Amtliches Kreisblatt für den kreis börde # ecmem Seiuur nicnn uene ander Feiertags. Bezugspris M.„DoieretAdrich, dei der Post für Bestellgeis 42 Pla. gohr. Wöchentl. Graksbellage:„Iünstrierten Hamilenfreund“ u. 1ägl. Unterdaltungsbiatt. Anzelgenpreis: Die Rebengespaltene Petthellosen deren Raum 10 Plg., Anzeigen von auzwärs 13 Pig., Reklamezelle 40 Pfg. Jeder Radau gil als Kassarnbal u. erischl de Rontorsen, Zwangsoergleichen, gerichtl. Klagen u. (eebsachund eratt. Setliusetetsene! Westhofener Zeitung Langscheder Zeitung Schwerter Volksblau Holzwickeder Zeitung Aplerbecker Zeitung Schwerter Dolkszeitung Verbunden mit: Schwerker Tageblatt, O Schwerter Anzeiger Grltes und älteltes Cagesorgan des Krelles a General-Anzeiger für deu Kreis börde o Haupt-Kononcenblaß aus Arte, aab ichelgaligrlichen Verrt. nungen sot dan Krt Hörde erlongen ganss Betaaatnachung der Abalglchen Regieruag durch Verstsenllichuag ie der„Schwente Zeitung“ gräroerdindliche Kroft.— Die „Schwerter Zeitung“ gewöhrt idren Adongesten für jeden mi Tod endenden Unsol ge: 300 Mk. Unfall: Druchu Verlage, Cor Brous Schorne=RobFerasp. 62. Telegr. Adr. Brous Schwente=Rudze Nr. 83. Samslag, den 10. April 1915. 47. Jahrgang. 1— ie frältz.=Argerseigeun den taushotel. „„ 0„„ von Aukon, überscritten Redschvutenfürsten das Englands Kriegsabsichten. In England gelangt mehr und mehr die Auf##ung zum Durchbruch, wenn Deutschland Belgien ### Nordfrankreich herausgebe, so werde sich über #en baldigen Frieden, vielleicht sogar mit Hergabe und womöglich Vergrößerung der deutschen Slonien reden lassen. Wolle sich Deutschland #er dauernd an der belgischen oder französischen ##rdseeküste festsetzen, so sei das eine so starke BeSchung Englands, daß ein endloser Krieg die ##lge sein müsse. Als ursprüngliches Kriegsziel ##t England die Vernichtung der deutschen Macht, #rstörung der rheinisch=westfälischen Industrie, S#rückziehung Preußens auf die Grenzen von 1864, Seitigung der deutschen Handelsflotte sund scharfe grenzung, wenn nicht völliges Verbot des Haluns einer deutschen Kriegsflotte bezeichnet. Kitche#r hatte vorausgesagt, daß man dafür selbst anzig Jahre hindurch Krieg führen würde. Ein Vergleich der beiden Erklärungen lehrt, England zurzeit selbst nicht mehr datan ##ubt, sein Ziel in diesem Kriege erreichen zu Ennen, weil es die Lage als für uns günstiger an##t, als wir vielleicht annehmen. Es dämmert #üben die Erkenntnis auf, daß die Endlosigkeit Krieges für England ein ebenso schlechtes GeHift sein würde, wie der 20jährige Krieg Kitche#s. Die volle Erkenntnis dieser Tatsache wird zum Durchbruch kommen, wenn die neue Ernte ##annaht, ohne daß wir ausgehungert sind, die #gen der Tätigkeit unserer U=Boote sich immer #findlicher in der Steigerung der Frachten und ##bensmittelpreise geltend machen, unsere Lustse das Innere Englands bedrohen, und wenn ## sich immer mehr herausstellt, wie sehr es an ##glands Lebensnerv geht, daß es sich in China, in #ien und Aegypten seiner Interessen um so lände Zeit nicht annehmen tann, se länger es seine inerksamkeit uns widmen muß. * E n g l a n d l e g t e n t s c h e i d e n d e B e d e u t u n g d a r a u f, de des Zuganges zum Kanal und des Kanols #ber zu bleiben. Nur wenn ihm das gelingt, ein Belgien jetzt wiederum als angeblich neu#ler Staat unter Englands Herrschaft kommt und durch eine Festung wird, die dauernd gegen uns Ausfalltor benutzt werden kann, so denkt es, d die„Kreuzztg“ ausführt, weiter in der Lage bleiben, uns jederzeit vom Weltmeere abzuSeiden. Hierin llegt also die Voranssetzung, #ter der allein es hofft, das endgültige Ziel der #tnichtung des deutschen Konkurrenten zu erwchen, das es gutwillig nach diesem Kriege #niger denn je zuvor aufzugeben bereit sein wird. wicen haben wir. Engsand selbst scheint wenig ### inung noch zu haben, daß man es uns mit #walt entreißen könnte, darum hält man augenklich anscheinend den Weg guten Zuredens für #ttungsvoller. Bei Calais und den anderen franlichen Häfen am Kanal handelt es sich nicht mehr #n, ob sie französischer, sondern ob sie englischer bleiben sollen. Schlele franzosische Verlüste! Großes Hauptquartier, 9. April. estlicher Kriegsschauplatz. Aus dem völlig zusammengeschossenen Orte Drie Grachten an der Yser wurden die gier wieder vertrieben. 2 belgische Offiziere, 100 Mann und 2 Maschinen= gewehre fielen dabei in unsere Hände. Als der Feind wiederum die Beschießung der hinter unserer Stellung gelegenen Ortschaften aufnahm, wurde Reims, in dem große Ansammlungen von Truppen und Batterien erkannt wurden, mit Brandgranaten belegt. Nördlich vom Gehölz Beau=Sejour, noröstlich Le Mesnil, entrissen wir gestern abend den Franzosen mehrere Gräben, 2 Maschinengewehre wurden erbeutet, Wiedereroberungsversuche während der Nacht waren erfolglos. In den Argonnen mißglückte ein französischer Insanterie=Angriff, bei dem die Franzosen erneut Bomben mit einer betäubenden Gaswirkung verwendeten. Die Kämpfe zwischen Maas und Mosel dauern mit gesteigerter Heftigkeit an. Die Franzosen hatten bei dem wieder gänzlich erfolglosen Angriff die schwersten Verluste. In der Woevre=Ebene griffen sie vormittags und abends erfolglos an. Zur Besitznahme der Maas=Höhen bei Combres setzten sie dauernd neue Kräfte ein. Ein Angriff aus dem Selouse=Wald bei St. Mihiel brach an unseren Hindernissen zusammen. Im Ailly=Walde sind wir im langsamen Fortschreiten. Westlich Apremont mißglückte ein französischer Vorstoß, Französische Angriffe erstarben westlich Flirey in unserem Artillerie=Feuer, führten aber nördlich und nordöstlich zu erbittertem Handgemenge, in dem unsere Truppen die Oberhand gewannen und den Feind zurückwarfen. Die nächtlichen Vorstöße der Franzosen waren hier erfolglos. Auch im Priesterwalde gewannen die Franzosen keinen Boden. Ein feindlicher Versuch, das von uns besetzte Dorf Besange=La=Grande, südwestlich von Chateau=Sallines, zu nehmen, scheiterte. Am Sudelkopf wurde ein Mann des französischen 334. Regiments gefangen, der Dum=Dum=Geschosse bei sich hatte. Am Hartmannsweilerkopf fanden nur Artillerie=Kämpfe statt. Oestlicher Kriegsschauplatz. Oestlich von Kalwarja haben sich Gesechte entwickelt, die noch nicht abgeschlossen sind. Sonst hat sich auf der Ostfront nichts Neues ereignet. Oberste Heeresleitung. von Yukon, überschritten Redschputenfürsten das Schwarze Meer, weinten englische Frauen stolze und stille Tränen, blute Belgien, lägen französische Bauernhöfe verwüstet und jagten Schiffe über alle Meere. Es ist bekannt, daß die Briten die schändlichsten Taten mit hehren Phrasen zu bemänteln wissen, sie arbeiten ja immer für ideale Zwecke, wenn sie auch der krasseste Krämer=Egoismus leitet, aber diese Heuchelei schlägt doch wahrhaftig den Rekord. Ihren Lesern können sie vielleicht ausbinden, daß England für die„Befreiung“ der Hannoveraner, Hessen und Frankfurter kämpft, aber sie sollten sich doch erst einmal erbundigen, ob diese Völkerschaften wirklich nach der„Befreiung“ durch England lechzen. England wird da etwas zu hören bekommen, daß es nicht zum zweiten Male fragen wird. Die Befreiung der Irländer, Aegypter und Inder vom englischen Joche ist wahrscheinlich eine weit näher liegende Sache. rbos-Russen von den Besterreichein gefungen! wtb Wien, 10. April.(Nichtamtlich.) Amtlich wird verlautbart vom 9. April, mittags: An der Front der Ostbeskiden herrscht im allgemeinen Ruhe. Im Waldgebirge setzte der Gegner seine frontalen Vorstöße unter schonungslosester Ausnutzung seines Menschenmaterials in andauernden Sturmangriffen fort. Berge von Leichen und Verwundeten kennzeichnen die im wirkungsvollsten Geschützund Maschinengewehrfeuer unserer Stellungen liegenden russischen Angriffsfelder. 1600 unverwundete Russen wurden in den gestrigen Kämpfen gefangen. An allen übrigen Fronten keine besonderen Ereignisse. Der Stellvertreter des Chefs des Generalstabes: von Höser, Feldmarschall=Leutnant. 812808 Kriegsgefangene in Deutschland * Eine neue englische Kriegeursache t ein hochkirchliches britisches Kirchenblatt, die ##hurch Times“, entdeckt: England kämpft auch # die Befreiuung der von Preußen unterdrückten lkerschaften im Deutschen Reiche, nicht nur der E#len und Dänen, sondern auch der Hannoveraner, Arhessen und Frankfurter— kurz für alle Völeschaften, die zwischen Maas und Elbe in Knecht#t wohnen. Zu diesem Zwecke lleße sich leider ocht umgehen, daß„auch Deutschlands Glieder wundet werden müßten, aber der Zweck bleibe #h bestehen“. Um Franksurt a. M. zu befreien, sichen Australier in die Inseln des Stilien kans ein, sammelten sich unter Bothas BurenAmando, ritten die Kosaken vom Altai über Plose Steppen, machten Jäger den langen Zug wtb Berlin, 10. April.(Amtlich.)“ Am 1. April befanden sich in deutscher Gesangenschaft: Franzosen: Offiziere und sonstige im Offiziersrang stehende Personen 3868, Mannschaften 238 496. Gens, 9. April. Die Genser Blätter besprechen die Einstellung des Zuges nach den Dardanellen neuerdings im Sinne, der ganz der Aufmachung entspricht, die durch die jüngsten Darstellungen der italienischen Presse genährt wird. Die Zeitungen erklären, der Mißerfolg der Verbündeten werde das Selbstvertrauen der mitteleuropäischen Mächte, namentlich der Türlei stärken. Die Gründe der plötzlichen Aenderung des Planes der Verbündeten Russen: Offiziere usw. 5140, Mannschaften 504 210. Belgier: Offiziere usw. 647, Mannschaften 39 620. Engländer: Offiziere usw. 520, Mannschaften 20 307. Insgesamt 812 808 Gefangene. müsse man in der Haltung der Regierungen von Bulgarien und Griechenland suchen, auf deren Hilfe Frankreich und England bestimmt glaubten rechnen zu können, als sie sich in das gewagte Unternehmen stürzten. Da indessen Griechenland und Bulgarien ihre Hilfe verweigerten, mußten die Verbündeten ihren ursprünglichen Plan wieder fallen lassen, um ihn aus eine neue Grundlage zu stellen. Ein ostaliatischer Dreiverband gegen Japan? bb Berlin, 9. April. Jum Kampfe gegen die gelbe Gefahr erhält die„Kreuzztg.“ folgende bemerkenswerte Meldung aus Amsterdam: Das Bestehen eines niederländisch=amerikanischen Vertrages zum gemeinsamen Schutze der Holland und den Vereinigten Staaten gehörenden Kolonien in Ostasien ist nun amtlich dementiert worden. Tatsächlich mag die Meldung verfrüht sein. In Holland herrscht aber doch die Ueberzeugung, daß über kurz oder lang ein solcher Vertrag zustande kommen und auch Deutschland sich ihm anschließen wird. Daß Japan die unumschränkte Alleinherrschaft im Osten und damit den Besitz aller dort liegenden Länder anstrebt, daran zweifelt hier niemand. Die bisherigen europäischen Hauptinteressen in den pazifischen Gewässern Englands, Frankreichs und Rußlands sind Waffengenossen Japans geworden. Auf sie kann man zur Verteidigung des Besitzstandes der weißen Rasse im Stillen Ozean nicht mehr bauen. Es verbleiben somit die Vereinigten Staaten von Amerika, die die Philippinen zu verteidigen haben, und Deutschland, das zwar nach dem Verlust seiner Kolonien als ostasiatischer Faktor vorläufig ausscheidet, aber nach der Meinung der Holländer nicht daran denkt, sich endgiltig damit zu bescheiden. Hier herrscht die feste Ueberzeugung, daß über kurz oder lang es zu einem ostasiatischen Einverständnig der drei Mächte kommen wird. Daraus erklärt sich auch die Tatsache, daß man in Holland, wo man bisher eher auf Seiten des Dreiverbandes stand, jetzt den Sieg Dautschlands im Weltkrieg herbeiwünscht. Annahme der ersten 22 Forderungen Japans durch China. Genf, 9. April.„Herald“ meldet aus Peking: Infolge des Widerstandes des Parlaments“ crisschusses gegen die japanischen Forderungen vertagte Yuanschikai die Sitzungen des Ausschusses und unterzeichnete die Annahme der ersten 22 Forderungen Japans. wb Peking, 9. April. Ein hoher Beamter der chinesischen Regierung teilte dem Vertreter des Reuterschen Büros über die chinesisch=japanischen Verhandlungen folgendes mit:„Die chinesischen amtlichen Kreise sahen mit Genugtuung, daß Graf Okuma in einer Unterredung mit dem Vretreter des Reuterschen Büros am 2. April die Offenheit, mit der China mit Japan verhandelt, würdigte und waren ersreut über die Auslegung, die Okuma einigen japanischen Forderungen zu geben für nötig erachtete. Alles dieses beweist, daß Japan sich Chinas Aufrichtigkeit und Freundschaft bewußt ist. China legte bisher einige japanische Forderungen nach der üblichen Bedeutung der Worte, in die sie gekleidet waren, aus. Nachdem ihnen Okuma die Bedeutung gab, die aus dem Texte nicht hervorging, fühlt sich die chinesische Regierung erleichtert und vertraut darauf, daß die Erklärung des japanischen Ministerpräsidenten nicht verfehlen wird, Früchte zu tragen. Der Krieg gegen Frankreitht. Das Ziel der französischen Ossensive. bb Roosendaal, 10. April. In einer Besprechung der Kriegslage von Pont=à=Mousson bis St. Mihiel schreibt General Berthau im„Telegramm“ von Boulogne: Wir müssen die besten verfügbaren Kräfte ansetzen, um uns von dem Dorn zu befreien, der sich hier in unsere Stellungen einbohrt. Es ist zweifellos ein gefährlicher Abschnitt, denn die deutsche Front droht hier mit einer Umfassung unserer Streitkräfte. Mit der Besetzung des 150 Einwohner zählenden Fleckens Regnieville ist noch nichts geschehen. Wir müssen durchstoßen bei Combres, Voinville und Essey, um einerseits Thiaucourt, andererseits Vigneulles zu erreichen und die Offensive in der Richtung Metz einzuleiten. Ob diese gewaltige Unternehmung glücken wird, läßt sich heute noch nicht sagen. Den Anfang aber muß man machen, sonst kommt uns der Feind mit einer Attacke zuvor, die unsere Flügel in eine prekäre Lage bringt. Die angeblichen französischen Erfolge bei Verdun. tu Rotterdam, 10. April. Auf Grund einer Vergleichung der amtlichen deutschen und französischen Tagesberichte und des genauen Kartenstudiums kommt der„Nieuwe Rott. Cour.“ in einem Artikel zur militärischen Lage zu dem Schluß, daß die Franzosen bei Verdun seit Dienstag keine nennenswerten Fortschritte mehr machten. Der französische Tagesbericht vom Donnerstag sei nur eine Wiederholung des Berichtes vom Mittwoch abend. Für die Kriegsbegeisterung der Franzosen ist der soeben ergangene Erlaß des Kriegsministers Millerand bezeichnend, der diejenigen Angehörigen der Jahresklasse 1917, die sich nicht aus freien Stücken zur Eintragung in die Stammrolle melden, mit scharfen Strafen bedroht. Die betreffenden 18jährigen dürfen nicht erst abwarten, bis die Ortsbehörde ihnen die Gestellungsbefehle zur Musterung zuschickt, sondern sie müssen vorher und freiwillig sich zur Eintragung melden. Wer das nicht tut, wird entweder in die Kolonialtruppen gesteckt oder mit Gefängnis von einem Monat bis zu einem Jahr bestraft. Diese Strafandrohung ist eine köstliche Illustration zu der Begeisterung, die angeblich die Jugendlichen Frankreichs erfüllt und in Scharen zu den Fahnen drängt. Englische Truppen in Ostfrankreich. tu Basel, 10. April. Aus Belfort wird mitgeteilt, daß größere Detachements englischer Truppen im Osten von Frankreich angelangt sind. In Belfort selbst sind schon seit längerer Zeit englische Ambulanzen tätig. Die englischen Sanitätstruppen seien gut ausgerüstet und sollen über viele modern eingerichtete Sanitätsautomobile verfügen. Joffres Phantasien. bb Rosendaal, 9. April. Aus Dünkirchen wird gemeldet: General Joffre besuchte in Begleitung des Chefs des Generalstabes und Generals Grosetti die Stellungen der Armee König Alberts. An ein Freiwilligenregiment richtete Joffre folgende Worte: „Liebe Wafsenbrüder! Der Tag unserer großen Offensive, die über das Schicksal Belgiens entscheiden soll, ist nahe. Der Feind rüstet sich zu hartnäckigem Widerstand. Wenn alles gut geht, sind wir in 3 Wochen im Herzen Belgiens und zücken das Schwert gegen das Herz Deutschlands. Macht Euch auf große Opfer gefaßt. Es gibt kein Zurück, wenn der Ruf„en avant“ ertönt.“ Das Kriegsziel des„Temps“ Paris, 9. April. Der„Temps“ schrieb kürzlich, daß Frankreich sich bei dem Friedensschlusse wirksamste Mittel politischer und wirtschaftlicher Art sichern müsse, um Deutschland künftig in die Unmöglichkeit zu versetzen, einen nauen Krieg über die Menschheit heraufzubeschwören. Die„Humanitee“ befürchtet, daß diese Andeutungen den Wunsch ausdrücken, aus dem Befreiungskampfe, den Frankreich führe, einen Eroberungskrieg zu machen und forderte den„Temps“ auf, zu erklären, was mit den Andeutungen gemeint sei. Der „Temps“, erwidert heute in gezwungener Weise: Er wundere sich, wie die„Humanitee“ den Willen zu einer berechtigten Vergeltung uund den Willen, das europäische Gleichgewicht auf der Grundlage der Achtung und der Freiheit aller Völker zu sichern, mit Eroberungslust verwechseln könne. Ganz Frankreich und alle Parteien seien heute darin einig, daß Frankreich Sicherheiten gegen jede Wiederholung der Eroberungspolitik seitens Deutschland nehmen müsse. Höchste Pflicht sei es, Frankreich durch alle Mittel gegen jede Ueberraschung zu sichern. Man müsse hoffen, daß in dem Augenblicke, wo der Charakter und der Wert dieser Sicherheiten erörtert werden müßten, auch die Führer der Sozialisten das Ziel, das für jedermann gesteckt sei, nicht aus den Augen verlieren werden, nämlich, daß Frankreich geachtet und der Friede fruchtbar sein müsse. Französische Nache. Die Berichte der im Austauschwege in die Heimat zurückgekehrten Schwerverwundeten über ihre Erlebnisse und Vehandlung in Feindesland haben uns einen Grad französischer Kulturlosigkeit gezeigt, der kaum erwartet worden wäre. So ließen sie ihre Rache an den wehrlosen Gefangenen in geradezu kindischer Weise aus. Einige Tage nach Kaisers Geburtstag erklärte, wie jetzt bekannt wird, der Lagerkommandant des Gefangenenlagers von Dinont, die deutschen Armeen hätten zu Ehren des Kaisers auf der ganzen Linie angegriffen und dabei 180000 Tote und Verwundete verloren. Auch er wolle etwas zu Ehren des Deutschen Kaisers tun und er verfüge deshalb, daß am nächsten Tage allen der Bart wegrasiert und die Haare geschoren werden. Wer sich weigerte, wurde eingesperrt. Die Leute sahen aus wie Komiker oder Kinder und wurden von der französischen Bevölkerung hin= und hergeschubst. Ein Husarenleutnant wurde eingesperrt, weil er einen Sergeanten nicht grüßte. Für den Kasernenneubau mußten die Gefangenen schwere Arbeit verrichten; sie mußten eine Straßenwalze ziehen und Steine tragen. Ein Gefangener, der eine allerdings schon verheilte Schußwunde in der Brust hatte, konnte große Steine nicht tragen und wurde deshalb vom Aufsichtssoldaten mit einem Stock dreimal über den Kopf geschlagen. Die Gefangenen mußten vor dem Kommandanten mehrfach im Parademarsch antreten, den auch deutsche Zivilgefangene mitzumachen gezwungen waren; ein deutscher Leutnant wurde zum Kommandieren bestimmt. Auf diese jämmerliche Weise lassen die Gesangenenwärter ihre Wut an den gefangenen Deutschen aus. Natürlich steht die Scheinheiligkeit dieser Schurken auf der gleichen Höhe. Als für die Schwerverwundeten endlich die Stunde der Befreiung schlug, wurden sie zuerst in Lyon versammelt. Noch dort war die Behandlung erniedrigend. Der Zug jedoch, der die ersten 220 Deutschen über die Schweiz nach der Heimat bringen sollte, war sehr gut eingerichtet. Die Gefangenen mit amputierten Beinen hatten ein Bett, die übrigen fuhren sämtlich in Wagen 2. Klasse. Vor den Augen der Welt sucht diese edle„Kulturnation“ ihre Schande ängstlich zu verbergen! Ein Ultimatum der Alliierten an Bulgarien? * tu Kopenhagen, 10. April.„National= tidende“ meldet aus Paris, die Gesandten der Alliierten in Sosia hätten den Auftrag, einen gemeinsamen Schritt bei der bulgarischen Regierung zu unternehmen und eine Erklärung für den Grenzzwischenfall zu fordern. Diese Anfrage würde die Form eines Ultimatums haben und es würde die klarste Abfassung der Antwort gefordert werden. Der Krieg gegen England. Englands Werbegeschäft in Irland. th Rotterdam, 9. April. Der Korrespondent der„Times“ in Irland gibt eine Uebersicht über das Ergebnis der Rekrutierung für das englische Heer in Irland. Nach der Volkszählung von 1911 betrug die Zahl der im wehrfähigen Alter befindlichen Iren 422 500. Davon dienten annähernd 10 000 bei Ausbruch des Krieges im Heere. Ferner sind eine große Anzahl Reservisten wieder in das Heer eingetreten. Ende März hatten sich 51 000 Iren anwerben lassen, darunter allein 31 000 bis 32 000 aus Ulster. !( W e n n m a n d i e„ U l s t e r" l e u t e a b z i e h t, d i e j a nationalistische Engländer sind, kann England mit dem Werbungsergebnis, soweit es die eigentlichen Irländer betrifft, nicht gerade Staat machen.) Die indische Armee. In einer Rede über die Treue und Tüchtigkeit der indischen Armee machte laut„Indiaman“ vom 19. März Oberstleutnant a. D. Yate folgende Angaben über die Stärke des Heeres. Bei Kriegsausbruch betuug die indische Armee 160000 Mann(ohne britische Truppen) und bestand aus 39 Regimentern, ca. 140 Bataillonen Infanterie, 13 Berggeschützbatterien und 3 Sappenkorps. Hierzu kamen 39000 Freiwillige, 22000 Imperial=Service=Truppen und 35000 indische Armee=Reserve. Die aus Europäern, Eurasiern und Parsen zusammengesetzten Freiwilligen haben den Frieden in Indien aufrechtzuerhalten. Der Rest dient in Indien oder außerhalb. Vor zwei Monaten wurde festgestellt, daß das nicht große indische Expeditionsheer Verluste von 10000 Mann, darunter 228 britische Offiziere, gehabt hatte. Ein Korrs hutte um Weihnachten 75 Prozent seines ursprünglichen Bestandes verloren. Mesopotamien sollte, so heißt es im„Indiaman“, dem britischen Reiche einverleibt und mit der überschüssigen indischen Bevölkenung besiedelt werden. Die beste Belohnung für die tapferen indischen Truppen wären Landgeschenke in Mesopotamien und Südpersien. Kampf zwischen U=Boot und Handelsdampfer. Als sich der englische Fischdampfer„Acantha“ auf der Höhe der Ferminseln, unweit der englischschottischen Grenze befand, erschien plötzlich ein Unterseeboot. Da der Fischdampfer jedoch trotz Anrufens zu fliehen versuchte, entspann sich ein hitziger Kampf, in dessen Verlauf das Unterseeboot den Dampfer, der eine Ladung Fische an Bord hatte, eine halbe Stunde lang aus Gewehren beschoß und ihn dann mit einer Granate traf. Hierauf verließ die Besatzung das Schiff. Es soll sich um das deutsche Unterseeboot„U 10“ gehandelt haben. „Prinz Eitel Friedrich“ läßt sich internieren. wtb Washington, 10 April. Nach einer Meldung des Reuterbureaus hat der Kommandant des Helfskreuzers„Prinz Eitel Friedrich“ der Zollbehörde von Newport News mitgeteilt, er wünsche, daß das Schiff interniert werde. Er sei dazu genötigt, weil die Unterstützung, die sein Entkommen ermöglicht hätte, nicht eingetroffen sei. Der Hilfskreuzer soll in der amerikanischen Werft von Norfolk interniert werden. Der Entschluß des Kommandanten Thierchens, sich von den Amerikanern in Newport News internieren zu lassen, wird allseitig nur gebilligt werden können, denn ein Entkommen war nach den jetzt bekannt gewordenen Meldungen einfach unmöglich. Getreu der traditionellen„Tapferkeit" der Engländer hatten sie nämlich zur Verfolgung unseres Hilfskreuzers nicht weniger als neun englische und französische Kriegsschiffe aufgeboten! Die tapferen Schiffe müssen nun allerdings mit langen Nasen abziehen. —— Der Runpf um die Bardanenen. Das Dardanellenrätsel harrt immer noch der Lösung. Die lange Kampfpause der Verbündeten kann nach den zuletzt bekannt gewordenen Tatsachen nur zwei Ursachen haben: Entweder die vereinigten Flotten, gewitzigt durch die schweren Verluste, zu denen jetzt noch der englische Kreuzer„Dartmouth“ und das französische Kriegsschiff„Leon Gambetta" als neueste Opfer gekommen sind, haben den Plan der Dardanellenerstürmung durch Kriegsschiffe aufgegeben und warten, bis eine günstige Gelegenheit zu einer Landung sich bietet, oder aber, und diese Wendung gewinnt immer mehr an Wahrscheinlichkeit, die vor den Dardanellen versammelten Truppenmassen sollen auf den ägyptischen Kriegsschauplatz geworfen werden, weil dort Englands Lage allmählich unhaltbar geworden ist. Daß die Truppenverlegungen nach Alexandrien unter dem Besehl des französischen Oberbefehlshabers d'Amade nur wegen des ungünstigen Klimas auf Lemnos erfolgt sind, wird niemand glauben. Die Dardanellenaktion der Verbündeten ist jedenfalls endgültig gescheitert. Die Wunden aber werden sie noch lange spüren, kommen doch ununterbrochen neue Verluste zum Vorschein. Eines der neuesten französischen Schlachtschiffe, das Linienschiff„Duquesne“, soll ebenfalls schwer beschädigt worden sein, ein Torpedojäger und zwei Wasserflugzeuge werden vermißt und liegen höchstwahrscheinlich auf dem Meeresgrund. scheidende große Zusammenstoß sei im Sommer zu erwarten. Die„Idea Nazionale“ sagt, der Dreiverband werde niemals das notwendige numerische Uebergewicht aufbringen, um Deutschland und Oesterreich niederzuwerfen. 5510 eroberte Geschütze. Berlin, 9. April. Nach Feststellungen am Anfang März belief sich die Gesamtzahl der bis dahin im Osten und Westen erbeuteten Geschütze auf 5510. Im einzelnen haben dazu beigetragen: Belgien etwa 3300 Geschütze(Feld= und schwere), Frankreich etwa 1300 Geschütze, Rußland etwa 850 Geschütze, England etwa 60 Geschütze. Mehrere hundert dieser Geschütze sind im Verlaufe des Krieges bei der Firma Krupp uund auch in anderen Fabriken für unsere Zwecke gebrauchsfähig gemacht und haben uns schon mit der gleichfalls unseren Gegnern abgenommenen großen Menge Munition erfreuliche Dienste geleistet. Der Krieg gegen Rußland. Verkürzte Frist für torpedierte Schisfe. Amsterdam, 9. April. Der„Notterdamsche Courant“ meldet aus London: Der bei Beachy Head torpedierte Dampfer„North Lands“ versuchte zu entkommen, wurde von dem Unterseeboot aber eingeholt und beschossen. Es handelte sich um ein sehr großes Unterseeboot. Die Besatzung erhielt zwei Minuten Zeit, das Schiff zu verlassen. Die Wellen gingen hoch und es siel kalter Regen. Die Leute mußten 7 Stunden rudern, bevor sie ausgefunden wurden. Osterwunsch des russischen Generalissimus. tu Petersburg, 9. April. Der Generalissimus Großfürst Nikolai Nikolajewitsch hat mittels einer in der Presse veröffentlichten Kundgebung auf die zahlreichen Briefe und Glückweinschtelegramme geantwortet, die ihm aus Anlaß des Osterfestes zugegangen sind. Er erklärte darin, da es ihm unmöglich sei, jedem einzelnen zu antworten, sei er auf diesen Weg angewiesen, um allen von ganzen Herzen zu danken.„Ich hege die feste Zuversicht", sagt darin der Großfürst,„daß Gott uns seine allmächtige Hilfe nicht entziehen wird und unseren Armeen und der Marine, die gemeinsam mit unseren Verbündeten kämpfen, den Ruhm verleihen wird, endgültig die Feinde Rußlands, der slavischen Welt, der wahren Zivilisation und Menschlichkeit zu zerschmettern.“ Mißglückter russischer Beschwichtigungsversuch. wb Berlin, 9. April.(Amtlich.) Die Russen geben in ihrem Generalstabsbericht vom 4. April an, daß sie in ihrem Plünderungszug nach Memel nur 149 Tote, Verwundete und Vermißte verloren hätten. Es wird hierdurch folgendes festgestellt: Bei Memel wurden 300 Russen begraben, bei Memel und Polangen 505 Russen gesangen. Hiervon wurden 3 Offiziere und 430 Mann über Tilsit abgefördert. Der Rest ist noch in Memel, zum Teil im Arbeitsdienst verwandt, zum Teil verwundet im Lazarett. Italienische Stimmen über Dauer und Verlauf des Krieges. Rom, 9. April. Die„Stampa“ veröffentlicht eine Unterredung mit einem früheren leitenden Staatsmann, der die Ansicht ausspricht, daß der Weltkrieg nicht bis zum Winter dauern werde. Frankreich könne nicht mehr so lange Widerstand leisten, weil es an Mannschaften fehlt. Allerdings werde England den Aushungerungskrieg gegen Deutschland fortzusetzen und den Konflikt zu verlängern suchen, aber dieses System müsse die Geduld seiner Alliierten ermüden. Der entAus Stadt und Umgebung. * Schwerte, 10. April. **(Kontrollversammlungen.) Auch an dieser Stelle weisen wir darauf hin, daß die ungedienten Landsturmpflichtigen zu den Kontrollversammlungen, welche vom 24. bis 30. April d. J. im Kreise Hörde stattfinden, sich nicht zu stellen brauchen. **(Steuerermäßigungsanträge.) Jetzt, nachdem das Steuerjahr 1914 zu Ende gegangen ist, ist es an der Zeit, Anträge auf Freistellung bezw. Ermäßigung der Steuern zu stellen. Wenn nachgewiesen werden kann, daß ein Pflichtiger in der Zeit vom 1. April 1914 bis 31. März 1915 mehr als 10 Wochen krank gewesen ist und sich das Einkommen um mehr als ein Fünftel vermindert hat, so kann er bei dem Vorsitzenden der Veranlagungskommission einen Antrag auf Freistellung für die Zeit der Krankheit stellen. Einen Antrag auf Herabsetzung oder Ermäßigung der Steuern kann ein Steuerzahler stellen, wenn sich sein Einkommen durch Stellenwechsel, Arbeitslosigkeit, Streik und dergleichen um mehr als ein Fünftel vermindert hat. Die Freistellung bezw. Ermäßigung erfolgt vom Beginn des auf den Eintritt der Einkommensverminderung folgenden Monats. Vorgenannte Anträge können nur gestellt werden bis zum Ablaufe nach dem Schlusse desjenigen Steuerjahres, in welchem die Einkommensverminderung eingetreten ist, also kurz bis zum 30. Juni. **(Auszeichnungen.) Der auf dem westlichen Kriegsschauplatz kämpfende Unteroffizier Adolf Fischer, Sohn des Anstreichermeisters F., ist zum Leutnant befördert worden.— Der Vizefeldwebel Jos. Lindemann von hier(Inf.=Regt. Nr. 128) wurde durch die Verleihung des Eisernen Kreuzes ausgezeichnet; außerdem wurde er zum Offizierstellvertreter befördert. L. kämpft seit Ausbruch des Krieges im Osten.— Unteroffizier Adolf Wagner aus der Sedanstraße wurde zum Sergeanten befördert. Wir sprechen allen wackeren Kriegern unsern besten Glückwunsch aus! **(Aus der deutschen Turnerwelt.) Jede Nummer der„Deutschen Turnztg.“ bringt seit Kriegsbeginn eine Ehrentasel, in der die Mitglieder der Deutschen Turnerschaft verzeichnet sind, die den Heldentod fürs Vaterland starben, und diejenigen, die mit dem Eisernen Kreuz ausgezeichnet sind. Nach dieser Ehrentafel, die etwa die Zeit der ersten sechs Kriegsmonate umfaßt, haben aus den 18 deutschen Turnkreisen bereits 10 280 Turner, das Eiserne Kreuz erhalten, darunter 86 dasjenige erster Klasse. Im Kreis 8a— Westfalen und Lippe— waren bis zum 25. März 844 Auszeichnungen mit dem Eisernen Kreuz gemeldet. **(Beförderung von Frachtgut nach der Front im Osten.) Wir erfahren, daß der Privatpaket= und Privatgüterverkehr nach den im Osten befindlichen Truppen, mit Ausnahme der in Galizien und in Dener Salem G Zigaretten 12 34 4 K 6 8 10 3½4 5 6 8 10 Pfg. 20 Stck feldpostmässig verpacht 50 Stckfeldpostmässig vernacht s Oriert. Tabair- u. Cigsretten 95 enstoß sei im Sommer zu “ s a g t, d e r D r e i v e r b a n d vendige numerische Uebern Deutschland und Oesterrte Geschütze. ach Feststellungen am Ane Gesamtzahl der bis dain erbeuteten Geschütze auf sen dazu beigetragen: Belütze(Feld= und schwere), eschütze, Rußland etwa 850 a 60 Geschütze. Mehrere sind im Verlaufe des Kriepp und auch in anderen ecke gebrauchsfähig gemacht tit der gleichfalls unseren großen Menge Munition tet. ind Umgebung. ** Schwerte, 10. April. ilungen.) Auch an dieser auf hin, daß die ungermpflichtigen zu den welche vom 24. bis 30. Hörde stattfinden, sich nicht ngsanträge.) Jetzt, nachdem u Ende gegangen ist, ist es auf Freistellung bezw. Erzu stellen. Wenn nachgedaß ein Pflichtiger in der 4 bis 31. März 1915 mehr ewesen ist und sich das Einein Fünftel vermindert hat, rsitzenden der Veranlagungsag auf Freistellung für die stellen. Einen Antrag auf näßigung der Steuern kann i, wenn sich sein Einkommen Arbeitslosigkeit, Streik und als ein Fünftel vermindert bezw. Ermäßigung erfolgt en Eintritt der Einkommensden Monats. Vorgenannte jestellt werden bis zum Ab sse desjenigen Steuerjahres, mmensverminderung einges zum 30. Juni. I.) Der auf dem westlichen fende Unteroffizier Adolf ; Anstreichermeisters F., ist rt worden.— Der Vizefeldnann von hier(Inf.=Regt. h die Verleihung des Eisernet; außerdem wurde er zum befördert. L. kämpft seit s im Osten.— Unteroffizier aus der Sedanstraße wurde ördert. Wir sprechen allen sern besten Glückwunsch aus! hen Turnerwelt.) Jede NumLurnztg.“ bringt seit Kriegsel, in der die Mitglieder der t verzeichnet sind, die den land starben, und diejenigen, n Kreuz ausgezeichnet sind. l, die etwa die Zeit der ersten nfaßt, haben aus den 18 deutbereits 10 280 Turner, das ten, darunter 86 dasjenige Kreis 8a— Westfalen und zum 25. März 844 Auszeichrnen Kreuz gemeldet. von Frachtgut nach der Front ren, daß der Privatpaket= und ach den im Osten befindlichen ihme der in Galizien und in 8 6 em Gold igaretten 4 f 68 10 4 5 6 8 10 Pfg. d. Sie tmässig verpackt tmässig vernacht 0 garettenfabr. Jenidrch 9r.8# Eieterantt SId.4 Fönigirsach rer! a Nr. 83. Beilage. Schwerter Samstag, 10 April 1915. Amtliches Kreisdlatt. Die letzte Kriegswoche. Österkämpfe.— England bei Seite.— Neue russische Generale.—Otto Weddigen.— Die Neutralen. Das Osterfest liegt hinter uns, auch in den Feiertagen haben die Waffen nicht geruht, und wir schreiten jetzt in den lachenden Frühling hinein. Starrt die Welt in Waffen, liegt auf vielen Menschengesichtern entsagungsvoller Ernst, der junge Lenz zeigt uns Bilder der frisch=grünen Hoffnung und ersetzt leuchtende Farben in das Konterfei der Natur. Noch wenige Wochen und wir haben schon den Monat Mai, von dem als des Jahres schönste Zeit wir die Zuversicht hegen, daß er uns auf eine weitere Höhe deutscher Siege führen wird. Die nimmermüde Volksphantasie, die sich im Prophezeien gern etwas zugute tt, sagt bereits entscheidende Erfolge voraus, aber Dir wollen doch lieber dem Genie unserer Heerführer und den wuchtigen Vorstößen unserer Feldgrauen vertrauen, wie den Zukunftsbildungen aus der Volksseele. Auch in der gegenwärtigen 36. Kriegswoche hat es an schönen Beweisen der deutschen Ueberlegenheit nicht gefehlt. Die französische Rexublik kennt keine Österfeier von Staatswegen, General Joffre hat seine Geschütze sprechen und verschiedene Angriffsversuche unternehmen lassen. Man erkennt aber schon, daß er mehr unter dem Zwang der Notwendigkeit handelt, Beweise für die nicht ganz geschwundene Regsamkeit seiner Soldaten geben zu nüssen, als mit der Erwartung eines nennenswerten Erfolges. Wir bemerken dabei den Mangel einer kräftigen englischen Infanterie=Mitwirkung, die nach der in Londoner Zeitungen immer wieder verkündeten Bildung der großen Millionenarmee des Kriegsministers Lord Kitchener doch längst zum aktiven Auftreten bereit sein müßte. Statt der Briten werden die doch wahrlich genug mitgenommenen Belgier von neuem ins Feuer geschickt. Das Zünglein an der Wage neigt sich also im Westen nicht zugunsten unserer Feinde. Den Russen hat der Fall der Festung Przemysl= deren frühere Belagerungsarmee sie nach den Karpathen geworfen haben, bisher ebenso wenig genützt, wie die Berufung neuer Armeekommandeure. Seit Kriegsbeginn bestehen die Leistungen der neuen Männer unverändert darin, Gewaltangriffe anzuordnen, die dann unter schweren Verlusten zusammenbrechen. Die Karpathenschlacht färbt den Schnee auf diesen Gebirgspässen rot mit russischem Blute, eine Aussicht, den Weg in die ungarische Ebene erzwingen zu können, besteht nicht und wird nach menschlicher Erwartung nicht kommen. Wir schätzen die österreichisch=ungarische Bundesgenossenschaft nach Gebühr ein und freuen uins, daß auch der habsburgischen Monarchie dieselben EmpIC 70 im5 SUSTENOE Micdelkep — -Lumbarrz) E gesStPIEFFELapp. " -Pschteghem * 4 Geskerke schoot Dikmüder urie Grachtend a -Noumen Zar Pen ∆4 # Nousbrugge. behaupten. Erst am 20. September wurden mehrere Festungswerke von den Deutschen genommen. Am 27. September wurde von dem französischen General die weiße Flagge zum Zeichen der Ergebung gehißt. Von der Einschließung an hat die Belagerung von Straßburg und ihre Beschießung rund Wochen gedauert. Mit Hilfe der starken Geschütze ist also im Kriege 1870 eine Vermindenuung der Belagerungszeit erzielt worden. Die Festung Przemysl hat alle diese Zeiten überdauert. Es muß ferner noch in Betracht gezogen werden, daß diese Festung schon vorher einmal von den Nussen belagert worden war, also bereits im gewissen Sinn geschwächt war. Rechnen wir noch diese Zeit hinzu, dann hat sich diese Festung 5½ Monate tapfer und kühn gehalten, auch alle Angriffe abgeschlagen, den Feind in jeder Beziehung geschädigt und so ihren Zweck vorzüglich erfüllt. Sie hat länger ausgeharrt, als bisher die rksten Festungen der Welt. „U 29“. ### Post es ato 10528 * Die deutschen fortschritte am Isernal in der habsburgisch findungen für Deutschland bestehen. Fruchtlos sind in gleicher Weise die englisch=französischen Angriffe auf die Dardanellen und auf Konstantinopel geblieben; dort zeigt sich ebenfalls wie im Westen, daß die Engländer gern ihre Verbündeten voran gehen lassen. Der Seekrieg hat uns mit hoher Teilnahme den Verhust unseres Tauchbootes„U 29“ und seines wackeren Kapitäns Otto Weddigen empfinden lassen, deren Namen unvergessen bleiben werden, aber die Verluste können in einem solchen Kriege nun einmal nicht einseitig sein. Jedenfalls hat unser Vorgehen vollen Erfolg gebracht, nicht allein durch die weit höheren feindlichen Verlriste, sondern auch dadurch, daß die neutralen Staaten die K völkerrechtsfeindliche englische Praxis gegenüber dem Handel satt bekommen haben. Die Vereinigten Staaten von Nordamerika haben jetzt dringend eine Abstellung ihrer Klagen in London verlangt, und die englische Regierung wird diese Beschwerden nicht mehr lange auf die leichte Achsel nehmen können. An der Ankündigung von neuen Kriegswirren hat es nicht gefehlt, doch ist bisher keine klare Entscheidung gefolgt. Das Zusammenprallen von Japan und China ist durch die Nachgiebigkeit des Präsidenten Yuanschikai in Peking immer wieder hinausgeschoben, und ebenso ist auf der Balkanhalbinsel der Bruch zwischen Serbien und Bulgarien, der unmittelbar zu drohen schien, ausgeblieben. Infolge davon ist das Verhalten der an einem Balkankonflikt unmittelbar interessierten übrigen neutralen Staaten Italien, Rumänien und Griechenland unverändert. Erfreulicherweise haben sich die wirtschaftlichen Angelegenheiten in Deutschland auf ihrem bisherigen guten Stande gehalten. — Die Dauer der Belagerungen Die Belagerung von Przemysl dauerte 4½ Monate. Eine beträchtliche Zeit, wenn man bedenkt, daß eine Festung von der Größe Antwerpens wenige Tage nach Beginn der Beschießung sturmfrei gemacht worden war. Die Tapferkeit der österreichischen Verteidigungsarmee hat die Belagerung so lange aufgehalten, bis die Festung von Hunger bezwuungen worden war. Es kommt dazu, daß die Russen nicht über unsere Belagerungsgeschütze verfügen. Jedenfalls war die Belagerung der Festung in der neuesten Kriegsgeschichte von ungewöhnlich langer Dauer, ein gutes Zeichen für die heldenhafte Verteidigung. In früheren Jahrhunderten konnten Belagerungen unter Umständen länger dauern. Aber in der neuen Zeit genügten— abgesehen von unseren schnellen Erstürmungen der belgischen und französischen Festungen in diesem Weltkriege— 1 bis 3 Monate, um die stärksten Festungen zu nehmen. Zwar hat Wallenstein noch Stralsund 3 Monate lang ergebnislos belagert. Die Belagerungsgeschütze der neueren Zeit aber haben stets den Sieg über die Befestigungen davon getragen. Aber auch jetzt noch blieben die Festungen ein starker Schutz, dem es gelang, den Feind wochenlang von der Stadt fernzuhalten. So wurde z. B. die Festung Plewna in dem russisch=türkischen Kriege trotz der Größe der russisch= rumänischen Belagerungsarmee drei Monate lang von dem General Osman=Pascha gehalten. Vom 10. September bis zum 10. Dezember 1877 stürmte das Belagerungsheer die starke Festung, deren hel“ denmütige Verteidigung Weltruf erlangt hat. Nach 3 Monaten mußte sie sich allerdings ergeben. Ein anderes Beispiel von der langen Dauer der Belagerungen bildet die Festung Straßburg. Sie wurde im Jahre 1870 von General von Werder belagert. Die Cernierung wurde vom 11. bis 17. August durchgeführt. Am 24. August begann das Bombardement aus 241 Geschützen. Trotz des Belagerungsmaterials konnte sich der Feind noch rund 4 Wochen in der stark beschossenen Festung Wie oft stieg es zu Gnunde Im kühnen Tatendrang, Nun kam die Trauerkunde, Daß es für ewig sank. In diesem grausen Kriege Zog es, in deutscher Art, Nach manchem stolzen Siege Auf seine letzte Fahrt! Viel Wunden sind geschlagen Im heißen Kampfgewühl, Doch geht durch unser Klagen Ein Stolz= und Dankgefühl. Und Dank erklärt die Schmerzen, Was Schweres auch geschieht, Der Trauersang im Herzen Erbraust zum Heldenlicd. Wir dankens den Getreuen, Die, weils die Pflicht gebot, Sonder Zag und Scheuen Erwählt den Heldentod. Wo solche Helden fechten, In heil'gem Opfermut, Da kann kein Feind uns knechten, Da steht es um uns gut! Mag Uebermacht sich rüsten, Bald wird sie lahm gelegt, Da kann kein Brit' sich brüsten, Daß er sich fiegreich schlägt. Nein, uns're deutschen Jungen Durchringt ein Geist, ein Mut, Sie sinken unbezwungen Mit Hurra in die Flut! Sie sind des Feindes Schrecken, Sie bringen ihn in Not, Bis sie die Waffen strecken Dem Allbezwinger Tod. Und finken sie hernieder, Steh'n and're auf dafür, Fahrt wohl Ihr tap'’ren Brüder, Wir kämpfen so wie Ihr! In Kampf uund Sturmgesause Traf Euch das Heldenlos, Aus uns’ren Herzen brause Ein Danklied, stolz und groß. Dort in der Nordsee Wellen, Wie es uns froh verheißt: Wird Britenmacht zerschellen Am deutschen Seemannsgeist! A. 3. und Tiebe. Roman von Käthe Lubowski. 62 Während draußen das Leben und der Wille in fliegendem Pulsschlag glühen, stehen auf der Diele des Hohen=Litzener Schlosses zwei zitternde Menschen, die noch nicht wissen, wie sich ihr ferneres Leben gestalten wird. Deren Mut untergegangen und erloschen ist in der brennenden Frage, was ihnen die nächsten Stunden bringen werden. Jürgen und Adda von Wachenhusen. Es ging nicht anders. Sie mußten kommen. Der Macht, die sie schob, konnte niemand Widerstand leisten. Auch Adda nicht.„Beugen, demütigen, klein sein!" befahl der Gerechtigkeitssinn. Sich erniedrigen und im Staube liegen, wenn die Gequälten es als Sühne verlangten. Aber die Liebe, die nicht stirbt, kauerte im Winkel und sagte in gläubiger Hoffnung:„Ich bin ewig. Auch in ihm. Und meine Macht ist die Güte.“ Jürgen stand an einem der hohen Bogenfenster und starrte hinaus, des Augenblicks in heißer Ungeduld und atemberaubender Angst wartend, der Tarenberg heimbringen wird. Adda hatte sich sofort in das Krankenzimmer führen lassen, um ihr, die sie„Dirne“ genannt hatte, den Schwesternamen zu geben. Wie heilig so ein Sterbezimmerist! Rings umher loht die Sonne, brennt und verbrennt. Hier ist Schatten. Draußen kämpfen sie in Schweiß und Not um das Stückchen tägliches Brot, hier ist der Sieg, der Sättigung und Reichtum gibt. Die Todkranke hebt den Kopf ein wenig von dem weißen Linnen, als sie Schritte hört. Die alte Wirtschafterin, die Adda hinaufgeleitet hat, entfernte sich sogleich wieder. Adda wollte mit der da drinnen allein sein. 2 Nun sind sie allein. Nur die Vergangenheit steht neben ihnen und sieht sie aus traurigen, glanzlosen Augen vorwurfsvoll an. Nora hat die Nahende erkannt. In ihr ist kein Zorn und keine Verachtung mehr. Zitternd streckt sie Adda die abgezehrten Hände entgegen. In diesem Augenblick sieht sie so unirdisch und weltentrückt aus, als sei sie bereits gestorben. Adda kann nicht sprechen. All das Zurechtgelegte liegt auf ihrem Herzen, aber über die bebenden Lippen will es nicht. Nur ein trockenes Schluchzen kommt aus ihrer Brust. „Nicht weinen!“ sagt die Kranke unendlich milde. Da wirft sich Adda mit beiden Armen über sie und verbirgt ihre Augen in den Kissen. „Kannst— Du— mir das Wort— verzeihen — das schreckliche Wort?“ fragt sie stammelnd,„und all das, was ich Hans Weddo angetan habe?“ Nora will das gesenkte Haupt emporrichten und in die Augen der Bittenden sehen, aber dazu reicht ihre Kraft nicht mehr aus. „Dir ist längst verziehen,“ sagt sie flüsternd,„steh auf! Ich möchte Deinen Mund küssen. Und den Kuß gib weiter! Deinem Bruder, denn ich habe ihn sehr geliebt.“ Sie weiß gar nicht, daß sie der einstigen Feindin das traute„Du“ gegeben hat. Sie fühlt nur, daß sie bald scheidet und Frieden machen muß, so lange sie noch hier ist. Die weichen, zärtlichen Worte nehmen den Druck von Addas Herz. Sie richtet sich empor und schiebt den Arm unter Noras leichten Oberkörper, dann neigt sie ihr die Lippen entgegen und küßt sie. Und flüstert ihr Worte in das Ohr, deren Sinn Nora nicht verstehen kann:„Ich bringe Dir Deines Vaters Abschiedsgrüße.“ R. Kautick. Jürgen wartet immer noch. Endlich hört er den festen, bedächtigen Schritt, den er so gut kennt. Tarenberg hat sich nicht Zeit genommen, um irgend eines Unbekannten willen, der es nicht einmal für nötig hielt, seinen Namen heraus sagen zu lassen, die Toilette zu wechseln. Bestaubt und gebrännt tritt er ein. Unwillig, daß man es wagt, ihn einfach in dieser arbeitsreichen Zeit vom Felde heimzurufen. Jürgen steht im Hintergrund. Dämmrig und kühl ist es in dem großen Raum. Das bunte Glas der Bogenfenster dämpft das grelle Sonnenlicht. Hans Weddos Augen sind geblendet von den Strahlen, die draußen leuchten. Die Gegenstände hier drinnen erscheinen ihm im ersten Augenblick wie ein riesiges Nebelmeer, in dessen Fluten vereinzelte Blutstropfen umhertanzen. Da stürzt Wachenhusen vor. Alles vergessend, was er eigentlich sagen wollte, bis auf das Wort, das in seine Seele hineingebrannt ist. „Vergib— mir— Hans Weddo.“ Tarenberg taumelt zurück, als habe er einen Schlag erhalten. „Wie kommst Du hierher? Gehe fort von meiner Schwelle." „Laß mich bleiben. Ich entweihe sie Dir nicht. „Das ist nicht mehr nötig. Ich kenne ihn bereits. Ein Zufall hat ihn mir enthüllt. Dein Vater. Er wäre weiter verschwiegen geblieben, wenn ihn nicht selbst das Geheimnis gedrückt hätte. Weiß er, daß Du bei mir bist?“ „Er ist tot, Hans Weddo. Eine harte Sühne für einen, der im Glück stand.“ „Tot— freiwillig gegangen?“ „Ja. Du wußtest also und hast geschwiegen, trotz alledem, was wir Dir angetau hatten. Du hast uns nicht zerschmettert mit der Nachricht, nicht Deine Rache gekühlt— wie groß bist Du und wie gut. Sieh, ich liege vor Dir auf den Knien. Ein Wort begehre ich, Hans Weddo. Ich liebte das Mädchen, das meine Schwester wie die Deine ist— ich mißgönnte sie Dir. So schlecht war ich. So toll und wild, daß ich alles vergaß, unsere Freundschaft und Liebe. Und doch habe ich nach Dir und Deiner Güte gelechzt. Ich habe Dich geliebt, indem ich Dich beschimpfte, ich hätte mein Herz zerreißen können, als ich das Deine traf. Und dennoch Dich töten mögen.“ Da öffnet Hans Weddo dem Heimgekehrten die Arme entgegen und zieht ihn an sein Herz. Als sie sich von einander lösen, sind ihre Wangen mit Tränen benetzt. Zwischen ihnen liegt eine heilige Stille. ! Danach sagt sie ihr, was gesagt werden muß. die alte Freundschaft und um die alte Liebe bettelt.“ „Wer rief Dich?“ „Deine Schwester." „Nora— sie hat—?“ „Die Wahrheit enthüllt, so weit sie ihr bekannt war. Ein anderer hat sie ergänzt. Du hast das Recht des Hasses auf diesen anderen und auf uns, die wir seine Kinder sind. Und ich habe die Pflicht, Dir den Namen von Noras Vater zu sagen.“ I Tarenberg schüttelt den Kopf. „Laß mich bleiben. Ich entweihe sie Dir nicht. Sie denken beide an Adda und wagen doch Ich komme als ein Bittender, als einer, der Un. nicht, ihren Namen auszusprechen. Der eine, weil seine starke, tiefe Liebe noch nicht vergessen kann, daß sie sie von sich warf. Der andere, weil er nicht weiß, wie er Hans Weddo am Besten auf ihr Hiersein vorbereiten soll. Da ist es plötzlich, als ob von oben her, wo die Kranke liegt, ein Schrei ertönt. Sie halten den Atem an und horchen hinauf. Noch einmal klingt gedämpft ein ähnlicher Laut an ihr Ohr. 220.10 FrühjahrsKontrollversammlungen 1915 im Landwehrbezick 1I Dorimund. Die sämtlichen Mannschaften des Beurlaubtenstandes und der gediente Landsturm und die bereits dem aktiven Heere angehörenden, auf Urlaub sich befindenden Mannschaften haben sich an den einzelnen Tagen, auf den angegebenen Plätzen, wie folgt, zu stellen: Frühjahrs=Kontrollversammlungen 1915. Stadt Hörde. Am Burgtor(Eingang zum„Phönix"). Provinzial=Infanterie der Jahresklassen 1888—1892 am Samstag, 24. April, 8,30 vorm. Provinzial=Infanterie der Jahresklassen 1893—1894 am Samstag, 24. April, 9,45 vorm. Provinzial=Infanterie der Jahresklassen 1895—1896 am Samstag, 24. April, 11,00 vorm. Provinzial=Infanterie der Jahresklassen 1897—1915 am Samstag, 24. April, 12,00 mittags. Sämtliche übrigen gedienten Mannschaften aller Waffengattungen und Ersatzreserve der Jahresklassen 1902—1915 am Samstag, 24. April, 1,30 nachm. Vom Amt Aplerbeck die Gemeinden Sölde, Holzwickede, Hengsen und Opherdicke. Holzwickede, Wirtschaft Böhle. Provinzial=Infanterie der Jahresklassen 1888—1894 am Montag, 26. April, 9,00 vorm. Provinzial=Infanterie der Jahresklassen 1895—1915 sowie sämtliche übrigen gedienten Mannschaften aller Maffengattungen und Ersatzreserve der Jahresklassen 1902—1915 am Montag, 26. April, 11,00 vorm. Amt Aplerbeck mit Ausnahme der Gemeinden Sölde, Holzwickede Hengsen und Opherdicke. Aplerbeck, Wirtschaft Schulte,„Hotel zur Post“. Provinzial=Infanterie der Jahresklassen 1888—189“ am Dienstag, 27. April, 8,45 vorm Provinzial=Infanterie der Jahresklassen 1894—1897 am Dienstag, 27. April, 10,15 vorm. Provinzial=Infanterie der Jahresklassen 1898—1915 sowie sämtliche übrigen gedienten Mannschaften aller Waffengattungen und Ersatzreserve der Jahresklassen 1902—1915 am Dienstag, 27. April, 11,45 vorm. Stadt Schwerte und Amt Westhofen. Schwerte, Wirtschaft„Im Reiche des Wassers“. Provinzial=Infanterie der Jahresklassen 1888—1894 am Mittwoch, 28. April, 9,00 vorm. Provinzial=Infanterie der Jahresklassen 1895—1915 am Mittwoch, 28. April, 10,30 vorm. Sämtliche übrigen gedienten Mannschaften aller Waffengattungen und Ersatzreserve der Jahresklassen 1902—1915 am Mittwoch, 28. April, 12,00 mittags. Amt Annen und Amt Kirchhörde mit Ausnahme der Ortschaft Hombruch. Annen, Wirtschaft Greten am Marktplatz. Provinzial=Infanterie der Jahresklassen 1888—1895 am Donnerstag, 29. April, 9,15 vorm. Provinzial=Infanterie der Jahresklassen 1896—1915 sowie sämtliche übrigen gedienten Mannschaften aller Waffengattungen und Ersatzreserve der Jahresklassen 1902—1915 am Donnerstag, 29. April 10,45 vorm. Amt Barop sowie Amt Wellinghofen und vom Amt Kirchhörde die Ortschaft Hombruch. Hombruch, Wirtschaft Wwe. Schnittker. Provinzial=Infanterie der Jahresklassen 1888—1893 Freitag, 30. April, 8.45 vorm. Provinzial=Infanterie der Jahresklassen 1894—1895 am Freitag, 30. April, 10,00 vorm. Provinzial=Infanterie der Jahresklassen 1896—1915 am Freitag, 30. April, 11,15 vorm. Sämtliche übrigen gedienten Mannschaften aller Waffengattungen und Ersatzreserve der Jahresklassen 1902—1915 am Freitag, 30. April, 12,45 nachmittags. Die Garde stellt sich mit den Jahrgängen der Provinzial=Infanterie. Allgemeine Bestimmungen über die Kontroll= versammlungen. 1. Die Mannschaften haben in ordentlichen und sauberem Anzuge zu erscheinen und 5 Minuten vor der befohlenen Zeit im Kontrollversammlungslokal nach Anweisung des Bezirksfeldwebels anzutreten. Stöcke, Schirme, brennende Zigarren rc. sind vorher abzulegen. Militärpässe, Urlaubspässe, kurz alle militärischen Papiere sind mitzubringen. 2. Die Mannschaften des Beurlaubtenstandes gehören für den ganzen Tag der Kontrollversammlung zum aktiven Heere und zur Militärgerichtsbarkeit. Das anerkannt Beste Das anerkannt Dauerhafteste Das anerkannt Praktischste sind bleyies Fabrikate Bley’les Knaben- Anzuge, Bleyle’s Joppen u. Geschäfts- Röcke, Turn- und Reform-Hosen für Damen, Kinder und Herren 5913 Alleinverkauf Ernst Müller, Schwerte, Ostenstr. 18 Reparaturen erbitte zu Ende der Woche. Bekanntmachung. Wer nach§ 2 der Bundesratsverordnung über den Verkehr mit Futtermitteln vom 31. März 1915(Reichsgesetz=Blatt S. 195) folgende Futtermittel: A. Körnerfulter. Mois.(guch Geschraten) Johannisbrot(auch geschroten), Ackerbohnen, Sojabohnen, Wicken; B. Abfälle der Müllerei. Erdnußschalen und-kleie, Haferspelzen, Hirseschalen, Reiskleie und=spelzen. Haferkleie, Reisfuttermehl, Haferfuttermehl. Erbsenschalen und=kleie, Graupenfutter, Gerllenhleie,„. anglaig Ai. nar dam Tpbraft. Weizen und Roggenkleie, die vor dem Inkrafttreten dieser Verordnung aus dem Ausland eingeführt ist, Maisabfälle(Homco, Homini, Maizena usw.; C. Abfälle der Zucker= und Stärkefabrikation sowie der Gärungsgewerbe. Kartoffelpülpe, getrocknet, Getreidetreber, 3. Die Jahresklasse ist auf dem Deckel des Militärpasses zu ersehen.„Sämtliche übrigen Mannschaften aller Waffengattungen“ im Sinne obiger Bekanntmachung sind: Verkehrstruppen, Jäger, Kavallerie, Feldartillerie, Pioniere, Train, Sanitäts= und Veterinärpersonal, Fußartillerie, Marine. Als Krankenträger ausgebildete Mannschaften der Insanterie und Jäger, sowie Militärbäcker gehören zum Beurlaubtenstande des Train. 4. Zum Beurlaubtenstande gehören auch die bis zur endgültigen Entscheidung im Militärverhältnis I. als dienstunbrauchbar, mit oher ohne Militärpension beziehungsweise Rente a) zur Disposition der Ersatzbehörden, b) zur Reserve Entlassenen; II. vor erfüllter aktiver Dienstpflicht zur Disposition der Truppen= oder Marineteile beburlaubten; III. von ihren Truppen= oder Marineteilen a) wegen vor der Einstellung begangener strafbarer Handlungen, b) wegen Reklamation, c) zur Disposition der Ersatzbehörden oder zur Reserve entlassenen Mannschaften; IV. die wegen häuslicher oder gewerblicher Verhältnisse, z. B. zur Aufnahme der Arbeit bei Kriegsmaterial herstellenden Werken oder Zechen entlassenen oder beurlaubten oder sonst reklamierten Mannschaften; V. ferner die beim Aushebungsgeschäft vorgestellten oder nach Eintritt der Mobilmachung beorderten aber bei der gelegentlich der Gestellung vorgenommenen Untersuchung a) zeitig oder douernd felddienstunfähig aber noch garnisondienstfähig, b) nur zeitig feld= und garnisondienstunfähig oder sonstwie zeitig krank befundenen Mannschaften. Alle diese Mannschaften haben sich stets zu der für ihre Waffe und Jahresklasse befohlenen Kontrollversammlung zu stellen. Jedoch haben sich nicht zu stellen, sämtliche Mannschaften, welche dem ungedienten Landsturm angehören, mögen sie gemustert sein oder nicht, auch dann nicht, wenn sie bereits einige Zeit bei der Fahne gestanden haben und zur Disposition der Ersatzbehörden oder auch zur Wiederaufnahme der Arbeit entlassen sind. 5. Mannschaften, welche dem aktiven Heere angehören uund aus einem in ihrer Person liegenden Futterkalt, kohlensauter und phosphorsaurer, ferig präpariert mit Beginn desks. April 1915 in Gewahrsam hat, ist verpflichtet, sofern er nicht Verbraucher ist oder die Mengen unter einem Doppelzentner in jeder Art sind, die vorhandenen Mengen getrennt nach Arten und ihren Eigentümern unter Nennung der Eigentümer der Bezugsvereinigung der Deutschen Landwirte in Berlin Potsdamerstr. 30. anzuzeigen, und zwar von 1 Dz. an. Zur Durchführung dieser Anzeigen hat die Bezugsvereinigung der Deutschen Landwirke 1 Formular herstellen lassen, das durch die Handelskammer in Dortmund unentgeltlich bezogen werden Ronn. e# gbhache der ain. nicht nachh Wer der Pflicht zur Abgave der Anzeige nicht nachkommt, wird gemäß§ 13 a. a. O. mit Gefängnis bis zu 6 Monaten oder mit Geldstrafe bis zu 15000# bestraft. Hörde, den 7. April 1915. 1770 I. V. gez. Burchard, Regierungs=Assessor. W PARSS und PLOGEL in altbewährter Güte, IBACH-PIANOLAPIANOS d. h. 1BACH Pianos mit eingebautem Klavierspielapparat, Pianolas sowie Harmoniume empfichlt in reicher Auswahl zu bequemen Bedingungen Rud. IBACH Sohn Barmen Neuerweg 40 Bei Kauf, Miete, Umtausch Reparatur oder Stimmung wende man sich an die mehr als hundertjährige Erfahrung des durch vier Oenerationen bestehenden Hauses PDHUR Roggenschlempe, Zuckerrüben, Biertreder, Malzkeime, Maisschlempe. Hese, (als Viehfutter) Metallbeiten Natalogfrei Holzrahmenmatr., Kinderdetten Eisenmödelfabrik, Suhl i. Th. (als Viehsutter); D. Oelkuchen. Ravisonkuchen. Hederichkuchen, Rübsenkuchen Leindotterkuchen, Rapskuchen, Nigerkuchen, Sonnenblumenkuchen, Mohnkuchen. Palmkernkuchen. Sesamkuchen, „ in Deutschland geschlagen, Sojabohnenkuchen, Leinkuchen. Kokoskuchen, Maiskuchen, Maiskeimkuchen, Baumwollsaatkuchen, Erdnußkuchen. Mehle und Oelkuchen; E. Oelmehle durch Extraktion gewonnen). Palmkernmehl und=schrot. Raps- und Rübsenmehl, Leinmehl und=schrot. Kokosmehl und=schrot. Sojamehl und=schrot: F. Tierische Produkte und Abfälle. Tierkörpermehl, Kadavermehl, Heringmehl, Walfischmehl. Fischsuttermehl, Dorschmehl, fektreich, „„„earm, Fleischkuchen, „ gemahlen, Blutmehl, Fettgrieben. Fleischfuttermehl: G. Hilfsflosse. Torfstreu. Torfmull, Bekannimachung für den Landwebrbezick II Junge Leute, welche das 16. Lebensjahr vollendet haben, aber noch nicht 17 Jahre alt und bereit sind, in eine Militärvorbereitungsanstalt einzutreten, können sich beim unterzeichnelen Bezirkskommando, Zimmer 49, in Begleitung ihres gesetzlichen Verlreters(Vaters utw) melden. Die Bewerber müssen vollständig gesund sein. Folgende Papiere sind mitzubringen. 1. ein Geburlszeugnie,„„4., I, gugmaig, üher din E. 2. der Konfirmatio sschein oder ein ausweis üver den Empfang der ersten Kommunion, 3. ein Führungszeugnis von der Polizeibehörde, 4. etwa vorhandene Schulzeugnisse, 5. eine amtliche Bescheinigung über die bisherige Beschäftigungsweise. Dortmund, den 8. Apri 1915. 1795 Bezirkskommando II. Grunde(z. B. wegen Krankheit, oder zur holung usw.) beurlaubt sind,— im Gegensatz zu den Leuten, welche wegen gewerblicher oder häuslicher Verhältnisse entlassen oder beurlaubt sind — haben sich bei der letzten für ihren Kontroll= platz befohlenen Kontrollversammlung zu stellen. 6. Mannschaften, die etwa noch in der Kontrolle des Bezirkskommandos II Dortmund stehen, aber in Orten wohnen, die durch Eingemeindung zur Stadt Dortmund gehören, haben sich zu den Kontrollversammlungen des Bezirkskommandos Dortmund zu gestellen. 7. Wer wegen dringender häuslicher oder gewerblicher Verhältnisse(Krankheiten in der Familie, unaufschiebbare Geschäftsreisen, auswärtige Montagearbeiten 2c. von der Kontrollversammlung befreit sein möchte, hat dem Bezirksfeldwebel ein Gesuch unter Beifügung amtlich beglaubigter Bescheinigungen, Atteste rc. mindestens 4 Tage vor der befohlenen Kontrollversammlung einzusenden. Auch wer sich an einem anderen als an dem für ihn befohlenen Tage stellen möchte, hat ein Gesuch einzureichen. Gesuche um Befreiung von kontrollpflichtigen Mannschaften eines ganzen Betriebes oder Teilen von solchen können keine Berücksichtigung finden. Eigenmächtige Gestellung zu einer anderen Kontrollversammlung ist strafbar. Wer durch so unvorhergesehene Umstände von der Kontrollversammlung abgehalten wird, daß er ein Gesuch nicht mehr einreichen kann, muß sich mindestens zur Stunde der Kontrollversammlung durch eine amtliche Bescheinigung entschuldigen lassen. 8. Wer der Einberufung zur Kontrollversammlung nicht Folge leistet oder unpünktlich oder betrunken erscheint, sowie wer sich des Ungehorsams gegen vorstehende Befehle schuldig macht, wird gerichtlich oder disziplinarisch mit Arrest berstaft. 9. Es wird sehr gewünscht, Orden und Ehrenzeichen, sowie Kriegervereinsabzeichen anzulegen. Vom 9. bis einschl. 30. April bleibt das HauptMelde=Amt nachmittags geschlossen. Ungedienter Landsturm hat sich zu den Kontroll= versammlungen nicht zu stellen, Dortmund, im April 1915. Königliches Bezirkskommando II, Dortmund. Bekanntmachung betreffend Vorratserhebung für Verbandstoffe vom 7. April 1915. Auf Grund der Bundesratsverordnung, betreffend Vorratserhebungen vom 2. Februar 1915(Reichs=Gesetz=Blatt Seite 54) wird folgende Bekanntmachung erlassen: § 1. Von der Verfügung betroffen sind 1. entfettete Verbandwatte jeder Art 2. gewöhnliche ungeleimte Watte 3. Kompressen=Mull 4. Binden-Mull 5. Gaze 6. Cambric S 2. Jur Auskunft verpflichtel sind..„, Pegansurs 1. alle, welche die in§ 1 aufgeführten Gegenstände aus Anlaß ihres Handelsbetriebes oder sonst des Erwerbes wegen im Gewahrsam undsoder unter Zollaufsicht haben, kaufen oder verkaufen; 2. gewerbliche Unternehmer, in deren Betrieben die in § 1 aufgeführten Gegenstände erzeugt oder verarbeitet wergen. ag 44, Tachsische Ghrnarschaftan und 3. Kommunen, offentlich rechtiiche Korperschaften und Verbände. . f. die Vorräle, die den zur Auskunst nach S 2 Verpflichteten gehören; dabei ist anzugeben, wer diese Vorräte aufbewahrt(genaue Adresse), mit Angaben der Mengen, die von den einzelnen Personen oder Firmen usw. aufbewahrt werden; 2. die einzelnen Vorräte, die sich— mit Ausnahme der unter 1) angegebenen Mengen— außerdem in seinem Gewahrsam befinden, sowie die Eigentümer(unter Angabe der genauen Adresse) der einzelnen Mengn; 8. die Mengen; die sich auf dem Transport zu dem nach § 2 zur Auskunft verpflichteten, oder unter Jollaussicht (auf dem Wege zu ihm) befinden. Die Mengen sind einheitlich in Kilogramm anzugeben und zwar für jeden in§ 1 genannten Stoff getrennt. § 4. Zeitpunkt für die Angaben der Meldung. Zu melden sind alle in§ 3 aufgeführten Vorräte und nach dem am 7. April 1915 vormittags 10 Uhr Nach§ 1 des Ortsstatuts sbetr. die Gewerbliche Forlbildungsschule in Schwerte sind alle im Bezirke der Stadt Schwerte wohnhaften oder dort nicht blos vorüvergehend beschäftigten gewerdlichen Arbeiter(Gesellen, Gehilsen, Lehrlinge,„Iabrsihe Sifägsg, gesisehanden Gatarbeiter, letztere soweit sie in einer besonderen ubteitung des ialsachlich bestehenben Justande. Fabrikbetriebes handwerksmäßig beschäftigt werden) sowie Hand§ 5. Ausgenommen von der Verfügung lungsgehilfen und=Lehrlinge verpflichtet, die hierselbst erriatele sind Vorräte, die am Tage der Vorratserhebung weniger als je öffentliche gewerbliche Fortbildungsschule an den oom Magistrat 50 kg. von einer der in§ 1 aufgeführten Gegenstände berragen. * 5 pfetzten Tegen und S“enden zu besuchen und an dem Untor g g Die Woldung ist zu richten an sezigesetzten Zugen und Stunden zu beruchen und an dem Unterrichte teilzunehmen. Die Schulpflicht endigt mit dem Schlusse desjenigen Schuljahres, in welchem die Schüler das 17. Lebenssahr vollenden...... Jan 16 Miarst 1916 Der Unterricht beginnt an Freitag, den 10. April 1915 Die zum Zezuige ir Vorthziodzngs=scute Verpsäczen bgche § 5. Die Aueldung ist zu richten an Medizinalabteilung des Kal. Preuß. Kriegsministeriums Berlin W 9, Leipziger Platz 17. § 7. Die Meldung hat zu erfolgen bis zum 17. April 1915 an die im§ 6 angegebenen Adresse. vie dum deluge der Fortbithungssage Verz sozien habez 8 8. Die zusändige Bepärde gder die von Phregegue, sich Montag, den 12. Axril und Vienslag, ven 13. APgi,,1915 fraglen Beamten sind befugs zur ermitielung richtiger Angaben abends 7 Uhr in der Bismarchschule(Kuhstraße) zur aufnah Vorratsräume, in denen Vorrate an Vervauostossen zu vermuten abends 7 Uhr in der Bismarckschule(Kuhstraße) zu me zu melden und oaselbst die Schulzeugnisse vorzulegen. Diejenigen, welche ohne ausreichende Entschuldigung den Unterricht versäumen, werden nach§ 156 der Gewerbeordnung mit einer Geldstrafe bis zu 20 Mark oder mit Haft bis zu 3 Tagen bestraft; eine gleiche Strafe trifft die Arbeitgeber, sowie die Eliern und Vormünder, welche schulpflichtige Lehrlinge. Gesellen usw. von dem Besuche der Fortbildungsschule abhalten. 1764 Schwerke, den 8. April 1915. Der Magistrat: Rohrmann Makulaturpapier empfiehlt, billigst Carl Braus. traglen Beamten sind bespo. Zur Temetganzstosen der oergaße Vorratsräume, in denen Vorrate an Veroanbstoffen zu Vermulen sind, zu untersuchen und die Bücher der zur Auskunft Verpflichteten zu prüfen. § 9. Wer vorsätzlich die in den oben genannten geforderte Auskunft zu der in§ 7 angesetzten Frist nicht erteilt, oder wissentlich unrichtige oder unvollständige Angaben macht. mird mit Gefängnis bis zu 6 Monaten oder mit Geldstrafen bis zu Mk. 10000 bestraft; auch können Vorräte. die verschwiegen sind, im Urteil als dem Staat verfallen erklärt werden. Münster, den 7. April 1915. Der kommandierende General. 1768 Erhr. von Gayl, General der Insanterie. Tgavon Anigig liefert schnell und sauber Trader Oriets-Buchbruckerel S9• S 9 # SSagg Te S 8— S“ SgEs SISSRE 5• .2•2 9S2RE S 97031 5% S S 95 0 S U —— S 1—8 ∆ E——.— O E—— SS 50 sg 25" S S 35 8 3 S 8 S 2 S 9 * 8 5 890 8. C = 5aAo ET H##E S S•ug ESSS nSSug —5 9 88.. S 2 S S9 S 8 0 F 82• Sa 8 •88.63 S 512 = 0 3 8 8 9 # 5 —8 #SS s 45 □ — 8 wurde ihm die Sache schließlich zu fade, und er beschloß, dies zu ändern— er dachte an eine Heirat. Schwer fallen konnte ihm das gewiß nicht, er brauchte ja nur zuzugreisen, es boten sich ihm ja orten Gelegenheiten dazu, aber er wollte auch sicher gehen, und deshalb wählte er sehr sorglich. (Schluß folgt.) 82 Dumor. Hart für den Rechtsanwalt. Ein Schneider hatte einen Kunden wegen eines nicht bezahlten Anzugs verklagt. Der Anwalt des letzteren führte aus, es sei doch ganz ungebräuchlich, so schnell zur Klage zu schreiten; man hätte seinem Mandanten doch mindestens drei Monate Zeit lassen müssen, die Schuld zu begleichen. Da der Kläger sich hartnäckig weigerte, dies einzusehen, meinte der Anwalt:„Nun, sagen Sie mal, lieber Meister, wenn Sie den Anzug mir geliefert hätten, hätten Sie mich auch jetzt verklagt?“ „Nein,“ versetzte der Schneider prompt. „Und warum nicht, wenn ich fragen darf?“ „Aus dem sehr einfachen Grunde,“ erklärte der Meister, „weil ich Ihnen nur gegen bar geliefert hätte, Herr Doktor!“ #.##. 8 24 2 9#1. Schach. N#. . 2# E à n: ne Von Bearbeitet von E. Schallopp. Aufgabe Nr. 361. Jespersen in Holte(„Reichsbote“.) Schwarz: 9 Steine. 1 8 554 58 8 **** Weiß: 11 Steine. Weiß zieht an und setzt mit dem 3. Zuge matt. II0 13— # S 1000 FoX89S+19—79% gu**** G•s gun 499—39 7 FD—9PN•***•1 4ep—91·S 90-90M+13- 98S ·2 99—"pu•••• 40—70 1 3 g aazexn..:.7 4X 3I·s 99 7p—4PN+19—938 ·3 UXTTUG! Nr. 364. Gespielt zu Fürth(Bayern) am 28 November 1913. Weiß: A. E.— Schwarz: Fr. Büttner. Abgelehntes Damengambit. Weiß: Schwarz: 1. 62—44 47—45 2. 62—04 07—66 3. Sbl—c3 S88—16 4. 62—e3 Hier war wohl der üblichere und stärkere Zug 4. Lc1—g5 mit den bekannten Fortsetzungen vorzuziehen. 4. c7—05 5. Sgl—13 Sb8—c6 6. d4Xc5 Besser ist es, hiermit zu warten, bis der Lis einen Zug getan hat. 6. L/8Xc5 7. a2—33 0—0 8. Lf1—43 b7—b6 Um den Les nach b7 entwickeln zu können. 9... Lc8—b7 10. c4X05 Befreit das Spiel des Gegners. Besser 10. b2b4 Lc5—d6 11. Lo1—b2. 10..... e6X05 11. 52—54 Le5—56 12. L13—c2 Ein nicht recht motivierter Rückzug; es zeigt sich, daß dieser Läufer überall im Were steht. Den Vorzug verdient 12. Lc1—b2, um dann nach Tal—er sund Läufer etwa 1d1—e2) den auf bi unterzubringen. 12..... Sc6—65 13. 813—44 Dies erweist sich als verfehlt. Aber auch bei 13. S13 Xe5 Ldßxe5 14. Lcl—b2 Ta8—18 hätte Schwarz das bessere Spiel. In Betracht kam vielleicht noch 13. Dal —44 Se5X 3+ 14. g2X/3 7•78—08 15. 13—f4, oder 13.. T18—68 14. S13 —02 Se5—c6 15. Dd4—14. 13... Ta8—c8! 14. Lcl—b2 Se5—04 15. 1d1—c1 Sc4Xb2 16. DelX52 L.46Xh2+ Dieser Bauernverlust ist eine unmittelbare Folge von 13. S13—04. Nimmt Weiß den Läufer, so gewinnt Schwarz durch D48—c7+ den Sc3. Doch war dies, mit dem Zwischenzuge 18. 82—63, der Tertfortsetzung vielleicht vorzuziehen. 17. Kgl—hI Lh2—e5 18. Sc3—(2 Der Springer kommt zur Hilse gegen die Mattkombinationen. Einen nachhaltigeren Schutz gewährte aber wohl 18. Lc2—s5 mit nathfolgendem g2—83. 18. S16—g4 19. Se2—g Jetzt spätestens mußte 19. g2—g3(D08—g5 oder f6 20. Kh1—82) geschehen. 19..... D48—14+ 20. Sgl—h3 Tc8—c6 21. Lc2—15 Lb7—08 22. Db2—b1 Die Stellung ist der Untersuchung wert Direkten Verlust kann Weißwohl nur noch mit 22. LföXc8 TISXc8 23. Db2-42 abwehren; falls dann Tc6—4, so 24. S04 —3 nebst 25. Tal—a1 mit ziemlich verwickeltem Spiel. Weiß wird aber seinen materiellen Nachteil schwerlich wieder einbringen. 22..... Le5Xd4 23. 3X04 746—03 24. 12—.32 Dies kostet die Qualität; aber Weiz hatte nichts besseres mehr Es droht 1·c3X324.... L.c8X 5 25. ObIX55 884—.3 Hier war die Partie endgültig verloren 26. 1f5—b1 Se3Xfl 27. DblXfI DhIXd4 28. Tal—di De4—ct 29. DI1—e1 Tc3—.2 30. Sh3—g5? h7—h6 31. Sg5—13 Tc2—c2 32. Del—gl 718—68 33. Td1—c1 Deáxel 34. DgIXcl 712—e1+ Weiß gibt die Partie auf. Auflösung des Rösselsprungs aus vorizer Rummer: Das Glück ist eine leichte Dirne, Sie weilt nicht gern am selben Ort, Sie streicht das Haar dir von der Stirne Und küßt dich rasch und flattert fort. Frau Unglück hat im Gegenteile Dich liebelest ans Herz gedrückt, Sie sagt, sie habe keine Eile, Setzt sich zu dir ans Bett und strickt. S 8 S 5 * 8 8 9 # 88 9 55 5 #* s T S 8 2 3 SE 6 Amtüches Kreisblatt Greie Tröne fü den Nuels Bord# S „ 46. Jabrgung 6 Grües uns Unterhaltungs=Beilage zu Nr. 83. Samstag, 10. April 1913. * Hrt läßt nicht von Art □ 2 der Verbrecher war also bei der Vor* bereitung wie bei der Ausführung seiner Lat 4—046 8 gr a vorsorglich mit den Körperkräften des u# Tat mit einem fast teuflischen Raffinement zu Werke gegangen. Er hatte vorsorglich mit den außerordentlichen Grafen gerechnet, %“, die nur durch irgendeine gewaltige Ueberraschung oder einen großen Schrecken paralysiert werden konnten, und er hatte den Coup mit dem umstürzenden Bären in Szene gesetzt, um den Ueberfallenen gar nicht erst zu dem Versuch eines Widerstandes kommen zu lassen, der leicht genug einen für den Angreifer sehr unerwünschten Ausgang hätte nehmen können. Jurft2 7c4h weiteren untersuchungen am Tatorte vurfte suh der Freiherr nicht Zeit lassen; denn wenn er sich auch hinlänglich überzeugt hatte, daß für seinen unglücklichen Verwandten jede Hilse zu spät kam, so war es doch seine selbstverständliche Pflicht, die nächsten Angehärigen des Ermordeten von dem schrecklichen Vorfall in Kenntais zu setzen und zugleich für eine Anzeige bei der zuständigen Obrigkeit zu sorgen. Das Nichtliegende wäre ja natürlich eine Benachrichtigung des jungen Grafen gewesen, der durch den Tod seines Vaters zum Herrn des Hauses geworden war; aber der Freiherr, der ihn selbst hinausgeführt hatte, wußte ja, daß dieser Erbe zurzeit sinnlos betrunken droben in seinem Schlafz miner lag, und daß es ein ganz vergebliches Bemuhen sein würde, ihm eine Vörstellung von dem Geschehenen beizubringen. So kehrte er den schweren Herzens in die Reprüsentationeräume zurück, in denen eben jene lebhafte Unruhe und Bewegung herrschten, die den Aufbruch einer großen Gelellschoft zu begleiten pflegen. Der Freiherr ließ seine Bicke suchend über das bunte Menschengen ühl dahinfliegen, und sobald er der hohen Gestalt des weißhaarigen Senators ansichtig geworden war, ging er auf ihn zu, berührte seinen Aim und bebeutcte ihm durch einen Wiik, ihm zu folgen. Ein Bick auf das Gesicht des ehemaligen Recierungsalfessors hatte dem Amerik ner gesagt, deß es sich um irgendwelche sehr ernste Dinge handeln müsse. Er leistete der stummen Aufforderung bereitwillig Folge, und hatte zwei Minuten später erfahren, ein wie surchtdares Verhängnis über das Haus seiner unglücklichen Tochter hereingebrochen war. Er war in tiesster Seele erschüttert, aber der Himmel hatte ihn mit eisernen Nerven begnadet, so daß er selbst in diesen schrecklichen Augenblicken die Herrschaft über sich selbst nicht verlor. u von h. Hill. Fortsetzung)(Nachdruck verboten.) „Sobald sich. der Schwarm verlaufen hat, ich Harriet und Edith so schonend als möglich von dem schrecklichen Unglück in Kenntnis setzen,“ sagte er. Für das übrige— für die Herbeirufung eines Arztes und für die Benachlichtigung der Gendarmerie werden allersings Sie Sorge tragen müssen, mein lieber, junge Gewiß, ich werde das alles veranlassen, versprach der Regierungsassessor, indem er schon wieder Miene machte, sich zu entfernen. Der Senator aber hielt ihn zurück und fliferte ihm ins Ohr:„Hricdas Estug „Haben Sie eine Vermutung hinsicht ich des Talers?“ „Rein, ich hebe noch keine," lautete die ingrimmige Erwiderung,„aber ich denke, es soll nicht lange währen, „Befindet sich der junge Mensch da oben noch immer in seinem unzurechnungskähigen Zustande? Bei Gott, es ist schwer, sich diesen Jammerburschen als den Nachfoiger meines Schwegersohnes vorzustellen. weiß nicht, in welchem Zustande er sich zurzeit befindet; aber ich werde mich sehr bald davon üterzeugt haten.“., Giauher in 9. Die beid n Männer sahen einanver in die Augen, und sie lasen dar'n die volle Uebereinstimmung ihrer geseimsten Gedanken. Aber sie sprachen sie nicht aus, sondern gingen mt einem stummen Händedruck nach verschiedenen Richtingen hin auseinander.—— Es war rngefähr drei Stunden später, als sie einem der jetzt längst menschen'eeren Gemächer wieder zu ammentrafen. Während dieser langen Zeit hatte der Freiherr alles getan, was in soichen Fallen an traurigen, aber unabweisbaren gesetzlichen Pflichten zu er üllen ist, während der Senater um die bejammernswerten Frauen bemüht gewesen war. Man hatte den Verzweifelnden nicht gestattet, die Leiche des Ermordeten sehen und hatte ihnen die Kenntnis der gräßlichen Einzelheiten nach Möglichkeit erspart. In ihrem namenlo en Jammer waren sie noch kaum instande, das Unglück in all seiner Furchtbarkeit und in seiner ganzen, verhängnisvollen Tragweite zu erfassen. Sie hatten zunächst nur Klagen und Tränen, und die innige Liebe, die sie mit dem Verstorbenen verbunden hatte, bürgte hinlänglich für die Echtheit ihres Schmerzes. „Nun?“ fragte der Senator, als er sich mit Herrn von Reckenburg allein sah.„Haben Sie mir etwas Neues zu erzählen?“ Es bedurfte für den Freiherrn keiner weiteren Erklärungen über die Art der Neuigkeiten, die da von ihm erwartet wurden; denn er wußte ja, daß ihre GeK # Sscch 2 E ** „ S 8— S S• 5 2 8 S GS * *" Sen 5— S 6.— * gi # S G B.8. Senig SaND S 2 SaaSUSRESSEES S SO güSAE BUESSTERSeS * ZHERSSE TITTIII □— danken sich in dem Interesse an der nämlichen Persönlichkeit begegneten...„.„ binanf. 11 15 „Ich begab mich in sein Zimmer hinauf, sovals ih die nachstliegenden und dringendsten meiner Obliegenheiten erfüllt hatte,“ berichtete er.„Und ich fand ihn so total betrunken, wie ich ihn ein paar Stunden vorher verlassen hatte. Ja, ich bin überzeugt, daß er inzwischen sogar noch weitere berauschende Getränke zu sich genommen hatte. Ich fand eine geleerte Champagnerflasche und eine zur Hälfte ausgetrunkene Kognakkaraffe auf dem Tisch neben seinem Bett. Er selbst aber befand sich in einem Zustand, der schon nichts Menschliches mehr hatte.“ Der Senator schaute vor sich hin, wie wenn er enttäuscht wäre, weil er etwas anderes zu hören erwartet hatte. Und nach einem kleinen Schweigen fragte er: „Sie sind allo fest überzeugt, daß er während der ganzen Zeit in seinem Zimmer gewesen ist? Mein Schwiegersohn hat mir erzählt, daß Sie Kriminalist aus Liebhaberei seien. Und ich betrachte Sie deshalb als eine Art von Sachverständigen in diesen Dingen.“ „Ich pflege mir meine Ueberzeugungen nicht gleich auf den ersten Blick und unter dem unmitteibaren Eindruck der Dinge zu bilden, Herr Sengter,“ sagte der Freiherr sehr ernst.„Um zu bestimmten Schlüssen zu gelangen, wird man die Umstände noch einer sehr genauen Nachzrüilung zu unterziehen haben. Und auch as Gutachten des Arztes wird dabei mitsprechen müssen. lebrigens wird es Sie vielleicht interessieren, zu erfahren, daß wir beide allem Anschein nach nicht die einzigen sind, deren Vermutungen sich von Anfang an nach einer ganz bestimmten Richtung hin bewegten. Ich begegnete dem Major Brandenfels, als ich das Zimmer des jungen Mannes verließ. Er muß seinen famosen Neffen ja wohl noch bedeutend besser kennen als wir, und ich möchte wetten, daß er ihn in derselben Absicht aufsuchte wie ich.“ „Das heißt, um es endlich mit klaren Worten auszusprechen: weil er sich überzeugen wollte, ob sein Reffe zu betrunken gewesen sei, um als der Mörder seines Vaters in Betracht zu kommen?" „Genau so. Aber selbst wenn ich mich darin täuschen sollte, das eine steht jedenfalls fest, daß der alte Herr sich in einer Aufregung befand, wie ich sie bei ihm kaum für möglich gehalten hätte. Er suchte sie unaufgefordert mit der Beschämung und Entrüstung zu erklären, die er darüber empfände, daß sein eheiger Hägling in solchem Zustande sei, während das Haus unter dem Druck eines so furchtbaren Unglücks steht. Und er bat mich, noch einmal umzukehren und zu versuchen, ihn zum Aufstehen zu bewegen. Ich mochte es ihm nicht abschlagen und tat, was in meinen Kräften stand. Der Kammerdiener des jungen Grafen, dieser Mensch mit dem sandfarbigen Haar, den er, wie ich höre, aus der Hauptstadt mitgebracht hat—“ „Weigelt heißt er— nicht wahr? Ich erinnere mich, ihn wiederholt gesehen zu haben, und er hat mir einen ziemlich widerwärtigen Eindruck gemacht.“ „So ist es auch mir ergangen, und gerade in dieser Nacht wollte mir das Benehmen dieses Dieners am wenigsten gefallen. Er scheint nicht den mindesten Respekt vor seinem jungen Gebieter zu empfinden, und wenn das auch bei der Beschaffenheit dieses Gebieters erklärlich genug ist, so wundert es mich doch, daß mein Vetter sich einen so unverschämten Lakaien gefallen läßt. Nun, dieser Weigelt gab sich den Anschein, mein emühen zu unterstützen, aber trotzdem machte unser Zureden nicht den geringsten Eindruck auf den Berauschten, und ich hielt mich überzeugt, daß seine Verstellung sei. Weil ich mich aber in solchen Dingen, wenn so Wichtiges auf dem Spiele steht, nicht gern auf mein Urteil allein verlasse, bestimmte ich den Arzt, sich mit ihm zu beschäftigen, unter dem Vorwande, daß er meiner Ansicht nach des Beistandes bedürfe, weil mir sein Zustand besorgniserregend vorkomme. Und auch Doktor Flachsmann konstatierte sinnlose Trunkenheit, die schon direkt als eine schwere Alkoholvergiftung zu bezeichnen sei. Er schickte nach einigen Medikamenten aus seiner Handapotheke, und ich glaube, daß er jetzt noch bei ihm ist.— Herein!“ Ein bescheidenes Klopfen an die Tür des Zimmers hatte ihn zu dieser Aufforderung veranlaßt, und über die Schwelle trat alsbald ein stattlicher, noch ziemlich junger Mann in der Uniform eines Gendarmeriewachtmeisters. Es war der in Donnersberg stationierte Gendarm, den man in Ermangelung einer anderen obrigkeitlichen Persönlichkeit zuerst an den Tatort gerufen, und der die verläufigen Erhebungen bewirkt hatte. Sein bescheidenes Wese unterschied ihn vorteilhaft von den meisten seiner Kollegen; er hatte schon verschiedene Beweise eines sehr gesunden natürlichen Verstandes gegeben und erfreute sich in der Umgegend allgemeiner Achtung und Beliebtheit. Er war Jungge aber im Schlosse erzählte man sich unter der Tienerschaft viel von seiner Schwärmerei für Madelle Leblanche, die franzosische Kammerjungfer der Komtesse Edith. Er trat militärisch grußend auf den Regierungsassessor zu und reichte ihm einen Fetzen zerlnitterten und beschmutzten Papiers.„ 86 „Kennen Sie diese Handschrift, Herr Baron?“ fragte ienstlichen und ehrerbietigen Ton, offiziere auch dann noch gegen ziere anzuschlagen pflegen, wenn mehr im Verhaltais von Unterer in jenem zugle den ehemalige 1 Offizicre und sie sich zu ihnen gebenen befinden. Herr von i gegengenommen „Ja,“ sagte er nach kurzer Prüfung mit voller Bestimmtheit.„Es ist die Handschrift meines Oheims, des a hatte das Papierstück ente es einer Musterung unterar und erGrafen Bredow=Donnersberg, der mordet wurde.“ „Wollen Sie die Güte haben, zu let steht! Ich möchte sehr gern Ihre Me hören, weil es mir scheint, als ob mögl 8 davon abhängen könnte.“ Der Freiher las:(rund,(655g4, „——— aus mehr ais einem Grunde kohaft bedauern, muß Sie aber zugleich bitten, meine Entschließung als eine endgültige anzusehen und sich ohne weitere Erklärungen damit abzufinden, daß ich Sie fortan in meinem Hause nicht mehr willkommen heißen Obwohl es sich nur um das Bruchstück eines Briefes handelte, konnte es doch nicht zweifelhaft sein, welche Bedeutung dieser Brief für den Adressaten hatte haben sollen. Es war ein sehr unzweideutiges Verbot, das Schloß zu besuchen, in stärkeren Ausdrücken abgefaßt, als sie der Graf sonst gegen ihm gesellschaftlich Gleichstehende anzuwenden pflegte. „Nun?“ fragte von##enburg.„Und wer ist der Empfänger oder Adre#sar diese. Trieses gewesen? „Wenn ich das wüßte,“ erwiderte der Wachtmeister ernst,„würde ich wahrchinlich nicht mehr weit davon entfernt sein, den Mörder des Herrn Grafen zu kennen.“ „Wieso? Wo haben Sie diesen Papierfetzen gefunden?.., 76. Intersuchunn 8. „Ich fand ihn bei nochmanger Unterfüchung des Tatortes in der unmittelbaren Nähe der Stelle, an der die Leiche des Ermordeten gelegen. Wie Sie aus den darauf befindlichen Streifen ersehen können, hatte der Verbrecher das Papier offenbar dazu benutzt, um ein paar Blutspritzer von seiner Kleidung oder von seinen Händen wegzuwischen. Er hat es dann entweder leichtfertigerweise weggeworfen oder es ist ihm unbemerkt entfallen.“(Fortsetzung folgt.) Denkspruch. Einen Wahn verlieren macht weiser als eine Wahrheit sinden. Börne. 7 Der Schwerenöter. Humoresse von Paul Bliß. (Nachdruck verboten.) Waldburg ist ein hübsches kleines Städtchen in der Mark Brandenburg. Die Häuser dort sind so zierlich, klein und gemütlich, wie wohl kaum in einer anderen Stadt von dreitausend Seelen. Auf dem Marktplatz, umsänmt von grünen Lindenbäumen, steht das Rathaus, und ganz versteckt unter uralten Kastanien und Weißbuchen träumt das verwitterte, altersgraue Kirchlein. Der kleine Ort macht den Eindruck, als sei er noch gänzlich unberührt geblieben von der fortschreitenden Kultur. Doch nur auf den ersten Blick hat man diesen Eindruck; sieht man genauer hin und versenkt sich mit etwas Lust und Liebe in das Leben und Treiben der guten Bürger von Waldburg, dann wird man bald eines besseren belehrt— und hat sich gründlich getäuscht. Wenn auch das Aeußere des Städtchens ein durchaus altmodisches ist, so hat doch die Einwohnerschaft, wenigstens die bessere Gesellschaft, ein durchaus modernes Aussehen. Da gibt es zum Beispiel einen„Akademischen Klub“, bestehend aus den studierten Leuten des Ortes, dort wird die Fahne der Kunst und Wissenschaft hochgehalten, und zwar so hoch, daß sie die äußerst anregenden und unterhaltenden„Abende“ meist bis in den hellen Morgen ausdehnen. Da gibt es ferner den mit Recht so beliebten„Frauenverein“, in dem sich die sogenannten gebildeten Damen des Städtzusammenfinden, um über das Wohl der ärmeren merung zu beraten und nebenbei auch zu erfahren, us im Ort Neues sich ereignet hat.— Da gibt es serner das stets so anregende„Lesekränzchen“ der jungen und noch jüngeren Damenwelt, in dem man sich nach Kräften vergnügt und nach bekannten Vorbildern zu gesallen strebt. Dann gibt es einen Bürgerverein, drei Gesangvereine, vier Kegelklubs, drei Turnvereine, zwei Athletenklubs, drei Vereine für Vieh-, Fisch= und Vogelzucht und endlich sogar einen„Verein der Kahllöpse“. Man sieht also, daß dies Städtchen in keiner Beziehung hinter anderen zurückzustehen braucht, denn es bietet seinen Einwohnern alles, was gewöhnlich der Bildungsmensch zur Nahrung des leiblichen und geistigen Wohles bedarf. u das beschauliche Dasein dieser guten Leute fiel plötzlich die Bombe einer Neuigkeit, die nahezu geeignet war, die Nuhe sämtlicher Einwohner zu stören; in neuer Arzt beabsichtigte, im Städtchen sich niederzulassen!— Seit Mensche##nien war etwas Derartiges nicht vorgekommen Aue Wen schlug die Häms zu auch so etwas? ammen. Ein Arzt Alle Welt schlug die Hänla###sammen. E war vollständig genug gen:::, und gottlob, es gab wenig Kranke im Ort.—. 195 nun also noch einen zweiten? Man stritt sich herun, was daraus werden sollte, und manches böse Wort über den neuen Doktor wurde laut— und noch dazu kam er aus Berlin, man hatte ein geheimes Mißtrauen gegen alles, was aus der Hauptstadt kam. Plötzlich aber änderte sich die Situation. Irgend jemand hatte der Frau Postmeisterin im geheimen anvertraut, daß der Doktor ein bildschöner, unverheirateter Mann sei, daß er ein bedeutendes Vermögen besäße, bei der Garde gedient habe und in dem Ruf stände, ein kleiner Schwerenöter zu sein. Das stimmte die gute Postmeisterin nachdenklich. Sie hatte eine heiratsfähige Tochter, und deshalb beschloß sie, von nun an für den neuen Arzt Stimmung zu machen. Es geschah auch, und zwar so nachdrücklich, daß bereits in wenigen Tagen alle Welt von dem neuen Ankömmling nur in Tönen des höchsten Lobes sprach; es gab eben noch mehrere heiratsfähige Töchter mit hoffnungsvollen Müttern in dem Städtchen; ganz im geheimen aber flüsterten die guten Leute sich zu:„Haben Sie denn auch schon gehört? Er soll ja ein arger Schwerenöter sein!“ Ein Kopfnicken dazu, dann ein Lächeln und Augenzwinkern, und dann trug man diese interessante Neuigkeit weiter, bis jeder im Orte wußte, was für ein ausgemachter Lebemann und Schwerenöter der junge Arzt sei. Endlich war der heißersehnte Tag da, an dem der Neuling seinen Einzug hielt. Man steckte die Köpfe zusammen, sprach dies und das— der eine war enttäuscht, der andere begeistert, interessiert aber waren sie alle. Doltor Fritz Schwallach war mit einem Tage der Löwe des Tages. Als er dies wahrnahm, mußte er heimlich lächeln; er tat aber nichts dagegen, sondern spielte den harmlosen Menschen, der von alledem nichts sah und hörte. Er machte seine Besuche bei den Honoratioren und maßgebenden Leutchen des Städtchens, wurde von allen Seiten mit offenen Armen empfangen und betam bald so viel Einladungen, daß er gar nicht mehr zur Ausführung seiner zu erhoffenden Praxis hätte kommen können, wenn er alle diese Festiichtenen hätte besuchen wollen. Nur einer kam ihm ein wenig kühl entgegen: der alte Arzt.„Nun, lieber Kollege,“ sagte der alte Herr,„Sie finden ja allerorten offene urme hier, da kann es Ihnen bei dem guten Ruf, der Ihnen vorausgegangen ist, nicht fehlen. Sie werden schnell Ihr Glück hier machen.“ Fritz verstand wohl den leisen Spott dieser Worte, aber er hütete sich, näher darauf einzugehen und empfahl sich bald nachher. Das Glück blieb dem neuen Doktor hold. Bereits in der ersten Woche bekam er drei Patienten und wurde Hausarzt bei Postmeisters. In der zweiten Woche stellten sich plötzlich bei der Frau Steuersekretär die alten Atembetlemmungen wieder ein, natürlich mußte der neue Doktor kommen, der denn auch bald Abhilfe schaffte, und nach sechs Wochen war der alte Doktor so gut wie vergessen, denn jedermann war darüber einig, daß der neue Arzt neben seinem gediegenen Können und Wissen ein wirklich feiner Mann war, der niemals sich erlaubt hätte, derartige Grobheiten zu sagen, wie es der alte Arzt oft getan hatte. Er war der Liebdes Städtchens geworden. Die Männer fanden ihn gesellschaftlich und am Stammtisch als einen Unterhalter ersten Ranges, dem der Ruf des kleinen Schwerenöters mit Recht vorangegangen war, und die Damen sahen in ihm nicht nur den interessanten Mann, der alle guten Eigenschaften eines Mustergatten hatte; denn beianntlich werden diejenigen die besten Ehemänner, die ihre Jugend genossen haben— so vermeinten sie. Der alte Arzt hatte sich zurückgezogen; er grollte nicht, er lächelte nur, er kannte die Welt.— So verging ein halbes Jahr. Der„neue Doktor“, wie er allgemein genannt wurde, konnte zufrieden sein. Er hatte eine sehr gute Praxis bekommen und war noch immer der begehrteste Mann in den Gesellschaften. Nur eines schaffte ihm oft ein heimliches Unbehagen: daß man ihn immer zwang, etwas aus seinem„interessanten Vorleben“ zu erzählen; anfangs amüsierte ihn das ja riesig, und er hatte den guten Leuten am Stammtisch derartig tolle Geschichten erzählt, daß man ihn nahezu mit Ehrsurcht ansah; als man immer mehr von ihm verlangte und er, um seinem nun einmal bestehenden Ruf nicht zu schaden, immer neue Abenteuer ersinnen mußte, da 1 — 00 esch A ben Karpathen nunmehr zugelassen ist. In Zweiselsfällen geben die Militärpaketdepots Aus(Familienunterstützung der Vermißten.) Ueber die Frage, ob Familienzahlungen bei Kriegs' gefangenschaft oder Vermißtsein statt inden, hat das Kriegsministerium bestimmt, daß in solchen Fällen die Familienzahlungen der Gehalts= uund Löhnungsempfänger unverkürzt fortzuzahlen sind. **(Betriebsunfall.) Der Arbeiter Schmidt aus der Bruchstraße kam, gestern auf seiner Arbeitsstätte so unglücklich zu Fall, daß er einen schweren Armbuach erlitt. Der Verunglückte wurde ins kath. Krankenhaus gebracht. **(Branntwein=Verkaus.) Nach§ 2 der Bekanntmachung des Herrn Reichskanzlers vom 26. März 1915— Reichsgesetzblatt Seite 183— müssen die Räumlichkeiten, welche ausschließlich dem Ausschank oder Verkauf von Branntwein oder Spiritus dienen, in Zeiten, in denen der Ausschank oder der Verkauf verboten ist, geschlossen gehalten werden. Hiernach ist es nicht gestattet, in den Wirtschaften während der Zeit, in der der BranntweinAusschank oder Verkauf verboten ist, Branntwein oder Liköre, Rum und dergl. öffentlich auszustellen, d. h. auf den Theken stehen zu lassen. Da die Kleinhandlungen weder ausschenken noch über die Straße verkaufen dürsen, sind diese überhaupt geschlossen zu halten. Uebertretungen werden mit Gefängnis bis zu einem Jahr oder mit Geldstrafe bis zu 10000 Mark bestraft.— Zeigen sich die Inhaber oder Betriebsleiter von Betriebs= oder Verkaufsräumlichkeiten in Befolgung der Pflichten unzuverlässig, die ihnen durch diese Verordnung und die dazu erlassenen Bestimmungen auferlegt sind, so kann die Polizeibehörde die Geschäfte schließen und die Vorräte einziehen. Die gegen die polizeiliche Verfügung zulässige Beschwerde hat keine ausschiebende Wirkung. Ueber die Beschwerde entscheidet die Aufsichtsbehröde endgültig. **(Postscheck=Verkehr.) Im Reichs=Postgebiet ist die Zahl der Kontoinhaber im Postscheckverkehr Ende März 1915 auf 105 473 gestiegen.(Zugang im Monat März 813). Auf diesen, Posischektanten wurden im März gebucht 2142 Minlionen Mark Cutschriften und 2124 Millionen Maxz, Sast. schriften. Bargeldlos wurden 2352 Mark des Umsatzes beglichen. Das Gesamtguthaben 1012 15 79334 e e 9 e 4 Verreiche Vieltbestand in Deutsciinnd Nah der neusten amtlichen ZEh am 1Dezember 12343 ättung Ne ita 4 W W cilliähe Rindvieh 1913: 20 817 759 Schweine 25 650 7¼0 75 339 627 e Schafe 5 520 837 5 448539 79714 WIIIIRR Ziegen 3 5½8 38¼ 3533 7¼ der Kontoinhaber betrug im März durchschnittlich Sittlichkeitsverbrechens. Am Mittwoch den Fm. Jutarnatianglon Nast, Anril gagen den Schuhmacher Wilhelm Sch 2053 Millionen Markt. Im internationalen Posüberweisungsverkehr wurden 7,3 Millionen Mark umgesetzt. * Iserlohn, 10 April.(Auszeichnung.) Wegen hervorragender Tapferkeit in den Kämpfen an der Pilica(Rußland) erhielt das Eiserne Kraz 2. Klasse der Pionier Einj.=Freiw. Gefreite Karl Gerlinghaus, Sohn der Witwe Metzgermeister Gerlinghaus, Anna geborenen SchulteGeisecke. r. Hagen, 9. April.(Schwurgericht.) Unter dem Vorsitz des Landgerichtsdirektors Hesselbarth kommen in der am Montag den 12. April beginnenden zweiten Schwurgerichtsperiode folgende Strafsachen zur Verhandlung. Am Montag den 12. April gegen die Dienstmagd P. aus Schwerte wegen Kindesmord. Am Dienstag den 13. April gegen den Jabrikarbeiter Franz G. aus Holzen wegen Miihtthn I H 14. April gegen den Schuhmacher Wilhelm Schuster, den Fabrikarbeiter August Kleine und den Arbeiter Robert Plate aus Lüdenscheid wegen Münzverbrechens. Messe, Kaplan Röseler. 11 Uhr: Stille hl. Messe, Pater Haarmann. 3 Uhr: Dankandacht mit Tedeum. Am Samstag ist ein Pater zur Aushülfe im Beichtstuhle hier. Dienstag abend 7¾ Uhr: Rosenkranzandacht. Freitag abend 7¾ Uhr: Herz=Jesu=Andacht. Beichte. 11 Uhr: Gottesdienste. Evang. ref. Gemeinde. Sonntag 9½ Uhr: Pastor Terberger. Evang. luth. Gemeinde. Sonntag 8 Uhr: Pastor Ohlig. 9 Uhr: 9½ Uhr: Pastor Nell, hl. Abendmahl. Kindergottesdienst. Gemeinde Westhofen. Sonntag 9½ Uhr: Gottesdienst. Kath. Pfarrkirche Schwerte. Sonntag: Feier der 1. Kinderkommunion. 6¼ Uhr: Stille hl. Messe. 7½ Uhr: Abholen der Erstkommunikanten zur Kirche. 8 Uhr: Levitenamt mit Predigt, Pfarrer Schnurbus. 10¼ Uhr: Stille hl. Stadttheater Dortmund. Sonntag, 11. April, nachmittags 3½—6 Uhr:„Der Veilchenfresser", Lustspiel in 4 Akten von Gustav Moser.— Abends 7½—10½ Uhr:„Die Fledermaus“, Operette in 3 Akten von Johann Strauß. Dienstag, 13. April, abends 7½—10½ Uhr:„Der Trompeter von Säklingen“, Oper in 1 Vorspiel und 3 Aufzügen. Mittwoch, 14. April, abends 7½—10½ Uhr:„Wilhelm Tell“, Schauspiel in 5 Aufzügen von Friedrich von Schiller. Donnerstag, 15. April, abends 6—11 Uhr:„Siegfried", zweiter Tag aus dem Bühnenfestspiel: „Der Ring des Nibelungen“ von Richard Wagner. Freitag, 16. April, abends 7½—10½ Uhr:„Der Tartüff", Lustspiel in 5 Akten von Molière. Hierauf:„Der zerbrochene Krug", Lustspiel in 1 Aufzug von Heinrich von Kleist. 11. Wetterbericht der deutschen Seewarte. April: Wolkig, vielfach heiter, milde. Strichweise Gewitter. 12.—Schön, heiter, milde, warm. Gewitter. 13.—Wolkig mit Sonnenschein, warm. 14.—Vielfach heiter, warm. Strichweise Gewitter. 15.—Wolkig, teils heiter, milde. 16.—Bewölkt, kühler, Regenfälle. 17.—Schön, warm, heiter. Nachts kalt. Verantwortlich für die Redaktion Friedr. Kraas Druck u. Verlag von Carl Braus, beide in Schwerte Eine reizende Neuheit, welche die Kinder spielend Geschicklichkeit erlangen läßt und gleichzeitig Anregung verschafft, erhält auf Wunsch jeder Leser kostenfrei von Nesile's Kindermehl. G m. b. H., Beilin W 57. Es ist dies eine Ausschneidepuppe mit drei verschiedenen, allerliebsten Gewändern. Auf Wunsch wird auch eine Probedose des berühmten Kindermehles beigefügt. 1785 Mmmm See 9 4 für das Realprogymnasium, die höhere Mädchenschule und die Volksschulen sind vorrätig in der 44 e Große Marktstraße 3—5. Auliin IilKiM in Rotklee, Weissklee, Schwedenklee sowie die bewährten Mischungen zu Futterbau und Dauerweide empfiehlt in höchstprozentig keimfähiger Ware 1799 L. Weinberg. Tapeten! 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Prima Cognac, Reines Weindeslilat, pro Fl 10.— und 8 Mk. empfiehlt Carl Rallin, Gasthof zur Helle, Teleson 251. e 2 Zimmer per 1. Juli 1915 zu vermieten eventuell früher. 168: W. Westphal, Wuchenhof. von 8, 4, 5 u. 6 Zimmern zu vermieten. 287 Wilhelm Luck, Baugeschäft. Königstraße. Zwei 3 Zimmer= Wohnungen mit Stall und Gartenland zu vermieten. Zu erfrag. in der Geschäflsst dieser Zeitung 1749 Eine von 5 Zimmern mit Zubehör zum 1. Juli zu vermieten. Zu erfragen i. d. Geschäftsst. dieser Zeitung. 1748 Eine 1787 3 Zimmer= Wohnung nebst Zubehör zum 1. Juli an ruhige Leute zu vermieten. (In der Nähe des Nickelwerks) Zu erfr. i. d. Gesch. d. 131g. 2 MansardenZimmer an nur ruhige und kleine Familie zu vermieten. Zu erfragen in der Geschäftse dieser Zeitung. 1780 Die Beleidigung, die ich bisher gegen H Bukowsky ausgesprochen, nehme ich als unwahr zurück. 1747 Frau Jägerstraße. Schriften von Fritz Jeuer auf Erden 1. Warum kann der Gebildele nicht der Bibel glauben? 2. Wie entbüllt sich das Geheimnis der Peison Jesu? 3. Hoch die Freiheit! 4 Religiöse Leute. 5. Einenolwendige Operation 6. Ein verhängnisvolles Draußen. 7. Was muß bei uns anders werden. Preis einzeln à 25 Pig. Diese Vorträge sind klar, lichtvoll, entschieden und zur Entscheidung auffordernd. Für gebildete und denkende Menschen sehr geeignet. In schlagender und durchschlagender Weise predigt Binde einem gottfremden Geschlecht die alte Botschaft oom Heil in Christo. Besonders wendet er sich an Goltesleugner und Gottesverächter, deren innere Oede und Leere er aus eigener Erfahrung kennt. Ich möchte diesen Ansprachen weile Verbreitung wünschen, sie sind es wert“. Vorrätig in der Süchhandlung Carl Braus Schwerke(Ruhr). Große Marktstr. 3—5. Von reder im Rriegrwener! Freundliche Einladung zu den Evangelisations. Vorträgen in Schwerte von Herrn Fritz Binde im Stadtmissionssaale, Kuhstr. 7, abends 8½ Uhr vom 23.—29. April 1915. Folgende Themas werden, so Gott will, behandelt: Freitag, den 23. April: amstag, den 24. April: „Welches Volk wird siegen?“ Sonntag, den 25. April nachm. 4 Uhr: „Lenkt Gott das Völkergeschick?“ Sonntag, den 25. April abends 8 Uhr: Montag, den 26. April abends 8½ Uhr: „Stellvertretendes Blutvergießen“ Dienstag, den 27. April abends 8½ Uhr: „Kriegsbeute.“ Mittwoch, den 28. April abends 8½ Uhr: Ende des Krieges.“ Donnerstag, den 29. April abends 8½ Uhr: „Ein ewiger Friedefürst.“ Außer Samstag und Sonntag wird nachmittags 4 Uhr auch eine Bibelstunde im Stadtmissionssaale von von Herrn Fritz Binde gehalten werden. Eintritt frei. Es wird fteundlichst gebeten, auf die Vorträge aufmerksam zumachen und einzuladen. Sämtliche von Binde erschienenen Bücher sind in der Buchhand lung Brauskausgelegt und zu haben. „Reichskrone.“ Programm für den 10. und 11. April. s Sturmangriff der deutschen Hochseeflotte. 1. Die deutsche Wacht. 16 2. Der Schrecken der Englander. 3. Klar zum Tauchen. 6321 4. Fliegertruppe in Tätigkeit.„ 16 5. Das feindliche Flugzeug ist gelroffen..— kr.#### 6. Das Brot kommt aus der Unterwelt. 7. Die Helden der U-Boote in Tätigkeit. # Stae dasiche Roch. Zafälle des Lebens. Ein Mitlionär bemüht sich vergeblich, von dem Laster der Trunksucht loszukommen. Ein Zeitungsartikel### bringt ihm eine originelle Idee. Er zieht sich auf eine einsame Insel zurück, führt dort ein Leben wie Robinson" und wird durch einen Vulkanausbruch vertrieben. Wie sein Freund ihn hintergeht und wie er endlich durch ein junges Mädchen gereltet wird, zeigt uns in ergreifender Weise dieses Drama. 3 Akte „Die Genossin des Diebes." Ueberaus spannendes Bild aus dem Leben einer 2 Akte. Sängerin. 2 Akte. * Ein menschliches Wrack.“ Spannendes, ergreifendes Drama. = Wie Susi Susanne wurde. Köstliche Humoreske. Cultica hat sich in der Etage geirrt. Komödie. Inkriguen des neidischen Julius. Humoreske. Beginn des neuen Schuljahres: Freitag, den 16 April, Aufnahmeprüfung: Donnerstag, den 15. April, nachm. 3 Uhr. Mitzubringen: Heft, Federkasten, letztes Schulzeugnis. Aufgenommen werden die Schülerinnen nach 3jjähr. erfolgr. Besuch der Elementarschule. Schriftl. Anmeld. jederzeit, mündlich nur nachm. bei der Schulvorsteherin 1361 A. Tütel. Gestern abend entschlief san't und gottergeben, nach kurzem, schwerem Leiden, unser lieber Vater, Schviegervater, Großvater, Bruder, Schwager und Onkel im vollendeten 68 Lebensjahre. Um stille Teilnahme bitten Die Grauernden Hinierbliebenen. Westheide, Westhofen, Drüpplingsen, Deilinghofen. Trois-Ponts(Belgien), Schwerte, Iserlohn, Berlin, den 9. April 1915. Die Beerdigung findet Montag, den 12. April, vormittags 11 Uhr, vomevgl. Krankenhause aus statt. Nach Gottes unerforschlichem Ratschlusse entschlief Donnerstag nacht, nach langem, schwerem Leiden, meine herzensgute Gattin, unsere treusorgende Mutter. Schwester. Schwiegermutter, Grossmutter, Schwägerin und Tante, die im Alter von 66 Jahren und 6 Monaten. Um stille Teilnahme bitten Die trauernden Hinterbliebenen. Schwerte, den 10. April 1915. Die Beerdirung flodet Montag, den 12. April. nachmittags 3½ Uhr, vom Traverhause, Sedanstr. 31, aus statt. Sollte Jemand aus Versehen keine Nachricht erhalten, so diene dese als solche. 1793 Den Heldentod für das Vaterland starb am 10. März Leutnant und Kompagnieführer Fr. Wortkann Ritter des Eisernen Kreuzes im Alter von 31 Jahren. 1772 In tiefem Schmerz: Famille Fr. Worlmann. Lichtendorf und Pr. Stargard. In den Kämpfen fand den Heldentod für das Vaterland der Vorsteher unserer Depositenkasse in Pr. Stargard Leutnant und Kompagnieführer. Wir betrauern den Verlust eines lang. jährigen treuen Mitarbeiters und Kollegen, der sich durch seine Tüchtigkeit und sein liebenswürdiges Wesen unsere besondere Zuneigung erworben hat. Sein Andenken werden wir in Ehren halten. 1773 Danzig, den 1. April 1915. Die Direhtion und die Beamten der Danziger Privat-Aktien-Bank. sind in grosser Auswahl vorrätig. Buchhandlung Carl Braus Schwerte(Ruhr) Gr. Marktstr. 3—5. S Central-Hotel Sternberg Schwerte. Sonntag, den 11. April 1915 Färriel. Erhlerkaltungs-Honzert Anfang nachmittags 5 Uhr. 1793 Eintritt krei! Eintritt frei! Es ladet freundlichst ein C. Jungesblut. Holz-Verlauf. Im Kämmerei Walde der Stadt Schwerte sollen am Dunnerstag, den 15. April d. Is., vormittage 10 Uhr anfangend: 1. 13 Stück Buchen=Abschnitte 5,25 fm. 2. 8 Aummern Eichen=Knüppel 3. 21 Nummern Eichen=Reisig 2. Klasse 4. 62 Nummern Buchen=Scheit und Knüppel 5. 23 Nummern Buchen=Reisig 2. Klasse öffentlich meistbietend zum Verkauf ausgesetzt werden. Zusammenkunft am„Freischütz“. Schwerte, den 8. April 1915. 1791 Der Magistrat. Den Heldentod für das Vaterland starb am 12. März unser innigstgeliebter Sohn, unser herzensguter Bruder, Musketier Carl Eickermann Im Infanterie-Regiment Nr. 41,, 6. Comp. im Alter von 21 Jahren. Die tieftrauernden Hinterbliebenen Familie Eickermann. Schwerte, Dortmund, Neheim, Hemer u. Olsberg, den 9. April 1915. Das feierliche Seelenamt findet Dienstag, den 13. April, morgens 7 Uhr, in der Pfarrkirche zu Schwerte statt. 1790 Kriegskurse der Kaufmannsschule der Handelskommer zu Hagen(Wesis.). a) Für Frauen und Mädchen Kleingewerbetreibender in Buchführung, kaufm. Briefverkehr und Belehrungen über die gesetzlichen Bestimmungen im Handelsverkehr. Wöchentlich 3 mal 2 Stunden. Schulgeld 30 Mark für den ganzen Kursus. b) für Frauen und Mädchen, die sich die zur Aufsicht und Leitung eines Unternehmens und zur Verwaltung von Vermögen e#sorderlichen Kenntnisse aneignen wollen. in Buchführung und Bilanzkunde, kaufm Briefverkehr und Beleyrungen über die wichtigsten gesetzlichen Bestimmungen des Bürgerlichen und Handelsrechts. kaufm. Rechnen. Wöchenll. 5 mal 4 Stunden. Schulgeld Mk. 100 Wahlfreie Fächer in beiden Kursen Stenographie und Maschinenschreiben. Die Kurse dauern vom 26. April bis Ende Juli. Anmeldungen nimmt entgegen und Auskünfte erkeit im Geschäftszimmer der Kaufmannsschule, Hochstraße 80, 687 Direhlor Dörner. Herzogl. Braunschw. Baugewerkschale Holzminden. 773% Hochbau“ guggire- Tiefbau 2c. Hoarmans Sommerunterricht 2. Nortl. Reifeprüfung. Winterunterricht 13. Oktober. — Gleichberechtigt mit den Königl. Dreuß. Baugewerkschulen.—