W S GEn S SEEES S S TETE S S C S Hgag W. S S S 535 S SeoSe. esn S E#Sg □ S 8 1 i ## 8 8 25: S 5 5 * E. 5 5 — 8 35 S SSS 55 % S. 3 S S. Sg S S.E SS S * 6 S S 18 2 8 9 5 #s 8 85 75 # S S S S a 8 8 5 Beege 0 Amtliches Kreisbialt ∆ für den kreis börde oe Scdumm Zeiur uidem uae außer Fetertags. Bezugspreis M. 1.80 oiertelZährlich, bei der Post für Bestellgeld 42 Pfg. mehr. Wöchentl. Gratisbeilage:„Ikustrierter Famillensreund" u. tägl. Unterdaltungsblatt. Anzeigenpreis: Die siebengespaltene Petltzeile oder deren Raum 10 Psg. Anzeigen von auswärts 15 Pfg:, Reklamezeile 40 Pfg. Jeder Rabatt gilt als Kassarabalt u. erlischt dei Konkursen. Zwangsvergleichen, gerichtl. Klagen u. Reobsachtungd ssacht.-Settinesteiogene. Westhofener Zeitung Langscheder Zeitung Schwerter Volksblau Holzwickeder Zeitung Aplerbecker Zeitung Schwerter Uolkszeitung Verbunden mit: Schwerter Tageblatt O Schwerter Anzeiger Grites und älteltes Cagesorgan des Krelles o General-Anzeiger für den Kreis Börde a Haupt-Apnoncenblan Aus duter und ihenlentgeichen Duurd nungen für den Kreis Hörde erlangen grmöß Bekanntmachung der Königlichen Regienung durch Verössentlichung io der„Schwerter Zeitung" rechtsverdindliche Koaft.— Die „Schwerter Zeitung“ gewödrt idren Adonnen= ten f0r jeden mit Tod endenden Unsoll geLagungen: 300 Mk. Unfall: Druchk u Verlago. Car Braus. Schwerte=Rudr Fernsp. 62. Telegr.= Adr. Braus Schwerte=Rud### Nr. 63. Dienstag, den 16. März 1915. 47. Jahrgang. Geicht„ Fer Gillcgballl!, Nur noch wenige Tage trennen uns von dem letzten Zeichnungstermin auf des deutschen Reiches zweite Kriegsanleihe. Am 19. März mittags 1 Uhr wird die Anmeldungsliste geschlossen.— Wer bislang noch nicht seinen Teil zu der finanziellen Kriegsrüstung des Reiches beigetragen hat, muß sich mithin beeilen, wenn er seinen Pflichten als Staatsbürger und seinen Pflichten gegen sich selbst nachkommen will. Ein jeder muß an dem großen Werk mitarbeiten. Dessen muß nicht nur der reiche Mann eingedenk sein, sondern vor allem die zahlreichen kleinen und kleinsten Kapitalisten beiderlei Geschlechts. Denn so erfreulich auch die großen Zeichnungsanmeldungen sind, die täglich an den verschiedensten Stellen einlaufen— erforderlich ist und bleibt, daß das Heer der kleinsten Sparer mit seinem Gelde Kriegsanleihen erwirbt. Wenn man in Zeitungen von den vielen Millionen und Hunderttausenden Mark liest, die dieser und jener Großbankier und Großindustrielle dem Vaterlande zur Verfügung stellen will, so kann leicht bei dem tleinen Mann der Gedanke auftauchen: auf meine paar Groschen kommt es nicht an! Weit gefehlt! Die Kriegsanleihe muß in die weitesten Kreise eindringen, weil wir den glänzenden Waffentaten unserer tapferen Truppen nur dann einen nachhaltigen Ersolg sichern können, wenn wir alle, jeder nach seinem Können, unsere Kräfte einsetzen. Die Kriegsanleihe darf aber auch in die weitesten Kreise dringen, denn es gibt keine bessere Kapitalanlage. Mehr als 5 Prozent Zinsen erhält der Erwerber unter Berücksichtigung des Anschaffungspreises von 98½ Mk. Mehr als 5 Prozent für ein Wertpapier allerersten Ranges, das er jederzeit durch Vermittlung von Banken und Bankiers wieder zu Geld machen kann, und auf das ihm jederzeit die staatlichen Darlehnskassen ein Darlehen gewähren. Und die hohe Verzinsung von 5 Prozent wird nicht etwa nur vorübergehend bewilligt, sondern mindestens bis zum Jahre 1924. Will dann das Neich zu dem niedrigen Zinsfuß zurückkehren, den es vor Ausbruch des Krieges auf seine Anleihen gewährt hat, so kann es das nicht, ohne zuvor dem Anleihebesitzer die Rückzahlung von 100 Mk. Geld für 100 Mk. Schuldverschreibung anzubieten. Wenn man sonst 5 Prozent Zinsen erlangen wollte, so mußte man sich eine Anlage beschaffen, die im allgemeinen ein erhebliches Risiko in sich barg. Jetzt wird das Allerbeste mit einer 5=proz. Verzinsung geboten, und jeder noch so vorsichtige Sparer und Kapitalist, jeder Vermögensverwalter, jeder Vormund kann unbedenklich die seiner Verfügung unterstellten Gelder dahin leiten, wo sie die nützlichste, dem Schutze des Deutschen Reiches dienende Verwendung finden. Auf die erste Kriegsanleihe waren, wenn man von der Aemeldung der Feldzugsteilnehmer absieht, von 1177235 Zeichnern mehr als 4 460000000 Mk. gezeichnet worden. Das war gewiß ein stattliches Resiltat, das an manchen Stellen des Auslandes Neid, überall aber Bewunderung hervorrief. Und doch wird das Ergebnis der zweiten Kriegsanleihe noch ganz anders ausfallen, wenn nunmehr die kleinen Sparer vollzählig an die Front treten!— Unter den 1177 235 Zeichnern auf die erste Kriegsanleihe befanden sich nämlich 231 112, die Beträge von 100 bis 200 Mk. und 241 804, die Betrüge von 300 bis 500 Mk. anmeldeten. Es bedarf keiner Frage, daß diese Zahlen sich leicht verzehnfachen lassen, wenn die kleinen Sparer erst wissen, daß es vor allem auch auf ihre Mitwirkung ankommt. Das kleinste Anleihestück der Kriegsanleihe lautet über 100 Mk.; ein solches Anleihestück, das 5 Mk. Zinsen für das Jahr bringt, kostet 98½ Mark, oder genauer, bei Einzahlung des Betrages bis zum 31. März, da die Zinsen bis zum 1. Juli sofort vergület werden, nur 97¼ Mk. Das ist ein Betrag, den im Deutschen Reich nicht nur 200 000 SeS Tinssen Hrsungen! Großes Hauptquartier, 15. März. Westlicher Kriegsschauplatz. Westende=Bad wurde gestern von zwei feindlichen Kanonenbooten wirkungslos beschossen. Ein Angriff auf eine von den Engländern besetzte Höhe südlich von Ypern macht gute Fortschritte. Französische Teilangriffe nördlich Le Mesnil (Champagne) wurden unter schweren Verlusten für den Feind zurückgeschlagen. In den Vogesen wird an einzelnen Stellen noch gekämpft. Oestlicher Kriegsschauplatz. Die Anzahl der, russischen Gefangenen aus den Kämpfen nördlich des Augustower Waldes hat sich auf 5400 erhöht. Nördlich und nordöstlich Pracsnycz griffen die Russen mit starken Kräften an. Alle Angriffe scheiterten unter schweren Verlusten für den Feind. Südlich der Weichsel keinerlei Veränderung. Oberste Heeresleitung. der Feind Russische Mißerfolge in den Karpathen wtb Wien, 16. März.(Nichtamtlich.) Amtlich wird verlautbart vom 15. März, mittags: Im westlichen Abschnitt der Karpathenfront ist der gestrige Tag ruhiger verlaufen. Nördlich des Uzsokerpasses kam es zu ernsteren Kämpfen. Starke russische Kräfte griffen hier an und drangen bis nahe an unsere Stellungen vor, wo sie sich zunächst behaupteten. Ein nachmittags von unseren Truppen überraschend durchgeführter Gegenangriff warf den Feind auf der ganzen Front nach heftigem Kampfe zurück, wobei 4 Offiziere und 500 Mann gefangen wurden. Auch an den eigenen Stellungen beiderseits des Oportales wurde erbittert gekämpft. Der Gegner, der über Stryj weitere Verstärkungen herangeführt hatte, griff seit einigen Tagen wiederholt mit starken Kräften im Tale und den begleitenden Höhen an. Alle diese Versuche, gegen die Paßhöhen Raum zu gewinnen, scheiterten stets unter den schwersten Verlusten. Der gestern erfolgte Angriff, der wieder in unserem Feuer vollständig zusammenbrach, dürfte mit Rücksicht auf die großen Verluste, die der Gegner erlitt, kaum wiederholt werden. An 100 Mann Gefangene brachten diese Kämpfe ein. An den Stellungen des Dujester wird getämpft. Ein von unseren Truppen angesetzter Gegenangriff gewann Raum. Die Russen wurden an mehreren Frontabschnitten zurückgedrängt. In Polen und Westgalizien fand nur Geschützkampf statt. Der Stellvertreter des Chefs des Generalstabes: von Höfer, Feldmarschall=Leutnant. Der Seutsche Vormärsch in Poten. tu Rotterdam, 15. März. Der Korrespondent der„Daily Mail“ in Petersburg bereitet das englische Publikum schon darauf vor, daß die Russen gezwungen sein dürften, Przasnycz zu räumen. Rund 250 000 Deutsche rückten gegen die Narewlinie vor. Es sei nicht unwahrscheinlich, daß der Feind Przasnycz zurückerobern wird. Aber die vorübergehende Besetzung jener Stadt sei bedeutungslos, weil es sehr wahrscheinlich sei, daß die Deutschen sich dort nicht behaupten werden. Ueber Przasnycz gehe der kürzeste Weg nach Warschau. Aber wenn die Deutschen auch Przasnycz besetzen dürften, glauben unterrichtete Kreise doch nicht, daß sie noch viel weiter vorrücken können. Ein Umschwung in Amerika. hk Kopenhagen, 15. März. Die„Göteborger Schiffahrts= und Handelszeitung“ meldet, daß die englischen Drohungen mit Repressalien gegenüber Deutschland in Amerika einen völligen Umschwung der Stimmung zugunsten Deutschlands hervorgerufen haben. Besonders in den Börsenund Schiffahrtskreisen ist die Erbitterung so groß, daß die Regierung unter diesem Druck verbieten mußte, daß vom 7. März ab ein amerikanisches Schiff von Neuyork nach englischen Häfen abfahren dürfe. Die Stimmung ist völlig englandunfreundEin entscheidender Schritt der Deutsch=Amerikaner. wtb Rotterdam, 15. März. Der„Rotterdamsche Courant“ meldet aus London: Nach einem Bericht der„Neuyorker Staatsztg.“ beabsichtigen die Deutsch=Amerikaner, für die Sendung von Vorräten nach Deutschlanz den überseeischen Paketpostdienst zu benutzen. Die Mitteilung der„Staatszeitung“ wird von Briesen des Kongreßmitgliedes Bartholdt und des Präsidenten des Deutsch=amerikanischen Nationalbundes begleitet. Bartholdt spricht die Ansicht aus, daß, wenn die Alliierten sich an dem überseeischen Paketpostdienst vergriffen, dies einen Kriegsfall bilden würde. Deutschlands diplomalische Erfolge. Die französische Presse, die die militärischen Erfolge der Deutschen nach wie vor abzuleugnen sucht, macht hinsichtlich der diplomatischen Erfolge, die Deutschland zum großen Leidwesen Frankreichs erringt, Zugeständnisse. So schreibt Pichon „Petit Journal“, daß die diplomatischen Schritte Deutschlands in Italien die Entscheidung aufgeschoben und kompliziert hätten. Gleichfalls hätte die deutsche Diplomatie Erfolge in Rumänien gehabt, wo sie die Anhänger einer Intervention durch ihre Argumente zu überzeugen wußte, neutral zu bleiben. Auch in Bulgarien hätte sie den Sieg davongetragen und ebenso in Griechenland, wo sie dem Volke unter Mitwirkung des Königs eine seinen Wünschen und Neigungen gerade entgegengesetzte Politik aufdrängte. In die öffentliche Meinung Spaniens hätte sie Zweifel gesät und Persönlichkeiten gegen Frankreich noch mehr als gegen England aufgewiegelt, die sich auf der Seite des Dreiverbandes befinden sollten. Aber auch in den übrigen neutralen Ländern richte sie Verherungen an. Mit Recht warne daher die englische Presse vor einem allzugroßen Vertrauen in einen demnächstigen und relativ leichten Sieg der Verbündeten. Eine Abferligung Liebknechis. Dem Versuche Liebknechts, den Krieg als ein kapitalistisches Unternehmen hinzustellen, tritt das sozialdemokratische Volksblatt für Anhalt mit folgenden Ausführungen entgegen: „Das kapitalistische Geschäft würde ohne Krieg sicher weit besser gedeihen. Und daß der Krieg auch den herrschenden Klassen große Blutsopfer auferlegt, kann nur der Unehrliche bestreiten. Einer Statistik der Verlustlisten entnehmen wir die für die Offiziere zweifellos rühmliche Tatsache, daß ihre Totenzifser weit über den normalen Prozentsatz der Mannschaften hinausgeht. Fast 5,2 v. H. beträgt bis zur 137. Verlustliste die Zahl der gefallenen Offiziere gegenüber den gefallenen Mannschaften. Der Prozentsatz der lebenden Offiziere den Mannschaften gegenüber beträgt aber nur 2 v. H., so daß, wenn statt 5,2 v. H. nur 2 v. H. fielen, die Zahl der gefallenen Offiziere dem Durchschnitt entspräche. Wenn daher im Verhältnis zu den Mannschaften 5,2 v. H. fallen, dann fallen mehr als doppelt so viel Offiziere als Mannschaften. Das ist ein rühmliches Zeugnis für ihre Tapferkeit, aber doch auch ein Beweis für die Blutsopfer, die auch die besitzenden Klassen bringen müssen. Gerade bei uns in Dessau haben wir an dem Beispiel der Familie v. König einen Beweis, wie der Kriegstod in die Offiziersfamilien hineinhact. Liebknecht dient der Sozialdemokratie durch seine Uebertreibungen nicht und würde ihr den schwersten Schaden zufügen, wenn nicht andere Parteigenossen besser verführen.“ Bat oder 300000 Loute mit Leichtigkeit aufbringen können, sondern sehr viel mehr. Darum kleine Sparer: Auf zur Zeichnung! Die Reichsbank mit ihren fast 500 Filialen, sowie sämtliche deutsche Banken, Bankhäuser, öffentliche Sparkassen, Lebensversicherungsgesellschaften, Kreditgenossenschaften und zahlreiche Postanstaltten nehmen Anmeldungen entgegen. Niemand lasse sich die Gelegenheit einer so günstigen Verwerdung seines Geldes entgehen; niemand versäume es, mit seiner Kraft für das Wohl des Vaterlandes einzutreten. Italiens Haltung. Mailand, 15. März.„Sera“ schreibt:„Von gut unterrichteter Stelle wird uns bestätigt, daß für mindestens vier weitere Monate kein Heraustreten Italiens aus seiner Neutralität zu erwarten ist. Die letzten Ministerkonferenzen haben für die nächsten Monate die Haltung der auswärtigen Politik in diesem Sinne festgelegt. Neue Komplikationen der europäischen Kriegslage würden auch Italien vor neue Entschlüsse stellen. Bis dahin bleibt es bei der bisherigen Neutralität, doch stehen für alle Fälle neue Einberufungen des aktiven Heeres beVor.„ E# Der Wille Italiens. ob Zürich, 16. März. Das„Hiornale d'Italia“ setzt in einem„Der Wille Italiens“ überschrieber nen Aussatze auseinander: Es handelt sich heute für Italien Harum, eine Grenzfrage zu lösen, die seit 50 Jahren Italien beschäftigt. Italien kann sich nicht mit den Grenzen abfinden, die polit sch und militärisch unsinnig, ja gefährlich sind. Weiter entsteht für Italien die dringende Notwentigkeit, an der Neugestaltung der Verhältnisse im Mittelmeer tatkräftigen Anteil zu nehmen. Nur im äußersten Falle wird die Regierung die Entscheidung der Waffen anrufen. Die Auslandspresse mag sich aber bewußt bleiben, daß Italien fest entschlossen ist, seine Interessen zu wahren und seine Zukunft zu sichern.— Im Römischen Senat wurde die Regierung über die Einrichtung des Sanitätsdienstes im Falle einer Mobilisation gefragt. Der Kriegsminister erklärte, er werde nächstens in dieser Hinsicht dem Parlamente einen Gesetzentwurf vorlegen. Sozialistische Kundgebungen gegen den Krieg in Italien. Mailand, 16. März. Trotz des Regierungsverbotes, öffentliche Versammlungen abzuhalten, hatte die sozialistische Partei Mailands für gestern eine Massenversammlung in die Arena einberusen, um gegen das Versammlungsverbot und gegen den Krieg zu protestieren. Etwa 10000 Mann Militär waren aufgeboten, die an allen Seiten den Zugang zur Arena von mittags an versperrten. Als um 2 Uhr die Redner erschienen, wurden sie abgewiesen; sie fuhren dann zur Porta Volta, wo sie von den Sozialisten mit dem Rufe:„Nieder mit dem Krieg!" empfangen wurden. Es gelang dem Abgeordneten Bussi, eine kurze Rede zu halten, in der er an die revolutionären Ereignisse des Jahres 1898 erinnerte. Dann sprach der Anarchist Molinari. Es kam noch zu heftigen Zusammenstößen mit der Polizei und zu zahlreichen Verhaftungen. — Der Krieg gegen Frankreich. Einberufung der französischen Rekruten von 1916. wb Paris, 14. März. Die Kammer nahm das Gesetz an über die Einberufung der Jahresklasse 1916; zweitens ein Gesetz über das Absyuth= verbot; drittens ein Gesetz, durch das die Regierung ermächtigt wird, die Naturalisierung von Untertanen feindlicher Staaten in Frankreich als ungültig zu erklären. 949 Französische Sorgen um den Jahrgang 1917. wth Lyon, 15. März.„Republicaine“ meldet aus Paris: In der gestrigen Kammersitzung erklärte der Deputierte Lachaud namens des Kammerausschusses für das Gesundheitswesen, daß bei der Aushebung der Jahresklasse 1917 die ärztliche Untersuchung mit äußerster Sorgfalt durchgeführt werden müsse. Alle Vorkehrungen müssen getroffen werden, damit von dem Gesichtspunkte der Ernährung, Ausrüstung und körperlichen Ausbildung aus jede Gefahr für den Gesundheitszustand der Rekruten vermieden werde. Kriegsminister Millerand versicherte, daß den Anregungen des Ausschusses Folge gegeben werden würde, indem man die Fehler vermeiden werde, die bei früheren Untersuchungen möglicherweise vorgekommen seien. Die starken deutschen Stellungen an der Pser. tu Amsterdam, 15. März. Dem„Allgemeen Handelsblad“ wird von belgischer Seite aus Dixmuiden gemeldet, daß außer an der Danen=Strecke auch an anderen Seiten der Yserfront stärkere Rührigkeit auf deutscher Seite herrsche. Viel neues schweres Geschütz wurde aufgestellt, obgleich hier keine Festungswerke in Trümmer zu legen sind. Besonders soll die schwere Artillerie wohl dazu dienen, die Schleusen bei Nieuport zu vernichten. Wenn das gelünge, würde sich die Ueberschwemmung verlaufen, was einen vielleicht entscheidenden Einfluß auf die Kampfbedingungen zur Folge haben könnte. Angesichts dieser deutschen Tätigkeit haben aber auch die hier liegenden Belgier Verstärkungen durch Engländer und Franzosen erhalten. Hinter Dixmuiden haben die Deutschen eine Mole ganz mit Eisenbeton bekleidet und darin 20 bis 30 Maschinengewehre aufgestellt, die alle Wege der Umgebung bestreichen. Dies verhindert ein weiteres Vordringen der Bundesgenossen nach dieser Seite. Man hat versucht, dieses lästige Hindernis aus dem Wege zu räumen, aber der Betonpanzer ist so stark, daß die Geschosse der belgischen Artillerie keinen Schaden daran taten. — Der Kampf um die Dardauellen. Das Dardanellenforts Siddul Bahr. 98 3 10 terien verfügen, die schnell ihren Standort wechseln können. Die türkische Heeresleitung sei mit der Munition äußerst sparsam, dagegen seien die bisher von den Alliierten abgegebenen Schüsse mit wenigstens 150 Millionen Franken zu bewerten. Lloyd Georges Einfluß. Köln, 16. März. Aus Madrid wird der„Köln. Ztg.“ gedrahtet:„L'Imparcial“ vom 10. März sagt in einer redaktionellen Nachricht, es sei in wohlunterrichteten militärischen Kreisen bekannt, daß letzten Endes der Entschluß, mit der Beschießung der Dardanellen vorzugehen, auf den Einfluß Lloyd Georges zurückzuführen ist, der aus finanziellen Gründen auf eine baldige Beendigung des Krieges dränge. Es sei ihm auch gelungen, die diplomatischen Bedenken Greys und die militärischen des englischen, sowie des französischen Kriegsministers, die eine Verzettelung der Kräfte vermeiden wollten, zum Schweigen zu bringen. Türkische Vergeltung. Die Türken finden den richtigen Ton in der Behandlungsweise ihrer Feinde. Daß die Engländer bei der Beschieftung von Smyrna ihre Erfolge bisher nur gegen unverteidigte Dörfer erzielt haben, geht aus einer Meldung aus Athen hervor, der zufolge der türkische Militärgouverneur von Smyrna durch Vermittelung des amerikanischen Konsuls bei dem englischen Admiral gegen die Beschießung unverteidigter Dörfer protestierte. Gleichzeitig ließ er dem englischen Flottenkommandanten mitteilen, daß er alle möglichen Untertanen der mit der Türkei kriegführenden Länder habe verhaften lassen und in Gruppen nach denjenigen unverteidigten Punkten habe führen lassen, die durch die feindliche Flotte beschossen werden. Der englische Admiral antwortete, daß es Englands Politik stets gewesen sei, unbefestigte Plätze zu achten, daß jedoch einige türkische Batterien so dicht bei den Dörfern gelegen haben, daß unvermeidlich auich diese Schaden leiden mußten. Man muß den Entschluß des türkischen Militärgouverneurs bewundern; auch bei uns hat bekanntlich der verdienstvolle Afrikaforscher Dr. Peters diese Art Vergeltung als die einzige Möglichkeit bezeichnet, unseren Feinden Respekt einzuflößen. Seite, daß die Angaben dieser englischen Statistik unzutrefsend und tatsächlich die Verluste der englischen Handelsflotte erheblich größer sind. Die Zahl ihrer Kriegsverluste beläuft sich auf 124 Schiffe. Zu diesen kommen noch die verloren gegangenen Fischdampfer hinzu, deren Zahl in der englischen Statistik auf 47 angegeben wird, sodaß der Gesamtverlust 171 Schiffe beträgt. Wir glauben in der Annahme nicht fehlzugehen, daß bei der Besprechung des Marineetats im Reichstage nähere Angaben über die Schiffsverluste unserer Gegner gemacht werden. Auch ein Erfolg der deutschen Unterseeboote. tu Genf, 16. März. Die Compagnie Transatlantique wird, wie der Korrespondent der„Telegraphen=Union" erfährt, Ende März Havre verlassen. Der Passagierdienst nach Amerika soll dann bis auf weiteres von Bordeaux aus durchgeführt werden. Effektive Blockierung Deutschlands? Die Erklärung der Blockade deutscher Häsen wird nach Pariser Meldungen Kopenhagener Blätter dieser Tage veröffentlicht werden. Anfangs nächster Woche soll die Blockade effektiv werden. Danach wird es keinem Schiff, gleichgültig welcher Nationalität, möglich sein, deutsche Häfen zu erreichen oder zu verlassen. Neutrale Schiffsführer werden von der französischen Regierung aufgefordert werden, wenn die Ladung keine Konterbande ist, einen neutralen Hafen anzulausen, wo die französische Regierung die Ladung für Rechnung des Schifführers verkaufen wird. Ladungen aus Deutschland, wenn sie nicht Konterbande enthalten, dürfen nach neutralen Ländern verschifft werden. Eine wirkliche Blockade der deutschen Küste durchzuführen, sind Frankreich und England außerstande, die Blockadeerklärung an sich ist wirkungslos. Einstellung der Dardanellenkämpfe? Die„Köln. Ztg.“ meldet aus Athen: Einige Zeitungen erfahren aus angeblich zuverlässiger Quelle, daß die bisherigen Unternehmungen der Verbündeten gegen die Dardanellen nicht die erwünschten Ergebnisse gehabt hätten. Daher dürfe man annehmen, daß weitere Angriffe gegen die Meerengen eingestellt oder mindestens verschoben würden. Die furchtbaren Befestigungen der Dardanellen bieten der Flotte große Schwierigkeiten, die ohne die nachdrücklichste Mitwirkung einer Landarmee nicht zu überwinden seien. Von einigen Blättern wird die Stockung der Operationen auch von der Ablehnung der erhofften Waffenhilfe Griechenlands hergeleitet. Für 150 Millionen Franken verschossen. wtb Köln, 16. März. Die„Köln. Volksztg.“ veröffentlicht folgende Depesche aus Athen: Der Sonderberichterstatter des„Neon Asty“ berichtet von der Insel Tenedos, daß nach Feststellungen englischer Flieger die Türken über Automobilbat— Der Blochade=Krieg gegen England Weitere Lahmlegung der englischen Handelsschiffahrt. Wegen der deutschen Unterseebootgefahr haben eine Anzahl weiterer großer englischer Reedereien beschlossen, ihre Schiffe nicht mehr auslaufen zu lassen. In den englischen Reederkreisen macht sich jetzt eine Mißstimmung gegen die Regierung bemerkbar, die in ihren Folgen ungleich schwieriger zu unterdrücken wäre, als die verschiedenen Streikversuche der englischen Arbeiterschaft. Es wird eine ausreichende Entschädigung oder sonstige Bürgschaft für die durch die deutschen Unterseeboote versenkten Schiffe verlangt, die Deutschland bezahlen müsse. Ebenso wird eine Verbesserung des Küstenpatrouillendienstes verlangt. Die Gärung steigt jetzt auch in den besitzenden Klassen. Dichtung und Wahrheit über die englischen Schiffsverluste. wtb Berlin, 16. März. In einer von der britischen Admiralität am 13. März herausgegebenen amtlichen Statistik werden die Gesamtverluste der englischen Handelsmarine seit Kriegsbeginn auf 87 Schiffe angegeben. Hiervon sollen 54 durch deutsche Hilfskreuzer weggenommen oder versenkt, 22 durch Unterseeboote zum Sinken gebracht und 11 durch Auflaufen auf Minen verloren gegangen sein. Dazu erfahren wir von wohlunterrichteter Nord=Togo von den Deutschen verteidigt. Nach einer Londoner Drahtnachricht der„Baseler Nachrichten“(Nr. 127) enthält ein an die Mitglieder des Unterhauses verteilter Geheimbericht vom 2. März über die Operationen in den deutschen Kolonien Afrikas die überraschende Angabe, daß die deutsche Togo=Kolonie nördlich von Bismarckburg sich bis jetzt noch nicht unterworfen hat. Die Eingeborenen leisten unter deutscher Führung den heftigsten Widerstand, verstärkt durch Flüchtlinge aus den unterworfenen Gebieten. — Der Krieg gegen Vernichtende Verluste der Russen. Wien, 15. März. Der militärische Mitarbeiter des„Neuen Wiener Tageblatts“ schreibt über die Kämpfe an der Nordfront in der abgelaufenen Woche: Diese Woche stand unter dem Zeichen ausgesprochener Erfolge der Kriegsgewalten der verbündeten Kaiserstaaten. Wo immer auch zu Wasser und zu Lande Heer und Flotte der Entente angriffen oder Vorstöße versuchten, war fast überall ein Mißlingen das Ende ihrer Taktik. An der ganzen Karpathenfront gab es ununterbrochen heftige Kämpfe um einzelne Höhenstellungen, die der Reihe nach von unseren Truppen erstürmt werden konnten. Besonders erfreulich ist der Ausgang des äußerst hartnäckigen Ringens im Raume bei Lupkow, wo der Schienenweg aus dem Grenzsattel ins Latorczatal nach Ungarn führt. In den ersten Tagen der Woche setzten hier die Russen einen Angriff nach dem andern an. Durch Nachschübe frischer Verstärkungen wurden die gelichteten Reihen des Gegners stets erneuert und mit allen Mitteln vorgetrieben. Aber immer scheiterte der Ehre und Liebe. Roman von Käthe Lubowski. 42 „Ich war so sicher, daß die Menschen, an deren Meinung und Achtung mir allein gelegen ist, trotz aller Gerüchte an mich glauben würden. Diese Sicherheit ist mein einziger Fehler in der von Herrn Oberst dargetauen Angelegenheit. Sonst habe ich keinen zu bekennen. Ich habe nichts getan, worüber ich nötig hätte, zu erröten. Nur der Schein ist gegen mich. Wollen Herr Oberst gütigst annehmen, daß das Mädchen eine Verwandte von mir sei, die ich in meine Obhut zu nehmen feierlich gelobt habe. Mehr darf ich darüber nicht sagen. Ein Ehrenwort bindet meine Zunge, und Herr Oberst werden nicht wollen, daß ich ein Wortbrüchiger werde.“ „Eine Verwandte, zu der man sich nicht bekennen will, pflegt man nicht in derselben Stadt unterzubringen in der man selbst gezwungen ist, zu leben. Man hält sie sich möglichst fern, ohne sie dadurch die ihr aus irgend einem Grunde zugedachten Wohltaten entbehren zu lassen. Eine Verwandte besucht man nicht täglich und nächtlich, und man küßt sie auch nicht, Herr Leutnant von Tarenberg, besonders nicht, wenn sie jung und schön ist. Tut man es doch, so jongliert man zum mindesten sehr unvorsichtig mit seiner äußeren Wohlanständigkeit und kann sich sehr leicht um den Platz bringen, den man, dank seines Berufes, in der gesellschaftlichen Welt einnimmt. Merken Sie wohl auf! Diesen an sich milden Ausdruck habe ich für die Verirrungen eines völlig ungebundenen Mannes. jemand, dem das freie Verfügungsrecht über Herz und Hand nicht mehr zusteht, der, wenn er seinen Ruf befleckt, den Ruf eines anderen ebenfalls beschmutzt, habe ich einen schärferen Ausdruck. Wollen Sie mir helfen, ihn zu finden? Wie würden Sie zum Beispiel einen Mann nennen, der seine Geliebte in derselben Stadt, in welcher seine Braut lebt, umterbringt und zu der letzteren geht, wenn ihm noch die Küsse der ersteren auf den Lippen brennen?" „Einen Schuft, Herr Oberst.“ „Und was würden Siemit diesem—hm, Schuft tun, Herr Leutnant von Tarenberg?“ „Ich wüt de versuchen, ihn aus dem Heere zu entfernen, damit sein Beispiel nicht auf die jüngeren Elemente austeckend wirken kann, wenn ich an des Herrn Obersten Stelle wäre.“ „Sie haben viel Mut, Herr Leutnant von Tareuberg, sehr viel Mut!“ Haus Weddo macht ein paar hastige, taumelnde Schritte nach vorwärts. Er hatte plötzlich die straffe Haltung, in der er die ganze Zeit über verharrt hat, eingebüßt. „Herr Oberst glauben— daß ich— das tun könnte— trotzdem Herr Oberst wissen, wennn ich die Worte vorher richtig verstanden habe?“ „Sie haben sie ganz richtig verstanden. Mein Sohn hielt es für seine Pflicht, mir von dem bisherigen Verhältnis Kenntnis zu geben. Trotzdem — ja! Ich habe Sie heute zu mir befohlen, um ein ernstes, aber auch ein letztes Wort in dieser Angelegenheit zu sprechen, mit dem Recht, das ich als Ihr Oberst und der Vater meiner Tochter habe. Als jener befe hle ich, daß jede Wiederholung der unsauberen Geschichte in Zukunft unterbleibt. Als dieser gebe ich meinem Bedauern darüber Ausdruck, daß mein Kind kein besseres, reineres Gefühl bei ihrer Wahl bewiesen hat. Ich spreche damit auch völlig im Sinne meiner von dem Inhalt unserer Unterredung unterrichteten Tochter. Daß ich nach dem heutigen Tage jede Annäherung an sie untersage, bedarf nach all diesem kann mehr der Erwähnung. All das nimmt mir natürlich von meinem Glauben an Ihre militärischen Fähigkeiten nicht das Geringste. Ich will Ihnen gern bei Ihrer Versetzung in ein anderes Regiment behilflich sein. Hiermit betrachte ich unsere Unterredung als beendet.“ „Herr Oberst!“ Tarenberg schreit es heraus. Sein Gesicht ist verzerrt. Die Adern ziehen sich in der Gegend der Schläfe wie dicke, blaue Stränge an der weißen hohen Stirn hinauf,„sie darf noch nicht zu Ende sein. Nehmen Herr Oberst das Letzte zurück.“ „Das kann ich nicht, Herr Leutnant von Tarenberg. Ich habe noch niemals etwas von dem widerrufen, was ich nach ruhiger Ueberlegung aussprach, wie ich mich auch niemals von einem angenblicklichen Gefühl zu nicht beweiskräftigen Verdächtigungen hinreißen ließ. Wer nicht stehen kann, muß fallen. Wer gefallen ist, muß sehen, wie er aus eigener Kraft wieder auf die Füße kommt. Gelingt ihm das nicht, so muß er eben da unten liegen bleiben. Ich helfe niemand in die Höhe. Das geht wider mein Prinzip.“ „Ich will ja auch Herrn Obersts Hilfe nicht, ich will nur, daß man mir glaubt.“ Er hat vergessen, daß er vor demselben Mann steht, der über die Meldung von Klaus Wiedentals Verschwinden mit einem eiskalten Achselzucken und über den Wehschrei eines verzweifelten Mutterherzens mit dem stahlharten:„Es ist das Beste für ihn," quittiert hat. Er denkt in diesem Augenblick, daß er einen tief empfindenden, warmherzigen Menschen vor sich hat. Und diesen Menschen muß er rühren. Er muß ihn in sein Herz sehen lassen, er muß aufdecken, was an Liebe und Schmerz dadrinnen ruht. Aus diesem Gefühl heraus umklammert er die Hand des Obersten. Der aber lächelt. Ein besser wissendes, ein ganz klein wenig verächtliches Lächeln, das Tarenberg um den Rest seiner Fassung bringt. „Glauben Herr Oberst— mir immer noch nicht — daß ich schuldlos bin?" keucht er atemlos. „Nein, Herr Leutnant von Tarenberg. Dazu bin ich zu alt geworden. Meinen Sie vielleicht, ich hätte Ihnen von alledem gesprochen, wenn mir nicht von durchaus glaubwürdigen Leuten vollgültige Beweise Ihrer Schuld gegeben wären. Verlangen Sie, daß ich diese„Lügner" heiße?“ „Und wenn ich nun mein Ehrenwort geben würde, daß nichts zwischen mir und jener vorgefallen ist— gar nichts, was dem Recht, das meine Braut an mich hat, einen Abbruch tun könnte?“ Durch die schlanke, sehnige Gestalt des Obersten geht ein scharfer Ruck. „Bedenken Sie wohl, Herr Leutnant von Tarenberg, was Sie damit tun. Ich brauche Ihnen doch vorher nicht die Heiligkeit und Bedeutung eines solchen Wortes vorzuhalten?“ „Nein, das brauchen Herr Oberst nicht. Das ist mir in Fleisch und Blut übergegangen. Wäre es anders, stände ich heute nicht als der Getretene, Verachtete, der ich unschuldig sein muß, an dieser Stelle. Und damit dies endlich ein Ende hat, gebe ich Herrn Oberst mein Ehrenwort, daß ich niemals, weder in Gedanken, noch Taten, Ihrer Tochter die Treue gebrochen und niemals jenes Mädchen mit einer sündigen Empfindung berührt habe.“ Es ist ganz still nuch diesen Worten. den harten Zügen des Obersten zuckt es ein paar Mal auf, als wenn sich ein Krampf löste. Dann geht er auf Tarenberg zu, hält ihm die Hand entgegen und sagt langsam:„Ich danke Ihneu, lieber Tarenberg. Die Angelegenheit ist damit für mich erledigt. Es tut mir herzlich leid, daß diese Mißverständnisse gewesen sind.— Wollen Sie sich, bitte, nunmehr zu der angesetzten Justruktionsstunde begeben.“ 220.16 Schwerfällig nimmt Tarenberg die Hacken zusammen und geht hinaus. Ueber den langen Sammetläufer, der die Schritte dämpft, an dem Bogenfenster des Erkers vorüber, unter dessen rosenroter Malerei er Adda zum letzten Mal leichten Herzens geküßt hat, an den fliegenden und tanzenden Amoretten des Vestibills vorbei, die teppichbelegten Stufen der Treppe hinunter. Eine dumpfe Betäubung liegt auf ihm. Wie eine schwere, tastende Hand, welche die springende Feder in dem Mechanismus des Hirns nicht zu findenvermag. nglischen Statistik Verluste der enggrößer sind. Die uft sich auf 124 die verloren geren Zahl in der seben wird, sodaß trägt. Wir glausehen, daß bei der Reichstage nähere e unserer Gegner Unterseeboote. Lompagnie Transsondent der„TeleMärz Havre verAmerika soll dann aus durchgeführt utschlands? deutscher Häsen openhagener Blätwerden. Anfangs effektiv werden. zleichgültig welcher sche Häfen zu eritrale Schiffsführer legierung aufgeforkeine Konterbande ausen, wo die franfür Rechnung des Ladungen aus terbande enthalten, i verschifft werden. itschen Küste durchngland außerstande, wirkungslos. Deutschen t. tachricht der„Baseilt ein an die Miteilter Geheimbericht tionen in den deuterraschende Angabe, nördlich von Bisht unterworfen hat. r deutscher Führung stärkt durch Flüchtbebieten. der Russen. itärische Mitarbeiter s“ schreibt über die der abgelaufenen er dem Zeichen ausgsgewalten der verimer auch zu Wasser te der Entente anen, war fast überall er Taktik. An der ununterbrochen hefsenstellungen, die der pen erstürmt werden ist der Ausgang des im Raume bei Lupdem Grenzsattel ins t. In den ersten die Russen einen Ani. Durch Nachschübe sen die gelichteten euert und mit allen immer scheiterte der Ke:! 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Da beide Orte in Galizien liegen, und zwar Cisna 20 Kilometer östlich, Baligrod ebenso weit nordöstlich vom Lupkower Paß, so beweist dieses einen bemerkenswerten Fortschritt trotz der ungehauren Schwierigkeiten der Wintergefechte bei 25 Grad Kälte in brusttiefem Schnee. Im Brennpunkt der vorwöchigen Karpathenschlacht stand auch Gorlice in Westgalizien, wo die feindlichen Linien durchbrochen wurden. Mehrere hintereinan“ derliegende befestigte Abschnitte sind gestürmt und gegen alle wütenden Wiedereroberungsversuche der Nussen festgehalten worden. In Südostgalizien sind die Verfolgungskämpfe des vorigen Monats allmählich zur Ausdehnung einer Positionsschlacht erstarkt, die noch länger andauern dürfte. Zählt man die in allen einzelnen Gesechten der vorigen Woche amtlich gemeldeten Kriegsgefangenen zusammen, so kommt man zu dem Ergebnis, daß es uns gelungen ist, innerhalb dieser kurzen Spanne Zeit insgesamt über 5000 Gegner von den Karpathen abzuschieben. Das menschenarme Rußland. der„Nowoje Wremja“ polemisiert Menschikoff in einem Artikel gegen die Agitation der russisch=amerikanischen Gesellschaft, die die Auswanderung von russischen Staatsangehörigen nach Amerika in großem Stile betreibt und erklärt, daß Rußland ohnehin arm an Menschen sei zur Durchführung des geregelten Ackerbaues, zum Ausbau der Betriebe der Eisenbahnen und zur notwendigen Förderung der russischen Industrie zur Freimachung von der Einfuhr aus den Ländern des Westens. Russischer Mißbrauch des deutschen Fliegerabzeichens. bb Berlin, 16. März. Ein russischer Flieger, der fälschlich das deutsche Fliegerkreuz an seinem Apparat führte, warf über Villenberg, Kreis Ortelsburg, Bomben ab, die einen Soldaten und zwei Pferde töteten. Das Flugzeug wurde herabgeschossen. Russische Schlappe bei Artwin. wtb Konstantinopel, 16. März. Die Russen haben in den letzten Tagen vergeblich versucht, im Gebiet von Artwin die Offensive wieder aufzunehmen. Bei einem Vorstoß im Westen von Artwin verloren die Russen mehr als 150 Tote. Ein Dementi Bulgariens. wtb Sofia, 15. März.(Meldung der Bulgarischen Telegraphen=Agentur.) Die in einem Teile der ausländischen Presse verbreitete Nachricht, daß Bulgarien 100 000 Mann mobilisiert habe, ist erfunden. Aus Stadt und Umgebung. ** Schwerte, 16. März. **(Darlehnskassen und Kriegsanleihe.) Die Hauptversammlung der Darlehnskassen faßte folgenden Beschluß: Den zum Zwecke der Einzahlung auf die zweite Kriegsanleihe zu nehmenden Darlehen wird bis 1. 10. 1915 ein Vorzugszinsfuß eingeräumt, der zunächst auf 5¼ Prozent festgesetzt ist. Zur Beleihung bei den Darlehnskassen sind ferner zugelassen: 1. 5½ prozentige österreichische Kriegsanleihe von 1914 bis zu 40 Prozent des Nennwertes; 2. die an der Leipziger Börse notierten Kurse der Mansfelder schieferbauenden Gewerkschaft in Eisleben zu 25 Prozent des notierten Geldburses vom 25. Juli 1914 unter der für Steinkohlenkurse vorgeschriebenen Bürgschaft. **(Veranstaltung„goldener Verkaufstage“ strafbar.) In der letzten Zeit haben im Reiche vielfach Geschäfte in der Absicht, ihrerseits zur Stärkung des Goldbestandes bei der Reichsbank beizutragen, sogen.„goldene Verkaufstage“ veranstaltet, an denen 10=Mk. und 20=Mk.=Stücke mit einem Aufgeld von 1 bezw. 2 Mk. beim Einkauf von Waren in Zahlung genommen werden. Von seiten der Reichsbank wird, wie die„Textil=Woche" mitteilt, darauf aufmerksam gemacht, daß dies gegen die Verordnung des Bundesrats vom 23. November v. I.(Reichsgesetzblatt S. 481) verstößt, wonach mit Strafe bedroht wird, wer ohne Genehmigung des Reichskanzlers es unternimmt, Reichsgoldmünzen zu einem ihren Nennwert über“ steigenden Preise zu verwerten, zu veräußern oder solche Geschäfte über sie zu vermitteln, oder dazu auffordert oder sich anbietet. **(Eisenbahner und Kriegsanleihe.) Der Verband Deutscher Eisenbahn=Handwerker und=Arbeiter zeichnete für die zweite Kriegsanleihe 170 000 Mark aus dem Vereinsvermögen. Nachdem der Verband zur ersten Kriegsanleihe bereits 30 000 Mk. gezeichnet hatte, sind somit 200000 Mark auf solch hoher vaterländischer Art von dem Verbande angelegt. **(Zur Nachahmung empfohlen!) In der Nähschule von Frau Schmidt an der Hagenerstraße zahlten die Schülerinnen für jedes Fremdwort, z. B.„Adieu" und für jede kleine Unordnung 2 oder 5 Pfennige in eine Büchse. Heute konnten aus diesen Strasgeldern und aus freiwilligen Gaben der jungen Mädchen dem Roten Kreuz 15 Mark überwiesen werden. **(Ein kleiner Zimmerbrand) entstand gestern in der Wohnung des Bäckers Ostermann an der Hellpothstraße. Durch das schnelle Eingreifen der Hausbewohner wurde das Feuer zwar schnell gelöscht, doch sind einige Kleidungsstücke dem verherenden Element zum Opfer gefallen. (Eisenbahnbauten.) Die Arbeiten zur Legung des 3. und 4. Gleises zwischen hier und Hagen, die schon vor einigen Jahren begonnen wurden, haben in der letzten Zeit gute Fortschritte gemacht. Wie wir bereits meldeten, hat das Abgeordnetenhaus für die Teilstrecke Schwerte=Hengstey weitere 320000 Mk. bewilligt. In der Gemeinde Wandhofen sind 17 neue Gleispaare für den westlichen Teil des Bahnhofes Schwerte neu verlegt worden, während in der Nähe von Bathey nicht weniger als 10 Unter= bezw. Ueberführungen gebaut wurden. Bekanntlich wurde auch das Lennebett verlegt und mündet die Lenne jetzt unterhalb der Eisenbahnbrücke in die Ruhr. Durch das 3. und 4. Gleis wird der Güterverkehr Schwerte bis Hagen bezw. bis Herdecke vollständig vom Personenverkehr getrennt. **(Treue Leser der Schwerter Zeitung.) Die Zahl unserer Abonnenten, welche ihre liebgewordene Schwerter Zeitung auch im Felde nicht entbehren wollen und sich dieselbe nachsenden lassen, nimmt täglich zu. Heute schreibt uns noch ein Leser vom westlichen Kriegsschauplatz: Bin mit der Zustellung uund dem Inhalt der Schwerter Zeitung sehr zufrieden". Bestellungen auf die Nachsendung der Zeitung werden unter genauer Angabe der Adresse des betreffenden Kriegers in unserer Geschäftsstelle jederzeit entgegen genommen. (Kriegsanleihe.) Der kath. Gesellenverein beschloß in seiner letzten Generalversammlung, auf die zweite Kriegsanleihe den Betrag von 1000 Mk zu zeichnen. **(Die Ferienordnung für die höheren Schulen Westfalens) und der Rheinprovinz im Schuljahr 1915 ist bestimmt wie folgt: Es beginnen die Österferien am Dienstag, den 30. März, die Pfingstferien Freitag, den 21. Mai, die Herbstferien Dienstag, den 3. August, und die Weihnachtsferien Donnerstag, den 23. Dezember 1915. Der Unterricht beginnt wieder Ostern Freitag, den 16. April, Pfingsten Dienstag, den 1. Juni, Herbst Donnerstag, den 9. September 1915,= und Weihnachten, Dienstag, den 11. Januar 1916. Der Schluß des Schuljahres ist für Ostern übers Jahr auf Freitag, den 7. April 1916 festgesetzt. Der Schulschluß hat zu Ferienbeginn jedesmal mittags 12 Uhr zu erfolgen; eine frühere Stunde anzusetzen, ist den Schulleitern nur gestattet, wenn dringende Gründe vorliegen. **(Schwerter Turnverein.) In der letzten Generalversammlung wurde zunächst der Kassenbericht erstattet, und da alles in Ordnung befunden wurde, dem stellvertretenden Kassierer Turngenossen Rösener Entlastung erteilt. Als etwa nötig werdenden Vertreter für ihn wurde Durngenosse Baumeister gewählt. Sodann wurden aus dem Vereinsvermögen 50 Mk. für den Zweigverein Schwerte vom Roten Kreuz und 20 Mark für die Hinterbliebenen deutscher Turner bewilligt; außerdem wurde beschlossen, daß der Verein sich mit 200 Mk. an der Kriegsanleihe beteiligen sollte. Hennen, 15. März.(Jubilar der Arbeit.) Der Heizer Heinrich Dannenberg beging sein 25jähriges Dienstjublläum auf dem Dortmunder Wasserwerk. Es wurde ihm von dem Königlichen Baurat Reese eine silberne Uhr und ein Sparkassenbuch über 100 Mk. überreicht. Beschaffung von Fleischdauerware. Nachdem durch die Verordnung des Bundesrats vom 25. Januar d. J., betr. die Sicherstellung von Fleischvorräten den Gemeinden mit mehr als 5000 Einwohnern die Aufgabe zugefallen ist, in großem Maßstabe Schweine schlachten und zu Dauerware verarbeiten zu lassen, wendet sich jetzt die Königliche Staatsregierung mit einer ernsten Mahnung auch an die Gemeinden bis zu 5000 Einwohnern und fordert sie auf, entweder durch die Gemeinde selbst oder in den einzelnen Haushaltungen im weitest möglichen Umfange Schweine einschlachten und, soweit diese nicht als Frischfleisch auf dem Markt verwertet werden, durch Umwandlung in Dauerware(Einpöckeln, Einsalzen, Einräuchern) für die Zukunft sicher stellen zu lassen. Eine schleunige und weitgehende Verminderung der Schweinebestände ist zur Erhaltung der noch vorhandenen Kartoffelvorräte für die Volksernährung eine dringende Notwendigkeit geworden. Nicht vermeidbar ist, daß auch zahlreiche noch nicht schlachtreife Schweine von der Schlachtung getrofsen werden, denn eine Beschränkung lediglich auf vollausgemästete Tiere würde nicht die notwendigen Wirkungen erzielen. Die Regierung vertraut darauf, daß die ländliche Bevölkerung der Mahnung freiwillig in dem unbedingt erforderlichen Umfange nachkommen wird. Andernfalls würden sich Zwangsmaßnahmen ohne schwere Schädigung vaterländischer Interessen kaum länger vermeiden — Das Urteil gegen Thormann. tu Berlin, 16. März. Im Prozeß gegen den falschen Bürgermeister Thormann wurde gestern spät abends das Urteil gefällt. Der Staatsanwalt beantragte eine Gesamtstrafe von 8 Jahren Zuchthaus. Der Angeklagte brach bei Verlesung des Strafmaßes in die gemeinsten Schimpfereien gegen den Gerichtshof, gegen die Zeugen, gegen den Staatsanwalt und gegen seinen eigenen Verteidiger aus. Er erklärte alles für Schwindel und glatte Bestechung. Das Urteil lautete auf 10 Jahre Zuchthaus und 10 Jahre Ehrverlust. ausschlag. Pickel, Mitesser, Flechlen verschwinden meist sehr schnell. wenn man den Schaum von Zecker’s Patent-Medizinal-Seife, in drei Stärken à 50 Pf. 1.00 u. 1.50 Mk abends eintrocknen läßt. Schaum erst morgens abwaschen und mil ZuckoohCreme(Tube 50 und 75 Pf. 2c.) nachstreichen. Großartige Wirkung, von Tausenden bestätigt. Zu haben bei C. Trog, Max Hehlhose, Drogerien. Am Mitlwoch, 17. März er., vormittags 10 Uhr, werde ich im Pfandlokale, Wirtschaft Müller hierselbst 1 Schreibtisch, 1 Ledersopha, 1 Spiegel und 1 Lisch gegen bar versteigern. Morgenroth 1330 Gerichtsvollzieher. in den neuesten Fassons, auch fürstaruke Damen, in grosser# Auswahl vorrätig. Vorzüglicher Sitz. 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Kriegsschauplatz durch Granatsplitter mein lieber hoffnungsvoller Sohn, herzensguter Bruder und Neffe, Musketier und Freiwillige Airree-Pienten im Rheinischen Inf.-Reg. Nr. 161 im Alter von 28½ Jahren. In jiefer Trauer: Ww. Clemens Heinen Else geb. Baumeister Hildegard Heinen Marie Baumeister. Schwerte, den 15. Februar 1915. Von Beileidsbesuchen bitte Abstand zu nehmen. 1312 Heute nachmittag 5 Uhr entschlief sanft und gottergeben nach langem, mit grosser Geduld ertragenem Leiden unser innigstgeliebter Vater, Schwiegervater, Grossvater, Bruder, Schwager und Onkel, der Invalide Ladara Dewitz im vollendeten 65. Lebensjahr. Um stille Teilnahme bitten Die trauernden Hinierbliebenen. Schwerte, Frankreich, 14. März 1915. Die Beerdigung findet statt am Mittwoch, den 17. März, nachm. 4 Uhr vom Trauerhause, Osthellweg 43, aus.— Sollte jemand aus Versehen keine Anzeige erhalten haben, so diene diese als solche. empfehle 5647 in grosser Auswahl Damenblusen Kostümröcke Paletots Unterröcke Schürzen Handschuhe Kauhauscnohliarn Schwerte, Ostenstr. 20. Meiallbeiten Kataloostei Holzrahmenmatr., Kinderdetten Eisenmöbeljabrik. Suhl i. Th. Reichskrone. Sondervorführung Mittwocb, 17. März 4½ u. S¼ Wilhelm Die eiserne Zeit. „ Filw vam Weltbries Heute morgen 5 Uhr starb unerwartet urser liebes Söhnchen im Alter von 3 Monaten. Um stille Teilnahme bitten 1322 Dietr. Heckel nebst Frau. Schwerte, 15. März 1915. Die Beer digung flndet Donnerstag, den 18. März, morgens 10½ Uhr vom Trauerhause, Regenbogenstr. 6, aus statt. Der grosse PiIm vom Weitbrien 1317 In 5 Abteilungen(Vorführungsdauer ca. 2 Stunden) Der Riesenfllm, einzig in seiner Art, wird erläutert durch den Reise-Schriftsteller W. Kunde, Düsseldorf. Für die uns erwiesene herzliche Teilnahme beim Hinscheiden unseres lieben Verstorbenen sprechen wir allen Freunden „ und Bekannten unsern innigsten Dank aus. Schwerte, den 16. März 1915. Fraderkaften für Kriegsgefallene empfiehlt Buchhandlung CARL BRAUC Schwerte(Ruhr), Grosse Marktstrasse 3—5. 1. Teil: [Vor dem Sturm. 2. Teil: Das Attentat von Sarajewo und seine Folgen. 3. Teil: Die Eroberung von Belgien, Flandern und Brabant. Maschinengewehre im Kampf. Die Bezwingung von Antwerpen. Brennende Petroleumtanks. 4. Teil: An der Nordseeküste. Unsere Flotte. Minensprengung. An de: Schlachtfront. Infanterie- u. Artilleriekämpfe. Schwere Geschütze und das Krepieren der Granaten. 5. Teil: Der heilige Krieg in der Türkei, Marokko und Aegypten. Niederlage der Franzosen bei Taga. Der Kampf um den Suezkanal. Das indische Rätsel. 1321 Familie Hirte Familie Jonas. Städtischer Viehhof, den 15. März 1915 Zu dem heutigen Schlachtviehmarkt waren aufgetrieben, 671 Stück Großvieh, 521 Kälber, 43 Schafe, 2525 Original= Vordeaux= eu garanniert rein, pro Flasche aus d. Haus 1.10 Mk., im Auschank per Glas 20 Pfg. " Prima Cognac, Reines Weindestilat, pro Fl. 10.— und 8 Mk. empfiehlt Ochsen 8 S 8 S 8 8 1 Gasthof zur Helle, Telefon 251. ech. Bullen: 50—53 87- 92 42—45 80—85 52—55 93—90 1. Rinder. a)vollfleischige, ausgemästete höchsten Schlachtwertes, die noch nicht gezogen haben(ungesocht) b) vollfleischige, ausgemästete, im Alter von 4—7 Jahren c) junge, fleischige, nicht ausgemästete und ältere ausgemästete... d) mäßig genährte junge, gut genährte ällere a) vollfleischige, ausgewachs. höchsten Schlachtwertes b)vollfleischige, jüngere c) mäßig genährte junge und gut genährte ältere. 34—37 71—77 Färsen u. a) vollfleischige, ausgemästete FärKühe: sen höchsten Schlachtwertes.. b vollfleischige ausgemästete Kühe höchsten Schlachtwertes bis zu 7 Jahren 50- 51 93—98 c) ltere, ausgemästete Kühe und wenig gut entwickelte jüngere Kühe und Färsen..... 42—47 81—91 d) mäßig genährte Kühe u. Färsen 32—27 72—8e) gering genährte Kühe u. Färsen 25—29 00—71 Gering genährtes Jungvieh(Fresser)— Gerinp o“ g. Kälber a) Doppelender, feinste Mast d) seinste Mastkälber. c) mittlere Mast= und beste Saugkälder..... d)geringe Mast= und gute Saugkälder...... e)geringe Saugkulder 3. Schose.. Stallmast= a) Mastlämmer und jungere MastPose: H)ältere Masthammel, geringere Mastlämmer und gut genährte sunge Schafe c)mäßig genährte Hammel und Schafe(Merzschafe) Weide= a) Mastlämmer ase: b) geringe Lämmer und 4. Schweine u, 160 a) Fettschweine, uber 150 kg. 8 Jentner Lebendgewicht— b) vollfleischige Schweine von 120—150 kg(240—300 Psd.) Lebendgewicht...... 88—92 110-113 c) vollfleischige Schweine von 100—120 kg(200-240 Pf.) 88—g 110.113 Lebendgewih:„pzing.-...... d) vollfleischige Schweine von Lebendgewicht...... 84—92 105-115 empflehlt fortwährend 80 ks(160 pse) Sebendgepigt, g6-X; H6g 19S HI. Wiecken, Schubbt au. Biennende Perroieumtanns. Das Maisenr. Unter grossen Opfern und Schwierigkeiten zusammengestellt, ist dieser neue gigantis Fllm von höchstem weltgeschichtlichem Interesse und durch die ergarnengen#der schehnisse von gewaltiger Wirkung.— Keine steher den, sondern jebende Bilder. Kommissar des Herrn Regierungs=Präsidenten in Arnsberg mache ich hierdurch bekannt, daß die Aeußerungen für oder gegen die Einrichtung einer Zwangsinnung für das Schneiderhandwerk im Bezirke der Stadt Schwerte schriftlich bis zum 27. März 1915 oder mündlich in der Zeit vom 17. bis 27. o. m. bei mir 9 Die Abgabe der mündlichen Aeußerung kann während des angegebenen Zeitraums werktäglich von 8½ bis 12½ H v. 4 Uhr vormittags in den Diensträumen des neuen RatCart Aouuy, Iv IZe sandger, Haduch als Handngikg, wäihe in Bezirke der Stadt Schwerte das Schneiverhansweit detreiben(und der Regel nach Gesellen und Lehrlinge halten), zur Abgabe ihrer Aeußerung mit dem Bemerken auf, daß nur solche Erklärungen, welche erkennen lassen, eg: Cunt..n sob der Erklärende der Errichtung der Zwangsinnung —! W919HITHASH(zustimmt oder nicht, gültig sind und daß nach Ablauf PSremrnden des obigen Zeitpunkts eingehende Aeußerungen unberückAbgabe einer Außerung ist auch für diejenigen Handwerker erforderlich, welche den Antrag auf Etrichtung einer Zwangsinnung gestellt haben. Schwerte, den 11. März 1915. 1311 Der Bürgermeister: Rohrmann. fertigt schnell und billig an Buchdruckerei Carl Braus Schwerte(Ruhr) Große Marktstr. 3—5 Gemäß§ 65 des Kommunalabgabengesetzes vom 14. Juli 1893 wird hiermit bekannt gemacht, daß für das Zcchrungsjahr 1915 zur Deckung des Gemeindesehlbetrages als Gemendeteuer folgende Zuschläge erhoben werden: 60—63 96—100 54—58 88—95 47—50 80—8" hat abzugeben 1318 Dickerhoff, Lichtendorf. 5 junge stal. un—4 Taltar n mit Hahn, auch Fuller zu verkaufen 1315 Theodorstraße 38. 0 Wochen=Feiner hat abzugeben 1257 Fr. Wortmann Lichtendorf. unter Belastung der Frische große Heringe 5 pnd. 65 Pfg. 10 Pfd. 128 Pfg. Bückinge Praißering Hering in Gelee S empfiehlt billigst mastschaft. 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Favorit Schnittmuster Alleinverkauf für Schwerte Kaufhaus Otto Marz Ostenstraße 30. 1833 *** ** S 26 9 S 99 8 s 60 27— 97 55 S S 2 . SC E *• 9 E• 5 8 50— 9 5 #SE. * ∆:3 5 S Sse S 3 17•2 ••** 8 □ se 70 03 S 2* 8 U8 S □ 00 60 c0 29 99 S □ 0* □ S S U"• S 5 90 S 9 2= 90 s K S§ 0 0 G S E E 0 c 1— 0 recigiert von Lotte Senntag. Gesang. Gesang ist eine edle Kunst, Die schönste wohl auf Erden, Sie schafft uns Freude jederzeit, Wo wir sie hören werden. Und wo ein frohes Lied erklingt Bei Jungen oder Alten, Da wird auch stets ein guter Geist Bei solchen Sängern walten. Gesang ist auch dem Vater lieb, Der in dem Himmel thronet, Er weiß, daß in des Sängers Herz Kein böses Laster wohnet. Drum lehrt' er auch die Vögelein Zu singen ihm zum Preise, Durch Feld und Wald und Wiese tönt Gar manche süße Weise. So singt auch ihr recht frisch und hell Am Abend und am Morgen, Laßt froh ertönen euer Lied, Werft hinter euch die Sorgen! „ Aus Bismarcks Jugend. In seinen Schülertagen war Bismarck ein großer Freund vom Lesen, und gar manchmal schalt der Vater, wenn Otto, anstatt einen schönen Nachmittag im Freien zu genießen, in irgendeinem Winkel über den Büchern hockte. So geschah es auch einmal an einem Nachmittag, daß der Rittmeister von Bismarck, der damals sein Gut Kniephof bewohnte, von einem Ritt zurückkehrte und im Garten unter der alten Eiche seine Frau, seinen Aeltesten, den fünfzehnjährigen Bernhard, und die kleine Malwine fand. Otto aber war nicht zu sehen. „Gewiß schmökert er wieder,“ meinte der Vater, und ging, ihn zu suchen. Richtig fand er den Jungen in seinem Zimmer, eifrig über ein Geschichtsbuch gebückt. Er war so vertieft, daß er den Vater gar nicht hereinkommen hörte, und erst als dieser ihn auf die Schulter klopfte, blickte er mit roten Wangen und leuchtenden Augen von seinem Buche auf. „Aber Otto,“ sagte der Rittmeister,„wie kannst du dich bei dem schönen Wetter hier in der Stube vergraben!“ „Ach, Vater,“ rief der Knabe,„ich las eben von Deutschlands Befreiung vom Franzosenjoch. Welch eine herrliche, große Zeit muß das gewesen sein! Hätte ich damals gelebt, ich wäre sicher auch beim Schillschen Korps eingetreten! Eben habe ich von der Schlacht bei Leipzig gelesen. Wie wunderbar hat doch Gott unserem Volke beigestanden!“ Der Vater suchte den erregten Knaben zu beruhigen. „Ja, mein Sohn,“ entgegnete er,„es war eine große Zeit! Aber nun geh noch ein wenig in den Garten zu der Rutter und den Geschwistern!“. 945 Doch das war für Ottos Tatendrang zu wenig.„Tup mich mit Heu einfahren gehen!“ rief er, und lächelnd nickte der Vater Gewährung. Als am Abend der erste Heuwagen einfuhr, stand Otto mit einem mächtigen Blumenkranz oben auf der Ladung und sang mit den Mägden um die Wette. Aber kaum hatte er sein Abendbrot verzehrt, da saß er schon wieder über seinem Geschichtsbuch und las weiter, wo er am Nachmittag aufgehört hatte. Die Mutter, die befürchtete, der Vater werde schelten, schlich ihm nach und legte leise die Hand auf das offene Buch. Da schaute er zu ihr auf, und Tränen glänzten in seinen Augen. „Ach Mutter,“ rief er,„herzliebste Mutter, wenn ich doch auch einmal ein großer Mann werden dürfte! Warum konnte ich nicht auch in jener herrlichen Zeit leben? Denke nur, Mutter, was die Deutschen damals geleistet haben! Das Joch der Franzosenherrschaft haben sie abgeschüttelt und den frechen Räuber Napoleon aus dem Lande gejagt! Ach, könnte ich doch auch für die Freiheit des Vaterlandes kämpfen wie Schill oder wie Körner! Mutter, ist der„Aufruf an mein Volk' nicht wundervoll? Ach, wer so was erleben Gunter Die Mutter schloß ihn in die Arme und redere iym zu, sich nicht so aufzuregen. Es könne ja nicht jeder ein Held oder ein Dichter sein. Sie ahnte ja nicht, welche Rolle Otto von Bismarck in der Geschichte seines Vaterlandes spielen sollte, und wie er dazu bestimmt war, Deutschlands Einheit und Größe zu schaffen. Und sie hat es auch nicht mehr erlebt. Rätsel. 1. Die Eins ein kleines Vorwort ist, I ine böse Krankheit ist die Zwei, Und bricht das Ganze einmal aus, Wünscht man, ach, wär's doch bald vorbei! 2. Einen alten Gesetzgeber nennt das Wort, Doch nimmst du dann den Fuß ihm fort, So hörst du's im Konzertsaal viel Und häufig auch beim Kartenspiel. * Rechenaufgaben. 1. Zwei Kaufleute kaufen gleiche Ware zu gleichen Preisen. A. verkauft sie für 120 Mark, B. für 100 Mark und verdient dreimal soviel, wie der andere verliert. Zu welchem Preis hatten sie die Ware eingekauft? 2. Zwei Sorten Wein, das Liter zu 2,50 Mark und 1,50 Mark, sollen im Verhältnis von 3:5 gemischt werden. Wieviel Liter von jeder Sorte kommen auf 1 Hektoliter, und wieviel kostet das Hektoliter? Die Auflösung folgt in der nächsten„Kinderlaube". * Auflösungen der Rätsel aus der vorigen„Kinderlaube“: Zahlenrätsel. Vaterhaus, Auster, Theater, Eva, Raute, Hase, Aarhus, Uhr, Save. 141 Unterhaltungs=Beilage zu Nr. 63. Dienstag, 16. März 1915. In Slentenerand. ginal-Kriegeroman aus ernster Zeit von Rudolf Zollinger. (40. Fortsetzung.)(Nachdruck verboten. Alle Rechte vorbehalten.) enn (GE: man eine Möglichkeit hätte, den Unsrigen ein Zeichen zu geben!" seufzte der Oberleutnant.„Aber wir sitzen in der Mausefalle, und ich fürchte, mein lieber Raven, nun ist es wirklich auch für Sie zu spät geworden.“ „Darf ich mir erlauben, Ihnen einen Vorschlag zu machen, Herr Oberleutnant?“ „Ich hoffe, daß es einer ist, den ich Ihnen nicht übelnehmen muß.".„ „Wenn wir uns diesen Artiueristen ergaben— es müßte dann doch für Ihre Wunde gesorgt werden. Und das scheint mir jetzt doch das wichtigste; denn ich fürchte. Sie haben sehr zu leiden.“ „Nicht halb soviel, wie ich als Gefangener leiden würde. Ich hindere Sie nicht, um Pardon zu bitten; mich aber wird kein Feind lebendig in die Hände be„Dann bitte ich gehorsamst, meine Worte als ungesprochen ansehen zu wollen! Aber ein Glück, daß wir nicht waffenlos sind! Vielleicht bietet sich nach Tagesanbruch doch eine Gelegenheit, denen da vorne einen kleinen Streich zu spielen.“,„.m Gusc in Der Graf antwortete nicht mehr. Auem Anschemn nach hatte er das Bewußtsein verloren. Da die Kälte der Nacht immer empfindlicher wurde, drückte sich Raven so nahe als möglich an den Oberleutnant heran, um ihm etwas von seiner Körperwärme mitzuteilen. An Schlaf aber war selbstverständlich nicht mehr zu denken. Und er sühlte auch gar keine Müdigkeit; ja, selbst die Schmerzen schienen sich gemindert zu haben, seitdem das Einrücken der feindlichen Batterie in den Wald alle seine Gedanken beschättigte. Der Aufstellungsort der Geschütze mußte sich in so großer Nähe ihres Schlupfwinkels befinden, daß er deutlich die Stimmen der Offiziere und Soldaten vernehmen konnte, die eifrig arbeiteten, um sich die nötige Deckung gegen die Beobachtung von seiten des Gegners „In der Morgenfrühe wird der Tanz losgehen,“ dachte Raven.„Und wenn die Unfrigen den Standort der Batterie auskundschaften, haben wir die schönsten Aussichten, hier in unserm Loche Bekanntschaft mit deutschen Granaten zu machen. Aver wenn sie die französischen Kanonen zusammenschießen, so mag es in Gottes Namen darum sein. Der arme Kamerad wird darüber ja schwerlich anders denken als ich.“ In unendlicher qualvoller Langsamkeit schlichen die Stunden der Nacht dahin. Nie in seinem Leben hatte Hugo von Raven den Anbruch eines neuen Tages heißer und inbrünstiger ersehnt, obwohl ja alle Wayrscheinlichkeit da ür sprach, daß dieser Tag für ihn der letzte sein würde. Aber dies untätige Ausharren in dem Erdloch, diese entsetzliche Ohnmacht, dem Verwundeten an seiner Seite, der jetzt in matten und abgerissenen Worten zu phantasieren anfing, auch nur die kleinste Linderung seiner Leiden zu verschaffen, sie dünkten ihm hundertmal schlimmer als der Tod. Wie eine Erlösung begrüßte er den ersten fahlen Schimmer, der durch die Lücke im Strauchwerk in ihr dumpfig feuchtes Gefängnis fiel, und der ihm gestattete, das Gesicht seines Schicksalsgenossen zu unterscheiden. Er sah, daß es aschfahl geworden war, und daß tiefe, dunkle Schatten unter seinen geschlossenen Augen lagen. Es war innerhalb weniger Stunden zu einem hageren, verfallenen Greisenantlitz geworden, und wie ein Erschauern ging es durch Hugo von Ravens Seele. Noch einmal trat die Versuchung an ihn heran, aus der Grube zu steigen und sich den Franzosen zu überliefern, damit dem Schwerverwundeten Beistand werde oder wenigstens Erleichterung für seine letzten Stunden. Aber dann dachte er daran, daß der Oberleutnant, wenn er noch einmal zum Bewußtsein kam, ihm wahrlich wenig Dank wissen würde für solchen Liebesdienst, und er wies die Versuchung endgultig von Draußen war es bereits lebendig geworden. Die Bedienungsmannschaften der Batterie, die allem Anschein nach ein paar Stunden im Walde geruht hatten, traten auf ihre Posten, und aus der Höhe, wahrscheinlich von den als Beobachtungsstand ausersehenen Baumwipfeln herab, kamen weithin vernehmliche Befehle. Nur wenige Minuten noch, dann dröhnte der erste dumpfe Knall durch die Morgenstille des erwachenden Tages. Und in rascher Folge ließen auch die übrigen Geschütze ihr erschütterndes Gebrüll verAber den Oberleutnant weckte der unfreundliche Frühgruß nicht zum Bewußtsein der Wirklichkeit. Er schlug wohl die Augen auf, in denen die Glut des Wundsiebers brannte, aber er erkannte weder seinen Gefährten, noch hatte er eine Vorstellung von seiner Lage oder von dem, was zu befürchten stand. Ja, seine Seele schien im Gegenteil von allerlei lieblichen Vorstellungen umgaukelt, denn um die schmalen, bleichen Lippen, über die immer wieder derselbe weibliche Name kam, huschte es zuweilen wie ein zufriedenes Lächeln. 40 11 1 905 1 S SEMSES GTGAUES“ SSPMa-gzggg S SB.EHEES S P SSERER 85•“ 2 PWEROE (SAE OS)g SSFS S• SOT OSNOSSTDEEGEESSSGLS SAESS. GmDESOggLOESS SSS. S.0 S SMEGEGE SDE S#TEa S SBSLFSDEEG TDDSSTTTS SD STES"SS S ER OSE SSRGS! G E 2.• * P SES..S2 E S O S 2857—.— S=•gES *.— E T. SBSSS SSRE * TWFCE,SERDSTE □ S a.6 0 **, „GOUFESS E #. SAz S#PSEDES F SEgRE STNDTEMFSPGDTTNE So S#9gH SBTTEPSETEES S. S. SpSppgggs agng S• EGE ES S S5#11 Som S 8. ".•5 □ 6 S:—S Tyn en B 9 SS GGrs # G S SWSse 2 * D S# 7 7 S S G S DIE.• D. L„CSEDmDES S:üEg * S• S GET OMgETSS SSGOgE EETSE STTEMETDUTE □# .— . 2• BAgg S S GagSag. STe S#TS S S 9 3.5 5 SERSETESPOR, S TOSRGG. A T B E E N T G N E G PPMET GESERT ESETEN0 E:S„SP TOG“ 8 #-SPSN „ GofsGTSpi FoGEs. 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