8 8 5 2. * 9 S 8 8 5 S 25 2 * 9 85 * 9 —* Amtliches Kreisblatt AD für den kreis börde ane getwrim Zeimer gicchn dale außer Fetertags. Bezugspreis M. 1.80 oierteljährlich, bei der Post für Bestellgeld 42 Pig. mehr. Wöchentl. Grakisbeilage:„Iklustrierter Familienfreund“ u. tägl. Unterhaltungsblatt. Anzeigenpreis: Die siebengespaltene Petitzeile oder deren Raum 10 Pfg., Anzeigen von auswärts 15 Pfg., Reklamezelle 40 Pfg. Jeder Rabatt gilt als Kassarabalt u. erlischt bei Konkursen. Zwangsvergleichen, gerichtl. Klagen u. Rebeachuad ermactht-Setinseteltane Westhofener Zeitung Langscheder Zeitung Verbunden mit: Holzwickeder Zeitung Aplerbecker Zeitung Schwerter Volkszeitung Schwerter Volksblatt Schwerker Tageblatt O Schwerter Anzeiger Grites und älteltes Cagesorgan des Kreiles o General-Anzeiger für den Kreis Börde o Haupt-Annoncenblaft uue arig, and iohalpollzelichen Derrh. nungen für den Kreis Hörde erlangen gemat Bekanntmachung dei Königlichen Regierung durch Verössentlichung io dei„Schwerter Zeitung" rechtsverbindliche Kraft.— Die „Schwerter Zeilung“ gewährt ihren Adonnen. ten für jeden mit Tod endenden Unfoll ge300 Mk. Unfall. Druck u. Verlagv. Cor Braus. Schwerte. Rodz Fernsp. 62. Telegr.=Adr. Braus Schwerte= Ruhz### Nr. 32. Montag, den 8. Februar 1915. 47. Jahrgang. Aeittiolient bb. Frankfurt a. M., 7. Febr. Die„Frankf. Ztg.“ meldet aus Genf: Ein hiesiger Vertrauensmann französischer Blätter erhielt aus Paris die Meldung: In amtlichen Militärkreisen zirkuliert ein Geheimbericht, wonach die Verluste Frankreichs an Gefallenen bis Ende Januar über 450 000 Mann betragen. In diese Ziffer sind nur französische Soldaten aus Frankreich eingerechnet. Die Statistik ist nach Ausweig der abgelieferten Erkennungsmarken auf Grund amtlicher Berichte aufgestellt. (Wenn man zu dieser Zahl vergleichsweise das Doppelte an Verwundeten rechnet, unsere Gefangenen und die Gefallenen und Verwundeten der sremden Völker hinzuzählt, dann ergibt sich ein Verlust der Franzosen von mindestens 2 Millionen Mann.) 1000 Russen gefangen— 8 Maschinengewehre erbeutet. oi Oer. Oof, Bebgeytung * Dürfen wir des Sieges gewiß sein? Auf aller Lippen schwebt und aller Herzen bewegt wohl die Frage, ob wir in diesem uns von neidischen und böswilligen Feinden aufgezwungenen Weltkriege siegen werden und ob wir dieses Sieges gewiß sein dürfen. Ist unsere Kraft der Waffen und des Geistes groß genug, um uns die Gewißheit des Sieges zu verbürgen? Getrost können wir diese Frage bejahen. Wir sind ungleich besser zum Kriege gerüstet, als ein jeder unserer Gegner. Seit der Durchführung der allgemeinen Wehrpflicht ist der Waffenkampf der Staaten ein Kampf der Völker. Kein Staat aber hat an der zusammenfassenden Organisation der Volkskraft mit solcher Entschlossenheit und mit solchem Erfolge gearbeitet, wie das Deutsche Reich. Wohin wir blicken, tritt uns die organisatorische Kraft des deutschen Volkes entgegen. Als ob es gar nicht anders könnte, stellt sich der einzelne an den Platz, an den er gehört, sei es als Führer, sei es als einer aus der Masse derer, die willig und verständnisvoll den Anordnungen der Führer folgen. Das ist das Wesen des vielgeschmähten deutschen Militarismus. Und daß unsere Kräfte trotz der gewaltigen Opfer, die dieser Krieg schon sorderte, ungeheure sind, dürfte selbst dem blödesten gegnerischen oder„neutralen“ Auge, das einen Blick hinaus auf die Schlachtfelder und die Zusammenfassung unserer Arbeit im Innern zu werfen vermag, inzwischen klar geworden sein, und jede Betrachtung unseres Volkslebens beweist uns, daß wir noch lange nicht am Ende unserer Kräfte sind. Dies könnte eher für unsere Feinde gelten. Selbst das an Menschen unerschöpfliche Rußland scheint an brauchbaren Soldaten, Waffen und Munitionsmaterial nicht weit vom Ende seiner Machtmittel zu sein. Belgien liegt am Boden. Frankreich ist nur zu einer Desensive noch fähig, und England kann bald in die Lage versetzt sein, nicht bloß um eine Invasion, sondern vor allem um seine Zufuhr in Sorge sein zu müssen. Aber auch unsere Volkswirtschaft ist fest genug gefügt, die schwere Probe auf ihre Widerstandskraft zu bestehen. Auch wirtschaftlich können wir noch lange durchhalten dank unseren gesunden wirtschaftlichen Verhältnissen und unserer leistungsfahigen Landwirtschaft, deren nationale Bedeutung als festeste Grundlage unserer Existenz und unserer Widerstandsfähigkeit offen am Tage liegt. England wollte uns aushungern, wie der menschenfreundliche Ausdruck lautet, mit dem es prahlte, jetzt ist es selber in Sorge, wie es der sich immer mehr bemerkbar machenden Lebensmittelverteuerung wehren soll, und ist schon auf den Gedanken gekommen, nach deutschem Muster Höchstpreise einzuführen und ähnliche Anordnungen zu treffen. Großes Haupkquartier, den 6. Februar. Westlicher Kriegsschauplatz. Erneute französische Angriffe gegen die von uns gewonnenen Stellungen nördlich von Massiges blieben ohne Erfolg. Ebenso scheiterte ein feindlicher Vorstoß in den Argonnen. Oestlicher Kriegsschauplatz. Die Russen griffen gestern an der ostpreußischen Grenze, sowie südlich der Weichsel gegen unsere Front Humin=Bzura=Abschnitt an. Alle Angriffe wurden abgewiesen, wir machten 1000 Gefangene und erdeuteten 6 Maschinengewehre. Hauptsächlich von englischer, aber auch von französischer Seite wird fortgesetzt die Behauptung wiederholt, daß die Deutschen gewissermaßen zur Feier des Geburtstages S. M. des Kaisers, Vorstöße im großn Stil inszeniert hätten, die sämtlich mit schweren Verlusten für uns endeten. Daß diese Behauptung in heimtückischer Absicht einfach erfunden ist, beweisen unsere amtlichen Berichte über die Ereignisse an den in Frage kommenden Tagen. Eine solche Kampfesweise kann natürlich auch nicht die Person des Kriegsherrn berühren. Die deutsche Heeresleitung möchte es aber nicht unterlassen, diese Kampfesweise in ihrer Erbärmlichkeit vor aller Welt an den Pranger zu stellen. Großes Hauptquartier. 7 Februar. Oestlich Bpern nahmen wir einen französischen Schützengraben und erbeuteten 2 englische Maschinen=Gewehre. Südlich des Kanals bei La Bassee drang der Feind in einen unserer Schützengräben ein. Der Kampf dort ist noch im Gange. Im übrigen auf beiden Kriegsschauplätzen außer Artilleriekämpfen keine wesentlichen Ereignisse. Oberste Heeresleitung. Der Kaisel im Ssten. wtb Berlin, 6. Febr.(Amtlich.) Seine Majestät der Kaiser hat sich über Tschenstochau auf den östlichen Kriegsschauplatz begeben. WTB. Berlin, 7. Februar(Amtlich). S. M. der Kaiser besuchte gestern die schlesische Landwehr Zin ihrem Schützengraben mag, für eine gute und gerechte Sache zu kämpfen, das Bewußtsein, den Frieden ehrlich gewollt zu haben und nur von neidischen und übelwollenden Feinden in frevelhafter Weise zum Kampfe gezwungen zu sein, zum Kampfe nicht um Machterweiterung und Länder=Erwerb oder gar schnöden geschäftlichen Vorteil, sondern um das Dasein, um Haus und Hof und Weib und Kind. Dieses Bewußtsein ist es, aus dem unser Volk das herrliche Gottvertrauen und die gewisse Zuversicht des endlichen Sieges geschöpft hat, mit welchem wir, allen voran unser geliebter Kaiser, diesen Riesenkampf aufgenomen haben und ihn siegreich zu Ende führen werden. bei Geuszozym, östlich Wlosczowa. Erfolge der Oesterreicher. wtb Wien, 7. Febr.(Nichtamtlich.) Amtlich wird verlautbart vom 6. Februar, mittags: An der ganzen Karpathenfront und in der Bukowina dauern die Kämpfe an. Die Situation in Polen und Westgalizien ist unverändert. Ein russischer Nachtangriff bei Lopuczuo wurde abgewiesen. Am südlichen Kriegsschauplatz hat sich in letzter Zeit nichts Wesentliches ereignet. wtb Wien, 8. Febr. Amtlich wird verlautbart vom 7. Februar, mittags: Die Lage in Russisch=Polen und Westgalizien ist unverändert. In der Karpathenfront wird heftig gekämpft. In der Südbukowina sind unsere Truppen in erfolgreichem Vordringen, die Russen in vollem Rückzuge. 1200 Gefangene wurden gestern gemacht, zahlreiches Kriegsmaterial wurde erbeutet. Nachmittags zogen unter großem Jubel der Bevölkerung eigene Truppen in Kimpolong ein. Am südlichen Kriegsschauplatz keine Veränderung. In der Adria hatte ein Luftangriff unserer braven Flieger auf französische Transporte guten Erfolg. Durch Bombenwürfe wurden mehrere Treffer erzielt. Der Stellvertreter des Chefs des Generalstabes: von Höfer, Feldmarschall=Leutnant. Weilere toodos Mann für den heinigen Fnteg. ziero dse die Püstungen bb. Konstantinopel, 8. Febr. Afghanistan hat nun, wie„Taswir“ berichtet, amtlich erklärt, mit Afghanistan werden Beludschistan und die Stämme Ostpersienz am Kriege gegen die Feinde Deutschlands teilnehmen. Angeblich sind es deutsche Offiziere, die die Rustungen überwachen. Die reguläre Armee Afghanistans wird auf 50= bis 60 000 Mann geschätzt. Mit den waffenfähigen Mannschaften Beludschistang und der ostpersischen Teile zusammen auf 100 bis 150 000. san Die Gewißheit des deutschen Sieges ist endlich aber auch verbürgt durch den herrlichen Geist, der unser ganzes Volk beseelt. In den Tiefen der Nation lebt der Geist, der die Siege gebiert. Wenn man in den langen Friedensjahren der Deutschen altes Erbübel, den Hader der Parteien, wieder üppig emporwuchern sah, wenn ein unserem Volke früher fremder Hang zi Wohlleben und Genußsucht weite Kreise ergriffen hatte, so konnte wohl bange Sorge um unseres Volkes Zukunft die Seele beschleichen. Aber alles dies ist wie Schlacken von uns abgesallen, und das in der Not stets bewährte Gold der deutschen Nation ist wieder leuchtend zutage getreten, als unserem Volke erneut die Schicksalsstunde schlug. Und was wir täglich vom Opfermut unserer unvergleichlichen Krieger auf den Schlachtfeldern in West und Ost, von Opserwilligkeit in der Heimat bis in die letzte Hütte bewundernd sehen, das übertrifft doch noch weit alles, was treue Patrioten zi hoffen gewagt hatten. Darum wird dieser Krieg der Welt von neuem zeigen, welche schier unüberwindliche Macht selbst gegen eine Welt von Feinden einem Volke die volle Einigkeit und das Bewußtsein zu geben verDie zweite Kriegsanleihe. Die Ausgabe der zweiten dautschen Kriegsanleihe wird für den kommenden Monat angekündigt, da bei den Reichsdarlehnskassen nur noch etwa 50 Mill. Mk. Darlehen für die Kriegsanleihe der Rückzahlung harren, deren Abbau sich laut „Voss. Ztg.“ in so schnellem Tempo vollzieht, daß in wenigen Wochen der Boden für eine neue Anleihe geebnet ist. Die Gelegenheit für die Ausgabe der neuen Kriegsanleihe ist um so günstiger, als sich inzwischen in den Sparkassen, Depositenkassen und Genossenschaften außerordentlich große neue talien angesammelt haben. Ganz besonders groß sind die Einlagen, die in den Sparkassen gemacht werden, sie übersteigen die Einzahlungen in den gleichen Monaten früherer Jahre erheblich. Der Grund dieser hocherfreulichen Erscheinung liegt darin, daß unsere Soldatenfrauen, die ihnen von ihren Männern aus dem Felde gesandten Ersparnisse zum größten Teil auf die Sparkasse tragen. Es sind also große Kapitalien da, die Anlage suchen. Da die neue Kriegsanleihe wieder mit fünf Prozent verzinst und unter Pari aufgelegt werden wird, obwohl die alte bereits über hundert steht, so ist an einem Erfolge der zweiten deutschen Kriegsanleihe nicht zu zweifeln. Unser täglich Brot. Seitdem das Brot mit dem Buchstaben K vor uns liegt, sind wir nachdenklicher geworden. Sonst nahmen wir das tägliche Brot als Selbstverständliches hin, auf das wir ohne weiteres Anspruch hätten. Nicht nur das. Wir forderten für unsere Arbeit mehr als bloßes Brot, wir forderten ein bequemes und genußreiches Wohlleben. Jetzt kommen wir auf andere Gedanken. Wir können uns das Brot nicht schaffen. Ohne unser Zutun wächst es draußen aus der Erde. Wir können dieses Wachstum nicht beschleunigen. Es muß auch herauswachsen aus der allgemeinen Lage. Unsere Nahrung ist nicht nur abhängig von unserem Tun, sondern von der Lage der ganzen Gesellschaft, des ganzen Volkes, dem wir angehören. Jetzt stellen wir uns nicht mehr stolz hin im selbstbewußten Gefühl der eigenen Kraft, sondern wir achten auf alle die Lebensfäden, die unser Dasein mit der Erde und dem Volke verbinden. Das Kriegsbrot will uns zu dieser Bescheidenheit, zu diesen völkischen und staatsbürgerlichen Gedanken erziehen. Nun steigt das Brot wieder in unserer Achtung. Wir sind froh, wenn das Brot da ist, das wir brauchen, da ist selbst in minderwertiger Form. Jetzt verstehen wir es so recht, warum unsere Bäter vom„lieben Brot“ sprachen. Unsere Väter und Mütter konnten es nicht sehen, wenn Brot herum lag oder gar mit Füßen getreten murde. Darin sahen sie eine schwere Sünde. In ländlichen Kreisen findet man eine derartige strenge Auffassung noch vielfach heute. Unsern Kindern war diese abhanden gekommen. Sie lebten in Ueppigkeit und Ueberfluß. Sie murrten, wenn irgendwo etwas an Genuß und Wohlleben abgezogen wurde. Versorgt Euch mit Vorrat an Schweinefleisch=Dauerware. Nun heißt es, wieder bescheiden sein mit dem, was zur Nahrung des Leibes und Lebens gehört, zufrieden zu sein. Wir müssen wieder lernen verzichten. Und diese Einfachheit und dieser Verzicht muß uns in der Gegenwart zur Freude werden. Handelt es sich doch um große unschätzbare Werte, die auf dem Spiele stehen. Möge uns etwas von dieser Schlichtheit und Zufriedenheit hinüber begleiten in den Frieden!— So ist der Krieg auch in dieser Beziehung ein großer Erzieher. Er zeigt uns, daß zum Brot nicht nur Roggen und Kartoffeln, sondern auch Volk und Vaterland gehört. Er befreit uns von allem überflüssigem Drum und Dran und weist auf die großen und einfachen Linien unserer Lebensführung hin. Er läßt uns wieder mit fröhlicher Dankbarkeit all das empfangen, was zur Lebensnahrung und Notdurft gehört. Er lehrt uns wieder mit Inbrunst beten:„Unser täglich Brot gib uns heute.“ Das preußische Abgeordnetenhaus tritt am Dienstag zu einer kurzen Kriegstagung zusammen, in der außer einigen kleinen Vorlagen nur der Etat erledigt werden soll. Die sonst übliche Etatsdebatte, in der alles mögliche und noch einiges darüber hinaus besprochen wird, gibt es diesmal nicht. Politische Erörterungen unterbleiben. Mit dem Etat aber können alle Parteien des Hauses zufrieden sein; ist es doch trotz der Kriegszeit möglich gewesen, ihn ohne Fehlbetrag aufzustellen und ihn mit 4816 Millionen Mark in Einnahme und Ausgabe zu balancieren. Daß zur Vermehrung der staatlichen Betriebsfonds 1500 Millionen Mark Schatzanweisungen ausgegeben werden, ist bereits bekannt und durch die Lage geboten. Gleichzeitig mit dem Etat wird der Gesetzentwurf über Beihilfen zu Kriegswohlsahrtsausgaben der Gemeinden und Gemeindeverbände verabschiedet werden.— Der württembergische und badische Landtag haben ihre Kriegstagungen soeben in bewährter Einmütigkeit abgehalten, wobei zu bemerken ist, daß im badischen Abgeordnetenhause der sozialdemokratische Vizepräsident Geiß eine von hoher patriotischer Begeisterung getragene Ansprache hielt und das Hoch auf den Großherzog ausbrachte. Der Giecare Kried geden Englaut Englische Selbsttäuschung. Haag, 8. Febr. In England hofft man immer noch, daß Deutschland mit seinen Ankündigungen, die von einem holländischen Blatte kürzlich als bitterer Ernst bezeichnet werden, nicht Ernst machen werde. Reuter meldet, daß die englischen Blätter sich nun weigerten, die deutschen Großsprechereien für bare Münze hinzunehmen. Die„Times“ sagt, daß Deutschland darum zu tun sei, eine weitere Verteuerung der Lebensmittel durch das Herauftreiben der Seefrachten zu erreichen. Die Vereinigung für Kriegsversicherung hat, wie Reuter sagt, Anweisung gegeben, daß alle Schiffe wie gewöhnlich abfahren sollen und ebenso hat Lloyd seine Versicherungsprämien(die allerdings noch hoch genug sind) für die Küstenschiffahrt nicht gesteigert. Die deutsche Blockierung der englischen Küste. tu London, 8. Febr. Eine Umfrage des„Daily Telegraph“ in Reedereikreisen über die deutsche Ankündigung der Blockade der englischen Küste hat Jagno Slovs Kozlo LoNicz Scherneig, 11008 Rbocziand EiperK Piasczyo arTN P Bielec S. Tar erunh gerzieg. * szczonow sachows—-Jerbrie P 99) 466/ 41— Bledou Karte zu den Kämpfen vor Warschau. ten, kamen an Deck und brachten die verwundeten Kameraden mit. Manche mußten durch Schußlöcher kriechen. Hier standen wir an Deck und erwarteten das Ende. Es wurde ein Hoch auf die „Blücher“ ausgebracht und ein dreifaches Hoch auf den Kaiser. Dann sangen wir die„Wacht am Rhein“. Der Krieg gegen Frannreich. Die deutsche Offensive bei Ppern. bb.„Daily Telegraph“ meldet aus Boulogne: Die Deutschen scheinen einen neuen Angriff zwischen Ypern und Nieuport einzuleiten. Die Stellungen der Verbündeten werden durch deutsche Artillerie heftig beschossen, die Deutschen haben beträchtliche Verstärkungen erhalten, hinter der Gefechtslinie ziehen sich frische Truppen zusammen. Regimenter, die Verluste hatten, werden auf ihre volle Stärke gebracht. Nachdem helles Wetter eingetreten ist, wird die Wiederaufnahme der deutschen Offensive erwartet. Feindliche Flieger in Baden. wtb Müllheim(Baden), 6. Febr. Heute vor mittag 3½ Uhr warf ein feindlicher Flieger Bomben ab, von diesen zwei etwa 100 Meter von dem Carnisonlazarett entfernt. Sie platzten auf weichem Ackerboden und vichteten keinen Schagezeigt, daß die Reeder zuerst mit dem Plan umgingen, die Fahrten der Schiffe einzustellen. Sie wurden jedoch durch die Admiralität veranlaßt, die Schiffahrt fortzusetzen. Die„Times“ lassen sich aus Washington berichten, daß man dort die Meinung vertrete, die deutsche Politik gehe darauf aus, die Reeder einuschüchtern und die Versicherungsgesellschaften zu veranlassen, die Versichenungsprämien zu erhöhen und so den englischen Transatlantischen Handel lahmzulegen. Die Preßstimmen der deutschfeindchen amerikanischen Blätter, die bei jeder sich bietenden Gelegenheit Deutschland angreifen, weren in der Londoner Presse in irreführender Weise ils die Stimmung in Amerika wiedergegeben. Die Schuld Englands. bb. Stockholm, 6. Febr. Das Blatt„Nya Daglig Allehanda“ schreibt unter der Ueberschrift: „Der schicksalsschwere 18. Februar": Nicht Deutschland hat durch seinen neuen Erlaß, sondern England durch seinen Nordsee=Ukas vom 3. September den Seekrieg in Bahnen gebracht, die rücksichtslos lle völkerrechtlichen Bestimmungen durchbrechen. England beruft sich dabei, wie das Blatt schreibt, auf seine Lebensinteressen, aber mit dieser cotivierung kann es schwerlich den Versuch der Aushungerung der deutschen Zivilbevölkerung rechtfertigen. Dagegen bedarf es keiner Frage, daß derjenige, der zuerst einem solchen Erdrosselungsversuch ausgesetzt wurde, sich mit größter Berechtigung auf seine Lebensinteressen berufen kann, wenn er sich des mörderischen Angriffs zu erwehren ucht. England hat diese neue Art des Zweikampfes eingeführt und dabei die Interessen der nautralen Staaten mit Füßen getreten. Wir Schweden, schließt der Artikel, könnten die Wirkung des deutschen Erlasses mit Ruhe abwarten, wenn nicht die englische Zumutung bestände, daß unsere Schifse das gefährliche Kirkwall anlaufen sollen.“ Holland und die deutsche Ankündigung. tu Amsterdam, 8. Febr. Die Konferenzen des holländischen Ministerrats wurden gestern fortgesetzt. Die Ankündigung der deutschen Regierung ber ihre Aktion im Kanal wurde weiter beraten. Es wird hier an zweierlei Möglichkeiten gedacht: Entweder eine geregelte Schutzbegleitung der Kaufahrteischiffe durch holländische Kriegsschiffe oder an ein Zusammenarbeiten mit der Regierung, die dann alle holländischen Kaufjahrteischiffe übernehmen, bewaffnen und mit Kriegsflaggen ausrüsten würde. Wieder sieben englische Handelsfahrzeuge vermißt. bb. Kopenhagen, 8. Febr. Wie„Dagen Nyheter“ aus London berichtet, teilt„Lloyd“ mit, daß als Folgen des Auftretens der deutschen Unterseeboote sieben englische Handelsfahrzeuge als vermißt angesehen werden. Deutschland und Amerika. Neuyork, 8. Febr. Gestern fand ein Kabinettsrat statt. Nach Schluß desselben verlautete, daß Amerika nichts gegen die deutsche Ankündigung unternehmen würde. Die Reeder erklärten, die Schiffe wie sonst fahren zu lassen. Der Wirtschaftskrieg gegen Deutschland aussichtslos. tu Kopenhagen, 6. Febr. Die„Nowoje Wremja“ beschäftigt sich in einem langen Leitartikel mit dem Wirtschaftskrieg gegen Deutschland und kommt zu dem Schlusse, daß es unsinnig wäre, daran zu glauben, Deutschland könne ausgehungert werden. Deutschland habe in 40jährigem Frieden sich auf den Wirtschaftskrieg vorbereitet und sei daher gegenwärtig in dieser Beziehung vollkommen unangreifbar. Außerdem werde Deutschland andauernd von den neutralen Ländern mit Waren reichlich versehen. Eine wirtschaftliche Schädigung Dautschlands sei also unmöglich. Wenn die deutsche Flotte vernichtet sei, dann ließe sich eine strengere Kontrolle der Ausfuhr aus den skandinavischen Ländern und Italien ermöglichen und rechtfertigen, da der jetzige Krieg nicht ein Krieg Heer gegen Heer, sondern Nation gegen Nation sei. Ueber den Kampf und Untergang der„Blücher". bb. Amsterdam, 8. Febr. Die„Times“ beschreibt in einem Artikel den Kampf und Untergang der „Blücher", wie er von einem deutschen Matrosen geschildert wird. Ueber die letzten Szenen heißt es: Als kein Zweifel mehr bestand, daß es um das Schiff geschehen sei, ertönte die Glocke, die uns sonst Sonntags zur Kirche rief, und alle, die konnAus Stadt und Umgebung. ** Schwerte, 8. Februar 1915. (Gedenktage.) Der 4. Februar war der Tag, an dem vor 25 Jahren die Februar=Erlasse des Kaisers bekannt gegeben wurden, die die Grundlage zu unserer hautigen sozialpolitischen Gesetzgebung bilden. Am Sonnabend voriger Woche waren 40 Jahre verflossen, seitdem im Deutschen Reich die Ziviltrauung eingeführt wurde und die Beurkundung der Geburten, Heiraten uund Sterbefälle ausschließlich durch die Standesbeamten erfolgt. Durch das Inkrafttreten des Bürgerlichen Gesetzbuches am 1. Januar 1900 erfuhr das Reichsgesetz über die Standesämter von 1875 wesentliche Umgestaltungen.. 4.Kan imi **(Die deutschen Spartassen) stehen, wie bereits festgestellt werden konnte, im Zeichen ständig wachsender Spareinlagen. Den Rekord aber dürfte die Münchener Stadtsparkasse erreicht haben, die im vergangenen Monat den höchsten Betrag an Spareinlagen seit dem Gründungsjahre 1824 erreicht hat! Die Einzahlungen betrugen nämlich 6109324 Mark, die Rückzahlungen 2645340 Mark, so daß sich eine Vermehrung der Einlagen um 3463984 Mark ergibt. **(Der Landeshauptmann der Provinz Westfalen), Dr. Hammerschmidt, ist, wie der„Münst. Anz.“ vernimmt, vorübergehend zur Hilfeleistung für die Zivilverwaltung in Belgien, und zwar für die Provinz Brabant, nach Brüssel berusen worden und hat, diesem ehrenvollen Rufe folgend, bereits am Montag Münster verlassen. **(Kriegshonig.) In jetziger Zeit heißt es, die vorhandenen Vorräte auszunutzen. Gewiß wird sich da manche Hausfrau, namentlich in kinderreicher Familie, freuen, folgende Anleitung zur Herstellung eines ebenso schmackhaften, wie billigen, dabei außerordentlich nahrhaften Brotbelags kennen zu lernen. Ein Liter Milch und ein Pfund Stampfzucker werden zusammen 2—2½, Stunden lang auf mäßigem Feuer gekocht; in der letzten halben Stunde muß öfters umgerührt werden. Wenn das Ganze die Zähigkeit natürlichen Bienenhonigs erlangt hat, ist der Kriegshonig fertig. In einen Steintopf gefüllt, hält er sich monateund Liebe. Roman von Käthe Lubowski. 13 Sie dachte nicht daran, daß sie der blassen, vergrämten Frau nur das, was den anderen nicht mehr frisch und gut genug erschien, gegeben hatte, sie dachte nur an ihren Verlust, der gedeckt sein mußte, koste es, was es wolle. Sie nahm den Küchenstuhl und das einzige Bett an sich. Emmi Brandhuber würde die Nacht, die darauf folgte, nicht vergessen. Sie hatten so sehr gefroren. Es war kein Holz und keine Kohle da, und Geld, um neuen Vorrat zu kaufen, auch nicht. Da hatte die wacklige Tür, deren Drücker im Laufe der Jahrzehnte abgenutzt, nicht mehr ordentlich arbeitete, geknarrt, ganz leise und der alte, struppige Hund von der Metzgerfrau, mit dem der Franz des öfteren gespielt hatte, war hereingekommen. Der hatte sich zu ihnen gekauert und sie in der bitteren Kälte gewärmt. Seitdem behauptete Emmi Brandhuber, daß die Tiere barmherziger als die Menschen seien. Am nächsten Tage ging sie ernsthaft mit sich zu Rat, der Vormund war gerade verreist, und bis er wiederkam, würden sie verhungert sein. Da galt es, allein zu schaffen. Und sie schaffte es. Als der Franz gefirmelt war, kam er zum Buchhändler in die Lehre. Sie selbst ging für Geld mit jungen und alten Damen spazieren, sah unnützen Buben die Schularbeiten durch und las der Mutter des geprüften Rechtspraktikanken Stemer allabendlichzwei Stunden aus Journalen und Gebetbüchern vor. Das Anschmiegende und mädchenhaft Zarte fiel in dem steten Kampf mit dem Dasein allerdings von ihr ab. Aber ihre Seele wurde gesund und stark, und das ist schließlich für eine alleinstehende Frau die Hauptsache. Als sie jetzt Nora Fiedler, die ihr ein Inserat in den„Münchener Neuesten“ eingebracht hatte, mit einem Scherzwort herauslocken wollte, fiel ihr Blick in Frau Hüssingers Gesicht. Sie erschrak. Schön hatte man Frau Annette freilich niemals nennen können, aber so häßlich wie heute, war sie vordem doch nicht gewesen. Ihr Gesicht sah rot und verweint aus und ihre kleinen gutmütigen Augen blinzelten und zuckten wie in abbittender Scham unruhig hin und her. Nanu,“ sagte Emmi Brandhuber und ließ die Klinke fahren,„wo drückts denn? Ists Kochtöppel entzwei gegangen oder hat der Herr Otto a'n Raptus gekriegt?" Frau Hüssinger schluchzte verzweifelter. „Fräulein Fiedler— is— nämlich nit mehr bei uns.“ „Und wo ist's denn sonst?“ „In eine hochnoble Pension, der Herr hat's doch hingebracht.“ „Welcher Herr, wo kommt denn der auf einmal ber%g „I weiß bloß das erste. Der Sohn von der feinen Dame, die immer für Fräulein Fiedler gesorgt hat, ist er. Tarenberg heißt er.“ „Und darum weinest wie an Gießkanne. I der tausend, Frau, das ist ja ein Spektakel.“ „Darum gar nit,“ versuchte sich Frau Hüssinger matt zu verteidigen. Emmi Brandhuber zuckte die Achseln, setzte den kleinen, verregneten Hut fester auf den Kopf und schickte sich zum Gehen an. Zum Rätsellösen fehlte ihr die Zeit und wenn es hundertmal um die Stunde war, daß der Herr Otto, der blitzsaubere, kreuzbrave Mensch von seiner Arbeit heimkommen mußte. Sie hatte trotzdem keine Minute für so was übrig. Sie wollte zur Expedition der Neuesten“ laufen, um möglichst schnell Ersatz für Nora Fiedler zu bekommen. Frau Annette aber ließ sie nicht Bleibens noch,“ bat sie.„Tun's einer alten, unglücklichen Frau die kleine Lieb. Kommen's. trinken's an Kaffee drüben bei mir.'s ist gerad um die Zeit. Nachher erzähl i Ihnen alles.“ Und Emmi Brandhuber trank aus reinmensch. lichem Gefühl den dünnen Kaffee und ließ den Schwall der Klagen über sich ergehen, alles aus Barmherzigkeit an fremdem Leid. „Und nu denken's bloß an, Fräulein Emmi, der Otto, das Kind, hat sichs richtig zu Kopf genommen.“.. ,. Giedfer 9 „Daß sie weg ist, s Frautein Flrour“ „Selbiges. Ist nix mit ihm zu machen. Er will partont ins Wasser.“" 46 7.16, „Na, dann lassens ihn doch geltost lalufen.“ Frau Hüssinger starrte sie entsetzt an. „Sie— meinen— daß—“ Emmi Brandhuber vollendete umbarmherzig: „Daß ihm an kaltes Bad nix schaden kann, gar nix. Im Gegenteil—“„„ „Aber— wenn— er— das gute Kino— „Kind hin— Kind her— an Waschlappen ist er, springt er'nein— springt er auch wieder naus. Verlassen's sich'drauf.“ Damit stellte sie die Kaffeetasse hin und ging energisch zur Tür. Es tat ihr um den Otto Hüssinger leid. Sie hatte ihn herzlich gern. Lieb? I bewahre, wenn man so wenig hübsch,so argarni und dazu verständig für zwei ist, läßt man solche Gedanken fein beiseite. Nein, sie ärgerte sich bloß, daß die„Lange und die Kurze“ mit ihren goldenen Brillen auf den Nasen, die neulich im Klub„der Aufgeklärten“, in den sie die alte Frau Stemer begleiten mußte, so klug und doch so töricht geredet hatten, vielleicht doch nicht so ganz im Unrecht waren, wie sie es in dem ersten Entsetzen gemeint hatte. Die hatten mit Zahlen und fremdländischen Worten beweisen wollen, daß die Männer ein schwaches Geschlecht wären. Viel schwächer, viel nachlässiger, wie die Frauen. Und weil es so und nicht anders stimmte, sollten die Frauen ihnen fortan mit gutem Beispiel vorangehen dürfen. Vielleicht lernten sie es dann mit der Zeit, wie ein richtiger, geistiger Kraftmensch beschaffen sein müßte. Emmi Brandhuber hatte zuerst schrecklich über die ganze Geschichte gelacht. Aber als sie garaus einer Saalecke„Bravo, Hurra" und„großartig, genial“ schrien und die beiden Bebrillten zu einer Zugabe den Mund auftun wollten, hatte ihre Erregung über den Unsinn lichterloh in Flammen gestanden. Sie war aufgestanden und hatte ganzlaut geschrieen, damit den beiden Gefeierten auch kein Wort verloren ginge:„Sie, i will Ihnen mal was sagen. Schmeißen's doch das ganze, weise Naturgesetz nit einfach über den Haufen. Wissens, Ihre Brillen taugen nix. Sie sehen alles verkehrt durch die Gläser an. Das ist's. Kommens mir bloß nit mit Ihren lateinischen und griechischen Brocken. Die verstehens selbst nit ordentlich. Das kleine Fräulein da, mit dem Doppelgucker, soll sich gefälligst bei Sturm und Wetter draußen hinstellen und Bäume fällen oder auch recht zähes Buchenholz spalten oder drei Scheffel Korn auf dem Buckel zur Mühle tragen, oder, wenn ihr das nicht sein genug ist, einen verlodderten Bauernhof wieder auf den grünen Zweig bringen. Und wenn sie das eine oder das andere ein paar Jahre ehrlich durchgeführt hat, dann soll sie wiederkommen und die Red' vom richtigen Kraftmenschen und dem guten Beispiel noch mal halten!“ Nach diesen Worten, die nicht in dem sorgfältig ausgewählten Programm der Rechtlerinnen standen, hatte sich ringsumher ein großes„Hallo“ erhoben. Emmi Brand huber hatte sich furchtbar geschämt, daß ihr innerliches Gifttöpfchen wieder einmal überkochte, aber nun war es doch einmal geschehen. Vielleicht schadet es auch nichts, wenn ihnen ein Kind aus dem Volke seine Ansicht klar legte. Die vorher„Hurra" und da capo“ gerufen hatten, schwiegen jetzt ganzstill. Nur ein paar alte, weißhaarige Frauen verließen ihre Plätze und gaben ihr die Hand. Ein vornehmer Herr mit gütigem, klugen Gesicht sagte ganz laut:„Schade, daß die ganze Welt nicht aus lauter solchen verständigen Frauenzimmern besteht, es könnte viel Unglück verhütet werden!" 220,10 erwundeten irch Schußseck und eroch auf die s Hoch auf „Wacht am rn. Boulogne: riff zwischen Stellungen se Artillerie beträchtliche Gefechtslinie Regimenter, volle Stärke getreten ist, en Offensive fl. Heute vorlieger Bomter von dem platzten auf keinen Schajebung. druar 1915. war der Tag, =Erlasse des die Grundtischen Gesetzoriger Woche im Deutschen urde und die sund Sterbesbeamten erBürgerlichen r das Reichs75 wesentliche hen, wie bezeichen ständig d aber dürfte haben, die im rag an Spar1824 erreicht mlich 6109324 Mark, so daß um 3463984 Provinz Weste der„Münst. heißt es, n. Gewiß ich in kineitung zur ie billigen, elags kenein Pfund 4. Stunden der letzten werden. en Bienentig fertig. ich monateig. genial“ er Zugabe Erregung gestanden. geschrieen, Wort vervas sagen. 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Gestern nachmittag veranstaltetete der evangelische Frauenverein, der seit Ausbruch des Krieges eine sehr rege Kriegsliebestätigkeit entfaltet hat, im Gemeindeheuse ein Wohltätigkeitskonzert, welches sich eines derartigen Besuches erfreute, daß der Saal bis auf den letzten Platz besetzt war. Eingeleitet wurde das Konzert, welches der Gegenwart entsprechend einen vaterländischen Charakter trug, durch einen stimmungsvollen Prolog, den Fräulein Ilse Theobald sehr hübsch zum Vortrag brachte. Das Konzert selbst wurde durch zwei ansprechende Vorträge eines vor kurzer Zeit gebildeten Streichquartetts, bestehend aus den Herren Pastor SchäferHennen, Pastor Ohlig## den Lehrern Klähn und Krey, eröffnet. Ferner wirkten bei dem Konzert mit Frau Pastor Nell=Witten(Geige), welche eine Sonate und im zweiten Teil des Programms ein Andantino und eine italienische Gavotte in äußerst sauberer Ausführung zum Vortrag brachte, Frau Pastor Meyer=Langenberg, deren Lieder„Heilig Vaterland" und„Soldatenbraut“, reichen Beifall auslösten, Herr Pastor Ohl=Langenberg, dessen von dem in Frankreich gefallenen Dichter H. Löns gedichteten Matrosenlied„Wir fahren gegen England“ so beifällig aufgenommen wurde, daß eine Viederholung erfolgen mußte, und Herr Amtsrich= ter Heuermann=Lünen, dessen neue Strophen von Otto Ernst zu Lortzings Lied„Das war eine köstliche Zeit“ aus dem„Waffenschmied“ am meisten gefielen. Mit dem Krönungsmarsch aus dem „Prophet“ von Meyerbeer durch das Streichquartett erreichte das Konzert nach zweistündiger Dauer mit einem Dankeswort des Herrn Pastor Terberger an die Künstler, welche in dankenswerter Weise ihre Kräfte kostenlos in den Dienst der guten Sache gestellt hatten, unter dem gemeinsamen Gesange„Deutschland, Deutschland über alles“ sein Ende. Der Reinertrag der Veranstaltung dürste sich, da sämtliche Einlaßkarten verkauft waren, auf rund 250 Mark stellen. **(Blicke in die Geheimnisse der Feldpost.) Ueber dieses in jetziger Zeit gewiß für jedermann hechaktuelle Thema sprach am Samstag abend im gutbesetzten Ostermann'schen Saale der Postsekretär Engel, aus Dortmund in fesselnder, interessanter Weise. Der Vortragende verstand es meisterhaft, mit seinen klaren und treffenden Ausführungen an Hand von etwa 40 Lichtbildern die Aufmerksamkeit seiner Zuhörer zu fesseln. Alle Anwesenden taten einen tiefen Blick in die exakte Arbeit, mit der unsere Post ihre Niesenarbeit zu tösen bestrebt ist. Freudig nahm man auch die vielfachen Anweisungen hinsichtlich rechter Adressierung und Verpatung an. Die Lichtbilder konnten allerdings bei keinem Besucher Beifall finden, und wurde die gute Wirkung des gesprochenen Wortes durch die schlechten Bilder sehr abgeschwächt. **(Rotes Kreuz.) Auf die morgen(Dienstag) nachmittag 5 Uhr im neuen Rathaussaal stattfindende Sitzung des hiesigen Zweigvereins vom Roten Kreuz, dem bekanntlich jetzt auch der frühere Hilfsausschuß angeschlossen ist, sei auch an dieser Stelle aufmerksam gemacht. Da Unterstützungsfragen zu regeln sind, ist das Erscheinen aller in Frage kommenden Damen und Herren dringend erwünscht. Eine Einladung durch Karte, wie bisher, erfolgt diesmal nicht. *e(Warnung.) Es ist bekannt geworden, daß aus minderwertigem Material hergestellte Schutzschilde gegen Verwundungen feilgehalten werden. Der Gebrauch solcher Schilder bedeutet eine ernste Gefahr für den Träger, weil sie zur Splitterwirkung neigen und die Geschoßwirkung durch die in den Körper eindringenden Stücke der Schilde erheblich verschlimmern. Der Verkauf und das Feil6 „ Rhaden Kolaut. bieten von Schutzschildern ist verboten. Ausgenommen von dem Verbot sind diejenigen Panzer, die von der Gewehr=Prüfungs=Kommission geprüft und nach den hierfür gültigen Festsetzungen für brauchbar befunden wurden. **(Eine Wohltätigkeits=Vorstellung) zum Besten der zur Fahne einberufenen Mitglieder hatte der Verein der Eisenbahn=Oberbau=Ar“ beiter gestern abend im Kordet'schen Saale veranstaltet. Die zur Aufführung gelangten Theaterstücke waren sorgfältig einstudiert und wurden vorzüglich gegeben, und da sich die Veranstaltung eines sehr guten Besuches zu erfreuen hatte, dürfte ein hübsches Sümmchen für den guten Zweck übrig geblieben sein. **(Vorräte=Erhebung.) Der„Reichsanzeiger“ veröffentlicht eine Bekanntmachung über die Vorräteerhebung. Danach sind während der Kriegsdauer den Behörden jederzeit Auskünfte über die Vorräte an Gegenständen des Kriegsbedarfs und solchen zur Herstellung von Kriegsbedarfsartikeln, ferner an Gegenständen des täglichen Bedarfs, besonders Nahrungs= und Futtermittel, sowie an rohen Naturerzeugnissen, Heiz= und Lichtstoffen zu geben. Verpflichtet zur Auskunftserteilung sind alle Handels=, landwirtschaftliche und gewerbliche Unternehmungen, die solche Gegenstände erzeugen, verarbeiten oder mit ihnen handeln, ferner kommunale Körperschaften. *(Eine aufgesundene Milchbüchse) ist vor einiger Zeit bei der hiesigen Polizeiverwaltung abgegeben worden. Der Eigentümer kann dieselbe dort wieder in Empfang nehmen. ** Holzen, 8. Febr.(Beförderung.) Der Feldwebel Thomas Quitzerowski von hier, der auf dem westlichen Kriegsschauplatz kämpft, wurde zum Offizier=Stellvertreter befördert. Wir gratulieren bestens! *e Westhofen, 6. Febr.(Leiche gelandet.) Oberhalb der Brücke bei dem benachbarten Boele wurde die Leiche eines 38= bis 40jährigen Mannekaufen Sie sehr vorteilhaft in dem Spezialhaus für Herren- und Knaben-Kleidung der Firma Ostenhellweg 23(gegenüber aus der Lenne gezogen.: Die Persönlichkeit konnte noch nicht festgestellt werden. Ob ein Unglücksfall oder ein Selbstmord vorliegt, muß die Untersuchung ergeben. ** Ergste, 6. Febr.(Auszeichnung.) Dem Unteroffizier Fritz Bechaus zu Niederweisched ist das Eiserne Kreuz verliehen worden. Wir sprechen dem tapseren Krieger unsern besten Glückwunsch aus is! Beschlagnabme von Mehlüber 50 Pfund wtb Berlin, 6. Febr. Amtlich. In der heutigen Sitzung des Bundesrats wurde der Aenderung der Bekanntmachung über die Regelung des Verkehrs mit Brotgetreide und Mehl die Zustimmung erteilt. Ferner wurde beschlossen, den Kommunalverbänden die Befugnis zu verleihen, ihre Eingesessenen zur Anzeige der Vorräte zu verpflichten, die bei der Reichserhebung am 1. Februar nicht erfaßt worden sind, weil sie unter einem Doppelzentner blieben. Die Kommunal= verbände können dann diese Vorräte sich übereignen lassen, so weit sie bei dem einzelnen Besitzer 25 Kilogramm übersteigen. Hierdurch werden die Kommunalverbände in den Stand gesetzt, aus den privaten Haushaltungen, die sich überreichlich mit Mehl eindeckten, noch Mehl der Allgemeinheit zuöchtes. Briefkasten. U., Westhofen. Wenn nichts anderes vereinbart ist, können Sie bis zum 15. des laufenden Monats kündigen und am 1. ausziehen. Verantwortlich für die Redaktion Friedr. Kraas. Druck u. Verlag von Carl Braus, beide in Schwerte. 4553 A. Lieh& Ceir! Fischer) in Dortmund. Bei dem gegenwärtig herrschenden Kohlenmangel empfehlen wir als vorzügliches Brennmaterial von großem Heizwert: Gabelkons zu 6.00 Tin. für den Gramtt Schwerte, den 1 Februar 1915 er Verwallung des städtischen Gaswerks. Frische grüne Heringe 3 po.5 Ducinge Laz=Heringe Makrelen Heringe in Gelee empfiehlt Kaushaus für Lebensmislel Brückst aße 23 Pfg Schwerte. Mitglied d.D.Turnerschaft Zur Teilnahme an der Beerdigung d verstorbenen Turnschülers Ludwig Schoppe, treten die Mitglieder am Mittwoch, den 10. Februar d. J. nachmittags 3½ Uhr, im Vereinslokal an. Zahlreiche Beteiligung erwartet es9 Der Vorstand. Gott dem Allmächtigen hat es in seinem unerforschlichen Ratschlusse gefallen, gestern nacht 11½ Uhr unsern heissgeliebten Sohn, Bruder und Neffen 690 im Alter von 14 Jahren und 8 Monaten zu sich in die Ewigkeit zu nehmen. Um stilles Beileid bitten Die trauernden Hinterbliebenen: Familie Wilh. Schoppe. Schwerte, Holzwickede, Langenberg, Münden, 4 Die Beerdigung findet Mittwoch den 10. Februar nachmittags 4¼ Uhr vom Marien-Hospital aus statt. STATT KARTEN! Meine Verlobung mit Fräulein ELISABETH KUHLO, Tochter des Herrn Superintendenten Kuhlo und seiner verstorbenen Frau Gemahlin Johanna geb. Niemöller, zu Hüllhorst(Kr. Lübbecke i. Westf.) beehre ich mich allen Freunden und Bekannten hiermit anzuzeigen. 677 Wilhelm Beckmann, Kandidat der Theologie z. Zt. im Felde. Münster i. Westf., im Februar 1915. Hochstrasse 17. 688 Mchere gedracheoderneue Verband Wesisälischer Arbeisnachweise. Leispindeldrehbänke sofort zu kaufen gesucht. 638 Die Arbeits=Nachweisstelle Schwerke Wilh. Böhme Liethstraße 4 Fernspr. Nr. 213 Dortmund. Osterholzstraße 23. Nehme leichte vermittelt Arbeiskräste aller Ark Fuhren und Landarbeiten vollständig kostenfrei. Baliksagurg Für die vielen Beweise herzlicher Teilnahme anläßlich des Hinscheidens meiner unvergeslichen Frau, unserer guten Mutter, sagen wir. allen, besonders dem katholischen Barien-Verein und Herrn Pastor Schnurbus für die trostreichen Worte, welche er an uns gerichtet hat, unsern herzlichsten Dank. Schwerte, den 6. Februar 1915. Joh. Stratmann nebst Kindern. Statt jeder besonderen Anzeige! Hocherfreut zeigen wir die glückliche Geburt eines MADCHENS an.. 695 Julius Möhling und Frau Hedwig geb Hüsecken. Schwerte, den 7. Februar 1915. Garantiert reines Für Zuschneide= und Nähkursus suche noch einige Teilnehmerinnen. Marta Heidrich. 691 Poststraße 10. an. 678 erhalten Sie dilligst bei „Weinberg 694 „Warm zu empfehlen istZuckers Patent- Medizinal- Seite gegen unreine Haut, Mitesser, H Plg, 100 Mb. u. 1 30 mi. Dazu Zuckooh-Creme(à 50 und 75 Pfg 2c. Bei&a Trog, Mor Mehlhose Dragerten. Frenken Pitiatt. An die Jahlung der 679 erinnert Schwerte, 8. Februar 1915 ESoangelscher Morgenmadchen oder Frau zur Aushilfe auf sofort gesucht. Von wem? sagt die Expedition dieses Blattes. 685 Ein Metallbetten Kaialog frei Holzrahmenmalr., Kinderdetten Eisenmödelfabrin, Suhl i. Th. Orig. franz. Voedeaug: Rotwein garantier“ rein, zu Slacht unn d. Haus 1.10 Mh., in Nus. cank per Glas 20 P/1 Franz. 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Dezember vorigen Jahres angeordneten Schutzmaßregeln hebe ich daher hiermit auf. Hörde, den 5. Februar 1915. Der Königliche Landrat: 681 I. V. gez. Burchard, Regierungs=Assessor. Einladung. Die Mitglieder(Damen und Herren) des Roten Kreuzes(einschl. des Familienausschusses) werden hiermit zu einer Sitzung auf Dienstag, den 9. Februar d. Is., nachmittags 5 Uhr in dem StadtverordnetenSitzungssaal im neuen Rathause eingeladen. bitte um vollzähliges und pünktliches Erscheinen. 684 Schwerte, den 6. Februar 1915. Der Bürgermeister: Rohrmann. Zacherschhtzen Bewährtes Fatter für Pferde als Ersatz für Hafer empfiehlt L. Weinberg. von 3, 4, 5 u. 6 Zimmern zu vermieten. 287 Wiihelm Luck, Baugeschäft, Königstraße. Debuco! wachholde Extrakt. Altbewert b. Hustenr Lungen- u. Magenleiden. Reinigt vortrefflich das Blut. Als Hustenmittel bei Kindern un erreicht, à Flasche Mk. 0.15 u. 1.50 Nur b. 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Februar 1915. Namens des Ausschusses des Zweigvereins vom Roten Kreuz: Nohrmann, Bürgermeister. 655 2o Welmin=golungen ∆ Bekanntmachung. Die Höstpreise für Speisekartoffeln sind vom heutigen Tage ab aufgehoben. Die Einwohner des Stadlbezirks werden ersucht, Fälle, in denen übermäßige Preise für Speisekartoffeln gefordert werden, der unterzeichneten Behörde zwecks Versolgung anzuzeigen. Schwerte, den 5. Februar 1915. Der Magistrat: 668 Rohrmann. Beranntmachung. Im Hinblick auf die außerordentlich große Bedeutung, die die Küchenabfälle für die Erhaltung eines möglichst großen Viehbestandes und damit für die Ernährung des Volkes gewinnen lossen, ist der Sammlung und Verwertung der Küchenabfälle als Viehsutter besondere Aufmerksamkeit zuzuwenden. Diejenigen Haushallungen des hiesigen Stadtbezirks. welche derartige Küchenabfälle abzugeben haben und solche Haushaltungen, welche die Küchenabsälle für die Füllerung der landwirtschaftlicken Nutztiere verwerten wollen, werden ersucht, entsprechende Anträge im Büro des Stadtsekrelärs (Zimmer 19 neues Rathaus) zu stellen oder schriftlich dieses dem Unterzeichneten mit zuteilen. Schwerke, den 25. Januar 1313. 624 Der Bürgermeisier: Nohrmanr. Bekanntmachung über Ausnahmen vom Verbole der Sonntagsarbeit in Bäckereien. In Abänderung meiner Bekanntmachung vom 21. März 1895(Amisblatt S. 149, 180, 22; und 305) wird auf Grund des§ 105e der Gewerbeordnung die Beschäftigung von Arbeitern an Sonn= und Festtagen in den Bäckereien bis 12 Uhr mittoge zugelassen unter der Bedingung, daß jedem Arbeiter mindestens an jedem drilten Sonntage die zum Besuche Goltesdienstes ersorderliche Jeit freizugeden ist. I. 20 Nr. 95. Arnsberg, den 21. Februar 1915. Der Regierungspräsidenk. In Vertr.: Pfesser. 683 einen grossen Posten Kleider- und Blusen: stoffe weit unter Preis einzukaufen. Kleiderstoffe bekannte Qualitäten nur 7 5ptg. Blusenstoffe krüh. Wert teils über 2.00 Mk., jetzt nur 25, 05 pig Haustuch beliebte Ware für Kleider nur 45 Pfg. p. Meter In schwarzen und weissen Kleiderstoffen für Konfirmandinnen und Kommunikantinnen besonders günstige Kaufgelegenheit Ferner empfehle mein grosses Lager in: Unterröcken, Korsetts, Handschuhen, Wäsche. Alle diese Waren noch zu alten Preisen. Wilhelm Sasse Nacht. Schwerte, Hüsingstr. 3. 621 Fernruf 297. Goldwaren und Schmucksachen Moderne Colllers, Medalllons, Anhänger in jeder Art, Damenringe und Herrenringe in den modernsten Formen, Broschen und Ohrgehänge, Armbänder, Kreuze, Vorstecknadeln, Damen- und Herren- Uhrketten in 10 verschiedenen Qualitäten, Brillant-Ringe, Brillant-Broschen, Brillant-Ohrgehänge etc. ansensensennsennssens Sehr grosse Auswahl!. Billigste Preise A. Eick& Comp. 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Is. in der Wirtschaft Wiebelitz in Annen, 9 Uhr vormittags, für die Landsturmpflichtigen des Amtes Annen. 2. Am 17. Februar d. Is. in der Wirtschaft Jockenhöfer in Schwerte, vormittags 8.45 Uhr, für die Landsiurmpflichtigen der Siadt Schwerte 3. Am 18. Februar d. Is. in der Wirtschaft Jockenhöfer in Schwerte. vormittags 8.45 Uhr, für die Landsturmpflichtigen des Amtes Westhofen. 4. Am 19. Februar d. Is. in der Wirtschaft Schulte in Aplerbeck, vormittags 8 45 Uhr. für die Landsturmpflichtigen der Jahrgänge 1884, 1885 und 1886 des Amles Aplerbeck. 5. Am 20. Februar d. Is. in der Wirtschaft Schulle in Aplerbeck, vormittags 8.45 Uhr, für die Landsturmpflichtigen der Jahrgänge. 1887, 1888 und jüngere Jahrgänge des Amtes Aplerbeck. 6. Am 22. Februar d. Is. in der Wirtschaft Bergmann in Hörde, vormittags 8.45 Uhr, für die Landsturmpflichtigen des Amtes Kirchhörde. 7. Am 28. Februar d. Is. in der Wirtschaft Bergmann in Hörde, vormittags 8.45 Uhr. für die Landsturmpflichtigen der Aemter Wellinghofen und Barop. Diejenigen Landsturmpflichtigen, welche sich noch nicht zur Landsturmrolle angemeldet haben, werden hierdurch aufgefordert, unverzüglich ihre Anmeldung bei der Ortsbehörde zu bewirken, widrigenfalls strenge Bestrafung erfolgt. Die zur Gestellung verpflichteten Personen haben sich eine Stunde vor den bezeichneten Terminen pünktlich einzufinden. Der Landsturmschein ist v Auniräge auf Iurüchstellung wegen dringender häuslcher Verhältnisse sind bei den Ortsbehörden vor dem Musterungstermine anzubringen. Alle Gesuche um Zurückstellung Landsturmpflichtiger vom Waffendienst im Int resse der Aufrechterhaltung gewerblicher Betriebe(Bergwerke. Eisenwerke usw.) sind sofort, spätestens bis 20. Februar) bei dem Unterzeichneten(nicht bei dem Bezirkskommando) anzubringen. Verspätete Reklamationen müssen unberücksichtigt bleiben. Die Reklamationsgesuche müssen eingehens begründet und behördlich(z. B. durch die Gewerbeinspektion oder Bergreoierbeamten) begutachtet sein. Außerdem müssen die Gesuche die zeitige Wohnung und den Geburtstag des zu Reklamierenden entyallen und ausdrücklich zum Ausdruck dringen, daß es sich um eine Reklamation eines unausgebildelen Landsturmpflichtigen handelt. Reklamationen anderer Jahrgänge als der zu Musternden können nicht angebracht werden. Die Verhandlung über die Reklamationen findet am 28. Februar d. Is., vormitags ½12 Uhr, im Bergmannschen Saale in Hörde im Anschlußz an das Musterungsgeschäft statt. Jede Störung der Ruhe und Ordnung des Musterungsgeschäfts durch Trunkenheit, Widersetzlichkeit, unerlaudte Entsernung, sowie ähnliche Ungehörigkeit wird streng destraft. Hörde, den 5. Februar 1915.. 682 Der Landraf J. B.: Burchard. Fungion Anigio lefert schnell und sauber trader Ertele Baraurockbrer u. braus * a SS3SSS 9— Van ZoUPS9 92S" "0 * 9• 8 B3 29 **** S#a-Ig TaE a 58.. S3 62.8 55 RrTg *"—31 S° S5BSE SPgg Eühge ** SBnsgsns * · GTUrO. BS. 80 S 2.# Ä. E5 • 8% 9 9 S S Sags 2 5An 8 S 9 • 93 2 S 22 S 8 # S—810 S □—.- E 9*H .—— F• C — S 0•— S5g.9 S9. 23 BSSSSS 39 OS##s# 889338 5 OEERDE — 5 e. Se. =* So 9 S S6 S8 cnn S3S #D BESREG SS Ven SS Bpgieg „ 0T ü G" —— 60— 00 f——* = 55 S 00 22 28 23— — =P Se S 8 — 28 5 S: S 9 85 S 22 9 S 2 S 8 88 = S 2 —* S 93 e 2 S g G= Sa9*2 5. 2. S S m — S 2 9 2.020 ——• 98 9o.1 5* O 6— * 38·5 GOWTADE“ GGTES9•! 5 S. S 2.59 5 O—— 8BSgI S• T•C0S 1 S i —* □ *— S Desto lustiger aber waren ihre Begleiter, die sie ununterbrochen neckten. „Soll ich mich nun wieder rächen?“ fragte Wilder89... en Schlie „Nein, wir wollen Frieven schließen. „Schön! Und der Friede wird besiegelt," flüsterte er. Am Abend, als alle im Garten spazierengingen, bekam Wildermut seinen Kuß. „Es war wohl eigentlich nicht huvsch, meinte er leise,„und jetzt tut mir's beinahe leid, daß ich gewissermaßen die Pistole auf die Brust setzte. Unrecht Gut gedeihet nicht; ich will ihn Ihnen zurückgeben.“ Ehe sie noch etwas dagegen sagen kennte, hatte sie ihren Kuß zurück. Acht Tage später mußte Wildermut tatsächlich abreisen. Eine kleine, gemütliche Feier vereinigte alle am Abend noch einmal in der Gartenlaube. Als alles recht fidel war, erhob sich Berndt und sagte:„Nur wenige Worte möchte ich zum Abschied sagen. Unser aller Freund, Herr Wildermut, hat sich heute mit meiner Schwester verlobt“„ B Das gab ein Glückwunschen, Staunen, necen und Lachen; nur Olly saß ein wenig still. Da nickte ihr Berndt zu; und gedämpft, so daß niemand außer ihr es vernahm, klang es an ihr Ohr:„Uebers Jahr, mein Schatz, übers Jahr....“ Denkspruch. Es ist gesünder, nichts zu hotten und das Mögliche zu schaffen, als zu shwärmen und zichts zu tun. 6. Keller. *. .** *** # 9 hE Senden. K* **** 3 8 E E. **** Bearbeitet von E. Schallopp. Aufgabe Nr. 402. Endspielstudie von Dr. H. Goering in Meißen. („Deutsches Wochenschach".) Schwarz: 7 Steine. an Wh #. X. uudd de d„* g Weiß: 8 Steine. Weiß zieht an und gewinnt. ailn+(#0) 12— F(ze—) suXFL 93—72#(on c E 1000) LPXSPN LPXc•S ·7 LPX8·T 29—99 7 Partie Nr. 405. Turnierpartie, gespielt zu Mannheim am 24. Juli 1914. Vierspringerspiel. Weiß: E. Post, Berlin. Schwarz: A. Flamberg, Warschau. Weiß: 1. e2—e4 2. Sgl—13 3. Sbl—c3 4. Lfl—b5 Schwarz: 07—65 Sb8—c6 888—16 Sc6—04 Die Variante Rubinstein, über deren Wert die Forscher noch nicht einig sind. 5. Lb5—04 Neben 5. Lb5—a4, was Dr. E. Lasker im„Schachwart" zur Erwägung gibt, kommt wohl auch 5. S13X04 e5Xd4 6. Sc3—05 oder 6. e4—eb in Betracht. 5. L18—c5 6. 42—43 6. S13Xe5, was mit einem Fragezeichen versehen wird, möchten wir für gut genug halten; auf Da8—es folgt dann 7. Se5—13 St6Xe4 8. Sc3—65l mit recht gutem Spiel für Weiß. 6. 67—46 7. Sc3—a4 b7—b5 Am besten. 8. S/3X04 b5Xc4 9. S44—e2 C4X03 10. DalX43 Lc5—b6 11. 0—0 0—0 12. Se2—83 D48—e8 Schwarz kommt der Fesselung, die ihm Unbequemlichkeiten verursachen würde, zuvor. 13. Sa4Xb6 aXXb6 14. Da3—e2 Weiß strebt nach Angriff auf dem Königsflügel, 14... Lc8—a6? Der Läufer stand auf c8 besser, weil er den Springer beschränkte. 816—47 15. S83—15 S47—c5 16. De2— g4 LcsXi5 17. e4X15 f7—f6 konnte recht gut geschehen. 15 c2—04 b6—65? 16. Lcl—g5 böXc4 Schwarz muß, wenn er nicht den Bbö verlieren will, sich die unangenehme Aufreißung gefallen lassen. 17. I.g5Xf6- g7X16 18. De2—4Weiß setzt den Angriff in der stärksten Weise fort. 18.. K88—h8 19. Dg4—h4 De8—e6 20. Sg3—55 718—68 21. ShöXf6 T88—47 22. TfI—el L.a6—c8 23. Tel—e3 c4—03 Schwarz macht noch einen vergeblichen Gegenangriffsversuch. Weiß läßt sich aber durch nichts mehr beirren. 24. Te3—631 Troht 25. DhiXh7+ usw. 24. 1.08—47 Es ist merkwürdig, daß Weiß den zweiten Turm gar nicht mehr braucht. 25. Dh4—h6 Ta8—g8 26. Dhi6Xh7+I! Tg7Xh7 27. T/3X884 Keines Men schen Freund. Der Bankbeamte am Kassenschalter:„Ja, ich kann Ihnen diesen Scheck nur auszahlen, wenn Sie mir irgend jemand herbringen, der Sie identifizieren kann. Sie werden doch in der Stadt irgendeinen Freund haben?"„Nicht einen einzigen. Ich bin der Hundefänger.“ * Was das Kino nicht kann.„Es ist doch merkwürdig, daß man niemals im Kino etwas von irgendeiner dieser ewigen mittelamerikanischen Revolutionen zu sehen bekommt, finden Sié nicht auch?“„Aber ich bitte Sie, das hat seine Gründe, man hat noch keinen derart vervollkommneten Apparat, der so schnell arbeitet wie diese Revolutionen.“ Unterhaltungs=Beilage zu Nr. 32. Montag, 8 Februar 1915. Ktenorandl. Original-Kriegsroman aus ernster Zeit von Rudolf Jollinger. (9. Fortsetzung.)(Nachdruck verboten. Alle Rechte vorbehalten.) (und wer war es, der diesen Zwang auf sie ausgeübt hat? Derselbe russische Schuft, von dessen Kugel ihr erster Gatte gefallen war! Kann man sich etwas Verwerflicheres, etwas Entsetzlicheres ausdenken als diese grauenhafte Verirrung?“ „Wenn du unsere Mutter kennen gelernt hättest, Hugo, wie ich sie in den letzten zwei Jahren ihres Lebens kennen gelernt habe, so würdest du weniger hart über sie urteilen! Sie war ein schwaches, willenloses Geschöpf,— und, so schwer es mir fällt, es auszusprechen, sie war nicht glücklich geworden an der Seite unseres Vaters. Auch uns Kindern sind ja die stürmischen Szenen nicht verborgen geblieben, die sich so oft zwischen ihnen abspielten.“ „Nein!— Aber obwohl ich noch ein Junge war, wußte ich doch schon damals, auf wessen Seite das Recht und wo das Unrecht war. Du magst zur Rechtfertigung unserer Mutter sagen, was du willst, aber ich werde nicht dulden, daß du einen Vorwurf gegen unseren Vater erhebst! Er ist ein Mann, dessen ich immer mit der höchsten Dankbarkeit und Verehrung gedenken werde, obwohl ich die ganze Schwere seines Zornes habe empfinden müssen, und obwohl er sich auf immer von mir losgesagt hat.— Daß dieser Wolkonski wieder auf ihrem Lebensweg erschien, war für unsere Mutter Grund genug, Gatten und Kinder zu verlassen und mit ihm zu entfliehen. Wenn du weitherzig genug gewesen bist, es ihr zu verzeihen,— ich kann es nicht! Denn sie hat den Vater zu einem harten, verbitterten Manne gemacht, und sie hat uns das Glück unserer Jugend gestohlen!" „Sie hat es Jahre hindurch schwer gebüßt, das solltest du nicht vergessen!" „Gebüßt? Womit? Damit etwa, daß der Abenteurer, der sie doch nur wegen der ihr zugefallenen Erbschaft geheiratet hatte, sie verließ, sobald er diese Erbschaft durchgebracht hatte?“ „Nicht allein dadurch, sondern noch mehr durch die niemals verstummten Vorwürfe ihres Gewissens und durch die ungestillte Sehnsucht nach ihren Kindern. Daß sie wenigstens mich noch zwei Jahre lang bei sich haben durfte, ehe sie schied,— es war vielleicht der einzige, wirkliche Lichtblick in ihrem verfehlten Leben.“ „Wohl,— ich mache dir keinen Vorwurf daraus, daß du bei ihr eine Zuflucht suchtest, als dir die Türen des Vaterhauses verschlossen wurden. Aber, daß du bei ihr geblieben bist, als dieser Wolkonski zu ihr zurückkehrte, dafür fehlt mir in der Tat jedes Verständnis!“ „Ich wollte es ja auch nicht; aber die Mutter but mich so flehentlich, sie nicht wieder zu verlassen. Und dann— der Graf ist wirklich der Bösewicht nicht, als der er dir nach all den traurigen Vorkommnissen in unserer Fami ie, an denen er beteiligt war, er,cheinen mag. Die Mama hat ihn sehr geliebt und——“ „Und ich— ich werde nicht aufhoren, ihn wie einen Todteind zu hassen. Nichts in der Weit würde mich bewogen haben, dich au zusuchen, wenn ich geahnt hätte, daß ich zu dem Zweck die Behauung dieses Menschen würde betreten müssen! Und es ist wohl besser, daß ich nun gehe. Denn, wenn ich ihm hier begegnen müßte,— ich weiß nicht, was dann geschähe!“ „Du wirst ihm nicht begegnen. Er ist augenblicklich nicht in Pars, sondern auf einer seiner vielen geheimnisvollen Reisen. Wir können ganz ungestort miteinander plaudern. Und wir haben uns doch, wie ich denke, noch soviel zu erzählen. Ich kann dir nicht sagen, wie glücklich ich bin, einen von den Meinigen bei mir zu sehen Hugo von Raven zauderte noch ein wenig, dann aber nahm er doch wieder Platz. „Ich möchte allerdings einiges von deinen Schicksalen seit der Flucht aus dem Elternhause erfahren," sagte er.„Vielleicht läßt sich darauf eine neue Zukunft für uns beide aufbauen.“ Sie sah ihn fragend an. Seine letzten Worte hatten sie offenbar beunruhigt. Da er ihnen aber eine weitere Erklärung nicht hinzufügte, ging auch sie über die Bemerkung hinweg, als ob sie sie nicht gehört hätte. „Wenn ich dir alle meine damaligen Erlebnisse und Leiden schildern sollte, könnte ich Stunden und Stunden erzählen. Für heute muß ich mich darum wohl auf die Hauptsache beschränken. Von den unglückseligen Vorgängen auf Mallente brauche ich ja wohl nicht mehr zu sprechen?“ „Nein!— Fange getrost mit deinen Bühnenerlebnissen an. Das letzte, was ich von dir hörte, war, daß du vor drei Jahren an Hertha geschrieben hattest, es sei dir gelungen, ein ganz gutes Engagement zu finden, und du fühltest dich in deinem Beruf als Sängerin zufrieden und glücklich.“ „Ja, ich erinnere mich, daß ich etwas Derartiges schrieb. Aber es geschah nur, weil ich nicht wollte, daß sich irgend jemand meinetwegen Sorge oder Ge6 SSESE,„S BSPMEMEGGESTTS S EM B„RETST SSOSTCg SEDDPATS E.GEgCTOMGSESBOHTGEE S SEEAUS, Ggagshg aare Fgroß-S SOSDTEMP SRS S S O05 n S. 0 . * 8 882. 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