Amtliches Kreisblatt für den kreis börde acdenr Hunag, Lemopus A.=Peuucd, zadrlüch, dei der Post in: Bahelond 42 Plo“ wodr. Wöchenfl. Graltobetlage:„Iüusrlanm, Hamilenfruns“ u. 14gl. Untröahlungssien. Anzegenprio: Die Bebengespaltens Peutzelt shn dern Ram 10 Plo., Anusigm uun amswirhe 15 Ple., Rehlamsgelle 40 Plg. Jeder Rahas gll eis Rasarnban u. rüschibe der. dorsen, Jwangoergluchen, gencht. Alagn a. Aichtbeachtung d. gemach. Jahlungsbesiggung. Westhofener Zeitung Langscheder Zeitung Gewertes Belksblan Holzwickeder Zeitung Aplerbecker Zeitung Verbunden mit! Gsanes Toll## Schwerker Cageblatt C Schwerker Anzeiger Grstes und Alteltes Cagesorgan des Krelles o General-Anzeiger für den Kreis Börde om Daupt-Ahnoncenbies un dute, un unnenberüchen nurrn undom ur den Aut horte erlengen guush Schanstmachung der Abaitglichen Regirung dorch Derosenlichuag io dn„Schouna Jelnag“ suchwesrbinsliche Aseft.— Dla „Schoshr Zeuuag; groshni chen Ahrnamm in is jeten au Teh endende beset gr. 300 Mk. Unsall: Omau Verlage. Gor Boom. Schouru. Nats Feraio 62. Teieyr. Adr. Brow Schmartz= Rai Nr. 261. Samstag, den 6. Novemder 1915. 47. Jahrgang. Der siegreicht Zeldzug in Gervien. Nisch gefallen.— Der Vormarsch auf Kraljewo.— Schwere Verluste der Russen. Die neuen Lebensmittel=Verordnungen WTB Berlin, 5. Nov.(Amtlich.) Der Bundesrat hat eine Verordnung über die Milchpreise und den Milchverbrauch erlassen. Danach sind die Gemeinden berechtigt, Höchstpreise für Milch beim Verkauf durch den Erzeuger, sowie im Groß= und Kleinhandel festzusetzen. Gemeinden mit mehr als 10000 Einwohnern sind zur Festsetzung von Höchstpreisen im Kleinhandel verpflichtet worden. Für die Festsetzung ist die Zustimmung der Landeszentralbehörden nötig. Der Reichskanzler kann allgemeine Anordnungen über die obere Grenze der Festsetzungen treffen. Den Gemeinden ist ferner die Pflicht auferlegt worden, die notwendige Milch für die Versonzung von Kindern, Kranken und stillenden Müttern sicherzustellen. Sie können das durch Einrichtung eigener Verkaufsstellen, durch Vereinbarung mit Landwicten und Milchhändlern, durch Ausgabe von Bezugsberechtigungen(Milchkirten), durch Regelung des Milchverkaufs zu bestimmten Stunden oder sonst in geeigneter Weise tun. Ferner hat der Bundesrat durch eine Verordnung die Preise für Schlachtschweine und Schweinefleisch geregelt, und zwar hat er hier die Höchstpreise auf den Hauptmärkten für Schlachtschweine festgesetzt und einen. Höchstzuschlag für Schweinefleisch und frisches Fett bei der Abgabe an den Verbraucher festgesetzt. Die Höchstpreise für Schlachtschweine betragen danach für Berlin auf 50 Kg. Lebendgewicht bei Schweinen im Lebendgewicht unter 60 Kg. 70 Mk., von 60 bis 80 Kg. 85 Mk., von 80 bis 100 Kg. 100 Mk., bei Sauen 95 Mk.; bei Schweinen mit höherem Schlachtgewicht ist eine entsprechend erhöhte Staffelung der Preise vorgesehen, um durch die zunehmende Spannung die Aufzucht des Fettschweines zu begünstigen. Der Höchstpreis für das Pfund frischen Schweinefleisches wird in Berlin 1,40 Mk., für das Pfund frischen Fettes 1,80 Mk. betragen. Da die Schlachtschweinepreise nach dem Lebendgewicht bestimmt werden mußten, so dürften jetzt Schweine im allszemeinen nur nach Lebendgewicht gehandelt werden. Es sind weiterhin Bestimmungen getroffen, die den Behörden das Recht geben, den Markt und die Zufuhr frischen Schweinefleisches von außerhalb zu regeln, sowie die vorhandenen Schweinebestände auf die Schlächter zu verteilen. Endlich ist den Gemeinden das Recht gegeben, die Ueberlassung nach Marktschluß unverkäuflich bleibender Schweine zu einem um 5 Mé. niedrigeren Preise als den Höchstpreis zu verlangen. —— Mr. Briands große Worte. Der neue französische Ministerpräsident sagte noch u. a. in seiner Erklärung: Wir werden unsere Kraft gleichzeitig aus der nationalen Meinung und aus dem Vertrauen des Parlaments schöpfen, das die Quelle unserer Autorität ist. So wird sich auch weiterhin die Einigkeit der Nation, des Parlaments und der Regierung bekräftigen. Durch sie werden wir den Krieg zu Ende führen, das heißt bis zu dem Siege, der den Feind aus allen besetzten Gebieten vertreiben wird, sowohl aus denjenigen, die seit mehreren Monaten unter dem Einfall leiden, wdie auch aus denjenigen, die sie seit so vielen Jahren ertragen. Frankreich wird den Frieden erst nach der Wiederherstellung des Rechts durch den Sieg, erst wenn es alle Gewähr für einen dauerhaften Frieden erhalten haben wird, unterzeichnen. Wir sind mit der englischen RegieDeutscher Tagesbericht. wtb. Großes Hauptquartier, 5. Nov. 1915. Die von den Frauzosen noch besetzten kleinen Grabenstücke nordöstlich von Le Mesnil(siehe Tagesbericht vom 26. Oktober) wurden gesäubert. Gegenangriffe gegen die von unseren Truppen gestürmten Gräben nördlich von Massiges wurden blutig abgewiesen. Am Ostrande des Grabens wird noch mit Handgranaten gekämpft. Die Zahl der Gefangenen ist auf 3 Offiziere und 90 Mann gestiegen, 8 Maschinengewehre und 12 kleine Minenwerfer wurden erbeutet. Der englische Oberbefehlshaber Feldmarschall French hat in einem amtlichen Telegramm berichtet:„Aus den Verlustlisten von sieben deutschen Bataillonen, die an den Kämpfen bei Loos teilgenommen haben, geht hervor, ihre Verluste ungefähr 80 Proz. ihrer Stärke betragen“. Diese Angabe ist glalt erfunden. Oestlicher Heeresgruppe des General=Feldmarschalle von Hindenburg. Ohne Rücksicht auf ihre ganz außergewöhnlichen Verluste haben die Russen ihre vergeblichen Angriffe zwischen Swenten= und IlsenSee sowie bei Gateni fortgesetzt. Bei Gakeni brachen wiederum 4 starke Augriffe vor unseren Stellungen zusammen. Heeresgruppe des General=Feldmarschalls Prinzen Leopold von Bayern Es hat sich nichts von Bedeutung eleignet Heeresgruppe des Generals von Linsingen. Nordwestlich von Czartorysk wurden die Russen nach einem kurzen Vorstoß über Koseiuchnowka auf Woiczeck wieder in ihre Stellungen zurückgeworfen. Oestlich von Budka machten unsere Angriffe Fortschritte. Mehrfache russische Gegenstöße nördlich von Komarow wurden abgeschlagen. Bei den Truppen des Generals Grafen von Bothmer führten unsere Angriffe gegen die noch einen Teil von Siemikowee haltenden Russen zum Erfolg. Abermals fielen über 2000 Gefangene in unsere Hand. Balkan=Kriegsschauplatz. Im Maravica=Tal wurden die Höhen bei Arilje in Besitz genommen. Südlich von Cacak wurde der Kamm der Jelica Planina überschritten. Beiderseits des Koslonik=Berglandeshaben unsere Truppen den Feind geworfen und in der Verfolgung das Nordufer der westlichen (Golijska)=Morava beiderseits von Kraljewo erreicht. Sie machten 1200 Serben zu Gefangenen. Oestlich der Gruza hat die Armee des Generals v. Gallwitz den Feind über die Linie Godac ca=Santarooac zurückgeworfen, hat die Höhen südlich von Lugomir gestürmt und im Moravatal die Orte Cuprija, Tresnjevica und Paracin genommen. 1500 Gefangene wurden eingebracht. Oberste Heeresleitung. Oesterreichischer Tagesbericht. WTS Wien, 6. Nov.(Richtamtlich.) Amtlich wird verlautbart vom 5. November mittags: Russischer Kriegsschauplag. Die Kämpfe um Siemikowee dauerten auch gestern den ganzen Tag über fort. Sie endeten mit der völligen Vertreibung der Russen aus dem Orte und von dem westlichen Strypa=Ufer. Der Feinz ließ neuerlich 2000 Gesangene in unserer Hand. Die siebenbürgische Honved=Division, die durch vier Tage und vier Nächte ununterbrochen im Kampfe stand, hat an der Wiedergewinnung aller unserer Stellungen hervorragenden Anteil. Nördlich von Komarow am unteren Styr wurden einige Gräben genommen. Westlich von Nasalowka brach der Feind in unsere Stellungen ein, ein Gegenangriff warf ihn zurück. Die Kämpfe sind noch nicht abgeschlossen. Sonst im Nordosten an zahlreichen Teilen der Front erhöhte russische Artillerietätigkeit. Italienischer Kriegsschauplatz. Der gestrige Tag verlief auf dem Görzischen ruhiger. Nachmittags standen einzelne Abschnitte des Brückenkopfes von Görz und der Nordteil der Hochfläche von Doberdo unter hestigem Geschützseuer. Vereinzelte Vorstöße der Italiener brachen in unserem Feuer zusammen. Nachts wurden sechs seindliche Angriffe auf Zagora abgeschlagen. Ein italienisches Lenkluftschiff warf wieder über Miramare Bomben ab. Südöstlicher Kriegsschauplatz. Unsere im Orjen=Gebiet kämpfenden Truppen erstürmten gestern in umfassendem Angriff den westlich von Grahovo aufragenden Berg Mici Motika, versprengten die montenegrinische Besatzung und machten einen großen Teil derselben zu Gefangenen. Auch östlich von Trebinje wurden mehrere Grenzhöhen genommen. Südlich von Avtovac räumten vorgeschobene Abteilungen vor dem überlegenen Gegner einige auf seindlichem Boden befindliche Stellungen. Die Armee des Generals von Koeves drängte die Serben bei Arilje und südlich von Cacak in das Gebirge zurück. Die deutschen Truppen dieser Armee nähern sich Kraljevo. Die über die Höhen östlich des Gruza=Tales vorgehenden österreichisch=ungarischen Kräfte warsen seindliche Nachhuten. Die Armee des Generals von Sallwitz ist in Paraein eingerückt. Auch das Vordringen der bulgarischen 1. Armee macht Fortschritte. Der Stellvertreter des Chefs des Generalstabeo: von Hoefer, Feldmarschall=Leutnank. rung völlig einig über die Führung der militärkschen Unternehmungen auf dem Balkan. Frankreich und seine Verbündeten werden die heldenhafte Nation, deren Widerstand die Welt zur Bewunderung zwingt, nicht im Stiche lassen. Das augenblickliche Unternehmen Deutschlands auf dem Balkan bezeugt den Mißerfolg seiner Bemühungen auf den Kriegsschauplätzen. Weil seine Offensive auf der französischen und russischen Front gebrochen wurde, unternimmt es jetzt diesen ablenkenden Schritt. Es sucht dadurch die Meinung der Welt in Atem zu halten, nachdem so viele Monate verstrichen sind, ohne daß die von einer zügellosen deutschen Propaganda angekündigten Erfolge eintraten und da sich jetzt die Anzeichen der Schwäche unter dem Schein der Kraft zu enthüllen beginnen. Deutschlands Hoffnungen werden enttäuscht werden. Die Mittelmächte werden ihre Niederlage hinausschieben, aber sie nicht verhindern können. Wir dagegen sind entschlossen, bis zu Ende zu gehen. Unsere Feinde dürfen auf keine Mattigkeit und Schwäche unsererseits zählen. Nachdem wir unsere Aufgabe ermessen haben, so hart sie auch sein mag, wollen wir sie bis zu ihrem notwendigen Abschluß fortsetzen. Wir haben den Willen zu siegen. Wir werden siegen. Natürlich riefen diese schönrednerischen Großsprechereien ziemlichen Beifäll im Hause wach, das nach unwesentlicher Debatte die Vertrauenskundgebung für die neue Regierung mit 651 gegen eine Stimme annahm. Im Senat verlas der durch Briand abgelöste ehemalige Ministerpräsident Viviani die gleiche Erklärung, die als Kundzebung der Gesamtregierung gedacht ist. Und nun kann Frankreich der„Taten“ harren, die Herr Briand verspricht. Der dinlie Bamnannricg. Risch genommen! TU Sosia, 6. Nov. Nach einer amtlichen Meldung ist eine bulgarische Division in Nisch einmarschiert. König Peters Hilfeversprechen. In einer Veröffentlichung des bulgarischen Generalstabes, der eine Reihe weiterer Fortschritte an der serbischen Front meldet, heißt es u. a.: Nach der Einnahme von Bela=Palanka gingen unsere Truppen bis zur Linie Gradec—Höhe 917—Vrandol— Höhe 460— Bogov=Berg— Dorf Secsnica(nördlich Surdulica.) König Peter von Serbien war an dieser Front anwesend und gab seinen Soldaten, um sie zu ermutigen, die Versicherung, daß die englisch=französischen Truppen im Begriff seien, der serbischen Armee zur Hilfe zu eilen. Wenn sich König Peter nur nicht irrt! Englische Versprechungen tut man gut, nicht allzu ernsthaft zu nehmen. Unmöglichkeit einer sofortigen Hilfe für Serbien. Die Schweizer Blätter meldet aus London: Zum Besuch des Generals Joffre sagt die„Times“, er sei sicher, daß eine sofortige und entschlossene Intervention auf dem Balkan nicht bewerkstelligt werden könne. Was höchstenfalls geschehen könne, sei die Verwendung aller verfügbaren Truppen, während die Ooganisation eines neuen Heerer schleumigst in die Wege geleitet werden müsse. Verzweillung in Serbien. Wien, 5. Nov. Das Extrablatt meldet aue Gosia: In Serdien herrscht infolge des Ausbleibene der Hilfe der Entente Anarchie. Seneval Stefanovie, der nach dem Rüdteitt Patuils zum Oberlemmen Die Front in Serbien. Der Stand der Front am 29.05.4 r am S.Novemberdierenden der Armee ernannt ist, soll gleichfalls beabsichtigen, zurückzutreten. Der Rückzug der Serben. Aus Athen wird gemeldet: Ueber London lausen aus Serbien höchst beunruhigende Nachrichten ein. Man befürchtet die baldige Unterbrechung der Verbindungslinie nach Süden. Serbische Flüchtlinge treffen in großen Schiren auf griechischem Gebiete ein. Der Rückzug des serbischen Heeres dauert auf der ganzen Linie an. Unter dem Drucke der von Norden und Osten vorrückenden Feinde ist das serbische Heer ernstlich bedroht, umzingelt und in Gefahr, von der Rückzugslinie abgeschnitten zu werden. Die Bevölkerung und die Truppen Serbiens leiden bereits unter dem Mangel an Lebensmitteln. Die Lage verschlimmert sich, wenn es den Feinden gelingt, die Verbindung nach Süden abzuschneiden. Die Serben sind dann gezwungen, sich in der Richtung auf die Berge Albaniens zurückzuziehen; der Rückzug bietet aber die allergrößten Schwierigkeiten. Serbien kann„nur noch 20 Tage aushalten“. WTB Mailand, 6. Nov. Luciano Magrini, der Sonderberichterstatter des„Secolo“ in Saloniki, der Anfang November von einer 14tägigen Reise durch Serbien zurückgekehrt ist, schreibt in seinem neuesten, vom 30. Oktober herrührenden Bericht: Oberst Leschianine habe ihm die Besorgnis aller Serben über das Ausbleiben der Hilfstruppen der Entente auseinandergesetzt und gesagt, daß bis jetzt keinerlei Abmachungen über ein strateszisches Zusammenarbeiten zwischen Engländern, Franzosen und Serben bestehe. Man wisse nicht, ob die Alliierten unter einem einheitlichen Befehl ständen oder getrennten Befehlen unterstellt seien. Wenn auch der serbische Soldat zu den höchsten Opfern bereit sei, so sei doch schleunige und wirksame Unterstützung unerläßlich. Im besten Falle könne Serbien noch 20 Tage durchhalten. Vor den Forts vor Nisch. WTB Sosia, 6. Nov.(Amtlicher Bericht über die Operationen vom 3. November.) Fortgesetzte Offensive auf der ganzen Front. In der Richtung Bolevac—Paracin eroberten wir das Defile des Krivivirski=Timok bei dem Dorfe Lukovo. Wir erbeuteten 6 Kanonen und machten 500 Gefangene. In der Umgebung von Nisch stehen unsere Truppen schon vor der Fortslinie der Festung. Im Tal der bulgarischen Morava besetzten wir Cemernic Planina, Pana Planina und Trna Prava. Südlich Strumica wurden die Bulgaren durch beträchtliche französische Streitkräfte angegriffen, die aber zurückgeschlagen wurden. Die erfolgreiche Offensive gegen Serbien und Montenegro. TU Berlin, 6. Nov. Dem„Berl. Tagebl.“ wird aus dem k. und k. Kriegspressequartier unterm 5. November gemeldet: Die von Trebinje(gegen Montenegro vorrückenden österreichisch= ungarischen Truppen der Armee Sarkoti eröffneten nach gründlicher artilleristischer Vorbereitung die den Weg beherrschenden Höhen des Trebinjoica=Gebietes, wodurch ein montenegrinisches Bataillon gänzlich zersprengt wurde.— In Serbien folgte der rechte Flügel der Armee Koeveß von Vozega aus dem Beszen der westlichen Morava südwärts, erreichte Arilje und brachte am oberen Flußlauf 20 Kilometer hinter sich. Diese Gruppe hat damit jene serbischen Armeeteile überflügelt, die vom Zentrum der Armee Koeveß aus Cacak und aus dem Tale der westlichen Morava ingdas unwegsame JelivaGebirge abgedrängt wurden. Die Armee Gallwitz rückte nach der Einnahme von Paracin im Tale der großen Morava weiter flußaufwärts in der Richtung Cicevac vor. Das bulgarische Heer machte gleichfalls auf allen Fronten Fortschritte. Dag Verhältnis Bulgariens zu Griechenland. TU Sofia, 5. Nov. Mit Befriedigung werden hier die Nachrichten aus Athen ausgenommen, wonach unter den dortigen leitenden Kreisen und in der Oeffentlichkeit das anmaßende Benehmen der Ententetruppen in Saloniki Unwillen erregt. Man beginnt zu befürchten, daß die Engländer ähnlich wie in Gibraltar sich auch in Saloniki dauernd niederlassen werden. Die bulgarisch=griechischen Beziehungen gestalten sich zusehends freundschaftlicher. Die Regierung hat beschlossen, außer Getreide und Mehl, auch Rohmaterialien und sonstige Bedarfsartikel für die Ausfuhr nach Griechenland freizugeben. Rumäniens Neutralität. bb Bukarest, 5. Nov.„A Vilag“ meldet aus Athen: In der griechischen Presse hält sich die Nachricht, daß zwischen den Zentralmächten und Rumänien vor Beginn der neuen serbischen Offensive ein Abkommen zustande kam, wonach Rumänien zur Neutralität verpflichtet worden ist und ihm bedeutende Vorteile zugesichert wurden. Rumänien verpflichtete sich auch, im Falle des Versuchs Rußlands, durch sein Gebiet nach Serbien zu marschieren, mit Waffen Widerstand zu leisten. Entwaffnete russische Kriegsschiffe. Der„Pester Lloyd“ meldet aus Bubarest: Nach einem Bericht der„Ipoca“ aus Turn Severin wurden die russischen Kriegsschiffe, die im DonauHafen Kruja liegen, nach der Einnahme von Kragujevac entwaffnet. Die Bemannung bestand aus 860 Matrosen, von denen der größte Teil bereits gestern nach dem Hafen Konstantza überbracht wurde. Der Rest wird gleichfalls dorthin verbracht. Zur griechischen Ministerkrise. TU Budapest, 6. Nov. Der Wiener Korrespondent des„Az Est“ hatte mit dem griechischen Gesandten eine Unterredung über die Ministerkrise. Gryparis erklärte, er könne über die Entwickelung der Dinge jetzt kein Urteil fällen. Vorläufig wisse er bisher nur die Tatsache, daß Venizelos in der Kammer eine Abstimmung provozierte und ungefähr 30 Stimmen Mehrheit erhielt. TU Rotterdam, 6. Nov. Die„Times“ hält es nicht für wahrscheinlich, daß Venizelos wieder zur Regierung gelangen werde, weil Griechenland dann aus der Neutralität heraustreten müßte. Es verlautet, daß Gunaris oder Rhallis die meisten Aussichten haben, die Leitung der Regierung zu erhalten. Die Haltung der Krone. TU Athen, 6. Nov. Der König hat die Demission des Kabinetts Zaimis bis jetzt noch nicht angenommen. Es werden vielfach Stimmen laut, die behaupten, daß die Kammer aufgelöst und Zaimis bis auf weiteres im Amte bleiben wird. Daß die Krone sich durch das jüngst herbeigeführte Mißtrauensvortum in der Kammer für Zaimis in ihrer noch in den letzten Tagen mehrfach festszelegten Auffassung der von Griechenland zu befolgenden Neutralitätspolitik irgendwie beeinflussen läßt, ist ausgeschlossen. Sollte Zaimis in der Weiterentwickelung der Krisis schließlich doch noch die Regierung niederlegen, wird Venigelos jedenfalls nicht der Nachfolger sein. —— Der Krieg gegen Frankreich. Der neue Kriegsrat der Verbündeten. TU Lugano, 5. Nov. Nach einer Meldung aus London ist ein Militärausschuß, dem je ein General der vier Ententemächte angehört, zusammengetreten. TU Genf, 5. Nov. Die meisten französischen Blätter verlangen, England möge die Hauptleitung übernehmen. Bezeichnend ist ein Leitartikel des Konteradmirals Depouy im„Petit Journal“. beschuldigt darin die Engländer, daß sie die Schließung der Ostsee bei Kriegsbeginn nicht verhinderten. Da die Russen wahrscheinlich von der Balkanseite vollständig abgeschlossen würden, müsse England die Ostsee mit Gewalt öffnen, sonst ersticke Rußland. Flanderns Zukunft. Die„Vlaamsche Stem“.(Amsterdam) schreibt am 28. Oktober: Auf einem stark besuchten Propaganda=Abend für Flandern, mit dem die Utrechter Studentenabteilung des„Algemeen Nederlandsch Verband“ am 21. Oktober 1915 das neue Universitätsjahr eröffnete, sprach Dr. M. Minnaert über das Thema„Flandern und der belhische Staat“. Er führte unter anderem aus:„Die Niederländer dürfen Flandern und Belgien nicht länger verwechseln. Das vlämische Volk wird seit 85 Jahren durch den belgischen Staat unterdrückt."„.. Das Rettungsmittel liegt auf der Hand: Selbstverwaltung. Vielleicht wird niemand es uns geben. Wir werden es uns nehmen müssen. Von dem Ergebnis des Krieges wird es abhängen, ob dern dann weiter im belgischen Staatsverband leben wird oder in einem anderen. Daran können wir nichts ändern. Das ist auch Nebensache. — Der Krieg gegen England. England sendet keine Truppen mehr nach Frankreich. Eine Einstellung der englischen Truppennachschübe nach der westlichen Front ist nach einer Meldung des„Matin“ aus englischer Quelle in nächster Zeit zu erwarten. England stellt zwar demnächst neue große Truppenformationen auf, die aber in der Hauptsache für Aegypten und Indien bestimmt sind. England sei nicht mehr imstande, Truppen nach Frankreich zu senden, da es im Orient für seine Existenz kämpfen müsse. 23 000 gefangene Engländer in Deutschland. London, 5. Nov. Laut einer Meldung der „Westminster Gazette“, hat sich die Anzahl der triegsgefangenen Engländer in deutschen Händen bis zu 29. Oktober auf 23000 erhöht. Englischer Transportdampfer versenkt. bb Frankfurt a. M., 6. Nov. Die„Frankf. Ztg.“ meldet aus Madrid: Zuverlässigen Nachrichten zufolge ist der englische Transportdampfer „Wdodfield", mit Kriegsmaterial an Bord, von einem Unterseeboot persenkt worden. Der Dampfer, der 3581 Registertonnen groß ist, war von Gibraltar nach dem östlichen Mittelmeer unterwegs, um den Alliierten neues Kriegsmaterial zu bringen. Ruhe an den Dardanellen. Paris, 5. Nov. Havas meldet amtlich: Der Generalstab teilt mit: An den Dardanellen war es vom 20. Oktober bis zum 1. November ruhig. Nur hin und wieder wurden Minen zur Explosion gebracht, aber immer nur zum Vorteil der Verbündeten. Portugal winkt ab. TU Wien, 5. Nov. Das„Neue Wiener Tagebl.“ meldet aus Lugano: Nach Meldungen portugiesischer Blätter hat die portugiesische Regierung auf das Ansuchen der englischen, portugiesische Truppen möchten anstelle der zum Abtransport bereitstehenden britischen Garnison von Gibraltar die Besetzung dieses Platzes übernehmen, eine abschlägige Antwort erteilt. Portugal beabsichtigt, seine Neutralität aufrechtzuerhalten. Der Krieg gegen Iialien. Italien lehnt das Friedensabkommen ab. Luganö, 5. Nov. Zuverlässigen Vernehmen zufolge, lehnte der letzte italienische Ministerrat den englischen Vorschlag ab um Beitritt Italiens zur Londoner Konvention, keinen Separatfrieden zu schließen. Um den Görzer Brückenkopf. Alle italienischen Angriffe abgeschlagen. Aus dem österreichischen Kriegspressequartier wird über die Ereignisse im Görzischen gemeldet: Gegen den Görzer Brückenkopf setzte der Gegner mindestens zwei neue Brigaden ein, die früher an der Dolomitenfront standen. Der Monte Sabotino wurde zweimal, Oslavija einmal und die Stellung westlich von Pevma viermal angegriffen, alles vergebens. Sehr starke Vorstöße richteten sich auch gegen die Podgorahöhen, wo der Gegner, wie schon öfter, in einige Gräben eindringen konnte, die er vor nächtlichen Angriffen aber wieder räumen mußte. Wie gewöhnlich wurden die feindlichen Angriffe durch Trommelfeuer eingeleitet. Gleichzeitig richtete sich ein heftiges Sperrfeuer gegen die Räume hinter unserer Front und den Westteil von Görz. Starke Angriffe gegen den Raum von Plava und den Nordteil der Hochfläche von Doberdo sollten den Hauptstoß unterstützen. Bei Plava selbst hielt unsere Artillerie mit mörderischem Feuer den Angriff nieder. Bei Zagora kam es zu Nahkämpfen, die noch im Gange sind. Am Nordteil des Doberdo=Abschnittes richtete sich der Angriff mehrerer Bataillone gegen den Monte San Michele. Das Honved=Infanterie=Regiment Nr.“1 schlug ihn blutig ab. Gegen den Naum von San Martino gingen fünf italienische Infanterie=Regimenter vor. Es kam zum Handgemenge in unseren Gräben. Was sich vom Feinde retten konnte, suchte Heil in der Flucht. Unsere Stellungen blieben fest in unseren Händen. Ermordung eines italienischen Sozialistenführers. In Chorleone bei Palermo wurde gestern der Sozialistenführer Bernardino Verro im eigenen Hause durch Revolverschüsse getötet. Der unbekannte Täter entfloh. Verro stand 1894 mit Bosco Barbato, dem späteren Bürgermeister von Catania, und dem jetzigen Deputierten de Felice an der Spitze der revolutionären sizilianischen Arbeiterbundes, wurde deshalb gleich seinen Kameraden nach Unterdrückung des Aufstandes zu langjährigem Zuchthaus verurteilt, bald darauf aber begnadigt. Die Mordtat, der politische Motive zugrunde liegen sdürften, erregt in ganz Italien großes Aufsehen. Versammlungsverbot in Italien. Schweizerische Blätter melden aus Rom: Anläßlich der bevorstehenden Eröffnung der Kammer wurde ein Versammlungsverbot erlassen, um regierungsfeindliche Kundgebungen auf der Straße zu verhindern. Der Krieg gegen Der russische Durchbruchsversuch zur Zlota Lipa gescheitert. TU Berlin, 6. Nov. Dem„Berl. Tagebl.“ wird aus dem k. und k. Kriegspressequartier unter dem 5. November gemeldet: Die Russen machten aus dem Brückenkopf von Czartorysk zahlreiche Ausfälle, um den Uebergang über den Styr zu behaupten. Der gegen die deutsche und österreichisch=ungarische Stellungslinie bei Kostinchnowka überraschend und mit weit überlegenen Kräften ausgeführte Ueberfall glückte zunächst. Rasch herangeführte Reserven warfen den Gegner jedoch wieder aus dem eroberten Grabenstück heraus. In Ostgalizien vertrieben ungarische Räzimenter im Verein mit preußischer Garde die Russen von dem rechten Strypa=Ufer und drängten sie nach Bieniawa und in die Stellungen auf der PantalichSteppe zurück. Der russische Durchbruchsversuch zur Zlota Lipa ist somit gescheitert. —— Aus Stadt und Umgebung. Rückblicke auf den Weltkrieg. 6. und 7. November. Der Fall von Tsingtau.— Kämpfe im Kaukasus. Im Westen wurden die Angriffe in der Richtung auf Ypern fortgesetzt, bei Noyon, Vailly und Chavonnes wurden französische Angriffe unter schweren Verlusten für den Feind abgewiesen. Im Osten kam es auf dem österreichisch=serbischen Kriegsschauplatz bei Krupanj, wo sich die Serben in sehr guten Stellungen verschanzt hatten, zu schweren Kämpfen. Schanze auf Schanze wurde von den Oesterreichern genommen, am 7. November der für uneinnehmbar gehaltene serbische Stützpunkt Kostaink.— Das Hauptergebnis dieser Tage ist der Fall von Tsingtau. Am 7. November war die tapfere Verteidigung der deutschen Truppen, nachdem die Japaner in der Nacht vom 6. zum 7. November einen Sturmangriff mit 15000 Mann ausgeführt hatten, zu Ende. Es gelang den Japanern, die deutschen Linien zu durchbrechen und über den Iltisberg bis zur Bismarckkaserne vorzudringen. Um ½7 Uhr früh stieg auf dem Sigznalberge die weiße Flagge hoch, da ein weiterer Widerstand lediglich die Niedermetzelung der noch vorhandenen Besatzung bedeutet hätte. 4000 Mann deutscher Truppen hatten drei Monate lang die deutsche Kolonie gegen eine zehnfache Uebermacht gehalten.— Die Türken schlugen in zweitägigen Kämpfen die russische Armee an der kaukasischen Grenze und brachten auch den Engländern, als diese in Akaba zu landen suchten, eine Schlappe bei. **(Kriegsversorgung.) Vor einiger Zeit erschien in der Presse ein Artikel mit der Ueberschrift: „Was geschieht für die Angehörigen und Hinterbliebenen unserer Krieger?" Da dieser hinsichtlich der Waisenversorgung zu Zweifeln Anlaß gegeben hat, wird zusammenfassend hierüber nochmals folgendes mitgeteilt: Die Höhe der Kriegsversorgung hängt von dem militärischen Dienstgrad des Verstorbenen ab. Die Witwe eines Gemeinen erhält jährlich im allgemeinen 400 Mk., die eines Unteroffiziers 500 Mk., die eines Feldwebels 600 Mk., Das Kriegswaisengeld beträgt für jedes vaterlose Kind einer Militärperson der Unterklasse 168 Mk., für jedes elternlose Kind 240 Mk. Die unter gewissen Voraussetzungen bei(größerer Kinderzahl nach dem Militärhinterbliebenengesetz eintretenden Kürzungen werden im Unterstützungswege ausgeglichen.(Amtlich.) **(Die Herbstkontrollversammlungen) im Landwehrbezirk II Dortmund finden in nächster Woche statt, und zwar am 8. und 9. November für das Amt Derne, am 10., 11., 12. Nov. für Amt Brackel, am 13., 15., 16. Nov. für Stadt Hörde am 18., 19., 20., 22. Novbr. für Amt Aplerbeck, am 23. und 24. Nov. für Amt Annen, am 25. und 26. Nov. für Amt Kirchhörde, am 27. Nov. für Amt Barop, am 29. Nov. für Amt Wellinghofen und am 30. Nov. für Stadt Schwerte und das Amt Westhofen. Es müssen sich sämtliche in der Kontrolle stehenden Mannschaften, also auch die D. U.=Leute, melden. *e(Einjährigen=Prüfung für Kriegsteilnehmer.) Der Kultusminister hat auf eine Anfrage wegen der nachträglichen Ablegung der Einjährig=Freiwilligen=Prüfung folgende Antwort erteilt: Nach einem Erlaß vom 8. März d. J. ist es nicht zulässig, junge Leute, die das zwanzigste Lebensjahr überschritten haben, an höhere Lehranstalten zur Prüfung behufs Nachweis der wissenschaftlichen Befähigung für den Einjährig=Freiwilligen=Dienst zuzulassen. Falls aber ältere Unteroffiziere, Feldwebel usw. beabsichtigen sollten, die Schlußprüfung (Prüfung der Reife für die Obersekunda) an der höheren Lehranstalt abzulegen, so steht dem nichts im Wege, unter der Voraussetzung, daß sie sich die dazu erforderlichen Kenntnisse angeeignet haben. Nr 261. 2. Blatt. Samstag, 6. November 1915. Das Rote Kreuz. Entstehung und Entwicklung. * Eine wichtige„Rolle spielt in diesem großen Weltkrieg unstreitig das„Rote Kreuz". Man versteht darunter alle internationalen Abmachungen bezüglich der Pflege der Kranken und Verwundeten im Kriege. Angeregt wurde dieses große Werk ren reichlich für Wosl d. gkeit und Krankenpflege. Bald lenrie sich seine Aufmerksamkeit auch euf die Insensverwundetenfürsorge. Während des im Jahre 1859 ausgebrochenen ttalienisch=öserreschischen Krieges hat er die Schtacht bei Solserino mitgemacht und bei dieser Gelege eit sich persönlich von der dringenden Not digkeit eines geregelten Sanitätswesens überzeugt. Er gab darauf 1862) ein Buch heraus unter dem Titel: „Erinnerungen an Solferino“, in dem er hauptsächlich die ersten praktischen Vorschläge in der Behandlung der Kriegsverwundeten usw. gab. Unter anderem forderte er schon damals die Neutralisierung der Kranken, Krankenhäuser und Krankenpfleger. Diese Ideen verbreiteten sich bald in vielen Ländern. Und so konnte Dunant nach längeren Bemühungen am 23. Oktober 1863 in Genf eine Konferenz zusammenbringen die jedoch mehr privater Natur war. An derselben nahmen etwa 36 Vertreter der verschiedensten Staaten teil. Die gemachten Vorschläge wurden eingeher" beraten und schon damals als Ab### ein rotes Kreuz auf weißem Felde bestimm: Bereits im folgencen Jahre, am 8. August 1864, gelang es iim mit Hilfe des Schweizer Bundesrates, fast alle europäischen und einige amerikanische Staaten zu einer diplomatischen Konferenz in Genf einzuladen. Die Verhandlungen endeten am 22. August mit der aus 10 Artikeln bestehenden sog.„Genfer Konvention“. Im Laufe der kommenden Jahre traten immer mehr Staaten dieser Konvention bei, und neue Bestimmungen wurden hinzugefügt. Es fanden noch verschiedene Kongresse in diesem Sinne statt. Die letzten, noch heute gültigen Bestimmungen datieren vom 6. Juli 1906 und umfassen 33 Artikel. Es finden sich darunter die Bestimmungen über Behandlung der Kranken und Verwundeten, der Sanitätsmannschaften und=Anstalten, der Ausrüstungs= und Transportmittel, des Gebrauches des gemeinsamen Abzeichens des Roten Kreuzes usw. Speziell in Deutschland wurde die Einrichtung des Roten Kreuzes immer weiter ausgebaut. Die oberste Leitung über das ganze Rote Kreuz liegt in den Händen des „Zentralkomitees der Deutschen Vereine vom Roten Kreuz“, dem insgesamt in 26 Landesvereinen über 1000 Ortsvereine mit ca. 175000 Mitgliedern unterstehen. Da das militärische Sanitätspersonal im Kriege unmöglich ausreicht, mußte für Hilfe in diesem Dienst gesorgt werden. Und hierbei sind zunächst die wieder aufgelebten alten Ritterorden zu erwähnen, die auch in Friedenszeiten vieles für die Krankenpflege tun und sich während des Krieges dem Roten Kreuz zur Verfügung stellen. Von diesen Ritterorden sind es katholischerseits hauptsächlich die Malteser, welche aus zwei Genossenschaften bestehen: der rheinisch=westfälischen und der schleiischen. Sie haben Verträge mit den Bischösen geschlossen, wonach sie den Schutz und die Vertretung der Priester. Krankenbrüder und der Amtliches Ateisbiatt K Kranrenschwestern übernehmen, werche im Dienst des Roten Kreuzes stehen. In Bayern wirkt in diesem Sinne der St. SeorgsRitterorden. Auf evangelischer Seite ist in erster Linie der preußische Johanniterorden zu nennen. Er ist der Führer der von den Diakonissenhäusern gestellten Pflegekräfte. In Verbindung hiermit sind noch einige andere Vereinigungen zu erwähnen, die unmittelbar mit dem Roten Kreuz zusammenhängen. Zunächst kommen hier in Betracht die freiwilligen Sanitätskolonnen, die in Friedenszeiten bei öffentlichen Unglücksfällen die erste Hilfe leisten, im Kriege aber als Sanitätsmannschaften im Dienste des Vaterlandes stehen. Aehnliches leisten die Samaritervereine und die„Genossenschaft freiwilliger 9Krankenpfleger im Kriege". Nicht zu unterschätzen ist auch die Tätigkeit des Vaterländischen Frauenvereins. Er hat sich die Förderung der Krankenpflege und Jugendfursorge zur Aufgabe gestellt. Während des Krieges stellt er eine große Anzahl von Pflege=Personal und=Material, versorgt die Soldaten im Felde und die Lazarette mit Liebesgaben und sorgt für die Familien der eingezogenen Krieger. Außer Berufsschwestern bildet der Vaterländische Frauenverein durch Kurse auch opferfreudige Damen zu Hilfsschwestern und Helferinnen aus. Der ganzen Einrichtung des Roten Kreuzes liegt der schöne Gedanke zugrunde, die Leiden des Krieges möglichst zu mildern, und gibt so auch manchen Gelegenheit zu heroischen Akten der christlichen Nächstenliebe. Vieles ist schon im Verlaufe dieses Krieges in diesem Sinne gewirkt worden. Einmütig haben die einzelnen Konfessionen mit großer Opferfreudigkeit zusammengearbeitet. Möge der schöne Gedanke des Roten Kreuzes noch immer mehr Verständnis finden! — Unseren Gefallenen zur Shr 184 Diese Ueberschrift soll sagen, daß die Zeilen, die folgen, niemand zu Leid, sondern ganz allein unsern lieben Schwerter Gefallenen zur Ehr geschrieben sind. Wir ehren sie auf vielfache Weise; wir werden sie, wenn der Frieden erst errungen ist, in besonderer Weise ehren; wir werden ihr Andenken in Ehren halten, solange die deutsche Zunge klingt. Der Schreiber dieser Zeilen aber möchte(gerne, daß sie geehrt würden auch in Nachrufen und Anzeigen unserer Zeitung. Man glaubt sie darin besonders zu ehren durch ein Gedicht. Das ist gewiß schön und gut, wenn es wirklich ein Gedicht ist; wenn es aber nur Worte sind, die sich nicht einmal reimen, Worte, die oft einen recht flachen, platten Inhalt haben, dann läßt man sie besser ganz fort. Beim Lesen dieser„Gedichte“ fragt man sich: Wie entstehen sie nur? Wer sie seit Beginn des Krieges gelesen hat, wird es bemerkt haben. Irgend einer begann 4 Zeilen zu machen, der Folgende machte 2 weitere hinzu, der dritte ließ von den ersten 4 Zeilen 2 fort und setzte 2 eigene, neue an den Schluß. So ging das Nachmachen und Neumachen weiter und bisher hat mans im ganzen auf 15—20 Zeilen gebracht. Es sind im wahrsten Sinne des Wortes „Schüttelreime“, die man beliebig durcheinander schütteln kann, d. h. reimen tun sie sich dann nicht mehr. Da steht z. B. am Schluß der ersten Zeile: „bleiben“ und am Schluß der zweiten:„leiden", am Schluß der ersten:„hinieden“ und der zweiten:„geblieben“— Es kann hier nicht auseinander gesetzt werden, was ein Reim ist, wohl aber soll die Bitte ausgesprochen werden: Wer nicht reimen kann, lasse es um unserer Gefallenen willen. Das Allerbeste ist für sie eben gut genug; wir wollen uns aber nicht einbilden dies„Allerbeste" selbst leisten zu können.— Unser Volk hat viele gute Dichter; allerdings wer einmal Umschau hält unter den Gedichten, die das Größte, was wir jetzt kennen, den Tod fürs Vaterland, besingen, wird merken: Es ist nicht leicht, das, was dieser Tod besagt, in Worte zu fassen. Hinzu kommt, daß ja jeder einzelne Fall in seiner Art anders ist, daß die Gefühle der Trauernden sich bewegen vom Stolz bis zur Bitterkeit, von der gewissesten Hoffnung bis zur Verzweiflung. Da möchte nun jeder gerne seine Gefühle, seine Trauer ausgedrückt sehen. Im Folgenden sind einige Gedichte aus alter und neuer Zeit abgedruckt, die vielleicht für die Todesanzeigen in Betracht kommen können. Es gibt deren noch viel mehr, vielleicht auch noch bessere, und jeder, der ein gutes, passendes Gedicht findet, sollte diese Sammlung vervollständigen, damit sie möglichst allen etwas bietet. * Nur dann kann wahres Leben uns entspringen, Wenn wir uns freudig selbst zum Opfer bringen. * In Liebe selbst sich opfernd, wirken und vergeh'n, Nur so wird man lebendig und wird man auflersteh'n. * Alles Getrennte findet sich wieder, Es löst sich jeder erdrückende Bann. Und an des Todes erlöschender Fackel Zündet die Leuchte des Lebens sich an. * Wir senken ins Grab Den Leib nur hinab, Die irdische, sterbliche Hülle. Der Geist aber lebt, Er wirkt und webt In ewig lebendiger Fülle. * Laut durch allen Schmerz und Herzensjammer Eine Stimme uns im Busen ruft: Modert auch der Leib in Grabeskammer, Für die Seele gibt es keine Gruft. * O Deutschland, für dich stürzten wir jauchzend in lden Tod, Vorschauend deine Größe wie glühend Morgenrot, Den Aufgang deiner Sonne, den der Gerechtigkeit, In ihm die eigene Zukunft, geläutert und geweiht, Vorschauend, wie ihr Brüder, im Herzen unser Bild, Das Reich der Liebe bauet, stark und rein und mild. * Für die Heimat als Helden gefallen im wilden, lim blutigen Reigen, Ernst redet zu euch, o ihr Brüder, und laut unser lewiszes Schweigen. * Dem Vaterland ein Opfer, ein freies, dargebracht Der Jugend frische Blüte gefallen in der Schlacht. * Wir stürmten in den Tod, den Pallasch in der Hand; „Hurra!“ und dachten deiner, o trautes Vaterland! * Wir starben mit kühnem, mit trotzigem Mut, Wir lachten, ob Tod und Vergehen: „Und sinken die Helden, aus Heldenblut Nur größer die Helden ersteh'n!“ Und fraget ihr, wo der Gatte fiel, Wo eure Brüder bluten, Der Sohn auf sturmgespalt'nem Kiel. Schwand in den Meeresfluten, Die eine Antwort alle eint: Wenn heut' nicht mehr die Sonne scheint, Er blieb— vorm Feind! * Glühenden Auges seit ihr gestanden Brüder, Geliebte in feindlichen Landen, Glühend vertropfte das heiligste Blut. Mütterlich birgt euch die güt'ge, große Erde der Menschheit in ihrem Schoße. Brüder, Geliebte, wie schlaft ihr so gut! Sie starben, auf daß unser Deutschland lebt Und in Schmach und Schande nicht falle, Daß schutzlos nicht Weib und Kind erbebt Von wildem feindlichem Schwalle, Daß unser Heim nicht verlodert in Brand Im Ansturm zuchtloser Heere— Gefallen für das Vaterland Zu Deutschlands Schutz und Ehre! — Folgendes Gedicht würde sich im Ganzen eignen, aber auch jeder einzelne Nun ruhet aus von Märschen und von Schlachten! Einst flog vor Euch der Fahne bunter Flügel, Jetzt weht der Schmerz um Eure fernen Hügek, Die wir als höchste Heiligtümer achten. Und wenn die Welt, die uns bedrängt, bezwungen, Und Volk nach Volk erst in den Staub gerungen, Sei Euer Ruhm gesagt, geseufzt, gesungen. Wenn sie mit Haß und Neid uns nicht mehr kränken, Dann wollen wir an Euch, Ihr Toten, denken, Und Euren Geist in unsere Kinder senken. Denktan uns sendet Scheneru Jigaretten Willkommenste Liebesgabe! Preis Ne 3¾ 4 S 6 810 3¾ 4 S 6§ 10 PfgdStck. Orient. Tabak u Ggaretten-fabr. Veridze Dresden Inh. Hugo Zietz. Hoflieferant SIId. Körigsesachsen Trustfrei! Im Schatten der Tererpaulsfestung. Roman von Hermann Gerhardt. 39 Sie lehnte sich mit dem Kopf gegen die Wand: ihr Atem ging keuchend und ab und zu stieß sie einen kurzen, trockenen Husten aus. Ein alter Bauer, der wohl Mitleid empfand, trat zu ihr und bot ihr seinen Platz am Ofen an; aber sie schilttelte ablehnend den Kopf. Inzwischen wurde einer der Wartenden nach dem andern erledigt, und sie blieb allein. Bisher hatte sie sich weder gerührt noch ein Wort gesprochen; jetzt richtete sie sich auf, ging an eins der Feuster, zog einen Gegenstand aus der Tasche, betrachtete ihn und steckte ihn wieder ein. Darauf zog sie ein zusammengesaltetes Papier hervor, welches sie in der Hand behielt. Draußen hatte es aufgehört zu schneien, aber schwere Wolkenmassen verdüsterten den Himmel und verursachten eine eigentümlich fahle Beleuchtung des Wartezimmers und seines Insassen. Die Frau stellte sich in die Nähe der Tür und wartete, bis sie gerufen würde. In der lautlosen Stille klang ihr pseisendes Atmen beängstigend lant. Endlich ging die Tür auf. Ein Mann eilte an ihr vorbei und der Portier deutete ihr an, einzuteten. Sie stand vor dem Präsekten. Er schrieb gerade und sie hatte Zeit, ihn sich anzusehen. Die unsichere Beleuchtung verlieh seinen Zügen etwas Scharses, Düsteres, wie aus Stein Gemeißeltes. Im Moment, da er Litschkoff das Schriftstück reichte, das er unterzeichnet hatte, prasselte ein Hagelschauer gegen die Feusterscheiben. Die Frau stand regungslos neben dem Tisch, m ihren Mantel gewickelt und den Schleier noch immer vor dem Gesicht. * Jetzt blickte der Präfekt noch ihr hin und streckte die Hand nach der Bittschrift aus, die sie hielt. Sie gab ihm dieselbe und er faltete sie auseinander, indem er sich ein wenig dem Feuster zukehrte, um besser sehen zu können. Die Zeiger der Uhr an der gegenüberstehenden Wand verkündeten die zwölfte Stunde und eben holte sie zum Schlage aus. Eine Bewegung—: ein Lichtreflex auf bläulichem Stahl — ein Blitz— eine Detonation— und der rauchende Revolver fiel auf den Tisch. Aus der Hand des Präfekten flatterte das Blatt Papier zu Boden. Er hatte sich halb und halb erhoben, die Hand gegen seine linke Seite gepreßt, jetzt taumelte er, und fiel zurück. Alle Anwesenden waren aufgesprungen; ein paar von ihnen stürzten sich auf die Mörderin, um sie dingfest zu machen; die andern bemühten sich um den Verwundeten. Inzwischen hatte die Frau ihren Schleier zurückgeschlagen, bevor noch semand Hand an sie legen konnte, und die Züge, die sie den bestürzten Anwesenden offenbarte, waren die der Irina Smarin! Als man sich ihrer bemächtigte, leistcte sie keinen iderstand, ihre Blicke hingen wie gebannt, mit ei. Ansdruck wilder, triumphierender Freude, an ihrem besiegten Feinde. Litschkoff aber hatte, was ihm selten geschah, seine gewohnte Selbstbeherrschung verloren. Totenbleich, mit verstörten Mienen und bebenden Händen stützte er den Kopf seines Vorgesetzten. Dieser hatte die Augen geschlossen. Ein Stöhneu entrang sich seiner Brust und aus der Wunde sickerte das Blut und färbte seinen Uniformrock. Einer der Beamten war fortgestürzt, einen Arzt zu holen; doch wußten alle, daß er zu spät konimen würde. Deutlich sah man, wie sich die finsteren Todesschatten über die streugen, ernsten Züge lagerten. Von der Straße begannen die Lettte heremzuströmenz um mit Grauen und Entsetzen den aufregenden Vorfall in Augenschein zu nehmen. „Recht lo! Seht Euch nur lott! Und freut Euch mit mir, daß der Tyrann sein verdientes Ende gefunden hat!“ schrie die Samarin.„Ich habe Euch von ihm befreit, ich, Irina Samarin. Und er weiß wohl, warum!“ Und immer noch, während man sie hinausschleppte, so lange sie seiner noch ansichtig war, triumphierte sie über ihren Feind, den endlich besiegten! Der Präfekt schlug die Augen auf und ihre Blicke trafen sich, der ihrige voll wilden, verzehrenden Hasses! Und wie von einer geheimmnisvollen Macht gezogen, der er nicht zu widerstehen vermochte, hob sich sein Kopf langsam in die Höhe, blieb einen Augenblick in dieser Lage unbeweglich, indem ein Ausdruck mamenlosen Entsetzens ihm die Züge verzerrte, dann in allmählicher Erstarrung zurücksinkend, fiel er hintenüber, ein totes Bleigewicht, in die Arme Litschkoffs. 26. Kapitel. Auf dem Ruhebett in ihrem Wohnzimmer lag Katia weinend und jammernd. Während der ersten Stadien ihres verzweifelten Schmerzes und ihrer Empörung, als sie Margaretes Flucht entdeckte, war Mischa ihr treulich zur Seite geblieben; uun, da sie aufing, sich etwas zu beruhigen, meinte er, sie einen Augenblick verlassen zu können, um sich der Verpackung und Nachsendung von Rittbergs Effekten anzunehmen. Das junge Mädchen hielt noch immer Werners Brief an Mischa krampfhaft in der Hand. „Ach, wär ich nur tot! Wär' ich nur tot!“ wiederholte sie immer von neuem, in dem trostlosen Gefühl ihrer Verlassenheit. Und als ihre Tränen allmählich versiegten, erging sie sich in bitteren Betrachtungen. War es denn denkbar, daß man sie so hinterlistig im Stich ließ! Wie grausam Meuschen doch sein können! Da hatte sie nun so selsenfest auf die Liebe und Freundschaft dieser beiden gebaut, hatte ihnen ihre ungeteilte Zuneigung geschenkt, nur um eine so gründliche Entäuschung zu erleben! Ganz ohne Abschied waren sie gegangen, für immer— das wußte sie bestimmt; nie, nie würde man sich in diesem Leben wiedersehen! Wie war doch die Welt so schlecht, so voll Lug und Trug. Sie, Katia, hatte die böse Welt aber auch gründlich satt; sie würde ins Kloster gehen, und zwar gleich, ohne noch viel zu überlegen. So war es gewiß am besten. Im stillen Klosterfrieden würde ihr armes, gequältes Herz wohl Ruhe finden. Dort fiel alles von einem ab, was einen hier draußen bedrückt und schmerzt!— Nach einer Weile kehrte Mischa wieder. Es war den Geschwistern ein Trost, beieiander zu sein. Katia, von der seltsamen Beleuchtung draußen angezogen, hatte sich in einen Lehnstuhl gesetzt, der am Fenster stand und beobachtete das Wetter, der Bruder war neben sie getreten und halte seinen Arm um sie gelegt. Plötzlich prasselten Hagelkörner gegen die Scheiben, und die Uhr schlug zwölf. Still verrannen die Minuten, die unheilschweren, dem ahnungslosen Geschwisterpaar! Das Unwetter ließ nach, hie und da siel noch ein vereinzeltes Hagelkorn wie zerstreute Geschosse des fliehenden Feindes; dann ertönte laut und schrill die Hausglocke und weckte in dem stillen Hause einen langandauernden Widerhall. Darauf folgte ein ungewohntes Rennen und Laufen, Stimmen sprachen durcheinander, die Tritte zahlreicher Füße wurden auf der Treppe hörbar. Mischa, weniger in Gedanken versunken als seine Schwester, verwunderte sich, was das wohl zu bedeuten habe? Endlich wurden die Geräusche deutlicher, es klang, als bewegten sich viele Menschen in einem Zuge die Treppe herauf und im Korridor,— da ward auch Katia aufmerksam. „Mischa,“ sagte sie,„was mag das wohl sein?“ „Soll ich mal nachsehen?“ schlug er vor. Sie aber schmiegte sich fester an ihn.„Ach, was geht das uns auz“ meinte sie apathisch. 231, Das Elend in Rußland. :: M. Chevalier schildert im„Berl. Lokalanzeiger; die Zustände, die der Zar und die russische Hofkamarilla mit der verbrecherischen Anzettelung des Krieges über das Land heraufbeschworen hat: „Man hat die Freizügigkeit“ gewährt. Nicht etwa den Juden,— nein, dem Elend. Es geht mit schweren Stiefeln, unaufhaltsam durch das ganze weite Land. Lange Karawanen ziehen y Sümpfe und Wälder und suchen eine Stelle zum Schlafen. Sie fragen nicht mehr nach einem Heim, das Schicksal hat sie gelehrt, bescheiden zu sein. sprechen auch keine Gebete mehr für Zar und Thron. denn was sie zu danken hatten, ist ausgeglichen. Aus Schuldnern sind sie zu Gläubigern geworden. Mag Rußland Milliarden aus den stählernen Gewölben der Bank von England erhalten und Milliarden aus den Bergwerken des vereisten Sibirien— die Schuld zu zahlen, die hier auf seine Schultern gestürzt ist, wird ihm nicht ein Jahrhundert möglich machen. Das sind Russen: sie mögen ihre Rechnung mit ihren Landsleuten abmachen. Aber auch deutsche Brüder hat das stumpfe Schwert der Brutalität getroffen. So schreibt Russkoje Sslowo:„Alle deutschen Kolonien im westrussischen Gebiete sind aufgelöst. Die Deutschen sind forgeschickt. Aus den Gouvernements Wolhynien und Podolien sind viele nach Jekaterinoslaw verbannt worden. Ihre Zahl erreicht zwei Millionen." Das sind die Leute, deren Väter den russischen Urwald gerodet haben, die aus dem versandeten oder versumpften russischen Boden Aehrenfelder schufen. Auf diesen Aehrenfeldern hat ihre Existenz jetzt den Tod gefunden. Den Heldentod....“ Zohl der befangenenzeraberten Geschütze im dsten(Gidler) G ( 0 G * LLE 11337— G4as(6) 887(32) 1131(36, 91462 □ Zahl ver Befangenen, in Hlammern offiziete In großer Zeit. Wir leben in bewegten Tagen, Rings dröhnt die Welt vom Völkerstreit, Doch dürfen wir entschieden sagen: Erzieherisch wirkt diese Zeit. Sie führt zurück zur Einfachheit, Ermahnend uns zur Sparsamkeit, Daß wir vom Schwelgen uns entfernen Und das bescheiden schätzen lernen. Wir folgen willig dem Gebote Der Zeit entsprechend, heiß und schwer, Und streicht man dünner uns die Brote, So schätzen wir sie umsomehr. Heut achten wir das täglich Brot, Denn es verbannt die schwere Not, Es ist gesorgt, daß wir es haben Daheim und in dem Schützengraben. So mancher, der einst war ein Prasser, Hat überwunden sein Begehr', Champagner, dieses Krisel=Wasser, Trinkt er seit Kriegsbeginn nicht mehr; Er ißt auch wen'ger Fleisch und Fett, Geht stets zur rechten Zeit ins Bett, Und auch das K=Brot ist gesunder, Es macht ihn schlanker und nicht runder. Es kehrt zur Lebensart, zur schlichten, Zurück, wer sonst zu viel sich tat, Manch einer muß auch seinen Pflichten Genügen jetzt als„Schippsoldat“. Dem's keiner an der Wiege sang, Daß er einmal den Spaten schwang, Der fühlt sich frisch, wie nie seit Jahren, Er kann in Zukunft Karlsbad sparen! Die Helden in dem Schützengraben Dort draußen in dem Sturmgebraus, Sie können vieles auch nicht haben Und halten doch Gewalt'ges aus! Nehmt sie zum Beispiel, das genügt, Die Hauptsach' ist: Es wird gesiegt! Drum wollen wir auch gerne weiter Beim K=Brot fröhlich sein. Ernst Heiter. Verantwortlich für die Redaktion Friedrich Kraas, Druck u. Verlag von Carl Braus, beide in Schwerte Schometr verleiht ein mastes reines Gesicht, rosigen, #sendtrisches Ausseben und ein biendend echise Teist.- Allasdissersusg de echte SEKENMNSCHE „Peterihen „„* eder Lös das zeitgemässe, in jede Familie Abschied“ 4 dieses Rebn: Umsonst erhält von uns □□ passende und packende Bild„Des Mehr als 3000 la, Anerkennungsschreiben Das Bild ist in Kupfertiefdruck ausgeführt, hat eine Blattgrösse von ca. 50s=60 cm und stellt einen sehr schönen Wandschmuck für jedes Heim dar. Dieses Bild erhalten unter Ersatz der geringen Versandkosten nur die Löser des Rebus umsonst. Sie können ohne jede Verpflichtung Ihre Lösung an uns einschicken; dieselbe muss uns sofort in genügend frankiertem Kouvert unter Angabe Ihrer vollständigen Adresse zugesandt werden. Es wird Ihnen alsdann unter Drucksache im Briefumschlag mitgeteilt, ob Ihre Lösung richtig ist. Rückporto für diese Auskunft ist der Lösung beizufügen. Schreiben Sie an den 5168 Verlag für Wort und Bild, Dortmund Nr. 358, Industriehaus. über dieses eingesandt. Bild wurden uns bisher Iostel u. Soppen für Fuhrleute und Kutscher. Hosen aus wetterfesten Steffen. Unsere Auswahl ist bedeutend! Unsere Preise sind bekanntlich die billigsten! A. Lien&a SeT Nikolaistr. 5 Dortmund Balkenstr. 38—38. beim Bezirkskommando. 4574 Das Nregstagesden des jchärines Krallt. Herausgegeben von einem Freunde. Mit einem Vorwort von Major Viktor v. Strantz. * 192 Seiten Text mit 35 Originalzeichnungen. Preis Mark 1.20. Vorrätig in der Buchhandlung CARL BRAUS B#n Trauer-Griek liefert schnell und sauber Kraus SCHWERTE(Ruhr), Grosse„Marktstr. 3—5. Einen Für unsere Soldaten empfehle aus Regenhaut, Oel-Batist und Leder wasserdichte Mäntel " Kragen 5163 1 Pfd. schwer, von 15 Mark an. wasserdichte Westen mit und ohne Futter, von Mk. 5.50 an. Ernst Müller, Sstemstr s Werkzeugstlosser und einen Ruiger! 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M., vormittags 8 Uhr, ebenda für die im Jahre 1897 geborenen Landsturmpflichtigen aus den Gemeinden Evingsen, Frönsberg, Hemer und Landhausen, am Dienstag, 16 d. M. vormittags 8 Uhr, ebenda für die im Jahre 1897 geborenen Landsturmpflichtigen aus den Gemeinden Ihmert, Kesbern, Lössel, Sundwig und Westig 2 In Menden auf der Kaiser Wilhelmshöhe am Donnerslag, 18. d. M. vormittags 7.30 Uhr, für den Jahrgang 1897 aus den Gemeinden des Amtsbezirks Menden und für diejenigen aus dem Staotbezirke Menden mit dem Anfangsbuchstaben A. und B., am Freitag, 19. d. M., vormittags 7.30 Uhr, edenda für die übrigen Gestellungspflichtigen aus dem Stadtbezirke Menden. 3. In Hohenlimburg im Saale des Wirtes Heinrich Bäcker(„Gambrinushalle") am Samstag, 20. d. M., vormittags 7.30 Uhr, für die Gestellungspflichtigen Buchstabe A. bis L. aus dem Stadtbezirke Hohenlimburg, am Montag, 22 d. M., vormittags 7,80 Uhr. ebenda für die Gestellungspflichtigen Buchstabe R. bis I. aus dem Stadtbezirke Hohenlimburg und für die Gestellungspflichtigen Buchstabe A. bis S. aus der Gemeinde Leimathe am Dienslag, 23. d. M., vormittags 7.30 Uhr, ebenda für die Gestellungspflichtigen Buchstabe T. bis Z. aus der Gemeinde Letmathe und Buchstabe A. bis Z. aus der Gemeinde Oestrich. Eine besondere Vorladung zu den Musterungsterminen ersolgt nicht. Die zum Erscheinen verpflichteten Mannschaften werden hierdurch aufgefordert, sich an dem bestimmten Orte und Tage, sowie zu der angegebenen Stunde bei Vermeidung der gesetzlichen Strafe pünktlich zu gestellen. Mannschaften, welche sich der Gestellung böswillig entziehen, oder ohne genügende Entschuldigung im Aushebungskermin fehlen, werden unter Anwendung der gesetzlichen Zwangsmittel nachträglich gemustert und eventuell sofort eingestellt. Wer durch Krankheit verhindert ist zu erscheinen, hat ein kreisärztliches Zeugnis einzureichen. Ein von einem nicht beamteten Arzte ausgestellles Zeugnis muß von der Polizeibehörde beglaubigt sein. Ueber alle angeblichen Krankheiten oder Gebrechen, wie Blutspeien. Atemnot, Nervenleiden. Fallsucht, geistige Beschränktheit usw. ist ein kreisärztliches Zeugnis im Musterungslermine dem untersuchenden Arzte vorzulegen. Mannschaften, welche Bruchband oder Brille tragen, haben diese mitzubringen. Iserlohn, den 3. November 1915. Der Jivilvorsitzende der Ersatzkommission des Landkreises Iserlohn. Nauck, Geheimer Regierungs= und Landrat. 5124 er. Krags, □ uvert ob 5168 1876 1916 und Naht am ahrradN. 24, 124. Post. II e Sehe Behaies g. 1897 der Zeit d. M., LandGleichalle und 8 Uhr, flichtigen d Landebenda aus den Westig d. M. den Gedem und B., für die Menden. shalle") die Gedibezirke 80 Uhr. Z. aus * mathe für Oestrich. werden Tage, gesetzentsofort hat ein bebehörde , wie haben des b) c) d) e) im Landwehrbezirk II Dortmund. Zu den Kontrollversammlungen haben zu erscheinen: 1. Sämmtliche in der Kontrolle des Bezirkskommandos 11 Dortmund slehenden Mannschaften, also a) die Mannschaften des Veurlaubtenstandes des Heeres und der Marine, einschließlich der Ersatzreservisten, die Mannschaften des gedienten Landsturms, die Mannschaften des ungedienten, ausgehobenen Landsturms. die ausgehobenen beziehungsweise tauglich besundenen sogenannten D=U.=Mannschaften, die nach dem 31. Dezember 1875 geboren sind, und die ausgehobenen Rekruten und die als Rekruten bereits eingestellt gewesenen, aber zur Disposition der Ersatzbehörden wieder entlassenen Mannschaften(Erläuterungen Iiffer 5), 2. alle dem Hee#e oder der Marine angehörenden Personen, die sich zur Erholung, wegen Krankheit oder aus einem andern Grunde auf Urlaub befinden und soweit marschfähig sind, daß sie den Kontrollplatz erreichen können(Erläuterungen Ziffer 6). Stadt Hörde. „Phönix“, Eingang vom Bickeseld zum Phönix. Provinzial=Infanierie der Jahresklassen 1888—1894 am Samslag, den 13. Nooember, 8,30 vorm. Provinzial=Infanterie der Jahresklassen 1895—1901 am Samstag, den 13. Nov., 9.45 vorm. Provinzial=Infanterie der Jahresklassen 1902—1915 und Ersatzreserve der Jahresklassen 1902—1915 am Samstag, den 13. Nov., 11,00 vorm. Sämtliche übrigen gedienten Mannschaften der Jahresklassen 1888—1915 am Samstag. den 13. Noo., 12,15 mittags. Die sogenannten D.=U.=Mannschaften(gedienle und ungediente) am Samstag, den 13. Noo., 3.00 nachm. Ungedienter Landsttlrm Jahrgang 1869—1871 am Montag. den 15. Nov., 8,80 vorm. Un. gedienter Landsturm Jayrg. 1872—1874 am Montag, den 15. Nov., 10.15 vorm. Ungedienter Landsturm Jahrg. 1875 1877 am Montag. den 15. Noo. 12,00 mittags. Ungedienter Landsturm Jahrg. 1878—1880 am Montag, den. 15. Nov., 3,00 nachm. Ungedienter Landsturm Jahrg. 1881—1883 am Dienslag, den 16. Nov., 8.30 vorm. Ungedienter Landsturm Jahrg. 1884—1887 am Dienstag, den 16. Noo., 10.15 vorm. Ungedienter Landsturm Jahrg. 1888—1891 am Dienstag, den 16. Nov. 12,00 mittags. Ungedienter Landsturm Jahrg. 1892—1396 am Dienstag, den 16. Nov., 3,00 nachm. Amt Aplerbeck. Aplerbeck, Wirtschaft Schulle.„Hotel zur Post“. Provinzial-Insanterie der Jahresklassen 1888—1894 am Donnerstag, den 18. Avo,*,45 vorm. Provinzial=Infanlerie der Jahresklassen 1895—1899 am Donnerstag. den 18 Nov., 10,00 vorm. Provinzial=Infanlerie der Jahresklassen 1900—1915 am Donnerstag, den 18. Nov., 11,15 vorm. Sämtliche übrigen gedienten Mannschaften der Jahresklassen 1888—1915 am Donnerstag, den 18. Noo, 12.60 nachm. Ersatzreserve der Jahresklassen 1902—1915 am Donnerstag, den 18 Nov., 2,00 nachm. Ungedienter Landsturm Jahrg. 1889—1871 am Freitag, den 19. Nov, 8.45 vorm. Ungedienter Landsturm Jahrg. 1872—1873 am Freitag, den 19. Nov., 10,80 vorm. am Montag, den am Montag. am Montag. den den Die sogenannten D.=U=Mannschaften(gediente und ungedienle) am Samstag, den 2°. Nov., 4,30 nachm. Aml Wellinghosen. Wellinghofen, Wirtschaft Wicken. Sämtliche gedienten Mannschaften der Jahresklassen 1888 bis 191: und Ersatzreseroe von 1902—1915 am Monlag, den 29. Nov., 8.45 vorm. Ungedienker Landsturm Jahrg. 1869—1877 29. Noo, 10.15 vorm. Ungedienter Landsturm Jahrg. 18°8—1386 29. Nov., 12 30 nachm. Ungedienter Landsturm Jahrg. 1857—1896 29. Nov., 2.30 nachm. Die sogenannten D.=U.=Mannschaften(gediente und ungediente) am Montag, den 29. Nov., 4,80 nachm. Stadt Schwerke. Schwerte, Wirtschaft„Im Reiche des Wassers". Provinzial=Insanlerie der Jahresklassen 1883—1915 am Diens“ tag. den 30. Nov., 9.00 vorm. Sämtliche übrigen gedienten Mannschaften der Jahresklassen 1888—1915 und Ersatz=Reserve der Jahresklassen 1902 bis 1915 am Dienstag, den 30 Nov., 10.00 vorm. Ungedienter Landsturm Jahrg. 1·69—1875 am Dienstag, den 30. Nov., 12,30 nachm. Ungedienter Landsturm Jahrg. 1876—1885 am Dienstag, den 30. Nov. 2,15 nachm. Ungedienter Landsturm Jahrg. 1886—1896 am Dienslag, den 30. Nov, 4,00 nachm. Die sogenannten D.=U.=Mannschakten(gediente und ungediente) am Dienstag, 30. Nov, 5.45 nachm. Amt Westhofen. Westhofen, Wirtschaft Fritzenkötter. Sämtliche Mannschaften aller Waffengattungen der Jahresklassen 1888—1915 und Ersatzreservisten der Jahresklassen 1902 bis 1915 am Dienstag, den 30. Noo, 9.00 vorm. Ungedienter Landsturm Jahrg. 1869—1880 am Dienslag, den 30. Nov. 10,30 vorm. Ungedienter Landsturm Jahrg. 1881—1393 am Dienslag, den 30. Nov., 1,00 nachm. Die sogenannten D.=U=Mannschaften(gediente und unge diente) am Dienslag, den 30. Noo., 3.00 nachm. 1. Anzug im 1893—1896 am Montag, den (77 am Dienstag, Dienstag, den den am Miltwoch, den Ungedienter Landsturm Jahrg. 1874—1875 am Freitag, den 19. Noo., 1.00 nachm. Ungedienter Landsturm Jahrg. 1876—1878 am Freitag, den 19. Nov. 3.00 nachm. Ungedienter Landsturm Jahrg. 1879—1881 am Samstag, den 20. Nov., 8.45 vorm. Ungedienter Landsturm Jahrg. 1882—1883 am Samslag, den 20. Nov., 10.30 vorm. Ungedienter Landsturm Jahrg. 1884—1886 am Samstag, den 20. Nov.. 1.00 nachm Ungedienter Landsturm Jahrg 1887—1889 am Samstag. den 20 Nov.. 3,00 nachm. Ungedienter Landsturm Jahrg. 1890—1892 am Montag. den 22. Nov., 8.45 vorm. Ungedienter Landsturm Jahrg. 22. Nov., 10,30 vorm. Die sogenannten D.=U.=Mannschaften(gediente und ungedienle) am Montag, den 22. Nov., 12,30 nachm. Amt Annen. Annen, Wirtschaft Greien am Marktplatz. Provinzial=Infanterie der Jahresklassen 1888—1902 am Diens. tag. den 23. Nov., 9.15 vorm. Provinzial=Infanierie der Jadresklassen 1908—1915 sowie alle übrigen gedienten Mannschaften der Jahresklassen 1888 bis 1915 und Ersatzreserve der Jahresklassen 1902—1915 am Dienstag. den 23. Nov., 10.45 vorm. Ungedienler Landsturm Jahrg. 1869—1875 23. Nov., 12,30 nachm Ungedienter Landsturm Jahrg. 1876—1880 23. Nov., 2.30 nachm. Ungedienter Landsturm Jahrg. 1881—1885 am Mittwoch, den 24. Nov., 9,15 vorm. Ungedienter Landsturm Jahrg. 1886—1890 24. Nov, 11,00 vorm. Ungedienter Landsturm Jahrg. 1891—1896 am Mittwoch, den 24. Nov. 1,30 nachm. Die sogenannten D.=U.=Mannschaften(gediente und ungediente) am Mittwoch, den 24. Nov., 3.30 nachm. Amt Kirchhörde. Hombruch, Wirtschaft Wwe. Schnittker. Sämtliche gedienten Mannschaflen der Jahresklassen 1888 bis 1915 und Ersatzre erve der Jahresklassen 1902—1915 am Donnerstag, den 25 Noo., 9.00 vorm. Ungedienter Landsturm Jahrg. 1869—1874 am Donnerstag, den 25 Nov., 10,15 vorm. Die sogenannten D.=U=Mannschaften(ged'ente und ungedienle) am 25. Nov., 11,30 vorm. Ungedienter Landsturm Jayrg. 1875—1880 26. Nov., 9,00 vorm Ungedienter Landsturm Jahrg. 1881—1885 26. Nov., 11,00 vorm. Ungedienter Landsturm Jahrg. 1886—1890 26. Nov., 1,30 nachm. Ungedienter Landsturm Jahrg. 1991—1896 26. Nov., 3.30 nachm. Amk Barop. Hombruch, Wirtschaft Wwe Schnillker. Provinzial-Infanterie der Jahresklassen 1888—1898 am Sams. tag. den 27. Nov., 9.00 vorm. Provinzial=Infanterie der Jahresklassen 1889— 1915 sowie sämtliche übrigen gedienten Mannschaften von 1888 bis 1915 und Ersatzreseroe von 1902—1915 am Samstag. den 27 Nov, 10.00 vorm. Ungedienter Landsturm Jahrg. 1869—1877 am Samslag, den 27. Noo., 11,15 vorm. Ungedienter Landsturm Jahrg. 1878—1886 am Samstag, den 27. Nov., 12.30 nachm. Ungedienter Landslurm Jahrg. 1887—1996 am Samstag, den 27. Rov, 2,30 nachm. am am am am Freitag. Freilag, Freitag, Freitag, den den den den chöne, abgeschl.blage Zimmer, Küche und Badezimmer, sowie 3 Mansardenzimmer für sofort oder später zu vermielen. 5115 Becker& Fleer. Erläuterungen. 2 einf. möbl. zu vermieten. 5121 Näheres Beckestr. 33, part. S Die Mannschaften haben in ordentlichem und sauberem zu erscheinen und 5 Minuten vor der befohlenen Zei: Kontroll=Versammlungslokal nach Anweisung des Bezirkseldwebels anzutreten. Stöcke, Schirme. brennende Zigarren 2c. sind vorher abzulegen. Mtlitärpässe, Urlaubspässe, kurz alle militärischen Papiere sind mitzubringen. 2. Die zur Kontrolle befohlenen Mannschaften gehören für den ganzen Tag der Kontroll=Versammlung zum aktiven Heere und zur Militärgerichtsbarkeit. 3. Die Jahresklasse ist auf dem Deckel des Mililärpasses oder Landsturmscheines zu ersehen. Für Mannschaften des ungedienten Landsturms, die eingezogen gewesen sind und jetzi einen Militärpaß haben, ist nicht die auf ihrem Passe vermerkte Jahresklasse maßgebend, sondern das Geouittjahr, z. B. ein Mann. der 1887 geboren ist. die Entscheidung Landsturm gehabt hat. im Februar 1915 eingestellt und im August 1915 wieder entlassen ist, hat sich mit dem Jahrgang 1887 des ungedienten Landsturm zu gestellen. 4.„Sämtliche übrigen Mannschaften aller Waffengattungen“ im Sinne odiger Bekanntmachung sind: Garde, Verkehrstruppen, Jäger, Kaoallerie, Feldartillerie, Pioniere, Train. Sanitäts= und Veterinärpersonal. Fußartillerie, Marine. Als Krankenträger ausgebildete Mannschaften der Infanterie und Jäger, sowie Militärbäcker gehören zum beurlaubten Stande des Train. 5. Die ausgehobenen Rekruten und die als Rekruten bereits eingestellt gewesenen, aber zur Disposition der Ersatzbehörden wieder entlassenen Mannschaften haben sich zu der jeweils letzten au ihrem Kontcollplatz stallfindenden Kontroll= Versammlung zu gestellen. Die im Jahre 1896 geborenen und gemusterten Mannschaften gehören zum ungedienten Landsturm und haben sich mit diesem zu gestellen. Sie sind also nicht als Rekruten anzusehen. 6. Die dem Heere oder der Marine angehörenden Personen, die sich zur Erholung. wegen Krankheit oder aus einem anderen Grunde auf Urlaub befinden und soweit marschfähig sind, daß sie den Kontroliplatz erreichen können, haben sich zu der jeweils letzten an ihrem Kontrollplatz stattfindenden Kontroll= Versammlung zu gestellen. 7. Ju den Kontroll=Versammlungen haben auch zu erscheinen alle auf eigenen oder ihres Arbeitgebers Antrag zurück. gest ellten oder bereits eingestellt gewesenen und wieder entlassenen Mannschaften. Alle diese haben sich je nach ihrem Wehrpflichtverhältnis(z. B. Beurlaubtenstand, ungedienten Landsturm 2c.) mit ihrem Jahrgang zu gestellen. Was die zur Wiederaufnahme der Arbeit auf kurze Zeit nur beuraubten Leute anbetrifft, so wird auf Ziffer 6 verwiesen. Belurlauat ist ein Mann nur dann, wenn er einen Urlaubspaß von seinem Truppenteil erha ten hatte und nicht verpflichtet ist, sich bei dem Bezirks=Kommando an umelden. 8 Mannschaften, die elwa noch in der Kontrolle des Bezirks- Kommando II Doctmund stehen, aber an Orten wohnen die durch Eingemeindung zur Stadt Dortmund gehören, haben sich zu den Kontroll=Versammlungen des Bezirks=Kommandos 1 zu gestellen. 9. Befreiungen von Kontroll=Versammlungen finden nur in den allerdringendsten Fällen statt. Gesuche sind unter Beifügung einer amtlich beglaubigten Bescheinigung und der Militärpapiere mindestens 3 Tage vor der Kontroll=Versammlung vorzutragen. Auch wer sich an einem anderen als an dem für ihn befohlenen Tage stellen möchte, hat ein Gesuch einzureichen Eigenmächtige Gesteilung zu anderen Kontroll=Versammlung ist strafbar. Gesuche um Befreiung von kontrollpflichtigen Mannschaften eines ganzen Betriebes oder Teilen von solchen können keine Berücksichtigung finden. 10. Wer der Einverufung zur Koniroll=Versammlung nicht Folge leistet oder unpünktlich oder betrunken erscheint, sowiwer sich des Ungehorsams gegen vorstehende Befehle schuldig macht, wird gerichtlich oder disziplinarisch bestraft. 11. Es wird sehr gewünsot, Orden und Ehrenzeichen, so wie Krieger=Vereinsabzeichen anzulegen. Dortmund, im November 1915 5146 Königliches Bezirks Kommando II Dortmund. 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Wir beklagen einen schmerzlichen Verlust und werden dem Förderer unserer guten Sache ein dauerndes Andenken bewahren. 5169 Ergste, den 6. November 1915. Tielwillige Feuerwehr. fl. Cual. Fid. 40 flg. erstkl. Fabrikate.— (Dürkopp Nothm.) 30.— bis 40— Mk. können Sie sparen wenn Sie ohne Reisenden od. Agentenkaufen = Reparaturen in eigener Werkstatt zu den billigsten Preisen.(Vorheriter Kostenauschlag). Gebrauchte Maschinen von 8.— Mk. an Spezialhaus C. Schlüter, Dortmund, Hoher Wall 38 neben der Martinschule. — Fernruf 5368.— en gros. en detail. IaZkEIBAZZT 8 Programm für den 6. und 7. November. Aotel Hagenerstr. 14. Varitee u. Singspiel=Hallen. Inh. Carl Feit. Sonnlag, den 7. d. M., von 4 Uhr nachm. an: Wst (der Zeit enlsprechende) —„—— Kriegsberichterstattung. Sanitätskolonne vom Roten Kreuz Siegesfeier und Dankgebete in Konstantinopel. Oesterreichische Truppen besetzen die Gebirgspässe. Berichte aus dem Westen.— Bayrische Truppen am Vser=Kanal.— Matrosen=Artillerie usw. Spielerblut oder das Vermächtnis der Väler. Ergreifende Geschichte aus dem Leben der Tochler eines Spielers.— 2 Akte. A#ns !“!„Das Gesetz der Minen! Erster Film aus der Joe=Deebs=Serie. Aufsehen erregender Detektivschlager, dargestellt von Berliner Schauspielern.— 4 Akte. Die kühne Spannendes Wild=West=Drama. Amor in Komödie. Die lustigen Dagabunden. Humoreske. ∆ Spielt nicht mit dem Feuer. Lustspiel. 5164 9 9 5 Tünnes Eintrilk 10 Pfg. Glas Bier 10 Pfg. Militär Einkrilt frei. Stampfzucker Cristallzucker Würfelzucker weiss und Candis ohne Krusten Fudaingpulver 1 Schwerter Spori=Glub 06. Morgen nachm. 3 Uhr auf dem Schützenhof: Gedungsspie! der I. gegen die II. Mannschaft. 5 Uhr: Versammlung. 5171 Pd. 26 3 Pri. 27 81 ra. 29 3 Pr. 32 8 Paket 10 31 Paket 12 Vanillezucker Paket 10 S Backpulver 3 Pakete 28 3 E. Weinberz. K Bekanntmachung betreffend Beschlagnahme und Nachmeldung von Kupfer in Fertigfabrikaten. Auf Ersuchen des Kriegsministeriums wird nachstehende Verordnung auf Grund des Gesetzes über den Belagerungszustand vom 4. Ju i 1851, des Bayezischen Gesetzes über den Kriegszustand vom 5. Novemter 1915 in Verbindung mit der Allerhöchsten Verordnung vom 31. Juli 1914, der Bekanntmachung über Vorratsechedungen vom 2 Februar 1915*) und der Erweilerung der Bekanntmachung über Vorrats. erhebungen vom 3. September 1915 und der Bekanntmachung über die Sicherstellung von Kriegsbedarf vom 24. Juni 1915*“ hiermit zur allgemeinen Kenntnis gebracht. S 1. Inkraftireten der Verordnung. Die Verordnung titt mit ihrer Bekanntmachung am 2. Novemder 19.5 in Kraft. S 9. Von der Verordnung betrossene G genstände. Von den auf Grund der Verfügung M. 1/7, 15. K 27 A. meldepflichtigen Gezenständen aus Kupser werden folgende beschlagnahmt***): 1. alle verlegten Freileitungen in Starkstromanlagen einschließlich Fahrletungen elektrischer Bahnen und freiliegender Schieneaverbinder; 2. Kadel und Leitungen in Starkstromanlagen einschließlich Sammelschienen und Anschlußleitungen von Schaltanlagen. a) oberird'sch verlegt, von mehr als 50 qmm Querschnitt des enzelnen Leiters. b) unterirdisch verlegt, von mehr als 95 qmm Querschnitt des einzelnen Leiters; 3. alle kupfernen Feuerbuchsen; 4. alle ganz oder teilwe se aus Kupfer bestehenden Destillations=, Extraktionsapparate und Kühlvortichtungen; 5. alle ganz oder teilweise aus Kupfer bestehenden Braukessel: 6. kupferne Röhren von und übr 10 mm äußerem Durchmesser, soweit sie nicht schon nach der Verfügung M. 1/1, 15. K. R. A. beschlognahmt sind; 7. alle Wasch= und Zentrifugentrommeln aus Kupfer. S 3 Von der Verordnung betroffene Personen usw. Von dieser Verordnung weiden betrosfen: a) alle Peisonen, Kommunen, öffentlich=techtlichen Körperschaften und Verbände, welche Gegenstände der im§ 2 aufgeführten Art in Gewahrsam haben, oder für welche sich die Gegenstände unter Zollaussicht definden; b) alle Empfänger solcher Gegenstände nach Empfang derselben, falls die Gegenstände sich am Tage der Beschlagnahme auf dem Versand definden und nicht bei einer der unter a bezeichneten Personen usw. in Gewahrsam oder unter Zollaussicht gehalten werden. § 4. Beschlagnahme. Die von der Versügung betroffenen Gegenstände(§ 2) sind beschlagnahmt Die Beschlagnahme hat folgende Wirkung: a) Alle rechtsgeschäftlichen Verfügungen, also auch Verkäufe, selbst wenn sie der Ausführung von Kriegslieferungen dienen sollen, sind verboten und nichtig. Den rechtsgeschäftlichen Verfügungen stehen Verfügungen gleich, die im Wege der Zwangsvollstreckung oder Arrestvollziehung erfolgen. Zulässig ist der Verkauf ausschließlich an die MetallMobilmachungsstelle. Es wird anheimgestellt. Angebote an deren Adresse. Berlin W 9, Potsdamer Straße 10/11, einzureichen. Zulässig sind ferner rechtsgeschäftliche Verfügungen, die auf Anordnung oder mit Zustimmung der Metall=Mobilmachungsstelle erfolgen. b) Jede Verwendung der beschlagnahmten Gegenstände, durch welche das darin enthaltene Kupfer der Beschlag. nahme entzogen wird, ist verboten. c) Die von dieser Verordnung betroffenen Personen usw. sind verpflichtet, der Metall=Mobilmachungsstelle und deren Beauftragten über die beschlagnahmten Gegen stände jede gewünschte Auskuft zu erteilen und ihnen den Zutritt zu den Betriebstäumen zu gestatten. Die Vorschrift des§ 5 der Bekanntmachung M. 1/7 15 K. R. A. oom 20. Juli 1915 wird bezüglich der in§ 2 der vorliegenden Verordnung bezeichneten Gegenstände aufgehoben. s 5. Nachmeldung. Alle Personen usw, wel de die durch die Verfügung M. 1/7. 15. K. R. A., betr. Bestandsmeldung und Verwertung von Kupfer in Fertigfabrikaten vorgeschriebene Meldung bersäumt haber sollten. in welcher auch die durch§ 2 der oorliegenden Ver ordnung beschlagnahmten Gegenstände zu melden waren, haber bis spätestens 30. Nooember 191s nachträglich Meldung an die Metall=Mobilmachungsstelle der Kriegs=Rhsioff=Abteilung des Königlich Preußischen Kriegsministeriums in Beilin W 9 Potsdamer Straße 0/1 zu erstatten Für alle Nachmeldungen ist der Bestand zur Zeit des Inkrafttreiens der vorliegenden Verordnung maßgebend. Der Meldeschein für Kupfer in Fertigfabrikaten ist durch die Metall=Mobilmachungsstelle erhältlich und ist bis zum obengenannten Zeitpunkte ordnungsmäßig ausgefüllt an die Metall=Mobilmachungsstelle, Berlin W 9, Potsdamer Straße 10/11, einzusenden. § 6. Die Metall=Mobilmachungsstelle des Königlich Preußischen Kriegsministeriums hut das Recht, die Beschlagnahme auch auf solche ganz oder teilweise aus Kupfer bestehenden Fertigfabrikate auszudehnen, die nicht im§ 2 aufgeführt sind. Münster, den 2. November 1913. Der stellvertretende kommandierende General des VII. Armeekorps: 5165: Frhr. v. Gayl, General der Insanterie. Für die bei der Stadt Schwerte abgelieferten Metallgegenstände(Nickel, Kupfer, Messiag) erfolgt die Auszahlung der Beträge bei der Stadtkasse hierselbst gegen Vorlage der Anerkenntnisbescheinigung und zwar der Nummern: 1 bis 400 am 10. Nov., vormittags 9—12 Uhr Kinder sind zur Empfangnahme der Gelder nicht berechtigt. Schwerte, den 3 November 1915. Der Magistrat: 159 Rohrmann. *) Wer vorsätzlich die Auskunft, zu der er auf Grund dieser Verordnung verpflichtet in, nicht in der gesetzten Frist erteilt, oder wissentlich unrichtige oder unvollständige Angaben macht, wird mit Gesängnis bis zu 6 Monaten oder mit Geldstrafe bis zu 10000 Mark bestraft, auch können Vorräte, die verschwiegen sind, im Urteil für dem Staate verfallen erklärt werden. Wer fahrlässig die Auskunft, zu der er auf Grund dieser Verordnung verpflichtet in, nicht in der gesetzten Frist erteilt oder unrichtige oder unvollständige Angaben macht, wird mit Geldstrafe bis zu 3000 Mark oder im Unvermögensfalle mit Gefängnis bis zu 6 Monaten bestraft. **) Mit Gesängnis dis zu einem Jahre oder mit Geldstraf bis zu zehntausend Mark wird, sosern nicht nach allgemeinen Strafgesetzen höhere Strafen verwirkt sind, bestraft: 1. wer undefugt einen beschlagnahmten Gegenstand beiseite schafft, beschädigt oder zerstört, verwendet, verkauft oder kauft oder ein anderes Veräußerungs= oder Ewerdsgeschäft über ihn abschließt: 2. wer der Verpflichtung. die beschlagnahmten Gegenstände zu verwahren und pfleglich zu behandeln, zuwiderhandelt 3. wer den erlassenen Ausführungsbestimmungen zuwiderhandelt. **) Gegenstände, die kein Kupfer, sondern nur Messing und andere Kupferlegierungen enthalten, werden von der Ver ordnung nicht betrossen Malklaturpapier maphehlt bülgs Carl Braus, Schwerte(Ruhr) Bekanntmachung zur Einschränkung des Fleisch= u. Fettverbrauchs. S 1. Dienstags und Freitags dürfen Fleisch, Fleischwaren und Speisen, die ganz oder teilweise aus Fleisch bestehen, nicht gewerbsmäßig an Verbraucher verabfolgt werden. Dies gilt nicht für die Lieferung unmittelbar an die Heeresverwaltungen und an die Marineverwaltung. § 2. In Gastwirtschaften, Schank= und Speisewirtschaften, sowie in Vereins= und Erfrischungsräumen dürfen 1. Montags und Donnerstags Fleisch, Wild, Geflügel, Fisch und sonstige Speisen, die mit Fett oder Speck gebraten, gebacken oder geschmort sind, sowie zerlassenes Fett und 2. Sonnabends Schweinefleisch nicht verabfolgt werden. Gestattet bleibt die Verabfolgung des nach Nr. 1 oder 2 verbotenen Fleisches als Aufschnitt auf Brot. § 3. Als Fleisch im Sinne dieser Verordnung gil Rind=, Kalb=, Schaf=, Schweinefleisch sowie Fleisch von Geflügel und Wild aller Art. Als Fleischwaren gelten Fleischkonserven, Würste aller Ait und Speck Als Fett gilt Butter und Butterschmalz, Oel, Kunstpeisefette aller Art, Rinder=, Schaf= und Schweinefett. § 6. Die Unternehmer haben einen Abdruck dieser Verordnung in ihren Verkaufs= und Betriebsräumen auszuhängen. § 7. Mit Geldstrafe bis zu eintausendfünfhunder Mark oder mit Gefängnis bis zu 3 Monaten wird bestraft: 1. wer den Vorschtiften des§ 1 oder des§ 2 zuwiderhandelt; 2. wer den Vorschristen des§ 5 zuwider Verschwiegenheit nicht beachtet oder der Mitteilung von Geschäfts= oder Betriebsgeheimnissen sich nicht enthält: 3. wer den im§ 6 vorgeschriebenen Aushang unterläßt; 4. wer den nach§ 10 erlassenen Ausführungsvorschriften zuwiderhandelt. In dem Falle Nr. 2 tritt die Verfolgung nur auf Antrag des Unternehmers ein. § 11. Diese Verordnung tritt mit dem 1. Novbr. 1915 in Kraft. Der Reichskanzler bestimmt den Zeitpunkt des Außerkrafttretens. Berlin, den 28. Oktober 1915. Der Stellvertreter des Reichskanzlers: Delbrück. Vorstehenden Auszug aus der Bundesratsverordnung vom 28. v. Mts. bringen wir hiermit zur öffentlichen Kenntnis= und genauen Beachtung. Nach§ 4 dieser Verordnung sind die Beamten der Polizei und von dieser beauftragte Sachverständige befugt, die Geschäftsräume, sowie Räume, in denen Fleisch, Fleischwaren und Fett gelagert zubereitet, feilgeboten oder verabfolgt werden, jeder zeit zu betreten, Besichtigungen vorzunehmen und Proben zu entnehmen. Westhofen, den 4. November 1915. Die Polizei=Verwaltung: I. V. Gue, Beigeordneter. 5166 19 Bester Schutz der Sebuhsohlen! Wgerlager„Tanies Patentamtlich geschützt. D. R. G. M. Nr. 600 502, hergestellt aus bestem, imprägniertem Kernleder. Kanf sich jeder selbst auf die Sohle aufnageln. Die Packung— Mk. 1.60— enthält 3 Paar Herrensohlen. 3—4 Paar Damensohlen 4—5 Paar Kindersohlen. Alleinverkauf Frau W. 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Seplbr. 1915 über die Herstellung und den Verkauf von Backwaren für den Landkreis Hörde Auf Grund des§ 49 der Bundesralsverordnung vom 28 Juni 1915(Reichsgesetzblatt Seite 363 K) wird der§ 2 unserer Anordnung vom 22 September 1915 wie folgt geändert: § 2 Nur folgende Backwaren dürfen für den Verkauf hergestellt und veräußert werden: a. Kriegsbrot mit einem Verkaufsgewicht von 3 oder 6 Pfund. bestehend aus 60% Roggenmehl 30% Weizenschrot 10% Kartoffelmehl(Karlosselflocken, Kartoffelwalzmehl oder Karloffelstärkemeh!) Werden gequetschte oder geriebene Kartoffel verwendet, so muß der Kartoffelgehalt mindestens 30 Gewichtsteile auf 90 Gewichtsteile Getreidemehl betragen. Der Kartoffelmehlgehalt darf bis auf 20% erhöht, der Roggenmehlgehalt entsprechend verringert werden. b. Schwarzbrot mit einem Verkaufsgewicht von 3 oder 6 Pfund, bestehend aus 90% Roggenschrot und 100 Weizenschrot. Zu a) und b). Soweit der Kommunal= verband Weizenschrot nicht liefert, darf statt dessen Weizenmehl gebraucht werden. c. Weizenschrotbrot, sogenanntes Grahambrot, mit einem Verkaufsgewicht in vollen Pfunden. d. Weißbrot, bestehend aus 90% reinem Weizenmehl und 10% Roggenmehl und zwar: Stuten mit einem Verkaufsgewicht von 3 Pfund, Brötchen mit einem Verkaufsgewicht von einem sechstel Pfund und Zwieback. e. Reine Konditorware Als reine Konditorware im Sinne dieser Anordnung sind solche Backwaren anzusehen, zu deren Bereitung höchstens 10% der Gewichtsmasse an Weizenmehl oder Roggenmehl verwendet wird. Das Verkaufsgewicht muß bei den Einheitsbrolen vorhanden sein 24 Stunden nach Fertigstellung. Nur die unter a-d genannten Backwaren gellen als Brot im Sinne dieser Anordnung. Diese Anordnung tritt sofort in Kraft. Hörde, den 2. November 1915. Der Kreisausschuß. 5167 Unterschriften. * Herzie De iches Hulenniel chr Gastenmittel Millionen gebrauchen sie gegen Heiserkeit, Verschleimung, Kartarrh, schmerzenden Hals, Keuchhusten, sowie als Vorbeugung gegen Erkältungen, daher hochwillkommen jedem Krieger! 6100 not.begl. JeugU100 nisse v. Aerzten und Privaten verbürgen den sicheren Erfolg. Appetitanregende feinschmeckende Bonbons. Paket 25 Pfg., Dose 50 Pfg„Kriegspackung 15 Pfg., kein Porto. Zu haben in Apotheken sowie bei: Franz Gessinger und Ernst Klein i.Schwerte Apotheke zur Hohensyburg in Westhofen, Wilhelm Liesenhoff in Ergste. 5050 u Original garantiert rein. pro Flasche aus d. Haus 1.30 Mk., im Aus. schank per Glas 25 Pfg. Prima Cognac, Reines Weindestilat, pro Gl. 10.— und 8 Mk. empfiehlt Carl Kallin, Gasthof zur Helle. Teleson 251. Beranntmachung. Nachdem der von der I. Abteilung gewählte Gemeindeverordnete Major a. D. Hugo von Basse zu Haus Husen Bemeinde Syburg, sein Amt niedergelegt hat, ordne ich hiermit auf Grund des§ 26 der Westsälischen Landgemeinde=Ordnung vom 19. März 1856 die Vornahme einer Ersatzwahl an in der Bemeinde Syburg für die Restperiode bis Ende 1920. Die Wahl ist von der l. Abte lung vorzunehmen und wird Termin hierzu auf Sonnabend, den 11. Dezember d. Is, nachm 5 Uhr in der Wirtschaft Ulmer zu Syburg festgesetzt. Das Verzeichnis der stimmberechtigten Mitglieder der Bemeinde Syburg liegt vom 6 d. Mts. ab 4 Wochen lang in der Wohnung des Gemeinde=Vorstehers Grieb in Syburg zur Einsicht der Beteiligten offen. Einsprüche gegen die Wahlliste sind während der Dauer der Auslegung beim Gemeindevorstande daselbst anzubringen. Westhofen, den 4. November 1915. 5162 V. Gue, Beigeordneter. Der Amlmann. I. Am Connabend, den 20. November, morgens 10 Uhr, sollen in der Waldung(auf dem Heller) 70 Nr. Buchen= und Eicherstamme zu Nutz= und Brennholz geeignet, öffentlich zum Verkauf ausgesetzt werden. 5158 Zusammenkunft an Ort und Stelle. Overberge b. Schwerte. eschw. Gockel. — M Gcheral-Reprasentant für Rbeinland u. Westialen Otto Steingass. Cöln-Ehrenfeld. Verbans Wesisalischer Arbensnachwesser Die Arbeils=Nachweisstelle Schwerte Lielhstroße 4 Fernspr. Nr. 213 vermittelt Arbeitskräfte aller Art vouslandig Kostenfrei. *:(Das Eiserne Kreuz) wurde dem im Osten kämpfenden Unteroffizier Wilhelm Dewitz aus dem Dortmunderweg verliehen. Ferner erhielten die gleiche Auszeichnung der Unteroffizier Otto Neuhaus von der Nordstraße und der Musketier Fritz Wallrabe, der gegenwärtig als Verwundeter im Bergmannsheil zu Bochum weilt. **(Soldaten=Grüße.). Die herzlichsten Grüße aus ihrer Garnison senden die Landstürmer aus Holthausen und Straßburg: Mayer, Buse, Behrens, Krick, Kraus, Günther, Tillmann, Seegreff, Kaßmann, Rinscheid, Petto, Jakob, Sprave, Fr. Lindemann, Walter Schwarz, Adolf Hermann, Albrecht Hecken, Franz Witte, Eduard Kost, Fritz Korte, Aug. Werneke, Albert Würm, Karl Kohlhauer, Hugo Piploerg, Fritz Höbring. re(Sonntagsblatt.) Die fehlende Nr. 44 des „Illustr. Familienfreundes“ werden wir nachträglich beilegen. (Das Theater„Zum Adler“) an der Hagenerstraße, welches jetzt von dem Besitzer Herrn Feit selbst geführt wird, nimmt mit dem monzigen Tage nach längerer Unterbrechung die Vorstellungen wieder auf und wartet für den morgigen Sonntag mit einem hervorragenden, der ernsten Zeit entsprechendem Spielplan auf. Nicht nur unsere Bürgerschaft, sondern auch den zahlreichen verwundeten Feldgrauen bietet das wieder eröffnete Theater einige Stunden recht angenehmer Unterhaltung. *e(Wieder Weizenbrot.) Infolze Vermehrung der Zuwendung von Weizenmehl durch die Reichsgetreidestelle ist auch der Landkreis Hörde in der Lage, den hiesigen Bäckern wieder mehr Weizenmehl zuweisen zu können, so daß die Bäcker nunmehr wieder„Stuten“ mit einem Verkaufsgewicht von drei Pfund und Brötchen mit einem Verkaufsgewicht von einsechstel Pfund herstellen können. Auch das Kriegsbrot hat insofern eine Verbesserung erfahren, als es aus 60 Teilen Roggenmehl, 30 Teilen Weizenmehl und 10 Teilen Kartoffelmehl zu bestehen hat.(Alles Nähere siehe Bekanntmachung in heutiger Nummer d. Bl.) *e(Arbeiterfürsorge in der Kriegsindustrie.) Weniger bekannt ist bisher die Tatsache, daß die Unternehmer auch in großem Umfang freiwillige Unterstützungen den Angehörigen der im Felde stehenden oder den Hinterbliebenen der im Kriege Gefallenen zukommen lassen. Das ist bei zahlAdolf v. Menzel. Zum 100. Geburtstage des großen Meisters am 8. November bringen wir ein Bild desselben. Exellenz Adolf von Menzel ist speziell als Maler Friedrichs des Großen bekannt, und damit zugleich hat er hebend auf das Nationalbewußtsein des Deutschen gewirkt. Alle Werke des Meisters aufzuführen, ist bei dem beschränkten Raum unmöglich, man vergleiche und suche nähere Angaben im Lexikon. reichen, vielleicht bei den meisten mittleren und großen Werken der Eisen= und Stahlindustrie der Fall. Nach den vom Verein Deutscher Eisen= und Stahlindustrieller vorgenommenen Ermittelungen sind beispielsweise von 20 Werken seiner Norddeutschen Gruppe während der ersten 12 Kriogsmonate August 1914 bis Juli 1914 freiwillige Beiträge in der Höhe von 10097000 Mk. aufgebracht worden; 18 Werke haben die Zahl ihrer durchschnittlich beschäftigten Angestellten und Arbeiter mit 40 170 und die Zahl der Unterstützungsempfän ger mit 9334 angegeben. So ist ersichtlich, daß auf den einzelnen Unterstützungsempfänger eine durchschnittliche Jahresbeihilfe von 435,50 Mark entfällt. * Schüren, 5. Nov.(Anglücksfälle.) Auf Zeche„Freie Vogel und Unverhofft“ verunglückte der Bergmann Wilh. Schäfer aus Wambel tödlich durch Steinfall und wurde verschüttet. Schäfer, der verheiratet ist und mehrere Kinder hat, wurde einzwischen geborgen.— Im Steinbruch der Firma Crämer in der Erlenbach fanden heute morgen Arbeiter bei Antritt ihrer Arbeit die Leiche einer Frau im Alter von etwa 30 Jahren, die in den Steinbruch gestürzt war. Hut, Schirm und Handtasche lagen über dem Steinbruch. Ob ein Unglücksfall oder sonst irgend eine Veranlassung vorliagt, ist unbekannt, auch ist über die Herkunft der Frau, die eine schwarze Jacke trug, bis jetzt noch nichts bekannt geworden. Gottesdienste. Evang. ref. Gemeinde. Sonntag 9½ Uhr: Pastor Terberger. Versammlung der Konfirmierten. Evang. luth. Gemeinde. Sonntag 9 Uhr: Beichte. 9½ Uhr: Pastor Ohlig (Heil. Abendmahl). 11 Uhr: Kindergottesdienst. 5 Uhr: Pastor Wischnath. Gemeinde Westhosen. Sonntag 10 Uhr: Pastor Klinker. Kath. Pfarrkirche, Schwerte. Sonntag, 6½ Uhr: Stille hl. Messe, Kaplan Röseler. 7½ Uhr: Frühmesse mit Predigt. Monatskommunion der Männer. 8¾ Uhr: Schulmesse mit Predigt, Pfarrer Schnurbus. 10 Uhr: Hochamt mit Predigt. Nachm. 2½ Uhr: Rosenkranzbruderschaft mit Prozession und Kollekte. 5 Uhr: Kreuzweg=Andacht für die Armenseelen. Lichtendorf=Sölderholz. Sonntag 7½ Uhr: Frühmesse mit Predigt. Gemeinschaftl. hl. Monatskommunion der Frauen und Jungfrauen. 10 Uhr: Hochamt mit PredigtNachmittags 2 Uhr: Andacht für die Armenseelen mit Bittzebet für unsere Krieger und Segen. Städtisches Schauspielhaus, Hagen. Es kann nur eine einmalige Vorstellung von Schönherrs„Weibsteusel“ stattfinden und zwar am Sonntag abend 7½ Uhr. Die angekündigte Nachmittagsvorstellung muß ausfallen. Sämtliche für die Nachmittagsvorstellung bereits gekauften Karten behalten für Donnerstag, den 11. November, Eültigkeit. An diesem Tage findet eine einmalige Aufführung von Max Halbes Liebesdrama„Jugend“ statt. Die Karten können an der Theaterkasse für die Donnerstag=Vorstellung umgetauscht werden. Auf Wunsch wird auch das bereits für Sonntag nachmittag gezahlte Eintrittsgeld zurückvergütet. Stadliheater Vortmund. Sonntag, 7. November, nachmittags 3½—6½ Uhr: „Der Hypochonder", Lustspiel in 4 Akten von Gustav Moser.— Abends 8—11 Uhr:„Die Fledermaus“, Operette mit Tanzeinlage in 3 Akten von Johann Strauß.p1— Dienstag, 9. November, abends 7½—10½ Uhr: „Der Widerspenstigen Zähmung", komische Oper in 4 Akten von Hermann Götz. Mittwoch, 10. November, abends 7½—10¾ Uhr: „Die Räuber“, ein Trauerspiel in 5 Aufzügen von Friedrich von Schiller. Donnerstag, 11. November, abends 7½—11 Uhr: „Die Afrikanerin“, große Oper in 5 Aufzügen von G. Meyerbeer. Freitag, 12. November, abds. 7½—10 Uhr:„Zwei Kronen“, Märchenkomödie in 3 Aufzügen von Alois Wohlmuth. Sonnabend, 13. November, abends 7½—10¼ Uhr: „Mignon“, Oper mit Ballet in 3 Aufzügen von Ambroise Thomas. Wetter=Aussichten sür mehrere Tage im Verang. 7.— Wolkig, etwas sonnig, nachts kalt. 8.— Milde, meist bedeckt, vielfach Niederschlag. 9.— Etwas mehr Sonne, sonst wenig verändert. Verantwortlich für die Redaktion Friede. Leaas Druck u. Perlag von Carl Braus, beide in Schwer## Aes Ane HerhE Daul v. Hindenburg Ein Lebensbild von Bernhard von Hindenburg. Die Lebensbeschreibung unseres Generalfeldmarschalls aus der berufenen Feder seines jüngeren Bruders. Mit 43 Bildern, — Preis 1 Mark— Eleg. geb. 2 Mk. In Leder 3 Mk. „Apesha“ Von Kapitänleutnant v. Mücke. Ein Buch der Tatsachen. Packend schildert der Verfasser seine abenteuerliche Fahrt auf See und den gefahrvollen Jug von Hodeida durch die arabische Wüste. Geheftei 1 Mark. Elegant geb. 2 Mark. Mit den Türken an der Front Der Kriegsberichkerstatter des„Berliner Lokal=Anzeigers“ E. Serman schildert in dem lebensoollen Buch seine abenteuerlichen Erlebnisse auf den türkischen Kriegsschauplätzen Preis 1 Mark. König und Kärrner Roman von Rudolph Straß. Ein Preislied auf den sonnigen Humor der fröhlichen Pfalz und die quellende Riesenkraft der deutschen Friedensarbeit. Künstlerisch geb. 5 Mk. Geheftei 4 Mk. ) Unser Sehels Weddigen Von Dr. Otto Weddigen! Eine lebendige Schilderung der kurzen Heldenlaufbahn des unvergeßlichen Führers von„U9- u.„U 29“. Mit 10 Abbildungen Preis 1 Mark. Singendes Schwert Lieder von Joseph von Lauff. Sammlung der Kriegslieder des vaterländischen Dichters, der in glühender Begeisterung die Helden unserer großen Jeit feiert. In künstlerischem Einband 1 Mk. 25 Pfg. Die werdende Macht Roman von Oklo von Gotlberg. Gottberg hat mit diesem vor Ausbruch des Krieges vollendeten Roman das Hohelied auf unsere herrliche Marine gesungen. Künstlerisch geb. 4 Mk. Geheftei 3 Mk. Das deutsche Herz Feldpostbriefe unserer Helden Der Krieg von unseren Kriegern selbst erzählt! Das ist der Reiz dieser Sammlung aus Ost und West, von See und Übersee — In künstlerischem Einband 2 Mark. Als Adjutant durch Frankreich und Belgien Der Verfasser, Otto v. Gottberg, erzählt als Mitkämpfer in packender Darstellung seine Erlebnisse und Abenteuer in Feindesland. Preis 1 Mark. Landsturm Kriegsgesänge v. Hans Brennert Ein köstliches Sammelbuch frischer, volkstümlicher Gedichte und Soldatenlieder, teilweise mit Melodie und Begleitung. Preis 1 Mark. Kaiser Wilhelm II. und die Marine Prachtwerk Zehn doppelseitige farbige Bilder und 120 Zeichnungen von Professor Willy Stöwer. Text von Admiralitätsrat G. Wislicenus Folioformat. In Leinen gebunden 5 Mk. Scherls Jungdeutschland=Buch 1915. Der neue Jahrgang von„Scherls Jungdeulschlandbuch 1915“, wiederum herausgegeben von Major Maximilian Bayer und mit Geleitworten von Generalfeldmarschall Dr. Freiherrn von der Golt, enthält von namhaften Autoren wie General der Kavallerie von Bernhardi. Karl Bleibtreu, Ludwig Ganghofer. Sven Hedin, Paul Oskar Höcker, Wirkl. Geh. Oberregierungsrat Dr. A. Mathias. Gg. Frhrrn. v. Ompteda. Konteradmiral z. D. P. Schlieper u. a. prachtvolle Erzählungen und Aufsätze, packende Episoden aus dem Kriege, flammende Kriegsgedichte und eine Schilderung der Ursachen des Klieges. Jeder deutsche Junge wird das von ersten Künstlern glänzend illustrierte, herrliche Buch mit Begeisterung lesen, Unterhaltung, Belehrung und Erhebung in ihm finden. In künstlerischem Geschenk=Einband 4 Mark. Kriegs=Album Mehrere hundert Bilder von den heldenmütigen Kämpfen der verbündeten Armeen und unserer Marine irster Band: 22. Sonderheft der„Woche“ Umsaßt die Zeit vom Beginn des Krieges bis Ende November 1914. — In künstlerischem Einband 8 Mark.— Zweiter Band: 23. Sonderheft der„Woche“ Umsaßt die Zeit von Anfang Dezember 1914 bis Ende April 1915. — In künstlerischem Einband 3 Mark.— Deutsche Heldenlieder Gedichte aus dem Kriegsjahr 1914. Auswahl pakriotischer Lieder, die Deutschlands Söhne in den ersten Kriegsmonaten im Felde und auch daheim gesungen haben — In künstlerischem Einband 2 Mark— Scherls Jungmädchen=Buch Ein zeitgemäßes Jahrbuch. Scherls Junamädchen=Buch, das jetzt zum erstenmal erschienen ist, enthält für Mädchen im Alter von 13 bis 17 Jahren eine unübertroffene Sammlung erzählender und belehrender Beiträge aus der Feder hervorragender Schriftstellerinnen, gesammelt und herausgegeben von Lotte Gubalke. Das Buch, das mit der faden Backfischliteratur nichts gemein hat, trägt dem Ernst der Zeit Rechnung. ohne außer acht zu lassen, was ein junges Herz erfreut. Es bringt eine Weltanschauung zum Ausdruck, die die Pflichterfüllung als unversiegbare Freudenquelle hinstellt. Schulrat Dr. I. Wychgram. Auguste Supper, Luise Koppen, Agnes Harder, Frida Schanz. Ida Boy=Ed, Freiin von Le Fort, Felicitas Leo und andere Namen bürgen für den dohen Uterarischen Wert des Inhalts, dem sich der prächtige Bilderschmuck von ersten Künstlern würdig einfügt. In künstlerischem Geschenk=Einband 4 Mark Zu beziehen durch die Praus Schwerle.(Rühr) ) Große Marktstraße 35. SEEEYEE PPOGRE Bei diesem Verkauf kommen uns zu Gute die bedeutenden Vorräte aus rechtzeitigen Einkäufen und Abschlüssen. Unsere Qualitäten sind unverändert gut unsere Preise bilig. Sie sparen Geld, wenn Sie Ihren Bedar in unserer Bligen Woche für lange Zet decken. An Wiederverkäufer werden die annonzierten Waren nicht abgegeben. In Damen-Konfektion u. Mädchen-Konfektion finden Sie bei uns eine Auswahl von wehreren tausend Stück. Unterzeuge Herren-Normal-Hemden.. 2.50 2.55 Herren-Normal-Unterhosen. 1.95 1.65 Herren-Normal- u. Maco-jacken 1.95 1 80 Herren-Einsatz-Hemden, hübsche Muster 6.50 2.95 Damen-Schlupfhosen od. 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P OGMUTSST BENSENUTES S OS OIEE“SUCUEEE # 5 MCLOTPOLENTT E* 5 0 0 *—* S. D S E OT F9EmHOE.E 2 5E#" 5 *•1811C1 ·PES: * SSgEESSESSS S SAUEIEMBSHAEUG „S..*.* à S EN 501.09„E 2E3 S.— S S5S-2 S C SOR E— 0„ " SSHLEGG• SSSMEE • S5 2 ..m B StDG) SSESE „STVg 1 R 9 3 Sgreg 80 58 u S S, L S K TAGENGNPE „ S ZHvEPGE *P„D-ZOSEE SO. S 5 8 5SE * GUDCTÖEUERC soh„„* S 9 9 Eg * E.- □ G•— 8 ∆ 8 B 2•8 . 5 #EE R 2• E 8• S PSNR FESAES * S8 S09 *„** ## 5 S 0 * 2180 S 65 StgS % 88 = F• E 8 E S 00 9 5 E 3 5 9.5 * SS6 S 2 1•3•8 9 5 * 58 60 S..* 9 — 9 8 * 1 S ? 9 S 12 B86L C un 2— n SNRE S A.Ui* e S 5 5 SSnEE *e S E EgE * * 85 5 9 g 182 S SIiSe STuTeT * 9881 * S* S 22. 5 —" 0* 9.2 2" 8* BESEHES 9 28 0S5 # SagE SEUE USENSN S 65 6„Eg S. S 2•• 8•2„ S#.9 E 5 * 4 1 0 P 5SR Ö SS2 e." i 6 i S8 0 8.— SE E* GSuPNN =##a— * H|PEpES S uEn „„ OSSMAETE —# EIGSL-RE STEgxOSS." 5 TUHUE * 5—p O *" W EG"S S: 85L1SESS"S * S SSPHE OSSS Uge F 8EEe • S 9 5 G S.S S 5 3 *•* * 6— 2 3 P SEER E: S 2•31— * " 5 BSE 9a E 8 *„** 9 g 8•25 *• S: S" SE 8 02 S S 8 E 8 S S 8 5 S 8• S.9 0: MEE 0 5 2 2 # 5 3 3 0 5 S GOEMEBEDBE 6 65 ** S 80 S• 98 65 K 8S d un S. 85 9* ster. —8 Uhr geöffnet. S WE * PEUNT 2 5 FZ•Sn— S.m# SFT USS S 5SEEE E* Pg·Gn 10:„** S o:. -a—ü 5 SgUy PE# 8 5 8 S 9 9 5 5 * S 0 55 S 3 1 5 000 SSSSSSESS. *950 S 8 □ : S SES:SS "cFSLES B„SSS • GRüESAEe! S 8 5— B# c 33 6 150 " 8 2 5 8 00 67 5 S## S -E9E! " S 9•5• # S#WESE *UUURL *" SCRES FFR:U ·SS• U BT P-3R S5„ S E SS###eg * SEg * 4—* * 9 2* 57 S 9 5 * 5 #0 S SSA: S•81 B.2 32 S S 2• 0 S K 2 S S 2— G. 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Elisabeth wußte es nicht; er hatte in seinen Briefen sie immer auf die mündliche Aussprache vertröstet, aber ihr ahnte nichts Gutes. Schwerlich hatte sich die freiherrliche Familie besonders entgegenkommend erwiesen; denn sonst hätte Ludwig sie doch nicht hierher kommen lassen, hierher in diese Oede! Hier sollte schon in kurzer Zeit ihr Kindchen die Augen aufschlagen? Hier sollte sie der schwersten Stunde im Leben der Frau entgegensehen? Ein Schauer rann über ihren Körper, eine dumpfe Angst erfaßte sie plötzlich. Während Josef noch immer mit ungelenken Fingern nach dem Schlüssel suchte, welcher irgendwo in seinen großen Hosentaschen sich befinden sollte, flogen die Blicke der jungen Frau unruhig umher. Dort, in dem dunklen Gebüsch, da rührte sich etwas! Täuschte sie sich, oder war das eine menschliche Gestalt? Sekundenlang war es ihr, als ob sie einen schwarzen Kopf austauchen sähe; funkelte da nicht auch die Brille des Autofahrers? Elisabeth stieß einen lauten, markerschütternden Schrei aus. Im selben Augenblick wurde die Haustür von innen geöffnet. Auf der Schwelle stand eine hohe, schlanke Männergestalt. Mit weitausgebreiteten Armen sing Ludwig von Werbach die taumelnde Frau auf. „Elisabeth! Mein Weib! Mein über alles geliebtes Weib!“ Die junge Frau barg das Köpfchen an seiner Brust und ließ sich von ihm über die Schwelle seines Hauses mehr tragen als führen. In diesem Momente vergaß sie alles; die Beschwernisse der langen Reise, welche für sie, die blutjunge, zarte Frau, doppelt schwer zu ertragen gewesen waren, alle ihre Angst und ihre Befürchtungen. Sie hatte bloß einen einzigen Gedanken: er war jetzt bei ihr, sein starker Arm hielt sie umfangen, seine Macht, seine Ritterlichkeit würden sie schützen gegen alle Unbilden des Lebens.— Sie war im Hafen. Hanna und der alte Josef waren schon vorausgeeilt. Behutsam schloß Baron Ludwig das Haustor hinter seiner Gattin zu. Da tauchte— wieder nur für eine einzige Sekunde — aus dem dichten Buschwerk eine seltsame Gestalt. Zottiger, langhaariger Pelz umgab den Körper, über den Kopf war eine Kapuze gezogen, vor dem Gesicht lag die große, dunkle Brille Gleich darauf trat die unförmliche Gestalt ganz aus dem Dickicht hervor und schlich, sich immer im Schatten der Bäume haltend, mit lautlosen Schritten um das Haus herum, nach der rückwärtigen Seite des Gebäudes. Dort strahlte aus mehreren Fenstern ein matter Lichtschein. Eine sehr große, gedeckte Holzveranda lief in der Höhe des ersten Stockwerkes an dem Jagdschlößchen entlang. Von ihr aus führte eine schmale Steintreppe hinab in den Garten, den man hier vom Walde und Wiesengrund abgetrennt hatte. Ein kleiner Streifen war es nur, aber ziemlich gut erhalten. Jenseits des niederen Heckenzaunes plätscherte das Wasser des Teiches. Die seltsame, dunkle Gestalt übersah alles dies mit einem Blick. Dann schlich sie, noch behutsamer als früher, vorwärts. Am Fuße der Steintreppe angelangt, zögerte die Gestalt noch einen Augenblick. Aus dem weiten Aermel des Pelzmantels streckte sich eine Hand, welche nach dem Geländer tastete. Rasch zog die Gestalt den Handschuh herab. Die bloße Hand, auf die eben jetzt ein dünner Mondstrahl fiel, der sich durch das jagende schwarzgraue Gewölk stahl, war schmal und lang. Das war die Hand einer Frau. Die feinen Finger umschlossen jetzt fest das Eisengeländer. Langsam, immer mit dem Fuße sorgsam voraustastend, erstieg die Gestalt die Treppe. Droben angelangt, schlich sie den Verandengang entlang bis zum letzten der darauf mündenden Fenster und preßte sich in den vollständig dunklen Winkel knapp daneben. Lange Zeit stand sie so, lautlos, ganz verschwindend in dem immer tiefer werdenden Dunkel. Nur manchmal warf sie vorsichtig einen Blick durch die Fensterscheiben. Drinnen in dem behaglichen, wohnlichen Raume hatte Josef schon die große Hängelampe über dem Tisch angezündet. Jetzt ging der alte Mann, der hier auch die Stelle eines Dieners, Kochs und Stubenmädchens ausfüllte, leise hin und her, den kleinen Tisch vor dem Sofa deckend. Er hatte zuerst den Wagen mit den beiden feurigen Pferden noch hereingebracht. Das Haus war uralt. Man mußte jedes Gefährt durch dieselbe Torfahrt hindurchführen, wo eben erst Baron Ludwig sein junges Weib empfangen hatte. Hinter der großen Diele führte dann ein zweites Tor hinaus in den kleinen Seitenhof, wo der Stall war, und neben dem Stall das Kämmerchen, in welchem Josef schlief. Als der alte Diener die Tiere versorgt hatte, war er zu seinen anderen Obliegenheiten zurückgekehrt und packte vor allem die große Tasche aus, welche er von Salzburg mitgebracht hatte. Sie enthielt eine Fülle delikater Dinge, die Josef nunmehr hübsch auf kleine Tellerchen auflegte und appetitlich mit ein wenig frischgrüner Petersilie schmückte. Er stellte schmunzelnd alles auf ein kleines Nebentischchen, wo er auch bereits die Flamme unter dem Spiritusbrenner entzündet hatte. Das leise Summen des Teewassers durchzog den Raum, im Ofen flammten die mächtigen Holzscheite jäh empor. Es war warm hier, warm und heimlich, trotz des Unwetters, welches draußen herrschte. Vom Nebenzimmer klang gedämpftes Flüstern und Kosen; dazwischen hier und da das glückselige Auflachen Elisabeths. Sie saß. dicht an Ludwig von Werbach geschmiegt, auf dem altmodischen Sofa. Sie hatte den weiten Reisemantel abgelegt und auch das Spitzentuch. Nun erst sah man, wie schön diese Frau war, wie reizend kindlich das süße Gesichtchen. Die herrlichen, blauen Augen, welche vor einer Stunde so trübe geblickt hatten, strahlten nun in einem Glanze höchster Glückseligkeit; der feine, hochrote Mund lachelte und ließ dabei zwei Reihen 5kanier Zähne durchschimmern. (Fortsetzung folgt.) * 5# S m.#* " E 9 2 e 1— S 00 SS *" S 2 9 e 8 G 5 G # FSOUETS; GADs SEE * S SgT’ E S ö GUMEOEE CS 99 05 *— S S OEE „ CSoRSLGS *„□G„"“"**** S 2•9S ,6 C) 8 5 • 3 = 8. 2 9 2 S 12 S 0 Denkspruch. Deutsches Volk,— was in der Zukunkt Schoße Auch sich dergen mag: in deiner Hand Liegi dein Schicksal! Nur die alte giobe Deutsche Creue schützt das Vaterland! F. v. Briesen. 825 — Kriegsschwester Helene. Zeitgemäße Schilderung von A. Seyffert=Klinger. (Schluß.)(Nachdr. verboten.) Der Diener trat zurück— Helene stand ihrem einstigen Jugendfreunde gegenüber. Für sie war es eine ganz unerwartete Begegnung, denn der Name des Arztes, dem sie assistieren sollte, war ihr nicht gesagt worden, sie kannte nur den Namen des Sanatoriumleiters, den Doktor Brauer vertrat. Er verlor wirklich ein wenig die Fassung, denn er hätte glauben können, die letzten zehn Jahre seien nicht gewesen, so schlank und unverändert sah Helene aus. Das war noch dieselbe reine, faltenlose Stirn, das zarte Oval der Wangen mit dem Farbenton der Pfirsichblüte, der feine, stolze Mund und das wohlgerundete, doch energische Kinn. Nur die Augen blickten überlegener, mit dem Ausdruck des Wissens. Das Mädchen war zum Weibe gereift. Ihm, dem geübten Psychologen, erschien ihr Anblick wie die Offenbarung eines Wunders. So unberührt wie einst stand die Jugendgeliebte vor ihm, keusch und herb in ihrer abgeschlossenen Jungfräulichkeit. Sie erkannte ihn sofort, gegen sein Erwarten. Aus dem verarbeiteten, alternden Gesicht des rastlos strebenden Gelehrten schauten ihr die Augen des Jugendfreundes entgegen, deren zärtlicher Sprache sie einst so fest vertraut, die ihr jedoch so bittere Enttäuschung bereitet. „Es muß ein Irrtum obwalten“; nur durch ein leichtes Kopfneigen begrüßte sie Brauer und wollte dann eilig sich wieder entfernen. Doch schon hielt er ihre Hand mit festem Druck umfaßt.„Kein Irrtum, Schwester Helene, denn ich bin auf der Suche nach einer gewissenhaften weiblichen Hilfskraft.... Bitte, Schwester Helene,“ er wies nach einem Sessel,„wollen Sie nicht Platz nehmen, wo uns der Zufall so freundlich zusammenführt?“ Helene setzte sich ohne Ziererei. Sie überlegte. Würde die Zusammenarbeit mit diesem Manne, auf dessen Werbung sie einst mit der Gläubigkeit einer Heiligen und der sühen Trunkenheit erster Liebe gewartet, nicht viel Peinliches für sie haben? Doch durften solche Bedenken aufkommen gegenüber einer so großen, verantwortungsreichen, sie mit Begeisterung erfüllenden Aufgabe? Sie wußte, daß Doktor Brauer berühmt war als Chirurg, es mußte segensreiches Schaffen sein, mit ihm Hand in Hand zu arbeiten. Er bemerkte ihr Sinnen, Zögern und Ueberlegen und fürchtete, sie wieder zu verlieren. „Sie werden mir doch keinen Korb geben, nur weil ich vor Jahren Ihren Weg gekreuzt, Sie vielleicht verletzt, sogar tief gekränkt habe?“ Ihr Entschluß war schon gefaßt. Aus klaren, ruhigen Augen sah sie ihn an.„Darauf wollen wir nicht zurückkommen, Herr Doktor; ich nehme die Stelle, welche Sie mir bieten, an. Daß ich mit Ihrer Wesensart bereits vertraut bin, kann mir beruflich nur zustatten kommen.“ Es bedurfte bei ihr keiner Ueberredungskünste. So schlicht und wahr hatte sie sich auch denols gegeben, ihm ohne Ziererei ihr Herz entgegengebracht. Ihre Offenheit, die er jetzt wie ein wertvolles Kleinod schätzte, hatte ihn früher zum Zögern, zum Wanken gebracht, so daß er die gute Stunde versäumte, an seinem Glück vorbeiging, ohne es sich zu sichern. Inzwischen hatte er so manchen Blick in Frauenherzen getan, viel erfahren, was ihn abschreckte, sein Mißtrauen wachhielt, erkannt, daß echte Weiblichkeit kein leerer Begriff, aber auch selten war, wie ein köstliches Juwel. Wie in neu erwachendem Glück sah er ihr tief und werbend in die Augen. Aber da bewies sie ihm, daß auch sie zehn Jahre älter geworden. Kühl und befremdet wies sie ihn zurück. Er sah ein, daß er es nicht anders verdiente, und sagte nur: „Ich segne den Zufall, der Sie mir wieder zugeführt.“ Sachlich fuhr er fort: „Wir gehen in den allernächsten Wochen mit dem Lazarettzuge unserer Stadt ab nach der Front. leite den Zug, Ihnen möchte ich die Aufsicht über die Schwestern und Pflegerinnen übertragen, welche uns begleiten. Unsec Arbeitsfeld liegt im Osten. Dort gibt es rastlose, aufreibende Arbeit. Fühlen Sie sich der Härte des russischen Winters gewachsen?“ „Unbedingt, Herr Doktor. Nach einer solchen Aufgabe sehnte ich mich schon lange.“ „Das höre ich gern. Haben Sie von morgen ab Zeit für mich? Ich möchte, daß wir uns schon jetzt zusammen einarbeiten.“ Auch dazu zeigte sie sich bereit. Mit freundlichem Ernst nickte sie ihm zu und wandte sich zum Gehen.„Das Weitere besprechen wir wohl am besten morgen. Da war es, als riefe eine innere Stimme ihm zu: Hältst du auch jetzt das Glück nicht fest, so entflieht es dir für immer.“ Noch ehe sie die Tür erreicht, hatte er Helene fest in seine Arme gezogen, in durstigen Küssen suchten seine Lippen die ihrigen. „Nein, ich lasse dich nicht wieder"; aus seiner Stimme klang ihr sein Herz entgegen, sie hörte es in seligem Erschrecken. „Was alles könnte geschehen, uns von neuem trennen. Dahin darf es nicht kommen, denn ich liebe dich, Helene, du Beste, Liebste von allen. Was ich dir früher in meinem Ungeschick zuleide getan, das will ich gutmachen, du sollst es nie bereuen, mir vergeben zu haben.“ „Ich wollte dich hassen,“ sagte sie,„aber mein Herz hatte nur Verzeihung für dich.“ Wie innig dankte er ihr jetzt für solche Worte, die ohne jede Empfindelei und Stolz waren, so daß er ihnen unbedingt Glauben schenken durfte. Sie sprachen nicht von ihrer Liebe, sondern von der Arbeit, der sie sich mit voller Hingabe gemeinsam widmen wollten. Denen, welche für das Vaterland ihr Blut gelassen, die Schmerzen zu lindern, zu retten, was zu retten war, das sollte ihre Aufgabe sein. „Ein segensreiches Zusammenwirken ist für mich aber nur dann denkbar, wenn wir uns als Eheleute in den Dienst der Barmherzigkeit stellen. Bist du mit einer Kriegstrauung einverstanden, Helene, und auch, daß wir unsere Hochzeitsfeier draußen in Feindesland auf blutgetränkten Feldern halten?“ „Könnte es anders sein?“ lautete die Gegenfrage. „Handle, wie du es für gut befindest, mir ist alles recht. Unser Glück soll zunächst unseren verwundeten Kriegern zugute kommen, dadurch seine Weihe erhalten, daß wir uns für sie opfern.“ „Amen, mein liebes Weib, Amen!“ So wurden sie ein kriegsgetrautes Paar, und aus den düsteren Rosen purpurnen Blutes blühte ihnen ein sorgsam behütetes spätes Glück empor. Ge