#o Stemim Seiuer eicen dee) anden Feiertags. Bezuosprts M. 1.80 oienet. jährltch, dei der Post kor Bestellgeld 42 Pla. modr. Möchenu. Grolsbellage:„IAustriernen Famillenfreuns“ u. t4gl. Ualerbaltungsblatt. Anzelgenpreis: Die stebengespallene Petitzeitoder deren Raum 10 Plg., Anzeigen von auswars 15 Plg, Reklamezelle 40 Plg. Jeden Radat gll als Kassardan u. erischibs donkorsen, Zwangsoergleichen, gerichtl. Klagen u. Miahbracuugh grnact. Jahungseoisgug. Amtliches Kreisblatt Westhofener Zeitung Langscheder Zeitung Schwerter Volksblau Verbunden mit: für den kreis börde Holzwickeder Zeitung Aplerbecker Zeitung Schwerter Oolkszeitung Schwerter Tageblatt O Schwerter Anzeiger Grites und älteltes Cagesorgan des Krelles o General-Anzeiger für den Kreis Börde a Haupt-Annoncenblan ans arts, und ichalpolzgtlchen Drrn.1 gungen sür den Areis Hörde erlangen gemez Betanatnachung der Aöaigliche Regenag durch Derosenlichung ie dn„Schweren Zeitung" rechtsverdindliche Kroft.— Die „Schwerter Zeitung“ gewährt idree Abonnenten für jeden mit Tod endenden Unsol geGogungen: 300 Mk. Unsall. Druch u. Verlage. Car Brov. Schoaerne= Ruhe Srisc.-Seimt Alt shasshenuesich Nr. 40. Mittwoch, den 17. Februar 1915. 47. Jahrgang. Die tüfstscheen1 i Ostpreugen! Mehr als 50000 Gefangene! 40 Geschütze, 60/Maschinengewehre erbeutet! „ T r i e s t l s z u s c l a g e n. D o s b e d e u t e t a l b d i e d o l a Italiens Neutralität. Italien gedenkt nach den Darlegungen seiner Minister nur dann aus seiner Neutralität herauszutreten, wenn ihm dies als absolute Notwendigkeit erscheint; es beabsichtigt jedoch andererseits nicht, das Ende des Weltkrieges zu erleben, ohne sich über seine internationale Machtstellung Vorteile gesichert zu haben. Daher werden zwischen Italien und seinen beiden Verbündeten Verhandlungen darüber geführt, durch welche Erfüllung italienischer Wünsche es möglich ist, Italien die Fortführung der Neutralität bis zum Friedensschluß zu gestatten, ohne daß später die Gefahr einer Schädiguung der italienischen Interessen eintreten kann. Die italienischen Blätter, die es mit dem Dreiverband halten, bemühen sich redlich, diese Verhandlungen durch Ausstreuung falscher Nachrichten über ihren Inhalt und Fortgang zu stören. Deshalb wäre es das Beste, wenn über die Besprechungen in den Zeitungen so wenig wie möglich geschrieben würde. Das wird auch der deutschen Presse dringend von der„Magdeb. Itg.“ empfohlen und an das Wort des Fürsten Bülow erinnert, daß man den Italienern weder drohen noch ihnen Ratschläge erteilen solle, weil sie beides nicht vertragen können. Ganz ungerechtfertigt sei es, den König Victor Emanuel persönlich in die Debatte zu ziehen und ihn als den hauptsächlichsten Anhänger der Neutralität zu bezeichnen, da der Monarch Wert darauf legt, zu betonen, daß er selbst mit seinen Ministern außerdienstlich nicht über seine politischen Anschauungen spricht. Die italienische Regierung hat den Kriegshetzern im eigenen Lande gegenüber keinen leichten Stand, man soll ihr daher ihre Aufgabe nicht noch erschweren. Die Schwierigkeiten der italienischen Regierung gegenüber der Neigung„weiter Volkskreise zum Dreiverband beleuchtet ein Artikel des sonst besonnenen Blattes„Giornal d'Italia“, in dem es heißt: Das italienische Volk fühlt instinktiv, daß der günstige Augenblick nahe ist, in dem das Schicksal des Vaterlandes entschieden wird. Die Italiener sind sich seit Monaten bewußt, daß die gegenwärtige neutrale Haltung Italiens nicht Selbstzweck ist, sondern nur eine Periode vorbereitender Zusammenfassung aller Kräfte des Landes bedeutet. Es sei nun an der Zeit, dem Lande zu sagen, daß, wenn auch eine Mobilisation der militärischen Streitkräfte nicht angeordnet würde, doch eine geistige Mobilmachung des Landes notwendig sei. Italien kann aus dem europäischen Konflikt nicht in seiner jetzigen Gestalt hervorgehen. Italien darf diesen Krieg nicht vorübergehen lassen, ohne daß seine Ansprüche erfüllt werden. Italien seien durch die Neutralität Hände und Füße gebunden, es verliert dadurch seine Bedeutung als Großmacht und es wird dadurch nach dem Kriege der Willkür der Sieger und dem Haß der Besiegten preisgegeben. Objektive Beurteiler wissen, daß Italiens Großmachtstellung hauptschächlich auf seiner Stellung als Mittelmeermacht beruht, und daß seine Interessen daher beim Dreibunde am besten gewahrt sind. Eine russische Armee vernichtet. wtb Großes Hauptquartier, 16. Febr., abends.(Amtlich.) In der neuntägigen Winterschlacht in Masuren wurde die russische Armee, die aus mindestens 11 Infanterie= und mehreren Kavallerie=Divisionen bestand, nicht nur aus ihren start verschanzten Stellungen östlich der masurischen Seenplatte vertrieben, sondern auch über die Grenze geworfen und schließlich in nahezu völliger Einkreisung vernichtend geschlagen. Nur Reste können in die Wälder östlich von Suwalki und Augustow entkommen sein, wo ihnen die Verfolger auf den Fersen sind. Die blutigen Verluste des Feindes sind sehr stark, die Zahl der Gefangenen steht noch nicht fest, beträgt aber sicher weit über 50 000. Mehr als 40 Geschütze und 60 Maschinengewehre sind genommen und unübersehbares Kriegsmaterial ist erbeutet. Seine Majestät der Kaiser wohnte den entscheidenden Gesechten in der Mitte unserer Schlachtlinie bei. Der Sieg wurde durch Teile der alten Osttruppen und durch junge, für die Aufgabe herangeführte Verbände, die sich den alten bewährten Kameraden ebenbürtig erwiesen haben, errungen. Die Leistungen der Truppen bei Ueberwindung widrigster Witterungs= und Wegeverhältnisse, bei Tag und Nacht fortgesetzten Märschen und Gefechten gegen einen zähen Gegner sind über jedes Lob erhaben. Generalfeldmarschall von Hindenburg leitete die Operationen, die von Generaloberst von Eichhorn und General der Infanterie von Below in glänzender Weise durchgeführt wurden, mit alter Meisterschaft. Großes Hauptquartier, 16. 2. 15. Westlicher Kriegsschauplatz. Feindliche, Angriffe gegen die von uns bei St. Eloy genommenen englischen Schützengräben wurden abgewiesen. Sonst ist nichts besonderes zu melden. Oestlicher Kriegsschauplatz. die Verfolgungskämpfe an und jenseits der oflpreußischen Grenze nehmen weiter einen sehr günstigen Verlauf. In Polen nördlich der Weichsel besetzten wir nach kurzem Kampfe Bielsk und Plonsk. Etwa 1000 Gefangene fielen in unsere Hände. In Polen südlich der Weichsel hat sich nichts wesentliches ereignet. In der ausländischen Prisse haben die abenteuerlichsten Gerüchte über unermeßliche Verluste der Deutschen in den Kämpfen östlich Bolimow Anfang Februar Aufnahme gefunden. Es wird festgestellt, daß die deutschen Verluste bei diesen Angriffen im Verhältnis zu den erreichten Erfolgen gering waren. Oberste Heeresleitung. Triest loszuschlagen. Das bedeutet also die diplomatische Sanktionierung unserer„Interventionisten".„Italien“, so fährt die„Stampa“ fort, „hat aber noch ganz andere und größere Interessen als die Ausgestaltung der nationalen Einheit. Während alle in den Krieg verwickelten Großmächte Weltpolitik treiben und die Ausdehnung ihres politischen und wirtschaftlichen Einflusses auf andere Erdteile anstreben, sollte allein Italien sich mit dem bißchen Grenzkorrektur und der Vervollständigung der nationalen Grenze begnügen?„Alle anderen Mächte gravitieren nach dem Mittelmeer, das unsere Küsten bespült, und wir Italiener sollten nur nach der Adria schauen dürfen? Wie könnten wir uns aber an einem Meere desinteressieren, das voll Namen ist, die uns blutige Beleidigungen ins Gedächtnis rusen und Irrtümer, an denen wir bis heute noch zu büßen haben. Will also Italien schon in den Weltkrieg eingreifen, so wende es wenigstens den Blick von der kleinen Adria nach dem großen Mittelmeer, das Tunis, Aegypten und Kleinasien bespült, und schaue über Trient und Triest hinaus.“ Das Blatt schließt mit der ernsten Mahnung an die Kriegshetzer, ihren übertriebenen Optimismus zu zügeln. Die Kämpfe in den Karpathen. wtb Wien, 17. Febr.(Nichtamtlich.) Amtlich wird vom 16. Februar verlautbar: Die allgemeine Situation in Russisch=Polen ist unverändert; es fanden nur Artilleriekämpfe statt. An der Karpathenfront wird heftig gekämpft. Mehrere Tage wurden die Nachtangriffe der Russen gegen die Stellungen der Verbündeten unter großen Verlusten des Feindes, der hierbei 400 Gefangene verlor, zurückgeschlagen. Die Aktionen in Bukowina verlaufen günstig. Die Serethlinie ist überschritten. Die Russen wurden unter fortwährenden Gefechten gegen den Pruth zurückgedrängt. Südlich Kolomea, wo größere Kämpfe sich entwickeln, machten wir gestern über 500 Gefangene. Der Stellvertreter des Chefg des Generalstabes: von Höfer, Feldmarschall=Leutnant. Eine neue französische Offensive? Kopenhagen, 16. Febr. Der militärische Mitarbeiter der„Times“, Oberst Maude, schreibt heute:„Wenn die Lage der Russen bedrohlich werden sollte, werden die Verbündeten im Westen unzweifelhaft zur Offensive schreiten, um dem deutschen Druck auf die russische Front entgegenzuwirken. Ohne Zweifel ziehen die Russen jetzt ungeheure Verstärkungen heran. Gleichzeitig erhal“ ten auch wir ständig große Verstärkungen, sowohl von England als von überseeischen Ländern. Die allernächste Zukunft wird zeigen, an welcher Front die Verbündeten eine größere Aktion einleiten.“ Englischer Einspruch gegen die sapanischen Forderungen. Italiens Interessen im Mittelmeer. Die„Stampa“, die überhaupt den Kriegshetzern energisch entgegenzutreten beginnt, läßt dem nussischen Minister des Aeußeren Sasonow eine scharfe Abfertigung zuteil werden.„Die Entente“, so schreibt die„Stampa“,„das heißt, halb Europa, hat uns durch den Mund Sasonows wissen lassen, wag es von unserer Neutralität hält und daß unsere historische Pflicht uns gebiete, für Teient und Haag, 16. Febr. Wie holländische Bankierkreise aus London erfahren, soll die englische Regierung über 50 Kabeldepeschen von den bedeutendsten englischen Firmen Ostasiens und Indiens erhalten haben, in denen die englische Regierung dringend ersucht wird, alles aufzubieten, um die japanischen Forderungen an China und den damit wachsenden Einfluß einzudämmen, da große politische Verwickelungen, namentlich aber erhebliche Schädigungen der englischen Wirtschaftsinteressen bevorständen. Durch Schanghaier Handelsfirmen wird bekannt, daß ganz Südchina, ja selbst FranzösischIndochina mit japanischen Spionen überzogen werde. Es laufen wilde Gerüchte über Japans Absichten um. In Australien hätte das japanische Verlangen ungeheure Aufregung verursacht. Was wird der 18. Februar bringen? Auf diese Frage antwortet Vizeadmiral z. D. Kirchhoff in der„Tägl. Rundsch“: Wir können keine Blockade ausführen und wir wollen das auch garnicht. Wir wollen nichts anderes, als in dem von uns jetzt erklärten neuen größeren Kriegsgebiet mit allen Kriegsmitteln gegen die feindliche Handelsschiffahrt und die Militärtransporte tatkräftig zu Werke gehen. Wir binden uns an keine Häfenmündungen, an keine besondere Küstengegend, sondern wir tun in dem angegebenen Seekriegsgebiet einfach dasselbe, was England ankündigte, als es die ganze Nordsee in seinen Kriegsbereich hineinzog. Das ist für unsere Seestreitkräfte weit einfacher und sicherer und gewährt weit mehr Aussichten auf mittelbaren und unmittelbaren Erfolg als die Blockade. Man glaube jedoch nicht, daß mit dem 19. Februar nun ganze Zeitungsspalten mit unseren Erfolgen angefüllt sein werden. Nichts dergleichen. Erstens zieht sich ein großer Teil der feindlichen: und neutralen Kauffahrteischiffe schon vorher von dem Gebiet zurück, zweitens wird der Gegner aufs äußerste sich bemühen, keinen unserer Erfolge bekannt werden zu lassen, drittens wird er mit lauter deutschen Mißerfolgen die Welt belügen und endlich wird er bei allem bestrebt sein, die Neutralen durch erlogene barbarische Taten der Unferen aufzureizen. England befürchtet die Folgen unseres Vorgehens gleichwohl ernstlich Gegenmaßnahmen getroffen. Die Umwandlung aller englischen und irischen Häfen in befestigte Plätze bezweckt, daß jedes, auch neutrale Schiff, das sich englischen Häfen nähert, von vornherein den Militärbehörden unterworsen ist. Ein unter neutraler Flagge geplantes Vorgehen, z. B. das Minenlegen, glaubt man dadurch leichter verhindern zu können. Alsdann sollen noch mehr Stützpunkte und Sicherungen für die sich etwa in die Häsen flüchtenden Schiffe getroffen und der Gegner dadurch besser gehindert werden, in diese Häfen einzudringen und den Schiffen unbehelligt zu folgen. Für unsere Luftschiffe gibt es also keine unbefestigten Orte an der englischen Küste mehr. Auch der Wach= und Patrouillendienst ist nach Kräften erweitert worden. Nach alledem dürfen wie Unmögliches für die nächste Zeit erwarten, sondern mit Geduld abwarten, wie unser Vorgehen nach und nach drühen Erfolge zeitigen wird. Februar. „Exchange"=Teleman scheine in Englands Sorge am 18. Rotterdam, 16. Febr. Ein gramm aus Kopenhagen meldet, englischen Marinekreisen der Meinung zu sein, daß die Deutschen geheime Minensperrungen zur See anzulegen gedenken. Deshalb hält man es in England für ratsam, die Handelsschiffahrt nach Häfen zu lenken, deren Wasserstand so niedrig ist, daß dort keine Minen gelegt werden können. Ferner sollen nur solche Häfen benutzt werden, die sich durch Patrouillenschiffe leicht überwachen lassen. Hierfür eignen sich alle schottischen Häsen. Aus Angst vor dem 18. Februar. Christiania, 17. Febr. Der„Köln. Ztg.“ wird von hier aus gedrahtet: Aus Drammen wird der erste Fall gemeldet, daß die Mannschaft des Barkschiffs„Meran“ wegen der Kriegsgefahr sich geweigert habe, über die Nordsee zu fahren, so daß das Schiff nicht abgehen kann. Die englische Kontrolle des amerikanischen Exports. Washington, 16. Febr. Reuter meldet: Der Staatssekretär des Schatzamtes, Mac Adov, hat die Verordnung vom 28. Oktober aufgehoben, die den Zollbeamten jede Auskunfterteilung über die Art der Ladung. und den Bestimmungsort von Schiffen, die amerikanische Häfen verließen, eher als 30 Tage später verbot. Der Schatzsekretär ist der Ansicht, daß die Verordnung, die viele Klagen in Exporteurkreisen verursachte, jetzt entbehrlich geworden ist. Vorstellungen der nordischen Mächte bei England und Deutschland. tu Kopenhagen, 17. Febr. Amtlich wird bekannt gegeben: Die dänische, norwegische und schwedische Regierung haben bei ihren in Stockholm abgehaltenen Verhandlungen sich dahin geeinigt, gegenüber der britischen und deutschen Regierung Vorstellungen zu erheben anläßlich der Gefahren, die der nordischen Schiffahrt drohen, teils wegen der von dem britischen Ministerium des Aeußeren veröffentlichten Mitteilung über die eventuelle Anwendung der neutralen Flagge auf britischen Handelsschiffen, teils anläßlich der militärischen Maßnahmen in den Gewässern um die britische Inselgruppe, die deutscherseits in Aussicht gestellt wurden. Die drei Regierungen werden jede für sich die Noten, die gleichen Wortlaut ha ben, den beiden kriegführenden Mächten zustellen. Holland und der Unterseebootkrieg. tu Amsterdam, 17. Febr. Die Minister= und Reederkonferenz, von der schon berichtet wurde, hat beschlossen, die holländischen Schiffe sollen fahren, aber sobald sie ein Unterseeboot sehen, halten, ohne eine Aufforderung dazu abzuwarten, um die Untersuchung zu erleichtern. Eine Begleitung durch Kriegsschiffe unterbleibt. Protest wird eingelegt bei Deutschland und England, Deutschland jedoch für alle Schäden verantwortlich gemacht. Am Mittwoch sollen in Amsterdam und Rotterdam große Massenversammlungen der Reeder Hollands Vetschen. Der Krieg gegen Frankreich. Zu den jüngsten französischen Mißerfolgen. tu Genf, 16. Febr. Beim Verlassen Belforts erfuhr Poincare von dem französischen Verlust der drei Ortschaften Norroy, Hilsen und Obersengern an die Deutschen. Die tröstende Bemerlung Poincares, daß es sich offenbar um unbedeutende Vorpostengefechte handle, verwendete Joffre schleunigst für seinen Hauptquartiersbericht. Die Fachkritik beurteilt diese sranzosischen Schlappen nahe Ponta=Mousson und in den Vogesen, sowie die gesteigerte Tätigkeit der deutschen schweren Geschütze vor Reims wesentlich ernster. Die Joffrenote enthält keinerlei Hinweis auf die in Privatmeldungen als bedrohlich dargestellte Lage der Verbündeten bei Bethune. Unerhörte, Vorgehen der Franzosen. tu Zürich, 17. Febr. Der„Züricher Tagesanz.“ schreibt: Die Aktionen der Franzosen an der schweizerischen Grenze sind auf eine Herausforderung der Deutschen angelegt. Die französischen Batterien sind 10 Meter von der schweizerischen Erenze aufgestellt, von wo aus sie die Deutschen beschießen. Der unerhörte Vorgang erinnert an das Beispiel mit der Kathedrale in Reims. Deutsche Flieger über Pont=i=Mousson. Genf, 17. Febr. Die Stadt Pont-à=Mousson wird fast täglich von deutschen Fliegern überflogen, die Bomben und Pfeile abwerfen. Fast alle Einwohner haben die Stadt bereits verlassen. Es ist ungeheurer Schaden angerichtet worden. Die deutschen Aerzte freigesprochen. Paris, 17. Febr. Das 2. Kriegsgericht hat sämtliche deutschen Aerzte und Sanitätssoldaten des Lazaretts Lizy=sur=Ourg, die, der Plünderung und des Diebstahls angeklagt, vom 1. Kriegsgericht verurteilt waren, freigesprochen. Frankreich wird mißtrauisch. Die„Köln. Ztg.“ bespricht die immer stärker werdende Abhängigkeit Frankreichs von England. Sie sagt, in unbefangenen Kreisen Frankreichs empfinde man schon längst Besorgnis wegen der Ansprüche, die das englische Hilfskontingent in Frankreich macht. Man murrt über die Art, wie die Engländer in den französischen Kanalstädten sich breit machen und zu Gebietern aufwerfen. Die Besorgnis, daß die Engländer Dünkirchen, Calais, Boulogne, wenn gar Havre niemals wieder verlassen werden, erscheint durchaus gerechtfertigt. Sicher sei, daß nach Erschöpfung Frankreichs beim Friedensschluß die Engländer jene Orte aus freiem Antriebe niemals räumen werden. Als eines der letzten Ziele des englischen Raubkrieges sei immer mehr die Gewinnung eines riesigen Gibraltars auf französischem Boden zu erkennen. Der Krieg gegen Rußland. Rußland und Rumänien. Nach Blättermeldungen kann die Erklärung Ssasonows in der Duma, daß zwischen Rußland und Rumänien eine wertvolle Freundschaft bestehe, nicht so gedeutet werden, daß Rußland der Kriegshilfe Rumänieng sicher sei. Wie der„Njetsch“ erfährt, hat sich Rumänien allerdings für ein bewafinetes Eingreifen zugunsten des Dreiverbandes entschieden, sich aber vorbehalten, den Zeitpunkt des Beginneg der Aktion selbst zu bestimmen. Diese Tatsache wird von fremden Diplomaten in Petersburg bezeugt. In letzter Zeit habe aber die Entschlossenheit in Bukarest einen Stoß erlitten. Die russischen Mißerfolge in den Karpathen und der Bukowina sind in Butarest aus die Wagschale gelegt worden. Die Regierung wird jetzt auf alle Fälle eine endgültige Klärung auf den genannten Schlachtfeldern abwarten. Die„Rußkoje Wjedomosti“ veröffentlicht eine Meldung in demselben Sinne. Es sei nicht anzunehmen, daß Rumänien in der nächsten Zeit die Feinseligkeiten gegen Oesterreich eröffnen werde. Das Blatt bezieht sich auf ein Telegramm des russischen Gesandten in Bukarest, dag besagt, daß die Regierung in der Kriegebeibiülle nach nicht enschlossen sei. W Die Angst vor der Wahrheit in Rußland. tu Stockholm, 17. Febr.„Dagbladet“ meldet aus Petersburg:„Nowoje Wremja“ schreibt: Unsere Verluste sind sehr schwer, sie werden aber aus geglichen durch die günstige strategische Stellung, die wir mit unserer Zurückziehuung errungen haben.(?) Die russische Heeresleitung hat angeordnet, daß in Jukunft geschlossene Briefe von der Front an Famlienangehörige der Krieger nicht mehr befördert werden dürfen, sondern nur noch offene Briefe und Sendungen. In Petersburg werden die Briefe aus dem Felde, bevor sie den Familien zugestellt werden, geöffnet und mit dem militärischen Zensurstempel versehen. Der Kampf bei Czernowitz. bb Bistritz(Siebenbürgen), 17. Febr. Die ursprüngliche Annahme, die Russen würden Czernowitz kampflos aufgeben, erweist sich als irrig. Die von den Unserigen verfolgten Russen machten im Umkreis von 20 Kilometern südlich von Czernowitz Halt, wo sie, da sie stark mitgenommen waren, Verstärkungen von Norden erhielten, um mit unseren Truppen den Kampf aufzunehmen. Die Rusen sind nunmehr von unseren Truppen hallbkreisförmig eingeschlossen, so daß die voraussichtliche chlacht auf der Linie östlich und südlich von Czernowitz sich abspielen dürfte. Zuversichtliche Stimmung in Przemysl. bb Wien, 16. Febr. Die„Reichspost“ veröffentlicht einen Feldpostbrief aus Galizien, worin es heißt:„Gestern sind wir wieder 5 Kilometer vorgerückt. Unsere Geschosse der schweren Artillerie zerstörten mit vier Schüssen sieben feindliche Geschütze, zwei Maschinengewehre und töteten ihre Mannschaft.“ Die letzte Kriegszeitung aus Przemysl berichtet über ein Konzert, das zugünsten der Hinterbliebenen veranstaltet wurde. Dabei dirigierte Leutnant Engel, der frühere Kapellmeister der Deutschen Oper in Charlottenburg, ein von ihm eigens gebildetes Orchester. Die gestern in Wien eingetroffene Fliegerpost aus Przemysl brachte viele Karten für Wiener Angehörige. Danach ist die Stimmung in der Festung ausgezeichnet. Ungarische Kriegsberichterstatter melden, daß in den wiedereroberten Gebieten der Bukowina die österreichischen Beamten wieder ihre Tätigkeit aufgenommen haben. Ein russisches Bataillon standrechtlich erschossen. wtb Wien, 15. Febr. Das Armeeoberkommando gibt bekannt: Es hat sich schon öfter der Fall ereignet, daß russische Soldaten und selbst ganze Patrouillen sich der österreichisch=ungarischen Uniform bedienten, um kleinere Abteilungen zu überfallen. Da dies in den letzten Monaten, namentlich vor Przemysl, wiederholt vorgekommen ist und diese völkerrechtswidrige und verächtliche Kriegslist in den Reihen des Feindes augenscheinlich beliebt zu werden begann, wurde es nötig, bekannt zu machen, daß jeder russische Soldat und Offizier, der in solch schmählicher Weise im Kampse sich der Verkleidung bedient, standrechtlich an Ort und Stelle behandelt wird. In den letzten Kämpfen in den Karpathen hat sich nun ereignet, daß ein ganzes russisches Bataillon in österreichischaungarischen Uniformen zum Angriff vorgegangen ist. Das Bataillon wurde zersprengt und größtenteils gefangen genommen. Angesichts dieser Tatsache muß öffentlich erklärt werden, daß selbst die größte Anzahl solch verkleideter Feinde, die uns in die Hände fallen, die sofortige standrechtliche Behandlung aller auch in Zukunft nicht hindern wird. Die Oesterreicher beschießen Antivari. tu Mailand, 17. Febr. Nach einem Telegramm aus Cettinje sind gestern früh ein österreichischer Torpedojäger und zwei Torpedoboote in den montenegrinischen Hafen Antivari eingelaufen und haben die von der französischen Flotte mit Waren versehenen Schuppen der Gesellschaft Antivari be schossen. Auch ein montenegrinisches Segelschiff sei getrosfen worden. Ein serbisches Attentat in Bulgarien? wb Sosia, 16. Febr. Die„Agence Bulgare“ meldet: Heute nacht erfolgte im Saale des Gemeindekasinos, wo bei einem von bulgarischen Künstlern veranstalteten Maskenball eine zahlreiche Gesellschaft versammelt war, aus bisher unbekannter Ursache eine Explosion. Man glaubt, daß es sich um eine Bombe oder Höllenmaschine handelt. Eine Person wurbe getötet, etwa zehn verletzt, darunter zwei schwer. Eine Untersuchung ist eingeleitet worden. Zu dem Bombenattentat in Sofia wird noch gemeldet: Es wurde eine große Anzahl Verhaftungen vorgenommen. U. a. wurden drei Personen festgenommen, von denen die Geheimpolizei weiß, daß sie in der serbischen Gesandtschaft verkehren. Ein politisches Attentat scheint indessen nicht vor zuliegen, eher ein anarchistisches. Jedenfalls wird der Kriegszustand, der bisher problematisch gehandhabt wurde, verschärft. und Liebe. Roman von Käthe Lubowski. 21 Hast Du ihr von unserem Glück gesprochen?“ „Nein, Adda.“ Befremdet sieht sie ihn an. „Warum nicht?“ Er sucht nach Worten. „Weil sie bereits im Sterben lag, als ich zu ihr kam," entringt es sich mühsam seinen Lippen. Sie neigt den feinen, dunklen Kopf und sieht zu Boden. Ein feuchter Schimmer liegt in ihren Au„Ich kann verstehen, Hans Weddo, daß Du über das alles noch nicht zu sprechen vermagst. Auch zu mir nicht. Aber weinn es verheilt ist, dann erzählst Du mir von ihr. nickt und nimmt sie an sein Herz. Sie lag regungslos in seinen Armen. Deutlich fühlte sie das Beben, das durch seinen Körper flog. Sie hätte aus Mitleid mit seinem Schmerz weinen können. Aber sie nahm sich zusammen. Für ihn woollte sie stark und tapfer sein. „Hast Du Jürgen heute schon gesprochen?“ fragte sie nach einer Weile des Schweigens und löste sich aus seinen Armen. „Nein, mein Lieb. Ich hatte den ganzen Vor mittag Dienst und nachmittag, als ich ihn aufsuchen wollte, war er zu seinem russischen Lehrer gegangen.“ „So weißt Du auch noch nichts von Frau Dok tor Wiedentals Brief an meinen Vater?“ Tarenberg schüttelte den Kopf. *„Nein, Adda. Ist das Klaus Wiedentals Mutter?“ Ja. Die alte Frau ist in Verzweiflung um ihren Sohn. Sie denkt, sein einstiger Oberst wird ein Mensch mit einem warmen, verstehenden Baterherzen sein. Wie sehr irrt sie damit.— Denke Dir, der ehemalige Einjährige ist nicht nach Hause gekommen. „Und was sagt Dein Vater zu diesem Brief?“ Sie schaudert zusammen. Dann preßt sie das Haupt an das Tuch seines Aermels. „Es sei am besten so," hat er gesagt.„Sei barmherzig, Hans Weddo und sage mir, ob das menschlich gedacht ist. Ich weiß ja nicht, was der Wiedental getan hat, daß Ihr ihn nicht als Offizier nehmen durftet, aber das weiß ich, daß ich meinen Vater in dem Augenblick, als er diese Worte auf den Wahnsinnschrei einer Mutter hatte, hassen mußte. Ich öffne stets des Vaters Privatkorrespondenz und kannte daher den Inhalt ihrer Zeilen. Tarenberg überging ihre leidenschaftliche Frage mit Stillschweigen. „Hat Dein Vater irgend welche Schritte getan, um nach seinem Verbleib zu forschen?“ „Das glaube ich nicht. In seinen Augen ist er ein Nichts, um dessentwillen er seine Zeit nicht hingibt. Heute sollen eine Menge Leute bei dem früheren Burschen gewesen sein. Sie haben alle Forderungen an ihn und fürchten, ihr Geld einzubüßen. Fräulein von Mechtritz hat das in der Küche erfahren. Seine Sachen sollen bei der Wirtin stehen, auch mancherlei Bücher und alte Geschenke. Kannst Du Dich dessen nicht annehmen, damit der Mutter doch wenigstens die Andenken an ihren Sohn erhalten bleiben.“„.. g. geiner mn „Ja, das will ich, Addachen. Auch seiler Mutter werde ich schreiben und die sonstigen Angelegenheiten ordnen. Dann nahmen sie Abschied von der schönen, stillen Stunde des Alleinseins. Tarenberg besteigt den Fuchs und galoppiert durch die Heide heimwärts. Adda von Wachenhusen hat noch lange auf ihrem Platz gesessen und über ihr reiches Glück und ihre Liebe nachgedacht.„„. 5. 8 5 Klaus Wiedentals meutter ist mit keiner Rechnung geängstigt worden. Leutnant von Tarenberg hat die Schulden ihres Sohnes stillschweigend beglichen. Es ist ihm, als empfände er für das Opfer der weit zurückliegenden Familientragödie ein aus Mitleid und Liebe bestehendes Gefühl. Den Brief, den er an die weißhaarige Frau geschrieben hat, trägt sie auf dem Herzen. „Wir haben Ihren Sohn alle lieb gehabt, gnädige Frau," heißt es unter anderem darin.„Er ist allzeit ein braver, pflichttreuer Soldat gewesen, den wir als Vorbild hinstellen konnten.“ und macht ihr Das tröstet sie in ihrem Herzen das Warten leichter.— Auf dem Sommerbahnhof in München schob ich drängend und stoßend der Menschenschwarm durch die viel zu enge Pforte nach dem Bahnsteig Drei. Ein echter, kreuzfideler Sonntagstrubel. Die durch Werktagsarbeit und Pflichtgefühl eingedämmte Fröhlichkeit wollte sich heute an dem klaren, wunderschönen Oktober austummeln. So recht nach Herzenslust, ohne daß sie auf jemand Rücksicht zu nehmen hatte. Während der Wochentage galt es in den stickigen Fabrikräumen und stauberfüllten Comptoiren auszuharren, anderer Meinung zu der eigenen zu machen und innerlich manchen Puff hinzunehmen. Das alles mußte der Sonntag gut machen. Heute pufften sie. Die Ellbogen in weitem Bogen von sich haltend— zuweilen nach rechts und links einen kleinen Stoß ausführend— kreuzfidel und nichts übelnehmend— so erschupsten, erzwangen und erschimpften sie sich ihren Platz in den überfullten Abteilen. Unter diesen Umstäuden würde die Eisenbahnfahrt bis Starnberg nicht gerade erfrischend sein. Aber die dreißig Minnten quälten sie sich schon hin. Nachher entschädigte ste die Dampferfahrt über ihren See für alle erlittenen Quetschungen reichlich. Ja, das war wirklich „ihr" See. Jedem Einzelnen gehörte er. Wie die Pariser ihre Boulevards, die Berliner ihren Grunewald und die Wiener ihren Prater haben, so hat der Münchener seine Gemütlichkeit, sein Bräu und seinen Staruberger See. Dei Klies heben Egland. Englands wachsende Bedrängnis. Die„Poss. Ztg.“ meldet aus Brüssel: Die englische Admiralität hat angeordnet, daß Verluste von Handelsschiffen nicht mehr bekanntgegeben werden sollen. Die Dampfer der Hauptschiffahrtslinien werden von Kriegsschiffen begleitet werden. Große Besorgnis herrscht in England wegen der Sicherheit der englisch=niederländischen Postdampfer= verbindung, die für den englischen Handel nach dem Falle Antwerpens von besonderer Bedeutung ist. Es finden darüber zwischen England und Holland diplomatische Verhandlungen statt Die Londoner Zeitungen behaupten, daß Deutschland seine Blockade nicht mit den gewöhnlichen Unterseebooten, sondern mit vierzig Tauchbooten eines neuen Typs beginnen wolle, der ihm gestattet, daß die Boote länger im Meer fern von jedem Stützpunkt weilen können. Der englische Raubzug in Südafrika. Das Reutersche Bureau meldet aus Maritzburg: Der Minister Sir Thomas Watt erklärte in einer Unterredung, die Regierung beabsichtige nicht, die strengsten Maßregeln gegen die Mitläufer der Aufständischen anstwenden. Der Gedanke, dem Scharfrichter viel zu tun zu geben, sei ihm unsympathisch. Die Führer der Aufständischen müßten wegen Hochverrats verfolgt werden. Es seien wahrscheinlich 200 bis 300 Führer. Die Wohlhabenden, gleichviel ob sie Führer seien oder nicht, sollten jedenfalls ihr gesamtes Eigentum verlieren. Der Minister meinte, der Krieg gegen Deutsch=Südwest würde in einem halben Jahre beendet(?) sein, aber man müsse den Krieg, wenn es notwendig sei, selbst auf Jahre hinaus führen. Portugal gegen eine Beteiligung am Weltkriege. tu Basel, 17. Febr. Der neue portugiesische Ministerpräsident, General Castro, erklärte beim Empfang der Vertreter der Lissaboner Presse, Portugal werde weder am europäischen Kriege, noch am Kriege in Aegypten teilnehmen, sondern in Uebereinstimmung mit dem allgemeinen Volkswillen Neutralität beobachten. Auch der Präsident der Republik, Dom Manuel di Arriaga, weigert sich ganz entschieden, sich von England in den Weltkrieg hineinzerren zu lassen. „Rücken's g'fälligst einen Atemzug nach lincs, sagte im Abteil der dritten Wagenklasse eine frische Mädchenstimme zu ihrem korpuleuten Nachbar, der sich mit dem rotkarierten Taschentuch die hellen Schweißtropfen von der Stirn wischte. Durch die ruckartigen Bewegungen, die er dabei ausführte, preßte er die Gestalt in dem einfachen Sommerkleid immer weiter in die Ecke hinein. Emmi Braudhuber war es, die sich nach langem Widerstreben entschlossen hatte, heute des Franzis Geburtstag in des lieben Herrgotts Revier zu feiern. Das Geburtstagskind war freilich zur Zeit nicht sichtbar. Es hatte in dem dünnen, schwarzen Röckchen, mit dem Stullenpaket im Arm und der schief brennenden Zigarre im Mund dicht neben der Schwester gestanden, als es aus Einsteigen ging. Mochte er nnn im letzten Augenblick zurückgedrängt worden sein— aber das glaubte sie von ihrem Bruder einfach nicht— oder durch irgend etwas anderes bewogen sein, in ein Nebencoupee zu steigen— jedenfalls war er nicht da. Emmi Brandhuber ärgerte sich darüber. Sie wollte den Jungen unter Aufsicht haben. Er war gerade in dem mutwilligen Fohlenalter und feuerte schon ganz hübsch über die Stränge. Da galt es, die Zitgel straff zu nehmen, damit er sich bei seinen zukünftigen Sprüngen nicht mal empfindlich weh tat. Zu dem Aerger über den Franzi kam noch der Grimm über den dicken Nachbar hinzu, der immer noch nicht zu Atem gekommen war. Sie puffte ihn ein wenig mit dem Ellbogen an und sagte energisch:„Haben's vorher nicht gehört, Herr? Ikrieg nämlich kan Atem mehr. „Ick och nich, Fräuleinchen,“ pustete der alte, gemütliche Schlächtermeister, der als echter, praktischer Berliner, die geschäftliche Gelegenheit, die ihn nach München führte, nicht vorübergehen ließ. ohne mitzunehmen, was sich Erfreuliches und Seheuswertes dabei bot.„Sehen Sie denn nicht, daß die andern dräugeln!"„ 220.10 Der hellige Krieg. scanzösisch=englisches Geschwader vor Dedeagatsch. ##n Sosia, 17. Febr. Der„Kambana“ wird aus odeagatsch gemeldet, daß das französisch=englische eschwader den dortigen Hafen bewacht und die Ausfuhr von Feldfrüchten nach Italien hindert. Türken und Griechen. oth Konstantinopel, 16. Febr. Der griechische -sandte Panas ist aus Konstantinopel abgereist. Sekretär und das Personal der Gesandtschaft blieben in der Stadt. Die Abreise des griechischen Gesandten wird in den deutschen maßgebenden militärischen und diplomatischen Kreisen sehr beurteilt. Es wird allgemein eine friedBeilegung erwartet, zumal die Pforte äußerst maßvoll und entgegenkommend ist. Im anderen Falle werde die militärische Lage durch den Eintritt Griechenlands in den Weltkrieg wenig verändert. Japan und China. tu Aus Peking wird den„Times“ gemeldet: der chinesische Gesandte in Tokio hat der Regierung in Peking mitgeteilt, daß Japan sich weigere, seine haltung gegen China zu ändern. China scheine Tentschlossen, die Verhandlungen über die japanischen Forderungen nicht sogleich führen zu wollen. Nur #die Forderung über die Ostmongolei und die Südmandschurei soll sogleich verhandelt werden. China #erklärt, es werde nach dem Ende deg europäischen srieges bereit sein, über die Schantung betreffenden Fragen zu verhandeln. Die Fochnpreise imt Rallbssem. wtb Berlin, 16. Febr. Der Bundesrat hat in seiner gestrigen Sitzung die Höchstpreise für Speisekartoffeln um 1,75 Mark erphöht. Bei dem Mangel an Futtermitteln und den verhältnismäßig niedrigen Preisen der Speisetartoffeln bestand die Gefahr, daß der Vorrat an Speisekartoffeln in großem Umfange als Viehsutter verwendet wurde. Es kommt aber in erster Linie darauf an, daß in den nächsten Monaten Speisekartoffeln für menschliche Ernährung vorhanden sind. In derselben Verordnung sind auch gschon jetzt Höchstpreise für Frühkartoffeln, die in der Zeit vom 1. Mai bis 15. August geerntet werden, auf 10 Mark festgesetzt. Damit soll für Gärtner und kleine Landwirte, besonders nin der Nähe der Städte ein Anreiz geschaffen werAden, möglichst viel Frühkartoffeln zu schaffen, die in den Monaten Juni und Juli für die Volksvernährung zur Verfügung stehen. Aus Stadt und Umgebung. Das kaiserliche Gedenkblatt für die Kriegsgefallenen. In einem Geburtstagserlaß hat der Kaiser bekanntgegeben, daß als seine Widmung die FaAmilien der Gefallenen ein künstlerisches Gedenk#blatt erhalten. Soeben hat der Kaiser für die Ausführung den Entwurf genehmigt, den Professor Emil Doepler d. J., der Berliner Maler und Graphiker, geschaffen hat. Der Entwurf ist in Gouachemalerei ausgeführt und wird in Vierfarbendruck vervielfältigt werden. Es wird ein mehr als einen halben Meter in der Höhe messendes Blatt, dao für Wandschmuck geeignet ist. Der Künstler schuf eine allgemeinverständliche poetische Darstellung. Ein großgeflügelter Klonder Engel in lichtem Gewande beugt sich zu dem Sterbenden herab, der am Boden ruht, und reicht ihm einen Lorbeerzweig. Auf dem Gelb des Himmels bilden das leichte Blau des Flügels, Gelb und Weiß des AGewandes, das Feldgrau des Kriegers die Hauptfarben der Darstellung. Den oberen Abschluß gibt in kräftigen Lettern der vom Kaiser gewählte BiAbelspruch:„Wir sollen auch das Leben für die Brüder lassen. 1. Joh. 3, 16.“ Unten wird in eine Lorbeerumrahmung der Name des Kriegers, der Tag und Ort seines Todes eingefügt:„Zum Abedächtnis an... Er starb fürs Vaterland.“ Dazu kommt der Namenszug des Kaisers als des Stif#ters des Blattes. Das Eiserne Kreuz bildet den Abschluß nach unten. Professor Doepler hatte auch, „nach einer Skizze des Kaisers, das Gedenkblatt für die Gefallenen der China=Expedition geschaffen, wahrend ihm für das jetzige Gedenkblatt kein solir krimurs vergelegen det. “(Die Musterungen) des unausgebildeten Landsturmes, welche zurzeit für die Jahrgänge bis 41884 stattfinden, werden demnächst fortgesetzt. Im Landkreise Hamm ist bereits die Bekanntmachung Verlassen, daß sich auch die unausgebildeten LandAfturmleute, die in den Jahrgängen 1883 bis einOelichlich ten geberen stad, zur Musterung zu estellen haben. Am 22. Februar schließt sich die Aushebung der gleichen Jahrgänge des StadtPlteiles Dortmund an. Die Bekanntmachungen für Avie weiteren Kreise sind noch nicht erfolgt. weitehen Vellsversammlung.) Um den vin z.„Kreisen der Bevölkerung einen Einblick # wirtschaftl. Lage unseres Vaterlandes zu " bahren und sie von der zwingenden Notwendigeteit allergrößter Sparsamkeit in der Brotfrage zu schan ge; daben die Prasbyterien der evangelienen Gemeinden und der Kirchenvorstand der katholtschen Gemeinde gemeinsam eine große Volksversammlung, die auf Mittwoch, den 17. Februar, abends 8 Uhr, im Saale des Gastwirts Jockenhöfer am Brückentor stattfinden wird, einbe rusen. Als Redner ist Direktor Wolf(Witten) gewonnen, der an dem neulichen Kursus in Berlin teilgenommen hat. Er wird über das Thema sprechen:„Die wirtschaftliche Lage Deutschlands und die Volksernährung im Kriege. Wegen des Ernstes und der Wichtigkeit dieser Sache sei auf die Versammlung besonders aufmerksam gemacht. **(Wohltätigkeits=Konzert.) Wie wir schon kurz mitteilten, veranstaltet das Schwerter Doppel=Quartett am Sonntag nachmittag im Freischütz ein Konzert zum Besten des Kriegsliebesdienstes. Für das Konzert ist ein sehr reichhaltiges Programm aufgestellt und wird der Verein eine Anzahl prächtiger Vaterlands=, Heimatsund sonstige dem Ernste der Zeit angepaßte Lieder zum Vortrag bringen. Als Solistin ist Frau Flach=Rßzmann aus Dortmund(Sopran) gewonnen, über deren gesangliche Leistungen uns eine Anzahl sehr günstiger Kritiker vorliegen, während am Flügel Herr Musikdirektor Haselhoff tätig sein wird. Wir können einen allseitigen Besuch des Konzerts nur wärmstens empfehlen. **(Branntwein=Verkauf.) In Wirtekreisen war man der Ansicht, daß nach der Bekanntmachung des General=Kommandos zu Münster vom 9. d. M. in der nicht freigegebenen Zeit der Verkauf von Rum, Kognak, Arrak, Likör und dergl. gestattet sei, weil in Ziffer 1 diese Spirituosen nicht besonders aufgeführt sind, sondern nur von Trinkbranntwein die Rede ist. Auf eine Anfrage seitens der hiesigen Polizeibehörde hat das General= Kommando geantwortet, daß Rum, Kognak, Arrak und Liköre pp. ebenfalls nur an den für den Verkauf fteigegebenen Tagen und nur in der Zeit von 11 Uhr vormittags bis 7 Uhr abends ausgeschänkt werden dürfen. **(Erhöhung der Brotration für Vergleute.) In einer neuen Versammlung der Vertreter der Industrieorte wurde beschlossen, es bei der Bemessung von 3½ Psund Brot pro Woche und Erwachsener zu belassen. Den unter Tage arbeitenden Bergleuten, die eine Ueberschicht verfahren, soll aber eine Zulage von ½ Pfund Brot für jede Ueberschicht verabfolgt werden. **(Ein Straßenbahnunglück) ereignete sich gestern abend gegen 6 Uhr an der Ecke Bahnhofund Sedanstraße. Der ca. 7jährige Sohn des Bahn beamten Stütgen aus dem Senningsweg war beim Einbiegen in die Bahnhofstraße unter einen Wagen der Straßenbahn gekommen und einige Meter mitgeschleift worden. Der Körper des armen Jungen war derart unter den Wagen festgeklemmt, daß dieser erst mit Winden hochgehoben werden mußte, um den Verunglückten bergen zu können. Trotz allem Unglück hat der Kleine noch Glück bei dem Unfall gehabt; außer einem Bruch des Schlüsselbeins hat er nur eine zwar ziemlich große, aber ungefährliche Verletzung am Kopf davongetragen. Der Verunglückte wurde ins kath. Kranken haus gebracht. Selbstredend hatte der Vorfall eine gewaltige Menschenansammlung im Gefolge. *(Nutzbarmachung des brachliegenden Eisenbahngeländes.) Die Eisenbahnverwaltung hat der im jetzigen Kriege geschaffenen wirtschaftlichen Lage entsprechend angeordnet, daß alle dem Eisenbahnfiskus gehörenden biachliegenden Ländererein und Parzellen den Bediensteten überlassen werden, um die Flächen mit Kartoffeln und Gemüse zu bebauen. Außerdem soll Sorge getragen werden, den Bediensteten durch gemeinsamen Bezug von Düngemitteln und Saatgut das Bebauen des Landes zu erleichtern und zu verbilligen. Die betreffenden Amter werden das Nähere anordnen. *(Rote Kreuz=Marken.) Wofür sollen sie verwendet werden? Zur Erreichung der hohen Ziele des Roten Kreuzes, zur Linderung der Leiden unserer im Felde stehenden Krieger. Jeder, der die portofreien Feldpostbriefe mit einer RoteKreuz=Marke versieht, zeigt unseren Braven, daß er an sie denkt und für sie sorgt. Er unterhält dadurch die Verbindung zwischen der Heimat und dem Felde. Jeder, der seine Briefe, Rechnungen, Quittungen usw. mit einer Roie Kreuz=Marke versieht, betätigt dadurch seine vaterländische Gesinnung. Viele Wenig machen ein Viel. Darum kauft Rote Kreuz=Marken. Roten Kreuzes standen. Der Offizier überreichte einen eben empfangenen schönen Rosenstrauß einer der Schwestern, da— wie er sagte— diesen Sama riterinnen viel eher eine solche Gabe zukomme. Die Schwester lehnte jedoch das Geschenk ab mit dem Bemerken, daß sie es nicht annehmen könne. Bald erfuhr der Offizier denn auch den Grund der Ablehnung: Die Schwester hatte in der Ausübung ihrer barmherzigen Tätigkeit im Kugelregen auf dem Schlachtfelde beide Arme verloren. Deutsche Heldinnen! * Wiedenbrück, 15. Febr.(Eine sonderbare Wette), die in diesen Tagen hier abgeschlossen wurde, erregt allgemeine Heiterkeit. In einer sidelen Gesellschaft erbot sich ein junger reicher Herr, für jeden abgeschnittenen Schnurbart der Anwesenden 100 Mark für das Rote Kreuz zu stiften. Sofort gingen fünf ältere Herren auf den Vorschllag ein und entäußerten sich des schönsten männlichen Schmuckes. Andere lehnten es jedoch rundweg ab, unter denen sich auch jemand fand, für dessen Bart man 1000 Mark geboten hatte! —— Durch eine Lawine verschuttel. bb Mailand, 16. Febr. Der„Secolo“ erfährt aus Cuneo von einem großen Unglück, das eine Schneelawine verursachte. Die Lawine verschüttete während der Nacht 50 Arbeiter, die beim Bau einer Wasserleitung beschäftigt waren. Hilfe konnte den Verschütteten erst später gesandt werden. Bis jetzt konnten 15 Tote und 7 Verwundete geborgen werden. Büchertisch. Westfalen und Rheinland. * Brilon, 15. Febr.(Billige Kälber.) Aus dem Fürstentum Waldeck wird berichtet, daß nach Kälbern zurzeit trotz aller Höhe der Fleischpreise wenig Nachsrage sei. Für das Pfund Lebendgewicht werden nur 32 Pfg, statt 60 Pfg. in normalen Zeiten gezahlt. Da unter den gegenwärtigen Verhältnissen die Lust zur Aufzucht der Kälber nur gering ist, so ist das Angebot um so größer. In manchen Wirtschaften werden daher die Kälber gleichzeitig mit den Mastschweinen abgeschlachtet und das Fleisch zur Dauerware mitverarbeitet. * Münster, 15. Febr.(Deutsche Heldinnen!) Ein ergreifendes Bild aus dem Kriegsleben wird von hier berichtet: Ein mit dem Eisernen Kreuz geschmückter höherer Offizter, der von seiner schweren Verwundung geheilt, sich wieder zur Front begeben wollte, bestieg in Münster den Eisenbahnzug. Vorher hatten ihm liebe Angehörige eine prachtvollen Strauß hübscher Rosen gebracht. Im Abteil des Eisenbahnzuges saßen einige Barmherzige Schwestern, die im Dienste des Alle unter dieser Rubrie besprochenen Bücher sind in der Carl Braus'schen Buchhandlung zu haben. Keine Woche vergeht, ohne daß nicht irgendwoher von den Kriegsschauplätzeu eine neue deutsche Heldentat gemeldet würde Jeder neue Bericht unserer obersten Heeres= und Flottenleitung ist eine neue Erfüllung jener Worte, die Bismarck im Deutschen Reichstage an die ganze Welt richtete:„Wir Deutsche fürchten Gott, aber sonst nichts in der Welt". Das Titelbild der neuesten Nummer der Wochenschau zeigt eine Gruppe der in den Kampf ziehenden Deutschen, die zwar selder in der Wel nichts fürchten, aber Schrecken und Bewunderung bei aller Welt sich verschafft haben. Von besonderem Interesse dürften auch die Aufnahmen der Kaiserparade in Lille sein. So großartig wie 1915 ist noch nie Kaiser Wilhelms Geburtstag gefeiert worden. Die Bilder werden eine für immer unvergeßliche Erinnerung bilden. Man erhält stets dus neueste Heft zum Preise von 15 Pfg in allen Buchhandlungen. Ein vaterländisch=christliches Gedenkwerk ist in diesen Tagen unter dem Titel„Der alte Gott lebt noch“ erschienen. Die Herausgeber, D. Weber(der „bekannte Vorkämpfer für die evangelische Arbeitersache) und Universitätsprosessor D. Pfennigsdorf in Bonn wollen fromme und deutsche Züge aus dem Kriege 1914=1915 sammeln und ordnen und in 10 Pfg.=Heften ins Feld werfen. Jedes Heft ist in sich abgeschlossen. Das Heldentum draußen, die treue Pflichterfüllung daheim, das Leben im Schützengraben, sowie die Kämpfe auf hoher See, aber auch das geduldige Ausharren unserer Verwundeten in den Lazaretten, finden hier ihren Niederschlag. Die Hefte, die wöchentlich erscheinen, eignen sich dazu, von Einzelnen, Vereinen oder Kirchengemeinden als Sonntagsgruß ins Feld gesandt zu werden. Richard Wagner an Mathilde Wesendonk, Tagebuchblätter und Briefe 1853—1871. Herausgegeben, eingeführt und erläutert von Wolfgang Golther. 49.—53. Auflage. Volksausgabe. In Seidenatlas gebunden 2 Mark(Leipzig, Breitkopf und Härtel). Das ergreifend sehnende Verlangen nach liebevollem Verständnis, das sich in den Worten Rich. Wagners an Franz Liszt offenbarte:„Gib mir ein Herz, einen Geist, ein weibliches Gemüt, in das ich mich ganz untertruchen könnte, das mich ganz faßte— wie wenig würde ich dann nötig haben von dieser Welt“, sollte in der Begegnung mit Ma' thilde Wesendonk seine Erfüllung finden. In ihr trat ihm ein solch inniges weibliches Gemüt entgegen, das dem Schöpfer des Tristan Jahre hindurch von allen menschlichen Wesen am nächsten stand. Zum ersten Male werden nun Briefe und Tagebuchblätter dieser beiden seltenen Menschen in einer neuen Ausgabe zu volkstümlichem Preise im Rahmen von Breitkopf u. Härtels Musikbüchern geboten. Als höchst erfreuliche Beigaben sind zu bezeichnen: ein neues Bild Mathilde Wesendonks und die Kompositionen Richard Wagners, die er als„5 Gedichte“ zu Dichtungen von Mathilde Wesendonk schuf. Der Deutsche Reichstag und der Weltkrieg 1914=15. Verhandlungsniederschriften der histor. denkwürdigen Reichstags=Sitzungen vom 4. August und 2. Dezember 1914(nach den amtlichen Stenogrammen.) Das ist der Tites einer mit Beginn des neuen Jahres von der Verlags=Buchhandlung Kern u. Birner in Frankfurt a. M. herausgegebenen Schrift (Preis 60 Pfg.). In keiner deutschen Familie sollte dies Werkchen fehlen als eine stete Erinnerung an Deutschlands größte Tage. Der Preis von 60 Psg. ist so billig, daß jedermann sich dasselbe anschaffen sollte, umsomehr, alg der Verlag einen Teil des Reinerloses für Kriegsfürsorge=Zwecke des Notest Kreuzes bestimmt hat. Lustige Stunden. Eine Mustersammtung von heiteren Märchen und Schnurren aus der Weltliteratur, von Volksrätseln und Scherzaufgaben. Von Maximilian Bern. Preis 5 Ml. Verlag der Hofbuchhandlung Friedrich Gutsch, Karlsruhe. In der gegenwärtigen großen, ernsten und schweren Zeit, die bei all unseren ruhmreichen Siegen, denen so viele tapfere Helden zum Opfer gefallen sind, unsagbare Trauer in viele Familien gebracht hat, dürfte das vorliegende Werk wenigstens in der Kinderstube kurzes Vergessen und sonnige Heiterkeit hervormfen und daher vielen Kreisen doppelt willkommen sein. Wir können dem prächtig ausgestatteten Buche nur weiteste Verbreitung wünschen. Die beiden neuen Hefte— 17 und 18— der Kriegszeitschrift„Der Völkerkrieg".(Verlag von Julius Hoffmann in Stuttgart), die den östlichen Kriegsschcriplatz von Mitte September bis Ende Oktober behandeln, reihen sich den vorhergehenden an Reichtum des Inhalts und Gediegenheit der Darstellung würdig an. Ein einleitender Aufsatz unterrichtet über die russischen Befestigungen in den deutsch=russischen Grenzländern, dann werden die Kämpfe in Ostpreußen, wie gewöhnlich an der Hand von Augenzeugenberichten, dargestellt; die kurze Belagerung von Osowice, die zweite russische Offensive gegen Ostpreußen, die im Gouvernement Suwalki zum Stehen kam, mit der Nebenaktion gegen Lyck. Sehr reizvoll schildert der Kriegsberichterstatter v. Koschützky die tapfere Grenzwacht im äußersten Nordosten, im sogenannten Entenschnabel. Der Inhalt des ganzen Abschnittes wird am Schluß in einem(verspätet in der Presse erschienenen) von leitender militärischer Stelle gegebenen Gesamtbericht nochmals zusammengesaßt. Dann beginnt ein nouer Abschnitt über den Seekrieg, der im folgenden Heft abgeschlossen werden soll. Sven Hedins Kriegsbuch. Sven Hedin„Ein Volk in Waffen". 192 Seiten, 32 Abbildungen (26 Photographien, 6 Zeichnungen). Feldpostausgabe 1 Mk. Leipzig, F. A. Brockhaus. Der berühmte Forscher schildert darin„die größten Eindrücke seines Lebens“, wie er sie an der deutschen Westsront, als Gast im Hauptquartier des Kaisers, auf den blutgetränkten Schlachtfeldern, in den Schützengräben und Biwaks, in den von unseren Feldgrauen besetzten Gebieten Belgiens und Frankreichs im September und Oktober vorigen Jahres erlebt hat. Dieses Buch Hedins ist ein Hohes Lied auf den deutschen Idealismus, auf deutsche Tapferkelt und Menschlichkeit, auf deutsche Tatkraft und deutsche Ueberlegenheit— zugleich eine Jubelouvertüre zum Sieg unserer gerechten Sache, von dem kein Deutscher felsenfester überzeugt sein kann, als dieser Schwede. Es ist den deutschen Soldaten gewidmet, es soll sie freuen und erheben, es soll ihnen ins Feld gesandt werden und in Ruhepausen des Kampfes, selbst in den Schützengräben bei jedem unserer Helden; die Flamme patriotischer Begeisterung immer aufs neue entfachen. Es soll von jedem Angehörigen eines deutschen Kriegers gelesen werden und ihn stolz machen auf die unvergleichlichen Leistungen unseres P875. Wochenmarkt. Der heutige Wochenmarkt war gut beschickt. Es wurden bezahlt für: Aepfel Pfd. 20—35 Pfg., Apfelsinen Stück 3—10 Pfg., Spinat Psd. 20 Pfg., Rosenkohl Pfd. 25 Pfg., Blumenkohl 30—35 Pfg., Rotkohl 30—45 Pfg., Weißkohl 25—35 Pfg., salat 25 Pfg., Wurzeln 3 Pfd. 25 Pfg., Steckrüben Stück 10 Pfg., Grünkohl 5 Stück 20 Pfg., Zwiebeln 2 Pfd. 35 Pfg., Eier 7 und 8 Stück 1,— Mk., Butter 1,60 Mk., Schweinefleisch 1,10—1.20 Mk., Schellfisch kleiner Pfd. 25 Pfg, Schellfisch großer Pfd. 40 Pfg., grüne Heringe 4 Pfd. 60 Pfg. Wetterbericht der deutschen Seewarte. 18.—Feucht, Niederschläge, nahe Null, windig. 19.—Wolkig mit Sonnenschein, milde, Niederschläge 20.—Milde, bewöst, trübe, feucht. Stadttheater Dortmund. Donnerstag, 18. Februar, abends 7½—10 Uhr: „Hänsel und Gtetel“, Märchenspiel in 3 Bildern von Engelbert Humperdinck. Freitag, 19. Februar, abends 7½—10 Uhr:„Der Richter von Zalamea“, Schauspiel in 3 Aufzügen von Calderon de la Barea. Sonnabend, 20. Februar, abends 7½—10½ Uhr: „Undine“, große romantische Zauberoper mit Ballett in 4 Aufzügen von Albert Lortzing. Sonntag, 21. Februar, nachmittags 3½—5½ Uhr: „Die Venus mit dem Papaget“, Komödie in 3 Akten von Lothar Schmidt.— Abends 7½ bis 10½ Uhr:„Die lustigen Weiber von Windsor“, komisch=phantastische Oper mit Ballett in 3 Aufzügen von Otto Nicolai. Verantwortlich für die Redaktion Friedr. Kraas, Druck u. Verlag von Cael Braus, beide in Schwerte. Der Reichtum an knochenbildenden Kalksalzen macht Dr. Oetker': mit Milchgekochtzu einem der besten Nährmittel für 855 Kinder und Schwächliche. In Paketen zu 15. 30 und 60 Pfg., überall zu habene Gegen rauhe Haut nur Kombella Die nichtfettende Hautcreme. Das Beste gegen rote auf. gesprungene Hände! Gegen Mitesser. Blüten, Flecken! Weltberühmt für die Schönheit des Gesichtes und die Jartheit der Hände. 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Zeitung. 25 Jeniner— Wu Die Bezirkskommandos sind erneut angewiesen, die sosortige Einstellung jedes Arbeiters in die Truppe zu veranlassen, der bei einer für das Heer oder die Marine arbeilenden Fabrik, Jeche, Gewerkschaft usw. die Arbeit niederlegt oder seine Entlassung veranlaßl, um bei einer anderen Firma Arbeit zu nehmen Bedauerlicherweise scheinen nicht alle Arbeiter sich bewußt zu sein. wieviel von der Arbeitsleistung jedes einzelnen abhängt. und wie sehr das Valerland geschädigt wird, wenn Verzögerungen in der Fertigstellung der Aufträge durch Arbeitsniederlegung und Arbeitsstellenwechsel eintreten. Um den gewaltigen Anforderungen genügen zu können, die die Heeresverwaltung an die Leislungen der Industrie, der Bergbauverwaltung und anderer Betriebe stellen muß, ist die strenge Durchführung oben erwähnter Maßnahme erforderlich. Ich bringe dies abermals zur allgemeinen Kenntnis, mil dem besonderen Hinweis darauf, daß die Zurückstellung vom Heeresdienst sich nur aus einen bestimmten Betrieb bezieht und bei jedem Arbeitswechsel außer Kraft tritt. Ich erwarte von der deutschen pratriotischen Gesinnung der Arbeiterschaft, daß Jeder dazu beitragen wird, Klagen in dieser Beziehung nicht mehr aufkommen zu lassen. 860 Ammoniak— Superphosphal 7X9 5X10 Thomasphosphatmehl Kainit, Kalisalz Schweselsaures Ammoniak empfiehlt zu billigsten Preisen unter Garantie des Gehalts L. Weinberg. hat es geprägt, und neben den Helden, die auf der Wablstatt den Sieg erstreiten, mus auch sein Name genannt werden, denn er war der Schöpfer der deutschen Einheit, die sich in dem uns aufgezwungenen Kampfe se glänzend bewährt hat, die uns die feste Zuversicht auf endgültigen Sieg verleiht. Am 1. April sind 100 Jahre groößs deuische Nann geboren wurde. Ein-Subhauths-Prachtwerk allerersten Ranges. soll an diesem Tage dem ganzen deutschen Volke ein bielbendes Denkmal errichten, in jeder Famille, für Jung und Alt, das wir unseren Lesern anbieten unter dem Titel: Bismarck Das Jahrhundert der deutschen Einigung S von Dr. Erwin Reimer. — Ca. 250 Prachtbilder nach Originalgemälden, Zeichnungen und Skulpturen von Franz von Lenbach, C. W. Allers, I. Bahr, Robert Ockelmann, Ludwig Pletsch, Carl Becker, Gustav Eberlein. Guldo Schmitt, C. Röchling, L. Brascu, A. v. Werner. Fritz Bergen, Adolf Hildebrandt, Hugo Lederer, Reinhold Begas und vielen anderen mit begleitendem Text. Vor dem geistigen Auge des Lesers entsteht ein vollkommenes Bild des„eisernen Kanzlers“ in seiner ganzen Größe. Das Leben dieses Genius, des geborenen Staatsmannes und Politikers, der auf jedem Gebiete zu hause ist, dieser ragenden Reckengestalt, wird uns durch dieses hochinteressante Originalwerk näher gerückt und mehr verständlich. 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Die Böglein räumen ab den Tisch, Und alles pickt Und fürchtet sich vor keinem Wisch; Die Mutter nickt. Der Vater fragt gebieterisch, Ob das sich schickt; Die Knaben doch antworten frisch: „Die Mutter nickt.“ Friedrich Rückert. # Die Rache der Puppe. Die kleine Marie saß im Wald mitten zwischen den Glockenblumen und sang leise vor sich hin, während sie einen großen Strauß pflückte. Neben ihr im Gras lag Lavinia, ihre Lieblingspuppe. Es dauerte nicht lange, da hatte Mariechen das Blumenpflücken satt. Sie nahm ihre Puppe auf und sagte zu ihr:„Ach, hier ist's langweilig, komm, Lavinia, hinunter an den Strand.“ Ein hübscher, schmaler Pfad führte zum Wasser hinunter, und Mariechen eilte den Weg entlang und schleifte die Puppe an einem Arm hinter sich her, bis sie eine Felsengruppe erreichte, in deren Mitte sich ein kleiner Wassertümpel befand. Freudig schlug sie in die Hände und rief:„Das ist ja herrlich, da kann ich dich sein baden, Lavinia!“ Und flugs zog sie der Puppe den roten Mantel und das grüne Kleid mit der blauen Schärpe aus, aber das Band des Unterrocks war verknotet, und soviel Mühe die kleine Marie sich auch gab, sie konnte es nicht aufkriegen. Da ward sie sehr ärgerlich und schlug den Kopf der Puppe heftig gegen einen Stein, wodurch Lavinias Aussehen nicht gerade verschönert wurde, denn es flog ein ganzes Stück von ihrer Nase ab. „Na, also, wenn wir die Bänder nicht aufbinden können, dann mußt du eben im Unterrock baden,“ rief Marie und ließ den Worten die Tat folgen. Dann legte sie die arme Puppe in die Sonne zum Trocknen. Sie selbst setzte sich an einen Felsen; denn es war sehr heiß, und sie war müde. Plötzlich schaute sie auf, da sah sie zu ihrem größten Erstaunen, daß die Puppe aufgestanden war und eben ihr grünes Kleid überzog. „Es ist doch unglaublich,“ sagte sie dabei,„was man einer Dame alles zumutrt! Im Unterrock in der Sonne am Strand liegen! Nein, so was!“ Mariechen riß die Augen auf, da war es ihr, als ob die Puppe wüchse, und auf einmal war sie viel größer als sie selbst. Es war schrecklich. „Nein, so was!“ sagte Lavinia wieder und hängte sich den roten Mantel um.„Mein Teint wird doch direkt zugrunde gerichtet. Wie kannst du wagen, mich so zu behandeln?" wandte sie sich plötzlich an ihre kleine Herrin. Die zitterte:„Ach; ich hab's ja nicht böse gemeint,“ stotterte sie. „Das ist mir ganz egal,“ schrie die Puppe,„jetzt kommst du mit, und dann werde ich dir zeigen, wie du mich behandelt hast!“ Damit ergriff sie Mariechen beim Arm und schleifte sie hinter sich her den Waldweg entlang. Und zwar rannte sie immer schneller und schneller, Mariechen kam überhaupt nicht mehr mit den Beinchen auf die Erde und schrie und jammerte aus Leibeskräften. Sie versuchte sich loszureißen, aber die Puppe schien eine übermenschliche Kraft zu haben, es gelang ihr nicht. Ihre Angst war bis aufs äußerste gestiegen, der Schweiß lief ihr in dicken Tropfen von der Stirn. Da hörte sie plötzlich eine Stimme rufen:„Mariechen, Mariechen! Komm zum Kaffee, und du sollst doch nicht so in der Sonne liegen!“ Mariechen fuhr in die Höhe. Das war ja ihre alte Kinderfrau, und sie lag auf dem warmen Sand und hatte offenbar geschlafen und geträumt; denn Lavinia lag im Unterrock hinter ihr. Aber von dem Tage an hatte sie die Puppe gar nicht mehr so lieb wie früher, und bei der ersten passenden Gelegenheit wurde sie verschenkt. 343 Bechenansgabe. Wieviel Liter Wein à 1,50 Mark muß man zu 60 Liter à 1 Mark gießen; wenn die Mischung 1,20 Mark kosten soll? Scharade. Der Vier in einem Café sitzt, Der Eins=zwei steis vorüberflitzt, Da ruft er zornig ihn herbei Und spricht: Schnell walte deines Drei. Der sagt zerknirscht: Verzeih'n Sie mir, Verehrt'ster Herr Eins=zwei=drei=vier. Die Auflösung folgt in der nächsten„Kinderlaube“. Auflösungen der Rätsel aus der vorigen„Kinderlaude“: Diamanträtsel. Napoleon— Bismarck. 1. N, 2. Rad, 3. Kavve 4. Kanonen, 6. Neuling, 7. Stern, 8. Vor, 9. N. Unterhaltungs=Beilage zu Nr. 40. In Clettenorandl. Original-Kriegsroman aus ernster Teit von Judolf Jollinger. (17. Fortsetzung.)(Nachdruck verboten. Alle Rechte vorbehalten.) rückzufinden. Nach und nach erst kam ihr zum Bewußtsein, was die seltsamen Geräusche bedeuten mochten, die ihr Ohr erreichten. Es war nicht das wilde, hundertstimmige Geschrei vom gestrigen Abend, sondern ein Geschwirr von dumpfen, drohenden Stimmen, untermischt mit wuchtigen, dröhnenden Schlägen, schrillen Pfiffen und dem Geklirr zerbrechender Fenster. In dem Moment, da sie völlig ermunter: auf die Füße sprang, ging auch eine Scheibe ihres Fensters in Trümmer, und ein faustgroßer Stein siel hart vor ihren Füßen nieder. 216 ährend der Kellner sprach, hatte er beständig angstvoll nach der Straße hinausgeborcht, von der in der Tat wüstes Geschrei und Gejehle zu ihnen heraufdrang. Und nun, da dies Geschrei immer mehr anschwoll, stahl er sich mit den halblaut gemurmelten Worten:„Nein, 1 es wird wirklich besser sein, sich rechtzeitig in Sicherheit zu bringen“— aus dem Zimmer. Auf das Wasser, das er ihr hatte bringen sollen, wartete Erna vergebens. Es war also wohl anzunehmen, daß er sein Vorhaben in der Tat zur Ausführung gebracht hatte. Es war also doch Ernst geworden, und die Leute, die am hellen Morgen ihr Zerstörungswerk begonnen, rung gebracht hatt..... J.., die am hellen„Morgen ihr Zerstörzgezuerf begannet Naturlich oachte die junge Sängerin in die##t waren jedenfaus nicht weniger zu jurchten als das becht nicht daren ihre Kleider ebzulegen. Sie löschte#untene Gefindel der Nacht. Aber die junge Künstlerin Nach. nahr varun, ihle Rteiber auzulegen. Sie löschte das elektrische Licht in ihrem Zimmer, um Aufmerksamkeit der Menge auf sich zu ziehen, und stellte sich ans Fenster. Jetzt, wo die Gefahr mehr und mehr greifbare Gestalt annahm, kehrten ihr, wie allen im Grunde tapferen Naturen, Ruhe und Entschlossenheit in geradezu wunderbarem Maße zurück. Sie war sich darüber klar, daß es einen Weg zur Flucht für sie nicht mehr gab, und daß sie vorerst keine; andere Hilfe zu erwarten hatte als die, die der eigene Mut und die eigene Geistesgegenwart ihr verhießen. Aber sie hätte nicht aus einem alten Soldatengeschlecht sein müssen, wenn sie nicht gefühlt hätte, wie starke Waffen Mut und Geistesgegenwart in kritischen Augenblicken sein können. Noch gab sie sich nicht verloren, und die Empfindungen, mit denen sie auf die unter ohrenzerreißendem Lärm vorüberwogende Menschenmenge hinabsah, waren viel mehr die des Ekels und sogar eines gewissen Mitleids als die der Furcht und des Hasses. Es schien, daß sich die Besorgnisse des furchtsamen Kellners als grundlos erweisen sollten. Denn wenn es auch wiederholt zu Stauungen und Ansammlungen vor dem Hotel kam, so blieb es doch bei den Schimpfworten, und gegen Mitternacht schien die erste Wut des Pöbels ziemlich verraucht zu sein. Die Menge begann sich zu lichten, und ein plötzlich einsetzender Regenschauer tat das letzte, um die aufgeregten Nachtschwärmer zu zerstreuen. Noch ehe im Osten das erste Dämmern des jungen Tages erschien, konnte Erna sich in den Kleidern auf ihr Lager sinken lassen, um wenigstens für ein paar Stunden zu ruhen.... Mersen f. Es mußte noch ziemlich fruy am Morgen sein, als sie erwachte. Schlaftrunken und traumumfangen richtete sie sich auf, unfähig, sich sogleich in die Wirklichkeit zuKuntene Gesikder der Nachl. Aber in junge Kanstlerin fürchtete sich nicht. Der helle Sonnenschein, der zu ihr ins Zimmer drang, erfüllte sie mit einer wunderbaren Zuversicht und Ruhe. Es schien ihr undenkbar, daß sie hier unter den Händen eines erbärmlichen Pöbels ihr junges Leben verlieren sollte. Ein fast beglückendes Gefühl von Kraft und Gesundheit strömte durch ihre Adern, und sie hatte Kaltblütigkeit genug, vor dem Spiegel ihr Haar zu ordnen und ihre Hutnadeln zu befestigen, während ein zweiter und ein dritter Stein durch das zerbrochene Fenster polternd auf den Fußboden niederfielen. Dann aber schrak sie doch zusammen; denn was sie jetzt gehört hatte, war der scharfe, dröhnende Knall eines Schusses gewesen, dem in kurzen Zwischenräumen noch eine Menge anderer folgte. Sie wagte nicht an das Fenster zu treten; aber sie hätte es auch nicht über sich gewonnen, länger im Zimmer zu bleiben. Vorsichtig öffnete sie die Tür und kauschte hinaus. Im Hause selbst schien es ganz still; nur die dumpfen Schläge, die offenbar gegen die verschlossene Haustür gerichtet waren, drangen zu ihr herauf. Einige Sekunden später aber wurde es auch drunten im Vestibül und auf der Stiege lebendig. Eine laute, befehlende Stimme schallte durch das Haus, und sie bereitete Erna ein Gefühl namenloser Erleichterung, denn sie hatte in ihr die Stimme des freundlichen Hotelwirts erkannt, dem sie für seine Humanität zu so tiefem Danke verpflichtet war. Ohne länger zu zaudern, eilte sie hinaus und in das untere Stockwerk hinab. Da standen der Besitzer des Hauses und einige seiner Leute, alle mit Jagdflinten oder Brownings bewaffnet und sichtlich entschlossen, den ungebetenen Gästen, die da auf so un S T 8. 2:0 S. ( S#. 589 * ESSOESGRLESE . S E: S C. 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