#e Stemim deimer uicen dens auder Feiertags. Bezugsprets M. 5 Abrich, bel der Poh lr Behrggt,. mehr. Wöchentl. Grotisdeilage: Famillensreund" u. tägl. Unterhaltungsblatt. Anzeigenpreis: Die siedengespaltene Petttzeile oder deren Raum 10 Pig., Anzeigen vun auswärts 15 Pig., Reklamezeile 40 Pfg. Jeder Rabatt gill als Kassarnball u. erlischt bei RonAucsen, Zwangsvergleichen, gerichtl. Klagen u. Nebeachundd eenaht.-Soltusetelesne Amtliches Kreisblatt Westhofener Zeitung Langscheder Zeitung 5 Verbunden mit für den kreis börde Holzwickeder Zeitung Aplerbecker Zeitung Schwerter Volkszellung Schwertey Volksblav„ C 701 Schwerker Cageblatt S Schwerter Anzeiger Grltes und älteltes Cagesorgan des Krelles o General-Anzeiger für den Kreis börde o Haupt-Annoncenblan ale ürtg, und leholgelzelichen Vera. nungen für den Kreis Horde erlangen gemös Bedanntmochung dei Königlichen Regierung durch Verötsentlichung io dei„Schwerter Zeitung" rechtsverbindliche Kraft.— Die „Schwerter Jeitung“ gewährt ihren Abonnen. ten für jeden mit Tod endenden Unfall genebidrens:: 300 Mk. Unfall. usgug 300 Mk. Unsal. Druck u. Verlag o. Carl Braus. Schwerte-Rude tertio td.- Sim elt ausshune sch) Nr. 125. Dienstag, den 1. Juni 1915. 47. Jahrgang. D Zur Geschichte des Dreibundes. Der Ang um Przellhrt! Der im Jahre 1882 ins Leben gerufene Dreibund ist in den Jahren 1887, 1891, 1902 und 1912 erneuert worden. Der Gebanke, der den Fürsten Bismarck zum Abschluß des Vertrages bewogen hat, den Anschluß Italiens an das deutsch=österreichische Bündnis zu fördern, war, nach seinem eigenen Ausspruch, Italien zu verhindern, im Falle eines Krieges mit Rußland„Oesterreich in die Beine zu beißen“. Schon im Jahre 1901 lagen be' gründete Anzeichen für ein leises Abrücken Italiens nach der französischen Seite vor. So vor die Frage gestellt, ob dem Königreich Italien die großen Vorteile, die ihm durch den Dreibund geboten wurden, noch weiter gewährt werden sollten, hat sich die deutsche Regierung im Jahre 1902 zur Erneuerung des Dreibundes entschlossen, weil sonst die Gefahr vorlag, daß Italien vollständig in das gegnerische Lager übergehen und damit Oesterreich=Ungarn die Rückendeckung verlieren könnte, die ihm das Bündnis gewährleistete, so lange es gehalten wurde. Als dann in den folgenden Jahren wiederholt Interna der Politik der Dreibundmächte auf dem Wege über Rom nach Petersburg gelangten und zwischen der italienischen und der russischen Diplomatie politische Fragen in einer Weise erörtert wurden, die mit dem Geiste der Loyalität, wie er zwischen Verbündeten obwalten sollte, kaum noch in Einklang zu bringen war, hat die deutsche Regienung schon lange mit der Wahrscheinlichkeit gerechnet, daß im Falle des Eintritts des casus foederis Italien sich der ihm obliegenden aktiven Vertragspflichten entziehen werde, wozu die, wie in den meisten Bündnisverträgen, so auch im Dreibundvertrage angewandte elastische Formel, daß die Bündnispflicht nur für den Fall eines unprovozierten Angriffs auf die Vertragsgenossen durch andere Mächte eintrete, eine Handhabe bot. Dieser Handhabe hat sich die italienische Regierung bedient, indem sie beim Ausbruch des gegenwärtigen Krieges ihre Bündnispflicht mit der Behauptung in Abrede stellte, daß der Krieg eine Folge des aggressiven Vorgehens Oesterreich=Ungarn gegen Serbien und damit gegen Rußland gewesen sei. Deutschland konnte auf diese Entwickelung gefaßt sein und war daher militärisch wie po“ litisch darauf vorbereitet, den von Rußland provozierten Krieg auch ohne die Unterstützung Italiens führen zu müissen. s4unt Gu Die weitere Entwickelung ist vekannt. In Italien triumphierte die Straße, die geheime Wühlarbeit der Tripleentente und eine käufliche Presse taten das Ihre, um den Verrat Italiens an seinen Bundesgenossen zu vollenden. Auf den Ministern Salandra und Sonnino ruht die ungeheure Verantwortung, Italien die Schrecknisse des Krieges aufgebürdet zu haben, während und trotzdem das Land auf friedlichem Wege eine Befriedigung seiner nationalen Aspirationen in weitgehendstem Maße erlangen konnte. Ihnen hat Italien es zu verdanken, wenn ihm in der Geschichte der Makel des verächtlichsten Verrats, den die Welt je gesehen hat, unauslöschlich aufgeprägt sein wird. Italien und die Balkanstaaten. Die Hoffnung der Dreiverbandsstaaten, das Beispiel Italiens könnte auch die Balkanstaaten zum Anschluß an die Koalition der Feinde Deutschlands bewegen, wird sich aller Voraussicht nach nicht erfüllen. Im Gegenteil erkennen die kleinen Staaten der Balkanhalbinsel ganz deutlich, daß sie an der Seite Italiens und des Dreiverbandes nur wtb. Großes Haupiquartier, 31. Mai 1915. Westlicher Kriegsschauplatz. Gestern versuchten die Franzosen sowohl nördlich Arras wie im Priesterwalde mit starken Kräften unsere Front zu durchbrechen. Bei Arras hatte der Gegner sich auf der Front Neuville= Roelincourt in den letzten Tagen durch Sappen herangearbeitet. Ein Angriff auf dieser Linie wurde daher, nachdem alle Versuche, uns weiter nördlich aus unseren Stellungen zu drücken, mißlungen war, erwartet. Er erfolgte gestern nachmittag nach stundenlanger Artillerie=Vorbereitung und führte durch die Tapferkeit rheinischer und bayerischer Regimenter zu einer gänzlichen Niederlage Gegners. Im Priesterwalde gelang es den Frangefer, nur in rinnigr vorgeschobene, schwach besetzte Gräben einzudringen. Im übrigen ist auch hier der feindliche Angriff gescheitert. Bei Ostende schoß eine Küsten=Batterie einen feindlichen Flieger ab. Der Eisenbahn=Viadukt von Dammerkirch ist gestern von unserer Artillerie mit wenigen Schüssen wieder zerstört worden, nachdem es den Franzosen nach monatelanger Arbeit vor einigen Tagen gelungen war, ihn gebrauchsfertig zu machen. Oestlicher Kriegsschauplatz. Keine wesentlichen Ereignisse. Südöstlicher Kriegsschauplatz. In den Kämpfen bei Przemysl schoben sich die deutschen Truppen etwas näher an die Nordund Ostfront heran. Oberste Heeresleitung. zosen, nur in einige Besterreichische Ersbige gegen Aassen und Fialiener! wtb Wien, 1. Juni(Nichtamtlich.) Amtlich wird verlautbart vom 31. Mai mittags: Russischer Kriegsschauplatz. Am San und östlich des Flusseg haben gestern keine ernsteren Kämpfe stattgefunden. An der Nordsowie an der Südwestfront von Przemysl und am oberen Dujestr wird gekämpft. In der Gegend von Stryj erstürmten die verbündeten Truppen in heftigem Kampfe mehrere Ortschaften und eroberten eine russische Vatterie. Die sonstige Lage im Nordosten ist unverändert. Italienischer Kriegsschauplatz. Gestern vormittag wurde der Angriff eines Alpini=Regiment, auf einen Abschnitt unserer Besestigungen auf dem Plateau von Lavarone abgewiesen. In der Gegend nordöstlich von Paneveggio begann eine feindliche Abteilung zu schanzen, ging aber vor dem Feuer unserer Batterien sofort zurück. An der kärntnerischen Grenze fanden kleinere, für uns erfolgreiche Kämpfe statt. Oestlich Karfreit versuchte der Feinz vergeblich, die Hänge des Krn zu ersteigen. In den Geschützkampf im küstenländischen Grenzgebiet begann unsere Artillerie einzugreifen. Der Stellvertreter des Chefs des Generalstabes: von Höfer, Feldmarschall=Leutnant. tu Berlin, 1. Juni. Der Kriegsberichterstatter des„Berliner Lokalanze'gers“, Kirchlehner, meldet aus dem k. k. Kriegspressequartier vom 31. Mai: In den Angriffen auf die Nordflanke unseres Angriffskeiles östlich des San an der Lubaczowka ließen die Russen gestern nach den schweren Verlusten, die sie dort erlitten, begreiflicherweise eine Kampfpause eintreten. Um Przemysl sind nördlich und südwestlich schwere Kämpfe im Gange. Auch an der Front südwestlich Przemyst zum Dujestr wird hartnäckig gekämpft. Bei Stryj erstürmten unsere und die verbündeten Truppen mehrere wichtige Stützpunkte, die die Russen mit starken Kräften besetzt hielten und sehr zähe verteidigten. — Auf dem italienischen Kriegsschauplatz unternahm ein Regiment Alpini gestern den ersten größeren Angriff auf dag Plateau von Lovarone. Die Alpini erlitten hierbei große Verluste und wurden nach kurzem Kampfe in die Flucht geschlagen. is erfolgreiche Kämpfe statt. Oestlich 2000 Spfel des„Pankeleinnon“. We Sehastovol nahezu 180 Sransvortschiffe mi tu Berlin, 31. Mai. Zu den russischen Ableugnungsversuchen über den Untergang des „Panteleimon“ wird dem rumänischen Blatt „Demiatza“ aus Galaz gemeldet: Hier eingetroffene Personen erzählen folgende Einzelheiten über die Umstände, unter denen das russische Panzerschiff „Panteleimon“ in den Grund gebohrt wurde: Vor etwa acht Tagen wurden aus Odessa und Sebastopor kühezn 180 Transportschisse mit Munition und Truppen für Nidia abgesandt. Unter den diese Transporte begleitenden Kriegsschiffen befand sich auch der„Panteleimon“. In der Nähe von Nidia wurde er von einer Ekrasitmine getrofsen. Er ging in weniger als 20 Minuten unter. Von den mehr als 2000 Soldaten der Bemannung konnten nicht mehr als 20 gerettet werden. S * O 1 feindlichen Agenten in Bukarest und Sofia, in Belgrad und Athen noch immer aufs lebhafteste tätig sind, ist doch mit großer Sicherheit vorauszusagen, daß die Balkanstaaten ähre neutrale Politik fortsetzen werden, falls sie es nicht vorziehen, mit der Türkei und den beiden siegreichen Zentralmächten gemeinsame Sache zu machen. Der Krieg gegen England. Englische Angst. wtb Manchester, 31. Mai. Der„Manchester Guardian“ schreibt: Laut amtlichem Bericht betrug der Fortschritt in den Dardanellen eine Meile in zwei Wochen. Bei diesem Tempo würden wir Kilid Bahr am 1. Juni besetzen, aber leider wird das Fortschreiten immer langsamer, während die Zeit vorrückt und vergeht, ebenso langsam wie die Operationen bei La Bassee. Aber ein schnelleres Fortschreiten ist doppelt erwünscht, 1. wegen der großen Verluste und 2. wegen der Anwesenheit deutscher Unterseeboote. Die Kampagne des Feindes zur See macht sehr viel schnellere Fortschritte, als unsere Kampagne zu Lande. In den Dardanellen ist die Zeit nicht auf unserer Seite. Wenn ein deutsches Unterseeboot durch die Enge von Gibraltar fahre, so bestehe kein Grund, weshalb nicht andere nachfolgen könnten. Die Gewässer des Agäischen Meeres sind ideal für Operationen von Unterseebooten. Die Verlängerung von Operationen kann unserer Flotte Verluste bringen, für die selbst die Forcierung der Meerenge eine ungleiche Kompensation wäre. Der Untergang der„Prinzeß Irene“. wtb London, 31. Mai. Die„Times“ meldet aus Sherneß: Der Hilfskreuzer„Prinzeß Irene" ist durch eine innere Explosion zerstört worden. Die Ursache ist unbekannt. Die Gewalt der Explosion war furchtbar. Auf eine Entfernung von mehreren Meilen wurden Fenster zertrümmert und stürzten Zimmerdecken ein. Augenzeugen sagen aus, daß die Flammen 300 Fuß hoch stiegen. Zwei Feuersäulen stiegen auf, in wenigen Sekunden von dichten Wolken weißen Rauches begleitet. Als sich nach einigen Minuten der Rauch verzog, war das Schiff verschminden. Nur Wrackstücke schwammen umher. Mehrere Leute an Bord der in der Nachbarschaft ankommenden Schiffe wurden durch umherfliegende Trümmer verletzt. Ein kohlender Hilfskreuzer verlor seinen Kran, der durch die Wucht der Explosion aus seiner Montienung gerissen wurde und ins Meer slog. Ein Teil des Kessels fiel auf ein eine halbe Meile entfernt liegendes Schiff. Wie die„Daily Mail“ meldet, war die Besatzung des Hilfskreuzers 357 Mann stark, einer wurde gerettet.„Prinzeß Irene“. 3 oder 4 Bojen von dem Platz entfernt, wo die „Bulewark“, in die Luft geflogen war. Mehrere Barken, die neben dem Schiff lagen, murden eben“ falls zerstört. Das Unglück geschah in Port Viktoria.— Der unglückliche Zufall, von dem die englischen Berichte zuerst sprachen, sieht doch eigenartig aus. Wir sind gespannt, wie sich das Geheimnis aufklären wird. Da mehrere Schiffe in der Nähe lagen und weder von einem Unterseeboot noch von einem Torpedo bemerkt haben, so scheint ein solches nicht die Hand im Spiele gehabt zu haben. verlieren können. Italien beansprucht das ganze südslawische Gebiet an der dalmatinischen Küste und außerdem Albanien. In Serbien begreift man heute schon, daß das einzige Mittel, die von den Südslawen bewohnten Gebiete Oesterreichs der Gefahr der Aufsaugung durch den Italianismus zu entziehen, darin liegt, sie muter dem österreichischen Szepter zu belassen. Die Festsetzung Italiens am Balkan würde die Vernichtung des Hellenismus zur Folge haben, sodaß auch Griechenland von einem Zusammengehen mit Italien nur Schaden zu erwarten hätte. Jedem Fortschritt Griechenlands in Nordalbanien würde durch Italien einfür allemal eine Grenze gezogen werden. Ebenso wenig hätten Bulgarien und Rumänien von einer Nachfolge Italiens zu erwarten. Obwohl die Die Opser der Dardanellenkämpfe. Es lohnt sich einmal, die bekannten Verluste vor der Dardanellenmeerenge zusammenzustellen. Es ruhen auf dem Meeresgrund: von Englands Gnaden„Irresistible",„Ozean“, Goliath“,„Triimph“, „Majestic“, zwei Torpedobootszerstörer, drei Un' terseeboote und das soeben versenkte Linienschiff von Agamemnontyp; französische Schiffe: Linien“ Wer„K“ Brot ißt, erweist dem Vaterlande einen Dienst. schiff„Beuvet",„Gaulois“ und ein Unterseeboot; russische Schiffe(am Bosporus und im Schwarzen Meer): Linienschiff„Panteleimon", zwei ungeschützte Kreuzer, ein Minenleger, mehrere Torpedoboote. Angesichts dieser Verlustzahlen uund des fluchtartigen Rückzuges in geschützte Häfen verdient die Meldung Londoner Blätter, wonach große Verstärkungen und eine beträchtliche Anzahl schwerer Kanonen nach der asiatischen Seite der Dardanellen geschafft werden sollen, um im günstigen Augenblick auf den Kampfplatz geworfen zu werden, wenig Glauben. Man will offenbar nur den endgültigen Rückzug bemänteln. Das Landungsheer auf der Halbinsel Gallipoli scheinen die Helden einfach im Stich lassen zu wollen. Zwei französische Hilfskreuzer aus Minen gelaufen. tu Athen, 1. Juni. Die beiden Schiffe der ver bündeten Flotte, deren Untergang kürzlich aus Mytilene gemeldet wurde, sind französische Hilfskreuzer, die auf Minen gelaufen und sofort gesunken sind. Von den Besatzungen konnte niemand gerettet werden. Scheitern eines französischen Torpedobootes. wtb Konstantinopel, 1. Juni. Gestern ist ein französisches Torpedoboot, das an der Küste des Wilajets Smyrna vor dem Hafen von Kuschiassi Beobachtungen anstellte, in der Nähe des Kaps Jilandschi gescheitert. Russische Friedenssehnsucht? Köln, 31. Mai. Einer Petersburger Meldung der„Köln. Volksztg.“ zufolge, tritt die Zeitung„Semschtina“, ohne Widerstand bei der Zenfur zu finden, für eine Verständigung mit Deutschland ein. Der Ring um Przemysl. tu Berlin, 1. Juni. Der Kriegsberichterstatter des„Berliner Tageblatts", Dvortsak, meldet aus Eperjes vom 31. Mai: Der um Przemysl gezogene Ring unserer Artillerie, der die östliche Bahnlinie zwischen Mosciska und Przemysl unter Feuer hält, beschädigt mit seinen Geschossen die Befestigungswerke der Verteidiger bereitz sehr und verursachte dem Feinde großen Schaden. Die an der Linie Drohobycz—Stryj—Dolina mit großen Verstärkungen begonnene russische Gegenoffensive brach an dem Widerstande der deutschen und österreichischen Truppen gänzlich zusammen und fügte dem Angreifer bedeutende Verluste zu. In diesen Kämpfen bezeugen die Russen trotz ihrer wiederholten Niederlagen und der Verluste eine besondere Heftigkeit des Angriffes. Hindenburgs Vormarsch an der Ostsee. wtb. London, 31. Mai. Daily Mail meldet aus Petersburg: Russische Militärkceise legen nunmehr, im Gegensatz zu früher, der deutschen Invasion in den Ostseeprovinzen die größte Bedeutung bei. Man nimmt an, daß sie bald zu einem allgemeinen Angriff übergehen werden. Nach russischen Meldungen treffen andauernd große deutsche Verstärkungen ein, darunter Soldaten von der Westfront. Es wird angenommen, daß die Deutschen bald wieder einen allgemeinen Vormarsch antreten, der gegen Riga gerichtet sei. Italien allein ohnmächtig. tu Lugano, 31. Mai. Der bekannte militärische Mitarbeiter des„Corriere della Sera", Major Gatti, schreibt in seinem Blatte, daß die Italiener ohne Mithilfe der Verbündeten in österreichisch= ungarisches Gebiet nicht eindringen könnten, wenigstens nicht tief. Kriegsunlust der italienischen Truppen. Der Saarbrücker Korrespondent der„Köln. Ztg.“ meldet: Gegenüber den Meldungen von der angeblichen Kriegsbegeisterung in Italien sind Beobachtungen eines von Nom nach hier gereisten Gasthofbesitzers besonders wertvoll. Dieser erzählte, daß er mit eigenen Augen gesehen habe, wie zur Front fahrende italienische Soldaten auf Bahnhöfen ihre Gewehre, ihre Tornister und die Patronentaschen auf die Erde warfen unter lebhaften Einspruchskundgebungen gegen den Krieg.„Wir wollen keinen Krieg!" Diese Mitteilung eines Augenzeugen bestätigt, daß die italienischen Truppen mit Unlust in den Krieg ziehen. Abflauen der Ausschreitungen in Mailand. tu Chiasso, 31. Mai. Nach dem„Corriere della Sera“ haben die Zerstörungen deutschen und auch schweizerischen Eigentums in Mailand auch gestern fortgedauert, aber in geringerem Maße. Es seien über 500 Verhastungen vorgenommen worden. Patrouillen durchziehen die Stadt und besetzten die gefährdeten Stellen. Die Unruhestifter nurden verhaftet. Die Wirkung des Vorgehens der Soldaten sei jetzt deutlicher, nachdem die Ueberzeugung Platz gegriffen habe, daß sich unter die Patrioten viele unreine Elemente gemischt hätten, denen es nur um Plünderung zu tun sei, wodurch auch viele gute Patrioten geschädigt worden seien, die das Unglück hätten, einen deutschklingenden Namen zu tragen. Es sei aber zu hoffen, daß jetzt die Ausschreitungen aufhören. Sicher aber sei, daß es nicht zu so schweren Vorfällen gekommen sein würde, wenn die Polizei von Anfang an energischer vorgegangen wäre. Am gestrigen Nachmittag begaben sich 5 Senatoren und zwei Deputierte zum Präsekten zu einer Besprechung über die Lage, an welcher auch der Quästor und der Kommandant von Mailand, General Spingardi, teilnahm. Der italienische Ministerrat und BethmannHollwegs Rede. Mailand, 31. Mai. Von hier aus wird der „Köln. Ztg.“ gemeldet: Der Turiner„Stampa“ zufolge hat sich der gestrige italienische Ministerrat in eingehendster Weise mit der Rede des deutschen Reichskanzlers gegen Italien befaßt. Es heißt, es werde nächstens eine mittelbare oder unmittelbare Antwort der italienischen Regierung darauf erfolgen. Die Auslandsitaliener reisen nicht zurück. wtb Basel, 31 Mai. Wie die„Nationalztg.“ mitteilt, findet die auffällige Erscheinung, daß hier verhältnismäßig wenig Italiener zwecks Stellung beim Heere durchreisen, ihre Erklärung darin, daß es den italienischen Konsuln in verschiedenen Gegenden Deutschlands trotz Drohungen und Versprechungen nicht gelungen ist, ihre Landsleute zur Heimreise zu bewegen. Den badischen Behörden gingen zahlreiche Bittschriften von Italienern zu, mit dem Ersuchen, sie nicht auszuweisen, da sie in Baden eine zweite Heimat gefunden hätten und mit dem Vorgehen ihrer Regierung nicht einverstanden seien. Viele hunderte haben noch rasch Naturalisationsanträge gestellt, um, so weit sie militärpflichtig sind, in die deutsche Armee eingereiht zu werden. Laut Meldung der Schweizerischen Depeschenagentur ist der italienisch=schweizerische Güterverkehr wieder hergestellt. Ein Mordanschlag gegen Giolitti. tu Wien, 1. Juni. Der„Morgen“ behauptet, aus politischen Kreisen der Schweiz, die mit Giolitti in Verbindung stehen, erfahren zu haben, daß Giolitti vor der entscheidenden Kammersitzung Rom verlassen mußte, um sein Leben zu retten. Die Untersuchung sei noch im Gange, würde aber sicherlich ergeben, daß Giolitti, wie seinerzeit Jaures, ermordet worden wäre, wenn er länger in Rom geblieben wäre. Das gegen ihn geplante Attentat sei nur durch seine schleunige Abreise verhindert worden. Ausdehnung des Aufstandes in Tripolis. Haag, 31. Mai.„Daily Expreß“ meldet, daß Nachrichten aus Rom zufolge der Aufstand in Tripolis an Heftigkeit zunimmt. Der Wegzug der italienischen Bevölkerung zur Küste dauert an. Vier Torpedobootszerstörer seien bereits nach Tripolis abgegangen. Die Entsendung eines Kreuzergeschwaders wird jeden Augenblick erwartet. Die Balkanstaaten. Serbisch=russische Differenzen. tu Berlin, 1. Juni. Nach einer dem„Berliner Lokalanzeiger“ übermittelten Meldung der Südslawischen Korrespondenz aus Sofia erhalten sich die Gerüchte, wonach es zwischen dem russischen Bevollmächtigten, Fürsten Trubetzkoi, und dem Kronprinzen Alexander zu einer leidenschaftlichen Aussprache gekommen sei, in der der Prinz unter Hinweis auf die lngeheuren Opfer Serbiens energisch gegen die Forderungen Italiens, die denen Serbiens entgegengesetzt seien, Stellung genommen habe. Nach dieser Auseinandersetzung habe Fürst Trubetzkoi Nisch sofort verlassen. Stimmungsumschwung in Serbien. tu Sofia, 31. Mai. Ein Stimmungsumschwung, der für die politische Haltung Serbiens in der nächsten Zukunft von grundlegender Bedeutung sein würde, beginnt sich nach Meldungen aus Nisch im Lande vorzubereiten. Die Erregung über die Preisgabe der serbischen Interessen bei der Gewinnung Italiens für den Dreiverband ist stark im Wachsen und die Bewegung für einen Sonderfrieden mit Oesterreich=Ungarn gewinnt mehr und mehr an Boden. Selbst Anhänger der Kriegspartei äußern, daß eine Verständigung mit Oesterreich=Ungarn eher möglich sei, als ein Nachgeben der Aspirationen Italiens auf dem Balkan, und in russophilen Blättern wird die Ansicht vertreten, daß die Zulassung Itc iens nach serbischen Ländern durch Rußland einen Verrat der panslavischen Ideale bedeute. Die Haltung Bulgariens, Haag, 31. Mai. Ueber London wird von Neuter gemeldet: Gemäß den Postnachrichten aus Sefia ist die bulgarische Regierung der Meinung, daß die jüngste Entwickelung der internationalen Lage nicht die Notwendigkeit einer Aufgabe der bulgarischen Neutralität in sich schließe. König Albert als Unterhändler in Rumänien? tu Wien, 31 Mai. Die„Neue Freie Presse“. meldet aus Scheveningen: Belgische Blätter verbreiten das Gerücht, König Albert sei nach Bukarest gereist, um den Anschluß Rumäniens an die Verbündeten zu betreiben. Angeblich soll der König schon seit zwei Wochen sich dort aufhalten. Aus bester Quelle kann dieses Gerücht entschieden als unrichtig bezeichnet werden. König Albert hat die flanderische Kampffront niemals verlassen. König Konstantin aus dem Wege der Besserung. tu Amsterdam, 1. Juni. Die Londoner„Morningpost“ meldet aus Athen, daß der König außer Gefahr sei. Die Professoren Kraus aus Berlin und Eiselsberg aus Wien kamen am Sonnabend in Athen an. Nach der Untersuchung des Königs erklärten sie eine zweite Operation für unnötig. Die ursprüngliche Herausnahme einer Rippe wurde von ihnen nicht für nötig gehalten. Falls keine unvorhergesehenen Komplikationen eintreten, glaubt man, daß der König in 4 bis 5 Tagen sich bereits auf dem Wege der Genesung befinden wird. In der Hauptstadt herrscht die größte Freude über die guten Nachrichten vom Krankenlager des Königs. Aus Stadt und Umgebung. Weitere Besserung des Arbeitsmarkte im April. Die Zahl der in Deutschlands Handel, Gewerbe und Landwirtschaft Beschäftigten hat sich, soweit sie sich durch die Krankenkassen erfassen lassen, im April um nicht weniger als 181 616 oder 2,36 Pro* zent erhöht. Nach den soeben erschienenen amtlichen Mitteilungen des Reichsarbeitsblattes betrug am 1. Mai die Zahl der versicherungspflichtigen Krantenkassenmitglieder 4848 377 männliche und 3 386 9006 weibliche. Gegenüber dem 1. April haben die männlichen Beschäftigten um 62 058 oder 1,30 Prozent zugenommen. Setzt man, um die Bewegung von Monat zu Monat zu beobachten, den Bestand an versicherungspflichtigen Mitgliedern am 1. Januar d. J. auf 100, so erhält mar für den 1. Februar bei den männlichen Mitgliedern einen Stand von 99, bei den weiblichen einen Stand von 100,8, für den 1. März männliche 97,8, weibliche 105,3, für den 1. Mai männliche 99,1 und weibliche 109,4. Die Abnahme der männlichen Beschäftigten erklärt sich aus den fortgesetzten Einberufungen zum Heeresdienst. Am 1. Mai ist der Stand der männlichen Beschäftigung gleichwohl besser als am 1. Februar. Die weibliche Beschäftigungsziffer hat sich ständig von Monat zu Monat gehoben. Dagegen hat die Zahl der versicherungsberechtigten Mitglieder vom 1. April zum 1. Mai bei den männlichen Personen um 1,02 Prozent zugenommen und bei den weiblichen um 1,36 Prozent abgenommen. **(Der Goldregen) auch Gemeiner Bohnenbeum genannt, steht jetzt in herrlichster Blüte und ist eine Zierde unserer Gärten und Anlagen. Nicht allgemein bekannt aber dürfte sein, daß er in allen Teilen giftig ist. Eltern und Erzieher mögen deshalb nicht verfehlen, ihre Kinder und Pflegebefohlenen nachdrücklich darauf hinzuweisen. Ist es an sich schon eine Unsitte, Blumen in den Mund zu nehmen, so ist dieses beim Goldregen geradezu gefährlich. Auch das achtlose Umherstreuen der Blüten und Blätter kann schlimme Folgen zeitigen, wenn Vieh davon frißt. **(In Sachen der Kriegsbuchwoche), welche die dem Gesamtausschuß zur Verteilung von Lesestoff im Felde und in den Lazaretten angeschlossenen Organisationen, wie mitgeteilt, in allen höheren und mittleren Schulen Deutschlands planen, werden wir— als Antwort auf mannigfache aus den Lehrerkreisen eingehende Anfragen— um die Mitteilung gebeten, daß die Veranstaltung für die Zeit zwischen dem 13. und 19. Juni dieses Jahres in Aussicht genommen ist und daß die dazu nötigen Drucksachen in den allernächsten Tagen den beteiligten Kreisen zugehen werden. **(Zur Beachtung!) Nach einer Verfügung des Kriegsministeriums kann den Angehörigen von Kriegsgefangenen oder Vermißten im Falle der Bedürftigkeit das Gehalt(bis zu 7/10) oder die volle Löhnung des Kriegsgefangenen bezw. Vermißten gezahlt werden. Anträge sind unter Vorlegung einer Karte oder eines Briefes, woraus die Gefangenschaft pp. ersichtlich ist, im Militärbüro des neuen Rathauses, Zimmer Nr. 2, zu stellen. **(Im Silberkranz.) Das Fest der silbernen Hochzeit feiern am heutigen Tage die Eheleute Bürobeamter Wilh. Lammert und Frau Emma geb. Kreipke, Haselackstraße wohnhaft. Möge es des Jubelpaare vergönnt sein, nach weiteren 25 Jahren sich mit dem goldenen Kranze zu schmücken. **(Beförderung.) Herr Gerichtssekretär Hammerschmidt vom hiesigen Amtsgericht ist auf dem östlichen Kriegsschauplatz, nachdem er sich bereits vor einiger Zeit das Eiserne Kreuz erworben hatte, zum Leutnant befördert worden. **(Armbänder aus Granatenringen.) Das stell; vertretende Generalkommando macht folgendes bekannt: Den berufenen staatlichen Organen steht ausschließlich die Befugnis zu, das Aneignungs= recht an der Ausrüstung des Feindes und an den von ihm zurückgelassenen Munitionsteilen als Kriegsbeutestücken auszuüben. Angehörigen des Heeres, welche einzelne Gegenstände von geringem Werte zum Andenken an persönlich überstandene Gefahr, oder besondere Leistungen zu behalten wünschen, kann dieses gestattet werden, aber nur mit schriftlicher Erlaubnis ihres nächsten, mit Disz'plinarstrafbefugnis ausgestatteten Vorgesetzten. Es ist nicht nur jede andere Aneignung von Beutestücken strafbar, sondern auch ihr Erwerb durch Privatpersonen von solchen Heeresangehörigen, welche zur Aneignung nicht befugt warenNamentlich sind kupferne Führungsbänder von Artilleriegeschossen zu Armbändern und sonstigen Schmuckstücken umgearbeitet. Im Einverständnis mit dem Kriegsministerium warne ich eindringlich vor dem Handel mit Beutestücken jeder Art im. verarbeiteten oder unverarbeiteten Zustande. Ich ersuche die Polizeibehörden, wenn die bezeichneten Gegenstände unerlaubterweise noch fernerhin im Handel geführt werden, sie in den Geschäften zu beschlagnahmen und die Bestrafung der Besitzer zu veranlassen. **(Der Nuhrtaler Sängerverein) bereitete den Insassen der beiden hiesigen Krankenhäuser am Sonntag nachmittag dadrch einige genußreiche Stunden, daß er in beiden Häusern verschiedene gut ausgewählte Lieder zum Vertrag brachte. Die Aufmerksamkeit wurde von allen Seiten dank' bar begrüßt. ** Westhofen, 1. Juni.(Personalie.) Herr Amtmann v. Daniels ist krankheitshalber für sechs Wochen beurlaubt. Seine Vertretung haben die Herren Amts=Beigeordneten Gue=Westhofen und Dieckerhoff=Lichtendorf übernommen. ** Ergste, 31. Mai.(Von der Sparkasse.) Für das Jahr 1915 besteht der Vorstand der Sparkasse des Amtes Ergste zu Hennen aus den Mitgliedern: Gutsbesitzer Heinrich Westhoff in Rheinen, Kaufmann Wilhelm Liesenhoff in Ergste, Landwirt Wilhelm Böhmer in Höfen, Cutsbesitzer Fritz Schulte=Kalthof in Kalthof, Eutsbesitzer Wilh. Bimberg in Drüpplingsen, Gutsbesitzer Fritz Bedehäsing in Kalthof; den Stellvertretern: Gutsbesitzer Heinr. Westhoff, gt. Schulte=Osthennen, Landwirt Heinrich Thüner in Ergste, Hüttenbeamter Heinrich Kockelke in Knapp, Gutsbesitzer Friedrich Nölle=Wying jr., Leckingsen, Landwirt W. Müddecke, gt. Hagedorn, Drüpplingsen, LandHeinrich Keppmann in Refflingsen. Vorsitzender des Vorstandes ist der Gutsbesitzer Wilhelm Bimberg zu Drüpplingsen und dessen Stellvertreter der Kaufmann Wilhelm Liesenhoff in Ergste. ** Berghofen, 31. Mai.(Die Neuwahl des zweiten Pfarrers) für den nach Sölde verzogenen Herrn Pastor Nuwe ist auf Sonntag, den 6. Juni, festgesetzt worden. * Hemer, 31. Mai.(Ein äußerst schweres Unglück) ereignete sich heute früh 10½ Uhr in der Fabrik der Firma Gebr. Schlürmann, indem ein Dieselmotor explodierte. Dem Arbeiter Ernst Grünthal wurde u. a. das rechte Bein buchstäblich abgeschlagen, weniger schwer wurden der Arbeiter Jagodzinski, sowie einige andere Angestellte verletzt. Man führt die Explosion auf schlechte Beschaffenheit der Oele zurück. * Köln, 31. Mai.(Doppelmord.) Gestern nachmittag wurde in dem Villenwiertel Marienburg ein Doppelmord verübt. Den städtischen Architekten Peter Butz sowie sein Dienstmädchen fand man in seiner Villa ermordet auf. Einer der flüchtenden Täter konnte von einem Soldaten festgenommen werden. Hierzu erfahren wir noch, daß es sich um einen Raubmord handelt. Die Täter waren in das Zimmer des Architekten eingedrungen und hatten diesen ermordet und beraubt. Als das Dienstmädchen auf das Hilfegeschrei herbeieilte, wurde es von dem Verbrecher erstochen. Der Ermordete war 62 Jahre alt. Der Täter, der von vorübergehenden Soldaten, festgenommen wurde, heißt Karl Rein, ist 26 Jahre alt und hatte erst kürzlich eine 3½jährige Zuchthausstrafe verbüßt. Der Feldpaketdienst. Bei der Versendung von Paketen an mobile Tnuppen handelt es sich um eine militärische Einrichtung. Die Beteiligung der Postverwaltung beschränkt sich darauf, die Pakete anzunehmen und den in der Heimat befindlichen Militär=Paketdepots auszuhändigen. Die bei den heimischen Postanstalten aufgelieferten Pakete dürfen bis 10 Kilogramm schwer sein Das Porto beträgt 5 Pf. für das Kilogramm, mindestens jedoch 25 Pfg. Größere Güter im Gewicht über 10 Kilogramm bis 50 Kilogramm sind bei den Eisenbahn=Eilgutund Güterabfertigungen aufzuliefern; dabei sind die Frachtkosten(nebst 25 Pfg. Rollgeld) im voraus zu entrichten. Mit der Weiterleitung der Pakete von den Militär=Paketdepotg nach dem Felde und der Zustellung an die Truppen hat die Post nichts zu tun, dies liegt vielmehr in den Händen der Heeresverwaltung. Hiernach ist es unrichtig, für das Ausbleiben der an Heeresangehörige im Felde abgesandten Pakete bis 10 Kilogramm stets die Postverwaltung verantwortlich zu machen. Diese hat nur die Besörderung von der Aufgabepostanstalt zum Militärpaketdepot zu vertreten, wobei Verluste oder große Verzögerungen nahezu ausgeschlossen sind. Die Schwierigkeit liegt in der Beförderung der Patete in Feindesland, namentlich wenn militärische Operationen stattfinden. Auch die dem Truppenteil obliegende Zustellung der Pakete an den Empfänger ist keineswegs so leicht ausführbar, wie das Publikum vielfach annimmt. Viele Beschwerden der Absender von Feldpaketen darüber, daß diese nicht angekommen seien, erweisen sich als nicht zutreffend, weil sie zu früh erhoben waren. Außer den vorstehend erwähnten Feldpaketen an mobile Truppen kommen noch Pakete an Heeresangehörige in Garnisonen des Deutschen Reiches in Betracht. Diese sind— mit Ausnahme der Standorte in den elsässischen Kreisen Altkirch, Mülhausen, Gebweiler, Nr. 125. Zeitung Die„Lusitania"=Ratwortnote. Am 28. Mai ist dem amerikanischen Botschafter in Berlin die Antwortnote der deutschen Regierung auf die amerikanische Note vom 15. Mai, betreffend den Untergang der„Lusitania“, übergeben worden. Die deutsche Nute hat einen vorläufigen Charakter; die endgültige Antwort behält sich unsere Regierung noch vor bis nach dem Eingang einer amerikanischen Antwort auf die jetzige deutsche Note. In dieser wird ausgeführt, deutsche Regierung es für sich davon zu überzeugen, den Regierungen vorliege über den Sachverhalt vollständig si übereinstimmen. Dann legt die deutsche Regierung wie folgt ihre Ansicht über die Versenkung der„Lusitania“ dar: „Die Regierung der Vereinigten Staaten geht davon aus, daß die„Lusitania“ als ein gewöhnliches unbewaffnetes Haudelsschiff zu betrachten ist. Die Kaiserliche Regierung gestattet sich in diesem Zusammenhange darauf hinzuweisen, daß die„Lusitania“ einer der größten und schnellsten mit Regierungsmitteln als Hilfskreuzer gebauten englischen Handelsdampfer war und in der von der englischen Admiralität herausgegebenen„Navy List“ ausdrücklich ausgeführt ist. Der Kaiserlichen Regierung ist ferner aus zuverlässigen Angaben ihrer Dienststellen und neutraler Passagiere bekannt, daß schon seit längerer Zeit so gut wie alle wertvolleren englischen Handelsschiffe mit Geschützen, Munition und anderen Waffen versehen und mit Personen bemannt sind, die in der Bedienung der Geschütze besonders geübt sind. Auch die„Lusitania“ hat nach hier vorliegenden Nachrichten bei der Abfahrt von Newyork Geschütze an Bord gehabt, die unter Deck versteckt aufgestellt ur en.., Jiche Kegferzeng Haehnt sich Die Kaiserliche Regierung beeyrr sich serner, die besondere Aufmerksamkeit der amerikanischen Regierung darauf zu lenken, daß die britische Admiralität ihrer Handelsmarine in einer geheimen Anweisung vom Februar dieses Jahres empfohlen hat, nicht nur hinter neutralen Flaggen und Abzeichen Schutz zu suchen, sondern sogar unter dieser Verkleidung durch Rammen angriffsweise gegen deutsche Unterseeboote vorzugehen. Auch sind als besonderer Ansporn zur Vernichtung der Unterseeboote durch Handelsschiffe von der britischen Regierung hohe Preise ausgesetzt und auch bereits ausgezahlt worden. Angesichts dieser ihr einwandfrei bekannten Tatsachen vermag die Kaiserliche Regierung englische Kauffahrteischiffe auf den vom Admiralstabe der Kaiserlich deutschen Marine bezeichneten Seekriegsschauplatz nicht mehr als„unverteidigtes Gebiet“. anzusehen; auch sind die deutschen Kommandanten infolgedessen nicht mehr in der Lage, die sonst für das Seebeuterecht üblichen Regeln zu beobachten, denen sie früher stets nachgekommen sind. Endlich muß die Kaiserliche Regierung besonders darauf hinweisen, daß die„Lusitania“, wie schon früher, so auch auf ihrer letzten Reise, kanadische Truppen und Kriegsmaterial und unter diesem nicht weniger als 5400 Kisten Munition an Bord hatte, die zur Vernichtung tapferer deutscher Soldaten, die mit Opfermut und Hingebung ihre; Pflicht im Dienste des Vaterlandes erfüllen, bestimmt war. Die deutsche Regierung glaubt in gerechter Selbstverteidigung zu handeln, wenn sie mit den ihr zu Gebote stehenden Kriegsmitteln durch Vernichtung der für den Feind bestimmten Munition das Leben ihrer Soldaten zu schützen sucht. Die englische Schiffahrtsgesellschaft mußte sich der Gefahren, denen die Passagiere unter diesen Umständen an Bord der„Lusitania“ ausgesetzt waren, bewußt sein. Sie hat, wenn sie sie trotzdem an Bord nahm, in voller Ueberlegung das Leben amerikanischer Bürger als Schutz für die beförderte Munition zu benutzen versucht und sich 1118e s-chifehe Die Ceoischiese air boert haben, ausdrücklich verbietet und mit Strafe bedroht. Sie hat dadurch in frevelhafter Weise den Tod so zahlreicher Passagiere verschuldet. Nach der ausdrücklichen Meldung des betreffenden U=Boot=Kommandanten, die durch alle sonstigen Nachrichten lediglich bestätigt wird, kann es keinem Zweifel unterliegen, daß der rasche Untergang der„Lusitania“ in erster Linie auf die durch den Torpedoschuß verursachte Explosion der Munitionsladung zurückzuführen ist. Andernfalls wären die Passagiere der„Lusitania" nach menschlicher Voraussicht gerettet worden.“ Zum Schluß bringt die deutsche Regierung noch einmal der amerikanischen Regierung in Erinnerung, daß alle VermittlungsVorschläge Amerikas über die Möglichkeit, den Unterseebootkrieg menschlicher zu führen, von Deutschland angenommen, von der englischen Regierung aber abgelehnt worden sind.— Die Note beweist durch ihre höfliche Form und ihren Inhalt, wie wenig Deutschland daran gelegen ist, den Amerikanern auch nur im geringsten zu nahe zu treten. Sie dürfte deshalb nicht nur in weiten Kreisen des deutschen Volkes, sondern auch jenseits des großen Teiches mit Genugtuung begrüßt werden. Aufsorderung zum Kriegswucher. :: Wie„Kriegspreise“ gemacht werden, dafür bietet ein klassisches Beispiel der Brief einer Gummiwarenfabrik. Er ist einem Bochumer Schuhmachermeister zugegangen. Eine Abschrift davon hat dem „Bochumer Anzeiger“ durch Vermittlung des Kriegsausschusses für Konsumenteninteressen von Bochum und Umgegend vorgelegen. Das charakteristische Schreiben besagt u. a.: „Wir nehmen nochmals Bezug auf unser letztes Schreiben und möchten Sie heute bitten, Ihre Verkaufspreise für Tenax=Sohlen unbedingt etwas höher zu schwerden über Ihre jetzigen ungewöhnlich niedrigen Preise eingelausen. Wir halten diese niedrigen Preise auch weder für nötig noch für vorteilhaft für Sie. Wenn wir Ihnen auch keine bestimmten Minimalpreise vorschreiben wollen, so erwarten wir doch, daß Sie wenigstens 50 Pfennig höhere Preise Wer aber nag sich wohl bei der Schpelngt Gummiwarenfabrik beschwert haben, oaß sie verschämt hohe Preise zu fordern, oder auf das„Tenax" zu verzichten, an dem sie selbst doch schon reichlich verdient?— In der Zeit des Burgsriedens muß man sich die genauere Kennzeichnung einer derartigen Handlungsweise verkneisen; nach dem Kriege wird noch Zeit sein, mit Leuten, die die Kriegslage so unverfroren ausnutzen, ein deutsches Wort zu reden. des gesamten Le. sturms ersten Aufgebots. :: Eine Sonderausgabe des„Reichsanzeigers“ veröffentlicht eine kaiserliche Verordnung, betreffend den Aufruf des Landsiurms vom 28. Mai 1915, wonach sämtngehörige des Landsturms 1. AufDienstag, 1. Juni 1915. tung erortert wurden, und wobei man feststellte, daß diese nicht in Uebereinstimmung sein könnte mit der angegebenen Krankheit. — Dieses Telegramm enthält, der„Frankf. Zeitung" zufolge, einen Kommentar des offiziellen englischen Pressebüros, worin gesagt wird, daß das Pressebüro keinen hinreichenden Grund sehe, um die Verössentlichung dieses Telegramms zu unterdrücken, daß es jedoch die Verantwortung hierfür der„Morning Post“ überlasse. soots, sowei ednungen gerufen nehmen jetzt. Durch Ihre jetzigen Preise nehmen Sie allen anderen Schuhmachern das Interesse an dem neuen Artikel, und damit ist uns natürlich nicht gedient. Weitere Lieferungen müssen wir also davon abhängig machen.“ Dieses Schreiben, das von einer Schwelmer Gummiwarenfabrik herstammt, spricht für sich selbst. Der Empfänger dieses Brieses hat nach seinen eigenen Angaben bei den von ihm berechneten Preisen noch einen ganz guten Verdienst— trotzdem soll er gezwungen werden, seine Preise zu erhöhen. K eit sie nicht schon durch die Vervom 1. und 15. August 1914 lufgerufen sind, ausgerusen werden. Die Anmeldung der Aufgerufenen zur Landsturmrolle hat nach näherer Anorddes Reichskanzlers zu erfolgen. Diese Verordnung findet auf die königich bayerischen Gebietsteile keine Anwendung; sie tritt mit dem Tage der Verkündung in Kraft. Auf Grund dieser kaiserlichen Verordnung wird durch eine Bekanntmachung des Stellvertreters des Reichskanzlers zur Kenntnis gebracht, daß die im Inlandt sich aufhaltenden Aufgerufenen sich, soweit es noch nicht geschehen ist, bei der Ortsbehörde ihres Aufenthaltsortes in der Zeit vom 8. bis einschließlich 10. Juni 1915 zur Landsturmrolle anzumelden haben und daß die Aufgerufenen, die sich im Auslande aufhalten, sich, soweit es möglich und noch nicht geschehen ist, alsbald schriftlich oder mündlich bei den deutschen Auslandsvertretungen zur Eintragung in besondere, von diesen zu führende Listen zu melden haben. ? D e r f r ü h e r e R e i c h s t a g s a b g e o r d n e t e Prosessor Dr. theol. Philipp Hille ist in Eslohe am Gehirnschlag gestorben. Er war am 24. Oktober 1862 zu Holzhausen(Westf.) geboren und vertrat als Zentrumsabgeordteter in der 10. Legislaturperivde die Stadt Nachen. ,O Portugal. * Fur den von seinem Amte zurückgerretenen Präsidenten Arriaga hat die Nationalversammlung in Lissabon Theophile Braga, der sich als Mensch und Gelehrter und anständiger Politiker der größten Achtung auch bei seinen politischen Gegnern erfreut, mit 98 gegen eine Stimme zum Präsidenten der portugiesischen Republik gewählt. Braga ist 72 Jahre alt. Nach der Proklamierung verlas er eine Botschaft an den Kongreß, in der er jede Diktatur verurteilte. Daraufhin erfolgte die Uebertragung der Amtsgewalt. Das Kabinett Castro bleibt an der Regierung Griechenland. * Die Londoner„Morning Post“ veröffentlicht folgendes Telegramm aus Paeis: Die Krankheit des Künigs der Hellenen ist Gegenstand verschiedener Gerüchte in Frankreich. In den Wandelgängen der kammer wurde offen herausgesagt, daß in Pirklichkeit die Krankheit des Königs von einem Lolchstich herrühre. Dieselben Getüchte gingen während des Nachmittags in en ärztlichen Kreisen um, in denen die Zymptome der Krankheit und ihre Behandzu leben. Gab es doch jetzt für ihn keine Stunde sem elenden Nest verblühen mit der ungestillten ohne Kampf ohne Selbstverleugnung. „Sei doch nicht unzufrieden. Ich glaube, Du wenigsten unter der Enge der Kleinfüllt und 19t Dir jewansch auch nach allen Seiten Vur venuüge, u0h), wenzoz, selihzstverständlsch zun Doktorhaus Großreinnachen und nörgel seden Tag zum Veiefesden en bune eche g#e shegeag ee balel haen bungehtaunt Peaus hasPeikeich slelesse die eine in die Höhe schob sich das blonde Haar bie eide in. de=Hubfage gähend; Was zur derschen törglichen ebeln belen wicd. Erfände sie Sex. Pohischen e nur das Serum für Erhaltung eizer ewigen Iunen interessanten Besuch gung Aopfscheu. Er hat Trab durch das westliche Tor der nen Festung ritt, suchte. G Seitengassen schlendernd seine Wohnung aus. Er mochte heute nicht mit den Kollegen zusammen sein, noch unter den Kolonaden der Tanne die Frau Bürgermeister mit ihren Töchtern begrüßen, die dort allabendlich Cercle hielt und sich von allein, was der Tag gebracht, unterrichtete. Das Wiedersehen mit dem Freunde hatte ihn erreg und seine Gedanken in die Vergangenheit geführt. Er empfand tiesstes Mitleid mit Fritz, zu dem er als Gymnasiast mit Bewunderung aufgesehen hatte, und auf dessen Freundschaft er stolz gewesen. Seine schönsten Nachmittage hatte er im Hause des Majors Hohensels verlebt. Die senden Töchter erschienen ihm damals als aller Schönheit und Vornehmheit und es machte ihn glücklich, wenn ihn eine oder die andere eines freundlichen Grußes oder einer kurzen Unterhaltung würdigte. Der schuelle Tod des Masors, den eine Lungenemzündung dahinrasste, brachte die be ee uug, der ftolze Fritz geliten haben! egt doch sonst immer hinaufgegrüßt. „Mach Dir doch nicht unnötige Gedanken, Magda,“ sagte die Kleinere, eine zierliche Brünette, und zupfte ein paar welke Blätter von den Rosenstöcken.„Ich ängstige mich um Ernestine. Sie hatte versprochen, um acht Uhr zu Hause. zu sein. Es ist bereits nach nenn und die Korer#e#tes werden trocken werden. Mine ist bereits beim Bra„Sie ist aber auchwirklich eine Tyrannin. Das ganze Haus muß nach ihrer Pfeife tanzen. Wenn schließlich die Sache noch etwas einbrächte! Die Armenpraxis, die sie sich nun seit zweijährigem rastlosen Mühen erworben, wird sie nicht auf einen grünen Zweig bringen. Wenn sie doch Mama ge21g und den alten Krempel hier aufgege„ ser Jasd er seige Miat=Itolge gate uoe ven eueneurngel hier gisgese der gebracht, um pyter diesep Verhöltzissen wester ben. Um thretwillen miössen wir hier auc in viegend und Schönheit. Dann hätte sie der Gegenwart und der Zukunft vollauf gedient und würde reich werden, uns allen wäre geholfen.“—# „Deine Phantasien sind wirklich so schwut wie der heutige Abend. Laß uns hineingehen. Mama kann den Zug nicht vertragen; im übrigen biegt eben Ernestine um die Ecke. Nun kann das gemütliche Abendbrot seinen Aufang nehmen.“ Während die beiden Mädchen das kleine Balkonzimmer durchschritten, um sich in das hintere Speisezimmer zu begeben, schritt Ernestine Langen, die älteste Schwester, hastig dem Hause zu. Mit Anstreugung öffnete sie die schwere, eisenbeschlagene Haustür und stand einige Momente still in dem dunklen, kühlen Flur; dann öffnete sie das zur rechten gelegene Vorderzimmer im Erdgeschoß, das zu bestimmten Stunden als Wartezimmer der Vatienten diente, schloß das göchste Zimmer auf. Der Krieg mit Der Overkommandierende der Armee gegen Italien. :: Das Budapester Blatt„Az Est“ meldet, daß dem Ereherzog Eugen, der zum Oberkommandierenden der Armee gegen Italien ernannt wurde, die Generäle Dankl ind Rohr zugeteilt wurden. Das Komnando der Armee gegen Serbien hat Geteral von Boroevie übernommen. Die Operationen an der Isonzolinie. :: Nach einer T.=U.=Meldung aus Zürich werden die Operationen der Italiener im Gebiet von Friaul durch Hochwasser der Flüsse sehr stark behindert. Die österreichischen Stellungen am Isonzo bei Görz werden in italienischen Militärkreisen als äußerst stark angesehen. Italienische Blätter melden, daß das Geschützseuer der österreichischen Artillerie in diesem Frontraume von größter Heftigkeit und Wirkung ist. Der erste deutsch=italienische Zusammenstoß. :: Berlin, 31. Mai. Aus Tirol kommt die Nachricht, daß ein italienischer Angriff bei Laverone südlich Levico abgewiesen ist und daß bei diesen Kämpfen deutsche Truppen dabei waren. Damit ist der Fall eingetreten, auf den Fürst Bülow bei der Einforderung seiner Pässe die italienische Regierung ausmerksam machte: die Vermischung der deutschen Truppen mit österreichischen könne herbeiführen, daß die italienischen Truppen, indem sie österreichische angriffen, auch auf deutsche schössen. Die Eröffnung der Feindseligkeiten gegen Deutschland ist jetzt durch Italien erfolgt. Daß es geschehen würde, war ja nicht mehr zu bezweifeln: immerhin schien Italien die formelle Verantwortung für diese Erweiterung des Weltkrieges zu scheuen. Jetzt hat es auch diese Verantwortung auf Italienische Truppen in den Vogesen. :: Eine Meldung der„Nat.=Ztg.“ aus Genf gibt folgenden Bericht aus Paris, wieder: Der Militärgouverneur von Paris, General Gallieni, richtete an die französischen Truppen eine Ansprache.# der er Freude Ausdruck gab, daß die Franzosen von nun an vereint mit ihren italienischen Brüdern für die Verteidigung der lateinischen Kultur kämpfen werden. Die Truppen, an welche diese Ansprache gerichtet wurde, gehen nach den Vogesen, wo sie sich mit ihren avisierten italienischen Brüdern treffen werden. Die Kämpfe in Est Lemberg bcrehi? :: Kopenhagen,31. Mai. Die Petersburger Telegraphenagentur meldet amtlich: Das russische Generalgonvernement für Galizien ist von Lemberg nach Brody verlegt. Die dritte Belagerung Przemysis. :: Berlin, 31. Mai. Ueber den Stand der Belagerung Przemysis wird der„B. Z. a. Mittag“ aus dem k.= und k. Kriegspressequartier gemeldet: Was die Lage Przezündete eine Kerze an und entledigte sich rasch ihres Hutes, kühlte Gesicht und Hände und vertauschte ihren dunklen Visitenanzug mit einem leichten Morgenkleide, das Hals und Arme ein wenig freiließ. Ihre schuellen, gewandten Bewegungen ließen sie in wenigen Minuten mit dem Anzug fertig werden. Keinen Blick warf sie in den ihr gegenüberliegenden Spiegel. Dennoch zeigte dieser ihre schlanken und doch üppigen Formen, die zart gerundeten Schultern, den edlen Ansatz des Nackens, das wellige, ährenblonde Haar, das in einen schlichten Knoten nach griechischer Art aufgenommen war. Ihr Gesicht bildete einen merkwürdigen Gegensatz zu der warmen, jugendlichen Fülle des Körpers. Ihre blassen Wangen schienen eingefallen; um den schmalen, blaßlippigen Mund lagen tiefe Schmerzensfalten. Die hohe Stirn, die scharf gezeichnete Nase, die müden Angen gaben dem Gesicht etwas Ernstes, Männliches. Mit einem Seufzer sah sie sich in dem schwach beleuchteten Studierzimmer um, dessen aktväterische Einrichtung es behaglich machte. Wie gerne hätte sie sich in dem stillen Raum, in dem jeder kleinste Gegenstand auf besondere Art zu ihr sprach, von des Tages Mühen erholt. Aber es durfte nicht sein; die Pflichten gegen die Ihrigen hatte sie zu erfüllen. Und ehe sie noch das Licht gelöscht, hörte sie schon die schrille Stimme Magdas am oberen Ende der Treppe: „So komm doch, Ernst! Wie lange sollen wir denn noch auf Dich warten.“ Nach wenigen Sekunden erschien sie, freundlich grüßend, im Eßzimmer. Frau Kreisphysikus, die am obersten Ende der einfachen, aber zierlich gedeckten Tafel Platz genommen, begrüßte sie ungnädig.„Kannst Du Dich wirklich nicht an Pünktlichkeit gewöhnen, liebe Erna? Dein seliger Vater, der gute Otto, hat wirklich stets Rücksicht auf mich genommen, und war doch ein so beschäftigter und beliebter Arzt, während Du—“. 225.16 „Vérzeih, liebe Mama,“ antwortete das Mädchen entschuldigend.„Es ging heute nicht auders.“ urS Tettalg I.# G Das österreichisch-italienische Grenzgebief aus der Vogelschau. mysls anlangt, so versuchen die Rursen natürlich, die Festung so lange wie möglich zu halten. Nachdem nun die von Nordwesten gekommene, gegen Medyka ausgefahrene Artillerie auch die vierte bisher noch offene Seite der Festung beherrscht, müssen sich die Russen bald entscheiden, ob sie die Festung trotz der dagegen wirkenden 30,5= Zentimeter=Mörser und anderer schwerer Geschütze aus Prestigegründen werden halten können, oder die Besatzung retten wollen. s Friedensströmungen in England. :: D a ß t a t s ä c h l i c h i n E n g l a n d e i n e s t a r k e Strömung gegen den Krieg und für einen schnellen Friedensschluß besteht, wird zwar von den großen unionistischen und liberalen Blättern zu verheimlichen gesucht, geht aber außer aus der Gründung eines Antikriegsausschusses auch aus den zahlreichen Zuschriften aus dem Leserkreise, besonders der Arbeiterpresse, hervor. Diese Strömung hat, wie der„Hamb. Korr.“ schreibt, in den letzten Wochen zugenommen infolge des Ausbleibens von Siegesnachrichten, der ungeheuren Verluste an Offizieren und Mannschaften und infolge der Hungersnotpreise. Die zerstörungswütigen Mailänder. :: In der Nacht von Freitag auf Sonnabend sind die Mailänder, nach einer Meldung der„Frankf. Ztg.“, auch nach Monza gezogen und haben die auf ihrer Liste stehende Fabrik Mechanica Lombarda zerstört, obwohl sie für die Regierung arbeitet. „Avanti“ fügt dieser Meldung hinzu, es sei den Behörden die Absicht bekannt gewesen, die Verwüstungen auf die Provinz Mailand auszudehnen. Der Escurial=Palast zur Verfügung des Papstes. :: Von zuständiger Seite in Madrid wird bestätigt, daß der König von Spanien dem Papste den Escurial=Palast zur Versügung gestellt hat für den Fall, daß der Papst infolge des Krieges Italien verlassen müßte. einige Mitteilungen über Kamerun ergänzt worden, die die Entwicklung der Dinge in dieser Kolonie verhältnismäßig günstig erscheinen lassen. Bis zur Jahreswende haben die Feinde, wenn sie auch nicht sehr weit ins Innere vordringen konnten, doch, wie es auf den europäischen Kriegsschauplätzen genannt wird, Gelände gewonnen. Im Januar aber trat eine Wendung ein. Sie zogen sich wieder nach der Küste zurück. Die Gesamtlage wird wie folgt geschildert; „Der Erfolg der vereinigten Engländer und Franzosen nach einer neunmonatigen Kriegführung ist also trotz des Aufgebotes einer gewaltigen Uebermacht und trotz der fast völligen Abschließung des gesamten Schutzgebietes von der Außenwelt durch eine Blockade lediglich die Besetzung eines Teiles des Küstenstriches und Neu=Kameruns, das erst kürzlich dem älteren deutschen Besitz angegliedert wurde, und wo die deutsche Verwaltung noch nicht in dem Maße Fuß zu fassen vermochte wie in den älteren Landesteilen. Die Versuche des Gegners, von der Batangaküste auf Jaunde vorzustoßen, sind gescheitert. Der Vormarsch von Duala entlang der Nordbahn aus das Hochplateau von Dschang ist zwar unter schweren Verlusten geglückt, einen Dauererfolg vermochten die Engländer jedoch nicht zu erzielen, mußten sich vielmehr zur eiligen Zurückziehung i#rer Truppen auf Tuala entschließen. Auch die an der WestNach einer Lloydmeldung passierte das französische Schiff„Dixi“ Quessant auf dem Wege nach Brest mit der Mannschaft des englischen Tampfers„Gleulee“, welcher von Cardiff nach Aden unterwegs war und ebenfalls von einem deutschen Unterseeboot torpediert wurde. Die großen Ennard=Dampfer außer Verkehr. :: Ein Londoner Telegramm des„Hamburger Fremdenblattes“ meldet, daß die Cunardlinie beschlossen hat, ihre großen 30 000=Tonnen=Dampfer nicht mehr in Dienst zu stellen. Im Schiffahrtskalender ist eine entsprechende Eintragung vorgenommen worden. Die Kämpfegder Türken. Tuala entschließen. Auch die an der Westgrenze den Croßfluß aufwärts über Össidinge vordringende englische Abteilung ist zurückgenommen worden. Unsere Truppen Ein vereitelter Gesandleumerd. :: Wie die„Frankf. Zig.“ aus Konstantinopel meldet, wurde dort nachträglich zuoerlässig bekannt, daß die Anfang Mai in Teheran über Schermannsschah eingetrossenen deutschen und österreichischungarischen Gesandtschaften unter Führung des Prinzen Reuß und des Grafen Lotoghaci zwei Tagemärsche vor Teheran niedergemetzelt werden sollten. Die Russen hatten für die geplante Bluttat ein persisch=armenisches Dorj gedungen, das die gemeinsam reisenden Gesandtschaften passieren mußten. Tank der Loyalität der persischen Kosakenoffiziere i der ruchlose Moropian rechtzeitig ausgedeck! und vereitelt worden. Die dabei beteiligten Dorfbewohner wurden verhaftet. Die Kriegslage in Kamernn. :: Die letzte Denkschrift über den Krie#n den deutschen Schutzgebieten ist jetzt durch folgen den abziehenden Feinden. Jabassi ist wieder in unserem Besitz. Der nördliche Teil des Schutzgebietes wird von unseren Truppen gehalten. Die Kriegslage hat sich also nicht besonders zum Vorteil der Verbündeten gestaltet; die Heldenmütigkeit unserer Truppen berechtigt vielmehr durchaus zu der Hoffnung, daß das Schutzgebiet fernerhin gehalten wird.“ c.— Der Krieg zur Ein Landungsversuch bei Smyrna gescheitert. :: Nach einer T.=U.=Meldung aus Athen ist eine neue Aktion vor Smyrna, die von der vereinigten englisch=französischen Flotte unternommen wird, ebenso wie verschiedene Landungsversuche, gescheitert. Zwei Transportschiffe landeten, nach Meldungen aus Mytilene, unter dem Schutze der Flotte eine Abteilung von 460 Engländern, die sich ergab, nachdem die Dampfer durch das Feuer der türkischen Batterien zum Rückzug gezwungen waren. Ein englischer Zerstörer wurde in Brand geschossen, während ein englisches Unterseeboot, das sich zu nahe an Land gewagt hatte, schwer beschädigt flüchten mußte Torpedierte seindliche Tampfer. :: N a c h e i n e r R o t t e r d a m e r M e l d u n g i s t der Tampfer„Penny Moore“ aus Sunderland Freitag früh auf der Höhe von Starpoint(Devon) an der Südwestküste Englands in den Grund gebohrt worden. Der Kapitän und fünf Mitglieder der Besatzung ertranken, 23 Mann wurden in Falmouth gelandet. Aus London meldet Reuler: Der ketdan, fer„Ethiopia“ der Elderdempoter Linie wurde von einem u.Voot versenkt. Ein Offizier und sechs Mann wurden bieher gerettet; die übrige Bemannung treibt noch in Boolen. Der Tampser„Tullochmoor“ wurde auf der Höhe der Insel Quessant gegenüber von Brest an der französischen Nordwestküste am 28. Mai von einem deutschen Unterseeboot torpeviert. Die Mannschaft landete in Barry. Ein französischer Hilfskreuzer, der die Telegraphenstation von Kara Burnu beschoß, suchte das Weite, nachdem er mehrere Volltresser erhalten hatte. E. Der türkische Generalstabsbericht. :: Das türkische Hauptquartier teilt am 31. Mai mit: An der Dardanellenfront bei Ari=Burnu bemühte sich der Feind vergeblich, uns daran zu verhindern, die im Zentrum seiner Stellung gelegenen Schützengraben zu organisieren, die wir genommen hatten. Bei Sed=ül=Bahr ist der Feind anscheinend damit beschäftigt, die infolge der Kämpfe vom 23. Mai entstandenen Lücken auszufüllen. Unsere anatolischen Batterien an der Meerenge bombardierten gestern wirksam die feindlichen Truppen bei Sed=ül=Bahr. Auf den übrigen Fronten nichts von Oedeutung. * Der Kölner Stock im Eisen“ Vor einiger Zeit ging die Rechricht durch die Blätter, daß man in Kö: beabsichtige, nach Blätter, daß man in K. ocabsichtige, nach dem„Vorbilde Wiens'K.enen sogenannten „Stock im Eisen“ au tellen, d. h. ein Standbild, in das jeder gegen ein bestimmtes Entgelt einen Namen einschlagen darf: der Erlös soll der Hin erbliebenenfürsorge zugute kommen. Eine intereisante Zuschrift an das„Köln. Tagebl.“ erinnert nun daran, daß bei der Errichtung dieses Standbildes nötig gewesen wäre, auf den Wiener nicht Stock im Eisen zurückzugreifen, denn auch Köln hat früher einmal einen solchen besessen. Der Kölner Stock im Eisen besand sich am Nordturm des Kölner Domes uno fiel anfangs der 40 er Jahre des vorigen Jahrhunderts dem Ausbau des Domes zum Opfer. Er war nach der Ueberlieferung ein starker Holzstamm, der, wie der Wiener auch, ganz mit Nägeln bedeckt war. Die Legende berichtet, daß der Kölner Stock im Eisen errichtet wurde zur Erinnerung an die Tat eines Schmiedelehrlings, der die Stadt zur Reformationszeit davor bewahrte, daß der Reformator Martin Bueer hier seine kirchenreformatorischen Ideen zur Ausführung bringen konnte. Als einmal Bucer seine Ideen bei einer Predigt im Dome zum Ausdruck brachte, sei der Lehrling entsetzt heimgelausen und habe seinem Meister davon Mitteilung gemacht. Darauf scharten sich Schmiede und Schlosser zusammen und zogen nach dem Dom, um den Ketzer zu vertreiben, der ihnen aber anscheinend glücklich entrann, da er erst viel später gestorben ist. Zur Erinnerung an diese Tat soll der Kölner Stock im Eisen errich et worden sein, in den jeder Lehrling, wenn er Geselle wurde, und jeder junge Meister einen Nagel einschlug. * Untergang eines japanischen Dampfers. Der japanische Dampfer„Malay Maru“, von Barry nach Port Said bestimmt, ist zwischen Bona und Bougie mit dem auf der Fayrt nach London befindlichen japanischen Dampfer „Yawata Maru“ zusammengestoßen.„Yawata Marn“ ist gesunken, die Mannschaft wurde gerettet und befindet sich an Bord des „Malay Maru“. * Die„Straße des 18. Insanterieregiments". Zur Erinnerung an die zahlreichen ruhmvollen Siege, die das Königgrätzer Infanterieregiment Nr. 18 auf den Schlachtfeldern des gegenwärtigen Weltkrieges errungen hat, beschloß die Stadtvertretung von Königgrätz, einer der schönsten Straßen der Stadt den Namen„Strape des 18. Infanterie= regiments“ zu geben. 2 Zum Kampfe gegen Comüftschädlinge. Die Elberfelder Eisenbahndirektion hat ihren sämtlichen Bediensteten solsendes bekannt gegeben, was auch für die Allgemeinheit von Inleresse ist:„An einigen Stellen im Bezirk ist in den Gemüsegärten das Auftreten von Schnecken beobachtet worden. Es empfieblt sich, allenthalben dem Auftreten dieses Schädlings die größte Aufmerksamkeit zuzuwenden und ihn in nachdrücklichster Weise zu bekämpfen. Als Bekämpfungsmittel kommen in Betracht: Auf großen Flächen Ausstreuen von Kali oder Kalkstaub zweimal in einem Zeitabstande von 15 bis 20 Minuten, in Gärten Auslegen von ausgehöhlten Zuckerrüben, schenpflanzungen von Salat zur Schonung der anderen Gemüsearten, Auslegung von feuchten Säcken und späteres Absuchen am Abend.“ 5 *S— P#P#SSAEMSgRA LHMN „* Neee A S SSS-BOEgOEOSGGRTEE Jnu Tonaataaen G * #. 5 a SR•0z •SS8. S 8 —San 3 70 S5•93S —*"*————— n 27—-* 2— 2 ## 8 „Eg Sii GOFZE S 4 S. S S S Ss# 103 T S ShGTE BSRUS 8 38 Gen *— 92.00 0 12 se S 67—** — S55BESES S ESSSE S.: S SLEES S SEy 3-89 a Sg 9. ren Unfällen, die einen chirurgischen Eingriff nötig machen, läuft das Opser in unseren Breitengraden sehr oft Gesahr, mit dem Arm oder dem Bein, das ihm f zugleich das Lohen zu verst Ge ahr, mit den...... Seben amputiert werden mus, zugleich dus Leber lieren, mährend der Araber oder der Neaer nach der Abnahme des verletzten Gliedes in der brennenden Sonre des Wüstensandes verbleibt und sich verhältnismäßig rasch wieder erholt. Man wundert. sich,u das Wasser des Ganges, eines Flusses, der um ungeheuren Ausguß verglichen werden könnte, schon wenige Kilomeler hinter den Städten, durch die er ge flossen ist, seine Klarheit wieder gewinnt, und daß in ihm von all den Unreinlichkeiten, die der Fluß in den Städten in sich aufgenommen hat, nichts mehr zu spüren ist. Diese Eigenschaft verdankt der Fluß ausschließlich der Wirkung der Sonne, und deshalb betrachtet auch der Hindu den Ganges als einen heiligen Fluß. Of enbar üben gewisse Strahlen des Sonnenspektrums diese Mikroben tötende Wirkung aus, und zwar in erster Linie die violetten Strahlen, denen chemische Eigenschaft auch sonst längst nachgerwieige, isrn beig suchungen von Pasteur und Meismer H##rigmmtte deren den Bakterien tötenden Einfluß des Sonnennchtes nachgewiesen und die Notwendigkeit des ungehinderten Zutritts von Sonnenlicht in die menschliche Wohnung betont. Ebenso hat ein englischer Gelehrter erst jüngst darauf hingewiesen, wie falsch es ist, im Sommer die Wohnungen ängstlich gegen das Eindringen von Sonnenlicht zu schützen. Besonders in unseren Breitengraden, wo der Sonnenschein im großen und ganzen nur auf werhältnismäßig wenige Tage beschränkt ist, müßte man alles tun, um die hygienische Wirkung der Sonne zugunsten des menschlichen Organismus auszunuten. * * 5 8 2 ###E, n S 9 2. Schde W E *.** 2 8 S E 9 8 2 Bearbeitet von E. Schallopp. Aufgabe Nr. 368. Von N. Maximow in St. Petersburg. Schwarz: 7 Steine. Weiß: 8 Steine. Weiß zieht an und setzt mit dem 2. Zuge matt. #7oXFPS ·7 40—TPS ·3 —40—11 3 49-u0 3 D 1000 LoX80 X8 FPXSPI. FPX92N * 29—408•7 Partie Nr. 371. Aus dem Korrespondenzturnier von„Ueber Land u. Meer“. Gespielt von Anfang Juni 1908 bis Anfang November 1910. Weiß: J. E. Laimer. Schwarz: Landesadvokat Dr. J. Vannet, Krzeszowice bei Krakau(Galizien). Wiener Partie. Weiß: Schwarz: 1. e2—44 67—65 2. Sb1—c3 Sg8—16 3. LfI—c4 Sb8—c6 4. 42—03 1.15—54 5. a2—33 Als Entwicklungszug wäre 5.831—=2 wohl vorzuziehen. 5..... Lb4Xc36. b2X.3 47—05 7. e4X45 S/BX45 8. Lel—b2 Lc8—.6 9. Sgl—13 D48—46 10. LcIXd5 L.e6Xd5 11. c3—c4 L.45—66 12. 0—0„ 0—0 13. a3—a4 T18—e8 14. h2—h3 f7—f6 15. T/1—el Ta8—08 16. L52—23 Dies treibt die Dame lediglich auf ein besseres Feld. Aber Schwarz hatte ohnehin bereits das freiere Spiel. 16. D:6—47 17. Dal—bI D17—08 18. Dbl—b2 Sc6—04 19. S13X04 T48X44 20. 1.a3—05 7.14—14 21. LcöXa7 Letxh3 Den verlorenen Bauern nimmt Schwarz schnell genug zurück. Weiß darf das Läuferopfer gar nicht annehmen. 22. Tel—e3 1.h3—47 23. 34—25 L07—c6 24. 12—s3 Schwarz hat einen sehr starken Angrifferlangt; Weiß vermag demselben nicht mehr genügend zu begegnen. 24. 25. Do2—b4 26. Db4—el 27. L17—65 28. 43—04 29. 13Xg4 30. 44—05 31. 82—83 32. Del—c3 33. Tal—33 34. Te3—s3 35. Kgl—fI 36. K11—-2 37. Ke2—(13 nebst Matt in spätestens 3 weiteren Zügen. 38. T13 X15 T/g8—g3+: A. 39. 1.c5 —e3 Delllg3Xc3F; B. 39. T15—13 T63X/3+ 40. Lel —=3 D/TXest od. 40. Kd3 —e4 Del—fit; C. 39. K03 —44 Th2-h4+ 40. T15— [4 D(T)Xf44. D 8—15 87—85 Tn4—14 K98—17 95—4 174X84 Te8-38 1.06—117 115—s4 T·24—54 D14—h6 196-C1+ Th4—h21.07—15812 Aus Tier-und Pfilkäzenkeich. Mäuse, die Geld verdienen. Einem Schotten, Hutton aus Dunsermline, gebührt der Ruhm, eine Maus zum geldverdienenden Haustier erzogen zu haben, und nur sein plötzlicher und vorzeitiger Tod verhinderte ihn, das Problem weiter zu verfolgen und auszubauen. Hutton führte den Nachweis, daß eine gewöhnliche Hausmaus durchschnittlich am Tag 10½ englische Meilen(etwa 16,9 Kilometer) zurücklegt, doch besaß er eine, die bis 18 englische Meilen(etwa 29 Kilometer) weit lief. Zur Ernährung der Maus brauchte er für die Dauer von 35 Tagen für 5 Pf. Hasermehl, und sie legte in der Zeit 362 englische Meilen(582,5 Kllometer) zurück. Zwei solche Mäuse beschäftigte Hutton über ein Jahr lang abwechselnd zur Herstellung von Nähfäden. Der Apparat war so hergestellt, daß die Maus pro Tag 100 bis 200 Fäden drehen und auf Rollen wickeln konnte, Sonntag eingeschlossen. Um diese Aufgabe zu erledigen, mußte das Tierchen 10½ englische Meilen laufen, und tat dies einen um den anderen Tag mit größter Leichtigkeit. Die Mäuse gingen in einem Gefchirr, das Hutton selbst erfunden und konstruiert hatte. 1 1 uuc 93 u Amtliches Kreisblatt 11 für den Kreis Börde S 47. Jahrgang O Grites und öltelles Cagesorgan des Kreiles. O haupt-Annoacens### Unterhaltungs=Beilage zu Nr. 125. Dienstag, 1. Juni 1915. ) # 75 Art läßt ni ch Art. Ionian von (5°. Jotts ist, 9 583 84/4/enn Doktor Odemar fortzezanggg * ohne sich von Ihnen zu vera#schieben, 4 so muß er die tristizsten Gründe dafür muß er die triftizsten gehabt haben. Denn er würde nemals etwas Unehrenhaftes tun— niemais. ## Oder solte es nicht doch vielleicht mögC lich sein, dag Sie ihn nur verfehlt haben, weil er Sie vielleicht an einer anderen Stelle erwartete?“ „Ich meine, wir können den Doktor vorderhan ruhig aus dem Spiel lassen," erwiderte der Freiherr ohne Unfreundlichkeit. Auch ich glaube nicht, daß er sich aus dem Staube gemacht hat, weil er etwa fürchtete, verhaftet zu werden. Und es scheint mir recht wohl denkbar, daß er irgendeiner plötzlichen Inspiration nachgegeben hat, in der Meinung, der Sache, die uns alle beschäftigt, auf seine eigene Hand dienen zu können.“ Der Major murmelte etwas wie eine Entschuldigung, daß er sich erlaubt habe, ungefragt eine Ansicht zu äußern, aber er rückte unruhig auf se nem Stuhle hin und her. Und da die beiden anderen schwiegen, nahm er nach einer kleinen Wene noch einmal des Wort: „Ich weiß wohl, daß ich mich den Herrschaften gegenüber in einer sehr prekären Lage beünde. Ih tann nicht erwarten, daß Sie mir nach allem, was Sie wissen, Ihr Vertrauen schen#en. A er Sie diren mir glaub n, da Ihre Sorge mir ebensosehr am Herzen liegt, wie Ihnen selbst. Und wenn Sie mir erlauben wollten, Ihnen nach meinen schwachen Kräf en be#lfich zu sein, würde ich Ihnen daür großen Dank wissen. Der Freiherr sah ihn aufmerksam an. „Wie es scheint, haben Sie irgendeine bestimmte Vermutung, oder Sie wünchen einen Vorschlag zu machen, von dem Sie sich etwas versprechen. Wenn es so ist, dann nur heraus mit der Sprache! Jemand, der die Antezedenz en dieses Grafen und seines Kammerdieners besser kennt als wir, wird uns vielleicht am ehesten wertvolle Fingerzeige geben können.“ „Von dem Kammerdiener weiß ich nichts,“ erklärte der Major mit so großer Entschiedenheit, als ob er sich durch die bloße Vermutung ein wenig gekränkt gefühlt habe.„Er gehört jedenfalls einer ganz anderen Gesellschaftsschicht an als der, in der ich zu verkehren gewöhnt war. Mein Neffe ist freilich in seinem Umgang von jeher weniger wählerisch gewesen. Obwohl ich ihn oft genug gewarnt hatte, wußte ich doch, daß er Beziehungen zu gemeinen Verbrechern unterhielt, und ich H. Hill. setzung.)(Nachdruck verboten.) habe Grund, zu vermuten, daß dieser Weigelt jenen in in hl, wir glauben Ihnen, daß Sie nichts von ihm wissen. Was aber hatten Sie uns zu sagen? „Wenn sich mein Nese mit der Absicht trägt, die Komiesse ganz in seine Gewalt zu bringen, so wird er währich ein ich den Versuch machen, sie durch die Komödie einer Scheintrauung zu täuschen. Und er wird sich dazu, wie ich vermute, der Hilfe eines dienen wollen, den ich kenne, und den ich vielleicht ausfindir machen könnte.“ Der Freiherr schob ohne weiteres seinen Teller zi rück, win te den in der Nühe stehenden Kellner heran und hä. digte ihm zwei Goldstücke ein mit dem hastigen Bemerken, dag er den nach Begleichung der Rechnung verbleibenden Rest für sich behalten möge. Dann stand er auf, und die beiden anderen zöierten nicht, seinm Beispiel zu folgen. Sobald sie sich draußen auf der Straße besanden, wandte er sich an den Major: „Sie sehen, welche Wichtigkeit ich Ihrer Mitteilung beimesse. Woy an, schaffen Sie uns den Menschen zur Stelle, von dem Si: da gesprochen haben.“ „Ich kann Ihnen natürlich nicht mit Beitmmrr versprechen, daß wir ihn finden werden; aber daz wr es jedenfalls versuchen sollten. Es wird nicht allzud el Zeit in Anspruch nehmen, denn die Orte, an denen ich ihn zu finden hoffen darf, liegen alle hier in Die Bar, in die er seine Begleiter zunächst führte, war in der Tat nur um wenige hundert Scritte entfernt. Der Major überflog mit rachem Blick den Raum, der um diese frühe Stunde nur erst spärlich besucht war, und auf seinem Gesicht malte sich dabei eine Enttäuschung, die deutlich genug erkennen ließ, daß ihn seine Erwartung— hier wenigstens— betrogen hatte. machte den beiden anderen ein Zei gewisse Vertraulichkeit schließen, und die beiden tieften sich sofort in ein angeiegentliches Gespräch, das sich für die Ungeduld des Freiherrn von Redenburg vielzu ehr in de Länge zog. Als er dann wieder zu seinen Begleitern zurüakehrte, raunte ihnen der „Lassen Sie uns aufbrechen! Wenn ich meinen Mann auch noch nicht gesunden habe, so habe ich doch eine Mitteilung, die uns hoffentlich dazu verhelfen wird, ihn bald aufzuspüren.“ =2) ** 33 S5 55 2 SSOgE =EÄSRGS S Sagn 2 55 S S 5 -3 893. 5 S 00 S 75 09 4— *H E S 5985 5 5/ % □ ## EE S 5220 D HUE 88 9 50 P GE, * 8. 8 8 58 2: 2856 C F#ges 8855 8 85 8 8 8995 Sa S 520. SgHGESSE BSESOE POS5SS SE S5DE RSEESSE 6 02 Denkspruch. Die Verschwiegenheit entspringt aus einer mächtigen Seibstbeherrschung, und lich in diesem Stücke zu überwinden, ist ein wahrer Criumph. Gracian. Gretle. Von Lisa Mohr. (Nachdruck verboten.) Es war mir so leid um das lustige Gretle; aber wem nicht zu raten ist, dem ist nicht zu helfen! „Du wärest viel besser daran, wenn du bei deinem Bauern bliebst,“ sagte ich. Sie darauf:„Jetzt hab' ich lang genug gedient, jetzt will ich amal mein eigner Herr sein.“ „Glaubst du, daß du das bist, wenn du den Brillenschäfer heiratest?“ „Ich hab' mein' eignen Haushalt. Das Dienen is mir verleidet.“ „Aber der Schäser trinkt!“ „Ich gewöhn's ihm ab.“ Und dabei blieb sie mit der frohen Zuversicht der lachenden Jugend, die alles in rosigem Licht erblickt. Andere halsen ihr. Das waren Ratgeber so recht nach ihrem Sinn. „Du kannst nichts Bessres tun,“ sagte der Kaufmann Heimer, der mit Fahrrädern handelte und zu den Dorfhonoratioren gehörte.„Die Schäserei trägt einen Bündel Geld ein. Mit deinem Ersparten kauft ihr euch das Funkenhäuslein. Ein paar Aecker nehmt ihr in Pacht. Der Lenhard ist ein sauberer Mann und, was er anfängt, gelingt ihm. Da kann's nicht fehlen.“ Dem Gretle lachte das Herz im Leib bei solch frohen Aussichten. Die Stimmen einzelner Warner verhallten ungehört darüber. Ihre lustigen blauen Augen bliäten recht leichtsertig und unternehmungslustig in die Welt. Sie war stolz darauf, daß kein Geringerer als der vornehme Heimer mit ihr und dem Lenhard zum Notar fuhr. Dort ließ sie ihrem Verlobten die achthundert Mark, die sie teils sich erspart, teils geerbt, bedingungslos überschreiben. Hundertundzwanzig davon wanderten sofort in die Tasche des Heimer. Lenhard hatte sich lange schon ein Fahrrad gewünscht. Gretle hatte auch gar nichts dagegen.„Er muß doch auch ein Vergnügen haben,“ sagte sie. Sie war stolz darauf, wenn er abends klingelnd, mit der brennenden Zigarre im Munde, bei ihrer Dienstherrschaft vorfuhr. So trat sie, ohne Besinnen, ohne die geringste Furcht in die Ehe. Die Hochzeit wurde im schwiegerelterlichen Haus gehalten. Dasselbe lag neben dem unsrigen, und ich sah zum Fenster herunter, wie Gretle und Lenhard zur Kirche gingen. Wie schön die Schwiegereltern und die Schwägerin der vermögenden Braut taten! Kein Wunder, daß Gretle selig war. Auch war Lenhard ein ganz stattlicher Mann und von einer gewissen Gutmütigkeit, wenn er nicht getrunken hatte. Der Brille wegen, die er seit seiner frühesten Kindheit tragen mußte, hieß er im Dorf der Brillenschäfer. Die Schwiegereltern hatten ein Mahl gerichtet, ein Bierfäßlein wurde aufgelegt. Als es leer war, mußte ein zweites her. Ludwig, Lenhards Bruder, spielte auf der Ziehharmonika, und das Gretle tanzte, daß die kurzen, faltigen Röcke flogen. Bis in die Nacht hinein hörte ich den Lärm und die Lustigkeit. Ein paar Tage später brachte ich ihr ein kleines Geschenk in ihr neues Heim. Sie hatte dasselbe wirklich nett gerichtet. Gutes Bett= und Weißzeug hatte sie in ihrer achtjährigen Dienstzeit gespart, Wollröcke, Kittel und Mieder ebenfalls. Das Wohn= und Schlafstübchen hatte neue grobe Möbel, die Lenhard in der väterlichen Werkstatt selbst verfertigt hatte. Ich kannte ja seine Vielseitigkeit und seine geschickte Hand. An der Wand die schön grellgrün getüncht war, hingen ein paar Oeldrucke, wie man sie öfters in Kaufläden hängen sieht: eine keck aussehende junge Dame in gelber Atlastoilette, mit einer Zigarette im Munde. Lenhard hatte Rahmen aus Zigarrenkistchenholz darum gemacht. Ueber dem großen, alten Himmelbett, in dem schon Gretles Urgroßeltern geschlafen, hing die Hochzeitsgabe von Gretles Schwägerin, eine grobe Wollstickerei auf Stramin. Die Namen Leonhard und Margarete blickten in gelber und lila Zeichnung unter Glas und Rahmen hernieder. Gretle machte mich ganz besonders auf dieses Kunstwerk aufmerksam. Eine Zeitlang hörte ich nichts mehr von Gretle; denn ich kam eigentlich wenig mit den Dorfleuten in Berührung. Um so erstaunter war ich, als ich etwa nach einem halben Jahr erfuhr, daß wir einen neuen Schäfer bekommen sollten. Ja, was war denn mit dem Lenhard?„Den kann man nicht brauchen,“ hieß es. „Jeder Kreuzer wird versoffen.“ Uebrigens sitze er zur Zeit im Loch. Er habe sein Fahrrad verpfändet in der festen Hoffnung, der Raifseisenverein eines Nachbardorfs würde ihm die Summe zur Wiedererlangung vorstrecken, was dieser natürlich nicht tat. Lenhard vertrank seinen Aerger. Im Zorn zertrümmerte er alsdann mehrere Pflugscharen und Eggen jenes Nachbardorses. Man'hatte ihn dabei gesehen und zeigte ihn an. Gretle, die ihm Vorwürfe machte, bekam bei dieser Gelegenheit ihre ersten Schläge. Heulend lief sie zu den Schwiegereltern; aber die freundliche Untertänigkeit derselben war verschwunden.„Macht euer Sach' miteinander aus und laßt uns aus euern Händeln,“ knurrte der alte Schreiner. Er selbst lebte mit Frau und Kindern im schönsten Frieden, obgleich er selbst auch gern im Wirtshaus saß. Als Lenhard seine Strafe abgesessen, suchte er sich eine andere Schäferei. „Die Westheimer,— bei denen gelten nur die Fremden was,“ sagte der alte Schreiner grollend, als Lenhard und sein Weib Abschied nahmen. Den Westheimern selbst erzählte er, sein Lenhard habe es gut getroffen in der neuen Heimat. Die Anne, Lenhards Schwester, besuchte an der Kirchweih das junge Paar und war voll Rühmens. Es sei eine Gegend, wo jedes Korn und Wein in Fülle ernten könne.„Das reinste Kanaan," sagte der alte Peigelvetter, der Spaßmacher des Dorfes. Es dauerte kein Vierteljahr, so begegnete ich eines Tages dem Gretle im nächsten Städtchen.„Du bist's,“ sagte ich erstaunt. Sie wurde glutrot. (Schluß folgt.) Die hygienische Wirkung der Sonnenstrahlen. Die Wirkung der Sonne auf den menschlichen Organismus beruht keineswegs nur darin, daß sie durch ihre Wärme die geschwächten Organe belebt. Sicherlich ist der Einfluß der Wärme von nicht zu unterschätzender Bedeutung, aber anderseits ist sie nicht die einzige Wirkung, die der Arzt von der Sonne erwartet, indem er sie zur Heilung von Kranken anwendet. Die Sonne hat vor allen Dingen eine mikrobentötende Wirkung von immenser Kraft. Schon die Alten kannten diese Eigenschaft der Sonnenbestrahlung. So hatten sie beobachtet, daß ein Leichnam, der an dunkler Stelle aufbewahrt wurde, schneller der Zersetzung anheimfiel, als ein anderer, der direlt den Sonnenstrahlen ausgesetzt war, und der unter dieser Einwirkung sich geradezu mumifizierte. Bei schwe3 Thann und Colmar— jederzeit zugelassen und unterliegen den Vorschriften und Taxen des Friedensdienstes. Pakete mit Ausrüstungs= und Bekleidungsstücken für Militärpersonen in festen Standorten in den elsässischen Kreisen Altkirch, Mülhausen, Gebweiler, Thann und Colmar kön' nen unter der Aufschrift der in Betracht kommen den Truppenteile und Militärbehörden abgesandt werden. ren. is vauerte aver raum eine Minure da ging das Witzereisten wieder los: alles lachte, und wir verschwanden wieder in unserem Unterstand. Wir lagen noch nicht lange darin, kamen wieder zwei„Tsching bums“: aber keiner wollte wieder hinaus bloß die Wachen mußten draußen bleiben. 2 2 2 neber die Rnshändigung postlagernder Sendungen haben die Generalkommandos einheitliche Bestimmungen getrossen, die mit dem Beginn der Reisezeit Beachlung verdienen. Postlagernde Sendungen(ind dem Empfänger nur auszubändigen, wenn er sich bei der Meldung ausweist. Die Ausweise stellen jetzt ausschließlich die Polizeibehörden aus: sie haben auch Gültigkeit, wenn sie im Bereich eines anderen Armeekorps ausgestellt sind. Auf dem Ausweis muß eine Photographic des Inhabers aus neuester Zeit aufgeklebt sein; sie wird amtlich so abgestempelt, daß der Stempel zur Hälfte etwa auf dem Bilde, zur anderen Hälfte auf dem Papier angebracht ist. Postausweiskarten, Postlagerkarten und Ausweise anderer Behörden als der Polizeibehörden berechtigen nicht zum Empsang postlagernder Sendungen. Es ist verboten, in Gasthöfen Postsendungen an Personen auszuhändigen oder sonst an sie gelangen zu lassen, sofern sie nicht in dem Gasthof ab gestiegen und polizeilich gemeldet sind, Zur unsere verchlüchen Leser? Werken über den setzigen Weltenbrand Umschau zuhalterz, um das Beste und Interessanteste auszuwähler und empfehlen daher als ein solches Werk, das in jedes„ drutsche Haus, in jede deutsche Familie gehört, Das volkstümlichste nationale Sechzehn Stunden unter Leichen. :: Eines Tages erhielten wir früh den Befehl zum Sturmangriff. Auf das verabredete Zeichen sprangen wir aus den Schützengräben und liefen in wilder Hast gegen die serbischen Stellungen. Die Serben aber, die den Zweck unseres lebhaften Artilleriefeuers, das einige Stunden vor dem Sturm eingesetzt hatte, wohl erkannt hatten, waren auf der Hut. Wir hatten kaum einige Sätze von unseren Schützengräben aus nach vorwärts gemacht, als uns ein Hagel von Geschossen empfing. Rechts und links fielen die Kameraden, vom seindlichen Blei getroffen. Unter diesem mörderischen Blei war es unmöglich, die Hindernisse zu beseitigen, und es blieb uns nichts anderes übrig, als in unsere Schützengräben zurückzukehren. Die Serben schossen wie toll, und mancher schon am Boden liegende Verwundete wurde nochmals getroffen und getötet. Die Nacht brach an, und das Feuer hatte nachgelassen. Es mochte etwa gegen 11 Uhr gewesen sein, da hörten wir vor uns ein Geräusch, wie wenn sich uns jemand nähern würde. Wir blickten durch Aus Felöpostbriefen, Die eng ischen„T,ching Bum“. ::„Nun haben die Engländer wieder eine nette Ueberraschung für uns. nennen die Dinger„Tsching bum“; es sind wahrscheinlich Revolverkanonen oder leichte Flachbahngeschütze. Die Dinger hört man abschießen, aber da sind sie auch schon da, wohingegen die schweren Granaten ruhig angedreht kommen; da kann man sich erst noch eine Zigarre anbrennen, ehe die da sind. Neulich in der Abenddämmerung sitzen wir gemütlich in unserem Unterstande, acht Mann hoch, zwei waren als Posten draußen, da geht's auf einmal„Tsching vum“. Ein heller Feuerstrahl links von unserer Tür leuchtet auf. alles stürzt Hals über Kopf in den Gang und legt sich auf den Erdboden lang. Wir waren noch nicht einmal alle draußen, ging's wieder„Tsching bum“ Diesmal schlug der Feuerstrahl direkt vor unserer Tür in die vordere Deckung hinein. Unser Unterstand kam ins Schaukeln; Wir paar Mann, die noch dein waren, krochen auf dem Bauche heraus in den Graben. Ich war froh, daß wir vor unserer Gruppe die Erddeckung stark genug umgeworfen hatten, sonst hätten sie uns wie ein Sieb durchlöchert. In den Schrapnells sind über 400 Kugeln drinnen von 12 bis 15 Millimeter Durchmesser. Sie sind aus einem Metall ähnlich dem der Schriftgießer also härter wie Blei, und zerspringen auch beim Anschlag, während Blei nur breit wird. Wir lagen nun alle auf dem Bauche an der vorderen Schützengrabenwand und der Dinge, die da kommen sollSollte es gar eizi sed ischer Spion sein. W3it waren schußbereit.= Endlich war dig GeJammern vernehsten Ferzicger ain verkein Zweisel riehr, 9)#s, uuter demn wundeter Kamernd, ber Vte),,„mein Freund. der Tunkelheit näher!“ sag. Zemn Schüßenraben und rng Z.ager Franz.... Wir uund verbonder„orgen bei uns. Vis ud ue ud. Auch uchr uch elhigent. erschossen zu werden.“* Wetterbericht der deutschen Seewarte. 2.—Schön, heiter, warm. 3.—Meist heiter, kühler Wind. 4.—Sonnenschein, warm, windig, Gewitter. 5.—Wolkig, strichweise Regen, Gewitter. Verantwortlich für die Redaktion Friede, Kraay Druck u. Verlag von Carl Braus, beide in Schwerte Hausputze mit Luhns! % 4/1n% Verbürgt kranfrei! denn Viele tunS. Rolband=Packung. Illustrierte Kriegs=Geschichle. Nach amtlichen Berichten und Quellen mit Beifrägen hervorragender Mitarbeiter und Mitkämpfer bearbeitet und herausgegeben von Abrecht Armin. Mit zahlreichen Illustrationen, Karten, Skizzen usw. Lex.=Format 480 S. Preis nun 3 Mark, elegant geheftel, in stilgerechtem Ganzleinenband 4 Mark Git ungeheurer Spannung verfolgt die Welt das bluAtige Schauspiel eines furchterlichen Krieges, wie ihn die Geschichte der Menschheit noch nicht gekannt hat. Wir sind nun zwar die Miterlebenden dieser welthistorischen Kämpfe, aber bei der unendlichen Fülle der auf uns einstürmenden Ereignisse gehl selbst dem erfahrenen Kenner die Uebersicht über den wahren Gang der Begebenheiten oft genug verloren Erst durch eine zusammen. pel 100 FPIN. Nk. 5.30 508 empfiehlt L. Weinwurg 8800 Schlächthes. Mitlwoch, den 2 d. M., vormittags 8 Uhr. wird auf der Freibank das Fleisch einer Kuh und verkauft. 2 04 Die Schlachlhofverwaltung. PruttelVeratungssteue Aitwoch, den 2. Juni aachm. 3 Uhr: Schule Rosea, Schulstr. Zwangsverlauf Am Mittwoch, 2. Juni er. vormitlags 9½ Uhr. werde ich im Psandlokale, Wirt chaft # Müller hielselbst 1 Sopha, 1 Ausziehlisch, 1Glasschrankmit diversem Porzellan u. Nichelsachen, 6 Rohrstühle, 1 Osen. 1 Regulator, Icompl. Belten usw. gegen bar versteigern. Morgenroth, 29 12605 Gerichtsvollzieher. Wegzugs halber P öbel, einen fast neuen Herd und Ofen zu verkaufen. 2601 Sado, Bismarckstr. 14 I.Et wnsenSenr! J. Nautr Siegerland, Waldeck, Niederhessen, Bergisches Land, Ruhrgebiet und Snduhriehezichen uue###. Anhang: Die Hauptwanders. 5. C. G. C. Mk. 2.— Vorrälig in der Büchhändlung Carl Eraus Schwerke(Ruhr). Große Marktstr. 3—5. Fächer-Banknotentaschen, — In Preis und Ausführung unübertroffen: för Herren Mk. 2-0 per Stck., "„ Damen„ 225„„ Ferner empfehle: von Hindenburg-Vexiergeldtaschen„Wir halten durch“ pro Stück 30 Pfr. Leiztere auch mit Reklamevigung, bel 100 Stüek 20 Pfr.,„eldtaschend Paul Knäbel, Pap. Dresden-Blasewitz. Favoril Jugendalbum 60 S, ! Favortt Schnittmuster!!. — E DIEWELTN 18 18 StresTAIeRTE. Kuices-CARONIR###L WERAUSGEGEBEN VON P 8 ALERECHTARMINT hängende, auf authentischen Grundlagen aufgebaute Schilderung können wir die Bedeutung dieses mörderischsten aller Kriege in seiner ganzen schrecklichen Größe richlig verstehen lernen. Unsere Siriegs-Chronik bringt eine übersichtlich geschlossene. gemeinoerständlich gehaltene Darstellung des gegenwärtigen Weltkrieges Episoden aus den Kämpfen und dem Kriegsleben — der beteiligten Völker, Amyfern und Angonzangen Favorit Modenalbum 60 L, Favorit Handarbtsalb 69. Alleinverdant für Schwerte Kaufbaus Otto Klatx A#lsalluahe 20 fang Dortmund. Dortmund, den S1. Mai 1915 Zu dem heutigen Schlachtviehmarkt waren aufgetrieben, 933 Stück Großvieh, 402 Külter, 2 Schafe. Schlachtenberichte von Milkampfern und Augenzragen usw. bringen eine abwechslungsreiche Ergänzung in die einzelnen, packend geschriebenen Kapitel, die in ihrer Gesamtheit ein wertvolles, lebendiges Dokument über die Geschehnisse unserer schweren Tage bilden. Eine große Auswahl von trefflichen Illustrationen. Porträts. Karten. Plänen usw erhöht den Reiz des Werkes noch ganz bedeutend. Dasselbe gehört in den Besitz eines jeden Deutschen, den Lebenden und Mitkämpfern zur Freude und Erinnerung, den nachkommend n Geschlechtern, besonders auch der Jugend. zur Erhebung. Der Preis ist im Verhältnis zu dem enormen Umfang, reichhalligen Inhalt und der eleganten Ausstattung ein außerordentlich billiger. Das Werk kann in unserer Expedition eingesehen und in Empfang genommen werden— Versand nach außerhalb zuzüglich Porto für erste Zone 25 Pf. sonst 50 Pig., gegen Vorauszahlung oder, wo zulässig, gegen Postnachnahme. 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Stallmast- a) Mastlämmer und jungete Mastschafe: hammel. b) ältere Masthammel, geringere Mastlämmer und gut genährte junge Schafe c)mäßig genährte Hammel und Schafe(Merzschafe)— Weide= a) Mastlämmer— mastschafe: b) geringe Lämmer und Schafe— 4. Schweine. a) Fettschweine, über 150 kg. 8 Jentner Lebendgewicht—— d) vollsleischige Schweine von 120—150 kg(249—300 Psd.) Lebendgewicht— c) vollfleischige Schweine von 100—120 kg(200—240 Pfd.) Ledendgewicht— d) vollfleischige Schweine von 80—100 ke(160—200 P/9) 15 Lebendgewicht 112 120140-150 e) vollfleischige Schweine unter 80 kg(160 Pfd.) Ledendgewicht 96-116 120145 Sauen 96 116 120 145 schließlich derienigen in sämtlichen Zweigstellen, die sich im BeBekanntmachung(zirk der verügenden Behörde befinden) am 1. Juni 1915 gleich betr. Bestanderhebung und Beschlagnohme von allen Baum= loder Veringer seig gu, von den glassen 14 woll=Lumpen und neuen daumwollenen Sloffebsällen. s. 500„ 14 Nachsteherde Verfügung wird hiermil zur allgemeinen je 20.0„ der Klasse 5. Kenntnis gebracht mit dem Bemerken, deß jede Uebertretung Auch diese Personen sind auf besonderes Verlangen der ver(worunter auch verspätete oder un vollständige Meldung fällt), fügenden Behörde zur Meldung ihrer Vortäte oder zu Fehlsowie jedes Anreizen zur Uebertretung der erlassenen Vorschiift, meldungen verpflichtet. soweit nicht nach den allgemeinen Strafgesetzen höhere Strafen S 6. verwickt sind, nach§ 9 Zisser„b“ des Gesetzes über den Be= Beschlagnahm bestimmungen lagerungszustand vom 4. Juni 1851 oder Artikel: Ziffer? des(Belrifft nur die unter S 2a aufgeführten Klassen 1—4.) Bayerischen Gesetzes über den Kriegszustand vom 5. Awember] Die Verwendung der beschlagnahmten Bestände wird in 1912 mit Gesängnis bis zu einem Jahre. gegebenfalls nach folgender Weise geregelt: § 5 der Bekanntmachung über Vor#atserhebunren vom 2. Fedruar 1915 mit den hier vorgeseh nen Strafen belegt wird. S 1. Inkrafttrelen der Verfügung a) Die Verfügung tritt am 1. Juni 1915, mittags 1 Uhr. 5) Für die in§ 8 Atsatz d bezeichnelen Gegenstände treten Meldepflicht und Beschlagnahme erst mit dem Empfang oder der Einlagerung der Waren in Kraft, c) Beschlagnahmt und meldepslchtig sind auch die nach dem 1. Juni 1915 etwa hinzokommenden Vortäte; bei den durch§ 5 betroffenen Personen. Gesellschaften usw. jedoch nur, wenn damit die zulassigen Mindestmengen überschritten werden a) Falls die in§ 5 aufgeführten Mindestmengen am 1. Juni 1915 nicht erreicht sino, treten Meldepflicht und Beschlagnahme für die gesamten Bestände an dem Tage in Kraft. an welchem diese Mindestoortäte überschritten werden e) Verringern sich die Bestände eines von der Verfügung Beiroffenen nachträglio unter die angegebenen Mindestmengen, so behält die Verfügung trotzdem für diesen ihre Gültigkeit. 8 Von der Versügung betrossene Gegenstände. „a) Meldepflichtig und beschlognahmt sind vom festgesetzten a) Die beschlagnahmten Vorräte verbleiben in den Lugerkäumen und sind tunlichst gesonderl aufzubewahren. Es ist ein Lagerbuch einzurichten, aus welchem jede Aenderung der Vorratsmengen und ihre Verwendung ersichtlich sein muß, und den Polizei= und Mitärbebörden jederzeit die Prüfung der Läger und des Lagerbuches sowie die Besichtigung des Betriedes zu gestatten. Zu= und Abgänge si d entsprechend zu belegen. b) Aus den beschlagnahmter Vorräten dürfen entnommen werden: 1. Die von der Akllengesellschaft zur Verwertung von Stoffab ällen. Berlin W 35, Lützowstr. 3.—36(Fernsprecher: Rollendolf 445 u. 146, Tel.=Adresse:„Stoffwechsel") angekauften Mengen, 2. Die von solchen Firmen oder Personen angekausten Mengen, die vom Kriegsministerium, Kriegs=Rohstoff= ableilung als„Lieferec“ der„Akliengesellschaft zur Veiwertung von Stoffabsällen“ zugelassen sind. Jede andere Verwendung und Verfügung int verboten. Hiernach ist die Beschlagnahme im Sinne dieser Bestim mungen lediglich eine Versügungsbeschränkung. S 7. Ueber Gesuche um Freigabe von Teilmengen aus den deNachruf Gestern erhielten wir die traurige Nachricht, dass unser Fuhrmann a) Meldepflichtig und beschlognahmt sinh vom festgesetzten] Ueber Gesuche um Freigabe von Teilmengcen Meldetag ab bis auf weileres sämtliche Vorräte der nachsteheno schlagnahmten Beständen, welche mit kurzer Degeandung veraufgeführten Klossen(einerlei od Vorräte einer, mehreier oder sehen sein müssen. entscheidet die Kriegsrohstoffaoteilung(Scksämtlicher Klassen vorhanden sind), mit Ausnahme der in§ öItion WIl) des Kriegsministeriums, Berlin SW 45, Verlängerte bezeichneten Vor äle: Hedemannstr. 9/10. Mlase 1. 3. § 8. Meldebestimmungen. Die Meldung hat auf den amtlichen Meldescheinen so zu Alte helle Kattun= und Barchent=Lumpen, sortiert und erfolgen, daß für jede Klasse getennt der Bestand in eine Eicgin 180% un(zmichtgzeh“ angageben wird: in denienigen Fällen Gegenstand. mit Wollrand Sitzen fest und rutschen nicht In vielen Mustern vorrätig. 2108 All- inverkauf Olto Mark, Schwerte Ostenstrasse 20. Maschaschalbe die Gad 3 Zimmer= Wohnung (1. Etage abgeschlossen) zum 1. Juli zu vermieten. 2586 Rosenweg 24. 4 schöne gefallen ist. Wir verlieren mit demselben einen vorbildlich guten, unermüdlich fleiBigen Menschen, dessen Andenken wir stets in Ehren halten werden. 2607 L. Weinberg. original. Alte mittelhelle Kattuntiert und original. Alt original bunt Kaltunbesonderen Gewichtszahl angegeben wiro; in vensenigen Fällen und Barchent=Lumpen, sor= in welchen genaue Ermittlung des Gewichts durch Verwiegen mit unverhältnismäßigen Schwierigkeiten verbunden ist, sind dibunk Kattun= und Barchent=Lumpen, aus= Gewichte nach dem Lagerbuch oder nach Belegen aufzugeben.] □ genommen gesondeit gehaltene blaue, rote und Die Belige müssen zur Nachprüfung bereit gehalten werden. auf sofort ganz oder geteilt schwarze baumwollene Lumpen. sowie soldes Ma=(Irgend eine weitere Mitteilung darf der Meldeschein nicht ent- zu vermieten. 2550 erial, das auschlebich für die Poppensabrikaton halten... scheisnuiches Aosuchen de s 1. Die amtlichen Lteldescheine weroen auf swinler, auszuen -3, von der„Aktiengesellschaft für Verwertung von Stoffabsäuen“ Berlin W 35, Lützowstr. 33—26, postfrei be sandt. Die Meldungen sind an die Kriegs=Rohstoff=Abteilung Sektion W. II) des Königlichen Kriegsmioisteriums, Berlin verwendbar ist. Kunstbaumwolle, aus den Sorten der Klassen 1ohne Zusatz von Oel hergestellt. b) Nur meldepflichtig sind vom festgesetzten Meldetag ab bis auf weiteres sämtliche Vorräte der nachstehend aufgeführten Kötterbachstr. 4. Vorrate: Alese Gegen stand. Klassen(einerlei ob Vortäte einer, mehrerer oder sämtliche: Sw 48. Verlängerte Hedemannstr. 9/10 bis zum 15. Juni 1915 Klassen vorhanden sind), mit Ausnahme der in§5 bezeichneten einschließlich einzureichen(Die Briefe müssen ordnungsgemäß S ongenep 4. in a An diese Stelle sind auch alle Anfragen zu richten, welche die vorliegende Versügung detreffen Die Bestände sind in gleicher Weise wieder am 1. August aufzugeben unter Einhaltung der Einreichungsfrist bis zum 15. Augus. Münster, den 31. Mai 1915. Der stellvertr. kommandierende General des VII. Armeekorps: Frhr von Gayl General der Infanterie. 5. 6. 7. 8. 9. 10. 11. 12. A. Alle baumwollene Lumpen: Alte weiße baumwollene Lumpen aller Art, ausgegegommen gesondert gehaltene Gardinen, Mul, gehäkelle und gestärkte Sachen. Alt trüb weiß Kattun, alle Sorten. Alt weiß und trüb weiß baumwollgestrickt. Alte blaue Kattun=Lumpen. Alt Hosenzeug und Englisch Leder. Alt dunt baumwollgestrickt und Trikotagen, otiginal und in Farben sortiert, außer schwarz. B. Neue baumwollene Stofsabfälle: Beranuimachung. 13. 14. 13. Die festgesetzten Kreishundesteuer=Hebelisten der Gemeinden des Amtes Wellinghofen für 1915 liegen vom 5. Juni ds. Is. B. Neue baumwollene Stofsabfälle: ab 14 Tage lang im hiesigen Amtshause, Zimmer 6, zur Einsicht ale Daalitsten. Gegen die Zerazagene, Jseht den Sieuerpüichztigen binez nonmengesondertghalene rote, baue und schwarze) vrn GHeigen den Beschuß des Kreisauschasses dann der Sieuerpflichtige binnen 2 Wochen nach erfolgter Zustellung Klage im Verwaltungsstreilverfahren beim Bezirksausschuß in Arnsberg erheden. Wellinghofen, den 29. Mai 1915. 2298 Der Amimann: Hartung. Corset „Hammonia“ verleiht jeder starken Dame eined gute Figur und sitzt bequem, auch in sehr weiten Nummern vorrätig. Otto Mark Schwerte,„Ostenstr. 20 Suchsshtisiseh (Kraftfleisch) per Fia. 1.15 L. Weinberg. 13, Abfälle. Neu Englisch Leder. Kunstbaumwolle, aus den Sorten der Klasse 5ohne Jusatz von Oel hergestellt. C. Unsortierte, sogenannte bunke Lumpen. (Sammelware, nicht nach Stoffen und Farben geordnet.) Von der Verfügung bel offene Personen. Gesellschaften usw Von dieser Verfügung betroffen werden: a) alle gewerblichen Unternehmer und Firmen. in deren Betrieben die in§ 2 ausgeführten Gegenstände erzeugt, gebraucht oder verarbeitet werden, soweit die Vorräte sich in ihrem Gewahrsam oder bei ihnen unter Zollaussich! befinden: b) alle Personen und Firmen, die solche G genstände aus Anlaß ihres Handelsbetriedes oder sonst des Erwerbs wegen für sich oder für andere in Gewahrsam haben, oder wenn sie sich bei ihnen unter Zollaussicht definden; c) alle Kommunen, öffentlich rechtliche Körperschaften und Verbände, in deren Betrieben solche Gegenstände erzeugt, gebraucht oder verardeitet werden, oder die solche Gesenstänoe in Gewahrsam haben, soweit die Vorräte sich in ihrem Gewahrsam od.r bei ihnen unter Zollaussicht befinden: d) alle Empfänger(der unter a bis c bezeichneten Ark solcher Gegenstände nach Empfang derselben, falls die Gegenstände sich am Meldetag auf dem Versand befinden und nicht bei einem der unter a bis c aufgeführten Unternehmer, Personen usw. in Gewahrsam oder unter Zollaussicht gehalten werden. Vorräte, die in frenden Speichern, Lagerräumen und anderen Aufbewahrugsräumen lagern, sind, falls der Verfügungsberechtigte seine Vorräte nicht unter eigenem Verschluß hält, von den Inhabern der betreffenden Aufbewahrungsräume zu melden und gelten, soweit sie nnter§ 2a aufgeführi sind, bei diesen als beschlagnahmt Von der Verjügung betroffen sind hiernach insbesondere nachstehend aufgeführte Belriede und Personen: gewerbliche Betriebe: Papierfabriken. Kunstwoll= und Kunstbaumwollfabriken, Wäschefabriken u. dergl., Handelsbetriebe: Händler, Lagerhalter. Spedileure, Agenten, Kommissionäre u. dergl., Personen, welche zur Wiederveräußerung durch sie oder andere bestimmte Gegenstände der in§ 2 aufgeführten Art in Gewahrsam genommen haben, auch wenn sie im übrigen kein Handelsgewerde betreiten. Sind in dem Bezirk der verfügenden Behörde neben der Hauptstelle Zweigstellen vorhanden(Zweigsabriken. Eilialen, Iweigbüros u. dergl.). so ist die Hauptstelle zur Meldung und zur Durchführung der Beschlagnahmebestimmungen auch für diese Zweigstellen verpflichtet. Die außerhald des genannten Bezirks (in welchem sich die Hauptstelle defindel) ansässigen Zweigstellen werden einzeln betroffen. S 4. Umfang der Meldung. Außer den Angaben über die Vorratsmengen ist anzugeben. wem die fremden Vorräte gehören, die sich im Gewahrsam des Auskunstpflichtigen definden. S 5. Ausnahmen von der Verfügung Ausgenommen von die'er Verfügung sind solche in Ss geBesellschaften usw., deren Vorräie(einBeranntmachung. An der Güterabfertigung des Bahnhofs hierselbst Freiwillige Feuerwehr Mittwoch, den 2. Juni, abends punkt 8 Uhr Statt Karten. Martha Bährensmann Martin Giese Verlobte. 2600 Geisecke, den 28. Mai im Kriegsjahr 1915 werden stadtseitig 2 Waggon Kartoffeln Uebung. zum Preise von Mk. 6.50 für den Zentner verkauft. Die Abgabe erfolgt heute in der Zeit von 8 Uhr erforderlich. Alarmiert wird nicht, allseitiges Antreten ist dringen 2602 Behälter ist mit2609 vormittags bis 7 Uhr abends. zubringen. Schwerte, den 1. Juni 1915. Der Magistrat: Rohrmann. Der Oberbrandmeister. Wollen Sie kennzeichneten Personen, Geseuschaften deren Vorräte Gtte Bettenl kaufen? So gehen Sie nur in ein reelles Geschäft zu dem Sie Vertrauen haben. Sie erhalten in dem Bettengeschäft von Otto Wilkes nur garantiert doppelt gereinigte, staubfreie Bettfedern und Daunen zu den bekannt billigsten Preisen. Barchend s“ und farbecht.— Otto Wilkes Bahnhofstr. 19. Schwerte, Bahnhofstr. 19. in den neuesten Fassons, auch fürstarke Damen, in grosser Auswahl vorrätig. Vorzüglicher Sitz. Gute Stoffqualitäten selbst in den billigeren Preislagen. Otto Marx, Schwerte, Ostenstr. 20 Statt besonderer Anzeige. Ihre Kriegstrauung zeigen an Ferdinand Falkenberg Margarete Falkenberg 2596 geb. Meyer — Hlagen i. W, im Mai 1915. SommerIch suche per 1. Juli ein zuverlässiges Zausmüschen welches nähen kann. 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