A Kreisblatt fül den Kleis worene vi#„Schwartr Zeitung“ erschein täglich euder Feiertags. Bezugsprets M.„Doterteljährlich, dei der Post für Bestellgeld 42 Pie. mehr. Wöchentl. Gralisbeilage:„Iklustrierter Famillensreund" u. tägl. Unterdaltungsdiatt. Anzeigenpreis: Die Bedengespaltene Petttzette oder deren Raum 10 Pig., Anzeigen von auswärts 15 Pig., Reklamezeile 40 Pfg. Jeder Rabatt gilt als Kassarnbatt u. ertischt dei Konursen, Iwangsoergleichen, gerichtl. Klagen u.) Rebschund senatt.-Jetliunsehelgene Westhofener Zeitung Langscheder Zeitung Verbunden mit? Holzwickeder Zeitung Aplerbecker Zeitung Scwerter Dolkszeitung Schwerter, Volksblat Schwerker Tageblatt S Schwerker Anzeiger Grltes und älteltes Cagesorgan des Krelles o General-Anzeiger für den Kreis börde o Haupt-Hononcenblat Blg duter und ibhelenhgüichn Durnd nungen für den Arets Hörde erlangen gemes Bedaantmachung dei Abniglichen Regierung durch Verösteatlichung io dei„Schwerter Zettung" rechtsverdindliche Kroft.— Die „Schwerter Zeitung“ gewöhrt ihren Abonnen. ton jO: jeden mit Tod endenden Unsall ge300 Mk. Unfall. Druch u. Verlags. Cor Provn Schorne.= NahzFerig 50. Telegr. Abe. Irans Schwerte=Kutes S A Nr. 245. Dienstag, den 19. Oklobers1915. 47 Jahrgang. Zlegerungriff auf „en fKr.G Schwere Verluste der Gegner im Westen. ** 10* 6, Die Berven auf dein Küchzuge. Ueberall Ministerkrisen. Greys Amtsmüdigkeit. bb Amsterdam, 18. Okt. Hier liegen seit gestern vorläufig noch nicht direkt bestätigte Nachrichten aus London vor, denen zufolge der englische Minister des Aeußern Sir Grey von seinem Posten zurückzutreten beabsichtigt. Wie der„Rotterdamsche Courant“ berichtet, ist es aufgefallen, daß Grey seine Parlamentsrede mit sehr müder Stimme hielt und überhaupt den Eindruck eines gebrochenen Mannes machte. Der englische Minister hat sich für den plötzlichen Abgang seines Freundes Delcassee in nertrauten Kreisen mit Worten tiefer Bewegung geäußert. Wie weiter aus London gemelder wird,###t König Georg zu einem kurzen Aufenthalt hierher zurückgekehrt. Es soll ein Kronrat abgehalten werden, der die gegenwärtige Lage auf dem Balkan und die Rücktritsabsichten Greys zum Gazenstande haben wird. WTB Amsterdam, 19. Okt. Der Korrespondent der„Tijd“ meldet aus London: In gutunterrichteten Kreisen versichert man, daß Grey seine Demission angeboten habe. bb Berlin, 19. Okt. Zu der WTB=Meldung über Greys Demission schreibt das„Berl. Tagebl.“: Wir geben diese Nachricht zunächst nur mit Vorbehalt wieder. Der Rücktritt Greys würde, wenn er sich bestätigte, nicht ohne Rückwirkung auf die Zusammensetzung des gesamten Kabinetts bleiben können, das jetzt in so vielen Fragen unter sich uneinig ist. Rücktritt Sonninos? TU Genf, 19. Okt. Das Pariser„Journal“ erhält eine Privatmeldung aus Rom, wonach die Demission Sonninos als bevorstehend betrachtet werden kann, jedoch dürfte das Kabinett Salandra das Vertrauen des Königs behalten, falls sich ein vollwertiger Ersatz für Sonnino findet. Der italienische Minister des Aeußern habe beständig die Diplomatie des Vierverbandes vor Bulgarien gewarnt, konnte jedoch das Vertrauen Delcassees, der durchaus einen Balkanbund schaffen wollte, nicht erschüttern. Die französische Kabinettskrise. TU Aus dem Haag, 19. Okt. Berichte aus Paris lassen einen baldigen Rücktritt des gesamten Kabinetts Viviani voraussehen. Deutscher Tagesbericht. wtb. Großes Haupiquartier, 18. Oktober 1915. Westlicher Kriegsschauplatz Das in die feindliche Stillung weit vorspringende Weik nordöstlich Vermelles wurde von den Engländern wiederholt mit starken Kräften angegriffen. Alle Angriffe schlugen unter sehr schweren Verlusten für den Gegner fehl. Das Weik ist fest in unserm Besitz. Ein Angriffsversuch bei Tahure wurde durch Feuer niedergebalten. Ein neuer feindlicher Vorstoß zur Wiedereroberung der verlorenen Stellungen südlich von Leinkrey blieb erfolglos und kostete den Franzosen neben starken blutigen Verlusten 3 Offiziere, 17 Unteroffiziere und 73 Jäger an Gefangenen. Am Schratzmännle konnte der Feind im Angriff trotz Einsatz einer erhehlichen Menge von Munition keinen Fußbreit Boden wiederRussische Angriffe nordwestlich von Jakobstadt wurden abgewiesen. Westlich von Illuxt bemächtigten wir uns in 3 Kilometer Frontbreite der feindlichen Stellung. Weiter südlich bis Smorgon wurden mehrfache mit starken Kräften unternommene russische Vorstöße unter starken Verlusten für den Gegner zurückgeschlagen. Es wurden 2 Offiziere, 175 Mann zu Gefangenen gemacht. gewinnen. Ein deutsches Flugzeuggeschwader griff gestern die Festung Belfort an, vertrieb die feindlichen Flieger und belegte die Festung mit 80 Bomben, wodurch Brände hervorgerufen wurden. Heeresgruppe des General=Feldmarschalls Prinzen Leopold von Bayern Ein russischer Angriff beiderseits der Bahn Ljacho=Witschi=Baranowice brach 400 Meter vor unserer Stellung im Feuer zusammen. Heeresgruppe des Generals von Linsingen Am Styr=Flusse von Rafalowka bis Kulikowiczy haben sich neue örtliche Kämpfe entwickelt. müssen, bis die Führer einsahen, daß auch dieser mehrtägige Gewaltangriff die deutschen Truppen nicht zum Rückzug treiben konnte.., Grchan 8.; Wahrlich, unsere oraven Feldgrauen im Westen haben in jenen Tagen Gewaltiges geleistet. Ihre Verdienste und Heldentaten können in Worten nicht gewürdigt werden. Das Heldentum, mit dem die französischenglische Offensive von ihnen abgeschlagen worden ist, hat dem deutschen Volke von neuem die Gewißheit gegeben, daß an der glücklichen Beendigung dieses schweren Krieges nicht zu zweifeln ist. Truppen, die solchen Angriffen standhalten, können nicht besiegt werden. Wie allen unseren Heeren bisher die siegreiche Durchführung ihrer Operationen gelungen ist, so werden sie auch weiter siegen, bis die Feinde einsehen, daß sie ihre Rechnung auf falscher Grundlage aufgebaut haben. Nicht die Ueberlegenheit der Zahl, über die sie verfügten, und im Vertrauen auf die sie den Krieg freventlich gegen uns begonnen haben, sondern die Ueberlegenheit der völlischen Mora“ Geistes und der Bildung trägt in deesem Kriege den Sieg davon! Oestlicher Kriegsschauplatz Balkan=Kriegsschauplatz. Heeresgruppe des General=Feldmarschalls von Hindenburg. Der Angriff südlich von Riga macht gute Fortschritte. 2 Offiziere, 280 Mann blieben als Gefangene in unserer Hand. In der Macva beginnt der Feind zu weichen. Auf dem Höhengelände südlich von Belgrad sind unsere Truppen im Vorschreiten gegen Cvelkov=Grob und den Ort Vecin. Südlich von Pozarevac sind Ml. Ernice und Bocevuc genommen. Bulgarische Truppen haben die Höhen des Muslic=Perein und Babin=Zub besetzt. Weiter südlich dringen sie über Egri lanka vor. * Oberste Heeresleitung. Die Lage des Vielverbaudes. Oesterreichischer Tagesbericht. * Der am Sonntag verö#sentlichte Besicht unserer Obersten Heeresleitung hat der Allgemeinheit Kenntnis von einem zweiten Beheimbesehl des französischen Generalissinus gegeben, durch den der„Mut der FranAngriff gegen die deutsche Mauer 9T Zzum 2. 1“ 9 Dipssignen und gestarkt werden soltie. 93 Divisionen und sie belgische Armee sind von Joffre und freuch angesetzt worden zur Durchstoßung er deutschen Front. Die Offensive ist er(ebnislos verpufft. Millionen von Gehossen haben die Feinde aus 2000 schween und 3000 Feldgeschützen auf unsere Stellungen niederbrasseln lassen, ohne daß * —.:; Wien, 18. Oktober. Russischer Kriegsschauplatz. In Ostgalizien, an der Ikwa und im wolhynischen Festungsgebiet auch gestern keine besonderen Ereignisse. Am Korminbach und am unteren Styr führte der Feind eine Reihe heftiger Angriffe. Bei Kulikowica, Nowosielki und Rafalowka wird noch gekämpft. An allen anderen Punkten war der Gegner schon gestern abend ontig abgewiesen; seine Verluste sind groß. Am Kormin räumte er in voller Auflösung unter Zurücklassung von Gewehren und von Rüstungsstücken das Gefechtsfeld. Auch die an der oberen Szezara stehenden k. und k. Streitkräfte schlugen einen stärkeren russischen Vorstoß ab. Italienischer Kriegsschauplatz. niederorafseln lassen. ohne d Unsere Reihen dadurch zum Wanken geracht werden konnten. Ti liarden Franks lat die Offensive gekostet; sie sind verpekuliert worden. Tausende von Franzosen und Engländern haben ihr Leben lassen An der Isonzofront entwickeln die Italiener wieder eine debhafte Tätigkeit. Es kam auch gestern Abend, im Nordwestabschnitte des Plateaus von Doberdo bei Pelteano zu heftigeren Kämpfen. Starke italienische Infanterie griff neuerdings unsere dorligen Stellungen an, gelangte teilweise bis nahe an die Hindernisse heran und wurde schließlich unter schweren Verlusten zurückgejagt. Sonst im Küstenlande sowie im Tiroler Grenzgebiete Geschützkampf. Südöstlicher Kriegsschauplatz Die im Avalagebiet geschlagenen serbischen Divisionen weichen beiderseits der nach Süden führenden Straxen zurück. Unsere Truppen befinden sich im Angriff auf die noch nördlich der„ Raija stehenden feindlichen Abteilungen. Auch in der wurde der Gegner zum Rückzug gezwungen Beiderseits der unteren Mora#a gewannen WTB Paris, 18. Okt. Dem„Temps“ zufolge hörte der Senatsausschuß für auswärtige Angelegenheiten unter dem Vorsitz Freycinetts den Bericht der Minister Viviani, Millerand und Augagneur, die ihm Erklärungen über die Operationen, die auf die Landung der Alliiertentnuppen auf dem Balkan folgen werden, und über die Unternehmungen der Alliierten an den Dardanellen abgaben. Die Regierung unterrichtete den Ausschuß über den Stand der Unterhandlungen mit den Verbündeten Frankreichs hinsichtlich der Kriegsunternehmungen auf beiden östlichen Kriegsschauplätzen. Der Kriegsminister und der Marineminister gaben Erklärungen über die Truppen, sowie über das Material, belches in den Orient geschickt wurde. Viviani benachrichtigte den Vorsitzenden des Kammerausschusseo für auswärtige Angelegenheiten, daß er am Dienstag nachmittag mit Millerand und Augagneur dem Ausschuß Aufklärungen über die allgemeine diplomatische Lage und besonders über die Lage auf dem Balkan geben wird. die deutschen Divisionen avermals Raut Die Bulgaren haben die Höhen des Muslin=Perein und des Badinzuh besetzt Reiter füdlich dringen sie über Egri=PaWeiter füdlich lanka vor. Der Stellvertreter des Chifs des Generalstabes. von Hoefer, Feldmarschalleutnant. Unstimmigkeiten im Vierverband. bb Berlin, 18. Okt. Der Sonderberichterstatter des„Berliner Lokalanzeigers“, schreibt aus Stockholm: Der Zar kehrte in aller Stille aus dem Hauptquartier nach Zarskoje Selo zurück. Selbst die Zeitungen durften seine Rückkehr nicht mitteilen. Er empfing den französischen Botschafter in langer Audienz. Von besonderer Seite erfahre ich, daß wachsende Unstimmigkeiten innerhalb des Vierverbandes über die Balkanfragen den Anlaß zur Rückkehr bildeten. Die russische Regierung hatte ihre Beteiligung an einer serbischen Hilfsaktion aus militärischen Gründen abgelehnt, was besonders Frankreich scharf verstimmte, und darauf hingewiesen, daß auch Italien dem Unternehmen fern bliebe. Dieser Hinweis hatte wieder scharfe persönliche Auseinandersetzungen mit dem italienischen Botschafter zur Folge, dem eine derartige Aeußenung von dem russischen Auswärtigen Amt zugeschoben wird. Infolgedessen erbaten der italienische und der französische Botschafter beim Zaren eine Audienz, die dem französischen bereits gewährt wurde. Die Balkansorgen des Vierverbandes. Der militärische Mitarbeiter der„Times“ wiederholt die Behauptung, daß England keine Truppen von der Westfront, von der es nahezu 100 Meilen besetzt halte, wegsenden könne. Er sagle: Frankreich und Flandern sind für uns der Hauptkriegsschauplatz. Hier wird die letzte Entscheidung fallen. Wir haben gerade genug Soldaten und Munition, um die deutsche Verteidigung niederzubrechen. Jede Nebenunternehmung und Abzweigung bedeutet eine Schwächung. Die Deutschen sind stets imstande, in Rußland in die Verteidigungsstellung überzugehen und neue Truppen gegen uns zu versammeln. Nur wenn Rumänien und Griechenland am Kampfe gegen die Zentralmächte teilnehmen, müßten wir jeden entbehrlichen Mann nach Saloniki senden. Nur dann verspricht die Unternehmung Erfolg, nur dann veranlaßt uns die ehrliche Freundschaft für Serbien, sie zu unterstützen. Obendrein werden bei den starken Truppensendungen vielleicht über drei Monate zwischen dem Verlassen der alten Front und dem Beginn der neuen Unternehmung vergehen. Wenn die Lage sich inzwischen zu unseren Ungunsten änderte, und die Truppen wieder zurück müßten, wären sie sechs Monate lang militärisch ohne Nutzen. Der Krieg gegen Serbien. TU Berlin, 18. Okt. Der Kriegsberichterstatter des„Berl. Tagebl.“, Freiherr v. Reden, meldet aus dem k. k. Kriegspressequartier unter dem 17. Oktober: Es sind seit dem Eingreifen der Bulgaren keine 48 Stunden verflossen und schon kann die Richtung, in der sich der Krieg gegen Serbien weiter entwickeln wird, erkannt werden. Die verbündeten Armeen stehen mit den Serben auf vier Abschnitten in heftigem Kampfe. An der Drina kämpfen unsere Truppen; im Zentrum dringen die dem General Köveß unterstellten österreichisch=ungarischen und deutschen Truppen siegreich vor, indem sie den Serben im Raume zwischen der von Panosove angefangen in südöstlicher Richtung fließenden Donau und dem stark befestigten Berg Avala eine feste Stellung nach der anderen entreißen und dem Feinde große Verluste zufügen. Anschließend an diese südöstlich von Belgrad kämpfenden Truppen dringt die Armee Gallwitz schon südlich Pozarevac vor und im Südosten kämpfen die Bulgaren nach Erzwingung der Paßübergänge in dem östlichen Grenzgebirge. Der Timok ist in ihrem Besitz und sie setzen die Offensive mit eiserner Energie fort. Augenblicklich trennt die Bulgaren von den durch das Morava=Tal vordringenden deutschen Truppen noch das schwer zugängliche Gebirgsland westlich des Timok und starke serbische Kräfte. Die gefährliche Lage der Serben. bb Berlin, 19. Okt. Blättermeldungen aus Nisch zufolge soll die Lage der Serben besonders bei Kumanowo ernst sein. Die Bulgaren beabsichtigen offenbar, die Serben von den von Saloniki vordringenden Verbündeten abzuschneiden. Serbien von wilder Angst erfaßt. bb Lugano, 19. Okt. Wie dem„Secolo“ aus Rom telegraphiert wird, sei Serbien„von wilder Angst erfaßt“ und schaue verzweifelt nach der Ententehilfe aus, die nicht komme. Serbien drohe das Los Belgiens. Notlage serbischer Flüchtlinge. TU Bukarest, 19. Okt. Aus Turn Severin wird gemeldet:„Auf der Heimfahrt begriffene griechiche Reservisten, die zurückkehrten, weil ihnen die serbischen Behörden in Radujewac nicht erlaubten, auszusteigen, erzählten, zahlreiche serbische Flüchtlinge begaben sich auf rumänisches Gebiet. Sie hatten Radujewac verlassen, weil die Armeeleitung die Räumung dieses Ortes anordnete. Die geflüchteten Serben befinden sich in großer Notlage. Sie mußten Radujewac so plötzlich verlassen, daß sie nicht einmal das Notwendigste mitnehmen konnten. Der Rückzug der Serben. TU Wien, 19. Okt. Das„Deutsche Volksbl.“ meldet aus Bukarest, daß die serbischen Behörden nicht nur Nisch, sondern auch die anderen östlich der Morawa liegenden serbischen Gebiete räumen. In Rom erwartet man eine baldige Besetzung von Nisch durch die Bulgaren. Die Bulgaren bereits in Wranja? TU Paris, 19. Okt. In Saloniki wird das Gerücht verbreitet, die Bulgaren seien bereits in Wranja eingedrungen. Die Bahnlinie Saloniki— Nisch sei von ihnen abgeschnitten. Die Schwierigkeiten des Donauüberganges. bb Berlin, 19. Okt. In einem Bericht des„Tageblattes“ vom serbischen Kriegsschauplatz wird über den Donauübergang gesagt: Die Schwierigkeit bestand einmal in der ungeheuren Breite des Stromes, die an manchen Stellen mehr als ein Kilometer beträgt. Dann herrschte während der letzten Wochen ein orkanartiger Sturm, der zwei Meter hohe Wellen verursachte. Marineoffiziere, die gekommen waren, um das Absuchen der Donau nach Minen zu überwachen, erklärten, solche Wogen wohl in der Kieler Föhrde, aber noch nie auf einem Fluß gesehen zu haben. Zum Glück legte sich der Wind an dem für den Uebergang bestimmten Tage und dieser konnte ohne Verluste vollzogen werden. Der Vierverband gegen die Durchreise von Bulgaren durch Rumänien. TU Kopenhagen, 19. Okt. Die„Nationaltidende“ meldet aus Petersburg: Rumänien erlaubte 6000 in Deutschland sich aufhaltenden Bulgaren die Durchreise nach Bulgarten, um sich zu den Fahnen zu melden. Rumänien wünscht jedoch eine Kontrolle, daß sich unter den vielen Wehrpflichtigen keine deutschen Offiziere befinden. Der Vierverband hat dagegen Einspruch erhoben. Bulgarisch=griechisches Einvernehmen. Der griechische Ministerpräsident Zaimis hat die Erklärung des bulgarischen Gesandten Pasarow, daß Bulgarien Gewicht darauf lege, wiederholt und nachdrücklich seinem freundschaftlichen Gefühl für Griechenland Ausdruck zu verleihen mit dem Danke der griechischen Regierung für die Bereitwilligkeit erwidert, mit der Bulgarien Griechenland zur Abhilfe gegen die durch die Blockade des Vierverbandes entstandene Notlage zu Hilfe gekommen ist. Es ist um so weniger daran zu zweifeln, daß tatsächlich eine erhebliche Annäherung der beiden Staaten erfolgt ist, als die Meldung des Budapester Blattes„A Villag“ des weiteren auch die Versicherung Zaimis' verzeichnet: Von nun an müßten beide Staaten eine Richtung einhalten. Bei dem Fortschreiten der Kriegsereignisse ist auch vom rein praktischen Standpunkte jede andere Haltung ausgeschlossen; Griechenland würde einen moralischen und einen physischen Selbstmord begehen, wenn es sich von den lügnerischen Vorspiegelungen Englands und Frankreichs betören ließe! Italien soll am Balkan helfen. Nach einem Wiener Telegramm des„L.=A.“ erörtert die„Pol. Korr.“ nach Mitteilungen aus italienischen politischen Kreisen die Frage der Beteiligung Italiens am Balkankrieg, und weist darauf hin, daß von den Westmächten bei Italien energisch darauf gedrungen wurde, durch sein Eingreifen auf dem Balkan das Ausbleiben des griechischen Beistandes wett zu machen. Man verhehle sich in Rom nicht, daß der durch das Mißlingen der Aktion gegen Oesterreich=Ungarn sehr herabgesetzte Wert der Zugehörigkeit Italiens zum Vierverband für die andern drei Mächte auf die tiefste Stufe sinken müsse, wenn Italien sich unfähig erweisen sollte, den Unternehmungen der drei Mächte in anderer Richtung erheblichen militärischen Beistand zu leihen. Diese Forderungen könne Italien jedoch nur unter der Voraussetzung erfüllen, daß es sich zur zeitweiligen Einstellung des Kampfes gegen Oesterreich=Ungarn entschließe. Cadorna weigert sich jetzt ebenso, wie früher, auf eine Herabsetzung der Stärke der für die Kämpfe am Isonzo, bestimmten Truppen einzugehen. Der jüngste Aufenthalt Salandras im Hauptquartier galt dieser für die weitere Stellung Italiens im Vierverbande entscheidenden Frage. (Sollte damit auch Sonninos wechselnder Gesundheitszustand zusammenhängen?) Italien wirkt am Balkankriege mit. WTB Paris, 19. Okt.„Petit Journal“ meldet aus Rom:„Auskünften aus unterrichteter diplomatischer Quelle zufolge kann die Mitwirkung Italiens am Balkankriege als völlig sicher gelten. Italien wird wahrscheinlich mit einer Marineaktion im Aegäischen Meere beginnen und an den gemeinsamen Unternehmungen gegen die Küsten Bulgariens und der Türkei durch Entsendung von Kriegsschiffen und Transportschiffen teilnehmen. den. Japan habe diesen Entschluß längst den Mächten mitgeteilt, und es liege kein Grund vor, ihn zu ändern.— Interessant ist daran vor allem die Meldung, daß Japan„längst“ abgewinkt hat und die Ententemächte trotzdem weiter wimmernd um Hilfe schrien. Ein Zeichen von Kraft und Selbstbewußtsein ist das sicher nicht. Del Krieg dei Turhei. Die Dardanellenaktion aussichtslos. Was alle Welt weiß, aber bisher vom Vierverband ängstlich vertuscht wurde, ist jetzt auch im englischen Parlament offen ausgesprochen worden: Der frühere Oberkommissar für Südafrika Lord Milner äußerte sich im Oberhause, daß die Dardanellen=Expedition des Vierverbandes als hoffnungslos anzusehen sei. Hierdurch gewinnt das Gerücht an Wahrscheinlichkeit, daß die Entente ihre Truppen von den Dardanellen zurückziehen werde. Wie schon gemeldet wurde, sind bereits stärkere Abteilungen von den Dardanellen nach Salonikt abgegangen. Dort scheint, wie aus Konstantinopel berichtet wird, bei den gelandeten Truppen ein ziemliches Durcheinander zu herrschen. Die nach dem serbischen Kriegsschauplatz abtransportierten Ententetruppen kehrten wieder zurück, nachdem sie mehrere Kilometer vorangegangen waren. Aus guter Quelle verlautet, die griechische Regierung lehne es ab, noch weiter Eisenbahnwaggons für diederung dieser Truppen zu stellen. Die englischen Verluste an den Dardanellen. Aus Rotterdam meldet der„L.=A.“: Die Gesamtverluste der Engländer allein an den Dardanellen betragen nach Mitteilung der englischen Regierung bis zum 9: Oktober 96 899 Mannschaften. An Offizieren wurden 1185 getötet, 2632 verwundet und 383 werden vermißt. Die Verluste der Neuseeländer, Kanadier, Inder und anderer Hilfsvölker sind nicht mit inbagriffen. Die Gesamtzahl der in England internierten feindlichen Ausländer beträgt 32400. Nach Mitteilung des Ministers des Innern wurden in die Heimat geschickt 8900. Von der Internierung befreit wurden 7233, darunter 2800 Deutsche. Furcht vor dem Heiligen Krieg. Der Pariser„Temps“ sieht in den Vorgängen auf dem Balkan eine neue Gefahr, über die er sich in einem vielbeachteten Artikel wie folgt geäußert hat: Die unmittelbare Gefahr eines feindlichen Sieges auf dem Balkan sei das Losbrechen des Heiligen Krieges. Bisher seien überall große Vorbereitungen gemacht worden, und die Muselmanen erwarten nur das Signal ihres siegreichen Padischahs, um zur Erhebung zu schreiten. Frankreich könnte also seine Kolonien in Afrika verlieren, deshalb werde die Expedition nach dem Balkan mit größter Kraft ausgebaut. Das Schicksal Frankreichs entscheidet sich jetzt vielleicht in der Champagne oder in Mazedonien.— Hoffen wir, daß das Pariser Blatt recht behält. Der dirieh hepen England. Aufsehen erregende Erklärung Greys im Unterhause. TU Rotterdam, 19. Okt. Sir Edward Grey gab am 15. Oktober im Unterhause, wie man erst jetzt erfährt, eine Erklärung ab über den Verlauf der diplomatischen Verhanlungen auf dem Balkan, worin es wörtlich hieß: „Ich hätte nur dann einen diplomatischen Sieg auf dem Balkan erringen können, wenn unsere Heere einen Sieg errungen hätten, um mir zu helfen. Die Deutschen hatten solch einen Sieg, und das gab ihren Diplomaten Erfolg“. Wie man nun aus Paris hört, haben diese Worte des englischen Ministers in den diplomatischen Kreisen Frankreichs einen sehr schlechten Eindruck gemacht. Strafte doch Grey mit seinen Worten die französischen Siegesberichte der letzten Tage aus der Champagne und dem Norden Lügen! Englands untilgbare Schuld. Unter der Ueberschrift„Heuchler Grey" verbreitet sich die„Köln. Volksztg.“ in einem beachtenswerten Berliner Artikel über die Ursachen des Weltkrieges und sagt:„Diesen Krieg mit allen seinen Greueln kann nichts mehr vom Gewissen der englischen Regierung al rischen. Es mag sein, daß Grey und mit ihm viel: Engländer wünschen, daß die Welt die Blutschuld der englischen Regierung vergessen möge, und daß auch das deutsche Volk Englands Schuld vergesse“.„Ich nie!“ schrieb unlängst der Deutsche Kaiser an den Rand eines diplomatischen Berichts, der vom Vergessen der Taten Englands sprach.„Ich nie!“ muß heute erst recht mit dem Deutschen Kaiser jeder Deutsche denken und sprechen. Japan winkt ab! Die„Times“ berichtet aus Tokio: Das Blatt Osaka Mainchi bespricht in beißendem Tone die militärische Leitung in England und drückt Zweifel darüber aus, ob der Krieg dort ernst(!) genommen werde.„Central News“ melden aus Tokio: Alle einflußreichen japanischen Blätter verurteilen schärfstens den Vorschlag, daß Japan militärische Hilfe nach dem Balkan senden soll. Bei der heiklen Lage in China und der Möglichkeit von Unruhen in Indien sei es zweifellos, daß Japan beschlossen habe, keine Truppen nach Europa zu senDer Krieg zur See. Die U=Boot=Jagd im Mittelmeer. :: In den letzten Tagen sind nach einer Nachricht aus Athen folgende Schiffe durch deutsche und österreichisch=ungarische Boote versenkt worden: 1. Der englische Tankdampfer„H. C. „Henry“(4219 To.). 2. Der englische Dampfer„Hayden“(4000 To.). 3. Der italienische Dampfer„Cyrene“(3226 To.). 4. Der englische Dampfer„Sailor Prince“(3144 Tonnen). 5. Der englische Dampfer„Thorywood“(3184 To.). 6. Der engl. Dampfer „Halyzones“(5093 To.). 7. Der englische Dampfer„Apollo“(3774 To.) Der Gedanke ist nicht von der Hand zu weisen, daß die enormen Dampferverluste der Verbündeten während der letzten Wochen die eigentliche Ursache für die gemeldete Stockung der Truppenlandungen in Saloniki sind. Nach einer in Newyork eingetroffenen Privatnachricht war der große britische Transportdampfer, der bei Kreta torpediert wurde, der Cunarddampfer„Transsylvania“ (14000 Registertonnen). Ein Protest gegen den Lebensmittelwucher. Die Generalkommission der Gewerkschaften Deutschlands und der Vorstand der sozialdemokratischen Partei haben dem Reichskanzler eine Eingabe übersandt, in der sie um Maßnahmen gegen den Lebensmittelwucher ersuchen. In der Eingabe heißt es unter anderem: „Die Unterzeichneten nehmen erneut Anlaß, die Aufmerksamkeit Ew. Exzellenz auf die unerträgliche Preissteigerung unserer Nahrungsmittel zu lenken. Furchtbar sind die Klagen der Familien der Kriegsteilnehmer, die fortgesetzt an uns gelangen. Verzweiflungsvoll wird die Lage, wenn Krankheit in der Familie den Verdienst der Frau schmälert oder die Krankheit der Frau ganz aufhebt. Mit all den Notleidenden müssen wir den bitteren Vorwurf erheben, daß es in Deutschland leider eine große Zahl von Interessenten gibt, die achtlos an diesem Jammer vorübergehen, ja, denen diese Preislage noch nicht hoch genug ist. Klingt es nicht wie ein Hohn auf die Lage der ärmeren Volkskreise, wenn heute eine Aktiengesellschaft nach der anderen ihre hochgesteigerten Gewinne aus der Nahrungsmittel=Industrie bekannt gibt. Wir bestreiten auch mit aller Entschiedenheit, daß die Landwirtschaft auf diese hohen Preise für ihre Produkte Anspruch hat: Wir haben durch eine Umfratze bei einer Anzahl großer Güter festgestellt, daß stellenweise die Löhne dieselben geblieben sind, Lohnerhöhungen von mehr als 20—30 Pfg. pro Tag zu den Seltenheiten zählen. Die Eingabe gipfelt in den Forderungen: Einführung eines Verteilungssystems für Fleisch und Fett, Regelung der Milchproduktion, sowie Höchstpreise und gerechte Verteilung von Graupen und Kartoffeln. Gegen Butter= und Milchknappheit. Maßnahmen der Negierung. Um für die Versorgung der Bevölkerung mit Frischmilch größere Milchmengen freizumachen, steht unmittelbar eine Anordnung der preußischen Staatsregierung(auf Grund der Bundesratsverordnung vom 2. September 1915) bevor, die weitere Einschränkungen in der Verwendung der Milch zu gewerblichen Zwecken vorsieht. Wie verlautet, wird die Anordnung im einzelnen enthalten: 1. Das Verbot des Inverkehrbringens von Sahne, abgesehen vom Vertrieb von Sahne zur Herstellung von Butter. 2. Das Verbot der Verwendung von Milch und Sahne zur Herstellung von Schokolade, Bonbons, Pralinees usw. 3. Das Verbot der Herstellung von Schlagsahne schlechthin. 4. Das Verbot der Verfütterung von Vollmilch an Kälber und Schweine, die älter als sechs Wochen sind. 5. Das Verbot der Verwendung von Magermilch bei der Bereitung von Brot. 6. Das Verbot der Verwendung von Milch bei der Fabrikation von Farben. 7. Das Verbot der Verarbeitung von Milch zur Herstellung von Kasein für technische Zwecke. 8. Das Verbot der Herstellung von Sahnepulvern, Milchpulver sollen im Sinne der Anordnung wie Milch behandelt werden. Die Durchführung der Anordnung bietet die Gewähr, daß sowohl die produzierte Milch unmittelbar in größtmöglichem Umfange der Volksernährung zugeführt wird, wie der in der Milch enthaltene Fettgehalt in der Hauptsache zur Butterbereitung verwendet wird. Die Anordnung, die baldigst ergänzt werden wird durch eine Ragelung der Preisbewegung am Buttermarkt dürfte einem großen Teil der vorhandenen Mißstände in kurzer Zeit abhelfen. Aus Stadt und Umgebung Rückblicke aus den Weltkrieg. 19. Oktober. Von der Lyg zur Vser.— Warschau. Hatten die Engländer in ihrem Egoismus die Belgier und Franzosen in die übelste Lage gebracht, so war sich wenigstens General French über diese völlig klar; denn am genannten Tage berichtete er, daß die Lage kritisch sei. Das deutsche Heer rückte mit einer großen Streitmacht von der Lys her auf Ypern und den Vserkanal vor und wiederum handelte es sich um eine Umgehungsbewegung, durch welche die am Kanal liegenden Häfen in deutschen Besitz kommen konnten. Begreiflicherweise war den Engländern dieser Gedanke geradezu furchtbar und so wurden denn alle Anstrengungen gemacht, um die Stellung Nieuport—Dixmuiden— Ypern zu verstärken und zu befestigen. Die Belgier, so erschöpft sie bereits waren, wußten sich am Kanal von Ypern und an der Yser einzugraben und damit begannen die lange anhaltenden Stellungskämpfe auch auf diesem Teile des Kriegsschauplatzes.— An diesem Tage wurde von den deutschen Truppen unter General von Morgen der seit drei Tagen mit großer Erbitterung und ohne Unterbrechung bei Sochazew und Blonje westlich von Warschau geführte Kampf und damit Warschau selbst aufgegeben; die Uebermacht der Russen war zu groß. Der General trat einen Rückzug an, der nicht minder brillant war als sein Vormarsch; kein Geschütz, kein Gewehr, keine Patrone wurde zurückgelassen.— Um Przemysl herum hatten die Oesterreicher wesentliche Erfolge, besonders in einem erbitterten Kampfe bei Myziniec. **(Reichliche Munitionsrohstoffe.) Der Heeresverwaltung gehen aus allen Kreisen der Bevölkerung Hinweise auf pflanzliche Faserstoffe zu, die als Ersatz für Baumwolle dienen könnten. Auch Anerbieten, solche für die Heeresverwaltung zu sammeln, werden vielfach gemacht. Die nisse über eine unzureichende Versorgung mit Rohstoffen für die Herstellung von Munition sind nicht gerechtfertigt. Der vaterländischen Industrie ist es gelungen, die Schlagfertigkeit unseres Heeres vom Auslande und der ausländischen Baumwollzufuhr vollkommen unabhängig zu machen. Insbesondere ist die Versorgung des Heereg mit Nitrierstoff nach jeder Richtung und für alle Zeiten gesichert. Die Heeresverwaltung bittet daher von Versuchen zur Gewinnung neuen Nitrierstoffes abzusehen un hierfür keine unnötigen Kosten aufzuwenden. *(Städtischer Speckverkauf.) Unsere Hausfrauen seien auch an dieser Stelle darauf aufmerk sam gemacht, daß von morgen bis Samstag, auf dem Schlachthofe durchwachsener Speck zum Preise von 1,70 Mk. pro Pfund verkauft wird. **(Soldatengrüße.) Für die regelmäßige Zusendung des lieben Heimatblattes besteng dankend, sendet treudeutsche Grüße Ernst Homel, Leutnant. — Grüße aus Allenstein sendet die lustige Stube Nr. 16 vom 146. Insanterie=Regiment: Walter Sieberg, August Baas, Fritz Kirchhoff, Fritz Met Dienstag, 19. Oktober 1915. Nr. 245. Beilage. Deutsches Reich. .— Berlin, 18. Oktober 1915. Reichstagsabgeordneter Wamhoff F. Der nationalliberale Reichstagsabgeordnete Wamhoff ist, fast 66 Jahre alt, gestorben. Seit 1893 ist er ununterbrochen Mitglied des preußischen Abgeordnetenhauses und seit derselben Zeit bis 1906 mit kurzen Unterbrechungen und seit 1912 Mitglied des Reichstages. Im Reichstag vertrat er den Kreis Sangerhausen=Eckartsberga. :: Keine Erhöhung der Kartoffelgrundpreise. Im Publikum sollen Gerüchte kursieren, die der soeben gegründeten Reichskartoffelstelle für die Enteignung vorgeschriebenen Grundpreise von 55 bis 61 Marl würden demnächst erhöht werden. Von zuständiger Seite wird nun mitgeteilt, daß von einer solchen Erhöhung keine Rede sei. Es bleibe bei den festgesetzten Preisen.— Ser Bundesrat gegen die Teuerung. “:: In dieser Woche will der Bundesrat endlich die lang ersehnten einschneidenden Maßnahmen gegene die überhandnehmende Teuerung ergreifen, jedoch ist ihm die in Aussicht gestellte Vorlage, über deren Grundzüge er übrigens unterrichtet worden ist, noch nicht zugegangen. Allem Anscheine nach soll noch vor der Fertigstellung der Vorlage die Beratung der Reichsprüfungsstelle, deren Mitglieder sich am Montag in Berlin versammelten, abgewartet werden. Die zu dieser Stelle gehörenden Parlamentarier sind, soweit sie auswärts wohnen, bereits in Berlin eingetroffen. Im Bundesrat legt man, wie der„Nat.=Ztg. mitgeteilt wird, den größten Wert darauf, einheitliche Bestimmungen für das ganze Reichsgebiet zu treffen(unter Berücksichtigung der verschiedenartigen Erzeugungsgebiete innerhalb des Reiches), um die wirtschaftlichen Erlasse der einzelnen stellvertretenden Generalkommandos für die verschiedenen Korpsbezirke entbehrlich zu machen. Dem Reiche soll der Charakter eines einheitlichen Wirtschaftsgebietes gewahrt bleiben, so wenig auch die wohlmeinende Absicht dieser Erlasse verkannt wird. Die Reichsprüfungsstelle wird sich nicht nur mit der Teuerung der Lebensmittel, sondern auch anderer Bedarfsartikel des täglichen Gebrauches zu beschäftigen haben (Streichhölzer usw.). Sie wird in verschiedenen Ausschüssen die einzelnen Sondergebiete beraten. *:: Die deutsche Sozialdemokratio und das Zimmerwalder Friedensmanifest. Der Parteivorstand der deutschen Sozialdemokratie hat dach der„Berner Tagwacht“ in einem Rundschreiben vom 2. Oktober jede Verantwortung für die sogenannte internationale Sozialistenkonferenz in Zimmerwald und deren Friedensmanifest abgelehnt. Sie hat die Partei=Organisationen ausdrücklich vor Zustimmungserklärungen gewarnt, weil damit der Einheit der Partei nicht gedient sei. Die deutsche Bozialdemokratie sei vollkommen einig in ihrem Friedenswillen, die Parteileitung habe aber mit ihren Bestrebungen für einen baldigen Frieden im Auslande bisher wenig Gegenliebe gefunden. Ratschläge unverantwortlicher Ratgeber lehne der Parteivorstand entschieden ab. Erhöhung der Familienunterstützungen. Eine offiziöse Korrespondenz schreibt: Mit Rücksicht auf die außerordentliche Steigerung fast aller Lebensmittel und die Verteuerung der Kleidung, Brennstoffe usw. ist im Reichstag der Wunsch geäußert worden, es möchten für die kommenden Wintermonate die an die Kriegerfamilien zu Schirerter=Zeilung. Amtliches Kreisblalt. zahlenden Unterstützungen ängemessen erhöht werden. Diesem Wunsche kann eine Berechtigung nicht versagt werden. Die Reichsregierung hat deshalb die Mindestsätze für die Monale November bis einschließlich April auf 15 Mark für die Ehefrauen und.7,50 Mark für die sonstigen interstützungsberechtiglen Personen erhöht. Dabei wird angenommen, daß die Gemeinden diese Erhöhung der Mindestsätze nicht zu einer Herabsetzung der von ihnen bisher gewährten Zuschüsse benutzen. Die Lieerungsverbände sind darauf hingewiesen worden, daß die Erhöhung der Mindestsätze nicht eine Entlastung der Gemeinden bezweckt, daß das Ziel der Maßnahme vielmehr nur dann erreicht wird, wenn die höheren Mindestsätze den Familien im vollen Umfange zugute kommen. Ausland. Spanien. * Das konservative Kabinekt Dato ist zurückgetreten. Die Gründe für diese Demission sind nicht in der auswärtigen Politik, sondern in inneren Schwierigkeiten zu suchen. Namentlich der schlechte Stand der spanischen Finanzen dürfte dabei eine Rolle wielen. *- Wenn unsere Luftkreuzer der englischen Hauptstadt einen Besuch abgestattet und eine reichlich bemessene Portion Bomben auf wichtige Gebäude und Anlagen geworfen haben, dann erfolgt regelmäßig von imtlicher britischer Seite die Meldung, daß einige Menschen dem Luftangriff zum Opfer gefallen seien, sonst aber kein nennenswerter Schaden angerichtet worden sei. Die englische Presse darf über die Angriffe keinen ausführlichen Bericht bringen. Erst einige Zeit später, wenn Reisende, die zur Zeit eines Zeppelinangriffes in London waren, nach dem europäischen Festland oder nach Amerika kommen, erfährt man aus neutralen Blättern, daß die Wahrnehmungen, die die Besatzung unserer Luftschiffe über Explosionen und Brände gemacht hat, den Tatsachen vollkommen entsprechen, daß die Bomben ihr Ziel getroffen haben. Doch auch aus den geharnischten Forderungen der englischen Blätter nach einem besseren Schutz vor Zeppelinen kann man schließen, daß sie den vom Krieg sonst weniger berührten Briten nicht geringes Unbehagen verursachen. So haben jetzt wieder die Zeitungen„Globe“ und„Daily Mail“. die Regierung wegen der Schutzlosigkeit gegen Luftangriffe angegriffen.„Globe“ meint, wenn die Regierung erklären würde, daß jeder Streifzug der Zeppeline auf eine britische Stadt durch den Besuch britischer Flugzeuge in zwei deutschen Städten erwidert werden wird, würde die Belästigung aufhören.„Daily Mail“ schreibt, man dürfe die Luftschiffe gar nicht nach London kommen lassen und müßte sie vorher auf Sec angreifen. Die Bemannung der Luftschiffe habe ebensoviel Angst vor Geschützen w.: die englischen Städter vor Bomben. Gleiche Schlüsse wie aus derartigen Erörterungen in der Presse kann man auch aus Anfragen von Abgeordneten ziehen, die an die Regierung gerichtet sind. Deutlich spricht daraus die Furcht vor unseren Luftkreuzern, das Bangen vor einem neuen Besuch dieser unheimlichen Gäste, und das Grauen, daß die militärischen Stellen nicht in der Lage sind, jenen zu Leibe zu rücken. Früher hat die Regierung wohl auf solche Anfragen geantwortet, es sei fürderhi. nichts mehr zu befürchten, ein hinreichender Sicherheitsdienst sei eingerichtet. Nachdem sich aber gezeigt hat, daß dieser Sicherheitsdienst die Zeppeline unbekümmert läßt, antwortet die Regierung schon vorsichtiger: Es sei zu hoffen daß.... Wie nämlich aus London gemeldet wird, gab der Ministerpräsident Asquith auf eine Anfrage des Abgrordneten Barlow, ob entsprechende Maßnahmen zum Schutze der Westminsterabtei, der St. Pauls=Kathedrale, des Britischen Museums, der Galerien usw. gegen Luftangriffe ergriffen seien, schriftlich die Antwort, es sei offenbar unmöglich, Schritte zu tun, die einen völligen Schutz der genannten Gebäude gewährleisteten. Aber Schritte seien getan, um den Gebäuden einen gewissen Schutz zu gewähren. Es sei zu hoffen, daß der Verteidigungsdienst unter Percy Scotti weiteren Versuchen unterschiedsloser Zerstörung von Eigentum wirksam begegnen werde. Percy Scotti ist der Kommandant des Londoner Sicherheitsdienstes gegen Luftangriffe. Bei seiner Ernennung wurde den aufgeregten Londonern verkündet, daß jetzt Garantie dafür geleistet würde, daß sich kein Zeppelin mehr London nähern würde. Aber auch Percy Scotti hat jene nicht an ihrem Vorhaben hindern können. Noch keinem Zeppelin hat der Londoner Sicherheitsdienst etwas geschadet. Mögen unsere bewährten Luftkreuzer fortfahren, die Gemütsruhe der Engländer zu stören, denen es wirklich zu gönnen ist, wenn sie recht oft die Schrecken des Krieges im eigenen Lande verspüren! Der Frieg auf dem Bolkan. Kriegszustand zwischen Bulgarien und Frankreich. :: Die Agence Havas meldet amtlich: Da Bulaarien an der Seite der Feinde gegen einen der Verbündeten Frankreichs den Krieg begonnen hat, stellt die Regierung der Republik fest, daß vom 16. Oktober, 3 Uhr morgens ab, durch das Verschulden Bulgariens der Kriegszustand zwischen Bulzarien und Frankreich besteht. Blockade der bulgarischen Küste. :: R e u t e r s B u r e a u m e l d e t: D e r V i z e admiral, der den Oberbefehl über die Flotte der Alliierten in der östlichen Hälfte des Mittelmeeres führt, hat die Blockade der bulgarischen Küste angekündigt. Die Blockade begann am Sonnabend um 6 Uhr abends. Das Eingreisen französischer und englischer Truppen in die Kämpfe in Serbien. :: H a v a s m e l d e t a u s A t h e n: D e r s e r bische Verkehrsminister ist in Saloniki eingetroffen, um mit dem Generalstabe der Alliierten die Frage des Transportes der englischen und französischen Truppen nach Serbien zu regeln.— Hier eingelaufenen Nachrichten zufolge haben die alliierten Streitkräfte am 17. Oktober Saloniki verlassen, um sich zur serbischen Front an die serbisch=bulgarische Grenze zu begeben. Diese Nachricht von dem Abtransport der französischen und englischen Streitkräfte aus Saloniki nach Norden scheint zu stimmen. Es scheint sich dabei aber nur um weniger starke kräfte zu handeln. Denn einerseits sollen nach ziemlich sicheren Meldungen in Saloniki noch keine 30 000 Mann gelandet worden sein, von denen fünf Sechstel französische Truppen sind; andererseits ist die Bahn, auf der die Transporte erfolgen, nur eingleisig. Sie bildet auch die einzige, in Betracht kommende Zuführung für alle serbischen Kriegsmaterialien.„ :: Aus Budapest meider die„Frankf. Zeitung": Zwischen griechischen Gendarmen und französischen Kolonialsoldaten ist es in Salonikt zu einem blutigen Zusammenstoß gekommen. Es wird Klage ersoben, daß englische und französische Soldaten in die Häuser der Vorstädte einringen und dort allerlei Gewaltakte ausiben. Es wurden deshalb griechische Beraffnete entsandt, die in der Nacht zum 15. d. M. in einem Hause acht französische Soldaten angriffen, die dort gewaltsam aufraten. Die französischen Soldaten widersetzten sich der Wache und erschossen sechs Briechen. Die Wache tötete hierauf vier Franzosen, während die übrigen schwer versetzt wurden. Der russische Durchmarsch durch Rumänien abgelehnt. :: Nach einer Sofioter Meldung der Iudapester Zeitung„A Villag“ machte der russische Gesandte in Bukarest gemeinsam nit dem englischen Gesandten die äußerste Instrengung, die Zustimmung der rumänihen Regierung zum Turchmarsch russischer Truppen durch die Dobrudscha nach Bulzarien zu erhalten. Die rumänische Regierung hat das Verlangen freundschaftlich, iber entschieden zurückgewiesen. Die Gesandten erklärten schließlich namens der ussischen Regierung, alle rumänischen Forherungen für die Gestattung des Durchnarsches der russischen Truppen in der Richtung der Linie Varna—Semen und Rustschuk bewilligen zu wollen. Ministerpräsident Vratiann erklärte jedoch entschieen, jeden Versuch der russischen Truppen, umänischen Boden zu betreten, als einen gegen Rumänien gerichteten feindlichen Akt nnsehen zu müssen. Die Schlacht bei Walandowo. :: L y o n e r B l ä t t e r m e l d e n, d a ß e i n e große Schlacht in der Gegend von Waandowo im Gange sei, an der 40 000 Bulfaren mit zahlreichem Artilleriematerial eilnehmen. In Mazedonien steht ein Zusammenstoß zwischen den den Serben zu Hilfe geeilten Verbündeten und den Bulgaren bevor. Hierzu wird noch aus Saloniki geneldet: Laut Blättermeldungen gewinnen die am Freitag bei Walandowo und Strunitza begonnenen Kämpfe zwischen serbischon und bulgarischen Banden, in die franösische Truppen eingriffen, infolge Einreffens bulgarischer Truvven, besonders ulgarischer Artillerie, an Umfang. die Bulgaren im Kampf mit französischen Truppen. :: Aus Athen wird berichtet: Die franösischen Truppen in Mazedonien erhielten ihre Feuertaufe unweit der Eisenbahnbrücke Hirdowa—Walandowa, wo sie von 40 000 Bulgaren angegriffen weerden. Die Kämpfe dauern an. „ Die Eisenbahnbrücke führt über das Strumitzaflüschen, das bei Chudowo auf sorbisch=mazedonischem Boden in den Vardar fließt. Die ersten Viervervandstruppen in Nisch. :: D i e B u k a r e s t e r Z e i t u n g„ U n i v e r s u l“ meldet aus Nisch: Bis jetzt sind 30 000 Mann englisch=französische Truppen in Nisch eingetroffen.. mit Bank Wir geben diese Meiung nlt Vorvehalt wieder. Zum mindesten ist die angegebene Zahl zu Im Schatten der Teterpautsfestung. Roman von Hermann Gerhardt. 22 Und nun ging es quer durch die Vorhalle in einen der Korridore, dessen kahle Steinwände in regelmäßigen Abständen durch Türen unterbrochen waren. Jede dieser Türen hatte ein Schiebefensterchen, durch welches der dahinter befindliche Sträfling beobachtet werden konnte. „In den meisten dieser Zellen sitzen politisch „Verdächtige" in Untersuchungshaft," bemerkte Biruleff. Plötzlich erscholl hinter einer der Türen, die sie noch nicht passiert hatten, Gesang von einer Männerstimme. Lächelnd legte der Präfekt die Hand auf seines Begleiters Arm. „Das ist ein junger Kerl, einer von vieren, die in der vorigen Woche verhaftet wurden; er singt unaufhörlich, um sich Mut zu machen, und er verstehts! Horchen Ste.“ Die Stimme, ein voller, weicher Tenor, hatte etwas, das etnen eigentümlich ergriff. Das Lied, das er sang, handelte von Liebe und Abschiedsweh, eine schwermtttige, einfache Melodie mit immer wiederkehrendem Refrain, von der sich Rittberg seltsam bewegt fühlte und er emnpfand den lebhaften Wunsch, den Sänger von Angesicht zu sehen. Als habe Biruleff diesen Wunsch erraten, zog er Werner mit sich vor die Tür, dann öffnete er, leise das Schiebefenster, guckte zuerst selbst hinburch und machte darauf Rittderg ein Zeichen, daß er herautreten solle. Ganz in einen Pelzmantel gehüllt, lag da auf niedrigem Feldbett ein Jüngling hingestreckt. Er war so jung, daß kaum ein leichter Flaum auf seiner Oberlippe sichtbar; das Haar trug er lang, wie es die russischen Studenten tun, blondes Lokhätte, das aber wirr und ungepflegt um sein bleiches Antlitz floß. Die großen, blauen Augen waren starr zur Decke empor gerichtet, und das eine Bein, das über den Bettrand hing, schlug den Takt zu der Melodie, die mit einer Art schwärmerischer Begeisterung von seinen Lippen tönte. Neben ihm auf dem Boden lag eine Studentenmütze, von Rapierstößen vielfach durchlöchert. Der Sänger machte so sehr den Eindruck eines unfertigen Knaben, daß dem deutschen Studenten das Herz von Mitleid schwoll. Was mochte er wohl verbrochen haben, und wozu bedurfte es eines so starken Käfigs für einen so zarten Bogel? In diesem Moment senkte der Gefangene den Blick und begegnete demjenigen Rittbergs; er fuhr in die Höhe und ein erwartungsvoller Ausdruck belebte seine Züge. Werner aber trat rasch zurück. Er schämte sich und es tat ihm weh, daß seine Neugier dem armen Gefangenen eine unnötige Aufregung und Enttäuschung bereitet hatte. Der Präfen indessen heftete noch einen langen gsgernden Blick auf ihn, bevor er das Schiebefenster wieder schloß. Darauf schritten beide schweigsam neben einander her; auf Rittbergs Zügen malten sich die traurigen Eindrücke, die er soeben empfangen. „Sie haben ein zu weiches Gemüt, un russt sche Gesängnisse zu besichtigen,“ bemerkte der Präfekt nach einer Weile. „Sagen Sie mir, Exzellenz, was hat dieser junge Mensch getan, daß man ihn hier eingesperrt hat?“ fragte Werner. „Er wurde wegen politischer Vergehen verhaftet,“ gab Biruleff ausweichend zur Antwort. „Es ist immer die alte Geschichte: man will die Welt verbessern, alles nach seinen Ideen ummo deln, diese jungen Bengel sind gefährlicher als die Alten, denn sie kennen keine Grenzen, sie posaunen ihre hirnverbrannten Theorien aus, bis sie der Obrigkeit zu Ohren kommen. Nichts als Wichtigtue ihnen gleich, ja, sie suchen etwas darin, sich als „Märtyrer der guten Sache“ aufzuspielen. Dieser junge Mann speziell tut mir nun zwar aufrichtig leid, aber er hat es ja nicht anders gewollt!" „Und was soll mit ihm geschehen?" forschte Werner. Der Präfekt warf ihm einen listigen Blick zu.„Sie möchten wohl Staatsgeheimnisse ergründen?“ sagte er, fügte aber vertraulich hinzu:„Na, Ihnen will ich es sagen: Deportation nach Sibirien ist das mindeste. „Dieser Knabe?“ In Rittbergs Stimme zitterte die Empörung. Hastig legte Biruleff die Hand auf seinen Arm. „Nicht so lant,“ mahnte er,„vergessen Sie nicht, wo wir sind.„Dieser Knabe" hat sich nicht gescheut, gegen das Leben des Zaren zu konspirieren.“ Rittderg zuckte die Achseln; eine Antwort schwebte ihm auf den Lippen, aber er hielt sich noch rechtzeitig zurück. Seine lieberalen Ansichten legten es ihm nahe, mit denjenigen zu sympathifieren, welche Gut mid Blm dransetzten im Kampf um die Freiheit. Doch er hatte sich fest vorgenommen, politischen Fragen gänzlich fern zu bleiben. Konnte doch der Ausdruck seiner innersten Gesinnung keinem Menschen etwas nützen, wohl aber ihm selbst erheblich schaden. Sie waren mittlerweile an das Ende des Ganges gelangt und bogen nun in einen anderen ein. Dort sahen sie vor einer der Zellentüren einGruppe Beamte stehen. Biruleffs Schritte beschleunigten sich, und sein Falkenblick umfaßte die Situation.„Was ist hier los?“ fragte er. handelt sich um Nr. 132, Exzellenz,“ erhielt er zu Antwort;„es scheint, sie hat sich das Leben genommen. Die Gruppe teilte sich und alle Hände fuhren an den Mützenrand, während der Präfekt auf die Zelle zuschritt. Werner folgte ihm bis zur Tür, von wo aus er voll Entsetzen auf das Bild starrte, das sich seinen Augen bot. nach oben, eine weibliche Gestalt. Das weiße Licht des hellen Wintermorgens fiel durch das vergitterte Fenster auf das verzerrte, blaurote Gesicht mit den hervorquellenden Augen und herabhängendem Unterkiefer, wie es im Todeskampf erstarrt war. Langes, rabenschwarzes, ungewöhnlich üppiges Haar umwallte sie in wilden Strähnen, wie ein Gewirr von Seetang, das der Sturm an den Strand geworfen hat. Wohl eine Minute lang betrachtete der Präfekt die Leiche, ohne ein Wort zu sagen. Welcher Art seine Empfindungen dabei sein mochten, das verrieten seine Züge nicht. #„Wann ist es geschehen? fragte er endlich. **„Vor einer Stunde war es noch nicht passiert.“ entgegnete der Mann, an den er das Wort gerichtet.„Ich habe ganzextra auf sie aufgepaßt die letzten Tage und jede Stunde mal hereingeguckt, weil ich mir schon so was dachte. Heute früh schien sie mir aber ruhiger. Trotzdem hatte ich vor einer Stunde wieder nachgesehen; da sitzt sie auf der Betttante, und wie ich die Klappe aufmache, sieht sie mich an und lacht:„O, ich bin noch immer da Brüderchen!“ sagt sie. Das war genau vor einer Stunde, Exzellenz!“ „Du bist ein Esel, Stepanowitsch," versetzte der Präfekt,„Dich von einem Weibe so nasführen zu lassen! Hätteft Du Deine fünf Sinne bei Dir gehabt, dann wäre Dir ihr verändertes Wesen aufgefallen und hätte Dich veranlaßt, doppelt wachsam zu sein. Gerade diese angenommene Heiterkeit ist ja ein bekannter Trick der Selbstmordkandidaten! Deine Nachlässigkeit hat uns nun höchstwahrscheinlich um wertvolle Aufschlüsse gebracht.“ Er sprach leise, aber mit eindringlicher Schärfe. Die widerwärtige Physiognomie des Wärters nahm einen Ausdruck von Niedergeschlagenheit an; er warf einen gehässigen Blick auf die Leiche, als hätte er ihr am liebsten einen Fußtritt versetzt. Bekanntmachung betreffend Bestandserhebung für elektrische Maschinen, Transsormatoren und Apparate. Nachstehende Bekanntmachung wird auf Grund des Gesetzes über den Belagerungszustand vom 4 Juni 1851 bezw. auf Grund des bayerischen Gesetzes über den Kriegszustand vom 5. Nov. 1912 hiermit zur allgemeinen Kenntnis gebracht, mit dem Bemerken, daß jede Uebertretung— worunter auch verspälete oder unvollständige Meldung fällt—. soweit nicht nach den allgemeinen Strafgesetzen höhere Strafen verwirkt sind, nach§ 5“, der Bekanntmachung über Vorratserhebungen vom 2 Februar 1915(Reichs=Gesetzbl. S. 54) bestraft wird. S 1. Inkraftirelen der Verordnung. Die Verordnung tritt mit Beginn des 15. Oktober 1915 in Kraft. § 2. Von der Verordnung detrosfene Gegenstände. Von der Verordnung betrossen sind: sämtliche elektrische Maschinen nebst Anlassern und Regulateren, Transformaloren, Apparale für jede Stromart und Spannung der nachstehend aufgeführten Klassen 1—5: 1. Elektromotoren von mehr als 5 PS(3,7 Au) nebst Zubehör, 2. Stromerzeuger(Dynamomaschinen, Generatoren) von mehr als 4.5 KW bezw. KVA nebst Zubehör, 3. Umformer und Motorgeneratoren von mehr als 4,5 KW bezw. KVA an der Sekundärsette nebst Jubehör, 4. Transformatoren von mehr als 4,5 KVA nebst Zubehör, 5. Schaltopparate, Sicherungen. Anlaß- und Regulierapparale, Iellenschaller, Elektrizitätszähler usw. für Stromstärken von mehr als 500 A, soweit sie nicht schon als Zudehör zu den unter 1 bis 4 aufgeführten Maschinen und Transsormatoren gehören. Von der Verordnung betrossene Personen, Gesellschaften usw Von dieser Verordnung werden betroffen: a) alle gewerblichen Unternehmer und Fiemen, in deren Betrieben die in§ 2 aufgeführten Gegenstände erzeugt. repariert, gebraucht, gehandelt oder vermielet werden, soweit die Gegenstände sich in ihrem Gewahrsam oder bei ihnen unter Zollaussicht befinden, einschließlich derjenigen, die ihnen zum weiteren Verkauf oder Veimietung von anderen Personen, Firmen usw. übergeben sind; b) alle Personen und Firmen, die solche Gegenstände aus Anlaß ihres Wirtschaftsbetriebes, ihres Handelsbetriebes oder sonst des Erwerdes wegen für sich oder für andere in Gewahrsam haben, oder wenn sie sich bei ihnen unter Zollaufsicht befinden:......2an Gürnarsckat c) alle Kommunen, öffentlich=rechnichen Korperschaften und Verbände und alle Gutsbezirke, in deren Betrieben solche Gegenstände gebraucht, erzeugt. repariert, gehandelt oder vermietet werden, oder die solche Gegenstände in Gewahrsam haben, soweit die Gegenstände sich in ihrem Gewahrsam oder bei ihnen unter Zollaussicht befinden; d) Personen, welche zur Wiederoeräußerung, Reparatur oder Benutzung durch sie oder andere bestimmte Gegenstände der in§ 2 aufgeführten Art in Gewahrsam genommen haben, auch wenn sie im übrigen kein Handelsgewerbe betrelben. e) alle Empfänger(der unter a ois a bezeichneten urt) solcher Gegenstände, nach Empfang derselben, falls die Gegenstände sich am Meldetage auf dem Versand befinden und nicht bei einem der unter a bis d aufgeführten Unternehmer, Personen usw. im Gewahrsam oder unter JZollaussicht gehalten werden. Gegenstände, die in fremden Speichern, Lagerräumen und anderen Aufbewahrungsräumen lagern, sind, falls der Verfügungsberechtiate seine Vorräle nicht unter eigenem Verschluß hält. von den Inhabern der betreffenden Aufbewahrungsräume zu melden und gelten bei diesen als den Bestimmungen dieser Verordnung unterworfen. Zweigstellen(Zweigfabriken. Filialen, Zweigbureaus) sind einzeln von den Bestimmungen dieser Verordnung betroffen. § 4. Meldepflicht. Die von dieser Verordnung betroffenen Gegenstände(§ 2) sind von den in§ 3 Bezeichneten(Meldepflichtigen) nach Maßgabe der nachstehenden Bestimmungen zu melden, soweit sie verfügdar sind.(l4g in dam in S 9 Als=verfügbar= werven solche in ven in§ 2 genannten Klassen 1 bis 5 aufgeführten Gegenstände angesehen, soweit sie bei den von der Verfügung betroffenen Personen, Gesellschaften usw.(§ 3) 1. auf Lager sind, 2. sich in Bestellung befinden, aber während des Krieges nicht gebraucht werden, 3. aufgestellt sind, aber während des Krieges nicht mehr gebraucht werden. Als znicht verfügbare können nur solche noch nicht in Betrieb befindliche Maschinen angesehen werden, für welche eine Inbetriebnahme innerhalb der nächsten 2 Monate schon als notwendig und sicher vorauszusehen ist Bei elektrischen Anlagen, deren Belastung zeitweilig sehr verschieden ist, wie z. B. bei Elektrizitätswerken, Einzelanlagen, Eisfabriken, Pumpanlagen usw., sind für den Betrieb in der Erzeugerstation bezw. in Untersationen als„nicht verfügbarim Sinne des vorstehenden Absatzes nur diejenigen Maschinen, Transformatoren und Apparate zu erachten, welche die höchste Belasiung decken können; hierzu darf dann noch ein weiterer Maschinensatz als Reserve als=notwendige gerechnet werden. Im Verteilungsnetz können als Reserve Transformatoren mit einer Leistung von 15 v. H. der zu erwartenden Höchstbelastung gerechnet werden. Meldungen, die bisher schon dem Kriegsministerium oder anderen Stellen gemacht worden sind, entbinden nicht von den durch diese Verordnung vorgeschriebenen Meldungen. Es ist zulassig, auch elektrische Maschinen. Transformatoren, Apparate usw zu melden, deren Belastungsfähigkeit geringer ist als die in§ 2 für die Klassen 1 bis 5 aufgeführte. § 5. Meldebestimmungen. Für die Meldung ist der mit Beginn des 20. Oktober 1915 vorhandene Bestand maßgebend. Für die in§ 3 Absatz d bezeichneten Personen, Gesellschaften usw. treten die Anordnungen dieser Bekanntmachung erst mit Empfang oder Einlagerung der Gegenstände in Kraft. Die Meldungen haben unter Benutzung der amtlichen =Meldekarten für elektrische Maschinen, Transformatoren und Apparate=(§ 6) zu erfolgen. Auf jeder Meldekarte darf nur eine Maschine bzw. ein Maschinensatz(Motorgenerator), ein Transformator oder Apparat gemeldet werden. Die Meldungen müssen erstattet sein bei Adgabe von 100 Meldekarten und darunter bis zum 25. Oklober 1915, bei Abgabe von über 100 Meldckarten bis zum 30. Oktober 1915. Die Melkungen sind zu richlen an:.. m.(hinen Verteilungsstelle für elektrische Muswinen des Kriegsministeriums, Beilin SW 11, Königgrätzer Str. Bei elektrischen Anlagen, deren Belastung zeitweilig sehverschieden ist(siehe§ 4, vierter Absatz), sind die als unentbehrlich angesehenen und deshalb nicht gemeldeten Maschinen. Transformatoren und Apparate in einer besonderen Aufstellung auf zuführen unter Hinzufügung der zu erwartenden Höchstbelastung. § 6. Meldehaslen. J6. 8.44 Die Vordrucke für die samtlichen Meldekarten für elckirische Maschinen, Transformatoren und Apparates sind von der= Verteilungsstelle für elektrische Maschinen des Kriegsministeriumsanzusordern; sie werden auf schriftliche.(frankierte) Bestellung zugesandt oder kännen dort in der Zeit von 9 bis 11 Uhr vormittags abgeholt werden. Es bestehen 6 Arten von Meldekarten, und zwar solche mit dem Kennbuchstaben A für Gleichstrommaschinen(Generatoren und —„ Motoren), B„ Wechselstrom=(Drehstrom=) Motoren, C" Wechselstrom=(Drehstrom=) Generatoren, D Motorgeneratoren oder Umformer, E„ Transformatoren, F" Apparate. Bei dem Anfordern der Meldekarten ist steis besonders anzugeben. wieviel oon jeder Art(Kennbuchstaben) benötigt werden. Auf den Meldekarten ist anzugeben, ob etwa und gegebenenfalls durch welche Stelle bereits eine Beschlagnahme der zu meldenden Gegenslände erfolgt'st. g gragen sind gengn. Sämtliche in den Meldekarten gestellten Fragen sind genau zu beantworten. Weitere Mitteilungen irgendwelcher Art dürfen die Meldekarten nicht enthalten. Die Meldekarten sind, geordnet nach gleichartigen Kennbuchstaben und innerhalb des Buchstabens nach der Leistung, frankiert an die VVerteilungsstelle für elektrische Maschinen des Kriegsministeriums, Berlin SW 11, Königgrätzer Str. 106. vorschriftsmäßig ausgefüllt bis zu den oben festgesetzten Zeitpunkten(§ 5) einzureichen. S 7. Nachweis der Bestandsveränderung. Es sind Verzeichnisse einzurichten, aus welchen der jeweilige Bestand der den Anordnungen dieser Bekanntmachung unterliegenden elektrischen Maschinen. Transformatoren und Apparate Zendern sich die Besände nach dem für die Bestandsaufnahme festgesetzten Meldetag(20. Oktober 1915), so muß im Falle des Besitzwechsels aus den Verzeichnissen ersichtlich sein, in wessen Gewuhrsam die Gegenstände übergegangen sind. Der Besitzwechsel selbst wird jedoch durch diese Verordnung nicht beAenderung muß von dem bisherigen Besitzer innerhalb von 3 Tagen an die in§ s genannte Verteilungsstelle gemeldet werden unter Angabe, zu welchem Zwecke die Maschinen usw. bei dem neuen Besitzer gebraucht werden sollen; dabei sind anzugeben: Art des Betriebes und Art der besonderen Verwendung der betreffenden einzelnen Gegenstände. Der neue Besitzer muß, falls der von ihm erworbene Gegenstand nach den Bestimmungen des§ 4 bei ihm als=verfügbarr gilt, denselben innerhold 3 Tagen nach Empfang melden. Zweigstellen werden auch hierbei einzeln betroffen.(Vgl.§ 3 letzter Satz.) Maschinen, Transsormatoren und Apparate, welche nach dem 20. Oktober 1915 fertiggestellt oder nach diesem Zeitpunkt erst=verfügbare geworden sind, müssen. soweit sie gemäß§ 4 zu melden sind, innerhalb 3 Tagen gemeldet werden. Beauftragten der Polizei= und Militärbehörden ist die Prüfung der Verzeichnisse sowie die Besichtigung aller in dem Verzeichnis aufgeführten Gegenstände und die Besichtigung aller Räume. in denen Gegenstände vermutet werden können, die den Anordnungen dieser Bekanntmachung unterliegen, gestattet. s 8. Ausnahmen. Von den obenstehenden Bestimmungen sind solche von der Verordnung betroffenen Gegenstände(§ 2) ausgenommen, die nach dem Zeitpunkt des Inkraftiretens dieser Verordnung aus dem Auslande bezogen werden. § 9. Anträge auf Streichung usw. Anfragen. Sollten die in§ 4 gegebenen Bestimmungen Anlaß zu Zweifeln über die-Verfügbarkeite der von der Verordnung betroffenen Gegenstände geben, oder sollten im Falle der Entziehung dieser Gegenstände empfindliche Betriebsstörungen zu befürchten sein, so kann ein Antrag auf Streichung eingereicht werden. Diese Gegenstände sind jedoch in jedem Falle zuvor zu melden Alle Anträge und Anfragen, welche die vorliegende Verordnung betreffen, sind an die=Verte lungsstelle für elektrische Maschinen des Kriegsministeriums, Berlin SW 11, Königgrätzer Str. 106= zu richten. S 10. 66 Zweck dieser Bestandsaufnogne. Durch diese Bestandsaufnahme wird beabsichtig., Kupfer zum Bau von neuen elektrischen Maschinen, Apparaten usw zu sparen. Die Anträge auf Freigabe von Kupfer zur Herstellung dieser Gegenstände sind dementsprechend vom 15. Oktober 1915 ab nicht mehr an die Kriegs=Rohstoff=Abteilung des Kriegsministeriums, sondern an die in§ 5 genannte Verteilungsstelle einzureichen. Hier wird nach den gemeldeten Beständen festgestellt, od entsprechende oder ähnliche brauchbare Maschinea usw. verfügbar sind. Ist dies nicht der Fall. so werden die Anträge an die=Fabriken=Abteilung des Kriegsministeriumse geleitet, wo sie daraufhin geprüft werden, ob das Kupfer usw sich durch Zink oder Eisen ersetzen läßt, ob die Maschinen usw. im Interesse der Heeresverwaltung gebraucht werden, oder ob sich etwa eine andere Betriebsart ermöglichen läßt Von hier aus werden dann die Anträge nötigenfalls an die zuständige Abteilung zur Freigabe von nupfer weitergeleitet. Münster, den 15. Oklober 1915. Der stellvertretende kommandierende General des VII. Armeekorps: 4860 Frhr. v Gayl, General der Insanterie. Herron Coberziöner u. Mantel Von den Pfänder-Versteigerungen sind uns eine riesige Anzahl er. 2000 Herren Ueberzienet and-Mantel Immmmmmmammmmmmmmmmm zum Verkauf geblieben. Um mit diesen grossen Beständen im Herbst und Winter zu räumen, haben wir die Preise sehr niedrig gestellt. 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S# sten Schlachtwertes, die noch 0 nicht gezogen haben(ungejocht) 70—73 125—130 b) vollfleischige, ausgemästete, im Alter von 4—7 Jahren... 62—66 116—124 c) junge, fleischige, nicht ausgemästele und ältere ausgemästete.. 48—56 100—116 d) mäßig genährte junge, gut genährte ältere—— Bullen: a) vollfleischige, ausgewachs. höchsten Schlachtwertes... 57—60 98-103 d)vollfleischige, jüngere.... 46—52 86—98 c) mäßig genährte junge und gut genährte ältere...... 36—42 70—83 Färsen u. a)vollfleischige, ausgemastete Far. Kühe: sen höchsten Schlachtwertes 67—72122#128 b)vollfleischige ausgemästete Kühe höchsten Schlachtwertes bis zu chältere, ausgemästete Kühe und wenig gut entwickelte jüngere Kühe und Färsen..... 52—58 104-116 d) mäßig genährte Kühe u. Färsen 43—46 94.104 e) gering genährte Kühe u. Färsen 34—38 70—90 Gering genährtes Jungvieh(Fresser)—— 2. Kälber a) Doppelender, feinste Mast..—— b) feinste Mastkälber.... 85—90 135-143 c) mitklere Mast= und beste Saugkälber 78—82 128—134 d)geringe Mast= und gute Saugkälber 70—85 119—127 e) geringe Saugkälber.... 60—67105—118 3. Schase Stallmast= a) Mastlämmer und jüngere Mastschase: hammel.— d) ältere Masthammel, geringere Mastlämmer und gut genährte sunge Schafe—— c) mäßig genährte Hammel und Schafe(Merzschafe)— Weide= a) Mastlämmer mastschafe: b) geringe Lämmer und Schafe— 4. Schweine. a) Feltschweine, über 150 kg. 8 Zentner Lebendgewicht— b) vollsleischige Schweine von 120—150 kg(240—300 Pfd.) Lebendgewicht— c) vollfleischige Schweine von 100—120 kg(200—240 Pfd.) Ledendgewicht. 136-144 170-180 d) vollfleischige Schweine, 80—100 Kg. (160—200 Pfd.) Lebendgewicht. 132-140 165-175 e) vollfleischige Schweine, unter 80kg (160 Pid.) Lebendgewicht.. 124-186 155-170 K Wollen Sie Gute Beitel kaufen? So gehen Sie nur in ein reellés Geschäft zu dem Sie Vertrauen haben. 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Wile sprach mit ihm über die jüngsten Ereignisse als Engländer und als Z'vilist; die Antwort aber, die er erhielt, gibt er wieder, weil sie ihm geeignet scheint,„die Achtung aller Engländer zu finden, die beiden Parteien das gleiche Recht der Slbstvirteidigung einräumen.“„Sie sprechen von England,“ erklärte der Oberst,„und sagen, daß dort derlei undenkbar wäre. Es ist auch undenkbar in jedem Lande, in dem der Soldat ein Ausgestoßener ist, in einer Gesellschaft, in der ein Offizier zugibt, daß er sich schämt, außerhalb der Kaserne seine Uniform zu tragen. In England bedeutet die Uniform nichts, in Deutschland alles. Sie wurde nicht von den Schöpfern der deutschen Armce als ein Kostüm erfunden, um der Eitelkeit von Grünspechten zu dienen, die diesen Rock von Z it zu Zeit vielleicht anlegen. Er wurde entworsen als das Symbol der Souveränität des Staates. Er ist das Wahrzeichen und die Verkörperung des Grundsatzes, daß unsere Armee unser Alles ist, nicht anders als den Briten ihre Flotte. Die ausländische Welt wirft dem deutschen Offizier vor, sich eine Stellung der Ueberlegenheit über seine Mitbürger anzumaßen. Wir fordern diese Stellung nicht gerade, aber wir leben in einem Mititärstaate und genießen sie zweifellos. Und das ist gut, nicht um unserer unbedeutenden Prsönlichkeiten willen, denn wir selbst zählen nicht; aber der Staat ist das Höchste, undjene, die seine Uniform tragn und seinen Dienst erfüllen, müssen eine Vorzugsbehandlung ginießen. Glauben Sie nicht, das Leben eines deutschen Offiziers sei ein Reigen von autokratischem doloe far niente. Er erhebt sich mit dem Morgengrauen und arbe itet täg ich 10—12 Stunden für ein Gehalt, das ein Verkäufer oder Handlungskommis zurückweisen würde. Wir hatten kürzlich einen Kri gsminister, einen General, der so arm war, daß er sin n als Leutnants dienenden Söhnen nicht mehr als 40—60 K Monatszuschuß geben konnte. Glauben Sie, daß eine Garnison wie Zabern— und derer besitzen wir Dutzende— Luxus, Bequemlichkeit und gesellschaftliche Frruden bedeuret? Sie haben zehn Jahre in Deutschland gelebt. Sahen Sie je einen„bevorrecht gtn“ deutschen Off zier aufs Geratewohl den Säbel gegin Bürger ziehen oder Frauen vom Bürgrsteig drängen oder Kinder fortstoßen? Wir haben gegen 35000 oder 40000 Offiziere. Zveisillos befinden sich untr ihnen Hunderte von Snobs— vielleicht nur ein angemessener Prozentsatz für Organisationen entsprechender numerischer Größe. Haben Sie nicht öfters über die Ueberhöflichkeit deutscher Offiziere als über ihr Einherstolzieren gelächelt? Sie haben mit ihnen in den Kaisermanövern biwakiert: waren Sie nicht stets über diese demokrat'sche Kameradschaft zwischen Offzieren und Soldaten verwundert? Natürlich schnarren wir, wenn wir Befehle geben: das ist unser kleines Hilfsmittel, die Disziplin zu fördern— unsere Art, französische und russische Freunde daran zu erinnern, daß die selsenfesten Grundsätze militärischer Kraft noch im deutschen Heere leben....“— Nun, inzwischen haben ja die st, den Herren:“ deutschen Offiziere reichlich Gelegenheit gehabt, Russen, Franzesen, sowie farbign und weißen Englindern noch besser als im Frieden zu zeigen, welch tüchtiger Kern in ihnen steckt. Und hier haben nicht einmal die wenigen Offiziere eine Ausnahme gemacht, deren Wesen der Obrst als„fnobistisch“ ablehnte. Der deutsche Offizier ist eben einzig in seiner Art und kann uns vom Ausland nicht nachgemacht werden. Was gäbe wohl jetzt das feindliche Ausland darum, wenn es deutsche Offiziere haben könnte! 2 Dumor. „Sag' mal, lieber Sohn,“ fragte „wirst du dir denn auch einen nicht ganz Der Weinkeller. der Schwiegervater in spe, Weinkeller einrichten?“ „Na,“ meinte der junge Mann, der sich klar darüber war, wie er die Frage aufzufassen habe,„wir werden natürlich immer ein paar Flaschen Wein im Hause haben, im Fall jemand krank werden sollte.“ kehr gut,“ versetzte der alte Herr,„dann könnt iyr mich zweimal die Woche bei euch erwarten, und ich werde jedesmal krank werden.“ * Eine beneidenswerte Rolle. Ein talentloses, aber sehr eifriges Mitglied eines Schauspielvereins bat den Vorsitzenden um eine Rolle in der nächsten Vorstellung. „Schön,“ sagte dieser, um den Mann endlich los zu werden,„Sie können den Vater der Heldin spielen.“ „Und was hat der zu tun?“ „Er stirbt zehn Jahre vor Beginn der Handlung.“ 2 E # E PNE von Laura Uincent. Abwaschlappen sollten jedesmal nach dem Gebrauch in warmem Seifenwasser gut ausgewaschen und dann in klarem, heißem Wasser gut ausgespült werden, denn nichts ist unappetitlicher als ein schmieriger Geschirrlappen. Wer die kleine Ausgabe nicht scheut, sollte stets zum Abwaschen Luffa benutzen. Eine sogenannte Gurke wird längs aufgeschnitten, dann nochmals quergeteilt, und man erhält zwei schöne Stücke, die lange vorhalten. Vor dem Gebrauch werden sie mit kochendem Wasser gebrüht, so lange darin gelassen, bis es kühl geworden, dann ausgedrückt und in lauem Wasser gut gespült. Tischwäsche sollte stets neun bis zehn Stunden vor dem Rollen oder Plätten eingesprengt werden, damit die Feuchtigkeit gleichmäßig durchzieht. Die Stücke werden dann schön glatt und etwas steif. Tischtücher sollten beim Zusammenlegen keine festgepreßten Querkniffe erhalten. Man falte sie in der Mitte der Länge nach, dann nochmals in derselben Richtung und presse diese Brüche fest. Dann lege man das Tuch der Quere nach zusammen, indem man es breit um sich selbst wickelt. Es entstehen so keine Querbrüche, und das Tuch sieht, auf den Tisch gebreitet, viel besser aus. ** 1 8 S 83 8 8 SchlachtS gewicht Unterhaltungs Beilage zu Nr. 245. Dienstag, 19. Oktober 1915. In ens willen. Roman von ort — 4 M 76-2 kommen meine Lieben, scheinen sie nicht wie geschaffen füreinander?" fragte Ulrike.„Auch mein Vater hegte in seinen letzten Lebensstunden den Wunsch ihrer Verbindung, denn er hatte Hedwig sehr liebgewonnen. Ihre bescheidene Anmut, ihre rührende Opferwilligkeit lehrte ihn wohl erst den Unwert seiner treulosen Frau und den Segen wahrer, liebender Weivlichkeit kennen. Sähe ich nun wirklich diese beiden mir so teuren Menschen dereinst sich finden zur innigsten Vereinigung, mein Mund sollte sich nie wieder zu einer Klage öffnen, Ewald.“ „Aber zu einem Sehnsuchtswort nach eigenem Glück, Ulrike," bat er leise, der Macht des Augenblicks nachgebend, und ihrer Weichheit für den Moment mehr trauend als seiner Besonnenheit. Sic zog die schlanken Finger nicht zurück, die er in übermächtigem Drange warm ergriffen, sie legte auch die andere Hand in seine treue Rechte; aber ruhigen klaren Blickes sah sie zu ihm auf, als sie dann in ernster Ergebung sagte:„Nein, Ewald, solches Sehnen ist in mir verstummt. Kein Mann soll je wieder sich und mich täuschen dürfen, Sie vor allem möchte ich nicht solchen Irrwahn dereinst bereuen sehen. Doch für den Bruder, den Freund, schlägt mein Herz gleich warm immerdar. Wir werden einander nicht wieder verlieren, denn wir haben uns im Geist ge unden, nicht wahr, Ewald?“ Beschämt, in wehmütiger Dankbarkeit neigte er sich über ihre Hände. Wie halte er in einer Sekunde vergessen können, was er doch schon Jahre gewußt, daß ein Mädchen, so stolz und stark wie sie, sich nur einmal dem Glück und Schmerz der Liebe beugen könne. „Freunde für das Leben, Ulrike,“ antwortete er dann in fester Sicherheit und sargte. die soeben vernichtete Hiffnung gesaßt in den dunklen Grund der Unmöglichteit. XXIII. Vor der Freitreppe des Schlosses standen die Reisewagen mit ungeduldig scharrendem Gespann bereit. Die eleganten Gepäckstücke wurden soeben sorglich aufgeladen, und nun trat der Kammerdiener des Majoratsherrn, welcher bestimmt war, diesen zu begleiten, heran, musterte mit kundigem Blick die Effekten und schüttelte darauf, Abschied nehmend, den Kameraden die Hände. Dressel. Fortsetzung.) „Glückliche Reise, Auge auf den jungen Grafen,“ sagte (Nachdruck verboten.) Stephan, habe nur ein gutes einer der älteren. „Im Grunde ist's doch eine kuriose Idee, die weite Reise. Da hat der gnädige Herr eber erst die prächtigen Güter bekommen und läßt alles stehen und liegen, um sich die Wildnisse von Afrika anzusehen. Ja, die Vornehmen suchen sich immer ein ganz sonderliches Vergnügen. Und was für ein verdammt langweiliges Leben wird's tier für uns jetzt werden. Komtesse Ulrike weiß ja gar nichts mit dem kolossalen Reichtum anzufangen, die lebt wie eine Nonne.“ „Da verstand's die abgereiste junge Gnädige anders. Hui, wie die uns in Atem hielt und unherjagte, und das Geld warf sie fort wie Spreu Brr, das war ein Re iment,— möchte sie aber doch nicht wieder zurück haben, so schön und freigibig sie auch zuweilen war. Da ist mir unsere ernste Komtesse doch am Ende lieber, die sieht uns doch sü Menichen an, der anderen Gnädigen waren wir nur: echinen. Schade nur, daß sie aus dem schönen E ß ein Kloster macht; ich meine, da gehört Glanz i.: 9 sinn hin, und den sollte der junge Majoratsherr hineinbringen, anstatt ihm nun den Rücken zu kehren „Was redet Ihr da ins Blaue hinein,“ murrte Stephan,„habt Iyr denn keine Augen im Kopf? Scht Ihr denn nicht, wie bleich und niedergeschlagen der gnädige Herr umhergeht? Meint Ihr denn, wenn der Mensch sein reichlich Essen und Trinken nabe, könne ihm auf der Gottes Welt nichts weiter fehlen? Ich kenne meinen jungen Heren von Kindheit an, er hat ein zu weiches, empfängliches Gemüt, und wenn ihm die Trauer im Herzen sitzt, wird er sie sobaid nicht wieder los. Daß er aber trotz Rang und Reichtum sehr unglüclich ist, kann ihm doch wohl jeder anmerten.“ „Lieber Herrgott, da schwatze ich wahrlich wie ein altes Weib,“ unterbrach er sich unwillig mit einem raschen Blick auf seine Uhr,„und muß doch mindestens eine halbe Stunde vor dem Grasen mit dem Gepäck auf dem Bahnhof sein. Also Gott befohlen! Laßt Eure Glieder nicht zu steif werden auf der Bärenhaut, die Euch unsere gute Komtesse so bequem hinlegt. Wenn der Herr zurückkommt, gibt's wohl ein lustiges Leben.“ „Gückliche Heimkehr, Stephan,“ rief es ihm einstimmig entgegen.„Hab' auf den Grafen acht, daß nicht etwa die böse Gnädige statt seiner hier wieder einzieht.“ 90 Whi 2 S 8 #.S#. S 3•3 S 5 S S S % S 55 25 2= 9 9 g .. S 8 S 9 5 * S 15 S s 8 2 ** 5 8 S S* ∆ 5 5 4 50 □ S S aNgE S 5• S S 8 5 5 8 * * E S ** * * S 1: S 5SgEE 2 38 * ## 8 5 25 a s S 2 S 2 8 55 E S 6 P EE S 86s 85 S.9 . — 9 5 S 8 a 8 5 ** 8 *ag * Si ** 6 EESPS S B S — E SSES BEADE S 8 5 B 8 :: 2 S 8 = 8 2 1 S* S#se 3 6 E S 8 # S. 8.5 G.* 9•* 3151 S 25WS 5 SEEGC # 2 8•801 n*"** S S# „Damit hat's gute Wege,“ lachte Stephan sorglos, indem er sich in den Wagen schwang.„Der haben wir einen Strich durch die Rechnung gemacht; als junge Witwe regiert sie hier nicht, darauf verlaßt euch, und sollte sie dennoch in späteren Jahren hier nochmals Herrin sein, was Gott verhüten möge, so hat sie hoffentlich ihren tollen Uebermut verlernt und ist hübsch ruhig geworden in den mageren Jahren. Und nun fahr rasch zu, Fritz,“ bedeutete er den Kutscher, indem er den wundernd zurückbleibenden Koilegen einen frohen Abschiedsgruß zuwinkte. Inzwischen sagte der Majoratsherr im Schlosse der Schwester ein bewegtes Lebewohl. Sie hing so heftig weinend an seinem Halse, als gälte es eine Trennung für das Leben, so daß Ralf meinte:„Wenn es dir so schwer wird, mich ziehen zu lassen, so gebe ich im letzten Augenblick die Reise auf, Ulrike, und ich bleibe bei dir.“ „Nein, mein Ralf, ich will verständig sein,“ wehrte sie erschrocken,„vergib meinen Egoismus und kehre gesund und herzensfroh zu mir zurück. Willst du auch zuweilen an den Herzenswunsch unseres Vaters denken?" fügte sie leise in zögernder Bitte mit einem Blick auf Hedwig hinzu, die auf der anderen Seite des Salons neben Lorenz plaudernd saß.„Kehre mit dem Entschluß heim, sie zur Herrin von Rhoda zu machen, Raif,— keiner weiche ich lieber als ihr.“ „Gib mir Zeit, Ulrike," antwortete dieser sanft. „Noch faßt mein Herz nichts als die Trauer um Veatrice, doch ich verspreche dir, nicht in schlaffer Energielosigkeit mein Leben zu verträumen. Beatrice selbst hielt mir ernstlich meine Pflichten vor, sie wünschte nichts mehr, als daß ich, für andere lebend und sorgend, glücklich würde. Nur jetzt vermag ich es noch nicht, ich muß erst überwinden lernen.“ „Gott helfe dir dazu,“ murmelte Ulrike inbrünstig. Noch einmal schloß sie den Bruder in die Arme, dann schritt sie mit ihm auf Hedwig zu. G66 7618 Diese wurde sehr blaß, als Ralf sich nun Abschieo nehmend zu ihr wandte.„Suchen Sie keine unnütze Gefahr, Graf Rhoda,“ sagte sie ernst, während ihre feuchtschimmernden, blauen Augen eindringlich zu ihm aussahen.„Sie sind Ulrikes letztes Glück und die Hoffnung Ihrer Untergebenen.“ g 8 Sonderbar bewegt blickte er in oas holbe, beseelte Antlitz, dessen leidvolle Blässe ihn tief ergriff. Er küßte die kalte, kleine Mädchenhand, die zitternd in seiner Rechten lag, und bat leise:„Bewahren Sie mir ein nachsichtiges Gedenken, Fräulein von Sennwitz.“ „Immer, Graf Ralf, ich werde Sie nie vergessen,“ murmelte sie, und die Farbe des Lebens kehrte jäh in ihr süßes, blasses Gesicht zurück. Daß sie ihn hätte festhalten können in diesem Moment, die kleine, bebende Hand, daß er ein Wort gefunden hätte auf diese wahre Versicherung eines reinen Herzens! Wohl schaute er noch einmal zögernd in die blaue Tiefe der unschuldigen, klaren Augen, aber ein volltönendes Echo weckten jene offenen, keuschen Worte doch noch nicht in ihm— noch lag seine Seele im Banne der Toten. In stummem Dank neigte er sich ein zweites Mal über Hedwigs Hand, dann schritt er an Ulrikes Seite hinaus, von Hedwig und Lorenz gefolgt, um nun auch der in der Halle versammelten Dienerschaft ein Wort des Abschieds zu gönnen. Sie alle sahen den jungen, gütigen Gebieter ungern scheiden, und als der Graf mit der herzlichen Ansprache unter sie trat:„Lebt wohl, Leute, wendet euch in meiner Abwesenheit vertrauensvoll mit euren Anliegen an Gräfin Ulrike, die euch eine gütige, gerechte Herrin sein wird, und bringt mir bei meiner Heimkehr ein aufrichtiges Willkommen, wie auch ich jeden treuen Diener meines Hauses stets schätzen werde,“ wurde manches Auge feucht.. M Der harrende Wagen führte den Majoratsherrn und den ihn bis zur Residenz begleitenden Freund davon. Feuchten Auges blickten die Damen ihm nach, so lange sie seine Spur verfolgen konnten. Endlich sagte Ulrike tröstend, ihren Arm um die Freundin legend, die in bleicher Kraftlosigkeit sich gegen die Rampe der Terrasse lehnte:„Mut, mein Liebling, Ralf kehrt wieder, dir zum Glück und mir zur Freude.“ Cin Käuzchen flog mit heiserem Schrei aus einem nahen Tannendickicht auf. Hedwig erschauerte, ihr Blick wurde geisterhaft starr, und sie ächzte:„Hörst du den Totenvogel,— Ralf kehrt uns nie zurück!“ XXIV. Der Majoratsherr hätte seinen weitumfassenden Besitz nicht in gewissenhaftere Obhut legen können, als seine Schwester sie übte. Der verantwortungsvolle Posten, den sie mit der ihr eigenen Energie und Umsicht vertrat, wurde zugleich eine segensreiche Tätigkeit für sie, die ihren Tagen einen schönen Inhalt gab und sie immer mehr mit dem Leben versöhnte durch die heilende Krast der Arbeit. Die Pastorin Herwig, welche sie damals nach Erlenhof begleitet, stand ihrer Jugend auch jetzt in Rhoda a's Ehrendame zur Seite; so sehr Gräfin Ulrike aber auch die alte, herzensgute und ihr innig ergebene Frau schätzte, so wenig gestattete sie derselben irgendwelchen dominierenden Einfluß auf ihre Entschlüsse. Die einfache, biedere Frau wäre dessen auch kaum fähig gewesen; sie war es zufrieden, daß ihre Anwesenheit auf Rhoda der Form genügte, und im übrigen betete sie die junge, energische Gräfin an, die so klug und gerecht über den großen Landkomplex mit seinen zahlreichen Lehnsinsassen herrschte, und verbrachte ihre Tage in stillem Wohltun und dem eifrigen Befolgen der Wünsche Uries... 6e kand Bist. Anregung, Stütze und Trost aver fand viese in schönstem Maße durch Hedwig, die als treue, schwesterliche Gefährtin bei ihr geblieben war und in gleichem Sinne, mit gleicher Liebe neben ihr für den fernen Herrn von Rhoda waltete. Die Trauer um den Vater enthob Ulrike vorderhand allen gesellschaftlichen Pflichten, und sie war dessen froh, da sie jene nur als einen Zwang angesehen, der ihrer inneren und äußeren Veranlagung zuwider war, für den sie nicht paßte. Sie wußte es, daß sie in die Welt der Schönheit, des Glanzes nicht gehöre, und etwa durch Rang und Reichtum herrschen zu wollen, lag ihrem edlen Sinne gänzlich fern. Ebensowenig aber sehnte sich Hedwig hinaus auf die strahlende, gleißende Höhe. Wie die Blume dem Licht, so neigte sich ihr Träumen und Sehnen nur einer Lebenssonne zu, und diese war ihr in Ralf aufgegangen. So gab es jetzt nichts Schöneres, Erhebenderes für sie, als sich Ulrikes Streben anzuschließen, damit er einst wisse, wie sie in dem Geist der Schwester, die ihm so teuer war, für ihn gewirkt mit jener demütigen Freudigkeit, die keinen Lohn erwartet. Und wenn sie tagsüber neben Ulrike zu Pferde die Güter inspizierte und gleich dieser mit vollem Verständnis und Interesse die Berichte der Inspektoren entgegennahm, so wurde sie im traulichen Heim die holde Muse, welche die Seele von dem Staube des irdischen Mühens befreit. Ihre kleinen Hände, die kraftvoll ein Pferd zu zügeln verstanden, wußten in tünstlerischer Beseelung dem Flügel wunderbare Melodien zu entlocken und wieder lind und sanft den Armen und Kranken wohlzutun. Wie oft sagte sich Ulrike angesichts dieses edelschönen Waltens ihres Lieblings:„Sie ist in Wahrheit die einzig rechte Gefährtin für Ralf; oh, warum zögert er nur immer noch mit seiner Heimkehr!" (Fortsetzung folgt.) . . 2 □ 8 23 S 5 8 5 5 SRUSUS „ S„„„ S S S5S "G#EER .2* .• Sg8D, LSEE SSol-EZ!-SPESEE " e SSSpbSPSSEEgS SSSEENTTIRSB•SEP SEEE SSEESS S 658 Wunt. Si 5 1S E SSES SEEE 51•1. B E0 gET S S SogxSS 1 gg S SUW *** S SHUSERSEE HOTASSUSNEhR m S S E S 8 E 8 5 5 ####S. 0 SESöE SScES ZESESSS 8539 153 9=p 2 8HE SSLSPO 1 850 SOSESSS 8 ** Wo ein Wille ist... Skizze von M. Henzler. (Schluß.)(Nachdr. verboten.) Durch Maries Stimme klang triumphierende Schadenfreude. Sie wollte Robert über die Schwelle ziehen. „Ich muß mich doch erst umkleiden,“ erwiderte er und eilte ins Haus. in sein die Tür Zitternd stieg er die Treppen hinauf schmales, kleines Giebelstübchen. Verriegelte und warf sich aufs Bett. Ein hartes, wehes Schluchzen befreite ihn dann von dem herben Schmerz seiner Menscheneinsamkeit. Und aus dem Dunkel leuchtete die Barmherzigkeit in Hannes Gestalt vor seiner Zukunft auf.—— „Weiß der Himmel, was in den Jungen gefahren ist,“ klagte Marie eines Morgens ihrem Mann. „Er tut ja seine Pflicht. Aber so ganz anders An mir Brechter zulangt. Von morgen ab begenug von mir, daß als sonst. Er wird mit allem viel leichter fertig, und wenn ich ihm auch dafür zumuten möchte, getraue ich mir's doch nicht recht, denn er schaut mich manchmal so merkwürdig herausfordernd an, als wollte er mich darüber zur Rede stellen,— und mir ein Unrecht vorhalten. Macht er's dir denn auch so?“ „Natürlich. Nur frage ich nichts danach. fühlt er eben seinen Meister,“— erwiderte spöttisch. Seufzend fuhr Marie fort: „Und wie dreist er jetzt beim Essen Früher genügte ein Blick von mir, dann war er satt. Gestern lag das Brot noch auf dem Tisch, ich komme gerade dazu, wie er sich zum Vesper einfach selbst ein Stück abschneidet. Mindestens drei Finger dick. Mich rührte fast der Schlag. Das kann nicht so weitergehn.“ „Seine Gänge will er auch nur abends machen,“ platzte Brechter nun heraus. Sein Groll der letzten Wochen lag darin. „Der Bengel hat Raupen im Kopf. Ich wette, er hofft immer noch auf irgendeine Möglichkeit, uns zu entwischen. Seit seiner ersten Niederlage scheint er uns dafür umkrempeln zu wollen. Na, ich werd' ihm die Lust dazu vertreiben. stimme ich die Gänge. Dumm ich mich einmal überrumpeln ließ. Aber ich wollte ihm auch mal zeigen, daß ich gerade kein Unmensch bin. Das hat man nun davon.“ „In acht Tagen ist ja wieder Musterung. Ob er das vielleicht wieder versucht?“ meinte Marie nachdenklich. „Laß ihn doch gehen. Er wird schon seinen Anschnauzer wegbekommen. Die Herren lassen sich von so einem halbwüchsigen Jungen nicht narren.“—-Ein sonnigschöner Herbsttag lag über Roberts Weg zum Meldeamt. Gar mancher schaute ihm belustigt nach.„Nun wird er's schaffen,“ riefen sie sich gegenseitig zu.„Seht nur, wie aufrecht und frohgemut er einhergeht. Was nur die Hanne Merten dabei zu tun hat? Die folgt ihm ja wie sein Schatten?“—— Nach drei Stunden kam Robert im Laufschritt die Straße herunter. Er schwenkte seinen Hut und rief ein glückliches„Hurra“ unter die neugierigen Nachbarn, die aus Fenstern und Türen schauten. Daß sie sich alle von Herzen mit ihm freuten, ließen sie sich nicht merken. Brechter spielte eine Rolle im Städtchen, man wollte es nicht mit ihm verderben. Von Dritten erfuhren Brechters, Robert sei bei Hanne Mertens. „Bei Hanne Mertens?“— brauste Brechter auf. „Wie kommt die dazu, unsern Buben abzufangen?"— „Guten Tag. Hier bring' ich euch euern Soldaten!“ Unter der Tür stand Hanne Mertens und schob Robert ins Zimmer. „Seht ihn auch an, wie ich ihn in den sechs Wochen herausgefüttert habe! Es tat ihm wahrhaftig not. Ich bin zwar arm, aber soweit reicht's noch bei mir. In 14 Tagen muß er fort. Bis dahin möcht' ich ihn ganz in Pflege bekommen. Ich will auch künftig für ihn sorgen, damit ihr ja keine Unkosten mehr habt.“ Brechters waren sprachlos und schauten immer nür ihren Jungen an, dem die Freude und Begeisterung aus Augen und Zügen strahlte. „Ja.— In 14 Tagen wird's ernst! Und wenn ich erst draußen bin, sollt ihr eure Wunder an mir erleben!“— rief Robert in jauchzendem Frohlocken. Hanne nahm ihn bei der Hand.„Komm mit, bis sich Brechters von ihrem Schreck erholt haben. Drüben steht ein seines Besper für dich bereit.“— Brechter griff rasch nach der andern Hand Roberts und zog ihn zurück: „Halt, du bleibst bei uns! Was die Hanne Mertens kann, können wir erst recht. Das fehlte noch!— Uns ins Gerede bringen, als ob du nicht satt hier würdest!“ Mit einem schalthaft sonnigen Lächeln gab Hanne ihren Schützling frei und ging still hinaus.— Wenn die Brechters sich jetzt auch nur zum Schein so zärtlich aufspielten, wollte sie sich gern fügen, blieb ihr doch das Schönste gewiß: Die Dankbarkeit einer zum Licht getragenen Menschenseele.————— Roberts letzte Tage vor der Einberufung vergingen ihm wie in einem einzigen Glückstaumel. Man wetteiferte förmlich um seine Gunst. Brechters mußten sich wohl oder übel in diese Wendung finden. Sie taten's mit heroischer Selbstentäußerung. Roberts Abschied war ein Triumphzug durch das Städtchen. Hanne blieb hart an seiner Seite. Sie wich nicht, bis der Zug nur noch als dunktes Pünktchen in der Ferne zu sehen war. Dann kam eines Tages die erste Kunde von Robert. „Ich habe nun die Feuertaufe erhalten,— und segnete dich dafür, Tante Hanne,“— schrieb er. Und nach weiteren Wochen des Bangens und Wartens hielt sie wieder einen Brief in Händen. Zitternd riß sie den Umschlag ab, las— und jubelte auf: „Mein Junge hat das Eiserne Kreuz!“ Wie sie ging und stand, rannte s## aus dem Haus und rief's jedem zu, der ihr begegnete. Auch Brechters hatten die Nachricht erhalten, und als sie die Stimme Hannes draußen hörten, traten sie unter die Ladentür und winkten sie heran. „Reden Sie doch nicht immerzu von Ihrem Jungen. Wir allein haben ein, Recht auf ihn. Wir haben's ja vorher gewußt, daß er's zu was bringt. Aber uns verdankt er auch seine gute Erziehung. Mit dem Herausfuttern war's keine große Sache. Der Mensch gilt, — nicht sein Magen.“ Hanne lächelte wieder fein und versonnen. In dem Brief, den sie noch krampfhaft in ihren Fingern hielt, stand's anders geschrieben.„Taten, nicht Worte machen den Menschen,— und mein Junge bleibt er doch!“ flüsterte sie leise in sich hinein,— und Sonne'— strahlende Sonne lag über ihrem Weg in ihr stilles Kämmerlein. Denkspruch. Der Deutsche ist nur wahr, wenn er deutsch ist, und er ist nin deutsch, wann er wahr ist. R. J. Laugbehn. hoff, W. Dunker, Otto Schulte. Hans Hummel, Alb. Meißner, Karl Schinebaß, Ernst Schulte, Wilhelm Stattler, Theodor Schürmann. **(Die„Eisernen Kriegssechser") werden Ende dieses Monats in Verkehr kommen. Die„Königliche Münze in Berlin stellt nach dem„Berl. Tageblatt" zunächst für drei Millionen Mark Fünfpfennigstücke aus Eisen her; insgesamt hat der Bundesrat die Ausprägung von fünf Millionen Mark in eisernen Fünfern beschlossen. Obwohl die neuen Geldstücke aus Eisen(Siemens=Martin=Eisen) sind, haben sie den großen Vorzug, nicht zu rosten. Dies ist dadurch erreicht worden, daß die Stücke nach einem besonderen Verfahren verzinkt oder, nach dem Erfinder des Verfahrens, Sherard, sherardisiert sind. In der Farbe sind die Kriegssechser dunkel, stumpf und beinahe schwarz. Sie unterscheiden sich dadurch scharf von den hellen Nickelmünzen. **(Der evangel. Frauenverein) hierselbst hat sich bereit erklärt, für eine durch die Russen im vorigen Jahr schwer heimgesuchte Gemeinde Ostpreußens mit sorgen zu helfen und bittet gebrauchte Kleidungs= und Wäschestücke, auch Kinderzeug, soweit es noch gut erhalten ist, am Mittwoch zwischen 3 und 6 Uhr im ev. Gemeindehause abzugeben. **(Kriegsfreiwillige Luftschiffer gesucht.) Die Ersatzabteilung des Luftschiffer=Bataillons Nr. 1 stellt bis auf weiteres wieder Kriegsfreiwillige ein. Diese müssen 1896 oder früher geboren sein, die Erlaubnis des zuständigen Bezirkskommandos besitzen und bisher für eine andere Truppengattung weder ausgemustert, noch angesetzt sein. Bevorzugt werden Handwerker, Chemiker, Physiker, Photographen usw. **(Mehr Schonung des Papiergeldes.) Die Sparkasse Lahr sieht sich veranlaßt, in ihrem letzten Geschäfts= und Rechenschaftsberichte einige Worte über den Umgang mit Wertpapieren zu sagen:„Nur über den Umgang mit Papiergeld sei hier noch ein Wort gesagt: Man gewöhne sich daran, das Papiergeld— ahgesehen von den unhandlichen Hundertmarkscheinen— nicht zu falten, sondern geglättet in die Brieftasche zu legen, ordentlicherweise gleiche Stücke zusammen, die gleiche (Schau=) Seite nach oben und Nummer auf Nummer. Wer schon gesehen hat, welche Berge von Papiergeld an den Schaltern der Sparkassen zusammenkommen und in welchem Zustand die Scheine sich befinden, wird diese Bitte um schonliche Behandlung begreifen und beherzigen.“ **(Zur Feier des Hohenzollernjubiläums) veranstaltet die städt. höhere Mädchenschule Donnerstag, den 21. Oktober, nachmittags 4 Uhr, im„Freischütz"=Saale ein Schauturnen, zu dem alle, die Interesse für die Sache haben, freundlich eingeladen sind. Der Eintrittspreis beträgt 50 Pfg., der Erlös ist für den Kriegsliebesdienst— insbesondere für Weihnachten— bestimmt. **(Das Eiserne Kreuz) wurde dem Gefreiten Erich Hagemann im Kürassier=Regiment Nr. 4 verliehen. Er ist der älteste der 3 Söhne des Hüttenbeamten Heinrich Hagemann, die sämtlich im Felde stehen. **(Große Kriegs=Aufführungen.) Am Mittwoch den 20. d. M., nachmittags 4 Uhr, wird Herr Dr. Wilh. Jaekel aus Düsseldorf„Im Reiche des Wassers“ große Kriegs=Aufführungen und Kinematographie, verbunden mit Vorträgen, für die hiesigen Schüler nebst Familien veranstalten. Herr Direktor Jaekel ist kein Fremder hier in Schwerte, seine Darbietungen in früheren Jahren sind in bestem Angedenken, und es steht zu hoffen, daß die Besucher dieser Kriegs=Aufführung auch diesmal auf ihre Rechnung kommen werden. Von Vereinen und Lehranstalten stehen Herrn Dir. Jaekel viele hunderte vorzügliche Referenzen zur Seite. Die Eintrittspreise sind, wie aus dem Inserat zu ersehen ist, niedrig gestellt, sodaß wohl ein jeder diesen sehr interessanten und anregenden Aufführungen beiwohnen kann. *(Kleine Menschen in großer Zeit.) In einem Erlaß hat der Oberlandesgerichtspräsident des Oberlandesgerichtsbezirks Hamm die Amtsgerichte auf den Mißstand aufmerksam gemacht, daß die Privatklagesnchen bei den Amtsgerichten im Oberlandesgerichtsbezirk Hamm trotz des Krieges eine bedeutende Zunahme erfahren hätten. Der Präsident hob hervor, daß es kaum zu verstehen sei, wie es in einer so großen Zeit, wo das deutsche Volk in Waffen täglich Gesundheit und Leben für das vom Feinde bedrohte Vaterland einsetzt, und wo im Wetteifer mit der Armee der Kämpfer eine Armee von Samaritern täglich in der hingebendsten Weise für die Verwundeten und Hinterbliebenen unserer Soldaten sich abmüht, dennoch es Menschen hiot, die die Zeit damit verzetteln, sich gegenseitig d1 beleidigen und dann mit ihren Privatbeleidigungen die Gerichte in Anspruch nehmen, die infolge der Einberufungen zahlreicher Beamten zum Heeresdienst vielfach kaum soviel Kräfte haben, um die notwendigen Geschäfte ordnungsmäßig erledigen zu können. Einem solchen Unsug in dieser großen schweren Zeit muß nach Kräften entgegengewirkt werden. ** Lichtendorf, 19. Okt.(Maul= u. Klauenseuche.) Unter dem Rindviehbestande des Gutspächters Poth ist die Mevul= und Klauenseuche ausgebrochen. Die erforderlichen Schutzmaßnahmen sind getroffen. Westfalen und Rheinland. * Paderborn, 18. Okt.(Ein tragikomischer Vorfall) passierte hier dieser Tage bei der Anwesenheit der Hagenbeckschen Tierschau. Ein Wärter führte zwei Elefanten zur Tränke. Von den Zuschauern fühlte sich einer bewogen, das Tier etwas am Ohr zu zwicken. Im nächsten Augenblick hob sich der Rüssel des einen Tieres, und ein Strahl Wasser ergoß sich, mit aller Macht geschleudort, über den Missetäter, der neben dem Schaden nun auch noch den Spott hatte. * Essen, 18. Okt.(Kaum glaublich.) Wegen Beraubung von Liebesgabenpaketen wurde der Oberbriefträger und Stadtverordnete Bündgen aus Kettwig, der bereits 32 Jahre im Postdienst tätig ist, von der Strafkammer zu 5 Monaten Gefängnis verurteilt. Außerdem wurde ihm die Fähigkeit abgesprochen, drei Jahre lang ein öffentliches Amt zu bekleiden. Zur Futtermittelknappheit. :: Amtlich wird geschrieben: Vor kurzem ging durch die Zeitungen die Nachricht, daß die Reichsgetreidestelle in diesem Erntejahr drei Millionen Tonnen Brotgetreide über die zur menschlichen nährung im Rahmen der jetzigen Verbrauchsbeschränkung erforderlichen Voräte hinaus verfügbar habe. Sie könne und müsse daher zu der Linderung der Futtermittelknappheit statt der 200000 bis 300000 Tonnen, die sie bereits in Form von Futterschrot abzugeben beschlossen habe, mindestens 1000 000 Tonnen für Zwecke der Viehfütterung bereitstellen. Diese Nachricht bedarf der nichtigstellung dahin, daß mit dem bezeichneten Ueberschuß jedenfalls gegenwärtig nicht gerechnet werden kann. Denn vorläufig steht ziffernmäßig nur fest, was zur menschlichen Ernährung sowie als Saatgut und als Reserve gebraucht wird, während der Gesamtertrag der diesjährigen Brotgetreideernte bisher nur schätzungsweise ermittelt ist. Danach kann zwar die menschliche Ernährung ohne Zweifel als sichergestellt angesehen werden, aber die Höhe des tatsächlichen Ueberschusses ist noch unsicher. Infolgedessen ist es ein unbedingtes Gebot pflichtmäßiger Vorsicht der Reichsgetreidestelle, daß sie gegenwärtig keinesfalls mehr Brotgetreide der menschlichen Ernährung entzieht, als sie nach Maßgabe ihrer Berechnungs=Unterlagen verantworten kann. Erst die bevorstehende Vorratserhebung Ende November dieses Jahres wird ein einigermaßen klares und einwandfreies Zahlenbild des Ergebnisses unserer neuen Ernte liefern, so daß auch erst dann mit einiger Sicherheit beurteilt werden kann, ob etwa noch mehr Brotgetreide für menschliche Ernährungszwecke entbehrlich wird. Jedenfalls aber darf die Abstellung des Futtermangels nicht allein oder hauptsächlich von Maßnahmen der Reichsgetreidestelle erwartet werden. und E * Kindes Gabe. Ein Leser in Reckling= hausen schreibt der„Rhein.=Westf. Ztg.. Es war an einem Sonnabendabend, als ich geschäftig aus der Stadt nach Hause eilte. Schnell schritt ich an den hell erleuchteten Fenstern der Kaufhäuser und Läden, an den müßig plaudernden Menschen vorbei, als mein Blick zufällig auf das Schaufenster eines Blumenladens fiel. Da entdeckte ich zwischen den letzten Rosen die erste bescheidene Primel, die Lieblingsblume meiner Mutter. Schon war ich im Laden, erstand die kleine Blume und wandte mich zum Gehen, als ein kleiner Bube eintrat, der allem Anscheine nach in dieses Geschäft hineingehörte. Ich fragte ihn gleich, ob er mir wohl die Blume nach Hause tragen UI erstkl. Fabrikate.— #(Dürkopp Nothm.) 30.— bis 40.— Mk. können Sie sparen wenn Sie ohne Reisenden od. Agentenkaufen = Reparaturen= in eigener Werkstatt zu den billigsten Preisen.(Vorheriser Kostenanschlag). Gebrauchte Maschinen von 8.— Mk. an Spezialhaus C. Schlüter, Dortmund, Hoher Wall 38 neben der Martinschule. — Fernrut 5368.— en gros. en detall. Grrschte des Gaupihantnti. lassen den Zeitungsleser Tag für Tag ein umfangreiches Kartenmaterial aufschlagen. Da dieses, bedingt durch den Weltkrieg, in vielen einzelnen Blättern zerstreut ist, werden unsere geschätzten Leser den„KriegskartenAtlas“ begrüßen. Enthält doch solcher 10 große Karten, die bei einer reichen Beschriftung und sonstigen Details trotz vielfarbiger Ausstattung leicht zu lesen sind. Es sind sämtliche Kriegsschauplätze berücksichtigt Der Atlas ist handlich in Taschenformat gebunden. Der Preis von Mk. 1,50 gestattet die Anschaffung weitesten Kreisen. Vorrätig in der Buchhandlung Carl Braus Schwerte(Ruhr). Große Marktstr. 3—5. könnte, was er eifrigst bejahte. Ich drückte ihm ein Nickelstück in die Hand und ging. Da sah ich den Kleinen schon neben mir mit zwei Blumentöpfen beladen und fragte ihn nun:„Wohin bringst du denn die schöne Rose dort?“„Die muß ich zum B.=Weg bringen,“ lautete die Antwort,„ich habe heute noch viele Ausgänge zu besorgen.“ „So,“ sagte ich,„dann verdienst du gewiß viel Trinkgeld?“„O ja, klang es freudig zurück,„heute habe ich schon 25 Pfg. kommen.“„Tas ist ja nett, was tust du: denn mit dem vielen Geld? Gewiß bringst du das zur Sparkasse.„O nein, das gebe ich unserem Lehrer in der Schule zum Besten der Kriegswaisen. Bei einer Mark bekommen wir eine Klebemarke. Da bringe ich alles hin.“ Bewegt drückte ich dem Kleinen noch ein Geldstück in die Hand und sagte: „Bringe auch das hin!" Da leuchteten mir zwei unschuldige Kinderaugen dankbar entgegen; in meinem Herzen aber stieg die Rührung auf ob so viel Großmut einer Kinderseele. tk. T####zeitungen für Krieger vom Lande. Der„Tägl. Rundschau“ wird geschrieben: Im Dorf erlebt man den Krieg nicht niel anders als in der Stadt, denn man hat auch dort alle gesunden jüngeren Männer scheiden sehen, alles Bekannte und viele Verwandte. Man nimmt an ihrem Schicksal, ihren Kämpfen und Entbehrungen, an ihrem Erleben und ihren Hoffnungen teil. Von Haus zu Haus wandern die Feldvostbriefe, als ob das ganze Dorf eine Familie wäre, und einer weiß so gut wie der andere über die Krieger aus dem Dorfe zu berichten. Und wie das Dorf jedem Soldaten, der ihm entstammt, das größte Interesse entgegenbringt, so sind auch die Männer aus dem Dorf, die vor dem Feinde stehen, für alles dankbar, was sie aus ihrer engen Heimat erfahren. Die Stadtsoldaten lassen sich ihre Zeitungen ins Feld nachsenden, die über alle örtlichen Vorkommnisse berichten: die Landsoldaten aber sind nur auf die Berichte angewiesen, die ihnen aus ihrem Heimatdorfe zugehen. Nun ist es nicht allen Zurückgebliebenen gegeben, eingehende Schilderungen der Vorfälle im Dorfe zu verfassen, und viele Frauen, die ihre ganze Kraft daran setzen müssen, um ihre in Feindesland kämpfenden Männer und Söhne zu ersetzen, vermögen sich beim besten Willen nicht die Zeit zum Schreiben abzuringen, auf das ihre Soldaten so begierig warten. Da hat ein Lehrer im Waldeckschen den schönen Einfall gehabt, von den Kindern der oberen Klasse eine Art Wochenbericht schreiben zu lassen. An den zwei letzten Wochentagen diktiert er alles, was ihm, der mitten im Dorfe lebt, und dem nichts fremd und fern bleibt, bekannt ist. So entstand ein interessantes Wochenblatt, das über Leid und Freud im Dorfe plauderte, über Ergehen und Erleben der einzelnen berichtete und in heimatlichen Tönen zu den fernen Kriegern sprach. Der Lehrer versandte diese Berichte an die Krieger aus dem Orte und erntete für seine Dorfbriefe soviel Beifall, daß er sie zur ständigen Einrichtung gemacht hat. Dieser schöne Einfall machte bald Schule. In fast allen waldeckschen Gemeinden ist er jetzt nachgeahmt worden. Mit herzlicher Freude sehnen die Kinder die Stunde herbei, da ihnen ihre Lehrer die Dorfbriefe diktieren; und die Lehrer finden ihren Lohn in den zahlreichen Dankschreiben, die sie persönlich erhalten, oder die ihnen die Kinder zutragen. * Dreisacher Kindesmord und Selbstmord. In mit Blumen bestreggenntag in hat sich in der Nacht zum Sonnlag# in Berlin die Schloserbergiset“ HerrMaun ihren drei Kindern vergiftet. Der unn teht heit längerer Zeit im Felde. Angeb lich soll die Ehe nicht glücklich gewesen sein. Am Sonnabend wurde Frau Hönke mit ihren Kindern, den vier und ein Jahr alten Töchtern Elsbeth und Käthe und dem drei Jahre alten Sohn Walter, noch im Hause gesehen. Als sie sich Sonntag morgen nicht blicken ließen und gegen Mittag ein starker Gasgeruch aus der Wohnung sich bemerkbar machte, öffnete der Hausverwalter die Wohnungstür mit Gewalt und fand die ganze Wohnung mit Gas gefüllt. Frau und Kinder lagen entkleidet in den Betten, die neu bezogen und mit Blumen bestreut waren. Alle vier waren tot. * Raubüberfall auf eine Verkäuferin. In einem Bäckerladen in der Lützowstraße in Berlin wurde auf eine Verkäuferin ein Raubüberfall verübt. Das erst 20 Jahre Wer übernimmt in Westhofen die Verpflegung von alte Fräulein leitet die Filiase etter Großbäckerei. Als sie gerade Kasse gemacht und die Tageslosung v#r 59 Mark in einen Beutel gesteckt hatte und dämit beschäftigt war, das Licht auszudrehen, trat ein unger Mann in den Laden und bat, ihm doch noch ein Brot zu verkaufen. Die Verkäuferin kam der Bitte nach und stieg auf einen Stuhl hinter den Ladentisch, um zunächst wieder das Licht anzuzünden. Bevor sie aber noch dazu kam, warf ihr der Kunde eine Tüte voll Pfefser ins Gesicht, riß sie vom Stuhl herunter, würgte sie und steckte ihr einen Knebel in den Mund, um sie am Schreien zu verhindern. Die Verkäuferin wehrte sich, und in dem Handgemenge fielen mehrere Sachen um. Ein Barbier in dem Hause, dessen Laden von dem Bäckergeschäft nur durch eine Rabitzwand getrenn ist, wurde durch das schwere Röcheln der Ueberfallenen aufmerksam gemacht und eilte in den Laden, um zu sehen, was es gebe. Jetzt ergriff der Räuber die Flucht. Der Barbier verfolgte ihn, bis der Flüchtige einem Schutzmann gerade in die Hände lief. Der Räuber wurde als ein 18 Jahre alter, in Hamm in Westf. gebürtiger Hausdiener Heinrich Lammers festgestellt. Lieder=Abend im Städtischen Schauspielhaus Hagen. Die Intendanz hat Frau Claire Dux und Herrn Cornelius Bronsgeest von der Kgl. Hosoper in Berlin als Gäste für einen LiederAbend, für Freitag den 22. Oktober, gewonnen. Hoflapellmeister Robert Laugs ist zur Mitwirkung an diesem Konzert vom Casseler Hoftheater beurlaubt worden. Claire Dux, die zu den größten Gesangskünstlerinnen der Berliner Hofoper gehört, und Cornelius Bronsgeest, einer der hervorragendsten Baritonisten, bieten im Verein mit Robert Laugs die Gewähr für einen auserlesenen Kunstgenuß. Zum Vortrag gelangen u. a. Lieder von Mozart, Brahms, Mendelssohn, Schumann und Strauß. Der Vorverkauf beginnt heute, Dienstag, an der Kasse des Städtischen Schauspielhauses. Büchertisch. Alle unter dieser Rubrit besprochenen Bücher sind in der Carl Braus'schen Buchhandlung zu haben. Oesterreich=Ungarn im Weltkrieg. 2. Sonderband von„Um Vaterland und Freiheit“, herausgegeben von Max Bauer, mit einer Einleitung von Walter Stein und einem Vorwort von Major a. D. Ernst Moraht. 1. Band, 1.—30. Tausend, kart. 2.— Mark, geb. 2,80 Mark. Verkäg von Hermann Montamus, Siegen, Berlin, Leipzig. In die siegzjewohnte Reihe der Montanusbücher tritt wiederum ein neuer Band. Ueberall, wo im Osten Deutschlands Söhne gekämpft, haben schwarzgelbe und grünweißrote Fahnen mitgestritten. Deshalb darf in dem großangelehten Kriegswerk„Um Vaterland und Freiheit“ Oesterreich=Ungarn im Weltkrichz nicht fehlen. Was die Völker der Donaumonarchie geleistet haben, ist mit ehernen Lettern in den Tafeln der Weltgelschichte verzeichnet. Gute Schuhfette sind haute sehr selten, denn es fehlt an guten Rohstoffen. Gutes Schuhfett muß Tran enthalten, denn es ist das beste bis jetzt bekannte Lederkonservierungsmittel. Deshalb werden auch von unseren Soldaten im Felde für ihre Stiefel stets gute Tranlederfette verlangt. Gute Schlihfette stellt die Firma Karl Gentner in Eöppingen her. Dr. Gentners„Tranolin“ und„Universaltranlederfett", enthalten Tran und machen das Leder weich, wasserdicht und dauerhaft. Stadttheater Dortmund. Donnerstag, 21. Oktober, abends 7½—10½ Uhr: „Der Widerspenstigen Zähmung“, komische Oper in 4 Akten. Freitag, 22. Oktober, abends 7½—10 Uhr:„Seine einzige Frau“, Lustspiel in 3 Akten von Julius Magnussen. Sonnabend, 23. Oktober, abends 7½—40½ Uhr: „Mignon“, Oper in 3. Aufzügen von Ambroise Thomas. Sonntag, 24. Oktober, nachmittags 3½—6 Uhr: „Komtesse Gucker!“. Lustspiel in 3 Akten von Franz Schönthan und Franz Koppel=Elfeld.— Abends 7½—10¼ Uhr:„Tiefland", Misikdrama in einem Vorspiel und 2 Aufzügen von Eugen Verantwortlich für die Redaktion Friedr. Kraas, Druck u. Verlag von Carl B##ns, beide in Schwerte. Mlüinigs S 129 Zu Hause sollten siets Wybert=Ta= 2= bletten greifbar sein, um sie bei Husten, Heiser.— = keit oder Ratarrh zu verwenden. Wodlschmeckend und wirksam! In allen Apotheken und e= Orogerien M. 1.— E TARLEITEN S K 20 Wriege gelangenen: Angebote unt. Nr. L. 4863 an d. Gesch. d. Ztg. Rheinisches) Technikum Bingen Ablbnchfrbau, Bröchensau. 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Sept. unser innigstgeliebter Sohn, Enkel und Bruder, der Musketier Lad Wig VOgt Infanterie-Regiment 151, 5. Komp. im Alter von 20 jahren. In tiefer Trauer: Familie Vogt. Ergste und Rußland, den 19. Oktober 1915. Lehrer Karl Henrich im blühendem Alter von 20½ Jahren. . In tiefstem Schmerz: 4886 Familie F. Rauschenbach, Minden, Elberfeld. Emil Henrich, Handfort(England). 153 K 4884 Die Beerdigung findet D nnerstag ½5 Uhr vom Trauerhause aus statt. 4889 Bekanntmachung. Vom 1 November d. Is. ab verkehrt der Personenzug 624 Kassel—Hagen(Westf) später und ab Bestwig in nachstehendem Fahrplan: Bestwig Eversberg Meschede Wennemen Freienohl Oeventrop Arnsberg(Wesif) Neheim=Hüsten Potzwirkel Wickede Ruhr Warmen Fröndenberg Langschede Geisecke(Ruhr) Schwerte Westhofen(Westf.) Hagen(Westf.) ab 11.16 nach n. „ 11.23„ „ 11 32„ " 11.41" „ 11.46„ 11.54 12.02 vorm. „ 12.14„ „ 12 22„ „ 12.30" „ 1237„ „ 12.47„ „ 12.54„ „ 101„ „ 1.13„ " 1.20„ an 133„ Elberfeld, den 14. Oktober 1915. Königliche Eisenbahndirektion. Goldwaren und Schmucksachen Moderne Colllers, Medalllons, Anhänger in jeder Art, Damenringe und Herrenringe in den modernsten Formen. Broschen und Ohrgehänge, Armbänder, Kreuze, Vorstecknadeln, Damen- und Herren- Uhrketten in 10 verschiedenen Qualitäten, Brillant-Ringe, Brillant-Broschen, Brillant-Ohrgehänge etc. snesaoennsennnan Sehr grosser Auswahl! Billigste Preise A. Eick& Comp. Balkenstrasse236—38 DORTMUND- Balkenstrasse 36—38 beim Bezirks-Kommando. 4992 Suche für sofort einen ordentlichen Knecht oder Arbeiter zu zwei Pferden. 4847 Carl Baß Beckhaus=Mühle. Schuter und Famitien. Mittwoch, den 20. Oktober, nachm. 4 Uhr finden im großen Saale „Im Reiche des Wassers“ Bekanntmachung. Infolge Erbreiterung der im Zuge der Ostbergerstraße liegenden Wegennterfuhrung in km 157,2+ 62 der Strecke Schwerte—Arnsberg im Grüntal wird dieses Bauwerk für größere Fuhrwerke (Heu=, Möbelwagen und dergleichen) von heut: ab bis auf Weiteres in Projektion und Kinematographie, verbunden mit Verirägen statt. Arrangiert von Direktor Wilhelm Jackel, Düsseldorf. U. o.: Die Erfolge unserer Truppen im fernen Osten. Heldenkalen unserer braven Blaujacken. Deutsche Unterseeboote bei der Arbeit. Erfolge deutscher und österreich=ungarischer Luftschiffe und Flieger usw. de Für jüngere Schüler: Extra zusammengur- gestelltes schönes Programm. 4865 Einlrittspreise: Sperrsitz 40 Pfg., 1. Platz 20 Pfg., 2. Platz 10 Pfg. Erwachzene zahlen doppelte Preise. Miliärische vereine der Stadt Schwerte. Am Mittwoch, den 20. ds. Mts., wird die Leiche des im Marienhospital seinen Wunden erlegenen Kriegsteilnehmers Prunz-Einnswitz 4. Komp. Inf.=Regt. Nr. 56 Ritter des Eisernen Kreuzes nach Hörde überführt.“ Zur Begleitung bis an die Stadtgrenze treten die Vereine am Mittwoch, nachmittags 2 Uhr, im Vereinslokale an. Abmarschwom„Reiche des Wassers“ punkt 2¼. Uhr. Orden, Ehren- und Vereinsabzeichen sind anzulegen. Kameraden, die sich als Fahnendeputation an der Beisetzung in Hörde beteiligen werden, erhalten freie Fahrt auf der Elektrischen. Schwerte, den 19. Oktober 1915. 4888 Die Vorstände. Tehrling aus achtbarer Familie mit guter Schulbildung für ein kaufmännisches Büro sofort gesucht. Angebote unter L. 4883 an die Geschäftsst. dieser Zeitung. Einlädung zum S/Schautärnen der K gesperrt. Seiaat. Hom Mlau a5 Rapnaposon ien 91 Dtighon Der Verkehr dieser Fuhrwerke kann während der Pauarbeiten über den Kirshbaumweg erfolgen. Schweike, den 18. Okteber 1915. Polizei=Veiwaltung Rohrmann. wieder eingetroffen. Carl Kettler. 4870 Zwangsverkaus. Am Mittwoch, den 20. Oklober d. Is., vorm. 10 Uhr, werde ich im Pfandlokal Wirtschaft Müller am Marzt hierselbst 1 Pianino, 1 Spiegelschrank, 1 Spiegel mit Konsole. 1 Küchenschrank und 1 Sofa gegen bar versteigern. Morgenroth, 4894 Gerichtsvollzieher. ussaunkunanunung VoponHo * das Pfd. 6—8 Pfg. werden gekauft. 4896 Gr. Markistraße 6. in den neuesten Fassons, auch fürstarske Damen, in grosser# Auswahl vorrätig. „Vorzüglicher Sitz. Stoftqualitäten selbst in den Sbilligeren Preislagen. Otto Marx, Schwerte, Ostenstr. 20 ummanen Sepornaunt Aus dem städtischen Bestande soll am Millwoch, den 20., Donnerstag, den 21., Freitag, den 22. und Samslag, den 23. Oktober, vormitlags von 8—12 Uhr, im städlischen Schlachthause durchwachsener an hier wohnhafte Familien, welche als Ausweis die Brotkarten=Umhüllung vorzeigen, zum Preise von 1,70 Mark für das Pfund gegen Barzahlung verkauft weiden. Die Abgabe erfolgt in Mengen von 2 Pfund an Familien dis zu 4 Personen und in Mugen von 4 Pfund an Familien mit 5 und mehr Personen. Der zu zahlende Betrag ist abgezählt zu entrichten. Schwerte, den 18. Oktober 1915. für Eisenhochvau gesucht. Stahlwerke Brüninghaus, Abteilung Eisenwerk Westhofen, Westhosen i. W. S Daes Domer Slag, den Zr. einober E nachmittags 4 Uhr 6 4878 IN aucnt Rolz Prizz., Abitur. Umenau 1. Thür. Prosp. frei. Iwei Ainder ein schwarz=weißes und ein rot=weißes, sind von den hiesigen Weiden spurlos verschwunden. Wer über den Veibleib derselben etwas angeben kann, wird om Benachrichtigung gebeten. 4885 Haus Husen bei Westhofen i. W. Schloffer, Juschlager, Schmiede, Werkstaltu. Trausportarbeiter finden dauernde Beschäftigung. 4862 Stahlwerke Brüninghaus, Ableilung Eisenwerk Westhofen, Westhosen i. W. Parochial= S Lehrerkonferenz Schwerte=Westhosen. Mittwoch 20. Oktober nachmillags: Uhr bei Quadbeck. Vortrag: Der Haushaltungsunterticht in der Volksschule. im Freischützsaaleg ##= Eintritt 50 Pfg. # Der Erlös ist für den Kriegsliebesdienst bestimmt. 4887 5 Schmiersche Marke„Frauentob“ versendet an jedermann solange der Vorrat reicht, in Holzkübeln netto 100 Pfd. zu Mk. 35.— in verzinnten Eimern 25 Pfd. zu Mk. 9.—. Abnahme von 25 Ztr. à Ztr. Mk. 32 Nachnahme oder vorherige Kassa ab hiefGenaue Bahnstation ist anzugeben. Sellen-Versandhaus C. c. Dicherimann, Gelsenkirchen, Bismarckstrasse Nr. 04 Verdienst für Kriegerfrauen und Kinder. bei hobem Gehalt gesucht. Antritt möglicht sofort erwünscht.„ Augebote vorläufig schristig, N: A serbeten an: Eichern= C. Nob. Lohman, 4846 G. m. Westhofen i. hauft à Pfund 5 Pfg. Zul Baum bei Schwerle.