Geehrter Herr! „Ich#it seit 14 Jahren an einem Beinschaden, habe sehr viele kostspielige Kuren gemacht, aber alle ohne Erfolg. Auf Ihre„RinoSalde“ aufmerksam gemacht, benutzte ich diese und din mit ihr frieden. Die Salbe wird wohl auch in den Apotheken zu haben sein. Rosit, 28./8. 1904. E. Tiegel. Wachs, Naphtalan je 15, Walrat " Benzoefett, Venet. Tern ampferpflaster, Perubalsam je 5. gelb 30, Chrysarobin.5. Zu haben in den Apotheken, s. Aschoff’sche Apotheke, Nie. dernstrasse 3. an achte genau auf die Original. ckung weiss-grün-rot und die rma Rich. Schubert& Co., Weinhlau weise Fälschungen zurück aupt-Arbeitsnachweis Vielefeld. Zimmerstr. Nr. 19. fernsprecher Nr. 292. Männliche Abteilung. Es werden gesucht: Ackerknechte, 3 jung: Fäcker, auschlesser, 1 sebnt Dacht fensormer, 3 Fellenhauer, 3 chster, 1 la dw. Arbeiter samilie kilchkutsher 16—17 Jahre, 1 allschleiser, 2 Schmiede auf enbau, 3 Schneider a. Korsekt, schuhmacher, 2 Schweizei, 2 zler auf bess. Mösel, 3 Vieh#er, 4 Tischler auf Bau und ', 3 Zimmerer. Lehrlinge: äcker, Bildbauer, Tachdecker, ipner, Kinstglasr, Schmede, eider. Schreiber, Schuifisitzer, drucker, Tapeziere Zimmeler. Es suchen Stellung: zuarbeiter, Boten, Enkassierer, nkarbeiter, Mauter, Maler, ler, Nachtwächter, Tischler= ng. Weibliche Abteilung. Es werden gesucht: #rf. Weiß äherin für ausw. Bezahlung bei surier Sianon, utmädchen für aus wärts, 1 n für Pensionat Gütersloh, Hausmädch n sofolt, 1 tücht. tmärchn für Pfarrbaus 1 mädchen s. Saison Pyrmont, mmermädchen[A: Saison hausen, 1 ältere Verson die kannf Lin haushalt Nähe feld, 1 Wamsel s. gr. Baueinim liebsten Bauert tochter 1 tmädchen für Haushalt ohne 1 2. Wä terin oder älteres rmädch., 1 Haus u. Fücherin f. heirsch. Haus, 1 junge n s. Holl ausw, 2 tuchtige hei für Mtzzeri auswälts, te Landmadchen, mehrere u d Kücher mädchen f bier uew, 1 Haushalt Lehrling. idhaushält rin klnn einfoche in, mehee Arbeie innen Geberei, mehrere Arbeiterin. chdruckerei mehrere Arbeiterfür Buchbir derei, m hrere erinnen f. Kortonagenfabrik. Es suchen Stellung: aushälterin m. brillt. Zeugn. 1shälterin od Stütze f ruh. ##t, 1 Haushälter ia f. bücg. 1 ältere Haushälterin für -Hausbalt, 1 Arbeiteftau ichte Beschafigung, 1 perf. zum 1. 4, 1 Kinderfteul. Töche= Schulbildung auch uit riich, mehrere urbeitsstundenfcauen. feld, den 8 Januar 1906. Der Verwalter. Schiebeck. iehmigt in Rheinland, Westfase. Hessen-Nassau. ung., 8. u. 9. Febr. 1906. Strassburger eld Lotterie Geld-Gewinne, zus. M. Hauptgewinne: .30., Porto u. Liste 30 Pl. extra. len nach den erlaubten Gebieten ust. Pfordte, Essen(Ruhr). arl Heintze, n., Unter den Linden 9# alle durch Plakate kenntlichen Losgeschäfte. klich in Bielefeld. 30. Jahrgang Anzeigengebühr für die einspaltige Petitzelle oder deren Raum 12 Pf., für auswärts „ 15 Ps., Reklamen 25 Pf. „. Erscheint sechsmal wöchentlich Geschähftsstelle Ritterstr. 43. Fernsprecher Nr. 16. ## Sechäfrsstelle u. an düm Postanstalten ##., bei täglicher Zuin Bielesen 400., durch Briet####gn 1/#2 M. "— Wer ch Iekönig Dienstag, 9. Januar 1906. 9 Januar: Graf Wilhelm von Bückeburg, geb 1724— Professor v. Esmarch, bezühmter Chirurg geb. 1823.— Siegreiches Gesecht der Deutschen bei Billersexel, 1871. — Napoleon III., in Chiselhurst gest. 1873. — König Viktor Emanuel von Italien, gest 1878.— Döllinger, katholischer Theologe und Kirchenhistoriker, gest. 1890. Kirchlicher Quartalbericht. Oktober=Dezember. IV. Zu der Frage von Konfession und Union registrieren wir zwei Tatsachen, die in daz vergangene Bierteljahr gehören. In Schwelm wurde der Versuch gemacht, die lutherische und die reformierte Geeneinde zu einer einzigen unierten.meinde zu verschmelzen. Die P arrer der Gemeinde scheinen den Plan gefördert zu haben. Die Sache scheiterte an dem Widerspruch der Preslyteriums der geformierten Gemeinde. Natürlich freuen wir uns darüber, denn wir halten jede Alschwächung des klaren Bekenntnisstandes der Gemeinden für eine Schwächung der Kirche. Ein uniertes Glaubensbekenntnis gibt es man müßte denn auf das apostolische Glaubensbekenntnis zurückgehen und damit inde geschicktliche Entwickelung verleugnen. # unser Konsistorium schon Gelegenheit ####habt hat, zu dieser Bewegung in Schwelm Stellung zu nehmen, ist nicht bekannt geword.n. Dagegen überreichten in Kassel #er bisher reformierte Gemeinden den Airchen= und Staatsbek örden die einstimmigen Beschlüsse ihrer kleinen und großen PresSterien, hinfort von dem Zusatz„reformiert“ inen Gebrauch mehr zu machen, sondern h nur noch als„evangelische“ Kirchenmeinden zu bezeichnen. Dabei ist aus sücklich bemerkt, daß damit keine Aenderung dem Bekenntnis und der verfassungsmäßigen tellung der Kirchen gemeinden innerha.b r niederhessischen Kirchen gemeinschaft #absicheigt ist. Als Grund für ihr Vorthen geben die Gemeinden an, daß der usotz„reformiert" zu schweren und schädi#enden Mißverständnissen gegenüber den aus er preußtschen Ugion zuzievenden Evangeschen-führt habe und dem Vorurteil ständig Porsckub leiste, daß man es bei den bessich##formierten Gemeinden mit Zwinglianiemus mnd Cilvinismus zu tun habe. Feiner berde durch den abweichenden Nimen ganz ind gar die Tatsache verdunkelt, daß die pzenanrte reformierte Kirchengemeinschaft bit der lutherischen ia Hessen garz#asselbe Bekenntnis habe, nämlich die Augsburgische konfession und Apologie und im w sentlichen uthere Katechis mus benutzt(!). Endlich sei in unserer Zeit unbedingt erforderlich, eine Sammlung aller Evangelischen unter Bei ltest. Aug der trennenden Momente zu ver sichen. Wir mössen leider gestehen, daß uns sie kuchlichen Verhältn sse in H ssen zu wenig sekannt sind,*, um für diese Nachricht über.) Obgleich wier drei Zahre lang in C sel gerrodnt sab n int es uns dort doch nicht möglich gewesen, der den Bek.nntnisstand der bessisch reformierten che Klarheit zu gewinnen. Während von einer beite, und wir empfingen damals den Eindruck saß sie in den küchlichen Kreisen weit überwiege, eitr Berufung auf Bilmar behauptet wurde, die essisch reformierte Kirche sei durchaus sutherisch urd der Name„reformiert“ eigentlich für eine Philipp dem Großmütigen gemachte konze sion, während man sich lebhaft beklogte, daß sie Altpreußen des Namens halber sich durch dez der„lutherischen“. Gemeinde arschlössen, ersarte man auf der andern Stite die hessisch=rehimierte Kirche als durchaus reformiert, d die Behauptung, sie sei lutherisch, als ein kündlein der Vilmarianer. Auch in der Auffassurg Sakramente bestand domals vor 20 und mehr #ren ein schaifer Gegensatz Von einem sehr gesehenen„resormierten“ Herrn wurde erzählt, habe die Kirche verlassen, als bei Abhaltung er Sonntagsschule über die Taufe in unlutherischer Beise gesprochen wurde. Dagegen sagte uns einer r einflußreichsten resormierten Pfarter, jetzt ist er ast verewigt, als wir ihn über den Fall behaupt Verständnis zu haben. Luthers Katechismus gebrauchen und sich„reformiert“ nennen, ist ein Widerspruch in sich selbst Freilich heißt es„im wesentlichen". Das führt auf die Vermutung, daß man gerade das Wesentliche in Luthers Katechismus, nämlich die Sakramentslehre, weggelassen oder verändert hat, um auf diese Weise den sogenannten Unionsstandpurkt zu gewinnen. Daß wir die am Schluß der Mitteilung ausgesprochene Meinung, es sei in unserer Zeit unbedingt ersorderlich, eine Sammlung aller Evangelischen unter Beseitigung der trennenden Momente zu versuchen, in ihrem jedenfalls unionistischen Sinne aufs schäcfste bekämpfen, brauchen wir kaum zu sagen. Gingen wir darauf ein, so würden wir gerade das Gegenteil tun von dem, was Professor D. Ecke in Bonn uns anempfiehlt, denn die ganze modeine Theolog'e steht auf Seiten derer, die behaupten, lutherische Gemeinden, reformierte Gemeinden gibt es nicht. Wenn doch unsre Veimittlungstheologen endlich einmal einsehen wollten, wes Geistes Kinder die find, die sich auf ihre Seite stellen, sobald die Fahne der Union erhoben wird, unter der man gegen das geschichtlich gewordene Bekenntnis, sei es der lutherischen, sei es der riformierten Kirche, ankämpft. Es läge nahe, über das von der Regierung vorgelegte neue Schulgesetz zu reden, denn es berührt eine Lebensfrage der Kirche. Es würde das aber zu weit führen. Daß die radikalen Elemente der Lehrerschaft sich in möglichst lärmender Weise gegen den Gesetzentwurf auflehnen, ist selbstverständlich, daß aber auch christliche Lhrervereine sich von dem Geiste beeirflussen lessen, der auf dem„Preußischen Leyrertage" herrscht, ist schmerzlich. Die von den Geistlichen geübte Lokalaussicht ist ja vielen ein Dorn im Auge, weil man die großen Vorteile, die gerade sie den Lehrern bietet, völlig überfieht und weil das Standesbewußtsein sich dagegen auflehnt, aber wir möchten auch hier hinweisen auf die von Professor Ecke aufgestellten Sätz; und möchten den Lehrern, die doch treue Söhne der evangelischen Kirche sein wollen, raten, die reinliche und gründ liche Scheidung immer wieder zu betonen, welche das Wo.t„evangelisch“ anzeigt, denen gegenüber, die am liebsten dem Eoangelium die Schule verschließen möchten. Wäre doch wahr, was ein sächsischer Schulinspektor schreibt:„Die Lehrerschaft in ihrer Majorität dankt im stillen Gott, wenn der vorliegende Gesetzentwurf auch mit seinen konfessionellen Bestimmungen unter Dach kommen würde und damit ein Zankipfel arch aus ihrer Mitte wieder herausgeschofft ist.“ Schließlich bleibe nicht unerwähnt, daß nurmehr auch unsre küchliche Behörde in Münster, das Konsistorium, wieder vollzählig besetzt ist Wir Ravensberger freuen uns, daß zwei Söhne unseter Landschaft in kirchenregimentliche Aemter in unserer Pcovinz berufen sind. Der Generals#perintendent Zoellner ist ein Gütersloher Kind auch Schüler des dortigen Gynnasiums, der Konsistorialrat Culemann ein Brackwedr. So lange das Konsisorium in Münster besteht, hat noch kein Minder=Ravensberzer der lirchlichen Posinzialbehbide angehört. fragsen, ziemlich wörtlich:„Die hessisch=reformierte Kirche ist nicht lutherisch, sie ist, wie's ihr Nome sagt, reformiert und die Taufe ist dech nur en „„gesetzliches Weik““. Unionsleute hat is damals sicher in Cissel auch gegeben, wir haben aber solche nicht kennen gelernt Im allgemeinen gilt Nieder hessen als riformirt, Oderhessen ist streng lutherisch, das Hanauer Lund uniert und demgemäß gibt es auch drei Generalsuperintendenten, einen zeformierten, einen lutherischen und einen unierten. Leider können wir über die Stellung des„reformierten“ Katechismus zu den Sakramenten keine Auskunft geben. Er stellte immerhin eine derartige Umarbeitung des lutherischen Katechis mus dar— im ersten Hauptstück waren die Gebote nach resormierter Zählung aufgesührt—, daß den Kindern später in Bieltfeld das Umlernen erhebliche Schwierigkeiten bereitete.(D. Schriftl) Unser früher einmal an dieser Stelle ausgesprochenes Befremden darüber, deß in unserm Konsistorium überhaupt kein west. sälischer Geistlicher säße, ist beseitigt,.r sagen, zu unserer Genugtuung. Wir glauben nicht zu viel zu beharp en, wenn wir sagen, das Konsistorium in Münster hat unser Vertrauen und um so mehr als sein jetziger Präsident. Hrr von Sy ow, Vorsitzender der konfessionellen Gruppe in der Provinzial= synode von Schlesien war. Sollten wir auch ihn nicht gern willkommen heißen? Die Organisation der Arbeitgeber hat im verflossenen Jahre erhebliche Fort schritte gemacht. Dark dem rücksichtslosen Gebrauch ihrer Macht haben die Gewerkschaften eine ziemlich lückenlose Zentcalisierung der Arbettgeberverdände bewirkt. Dem Aufwerfen gewerkschaftlicher Machtfragen wird nunmehr von den Arbeitgeberorganisationen von vornherein ebenfalls mit ihren Machtmitteln rücksichtslos entgegengetreten. Als Hauptweffe diente den Arbeitgebern die Aussperrung, und diese Weff: hat sich bei den großen Streiks, die weniger den hatten, wirtschaftliche Vorteile zu erringen als den, die Macht der Gewerkschaften in den bestreikten Betrieben zu etablieren, durchaus bewährt. Die gewerkschaftliche Taktik, Streiks über einzelne Betriebsgruppen und zwar über die dem Betriebe am wenigsten entbehrlichen zu verhängen, ist von den Arbeitgebern mit der totalen Aussperrung beantwortet worden. In der letzten Zeit wurde dabei das sehr empfehlenswerte Verfahren beobachtet, die von der Aussperrung betroffenen Arbeitswilligen reichlich zu entschädigen. Die Arbeitgeberorganisationen emt fi iden jedoch die Taktik der totalen Aussperrung as zu kostspielig und wollen zu pirtiellen, jedoch über ganz Deutschland sich erstreck nden Aussperrungen übergehen. Sie sind sich aber noch nicht da über einig, wo sie die Grenzen für ein solches Verfahren finden und wie sie verhindern sollen, daß die Ausgesperrten auch in anderen Betrieben ausgespeirt bleiben. Neuerdings wird der Plan diskutiert, die Aussperrung nach Altersklassen vorzunehmen. Demgemäß sollen zunächst die Arbeiter bis zu 20 Jahren, darauf die bis 22 24 usw. Jahren ausgesperrt werden. Wr vermuten, daß ein bestimmter Modus eist nech verschiedenen Erfahrungen festgesetzt werden wird. I denfalls sind sich die organisierten und klossenkämpferischen Arbeiter selbst schule, wenn die Abwehr der Arbeitgeber sich immer rücksichts loser und schärfer gestaltet. Nachrichten. Aus dem Deutschen Reiche. Berlin, 8 Jaruar. Der Kaiser hütet infolge einer leichten Erkältung das Zimmer, doch fi den die regelmäßigen Vorträge statt. Prinz Adarbet von Preußen begab sich zu einem mehrwöchigen Aufenthalt nach St. Moritz im Ober=Engad n. Peinz August Wilhelm von Preußen, der vierte Sohn des Kaiserpaares, ist an einer leichten Erkältung erkrankt und muß seit einigen Tagen das Bett hüten. Das Feber war in der letzen Ncht ziemlich bedeutend. Dieser Tige war von einem Besuch berichtet werden, den König Eduard im Luuse dieses Jahres bei seinem kaiserlichen Neffin abstattet wärde. Darcuf ist Lord Knollys in Aktion getreten und hat pron pt und liebenswürdig erklärt, er wsse von einer derartigen Absicht seines Souveräns kein Wort. Die„Nordd. Allg. Ztg.“ läßt itzt kaum einen Tag vorübergehen, ohne den Vorwärts“ zu dementieren. Montag abend schreibt sie an der Sptze ihres Blettes: „Der„Vorwärts“ schreibt unter der Rubrik„Von der Börse“, verschiedene ausländische Zeitungen hätten von einer im intimsten Kreise gehaltenen Neujahrsrede Seiner Maj stät des Kaisers berichtet, aus der unter Bezugnahme auf die bevorstehende Marokkokonferenz ein deutliches Säbelgerassel hervorgeklungen habe. Auch bei diesen Meldungen handelt es sich um dreiste Unwahrheiten. Eine Neujahrsrede des angegebenen Insalts ist selbst im intimsten Kreise nicht gehalten worden. Die Ansprache an die kommandierenden Generäle war rein dienstlicher Natur, Politik und auswärtige Fragen wurden darin nicht berührt.“ Die„Kö.n. Ztg.“ dementiert offiziös das Gerucht, Deutschland werde ein Kreuzergeschwader nach Algeciras senden. Von einer solchen Absicht sei in maßzebenden Kreisen nicht das mindeste bekannt Zur Marokkofrage ist feiner folgendes zu notieren: Jounat, der Gouverneur von Algerien, hielt hier eine Rede, in welcher er erklärte, daß die Regierurg von nun an von jeder ernsten Besorgnis und Unruhe hinsichtlich der Verteidigung der algerisch=marokkanischen Grenze befreit sei. Das deutsche Weißbuch wurde heute ausgegeben. Weiteres darüber morgen Der Berliner Korrespondent des„Petit Parisien“ charakterisiert das deutsche Weißbuch als wichtige Ergänzung des französischen Gelbbuchs, und findet es besonders wichtig, hervorzuheben, daß nach dem Berichte des deutschen Vertreters in Fez Deutschland sich im guten Glauben befinden mußte, daß die Instruktion Lécisfés an Taillandier tatsächlich auf ein französisches Protektrrat über Marokko hinausliefe. Im großen ganzen habe man den Eindruck, daß Deutschland an dem guten Glauben der gegenwärtigen französischen Regierung nicht zweifle. Aus Anlaß der erneuten Erörterung über die„Feage" der braunschweigischen Thronfolge bringt der„H..“ eine Mitteilung darüber, woran vor zwei Jahren der damals angebahnte Ausgleich und die geplante Zusammenkunft zwischen Kaiser und Herzog in Kopenhagen gescheitert seien: „Rcht einmal an dem Einfluß hannoverscher Weifen, der wenigstens in jenem Augenblick, wie man hört, nicht besonders eingewirkt hat,— wohl aber an dem in letzter Stunde von dem Herzog von Cimberland gestellten Verlangen, von Kaiser Wilhelm als tegierender Fürst empfangen zu werden. Eine drastische Gegenfrage des Kaisers auf dies ihm übermittelte Ansi nen machte damals der weiteren Erörterung der Angelegenheit ein Ende, und Rücksichten auf die Gesundheit irgend eines Familienmitg iedes nötigten den Herzog, Kepenhagen im letzten Avgenbick zu verlassen.“ Bezüglich der beabsichtigten sozial demokratischen Massenkundgebung am 21. Januar und der ev. zutreffenden Maßnahmen der Regierung erfährt eine hiesige Korresponderz, daß ein Verbot dieser Versammlungen nicht stat fiiden wird; doch wird jede Versammlung, sobald sie einen unruhigen, tevolutionären oder staatsfeindfeindlichen Verlauf nimmt, oder fall; den Anordnungen der Polizei nicht Folge gegeben wird, aufgelöst werden. Irgendwelche Demenstratiorszüge nach diesen Versammlungen werden auf keinen Fall zugelassen. Sollten sie erzwungen werden, so wird gegen dieselben mit aller Macht vorgegangen werden. Die Schnellfahrversuche mit Dampflokomotiven werden bei der preußischen Staats bahnverwaltung demnächst wieder aufgenommen werden. Minister v. Budde hat die Eisenbahndirektion Berlin beauftragt, die Versuchsfahrten, die voraussichtlich von Spandau aus auf der Strecke nach Hannover stattfinden werden, zu leiten und darüber zu berichtn. Der Hilfsausschuß für die notleidenden Deutschen Rußlands hat seine Geschäftsstelle Berlin, Dessauerstraße 30,.dgeschoß, errichtet. Gesuche fiad dorthin zu richten. Et wird jedoch gebeten, Geldsendungen ausschließlich an die Königliche Seehandlungshauptkasse Berlin, Mark grasenstraße 46 a, einzusenden, und zwar mit dem Vermerk„Für die notleidenden Deutschen Rußlands". Nach einer den Königsberger Zeitungen zugehenden Mitteilurg sind letzthin sieben ostpreußische Rittergüter, die seit Jahrhunderten in deutschen Händen waren, in polnischen Besitz übergegangen. Auch das atdeutsche Domanium Frankenau im Kreise Neidenburg ist vom polnischen Güteragenten Crsimir Larki angekauft worden. Dresden, 8. Jan. Der Kohlenlader Boehme wurde heate wegen Beteiligung an den Demonstrationen am Spätabend des 17. Dezember 1905 auf der Brühlschen Terrass: und an verschiedenen Stellen der inneren Stadt zu zwei Jahren Gefängnis verurteilt. Der Aufstand in SüdwestAfrika. van Semmern, Oberstleutnant, von der Stellurg als Kommandeur des 2. Feldregiments enthoben; von Estorff. Major und Bataillors Kommandeur im 1. Feldregimert, zum Kommandeur des 2. Feldregiments ernannt; v. Lettow=Vorbeck, Harptmann und Adjutant des Kommandos, als Kompagniechef in das 2. Feldregiment versetzt. Der König von Sachsen hat die Rückkehr des Generalleutnants v. Trotha aus Südwestafrika zum Anlaß genommen, einer großen Anzahl Offiziere, die der Schutztruppe für Südwestafrika angehören bezw. angehört haben, Ordensauszeichnungen zu verleihen. U. a. erhielten solche die Generale v. Trotha und Leutwein, die Obersten v. Deimling, Ohnesorg und Eben, die Oberstleutnants Chales de Beaulieu, v. Mühlensels, die Mojore v Redern u. Quade, sowie Hauptmann Franke. Aus dem Auslande. Debreczin, 7. Jan. In der Untersuchung wegen des Ueberselles auf den Obergespan Kovacs wurden heute fünf Personen vernommen. Abends wurden ein Schlosserlehrling und ein Bildhauer, welche den Obergespan geschlagen haben, verhaftet. Paris, 8. Jan. In den Wandelgängen der Kammer verlautet, in einer Versammlung der Linken sei beschlossen worden, für die Präsidenten wahl Doumer einen Gegenkandidaten in der Person Sarriens entgegenzustellen. Die Demokraten seien auf der Versammlung nicht vertreten gewesen. London, 8. Jan. Der König unterzeichnete heute nachmittag in einer Kronratssitzung die Proklamation, durch die das Parlament aufgelöst wird. Im Anschluß daran wurden die Parlamentswahlbefehle an die Wahlvorsteher ausgegeben. England. In einer Wahlversammlung in Manchester wurde Balfour, als er die Homerulefrage erwähnte, von so furchtbarem Tumult unterbrochen, daß er 40 Minuten lang nicht weiter reden konnie. In Derky wurde Chamberlain in einer Wahlversammlung niedergebrüllt. Der Premierminister Campbell Banuerman sagt in einem Wahlaufrus, die Unionisten kätten in der Führung der auswärtigen Politik auf die Elgentümlichkeiten verzichtet, welche seine Partei früher zu tadeln gehabt hätte, und dies mache es der jetzigen Regierung möglich im wesentlichen die Politik der letzten Regierung sortzusetzen ohne von der freundschaftlichen und nicht berausfordernden Art der früheren liberalen Regierung abzugehen. Es werde die Pflicht der jetzigen Regierung sein, das System der Selbstverwaltung, der bürgerlichen und religiösen Freiheit, sowie den Freihandel aufrecht zu erhalten, ferner, soweit als mözlich, die Nachteile, welche in den letzten Jahren entstanden seien, wieder gut zu machen und soziale und wirtschaftliche Re formen zu sichern. Rußland. Die Gewalttätigkeiten, die sich der Rigaer Pöbel gegen die Dragonerwache in der Gummifabrik Prowodnik geleistet hat, sind in furcht barer Weise gerächt worden. Der L.“ erhält einen von der Zensur nicht durchgelassenen, ihm aber auf andere Weise zugestellten Bericht seines Rigaer Korrespondenten. Dieser schreibt: Als die Arbeiter und Frauen, die in der Fabrik Pcowodnik eingeschlossen waren, ihre Freilassung verlangten, erklärte der Wachkommandeur Oberst Meidel, sie sollten binnen fünf Minuten die Mörder nennen, sonst würde er schießen lassen. Die Arbeiter weigerten sich. dieser Aufforderung nachzukommen. Meidel befahl nun, Kanonenschüsse in den Fabriksaal abzugeben. Das geschah, und über 100 Arbeiter wurden getötet. Nun brach eine furchtbare Panik aus. Die Arbeiter suchten zu fliehen, wurden aber von den Soldaten mit Schüssen zurückgetrieben. Wieder gab es viele Tote. Darauf wurden drei Mörder ausgeliefert. Jetzt ließ der Oberst die Weiber ziehen. Die Männer lieferten später noch 40 Delegierte aus, welche gesetzmäßig die Interessen der Arbeiter zu vertreten hatten, und wurden darauf gleichfalls freigelassen. Die Delegierten blieben in Haft, sie sollten bis zum nächsten Tage die Mörder nennen, widrigen falls sie gehenkt würden. Von den Aufrührern, die den Ueberfall auf die Tragoner ausgeführt hatten, wird ein unmenschliches Verhalten berichtet: sie sollen den Dragonern, die sie im Schlafe erstachen, ganze Fleischstücke aus den Körpern ausgeschnitten haben. In Rostow am Don flüchteten die Ausstät dischen vor den Truppen unter Zuröck assung der Waffen. In Riga wurde das sozialdemokratische Lokalkomitee verhaftet. Von den 16 Haupträdelsführern wurden bei dem Versuche, zu fliehen, drei gerötet und einer schwer verwundet. Das gegenwärtig auf der Flucht befindliche Förderativkomitee führte u. a. auch ein eigenes Gericht ein, bei welchem Folter und Todesstrafe die Hauptrolle spleiten. Der Regierung ist unter anderen Papieren auch die Proskriptionsliste des Förderativkomitees in die Hände gefallen, nach der gegen 200 Personen, Gutsbesitzer und städtische Bürger, zum Tode verurteilt waren. Der General gouverneur Sollohub übertrug seine Vollmachten im Kreise Werna und Walk dem General Ostow, in den Kreisen Dorpat und Felbin dem General Klotschenko, in der Stadt Riga und den übrigen Teilen des Livlandes dem Gouverneur Swegin zow.— Der am letzten Freitag in Riga ausgelaufene Dampfer„Wolga“ hat insgesamt 1047 Personen heimzeschafft, und zwar 803 Reichsdeutsche, unter diesen 614 Arbeiter, ferner 38 Oesterreichee bezw. Ungarn, 20 Italiener, 25 Schweizer, 4 Engländer, 2 Fransosea, 2 Belaier, 10 Dänen, 1 Schwede, 5 Türken, 3 Rumänen, 6 Amerikaner und 128 russische Balten. Die Telegraphen=Verbindungen zwischen Berlin und Rußland sind jetzt sämtlich wieder hergestellt Der Verkehr wickelt sich im allgemeinen wieder normal ab, wenn auch in einzelnen Leitungen noch zeitweise Unterbrechungen vo kommen. Weitere Meldungen erfolgen nicht mehr.— Die„Köln. Zig.“ erhielt vom Hilfsverein der Deutschen Juden die Mitteilung, daß jegliche Unterstützung der Revolutionäre ausgeschlossen sei. Eine jürische Abordnung, die dieser Tage von derartigen Gerüchten hörte, wandte sich an den Grafen Witte, um gegen die Anschuldigungen Einspruch zu erheben. Witte erklärte der Deputation, es handle sich um ein lächerliches Mißverständnis. Kirche, Schule und Die liberal=protestantischen Kreise in Rheinland und Westfalen sind, wie die„K..“ schreibt, durch den Zusammenschluß der ortho dexen Kreise veranlaßt worden, nach einer engeren Verbindung zu streben und die Gründung einer„Rheinisch=west= fälischen Vereinigung der Freunde evangelischer Freiheit“ ins Auge zu fassen. Die konstituierende Hauptversammlung soll am 2. Februar in Köln sein. Das Ziel der Vereinigung ist: Tatkräftige Mitarbeit aller freier Gerichteten an sämtlichen Aufgaben des Gemeindelebers sowohl bei den kirchlichen Wahlen zur Repräsentation, Presbyserium und Synode, wie auch besonders bei allen Unternehmungen zur Förderung chiistlicher Erkenntnis und Liebestätigkeit.— In Nr. III des„Kirch: lichen Quartalberichts“ wurde diese beabsichtigte Gründung bereits besprochen. Kolonialpost. (Deutschostafrika.) Am Sonnabend wurde an fünf Rädelsführern aus dem Bezirk Dar=es=Salaam, namens Magimba, Matangosofi Kiduka, Magensabili und Banamungi im Beisein einer großen Volksmenge und von über 100 Europäern die Hinrichtung durch den Strang vollzogen. Gericht und Rechtsprechung. Bielefeld, 6. Januar.(Strafkammer.) 1. Der 19 Jahre alte Handlungsgehilfe C. R. von hier erhielt wegen Unterschlagung, Betruges und Urkundenfälschung eine Gesamtstrafe von 1 Jahr und 6 Monate Gefängnis, worauf ihm von der zweimonatlichen Untersuchungshaft 1 Monat in Anrechnung gebracht wurde.— 2. Gegen den 19 Jahre alten Handlungsgehilfen A. Sch. von Enger wurde wegen Beihilfe zum Verbrechen gegen das keimende Leben und wegen fahrlässiger Tötung verhandelt. Der Angeklagte hatte mit der unverehelichten M. B. zu Enger ein Verhältnis unterhalten. Als sich das Mädchen schwanger fühlte, hat sie den Angeklagten ersucht, ihr ein Mittel zu besorgen um die Schwangerschaft zu vertreiben. Der Angeklagte hat ihr das Gewünschte besorgt und die Folge davon war, daß das blühende Mädchen infolge Vergiftung gestorben ist. Der Gerichtshof nahm nicht an, daß dem Angeklagten die Gefährlichkeit des Mittels bekannt gewesen und sprach ihn deshalb von der Anklage der fahrlässigen Tötung frei, dagegen wurde eine Beihilfe zu dem vorerwähnten Verbrechen für vorliegend erachtet. Mit Rücksicht auf die schweren Folgen wurde der Angeklagte zu einem Jahre Gefängnis verurteilt. — 3. Angetrunken hat der Taubstumme W. P. von Klosterbauerschaft ein Pocket mit Wolle im Werte von 100 Mark gestohlen. Er erhielt wezen versuchten Betruges und Diebstahls 3 Monate und 3 Taze Gefängnis unter Anrechrung von 6 Wochen Untersuchungshaft.— 4. Der Bäckerlehrlirg W. K. zu Minden war vom Schöffengericht in Minden wegen Hausfriebensbruchs mit einem Verweise bestraft. Die Strafkammer hob das erste Urteil auf und sprach den Knaben, dem effenbar das Bewußtsein einer rechtt widtigen Handlung gefehlt hat, kesterlos frei. Lokales und H. Bieleseld, 9. Jan.(Epiphanias. feier in Bethel.) Wie alljährlich, so wurde am vergangenen Sonnabend das Epiphaniasfest in der Zionskirch: gefeiert. Den Gottesdienst, welcher um 7 Uh abends begann, leitete Herr Postor Siebold duch eine feierliche Liturgie ein, worauf eine ernste Rede über die große Bedeutung des Tages für alle Christen folgte. Das Epiphanias fest sei das allerälteste christliche Missionsfest. Die Weisen aus dem Morgenlande waren Heiden und sie stoßen sich nicht an der äußerlich geringen.stalt des Kindes in der Krippe. Während des Gottesdienstes leuchtete ein rotes Kreuz aus der Höhe der Kirch=, die Christbäume erhellten sie durch ihre Kerzen und entfalteten noch einmal den geheimnisvollen Zauber der Weihnachtszeit: ein Licht erlosch nach dem andern und zum Schluß sang der Kirchenchor:„Es ist ein Ros' entsprungen". Das ganze Jahr hindurch erinnert man sich gern dieser ansprechenden Epiphaniasfeier. (Hochwasser.) Infolge des anhaltenden Regens ist im östlichen Teile Westfalens und in Lippe Hochwasser eingetreten. Die Werra, Aa, Bega und die Salze sind aus ihren Ufern getleten. Heute ist treck.nes Wetter eingetreten. *(Schul unterhaltungsgesetz.) 81 dem am 15. Januar stattfindenden Städtetage, der das dem Landtage vorliegende Schulunterhaltungsgesetz beraten wird, ist Herr Oberbürgermeister Bunnemann vom Magistrat abgeordnet. *(Die Haushaltspläne) der 2. bis 12. Bürgerschulen erfordern 41259 Mark Mehrkesten für das neue Etatsjahr 1906, verursacht durch 16 neue Lehrstellen und Erhöhung des Grundgehaltes der Lehrerinnen. Für die 1. Bürgerschule wird der Zuschuß von 13180 Mk. auf 15135 Ml. poo 1906 erhöht. Für das städtische Krankenhaus wird insolge erheblicher Abnahme der Bewegungsziffer des letzten Jahres von 51600 Mk. auf 55.800 Mk. pro 1906 erhöht. (Theater.) Das von Maurice Ordonneau zu der als Sonntagsvorstillung gespielten Operetie „Die Puppe“ gelieferte Libretto erhält keine dramatischen Handlungen oder tiefe seelische Konflikte, sondern ist sehr einfach, aber in seinem trifflichen Humor ganz niedlich. Es teilt sich in ein Vorspiel und drei Akte Das Vorspiel hat den Garten eines Klosters zum Ort der Handlung. Lanzelot, neben der Puppe der Held des Stückes, ist als Novize in ein Kloster eingetreten. Wenngleich er an seiner ersten Arie von sich singt:„Ich bin von so schüchternem Blut“, so ist doch nach den Erfahrungen, die man später mit ihm macht, die Hinneigung zum andern Geschlecht nicht in ihm getötet und erstorben. In der Kasse und Speisekammer des Klosters herrscht Ebbe! Der Konventsvorsteher glaubt ein Mittel zur Hilfe gefunden zu haben. Lanzelott soll, wenn er sich verheiratet, von seinem Onkel 100000 Gulden erhalten. Laut einer gefundenen Annonce liefert der Fabrikant Hilarius Puppen, die automatisch menschlich: Tätigkeit verrichten. Lanzelott soll eine solche Puppe erwerben, sich mit ihr trauen lassen und mit der dann vom Onkel erhaltenen Heiratsptämie ins Kloster zurückkehren. Der Kauf der Puppe, die Hochzeit, die Rückkehr ins Kloster mit der Puppe und das Erkennen derselben als liebendes und liebenswertes lebendiges Menschenkind, sind die Ueberschriften der einzelnen Akte. Lanzelott tritt aus dem Klosterverbande aus und führt, wie IE Ein Bild aus dem Soldatenleben von Freifrau Adda v. Liliencron, geb. Freiin v. Wrangel. 67](Nachdruck verboten.) „Mein Neffe ist jitzt viel hier. Er hilst Lotte die unbändigen Knaben in Ordnung halten", erzählte Frau von Gerbach dem junger Offizier, und diese Mitteilung erfüllte Nordendeck mit einem gewissen Unbehagen. Der bildhübsche, redegewandte Offizier, voll Liebenswürdigkeit und meist heiter gelaunt, war wohl imstande, einem jungen Dinge den Kopf zu verdrehen, wenn er es darauf anlegte. Würde er auch Lolte über seine Oberflächlichkeit wegtäuschen, auch ihre klaren Augen blenden, daß sie mehr in ihm sah, als in Wirklichkeit vorhanden war? „Das kann mir im Grunde gleichgültig sein“, wollte er sich einreden. Aber gebieterisch erklärte ihm eine sehr deutliche Stimme in seinem Innern:„Nein, durchaus nicht, denn wer mir so wert, so lieb ist wie die Lotte, den möchte ich einst in guten Händen wissen, in den treuesten! Für ein so famoses Mädchen ist der Beste nur eben gut genug!“ Ganz heiß wurde ihm bei dem Gedanken. Er fuhr mit der Hard über die Stirn. Jene bangen— schönen Stunden, die er im Gerbachschen Hause durchgemacht hatte, traten vor seine Seele. „Ich habe etwas erlebt, etwas Wunderbares“, murmelte er.„Lotte, Lotte, nein, sie darf nicht Gerbachs Schöntun schenken!" Die Woche war im Fluge vergangen. Am nächsten Tage wollten die beiden Freunde nach Ulmenborst, dem Landsitze des alten Herrn von Nordenbeck, abreisen. Das Lebewohl im Hause des Obersten machte sich leichter, als der junge Offizier zu hoffen gewagt hatte. Der Oberst verwickelte ihn in ein Gespräch, das strahlende Brautpoar trat in den Vordergrun), und Thekla mußte sich diesmal in die zweite Rolle hineinfinden. Sie lehnte müde in ihrem Sessel. Der träumerische Ausdruck in den schönen Zügen, der ihr sonst so fern lag, gab ihr heute einen besonderen Reiz. Nur selten mischte sie sich in die Unterhaltung, aber kein Wort entging ihr von dem, was Nordenbeck sagte. Als dieser dem Obersten erzählle, daß er von seinen Verwandten, dem Syburgschen Ehepaare, eine Einladung nach Berlin erhalten habe und vielleicht die letzten Tage seines Urlaubs dort zubringen werde, richtete sich Thekla auf. „Das würde ich unter allen Umständen tun, Herr von Nordenbeck“, erklärte sie. Dieser lächelte ob ihres Eisers.„Wenn mich nicht die vielgeliebte heimatliche Scholle zu fest hält, werde ich nach Beilin gehen. Aber ich stehe nicht dafür ein. Das Zu hauses in ist so köstlich, daß man ungern auch nur einen Tag davon hergibt.“ Das schöne Mädchen zuckte ungeduldig die Ochseln. Für solche Gefühle hatte sie nickt viel Verständnis.„Ihre Verwandten würden Ihnen diese Abweisurg nie verzeihen“, fuhr sie eindringlich fort.„Sie dürfen nicht wegbleiben, müssn hin.“ Ein kurzer, flaumender Blick traf ihn. Wie auflodernde Leiderschaft sprühte es ihm daraus entgegen.„Das„Sie müssen hin“ hatte fast wie ein Befehl geklungen. Er begriff sie in diesem Augenblick richt. Eine Erklärung zu erlangen, war aber unmöglich, denn neue Besucher wurden an gemeldet, und das Abschiednehmen geschah im vollen Trubel von vielen Menschen. Jetzt wanderte er zu Gerbachs. Der Hauptmann war heute zum ersten Male aufgestanden, er du fte ihn nicht stören, denn nach der Anstrenzung, die ihm das verursacht hatte, sollte er der Ruhe pflegen und schlief jetzt. Frau von Gerbach nahm im Flüstertone, um den Gatten nicht zu fören, Abschied von No denb.ck. „Fräul in Lotte darf ich wohl bei den Kindern aufsuchen", bat dieser.„Ich möchte mich ihr en pfehlen.“ Einige Augenblicke später stand er, von der Hausfreu geleitet, Lotte gegenüber. Frau von Gerbach halte gleich das Zimmer cerlessen, aber die Knaben fielen über Onkel Mox her und hatten tausend Dinge zu fragen. Sowohl Latte wie Nordenbeck empfanden die Gegenwait der Kinder wohltuend. war eine Ableitung für eine unerklärliche Befargerheit, die sich beider bemächtigt hatte. Die lebhaften Knaben stellten so viel Fragen, daß der jurge Offizier vollauf mit ihrer Beantwortung zu tun hatte. „Onkel Mex, hast du den Prachtpferdestall gesehen, den Onkel Bruno uns gezimmert hat?“ Sie schleppten Nordenbick wie im Triumphe zu dieser neuen Errungenschaft ihrer Spielstube. „Herr von Gerbach ist wohl viel hier?“ fragte der junge Offizier und blickte nach Lotte. Sie hatte sich abgewandt und antwortete nicht An ihrer Statt riefen die Jungen im Chor:„Alle Tage, wenn er keinen Dienst hat.“ (Fortsetzung solgt.) wir hoffen, an d liches Famlienl.b Edmond Audran nicht reich ist an haltend, geistreich Koketterie, Grazie, keit. Diesem C gewandtheit der Werkes unertbeh nickischem Gesange singen, plaudern, ein Zzudern; kon man mich mit Oe kann ich auch—0 ein Menuett wird im Walzer gar re Karl alles gehalte gewonnen. Einer digen Puppenfabri Herr Sandhage. in der Rolle des Recht und Herr Chanterelle eine: Bahnen bewegten Wiesner(Konvents und Wesolowsky anerkannt schaust klang gepreßt. 1 Margreiter mit freudige Sonntags Vorstellung, wor gsseur ein Verdie (Stadttheat oder„Die lustige nicht, diese beiden nach Athen trage Stückes schreiben. Rüger, den allbel schar, ein Grund wieder anzusehen. überschüttete den Bertram spieltes Platen) mit freuet Majewski als St Herr Garrison al als Rosel cccomp das Operettenperst guten Sache gest Fräulein Wilheln Bloecker reizende dienen lobende A (Aus dem T schrieben: Morger Gastspiel der kör Luise Dumon ihrem vorjährige innerung, hat si interessanten Frai bekannten vierakti von Valeni“ Brociner gewählt Schriftsteller spie sellschaft und zei bis zum Schlusse tung aus. Frl. 1 des Deutschen 2 Werkes hat Hei Härden, währen den Hauptrollen? Mühlhan, A meister, Ga jewski, Mai Rumann und m(Großf 40 Minuten straße aus tele das der Witwe Finkenstraße N freiwilligen Fer und ging zundgegen den Bra später eintreff zweite Schlauch ohne in Tätig war das Feu bedeutend. Aus den K Minden, kammer zu fälische Tabakv an den Deut folgende Anlaz Handelskammer standes des A 3. November von Rheinbabe die Verbre tun wesifalischen K sord 3— Hausbesitz der arbeiter in 6. Nachweisur im Amte Gos ford), die im E sind, und in trieben wird. Gemeindesteuet Tabekfabrikan Minden zollerhöhn „Rosental“ f Lübbecke vera Tabakinte sammiung hi# Leonha Material gesti über die schwer steuer Ges Besprechung u tagtabgeordnet sich auch geg nach einstimmit Reichetag folg dem Reicheto wegen Aender wir hoffen, an der Seite seiner Alesia ein glück. liches Famlienl ben.— Zu diesem Steff hat Edmond Audran eine Musik geschrieben, die zwar nicht reich ist an deutscher Tiese, aber stets unterhaltend, geistreich und geschmackvoll, voll anmutiger Koketterie, Grazie, Liebenswürdigkeit und Leichtigkeit. Diesem Genre ist eine bedeutende Spielgewandtheit der Darsteller zum Gelingen des Werkes unertbehrlich. Was die„Puppt“ in nickischem Gesange verspricht:„Ih kann tanzen, singen, plaudern, nur beim Sprichen merkt man ein Zaudern; kann auch rascher konversieren, wenn man mich mit Oel tut schmieren; klassisch tanzen kann ich auch— Gavotte streng nach alten Brauch; ein Menuett wird von mir(xekutiert, kann mich im Walzer gar reizend wiegen—“ das hat Frl. Karl alles gehalten und damit das Publikum ganz gewonnen. Einen äußerst beweglichen und lebendigen Puppenfabrikanten Hilarius stellte der bewährte Herr Sandhage. Dem drastischen Humor verhalf in der Rolle des Loremois Herr Platen zu seinem Recht und Herr Rüger war ihm als Baron Chanterelle eine vortreffliche Stütze. In ruhigeren Bahnen bewegten sich die Aufgaben der Herren Wiesner(Konventsvorsteher), Mejewski(Balthasar) und Wesolowsky(Basillus). Herr Bloecker wird anerkannt schauspielerisch freier, seine Stimme klang gepreßt. Den Lehrling zeichnete Fräulein Margreiter mit munterer Laune. Das beifallfreudige Sonntagspublikum nahm die wohlgelungene Vorstellung, woran auch Herr Meißner als Regisseur ein Verdienst hat dankbarst auf. (Stadttheater.)„Robert u. Bertram“, oder„Die lustigen Vagabunden", wer kennt sie nicht, diese beiden Allerweltskerle, es hieße Eulen nach Athen tragen, etwas über den Inhalt des Stückes schreiben. Aber es war Benesiz für Herrn Rüger, den allbeliebten Künstler unserer Theaterschar, ein Grund mehr sich die alte bewährte Posse wieder anzusehen. Das beifallsfreudige Publikum überschüttete den Benefizianten, der die Rolle des Bertram spielte samt seinem Partner Robert(Herr Platen) mit frenetischem Beifall Doch auch Herr Majewski als Steambach, Herr Bacher als Michel Herr Garrison als Ippelmeyer, Frl. Margreiter als Rosel cccompagnierten aufs glänzendste. Auch das Operettenpersonal hatte sich in den Dienst der guten Sache gestellt und waren die Lieder der Fräulein Wilhelmi und Karl sowie des Herrn Blorcker reizende Zugaben. Regie und Musik verdienen lobende Anerkennung. (Aus dem Theaterbureau) wird uns geschrieben: Morgen(Mittwoch) findet ein einmaliges Gastspiel der königl. preuß. Hosschauspielerin Frl. Luise Dumont statt. Fräulein Dumont, von ihrem vorjährigen Auftreten noch in bester Erinnerung, hat sich als diesjährige Gastrolle den interessanten Frauencharakter der Sanda in dem bekannten vieraktigen Schauspiel„Die Hochzeit von Valeni“ von L. Ganghofer und M. Brociner gewählt. Das Werk der beiden beliebten Schriftsteller spielt in der guten rumänischen Gesellschaft und zeichnet sich durch eine spannende, bis zum Schlusse steigernde hochdramatische Handkung aus. Frl. Luise Dumout ist die beste Sanda des Deutschen Theaters. Die Inszenierung des Werkes hat Heir Oberregisseur Meißner in Härden, während neben der berühmten Gastin in den Hauptrollen die Damen Alberta, Hummel, Mühlhan, Wolf und die Herren Baumeister, Garrison, Kämmerer, Majewski, Mannstädt, Platen, Rüger, Rumann und Sandhage beschäftigt sind. m(Großfeuer) wurde gestern 5 Uhr 40 Minuten nachmittags von der Finkenstraße aus telephonisch gemeldes. Erbrannte das der Witwe Stucker geköcige Wohnhaus Finkenstraße Nr. 66. Die 3 Abteilung der freiwilligen Feuerwehr war schnell zur Stelle und ging zunächst mit einer Schlauchleitung gegen den Brandherd erfolgreich vor. Die später eintreffende Brandwache legte eine zweite Schlauchleitung und rückte wieder ab, ohne in Tätigkeit zu treten. Um 9¼ Uhr war das Feuer aus. Der Schaden ist bedeutend. Aus den Kreisen Minder uus Minden, 9 Januar.(Die Handelskammer zu Minden) und der Westfälische Tabakverein hat eine Denkschrift an den Deutschen Reichstag gerichtet, die folgende Anlagen enthält: 1. Eingabe der Handelskammer zu Minden und des Vorstandes des Westsälischen Tabalvereins vom 3. November 1905 an den Finanzminister von Rheinbaben. 2 Uebersichtskarte über die Verbre tung der Tabakindustrie in den wesifalischen Kreisen Minden, Lübdecke, Her ford 3—5. Uebersichtskarte über den Hausbesitz der Tabakfabrikanten und Tabakarbeiter in west älischen Landzemeinden. 6. Nachweisung über die Anzahl der Häuser im Amte Gobfeld Mennighüffn(Kreis He ford), die im Elgentum von Zigatrena#beitera sind, und in diren Z garrenfabrikation betrieben wird. 7. Nachweisung über das Gemeindesteuersoll und den Steueranteil der Tabekfabrikanten und der Tabakarbeiter. Minden 7. Jan.(Gegen die Tabak= zollerhöhung) Ia der heutigen im „Rosental“, für den Wahlkreis MindenLübbecke veranstalteten, von etwa 2000 Tabakinteressenten besuchten Versammiung hielt Herr Fabrilbesitzer Fr. H. Leonhardi einen durch reichhaltiges Material gestätzten Vortrag(Bericht folgt!) über die schweren Schädigungen des Tabak steuer Gesetzentwurfs. Nach weiterer Besprechung unter Beteiligung des Reichstagt abgeordneten Herrn Sielermann, der sich auch gegen die Vorlage erklärte, wurde nach einstimmigem Beschluß an den Deutschen Reichetag folgende Petition gerichtet:„Der dem Reichetoge vorgelegte Gesetzentwurf wegen Renderung des Tabaksteuergesetzes bedeutet in der Erhöhung des Zolles auf Rohtabak einen drohenden und vernichtenden Schlag gegen das Forthestehen der westsälischen Zigarrenindustrie. Bei der Besonderheit ihrer Fabrikation wird jede weitere Belastung des Rohtabaks für sie völligen Verlust der Probuktion der 5 Pfennigzigarre und eines großen Teiles der 6 Pfennigpeeislage zu gunsten von Süddeutschland herbeiführen Damit würde der Zisammenbruch vieler Fabrikanten verbunden sein und Eatlassang von über 40 Pcozent der Arbeiter, die von mehr als im ganzen 27000 ansässigen Arbeitern der Tabakindustrie über 10000 treffen würde. Das würde in wirtschaftlicher und sozialer Hinsicht eine schwere Schädigung für unsere ganze Gegend bedeuten, über welche die Zigarrenindustcie mit ihren Hilfsgewerben weit verzweigt ist. Gegen diese drohende Gefahr rufen wir den Deutschen Reichstag um Schutz an mit der Bitte, einer Zollerhöhung auf Rohtabak nicht zustimmen zu wollen.“ Minden, 9. Jan.(Leichenfund) Vorgestern mittag wurde im alten Bastauhafen an der Wiser die Leiche einer älteren Frau, der Witwe Harfenstein, gefanden und polizeilicherseits zur Leichenhalle geschaff:. Minden, 9. Jan.(Feuer) Sonntag mittag brach Feuer im Dach des Gasthauses „Zur Stadt Hannover“ am Marktplatz aus. Nach Verlauf einer Stunde war es, ohne besonderen Schaden angerichtet zu haben, gelöscht. Oldendorf, 6. Jan.(Altertumsfunde.) Beim Ausschachten von Sand in den hiesigen Hartziegelwerken von Hubrechtsmeyer stieß man auf zwei Urnen mit Kochenüberresten. Eine derselben wurde leider zertrümmert, ehe man sie als solche erkonnte; die andere konnte dagegen wohlerhalten zutage gefördert werden. (Mind. Ztz.) Aus dem Kreise Herfort. Herford, 8. Jan.(Stadtverordneten= Sitzung) Eine Ausschußsitzung firdet am Donnerstag Nachmittag 5½ Uhr statt. Herford, 8. Januar.(Der LehrerVerein) hält Mittwoch Nachmittag 4 Uhr im Restaurant Biermann eine Sitzung ab. Auf der Tagesordnung stehen u..: Unwahl des Vorstandes. Aenderung der Vereinssotzungen. Die wissenschaftl. Vorträge. Rückblick auf die letzten Volksunterhaltungsabende. Vortrag: Was bringt uns das neue Schulgesetz? Herford, 8. Jar.(Auf dem Wochenmarkte) kosteten Montag das Pfund Butter 105—115 Pfg., Eier 80—85 Pfg., Rosenkohl 20—25 Pfg., Schwarzwurzeln 20 Pfg., Wurzeln—5 Pfg., Zwiebeln—10 Pfg., weiße Rüben—4 Pfg., rote Beeten 10 Pfg., Aepfel 10—20 Pfg., Nüsse 25—30 Pfg., 1 Kopf Weißkohl 10—25 Pfg., Wirsing—20 Pfg., Endivien 10—20 Pfg., Rot=ohl 10—30 Pfg., Blumenkohl 10 bis 50 Pfg., Braunkohl—7 Pfg., Kopf 10 Pfg., Sellerie Stück 10 Pfg, Stck rüben—10 Pfg. zu 15 Mk. Geldstrafe event. 3 Tagen Haft. 8 Herford, 8. Jan.(Besitzwechsel.) Das dem Herrn Architekten S. Schulze hier gehörende, in Lübbecke belegene Hotel Drei Kionen wurde von Herrn Fiebig aus Bielefeld(bisheriger Pächter des ZentralHotels) käuflich erworben. Ferner erwarb der Gutsbesitzer Herr Rietbrock, Lengerich, die Besitzungen Hermannstraße Nr. 26 und 28, sowie Ahmserstraße Nr. 20. Herr Schulze dagegen kaufte ein größeres Bauterraln an der Heeperstraße zu Bieleseld. Die Gesamtkaussumme beträgt ca. 230000 Maik. II Löhne, 8. Januar.(Landwirtschaftlicher Kreisverein.) Am 31. Jaruar cr., nachmittags 3 Uhr, firdet im Saale des Herrn Horstkotte hierselbst eine gemeinschaftliche Sitzung des landwirtschaftlichen Kreisvereins Herford und des Oitsvereins Gobfeld=Mennighüffen statt. Die Mitglieder des Octsvereine werden, schon weil es sich darum handett, den Landwirten aus den anderen Teilen des Kreises, die zu uns kommen, zu beweisen, daß das landwirtschaftliche Interesse bei uns tege ist, gebeten, vollzähnig zu erscheinen. I Löhne, 8. Jan.(Die Jahresrechnung) des Rindviehversicherungsverei### pro 1905 schließt ab in Einnahme mit 512,12 Mk, in Ausgabe mit 139 55 Mk., mithin bleibt ein Bestand von 372.57 Mt Spenge, 6. Jan.(Auszeichnung.) Dem Kaufmann Wilhelm Seippel in Bechum, Sohn des früheren Verwaltungs=Beamten Seippel in Spenge, wurde als Handelsrichter der Rote Adlerorden 4. Klasse verliehen. Bünde, 8 Januar.(Zar gestrigen Protestversammlung) wird uns roch folgendes geschrieben: Die am Sonntag zum „Stadtgarten“, einberufene Versammlung hatte eine so große.teiligung gesunden, daß der große Saal nicht imstande war, alle Erschienenen aufzunehnen. Fabrikant W. Schöning=Vlotho gab einen ausführlichen Bericht über die frührren Vusuch: einer höheren Belastung. Das Moncpol würde die Arbeiterschaft in großen Ziutren zusammentrei##en und die Arheit auf heimatlicher Scholle unmö glich machen. Die Fabrikatsteuer würde gewissermaßen ein Monopol für einzelne Großfirmen begründen urd den Mittelstand ausschalten. Als einzig annehm: bare Steuer sei die Gewichtssteuer zu bezeichnen. Freilich sei diese für Zinaretten ungeeignet. Herr Meyer Bielefelo beionte, daß er stets gegen eine Steuer scharf Stellung nehmen weide, die die Schullern des kleinen Mannes so belaste, wie die vorliegende, und daß er bei seinen Parteigenossen und Freunden aus dem Mittelstande in Berlin nach Kräften wirken werde, Zim Schluß wurde die schol mitgeteilte Resolution einstimmig beschlessen. I Stift Quernheim, 8. Jm.(Postagentur.) Der postalische Verkehr in der hiesigen geschlossenen Gemeind; hat in den letzten Jahren sehr zugenommen, sodaß die Errichtung einer Postagentur wohl kaum noch länger hinausgeschoben werden kann. Bisher hat sich unsere verkehrsreiche Gemeinde mit einer Posthilfsstelle begnügen müssen. Stift Quernheim, 5. Jm.(Unfall.) Beim Löten explodierte dem Sohne des Gastwirts Garl eine Lötlampe, wodurch dem selben laut„Bünd. Ztg.“ der Kopf und der obere Teil der Brust stark verbrannt wurden. Die Augen, für die man anfänglich fürchtete, sind glücklicherweise gesund geblieben. Klosterbauerschaft, 5. Jan.(Feuer) Heute abend brannte das erst vor einigen Jahren neuerbaute Haus des Nubauers W. Schröder Nr. 112 nieder. Das Inventar konnte gerettet werden, die Ernte jedoch wurde fast ganz ein Raub der Flammen. Fr. Wallenbrück, 6. Jan.(Begen Dieberei) scheint auch hier wieder Vorsicht geboten. In der letzten Nicht ist hier beim Wirt Brinkmann— im früher Rickterschen Hause— eingebrochen worden und die Ladenkasse ihres Inhalts beraubt. Einige Nächte vorher wurde im benachbarten St. Annen die Magd des Piarrers durch ein Geräusch im Schlafe geftöct. Als sie hervorkam, waren Diebe gerade im Begriff, das am Tage ro her geschlachtete Schwein zu entführen. Bei dem entstandenen Lärm hielten sie es indessen nun für besser ohne die Beute abzuziehen. Aus dem Reg.=Bez. Münner und Urebserg Hagen, 6 Jan.(Einbruchsdiebstähle.) In der letzten Zeit kamen hier wiederholt ganz verwegene Einbruchsdiebstähle vor, ohne daß es gelingen wollte, der Täier habhaft zu werden. Gestern nun gelang es der Kriminalpolizei, den 24 jährigen B. aus Goslar festzunehmen. Schon vor einigen Tagen war man B. auf der Spur; er entkam aber, indem er bei seiner Verfolgung an der Konkordialstraße über die geschlossene Schranke setzte. Dr Bursche hatte nach dem„Wesif. Voiksblatt“ eine ganze Sammlung wertvoller Sachen als Uhren u. dergl. im Besitz. Auch der Kutscher Wilhelm D, der mehrere Logisdiebstähle ausgeführt hat, wurke gestern festgenommen. Hannover, 6. Januar. Ein modernes Dienstmädchen stand Sonnabend vor den Schranken des Schöffengerichts Hannover. Das Märchen Emma Gloty hatte sich in einem hiesigen Pensionat vermietet. Als sie eine Nacht in dem Hause verbracht und mit der Arbeit beginnen sollte, kam plötzlich ihr.äutigam, der nach kurzem Aufenthalt mit dem Mädchen zusammen erkläte. daß„sie“ nicht bleiben könne. I folge Fhens eines Mädchens waren nämlich verschiedene Hausarbeiten liegen geblieben. Der„Modernen“ paßte das nicht, sich gleich so in die Arbeit stürzen zu müssen; sie packte ihre Sachen urd verließ mit dem Bläutigam das Haus. Das Gericht beionte, daß eire solche lexe Auffassurg kontraktlicher Pflichten streng gerügt werden misse. Es verurteilte die G wegen unbefugten Dier stoerlassens Fiied'and( Recklend.), 8. Januar. Gestern ebend brannte das Wohnhaus des Ackerürgers Wolmann in der Mütl nstraße voll sta g nieder. Die im ersten Stack verk schlasenden vier und sichs Jahre alten Kinder des Arbeiters Schröder verbrannten Die Eltern wu den als der Brandstiftung verdächtig verhaftet. Konstanz, 7. Jan. Bei einem Gewitterstuim sind auf dem Radolfzeller=Sie fünf von der Arbeitsstätte heimkehrende Personen, Fabrik mädchen und Arbeiter, ertrunken. London, 8 Jan. Heute war dier das Gerücht verdre itet, an der englischen Küfte sei ein großer englischer Dampfer untergegangen, und mehrere hundert Merschen hätten ihr Leben verloren Dieses Gerücht ist unbegründet. Nach Mitteilung der Küstenmache stieß ein Dampfer bei den Needles auf. wurde aber wieder slott gemacht. Personen sind dabei nicht ums Leben gekommen. Die Rechtsberatungsstelle des Hauptarbeits=Nachweises Bielefeld Zimmerstraße 191 ist für Unbemittelte jeden Werktag geöffnet. Sprechstunden: Vormittags 10—1 Uhr, nachmittags—7 Uhr. Auf Fragen in allen Rechts= und Verwaltungssachen mit Ausnahme solcher, welche das Strafrecht und Strafprozeßrecht betreffen, wird unentgeltlich Auskunft erteilt. Für Anfertigung von Schriftsätzen jeder Art wird eine geringe Schreibgebühr erhoben. Uebersicht der Witterung. Bielefeld, 9. Januar 1906. Mitgeteilt von Fr. Böckelmann Ww., hier Niedrigst. Thermometerstand in der Nacht+- 1(S. Thermometerstand um 10 Uhr vorm.+ 1#6. Barometer 74,6 cm. Wind: West. Himmel: bedeckt. Neueste Nachrichten. Berlin, 9 Jan. Gegen die geplante E hobung der Tavaksteuer protestierte gestern eine Messenversammlung der Berliner Tabaksarbeiter und Arbeiterinnen. Der große Saal der Brauerei Friedrichshain, der über 3000 Personen saßte, war bis cuf den letzten Platz gefüllt. Schon gleich nach 7 Uhr sperrte die Polizei den Zuritt zum Saal. Die vor dem Eingang stehenden Personen begannen eine Art Sturm auf die Tür und nur durch ein größeres Polizeiaufgebot und gütlichen Reden gelung es, die Massen zurückzuhalten. Die Versommlung nahm nach einem Referat Bebels eine ProtestResolution debattelos an. Es wurde alsdann besannt gegeben, daß die Zintralkon missien der Tabekarbeiter Deutschlands am 29. Jmnuar einen neuen Konzreß der Tabakarbeiter Deutschlands rach Berlin berufen werde. Wien, 9. Januar. Hinsichtlich der mutmaßlichen Dauer der Matokkokonferenz herrscht die Meinung vor, daß die Verhandlungen selbst im günstigsten Falle mindesteus 6 Wochen beanspruchen dürften. Moskau, 9. Jan. Die hiesige Bevölkerung begeht das Weihnachtsfest in gedrückter Stimmung; überall herrscht Not und Elend. Die Nahrungsmittel sind furchtbar teuer. Der Zustand des außerordentlichen Schutzes dürfte nicht vor Beginn der eigentlichen Dumawahlen aufgehoben werden. Alle Sicherheitsmaßregeln bleiben noch bis Ende Januar in Kraft, da am 22. Januar, dem Jahrestage des Petersburger Blutsonntages, und am 25., dem Gründungstage der Moskauer Universität Unruhen befürchtet werden. Noch jüngst wurden im Landwirtschaftlichen Institut Waffen sowie in den Kellerräumen des Cafés Philippow Bomben gefunden. „Steht fest auf ihren Beinchen.“ Vor nicht zu langer Zeit waren Herr und Frau Schröder um die Gesundheit ihres kleinen Töchterchens Gertrud sehr besorgt. Sie hörten zu der Zeit von Scotts Emulsion, machten einen Versuch und nach kurzer Zeit, obschon die kleine Gertrud damals noch nicht ein Jahr alt war, stand sie fest auf ihren Beinchen und gab sich Mühe zu laufen. Duisdorf bei Bonn, Robelstr. 3, den 12. April 1905. Unser Töchterchen Gertrud war in den ersten Monaten ein gesundes klaftiges Kird, bekam jedoch plötzlich Husten, wozu sich Durchsall und Erbrechen gesellte und kam dadurch so herunter, daß wir alle Tage für ihr Leben fürchteten. Zu dieser Zeit lö#ten wir von Scotts Emuision urd versuchten sie bei unserer Kleinen. Die gute Wirkung zeigte sich sohr bald; das Kind fing wieder an, Nahrung bei sich zu behalten, bekam Appetit und kraftigte sich nach wenigen Flaschen so, daß wir große Feue an ihr haben. Sie wird mit jdem Tag dicker und krästiger, hat fünf Zähchen ohne Schwierigk iten dekommen und steht fest auf ihren Beirche:. Totzdem sie noch nicht ganz ein Jahr alt ist, gibt sie sich schon Mübe, zu lauten. (gez. Johann Sch.er rebst Frau. Scotts Emulsion ist nicht nur ein gutes Nährmittel, sondern kräftigt das ganze Körpersystem, regt den Appetit an und bewirkt, daß selbst gewöhnliche Nahrung erhöhten Nutzen bringt. Für Kinder oder schwächliche Erwachsene jeden Alters ist dieser Umstand von hohem Wert, zumal Scotts Emulsion durchaus angenehm schmeckt und die Verdauung nicht im geringsten belästigt. Scotts Emulsion wird von uns ausschließlich im großen verkauft, und zwa. nie lose nach Gewicht oder Maß, sondern nur in versiegelten Originalflaschen in Karton mit unserer Schutzmarke(Fischer mit großem Dorsch auf dem Rücken) Scott& Bowne, G. m. b.., Frankfurt a. M. Bestandteile Feinster Medizinal=Lebertran 150,0, prima Glycerin 50,0, unterphosphorigsaurer Kalk 4,3, unterphosphorigsaures Natron 2,0, pulv. Tragant 3,0, feinste: grab Gummi pulv..0, destill Wasser 128,0, Alkohol 11,0. Hierze aromatische Emulsion mit Zimt=, Mandel= und GauktderisOel je 9 Tropfen. Stadt-Theater. Dienstag, den 9. Januar 1906, Frühlingsluft. Operette in 3 Akten nach Josef Strauß, zusammengestellt von E. Reiterer. Anfang 7½ Uhr. Mittwoch, den 10. Januar 1905: Einmaliges Gastspiel der Königl. Hofschauspielerin Fräulein Luise Dumont. Die hochzeit von Valeni. Schauspiel in 4 Akten von L. Ganghofer und M. Brociner. (Erhöhte Kassenpreise) Autsädter Junglings- uns Männer=Verein. Lokal: Ev. Vereinshaus. Mittwoch, den 10. Januar 1906, abends 9 Uhr, ds-Sitzung. Sonntag, den 14. Januer 1906, abends 8½ Uhr, General=Versammlung. Tagesordnung: 1. Kass nbercht 2. Umwalh des Vorstandes. v. Bersch edines. Der Vorstand Ev. Männer= u. JünglingsVerein St. Johannis. Sonntag, den 14. Januar 1906. Jugend=Abteilung. Nachm. von 3½—7 Uhr. Knaben=Abteilung. Nachm. von 4 6½ Uhr. Aeltere Abteilung. Abends von 8½—10 Uhr. Vertrag von Herrn Pastor Köhle: Etwas über Siebenbürgen. Zu den Versamm'ugen wird herzlichst engeieden. Der Vorstand S zur Errichtung einer Stiftung anläßlich der Silbernen Hochzeit des Kaiserpaares. Z che W K Locken Wasser Sadulin gibt jedem Haare unverwüstl Locken= u. Wellenkrause. Wasser 60, 80 und 100 Pfa., Lomade Sadulin 30 Pfg., Franz Kuhn, Kronenparf., Nürnberg. Hier: H. Upmann Drog, Bahnhosstraße. M. S. E. 39415. Völliger Irrtum. Bitte dringend Gelegenheit zur Aufklärung geben zu wollen. Pr. H. in M.(380) Genchmigt in Rheinland, Westtase— Hessen-Nassau. Fiehung., 8. u. 9. Febr. 1908. Strassburger Das aus Anlaß der goldenen Hochzeitsfeier des hochseligen Raiserpaares gegründete Wilhelm=Augusta=Stift befindet sich zur Zeit in schwieriger Lage. Das Stift(Lützowstraße 18), welches den Zweck hat, ehrbaren, erwerbsunfähigen, sowie alleinstehenden alten Männern ein Heim zu bieten, entspricht nicht mehr den sanitären Anforderungen. Das Mauerwerk ist feucht, das Gebäude ist nicht unterkellert. Die Lage im Innern der Stadt ist wegen des großen Verkehrs und der Nähe der Eisenbahn für eine derartige Versorgungsanstalt nicht geeignet. Der Königliche Regierungs=Präsident fordert als Aussichtsbehörde seit Jahren einen vollständigen Umbau oder einen Neubau in gesunderer Lage. In dem Stift sind zur Zeit 15 Insassen. Weitere Anträge auf Aufnahme konnten nicht berücksichtigt werden, da eine stärkere Belegung des Stifts nicht angängig ist. Der Vorstand hat sich seit dem Jahre 1896 unausgesetzt bemüht, den Forderungen der Königlichen Regierung nachzukommen. Es war dies bisher unmöglich, da dem Stift die Mittel fehlten. Die Stadtgemeinde, die seit Bestehen der Stiftung erhebliche Zuschüsse zu den Verpflegungskosten gewährt hat, will uns auch weiterhin die Wege dadurch ebnen, daß sie das Grundstück des Stifts, das trotz vieler Bemühungen einem angemessenen Preise nicht verkauft werden konnte, für den Preis von 60000 Mt. übernehmen will. Die Armenverwaltung will uns ein geeignetes Grundstück an der Detmolderstraße zum Selbstkostenpreise zur Verfügung stellen. Dadurch ist das Stift seinem Ziele, einen den heutigen Anforderungen entsprechenden Neubau in gesunder Lage zu errichten, wesentlich näher gekommen. Der Neubau, zunächst für 25 Insassen berechnet, wird in guter Ausführung— einschließlich Erwerb eines etwa 10000 gm großen Grundstückes und der inneren Einrichtung— etwa 100000 Mk. kosten, so daß uns an Baumitteln rund 40000 Mk. fehlen. Nun ist allerdings noch ein Stiftungskapital von etwa 42000 Mk. vorhanden. Dies kann jedoch nicht zum Neubau verbraucht werden, da seine Zinsen kaum ausreichen, die Kosten der Unterhaltung des neuen Gebäudes und des Gartens, sowie den erforderlichen Zuschuß zu den Pflegekosten zu decken. Am 27. Februar 1906 seiert unser geliebtes Herrscherpaar seine silberne Hochzeit. Wir glauben, daß es unserer Bürgerschaft eine Freude sein wird, diesen Tag dadurch zu ehren, daß die Wohltätigkeitsanstalt, welche aus Anlaß der goldenen Hochzeitsfeier Kaiser Wilhelm I und der Kaiserin Augusta gegründet wurde, durch Stiftung der erforderlichen Geldmittel in Höhe von 40000 Mk. baldmöglichst in den Stand gesetzt wird, sich ein würdiges Heim zu bereiten, zur Ehre unserer lieben Stadt Bielefeld und zum Wohl treuer Invaliden der Arbeit. Wir glauben auch, daß eine derartige Veranstaltung ganz im Sinne unseres Herrscherpaares liegt, umsomehr, als Se Majestät den Wunsch ausgesprochen hat, daß die Teilnahme seines Volkes an der bevorstehenden Feier in der Stiftuug wohltätiger Anstalten ihren Ausdruck finden möge. Wir werden uns gestatten, demnächst Listen mit der Bitte um Zeichnung von Beiträgen zu versenden.. Zeichnungslisten liegen im Rathaus, Zimmer 29, und in der Geschäftsstelle des Vorschuß=Vereins aus. Bielefeld, den 4. Januar 1906. Der Vorstand des Wilhelm-Augusta-Stifts. Toerner, Vorsitzender. Fritz Berteismann. Gante. Jordan, Pfr. Meyerkamp. F. W. Wüllner. Der Ausschuß der Stiftung. Dr. Hinzpeter, Wirkl. Geheimer Rvt. Oberbürgermeister Bunnemann, Geheimer Regierungs Rat, Ehren=Vorsitzende. August Bank, Fabrikant Barre, Königlicher Landgerichtspräsident. Bertelsmann, Handelskammer= Präsident. Blankmeister, Kaiserl. Bankdirektor. Reinhard Crüwell, Rentner. Albrecht Dellus, Geheimer Kommerzienrat. Otto Delius, Fabrikant. Oetring, Kaufmann. Karl Oickertmann, Fabrikant. von Ditturth, Königl. Landrat, Geheimer Regierungsrat Wilhelm Gössling, Rentner. Dr. Holtmeier, Arzt. Kaselowsky, Rentner. Moritz Katzenstein, Kaufmann. W. Kisker, Fabrikant. Klasing, Kommerzienrat. Kuhlo, Rektor. Lindewirth, Rendant. Heinrich Lippold, Webermeister Lohmeyer, Siadtverordnetenvorsteher. Friedrich Meyer, Malermeister. Karl von der Nahmer, Obermeister. Walter Nagel, Fabrikant. Niemeyer, Königl. Oberst und BezirksKommandeur. Louis Niestrath, Kaufmann Dr. Oetker, Fabrikbesitzer. Karl Oltrogge, Kaufmann. H. Osthotf, Bank-Direktor. Recker, Fabrik=Direktor. Tümpel, Professor. W. Velhagen, Komm.=Rat. Viering, Kommerzienrat. J. Voss, Zahnart. Emil Wessel, Direktor. Deutscher Flotten-Verein Ortsgruppe Bielefeld, Stadt und Land. Donnerstag, 11. Januar 1906, abends 8 ½ Uhr, im ev. Volkssaal, Bahnhosstraße P OT St. Erzellenz des Herrn General v. Liebert über: „Die nationale Bedeutung der kraft Deutschlands zur See“. Eintritt frei. Nichtmitglieder willkommen! Atotter 6331 Gold-Gewinne, zus. M. S R.30., Porto u. Liste 30 M. extra eppiehlen nach den erlaubten Gebieten Gust. Pfordte, Essen(Ruhr). Carl Heinize, lorlin., Unter den Linden 3 sowie alle durch Plakate kenntlichen Aepgechafte Shustl. Verein junger Männer, Papenmarkt 2 Sonntag, den 14. Januar 1906, abends 8½ Uhr: Vertrag von Herrn Fabrikank Stock aus Buimen über Die jetzigen Geistesströmungen in Wales(England). F auen und Mä ner sind herzl eingeladen. NB. Herr Fabrikart Stock wai niederholt in Walis, er wro somit über eigene Erleb isse der dortigen Bewegungen berichten. Jugend=Abteilung. Nachm. 4½ Uhr: Mitglieder=Versammlung. (Jed. Moutag Abend 8¾- 9¾ .belkränzchen) Knabenabteilung. Für Knaben rom 11. bis 14 Ledene jahre. Jeden Mittwoch und jeden Sonn abend, nachm. 4½—7 Uhr: Unterhaltung, Spiele usw., kurze Schlußandacht. Alles Nähere wird durch den „Monatl. Anzeiger“ bekannt ge geben, zu haben im Büreau des Vereins, Pop# cmarkt 2 Der Vorstand. Dankbarkeit zwingt mich, gern u. unentgeltlich Hals-, Bruft-sund Lungenleidenden jeglicher Art mitzuteilen, wie ich durch ein einfaches, billiges und erfolgresches Raturprodukt von meinem qualvollen Beiden befreit worden bin. Lehrer Baumgartl in Krammel obei Aussig(Elbe). Bielefelder vom 4 Jm., vor ittags 10 10 (Amtlicher Bericht.) Zum 1. April sucht ein Dienstmädchen Frau Superintendent E Bielefeld Gin Schucdoschring auf gleich oder zu Ostern gesucht. H. Elbracht Postgang 2. □ Pausleinen Mtr. Mk..50 bei Hugo Ziehm Gebr. Kahter, Papierhandlung Obernstrasse 24. Visiten karten liefert billigst A. von der Mühlen Ritterstr. 43. Am in Sonntag, den 14. Januar 1906, 8½ Uhr abends den vorderen Räumen des Evang. Volkssaales: Referat Persane des Herm 6. Tolcbe: Erlebnisse und Erfahrungen in Rußzlands wirtschaftlichen, sozialen und Arbeiterverhältnissen. Nach dem Referat: Diskussien. Mitglieder mit ihren erwachsenen Angehörigen sind freundlichst eingeladen. Der Vorstand. Buttr Rindfleisch Schweinefleisch Speck Kalbsteisch Hammelfleisch Gänsefleisch Eier Hasen Spargel Zwiedel Aepfel Tafelbirnen vr. 1 B/“ 1L 10—2 10• 11 CtaufSparkuset Bielefeld. Garantieverband: Stadtkreis Bielefeld. Die Einlagen sind als mündelsicher anerkannt. Hypotheken-Ausleihungen. A B werden entgegen genommen: im Geschäftslokal: neues im Erdgeschoß— Eingang durch den Torbogen zum Rathaus, 3. Tür links, An den Wochentagen von 8½—1 Uhr mittags, „„„—6 Uhr nachmittags. An den Sonntagen von 11½—12½ Uhr mittags. Außerdem jederzeit bei den I. Bürgerweg 32 durch Herrn Apotd.=Besitzer Dr. Ißleib. II. Herforderstr. 82 durch Herrn Apoth.=Bes. L. Müller. Die Verzinsung der Spareinlagen, die am 1. Kassentage eines Movat; eingezahlt werden, beginnt mit dem 1. des Einlegemonats. Die Verwaltung der Stadtsparkasse. Toerner. Stelereider Schreinstube. Zimmerstraße 19. Fernsprecher 292. Anfertigung von schriftl. Arbeiten aller Art mittels Hand und Schreibmaschine. Adressen, Abschriften, Vervielfältigungen. #- Um Aufträge wird freundlichst gebeten. Auf Rittergut Werburg bei Spenge sind zu haben: 5000 Stück verschulte Eichenpflanzen, à 60 Mark. 2000 Stück verschulte amerikan. Roteichen, 70 Mark. 500 Stück Ahorn, 50—60 Mk. 30000 St. verschulte Fichten(Krontannen), à 10 Mark. Diese Pflanzen zeigt an Gutsaufseher Niermann. Werburg, den 5. Januar 1906. entwortlich für den redaktionellen Tel Hermann Lange, füir den Relame und Iuseraten=Tei Wilh, Pahde, Druck und Verlag von A. von der Mählen, sümlich in Bielefeld.