavensberg erscheinenden aufgefallen, von einer bevorstehenden„Silberhochzeit“ des Kaiserpaars. Wer sich etwa über eine solche Hochzeit des weißen Metalls beunruhigen sollte, dem sei hierwit gesazt, daß sie nur in den Ziurg spelten, nicht aber in unserm Kaiserhause stattfi nden wird. Das Silber denkt gar nicht daran, eine Hochzeit zu feiern, sondern unser liebes Kaiserpaar wird eine Hochzeit seiern und zwar eine silberne. Weshalb kehren Ein Bild aus dem Soldatenleben von Freifrau Adda v. Liliencron, geb. Freiin v. Wrangel. 73 (Nachdruck verboten.) „Mich auch", wiederholte der Freund. „Das grädige Fräulein erklärte nämlich, die Weihnachtskiste sei zwar schon für den Fritz abgegangen, aber wenn er itzt aus dem Lazarett käme, dann könne man ganz anders für Fressalien sorgen, und das solle nun gleich geschehen, und mit der nächsten Post müsse es weggehen. Ich sage dir, Mox wir mußten alle heran! Höchst eigenhändig habe ich ein paar Würste aus der Räucherkammer holen müssen, Adresse schreiben, Paket zuschnüren, alles in affenattiger Geschwindig keit, weil sonst die Post weggegangen wäre. Das kleine Fräulein tat natürlich das meiste dabei, aber alle Augenblicke stand sie neben mir und dann hieß es: bitt' schön, das wachen Sie wohl— oder..' schöa, helfen Sie mir mal! Ich sage dir, ich bin ordentlich in Atem erhalten worden.“ „Aber Hansel, wie kommst du mir vor? Ich kann mir beim besten Willen kein Bild von dir so als Schicketanz machen!“ „Aber ich habe meine Aufträge vorzüg lich ausgeführt, voll inneren und äußeren Behagens. Außerdem aber auch zu höchster Zufriedenheit meiner Lehrmeisterin. Beweis davon ist, daß sie, als wir fertig waren, und der älteste Junge mit dem Paket zur Post stürzte, mie mit dem zuversichtlichsten Gesicht und dem freundlichsten Lächeln sagte: „Nicht wahr, Sie kommen, auch noch mal nebenan mit mir herein? Der Förster hat da eben den Leuten einen Weihnachtsbaum gebracht. Die Frau liegt krark, der Mann ist tot, ich habe versprochen, für die Kinder den Baum zu putzen. Morgen kann ich nicht, do muß es heute sein, und ein Gestell für die Ichte fehlt mir auch noch. Das werden wir aber noch irgendwie zurecht kriegen, wenn Sie mir helfen wollen. Bitt' schön, ja! Oder haben Sie keine Zeit?“ Das kam alles so frisch und fröhlich heraus, es war so selbstverständlich, daß sie das machle, und daß ich ihr dabei helsen mußte. Natürlich hatte ich Zeit, nalürlich stand ich mit Freuden zu ihren Diensten, und natürlich ging alles glänzend von statten. Ich habe nicht nur ein Gestell für den Baum zustande bekommen, bei dem mir aber, um wahrheitsgetreu zu sein, das kleine Fräu lein eifrig half, sondern ich habe nachher auch Pfefferkuchen an den Baum gebunden, burte Ketten angehängt und Nusse in Goldhaum gewickelt!“ „Der dir noch an deinem Rock: hängen geblieben ist“, meinte Nordenbick und wollte dieses Mübringsel wegwischen. Aber Köppen wehrte ihm.„Laß doch, so ein bißchen was Glänzendes, und wenn es auch nur Goldschaum ist, kann schon noch ein Weilchen an mir hängen bleiben als sprechender Beweis sür— für... Weiß der tausend, daß man doch so oft nicht das rechte Wort finden kann für das, was man sagen will. Ni, es ist ja schließlich gleichgültig, ob es ausgesprochen wird oder nicht. Der dienstbare.ist des Hauses wird an meinem Rock schnell genug die glänzenden Spuren vertilgen, urd bei mir sorgt das Alltagsleben und mein Studium schon dafür, daß dieses Restchen Goldschaum bald verfliegt.“ Köppen hätte diese Bemerkung nicht gemacht, wenn nicht der General vor einiger Zeit schon das Zimmer verlassen hätte und er somit allein mit dem Freunde war, vor dem er kein Geheimnis hatte. 10 Kapitel. Jetzt erschien der alle Herr wieder. Köppen schwieg, und sein Kamerad machte keine Be merkung über das eben Gehörte. Er wußte, daß das dem Freunde lieber sein würde. Das Weihrachtsfest und die Feiertage verliefen für Nordenbeck in dem alten Zauber, den solche Zeit im heimatlichen Hause für ihn seit seinen Kindertagen gehabt hatte. Gemütliche Stunden zu dreien, belebte Nachmittage, wo sich im gastlichen Ulmenhorst Freunde und Bekannte versammelten, wechselten mit Tagen, wo die Herren in der nächsten Nachbarschaft eingeladen waren. Mit der Familie Wörbech waren sie eft zusammengetroffen, und Hansel war dann jedesmal besonders angerezt gewesen. Im Fluge schwand die Urlaubszeit. Da auch.in Vater entschieden dafür stimmte, so hatte Nordenbick die Einladung des Syburgschen Ehepaares angenommen und vollte den folgenden Tag nach Betlin reisen. Heute sollte noch eire dörfliche Feier in der Halle stattfinden. Nur Herr Wörbach, der Besitzer von Tiefensee, kam dazu herüber, und natürlich durfte Käthe, der Adjutant des alten Freiherrn, nicht fehlen. Um 6 Uhr wurden die Gäste erwartet. Es fehlte roch eine Stunde bis zu der festgesetzten Zeit. (Fortsetzung folgt.) nun die Zeitungen das mögen sie selbst werden sie bald auch „Gold hochzeiten“, „Diamant hochzeitl Wort„Silberhochzei leidigt das Ohr. R man:„Silberne es doch die deutsch des bevorstehenden Aufgabe erkenren, d. zu schonen, und di Wortung heuer wie S Vorschub leisten. (Ansichts=Po deutschen Kolor find Zweisel darübe sichtskarten mit brie der Vordersette auch den deutschen Schutz gegen die Pestkarte können. Gewiß ist gemein im Briesposto land und seinen Texen wie für den kehr gelten, so nehn Verkehrszig.“ mitteilt auch an der dem Jahre hinsichtlich der gestandenen Vergünst Vortschrift gilt übrig kehr zwischen Deutsch Postanstalten im Aus (Personlien.) Küppers wird a 1. Aptil d. Is. in Der Schutzmann Ke zum 1. Apcil zum der Hülfsschutzmann mann ernannt. (Verkauf ein stückes.) Im Ter 300 Quadratmeter stuckes an der Ti Schlossermeister Fritz zum Preise von 12 meter. Hierzu komm baukosten. (Familienaben Sonntag, abends 8 Jugendabteitung des und Männervereins Eo Vereinshauses Aus dem reichhalt Poogramw, welches veröffentlicht wird, se Turnüdungen, sowie Posaunenquartett hero wort spricht Herr P lönnen den Besuch j den nur dringend allen Teilnehmern a reiten wird. —[(Die frei kolonne) beginnt a d. M, abends 8½ Arbeiter Bildungs Ver tbeoretischen Kursus, Jahre auch die neu der Gmnossenschaft sre im Kriege teilnehme Biteiligung wie in de Anmeldungen werden entgegengenommen. (Stadttheater.) burgs Lustspiel„Im we ich wiederkam“ hat Zugkraft bewährt. Das und es herrschte heiterst Teil spielt in Salzkamme haus zum weißen Röß'! ich wiederkam) hat als Berlin, teils auch das Ge — Regie(Herr Sandhag lobenswett Heri Här Abends, war als Rechts auf der Höhe und wurde spenden aufs reichste bed auch Fräulein Margreite Röß'l, desgleichen Herr und dann als ihr Ge glänzte als Fabrikant# selbstbewußten und nörgel Als seine Tochter Ottili und als seine Schwester han ganz am Platze. 2 Privatgelehrte Hinzelma züglich. Ferner mögen Fräulein Crusius als Hi Winter als Malerin Arthur Sülzheimer) und Bettler). m(Fundsachen. wollenes Umschlagtuch ein sibernes Armband m.(Diedstahl) zum 15. ds. MiKürschner am Schiller fenster zwei größere einer schwarz, der and scwarzer Dan sumtwerte von cr. 1 worden. Anscheinend mittelst Durchgreifens d Lustscheibe ausgeführt. m(Zugelausen m.(Gesindedien großer Schlagfertigkeit auch in der Wahlrechts. * Sozialdemokratie hinel in einer neuen Verdem freisonservativen Verleumdung verstieg, üge, dann noch einen präsidenten Dr. Krause. Rheinbaben dat Monarchen nicht in die lenkte die Besprechung bat die Regerung, die Deutschen in unserer 1 Hollweg erwiderte, bereits die einleitenden her Debatte wurden die ttkommission überwiesen. Gesetzentwurf über die geldzuschusse Lesung anzenommen, ie Aut führung des west. n einmaliger Beratung nledigt erklärt. missionen einige volle findet in dieser Woche hr statt. Interpellation ntrolle der kathourch lokale Vernappschaftsgesetz. Uhr. echtsprechung. r.(Strafkammer.) 1 Heepen erhielt wegen Berufungsinstanz eine ev. 24 Taze.fängnis Arbeiter Schwabedissen zu zahlen.— 2. Das am 2. Dezbr. v. Ir. idigung und versuchter fängnis verurteilt, den prochen. Gegen dieses M. wegen seiner Verder Staats anwaltschaft iller Berufung eingelegt 8 F. Nach wiederholter Berufung des M. verder das erste Urteil aufe zu 3 Tagen Gefängnis rgeselle F. wurde wegen stahls im wiederholten gnis verurteilt, worauf rlittenen Untersuchungs= racht wurden. 4. Der hielt wegen Hehlerei 4 srovinzielles. inuar.(Silberberne Hochzeit?) über das Schwinden nd die zunehmende st. Wir glauben nun aben, daß die Kaufdriefstil man in erster dem Uebel zuschrieb, ch zu bessern und ein eiben; aber verdient s gleiche Lob? Ach, es ihr vorenthalten juldigen werden, sich Sprachverderber ens einen Teil.r abei auf einen borren1, über den sie sich ag für Tag ärgern rämlich die Zeitungen, is bei den in Mindenden aufgefallen, von „Silberhochzeit“ r sich etwa über eine weißen Metalls besei hiermit gesagt, Z iurg spelten, nicht hause stattfi nden wird. ar nicht daran, eine sondern unser liebes eine Hochzeit seiern ne. Weshalb kehren tpitel. und die Feiertage verin dem alten Zauber, eimatlichen Hause für tagen gehabt hatte. n zu dreien, belebte im gastlichen Ulmenekannte versammelten, wo die Herren in der eingeladen waren. Mit waren sie eft zusammenI war dann jedesmal wesen. die Urlaubszeit. Da schieden dafür stimmte, die Einladung des kes angenommen und Tag nach Berlin reisen. dötfliche Feier in der ur Herr Wörbach, der e, kam dazu herüber, Käthe, der Adjutant nicht fehlen. en die Gäste erwartet. Stunde bis zu der fest(Fortsetzung folgt.) nun die Zeitungen die Sache um? Ja, das mögen sie selbst nicht wissen. Vielleicht werden sie bald auch von„Grünhochzeiten“, old hochzeiten",„Eisenhochzeiten“ und „Diamanthochzeiten“, schreiben. Das Wort„Silberhochzeit“ ist salsch und beleidigt das Ohr. Richtig spricht und schreibt man:„Silberne Hochzeil“. Möchte es doch die deutsche Tagespresse angesichts des bevorstehenden hohen Festes als ihre Aufgabe erkenren, das deutsche Sprachgefühl zu schonen, und der Einbürgerung solcher Wortung heuer wie Silberhochzeit nicht länger Vorschub leisten. (Ansichts=Postkarten nach den deutschen Kolonien.) Im Publikum sind Zweisel darüber aufgetaucht, ob Ansichtskarten mit brieflichen Mitteilungen auf der Vordersette auch von Deutschland nach den deutschen Schutzzebieten und umgekehrt gegen die Postkartentex versandt werden können. Gewiß ist dies der Fall. Da allgemein im Briespostverkehr zwischen Deutschland und seinen Schutzgebieten dieselben Texen wie für den inneren deutschen Verkehr gelten, so nehmen, wie die„Deutsche Verkehrszig.“ mitteilt, die deutschen Kolonien auch an der dem Mutterlande seit einem Jahre hinsichtlich der Ansichtspostkarten zugestandenen Vergünstigung teil. Die gleiche Vortschrift gilt übrigens auch für den Berkehr zwischen Deutschland und den deutschen Postanstalten im Ausland. (Personlien.) Der Polizei=Sergeant Küppers wird auf seinen Antrag zum 1. Aptil d. Is. in den Ruhestand treten. Der Schutzmann Kahl ist vom Magistrat zum 1. Apcil zum Polizeisergeanten und der Hülfsschutzmann Klöpper zum Schutz mann ernannt. (Verkauf eines städt. Grundstückes.) Im Termin zum Verkauf eines 300 Quadratmeter großen städt. Grundstuckes an der Turnerstraße wurde der Schlossermeister Fritz Bökenkamp Käufer zum Preise von 12 75 Mk. pro Quadratmeter. Hierzu kommen noch die Straßenbaukosten. (Familienabend.) Am kommenden Sonntag, abends 8 Uhr, veranstaltet die Jugendabteitung des Altstädter Jänglingsund Männervereins im großen Saale des Eo Vereinshauses ihren Familienabend. Aus dem reichhaltig zusammengestellten Peogramw, welches in der Freitag=Nummer veröffentlicht wird, seien u. a. besonders die Turnüdungen, sowie das Hornsolo und Posaunenquartett hervorzuheben. Das Schlußwort spricht Herr Pastor Lappe. Wir lönnen den Besuch dieses Abends einem j d e n n u r d r i n g e n d e m p f e h l e n, d a d e r s e l b e allen Teilnehmern angenehne Stunden bereiten wird. —(Die freiwillige Sanitätskolonne) beginnt am Donnerstag den 18. d. M, abends 8½ Uhr, im Vereinslokale Arbeiter Bildungs Verein, Kreuzstr., einen tbeoretischen Kursus, an welchem in diesem Jahre auch die neu angemeldeten Mitglieder der Genossenschaft freiwilliger Krankenpflezer im Kriege teilnehmen, heffentlich ist die Beteiligung wie in den Vorjahren eine rege. Anmeldungen werden noch im Vereinslokale entgegengenommen. (Stadttheater.) Blumenthals und Kadelburgs Lustspiel„Imweißen Röß“l" und„Als ich wiederkam“ hat Montag aufs neue seine Zugkraft bewährt. Das Haus war gut besetzt „ und es herrschte heiterste Stimmung. Der erste " T e i l s p i e l t i n S a l z k a m m e r g u t u n d z w a r i m„ G a s t haus zum weißen Röß'!“. Der zweite Teil(Als c. siederkam) hat als Ott der Handlung teils " Stlun, teils auch das Gasthaus zum weißen Röß'l. sahenagt(Derr Sandhagt) und Spiel waren gleich " Tcinsg“ dert Härting, der Benefiziant des " aynds, war als Rechtsanwart Dr. Riedler ganz „ auf der Höhe und wurde mit Kranz= und Blumensperden aufs reichste bedacht. Ausgezeichnet war auc Fräulein Margreiter als Wirtin zum weißen Röß', desgleichen Herr Platen als ihr Zahlkellner und dann als ihr Gemahl. Heur Sandhage Fabrikant Giesecke, der nirgends den selbstbewußten und vörgelnden Berliner verleugnete. Als seine Tochter Ottilie war Fräulein Alberta und als seine Schwester Charloste Fräulein Mühl han ganz am Platze. Den würdigen, gefühlvollen Privatgelehrte Hinzelmann gab Herr Rüger vorFräisti Ferrer mögen noch hervorgehoben werden Enunmn Crusius als Hinzelmanns Tochter, Frl. Winter als Malerin Palm, Herr Kämmerer Sluthur Sülzheimer) und Herr Ganison(Loidl, m(Fundsachen.) Ein Fahrrad, ein wollenes Umschlagtuch, eine Fahnenstange, ein sibernes Armband. m.(Diedstahl) In der Nacht vom 4 zum 15. ds. Mis. sind einem hiefigen Kürschner am Schillerplatz aus dem Ladenfenster zwei größere Damenpelze, davon einer schwarz, der andere braun, sowie ein kleiner schwarzer Damer pelzkragen im.samtwerte von cr. 150 Mark entwendet worden. Anscheinend ist der Diebstahl mittelst Durchgreifens durch eine offer stehende Lustscheibe ausgeführt. m(Zugelausen.) Ein Wolfspitz. m.(Gesindedienst) Personen, welche Gefindedienste übernehmen wollen, haben sich vorher mit einem Gefindedienstbuche zu versehen. Unterlassungen sind st asbar; desgleichen macht sich das Gefinde strafbar, welches ohne gesetzmäßige Ursache den Dienst verläßt; auch kann die Herrschaft die polizeiZurückführung des kontraktbrüchigen Gefindes beantragen. 16 Jan.(Lutherfestspiel.) Dem eigentlichen Veranstalter der Lutherfest piele auf Belhel, Herrn M. Halter aus Hannover, geht ein ganz vorzüglicher Ruf voraus, sodaß zu heffen ist, daß wir etwas erstklassiges geboten bekommen. Momentan ist ein Heer von Arbeitern beschäftigt, die großen Dikorationen in dem Assapheumsaal entsprechend einzurichten 2c Bemerkt sei noch, daß zu den 150 Darstellern nur die gewandtesten Personen gewählt sind. Gellershagen, 15. Jmuar.(Schulpersonalie.) Dem an der Erziehungsanstalt zu Hardehausen bisher tätigen Lehrer Schröder ist laut„Gen.=Anz.““ eine Lehrerstelle an hiesiger Volksschule zum 1. April d. Is. definitiv verliehen worden. Theesen, 15 Im.(Schule.) Herr Lehrer Hanau wird auf Wunsch von Theesen nach Großdornberg versetzt. Jöllenbeck, 15. Jan.(Besitzwechsel.) Das dem Herrn Gustav Pilgrim hier gehörige Geschäft für Schreibmaterialien und Schulbedarfsartikel, verbunden mit Buch binderei, ging nach der„Westf. Zig“ mit dem 1 Januar durch Kauf in den Besitz des Herrn Buchbindermeisters Binkemöller aus Enger über. Aus den Kreisen Minder und LübbesMinden, 17. Im(Personalien aus dem Resort der Kaiserlichen Ober=Postdirektion.) Angestellt sind: als Postassistent die Herren Postassitenten Weber aus H ss.=Oldendorf in Recklinghausen und Wesemann aus Biele feld in Birlin(Haupt=Telegraphenamt) Versetzt sind: die Herren Oder=Postassistent Schwarze von Halle(Westf.) nach Lage(Lippe) sowie Postassistenten Burte von Salzuflen nach Lüpbecke und Tcoja von Bochum nach Warburg. Ernannt ist: zum Ober=Postassistenten Herr Pestassistent Massolle in Brakel(Kr. Höxter). Gestorben ist: Herr Postdirektor Müller in Detmold. Minden, 17. Jan.(Die Schonzeit für Hasen) bat gestern begonnen. Lerbeck, 15. Jan.(Unfall.) Der Kolon Schäkel aus Aminghausen, welcher mit einem Fuder Steine von Nammen kam, geriet unter die Räder seines Wagens, wobei ihm laut„Kreisbl.“ beide Beine überfahren wurden. Der Verletzte wurde von Dr. Callmeyer=Hausberge verbunden und dann zur Klinik in Minden überführt. Aus dem Kreise Hersort. Herford, 16. Jan.(LehrervereinsVorträge.) Auch in diesem Jahre wieder wird Herr Prof. Kunkel Bonn eine Reihe von Vorträgen in der Aula der Realschule halten und zwar über: Bismarck und seine Zeit. Die Vorträge finden stets Mittwochs von—6¾ Uhr statt und zwar am 24. und 31. Januar,., 14. und 21. Februar. Abonnementskarten kosten 5 Mk. Der Wert dieser Vorträge wurde früher hochangerechnet und war der Besuch immer ein sehr starker, was auch dies mal zu wünschen ist. Herford, 16. Jan.(Verschiedenes.) Die Eisenbahnverwaltung läßt vor den neu erworbenen Grundstücken an der Diebrocke= straße Troittoir anlegen. Die neue Renntobrücke erhielt Zementplattenbelag. Eire Probevorführung zweier Feuerwehrleitein findet morgen nachmittag auf dem Rathaushose statt. Das 3. Synphonie=Konzert findet Freitag abend 8½ Uhr auf dem Schütznhose statt. Enger, 15. Januar.(Geflügelzuchtverein.) Bei der Umwahl des Gepflügelzucht- und Vogelschutz=Vereias in Erger wurden folgende Herren gewählt beza wiedergewählt. Da der Vorsitzende Herr Gutsbesitzer Nordmeyer im vergangeren Jahre für 2 Jahre gewählt war, so war fur denselben keine Nuwahl erfordetlich. Als stellvertretender Vorsitzender wurde Heer Arnold Bra wiedergewählt. Nug=wählt wurde zum Schriftführer W. Zimmer, und zum Geräteverwälter Kränkel, zum Kassierer wurde wiedergewählt F Wefelmeyer. Sodann wurde bekannt gegeben, daß der Herr Land rat das Protektorat der am 3, 4 und 5 März d. Is. hierselbst stattfindenden Vrbandsaussteklung übernommen hat. Die Programme und die Anmeldebogen kommen schon in nächster Zeit zum Versand. Lose à Stück 50 Pfg, 11 Stück 5 Mk. sind schon in nächster Zeit bei den Herrn F Wefelmeyer, Arnold Berg und G. Niehaus zu haben. Aus den Rez.=Bez. Münster und Teusserz Münster, 15. Jan.(Der Provinziallandtag) der Provinz Westfalen ist zum 11. Februar nach hier einberufen. Hamm, 13 Im.(Veteranenhülse.) Die Staotverordneten haben beschlossen, die im Jahre 1895 anläßlich der 25jährigen glorreichen Wiederkehr der Ezeignisse von 1870/71 gestifteten alljährlichen 500 Mark für die Veteranen um 500 Mark zu erhöhen, so daß fortan an die Veteranen bezw. deren hilfsbedürftige Hinterbliebenen alljährlich 1000 Mark zur Verteilung kommen. Hamm, 15. Jmn.(Die vielfachen Beschlagnahmen sozialdemokratischer Flugblätter,) die gestern im Industriebezirk stattfanden, sind, wie der„Biel. B Ztg.“ von hier geschrieben wird, anscheivend beschlossen worden auf einer am Samstag vom Oberlandesgerichtspräsidenten Dr. Holtgreven hier anberaumten Konferen; der sämtlichen Staatsanwälte des Bezirks, zu der diese telegraphisch besohlen waren. Gegen die Drucker und Verbreiter des in Dortmund herausgekommenen Flugblattes ist bereits Anklage erhoben worden. In Betracht kommen, wie der erste Staatsanwalt in Dortmund bekannt gibt, die§§ 360 (grober Unfug), 81 Ne. 2(Versuch der gewaltsamen Aenderung der Verfassung), 130 (äffmtliche Aufreizug verschiedener Klassen der Bevölkerung zu Gewalttätigkeiten), 110 und 111(Aufreizung zum Ungehorsam gegen die Gesetze), und 40 und 41(Einziehung der Blätter und Vernichtung der Patten). Die Anklage lautet gegen Hofrichter, Gerisch und Genossen, Dortmund. Dortmund, 15. Januar.(Staatsminister Dr. Studt) wird das Ehrenprotektorat der im Mai hier stattfindenden Maler= und Kunstgewerbeausstellung übernehmen. Oberpräsident Freiherr von der Recke hat sich bereit erklärt, das Protektorat zu übernehmen.(Rh. W. Zig) Aus den Nachbarprovinzen und Staater. Bückeburg, 15. Jan.(Die Slichwahlen) zum Landtage wurden auf den 19. Januar festgesetzt. Osnabrück, 16. Jan.(Gestorben.) Der Präsident des hiefigen Landgerichts, Henso, ist heute gestorben. Oerlinghausen, 15. Januar.(Von ruchloser Hand) sind die Weichen auf der hiesigen Station umgestellt, ebenso ist ein Sigualapparat zerstört. Zum Glück wurde dieses Verbrechen heute früh recht zeitig bemerkt, da sonst ein Zusammenstoß der Frühzüge, welche auf der hiesigen Station kreuzen, unvermeidlich gewesen wäre. (Gen.=Anz.) Krefeld, 15. Januar.(Die sozialdemokratischen Flugblätter) gegen das„elendeste aller Wahlsysteme“ wurden hier gestern beschlagnahmt. Solingen, 13. Jan.(Flugblätter beschlagnahmt) Die Polizei beschlagnahmte in der hiefigen sozialdemokratischen Druckerei auf Grund eines Gerichtsbeschlusses einen größeren Posten Flugblätter, die morzen im Kreise Solingen verbreitet werden sollten. Das Flugblatt enthält die Arffor derung zur Teilnahme an den Protestkundgebungen am 21. Januar. Das Gericht erblckte in einigen Sätzen des Flugblattes eine Aufreizung zu G walttätigkeiten. Berlin, 16. Jan. Die revisionistische Zeitschrift„Der Wegweiser zum Zukunftsstaat“ ist eingegangen.— Das Dunkel, das bisher über der Autorschaft des bekannten Romans„Seestern, 1906, schwebte, wird itzt gelichtet. Der Autor ist der politische Redakteur dr Leipziger„Neuesten Nachrichten“ Dr. Grautoff. Berlin, 16. Januar. Bezüglich der Haltung Oesterreich Ungarns in der Cumberlonkfrage erfährt ein Wiener Mitarbeiter der„Tzl. Rundschau“ von angeblich bester Seite: Auf die Frage, ob Kaiser Franz Josef zu Gunsten des Herzogs von Cumberland interveniert habe, erwiderte Graf Goluchowski bestimmt:„Nein, da mischen wir uns nicht ein!“ Emden, 16. Jan. Die städtischen Behö.n haben beschlosser, zum Zwecke des Baues von Arbeiterwohnhäusern von der Landes versicherungsanstalt Hannover eine Anleihe im Betrage von 8000000 Mk. auszunehmen. Budapest, 16 Jan. Im Dorfe Bilke im Komnat Back kam es gelegentlich einer Richterwah zu einem blutigen Zusammenstoße zwischen einer Volksmenge und Gendarmerie. Seche Bauern und zwei Gendarmen wurden getötet, zwei Gendarmen verwurdet. Nach dem Schauplatze des Korfl kies ist Militär entsandt worden. Reggiodi Calabria, 16. Jan. Heute nacht gegen 1½ Uhr fand hier ein erdbeben statt, das zehn Sekunden anhielt, und dem ein sehr starks Getöse voraufstieg. Ein großer Teil der Bevö kerung verließ erschrickt trotz des Regens die Häuser Literarisches. Deutschland, Monatsschrift für die gesamte Kultur. Herau= geg v. Graf v. Hoensbroech, verlegt von C. A. Schwetschild und Sohn, Berlin. Preis vierteljährlich 6 Mk, Einzelpreis des Heftes.50 Mk. Diese Monatsschrift, deren Januarhest uns verliegt, ist eine Rivue für das deutsche Geisterleben Sie ist politisch national. Dank der Mitarbeit der besten Vertreter der Wissenschaft und hervorragenden Schriftst Uer bietet sie dem gebildeten Liser eine odjektive Darstellung aller kulturellen Grundfeagen sowie Unterhaltung und ästhetischen Genuß Der Leser wird bei solcher Behandlung zu selbständigem Urteilen recanlaßt und wenn er auch andere Ansichten vertritt, so wird er doch eine Fülle von Anregung und Belehrung aus dem Gebotenen schöpsen. Aus dem Johalt des Imuar= heftes heben wir hervor:„Die Thronrede und unsere auswärtige Politik“, die„nordamerikanische Nation" von Professor Dr. Tönnies,„gibt es eine gelbe Gefahr?“ von Theodor Kappstein,„das Verschwinden der deutschen Sprache in Nordamerika“ u. a. m. Es empfiihlt sich für jeden, der sich in Sachen der Politik und überhaupt auf dem Felde der kulturellen Betätigung nicht ausschließlich von Tazeszeitungen beraten lassen will, eins der Deutschland Hefte zur Hand zu nehmen und sich selbst von deren Charakter zu überzeugen.-vMeyers Großes Konversations=Lexikon. Sechste, gänzlich neubearbeitete und vermehrte Auflig: Mehr als 148000 Artikel und Verweisungen auf über 18240 Seiten Text mit m hr als 11 000 Abbildungen, Karten und Plänen im Text und auf über 1400 Illustrationstafeln(darunter etwa 190 Farbendruck afeln und 300 selbständige Kartenbeilagen) sowie 160 Tx beilagen. 20 Bände in Halbleder gebunden zu je 10 Mark.(Verlag des Bibliographischen Instituts in Leipzig und Wien. Der zehnte Band von Meyers Großem Koversations. Lexikon, mit dem die erste Hälse des g oßangelegten Werkes würdig abschließt, bringt uns eine von trifflichen Karten und Bildertaf In begleitete Serie von Artikeln über Jopan, seine Geschichte, Literatur, Sprache und Kunst, die Beachturg verdienen. Namentlich wird die Abhar dlung über die Literatur großes Interisse erregen, des gleichen ist ein tiefires Eindringen in die j panische Kurster twicklung, in die hervorragerd künftlerisch: Techrik ihrer Metall, Porzillan= und Emaille rbe#ten sehr fö derlich. Die wutschaftlicher, besonders die jtzt am messten intessierenden bergdaulichen Verhättn ss. Südofeikas.reen im Artikel „Kapland“ einzeherd erörtert auf geologischer Grundlage, für welch: eine besondere Karte dient. — Die enoime Entwicklurg der Forschungz in unserer Kolonie Kamerun wird aus der Karte zum Artikel„Kamerun“ so recht klar, und die Regsamkeit in unserer chinesischen Kolonie Kiautschou durch einen Blck auf diese Karte mit dem Karton Tsirgtau, der die gut organisierte Anlage der jungen Stadt zum Ausdruck bringt. Sehr interessant für den Fachmun ist dazu ein Vergleich mit dem Plan des ebenfalls wiedergezebenen Kieler Hasens, der duch die Karle des Kaiser Wilhelm=Kanals wiederum eine Ergänzung findet. Von allgemeinen, das täglich: Leben berührenden wirtschaftlichen Fragen we.den vor allem„Kabel",„Kanäle", „Kepital“,„Kauf“,„Kaufmanns gerichte",„Jertum“, „Jaristische Person",„Kammer",„Kaution" bevar delt, unter den Literaturartikeln ist neben den Lteraturartikeln ist neben den Biographien von Gottfried Keller, Iiving, Kerner 2c der illustrierte Artikel„Junges Deutschland“ bemerkenswert. Von künstlerischer Schönheit sind neben der erwährten Farbentafel„Japanisch= Kust" die zwei Farbentafeln„Keramik“ mit einer Zusammenstellung der Erzeugu sse aller Zeiten und die naturwissenschaftlichen Farbentafeln„Käfer" und„Kakteen". Uebersicht der Witterung. Bielefeld, 17. Januar 1906. Mitgeteilt von Fr. Böckelmann Ww., hier. Niedrigst. Thermometerstand in der Nacht+ 4 0C. Thermometerstand um 10 Uhr vorm.+ 8 05 Barometer 7,47 cm. Wind: Süd.West. Himmel: bedeckt. Neueste Nachrichten. Berlin, 17. Jmn. Mejor v. Schleinitz schlug die Nebellen in den L jary Bergen in Oftastika und brachte ihnen schwere Verluste bei Bromberg, 17. Januar. Die Sozial demokreten warfen in die Bromberger Kasernen, sozia dewokcatisch: Flugbätter. Die Verteiler wuren angehalten und der Poltzei über geben. Algeeiras, 17. Jan. In der gestrigen ersten Sitzung der Marokkokonferenz wurde dem deutschen Vorschlag entsprechend, der Herzog von Almadovar zum Präsidenten gewählt. In seiner Begrüßungsansprache proklamierte der Herzog folgende drei Punkte: 1. Souveränität des Sultans, 2. Unab. hängigkeit des Kaiserreichs Marokko, 3. Offene Tür für Handel und Verkehr allen Nationen. So bald er geendet, erhob sich Revoil und ersuchte die Konferenz im Namen Frankreichs um Zustimmung zu dem vom Vorsitzenden im Namen Spaniens aufgestellten Prinzipien. Alsdann nahm Herr von Radowitz, der Vertreter Deutschlands das Wort und stellte die deutsche Anerkennung jener 3 fundamentalen Grundsätze fest. Damit war der politische Teil der Tagesordnung erschöpft; es erfolgte nur noch die einstimmige Verständigung über die tägliche Bekanntgabe eines Resumes der während der Konferenzdauer stattfindenden Verhandlungen an die Vertreter der Presse. Die Eröffnungssitzung dauerte genau 3/ Stunden. Für die wohltuende Teilnahme beim Heimgange unserer lieben Mutter Frau Auguste Hünerhoff sprechen wir unsern herzlichsten Dank aus. Die trauernden Hinterbliebenen. Bielefeld, im Januar 1906. Nach Gottes unerforschlichem Ratschlusse verschied heute morgen 7 Uhr infolge einer Blinddarmentzündung und Herzschwäche nach neuntägigem Leiden unser einziger Sohn und Bruder Heinr. Wilh. Wellhöner im Alter von 25 Jahren, 4 Monaten, 13 Tagen, fest gegründet auf das Verdienst seines Heilandes sanft und gottergeben. Die tiefbetrübten Eltern Steinhagen, 16. Januar 1906. Schwestern. Die Trauerfeier findet statt am Sonnabend, den 20. ds. Mts. nachm. 1 Uhr vom Trauerhause Nr. 26 aus. Bärker Hinsberg, Fischer& Co. Bielefeld. Aktienkapital Mk. 49400000 Reserven Mk. 8700000 Telegr.-Adr.: Bankverein. Fernsprecher 119 empfiehlt sich zur Vermittlung aller Bankgeschäfte. Eröffnung lautender Rechnungen mit und ohne Kredit. Stadt-Theater. KinderMittwoch, den 17. Januar er. (Zum ersten Male) Die Weber. Schauspiel in 5 Akten von S. Hauptmann. Arfang 7½ Uhr. Donnerstag, den 18. Januar cr. Benesiz für Fräulein Frieda Winter. Götz von Berlichingen mit der eisernen Hand. Schauspiel in 5 Akten von W. von Goethe. Ausstattungen als 111 Augadter Jänglings. Männer=Verein. Lokal: Ev. Vereinshaus. Conntag, den 21. Januar, abends 8 Uhr, im großen Saale des Evangel. Gemdchen. Jäckchen, Wickelbänder Wickeltücher, Kindertücher, kaufkleidchen, wollene Kattun= und BarchendKleidchen, Tragröcke, Steckkissen, Taufhäubchen= und Hütche: Lätzchen, Taillenbändcheu# Korsettchen, Kinderschürzer Wasserdichte Beiteinlagen, Gesundheitskorsetts, Wagendecken, Zahnhals. ketten 2c. äußerst billig. Vereinshauses: Familien=Abend (Kaiser Geburtstagsfeier) veranstaltet von der Jugend- Abteilung. Programm: 1. Gemeinschaftliches Lied. Posaunenvortr.: Waldandacht. 3. Stabübungen der Turnabilg. 4. Deklamation: Zu Kaisers Geburtstag. 5. Chorgesang: Gebet für Kaiser und Reick. 6. Barrenturnen der Turnabilg. Pause. 7. Posaunen=Vortrag: Marsch aus„Josua“ v. Händel 8. Deklamation: Heil dem Kaiser. 9. Hornsolo mit Klavierbegleitg.: Abendlied am Meere. 10. Chorgesang: Kriegslied 11. Gespräch für 6 Personen: Prinz und Kaiser. 12. Posaunen=Quartett: Rheines Strand. 13. Schlußwort: Herr Pastor Lappe 14. Gemeinschaftliches Lied. Baby-Bazar Herm. Sauerland, Hieleseld, 15 Gehrenberg 12. Heinr. Kipp, Von des ### Altstädter Kirchstraße? #1 empfiehlt äußerst billig mi mehrjähriger Garantie: Annahme von Geldern zur Gutschrift auf provisionsfreien Scbeckkonti mit günstiger Verzinsung. Verzinsung von Geldern je nach Kündigungsfrist(Depositen-Rechnungen). Diskontierung und Einziehung von Wechseln. 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Pahde, Druck und Verlag von A. von der Mühlen, sümtlich in Bieleseld. war der Schluß der 3 Sonnabend der konser Freiherr von Erff im Abgeordnetenhause wandte er sich zu dem erfreulichen Kapitel unse der„nichtswürdige Sozialdemokratie war!". Duich die sch Revolution in unserem führle Herr von Elffa demekratie in Preußen Kamm derartig geschu Patriot sich frage mösse gehen könne und dürfe. sei, daß die Regierung das aufrührerische Schre Soziold mokralie zu ert sein, die volle Auto Macht fühlbar werden z aufführerischen Worten gangen werden st llie— sei die es Stärkegefühl „Der einfache schlichte Ma Soit sürchtet, seinen König liebt, und dem die Achtung selbstverändliche Sache ist— steht die große Mehrzahl in heute auf diesem Standpunk einfach nicht, wie tdglich und heilig und teuer ist, so in den Schmutz gezogen un wied. Er hält dies für eine eine Stärke seiner Regierun man nicht vergessen— schre gistung in unserem Volke u# wärts. Um diese nichts wür und Schrift, wie ich sie aus zudämmen, bedarf es meir neuen Gesetze oder Dafür reichen die bestehend. achtens noch aus; aber sie gewandt werden, wie si angewandt worden sind.“ Heer Dr. Feiherr vo berechtigten Wansch aus, zinister möchte die Staa auf dem Posten zu se Krafbaren Fall auch S Die Gesetz: böten dazu g „Was ist denn— so fri alles, was die Sozialse und schreibt, anders alse um Hochverrat u keizurg zum Klas hraf Päckler bei seiner berode so verurteilen wie nit einem halben Jahr Auffeitung zum Klessen o son de Herren S. Die Sozeild mokraten ebe ##tschieden vorgehen.“ „Wis itzt in Preu kamentlich geschrieben w Preßfreiheit mehr, das ist Jede Feiheit muß mit ein; sonst ist sie kei ondern ein unerträglich viismus gegen andere. pichen Leuten roch Ko# nn nie in mehreren L unds, wie man auch i eutei in ein Bündnise 1 ist mir geradezu unt Effe, daß wir in Preu schande nicht erleben ir vollkommen bewußt un nüber unklar, daß di ##aldemokratische türlich immer das„B wegen dieser Auffa