** Amrliches Rresoicht Herf! für den Kreis börde (De Shurin Heitunr uiben deld auber Feiertags. Bezugsprrte M. 1.80 oierteijährlich, bei der Post für Bentellgeld 42 Pfg. mehr. Wöchentl. Gralisbeilage:„Iklustrierter Famillenfreund“ u. tägl. Anzeigenpreis: Die fiedengespaltene Petttzeile oder deren Raum 10 Pig., Anzeigen wärts 15 Pfg., Reklamezeile 40 Pfg. Jeder Rabalt gill als Kassarabatt u. erlischt dei Konkursen. Zwangsvergleichen, gerichtl. Klagen u. Nichtbeachtung d. gemacht. Holzwickeder Zeitung Aplerbecker Zeitung Schwerter Holkszeitung Welthofener Zeitung Langscheder Zeitung Verbunden mit: Schwerker Tageblatt S Schwerter Anzeiger Cagesorgan des Kreiles o General-Anzeiger für den Kreis Hörde# Aud deute, und ichenternherüichmn Durd. nungen für den Arets Hörde erlengen gemöb Betaanmochung der Aönglachrn Tegiemnue derch Veröstonllichung in de# Zeiuns uhrerchhaitchn duch.— De Schworter Zeitung“ gewöhn idren Adoanen. ten für jeden mil Tod enbraden Unsen genebtbrerBe. 300 Mk. Unfall. dingungen:: O Druch u. Verlag o. Carl Braus. Schwerte=Rude Fernsp. 62. Telegr Mittwoch, den 24. März 1915. der mit der Zeichnung von weit über neun Milliarden Mark auf die zweite Kriegsanleihe errungen wurde, während es die erste auf 4,5 Milliarden gebracht hatte, steht einzig da in der Welt und ist als ein glänzender Triumph unserer finanziellen und wirtschaftlichen Unerschöpflichkeit nicht hoch genug zu veranschlagen. Lauter Jubel und berechtigter Stolz erfüllen jeden Deutschen, ob daheim oder im Felde; unsere Feinde aber fassungslos vor dieser Riesenleistung, der keiner vor ihnen auch nur entfernt nahe kommt. Für das Ergebnis der 9000 Millionen=Anleihe bietet die Finanzgeschichte noch keinen mußstab. Man macht sich annähernd einen Begriff, wenn man sich das Jahreseinkommen des deutschen Volkes vorstellt, das in neuester Zeit laut„Köln. Ztg.“ 40 Milliarden Mark beträgt, während es sich um die Jahrhundertwende noch auf etwa 25 Milliarden gestellt hatte. Für die Anleihe kommt natürlich nicht das ganze Volkseinkommen in Betracht, sondern nach Abzug dessen, was zum Leben verbraucht wird und wieder für produktive Zwecke festgelegt ist, die Stimmen, die von diesem Einkommen erspart werden und früher erspart worden sind. Wenn auch Teile des Volksvermögens selbst in Gestalt von Wertpapieren in der Kriegsanleihe angelegt werden konnten, so hatte sich doch schon bei der ersten Anleihe gezeigt, daß auf diesem Wege verhältnismäßig nur geringe Summen aufgebracht und die Darlehnskassen nur wenig in Anspruch genommen wurden. Hier liegen für spätere Zeiten noch starke Reserven. Die gewaltigen Summen auf die beiden Kriegsanleihen sind bisher im wesentlichen aus Ersparnissen der früheren Jahre und aus Einkommensüberschüssen während des Krieges zusammengekommen. Doß solche Ueberschüsse möglich waren, beweist, wie kräftig tretz des Krieges unser Leben weiter pulsiert, das unsere Feinde zu erdrosseln strachteten; die Hergabe der Ersparnisse beweist das felsenfeste Vertrauen unseres Volles auf den endlichen Sieg. Die Milliarden der ersten Anleihe sind zum großen Teil wieder in die Vol wirtschaft zurückgeflossen; an Lieferungen und Leistungen ist dabei so viel verdient worden, daß große Summen für die Kapitalbildung frei wurden. Eine zweite große Quelle waren die Ernteerträgnisse der Landwirte. Bei der ersten Anleihe im September hielten sich die Landwirte noch zurück; inzwischen wurde die Ernte zu hohen Preisen verkauft, und die Landwirte brachten ihr flussege Geld in der Anleihe unter. Da die Riesenanleihe der 4,5 und 9 Milliarden Mark größtenteils durch die Ueberschüsse aus der Arbeit gedeckt wurden, so sind die ungeheuren Reserven in Sparkassen und Banken noch wenig berührt. Der Gesamtbetrag von Sparguthaben bei Privaten, Banken und öffentlichen Kassen beläuft sich auf rund 36 Milliarden. Da uns unsere Feinde zwingen, während des Krieges alles aus uns selbst heraus zu produzieren, so können wir immer von neuem mit unserem Gelde wirtschaften, das nicht ins Auslank abfließt. Im äußersten Notfalle könnten wir dann noch auf unser gewaltiges Nationalvermögen zurücgreifen. 8 6ieh. Von unseren Feinden hat England bisher mit etwa neun Milliarden Mark die weitaus höchsten Kriegslredite, allerdings nur mit Ach ugg, Beggh und ohne jede nationale Begeiserung an, Geradezu kläglich sind die finanziellen.# leistungen Frankreichs. Der„Geldgeber Europahat sich selbst nicht anders zu helfen vermocht, ai daß er Milliardenbeträge aus der Notenpresse hei vorzauberte, im übrigen hat Frankreich einige hundert Millionen sünfprozentiger Schatzanweisungen in London und Neuyork begeben und auf eine Kriegsanleihe 2,75 Milliarden Francs nur erzielt, daß die Regienung, die noch nicht voll eingezahlten Stücke der letzten Anleihe vom Jun 9000 Verschler, kulschr risren. wurde, dagegen Großes Hauptquartier, 23. März 1915. Westlicher Kriegsschauplatz. Zwei Nachtangriffe der Franzosen bei Carency, nordwestlich von Arras, wurden abgewiesen, der Champagne nahmen unsere Truppen einige erfolgreiche Minenstrengungen vor und schlugen einen Nachtangriff nördlich von Beau Sejour ab. Größere Vorstöße der Franzosen bei Combres, Apremont und Flirey hatten keinen Ein Angriff gegen unsere Stellungen nordöstlich von Badonoiller trach mit schweren Verlusten für den Feind unter unserem Feuer zusammen. Auf Ostende warfen feindliche Flieger wieder mehrere Bomben ab, durch die kein militärischer Schaden angerichtet un., A#g#ge mehrere Belgier getötet oder verwundet wurden. Ein französischer Flieger wurde bei Veidun zum Absturz gebracht. Ein mit zwei französischen Unterotfizieren besetztes Flugzeug wurde bei Freiburg zum Landen gezwungen; die Insassen wurden gefangen genommen. Oestlicher Kriegsschauplatz. Auf der Verfolgung der aus triebenen Russen nahmen unsere Truppen RussischKroktingen ein und befreiten über 3000 deutsche von den Russen verschleppte Einwohner. Russische Angriffe beiderseun des Orzyc wurden zurückgeschlagen. Oberste Heeresleitung. v. J. voll in Zahlung nahm. Rußland lebt lediglich vom Pump; Serbien und Belgien zahlen gleichfalls nur mit geborgten Geldern. Englands silberne Kugeln prallen an unserem goldenen Schilde ab. 4000 Russen gefangen. erlaut;##m geführt wurde. gelang es. de wtb Wien, 24. März. Amtlich wird verlautbart vom 23. Mürz, mittags: Die Kämpfe im Karpathenabschnitt vom Uszoker Paß bis zum Sattel von Konisczua dauern fort. In den letzten zwei Tagen wurden wieder starke Angrisse des Feindes zurückgeschlagen und 3300 Russen hierbei gesangen genommen. In einem Gefechte, das um eine Höhe bei Hysz= row gefühe. wulr., fung es, den Gegner aus seinen Stellungen zu wersen und 8 Offiziere und 685 Mann gefangen zu nehmen. An der übrigen Front hat sich nichts wesentliches ereignet. Der Stellvertreter des Chefs des Generalstabes: von Höfer, Feldmarschall=Leutnant. efechte, das um eine Höhe Zum Fall von Przemysl. am letzten Freitag auf, derd tu Budapest, 24. März. Der„Budapesti Hirlap“. bringt eine Aeußerung, die der Honvedminister Hazai über den Fall Przemysl im Klub der Arbeiterpartei getan haben soll. Von unterrichteter Seite wird dem Blatt folgende Mitteilung gemacht: Die Bedeutung des Falles von Przemyst darf nicht überschätzt werden. Die Festung erfüllte ihren Beruf in heldenhafter Weise. Die Verteidiger taten ihre Pflicht. In der Festung hatten wir höchstens 25000 Soldaten einschließlich der Schanzund industriellen Arbeiter. Ueber die Zahl des zernierenden russischen Heeres sind auch übertriebene Gerüchte im Umlauf gewesen. Es waren dort 60= bis 80000 Russen, die übrigen wurden gruppenweise von dort wegdirigiert. Wir müssen auch weiter Vertrauen zu unserem Heere haben und können ungebrochenen Mutes der Zukunft entgegen1668. Die letzten Tage von Przemysl. tu Berlin, 24. März. Der Korrespondent der B. 3. a. M.“ berichtet über die letzten Tage vor dem Fall der Festung Przemysl u. a. Am Sonnabend und Sonntag richteten die Russen Angriffe gegen die Nord= und Ostfront, die blutig abgewiesen wurden. Die Artillerie der Festung beschoß die feindlichen Linien. Dazwischen dröhn ten die Detonationen der Sprengungen, die vr der Besatrung vorgenommen wurden. Um 5.50 Uhr früh meldete die Radiostation:„Eben geht ein Parlamentär zur Besprechung der Uebergabebedingungen ab". Wie der Korrespondent weiter schildert, sind die Lebensmittel immer knapper ge worden, bis sie schließlich ganz ausgingen. Lange Tage von Hunger und Entbehrung wurden standhaft ertragen. Krankheiten traten hinzui, aber dennoch rafften sich die Verteidiger zu dem Ausfall um kehlen Gerrlug auf, der die Ueberzeugung brachte, daß die festungsartige Bastion, die sich um die Festung herumzog, nicht zu sprengen war. tu Wien, 24. März. Während sich die Besatzung von Przemysl zur Uebergabe anschickte, verließen auf Befehl des Festungskommandanten die bis zur letzten Stunde dort gebliebenen Flieger die Festung, damit ihre Maschinen nicht in die Hände der Russen fielen. Einer von ihnen, ein Rittmeister flog nach dem Hauptflugplatz der 4. Armee und brachte dorthin die Meldung, von den vollzogenen Sprengungen. Der andere flog in südlicher Richtung über die Karpathen. Russische Anerkennung. bb Christiania, 24. März. aus Petersburg meldet, wurden nach der Kapitulation von Przemysl dem Kommandanten und den Ofizieren alle militärischen Ehren erwiesen. ral Kusmanek wurde der Degen mit den Wocten gelassen:„Herr General, ein halbes Jahr haben Sie unserer Uebermacht Widerstand geleistet. Nußland wünscht, daß Sie Ihr Schwert behgten, sind immer ein tapferer und ritterlicher Fein#ewesen.“ Italienische Pressestimmen. wtb Nom, 24. März. In einem Kommentar zur Uebergabe von Przemysl sagt die„Tribuna“: Die starke Festung ist in die Hände der Russen gefallen nach 4½monatiger Verteidigung, die ein Ruhmesblatt der österreichischugggrischen Arne in diesem Kriege bildet und in den Annaten der Kriegsgeschichte als ein achtungowürdiges Ereignis verzeichnet werden wird, ebenso wie die Verteidigung von Plewna, Adrianopel und Port Arthur. Der Krieg gegen Frankreich. Die Östereier der Pariser. tu Rotterdam, 23. März. Zu dem Erscheinen von Zeppelinen über Paris wird noch folgendes mitgeteilt: Nach hier eingetrofsenen Schilderungen scheinen im ganzen 4 Zeppeline einen Besuch Paris abgestattet zu haben, von denen nur zwei bemerkt worden sind. In den Blättern wird der Verwunderung darüber Ausdruck gegeben, daß er den deutschen Luftschiffen gelungen ist, bis Compiegne zu kommen, ohne vorher bemerkt zu werden. Zwei Zeppeline, die gesehen worden sind, suchten die Gegend mit Scheinwerfern ab und warfen dann ihre Bomben; der eine aus einer Höhe von 150 Metern, der andere von 800 Metern. Nach dem Abwerfen der Bomben steuerte der eine auf Ecouen, der andere auf Nantes. Die zwei anderen Luftfahrzeuge, die offenbar nicht bemerkt worden sind, kamen über den Mont Valerien nach Paris, wo sie den nordwestlichen Stadtteil beschossen und mit Bomben belegten. Es bestätigt sich, daß 7 Flugzeuge aufstiegen, um auf die Jeppeline Jagd zu machen, jedoch ohne Erfolg. Die deutschen Luftschiffe warfen bei St. Germain Plakate herunter mit der Aufschrift:„Pariser! Dies sind eure Östereier!". Die Pariser Zeitungen richten scharle Angriffe gegen die Militärverwaltung, die es versäumt habe, ausreichende Vorsichtsmaßregeln zu treffen. Es sei nötig, dies ungesäumt nachzuholen und unter allen Umständen dafür zu sorgen, daß künftig deutsche Zeppeline schneller entdeckt und verjagt würden. Zweifellos hat der Besuch der Zeppeline bei der Pariser Bevölkerung, die sich infolge von Versicherungen der Kommandantur ganz sicher wähnte, tiefen Eindruck hinterlasen. Abermals ein Jeppelin über Calais. wtb Londen, 24. März. Die„Daily Mail“ meldet aus Nordfrankreich: Calais wurde am 22. März abends zum drittenmal von einem deutschen Luftschiff heimgesucht. Genau um Mitternacht wurden die Schläfer durch schweres Kanonenfeuer geweckt. Scheinwerfer spielten nach allen Richtungen. Kleine Flammenkegel wurden in der Luft wahrgenommen, die die Stellen anzeigten, wo die Geschosse explodierten. Das Feuer dauerte etwa 20 Minuten, worauf alles ruhig war. Die Scheinwerfer erloschen, das Luftschiff wurde vertrieben, ehe es über die Stadt gelangte. Bomben wurden nicht abgeworfen. Die Erstürmung des Reichsackerkopfes. Nunmehr ist der hartumstrittene Reichsackerkopf westlich von Sulz ganz in deutschem Besitz. Seit Wochen lagen sich auf den Höhen die Unseren und die französischen Alpenjäger gegenüber, immer näher rütten unsere todesmutigen Feldgrauen der Kuppenstellung, die von den Kerntruppen der Republik zu einer starken Festung ausgestaltet worden war. Immer neue Verstärkungen hatte der Feind auch hinaufgesandt, der die strategische Bedeutung der Höhe sehr wohl erkannt hatte, unt unabhängig erneuerte er mit zäher Tapferkeit seine Versuche, die sich allmählich an den Hängen und endlich auf den Höhen einnistenden Deutschen in die Täler hinabzuwerfen. Vergebens! Die Unseren teilten sich. Und nun haben sie den letzten Im Sturmangriff nahmen sie die tapfer verteidigte Kuppe und richteten sich dort ein. Wie schwer der Kampf gewesen sein muß, kann man ermessen, wenn man bedenkt, daß auf diesem verhältnismäßig kleinen Raume zwei Bataillone in glänzenden Dedungen und ausgerüstet mit Masschinengewehren und Mörsern, die Stürmenben abwehrten. Die Verluste auf feindlicher Seite sind schwer, das beweist die geringe Zahl der Gefangenen. Wenig mehr als ein Zehntel der Besatzung macht sie aus. Es dürfte den Franzosen wohl kaum gelingen, uns diesen Besitz wieder streitig zu machen. Ein Fliegerkampf. tu Basel, 24. März. Der Fliegerkampf, der sich am Sonntag abend im Raume zwischen Basel, Mülhausen und Altkirch abspielte, hat einen sehr großen Umfang angenommen. Ein Beobachter auus Basel schreibt darüber: Etwa vier französische Flieger operierten über der Höhe von Volkensberg. Unmittelbar darauf wurden vier deutsche Flieger beobachtet, die aus der Richtung Wiesenthal kamen und sofort einen längere Zeit andauernden Kampf gegen die französischen Flieger eröffneten, die alsbald die Richtung gegen die Vogesen einschlugen. Es wurde kein Flugzeug heruntergeschossen. Am Montag abend erschienen wieder mehrere französische Flieger über dem Oberelsaß und wurden von sechs deutschen Fliegern, die über der Tüllinger Höhe erschienen, vertrieben. Friedenspropaganda in Paris und London. Nachdem die Pariser Polizei die Verbreiter von Flugschriften, durch die man die öffentliche Meinung gegen den Krieg aufzureizen suchte, kürzlich dingfest machte, werden jetzt die französischen Behörden von einer neuen Propaganda in Kenntnis gesetzt, die darin besteht, daß Personen Briefe weiter verbreiten, in denen Aufsehen erregende Enthüllungen über Zwistigkeiten gemacht werden, die zwischen zwei Generalen ausgebrochen sein sollen. Diese Briefe sollen fingiert sein und angeblich von falschen Militärpersonen stammen. Die Londoner„Times“ melden, daß während der letzten Zeit ein Flugblatt in London und Glasgow verbreitet wurde, in dem jungen Leuten abgeraten wird, sich anwerben zu lassen. Die Behörden erklären, von der Existenz dieses Flugblattes seit Januar zu wissen, als 25 Exemplare für die Liga der Industriearbeiter gedruckt wurden. Als Drucker wurde ein gewisser Balentin Freitag, angeblich ein Deutscher, ausfindig gemacht und verhastet, der auch„The Herald of Revolt“ und andere revolutionäre Literatur druckt. Amerikanische Friedenstauben. Eine Abordnung amerikanischer Pazifisten, die aus persönlichen Freunden Wilsons besteht, ist laut„Frankf. Ztg.“ über Basel nach Deutschland gereist, um zu erkunden, zu welchen Bedingungen Deutschland den Frieden annähme. Der amerikanische Gesandte Slowall aus Bern besuchte die Abordnung, die von Paris und London kommt, unoffiziell. Glauben die Amerikaner, deren freundwillige Absicht gewiß nicht verkannt werden soll, mit diesen Vorschlägen ihre Gewissensschuld tilgen zu können? Vor großen Ereignissen in Marokko. wtb Paris, 23. März. Der„Temps“ meldet aus Madrid: In Tanger wird verbreitet, daß die Belala=Kabylen mit Ausnahme der Wadras=Kabylen und der Anglerak=Kabylen Raifuli zum Sultan ausgerufen haben. Die Krieger der Bergstämme kommen täglich nach Tanger, um Lebensmittel aufzukaufen, was gewöhnlich ein Anzeichen neuer Ereignisse ist.„Liberté“ erklärt, die Regierung müsse infolge der Proklamierung Raisulis auf der Hut sein; diese sei anscheinend erfolgt, ium Unruhen in den spanischen Orten zu erzwingen. Man müsse erwarten, daß die Kabylen in der spanischen Zone die Bewegung unterstützen werden, die eine große Ausdehnung annehmen könne. Ministerpräsident Dato erklärte einem Journalisten, er habe keine amtliche Bestätigung von der Proklamation Raisulis. Versall des französisch=englischen Kolonialheeres. Ein Brief aus Marseille, den der„Mattinveröffentlicht, schildert den vollständigen Verfall des französisch=englischen Kolonialheeres. Die ersten beiden indischen Expeditionen bildeten den Eipsel dessen, was England aus Indien beziehen konnte. Die Ende Januar in Marseille gelandeten drei Expeditionskorps zählten nur mehr 20 000 Knaben und Greise, die nach der Ausschiffung von Offizieren mit Peitschenhieben vorwärts getrieben werden mußten. Mit diesen seien die letzten verfügbaren Truppendepots Indiens erschöpft. Der Korrespondent bezeichnet auch den mit Senegal=Regern gemachten Versuch als gescheitert. Senegalesen und die anderen farbigen Truppen seien nur im Nahkampf mit der blanken Wasse zu verwenden, dagegen beim Artilleriekampf völlig wertlos. Deutscher Angriff auf Belgisch=Kongo. tu Genf, 23. März. Einer Meldung aus Paris zufolge gidt das Kolonialministerium bekannt, daß die deutsche Flotte, die seit Kriegsbeginn die Posten an der Grenze von Belgisch=Kongo vom Tanganjika=See aus beunruhigte, den Hafen Lukuga erneut angriff. Der Dampfer„von Wißmann“ wurde von der belgischen Artillerie beschossen, konnte jedoch unbeschädigt das deutsche Nier erächen. Der Blockade=Krieg gegen England Die letzten U.=Boot=Erfolge haben den Engländern gezeigt, daß die Drohung, unsere wackeren Tauchbootmannschaften als Mörder aufzuhängen, nicht die geringste Wirkung ausgeübt hat. Der englische Dampfer„Cairentorr“ der von New Castle nach Genua unterwegs war, wurde bei Beachy Head torpediert und ging in wenigen Augenblicken unter. Nur 34 Mann der Besatzung wurden gerettet. Beachy Head scheint sich mehr und mehr zu einem Unglücksfelsen für England entwickeln zu wollen; eine Unzahl großer und kleiner Dampfer sanken hier in die Tiefe, und man muß sich mit den englischen Zeitungen erstaunt sragen, warum denn die englischen Kriegsschiffe sich hier niemals blicken lassen, oder gehen die tapferen Engländer unseren U=Booten aus dem Wege? Zwei weitere englische Dampfer,„Aberdon" und„Beeswing“, werden ebenfalls vermißt und sind aller Wahrscheinlichkeit nach von unseren Unterseebooten torpediert worden, da man Rettungsboote und Leichen von ihnen gefunden hat. surch den holländischen Fischereidampfer„Omuiden“ wird bekannt, daß unsere deutschen Unterseeboote eine förmliche Sperre im Kanal ausüben, da er auf seiner Fahrt von der Südküste Englands bis nach Holland von verschiedenen Unterseebooten zur Kontrolle angehalten worden ist. Infolge' dessen ist nun auch bei den letzten holländischen Schiffslinien die Einsicht gekommen und sie haben jetzt den Güterverkehr von Vlissingen nach England eingestellt. Nach Berichten eines dänischen Schiffskapitäns wurde in der Nähe von New Castle der englische Dampfer„Invargyle“ vor seinen Augen torpediert, nachdem die Mannschaft das Schiff verlassen hatte. Deutsche Unterseeboote bei Gibraltar? Die„Köln. Ztg.“ meldet aus Madrid vom 13. d. M.:„El debate“ behauptet aus zuverlässiger Quelle zu wissen, daß sich in den Gewässern Gibraltars zwei deutsche Unterseeboote befunden haben, die bei der Verfolgung zweier englischer Kriegsschiffe einige Stunden zu spät ankamen. Die englischen Behörden hatten hiervon Kenntnis, bewahrten aber strengstes Stillschweigen. Deutschland ist nicht auszuhungern. Der Berner Korrespondent der Londoner„Morning Post“ hat seinem Blatte einen ausführlichen Bericht gesandt über Unterredungen mit den zwei amerikanischen Journalisten Bryce vom Chicago Ledger und Herr von den Indiana Daily Times, die Deutschland bereist haben. Beide betonen, daß Deutschland genügend Vorräte an Nahrungsmitteln, Gold und Kupfer habe, um den Krieg noch zwei Jahre führen zu können. Die Lebensmittelpreise seien niedriger als in der Schweiz. Das Kriegsbrot sei gut, vielleicht besser als das englische Weizenbrot. Die Verhältnisse in Berlin seien ganz normal, vielleicht normaler als in Londen. Oesterreich=Ungarn habe noch mehr Vorräte an Lebensmitteln als Deutschland. Die Arbeiterbevölkerung in Deutschland sei vielleicht noch niemals so gut daran gewesen, wie gegenwärtig. Man spüre den Krieg materiell noch nicht, da der Krieg in Belgien, Frankreich und Polen geführt werde. — Der Rampf um die Baldakenen. Worin besteht die Bedeutung des Ausganges der Kämpfe um die Dardanellenforts? Die hartnäckigen Kämpfe um die Dardanellen, die die Seekräfte zweier Großmächte dauernd beschäftigen und mit einem Ertragen von beispiellosen Verlusten verknüpft sind, beweisen die ungeheure Wichtigkeit des Dardanelleneinganges für den Besitzer. Wenn der Angriff, den die Franzosen und Engländer seit Wochen mit gewaltigem Aufgebot von Schiffen und Menschen führen, zum Ziele käme, erhielte Rußland die Möglichkeit, sich durch das geöffnete Tor der Meerengen all die Dinge zuzuführen, die es zur Fortführung des Krieges braucht und deren Mangel es zu lähmen droht. Also fürwahr eine Erscheinung von ungeheurer Tragweite. Es ist deshalb verständlich, wenn die Gegner selbst jetzt, wo der Kampf ihnen so viele Opfer euferlegt hat, noch weitere Verluste aufs Spiel setzen. Englische Blätter schreiben offen, daß der Preis hoch sein wird. Es gibt in diesem Kriege keinen billigen Sieg mehr, jeder Erfolg wird den schwersten Preis heischen. Die Verbündeten sind bereit, heißt es dann, ihn zu zahlen, obwohl er wahrscheinlich furchtbar wird. Die Liste der Dardanellenopfer scheint Bandwurmlänge zu bekommen. Jeden Morgen, wenn das geduldige Volk in England und Frankreich die Augen aufmacht, steht wieder ein neuer Schiffsname hinter dem letzten Opfer vom Abend zuvor. Diesma! ist es der französische Panzer„Gaulois“, der in sinkendem Zustand bei Lemnos aufgelaufen ist. Er scheidet vorläufig für jeden weiteren Kampf aus. Seine schweren Geschütze müssen erst abmontiert werden, ehe das Schiff ins Trockendock gebracht und repariert werden kann. Auch der englische 14000=TonnenPanzerkreuzer„Corwallis“ ist vollkommen zerschossen worden. Nach italienischen Meldungen ist noch ein französischer Panzer, welcher an der Beschießung der Dardanellen teilnahm, in Malta eingetroffen, um die erlittenen schweren Beschädigungen auszubessern. Schwere Mannschaftsverluste der feindlichen bb Mailand, 24. März.„La Sera“ meldet aus Athen: Die verbündete Flotte hat bei den bisherigen Kämpfen um die Dardanellen einschließlich der Besatzung der untergegangenen Schiffe 7000 Mann verloren, darunter 1150 Verwundete. Der Berichterstatter der„Italia“ meldet von den inneren Dardanellen: Ich überzeugte mich gersönlich, daß alle Dardanellenforts intakt sind. Wesentlicher Schaden ist überhaupt nicht angerichtet. Die sranzösisch=englische Flotte hat nur Vorwerke eingeschossen, die Forts erweisen sich immer mehr und mehr als unbezwingbar. Eindruck der Niederlage der Verbündeten in Griechenland. wtb Athen, 24. März. Die eklatante Niederlage der Alliierten bei den Dardanellen macht hier den größten Eindruck. Die Presse freut sich, daß griechischerseits keine Schiffe mitmachten, da man sonst wahrscheinlich große Schiffsverluste zu beklagen hätte. — Die Kriegsfurie in Galizien und Polen. tu Krakau, 23. März. In Galizien sind bis jetzt etwa 100 Städte und Marktslecken, sowie über 600 Dörfer durch die Kriegsereignisse unmittelbar betroffen worden. 250 Dörfer wurden vollständig vernichtet. Außerdem müssen 800000 Pferde, Millionen Stück Vieh, sowie die sämtlichen Getreidevorräte in den betreffenden Gegenden in Abgang gebracht werden. Der Gesamtschaden wird auf zwei Milliarden Kronen geschätzt. In jenen Landesteilen Polens, wo bisher die Kriegsfurie wütete, wurden über 200 Städte und Marktflecken sowie über 900 Dörfer von ihr heimgesucht. Dort erreicht der Schaden sogar die Summe von drei Milliarden Kronen. Die Fahnenflucht in der russischen Armee. In den letzten drei Monaten hat die Fahnenflucht in der russischen Armee ganz außerordentlich zugenommen. Besonders zahlreich sind die Desertionen von der Front. Die Heeresverwaltung hat sich genötigt gesehen, nur in ganz besonderen Fällen die Hilfe der Tagespresse zur Ermittelung der Deserteure in Anspruch zu nehmen, da sonst der Umfang der diesbezüglichen Aufrufe Beunruhigung in der Oeffentlichkeit erregen könnte. Die russische Heeresverwaltung hat vor einiger Zeit ein besonderes Fahndungsblatt für Militärverbrecher gegründet. Dieses Blatt, welches nur den Polizeiund Gendarmerie=Behörden zugestellt wird, enthält in jeder Achttage=Ausgabe mehr denn 600 Deserteure verzeichnet. Die Kriegsgerichte sind mit Arbeit überhäuft, trotzdem einfache und ganz schwere Vergehen in den meisten Fällen sofort an der Front ohne jedes eigentliche gerichtliche Verfahren bestraft werden. Auch die Fälle von Insubordinationen sind verhältnismäßig sehr zahlreich, besonders bei solchen Truppen, die von der Front zu Etappenstationen für vorübergehend rückgekehrt sind. — Der Waffen= und Geschoßzmangel in England. wtb London, 23. März. Lord Aberconway schreibt in einem Brief an die„Times": Das Publikum kann jetzt aus den Reden Lord Kitcheners und Lloyd Georges erkennen, daß die englischen Waffen= und Munitionsfabriken nicht imstande find, allein die gewaltigen Bedürfnisse an Geschützen und Munition herzustellen. Die Fabriken vermochten den Bedarf einer verhältnismäßig kleinen Armee zu decken und einige Aufträge für das Ausland auszuführen. Aber die Armee vermehrte sich von einer halben auf drei Millionen Mann. Den Bedarf für diese können die Fabriken nicht decken. Es ist daher notwendig, alle zu diesem Zweck brauchbaren Werke in den Dienst der Waffenfabrikation zu stellen. Vertreter der Fabriken besuchten bei Kriegsbeginn alle in Frage kommenden Fabriken mit entsprechenden Maschinen. Sie fanden mindestens zwanzig, welche Munitionsteile, wenn nicht den ganzen Artikel herstellen können. Man suchte nach entsprechenden Technikern, um das Personal der Fabriken einzuarbeiten. Infolge des Mangels an Technikern und gelernten Arbeitern in den Fabriken und des Fehlens technischer Aussicht dauerte es 5 Monate, bis die Zentraldepots regelmäßig die Lieferungen erhielten. Der industrielle Aufschwung veranlaßte inzwischen die Fabriken, sich von der Waffenfabrikation wieder abzuwenden, daher erfolgte eine drastische Aktion der Regierung, denn ein Bedarf besteht an Waffen und Munition jeder Art. Am Schluß seines Briefes machte Lord Aberconway eine Reihe von Vorschlägen für die Or ganisation einer neuen Zentralbehörde. Ernste Lage in Singapore. Amerikanische Blätter melden aus Manila, daß Mitteilungen aus Britisch=Indien, eingetroffen seien, wonach die Lage in Singapote während der ersten Wochen des Monats noch sehr ernst war und daß täglich Hinrichtungen stattfanden. Hunderte von Mauterern sollen noch frei umherlaufen und man hält es nicht für unmöglich, daß ein ganzes Regiment an der Meuterei beteiligt ist. 15 Deutsche aus den Internierungslagern sollen sich der Meuterei angeschlossen haben, aber 10 von ihnen wieder festgenommen und zu längeren Gefängnisstrafen verurteilt worden sein. Einige Stadtteile murden als unsicher angesehen und deren Bewohner in Konzentrationslagern im Zentrum untergebracht. Die französischen Matrosen, die gelandet wurden, um die Nevolte zu unterdrücken, gingen wieder an Bord. Dagegen befinden sich ihre japanischen Kameraden noch an Land. Aus Stadt und Umgebung. Der Haushaltsplan der Stadt Schwerte pro 1915, der zurzeit im Zimmer 16 des neuen Rathauses zur Einsichtnahme der Bürgerschaft ausliegt, schließt ab in Einnahme und Ausgabe auf die Summe von 651 310,87 Mark gegen 619 805,84 Mark im Vorjahre. Die einzelnen Positionen des Etats setzen sich wie folgt zusammen: Einnahme. Grundeigentum und Berechtigungen 11 023,03 Mt. Kapital=Vermögen. 16 538.—„ Allgemeine Verwaltung 6416.—„ Polizeiverwaltung und sonstige Einrichtungen zur öffentl. Sicherheit 4335.—„ Steuerverwaltung 534 249,25„ Gemeindeanstalten u. Einrichtungen mit Ausschluß der Schulen 65 056,32„ Staats=, Provinzial= u. Kreiszwecke 2600.—„ 4710.—„ 6233,27„ Insgemein und zur Abrunduung Durchlaufende Einnahmen Ausgabe. Grundeigentum und Berechtigungen Kapital=Vermögen Allgemeine Verwaltung Polizeiverwaltung und sonstige Einrichtungen zur öffentl. Sicherheit 36974,20 Steuerverwaltung Gemeindeanstalten u. Einrichtungen mit Ausschluß der Schulen Schulanstalten 953,50 Mk. 7902.—„ 90 845,65„ 1220,— 103 130,23 194 535,94 Staats=, Provinzial= u. Kreiszwecke 94473,74„ Schuldenwesen 69 463,59„ Insgemein und zur Abrundung 45 428.75„ Durchlaufende Ausgaben 6383,27„ Unter der mit 534249,25 Mk. angesetzten Position Steuereinnahmen befinden sich u. a. auch folgende Posten: sodaß sich das durch Kommunalsteuern aufzubringende Defizit auf 523509,25 Mk. gegen 502 321,40 Mark im Vorjahre stellt. **(Preuß. Klassenlotterie.) Zur 4. Klasse de: 231. Klassenlotterie liegen die Lose gegen Vorzeigung der Vorklassenlose vom 23. März ab zur Einlösung bereit. Dieselbe hat bis spätestens zum 9. April zu erfolgen. Die Auszahlung der Gewinne 3. Klasse und Ausgabe der Freilose 4. Klasse findet vom 27. März ab statt. Am 13. April beginnt die Ziehung der 4. Klasse, in welcher 10 000 Gewinne im Betrage von 2988 485 Mk., darunter zwei Heuptgewinne zu je 100000 Mk. gezogen werden. **(Keine Osterliebesgabensendungen an die Front) Die Heeresverwaltung macht wiederholt darauf cufmerksam, daß es nicht angängig ist, besondere Österliebesgabensendungen an die Front zu schicken. Weder die Militärpaketdepots noch die Güterabfertigungsstellen übernehmen die Vorführung derartiger geschlossener Transporte. Eine Massenablieferung von Österpaketsendungen würde die Sperrung der Militärpaketdepots nach sich ziehen können. Soweit Sammlungen für Osterliebesgaben bereits im Gange sind, sind die Pakete auf dem einzig zulässigen Wege, nämlich durch die im Bezirke jeden stellvertretenden Generalkommandos errichteten amtlichen Annahmestellen zuzuführen. Diese Anahmestellen sorgen für Weiterleitung unter Berücksichtigung der Weiterverfrachtung, ohne sich jedoch an einen bestimmten Zeitpunkt wie zu Ostern fest binden zu können. **(Witwenunterstützungen in Kriegervereinen.) Der die norddeutschen Bundesstaaten und ElsaßLothringen umfassende Deutsché Kriegerbund hat am 22. März, dem Geburtstage weiland Seiner Majestät Kaiser Wilhelms des Großen, auf Antrag der Vereinsvorstände 36.000 Mk. Unterstützungen an hilfsbedürftige Kameradenwitwen gezahlt. Hautausschläge, Gesichtsröte, Pickeln, unreiner Teint haben ihren Sitz meistens in der Oberhaut und treten namentlich an den unbehaarten Stellen des Körpers, im Gesicht und an den Händen in Erscheinung. Diese lästigen unangenehmen Erscheinungen verschwinden ausnahmslos nach einer Behandlung der lokalen Stellen mit Obermeyer's Herba=Seise. Nach kurzer Zeit bereits lösen sich die Borken und Schuppen ab, die Pusteln trocknen ein und es bildet sich eine schöne glatte Gesichtshaut mit samtweichem weißen Teint. Herba=Seife ist in allen Apotheken, Drogerien und Parfümerien à Stück 50 Pfg., verstärktes Präparat Mk. 1.— erhältlich. Wochenmarkt. Der heutige Wochenmarkt war gut beschickt. wurden bezahlt für: Aepfel Pfd. 20—35 Pfe.Apfelsinen Stück 3—10 Pfg., Zitronen Stück 6 Pf., Spinat Pfd. 25 Pfg., Blumenkohl 30—35 Pfg., Rotkohl 30—45 Pfg., Weißkohl 25—40 Pfg., Rosenkohl Pfd. 20 Pfg., Grünkohl Pfd. 15 Pfg., Wurzeln 2 Psd. 25 Pfg. Steckrüben Stück 10 Pfg., Zwiebeln Psd. 20 Pfg., Eier 8 und 9 Stück 1,— Mk., Butter 1,60 Mk., Schweinefleisch 1,10—1,20 Mk., Rindfleisch 90 Pfg., Schellfisch(kleiner) Pfd. 25 Rfg., Schellfisch(großer) Pfd. 40 Pig., Kabliau Pfund 25 Pfg., grüne Heringe 4 Pfd. 50 und 60 Pfg. Verantwortlich für die Redaktion Friedr. Kraas, Umgebung. Stadt Schwerte des neuen Rathauses fürgerschaft ausliegt, nd Ausgabe auf die gegen 619 805,84 Mark Positionen des Etats te. igungen 11023,03 Mk. 16 538.—„ 6416.—„ ge Eincherheit 4335.—„ 534 249,25„ chtungen 65 056,32„ eiszwecke 2600.—„ Uung 4710.—„ 6233,27„ tigungen ige Eincherheit schtungen 953,50 Mk. 7902.—„ 90 845,65„ 36 974.20„ 1220.—„ n 103 130,23„ 194 535,94„ iszwecke 94473,74„ 69 463,59„ ung 45 428.75„ 6383,27„ 5 Mk. angesetzten Ponden sich u. a. auch fol4000 Mk. 2400„ 1500„ 800„ achssteuer 2000„ nunalsteuern aufzubrin5 Mk. gegen 502 321,40 ie.) Zur 4. Klasse de: die Lose gegen Vorvom 23. März ab zur hat bis spätestens zum e Auszahlung der Gede der Freilose 4. Klasse att. Am 13. April beklasse, in welcher 10.000 2988 485 Mk., darunter e 100000 Mk. gezogen abensendungen an die ltung macht wiederholt nicht angängig ist, bedungen an die Front itärpaketdepots noch die ibernehmen die Vorener Transporte. Eine erpaketsendungen würde rpaketdepots nach sich sammlungen für Osterige sind, sind die Pakete Wege, nämlich durch die tenden GeneralkommanAnnahmestellen zuzullen sorgen für Weitering der Weiterverfracheinen bestimmten Zeitinden zu können. sen in Kriegervereinen.) ndesstaaten und Elsaßitsché Kriegerbund hat itstage weiland Seiner des Großen, auf Ane 36000 Mt. Unterftige Kameradenwitwen sröte, Pickeln, unreiner eistens in der Oberhaut den unbehaarten Stellen und an den Händen in en unangenehmen Erausnahmslos nach einer stellen mit Obermeyer's Zeit bereits lösen sich ab, die Pusteln trocknen schöne glatte Gesichtsßen Teint. Herba=Seife Drogerien und Par„ verstärktes Präparat kt war gut beschickt. Es epfel Pfd. 20—35 ., Zitronen Stück 6 Pf., lumenkohl 30—35 Pfg., kohl 25—40 Pfg., Rosen1 Pfd. 15 Pfg., Wurzeln Stück 10 Pfg., Zwiebeln Stück 1,— Mk., Butter 1,10—1,20 Mk., Rind(kleiner) Pfd. 25 Rfg., 0 Pfg., Kabliau Pfund Pfd. 50 und 60 Pfg. edaktion Friedr. Kraas, braus, beide in Schwerte. Ven Gerwunderen=eine Eohtkal. Der durch Ihre gütige Vermitllung dem Reservelazarelt T. wiederholt zur Verfügung gestellle coffeinfreie Bohnenkaffee „Kaffee Hag“, hat sich seiner hervorragenden Eigenschaften wegen schnell die Gunst sowohl der in der Lazareltküche beschästigten Damen, die ihn bereiten, als auch der Kranken und Verwundelen, die ihn genießen, erworben. Er ist als Genußmittel bei verständiger Bereitung im Geschmack dasselbe, wie gewöhnlicher guter Bohnenkaffee, ohne herzschwächende Wirkung zu besitzen, so daß man ihn mit Recht wohl als anregend, nicht aber als aufregend bezeichnen kann. B....., den 24. 2. 15. 1434 Reservelazarelt T. A W G Gott dem Allmächtigen hat es gefallen, heute nacht 2 Uhr unseren guten Vater, Schwiegervater, Grossvater, Schwager und Onkel Landwirt im Alter von 84 Jahren 3 Monaten nach langem, mit grosser Geduld ertragenem Leiden, durch einen sanften Tod in die Ewigkeit abzurufen. Um stille Teilnahme bitten Die trauernden Hinterbllebenen. Westheide, Holzwickede, Hlagen, Düsseldorf, den 22. März 1915. Die Beerdigung findet Donnerstag, den 25. März, nachmittags 2½ Uhr vom Sterbehause Westheide und um 4 Uhr in Schwerte statt. Es ist bestimmt in Gottes Rat, dass man vom Liebsten was man hat, muss scheiden. Was Gott tut, das ist wohlgetan, er gibt und nimmt bald wieder. Er rufer dich, mein Kind. jetzt himmelan, zieb hin, mein Sohn, sie erwarten dich schon, deine Schmerzen sind gelindert. Du riefest uns noch zu„Auf Wiedersehen“. Den Heldentod für das Vaterland starb am 22 März, nachdem er am 12. März durch Kieferschuss schwer verwundet wurde, unser herzensguter, einziger Sohn, mein lieber einziger Bruder, Schwager und Onkel, mein lieber unvergesslicher Bräutigam Priedrien-Hess 1. Ersatz-Bataillon, Infanterie-Regiment 138 im blühenden Alter von 22 Jahren. Von Königsberg, wo ihm ein Notverband angelegt wurde, nach Berlin überführt, ist er dort unter grossen Schmerzen getorben. Disses zeigen in tiefster Trauer an Die tieftrauernden Eltern Emma Samulowitz geb. Hess Ludwig Samulowitz z. Zt. im Felde Familie Samulowitz Familie Armatage Familie Weige Familie Born. Totenzettel mit Darstellung eines sterbenden Soldaten und ein zum Himmel zeigender Engel ist eine dauernde Erinnerung an die gefallenen Krieger Buchdruckerei Carl Braus Schwerte Ruhr, Cr. Marktstr. 3—5. Zwei gut erhaltene 2“, 4 rädige Schwerte, den 24. März 1915 1476 Soeben erschienen: Zur 100jährigen Erinnerung an die Leutschen Befreiungskriege 1813=15. Aus großer Zeit Berichte über den Kriegsverlauf. die Schlachten und alle wichtigen Ereignisse. Episoden, Briefe, Aufzeichnungen und Erlebnisse berühmter Mitkämpfer, Augenzeugen u. Zeitgenossen. Zusammengestellt und herausgegeben von Richard Zoozmann. Mit zahlreichen Texlillustrationen, Vollbildern und Karten nach Werken von E. Meissonier. Paul Delaroche, Adolf v Menzel, Georg Bleibtreu, Richard Knötel, Jos. Weiser. Wilhelm Camphausen. Feodor Dietz. E. Hünlen, Woldemar Friedrich, G. Richter u. a. m Ganzleinen=Prachtband, Lexikonformak, 635 Setten Preis nur 3 Mark. zu verkaufen. Bekanntmachung. Der Metzgermeister Paul Jaeger zu Kirchlinde beabsichtigt auf seinem Grundstücke, Flur 2 Parzelle Nr. 479/87 der Steuergemeinde Syburg ein Scylachthaus nebst Wurstküche zu errichten. Auf Grund der§§ 17 und 18 der Reichsgewerbeordnung in der Fassung vom 30 Juni 1900 und der Nr. 19 und 20 der ministeriellen Ausführungsanweisung vom 1 Mai 1904 wird dieses Vorhaben mit der Aufforderung bekannt gemacht, Einwendungen gegen dasselbe binnen 14 Tagen bei dem Amte zu Westhofen schriftlich in zwei Exemplaren oder zu Protokoll anzubringen. Beschreibungen und Zeichnungen liegen auf dem genannten Amte zur Einsicht aus. Die Einspruchsfrist nimmt ihren Anfang mit dem Ablauf des Tages, an welchem das diese Bekanntn achung enthaltende Kreisblatt ausgegeben worden und ist für alle Einwendungen präklusivisch. Nach Ablauf der Frist können Einwendungen, in dem Verfahren nicht mehr angebracht werden. Zur mündlichen Erörterung der rechtzeitig erhoberen Einwendungen wird gemäß Ziffer 19e der vorbezeichneten Anweisung Terain auf Donnerslag, den 8. April d. J. vormitlags 10 Uhr auf dem Amtsbüro zu Westhofen anberaumt und wird besonders darauf hingewiesen, daß im Falle des Ausbleibens des Unternehmers oder der Widersprechenden gleichwohl mit der Erörterung der Einwendungen wird vorgegangen werden. Als Kommissar des Kreisausschusses ist Amtmann von Daniels tätig. Hörde, den 19. März 1915. Namens des Kreisausschusses: 1462 Der Vorsitzende I. V. Burchard. u. debol sind in grosser Auswahl vorrätig. Buchhandlung Carl Braus Schwerte(Ruhr)* Gr, Marktstr. 3—5. Köhlers Illustrierter Deutscher O•• 940 (Vcriegsausgabe). Elegank gebunden 1 Aus dem reichhaltigen kextlichen Inhalte sei besonders hervorgehoben: Was mit Csingtau verloren ging. Hochinteressanter, lehrreicher Artikel von Geh. Reg.=Rat Paasche, Vize=Präsident des Reichstages, Fliegerkampf zur See. Skizze aus dem Seekrieg 1914/15 von Kapitän Liebermaan von Sonnenberg, Cruppenbeförderung auf Schiffen, hochaktueller Artikel von General der Inf. v. Blume, Die Seeschlacht, interessante Schilderung von Kapitän zur See Türck. Halbstock, tiefergreifende Erzählung aus dem Leben der Marine von Ida Boy=Ed, Der Heldenkampf E. M. S.„Magdeburg“ 1914. Originalaufzeichnungen aus Blättern der Augenzeugen,„ 95. klar zum Gefecht. Erzählt vom Bord des kleinen Kreuzers„Nurnberg“ aus den Kriegstagen 1914, 1„ Dag Gas enischaiset auf der Chemse(„Freiwinigesvor:— Das Los entscheidel Eine schwere Aufgabe— Englands Küste in Sicht— Zwei Helden), Der letzte Rampf der„Emden". Ergreisende Schilderungen eines Augenzeugen, Heldenfahrten eines Hilfskreuzers. Fesselnde Schilderung aus, dem setzigen Sektteg.... B.sHilhest gan einem der Bicherseh. Der Untergang der„Ariadne". Geschilberr von einem der Ueberlevenden Wie die Gneisenau im Hafen von Antwerpen von den Engländern versenkt wurde. Von einem Augenzeugen geschildert, mit Abbildung. der deutschen Kriegsschiffe mit Angabe der Größe, Wasserverdrängung, Pferdekräfte, Geschwindigkeit, Anzahl der Schrauben, Armierung, Besatzungsstärke, Maschinenreisestrecke, des Alters usw. Vorrätig in der Buchhandlung Carl Braus, * Schwerte=Ruhr, Gr. Marktstraße 3—5. 4 Sch Wenn je ein Stück Geschichte fordern darf, um seiner selbst willen im Bilde aufgerollt und dem deutschen Vocke nategebracht zu werden, so ist es die große Zeit von 1812 bis 1815, die kurze aber ruhmesreiche Epoche vor hundert Jahren, die durch ihren Namen schon eine höhere Weihe empfangen hat! Jedem das Seine! Eine bessere Richtschnur gibt es nicht für einen Verfasser der Befreiungskriege. Weshalb nicht jedem, dem Feinde wie dem Freunde, unparteiisch die Ehre geben, die ihm gebührt? In diesem Geiste, in dieser Gesinnung ist das vorliegende Buch geschrieben worden, und der belsebie und gern gelesene Verfasser nimmt daher mit vollem Recht auch die Vorspiele der Revolution und des Zäsarentums in seine Darstellung auf. indem er an die Züge des ruhmsüchtigen Korsen anknüpft und ihn ohne Uebertretbung und ohne Verleugnung des deutschen Heldengeistes für die Hauptperson des großen weltgeschichtlichen Dramas erklärt. Judem ist es weniger ein Buch über jene Zeit, als vielmehr aus ihr heraus. indem es zum größten Teil aus gleichzeitigen Schriften, aus Erinnerungen und Briefen von Augenzeugen zusammengestellt, ist und so ein lebendiges Zeugnis, keine trockene Geschichtsschreibung, aos der großen Zeit bildel. Einen besonderen Schmuck erhält das Werk, das im Prachtbande erscheint, durch eine Fülle von Porträts. Schlachtenbildern. Plänen, Faksimiles, Spottbildern u. a. sodaß dieses Werk gerade für die heutige Jeit das würdigste Geschenk sein dürse. 9 90 0 Preis nur 3 Mart. 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Anmeld. jederzeit, mündlich nur nachm, bei der Sciulvorsteherin 1361 A. Tütel. St nach einem neuen vollkommeneren Verfahren reinigen zu lassen. Alle Qualitäten, auch die billigsten sind jetzt ohne jeden Geruch und durchweg staubfrei. Ich empfehle: Bettfedern zu 1,25, 1,75,12,25 b. 3,00 Mk. Habdaunen zu 8.00 bis 4.50 Mk. 35 Daunen zu 4.00 bis 6,50 Mk. OTTO MARA s aachnartgn.# ERRNRR R NIEER NE Hagelchaden=Verschernug=Verein für die Land= und Stadtkreise Dortmund und Hörde. 1376 angekommen C. Lethaus. empfiehlt die Buchhandlung Carl Braus Schwerte(Ruhr) Gr. Marktstr. 3—5. I Einladung zu der am Mittwoch, den 31. März d. Is. nachmittags 4½ Uhr im„Schwarzen Raben“ in Dortmund stattfindenden General=Versammtung. Tagesordnung: 1. Rechnungslegung für 1914 und Entlastung des Rochosten. 2. Wahl von 2 ausscheidenden Mitgliedern der Direktion, 3. Wahl von 4 ausscheidenden Mitgliedern des schusses. 4. Wahl der Rechnungsrevisoren für 1915. 5. Mitteilungen. Dortmund, den 22. März 1915. Die Direktion: 1463 J. A. Westermann, Ehrenamtmann, Pnioio Lefert schmell und sauber gurzeit a umfangre vom we von den berichtet. Beste! den jede stelle(G mann( Züri führt de aus, da befindli mismus Tatsäch die ent her lan Gerücht Botscha „Idea länder Werbeg die M nicht m hört z mehr Die Fe Untern auf ei bb letzten den. tungen daten zogen dem Wit unsere ihrer haben ein 2 vorste glühe wie? mit Kleid hinte auf wird. schau führ! Bild Abteilungen. iufe in Anbetracht von 145 Pfg. an. „ 18„„ Südwester, Stück 95 Pfg. rabgesetzten Preisen. Knaben-Anzüge, iche, Schlipse grosser Auswahl. 1466 Ilhornmarke ille Garten- und hte. hlt WE Ansprüche an die ingen haben mich 5659 rn und ien 9 llkommeneren Ver8960. 9 luch die billigsten len Geruch und 75,/2,25 b. 3,00 Mk. 2 bis 4.50 Mk. 35 850 MN." Schwerte Oestenstrasse 80. uung Atetet! swerungs=Verein: eise Dortmund und Hörde. März d. Is. nachm Raben" in Dortnden mmlung. g: und Entlastung des tgliedern der Direktion, Mitgliedern des für 1915. 1915. Direktion: nann, Ehrenamtmann. schnell und sauber Nr. 70. Beilage. Iaverläffig und schnen über die Kriegsereignisse unterrichtet zu werden, der Wunsch jeder deutschen Familie. Diesem Wunsche möglichst voll zu entsprechen, betrachtet die „Schwerter Zeitung zurzeit als ihre wichtigste Aufgabe. Sie hat einen umfangreichen Nachrichtendienst eingerichtet, der vom westlichen und östlichen Kriegsschauplatz und von den übrigen politischen Ereignissen zuverlässig berichtet. Bestellungen auf die„Schwerter Zeitung“ werven jederzeit von unseren Boten, in der Geschäftsstelle(Gr. Marktstraße) und bei Herrn Ad. Neumann(Hüsingstraße) entgegengenommen. Schwerter Heul! F Kreisdlatt. Italiens Kaltung. Zürich, 24. März. In der Turnier„Stampa“. führt der gut unterrichtete Abgeordnete Cirmeni aus, das Land möge den Ausgang der im Gange befindlichen Verhandlungen ohne zu großem Optimismus, aber auch ohne Pessimismus abwarten. Tatsächlich seien die Verhandlungen noch nicht in die entscheidende Phase eingetreten; sie seien bisher langsam aber regelmäßig fortgerückt.— Die Gerüchte von einer Abberufung des französischen Botschafters in Rom, Barrère, werden von der „Idea Nazionale“ in Abrede gestellt. Die Mailänder„Perseveranza“, schließt aus der eifrigen Werbearbeit der Verbündeten um Neutrale, daß die Mächte des Dreiverbandes ihrer Sache selber nicht mehr sicher seien. Um bei den Neutralen gehört zu werden, sollten die Dreiverbandsmächte mehr bieten, als nur ihr Vertrauen auf den Sieg. Die Festigkeit des Dreiverbandes werde, wenn das Unternehmen gegen Konstantinopel nicht glücke, auf eine harte Probe gestellt. Unruhen in Venedig. bb Grasso, 24. März. In Venedig haben in den letzten Tagen wieder schwere Unruhen stattgefunden. Es kam auch diesmal zu schweren Ausschreitungen gegen die bewafsnete Macht, wobei 16 Soldaten verletzt wurden. Die Demonstranten durchzogen die Straßen mit dem Rufe:„Nieder mit dem Krieg! Wir wollen Arbeit und Brot! Der Gipser eri Gemeinhen. Wir sind schon vieles an Verleumdungen seitens unserer Feinde gewöhnt, aber den höchsten Grad ihrer Verworfenheit scheinen sie jetzt erreicht zu haben. In einer Pariser Zeitung findet sich jetzt ein Bild, das russische kriegsgefangene Soldaten vorstellt, die angeblich von deutschen Kriegern mit glühendem Eisen gebrannt werden! Man sieht, wie die„unglücklichen“ Opfer von den„Barbaren mit Gewalt auf den Schauplatz geschleppt, ihrer Kleidung beraubt worden sind und wie ihnen von hinten mit einem brennenden Eisen ein Stempel auf das zischende Fleisch der Schulter gebrannt wird. Natürlich ist die Zeichnung mit allen schaurigen Einzelheiten ausgemalt. Auch ein ausführlicher Text fehlt nicht zu dem entsetzlichen Wü duer: Sthck th. „Kriegsgefangen 1914“ tragen und die Brennung deshalb vorgenommen wird, um das Ausrücken der gefangenen Russen zu verhindern.— Für diese ungeheure Frechheit fehlt ein Wort der Entrüstung. Man kann nur aus tiefster Seele sagen: Pjui Teufel! — Der Gefangene von Hohenasperg. Fremdes Volk und fremde Gaue, Fremde Sprache— ist's ein Traum? Ich bin wach; doch was ich schaue, Was ich höre, faß' ich kaum! War's nicht gestern, als der wilden Feinde graue Uebermacht Auf des Vaterlands Gefilden Uns bedrängt in heißer Schlacht? Noch tönt mir der Sambre=Meuse Heller Klang im Ohre nach, Noch hör' ich das Kampfgetöse, Der Kanonen Donnersprach'—! Und aus Feindes Feste blick' ich Jetzt hinaus ins Feindesland, Tausend heiße Grüße schick' ich Dahin, wo zum Waldesrand Sacht die Abendsonn' geglitten,— Dort weit draußen such' ich sie, Sie, für die ich hab' gestritten: Meine teure Normandie. Gleiche Sonn' vom gleichen Himmel Leuchtet freundlich hier und dort, Sieht dort auf das Kriegsgetümmel, Auf Zerstörung, Brand und Mord. Seht hier auf ein Land im Frieden, Das vom Kriege unberührt! Ach, ich wollt' ihm wär' beschieden, Was mein Heimatland gespürt! Bautegierige Barbaren? Rohes Volk voll Trug und Haß? Frankreichs Untergang seit Jahren Planend ohne Unterlaß? ier nun wohnt es; diese Städte, Diese Dörfer, dieses Feld? Nein, mit rohen Händen hätte Es sie nicht bebaut, bestellt. Stille, Fleiß und Gottvertrauen, Heimatliebe atmet sie. Diese Landschaft, anzuschauen, Schön wie meine Normandie. Als wir, die gefang'nen Feinde, Drunten zogen durch die Stadt— Still und ernst stand die Gemeinde, Manches Auge Tränen hat Für uns. Rohe Sieger hätten Wut und Hohn und bitt'ren Spott; Doch sie achten auch in Ketten Uns als Brüder noch vor Gott. Wer ist's, der den Brand entfachte, Der dies stolze Volk umloht, Wer ist's, der uns glauben machte, Daß es frevelnd uns bedroht?— Frankreich! Deine Söhne sterben, Deine Marken sind zerstört Nicht durch Feindes Schuld, Verderben Schuf der Freund, der dich betört. Falscher Freund., er raubt für immer, Was dir Ruhm und Glanz verlieh, Und es stürzt mit dir in Trümmer Meine arme Normandie—! (Von einem französischen Universitätsprofessor, der als Kriegsgefangener auf dem Hohenasperg bei Stuttgart weilt. Er ist Dozent für deutsche Sproche und Literatur an seiner Heimatsuniversttät Der Kaiser bei der„Gulasch=Kanone“. Der Kaiser, dessen Anregung die„Crilasch= Kanonen“ ihr Dasein verdanken, bringt, wie uns geschrieben wird, dieser bedeutsamen neuen Einrichtung auf dem Felde große Gunst entgegen. Einige hübsche Beispiele werden davon berichtet: Eine Feldstraße mitten in Frankreich... Truppen kommen und halten sorgfältig ein Gefäß in den Händen. Die staubbedeckten Feldgrauen, die sich an ihrem Essen gütlich tun, werden plötzlich aufmerksam. Auf der Landstraße erscheinen vier Reiter... Offiziere. Einer löst sich von ihnen los und sprengt zu dem Standplatz der„Eulasch=Kanone".„Haben Sie noch ein paar Bissen für uns„ übrig?“„Zu Befehl, Herr Hauptmann". Bevor man noch weiß, um wen es sich handelt, sind auch die drei anderen Reiter herangesprengt. Der Kai ser!! In fremdiger Ueberraschung rufen alle Hurra!" und der oberste Kriegsherr dankt lächelnd.„Schmeckt's“, fragt er.„Laßt euch nicht stören, ich will auch nur einen Happen essen. Habe Hunger". Dann reitet er zur„Gulasch=Kanone", wo schon der Hauptmann für ihn einen Topf hat füllen lassen. Gemütlich nimmt er ihn entgegen und löffelt den ganzen Topf aus, inmitten seiner Krieger.„Ausgezeichnet, ausgezeichnet“, sagt er hin und... läßt sich noch zum zweitenmale geben. „Ich esse euch alles weg, aber ich werde mich erkenntlich erweisen“. Die Soldaten sind natürlich begeistert und stolz, daß der Kaiser mitten unter ihnen„dinierte“. Ein echter Soldatenkaiser Brausendes Hurra begleitete ihn, als er sich mit einem kräftigen„Prosit Mahlzeit“ von seinen Leuten verabschiedete. Am Abend kamen dann mehrere Eänse und Hühner als„Ersatz für das weggenommene Mittagessen“. Sie wurden auf das Wohl des Kaisers mit Freuden zum Abendbrot verzehrt. Dieser eine kleine Zug ist für die Anschauungsund Lebensweise des Kaisers im Felde bezeichnend. Denn der Kaiser läßt keine Gelegenheit vorübergehen, sein Essen aus der Gulasch=Kanone zu beziehen, wenn er unterwegs ist, um seine Truppen auf der langen Schlachtfront zu besuchen. Für solche Reisen werden darum niemals Vorbereitungen zur Beköstigung des Kaisers getroffen:„Wir treffen schon eine„Gulasch=Kanone", antwortet er stets auf die Fragen, was er zum Mittag befehle. Zugleich liegt darin auch ein Beweis für die Vorzüglichkeit der Speisen, die aus den Feldküchen den Truppen gereicht werden, denn der Kaiser meldet sich nie besonders an, damit nicht eigens für ihn ungewöhnliche Vorbereitungen getroffen werden.„Ich esse das, was meine Soldaten essen", hat er schon oft erklärt. Einmal war eine Feldküche leer, als er dazu kam. Die Soldaten hatten auch nicht einen Bissen übrig gelassen, da sie ja nicht wußten, welch hoher Besuch ihnen noch bevorstehe.„Da ist nichts zu machen, da wird eben haute kein Abendbrot gegessen!“ erklärte gut gelaunt der Monarch und war nicht zu der Erlaubnis zu bewegen, daß irgend etwas für ihn gekocht Der englische Premierminister Asquith hat vor kurzem, als er über die hohen englischen Brot= und Mehlpreise im Unterhause befragt wurde, den billigen Trost gespendet: es seien diese Preise eben das Resultat von„Nachfrage und Angebot“. In Deutschland hat man das Volk nicht mit leeren Redensarten abgespeist, sondern eine Art der Verbrauchsregelung geschaffen, die einzig in der Welt Mitlwoch, 24. März 1915 und in der Geschichte dasteht und die darauf abzielt, jedem diejenige Brotmenge zur Verfügung zu stellen, die entsprechend den Vorräten auf den Kopf der Bevölkerung fällt. Aber auch durch dieses Sistem kann die„Gerechtigkeit“ der Verteilung noch nicht in vollem Umfange hergestellt werden, so lange es Unterschiede im Brotkonsum gibt, die auf den sozialen und natürlichen Verschiedenheiten der Menschen beruhen. Ein jeder Bemittelte, der zum ersten Mal seine Brotkarte erhielt, hat das empfunden.„Es ist zu viel für mich!“ haben sich Tausende sagen müssen. Hier entsteht wieder eine neue Pflicht: sie heißt Brotmarken sparen oder ganz allgemein an der Brotration sparen. Wer die Mittel besitzt, um sich statt des Brotes teuere Nahrungsmittel zu kaufen, der denke nicht, daß ihm die Nation ein Recht auf ihren vollen Betrag gibt. Ein Unrecht wäre es, wenn er so dächte. Die Bemittelten,— und dieser Appell geht nicht etwa nur an die ganz Reichen, sondern an alle begüterten Klassen, ja auch an die besser Situierten des Arbeiterstandes,— haben die patriotische Verpflichtung zu übernehmen, jetzt erst recht im Hinblick auf die, für die ärmeren Klassen schmale Ration ihrerseits zu sparen, nur einen Teil des ihnen zukommenden Brotes zu verbrauchen und somit dazu beizutragen, daß der Gesamtvorrat an Brotgetreide langsamer verzehrt wird. Es gibt im Augenblick für die Bemittelten keine vornehmere Pflicht als diese. Ehre und Liebe. Roman von Käthe Lubowski. 48 Das Fehlen persönlicher Schwächen, eine tadellose Vergangenheit und jenen Schneid, der zerbrich und über Bord wirft, was sich auf seinem Eroberungswege als Hindernis auftürmte. Dies alles besaß der Oberst von Wachenhusen in den Augen seiner Vorgesetzten reichlich. Seine Beserheguug zum Generalmajor war für dienächsten.— Das hob sein Selbstgefühl und ließ ihn seine Grundsätze als eitel Weisheit anseheg, pgaug er um das üppige Arrangement der Stcref.. in der nunteren Halle. Der hobekafpgllegegig sein Bild zmück. Ein schönes, dessen Gesicht nur ein Zug von Grausamkeit stört. Plötzlich stutzt er. Dort, fast verborgen von den dichten Fächern der Palmen, steht ein Mädchen. Wie ein zartes, wunderschönes Gemälde anzusehen, das aus der Tiefe der Vergangenheit zu des Oberst Gegenwart emporstieg. Er hat bisher das gugenblickliche Gefühl stets unter der Maste küh. Fleichgültigkeit zu verbergen verstanden. Heute gleiter sie ihm fort. süße, junge Gesicht wirkt sonderbar auf ihn. Die Vergangenheit, mit der er längst abgeschlossen zu haben meinte, wird wieder wach. Er muß vor langen Jahren das nämliche Gesicht gesehen haben, auch das kleine schwürzliche Mal, das sich unterhalb des linken Ohres ein wenig nach abwärts Hat er das nicht tansendmak, als blutjunger Offizier und auch noch später geküßt? Ach, dieses schreckliche„Später!“ Wenn er es aus seinem Leben ausbrennen, herausgraben hätte können. Wie wohl wäre ihm dann. Er brauchte nicht mehr so steinhart und unerbittlich zu sein, wenn es das nicht für ihn gäbe, Haar freilich, in oas en einze(eine Angen 1 und Lippen preßte, war von lichtem Blond gewesen, nicht so, wie das dieses Mädchens. Und die damals geliebten Sterne tiefblau und strahlend, während die Fremde dunkle, schwermütige hatte, wie sie Adda besaß. Das Blut stieg ihm zu Kopf. Was sollte der Vergleich? Es war eine große Sinnestäuschung, nichts weiter. Und dennoch— der kleine, stolze Mund, der Schnitt des ganzen Gesichtes und vor allem die eigentümliche, halb schüchserne Haltung des Kopfes erinnerten ihn immer von neuem an die Frau, welche die Wahrheit und Menschengüte seines Lebens ausgemacht hatte und die trotzdem sterben mußte, ohne daß er ihre Verzeihung erzwang. Wenn er nur die Stimme des Mädchens hören dürfte. Er hat den süßen, verschleierten Klang jener anderen noch so gut im Gedächtuis. Er legte, unter dem Zwang dieses Wunsches, die Hand an den Helm und verneigte sich leicht. „Zu wei wünschen Sie, mein gnädiges Fräulein?“ Nora hob das Gesicht zu ihm empor. „Zu Fräulein von Wachenhusen“, sagte sie Er atmete auf. Die Stimme klang durch die mühsam unterdrückte Aufregung hart und spröde, und die Augen wußten nichts von der jubelnden Seligkeit jener anderen, deren Verlust ihm das Dunkel gegeben hatte. Sein scharfer Blick musterte ihr einfaches Kleid und blieb an einer kleinen Kette haften, die sich mit mattem Glanz von dem Schwarz des Gewandes abhob. Wieder griff das eiskalte Gefühl in sein Inneres. Die Kette war ihm wohlbekannt. Waren ihre feinen, goldenen Drähichen nicht früher durch seine Hände geglitten? Hatte sie nicht um einen schlanken, weißen Mädchenhals gelegen, damals, als er noch jung, hoffnungsfrendig und weich war? Und hatts er den Hals und das Iu dem Medailon, Jas andem Ketchen hing, hatte sein Bild geruht. Was mochte es heute bergen? Er mußte es wissen. Gleich darauf zwang er ein verächtliches Lächeln in sein Gesicht.„Du wirst kindisch, mein Bester," sollte es besagen. Die Anstrengungen der letzten Tage mit ihren vielfachen Vorbereitungen für den hohen Besuch, von dem er durch die Freundlichkeit seiner einflußreichen Bekannten rechtzeitig erfahren hatte, mußten selbst auf das stärkste Nervensystem ungünstig einwirken. Gab es nicht tansend dieser niedlichen Male auf schlanken Mädchenhälsen und vielleicht noch mehr billiger, federleichter Goldketichen mit altmodischen Anhängern daran? Er riß sich zusammen und drückte auf den silbernen Knopf der elektrischen Klingel, damit der Diener die Fremde zu seiner Tochter führe. Sicherlich war sie eine jener vielen, die täglich kamen, um irgend etwas für ihre Vereine zu erbitten. Als wenige Minuten später der alte Johann auf leisen Sohlen über die Sammetläufer glitt, wandte er sich zum Gehen. Aber das Straffe, Jugendliche war nicht mehr in seinen Bewegungen. Er empfand ein eigenartiges Zittern in den Knien. Sein Gang erschien langsam und schwerfällig, als hänge sich die Vergangenheit mit drückenden Gewichten an In dem großen Empfangszimmer mit dem ernsten, tiefen Rot an Wänden und Möbeln stehen sich eine Viertelstunde später Adda von Wachenhusen und Nora gegenüber. Adda ahnt nicht, was die andere zu ihr geführt haben mag. Sie ist in der Hoffnung gegangen, jemand zu finden, der ihre Hilfe begehrt, der mit leerer Hand an die Wand ihres Herzens anklopft. Sie möchte ihre breimende Qual in fremdes Leid versenken und Tränen trocknen, so viel sie nur vermag. Sie weiß ja jetzt erst, wie es tut, wenn niemand helfen kann. Während sie Nora aus den großen, dunkel umschatteten Augen aufmerksam betrachtet, sucht jene verzweifelt nach Worten. Es ist so furchtbar schwer, was sie zu sagen hat. Das verschärfte Branntweinverbot bleibt bestehen. Das Wirtschaftssyndikat der Westfälisch=Lippischen Zone des deutschen Gastwirteverbandes und viele kaufmännische Vereine hatten in Eingaben an das Generalkommando des 7. Armeekorps zu Münster unter Hinweis auf die leichte Möglichkeit für Private, mit der Post oder Bahn Branntwein in den Korpsbezirk hineinzubringen, um Milderung des verschärften Branntweinverbots vom 9. Februar 1915 gebeten. Das Generalkommando sandte an das Wirtesyndikat in Dortmuund einen ablehnenden Bescheid: Zu meinem Bedauern bin ich nicht in der Lage, die Bekanntmachung vom 9. Februar 1913 zu ändern; sie ist auf Wunsch der großen Mehrzahl der Zivil=Verwaltungen von mir erlassen worden. Was insbesondere die übersandte Preisliste der Firma U. A. L. Krause anlangt, so sind solche Anpreisungen nichts ceißergewöhnliches und werden zu allen Zeiten, im Krieg und Frieden versandt. Vorläufig ist nicht nachgewiesen, daß der der Firma unterschobene Zweck, meinen Erlaß zu ihrem Vorteil auszunutzen, beabsichtigt ist. Der kommandierende General. gez. Frhr. von Gayl. Stadttheater Dortmund. Donnerstag, 25. März, abends 7½—10½ Uhr: „Undine“, große romantische Zauberoper mit Ballet in 4 Aufzügen von Albert Lortzing. Freitag, 26. März, abends 7½—10¼ Uhr:„Der (isseind“, Schauspiel in 5 Aufzügen von HenSonnabend, 27. März, abends 7½—10½ Uhr:„Die Zertberflöte, Oper in 3 Aufzügen von W. A. Mozart. Sonntag, 28. März, nachmittags 3¼—6 Uhr:„Der Kaufmann von Venedig“, Schauspiel in 5 Aufzügen von W. Shakespeare.— Abends 7¼—10¾ Uhr(ermäßigte Opernpreise):„Carmen“, große Oper mit Ballet in vier Aufzügen von Georges Ihr Mund schweigt Nur ihre Blicke sprechen. Flehend und bittend, als sei der Jammer, der sie hierher trieb, zu groß und gewaltig, um ihn in Worte zu pressen. 9 Adda versteht die stumme Frage auf ihre All. Ihr stolzes, starkes Herz, das niemand außer dem Bruder das Recht gegeben hat, an ihrem Leid mittragen zu helfen, ist voll barmherzigen Mitleids mit der Freiden. Sie geht auf sie zu und nimmt ihre Hände.„„„„„„ 95 Was fehlt Iqnen: fragt sie ganz keise.„Ich will Ihnen helfen, wenn es in meiner Macht liegt. Sprechen Sie nur!" Nora sieht sie lange an. Sie weiß nicht, daß ihr ein paar große Tränen über die Wangen rollen. Sie weiß nur, daß sie der Aublick des blassen Gesichtes mit dem zuckenden Munde, um den der Schmerz in tiefen Linien seine Zeichen eingegraben hat, im Innersten packt. Sie möchte sich ihr an das Herz werfen und ihr Haupt an jenes gramgebengte schmiegen. Aber noch darf sie es nicht. Es muß vorher Klarheit zwischen ihnen sein. „Fräulein von Wachenhusen,“ sagt sie jetzt endlich tonlos.„Geben Sie meine Hand frei, bis ich Ihnen alles gesagt habe, was Sie wissen müssen. Ich— bin das Mädchen— das Ihnen den Geliebten genommen haben soll.“ Adda schreit auf. „Und— Sie— wagen— nun auch noch das Letzte— das Schlimmste, nach allem, was Sie mir bereits getan haben?“ „Ich muß das wagen, weil ich keinen anderen Ausweg kenne. Hätte ich das alles früher gewußt, würde Ihnen die Qual der letzten Zeit erspart geblieben sein. Adda sieht sie voller Verachtung an. „Was geht Sie meine Qual an?“ sagte sie stolz und kalt.„Lassen Sie doch die Komödie! Es könnte leicht passieren, daß ich die Gewalt über mich verlöre. Dann würden Sie Ihre Klugheit bitter bewm Knordnung über die Abgabe und Entnahme von Brol und Mehl. S Auf Grund der§§ 34 und 36 der Bekanntmachung des Stellvertrekers des Reichskanzlers vom 25. Januar 1915(R.= G.=Bl. S. 35) werden die Anordnungen vom 5. Februar und 5. März d. Is in folgender Weise abgeändert und ergänzt;: 1. Jeder männliche Einwohner über 14 Jahre erhält auf Antrag bis auf weiteres versuchsweise wöchentlich 9 Brotscheine entsprechend einer Brotmenge von 4½ Pfund(statt bisher 7 Brotscheine von 3½ Pfund.) Wer von dieser Mehrmenge Gebrauch machen will, wendet sich erstmalig unter Vorlegung eines amtlichen Ausweises, z. B. des Fomilienbuches, der polizeiliche An neldebescheinigung, an die zuständige Bezirksausgabestelle. Diese händigt die erforderliche Anzahl von Jusatzheften aus. 2. Jeder Bergmann, der eine Ueberschicht von je 4 Stunden Dauer unter Tage verfährt, erhält wie bisher durch Vermittlung der zuständigen Zechenverwaltung einen Brotschein von ½ Pfund. 8. Da sich herausgestellt hat, daß zur Herstellung von 250g Biol weniger als 200 g Mehl erforderlich sind, wird die Berechtigung zum Bezuge von Brot und Mehl folgendermaßen festgesetzt: a) Jeder Brotschein für Personen über 5 Jahre berechtigt zum Bezuge von 250 g Brot(wie bisher) oder 175 g Mehl. b) Jeder Brolschein für Personen unter 5 Jahren berechtigt zum Bezuge von 125 g Brot(wie bisher) oder 87,5 g Mehl. 4. Die Einheitszahl der von dem Veräußerer zu sammelnden Scheine wird auf 95 feslgesetzt Für 6 dieser Einheiten an großen (für Erwachsene geltenden) bezw. 12 solcher an kleinen(für Kinder unter 5 Jahren geltenden) Scheinen wird ein DoppelZentner=Sack Mehl geliefert. 5. Bei Wohnungswechsel innerhalb des Regierungsbezirks Arnsberg wird das Brotbuch bei der polizeilichen Abmeldung nicht abgegeben. Der Umtausch der Brotbefte erfolgt bei dem nächsten allgemeinen Umtausch am neuen Wohnorte. Dasselbe gilt auch für vorübergehenden Aufenthalt,(Besuch). 6. Die Selbstoersorger zin den landwirtschaftlichen Betrieben (§ 4 Abs. 4a der eingangserwähnten Bekanntmachung vom 25. Januar ds. Is.) deren Zahl bis zum 1. April d. J., nochmals festgestellt wird, erhalten kein Brotbuch. Die Bestimmungen des§ 4 Abs. 4e und f o. a. O gelten nach erfolgter Einführung der Brotbücher als aufgehoben. Hinsichtlich des Mehlbezugs der Konditoren erfolgt besondere Regelung. 7. Das durch kommunale Anordnung vom 25. Februar d. Is. eingeführte Verbot der Ausfuhr von Bcot und Mehl aus dem Kreise wird, insoweit es sich auf Brot bezieht. aufgehoben. Außerhalb des Regierungsbezirks Arnsberg darf Brot ohne Zustimmung des Kreisausschusses jedoch nicht abgegeben werden. Die Lieserung von Brot in Nachbarkreise gegen Brotkarte ist gestattet. 8. Zuwiderhandlungen gegen die vorslehende Anordnung werden gemäß§ 44 der eingangs erwähnten Bekanatmachung des Stellvertreters des Reichskanzlers mit Gesängnis bis zu 6 Monaten oder mit Geldstrafe bis zu 1500# bestraft. 9. Diese Anordnung tritt mit Beginn des 28. März 1915 in Kraft. Hörde, den 20. März 1915. 1464 Namens des Kreisausschusses. Der Vorsitzende. I. V. Burchard, Regierungs=Assessor. Mein 10 Minuten vom Eraster Bahnhof gelegenes 2stöckiges Wohntzaus mit 5 Zimmern und Küche, Dele und Stallungen und gutem Garten und eingefriedigtem Hühnerhof, für Kettenschmiede besonders geeignet, da Schmiede vorhanden ist, ist zum 1. April zu vermieten. 1469 W Böhmer, Höfen bei Ergste. In schön gelegenem Landhaus, 4 Stunde vom Bahnhof Westhofen, ist eine 1470 Wehntung von 3 Zimmern mit Keller und Garten zu vermieten. Frau Max Schulle, Garenfeld bei Westhofen. Freundliches möbl. Timsker mit oder ohne Morgenhaffee billig zu vermielen. 1471 Zu erfragen in d. Geschäftsstelle d. Zeitung. Verannimachuug für den Landwehrbezirk II Dortmund. Auf Besehl des stellv. Generalkommandos: Die Rentenansprüche aller auf Grund erlittener Dienstbeschädigung anerkannten Invaliden und Rentenempfänger nachfolgend bezeichneter Jahresklassen sollen einer Nachprufung unterzogen werden.„.„4237, eranigen Sastnt. Ebenso sollen die Mililärverhaunisse verjenigen gebienten und nicht gedienten Personen nachgeprüft werden, die seiner Zeit auf Grund körperlicher Fehler ausgemustert sind, d. h. entweder seiner Zeit beim Oberersatzgeschäft als„dauernd untauglich zu jedem Dienst in Heer und Marine“ bezeichnet sind (gelber Ausmusterungsschein) oder die als gediente Mannschaften später als feld= und garnisondiestunfähig oder als garnisondienstunfähig bezeichnet sind. In Frage kommen, da auch der bei dem letzten RekrutenErsatzgeschäft im Januar gemusterte Jahrgang 1895 hierfür in Frage kommt. sämtliche Personen vom 20 bis 45 Lebensjahre. Wer also im Jahre 1915 das 20. Lebensjahr vollendet oder bis zum 15. August 1914 das 45. Lebensjahr noch nicht überschritten hatte, muß sich zu dieser Untersuchung stellen. Ausgenommen bleiben nur diejenigen, die nach Kriegsausbruch bei der Musterung des unausgebildeten Landsturmes dauernd unlauglich-.d. u.“ bezeichnet sind. Es wird deshalb bestimmt, daß sich die Personen vorbezeichneter Art ohne Rücksicht darauf, od sie bereits längere oder kürzere Zeit gedient haden, im Gewerdeverein in Dortmund, Kuhstraße 12 am Stadttheater(oberer Saal) vormittags 3 Uhr zu stellen haben und zwar zunächst: im Jahre 1895 geborene Personen am Donnerstag, 25. 3. 1915 1894 Freitag, 26. 3. 1915 1893 Sonnabend, 27. S. 1915 1892 Montag. 29. 3. 1915 1891 Dienstag, 30. 3. 1915 1890 Mittwoch, 81. 3. 1915 Hinsichtlich der Fortsetzung der Untersuchung gleich nach den Osterfeiertagen erfolgt besondere Bekanntmachung. Die Untersuchung, zu der die Verpfichteten sauber gewaschen und in reinlicher Kleidung zu erscheinen haben, wird durch eine höhere militärische Kommission vorgenommen Dieser Anfforderung muß auf Grund des§ 4 des Gesetzes über den Belagerungszustand unbedingt Folge geleistet werden. Außerdem hat Nichtbefolgung zwangsweise Vorführung zur Folge. Die zu einem geordneten und gesicherten Betriede der Eisenbahn, der Post und der Telegraphie undedingt notwendigen fest angestelten Beamten und ständigen Arbeiter sind von der persönlichen Gestellung am Musterungstermin defreit. Es genügt die Einreichung der Unabkömmlichkeitsbescheinigung. Zu der Untersuchung sind die Milltärpapiere mitzubringen. Soweit ungediente Personen nicht mehr im Besitze ihres Ausmusterungsscheines sind, ist dieser umgehend bei dem Zivilvorsitzenden derjenigen Ersatzkommission— nicht Bezirkskommando— zu beantragen, in deren Bezirk die Ausmusterung seiner Jeit erfolgt ist. 1451 Dortmund, den 22. März 1915. Königliches Bezirkskommando II Dortmund. Po. für Wurst, Schokolade und Zigarren geeignet sind)vorrätighin der Buchhandlung Cand-Bnkes SCHWERTE(RUHR), Gr. Marktstrasse 3—5. steis trisch vorrätig bei Max Mehlhose, 465 Drogerte. 3 Zimmer, abgeschl. mit Balkon zum April oder später zu ermieten. 1472 Mollkestraße 19. 3 der I. Etage, Hellpothstr. 28, sind zum 1. April oder später billig zu vermieten. 1272 O. Hohenzollernstraße 5. Adgeclolene 1. Ete Fe von 5 Zimmern mit Gas und elektr. Licht versetzungshalber zum 1. Juli zu vermieten. 1336 Hörderstraße 43. von 3, 4, 5 u. 6 Zimmern zu vermieten. 287 Wilhelm Luck, Baugeschäft, Königstraße. Sauberes Maachen zum 1. oder 15. April gesucht. (nicht unter 18 Jahren.) Zu erfragen in der Geschäftsst. dieser Zeitung. 1461 Suche zn Oitern einen Tehriinge Arno Panndorf 1441" Zimmermeister, Schwerte, Hagenerstr. 54. An unsere Leser! „Wir Deutschen fürchten Gott aber sonst nichts in der Welté das ist ein Wort, dassuns in dieser ernsten.großen Zeit Kraft und Zuversicht verleiht und zum Eigentum der ganzen deutschen Nationggeworden ist. KISMGFUKT hat es geprägt, und neben den Helden, die auf der Wahlstatt den Sieg“erstreiten, muß auch sein Name genannt werden, denn er war der Schöpfer der deutschen Einheit, die sich in dem uns aufgezwungenen Kampfe so glänzend bewährt hat, die uns die feste Zuversicht auf endgültigen Sieg verleiht. Am 1. April sind 100 Jahre verflossen seit dem Tage, an dem der große deutsche Mann geboren wurde. Eil Sdshauts-Wrachte.n allerersten Ranges. soll an diesem Tage dem ganzen deutschen Volke ein bleibendes Denkmal errichten, in jeder Familie, für jung und Alt, das wir unseren Lesern anbieten unter dem Titel: Bismarck Das Jahrhundert der deutschen von Dr. Erwin Reimer. Einigung Ca. 250 Prachtbilder nach Originalgemälden, Zeichnungen und Skulpturen von Franz von Lenbach, C. W. Allers, I. Bahr, Robert Ockelmann, Ludwig Pletsch. Carl Becker, Gustav Eberlein. Guldo Schmitt, C. Röchling, L. Brascu, A. v. Werner. Fritz Bergen, Adolf Hildebrandt, Hugo Lederer, Reinhold Begas und vielen anderen mit begleitendem Text. Vor dem geistigen Auge des Lesers entsteht ein vollkommenes Bild des„eisernen Kanzlers“ in seiner ganzen Größe. Das Leben dieses Genius, des geborenen Staatsmannes und Politikers, der auf jedem Gebiete zu hause ist, dieser ragenden Reckengestalt, wird uns durch dieses hochinteressante Originalwerk näher gerückt und mehr verständlich. Die ca. 250 schönen Illustrationen erhöhen noch den Wert des Werkes. In keiner deutschen! Familie darf dieses zeitgemässe Buch fehlen! Dem Alter wie derllugend wird es die schönste Freude bereiten! 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Der Entwurf des Haushalksplanes über die ordentlichen Einnahmen und Ausgaben der Stadtgemeinde Schwerte für das Rechnungsjahr 1915 liegt in Gemäßheit des§ 66 der StädteOrdnung für die Provinz Westsalen vom 29. d. Mts. an 8 Tage lang im hiesigen neuen Rathause Zimmer Nr. 16 zur Einsicht der Einwohner der Stadt offen. 1445 Schwerke, den 22. März 1915. Der Magistrat: Rohrmann. Verdand Wesisalischer Arbensnachweise! Die Arbeits=Nachweisstellex Schwerte Lielhstraße 4 Fernspr. Nr. 213 vermittelt Arbeitskräfte aller Ark 411 vollständig kostenfrei. scttlächautg Ander Bilder 188 Sohn achtbarer Eltern auf sofort oder später in kaufmännische Lehre gesucht. Gute Schulzeugnisse erforderlich. 1406 E. Homel, Schwerte Baumaterialien= und Kohlenhandlung. vom Kaiser und Monprinzen Neueste Feldaufnahmen. Grösse 31X25 cm. in künstlerischer Ausführung. Preis 30 Pfg. vorrätig in der Buchhandlung CARL BRAUS Schwerte(Ruhr.) Dr.-Marktstrasse 3—5. Iinweis. 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Das Glück mag bilden, ründen, Erhöh'n und Schmuck verleih'n; Doch muß, um fest zu gründen, Die Pflicht geschäftig sein. Du freust dich am Gestalten Und nennst mit Stolz, was dein; Doch wahren und erhalten, Das kann die Pflicht allein. O halte sie in Ehren, Die fromme Schaffnerin; Sie bürgt noch im Entbehren Dir köstlichen Gewinn, Und rettet dir aus trüber Bedrängnis dieser Welt, Was übers Grab hinüber Dir Wort und Treue hält. * Julius Hammer. Ein geheimnisvoller Fall. Bekanntlich ließ König Friedrich Wilhelm I. von Preußen es sich sehr angelegen sein, den Wohlstand seines Landes zu heben und zu erhalten. Ganz besonders hatte er darauf abgesehen, in den Schatzkammern des Königlichen Schlosses zu Berlin große Mengen baren Geldes anzusammeln. Die Schlüssel hierzu trug der König stets bei sich, und es wurde behauptet, daß er 20—30 Millionen Taler in lauter Silberstücken dort angesammelt habe. Im Jahre 1730 befand sich der König einmal auf einer Reise. Da ertönte im Berliner Schloß plötzlich mitten in der Nacht ein furchtbarer Schlag wie von dem Fall eines schweren Gegenstandes. Alle Schloßbewohner wachten von dem donnerartigen Getöse auf, und eine große Angst bemächtigte sich ihrer. Am nächsten Morgen durchforschte der Schloßhauptmann im Auftrag der Königin alle Räume des Schlosses, aber man konnte nichts finden, was den Schlag verursacht haben könnte. Abergläubischer Gemüter bemächtigte sich nun eine noch größere Angst; denn man begann an überirdische Gewalten zu glauben, und es gingen Gerüchte, einer der großen Ecktürme des Schlosses habe einen gewaltigen Riß und sein Einsturz stehe bevor. Bald darauf kehrte Friedrich Wilhelm von seiner Reise zurück, und die Königin erzählte ihm von dem geheimnisvollen Fall. Sofort ließ er in den Schatzkammern nachsehen, die während seiner Abwesenheit niemand hatte betreten können, und die Veranlassung zu dem gewaltigen Schlag war bald gefunden. In einer der Kammern war ein großer Schrank, in dem sich viele Säcke mit harten Talern befanden, unter dieser Last zusammengebrochen und hatte das Getöse verursacht. So war eine natürliche Erklärung gefunden, und nach und nach verstummten die unheimlichen Gerüchte. Ein Aprilscherz Peters des Großen. Ein im Anfang des 18. Jahrhunderts sehr bekannter und beliebter Artist,„der starke Simson“, kam im Frühling 1719 nach Moskau und erhielt von dem Zaren die Erlaubnis, seine Kunststücke vorzuführen, wobei der Kaiser ihm versprach, zu der Eröffnungsvorstellung, die er selbst auf den 1. April festsetzte, mit seinem ganzen Hof zu erscheinen. Da dies bekannt wurde, waren die Karten rasch vergriffen, und an dem Abend war das Theater bis auf den letzten Platz von einem ungeduldig harrenden Publikum gefüllt. Nachdem die Ouvertüre verklungen, ging der Vorhang hoch, aber es zeigte sich nicht der„starke Simson“, sondern ein lächerlicher Hauswurst aus Pappe mit einer scheußlichen Fratze. Auf seiner Brust stand mit weithin sichtbaren Buchstaben:„Heute ist der 1. April.“ Das Publikum war wütend, wagte aber in Anwesenheit des Kaisers dies nicht laut werden zu lassen. Da kroch der Artist unter dem Hanswurst hervor und bedankte sich in wohlgesetzten humoristischen Worten für den zahlreichen Besuch und die große Einnahme. Für den folgenden Tag zeigte er eine Galavorstellung an, heute dürse auf Befehl des Zaren nichts weiter gespielt werden. Die Anwesenden machten gute Miene zum bösen Spiel und lohnten dem Kaiser den gelungenen Aprilscherz mit tosendem Beifall. Rechenaufgabe. Ein Weg soll von zwei Gemeinden hergestellt werden. Die Gemeinde X. hat 12 Leute 36 Tage lang, die Gemeinde Y. 9 Leute 24 Tage lang gestellt. Nachdem die 21 Arbeiter zusammen 12 Tage lang gearbeitet haben, stellt es sich heraus, daß der Weg in neun Tagen fertig sein muß. Wieviel Leute muß jede Gemeinde noch anstellen? Auflösungen der Rätsel aus der vorigen„Kinderlaube“: Nätsel. 1. Aufruhr. 2. Solon— Solo. Rechenaufgaben. 1. 105 Mark. 2. Erste Sorte 37½ Liter. Zweite Sorte 62½ Liter. Preis 187,50 Mark. n 37= am 3= P e Min ungilun Jesun te egt m Sao S 9 5 9 20 8 28 * 9# 6 Amtliches Kreisblatt für den Kreis börde 46. Jabrgang O Erlles und Uleßes Cagesorgee des Kreiles. O baupi-Annoncrablas Unterhaltungs=Beilage zu Nr. 69. Dienstag. 73 März 1913. Im eleitenerastel. * Original-Kriegsroman aus ernster (16. Fort ertha aber wußte auch, daß ihr Vater es nicht liebte, um sein körperliches Befinden befragt zu weiden. Und sie (Oh# wartete darum schweigend auf eine freiwillige Mitteilung, durch die sie aus ihrer Sorge befreit zu werden hoffte. Nachdem er ein paar mächtige Wolken aus seiner Psefe geblasen hatte, zog denn auch der Rittmeister ein bedrucktes Blatt aus der Tasche und warf es auf den Tich. „Daraus mag ein anderer klug werden als ich. Ich bin ein zu guter Soldat und ein zu unwissender Mensch, als daß ich mich unterfinge, Kritik an unserer Obersten Heeresleitung zu üben; denn die Herren wissen am Ende besser als ich, was sie vor ihrem Gewissen verantworten können. Aber ein bißchen viel ist es schon, was unserm felsenfesten Vertrauen da zugemutet „Willst du uns nicht sagen, Papa, wie es steht?“ fragte Helga, die sich in der letzten Zeit nur noch sehr selten an der Unterhaltung beteiligt hatte.„Haben wir eine Schlacht verloren? Und ist— ist Eberhards Regiment daran beteiligt gewesen?" Die letzten Worte schien der Rittmeister völlig überhört zu haben, denn er antwortete jedenfalls nur auf die ersten. Ob wir eine Schlacht gewonnen oder verloren haben—? Ja, wer das wüßte! Aus dieser amtsichen Meldung ist es jedenfalls nicht zu entnehmen. Denn die lautet verzweifelt unklar.“ er drückte sich den Zwicker vor die weitsichtigen. Augen, nahm das Blatt vom Tische und las in seiner holprigen Art, mit vielem Stocken und Räuspern: „Während auf dem westlichen Kriegsschauplatz die Lage des deutschen Heeres durch Gottes Gnade eine unerwartet günstige ist, hat auf dem östlichen Kriegsschauplatz der Feind deutsches Gebier betreten. Zahlreiche russische Kräfte sind in der Richtung der Angerapp und nördlich der Eisenbahn Stallupönen=Insterburg vorgedrungen. Das Erste Armeekorps hatte den Feind bei Wirrbalten in siegreichem Gefecht aufgehalten. Es wurde zurückgenommen auf weiter rückwärts stehende Truppen. Die hier versammelten Kräfte haben den auf Gumbinnen und südlich vorgehenden Gegner angegriffen. Das Erste Armeekorps warf den gegenüberstehenden Feind siegreich zurück, machte achttausend Gefangene und eroberte schwere Batterien. Eine zu ihm gehörende Kavalleriediviston warf zwei Zeit von Rudolf Hollinger. tsetzung.)(Nachdruck verboten. Alle Rechte vorbehalten.) russische Kavalleriedivisionen und brachte füntbundert Gefangene ein. Die weiter südlich kämpfenden Truppen stießen teils auf starke Bezestigungen, die ohne Vorbereitungen nicht genommen werden könnten, teils befanden sie sich in siegreichem Fort chreiten. Da ging die Nachricht ein vom Vormarsch weiterer feindlicher Kräfte aus der Richtung des Narems gegen die Gegend südlich der Masurischen Seen. Das Oberkommando glaubte, hier Gegenmaßregeln tresen zu müssen, und zog seine Trupspen zurück. Die Ablising vom Feind erfolgte ohne jede Schwierigkeit. Dr Feind folgte nicht. Die auf dem östlichen Kriegssyaup atz g tro enen Maßnahmen mußten zunächst durchgestyrt und in solche Bahnen geleitet werden, daß eine neue Entscheidung gesucht werden kann. Diese steht nahe bevor. Der Feind hat die Nachricht verbreitet, daß er vier deutsche Armeekorps geschlagen habe. Di nese Nachrchi ist unwahr. Kein deutsches Armeekorpsit geschlagen. Unsere Truppen haben das Bewußtsein des Sieges und der Ueberlegenheit mit sich genommen. Der Feind ist über die Angerapp bis jetzt nur mit Karallerie gefolgt. Längs der Eisenbahn soll er Insterbug erreicht haben.“ Der Rittmeister hielt für einen Miment iine, und ein tiefer, schmerglicher Atemzug hob seine Brust, ehe er mit seltsam gepreßter Stimme auy die legten Worte der Meldung las: „Die beklagenswerten Teile der Provinz, die dem feindlichen Einbruch ausgesetzt sind, brigen diese Opfer im Interesse des ganzen Vaterlandes. Daran soll sich dasselbe nach erfolgter Entscheidung dankbar erinnern.“ Es blieb eine kleine Weile still in dem eichengetäfelten Zimmer. Dann fragte Hertha leise: „Es ist also wahr? Sie sind die Herren in unserm Lande?" Da schlug der Rittmeister mit der gebaitten Faust auf den Tisch, daß Tassen und Gläser klirrend erzitterten. „Ja, sie sind's! Aber sie sollen es nicht bleiben! In der Kreisstadt läßt schon alles die Köpse hungen, und verstohlen raunt einer dem and „Man gibt uns preis, weil man den Blik nur nach Westen gerichtet hält. Man hatte nicht Soldaten genug für uns übrig, aus Sorge, daß es drüben am Rhein zu wenig sein könnten. Man wird uns helsen — gewiß, sobald es sein kann. Inzwischen aber werden wir uns unter der Kosakenknute verb#utet haben.“— So ging das Gerede, bis ich zuletzt suchsteufelwild wurde und mit einem Donnerwetter dazwischenfuhr. — W Es geht mir ja, weiß Gott, auch hart genug an, und ich verstehe auch nicht alles, was da geschrieben steht. daß unserm Kaiser der eine Teil seines Preußenlandes genau so viel wert ist wie der andere, und daß da von kaltherzigem Preisgeben so wenig die Rede sein kann wie von einer falschen Einschätzung der feindlichen Stärke. Unser Herr liebt seine Romintener Heide mit der ganzen Kraft seines Herzens, das weiß ich aus seinem eigenen Munde. Und er ist immer mit besonderer Freude in unsere Provinz gekommen. Da sollte er uns vergessen haben? Ein Narr, der so dummes Zeug schwatzen kann, und ein ten er Terl obendrein gefährlichen Gemütstimmung, und die gezackten Adern an seinen Schläfen waren bedenklich hoch aufgeschwollen. Da— einer glücklichen Eingebung ihres liebenden Herzens folgend, neigte sich Hertha über den Tisch gegen ihn und legte die seinen Arm. Mit lächeindem Munde und mit einem Aufblitzen von Schelmerei in den Augen „Aber hast du denn ganz vergessen, Papa, daß du uns diesen Verlauf des Kriegsanfangs immer vorausgesagt hast? Die deutsche Heeresleitung verfährt ja ganz unverkennbar nach deinem Kriegsplan, den ich schon aus kindlicher Pietät immer für den einzig richtigen Der Rittmeister starrte sie erst ganz betroffen an; dann griff er nach seinem bisher unbeachtet gebliebenen Grogglase und leerte es mit einem einzigen „Donnerwetter, Mädel, du hast recht! Wir müssen sie drinnen haben, damit wir sie desto sicherer schlagen können. Es ist eben nur ein verteufelter Unterschied, ob man eine solche strategische Frage rein theoretisch erörtert, oder ob man der unbarmherzigen gegenübersteht. Es ist und bleibt für einen deutschen Mann ein niederträchtiges Bewußtsein, daß sich der Feind im Lande breitmachen darf— und so ein Feind obendrein. Was da zugrunde geht, wird in Jahren nicht wieder aufgerichtet werden können.“ „Wir wollen es uns nicht gar zu düster vorstellen, Papa! Und es steht doch auch in der amtlichen Kundgabe, daß die neuen Entscheidungen nahe bevor„Ja, das steht darin. Und die Leute, die das geschrieben haben, sind keine Ausschneider, die dem Volke Sand in die Augen streuen wollen. Tragen wir's also mit Geduld! Ewig schade bleibt es nur, daß unser General Hindenburg nicht mehr aktiv ist. V! Wenn wir den noch hätten, würde ich der weiterer Entwicklung der Dinge noch um ein gut sichtlicher entgegensehen! Der hat sich das Studium des künftigen Kriegsschauplatzes an unserer Grenze gewissermaßen zur Lebensaufgabe gemacht, und er kannte die Provinz mitsamt den angrenzenden russischen Gouvernements, wie ich unser Mallente kenne. Ich !] werde nie vergessen, wie er uns mal bei einem Liebesmahl, an dem ich teilnehmen durfte, im Brustton heiligster Ueberzeugung erklärte, er getraue sich, ein haldes Dutzend russischer Armeekorps in die Masurischen Seen und Sümpfe zu treiben, daß sie mit Mann und Roß und Wagen elendiglich darin ersaufen müßten. Und er wäre der Mann gewesen, Wort zu halten. Aber er wurde leider zur Disposition gestellt, ehe die Stunde der Entscheidung geschlagen hatte.“ „Der Kaiser wird ihm einen wurorggi, gchfeigg gegeben haben, Papa! Und wer weiß, vier,# er den Herrn von Hindenburg wieder an die Spitze einer Armee! Hast du nicht in der Zeitung gelesen, daß sogar der greise Feldmarschall Häseler ins Feld gJa—— aber nicht als Heerführer! Doch was II hilft es, wenn wir uns hier die Köpfe zerbrechen über Dinge, an denen wir nichts ändern können! Die Hauptsache ist, auf dem Posten zu sein, wenn man uns braucht. Und brauchen kann das Vaterland uns alle, euch Mädel nicht weniger als mich alten Invaliden. Wenn jeder mit Ehren den Platz auf den ihn das Schicksal gestellt hat, wird der alte Gott seine Preußen schon nicht verlassen!“ amzichen So schnell, wie man es nach jener amtlichen Kundmachung vielleicht gehofft hatte, kam die ersehnte Wendung nun allerdings nicht, und die Luinge schi sich vielmehr vorderhand immer schlimmer gestatten wollen. Eines Tages tauchten auch in der nächsten Umgebung von Mallente wieder russische auf. Eine Kavalleriepatrouille erschien auf dem Gutshofe, und eine Stunde später rückte in Marschkolonne ein ganzes Bataillon an, das gewillt schierz sich zzu längerem Verweilen einzurichten. Aber die,„####e nahmen sich sehr viel manierlicher als die Kosaten. Der Offizier, der sie befehligte, zeigte sich als ein Mann von guten Sitten und war unverkennbar gewillt, gute Mannszucht zu halten. Er hatte eine längere Unterredung mit dem Rittmeister, und er bewies bei dieser Gelegenheit ritterliches Verständnis für die mannhafte Haltung des patriotischen alten Herrn, der ihm kein Hehl daraus gemacht hatge, Pghug der setzte brunst den Tag herbeisehne, an dem auch der legle Russe von der preußischen Erde verjagt sei. „Ich kann Ihnen das durchaus Kamerad,“ sagte er mit einem feinen Lächeln. weilen aber werden Sie sich schon mit unserer. Gegenwart abfinden müssen. Und im Interesse der umwohnenden Bevölkerung möchte ich Sie bitten, für eine korrekte Haltung der Landesbewohner gegen unsere Truppen zu sorgen. Nur solange keinerlei Akte von Feindseligkeit vorkommen, kann ich mich dafür verbürgen, daß auch meine Leute sich jeder gewalttätigen Handlung gegen die bürgerliche Be„Für die Bauern innerhalb meines kleinen Nachtbereichs stehe ich ein,“ hatte Herr von Raven darauf erwidert.„Hinterlist ge Meuchelmörder wie in Belgien und in Frankreich gibt es hier nicht; aber Sie dürfen allerdings auch nicht erwarten, Spione und Vaterlandsverräter zu finden. Da ist unter denen, die ich kenne, auch nicht einer, der nicht hundertmal eher sterben würde, als daß er sich vom Feinde zu einem Werkzeug seiner Absichten mißbrauchen ließe!“ Darauf hatte der Major weiter keine Antwort gehabt, aber sein Benehmen war unverändert chevaleresk und rücksichtsvoll geblieben. Er hatte mit seinen Hauptleuten und einigen Leutnants im Herrenhause Quartier genommen, hatte seine Mannschaften aber nicht in die nächsten Dörfer gelegt, sondern ein Biwak aufschlagen lassen, wo sie in Zelten und rasch hergestellten Strohhütten hausten. Die Verpflegung bedeutete für den Gutsherrn und die zurückgebliebenen Bauern allerdings eine schwere Last, da die Lieferungen nicht mit barem Gelde, sondern mit Anweisungen bezahlt wurden, auf deren Einlösung sich niemand irgendwelche Hoffnung machte. Aber nach allem, was man unterderhand über die Brandschatzungen und die Brutalitäten der Russen in anderen Teilen der Provinz hörte, mußte man sich doch immer noch glücklich Der Major, der über die Verhältnisse im Herrenvorgestellt zu werden, und der Rittmeister hatte diesem Wunsche entsprochen. (Fortsetzung folgt.) ∆ * S SSpies AEEEZUEDEGT 5 G ..9 S SLESE D SSDEPSPLEEEE S S 0S- S5S—SEE VSSLSSSGREE S 8 3 ** S SSOLBEEEBSSSES Denkspruch. Wir tragen den Frieden wie ein Gewand, an dem wir vorn flicken, während es hinten reißt. Der Stoft hält sich eben nicht. G. Raabe. Vergebliches Liebesopfer. Erzählung von Otto Landsmann. (Fortsetzung.)(Nachdruck verboten.) „Sie antworten mir nicht,“ begann der General nach längerem Schweigen wieder. ist richtig, ich liebe Johanna.“ „Von Jugend auf. Sie ist das erste, das einzige Weib, welches ich geliebt habe und immer lieben werde. Herr General,“ fügte der junge Verehrer mit einem Blick auf die Pistolen hinzu,„stehe ich zu Ihrer Verfügung. Ich sehe, daß alles vorbereitet ist. Gel habe ich mir's, daß früher oder später dieser Augenblick I kommen müsse, und nun ist er da.“ „Sie täuschen sich, Herr Hauptmann. Wenn ich Sie heute zu mir beschied, so lag mir der Gedanke, einen Angriff auf Ihr Leben zu machen, sehr ferne. Hätte ich eine solche Phicht, gehaft, zwürde ich fregigrgg schon ausgeführt haben. Es sind drei Jahre, aup ich Ihr Liebesverhältnis kenne, aber ich weiß auch, in welcher Unschuld es unterhalten worden ist. Ich bedaure nur, daß ich erst nach meiner Verheiratung davon Kenntnis erlangte, daß Johannas gehörte. Würde ich dies zuvor gewußt haben, so wäre mir nie und nimmer in den Sinn gekommen, sie an mich zu ketten, obwohl auch ich Johanna mit aller Glut meines Herzens liebe.“ „Ja, gewiß. Sie wundern sich daruoer, über kann ein Greis auf das Herz eines jungen Mädchens andere Rechte haben, als die, welche ihm durch das Gesetz eingeräumt sind? Ich liebe sie indes ebenso zärtlich, ebenso innig wie Sie. Nur sie fesselte mich wieder an das Leben, und ich fühlte mein Herz sich ei##ungen durch den Einfluß dieser tiefwurzelnden und schüchternen Liebe.“ „Sie liebten sie, und sie wußte es nicht!“ gab „Nein, ich habe alsbald eingesehen, daß sie mich nicht lieben konnte, und so wagte ich es nicht, ihr meine Liebe zu gestehen. Sie wird es erst erfahren, wenn ich zu leben aufgehört habe.“ Kruse hörte mit bewegtem Herzen diesen rührsamen Worten zu und wußte nicht, was er darauf erwidern sollte. Daa schwieg eine Weile, nachdenklich in den Hintergrund des Zeltes blickend, und dann fuhr er fort: „Ich weiß gewiß, daß ich den morgigen Tag nicht mehr sherieben werde: „Aber, Herr General! ries N##e. „Ja, mein junger Freund. Unsere Ahnungen pflegen uns sehr selten zu täuschen. Ich bin überzeugt, daß meine Ahnung sich erfüllen wird, und deshalo habe ich diesen Brief geschrieben, den ich Ihnen mit der Bitte übergebe, ihn sorgfältig aufzubewahren, denn er enthält meine letztwilligen Bestimmungen. Bin ich tot, so kehren Sie nach Hald zurück, nicht, seufzen, sondern um die zu heiraten, welcher Ihr Herz gehört, und deren Vermögen Sie teilen werden. Ich bin der Letzte meines Stammes, Ihr beide werdet meine Erben sein, Lassen Sie den Kopf nicht sio hüngen, junger Freund! Sehen Sie mich an! Johanna heiraten. Dieser Ehebund wird der Lohn für Ihre Treue und die Entschädigung für Johannas ausgestandenes Herzeleid sein. Ihr werdet einander lieben. Ihnen vertraue ich sie an. Sie werden sie nach ihren langen Leiden glücklich machen. Dies ist mein Wunsch, Zm Uebermaße seiner Ergrissenheit war der Hauptmann auf die Knie niedergesunken. Der General hob ihn auf und drückte ihn weinend an seine Brust. O Gott!" rief Kruse in schmerzlichem Tone, „wollen Sie sich denn absichtlich der Todesgefahr aus„Nein, aber ich werde von einer Kugel getroffen, eine dunkle Ahnung sagt es mir. Bitte, verlassen Sie mich jetzt, ich fühle das Bedürfnis, ein wenig allein Bei diesen Worten öffnete er sein Zelt, und Kruse Tage morgens versuchte er zweimal vergebens, den General zu treffen, ein dritter Versuch war nicht mehr möglich. Die Trommeln und Trompeten riefen jeden Mann an seinen Posten. Gegen Mittag begann bei dem Dorfe Gadebusch die Schlacht. Daa, der an der Spitze seiner Division ritt, machte vor dem Oberbefehlshaber Graf von Reventlow halt und sagte mit leiser Stimme zu ihm: „Graf, ich habe eine Bitte an dich.“ „An mich?“ murmelte Reventlow erstaunt. „Ja, und im Namen der Freundschaft, von der di mir schon so viele Beweise gegeben hast, möchte ich dich bitten, mir meinen Wunsch nicht zu versagen. „Alles, was von mir abhängt, bin ich für dich zu „Nun denn, im dritten Regiment steht der mann Kruse, der eine Kompagnie kommandiert, und ich wünsche, daß dieser Offizier in nicht allzu gefährliche Stellung vorgeschoben werde. Kannst du mir diesen vuv, Oherst Liselors; wandte sich Reventlow an seinen Regimentsstabschef,„geben Sie den Befehl, daß die Kompagnie des dritten Regiments, welche Kruse befehligt, die Anhöhe, auf der Seine Majestät Aufenthalt Oberst grüßte, gab seinem Pferde die Sporen lieber Freund,“ sazte Daa zu Reventlow, indem er ihm herzlich die Hand drückte; und dann setzte er seinen Weg fort. (Schluß folgt.) Humor. Das Zeichenheft. In dem Städtchen hatte sich eine große Explosion ereignet, von der alles tagelang sprach. Kurz darauf brachte ein Vater seinem Söhnchen eines jener Zeichenheste mit, in denen auf einer Seite Vorzeichnungen sind, die auf der gegenüberliegenden nachgezeichnet werden Der Vater schlug die erste Seite auf, wo sich Vorlagen von Armen, Beinen, Nasen u. dgl. befanden. „Nun, was sagst du dazu, mein Sohn?“ fragte er. Der Junge sah eine ganze Weile sehr ernsthaft die Bilder an, dann rief er:„Ach, Väterchen, da muß ja eine schreckliche Explosion gewesen sein!“ Ach so! A.:„Ich finde, unser Freund Liebermann braucht furchtbar lange, um gesund zu werden. Schon vor drei Wochen wurde mir gesagt, er sei auf dem Wege Besserung, und er liegt immer noch zu Bett!“ B.:„Ja, wissen Sie denn nicht, wie hübsch die Schwester ist, die ihn pflegt?“ G 856 n e ce e