Amtliches Rreisclall für den kreis börde De Simmm Zeiuer eicen uancd außer Feiertags. Bezugspreis M. 1.80 oierteljährlich, bei der Post für Bestellgeld 42 Pio. mehr. Wöchentl. Grakisbeilage:„Ilustrierter Familienfreund“ u. tägl. Unterhaltungsblatt. Anzeigenpreis: Die siedengespaltene Petitzeile oder deren Raum 10 Pfg., Anzeigen von auswärts 15 Pfg., Reklamezeile 40 Pfg. Jeder Rabatt gilt als Kassarabakt u. erlischt dei Konkursen, Zwangsvergleichen, gerichtl. Klagen u. Robschtuncd sncht.-Settinseteloene Westhofener Zeitung Langscheder Zeitung Verbunden mit: Holzwickeder Zeitung Aplerbecker Zeitung Schwerter Volksblan Oet-uuben ns. Schwerter Volkszeitung Schwerter Tageblatt O Schwerter Anzeiger Grites und älteltes Cagesorgan des Krelles o General-Anzeiger für den Kreis Börde o Haupt-Annoncenblatt ause drig, und ichelpelzelichen Verra. gungen für den Kreis Hörde erlangen gemäß Bekanntmachung dei Königlichen Regierung durch Verössentlichung io der„Schwerter Zeitung" rechtsverbindliche Krasi.— Die „Schwerter Zeitung“ gewährt ihren Adonnen= ten für jeden mit Tod endenden Unsall ge300 Mk. Unfall. Druch u. Verlags. Cor Brous. Schwors=RudFernsp. 62. Telegr.= Adr. Braus Schwerte=Rud### Nr. 33. Dienstag, den 9. Februar 1915. 47. Jahrgang. Riesenschlacht in Polen! Die größte Schlacht der Weltgeschichte. Der Petersburger Berichterstatter des Mailänder„Secolo" telegraphiert, wie mehrere Morgenblätter melden, seinem Blatte: Die ungeheuerlichste Schlacht, welche die Weltgeschichte aufweist, findet zwischen der Weichsel, Bzura und den Karpathen statt. Die Deutschen haben nur einen Scheinrückzug auf der Front Bawka=Bzura gemacht, um sich desto mehr zwischen Weichsel und Nawka zu verstärken. Auch der„Corriere della Sera“ schreibt: Die deutschen Operationspläne scheinen eine Entscheidung vorzubereiten. Die Angriffe an der Bzura und Nawka werden mit einer Stärke geführt, die alle bisherigen Kämpfe an dieser Front in den Schatten stellt. tu Genf, 9. Febr. General Lacroix erklärt im„Temps“, in Polen sei eine große Schlacht im Gange, die alle übrigen Frontreihen Europas, selbst Aegyptens, ändern könne. Der General hält es für fraglich, ob die Einnahme Warschaus wirklich das Endziel der Deutschen darstelle. Er glaubt vielmehr, es handle sich um die Vernichtung des russischen Zentrums, weil dann die freiwerdenden Kräfte eine Umklammerung beider Flügel vornehmen könnten. Dies sei eine gute Strategie, aber die Schlacht bei Vorzymow sei bisher für die Russen noch nicht ganz verloren, trotzdem Mackensen dort riesenhafte Anstrengungen mache. Der Kaiser im Osten. Wie das„Wolff'sche Telegraphenbureau“ amtlich meldet, besichtigte der Kaiser am Sonntag Teile der im Bzura=Rawka=Abschnitt kämpfenden Truppen. Der amtliche deutsche Tagesbericht. Großes Hauptquartier. 8. Februar.] Sonst hat sich nichts wesentliches ereignet. Westlicher Kriegsschauplatz. Der Kampf um unsere Stellung südwestlich des Kanals von La Bassee dauert noch an. Ein Teil des vom Feinde genommenen Schützengrabens ist wieder erobert. In den Argonnen entrissen wir dem Gegner Oestlicher Kriegsschauplatz. An der ostpreußischen Grenze südwestlich der Seenplatte und in Polen rechts der Weichsel fanden einige kleine, für uns erfolgreiche Zusammenstöße von örtlicher Bedeutung statt. Sonst ist aus dem Osten nichts zu melden. Oberste Heeresleitung. Teile seiner Befestigungen. Der österreichische Bericht. wih Wien, 9. Febr.(Nichtamtlich.) Amtlich wird verlautbart vom 8. Februar mittags: In der allgemeinen Situation in Russisch=Polen und Westgalizien hat sich nichts geändert. Unsere schwere Artillerie am Dunajec beschoß bei günstigen Sichtverhältnissen mit Erfolg den Raum von Tarnow und erzielte auch gegen lebende Ziele sichtlich gute 120o0 Tarnen huben bb Mailand, 9. Febr.„Corriere della Sera“ meldet aus London, daß nach Telegrammen, die aus Aegypten an die„Times“ gelangt sind, 12 000 Türken den Kanal erreicht haben. Das sei eine starke Ueberraschung. Man glaubt, daß das Hauptheer gegen den Kanal wird vorschreiten können. weil mit Hülfe der Deutschen eine Eisenbahnlinie Wirkung. In den Karpathen wurde auch gestern überall gekämpft. Im weiteren Vordringen in der Bukowina erreichte eine Kolonne das obere Suczawatal und machte 400 Mann zu Gefangenen. Der Stellvertreter des Chefs des Generalstabes: von Höfer, Feldmarschall=Leutnant. 32 gebaut worden sei. Der Gewährsmann der„Times“ sagt, man müsse in Aegypten Operationen von größerer Bedeutung erwarten. Die Tatsache, daß die türkischen Truppen durch die Halbinsel Sinai ohne besondere Anstrengungen geführt worden seien, sei bewunderungswürdig. Die Teuerung in London. Japan, der Feind wider Willen. Die japanische Zeitung„Asahi“ vom 22. November 1914 bringt folgende bemerkenswerten Betrachtungen: „Nie ist eine Frage so schwer zu beantworten gewesen, als die, ob es im Interesse Japans liegt, Rußland, England und Frankreich durch Truppensendungen nach Europa zu unterstützen. Wir müssen die Notwendigkeit einer Truppensendung nach Europa entschieden in Abrede stellen. Auch wenn sie notwendig wäre, so könnte eine Militärmacht von 200 000 bis 300000 Mann nichts entscheiden, und eine höhere Truppenzahl käme nicht in Frage, weil wir nicht das leichtsinnige Experiment wagen können, das Land der Hälfte seines aktiven Truppenbestandes zu entblößen. Angesichts der unklaren Lage, die über der ganzen Welt liegt, könnten wir schneller, als wir denken, unsere Kerntruppen in einem Erdteil festgelegt sehen, wo sie nichts nützen und den Deutschen wenig schaden können. Der Wortlaut unseres Vertrages von 1912 zwingt uns nicht zum Eingreifen auf europäischem Boden, und es bedarf auch ferner noch des Beweises, ob es nicht vor Kriegsbeginn besser gewesen wäre, einen Vertrag zu lösen, der durch das Bündnis, das England an Rußland bindet, unsere Lebensinteressen— die ja Deutschland nie schädigte — ganz empfindlich berührt. Denn wir haben bei diesem Kriege nur einen Brocken bekommen, wenn ihn der Dreiverband gewinnt. Rußlands Macht wird unsere Stellung auf dem asiatischen Festland aufs neue bedrohen, England wird seine chinestschen Interessen schneller und durchgreifender entwickeln, Die Preissteigerung für alle Lebensmittel in London und in ganz England hält an. Englischer Weizen wurde gestern 2 Shilling, fremder Weizen 4 Shilling teurer. Die Londoner Müller erhöhten den Preis für Mehl auf 50 Shilling, nachdem am Montag der Preis bereits um 2 Shilling gestiegen war. Die Milchbauern in der Umgebung von London schicken 20 bis 30 Prozent weniger Milch nach London, als sie vertraglich verpflichtet sind, da infolge der Futternot die Kühe ungenügend gefüttert werden und weniger Milch geben. Die Kohlengruben nehmen keine Aufträge mehr an, da die Transportverhältnisse infolge der großen Anforderungen, die die Militärverwaltung an die Bahnen K und wir haben für den Kiautschoubissen Handlangerdienste zu unserem Abstieg geleistet. Denn es scheint lächerlich, zu glauben, daß ein stärkeres Rußland, ein stärkeres England, ein stärkeres Frankreich nun auch ein stärkeres Japan dulden werden. Dautschland war der unschädlichste Nager am ostasiatischen Knochen. Es war vielleicht ein schwerer Fehler, eine Macht sich zum unversöhnlichen Feinde zu machen, die wie keine andere geeignet war, den Machthunger Englands und Rußlands in Schach zu halten. Wir wissen, daß wir mit den Mächten, die ihre Hände über Asien breiten wollen, noch manche Schlachten zu schlagen haben. Man liebt uns nicht. Wir müssen uns schon jetzt darauf vorbereiten, daß die Auseinandersetzungen über den Besitz von Kicmtschou bei den Friedensverhandlungen vielleicht große Meinungsverschiedenheiten hervorrufen werden. Wir werden sordern, und wenn wir das für die Truppentransporte stellt, es uunmöglich machen, die Lieferungsbedingungen einzuhalten. Infolgedessen sind viele Fabriken, die einen großen Bedarf an Kohlen zu billigen Preisen haben, in Schwierigkeiten geraten und genötigt, den Betrieb einzuschränken. Auch die Eisenbahngesellschaften und Gaswerke, die gewöhnlich sehr große Vorräte haben, beginnen bereits die Schwierigkeiten der Kohlenversorgung zu fühlen. Die Direktion der Weybridge Gaswerke kündigte bereits gestern an, daß infolge der Preissteigerung für Kohlen der Gaspreis von 3 Shilling 6 Pence auf 3 Shilling 11 Pence per 1000 Kubikfuß erhöht werden müsse. nicht erhalten, was wir zu fordern das Recht haben, dann werden wir gegen die uns jetzt verbündeten unsere Macht mobil machen müssen. Graf Katuura hat einmal im Parlament gesagt:„Bündnisse sind gekettete Feindschaften.“ Okuma ist nicht der Mann gewesen, diese Kette zu sprengen in dem Augenblick, wo sie Japan an den falschen Zug band. Ein Zusammengehen mit Deutschland hätte uns mühelos die Mandschurei in den Schoß geworfen, wichtige fremde Handelspunkte, die wie offene Mäuler vor unseren Inseln liegen, wären unser, Asien wäre Eigentum der Asiaten geworden. Früher oder später wird Ostasien der Brennpunkt eines Weltkrieges werden, bei dem Japan seine Rolle mit Deutschland, China die mit Japan vertauscht hat. Nur der schwache Mann hat viele Freunde, man hält uns für den schwachen Mann, der später an seinen vielen Freunden zugrunde geht. Mit einem Feinde nimmt man es auf, aber woher die Soldaten gegen so viele Freunde. Und dann noch gegen einen Feind!„Wenn unsere Verbündeten siegen, werden Ströme japanischen Blutes fließen“, so hat ganz freimütig der Parlamentarier Sato im„Yu=sen“ geschrieben. Wir haben dem hinzuzufügen, daß es genug ist, wenn das Blut in Asien fließt. Wir werden es sparen müssen. Daß wir durch einen Sieg des Dreiverbandes unser kaum befestigtes Schutzgebiet Korea als gefährdet betrachten müssen, beweist die Vorgeschichte unseres Krieges mit Rußland. Damals war eine Entwicklung unserer Ansprüche nur möglich mit der diplomatischen Unterstützung Englands. Das geeinigte England und Rußland wird sich in keinem Falle dazu bereit finden, unsere Ansprüche auf dem asiatischen Festland diplomatisch zu unterstützen. Wir haben also selbst den Schlußstein zu der Mauer geliefert, die wahrscheinlich unserer Entwickelung ein für allemal ein Ende setzt. Rußland hat den Verlust Port Arthurs noch nicht vergessen, und es ist nicht ganz unmöglich, daß England seinem Verbündeten Rußland die ostasiatische Pforte öffnet, die ihm England mit unserer Hilse für eine Zeit verschlossen hatte. Einen Freund wird England opfern. Dieser Freund können wir sein.“ — Ein bolländischer Sachverständiger über den Krieg. In einer Uebersicht über die Kriegslage schreibt der frühere holländische Kriegsminister Staal in „Het Vaderland“: Nach sechs Monaten halten die Deutschen stand und fechten auf erobertem Gebiet. Sie bleiben weiterhin moralisch wie physisch stark, und es fehlt ihnen nicht an Mannschaften, die zu einem kräftigen Feldzuge befähigt sind. Demgegenüber bleibt die Tatsache bestehen, daß der Offensivbefehl des Generals Joffre vom 17. Dezember immer noch zu keinem sichtbaren Ergebnis geführt hat, während doch gerade während des Kampfes in Rußland die Umstände für den französischen Angriff günstig waren. Auch in wirtschaftlicher Beziehung ist es unverkennbar, daß die Verbündeten mit großen Schwierigkeiten zu kämpfen haben. Die Deutschen haben die besseren Nerven. tu London, 8. Febr. Nach hier vorliegenden Blättermeldungen aus Nordflandern, erwartet man den Beginn neuer heftiger Kämpfe zwischen Nieuport und Ypern. Man schließt dies aus der sehr lebhaften Tätigkeit der deutschen Artillerie, sowie aus dem Umstande, daß täglich eine Menge dautscher Flieger die Stellungen der Verbündeten zu erforschen suchen. Auf beiden Seiten sollen bedeutende Verstärkungen konzentriert worden sein. Das Wetter ist sonnig und kalt. Die bis jetzt in den vordersten Linien liegenden französischen Regimenter sind größtenteils abgelöst und durch Engländer ersetzt worden. In weiteren Berichten von der Front wird zugegeben, daß die französischen Truppen, die die Kämpfe seit Beginn des Krieges mitgemacht haben, sich in einem Zustande von Erschöpfung und hochgradiger Nervosität befinden, der eine Rückkehr in die Feuerlinie bis auf weiteres nicht gestatten wird. Es scheint, als ob die Deutschen in dieser Beziehung bessere Nerven hätten, denn unter den Leuten, die verwundet in Kriegsgefangenchaft fallen, befinden sich nicht wenige, die den Krieg seit August vorigen Jahres mitgemacht haben. Sie sehen zwar etwas verwildert aus, fallen aber durch ihre Zuversicht und ihre gute Laune besonders auf. Der Blochade=Krieg gegen England Eine Erklärung des englischen Auswärtigen Amtes. wtb London, 9. Febr.(Reuter.) Das Auswärtige Amt veröffentlicht folgende Erklärung: Die Benutzung der neutralen Flagge als Kriegslist ist mit gewissen Beschränkungen in der Praxis wohl begründet. Wenn die Kauffahrer eine andere als ihre nationale Flagge führen, so ist es ihr einziger Zweck, den Feind zu zwingen, daß er der allgemeinen Verpflichtung des Seekrieges nachkommt und sich von der Nationalität überzeugt, ehe er das Schiff beschlagnahmt und vor ein Prisengericht bringt. Die englische Regierung sah die Benutzung der britischen Flagge beim Feinde stets als berechtigtes Mittel an, um der Erbeutung zu entrinnen. Nach den Völkerrechtsregeln, den Kriegsgebräuchen und Vorschriften der Menschlichkeit ist es für die Kriegführenden Pflicht, den Charakter der Handelsschiffe und ihrer Ladung festzustellen, bevor sie sie beschlagnahmen. Deutschland hat kein Recht, diese Verpflichtung zu ignorieren. Ein Schiff und die Mannschaft von Nichtkombattanten, sowie die Ladung zu vernichten, wie Deutschland es als seine Absicht ankündigt, ist nichts anderes als Seeräuberei auf hoher See. (Es wirkt belustigend, die englischen Seersuber vom Völkerrecht reden zu hören. Im übrigen beweist diese Erklärung, daß England die Feigheit zum Panier erhoben hat, und seine eigene Flagge versteckt. Und das ist das seegewaltige Albion.) Stockung der englischen Lebensmittelzufuhr. England, das nur den fünften Teil seines Lebensmittelbedarfs im eigenen Lande erzeugt, befindet sich in äußerster Bedrängnis, da infolge der deutschen Blockadeankündigung die Getreidezufuhr über See so gut wie aufgehört hat. Die amerikanischen Needereien haben ihre Frachtsütze der maßen in die Höhe geschraubt, daß Verladungen geradezu unmöglich geworden sind. England kann die Unterbrechung von Getreide= und sonstigen Lebensmittelzufuhren nur wenige Wochen aushalten und befindet sich in der ernstesten Gefahr ausgehungert zu werden, noch bevor der 18. Februar heran gekommen ist und die von uns angekündigten Notwehrmaßnahmen begonnen haben. Sämtliche englische Handelshäfen für befestigte Plätze erklärt? bb Nach einer Londoner Drahtnachricht des Stockholmer„Dagbladet“ werden durch Befehl der britischen Admiralität sämtliche Handelshäfen des vereinigten Königreiches für befestigte Plätze er llärt. Nachdem noch vor kurzem bei Beschießung der englischen Ostküste durch deutsche Kreuzer und Zep peline die Entrüstung der Engländer über den Ueberfall auf„ungeschützte Städte“ Englands nicht laut genug toben konnte, genügt also jetzt ein Federstrich der englischen Marinebehörden, um cus diesen„ungeschützten“ Plätzen befestigte zu machen. Diese Maßnahme hängt wahrscheinlich mit der Er klärung der englischen Gewässer als Kriegsgebiet zusammen und bezweckt, die Verteidigung der englischen Küsten von jedem Handelsplatz aus unternehmen zu können. Allein neun Liverpooler Dampfer überfällig. bb Rotterdam, 9. Febr. Der„Courant“ meldet aus London. Die Regierung hat von allen englischen Schiffahrtsgesellschaften, die ihre Fahrten infolge der deutschen Blockade vorübergehend eingestellt haben, die Wiederaufnahme des Dienstes geordert. Die Mehrzahl der Gesellschaften sind der Aufforderung der Regierung nicht nachgekommen. Die Liverpooler Schiffahrtsgesellschaften Dampfer, die in der letzten Woche den Hafen Liverpool anlaufen mußten, überfällig und wahrscheinlich von deutschen Unterseebooten versenkt worden sind. Unter falscher Flagge. wtb London, 9. Febr.(Rautermeldung.) Passagiere der„Lousitania“, die gestern früh in Liverpool eintraf, teilen mit, daß, als das Schiff sich der irischen Küste näherte, ein drahtloses Telegramm der Admiralität eintraf, daß das Schiff die amerikanische Flagge hissen sollte. Das Schiff fuhr unter amerikanischer Flagge nach Liverpool.(Anm. d. Schriftl.: Also doch!) ben bekannt.daß geven 1 Drohende innere Gefahren in England. Wie die Unterseebootgefahr der Hauptfaktor in der schnell zunehmenden Lebensmittelvertauerung für England ist, so scheint diese ihrerseits eine neue Gefahr für England gebären zu wollen. Eine noch größere als durch die Handelsschiffahrt=Unterbindung cheinen die Lohnbewegungen unter Bergarbeitern u. Eisenbahnangestellten in der gegenwärtigen Zeit zu werden. Obgleich zurzeit von bestimmten Proekten eines großen Ausstandes noch keine Rede ist, gehört dieses nicht zu den Unmöglichkeiten, sofern nicht bald Maßnahmen getroffen werden, um die befahr abzuwenden. Sowohl unter den Bergarbeitern, wie unter den Eisenbahnangestellten wächst die Unzufriedenheit mit den Löhnen, die bei den jetzigen Lebensmittelpreisen völlig unzulänglich sind und also Erhöhungen erheischen. Der Sekretär der National Union of Railway= mend, das Parlamentsmitglied Thomas, hat estern in einer Versammlung der Eisenbahnangestellten darauf aufmerksam gemacht, daß unter normalen Umständen bereits im Dezember 1914 die Verträge zwischen den Eisenbahnen und der Trade=Union abgelaufen waren und ohne erhebliche Lohnerhöhungen nicht wieder erneuert worden wären. Als der Krieg ausbrach, erachtete es der Verband für im internationalen Interesse liegend, die Frage ruhen zu lassen. 70 000 Eisenbahnangestellte eien unter den Waffen, und jetzt sei die Pflicht an der Regierung, die Eisenbahnangestellten schadlos zu halten, da die Verteuerung der Lebensmittel unbedingt eine Erhöhung der Löhne erfordere. Der Korrespondent des Handelsblattes neldet zwar, daß die Rede in sehr ruhigem Tone gehalten war, doch deutet alles darauf hin, daß die Spannung unter den Eisenbahnangestellten sehr groß, und daß man fest entschlossen sei, der Neierung diese Frage unter die Augen zu halten. —— Der Krieg begen Frauktein. Zur Beschießung des Grubenrevierg von Bethunc. tu Genf, 9. Febr. Das Bombardement des Grubenreviers von Bethune in der vorigen Woche richtete Schäden von Millionen an. Eine große Grube ist für längere Zeit stillgelegt, da der Einfahrtschacht zerstört wurde. Deutsche Flieger warfen bei Bethune eine große Anzahl Zettel ab, die in französischer Sprache die Versicherung enthielten, daß in Deutschland die französischen Gefangenen ausnahmslos gut behandelt werden. Das war gerade gegenüber der Bvölkerung dieser Gegend, wo die Verbreiter von Schauermärchen überaus rührig sind, besonders angebracht. Ein französischer Gesangener wegen Majestätsbeleidigung verurteilt. wtb Berlin, 8. Februar. Wie die Blätter aus Hannover melden, wurde der französische Kriegsgefangene Lesauzea wegen Majestätsbeleidigung zu zwei Jahren Gefängnis verurteilt, weil er in ten Neuamhortagon im Vordener einem dort hängenden Kaiserbilde die Augen ausgestochen hatte. Der Vertreter der Anklage hatte die Notwendigkeit betont, sich zum Unterschiede von dem maßlosen Vorgehen französischer Kriegsberichte der größten Ruhe und Objektivität bei der Beurteilung des Falles zu befleißigen, der aber als ein Prodakt erbärmlichen Hasses eine angemessene strenge Sühne verdiene. Erschwerend fiel ins Gewicht, daß Lescuzea fälschlich seinen Kameraden Adenise der Tat beschuldigt hatte. Deutsche Kriegsgefangene in Marokko. wtb Paris, 8. Febr. Wie„Temps“ berichtet, befinden sich seit dem 1. Februar 4000 deutsche Kriegsge angene in Marokko. Es sind davon 100 bis 300 im Bezirke Schaujah Dukala, 2000 im Bezirle von Rabat, 500 im Bezirke von Fes und 500 im Bezirke von Medines untergebracht. Sie erhalten denselben Sold wie die französischen Soldaten, dazu einen Zuschlag von 20 Centimes. Die Gefangenen werden zu Straßen= und Erdarbeiten herangezogen. Die Disziplin ist sehr gut, der Gesundheitszustand sehr gut. 8 * 10. Die Lage auf dem östlichen Kriegsschauplatz. Amtliche russische Berichte geben zu, daß auf der Strecke zwischen dem Duklapaß und der von Stryj nach Bunkacs führenden Bahn die Gesechtslage infolge der Ueberlegenheit des Feindes und der schwierigen Terrainverhältnisse eine für die Russen nachteilige Gestaltung angenommen hat, so daß gewisse rückgängige Bewegungen der Russen notwendig geworden sind. In den offiziellen Com muniques des russischen Generalstabes heißt es, daß die Offensive der Oesterreicher aus den Pässen von Dukla und Wzszkow erbittert worden ist. In dem Raume des Sattels von Beskid habe sich die russische Vorhut vor stärkeren, im Angriff fortschreitenden feindlichen Kräften ein wenig zurück gezogen und zwar in eine von der Natur zur Verteidigung wie geschaffene Position. Die russischen Blätter erwähnen, daß sich der Geist der in den Karpathen kämpfenden russischen Truppen bedauerlicherweise nicht mehr so gehoben zeige, wie früher. Es mache sich eine nicht zu verhehlende Mißstimmung im Offizierkorps bemerkbar, die man unterdrücken müsse. Aus Polen melden die russischen Berichte teils partielle Erfolge, teils anhaltende unentschiedene Gefechte. Die Berichterstatter sprechen von einem langsamen, eintönigen Positionskriege, der sich durch lärmende Artillerie duelle auszeichne. In einem amtlichen Bericht findet sich ein Passus, wonach die Deutschen, um der russischen Stellung näher zu kommen, einen Festungskrieg provozierten. Wie Maulwürfe brechen sie unter der Erde mit Stahlpanzergeschützen vorwärts. Die russische Niederlage bei Borzymow. tu Petersburg, 8. Febr. Folgende offizielle Darstellung der russischen Niederlage bei Borzymow wird jetzt der Presse übermittelt: Nachdem die Deutschen am frühen Morgen ein heftiges Jauer auf die Gegend von Vorzymow gerichtet hatten, unternahmen sie einen ungestümen Sturmangriff und zwangen mehrere unserer Formationen, auf die zweite Verteidigungslinie zurückzugehen. Indessen gelang es einem Gegenangriff unserer Truppen, zunächst alle eroberten Positionen vom einde wieder zu räumen, wobei ihm große Verluste beigebracht wurden. Zur selben Zeit, in der der Angrif bei Borzymow erfolgte, unternahmen die Deutschen eine Reihe wiederholter und heftiger Angriffe gegen die ganze Frontlinie Humin MogDiese Anggiffe wurden gleicheeitig durch un und Liebe. Roman von Käthe Lubowski. 14 Und nun kam Otto Hüssinger und strafte ihre gute Meinung Lügen. Na, der sollte es aber hören, wenn er ihr mal in den Weg lief. Und als sie das kaum ausgedacht hatte, kam er die Treppe empor, ihr entgegen. Er sah elend und verwacht aus und sein sonst so elastischer Gang war langsam und schwerfällig, wie der eines alten Mannes. Sie stand still und sah ihn scharf an, so daß er nicht einfach au ihr vorübergehen konnte. „Na— wie wars denn im Wasser—. Sie— Held?“ Er zuckte zusammen. „Woher— wissens— daß— i— wollt?“ Sie antwortete nicht auf die mühsam gestotterte Frage. „Pfui,“ sagte sie kurz.„Zugeben tut er es auch noch. Schämens sich! Wegen an Mädel—“ Er begehrte wild auf. „Was verstehens denn von der Lieb, Sie!" Ein heißes, trotziges Gefühl quoll in ihr hoch. Das war ja gar nicht Verachtung— das war— ja Eifersucht. Aber sie preßte sie mit harter Hand in den Winkel zurück, aus dem sie scheu und verzagt hervorkroch. „Weil i häßlich bin, meinens.— Das tut dabei nix. Die Lieb ist nämlich im Herzen, wissens. Und an tiefe stille Geschicht, aus der nit jeder zum Spott oder zur Unterhaltung nauslesen soll. Die darf wohl packen, und zu Boden schlagen, wenns gar niemand sieht. Aber, wenn sie so ist, daß sie an alt, hinfällig Fraule in Angst und Schrecken bringt, dann ist sie an Jammerlappen sein Gedröhn. Und im nächsten„Aufgeklärten“ halt i an Red über Ihnen—ja— speziell über Ihre Tapferkeit, wenns bis dahin nit wieder arg vernünftig geworden sind!“ Damit sanste sie an ihm vorüber, denn sie hatte soeben durch das Flurfenster die Elektrische„Hardenberg=Zwinglistraße" vorbeiflitzen sehen, die sie haben muß, um zur Expedition zu kommen. Otto Hüssinger sieht ihr kopfschüttelnd nach, aber er lächelte doch ein ganz klein wenig dabei. 4. Kapitel. Ein heller, warmer Septembertag ergießt sein Licht über Trautenberg. Die breite Kastanienallee, durch die das Oberhoffsche Artillerieregiment heute aus dem Manövergelände in die kleine Garnison einrücken wird, steht im Zeichen des Herbstes. Vom tiefsten Rot bis zum zartesten Orange leuchten die Blätter. Die Fäden des Altweibersommers ziehen sich, spinnwebenfeinen Guirlanden gleich, von Ast zu Ast. Ueber dem leidenschaftslosen Naturgemälde strahlt das milde Gold der Sonne. Es ist alles wunschlos und abgeklärt. Eine stille und dannoch gewaltige Predigt von ersülltem Hoffen und Sehnen geht durch die Welt. Auch den Menschen hat sich dies Gefühl der Zufriedenheit mitgeteilt. Sie sind glücklich, daß sie ihre„blauen Jungen“ wieder haben werden. Es war doch ohne sie eine recht trübselige Zeit. Zwar hat der stete Aerger mit den Dienstmädchen gefehlt, aber dafür auch jenes andere, jung und fröhlich erhaltende Zaubermittel, das die frische Kraft und der kecke Uebermut hergeben. Der Raum zwischen den einzelnen Kastanien ist von Trautenberger Bürgern ausgefüllt. Die Jungen, für die heute die Kartoffelferien begonnen haben, balanzieren in der Höhe auf den Aesten herum. Sie halten die Angen starr nach der Gegend zu gerichtet, in welcher sie Kl.=Malchow, das letzte Quartier des Regiments, wissen. Endlich wälzt sich eine dicke Staubwolke heran. Die einzelnen Geschütze und Pferde kann man freilich noch nicht unterscheiden. Nur zuweilen blitzt es hell an dem dunklen Grauschwarz auf. Wie Sternschnuppen, die erfüllte Wünsche verheißen, schießt es hervor und verschwindet wieder. Die Staubwolke kommt näher. Die Sternaugen erweisen sich als die Kugelknöpfe der Helme.— Jetzt sind sie da. „Hurra— hurra— uns' Artillerie!“ Dicht an den Stamm einer Kastanie gepreßt, steht ein altes Mütterchen. Sie wischt mit dem Schürzenzipfel die Augen. Ihr Wilhelm, der einzige, der ihr von sechsen geblieben ist, marschiert im 3. Glied der 5. Batterie an ihr vorüber. „Min oll Jung—." flüsterte sie zärtlich,„hei süht brov ut— un wusse— is hei ok no.“ Neben ihr schlägt ein dralle Köchin die Hände zusammen. Sie weiß sich kaum von Staunen zu fassen, als sie endlich ihren Herzallerliebsten herausgefunden hat. „Nee, Frau Müllern, wie sieht der Mensch blos aus! Braungebraten wie'ne knusperige Gans.“ Und sie lacht und zeigt die Reihe der weißen, gesunden Zähne. Dann rückt sie das Häubchen kokett nach vorn und drückt den Marktkorb, den sie zur Beruhigung ihrer mißtrauischen Gnädigen mitgenommen hat, zärtlich ans Herz. Die Sonne spielt weiter mit den goldenen Uniformknöpfen und den Helmkugeln. Ihre blanken Strahlen huschen vergnügt über die blonden und braunen Mädchenzöpfe. Es ist ein heimliches Küssen hin und her. Ein Vorgeschmack der abendlichen Wiedersehensfeier. Jetzt stimmt einer, dessen Militärzeit ihr Ende erreicht hat, ein Lied an. Schmetternd und jubelnd fallen die andern mit ein: „Reserve hat Ruh Und wenn Reserve Ruhe hat, Dann hat Reserve Ruh.“ Bald verstummen sie jedoch wieder. Sie reiten in die Stadt. Zuerst an des Obersten Villa vorbei. Die jungen Leutnants, die noch nicht sehr lange im Regiment sind, schauen verstohlen zu den Fenstern hinauf, in der Hoffnung, die schöne, stolze Adda zu unterbrochenes Artilleriefeuer unterstützt. Bis zum Mittag gelang es uns, alle Angriffe zurückzuwerfen, teils durch unser Feuer, teils durch unsere Bajonette. Zwischen 12 und 2 Uhr jedoch gelang es den Deutschen, dank einer energischen Aktion ihrer Artillerie gegen unsere Schützengräben, einen Teil dieser letzteren zu besetzen und sich darin zu behaupten. Im Lauxe des Nachmittags versuchten wir mehrere Gegenangriffe, in deren Verlauf wir den Feind aus einem Teil der eroberten Stellungen wieder hinauswarfen, so daß er am Abend des Tages nur noch wenige unserer Schützengräben, sowie ein Schloß besetzt hielt. Die Erfolge der Deutschen in der Eegend von Borzymow sind also unbedeutend und stehen in keinerlei Verhältnis zu den Verlusten, die sie durch unser Feuer oder unsere Bajonettangriffe erlitten haben. Die russische Niederlage. in der Vukowina. tu Budapest, 9. Febr. Der Korrespondent des„Pester Lloyd“ meldet noch folgende Einzelheiten über das siegreiche Vordringen der Oesterreicher in der Bukowina. Ein kleinerer Teil unserer Krüfte richtete einen Scheinangriff gegen die Russen. Die Hauptkräfte rückten unterdessen auf äußerst schwierigen Wegen, die die Russen für unbefahrbar hielten, vor, umgingen den Feind, in dessen Reihen eine Panit ausbrach und nahmen rasch nacheinander Pozsorita, Kimpolung und Vara, wobei 1200 Russen zu Gefangenen gemacht wurden. Außerdem wurden mehrere Geschütze, Maschinengewehre und sehr viel Munition erbeutet. Gestern passierten 3800 russische Gesangene Bistritz. Aus der Vukowina traf auch viel Kriegsmaterial und zwar acht Wagen Munition, 12 Maschinengewehre und 2 Kanonen in Budapest ein. Gestern kamen 506 russische Offiziere an; sie sind voll Lobes über Behandlung und Verpflegung. Warschau im Dunkeln. wib Warschau, 9. Febr. In Warschau wurde der Versuch einer Abstellung der ganzen Stadtbeleuchtung am 31. Januar gemacht. Um 11 Uhr abends wurden alle Gas= und elektrischen Lampen gelöscht. Alle auf die Straße hinausgehenden Fenster der Häuser mußten verhängt werden, selbst im Innern der Häuser mußte die Beleuchtung auf ein Minimum beschränkt werden. Zu gleicher Zeit wurden die Lichter der Straßenbahn und der Automobile gelöscht, so daß bald jeder Verkehr auf der Straße aufhörte und die Stadt wie ausgestorben dalag. Ernüchterung in Rußland. bb Krakau, 9. Febr.„Glas Naroda“ entnimmt einem Bericht der russischen sozialpolitischen Partei folgendes: Nach der anfänglichen Ueberschwänglichkeit des nationalen Chauvinismus ist jetzt in Rußland die Ernüchterung eingetreten. Die zuerst gegen das herrschende Regime gerichtete Bewegung werde aber in nächster Zeit einen solchen Umfang annehmen, daß im ganzen Lande ein Sturm entstehen werde, wie er noch nie erlebt worden sei. Cholera in Petersburg. wtb Hamburg, 8. Febr. Wie den„Hamburger Nachrichten“ über Stockholm cus Petersburg berichtet wird, ist dort eine Choleraepidemie ausgebrochen, die täglich reißende Fortschritte mache. Es sind schon sehr viele Todesfälle zu verzeichnen. Heimkehrende Flüchtlinge aus Rußland. Stockholm, 8. Febr. In diesen Tagen kommen Extrazüge von Rußland nach Stockholm mit deutschen Flüchtlingen. Donnerstag kamen zwei Züge, der eine mit 160 und der andere mit 400 Personen an. Dieses ist jedoch erst der Anfang zu einem größeren Strom von Flüchtlingen, die hier errtet werden. Heute sollen 1200 Personen komsehen. Aber ihr Hoffen bleibt unerfüllt. Dichte Vorhänge verwehren den Einblick in die Reihe der Zimmer. In der unteren Etage sind sogar die Läden geschlossen. Leutnant von Tarenberg lächelt glücklich. versteht sein Lieb. Keiner, außer ihm, soll sie sehen, wie damals beim Auszug. Als er hart an der Fliederlaube des Wachenhusenschen Gartens vorüberreitet, gleitet eine schmale Hand durch das Gewirr der Blätter. Ein dunkler Kopf wird sichtbar. Addas tiefe, sehnsüchtige Augen strahlen ihn an. Die anderen merken es nicht. Sie sitzen ganz allein in ihrem Paradies und feiern die Weihesekunden des Wiederhabens. Er hält sein Pferd ein wenig zurück, ihre Blicke ruhen ineinander, sie sagen sich ein seliges, janchzendes Wort, gottlob, daß wir uns wieder haben. Dann geht es weiter trab— trab— trab. Tarenberg legt die Schenkel fest an seinen Gant und nimmt ihn scharf heran. Er möchte jetzt allein sein. Ueber die flachen grünen Felder hinter der Stadt galoppieren, Gräben nehmen und Hindernisse springen, damit das wilde, sehnsüchtige Gefühl, das, sobald die Geliebte seinen Blicken entschwand, stärker wie vordem in ihm brennt, in der tollen Kraftprobe unterginge. Im Kasernenhof auf der Lafette seines Geschützes sitzt der Einjährige der 5. Batterie, Klaus Wiedental. Was hat der wohl hier zu suchen? Noch dazu um die Zeit, in der er sonst mit großer Pünktlichkeit zum Mittagessen zu gehenpflegte? Der lustige, von tollen Einfällen geradezu überschäumende, neunzehnjährige Springinsfeld, der direkt nach bestandenem Abitur in die langschäftigen Artilleriestiefeln hineingeschlüpft ist, dem sie alle gut sind, von der dicken Regimentsmutter an bis zum Herrn Major aufwärts, warum bläst er Trübsal? Erhat den kurzgeschorenen, blonden Kopf tief geneigt und den Arm auf das Geschützrohr gestützt, als müßte er etwas zum Festhalten haben. 220,16 en. Alle sind froh, daß sie aus Rußland heraus sind. Die Flüchtlinge haben furchtbare Geschichten erzählen, auch kuriose, z. B., daß ein Extrazug nfolge Versehens der russischen Behörde, statt heimwärts, in anderer Richtung nach Sibirien ging. — Der heilige Krieg. Der Erfolg der Türken gegen die Engländer. tu Konstantinopel, 9. Febr. Wie die offiziöse Agence Milli“ meldet, haben sich türkische regusüre und irreguläre Streitkräfte nach heftigem Kampfe der Stadt Hauwise, nordöstlich von Kurna, bemächtigt und die Engländer von dort vollständig vertrieben. Dieser Erfolg ist deshalb von besonderer Bedeutung, weil Hauwise zu dem Gebiet des Sultans von Mohammera gehört. Der Sultan, dessen Unterstützung es den Engländern vor allem ermöglicht hatte, bis Kurna vorzudringen, habe sich mit 10000 seiner Leute und den in dem Gebiete ansässigen persischen Stämmen angeschlossen. die bei Kurna in den letzten Kämpfen siegreich gebliebenen türkischen Truppen und die arabischen Stämme rücken weiter gegen Bassora vor. Schlappe der Engländer in Mesopotamien. Gebiet von Kurna setzten die Türken, unterstützt von arabischen Stämmen, den Kampf gegen die Engländer fort. Bei El=Artawi, in der Gegend von Schiije, ist es zu einem Kampf zwischen grabischen Kriegern und einer starken englischen kolonne gekommen, wobei die Engländer gezwungen wurden, gegen Schiije zu fliehen und sich gegen süden zurückzuziehen. Der Führer des persischen Stammes der Fellas hat mit seinen Kriegern Enseli überfallen und dort die Anlagen der russischen Automobilgesellschaft zerstört, die den Post= und Frachtverkehr mit dem Innern des Landes besorgte. Das Fell des Bären. wtb Hamburg, 8. Febr. Nach den„Hamb. Nachr.“ sagt„Rußkoje Slovo“, das Organ Ssasonows, in einer Besprechung des russisch=türkischen Krieges, die Russen hätten in vielen Kriegen mit der Türkei unzählige Opfer gebracht, aber die Früchte hätten stets andere eingeheimst. England habe Aegypten, Italien Tripolis, Oesterreich=Ungarn die Herzegowina und Bosnien, Griechenland Saloniki und Serbien Mazedonien genommen, Rußland aber habe nichts bekommen. Jetzt aber gebe es für Rußland keine Rücksicht mehr. Konstantinopel mit den Dardanellen, das südliche Usergebiet des Schwarzen Meeres, das alsdann das Russische Meer heißen soll, würden in dem jetzigen Kriege sein Lohn sein. Aus Stadt und Umgebung. Die Lage des deutschen Arbeitsmarktes. Ueber die Lage des deutschen Arbeitsmarktes im Dezember 1914 berichtet das vom Kaiserlichen Statistischen Amt herausgegebene Reichs=Arbeitsblatt in seinem Januarheft wie folgt: Die erhöhte Beschäftigung, die sich im November auf dem gewerblichen Arbeitsmarkt feststellen ließ, hat sich im Dezember im ganzen auf dem gleichen Stand behamptet. Verschiedentlichen, mit der vorgerückten Jahreszeit zusammenhängenden geringen Verschlechterungen der Beschäftigung stehen tellweise Verbesserungen in anderen Industriezweigen gegenüber. Nach den Berichten der einzelnen Unternehmungen und Verbände herrschte in den verschiedenen Gebieten des Kohlenbergbaues auch im Dezember sehr lebhafte Nachfrage. Die Roheisenerzaugung hob sich gleichsalls weiterhin. Auch die Eisengießereien, die Stahl= und Walzwerke, die meisten Zweige der Maschinenindustrie wie der elektrischen Industrie haben den Beschäftigungsgrad, der im November erreicht wurde; nicht nur aufrechterhalten, sondern zum Teil noch weiterhin verbessern können, hauptsächlich infolge weiterer Aufträge seitens der Heeresverwaltung. Die Nachweisungen der Krankenkassen ergeben für die in Beschäftigung stehenden Mitglieder eine geringfügige Abnahme, nämlich der männlichen um 1,76 und der weiblichen um 0,15 v. H. Vom 1. Dezember zum 1. Januar tritt regelmäßig ein Rückgang ein, der meist stärker ist. Der im allgemeinen festgestellten günstigen Gestaltung der Beschäftigung entsprach eine fortschreitende Verringerung der Arbeitslosigkeit. Von den 1,26 Millionen Mitgliedern, über welche 40 Fachverbände für den Dezember berichten, waren 7,2 v. H. arbeitslos gegen 8,2 v. H. im Vormonat. **(Das Gedenkblatt des Kaisers.) Bei den Militärbehörden gehen bereits in größerer Zahl Gesuche von Angehörigen der gefallenen Krieger um Zustellung des von Seiner Majestät dem Kaiser verliehenen Gedenkblattes ein. Das Kriegsministerium weist darauf hin, daß das Gedenkblatt erst im Entwurf vorliegt und daß seine Fertigstellung noch einige Zeit beansprucht. Es wird den Angehörigen seinerzeit ohne besonderen Antrag zugestellt werden. **(Spart mit dem Brot!) Diesen Mahnruf möchten wir immer und immer wieder an die Bevölkerung richten. Spart mit dem Brot und Mehl und sucht dem Körper aus anderen Stoffen bestehende Nahrung zuzuführen. Nur wenn jeder sparsam und haushälterisch mit dem Brot umgeht, und mit dem pro Person festgesetzten Quantum auszukommen sucht, ist es möglich, mit den für unseren Bezirk erlassenen behördlichen Anordnungen das gesteckte Ziel zu erreichen und die ausreichende Ernährung der Bevölkerung bis zur nächsten Ernte sicher zu stellen. Es wird nur dann möglich sein, von einschneidenderen Maßnahmen Abstand zu nehmen, wenn jeder an seinem Teil zum sparsamen Verbrauch des Brotes mit beiträgt. (Die Verkehrsziffern der Eisenbahnen) haben nicht so sehr unter dem Kriege gelitten, wie man annehmen konnte. Der erste Monat im nemen Jahr hat nur eine fünfprozentige Verkehrsverminderung gegen den gleichen Monat im Vorjahr gebracht. Eine besonders günstige Entwicklung hat das sächsische Eisenbahnwesen während des Krieges genommen. Der Güterverkehr hat fast schon wieder eine normale Ausdehnung genommen, während der Personentransport wohl geringere Einnahmen zeigt, die jedoch zum größten Teil auf die Abwanderung in niedrigere Wagenklassen zurückzuführen sind. Der Eüterverkehr, der im August v. J. um 50 v. H. hinter dem des August 1913 zurückgebliehen war, blieb im September nur noch um 30 v. H., im Oktober um 27, im November um 24 und im Dezember nur noch um 12 v. H. hinter den gleichen Monaten des Vorjahres zurück. Etwas schlechter steht es mit dem Personenverkehr, der im November 30 und im Dezember 26 v. H. hinter dem Vorjahre zurückgeblieben ist. **(Ein tapferer Krieger.) Wir teilten vor längerer Zeit mit, daß der inzwischen zum Unteroffizier beförderte Reservist Gustav Spitza aus der Wilhelmstraße mit dem Eisernen Kreuze 1. Klasse dekoriert sei. Die Urkunde zu dieser seltenen Auszeichnung lautet: Im Allerhöchsten Auftrage Seiner Majestät des Kaisers und Königs übersende ich Ihnen anliegend das Eiserne Kreuz 1. Klasse als besondere Auszeichnung für Ihre zahlreichen mit hervorragender Tapferkeit und Umsicht ausgeführten Patrouillengänge während der Kämpfe an der Aisne im Herbst 1914. Ich freue mich, Ihnen hierzu meinen herzlichen Glückwunsch aussprechen zu können. von Zwehl, General der Infanterie, Komm. General des 7. A.=K. **(Zur Förderung der Land= und Forstwirtschaft) in den westlichen Provinzen sieht der Entwrurf des preußischen Haushaltsplanes für 1915 den Betrag von 205000 Mk. und zur Förderung der Kultivierung von Oedländereien in Westfalen 50000 Mk. vor. **(Die Reichswollwoche.) Die Erträge der für Zwecke des Roten Kreuzes veranstalteten Reichswollwoche sind ganz außerordentlich gute. In mittleren Provinzstädten wurden durchschnittlich 1000 Zentner an Woll= und Tuchresten zusammengebracht, aber auch in den zahlreichen kleineren Städten und auf dem Lande war die Opferwilligkeit allgemein eine sehr starke. Man wird das Gesamtergebnis auf mehrere Millionen Zentner veranschlagen können. **(Im Silberkranz.) Am heutigen Tage können die an der Hermannstraße wohnenden Eheleute Albert Trippe das schöne Fest der silbernen Hochzeit feiern. Dem Jubelpaare unsern besten Glückwunsch! **(Dank aus dem Felde.) Im November v. Is. hatte die Quinta des hiefigen Realprogymnasiums eine reichlich 10 Psd. schwere Kiste Tabak, Zigarren, Zigaretten, Wollsachen, Lichte, Schokolade 2c gesammelt für unsere tapferen Kämpfer im Osten. General von Mackensen, an den die Kiste adressiert war, war dabei gebeten, die Liebesgaben solchen Kämpfern zugute kommen zu lassen, die bisher noch nichts erhalten hätten. Am Freitag erhielt der Klassenleiter der Quinta, Prof. Feldhügel, vom General von Mackensen eine Dankkarte folgenden Inhalts: Die Liebesgabensendung Ihrer Schüler vom 26. November ist gestern abend(!) in meinen Besitz gelangt. Ich bitte Sie, den begeisterten Spendern den Dank der Empfänger und den meinigen auszusprechen. Die Kiste gelangt spätestens morgen in die Hände der tapferen Musketiere des Inf.=Regt. Nr 129 im vordersten Schützengraben. Ergebenst v. Mackensen. * Duisburg, 8. Febr.(Schwere Bluttat.) Seit dem 3. d. M. wurde die in Laar, Schulstraße, wohnende 7 Jahre alte Katharina Hormann vermißt. Der Verdacht, an dem Kinde eine Gewalttat begangen zu haben, fiel sofort auf den im gleichen Hause wohnenden Bergmann Wilhelm Koletzko aus Myslowice. Der Bursche wurde sofort verhaftet und leugnete zunächst hartnäckig. Angesichts des geradem erdrückenden Béweismaterials, das ihm die Kriminalpolizei schließlich vorhielt, gestand er die Tat ein. Danach hat er die Leiche des ermordeten Kindes in ein Tuch gesteckt und in den Rhein geworen. Stadttheater Dortmund. Mittwoch, 10. Februar, abends 7½—11 Uhr: „Wallenstein“, dramatisches Gedicht von Friedr. von Schiller. 2. Teil:„Wallensteins Tod“ Donnerstag, 11. Februar, abends 7½—10½ Uhr: „Carmen“, große Oper mit Ballet in 4 Aufzügen von Georges Bizet. Freitag, 12. Februar, abends 7½—10 Uhr:„Venus mit dem Papagei“, Komödie in 3 Akten von Lothar Schmidt. Sonnabend, 13. Februar, abends 7—10¾ Uhr: „Lohengrin", romantische Oper in 3 Aufzügen von Richard Wagner. Gegen rauhe Haut nur Kombella Die nichtfettende Hautcreme. 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Bei der Bereitung von Brot werden die vorgeschriebenen Mischungen nicht verwendet, das Verbot der Nachtarbeit wird übertreten, Roggenbrot von mehr als 50 g Gewicht wird, entgegen der Bestimmung des § 10 a. a O., nicht erst 24 Stunden nach Beendigung des Backens, sondern sofort abgegeben. Die Besitzer der Bäckereien und Konditoreien werden hiermit vor der Übertretungen der Bestimmungen mit dem Hinweis verwarnt, daß in der nächsten Zeit vom Generalkommando eine Revision der einzelnen Betriebe veranlaßt wird und daß alle übertretungen der Verordnung streng bestraft werden. Hörde, den 6. Februar 1915. 713 Der Landrak. I. V. Burchard Regierungs=Affessor. Die Höstpreise für Speisekartoffeln sind vom heutigen Tage ab aufgehoben. Die Einwohner des Stadtbezirks werden ersucht, Fälle, in denen übermäßige Preise für Speisekartoffeln gefordert werden, der unterzeichneten Behörde zwecks Verfolgung anzuzeigen. Schwerte, den 5. Februar 1915. Der Magistrat: 663 Rohrmann. „ chweiter zeitung“ ausschlag. Pichel, Mitesser, Flechten bei schwinden meist sehr schnell wenn man den Schlaum von Zcker's Patent-Medizinal-Seife, in drei Stärken à 50 Pf 1.00 Mk. 1 150 Mk abends eintrocknen latzt. Schaum erst morgens edwaschen und mit ZuckoohCreme(Tube 50 und 75 Pf. k.) nachstreichen. Großartige Wirkung, von Tausenden bestätigt. Zu haben bei * Trog, Max Mehlhose, Drogerien. Wottertraße 11. Vorzügliches, erstklassiges Piano 282 noch ganz wie neu, gebejetzt mit voll Garant. weit unt Preis ab. van Bremen, Pianos Dortmund, Heiligerweg 15. Geschauitie. binsen.) Elektretechais Istemebilbau, Brückenba: Prof. He huzutarn. Parochtal= Lehrertbasttinz Schwert=Westhofen. Mittwoch, den 10. Februar, nachmittags 4 Uhr. bei Quaddeck Vortrag: 109 De= Krieg und die Frau“ Sie helfen wenn Sie auch während des Krieges Ihren Amsatz steigern. Durch wirksame Inseraten=Reklame erreichen Sie dies Ziel. Unsere kostenlose Unterstützung steht Ihnen zur Verfügung. 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Februar 1915. 710 Der Königliche Landrat: Nauck, Geheimer Regierungsrat. Konkursverfahlen. In dem Konkursverfahren über das Vermögen des Schuhwarenhändlers Gustav Franken zu Schwerte ist zur Abnahme der Schlußrechnung des Verwalters, zur Erhebung von Einwendungen gegen das Schkußverzeichnis der bei der Verteilung zu berücksichtigenden Forderungen— sowie zur Anhörung der Glaubiger über die Erstattung der Auslagen und die Gewährung einer Vergütung an die Mitglieder des Gläubigerausschusses— der Schlußtermin auf den 27. Februar 1915, vormittags 11 Abr vor dem Königlichen Amtsgerichte hierselbst— Nr. 11— bestimmt. 712 Schwerte, den 29. Januar 1915. Königliches Amtsgericht. Viehseuchen. AUT fertigt schnell und billig von ausgekämmtem Haar Cteaoi- Damen- und Sürden-Herren-Friseur Hüs.ngstr. 16. 664 Festgestellt: Maul= und Klauenseuche unter dem Rindviehbestande des Hauderers Karl Kohlmann zu Schwerte Hörderstr. 32. Als Sperrbezirk ist die Hörderstraße von der Post bis zur Eisenbahnunkerführung bestimmt Auf dieser Strecke darf Klauenvieh nicht getrieben oder als Jugvieh benutt werden. Die Hunde in diesem Straßenteil müssen festgelegt werden. Schwerte, den 8. Februar 1915.. 718 Die Polizei Verwaltung. — täder Eriele liefert schnell und sauber Buchdrucherei E. Braus uliserer„ Weissen Wöche Hareinen Sanz Kelossdlen DeSdell aufzuweisen. Die Zunz gewunigen Wareh-Fiengen, Weiche gestern gekaun Wurden, Werden weller Gazu BelTragen, dell Wulen Kuruliseres Flauses als Hangebende Eilikaufsslane füf dnle Aussieuer-Arliker zu Beresnigen Es gibt keine bessere und billigere EinkaufsGelegenheit, als in Auch während unserer„Weissen Woche“ bekannte Fahrtvergütung bei Einkäufen von 20 Mark an. Bad vornosen 8 leiston vorlreffliche leisten vorlreffliche Dienste die seit 25 Jahren depährten Dortmund. Dorimund, den 8. Februar 1915. Zu dem heutigen Schlachtviehmarkt waren aufgetrieben 624 Stück Grotzvieh, 436 Kälber, 3 Schafe, 3212 Schweine. Bez. f. 100 Pft Tce K Aillionen sie gegen W Heiserkeit, Verschleimung, Katarrh. schmerzenden Hals, Keuchhusten, sowie als Vorbeuzung gegen Erkältungen, daher hochwillkommen jedem Krieger! 6 100 nok. begl. Jeugnisse 1 O 100 von Aerzten und Privalen verbürgen den sicheren Erfolg. Appetikanregende. feinschmeckenge Vonbons. Paket 25 Pf., Dose 50 Pf. Kriegspackung 15 Pfg, kein Porto. Zu haben in Apotheken sowie bei: Franz Gessinger in Schwerke; Ernst Klein 5 Jehn, Aposheke zur Hohensyburg i. Westhosen; With. Liefenhoff in (6488 Für unsere Krieger! Unterzeuge wie: Hemden, jacken, Hosen, Socken, Lungenschützer Handschuhe, 6378 Taschentücher empflehlt in grosser Auswahl zu billigen Preisen. Haufhaus Onto Mark Ostenstrasse 20. Kgr. Sacho. echnikum Mittweida Dircktor: Proiesur Role: Höheres techn. Institat f. Elektro- u. Maschinentschnik, Sonderadtellungen f. Ingenieure, Techniker u. 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Kälber a) Doppelender, feinste Masi.. b) feinste Mastkälber c) mittlere Mast= und deste Saughälber.. d)geringe Mast= und gute Saugkälber..... e)geringe Saugkälder 3. Schafe a) Mastlämmer und jüngere Mastbomme! gu e ae d) ältere Masthammel, geringere Mastlämmer und gut genährte junge Schafe...—.:.. c)mäßig genährte Hammel und Schafe(Merzschafe) Weide. a) Mastlämmer.........: mastschafe: b) geringe Lämmer und Schafe 4. Schweine. a) Fettschweine, über 150 kg. 3 Zentner Lebendgewicht 8 88 8 S S GS S S 558 53—55 96—99 47—52 83-93 41-41 82 88 49—52 85 90 41—44 78—83 34—37 71-77 51—54 91 97 45—5) 86—94 40—43 80—.86 32—36 72—80 25—29 60—71 51—55 81—88 45—50 74—82 40—44 66-74 Stallmastschafe: Mede: d) vollfleischige 120—150 kg Lebendgewicht e) vol fleischige 100—120 kg Lebendgewicht d) vollfleischige 80—100 kg Lebendgewicht e) vollfleischige Schweine von (240—300 Pfd.) Schweine (200—240 Schweine (160—200 ron Pfd.) ** von Pfd.) unter Sotsleischige„Schmeine, unter 80 kg(160 Pfd.) Lebendgewicht 8o0s77-80 96-100 75-80 94-100 74—89 92. 100 66-77 83-96 76 79 95—97 Weteibonuest betiche uosbune Zum Schutze gegen die Maul= und Klauenseuche wird auf Grund des§ 18 fl. des Viehseucengesetzes vom 26 Juni 1909 Reichsgesetzbiatt Seite 519 mit Ermächtigung des Herrn Regierungs=Präsiderten folgendes bestimmt: Die Maul= und Klauenseuche herrsct z. It. unter dem Rindoiehbestande des Hauderers Kohlmann zu Schwerle Als Sperrdezirk wird bestimmt: Hörderstraße bis zur Eisenbahn. Auf diesem Bezirk finden die Bestimmungen unter meiner viehseuchenpoltzeilichen Anordnung vom 21. Oktober 1914 Anwendung, die im amtlichen Kreisblatt(Schwerter Zeitung) vom 24. Oktoder 1914 Nr. 250(Beilage) enthalten ist. Ein Beobachtungsgebiet wird nicht gebildet. Die Abschnitte III—VII einschließlich der genannten Anordnung dleiden mit der Maßgabe bestehen, daß der erste Satz des§ 5 Siffer 1 wie folgt geändert wird: In der Stadtgemeinde Schwerle ist verdoten. Hörde, den 5. Februar 1915. ISerion. 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Kheit& Cappen Spargel, Wiener, Reis. An unsere Milbürger! Hindenburg Seit 6 Monaten lobt nunmehr der gewaltige Krieg. Unserer kapferen Armee und Marine isi es gelungen, die Feinde vom Vaterlande fern zu halten Wenn auch von den Daheimgebliebenen großes geleistet ist, so treten doch noch größere Pflichten an uns heran; wir müssen weiter sorgen für die verwundeten und erkrankten Krieger, wir müssen helfen den zurückgebliedenen Familien der zur Fahne Einderufenen, wir müssen helfen den Hinterbliebenen der für das Vaterland gesallenen Helden. ug. 31.1., Muich Große Mittel sind zur Erfüllung dieser Pflichten erforderlich Wir wenden uns deshalb an unsere Mitbürger mit der Bitte, ein weiteres Opfer zu bringen und für den edlen Zweck den Sammlerinnen, welche für den Ausschuß vom Roten Kreuz und zugleich auch für den mit dem Rolen Kreuz verschmolzenen Hülfsausschuß sammeln, Barmittel zu überweisen.“ Auch die kleinste Gabe ist willkommen. Schwerte, den 1. Februar 1915. Namens des Ausschusses des Zweigvereins vom Roten Kreuz: Rohrmann, Bürgermeister. 655 Kartoffel, Erbs, Weibertreu, Königin, Geflügel, Püz empfiehlt Carl Trog. * Favorit Modenaldum 50) Faoorit Jugendaldum 60 S f Favorit Handarbtsalb. 60, S(! Favorit Schnittmuster 1# Alleinverkauf für Schwerie Kaufbaus Otte Mark Ostenstraße 20, 1333 Holländische Hangescholen. T. Weinderg. 9 er an den von den Spaniern als volksreiche Städte erwähnten Oertlichkeiten ausführte, förderten eine ganz neue, einzigartige Kultur ans Licht, die wohl verdient, neben die der Chibchas von Kolumbia und der Inkas von Peru gestellt zu werden. Die Zivilisation dieses bisher unbekannten Volkes steht im engsten Zusammenhang mit den kolumbischen Kulturen der vorgeschichtlichen Zeit Amerikas, während ein Einfluß der Inkas nirgends zu konstatieren war. Einige Spuren führen auch auf einen Zusammenhang mit Völkern in Zentralamerika. Das eigenartigste und merkwürdigste Kennzeichen des von Saville aufgefundenen Volkes besteht in der Art, wie es sich mit goldenen Schmucksachen wahrhaft überlud. Kein anderes Volk der Welt hat noch eine derartige Schmuckfreude an den Tag gelegt. Die Küste von Esmeraldas ist von den Spaniern im Gegensatz zu den zahlreichen Expeditionen nach dem Inkareich lange vernachlässigt worden, so daß hier nur wenige Ansiedlungen entstanden, und später hatte die Gegend einen bösen Ruf wegen des Gelben Fiebers und anderer schlimmer Krankheiten. So hatte man auch den archäologischen Resten wenig Aufmerksamkeit geschenkt, bis Saville seine systematischen Studien aufnahm. Zahlreiche goldene Schmucksachen lassen erkennen, daß diese Leute ihre Kleider und ihren Körper reich mit Gold behängten. Außer Hals= und Armbändern und Fußspangen wurden schöngearbeitete Ohrgehänge gefunden; goldene Pflöcke wurden in die durchbohrte Oberlippe gesteckt, und halbmondförmige Schmuckstücke hingen an der Nase. Die seltsamste Schmuckform aber ist die Goldverzierung der Zähne, die noch an verschiedenen Schädeln festgestellt werden konnte. In den Oberzähnen wurden Löcher sorgsam ausgebohrt, nicht etwa, wie man wohl zunächst meinte, zum Plombieren, sondern einfach zum Schmuck. In diese Löcher wurden Goldstücke gelegt, die Zähne wurden mit Golddraht umwunden; ja, es wurde sogar das Email von den Zähnen abgekratzt, und an Stelle des natürlichen Schmelzes bedeckten Goldplättchen die Zähne, so daß dem Obergebiß das Aussehen eines breiten goldenen Streifens gegeben war. An dem einen Gebiß konnte man so wenig von dem ursprünglichen Email entdecken, daß man zunächst glaubte, die Zähne wären ganz aus Gold. Ueberhaupt bedeckten diese Leute Teile ihres Gesichts mit goldenen Stiften und Nägeln, die sie in Löcher im Fleisch einbohrten. Die Wangen waren so direkt mit Gold belegt. Bei La Tolita, auf einer Insel Tola an der Mündung des Santiagoflusses, sind 40 hohe Trümmerhaufen, von denen bisher nur einer durchforscht wurde. Man fand hier ein in sitzender Stellung begrabenes Skelett, eine Anzahl von Tongefäßen und ein goldenes Ei mit einem kleinen Smaragd darin. Bei oberflächlichen weiteren Grabungen wurden Schätze von Gold und kleinen Juwelen gefunden. Die Juwelierkunst dieses alten Volkes war sehr hoch entwickelt und bereits bis zur künstlerischen Bearbeitung des Platins gediehen. Auch Fischhaken, Nadeln und Ahlen bestanden aus Gold. In der Verwertung des Platins steht diese Esmeraldaskultur selbst in der so reichen Goldschmiedekunst der alten südamerikanischen Völker einzigartig da; ebenso in dem Goldschmuck, dem Wahrzeichen des „Adorados. S. K. Man muß sich zu helfen wissen. Eine wahre Geschichte. Der jüngste Gehilfe einer Kolonialwarenhandlung war ein so arger Stotterer, daß er kaum imstande war, einen zusammenhängenden Satz über die Lippen zu bringen, besonders, wenn Verlegenheit oder gar Schrecken seine Denk= und Ausdrucksfähigkeit noch mehr lähmten. Dafür hatte die Natur ihm als Ersatz die Gabe des Gesanges verliehen, und beim Singen war's ihm ein leichtes, sich in fließenden Worten auszudrücken. Eines Tages wurde er von seinem Brotherrn nach dem Keller geschickt, in welchem die Vorräte von Petroleum, Spiritus und ähnlichen Brennstossen lagerten. Mit Schrecken bemerkte er, daß der Spiritus irgendwie Feuer gefangen hatte und letzteres sich auf die übrigen Vorräte auszudehnen drohte. Totenbleich stürzte er zurück, dies zu melden, aber das Entsetzen hatte seine Zunge vollständig gelähmt, so daß er mehrmals vergeblich ansetzte und kostbare Augenblicke ungenützt verstrichen. Die Verzweiflung und Angst gab ihm plötzlich einen guten Gedanken ein, und mit dem Aufgebot aller Lungenkraft stimmte er nach der Melodie:„Wir winden dir den Jungfernkranz“ folgenden Gesang an: „Im Keller brennt der Spiritus, Und alles steht in Flammen. Und wenn nicht schnelle Hilfe kommt, Verbrennen wir alle zusammen!“,. worauf die notwendige Löscharbeit denn auch noch im rechten Augenblick mit Erfolg begonnen wurde. F. C. Von Laurs Gincent. Salattunke mit Oel. Der Dotter eines hartgekochten Eies wird mit der Gabel zerdrückt, mit Salz, Pfeffer und einer kleinen Prise Zucker gewürzt, und mit einem Teelöffel voll Butter schaumig gerührt. Nun stellt man das Gefäß auf kochendes Wasser und fügt tropfenweise unter stetem Rühren vier Eßlöffel voll Oel hinzu. Wenn die Mischung schaumig ist, kommen nach und nach noch zwei Eßlössel Essig darunter. Die Tunke wird dann vom Feuer genommen und weitergerührt, bis sie kalt geworden ist. Sie eignet sich ebenfalls zu jeder Art Salat, am besten aber zu Kartoffelsalat. Grüner Salat mit Tomaten und Gurken. Zwei Kipfe Salat werden vertesen, die Herzchen beiseite gelegt. Zwei Tomaten werden in Scheiben geschnitten, ebenso eine Gurke. Der Salat wird nach Belieben mit einer Tunke vermischt und mit den Salatherzchen sowie Petersilie und Kresse garniert. Beim Anmachen von Salat merke man sich stets, daß doppelt so viel Oel wie Essig genommen werden muß, und daß man mit dem Salz nur sehr sparsam umgehen darf. Dumor. Grund zur Dankharkeit. Dorsbewohner:„Wir müssen unserem Gutsherrn wirklich dankbar sein, daß er uns die schöne Bibliothek geschenkt hat.“ Tourist:„Das ist hübsch von Ihnen, daß Sie es anerkennen. Ich hätte gar nicht gedacht, daß Sie so fürs Lesen wären.“ Dorfbewohner(treuherzig):„Bin ich auch gar nicht. Aber meine Alte hat die Reinigung!“ O Grlles und ällelles Cagesorgan des Kreiles. O Haupt-Aunoncenblaß Unterhaltungs=Beilage zu Nr. 33. Dienstag, 9 Februar 1915. An Celtenorand. Orignal-Kriegeroman aus ernster (10. Fort Lo blieb ich denn,“ fuhr Erna fort.„Und 4 ich habe keine Veranlassung gehabt, es zu bereuen. Denn so war es mir wenigstens vergönnt, ihr in langer und schmerzlicher Krankheit eine Pflegerin zu sein, wie eine bezahlte Fremde es ihr wohl nimmermehr gewesen wäre." „Wohl, Erna!— Du hast recht getan. Aber dann, als sie gestorben war——“ „Dann hätte ich dem Hause des Stiefvaters stolz den Rücken kehren müssen, meinst du?— Nun, mein lieber Hugo, ich will dir etwas sagen. Es ist eine schöne Sache um den Stolz, und einiges von dem vielberufenen alten Ravenschen Familienstolz mag ja wohl auch auf mich verirrtes Schäflein gekommen sein. Aber eine noch schönere Sache ist es doch vielleicht um ein natürliches menschliches Empfinden! Und ein solches Empfinden war es, das mich bewog, zu bleiben. Wolkonski hat sich gegen die Mama in den letzten Monaten, die er mit ihr verlebte, musterhaft benommen, und er war gegen mich von einer Rücksichtnahme und Ritterlichkeit, wie sie mir vorher eigentlich noch niemand erwiesen hatte. Damit, daß ich ihn verließ, hätte ich ihm eine Kränkung zugesügt, die er seinem ganzen Verhalten nach nicht um mich verdient hatte. Und dann— ein klein wenig durfte ich wohl auch an mich selbst denken. Die Mama, deren Leibrente natürlich mit ihrem Tode erloschen war, hatte mir nichts hinterlassen. Ein Geldgeschenk oder eine fortlaufende Unterstützung hätte ich von dem Stiefvater selbstverständlich nicht annehmen können. Ich würde also wieder genau da gestanden haben, wo ich mich befunden hatte, als ich halbverhungert bei meiner Mutter Zuflucht gesucht. Und davor, ich will es ganz offen eingestehen, davor hatte ich eine heillose Angst.“ „Laß uns denn nicht länger darüber rechten! Nur eine Frage noch: Wovon lebt dieser Wolkonski jetzt? Woher nimmt er die Mittel, einen so fürstlichen Haushalt zu führen?“ „Da fragst du mich mehr, als ich beantworten kann. Aber ich glaube, er betreibt irgendwelche Geschäfte.“ Hugo von Raven machte ein sehr, ungläubiges Gesicht. P.ue 9 „Geschäfte? Der Graf von Wolronsti? Die müssen allerdings von ganz besonderer Art sein. Hast du denn niemals ein Bedürfnis gefühlt, etwas Naheres darüber zu erfahren?" Teit von Rudolf Hollinger. ttsetzung.)(Nachdruck verboten. Alle Rechte vorbehalten.) „Offengestanden— nein! Ich verstehe ja doch nichts davon!“„.1, gshäfte Au. 6 „Mich aber interessieren die Geschafte des Herrn Grafen in hohem Maße, und du wirst mir schon gestatten müssen, mich ein wenig um sie zu kümmern.“ „Aber warum denn? Erwas Unanständiges ist es gewiß nicht. Sonst würde er nicht einen so vornehmen Verkehr hier in Paris haben! Von dem gegenwärtigen Kriegsminister spricht er immer als von seinem guten Freunde. Und ich weiß, daß er in der russischen Botschaft ein= und ausgeht.“ Die Augen des Piloten waren immer größer geworden, und in seinen Zügen malte sich eine Spannung, die seine Schwester vielleicht veranlaßt haben würde, in ihren weiteren Mitteilungen etwas zurückhaltender zu sein, wenn sie sie wahrgenommen hätte. Aoer sie sah es nicht und fuhr deshalb in ahnungsloser Unbefangenheit fort: „Wahr cheinlich handelt es sich um geschäftliche Beziehungen im Auslande. Denn der Graf ist sehr viel auf Reisen. Auch nach Deutschland fährt er fast in jedem Monat ein= oder zweimal. Und er kommt auch nach Ostpreußen.“.. „Nach Ostpreußen? Er wagt es wirklich, sich dort =Unter uns gesagt: ich glaube, es ist ihm selber unangenehm, dort unter seinem richtigen Namen aufzutreten. Denn einmal fand ich auf seinem Schreibtisch einen Auslandspaß, der auf einen anderen Namen ausgestellt war, und den er vor der Abreise sehr sorgfältig in einer Brieftasche barg.“ Hugo von Raven stand auf, diesmal aber in scheinbar volkommener Ruhe. „Ich bin dir für diese Mitteilungen sehr banrvar, Erna! Wir werden vielleicht Gelegenheit haben, in den nächsten Tagen noch einmal über die Geschäfte des Herrn Wolkonski zu sprechen. Jetzt aber möchte ich dich nicht länger aufhalten. Du hast doch wohl heute abend im Theater zu tun?“ Erna warf einen Blick nach der Kaminuhr hinüber, dann rief sie ganz erschrocken: „Mein Himmel, über der Wiedersehensfreude habe ich ganz vergessen, daß ich ja auch einen Beruf habe! Ich sollte eigentlich schon in meiner Garderobe sein. Willst du mich nicht auf der Fahrt in das Theater begleiten?“ „Gern! Ich hatte ja ohnehin die Absicht, ein Zeuge deiner künstlerischen Triumphe zu sein. Uebrigens nimmt es mich ein wenig wunder, daß du ohne 8 S GSSOSDSSSGE SSEDSSS S 2 E GSDggSSGSER: ngrg Sge Pg Gr OagsggOggigs.#6#7 p GS--BBg Gagg Sagy SSSSOn ##SSgR. 98 PBTTESTGE TeDSN *—OTNTNEO S X S a# 9o#— — 70 f 5 6" SSESMOCSG GAESA,S8 BEE"WezSESs • PSEGES SSSTT *S§.9." •WSS S o — 1•• * S D 2,: 2 ** 83350 9* —— P SEHE• TMSg FORSCSSBTSSNN--5 SNSS 0. 0g"STg #S9 S 22 2.2 •„ S 3•5.n": Ba.— O SFTGRG S#. S•— „ B 81936. S SS SOEY-SAGTSSESG SpaToPSDgESEgE" S SoSSSBRRSDOESSMER SS RROBUTTOENSSE S 28 2 S 2.02 S S9n2. # 5 912 * S 2#1. M O T MgE m * O E 7 S S * 10 6 GEg 70 S 0— 6 Guge Be#szESgan BFEOSETGTNE. *„-„ETTZE BSTN S S#Tane GE F1• GSE S G•9EN E"* ∆ * SigsSn##5.S... E SSS8R SSOpuEg SHTET NS S55555 5 . GDTTNT -TSR *PgSSSS TSsceg,ee T5 SSHTSH"SEGBG SSSSSOSMRES S 2 81 S 22 0 S. 8 6 D 0 5 3 □ D DiEEMFSTDEDEPES S. 4. : E 13 — 1 □ BWTPDTGEE 19 S. SSE S 22.40 2— ##D # S. BEg G. 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