5 05 De Shmren Zeiuurr nicen dalch außer Fetertags. Bezugspreis M. 1.80 oierteljährlich, bei der Post für Bestellgeld 42 Pfg. mehr. Wöchentl. Gratisbeilage:„Illustrierter Famillenfreund“ u. tägl. Unterhaltungsblatt. Anzeigenpreis: Die siebengespaltene Pettlzeile oder deren Raum 10 Pfg., Anzeigen von auswärts 15 Pfg., Reklamezeile 40 Pfo. Jede Rabalt gilt als Kassarabakt u. erlischt bei Konaursen. Zwangsvergleichen. gerichtl. Klagen u. Nichtbeachtung d. gemacht. Zahlungsbedingung. Amtliches Kreisblatt Westhofener Zeitung Langscheder Zeitung Schwerter Volksblatt Verbunden mit: für den kreis börde Holzwickeder Zeitung Aplerbecker Zeitung Schwerter Volkszeltung Schwerter Tageblatt S Schwerter Anzeiger Grites und älteltes Cagesorgan des Kreiles c General-Anzeiger für den Kreis Börde o Haupt-Annoncenblaft Bus dute, und Achalmntgüichn Nurrd. nungen für den Kreis Hörde erlangen gemaß Bekanntmachung der Königlichen Regierung durch Veröffentlichung in der„Schwerter Zettung" rechtsverbindliche Kraft.— Die „Schwerter Zeitung“ gewährt ihren Abonnen. ten für jeden mit Tod endenden Unfall genehihren Sr. 300 Mk. Unfall. dingungen Druck u. Verlag o. Carl Braus. Schwerte=Ruhr Druck u. Verlag o. Carl Braus. Schu Porstotd.- Stion-Uite Rhasstent ch, Nr. 44. Montag, den 22. Februar 1915. 47. Jahrgang. Die ersten Opfer. Englischer Militärkransport= dampfer versenkt. wlb. Hamburg, 20. Febr.(Nichtamtlich) Die„Hamburger Nachrichten“ melden aus Stockholm: Ein erglischer Militärkransport von 2000 Mann ist mitsamt dem Teansporkdampfer im englischen Kanal versenkt worden.„Götheborg Aftenbladet“, das diese Meldung erhielt, verbürgt sich für die Zuverlässigkeit der Quelle. Von einer sehr glaubwürdigen Stockholmer Seite, die über die Schiffahrtsvorgänge im Kanal gut unterrichtet ist, erhielt der Korrespondent der „B. 3.“ die bestimmte Bestätigung, daß der betreffende englische Transportdampfer infolge Auf' laufens auf eine Mine oder wahrscheinlicher durch einen deutschen Torpedoschuß im Kanal versenkt wurde. Jedenfalls steht crißer Zweifel, daß der Dampfer mit 2000 Mann englischer Truppen versenkt worden ist. Die amtlichen Feutschen Berichte. Weiterer englischer Dampfer versenkt. wtb Liverpool, 21. Febr. Der Dampfer„Cambank“, der sich auf der Fahrt von Cardiff nach Liverpool besand, wurde auf der Höhe der Insel Anglesea von einem deutschen Unterseeboot ohne Warfrung torpediert. Drei Mann der Besatzung wurden dabei getötet, zwei Mann, die über Bord sprangen, ertranken. Die übrige Besatzung wurde gerettet. 17 englische Dampferlinien stellten den Betrieb ein. tu Gens, 22. Nov. Nach Blättermeldungen aus London stellten bis zum 20. Februar entgegen der Aufforderung der Regierung 17 englische Dampferlinien den gesamten Betrieb ein. Die Wirkungen des U. Krieges. wtb Esbjerg, 22. Febr. Auf dem norwegischen Dampfer„Pöstad“ entstand eine Meuterei, als das Schiff abgehen sollte. Die Vereinigte Dampfschiffsgesellschaft konnte gestern fünf Schiffe infolge Weigerung der Mannschaft nicht nach England abgehen lassen. Sie rief die Polizei an und die Mannschaft wurde polizeilich befragt, warum sie nicht fahren wolle. Sie antwortete, sie wage es nicht wegen der Blockadegefahr. Die Verhandtungen„führten z1 keinem Ergebnis. Es glückte der Gesellschuft auch nicht, neue Mannschaften zu erhalten. Federikshaven erklärten auf dem der gleichen Gesellschaft gehörenden Dampfer„Knutenborg“, die Feuerleute, daß sie auch gegen noch so hohe Bezahlung nicht fahren würden. Die Polizei konnte nichts cusrichten. Das Schiff mußte gleichfalls liegen bleiben.„ 1486114 tu San Remo, 22. Februar. Der italienische Dampfer„Francesca“ war geschartert, um Ware von Lissabon nach Cardiff zu bringen und Kohlen von diesem Hafen nach Italien. Seine Abfahrt von Neapel konnte aber nicht stattfinden, da die Mannschaft sich weigerte, in den englischen Küstengewässern Dienst zu tun, seitdem diese vom 18. Februar ab von Deutschland als Kriegszone erklärt worden sind. Es kann keinem Zweifel unterliegen, daß die Mannschaften anderer Dampser das Peispiel nachahmen werden. Großes Hauplquartier, 20. Februar 1915. Westlicher Kriegsschauplatz. In der Champagne nördlich Perthes und nördlich Lesmenils griffen die Franzosen gestern mit sehr starken Kräften an. Alle Versuche des Gegners, unsere Linien zu durchbrechen, scheiterten. An einigen Stellen gelang es ihm, in unsere vordersten Gräben einzudringen. Dort wird noch gekämpft. Im übrigen wurde der Gegner unter schweren Verlusten zurückgeworfen. Auch nördlich Verdun wurde ein französischer Angriff abgeschlagen. Bei Combres machten die Franzosen nach heftiger Artillerie=Vorbereitung erneute Vorstöße; der Kampf ist noch im Gange. In den Vogesen nahmen wir die feindliche Hauptstellung auf den Höhen östlich von Sulzern in einer Breite von zwei Kilometern sowie den Reichsackerkopf westlich von Münster im Sturm. Um die Höhen nördlich Mühlbach wird noch gekämpft. Metzeral und Sondernach wurden nach heftigem Kampf von uns besetzt. Oestlicher Kriegsschauplatz. In der Gegend nordwestlich Grodno und nördlich Suchawola ist keine wesentliche Aendedung eingzetreten: Südöstlich Kolno ist der Feind in die Vorstellung von Lomza zurückgeworfen. Südlich Myszyniec und nordöstlich Prasz= von Tauroggen. nysz(östlich Ricionz) fanden Kämpfe örtlicher Bedeutung statt. Südlich der Weichsel nichts neues. Großes Haupiquartier, 21. Febr. Westlicher Kriegsschauplatz. Bi Nieuport lief ein feindliches Schiff, anscheinend ein Minensuchschiff, auf eine Mine und sank. Feindliche Torpedoboote verschwanden, als sie beschossen wurden. An der Straße Cheluvelt=Ypern sowie am Kanal südwestlich Ypern nahmen wir je einen Schützengraben. Einige Gefangene wurden gemacht. In der Champagne heirschte gestern nach den schweren Kämpfen der vergangenen Tage verhältnismäßig Ruhe. Bei Combres wurden 3 mit starken Kräften und großer Hartnäckigkeit geführte französische Angriffe unter schweren feindlichen Verlusten abgeschlagen. Wir machten 2 Offiziere und 125 Franzosen zu Gefangenen. In den Vogesen schritt unser Angriff weiter vorwärts. In der Gegend südwestlich Sulzern nahmen wir Hohradberg, die Höhe bei Hohrad und die Gehöfte Bretzel und Wiedenthal. Oestlicher Kriegsschauplatz. Auch gestern ist in der Gegend nordwestlich Grodno keine wesentliche Veränderung eingetreten. Nördlich Ossowicz(südwestlich Kolno) auf der Front zwischen Prasznysz und der Weichsel(östlich Plock) nehmen die Kämpfe ihren Fortgang. In Polen südlich der Weichsel nichts neues. Die österreichischen Berichte. wtb Wien, 21. Febr. Nichtamtlich.) Amtlich wird verlautbart vom 20. Februar mittags: Russisch=Polen hielt auch gestern verstärktes Geschütz= und Gewehrfeuer an. Um die von uns eroberten russischen Vorstellungen im Raume südlich Tarnow und am Dunajec entwickelten sich heftigere Kämpfe. Gegenangriffe des Feindes wurden mehrmals blutig zurückgeschlagen. An der Karpathenfront ist die allgemeine Situation bis in die Gegend von Wyszkow unverändert. Es wird nahezu überall gekämpft. In Süostgalizien konnte der Feind seine starken Stellungen nördlich Nadworna nicht behaupten. Dem letzten Entscheidungsangriff ausweichend, zog er in der Richtung Stanislau ab, verfolgt von unserer Kavallerie. wtb Wien, 22. Febr.(Nichtamtlich.) Amtlich wird verlautbart vom 21. Februar: Die Situation in Polen und Westgalizien ist im allgemeinen unverändert. Der gestrige Tag ist ruhig verlaufen. In den Kämpfen an der Karpathenfront, vom Dukla bis Wyschkow, wurden wieder mehrere russische Angriffe unter schweren Verlusten des Gegners zurückgeschlagen, der hierbei an 750 Mann an Gefangenen verlor. Die Operationen südlich des Dujester schreiten weiter fort. In der Bukowina herrscht Ruhe. Der Stellvertreter des Chefs des Generalstabes: von Höfer, Feldmarschall=Leutnant. Ein Flecken nur, eine Meile von der preußischen Grenze, taktisch und strategisch ohne Bedeutung. Aber der Name erzählt uns zugleich von verklungener, großer Zeit, und ruft es uns in das Ohr, daß jetzt, wo auch an der äußersten Spitze Ostpreußens der Kosak sein Nößlein ostwärts wenden mußte, kein feindlicher Fuß mehr deutschen Boden zertritt. Tauroggen! Wenig mehr als hundert Jahre vergingen, seitdem dort in der einsamen Mühle### von Poscherun der eiserne York den schwersten Konflikt siegreich löste, in den, solange die Zeiten wandern, jemals ein preußischer Offizier gestürzt worden ist. Als dort General York zum Rebellen wurde gegen den strengen Geist altpreußischer Manneszucht, als er alle Sorge der Gegenwark und alle Verantwortung für die Zukunft auf seine### Seele nahm, da schuf er die entscheidende Wandlung des historischen Lebens, und während ihm der### Tod auf dem Sandhaufen drohte, weil er dem un# erbittlichen Gesetz des Krieges den Gehorsam versagte, hat er seinen König, hat er Deutschland gerettet.„Jetzt oder nie ist der Moment, Freiheit, Unabhängigkeit und Größe wiederzuerlangen. In dem Ausspruch Ew. Majestät liegt das Schicksal der Welt“— so schrieb York an Friederich Wilhelm. Und das Bündnis mit Rußland wurde zur Tat, die Grenzen Ostpreußens wurden geöffnet, das Volk erhob sich. Damals mit Rußland gegen Frankreich. Da begrüßte man den Kosaken als Befreier, jubelnd nahm man ihn auf, und wo er erschien, da erwachte neuer froher Glaube an die Zukunft. Heute tönt wieder der Name Tauroggen in unser Ohr— welch anderer Klang! Hinter dem Kosaken stürmt Ostpreußens Landsturm her, gellt das Geschrei eines mißhandelten Volkes. Und der Weg füllt sich mit Russenleichen, die der deutsche Zorn füllte, und in der dichten, weiten, eisigen, weißen Decke erstarren die Glieder der Wunden, in ihren glitzernden Falten birgt sich der Tod. Ausgelöscht die Vergangenheit, weil Nußland sie löschte, als dieses Land alle Dienste während des Krimtrieges, alle Dienste der Türkenzeit und des Kampses gegen Japan vergaß und sich mit dem Westen zu unserer Vernichtung verband. Und ausgelöscht soll jene Vergangenheit, die bisher uns Tauroggens Name lebendig hielt, für dauernde Zeit bleiben. Denn das Grauen, das russische Wiltheit nach Ostpreußen trug, wird nicht vergessen werden, und wo es dennoch geschieht, dort werden sich die elenden, gemißhandelten, geschändeten Gestalten der Armen erheben, die den Schlächtern des Zaren zum Opfen fielen. Es gibt auch einen rächenden Gott! iu ab, verfolgt von unse Die Neutralität Italiens gesichert! e wehe sechnet Dob 86 Die Tatsache dürfen wir als das ersreuliche Ergebnis der Verhandlungen buchen, mit denen die italienische Deputiertenkammen ihre Tagung einleitete, die bis auf weiteres der Etatsberatung gilt. Wenn der Ministerpräsident Salandra einem Interpellanten aber erwiderte, er könne dessen Anfrage über die Kriegsgründe erst nach 6 Monaten beantworten, so kann man aus dieser Erklärung vielleicht herauslesen, daß der leitende italienische Minister auf eine längere als sechomonatige Kriegsdauer nicht mehr rechner. Baß Italien beim Friedensschluß seine Rechnung präsentieren wird, ist bekannt und gerechtfertigt. Die Kriegsheyer Italiens sind, wie die erdrückende Negierungsmehrheit in der Kammer zeigte, dünn gesät und trotz lauten Geschreies ohne politischen Einfluß. Der frühere Ministerpräsident Giolitti erwiderte einem Interventionisten, der ihm„Es lebe der Krieg!“ zurief,„Armer Dummkopf!“ Damit ist die Lage gekennzeichnet. Und nun klingt es herüber vom Westen. Spähend schauen dorthin und hoffend die Augen der Russen, ob nicht die neue Offensive der Joffre und French ihnen Erleichterung, Erlösung bringt. Vergebens! Bei Arras und Lille und in der Champagne stürmten Franzosen und Briten gegen die Stellung der Deutschen, bei Boureuilles=Vauquois wollen sie dem spröden Boden Lorbeer entreißen, bei Verdun versuchen sie die eiserne Klammer zu brechen, in den Vogesen ringen sie mit dem verhaßten Gegner— nirgend blüht ihnen der Sieg, und immer nur neue Wunden tragen sie als Gewinn in das Lager zurück. Es ist, als ob die innere Gemeinschaft mit den Russen auch im äußeren Schicksal bezeugt werden soll: Dort, hinter Tauroggen, bei Grodno, bei Nacionz, bei Bolimo und Vorzymow, bei Kolomea und Czernowitz und am Duklapaß wird auch um Frankreichs Zukunft, bei Arras und Lille und in der Champagne, bei Verdun und in den Vogesen auch um Rußlands Schicktel geungen. Deschmedet vomn Brat! Jeder spare, so gut er kann. Das preußische Abgeordnetenhaus hält am heutigen Montag wieder eine Sitzung ab, um den Etat in zweiter Lesung zu erledigen. Die Absicht, diese Sitzung schon vor acht Tagen abzuhalten, war daran gescheitert, daß die wichtigen Kommissionsberatungen mehr Zeit in Anspruch nahmen, als die Geschäftsleitung vorausgesetzt hatte. Es sind in diesen Ausschußberatungen, denen Mitglieder sämtlicher Parteien beiwohnten, dafür aber auch alle einschlägigen Fragen auf das sorgsamste erörtert worden, und was mehr ist, über alle wurde ein volles Einvernehmen erzielt. Das gilt ebenso für die Fragen der Strecung unserer Lebensmittel, der Höchstpreise, der Unterstützung Ostpraußens wie für die der Zensur, der Erörterung der Friedensbedingungen usw. An der einmütigen Annahme und Verabschiedung des Etats durch die zweite preußische Kammer ist nicht zu zweifeln. an China. bb Kopenhagen, 20. Febr. Einem Berichte aus Petersburg zufolge meldet die„Nowoje Wremja“ aus Tokio: Unter dem Vorsitz des Mikados hat ein japanischer Ministerrat stattgesunden, in dem die Ueberreichung eines Ultimatums an China beschlossen wurde. bb Mailand, 20. Febr. Die„Sera“ meldet aus Peking: Die japanischen Staatsangehörigen verlassen in aller Eile Peking und China. Auf Schantung haben die Japaner mit dem Bau zweier strategischer Bahnen begonnen, ohne die chinesischen Behörden um die Konzession ersucht zu haben. Aus Säul und Port Arthur sind infolge der Kriegsvorbereitungen alle Ausländer durch die japanischen Regierungsbehörden ausgewiesen worden. Der chinesisch=japanische Kouflikt. wtb Petersburg, 22. Februar.(Nichtamtlich.) „Rjetsch“, schreibt über den chinesisch=japanischen Konflikt:„Das, was man für eine Zeitungsente hätte halten können, hat sich als eine Tatsache herausgestellt. Das neue Programm, das in der Erklärung der Tokioer Regierung enthalten ist, verwandelt die politische Unabhängigkeit Chinas in eine Fiktion. Wichtiger ist, daß die Vereinigten Staaten von Amerika die Monopolisierung des chinesischen Marktes nicht zulassen. Wenn die japanische Regierung trotzdem fest entschlossen ist, die Verwirklichung ihrer Forderungen durchzusetzen, so ist sie offenkundig bereit, es auf einen Konflikt mit den Vereinigten Staaten ankommen zu lassen, der in beträchtlichem Grade die Weltkatastrophe kompliziert. bitterste auch die Wohnungskrise wirkt nieWan Der Krieg Bedenkliche Eine neue Lage der Verbündeten bei Ypern. bb Berlin, 22. Febr. Der„Lokalanzeiger“ meldet aus Genf: In der Wochenübersicht des französischen Generalissimug werden die deutschen Fortschritte in den Argonnen zugegeben. Nach Privatnachrichten aus London soll die Lage der Verbündeten bei Ypern sehr bedenklich sein. Französische Blutarbeit an den eigenen Landsleuten. Nun ist es anders. Nun braust der Krieg über das Land, in dem im Frieden Sirenen Tausende und Tausende Männer zur Arbeit riefen. Die Arbeiterkolonien sind von Männern verlassen, und die vielen Hunderte von roten Arbeiterhäuschen, die wie Paradiesgärten mitten im schwarzen Gebiet zerstreut sind, sind nur noch von Frauen uund Kindern bewohnt, soweit nicht der Kriegsgott auch hier seine Opfer forderte. Denn viele dieser Ortschaften— ich greife z. B. das schmucke Arbeiterdorf L. heraus— liegen unter dem Feuer der französischen Geschütze. Gibt es eine größere Tragik als die, daß französische Kanoniere systematisch die Kolonien in Asche legen, in denen ihre Frauen oder Schwestern wohnen? Die deutschen Soldaten haben ganz wo anders ihre Wohnungen gesunden. Das Verderben der französischen Granaten trifft nur französische Familien und das Eigentum französischer Grubenbesitzer. In L.... schlagen täglich Granaten ein, täglich werden dort getötete Frauen und Kinder beerdigt, täglich bringt man verwundete Französinnen in das Spital von Lens. Die letzte war eine hübsche 25jährige Frau, der eine Granate ihrer Landsleute— vielleicht war es auch ein englisches Geschoß— beide Beine abgerissen hatte. Neben der Schwerverletzten fand man tot ihr zweijähriges Kind. Wenn einmal französische Soldaten nach dem Kriege in diese Ortschaften heimkehren, welch ein Jorn wird sie übermannen, wenn sie sehen werden, welch Unheil sie selbst über ihre Familien gebracht haben, sie und der teuflische Engländer, der sie in diesen grauenvollen Krieg gehetzt hat. Der Krieg gegen England. Niedertracht der englischen Regierung. tu Köln, 22. Febr. Von der holländischen Grenz##neldet die„Köln. Ztg.: Der Kapitän eines holländischen Schifses erklärte in Rotterdam, die englische Regierung habe ihm hunderttausend Pfund Sterling(also zwei Millionen Mark) anweisen lassen, falls er sein Schiff versenken und dann in Rotterdam melden wolle, es sei durch ein deutsches Unterseeboot zum Sinken gebracht worden. Bevorstehende englisch=japanische Krise. Die in London eingelaufenen Berichte über die Lage in Ostasien zeigen auffallend strenge Zensur. So geht auch aus der Tonart, in der die englischen Blätter die ganze Frage behandeln, deutlich hervor, nelche ungeheure Tragweite man dem ostasiatischen Problem in London beimißt. Es scheint sich zu bestätigen, daß Japan seit langem unter der Hand umfassende Mobilisationen seines Heeres uund seiner Flotte vornimmt.„Reynolds News Paper“ glaubt, versichern zu können, daß zurzeit wichtige Verhandlungen zwischen London und Tokio schweben, in denen England Japan ersucht, die Ersüllung seiner Forderungen an China nicht zu überstürzen. Es bestätigt sich ferner, daß verschiedene englische Großkemfleute, die in Ostasien stark interessiert sind, das englische Auswärtige Amt dringend ersucht haben, alle zur Wahrung britischer Interessen notwendigen Schritte umgehend zi unternehmen. Eine englisch=japanische Krise steht bevor. Die vorliegenden russischen Preßorgane zeigen auch, daß man in Petersburg die Handlungsweise des jax anischen Verbündeten durchaus verurteilt und schwere Besorgnisse für die Weiterentwicklung der russischen Interessen in Ostafien hegt. Das Fiasko des Ausbungerungsplanes. November sagte der enolische Marineminister Churchill: Die Schiffsblockade gegen Deutschland hat Zeit nötig, um ihre ganze Wirkung zu zeigen. Wir sind jetzt erst im dritten Monat, tatsächlich war der November der vierte Kriegsmonat, aber man soll nur warten, man soll, die Lage einmal im sechsten Monat prüfen, dann im neunten Monat, dann im zwölften Monat, dann werden Sie die Erfolge sehen, die immer deutlicher sein werden, und die Deutschland dem Verderben ausliefern, so sicher, wie der Wind die Blätter von den Bäumen streift. Die sechs Kriegsmonate, auf die Churchill sein Parlament vertröstete, sind verflossen. Die Ernährung des deutschen Volkes hat nicht gelitten; sie ist vielmehr gerade durch die jetzt in Kraft getretenen Anordnungen unbedingt bis zur Einbringung der nächsten Ernte gesichert. Die öffentliche Meinung Englands, die sich dieser Tatsache nicht verschließen kann, ist empört über das Mißlingen des Planes, auf dessen vollen Erfolg man allgemein mit Sicherheit gerechnet hatte. Mit dem Scheitern seines Aushungerungsplanes sieht England seine einzige Waffe bersten, die es mir Aussicht auf Erfolg gegen Deutschland anzuwenden vermochte. Die englische Flotte richtet nichts aus; deutsche Unterseeboote sind es vielmehr, die nicht nur die englische, sondern auch die französische Lebensmittelzufuhr ernstlich bedrohen. Die Landstreitkräfte, die England dem bis auf den letzten Mann ausgepumpten Frankreich noch zur Verfügung stellen kann, sind aber bekanntlich so minderwertig, daß wir sie nicht zu fürchten brauchen, auch wenn John Bull noch Zehntausende von Indern an den Haaren heranziehen soll. Die zuverlässigen Inder sind überhaupt zu zählen, Indien und Aegypten bedürfen starker Truppenmassen. Der Strom der exotischen Hilfskräfte beginnt daher bereits stark zu ebben und wird in nicht ferner Zeit ganz versiegen. Der Krieg gegen Rußland in Erwartung des Generalangriffs. bb Zürich, 21. Febr. Die Auffassung der russischen Militärpresse geht dahin, daß die deutschösterreichischen Armeen jetzt den Generalangriff auf der ganzen 1100 Kilometer langen Front beginnen werden. Die Russen werden ihrerseits keinen Angriff einleiten, sich auf die Verteidigung beschränken und einen günstigen Augenblick zur Gegenoffensive erwarten. Mit der Besetzung von Czernowitz. in das österreichische und deutsche Truppen mit klingendem Spiel einzogen, während die über den Pruth geworfenen Russen in Unordnung bis Nowosielica flohen, hat das Werk der Säuberung der Liukowina seine Krönung erfahren. Zum zweiten Male läuten die Glocken von den Kirchen der Landeshauptstadt die Stunde der Befreiung vom russischen Joch ein, von dem das schöne Kronland hoffentlich nun für immer erlöst bleiben wird. Daß neben den österreichisch=ungarischen Truppen auch deutsche eingezogen sind, sie also Mitkämpfer und Mithelfer an dem Befreiungswerk waren, nehmen wir als ein neues schönes Zeichen der engsten Waffenbrüderschaft der verbündeten Heere. Warschaus Lage ist verzweifelt, so melden russische Blätter. Die Arbeitslosigkeit reift zur Katastrophe. Der Ausbruch von Epidemien wird nicht länger verhindert werden können; der Hungertyphus fordert seine Opfer. Wegen Mangels an Lebensmitteln herrscht jetzt schon die derdrückend. Weiter wird die schwere Ausgabe geschildert, die die Tochter des Zaren, Großfürstin Tatjana, mit der Leitung des Hilfskomitees bei der Westfront übernommen hat. Es gilt, einer Menge hungernder und kranker Flüchtlinge zu helfen. Das Hilfswerk ist dadurch sehr erschwert, daß Warschau, das Zentrum für das Hilfskomitee, hierfür nicht mehr in Frage kommen kann. Die Stadt ist selbst von der lauernden Kriegsgefahr so mitgenommen, daß sie vollkommen unfähig ist, ihren eigenen Einwohnern helfen zu können. Die Eisenbahnen können ihren Betrieb nicht aufrecht erhalten, die Fabriken sind geschlossen; die Produzenten sind selbst zu belastenden Konsumenten geworden. Heftige Kämpfe um Przemysl. bb Berlin, 22. Febr. Der„Nationalztg.“ wird von einem Kriegsberichterstatter von der russischen Grenze geschrieben: Wie die Kriegsberichterstatter der Moskauer Blätter berichten, haben in den letzten Tagen äußerst heftige Kämpfe um Przemysl stattgesunden, an denen sich russischerseits auch Flugzeuge hervorragend beteiligt haben. Die Festung wird äußerst hartnäckig verteidigt. Ganz besonders zu statten kommen den Verteidigern die umsangreichen künstlichen Hindernisse im Vorgelände, wie Flatterminen, Wolfsgruben, Drahthindernisse usw. Bei dem letzten Sturm auf die Stellungen der Besatzung haben die Russen besonders schwere Verluste gehabt. Die schweren Festungsgeschütze der Oesterreicher haben eine sehr gute Feuerwirkung erzielt. Ein Ausfall der Besatzung in westlicher Richtung ist von den Russen zurückgeschlagen worden. Teuerung auch in Rußland. Wie in England und Frankreich, so herrscht auch in Rußland eine äußerst empfindliche Lebensmittelteuerung. Gerade bei den wichtigsten Lebensmitteln sind Preissteigerungen bis zu 50 Prozent und darüber jetzt schon eingetreten. Das ist um so auffallender, als man in Rußland in Friedenszeiten billig lebt und z. B. ein gebratenes Huhn für 80 Pfennige erstehen kann. Der Russe selbst empfindet diesen billigen Preisstand weniger als der ausländer, weil die Arbeitslöhne im Zarenreich entsprechend niedrig sind; um so stärker leidet er jetzt unter der Preissteigerung. Auf dem flachen Lande fehlt es nicht an Lebensmitteln, es mangelt jedoch an Transportmöglichkeiten, sodaß in die Städte nichts hineinkommt. Die an sich schon ungenügenden Verkehrsverhältnisse haben sich durch den Krieg noch gewaltig verschlechiert, sodaß überall die bedenklichsten Stockungen eingetreten sind. Bricht in den Großstädten Hungersnot aus, so ist eine Revolution unausbleiblich, zumal die schweren Niederlagen im Felde der Bevölkerung dauernd nicht verheimlicht werden können. Hat der russische Ministerwechsel tiefere Gründe? Die„Köln. Itg.“ meldet aus Stockholm: Die er russische Verhältnisse wohlunterrichtete schwedische Zeitung„Dagens Nyheter“ schreibt über den angeblich bevorstehenden russischen Ministerwechsel: Wenn die Mitteilung zutrifft, dann ist sie im höchsten Grade aussehenerregend. Kriwoschein war der einzige im russischen Ministerrat, der im letzten Sommer im entscheidenden Augenblick bestimmt für den Frieden eintrat. Ist er nun wirklich zum Ministerpräsidenten ausersehen, so scheint es, als ob die Gerüchte vom Separatfrieden nicht leeres Gerede seien.—„Stockholms Tidningen“ meint: Bewahrheitet sich das Gerücht der bevorstehenden Ernennung Kriwoscheins zum Ministerpräsidenten, dann könnte man ja denken, daß dieses im Zusammenhang steht mit den letzten russischen Mißerfolgen im Kriege, ohne daß man deswegen auf vorhandene russische Pläne, einen Sonderfrieden einzugehen, zu schließen braucht. Ehre und Liebe. Roman von Käthe Lubowski. kelimnen empfinden es, Gottlob, wenn wir sie zur zu einer Macht, die der des Mannes gleichkomust, mattet, fortfuhr:„Ich werde nachher eine sorgfältig ausgearbeitete Petition im Saale herumgehen lassen. Es bedarf nach diesen Ausführungen wohl nicht mehr des Hinweises, daß es die Ehrenpflicht jeder Einzelnen ist, unser gerechtfertigtes Bestreben mit Ihrem vollem Namen zu unterstützen.“ Dann nickte sie ein paarmal mit dem Kopf, trank den Rest des Wassers und verschwand. Die meisten Zuhörerinnen hatten rote, verlegene Gesichter. Ein paar fesche, niedliche Ladenmädchen kicherten ungeniert. „Was sie bloß immer mit der Börse wollte.“ lachte die eine von ihnen,„soll uns mal erst's Geld zum Neintun verschaffen, die Börse ist nachher's wenigste.“ Die nächste und letzte Rednerin war dem Programm nach die Frau Professor Altcak aus Dresden. Sie sah ganz anders als ihre Vorgängerin uuf dem Podium aus. Mild, barmherzig und sehr alt, und dem Alter gesteht man ja auch noch in der heutigen, modernen Zeit den weiten Blick zu. „Darf ich mir einige Worte zu dem Vorhergesagten erlauben?" begann sie schlicht.„Eigentlich stehe ich mit etwas ganz anderem auf dem Programm. Aber das muß Zeit bis zum nächsten Mal haben. Heute möchte ich erst den ängstlichen, verwirrten Ausdruck, den das soeben Gehörte auf manches Gesicht geschrieben hat, in einen zuversichtlich hoffenden umwandeln. Ich bin eine alte Frau, der das Leben viel gegeben, aber noch mehr genommen hat, nur den Blick nicht für das, was not tut. Das liegt meiner Ausicht nach auf einem ganz anderen Felde, als uns Fräulein Doktor Auguste Farpfenberg soeben klar zu machen versuchte. Unsere Töchter und Enalt. eliuen empfinden es, Gottlob, wenn wir site zur zu einter nochihertigese en ans der reinen selbständigen Lebenssührung in die Welt hinausz sie sogar ungg;zue,#e###in aus der reinen 25 schicken, immer noch als etwas Wunderschönes, sich Frauenwürde schopft der Mann den Halt und — dem Manne, der ihnen diese Selbständigkeit nimmt, moralische und physische Kraft, Ich meine, daß Sie wartete ein Weilchen, ehe sie scheinbar er= unterzuordnen. Es ist nur ein sehr geringer Pro= wir damit der vornehmsten Ausgabe unseres zentsatz von geistig auserwählten Frauen, die in bens gerecht werden.„ogx uacg bigten Wor, solcher Auffassung der nun einmal bestehenden] Lautlos still war es im Saal nach diesen! Naturgesetze sich bedrückt und beeinträchtigt füh ten. Man merkte, daß sie so manche im Innersten len. Zu diesen rede ich heute nicht. Dazu bin ich getroffen hatten. nicht wissend genug. Für jene anderen— für das Auch Emmi Brandhuber, die als Begleiterin Gros des Mittelstandes—erhebeich meine Stimme, der alten Frau Helmer in der zehnten Reihe saß. Für sie muß eine Reform geschaffen werden. An Diesmal hatte sie nicht nötig gehabt, ihren Mund erster=Stelle richte ich meine Worte an alle anwe= aufzutun. Was die erste gesagt hatte, war ihr zu senden Mütter.„ hoch und zu fernab, als daß sich ihr innerliches Macht Euere Töchter fest, ehe Ihr sie aus Eue Gifttröpfchen deswegen in Wallung versetzte. Die rem Hause ziehen laßt. Verbergt nicht ängstlich die Worte der alten, lieben Dame aber unterschrieb sie Sünde und ihre Folgen vor ihnen. Sprecht zu sämtlich. Sie hätte zu ihr gehen und ihr die Hände und klug fand sie alhatte. 2. 85 Bluma. Als sie endlich ins Freie hinauskam und Frau zur Inzend ge gören, wie die#uen Helmner sorglich in eine geschlossene Droschke gezum Frichling. Seid izuen schwestern und Freun= packt war, drehte sie sich ein paarual auf den Hakdinnen. Betei mit ihnen, aber lacht und scherzt ken herum, ehe sie weiter ging. Das war ihre übauch wiederum zur gegebenen Zeit und sorgt dafür, liche Bewegung, wenn ihr etwas ernsthaft im Kopf daß der Glaube kein Schreakbild für sie werde. Und herumspukte. Sie überlegte, ob sie noch zu Frau fällt trotzdem mal eine, so bitte ich Euch, Ihr Aunette Hüssinger hinausfahren sollte. Die letzte Schweiszzn der besitzenden Klasse, übt Barmnher= Elektrische ging noch lauge nicht und es würde zigkeit. Meint Ihr etwa, daß die Verachtung bes= der Schwerleidenden sicherlich eine große Erleichsere? O nein, die macht hart und trotzig. Ich habe terung gewähren, noch einmal vor der Nacht umeinmal ein Mädchen gekannt, die umgefehrt ist gehetet zu werden. auf dem Wege des Lebens, in dessen Mitte sie gebettet zu werden. stand, weil eine alte, vornehme Frau, bei der sie Seit einigen Tagen ging es sehr schlecht mit vordem in Dienst gewesen war, über sie bitterlich ihr. Der Sauitätsrat Dunker, den Hüssingers durch geweint hat. Die Menscheuherzen sind seitdem nicht Nora Fiedler kennen gelernt hatten, war bisher anders geworden. Sie sind noch genau so verzwei= täglich zu ihr gekommen. Konnte er ihr freilich die felt, genau so zerschlagen, genau so liebebedürftig, alte Bewegungsfreiheit auch nicht zurückgeben, so das Untehren leicht und die brennende Schauge= das immer stüirker werdende Angstgefübl zu linlinder. Ihr tut ein Gotteswerk. Ja— Ihr tut auch dern. Seit gestern war er für ein paar Wochen verein modernes, sensationelles, wenn Euch das alte, reist. Er hatte das ganze Jahr angestrengt gearheilige Wort stören sollte. Ihr erhebt die Frauen beitet und bedurfte dringend einer völligen Ausspannung. Im Sommer war erdiesmalnicht dazu gekommen. Die schwere Typhusepidemie nahm die Kräfte aller Aerzte scharf in Anspruch. Es wäre ihm als eine Pflichtlosigkeit erschienen, in dieser Zeit von seinem Posten zu gehen. Sein junger, eisriger Vertreter konnte ihn bei Frau Annette nicht ersetzen. Wissenschaftlich vielleicht, aber in seiner vornehmsten Eigenschaft, Trost und Beruhigung durch die bloße Gegenwart zu spenden, nicht. Dazu hatte er wohl noch an zu wenig Sterbebellen gestanden. Frau Hüssinger weinte heute morgen bitterlich, als die übliche Stunde herankam und stilt des alten, freundlichen Gesichts, in dem zwingender Ernst und Schalthaftigkeit neben einander wohnten, das energische Antlitz des jungen Mediziners mit den zahlreichen, grellroten Durchziehern in dem Rahmen der Türe erschien. Kurz entschlossen, durch das Bild der ungli lichen hilflosen Frau gezwungen, fuhr EmmiBrand= hüber zur Maximilianstraße. Es war gut, daß sie der innerlichen Stimme gehurcht hatte, denn mit Frau Annette Hüssinger ging es zum Sterben. Still und anspruchslos, wie ihr Leben gewesen war, wurde auch ihr Tod. Als Emmi Brand= huber ins Zimmer trat, saß sie aufrecht, von vielen Kissen unterstützt, im Bett. Sie hatte die Hand auf den Kopf ihres Einzigen gelegt, der vor ihrem Lager kniete. Emmi Brandhuber hatte ihre eigene Mutter sterben sehen. Mit stillem Grauen dachte sie in jene Nacht zurück, die kein Ende nehmen wollte. Es war ein angstvolles Klammern an das spärliche Fünkchen Leben bis zum letzten Angenblick gewesen. Ein verzweiselter Schrei, es zu verlängern, ein„Zurwehrsetzen“ gegen das Fortmüssen, um der unmündigen Kinder halber. Hier gab es keinen Kampf. Nur ein Lächeln. Ein zufriededes Stillsein, daß sie noch so lange bei ihrem Sohne hatte bleiben dürfen. Keinerlei Auflehnung, keine Angst vor dem Dunkel oder dem Licht. 220,16 dirkt niefgabe geroßfürstin titees bei lt, einer stlinge zu erschwert, fskomitee, ann. Die sgefahr so ifähig ist, inen. Die t aufrecht sie Produienten geysI. tionalztg.“ zu der rusiegsberichthaben in impfe um issischerseits aben. Die igt. Ganz idigern die im Vorgeu. Drahtim auf die issen besonschweren i eine sehr ill der Beden Russen so herrscht iche Lebenswichtigsten bis zu 50 reten. Das Rußland in gebratenes Der Russe nd weniger tslöhne im ); um so ssteigerung. an Lebensvortmöglichineinkommt. ehrsverhältch gewaltig edenklichsten i den GroßRevolution Niederlagen cht verheimere Gründe? kholm: Die ichtete schweibt über den nisterwechsel: sie im höchsein war der e im letzten bestimmt für virklich zum seint es, als nicht leeres gen“ meint: evorstehenden erpräsidenten, ieses im Zuissischen Mißdeswegen auf Sonderfrieden Semme nicht dazu nahm die Es würe in dieser inger, eisette nicht in seiner ruhigung icht. Dazu sellen georgen bitund stilt vingender der wohnRediziners iehern in miBrandStimme Hüssinger ben geweni Brand= von vieedie Hand vor ihrem ihre eigene ten dachte e nehmen ern an das m Angenes zu verFortmüsHier gab zufriederein Sohne sung, keine 220,16 Die Zustände in Serbien.] Warnung des Papstes. „4„th Rom 20 Tebr. Der Ranit hat den s Mr. Findlay. Die„Morning Post“ vom 6. d. M. verossentiht der Wiener Politischen Korrespondenz zufolge ine Zuschrift der Brüder Buxton, Noel und Char##es Buxton, in der sie die Verhältnisse in Serbien ##s sehr elend und trostlos darstellen und ihte ###andsleute ermuntern, dem serbischen Hilfsfonds ##ählen u. a., daß in Nisch, das normalerweise 25 000 gann beherbergen kann, gegenwärtig mehr als ##0000 Mann lebten; die Straßen seien voll von züchtlingen und Verwundeten; fast die ganze BeV#ölterung jener Bezirke, die von österreichisch=un#arischen Truppen besetzt waren, war südwärts ge##sohen. Die Masse von Flüchtlingen zu versorgen, ##äre selbst für ein reiches Land ein fast unlösbares #groblem, und zu den Flüchtlingen kämen noch die verwundeten, für die es, an Spitälern mangele; se seien meistens in Baracken untergebracht, in #enen selbst die Gänge belegt seien. Die Betten #tänden so nahe aneinander, daß die Pflegerinnen iicht durchkommen könnten, es sehle an Bandagen ##und anderen Hilfsmitteln. Inmitten so vielen melends und so großer Unordnung mache das schöne Asoital, das von Lady Paget in Uesküb eingerichtet ###orden, einen glänzenden Eindruck. Amerikas Neutralitätskomödie. Von den rund 98 Millionen Einwohnern der Lereinigten Staaten sind etwa 78,5 eingeborene Peiße. Von den rund 13,5 Millionen fremden Peißen stellen die Deutschen mit über 2,5 Millionen das Hauptkontingent, Engländer, Schotten ###nd Iren sind nur mit 1,22 Millionen vertreten, Italiener mit 1,4, Oesterreicher mit 1,2 Millionen. die Zahl der anderen Staaten angehörigen #fremden Weißen erreicht bei keinen mehr eine volle Million. Obwohl die Deutschen in der ##nordamerikanischen Union weit stärker als die Engländer vertreten sind, beherrscht dennoch die englische Presse dort das öffentliche Leben. Der Kampf gegen diesen Uebelstand wird den DeutschAmerikanern und den ihnen nahestehenden Iren ncht leicht gemacht. Aber die Wackeren haben #den ungleichen Kampf doch angesichts der jetzigen großen Streitfragen aufgenommen und stehen in ihm ihren Mann. . Die Deutsch-Amerikaner verlangen, daß Amerika sich korrekt neutral verhalte und daß die jetzige Neutralitätskomödie, die sich unter dem Deckmantel Ader„Sterne und Streifen“ abspielt, aufhöre. Der jetzige Zustand sei: Kein Kupfer fürs eigene Volk, aber Schiffsladungen voll von Vernichtungs#nitteln für England! Keine Baumwolle für Leutschland, kein Getreide; aber englische Offiziere #kommen in Scharen, um die bei Neutralen Ain Amerika bestellte Munition zu untersuchen! Die Iren sind im Herzen mit den DeutschAmerikanern eins, ebenso viele Schweden, Finnen wund andere Germanen. Irische Politiker halten Azusammen mit den Deutschen Protestversammlungen gegen die Nichtbeobachtung der Neutralität seitens AUnerikas ob. wio Rom, 20. Feor. Dr.##gs. hat den französischen Monsignore von Neufville, den bisherigen Korrespondenten des Pariser„Croix“, nach Paris und London geschickt mit der Mission, den französischen und einen Teil des englischen Episkopats zu bitten, den Klerus anzuweisen, daß in den Kirchen beim Gottesdienst eine kirchlichere Sprache geführt und vor allem die Kirche nicht zur Verhetzung gegen andere Nationen mißbraucht werde. Wenn keine Aenderung in dem bestehenden Uebelstande einträte, würde der Papst sich genötigt sehen, so sehr er Frankreich als älteste Tochter der Kirche liebe, öffentlich Stellung zu nehmen. Der pärstliche Vertrauensmann hat den Auftrag, auf das musterhafte Verhalten der deutschen Bischöfe und Geistlichen hinzuweisen. Die Auffassung der deutschen Note in Amerika. kr Kopenhagen, 21. Febr. Wie die Londoner lätter melden, betrachtet man in Washington wauch nach dem Empfang der deutschen Note die lage unverändert als ernst. Man erkennt die Räßigung im Wortlaut der Note an, hält aber Sihren Inhalt nicht für befriedigend, da die Berohung der Handelsschiffahrt weiter bestehe. Die in der Note angedeutete Anwendung von Minen Abedeute eine Gefahr für alle Schiffe, die sich dem kenglischen Inselreich näherten. Diese Gefahr bleibe auch bestehen, wenn die Handelsdampfer durch Kriegsschiffe begleitet würden. Man hält daher an der Auffassung fest, daß die amerikanische Reszierung ihren einmal gefaßten Beschluß, Deutschsland für jeden Verlust verantwortlich zu machen, aufrecht erhalten wird. Deutsche Ehrenhaftigkeit. Während die Engländer für ihr eigenes Ehrenwort keinen Pfifferling geben, haben sie zu der wdeutschen Wahrhaftigkeitsliebe felsenfestes Vertrauen. Das beweist eine unglaublich scheinende Episode, Es dem Fürsten zu Salm=Salm passiert ist. Der FFürst, der aktiver preußischer Rittmeister der Remerve ist, hat die Erzherzogin Marie Christine Von Osterreich, eine Tochter des Erzherzags Fried#ich, Bruders der Königin von Spanien, und Wochstkommandierenden der österreichisch=unga#ischen Armeen, zur Gemahlin. Das Fürstenpaar Finteinahm, auf eine Einladung einer hochgestellten renglischen Persönlichkeit hin, im Sommer vorigen Wahres eine Afrikareise, um die Kapkolonie zu sbesuchen. Als dann der europäische Krieg ausWbrach, erklärten die englischen Behörden das weutsche Fürstenpaar und seine ganze Dienerschaft ir Gefangene. Mit den Angehörigen der deut##en Kolovie in Kapstadt blieb das Fürstenpaar, A' berichtet die„Frankf. Zig.“, bis zum JahresWchluß in englischer Gewalt. Man verlangte, daß der Fürst sein Ehrenwort geben solle, daß er an een Kämpfen gegen England nicht teilnehmen er lehnte jedoch diese Zumutung rundweg ev. Dagegen wollte er sich, wenn man ihm gePiatte, Afrika zu verlassen, ehrenwörtlich verPPlichten, an irgendeinem Orte in Europa sich Srieder freiwillig in englische Gefangenschaft zu K'#eben, ohne die Reise dorthin zu einem Fluchtlich 3: zu benutzen. Damit erklärten sich schließdie englischen Behörden einverstanden und Lisaboan“ paar durfte abreisen. Es landete in nach m und kam von hier vor einigen Tagen A#u# Madrid, um sich von hier nach Gibraltar wer regeben. So halten Deutsche ihr dem Feinde Srebenes Ehrenwort! 9 05 4 2 10 Erzbischof Dr. Likowski+. wtb Posen, 20. Febr. Der Erzbischof von PosenGnesen Dr. Likowski ist heute abend 7 Uhr gestorben. Beileidstelegramm des Reichskanzlers. wtb Berlin, 21. Febr.(Nichtamtlich.) Der Reichskanzler von Bethmann Hollweg hat an dus Metropolitankapitel in Posen folgendes Beileidstelegramm gerichtet: Dem Metropolitankapitel spreche ich zu dem beklagenswerten und unerwarteten Hinscheiden des von mir aufrichtig verehrten Erzbischofs Dr. Likowski meine warme Teilnahme aus. Die Erzdiözese wird in dieser gewaltigen Zeit, in der an ihren Grenzen weltgeschichtliche Entscheidungen fallen, die weise Leitung dieses ausgezeichneten Oberhirten doppelt schmerzlich vermissen. gez. von Bethmann Hollweg. Aus Stadt und Umgebung. ** Schwerte, 22. Februar. *e(Kriegsopfer unserer Wälder.) Auch unsere Wälder müssen dem Kriege ihren Tribut bezahlen. Infolge des gesteigerten Gebrauchs von Stielen für Hacken, Schüppen und Schanzgeräten, von Deichseln für die Fuhrkolonnen herrscht zurzeit eine große Nachfrage nach Eschenholz und die Preise dafür sind in ungeahnter Weise gestiegen. Die Folge davon ist ein reger Handel in Eschen. Fast überall, wo man diese zähe, langsam wachsende Holzart auf Höhen, an Talrändern und Landstraßen angepflanzt hatte, sind die Bäume jetzt verkauft worden. Gar manches Bauerngehöft deshalb in Zukunft seinen Wächter, eine stattliche Esche, missen. Auch die zahlreichen prächtigen Eschen, welche die Landstraßen, namentlich des Sauerlandes, einsäumen, müssen der Axt zum Opfer fallen. Das Vaterland erfordert von jedem Opfer! *(Soldaten zur Frühjahrsbestellung.) Vom Generalkommando des 7. Armeekorps ist dem Regierungspräsidenten in Düsseldorf laut „Köln. Ztg.“ mitgeteilt worden, daß zur sichern Durchführung der Frühjahrsbestellung die bei sämtlichen Ersatzformationen befindlichen landwirtschaftlichen Arbeiter, Gutsbesitzer, Betriebsleiter und Inspektoren für die Zeit vom 13. März bis 5. April auf die landwirtschaftlichen Betriebe des Bezirks kommandiert werden sollen. Es wird dabei etwa ein Fünftel des gesamten Mannschaftsbestandes zur Verfügung gestellt, wobei die in der Ausbildung Befindlichen nicht einbegriffen sind. Zur näheren Auskunft ist die Landwirtschaftskammer der Rheinprovinz in der Lage. Es ist zu erwarten, daß diese Anordnung auch in anderen Bezirken getroffen wird. Auch ein Beweis, wie unerschöpflich reich wir an Soldaten sind. *(Preußische Klassenlotterie.) Die Ausgabe der Lose zur o. Klasse 5.(231.) Loiterie beginnt heute. Freilose und amtliche Listen werden nicht vor dem 26. Februar zur Ausgabe gelangen können. Die Erneuerungsfrist schließt am Montag, 8. März, abends 6 Uhr. *(Jugendkompagnien.) Im Regierungsbezirk Arusberg bestehen zur zurzeit 440 Jugendkompagnien mit 2806 Führern und Leitern. An den übungen nehmen iusgesamt 35 384 Jugendliche(über 15 Jahre alt) teil. Darunter besinden sich 6793 Fortbildungsschüler, 2795 Schüler sonstiger Lehranstalten, 19 283 Arbeiter, die nicht zur Fortbildungsschule gehen und 6513 andere. **(Wohltätigkeits=Konzert.) Ein edler Wetteifer hat unter den verschiedenen Vereinen unserer Stadt eingesetzt, Veranstaltungen zu treffen, durch welche dem Roten Kreuz weitere Mittel zugeführt werden, welche dieses in den Stand setzen, seinen großen und vielseitigen Aufgaben in dieser schweren Zeit entsprechen zu können. Nachdem erst am vorigen Sonntag zum Besten des Roten Kreuzes ein vom Gewerkverein veranstalteter Lichtbildervortrag im Köster'schen Saale stattgefunden, hatte gestern das Schwerter Doppel=Quartett zu einem Konzert in den Freischütz=Saal eingeladen. Auch dieser erneute Appell an den Wohltätigkeitssinn der Schwerter Bürgerschaft war auf fruchtbaren Boden gefallen; der große Saal war vollständig besetzt. Das Konzert selbst nahm einen ausgezeichneten Verlauf und dürfte bei allen Besuchern den besten Eindruck hinterlassen haben. Unter der Leitung des Herrn Peters, der für den zum Heeresdienst einberufenen Vereinsdirigenten eingesprungen war, brachte der Verein eine größere Anzahl der Zeit angepaßte Tonwerke stimmungsvoll zum Vortrag; er sang vom VaterVINP SSE CDR- KARRREMHGEE KAUTN es PHciitrene— Wir bringen obenstehend das Porträt des englischen Gesandten in Christiania, der von seiner Regienung laut der unserem Auswärtigen Amte vorgelegenen Original=Dokumente beauftragt war, den lästigen Parteiführer der Iren Sir Roger Casemont durch seinen Diener beseitigen zu lassen. Auf den Kopf dieses unbequemen Parteiführers, der gegen den Krieg mir Deutschland protestierte, hatte die englische Regienung einen Preis von Mk. 100 000 gesetzt. Uhrschlussel, ein silbernes Portemonnate, eine Handtasche, eine Damenuhr mit Kette, ein Mdaillon, andere Schmucksachen und Zigarren gestohlen. Es handelt sich um drei Personen. Eine, der Schneider Max Sternberg aus Soest oder Paderborn, hat eine Zeit lang bei dem Bestohlenen gearbeitet und wird jetzt steckbrieflich verfolgt, weil er vom Korpsbekleidungsamt in Münster desertiert ist. Seine Helfer sind anscheinend auch fahnenflüchtig. Auf den Namen des einen waren Schuhe versetzt werden, die aus dem Diebstahle bei der Firma Strauß herrührten, so daß die Drei jedenfalls auch den Schuh= und Automobildiebstahl auf dem Gewissen haben. * Barmen, 20. Febr.(Folgenschweres Versehen.) Atropin anstatt Baldriantropfen reichte eine Ehefrau einer 85jährigen Nachbarin. Letztere wurde von heftigen Magenschmerzen gepeinigt und erbat sich von der Nachbarin zur Linderung Baldriantropfen. Unglücklicherweise reichte sie der Greisin ein Fläschchen, das Atropin enthielt. Kurz nach dem Genusse trat der Tod ein. Die Nachbarin ist ob ihres Versehens untröstlich. land und Heimat, vom Scheiden und Wiedersehen, von Mutterliebe und Kriegertreue, und erntete für seine Darbietungen lebhaften, oft sogar stürmischen Beisall. Am besten gelang dem Verein das prächtige Lied von Abt„Die Nacht" und„Treue Liebe“ von Hirsch. Wir können den 8 Sängern und ihrem Leiter zu den gestrigen Erfolgen nur bestens gratulieren.— Reiche Abwechselung in die Vortragsfolge brachten die Darbietungen der Solistin Frau Flach=Rüßmann aus Dortmund(Sopran), welche, von Herrn Musikdirektor Haselhoff meisterhaft am allerdings recht altersschwachen Flügel begleitet, mit Liedern von Sullivan, Schumann, Weber 2c. aufwartete und gleichfalls ein dankbares und beifallfreudiges Publikum fand.— Bei dem regen Besuch wird der Ertrag des Konzerts jedenfalls ein recht befriedigender genannt werden können. **(Vom stellv. Generalkommando des 7. Armeekorps) geht uns folgendes zu: 1. Nach einer Mitteilung des stellv. Generalkommandos des 14. Armeekorps darf die schweizerische Grenze nur mit einem Passe überschritten werden, der nach dem 1. Oktober 1914 ausgestellt oder visiert worden ist. 1. Eine Papierfabrik, die Papierabfälle aus Kontoren, Kaufläden usw. verarbeitet, hat zur zeige gebracht, daß noch fortwährend größere Mengen Brotabfälle und andere Eßwaren von ihr aussortiert werden müssen, die von dem Angestelltenoder Arbeiterpersonal fortgeworfen sind. Die Vergeudung solcher Werte ist in jetziger Zeit besonders beklagenswert. 3. Der Arbeiter Alfred Schäfer aus Hottenstein, Kr. Schwelm, zurzeit in Hagen, ist vom Schöffengericht in Hagen wegen Beraubung von Sammelbüchsen, deren Inhalt zur Unterstützung von Verwundeten, sowie von Hinterbliebenen gefallener Krieger bestimmt war, mit einem Jahr Gefängnis bestraft worden. Den Ausläufer Theod. Burghardt in Düsseldorf hat das Schöffengericht daselbst wegen Diebstahls von Liebesgaben mit einer Gefängnisstrafe von vier Monaten belegt. **(Das Eiserne Kreuz) ist dem Bataillons= Tambour Aug. Schöttler(Sohn des früheren Badewärters Sch.) verliehen worden. Der tapfere Krieger kämpft auf dem westlichen Kriegsschauplatz. *e(Evangelischer Arbeiter= und Bürgerverein.) Unter dem Vorsitz des Herrn Hüseken fand gestern im Hotel Quadbeck die Jahresversammlung des Arbeiter= und Bürgervereins statt. Zunächst gab der Vorsitzende den Jahresbericht. Die Mitgliederzahl beträgt 210; zehn Mitglieder verstarben. An Unterstützungen wurden in Krankheitsfällen 95 Mark, an Sterbegeld 160 Mark gewährt, für den Kriegsliebesdienst 750 Mk. geleistet. Sämtliche im Felde stehenden Vereinsmitglieder sind auf Vereinkosten in eine Kriegsversichenung eingekauft. Gestern wurde als weitere Rate für den Kriegsliebesdienst die Summe von 400 Mk. bewilligt. Dann erstattete der Kassenführer Herr Schröder die Rechnungslegung für 1914. Der Bestand am 1. Januar 1914 betrug 256,43 Mk., die Einnahme 1889,95 Mk., die Ausgabe 1880,80 Mk., mithin Bestand am Jahresschluß 265,58 Mk., zu welcher Summe noch ein Sparkassenguthaben von 2300 Mk. kommt. Dem Kassenführer und Vorstand wurde Entlastung erteilt. Die ausscheidenden Vorstandsmitglieder Hüseken, Schröder, Terberger, Wischnath, Klähn, Jonas, Fund sen. und Klempt wurden wiedergewählt. Zum Schluß hielt Herr Verbandssekretär Jacobi aus Iserlohn einen längeren, sehr interessanten Vortrag über das Thema: „Deutschland und der Weltkrieg". Der Vortrag wurde sehr beifällig aufgenommen. Die Wundermaschine der deutschen Organisation. Die„Times“ öffnen ihre Spalten den Artikeln eines neutralen Beobachters von weitausgedehnter Erfahrung, der eine sechs Wochen andauernde Reise durch Dautschland und Oesterreich unternommen hat: Der Beobachter schildert zunächst, wie er, im Gegensatz zu düsteren Prophezeiungen, er werde Berlin nur unter größten Schwierigkeiten und nach tagelanger Fahrt erreichen, zwar von London bis Holland 30 mühselige Stunden brauchte, aber nach glatter höflicher Erledigung der Formalitäten an der dautschen Grenze von dort im Eilzug trotz wütenden Schneesturms und trotz der Truppentransporte auf die Minute Berlin in zehn Stunden nach ausgezeichnetem Dreimark=Mittagessen im Speisewagen erreichte. Gleich pünktliche Beförderung fand er später auf Fahrten kreuz und quer durch Deutschland. Die„Times“ fassen die Hauptsache aus den kommenden Artikeln dahin zusammen, daß Deutschland, soweit ersichtlich sei, in keinerlei ernsthaften Schwierigkeiten stecke. Das Leben in Berlin sei so normal wie nur möglich, ebenso in anderen Großstädten. Die wunderbare maschinenmäßige Organisation arbeite überall mit absoluter Glattheit und werde mit größter Sorgfalt in den kleinsten Einzelheiten geleitet. Die„Times“ setzen hinzu, man werde vielleicht aus den Schilderungen der Artikel den Schluß ziehen müssen, daß diese Wundermaschine„überperfekt“ sei und daß sie auch den geheimen schwachen Punkt aller feinen Maschinenkonstruktionen besitze. Etwas in der Leitung könne schief gehen oder ein Teilchen brechen, und dann stehe der ganze Organismus still. Allerdings sei heute dafür noch kein Anzeichen zu sehen, und es sei weise, damit zu rechnen, daß die deutsche Wundermaschine noch recht lange gut arbeiten werde. Darum müßten die Bundesgenossen nicht auf einen deutschen Zusammenbruch rechnen, sondern ihre Angriffsmacht so stark und schnell wie möglich entwickeln. Man kann eine Sache, die man zerstören will, nicht gut mehr loben, als es hier— sicherlich recht wider Willen!— die„Times" tun. Büchertisch. ** Aplerbeck, 20. Febr.(Ein neuer Einbruch) ist in der vergangenen Nacht hier ausgeführt worden, und zwar bei dem Schneidermeister Andres. Aus einem Schreibtischaussatz, den die Einbrecher nach draußen geschleppt und dort gewaltsam geöffnet haben, wurden drei Portemonnaies mit 7,15 und 40 Mark Inhalt, ein goldener Alle unter dieser Rubrik besprochenen Bücher sind in der Carl Braus'schen Buchhandlung zu haben. Sorge für die Hinterbliebenen und Kriegsversorgung. Was soll man für den Fall seines Todes vorbereiten? Wie macht man sein Testament kosienlos selbst ohne Notar? Rat, Hilfe und Unterstützung für alle Hinterbliebenen und Kriegsversorgung. Mit Formularen und Beispielen von Dr. jur. Karlemeyer und Generalsekretär Paul L. Berg. 100 Seiten. Preis 1,10 Mk. Zu beziehen vom Verlag E. Abigt, unserer Geschäftsstelle und allen Buchhandlungen. Das vorliegende Büchlein enthält alles Notwendige über Testament, Erbrecht und Nachlaß, bis ins kleinste gehende Anweisungen für die Hinterbliebenen, die man als Muster=Anweisungen verwendet und Ausführliches über Kriegsversorgung der Witwen und Waisen. Es gehört daher in jede deutsche Familie, besonders in solche der Kriegsteilnehmer und wird Tausenden eine gute Anweisung zur Sorge für die Hinterbliebenen sein. Stadttheater Dortmund. Dienstag, 23. Februar, abends 7½—10½ Uhr: „Carmen“, große Oper mit Ballet von Georges Bizet. Mittwoch, 24. Februar, abends 8—11¼ Uhr(Einheitspreis 60 Pfg.):„König Richard III.“, ein Trauerspiel in 5 Aufzügen von William Shakespeare. Donnerstag, 25. Februar, abends 7½—11 Uhr: „Tannhäuser und der Sängerkrieg auf der Wartburg“, Handlung in 3 Aufzügen von Richard Wagner. Freitag, 26. Februar, abends 7½—10¼ Uhr:„AltHeidelberg“, Schauspiel in 5 Aufzügen von Wilhelm Meyer=Förster. Verantwortlich für die Redaktion Friede. Kraao, Druck u. Verlag von Carl Braus, beide in Schwerte. Herren- u. Knaben-Kleidung kaufen Sie sehr vorteilhaft in dem Spezialhaus „ der Firma A. LICK& Lomp. für Herren- und Knaben-Kleidung Ostenhellweg 23(gegenüber I. Fischer) in Dortmund. Jesala 57, Vers 1—2. In der Nacht von Samstag auf Sonntag gegen 2½ Uhr entschlief sankt und gottergeben im festen Glauben en ihren Heiland nach zehnwöchentlicher glücklicher Ehe meine innigstgeliebte, unvergessliche Frau, ursere gute Tochter, meine, liebe einzigste Schwester, Schwägerin, Tante und Cousine Frau Georg Körber Hermine geb. Hellmann im vollendeten 22. Lebensjahre. Die traueinden Hinterbliebenen. Georg Körber Familie Heinrich Hellmann. Elberfeld, Schwerte, den 21. Februar 1915. Die Beerdigung findet Mittwoch nachmittag in Elberfeld statt. 917 Es tot Aill gelangen. W einen grossen Posten Kleider- und Blusen. stoffe weit unter Preis einzukaufen. Kleiderstoffe bekannte Qualitäten nur 7 5ptg. Blusenstoffe(rüh. 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An die Kriegsgefangenen im hiesigen Bezirk werden in etzter Zeit aus dem Inlande Pakete mit Nahrungs= und Genußzmitteln gesandt, deren Verkaut in den Gefangenenlagern verboten ist, weil in erster Linie für den Bedarf unseres Heeres und unserer Bevölkerung gesergt werden muß Unter das Verbot fallen: Brot, Backwaren jeder Art. Ich bringe daher zur algemeinen Kenninis, daß solche Sendungen aus dem Inlande an Kriegsgefangene nicht ausgehändigt werden. Sie sind daher zwecklos Aus dem Auslande dürfen die Kriegsgefangenen nach wie vor solche Nahrungs= und Genußmittel empfangen. Münster, den 19. Februar 1915. 908 Der kommandierende Ceneral: Frhr. v. Gayl. Soeben erschienen: Die erkannte Person, welche Samstag abend gegen 6 Uhr (von Hagenerstr. b. Kampgasse) 1¼ m blau Halbseide aufgenommen hat, wird ersucht, dieselbe in der Geschäftsstelle abzugeben, widrigenfalls Anzeige erstattet wird. 911 Illustrierter Deutscher 1910 (Veriegsausgabe). Elegant gebunden 1 Mk. 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S.„Magdeburg“ 1914. Originalaufzeichnungen aus Blätern der Augenzengen,,.„ I,.e Grerurg Mürnberze. klar zum Gefecht. Erzählt vom Bord des kleinen Freuzers„Nurnbeig“ aus den Kriegstagen 1914, Minennacht auf der Themse(„Freiwillige vor!“— Das Los entscheidet— Eine schwere Aufgabe— Englands Küste in Sicht— Zwei Helden), Der letzte Rampf der„Emden". Ergreisende Schilderungen eines AugenHeldenfahrten eines Hilfskreuzers. Fesselnde Schilderung aus dem setigen Sekeeg, Gesauhut#n ium Der Untergang der„Ariadne: Geschilverl von einem der Ueberlebenden Wie die Gneisenau im Hafen von Antwerpen von den Engländern versenkt wurde. Von einem Augenzeugen geschildett, mit Abbildung. Verzeichnis der deutschen Kriegsschiffe — mit Angabe der Größe, Wasserverdrängung, Pferdekräfte, Geschwindigkeit, Anzahl der Schrauben, Armierung, Besatzungsstarke, Maschinenreisestrecke, des Alteis usw. 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Aber der Feind kam in großen Scharen und trieb das Häufchen Soldaten vor sich her— denn Preußen war damals nur ein armes Land, das nicht wie in unserer herrlichen Zeit über Millionen streitbarer Vaterlandsverteidiger verfügte. (Fortsetzung folgt.) Auf der Fuchsfarm. „Ueber sandige einsame Straßen, vorüber an abgelegenen kleinen Bauernhöfen, vorüber an großen windbewegten Seen, dann durch Unterholz und Wald, führt der Weg bis zum Rande eines Urwaldes, den scheinbar noch nie ein Menschenfuß betrat,“ so beginnt ein Reisender die fesselnde Schilderung eines Besuches, den er vor kurzem auf Neufundland einer jener Fuchsfarmen abstattete, auf denen seit zwei, drei oder vier Jahren die kostbaren Pelztiere gezüchtet werden, für die Europa willig wahre Märchenpreise bezahlt.„Schon wieder leuchtet uns die hier so oft wiederkehrende Inschrift entgegen, die mitten in der Wildnis dem fremden Gaste verkündet:„Bitte, hier nicht zu rauchen!"; zwischen Fichten und Tannen folgen die Besucher einem schmalen Fußpfad, und plötzlich stehen wir alle vor einem hohen Mauerwerk aus hölzernen Planken. Es ist die Grenze der Fuchsfarm, wohl an die vier Meter hoch ist diese ungewöhnliche Umfriedung, und sie umschließt eine kleine Waldfläche von vielleicht einem Hektar. An der Pforte erwartet wortlos, den Schlüssel in der Hand, ein schweigsamer Mann die Ankömmlinge; seltsam, leise und geräuschlos sind die Bewegungen dieses Hüters; und ein Blick zeigt, daß er ein Sohn der indianischen Rasse ist. Jenseits der hohen Umfriedung sieht man es nun gleich, daß der erste Eindruck, der an einen Urwald denken ließ, trog: bis zu einer gewissen Höhe sind alle Baumstämme ihrer unteren Aeste entkleidet, überall ist das Unterholz entfernt, und statt seiner sieht man Gehege, von denen jedes vielleicht eine Breite und Tiefe von gegen 15 Meter haben mag. Das Drahtnetz, das sie umspannt, ragt drei oder vier Meter hoch empor, und der obere Rand ist scharf nach innen gebogen, so daß keiner der flinken und schlauen Waldbewohner hoffen darf, diesem Gatter zu entkommen. Einen Meter tief ist dieses Drahtnetz auch in das Erdreich hinabgesenkt. In der Mitte der Gehege steht jeweils eine große Hundehütte, aus deren Hinterwand eine seltsame Holzröhre wie ein Tunnel oder ein Höhlengang hinausführt. In der Luft liegt ein eigenartiger Geruch, ein unangenehmer Geruch und doch voll freundlicher Gedankenverbindungen. Wer erinnert sich nicht der Kinderzeit, da der Zoologische Garten immer wieder ein großes Erlebnis war?„Jetzt, da wir an dem Gitter entlang schreiten, gewahren wir freilich nirgends ein Zeichen von Leben. Erst bei dem zweiten Gehege, dort an der Mündung des„Tunnels" zur Hütte, blickt aus dem Dunkel ein kleiner, spitzer, dreieckiger Kopf hervor, man sieht die lauschend gestreckten Ohren, den neugierigen klugen Blick: der erste Fuchs, der uns bewillkommnet. Aber erst nachdem unser schweigsamer Führer in einige der Hütten gekrochen ist und die Bewohner ins Freie getrieben hat, sehen wir die anderen Zöglinge dieser Farm. Denn wir sind hier auf einer Anlage, in der Schwarzsüchse und Silbersüchse gehegt werden, um dereinst ihr Fell für den Schmuck der Frauen Europas zu opfern. Die Farm ist vielleicht die größte und erfolgreichste Neufundlands, nicht weniger als 40 Füchse nennt sie ihr eigen. Für ein Paar, Fuchs und Füchsin, wurden erst dieser Tage 56000 Mark geboten; aber der Besitzer schüttelte lächelnd den Kopf, ihm gelten sie mehr, und ihm werden sie auch mehr einbringen. In einer der Hütten sehen wir eine Füchsin mit vier Jungen; die Sachverständigen bewerteten diese kleine Familie auf 140000 Mark. Alle Füchse scheinen sich in dem ihnen von Menschenhand gezimmerten Bau und bei diesem Leben unter freiem Himmel und rauschenden Baumkronen sehr wohl zu fühlen; nachdem das erste Mißtrauen, das unser vorsichtiges, fast geräuschloses Nahen erweckte, verflogen ist, kommen die Tiere aus ihren Schlupfwinkeln hervor. Hier rennt eine ruhelose Füchsin wie ein Wolf im Zoologischen Garten ohne Pause hastig längs der einen Seitenwand ihres Geheges hin und her und dreht sich am Ende der Linie jeweils mit einem ganz erstaunlich schnellen Ruck um; sonst aber sehen wir nirgends Zeichen von Unruhe oder Besorgnis. Das ist das Verdienst des kundigen indianischen Wächters, der die Tiere nicht erschreckt. In anderen Farmen, wo man den vierbeinigen Zöglingen Aufregungen nicht so sorgsam fernhält, sind die Tiere oft viel unruhiger, suchen hastig einen Weg zur Freiheit zu graben, stoßen dann auf der Erde auf die Trahtnetze und beschädigen sich nicht selten ihren kostbaren Balg. Während auf der Prinz=Edward=Insel die Füchse bereits ausgerottet sind, findet man sie in Neufundland noch in der Freiheit, kann also die Vorräte ergänzen; und im Walde sind auch die Trapper beschästigt, stellen eifrig ihre Fallen und scheuen wohl auch nicht die von der Regierung ausgesetzten hohen Strafen von 4000 Mark für jeden Fuchs, der während der Schonzeit gefangen wird."—hl. 3132 unserm * Kochbuch. Von Laura Uincent. Gefüllte Eierkuchen mit Ragout. Vier bis fünf Eier vermischt man mit ½ Pfund Mehl, gibt drei bis vier Eßlöffel voll Milch dazu und rühct es gut untereinander. Die Masse soll dickflüssig sein, ist sie zu fest, so gebe man noch etwas Milch dazu. Nun läßt man in einer Ci rluhenpfanne Schmalz heiß werden, gießt von der Masse hinin, so daß der Boden dünn bedeckt ist und bäckt es auf beiden Seiten hellgelb. Hat man den ganzen Teig verbraucht, so füllt man die einzelnen Eierkuchen mit einem beli bigen Ragout, rollt sie zusammen und läßt sie nochmals in hisem Schmalz aufbraten, worauf man sie gleich zu Tisch gibt. Eierkuchen mit Spinat. Hierzu bereitet man die Eierkuchen wie gewöhnlich und füllt sie mit Spinat, der zubereitet wurde wie zum Gemüse, doch darf er nicht zu flüssig sein. Diese Eierkuchen eignen sich gut für die vegetarische Küche. ∆ für den Kreis börde 46. Jabrgang O Griles und iktelles Cagesorgan des Kreiles. O Haupt-An 9 S Amtliches Kreisblatt Unterhaltungs=Beilage zu Nr. 44. Montag, 22. Februar 1915. in Gläubiger des verstorbenen Vor56 besitzers hatte seine wohlverbrieste und sehr hohe Forderung seltsamerweise viele Jahre hindurch nicht geltend gemacht, so daß der Rittmeister überhaupt nichts von ihrer Existenz geahnt hatte. Dann aber war auch dieser ein übel berufener Geschäftsmann und ebenfalls gestorben, und Im. Tleitenorand. ( Orig'nal-Kriegsroman aus ernster Zeit von Rudolf Hollinger. (21. Fortsetzung.)(Nachdruck verboten. Alle Rechte vorbehalten.) Vorteils willen noch mehr in seinem Starrsinn bestärkte, und der ihn auch veranlaßte, Berufung einzulegen, als der Prozeß in der ersten Instanz auf Grund des vorgelegten Beweismaterials glatt zugunsten des Klägers entschieden worden war. In jenen Tagen hatte das Gespenst der Sorge düsterer und drohender denn je zuvor über dem Dache des alten Herrenhauses von Mallente geschwebt, und mit dem alten Herrn war sehr schlecht Kirschen essen gewesen. Ganz plözlich und unvermutet, schier als ein Wunder, war dann aber die Befreiung von dem fürchterlichen Alpdruck gekommen. Herr Kornberg junior hatte dem Rittmeister von Raven in einem sehr höflichen Briefe mitgeleilt, daß sich unter den nachgelassenen Papieren seines Vaters nachträglich Dokumente gefunden hätten, aus denen unzweideutig hervorgehe, daß der Vorbesitzer von Mallente die strittige Schuld auf Heller und Pfennig getilgt habe, so daß der Prozeß dadurch natürlich gegenstandslos geworden sei. Die Klage sei bereits zurückgezogen, und er, Kornberg, werde selbstverständlich auch alle bisher entstandenen Kosten übernehmen. Der Rittmeister hatte beim Empfang dieses überraschenden Briefes nur ingrimmig vor sich hingelächelt, ohne irgendwelche besondere Freude an den Tag zu legen, und die Antwort, die er dem so erstaunlich ehrlichen Herrn Kornberg geschrieben, war in nichts weniger als verbindlichen Formen gehalten gewesen. Aber es war ihm doch anzumerken, daß ihm eine Bergeslist von der Seele genommen worden war, und er war seither wieder um ein beträchtliches umgänglicher geworden. Ganz verwunden freilich hatte er die mit jener Angelegenheit verknüpften Aufregungen und Kümmernisse auch heute noch nicht, obwohl bereits mehr als ein Jahr seitdem verstrichen war, und seinem alten Freunde, dem Justizrat in Königsberg, grollte er noch immer von ganzer Seele. Nicht so sehr wegen der damaligen Ablehnung des Prozeßmandats, als wegen einer Aeußerung, die der Justizrat bei einer späteren Unterhaltung über diesen Gegenstand getan hatte. Triumphierend hatte ihm der Rittmeister den Brief des Herrn Kornberg gezeigt und hatte etwas ironisch sein Bedauern darüber ausgedrückt, daß der andere sich die fetten Anwaltsgebühren aus diesem Prozeß habe entgehen lassen. Da hatte ihm der Justizrat mit echt ostpreußischer Offenheit und Derbheit erwidert: „Ich danke im Gegenteil dem Himmel, daß ich meine Hände nicht in dieser Sache gehabt habe. Denn dafür, daß es bei der plötzlichen Abfindung dieser anGläubiger— Güterhändler in Allenstein— ebenfalls gestorben, nun war sein ihm seelenverwandter Sohn und Geschäftsnachfolger plötzlich mit seinem, durch die aufgelau enen Zinsen noch gewaltig gesteigerten Anspruch hervorgetreten. Der Rittmeister von Raven hatte kurzweg jede Zahlung verweigert und hatte dem Fordernden in seiner derben und ungeschminkten Manier gerade ins Gesicht gesagt, daß er die ganze Geschichte für einen ungeheuren Schwindel halte, dessen Opfer zu werden er nicht die geringste Lust habe. Tatsächlich wäre die Befriedigung des vermeintlichen Anspruches auch weit über seine Kraft gegangen! An barem Vermögen besaß er kaum mehr als die notwendigsten Betriebsmittel, und an eine weitere Belastung von Mallente in der erforderlichen Höhe wäre nicht einen Augenblick zu denken gewesen. Schon aus diesem Grunde wäre er gezwungen gewesen, es auf einen Prozeß ankommen zu lassen. Aber als er dann zu seinem alten Anwalt nach Königsberg fuhr und diesem die Sachlage klarmachte, zog der Justizrat sogleich das Gesicht in sehr bedenkliche Falten. Er ließ sich den Glaubiger, einen gewissen Kornberg, zu einer Besprechung kommen, und nachdem er Einsicht in die Papiere genommen hatte, auf die jener seinen Anspruch stützte, mußte er seinem Freunde von Raven mit der Miene tiefsten Bedauerns erklären, daß der Prozeß ganz aussichtslos sein würde, da die Beweisdolumente allem Anschein nach vollkommen unanfechtbar seien. Der Rechtsstreit würde große Summen verschlingen und schließlich unzweifelhaft zugunsten des Klägers entschieden werden. Er hatte darum nachdrücklich zu einer gütlichen Einigung geraten. Davon aber hatte der Rittmeister ganz und gar nichts hören wollen. Seiner festen Ueberzeugung nach lag hier ein dreister Betrugsversuch vor, und sein starres Rechtlichkeitsgefühl empörte sich gegen die Vorstellung, daß der Betrüger sich vor Gericht den Sieg erstreiten könne. Da der Justizrat in Königsberg sich zuletzt in aller Form geweigert hatte, die Vertretung des Beklagten in dem aussichtslosen Rechtsstreit zu übernehmen, war der Rittmeister zu einem weniger gewissenhaften Advokaten gegangen, der ihn um des zu erhoffenden (6E geblichen Quittungen irgendwie nicht mit rechten Dingen zugegangen ist, setze ich meinen Kopf zum Pfande!“ Mit dunkelrotem Gesicht war der Rittmeister aufgefahren und hatte eine nähere Erklärung dieser unverständlichen Anspielung verlangt, ohne doch den Justizrat damit aus seiner Ruhe zu bringen. „Ich will damit natürlich keine Verdächtigung gegen dich ausgesprochen haben. Denn über deine Rechtschaffenheit gibt es bei denen, die dich kennen, wohl nur eine einzige Meinung. Aber so viel ist sicher: Wenn dieser Kornberg wirklich irgendwelche Quittungen oder Dokumente gefunden hätte, durch die die Haltlosigkeit seiner Ansprüche erwiesen worden wäre, so hätte er ohne jeden Zweifel nichts Eiligeres zu tun gehabt, als diese Beweisstücke stillschweigend zu vernichten. Zu den Ehrenmännern, denen Recht und Gerechtigkeit höher stehen als der eigene Geldbeutel, zählt er wahrhaftig nicht. Er muß also irgendwelche andere Gründe für seine Generosität gehabt haben.“ „Und was für Gründe, zum Henker, sollten das gewesen sein?“ 6rs 145 „Das weiß ich nicht,“ meinte der Justizrar achselzuckend,„und ich habe nicht einmal eine dunkle Vermutung. Aber ich meine, eines Tages wird die Lösung des Rätsels schon offenbar werden, und ich will nur wünschen, daß dabei nicht eine neue Ueberraschung zutage kommt, die für dich unangenehmer ist, als es der endgültige Verlust dieses Prozesses gewesen wäre.“ Es hatte dann noch ein Wort das andere gegeben, und die beiden waren in hellem Zorn auseinandergegangen. Die sonderbaren Zweisel des Justizrats aber hatten dem Rittmeister ersichtlich keine Ruhe gelassen. Und eines Tages hatte er sich entschlossen, seinem früheren Prozeßgegner in eigener Person auf die Bude zu rücken, um sich von ihm bestätigen zu lassen, daß es mit den aufgefundenen Quittungen seine volle Richtigkeit habe.... 24 Hetreiichermeie## Herr Kornberg hatte sich begreiflcherweise sehr erstaunt gezeigt, war aber in seinen Erklärungen und Versicherungen doch merkwürdig zurückhaltend gewesen. Als der Rittmeister ihn zuletzt geradeheraus um die Vorlage der fraglichen Papiere ersuchte, hatte er erwidert, daß er sie als bedeutungslos vernichtet habe, nachdem die Sache durch seine vor Gericht abgegebene Erklärung ein für allemal aus der Welt geschafft sei. Mit finsterer Miene war Herr von Raven von jener Unterredung zurückgekehrt, und seitdem vermied er es gesissentlich, von der Sache zu sprechen. Es war da etwas, das ihn quälte und beunruhigte und ihn mit einem gewissen Mißtrauen erfüllte. Nicht gegen eine bestimmte Persönlichkeit, sondern gegen das Schicksal, das sich ihm scheinbar so gnädig erwiesen hatte, und von dem er doch zu fürchten schien, daß es seine Hand eines Tages nur um so schwerer auf ihn legen würde. Doch die hypochondrische Sorge schien eine grundlose gewesen zu sein. Kein neues Mißgeschick war in diesen letzten Monaten über Mallente und die Familie des Gutsherrn hereingebrochen, und es hatte vielmehr ganz so ausgesehen, als solle sich der Lebensabend des alten Herrn heiterer gestalten, als es sein Mittag und sein Nachmittag gewesen waren. Die Verlobung seiner Tochter Hertha mit dem Dragoner=Oberleutnant Eberhard von Ragolla, dem Sohne eines früh verstorbenen Vetters und Jugendfreundes, war für den Rittmeister die Ersüllung eines rechten Herzenswunsches gewesen, und er hatte durchaus nicht begriffen, weshalb die jungen Liebesleute es mit ihrer endgültigen Vereinigung von vornherein so wenig eilig gehabt hatten. Mit aller Bestimmtheit hatte Hertha erklärt, sie wolle frühestens nach Ablauf eines Jahres heiraten, und der Oberleutnant hatte dagegen merkwürdigerweise nicht den geringsten Einspruch erhoben. „Eine merkwürdige Jugend— die von heutzutage,“ hatte der alte Herr gebrummt.„Früher pflegten die Leutnants etwas heißeres Blut zu haben und sich auf langes Warten nur dann einzulassen, wenn es durch irgendeine eiserne Notwendigkeit geboten war.“ Hier aber konnte von solcher Notwendigkeit nach seinem Dafürhalten nicht entfernt die Rede sein. Denn die Geldfrage bildete glücklicherweise kein Hindernis. Er selber zwar hatte dem Neffen bei der Bewerbung rund heraus erklären müssen, daß er seiner Tochter außer einer anständigen Ausstattung nichts mitgeben könne; aber er hatte auch gewußt, daß es keine leere Redensart war, als Eberhard ihm darauf erwiderte, daß ihm das von Anfang an bekannt gewesen sei, und daß sein ererbtes Vermögen für die Erhaltung einer Familie ja auch vollständig ausreichte. Damit hatte es ohne jeden Zweifel seine Richtigkeit. Der Rittmeister wußte, daß sein verstorbener Vetter ein ganz hübsches Sümmchen hinterlassen haite, und bei der bekannt soliden Lebensweise des Oberleutnants von Ragolla konnte es sich bis zum heutigen Tage kaum verringert haben. Die übergroße Geduld, die die Verlobten bei der Festsetzung ihres Hochzeitstages an den Tag legten, wollte ihm deshalb ganz und gar nicht einleuchten. Aber er hatte sich schließlich damit ebenso abgefunden wie mit Herthas sonderbarem Wunsche, die letzten Monate ihrer goldenen Mädchenzeit zu einer weiteren Ausbildung ihrer unleugbar vorhandenen malerischen Talente zu benutzen. 4 gm Jucham achan(aftEr hatte sie nicht gerne nach Munchen gehen lassen; denn abgesehen davon, daß er in Herthas plötzlich erwachter Kunstbegeisterung nur eine törichte Mädchenlaune sah, war alles, was er bisher über das Leben und Treiben des Münchener Künstlervölkchens gehört hatte, danach angetan, in ihm sehr ernste Bedenken zu erregen. Zulett aber hatte er, wie gesagt, dann doch nachgegeben. Erstens hatte ihn der Briefwechsel mit dem Professor Grünwald einigermaßen beruhigt, und dann glaubte er ja auch seine Tochter Hertha hinlänglich zu kennen, um von ihr keine ähnlichen traurigen Ueberraschungen zu befürchten, wie sie ihm vorher zwei seiner Kinder bereiter hatten. „Sie hat nichts von dem Blute ihrer unseligen Mutter,“ sagte er sich oft, wenn er sie ansah, in der Stille seines Herzens.„Sie ist eine echte Raven, und man darf ihr getrost vertrauen.“ Von eigentlich ausschlaggebendem Einstuß auf seine Entschließung aber war es natürlich gewesen, daß sich Eberhard mit dem Vorhaben seiner Verlobten völlig einverstanden erklärt hatte. Wenn der Bräutigam nichts gegen die Trennung einzuwenden hatte, durste wohl auch er seine Zustimmung geben! Um so eher, als er darum ja nicht einsam und allein auf Mallente zurückbleiben mußte. Wenige Wochen vor Herthas Abreise war ihre jüngste Schwester Helga aus einem Schweizer Pensionat in die ostpreußische Heimat zurückgekehrt, und sie hatte so viel frisches, junges Leben in das alte Herrenhaus von Mallente mitgebracht, daß es gewesen war, als seien die längst entschwundenen Tage wieder lebendig geworden, da die schlichten, prunklosen Räume von dem fröhlichen Lachen und Singen rosiger Mädchenlippen widerhallten. Wenn es überhaupt ein menschliches Wesen gab, das dem knurrigen alten Herrn die Grillen verscheuchen konnte, so war es sicherlich dies strahlende junge Geschöpf mit dem goldig glänzenden braunen Haar und den sprühenden Augen! Sie hatte ihren achtzehnten Geburtstag bereits gefeiert; aber sie sah eigentlich noch immer aus wie eine Sechzehnjährige. Und wie eine Sechzehnjährige hatte sie sich auch benommen, wenigstens in„den ersten Monaten nach ihrer Rückkehr in das Vaterhaus. (Fortsetzung folgt.) 3 05 SSsn S S S gSS S GöSSESESLDSIEE SSnge Denkspruch. Willst du den Menschen prülen, so belausch' ihn am Busen der Freude. Benzel=Sternau. Eine resolute Frau. Erzählung aus den Kriegsjahren 1806—1813 von M. von Lettkow. Nachdruck verboten.) Den schönsten Kranz aus weißen Nelken und Tuberosen, den ich finden konnte, hatte ich hinausgetragen, Großmütterchens Grab zu schmücken,— hatte lose Blüten und Blätter, wie in jedem Jahre, über der Heimgegangenen grünen Efenhügel gestreut. Nun war ich heimgekehrt und wollte den Abend in Erinnerungen an meine lieben Abgeschiedenen feiern. Wohl habe ich sie nicht gekannt, die Mutter meines Vaters, diese herrliche Frau mit dem reichen rotblonden Haar, das, einer Glorie gleich, einen Schimmer von Gold über ihren prächtigen Rubenskopf warf und auf alle, die ihr nahegetreten, einen unwiderstehlichen Eindruck machte. Ich zählte vier Jahre, als sie plötzlich starb; aber ein lebensgroßes Porträt besitze ich von der Teuren. Und noch etwas aus ihrem Nachlasse ist auf mich übergegangen: eine uralte Truhe aus Eichenholz, beschlagen mit schweren, silbernen Nägeln und wundervollen Ornamenten. Dieses altmodische Erbstück ist mir um nichts feil. Und erst der Inhalt!— Obenauf ein zartes Blondenhäubchen, dessen vergilbte Spitzen und Barben heute noch nach Lavendelessenz duften,— hier ein schweres orangefarbenes Moiréband, das einst das weiße Ballkleid Großmütterleins geschmückt, als sie sich kaum verheiratet. Dort ein prachtvoller, breiter Gürtel mit ebenso breiter Schnalle, an der Türkisen, Perlen und wundervolle Rubinen schimmern; er hat die feine Taille ihrer hohen, ebenmäßigen Gestalt umschlossen. Nun eine Robe aus maigrünem Brokat— ein Paar zierlicher Hackenschuhe aus feinstem weißen Handschuhleder— in zarte Spitzentücher gehüllt das abgegrifsene Gesangbuch— und unten auf dem Boden der Truhe eine Mappe aus rotem Maroquin. Sie ist alt und viel benützt, diese Mappe—— vier Generationen hat sie gesehen— das Zeitenrad ist über sie hinweg gerollt— mit seiner Sense hat der Schnitter Tod Hunderttausende hinweg gemäht— sie aber ist noch da. Ach, alles Nichtlebendige überlebt den Menschen. Ich habe diese mir teure Mappe in starkes Wachspapier gehüllt, um sie vor gänzlicher Zerstörung zu bewahren, denn sie enthält vergilbte Tagebuchblätter meiner Urgroßmutter: der„ehrsamen und tugendbelobten“— wie man damals sagte— Frau Oberamt= mann Cordula Schindler. Es sind leider nur noch wenige Blätter, aber aus den Napoleonischen Kriegen— den Jahren 1804—13. Jeder gute Deutsche kennt aus seinem„Leitfaden für den Unterricht in der deutschen Geschichte“ jene schreckliche Zeit. „... denn aus der Französischen Revolution war ein Mann hervorgegangen, welcher durch seine kriegerischen Taten die alten Ordnungen und Zustände Europas in ihren Grundvesten erschütterte: Napoleon Bonaparte, ein Mann, ausgerüstet mit einer ungeheuren Geisteskraft und eisernen Willensstärke, beseelt von maßlosem Ehrgeiz——“ Es ist wohl nötig, hier dem Leser ein wenig Geschichte ins Gedächtnis zu rufen, um den Inhalt jener Tagebuchblätter verstehen zu können. Im Jahre 1804 stürzte Napoleon Bonaparte mit Zustimmung des Volkes die Republik und erhob sich zum Kaiser der Franzosen. Mit diesem unerhörten Erfolge noch nicht zufrieden, trachtete er nach der Oberherrschaft über ganz Europa. Er vereinigte Italien mit Frankreich, drang in Dartschland ein und entriß dem Könige von England Hang ver. Frußland und Oesterreich aber, denen diese Umwälzung der Staaten nicht gefiel, verbanden sich aufs neue zum Kriege gegen den„kleinen Korsikaner", wie man Napoleon allgemein nannte. Ein Jahr nach seiner Thronbesteigung drang Napoleon I. in Deutschland ein und zwang alle süddeutschen Staaten: Bayern, Württemberg und Baden, sich mit ihm zu verbinden. Bei Ulm nahm er ein österreichisches Heer gefangen und besetzte Wien. Kaiser Franz, der nun nicht mehr die Aussicht hatte, glänzende Siege zu erwarten, schloß eiligst Frieden und wehrte sich nicht. Und das wollte nur der„Korsikaner". Nun war Napoleon I. Herr in Deutschland. An dem letzten Kriege gegen Napolcon hatte Preußen nicht teilgenommen, obgleich es von diesem schwer beleidigt worden war: Französische Truppen hatten ohne die Genehmigung König Friedrich Wilhelms 1806 ihren Weg durch preußisches Gebiet genommen. Aus diesem Jahre— 1806— sind die ersten Tagebuchblätter. Cordula Schindlers Gatte, Leopold, welcher in dem thüringischen Städtchen I..... durch zehn Jahre seinen Posten als Oberamtmann versehen hatte, war bereits seit langen Monaten bei der Armee. Seine kleine, aber geistig lebhafte und ungemein resolute, hübsche Frau hatte außer ihren sieben unmündigen Kindern einen altersschwachen, kindisch gewordenen Onkel, den ehemaligen Professor Leberecht Knötlein, gemeiniglich nur„Pate Leberecht“ genannt, im Hause. Und dieser Professor=Pate machte ihr unglaublich viel zu schaffen. Cordula Schindler schreibt nun: „Gott helfe uns! Seit drei Uhr morgens bin ich auf den Beinen,— hab' zur Bodenluke hinausgesehen und die verschiedenen Feuerzungen beobachtet. Es muß an vier Stellen zugleich gebrannt haben.— Das Vieh brüllt in den Ställen, als wittere es das Unheil.... Heut früh brachte der Bader neue Nachrichten——: Prinz Louis Ferdinand ist bei Saalfeld auf den Feind gestoßen— so sagen sie— und unsere Soldaten gehen drauf und dran, wie die Bären—!“ (Also damals genau so, wie heut unsere tapferen Krieger.) „Ach— warum bin ich kein Mann!— Wie gern folgte ich meinem Leopold zur Armee— und wär's auch nur als Marketenderin!— aber die Kinder? Fiekchen(Friederike) hat die Fäustchen dicht an der Nase geballt— Jettchen ihre Lappenpuppe im Arm, mit der sie alle Abende vor dem Schlafengehen zum Herrgott im Himmelreich„für den guten Vater“ betet— und Peter und Christian liegen mit dem Hofhund, dem Phylax, zusammen in ihrem Bettkasten unter der großen Standuhr. Glückliche Jugend— glückliche Kinder!“— Die Herzensangst eines liebenden Weibes, die Sorge um die unmündigen Kinder, denen sie kein Schutz sein konnte, spricht aus dem folgenden Blatte Cordula Schindlers: „Herr, mein Gott— dich rufe ich! Siehe nicht an unsere Missetaten, sondern verschone uns mit deiner Züchtigung! Nimm den Erbfeind von uns, der unsere Städte und Dörfer versengt und verwüstet— unsere 4